Deutsche Macht «n alt IliWn« taf» (Mal uu(l>4 f. —M, n*Ttnl«*l« « t tr. ZMti«« M XnKi M Iftrmi »k»nt«lut<* nt»n«nrt(f (o»l|Ut IM. M wmifll li «,ch»II>»,l — ItccIaMtimn »«rt.tot. — «Kttn »tcht |*r«4«<1m»rt- — ■*•**"« H MM4| f. Im M ! <■» Monte ffc »»kr i nt gdcrtatt, «M u-ultil Safcataaac» »ich» VrlÄJlArttft. Nr. 37. Cilli, Donnerstag den 3. April 1890. XV. Jahrgang. Kissi, 2. Zprit. In Deutschland ist man in breiteren Volt«» schichten deS Glaubens, daß die socialdemotra-tn'che Bewegung von großen Capitalisten geschürt »erde und daß insbesondere die Aibeiter-AuS» ßände aus Agitationen von jüdischer Seite zurück« zuführen seien. Wir fühlen un« weder berufen. »,ch geschickt genug, für daS Judenthum eine Lanze zu brechen; aber was man da erzählt, Hingt doch gar zu abenteuerlich, als daß man et jo ohneweiters glauben könnte. Die daS verbreuen. führen zur Erhärtung ihrer An« sch«uungen au. daß die Socialdemokraten im Allgemeinen mit) die Streik-Comites im Beson-d««n über auffallend große Geldmittel «ersügen, daß eine Anzahl Arbeiterführer thatsächlich dem Mischen Stamme angehört, daß bei AuSschrei-Hingen der Arbeiter die Juden immer geschont »erde», daß ein gründlicher Umsturz der be-siebenden gesellschaftlichen Verhältnisse dem Ju« ^entbume sehr zustatien kommen kinnte. und LlhvlicheS mehr. ES klingt dies AlleS. wie * gejagt, so abevteu rlich. daß man gut thut, sich ^d»ese» Gerüchten gegenüber mit einer starken ^'Tosi- Skepsis zu versehen, denn eS kann ja mchtt Schädlicheres geben, als wenn man sich ider die Grundursachen von Erscheinungen in der menschlichen Gesellschaft Irrthümern hingibt. Anderseits aber läßt es sich nicht bestreiken, daß beisvielSweise die Streikbewegung, welche im »erfiossenen Jahre Europa durchzogen, manches Achsel aufgegeben hat, dessen Lösung man heule »och vergeblich sucht. Woher sind die Gelder gekommen, welche eS den Streikenden ermöglicht haben, wochen- und monatelang ohne Verdie»st ; «Szuharren? Wie konnt« es geschehen, daß Arbeiterschaften, die augenscheinlich nicht im Titsernlesten an daS Streiken dachten, sozusagen über Nacht verwandelt, organisiert und für den Wien. Am rechten Uferrand der Donau hin dehnt sich Wien, die stolze Schöne, die Blume und Wche der deutschen Städte. So hart ihr auch «rtzespielt worden ist im Wandel der Zeiten. chrkUl Namen blieb der schmeichelnd lockende Klang gewahrt, der Ruhm ist ihr geblieben der schönen, liebenSwürd gen und prächtigen. Und !' rar. soll auch der Wall fallen, der sie eng um? schlössen gehalten hat und ihr den Athem raubte, der Schlagbaum, an dem jeder Gast sich erst den Eintritt zu ihr erkaufen mußte, an dem i »ber auch sie selbst den Zoll zu zahlen hatte i für Dinge, deren sie zum Leben nicht entrathen i konnte — dem Linienwall wird jetzt das Urtheil gesprochen. Vor mehr als dreihundert Jahren, als die Dürfen zum erstenmale durch Ungarn heraus gegen die Stadt zogen, bestimmten die Befehle de» Kaiser» die Bürgerschaft zur ersten Schanz-! «rbeit, die damalige Stadt in einen Gürtel von Mauern und Gräben zu zwängen. Die heutigen Bezirke Wien'S waren damals Vororte und seitab von der Stadt liegende Dörfer; zwischen sie und die Stadt wurde da« breite Elacis ge-ligi und die Stadt selbst gestaltete sich z«r Festung. Die Türken haben sich an ihren Mauern Mutijj« Kopse geholt und seit 200 Jahren sind ft nicht mehr dazu gekommen, den Wienern die tähesten Widerstand geschult wurden? Wo war die Centralstelle der Organisation, welche die Streikbewegung quer durch da« civilisierte Eu-ropa Schritt für Schritt vorwärts gehen ließ, bis da« in'« Auge gefaßte Ziel erreicht war? Man sieht, e« sind aus jener bewegten Zeit in der That Fragen zurückgeblieben, auf welche eine halbwegs bestimmte Antwort nicht gefunden werden kaun. Trotzdem ist e« gerathen, nicht gl.ich da« Schlimmste zu vermuthen, fondern bei der Erklärung jener Erscheinungen lieber aus dem natürlichen Wege zu verharren. Die Ar-beiterschaften sind eben bestrebt, ihr Lo« nach Möglichkeit zu verbessern, und die Erfahrung hat sie gelehrt, sich zu diesem Zwecke zusammen-zuschließen und, wenn man so sagen dars, nach taktischen Grundsätzen vorzugehen. Es läßt sich dagegen nicht« Vernünftigere« thun, als der Or-ganisation eine andere Orpanrsatio« gegenüber-stellen, die eine staatliche ist und aus interna-tionalen Verträgen ruht. Dieser selbe Gedankt war es. den der Kaiser von Oesterreich schon vor Jahren zum Ausdiücke brachte, dieselbe Idee leitete die schweizerische Bundesregierung, als sie eine internationale Berathung der Ar-beitersrage anregte, und von den gleichen Intentionen war auch der deutsche Kaiser geleitet, als er jüngst die Arbeiterschutz-Tonserenz n ch Berlin einberief. Die Berliner Conferenz hat ihre Arbeiten beendet und die gefaßten Beschlüsse auch bereit« publiciert. Wir wollen uns aus eine nähere Kritik der letzteren nicht einlassen; die eine Bemerkung können wir aber doch nicht unterdrücken, daß diese Beschlüsse geeignet sind, bei Allen, welche den Ergebnissen der Berliner Conferenz mit großen Hoffnungen entgegengesehen, große Enttäuschung hervorzurufen. Um ein Beispiel zu geben, wollen wir — dies dürft« in unserem Leserkreise ja am m«ist«n interessieren — kurz Nothwendigkeit diese« Stadtgürtel« glaubhaft erscheinen zu lassen. Die Vororte wuchsen indeß zu Vorstädten heran; immer näher zog ihre Häusermasse der Stadt zu bis hart an die Grenze de« geheiligten GlaciS, auf den, noch immer nicht gebaut werden durste — gerade so, wie „damal«" regelmäßig eine Schildwache aus-zog, weil da „einstmal»" ein Pulverthurm ge-standen hatte. Kein Mensch konnte mehr im Ernste daran glauben, daß die „innere Stadt Wien" noch eine Belagerung auszuhalten haben werde, aber GlaciS war einmal GlaciS. und hat man je gehört, daß ein GlaciS verbaut werden durfte ? Indeß war schon lange ein neuer Wall-gürte! um Wien gezogen worden, eine mannig-fach gebrochene, mehrere Meilen lange Linie vo'i einfachen Schanzen mit vier bis sechs Metern hohen Parapetmauern und einem hübschen Schanzgraben mit sanfr geneigter Böschung; ich bezweifle, ob sie zur Abwehr äußerer Feinde je tauglich gewesen wäre, aber die „Linie* erwies sich gegen di« Wiener selbst um so nützlicher. Eine« Morgens wachten di« „Phäaken" auf und — sie hatten die Liniensleuer. Was Eß- oder Trinkbares herein wollte, mußte sich an der Linie lösen und die „Spinatwachter' — die Finanzwache, von ihrer dunkelgrünen Uniform oder von ihrer Jagd nach Spinat und anderem Eßbaren so genannt — amtierten mit einer mittheilen, wa« die Conserenz bezüglich der Regelung der Arbeit in Bergwerken beschlossen hat. E« sei, so spricht sich die Conferenz au«, wünschenswert, daß die Beschäftigung von Kin-dern unter dem vierzehnten, in südlichen Ländern unter dem zwölften Lebensjahre, und von weid-lichen Personen zu unterirdischen Bergwerk«-arbeiten nicht zugelassen werde. E« )ei wün-schenSwert, daß in den Fällen, wo die Berg-«serkStechnik nicht ausreichen würde, um alle Gefahren für die Gesundheit, welche sich aus den natürlichen oder zufälligen Bedingungen der Ausbeutung gewisser Bergwerke oder gewisser Schächte ergeben, zu beseitigen, die Arbeitsdauer eingeschränkt werde. ES sei wünschenswert, daß die Sicherheit deS Arbeiter« und di« Unfchäd-lichkeit der Arbeite» für die Gesundheit durch alle Mittel gewährleistet werde, über welche die Wissenschaft verfügt, und daß dieselben unter Staattaufsicht gestellt werden; ferner daß die mit der Leitung des Unternehmens betrauten Ingenieure »»«schließlich Leute seien, deren Er-fahrung und technische Befähigung gebärend erprobt sind; dann daß die Beziehungen zwifch«n den Bergarbeitern und den BetriebS-Jngenieuren möglichst unmittelbare seien, so daß sie den Charakter des gegenseitigen Vertrauen« und der gegenseitigen Achtung tragen; daß die in Ueber-einstimmung mit den Sitten jede« Landes orga-nisierten Vorbeugungs- und Hillseinrichtungen, welche bestimmt sind, den Bergarbeiter und seine Familie gegen die Folgen der Krankheit, der Unfälle, der vorzeitigen Invalidität, des Alter« und de« Todes zu schützen, und welche geeignet sind. daS Los de« Bergarbeiters zu bessern, so-wie ihn an seinen Beruf zu fesseln, immer weiter entwickelt werden; endlich sei eS wünschenswert, daß man sich, um die Continuität der Kohlen-Production zu verbürgen, bemühe, die Arbeitseinstellungen zu verhüten ; die Erfahrung beweise. Umstcht und Schonungslosigkeit, gegen die sich jedes richtige Wienerkind mit aller Macht auf-lehnt». Weit mehr Fleisch, Wein, Rebhühner und Hasen sind zur Linie hineingeschwärzt wor-den. al« die ZahlungSlisten der Linienämter als ordnungsmäßig „vermautet" ausweisen konnten. Wenn der Städter zum Heurigen oder zu einer Landpartie hinau«zog, machte er sich nicht