Nr. 97. Dienstag, 29. April 1913. 132. Jahrgang. Olnlm slips Mum ^'»iinun»rnttonop«i«. VM Postv^l-lendu»!,! nonzjähriq 30 k, lialbjähriss ^b l< Im konlor: naiizjährig I Dir «Lailiachrr Leitung» rrschei»! täglich, mil sttiiüialimc drr v«»i!- uiü' sseicriagc. Tie Administration ben»bet i^ X, halbjähiin N l! ^iir die Zustellung ins Haus nanzjähriss i! l<, — Ins<»tio«»g2 l>; bei vflere» N^derholmigr» per Zeile N K. V uoruutwsss, Unsraulierle Briefe werden nicht angenumnien, Manuskripte nicht zmüctnestellt. Amtlicher Geil. Die Ehe Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Isabelle Marie mit Seiner königlichen Hoheit dem Prinzen Georg von Bayern ist durch am 17. Jänner d. I. verkündetes Urteil des königlich bayerischen Obersten Landesgerichtes als nichtig erklärt und gemäß dem Rcskripte der N. <^uu^rct?nt,i<> <1« Hnclinnonti!; in Rom vom 'i. März d. I. dem Bande nach aufgelöst worden. Ihre k. und k. Hoheit tritt sonach wieder in die Rechte eines Mitgliedes des Allerhöchsten Kaiserhauses cm, und ist die von der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin vor der Eheschließung geleistete Nenunziation als null und nichtig anzusehen. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 26. April 1913 (Nr. 97) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß-erzeugnisse verboten: Nr. 642 «Das literarische Deutsch>Öfierreich», Sonderaus» gäbe, vom 17. April 1913. Nr. 16 «Danzcrs Armee.Zeituna,» vom 17. April 1913. Nr. 12 «Der Eisenbahner» vom 20. April 1913. Nr. «« «Wahrheit» vom 17. April 1913. Nr. 8 «Der Weckruf» vom 15. April 1913. Nr. 16 «I^ovnie^ krkj» vom 19. April 1913. Zeitschrift: »ö«8ll6 8iovo. Voöoruik» vom 19. April l913. Nr. 17 «Viuodr»^!^ lint?» vom 19. April 1913. Nr. 9 «Kopi-iv?» vom 24. April 1913. Nr. 16 «V^elwdlx-oskF odxor» vom 17. April 1913. Die im Verlage des LcmdesvoNzugsaussclnlsscs dcr czechisch-christlichsozialen Partei iu Wieu erschienene Druckschrift: 'I'in-to»t z»roti ...» MchtamtNcher Geil.^ Die bulgarisch-serbische Meinungsverschiedenheit. Ein hervorragender bulgarischer Staatsmann hat sich zum Berichterstatter dcr „Pol. Korr." in Sofia über die bulgarisch-serbische Meinungsverschiedenheit in fol-gcndcr Weise geäußert: Die Erregung dcr Gemüter in Feuilleton. Dcr anonyme Brief. Von 'I'tLotcl MertelN. ^ (Schluß.) Die junge Frau, die wegen ihrer lustlosen Stimmung den Arzt konsultiert hatte, bekam von ihm wegen ihrer Blntarmut weite Spaziergänge in frischer Luft verordnet. Jeden Vormittag befolgte sie den ärztlichen Nat, aber meinem guten Freund Natale fiel es gar nicht cin, daß es sie freuen könnte, wenn er ihr in seinen freien Stunden seine Begleitung antragen würde. Er war auch lein Meister in dcr von den Frauen so sehr geschätzten Kunst, die kleinen Veränderungen im Aussehen seiner Gattin zu bemerken. Es entging seinem Vlicke vollständig, ob sie heute rötere Wangen hatte als gestern, ob die Haare in Locken gekämmt waren, oder in einen Zopf geflochten im Nacken lagen. War dies nicht die gleichgültigste Sache der Welt? Sollte er sie darum mehr odcr weniger lieben, weil das graue Kleid ihr besser zu Gesicht stand als das grüne? Sie war doch seine liebe kleine Frau, die ihm unmer wohlgefiel, und auf Äußerlichkeiten legte er nun einmal keinen Wert. Eines Abends, als ich die Wohnung meines Freunds betrat, überraschte ich die junge Frau mit rotgeweinten Augen. Hastig suchte sie dies vor mir zu verbergen, über ich begriff, daß die Situation eine ernste war und ^aß eine freundschaftliche Einmischung in fremde Angelegenheiten diesmal nur von Vorteil sein könne. Ich beschloß, für einige Abende anf meine gewöhn--lchen Besuche im Klub zu verzichte,,, und meine freie ^eit der Gattin meines Freundes zu widmen. Ich dachte ihr jeden Abend einen Strauß frischer Rosen, die Serbien wegen der Aufteilung der eroberten Gebiete hat in der letzten Zeit einen hohen Grad erreicht und die Presse hat dort alles getan, um dcr Bevölkerung die Überzeugung beizubringen, daß die von den serbischen Truppen besetzten Gebiete im Besitze Serbiens bleiben müsscn. Man muß hiebei allerdings in Betracht ziehen, daß die Serben ein leidenschaftliches Volk sind, das sich für einen Gedanken sehr leicht erhitzt, ohne daß die Erregung immer von langer Dauer wäre. Schließlich müssen doch die ruhig denkenden Kreise in Belgrad, erkennen, daß Serbien gegen seinen eigenen Vorteil handeln und sich selbst für die Zukunft große Schwierigkeiten schassen würde, wenn es bei seiner jetzigen Haltung hinsichtlich des Bündnisvertrages mit Bulgarien verharren sollte. Auch Rußland, wie alle Freunde Serbiens, kann ihm nur den guten Rat erteilen, nachzugeben und seinen Ver-tragsvcrpflichtungen nachzukommen. Darum hoffen wir auch fest darauf, daß sich Serbien besinnen und die Beilegung der gegenwärtigen Differenzen ermöglichen wird. Von einem Zerfalle des Balkanbundes und einer Gegnerschaft gegen Bulgarien könnten die Serben für sich gewiß nichts Gnics erwarten. So große Hindernisse noch zu überwinden sein werden, um zu einer Lösung zu gelangen, darf man daher doch mit der Wahrscheinlichkeit einer Verständigung rechnen. Es sind allerdings einige Anzeichen vorhanden, die auf feindliche Absichten der Serben schließen lassen. Aber man hat darin wohl bloß Drohungen zu erblicken, die auf Effekt berechnet sind; auf einen Effekt, der aber niemals eintreten kann, weil keine bnlgarische Negierung es wagen dürfte, rein bulgarische Gebiete in serbischen Händen zu belassen, wo es doch schon sehr schwer fallen wird, die Nbcrlassnng der vertragsmäßig den Serben abzutretenden Gebiete vor dcr öffentlichen Meinung zn verteidigen. England und die Türkei. Die Berichte, die dcr bekanntlich seit cinigcr Zeit in London weilende ehemalige Großwesir Hakki Pascha über die in England gegenüber der Türkei herrschende ersten dcr Saison, blutig rote. Sie dankte mit einem Lächeln und sagte zu ihrem Mann: ,Siehst du, wie liebenswürdig und aufmerksam Signor Garzes ist?' Ich senkte den Blick zu Boden, wie einer, der sich schuldig fühlt. Einige Tage später bat mich Natalc, mit ihm in sein Arbeitszimmer zu kommen, da er mit nur zu sprechen hätte. Er schien mir ein wenig verlegen, und es fiel ihm schwer, das zu sage», was er auf dem Herzen halte. Endlich gab er fich einen Nnck, griff in die Tasche und zog einen Brief hervor. ,Ahn,' dachte ich, ,jctzt geht die Sache los!' Er hielt mir den Brief vor die Augen und ich las: ,Signor Natale, der eine schöne und liebenswürdige Frau hat, sollte sich vor einem gewisse» Freunde hüten, dcr ihr Blumen bringt, und sie anf ihren Morgcnsftazicr-gangen begleitet! Ein gewarnter ist ein halbgerettetcr Mann!' ,Ein anonymer Brief,' sagte Natale, mit Spott in dcr Stimme, ,wer gibt alls so etwas? Meine Frau ver» lcumdcn zu wollen, von deren Ehrenhaftigkeit ich so felsenfest überzeugt bin! Mich gegen dich aufhetzen zu wollen, der unser beider selbstlosester Freund ist! ... Gestern habe ich mir übrigens den Spaß gemacht, von ferne dem Spnzicrgnngc meiner Frau zu folgen, nnd richtig warst du an ihrer Seite. Ich wciß, ich weiß, dies ist etwas ganz Harmloses, es hat gar nichts Zu bedeuten, und ist zwischen so guten Freunden, wie wir es sind, etwas ganz Selbstverständliches! Und doch, und doch, ließ es mir keine Nuhe!' Mein