Nr. 137. '.!!l,,^'^z^HH,eVN,^k''' Freuag, 19. Iunt. >»""»>^.,«.«....^...«....,°,.,....,...!. 1885. Amtlicher Theil. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 4. Juni d. I. dem ordentlichen Professor der allgemeinen Pathologie, Pharmakologie und Pharmakognosie an der Univer-sität Innsbruck Dr. Anton Tschurtschenthaler au« Anlas« des bevorstehenden Ueberlrittrs in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seines vieljähri-gen vorzüglichen Wirkens in der Wissenschaft und im Lehramte den österreichischen Adelstand laxfrei aller-gnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Juni d. I. dem insulierten Propste und Abte drs regulierten Chor« herrenstiftes Vorau Isidor Allinger in Anerkennung seines vieljährigen verdienstlichen und gemein-"ütziqen Wirken« das Comthurkreuz des Franz>Ioseph. Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 3. Juni d. I. die Privaldocenten Dr. Johann Hofmokl, Dr. Nobert Ultzmann, Dr. Anton Wölfler und Dr. Julius Maulhner zu außerordentlichen Professoren, und zwar die drei Erstgenannten für Chirurgie, den Letzt-genannten für angewandte medicinische Chemie, an der l. l, Universität Wien allerguädiast zu ernennen geruht. Eonrad-Eybesfeldm. p. Am 17. Juni 1885 wurden in der l. k. Hof« und Staats, druckerei in Wien die italienische, böhmische, polnische, rutho nlsche. slovenische, lroalische und romanische Ausaabc des Zuckes XXIII des Reichsgeschblattes ausgeaeben und vcr- Nichtamtlicher Theil. Die Krise in England. Es ist eine unbestreitbare Thatsache, dass die politische Welt der Entwicklung der Dinge in England nnt lebhaster Spannung folat und mit großer Theil. Nahme dem Ausgange der Affaire entgegensieht. Wie lebe hervorragende Erscheinung in der Zeitaeschichte. hat auch Gladstone unter den Millebenden neben zahlreichen ihm treu ergebenen, ihn vergötternden Freun» deil und Anhängern ebenso zahlreiche Gegner und Widersacher. Bis vor kurzem noch haben ganze Na» lionet» zu ihm wie zu einem Freunde und Protector ausgeblickt, andere haben ihn als ihren unerbittlichen Feuilleton. Der Blumenstrauß. Die Freude an den Blumen liegt in jeder Men« !chenb»„sf. und niemand, auch das roheste Gemüth, kann sich >hrem Einflüsse entziehen. Der Krieger, der "ui der männermordenden Schlacht kommt, er bückt V dankbar nieder zu den Blumen, die auf feinen ^iegesweg von zarter Frauenhanb gestreut werden, und die schwielige Hand des Landwirtes, dessen Sense 'ausende abmäht zu Futter, sie pflegt den Strauß, den das Liebchen gewunden! Und merkwürdig! Gerade die Frauenwelt spncht °urch die Blumen mit Erfolg zur rauhen Männer-^ll. es ist. als ob sie in den Blumen ihre lreueftrn ^erblindeten hätten. Wie ungeschickt und unbeholfen tt'bt der Bursche nicht dem Liebchen seinen roh ge-"undenen Strauß, wie anmuthig dagegen schmückt 5^e" nicht seinen Hut mit einer einzigen Blume! 7"U ganze Geheimnis liegt eben darin, dass die Gabe °er Geberin verwandt ist. Darum trifft auch lein "tan« einen Slrauh zu binden, immer sind es die «lauen, die ohne Lehre, bloß dem eigenen Triebe sol-^"d. die schönsten Bouquets zusammenstellen. Den. '°ch wage ich es. im Nachstehenden einige Winke zu ru n ^"' "" man Bouquets zusammrnstellcn soll, ich sck« bannt den Damen nur den Weg abkürzen, sie E..>>- sum Ziele fuhren, als es die empirischen y'Udien der Einzelnen vermögen. Was ich über dle ""«.uetbinderei jagen werde, ist ja ohnehin an dle Gegner und unversöhnlichen Feind betrachtet. Ein gewisser humanitärer Zug in seinem Denken und Fühlen, die Sympathie, die er stets den Schwachen und Unter, drückten gewidmet, haben seine Person in Europa popularisiert, sie mit dem Glorienschein des Verthei« digers der Schutzlosen gegen die Mächtigen und Großen umgeben. Sein Name hat insbesondere unler den sla vischen Völkern der Balkan.Halbinsel, unter den Serben, Montenegrinern und Bulgaren, einen guten Klang, denn er hat in seinem öffentlichen Wirken für die Selbständiqkeits' und Unabhängigkeits« Blstrevunaen dieser Völker schon damals eine theilnahmsvolle Wür. digung bekundet, als andere europäische Staatsmänner auf dieselben noch mit geringschätzendem Hochmuth herabblickten. Unler allen Umstänoen ist Gladstone unter den Negierungsmannern Europas eine außer« gewöhnliche, nicht mit normalem Maße zu schätzende Erscheinung, eine Individualität plononcierter Prägung, deren Erinnerung und Andenken die Zeit ihres unmittelbaren Wirkens lange überdauern wird. Der Sturz einer solchen Persönlichkeit, ihr Rück-tritt aus dem öffentlichen Leben ist jedenfalls ein Ereignis von großem und allgemeinem Interesse, ob auch die unmittelbaren politischen Consequenzen desselben nicht überschwenglich hoch anzuschlagen sein mögen. Die Ursachen seine« Falles liegen u„« nicht nahe genug, als dass wir uns versucht fühlen sollen, hierüber eine maßgebliche Meinung aufzusprechen. So vi,l scheint sicher, dass das ablehnende Volum des Unterhauses in der Budgetdebatte vom 8. d. M. allein die Demission des Chef« der britischen Regierung nicht herbeigeführt hätt?. Dieses Volum und der Verdruss, du Gladstone hierüber brgre,flichermußen empfunden haben muss, mag den Becher des