VerwaiNnia, ?tatl,auSga0 »« so# WnttfNQn« . . .» ,-!« . . . K « <» #aiuiSmi« . ... U. ist« 08t <1II t «il Zustelln»,, in* MonaUiS . . . , K l-io fhrrtrtlldtij . . . K *•— Ä«i»ia»Tiji ««Rl|ä»ltq . J . . K IST— Prt Bn*l«i» rr&ibra fiüi »t« die d«de.ro L»,elel!ne geltm tue tut *t bestell» »tiu 31. Jahrgang. einzelne Bestimmungen diese« Wahlrechte« einließe». Ob der Schwäche, die wir bekundet haben, werten unsere Enkeln unserem Andenken dereinst ebenso fluchtn, wie wir die Albernheit jener unpraktischen Schwärmer verwünschen, die bi« Erfindung der berüchtigten „Gleichberechtigung" matten, welche .Gl«ichberrchitgung* die größte Ung« rechtig« kett gegen unser Volk beinhalte». Erweisen wir un« aber nun selbst zu schwach um den Plan mit der slavischen Parlamea»«m«d»» heit zunichte zu machen, gelingt un« nicht einmal die armselige Ziffernkorrekiur, dann sind wir nicht« andere« wert, al« daß wir zu« gründe gehen. Dann sind wir eben im Weit-streit der Arten zum Untergang bestimmt. Alle«steht für un« aus bemSpiele. Man bedenke nur einmal die Zteamtenfraz«. Schon heute könn?« wir un« die Ueberflutung durch «in Heer slavischer Beamter kaum erwehren. Die Klage wegen Slavisirrung der Aemter ist eine stetig wiederkehrende und wenn man bei d.n Zentralbehörden vorstellig wird, so predigt man tauben Ohren, denn alle die Oberbeamien liegen in wahnsinniger Angst ptatl aus dem Bauche vor der Herrschgewalt slavischer Vokl«vertr«ter. Wie soll da« erst werden, wenn die Slaven noch «in gewaltige« Stuck Macht an sich gerissen haben i G>aubt ihr denn, ihr da oben im angeblich „ge-sicherten^ und geschlossenen deutschen Sprachgebiet ihr werdet gegen die slavische Gefahr gefeit sein, vor euch wird sie Halt mach«»? Die Slavin werden zu den vielen slavischen Beamtenfabriken noch eine Meng« neuer dazu »dekretieren" — d«rSpaß geht ja nicht ou« ihrem Sacke — und dann wird die slavische Ueberproduktion auch euch aussuchen und euren Söhnen eine Konkurrenz bereiten, bie diese nicht au«halten können, weil st« gegenüber den „doppel« sprachigen" Btwerbern „minderwertig" sind. Der Echristleittttig: W«tbASi«flafsc Nr. 5 (Ciirnti $ rat.) «»» «»,,»,! Slglüt l»i, tMaifcBt der ®onn- u. ffxer-»8«) >«n 11—IS n»c du?ER. werde» irtAt «rtltfjrjltden, «menl»!« «in-'ntaitei nid»; derASftch«,». ■ itll ikigu ngin dk! rnaiglt sep «Wtfttn akWUtni e»l-e«n>. - B« SBIetertoiunflO! iiW»t «Je .Entlfe w»at- ethsdni Conntaji nirt XoKBfliUg m»e,en». e«ftfpaifaffrit- Jtonte »Wf. M. 17. Hine slavische ^arlamentsmehryeit? Wir Deutsche haben diese« Staaten» gebilde an der Donau au« dem Ehao« geschaffen. Mit unserem Blute haben wir die widerspenstigen Kronländer zu-sammengeleimt und mit gepanzerter Faust baben wir die rebellischen Tschechen, Polen und Magyaren kirre gemacht und ihre Länder unserem Fürstengeschlechte, den Hab«« burgern zu Füßen g«l«A». Da« r ä ch t s i ch bitter an un«. Man züchtig» un« heute dafür mit Skorpionen, indem man die in jahrhunderle« langem Ringen mühsam Unterworfenen nun zu Herren über un« setzen will. Man will e« und man wird e«, wenn wir tie erbärmlichen Schwächlinge sind, e« un« gefallen zu lassen. Wir sind, wenn e« bei dem Regierung«?»»-wurse sein Verbleiben hat, in aller Form den Slavenvöl.'ern tribu'pflichtig geworden. Die Steuern. die unser Volk aufbringt, würden dann au«schließlich im Dienste de« Slaven»um« verwende». E« ist Verrücklhei», die hier am Werke ist, die Slaven zu Herren im Hause Oesterreich zu machen. Die Lerne, die bei dem Regierung«en»wurfe di« Hand im Spiele hatten, solllen in einem Irren« dause unschädlich gemacht werden und die« ou« staatlichen Erwägungen. Welch ein Interesse könnien wir Deulsche noch an eine« Staate nehmen, dessen Einrichtungen daraus hinau«laufe»>, unser Volk langsam aber sicher umzubringen? Müßten wir un« dann nicht sagen: Je «her dieser der-p'uschte Organismus in Trümmer geh«, desto besser für un«? Ein Staat hat ja doch nur dann Leben«-berechtigung, wenn er seine Aufgabe erfüllt, den Bestand eine« Volke« zu sichern. Und wir solllen so hirmissig sein, diesem Staate die misvrs Die Hetjeimnisse der Weeresttefen. Der Untergang de« französischen Schiffe« „Sullq* bei Saigon hat den Tauchern wieder ein-mal Gelegenheit geboien. den Meeresboden gründ-lich zu untersuchen. Dabei bat sich besonder« ein junger Schiff«iechniker De Plury «»«gezeichnet, der mii Hilfe eine« von ibm erfundenen Apparaie« die bi« dahin nie erreich»» Tiefe von mehr al« 336 Fuß erreicht». Eine Art Meiallpanzer gewährt De Plury jeden Schutz, und Mittel« einer b'fonderen chemllchen kombinaiion wird automalisch für die Aimung gesorgt. So ist er schon mehr al« 1I5mal mit völliger Sicherheit in die Tiefen hinabgestiegen und hat dabei eine wunderbare Welt enldeck», die bi« setz» kein menschliche« Auge gesehen haue. Nach dem .Ecientific American" berichte» De Plury über seine unterseeischen Erfahrung?» Folgende«: „Zuerst hat man da« Gefühl, al« ob man in «in Bergwerk hinabsteigt, aber man gewöhn» sich bald daran. In einer Tief« von eiwa neun Fuß find«» man fchon M-dusen in großen M«ng«n. Durch das Wasser gesehen, erscheinen all« Dinge v«rgröß«r», und so komm n einem die Quallen riesengroß vor. Man vergiß» zunächst ganz, daß man durch d«n Tauch«rh«lm geschützt ist, und bat «m Gesühl. al« ob diese Massen schrecklich weicher und schleimiger Medusen einem am Gesicht hängen bleiben. Gel», der unser Volk dauernd zur Minderheit verurteilen soll. E« haben sich zwar Leuie gefunden, die von ihrer UeberredungSkunst fo hohe Stücke hallen, daß sie glaubten un« da« auireden zu können. Der Ianiljchare Gaulsch, der sich in so ausgezeichneter Weise gegen s«in Volt verwenden läßt, hat erklär», die Gefahr für die Deulfchen bestehe nur in ihrer Einbildung; Dr. Adler wiederum, will nur Tschechen, Polen, Windische und Ruthenen kennen, die zu« sammensassend« Bezeichnung .Slaven" hab» »ur ethnographische aber nicht praktische Bedeutung, obwohl die slavische Gemeinbürg« schast schon genug Kraftproben abgegeben ha» und eine gewisse liberale Presse sührt gar da« Gauklerkunststück auf, di« Ruthen«», die ja mit den Südslaven in »ngem Bunde gegen unS stehen, den N i ch t s l a v e n' zuzurechnen. So will man un« Sand in die Augen streuen. Eigentlich haben wir uns schon in die Laube lock n lassen, indem wir die grundsätzliche Gegnerschaft gegen da« gleiche Wahlrecht damit ausgaben, biß wir un« auf« Feilschen um ger Bewegnng befinden. In einer Tief« von etwa 162 Fuß kommt man durch dicke Massen Algen; einige haben zwanzig b>« dreißig Meier lange Arme. die. gleichsam von einem unheimlichen Leben erfüll», sich um jeden Teil des Körper« schlingen. Dies« Algtn bilden eine groß» Gefahr sür den Taucher, da sie seine Bewegungen lähm'N und ihn mi» Zeninergewich» hinunierziehen können. Unter 162 Fuß finde» man kleine, schlangenarlia« Fisch« von etwa drei Fuß Länge und andere Bewohner der Tiefe, die Delphinen ähneln. Diese letzleren stürzen sich lebhas» auf den Taucher, den leicht die öllich e Furcht befällt, sie könnien ibm da« vier Zoll dicke Gla« de« Helm« zerlrümmern. Natürlich würde der Tod fast sofort eintreten, wenn die« der Fall sein sollte. Noch schlimmere Ungeheuer sind die Polyven. bie ihre schleimigen Fühler um den kühnen Forscher schlingen; da sie aber feige sind, verzichten sie auf ihren Angriff, wenn sie mi» dem Meiallpinzer «eine» Taucheranzug« in Berührung kommen. Ebenso schrecklich anzusehen und viel kühner sind die Riesenkrubben, von denen einige drei Fuß i« Durchmesser groß sind. Infolge ihrer ftaikm Schalen und Scheren bedrohen sie den Taucher ständig, und diese Gefahr darf er wirtlich nicht unlerschätzeu. Einen merkwürdiflen Eindruck ruft bei diesen Unterseesorschungen da« Lich» hervor, da« ein feit« samt« Gemisch von violett und grün ist; die Farbe ist ein wenig dem Lichte in den Höhlen der Eis« berge ähnlich. In einer Tiefe von zweiundreißig Meter wird da« Licht immer zerstreuter, und durch die Masse de« darüderliegenden Wasser« erscheint die Sonne al« eine rötliche undurchsichtig« Kugel; aber bie Sterne sind selbst am Mittag sichtbar, wenn bie direkten Sonnenstrahlen zum Beispiel durch einen Felsen abgehalten sind. Eine« Tage« halle ich in einer Tiek« von 129 Fuß gerade um 12 mittag« einen unvergeßlchen Anblick. Di« Sonn« stand i« Zeniih. Ich stand auf «ine« Grund von s«in«m weichen Sand», und di» Lichlbrechung auf dem schneeigen Teppich machte aus mich den Ein« druck, al« ob ich aus einer Edene geschmolzenen Golde« stände. In einer Tiefe von 226 Fuß herrsch» bereit« liefe Dunkelheit; bei 327 Fuß ist die Dunkelheit undurchdringlich, und um etwa« sehen zu können brauch» man