^I^^________________Freitag, 28. Miirz 1900.______________Illhigang 119. kaibacher Zeitung. ^ ^ ^. hoHhA,?^ P°l»dtlsenbun«: «anzjahri« »a X, halbftlbr!,, 15 ^, Im Comptoir: aanz-Inserate HI« .,,/„!) ^ ^^ Zustellun« in« Hau» ganzjährig » li, - InserNonsgebür: ssür «line «" « >>, 5u l,, gibßtic per Zelle lL b; bei öfteren Wi«d«lholungen per Zeile 6 b. Die «Ualbacher Zeitung» erschein« tHglich, mit «lulnahme der Sonn. und Feiertage, Die «b«inlftt«tl«n befindet sich . ^ °Ws^ns!r«^^ Abänderung der in den Depositen-enthaltenen Vorschriften über die ^nterls^ ""b Bewertung der zur gerichtlichen lehuna de "3 ^ ^senden Pretiosen werden in An° °ls MM?" Pretiosen, die im Elecutionsverfahren Psünder ür^^^!."^ ^ 259 Exec. O. oder als Hand-?"'> den NV'^e Forderungen gemäß 8 298 Exec. O. ^ und der.n ^^°^""' gerichtlich zu hinterlegen ^"handlunl.n ?/" "^^ "wa schon aus früheren getroffen:^" ^^""^ 'st- nachstehende Anordnungen ber zu deponierenden Pre-M K?n« Dasurhalten des Vollstreckungsorganes '" W dn« m «.^^"bar nicht übersteigt, "Mge die Pin , ^^""gsorgan in seiner Crlags-^b We1entl?l"e" Wertgegenstände nach Art, Form l^^ewer un»^^^'" 6enau zu beschreiben und '1°"b. dass d^N ^«nehmen. H'ebei ist der Um-^llstreckun^ Beschreibung und Bewertung durch das Hegt da/Z°"c"l"lgte, ersichtlich zu machen. "" Newer?«,, ?f'tenamt Treffs dieser Beschreibung > "der an^ kem. Bedenken öder werden in de? w ^"ständl,^ ^, ^'^^"9 aufgetauchte Bedenken im AllwckuncÄ. ^"'lchen dem Depositenamte und dem s° h" es. nach eventueller '"" ^wenden ^agsanzeige. bei dieser Feststellung ^ung^FH.'" das die Pretiosen behufs Ver- .^ ^p°2Ä/"ben. ist sowohl mit dem Siegel ^ "uch mit dem vom Voll- slMn. '" beigebrachten Gerichtssiegel zu ver- ^Nm^oe?^^" bleibt freigestellt, sich über ". ,« ^ponierenden Gegenstände zu äußern und bei deren Versiegelung sein Privatsiegel, beizudrücken. Der auf obige Weise festgestellte Wert des De-posites ist in dem gerichtlichen Verwahrungsauftrage beizubehalten und auch der Bemessung der Ver-wahrungsgebür zugrunde zu legen. 2.) Wenn hingegen die zu deponierenden Pretiosen nach dem Dafürhalten des Vollstreckungsorganes den Wertvon 1000 Kronen übersteigen oder diesbezüglich ein Zweifel auf Seite des Vollstreckungsorganes oder des Depositenamtes besteht, sowie in dem Falle, als bei einer Wertannahme unter der obigen Wertgrenze sich eine VkinungSverschiedenheit zwischen dem Vollstreckungsorgane und dem Depofitenamte hinsichtlich der Beschreibung oder des einzustellenden Wertbetrages ergibt, kommt es darauf an, ob der Erlag ») bei einem der besonderen Civilgerichts»Depositen- ämter (in Wien, Prag, Graz, Trieft), oder b) bei einem Steuer, als gerichtlichen Depositenamte zu geschehen hat. ^ä ». Das Vollstreckungsorgan, beziehungs« weise unter Zuziehung desselben das Depositenaml hat die Beschreibung und Schätzung der Pretiosen durch einen gerichtlich beeideten Preliosenschähmann vor« nehmen und die Erlagsanzeige im Sinne der ein-schlägigm Bestimmungen der Depositenamts-Instruction unterfertigen zu lassen, und ist der sonach erhobene Schätzwert in Rechnung zu stellen. ^ä d. Von dem Vollstreckungsorgan ist, falls nicht die sofortige Beiziehung eines gerichtlich beeideten Pretiosenschähmannes thunlich ist, eine Beschreibung der Pretiosen nach Zahl, Art, Form und wesentlichen Kennzeichen in die Vrlagsanzeige aufzunehmen und hat die Versiegelung des Paketes, in das die Pretiosen behufs Verwahrung eingelegt werden, mit dem Siegel des Depositenamtes und dem vom Vollstreckungs» organe beigebrachten Gerichtssiegel stattzufinden, während die Einstellung des Wertbctrages einstweilen unterbleibt. Dem Gerichte liegt sodann ob, ohne Verzug für eine genaue Beschreibung und Schätzung des Deposites durch einen gerichtlich beeideten Sachverständigen Sorge zu tragen, and es ist der erhobene Schätzwert in den gerichtlichen Verwahrungsauftrag auf-zunehmen.______________________________ Wird die Bewertung von Gold« und Silbersachen durch einen gerichtlich beeideten Sachverständigen vor-genommen, so ist stets für die Zwecke der etwaigen Versteigerung auch der Metallwert anzugeben (Hg 275 und 277 Exec. O.). II. Die vorstehenden Bestimmungen finden bei der gerichtlichen Hinterlegung von Pretiosen im Concurs-verfahren (§ 87. Abs. 3, Conc. O.) entsprechende An-Wendung. Böhmm. p. Spensw. p. Verordnung des Finanzministeriums vo« l9. März l«00, womit für den Monat Npiil 1900 das Aufgeld be- stimmt wird, tvelches bei Verwendung von Silbergulden zur Zahlung der Zollgebüren zu entrichten ist. Mit Bezug auf Artikel XIV des Gesetzes vom 25. Mai 1882 (R. G. Bl. Nr. 47) wird im Einver- nehmen mit dem konigl. ungarischen Finanzministerium ür den Geltungsbereich des erwähnten Gesetzes und ür den Monat April 1900 festgesetzt, dass in denjenigen Fällen, in welchen bei Zahlung von Zöllen und Nebengebüren, dann bei Sicherstellung dieser Abgaben statt Goldgulden Silbergulden zur Verwendung kommen, ein Aufgeld von einundzwanzig (21"/«») Procent in Silber zu entrichten ist. Bö hm m. z». Nichtamtlicher Cheil. FZM. Freiherr v. Veck. Der Chef des Generalstabes, FZM. Freiherr von Beck, feierte am 21. d. M. seinen siebzigsten Geburtstag. Die Blätter nehmm dieses Fest zum Anlasse, die vielfachen großen Dienste hervorzuheben, die der hervorragende General dem Kaiser, dem Staate und der Armee geleistet hat. Sie erwähnen insbesondere die hohe Vertrauensstellung, die er als Generaladjutant Sr. Majestät des Kaisers inne hatte, seiner Leistungen im Jahre 1866, seiner besonderen Verdienste um die Schaffung und Ausbildung des General staves, sowie Feuilleton. ^ Kindesgehorsam iu China. V°hlen°wi"?^ Uhina so geübt und « Sie b l^^^sam der Kinder gegen die ?"" der ConfuciusleU. Wie ""e lehre"* ^ ^"tt, mögen die folgenden Bei- ^wF"ann^ lebte Tschung-Yu, auch aien H Kräuter « >? s""e Familie arm war, ge. «robe Hülsenfrüchte aß; auch um Reis für seine Eltern um^l «ach oem A 'chn. als sie gestorben waren, wo er in V wurde; dort w ^? C°m.pagmen Knegswagen Niedl?"°den von Z^"!^ " "ich, häufte Getreide Hund naw,. M?"°"s' Ueß sich auf Kifsen 'Vte Nab?u,« " ^c" °uf zahlreiche!. Schüsseln beA"« ich ?e?t 3 M^lich; aber seufzend sagte er: y U" "nd Ve s ^"^n «"Nte, grobe Kräuter zu blt'e^" sehr Vekü^"chl'e blühte der ehrwürdige ^d^"unV^,"'dEhrerbietig gegen seine ^or^ er sick' ^H^rcht dadurch an den Tag llä t>- oHck e"")^' sie mit jeder Delicatesse zu " sich" boch, R, ' über 70 Jahre alt war, so er->n?^ bunte aes/'^°^ >"^"lt; gewöhnlich kleidete <.