Un» mulhs zum Ueberschäumen gebracht haben, aber es müssen auch wohl schon frllh^ einige Tropfe» Wer» mut« darin gewesen sein. trägt 5 pCt.. der Darlehens-Zinsfuh 6 pCt. Kärnten hat die älteste Posojilnica, nämlich die in St. Jakob im Rosenthale. Eingezahlte Antheile 60370 fl., Spareinlagen 67 729fl., Darlehen 133 495 Gulden. Zinsfuß: für Spareinlagen 5 pCt., für Dar« lehen 6 pCt. Refervefond 5250 ft. Alle 22 slovenische Posojilnice hatten im Jahre 1884 einen Geldvertehr von 4 796 256 ft. Sie haben 7536 Mitglieder mit 197 169 ft. eingezahlten Ge-nossenschaftsantheilen. Der Spareinlagenstand beträgt 1365 747 ft. Der Dailehensausstand beträgt 1591 716 Gulden und die Reservefonds 88095 st. Inland. (Die Bilanz der Reichsrathswahlen.) Die Wahlen sind beendet. Aus den verschiedenen Berechnungen der Blätter über die Stärke der Parteien im künftigen Abgeordnetenhause entnehmen wir noch eine. nach der von den 353 Abgeordnelen 188 der Rechten, 132 der Linken. 21 dem Coronini.Club angehören und es 12 „Wilde" gib». Die Czechen gewannen 10 Stimmen, und zählt ihr Club nunmehr, den Minister Prazäk abgerechnet, 66 Mitglieder. Der polnische Club zählt 54 Mitglieder; Ressourcen besitzt er in den Ministern Dunajewsli und Ziemialkowsti und in den vier polenfreundlichen Ruthenen, fowie auch Kallir erklärte, mit den Polen zu gehen; letz» terer sowie Sochor und Kowalski treten dem Club nicht bei. Die Linke verlor 21 Stimmen; ein sehr trauriges Memento für die Partei, wenn man bedenkt, dass die Wahlordnung ihr eigens auf den Leib ge-fchnitten ist und zu einer Sanierung dieser Wahlordnung bisher nichts geschah, außer die Aenderung im böhmischen Großgrundbesitze, welche der Linken übrigens sechs Mandate einbrachte. Krain entsendet 10 Abgeordnete, darunter 2 Deutsche, wovon einer zur Linken, der anoere zum Coronini'Club zählt. Dir 8 Slovene« sind im Hohenwart-Club. (Parlamentarisches.) Ein Wiener Blatt will wissen, dass Dr. Smolka auf die Wiederwahl zum Präsidenten des Abgeordnelenhauses verzichtet habe. Es wäre immerhin möglich, dass der greise Parlamentarier nicht mehr gewillt ist, in der bevorstehenden Session die Bürde des Präsidiums zu übernehmen, eines Ehrenamtes, werde in der Runde eine feine Spitze ankleben, sodann das Vouquet in diese Hülle versenken und den Stiel mit einem weißen Bande umwickeln. Auch der Bräutigam soll nicht leer ausgehen, für ihn wollen wir ein Knopfloch-Vouquet machen. Die schönsten sind wohl jene, die aus einer einzigen schönen Blume bestehen, welche auf ihre eigenen Blätter ge< bettet ist; eine Rosenknospe mit ihren Blättern wird sehr gut stehen. Aus den übrigen Blumen machen wir nun Festons, die an ihren beiden Endpunkten angehängt werden. Bringt eine starke Spagatschnur und einen Knäuel Zwirn. Die Spagatschnur soll die Unterlage für den Feston sein, an welchen wir die Blumen so binden wollen, dass in der Mitte die meisten, insbesondere die größeren sich befinden, und dass gegen die beiden Enden zu der Feston in ein zartes Grün verläuft. Wird er dann an beiden Enden aufgehängt, fo haben wir auch der ästhetischen Verordnung Rechnung getragen, denn der Feston wird dann gleichsam durch die Schwere der mittleren Älumenmassen herabgezogen. Dort, wo zwei Festons zusammenstoßen, wollen wir ein nett arrangiertes Blumenbüschel befestigen. Die Unterlage desselben sei ein Farrenkraulwedel, auf diesen binden wir ein oder zwei Azaleen und lassen über die Spitze hinaus irgend eine hängende Blume gehen, z. V. eine Fuchsie. Die Farben dieser Zusam« menstellung geben ein prächtiges Bild, das grüne Blatt, die weiße Azalee und die hochrolhe Fuchsie passen sehr gut zusammen. Und schließlich bringt mir einen starken Draht zu einem Grabkranz. Den Großellern wollen wir auch nur weiße oder rothe Blumen bieten, und insbefon- welches an seinen Träger aller Voraussicht nach mehr denn je die größten Anforderungen stellen wird. In diesem Falle würde ein Mann aus dem Präsidium scheiden, welcher sich stets der ernsten Pflichten des-elben vollauf bewusst war, welcher mil Hili6eb>ma>-voller Aufopferung die erdrückende Last der Präsidial» geschäfte trug und welchen höchstens vielleicht der Vor« wurs trifft, dass er in der rigorosen Wahrung aller parlamentarischen Freiheiten manchmal des Outen zu viel that und gegenüber den Excedenten im Saale und auf der Gallerte eine allzu weitgehende Nachsicht be« obachlete. Nichtsdestoweniger muss betont werden, dass über den angeblichen El't'schlus« Dr. Smolkas, bisher wenigstens, nichts bekannt geworden ist. (Böhmen.) Se. Majestät der Kaiser haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. Juni d. I, die Systemisierulig und Actwierung einer Kxnstgewerbe-schule in Prag vom Schuljahre 1885/86 an zu genehmigen geruht. (Kärnten.) Der Sladtgemeinde Klagenfurt wurde seitens der Landesregierung mitgetheilt, dass das Reichs-Kriegsministerium an seinen Einwendungen gegen das Project betreffs der Rosenthalbahn, speciell an der Forderung, dass der Drau«Uebergang bei Hollenburg erfolge, aus militärischen Rücksichten festhalte. Nach dem Wunsche der Gemeinde Klagrnfurt soll die DraU'Ueberbrückung bei Wrllersdorf stattfinden. (Zur