elektrische« Licht. Ich benutze elikmsche Lampen von 10.000 Kerzen« stärke, deren Licht sich aber auch nicht über einen RadiuS von 90 Fuß breitet. Gesunkene Schiffe, geborstene Booie, zeriplitterle SchiffSrümpfe, Trum-mer von Deck« und gebrochenen Masten bieten dann einen traurigen Anblick. Sehr «erkirürdig ist die oft von mir beob« achtele Tatsache, daß die See bie Ltichrn «in« ge-wisse Zeitlang vollkommen erhält. Ich besuchte einst den Rumps eine« Schiffe«, da« mi» feiner Besatzung untergegangen war. Fast die ganze Mannschaft hatt« i« Augenblick de« Unglück« ge« schlasen und war so vom Schlafe sofort in den Tod übergegangen. Da die Luken geschloffen waren, hatten bie Fische die Matrosen nicht aoge« Seite 2 slazische Beamte fühlt sich aber stet« alt einen Sendling der Slavisierung. Er wird genau so wie er e« an der Sprachgrenze gemacht hat, slavische Gewerb»- und Geschäftsleute nach sich ziehen und „slavische Minderheit«»" schafft», die dann dazu ausgebeutet werden, die amtliche Doppelsprachigtnt zu erzwingen. Böhmen ist jz da« klassische Bei-spiel hiesür. E» ist nicht Schwarzseherei, wenn wir behaupten, daß e» eine slavische Parlament»mehr-heit in wenigen Jahrzenten dazu bringen würde, auch der „deutschesten Sladt Oesterreich»" doppel-sprachige S raßentafeln aufzuzwingen. Im Hand» umdrehen hätte auch da« geschlossene deutscht Sprachgebiet seine »gelbe Pest*. Man sagt so häufig: Der slavische Beamte könne ou« seiner flavischnationalen Haut nicht heran«. Da« Wort greift darben. Der slavische Beamte ist ja der Trä g er o e r flavifchna-tionalen Bestrebungen. Wehe den Deut» scheu, deren Angelegenheiten in seine Hände gelegt sind. Mit einem Fanatitmu«, der von keiner Reue uno keinem Gewissen b-schwert ist, haust»er wie ein Eroberer im Lande. Und wie viele deutsche Existenzen, die im Recht«- und Geschäfl«leben einem slavischen heimlichen Feinde unterstellt waren, mußten daran glauben. Zu Zeugen, daß wir die Wahrheit fern von aller Uebertreibung sprechen, rufen wir alle jene an, die bereit« einmal unter der Fuchtel eine« slavischen Beamten standen. Die slavische Beamten-Berseuchung ist mit eine der ärgsten Drangsale, die un« eine slavische Parla«t»mehrheit bescheren würde. Darum soll alle«, was leben«kräftig ist. zu entschlossenem Wider-stände gegen den WadlrechtS-Resormentwurf der Regierung aufgerufen werden. Diese« At.entat aus die Deutschen muß zunichte gemacht werden. Wider-stand bi« zum Aeußersten! Teuiwart. Erziehung zum FotKsöewußtfein. Theodor Fritfch kommt in dem jüngsten Hefte seiner gediegenen Halbmonaiöschrift .Hammer' aus die trotz BiSmarck und trotz 1870 immer noch bestehende Fremdafferei und entehrende Selbstverleug-nun., der Deutschen zu sprechen und ergeht sich hiebet in folgenden beherzigenswerten Betrach« tungen: „Aber wie soll mün'S ändern! Das bloße Er-mahnen.nützt hier nichts. ES ist nutzlos, jemandem zu sagen: Sei besser deutsch! — wenn er gar keine klare Vorstellung davon hat, was deutsch ist. Wer Verständnis für das deutsche Wesen hat, der ist unbewußt deutsch. Ader daran fehlt »S eben. Man darf sich also nicht darauf beschränken, von außen zu ermähnen, sondern man muß von innen deutsches Empfinden erwecken. Und da» ist eine schwere Kunst. Der Deutsche ist zwar im allge-«einen ei» guter, gewissenhaster Schulmeister, aber nagt, und sie lagen scheinbar in einem ruhigen und geheimnisvollen Schlummer da. Ich näherte mich uns berührte eine der Leichen mit der Hand; das Fleisch schien sich unter meiner Beruhrung auszu-löse» und zu vergehen, und nur ein Skelett blieb übrig. Und dann die Schätze am Meeresgrunde l Millionen allein liegen nicht wtit von Bigo begraben. Ich selbst bin nie dagewesen, ab.r einer meiner Leute stieg einst in dem alten Taucher-anzuge hinunter. Der Unglückliche starb bald, nachdem er die Oberfläche wieder erreicht haue, aber er erzählte »och, daß er auf dem Grunde mehrere Gallionen gesehen hätte, deren Musten noch standen und deren Zimmerwerk noch sest war. Da« waren jedenfall« einige der berühmten Schatzschiffe, die meiner Meinung nach aber nicht zu bergen sind. Da sie feil 1707 unter dem Wasser liege», müssen alle M tolle inzwischen gerostet fein. Ich selbst habe daS Schiff gesehen, daS um 1808 di- Schätze Napoleon« nach Holland brachte, unterwegs aber scheiterte und mit hundert Millionen an Bord sank; davon sind 56 Millionen geborgen, alle« andere liegt »och am Grunde de« Ozcan«. Der Fürst von Monaca hat bei Cypirn eine Gollivne von Kunstgegenständen auf dem Meeresgrunde ge-funden . . . Wacht" ein schlechter Erzieher. Er versteht sich nicht auf feelische Einwirkungen; eS fehle» ihm dazu m«ist gewisse psychologische Einsichten. Wo er belehren möchte, da poltert und schimpsl er und stößt die armen irrenden Seelen ab, anstatt sie anzuziehen und behutsam zu beeinflussen. Darum bl-ibl so viele« Gutgemeinte in unserer nationalen Bewegung wirkungslos. Kürzlich beschäftigte sich jemand in der Staats-bürger-Zeitung mit diefer ernsten Frage und sagte dabei manche« recht Verständige. Da hieß e« u. a.: Soll unser deutsche« Volk deutsch sein, deutsch denken, suhlen, handeln, glauben, lieben, Treue üben, so muß e« erst wissen, wa« alle diese Be< griffe in deutschem Gewände bedeuten. Die Jugend hört wohl über deutsche Treue, sie lernt und singt vielleicht auch Ernst Moritz Arndt«: „Deutsche« Herz, verzage nicht!* hört wohl auch de« Taciiu« Wort über deuische Treue: „Bei ihnen gelten Worte wie ander«wo Eide"; sie hö« vielleicht auch, wie deutsche Männer gedachi haben, sie spricht auch nach, daß dem . rutschen die Ehre über alles geht: aber alles diese* ohne V-rständ-n>«. ohne Begeisterung, ohne Ahnung der einstigen Pflicht, ohne anhaltende Wirkung für« spätere Leben. Woran liegt da« ? Oberflächlich, flüchtig, hastend wie die Bekanntschaft mit dem deutschen Bolkttum (Han« Meyer), so auch die völkischen Uld sittlichen Wirkungen. Da rief vor einigen Jahrzehnien der vielfach verketzerte Max Siirner den Deuischen zu: »Mir geht nicht« über mich!-Man hat ihm von gewisser Seite darau« trass,n Materialismus nachgesagt; ha« Gegenteil ist wahr: höchster Idealismus bricht hervor, der sich in der Schätzung de« JchvolkeS äußer«. Friedrich Fischdach, der Verfasser deS Werk«? ASgart und Mittgart, schreibt als Mono die mutige» Worte: „DaS germanische Hemd ist unS näher als der lateinische und griechische Reck*, und fingt zum Schluß de« Vorworte«: „Süßeres weiß ich wohl nicht, al« Heimatland zu erkennen'. Wenn wir Deutschen endlich di« volle Wahrheit dieser Aussprache erkenneten, würden wir nicht in hohlen Hurrah-PatriotiSmuS verfallen, nicht nur singen: „Deutschland, Deutschland über alles", sondern wir würden un» ernsthast fragen: Ist's auch wahr! Und die Antwort müßte lauten: Nein! Wir kennen unS eben nicht! Die meisten Völker übertreffen un« in dem VoltSbewußtsein. Man will nicht sehen, will nicht die Boi-schaster hören, die lagen: Reißt euch endlich loS von der fremden, überlebten, mittelalterliche» römi-sehen und der unsittlichen Art eines »orgenländi« scheu Volke«, daS Liebe, Treue, Mut, Ehre gar nicht kannte, dem stets da» Damoklesschwert drohte: „Du sollst — sonst holt er dich!" Auf« hören muß endlich die Herrschaft eine» fremden Stoffe» in den Schulen, vor allem in den Volk«-schulen! Die Helden, die man unsern deutschen Kindern al» Ideale für ihr Leben al» deutsche Bürger ein- und aufdrängt, müssen endlich unsern deutschen Helden weichen! Oder sin» ein David (Ehebruch), ein Abner, ein Joab (dreifacher Mörder), ein Herode», ein Jakob (?er arge Lügner und Betrüger), ein Abraham (Einganz zu Hagar und seinen eigenen Töchtern — Sohne»mord!) Dankte» ans den Ztergea. Au« Vorarlberg wird der „V. Z/ geschrieben: In manchen Ge-meinden deS Breaenzer Walde« herrschen noch ganz wundersame patriarchalische Zustände. Au» der .Fluh" wird dem „V. VolkSir." mitgeteilt. Die über zwanzia Jahre alten Töchter der Gem-inde-Mitglieder pflegen sich «n der Kirche zu den Er-wachsten zu setzen; «an sollte «einen, daS sei selbstverständlich, aber unsere« Pfarrer gefällt das nicht, er will sie unter den Kindern haben, damit ihre Tugend besser gewahrt werde. Al« die jungen Mädchen sich trotzdem zu den Erwachsene» bielten, rief er sie beim Gottesdienste einzeln bei Namen auf — er nennt alle Gemeinbemitglieder „Du* — und wie« sie aus die Kinderseite; die Geschmähten verließen statt dessen mit ihren Eltern die Kirche. Nicht besser erging e« einem gutgetleideten Fremden, der dem Gotte«dienste beiwohnen wollte. AI« ihn der Psarrer, zum Altar schreitend, erblickte, blieb er stehen und rief: .Unser Kirchenbesuch wird ja immer besser! Da ist wieder