armer Freund tat mir leid, aber ich befand mich wahrhaftig auch nicht gerade in einer beneidenswerten Situation. Ich dankte ihm hastig für das Vertrauen, das er meiner Ehrenhaftigkeit schenkte, dann kam ich wieder auf mein Steckenpferd zurück und gab meine weisen Sentenzen über die Pflichten eines Galten < Stimmung nach Konstantinopel gelangen läßt, sollen für die Pforte durchaus günstig lallten. In den Kreisen dcs Komitees „Einheit nnd Fortschritt", welche sich über die Tätigkeit Hakki Paschas ill London sehr anerkennend äußern, wird behauptet, daß positive Beweise für eine Schwenkung dcr englischen Politik in diesem Pnnkle vorliegen, und daß dic freundlichere Stellnng-iianmc Englands zur Türkei auch auf die Haltung Rußlands in der Valkanpolitik eine gewisse Wirkung ausgeübt babe. In türkischen Blättern wurde unter anderem erzählt, daß Sir Edward Grey Halki Pascha die UnicrWumg Englands sür die Aufnahme einer großen Anleihe durch die Türkei wiederholt zugesagt habc. Es dürse jedoch nicht übersehen wcrdcn, daß bei diesen Darstellungen vielleicht die Absicht dcr Unionisten mitspiele, die öffentliche Stimmung in der Türlei gegenüber Hakki Pa'cha, dessen Politik in der Tripolis-Angelcgen-hcit keine günstigc» Erinnerungen hinterlassen ha<, Zu einer freundlicheren zu gestalten. Politische Uebersicht. Laiba ch, W. April. „Westminster Gazette" erklärt in Besprechung der internationalen Lanc, Österreich-Ungarn habe große Zurückhaltung gczcigt nnd beträchtliche Opfer gebrach:, ^u'cnn die Mächte ihre Verpflichtungen nicht einlösten, würde dcr gangc mühsam errungene Erfolg zunichte wcr-den und die gemeinsame Aktion zur Erhaltung des euro-päischcn Friedens für diese Generation eine verlorene Sache sein. Dos moralische Recht sei nicht immer auf Seite dcr tleincn Völker. Das Blatt warnt vor einer zu langen Hmauöschiebung der Aktion der Mächte, meint jedoch anderseits, Österreich-Ungarn könnte es sich leisten, vernünftige Geduld zu entwickeln, bis die gegen-wartigc Situation definitiv llargclcgt sei. Tie Petersburger Blätter befassen sich mit dcr Frage einer territorialen Kompensation für Mlintcllca.ru. „Nußkaja Molua" betrachtete cin derartiges Kompromiß als einzigen Answeg. „Bir/.evija Vjcdomosti" gibt Zu, gegen seine Fran zum bcsten, die ich ihm fchon fo oft vorgesagt hatte. Ich sprach wieder von der Notwendigkeit für den Ehemann, sich seiner Frau so ausgiebig zu widmen, wie es dcr Gärtner mit den ihm anvertrauten Pflanzen tätc. Hculc die Blätter stutzen, morgen frische Erde hinzugeben und jeden Tag Luft und viel Sonne. Die Fraueil wollen wie Blumen behandelt werden, dann duften sie auch wie Blume». ,A Propos, ich habe heute keine Zeit, dcinc Frau anf ihrem Spaziergang zu begleiten, willst du nicht heute vielleicht meine Rolle übernehmen?' Ja, heute wollte er. Dieses war schon der erstc Erfolg des anonymen Briefes. Trotzdem Natale weder an mir noch an feiner Frau zweifelte, beobachtete er von jetzt an unseren Verkehr mit größerer Aufmcrkfamkeit und mit einer gewissen Vorsorge, die ihm bisher ferngelegen hatte, interessierte er sich für die kleinsten Angelegenheiten seiner Frau. Die Furcht, sie vielleicht wirklich verlieren zu können, hatte ihn plötzlich ergriffen. Und sie, geschmeichelt in ihrer Eitelkeit durch sein so plötzlich aufflammendes Interesse für jeden ihrer Schritte, begann ihn mit einer gewissen Koketterie zu behandeln, die in ihm wieder die zärtlichste Stimmung dcr ersten Ehctngc erweckte. Um es kurz zn machen, neue Flillerwochen begannen für das einander fchon ganz entfremdet gewesene Paar." „Das ist wirklich einmal ein gntcr Erfolg eines anonymen Briefes!" rief der junge Doktor aus. Die schöne Frau mit dem schlechten Ruf fragte: „Aber wer hatte diesen Brief eigentlich geschrieben?" Eiro Garzes zögerte einen Augenblick, dann sagte er: „Aber natürlich ich selber! Habeil Sie denn das nicht schon längst entdeckt?" Und er lächelte ill der Erinnerung vor sich hin. (Antorisierte Übersetzung.) Laibacher Zeitung Nr. 97. 892 29. Upri! )918. daß die kategorische Forderung der Räumung Skutaris von einem kategorischen Akt begleitet sein müsse, „Rje^" bringt eine Information aus Diplomcucn'rcisen, wo nach die Mächte einig seien, daß der Fall Skutaris keine Änderung der Gesichtspunkte der Großmächte verursache. Es handle sich jetzt darum, wie der Veschluß der Mächte verwirklicht werden könne. Nach einer Meldung aus Sofia wird in dcn bulgarischen Regierungskreisen die Hoffnung ausgedrückt, daß der Fall von Slutari nicht die Bedeutung eines tief ein-schneidenden Ereignisses in bezug auf die endgültige Lösung der Aallankrisc gewinnen werde. Was die Verständigung zwischen den Aalkanstaaten und der Türkei betrifft, wird nicht besorgt, daß sich aus diesem Vorgang eine Erschwerung des Friedensschlusses ergeben werde, und es wird auch nicht angenommen, daß dadurch die Gefahr einer Verwicklung der allgemeinen europäischen Lage heraufbeschworen worden sei. Trotz aller Cetinjer Erklärungen, daß Skutari im Besitze Montenegros bleiben müsse, betrachtet man es in Sofia als eine Unwcchrscheiiilichleit, daß König Nikolaus an dein Widerstände gegen den Willen Europas mit unerschütterlicher Beharrlichkeit festhalten werde. Die „Pol. Korr." schreibt: Kardinal Pnmmtclli, der sich nach Paris begab, um der Jahrhundertfeier der Geburt Ozanams, des Begründers der Gesellschaft St. Vinzenz von Paul, beizuwohnen, wird dort wahrscheinlich mit offiziellen französischen Persönlichkeiten nicht in Berührung kommen. Von einer politischen Sendung des Kardinals kann, wie schon betont worden ist, keine Rede sein, da der Vatilan die Einleitung von Verhandlungen mit der französische» Nea,iernna., sei es auch bloß vertraulicher Besprechungen, nicht beabsichtigt. Was die katholische Mission in Marokko betrifft, die bisher einem spanischen apostolischen Präfekte» unterstand und zum größten Teil spanischen Geistlichen anvertraut war, so trägt die Kongregation der Propaganda ohne jede Verständigung mit Frankreich der Tatsache des französischen Protektorats in Marokko Rechnung und hat demgemäß spontan begonnen, eine Anzahl französischer Missionäre nach diesem Gebiet zu entsenden, welchen die spanischen Missionäre die Evangelisterung des Landes allmählich überlassen werden. Tagcsllcmglcitcn. — (Blumen und arme Mädchen.) Allen Menschen, denen cili Herz nnd Freude am Lächeln junger Mädchen gegeben ist, sollten nachahmen, was in Brüssel getan wird. Tort vereinigten sich jetzt wohltätige Damen lind freigebige Männer, um den armeil Mädchen Blumen in die Wohnung zu schicken. Den Mädchen, die vierzehn Stunden des Tages in Schneiderwerkstätten nähen, deren Beine müde werden hinter dem Ladentisch, die außer Das Nachbarhaus. Roman von A. A. Green. Autorisierte Übersetzung. (19. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Was antwortete der Mann darauf? Er antwortete, der gute Engel, auf den sie sich beriefe, wäre nur ihre Eitelkeit, und sein Vater würde sich durch eine solche Komödie nicht irreführen lassen. Er verbot ihr noch einmal ausdrücklich, ihr Vorhaben auszuführen, und sagte noch manches andere, um sie zu überreden. Sie aber antwortete nur durch ungeduldiges Aufstampfen. Endlich sagte sie, sie würde trotz seines Verbotes doch tun, was sie für richtig hielte. Sie hätte nicht einen Tyrannen geheiratet. Wenn er nicht wüßte, was für ihn glit wäre, so wüßte sie es dafür um so besser. Und wenn erst sein Vater wieder mit ihm versöhnt wäre, würde er es ihr danken und einsehen, daß ihr gesunder Menichcnverstand auch etwas wert sei. Er antwortete: „Der Verstand nützt nichts, wenn der Mensch dabei doch verrückt ist!" Darauf blieb alles still, und etwas später hörte ich die Frau das Haus verlassen. Sie hatte ihren Willen doch durchgesetzt. Aber der Mann war sehr unzufrieden und rief ihr noch erbitterte Worte nach. Erinnern Sie sich dieser Worte? Er ^- fluchte. Seine Frau und seine eigene Dummheit verfluchte er. Und ich hatte doch geglaubt, daß er seine Frau liebte. Haben Sie Frau Van Nurnam gesehen, als sie das Haus verließ? Ja, ich sah sie über die Straße gehen. Ging sie nach dem Bahnhof? Jawohl, mein Herr! Sie trug alfo eine Handtasche? Ja! Und das war so recht kennzeichnend für den Seelenzustand ihres Gatten. Sonst war er stets sehr galant mit ihr und hätte sie nie so gehen lassen. Achteten Sie auf die Kleidung der Frau Van Bur-nam? Ja! So etwas beachten wir Frauen meistens! Erinnern Sie sich der Kleidung so genau, daß Sie sie beschreiben könnten? dem halben Sonntag und deni Zahltag und einem freundlichen Bewunderer fönst nichts Erheiterndes besitzen. Die armen Mädchen sollen nun reichlich Blumen empfangen, jede nach ihrem Geschmack und nach ihrer Sehnsucht, lind die Blumenhändler zusammen mit den begüterten Spendern nehmen die Arbeit des Schenkens anf sich. Das ist nun gar keine geringe Arbeit, denn von den armen Mädchen sind die meisten recht schüchtern, was man auch sonst von ihnen erzählen mag, und sie wagen es nicht oft, ihren Wunsch nach einem Rosenstrauch oder einem Azaleentöpfchen auszusprechen. Die Annen, die sich nicht gern bekennen, werden daher mit Sorgfalt ausgesucht und bedacht. Sie wohnen auch in Brüssel sehr dürftig, sehr hoch lind dennoch sehr dumpfig. Jetzt wird es bald etwas bunter, etwas duftiger in ihren Mansarden sein. — (Caruso-Konzert von Zuchthäuslern.) Carufo hat, wie durch ein Kabeltelegramm nach London gemeldet wird, vor einigen Tage» den 900 Sträflingen im Staatszuchthause zu Atlanta (Georgia) etwas vorgesungen, unter anderem auch dcn Prolog von „Pagliacci". „Als er geendet hatte," so heißt es in der Kabelmcldung, „brachen fast alle Sträflinge in Weinen aus und dein Sänger selbst flössen dicke Tränen über die Wangen!" — „Ich lalln mir nicht helfen," rief er aus, „wenn ich bedenke, daß hier 900 Menschen von aller Welt abg^ schlössen sind: lieber möchte ich ihnen zu Gefallen fein, als vor Königen singen!" Der Sohn des Dichters Julian Hawthorne, der in der Strafanstalt eine Strafe für Betrug absitzt, überreichte dem Sänger ein Gedicht, in dem dessen Besuch im Gefängnis gefeiert wird. lTcr Nicscnstrcii der Tchnllinder.! Mail schreibt aus Pittsburg: Die vor kurzem im Staate New Jersey ausgetretene Streiklust der Schulkinder hat nun nach Pittsbur.1 übergegriffen und hier gleich einen Niesenstreik cn!fejsclt: am Dienstag kamen nicht weiliger als 15.000 Schulkinder nicht zum Unterricht, sondern unternahmen große Dcmonstrationszüge durch die Stadt, um ncgcn dcn Schulinspcktor S. Ü. Heeter zu agitieren. Aus allen Stadtteilen zogen wohlgeordnet die endlosen Züge der streiklustigen Kinder herbei, trafen sich vor der Amtswohnung des verhaßten Schulinsftektors und sangen hier Sftortverse. Ihrer Abneigung gegell den auch vo» Eltern viel angefeindeten Pädagogen machten die Kinder auch durch Lallten von Glocken und Schellen Luft. Überall im Zuge fah man Banner und Fahnen mit mühselig aufgekritzelten Inschriften: „Hinaus Hcetcr — Gefahr!" „Mein Vater ist Steuerzahler — nieder mit Hecter!" und „Hecter ist nicht gut!" Den Streikenden schritten fünf Knaben voraus, die eine große amerikanische Flagge trugen. Zwei lange Züge bestanden nur aus Mädchen. Die wenigen Kinder, die zur Schule gegangen waren, wurden ausgepfiffcn. Allerlei Verkehrsstörungen traten ein, Publikum und Polizei schwankten, ob sie diese kindliche Demonstration von dcr humoristischen Seite oder ernst nehmen sollten. Gin kleines Mädchen wurde von der elektrischen Bahn überfahren und starb. ^' (Die Uhr.) Vor kurzem ist in London ein Ge-schichtchcn Passiert, das mit der herrschenden Mode, auf Ich glaube, ja. Wie sah also das Kleid aus, das Frau Van Bur-nllm anhatte, als sie zur Stadt fuhr? Es war ein reich garniertes Kleid aus schwarzweiß karrierter Seide--------- Nun, was war das? Wir hatten etwas ganz anderes erwartet? bemerkte der Coroner. Es war fehr elegant gearbeitet. Sie trug weder Mantel noch Kragen, was mir unvorsichtig schien, weil die Witterung im September oft plötzlich umschlägt. Also ein karricrtes Kleid! Und wie war der Hut? O, den Hut kannte ich, den trug sie öfters. Er war das reinste Farbenkästchen. Früher nannte man solche Hüte geschmacklos. Heutzutage aber--------- Sie schüttelte dm Kopf. Im Saal begannen einige Männer zu lachen. Die Frauen schwiegen wohlweislich. Ich lachte auch nicht, denn ich dachte an den Hut, den Herr Gryce gcfnndcn hatte, und der wohl auch als das reinste Farbenkästchen bezeichnet werden konnte. Würden Sie den Hut wiedererkennen? Ganz bestimmt! Der Coroner richtete noch einige Fragen an Miß Fergusson betreffs der Handschuhe und der Schuhe, die Frau Van Vurnam trug. Die Handschuhe hatte sie nicht gesehen. Die Schuhe, meinte sie, müßten elegante, schmale, fast spitze Schuhe gewesen sein, da Frau Van Vurnam immer nach der neuesten Mode gekleidet ging und solche Schuhe augenblicklich in Newyork Mode waren. Hiemit war nun auch ihr Verhör beendet. Im Saal herrschte große Aufregung darüber, daß die Kleidung der Toten mit der eben beschriebenen keine Ähnlichkeit hatte. Nur der Coroner schien nicht erstaunt zu sein. Elftes Kapitel. Nun wurde eine in dcr Newyorker Gesellschaft allgemein bekannte Dame aufgerufen. Sie war mit den Van Vurnams befreundet und kannte Howard von seiner Kindheit an. Seine Verheiratung hatte sie nicht gern gesehen, und sie hatte eigentlich noch zur Entfremdung Howards von seiner Familie beigetragen. Am Montag abends nun kam die junge Frau Van Vurnam zu ihr antike Möbel Jagd zu veranstalten, mg zusammenhängt. Ein junger Jurist hatte auf einer Auktion eine hübsche sogenannte Großvateruhr erstanden, eine jener alten Uhren lnit mannshohem Kastcngehäusc. Da momentan kein Dienstmann zu haben war, lud er sich die Uhr auf seine eigcnen Schultern und wankte mühsam seiner Wohnung zu. Als er um eine Ecke bog, rannte er einen alten Herr» an und stieß ihn um; hierauf half er ihm wieder auf die Beine, indem er sich heftig entschuldigte. Dcr alte Herr warf ihm einen »outenden Blick zu und sagte ärgerlich, als er davonhinkte: „Warum tragen Sie aber auch leine Taschenuhr?" — (Eine mißglückte Bilderschrift.) Ein lustiges Reiseabenteuer aus Japan erzählt ein Engländer in einer Londoner Wochenschrift. Er besuchte in Begleitung eines Freundes, eines Zeichners, ein japanisches Teehaus uud wurde von einer Geisha in ein einfach möbliertes Gemach geführt. Das Mädchen ging hinaus nnd kehrte bald mit einem lackierten Servierbrett wieder, auf dem zwei sehr kleine, niedrige Tassen mit farblosem, ungesüßtem Tee prangten. „Kniend reicht sie