Echristleitung: N«ch«»»gaffe Nr. 6. XrtOM« St. tl, tetimtea. «»,,»»»»»« Siflidrait ■llMlau kl «»Till- u. (Htrt-M(< ) MI 11—11 llh, Mm. laiilUmtCT atrta nchi usKntak (im-fMnto «tOl Nc (ktMltuu ((«n »n btQiaR kft-•rtutim titjufB. ■Mutwillig« t'tnt-M*Ut- Sk.eoHAt i fiiMM IM «MM. MM*. Berwaltnng: RathauSgaflc Nr. S. tiltMM Rt. Jl, liirntrlM« «fWliktkiogBngra Dirch »>« ?»s tzq»,e» : «slkl«^, ...IM* £*iM«fcn«. . . . K r« «•atiütrii. . . . K \rm 8*1 i i 11 t «l gstkBui >»« H»>« : . . . .» n» »«ncIMUrt» ...» I -fittfWJöttg ....»»— . . . . K n — RIM >»» »» Rtlta si<» K« B;j2 jggrtlUr«! »« «ltt#eWttrt *b»n»romt« icltrn kM |» «Mcfeaia« Str. 30 Mi, Samstag, den 13. Aprit 1912 37. Jahrgang. IVOMrigro Erchrr^og Johann Erdenk-, Jrst-und Frrischirßrn in Cilli. Vom 12. bis 19. Mai d. I. stiert dir Bür-ßerliche Schützengesellschast in Cilli unter dem Ehren-Präsidium des LandeSoberschützen» eisters Exzellenz Dr. Jshann Grasen von Meran, LandeSschützenmeisterS Hans Pengg Edlen von Anheim und Bürgermeisters der Stadt Cilli Dr. Heinrich Jabornegg Edlen von >lte»frls die hundertste Wiederkehr jenes denkwürdi-gen Taget, an dem der unvergeßliche Statthalter der grünen Steiermark und unermüdliche Förderer deS heimischen SchützenwefenS, Seine kaiserliche und königliche Hoheit weiland Erzherzog Johann, w ihrer Mitte weilte, um die damals neuerbaute Echießstätte der Bürgerlichen Schützengesellschaft durch Abgabe deS ersten CchufseS feierlichst zu er-öfsen. Die Bürgerliche Schützengesellschast rüstet sich m»n, um in den Tagen vom 12. bis 19. Mai den erlauchten Schützen durch ein groß angelegtes Ge-denk-. Fest- und Freischießen zu ehren und damit »inen kleinen Teil ihrer Dankesschuld abzutragen, und hofft, daß auch viele Schützen unsere» Bater-landeS, besonders auS der grünen Cteiermark. mit Freuden dem Rufe zur Teilnahme an dieser hehren Feier folgen werden. Die alte traute Schießstätte, die im Laufe der Zeiten wechselndes Geschick zu erleiden hatte, wurde hu vorigen Jahre einer Erneuerung und Vergröße-rung unterzogen und eS wurden auch die Scheiben- Z)ie geteerte Straße. Bon Hermann Hary Schmiß.*) Da waren eines Morgens in aller Frühe um 6 Uhr Männer angekommen, die einen vollge-packten Sarren und einen aus Rädern lausenden, schwarz verrauchten großen Oien m t sich führten. Sie gebärdeten sich laut, klirrten bedeutsam mit ihren Werkzeugen, scheuchten die Bewohner der ttillen Straße au» den Betten und sie erschreckt, ob deS ungewohnten LärmeS zu so früher Eirunde an die Fenster eilten. Auch Herr Bender war aufgesprungen, um zu schauen, w«as da draußen vor sich ginge. Er hatte sich in deir Hast am Nachtschränkchen die Zehe an-gestoben, »was seine Laune über die frühe Störung keineswegs verbesserte. Wüiend hatte er gebrummt: „Geht denin diese Malefizbuddelei wieder los? Soll »an nie pur Ruhe kommen? Was soll denn das jetzt schon wieder? Kanal, Gas, Wasser, Telephon und elektrrische Lichtleitung: daS liegt doch alles jchou." Bater : Bender hatte schon recht. ES war in den letzten Jahhren ein ununterbrochenes Aufreißen und Zuwerfen ivnd immer wieder Aufreißen und immer wieder Zuriwerfen gewesen bis alle Leitungen, die in ei»e modeurne Cladt gehören, endlich untergebracht waren. stände durch Aufstellung neuer Stände sowie einer Lauffcheibe und eines Steh« und WendebockeS ver» mehrt. Durch vollkommen moderne Einrichtung ist die Bürgerliche Schützengesellschast in der Lage, nicht nur allen weitestgehenden Ansprüchen, die selbst an die größten Schießhallen gestellt werden, vollauf ge-recht zu werden, sondern auch den Schützenbrüdern den Ausenthalt in dem so herrlich gelegenen Sann» städtchen Cilli so angenehm als möglich zu machen. Zur Aufstellung gelangen: 14t) Schritte Entfernung 8 Standscheiben und 2 Armeegewehrscheiben und auf 100 Schritte eine laufende Keilerscheibe und ein Stehbock. Die Bürgerliche Schützengesellschast bringt aus diesen Scheiben bei niederen Einlagen 200 Preise im Betrage von 6000 Kronen in barem nebst schö-nen Beigaben zur Berteilung. Für die Festscheibe sind bereits viele Ehrengaben eingelangt, so daß heute schon der erste Preis mit 400 Kronen festgelegt werden kann. Außerdem kommen noch goldene Meisterschaft« Gedenksestmünzen zur Verteilung. Die Bürgerliche Schützengesellschast in Cilli richtet nun an alle liebwerien Schützenbrüder die herzliche Bitte, durch zahl7eiche Beteiligung das Fest auch nach außen hin zu einer hehren, dem seltenen Anlasse würdigen Feier ausgestalten zu helfen und hat aus eigener Kraft durch Aufstellung eines reich-haltigen Schießprogrammes das Möglichste getan, das edle Streben im friedlichen Wettstreite reichlich belohnt »u sehen. AuS den allgemeinen Bestimmungen der Schieß-ordnung entnehmen wir folgendes: An dem hundertjährigen Erzherzog Johann Gedenk-, Fest- und Freischießen können mit voll-kommener Gleichberechiigung teilnehmen: •) Wiiiir «ntretntfn obige Skizze den soeben erschie-»rnen Buchche.D«r Säugling und andere Tragikomödien" von H. H. SEchrmy (geb. 4 Ml., g«h. 3 Mt) T>« Art deS Z>»rtaffrr» j ist galtig und grottst lldeilrerbrnd, auch speji-sijch norddeueuljch — aber doch »reift jwingen? luftig. Die Schrisiltirung. Wie manches unschuldige Kind, wie mancher ge-brechlicher GreiS oder Greisin waren dabei zu Schaden gekommen und waren wie reife Pflaumen jach in die Gräben gestürzt. Wie mancher Berson-neue, der abends heimkehrte, hat sich in dem Ge< wirre von Balken. Geräten und Erdwällen verlausen und wurde dann verhungert oder an Körper und Geist gebrochen ausgesunden. Ja, das waren immer schlechte Zeiten, an die die Anwohner mit Schrecken zurückdachten. Und jetzt sollte es wieder loSgehen? Was sollte denn um Himmels willen nun ge-macht werden? Gerade vor der Wohnung von Benders mach, ten die Männer Halt. Sie redeten laut durcheinan-der und gestikulierten wild mit den Armen. Sie konnten nicht darüber einig werden, wo sie sich mit ihrem Kram ausbauen sollten. Erst nachdem sie einigemale mit dem Karren und dem Ofen auf der Straße auf und ub gefahren waren, entschlossen sie sich für den Platz vor der Wohnung BenderS. Na-türlich sah das Herr Bender höchst ungern, er kra-keelte in häßlicher Weise im krause herum. — Eine enorme Truhe ohne jeden Altertumswert, mehrere Kisten. Fässer, schwarz und weiß gestreifte Holzblöcke und zwei Gestelle wie Marterl wurden von den Männern von dem Karren geladen und auf der Straße aufgebaut. Natürlich gemächlich, ohne Hast. Dann wurde auS der Truhe mit der ernsten Gebärde der Tat ein Kochkessel hervorgeholt, unter dem fahrbaren Ofen Feuer gemacht und Kaffee ge-kocht, den einer der Männer, er schien der Anführer zu sein, jedem in seine emaillierte Blechka:inr zuteilte. 1. alle Mitglieder, auch Damen, des österreichischen, deutschen und schweizerischen Schützen-bundeS und deS ungarischen Schützenvereines; 2. die Herren Offiziere und Militürbeamten deS k. u. k. HeereS und der k. k. Landwehr, sowie aktive, in Uniform erscheinende Mannfchaft; 3. geladene Gäste. Jeder Teilnehmer hat eine Festkarte zu lösen und die Zieler - Haftpflicht - BersicherungSkarte des österreichischen SchützenbundeS für 1912 vorzulege« oder an der Kasse zu lösen. DaS Schießen beginnt am 12. Mai um 10 Uhr vormittags, an allen übrigen Schießtagen um halb 3 Uhr früh und dauert mit einer Unterbrechung von halb 1 bis halb 2 Uhr bis zum Einbrüche der Dunkelheit, mit Ausnahme deS letzten Tages, an dem das Schießen um halb 7 Uhr abends geschlossen wird. Eine allfillige Verlängerung des Festschießeni infolge unvorhergesehener Zwischensälle behält sich die Vereinsleitung ausdrücklich vor. Die Ergebnisse der einzelnen Schießtage wer-den, soweit al« bekannt, täglich in der Schießhalle ersichtlich gemacht. Die Verkündigung mindestens der ersten fünf Preisträger jeder Scheibe und die Ber-teilung der Preise, soweit als möglich, findet a» Sonntag den 19. Mai um halb 9 Uhr abends im Saale des Deutschen HauseS unter freundlicher Mitwirkung deS Cillier Männergesangvereines und des MännergesangvereineS „Liederkranz" bei Konzert der Cillier MusikvereinSkupelle statt. Ccheibengattungen. 1. Gewehrscheibe: 105 Meter gleich 140 Schritte, 8 Stände. AIS Fest-, Kreis und Tiesschußscheibe zu Packete in fettigem Zeitungspapier zerklafften zu mo« numentalen Butterbroten. Man lagerte sich und frühstückte gründlich mit dem heiligen Ernst und Eifer einer rituellen Verrichtung Mittlerweile war es halb neun geworden, als man begann, sich entschlossen zu recken und laut von „anfangen" »u reden. Der Ofen wurde ge-schürt, mit dem Erfolge, daß bald dicke, ätzende Rauchwolken die Straße erfüllten und in die Häuser drangen. Bater BenderS Stimmung wurde lebenSge-fährlich. Die Männer holten die Werkzeuge aus der Truhe und klirrten damit. Die Marterl, auf deren Votivlasel „Gesperrt" stand, und die Holzblöcke wurden an daS Straßenende geschleppt und dort mitten auf dem Fahr dämm aufgestellt. Alle» taten die Männer mit grogen, wichtigen Gesten ohne Ueberstürzung. Dann erschien plötzlich ein dicker Mann mit einer Beamtenmütze und einer Pelerine. Er zog gleich ein dickeS Notizbuch und einen gelben Maß-stab hervor, und tat sehr wichtig. Mit seinem ge-bogenen Spazierstock aus Natureiche, den er vorher am Arm eingehackt getragen hatte, zeigte er auf der Straße herum. Aus sein Geheiß wurde dann alles zusammengepackt, auf den Karren geladen, fünf Häuser weiter gefahren und dann dort wieder auf» gebaut. Der dicke Mann leitete den Transport mit Feldherrngebärde, steckte sich, als die Tat geschehen auS einer zerknüllten Papierdüie ein« Zigarre an und ging, einen letzten Blick über die Männer und Seite 2 Deutsche Macht Nummer 3V beschießen. Scheibenbild: Zebnkreisige BundeSlcheibe, 30 Zentimeter Trefferbild, 18'/, Zentimeter fchwar-zer Zielpunkt (drei «reist im Weißen), 4 Zentl. meter-Blätiche« über dem Neuner mit eingezeichnetem 2 Zentimeter Zehner-Kreise. 2. Armeegewehrscheibe: 10T> Meter .140 Schritte, 2 Stände. Scheibenbild: Fünskreifige Bundesscheibe, 30 Ztm. Trcfserbild. 22»/, Ztm. schwarzer Zielpunkt («in Kreis im Meißen), 4 Ztm. Blättchen über dem Fünser-Kreise. 3. Lauscnder Keiler: 7S Meter 10t) Schritte. 1 Stand. Scheibenbild: Zehnkreisigc Bundesscheibe, abwechselnd von rechts und linlS kommend. (> Ztm. unsichtbares Blättchen über dem Neuner mit ringe-zeichneten, 2-8 Ztm. Zehnerkreise. 