^"de spHckte Gewänder,' und pflegte gleich >chen ? psieg e tr N, der Sette seiner Eltern zu Lst N l'e in daz"Wassere,mer zu nehmen und zu ^n s n' als ^H"us zu tragen; aber indem er '^n. Hb « °us. lieh 'er sich auf den "" er w« em Kind wimmerte und weinte: und das alles in der Absicht, seinen Eltern Vergnügen zu machen. Während der Han«Dynastie lebte Tung-Yung, dessen Familie sich in solcher Armut befand, dafs «r sich bei dem Tode seines Vaters genöthigt sah, sich selbst zu verkaufen, um das Geld zu seinem Begrab-nisse anzuschaffen. Hierauf begab er sich nach einem anderen Orte, um sich Mittel zu seiller eigenen Los« laufung zu erwerben; auf seinem Wege begegnete ihm eine Frau, die den Wunsch ausdrückte, sein Weib zu werden und mit ihm nach seines Herrn Wohnung zu gehen. Sie gieng mit ihm und webte 300 Stück Seide, und nachdem sie diese in zwei Monaten vollendet hatte, giengen sie in ihre Heimat zurück. Als sie unterwegs den Schatten des Kassia. Baumes erreicht hatten, wo sie sich zuvor getroffen hatten, ver. neigte sich die Frau und entschwand im Aufsteigen seinem Anblicke. Während der Han.Dynastie lebte Ting Lan, dessen Eltern beide starben, als er jung war und ehe er ihnen gehorchen und sie unterstützen lonnte, und er dachte darüber nach. dass sie für alle Unruhe und Sorge, dle er ihnen verursacht hatte, leine Vergeltung empfangen hätten. Darauf schnitt er hölzerne Bilder von seinen Eltern aus und diente ihnen, als ob sie lebendig geweseil wären. Sein Weib wollte lange Zeit hindurch sie nicht verehren; eines Tages aber nahm sie eine Nadel und stach diese zum Spott in die Finger. Es floss auf der Stelle Blut aus der Wunde, und die Bilder weinten, als sie Ting ankommen sahen. Er untersuchte die Umstände und trennte sich sofort von seinem Weibe. In den Tagen der Han-Dynastie lebte Koh.Kü, der sehr arm war. Er hatte nur ein dreijähriges Kind, und seine Armut war so groh, daft seme Mutter gewöhnlich ihre Speijm mit dichm Kleinen theilte. Koh sagte zu seinem Weibe: «Wir sind so arm, dass wir unsere Mutter nicht erhalten können, denn da« Kind theilt mit ihr dle ihr zukommende Portion Speise. Warum sollen wir dieses Kind nicht begraben? Ein anderes Kind kann uns geboren werden; aber ist eine Mutter einmal dahin, so wird sie niemals wiederkehren.. Sein Weib wagte es nicht, dem Vorschlage sich zu widersetzen, und Koh grub sogleich cm etwa drel Ellen tiefes Loch, als er plötzlich auf einen Topf voll Gold stieß und auf dem Metalle fol» gende Inschrift las: «Der Himmel schenkt diesen Schatz dem Koh-Kü, dem gehorsamen Sohne; der Magistrat soll es nicht nehmen und die Nachbarn es ihm nicht entreißen». Mantsung, der unter der Tsin.Dynastie lebte, verlor seinen Vater, als er noch jung war. Seine Mutter war jehr trank, und an einem Wintertage verlangte sie eine von Bambussprossen bereitete Suppe zu essen, aber Mang konnte ihr leine verschaffen. Zuletzt begab er sich in den Vamlmshain, umfieng die Bäumr mit seinen Händen und weinte bitterlich. Seine kindliche Liebe rührte die Natur, der Boden öffnete sich langsam, es entsprossen mehrere Schößlinge, die er sammelte und nachhause brachte. Tr bereitete von ihnen eine Suppe, von der seine Mutter genoss, und auf der Stelle wurde sie von ihrer Krankheit hergestellt. Wu Mang, ein Kn«be von acht Jahren, lebte unter der Tsin.Dynastie und war schr gehorsam gegen seine Eltern. Sie waren so arm, dass sie sein Bett nicht mit Moslitovorhängen versehen tonnten; in jeder Sommernacht wurde er von Myriaden von Moskitos angegriffen, die sich von seinem Fleische und Blute nährten. Obgleich sie so zahlreich waren, wollte Wu sie doch nicht hinwegtreiben, au» Furcht, sie möchten zu seinen Eltern stiegen und sie quälen. So groh war Me Liebe. Laibach« Ieitung Nr. 67. 52 ; 23. MärziM^ um die Organisierung der Manöver und die Vorbereitung der gesammten Armee für den Kriegsfall. Das «Fremdenblatt» gibt dem Wunsche Ausdruck, dass FZM. Freiherr v. Beck der Armee und dem Staate erhalten bleibe, und dass in diesen Wunsch alle einstimmen, die ihn als Privatmann, als vollen« deten Cavalier und Weltmann kennen gelernt haben. Das «Wiener Tagblatt, hebt hervor, FZM. Baron Beck habe immer zu jenen altösterreichisch gesinnten Männern gezählt, denen die Einheitlichkeit des Staates als etwas Unverrückbares und Naturnothwendiges erscheint, darum sei er auch für die deutsche Armee-sprache, das einigende Band, eingetreten und war immer gerüstet, jeden Angriff auf die einheitliche Gestaltung des Heeres energisch zurückzuweisen. Die «Reichswehr» beruft jich darauf, dafs die Verdienste Becks sowohl im Inlande als im Auslande im vollsten Maße gewürdigt werden. Pas «Neue Wiener Journal» feiert in FZM. Varon Beck den hohen General, den Vertrauensmann des Kaisers, den freimüthigen Verfechter der gemeinsamen deutschen Armeesprache und sagt von ihm, dass er zugleich einer der schlichtesten und sympathischesten Officiere sei, dem es, wie allseitig gewünscht wird, be« schieden sein möge, noch viele Jahre seinen verantwortungsvollen Posten auszufüllen. Politische Uebersicht. Laibach, 22. März. Die «Neue Freie Presse» bespricht das ;egenwä'rtige Stadium der Berathungen der Ver-iändigungs-Conferenz. Man fei nun zu dem chwierigsten Gegenstande der Verhandlungen gelangt, ,ur Regelung des Sprachengebrauches bei den staatlichen Behörden. Bisher scheinen sämmtliche Theil« nehmer darauf bedacht, sich nicht zu präjudicieren, allein diese zaudernde Methode entspreche nicht dem Zwecke der Conferenz. ES sei ja nicht allzu schwer, sich über die Sprache der Staatsbehörden zu einigen, nachdem man über die Sprache der autonomen Be-Horden ein Einverständnis erzielt habe. Die Mission des russischen Staats, rath es Müller ist, wie man aus Cetinje schreibt, beendet. Die in einem Berichte an den Fürsten dargelegten Ergebnisse der zweimonatlichen Studien, die Herr Müller den montenegrinischen Finanzen gewidmet hat, werden nach einer Ankündigung des «O1»s Onoßoro»» Reformen auf allen Gebieten der montenegrinischen Verwaltung zur Folge haben. Nach seinem Abgänge aus Cetinje unternahm der russische Staatsrath eine Bereisung des montenegrinischen Lito-rales, um dort mehrere commerzielle Fragen zu untersuchen, über die man in Cetinje noch specielle Rath» schlage von ihm zu erhalten wünscht. Nach einer Meldung aus Constanti novel verlautet dort aus unterrichteter Quelle, dass die Forderungen der russischen Regierung in Bezug auf die künftigen lleina fiatischen Bahnen in folgenden Punkten gipfeln: Die Türlei verpflichte sich, keinen Eisenbahnbau im «b«H»in äy l» ü^vr Noi^» mit fremdem Capital zuzulassen, und in dem Falle, dass die türtische Regierung selbst in dem bezeichneten Gebiete Bahnen zu bauen beabsichtigt, müsse sie sich darüber vorerst mit Russland verständigen. Russland verpflichte sich seinerseits, falls dann der Pforte die für ein solches Unternehmen erforderlichen Mittel nicht zugebote ständen, ihr das entsprechende Capital zur Verfügung zu stellen. Eine nähere Umschreibung des mit dem Ausdrucke «ba»3in äs la