uns das Getränk. Wir versuchten, ihr auf Englisch, Französisch, Deutsch und Russisch und schließlich mit der Zeichensprache klar zu machen, daß wir sehr hungrig seien und etwas essen möchten. Aber je ausdrucksvoller und temperamentvoller unsere Gebärdensprache wurde, um so verlegener blickte die kleine Japanerin drein." Mir kam plötzlich eine Idee. „Versuche es mit einer Zeichnung," sagte ich zu meinem Freunde, „endlich kannst du 'mal dein Talent vernünftig anwenden. Male einen Fisch und eine Flasche Vier, und ich werde dazu die Eß- und Trinkbewegungcn machen." Und also geschah es. Ein Strahl der Erkenntnis ging über das Gesicht der kleinen Geisha, sie lächelte, nickte, stand auf und eilte mit der Zeichnung davon, um den anderen Mädchen diese künstlerische Vestelllarte zu zeigen. Eine halbe Stnnde verstrich. Aber endlich, endlich — lliisere Mageil knurrten schon bedenklich — kehrte sie wieder. Und sie brachte uns — zwei saubere sorgsam gefaltete Badeanzüge, ein Paar Handtücher und Seife. Man sieht: Fisch und Flasche hatten ihre Wirkung getan..." — (Eine Lady-Köchin in der Wüste.) Der populäre britische General Sir Robert Baden-Powell, den man den „Vater" der „Boy-Scouts" nennen könnte, hielt kürzlich einen amüsanten Vortrag über den Wert der Ausbildung weiblicher Pfadfinder. Gelegenheit dazu bot ihm in Parkestone, Dorset, die feierliche Überreichung der Fahnen und Abzeichen an das dortige Korps, das unter dem Namen „Lady-Baden-Powell-Scouts" bekannt ist. Eine große Übung, der ein zahlreiches Publikum beiwohnte, ging der Feier voran. Lady Baden-Powell befand sich natürlich in Begleitung ihres Gatten. Um feine halb scherzhaft, halb ernsthaft gehaltenen Ausführungen zu illustrieren, wies der General auf seine Gemahlin und sagte: „Ihr seht hier eine Dame in elegantem, hellen Kostüm mit wundervollem Plcnreuscnhut. Nun, dieselbe Lady sah ich noch vor ganz kurzem in ,Hemdärmeln' eine Kasserolle ausscheuern. Wir führten das einfache Leben in der Wüste. (Sir und Lady Baden-Powell wurde» im vergangenen Herbst getraut und verbrachten den Winter und bat sie, bei ihr übernachten zu dürfen; da konnte sie es nicht übers Herz bringen, ihr die Bitte abzuschlagen. Die Nacht vom Montag zum Dienstag verbrachte Frau Van Nurnam somit in ihrem Hause. Man befragte die Dame über das Wesen und das Aussehen ihres Gastes, und sie sagte aus, die junge Frau sei unnatürlich heiter gewesen, hätte viel gelacht und sich äußerst lebhaft bewegt; über die Ursache ihrer fröhlichen Stimmung hatte sie nichts gesagt und auch nichts darüber, was sie in Newyork wollte. Sie hatte sogar wohl absichtlich vermieden, davon zu sprechen. Wie lange blieb Frau Van Vnrnam bei Ihnen? Bis zum nächsten Morgen. Wie war sie gekleidet? Genau so, wie Miß Fergusson gesagt hat. Brachte sie ihre Handtasche mit? Ja! Sie ließ die Handtasche auch bei mir zurück, Ich fand die Tasche in ihrem Zimmer, als sie fortgegangen war. Wie erklären Sie sich das? Sie war wohl zerstreut. Sie schien entschieden besorgt; mir war ihre Lebhaftigkeit gleich erzwungen vorgekommen. Wo ist die Tasche jetzt? Herr Van Vurnam hat sie zu sich genommen. Begleiteten Sie Frau Van Aurnam bis zur Tür, als sie fortging? Das tat ich. Achteten Sie auf ihre Hände? Erinnern Sie sich vielleicht, von welcher Farbe ihre Handschuhe waren? Sie trug die Handschuhe in der Hand; es war sehr heiß. Beim Fortgehen wandte sie sich noch einmal um, und da sah ich ihre Ringe glitzern. O, Sie haben ihre Ringe gesehen! Ganz deutlich! Also Frau Van Burnam trug ein schwarz-weiß kar-riertes Seidenkleid, einen blumengeschmückten Hut und Ringe an dm Fingern? Jawohl! (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeiwng Nr. 97. 893 29. April 1913. in Ägypten.) Unser gesamtes Kochgeschirr bestand in einer flachen Kasserolle, die zugleich als Bratpfanne und Wasserkessel diente. Zuerst wurden des Morgens die Fische darin gebraten. Dann mußte Mylady die Kasserolle mit Graswurzeln und Sand ausscheuern, um den Kaffee bereiten Zu können. Das Kochen und Braten wie das Scheuern und Aufwaschen ging dieser feinen Dame so gut von der Hand, als wäre sie ihr Leben lang an dergleichen Arbeit gewöhnt gewesen. Auch das Reinigen und Plätten der Wäsche besorgten die zarten Händchen flink und geschickt." Zum Schluß erzählte Sir Baden-Powell noch von einem Vesuch, den er einst der berühmten Sängerin Mine. Melba in ihrem Heim abstattete, wo er sie im Garten beim Kartoffelansgrabcn antraf. „Es erfüllt mich jederzeit mit Freude," fügte der General hinzu, „wenn ich Frauen sehe, die durch die Tat beweisen, das; sie sich jeder Arbeit gewachsen fühlen nnd sich in jeder noch so schwierigen Situation zu helfen wissen." — (Sir Artur Cunan Doyle und sein Hund.) Die sertage fand in Tnnbridge Wells in England eine lustige Verhandlung statt, bei der der weltberühmte Schöpfer Sherlock Holmes', Sir Artur Eonan Doyle, als Angeklagter erschien und sich in glänzender Weise verteidigte. Der Fanner Artur Hale hatte Klage erhoben, weil Sir Arturs Schäferhund, den er auf feinem Besitztum in Eowborough hält, angeblich mehrere der Schafe Hales angefallen und getötet hat. Der Farmer verlangte nun, daß der Hund Sir Eonan Doyles vom Wasenmci-ster „hingerichtet" werde. Sir Artur nahm sich aber mil Wärme seines Hundes an und verwickelte den Farmer in ein Kreuzverhör, aus dem dieser schließlich ganz verstört hervorging. Der Farmer behauptete, daß er nach dem Verluste des zweiten Schafes Sir Artur deshaw aufgesucht und dabei den bösen Hund gesehen und ge-nan erkannt habe. Sir Artur: „Ich habe Ihnen doch geraten, das nächstcmal, wenn Sie wieder meinen Hnnd bei Ihrer Herde sehen, ihn in den Schwanz zu schießen, so daß ich die Spur und damit den Veweis habe, daß mein Hund der Übeltäter ist. Stimmt das?" — „Ja." — „Mein Hund ist 5>/2 Jahre alt. Wissen Sie als erfahrener Farmer nicht, daß ein Hund in diesem Alter Schafe nicht anzufallen pflegt?" — „Ja, aber >^enn sie es doch tun, gehen sie gehörig los." ^- „Wissen Sie, daß mein Hund eine Nnmassc Söhne und Töchter hat, die sich im Torfe herumtreiben und die nicht mir gehören?" — „Ja." — „Wissen Sie, daß sich neben meiner Besitzung eine Farm befindet, auf der mehr als zweihundert Schafe sind?" — „Ja." — „Wie und warum sollte mm mein Hund, wenn er Lust hat, Schafe anzufallen, gerade zu Ihnen eine Meile weit laufen, wenn er das Vergnügen gleich in der Nachbarschaft haben kann?" — „Ich weiß es nicht." — Ein Baucrnjunge erklärte nun, er habe den mörderischen Hund aus der Nähe gesehen und erkenne an einem weißen Fleck auf der Nafe, daß dieser Hund Eir Arthurs Hund war. Auch dieser Junge wurde von Eonan Doylc unter dem schallenden Gelächter der Zuhörer einem fuichtbaren Kreuzverhör unterzogen, und der Schriftsteller bewies schließlich, daß der Inngc nicht davon überzeugt sei, ob es nicht mehr Hunde mit einem weißen Fleck auf der Nase gebe. Schließlich hielt Sir Arthur eine flammende Verteidigungsrede für sich und seinen Hund. Er wies durch das Gutachten eines Tierarztes nach, daß sein schwerverdächtigcr Schäferhnnd eine Verletzung der Kinnbacke habe, so daß er gar nicht in der Lage sei, ein Schaf totzubeißen, „Diefer Hund," sagte er, „ist selbst so sanft wie ein Lamm. Seine Krankheit zwingt ihn, nnr ganz weiches Futter zu