Nr. 4», Tonnerstag, 25. Februar ! 915. MbacherDZeiwng bi« zu vier LeUen «» ^. «rSH.« P« Z"le 12 b; l.el ö,l»e>. Wle"'U Di< «iistibllchcr ßcltunß» «ichew! »üssltch, m,< «usnahme be> Eonn und FritNage Ti« Kd«,in0 Uhr vormillags, Unlrnnlicrle Bric>e werde» nichl angenomm««, Maimjliiple nicht zuiüclg.'stcUt. Telephon-Ur. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Den 23. Februar l9l5 wurde in der H»f. und Staats dn.ck.rei das XVIIl, m.d XIX. Stück des Ne^sgeietzblattes m beutscher Ausgabe ausgegrlien und u^rsclidet. «nd V. 4?nick der looeniichei, das VIll ?ti ^ , .. ^'.' ^ daö XI, S üct der rumäm c 'n d^s Xlv ^'5, ^' ^ '"!'A"' Hnchtamtlicher^Geil. Eine türkische Stimme über die österreichischungarische Armee. Das Blatt „Dscherid5-i-Havadiß" bringt, wie man der „Pol. Korr." aus Konstantinopel schreibt, einen Leitartikel aus der Feder seines Herausgebers Ekrem Netz, in dem der ü'sterrcichisch-nngarischen Armee sehr warmes Lob gespendet wird. Der Artikel weist darau, hin, daß Osterreich-Unaarn vor einem halben Jahre von Ruhland mil enormen Heeresmasscn auaegriffen wurde und gleichzeitig der Feldzug der Monarchie gegen Sei bien semen Beginn nahm. Der Kampf gegen die numerisch weit überlegene!'. Nüssen wurde mit Heroismus geführt und wenn aus strategischen Rücksichten auch Rückzüge der österrcichisch-unssarischen Truppen stattfanden, so kommt dem für die endgültige Entscheidung keine Bedeutung zu. Die österreichisch-ungarische Armee hat sich auf diese Weise eine sehr starke Stellung geschaffen und das Übergewicht, das die Nüssen der Zahl nach haben, wettgemacht. Nunmehr sieht man. wie die Streitkräftc der Monarchie wieder in die freiwillig geräumten Gebiete einziehen und dem Feinde schwere Niederlagen bc-lelten. D,e Tapferkeit und die eiserne Festigkeit, welche die österreichisch-ungarischen Truppen in diesen Kämpfen dewiesen, sind über jedes Lob erhoben. Würde Österreich-Ungarn nicht über einc so außerordentlich Widerstands fähige Wehrmacht verfügen, dann wäre es den Russen, welche die Monarchie mit ungeheuren Mengen zu überfluten suchten, vielleicht gelungen, bis vor die Tore Wiens vorzudringen. Dem Fcldzug gegen Serbien kommt im Hinblick auf den Weltkrieg nur eine sekundäre Bedeutung zu. Die militärische Hauptaufgabe Österreich-Ungarns liegt im Norden, es nmß daher dort den größten Teil seiner Strcitträfte ansammeln. Die Armee der Monarchie, die, vereint mit deutschen Strcitlräften, auf die Niederwerfung des rufsifchen Gegners hinarbeitet, hat alle Aussicht auf vollen Sieg. Die Ereignisse, die sich auf dem nördlichen Kriegsschauplätze abspielen, sind ohne Beispiel in der Geschichte. Die üsterrcichischunga-lischt Armee zeigt sich in diesem außerordentlichen Ringen von ausgezeichnetem Geiste erfüllt, die Art ihrer Operationen, der Heroismus der Truppen und die Begabung der Führer verdienen in jeder Beziehung höchstes Lob. Der Artikel schließt mit dem Ausdruck der festen Überzeugung, daß diescr wahrhaft großen Armee der Sieg über die russischen Waffen beschicden sein wird. TaMlcllisttcitcil. (Ein Auüspruch Hinbcnburns.) Einer der erfolg llnchstcn Hcrreiireitcr, der acncttüiärtia als Offizier tapfer dient und das Eiserne Krcnz erster .Masse erhielt, loa: diesertage von Generalfeldmarschall von Hindenlmrg zu Tisch geladen. Auf die Frage das Offiziers, ob er <:m 14. März in Strausberg lverde reuen können, meinte Hm. deuvurg lächelnd: „Bis dahin werde ich wohl noch nichi fertig fein. Ich wcrde Ihncn aber sicher einen Urlaul' geben." — (Eine ganze Kompanie als Taufpate.) Bei einem Unteroffizier der Landwehr eines aus Vraunschweigerü und Hannoveranern zusammengesetzten Reserve-Infame» rie-Negiments lief die Nachricht von der Geburt zweier Knaben ein. Um ihrer Freude über das Ereignis in de» Familie des Kameraden Ausdruck zu geben, bot sich dem glücklichen Vater die zehnte Kompanie als Taufpate an. Nach Rücksprache mit der Mutter wurde auch vom Kon,: Uürium die Erlaubnis dazu erteilt. Im Kirchenbuche der ,v?cimatsgemeinde des Vaters sind daraufhin alle 193 An« gehörige der Kompanie unter genauer Angabe des 3ta^ mei.Z, des Berufs, der militärischen Stellung und t»,2 Wohnortes als Taufpaten eingetragen. — lTer Ninlltämpfrr im ^eldc» In der illustrierten Krlcgschrouit „Daheim" plaudert der un ^clde stehende Münchener Schriftsteller Georg Queri über allerlei „Tinge vom Kriegsrand" (in Lothringen) und erzählt dabei eine ^riegslcgcnde, die ihm die zweite österrcichnche Mörser, division vou Longwy mitgebracht habe: „Lungwy — ich war in dem zerschossenen Longlvy Haut und lomme nicht d'rüber weg: das fürchterlichste Beispiel deutscher Schießerei. Grauenhaft. Und im Nahmen dieser unbändigen lcchuischcn Kriegslräfte ein unbändig starler, deutscher Soldat. Er stürzt avf meinen Freund Chaffusz zu oder eigentlich auf dessen österreichische Uniform, und sagt: „Ich bitt' gehorsamst um Entschuldigung, Herr Oberleut« üünt, aber es freut mich halt, oah ich emcn Österreicher seh'. Ich hab' nämlich schou in Wien gearbeitet." — «Wie lang?" — „Vierzehn Tag." — Tentt sich mein Freund Chaffusz: Vierzehn Tag — ein netter Arbeiter, den 's nach vierzehn Tagen schon nimmer freut. „Warum denn nur vierzehn Tag?" und der andere, seine Riesengestalt noch strammer aufvcckcud und den bärenhaften Brustkasten noch um ciuiae Zoll dehnend.- „Ich bin I>alt oin Ningkämp» fcr." —- „Ah. Ncspeltl Das io ja gor nix Schlc'chtcs im Krieg! Ham S' alsdann schon g'rungcn auch im Krieg?" — „Melde gehorscnnst, Herr Oberleutnant, mit sechs auf einmal!" — „Oho! und wie is das ausgegangen?" — „Für die ersten fünf ganz schlecht. Aber der scchst', der Lump, hat mich mit dem Bajonett Verwischt. Grad im obern Haxen. Und da fall ich halt um, und er kniet sich auf mich 'nauf — - Herr Oberleutnant, lvas sagen Sie dazu?" Chaffusz kommt aber nicht dazu, seine Ansicht über diese Kampfeswcise au den Manu zu bringen, weil der Ringkämpfer mit aller Eutrüstung weiterfährt: „Jump, schrei ich, »vas willst! Nauftniegew willst dich auf mich!?? Hanswurscht, trauriger . . ." Und dann beschreibt er etwas sonderbar, grausige Augenblicke mit AthlelcN'-fachworten schildernd, wie der Franzose in seinen Händen stirbt . . . „Und da,m?" fragt Chaffusz. - - „Ja. der Vajo- Feuilleton. Unsere Offiziere. In den Kämpfen auf den Höhen nördlich Trzcianka war dem Haufttmann Karl von Ujhelyi des kö'nialich ungarischen 13. Landwehrinfantcrieregiments die Aufgabe übertragen worden, mit seiner Kompanie auf dem rechten Flügel unserer doit in Angriff gewesenen Ge-fechtsgruftpe eine derartige Aufstellung zu nehmen, daß hiedurch die feindliche Flaute umklammert werde. Haupt, mann von Ujhclyi verfügte jedoch in dem Augenblicke. °ls dieser Befehl ihm zukam, nur über einen Zug Reserve von etwa vierzig Mann, da die übrigen drei Züge lemer Kompanie bereits in das Gefecht eingesetzt worden waren und aus der Fcuerlinie nicht mehr heraus-Nezogcn werden lonnlen. Trotzdem schritt der Haupt-mann an die Ausfühmng seiner schwierigen Aufgabe. Er «rächte die kleine Abteilung so rasch und vom Feinde unvermutet in dessen Flanke, und seine Houveds eröffneten so vehement ihr Feuer, daß der Erfolg ein voll-Nandiger war. Haufttmann Ujhelyi verlor hiebei freilich lunf Mann, die von feindlichen Geschossen getroffen wurden. Aber die noch verbliebenen 35 Honveds richteten m den Reihen der Russen eine derartige Verwirrung an, daß sich eine dreifach so starke Abteilung des Gegners ihnen gefangen gab. Mit diesem Erfolge nicht zu-Nieden, drang die tolltülme kleine Schar noch weiter vor und trieb den Flügel der Russen zum vollen Rückzüge, fahrend der Verfolgung war Hauplmann v. Ujhelyi Mnen Tapferm immer voran und schoß persönlich zehn mu^en meder. Dieser schneidige Ossizicr, vom Armee-overlommando für sein stets rühmliches Verhalten vor dem Feinde bereits früher belobt, erhielt nun von Seiner Majestät das Militärverkienstlieuz driller Klasse mit der Kriegsdeloration. Im Gefechte bei Podwyoki am 26. August hatte der Dragoncroberleutnant Oskar Zeißberger das Mißgeschick, daß er in russische Gefangenschaft geriet. Sein Pferd war, von einem feindlichen Geschoß getroffen, zusammengebrochen und dnrch den Sturz hatte sich Oberleutnant Zeihbergcr einc schwere Gehirnerschütterung zugezogen, daß er bewußtlos liegen blieb. Seine Dragoner hatten im Mel^e das Fallen ihres Oberleutnants nicht bemertt. Er wurde später von russischer Sanitäts-mannschaft aufgelesen und schließlich in ein russisches Feldsftital abtransportiert. Nach kurzer Zeit einigermaßen wiederhergestellt, war des gefangenen Offiziers ganzes Trachten darauf gerichtet, wieder zu seinem Regiment zu gelangen Trotz der scharfen Bewachung des Spitals durch die russischen Posten gelang es dem Oberleutnant, unter manchen Fährlichkeiten zn entkommen. In beschwerlichen, von tausendfältigen Gefahren >md Mühen begleiteten Märschen erreichte schließlich Oberleutnant Zeißberger die russische Vorpostenkcttc und schlug sich auch durch diese über die unwegsamen Kar-Pathenkämmc durch. Hiebet konstatierte er