da« geringste Gewissen daraus, etliches Mitgebracht« vor den spähenden Blicken der Finanzwache vcr» borgen in die Stadt einzuschmuggeln. Da« ge-schah gewiß nicht, um die paar Kreuzer Linien-steuer zu sparen — der Wiener ist nicht „nothig" ; es wär« ihm besser, das Geld flösse ihm nicht so glatt aus den Händen, aber e» ist nun einmal so. Den „Finanzern" jedoch einen Possen zu spielen, das bat er von je ebenso wenig für eine Sünde gehalten, wie wenn er durch be-sonder« kluges Vorgehen sich vor einer Ueber-vortheilung gewahrt hätte. Diese Liniensteuer, welche die Wiener so hart drückte, war anderseits ein ausschlaggeben-der Factor für daS Aufblühen der Vororte. Ihre Häuserreihen stießen dicht an den Linien-wall und es war selbstverständlich, daß die an der Peripherie der Stadt wohnenden Familien sich „vor der Linie" verproviantierten. Bis vor einigen Jahren waren ja sogar Kohlen. Ziegel, Kalk, Brennholz der „Verzehrungs">Sieuer un-terworfen; die Häuser vor der Linie waren also 2 daß das beste Präventivmittel (gegen Streike) darin besteht, daß di« Bergwcrks-Uutcrnehmer und die Arbeiter sich freiwillig verpflichten, in allen Füllen, wo ihre Differenzen nicht durch unmittelbare« Uebereinkommen geschlichtet werden können, die Entscheidung eines Schiedsgerichte« anzurufen. Da« hier Mitgetheilte genügt, um die Lei-stungen der Berliner Conferenz zu charakterisieren. Sie sind in hohem Grade platonisch und wässerig und durchau« nicht danach angethan, die Arbeiterbewegung auch nur für kurze Zeit zu stauen. Dem deutschen Kaiser aber, der die Arbeiterfrage mit den, gleich?» Selbstbewußtsein angefaßt, welche« er kurze Zeit später bei dem Sturze Bismarck'S gezeigt hat. werden diese Leistungen eine ganz bedeutende Eittläuschung bereiten, die darum nicht weniger bitten sein dürste, weil e« die erste Enttäuschung ist, die der noch jugendliche Monarch erlebt. Hwndschau. sDieDelegationens werden in diesem Jahre in Budapest tagen und ist die Einberufung derselben für Ende de« Monats Mai in Aussicht genommen. sDer mährische Landtags ist auf den 9. d. M. einberufen. s Unzufrieden« Leute.] Nicht bloß die Clericalen, sondern auch die Tschechen drohen mit der Verweigerung deS Dispositionsfonds. Sie drohen, schließlich aber zi hl erfahrungsgemäß der Zweischwänzige alle beiden Wedel zwi-schen di« Beine, sowie der cläricale Pudel schließlich doch wieder, we»n'«daraufankommt. über den Stock springt. Bekanntlich htzben die Tschechen dem Mini-ster Freiherrn von Prazak ein Memorandum über-reicht, nulche» die Schulfor^erungen auszählt, deren Gewährung der Tschechenclub verlangt. Da jedoch auf Seiten der Regierung hi«rzu feine Geneigtheit besteht, dringen di« radikaleren Ele-mente de« Tschechenclub« daraus, daß derselbe noch vorOftern übersein« Stellungnahme schlüssig welhe und, salls die Regierung den vorgebrachten Wünschen auf dem Gebiet» de« tschechischen Schulwesen« nicht nachkommt, gegen den Di«° position«sond« stimme »nd solchermaßen gegen hi» N-gi.rnng 'che Wacht" beiwohnen. Die Kaisermanöver werden in Schlesien stattfinden. sBi«marcks hat am Lamstaz Berlin verlassen und sich nach Friedrichsruhe begeben. Die Ovationen, d«ren Gegenstand der e!?e-malige Kanzler vor wenige» Tagen i» Berlin war. hab«» sich bei seiner Abreise wiederholt. Der Sturm der Begeisterung, der sich in der vieltausendköpfigen Menge rrhob, al» BiSm>rck nach dem Bahnhose fuhr, war, wie die ^Tgl. Rdfch." schreibt, unbeschreiblich. „Die Last erzitterte von ^den Hoch, und Hurrahrufen und von allen Seiten fiel ein wahrer Regen von Blumen und Sträuße» »ach dem Wagen, au« welchem der Fürst in ersichtlich tief gerührter Stimmung beständig grüßte. So gieng e« die ganze Adsahrtstraße entlang unt«r betanbend-m Kufen, Tücherschweuken und Blumenwersen un-gezählter Renschenmassen." — Hinsichtlich der Veranlassung, die den Sturz BiSmarck'S herbei-geführt, ergebt sich die WarnSdvrfer .Abwehr" in folgenden Betrachtungen: »Wir wollen bei de»i Sturze BiSmarck'S nicht gerade «ine ge» schichtliche Erinnerung, etwa ä In Struensee auffrischen, und da« »cherchez li fernrno*, oder die Politik der Unterröcke. die an vielem Unheil in so manchen Staaten Schuld trug, nicht be-dingungSloS auf den vorliegenden Fall zur An-wendnng bringen: allein das Wort BiSmarck'S : „Die Kaiserin Friedrich hat mich mit dem Re-volver Hinzpeter angeschossen", enthält in seiner Drastik ein Körnchen Wahrheit Man vergegenwärtige sich den Kampf BiSmarck'S zegen den wachsenden englischen Einfluß schon zur Zeit Friedrich's III. mit den neuesten Vorgänge» in Berlin: Der Prinz von Wale« erscheint bei Hofe, wird mit allen erdenklichen Ehre» über-haust, Kaiser Wilhelm toastiert auf da« Zufam-menwirken der englischen und der deutschen Flotte in seiner Eigenschaft als britischer Admiral, und Fürst Bi?marck läßt dem bei ihm vorsprechen-den Prinzen von WaleS vermelde», er könne krankheitshalber Niemanden empfangen, während er ani selben Tage thatsächlich daS preußische Ministerium zu Gaste feladen hatte. Für Bis-marck ist also der Prinz von Wale« der ..Nie-mand", bei Hofe dagegen sind die Engländer wieder alleS. Aber eS kommt noch schlimmer. Offenbar giengen auch die Anschauungen des Kunzlrr» unv oes Kaisers vezuguch der Zlusen-Politik in weft klaffender Kluft auseinander. Nicht ohne Grund wittern französische Blätter und Diplomaten etwas von einer Ank»üpfu»g Wilhelm'S II. mit dem Czaren, von einer Locke-rung der Tripelallianz; der Kanzler operierte selbständig, wie er e« gewohnt war; der Kaiser hinwieder machte Politik auf eigene Faust...... und eS ist sehr wohl zu begreifen, daß Schach-züge Gegenzüge hervorriefen. Von diesem Ge-sichtSpunkte könnin wir die Meldung deS ita- an diese» Verhältnissen nicht« ändern. Wien wird sich hinauSerstrecken bi« an die dunkeln Berge deS Wiener Walde«, der Bürger wird nach wie vor hinauswandern nach Nußdorf, Grinzing, Sieoring und Salmann«dvrf zum „Heurigen", der innerhalb de« Wiener Verzeh-rung«steuergebiete« gekeltert werden wird, aber lange noch werden „Städter" und „Vorortler" in gegnerssche» Lagern stehen, wie ehedem die „Buben" der Stadt und der Vorstädte. ?>uch sie sind durch ein Kaiserwort eina»d«r näher gebracht worden, da« vor drei Jahrzehnten die alten Festungsmauern. die Basteien und die Stadtgräben, welche die innere Stadt von den „Vorstädten" — den Bezirken von heute — trennten, der Erde gleich machte. Da« Glaci« hört« damals auf. Glaci« zu fein; di« Statt«, an welcher die großen Schlachten zwischen der Schuljugend der Stadt und der Vorstädte ge-schlagen worden waren, ist heute mit Pracht bauten bedeckt, die Ringstraße zieht darüber hin, da« Opernhau«, Burzlheater, die Museen. Par-lament. Rathhau«, Universität und — Kasernen stehen auf den nutzbar g««achten Gründen der alten Glaci«. Die Stadtgemeinde klagt freilich ob der schw«r«n Wund«, die ihr damal« geschlagen worden; diese Gründe, welche ihr seinerzeit augesicht« drohender Kriegsgefahr „zu gemeinem 1580 lienischen Blatte« „Secolo" doch nicht al« ganz „ohne" hinnehmen, wonach Bismarck da« öfter-reichische und da« italienische Cab^aet vertraulich von der veränderten politischen Windrichtung am Berliner Hose zugunsten Rußland« unterricht« habe. Die gegenseitige Spannung findet ihm, Ausdruck in einem freilich auf Sensationshaschere? ausgehenden Wiener Blatte, welche« in einer Berliner Correspondenz m ißet, daß Kaiser Wil Helm II., als er Herrn von Caprioi den Ofii-cieren als neuen Reichskanzler vorstellte, vom .rücksichtslose» Egoismus" deS alten Reichs-kanzler« sprach und dann noch einen weit deut-lichere» Ausdruck gebrauchte." fDie Berufung de« Freiherr« von Marfchallj in daS StaatSsecretariat des Berliner auswärtigen Amtes hat kaum ze-ringe« Ueberraschung hervorgerufen, al« die Ernennung deS Herrn von Caprivi zum Nach-folger des Fürsten Bismarck. Durch feine bis-herige Thätigkeit schien Herr v. Marschall mehr aus daS Gebiet der inneren Politik verwiesen ju sein. Allerding« war er in seiner Eigenschaft alt badischer Gesandter «nd Bevollmächtigter zum BundeSrath zugleich Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheit n im BundeSruh. Allein derselbe hat mit der Jnstruienrng der diplomatische» Geschäftsträger, mit dem Abschluß internationaler Verträge und der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten nicht« zu thun. Er dient lediglich zur J-.formation der Bunde«. Regierungen üb r den Stand der auswärtige» Politik, ihrer Zielpunkte und Wege. Aus der Berufung c>eS Herr» v. Marschall geht hervor, daß der eigentliche Leiter der auswärtigen Poli-tik nach wie vor der Reichskanzler bleibt, dessen Stellung nach dem Rücktritte des Fürsten Bi«. marck äußerlich keinerlei Beschränkungen erfahren hat. nur daß die Impulse zu allen Maßnahmen auf dem Gebiete der äußeren wie der innern» Politik jetzt von höherer Stelle zu erwarten sind. sAlS eineFolgedeSRücktritte« BiSmarck «s wird die Versöhnung des Kai» ser« Wilhelm mit dem Herzog von Cumberland in Aussicht gestellt. Der Herzog bekäme dadurch drei Millionen Thaler des im Jahre 1366 von der preußischen Regierung confiScierten Privat-vermögen« de« Königs Ge»rg frei. Forstes und Irovinciales. E i l l i, ?. April. Aer Kiltier Stadtverschönerungverein hielt vorgestern im Gasthof zum „Erzherzog Johann* feine diesjährige Hauptversammlung ab. Der Obmann d?