Schnslltwlia: RatbauSgasse Skr. » *>•<■ i>. »nSentrba». «tutttftmfte: TtigliS (»>! «ulnoSmt Der So»»- u. Seiet» tnfltl von 11—1» lld- »mit. H«»»I»rc>d-» imki mchl »utÄazqeb«». namenlos« «»-se»t«»go> aidic brriltffilStijt. »»kii»di»»»g«il sinni bit Rer»*Il»a« ««Bf» (*rtc gtiii£Mt um £ooi»uj »benfc». »o^lJatfofftii-Äoitto 30.6H0. Vrnoaltlmg: «athansgaff» Skr. 5 r-lcrh«» Nr. *1. intetatb«» Bezugsdkliiiizuigea D->-« Mc foft >n»|««i diRtdfütrig . . . 1t S'jo • • • . K « 40 ®»«ö4hSj . . . . k i»-so &ä« «illi nit Zustcll»», in* H»»« - . . . .K 11« «NaUHUrta . . . k j-_ H-ldj-dr', . . . K r-«•miäW« . . . . k Sät« «ollrnti crtltnt M *H ®f»B|)«;fbu&itu um sie Wirte» ^erfc»banaf-HSebU%cen, Üil^elritete tb««rnne»tl leite» bi» jut StbefttHuoj. Ar 55 HiM. Samstag, 9. Juli 19W. 35. Jahrgang. Nach der Vertagung. „Tie slowenische Obstruktion hat gesiegt" — „der ReichSrat ist vertag», die Regierung dleibt" — „das ganze Regierungsgebäude ist zertrümmert" — „die Obstruktion hat^ auch diesmal keinen positiven Erfolg errungen" — so tönt es wirr aus allen Lagern durcheinander in dem Augenblicke, wo die Komödie am Frau-zenöring zu Ende ist. Der Borhang ist gefallen und wenn man sich heute auch «och nicht ver-messen kann, zu sagen, waS im Hcrbste ge> schchen wird, so läßt sich doch doS Ergebnis der letzten Reichsratstagung unschwer in einige Worte zusammenfassen: Die Freunde der Par-lamentarisierung de« Kabinetts haben wieder eine Schlacht verloren! Man täusche sich uicht; die slowenische» Universitätsforderungen und die Hilfe, die ihnen hiebet die tschechischen Parteien angedeihen ließen, sowie die Schwierigkeiten, die der Polenklub machte und dadurch die Lahmung der Parlamentsausschüsse herbeiführte, dienten alle dem einen Zwecke, die Parlamentarisierung de» Kabinetts zu erzwingen Nicht umsonst spielte der slowenische klerikale Führer Schusterschitz den Unversöhnlichen, alö der Ministerpräsident gegen, über allen Andeutungen bezüglich einer ..Aenderung des Systems" taub blieb, und nicht umsonst blies der ewige polnische MinisterkandidatjGlom> dinSki in daS Feuer der polnisch-demokratischen Opposition. Hinter den „sachlichen Beschwerden" der Slawen lauertcn ihre Portefeuillewünsche, durch deren Besriediguug die staatliche Ver- (Nachdruck verboten.) Strandgut. Novelle»? von A. Hinze. Gräfin Seraftnc stocherte mit der Spitze ihres weißen Sonnenschirm« in dem Dünensand, darüber die Seebrise hinstrich. Sie tat es mit einer Beharrlichkeit. die sonst nicht zu ihren Gepflogenheiten gehörte. Ihre Ausdauer galt einem goldolitzenden Etwas, das sie im Sande entdeckt, das aber trotz ihrer Bemühungen sich hartnäckig darin vergrub und von den weißen Körnern überschüttet ward Ob das Meer dieses Etwas an den Strand ge warfen oder ein Badegast es verloren hatte? Plötzlich faßte die schlanke Hand der Gräfin sest zu — triumphierend hielt sie gleich daraus den kleinen Fund in ihrer Rechten. Ein Tranring war'S. Interessiert betrachtete die Finderin ihn. Der Ring war aus dunklem Dukatengold, breit und massiv: die Ausführung verriet fremdländische Gold-schmiedekunst. In den Strahlengarben, die die Morgensonne über Meer und Dünen aussandte, funkelte und blitzte das Kleinod, daß die Gräfin ge blendet die Augen schließen mußte. Vielleicht geschahs auch unter einem Gedanken, den der Ring hier — der Ring der Treue — in ihr geweckt hatte. Geweckt erst? Als ob es dessen bedürfte! Der Gedanke war ja da, immer und überall, der ver-ließ sie ja gar nicht mehr, der Gedanke war ihr ja Glaube, Gebet, Seligkeit . . . Seit wann? Nnn. fast seitdem sie hierher, in daS moderne Seebad gekommen, also knapp drei waltung neuerdings zum Instrumente der per» versen Gelüste de« slawischen Chauvinismus zemacht werden soll. DaS war und ist der Kern )er Krise und in diesem Punkte haben die Slawen auch diesmal wieder da« Spiel ver-loren. — In unterrichteten Kreisen war daS bereits noch der letzten Audienz dcS Minister-»räsideuteu beim Kaiser bekannt. Aus der Mitteilung der „Wiener Deutschen Korrespondenz", d.,ß die Stellung des Freiherrn v. Bienerth vollständig inta!; sei, konnte man bereit« deutlich herauslesen, daß an eine Aenderung de« System« nicht zu denken sei, und e« ist auch nicht an-^uuehmen, daß die Dinge im Herbste anders liegen werden. Gerade die Momente, die die abgelaufene Tagung de« Abgeordnetenhauses am schärsstcn charakterisieren, sprechen durchwegs gegen jeden Besuch, da« Becksche System zu erneuern, denn sie beweisen, daß an eine Besserung der parlamentarischen Verhältnisse noch weniger alö jetzt gedacht werden könne, wenn die Anarchie im Abgeordttetenhaase wiederum auf die staat» liche Verwaltung übergreifen sollte. Sehr zur rechten Zeit hat der Obmann de« Budgetau«-schusse«, Freiherr v. Ehiari, angesichts de« Unfuges der slowenischen Obstruktion, die Obmann-schaft de« genannten Ausschusses mit der Be-grünsung niedergelegt, daß eine sachgemäße Ber-Handlung überhaupt nicht möglich sei, wenn ste zum Teile in einer dem Borsitzenden unver-stündlichen Sprache geführt werde. Den Slc-wenen gebührt da« unbestreitbare Verdienst, dadurch, daß sie im Budgetausschusse nicht in deutscher sondern in slowenischer Sprache ver- Wochen. Gleichzeitig mit ihr war noch ein Bade-gast eingetroffen und wie sie im Strandhotel abge-stiegen. Baron Woitschakow aus Petersburg, stand noch an dem nämlichen Tage im Fremdenbuch des Strand-Hotels zu lesen. Gräfin Sabine war gerade hinzn-gekommen, als der Russe seinen Namen in das Fremdenbuch eingetragen. Ausblickend hatte er den dunklen, eigentümlich zwingenden Blick aus sie ge-heftet und mit scharf akzentuierter Stimme gefragt: „steine Gnädige, gestatten Sie. daß ich Ihnen die kleine Mühe" — damit hatte er aus da« Buch ge-wiesen — „abnehme. Was dars ich eintragen?" „Gräfin Hallersberg aus B." kam die Antwort. Einem plötzlichen Impulse solgend, hatte die Ge-fragte hinzugefügt: „Witwe". Das war recht überflüssig gewesen. Wen ging diese Tatsache hier, wo jeder, dem Sommervogel gleich, nach kurzer Rast wieder davonflatterte, et-was an. Emen vielleicht. Hatte der Russe bisher nur durch den faS° zinierenden Blick feiner Augen, die von Anfang an ihm gefolgt waren, zu ihr gesprochen, so war jetzt der Damm gebrochen. „Da das Sicksal uns gleich-zeitig hierher verschlagen, sind wir es uns eigentlich gegenseitig schuldig. Weggenossen zu sein", hatte Baron Woitschakow die Bekanntschaft eingeleitet, als er Gräfin Sabine aus einer einsamen Promenade in dem windumrauschteu Kiefernwald begegnet war. Er stand mit ties abgezogenem Hut vor ihr. Gerade unter einer mächtigen Kieser; das Haupt mit dem kurzgeschorenen dnnklen Haar hocherhoben, handelten, den strikten Nachweis geliefert zu haben, daß die wichtigste VorauSsetzuug der Arbeitsfähigkeit de« Abgeordnetenhauses die Fest« stellung der deutschen Spriche al« parlamen« tarischer Berhandl^,g«sprache ist. Kann man aber annehmen, daß e« unter einem parlamen« tarischen Regime, da« doch nur die Verfassung«« mäßige Form für die Orgien dc« slawischen Chauvinismus bilden soll, je zu einer solchen wirklichen Reform der Geschäftsordnung kommen werde? Niemals! Daß in dieser und in jeder anderen Be-ziehnng da« Abgeordnetenhaus arbeitsunfähig und unmündig ist, da« nachgewiesen zu haben ist wiederum das Verdienst der „Arbeiter-Zeitung". Sie mißt der Regierung einen Teil der Schuld an dem neuerlichen Bankrotte de« „Botkshauses" zu und bemerkt: „Es ist nicht die Schuld, e« ist da« Verhängnis des öfter« reichischen Abgeordnetenhauses, daß sein Dasein immer von neuem in Frage gestellt wird, und daß ist da«, wa« jedem Parlament gleichsam durch die Geburt verliehen ist; sein LebenSrecht unter Krämpsen und Zuckungen erst erobern muß. Aber da« kann das Hau«, da« nur in der Vorstellung eine Einheit ist, in der bitteren Wirklichkeit aber in einander feindselige Nationen zerfällt, ohne rechtschaffene Mithilfe der Re, gierung nicht erringen, und darum hat die Regierung dieses Staates gegenüber dem Par« lament noch ganz andere Pflichten, als die Re« gierungen in konsolidierten Staaten; sie muß ihm ein zuverlässiger Freund, sie muß der ge« treue Ekkart des Parlaments sein." — Selt« kraftvoll und eher gebietend als ergeben, in Haltung und Mienen, die Herrennatur verratend. Er hatte lächelnden Mundes gesprochen, trotz-dem klang eine tiefere Bedeutung aus den Worten. Oder war es der fremde Akzent, mit dem er sprach, der seinen Worten anscheinend Bedeutung verlieh? Das Brausen des Meeres klang herüber; durcy das Geäst der Bäume sah man die Wellen blinken. Sonnenstrahlen liefen über den Waldboden hin, über die Kronen der dunklen Tannen und über Gräfin Sabines wundervoll ebenmäßige Gestalt in dem schlichten, weißen Gewände. Ueber ihr weiche« Blondhaar und den Schmelz ihrer jungen Wangen. Ja, sie war jung und schön und sie war Witwe nach einer Ehe, die die Bernnnst geschlossen hatte. Sie liebte Energie am Manne und war sich seit ihrer Begegnung mit dem Russen bewußt, daß dieser Mann mit seinem Despotenblick ihr gefährlich war. „Sie und ich Weggenossen?" fragte sie und es klang zurückweisend, obwohl daS Herz der Sprecherin rascher klopfte als sonst. „Ich erkenne den Grund hierfür nicht an, Herr Baron, und liebe meine Unabhängigkeit." „Ah . . kam es über seine Lippen. Er war näher an sie herangetreten und sein Blick bannte sie förmlich, als er fortfuhr: „Sie sind entzückend in ihrer Offenherzigkeit, Gräfin! Ich liebe selbst-bewußte Frauen!" Ein sonderbares Lächeln grub sich um seine Lippen. „Ihr Borgehen reizt den Abgewiesenen, Sie zu bekehren, Gräfin!" ..Dazu müßte ich ihm das Recht doch erst einräumen?" hatte sie opponiert. Abermals hatte sein Blick sie gleichsam ge-bannt. Seite 2 HeMsche Aiaast Nummer 55 fern! Sonst las man in der „Arbeiter-Zeitung" doch immer, daß das Parlament über der Re> gierung stehe, und daß sie der Diener des Parlaments sei. Ist dem so, dann erscheint das Parlament in der „Arbeiter-Zeitung" entweder als unmündiges Kind, das an der Hand der Regierung erst gehen lernen muß, oder als siecher Greis, der der Stütz« der Regierung bedarf, um sich zu bewegen. Nur eines von diesen beiden kann richtig sein, und daraus er» weist sich die Torheit und Ungereimtheit, die darin liegt, wenn die Parlamentsdemokratie fordert, daß das-Parlament, das noch nicht oder nicht mehr gehen kann, gebieten soll über den, der es führt. DaS ist ein Unsinn und an diesem Unsinn scheitern alle Parlamentarisierungswünsche und müssen scheitcrn, solange nicht von oben herab um augenblicklicher Erleichterungen willen die staatliche Berwaltung und damit die Existenz des Staates selbst einer zuchtlosen slawisch-parlamentarischen Partecherrschaft ausgeliefert werden. Dir Kundgebung des Deutsche» Uatimuilnrr-baudes. Vorgestern nachmittag hielt der Deutsche Ratio-nalverband seine Schlußsitzung für die abgelaufene Sommertagung. Nach eingehenden Berichten und kurzer Besprechung der politischen Lage, sowie der Umstände, die zur Vertagung des Reichsrates führten, wurde einstimmig folgender Beschluß ge-faßt. Der ReichSrat ist nach einem wenig rühmlichen Tagungsabschnitte vertagt worden. Allerdings wurden einige kleinere Gesetze beschlossen, es wurden durch die Bewilligung von AnWhen die Mittel zur Fort-führung der Geschäfte beschafft und es gelang auch diesmal, wie in den zwei vorangegangenen Jahren den Staatsvoranschlag zu erledigen Dagegen ist in keiner der großen Fragen, die seit Jahren auf der Tagesordnung stehen, ein entscheidender Schritt zur Lösung gemacht worden. Nicht nur die Deutschen und Tscheschen, der ganze Staat leidet unter den Wirren in Böhmen. Während aber wir Deutsche immer bereit sind, ein Uebereinkommen abzuschließen, das mit unseren Interessen und mit unserer Ehre vereinbar ist. haben die Tschechen jede Porberatung zu hintertreiben gewußt. Solange aber der bedeu- „Ich traue mir zu, mir dieses Recht zu er. obern, Gräfin Hallersberg." Er hatte es kurz, fast herrisch gesprochen und dann wie selbstverständlich den Weg au ihrer Seite genommen. Noch heute erinnerte sich Gräfin Sabine der in ihr streitenden Empfindungen damals. Zorn über seine dominierende Art; Beklommenheit und ein heimliches Gefühl von Seligkeit hatten in ihr gekämpft. Und wie war es gekommen? Die Grübelnde hatte längst den im Sande ge-fundenen Trauring in ihre Tasche gleiten lassen. Sie wollte den Fund im Tageblatt bekannt geben lassen. Der Eigentümer, vermutlich ein Badegast, konnte sich dann melden. Dieses Strandgut besonderer Art hatte es un-bewußt zu stände gebracht, die in ihr ringenden Gedanken der jüngsten Zeit zu