4. Gedenkscheibe: Nach Bedarf auf 10ü Meter 140 Schritt« Entfernung aufgestelltes, ölgemaltes Holzscheibenbild, 18 Ztm. schwarzer Karton. UnterhaltungSabende: An jedem der Schießtag- finden Unterhaltung», und Schützenabende statt und zwar: Sonnabend 11. Mai: Begrüßungsabend im Deutschen Hause. Sonntag 12. Mai: Schützenabend mit Konzert der Cillier Musikvereinskapelle im Deutschen Hause. Montag 13. Mai: Schützenabend im Hotel Mohr. Dienstag 14. Mai: Schützenabend im Hotel Erzherzog Johann. Mittwoch lb. Mai: Schützenabend im Hotel Stadt Wien. Donnerstag 16. Mai: Schützenabend mit Konzert im Hotel Mohr. Freitag 17. Mai: Schützenabend im Hotel Erzherzog Johann. Sonnabend 18. Mai: Schützenabend im Hotel Stadt Wien. Sonntag 19. Mai um halb 9 Uhr abends: PreiSv«rtcilnng unter gefälliger Mitwirkung des Cillier Männerg«sangvereineS und des Männerge-sangvereineS „Liederkranz" bei Konzert der Cillier Musikvereinskapelle im Saale des Deutschen Hauses. Schützenweisungen. Die Schießstätte der Bürgerlichen Schützenge« sellschast in Cilli befindet sich, kaum 10 Minuten vom Südbahnhose entsernt, am Fuße des Schloß-bergeS. Zum Transport der Gewehre und Uten-silien vom Bahnhof« auf di« Schießstätte und zu- ihr Gerät werfend, hoch erhobenen Hauptes von bannen. Die Minner standen beratend beisammen und kritisierten die Anordnungen des dicken Mannes mit der Beamtenmütze. Dann wurde der Kaffeekesfel aufgesetzt, neue Lalterbroipackete geöffnet und vor allen Dingen mal gründlich gefrühstückt. Darüber war eS halb elf geworden. Man hatte sich Zeit genommen mit dem Früh-stück, aber schließlich halte man sich gereckt und allen Ernstes wieder von.ansangen" geredet. Die Man-ner erhoben sich, machten sich an den Werkzeugen zu schaffen, liefen geschäftig hin und her. Die Mar-terl und die Holzblöcke wurden von dort, wo man sie zuerst hinge'tellt hatte, sortgeholt und am cnt-g«geagefetzten Ende der Straße ausgebaut. Unbedingt, auf den Männern lag jetzt der Wille zur ernsten Arbeit. Plötzlich waren sie aus einen Zuruf deS Anführers zusammengelaufen. Es wurde laut durch-einandergeredet, zwischen den Kisten und den Ge-raten suchend herumgestöbert und immer wieder köpf-schüttelnd der Ofen angeschaut. Es schien etwas zu fehlen. Nach einer Weile begannen die Männer die Werkzeuge in die Truhe zu räumen und die Zachen zusammenzurücken. Nachdem dies geschehen war, zogen sie sich die Röcke an und gingen weg. An diesem Tage sah man die Minner nicht. Aber da« Martel und die Block ließen sie stehen. Der Milchmann, der Eismann, der Biermann, der Bäcker und der Doktor, alle schimpften, daß sie rück ist ein durch Abzeichen erkenntlicher Diener bei jedem Zuge anwesend. Zur Bequemlichkeit der Schützen findet auf der Schießstätte täglich um halb 1 Uhr mittags ein gemeinsames Mittagessen statt, falls sich hiezn min-bestens 10 Teilnehmer finden. Zur Unterbringung der auswärtigen Gäste wird eine Wohnungsvermittlung eingerichtet und sind vorherige Zimmerbestellungen nebst Angabe be-sonderer Wünsche zu richten an die Bürgerliche Schützengesellschast in Cilli. Ein rrfrrulicher K schlich der Lehrerschaft Strirrmarkg. Durch die Leitung des Deutschen Schulvereines werden wir um Ausnahme folgender Zeilen ersucht: Eine hochersreuliche Nachricht kommt aus Graz! Sie besagt, daß bei der am 9. ds. dortselbst abgehaltenen Abgeordnetenversammlung des Berbandes der deutschen Lehrer und Lehrerinnen in Steiermark mit Dreiviertelmehrheit beschlossen wurde, eS sei jenen Bereinen, die der Schule und der Lehrerschaft in Treue zur Seite stehen, die Unterstützung weiterhin nicht mehr zu verweigern Als — zwar wenig aufdringliche aber gewiß verläßliche — Freund« der Lehrrrschaft begrüßen wir den Beschluß der steir. Lehrer mit ganzer Freude, nicht nur im Hinblicke auf unsere steirischen Schul-Vereinsortsgruppen, sondern namentlich auch deshalb, weil wir in der Sorge um das Allgemeinwohl des Volkes wünschen müssen, daß zwischen den breiten Schichten der Bevölkerung und der Schule jedes sich ergebende Mißverständnis ehestens ausgeschaltet und jede sich austuende Kluft beseitigt werde. Wenn aus der bemitleideten Gestalt des Lehrers der „gu-ten alten Zeit" in unseren Tagen eine Standesper-son geworden ist, der volle Achtung und Wertschätz» ung zukommt, so ist dies nur dadurch möglich ge-worden, daß die Lehrer im vielseitigen Verkehre mit dem Volke, inSbefonderS durch ihre Tätigkeit in den Vereinen ihr reiches Wissen und Können, ihr ernstes Streben und ihren zur Unterstützung aller hohen Ziele stets bereiten Idealismus vor dem Volk? be-weisen tonnten. Nichts ist schwerer als der Kampf gegen Vorurteile; und wenn die Vorurteile gegen Schule und Lehrer trotz allem selbst in der Land-bevölkerung so ziemlich geschwunden sind, so ist dies ein Erfolg der nimmermüden treuen Arbeit, welche die Lehrerschaft im Dienste der Allgemeinheit seit Jahrzehnten geleistet hat. Der Weg, der weg vom Volke in die stille Einsamkeit sührt, mußt« die mit ihren Wagen nicht mehr in die Straße fahren konnten. Bater BenderS ging auf der Straße auf und ab und inspizierte racheschnaubeud daS Gerät der Männer. Am nächsten Tage in aller Frühe um sechs kündete lauteS Stimmengewirr die Rückkehr der Männer an. Zwei Sick« mit Kohlen brachten sie aus dem Karren mit. Die hatte man am Tage vorher vergessen. Umständlich wurden die Werkzeuge ausgepackt, es wurde gestikuliert und vor allen Dingen gründ-lich gefrühstückt. Dann wurde von „anfangen" ge-sprachen, aber nicht so recht Ernst damit gemacht. Man müsse auf den Inspektor warten. DaS war der dicke Mann mit dem gelben Maßstab. Gegen zehn Uhr begann es zu regnen. Die Männer zogen ihre Röcke an, räumten die ganzen Werkzeuge iu die Truhe, stellten das Gerät zusammen und gingen w«g. Es regnete zwei Tage und die Männer ließen sich nicht sehen. Nur bei Anbruch der Dunkel-heit kam ein Mann und stellte eine Laterne auf die Truhe Dann eineS Morgens wieder in aller Früh« kamen die Männer zurück. Und an diesem Tage sollten die geängftizten und mit großer Spannung wartenden Anwohner den Zweck und die Absicht der Männer erfahren. Fäffer wurden zerschlagen. auS denen eine zihe. schwarze Masse hervorquoll, der Ofen wurde geschärt, ein großer Kessel ausgesetzt und auS der schwarzen Masse ein Brei gekocht. Ein blauer, un- Tatkraft der Lehrerschaft ertöten und in der Ueber-zeugung, daß dies« Auffassung richtig 'st, haben wir den Beschluß der Lehrer SteiermarkS, welcher de» Austritt aus den Vereinen forderte, sehr bedauert. Aber wir haben uns gleichwohl den Schritt erkläre» können und sind bei dem Forschen nach den Beweq-gründen zu ganz denselben Erwägungen gekomme», mit welcher die steirischen Lehrervereine nun selber ihren damaligen Beschluß stützen. Wir haben die Lehrerschaft auch in dem Sinne unterstützt, daß wir durch die Presse und durch unsere Berei»s^cit'ch!.i> ten die Frag« erörtert haben und vor der Oeffent-lichkeit den Ernst dieser Erscheinung dargelegt habe». (So zum Beispiel in der Jänner-Nummer deS .Getreuen Eckart".) Obwohl der Austritt der Lehrer geeignet er-schien, den Deutschen Schulvercin zu schädige», haben wir doch jede Bekämpfung jenes uns unheil-voll erscheinenden Beschlusses vermieden, in der sicheren Voraussetzung nnd Erwartung, daß die Leh-rer Steierinarks gauz von selber wieder den betreten werden, der sie wieder an die Seite der selbstlosen Kämpfer weist, die für die heranwachse»-den Geschlechter Erzi«hungS- und BilduugSa nstalten schassen und sür uns.-reS Volkes Recht und Eh« einen heiligen Kampf führen. Daß der Deutsche Schulvercin ein Schätzer der Lehrerarbeit aller Zeit war und ist, bezeugen nicht bloße Worte, sondern Taten Erst kürzlich hat die Bereinsleitung für die Lehrerpersonen der Verein»-schulen ein mod«rneS, den Forderungen der Lehrer voll entsprechendes Disziplinarstatut geschaffen mit die Forderungen der BerufSvereine nach Gleichllellu»; der Gehalte mit jenen der untersten RangSklassk der Staatsbeamten ist sür die SchulvereiaSlehrer seit Jahren ersüllt. Leider haben aber außerhalb ihre« Wirkungskreises alle Schutzvereine zusammen nicht die Macht, dem volksfreundlichen Wirken der deut' schen Lehrerschan des Reiches jene Anerkennung zi erringen, die keine Belohnung, sondern die Er süllung einer längst zwingend gewordenen Pflicht ist. Es ist ein schlechter, aber immerhin doch ein Trsft, daß eS nicht die Abgeordneten sind und noch wenizer die Bevölkerung, die sich den berechtigten Wünschen entgegenstellen. Alle S^wierigkeilen liegen in unsere» staatsrechtlichen Verhältnissen, zu deren Beseitign», die Kraft einzelner Abgeordneter oder Parteien »ui-zulänglich ist. Starkes Hoffen und Vertrauen foll aber i» diesem Falle der sichere Geleitstern sein. ES wag eine Wendung zum Besseren eintreten und die Lehrerschaft wird ihr Ziel gewiß erreichen, wen» sie Arm in Arm mit dem Volke das Jahrhundert i> die Schranken fordert. Der Wortlaut der angezogenen Kundgebung P folgender: „Der im Dezember 1911 von den Vertrete» der deutschen Lehrerschaft SteiermarkS gefaßte ve-fchluß, di« unbezahlte Tätigkeit in Vereine» oi» durchdringlicher Rauchnebel lag in der Straße. La Kuhlenkamps. gegenüber von Benders, erstickte» eiue alte Frau und ein Dackel. Herr Jgnaz Winblch riet, man müsse Watte essen. Vater Bender rannte mit dem Gewehr karch das Haus und schrie und schwor, er würde die Männer, einen nach dem andern abschießen, und mm möge ihn hatten. Die Familie zitterte, klammer« sich an ihm und hielt ihn zurück. Es wäre aber nicht nötig gewesen, denn Vater Bender hät>e nie geschossen, er war viel zu bang.^ Der Männer Zweck und S'nn aber war, W» Straße zu teeren. Und sie taten es mit gr»p» Besen und mit unvergleichlichem Ernst. Mancher versuchte, durch einen individuellen Piusclstrich sei»« Arbeit eine persönliche Note zu geben. Drei ©«> chen haben die Männer an der Straße gestriche». bis die ganze Straße dalag im Spiegelglanz ihres staubtötenden Teerüderzuges. ES war sieben Uhr abend», als die Miniur sortzogen. Die Straße wurde dem Verkehr wie»» übergeben. Vater Bender, der während der letzten Woche» auS seinem Verdrußkeller nicht herausgekommen v«, hatte den Abzug der Minner mit Freuden bezrich und die Lina weggeschickt, drei Liter Bier zu hdlei. Sie holte das Bier gleich um die Ecke. Es verzi>i eine Stunde und die Lina war noch nicht da «I dem Bier. Der Vater wurde ungemütlich, 21m«, der «eheste wurde ausgeschickt, zu schau«, wo dil Person bliebe. Auch Adam kam nicht wieder. war ja äußerst seltsam. Jetzt mußte da» Fiaiha los, dann der Hubert, der Döres, der Karle»«» fiämaii Blätter zur Unterhaltung n»d Belehrung für Hans und Familie. K«ni>ta Z)cr Anfall als ßnldecker. Kriminalistische Skizze von A. Werthen. 