Intelligenzbllttt zur Kaib.Zettung. Samstag den KG. Dezember »85». Z. 2 »68. (3) In dcm Hause Nr. 66 in der Polana - Vorstadt sind 2 Wohnungen, eine mit 3, die andere mit ü Zimmern sammt Küchen, Speisekammern Holzlegen, Kellern, dann eine Stallung auf 4 Pferde, weiters ein großes Magazin, so wie auch ein ebenerdiges Zimmer, sämmtliche Bestandtheile entweder sogleich oder zu Gcorgi 1859, zu beziehen. Das Nähere ist bci der Haus-eigenthnmerin daselbst zu erfahren. ^ ^ K 3. » /^"^1'',l!>>Nlcnta, unä bitten ^V > ^» ,' ^ ^ -: " > /^l»''' ^'«^° ül> Irr. ozl.I^. H <3^^><- '3^ ^,-- >«^? ^ "^ ^ ^^!1^H Z. 227t, (2) Nr. 6l7. Sparkafte Kundmachung. Wegen des Rechnungs-Abschlusses für das n! Semester 18ii8 werdm bei der Sparkasse vom 1. bis in^uzive 15. Jänner 1859 weder Zahlungen angenommen noch geleistet. Z. 2238. (2) Kaiserl. königl. »M ausschl. privil. Anatherin - Zahn Pasta «°n I. G. Popp, prakt, Zahnarzt «nb Pri^iligiilüiS-Inhabsr drS Anachcriü-Mundwciffcrs, drr Zahnplombe und dts vegetabilischen Zahnpulvers in Wicn, Stadt, Tuchlauben Nr. .557. Obgenanutc Zahn-Pasta ist eines der bequemsten Zahnrciüignngsinittel, da eS keinerlei qesiindheitSschlidliche Stoffe enthält; die mineralische!! Bestandtheile wirken auf das (5»>ail der Zähne, ohne selbe anzugreifen. sowie die organischen Gcmcna-theile der Pasta reinigend sowohl anf das Schmelz wirken, als auch die Schleimhäute erfrischen und beleben, die Munbthcile durch den Zusatz der ätherischen Oele erfrischen, so daß durch dessen Gebrauch der den Zahnstein erzeugende lästige Schleim entfernt und dadurch daS fernere (5'ntstehcn des Zahnsteines verhindert wiro, die Zähne an Weiße und Reinheit zunehmen. Besonders zu empfehlen ist selbe Reisenden zu Wasser und zu Land, da cs Weber verschüttet, noch durch den tägliche» nassen Gebrauch verdirbt, Preis in. Porzcllandosen I fl. 10 kr. (5M., ist in allen Dchuts, wo mein Anatherin - Mundwasser vorräthia ist in dcn Provinzstädtcu zu dem gleichen Prelse zu haben. ' K. k ausschl. priv. Zahmyt PW's Almthtlin-Mundwasser Preis für ein Flacon 1 fl. 20 kr. EM. Da dieses durch mizähligc der cmnkennendsten Zeugnisse von dcn hervorragendsten Autoritäten bewährte, — bei dem sich täglich steigernde» und viclsach vcrmehrtcn Bedarfe in jcdcc Haushaltlinq nothwendig gewordene und erprobt? Mundwasser selbst vr» hohen und höchsten Herrschaften, besonders al« eines der vorzilfzlichsten ^onscrvirunqsmittel für Zähne und Mundth/ile bc? nicht, sowie u n den reiiommirtesten Aerzte» verordnet wird, fühle ich mich jeder weitern Anpreisung gänzlich überhoben 3 W WI!. ! schc» , wodurch die fernere Ansammlung der Speiftnresie, sl'wie auch v,s Speichels und anderer Flüssiaf,ls,n u»d die weitere Auflockerung del Kiiochenmassc bis z,> de» Zahnioruen (woduich Zahnschmerzen entstehen) veihindcrt wird. Diese Masse ist äußerst dicht, nicht einfcnigrnd, fest v^rl'indelid niil der Zahnhöhe, wodurch eine dauernde, kräftige Kau- und Kronenssäche eutstcht. und daher, sich' »m so lnniger verbindet, da es nicht aus HarzbestandtheÜcn, welche sich «»iammen-zill!.», sl'iid.'r» .'us w.ihre» Äcj^iü^hlil.