klären. Gräfin Sabine lächelte verträumt vor sich hin. Vielleicht noch heute würde die Entscheidung fallen — würde vielleicht auch solch ein schlichter Reif, von ans-ländischer Goldschmiedeknnst. sie für's Leben an Maxim Woitschakow binden. Sie unterdrückte den Schrei der Seligkeit, der sich ihrer Brust entrang. Nicht mit zartem Liebes-werben, sondern mit der Souveränität des Macht-Habers hatte Baron Woitschakow es verstanden, sich dieses Frauenherz zu eigen zu machen. Eine wilde Seligkeit durchströmte sie, wenn er ihr von seinem Schloß und den weiten Wäldern seiner Heimat erzählte. „Die alten Banmriesen darin werden ihre stolzen Häupter vor Ihnen neigen, blonde Madonna, und der Schneestaub, den sie ab-schütteln, wird auf Ihrem Haar zu Sterne werden tendste slawische Bolksftamm sich weigert, dem deutschen Stamme und dem österreichischen Staate das zu geben, worauf nicht verzichtet werden tan», wird es zu einer fruchtbaren Arbeit im ReichSrat« nicht kommen. So fand sich auch die bis heute be-stehende Arbeitsmehrdeit auf Schritt und Tritt auf-gehalten und gehindert. Daran hätte sich auch dann nichts geändert, wenn an die Stelle der veralteten Geschäftsordnung und des im December vorigen Jahres geschaffenen gesetzwidrigen Notbehelfe« mo-deine Satzungen getreten wären, welche der Arbeit und nicht deren Verhinderung dienen. Denn auch die beste Geschäftsordnung kann den mangelnden Willen zur gemeinsamen Tät nicht ersetzen. Seit dem Jahr 1866, also seit 2^ Jahren, haben wir daS erstemal wieder ein Defizit im Vor-anschlagt; es erscheint ausgewiesen mit 53 Millionen, ist aber tatsächlich schon jetzt höher und wird noch weiter steigen, sobald die Delegationen gesprochen haben werden. Als eine Partei der ehrlichen Arbeit dürfen wir nicht laufende Ausgaben durch Anlehen bedecke», sondern müssen zunächst auf Ersparungen diängen In diesem Bestreben stoßen wir auf den Widerstand ftawijcher Parteien, sowie der Sozial-demokrate», die sich die populäre Rolle zurechtgelegt haben, alles zu fordern und nichts zu bewilligen. Wenn wir in der Erwägung, daß Ersparungen nur langsam im Laufe von Jahren ihre Wirksamkeit äußern, den Steuerprojekten der Regierung näher getreten sind, so wissen wir uns in Uebereinstimmung mit unserer Wählerschaft und mit dem Grundsatze: Ausgaben und Einnahmen in Einklang zu bringen. Wenn aus der Finanzreform nichts geworden ist und wenn wir uns daher für das nächste Jahr auf eine volkswirtschaftlich schädliche Drosselung produktiver Ausgaben gefaßt machen müssen, so fällt die Schuld anf die Sozialdemokraten, die durch monate-lange allgemeine Redereien die Beratungen hinaus-zogen und dadurch auch das Lustandekommen der AlterS- und Jnvaliditätsverncherung. sowie die Lösung anderer wirtschaftlicher Fragen ausschließe i. In der letzten Zeit hat sich auch das Sesüge der Mehrheitsparteien gelockert, indem die Polen, ohne neuerliche Erhebungen abzuwarten, auf die so-foriige Ausführung der Wasserstraßen drängten. Wir werden uns auch auf die Gefahr hin, daß po-litische Schwierigkeiten eintreten könnten, bei der Entscheidung lediglich von wirtschaftlichen Rücksichten leiten lassen. Den unmittelbaren Anlaß zur Ver tagung des Hauses hat die Obstruktion der Slowenen gegeben. Wir bestreiken niemandem das Recht, zu der Frage der italienischen Fakultät »ach seiner Ueberzeugung Stellung zu nehmen. Dagegen werden wir jedem Versuch eine aktuelle politische Frage zu Erpressungen ausznnützen, auch dann entgegentreten, wenn er in besseren äußeren Formen gemacht werden sollte. Wir dulden es nicht, daß eine Obstruktion durch irgend welche Zugeständnisse abgekauft werde und erwarten dieselbe Festigkeit von jeder Regierung. wenn wir im Schlitten, Seite an Seite, durch die Wälder gleiten", hatte er gestern ihr ins Ohr ge-flüstert. Sie hatte nicht das Haupt abgewandt, — sie hatte den Worten gelauscht gehabt wie einer be-rückenden Melodie. Wie manches Mal schon hatte er ähnliche Anspielungen gemacht. Warnm nur hatte er in jenem Augenblick gestern nicht das entscheidende Wort gesprochen, da er doch längst wissen mußte, daß sie ihn liebte? Heute wird er es tun, dachte die Gräsin, denn — „Morgen um die Mittagsstunde werde ich mir gestatten, Ihnen meine Auswartung zu machen, Gräfin! waren des Barons Worte gestern abend gewesen. Es hatte so bedeutungsvoll geklungen. Wie beflügelt eilte die junge Witwe die Stufen des Hotels hinan, denn sie war jetzt dort angelangt. Der gefundene Ring kam ihr wieder ins Gedächtnis und sie beauftragte einen Kellner, ihr die letzte Nummer des Tageblattes zu bringen. Vielleicht war der Ring schon vor Tagen verloren worden und der Verlierer hatte sich in der Zeitung gemeldet. Zurückgelehnt in den Triumphstuhl, saß sie bald daraus in ihrem Hotelzimmer, vor dessen Fenster kaum zwanzig Schritt entfernt, das Meer vorüber-floß. Die Geduld der Suchenden sollte aus eine ziemlich lange Probe gestellt werden. Ein ansehn-liches Häuschen Zeitungen legte sie nach der Dnrch-sicht erfolglos zurück. Um so überraschender war das Resultat, das ihr die letzte Nummer brachte. Sie war bereits 3 Wochen alt, und wies gerade Die heutigen politischen Verhältnisse sind nicht darnach, um in der Bevölkerung eine gehobene Stimmung hervorzurufen, sie dürfen aber auch nicht den Anlaß zur Verdrossenheit bilden. Unsere Aus-gäbe ist eS, dem deutschen Volke die Führung in diesem Staate zu wahren und die nationalen und wirtschaftlichen Interessen der Gesamtheit unseres Volkes mit stets gleicher Treue und Entschiedenheit zu vertreten. Diese Ausgabe ist bleibend und groß genug, um sich auS der herrschenden Verwirrung in eine bessere Zukunft hinüberzuretten. Es ist aller-dings fraglich, ob eine Besserung sich schon zeigen wird, wenn im Herbste der Reichsrat wieder zu-sammentritt. Das Abgeordnetenhaus, das zum erstenmale auf Grund des allgemeinen, gleichen Wahlrechtes gewählt worden ist, hat den Erwartungen des Volkes und den Forderungen der Zeit in keiner Weise entsprochen, es hat weder an Achtung noch an Einfluß gewonnen. Was unter diesen Verhält-nissen an Arbeit im Dienste der Nation und zum Wohle des Staates geleistet werden konnte, das hat der Deutsche Nationalverband getan, und er kann daher mit Ruhe den vielleicht naheliegenden Zeit-punkl abwarten, in dem das Volk über die Zu-sammensetzung eines neuen Parlaments entscheiden wird. Politische Rundschau. Inland. Die Unruhen an der Lemberger Uni-versttät. Die Lemberger Staatsanwaltschaft verbot den dortigen Zeitungen unter Androhung der Beschlag-nähme die Berichterstattung über das Verhör mit den Zeugen und den angeklagten Studenten! Gegen die ruthenikhen Studenten mird die Anklage teils wegen versuchten, teils wkgen vollführten Mordes, öffentlicher Gewalttätigkeit und boshafter Beschä-digung fremden Eigentums erhoben werden. Die Anklage wegen Mordes wäre für jeden Juristen un-verständlich, weil es sich im Raufhandel bloß um Totschlag handeln kann.s Die Polen und die Wasserstratzenfrage. Die polnische Korrespondenz meldet: Der Polen klub beschloß nach mehrtägiger Debatte über die Wasserstraßenfrage einstimmig folgende Resolution: Der Polenklub verharrt unverbrüchlich auf dem Standpunkte des Kanalcesetzes vom Jahre 1901, auf den diesbezüglichen Landtagsbeschlüssen und seinen zahlreichen eigenen Resolution«hält fest insbesondere mit aller Entschiedenheit an den durch das genannte Gesetz erworbenen Rechte des Landes und ermächtigt sein Präsidium, der Regierung zu er-klären, daß der Klub entschlossen sei, für den Fall. dasselbe Datum aus, an dem Sabine hier im See-bad angekommen war. Der Lesenden entschlüpfte bei der Notiz ein leiser Schrei. Sie rieb sich die Augen, als traue sie denselben nicht. Starrte von neuem auf die Zeilen nnd ward dann aschfahl. Sie wollte aus« springen, wie eS jemand im Augenblick entsetzungs-vollen Schreckens wohl tut, aber die Füße ver-sagten ihr; halb ohnmächtig sank sie in denSluhlzurück. Es war eine Viertelstunde später, als ein Kellner dem Iwan, dem Diener des Baron Woit-schakow die Meldung brachte, die Gräfin Hallers-berg wünsche ihn zu sprechen. Diese war dem Iwan als eine leutselige Dome bekannt. Betroffen hob er daher den Kopf, als sie, nachdem er bei ihr eingetreten, zu sprechen begann in einem Tone, den er nicht an ihr kannte. Eigentümlich tonlos und überhastig, wie ihm schien, aber offenbar freundlich, fragte sie: „Sie sind verheiratet, nicht war, Iwan?" Als er verwundert bejahte, fuhr sie fort: „Nun, ich ersehe soeben aus der Zeitung, daß vor 3 Wochen ein Trauring hier am Ort verloren worden ist. Der Finder, steht im Bericht, solle sich melden im Strandhotel, Zimmer 4. Haben Sie denn das Malheur gehabt und Ihren Ring verloren?" Der Diener riß die Angen auf: „Ich Frau Gräfin? stammelte er; er begriff nicht. „Ich denke, der Herr Baron hat für Sie in-serieren lassen?" Ein Grinsen löste Iwans Erstarrung aus. „Nein, Frau Gräfin, daS stimmt nicht. D:r Herr Baron Woitschakow selber hat den Ring ver loren." MM. ©lässet zur Unterhaltung und Belehrung für Hans und Fmnilik bo-at.gsbcira«, der ..Vevtschea Wacht" in glM.__ Nr. 27 Die SSdmart" erscheint jeden Eonntaq al« unmtaeltliche Beilage für die Leser der „Deutschen Wacht". — Smzeln ist „Die Sadmart" nrchl tüuflich. 1910 Irau Aoes Mache. Roman von Hcath HoSken. — Einzig autorisierte Bearbeitung von Han« von W e n y e l. IS. Fortsetzung. Wen» du jemand triffst und dich einer anspricht, so sage nur. der Wagen sei entzweigegangen und du wolllest auf dem kürzest«,, Wege »ach dem Hause, «ber eS ist kaum anzunehmen. Hodg«» hat seine Runde bereits gemrcht. und die Polizeipatiouille ist vor drei Uhr selten in der Clan»den L»n« anzutreffen. Man muß jede, auch di- un-wahrscheinlichste Möglichkeit in Betracht ziehen .Ja, natürlich. Und waS soll ich tun, wenn di- Luft iein ist? Soll ich zurückkommen und dir berichten?' .Nein, du sollst dann den dritten Hausen von hier, den halb ausgeschichteten, für unseren Zweck vorbereiten. Er liegt für den Wind am günstigsten. U-brig-n« ist der Luftzug ziemlich scharf. ES wird eine fnrchlbare Flamme geben . . . Wenn du da« erledigt hast, komme zurück. Ich weide davn heranfahren. Alte» weitere nimmt hüch sttnS eine Minute in Anspruch. In zehn Sekunden kann sie im Stroh geborgen sein. Etwa« Petroleum und ein Streichholz tun daS übrige. Sobald das Stroh brennt, müssen wir fort. E» würde am besten sein, wenn wir aus diesen Weg dort nach Haus« fahren, obgleich er etwa« schwer zu passieren ist. Natürlich könnte ich auch um-kehren und du>ch Guildsoid fahren. Doch besteht da die Gefahr, daß wir bei Feuerschein in Clanden Lane gesehen werden Unser Schlußrnanöver könnte leicht mit weiner Person in Verbindung gebracht werden." „Du meinst den Brand?" „Ja, zum Henker! Obgleich da« Stroh mir gehört. Du siehst also," fügt- er lebhaft hinzu, ..daß e« im Fall unvorhergesehener Komplikationen — nehmen wir mal Brandstiftung an — sehr nützlich sein dürfte, die guten Leus auf eine falsche Fährte zu locken." „Du hast recht." murmelte Milner, Brookes Kalt» blütigkeit und weise Voraussicht imponierten ihm ge-waltig. .Ueb-rdie«,' fuhr Brooke fort, .sind wir dann nur »och einige Minuten von meinem Hause entfernt. Wir können di« Wirkung des Feuer« von Anfang an beobachten. Wenn eS erst biennt, ist alle» in Ordnung.- „Bist du dessen sicher?* „Vollkommen,- erwiderte Brooke mit dem Brustton der Ueberzeugung. „Ich habe solche Geschichten schon zu oft durchge macht, um irgendwie noch in Zweifel zu sein. Wenn man ganze Dörfer niederbrennt, lernt man derartige Dinge." < lüiMtuif «rrtottft } „Aber," fragte der Maler besorgt, „existiert nicht die Möglichkeit, daß daS Feuer zu früh gelöscht werden könnte?