Nordbahnfrage.) Dem „Fremdenblatt" zufolge ist die Antwort der Nordbahndirection auf die Einladung der Negierung, sich über die vom Parlamente vorgenommenen Abänderungen des Uebereinkommens zu äußern, eingelaufen. Dieselbe ist direct an den Minister gerichtet und soll so geartet sein, dass sich daran längere Verhandlungen knüpfen werden. (Ungarn.) Das ungarische Alntsblatt publiciert eine Verordnung des Communications-Ministers, nach welcher der Dienst bei den Postanstallen an Sonntagen eingeschränkt wird. Ausland. (Drei-Kaiser.Entrevue.) Ein Correspondent, der sich noch immer als sehr verläsölmN!l ausersehen sei:l. Die Begegnung in Salzburg hän^ selbstverständlich von dem Befinden und den Dispose tionen Kaiser Wilhelms ab. Sollte die Entrevue «» Salzburg nicht stattfinden, dann glaubt man in unterrichteten Kreisen, dass der Kaiser von Nussland m>t dem österreichischen Kaiser in Reichstadt zusammen-treffen wird. (Die Neubildung des englischen Cabinets) dürfte nun etwas rascher von statten gehe«' nachdem die Königin sich bereits von Balmoral nac^ Windsor begeben hat und die Conferenzen Salisbury Idere recht wohlriechende Blüten und Zweige. Auch , harte Blätter nehmen wir, z. V. von Ficus, Aucuba. von Loibeeren oder Pomeranzenbäumchen. Auch h'" sei die Tendenz wie unkn und oben zu bezeichne''» indem wir an einem Ende der Längen-Axe des Drah>' ovales ein Bouquet befestigen und von da aus nacl) dem anderen Ende der Längen-Axe verlaufend die Wu-men und Blätter anbringen. U»d nun, Kinder, wählt euch selber jedes e"' kleines Blumenbüschel in das Haar. Eine a/öhe/k Blume, z. V. eine Rose, und daran einige wen'g/ kleinere, welche die Neigung haben, sich graziös Y"' abzubiegen! ^ Ihr fragt mich, warum ich nur so wenige Vl^ men mit Namen genannt habe? Ich will euch bn Grund sagen. Fast alle Blumen sind zur Binderei li^ eignet, nur nicht jene, welche schnell verwelken, w' z. B. die Winden, oder solche, deren BlmnenbliM''' groß und weich siild. Unser Glnten bietet eine Mm von Blumen, die alle geeignet sind und nur der rw)^ ligen Verwendung harren. Darin liegt das ganze «'^ hsimnis. Wir haben hier Rosen, Nelken, LevM". Reseda. Jasmin, Gaisblatt, Astern, Verbenen, TlM' rosen — und die Wiesen draußen liefern uns au>" ihre reichen Schätze, ebenso der Wald mit feinen 6" renkräutern. Freilich, der Gärtner hat es besser, kann sich jene Blumen, die zur Binderei sich elgn> ' eigens heranziehen, z. V. Orchideen, Camellen "-' aber merkt euch, die wahre Befriedigung liegt da '^ mit den gegebenen Mitteln und mit eigener Hand V" zu schaffen und — erst in der Beschränkung erlen» man den Meister! _ Franz Langauer. Laibacher Zeitung Nr. 137 1139 19. Juni 1885. "'t den Führern der Conservative« einen günstigen Verlauf nehmen. Pie „Morning Post", welche als das Organ Lord Salisbury« gilt, sagt mit Bezug auf das Programm der conservative« Regierung: „Es wild nothwendig für die conseivativen Staatsmänner sein, die Unterhandlungen mit Russland an dem Punkte, wo sie von Lord Granville gelassen worden, auszunehmen und die streitige afghanische Grenzfrage zu einem friedlichen Abschlüsse zu bringen. Hiebei wird es cine der nicht am wenigsten unangenehmen Wichten der neuen Regierung sein, Sorge dafür zu tragen, dass nach dem von dem ausscheidenden Cabinet vorgeschlagenen Lösungsmodus gehandelt werde. In ewigen Fallen wird sie indes gezwungen sein, mit einer eia/nen Politik hervorzutreten. In Egypten, und zwar in Bezua aus alles, was dessen Regierung und Mnanzen betrifft, und wahrscheinlich auch in der Behandlung der Suez.Canal'Frage wiro sich das neue Cabinet gezwungen finden, ein entschiedenes und ver-ländliches Verfahren eintreten zu lassen. Natürlich bud es unmöglich sein, die irische Verbrechenacte in llgend einer Form zu erneuern, und es darf erwartet werden, dass Lord Salisbury sich auf die Wirksamkeit des mit Festigkeit sowie mit Gerechtigkeit gehandhabten vldentlichen Gesetzes verlassen wird." (Die katholische Kirche in Serbien.) Wisher ist die katholische Kirche im Königreiche Sei-bien gesetzlich nur geduldet. Bischof Strohmayer bon Djakovar wird demniiist nach Serbien reisen, welche« als Missionsdiaspora seiner Diöcese zugetheilt '", um die Firmung zu spenden. Bei dieser Geleqen» ^it heißt es, wird drr Bischof auch bei dem König "udienz nehmen, um zu danken silr den Schutz, wel. Hen die Katholiken bisher in Serbien gefunden, und Zugleich Verhandlungen anknüpfen bezüglich der Rc-yelung des Rechtsverhältnisse der Katholiken in Serbien. (Italienische Cabinetslrisis in Sicht.) 