2000 Mark Belohnung sür den Kopf JarufinS oder für die Gefangen-nähme resp. Entdeckung deS Raubmörders, so, daß eS der Polizei gelingen kann, ihn festzunehmen, lau» tete die Bekanntmachung des KriminalamteS. die seit Wochen an den Anschlagssäulen und Straßenecken zu lesen war. 2000 Mark für Jarufin, diesen Schrecken der Menschheit, der mit den raffiniertesten Mitteln des technischen FortfchritleS arbeitete. Der mittelst einer kleinen Leiter, die er nnter dem Mantel trug, und die durch ihre eigenartige Konstruktion im Nu zu den höchsten Stockwerken hinaufgeschwungen werden konnte, seine Raubzüge erreichte. 2009 Mark für die Ergreisnng des Scheusals, das mittelst eines EisenhakenS abendliche Spaziergänger niederschlug und beraubte. 2000 Mark für der Kopf dieser Gei-sel in Menschengestalt, die, vertraut mit allen Kniffen der Kriminalistik, eS verstand, derselben zu entschlüpfen. Trotz aller Bemühungen der Polizei war e» bisher nicht gelungen, des Verbrechers habhaft zu werden. Die hohe Belohnung, die auf die Festnahme JarufinS ausgesetzt war, lockte manchen armen Schlucker, wie findigen Kopf, mit Gefahr deS eigenen Lebens den Spuren JarufinS nachzugehen. Doch auch diese Bemühungen waren bisher erfolg-los gewesen. Da klingelte eines Nachmittags im Bureau der Kriminalabteilung das Telephon. Zwei Minuten später ward daS gesamte Personal alarmiert durch die Nachricht, die daS Telephon gemeldet: Jarusin soeben durch einen Schuß aus meinem Revolver getötet. Die Kriminalpolizei soll sofort nach dem Tatorte — die Hütte der Witwe Mar« tenS auf der roten Koppel — kommen. Dr. med. Lasch. Die Nachricht wirkte zündend. Dr. Lasch war einer der beliebtesten Aerzte der Stadt. Wie war eS möglich gewesen, daß der Verbrecher ihm in die Hände gefallen? Dr. Lasch war häusig aufS Land geholt — die rote Koppel lag eine Stunde von dem gräflichen Gute Bingen entfernt — vermutlich war der Doktor auf dem Wege dorthin gewesen und da« bei —. Die Phantasie mußte vorläufig das übrige er-gänzen. Sofort machten sich vier Kriminalbeamte nebst Transportwagen, auf den Weg zur roten Koppel. Und keine Stunde war vergangen, so wußte. es die ganze Stadt, daß der berüchtigte Raudmör-der Jarusin durch Dr. Lasch zu den Toten zählte. Die kühne Tat de» Arztes gab zu den weit-gehendsten Kombinationen, bezüglich der Details, Anlaß. Die Vermutungen, wie der Fang hatte ge> fchehen können, erstreckten sich ins Endlose, ohne daß voch jemand der Wahrheit nahe kam. Ein be-sriedigender Moment in der allgemeinen Aufregung war die beim Kriminalamt nachträglich von Dr. Lasch eingetroffen« Mitteilung, daß er auf die Be-lohnung von 2000 Mark zugunsten der Armen verzichte. ES war um die achte Abendstunde des nächstfolgenden TageS, als der Arzt, Dr. Lasch, in daS Stammlokal eintrat, woselbst er alltäglich um diese Zeit mit einigen gleichgesinnt!» Freunden ein halbes Stündchen zu verplaudern pflegte. Sonst galt ihm dieses halbe Stündchen als die beste Erholung von seinem anstrengenden Tages-Programm, und mit einem Scherzwort pflegte er in den Kreis der Freunde zu treten. Heute aber war die Stirn des kraftvollen Bier« zigerS umwölkt und in seinen sonst so gleichmäßig ruhig-heiteren Mienen etwas Gequältes, Nervöses. „Da ist er, da ist er, der Held des TageS! Lasch — Doktor — willkommen, willkommen, Sie Erretter der Menschheit l Ihr« Handlung war ja eine nationale Großtat, Doktor! Erzählen, erzählen, wir sind schon fuchswild vor Erwartungsfieber!" scholl eS in aufgeregtem Thor dem Eintretenden ent« gegen und überall streckten sich ihm die Hände ent-gegen. Auch der Wirt kam herbeigeeilt; der Mann war rein außer sich über des Doktor« Tat; wieder und wieder drückte er dessen Hand. „Jean, eine Flasche Kupferberg Gold sür den Herrn Doktor!" befahl er, und sich hinter LaschS Stuhl stellend, bat er: ..Sie erlaub«« doch, Herr Doktor, daß ich zuhöre, wenn Sie erzählen." Dieser nickte mechanisch und ein Seufzer hob seine Brust. „Ich danke Ihnen allen für Ihren liebenS-würdigen Empfang," sagt« er und lehnte sich wie ermüdet in seinem Stuhl zurück. „Vorausschicken meiner Erzählung von dem Fang ab«r muß ich di« Bemerkung, daß ich 2000 Mark, also die Summe, die als Belohnung ausgesetzt war, zahlen würde, wenn ich mein« Handlungsweise ungeschehen machen könnte!" „Mensch — Doktor — waS reden Sie da?!" „Doch unmöglich Skrupel», weil Sie den Kerl niedergeschossen haben? Hier war dies ja absolut Pflicht! Pflicht gegen Ihre bedrohten Mitmenschen ; Unser« Krimiualpvlizei hätte auch nicht die Beloh-nung für den Kopf JarufinS, daS heißt, ihn even-well als Leiche auszuliefern, ausgesetzt, hätte sie in solcher Tat ein Unrecht gesehen!" Mit einem eigentümlichen Blick sah der Doktor in die erregte Runde. „War auch daS Leitmotiv ein notwendiges, so bleibt eS doch unüberwindlich, sich bewußt zu sein, einem Menschen daS Leben genommen zu haben," sagte er ernst. „In diesem Falle aber waren Be-gleitumstände so ungewöhnlicher Art vorhanden, daß sie daS klare Urteil, was hier Pflicht sei, wohl zu verwirren vermögen. Urteilen Sie selbst, meine Herrschaften. —" Und unter allseitigem hochgespanntem Interesse begann der Doktor: „Gestern nachmittag erhielt ich von Gut Bin-gen die Nachricht, der Herr Graf sei von einem bösen asthmatischen Anfall befallen worden und wünsche meinen Besuch baldigst. Ich bin dort Hausarzt und richtete eS daher so ein, daß ich b«reitS eine Stunde später in mei-nem Kupee die rote Kopp«l passierte und dem Guts-hause zurollte. Sobald ich diese Fahrt mache, pfleg« ich mein Taschenterzerol einzustecken, denn die Gegend ist wegen der po' schen Arbeiter, die dort bedienstet sind, und unter denen sich manch ein Aufrührer und wüster Geselle befindet, unsicher. Ich fand meinen Patienten in leidlicher Ver-fafsong. traf meine Anocdnungen und nahm schließ-lich, da eS inzwischen Mittag geworden, die Ein-ladung zur Tafel an. ES war um die dritte NachmiNagSstunde, als ich mich von meinem Patienten verabschiedete. Da trat die Frau Gräfin ein, eine mildtätige und men-schensreundliche Dame. „Herr Doktor/ begann sie hastig, „Sie neh-men den Rückweg über die rote Koppel, nicht wahr? Nun, aus halbem Wege liegt dort einsam die Hütte der Witwe MartenS. Die alte gebrechliche Frau lebt in den dürftigsten Verhältnissen. Ihre Tochter ist unlängst gestorben und hat der Alten ihr zwei Monate altes Baby hinterlassen. Großmutter wie Kind bedürfen dringend des Arztes. Ich bitte Sie und, wenn Sie jetzt dort vorüberkommen, einzu-sprechen und nach den Leutchen zu sehen — natürlich auf unsere Kosten." Nach etwa einer Stunde Fahrt über die men-schenke« Heide sah ich rechts eine Hütte auftauchen, einsam daliegend inmitten der Landschaft. Hohe alte Schwarztannen lehnten sich an die Hütte und hüll-ten diese förmlich ein in Schatten und Dämmerung. Dort wohnte also di« Mariens, das war zweifellos, da dies die einzige Hütte weit und breit war. Etwa hundert Schritte voraus befahl ich dem Kutscher zu halten und zu warten, bis ich wieder« kehren würde, und ging zu Fuß zur Hütte. Auf halbem Wege schon vernahm ich von dort-her klägliches Kinderweinen. Gleichzeitig entdeckten meine Augen auf dem Feldwege, der sich hinter der Hütte erstreckt, eine alte kümmerliche Frau, befchäf-tigt, Reiser und dürres Strauchwerk aufzusammeln. DaS wird die Mariens sein, sagte ich mir. Sie sammelt Brennmattrial, und w«il daS Baby allein gelassen ist, weint eS so kläglich. Die Alte war eine beträchtliche Strecke von der Hütte entfernt und hielt ich e» daher ratsam, mir zunächst das Würmchen einmal anzusehen. Der Grasboden, auf dem ich schritt, machte meine Tritte vollständig unhörbar. Ich fand die Tür der Hütte angelehnt. Einem Impulse folgend, blieb ich stehen und äugte durch den Spalt in die Hütte hinein. Im nämlichen Augenblick durchzuckte eS mich, als hätte ich einen elektrischen Schlag empfangen. Ein einziger Blick hatte genügt, meinen Herzfchlag stocken und mich glauben zu lasse», eine Halluzina-tion äffe mein« Sinn« —." Der Erzähler hielt inne, da» Thampagnergla» gegen das Licht und ftiirzte den perlenden Inhalt die Kehle nieder. „Um Himmels willen weiter, Doktor, weiter, — was kam nun — was hatten Sie gesehen?!" sprudelten erregt die Zuhörer. Der Wirt aber füllte schweigend von neuem daS GlaS des Doktors. „Ich sah,* fuhr dieser fort, „in dem einzigen Wohnraum der Hütte, inmitten des wenigen elenden HanSratS einen Mann stehen, dessen Person» lichkeit es mir aus den ersten Blick klar machte, wer dieser Mann war. Ich bin Psychiater, meine Herren. Aber es hätte dessen gar nicht bedurft, um in der merk-würdigen Formation des KopfeS, der nied'.igen Stirn, der Gestaltung der Hände, sofort den Ber-brecherlypuS zu erkennen. Dieser Mensch dort, den diese Merkmale charakterisierten, war entschieden ein Verbrecher, und zwar, wie noch andere Merkmale mir verrieten, der gefürchtete und verfolgte Jarusin. Ich hatte das Porträt des Raubmörders wie-derholt zu Gesicht bekommen, überdies lautete sein Signalement auf rote Haare und schwarze stechende Augen, wie ich wußte. Ju der Persönlichkeit dort nun vereinigten sich alle diese Zeichen zu einem Ganzen. Und dieser Mensch, meine Herren, dieser von allen gefürchtete Raubmörder, hielt in seinen Armen — das weinende Kind. Diese schwarzen stechenden Augen, die jedem Furcht einflößen konnten, waren mit einem AuSdrnck von zärtlichem Erbarmen ans daS kleine, nebenbei bemerk», sehr niedliche Wesen, gerichtet. Und über die von Bartstoppeln umwucher-ten Lippen drangen Laute — abgerissene Worte — Worte, ungeschickt im Ausdruck, aber durchglüht von einer Zärtlichkeit dcS Gefühls, als kämen sie ans Muttermund. —' Wieder hielt der Erzähler inne. Aber diesmal störte kein Zuruf ihn. Etwas Unsichtbares, etwas, dem sie keinen Namen zu geben vermochten, hielt die Zuhörer im Bann, schloß ihnen den Mund. „Der ärztliche Beruf gibt Veranlassung, See« lenstudien zu machen," fuhr Dr. Lasch zu sprechen fort. „Ja jener Stunde nun machte ich diese an mir selbst. Im Augenblick der Erkenntnis, wer der Mann in der Hütte war, hatte meine Hand unbe-denklich das Terzerol ersaßt. Von dem aber, was meine Augen nun sahen, rang nnd stritt es in mir, den tötlichen Schuß ans Jarusin abzugeben. Der« selbe Mensch, der kaltblütig hinmordete uud raubte, koste und tröstete hier ein weinendes Kind. — ®r hatt« ein Goldstück auA der Tafche gezogen nnd gaukelte es schäkernd dem Dummchen vor. Da- bei hatte er dieses auf fein Lager, einen mit Stroh gefüllten Weidenkorb, gelegt, und nun drückte er das Goldstück lachend in die winzige Faust. „Da — da, mein Püppcheu, — nicht weinen, Dir tu ich nichts — Dir nicht. Wird die Mama Augen machen, wenn das Händchen voll Gold ist . . . Ha, ha, ha!" Ein grelles Auslachen nnd nun in Selbstverspottung: .Verbergen wollte ich mich hier — wer glaubt denn auch, daß in dieser Hütte Menschen hausen! Abwarten hier — bis — es Mitternacht — und — das GutShauS — im Schlafe liegt. Und nun —.