« Vereines. Herr Bergrath R i e d l. der de» Vorsitz führte, erstattete nach Verlesung des Protokolles der letzten Haupt- Nutz und Frommen" weggenommen worde» waren, bürste sie nicht einmal kaufe»; «in neutraler Fond« wurde au« ihrem Erlöse gegründet, au« dem alle die großen monumentalen Baute» beftritten worden sind — mit Ausnahme »e« Rathhause«, für da« die Gemeinde selbst 17 Milli-»ne» Sulden ausgegeben hat — dafür aber hatte und hat Wien die Ehre und da» Ver-gnügen, für Pflasterung und Kanalisirrung unk Erhaltung aller dieser neuen Straßen aufzu-kommen. Auch der Neubau der Burg, der aa 40 Millianen kosten soll, wird au» diesem Fond« bestritten und gar oft, wenn der schweren Gemeindesteuern und de« drohenden Defizit« im städtische» Haushalt gedacht wird, kommt der Stadterweiterung« - Fond« auf da« Tapet und der Rechtsanspruch, den die Commune an den-selben besessen hat — da« war aber anno Ab-solutismu« und Herr von GoluchowSki wollte damal« nun einmal nicht. Der Linienwallgründe ist übrige»« die Eommune ebenso verlustig gegangen »nd da« war — anno Eonstitution. Der Herr Bürger-meister schlief gerade und al« er aufwachte und die Rechte der Stadt auf den Linienwall gelte«» machen wollte, hatte just da« Finanzärar feine Besitztitel an denselben „grundbücherlich" anschreiben lassen. Liter» scripta rnanet, hat der Römer gesagt und da war wirklich nicht« mehr '.KV0 Versammlung den Thätigk«itsb«richt »nd theilte zunächst die Thatsache mit. daß bie Ritgliederzahl im leyten Jahre von 517 auf 443 jurückgenangen sei. indem wohl 18 Per-so^ien »tu eingeteten. dagegen 92 Mitglieder »»«geschieden sind. Bei einem kleinen Theile duser letzteren sei die Ursache deS Austrittes »ich« erklärlich. eS wäre denn, daß der Verein str B.rdältnisse Küssen soll, die seinem Wirkung», kreise vollkommen MMt> sind. Die Mittheilung de? ObmanneS berühre allenthalben peinlich, nid diese Stimmung kam in dem mit Beifall aufgenommene» Antragt zum Ausdruck, daß in der nächsten Vollversammlung die Namen der »utgetretenen Mitglied« bekanntgegeben werden. Molge Domicilwechsels hat nach dem Berichte »ei Vorsitzenden der Verein mehrere setner thätigsten und eifrigsten Förderer verloren, so die Herren von Kottowitz, Dr. Glantschnigg. Jt. ©etlicher. Dr. Netoliczka. Dr. Schneditz. »u Schmuck u. s. w.; und von denjenigen. «Ich.- dem Vereine durch den Tod entrissen inrde», sind die Herren Huth. Schwab und Abt ZLietschko Hervorzuheben. Dem Sinken der Mit-zliederzahl entspreche jenes der Einnahmen, die sich aus 2833 fl. beliesen. während die Ausgaben 3090 fl. betrugen. Ueber Antrag des Vorsitzende» wird der städtischen Sparkasse für di« jüngst dem Leieine zugewendete 800 Gulden - Spende durch Erheben von den Sitzen der Dank votiert. Die Wpieligste und wichtigste Arbeit deS Ausschusses sei der Bau des Gewächshauses und der Gärtner-wohniing im Stodtpark gewesen, durch deren Herstellung dem Vereine jährlich 20 fl., die er für die Ueberwinterung von Pflanzen bezahlen »übte. erspart bleiben und die Ueberwachung dei Parkes wesentlich erleichtert werde^ Die Vlanierungsarbe ten. welche in den letzten Jahren die Mittel d«S Vereines sehr stark inanspruch ge-limimen. seien so weit gediehe», daß deren Ab-schlich bevorstehe. Die in der letzten Hauptver-Kmmlung gefaßten Beschlüsse seien nur zum Zdeile durchgeführt worden. Die Maskierung der Südwest - Ecke der Stadtpfarrkirche mit einer 1 Coniferengruppe sei an ungerechtfertigten An-sxrüchei, de« Stadtpsarramte«. die Herstellung einer Streichwand im Stadtpark an dem Ein-wuche der Anrainer ds linken Sannusers und die Herstellung einer Allee auf der Hauswirth-viele daran gescheitert, daß die Eigenthümerin die Änwilligung zurückgezogen habe. Dagegen seien die Beschlüsse hinsichtlich der Reinhaltung des Josefiberges. dann bezüglich der Pflanzung wer Baumreif)« längs des PalloS'schen GartenS »ad inbetreff der Anpflanzungen vor dem Theater« Ortende durchgeführt worden. Der Ausschuß habe ferner zwei Mitglieder in das Comitö ent-sendet, welches die Frage der Wasserversorgung derithen und «in Detail - Elaborat ausgearbeitet p ändern. Bi«ll«icht mit Rücksicht darauk, daß die Geschichte möglicherweise doch zu bösen Nntmmgen führen könnte, hat der Herr Finanz-Minister diesmal die Verwendung dieser Gründe jitin Baue einer Stadtbahn zugesagt und was übrig bleibt, will er großmüthig der Stadt überlassen. Wenn nur, was übrig bleibt, nicht oerabe wieder — zu pflasternde und zu kanalt-sirnide und zu beleuchtende Straßen sind! Wien Hot nun einmal kein Talent dazu, irgendwie eiien Profit zu machen oder auch nur da« Keine sich zu erhalten. Durch die Erweiterung de« Verzehrungs-stniergebiet« ist es möglich geworden, zahlreiche Artikel von der Verzehrungssteuerpflicht zu »nt-dmden und die Steuer für die übrigen Posten ausgiebig herabzusetzen. Aber lange nicht aus-giebig genug für die Vororte, di« bisher von sicher Last fast ganz frei waren. Daher der Widerstand von »außer der Lina", der oder »ich» helken wird. Die Leute kommen auch zu-letzt gewiß noch voll auf ihr» Rechnung. Es ft kein Kleines, wenn sie im Verkehre mit der Stadt nicht mehr auf die wenigen Einfallthore angewiesen fein werden, die bisher die Communi-?ttion vermitttlt Haien, indem sie den Linien-«all durchbrachen; di» Stadtbahn wird auch da« ihr» dazu beitragen, sie die geringe Er-dichung ihres »tandird of lifc minder schwer empfinden zu lassen und es scheint in der That, Macht- Habe, daS dem Gemeinderathe überreicht wurde und seither in dessen Händen ruhe. Der Säckelws"^ de« Vereines. Herr Sch m i d l, erstattete hierauf öe» Rechenschaftsbericht, welchem Folgende« zu entnehmen war: Einnahmen: Mitgliederbeiträge, jene de» löblichen . Osficierscorp» und »in Beitrag de» Hrn.Hau»baum von 0 fl. inbegriflen, fl. 1021.20 Erträgnis der BolkStombola ..... 492.83 Darlehen der stäkt. Sparcaff». . . . , 550.— Sp»nde , » » . ... „ 100.— Spenden von Einheimischen u. Fremde» „ 72.73 Xu« der Sammelbüchse der Herren Traun u. Stiger. durch die Herren v. K»tt»«itz u. Makcsch............326.14 Au« anderen Sammelbüchsen. ... „ 51.21 Erlö« für Heumahd, Srummet u. Laub » 88.80 Spend« der Gemeinde für Holj .... 20.— , , . fir den Parkwächter . 25.— Erträgnis eine« Schramme! - Concerte«, durch Herrn Rasch........ 42.54 Erträgni« eint« Weidt-Concerte«, durch Herrn Rasch.........» 19.65 Erträgni« eine« Zither - Eoneerte« der Damen Schreiber und Wohlmuth . , 23.20 Zusammen fl. 2^33.30 Ausgaben: Lohn de« Gärtner».......fl. 360.— „ , Parkwächter»......, 45.— Wochenlisten........... 820.91 Eassa-Anweisungen..........748.91 Einhebung der Mitglieder-Beiträge . . r 37.60 Rechnung de« Herrn Josef Westermajer, 14.55 , , . Wratschko . . 13.14 , „ . Karl F»itz t» Graz , 15.10 . «nion Hoschi» . „ 9.80 „ „ „ Gobec ..... 160.— „ „ „ Ed. Bandek . . . 56.35 « „ . J«h. Praschen. . „ 123.76 „ „ „ Anton Dimetz. . „ 19.63 . „ . Mori» Unger... 21.80 . » , Jos. Higer«perger „ 560.30 . Bieter Na«ko . . „ 18.50 „ der Herren Wogg u. Radakovit« . 4.16 „ de» Herrn H. Alhiebler . . . 6.50 . «. .............18.17 ..............36.55 Meine Au»lagen........ . ,_ Zusammen fl. 3090.95 wonach sich, da mit 23. Jänner 1889 «in Saldo von 287 fl. 90 kr. verblieb«» war. «inEassar«st von 20 fl.25 kr. ergibt. Di«Rechnungen und das Cassa-Buch wurden von den Revisoren geprüft und richtig befunden und wurde fohin dem Ausschüsse daS Absolutorium ertheilt. Herr Josef Rakusch gab bei dieser Gelegenheit in warme» Worten der Dankbarkeit für die rastlose und erfolgreiche daß die neue Epoche in der E-itwickluag Wiens eine Z«it neu erblühenden Wohlstandes ein-leiten wird. Die Stadt ist mit der neuen Linie stark gewachsen; die Einwohnerzahl erscheint nicht übermäßig erhöht, da die bisher zum Polizeirayon gehörigen Vororte am linken Donauufer sortan ausgeschieden werden; aber auf V/, Millionen kann man die Einwohnerzahl deS Wiener Ver-zehrungssteuergebiets berechnen. Der Umfang der neuen Linie wird etwa acht deutsche Meilen be-tragen, der kürzeste Durchmesser der Stadt 14 Kilometer, der längste 22 Kilometer. Der Flächenraum de» neuen Gebiete« beträgt unge-fähr drei Quadratmeilen. Selbstverständlich bleibt jetzt noch viel Raum innerhalb d«r neuen Linie, der unausgefüllt ist und ein Hinausstreben der Stadt überflüssig er-scheinen läßt; eS gibt fortan wieder Lücken in Wien, welche die Stadt auszufüllen hat. wie vor dreißig Jahren, als Vorstädte und Stadt zusammenrückten; nur daß diesmal die Lücken nicht zwischen Stadt und Vororten, sondern zwischen den Vororten und der äußersten Stadt-grenze sich befinden. Hoffen wir. daß mit dem größeren Bewegungsraume auch die Kraft Wiens sich mehrt, auf daß es nicht nur wachse, sondern auch gedeihe!" Thätigkeit des unvergleichlichen Säckelwartes Schmidl Ausdruck und brachte ihm ein herzliches Prosit dar, welche! lehaften Widerhall fand. Den zweiten Punkt der Tagesordnung bildete die Wahl des Au«schusse5 für die nächsten zwei Jahre. Ueber Antrag des Herr» Dr. Necker-mann wurde der bisherige, aus den Herren Karl und Fritz Mathes, Regn, Pallos. Pacchiaffo, Josef Rakusch, Schmidl und Skolaut bestandene Ausschuß wiedergewählt und wurden zur Er-gänzung desselben aus die »on den Statuten vorgesehene Zahl von zwölf Mitgliedern noch die Herren Knittl, Rasch und Traun bestimmt. Zu Revisoren wurden abermals die Herren Ferjen und Josef Herzmann auSersehen. Zu dem Punkt« „Allfällige Anträgt" er« griff zunächst Herr R i« d l das Wort, um zu beautragen. daß der Ausschuß einer demnächst einzuberufende» Vollversammlung neu auSge-arbeitete Satzungen vorzulegen habe, und daß die dem Vereine gehörende, ehemals Selinschek'sche Realität der Stadtgemeinde zum Kaufe «nzu-bieten sei. Beide Anträge wurden genehmigt. — Herr Fritz Mathes stellt« «» dem Ausschüsse anheim, zn berathen, ob der s»genannte Cement-schottet, wie er in Steinbrück vorkomme, nicht zur Verbesserung der Bahn der Hanpt-Allee zu verwenden wäre. Herr Riedl bemerkt hiezu, daß derselbe Schotter, der zu gedachten, Zwecke aller-ding« geeignet sei, auch von Herrn Witthalm in Tüffer zu bekommen wäre, und Herr Karl MatheS ist bezüglich der Eignnng dieses Material«» derselben Ansicht, spricht sich jedoch dahin a»S, daß man mit Rücksicht auf die Finanzen durch ein Jahr alle« Experimentieren vermeiden, dann aber, um einen wenigstens theilweisen Uferschutz zu erziclen, zunächst die Bahn der Haupt-Allee heben und an der Oberfläche mit Cementschotter versehen möge. Zu einer Beschlußfassung hierüber kam es nicht, doch fanden die Ausführungen des Herr» Karl Mathes Zustimmung. — Ueber-raschend lebhafteni Interesse begegnete ein Antrag deS Herrn Knittl, es sei im Etadtpark ein B?et für Alpenpflanzen anzulegen. Der Antrag wurde angenomnten. ein aus den Herren Riedl. Knittl und Ehrlich bestehendes Comit6 mit der Durchführung betraut und dem Comite ein Credit von 50 fl. eröffnet. — Gleicherweise ward ein Anirug t>rS $mii ti. S l r p i s ch » „egg, daß die im Stadtpark vorkommenden, nicht Jedermann bekannten Gewächse mit Namen zu vers»hen seien, nach längerer Debatte zum Beschlusse erhöbe» und die AuSsührung dieses Beschlusses dem vorgenannten Dreier - Comit6 zugewiesen. — Herr Juliu« Rakusch inter-pellierte. was bezüglich der Beseitigung deS Uebelstandes, daß in der Stadt die Ablaufröhren der Dachtraufen zumeist oberhalb des Bürger-steige« münden, geschehen sei. und der Vorsitzende erwiderte mit der Mittheilung, daß der Ausschuß diesbezüglich zwei Ansuchen an di« Gemeinde gerichtet, jedoch noch keine Antwort erhalten habe. Herr Hausmann stellte die Anfrage, woran es liege, daß dem besprochenen Uebel-stand« nicht abgeholfen werden könn«, und Herr Dr. Neckermann beantwortete die« damit, daß die Verlegung der Wasserspeier unter das Niveau des Bürgersteige« einerseits mit nicht unbedeutenden Kosten verbunden sei und daß andererseits die Durchführbarkeit dieser Aenderung mit der Canalisierung zusammenhänge. — Herr HauSmann beantragte ferner, e» möge die Liste der Vereinsmitglieder vervielfältigt und ausgegeben werden, damit man neu» Mitglieder anwerbe» könne, und wurde dieser Antrag unter Beifall genehmigt. Den Schluß der Sitzung füllten Dankes-kundgebungen und Trinksprüche auS. Herr Josef Rakusch brachte dem Obmanne des Vereines namens der Bürgerschaft unserer Stadt, an welcher Herr Riedl mit so großer Liebe hänge, den wärmsten Dank dar. was Herr Riedl damit erwiderte, daß er sein GlaS auf daS Gedeihen deS Vereines und auf das Gedeihen der Stadt leerte. Herr Rasch feierte den Oekonomen de« Vereines. Herrn Karl Mathe«. Herr Dr. Necker-mann hob sein Glas auf das W«hl des besten Localpatrioten. H»rrn Josef Rakusch. was d«r letztere damit beantwort«»«, daß «r auch iu Hinkunft die Ehre und den Ruhm seiner deutsch«» 4 Vaterstadt nach Kräften fördern werde; Herr Fritz MatheS toastete auf Herrn Riedl. der letz-tere auf Herrn Dr. Neckermann, dieser auf die Eintracht, aus die deutsche Humanität und den deutschen Fortschritt, und Herr Alois Walland auf den Ausschuß und die Localpresse, welch' letztere den Verein gerne unterstützte. sPerfonalnachrichten. 1 Lut ooica Freiin von Werner wurde zur Ehrendame de« k. k. adeligen Damenstistes in Graz, und der Landes-Forstinspector bei der steierm. Statt» halterei, Otto P ö l z l, zum Forstrathe im Stande der Forsttechniker der pohtischkn Verwaltung ernannt. — Der steierm. LandeS-Ausschuß hat den LandeS-SecretSr' zweiter Elasse, Alfred Koberwein, zum Landes Eecretärerste Classe, den Landes-Concipisten erster Classe, Dr. Franz S t il es e x, zum LandeS-Secretär zweiter Classe, den Landes-Concipisten zweiter Classe, Heinrich D e l a g o, zum Landes-Concipisten erster Classe, den Concepts-HilsSbeamte» Gottfried H a u s e r zum Landes Concipisten zweiter Classe, ferner den Ossicial de« Landes ° Buchhaltung, Karl Gravl, zum Revidenten, den Accessisten Ema-nuel Wanggo jun, zum Ossicial, den Prakti» kanten Johann H o s e r zum Accessisten und den AuShilfSbeamten Rudolf S c a l a zum Praktikanten ernannt. — Der Stabtbau-Director L i n n e r in Graz wurde über eigenes Ansuchen vom dortigen Gemeindcrathe unter dankbarer Anerkennung der vielfachen und hervorragende» Leistungen desselben in den Ruh>stand versetzt. sEvangelischer Gottesdienst.) Am zweiten Osterseiertag findet in der hiesigen evangelischen Kirche Gottesdienst statt. >Der neue Abt von Cilli] wird für den 14. d. M. hier erwartet. „Slovenec" hebt hervor, daß er schon als Student ein begeisterter Anhänger deS SlooeniSmuS war und schließt seine bezüglichen Ausführungen mit den Worten: „ ... er wurde Abt von Cilli, und wir dürfen uns der Hoffnung hingebe», daß er dort in dem Geiste arbeiten werde, in welchem Slomfchek und Voduschek so erfolgreich gearbeitet haben." — Um der Wahrheit die Ehre zu geben, müssen wir übrigen» hervorheben, daß Herr Ogradi auch in deutschen Kreisen Verehrer hat. Er wird hier mit gebürender Höflichkeit behandelt werden, und eS wird ihn — soferne er eS nur will — umsoweniger Mühe kosten, sich geachtet zn machen, als er gerade in nationaler Beziehung ein reiches Feld findet, fich auszuzeichnen und Frieden zu stiften. fDer Director des diesigen Gymnasium«, Herr K o n c n i k, ] hat gestern einen mehrwöchigen Urlaub angetreten. Während seiner Abwesenheit werden die Dir«-tionsgeschäst» von Herrn Professor ÄruSii geführt. sDer Cillier M ä n ner g «sa ng -v e r e i n ) gab letzten SamStag semen zahl-reichen Freunden im Casino-Caale eine Lieder-tasel, die einen sehr erfreulichen Verlauf nahm. Die erste Vocalnummer war Marschner'S be-kannter Chor „Lirdesfreiheit", welchem der zarte ..Nachtzauber" von Storch und dann zwei Chöre von Koschat, ,Z« spat" und „'s Herzsensterl", folgten. Der erste dieser beiden Chöre ist sehr hübsch, enthält ein Baß«Solo, daS von Herrn Professor Gubo mit entsprechender Gefühlswärme vorgetragen wurde, und endet im Tone kecken UebermutheS, der charakteristisch gebracht ward. Auch der zweite Koschat'sche Chor spitzt fich in der Schlußstrophe zu scharfem Ausdrucke zu, und auch dieser gelang vortrefflich. Das Veit'sche „Schön Rothtraut" wird von unserem Männer-gesang»erein bekanntlich mit besonderer Pietät gepflegt, und eS verfehlte auch diesmal seine Wirkung nicht. Neu war für Cilli der Chor „Alpenstrmmen auS Oesterreich" von Weinwurm, der, wie Koschat, seine Inspirationen au« den Bergen holt und mit Vorliebe die Weisen der Aelpler in die Concertsäle der Städter trägt. Seine „Alpenstimmen" sind sozusagen ein Quod-libet, voll Abwechslung in Melodie und Rhythmus. Zartes wechselt mit Kräftigem, Frische« mit Sen-timentalem. Die Composition hat, al« sie unter der Leitung Weinwurm« von dem akademischen Gesangverein in Wien zum erstenmale vor die »v-«tsch- Öffentlichkeit gebracht wurde, enormen Erfolg erzi»lt. und sie hat auch in Cilli ganz anßer-ordentlich gefallen. Die schönsten Theile sind das von Herrn Lichtenegger innig vorgetragene Tenor» Solo „Diandle. was denkst dir denn", dann da? bewegte „Meine Schuh' sein auS Fuchsleder", und der energische Schluß „Glaubst mir, daß i'« oft moa." Der Chor ist mit Claoierbegleitung arrangiert, welche von Herrn von Kreuzbruck in ganz ausgezeichneter Weise besorgt wurde. Die letzte Rummer war „Moderne Wanderlust", da« wir von den« Udel-Quartett gehört. Der Text de« sehr heiteren Chöre» wurde den „Fliegenden Blättern" entnommen, die Musik stammt von Gernerth. Der Cvmponist hat mit dieser Arbeit den Beweis erbracht, daß man ein alter Jurist sein und dennoch eine gute Portion Lebensfreude bewahrt haben kann. Die „Moderne Wanderlust" wurde sehr gut gesungen; aber derjenige Theil der Wirkung, welchen da» Udel-Quarttt durch das Geberdenspiel erzielt, geht im Chor natürlich verloren. — Zwischen die Vocalnummern waren Vorträze der Capelle deS MusikvereineS eingelegt. von welchen wir die reizende Romanze aus „Mignon" in Cilli zum erstenmale hörten. sCi liier Turnvereins Die dieS-jährige Hauptversammlung des Cillier Turn-vereine? fand am 27. v. Mts. im Vereins-zimmer im Hotel „zum Löwen" statt und wurde vom Sprechwart Herrn Josef Rakusch mit dem Rechenschaftsberichte deS Turnrathes eröffnet. Diesem Berichte entnehmen wir. daß im abgelaufenen Vereinsjahre eine Hauptversamm-lung, drei Turnversammlungen und fünf Turn-rathSsitznngen abgehalten wurden. Der Verein zählt gegenwärtig 3 Ehrenmitglieder, 36 unter-stützende und 4 t ausübende Mitglieder. Bei Enttollung der Vereinsgeschichte des abgelaufenen Jahres gedachte der Sprechwart mit warmen, anerkennenden Worten der braven Schar, welche in einer Riege von zwölf Turnern sich an dem am 10. November v. I. in Marburg abgehal-tenen BezirkSturnen betheiligte und vier Wetturner stellte, von welchen der Turner Herr W. Kle» mentfchüfch als zweiter Sieger unter acht Mit-bewerben hervorgieng, und überreichte ihm die vom Gauturnrathe ausgestellte Siegerurkunde. Diesem folgte der Bericht des SäckelwarteS Herrn F. Pacchiaffo, wornach die Sackelbewe-ßung bis Ende März mit fl. 1314 15 in den Einnahmen, fl. 1286-78 in den Ausgaben und einem Barbestande von fl. 27-73 schließt. Der Turnhallenbaufond ist auf fl. 445-38 angewach-sen. Der Barbestand deS Kneipsäckel» im Betrage von 107 fl. 10 kr. wird, entsprechend einem diesbezüglich vom Turnrathe eingebrachten Antrage, zur Deckung der au» dem Jahre 1888 herstammenden Verpflichtungen de« Vereine« ver-wendet, so daß diese dadurch geebnet erscheinen. — Ans dem Berichte über den Besuch der Turnstunden war die erfreuliche Thatsache fest-zustellen, daß im Jahre 1889 21 Vorturner-Übungsstunden mit einem DurchschnittSbesuche von 5 Vorturnern und 135 Vereinsturnstunden mit einem Durchschnitte von 16 Besuchern ab-gehalten wurden. Die Voranschläge für 1890 wurden gutgeheißen, die Beibehaltung der Ver-einSbeiträge in der bisherigen HSHe bewilligt und dem Säckelwart für seine richtige Rechnung?-legung die Anerkennung ausgesprochen. — Die Neuwahl des TurnratheS ergab: als Sprech-wart Herrn Josef Rakusch, als Säckelwart Herrn Jh. Pacchiaffo, al» ersten Schriftwart Herrn A. Tisch, al» zweiten Schristwart Herrn Dr. Kowatschitsch, als Zeugwart Herrn Fr. Gradoschegg, al« ersten Turnwart Herrn W. Klementschitsch. al« zweiten T»rnwart Herrn Hubert Wagner. Zu Ersatzmännern wurde» die Herren Rutter. von Wurmser, Hau«baum. Prof. Gubo und A. Kotzian gewählt. Sämmtliche Wahlen fanden nahezu einstimmig statt, ein Be-wei«. daß ein strammer turnenscher Geist die Mitglieder beseelt. Nachdem zum Schluss« der Hauptversammlung der Sprechwart der Vor-turnerschaft de» Vereine« i« Namen de« Turn-rathe« für ihr hingebende« Wirken im Vereine den Dank ausgesprochen hatte und über Antrag de« Turner« Pacchiaffo auch dem Sprechwart für sein aufopfernde« Wirken al« Leiter de« Ver-eine« gedankt worden war, schloß sich hieran I-'W die satzungsmäßige Turner - Versammlung, i» welcher Turner Ri«ser zum Knripwart. Turner Slawitsch zum Kncipsäckelivart, Turner Nutter zum Fahnenjunker und Turner Floß zu »esse, Stellvertreter gewählt wurden. Die Eiuladunj des Marburger Turnvereine« zur Betheiligung an einem Ausfluge nach Windisch-Feistritz a« Ostersountag wurde au« mehrfachen Gründ» dankend abgelehnt. sDer rührige Männergesang» verein „Liederkranz"Z veranstaltet, am Sonntag ini „goldene» Löwen" seine erste die* jährige Mitglieder-Liedertafel. Schon lange o»r Beginn de« Concertes war der Glas^Salon bis auf da» letzte Plätzchen besetzt, und die gute Stimmung de« PudlicumS z-igte sich schon dei der ersten Nummer dcs Streichorchesters, dem „Marsch zu« Stiftungsfest" von Rüksner. der mit großem Beifalle aufgenommen wurde. Die Vereinsleituug hat es verstanden, ein gefchmack-volles Programm zusammenzustellen und durch die Acquisition des Teuonsten Karl Koß dem Publicuni einen genußreichen Abend zu be reiten. Nachdem der begeisternde Weinwurm'sche Chor „DaS Lied der Deutschen in Oesterreich" abgesungen worden, sang Herr Koß. der. wi« wir hören, Mitglied der Südbahn-Liedertasel i.i Marburg ist. mit Clavierbegleitnng drei Soli. ' von welchen daS letzte, „der erste Kuß" »»» Rosenzweig, zündend wirkte und dem Sänger, dessen Stimme auch in der Höhe rei i und angenehm klingt, endlosen Beifall eintrug. Bo» den Chören, welche diesen Vorträgen folgten, — ..Leb' wohl, du schöner Wald" von Regler „D' Rosenliab" von Koschat, und die Polka Ma-zurka „Liebesfrühling" oon Schamann — ze-bürt dem letztgenannten der Vorzug, und Herr Koß hatte hier in einem Solo neuerdings Äe> legenheit, den bedeutenden Umfang seiner präch tige» Stimme zu zeigen. — Die Pausen zwischen den Gesangsvorträgen wurden vom Orchester dei Herr» Lenhart gut ausgefüllt, uns erzielten auch diese Leistungen vielen Applaus. Der Gesang-verein ..Liederkranz' ist zu dem Erfolge de» Abends jedenfalls zu beglückwünschen. sDie wiederholt angekündigte 1 Versammlung sämmtlicher f l o-venisch gesinnten Abgeordneten.! welche von Weihnachten auf Ostern verschoben wurde, dürste neuerding« auf das Fch des heiligen Geistes verschoben werden, weil die Herrn vorläufig noch „Hund und Katze" spielen. |Au« dem wendischen Lagers meldet un« «in Gewährsmann, daß Herr Micha VoZnjak den Entschluß gefaßt habe, die Stadt Cilli mit seinem Abzüge »ach Graz zu strafe», und dort den Posten de« Landeshauptmann-stellvertrelerS anzustreben. Gott lasse ihn die Fahrt gelingen! ^Edison« Phonograph^ wirb in Cilli erst n«ch den Feiertagen )u sehen und zu hören sem. Herr Dlugogenski meldet, d,g er allerorten länger zurückgehalten »erd«, aU er in seinem Aeisevr«gram» vorgesehen hatt«. sDieCrziehungderSchuljugeni» in St. Georgen an der Südbaha? muß Einige« zu wünschen übrig lassen, den» neuesten« wird sogar im .Star. Gosp." über die Verwilderung derselben Klage geführt. sAuS Sauerbrunn j wird uns ge-schrieben: DaS Ministerium für Cultus unk Unterricht hat den Recur« der G«istlichk«it uat ihres Anhange« gegen den die hiesige öffent» liche VolkSsch»le betreffenden Erlaß des Landes-schulratheS. der im Sinne der deutschen Bevölkerung entschieden, definitiv zurückgewiesen, unk wird die Schule mit Beginn des nächsten Schul-jahres eröffnet werden. sE i n W a l d b r a n dj kam am 28. v. M. um zehn Uhr vormittag» am Südabhange der hohen Wotsch bei Sauerbrunn aus bisher uu-aufgeklärte Weis« zum AuSbruch. Erst um acht Uhr abends gelang es. daS Feuer pollstäiidiji zu löschen, daS auf einer Fläch« von bei-läufig dreizehn Hektaren das Holz vernichtet hat. sA u » S chö n ste i nj schreibt man uns: „Eine merkwürdige ^igur ist und bleibt unser Herr Pfarrer Govedltsch. Man wird sich noch erinnern, wie er durch Zeitungsartikel feine» Vorgänger „gehoben" hat, um dann mit Hilfe 1890 Irr von den Bürgern deS Marktes erbetenen Unterstützung den Posten PogelschegS einzunehmen. Herr Pfarrer Gooeditsch gab damals klar und deiillich daS Versprechen, er werde sich in na-»onaler Beziehung vollständig objectiv verhalten wd keinen Anlaß zu irgend einer Klage geben. Er ist seinem Worte nicht treu geblieben. Mit witm Eifer, der an Fanatismus grenzt, schürt n die Gluth nationaler Erregung und thut »lle» Mögliche. um den Schönsteinern recht unangenehm zu werden. Er erreicht seine politischen Absichten zwar nicht, denn Bürger und Bauer schütteln höchstens den Kopf über einen Priester, der krankheitshalber fast seit einem Jahr keine Messe lieSt, neulich aber, al« es sich darum handelte, in der Gemeinde Umgebung Schinstein ft» Wahl vorzunehmen. mit fast jugendlicher Elasticität unter seine Pfarrinsassen trat, um mir Ttentorstimnie sein slavophile« Evangelium yi »erkunden. Auf die Bauern hat die» den denkbar schlechtesten Eindruck gemacht. Einige sprechen ihr Bedauern darüber au«, einen Pfarrer jU haben, dem die Politik mehr zu Herzen geht als die Messe; andere machen gute und böse Kitze, und dei allen