den Marsch einer russischen starken Kolonne aegcu 5tör3smcz5. Mit dieser wichtigen Meldung fand er sich bei einem Kommando unserer Truftpcn ein, wo er mit Jubel empfangen wurde. Oberleutnant Zeißbergcr, der dem 7. Tragoner-regiment angehört, wurde von Seiner Majestät mit dem Signum laudis am Vande des Militärverdienstkreuzes ausgezeichnet. Eine kühne, verdienstvoll? Tat vollbrachte Oberleutnant Erhard Gawalowski des ?. Infanterieregiments nach dem von den kärntnerischen Truppen so bravourös durchgeführten Angriffe auf die russischen Stel- lungen bei Stawczany. Die Unseren waren in der Hitze des Vorsturmcs in den ausgedehnten Waldungen unt> Sümpfen arg auseinandergeraten, und es lag nun die große Gefahr nahe, daß die einzelnen Truppenteile die Fühlung untereinander verlieren tonnten, um so mehr, als bereits die Dunkelheit hereinbrach. Da nahm es der Adjutant des vierten Bataillons Oberleutnant Gawalowski auf sich, die unerläßliche Verbindung unter den Gruppen der Unserigen wieder herzustellen. In stockfinsterer Nacht durchstreifte er ohne jegliche Begleitung das unwegsame Sumpf- und Waldgebiet, obgleich es ihm bekannt war, daß sich noch zahlreiche kleinere versprengte Abteilungen der Russen tn der Dunkelheit hev» Umtrieben. Und tatsächlich gelang es dem tühncn Ossi-zir, der nur durch einen glücklichen Zufall dem Zusmn-mentreffen mit russischen Soldaten entging, alle in Frage kommenden Truppenteile wieder zu vereinen, was sich für das weitere Vorgehen am nächsten Morgen von großem Vorteil erwies. Oberleutnant Gowalowski, der sich bereits früher dnrch eine tühne Vermittlung wichtiger Befehle im heftigsten Infanterie- und Schrapnellfeuer hervorgetan hatte und auch späterhin als Adjutant durch sein unerschrockenes und energisches Eingreifen auf die Kampffähigkeit des Bataillons großen Einfluß übtH. erhielt in Anerkennung tapferen Verhallens vor dem Feinde das Militärverdienstkreuz driller Klasse mit der Kriegsdckoration. . , Aus den Kämpfen, die in den Oktobcrt.iac" msoc-sondere auch bei Starasel - nahe dem '"'l^"' " ' lichen Flügel unserer damaligen Schl^W "" ^ .' schweren Granaten lichtete unsere Rechen. Es war !M Laibacher Zeitung Nr. 45____________________________342_________________________________25. Februar 19! 5 nettstich halt. Auf einmal hat's mich auch pack — da hab' ich halt mein' Geist aufgeb'n." Lang scheint aber der Ringkämpfer nicht ohne Geist gewirtschaftct zu haben; die Sa> nitäter fanden ihn. und er genas in der Folge wieder zum Niesen von ehedcm. „Und jetzt soll'n siebcn oder acht kommen, ein Franzus um den anderen — Herr Oberleutnant, fragen S' nur den Cyganiewicz, der wo bei die Österreicher dien! — mit dem hab' ich schon einmal gerungen, ich glaube, in der Alhambra. Sie, der hat aber Augen gemacht . . ." - (Die nroszen Fenster des Königs von England.) Als ein Beispiel von den Erdichtungen, die in Ägypten Glauben fingen, nnrd der „BerlmgSte Tidende" aus Lul-sor folgende Meldung mitgeteilt: Eine deutsche „Taube" hat unter dem Schuhe der Dunkelheit einen ungemein verwegenen, aber erfolgreichen Strcifflug nach London ausgeführt. Sie drang zum Vuckingham-Palast vor. flog durch ein Fenster hinein, nahm König Georg gefangen und brachte Seine Majestät ohne das geringste Hemmnis nach Deutschland. Ein nicht ganz vertrauensseliger Araber erkundigte sich hierauf, wie denn eine große Maschine durch ein Fenster fliegen könne. Der Befragte zeigte auf das Haus eines reichen Offiziers, das ziemlich große Fenster hatte, und saglc: „Wenn der Hauptmann, der cin gewöhn, üchcr Sterblicher ist wie wir beide, so große Fenster hat. wie gewaltige Fenster muh dann der König von England und Kaiser von Indien haben!" — (Jeanne.) In einem Feldpostbrief, den „Flensborg Avis" mitteilt, erzählt ein Kriegsteilnehmer an der West» front folgende ungewöhnliche Begebenheit: Im November stürmten wir A. und gruben uns jenseits des Ortes ein. Außer einigen alten Leuten waren alle Einwohner ge. flohen. Unsere Kompanie lag bei einem großen Baucrnho» in Stellung, be. dem sich eine kleine Höhle befindet. AIs wir die eines Tages durchsuchten, landen wir ein Mädchen von fünfzehn Jahren, die Tochter des Besitzers, die ihl väterliches Heim nicht hatte verlassen wollen. — Bald wurden wir gut Freund mit Ihr. besonders ich. der etwas französisch spricht. Sic h'.eh Jeanne, wurde aber bald Annc gerufen. Wir waren vier Nordschkswiger zusammen, und sie hi<>It sich stets zu uns, kochte und wusch für uns. Ende Dezember schoß die schwere englische Artillerie die Höhle entzlvei. Seitdem wohnte sie bei uns und dle ganze Kompanie hatte sie gerne und bewunderte ihre Tapferkeit. Al? die Franzosen einmal einen schweren Angriff machten, blieb sie die ganze Zeit im Schützengraben und half mutio beim Perbinden der Verwundeten, — Vor ein paar Tag''!' knirde indessen lcsoblcn. dc«ß st? nach N. geschickt norden solle, wo französische H'rnlisten wohnten. W»'n>.<'nd bai si,- .u.'sere Führer, nur noch einen Sannl^g Kalben zu dür> en. Das wurde erlaubt. Am Eon ttag vormittag beschoi ^nö die feindlicbe Artillerie. Plötzlich schlug em Volltreffer n unieren Uiueruano. m dem sick Iccmne oe?and. ztelner oon uus ichamle nch zu wew.en. als wir ihren Leichl'.an ius der HöNe herauil^-uen. Ietzl lchmucki ein groß. ^,lcintreuz lhr Grub. Und osi ,au,i einer traurig zum aw- deren: Arme Jeanne! — (Til, Musit be. ruisiichen Fwanytzstriiflinne.) Ein chwediicher Komponist. Wllhelm H^rfeld. hat vor einiger fahren nnl Erlaubnis de? damaligen ruisiichen-Minister ^ianoenten Swlrwm dle >lb'ricln. Ein solches Orchester vermögen die Zuhörer nie wie-5«r zu vergessen. Ein junges sechzehnjähriges Mädchen, 5 von müßt' ich dir eins mitschicken. Das gehöre sich so, meinte Frau Anna ... Ich enthalte mich jeden Urteils darüber. -^ Sie kann doch unmöglich daran gedacht ha-bcn, daß du eine mütterliche Aussicht nötig haben könntest, wenn du Eves Bild betrachtest, nicht wahr? Also da hast du nun die beiden Bilder. Ich grüße dich als dein aufrichtiger, gar nicht hinterhältiger Pöftlau. Lieber Pöplau! Du bist doch ein Filou, und es kann gar keine Nedc davon sein, daß ich etwas zurücknehme. Und wenn ich zu Weihnachten komme, kriegst du wahr und wahrhaftig einen Kuß von mir. Wie lange ist's übrigens noch bis Weihnachten? Walther. An den hochwohlgeborenen Herrn Professor Dr. Walther Schlegel, Berlin. Anbei ein Kalender. Der Wcihnachtstag ist rot angestrichen. Der sonstige Inhalt deines durch Kürze aus-gezcichnctcn Schrcibebriefcs ist mir nicht recht klar geworden, und was ich alter Kerl mit dcincn Küssen anfangen soll, weiß ich schon gar nicht. Wenn's dir recht ist, will ich das feierlich verbriefte Anrecht auf deinen Kuß zcdicrcn. Ich verspreche sogar, daß ich ohne Neid zusehen will, wenn der besagte Kuß an diejenige Persönlichkeit abgeliefert wird, der ich ihn zugedacht habe. Womit ich die Ehre habe zu sein dein Pöplau. Wallhcr hatte mit Beginn des Wintersemesters feine Vorlesungen wieder aufgenommen, und der Andrang war dazu enorm. Es war eine Frische und Freudigkeit in ihm, die sich auf seine Hörer übertrug und seinen Vo» lesungen allcs Trockene nnd Lehrhafte nahm. Da er nur über die wissenschaftlichen Ergebnisse seiner Reise las, so konnte er zum guten Teil die Ausarbeitungen für sein Werk verwenden. Drei Angenftaarc auf dem Schreibtisch sahen ihm zu: Eve zwischen Pöplm, und Frau Anna. Mitte Oktober, als die Vorlesungen ebcn begonnen hatten, traf ein Brief aus Wonneberg ein: die Einladung zur Hochzeit. Die sollte allerdings nur im aller-intimsten Kreise gefeiert werden, aber dazn gehörte er doch, und Ulrich rechne darauf, daß er tomme. Walther schrieb ab. Er sei zu sehr beschäftigt. Ulrich schrieb wieder und bedauerte seine Absage. Auch seine Braut bedauerte, daß sie nicht Gelegenheit habcn sollte, den vertrautesten Freund ihres Bräutigams kennen zu lernen. Da er nun aber doch einmal nicht komme, so müsse ebcn eine andere Gelegenheit geschaffen werden. Gleich nach der Traiumg wollten sie nach dem Süden rciscn, in Berlin abcr einen Tag Station machen. Dann müsse sich Walthcr für cin paar Stunden frei machen. Das ließ sich nun nicht umgehen, und als cr dann die Einladung aus dem „Adlon" erhielt, ging er ruhig hin, um seine Glückwünsche darzubringen. Laibacher Zeitung Nr. 45 _____________ 343____________________________________25. Fcbruar 1915« bat den Oitsborftehei um Schuh. .Sie sind doch Russe. fianle dnser. .warum sind Sie denn aus Rußland g< flüchtet?" — .Wie die Kosaken lamen. ift meine Fra vor Schreck gestorben, meine Tochter verdorben nicin Hau haben ne vcrbninnt." tlaate der sslüchtlmn. »und trohde,! hielt ich aus. Aber dann d5r!k ick t-cm einem Erlaß: ^! meine lieben Juden l Und da wußte ich: Jetzt wird's ge-wi'rlich!" Lotal- und Provinzial-Nachrichtcn. Allgemeine Ausnahme der Vorräte an Getreide und Mehl. (Diese nachstehende Darstellung beruht ebenso wie die gestrige Veröffentlichung über die Sperrmahnahmen auf amtlichen Mitteilungen der k. k. Landesregierung.) Wie aus den Veröffentlichungen