* Er kam «ich« weiter. Mein Schuß krachte und getroffen stürzte Jarusin zu Boden . .. Das weitere erübrigt sich," schloß der Arzt. Wie auf Verabredung streckten sich die Hände der Zuhörer diesem entgegen. Der Wirt aber füllte abermal« das GlaS des Erzählers. Dann sprach er mit Nachdruck: .In dem Augenblick, wo eine weichherzige Regung den Herrn Doktor zaudern ließ, zur Tat zu schreiten, drückten die nun folgenden Worte des Verbrechers ihm die Waffe gebieterisch in die Hand. Es war ein Fingerzeig von oben! Jetzt wurde die Tat ein Gebot der Pflicht und ist zur nationalen Großtat geworden! Herr Dr. Lasch — er lebe hoch!" Einstimmig fielen sämtliche in daS Wohl ein. Hell klangen die Gläser aneinander. Und bei dem hellen Klang, unter dem warmen Blick aus Freun-deSaugen schwanden di« Wolken aus des Arztes Stirn wie Nebel vor der Sonne. — eutschösterreichlscher Prehverein bekämpft den Schund, fördert die Volks-bildung. Mitglieder erhallen jährlich einen reich illustrierten Kalender und noch vier-Bücher oder auf Wunsch vorzügliche Jugendschriflea mit Bildern. — Jahresbeitrag 2-20 K. Hauptleitung: Gra,, Gradenstraße S8. Aederdeutsch und freiheitlich Hestnnte ist Mitglied des Vereines „Areie deutsche Schute!" Sitz in Wien. Obmann: Hermann Braß in Hohenstadt. — Geschäftsstelle: Wien 7, Lerchenfelderftrahe S. Einlriit»gedllhr I K Milgliedsbeiuag mindenens l Jt. Gründum,«deitrag 50 St.. Lebe»«be,traä 30 Jt. Die Ber> ein»j«>tschris» tostet für Mitglieder l X. Im Buchhandel 3 Jt Zuschriften sind im allgemeinen an die Geschäftsstelle z» senden. 4 Arproöte Aochrezcpte. Gespickte Nieren. Nachdem die Nieren von ihrem Fett befreit und zierliH. i^klSkilg MII Sveckscheiben qespickt sind, dünstet man sie w einem Äossetol mit Butter, einigen Speckscheiben, dem er-forderlichen Wnrzelwerk und Zwiebeln eine halbe Siunde und gibt sie mit Madeirasauce, welcher Trüffelfcheibchen und Farceklößchen beizugeben sind, aus einer mit SemmelKrutonS garnierten Schüssel m| Tisch. Feine Leberpastetchen. Man bereite einen Llättttteig, rolle ihn dünn aus und lege kleine glatte Blechjörmchen mit ihm aus, läßt ab^r soviel Teig zurück, daß man genug zu den Deckeln hat. Die zur Füllung nötige Farce bereite man auS ein halb Kilogramm Kalbsleber enthäutet, gehackt und mit gewiegten Ehalotien. Pilzen, Petersilie, Majoran, Pfeffer, Salz, zwei E.ern und dem nötigen geweichten Weißbrot zu einer geschmeidigen Masse verar-teilet. Bon dieser Masse füllt man einen Eßlöffel voll in jede Form, deckt einen Teigdeckel darüber, drückt ihn fest an, bestreicht die Oberfläche mit zerschlagenem Ei und bäckt die Pastetchen eine halbe Stunde. Teegebäck. 250 Gramm ungeschälte Man-dein werden in längliche Streifchen geschnitten und mit 250 Gramm Zucker auf raschem Feuer gelblich geröstet. Dann schlägt man von 6 Eiweiß sesten Schnee, vermischt ihn mit 375 Gr. Zucker. 165 Gramm feinzeriebener Schokolade, einer Messerspitze Banille, rührt eine Viertelstunde lang und mischt nun die Mandeln hinein. Von dieser Masse wer-den mit dem Teelöffel walnußgroße Häuschen aus ein Kuchenblech gefetzt und schnell gebacken. praktische Mttcltungen. Verwertung alter Filzhüte. Ans alten Damen-, Herren- und Kindersilzhüten. welche nicht mehr als Kopfbedeckung dienen können, lassen sich hübsche, praktische Untersätze für heiße Töpfe, Lampen, den Waschtisch usw., sowie auch Deckchen zum Auslegen aus lackierte Tablett» und zum Scho. ncn derselben herstellen. Man macht den Filz ganz naß und bürstet ihn mit kaltem Wasser. Letzterem setzt man zwei Löffel Salmiakgeist zu, der allen Schmutz und Schweiß .hinwegnimmt. Der so ge-reinigte und platt ausgedehnte Filz wird nun ge-plättet und die betreffenden Untersätze oder Deckchen werden daraus geschnitten. Will man sie ausstatten, so umrändert man sie in Languettenstichen mit sar-biger Wolle oder Seide, und, je nach ihrer Ver-wendung bestickt man sie in der Mitte mit einem kleinen Muster, einem Blumenzweig, NamenSzug u. dgl. Solche Untersätze und Deckchen leisten im Haushalt, in der Küche, wie im Zimmer noch lange gute Dienste. Farbloser Kitt. In einer gut verschlösse-nen Flasche werden zwölfeinhalb Teile in kleine Stücke zerschnittenes, nicht vulkanisiertes Kautschuk in 10 Teile Chloroform aufgelöst, und nachdem dicS vollständig geschehen, zweieinhalb Teile Mastix hinzugefügt. Dieses Gemisch läßt man acht bi< zehn Tage unter zeitweiligem Schütteln stehen ohne jedoch Wärme anzuwenden, und erhält auf diese Wklse ein vollkommen weißes und sehr haltbare» Bindemittel. Oesen zu verkitten. Man siebt Holzasche und rührt sie mit einem gleichen Teile Kochsalz und einigen Löffeln Waffer zu einem recht dicken Brei an, mit diesem süllt man die Ritzen in den Oesen sorgfältig an«. Möbel glänzend zu machen. Soll der Gl*»z auf Möbeln erneuert werden, so genügt nach vorherigem Reinigen mittels einer Abkochung von Onillayarinde tüchtiges Abreiben mit Petroleum. Eichene Möbelstücke, die nicht poliert werden, sind ebenfalls in angegebener Weise zu reinigen, dann mit in Terpentin gelöstem Wachs recht gleichmäßig einzureihen und kräftig zu bürsten. Oel für Gewehre, Nähmaschinen n s w. Man bringt eine Anzahl seine Schrotkörner in ein GlaS, gießt Olivenöl oder Klauensett darauf, stellt daS GlaS drei bis vier Wochen in die Sonne und gießt dann da« klare Oel in ein anderes GlaS ab. Dieses Oel ist sehr gut für alle Arten feinere Maschine», und daS aus Olivenöl eignet sich selbst sür Uhrmacher. Bei dem hohen Preise des für Näh« Maschinen notwendigen Oeles verdient diese billige Herstellung desselben alle Beachtung der HauSsrauen. Petroleumlampen zu kitte». Hat sich bei einer Petroleumlampe das Bassin vom Fuße abgelöst, so wird in einem blechernen Löffel ein Stückchen Alaun geschmolzen, rasch in die Oesfnnng des FnßeS gegossen und das Gasbassin so schnell wie möglich hineingedrückt. fDaS gute Gelingen die-seS eiusachen Verfahrens hängt ganz von der Ge-fchwindigkeit ab, mit welcher man Fuß und Bassin ineinander fügt. Zur Einreibung bei rheumatischen Schmerzen dient SeifenspritituS, ebenso ist er indiziert, als zerteilendes Mittel bei Quetschungen, Kontusionen, Verrenkungen, mit Waffer versetzt zu Waschungen bei AnSschlägen deS Kopfes. Die Be-reirnng geschieht folgendermaßen: In eine einein-viertel Kilogramm Flüssigkeit faffende Glasflasche bringt man 160 Gramm reine, weiße, geschabte Seise und dreiviertel Kilogramm starken Brannt-wein. Die Oeffnung der Flasche verbindet man mit nasser Blase, steckt durch dieselbe eine Nadel, setzt sie auf Stroh, in einem mit Waffer gefüllten Topf und erwärmt daS Wasser so, daß man oben die Hand darin leiden kann. Eine Stunde erhält man daS Waffer in dieser Temperatur und schüttelt die Flasche von Zeit zu Zeit, bis die Seife sich aufge-löst hat. Dann schüttet man 16 Gramm gereinigte Pottasche hinein, schüttelt um, verschließt die Klasche wieder, bringt sie nochmals in einen Kessel mit heißem Wasser, läßt dann erkalten und abklären und gießt das Klare vom Bodensätze ab. Will man den SeisenspirituS wohlriechend haben, so setzt man Zitronen-Bergamott-Lavendelöl je 8 Tropfen zu. Noch kräftiger wird der EeifeufprituS. wenn man 120 Gramm Salmiakgeist und 16 Gramm RoS« marinöl beifügt. _ Nunraur 30 M2ÄÄ? iLJä Sctte 3 ffÖTpfrfcha>*un einzustellen, wurde vou der Lehrer» schajt im vollsten Um'ange durchgeführt. Von 2200 im deutsche» Verbände verewigten Lehrern und Lehrerinnen zeigten sich 2000 vollkommen organi-sationS lreu. Zu diesem Schritte war di« deutsche Lehrerschaft durch die unglaubliche Not in ihren Rechen gezwun-gen. Die Erbitterung in ihren Kreisen, der Ernst der Lage mußten der Bevölkerung in einer Weife ■flor Augen geführt werden, die ein weiteres U?ber-»ehe« unmöglich machte. Die Notlage der Lehrerschaft, diese peirifche Kullurschande, mußte zum TageSge-sprich werden. Daß dieS gelungen ist, haben die Talfachen bewiesen. Eine feindselige Haltung den einzelnen Der-einen und Löiperfchaften gegenüber war nicht be-abfichtigt und würd« von den meisten Vereinen auch nicht in diese« Sinne aufgefaßt. Viele traten mit «artigen Kundgebungen auf die Seite der Lehrer-schaft. Uw nun diele Vereine nicht weiter zu schädigen, wird der Dezemberbeschluß derart abgeändert, daß der Beitritt zu jenen Vereinen, die bereits Kund-gedungen zu Gunsten der Lehrerschaft «lasten haben oder solche in aufrichtiger Absicht erlassen werden, von nun an freigegeben wird. Jenen Vereinen gegenüber, die wohl auf eine Mitarbeit der Lehrer rechnen, ihrer Not gegenüber aber Gleichgültigkeit zeigen, bleibt der Dezember-defchluß in vollstem Umfange aufrecht." Vrrumltungsrrsonn und Parteienkrisis in B«snie». Von einem maßgebenden Funktionär deS ge «einsamen Finanzministeriums gehe» der „Wiener Deutf chen Korrespondenz" folgende Milteilnngen zu: Mit dem Rücktritte deS gemeinsamen Finanz-Ministers Freiherr v. Bunan ist die bosnische Ver-waltungSreform in einen raschen Fluß gekommen, denn sein Nachfolger, Dr. v. BilinSki, hat sich so« fort die Wünsche der obersten Militärleitung und deS bosnischen LandeSrates zu eigen gemacht, die, obwohl ganz verschiedenen Beweggründen entsprin-gend, sür« erst« dennoch denselben äußeren Erfolg ausweisen, «In« nicht unbedeutende Stärkung der LandeSaulonomie. Die militärischen Kreife wünschten schon lange die Beseitigung deS Zustandes vom Jahre 1882, noch dem der jeweilige militärische Landeschef eine rein dekorative Rolle spielte. wäh> rend da« eigentliche Haupt der gesamten Verwaltung der ZiviladlatuS war. Nach der neuen Reform ist »un die RegierungSgewalt in die Hände deS militärischen LandescheiS gegeben und der ZiviladlatuS zur Stelle eine« ersten SeklionschefS heradgediückt. In Verbindung mit der Uebelweisung wichtiger admini-strativer Agenden, deS Bergbaues, deS Eisenbahn- nnd schließlich selbst d*< Tante Firlefinzchen. Aber niemand kum zurück. Dann mußte Mutter Bender. die schon im Bette lag und di« Gicht in den Beinen hatte, heraus auf di« Jagd nach d«r Lina. Auch sie kam nicht wieder. Wa« ging da vor sich? Schließlich war eS Vater Bender zu dumm geworden. Da muß e er selbst mal nachschauen. Ein «entsetzliches Schauspiel bot sich ihm dar. Im sahlgnünen Mondlicht ein Gezappel und Arm-werfen voin Gestalten, die alle am Boden gebannt schienen HilfeloieS Retten qualvoller Leiber. Un-kluge, di« di« frisch geteerte Ltraße