circuliert eine Anekdote, « welcher man sich über den „dreifüßigen' Herrn Pfarrer sehr ungeniert lustig macht. Die SchiiierSdorfer Bauern sind über den sonderbaren Aann s« aufgebracht, daß sie demonstrativ dem Wahlacie serne blieben, trotzdem zwei heißblütige jmge Volksbildner im Bauernhetzblatt ihre ganze Naivetät ausgebcten haben, um ihnen den Kops 411 verdrehen. Die beiden Herren mögen sich übrigens in ihrem Freiquartier sehr in Acht »thuen. denn die SchmerSdorfer »erstehen keinen Zpc>b. wenn sie aufgebracht sind, und das ist eben jetzt der Fall." [Der Arbeiterausstand in der Südbahn-Werk statte zu M arb u r g,j über welchen wir in der letzten Nummer be-richt« haben, ist sofort beigelegt worden. Ein strojec Theil der Streikenden nahm schon am ßonntag die Arbeit wieder auf und am Montag käme» sie vollzählig. Ihren Forderungen, die außer den Bestimmungen über die Tauer der jtrankenunterslützung auch Personalfragen be-trafen, ist vonseite der Gesellschaft entsprochen worden. [Seltene« Jubiläum eine« Untetofficier#. ] Der RechuungSunter-ojficier Matthias D 0 bnig deS 47. (unter« ^irischen) Infanterie-Regimentes feierte vergan-zenen DienStag sein vierzigstes Dienstjahr. [EineHamerling-Gedenktasel) soll am Hause Nr. 6 der Hamerlingasse in Graz. wo der Dichter vom Jahre 1866 bis zu stimm Tode gewohnt hat, angebracht werden. [Heue Correspondtn,karte n.Z Nach vnbr«mch de» Borrath«« der grg«n»trtig in ver-«»d»ng stehenden Korrespondenzkarte» »erden neu« starten, au« Parier vor besserer Qualität und in einem etwa« gröberen Formate (vierzehn Eentimetrr Uns und neun Eentlmeter breit) hergestellt und auf der Adreßseite mit einer Randleiste in der Farbe dir eingedruckten Marke versehen, z»r Ausgabe ge-langen. sE inschwerer Eisenbahn -Unfalls fand in der Nacht von Mittwoch auf Donnerttag dn vergangenen Woche in Stlzthal statt, wo eine Schnellzug-Maschine mit einem Lastzug zu-sammenstieß. Beide Maschinen wurden so stark heschädigt, daß sie dienstuntauglich sind; mehrere Waggon« wurden gänzlich zertrümmert, der Zu>»sübrer de« Lastenzuge« erlitt einen Rippen-tzruch. Die Ursache de« Zusammenstoße« ist noch nicht festgestellt. Allgemein spricht man, daß der Berkehredeomte dadurch, daß er da« Distanz-Eignal aus „frei' gab, schuld sei, während aber auch dem Maschinenführer de« Lastzuge« die um acht Minuten zu früh erfolgte Einfahrt zur Last falle. Der unglückliche Maschinenführer ist Familienvater und hat fünf unmündige Kinder za ernähren. E» ist. wie dem „Grazer VolkSbl.' geschrieben wird, nicht recht glaubwürdig, daß er die Hauptursache dieses Unglücke« ist. Die commissionellen Erhebungen werden wohl die EchuIdtragenden herausfinden. (Herr Professor Dr. ©alenta,] der weit und breit bekannte Arzt, steht den ^Deutsche Macht- Laibacher Russen nicht zu Gesichte. Im gestrigen ,8Iov. Nar.* wird et angeschnauzt, weil er dem Ophtalmologen Dr. Bock als Prima.iuS deS LandeSspitale< ein Zimmer für dreißig Patienten zur Verfügung stellen ließ. Die beiden Herren werden sich über den Fall hoffentlich zu trösttn wissen. [A u « I d r i a] meldet man der „Laibacher Ztg.': Herr Johann Spirek, k. k. Hütten-vermalter in Jdria, welcher auf seinen Dienst-posten resignierte, verließ beute Jdria, um sich auf seine» neuen Dienstposten bei den Hütten-werken deS Hauses Angelo Rosetti in Livorno zu begeben. Herr Spirek stand durch sünszeh'i Jahre im Staatsdienste und war in den letzten acht Jahren der k. k. Bergdirection in Jdria zur Dienstleistung zugetheilt; auch bekleidete er durch vier Jahre die Stelle eine« OrtSschul-inspectorS in Jdria. DaS Scheiden de« Herrn Spirek, welcher sich de« Rufes eine« hervorragenden Fachmannes erfreut und infolge seine» leutselige» Wesens bei der Gesammtbevölkerung der Bergstadt »ngemein beliebt war, wird hier allgemein bedauert." Wir haben noch beizufügen, daß Herr Spirek auch in Cilli im allerbesten Andenken steht. Im Uebrigen sei ihm zu seiner neue», glänzenden Stellung herzlich gratuliert. ES ist merkwürdig, daß der Staat auf hervor-ragende Talente so wenig Rücksicht nimmt und daß er e« so schlecht versteht, sie sich z» erhalten. Die AvancementSverhältnisse der Branche, wel-cher Herr Spirek angehörte, sind so schlecht, daß — wie wir gerade auS Jdria ersahreit haben — die Unzufriedenheit im ganzen StaatS-Be» amtenkörpkr eine ziemlich allgemeine ist. In der That honoriert der Staat seine Techniker und Montanisten im Vergleiche zu den an sie gestellte» Anforderungen fo ungenügend, daß man sich wunder» muß. wen» gediegene Leute überhaupt noch in den Staatsdienst treten. [Ein freudige« Ereign iß steht den Rndolsswertern bevor. ] Das dortige windische Lokalblatt meldet nämlich an hervorragender Stelle, daß der Fleischermeister Schwarz zwei fette Ochsen schlachten werde. Vielleicht sind die armen Thiere schon todt! [Die kärntischen clericaleu Bauernhetzer) planen die Errichtung einer eigenen Sparcasse auf slaoisch-nationalec Basis. [Der Pfarrer von Arnoldstein, HerrEinspieler.I wurde, wie „Slov. Nar." berichtet, unter Polizeiaufsicht gestellt. • • [Verhaftete Bestellte.) Wir »erden ersucht, die in unserer letzten Nummer gebrachte Mittheilung von der wegenAmtSveruntreuung erfolgten Verhaftung zweier Bestellten dahin |u ergänzen, daß die pflichtvergessenen Leute Bestellte der Landetumlage auf Bier und Bra»t»ei» wäre». [Einbruchsdieb st ahl in Kirche n] werden au» Hochenegg und au« Podraga gemeldet. In der Nacht »um ». Mt». drangen Diebe i» die verfp«rrte Pfarrkirche zu Hochenegg ein, erbrachen den Opferstock und entwendete» au« demselben 20 fl. I» derselbe» Nacht statteten die Gauner auch der Filialkirche zur heiligen Maria einen Besuch ab, fanden jedoch nicht« Wertvolle« vor und zogen wieder ab. In der ftirche zu Podraga wurde in der Nacht vom 19. auf den 26. ». Mt». da« auf 166 fl. bewertet« vergoldete Ciborium gestohlen. [Gefährliche Verwundung. [ Der bei dem Bäckermeister Senitza in Sachsenfeld i» der Lehre stehe»de Anton Cen» würd« unlängst von dem Gehilfen Josef Sibila durch einen Stich in den rechten Oberschenkel schwer verletzt. Die Wunde ist brandig geworden, und der Lehrjunge schweb» deshalb in Lebensgefahr. [Ein Selbstmord?] In einem Walde nächst Berchnigg wurde diesertage die Leiche eine« städtisch gekleideten Manne« aufgefunde«, der im Alter von 36 bi« 35 Jahren gestanden haben mochte, Schnur- und ttnebelbart trug und schwarz»«, gekraulte» Haar hatt«. E» wurde bei der Leiche nicht« vorge-funden, wodurch di« Identität dt» Manne» hätte fest-gestellt werden können. S Wotkswirtlchast. [Ueber eine bevorstehende Re« form de« Persvnen-TarifeS auf der Südbahnj berichtet ein Wiener Blatt: „Die von dem General-Director Herrn Schüler vorgeschlagene Reform hat die Einführung eines Staffel-Tarife« zum Zwecke. ES soll aus eine Entfernung bis zu 360 Kilometer eine Ermäßi-gung der gegenwärtigen Tarife um 15 Procent, von 366 bis 456 Kilometer eine weitere Er» Mäßigung von 2V Procent und darüber hinaus eine abermalige Ermäßigung um 26 Procent eintreten. In den derart ermäßigten Tarifen ist der Agio-Zuschlag mitinbegriffen. Die Tour-und Retour-, die Saisonkarten, sowie alle Be-günstigungen, insoweit dieselben gegenüber den neuen Tarifen eine Ermäßigung in sich schließen, sollen ausrecht bleiben. Die Verwaltung der Südbahn wird die Grundsätze des neuen Tarife« demnächst dem österreichische» und dem unga-rischen Handelsministerium zur Genehmigung vorlegen. Da die Südbahn auf eine Aufhebung des Freigepäckes, sowie auf eine Erhöhung de< gegenwärtigen Zuschlages bei den Schnellzügen zu verzichten entschlossen ist, so würde das im Abgeordnetenhause eingebrachte Gesetz in seiner Beziehung auf die Einführung deS Reform» Tarifes der Staatsbahnen bei den Privatdahnen auf die Südbahn keine Anwendung finden. Ob der neue Personen-Tarif der Südbaqn schon bei Activierung der diesjährigen Sommer-Fahrord-nung zur Einführung gelangen wird, ist indeß fraglich, nachdem die Grundsätze erst von den beiderseitigen Regierungen zu genehmigen sind und dieser Genehmigung möglicherweise Ber-Handlungen vorausgehen dürften. Der aus dem neuen Tarife zu gewärtigende Ausfall wird auf rund 866.666 fl. präliminiert, doch unterliegt eS kaum einem Zweifel, daß dieser Ausfall durch die Steigerung deS Personeu-VerkehrS in nicht ferner Zeit kompensiert werden wird." [DaS G e f d) a f • e r t r ä g n i « der frainifchen Sparcassej belief sich im Jahre 1889 auf fl. 234.724*30. Hievon wurden verwendet zur Deckung deS PfandamtSverluste« fl. 5.761'66. für wohlthätige und gemeinnützige Spenden nebst Ausscheidung der Subvention pr. fl. 20.006 für die Tonhalle der philharmonischen Gesellschaft und der ersten Rate per fl. 20.000 sür den bewilligten Beitrag zum Neubau de« Eivilspitalet fl. 65.890. zu