ein fremder Herr; wir wollen nur mit dem Rosenkranz ansangen, denn für denn da scheint er sehr notwendig zu sei»!" — Noch ist e« nicht lange der, al« von der Kanzel herab vor dem Anzünden de« WeihnachlSbaumeS hlS einer „Freimaurersilte" gewarnt wurde. Ein Eldorado scheint Vorarlberg sür die von Frankreich Nummer 17 wirtlich Helden, ja auch nur wert, unschuldigen Kindern vor die Seele geführt zu werden? .Wir Deutschen dürfen un«. ohne unbescheiden zu fein, al« ein Volk der Intelligenz, der Tapfer-keit, der Tatkraft und de« gewerblichen Unter-nehmungSgeiste» hinstellen;' so sagt der aloer-ehrte Generalleutenant z. D., E. v. Lieber« in fein.m neuesten Schriftchen „Nationale Forderungen u«d Pflicht«». Unsere Jugend kennt keinen der deutschen Melden renau, höchsten« den Namen, einige nackte Tatsachen au« dem Leben ohne mq-chologiiche Wertung, losgelöst von allem Lebenskampi und der Geschichte. Ueber Jakob« Betrug bei Laban wissen sie ganze Kapüel auswendig herzusagen; über Davids freie Liebe und unmännlichen Beigang singen sie ganze Psalmen, aber über EchlllerS Werdegang, über sein Wirken, seine Kämpfe, seine Dichiungen und seine große Bedeutung sür Zeit und Nachwelt wissen sie nichis. AlleS ist ihnen stroherne Epistel. Hingegen wird da« jüdische Altertum i« Ueber-maß behandelt. Die höchsten Dinge, die abstrak-testen Begriffe ohne Inhalt und Form, die philo-fophische» Endergebnisse, die. letzten Dinge drischt man in der Dorfschule, auch in den denkbar schlechtesten Verhältnissen. E« wird verlangt, ge-wünscht, ist Vorschrift u. a. Da« erzeugt geistige und sitttliche Verwirrung. Daher kommen solche endlosen Prozesse in höchsten Kreisen, wo doch da« Deutschtum sich fein Vorbild holen sollte; e« kommt Nichtverstehen der Zeit. deS Staates un» feiner Einrichtungen, dann kom«t die ganze vluer-terlandSlofe Gesinnung der Roten und der noch gefährlicheren Schwarzen. Befolgte doch endlich die deutsche Schule den Grundsatz der Pädagogik, der lautet: Vom Nahen zum Entfernten! Sollen wir dem Alten Testament zuliebe zugrunde gehen. unS entnerven lassen? Soll unse>m Volke von den Schwarzen das Schicksal de« stolzen Spaniers ge-bracht werden? Nie und nimmer! Darum. Deutscher, rüste dich auS mit dem Deutschtum unserer Väter! Wappne damit deine Kinder! Wenn in jedem Sprößling deutsche« Blut schlägt, wenn jede« deutsche Kind vom Mutter-leide an deutsche Muttermilch, nicht Ammenmilch, trinkt, weun Herz und Kopf deutsch genährt werden, wenn deutsche« Denken. Fühlen un» Wollen in Tat und Wahrheit gelehrt, gelebt wird, dann wird da« nächste Geschlecht seinem VolkSiu« treu bleiben". Totitische Rundschau. 5er Verbündete der Südstaneu. AuS «ili-«arischen Kreisen schreibt man: Der neue italienische Militärattache am Wiener Hofe Rittmeister Ale-xander Conte Sigray Asinar« di San Marzano ist in Wien eingetroffen und hat dieser Tage seine osfiziellen Besuche abgestattet. Daran knüpfen sich intereffante R-min>«zenze„. Bekanntlich hat sich sei» Vorganger am Wiener Hose Oberst del Mastr» schleunigst von Wien^eflüchtet, al« er davon Kunde erhielt, daß der Spion Contin, der durch mehr al» zehn Jahre für den italienische» Generalstab i« auswanderndea frommen Brüder- und Schwester-schafien zu werden. Nachdem sie r oc kaum Jahre«-seist von dem heirli t gelegenen Schlosse Mirolanda Besitz ergriffen haben, kaufien sie jüngst wieder Schloß Hosen, bisher Jahrhunderte hindurch in deutschen Händen — wo irgend ein hübscher Sitz im Ländle frei wird, sofort wird er mit Beschlaq beleg». Die neueste Erscheinung auf de« Gebiete des Klingelbeutels ist eine Sammlung säe — Eku-tari. Dort soll von den Hellern der armen Zticker des Bregenzer Waldes eine 1467 von den Türke» zerstöite Kirche wieder ausgebaut werden —: »Wer wenigst 30 Heller gib«, deu, wird e« von der Stern'önigin reitlich vergolten werden." Auf eine« beigefügten Zettel zu lesen: „Da« in der Kirche befindlich gewesene wundervolle Gnadendild löste sich am Tage vor der Zerstörung von der Mauer uno verließ, hoch in den Lüsten schwebend, die Stadt Skuiari und ließ sich in Genazzo (Italien) nieder. Zwei betende Albanesen. die da« sahen, folgten de« Bilde über Berge und Meere, ohne jegliche Speise zu sich zu nehmen. Da« wunderfame Bild soll zurückgeholt und in der neuen Kirche wieder aufgehängt werden. Die Zahl der Geber soll schon recht bedeutend sei». » Nummer 17 Oesterreich Spionage betrieb, in Wien verhaftet worden sei. Er mußte sich flüchten, weil er durch die bei Contin von der Polizei vorgefundenen und saisierten Papiere so schwer kompro«itiert wurde, daß feine Stellung als Militärattache am Wiener Hofe unhaltbar wurde. Ein niedliches Geschichtchen, bettn natürlich nur für die Unbeteiligten, hatte sich dabei zugetragen. Pozzi stahl Beseftigung«pläne von Ven>dig und bot sie dem österreichischen Generalstabe vergeblich zum Kaufe an. Oberst Dtl Maftro erfuhr hieoon und begab sich zu« Polizei» Präsidenten, u« in dieser Anvelegenheit sich «it ihm zu besprechen. Dort war e« auch, wo sich am 7. Juni 1905 eine ergötzliche Szene abspielte. Dem Polizeipräsidenten wurde gerade von einem Beamten Rapport erstattet: „E< gelang un« soeben, am Bahnhose unmittelbar nach einer Information«-reise einen ganz gefährlichen Spion abzufassen. Man wird in Italien sehr unangenehm berührt sein. Am unangenehmsten aber der italienische Militärattache Oberst del Maftro..." In diesem Augenblick klopfte eS an die Tür. Ein Diener meldet: „Militärattache del Maftro.. ." Präsident und Beamter wechseln einen vielsagenden Blick: .Kann er schon wissen?- — „Unmöglich." — «Ich lass« bitten," sagt der Präsident. Der Beamte verschwindet. Der Militärattache tritt ein. Au«-tausch von Höflichkeiten; dann kurze« Räuspern de« Militärattache«. .Ich muß ihnen ja nicht erst er-zählen, Herr Präsident, daß der Spion Pozzi in Wien weilt, nachdem er mit entwendeten Militär-doku«enten au« Italien geflüchtet ist. Ich muß Sie, Herr Präsident, dringend bitten, den Mann noch heuie verhaften zu lassen. Dringend, Herr Präsident." Der Polizeipräsident lächelt: »Ein Spion wurde ja vor «in«r Stund« festgenommen! Einen Moment ..." Er lautet dem Unterbeamten, während der Militärattache glückselig von seinem Sitze ausspringt: .Ich muß Ihnen mein Kompliment machen, Herr Präsident. Also schon verhaftet, so rasch geht e« bei Ihnen; welch «ine Polizei, welch eine Organisation! Mein Kompliment!" Da» Kom» men de« Unterbeamten unterbricht ihn. Der Polizei-Präsident: „Der Mann, den Sie heute verhaftet haben, wird den Herrn Ob«rst interessieren. Führen Sie ibn herein." Der Unierbeamie geht ab. Ein Augenblick der Spannung. Der Militärattache reibt sich ver-gnugt die Hände. Die Tür öffnet sich, der Der-haftete strht aus der Schwelle. Der Militärattache prallt zurück, wird leichenblaß, verwirrt. — ververlegen. — Contin! „Sie sind'» ?« ruft er au«, stammelt noch die Worte: .Er war mein Sprach-lehrer" und verläßt da« Polizeipräsidium in größter Host. „Kutscher, fahren Sie mich fosort zur West-bahn!" rief der Oberst, und ohne sich «it Ab-fchiedtvisiien noch auszuhalten, verließ er in flucht-artiger Eile Wien aus Nimmerwiederkehr. X>tt Zollstreit mit Serbien erscheint beige-legt. Die serbische Regierung hat Vernunft ange-nommen und den Zollunion-Vertrag «it Bulga« rien gemäß den österreichischen Forderungen abge« ändert. Der Wiederaufnahme der Handel«oertrag«-Verhandlungen steht daher kein Hindern!