Nor No^, h^, zeichneten Gebietes ist russischerseits bisher nicht er« folgt._____________________________________________ Tagesneuigleiten. — (Glückwunsch durch die Patrouille.) Aus Rom wird gemeldet: Auf originelle Art hat heuer der Graf von Turin feinem Oheim, dem König Humbert, die Glückwünsche zum Geburtstag übermittelt. Der Graf. der zur Zeit in Florenz als Commandant des Lancler-Regiments Herzog von Aosta stationiert ist, entsandte eine aus dem Secondlieutenant Re, einem Sergeanten, zwei Gefreiten und zwei Lancieri bestehende Patrouille mit feinem Glückwunschschreiben. Die Patrouille, welche die Dienstpferde ritt, legte den Weg in vier Tagen zurück und kam in bester Condition am Dienstag in Rom an, wo sie im Hofe des königlichen Palastes Aufstellung nahm, um die Rücklehr des Königspaares von der Revue abzuwarten. König Humbert, dem erst während der Revue Meldung von dem Eintreffen der Patrouille erstattet worden war, ließ den Wagen halten, nahm die Meldung des Secondlieutenants und den Vrief des Grafen von Turin entgegen und drückte den Lancieri seine Anerkennung über ihre hervorragende cavalleristische Leistung aus. Seinem Neffen, dem Grafen von Turin, telegraphierte er: «Die Antwort erhältst du gleichfalls durch die Patrouille.» — (Eine Brahms«Anekdote) findet sich in einem Vande von Vriefen und Erzählungen über den Künstler, den Georg Henschel demnächst in London veröffentlichen wird. Henschel, der Componist, Sänger und englische Orchesterdirigent, der in Deutschland seine künstlerische Ausbildung erhalten hat, befand sich im Jahre 1874 in Köln, wo er unter Führung von Nrahms auf dem rheinischen Mufikfest sang. Mehrere deutsche Kapellmeister, die sich hin und wieder auch in Compositionen versuchten und nach Köln gekommen waren, um dem Musilfest beizuwohnen, begaben sich nach dem Concert mit Brahms und Henschel in eine nahegelegene Wirt« fchaft. Man sprach natürlich über Musil, aber Nrahms öffnete nur den Mund, um zu essen oder zu trinken. «Was für ein glücklicher Kerl ist doch dieser brave Hen-schel», sagte da einer der Kapellmeister, «der kann com-ponieren und singen, und wir anderen», — damit beschrieb er mit der Hand einen großen Kreis, in den auch Nrahms einbegriffen war — «wir können bloß com-ponieren.» Da setzte Vrahms mit jenem satirischen Ton, den seine Freunde so gut an ihm kannten, hinzu: «Nicht einmal dasl» — (Merkwürdige Wirkung der Influenza.) In einem Kopenhagener Restaurant sah vor einigen Tagen ein junger Mann und frühstückte. Neben ihm hatte ein Kaufmann aus der Provinz Platz genommen und erzählte seinem Begleiter, dass ein junger Mann, dessen Vater er kannte, Namens Nielsen, seit mehreren Wochen spurlos verschwunden und, wie man fürchtete, durch einen Unglückssall umgekommen sei. Der Provinziale hatte den jungen Mann, der neben ihm saß. gar nicht bemerkt und war daher nicht wenig erstaunt, als dieser aufstand und Plötzlich, als erwache er aus einem Traume, laut ausrief: «Nielsen — das bin ich ja!» Und er war es wirklich. Der Kaufmann, der ihn nicht persönlich kannte, überzeugte sich bald, dass er wirklich den Sohn seines Freundes vor sich habe. Vor drei Wochen ungefähr verließ der junge Nielsen, l^l Influenza ertrankt war, die Wohnung seines Vat"» wurde seitdem nicht gesehen. Wie er aus der P"""^ stadt nach Kopenhagen gekommen ist, kann " l^ ^ erinnern, so wie er überhaupt von allem, was sett Augenblick, als er «verschwand», bis er im "M"«^ seinen Namen nennen hörte, geschehen ist, 6^,, Erinnerung hat. Der Kaufmann hat nun den l« »^ Mann mit nachhause genommen und ihn selbl» > ^ Eltern überliefert, damit er nicht nochmals, schwinden, solle. Kopenhagener Aerzte behaupten, ay" ^ Fälle, durch Influenza hervorgerufen, seien I^ öfter vorgekommen, und es sei besonders nicht >o > ^ dass die Kranken zeitweise das Gedächtnis ganz lieren. ,e,l) -(Begründeter Stimmungslve^ '^ Ich unterhielt mich jüngst — so erzählt Labo«^" der «Truth. — bei Tische mit einer Dame uver südafrikanischen Krieg und beklagte den Verlust 1° " ^ kostbarer britischer Leben. Sie nahm dies sehr "yl und meinte, Großbritannien sei übervölkert unv ^ wohl einen kleinen Nderlass vertragen. Nun malP ^ sie darauf aufmerksam, dass es in Großbritannien ^ gefähr eine Million mehr Frauen als Männer gl" dass folglich die Schwierigkeit, einen Gatten zu Velo" nach dem Kriege noch größer sein wird, als sie "» ^ wärtig schon ist. Die Dame ist selbst unvermay", ^ dieser Gesichtspunkt für die Beurtheilung der 1"°°' ^ Nischen Mehgerrechnung machte so großen Gindru sie. dass ihr, als wir bei den Entries ankamen, einige Zweifel bezüglich der Kriegspolitil ""'A zuwaren; beim Eis war sie überzeugt, dafs der »ri« ^ moralisch sei, und als wir uns trennten, war i Frieden um jeden Preis! ^-- Local- und Provinzial-Nachrichte«. Bericht über die Thätigkeit der landwirtschafU^ chemischen Versuchsstation fürArain imM" Erstaltet vom Director Dr. E. Kramar. Mit Ende 1899 hatte die Versuchsstation ^ anderthalbjährige Thätigkeit hinter sich; somit la"n ^ Berichtsjahr gewissermaßen als ein Pr"fu"g^^szle deren Entwickelungsfähigkeit betrachtet werden. 6* n> sich im Laufe diefer Ieit ergeben, ob eine M ^ läge für ihr Bestehen geschaffen, ob das «"stan" ^, die Ziele und Zwecke der Versuchsstation s""" ftl. anspruchnahme seitens der Bevölkerung vorhanden ^, Die Erwartungen wurden thatsächlich uv ^l Die Versuchsstation war im Berichtsjahre zeltn"' ^ Arbeiten derart überhäuft, dass es der Anspann""" ^ Kräfte des Directors bedürfte, um dieselben beM" können. ^ surtax Bevor die Thätigkeit der Anstalt i"^ FZ gelangt, sei vor allem erwähnt, dass am l-A" ° Flt!' Seine Excellenz der Herr Laudespräsident "'" Azl^ Herr von Hein in Begleitung des Herrn k. l-^ ^. hauptmllnnes Dr. Heinrich Edlen von ^on .^hgt suchsstation mit seinem Besuche beehrte. «)"" v se^ der Herr Hofrath im l. k. Ackerbauministerium ^ hgj Dr. Emerich Meißl in Anbetracht des Umsta"" ^ll das l. k. Uckerbauministerium statutengemäß °" hec^ überwacht, dieselbe am 19. April und 1U-. SeP" Berichtsjahres inspiriert. .., M Inbetreff der Thätigkeit der Anstalt N»" stehendes anzuführen: Z)as Mene Hekel öer Ilrau Zusefelöt. «oman von vr«a«,» ««nd»r. (60. Fortsetzung.) «Das ist Gotteslästerung!» verwies der Director sie. «In dem großen Haushalte der Natur ist auch das kleinste Lebewesen, die unscheinbarste Pflanze nicht überzählig. Haben Sie vergessen, was ich Ihnen am ersten Tage von meinem Gärtchen erzählte? Harte Erde, harte Herzen — aber Gottes Pflug schafft fruchttragendes Land aus beiden!» Der alte Herr nahm die kalte, blasse Hand des Mädchens in d« seine und fuhr fort: «Nicht umfonst heißt es im Glaubensbekenntnis von unserem Erlöser: Niedergefahren zur Hölle . . . Unserem erhabenen Meister nach sollen wir hinunter« steigen in die Hölle, in das Dunkel unseres alten, sündigen Adems, uns erst selbst erkennen in unserer ganzen Schwachheit und Erbärmlichkeit und dann aus der Nacht des Jammers und der Reue Stufe um Stufe aufsteigen zum Licht — dahin, wo das treue Gottesauge zu uns herniederlächelt, wo uns ein,Hoffe!