betreten hatten und wie Fliegen an einer Leimtüte kleben geblieben waren. Es »war ei» schauerlicher Anblick. Seinee ganze Familie fand Vater Bender hier, zappelnd uvm Hilfe wimmernd. Noch viele Bewoh-«er der S:traße waren von dem Malheur betroffen. Selbst derr Revierschutzmann war unter den Ge« leimten. Alle '■ Versuche, die Unglücklichen zu befreien, waren errfolgloS. Mehreren Festgeklebten hatte «an bei den Befreiungsversuchen die Arme ausge-rissen. Schließlich wurde in der Stadtverordneten»»-fammlung; beschlossen, die armrn Menschen absägen zu lassen. . Die Arbeit wurde auf dem Submission»-Wege dem > Echrcinermeister Klabau übertragen. Der Fremde wundert sich über die vielen Leute ohn,»e Füße in jener ruhigen, aber geteerten Straße. w-sens und d«r Forstverwaltung von Wien nach Sarajewo ist anch der Machtbereich der Lande«-regierung wesentlich erhöht, und da zugleich ihre Verantwortung gegen d«n bosnischen Landtag schär-fer abgegrenzt wurde, ist damit auch der Einfluß des Landtage« gestiegen, und fo der Wunsch nach Erweiterung der Autonomie erfüllt. Ob dieser De-zentralisationSakt ans die Dauer gute Frucht« tragen wird, muß sich bei den eigenartigen trialistischen Strömungen unter den Südflawen erst zeigen, uwmentan ist sie durch die Persönlichkeit de« der-zeitigen LandeSchesS, Armeeinspektor Polieret, in ihren Wirkungen sichergestellt. Ob «in Nachsolger von militärischen Fähig' keile« imstande sein wird, mäßigend in daS kom. pliziert« bosnische Parteig-triebe einzugreifen, ist «in« offene Frage, um so mehr, al« gerade die größte Partei, der serbische LandtagSklub, in einer Zer-Atzung und Umbildung begriffen ist. Der serbische Klub, der mit 31 Mitgliedern in den Landtag ein-gezogen war. ist in mehrere Gruppen zerfallen. AlS bei den ersten Wahlen in den bosnischen Landtag die serbische Nationalorganisation ihre Kandidaten biS auf den letzten Mann in den Landtag brachte, dachte wohl niemand daran, daß das Gefüge dieser Organlsotiou sich bald lockern werde. Die Gegen» sähe im serbischen LandtagSklub datieren von jener Zeit, in welchem dem bosnisch - herzegowinischen Labor der Gesetzentwurf über die fakultative Kme-tenablöfung vorgelegt wurde. Bei der Abstimmung über diesen Gesetzentwurf zeigte sich schon die erste Spaltung in der bisher vollständig solidarischen Ver, einigung eine Gruppe stand aus dem Standpunkte der obligatorischen Ablösung, während die andere sich auf die Seite der Regierung schlug und mit der Majorität für die Fakultative gestimmt hat, die dann auch mit den Stimmen der MoslimS, der katholischen Kroaten und 12 orthodoxen Serben zum Beschluß erhoben worden ist. Daraufhin trat der Führer der radikalen Richtung, der Abg. Petar Kocic, mit Dr. Njezic und Erakovic auS dem Klub, um eine eigene Parteigruppe zu bilden, die heute schon 7 Mitglieder zählt, und die obligatorische Ab-lösung als den Kardinalpunkt ihres Programms be-zeichnet. Die Differenzen haben sich aber fo verschärft, daß mit der Auflösung de« ganzen KlubS gerechnet wird, und neulich wieder einige Abgeoidnete den Wunsch geäußert haben, eine neue politische Gruppe unter der Führung des Dr. Krulj zu bilden, der zumeist die Abgeordneten auS der Herzegowina an-gehöien, werden die Serben künftig durch drei Gruppen im Landtage vertreten sein. Diese destruktive Parteitendenz, die Hand in Hand mit dem Bestreben nach Erreichung einer rein parlamentarischen Landesautonomie geh?, wird in-folge der immer stärker werdenden radikalen Strö-mungen daS größte Geschick notwendig machen, um die Wirkungen der jüngsten Reformen dem Rahmen des Gefamtstaates anzupassen. Ein magyarischrr Schnlvrrrin. Auch die Magyaren haben ihren Schulverein, der sich „Julian" nennt und zur Förderung des magyarischen Schulwesens gegründet ist. Daß da« Schulwesen im Gebiete der magyarischen Sprache der Förderung sehr bedarf, darüber herrscht wohl kein Zweifel. Denn nirgendwo im Mitteleuropa gibt es foviele des Lesens und des Schreibens un-kundige Personen als wie gerade in dem von der magyarischen Sprache allein beherrschten Gebiets« teile Ungarns. Einen Schulverein also zu schaffen, der dort eingreift, wo das staatliche Schulwesen der Machthaber in Ofenpest vollständig versagt, wäre in der Tat ein kulturelles Werk von hervorragen der Bedeutung. Solche edle Ziele strebt aber der magyarische Schulvercin „Julian" nicht im gering-sten an. Er hat andere Sorgen. Während der Deulsche Schulverein an der Sprachengrenze Schulen errichtet, um den bedrohten Minderheiten der Nation den nötigen Schulunterricht zu sichern, also tatsächlich zum Schutze der nationalen Minderheiten wirkt, geht der magyarische Schulverein „Julian" offensichtlich auf Eroberung aus. Denn davon, daß die magyarische Sprache irgendwo im Gebiete Un-garnS sich in Bedrängnis befände, davon, daß die Magyaren in ihrem Volkstume irgendwo in Un-garn durch Deutsche oder Slawen sich bedrängt süh-len muffen, zu sprechen, wär« wohl lächerlich. Es ist also auch ein Schulverein, der den ausgiebigen Schutz der magyanschen Sprache anstrebt, nicht notwendig. Der Schulverein „Julian" ist demnach schon nach der Lage der Dinge in Ungarn nur da-zu geschaffen, um ErobeningSzüge ' auSzusiihren. Und so ist es auch. DaS Hauptaugenmerk hatte früher der Schulverein «Julian" aus die Gebiete in Kroatien gelenkt, wo in geradezu großzügiger Weise MagyarisierungSpolitik durch den Schulverein „Julian" getrieben wurde. Jetzt erweitert der ma- {^arische Schulverein „Julian" sein TätigkeitSge-iet. Er hat über die tatsächlichen Grenzen un-garländischen Gebiete« hinaus versucht, seine wohl nicht im geringsten kulturelle Tätigkeit auch jenseits der Sawe im annektierten Gebiete Bosniens und der Herzegowina zu entwickeln. Von der Notwendigkeit magyarischer Schulen in diesem Gebiete kann nicht gesprochen werden, weil trotz deS eifrig betriebenen Imports magyarischer Beamter und son-ftiger Angestellter doch nicht von der Notwendigkeit der Erhaltung öffentlicher magyarischer Volksschulen die Rede sein kann. Hiefür genügen wohl einige Hauslehrer mehr als genug. Der Schulverein „Julian" ist also in das boSnisch-herzegowinische Gebiet gezogen, um MagyarisierungSpolitik von un-ten herauf zu treiben. Er hat bereits in Sara-jewo und Mostar Schulen errichtet und plant Neu-errichtungen in Brczko. Bielina, Tuzla und Banja-luka. DaS .Sarajewoer Tagblatt" kennzeichnet diese Bestrebungen auf Grund der tatsächlichen Ver-Hältnisse mit den Worten: „In diesen Schulen wer-den wirkliche magyarische Kinder ganz nebensächlich behandelt, die Hauptaufgabe besteht darin, je mehr nichtmagyarische Kinder hineinzulocken und zu ma-gyarisieren und der gewesene SektionSchef für Un-terricht bei der kroatischen Landesregierung hat sei-nerzeit die Angelegenheit amtlich untersuchen lassen und es wurde festgestellt, daß der „Julian" besuchenden Kindern nichtmagyarischer Nationalität waren und, daß diese durch Geschenke an Büchern. Kleidungsstücken, Bäckereien und an Geld von den Lehrern in die magyarischen Schulen gelockt wur-den". So siehts mit den kulturellen Bestrebungen eines magyarischen Schulvereines aus. Der Schulverein „Julian" wird natürlich von der magyarischen Regierung in Ofenpest nach jeder Richtung hin unlerstützt und wenn er in Bosnien und der Herzegowina MagyarisierungSpolitik be-treibt, so geschieht dieS mit ungarischen Staatsgel-dern. Als Gegenstück hiezu muß wohl die Lage der deutschen Schulen im boSnisch-herzegowinifchen Gebiete betrachtet werden. Hier sind Schulen mit deutscher Unterrichtssprache für achtunggebietende deulsche Minderheiten — bestehend nicht bloß aus Beamten, sondern auch aus Kolonisten, die man als Kullurarbeiler im wahrsten Sinne des Wortes in« Land gezogen hatte — geschaffen worden. Die Schulen mit Hilfe von Landesgeldern zu erhalten war nicht bloß ein Gebot der Gerechtigkeit, sondern auch im Jntereffe der Kultur im Lande selbst ge-legen und doch hat der bosnische Landtag gleich zu Beginn seiner Tätigkeit nichts besseres zu tun ge» wußt als gerade die Unterstützung dieser Schulen einzustellen. Wenn nun die magyarische Regierung durch Vermittlung des Schnlvereine« „Julian" höchst überflüssige magyarische Schulen in Bosnien und der Herzegowina errichten laß!, obwohl sie niemand verlangt, so wäre doch die österreichische Regierung geradezu verpflichtet, wenn auch nicht selbst, so doch durch die Vermittlung des Deutschen Schulvereines die bereits bestehenden kulturell be« deutfamen und im Jntereffe der deutschen ins Land gezogenen Kulturträger notwendigen deutschen Schu-len zu erhalten. Pulitischr Rundschau. Gegen die Hetzereien der katholischen Geistlichkeit. Nach einer Meldung deS „Berliner Tage-blatteS", die angeblich aus gut informierter Quelle stammt, soll in nächster Zeit für Deutschland ein Handschreiben Pius' X. an die deutschen Bischöfe erscheinen, wodurch allen Welt- nnd Ordenvgeist-lichen daS öffenllich« Auftreten in politischen Vcr-sammlungen irgendwelcher Art unter Strafe einer Zensur verboten wird, desgleichen die Teilnahme an solchen Versammlungen. Veranlaßt soll dieses Hand-schreiben durch den neuerdings immer mehr zutage tretenden Zwiespalt in der deutschen ZentrumSpartei worden sein. An den in Betracht kommenden Wie» ner zuständigen Stellen wird erklärt, daß man von Seite 4 Deutsche einer solchen Absicht deS Heiligen BaterS noch keine offizielle Kenntnis habe. — Eine solche päpstliche Anordnung wäre insbesondere für die slowenische Geistlichkeit sehr wünschenswert — allerdings macht der heilige Vater für diese gern eine Ausnahme, wie die Anordnungen über die Beteiligung der Geistlichen bei Kreditinstituten bewiesen. Die Delegationen. Die ungeklärte politische Lage in Ungarn hat «S bis jetzt unmöglich gemacht, ein endgiltigeS Pro-gramm für die Tagung der Delegationen festzulegen. Die Frage, die vor allem zur Entscheidung kommen muß, besteht darin, ob die Beratung der pragmati-scheu Angelegenheiten schon in der Aprilsession definitiv abge'chlofsen werden soll oder ob ein neues, kurzes Provisorium eintreten wird. In der Dezem» lxrfessio» wurde bekanntlich ein viermonatlicheS Bud-getproviforium angenommen, das mit Ende April abläuft, so daß die beiden Delegationen in der zwei-ten Hälfte deS April wieder zusammentreten müssen. Zuerst hatte daS Ableben deS Ministers des Aeußern, Grafen Aehrenthal, und der dadurch in weiterer Folge eingetretene Wechsel im gemeinsamen Finanz Ministerium, wo an Stelle des Baron Bunan der Obmann des Polenklubs Dr. v. BilinSki trat, die Delegationstagung verzögert, dann kam die Demif-sion Khuen HedervaryS, die eine