« mehr i« Wege. ßine neue Äera in Angara. Nach lange« Zögern scheint in Ungarn endlich eine ent-scheidende Wendung einzutreten. Freilich, wenn «an die hab«burgische Politik gegenüber Ungarn in den letzten 40 Jahren verfolgt, fo wird man auch jetzt kaum die Zuversicht haben können, daß hier wirklich ein Systemwechsel geplant ist. und daß der Absoluti«mu« mehr al« ein taktisches Mittel bedeutet, um die Koalition zah» zu bekommen und schließlich aus de« Rücken der Na-tionalitäten mit ihr Frieden zu schließen. Denkt man sich in die Lage der ungarischen Parlament«-mehrheit hinein, so muß man e« eigentlich verückt finden, daß diese Leute sich nicht mit dem be-gnügen, was ihnen vom König unter weitgehend-ster Preisgabe der gemeinsamen Staat«inng«kind der madjarischen Politiker nun gegk» sieal« scharfe Waffe verwendet wird. Die Regierung muß die Nationalitäten-Bewegung zum mindesten wohlwol-lend dulden, wenn si« sie nicht direkt ermuntert. Und mag es dann wieder zu einer Verständigung kommen: die Unabhängigkeil«partei wird nicht in der Lage sein, mit brutaler Gewalt die Nation«-litätenbewegung zu unterdrücken. Wie schwach sie sich gerade in dieser Beziehung fühlt, beweisen die wiederholten Versuche der Madjaren, die Kroaten aus ihre Seite herüberzuziehen, die Verhandlungen Kossuth'« mit den Serben, seine Versuche, sich mit den österreichischen Slaven zu verbünden. Die Madjaren haben das naturgemäße und ihnen so klar vorgezeichnete Bündni« mit den Deutschen nicht haben wollen, sie glaubten sich stark genug, allein ihren Nationalstaat aufzubauen. Nun suchen si« nach den widernatürlichsten Bündniff-n, wa« ledig» lich ein Beweis dafür ist, daß die madjarische Na» «ionalstaatS-Jdee zusammengebrochen ist, weil dem madjarischen Volk die Kraft fehlt, sie durchzu-führen, und weil die« Volk die Siedehitze der feine Eitelkeit aufpeitschenden Phrasen für die Stärke nahm, die nur die Zahl, die kulturelle und wirt» schaftliche Ueber legenheit geben kann. Äus Stadt und Land. Todesfälle. Wie auS Gonobitz berichtet wird, fand dort am 26. d. M. da« Begräbni« de« Herrn Georg Napotmk. Vater« de« gleichnamigen Marburger Bischof« statt. Dem Bischof würbe der Tod seine« Vaier« telegraphisch nach Wien mit» geteilt. Bischof Napotnik erschien zu dem Leichen-begängnisse nicht. — In Oberburg starb am 25. d. M. der Lande«gerichl«rat und Bezirk«-g«richt«rorsteher Herr Max Vidic im 48. Lebentjahre an Herzschlag. Kheeter-Dachricht. Die nächste Tbeatervor» stellung findet wie bereit« gemeldet Sonntag den 4. März statt. Zur Aufführung gelangt Suppö'« prächtige Operette „Boccaccio" mi« Adele Wolf Seletzky al« Gast in der Titelparti«. Die Vorstellung beginnt um 6 Uhr und findet bei aufge-hobenem Abonnement statt. Am Dien«tag wird Philipps« neueste« Werk „Der Helf«", Repertoire» Neuheit de« k. k. Hofburgtheater« in Wien, erst» malig ausgeführt. Konkurs. Da« Kreisgericht Cilli hat die Eröffnung de« Konkurses über das Vermögen de« Thomas Peperko, Gemischtwarenhäadler« in Fraß» lau, bewilligt. Der Bezirk«gericht«vorsteher in Franz wurde zum Konkur«kommissär, Herr Michael Jezoosek, Notar im Franz. zum einst-weiligen Masseverwalter bestellt. Aer«ähk«»g. Am 24. v. M. fand in Rann die Trauung de« k. k. Bezirk«ingenieur« Herrn Rudolf Sernetzmit Fräulein Alexandra S r « b r «, Tochier de« AnwalteS Dr. Guido Srebre in Rann, statt. Krantnung. Drr gewesene f. u. k. Feldwebel deS 87. Jnfanterie-ReflimenteS Herr Johann Schnabel, wurde zum k. f. Berkehr«-Kanzlisten bei der Staat«bahndirektion in Trieft ernannt. Herr Schnabel hat burch 7 Jahre beim hier gar» nisonierenden Bataillon de« 87. Infanterie-Regi» mentS gedient und hat sich während dieser Zeit die Sympathien der weitesten Kreise zu erwerben gewußt. Wir wünschen ihm da« beste Fortkommen in seine« neuen Wirkungskreise. Kränzchen des Verbandes devtscher Koch-jchüler i» Killi. Unter geradezu glänzender Be> leilisiung fand letzten Sa««tag da« Kränzchen de« Verbände« deutscher Hochschüler in Cilli statt. Von den Wänden de« Tanzsaale« grüßte daS völkische Dreifarb nieder und die Stirnwand nah« ein Seite 3 Buschwerk ein, au« dessen freudigem Grün blendend weiße Statuetten hervorleuchteten. Die eintreffenden Damen wurden von Mnsensöhnen, mit dem neckischen Cerevi«aus dem Kops», am Arm in den Saaltzeleitet. Die duftigenjToiletten der Damen stritten mit einander um den Vorrang der Eleganz und der Schönbnt. Wer einen Blick in den Tanzsaal warf, zur Zeit, da die tanzenden Paare durchein» anderwogten, dem tat sich ein Blick aus in ein Ka» leidoskop, dessen wechselnde bunte und prächtige Bilder eine Farbensymphonie aufführten. Die Farben huschen an un« vorüber, für einen Augen» blick nehmen wir einen warmen, satten Farbenton in un« auf, der bald von einem Bloßblau, einem zarten Fliederblau oder einem blendenden Weiß und so fort in allen Farben und Abtönungen ab» gelöst wird. Die Musikoorträge wurden durch einen Walzer „Ballsirenen", eine Tonschöpfung de« stud. jur. Herrn Carlctto Freyherger eingeleitet, die während eine« Rundgange« zu Gehör gebracht wurde und allgemein Anklang und schmeichelhafte Anerkennung sand. Der Tondichter, der sein Werk selbst diri« gierte ward durch lauien Beifall «»«gezeichnet. Er-öffnet wurde da« Kränzchen durch Herrn Max Rauscher und Frau Woichnagg und getanzt wurde nach den Tanzweisen aller Herren Lüfter bi« in den frühen Morgen hinein. So verbrachte «an herrlich und in Freuden einige höchst genußreiche Stunden der Lebenslust und für die frohe Laune, die alle Be-sucher de« Kränzchen« in ihren Banokrei« zog, spricht am besten der Umstand, daß man dem Tanzfeste «it einem am darauffolgenden Tage stattfindenden AuSfluge nach Tüffer eine Fort» setzung gab. Auch hier ward Therpsichoren eifrig ge» huldigt. Entzückend wurden die sinnigen Damen» spenden in Fächersorm gesunden, auf bie nur ein erlesener Geschmack o-rfallen konnte. Da« treffliche Gelingen de« Kränzchen« ist ein Verdienst be« ver» anstauenden Au«schusse«, dem Herr Dr. v. Jabornegg al« Ehrenobmann vorstand. Die Musiker der städtischen Kap-lle, über die Herr Kapellmeister Moriz Schachenhoser den Dirigentenstab schwang, boten ihr BeftkS und spielten unermüdlich zum Tanze auf. Für Küche und Keller hatte Herr Hotelleiter Granig in gewohnter mustergiltiger Weise Sorge getragen. Samilieuabend des MäunergefanAsvereines „Liederkrnnz". Der Sonntag den 25. d. M. im Hotel „Stadt Wien" vom Gesang«oereine Liederkranz abgehaltene Familienabend nahm einen recht netten Verlauf. Die vielen Veranstaltungen, die sich im heurigen, besonder« langen Fasching häuften, mußten schließlich doch eine Erschöpfung herbeiführen und so ist e« erklärlich, oaß der Be» such der Veranstaltung viel zu wünschen übrig ließ. Trotzdem herrschte eine sehr animierte Stimmung und der „Liederkraz" bewie« auch diesmal wieder, daß e« sich in seinen Kreisen recht gut weilen läßt. Nach mehreren Vorträgen der Cillier Musik» verein«kapelle eröffnete der Gesang«oerein den kurzen Reigen seiner Vorträge mit dem humori» stischen Männervollgesange der „Geisterchor" mit Klavierbegleitung. Mit de« darauffolgende» Vier» gesange „Allerlei Humor' ernteten die H-rren Mastnak. Julius Zicha, Junger und Balogh reich-lichen Beifall. Sehr viel Spaß machte der Chor „Eine noble Gesellschaft" von Metzger. Hieb« zeigte der Friseur Herr Winkler daß er i-- der Ma«kierung«kunst tatsächlich große« ,u leisten ,m-stände ist. In unglaublich kurzer Zeit war die Sängerschar in eine wildfremde Rotte verwegen aussehender Gestalten verwandelt und die drolligen Gesellen erregten ungemeiu viel Heiterkeit. Den Schluß der GesangSnum«ern bildete der .Narren-galopp" von Fiby, welcher recht flott zum Vor-trage gebracht wurde. Die Klavierbegleitung wurde in liebenswürdigster Weise vom «apellmeister Herrn Moritz Schachenhoser in seiner de-kannten, meisterhaften Weife besorgt. Dem Tanz» vernnügen wurde dann natürlich solang« unsere wackerm Musiker aushielten, recht eifrig zuge» sprachen und e« war ziemlich früh geworden, al« die letzten Paar« zu wirb«ln aushörten. N«httttigkeUs«arte». Der Verein zur Be-tämpsung der Tuberkulose in Steiermark hat Wohltätigkeit«marken aufgelegt, welche in der Kanzlei der Bezirktkrankenkasse in (Cilli (Hauptplatz) und in der Buchhandlung Rasch zu erhalten sind. Die Bestrebungen de« genannten Vereine« empfehlen sich von selbst. $i» Lebensretter. Dieser Tage «achte der in Ostroschno wohnhaste Anton Widmain auch Pikl eine Fuhr, nach TremerSfeld. Ja der Nähe de« Grenadierwirte« vernäh« er plötzlich Hilse» Seite 4 ..Deutsche Wacht" Nummer 17 gefchrei. Kinder hatten sich auf dem gebrechlichen Elfe der Sana vergnügt und »in Mädchen au« der Kinderschar. die 9jährige ÄreSnif aus Koschintz war hieb»i eingebrochen und unter dem Eis» ver-fchwundrn. Widmain eilte sofort an die Unglücks-statte und e« gelang ibm auch bis zur Brust im Waffer stehend, da« Kind noch rechtzeitig zu bergen. Die von ihm mit Eifir unlernommeneu Belebungsversuche waren von Erfolg begleitet. Dem wackeren Lebensretter gebührt entschieden der von der Regierung sür derartige Fälle ausgesetzte Ehrenpreis. 