in der gestrigen Nummer bereits zu entnehmen war, findet auf Grund der Kaiserlichen Verordnung, ittlt Wellher der Verkehr mit Getreide mld Mahlpruduktrn geregelt wird, als zweite vorbereitende Maßnahme für die definitive Verbrauche, regelung mit den genannten unentbehrlichen Vedarfsarti' leln eine allgemeine Vorratsaufnahme ftatt Lieser Maßnahme, welcher die allergrößte Beden-tung und Wichtigkeit zukommt, liegt die Absicht zugrunde die Menge der vorhandenen Vorräte zu konstatiere«. Tie Vorra sauwahme umfaßt zwar nur Getreide, t7^". '^""^^^' ^ ip ""wendig, '"n tatsachlw, dle gesamten Vorräte zu erfasse« und sohln ome sichere Grundlage für die definitive Negelung des Verbrauches zu licwinnen. Es muß daher an alle Kreise der Bevölkerung der drmgende Appell gerichtet werde«, nichts zu verheinüichen "der zu verschweigen; auf Verheimlichung und Ver schweiglmg sind schwere Strafen gelegt und würden uer. heimlichte oder verschwiegene Vorrate zugunftendeS Staates verfalle«. Hie Aufnahme wird sowohl in der Landeshauptstadt Laibach als auch auf dem stachen Lande durch vo der politischen Behörde erster Instanz (in Laibach vom -tadtmagistrate, außerhalb Laibachs dun der betreffenden Vczirlshauptmannschaft) abgeordnete Vertrauensmänner erfolgen. Die Vertrauensmänner haben ohne Ansehen der Person lind nach bestem Wissen und (Gewissen zu verfahren und die zu ihrer Kenntnis gelangten pnvatcn Verhältnisse oder Gefchäftsgeheinwissr der Vorratsbesitzer geheim zu halten; sie sind aber auch berech, ttgt in den Betriebs, Vorrats, und sonstigen Räumen Vesichtigungen vorzunehmen und Wirtfchafts- ,md Ge< chaftoaufzeichnungen einzusehen; es find ihnen auf Verlangen «lle erforderlichen Auskünfte zu erteile«. ^ Die Vorratsaufnahmr beginnt am '"8- Februar und muß bis zum 5. März vollendet sein. Die Vorräte werden dort aufgenommen und verzeichnet, wo sie sich befinden; wer also in verschied««« Drten, z. O. in Laibach und auf einem Landbesitze Bor rate hat, wird die in Laibach befindlichen Vorräte in Laibach, die auf dem Landsitze befindlichen Vorräte in der Gemeinde, zu welcher der Landsitz gehört, angeben nmssen. Als Stichtag für die Vorratsaufnahme ift der Wfte Februar bestimmt, d. h. es sind in jene« Wirtschaften, vauöhaltcn. Betrieben usw.. in welchen die Vorrats-aufnähme an einem späicre« T'agc vorgenommen wird, jene Menge« z« verzeichnen, welche am 2 8. Fcbruar vorhanden waren. Es wird die Vorratsaufnahme wesentlich erleichtern und beschleunigen, wenn jedermann »m 28. Februar für sich selbst feststellt, welche Vorräte an Getreide, Mehl und sonstigen Mahlprodnlten er an diesem Tage besitzt. Mengen, welche er «ach dem 28ften Februar biö zum Tage der tatsächlichen Aufnahme ver. brauch« hat. werde« de« am Tage der Aufnahme vorhandenen Mengen hinzuzuzählen few; Mengen, welche er «ach dem 28. Februar bis zum Tage der tat-'«chlichen Aufnahme etwa erworben haben sollte, wer-b" hingegen nicht zu berücksichtigen sein. Die Aufnahme der Vorräte geschieht durch die Aus» füllung eines Anmeldeblattes, welches der Vertrauens» mann mitbringen und nach dm Angaben des Vorrats-besitzers, bezw. nach Konftatienmg der Richtigkeit dieser Angaben ausfüllen wird; der Norratsbesitzer hat das Anmcldeblatt fohin zu unterfertigen, bezw. zu unterkreuzen. Derjenige, welcher am 38. Februar an allen G e-treldoartie«, Mehlsorten und sonstigen Mahlprodulten zusammen nicht mehr als 2 N Kilogramm besitzt, hat detaillierte Angaben über die einzelnen Mengen nicht zu machen; er wird ledig, lich durch Unterfertigung dieses Punktes des Amnelde-blattes dir Versicherung abgebe», nicht mehr als 20 Kilogramm am 28. Februar zu besitzen, bczw. besessen zu haben; doch bleibt er für die Richtigkeit dieser Angabe bei sonstiger strenger Bestrafung haftbar. Diese Allsnahmsbestimmung ift jedoch nicht etwa dahin aufzufasse«, als ob nur jene Mengen anzugebcn wäre«, welche 3N Kilogramm überschreiten; es hat vielmehr derjenige, welcher z. B. 2l Kilogramm an allen Getreideartcn und Mchlsortcn zusammmcn besitzt, diese Mengen detailliert anzugeben. Außerdem wvrd jedermann anzugeben haben, wie viele Personen er in seinem Haushalte (Wirtschaft) zu verköstigen hat. Wer mehr als 20 Kilogramm an allen Getreidcarten. Mehlsorten und sonstigen Mahlprodulten zusammen besitzt, wird diese Mengen nach den Anweisungen des An-mcldeblattcs detailliert anzugebcn haben, und zwar abgesondert nach den Getreidearten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Altmais, Neumais, dann nach den Mehl» forte«, bezw. Mehlprodutten Weizenmehl, Roggcnmehl, Gerftenmehl, Hafermehl, Maismehl und »Grieß. Weizengrieß und Nollgerste. Die Angabe der einzelnen Mengn: hat ausnahmslos in Kilogramm zu erfolge», da bei Anführung verschiedener Maße und Gewichte eine ein» heitliche Zusammenfassung der Ergebnisse der Vurrats-aufnahmc unmöglich ist; es darf daher die Verzeichnung der Mengen z. B. nach Liter, Mcrling usw. ebensowenig erfolgen wie nach Meterzentnern; nach Hohlmaßen oder nach anderen Gewichtseinheiten als Kilogrannnen gemachte Aunabeu werden daher vor deren Eintragung in das Anmeldeblatt in Kilogramm umzurechnen sein.. Das Saatgut darf vm, der nicht abgezogen werden, sondern ift in dasselbe einzurechnen; doch wird in einer besonderen Rubril des Anmeldeblattes anzugeben sein, wie viel vo« den in der vorhergehenden Rubrik ausgewiesenen Vorräten an Getreide Saatgut ist, und zwar getrennt für die eigenen Felder und als zum Vrelaufe bestimmt. Nichts liegt den Behörden ferner, als die Verwendung des Saatgutes fiu- die Aussaat einschränken zu wollen, vielmehr soll auch bei dieser Gelegenheit betont werde«, welch großer Wert insbesondere im heurigen Frühjahre auf eine reichliche Aussaat an Getreide gelegt wird. Pferdebesitzcr werden übrigens anzugeben haben, wie viele Pferde sie aus den angegebenen Hafervorräten zu füttern haben. Aus der vorstehenden Slizzierung der bei der Ho» ratsaufuahmc zu machenden Angaben ift ersichtlich, daß eö den einzelnen Wirtschaftsbcsitzern, Haushaltungsvor-ftänden u«d sonstige« anmeldepflichtigen Personen durchaus nicht schwer sein lann, dem bei ihnen erscheinenden VertrauenSmanue die behufs Verzeichnung der vorhandenen Vorräte erforderlichen Angaben zu machen; er» forderlich sind nur guter Wille und Gewissenhaftigkeit, und diese Eigenschaften müssen angesichts des Zweckes der im Interesse der Allgemeinheit erfolgenden Vorrats-aufnahmrn bei jedcmulnn vorausgesetzt werden. Bäcker und Zuckerbäcker, dann alle jene. welch« gewerbsmäßig Mehl und Mahlproduete a» Dritte abgeben (also Müller. Mrhlhändler. Konsumentenvereinignngen, Gemischtwarcnhändler u. dgl.) werden ulndies anzu» geben haben, wie viel sie m der Zelt vom l. bis einschließlich 15. Februar 1915 an Mahlprodutten verbacken, bezw. verlauft haben. Auch diesen Gewerbe» treibenden und Vereinigungen wird es sicherlich nicht schwer fallen, auf Grund ihrer Geschäftsaufzeichnuugen nfw. dir nötigen Angabe« zu «achen. Wie bereits erwähnt, beginnt die Vorratsaufnahme im ganzen Lande am 28. Februar l. I. mrd muß die« selbe bis zum 5. März l. I. durchgeführt sein. Ir rascher und glatter die Aufnahme der Vorräte an Getreide, Mehl »>nd sonstigen Mahlprudultcn vor sich gehen wird, um so eher wird die allgemeine Berbrauchsregelung hinsichtlich dieser unentbehrliche,! Bedarfsartikel erfolgen tonnen, deren Grundzüge in der Kaiserlichen Verordnung bereits festgelegt sind und deren Endziel eö ist, die gesamte Bevölkerung bis zur nächsten Ernte mit Brotfrüchte« zu ver« sorgen. Jedermann muß nach seiurn bestcu Kräften mithelfen, wo es sich um so große Interessen dcr Allgemeinheit handelt. ->- (Nichtigftellung.» Im Texte der gestern publizier» ten Kaiserlichen Verordnung, betreffend den Pcclcyr mit Getreide und Mahlprodulten, befindet sich im deutschen Text im § 3, Pimlt 6, ein Druckfehler. Vtatt „P ferde-händler" hat cs richtig „P fc r d eh äl te r" zn heißen. - (K. t. Gesellschaft vom Weißen Kreuze.) Den Vcnmhungcn der Gcs.'llschaft ist cs gelungen, eine große Anzahl Frciftlätzc oder doch bedeutend ermäßigte Plätze für im Kriege erkrankte und erholungsbedürftige Offiziere und Gleichgestellte in den verschiedensten Kurorten, Sanatorien und Sommerfrischen zu erwerben. Ein Ver-zeichnis dieser Plätze, dic schon die Zahl 1000 übersteigen, wird tion der Gesellschaft demnächst herausgegeben werden. Die Auskunstsstelle in Wien, l., Äräuncrstrahe Nr. .,, erfreut sich des lebhaftesten Zuspruches dcr Hcrrm Offiziere und es werden dortselbst täglich eine große Anzahl Auskünfte schriftlich und mündlich erteilt. — Die Sammelstelle der Gesellschaft vom Weißen Kreuze für die Witwen und Waisen der auf dem Schlachtfeld«: go-fallenen Soldaten hat nenerlich den Vctrag von 2185 /5 an das Kriegs Ministerium abgeführt^ das ist zusammen mit den früheren vier Sammelergebnissen ein Betrag von A0.N96 X, der bei der Gesellschaft für diesen edlen Zweck einlangte. — (Der Vesuch des Landrsmuseums.) Wir werden um Veröffentlichung folgender Zuschrift ersucht: Seit Ausbruch des Krieges sind die