Tagung unmöglich machte. Nun ist zwar die ungarische Ministerkrif« formell bereinigt, die Gesamtkrise in Ungarn besteht aber in voller Schärf« weiter, so daß bei einer längeren Tagung der Delegationen die Gefahr besteht, daß bei einer Aufrollung der Armeefrage eS zu einem scharfen Gegensatz zwischen der österreichischen und der ungarischen Delegation käme, was man an den maßgebenden Stellen vermeiden will Zn letzter Zeit trat nun zu allen diesen Schwierigkeiten die Suspendierung der kroatische» Verfassung, die ohne Zweifel ebenfalls ein starkes Echo in den Delegationen finden würde. Aus diesen Gründen steht zu erwarten, daß die Delegationen zu einer rein for-malen Session behufs weiterer Verlängerung des Budgetproolforiums einberufen werden, die auch den Ziebenzwecken der neuen gemeinsamen Minister, deS Grafen Berchiold und des Dr. v. Bilinski, dienen. Damit ist auch die notwendige Lösung der prrsön-lichen Krise in der Person des Kriegsministers v. Auffenberg einstweilen vertagt. Die fortschrittlichen Slowenen Unter-steiermarks und ihre Stellungnahme zu den Ereignissen in Kroatien. DaS Exekutivkomitee der nationalen Partei für Steiermark und der Ausschuß des politischen Ver-eines „Vorwärts" in Eilli hatten am Dienstag den v. d. abends eine gemeinsame Sitzung, in welcher mit Rücksicht auf die Vorgänge in Kroatien fol-gende Resolution gefaßt wurde: „Die fortschrittlichen Slowenen SteiermarkS protestieren am entschieden-sten gegen die willkürliche und nicht zu rechtfer-tigende Verletzung der einfachsten Staatsbürgerrechte der brüderlichen Kroaten und Serben in den vom BanuS regierten Ländern den Madjaren zuliebe, die bei jeder Gelegenheit ihre Feindseligkeit gegen die Gemeinsamkeit der Monarchie (des Staates) und der Dynastie (des regierenden HaufeS) hervorkehren. Wir wenden uns an alle fortschrittlichen und freiheitsliebenden Parteien im österreichischen Parlament uud in den Delegationen, sie mögen im Namen der Humanität und der Freiheit ihre einflußreiche Stimme gegen das autokratische Regime in Kroatien erheben. Für die Südslawen nahen im Kampfe um den nationalen Bestand entscheidende Augenblicke, die uns vereint, entschlossen und bereit antreffen sollen. Unseren Brüdern jenseits der Sotla aber drücken wir in ihrem schweren und die größten Opfer heischeuden Kampfe uniere aufrichtigsten Sympathien aus in der festen Ueberzeugung, daß der Endsieg doch ihr und damit auch unser sein wird." Di« Deutschen in Kroatien. Zur Beurteilung der augenblicklichen Lage in Kroatien dürften wohl auch die Stimmen der Deut» sehen dort einigermaßen von Bedeutung sein. Was man in den verschiedenen Blättern und Berichten aus Kroatien zu lesen bekommt, stammt ja doch nur entweder von magyarischer 5eite oder gibt nur kroatische Stimmungen wieder. Bei der großen Be-deulung, die dem Deutschtum gerade in Syrmien zukommt, ist die Aeußerung deS führenden deutschen Blaues in Kroatien, deS in Ruma erscheinenden „Deutschen BolksblaiteS', von Interesse. DaS Blatt schreibt über die Einsetzung deS BanuS als könig-lichen Kommisfär für Kroatien und Slawonien folgendes: „Unsere Stellung zu dieser neuesten politi- fchen Situation ist bereits gegeben, da wir bei der Ernennung v. CuvajS zum BanuS bereits auSge-sprachen haben, daß schließlich ein zeitweiliger, ge-sunder Absolutismus den ewigen, aussichtslosen Wahlexperimenten vorzuziehen ist, da die vie.en, zu rasch auseinander folgenden Wihlen den Staatsbür-gern nicht nur unnötige Geldauslagen und andere materielle Opfer aufbürden, fondern auch daS politi-fche Gewissen der Wähler zum Schaden der Ord-nungsparteien abstumpfen. Banns v. Cuvaj ist zum königlichen Kommissär ernannt worden. Wir Deut-fche im Lande haben ja zu keiner Zeit die Preß-und BeriammlunzSireiheit mißbraucht. Wir werden aber auch in Zutuns« sagen, waS wir zu sagen haben, weil wir nie Unrechtes fordern. Wenn Herr v. Cuvaj «ich als Kommissär nicht gerade ungerecht-sertigter Maßregelungen schuldig macht und sein schwieriges Amt mit der gebotenen Mäßigung aus üben wird, so werden wir Deutschen als politische Masse ihm seine gewiß nicht angenehme Aufgabe nicht noch mehr erschweren. Wir haben unS in die von uns ja als unausbleiblich erwartete Situation gefunden und bitten unsere Volksgenossen allerorts, sich in der nächsten Zeit keinesfalls von etwa auf-tauchenden Hetzern unnötig aufregen und au'pulvern zu lassen, fondern sich in jedem Falle einer Klage über behördliche Maßnahmen an unsere Schrisilei-tung zu wenden, welche stets die Wünsche unserer Volksgenossen in entsprechender Form vertreten wir». Mögen sich auch jene politischen Parteien, welche den heutigen Zustand verursacht haben, ebenso ver-nünflig in denselben sügen, möge die Koalition bald einsehen, daß ihre letzte Agitation den natürlichen Rahmen ihres Grundprogrammes längst überschritten hatte und möge sie darum bald zurückkehren in die Bahnen realer Politik innerhalb unseres staatSrecht-lichen VtihälinisseS mit Ungarn, dann wird auch daS heutige System wieder verschwinden." Die kroatische Boykottbewegung gegen Ungarn. Als Antwort aus die Gcwaltmaßrcgel der un-garischen Regierung rüsten jetzt die Kroaten zu einer allgemeinen Boykottbewegung gegen Ungarn Sie finden dabei wertvolle Unterstützung auch seitens der Kroaten in Dalmatien. Während man in Kroatien selbst gegen den Bezug von Waren jeder Art ans Ungarn Stellung nimmt, unterstützen die Boykott-bcwegnng die Kroaten in Dalmatien dadurch, daß sie die ungarisch - kroatische Schiffahrtsgesellschaft boykottieren. Sie weigern sich, Waren zu beziehen, die durch die genannte Schiffahrtsgesellschaft zuge-führt werden nnd lassen nur solche zu, die mit Schissen deS österreichischen Lloyd nach Dalmatien kommen. Um daS nun recht wirksam durchführen zu können, ist geplant, sich an das österreichische Han-delsministerium zu wenden, mit der Bitte, es möge bei der Lloyddirektion dahin wirken, daß wenigstens noch ein Frachtendampfer in den dalmatinischen Dienst gestellt wird. So wird mitgeteilt, daß Fiumaner Spediteure bereits mehrere telegraphische Anweisungen von dalmatinischen Kaufleuten erhalten haben, mit der Weisung, ihre Waren nicht mehr mit der „Ungaro-Kroato'' zu befördern. Eine ähn-liche Bewegung wurde bereits im Jahre 1903, als Khuen Hedervary BanuS war, in Szene gesetzt, und für den Ernst einer derartigen Bewegung ist wohl eine Erinnerung aus jener Zeit bemerkens-wert. Infolge der großen Dürre war damals großer Wassermangel, insbesondere auf den dalmatinischen Inseln, eingetreten und die Bevölkerung wandte sich an den damaligen Statthalter von Dalmatien, Baron Handel, mit der Bitte, auf Staatskosten Wasser herbeiführen zu lasten. Es wurde talsächlich ein Dampfer der .Ungaro-Kroato" aus Verfügung des Statthalters nach Milna mit Trinkwasser geschickt, jedoch von der Volksmenge mit Johlen und Schreien empfangen und e» wurde nicht zugelassen, daß der Dampser sich seiner Ladung entledigte. Schließlich mußte der Dampfer wieder den Hafen verlassen unter den Rufen der Menge: „Wir wollen kein Wasser, daS uns durch ein ungarisches Schiff gebracht wird." Für den Ernst der Boykottbewegung spricht diese Episode wohl deutlich genug. Aus Stadt und fand. Auszeichnung. Wie wir vernehmen, wurde der Handelskammerrat und Gemeinderat Karl Mörtl, Zuckerbäcker in Tilli, durch Verleihung des goldenen Verdienstkreuzes ausgezeichnet. Aus dem Iustizdienste. In den Ruhe- stand wurden aus cigeueS Ansuchen versetzt: der mit dem Titel und Charakter eines Hofrates auSgeznch nete Oberlandesgerichtsrat Guido Schneditz in Lai-bach, der Landcszerichlsrat Franz Kobler in Laibach, der Bezirksrichter und Gerichtsvorsteher Dr. Philipp Gstöttner Edler v. Willenrecht in Mureck und der Richter Dr. Ludwig Treo in Krainburg. Ernennungen im Finanzdienste. Die t. k. JinanzlandeSvirekiion für Sieicrmark hat die Steueroffiziale Josef Kahler, Anton Planinc, Rudolf Bolloufcheg, Jgnaz Kellner, Robert Stepic, Otto!« Horvalh, Franz Aschendrenner. Maximilian Sahleuder, Karl Wanke, Ludwig Mößl und Franz Sladler z» Sleuerverwaltern in der 9. Rangsklasse und die Steuerassistenten August «aps-r, Franz Kourad, Friedrich Mickl, Johann Klaftenegger, Franz Rauch, Karl Wisiak, Friedrich Angeringer, Johann Bidmar, Josef Kau, Franz Bikos«k, Franz Pichler, Stephan Suc, Paul Himmler, Heinrich Gutjahr, Bartholo-mäus Bidenj.k. Theodor Stamm, Franz Zeiler, Ferdinand Leinig, Johann Or wein und Paul Plautz zu Sicueroffizialen in der 10. Rangsklaffe ernannt. Aus dem Schuldienste. Der Hauptlehrer an der Lehrerbildungsanstalt in Laibach Rudolf Peerz wurde zum Hauptlehrer an der Lehr^rlnl-dungSanstalt in MieS ernannt. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-lag findet in der Christuskirche um 9 Uhr vormittags ein «indergottesdienst, nm l0 Uhr der öffent-liche GemeindegotteSdienst statt. Eillier Männergesangverein. Die nächste Uebung findet am Dienstag den 16°. d. Schlag Y49 Uhr abends statt. Athletik-Sportklub. Bei regenlosem Wet ter sindet morgen nachmittags um 4 Uhr ein v«r aussichllich scharfes Fußballübungsspiel statt. E» ist nicht ausgeschlossen, daß in der nächsten Zeit eu Wettspiel zur Austragung gelangt, was aver ein sehr intensives Training voraussetzt, schon mit Rück-ficht daraus, daß durch den Beilust mehrerer Spie-ler nur junge Kräste eingestellt werden müßten. Es mögen daher die UebungSspiele recht fleißig besucht werden, um die Ausstellung einer neuen Mannschaft leichter zu ermöglichen. Anstelle von Kränzen sür den jüngst verstorbenen Kanzleidirektor Anton Mraulag in» Frau Wilhelmine Duffek spendete der Holzindustrie»? Herr Karl Teppey den Betrag von 40 K. sür den deutschen Kinderschutz- und Fürsorgeverein. — An stelle eines Kranzes sür die verstorbene Profesfo» gattin Frau Wilhelmine Duffek spendete der Hotelier Herr Joses Rebeuschegg dem deutschen Student» heim 20 K. Für die Wohltätigkeitsvorstellunge» der Frau Hanna Wrada-Halm gibt sich allseitig das größte Jnicresse kund. Die heute stattsintach» Vorstellung zn Gunsten des MasikvereineS wird m ausverkauflem Hause stattfinden, da schon jetzt alle Karten bis au? wenige Sperrsitze vergriffen sink Zu den beiden WiederholungSvorstellungen, bei den» das vollständige Programm zur Aufführung gela»zl und die bekanntlich morgen Sonntag um halb acht Uhr zu Guustcn des Stadtverschöneruugsoerein«! und Sonntag den 21. dS. nm 6 Uhr abends zu Gunsten des Denlschen SchnlvereineS stattfinden werden, sind noch Logen und Sitze aller Arten j> haben. Für die letzte Aafführung wurde der ve-ginn mit Rücksicht aus die Theaterbesucher von aut-wärtS