• ..Da» ist ganz ausgeschlossen. Meine F-uerspritze Ist zum Glück in Unordnung uid mein Telefon noch nicht angelegt. Dieser Wagen würde die Nachricht am schnellsten nach Guildford bringen; aber,' fügte er bedeutungsvoll hinzu, „er würde tn Stücke gehen, wenn ich ihn steuerte und ein anderer kriegt eS nicht fertig." Angenommen," fuhr Milner fort, „daS F-u-r gi 'ge von selbst an«, würden sich dann wohl Zeichen-- irgend welche Anzeichen meine ich--Spuren — — von — - von--" Er war nicht imstande zu vollenden. „Menschlichen Ueberresten?" ergänzte Brooke brutal seinen Gedankengang. „Ja, da« meine ich," brachte Milner heiser hervor. „Absolut keine," erwiderte Brooke. „Ein paar ver-kohlte Knochenreste. Da« hat nicht« weiter zu sagen. Uebrigeni werde ich mich schon darum kümmern und daraus achten." ES lag etwa» Graue»erregende« in der Gefühllostg-keit diese« Manne«. Der Maler dacht« unwillkürlich daran, wa« für «in Ltben sein Frrund in den Urwtldern Afrika» geführt haben mochte, um sich »U solcher Empfindung«, losigkeit durchzuringen. Wa» mußte er alle« mit ange« sehen haben, um sein« Sinne derart abzustumpfen, daß er lo sprechen und handeln konnte! Ganz sicher war rr häufig Z«uge entsetzlicher Mord« taten gewesen. Milner fühlt« »um ersten Mal einen aussteigenden Widerwillen. Dieser Godfrey Brooke war kein Mensch mehr. Er war eine Maschine in Menschengestalt oder — ein Teufel. Einige Minuten später, al« st« durch ein« eng« Gaff« fuhren, wandte sich Brooke an Milner. d«r jetzt ntbtn ihm faß. Mit dem Kops wie« er aus eine alte, eigtnartig« Kirche. Ein Mondstrahl beleuchtete gerade sein Gesicht, und Milner. der ihn beobachtete, sah, wie durch einen Zauber gebannt, daß die großen, düsteren, Hund«-ähnlichen Augen und die harten Linien in dem massiven Gesicht diese« hartgesotten«» Menschen sich in ein krauen-hasteS Lächeln verwandelten. „Shapham Ehurch," sagt« Brook«, in Erinnerung an vergang«»« Zeiten. „Hier wurde mir meine kleine Di 2 angetraut. Gott sei dank, daß sie von all diesen Bor-gingen nicht« weiß — nicht wahr, Fred? Ihre reine Seele würd« davor zurückschrecken. Hi«r erfuhr ich zum ersten Mal im Leben, was Liebe ist. Damalt war sie noch Di Melhuish. Weißt du, mein lieber Junge," fuhr er in ganz verSndertem, wtichen Tone fort, »daß ich dies alle» für dich tue, geschieht hauptsächlich um Di'« will«». D» bist ein guter Kerl, und e« tut mir leid, daß dein Leben um eine so schmutzige Geschichte zugrunde gehen sollt«. Du wirst später einmal verstehen, wa« ich meine, sobald nimlich Eva «rst dir g«wo>d«n ist, wa« niir mein« Di würd«. Gott s«5„e st« dafür " D«r Maler biß sich in di« Lippen, daß sie blut«t«n. Er wandte sein aschfahles Gestüt von dem Freundt^ab. Die Dämonen in seiner S««l« halten den Sieg über fein besseres Selbst davongeiragen, aber er schämt« sich entsetz, lich vor sich selbst und hält« sich am liebst«» umgebracht vor Reue und Schuldbewußtsein. Inzwischen schwang sich da» Automobil au» dem schmalen in den Hauptweg und drr altgtwohnte, «h«rn« Ausdruck kam wieder in Brookes Züge. .Da» ganze traurige Geschäft wird in einer halben Stunde erledigt sein,' sagte er, .sofern nicht irgend etwa» Unvorhergesehenes dazwischenkommt." $ „Glaubst du. daß da! möglich ist?' fragte der Maler angstvoll. „Durchaus nicht. Aber man w«iß nie, was kommen kann. Jedenfalls sind wir auf alle» vorbereitet. So-bald wir ankommen, wollen wir sie aus dem Wagen heben." Er warf einen schnellen Blick in di, Tiefe d«S Wagens, dann beugt« er sich voller Energie über da» Lenkrad und steuerte die Maschine dem Ziel der traurigen Fahrt entgegen. 22. Kapitel. öln« halb« Stund« später saßen di« beiden in Brooke» Arbeitszimmer vor einem flackernde» Kaminf«u«r. Sie hatten da» Furchtbare vollführt und zwar gründ-lich und unter Anwendung aller gebotenen Borsicht. Keinerlei Störung od«r Unterbrechung war «ingttreten. Alle Hindernisse waren überwund«», all« Klippen glücklich umschifft. „ Drr groß« Motorwagen stand jetzt im Schuppen. NorriS war bei ihrem Eintreffen aus ven Schlaf geweckt werden. Nachdem er Erfrischungen gebracht^ hatte. durfte er wieder verschwinden, was er umgehend tat, da er sehr müde war. Die anderen Diener schliefen schon lange. In dem nur spärlich erleuchteten Arbeitszimmer sprach ktinrr d«r Männer ei» Wort. Die Situation war zu bedrückend, um eine Unterhaltung auskommen zu laffen. Wäre daS Knattern und Knistern bti HolzfeuerS nicht gewesen, so hätte mau in dieser SliUe den Schlag ihrer Herzen hören können. Die Freunde waren durch die Er-.«ignisse furchtbar mitgenommen, si« schienen um Jahre ge altert. Da» war gewiß kein Wunder, den dir Qualmn, di« si« ausgestanden hatten, und nicht minder di« Nerven-anspannung waren kolossal gewesen. Die glückliche Durchführung de« Plane» blieb einzig und allein Brooke» unverwüstlicher Willenskraft und voll-eodeter Selbstbeherrschung zu dank«». Er war Kopf und Hand d S Unternehmen«. Milner dabei eher ein HInd«rnl< al« «ine Hilfe, «ber jetzt, wo alle« Erforderliche geschehen und zu glücklichem End« geführt war, schien Brooke nahe am Zusammenbruch, während Milner plötzlich ruhig und Herr der Situation geworden war. Er goß sich noch ein Gla«. Brandy ein und forderte Brook« auf. seinem Beispiel zu folgen. Der aber schüttelte den Kopf: . Ich hab« heute genug. Wenn ich mehr trinke, würde ich d«S Guten zuviel tun ES bleibt ja auch jetzt noch manches zu überlegen " Er ging an da» Fenster und blickte hinaus. „Teufel." rief er in ungewöhnlicher Erregung, .wie da».brennt! Lichterloh! Der ganze Hinrmel ist blutrot!" Milner stürzte sein Gla» Brandy herunter .Wäre eS nicht gescheiter, wenn wir das Licht auS> löschten?" »Da hast du recht," erwiderte Brooke. ffWir .sollten im Bett liegen, ^wen»'der Brand entdeckt wird. Komm, ich will dir dein Schlafzimmer zeigen. Hoffentlich wirst du schlafen können " „Schlafen! Gerechter Himmel!" der Maler lachte. ES war ein wilde« Lachen, daS ^feinen Freund auf-blicken ließ. Jetzt erst, nachdem alle« vorüber, kam ihm daS richtige BerständniS^für feine Tat. Jetzig erst erkannte er ihre Bedeutung. .ES ist «ine Faree, sich jetzt zu Bett zu legen." sagte er, .aber wir müssen den Schein.wahren. I« später übrigen« dir Meldung nach Guildford gelingt, desto sicherer sind wir. Freilich, entdecken würde man nun nicht« mehr. Gott sei dank!" .Bist du dessen sicher? ' fragte Milner, bei denr die alte Nervosität noch einmal zurückkehrte. .Absolut sicher." war Brooke» lakonische Autrvort. Drr jüngere Mann ^streckte dem älteren leidenichaft-lich die Hand^entgegen. „Wie kann ich dir jemals vergelten. was du an mir getan, du alter Freund?' „Unstnn !" erwiderte Brooke. „Du hättest mir sicher denselben Dienst «rwiesrn, wenn ich in ähnlich vtrteufelttr Kltinm« gewesen wäre. Da« täte jeder »jH« Freund um der Sache willen!" .Dessen bin ,'ich^ doch 'nicht so sicher," erwiderte Milner. „Begreifst du denn nicht, wa« eine Entdeckung für dich bedeuten könnte." .Ich fange an zu begreifen,' sagte Brooke mit «intm^Lächeln deS^MißbehagenS. „Doch wozu Dinge er-örtern.^deren^Lauf man erst abwarten muß. DaS hat nicht den geringsten Zweck. Wir sind so gut wie au« allen^herau« — —^Schwimm drüber. Die Sache Ist erledigt." Er schüttelte sich und stieß mit dem Haken inS Feuer. „Zum Donn«rwct>«r. Fred, du steckst mich an mit deiner Nervenüberreizung! Ich bin wahrhaftig ganz kaput. Und dann — ich weiß gar nicht, wa» da» ist? Mir Ist zu Mute —^geradezu scheußlich. So beklommen habe ich mich^noch in meinem ganzen^Leben.'nlcht gefühlt, und da-bei war ich doch, weiß Gott, schon in böser« Situation«» verwickelt. Aber c» liegt etwaS in der Luft! Und ich kann es nicht abschütteln. SS ist sonderbar. Ich--ich — — ich glaube, Ich fühlt — — jetzt Mitleid — — mit diesem armen Weibe, dessen Spur wir auf Immcr ver-nichtet haben." .Ich w«iß, ich w«iß! e« ist schrecklich," stammelt« r Maler. „Ab«r laß un« von and«r«n Dingen sprechen." .Und dabei muh ich immerfort »>e« Weib l' sagte Brooke milde. .Arme Ver- lorene! Ich glaube, sie weiß jetzt--weiß, wie schlecht die Welt ist und — wer kann'S wissen — vielleicht versteht sie und vergibt un«." .Um Gctte« willen. Meulch, sprich nicht so! DaS kann ich nicht länger ertragen!" Brooke runzelte die Stirn. .Du hast recht," sagte er ärgerlich. „Ich bin ein H^uSnarr. Komm! Gehen wir rauf. Wir werden »och früh genug gestört werden und dann, »»ein Sohn, zeige, wa» du kannst. Die Landpolizei ist nämlich nicht so dumm, wie die Leitungen sie schildern. Du.mußt dich gut in der Gewalt haben. Natürlich darfst du nicht so viel Interesse zeigen oder so bestürzt sein wie ich. Be-denke daS.e-Uebertreibe aber auch nicht, 1 denn^da« wäre unter Umständen verhängnisvoll Du verstehst mich doch?" Milner^nickte, und die beiden^ Männer stiegen ge-meinschastlich in ihre Gemächer. Sie überlicßen dem Schicksal den AuSgang de« Trauerspiels. s H Wa« sich später ereignete, war am folgende« Tage zur Genüge in allen Zeitungen registriert. Der Bericht, der für die Leser augenfällig gedruckt war, lautete: .Die Guildsord Tribüne teilt mit: Ein ungeheueres Feuer, das namhaften Schaden und große Aufregung anrichtete, brach heute, in aller Morgen« früh, auf dem Anwesen des Sir Godfrey Brooke, des neugeadelten Afrikaforschers, in Hatchington aus. Auf welche Weile der Brand entstanden ist, entzieht sich bis jetzt der Beurteilung. Man hegt darüber nur Vermutungen. Obwohl verschiedene AnhaltSpunkte für den Verdacht einer fahrlässigen Brandstiftung bestehen, wird die Polizei, wie wir erfahren, laut einer Weisung Sir Godfrey die Sache nicht weiter verfolgen. Die Feuerwehr in Guildford erhielt übrigen? die Meldung erst, nachdem die FeuerSbrunst scho» fast fämt-liche Strohmieten von .The LaurelS" — dies ist der Name der wundervollen Besitzung Sir Godfrey« iu Hat-chington — ergrifft» hattt. Bei Arkunft der Spritzen waren die Flammen längst nicht mehr zu löschen. Die Feuerwehr tat daher ihr Möglichstes, uni wenigstens die benachbarten Gutsgebäude zu retten. Die« gelang auch schließlich, obgleich mau ihre Beschädigung nicht hindern konnte. Die Stroh- und Heuschober in ClanSden Lane sind aber total niedergebrannt. Die Haupt-Ursache für den entstandenen ungeheueren Schaden ist in dem gegen Morgen herrschenden starken Wind zu suchen. Richt weniger als sünf gewaltige Heu und zwei Stroh-mieten wurden gänzlich vernichtet. Da« Schauspiel diese« Brande« war grandios und lockte trotz der frühen Stunde eine große Menschenmenge an, die zuerst annahm, daß d«r Wohnsitz selbst brannte." Da« war alle«. Später folgte dem noch eine kleine Notiz, di« den Lesern der .Guildford Tribune" ein In-terview des Berichterstatters der Zeitung mit Sir Godfrey Brooke mitteilte. Im Verlauf desselben habe Sir Godfrey geäußert, der «ntstandene Verlust sei nicht so beträchtlich, wie angtnommen werde und obwohl die Schober nicht versichert waren, sei er doch beglückt darüber, daß man wenigsten« kein Menschenlebt» zu beklagen habe. Sir Godfrey hatte, wie außerdem berichtet wurde, dem Fond» der Feuerwehr einen Scheck über hundert Pfund zuge-fand», al« Anerkennung für ihr schnelles, wenn auch frucht-lose« Bemühen, seinen Besitz zu retten. Da die Tribun« erst abend« erschien, bekamen Milner und Brooke diesen kurzen Bericht erst an» folgenden Tage zu Gesicht. Indessen hatten sie durch Rücksprache mit ver-schiedenen Leuten die Ueberzeugung gewonnen, daß alles sich glatt abwickelte. Sie waren beide di« ganz« Nacht über wach gewesen und sahen übernächtigt und abgespannt aus, al» sie am nächsten Morgen wieder in die Stadt fuhren. Auf der Post in Guildsord sandte Brooke ein« De-pesche an seine Frau, die wie folgt lautet«: .Bin um «in Uhr b«i dir. Bös« Zeit gehabt. Feuer im Heu. Di« sanz« Nacht nicht geschlafen Sehne mich nach dir. Herzlich« Grüß«. Asse, Kanarienvogel, Apselsine " (Schlüsselwort?, deren Bedeutung niemand al« Brooke und seine Frau kannten.) Godfrey." Brooke zeigte Milner da« rein persönlich gehaltene Telegramm und sagte: »Ich denke mehr ist nicht nötig, wa« ?" »Da« genügt," antwortete der Maler mit beklom-mener Stimme. 4 Ein Nebel regte sich »et feine Augen. Die nerven-zermürbend« Rächt übte ihre Wiikung. Sr befand sich fortwährend in einem Zustand dalber Ohnmacht. Und doch log, wie er wußte, die größere Anstrengung noch vor ihm. Ju kaum zwei Stunden würde Brooke erfahren, daß sein Weib verschwunden sei. Wa» würde dann ge-fchehen ? Würde er Verdacht schöpfen? Und wenn e» dahin kam--was dann? Aber selbst wenn e» ihm nicht sofort wie Schuppen von den Augen fiel — wie würde er handeln? Diese Fragen marterten ihn Er fühlte, daß eS nur eine? geringen Anstoße» bedürfte, um da» bischen mühsam bewahrte Beherrschung über den Haufen zu werfen. Milner hatte sich auf der Fahrt nach London neben Brooke gesetzt, der so vorsichtig wie je fuhr. ..Ich werde dich in GroSvenor Road absetzen," sagte der Afrikaner, al» sie in die Nähe de» GefchäflSviertelS kamen. „Ich will direkt nach dem Savoy zu Di. Sie wi,d sich schon ängstigen, wie du dir denken kvnnst." .Gewiß!" murmelte Milner, obwohl er eine Stange Gold darum gegeben hätte, wenn er hätte erfahren können, wie Brooke die Hiobspost, die feiner im Hotel h*rrle, aufnehmen würde. Er hegte in einem Winkel feine» Herzen» die un-bestimmte Hoffnung, daß e» ihm trotz aller belastenden Geschehnisse der Vergangenheit am Ende doch gelingen würde, die JlenditSl Zoe» mit Diana Brooke geheim ,u hallen. Vor allen, aber zu verhindern, daß sein Freund den Namen und da» Andenken an seine Frau mit dem Modell zu seinem Bild in Verbindung brächte. Er klammerte sich an diese, wenngleich recht geringe Hoffnung, mit aller seiner «rast. Selbst der Ausblick auf die Entwicklung d.» Falle», auf da», wa» unvermeidlich noch kommen mußte, vermochte nicht, diese krampfhaft genährte Idee bei ihm zu ersticken. „Brooke darf nie, nie hinter da» düstere Geheimnis kommen, koste e», wa» e» wolle." Da» war seine stcte Vorstellung, sein Ansporn, sein Ziel, sein Schlachtruf. Brooke du,sie nie etwa? erfahren. Und bi» jltzt, bi» heute wußte er auch noch nicht», aber schon die nächsten Stunden konnten eine völlige Wandlung der Sachlage bringen. .Ich denke,' sagte Brooke, als er den Wagen ^or-sichtig in die verkehrsreiche Hauptstraße des großen Süd-Stadtteil» von London lenkte, »ich werde da» Bild deiner „Ciree" wieder verkaufen müssen, Fied." „Warum?" fragte der Maler erschauernd. „Ich weiß nicht recht, — ein unbestimmte» Gefühl — ich glaube, ich werde den Gcdanken nicht ertragen, daß jenes Gesicht — das Gesicht der toten Fra» — mich immer anblickt. Begreifst du daS?" »Ja, ja, ich kann «J verstehen l" „Vielleicht kann ich e» wieder an Leveredge ver-kaufen. Er schien e» zu bedauern, daß er eS mir abgelassen hat.