efsen, Er ist kein verbrecherischer Hund, sondern ein edles Tier von vornehmer Abstammung, ein schöner, wertvoller Hausfreund, der Spielgefährte meiner Kinder." Der Magistratsrichter war durch diese Rede ersichtlich gerührt, er sprach Eonan Doylc frei und erklärte mit Emphase, daß es sich hier augenscheinlich um ein Mißverständnis handle. Nicht Sir Arthur Eonan Doylcs Hund sei der Feind der Schafe, sondern wahrscheinlich einer seiner ungeratenen Söhne, der ihm frappant ähnlich ist. So wurde durch Eonan Doyles Scharfsinn und Beredsamkeit ein Justizmord verhütet. — (Auf der Hochzeitsreise.) Sie: „Schatzi, später, wenn wir zurückkommen — werde ich dann zwei Dienstmädchen haben?" — Er: „Du wirst zwanzig habe», mein Liebling — aber nicht alle zur selben Zeit!" Lokal- und Provinzial-Nachiichtcn. Der Landesverband der Gastwirtcgcnosscuschaftcn in Krain hielt gestern vormittags im Restaurant „Zlatorog" seine dritte Hauptversammlung ab, die sich eines sehr ansehn-lichen Besuches erfreute. Der Obmann, Herr Vinlo Ogorelcc, begrüßte die Herren: Dr. Bcre r als Vertreter der Gcwerbcbehörde, den Gcnosscnschaftsin-struktor Dr. VIodig und den Direktor des Gewcrbe-fördcrnngsamtes Ing. Nemec sowie die Vertreter vcr Presse. Hierauf brachte Herr Redakteur Mencinger einen Dringlichkeitsantrag, betreffend das Verbot des allslovenischen Sokoltages in Laibach, ein, verwies auf die dadurch verursachte materielle Schädigung der Gastwirte, der Gewerbetreibenden und der Kaufleute und wünschte die Absenduug einer Eingabe an das Ministerium des Innern, worin das Ansuchen zu stellen sei, daß dem von der „Sololsla zvcza" eingebrachten Rekurse N^e» das Verbot des Sokoltagcs Folge gegeben würde. Der Antrag wurde nach der Konstatierung, daß der Verband in dieser Frage an die Landesregierung eine schriftliche Eingabe gerichtet hat und daß demnächst in dieser Angelegenheit eine Deputation der Gastwirte bei Seiner Erzellcnz dem Herrn Landespräsidentcn vorsprechen wird, einhellig angenommen. Weiters gelangte ein Dringlich-keilsantrag des Herrn Hoteliers Pate r n o st in Adcls-bcrg zur Annahme, wornach das Handelsnunisterium zu ersuchen sei, die Einlrittsgebühr für den Besuch der Adelsbergcr Grotte anläßlich des Psingstfestes wieder mit 2 /v nnd nicht wie heuer mit 3 X zu normieren, da die erhöhte Eintrittsgcbühr eine geringere Besucherzahl zur Folge haben dürfte. Der Direktor des Gcwerbeför-dernngsamtes, Herr Ing. Remee, wünschte dein Verbände bei seinen Beratungen vollen Erfolg und ver-ficherle ihn, daß das Gewerbcfördcrungsamt gegebenenfalls gerne die Bestrebungen der Gastwirte fördern wolle. Nach Verlesung eines vom Landesverbände für Fremdenverkehr eingelaufenen Begrüßungsschreibens wurde in die Tagesordnung eingegangen nnd zunächst das Protokoll der letzten Hanfttversammlnng genehmigt. Hierauf erstattete Herr Pinter den Tätigkeitsbericht, der hauptsächlich die Organisierung des Gastwirtcwescns zum Gegenstände hatte. Der Bericht befaßte sich zunächst mit den Schwierigkeiten, die bei der Errichtnng der Gc^ nossenschast in Reifnitz zu überwinden waren, writers mit der geplanten Errichtnng der Genossenschaft in Rn dolfswert, die aber nicht zustande kommen konnte, weil die Gastwirte vom Lande durch die in Rudolfswcrt überstimmt wurden. Der Verbaud griff bei der Gründung der Genossenschaften in Eisnern, Ncumarltl, Littai, Oberlaibach und Großlaschitz ein, erhielt znweilcn anch Ansuchen, betreffend die Organisation des Gastwirtewescns außerhalb Krains, ließ sich durch Herrn Redakteur Men-cingcr auf Hauptversammlungen der angegliederten Genossenschaften vertreten, übersandte n. a. Refolniloncn an den trainischcn Landesausschuß, betreffend die Abschreibung der Verzehrnngssteucr ans Wein für die Haus-arbeiler und das Hansgesindc, writers eine Resolution an die l. k, Landesregierung, betreffend die Einführung einer einheitlichen Polizeistunde; er erhob Protest gegen die Zustellung von Flaschenbier in Priuathäuser durch die Bierbrauereien, berief in dieser Angelegenheit eine Enquete ein und erhielt von den in Betracht kommenden Bierbrauereien die Zusicherung, daß entsprechende Vorkehrungen getroffen werden follen. Troydem laufen in der jüngsten Zeit wieder Beschwerden ein, daß dieses Hausieren mit Flaschenbier neuerlich eingesetzt habe. Der Verband überreichte dein Gcwerberatc des Handelsministeriums ein Memorandum, betreffend die Konzes-siunicrnng des Flaschenbicrhandels, intcrvciiierlc in zwei Fällen mit Erfolg beim Kricasministcrium in betreff der Vuykotticrung von Gastwirten; er wandte sich ferner an das Hajzidclsmmisterinm hinsichtlich der Einräumung eines Mandates im Gcwcrbcrate des Handelsministeriums und erhielt die Zusage, daß bei der nächsten Wahlkampagne seinem Wunsche Rechnung getragen werden soll. Bei der Wahl in die Handels- uuv Gewerbekammer setzte sich der Verband mit Erfolg dafür ein, daß ein Vertreter der Gastwirte in diese Korporation entsendet wurde; bei der Inangriffnahme des Banes del Weißlraincr Bahn intervenierte er für die ausschließliche Berücksichtigung einheimischer Konzessionswcrbcr an der Baustrecko. Er war auf dein slavischen Gastwirtckongresse in Prag vertreten und begrüßte den kroatischen Gast-wirtctag auf schriftlichem Wege. Gegen die Errichtnng von alkoholfreien Gasthäusern durch die „Svcta vojsla" wurde mit der Begründung Protest erhoben, daß die Gastwirte selbst in ihren Lokalen auch alkoholfreie Getränke seil halten. Anf seine gegen den Mißbrauch des Bnschenschanlpatcntcs eingebrachte Beschwerde erhielt er die Znstchcrung, daß in dieser Frage Nemednr geschaffen würde. — Im verflossenen Jahre fanden drei Ausschnß-sitznngcn statt. Der Verband war auf der Vcrsammlnng des Reichsvcrbandes der Gastwirtcgenofsenschaften durch zwei Delegierte vertreten. In Ausführung des Beschlusses der vorjährigen Hauptversammlnng wurde den Herren Hotelier Kenda und Prof. Hcß in Wien schriftlich der Dank für die Förderung des Gastwirtcwesens ausgedrückt. Hinsichtlich der Besteuerung der Automobile schloß sich der Verband der Erklärnng der Wiener Organisationen an, worin eine möglichst hohe Bcslcncrnng der Prwatlnxnsautomobile gefordert wird, wohingegen die dem Verkehre dienenden Automobile, u. a. auch die Hotclautomobilc, nicht zn besteuern wären. Der Bericht gedachte sohin des wohlgelnugenen Ausfluges der Gastwirte uach Adelsberg und konstatierte schlichlich, daß dem Verbände 18 Genossenschaften mit 2500 Mitgliedern angehören. Im Anschlüsse an diesen Bericht wünschte Herr Cerar (Stein) Aufklärung, ob Herr Gcnossenschafts-instrnktor Dr. Blodig ersncht worden sei, beim Handelsministerium lim Subventionierung des Landesverbandes einzukommen, worauf Herr Gcnosscnschaftsinstruklor Dr. Vlodig erwiderte, daß das betreffende Gesuch direkt dem Ministerinn! eingesendet und von diesem ihm zur Äußerung übermittelt worden sei. Sobald er in den Besitz des Rechnungsabschlnsscs gelangen werde, werde er unverzüglich im Wege der Landesregierung dcu befürwortenden Bericht an das Ministerium absenden uud darin namentlich auf die ersprießliche Tätigkeit des Vcr-baudcs bei der Gründung der Gastwirtegenossenschaft verweisen. Herr Paternost regte die Erneuerung des Gesuches, betreffend die Bewilligung von unucrzinslichcu Darlehen an Hotelicrc in Ortschaften an, die in Zentren den Fremdenverkehres liegen. Dem vom Herrn Pinter erstatteten Kassaberichte zufolge betrugen die Ausgabe» im verflossenen Jahre l,"55 /v 87 /,, die Einnahmen 1233 /x' 43 /t, woraus sich ein Abgang von 122 /v 44 /, ergibt. Der Voranschlag pro 1913 weist ein Erfordernis von 1342 /v 44 /t auf, der durch' Beiträge der Genossenschaften von mindestens 5,0 /l und durch Tubuentionc» gedeckt werden soll. — Herr Zajec wünschte, daß die Beitragslcistungc» von den Genossenschaften pünktlicher eingezahlt würden; Herr Eerar brachte eine Angelegenheit der Steiner Genossenschaft, betreffend die Erhöhung der Veitrittsgcbühr, zur Sprache, worauf Herr Dr. Blodig die entsprechenden Aufklärungen gab. Dem Ausschusse wurde über Antrag des Herrn Nechnuugsftrüfcrs Franz ^ u ^ t e r ^ i <' (Za-ftu/e) das Absolutorium erteilt und der Kassabericht ge-»chnu^t. Aach einiger Debatte über den Voranschlag wurde die Beitragsleistung der Genossenschaftsmitglieder für das Jahr l!)