Nr. 23. PränumerationSprcis: Im Coinptoii ganzj. fl. II, halbj. fl. 5>.50. ssilr die Zustcllunq ins HauS halbj.50lr. Mit dcv Post gaiizj. si. 15>, I^aldj. si. 7.50. Montag, 2». Immer Insert ionsgebuhr bis w Zeilen: imal ssa lr., üm.Wlr., !lm. i st.; sonsspr. Zeile n». l:lr.,!im.«Ir., .'!»!. l» lr. n. s. w. ^!is«ti,ipcl jc^e^m. :ü! l,. 1866. Mit 1. Februar beginnt cm ncncs Abonnement auf die „Lailiacher Zeitung." Der Pränn ine rati ons-Preis beträgt für die Zeit vom 1. Februar bis Ende Juni 1800: Nm Comptoir offcn......4 fl. l»0 kr. Im Comptoir llntcr Convert ... 5 „ — „ 3ür Laibach ins Hans zugestellt . . 5 „ — „ Mit Post unter Krelizbaud .... tt „ 25 „ Alchlülnllicher Theil. Laibach, 29. Jänner. Die ministerielle ,/)lordd. Allg. Ztg." wählt immer w'cdcr das Gerücht, als hätte Oesterreich die Absicht, ^c Hilfe fremder Mächte zu einer feinen Interessen ^'/sprechenden Anstragnng der sch lcöwi g-h olstei-^'l^ic,! Frage in Anspruch zn nehmen, zum Aus' äa>!g0ftm,ltc ihrer Betrachtungen. Die „Wr. Abdpst." sagt darüber: Trotz der hie Wb da vielleicht etwas undiplomatischen Sprache hat ^ie „N. Allg. Ztg." ja wiederholt den Beweis gelie->ctt, daß es ihr an intimen diplomatischen Vcrbindun' N'-'» nicht fehlt. Die Grundlosigkeit des betreffenden ^cri'lchlt« kann ihr daher gewiss nicht fremd sein. Der üanzc Streit, den das ministerielle Berliner Blatt an-^lcgt, hat dadurch den Charakter dcs Unmotiiiirtcn nnd^ ^l»n Zaune Gebrochenen, nnd wir nnscrcrscits haben ^wc Lnst, uns über die eigentlichen Motive der bctrcf-I fcndcu Ezpcttorationen in Spczialuntcrsuchnngcn einzu«! lasse». Die „Provinzial'Eorrcsp." spielt übrigens auf den ^Mstand in einer Weise an, welche der „N. Allg. Heilung" die beruhigendste Anfkläiuug hätte geben kön» l'en. Sie bemerkt bei Gelegenheit der französischen ^hronrcdc, in welcher sich der Kaiser Napoleon „auf die offenste und freimüthigste Weise und mit der .ftlar^ ^>t, wclchc alle seine Kundgcbnngcn auszeichnet, über °>c innere, und äußere Lage Frankreichs" anssprcchc, der 'u Bezug auf Deutschland in der Thronrede enthaltene ^°tz bestätige, daß jede Einmischung dcö AnslandcS, > Namentlich Frankreichs, in die Herzogthümerfrage fern! "leiben werde und keine gemeinsame Politik Oesterreichs ^!>d Frankreichs, gegen Preußens Pläne gerichtet, im A^lkc sei. ^Dic klaren und nnzweidcnligen Worte des "aiscrs aber werden vollends die Grundlosigkeit aller lwcr Behauptungen darthun und die von prcnßischcr ^citc stets festgehaltene Anffassnng bestätigen, daß die !chlcöwig. holsteinische Frage ihre Losung lediglich nacl/ °kl!lsch-l,alionalcn Gesichtspunkten nnd in UcbcreinstiM' "'»l'g mit den Interessen Prcnßcns zu finden habe und smdcn werde." Ans der französischen Thronrede heben die Lon-0ol,cr Blätter vorzugsweise den ans Mexiko bczüg. uchc» Passus heraus. „Times" findet wiederholt, daß . e. üanzc Lösung der mexikanischen Frage uon den Vcr» k'uigtcn Staaten ausgehen müsse. Beharren diese hart« Nackig auf der Monroc.Doktrin in ihrer übertriebensten u°r,n, so dürsten sie die freundlichen Beziehungen zn ^ankrcich schwerlich aufrecht halten tonnen. Kaiser^ ^apolcon könne nach den Antczcdcnticn nicht anders, ^ cö dem Kaiser Maximilian möglich machen, sich in cmer Stcllnng gegen cvcntncllc ani«wärligc Angriffe zu "cliaufttcn. Gerade die Wahrscheinlichkeit,' daß nach dem ""zng der Franzosen das neue Kaiserreich in Mexiko °°n einer Katastrophe bedroht sei, sollte für die cnnc. Ulamschc Regierung ein Grund mehr zur Annahme der nanzosischcil Vorschläge sein. Die Regierung und die, "cvoltcrnng der Vereinigten Staaten müßten sich bc-uuvt scul, daß jetzt nach der Beendigung des Bürger-c , ^>? 