- Milner wurde durch diese Mitteilung sehr berührt, aber er fühlte sich außer stände, die fragliche Angelegenheit in ruhiger und überlegter Weise zu erörtern. Auch dachte er im Moment nicht, wie Brooke, an Zoe, sondern an die hübsche Folly Martin, deren Mutter — jene» berühmte Modell — all den großen Late>Viclorian« gesessen hatte, und deren Groß- und Urgroßmutter eben-fall» den meisten bedeutenden europäischen Malern der letzten fünfzig Jahre al* Vorwurf für ihre Arbeiten ge« dient hatte. „Leveredge? Da» würde ich nicht tun," erwiderte er ast geistesabwesend. »Je weniger du mit diesdm Kerl zu tun hast, um so besser." „Auch gut. so werde ich da» Bild ve,brennen," tagte Brooke. „Denn da» weiß ich ganz sicher — — itf> könnt- e« nicht in meinem Haufe haben. Ich könnte d-S Gesicht nie wieder ansehen! Wenigsten» einstweilen nicht — jetzt nicht. Ich bin kein nervöser Mensch, wie du weißt, obgleich du gerade n«u«>ding» hiervon nicht Übe?; zeugt sein wirst. Doch ich schwöre dir, Fred, e« geht mir gegen den Strich." Milner versuchte, etwa« zu erwidern, aber die Zunge lag ihm wie Blei im Munde. Er brachte nicht» r. „UebrigenS," fuhr Br»ok« fort, „wer war sie denn eigentlich? Weißt du gar nicht» über sie?" @{e ? — Wer?" stammelte Milner mit schlecht er« künstelten» Verständnis. „Na Zoe," stieß Brooke kopfschüttelnd hervor. „Wer denn sonst al» eine Zoe? Weißt du nicht» über sie ?" Im Augenblick konnte der Maldr infolge seine» meikwürd! ;en Gedankengange« nur an Miß Eliza Marv Jane Martin denken, an ihr rotes Haar, ihr einfältige», abcr liebliche» Gesicht, ihre schlechten Zähne und ihren fürchterlichen Eockney Akzent. Indessen antwortete er ziemlich unbefangen. „Nein, Brooke, ich weiß absolut nicht« von ihr." „Nicht einmal ihren Namen?" Er f-büitelte den Kopf. „Für mich war sie Zoe — weiter nicht»." „Aber du mußt doch ihren Namen gekannt haben?" »Ich glaube," antwortete Fred Milner, »obgleich ich eS nicht beschwören kann . . . ., sie hieß Mi». Eraddock. .Mr». Eraddock? Hm! Nun, ein Mr. Craddock «xi-stiert wahrscheinlich nicht. Immerhin wird e» in der Welt jemanden geben, der si« vcimissen wiid. Gne Frau kann nitft so plötzlich verschwind«», obn« daß ihr Anhang sich nach ihr umsieht. Sei «s schließlich auch nur die Hau»-Wirtin mit einer unbezahlten Rechnung." „Ja, ja; da» gehe ich gern zu." murmelte Milner, .obwohl — obwohl ich kaum glaube, doß Zo« unbezahlt« Rechnungen zurückgelassen hat. Du siehst — ab«r wozu sprechrn wir «iginllich davon?" .Nur w«il wir auf gewiss« Ev«ntualitSt«n vorb«r«itet sein müsskn, lieber Freund. Auf e,wartete oder uner. wartete." „Wollen wir nicht lieber deinen Rat befolgen," sagte Milner dreist, »und abwarten, bi» wir an die B,liefe kommen, ehe wir hinübergehen?" »Ja, ja, Jungchen, du hast vollkommen rechtI' stimmte Brooke zu. Aber seine Stimme klang hart. »Pah I E» gibt viel« Taustnd« von Menschen, di« nirmand ver-mißt — niemand. Und selbst wenn sie vermißt werden, werden sie nicht b«dau«rt Wir lcb«n in einer seltsamen Welt I LasiiN wir die Sache ruhen. Je «her wir alle« vergrssen, um so besser." Die folgenden Minuten verharrten die beiden Männer schweigend. Die mächtige Maschine war bi» in die Nähe von Milner» Atelier vorgedrungen (Forlsetzung folgt.) Nummer 5 5 als sich die Wahrung dieses seines RechtSstand-Punktes «nwirksam erweisen sollte, daraus die geeig-nelen politischen Konsequenzen zu zichen. Der Polen-klub beauftragt sein Präsidium, im Einverständnisse mit der parlamentarischen Kommission während der Vertagung des Hauses darüber zu wachen, daß den Forderungen des Klubs entsprochen werde. Die slowenische Hetze in ASrnten. Die ..Cla« Korr." meldet: Zwei slowenische Gemeinden in Kirnten (die Namen sind nicht ange-geben) führten Beschwerde gegen das Unterrichts-Ministerium, weil dieses «ine Entscheidung des Landes-schulrateS bestätigt hatte, durch die für bi« Volksschulen jener Gemeinde« ein Lehrplan vorgeschrieben wurde, demzufolge der Unterricht in der 1. Klasse ausschließlich windisch, in der zweiten und dritten Klasse windilch und deutsch und in der vierten Klasse jedoch ausschließlich deutsch und mit Ausnahme der Bibel sämtliche Schulbücher in deutscher Sprache vor-geschrieben wurden. DaS StcichSgericht gab den Be-schwerden statt und erkannte, daß durch die er-wähnten Einrichtungen der Artikel 19 des Staats-grundgesetzes verletzt worden ist, da in beiden Ge-meinden zweifellos die slowenische Sprache als Landessprache angesehen werden müsse und in ge-mischtsprachischen Ländern niemand zur Erlernung der anderen Landessprache gezwungen werden könne. Die Slawifierung der Staatsbahnen. AuS wohlunterrichteten Eisenbahnbeamtenkreisen wird dem ,.Grazer Tageblatt" geschrieben: Als lehr-reicheS Schulbeispiel der Slawifierung der Staats-bahnen kann eine Verlautbarung im „AmtSblatte" Nr. 28 der StaatSbahndirektion Billach dienen. Zu Vorstand-Stetlvertretern bei den BahnerhaltungS-sektionen Fürstenfeld, TarviS. ttnittelfeld, Selztal und Hieflau wurden ernannt die Ingenieure Svo-boda, Pavlicek, Hofmann. Kulka und Kafka. Von den Genannten ist nur der erste ein Deutscher, während Pavlicek, Hofmann und Kafka Tschechen und Absolventen der tschechischen Technik in Prag sind; Kulka ist ein mährischer Jude. Die Besetzung der BahnerhalmngSsektionen der ganz deutschen Hauptstrecke Amstetleu—Pontaiel stellt sich nunmehr wie folgt. Waidhofen: 3 deutsche Beamte; Hieflau: 1 Jude Vorstand, 1 Tscheche Stellvertreter, 1 deutscher Beamter; Selztal: 2 deutsche Beamte, 1 Jude Stellvertreter; Knittelfeld: 1 Deutscher Vorstand, l Tscheche Stellvertreter; Friesach: 3 deutsche Be-amte, 1 tschechischer Bausektionsleiter; St. Veit: 1 Deutscher Vorstand, 1 Tscheche Stellvertreter: Villach: 4 deutsche Beamte und TarviS: l Jude Vorstand. 2 tschechische Beamte (!). Bei diesem fortgesetzten Import von Tschechen in die deutschen Alpenländer haben viele Slawen noch die Stirne, von „Zurücksetzung" zu sprechen! Die Zuhörerin war ans Fenster getreten und starrte aus das Meer und den weißen Dünensand, in dem sie das Strandgut gefunden. Nach einer Weile erst klang es als Entgegnung: „Ja, ist der Herr Baron denn verheiratet." Wieder erhellte ein Grinsen das Gesicht des Russen. „Freilich, Frau Gräsin. Die Frau Baronin Woitschakow ist in der Heimat geblieben, weil sie doch erst unlängst dem Herrn Baron das vierte Söhnlein geschenkt hat." — Noch vor der Mittagsstunde teilte die Gräfin ihrer Dienerin mit, daß sie noch an demselben Abend abreisen wolle, da ihr die Luft hier nicht bekomme. Sie fühlte sich indisponiert, daher möge sie, Annette, dem Herrn Baron Woitschakow, wenn er komme, den von ihm verlorenen Ring übergeben, mit dem Bescheid, ihre Herrin habe ihn im Dünen-fände gesunde». Das Lächeln Mephistos um die Lippen, stellte Maxim Woitschakow sich zur festgesetzten Stunde ein. Er war gekommen, den Trick auszuführen, durch den er hoffte, die unersahrene junge Deutsche auch ohne das Amen der Kirche für sich erreichbar zu machen. Zu seiner unangenehmen Ueberraschung sand er statt der Ersehnten nur deren Dienerin vor. Und noch etwas anderes fand er vor. „Er ist bleich geworden, der Herr Baron, als er den Trauring erblickte", berichtete Annette später ihrer Herrin. „Vermutlich aus Freude, daß er den Ring wieder hatte", fügte sie hinzu. „Er flüsterte vor sich hin, der Herr Baron, in einer fremden Sprache. Ich meine, er murmelte: „Va banque". Deutsche Ivacht _ Ausland. Ungarn. Im Ministerratspräsidium fand am Donners-tag um 5 Uhr nachmittags unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten Grafen Khuen-Hedervary ein Ministerrat statt, an dem sämtliche Mitglieder des Kabinetts mit BuSnahme des Haudelsministers Hie-ronymi teilnahmen. Der Ministern« dauerte bis halb 8 Uhr abends und beschäftigte sich mit lausenden Angelegenheiten. Handelsminister Karl v. Hieronymi war verhindert, dem Ministerrate beizuwohnen, da er in der Angelegenheit der Volkszählung, die vom Handelsministerium durchgeführt wird, mit dem Chef des statistischen Amtes, Ministerrate Julius Varga über die zu treffenden Maßnahmen konferierte. Die preußische Wahlreform. DaS Staatsministerium beschloß authentischem Vernehmen nach die Schassung einer neuen preußischen Wahlreformvorlage auf Grund des geheimen und unmittelbaren Wahlrechtes. Aus Stadt und Land. Cillier Gemeinderat. Bei der gestern unter dem Vorsitze des Bürger-meister Dr. v. I a b o r n e g g stattgesundenen Ge-meinderatssitzung teilte dieser mit, daß nun sür die Wasserleitung der Stadt Cilli vom Staate eine Subvention von 200.000 K bewilligt worden sei, und betonte unter anderem, daß es der Reichsrats-abgeordnete Richard Marckhl war, dem es. da er keine Mühe und keinen Weg gescheit» hat, ge-lungeu ist, diese so hohe Staatssubvention zu er-langen und daß die Stadtgemeinde daher ihm die Erreichung dieser Subvention zu verdanken habe. Der Vorsitzende hebt weiterS hervor, daß die Stadt« gemeinde sür die Subvention die Verpflichtung zu übernehmen habe, das Gymnasium, die Bezirks-Hauptmannschaft, sowie die Kasernen mit Wasser zu versorgen. Hieraus ergriff Gemeinderat Dr. S ch u r b i das Wort. Nachdem er kurz das Wirken deS ReichSratsabgeordneten Richard Marckhl hervorgehoben hatte, sprach er demselben den besten Dank und die Anuerkennung der Stadtgcmeinde für seine Bemühungen hauptsächlich sür die Erreichung der Subvention aus, wobei er an den Herrn Bürger-meister die Bitte richtete, dem ReichsratSabgeordneten diesen Dank des Gemeindeausschuffes zur Kenntnis zu bringen. Gleichzeitig richtete der Redner namens des GemeindeanSschusseS auch an den Bürgermeister herzliche DankeSworte für seine überaus großen Be-mühungen nicht nur um die Errichtung der Wasser-leitnng, sondern auch um die Erwirtung der Subvention. Unter lautem Beifall erhoben sich die Gemeinderäte von ihren Sitzen. Nachdem der Bürgermeister sür diese Worte gedankt hatte, ging er zur Tagesordnung über. Für den RechtSauSschuß berichtete Gemeinderat Dr. S ch n r b i über ein Ansuchen der Frau Johanna Vosnjak um Aufnahme in den Gemeinde-verband der Stadt Cilli, welchem Ansuchen stattge-geben wurde. Hierauf erörterte er einen Amtsvortrag wegen Erlassung von Bestimmungen zur Regelung des SingenS und Mufikspielens zur Nachtzeit in den öffentlichen Lokalen und in Privathäusern. Nachdem der Berichterstatter den Enttvurs der zu erlassenden Kundmachung vorgelesen und den Gegen-stand näher behandelt hatte, wurde beschlossen, diese Kundmachung zu erlassen, wornach sowohl in öffent-lichen Lokalen wie anch in Privathäusern das Singen und Musikspiele», sowie jede lärmende Unterhaltung nach l0 Uhr nachts nur bei geschlossenen Fenstern und Türen und, wenn dadurch die Nacht-ruhe nicht gestört wird, außerhalb der geschlossenen Räume aber überhaupt nicht gestattet sei. Aus Produktionen und Veranstaltungen, sür welch' eine polizeiliche Lizenz erforderlich ist, hätte diese Bestimmung keine Anwendung und würde die erlaubte Dauer von Fall zu Fall bei Erteilung der Lizenz vom Stadtamte festgesetzt werden. Der Berichtn-statter berichtete weiterS über den Rekurs deS Cillier SokolvereineS gegen daS Verbot des Tragens von Vereinsabzeichen und VereinStrachten am 14. und 15. August 1910 anläßlich des Sokolfestes in Gaberje. Nachdem er zuerst die einzelnen Beschwerde-punkte erörtert und die Beweggründe zur