7"? italienische Kammer nahm bekanntlich vorgestern '" geheimer Abstimmung das Budge! des Aeußern 'Nil 183 gegen 159 Stimmen an. Der „Opinione" und ^r ..Tnbuna" zufolge ist in paslamentarischen Kreisen °as Gerücht verbreitet, das Cabinet werde infolge bieses Votums der Kammer demissiormren. (Zur Lage auf Kreta.) Nach einem Tele« l^amme au« Candia haben die christlichen Mitglieder ber lrelensischen Abgeordnetenkammer auf Grund der amtlichen Dazwischcnkunft der Confuln der Großmächte die Ernennung von Savas Pascha zum Gouverneur der Insel gebilligt. Die Gefahr einer aufständischen Vewegung ist somit abgewendet worden. Tagesneuigkeiten. « „ "" (Die Arbeiter.Excesse in Vrlinn.) e Arbeiter verlangten die Ginstellung der Arbeit um ^ "hr abends. Die Differenzen arteten am Dienstag in Gewaltthätigkeiten der Arbeiter gegen die Fabriken aus. 7"s Militär, welches die Ordnung herzustellen bemüht ^r. wurde mit Steinwürfen empfangen. Erst gegen "tltternacht wurden die Ansammlungen zerstreut. Leiber Erniedrigte und Beleidigte. Noman von Theodor Dostojewski. (99. Fortsetzung.) . Von den schmerzlichsten Gefühlen bewegt, fchlug /? Wieder den Weg nach Hause ein. Ich hatte an ,^'enl Übend bei Natascha sein wollen, ich hatle es ^ sch versprochen; aber der Gedanke an Nelly ^ll.<> Mrs in den Hintergrund. Was ist das? — ^chle i^. ^_ Ist ,2 cine wunderliche Folge ihrer Uanlheit? Oder gar ein Anzeichen beginnender Geistes« ^luny? Wo isj'sje jeh». wo soll ich sie suchen? — . /'ch verzweifelnd. Kaum halle ich diesen Ausruf U Han. als ich plötzlich, bloß einige Schritte von mir. .""? auf der W—schen Brücke erblickte. Sie stand H "nem Laternenpfosten und fah mich nicht. «Was s!eb ^'"'^ ^ l"^ >ch mich verdutzt und blieb tow ' "umuehr dessen gewiss, das« sie nnr nicht ent. st^ü'? ""l0. Ich beschloss, sie zu beobachten. So Vfns< '" ^ni" zehn Minuten unbeweglich am Laternen« dlrikl"' ^ Vorübergehenden betrachtend. Da kam NeU^ "" °ll"' gut gekleideter Herr über die Brücke; uy nähelte sich ihm und streckte ihn, die Hand ent« suZ "'. um ein Almosen siehend. Ohne stehen zu bleiben, M der Herr in die Tasche und reichte ihr ein paar enw^r,' Nelly dankte. Was ich in diesem Augenblick kuckte ' ^°"et jeder Beschreibung! Tiesschmerzlich dyz ls durch mein Herz. mir war es, als ob etwas. Teelp Nlhlgt und gepflegt mit allen Fibern meiner lind Mählich beschimpft und entheiligt worden wäre, ^ren"^ ^"6"' sillltrn sich mit Thränen! Es ur, H Ä'änen um die arme Nelly, obwohl zugleich "lMhl unversöhnlichen Unwillens in mir giihrle. gab e» sowohl auf der Seite der Soldaten als auf jener der Arbeiter mehrere Verwundete. Unter dem Vorgestrigrn wird aus Brunn gemeldet: Der Anblick des demolierten Stadtviertels ist erschreckend. Seit 5 Uhr früh find Militär und Polizei dortselbst ausgerückt. Nur in we» nigen Fabriken wird gearbeitet. Man befürchtet für heute abends weitere Excesse in anderen bisher verschonten Fabrilsvierteln. Im ganzen wurden gestern fünfund« dreißig Verhaftungen vorgenommen. Bis zu den Nach. Mittagsstunden kamen leine weiteren Ausschreitungen vor. — (Kettenschiffahrt auf der Save) Dem Vernehmen nach conftituierte sich in Agram unter Vorsitz des Abgeordneten Nikolaus Kreftit ein Eonsor, tium. welches sich die Einführung der Kcltelischiffahlt auf dem Agram zunächst gelegenen Theile der Save zur Aufgabe stellt. — (Ein brennender Luftballon) Im Parke der Industriehalle in Graz probucierte sich Sonn-tag nachmittags der Luftschiffer B eud et. dessen Ballon in Brand gerirth. ehe er noch aufstieg. Es war auf den Placaten eine amerikanische Füllungsmethode angezeigt; den Grazern kam sie echt europäisch vor. denn es han« belte sich nur darum, die Luft im Ballon durch Stroh« feuer zu erwärmen. Das Publicum lief erschreckt davon. alS der Ballon zu brennen mifieng. doch hat niemand einen Schaden dabei genommen, außer der Eigenthümer des Ballons, welcher sich nun einen neuen machen lassen muss. — (Der Betrug an der Vodencredit-bank.) Der Mitschuldige Gustav Schadlbauers, des Chefs der bekannten Eisenfirma auf dem Stefans-plahe in Wien. welcher der Wiener Central-Vodencredit. bank 60000 st Hypothekardarlehen herauslockte, wurde vorgestern in der Person des 57jährigen Eommis Paul Hörmann verhaftet. Derselbe ist verheiratet. Vater zweier Mädchen und nahezu dreißig Jahre bei der Firma Schadlbauer bedienstet. Er figurierte bei der Durchfüh. rung des Betruges als Hausbesitzer und erhielt hiefür von Schadlbauer 2000 fi. Entlohnung Die Central. Bodenkreditbank ist bereits für den ganzen Schaben gedeckt — (DaS altczechisch« Blatt „Polrol") in Prag gieng vorgestern in da» Eigenthum deS czechi. schen Verlags.Consortiums über, Die Chef.Redaction übernahm Landtags Abgeordneter Koran. Die langjährigen Chefs Zeithammer und Dr. Ierabel sind auS der Redaction ausgetreten. Im Leitartikel er» klärt „Pokrot." er werde nach wie vor ein Organ des „Cesky Klub" sein. — (Großer Brand) Dem „Budopefter Tag. blatt" wird au» Tyrnau gemeldet, dass dort vorgestern au» bisher unbekannter Ursache ein Vrand ansgebrochen sei. der. vom herrschenden Winde angefacht, in kurzer Zeit l20 Häuser einäscherte, und dem überdies acht Menschen, leben zum Opfer fielen. Die Leichen derselben wurden bereits aufgefunden. Außerdem lam viel Zugvieh durch das Feuer um. Der Schaden dürste 200000 st. be« tragen. Ein großer Theil der abgebrannten Häuser war nicht versichert, Das U»glück betr>fft zumeist arme Leute. — (Vierzig Arbeiter ertrunken.) In einem Bahntunnel bei Salamanca find vorgestern vierzig Arbeiter infolge einer Ueberschwemmung ertrunken. — (In der Apotheke) Dame: „Herr Apo« theker, geben Eie mir eine Schachtel Brausepulver — aber ruhiges, wenn ich bitten darf. nicht so aufbrau» sendeS. denn ich bin sehr