'ur sie nichts bcllagcnüwcr!hcr sein könnte, als ^lmh uüt einer cnropüischcn Großmacht. UcdrigcnS ist, wie ans Newport vom 1.';. d. M. (5,'m s "'^' ^ 'Rekrutirnngsburean dcö Generals d!, A ^schlössen und den amerikanischen Soldaten "nnahmc von Engagements untersagt worden. Gl>s i ^ "^heint die von dieser Seite drohende mrv s ,!^"'l"lls i>, die Ferne gerückt nnd es wird dem ^ ""'^cn Kaiserreich Zeit genng gegönnt sein, dnrch unter s - u'atcricllcn nnd geistigen Interessen dcö Vlll-t>,f" '^"' Herrschaft lmd durch die unausgesetzten tief gesunkenen Landes immer festere Dü5 Illass^rrecht. Den Landtagen wlirdc bekanntlich der Entwnrf eines Gesetzes über die Bcnütznng, Leitung uud Abwehr der Gewässer mit Ansschlnß des Meeres, giltig für alle im engeren Ncichsrathc vertretenen Länder ohne daS lombardisch-vcnctianischc Königreich, vorgelegt. Die N» gicrnngsvorlagc zerfällt in nenn Abschnitte mit 105 Paragraphen. Der erste Abschnitt (tz. l—18) handelt von der rechtlichen Natur der Gewässer und dem Rechte zn deren Benützung überhaupt. Nach 8- 1 gehören nach» stehende Gewässer, soweit nicht von Anderen erworbene Rechte entgegenstehen, zum Priuattigcnlhnm des Grnnd-bcsitzcrs: a) das sich auf seinen Grnndslückcn ans atmosphärischen Niederschlagen ansammelnde Wasser; l») daS in seinen Grnndslückcn enthaltene unterirdische nnd das ans denselben zu Tage quellende Wasser, mit Ausnahme der dem Staatsmonopole unterliegenden Salzquellen und der zum Acrgrcgale gehörigen Zcmcnlwässcr; 0) das in Zisternen, Brnnucn, Teichen lind anderen in oder ans der Eide angebrachten Behältern eingeschlossene Wasser, und ä) die Abflüsse ans vorstehenden Gewässer, so lange sich erstere in cin öffentliches oder fremdes Privatgcwäs-scr nicht ergossen und das Eigcnthnm des Grnndbcsiz-zcrS nicht verlassen haben. Der Gesetzentwurf erklärt dann Seen nnd andere im §, 1 nicht begriffene stehende Gewässer, deren ausschließliche Benützung nach dein Herkommen und den bisher gellenden Vorschriften Nieman« dem zusteht, ferner Flüsse nnd Ströme (mit ihren Sei» ! tcnarmcn) von da an, wo deren Schiffbarkeit beginnt, als öffentliches Gnt. Bäche, dann die nicht fchifsbarcn Strecken der Flüsse und Ströme sind nur in so weit öffentliches Gnt, als nicht deren Eigcnthnm kraft 8- 1 dcS Gesetzentwurfes oder eines besonderen RcchtSlitclö Jemandem znstcht. Dieser Abschnitt enthält anch die Bestimmungen rncksichtlich der Bcniltznng der Privat-nnd öffentlichen Gewässer. Dcr zweite Abschnitt handelt von der Entwässerung nnd Bcwässcrnng znm Zwecke dcr Vodcnkuttnr (88- IN bis ZI). In diesem wird von der Anschauung ausgegangen, daß Enlwässcrnngs« und Aewässernngsanlagen, dann Wasselschntzbantcn in dcu meisten Fällen ohne Assozialion und Zwangsrcchtc nicht ausführbar sind. Dcr dritte Abschnitt hat die Ttiebwertc und Stan-Anlagcn zum Gegenstände 'l^00), dcr siebente nnd achte von dcn Ucbcrtrctungcn, Strafen nnd von den Behörden nnd dem Verfahren; drr neunte Abschnitt endlich enthält die Schlnßbcstimmnngcn, nach welch' letzteren