5er „A«rrenabend" des ßillter Fnrnver eines. „Aus zur .Stadt Wien', zu unseren wackeren Turnern!" Da« war seit Wochen da« Losung« wort nicht nur bei unseren jungen Tänzern und Tänzerinnen, sondern auch bei allen jenen, die sich auch im reifereren Alter noch ein Plätzchen für die Freude in ihrem Herzen«schrein bewahrt haben. Und sie kamen alle, die da wußten, daß in den Kreisen der Jünger Iahn« ungebundene, frische, frohe Lebenslust, heiterer Sinn und echte deutsche Gemütlichkeit herrscht. Der Besuch übertraf alle Erwartung»». Bald nach 8 Uhr entwickelte sich ein regeS. munlereS Treiben in dem großen Saale und noch immer kamen sie angezogen die schmucken Masken. Es war ein farbenprächtiges Bild, das sich den Blicken des Beschauers bot. Schmucke, neckische Fraunigeftalten in reizenden Trachten neben äußerst originellen Erscheinungen der Ver-gaagenheit und Gistalten d«S gegenwärtigen täglich»» Lebens, »rnst» Dominos n»ben flotten, vom Uebermute geplagten reizvollen Mädchengestalten, die wie Kobolde auftauchen um alfobald wieder vom Trubel verschlungen zu werden, wirbeln in buntem Wechsel durcheinander. Und zwischen all dem jungen Leben zeigt sich ein alter Schwerenöter und Herzensbrecher, der auf feinen Siock gestützt, jeder Dame „nachsteigt", um ihr zärtlich flötend Schmeichelworte fagen zu können. Selbst der duslige Wild sandte eine Edeltanne. Mit „Glück auf!' ward allseits ein Bergknappe begrüßt, der nach dem blinkenden Grubenlichte zu schließen. auf der Stufenleiter zu höherer Würd» stand. DaS naff» Element hatte feinen Zoll durch eine Wasser-rose beigesteuert. AuS dem Reiche der Mitte war ein getopfter Vertreter anwesend und auch die in-teressanien Völker deS österreichischen Babylons hatten Abordnungen »ntsrndet. die sich vorbildlich gut miteinander vertrugen. ES waren da Vertreter beiderlei Geschlecht« vom »heiligen Land Tirol', von den heimischen Bergen, der Slowakei, vom ungarischen GlobuS, vom welschen Süden, selbst da« Land de« Powidl« und der Kolatschen hatte eine Köchin abg»ordn»t. Au« d»m Märchenlande der deutschen Sagendichtung war ein gestiefelt»? Kater eingetroffen und hübsche Mädchengestalten hüllten sich in di» Modi von anno dazumal, in di» Mode von AU Wien und in die Tracht der Rokokozeit. Auch »in Bebe, dem seine Puppe viel zu schaffen gab, trieb sich auf dem Parkett» herum. Eine blondlockige Matrosin zog die bewundernden Blicke der Männerwelt auf sich und ward vi»l hofiert. Mit Hallo ward eine Rastelbindergesell-schaft, bestehend au« 5 Herren und 5 Damen be» grüßt, die in einem Wagen angefahren kamen und sich bald häuslich im Saale einrichteten, auf dessen Boden sie sich zu gemeinsamen Male ungeniert niederließen. Auch der Münchner Kindl und der glutäugigen Zigeunerinnen, sowie der Griechen und Eizilianer sei hier noch gedacht. Es würde zu wett führen, hier alle die gelungenen prächtigen Karneoalsgestalten zu schildern. Viel Heiterkeit er-regt» der Reigen der Schusterbuben, die von Herrn Tulnsehrer Porsche trefflich geschult worden waren und die munteren Clowns, die ihre Epäss» trieben. Der Prinz Karneval erwies sich auch als ein Kind snner Zeit. daS di» Bedeutung der Press» richtig einzuschätztn weiß. Di» von ihm heraus» gegebene und durch Beiträge der Turner zuftandegekommen» ,,FastnachtSz»itung' ward durch zart» Hände liebenswürdiger Mädchen an den Mann gebracht. Als Postillon d'am^tr war in verdienstvoller Weife Frl. Gaifchek tätig. Der Turnverein hat mit der so prächtig verlau-senen Veranstaltung der deutschen Bevölkerung Cilli« nicht nur einen vergnügten Abend bereitet, sondern sich auch um den sür da« völkische Leben so wichtigen Ausgleich der Stände ein bedeutende« Verdienst erworben. Besonderer Dank und alle Anerkennung gebühren daher dem rührigen F»st« Su«schusse, an dessen Spitz» die Herren Aistrich, Porsche, Bayer, ZeiS und Krick standen. Kit spanische« Schatzschwindler haben in letzter Zeit auch mehrere gut situiert» Geschäftsleute aus hiesiger Gegend mit ihren „vorteilhaften" Anerbietungen beglückt. Hoffentlich geht ihnen niemand auf den Leim. Aesitzwechsel DaS Herrn Dr. Eugen Nezri und dessen Frau Wilhelmine gehörige HauS Nr. 7 in der Neugasse in ßilli, ein prdchtvoll auSge-stattete? Neubau, ist durch Kauf in daS Eigentum des Herrn Hugo L»»b, k. k. Ober-Postkomrollor« in Wi»n, übergegangen. Kaufpreis 50.000 K. Aentschvölkischer HehilLenoerband. Am Sonnabend den 3 d. M. um 8 Uhr abends hält der Verband i», Gafihofe „Stern" seine ordentliche MonaiSverfammlung ab und werden die Mitglieder dringendst ersucht, in Anbetracht der wichtigen Beschlüsse, welche zu fassen sind, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Auch »in Vortrag steht auf der Tagesordnung. Freunde der deutschen Arbeitersache herzlich willkommen. Gendarmerie-?«» stomsten Sag. In Graz wird am 4. März d. I. um 3 Uyr nachmittag in Thei/rlS Restaurant Kaiser Joses« Platz 5 ein Gendarmerie-Pensionisten Tag mit der Wahl eine« ProvinzauSschusseS, sowie Be-sprechung der Lage der Genvarmene Pensionisten, deren Witwen und Weisen durch »inen Delegierten de« Gendarmerie»Pensionisten»ReichSvereineS abge« halten werden. Sämtliche Gendarmerie-Pensionisten werden in ihrem eigenen Interesse hiezu drin-gendst eingeladen. • Hherechts Aeforru. Seiten« der Klerisei werden in der Stadt eifrig Unterschristen zu Pro» testen gegen die angestrebte Eherecht«-Resorm ge-sammelt. Wenn man in der Lage wäre, alle jene, die durch ihr» Unterschrift „protestiert" hab»n. befragen zu können, ob sie wissen, um wa« »« sich in dieser Sache eigentlich handelt, so ist ganz sicher, daß nicht »in einziger unter ih»»n ist, d»r darübrr d»r Wahrheit grmäß Ausschluß g»b»n könnte. Denn wäre ein solcher unter ihnen, so würde er — vorausgesetzt, daß er kein Gesinnung«» lump ist — gewiß nicht unterschrieben haben. Im Deutschen Reiche leben 40 Millionen Protestanten und 20 Millionen Katholiken, und die Ehe-Reform, die für Oesterreich angestrebt wird, besteht im Deutschen Reiche für beide Konzessionen feit lan-gem und die Sittlichkeit, di» Heiligkeit der Familie, der Volkswohlstand, die Macht und Kraft de« Staate«, der Bestand und die Entwicklung der katholischen Kirche haben darunter nicht im ge» ringsten gelitten. E« gibt keinen vernünftigen Menschen, der nicht ohneweiter« begreisen würde, daß die gewollte Reform gerade im Interesse der Familie, der Sittlichkeit und der Kinder-Erzi-Hung dringend geboten ist. £i«e Schwindlervand« anfgehobeu. In dem zur Gemeinde Umgebung Cilli gehörigen Vororte Gaberje treiben sich Elemente herum, die sür »in Gemeinwtstn »in sehr unang»n»hm»r Ballast sind. AuS der Stadt autgewiesene Jndividuuen und onstige« arbeitsscheues Gesinde! finden dort stet« ei« ergiebiges Feld ihm Tätigkeit. Dieser Tage wurde eine Schwindlerbande aufgehoben, die »S ich zur Aufgabt gemacht hat, sich ohne Arbeit, auf »equeme Weise Geld zu verschaffe«. Es sind di»« ,»r unter verschwenderkuratell stehende Grundbe« Itzer Franz Gaberfchek, d»r 65jährige b»> chäftigungSlose Georg Gaberfchek, der 32jäh» rige Schuhmacher Josef S l e m e n i k, der Vagant Franz Rachl«, der Taglöhner Martin W o d o» jiote, die 53jährige Maria Grilec und der S^neidermeister Dovecar. Letzterer hat erst kürzlich eine zweijährige Kerkerstrafe wegen eine« unsittlichen Verbrechen« in der Strafanstalt Mar» >urg abgebüßt und ist für 10 Jahre au« dem Stadtgebiete ausgewiesen. Die genannten berieten n verschiedenen Wirtshäusern und Brantwein» chänken, wie sie auf leichte Weise zu Geld kom» men könnten. Schließlich einigten sie sich dahin, durch gefälschte Wechsel vom Kreditvereine Geld herauszulocken. Sie fälschten di« Unt«r» christe» von bikannten gutsituierten Grundbesitzern und so gelang eS ihnen tatsächlich dem Vereine nach und nach mehrere Hunden Kronen heraus-zulocken. Schließlich kam man doch auf den Schwinoel und nun wurden die sauberen Vögel aufgehoben und dem Kreisgerichte eingeliefert. Der Schneider Dovecar, der dieser Tage heiraten sollte, wurde über drahtliche Aufforderung der Staatsanwaltschaft bei den Eitern feiner Braut in St. Peter bei Königsberg verhastet und SamStag in der Nacht dem Kreisgerichte Cilli eingeliefert. gin zllnveröessetlicher. Der 18jährige Vagant Johann Reiter aus Groß-Pireschitz bei Cilli ist trotz seiner Jugend wiederholt wegen Diebstahle« abgestraft worden. Im Jahre 1904 verübte er einen frechen Raubanfall in der Wohnung einer Telegraphenausseher«gattin in der Ringstraße und zwar bei hellichtem Tage. Er sperrt» die Wohnung, zu der der Schlüssel außen in der Tür steckt« aus und öffnete die Kästen. Al« er eben in der besten Arbeit war, kam die Bewohnerin nach Hause und sragte ihn, wa« er in ihrer Wohnung zu suchen habe. Reiter stürzte sich auf sie und begann sie zu würgen. Aus die Hilferufe der Bedrohten herbei» geeilte Nachbarn verscheuchten den Wohnungseinschleicher. Er wurde später verhaftet und zu längerer Kerkerstrafe verurteilt. Die vielen Verur» teilungen, ja selbst die zweimalige Anhaliung in einer Besserungsanstalt scheinen aber den Burschen nicht im geringsten gebessert zu haben. Kaum au« der Hast entlassen, stahl er dieser Tage in Fraßlau einem Fleischhauer 400 X und machte in Cilli mit einem Triebe diese« Gelde« verschiedene Einkäufe. Er wurde aber bereit« verhaftet und dem KrtiSgerichte eingeliefert. Hoffentlich wird diese« äußerst gemeingifährliche Individuum »un sür längere Zeit hinter Schloß und Riegel ver-wahrt werden. AnssteSnng für KSrtetechnik, Wien ISO«. Der Gewerbejörderungsbienst de« k. k. Handel«» Ministerium« veranstaltet in Wien eine Au«» stellung für Härtetechnik, die am 1. April 1906 eröffnet und 2 bi« 3 Monate dauern wird. Die Ausstellung wird eine Uebersicht der neuzeitlichea Hilfsmittel zur Stahlhäriung bieten und zur Ein» führung zweckmäßiger ^ärteverfahren besonders in j«n«n gewerblichen Betrieben di«n«n, di« Stahl-Werkzeuge erzeugen. In der Ausstellung werden Vorträge, Demonstrationen und praktische Uebungen abgehalten werden. Zur Ausbildung im Härten werden G e w e r b et re ib e n 5 e aus eine Woche einbetusen. Minderbemittelten dürsten von Seite de« Lande« und der Handels» und Gewerbekammer Stipendien bewilligt werden. Ansuchen um Teil» nähme an den Vorträgen, Demonstrationen und Uebungen, sowie um Gewährung von Stipendien sind ehestens an da« Ste?