nervtjS." Sie halte nicht au« Noth gebettelt, es war, als ob sie durch ihre That jemand in Verwunderung setzen, sich ihrer rühmen wollte; etwas Geheimnisvolles reifte in ihrer Seele... Ja, der alte Ichmenew hatle recht; sie war aufs tiefste verletzt, ihre Wunde konnte nicht heilen, und sie schien durch ihr geheimnivolleS Wesen, durch dieses Misslrauen gegen alle jene Wunde ab. sichtlich noch schmerzlicher aufzuwühlen, als gewähre ihr dieser Schmerz, dieser Egoismus des Leidens, wenn man sich so ausdrücken darf, befonderen Genus», wie ihn viele Beleidigte und Erniedrigte empfinden, die das Schicksal niedergeworfen und die der ganzen Ungerechtigkeit desselben sich bewusst sind! Nachdem Nelly von dem Fremden die Gabe er. halten, verließ ste die Brücke und blieb vor einem hlilberlcuchtelen Laden stehen, um ihr Geld zu zählen. Ich stand etwa zehn Schritte hinter ihr. Dann gieng sie aus die andere Seite der Straße hinüber und trat in eine Krämerbude. Ich blieb an der offenen Thür stehen, um zu sehen, was sie thun würde. Sie legte das Geld auf den Ladentisch und erhielt dasür eine einfache Theelasse, die ungefähr fo aussah, wie die. jenige, welche sie vorhin zerbrochen. Diese Tasse mochte ungsfähr fünfzehn Kopeken kosten. Mit zufriedenem Gesicht verlieh Nelly eilig den Laden. — Nelly! — rief ich, als sie sich mir genähert hatte. Sie zuckte zusammm, d,e Tasse entfiel ihren Händen und zerschlug auf dem Trolloir! Ntlly war todlenbleich; sie erriech, dass ich alles gesehen, und brennende Rothe ergoss stch plötzlich über ihre Wangen. Ich nahm sie bei der Hand und führte sie nach Hause. Unterwegs sprachen wir kein Wort. Nelly stand, als wir meine Stube betraten und icy mich Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Der Laibacher Correspondent des „Vaterland") Will daS Versäumte nachholen; er hat, nachdem er über mehr als ein Jahr im „Vaterland" geschwiegen (jedoch nicht wo anderS, denn er hat überall gar so viel zu reden!), sich in dem ge. dachten Blatte wieder zum Worte gemeldet, und zwar eben in demselben, weil er weiß. dass dieseS Blatt in Kreise gelangt, in welchen er mit seinen, wenn auch nb-geschmückten, so doch immer tendenziösen Artikeln gerne Sensation machen möchte. Er beschäftigt sich auch dieS-mal mit der Wahl des Prof. Ouklje in den Reichsrath, liest aber bei dieser Gelegenheit der „Laibacher Zeitung" die Leviten, dass sich nämlich daS osficielle Nlatt unterfangen, eine Lanze für die Legalität dieser Wahl zu brechen, denn selbeS „bringe auf diese Weise that« sächlich die Regierung mit diesem Candidate« in einen unliebsamen (selbstverständlich für den Correspondents»! unliebsamen) Zusammenhang, was geradezu unbegreiflich sei" (!). Darüber, waS dieser Herr sagt, um von seinem Standpunkte die Un gilt igle it der fraglichen Wahl zu beweisen, wollen wir kein Wort verlieren, denn er hat eben mit dieser Beweisführung wieder eclatant bewiesen, dass er vielleicht etwaS andereS, aber gewiss nicht Gesetze auslegen gelernt hat. Aber eigene Begriffe hat dieser sonderbare Heilige von dem Berufe einer osficiellen Zeitung, welcher er zum Verbrechen anrechnet. basS sie sich herausnimmt, den GsweiS zu erbringen, dass die Organe der Regierung bei Zusammen» ftellung der Wählerlisten behufs Vornahme der er. wähnten Wahl nichts weniger alS ein Gesetz verletzt haben, während andere, und der ehrenwerte Correspondent deS „Vaterland" mit ihnen, daS Gegentheil behaupten, nämlich dass RegierungSorgane bei dieser Amtshandlung incorrect, gegen die bestehenden Gesetze vorgegangen sind Da soll nach der Anficht deS Corre-sftondenten daS Regierungsblatt schweigen, damit unberufene Scribler in rücksichtsloser Weise ungeniert über Acte der Regierung zu Gericht fitzen können. Und um barzuthun. wie sehr der Sittenprediger, der unS heut« gegenübersteht, im Rechte sei, citiert er sogar (incroäibiiö üiow!) eine saftige Stelle auS dem letzten „Laibacher Wochenblatt", welches sich mit demselben Gegenstände beschäftigt und dabei — wie es beim „Wochenblatt" noch nie anders gewesen — die liainische Landesregierung weiblich herunterlanzelt. Ob sich der Herr Correspondent deS „Vaterland" bei diesem frommen Act. nämlich bei Anführung der gedachten Stelle, etwa dreimal bekreuzt habe. wissen wir nicht, aber baS wissen wir. dass eS Leute in der Welt gibt. welche, wie sehr sie auch z. B. einen Ketzer verachten. auch diesem freundlich lächelnd die Hand drücken, wenn eS gilt, auf solche Art die eigenen Zwecke zu fördern. Sie denken sich dabei: es sind ja doch nur gute Zwecke, die wir söldern müssen, fördern wollen. Aber diefe Leute find immer — wer zweifelt daran! — nur gute Freunde, feste Stützen — der Regierung! — DieS zugleich alS Antwort für den „Slovenec" auf seinen, offenbar auch von dem Correspondenten des „Vaterland" herrührenden, gleiche Zwrcke verfolgenden Artikel vom 15 d, M. — (Die Handels- und Gewerbelammer in Laibach) wird heute um 6 Uhr abends im Ma-giftratSsaale eine Sitzung abhalten. An der Tagesordnung befinden sich: 1) Geschäftsbericht; 2) Gutachten, betreffend die HandelSconvention mit Rumllnien; niedergesetzt, nachdenklich und verwirrt vor mir und