mit dem Tage der Wirksamkeit des Gc-sctzcö alle früheren, sich auf die Gegenstände desselben beziehenden Vorschriften anßcr Krasc lrclen. Die nach den früheren Gesetzen erworbenen Wasserbcnützungsrcchtc bleiben ausrecht. Mit dein Vollzuge dcs Gesetzes wird drr Minister für Handel nnd Volti>wirlhschaft bcanf-tragt. Mit diesem Gesetze wird eine seit sechszehn Jahren schwebende Frage erledigt; die Sammlung dcs rcichhal-tigcn Stosses wurde schon vor 184V begonnen, nnd zwar war cö dcr in diesem Jahre unter dem Präsidium dcs Ministers v. Thicmfcld in Wien tagende landwirlh. schaftlichc Kongreß, welcher die Wasserrechtsfragc znm ersten Male in Oesterreich ösfeutlich behandelte. Er vcr> wies ans die Gesetze nnd Gevflugcnhcitcn in dcr Loin bardic, wclchc dnrch ihre weisen Wasscrgcsctze eines dcr reichsten und blühendsten Länder dcr Welt wnrdc. Seitdem wurden vielfache Enqueten adgchaltcu; die Sache spruchreif vor ciuc gesetzgebende Körperschaft zu < bringen, gelang jedoch erst dem jetzigen Handclsministcr Frcihcrrn v. Wüllcistorsf. (Baterland.) 21. Sitzung ies krainischcn Landtages am 27. Jänner. Anfang um halb 11 Uhr. Dem Hause präsidirt der Herr Landcshanftlmann-Vtellvcrtrctcr v. Wnrzbach. Gegenwärtig seitens der Regierung: Sc. Exzellenz dcr Hcrr k. l. Statthalter Freiherr v. Bach und dcr Herr k. k. Landesrath Roth. Nach Genehmigung deS SitznngSprotololls eröffnet der Herr Vizepräsident den Inhalt einer Petition dcr Gemeinden Sagnrjc und Grafenbrunn um Vermittelung dcs Landtages, damit die Devastirung dcr Schnee« bcrger Waldung abgestellt wcrdc. Wird dem Petitionsansschnssc zugewiesen. An dcr Tagesordnung befindet sich als erstes Ge-schästsstück dcr Bericht des LandcsanSschnsscs über dcn Wahlalt dcr hiesigen Handels- uud Gcwcrbckammcr, betreffend die Wahl zwcicr Landlagsabgcordnctcn. Die Prüfung dcs Wahlaktes entfällt jedoch mit Rücksicht anf die neulich vernommene Mandatsablehnung dcs Gewählten Vincenz Scnnig und die beim Beginn der heutige« Sitzung übcrgcbcne gleichartige Erklärung dcS zweiten Gewählten Johann Horak. Zweiter SitznugSgegeustand ist dcr vom Abg. Dr. Costa nnd Genossen eingebrachte, ans folgenden drei Pnnttcn bestehende Antrag: 1. Dcr §. :l8 Alinea 2 dcr Landcsordnnng werdc für die erste und zweite sechsjährige Lcmdtagsvcriodc anßcr Wirksamkeit gesetzt. 2. In dcr 2. Alinea §. 51- dcr LandeSwahlord-nnng werde dcr Eingang: „Nach Ablanf dcr ersten sechsjährigen Landtagöpcriodc" — dahin abgeändert: „Nach Ablauf der zweiten sechsjährigen LandtagS-pcriodc." A. Dcr LandcsanSschuß werde beauftragt, anf Grund der sorgfältig znsammclndcn statistischen Erhebungen, allfälligcr Einvernehmung von Sachverständigen nnd Einholung dcS Gutachtens dcr ncnkonstituirtcn Stadt« und Landgemeinden in E> wägung zn ziehen, welche Aenderungen dcr Landcsordnnng und der Laudcö-wahlordnnns! zur gedeihliche» uud vollen Enlfaltnng dcS konstitutionellen Lebens, zur Kräftigung dcr Landrsau« tonomie nnd zur Förderung dcr geistigen und matt" ricllcn Wohlfahrt dcs Landes überhaupt nothwendig odcr ersprießlich seien. Dcr Landcsausschuß habe sohiu in dcr nächsten Landtagsscssion die dcgrnudctcn Anträge zu stellen. Abg. Dr. Costa spricht zur Begründung seines Antrages. Die Frage ciucr Abändcrnng dcr Laudcsvcr' fassung sei von größter Wichtigkeit. Dcr Landtag sci zu Abänderungen kompetent. Durch