Abschreibungen an den Kosten des Oberrealschul- und Sparcasse-Gebäude», dann an den Sparcasse»Mobilien fl. 30.616 05, zusammen fl. 161.667 71, wonach noch fl. 133.056-59 verblieben. Hievon wurden zunächst der Betrag »er fl. 60.660 als besondere Specialreseroe für allfällige Verluste beim Weiter« verkaufe im ExecutionSwege erstandener Reali-täten, dann fl. 36.666 zur eventuellen Fnndierung der Auslagen für die Volksschule mit deutscher Unterrichtssprache in Laibach, und 16.000 fl. sür gering verzinsliche oder ganz unverzinsliche Darlehm an in Kram sich bildende Spar- und Vorschußvereine nach Raisseisenschem System ausgeschrieben. [Der e r st e R a i f f e i s e n's ch e Vor« schußverein inKrains wurde vor Kurzem in Gottschee in'« Leben gerufen. [Für die Unterkrainer Bahnj hat Fürst Karl Auer«perg 50.000 fl. Stamm» actini gezeichnet. Die Summe der in Gottschee gezeichneten Beiträge hat damit die Höhe von 115.006 fl. erreicht. Buntes. [Ministerpräsident GrafTaaffej wurde zum Kanzler deS Leopold-Ordens ernannt. [Ein S t r e i f. ] In Wien haben die Maurer und Steinmetzzehilfen die Arbeit ein« gestellt. [Der Lottofälscher Farka» und seine Complicen Zzobovic« und P ü < p ö k 9] wurden vom Gerichte in Teme«-var zu achtjährigem Zuchthause. Frau Teiles? zu zweijährigem Kerker, der Lotto-Collectant H e r g a t t zu dreijährigen Gefängnis verurtheilt. * ^ * .Deutsche Wacht 1890 Hingesendet. Aom Effektenmärkte. TaS Vaokgtschäft Kerm. A«SpS«^cher in Wien, I, Wallxtrsttaßt ll (Firmabestand 13S9) verweist in einem informierenden Berichte auf die jetzigen interessanten Vorgänge an der Börse, (fttr Capllalistk» ergibt sich jetzt eine günstige Gelegenheit Papiere zu erwerben, deren Eour«stand dem inneren Werte mehr al« entspricht »ad die überdies große Wftoinnftdjflncr bieten. Man kann jetzt eine Reihe von SpcciUalionSpapitrtti als Anlagfwrrte bezeichnen. Die Bankfirma Kerm. An'»'h Mass werden binnen 24 Stunden ausgeführt. Bei Bestellungen von auswärts, erbitte ich mir die Schuhlänge anzugeben. Nichtconrenierendea wird anst iikIhIo« retour 285—1 genommen. Grösstes Lager in Kinderschuhen. SttPflr k"!ch ««räucherten, liefert 5 Kilo geg^n Nach. nahm» ohne weitere Spesen um fl. :*50 H. Kasparek in Fulnek Mähren Blendend weissen Teint erhftlt man schnell und sicher AW" Sommersprossen Terschwindcn unbedingt durch den Geruch Tun M Bergmann's Lilienmilchseife M »II»in fabriciert *"» Bergmann & Co. in Dresden, Vtikauf & Stück 40 kr. hei Joh, W a r m u l h. XXXXXXKXKXXXXXXX Cementwaren et-\xo Portland-Cement gut abgelagerte Waare. .Platten, glatte, in allen Farben für Gänge, Küchen, Badezimmer, Corridore. Platten, gekuppte, natuifarbig, dann gerippte in gelblicher Farbe, für Trottoirs. Randsteine, Friesen. Dachziegel aus Cement, Betonierungen und jede Cementarbeii liefert in bester Ausführung und zu den billigsten Preisen J. IViffersperger, 2H3—2 in CILLI, Dirmhirn'sches Haus. XXXXXXXXXXXXXXXX Tie besten Briiinier SlolTe liefert zu Onginal FabritSpreife» die Leintuch Zsabrtt SIEGEL-IMHOF In llriinii. Für einen eleganten Frühjahrs o.Zommrr- Männer Anzug genügt ei» <5«npoa in de rLänqe von 310 Mtr„ da» find 4 Wiener Ellen. Sin Eoupon kostet f/W '■ 4.80 au» gewöhnlicher -WW fl 7.75 aus feiner "M IC fl. 10.50 ans feinster WM- fl. 12.40 au« hochfeinster -MM ccliler Schnfnollo ferner find in größter Auswahl zu baden: Mit Seide durchwedle Kammgaine, Stoye für Uederzieher. Loden für Jäger und Touristen, Per vienne und ToSting für Silonanzüge. vorschriftsmäßige Tucht fiir Heamte, waschbare Zwirn-flösse sür Männer und Knaben, echte Piquet Gilet-Stoffe ic. ?ür gute Waare, Muftergeireric uid genaue Lieferung wird garantiert. Muster gratis «ad franco. IIV—2" ^Itvater-»(räut6r-l.iqueui'. ^ rühmte Specialität für Magenleidende, bei gestörter V«r> dauung k. liefert 2 Liter gegen Nachnahme obne weitn« Speien um fl. 4.— H. ^taeparek in Zsulnek. Mähren. Mariazeller Magen-Tropfen, vortrtfllich wirtend bei Krankhafte« de« Magens. 8nv4Srt in Irs. »M »nd Erbreche», Srnflttmni i'faU er ini I Rtflta tmnitt). Wjflentrainti. iPtrÄoiifmj. ttftciUtf* ml €*ei(ea «it [ ttiKfrn. i'r'iJ i futmt »e»r»,ch« | »»»eis»»» 40 Krh !,»»»>jl,ia« 70 Kr. HfiilMl.*irt(iitf »im» »ects-r Carl Bradjr. 1 Krrmiirr fll-itii'n Uirnaai: Xie >41« WaiU|MIr? Irenen »trlf«* »Hilutl -II» Ra tM^aSni'.. — Zum Zelte« Irr C<rit imii irre Hlasche in tjMi leiden. »" *kiirr Gch»,»»ete »eri«ie»ei> Sm»«I«qe »ei«>»«Ie -i>» »cl »er Jet et .,l«sch- »rilltimtra »ede»»»«»i>eil»»» mi'ftm »entern sei». »ie>tl»e in Irr Hrnttrurerei kr> p. iKulrt i» »r„siet |iin»»sna, i. H»«i>et< 6 18 feit aagareiurltn fHIen rrrrrrii Abführpillen. • Uaied^nK tei i 0 t 11 p, Sfrnnficr — Preis & Echachtel 20 Kr., Rollca 4 0 Schachteln fl. 1.—, fki fotbfTiflfr des $rlt>ttr«4e« ToÄft famm, tc;tastetrr^uftttb. I Rclle fl. 1.20, 2Rolle» fl. 2.20, Z Jteflts fl. ».20. Die M-riajeLer Magea-Tropfen «ad die Maria.eLe, >bs»hr. Ihtlfs sink leine Eehei»«iuel. ^ ie Vorschrift ist d« jedem ch<« «nb Schachtel in der Oedr>»chs»»»«ti»»H aa«egebea Die UtrU^rUrr «»z » Iro^e» »ud liiK^iltr M|i|r|«fra tz»d echt z» d»be» in <5illi bei «»«theker Z. avpferschmid. S«I timdurgsr Xäss ikWÜÄ ^ ÄS 5 Äilo-Äif et gegen Nachnahme ohne weitere Spesen u« fl. 3.50 H. Kasparek in F«l»ek, Mähren Mariazeller Stoffe für Anzüge. Peruvien und To«ling für den höhn, t.'leru» vorschtiitSmäßige Stoffe für l. u. t Beamten- F•»«fAt*niA» AKifi (Ar Vptnranpn l«'«»H4»rw.»lir 6 [ SB i t Schweninger Bi « » ark ' « Setbari« geworden,j baten gibt folgeude kleine Geschichte, die jetzt wieder aufgefrischt wird, Kunde. u fragen." — Bi«-marik «ar über diese schlagende Grobheit juerst ganz verdutzt, dann lachte er trotz der Schmerzen »nd behielt den groben Bayer bi» »um heutigen Tage. >« l l e habe» r e ch t.] Ein »dv«at sag mit seiner Frau gemächlich beim Kaffee, al« ein Bauer erschien. Er sragte um Rath in einem Recht«streile, den er mit seinem Nachbar hatte. „Ihr habt recht,' sagte der «dvccat. Kaum hatte der Bauer die Thüre hinter sich geschloffen, al« scho l der Nachbar, von dem soeben die Rede war. in derselben Angelegenheit erschien, »nd da» gerade Segen-theil vorbrachte. »Gewiß, Ihr habt recht!' sagte der Advocat, ,da« ist ja sonnenklar.' Der zweite Bauer gieng auch von dannen. — »Aber, lieber Mann, beide können doch nicht recht haben?" fragte die Frau verwundert; .wenn der eine recht hat, »uß der andere doch unrecht haben.' — „Da hast du auch recht,' erwiderte gleichmüthig der .Recht«-freund'. lLohn der guten That.I Ein Eutbesitzer im Kreise Olpe hat kürzlich ei» beträchtliche« Capital zur Errichtung eine» Krankenhause« gespendet. Die »raven Sauerländer beabsichtigten zunächst, dem Wohlthäter einen Fackelzug zu bringe», haben aber schließlich vorgezogen, den Gutsbesitzer, der durch diesen Schenkung»act seine guten Vermögen«verhält-nisse an den Tag gelegt — in der Einkommensteuer um eine Stufe zu erhöhen. E« lebe die Dankbarkeit! sEin langer Frühschoppenj Ein Student erhält den Besuch eine« Eommilitenen. .Na, willst Du nicht einen Frühschoppen mitmache» '{" — „Denk' nicht dran, komm' eben erst vom gestrigen nach Hause!' lJm Religio»«unterricht.] Lehrer (bei Erzählung biblischer Wunder): .Wie nennt man »ls» eine Handlung, bei welcher Waffer i» Wein verwandelt wird?" — Schüler: „Eine Weinhand-lung.' [E i n Symptom.] J»»ger Arzt (zu einem Beruf«genossen): .Gestern habe ich zwanzig Mark von einem Patienten für einen Besuch bekommen!' — Na, muß der aber krank gewesen sein!' >Kaser»enh»fblüth«.Z Feldwebel (beim Marschieren): ,He, Rekrut Meier, Hie treten mit einem Selbftbewußsein falschen Takt, al« ob Sie der einzige Meier im ganze» Europa wären!' Hingesendet. *) Geehrter Herr Schriftleiter l Wir bitte» Sie um gütige Aufnahme nach-stehender Zeilen, welche eine öffentliche Angelegenheit betreffen: An die Geistlichkeit der Stadt Eilli, in«befon. der« die Herren Hudovernik und Ran> igaj, ferner Herrn Matek, Lehrer im Marburger Priesterhzufe! Wir fordern Sie hiermit bei Ihrer Priesterehre aus, ohne Umschweife in diesem oder irgend einem anderen Blatt« zu erkläre», ob Sie dem im Mar-burger Deutschenschmähblatte enthaltenen Aufsatz über ein hiesige«, »»«gezeichnet geleitete« Erziehung«-Jn-stitut nahestehen, denselben geschrieben oder i»f»iriert haben. Wir erachten un» zu dieser Aufforderung berechtigt, nachdem diesbezügliche Gerüchte cu^ieren. Sollten Sie in gar keiner Beziehung zu dem ge-gedachten Aussatze stehen, so kann e« Ihnen nur I willkommen sein, die« der Oesfenliichkeit gegenüber zu erklären. K e i » e Antwort wird al» die Be-stätigung der Gerüchte angenommen werde». Ganz ergebenst Fünf deutsch» Väter. *) Für Form und Inhalt ist die Redaction nur noch Maßgale de« Pretzgesitze« verantwortlich. H. Kasparek in Fulnek, Mähren 5 Kilo KalTce liefert gegen Nachnahme Domingo, eleg.rt, hochfeinst ....... fl. 8.