«rmärkifche GewerbeförderungS-Jnstitut Graz, (Herren gafft 9) zu richten. „Leßtbnch für den MalerleHrling" be- titelt sich ein von dem Maler» und Anstreiche» meiste? Johann Lohmann, Graz, verfaßte, prak-tische Anleitung für alle Arbeiten im Zimmermalen nebst Erläuterung über sachliche Kenntnisse im Malergewerbe. Die Schrift bezweckt, den Lehrling de« MalergewerdeS mit den verschiedenen in sei-nern Gewerbe vorkommenden Arbeiten bekannt zu machen und ist gegen Einsendung von 60 d von der Bibliothek deS Steiermärkischen Gewerbeför-derungS-Jnstituten (Graz, Herrengasse 9) zu be» ziehen. Nochmals die Zündhölzchen im Z»ienlie des Slaventnms. Vor einiger Zeit war in rneh-men Blättern die Notiz enthalten, auS der ersicht-lich war, daß der ilovenische Schulverein aus dem Ertrage seiner Zünder allein 14000 K und der tschechische Schulverein 40000 K Jahreseinkommen bezieht. Am Schlüsse des Berichte« war die Frage gestellt, wie viel wohl der deutsche Schul-verein von seinen Zündern Reingewinn habe. Wie wir nun durch die Hauptleitung de« deutsche» Schulverein« erfahren, beläuft sich derselbe kaum auf 1000 K. Bei der bekannten Lässigkeit der Deutschen in nationalen Dingen wird niemand eine allzuhohe Summe erwartet haben, aber dieser im Vergleich besonder« mit dem kleinen Volke der Slovenen beschämend niedere Betrag bleib« hinter den bescheidensten Hoffnungen zurück. Wäre «S angesichts so erniedrigender Ziffern nicht hoch an der Z«it, daß sich jed«r Deutsche ohne Unter» schied der politischen Gesinnnung, des Stande«, Alter« 'und Geschlechte« gelobt, in Zukunft zu feinem Gebrauche «»«schließlich die Zünder de« deutschen Schulvereine« oder anderer deutscher Schutzvereine zu benützen, deren , Verwendung im Freunde«» und Bekanntenkreise durchzuführen, sowie in allen öffentlichen Lokalen deren Ein» führung zu verlang»»! Wenn »« schon traurig ist. daß da« so hoch stehend» deutsch» Volk zum V«r» kauf von Zündhölzchen fein« Zuflucht n«bm«n muß, um die zum Schutze feiner nationalen Güter nötigen Gelder aufzubringen, so wäre e« wahrhaftig noch viel trauriger, wenn e« nicht gelänge, die unseren Gegnern au« diesem BerkaufSzweige zufließenden Summen wenigsten» zu erreichen. Da-rum tue jeder feine Pflicht. Nummer 17 «tfttttsftr Wacht" Seite 5 Aorträge über die Stovene« i« Aelgrader Hffizierskastno. In einer unserer letzten Nu««eru haben wir von Lorträgen berichte», die der serbische Oberstleutnant Bukaioviä-Siibil vor Belgrader Offizier«kreifen über die geographischen und nationalen Berhälinisse der von Elovinen bewohnten Gebiete hielt. Diesen Borträgen scheint auch ein militärisch unterrichtender Charakter innezuwohnen, denn sie werden auch vom serbischen Militär-blatte fVtatnif" abgedruckt werden. Bon welcher Gesinnung Oberstleutnant Vukaiovic. ein geborener Slovene, gegen Oesterreich erfüllt ist, kennzeichnet am Besten die Art und Weise in der er zwischen eji) 1e n und «kaiserlich-königlichen Elovenen" für die er nur ätzenden Spott übrig hat, unterscheidet. Die 60V Wmdischen, die nach dem Zeugnisse des „Slovenec" dem Vortrage zu» hörten, scheinen da in die richtige Schule gegangen ju sein und den besten Umgang zu pflegen. MKreschern der Krretter de» »indischen AotKes Ja Windisch-Feistlitz fand am 18. Feder im Narodni born eine Versammlung statt, die vor» züglich von Geistlichen, darunter auch der Kano-»iku« Hajsek besucht, und die den Zweck verfolgte, die windischnationalen Kampfgtiste» auch in die!em Bezirke wachzurufen. Man hatte sich zu diesem Zwecke auch Apostel der Verhetzung au« Cilli und Marburg verschrieben, die auch willig kamen. Ja dieser Versammlung hielt ein Professor Dr. Ver-stovSek »ine Rede über Preschero, den er al« den .Pervaken" der windi'chen Dichter feierte. Au« seiner phrastnreichen Rede heben wir die folgende Stelle hervor: „Preschern muß al« der Erweck» unsrrec Sprache und unseres Volke« gefeiert werden, »enn er »rat «it feinen Gedichten in echter Ober-krainer Mundart auf, al« die begeistertsten Naiio« nalea an ihrem Volke verzweifelten und sich den Kroaten zuwandten.' Fühlt der Herr Professor .licht, welch ein Zeugni« der Unreife er damit seine« Volke au«stellle? Also erst seit einem halben Jahrhundert ist der Bestand de« Volke« gesichert? Und eine« Preschern blieb die Sendung al« Erlöser oer Nation vorbehalten; seine Poesie, die von den klerikalen Slovenen al« „6 . . glockenläuten" be» zeichnet wurde, hat de« Volke zum zweitinmale da« Leben geschenkt! So also ist die Wiedergeburt der Nation „eingeläutet" worden. So geht »« eine«, wenn man sich in seinen LobeShymnen «uf Preschen» versteigt. Mit Feststellungen wie der Obigen ward der Herr Professor wahrlich kein »Mehrer" de« Ruhme« seiner Nation. Krifait. (Liedertafel.) Am 24. hielt der „Trifailer Sängerbund • in der hiesigen Werk«-restauraiion seine diesjährige Fasching«lieder»ofel ob. Obwohl da« reichhaltige abwechslungsreiche Programm die Erwartung zuließ, daß der Besuch «in zahlreicher werde, überraschte eS doch al« der Zuspruch «in derartiger war, daß «sich die Loka-liiäten al« zu klein erwiesen. Gäste au« den besten GesellschasiSklassen von Trisail—Vode selbst, sowie au« Eagor. Hrastnipg, Römerbad und Tüffer fanden sich ein, u» dem beliebten Gesang«vereine feine Sympathien kund zu tun und seinen Vor» trägen zu lauschen. Mit Freude muß konstatiert «erden, daß die Leistungen de« Gesang«vereine« sowohl i« Cborgesange al« auch in den Solo» und komischen Borträgen allgemein überraschten und eine derartige Befriedigung bei den Zuhörern her« vorgerufen dat, daß e« nur Stimmen de« Lobe« tber da« Gebotene gab und kann der Trifailer Sängerbund zu diesem Erfolge nur aufrichtig be-glückwünscht werden. Da«it auch die Jugüid zu ihre« Rechte kam, folgte der Liedertafel ein Tanz-krinzchen, zu welchem eine Zigeunerkapelle wacker »ufspielte, bi« in die Morgenstunden andauerte und alle Tanzlustigen ebensall« vollkommen befriedigte. JPaftmwluug der Landwirtschafts-Iiliale Kiffer. Die Filiale Tüsser der Landwirtschaft«» geseUschast hielt a« 17. d. im „Hotel Henke" zn Tüffer ihre Hauptversa««lung unter dem Vorsitze de« Vorsteher« Herrn Karl Valentinitsch ab. Fach» lehrer Herr Otto Brüder« au« Marburg sprach über »Gemüsebau i« HauSgarten" und wurde durch reichen Beifall belohnt. Hierauf wurde eine reiche Kollektion von Gemüsesamen der Firma Koller« in Graz verteilt. Der Vorsitzende gedachte der verstorbenen Au«schußmitglieder, der Herren And. Eltbacher und Karl Grabt. An ihre Stelle wurden die Herren Josef Sernetz und Georg Be» nedek. zu Rechnung«prüfern die Herren Franz Rauniker und Valentin Janezic gewählt. Keilenstein. (Feuerwedrkränzche n.) Das am Sonntag zu Gunsten der Fabrittfeuerwehr ab-gehaltene Kränzchen nahm einen prächtigen Ver» lauf. Der Vergnügung«au«schuß ha« den Besuchern der Veranstaltung wahrhaftig eine Ueberfülle von Ueberraschungen geboten. Der .Glückthafen" war wohl im wahren Sinne de« Wortes «in solcher, den« e» ging fast niemand ohne ein Best davon, so reichlich war derselbe ausgestaltet. Korianboli-schlacht, Juxpost u. dgl- fehlten auch nicht. Der Besuch war der denkbar beste. AuS Cilli waren eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr, sowie mehrere andere Gäste erschienen. Heimische und Fremde trugen die Ueberzeugung davon, daß Heilenstein und seine strammen Bewohner aus vem Gebiete de« geselligen Lebens etwa« leisten können, wie e« ein anderer Ort im Sannlale ihnen wohl nicht leicht >»ach»un kann. herein Südmark in Hra; Ausweis über erhaltene Spenden in der Zeit lwm 8. bi« 21. Fe-bruar 1906. Spenden haben gesandt: O.-G. Paternion-Feistritz 5 X; F.-O.-G. Graz (Nachtrag zur Festoorstellung) 10; O.-G. Pragerhof 9; Gemeinde Gun»ram«dorf 50; M. O.