dcu Autrag Pnukt 1 und 2 werde die Hintanhaltnng dcr größeren Schwierig« leiten, wclchc dcn Vcrfassnngsrcformen in dcr zweiten Landtagsperiodc bevorstehen, beabsichtigt. Die Nothwendigkeit der Reform wolle er dnrch Hcrvorhcbnng dcr wesentlichsten Mängel dcr Landcsordnung und Landes« Wahlordnung beleuchten. — Nach § 5l der L. O. habe der Laudtag aus :i7 Mitgliedern zu bestehen. Diese. Auzahl entspreche weder dem historischen Rechte, noch dcr Acdcntung dcs Landcs. Dic Landcsvertrctnng, welcher am 1'.». Juni 1720 die pragmatische Sanktion verkündet wnrdc, habe ohne dcn Landeshauptmann, nnd obwohl nnr zwei Stände vertreten waren, 04 Mitglieder gezählt. Eine entsprechende Vermehrung sci übrigens auch deshalb nothwendig, weil minder bedeutende Laudtagc, wie z. V. jene von Kärntcn, von Istricn, vou Görz, von - Trieft — eine vcrhällnißmäßig größere Anzahl LandtagSabgcordnctc nachweisen nnd daher die Acdcntung dcS trainischcn Landtages gehoben werden müsse. Zu §. 4 dcr L. O. sci zn bemerken, daß dcr Lan-dcshauptmann von Krain vormals vom Landtage selbst gcwählt wnrdc :>nd daß das allgemeine Staatsrccht darin cinig sei. der Präsident einer jeden Versammlnng habc aus freier Wahl dcr Versammlung selbst hervorzugehen. Ferner bestimme §. tt L. O. die Fnnktionsdancr dcr Abgeordneten auf sechs Iahrc. In keinem Staate mit konstitutioneller Einrichtung sci die Mandatsdaucr anf eine so lange Zcit festgesetzt. Die Abkürzung der Man-datsdaucr n'.üjsc als wünschcnswcrth bezeichnet werden, damit das Volk Gelegenheit habc, dnrch hänfig ucngc-wähltc Atandatarc seinen jeweiligen Ansichten Ausdruck zu verleihen. Endlich mache die im §. 41 L. O. enthaltene Beschränkung des Landtages, bezüglich des Vcr« tchrs mit andern Laudcsvcrtrctuugcn, keinen gntcn Eindruck. 158 Vclaugeud die!?audcswahlorduuug, so erfordere sic mich Abänderungen. Der i^. 1 dcr ^. ^. 3). bestimme das gauze Vnud als Einen Wahlbezirk fül den großcu (Grundbesitz. Dazu liege das ^ritcriuu, des §. 10 W. O. darin, daß derselbe durch Wahlberechtigung der laud-täflichcu (^üter den historischen Eriuucrungeu dcs Bandes Rechnung zu tragen suche. Allein ein Blick in die Wählerliste lehre, wie uupraltisch jene Bestimmung sei. Rur wciligc alte Familien iiraius seien noch im Besitze landtäflichcr (Mcr. Da ergebe sich die Frage, sollen die Güter oder die Personen repräscntirt sein. Wollte man den (Nroßgruudbcsih überhaupt vertreten wissen, so sei der Zusal) „ l a u dl ä fl i chc" nicht am Platze; wollte mau dagegen die altadeligen Familien iiraius vertreten sehen, so wäre jener Znsatz entsprechend zu iiudcru. Uebrigeus sei der in jenem Paragraphe angenommene Zensus von 1(X> fl. bei den gcgcuwärtigcu Stcucrvcr-hälluisseu zu geriug. Auch wäre cs angezeigt, drei Wahlbezirke für dcn gioßcu ^lliudbcsitz zn bilden. Zu ^, 3 W. O. miissc inan fragen, ob bei dcr Bestimmung dcs Wahlrechtes dcr darin benannten Slädtc und Mmllc daö historische 9tccht oder die Interessen berücksichtigt werden wolltcn. Weder das Eine noch das Andere. — Was insbesondere die entscheidend in die Wagschalc fallenden Interessen anbelangt,, zeisst 3icdncr dnrch spcjicllc Beispiele, daß Städte nnd Mäiklc nnt glößcicr Bcvöllcruug nnd höherer Arslencrung leine Vcltrclcr wählen, wühlend minder bevöllcllc nnd geringer bcslcncilc Slädtc und Äiälllc das l)techt der Iulcrlsscnvcrltclnng