blickte zu Boden. — Du hast gebettelt. Nelly? — Ja! — flüsterte sie, und senkte den Kopf noch tiefer. — Du wolltest eine neue Tasse laufen? — Ja. . . — Habe ich dich etwa dafür gescholten, dass du die Tasse zerbrochen? Siehst du nicht ein, N'lly. wie schlecht du handelst? Schämst du dich nicht? — Ja — ich schäme mich! — flüsterte sie le,s-, ein Thränenstrom brach aus ihren Uugen und sie sank an meine Brust. In diesem Augenblick lam Alexandra Sseme-nowna. — Wie? Sie ist zu Hause? Nelly, Nelly, wa« thust du? Wo haben Sie das Mädchen gesunden, Iwan Pelrowitsch? Ich gab Alexandra Sfemenowna zu velstehen. dass sie mich nicht weiter ausfragen follte und vkrab-schieoele mich von Nelly, die noch immer weinte. Auf meine Bitte entschloss sich die herzensgute Alexandra Ssemenowna, bis zu meiner Rückkehr bei N^lly zu bleiben. Ich selbst eilte zu Natascha. Obwohl ich mit ihr von vielen anderen Dingen zu reden hatle. erzählte ich ihr doch alles, was sich mit Nelly ereignet. — Weißt du. Wanja — sagte sie nach kurzem Nachdenken — mir scheint, dass sie dich liebt. — Was. . . sagst du? — rief ich erschreckt. — Ja, so beginnt die Liebe, die weibliche Liebe. . . — Was sprichst dn, Natajcha! Sie ist noch ein Kind! Laibacher Zeitung Nr. 137 1140 19. Juni 1885. 3.) Vericht über die Reform des Patentwesen«; 4.) Bericht, betreffend die Einreichung der Informationsbureaus unter die concelsionierten Gewerbe; 5.) Bericht wegen Entsendung uon Handelebeflissenen in fremde Länder und Unterstützung durch Stipendien; 6.) Ternavorschlag für vier HandelSlieisiher. Stellen; 7.) Vericht. betreffend die Bildung von Genossenschaften im politischen Bezirke Adelsberg; 8.) Vericht ilber die Protokollierungsftsiicht eines Industriellen; 9.) Bericht wegen Errichtung einer Iollamtsexpositur beim hiesigen Postamte; 10) Bildung von Seclionen. — (Ernennung.) Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den pensionierten Landes« gerichtsrath in Trieft Anton Braunizer Edlen von Nraunthal zum Notar in Monfalcone ernannt. — (Deutsche Volksschule in Laibach.) Für die mit Beginn des nächsten Schuljahres zu eröffnende Volksschule mit deutscher Unterrichtssprache wurden 55 schulpflichtige Kinder (33 Knaben und 22 Mädchen) angemeldet. — (In den Stadtschulrath Laibach) wurden seitens der Lehrerschaft für die nächste sechs« jährige Periode entsendet die Herren Raktelj und Humer. — (Indem die „Grazer Tagespost") ihren Lesern berichtet, dass der Landespräsident für Krain in seiner Rede anlässlich der Installation des Bürgermeisters Peter Grasselli seinem Bedauern da> rüder Ausdruck gab, dass er im Gemeinderathe „Vertreter «ines bedeutenden Theiles der städtischen Bevölkerung, nämlich der Deutschen, vermisse", knüpft das gedachte Blatt daran die Bemerkung: „Baron Wintler vergaß nur hinzuzufügen, wer an dieser von ihm bedauerten Erscheinung die Schuld trage." Nun, wer sonst, wenn nicht die factiösen Blätter vom Schlage der »Tagespost", welche sich die Verhetzung der National!» täten zur ehrenvollen Aufgabe gemacht haben? — (Für Neamtentöchter.) In dem vom Schulvereine für Beamtentöchter gegründeten „Beamten-Tochterheim" in Wien kommen mit dem Schuljahre 1885/86 mehrere Plätze in Erledigung. Die Bestimmung des „VeamteN'Tüchterheim" ist, jungen Beamtentöchtern, hauptsächlich aus der Provinz, eine Stätte der Unterkunft, Pflege und sorgsamen Aussicht zu bieten, wodurch ihnen der Besuch von weiblichen Unterrichts« Anstalten ermöglicht und während dieser Zeit das Elternhaus thunlichst erseht wird. Die Aufnahmsbedingungen find: 1) dafs die Zöglinge Töchter von öffentlichen oder Privatbeamten im Sinne der Statuten des Schuluereines sind. 2.) dass sie das zehnte Ltbenbjahr zurückgelegt haben. 3.) dass sie ein« öffentliche Lehranstalt oder einen Fachcurs in Wien besuchen, 4) dass genügende Zeug» nisfe über den bisherigen Schulbesuch oder den Genuss eines entsprechenden Unterrichts, dann über Gesundheit, Impfung und gute Sitten beigebracht werden. Das Kostgeld beträgt, für die 10 Monate des Schuljahres gerechnet. 250 fl Die Gesuche, mit den erforderlichen Beilagen verfehen. sind fpäteftens bis 10. Juli 1885 an das Präsidium des Schulvereines (Stadt, Ballplatz Nr. 2) einzufenden. — Der Schulverein für Beamten-töchter hat für das Schuljahr 1885/86 einen bestimmten Veitrag zur Ertheilung von Stipendien, und zwar in der Höhe des jeweiligen Unterrichtsgeldes am Mädchen-Lyceum in Graz. am deutschen MädchenLyceum in Prag und an der höheren Töchterschule in Brunn, ferner Handstipendien zu je 30 fl. an Lehrerinnen.Bildungs- — Welche« bald vierzehn Jahre alt sein wird. Ihr sonderbares Wesen lärm seinen Grund darin haben, dass du ihie Liebe nicht begreifst, dass sie diese Liebe vielleicht auch selbst nicht begreift. Und dann — sie ist eifersüchtig auf mich. Du liebst mich so sehr, dass du zu Hause wohl nur allein an mich denkst, nur von mir sprichst und sie deshalb wenig beachtest. Sie hat es bemerkt, und es hat sie tief getränkt. Sie fühlt vielleicht das Bedürfnis, ihr Herz dir zu erschließen, aber sie weih nicht, wie sie es thun soll, eine gewisse verschämte Schüchternheit bindet ihr die Zunge, sie wartet