Pforten unseres schönen Landesmuseums für das Publikum geschlossen. Diese Verfügung wird in den Kreisen zahlreicher Freunde der heimischen Geschichte schmerzlich empfunden, da das üandesmusemn doch die einzige Stätte im Lande ist, an dcr so mancher Besucher Stunden eines wahren Genusses und voller Befriedigung findet, und gerade in der gegenwärtigen Zeit macht sich der Mangel jedweder geistiger Anregung recht fühlbar. Daher sei im Interesse der Allgemeinheit an die maßgebenden Faktoren die Bitte gerichtet, die Sammlungen des Landesmuseums für dm allgemeinen Vesuch ehestens wieder zugängig zu machen. Wenn es schon ans technischen Gründen nicht möglich sein sollte, den Eintritt wie früher jeden Sonntag zu gestatten, so möge, man zumindest einen Sonntag im Monate hiczu bestimmen und das Publikum durch die Tagesblätter darauf rechtzeitig aufmerksam machen. Auf den Dank der zahlreichen Besucher kann die Mnscums-leiwng rechnen. ,., , — <««m Voltsschulbienlle.) D?? l. t. Landesschulrcn für Kram Hut die absolvierte Lehramtstandidatm Loop?! <^n« Mera 1a zur unentgeltlichen Schulpraxis an der iechsklassigen Volksschule in Viofte bei Laibach zugelassei,. - Der l. l, Bezirksschulrat in Gottschee hat die Lehrern: Olga Ionke mit der imerimistischen Leitung der Mä> chenvolksichule tn Gottschee betraut. — Der k. k. Stadtschul, cat in Laibach hat den provisorischen Lehrer an der Iwei-lrn städtischen Knabenvollsschule in Lcnbach Josef Iersc 2n Stelle des zur Landsturmdienstleistung eingerückten Leders Maximilian Vajc zum Supvlenten an der Pri> mtes sowie der Gaftwirtegenossenschaften in Ailing und Geldes verlesen. Das Protokoll der 'ehten Hauptverfamm. .ung wurde ohne Widerrede genehmigt. Sodann erstatt tete Herr Pintar den Tätigkeitsbericht, der vor allem betonte, daß infolge der Kriegsereignisse die auf der let^. len Hauptversammlung gefaßten Beschlüsse Zurückgestellt bätt^n werden müssen; namentlich gelte dies für die e strengen Maßnahmen, strenge gchandhabt, zum Thiele sührcn und dc» Anschlag unserer Feinde, uns ebenso wie das verbündete Deutsche Reich auszuhungern, zu schandeu machen wer ' den. Das „Frcmdcnblatt" schreibt: Die Regierung war bei ihren Maßnahmen Zur Sichcrstellung der Volkser-nährunss offensichtlich darauf bedacht, den eigenartigen Verhältnissen in Ofterreich möglichst gerecht zu werden. Gerade diese Nüclsichinahme anf alle berechtigten Interessen läßt erwarten, daß die getroffene Maßnahme auch einen vollen Ersolg haben wird. In bewunderungswür- diger Weise hat sich unsere Volkswirtschaft deu durch den Krieg geschaffenen Verhältnissen angepaßt und in der Monarchie vor allem hat dcr Gang der Dinge manche Vorhersage gründlich desavouiert. Die Schulen im Dienste der Landwirtschaft. Wien, 24. Februar. Auf Grund einer Verfügung des Unterrichtsministeriums werden überall aiif dem Lande, wo sich ein Mangel an landwirtschaftlichen Arbeitern beim Frühjahrsanbauc und bei sonstigen Arbeiten geltend macht, die Schulen angewiesen, sich voll und ganz in den Dienst dcr Landwirtschaft zu stellen. Namentlich werden, um den Schulkindern die Betätigung bei landwirtschaftlichen Arbeiten in jeder Hinsicht zu erleichtern, ihnen nicht nur die notwendigen Befreiungen vom Schulbesuche gewährt und eventuell auch Einschränkungen des Unterrichtsbetrie-beS für die Dauer des Bedarfes eingeführt werden, sondern es wird auch, wo eS unbedingt geboten sein sollte, die Möglichkeit einer vorzeitigen Schließung der Schulen gegeben sein. Ein künstlerischer Wettbewerb für Kriegsdenkmäler. Wien, 24. Februar. Von der Erwägung ausgehend, dah es eine Herzenssache der ganzen Bevölkerung in allen Gauen unseres Vaterlandes sein wird, den Männern, die ! in gelvaltigcm Ringen um des Vaterlandes Existenz und ! Ehre ihr Leben hingegeben haben, als weihevolles Zeichen pietätvoller Erinnerung uud Dankbarkeit zu den kommenden Geschlechtern sprechende Denkmäler zu errichten, dah cs nicht verfrüht fei, lvcnn Staat und Öffentlichkeit sich schon jetzt mit dieser Aufgabe befassen, hat das Unterrichtsministerium, wie aus einer in dcr morgigen „Wiener Zei-lung" zur Veröffentlichung gelangenden Kundgebung hervorgeht, einen künstlerischen Wettbelverb für Denkmäler für die im gegenwärtigen Fcldzuge gefallenen Krieger zur Ausschreibung gebracht. Der Wettbewerb ist auf öfter, reichische Künstler beschränkt. Dem Wettbewcrbpreisaericht, als lvelches die stilndigc Kunstlommission (Sektion für bildende Kunst) des Unterrichtsministeriums fungiert, stehen je zlvei Preise von 15.0W, 8000. 6000 und 4000 Kronen zur Verfügung. Als Frist für die Einreichung von Entwürfen ist die Zeit vom 20. bis 30. September l. I. fest. gesetzt. Verlegung des Kassatagcs für Devisen. Wien, 24. Februar. Der auf den 3. März angesetzte Kassetag für Devisen wurde auf deu U. April verlegt. Die Konskription der Vlchlvorrätc in Unganu Budapest, 24. Februar. (Ungar-Bureau.) Die Konskription der Mchloorrätc wird in Budapest am 28. Fe- bruar beginnen. Die an die einzelnen Parteien übermittelten Bogen muffen innerhalb dreier Tage genau ausgefüllt werdcu. Die Angabc falscher Daten wird mit Arrest bis zu zwei Monaten und Geldstrafen bis zu 600 Kronen geahndet. Zollsuspendierungen in Ungarn. Budapest, 24. Februar. Das Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung des Ministeriums, betref" fend die Suspeudieruug des Zolles auf ungeschälten und geschälten Reis, auf Vruchreis, sowie auf Schweineschmalz, Fett, Speck uud Gänseschmalz. Deutsches Reich Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 24. Februar. Meldung des Wolff-Vuieaus. Großes Hauptquartier, 24. Februar. Westlicher Kriegsschauplatz: In der (legend von Pcrthes (in der Cham» pngne) griffen die Franzosen gestern nachmittags mit zwei Infanteriedivisionen an. Es kam an mehrere« Stellen zu erbitterten Nahtämpfcn, die sämtlich zu unseren (dunsten entschieden worden sind. Der Feind wurde unter schweren Verlusten in seine Stellungen zurückgeworfen. In den Vogesen machten unsere Angriffe gegen Sulzern und Ampfcrsbach (westlich Stoßweier) Fortschritte. In den Gefechten dcr letzten Tage machten wir 500 Gefangene. Sonst nichts Wesentliches. - Ostlicher Kriegsschauplatz: Ein erneuter feindlicher Vorstoß aus Grodno wurde nmhelos abgewiesen. Südöstlich Augustow gelang es gestern den Nüssen, an zwei Stellen über den Vobr vorzukommen. Bei Sztabin ist der (Gegner wieder zurück» geworfen; in» der Gegend von Krasm,bor ist der Kampf noch im Gange. Vei PrzasnUsz fielen 1200 Gefangene und zwei Geschütze in unsere Hand. Ostlich Slierniewice wurde ein russischer Nachtangriff abgeschlagen. Oberste Heeresleitung. Vern, 24. Februar. Zur Kriegslage schreibt der „Bund" unter anderem: Gestern hat die amtliche deutsche Meldung das Siegel unter die Vernichtung der russischen Narew-Arm.ee gesetzt, Auch wer sehr sparsam umgeht mit den Verrissen Sieg uud Niederlage, muß hier von eiuem ncueu klassischen Siege Hindcuburgs sprechen; diesmal nicht in stehender Schlacht oder in einem großen Ncwcgungskamftfe, sondern durch noch vollkommenere Mittel reiner Manövriertunst errungen. Die russischen Melduua.cn bestätigen durch das, was sie sagen und was sie verschweigen, die deutsche Meldung. Die russischen Heereskräfte sind also bleibend um etwa 250.000 Mann geschwächt. Das gesamte unersetzliche Material der ganzen Armee ist verloren. Den Einfluß auf die strategische Laibachcr Zcituna Nr. 45 .^45 25. Februar 1915 Gesamtlagc nuih die Entwicklung lehren. Hindcuburg aber gehört zu den seltenen szenialen Feldherren, die schöpferisch veranlasst sind und Strategie im Großen zu gestalten und sic methodisch in den Dienst selbst herrlicher Kriegskunst zu stellen wissen. Königsberg, 24. Februar. Vom Landeshauptmann dec Provinz Ostpreußen als Staatskommissär für Flücht-linyswesnl wird mitgeteilt, daß nun auch die Kreise Sensburg und Inst^rburg, die Stadt und das Land um Haydetrug allgemein für die Rückkehr freigegeben sind. Auszeichnung des Führers des ersten Armeekorps. Berlin, 24. Februar. Der „Reichsanzciger" meldet: Der Kaiser hat dem Führer des ersten Armeekorps, Generalleutnant Kosch, txn Orden Pour le merite verliehen. Die zweite Kriegsanlcihc. Berlin, 24. Februar. Die zweite deutsche Kriegs. anleihe wird vom 27. Februar bis 19. März zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Sie besteht ebenso wie die erste aus öligen Schuldverschreibungen des Reiches und beigen Rrichsschatzanweisungcu. Die Reichsanleihe wird ohne Begrenzung ausgegeben. Es lönnen alle Zeichner auf volle Zuteilung der gezeich, neten Beträge rechnen. Die Schweiz. «in Schweizer Blati über Englands Politik. Basel, ^. Februar. Der „Baseler Anzeiger" brinat ""^k"^^ "ber Englands Politik. ^ ^ z3i« zunächst den Ausspruch Churchills von kn sinnen Ku ^ 7 Feingefühl zeige'n^ ^^Uch ^' a^a F^^''^^ ''' "fische Politik eventuell aus-wu^ ^ ^ ^ ^^' "ls Kriegsmaterial einsetzen ^^ ^!