< entgegen« tönt. Hoffe, wie die winterliche Erde auf den Frühling! Cs muss ein Frühling werden!» Leise gieng er hinaus. Die da drinnen musste nun sich selber überlassen bleiben. Er war voll guter Hoffnung, der alte, menschenfreundliche Mann. Sie rang ,eht mit sich selber, dass wusste er. Leben und ^ lampsten »n ihrem Innern miteinander um den 12. Dass ihnen vor lauter Wiedersehensjubel nichts zugestoßen war, dass sie in all der Freude ihre fünf Sinne beieinander behielten, die beiden alten Leutchen, das war wirklich zu bewundern. Vor einer Stunde hatten sie sich ihren Siegfried, ihren «Ehinefen», wie sie ihn unter Lachen und Freudenthränen nannten, vom Dampfschiffe geholt; jetzt saß er zwischen ihnen auf dem Sofa, Mütterchen hielt seine rechte, Onkel Heitzinger seine linke Hand umschlossen und dabei redeten sie von beiden Seiten auf ihn ein, alle möglichen Fragen follte er beantworten, und dazwischen ertönten immer wieder erfreute Ausrufe über da« gute, gesunde, blühende Aussehen des Heimgelehrten. Martha Kareinus schenkte am Kaffeetifche die Tassen ein; mit lächelnden Augen streifte sie dabei das Glück im Sofa. Der hübsche, stattliche Mann mit seinen gewinnenden Manieren und dem schlichten Wesen entsprach dem Bilde, das sie sich immer von Siegfried Holthaufen entworfen hatte; zum Theil übertraf seine Erscheinung sogar ihre Erwartungen. «Wenn ich aber Fräulein Marthas leckerem Kuchen die gebürende Ehre anthun soll, müsst ihr mich schon freigeben!» rief Siegfried lachend. «Warum hat man auch nur zwei Hände, wo man oft genug deren vier gebrauchen könnte?» Sie lachten und scherzten und wurden bis zum sinkenden Abende nicht müde. Erlebnisse auszutauschen. Erwneruna/u zu wecken uud sich erzählen zu lassen. was in der Ewigkeit der letzten zwei Jahre s'H und drüben ereignet hatte. .. ^r s^l Wovon das Herz voll ist, davon läuft ^M über. Gegen Abend, als Martha in der Küche "^M' war, konnte Frau Marie die Frage "A "Achtel wie dem lieben Heimgekehrten denn das Pfleg des Hauses gefiele. n-berM"2 «Sehr gut!» fagte Siegfried m,t UebH ^ «Ich bln m keiner Hinsicht enttäuscht, °W i^ ^ euren Schilderungen und Lobeserhebungen ^ n" Wartungen ziemlich hoch gespannt wa«?-^D^ nicht aufzählen, wievielmal in eueren ""^ , j« " ,Martha< wiederlehrte; da« geht sch"" ^ine ^, vierziffrigen Zahlen. Anfangs hegte lch ' § I" fürchtungen betreffs diefer HausgenoW. feldt'sche Blut---------. ^jn. ^. «Kein Tropfen!» versicherte Frau ^"^iehst,^ prächtiges Mädchen mit einem Goldherze"' ch e>" Sigi, wenn du einmal Umschau hä"!' ^ ^ Frauchen — solch eine Tochter, die ware ^ meiner alten Tage!. , Schultet si, Siegfried legte feinen Arm um °'e ^ich.^ alten Dame; sein lachendes Gesicht wurde?" M" «Lieb Mütterchen, thue mir den ""s^as V,.,. und rühre nicht an dem Punkt!» bat "-^ira^s wir gehabt. Ich werde mich nie meyr ^?, g» «Herrgott l Ist das noch mcht A ^O <,, Frau Marie erschrocken. «Denkst du l"w^M das herzlose Geschöpf, an die jetzige ,5"" Siegfried schüttelte den Kopf. (Fortsetzung folgt.) ________________________________________527____________________ 23. März 1900. zur 2°,?^ ^^ "urben ^ ^nzen 400 Objecte b°"e2iN"^" (chemischen, mikroskopischen und dechlben 1^"^ Untersuchung eingeschickt; zur Prüfung forderl ü^"" ^r 2000 Einzelbestlmmungen er-D°r ^f"""""iche Proben langten aus Kram ein. und '23' -ml "" "°" Behörden 63. von Corporationen "no don Privaten 194. zusammen 400 Objecte. 2°»'dw" sH«5?"^ungen berührten das Interesse der witteln s^', ^üfung von Nahrungs- und Genuss-dustnelle?ck ^"^""^" ^^ gewerbliche und in- Versuchungen im Interesse der Land- >. wirtschaft. Vievon wurden eingesendet: ^wirtschaftliche Sämereien 125 Proben Düngemittel . 2 . 3°"°ffel. ..'''' , . «aer. und Weinbergerde. . 9 . «ienenwachs . , . Pflanzenschädlinge . . . ^ 2 . Zusammen . . 142 Proben kr Landw^^"^^^"" »eht hervor, dass von Seite Anspruck". '^ Versuchsstation in erheblichem Maße in ^Weisel z3.s/'""'" ""^e. Es unterliegt jedoch leinen, stress ^. n°."'.^'" ^biete, und zwar vor allem "nd der T« "" "suchung landwirtschaftlicher Sämereien ltisiet werk-" ,« ^^ Samenhandels Ersprießliches ge. ^ i« Kr«?« -!"'^' lts sei nur nebenbei bemerkt, dass l^t der W« ^" Samenhandel hinsichtlich der Qua-^»"encvntrnl/ . ^ besonders gut bestellt ist. Mit der lch°n au??' ^°""° l'lh die Anstalt im Jahre 1899 ^ über t>i! ^""^ "'^^ genügend beschäftigen, weil ^lfügt unk ü ^'^" wissenschaftlichen Hilfskräfte nicht jungen st«., l ^'«"or mit anderweitigen Unter-ledvch die N« l ^"spruch genommen wurde. Es wurde l""s schon i^'?^ ^""^"' bafs auch in diefer Rich-^hrt w^^^" !900 das Erforderliche wird durch. ^ Untersn^""" 'Ulyungen von Nahrungs- und .. wenussmitteln. Nei7 ^"" ""gesendet: Bier ' - !03 Proben ^ln '.'.'. ^ ' bewein"' "^^^ b ' Wg. '..... l . Wasser '..... l ' Viehl ' - - - 26 . Nttch' '..... 5 - Vrot. . .' - ' Honig ' '..... l . ' ' ' ' l . Zusammen . . i81 Proben ^ ""d 60 ^"°^"^" Weinproben wurden 62. so-R^^ntweder ^s,""?'^t. ^ie beanständeten Weine 3 ^°in oder^ :"""' °d" Gemische von Obstmost w? ^nabme^ Zeugnisse (Kunst^ine). ft?wurd^n' °^° Wnannter -Weinessenzen, her. U" llssH/ußerdem hatten mehrere Weine einen Ehrung ^Mch. andere befanden sich in fauliger in N"l" wurden «Nftändet. '" Untersuchung eingeschickt; alle wurden H> GeVni^ ""'^ neun Proben zum ^V^de inficl^ ?^ ^"s"t erklärt, da fie durch « eine P /K enen; "ne Probe Mehl war ^°"ll war m: ^°bm mit Mehl vermischt, eine """« u. s. ^ "" Wasser verseht und befand sich in ''^^^w?r^^^«bustrielleund dievou^'bllche Zwecke, ^llftein" " "'"""'det: ^U"- ' ' ' »Proben ^""^)- , ,^ ^ . ^ ^ ^ > ! ^^1^^ . 1 Wammen . . 46 Proben (EH«!