aus 6 Uhr abends festgesetzt. Evangelischer Familienabend. Montq den lo. d. findet in Cilli eine Versammlung der steirischen evangelischen Pfarrer statt, in der jie über Religionsunterricht, über Angelegenheiten ihm Gemeinden und BerusSsragen beraten werden. )» Anschluß daran veranstaltet die hiesige evangelische Gemeinde sür ihre Gäste, Mitglieder und kaihou-schen Freunde Montag abends um halb 9 Uhr i» kleinen Saale des Deutschen Hauses einen öffent-lichen Familienabend. Unter anderen werden die Herren Senior Eckardt bellen den Stullhallerei Konz p.sten Josef Philipp seiner bisherigen Funknon als konz.piive Hilfskrait des GenofsenichaftsinstruklorS eniho en und den Sialt-halterei Konzipisten Dr. Rudolf Tengg bis auf wei-leres alS konzipiive Hilfskraft des Genossenschaft«-instlukior s in G>az bestell». Stwdenten- und Schülerherbergen. Ueber Amregung deS Landesverbandes für Fremven-verkehr in Sielermaik werden bisher Studenten-und Schiülerherbergen errichtet in Brück, Cilli, Köf-lach. Leroben, Marburg, Penau und Rohitsch Sauerbruinn, Es wäre sehr zu begrüßen, wenn roch weUterc solche Herbergen bald entstehen würden, um es doen natursiendigen Stndcnten zu erleichtern, unser prcächtigiS Heimatland näher kennen zu ler-nen, waas sicherlich auf den Fremdenverkehr nicht ohne günostigen Einfluß bleiben würde. Grcoher Verlust. Herr Hranz Kalan, der Vertreter r der Atiiendrauerei Sachsenfeld Tuffer in C'lli. fuhihr am 9. d aus dem Rade nach St. Paul bei Pragywald. Er wollte dort ei» Pferd kaufen und haue zu i dirf,m Zwecke gegen 80 » Kronen zu sich gesteckt. AI« er nach Sachfeufeld kam, bemerkte er ;u seinem Schrecken, daß er daS Geld verloren hatte. Der Finder hat sich bis jetzt nicht gemeldet. Die Ferialordnung. Unterrichtsminister Ritter von Huffarek hat die nach mehrfachen Aende rungen in den Vorjahren für daS Schuljahr 1910/11 verfügte Ferialordnung für Mittelschulen, Mädchenlyzeen, Lehrer- und Lehrerinnendildungs-anstalten, kommerzielle und nautische Schulen definitiv eingeführt. Die Hauptferien haben demnach vom 16. Juli bis 15. September zu dauern. Die Er' teilung de« Unterrichte« entfällt aber schon in den letzten zehn Tagen, fo daß die Ferienzeit an der überwiegenden Mehrzahl der Schulen schon mit 6. Juli beginnen und mit ls>. September schließen wird. Die Weihnachisfcrien dauern vom 24, Dezember bis einschließlich 2. Jänner, die Otterferien von Mittwoch vor bis einschließlich DienStag nach dem O ersonnlag. Bei dem aus den Samsiag vor dem 16. Februar festgesetzten Schluß des ersten Semesters sind der folgende Montag und der Dienstag schulfrei. Bei den sonstigen Ferialtagen tritt keine Aenderung ein. Abgeordneter Hagenhofer als Kul-turstürmer. Dienstag den 9. d. fand in Graz die Generalversammlung des Katholischen Bauern-blindes in Steiermark statt, in der der alte klerikale Hetzer Baron Morsey gegen die Aufführung des Stückes „Das Gnadenbild" von Rndolf Brix, durch da» angeblich die Jungfrau Maria verspottet werde, im Stadttheater protestierte. Abg. Hagen-hofer, der schon während Morscys Ausführungen sich kaum zurückhalten konnte, bemerkte hierauf, das betreffende Stück werde al« Banernstück aufgeführt, in ihm werden die Bauernburfcheu und .Mädchen als die unsittlichsten Menschen der Welt hingestellt. Das lassen wir uns uicht gefallen. (Mit erhobener löiimme fortfahrend:) .Wir Bauern haben aus der Grazer Universität Ordnung gemacht. Wenn man uns weiter fo herausfordert, werden wir auch im Theater Ordnung machen Zunächst werden wir die Regierung an die Pflicht erinnern, erfüllt sie dieselbe nicht, dann werden wir uns selber helfen." Was sich Herr Hagenhofer unter dem Schutze der Immunität erdreisten darf, geht doch selbst unter einem Ministerpräsidenten Stürgkh und einem Un-terrichtsminister Hussarek zu weit. Der Bauern-schlacht aus der Grazer Universität soll wohl noch eine Bauernschlacht im Theater folgen. Was sagt der Polizeidirettor von Graz dazu? Südmark Lotterie. Die Lotterieleitung hat sich bereits einmal an die Ortsgruppen gewendet und um Angabe der Zahl der Lose, welche die ein-zelnen Ortsgruppen zum Vertriebe übernehmen wollen, ersucht. Da sich bisher nur ein geringer Bruchieil der Ortsgruppen gemeldet hat, der Lotterieleitung aber viel daran gelegen ist, noch vor Ausgabe der Lose, die in der ersten Hälfte deS MonateS Mai erfolgt, die Bestellungen seitens der Ortsgruppen zu haben, ersucht sie nochmals um eheste Einsendung der beigelegten Beftellka'-te an die Leitung der Südmarklotterie, Wien 8, Schlösse!-gasse ll. Ein Kind in Flammen. Die zweiem« halbjährige Maria Potrata in Cece bei Trisail ging dieser Tage vom Hause weg. um den gleich gegen-»beiwohnenden Großvater Johann Brinar zu be-suchen. Während sich ver alte Mann auf kurze Zeit auS dem Zimmer entfernte, begann da« Kind mit Zündhölzchen zu spielen. Dabei fingen seine Kleider Feuer. Lichterloh brennend lies das Kind auf die Straße. Die Mutter erstickte die Flammen zwar so-fort, aber das Mädchen batte bereits über und über gräßliche Brandwunden erlitten. Der Zustand de» Kindes ist hoffnungslos. Rauferei zwischen Bauernburfchen. Am Osterionniag nachmittag zechten im Gasthause Aschenberger in Galizien (Gemeinde Gron-Pirefchitz) an einem Tische die Besitzerssöhne Jakob Raneigaj, Michael Pernooschek, Joses und Jakob Berdel, so-wie der aus Urlaub weilende Landwehrinsanterist Johann Krulz, während am Nebenlische die Besi-tzerSsöhne Franz, Johann und Anton Naraks, de-ren Schweuer Fanni Naraks und der Besitzerssohn Anton Terschan saßen. Gegen 8 Uhr verließen alle das Gasth »uS und begaben sich auf dem Heim-weg. In kurzer Entfernung vom Gasthause kam es zwischen den beiden Parteien zu einer Stänkerei und gleich daraus zu einer Balgerei, wobei Anlon Terschan von mehrere» Bursche» der Gegenpartei mißhandelt und am Knpse leicht verletzt wurde. Nun griffen sämtliche Burschen ein und es entstand eiu Gemetzel, wobei auch Fanni Naraks vom Land-wehrman» Krulz und von Pernooschek wiederholt zu Boden geworfen wurde. Pernooschek hatte auch sein Taschenmesser gezogen, das ihm jedoch Fanni Naraks entriß. Auch Terschan wurde neuerdings zu Boden geworfen und mit einem harten Gegen-stände wieder auf den Kopf geschlagen, doch gelang es ihm, allerdings in blutüberströmten Zustande, sich vor weiteren Mißhandlungen durch rasche Flucht zu retten. Hievo» wurde die Anzeige erstattet. Neuerliche Bettelbriefe werden wieder von Deutschland, und zwar von einem gewissen Pfarrer M. Beyer für Spenden zum Bau der Mater-Dolorosakirche in Lankwitz bei Berlin auS-gesandt. Nach dem Grundsatz „Hilf, was helfen mag" sendet der Bettelpsarrer (so bezeichnet er sich selbst) Pumpbriese mit sieben Abbildungen des mit Dorne» gekrönten ChristuShauptes aus, die die sieben Worte Christi verbildliche» sollen. Er wählte hiezu die Ltidens woche, weil er weiß, daß die Leute in dieser Zeit sür solche Bettelzwccke am leichtesten zu haben sind. Wir meinen, daß es genug Jammer und Elend im eigenen Lande zu lindern gibt, so daß wir nicht notwendig haben, unser Geld für Kirchen-bauten >m reichen Deutschland hinauszuwerfen. Ländliche Mordgesellen. Am KarsamS-tag uachts lauerten süns auS der Gegend von Pölt-fchach stammende Burschen mit Name» Matthäus Berg ler, Franz Jamernik, Paul Rambacher und die Brüder Anlon und Karl Kosir den von Pölt« fch-merlsäle", ferner den prach.vollen Gastgarlen des Sleiiierhofcs, sowie ausgezeichnete Restaurationen mit Gärten wie: die Bühlersche WerkSreftauralion, Eder usw. besitzt. DaS sinnige, von dem Grazer Meister Brandstetler geschaffene Rosegger-Denkmal in Karpfen-berg ist fort und fort daS Ziel pietätvoller Besuche der gioßen Schar der Verehrer deS Meisters aus aller Herren Länder. Aufgehobenes Vieheinfuhrverbot. Die Landesregierung in Agram hat da» wegen Bestandes der Maul- und Kluuenseuche erlassene Verbot der Ein-suhr von Klaueutieren aus dem polnischen Bezirke Cilli nach Kroatien und Slawonien aufgehoben. Vermischtes. Der Fremde im Ehegemacht. Aus einer Stadt im nordwcstbihmischen Kohlenbecken be-richtet man folgendes Geschichtchen: Ein recht unan-genehmes Abenteuer halte dieser Tage ein hiesiger Junggeselle zu bestehen. Er war derart „angesäuselt" nach Hause gekommen, daß er die Treppenwendung sür fein Wohnzimmer hielt und sich dort niederlegte. Duich da« Schnarchen vor der WohnungStür wurde eine auf dem gleichen Flur wohnende Ehesrau aus dem Schlafe geweckt. Da es aber in der letzten Zeit einigemal« vorgekommen war, daß der Ehemann die-fer Frau mit einem schweren Rausch nach Hause ge-komme» war, so nahm di« Frau an, daß auch der vor der Tür so laut Schnarchende ihr Ehemann sei; um möglichst wenig Aussehen zu erregen, hob sie den Bezechten im Dunkeln auf und schleppte ihn in daS Ehegemach, ins Bett ihres ManneS. Wäh- ©ein 6 gkitrfiiite Ducht renk der Bezechte schon wieder in allen Tonarten laut schnarchte und die Frau noch darüber Selbst» yespräch führte, wie sie am nächsten Morgen die Gardinenpredigt einleiten und beenden würde, pol-terte eS an der Gangtür — und eS erschien der wirkliche Ehemann. Nun folgten recht stürmische Szenen, denn die Gattin hielt ihren heimkehrenden Mann für einen Einbrecher, der Gatte aber den im Bell liegenden jungen Mann sür einen eingeschmug» gelten .HauSsreund". Für den vermeintlichen Hausfreund wurde die Verwechslung am unangenehmsten, denn er wurde recht unsanft auS dem Bett geworfen und erhielt auch noch eine ordentliche Tracht Prügel. Die unvorsichtige Gattin hotte große Mühe, um ihren Mann wieder zu begütigen. Sin christlichsozialer „Ehren-«an n". Der bekannte klerikale Abgeordnete Dr. v. Baechlö, einer der heftigsten Gegner jeder Ehe-resorm, führte derzeit vor den Bezirksgerichten Frohn leiten und Wien (Landstraße) mehrere Pro« zesse durch, die auf den Charakter dieses Führers der klerikalen Partei ein bezeichnendes Licht weisen. Diesen Prozessen liegt nach den Allen folgender in« teressanter Tatbestand zugrunde: Baechle trat in Mailand, zurzeit, da er dort eine Kaffeefurrogaten-erzeugung betrieb, zu einer Säng'rin namen« Wolf in Beziehung. Frau Wolf hatte eine Tochter Hcn« riette, welche laut ihrer gerichtlichen Aussagt von Baechlö verführt wurde. Baechl6 verlitß Mailand sür kurze Zeit, um im Jodbade Llpik Heilung zu suchen. Nach seiner Rückkehr heiratete er Henriette am 17. Februar 1894 vor dem StandeSamte in Mailand. Frau Henrietle v. Baechlv erklärt, sie habe wiederholt daraus gedrungen, die Ehe auch kirchlich vollziehen zn lassen, doch sei dieser Wunsch an dem Widerstande deS Gatten gescheitert. Nach einem Jahre ersolgte