^ ^' '" """ '"'"g honorigen Weise geschehen wurde, wie es jetzt nach und nach aufgedeckt wird wnntc man selbst »on Churchill nicht erloartcn. Das Mai: weift darauf htn, daß d,c maßgebenden russischen Kreise und die Presse, die den Krieg betrieben haben, von eng. «scher, wahrscheinlich auch von französischer Seite Geld. nnttel erhalten habcn. Es beleuchtet fcrner dcn Fall Case, ment. der die Richtigtcit der Meldung dcr „Kölnischen Zeitung" von dem Acstechungsvcrsuch a-n de,n ikapilän eincs holländischen Schifft's kider nicht ausgeschlossen er. scheinen lafse. Schließlich erwähnt dci „Basier Anzeiger" die widerwärtige Wirkung der silbernen Kugeln in den Kolonien, indem er den Bericht eincs Missionärs einer Vaptiftenmissiou zitiert, und fordert zum Studium der Inseratenteile der englischen Vläncr uuf. iudem er das Beispiel eines Darlehenssuchcrs anführt, der als Genen« Icistung die Tötung von acht Deutschen anbietet. Der Ar-tilcl schließt: Wir sind neutral, aber angesichts dieser Erscheinungen kann man nichts anderes sagen, als: Es ist empörend, daß so etwas vorkommt, daß eine Zeitung, wie 5ic ..Times" so etwas aufnimmt, aber auch hier gilt das Wort: Vöse Beispiele verderben gute Sitten, ganz besonders, wenn dic bösen Beispiele von oben gegeben werden. Dn> Freunde des englischen Volles aber können diese Ent-wictlung m einem Lande, das früher durch sein ständiges Emtreten für Air Play berühmt war. nur aus tiefster Seele bedauern. England wendet Prinzipien an. die Warren Hastings in Indien vielleicht anwenden könnt?. Das wird sich gegeniiber den zivilisierten Vollern rächen. Die schweizerische Seeversicheruugsgebühr für Transporte nach England. Vern, 23. Februar. Nach einem Zirkular der Acessagerie Anglo-Smsse ist die Seeversicherungs-gebichr sur Transporte nach England neuerlich erhöht worden und beträgt nunmehr 2V« Prozent vom versicherten Betrage, wenn die Sendungen auf englischen "der französischen Schiffen spediert werden. Dazu lommen noch I V2 Prozent Zuschlug für die Beförderung auf der Landslrecke, sowie die erhöhten Pust-, be-zlehungsweisc Eisenbahngcbühren. Hiemit erreichen 'k VersicherlmgsgMhrcn „^H Großbritannien die gleiche Höhe wie nach Nordamerika. Der Seekrieg. Die Wrackstülte des versenkten englischen Truppewrans« Portschiffcs. , Nerlin, 24. Februar. Die „N. Z. a. M." meldet ^ Hamblnn- Der norwegische Dampfer „Orla" mel-0«, dnß er im englischen Kanal Wrackstiicke und Uni-soninnuhen treiben sah, die wahrscheinlich, wie dcm ..Vümburyer Fremdcnblatt" aus Rotterdam gemeldet ^c^"? °eni versenkten englischen Trupftentransport-.n?/^ st""U"5". Auch der von Hull hier einczetroffene N'^" Dn,'"Nr „Ierveaux Abby" sah zahlreiche Wracl^ 3,^«!" ^'^'^ Kleidungsstücke sowie viele Minen, "ach Angabe der Besatzung herrscht unter der Bevölkerung von Hull große Aufregung Angriff eines deutschen Unterseebootes auf ein englisches Postboot. — Tchiffahrtcinschrankunn.cn. London. 24. Februar. Die Admiralität meldet: Das Postboot von Folkestone nach Boulogne ist gestern abends durch ein Unterseeboot angegriffen wurden, bald nachdem das Postboot den Hafen von Boulogne verlassen hatte. Das Torpedo ging in einem Abstände von 30 Yards am Vordersteven des Schiffes vorbei. 92 Passagiere des Schiffes waren Zivilisten, darunter auch Angehörige neutraler Staaten. Die Ad« miralität kündigt Beschränkungen für die Schiffahrt sowohl in der nördlichen als auch in der südlichen Einfahrt der Irischen See an. Ein norwegischer Kohlendampf« durch eine englische Mine verunglückt. i Dünlirchen, 24. Februar. Meldung der .Agence Ha das". Ter norwegische Kohlendampfer .Reyin" vernn: auf der Fahrt von Thne nach Bordeaux auf der Höhe von T ovcl gc^rn früh zwnchcn ü und '< Uhr. Die Mannichcm wurde geretnt. Der T<:mpfcc versant bmnen 10 Minmer. Lhristiania, 24. Februar. Das norwegische General' konsulat in London telegraphierte am 23. d. M. an das Ministerium des Äußern: Das Dampfschift «Regin" aus Christiania wurde heute früh in Downs in die Luft ge. sprengt. Die Vesahung war an Vord eines englischen Kriegsschiffes gegangen und wurde heute in Dover gelandet und nach London weitergeschickt. Das Ministerium des Äußern ersuchte telegratthisch die Gesandtschaft um Abhaltung einer seegerichtlichen Verhandlung. Hiezu be. merlt das Wolff-Bureau: Die Lage der Unfallstätte läßt auf eine englische Mine schließen. Auf eine Mine gestoßen oder torpediert? London, 24. Februar. (Neuter-Bureau.) Der Dampfer „Branksone", der sich auf der Fahrt von Ncwhaven nach Cardiff befand, ist gestern nachmittags südöstlich Veachy Head auf eine Mine gestoßen oder von einem Torpedo getroffen worden. 18 Mann der Besatzung erreichten das Land, während der Kapitän und ein Matrose sich noch an Vord eincs Bootes bei dcm stark beschädigten Schiff befinden. An derselben Stelle befindet sich ein größerer Dampfer in Seenot. Scharfe Schüsse. London, 24. Februar. Nach einer Meldung der Western Daily Mercury sichtete der Dampfer „Maloja" der Pardo-Linie, der am 20. d. mit über 400 Fahr-gasten aus Australien in Plymouth ankam, bei der Einfahrt in den Kanal ein bewaffnetes Hilfsschiff, leistete aber, da dessen Flagge infolge der großen Entfernung nicht erkennbar war, dem Nufe, anzuhalten, nicht Folge. Die vom Hilfskreuzer abgegebenen fcharfen Schüsse trafen das Schiff nicht. Zum Untergänge des Dampfers „Evelyn". Washington, 24. Febrnar. (Neuterbureau.) Präsident Wiljon betrachtet den Verlust des Dampfers „Evelyn" als einen unglücklichen Zufall. Wilson erklärte gestern Besuchern gegenüber, daß er einen nichtamtlichen Bericht erhalten habe, wonach der Kapitän der „Enelyn" einen nicht ungefährlichen Kurs steuerte. Die Min^uzone, in der das Schiff unterging, wurde dem Kapitän bezeichnet. DiV' Angclrgrnheit wurde in der Sitzung des Kabinettes besprochen. Man glaubt zn wissen, daß keine Schritt' erfolgen werden, bis man weitere Einzelheiten erfahVen habcn wird. Die Negierung erblickt in dem Vorgange nichts, was internationale Verwicklungen verursachen tonnte. Die englische Kricgsrisitopriimle. Kopenhagen, 24. Februar. „Vcrlinaske Tidende" meldet aus London: Lloyds erhöhen die Krieasrisiko-fträmie für fast alle Routen von 25 auf 50 Prozent. Das Neaienmas-Kricasrisikokontor behält den offiziellen Satz von 21 Schilling für 100 Guineen bei. Veranstaltungen gegen treibende Minen. Kopenhagen, 24. Februar. Wie das Ministerium des Äußern mitteilt, trat dn> dänische Regierung anf der Konferenz in Christiania dein ausgearbeiteten Vorschlage betreffend die gemeinsamen nordischen Veranstaltungen gegen treibende Minen bei. Bevorstehende Wiederaufnahme des englisch-holländischen Postdicnftcs. Amsterdam, 24. Februar. „Tclcaraaf" erfährt aus amtlicher Londoner Quelle, daß der Postdicnst nach Holland wieder aufgenommen werden soll. Ein türkisches i.'agcr von französischen und englischen Kriegsschiffen ucschoff.n. London, 24. Februar. Das Ncutcr-Vilreau erfährt ans Athen, daß laut Meldungen ans Tcnedos fran- zösische nnd englische Kriegsschiffe am 17. d. M. ein türkisches Lager an der Küste gegenüber Tenedos beschossen, die Türken aber das Feuer mit Erfolg erwiderten. Die Achtung der Gefühle der Muselmanen durch die Engländer. ikonftantinopel, 23. Februar. Die „Agence tülögra- fthiaue Milli" erfährt aus sicherer Quelle, dah die Engländer die Namen der von ihnen beschlagnahmten Dreadnoughts „Rcschadie" und „Osmanje" in „Agincouit" und „Erin" geändert habcn. Diese Schiffe wurden den vor den Dardanellen befindlichen Seestreitkräften zugewiesen und haben an dein Bombardement vom 19. Februar teilgenommen. Diese Tatsache ist ein bezeichnendes Dementi der von den Engländein der muselmanischen Welt gegebenen Versicherungen, daß sie ihre Gefühl« achten werden. Frankreich. <^ie landwirtschaftlichen Anstrengungen Frankreichs nach sechs Kriegsmonaten". Paris, 24. Februar. „Echo be Paris" meldet: Acker, toumimster, Dauid gibt ein Buch. betitelt »Die landwir/t-lchaftlichen Anstrengungen Frankreichs nach sechs Kriegs» numaten" heraus, das Angaben über die Mahnahmen, cn die französische Verwaltung getroffen hat, um die landwirtschaftlichen Reichtümer Frankreichs zu sichern sowie über den Zustand enthalten, in dem sich die Reichtümer nach sechs Kriegsmoncrten befinden. Die Feststellungen oeS Ministers über den Getreide» und Viehreichtum se«n uherordentlich deruhiaend, wenn man die furchtbare Prü« Ama betrachte, der Snnilretch ausgesetzt gewesen fei. Die t'i,ü!i'l""ltcs n, ^m» gapore wurden ti englische offizierc und Soldaten' ge.