-G. Linz (Südmarkabend-Er»rag) 420; durch die Grazer „Tagespost" 1*20; Deutsche Bergleute in Brüx 8; O.-G. Po>a 50; O.-G. St. Veit a. d. Gl. $9-62 und (Festertrag) 72*82; O.-G. Bozen 82*96; O.-G. Göstling a. d. Mb« 4; Gemeinde Amstelten 16; Gemeinde Vö«lau 10; eine deutsche Unterhaltuna«ges«llschasl zu St. Leonhard in W.° B. 17*10; Tischgesellschaft im Landhau«keller 70 V. Gründer: Akadem. Burschenschaft „Arminia" in Wien 53*50; Aloi« Schaffer in Klagensurt 50; Männergesangverein in Mlllstatt 50; B«r«in der Deutschnaüonalen in Jnn«bruck 50; Jnn«brucker Liedertafel 50; Aloi« Huth in WolfSber? in Kärnten 50; Dämmerschovven in Scheck« Gast» hau« in Klagensurt 50 X. Spenden erhielten: eine Schule in Südtirol«40 X; weiter« wuroen an Siudienunlerstützungrn 70 X gegeben. Postamt Döllan Mit 1. März 1906 wird beim Post- unH Telegraphenamte im Wöllan der Landbriesträgerdienst für die Orte und Objekte Schacht (Gewerke), Skali« (On). Skali« Gemein» dehauS), Saberd (Zupan), St. Andrä (Schule), St. Andrä Psarrhos), Kranjc, St. Martin (Pfarr-Hof), Seile, Pach, Schalleg. Schloß Eggenstein, Weulsch um Weulschgegend bi« Minkusch und Oberschallegg mit wöchentlich vier», beziehung«» weise dreimaliger Begehuug der ver Bestellrayone eingeführt und au« diesem Anlasse in Schacht (Gewerke), Skali« (On), Sabert, St. Andrä (Schule), Kranjc. Pach, Schallegg und bei Min» kusch je ein Briefkasten ausgestellt. Jedermann sei« eigener Advokat! Unkennt» ni« de« Gesetzes schützt nicht vor ,S»rase. Gar mancher hat au« bloßer Unkenntni« gesetzlicher Bestimmungen / schon ein Vermögen verloren. Jedermann, der also nicht erst durch Schaden klug werden will, hat die Pflicht gegen sich selbst, rechtzeitig vorzubauen und sich mit den wichtigsten Gesetzen vertraut zu machen. Bisher stand dem Staatsbürger noch eine Entschuldigung zur Seite, nämlich der Mangel eine« vollkommenen Werke« über Gesetzkunde. Diese Lücke ist nun in glücklicher Weise durch ein 'Monumentalwerk au«gesüllt, welche« unter dem Titel „DaS Oesterreichische Recht" zur Au«gabe gelangt. Diese erstaunlich praktisch und übersichtlich angeordnete Sammlung enthält alle Reich«gesetze mit Einschluß der hierzu erlassenen Verordnungen und zwar werden die Ge» setze selbst gebracht mit auSsührlichen Erläuterungen au« der Feder hervorragender Fachmänner der advokatorischen Prax«, der Justiz und Ver» waltung. Für die praktischen Bedürfnisse ist in dem ii^erke geradezu in indealer Weise gesorgt durch «>»umsangr»icheS Sachregister und ein über» au« wertvolle« Formularbuch, welche« für alle nur irgendwie in Betracht kommenden Fälle Muster von Klagen. Eingaben, Rekursen. Testamenten. Verträgen usw. enthält. Bei jedem Muster ist gleich die Höhe de« dazu nötigen Stempel« ange-geben. Alle die b?m rk/nSwerien Borzüge d«« Werke« zu würdig,» fedl» un« ver Raum. Wer besser unterrichte« sein will, der lese den unserer heutig«» Nummer beigelegten Prospekt der Ver-sandduchhandlung Schallehn & Wollbrück in Wien XlV/2 aufmerksam durch, welche Firma auch die Anschaffung diese«, hervorragenden Werke« durch Gewährung geringer monatlicher Abzahlungen sehr erleichtert und ihm so den Weg in jede« Hau« öffnet. Vermischtes. z>er Kund als Kochzeitsgeschevk. Für Fräulein Alice Roosevelt. Tochter de« Präsidenten, hat ein reicher Mann auS PittSburg al« Hoch-zeit«gefchenk unter 'anderem einen Hund, den Boston-Terrier „Fashion", angekauft und dafür 1500 Dollar bezahlt. Beigefügt sind Bekleidung«-Gegenstände, Pelze, Ledersandalen und eine silberne Tafel, aus der die „Mahlzeiten" sür den Herrn Hund verzeichnet sind. Mehr kann man nicht tun, um da« Tier zum Nebenmenschen zu stempeln. Anr AassenArage. Im Staate Missisippi wurde vor einiger Zeit eine weiße Frau zu 10 Jahren Zwang«arbe»t verurteilt, weil sie einen Ausweis über di« im städt. Schlachthaus? in der Wocht vom 12 Februar bi« 18. Februar 1906 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung de« eingeführten Fleische«. Name de» Fleischer« kl». rinarf § e cr fromme Dauer. Generalsuperintendent T. liebte es — so erzählt man der »Tägl. Rdfch." — gelegentlich d«r Kirchenvisitationen nach dem Gottesdienste in der Kirche umherzugehen und mit den älteren Leuten Gespräche anzuknüpfen. Stand da muten im Gange ein biedere« Bäuerlein, das der Ansprache de« Gen«ralsup«rinttndenltn über .die Wichtigkeit de« Gebete«" andächtig gelauscht hatte. Zu ihm tritt der geistliche Herr und sagt freundlich im väterlichen Tone: „Mein Sohn, betest tu auch fseigtQ ?• — „Jawoll, Herr Sup-perdent." — „Nun, wann betest du z. SB., de« morgen« ?' — Da« Bäuerlein schweigt. — .Dann betest du wohl vor und nach dem Esten ?" — — Keine Antwort! — .Also betest du nur de« abend« ?" — „Nee!" — Ab,r mann betest du drnn?' — „Wenn's dunntrt!' Per absterbende Aellnttfrnck Der Frack verschwindet mehr und mehr al« Tracht der Kellner. Seine Abschaffung ist soeben wieder einen Schritt vorwärts gegangen. In einzelnen Kaffeehäusern Berliner Ursprung« ist er schon seit Jahren durch eine weiße Jacke und Schürze ersetzt. An die eng anschließend« Jacke schließt sich eine lange weiße Schürze, die bi« zum Boden reicht und den Mann ring«um bedeckt. Der Kellner erscheint so voll» ständig in Weiß gtkleibkt. Diese angemessene und kleidsame Tracht ha« in d-n letzten Jahren mehr und mehr Verbreitung gesunden. Sie ist in den zahlreichen Kaffeehäusern, weiche in der allerletzten Zeit entstanden sind, selbstverständlich. Einen ge» wissen S jideistand gegen diese Neuerung haben die alten Kaffeehäuser Wiener Ursprung« «ntgegenge» fetzt. Hier b'ieb da« feierliche Kleid der Gesellschaft auch sür den Kellner Vorschrift. Aber selbst die ältesten Wiener Kaffeehäuser haben sich diesem Fortschritt auf die Dauer nicht zu entziehen ver» möcht. Soeben hat da« älteste der Wiener Kaffee» Häuser in Berlin, da« allen anderen zum Vorbild g«dirnt Hai. da« Casv Bauer, die neue Tracht an« nommen. Wenigstens tragen sie alle sogenannten Zuträger. Die Gentleman-Zahlkellner erfüllen ihr emttägliches Amt vorläufig noch im schwarzen Frack. Aegetarismns der Japaner. In einem Beitrag zur Anlage für vegetarische Ernährung schreibt B «lz»Tokio: . . . DaS GroS der Japaner lebt rein vegetarisch, nicht au« Schrulle oder Fa» natiSmu«, sondern au« Gewohnheit und Armut. Im Innern de« Lande« hat di« vor kurzem in den Gebirgen die tierische Nahrung eine gering» süpige Rolle gespielt. Frische Fische waren von der Küste nach dem Gebirge nicht zu befördern; Hühner und Eier sind sür die armen Leute viel zu teuer. Eine mit Milch gemischte, veflttarische Kvst ist un« möglich, denn die japanische Kuh gibt keine Milch. E« begnügen sich also in Japan geradeso wie in China und Indien Millionen von Menschen mit reiner Pflanzennahrung. Trotz der Fett» und Ei» weißarmut sind die japanischen Rinder außer» ordentlich fett. E« folgt hierau«, daß die japanische Nahrung auch für schwere Arbeit genüg'. Da« Volk in Japan ist außerordentlich kräftig, obwohl e« schon viele Menschenalter hiedurch dieselbe Kost genießt .... Wenn der japanische Läufer Fleisch ißt, so tut er da« nicht, um sich zu krittligen, sondern um e« den reichen Lotten nachzuahmen. kbeumatis- «. eicbikranken tritt umsonst mit, wo« ihrer Mutter von jähre-langem schweren Äichtlridm geholfen hat. Mirie grinset, )», Pilgersheimerstr. 2/t. Schnupfen im Aallsaal. Die schön« Anmut und elegante Sitte beginnt in unserer demokra» tischen und rohen Zeit auch von der Stätte zu verschwinden, an der die hohe Schule der Gesell» schas>«kultur noch am längsten gepflegt wurde. Auch der französische Ballsaal wird jetzt zum Schauplatz exotischer Tan,« gemacht, die ein Hohn auf da« alte Menuett sind, und in neuester Zeit ist sogar die Sitte de« Schnuvfen« in den Salons al« letzte Mo)e eingeführt worden. Die jungen Damen haben am Fächer kleine Schnupftabaksdosen, au« denen sie einander Prisen anbieten, und da sie ihre Nä«ch>n noch nicht daran gewöhnt haben, hört man ein fortwährend, bald laute«, bald zarte« Niesen in den Salon«. Z>ie Südmark Bücherei ist im Stavtamte im Vorzimmer deS Herrn AmtSvorftande« untergebracht und enthält wissenschaftliche und belle» gristifche Werke in 1600 Bänden. Au«leihstunde» sind jeden Montag, Mittwoch und Freitag (mit Ausnahme von Feiertage») von 1 bi« 2 Uhr nach» mittag«. Jeder Entlehn« hat monatlich 10 Heller und außerdem für jeden Band 2 Heller für je 14 Tage zu bezahlen. Ueber zwei Monate dürfen die Bücher nicht behalten werden. Jeder Deutsch« kann Bücher «mlehnen. Im Jahre 1903 wurden 6202, im Jahre 1904 8153 Bücher entlehnt. jjj: Gedenket des „Deutschell Schul-Vereines" uud uuseres Schuyvereiues „Sudmarl" bei Spielev uud Wckteu. bei Festlichkeiten u. Testameuteu, sowie bei uuverhoffteu Gewiuusteu! Schicht" feste Sp«xi&Iitit fQr Wolle und S-efJe. Gib! auch W«i|wi»rht Feuer- and einbmchsichere IsaccAii Ilesky (Litwin) Wien XVII/8 »-WOOCU 30000 seit 1880 im Gebrauch. Erstklassig?» glänzend bewährt.» Erzeugnis. Billiger wie fiberall. VertreterK.Tippnann. Cllll, Postf-85. („©loria"—Einlaß — Maffe) ist be-sonderS geeignet zum Neueinlassen harter Fußböden, da dieses Einlaßmittel außerordentlich billig ist und die Anwendung desselben wenig Mühe verursacht. Dosen ä 35 kr. und 65 kr. sind bei Hukao Stiger und bei Aictor Wogg in Cilli erhältlich. « OlCibö teitaitllrn streutet «n» irzlichl» Autoritäten dq«ich«rw Käthe-Haarwasser und Haarpomade •II da« ei». jUm.ftttttfl« Wtittcl |DI Silauast «n. tritMchni »Ild raschen H-»r- uns ■aatataata wuchsr«. 