«3 mit 5)0 /, festgesetzt. Die Abänderung der Vcrbandsstalutcn wurde in dein Sinne einstimmig beschlossen, daß einer jeden dem Verbände beigetretcnen Genossenschaft die Wahl eines Ansschnßmitgliedcs und eines Stellvertreters, der im Verhinderungsfälle des Ausschußmitgliedes ebenfalls vollberechtigt ist, zusteht; den Gcnossenschllften Laibach nnd Laibach Umgebung wurden jedoch mit Rücksicht auf die Mitglicderzahl und die führende Stellung je drei Mandate und drei Stellvertretungen eingeräumt. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl der Ver-bandsvorsrehung wurden folgende Herren einstimmig als Ausschußmitglieder gewählt: für die Genossenschaft in Adelslierg Franz Patern oft aus Adclsberg und Franz Sever aus Hra^c bei St. Peter als dessen Stellvertreter; für die Genossenschaft in Altenmarkt bei Laas Karl Kovai? und Ivan ^nidar^i<"i für die Genossenschaft Aßling Lovro Hum er und Matthäus W e r g I e s, beide aus Aßling; für die Genossenschaft Bischoflack Franz Su^uik und Leopold Hafner, beide aus Bischoslnck; für die Genossenschaft Egg Josef N n s aus Lukowitz und Franz Acnkoui 5 aus Glo-gowitz; für die Genossenschaft Eisnein Karl Dolenc ans Eisnern nnd Lovro Pintar aus Zarz; für die Genosscnschaft Idria Alois K obaI und Andreas L i» pu^el, beide aus Idria; für die Genossenschaft Krainburg Franz Kuralt aus Krainburg und Johann Ga^ perl in aus St. Georgen; für die Genossenschaft Laibach als Ausschußmitglieder Franz Kav<-iü, Franz Kräfte,^ uud Jakob Bole, als deren Stellvertreter Emil Kr 5 i -^ nik, Johann Stritar und Rudolf Skulj; für die Genosscnschaft Laibnch Umgebung Vinko O g o r e l e e aus .^kofljiea, Johann R u s aus Großlupp und Franz 5; u ^ t e r 5 i 5 aus Zapu^e als Ausschußmitglieder und als deren Stellvertreter Josef A n x i <' aus Dobrunje, Jakob Iesih aus Nud-nik und Anton Kalin^ek aus Fu/ine; für die Genosscnschaft Landstraß Leopold Vu5ar aus Landstraß und Franz Tolinar aus Vclila Dolina; für die Genossenschaft Littai Josef Me ^ ck aus Littai und Nado-slav ^ribar aus Gradee; für die Genossenschaft Nassenfnß Anton Z a j e e aus Feistritz und Anton ^lajftah aus Nassenfuß'; für die Genossenschaft Neu-marktl Karl N u e ch nnd Anton I e g I i >", beide aus Neumarltl; für die Genossenschaft Obcrlaibach Johann Kos aus Oberlaibach uno Anton Draller aus Franzdorf; für die Genossenschaft Sagor: Albin Gr-<'a r ans Sagor und Franz Rakar ans Lole; für die Genossenschaft Stein Anton Eerar aus Stein und Valentin Gregore aus Mannsburg, nnd für die Genossenschaft Veldcs Alfons Mencinger aus Wocheiner Fcislritz und Josef V r h u n c aus Veldes. (Schluß folgt.) - Militärisches.» Wie die „Militärische Korrespondenz" erfährt, wird bei jenen Landwehr Infanleric-rcgimenter» und Landesschützenregimcnter», deren Bataillone zum Grenzsclnltzdicnstc bestimmt sind, der Negi-mcntsuerband aufgelöst werden. Die Bataillone werden ähnlich wie die Feldjäger Bataillone des Heeres als selbständige Bataillone organisiert nnd nach Grenzabschnitten eigenen Inspizierenden nntcrstcllt. Von dieser Reorganisation werde» betroffen: das Landwchrinfanteriercgi-mcnt Klagen furl Nr. 4, das Landwehrinfantericregimcnt L a i b a ch Nr, 27, dann die Landesschützenregimenter !, ll und KI. Die Landwehrinfantericrcgimcnter Nr. 4 und 27 sollen ferner neu ausgestellt werden, und zwar zunächst mit je zwei Bataillonen. — ^ilimmandmlbernnhmc.) Seine Exzellenz Herr Feldmarschalleulnant K u smancl hat, von der Inspizierung rückgekchrt, das Stations- uud Militärstations-toinmando wieder übernommen, — (Zur Hcrnul'ildung uon militiirärztlichen Be» rufsbeamteu) werden mit Beginn des Studienjahres 1913/14 2l Aspiranten in die tierärztliche Hochschule in Wien nnd 10 Aspiranten in die VctcrinärhociMnle in Budapest als Militärvclcrinärukademiter ausgenommen, die vollkommen auf Kosten des Ärars bis zur Erlangung dcs tierärztlichen Diploms ihre Studie» machen könne» und anch vollkommen cquiftiert und verpflegt werden. Die Bewerber habe» sich zu einer siebenjährigen aktiven militärärzllichen Dienstleistung im k. und l. Heere zu verpflichte». — (K. l. Lehrcrliildunlldlmsmlt m Laibach.) Das k. l. Ministerium für Knltus und Unterricht hat die Betrauung des Stadtphysitns in Laibach, Dr. Olhmar Krajec, mit dein Unterrichte in der Somatologic und der Gesundheitspflege des Menschen an der l. k. Lehrer- Laibacher Zeitung Nr. 97. 894_________________________________________________29. April 1913. bildungsanstalt in Laibach vom zweiten Semester des Schuljahres 1912/13 angefangen zn genehmigen befunden. — (Approbation eines Schulbuches.) Das Ministerium für Kultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 22. d. M., Z. 17.346, der zweiten Auflage des Lehrbuches „I.li,ti„«kn vn000 Franken behagen. Dem Gewinner des ersten Preises fällt noch ein kostbarer Becher zu. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Fall Skutaris. Berlin, W, April. Der „Lokalanzeigcr" schreibt zur Skutari-Frage in einer anscheinend offiziösen Notiz: Man muß erklären, daß die Dinge so weit gediehen sind, daß eine Entscheidung notwendig ist, und zwar eine C'ilsch'idunn ohne Zögern nnd ohne Verschleppung. Die Mächte sind alle an den Standpunkt gebunden, daß Sku-tari albanisch werden soll. Diesem Willen der Mächte mnß jetzt Geltung verschafft werden und, wie gesagt, schleunigst. Abgesehen vo» denjenigen Mächten, welche durch ihre bisherige Haltung verhinderten, irgend etwas zu tun, hat Österreich-Ungarn einen Anspruch darauf, daß seinen Interessen Rechnung getragen werde. Ostei-rcich-Ungarn kann unmöglich noch weiter die Verschleppung der Entscheidung dulden. Die Haltung Deutschlands in der ganzen Angelegenheit ist von Haus aus gegeben. Österreich-Ungarn dürfte keinen entscheidenden Schritt unternehmen, ohne seine Bundesgenossen zu verständigen und Deutschland wird ihm stets getreue Sekundan-tcndicnstc leisten. Berlin, 28, April. Die Meldung des Pariser „Temps" aus Nom, wonach man der deutschen Regie-rnng habe wissen lassen, daß eine militärische Aktion gege,. Montenegro behufs Rückeroberung Skutaris undurchführbar erscheine, wird an hiesiger amtlicher Stelle als völlig unzutreffend dementiert. Berlin, 28, April. Eine weitere Verzögerung der OnNchcidunq über die Räumung Skutaris wird auch in lncsiaen