öt.'t. . U'.tcwfftz «e und Soldaten verwundet. Außcrdem wmden 14 engl.M Laibachcr Zeitimg Nr. 45____________________________346____________________________25. Februar 191b Zivilisten, darunter eine Frau, getötet. Die Meuterei wurde unterdrückt. Nnßland Nie Verfolgung der Mitglieder des Deutschen Flotten-vercines. Moslau, 23. Februar. „Nnhkoje Slovo" meldet: In Vioslau sind 71 Qeute freigelassen worden, die als Mitglieder des Flottenvereines inhaftiert worden lvaren. Auch in Vologda und Viatla sind ^rcilassnnssen erfolgt, ebenso in Riga. Kopenhagen, 24. Februar. Die „Rigasche Rundschau" vom 16. d. M. berichtet über die Niederschlagung der Flot-tenvcr^wsprozesse folgendes: Die aus der Haft befreiten russischen Untertanen bleiben in Riga und ihnen gegenüber wird die Sache nicht weiter verfolgt werden. Den deutschen Untertanen über -45 Jahren soll das Recht mif die Abreise nach dem Auslande zugestanden werden. Dagegen lverden die Herren, die im wehrpflichtigen Alter stehen, als kriegsgcfangen angesehen und ins innere Gouvernement verbannt werden. Nach Tobolsk ist die Verfügung ergangen, die dort befindlichen Mitglieder des Flottenvereines freizulassen. Der Petersburger „Rjeä" wird unter dem 17. d. Vl. aus Kiel) telegraphiert, daß dort acht in Haft gehaltene frühere Mitglieder des Deutschen Flottenbereincs auf höheren Befehl entlassen worden seien. — Andere Meldungen berichten jedoch von neuen Verhaftungen und Verurteilungen, so das; der Eindruck entsteht, als ob kein einheitliches Verfahren beobachtet würde. Die Schwierigkeiten der russischen Anleihe. Magdeburg, 24. Februar. Die „Magdeburgische Hei. tung" meldet aus Brüssel: Die neueste von der Vanl von England aufgelegte russische Schahauleihe von 250 Mil« liolten Franken wurde trotz der hohen Verzinsung (mi: Berücksichtigung des Emisficnskurses zu 10 b. H.) nur zur Hälfte vom Publikum gezahlt. Den Rest muß wieder die Bank von England übernehmen. Die Türkei Gegen französische und englische Falschmeldungen. Konftantinopel, 24. Februar. Die „Agence tölsgraphi» oue Milli" meldet: Der „Temps" veröffentlicht einen am 9. Februar auS Athen ihm zugekommenen Vrief, wonach in Konftantinopel Brotmangel herrsche. Demgegenüber sei festncstellt. dah in Konstantinopel ein Oka Vrot 30 Centimes lostet und dah in Anatolien große Mengen Getreide lagern. Diese phantastische Behauptung ist wieder einmal ein Beweis für dte Iuvcrläßlichteit der Meldungen unserer Feinde. Dieselbe Agentur veröffentlicht folgende Feststellung: Das englische Kommuniqus über das Bombardement der Dardanellenforts berichtet, daß das am Eingänge der Meerenge befindliche Fort zum Schweigen gebracht worden sei und datz man am Tage dä-rauf das Vombardement fortgesetzt hätte, ohne daß auch nur eines der Schiffe beschädigt worden wäre. Dieses Kommunique fügt nur eine, neue Lüge den bereits früher von englischen und französischen Kommuniques verbreiteten fal-schen Meldungen hinzu. DaS Hauptquartier ermächtig: uns neuerlich, zu erklären, das; am 19. Februar die feind» lichen Schiffe gerade von diesen: Fort. das sie nach ihrer eigenen Behauptung zum Schlvcigen gebracht haben wollen, angegriffen und zum Teile beschädigt wurden und daß nach dem eben genannten Tage eine Beschießung nicht mehr stattgefunden hat. Ein'es der drei durch unser Feuer havarierten Schisse ist vermutlich das Ndmiralschiff geweseil, ein zweites beschädigtes Schiff gehörte dem Typ «Queen Mary" an. Der Stamm Hamawend auf dem Kriegsschauplatze. Kunftantinopch 24. Februar. Etwa 1000 Reiter des kriegerischen Stammes Hamawend, der sich in der letzten Zeit zu wiederhotten Malen gegen die Türkei aufgelchnt hat. sind nach dem Kriegsschauplätze abgegangen. Persien. Änderung im Kabinette, »v«p«mtlnope,, 26. Februar. Räch hier gestern aus Teheran eingelangten Nachrichten ist die erwartete Ände. rung in der Zusammensetzung des Kabinettes durch den Emtriti des ehemaligen Ministerpräsidenten Ained Daule als Minister des Innern und Mugbir eö Sultane al» Iu. itigmuvifter in das Kabinett vollzogen worden. DaS neue Ministerium ist homogener, nationaler und besser geeig. net. je,« Entschlüsse zu fassen, die die gegenwärtige Lag« erheischt, um den englisch-russischen Intriaen em Endc zu bereiten^ Ain «d Dauleh ist ein Gegner der russen-freundlichen Partei und war seinerzeit auf Betreiben Rutz lands von seinem Posten entfernt worden. Vtugbir etz Sultane hat in Deutschland studiert und sich als G«n«. ralaouverneur von Farfiftan auösezeichnet. Konstantinspel, 23. Februar. Die hiesige persische Voi> schaft hat aus Teheran ein amtliches Telegramm erhalten worin die gemeldete Änderung in der Zusammensetzung des Kabinetts bestätigt wird, die um so bedeutungsvoller sei, als auch in dor Besehung des Ministeriums det Äußern eine Änderung eingetreten ist. Dieses Portefeuille wurde dem früheren Minister des Äußern Muawin Dan lch, der wegen seiner russenfeindlicken Gesinnung bekannt ist, anvertraut. Der Kabinettswechsel ist hier mit lebhanc? Genugtuung aufgenommen worden. China. Die Forderungen Japans. London, 24. Februar. Das ReuterVurcau gibt eine Meldung der ..Associated Preß" aus Peking vom 19. d. wieder, worin es heißt: Wenn die Mitteilungen vermutlich gut unterrichteter chinesischer und ausländischer Quel. len sich bestätigen, hat Japan den ihm befreundeten Mäch» ten einige seiner aN China gerichteten Forderungen verschwiegen. So verlangte Japan, daß bei etwaiger Ernen» nung von Ausländern zu Beratern der Polizei», der Mi° litär- und der Finanzverwaltung Javaner bevorzugt wer» den, daß von Chinas künftigem Bedarf an Waffen und Munition die Hälfte in Japan l^schafft oder aber ein Arsenal mit japanischem Vetriebsmaterial unter japani» scher Leitung errichtet werde. Ferner verlangt Japan von China dieselben Vorrechte wie andere Nationen zur Ein. richtung von Missionen und zum Bau von Schulen und Kulturstätten, zur Förderung de8 Buddhismus; weiter verlangt Japan, daß Kon-cssicncn für Eisenbahnen, Berg. bau und Errichtung von DoclZ künftig nur noch an Ja» pane'-, an andere Ausländer hingegen nur mit Japans ausdrücklicher Genehmigung, verliehen werde::. Nie ver» lautet, machte China drei Gegenvorschläge hinsichtlich der Konzessionen in der Mandschurei, Mongole! und in Ehan» tung. GZ erklärte sich auch bereit zu der öffentlichen Er. tlärung, niemals einen Hafen oder eine Insel an cine andere Macht abtreten zu wollen, weigerte sich jedoch, der japanischen Regierung Bürgschaften dafür zu geben. London, 24. Februar. Die „Times" melden crus P?. ling vom 21. Februar: Nachdem auf dte Mitterlungei, der chinesischen Regierung vom 18. Februar cm den japa» nischen Gesandten, daß sie bereit sei, über zwölf Punkfc der japanischen Forderungen zu verhandeln, Instruktion^, aus Tokio einliefen, teilte der Mpamsche Gesandte ocw Minister des Äußern am 20. Februar mit, Japan bestehe >mf Verhandlungen über alle Forderungen. Präsiden ?wanschiktai ist jedoch entschlossen, über diejenigen For-^lnlmgen. die Chinas Souveränität und sein Nccht, m;: anderen Mächten Verträge abzuschließen, beeinträchtigen, nicht zu verhandeln Uach Schluß de« ßlattes eingelangt. London, 24. Februar. Das Neutcr-Vureau meldet auö Romagatc: Das Schiffsboot „Grazia" landete vici> zehn Mann von der Bemannung des Dampfers „Otlay", der gestern nachmittags südöstlich von Rye torpediert worden war. Der erste Ingenieur sagte aus, er habe das Periskop eines Unterseebootes gesehen. Der Rest der Mann-schaft ist in Dover gelandet worden. Die „Oklah" versank nwraens auf der Höhe von Folkestone. Washington, 2l. Februar. (Reuter-Meldung.) Der amerikanische Dampfer „Carib" stieß vor der deutschen Küste auf eine Mine nnd sank. Er hatte 4600 Ballen Baumwolle an Bord. Paris, 24. Februar. Der „Temps" meldet: Der Minensucher «Marie" ftietz Samstag im Osthafen von Dün-kirchcn auf eine treibende Mine und sank sofort. Vier Mann der Besatzung sind ertrunken. Mehrcrc, darunter der Kapitän, wurden schwer verletzt. London, 24. Februar. Die Admiralität teiilt mit, daß der Hilfskreuzer „Clanmoncmghtcn" seit 23. Fe-bruar vermißt wird. Man befürchtet, daß er im Sturme verloren gegangen sei. Trümmer des Schiffes wurden aufgefunden. Theater, Kunst und Literatur. — Meines Theater.) Nach vielen Hindernissen ist es gelungen, in Laibach ein flovenisches Theateruntcr-nchmen zuftcmdczubringcn, das unter der Bezeichnung „Malo gledali^e" (Kleines Theater) heute abends um halb 8 Uhr im großen Saale des Mestni dom" seine Tätigkeit aufnehmen wird. Hiezu mußte eine ganz neue Bühne samt neuen Dekorationen beschafft weiden, zu welchen, Zwecke u. a. die Städtische Sparkasse in Lai-bach, sodann ein „ungenannt sein wollender Fueund der Schauspieler" und Herr Arko in Agram größere Beträge beisteuerten, die beiden Letztgenannten je 100 X, während das Agramer Nationaltheatcr einen Teil der Kostüme leihweise zur Verfügung stellte. Wanz hervorragende Verdienste hat sich um das Zustandekommen der neuen Vühne auch Herr Handelskammerrat Per dan erworben. Das Kleine Theater wird Mit dem dretattlgen Lust- spiele „Sturmidyll" von'Stark und Grünbaum, das aus zahlreichen Bühnen einen großen Erfolg davontrug, eröffnet werden: die Spielleitung liegt in den Händen des Herrn Danilo. Samstag den 27. d. M. wird das Lustspiel zum Besten des Roten Kreuzes wiederholt wer-den; am Sonntag aucnos gelangt es als Volksvorftellunss zu ermäßigten Preisen zum drittenmale zur Auf' fühning. Überhaupt sind die Eintrittspreise sehr mäßiss gehalten. 