« solgt.) Laibacher Gemeinderath. Im weiteren Verlaufe der vorgestrigen Gemeinbe-rathssthung berichtete Gemeinderath Zujel über den projectierten Bau der Kaiser Franz Iosef-Nrücke an Stelle der gegenwärtigen Fleischerbrücke. Bekanntlich befindet sich die gegenwärtige hölzerne Brücke in einem schlechten Zustand und hat daher schon anlässlich des vierzigjährigen Regierung«. Jubiläums Seiner Majestät des Kaisers der Gemeinderath den Beschluss gefafst, dieselbe durch eine Brücke solider Con-struction zu ersehen. Die bezüglichen Pläne wurden bereits ausgearbeitet, und sollte die Brücke nach dem System Monier hergestellt werden. Mittlerweile aber war die Frage der Entsumpfung des Laibacher Moores und damit in Verbindung auch der Einengung des Laibachflussbettes in ein neues Stadium getreten, und es schien angezeigt, den projectierten Brückenbau erst in Angriff zu nehmen, nachdem mit den Entsumpfungsarbeiten begonnen worden wäre. Wie die Dinge derzeit stehen, ist jedoch der Beginn der Entsumpfungsarbeiten noch in die Ferne gerückt, da die complicierten wasserrechllichen Verhältnisse noch nicht so bald gelöst sein dürften. Die Brückenbaufrage aber erheischt eine baldige Lösung; deshalb hat Bürgermeister Hribar mit dem Berichte vom 16. October 1899 alle den Brückenbau betreffenden Acten. Entwürfe und Vor. anschlage an die Vausection mit dem Antrage geleitet, beim Gemeinderathe die Genehmigung des G. A. Vaysz'schen Projectes nach dem Moniersystem zu erwirken. Doch wären die beiderseitigen Quaimauern vorerst in »usponso zu belassen und erst nach erfolgter Einengung des Flussbettes auszuführen. Die Baulosten der Brücke würden sich auf circa 102.000 st. belaufen. Für den Brückenbau ist der Betrag von »5.500 fl. bereits reserviert, während das restliche Erfordernis per 14.500 st. aus den Ueber-schlissen des städtischen Lotterie-Anlehensfondes gebeckt werden könnte. Referent Zujel beleuchtete die Brückenbaufrage in ausführlicher Weise und besprach eingehend die vor-liegenden Projecte. Das Vaysz'sche Project wäre aller-dings in erster Linie zu berücksichtigen, da nach dem-selben die Brückenconstruction im Falle der Einengung des Flussbettes nicht geändert werden müsste. Trotzdem konnte sich die Bausection für das System Monier nicht erwärmen, da dasselbe in der Praxis sich noch nicht genügend bewährt hat und eine eventuelle Katastrophe die Finanzen der Stadtgemeinde schwer belasten würbe. Der Referent stellte namens der Baufection den Antrag, eS sei nach einer von ihm entworfenen Skizze eine eiserne Brücke, 33 m lang und 15 in breit, zu erbauen, deren Profil nach Entfernung der Joche 5 ,n« mehr betragen würde, als dies gegenwärtig der Fall ist. Der Wasser-absiuss wäre auch beim höchsten Wasserstande ungehindert und frei. Würde nun das Flussbett nach dem Pod« hagsly'schen Projecte auf 21 n, eingeengt werden, so könnten nach Errichtung schmälerer und niederer Quai-mauern beiderseits je 6 iu breite Unterfahrten hergestellt werden. Die Höhe der Unterfahrten würde circa 4 iu betragen und auch für die größten Lastwägen genügen. Die Baukosten würden sich auf etwa 50.000 Gulden be. laufen. Der Referent stellte schließlich folgenden Antrag: 1.) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, einen Local, augenschein auszuschreiben und zu demselben auch den Morastculturausschuss und sämmtliche Interessenten einzuladen. 2.) Sollten gegen einen derartigen Brückenbau leine Einwendungen erhoben werden, so sind die Detail-Pläne für die projectierte eiserne Brücke bei der Firma R. P. Wagner als dem billigsten Offerenten ehestens aus-arbeiten zu lassen. 3.) Desgleichen sind Skizzen und Voranschläge für die Quaimauern und Rampen sosort herstellen zu lassen und das ganze Operat dem Gemeinderathe vorzulegen. Dieser Antrag wurde nach einigen Bemerkungen des Vicebürgermeisters Dr. R. v. Blei weis und der Ge-melnderäthe Vroselj undPavlin, welch letzterer die vorgebrachten Bedenken gegen das System Monier nicht zu theilen vermag, mit großer Majorität angenommen. Gemeinderath Pavlin berichtete über die vom Euratorium in Aussicht genommene Activierung eines Handelscurses an der städtischen höheren Mädchenschule. Der Unterricht in diesem nicht obligaten Curse würde Arithmetik, Buchführung. Handelscorrespondenz, Handels-und Wechselrecht umfassen und derart einzurichten sein, dass die Frequentantinnen sowohl in slovenischer als auch in deutscher Sprache ihr Wissen bethätigen könnten. Das Schulgeld würde fünf Kronen monatlich betragen. Außer den Frequentantinnen der höheren Mädchenschule sollen auch Mädchen mit entsprechender Vorbildung Ausnahme finden, wenn sie die vorgeschriebene Aufnahmsprüfung aus der Arithmetik bestanden haben. Gemeinderath Subic begrüßte den Antrag des Curatoriums mit Befriedigung, erwartet jedoch nur dann einen günstigen Erfolg, wenn der Unterricht einem praktisch bewährten Lehrer anvertraut werden würde. Um den Curs auf eine breitere Grundlage zu stellen, beantragte Kemeinderath Subic. dass die projektierte Aufnahmeprüfung fallen gelassen werbe. j Nach längerer Debatte wurden die Anträge des Referenten unverändert angenommen. Das Niveau für die Cegnar- und Holzapfelgafse in Ubmat sowie für die Hilschergasse in ihrer Verlängerung bis zur Vleiweisstraße wurde nach den vorgelegten Plänen genehmigt, die eingebrachten Recurse gegen die Einengung der Spinnergasse auf die Breite von 16 in sowie gegen die angeordnete Beseitigung der Auer'schen Baracken an der Wienerstrahe wurden abschlägig be-schieden. Das Gesuch des Laibacher Lehrervereines an den lrainischen Landtag um Verbesserung der materiellen Lage der Lehrerschaft wurde nach warmer Befürwortung seitens des Referenten <ö u b i c zur Berücksichtigung empfohlen und sodann die Rechnungen über die Ver-Wendung von verschiedenen Schuldotationen über Antrag des Berichterstatters Dimnil ohne Widerrede genehmigt. Den städtischen Lehrern L. Armir und I. Ceftuder wurde für den Unterricht in der Schulwerlstätte eine ständige Remuneration von 240 X jährlich zugesprochen und schließlich der Frau Sibonie Schrey für die Ab« tretung einer Grundfläche von 419 ,n« hinter dem «Mestni Dom» eine Entschädigung von 900 fl. bewilligt. Sodann wurde die Sitzung um 8 Uhr abends ge-schlössen. _____________ — (Die Wiedervermählung der Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stephanie) Gestern um 11 Uhr vormittags hat in der Schlosslaftelle zu Miramar die Vermählung der Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stephanie mit dem Grafen Eleme'r Lönyay de NagY'Lünya et Näsäros-Näme'ny stattgefunden. Den Trauungsact vollzog der Hof- und Vurgpfarrer, Bischof Dr. Laur«z Mayer, unter Beihilfe des Hoflaplans Mon» signore Dr. Augustin Fischer-Cvlbrie, des bischöflichen Sccretärs Ludwig Eilowic aus Trieft, sowie des Verwalters der Pfarre ilonto.Vello, zu der das Schloss Miramar gehört, Josef Strzimar. Bei der Erzherzogin übte Graf Eduard Lholoniewsly-Myszla das Amt als Beistand aus, bei Graf Eleme'r Lönyay dessen Bruder Graf Gabor Lonyay. Außer den Vorgenannten wohnten dem Trauungsacte und dem um 1 Uhr fol» genden De'jeuner bei: Gräfin Emma Gondrecourt - Stolberg. Gräfin Therefe Palffy und Gräfin Melanit Szechenyi. ferner der Leibarzt Hofrath Dr. Franz Auchenthaler. Erzherzogin Stephanie trug eine silver-graue O5po ä« odin« Kleidung, die mit Spitzen reich umfäumt war. Die Neuvermählten werden einige Tage in Miramar verbleiben und fodann abreifen. Das Reiseziel ist unbekannt. — (Militärisches.) Zur Kriegsschul - Hauptprüfung wurden einberufen: aus der Infanterie die Ober-lieutenante Rudolf Pfeiffer