ü deS .ssnochenS und Schmelzes der normalen Zähne beste!,t Diese feste und sich iikr-!.n,g l,.tte,.de Massa >s< de». üiold- nud auder.. Metallen udcr son't angewandten Substanzen vorzuziehen, hat dies.lbe ^arb'' wie die nmml.chcn ,;al..n>w..l sie ,ich ferner ohne ^)ruck uno ^cl) .c.z anwende» läßt; zugl.ich w,ro d.,S Angreif... der noch aesünd/n Z^I),,e M'l'cn fraüksteh.ndc» verhütet, die ,V"l>lung ausgefüllt, woriiber ?llles wegfließt 8l!»no,n Prozeß der ^^" ^"""" "'^" "" ""^""^ '"^ """"""'' '" """s" ^'^, sondern auch chemisch den septischen Pr.is der Zahn-Plombe i» MmS 2 fl. (5M. UM' I. V. Pöpp. ^ ..-,, ^reis ^t« kr. (?M. ES re.n.gt d.e Zahne dcr ?Irt, daß durch d.ss.u täglichen ^'e ranch nicht nnr der gewöhnlich so lästig, Zahnstein .nt^ ,crnt wird, ,ondern auch die l»l.i,„r der Zälnie an W.ißc und Zartheit immer zunimmt. " ^ °> '" '""'"' "aynnem ,nt. Dns Hnnthcri l-Mundw.isser ijt ci,y>a und nllein echt zu habe,^ Äpc'tt'ckor; m W ,' r asoi., dci «Hiler. ^poil'ctcr,- l» N c u ft a o t l dci v. Ni22oUi. A^thckcr ' i„ W , l f"' berg l'll V. ?llller; m Tricsl dn Xiliovieb. Apotyrkcr; in G urkfc l d bci klibll Ldmcbe« Apoü'kker Kundmachung. der gräflich Saint - GJenois'schen Anleihe schon am 20. Zmmer 1859. Dust Anleihe enth.lt Gewwm m^^M>.^ wn^ 2«.^ .0.«««^«.«^ ^.««0 .. «. Die Verlosungsbetrage werden beigem Bankierhause S. M. v. Nothschild in Wien ausgezahlt. Wien, 4. Dezember 5838. S. M. v. Rotliachlld. Hermann Todeüco'« Soliiio. 926 Z. 2199. (3) ^Veit längerer Zeit befassen sich mehrere Seifen-Erzeuger mit der Anfertigung verschiedener Surrogat-Seifensorten, welche sie unter mehrerlei Namen verkaufen, als: Apello, Apoll, Apolleo, Apolloi, Elain :c. :c., in viele Classen und Nummern theilen (nämlich Classe oder Nr. 1, 2, .'5, 4 u. s. w., wodurch die immer schlechtere Qualität nach Nummern bezeichnet ist) und auf Grund des billigen Preises, wie diese Ware gewöhnlich berechnet, überall als sehr „convenabel" anempfehlen lassen. Es muß natürlich Jedem unbenommen bleiben, seine Erzeugnisse anzupreisen; wenn aber Jemand, der ein Surrogat erzeugt, sich erlaubt, dieses Surrogat als echte Ware, und um das consumirende Publikum zu täuschen, mit den gleichen oder ähnlichen Namen des Erzeugnisses aus einer renommirten Fabrik in den Handel zu bringen, dann ist es Pflicht, derlei Betrügereien aufzudecken. Wie sich alle unsere Zirkulare aussprechen, berechnen wir unsere Erzeugnisse allen unsern Freunden zu gleichen Preisen; nun erhalten wir aber von vielen Seiten die Versicherung, daß unsere Ware billiger durch Reisende angeboten wird, als wir solche directe berechnen. Bei näherer Untersuchung haben wir uns die Ueberzeugung verschafft, daß man derlei Surrogat-Seifen unter obigen Namen, welche mit gleichen Lettern (Buchstaben), wie bei unserer Seife, auf jedem Stück eingepreßt sind, als unser Erzeugniß verkauft; wenn es also vorkommt, daß ein reisender Charlatan oder Verschleißer die sogenannte „Apello-, Apoll-, Apolleo-, Apolloi- oder verschiedene Elain-Seifen" üls unser Produkt, nämlich: „Apollo - Seife" anbietet, so ist dieses offenbar ein Betrüger, da wir unsere, aus reinem Glain und ganz ehemisch rein gesottene Seife, welche für Woll- und Seidenfärber, für alle Wäschereien, so wie für die Toilette gleich vortheilhaft ist, bloß utter dem renommirten Namen „Apollo-Seife" in den Handel bringm. Die Apello-Seife (seit kurzer Zeit von einem hiesigen), die Apoll-Seife (wahrscheinlich von einem Vrünner), die Apolleo-Seife (wahrscheinlich von einem Prager) und die Apolloi-Seife (wahrscheinlich von einem Pesther), sämmtlich aber uns unbekannten Erzeugern fabrizirt) sind gefüllte Seifen, unter welche Kategorie