— Cufea, hochedelat, Ha. . . ......... 8. — Cuba, „ Ta............. 8.25 Portorkco, hochedelst, Ila,......... 8.— Portoiicco, „ Ia...........8.25 Java, goldgelb, Ia............. 8.50 lfenado, Ia. ...................„ 8.75 Ceylon, Ha. .............. „ 8.0 Ceylon, Ia, ............... .. 8.i»> Mucca, hochhochedelat Ia...........8.75 Kaiser-Thee per I Kilo Xr. 1 f. 3.50, Nr. 2 fl. 4— Kr. 3 ft. 4.50. Nr. 4 fl. 5—, Nr. 6 fl. 5.50, Nr. 6 fl. 6.—. Der Besteller hat also keinen Zoll, keine Porti nnd keine Euiballage tu bezahlen. Ich bitt« um Bentellnngeo. UUliuniicii, uumJ iui » ctriAiiru. t nrin, Turner, LiTre. Tuche für Billard u. Spiel-Hache. Loden, auch wasserdicht für .Ingdi-Seke >Vai,t-h»lolr«>. Reise-Plaid» von st. 4—12 tc Alles die» billiger al» überall und nur von bester h»ltdar> r Qualität. Joh. Stikarofsky in Briinn. Größte« Tuch-Lager Oesterreich Unqarn«. Mnater franco Für die Herren Schneidermeister reichhaltigsten aller schönsten .Musterbücher. Nachnahmesendungen über fl. 10 sraneo Bei meinem konstanten Lager von fl. 200000 und bei meinem WeltgeschKfte ist e« selbstverständlich. daß viele Neste, übrig bleiben und da u»-möglich ist. bievon Muster zu senden, so nehme ich derart bestellte Rest« retour, lausche dieselben um od.r send« da» Geld zurück. Die Karbe, Länge, Prei« ist nöthig, bei her Bestellung der Reste anzugeben. Correaponden» in beuticher, ungarischer, böhmischer, polnischer, italienischer u. französischer Sprach«. _131—20 18'JO ,D?n::che Wach»- J> Pserhofer' S I3-)-12 Apotheke in Wir», „»um soldcncn Reichsapfel". K!ulrrlnlKtiiiKM>Pillen. vormals Universal-Plllen ckenannt, verdien«» Testeten Samen mit vollst«« Recht«. t>a ti in der That sehr vi«le «rankheilen gib», in welch«!' dies« Pillen ihr« wirklich «»gtieichnele Wirkung bewährt hal'en Seit vielen Jahrzehnten sind dies« Pillen allgemein verbreit«», von vielen Aerzten v«rordn«t und wird «« wenige Zamili«n g«b«n. in denen «!n kleiner Borrath dieses vorzüglich«« Hausmittels mangeln würd«. Bon diesen Pillen kostet: I Schachtel mit 15 Pille» 21 kr., 1 Rolle mit « Schachteln 1 fl. 5 fr., bei unfranki.ter Nachnahmesendung I fl. 10 kr. Bei vorheriger Einsendung de« Geldbeträge« kostet sammt port-sreier Zusendung: I Rolle Pillen I Ü- 2'» ti., 2 Rollen 2 fl. 30 ir.. 3 Rollen 3 fl 85 kr.. I Rollen 4 fl. 4> kr., 5 Rollen o fl. 20 kr. M Rollen 0 fl: 20 kr (Weniger als! ein« Rolle kann nicht versendet werden.) 6 wird ersucht, ansdrüclticli ,J. Pserliofer's Blutreinigungs-Pilieii' l> «rlange» und darauf ;» achte», »aß die Teckekaufichrift jeder Schachtel de» aus der Gel>ra»chs-»»«risuug klthradtn Namriiszng J. P«er»io?>r und zwar ia fiV rother-3»a Schrift traut. ^rOftDsllfstlll von I. Pserhofer. I Tiegel 4» kr., mit Irancozusendung ti5 kr. ^pil>lüCstCrid>}ni^ gegen Saiarrh, Heiserkeit, «ramvihusten :c. I Zlä chchen 50 kr. Amerikanische Gichlsallic,. fl 20 kr. 11frf)lUC11>^ Preis einer Schachtel 50 kr, mit iZranrozusendung 75 kr. I Flacon 4» kr, mit Jrancojusendung <»'> ir. Lebens-Csscnz (Präger Tropsen), ?'L.ch?e°^"7r. m'n'mtä>u 23,tbauun«!C Giißlifrfjcr ^iiiiberbstlfniii, > so »r, kleine« gissen v» »r. rtislfcr^lllucr, gegen Husten «. t Schachtel 35 kr., mit Francozusendung K<» kr. ^iinnöchinin-^öinnbt, von 3. Pserhofer, bestes Haarwuchsmittel. I Tose 2 fl. llltillPlfslJ-^ffslftrr pon Pko>. St «übel, Hausmittel gegen Wund««. Geschwüre >c. X. lllllUll |ill ^ jllljul, i Tiegel 50 fr-, mit Fraiicozusenduna "5 kr Uniiicrffll=Sicinifliin(t?=Sol), ff ff'""«" Außer den hier genannt«!! Prävaraien sind noch sämmtliche in östnreichischen Zeitungen angekün-t^ten tn- und ausländische pharmazeuttsche Specialitäten vorrächig und werden alle etwa nicht am Lag» beftnbltdjcn Artikel auf Verlange prompt und billigst besorgt. W Versendungen per Post werden schnellstens effeckuirt gegen vorherige Geldsendung, größere Bestellungen auch gegen Nachnahme des Betrages. fC Bei vorheriger Einsendung de« Geldbetrage« forugn giUf»»Aa.>.iur»T. Uui, Hol., MaiftB OUa, PantUu «. alJ«o % du ». — C 1 Ella 2t» ir. mehr sör Emballage. 39* Nur echt mit obenstehender Schutzmarke! -WE Cfilnl-VerariMlnip.brfOl Kir die ProrlasM : Wien, ApotHete „zur BarMerzi^eif des J. Herbabny. Neubau, Kaiserstraase 73 u. 75 Depots bei den Herren Apothekern ; Cilli: J. Knpferschmid, Baumbacli's Erben, Apotheke in Deutsch-Landsberg : H. MOller. Feldbach : J. König. Gouobitz : J. Pospischil. Graz : A. Nedved. Leibnitis: 0. Ruasheim. Marburg : G. Bancalari. Pettau : E. Berbalk, V. Militor. Radkeraburg : C. Andrieu W'indischfeistritz : F. Link. Windisch graz : G. Kordik. Wolfsberg: A. Huth. Liezen: Gustav Groaswang. 1009 nimiitvar Väco (O«o*#«ln) IwfertM 5 Jtilo« UIIMUl^LI Ixclou jjistfl g«g«„ Rachnahme ohn« weit. Spesen zu fl. 2.40 H. Kasparek, ?»l»ek, Mähren. Fahrkarten und Frachtscheine nach Amerika kuoigl. Belgische Poatdampfer der „Red Star Linie" von Antwerpen direkt nach New-York & Philadelphia conceaaiunirt voa der hoben k. k. Oestcrr. Regierung Auskunft ertheilt bereitwilligst: die coDceMionirte Repräsentant in Wien, IT., Weyringerg. 17 Ludwig Wielich KZ? .Aenisch« Franz von Riessberger L. Co. | % ERÖFFNUN GS-AN ZEIGE. Wir beehren uns zur geneigten Kennwis zu bringen, daß wir am I. April l. I. im ßosta'fchen Kaufe am Kauptptatze in Gilli eine Niederlage unserer Steingut-Fabrik eröffnen. Wir werden in derselben nicht nur unser eigenes Erzeugnis, sondern auch alle Gebrauchs- und Luxusartikel in Aorzessan, Majolika. Mas und Lampen xro» & en detail in größter Auswahl führen und es uns zur Aufgabe machen, das P. T. Pnblicum streng reell und zu besonders billigen Preisen zu bedienen. Indem wir um geneigten Zuspruch bitten, laden wir zur Besichtigung unserer Exposition ein und zeichnen Hochachtungsvoll 2SV-3 Riesslier^er «t* Co< tv/ * ▼ a; ^ / A ^rTr y T # Pränmneratiofls-EinlafliuiE. „kontinentale Holz Zeitung". Organ für die coiumttciflltii und torifarische» Zmcressro der Holzprodnction. deS Holzhandels und der Holzindustrie. Herausgeber: Kdmuud Kofma»n. Erscheint am l. und 15. jeden Monate«. pränumerationspreise mittelst Postanweisung bircct »ei der Administration bestellt: m -ffur Oeslecreich Ungar» »nd »«S Occupationsgediet: ganzjährig . . . . fl. 10.— halbjährig.....3 5« vierteljährig .... 3.— Ankündigungen werdcu bei der Administration Wien, V., Margarethengürtel. und sämmtlichen Annoncen-Expeditionen de« In- und Auslande« an-genommen. Probenummern grati«. Di» Administration der „Eontincntalen Holz-Zeitnng" Wie», V., Margaieihengürtel. Circa 100 M.-Centner siisses Heu ist billig zu verlaufen, dasjlbst wird auch ein« Wies« zu verpachten nd« zu verkaufen gesucht. Näheres bei Fr.ui Spann in Cilli. 278—2 Wiesen und Acker, zumeist in. unmittelbarer Nähe der Stadt, «ind zu verpachten. einig'' davon ewntnell zu verkaufen. Anfrage iu der'Exped. d. BI. Alte, jedoch gut erhaltene 252—1 Thüren, Fenster und Oefen eind billig tu vtrkiufeu. Anfr. in der EzpeJ. d. BI. Ein Gartenpavillon zerlegbar, ganz neu angestrichen, ist zu verkaufen. Anfrage Exp. d. BI. 289—3 Verrechnende Kellnerin sucht Posten. — Anfrage im .Gasthof zum schwarzen Adler", Cilli. 281—l Ein Lehrjunge, i der deutschen und sloveuischen Sprache mächtig, mit guten Schulzeugnissen, aus besserem Hause, findet sofort Ausnahme in der Gemischtwarenhandlung des Josef Wagner in St. Mar.tin bei Erlach«tein. Für Ostern! Ich erlaube mir die geehrten Hausfrauen, auf das allseitig anerkannte kräftige Dampsmelil besonder« Doppel-Nuller d«r Marbnrger Dampfmühle aufmerksam zu machen, welche» Sie in der Haupt-\lederlnge SraiergaMe, PlauU'sches Haut, sowie in meinen beiden Spezereihandlungen, Hauptplatz und Kathansgasse, 'zu billigsten Preisen und solidester Bedienung erhalten. Auch empfehle ich rein«« Alp«-n-Hliitn Im neuen Stallner'schen Hanse ist eine schöne Wohnung im ersten Stock, mit 4 Zimmer sammt Zugehslr, ro» 1. Juni an zu beziehen. Anzufragen bei Herrn A. Eggeradorfer, Eisenhand. long Rakusch. 1%—i) flsmnpsse Nr. 30,1.8IM sind zwei gassenaeitige Zimmer sammt Kslehe eogi«idj zu vergeben. Auch ist daselbst ein gassenseit oiiW liortes Zimmer sofort au Vermieten. »88— Zu vermieten eine HohmiiiK im ersten Stock, mit 3 Zimmeflf Kflche, 2 Kabinetten, dann 2 kleine Hofzimnu-r, (atttt ein GesohiftBlooal nebst Körbe und Kabtn.L Näheres bei Herrn Josef König in CillL 23t—1 Ein grosses Gewölbe mit anstossender KQche ist vom 1. Mai in n vermieten. Näheres in Carl Pospichal's Specerei Gesehast. £*>- .Schöne lVoliniiiif, 1. Stock, gassenseitig, bestehend aus dm Zimmern, Küche, Spei* nebst Zugehür, ist mit 1. Mai zu vermieten. Kathausgasäe Nr. 16 Druck und Verlag der Ein, a Johann Raknsr), 11 <-J - '1 ■ -