des Infanterie-Regiments Nr. 1? und Zdenko Malec des Infanterie-Regiments Nr. 27, die Lieutenant« Karl Hanf und Georg Spatzier des Infanterie-Regiments Nr. 17 und Franz Pal icka des Infanterie - Regiments Nr. 27; aus der Iägertruftpe der Oberlieutenant Lothar Sw 0 b 0 da und der Lieutenant Karl Parac des Feldjäger-Bataillons Nr. 7; aus der Feldartillerie der Oberlieutenant Milan Ritter von B l e iwei s-T r ftenisk i des Divisions-Artillerie-Regiments Nr. 9. — (Veränderungen im Politischen Dienste.) Der Nezirlscommissär Ernst Freiherr von Schönberger wurde der Vezirkshauptmannschaft Krainburg, der Nezirlscommissär Sylvester Domicelj dem l. l. Lanoesschulrathe zur Dienstleistung zugewiesen. — (Personalnachricht.) Dem Director des Staatsgymnasium« in Capodistria, Schulrath Jakob Babuder, wurde anlässlich der von ihm erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand die Allerhöchste Anerkennung für seine vieljührige, sehr ersprießliche Dienstleistung bekanntgegeben. — (Telegraphen- und Telephon-Verkehr im Küstenlande und in Krain im Monate Februar 1900.) Die Gesammtzahl der bei den t. l. Staats - Telegraphenstationen des Post-directions bezirles Trieft im Monate Februar I90l) behandelten Telegramme betrug: Im Küsten lande 204.306. hievon aufgegebene 40.474, angekommene 46.511. übertelcgraphierte (Tranfit) ,17.321; von diesen entfallen auf Trieft aufgegebene 27.46«. angetommene 31.679. übertelegraphierte 108.293; in Krain 24.877. hievon aufgegebene 5932, angekommene 7303. übertelegraphierte 11.642. Telephon-Verlehr: ») im illtcrurbllnen Telephon - Verkehre wurden in derselben Periode abgewickelt in Trieft 1767, in Abbazia 512, in Pola 70 und in Laibach 185 Gespräche; d) im urbanen Telephon-Verlehre wurden vermittelt: in Trieft 245.000, in Pola 6300. in Görz 4312. in Abbazia 2177 und in Laibach 13.340 Gespräche. — (Die Bezirlsspar- und Vorschuss-casse in Idria). registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung, hielt am 18. d. M. ihre ordentliche Generalversammlung ab. Das Vermögen der Genossenschaft belies sich E.ide 1899 aus l.053.676 k 22 k. Die Generalversammlung bewilligte folgende ! Unterstützungen: dem Eynll- und Methodvereme m Laibach ^NX) l<, dem NMettzvneine m Idrw 100 k, den stn- Laibacher Zeitung Nr. 67. _________________ 528______________________________________________23. März 1900^ willigen Feuerwehren, und zwar in Idria 100 k, in Sairach 50 T und in Schwarzenberg 50 15, den Volks« schulen im Gerichtsbezirke Idria 680 3, dem Unter-stützungsvereine für Hochschüler in Graz 50 T. der neu errichteten Bezirtslranlencasse in Idria 400 X, dem Bau« und Versicherungsvereine in Idria 400 15, dürftigen und fleißigen Studierenden an Mittelschulen 470 k. Der Rest von 5000 15, welcher sich aus dem Reingewinne ergab, wurde dem Reservefonde, der zu Ende des Verwaltungsjahres 24.281 k 99 k betrug, zuge-schlagen. — In den Verwaltungsausschuss wurden gewählt: Johann Gruden (Obmann), Matthäus Smul, Franz Goli, Johann Vogelnil, Valentin Lapajne, Franz Nagode, Johann Turk und Franz Kos. V. — (Von der Staatsbahn.) Die am 23. Jänner 1900 Verlautbarte und mit Erlass des Eisenbahnministeriums vom 3. Februar 1900 genehmigte Herabsehung der lagergeldfreien Zeit für gewöhnliche Frachtgüter sowie die Erhöhung des Lagergeldes für diese Güter wurde am 7.d.M. aufgehoben. Infolgedessen traten die normalen Lagergelder und die normale lagergeldfreie Ieit mit diefem Tage wieder in Kraft. —ik. — (Fabrik für Installation städtischer Anlagen.) Die Präger Maschinen-Actiengesellschaft hat einen neuen Fabrilszweig in Oesterreich, nämlich die In« stallation städtischer Anlagen, und zwar insbesondere die Einrichtung von Schlachthäusern, Markthallen und Cadaver-Verarbeitungsstationen, mit einem großen Kostenaufwand und in einer allen modernen Anforderungen entfprechenden Weife eingeführt. Der bezeichnete Productionszweig, der für die Pflege der sanitären und Veterinären Interessen von besonderer Vedeutung ist, war bisher der österreichischen Industrie fast völlig verschlossen und der dies-fällige Bedarf wurde meist durch Fabriksunternehmer des Auslandes gedeckt. Die Bemühungen der Prager Maschinen-Actiengesellschaft, die ausländische Concurrenz auf diesem Gebiete der Production zu verdrängen und den Wert heimischer Erzeugnisse zur Geltung zu bringen, kommen den wirtschaftlichen Interessen des Inlandes zugute und verdienen daher Förderung und Unterstützung. Im Ein« vernehmen mit dem Handelsministerium hat das Mini« fterium des Innern die unterstehenden Behörden angewiesen, in geeigneter Weise dahin zu wirken, dass Lieferungen für derartige städtische Anlagen seitens der autonomen Organe thunlichft nicht mehr an ausländische Firmen vergeben werden und die einheimische Productions-kraft ihre entsprechende Würdigung finde. —«. — (Ein treuer Diener.) Man schreibt uns aus Krainburg: Vorgestern wurde in Schloss Egg der seit 64 Jahren in der Freiherr Iois'schen Familie be« dienstete Verwalter Herr Johann Hribar, aus Wocheiner-Feistritz in Overtrain gebürtig, zu Grabe getragen. Welcher Beliebtheit sich der goldtreue Mann, der von Seiner Majestät mit dem silbernen Verdienstkreuz und der Jubiläumsmedaille für 40jährige Dienstzeit ausgezeichnet wurde, zu erfreuen hatte, beweist das so zahlreiche Ehrengeleite zur letzten Ruhestätte, welches sowohl aus Honoratioren und Freunden aus Krainburg wie aus der Landbevölkerung der Umgebung bestand. Die Leiche des Verblichenen wurde am Ortsfriedhofe zu Predahel, in nächster Nähe der Freiherr v. Zois'schen Gräber, beigesetzt. Unter den Leidtragenden waren außer der Familie des Verstorbenen und der Schlossherren, des Bürgermeisters aus Predaßel Herrn Zabret, Herr kaiserlicher Rath Bürgermeister Oavnil mit Sohn. Herr Dolenz mit Sohn, Herr Sajowih mit Frau und viele andere Damen und Herren aus Krainburg und Umgebung erschienen. Herr Hribar hatte in seltener Treue durch drei Generationen vier Herren gedient. Ehre seinem Andenken! .*, (Mit dem Rettungswagen.) Der 80jährige. an der Südbahnstraße Nr. 26 wohnhafte Franz Baron Schweiger, ein Junggeselle, hantierte gestern abends in seiner Wohnung mit einer Petroleumlampe so unvorsichtig, dass dieselbe umstürzte und sich das Petroleum entzündete. Baron Schweiger wollte das Feuer löschen, es geriethen aber hiebei noch seine Kleider in Brand, und da er diese von sich herunter zu reihen versuchte, verbrannte er sich an den Händen und erlitt nicht unbedeutende Verletzungen. Auf seine Hilferufe kamen einige Hausgenossen herbei, welche ihn mit Wasser begossen und das Feuer löschten. Von dem Vorfalle wurde die Rettungs« station verständigt und es fuhr der Rettungswagen mit dem Polizeiarzte Dr. Illner zur Wohnung des Baron Schweiger. Der Polizeiarzt ordnete die Ueberführung desselben ins Landesspital an. .