vor der Ratskammer deS königlichen Tribunales in Mailand die einverständ» lich« Scheidung von Tisch und Bett. Trotz der Scheidung setzte Baechlö den Berkehr mii seiner Gattin sort, welche am 24. September 1898 eine Tochter zur Welt brachte, welche den Namen Adrienne v. Baechls sührt. AIS Baechlö nach dem Tode seines BaterS Erbe eines Millionenvermögens wurde, sorderte seine Frau sür die Tochter eine be-scheidene Erhöhung der Alimente. Um sich dieser Mehransprüche zu entledigen, versuchte BaechlS sei-ner Frau daS Kind abzunehmen und begründete dieS mit einem angeblich unmoralischen LebenSwon del seiner Frau, wobei er behufs Beschaffung deS diesbezüglichen MaterialeS ein ganzes Spionage-fystem einrichtete. Er bezichtet« feine Frau des mehrfachen Ehebruches, darunter auch mit seinem eigenen Bruder Ritter v. Baechl6, und erstattete gegen sie die Strafanzeige. Frau Henriette v. Baecylä wurde jedoch mit Urteil des Bezirksgerichtes Frohn-leiten vom 20. Dezember 1898 freigesprochen. In dieser sauberen Assäre intervenierte als Brrtreter BaechleS der klerikal? Bizebürgermeister der Stadt Wien Dr. Josef Pvrzer. In dem intimen klerikalen Kreise, wo man von dieser Assäre Kenntnis hatte, befürchtete man einen öffentlichen Skandal, welcher kompromittierend nicht nur für die Person Baechles, fondern auch für die Partei wirken mußte. Um die« zu vermeiden, bemühten sich einflußreiche Per sönlichkeilen, insbesondere der Subprior deS Wiener Dominikanerklosters P. Alanus Walnöfer, eine AuS föhnung zwischen den Ehegatten herbeizuführen. Boechlö erklärte jedoch wiederholt, daß er sich nicht als verheiratet betrachte, weil die Ehe nicht kirchlich geschloffen sei. LASSEN SIE Sunlight Seife Ihre Wäsche besorgen ! Sie reinigt ohne Reiben, Kochen und Brühen, wäscht rascher und besser als gewöhnliche Seifen und erspart Ihnen mehr als sie kostet, an Zeit, Arbeit und Erhaltung IhresWäscheschatzes. LEVER * CO, G m b H, WIEN III. _LU Herichtssaat. Ein geriebener Fälscher. Bei der Berbuchung von Anweisungen im Kassabuche der Kohlengewerkschast in Trisail im Monate Jänner stellte sich heraus, daß bei der Auszahlung sür Anweisungen an Johann Hudomal, Joses und Josefa Hudomal und Johann Gaischek ein Betrag von 170 Kronen ausgefolgt worden ist, deren Namen daselbst gar nicht existieren. ES lag hirr offenbar ein Betrug vor. ES wurden sofort Nachforschungen eingeleitet, die jedoch alle ohne Er« solg waren. Mitte d.'S Monats Februar d. I. wollte der 14 jährige ArbeiterSsohn Martin Borschtner, wie er zu heißen angab, bei der Kasse mit zwei An« Weisungen für Franz und Johann Borschtner je 50 Kronen beheben. Der Kassier prüfte jedoch vor der Auszahlung genau die Anweisungen und er« kannte sogleich, daß sie gesälscht sind. Während er die Anweisungen näher untersuchte, war Martin Borschtner davongelausen. Er wurde jedoch erkannt und ausgeforscht. lkS war dies der 16jährige Ar-beiterSsohn AloiS Koschetz aus Retje bei Trifail. ES wurde weiter« nachgewiesen, daß er auch im Mo-nate Jänner den Betrag von 170 Kronen mit ge-sälschten Anweisungen behoben hatte. Bon dem da-malS behobenen Betrage wurde die Schuld des alten Koschetz bei der Bruderlade im Betrage von 132 K. bezahlt. 'Der junge Koschetz gab zu, daß er alle Anweisungen gesälscht habe, um aus diese Weise Geld zur Zahlung der Schuld seines BaterS zu er« halten. Der junge Koschetz wurde zu sechs Wochen Kerker verurteilt. Ein heimtückischer Messerheld. Im Jänner d. I. tranken die Burschen aus Oplotnitz und Umgebung im Gasthause de« Kunej in Oplotnitz. Unter diesen befand sich auch der 21jährige AuSzüglerSsohn Georg BergleS und Georg Spile. Spile zankte während der ganzen Zeit mit anderen Burschen und war jeden Augenblick bereit loszuschlagen. Plötzlich kam er mit dem Joses Lewa, der ihm die Feder vom Hute reiße» wollte, in ein Handgemenge. Während sie sich im Zimmer herum-balgten, kam auS dem Borhause deS Gasthauses Georg Bergles und versetzte mit seinem Messer dem Lewa einen wuchtigen Stich von hinten in den Rücken. Er wurde zu acht Monaten schweren Ker> ker, verbunden mit einer Faste und einem harten Lager monatlich, verurteilt. K ■ Parole d'honneur. Kameradervich schwöreausFlor «■ 3 Helmonie, denn es ist das einzige wirklich gute r, ^ Ziqarcttenpapier. IFLOR-BELMONTE ; ZIGARETTENPAPIERE-ZIGARETTENHÜLSEN : SIND IN JEDER K.K.TABAK-TRAFIK ZU HABEN. verstorbene im Monat Mär) 1912. Angela Piituschek, 22 Jahre, TischlerSlochter. Ludmilla Wolfram. 43 Jahre, Damenschneiderin. Maria Gorjanz, 70 Jahre. Hausmeisterin. Ludwig Pollak, 7 Monate. LaboranleuSkmd. Johanna Ol>-refa, 16 Jahre, Handelsichülerin F>a»z Krell, 2> Jahre, HandelsangesteUter. Maria Graselli. 23 Jahre. SchvIdienerStochier. Maria Kölsche?, 9 Jahre. — Im allgemeinen Krankenhause: AqneS Llicar, 46 Jahre, Bedienerin aus Gaderje. Helene Kupec. 69 Jahre, Taglöhnersgaitin auS Pletrowitsch. Mat< lhias Rizman, 63 Jahre, Auszügler aus Lokroivetz U,sula Novak. 67 Jahre, Taglohnerin auS Umge bung St. Marein. Georg Mazej, 77 Jahre, OuS armer aus Umgebung Schönstem. Theresia Kozar. 71 Jährt, Gemeindearme aus Trennenberg. Anlo nia Tinta. 80 Jahre Gemeindea-me auS Süßenberg. Johann Trodina. 83 Jahre. Gemeindearmer aus Willan. Konrad Krizan, 45 Jahre. Privatier aus Hochenegg. Hermine Drugovic, &*/. Jahre, Kind aus Sachsenfeld. Jakob Kukovik, 29 Jahre, Be- sitzer auS Umgebung St. Georgen a. Südb. Jakob Orlcnik, 53 Jahre, Taglöhner aus Doberna. Joses Tkaltc, 13 Monate. Kind auS Ponigl. Jostsa So-bau, 66 Jahre, Wäscherin auS Umgebung Cilli. Franz Kolenz, 49 Jahre, Bauzeichner auS Silll. ^ranziSka Eretnik. 75 Jahre, Bedienerin aus Gono-bitz. Rudolf Klep, 4 Jahre. Sind auS Umgebung Cilli. Johann Kriston, 70 Jahre, OrtSarmer au> Ponigl. Matthias Babiö, Gemeindearmer auS Fei-stenberg. Amalia Kunstl, 17 Jahre, Taglöhneri» auS Podlog Maria Ojsterschek, 78 Jahre, Keusch-lerin aus Umgebung Cilli. Entschieden sind zur sofortigen Herstellung feinster fertiger Rindsuppe MAGGI HD a 5 h die besten! Allein echt mit dem Namen MAGGI und der Schutzmarke Kreuzstern. gebrauchen gegen Heiserkeit, Katarrh Verschlei-mnnfl. ttrampf- u. Mctutihustcn. Kaiser'Brusi-- \ V (aramellen mit den .. 3 Tannen'.' £*Jfc "vl. t>eHl. d«ug' llUCl" nisse v. «erziel, . und Privaien | veibü gen oert sicheren Grsolti. Aenfterst bekömmliche und wohlschmeckende Bonbon». Patet 2> und 40 Heller. Doi« I | AO Heller iu baden bei: Schwan! ■t (So., M Rauicher in CiUi: M. j üofp'ftl in Gonobitz; Han« Schni' d' iichitz in Rann ; Ä. Plunger in ! Wind.-Landsberg: Cail H Iibek >»«t< v Steckenpferd Bu y-R u Mai ke Ste« k- npferd von Bergmann & Co., Tetrcben u/E. Iu FUscheo a K 2 u. 4 erhältlich in allen Apotheken, I'rugt-rieo. l'arfümerUn und Frigturgecl iften. 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Expositur in Prassberg und in den Kanzleien der nächst der Triester-Reichsstrasse gelegenen Gemeinden zur allgemeinen Einsicht auf. Die mit 1 K Stempelmarke versehenen Offerte haben ausser dem Angebote in Worten und Ziffern, welches sich auch auf mehrere Pachtobjekte erstrecken kann die Erklärung zu enthalten, dass der Pächter sich den von ihm eingesehenen Pachtbedingnissen vorbehaltlos unterwirft. Die Offerte sind bei der k. k. ßezirkshauptmannschaft Cilli einzubringen. Die Offerteröffnung findet am Dienstag, de Beimengung genossen, ein «JS» ausgeieichnetes Erfrischungsgetränk. » >; Erhältlich in allen Mineralwasserbandlungen, Apotheken, Spezerei-w geschäften, sowie durch die Brunnen Verwaltung Preblau, Kämten. &C5aeMOK ZMA« m^mmmmmmmm mm m mmmaa&m Im Kampfe gegen Alkohol sind alkoholfreie Brause-Limonaden hergestellt mittels Marsner's Brause-Limonaden-Bonbons das bewährteste Mittel. Allein echt, wenn mit dieser 8CHHTZMARKE. mit welcher auch jedes bäci>olicn. sowie auch jede Pastille verschen ist. Jährlicher Verbrauch mehr wie 60 Millionen Stflck. Alleiniger E'ienger: Erste bfihmiscb. Aktien-Uesellschaft oriental. Zueker-waren- nnd Chokoladcnsabriken, Königl. Weinberge, Wien VI., Tbe0ba.ld9a.Ese 4. Ausweis über die im städtischen Schlachthause in der Woche vom 1. bis 7. April 1912 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleische«. Name des Fleischers «ötytatysmieu Hm. ginq^Ubttef jMctfft in flOtn-B Stlllfe» g Z s ss 3 £ o «5 -tJ s- Jt 1 £ B e* c V ■o «3 Eingeführtes Fleijch in Silogramm ' 3 •e o ä <3 « £ Z | ti) 2 tS cc I Auflebet Jakob . ArubntJj Johann Junger .... wne»..... Koffdr Ludwi', . \!e»toid>et Jakob Redeu'chea» Josef Reisn« Joses. . Ä^iiat granj . . Strlzev .... «uppan .... ilieegg Rudolf . itoUitrub« Zranz Sweltl..... Puslet..... Ganwtrtt . . . Pnvaie .... 3 — 2 — — 2 1 1 l 1 — — 2 — — 1 270 — — — 1 1 1 1 4 4 2 — 8 - — 10 - — 10 — — 15 2 — — — 10 4 — — — — — — — — — — 2 — — 58 — — — — — — — — — — — — — — 4 2 4 2 2 — * — — 8 4 — — — 1 3 1 3 — — !5 1 3 — 2 — — — _ — 1 1 — — 2 — — — — — 10 — — — — — — — — — — — — — — — — — — — 129 — — — Seite 10 Deutsche Wacht Nummer 30 ^»tlenkapltal: K 65,000.000*— Reserven: K 17,000.000*— Zentrale In Frag. Kommandite In Wien. K. k. O prlT. DurrhfAhrung aller baokgeseh&filiclien Transaktionen and Erteilung diesbezüglicher Auskünfte. An- und Verkauf von Effekten, Valuten, Mfinzsorten nnd Coupons. Veralcherunf («ten Yerl verlMt Böhmische llnion- Fiiiaie Cilli. Bank Filiale! in Reichenberg, Gableas, Saaz, Olmüti Bielite, Jägerndorf, Troppan, Rumburg, Brünn. Lina, Hohenelbe, Dornbin, SaUburg, Mahr. • Schönberg, Nentitaeheia, Graa, Leoben, Königinhof, Rlagea-fart, Villach. — Exposltarea k Friedek-Miatek and Braanao. Halantrate Auaffihrung von BBraen- auflrAgrn. Ohernahme von Wertpapieren aur Aufbewahrvng and Ver«allaa| Belehnung von ll'erlpapleren. Vermietung von Meherheluaehrank* sichern («afea.) Annahme von Geldern nur Verilniunt Ina Honla-Horrent auf Elnloya-MAelaer. Kreditbriefe auf sämtliche Haupt- und Nebenplätze de* In- und Auslandes. Wirtschafterin bessere Witwe, 37 Jahre alt, gesund und stark, feine Köchin, in jedem besseren Haushalte bewandert, scheut keine Arbeit, geht auch aufs Land um den kleinsten Lohn, damit sie ihren 3 Jahre alten Knaben bei sich behalten kann, der recht brav und ruhig ist. Briefe erbeten unter .Gutmütig 101* postlagernd Cilli. Praktikant mit einen Anfangsgehalt von 20 K monatlich wird ausgenommen im photogr. Atelier A. Perissich in Cilli, Kirchplat7. 18415 Mädchen an» gutem Haute von auswärts, der deut-achen Sprache n ächtig und die noch nicht in Cilli gedient oder garnicht gedient hat, näheu kann and au h als Stubenmädchen abrichten liesse, findet einen Pusten in L. 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