auf eine günstige Gelegenheit, du aber thust nichts dazu, um diese Gelegenheit zu beschleunigen, du stichst von ihr zu mir, und liehest sie sogar während lhrer Krankheit allein. Auch jetzt in diesem Augenblck hast du sie meinetwegen verlassen. Wie konntest du es thun? — Ich hätte sie ja nicht verlassen, wenn .. . — Nun ja, ich weiß, ich habe dich selbst darum gebeten. — Ich kann es nicht glauben. Natascha! — Weil alls so ungewöhnlich ist! Bedenk' nur, dass sie ander« aufgewachsen ist als wir... Ich kam spät nach Hause. Alexandra Ssemenowna erzählte mir, dass Nelly auch jcht viel geweint und wie damals unter Thränen eingeschlafen sei. Ich dankte ihr und sehte mich, nachdem sie sich entfernt, an Nellys Lager. Mir selbst lastete es schwer auf der Seele, dass ich sie in t^nem solchen Augenblicke allein lassen konnte. Vis tics in die Nacht sah ich sinnend an ihrem Bette — es war eine schwere trübe Zeit. . . Ich muss jedoch erzählen, was sich in diesen vinzehn Tagen rieignet. GorMung jolgt.) anstalten in den Hauptstädten der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder gewidmet Bewerberinnen um solche Beneficien haben ihre Gesuche bis längstens 8. August dieses Jahres an das Präsidium des Schul-Vereines für Beamtentöchter in Wien zu richten. Dem Schulvereine für Beamtentüchter sind von mehreren Er-ziehungs.Instituten, Musik« und Fachschulen in Wien Freiplätze zur Verleihung an mittellose und würdige Competentinnen überlassen worden. Bewerberinnen um solche Freiplätze sowie auch diejenigen Schülerinnen, welche bereits im Genusse eines solchen Freiplahes sind. haben ihre Gesuche gleichfalls bis längstens 8, August dieses Jahres an das Präsidium des Schulvereins zu richten. — (Aus dem Loitscher Schulbezirke.) Die Lehrerconferenz für den Schulbezirl Loitsch wird am 3 August l. I. stattfinden und folgende Punkte ent-> halten: 1.) Eröffnung der Conferenz und Bestimmung eines Stellvertreters im Vorsitze, 2) Wahl zweier Schriftführer. 3) Bemerkungen des k. l Bezirks» Schulinspectors über die bei den Inspectionen gemachten Wahrnehmungen. 4) Referat der Herren Oberlehrer Bozik und PoHenel über die Frage: Nach welchen Grundsätzen foll sich der Lehrer beim Unterrichte i>, den Realien richten? 5) Referat über die Frage: Welche Bestimmungen des Reichs.Vollsschnlgesehes vom 14ten Mai 1869 wurden durch die Echulg»setz>Novelle vom 2. Mai 1883 geändert, und wie? Diese Frage haben alle Conferenz'Mitglieder auszuarbeiten; der Referent wird in der Conferenz felbst durch das Los bestimmt werden, 6.) Neuwahl des ständigen Ausschusses. 7.) Be-richt der Bibliothcks» Commission. 8) Neuwahl der Gibliotheks.Commission. 9) Allfällige Anträge der Con-ferenz-Mitglleder. welche jedoch längstens acht Tage früher beim Ausschüsse schriftlich anzumelden sind. — (Steiermärkischer Kunst verein in Oraz.) Am 29. d. M. findet, wie uns die Verwaltung des steiermärlischen Kunstvereines mittheilt, die Gewinst' ziehung statt. Zur Verlosung gelangen folgende Oll-gemälde: „Der Heimtlieb" von C. Bühlmeier f in Wien. 500 si. ; ..Hallali" von A. v. Vensa in Wien. 250 fl; „Wiener Touristin" von N. Ebert in Wien. 200 si,; „Motiv aus Schaffhausen" von A. Doll mienblrtt nach eigener Wahl, das im Kunsthandel den dreifachen Preis kostet, der für den Nntheilschein zu zahlen ist. und da die Prämien des fteiermärkischen Kunstvereines wirkliche Kunstblätter sind, so werden alle Kunst, freunde aufmerksam gemacht, diese günstige Gelegenheit nicht zu versäumen. — Die diesjährigen Prämien „ Mutter glück", ein großer, ganz vorzüglicher Far< bendruck nach E. Kiesel, und „Blühende Rosen". Heliogravüre nach E. v. Nlaas, können sogleich bezogen werden, außerdem stehen 22 andere Blätter zur Auswahl, worüber das Programm Auskunft gibt. — (Ertrunken) Die Eheleute Franz und Maria Dolenöek au« Ieperjek, Gemeinde St. Cantian. ließen kürzlich, da sie auf dem Felde befchäftigt waren, ihre beiden Töchterchen im Alter von acht und ändert« halb Jahren allein zu Hause; die Mädchen spielten bei einem mit Wasser gefüllten Bottich, wobei das jüngere in den Bottich fiel und barin ertrank. — (Unalücksfall.) Als am 12. d. M. der 61 Jahre alte Knecht Thomas Luk des Besitzers Io-hann Korse in Hotedersii in berauschtem Zustande die Harpfe bestieg, um Stroh aufzuschichten, fiel derselbe so unglücklich herab, das« er auf der Stelle bewusstlos liegen blieb. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Nrünn, 18. Juni. Die Verhandlungen mit den Arbeitern sind bisher resultallos, weil die Arbeiter aus nur zehnstündiger Arbeitszeit bestehen; infolge der militärischen Machlentfaltung wurde die Ordnung nicht weiter gestört, doch scheint der Stricke größere Dimensionen annehmen zu wollen. Berlin. 18. Juni. Die Bestattung der Leiche des Prinzen Friedrich Karl hat in feierlichster Weise stattgefunden. Der Kim'prinz vertrat dabei den Kaiser. -^ Der Vlmdesrath verlängerte den kleinen Belagerungszustand in Leipzig auf ein Jahr. Berlin. 