Erlassung dieser Kundmachung besprochen halte, stellte er den Antrag auf Abweisung deS Rekurses, welcher Antrag angenommen wurde. Seite 3 Hiezu erwähnte Gemeindtrat Bobisut, daß anläßlich des Schulschlusses die Kinder der Umge-bungsknabenvolksschule mit verschiedenen nationalen Abzeichen geschmückt, durch die Stadt gezogen seien. Das dies einerseits unstatthaft sei, anderseits aber auch die Kinder dadurch schon in ihrer Jugend zur Demonstration erzogen werden, stellte er den Antrag, an den Bezirksschulrat mit der Bitte heranzutreten, derartigen Unfug abzustellen. Diefer Antrag wurde angenommen. Der Hausbesitzer Martin I a n s ch e k suchte um die Bewilligung zur Anbringung eines Vordache« an seinem Hause Nummer 14 in 'der Brunngaffe an. Diesem Ansuchen wurde über Antrag des Dr. Kovatschitfch gegen Widerruf stattgegeben. Für den Finanzausschuß berichtete Gemeinderat Dr. Schurbi. Der Bericht der Landesbürger-schule in Cilli über die Verwendung des Lehrmittel-beitrageS im Schuljahre 1910/11 wird zur Kenntnis genommen. Ueber Ansuchen des Pferdedistriksvor-stehers Premschak um Widmung eines Prämierung«-beitrageS für 1910 wird der Betrag von 100 K bewilligt. Die Steuerbekenntnisse für die Leichenbe-stattu.igsanstalt, Realitätenverkehrsvermittlung, für den Schlachthausbetrieb und die Gasthautverpachtung am Leisberge werden zur Kenntnis genommen und genehmigt. Gemeinderat Karl M ö r t l berichtete über eine Eingabe des Jakob LeSkoschegg worin dieser um die Bewilligung der GasthauSverpachtung an Adolf B o l l m a n n ansucht. Gegen die VertrauenSwür-digkeit des Pächters wurde nichts eingewendet. Herr Mörtl regt hiebet an, darauf hinzuwirken, daß derartige Anmeldungen rechtzeitig erfolgen. DaS Ansuchen der Kamilla P r e u tz um Uebertragung ihrer Kaffeeschankkonzession in daS Haus Herren» gaffe Nr. 4 wurde abgewiesen. Maturitätsprüfung und Maturafeier. Die am 2. d. begonnenen MatnritätSprüsungen am hiesigen SlaatSobergymnasium wurden am Donners-tag beendigt. Von den 33 Kandidaten waren 20 Deutsche und 13 Slowenen. Von diesen 33 Abi-tnrienten erhielten 4 ein Zeugnis der Reise mit Auszeichnung, 18 wurden mit Stimmeneinhelligkeit, 9 mit Stimmenmehrheit approbiert, 2 wurden re-probiert. Am Donnerstag abends veranstalteten die deutschen Abiturienten im Deutschen Hause einen Abschiedsabend, der nicht nur einen erhebenden, sondern auch einen recht fröhlichen Verlauf nahm. Die Leitung des Abends hatte Abiturient Herr Salnhofer, der den Kommers nach Begrüßung der Gäste mit dem Gaudeamus eröffnete. Speziell begrüßt wurde» die Herren Professor Otto Eichler als Klaffenvorstand, Professor Franz Handl und Pfarrer Fritz May als Klassenlehrer, außerdem noch die Herren SanitätSrat Dr. Gregor Jcseuko, Amts-vorstand Dr. Otto Ambroschitsch, Ingenieur Unger-Ullmaun, Staatsanwalt Dr. Beyer, Oberlandes-gerichtSrat Smolej und die verschiedenen Vertreter der Behörden und Vereine. Unter den BegrüßungS-schreiben uud Telegrammen waren solche vom Reichs-ratsabgeordneten Richard Marckhl und Landtags« abgeordneten Dr. Eugen Negri. An dem Kommerse nahm auch teil Fräulein Wanda Smolej, welche die Reiseprüsung am hiesigen Gymnasium als erste Abiturientin mit gutem Erfolge abgelegt hat. Nach dem dritten offiziellen Liede ergriff Herr Abiturient Wranq das Wort zur Festrede, in der er Abschied nahm von der trauten Gymnasialzeit und den Lehrern, denen er den herzlichsten Dank für all ihre Mühe und Geduld brachte und auch einen Blick in die Zukunft deS Hochschulstudiums und der Werdezeit des deutschen Jünglings und Mannes warf. Warm empfundene Worte waren eS, die so manchen Alten das Herz weich werden ließen in dem (bedanken an eine lang vergangene, herrliche Zeit. Dann ergriff Herr Professor Eichler das Wort, das zugleich ein Abschiedswort wie ein Geleitwort an seine „groß-gewordenen Kinder" war. „Nicht rasten und nicht rosten, Schönheit und die Freiheit kosten", diese Worte Scheffels möge» die jungen Männer leiten in ihrem sernere» Leben, sie sollen sie zu dem machen, was das Volk bedars, zu echten deutschen Männern, die sür ihres Volkes Güter einzutreten wissen. Hierauf sprach noch Herr Pfarrer May begeisterte Worte, die einen gewaltigen Nachhall erweckten. Mit dem Liede „Wenn alle untreu werden", wurde der offizielle Teil des Abendes geschloffen. Die Leitung des gemütlichen Teiles übernahm Herr Sanitätsrat Dr. Gregor Jesenko mit glänzender Beihilfe der Herren Amtsvorstand Dr. Otto Ambro-schitsch und Dr. Georg Skvberne. Daß es fröhlich zuging, dafür ist der beste Beweis die späte Stunde, in der sich Alt wie Jung noch im Deutschen Hause Seite 4 Deutsche Wacht Nummer 55 befanden. Den strammen Abiturienten aber sei noch an dieser Stelle ein herzliches Heil zugerufen, sie mögen noch oft an die schönen Stunden denken, die sie in dem schönen Cilli zugebracht, sie mögen ein-gedenk sein der Erziehung, die sie auf nationalem Boden empfangen haben, aus einem Boden, der nationale Männer braucht und brauchen wird. Windische Feste. Alljährlich wird von den Laibacher Windischen ein großes „Fest- zu irgend einem Zweck veranstaltet, dessen Höhepunkt in einer ungeheuren Zahl von Festräuschen besteht. Auch zu Ehren der beiden Heiligen Cyrill und Methud, von denen die Slowenen die Benennung ihres Schul-Vereines entlehnt haben, wurde am vergangenen Sonntag ein solches Fest gegeben. „Slovenec", dem wir schon viele bemerkenswerte Festberichte verdanken, erklärte, daß sich die an der Feier teilnehmenden „ftakarji" (Frackträger) wie die Indianer be-nommen haben. Zum Glück macht: ein ge-höriger Platzregen weiteren Ausschreitungen ein rasches Ende. Viele Gäste fanden jedoch in den zahlreichen Borstadtbeifeln Unterkunft und tobten noch am nächsten Morgen in den Straßen Laibachs umher. Eine den besten slowenischen Kreisen ange-hörige Dame machte mit den Magenresten eines durstigen „Narodnjak" unangenehme Bekanntschaft und bei der „Narodna Kavarna" wurde ein strammer Slowene von seinen Brüdern in der jämmerlichsten Weise verprügelt, indem er zuerst mit dem Kopse gegen eine Wand gestoßen, mit Füßen getreten und zum Schlüsse vom Kaffeehaus aus mit vollen Wassergläsern bedacht wurde. Solche Szenen konnte man dutzendweise erleben, allein dies beeinträchtigt die windische Festesfreude nicht im mindesten! Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet um 10 Uhr vormittag in der Christus-kirche ein öffentlicher evangelischer Gottesdienst statt. Evangelischer Bürgerabend. Der erste dieser Abende am Donnerstag, 7. ds., sammelte eine nur kleine Zahl von Glaubensgenossen und Freunden im Turmzimmer des Deutschen Hauses; gleichzeitige Veranstaltungen haben manchen am Kommen verhindert. Nach Absingung eines Scharliedes begrüßte Herr Pfarrer May die Erschienenen, unter ihnen besonders den um die Cillier evangelische Gemeinde hochverdienten Mitarbeiter der „Hamburger Nachrichten", Herrn Dr. Hans Gartmayer aus Wien. Dieser hielt sodann einen Bortrag über modernes Zeitungsivesen, in welchem er die Licht-und Schattenseiten der heutigen Presse kurz und treffend kennzeichnete und zur Lektüre guter Zeitun-gen riet. Alle Anwesenden waren aufs höchste er-freut über die so lehrreichen und interessanten Ausführungen, die mit einem Ausblick aus das älteste Zeitungswesen der alten Assyrer begannen und durch die Jahrtausende bis aus unsere Tage führten. Herr Kurator Adler sprach denn auch dem verehrten Gaste in bewegten Worten den warmen Dank der Versammlung aus. Scharlieder und Wechselreden folgten einander und al« Herr Pfarrer May in seinem Schlußwort der Hoffnung Raum gab, daß die Bürgerabende von nun an regelmäßig und unter stärkerer Beteiligung stattfinden möchten, bekundeuten laute Heilruse, daß die Anwesenden in Zukunft gerne an diesem Zweige evangelischer Arbeit mitwirken wollen. Sängerfest in Wöllan. Der 17. Juli wird ein Festtag für Wöllan sein. An diesem Tage feiert der dortige Männergesangverein seine Grün-duiigSliedertasel verbunden mit einem Volksfeste. Eine kleine, aber mutige Schar treudeutscher Männer war eS, die in Wöllan trotz deS heftigsten Anstürme« unserer Gegner mit zäher Ausdauer und bewunderungswertem Opfermute da« Banner des Deutschtum hochhielten und mutig im Schalltale für die Wahrung unseres völkischen Besitzstandes ein-traten. Diese Männer waren es anch, die dem deutschen Liede im Schalltale eine dauernde Pflege» statte schufen. Aus einer Sängerriege der freiwilligen Feuerwehr bildete sich der jetzige Gesangverein heraus. Dieselben Männer, denen wir am Sonn-tag einen Besuch abstatten werden, sind es auch, die durch Jahre hindurch in inniger Liebe zu unserem ^olke im Sturm und Drang, in Freud und Leid an dem kostbaren Kleinode, dem deutschen Liede sest» halten. Sie verdienen es daher wohl redlich, daß sie an diesem Tage durch einen Massenbesuch aus-gezeichnet werden. Wie wir hören, hat auch BundeS-öbmann Ritt. v. Schmeidel sein Erscheinen zugesagt. Au- ßer den aus den Maueranschlägen genannten Bereinen werden sich auch der Cillier Männergesangverein, der Gesangverein „Liedertafel" in Tüsfer und der Schönstem» Männergesangverein an der Feier be« teiligen. Benefizkonzert. Wie alljährlich findet auch heuer und zwar morgen den 10. Juli l. I. im Deutschen Hause ein Benefizkonzert zu Gunsten der Mitglieder der Cillier Musikvereinskapelle statt. Da, wie bekannt, die Kapelle immer auf ihrem Platze war und sich durch ihre besonderen Leistungen schon großes Ansehen nicht nur in Cilli, sondern auch auswärts erworben hat, so glauben wir mit Recht unseren Hoffnungen Ausdruck zu geben, daß daS morgige Benefizkonzert recht zahlreich besucht sein wird, um unseren braven Musikern ihren Ehren» aber zum schönen Gelingen zu verhelsen. Die Bor-tragSordnung ist folgende: 1. Abteilung: Edmund Kretfchmer: Krönungsmarsch aus der Oper „Die Folkunger'; 2. Carl Maria von Weber: Ouver-ture zur Oper „Euryanthe" ; 3. Edmund Gillet: „Bonheur perdu", Balse; 4. Luigi Boccherini: Menuett; 5. Franz Hohl: Fantasie über Richard Wagners Opern-Motive. 2. Abteilung: 6. Franz Lehar: Fürstcnkind-Walzer; 7. Leo-Fall: Großes Potpourri aus der Operette „Die geschiedene Frau"; 8. John Flynn: „Hupf mein Mädel", Walzerlied; 9. Luis Ganne: „La Czarin", Konzert-Mazurka: 10. Gurt Fischer: „Durch die Ostmark", Marsch. Besondere Einladungen werden nicht ausgegeben. Die Ortsgruppe Cilli des Reichs-Verbandes „Anker" hält am 13. Juli d. um 8 Uhr abends im Turmzimmer des Deutschen HauseS «ine öffentliche Versammlung ad. in welcher Herr F. Falsch aus Wien daS Handels- und Pennonsgesetz eingehend besprechen wird. Da die Versammlung von besonderer Wichtigkeit sür die Handels-, Industrie- und Privatangcstellten ist. wird um rege Beteiligung dringend ersucht. Bürgerliche Schützengesellschaft. Mor gen Sonntag den 10. Juli um 3 Uhr nachmittags findet aus der Bürgerlichen Schießstätte ein UebungS-schießen statt. Die Herren Mitglieder werden er-sucht, recht zahlreich sich zu beteiligen. Gäste sind willkommen und stehen ihnen Gewehre und Munition zur Bcr'ügung. Das Windischgrazer Liedverbot — aufgehoben. Nach einer Montag an den Steirifchen Sängerbund eingelangten Drahtmitteilung aus Windischgraz wurde das Verbot des Vertrages des „Lied der Deutschen in Oesterreich" von Joh. Nep. Fuchs bei der Sonnwendfeier des deutschen VereinshanseS in Windischgraz zurückgenommen. Fuhballsektion des Cillier Athletik-Sportklubs. Am Mittwoch den 6. ds. wurde die Fußballsektion des Cillier Athletiksportklubs ge-gründet. Das nähere bringen wir in der nächsten Nummer. Morgen finde« um 4 Uhr eine Fußball-Übung statt. Beteranenvolksfest Nachfeier. In un- serem Berichte in der letzten Blattsolge soll es heißen anstatt Frau Medveschek Frau Medved. Außerdem bereits genannten Fräuleins wirkten auch die Fräulein Mizi Zvetko und Stefanie Godec mit. Militärisches. Der t. u. f. Major Franz Schöbinger des Infanterie-Regimentes Ztr. 27 wurde zum Kommandanten des Feld-Jäger Bataillons Nr. 20 ernannt. Ein schlecht gezielter Schuh. Der 38- jährige BesitzerSsohn Joses Asic in Laporje bei Windisch-Feistritz geriet Montag mit seinem Vater in Streit, zog aber dabei den Kürzeren Aus Wut entschloß er sich, sich zu erschießen. Die Kugel hatte nicht den gewallten Erfolg und verletzte den Lebens-müden an der rechten Schulter nicht unerheblich. Doktor Murmayr ans Windisch-Feistritz leistete ihm die erste Hilfe und ließ ihn mit dem Rettungswagen der Bezirkskrankenkaffe nach Maiburg ins Allge-meine Krankenhaus überführen. Brand in Pettau. Dienstag als die Turner nacht von der Turnstunde nach Hanse gingen, be-merkten sie gegen