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Staats (Tabak) Los Ein Josziv- (Gutes Herz) Los Alle vier Lose zusammen Kassapreis K !)8 50 oder in 33 Monatsraten i E 350 H Jedes Los wird gezogen. 0 Sofortiges alleiniges Spielrecht nach Einsendung der ersten Kate. Verlosungsanzeiger „Neuer Wiener Äercuf* kostenfrei. — Wechselstube Otto Spitz, Wien I., Schottenring 2s. Geld-Darlehen ftr Personen jeden Stande» in 4, 5, 6•/, gegen Seljaldsoli^in, auch in kleinen Raten rückzahlbar, effektuiert prompt und diskret Karl von Berecz handels^erichtlich protokollierte Firma Budapest, Joaetring 33 Itetourmarke erwünscht. 11609 Husten Sie? do nehmen Sie nur die unübertroffenen, ärztlich empfohlenen Gloria - Brust-Caramellen mit reinem Malzextrakt hergestellt. I'ali«te xii SO nnd 40 h Niederlage bei: Johann Fiedler iu Cilli, Bahnhofgasse. 11300 Haus in Heiienstein (Sanntal) üitlaorlin, sehr solid gebaut, schöner Lage, in der Nähe des Bahnhofes, sofort unter günstigen Bedingungen preiswert zu Ver-kaufe». 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Dank! 11647 Seit zwei Jahren waren mein Möge» und Nerven sehr geschwächt; sehr empfindlich im Kreuz, die kleinste Verkühlung brachte Kreuzschmerzea, Magenschmerzen und Aufstossen; auch litt ich sehr an Blähungen, Brechreiz, manchmal Schleim -erbrechen, Stechen auf der Brust, Blutandrang zum Kopfe, Hämmern, Kopf- nnd Ohrensausen, Schwindelanfälle, starken Herzklopfen, grosser Reizbarkeit und Missstimmung, unregelmäßigen Appetit, kalten Füssen, öftere mit Schmerzen in denselben, sowie Ziehen und grosser Mattigkeit im ganzen Körper. Auf Empfehlung eine bekannten Dame, wandte ich mich such schriftlich an Herrn A. Pflster in Dresden. Ostraallee 2 nnd habe nun die Freude, für völlige Heilung meinen Dank au»»prechen zu können. Tliwreula Rvlachl, b. Zwikl in Intenham, Post Oftering, O.Ö. Paula Werbnigg, geb. Henn gibt im eigenen, wie im Namen ihrer Geschwister der Frau Karoline Skobe, verw. Huiber und Frau Wilhelmine Hof-bauer, geb. Henn die traurige Nachricht von dem Hinscheiden ihrer innigstgeliebten guten Mutter, der Frau Pauline Henn * Arztens - Witwe welche am 27. d. M., um 5 Uhr nachmittags nach langem schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 66. Lebensjahre ruhig und sanft entschlafen ist. Die irdische Hülle der teueren Verblichenen wird am Donnerstag den 1. März um 3 Uhr nachmittags im Sterbehause feierlichst eingesegnet und sodann auf dem Ortsfriedhofe St. Michael iiu Schönstein beigesetzt. Der Trauergottesdienst wird am Freitag den 2. März um S Uhr früh in der Pfarrkirche zu St. Michael gelesen. Schönstein, am 27. Februar 1906. Separate Anzeigen werden nicht ausgegeben. , ' ~ " f 11 *-m Cfttr 8 Nummer 17 Dank und Anempfehlung. Erlaube mir einem geehrten P. T. Publikum von Cilli und Umgebung bekannt zu geben, dass ich den von mir bisher geführten Gasthof „zum schwarzen Adler" aufgelassen habe und mit 15. Februar das Gasthausz. Paradeisgarten in der Schmiedgusse übernommen habe. — Zum Ausschanke gelangen vonügliebe latrianer und Steirer-Wcine. sowie das belieht-Gösser Märzenbier. Die bekannt gute Küche wird auch hier unvere ändert weitergeführt. Nachdem ich für das mir bisher geschenkte Vertrauen bestens danke, bitte ich mir dasselbe auch auf meinem neuen Posten in gleichem Masse entgegenbringen zu wollen und zeichne hochachtungsvoll JoSiann Peperko, Gastwirt. 11644 ^gewässerten SfOCkftSCk ZO und bekannt bestes pettauer empfiehl während der fastenzeit 11640 Josef SrimZj Spezereihandlung, Qilli, grazerstrasse. Ein Paar Wagenpferde 11949 lGfaustig, preiswürdig1 abzugeben: Gutsverwaltung Neu-Cilli bei Sachsenfeld. 5 Kronen 1,102 rnid mehr per Tag Verdienst. HauSarbeiter- li für 10 Kilometer). C" Wenig Pneumatik-Abnützung weil whr leicht. •SST Kein Mechaniker (Chauffeur) notip, spieEend leichic Behandlung, weil nichts kompliziertes an dem Wagen, kann daher von Jedermann bedient werden. Geht auf jeder Fahrst rase, nimmt fast jede Steigung, Jfiissi bis Ast Kilometer per Stunde. Kein Versagen, stets fahrbereit, Scrrmer u. Winter. Idealer Gebrauchswaqen für Aerzte, Geschäftsleute und Private. Billigster Motorwagen der Gegenwart. Alleiniger Verkauf u. I.aeer n bjw»_ trb r » für die Atpent&nder: t. «GSNgep, KBageilfUPI wo Heflektanten den Wagen sehen und probieren können, sowie auch Fahrunterricht erteilt wird. - Prospekte auf Verlangen. - Hru cksorten Vereinsbuchdruckerei ** „Celeza" Ctllt Danksagung. Allen werten Verwandten, freunden und Bekannten, die uns anlässlich des Ablebens unserer geliebten unvergesslichen Mutter, Schwieger-, Groß-und Urgroßmutter, der Frau Marie Wagner ihre Teilnahme in so herzlicher Weise kundgegeben, sagen wir tiefgefühlten, wärmsten Dank. 11651 Die trauernd Hinterbliebenen. Weltausst.St.Louis 1904 Höchste Auszeichnung „Grand Prix Globus-i Putz-Extract pübt beSSGralsjedes andsrel Metall-Putzmittel. Z5 Für Magenleidende! Allen denen, die sich durch Ertältung oder Ueberladung des Magens, durch Genub mangelhafter, I-bwer verdaulicher, zu beiher oder zu talter Speisen oder durch unregelmützige Lebensweise ein Magenleiden, wie; Magenkatarrh, Magenkramps, Magen- schmerzen, schwere Vervauung oder Verschleimung »»gezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, besten vorzüglich« Wirtungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das betannl« Serdauungs- nnd Afutreinignngsmittef, der Hubrrl l(Uridj'Mf firäutcr-lUriu. Diener Kränlerwein ist au* vor*Bällchen, heilkräftig befundenen i Kräutern mit gutem Wein bereitet und stärkt nnd belebt den Yerdanungsorsaiilsnins de* Btenschen, ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitig Störuugen In den Blutgpfäsaen, rein igt das Blut von verdorbenen, krankmachenden Stoffen nnd j wirkt fordernd ans die Neubildung gesunden Blutes. Durch recht»eitigen Gebrauch des Kräuter-WeinS werden Magenabel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An-wendun^ anderen scharfen, ätzenden. Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzu-ziehen. >vymvtome. wie: Kopfschmerze», Ausstößen, Siddrenien, Slihungrit, llebrlkeit mit erbrecht». die bei chromschcu ^veralteten) Magenleiden um so Heitiger austreten, werden oft nach einigen Mal Trinten beseitigt. Cstlihlnrrstnnfnnn unb deren unangenehme Folgen, wie Betlemmmig. > SlllylvrrpopsUNg Htrztl»,fk». Echlaflosigteit, Iowie Blutanstauungen :n Leber, Milz und Pforiadersystem sHämirrtzoidilleide» werden durch Kräuter-Aein oft rasch beseitigt. — Kräuter-Wem behebt Unverdiulichteit, verleiht dem BerdauunAsfvftem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe au« dem Magen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Slutmaagel. EnlkrSftnng sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung uno eines tranthaften Auslandes der Leber. Bei Apvellllostgtrit, unter «eroofer Abstammung und GemülbSverstimmunz. sowie häufigen «opffchmerzeit. schlaf-losenNächten, siechrn oft solche Personen langsam dahm. t0F~ Kräuier-Wein giebt der geschwächten Lebenstraft einen frischen Impuls. Kräuter-Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoff-Wechsel an. beichleunigt die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebensluft. — Zahlreiche Anerkennungen und Dantschreiben beweisen dies. ift pl i>«dkN lit FI,Ichen k ff. l »» in» |L *•- in t«a i ■ M ■----------r — — . . - ----- C«9(mi4-Ui>aarn in tu apoiwtm. «L« enlrntoi Mc IVMfetts in «tat s an» mt&t gl-Iches fftiniaaci* ,» Criitn«!-preisen null allen Orten CrftttmiS-Un««»!. M4T iV Vor Nuüliahmniigen wlril gewarnt! -H>W Wan verlang aii»»tii43uS Hubert Ullrtch'MClieu Kränter- Wein «on Clllt, e«a 5!eu&eul, BinD.- In «Iticraiart ant ,-n, Anleger und Herausgeber Vereinsbuchdruckere» .Celefa" in Eilli. Bul'Xwortlichtr Schriftleiter: Taniel Walter. IruJ dec Vereinsbuchdruckerei „ieleia-* tn iitUu