18. Juni. Dem Vernehmen nach wird gegenwärtig competenten Orts die Entsendung von Sachverständigen nach Spanien zur Beobachtung der Cholera-Epidemie sowie die Impf-Frage erwogen. Rom, 18. Juni. Da die Kammer das Budget des Ministeriums des Aeußern mit nur vier Stimmen Majorität annahm, beschloss der Mmisterralh nach Meldung der Blätter die Demission des Cabinet«, worüber heute unler Vorsitz des Kömgs endgiltiger Beschluss erwartet wird. Nom, 18. Juni. Bei dem am Vormittaae unter dem Vorsitze des Königs zusammena/trele»?» Ministerrathe berichtete DepretiS vorerst über die parlamentarische Situation. Man glaubt, Deprelis werde heute im Parlamente eine Erklärung abgeben. Nom, 18. Juni. Das Cabinet gab seine Entlassung. Der König behielt sich die Entschließung vor. Paris, 18. Juni. Ein Telegramm PatenStres bringt die officielle Meldung, dass d ^ Mondhof. Wetterleuchten in W. und S. Das Tages«»"" Wärme 22.8«. um 1,3' iiber dem Normale.^^^^_^^ Verantwortlicher Redacteur: I. N aglii. ^^ Farbige seidene Surah, 8»tm mor^ leux, Atlasse, Damaste, Seidenripse u. ^"N fl. 1,30 per Meter bis sl. 7,20 vcrfcudct i« ^^^ Roben und ganzen Stücke» zollfrei in« Hans das Sc>o" ' ^ick-Depot von «. Henneberg (lönigl, Hoslirscrn»!) " AeUi" Muster umgehend. Briefe nach der Schweiz tosten ^ ^4 Course an der Wiener sörft vom 1«. Inni 1 »85. «.«>.» »M.°.n «°«r«dl°.« ii«l «el» »»a« Ttaats.Anlehen. ^»tenrenle.......8265 S« 70 «llberrente.......83 »5 8340 I8l4er 4 >>/„ Staat»lose 250 st. 127'« 128 25 «N0er s, «/„ ganze s.uo „ 139—139« >««»«.<-."/» Fünftel ion,, I4U —14N50 l86/ , Piämien.Anl. k looft. d.w. 117-25 117 70 ^hliß'«lg.»Los« 4«/° 10« fi. . . 11» <0 119 80 Grundentl.» Obligationen (fUr 100 st. E..M). ^/«böhmische......10« eo -- °°/° 8°l!z!«cht......151-75 102-50 ^/«mährische......100 25 — -. °°/« nlederösterreichische . . - 05 75 —— °'/° oberöfierreichische .... 1«< 00 10« - °'/°steirlschl ... . . . .104—10550 ^°/o troatlsche und slavonische . i«2- 104 — °/» f>«benbür«ische.....1«i 50 01 b? ^-___________-.....--------------------- ......- ^ Velb War, b«/, Temtser Vanat .... 102 — 102 ?5 5 °/, ungarische......102 b5 103 20 Andere öffentl. Anlehen. Donau-Meg'Lose 5°/« 100 «l. . 115 7« 11« »5 blo. Nnlcihe i»7», steuerfrei . 104-6!, 105 — «nlehcn d.Slabtgemeinbe Wien 101-75 102 75 Änlehen d. Stabtgemeinbe Wien (Silber und Gold) .... — — — — PrämleN'Nnl.b.Vtadlacm.Wien 124 — 124 50 Pfandbriefe (für 100 fl.) Vodencr.allg.österr.4'/,"/nGold. i2«-«o 124 — bto. in s>0 „ „ 4 V,"/» »»'50 »9-7b dto. m 50 ,, „ 4«/„ . 93-50 94 — bto. PramleN'Schuldversch.»"/« 97— 97'50 Ocf».Hhpolhelenbanl I0j.ü'/,°/° l0i— — — veft.-ung. Vonl veil. 5 °/, . . lU3 7ü io< 25 dto. » ä'/,°/n .10190 102-20 bto. „ 4°/, . . 9» 1b 3» 3b Ung, lllla. Vobcncredit'Nctienges, in Pest in 1.1838 Verl. 5'/, °/o !0»'ec> I08-5c Prioritäts» Obligationen (fill 100 st.) «ilisllbeth-Westbabn I. «mission 113 00------- fferdlnanbe.Norbbahn in Silb. los — loe 50 Franz«I°sef»Vahn.....92«« 92 4» Oallzische Karl»kubwin»Nahn Cm. l»81 300 ft. S. 4 >/,°/° . 100-60 101 10 Oefterr. Norweftbahn .... 108 7b i04 — Slebenbiirgei......99 2» 99 «c Geld War« Staatsbahn 1, Lmisfion . . . 193 50 194 — Siidbahn 5 3°/n...... ilo?5 101- „ l^ 5 «/"...... 12l! 75 127 2b Nng.'galiz. Nahn..... l0L — 100-30 Diverse llofe (Ptr Stüen»?lnlehcn Wfi. 23 — 28 lil, Ofcncr Lose 4« fl...... 42 50 4» 50 Palffy-t!osc 40ss...... 8,50 40- Rothen Kreuz, ösl. Ges. v. iu fi. 14 «o 14„0 Mudolf'l'ose lv fi..... 17 75 18 b» Salm«Lofc 40 fl...... 54— 5b- - StcGcnois-Lose <0 st. ... 48— 4875 Walbstem-^ose 20 fl..... 29 — 29-75 Windischgräh»vose »0 fl. . . . z? 2b 37-75 Vanl-Actien (per Stück) NnglO'Oefierr. Banl 200 fl. . . »850 99-^- V»nl°Gescllschaft, Wiener 200 fi. —------------ Vanlvcrein, Wiener, 100 fl. . . iui 7b 102 Lb Ndncr.'Anft., Oest.ü00fl,S. 40°/« 234 — 284 50 Lrbt.oNnft, f, Hand. u, G. ißust. 288-40 288 70 Lrebilbanl, «lln. Ung. L0U fl. . 287 50 288 — Depofitenb. Nllg. 20« fl, . . . i»4> . 194 5» Escompte-Ves,, Niedcröft. 5.00 fl. 585 — 590 — Hypothelenl>.,öft. 200 fl. L5°/°L. «i°— b«'— Länderbanl, oft,, 200st. G.bon/uE. 96 50 «5 7b Oefter.'Ung. Banl..... 8b? — 859 — Unionbanl 100 fi...... 79 — 79 4« Verlehrsbanl AUg. i40 fl. 144 - 144 50 Velb Ware Nctien von Transport» Nnternchmnngen. (per Etück) Nlbrechl«Vabn 20« fl. Silber . — — . — Nlfölb-ssium.'Nahn 200 fl, Silb. 18b 50 IS« — «lusflg-Tep, Eiscnb. 20« fi. CM.-------__ Vöhm, Norbbahn 150 fl. . . . —>— . — „ Ncftbahn «00 fi. . . . -^ —____ Vuschtiehrab« «Lisb. 5,00 fl. «fi.S, ——____ Elisabetb.Bahn2«(! fl. . i!in,-Nudwci« »00 fi. . . .-------—— , Salb.-Tilol.II!.l97-7b 298 — Veld w «re Sübbahn 2NU fi. Yllb« . . I3?5«I«/8« Vüb-Norbb..«trb..v.,ftc»fi.«vl, 154 25 154 75 Theiß'Vahn 200 ss, ö, W. . , 251 «5 251 7b Tram»»V'Ves..wr,l7o fi. «. w. «? ?5 «« --„ Nr, neu 100 fi 105 — 1^5« Tran»por<.Gcsellscha-— «0 — Nng..a°liz. Eiscnb, 200 ft. Gilb« 17« — 1?« 70 Ung, «orboflbahn 200 fl, Silber l'^ - "4 50 Nng.wefib.Maab-Graz)«^^. 1«' « l»8 50 Indnftrie.Actien (per Stlity Ges »00 ss. 180 75 1»« — Salao»Tari. Eisenraff. i«0 ». . —— . -. waffens.^V.. Oefi in W. ,oo «. — ^. ___» Trifaller «ohlenw..V«s. il»o st. . — — —-— Devisen. Deutsche Plähe......«095 «i 10 London.........124 20 «24 55 Pari«.........49 »5 4»»<» Petersburg......—»— — — Valuten. Ducaten........ 5 8« 0 x« »0'Franc»,yt2