Haidin einen Feuerschein. Sie meldeten bei der Maut das Feuer und begaben sich im Laufschritte zur Brandstätte. Dort fanden sie das Haus und die Stallung des Johann Schimcnko, eines Gerbergehilsen, in Flammen. Die windische Bauernbevölkerung vom Dorie umstand den Brand-platz, ohne Hilse zu leisten und war auch nicht zum Herbeitragen deS nötigen Wassers oder zum Herbei-schaffen von Werkzeugen zu bewegen. Die Turner retteten nun, was unter diesen Umständen zu retten war; leider mußten sie zusehen, wie die Einrichtung des Bedauernswerten verbrannte, da sie keine Hilss-Mittel hatten, um das Fenstergitter herauszureißen. Das Feuer dürfte durch unvorsichtiges Umgehen mit Licht entstanden sein. Schimcnko ist mi^700 K versichert, erleidet daher einen bedeutenden Schaden. Die städtische Fenerwehr war zum Brande uicht ausgerückt. Sie hat in Haidin die bittersten Er-sahrungen gemacht. Nicht nur, daß man ihr jede Mithilfeleistung verweigerte, hinderte man sie an der Arbeit und durchschnitt sogar die Schläuche. Die Feuerwehr saßte daher den Beschluß, der dem Ge-meindeamte mitgeteilt wurde, nach Haidin nur aus-zurücke« wenn von dort die Hilseleistung verlangt werde. Bezeichnend für diese Gemeinde ist es. daß die Gemeindeausschüsse sür die Teilnahme an den Sitzungen bezahlt werden (wohl in Steiermflrt der einzige Fall), daß die Gemeinde sich aber noch nicht zur Anschaffung einer Feuerspritze entschließen konnte, trotzdem es in diesem Orte erschreckend oft brennt. Postausweiskarten. Anläßlich der bevor-stehenden Reisezeit wird aus die auch seitens der österreichischen Postverwallung zur AuSgabe gelangenden Po st ausweiskarten als in erster Linie sür die Behebung von Postsendungen bestimmtes Legidimationsdokument besonders aufmerksam gemacht. Die Postausweiskarte wird nicht nur von allen öfter-reichischen, sondern auch von sämtlichen kaiserlich deutschen, bayrischen, württembergischen, schweizerischen und belgischen Postanüalten als vollgiltiges Ausweis-papier anerkannt. Die in bequemen Taschenformat hergestellten PostauSweiskarten werden von jedem Postamte (in Orten mit mehreren Postämtern jedoch nur vom betreffenden H a u p t p o st a m t e) auf Gruud der von der Partei beizubringenden Jdentitätspapiere (Anstellungsdekret, Reisepaß usw ) bezw. der Zeugen-schaft veriraucnswüidiger Personen ausgestellt. Er-forderlich ist sernerS die Beibringung einer nicht ausgezogenen Photographie der die Ausstellung einer Postausweiskarte ansprechenden Partei. Der Preis für die PostauSweiskarte, welche für das lauieude Kalenderjahr giltig ist, beträgt 50 Heller. Die Post-ausweiskarte bietet vor Allem den Vorteil eines bequem mit sich zu führenden, vollgiltigen Legitima-tionsdokumenteS und macht die sonst oft unvermeid-liehe Vorweisung anderweitiger Ausweispapiere. die in Verlustfällen nicht selten schwer wieder zu erlangen sind und insbesondere auf Reisen durch ihr Format manchmal Unbequemlichkeiten schaffen, gegen-über den Postanstolten entbehrlich. Diebstähle im Pettauer deutschen Bereinshause. Am Dienstag ist man dem seit vier Jahren im Deutschen Vereinshause angestellten Hausknechte Michael Zsigan aus mehrere Diebstähle daraus gekommen. In der letzten Woche entwendete er Waren im Werte von 18-56 Kronen. ES würd« eine Hausdurchsuchung in der Wohnung Zsi anS vorgenommen. Diese förderte vier Stück Nachschlüssel und drei Dietriche zutage. Im Bette des HauS-knechteS fand man eine Flasche Champagner und einen Nachschlüssel zur Wohnung der Dienflgeberin, Frau Julianne SchameSberger, und einen Dietrich versteckt. Ein Nachschlüssel 'perrt daS Schlafzimmer des Oberkellners Karl Palak', drei dienten zum Oeffuen von Fremdenzimmern und einer zum Oeffnen des gassenseitigen Empsangstores des Vereinshauses. Bei der Einvernahme gab der Oberkellner an, daß ihm auS dem versperrten Schlafzimmer auf unbe-kannte Weife ein Geldbetrag in der Höhe von 100 Krone» gestohlen worden sei. Zsigan ist verheiratet. feine Frau hält sich jedoch in Marburg auf und er dürfte ihr die gestohlenen Waren übergeben haben, da er wiederholt zur Nachtzeit nach Mar bürg suhc. Zu bemerken ist noch, daß Zstgan ungarischer Untertan ist und auS Marburg bereit« stadiverwiesen ist. Gonobitz. (Sonnwendfeier.) Sonn-tag den 10. d. hält der Männergesangverein feine Sonnwendfeier ab. Da der Reingewinn völkischen Zwecken zugewendet wird, werden nun die deutschen Frauen, die sür ein Geschenk an den Erzdechaut so tief in die Tasche gegriffen haben, freundlichst er-sucht, sich bei dieser Gelegenheit ebenso freigebig zu zeigen. Ein halder Dachstuhl sür den Zubau der deutschen Schule könnte bezahlt werden Franz-Iosefbad Tüsfer. (S u r l i st e.) Die letzte Kurlifte des Heuer sehr gut besuchten Bades weift ein zahlreiches sehr distinguiertes Pu-blikum auf. In den letzten sind u. a. eingetroffen: Südbahninspektor Fuchs mit Frau Gemahlin au« Wien, Generalmajor Cordicr v. Löwenhaupt mit Frau Gemahlin au« Graz, Exz'llenz Feldmarschall leutnant Valentic mit Frau Gemahlin aus Graz, Generalmajor Moritz Lang Edler von Waldthurm und Hofrat Kolenc aus Wien nebst vielen anderen. Pettau. (Verschüttete Pioniere.) Am 5. ds. abend rückte das hiesige Pionierbattaillon zu einer Nachtübung aus. Auf dem Uebungsplatze RuNNk« 55 wurde eilte Artilleriedeckung ausgeworfen. Es wurde auch eine tiefe gedeckte Grube fertiggestellt. In dieser befanden sich zwei Pioniere. Plötzlich gab die Decke nach und es stürzte daS Erdmaterial ans die darin befindlichen Soldaten Ein Mann wurde von den herabstürzenden Massen so »«glücklich getroffen, daß er mit dem Kopse zwischen die Füße zu liegen kam. Wenn nicht sofortige Hilfe bei der Hand gewesen wäre, hätte der Mann in wenigen Minuten ersticken müssen. Beide Verunglückten wurden in das hiesige MarodenhauS abgegeben. Windisch-Feistritz. (Evangelisches). Am 10. d wird evangelischer Predigtgoltesdienft gehalten. Er beginnt um halb 4 Uhr nachmittag. Windisch-Feistritz. tGremialhandel»-schule.) Mit Erlaß des k. t. Unterrichtsministeriums vom 16. Juni d. wurde die im Oktober 1909 inS Leben gerufene zweiklassige Grcmial-Handelsschule genehmigt und ihr auch eine staatliche Unterstützung zugesagt. Um die Errichtung dieser Schule haben sich besonders Bürgermeister Stiger, Buchhalter Watzek, GenossenschaslSvorsteher Kopaisch und Oberlehrer Schiestl verdient gemacht. Ihnen ist der Dank der jungen Kaufmannschaft gewiß. Die Schulfeier findet Sonntag, den 17. Juli d. um halb 3 Uhr nachmittags in den Genossenschafts-räumen statt. Tagesneuigkeiten. Selb st Vergiftung wegen schlechten SchulanSweiseS. Der 21jährige Gymnasiast Holup, der Sohn eines Apothekers in Prag, hat sich wegen seines schlechten Semestralzeugnisfes mit Zyankali vergiftet. Tot aufgesunden. Der fast mehr als eine Woche abgängige 45 jährige Ingenieur Wenzel ÄrcenSki in Prag wurde heute in seiner Wohnung tot ausgesunden. Nach der vorgeschrittenen Ver-wesung zu schließen, dürfte der Tod bereits vor zehn Tagen eingetreten fein. Bon, eigenen Automobil überfahren und getötet. Der Advokat Dr. Duchastellet, eine bekannte Pariser Persönlichkeit, Testamentsvoll-strecke? deS französischen Schriftstellers Eopee, ist am 5. ds. auf den Elyseeschen Feldern von seinem eigenen Aulomobil überfahren und so schwer ver-letzt worden, daß er im Krankenhause nach kurzer Zeit starb. Dr. Duchastellet zündete nämlich die Laterne deS Automobils an als sich plötzlich das Automobil aus bisher unbekannter Ursache in Be-wegung setzte und über den Besitzer hinwegfuhr, dem es den Brustkorb eindrückte. Zugszusammenstoß in Deutschland. Der Personenzug Nr. 1114 von Bleiderg fuhr am 6. d. über das auf »Halt- gestellte EinlahrtSfignal hinaus und stieß um 6 Uhr 25 Min. früh mit dem nach Aachen (Hauptbahnhos) fahrenden holländischen leeren Zug Nr 5501 an dem KreuzuugSpunkte Kilometer 4*6 zusammen. Soweit bisher sestgestellt, wurden 6 Reisende schwer und 6 leicht verletzt Der Heizer der belgischen Lokomotive ist leicht verletzt. Die Schwerverletzten wurde» ins Krankenhaus ge» bracht. — Nach einer amtlichen Meldung wurden bei dem Zusammenstoße des von Bleiberg kommenden PersonenzugeS mit einem holländischen leeren Zuge die beiden Zugsmoichinen und drei Wagen des Blei-berger Zuges stark beschädigt. Der Lokomotivführer des belgischen PersonenzugeS und 22 Reisende wurden teils schwer, teils leicht verletzt, doch befindet sich keiner von ihnen in Lebensgefahr. Die drei Wiener Touristen tot auf-gefunden. Am Sonntag wurden die seit einer Woche vermißten drei Wiener, Dr. Renezeder, In« genienr Mayer und Fräulein Wondraschet, am Fuße des StadlwandgrateS im Weichtale zerschmettert ausgesunden. Die letzten Nachrichten, wonach sie eine Besteigung des Schneeberges vom Höllentale aus versuchten, haben sich als richtig erwiesen, ebenso die Maßnahmen zu ihrer Auffindung, da die Leichen tatsächlich durch Touristen entdeckt wur-den. Das Unglück mnß als durch grenzenlosen Leichtsinn herbeigeführt bezeichnet werden. Zwei er-fahrene Touristen haben eine junge Dame, die noch nie eine Bergtonr unternahm, aus eine höchst schwierige Partie mitgenommen und ihren Leichtsinn mit dem Tode bezahlt. deutsche Wacht Vermischtes. Das Tierleben der großen Meeres« tiefe. Ein interessanter Aussatz des Professors Dr. Enoch Zander behandelt in dem Heft 1.) der „Natur", Zeitschrift der Deutschen naturwissenschaftlichen Gesellschaft, das Tierleben der großen Meerestiese. Wir entnehmen daraus folgendes: Auf dem Festlande ist jede Tierart durch eine ganz bestimmte Färbung und Zeichnung charakterisiert, die nicht bloß dem Systematiker Unterscheidungsmerkmale liefert, sondern sicherlich auch den Tieren selbst das Erkennen der Artgenosien erleichtert. Diese wechselnden Schattierungen kommen jedoch nnr im Lichte zur Geltung, denn sie sind meistens Reflexfarbe». Sie entstehen in der Weise, daß die der Haut eingelagerten Farbstoff-kürnchen (Pigmente) nur die Farbenstrahlen des Sonnenlichtes reflektieren in denen uns die Tiere erscheinen. Ein brauner Pelz reflektiert nur die braunen, ein grünes Blatt nur die grünen Strahlen. Ein weißer Gegenstand gibt alle Strahle» zurück, ein schwarzer löscht sie aus. Im Dunkeln ver-schwinden dagegen alle sarbigen Kontraste. Genau so ist eS im Meere. Die ganze Palette glühender Farben hat die Natur über die seichtesten McereS-gebiete ausgeschüttet, wo die verschiedenen Farben des Sonnenlichtes »och nicht ausgelöscht sind. In märchenhafter Pracht dehnen sich die unterseeischen Blumengärten, in denen Seerosen, Seenelken zwischen dem Gestrüpp der Korallcnstöcke gedeihen, hart unter dem Meeresspiegel aus. Mit zunehmender Tiese machen die leuchtenden Schattierungen mehr und mehr einem eintönigen Samtschwarz oder Dnnkelrot Platz. Um trotzdem den Bewohnern der dunklen Tiese dos gegenseitige Erkenne» der Artgenossen zu er-möglichen, hat die Natur ihre Leiber mit verschieden-farbigen Laternchen in der mannigfaltigsten Anord-nung besetzt, wie großstädtische Firmen zur Nachtzeit ihre Artikel mit farbigen Glühlampen an die Giebel schreiben. Der Dichter im Kerker. Aus dem Zucht-hause von Minnekota wurde der Engländer John Cartes Doung entlassen, der vor süni Jahren wegen schweren Raubes zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden war. Der Mann verdankt den Straf-Nachlaß allein seinem Dichterruhm, de» seine in ver-schiedenen Zeitschriften erschienenen Gedichte über ganz Amerika verbreitet habe». So halten sich denn schließlich die dankbaren Leser des hinter Kerkermauern schmachtenden DichterS mit den Herausgebern der tonangebenden Zeitschriften zu einem Gnadengesuch vereinigt, dessen beredter Hinweis aus die künstlerische Bedeutung dieses ungewöhnlichen Talentes, das sich übrigens erst im Gefängnis entfaltet hatte, den Erfolg hatte, daß Earter Doung, der seit einem halben Jahr als Redakteur der Gefängniszeitung „Mirror" feineS Amtes waltete, der Freiheit wiedergegeben wurde. Ob der Dichter wirklich Carter Doung heißt, ist im Uebrigen nicht sicher. Man weiß nur. daß er vor sieden Jahren aus England, wo er eine Stellung in einem Bankgeschäst bekleidet hat, nach Kanada gekommen war, wo eS ihm spottschlecht erging. Bei dem Versuch, sich aus einem Oüterzug als blinder Passagier befördern zu lassen, wurde er unterwegs entdeckt und aus der öden Strecke ausgesetzt. So irrte er sechzig Stunden kreuz und quer herum, bis er ein einsames Stationshaus fand, in das er, von Hunger und Durst säst von Sinnen, einbrach, um 20 Dollars und eine silberne Uhr zu stehlen. Bald darauf wurde er ausgegrisfen. und da er ein langes Schlächtermesfer in seinem