3ln den Vorstellungen wirkt eine Abteilung der bestandenen „Slov. Filharmonija" unter Leitung des Herrn ^erny mit. — Das neue Unternehmen, das nicht nur dem Theaterpublitmn einige wohlabgcrmidete Vochcllnngen bieten will, sondern auch den brotlosen slowenischen Schauspielern materielle Hilfe bieten soll, ning hiemit dem Wohlwollen der Theaterfreunde bestens anempfohlen sein. — Vorstellungen werden in der Folge jeden Samstag und jeden Sonntag stattfinden. Verantwortlicher Redakteur: Aitton Z u n l c?. ! Vom tiefsten Schmerze gebeugt, geben wir > l Nachrickt vom hinscheiden inneres inui^ftgeliebten > l gitten Vaters, bcziehungswfisc Vruoers, Schwagers, W l OnlclS, Hrrrn ' > Mortz Uaschnik k. k. Rechnungsrevideut V l welcher Mittwoch den 24. Februar, versehen mit > s den heil. Sterbesakramenten, sanft im Herrn ent< W schlafen ist. > l Das Leichenbegängnis des teueren Verblichenen W ! findet Freitag den 26, Februar um 3 Uhr nach- > l u ittags vom Trauerhause Kuhnstraße Nr. 21 > l auz l»att. > > ^ir heilige Seelenmesse wird Samstag den > l 27. Febid ! um 9 Uhr vormittags in der Sanlt > l Peterstiic! e gelesen werden. > l Ter, teueren Dahingeschiedenen möge ein treues W l Anbindn bewahrt bleiben. > > Laibach, am 25. Februar 19lb. D > Wilma, Herta, Erna, Kinder — Hr. «nd»lf I > Noschnit, l. k. Finanzrat, Bruder. -^ Dlaa > > Schreiner, geb Noschnil; Laura tternstock, > > geb. Noschnil. Schwestern — Heinrich Schrei« > l ner, l. l. Direktor, Schwager. — Polixena > > «ofchnit, Schwägerin. > > Atcttt zedei? besonderen Anzeige. D Seltene Qelegeubeit zum Ankauf von 425 2—1 fitaeppiita biete ich, da ich als türkischer Untertan im Begriffe bin, zur türkischen Armee einzurücken. Ich bin bereit, trotz meiner billigen Preise 5% des Kaufschillings zu gleichen Teilen dem «Roten Kreuz» und dem «Roten Halbmond» zu widmen. Hadschi Baban Hotel Union, Zimmer Nr. 60. Ein schönes, grosses Magazin mit Kontor, in der Stadt, günßtig gelegen, allenfalls auch zu einem Geschäftsbetriebe geeignet, ist, ab 1. Mai 1915 beziehbar, sofort zu vermieten. Näheres in der Administration dieser Zeitung. 426 3—1 = Elegant möblierte = Wohnung bestehend aus 2—3 Zimmern samt allein Zugehör, elektr. Beleuchtung, in schönster Lage, wird sofort oder mit 1. Marx v«rmlet«t. Anzufragen in der Administration dieser Zeitung. 428 2—1 ^ «aibachct Zciwng ^lr^45___________________________347_________________________________25. Fcbruai 19lS Amtsblatt. 4N ^ 3804. Kundmachung d» t I. Landrsressiernug iu Uailiach uom li2. Februar 1915, Z. !M)4, betreffend die Ein-nnd Durchfuhr von Tieren, tierischen Rohprodukten und Gencustäudcn. welche Träger des Anftecknnsssstoffcs von Tierseuchen fein tonnen, aus Bulgarien. Das l. l. Ackerbauministerinm in Wien ha «it der Kundmachung vom 11, Februar 1915, I. 4739. betoffend d,e Beschränkung der Ein» und Durchfuhr von Tieren, tierischen Rohstoffen Und(Negenstä!lden,welcheTrä,>er des '.»! n steckn» a.s-ftoffes sein lilnuen. cms Vulkanen Nachstehendes verfügt: Da die Rinderpest in Bulgarien erloschen ift. wird die h, o N und machn na. vom 12. Februar 1914, I. 4660. außer Nruft geseht u»d auf Grund der 88 4 und f> des allgemeinen Tierseuchengejetzes vom 6. ^luqi.st >!»0!1. N G. Vl. Nr. 177, und der hiezu erlassenen Durch führunHsvcrordinmci im Einvernehmen mit dem Hcrin löiliülich uug«rijchen Ackcrbaumiiiister bezüglich der Ein< und Durchfuhr von Tieren tierische» Nobstoffe» und (Nege,,stände», welche Träger des Austecknitgsstosfcs fein lönne», aus Nulgarien, und zwar bezüglich der Durchfuhr insoferne die jeweils aus Anlaß der kriegerische.. Ereignisse erlassenen Durchfuhrverbote inäil entgegenstellen, bis auf weiteres nachstehendes angeordnet: ^ » I. Die Ein- und Durchfuhr ^ Mchfeu?"" ^ hermetisch geschlossenen ^ <^"n°^'^'^ "t"°s<5elicr und in ae schlossenen Sacken verpack er Wolle kalzi. werten Haaren und Borsten, gevcekten hornplatten kalnnierten Haut.^Le>er Abfallen, rchen Vctt- und Schmuckfcdern . und denaturierten Schweinsgr.ebe u end nch Hornspitzen und zersägten Hörnern; «) von getrocknete» oder gesalzenen Därmen ,n geschlossenen listen oder Fässern; «) von «esch.nolzcnüm Tall und solchem Schwein fett; v) von gelochter oder geronnener Milch. Topfe», Eie.n. käse »no Vult.r. über d.e jeweils wultiouiereude.i E.üt.it.sstatioue!, unterliegt aus vetcrinärpolizeilichr» Grün dcn keinerlei weiteren Aejchläul.mgeu. II. Die Einfuhr <») von Wolle, welche nicht fabriksmähig oder überhaupt nickt gewaschen, jedoch in ge. schlossenen Säcken u.rpacki ist; v) vl'n trockenen Hümeru. .ttnuchen, Klauen, yau'en, Ri..ds° u»d Ziegenhaaren und Schweinsborsten, daun e) v.n uugeschm^z»em Talg i» Fässern oder ^"""k" "/rd dann z..ne,assen, wenn in der E.ntr.tt.s atwn durch ,in v.u 'inen. Staatst.era.zte aufgestelltes Zeugnis nich> «ew^en w rd. duß Anlqarien f.ei von der Nmdnpost ist, die tierischen Rohstoffe v.» c^lmideil T,e>cn stmnmc» u»d d.,ß i„ der ve.luust^rmeindc leine cn.drre in dem be N'chenden Falle als gefahrdioh.^d zu be« trachtende auzeigepsllchtlgc ansteckende Tier, lrautyeit bestcht. III. Die Einfuhr ^) von aus Bulgarien stammendem, zuberei« tetem Fleisch, und zwar von geialzeuem sseräuckcrlcnl, gepökeürm, gelochte.» Flei-sche, Schinken und Speck; n) von Ei.lhüfcni; k) von lebende.» Geflügel nach größereu Konsunieuieu; -) a) vou tolcm G.stügel ist unter nachstehenden Aedingui.geu gestattet: Es nuch nl der Eiutrittsstntion durch ei» NaaMie, ärmliches Zeugnis nachgewiesen wer^ in V' H. ^..lg.ni(n frei vo.i der Rmd.rpest ?t ^'^. " 3^lü,d sind, bezw, dir tierischen dasl.n^ ^"" "w'ud.n De.cn stammen und ^^","°^ V'lkuüfisgcmeinl'e t,in^ aude,e durch N ..^ , "^" ^'^«' "der tierische» Paukte lra lh°5^,^^'pflichtige anstcckcude Tler- h,s^^^^ ber Enhufer muß außerdem UnV ^ ^ '^"'"' d"b d,e H,rf„»s,sge.»ei»de unc. deren Nachbar.ememde» se,t 40 Tag.n an,,3 ' "'l d,ese T.er,attu»g iUurtragdar.n anneal! °-,zelgepflichtigen Tinlraulhe.tm h°b.,?^ jungen von lcl,e»dm, G.flüge! Mtli°.e, ^?"^'^""' di.Veia,einim.ng zu 14 Ta' i°^ '" ^'' H"lm>fls,.',ueiude ,..t doH2,l/'f «"^ckrnde Grstuge^ankh,.,it ^^ «rt^^!7^r^^g^wcr.m,u^ gesunde Zustand derselben in der Eintriltsstation durch die Untersuchung eiues Ämtstierarztes konstatiert wi.d. Seudungen von lebendem Geflügel, bei welchem am Bestimuumgc-orte eine ansteckende »ranlynt festgestellt wurde, sind auf Gefahr der Partei der sofortigen Schlachtung zuzuführen. IV. ^ Zeugnisse für aus Bulgarien einzuführende ^'ndn'lg^l von Ti.ren. tierischen Rohstoffen u,>nds> unb Ziegenhaare!, uud Schweins-n>rst«l, alle diese Artikel in trockenem Zustande, dann ^ von nngcsch,.,olzene:n Talg in Fässern odcr sannen, wird dann zugelassen, wen» in oer Eiutrittsstation durch e,n von einem ^>taatatierarzte ausgestellt s Zeugnis nach' »ewirsen rricheint, daß Bulgaiien frei vou oer Nl.iderpest ist uud daß die tierischen "ohstoffe von grsuudeu Tieren stammen. VI Die Durchfuhr a) von lebendem Geflügel; d) vou Einhufern ist untrr der weitereu Bedingung gestattet, "ah ui der Eintrittgstation durch ein stuats. ttrtarztllches Zeugnis nachgewiesen wud. daß Bulga.ie» frei von der Rinderpest ist die Tiere gcs.-nd sind uud daß in der Herlunsts-ne'mmdc' ltl.i'e andere durch die betreffenden Tlere übeltrcig''are anzeigepflichtige ansteckende Tierkrankheit l>esteht. Lebendes Geflügel darf nur in plombierten ^aggmis oder in plombierte» Käfigen einac-.rächt werden wen» die letzt.reu sc, eingerichtet Und. da« em Herausfalle» von Streu Futter rcsten oder vo» Auewurfstoffen gebindert ist Vlc Durchfuhr der erwähnten Tnre ist uberd,es d.'von abhängig daß der gesunde hu-taub m der Eintrittsstation du,ch d,e lluter-suchung eines Alutstiernrztes tonswtiert wild. VII. Im Fnlle der D.irchfuhr ist, wenn nicht gleichzeitig die Vor.msscßuilgrn für die Hu-lassigkett der Einfuhr grgeom sind und wem, die Durchfuhr augrsichtg der jewe'Iia erlassenen Durchsuhreverlwte überhaupt zulässig. ,st d,e Wchailnng des Eimrittes davon 'abhäng.q daß die zuständigen behördlichen Organe der ^lnwttvstatlon du,ch die bulgarischen Behörden davon m Ncnntuis geatzt we.de». daß die Regierung des Landes, nach welchem der Transpoit auszutreten bestimmt ist. den Über-tntt oon Artikeln der betr^ffeudeu Gat»u»g u^er ch.e Grc^e zuläßt. We»» tro!)dem die Ämdung be.m Wiedcrau^tr.tte an der l«ren.-.e des bniachliaiteu oder des Bestimmungsla.ides ^."^'v es, u wird, su ist der Transport nach zu ^Handel'». '"""'"p"lizeilichen Vorschriften VIII. der ck.^'/.".?'!' ""che bei der allMiqm in n ckt « . ^ .'°'' .v°'ä""ehmeuden Noutrolle w.^>»' °^'' ""U "»verdächtig befunden ".''""' °d" weiche den übrigen hier a»«e. uhrt » Vedmqu.p.en „icht eutfp echen köunen ""''"- Dm Gluud der Zurück n, «? ' .^"' ^"nztiera,zt auf dem ^e.,g. und uut seiner UuterschH z'u an <^"^""^" bi'ser Vorschriften, welche K. k. Landesregierung für Krain. i!°ibach. 22. Februar 1915. St. 3HU4 Razglas 22. lel.rusi.