«.(Oeffentliche Gewaltthätigkeit.) Der Vagant Anton Nvbel aus Laibach wurde am 21.d.M. von dem Sicherheitswachmanne Martin Hudalec beim Vetteln im Grajzar'schen Hause an der Wienerstrahe betreten und verhastet. Avbel stellte sich hinkend und erzählte den Leuten im Hause, er sei aus dem Spitale gekommen. Bei der Cscortierung widersehte er sich dem Wachmann und wollte durchaus in die Pavlin'sche Schnapsbude an der Wienerftrahe gehen. Da ihm der Wachmann dies verweigerte, stürzte sich Nvbel auf denselben und wollte ihm den Eäbel entreihen. Als ihm vies nicht gelang nahm er einen Stein und wollte mit d^em au5 d«n Wachmann l°«W«,en. 5Xr Wachmann warf hierauf den Avbel zu Boden und fchloss ihn mit, Hilfe eines Officiersburschen. Avbel musste dann mittelst eines Handwagens in den Arrest transportiert werden. — Am selben Tage vergriff sich der fahrende Musikant Johann Kobersly aus Mannsbnrg an dem Sicher-heitswachmanne Johann Zabkar, als ihn dieser zur Ausweisleistung verhielt. Kobersly riss dem Sicherheits« wachmanne die Erinnerungsmedaille von der Brust und zerriss ihm die Blouse. Auch wollte er den Wachmann zu Boden werfen, allein dies gelang ihm nicht. Mit Hilfe eines Dienstmannes und eines zweiten Wachmannes wurde Kobersku geschlossen und verhaftet. .*. (Roheit.) Der beim Hausbesitzer und Kohlenverschleiher Valentin Vuga bedienstete Knecht Johann Ljubit stieß in einem Zornanfalle das Pferd seines Dienstgebers mit einem offenen Messer in den Bauch und in den Fuß und verletzte dadurch das Thier ziemlich bedeutend. Ljubiö wurde verhaftet. — (Schadenfeuer.) Am 17. b. M. brach in dem der Besitzerin Anna Stanlo aus Haselbach gehörigen Stalle in Nirlendorf ein Feuer aus, welches in kurzer Zeit den Stall, etwas Heu und drei Leintücher der in dem etwa zehn Schritt vom Stalle entfernten Hause wohnhaften Eheleute Johann und Anna Pirc einäscherte. Eine Kalbin und ein Schwein, welche sich im Stalle befanden, konnten noch rechtzeitig gerettet werden. Das Object dürfte durch einen der von» Jahrmarkt aus Gurlfeld heimlehrenden tabakrauchenden Passanten angezündet worden sein. Der Schade wird auf etwa 200 X geschäht; diesem Betrage steht eine Versicherungssumme von 300 X entgegen. —o. — (Unfall.) Der in Trifail wohnhafte Partieführer der l. l. priv. Südbahn, Johann Santik, war am' 18. d. M. vormittags mit dem Verladen eines Räder-^' Paares in der Station Trifail beschäftigt. Hiebei bediente. er sich einer eisernen Stange, welche ihm aber plötzlich durch die Rücklast aus den Händen gerissen wurde. Dadurch wurde sein linker Fuß zwischen die Stange und die Schwellen eingeklemmt und so schwer verletzt, dass Santit, in seine Wohnung transportiert werden musste. —ilc- — (Heilserum-Erfolge.) Im Jahre 1899 wurden im politischen Bezirke Krainburg 5 leicht,! 13 mittelschwer und 38 schwer an Diphtheritis erkrankte^ Kinder und eine erwachsene Person mit Antitoxin be«, handelt. Von denselben sind 44 genesen und 12, darunter, 7 von den schwer erkrankten und 3 von den im späteren! Krankheitsverlaufe Geimpften, gestorben. Immunisierung««, Injection« wurden zwei gemacht; die betreffenden Kinder blieben gesund. — c>. — (Die diesjährige Pferdeclassi-ficierungimVerwaltungsbezirkeGurk-feld) findet an nachbezeichneten Tagen des Monates Mai statt: am 12. in Ratschach für die Ortsgemeinden St. CruciS, Ratschach, Savenstein und Dvor; am 14. in Gurkfeld für die Gemeinde Gurkfeld; am 15. und 16. in Munlendorf für die Gemeinden Zirkle, Großdolina und Tatez; am 17. und 18. in Arch für die Gemeinden Vuöla, Arch, Nründel; am 19. in Landstraß für die Ortsgemeinden Heiligenkreuz und Landstraß; am 21., 22. und 23. in St. Barthelmä für die Ortsgemeinbe St. Barthelmä; am 25. und 26. in St. Cantian für die Ortsgemeinden St. Cantian und St. Margareten; am 28. in Nassenfuß für die Ortsgemeinden Nassenfuß, Trebelno und TrMe; am 29. in St. Ruprecht für die Ortsgemeinde St. Ruprecht. Beginn jedesmal um 7 Uhr früh. —o. — (Festgenommene Auswanderer.) Am 18. d. M. wurden die ftellnngspflichtigen Arbeiter Ivan Kohut, Michael und Wasil Popowczal, als sie in der Bahnstation St. Peter Reisekarten nach Udine lösten, vom Gendarmerieftosten daselbst verhaftet und dem l. k. Bezirksgerichte in Adelsberg eingeliefert. Die Genannten hatten auf falfche Namen lautende Documente bei sich. I. — (Pettauer Marktbericht.) Der Auftrieb am 21. d. M. betrug 120 Pferde, 180 Kühe, 25N Ochsen, 190 Stück Jungvieh und 371 Schweine. An Geflügel wurden circa 600 Stück aufgebracht. — Nächster Grohviehmarkt am 4. April, nächster Schweinemarkt am 28. d. M. Theater, Kunst und Literatur. — («Ueber Land und Meer.») Einen hervorragenden Platz im neuesten Wochenheft von «Ueber Land und Meer, (Deutsche Verlagsanstalt in Stuttgart) nimmt Paul Heyse ein. der geistvolle Dichter, der am 15. März sein 70. Lebensjahr vollendete. Die Würdigung des Poeten begleitet eine Wiedergabe des von Franz von Lenbach gemalten Porträts wie ein Bildnis nach neuester photographischer Aufnahme. Dazu gesellt sich ein in Fac-simile wiedergegebener Glückwunsch, den Vjörnstjerne Björnson, der berühmte skandinavische Poet, dem gefeierten Dichter sendet. Vervollständigt wird das Albumblatt durch das Porträt Vjörnsons. — Den Bildern vom südafrikanischen Kriegsschauplatz reiht sich eine reliefartig ausgeführte Karte an, auf der sich die Entwickelung und der Fortgang der Kämpfe genau verfolgen lassen. Aus der Fülle der das Leben der Gegenwart wiederspiegelnden Beiträge und Bilder heben wir die Porträts der Hauptdarsteller im Oberammergauer Passionsspiel hervor. Ueber den Vilberschmuck ist natürB der literarische Inhalt nicht vergessen. In dem M° beginnt eine humorsprudelnde Erzählung: «wapn«' Simic. von Karl Herold, die sich im heutigen AegYP"' abspielt, und hierauf folgt eine fesselnde Novelle v° I. I. David: «Die Troika». Der Theaterlundige M leicht herausfinden, dass dem Dichter als Urbild des ye^ einer der berühmtesten deutschen Bühnenkünstler ^ gllmil Dawison — vorgeschwebt hat. ^ — («Uöit6lj»ki 'lovariü..) InhaU^ neunten Nummer: 1.) Zur Regulierung der GeM' 2.) Kritische Stimmen. 3.) Der Rechtsanwalt des Leym-. 4.) Correspondenzen. 5.) Vereinsmittheilungen. 6.) «" theilungen. 7.) Amtliche Lehrstellen-AuSschreibungen. Alle in dieser Rubrik besprochenen literarischen ^ scheinungen sind durch die Buchhandlung Jg. v.""' mayr H Fed. Namberg in Laibach zu beziehen. Telegramme des k. k. Telegraphen-Torrespondenz -Bureaus. Brände. l Lemberg. 22. März. In Kolbuszowa 'st ^ dem Ringplatz ein Vrand ausgebrochen, welcher Ml"» des Sturmwindes rasch um sich griff und 200Gevau^ darunter die Schule, das Vicariat und das 6"°'^ Evidenzhaltungs - Bureau, einäscherte. Die Acten letzteren wurden gerettet. 600 Familien wurden un ^ stands- und brotlos. — In Cieszanow brach, wahres ^ Feuerwehr im benachbarten Orte beschäftigt ^l, . Brand aus, welcher zehn Häuser, darunter das ^> gebäude und die Apotheke, zerstörte. Bei beiden Ära" ^ betheiligte sich das Militär mit großer Gravonr der Rettungsaction. Der Krieg in Hüdafrika. . Kronstad. 23. März. («Reuter-MeM"g^ Gatacrewurde bei Aethulie unter groft Verlusten zurückgeschlagen. Viele »l"> länder sind gefangen. _,,jdet London, 22. März. «Reuters Bureau» m aus Lauren^o Marquez: Eine den 'Digger"/^,, am 17. d. M. zugegangene Depesche aus