Besitz halte, zu der harten Strafe von zehn Jahren ZnchthauS verurteilt. Trotz seiner ungewöhnlichen fchiiflftellerische» Erfolge will Carter 3)oung auf die Dichtkunst verzich:en, um sich fortan der Musik zu widmen, für die er sich be-rukener glaubt als sür die Schriftstellerei. Er spielt geläufig Klavier und Klarinette und will durchaus in ein Orchester eintreten. Es versteht sich, daß sich die Orchesterleiter ebenso wie die Verleger um den Mann reißen werden, der sich einer so ausgezeichneten Reklame erfreut. In jedem Falle sieht sich der Zucht-Hauspoet, der sei» Talent zu rechter Zeit entdeckte, in Zukunft aller Geldsorze» überhoben. Gerichtstags. Mit der Hacke ins Geficht geschlagen. Am Abend des 28. Mai l. I. ging der l^jährige Taglöhner Joses Ledentk in Ranne bei Schön-stein mit einer Hacke ans der Schulter von der Arbeit nach Hause. Als er beim Hause des Johann Jazbec, in welchem der Pächter Michael Hu- Seite 5 dournik wohnt, vorüberkam, fiel ihn der Haus-Hund an. Da Ledenik jedoch den Hund in Furcht versetzt, kam Hudournik aus dem Hause und begann zu streuen. Ledenik aber nahm seine Hacke und holte damit gegen Hudournik aus, welchen er hierdurch im Gesichte schwer verletzte. Johann Ledenik, welcher sich mit Notwehr ent-schuldigt, wurde vom Erkenntnissenate unter dem Vorsitze deS LandesgerichtSrateS Wenedikter zu 7 Monaten schweren Kerkers, ergänzt mit einer Faste monatlich, verurteilt. ü An dem Wachmann vergriffen. AloiSHödl besand sich als Schädling in Rann a. S. in polizeilicher Verwahrung und erhielt am 20. Juni d. bis 1 Uhr nachmittags keine Mahlzeit. Als der Wachmann Majeen ihn fragte, ob er schon gegessen habe und znm SchubtranSporte bereit sei, geriet Hödl über die vermutliche Verhöhn-ung derart in Zorn, daß er den Wachmann mit der Faust über daS linke Auge schlug, ihn in den Finger biß und mit geschlossenem Taschenmesser an der Stirn verletzte. Da eine Absicht, eine Dienst-Verrichtung des Wachmannes zu vereiteln nicht vor-lag, so hatte sich Hödl wegen schwerer körperlicher Beschädigung vor dem Erkenntnisgerichte unter dem Vorsitze des LandeSgerichtSrates v. Koeevar zu verantworten und wurde mit 13 Monaten schweren Kerker bestraft. Ein kleines Kind in den Brunnen gefallen. Am 20. April d. I. gingen die Besitzersleute Franz und Agnes M o z i c in Lichtenwald aus ihren in der Nähe ihrer Besitzung gelegenen Acker und ließen ihre 5 Kinder im Alter von 1 bis 9 Jahren ohne Aussicht zu Hause. Der zwei einhalb Jahre alte Knabe Franz ging während dem aus dem Hause und fiel in den ungefähr 70 Schritte ent lernten offenen Brunnen und ertrank. Da hiebei die meiste Schuld die Eltern trifft, weil sie die Kinder ohne Aussicht ließen, wurde der Vater Franz Mozic zu 5 Tagen Arrest, verschärft mit 2 Fast-tagen verurteilt. Auf der Jagd nach Schlangen. Am lti. Mai d. nahmen der 15jährige Stefan und der 13jährige Franz Kolenc. Söhne des Besitzers Franz Kolenz in Sallosche bei Heilenstein, ans versperrtem Hause das geladene Gewehr des Vaters und gingen damit Schlangen schießen. Den ersten Schnß gab Stesan Kolene ab; als aber der zweite Schuß krachte, stürzte auch schon Franz Kolene d. I. durch die Brust getroffen zusammen. Der Vater Franz Kolenc eilte aus diesen Schuß herbei, hob den Sohn aus und trug ihn ins Haus, wo der Knabe in kurzem verschied. Wie sich der Vorfall zugetragen hat, weiß niemand anders al» Stefan Kolenc, der jedoch allgemein als Lügner bekannt fein soll und jedesmal die Sache anders erzählt. Aus dem ganzen läßt sich jedoch erkennen, daß die Verantwortung des Stesan gegenüber dem Gendarmen, der die Erhebungen gepflogen hatte, die richtige sein dürste, wonach die beiden Brü-der um das Gewehr stritten, indem Stesan daS-selbe bei dem Kolben, Franz jedoch beim Laufe hielt. Hiebei soll der Schuß losgegangen sein. Ob-wohl Stesan Kolenc auch behauptete, Franz wäre mit dem Gewehr so ungeschickt umgegangen, daß eS losging, und er hiermit auch teilweise das Unglück verschuldete, so trifft doch die meiste Schuld den Vater, weil er das Gewehr nicht derart ausbe-wahrte, daß es seine Söhne nicht hätten bekommen können. Der Vater Franz Kolenc wurde mit 2 Monaten strengen Arrest, ergänzt mit einer Faste alle 14 Tage, bestrast. Sein Sohn Stefan wurde freigesprochen. Schwurgericht. Totschlag. Heute sand vor dem Schwurgericht in Cilli unter dem Vorsitze des OberlandesgerichtSrateS Adalbert Kotzian die Verhandlung gegen den 26 Jahre alten Sägler Franz M e r z d o v n i k aus Mißling wegen Totschlages statt, bei welcher Staats-anwaltsubstitut Dr. B r a t s ch i t s ch als öffentlicher Ankläger fungierte. Am Abend des 8. Mai 1910 zechte in der sogenannten Adamsbeute in Mißling Sette 6 getstjitWach» Jiuma.t 5ö eine größere Gesellschaft. Als Franz und Mathias Pajek mit der Gattin des ersteren einen Austritt hatten, welcher in Tätlichkeiten auszuarten drohte, mengten sich andere Gäste in den Streit. Franz M e r z d o v n i f erfaßte den Mathias Pajek und warf ihn auf eine Bank. Nachdem sich Mathias Pajek erhoben hatte, wurde er von mehreren Gästen zur Türe hinausgedrängt, wobei er noch einige Ohrfeigen und von Cölestin Turjak einen Stoß in die Brust erhielt. Mathias Pajek kehrte in das Gasthaus nicht mehr zurück und wurde am anderen Morgen als Leiche in der zum Gasthaus gehörigen Wagenremise aufgefunden. Festgestellt ist daß Mathias Pajek nicht selbst in die Remise gegangen war, vielmehr in dieselbe von einer 12 Schritte entfernten Stelle wo eine Blutlache ge-funden worden ist, geschleift worden sein mußte. Die gerichtsärztliche Obduktion ergab, daß sein Tod infolge Kontusion deS Gehirns, welche mit zahl-reichen kleineren und größeren Gehirnblutungen ver-bunden war, eingetreten ist. Die Kontusion war aber die Folge einer äußeren, gegen den Kops ge-richteten Gewalt, sei es Schlag oder Aufschlagen. Ausdrücklich erklärten die Gerichisärzte, daß ein Stoß gegen die Brust oder ein Schlag mit der Hand ins Gesicht allein eine derartige schwere Ver» letzung des Gehirnes nicht herbeiführen können. Da eine andere Mißhandlung nicht nachweisbar ist und gegen eine solche auch der Abgang bedeutender äu-ßerer Verletzungen spricht, kann der Tod nur durch das Aufschlagen des Kopfes auf einen harten Gegen-stand verursacht worden sein. Es wurde schon er» wähnt, daß Finanz Merzdovnik den Mathias Pajek auf di« Gasthausbank geworfen habe. Schon hier dürfte der Getötete mit dem Kopse ausgefallen sein, Franz Merzdovnik gibt aber selbst noch weiter zu, daß er dem Machias Pajek nach dem oben geschilderten Streite nachgegangen sei und ihm vor dem Haustore einen derart harten Schlag auf die Nase versetzt habe, daß Mathias Pajek rück-lingS zu Boden siel. Die Erde ist an der von Franz Merzdovnik bezeichneten Stelle hart und mit eingetretenen Steinen durchsetzt. Hier ist dem-nach das Ausschlagen des Kopfes auf einen harten Gegenstand zweifellos erwiesen. Wer den Mathias Pajek dann in die Remise gezogen, ist nicht lest-gestellt, eS weisen jedoch alle Umstände darauf hin, daß Franz Merzdovnik dies getan hat. Franz Merzdovnik verantwortete sich mit Notwehr, in» dem er behauptete, Mathias Pajek habe gegen ihn einen Stock erhoben. Dieser dürfte jedoch, da er jedoch betrunken und ein sechzigjähriger Mann war, sür den Angeklagten kein gefährlicher Gegner gewesen sein. Die Geschworenen bejahten nur die Schuldfrage wegen Ueberschreitung der Notwehr, worauf das Urteil auf 4 Monate strengen Arrest, ergänzt durch einen Fasttag und hartes Lager alle 14 Tage, lautete. Als mildernd wurde die Unbe-scholtenheit und Betrunkenheit des Angeklagten an-genommen. Mord. Gestern wurde nach dreitägiger Dauer die Schwurgerichtsverhandlung (Vorsitzender Oberlandes-gerichtsrat v. Garzarolli) gegen den 18jährigen Besitzersohn Johann BukoSek aus Stranitzen bei Gonobitz beendet, welchem nachstehende Tat zur Last gelegt wird. Als öffentlicher Ankläger fungierte StaatSanwaltschaftsiibstitut Dr. Rojic, als Ber-leidiger Dr. Fritz Zangger. Die 19jährige In-wohnerstochter Helene InrSe bewohnte mit ihrem Bater Jakob I n r S e und dessen Enkel dem 7jäh-rigen Johann F i j a u S ein Zimmer im ersten Stockwerke des Wirtschaftsgebäudes der Familie BukoSek. Am Nachmittage des 13. März l. I. entfernte sie sich ans kurze Zeit aus dem Hanse und kehrte um halb 6 Uhr wieder nach Hause zurück, wo sie nun aus die Rückkehr ihres Baters wartete. Als dieser, vom Sohne Franz Jurse begleitet, bei einbrechender Dunkelheit heimkehrte und sein Zimmer betrat, fand er zu seinem Befremden die in das Nebenzimmer führende, sonst immer von der ent-gegengesetzten Seite verriegelte Tür offen, und ver-nahm vom Nebenzimmer ein verdächtiges Geräusch. Ehe er sich recht besinnen konnte, war auch schon ein junger Mann an dem auf der Schwelle der Zimmertür stehenden Knaben Fijau« vorbeigehuscht und auch sofort in der Dunkelheit verschwunden, so daß JurSe eine weitere Verfolgung aufgeben mußte. Al» er in daS Zimmer zurückkehrt und Licht machte, bot sich ihm ein grauenvoller Anblick. Auf dem Boden in einer großen Blutlache lag seine Tochter im Sterben. Von Entsetzen ersaßt, eilte er fort, um die Hausbewohner zu rufen. Fünf Minuten nach sieben Uhr war Helene Jurse verschieden. Die noch in derselben Nacht von der Gendarmerie aufge-nommenen Erhebungen lenkten den Verdacht auf den im selben Hause wohnenden Johann B n k o S e k. Dieser hatte an der linken Hand eine Schnittwunde und an bin Schuhen und am Brustteile des Hemdes frische Blutspuren, welche er nur unzureichend aus« zuklären vermochte. Der Weg, den der Täter bei der Flucht genommen hatte, ließ daraus schließen, daß er ein einheimischer gewesen sein mußte, dem die örtlichen Verhältnisse genau bekannt waren. Auch war der Fluchtweg überhaupt sür jeden Fremden verschlossen, denn der Schlüssel hiezu befand sich immer in einem Küchenkasten in der Wohnung der Familie BukoSek. Am Nachmittage des 13. März 191) war Johann Bukosek um 4 Uhr von einem Besuche heimgekehrt. Er ging dann aus kurze Heit zur Nachbarin Helena B a d e z n i k, welche im selben Hause wohnte. Später besorgte er mit seinem Brnder Franz BukoSek das Vieh und ging nach der Jause in den Keller, um einen Hauenstiel zuzuschneiden. Dabei soll er sich angeblich mit dem Taschenmesser an der linken Hand zwischen Daumen und Zeigefinger verletzt haben. Darauf ging Johann BukoSek ein ziveiieSmal in die Wohnung der Helene Badeznik, d>e er nach einem kurzen Aufenthalte um ungefähr 6 Uhr abends wieder verließ. Von da an verschwand Johann BukoSek und erschien erst ungesähr 10 Minuten nach dem Tode der Helena Jurse, daS ist um un» gefähr einviertel 8 Uhr an dem Tatorte. Gerade in diese Zeit der Abwesenheit des Johann Bukosek vom Hause fällt die Ausführung des Mordes. Der Angeklagte will fein Alibi dadurch nachweisen, daß er angibt, zur kritischen Zeit wegen einer Schuh-reparatur beim Schuster Steble gewesen zu sein. Die Zeugen gaben jedoch an, daß er erst um 7 Uhr, also nach dem Zeitpunkte der Tat aber ohne Schuhe dorthin gekommen sei. Nach 6 Uhr war Bukosek nirgends zu sehen und um diese Zeit muß er sich in das Nebenzimmer neben der Kammer der Helene Jurse eingeschlichen und nach Entriegelung der Verdindungstür diese Kammer betteten haben. Von welchen Gedanken Bukosek hiebei geleitet war, darüber ließen sich, da er die Tat leugnet, nur Vermutungen ausstellen. ES steht jedoch fest, daß zwischen der Ermordeten und dem Angeklagten in-folge einer verschmähten Liebeswerbung eine Feind-schaft bestand. BukoSek wußte, daß Helene Jurse allein war; wenn er vom Nebenzimmer her im Dämmerdunkel unvermutet in ihr Zimmer eindrang, konnte er vielleicht hoffen, das Mädchen zu überraschen und seinen Wünschen gefügig zu machen. Hiebei muß er mit ihr in Streit geraten sein, er-griff dann ein Küchenmesser und stach es ihr achtmal in die rechte Halsfeite und zwar mit solcher Wuchl, daß die Spitze des Messers an sieben Stellen aus der entgegengesetzten Seite des Halses wieder durchdrang, während ein achter Stich ein einhalb Zentimeter tief in den Halswirbel eindrang, worauf bald der Tod durch Verblutung eintrat. Mehrere zum Teil bis zu den Grundgelenken reichenden Schnittwunden an der recyten - Hand zeugten von einer heftigen Gegenwehr des unglücklichen Opfers. Auf diesen Kamps ist offenbar auch die Schnitt-wunde an der linken Hand des Johann Bukosek zurückzuführe». Auch auf dem Fluchtwege befanden sich auf verschiedenen Objekten blutige Fingerspuren, welche nach ihrer Lage von der linse« Hand des Täters herrühren mußten. Wie schon hervorge-hoben, mußte der Täter nur in der Familie Buko-5ek