-jn 915, at. 3804, o uvažanju in prevazaiiju nvine, žhalskih sinni» in predniemv, ki se imireliiti i njimi »renasajo in zarejajo olrovila, iz BolÄar«ke. C. kr. poljoilolcko miuititrBtvo na Dunaju jez razglasom z .Ine i l.sveèaua 1915, St.473«.), o onu-j.tv! uvaŽHuja in prevažanja živme, živalsk.h »irovn, in predmeu.v, k. so moretnti Ž iijiim preuafiajo n. zarejajo otrovila, iz Bol-gartJKO ukuzalo »led<'6«: her je proi.olj.ila na Uolgarskem gov.ja kuga, so razvoljavlja t u. razglaa z duo U. Bvecana 1914, fit 4660, in se na podstavi | § 4 m o obeui^a zakoiia o živiuskih kugau z due. 6. avgnnta 1ÜÜ9, drž. zak. št. 177, in lzvišilue uiircdh.' k to . u Bpoivizumuo z go-spodoin kraljftvim ogrskiin puljedelskiiu unui-airom o uvozu in prevozu živme, živaldkih sirovin in predmetov, ki so inorebiti ž ujimi prenašajo in zarejajo otrovila, iz Bolgarske, in eicer o provozu, kolikor vsakokrat radi vojskimh dogodkov izdaue prepovedi prevoza tern ne nasprotujejo, do preklica ukazuje sledeèe: 1. Utoi it prevoz a) konzerv t hermetièno zaprtih ploèevi-nastih posodah; b) tovarniško oprane rolne v zaprtih vreèah, kalcinirano Tolue, prekuhane koujske žime, kalcinirane dlake in šèetin, stisnenih rožeuih plošè, kalciniranih odpadkov kož (usnja , neizdelauega posteljnoKa perja in nakituoga perja iu «lenaturtranih ocvir-koT, kakor še koncev rog07 in razžagauih rogov; c) p08ušenih in nasoljenih èrev v zaprtih zabojih ali sodih; d, Btaljouega loja in i^totako svinjske masti; e) prekuhanrga ali ßkisanega mleka, sknte, jajo, sira in surovega masla v vsakokratuo poslujoèih vhodniti postajah iz veteri-Darsko-policijskih oziror nadaljuim ome-jitTam ni podvržen. II. Uvoz a) volne, ki ni tovarniško ali ki sploh ni oprana, ki pa jo t zaprtih vreèah, b) posušeuih rogov, kosti, parkljev, kož, goveje in kozjo dlake iu Sèetin, nadalje c) nestopljeuega loja v sodih ali kadeh je tedaj dovoljen, ako se v vhodni poBtaji dopnnese z aprièevalom, ki ga ima na-praviti državni živiuozdravuik, dokaz, da je Bolgarska prosta goveje kuge, da živalske sirovine izvirajo od zdravih živali in da r obèini njih izvira ni druge kužne bolozni, ki jo je naznauiti in katero je t dotiènem sluèaju ematrati nevarnim. III. Uvoz a) predelanega mesa bolgarske provenience, in aicer uasoljonega, prekajenega, raz-soljt'uega, prekuhanega mesa, gnjati in elanine; b) kopitarjev; c) žive perutnino v veèjo konzumne krajo;* d) zaklano perutuino dovoljen je pod na-stopnimi pogoji: V vJjoiiui postaji mora se z epricevalom, ki ga napravi državni živinozdravuik, dopri-nesti dokaz, da je Bolgarska prosta goveje kutjo, da živali zdrave, oziroma da živalske siroviue izvirajo od zdravih živali in da v obèini ojih izvira ni pri živaliu ktižne bolezui, ki jo jo uazuaniti in ki bi se po doticnih živalih ali živalakih siroviuah zaiuogla za-troditi. Radi kopitarjev je še doprinesti dokaz, da v obèini njih izvira in v obmejuih ob&uah ni bilo skozi 40 dui kužno bolezui, ki jo je nazuaniti in katera se prouese ua to živali. Pri pošiljatvah žive perutnine je v spri-èevalih tudi potrditi, da ui bilo v oièiui ujih izvira skozi 14 dui nalezljive bolezui pri perutnmi. Uvoz kopitarjev in žive porutnin jo razun tega dovoljen lo tedaj, èe bo v vhodui postaji po uradiiem živiuozdravuiku pri preiskavi dožeuo ujih zdravo staujo. Fožiljatve živo perutuino, pri kateri se na kraju, kamor so nameujoue, dožone na-U'zljiva bolezou, je na škodo btrauke takoj zaklati. IV. Sprièevalom za pošiljatve živali, žival akih öirovin in izdelkov iz Bolgarske, ako ta niso uapravljoua v službcnem jeziku do-žule, kamor so nainoujene, priložiti jo pro-stave v teui jeziku, ki jih mora državni živinozdravnik povoriti. V. Prevoz a) volne, ki ni tovarnisko ali ki Bploh ni opraua, ki pa jo v zaprtili vreèah ; b) kosti, rogov, ptirkljov, kož, goveje in kozjo dlake in šèotin, ki morajo biti pruBUŠeui; c) uoBtaljentga loja v sodih ali kadoh do-volji'n jo le tedaj, Co s« v vljodni po-staji dopnueso z epricevalom, ki ga iiapravi državni živiuozdravuk, dokaz, da jo Bolgiirska prosta govoje kugo in da živalske siroviuo izvirajo od zdravih živali. VI. Prevoz a) žive porutnino; b) kopitaijev, dovoljeii jo pod nadaljnjimi pcifioji, èe so v vhodui postaji dopriuoso z spiiceViilom, ki ga napravi dižavni ži-vinozdravnik, dokaz, da je Bolgarska prosta goveje kuuo, da so živali zdravo in da v ob(';iui njili izvira ni kake drugu ki)žne bolexni, ki jo je nazuaniti iu ki se zamoro ua doiièuo živali prenesti. ="•¦ Vhodna postaja. odloèuje, èe je sma-trati kraj, kamor je pošiljatov nainotijeija iu katerega nazuaui oüpoziljatelj, kot vt;cji kotizuuiui kraj. Živo porutnino se sme le v plorabirauih vozeh ali v plombirauih kurnikih vpeljati; slednji raorajo biti tako urejeni, da je iii-padauje nastelje, ostankov knnil ali odpadkor nemogoèe. Prevoz navedenih živali je razun tega dovoljcn le tedaj, èe se v vhodni postaji po uradnera živirjozdravniku pri preiskavi dožone njih zdravo Btanje. VII. Pri prevozu so sme v sluèajih, èe niso ob jeduem podaui pogoji o dopustitvi uvoza iu èo je prevoz z ozirora na vsa-kokratue prevozne prepovedi sploh dopusten, dovoliti uvoz le tedaj, èe bolgarske oblasti obveste pristojne uradne osebe uvozoe po-atajo o tern, da vlada one dežele, v katero gre prevoz, dopusti prehod èrez mejo za predmetne dotiène vrbte. Ce se pa vseeno poSiljatev zavrne pri izhodu na meji sosodoe ali one dežeie, kamor je nameujoua, ima so ravnati s trans-portom po veteriuarsko policijskia prodpisih. VIII. Pošiljatve, ki se jih morebiti v vhodni postaji pri preiskavi spozna nezdraviini ali Biimljivimi, ali katere ne odgovarjajo ostalim tnkaj navedenim predpisom, zamorejo se zavruiti. Vzrok zavrnitve mora obmejni živino-zdravnik v sprièovalu navesti in s podpisom potrditi. Prestopki teh predpisov, ki stopijo takoj v veljavo namesto t. u. razglasa z dne 20. Bveèana 1914, St. 5291, kaznovali se bodo po predpisih obèuega zakona o živiuskib kugah z dne B.avgusta 1909, drž. zak. št. 177. C. kr. deželna vlada za Kranjsko. Ljubljana, dne 22. februarja 1915. 416 Z. 4476. Kundmachung. Das k. t. E.senbahnmii.isterium hat mit dem Erlasse vom U. Februar 1815. Z. Ü78'i/19a,. dlis Piojltt der k. l, priv. Südbahngesellschaft in Wien für den Umbau der Ä.ücke. iU'er deu Wosuuzabach im 1lm4l9 284 der Linie Wien-Trieft nächst der Station Luase, vom fragüche» Standpuillte i.n all^emeiuril als entsprechend befunden u»d der La.iorSlegierntig zur Durch» süurung der erforderliche» AmlShlUldluug über» mittelt. Infolgedessen wird über dieses Projekt, welches auch die Inanspruchnahme f.vu.den Grundes notwendig macht, die politische Ae» gehung und EmeMnugsoerhandlung nach Maß» ftllbe der einichlägigen Besti.umungnl der Mi».» Ardg vom 25 Jänner 1879. N. G. Bl. Nr. 1». uud des Grießes oom 18. Februar 1678. R. W. Vl. Nr 30, sowie unter Acdachtnahme auf die materiellrechtl chen Bestimmungen des lr„i» nischen Wlisserrechtsgesetzes vom 15. Mai 1872, L. O. Vl. Nr. 16. auf Dienstag, dcn 16. März 1915 nm ^4 Uhr nachmittags mit dem Zusammentritte der Kommission in der Station L.ase auberaumt. Das V'ojekt kann bei den l. l. Bezirks« haiiptmanuschafte» Laidach lmd Lilt.ii, die ««ri.iifteinlojllllgsplauc einschließlich des Vcr« ze.ch.i.sse^ der >» Aüspruch ^ciiominenen Grund» stricke und Rechte sowie des Verzeichnisses über ^ie Nameu u»s» Wohnorte der zu Enteignen'en, könne» bei der k, k, Vezirsshauptman.ischaft iu Litiai sowie beim Oeme.indea.ute in Trebeljeuo >n den vo.l den vorgenaiiLten Aezirtsha.ipt« m nn'chafte.« lundziluiachenden Fristen ringe« sehen werden. >>i>von werden die Beteiligten mit dem Beifügen in tteimtuis geieht, daß es ihnen freisteht, etwaige Einwe.lduilgcn gegen das Projekt oder geaen die begehrten E.iteisiuuugen de> der k. l Vezirfshaiiptulannschaft in La bach, bezw, in ^ittcn oder aber wätestens bei der politischen Regcluugsko.nm.ssion.'vezw. Enteig»-uuiigsucrhll.ldlung vorzubringen. K. k. Landesregierung fiir Krain. Laibach, am 23. Fclnuar 1915. Št. 4476. Razglas. C. kr. železiiifiko ministrstvo jo z raz-pisom z due V>. februarja 1915.1, St. 2785/19a raz stiokovno stališèo v sploSnoin spozualo primcrnim projekt c. kr. pnv južuoželezniško druzbo na Dmiajii za prezidavo niostu sioz Gostinški potok v km 419 284 proge Dunaj-Tist tik postaje Laze tor gn, poslalo dc^olni vladi, da, prièno s potrebuim uradnim po-slovanjem. V^Le.l tega so doloL-a o torn projofctu, ki jo zanj treba t.i.li P»la8tIit"'.,t"Jt?l!* ^v"» I üt. 30, t«r upoätevajü matenjelnopravua do- Laibacher Zeitung Nr. 45_______________ ____________348________________________________ 25. Februar 1915 loèila kranjakoga vodopravnega zakoua z due Id. majnika 1872, V « ¦ I. Lsibacher Hygien. Molkerei JVI. Bradaška ist tifc>ei~s»ioclelt 422 3-1 Kolodvorska ulica Nr. 35, Haus des H. Rovšek wo das neumöblierte Verkaufslokale, zugleich Milchtrinkhalle, eröffnet wurde. / /1 s* 11 Übernimmt auch Zustellungen ins Haus. Telephon Nr. 287. MMMH Vl«f<«lj«h,lj Miltmnpfcr oder Korrc» 1 spondenleniniFcldcsichen.Fcr.ier IN die neueste ttrzählnng von « Ernst Iahn: ^ Der Gerngroß N und ein humoristischer Roman von ! Rudolf presber: U Der Rubin der Herzogin !l sowie zahlreiche Novellen und ! Erzählungen, belehrende und ^ unierhaltendc Ariitel usw. > prachtvoller Vilderschmuck ! »« Abonnements »» l nimm! die un!e^>'ich e!e ^uchf'andlung l gtsn enlycgcn, ebe„sc> scndcl sie auf Pel« l langen e