politischen Kreisen als nicht mehr angängig betrachtet. Das Verlangen Österreich-Ungarns, schleunig energische Schritte zur Erledigung der Skutarifrage zu miternelnnen, findet hier volles Ginverständnis, Köln, 28, April, Der „Köln. Zcitg." wird aus Berlin gemeldet: Die bisherige Haltung der Mächte mutz dic Fordernnaen Österreich-Ungarns als durchaus ge^ rechtfertigt erscheinen lassen. Was jetzt verlangt wird, ist lediglich die loaische Folge des so vielfach bekannten siemeiüsamcn Willens Europas. Ein Ausweichen gibt eö offenbar nicht mehr und schwerlich würde es für Oster-rcich-Umiarn zu ertragen sein, wenn in dieser Angelegenheit, welcbe die Lcbensinteressen Österreich-Ungarns ein-schlies't, noch weitere Verzögerungen eintreten sollten, London, 28. April. Das Ncutersche Bureau meldet: Die Votschafter-Reunion hat sich heute um 8 Uhr 5>0 Minuten nachmittags vertagt. Im auswärtigen Amte wird große Reserve beobachtet. Man erklärt jedoch, daß auch jetzt kein Grund vorliegen wird, pessimistisch zn sein. Es wurde bemerkt, daß die Botschafter Österreich-Ungarns und Rußlands die Reunion zusammen verließen um) eine lange Unterredung hatten, bevor sie voneinander schieden, London, 28. April, Das Neuterschc Bureau erfäbrt: Der montenegrinische Delegierte Popovs hat ans Cetinje eine Depesche erhalten, in welcher die Überreichung folgender Mitteilnns! der Vertreter der Mächte an die montenegrinische Regierung gemeldet wird: Wir haben die Chre, der königlich montenegrinischen Regierung die kollektive Erklärnng abzugeben, daß die Inbesitznahme Ekntaris in keiner Weise die Entschließung der Mächte, betreffend die Abgrenzung Albaniens im Norden und Nordosten, abändere nnd daß infolgedessen die Stadt in der möglichst kürzesten Frist geräumt und den von dem Commandanten der internationalen Seestreitkräfte vertretenen Mächten übergebe» werden mnß. Die königlich mi'Nlcnegrinischc Regierung wird aufgefordert, auf diese Mitteilung eine prompte Antwort zu erteilen. Delegierter Popovi"' bemerkte, er habe von seiner Regierung den Auftrag erhalten, gegen dieses unbillige und gransame Verlangen formell Verwaltung einzulegen. Ein schweres Automobilnnsslück. Chemnit,, 28. April. Ein Antobns der Motoromni-buslinic Chemnitz-Annaberg ist lieute nachts bei Purt-bartsdorf vcrnnfilückt. Von den 27 Insassen wurden 25 verletzt, darunter zwei schwer. Der Unfall ereignete sich, wie die , shemniver Neuesten Nachrichten" melden, dadurch, daß der Chauffeur, der infolge des Vcrsagcns des Motors abgestiegen war, wahrscheinlich versäumt hatte, die Bremse abzustellen, so daß der Wagen die abschüssige Val?n zurückrollte und umstürzte. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert. Eine Rede des französischen Ministerpräsidenten. Paris, 28, April. Ministerpräsident Varthou hielt vor seinen Wählern in Oloron eine Rede. in der er u. a. sagte: Frankreich hat immer und hauptsächlich unter den jüngsten Umständen bestimmte Bürgschaften zugnnstcn des Weltfriedens geboten, aber die Nation muß gleichwohl für alle Möglichkeiten bereit dastehen. Viel gefährlicher als der Krieg ist die Furcht vor dem Kriege, Furchtbarer als die Furcht vor dem Kriege ist die Niederlage. Deshalb ist es unerläßlich, Opfer für die nationale Verteidigung Zu bringen. Ein Bombenattentat. Sniaun, 28. April. Samstag abends um 7 Uhr legte ein Anamite in Hanoi eine Bombe, wodnrch zwei ^sfiziere getötet und sechs Europäer und fürf Eingeborene verletzt wurden. Der Mörder entkam. Die französische und die eingeborene Bevölkerung verhielt sich vollkommen ruhig._____________ Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e k. Kteckenpferö- «" " " AMentnU'chfeife nach wie vor unentbehrlich für eine rationelle Haut- u. Schön» heitspflegc. Täql. Auerlmmmsssschr. k, 80 !> überall vorrät. Ein großer Eien, der Solidität ist der überraschende Aufschwung, welchen die Brünner Tuchfirma Etzler H Dostal in den paar Jahren ihres Bestandes genommen hat. Dieselbe zählt heute zu den vorteilhaftesten Bezugsquelle» für jeden Privaten, welcher nicht nur billig, fondern auch gut einkaufen will. Unzählige freiwillig eingelangte Anerkennungsschreiben nnd die Berufung als Lieferanten vieler hochangeschener Körperschaften, Vereine, Stadtgemeinden und Gutsverwaltungen sprechen für die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit dieser Firma auf deren Inserat wir nnscre geschälten Leser verweisen. 308 ll 2—2 — iKino Metrupol in» Landestheater.) Programm für Dienstag und Mittwoch: 1.) Die Minen von Lens. (Natur.) 2.) Lustig als Detektiv. (Komisch.) 3.) Kamps mit Kühen. (In der Arena. Natur.) 4.) Cowboylehr» ling. (Komisch.) 5.) Heimliche Heirat. (Drama. Schwedischer Film.) 6.) Gefährliche Leiter. (Varwt5-Num-mcr.) 7.) Gifersucht. (Lustspiel mit Max Linder.) — Vorstellungen täglich um halb 7 Uhr nnd um halb 9 Uhr abends. — Donnerstag, den 1. Mai, vollständig neues Programm. Angekommene Fremde. Hotel „Elefant". Am 28. April. Graf zu Wolleustem-Rodcnega. k. l: Oberinspektor; sslrischmaim, Rsd.. Wien. ^ Chermack, Fabri» laut. s. Chauffeur, Teplch-Schönau. — Gemein. Bürgermeister; Miljlooii, Stumcc, Kflte.. Agram. — Schenkel, Ziviliugenieur, Graz. — Dr. Vlodig, t. t. Gcwcrbrinspektor. Trieft. — Mulley, Private, s. Töchtern, Obcrlaibach. — More, Privat; Dr. Dietsch, Arzt; Marx, Mediziner. München. — Liehm, Sparkassebeamter, Prag. — Eisenlohl, Nid,, Linz. -- köwenstein, Kfm.. Zala» egerszeg. ^ Hüliner, jcfm., Premstätten. — Gleich, Spengler» mcister, Neichenberg (Böhmen). Grand Hotel Union. Am 2 8, April, Var-uin Vera. Florenz. — König, Direltor, Vudapest, — Ringer, Obrringenieur, Giaz. — Rao» nihar. Zimmermeister, Domschalc. — Klein, Priv,, Tscher» moschnitz, — Brau,,. Priv., Aadljcvina. — Melltus. Priv., Pocco. — Kraus, Kfm., Trieft. — Oeurirz. ltfm,; Mauheim, 5totte, Friedezly, Rsde., Fiume. — NaulMchcl, Rsd., Jägern-dorf. — Dulcs, Rsd., Ärünn. — Huber, Rsd., Trifail. — Dr. Stcrulicht; Schubert, Inspektor; Peruah, Priv.; Hlavatsch, Kfm.: Pavolt, Heudt, Giubrr, Fiala, Koll, Freschmcnm, Kurer, Mattersdorf, Neitmaycr, Milieu, Feldman, Pullat. Eichler, Muut, Fraum, Transei, Hardtman, Kronitz, Rsde., Wien. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ,,«>2 u. N. > 73b 2 20 6! S. schwach ! halb vew. ! 9 U. Ab. 37 1 12 I windstill heiter________ 29l7Ü. F. s 38 6l g.h, V Nebel > 1-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 14-3°, Normale 11 7°. Gestern nachmittags Gewitter, Wien, 28, April. Wctteruoraussaae für den 29. April für Steiermark, tarnten uud Xtrain: Vorwiegend heiter, Gewitterneigung, warm. südöstliche mäßige Winde. ^ Für Ungarn: Unwesentliche Temperaturänderung und stellenweise Regen zu erwarten. - Ma Niclfcn-Drama im Kino „Ideal".) Das neue mimische Drama betitelt sich: „Der Tod in Se-l'illa", welches teilweise in Spanien aufgenommen wurde. Über zwei Monate dauerte der Aufenthalt dieses Kino-Ttarä in Spanien, um alle Sitten und Gebräuche einer heißblütigen Spanierin im Film wiedergeben -zu können. Der Film hat oier Akte und wird wie gewöhnlich alle Bewunderer der Astn Nielsen hoch befriedigen. Die-^ scr Film ist nur im Abendprogramm ab 7 Uhr. Für die Besucher des Nachmirtagsftrogrammes ist auch mit einem groften Sensationsdrama „Die wilde Jagd" in drei Akten uorgesorgl. Außerdem das beliebte Pathü-Iournal nnd wissenschaftliche sowie schöne Neiscfilms. 