zu suchen sein, da diese den Schlüssel zum Nebenzimmer des Tatortes befaß. Am Tage nach dem Morde aber war der Schlüssel wieder an seinem alten Platze in dem Küchenkasten bei Buko-Sek. Die zahlreichen ttopsenförmigen Blutspritzer auf dem Brustteile seines Hemdes hatte BukoSek weil er daS Hemd nicht auszog, nicht bemerken können und war deshalb sehr bestürzt, als man diese noch ganz frischen Blutspuren entdeckte, und wußte für sie keine Erklärung zu geben. Im Ver-lause der Untersuchung gab er jedoch an, daß sie möglicherweise von der Verletzung an seiner Hand herrühren. DaS Gutachten des sorenifchen Jnsti-tuteS stellte jedoch fest, daß diese Blutspritzer von Menschenblut stammen und daß ihre Entstehung durch die Handverletzung mit voller Sicherheit aus-geschlossen ist. Die nun angeführten Verdachts-gründe sprachen untrüglich dafür, daß nur Johann BukoSek der Mörder der Helena Jurse sein konnte. Trotz dieser gewichtigen Verdachtsgründe wurde die Untersuchung dadurch erschwert, daß eine Woche uach der Tat ein gewisser Gande aus demselben Orte durch ein anonymes Schreiben an die Gen-darmerie als Täter beschuldigt wurde. Bei der Einvernahme leugnete er zuerst die Tat, später gab er sie wieder -u, schließlich widerrief er wieder sein Geständnis, bis es sich schließlich herausstellte, daß man eS mit einem Verrückten zu tun hab«. Die Geschworenen bejahten die Schuldfrage auf Mord mit acht Stimmen, worauf daS Urteil auf sieben Jahre, verschärst durch eine Faste vierteljährig, lautete. Der Verteidiger meldete gegen dieses Ur-teil die Nichtigkeitsbeschwerde an. FRITZ RASCH, lictibandlong, CILLI. Schrifttum. Wohin reisen Sie heuer? ist die Frage, die man jetz: tagtäglich zu hören bekommt. Tausende und Abertausende rüsten sich, um nach den ArbeitS-reichen Winlerlagen ihre Erholung in der Sommer« frische zu suchen. WaS aber gehört zu den Reise-utensilien, die man an Ort und Stelle schmerzlich vermißt, woran man aber vor der Abreise nur in seltenen Fällen denkt? Es ist — die Unterhaltungslektüre. Was könnte biefür mehr empfohlen werden, als ein Saiion-Adoniiement aus die „Meggendorfer-Blätter", dieses allerwärts beliebte Witzblatt, da? durch seinen prächtigen künstlerischen Bilderschmuck in Schwarz- und vielfachem Farbendruck und seinen humorvollen vielseitigen Inhalt aller Herren erfreut und jldermann. selbst Kindern unbedenklich in die Hand gegeben werden kann. Die Expedition dieser Zeitschrift in Eßlingen bei Stuttgart hat die dankenS-werte Einrichtung getroffen, diese prächtige Unter» haltungSlekiüre auch allen Sommerfrischlern zugäng-lich zu machen, indem sie vierwöcheniliche Saison» Abonnements, die an jedem Tag begonnen werden können, überallhin versendet und zwar für M. 1.20 nach Orten in Deu schland, Kronen 1 50 nach Oester-reich. KrS. 1.8(1 nach der Schweiz. Wir empfehlen unjein Lesern von dieser Einrichtung recht ausgiebigen Geb, auch ;u machen. Die neuest« Wochennummer ist jeweils sofort nach Erscheinen bei allen Badnbos, buchhandlungen, Zeitungskiosken usw. für nur 30 Pf. einzeln erhältlich. Wenn Langweil' Dich im Zug beengt. Im Urlaub Dich das Wetter kränkt. Nimm Meggendorfer-Blätter vor. Hier sindst Du Laune und Humor! Deutsche Volksgenosse»! fördert das Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft und regen Besuch. Ooffei'nfreler Bohnenkaffee ohne jede schädliche Wirkung, speziell auf Herz und Nerven. Der Kaffee für die vielen Tau* sende, die sonst Kaffee aus G«< sundhcitsrück' sichten nicht trinken dürfen. Sihotimuti Rettungsring Fdaiu Mischungen. - GbcraO (tMKIIA M !■■■■■■■■! Nummer 55 Seite 7 I-ente. welche viel und zu wenig Körperbewegung haben, leiden fast durchweg* an Hartleibigkeit. '/i Weinglas natürliches Franz Josef-Bitterwasser, des Morgens auf nüchternen Magen genommen, beseitigt die Schlaffheit des Darms, ohne dass Zuflucht zu andern Arzneien genommen werden muss. Das „Franz Josef-Wasser hat sich durch zuverlässige und sanftere Wirkungsweise her-vorgetan und überall beliebt gemacht. — Vor Nachahmungen wird gewarnt! Wo sich keine Niederlagen befinden, wende man sich direkt nach Budapest an die Versendungs-Direktion der Franz Josef-Bitterquelleu. Eingesendet. Beim Fleischboykott in Krems und WaidHofen Haben die Hausfrauen ganz besonders den praktischen Wert der vorzüglichen Maggi-Würfel (fertige Rindsuppe i schätzen gelernt. Sie kauften diese um so lieber, als sie nur noch 5 Heller kosten und besser sind als alle andern Würfel. Verger« medi,wische und hygienische Seife» stehen feit dem Jahre I««S in zunehmender Venvrnbung und haben Ml bi« in die entferntesten Länder Eingang verschafft. Die Eilende Kraft und desinfizierende Wirkung der iverger'sche« Teerfeife ist lauiendtäUig erprobt. AIs unentbehrliche Wajch» und Badtieis« sür den täglichen Nebrauch dient iverger « («Zlyzerin-Teerseise. »erger'S medizinische nud hygienische Seifen find in allen Apothkonval«>H*"nten. — Appetit-B anregende», nervenstärkende», lilntver-b««»*rn>a Mittel. I Torc&siiehsr U«fe*r 7000 fcritllcke Q«t»ebtea. I J. Serav&llo, t n. I. Hoflieferant, Triest-Barcoli. KEaSlch In des Apolho*« In riucasn: l. > illiK *.t»0 M »d •• I L t ( 4.80. Saxlehner** Hnnyadl Jänos Natürliches Bitterwasser. Das altbewährte Abführmittel. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli M gibt Heim - Sparkassen wie neben abgebildet kostenfrei aus. Nur ein Betrag von mindestens 4- Kronen, welcher wie jede sonstige Einlage verzinst wird, ist gleichzeitig in ein Einlagebucb einzulegen und wird erst bei unversehrter Rückgabe der Sparbüchse wieder binausgegeben. Der Schlüssel der Sparbüchse wird von der Sparkasse zurückbehalten und hat der Einleger in ihm beliebigen Zeiträumen die Büchse der Sparkasse zu übergeben, woselbst in seiner Gegenwart die Oeffnung erfolgt und das Ueld gezählt wird. Der .vorgefundene Betrag itiiiw« in das mitgebrachte Büchel eingelegt werden und darf am gleichen Tage eino Behebung flicht erfolgen, an jedem anderen Tage ist die Behebung bis auf den Betrag von K 4.— frei. Die Bestimmungen über die Ausgabe der Heim-Sparkassen sind den bezügliches Einlagebüchern beigeheftet Bei Bestellungen von auswärts sind ausser dem Mindest-betrage von K 4.— noch 80 Heller tflr Porto beizuschliessen. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli hofft auf die weiteste Verbreitung dieser schon viel bewährten, volkswirtschaftlich und erziehlich wertvollen Einrichtung. Sparkasse der Stadlgemeiiide Cilli. Seite 8 vemsthe iscinrawr 55 Echte ßrünner Stoffe Frühjahrs- und Sommer-Saison 1910. Ein Coupon Meter 3a10 lang, kompletten Herrenanzug (Rock, Hose, Oilet) gebend, kostet nur I Coupon 1 Coupon 1 Coupon 1 Coupon 1 Coupon 1 Coupon 1 Coupon 7 Kronen 10 Kronen 12 Kronen 15 Kronen 17 Kronen 18 Kronen 20 Kronen Ein Coupon zu schwarzem Salon-Anzug K 20.— sowie Über-xleherstoffe, Touristenloden, Seidenkammgarne etc. etc. versendet zu Fabrikspreisen die als reell und solid bestbekannte Tuchfabrik»-Niederlage Slegel-Imhof in Brünn Muster gratis und franko. Durch direkte Bestellung von Stoffen bei der Firma Siegel-Imhof am Fabriksorte genießt die Privatkundschaft große Vorteile. Infolge bedeutenden Warenumsatzes stets gr&Bte Auswahl ganz frischer Stoffe. Fixe billigste Preise. 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Dieser Nertar. aus erprobten und vorzüglich befundenen Kräutersäften mit itutem Wein bereitet, übt infolge Heiner eigenartigen nnd sorgfältigen Zusammensetzung auf dM Verdaunngssystem iiUNsemt wohltätige Wirkungen au* Ähnlich einem guten Magenlikfir, beziehungsweise Magenwein, nnd hat absolut keine schüdlichen Polgen. Gesunde und Kranke können Nectar also unbeschadet ihrer Gesundheit geniewsen. Nectar wirkt bei vernünftigem Gebrauche förderlich auf die Verdauung und anregend auf die S&ftebilduag. Deshalb empfiehlt sich der Genuß des ür. iEoagrersclxen. JSTectsir für alle, welche sich einen guten Magen erhalten wollen. Nectar ist ein vorzügliches vorbruge-Mittel gegen SK««tit* katarrd, Magtitlramps, Maacuschmerztii, schwere vkrtauuug oder Vcr-schleimmtg. Ebenso läßt Ncclar gewöhnlich wQer StuhlvcrstoPsunz noch Bktlrmmnn» noch «okikschmerzc» noch Herzklopscu auslommen, erhält vielmehr guten Schlaf und regen Appetit und verhütet olw Schlaflosigkeit, Gemütsverftoruni. Kopfschmerzen und nervöse Abspannung. In weiten Krei'en des Voltes durch seine Wirtungen geschähl, erhält Nectar Frohsinn u»d Lebenslust. Nectar ist z > haben >n Flaschen zu K Z — und K 4 — in den Apotheken von Cilli, Bad NeuhauS, Wind.-LandSberg, W in d.-Fe.iftr ttz, G 0 n ob iy, R 0 hil fch, Windischgraz, Marburg, Littai, Gurkseid. Rann, Laibach usw. s>iwte in «llen größeren und kleineren Orten Steiermark« und ganz Lefter-reich Ungarns in den Apotheken. Auch versenden die Apotheke» in Cilli Neckar zu Original-»reisen nach allen Orten Oesterreich-Ungarns. 3MT Vor Nachahmungen wird gewarnt! "9G Man verlange ausdrücklich JDx. Eng-elsclien 3STecta,r. Mn» Nectar ist ton Se5SIyc«i>» Roloxinlou.«. Lde«Ichc«s»f>lixi.o, oft *00.0 SO.O, W-chholdttbecrk» äU'inrut»t«out 80 o, iWitdiel, »».«, &cltn»Iiite mifdk man I 1SS87 xkxkxxxxxkkxxkkxxxxxxxkxxx Wtnn sich fiflher jemand den M-igen verdorben hatte, wenn er den Appetit oder an Stuhlbesch Werden und daran» entstehendem Magenbrennen, Mageoweh, oder an Kopf»chm>rzen litt, oder wenn er sehr fett wurde, war er gezwungen. Bitterwasser .von abscheulichem Geschmack einzunehmen, welches sehr häufig sein Magen nicht einmal vertrug und da» ihn zum Erbrechen zwang. Jetzt ist es unnötig sich zu martern, denn der Geschmack der INDÄ-BONBONS st äusserst angenehm, ihre Wirkung jedoch besser als die aller bisher existierendes Abfflhr- und Magenstärkungsroittel. Nicht nur Erwachsene sondern auch Kinder nehmen si« sehr gern» ein, ja sogar Säuglingen können sie verabreicht werden. Wenn man vor dem Essen I—2 Stück Inda-Bonbon zu sich nimmt, so findet in 1 oder S Stunden jede Ktnhl Verstopfung, so stark sie auch sein möge, ohne Eintreten von Krämpfen oder gewaltsame Anstrengungen ihr Ende. Wenn man jedoch nach dem Essen 1 Stöek Inda-Bonbon einnimmt, so wird der Magen ausgezeichnet verdauen, der Appetit «ich gewaltig steigern nnd Stuhlverstopfung niemals vorkommen. Wenn man Magenbrennen, oder saures Autstossen spflrt, so macht dem ein Ioda-Bonbon sogleich ein Ende. Diejenigen, die fibermässig fett geworden sind nnd magerer werden wollen, sollten eine gewisse Zeit regelmässig die Inda»Bonbons gebrauchen und werden in kurzer Zeit d-ren ausgezeichnete Wirkung erproben. Da jedoch die Grundlage unserer Gesundheit in der regelmässigen Tätigkeit des Magens liegt, weil dieser die zur Ernährung bestimmten Speisen aufnimmt und dieselben verdaut, in Form von Blut in den Körper gelangen lässt, sollten wir ständig lada Bonbons gebrauchen, damit unser Magen immer in Ordnung sei. Ueberall zu haben! Preis 1 Päckchens (10 Stück) 40 h. Hergestellt von Alexander Baldzsovich'« Sepsi«aentgrOrgjrer Eroneeapotheke und Fachlaboratorium zur Verarbeitung von SiebenbQrger Heilprodukten in Sepaisaentiryorgy. Hauptniederlage: Budapest, VIII., Jözsef-utca 35-37. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx 35.000 Pressen für Wein und Obst 20.000 Obst- und Traubenmiihlen 300 hydraulische Pressen für Wein-, Obstbau und Industrie etc. -ind aus denMnyfarth'schenWerken hervorgegangen. I» lürt IM viriai 2500 Pressen 1200 Mühlen ugefirtigt. Schlagender Beweis für die hervorragende Güte dieser Fabrikate. Man wende sich vertrauensvoll an ph. M1VIMlttii A- CO. 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Offerte sind bis zum 15. Juli 1910, bis 12 Chr mittags beim gefertigten Marktgemeindeamte zu überreichen. Marktgemeinde Gonobitz, am 6. Juli 1910. Der Bürgermeister: Franz Kowatsch m. p. Zwei Koststudenteii werden für das nächste Schuljahr in gutem Hause aufgenommen. Anfragen zu richten an die Verwaltung des Blattes. P. Burgfriedenhof im ganzen oder geteilt, samt Garten, zu vermieten. Nähere Auskunft bei Ilauptmatin Auffarth, Schloss Ponigl an der Südbahn. Wegen Besichtigung sich zu wenden an Herrn Sucher, Sparkasseadministrator, Cilli. Wohnung, bestehend aus 2 gegenseitigen und 2 hos-seitigen Zimmern niitNabenräurolichkeiten, vom Oktober an zu vermieten, v» die gassenseitigen Räume sieb für eine Kanzlei vorzüglich eignen. würde die Wohnung erforderlichenfalls auch geteilt vermietet werden. Anzufragen Hanptplatz 17, beim Hausbesorger. 16634 Lebensstellung findet törhtiger Herr durch Verkauf unserer b.rühmt Futterkalke. Dönger.Schiiiieimitte!. 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