Wien, 22. März. Seine Malestal ^ck ^ hat dem Generalstabschef Freiherrn vo' „ch^ lässlich seines siebzigsten Geburtstage« e>" ^ z^ ^c künstlerisch ausgestattete Schreibtischgar" ^: ^- / schenke gemacht, welche die Insch"'^l>es.' Ul. Kaiser und König dem Chef des Genera" .^l," reiche Erzherzoge haben ihre Olüclwun^ j^frLfrilunfl Kt. 67._______________________________529_____________________________23 „j 1900. Augelommene Fremde. U b«ttl Stadt Wien. Mt! Relenielt.^^ ^°"", Reingruber. «eich, Hostmg, K!m/Eisne?„ ' ^, Kantz, Neisenbe, Wien. - Demsar, Aencdia -. «^"^lhart. Gr-ANersdorf. - Mally, Kfm., ?ng: 6tel?^cü°"^"st - H rling, Oresnil, blilan't WA 7'Procks^ Simrnch. Reisende- Herlinger, Fa-' Wd«te a,ra. ^«^l""''' «"""". Private, Wien. -Kehler. ' uz- - Mmann, Private; Schmidt, Reisender. Prag. «m 21 «n,- b"el Elefant. ».Kolalj. Lehrer ^I!3"^"' ^iher. s. Frau. Klagenfurt. «ulMM, FeliK' ^Usberg. - Stuller. Beamter; Scharz. 7^'lh< l'u^l ^^^ 3k"". l- u. l. Förster/Tolmein. U?°u. - Fuchs' ^"«nschlffsfähnrich, Pola. ^ Vehiem. Kfm.. V«-. NudV^'^'H"^ ^ ?l"""' Fischer. Schwimmers N"l' !. Frau iiuw^ «' 3'"^er. Voith. Nona, Steinfeld. W?„ Nen ^'NfH' 3"^: Schonwald, Reich. Taborsly. ^Gablonz. ^' ^' N"'-. s. Frau. Fürstenfeld. - Flusses "m 3o , Verstorbene. ^ltn°Ht 39. MllrasH^" ^^'^' ^^wächterSwitwe, 7b I., Am 21. März. FriedrichlVeltram, Locomotivführerssohn, 8 M., Maria Theresien Straße 9, Uronotliti8 en.p>I!»r,8. — Maria Korosec, Nrbeiterötochter, 9 M., Sallocherstraße 13, Fraisen. — Johann «oval, Aufseher, 4b I., Vohoriögasse 30. Lronelnti» cllpill»ri8. Am 22. März. Albin Bonkar, Anstreicherssohn, 14 M., Triesterstrahe bb, Lungentuberculose. — Anna Tavcar, Tischler. Meistersgattin, 56 I., Karlstädterftrahe 10, U^rop» univsr- 3»ll8. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Veehvhe 306-2 ru. Mittl. Luftdruck 736 0 rum, «., 2U.N. 728 6 ii 9,-^MndftiÜ bewvltt l^ . Ab. 727 3 7-2! windstill «egen 23 l Ž U. Mg. ,727-1, b 3 SW. schwach theilw. heiter^ b 7 Da« lagesmittel der gestrigen Temperatur 8 4' Normale: 4 8». ««antwo«tllche« «edacteu«: «nton Funt«l. Aanöestheater in Aaibach. 100. Vorstellung. Gerade. Freitag, den 83. März Benefiz des Kapellmeisters Camillo Hilbebrand. Emerich Schreiner aus Graz als Vast. Novität! Zum erstenmale: Novität! Enoch Arden. Oper in einem Aufzug. Dichtung frei nach Tennyson von Karl Wilhelm Marschner, — Musit von Victor Hausmann. Vorher: Norspiel zu „Hers« Tod", für grohe« Orchester, von «a «iNo Htldebrand. Hierauf: Adelaide. Genrebild mit Gesang in rinem Act von Hugo Müller. Ansang halb 8 Uhr Eudl gegen ll) Uhr Schüler-Farben in großer Nntwahl bei Vrüber «berl, Laibach, Kan« ei^canergasse. Nach auswärts mit Nachnahme. (837) II—l «.«.„.^,.. Course an der Wiener Börse vom 22. März 1900. «»«>.«, ««.50 'W ^'°"«°!° üü« st » U° ,??'" " «" 'Ur " ll»o 3'V !?^""«« >»« " l W. 4"/,......... «l»z>d W?ü ffranz Jolts'«,, «m. ,»84, (blv. S») sllb,. 4°/,..... ««50 »7 - «a!i»llcht »ail. lluotol«. «ahn. (dlv. T<,) Lllo, 4°/. . . . W — WA» Vorarlbergei «ahn, « »3 7U 4"/<> dlo. bto, dlo, per Ultimo . l» ün 93 70 Un«, 3l.. iu ldl 20 bto. dlo, Silber iuo fl. . . . ,ou «> iUl ü!) b»o, Tlall!«.0blla, (Un«, Ostb.) v. I. 1»7i«. . »»4« »»10 dto. Vräm..«.^ioafl, —llovllr. l«4 — l«ü — dto. bto, «l bO fl.--»UOlrr. l«8«>l»4b0 Thtih.«e«..«ose 4"/, .... ,4l'5O 14» » 4"/, unaar. /^ähl. verl. <°/«......... »9 bft «na«, blo. dto. üftjHhr. verl. 4°/„ . »»«»^00 «) Sparcaff,,l.»st,.S<,I..vfrl.4«/„ 's» ib loo »5 Gsenbahn.ßriorllät>' Pbligatlonen. Ferbinanbs'Norbbahn Hm. l»»8 »? 60 9» 40 Oesterr, Äorbweftbahn . , . 107-üN W8 üft Ltaatsbahn....... 8? bv! 88-»5 Vüdbahn il 3"/„ verz. Iünn.'Iul! e» »0! 70 »0 dto. il »°/,...... »»'»5ioo-»5 Unz'gallz. N«hn..... »05 »0 10» 30 4°/, Unlerlrainer «ahnen . . »»'»5 —— Diverse z«se (per Ntück). Verzlnsliche Uose. »«/» BodencreditUole <«»,. vetterr,, bOV fl. »M. . . ?» W 7» 50 Dul«obenbllchei «»Ä. 400 Kr, '« 75 14» 75 Ferdinand» Nordb, 1000fl,«lVl, «»» — »»4 50 iinnb. .«lzernow.» Iassy' ltisenb,« Velelllchaft z>00 fl. 3. . . I»» — 140 — Lloyd, vest, Trieft, 500 fl.«M. ?« ?» 7» 40 vefterr, «ordweftb, »l«' fl, L. li»50,ii0 — blo. bto, (lit. U) »00 fl. S. 1»» — 1»» 50 Plag.Dllier MIenb. I00fl. »bgst. l» ?l> »»»ü »taal»,isenbat)n »00 fl. L, . 134 »0 135 — Lübbahn »00 fl, 3..... »ü 70 llt, «0 Lüdiiordd. Verb»«. »0Ufl,«Vl. v« ?b »» ?ü TramwayVel,, «eueWr,, Prio» rltHt«.«ctlen 100 fl. . . . l,6 — 118 — Un« .gallz. z!<>UsI,K. 10« »5 107 »5 Wiener Uacalbahnen-««. »,>. — — — — Hanken. «nglo^Dtsl, «anl »00 fl. . . l»4'?b 1»5 — Vanlvereln, Wiener, »00 fl, . 13b «0 13« — «odsr,°«nst,. vest,, »00 fl. s. »51—»« — «idt,"«nst.f,H°nb, u.l». iso fl, — — — — dto. dto. per Ultimo . . . »35 40 »3b 70 Irebitbanl. «lll«. u»«., »00 fl. . 187 llb 1877b Depositenbank, Mg,. »00 fl, . 110 — 111'— «tscompte'Ves,. «oröst,. 500 fl. 144 — 14b — «iro.u. «assent»., Wiener. »00fl. I»4— 1»? — Hyp0thelb.,0tft, »00fl.30°/,«. »17 — 118 50 »elo ,«»r, «ünberbanl. Oeft,, »00 fl. . . ,,? «0 117 8 Oeslell uü«ar, «anl, 000 fl. . iz»? «> <»8 4 Unionbanl »00 fl.....154 50 Ibb — «erlehribanl, «ll«,, 14« fl, . „3 — ,,« .. Industrie-Mer« nehmungen. «au«el., «ll«. sft., 100 fl. . . 94.— 9« — . 3,4 — 3l5 — ,,Kchlb«lmühl". Papier! ^00 sl. 80— 84 — „Steyrerm ", Papiers, »l lij'G. ,7» — z?« 75 Irtfailer ttohlenw-Gej, 7» sl. 324 — 3,7 ... Wafsens,-«,,vest,in Wien,I0«sl. ,«3 »5 »84 »5 W»«gon-«eihansl., «ll,., in Pest, 400 ltr........ »64-—»>ft 100 fl. . . »« «> ,00 — wenerberaer Z««el»«lt in Gabrijela Killerja z zaznambo, da ostane Jakob Killer edini imetelj te tvrdke in da ostane tudi Matiji Hri-barju podeljena prokura neizpreme-njena. C. kr. deželna kot trgovinska sodnija v Ljubljani, odd. Ill, dne 12ega marca 1900. (1022) Firm. 72 Zadr. H, 35/4. Razglas. Objavlja se, da se je izvrsil v tu-sodnem zadružnem registru pri tvrdki Kinetijsko druätvo v To- mišlju, registrovtma zadrnga z omejeno zavezo 1.) izbris iz naèelstva izsfopivSega èlana Simona Puoöuha in 2.) vpis v zmislu § 24. zadr. pravil po sejnem sklepu naöelstva v naèel-stvo voljenega ölana Franceta Jan-kovièa, posestnika v Tomtelju st. 4. C. kr. deželna kot trgovin-iVa sod-nija v Ljubljani, odd. Ill, dne 12ega marca 1900,