16W „Dr. GöliB Speisepulver" ist als diätetisches, die Verdauung unterstützendes Mittel seit mehr als 50 Jahren bewährt und anerkannt. Man vorlange bei Ankauf immer ausdrücklich „Dr. Oöll» Speisepulver" und beachte genau die Schutzinarko, um keine minderwertigen Nachahmungen zu erhalten. Kleine Schachtel K 1 68, große K 252. Zu haben in den meisten Apotheken und Drogerien. Zentralversand (en gros und en detail) Dr. Jos. Gölis Nachfolger, Wien, I., Stephausplatz Nr. 6 (Zwettlhof). 1639b Danksagung. I).K.4"2 Sti-70 86-90 W i-2°L....., ,, p.A.42 SO-7O 86-90 LoBeV.J.180Ozu500fl.ö.W.4 1560 1590 LoHev.J.18ti0zul00fl.ö.W.4 460— 462 — Lose v.J. 1804 Ml lOOfl.ö.W___646-— 68*— Losev.J.1864zu 60(1.ö.W___826— 8S8-— St.-Domän.-Pf. 120H.300F.6 — — —•— Oesterr. Staatsschuld. Oest.Staatsschalzsch.stsr.K.4 96-30 96-50 Oe8t.Goldr.stfr.Gold.Kasse. .4 106-65 10685 „ ,, ,, ,, p. Arrgt. 4 105-66 105-85 Oest. Rente i.K.-W.stfr.p.K. 4 8460 84-80 ,, ,, „ „ „ ,,U..4 84-60 8480 Oest. Rento i. K.-W. steuersr. (1912) p. K............ «3-90 84-10 Oest. Rente i. K.-W. steuorsr. (1912) p. U............ 83-90 84-10 Oest.Invest.-Rent.stfr.p.K.31/2 73-80 74-— Fraii/.Josefsb. i. Silb.( 86-35 Laib. -Stein Lkb.^OOu. lOOOfl. 4 9276 987b Schlußkurs Geld |Worc froB. I.om.-Czer.-J.E.1894(d.S.)K4 86S0 86S0 Nordwb., Oest. 200 fl. Silbersi 100-60 101-60 dto.L.A. E. 1903 (d.S.) K 3»/, 80-25 81-26 Nordwb., Oest. L.B. 200 il.S. 5 100-40 101-40 dto.L.B.E. 1903(d.S.) K8V5 73-78 80-76 dtO.E. 1886200u. 1000 fl. S.4 86-40 87-40 RudolfabahnE. 1884(d. S.1S.4 86-66 87-66 Staatseisenb.-G.600 F. p. St. 3 846-- 36C-— dto.Ergz.Netz500F.p. St. 8 342— 346 — SUdnorddeutscheVbdt'b.fl.S.4 86-36 86-36 Ung.-gal.E.E. 1887300Silber4 84-60 85-60 Ung. Staatsschuld. Ung.Staatskassensch.p.K.4Vj 98-86 99-06 Ung. Honte in Gold . .. p. K. 1 10160 10V70 üng.Rentei.K.sllr.v.J.191O4 82-20 82 40 Ung. Rento 1. K. stfr. p. K. 4 82-30 82-50 Un« Prämion-Anlehenä 100(1. ¦*•//•— 451 — U.Theis8-R.u. Szcg. Prm.-O.* 298-60 308-50 U.Grundentlastg.-Obg.ö.W.4 8t-60 86-60 Andere offentl. Aulehen. Bs.-herz.Eis.-L.-A.K.1902 4l/2 91-60 9260 Wr. Verkehrsanl.-A. vorl. K 4 84-10 8610 dto. Km. 1900 verl. K .... 4 84-10 8510 Galizischesv. J. 1893 vorl. K.4 84-30 86 30 Krain.L.-A.v. J. 1888 ö.W .. 4 —•— 94-60 Mährisches v.J. 1890 v. ö.W. 4 «6-40 87-40 A.d.St. Bndap. v.J. l»03v. K.4 8226 83-25 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 8360 8460 Wien (Invest.) v.J. 1902V. K.4 8625 86 25 Wien v. J. 1908 v. K.......4 83-76 8476 Russ.St.A.190ßs. lOOKp. U.6 103-26 103-76 Bul.St.-Goldanl.1907 1001(41/3 91-60 92-60 Pfandbriefe und Kommunalobligationen. Bodenkr.-A. öst., 50 J. ö.W. 4 Sö-70 86-70 Bodonkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 96-25 9726 Bühm. Hypothekenbank K. . 5 100-26 10126 dto. llypothbk.,i.57J.v.K.4 88-75 89-76 Schlußkurs Geld 1 Ware Pro*. Bühm.Ld.K.-Schnldsch.50J.4 88-— 89-— dto. dto. 78J.K.4 87-— 88- — dto. E.-Si:huldseh.78j.4 8T— 88-— Galk. Akt.-Hyp.-Iik.......5 — ¦ —•— dto. inh.öü J.verl.K.4V2 M'— SS-- Galiz.LandeKb.5i«/2J.v.K. 4l/i 92-— 98- — dto.K-Obl.lII.Em.42j.4V2 90-— 91'— Istr. Bodenkr.-A. 36 J. ö.W. 5 98-75 99 76 Istr. K.-Kr.-A.i.52VjJ.v.K.4Va —— — •— Mähr. Hypoth.-B.ö.W.u. K.4 84-05 86-05 Nied.-ÖKt.Lnnd.-Hyp.-A.55j.4 86-— 87 — Oest. Hyp. Bank i. 50 ,). verl. 4 *•*•— *s-_ Oest.-ung.Bank50j.v.ö.W.4 9070 9f70 dto. SO J. v. K.........i 91-— 92-— Centr.Hyp.-B. ung. Spark.4Vj 91- 92- — Comrzbk., Pest. UiiR. 41 J. 41/2 S3-— 94-— dto. Com. O. i. 50»/j J- K 4Vj 9276 93-76 Herrn. B.-K.-A.i.öOj. v. K4'/2 91-60 92-60 Spark.Innerst.Bud.i.50J.K4Vj »0-76 91-75 dto. inh. 50 J. v. K. . . . 4>/i 88-60 89-— Spark.V.P.Vat.C.O.K . .4V, 91-— 92-— Ung. Hyp.-B. inPcstK . . 4»/ü »/-75 92-76 dto. Kom.-Sch.i.50J.v.K 41/1 94-76 95-76 Eisenlahn-Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.1889(d.S.)S.4 8360 84-60 dto. Em. 1908 K(d. S.). . . 4 83-75 84-75 Lemb.-Oor.-J.E.1884800S.3-6 79 40 80-40 dto. 300 S...........4 84— 85-— Staatseisenb.-Geaell.E. 1895 (d. St.)M. 100 M.......3 •-•— —•— Südb.Jan.-J. 50(' F. p. A. 2'6 249-90 250-W UnterkrainerB.(d.S.)ö.W. . 4 9/-— 9260 Diverse Lose. Bodenkr.öst.E. 1880äl00fl.3X 292'— 302 — dto. E. 1889 ä 100 fl. . . . 3X 236*— 266-— Hypoth.-B.ung.Präm.-Scliv. ä 100 fl..............4 242— 252--- Serb. Prämion-Anl. alOOFr.a 113— 123- — Bud.-Basilica(Donib.);')sl.ö.VV. 28-25 32-25 Schlußkur.s Geld | Waro Cred.-Anst.f.H.u.G.lOOfl.ö.W. 479- - 489- — Laibuch. Präm.-Anl.2011.d.W. 64— 72- RotenKreuz.öst.G.v.lOll.ö.W, 54-26 68 26 dutto ung. G. V. . . 5 fl. ö. W. 33-26 37-26 Turk. E.A., Pr.0.400 Fr.p.K. 221-— 224-Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874 .... 100 fl. ö.W. 478'— 488--Gowinslsch. der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1880 48-— 62-— Gewinstsch. dor 3"/„ Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1889 69-— 74 — Gowinstsch. der 4% Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 35-— 39-- Transport- Aktien. Donau-Dampf.-G.500fl.C. M. 1304-— isi4-— Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4920-— 4960 — Lloyd, österr........400 K 566-- 668 — Staat8-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 7/5-30 7l6r,o Südbahn-G.p.U. . . . 500 Frs. 12126 12226 Bank-Aktien. Anglo österr. Bank 120fl. 19 K 33150 332-60 Bankver.,Wr. p. U.200sl.30 ,, »08-ßo 610-60 Bod.-C.-A. allg.öst.300K57 ,, U89-— ii93-~ Credit-Anst. p. U. nao K 33 ,, 618-50 619-50 Crodit-B. ung. allg.200fl.45 „ 786-— 787-— Eskompteb. steier. 200 11. 32 ,, 664-— 383-— Eskompte-G.. 11. ö. 400 K 40 ,, 734- ~ 736 — Länderb.,öst. p. U.200H.30 „ 607-ßO 30*80 Laibacher Kreditb. 400 K 25 ,, 4/6-— 420-— Oest.ungar. B. 1400 K 120 „ 2033-— 2044- — Unionbankp. U. . . 200 fl. 3H ,, 8^-30 s*fi-80 Yerkehrsbank,allg. 140 fl.ao ,, 360-— 360-60 Zivnoston. banka 100 fl. 15 ,, 266- 267-— Industrie-Aktien. Bcrp-u. Hüttw.-G., öst. 4(10 K 1329-— 1338 — Hirtonberg P.,Z. n.M. F. 100 K /5B0-— 1660-— KöniRsh./ement-Fabrik4()0 K 367- - 87V — LonKonselderP.-C.A.-G.250 K 130-— 131- — Schluflkurs Geld | Ware Montangee..ös(err.-alp. lOOfl /OOfi-^o 1006s" Perlmoosor h. K. u. P. lOOfl. 484-— 489-20 l rager Eisenmd.-Gesell. 500 K S368-— 3378 — Rimamur.-Salgö-Tarj. loosl. 714-50 715-50 Salgo-Tarj. Stk.-B. . .. loofl. 760- 768- SkodawerkeA.-G. Pils. 200 K 813-- gi4- - Waffen-F.-G.,österr. .. ioofl. 963— 961-50 Weißetifel8Stahlw.A.-G.300K 800-— 810 — Westb. Bergbau-A.-G. 10011. 643— 647--- Devisen. Kurze Siebten and Schecks: Deutsche Bankplatze .... 117-65 11786 Italienischo Bankplätze..... 93-35 93-60 London................ 24»:--.t gin-ii Paris................. 9ö4tjo öjvi.Mj Valuten. Münzdukaten........... 11-42 1147 20-Fiancs-StUcke. . '. . . 19-10 19-12 20-Mark-Stüeke.......... 2.?-87 23-63 Deutsche Reichsbanknotcn . . 117-66 11786 Italienische Banknoten..... 93-40 9360 Rubel-Noten............ 253— 254 — Lokalpapiere iiai'h Privatnotier, d. Filiale d. K.K.priv.Oest. Credit-AMSIalt. Braueroi Union Akt. 200 K 235— 24«-— Hotel Union „ 500,, 0 —•— —•— Krain. Bauges. ,, üOO,, 12K 200— 210-— ,, Industrie., 200,,20K 4*8-— 430 — Unterkrain. St.-Akt. 100 fl. 0 60— 70- - Bankzinsfuß 6"/n Die Notierung sämtlicher Aktien nnd der ,,Diversen Lose" versteht sich per Stock.