auch die meisten sogenannten <3lain-Seifen gehören. Zum Füllen der Seife wird größtentheils, Lauge, auch Pech, SpeBstein (Federweiß), Lehmerde, ja selbst feingeriebener Sand verwendet, indem ein kleines Quantum Fett mit derlei werthlosen, sehr in's Gewicht fallenden Artikeln, im Verein mit Aetzlauge zusammengerührt wird, was nach wenigen Stunden diests Seifen-Surrogat gibt. Den Wiederverkäufer wie den Consumenten trifft bei deren Anwendung immer, mitunter großer Verlust; den Wiederverkäufer dadurch, daß nach wenigen Wochen, als die Ware am Lager li^gt, sich das Gewicht bedeutend vermindert, mdem das Wasser der Lauge vertrocknet und die Stücke unförmlich, wie Schwamm zusammenschwinden, endlich aber, daß der Wlederverkaufer zu verantworten hat, wenn das kaufende Publikum bei deren Verwendung, nicht wissend, daß es ein Surrogat ist, dem schädliche Stoffe beigemengt smd, sich großen Schaden verursacht. Bei Erzeugung von gefüllter Seife auf kaltem Wege wird gewöhnlich, um eine Auflösung des Fettes zu bewirken, em großer Ueberschuß von Aetzlauge verwendet, das überschüssige Matron wirkt nun auf alle animalischen nnd Bamn-wollstoffe sehr zerstörend, indem er derlei Stoffe zerfrißt, so wie beim Werbrauch der Toilette-Seife die Haut aufätzt und Krätzen verursacht. Beim Verbrauch zu technischen Zwecken, z. B. bei Färbereien lc., ist der Schaden oft sehr groß; denn abgesehen hiervon, daß eine mit Speckstein, Pech, Lehmerde und Sand gefüllte Seife durch diese Stoffe, welche keinen Werth haben, schwer ins Gewicht fallen, — liegt der große Nachtheil darin, daß diese unlöslichen Grdtheile zarte Farben zerstören, nnd indem sie sich mit der Farbe an den Stoff anhängen, dieser fehr oft ganz verdorben wird. Bei dem großen Renomm«, was unsere „Mpollo-Seife" im In- und Auslande in allen Zweigen technischer Verwendung besitzt, müssen wir uns daher gegenüber solcher Betrügereien verwahren, und erklären hiermit, wie in unseren früheren Zirkularen: daß wir bloß vollkommen neutrale und ganz chemisch rein gesottene Seife erzeugen, die wir uuter dem Namen „Apollo-Seife" verhältnißmäßig der Qualität stets so billig berechnen, wie es keiner andern Fabrik leicht möglich wird; — wie wir auch noch weiter bemerken, daß sowohl bei unsern Apollo-Kerzen, als der Seife wir bloß eine Sorte, und zwar nur die ausgezeichnetste ^Prima-Qualität, und nie eine zweite schlechte Sorte erzeugen. Zum Schlüsse müssen Wir noch auf eine uns m neuester Zeit erst bekannt gewordene, besonders raffinirte Betrügerei aufmerksam machen. Von unserem Seifen-Haupt-Depot in Pesth erhielten wir die Anzeige, daß vielseitig unsere leeren Seifen-Kisten, auf welchen unsere Zeichen markirt sind, aufgekauft werden; bei näherer Untersuchung zeigte es sich, daß eigene Agenten, des Lesens unkundige Fuhrleute, welche mit schriftlichen Ordres zum Ankauf unserer Apollo-Seifen nach Pesth kommen, auflauern, und ihnen die vorgenannten Surrogat-Seifen in unsere Original-Kisten verpaßt anstatt unserer Apollo-Seife übergeben. Um derlei Betrüger der strafgerichtlicheu Behörde anzeigen zu können, ersuchen wlr unsere Geschäfts-Kreunde, Vorkommendenfalls uns sogleich unter Beischluß der dießfalls erhaltenen Rechnung in Kenntniß zu setzen. Wien, im Februar 18ö8. Erste österr. Seisenlieder-Gewerbs-Gesellschast. Comptoir im Apollo - Saale, Tfci** l^ii«o*«4i/ii* ©c&ottenfelb Sir. 343. Uie UU CCUOD.