ausüben. Abgsschcu davcu komme zu ciwägcu, daß die Interessen der Landstädte und Mmktc von jenen der benachbarten Vaudgcmcindcu nicht verschieden seien nnd jene Städte nur die Mittelpnnllc in einem gewissen Umkreise bilden. (5s wärci' d^hcr bciläl,sig 22 Wahlbczillc zu crrichtcll uud iu deiisllden die Slädlc lind Mäittc als Wahlortc z» bezeichnen, Bei i-tj. 1^'», I l, 15> W. O. übel das passioe Wahliccht sei zu bclneltcn, daß dic^andla^wahlcndurchdic diretle Bcthcilignng dcr Gemcindcwahlbercchliglci! stall« zufindeu hätteu. Jede Bcschräntung des freien Wahlrechtes sei möglichst hintanznhnlten. Indirekte Wahlen seien nichl immer das Rchillat des wahren Bollswillens! und uach den, allgemeinen Staatsrcchtc verlvcrflich. Der > tz. l« W. O. enthalte die Msschließuugsgrüude. In louslitulionellen Staaten sei der Bcrlnsl politischer blechte nur auf eiue beslimuilc Dauer beschränkt. Eine solche Beschränlling gestatte jedoch jeuer Paragraph uicht ciu' mal bei vergehen und Uebcrlrctuugcu, ja selbst bei ^os^ spreehlingeu wegen Maugel au Bcweiscu gehe dic Vähl^ barkcit verlöre». Eudlieh sei die mündliche Stimmung, die bei alleu Wahlen eiugeführt ist, zu verwerfen lind die Ctinunnng mittelst Stimmzettel vorzunehuieu. ^ Diese hervorgehobenen Puulte uerdieueu eiuc reif« lichc Erwägung. Es handle sich darum, liberalen Einrichtungen Eingang zu verschaffen, die Verfassung im freiheitlichen Sinne auszubilden. In formeller Beziehung bcmerle er (Redner) uur noch, daß das zur Borbcra-thu»^ des besprochenen Antrages zu wählende Komitee alls nenu Mitgliedern zu bestehen hätte. Die cinzelucn Autragspuultc kommcu sohiu zur Ab-stilUnüllig, dic zwei ersten bleiben iu der Minorität, dcr dritte Pllukt wnd jedoch fast ciuslimmig augcilouuucn und sohin über Antrag des Abgeordneten Baron Apfal-trern eiuem Komitee zugcwicscu, iu lvelches die Abgeordneten Dr. Eosta, Dcschmauu und Sc. Excelleuz Graf Auersberg gewählt wcrdeu. Dritter Sitzuugsgegeustaud ist dcr Autrag des Abgeordneten Dr. Älciweis und Genossen auf Erlassimg ciucs Gesetzes zur Regelung dcr Unterrichtssprache an Bolks- uud Mittelschule». Der diesfälligc Gesetzentwurf eulhält folgeudc Pliuttc: 1. In den uicdcrcn Bollsschulcu (Trivial-Elemeu-tarfchulcn), so wie in dcn Haupt« und Normalschulen, mit Ausnahme der Schulen in den dcnlschcn Gcmciu< dcn des Hcrzoglhniuo Gottschcc, ist die slove:iischc die Nntcrlichtssplache; iu der A. und 4. Klasse der Hanvl' schulen wird die deutsche Sprache als Lehrgcgcnslano vorgclragcn. 2. An dcu Rcalschlileu ist die slovcuischc Sprache NulerlichlSsprachc für nachstehende ^'chrgcge». stände, als: dcu Rcligtousnulcrricht, dic Naturgeschichte, Ehcmic, Baukunst, slowenische Sprache, Geographie in dcr 1. Klasse. Die deutsche Sprache aber ist Unter^ richlosplachc sin: Geographie iu dcn folgenden Klassen, Geschichte, Arithmetik ucbst Zoll« und Wechfellnnde, Geometrie, Mathematik, Physik, Zeichnen, deutsche Sprache. A. Au dcu Gymnasien ist dic sl o v c u i sch c Sprachc Uuterrichlosprachc für uachfolgcudc Lchrgegeusläude, als: dcn Rcligiousnutcirichl, dic Naturgeschichte, Geschichte Oesterreichs und die Landcsgcschichtc, lateinische Sprachc, slovcnischc Sprachc, Geographie in dcr 1. Klasse. Die deutsche Sprachc aber ist Untcrlichlssplachc für:^ Geographie und Geschichte von dcr 2. Klasse an, Ma-! thcmatil. Physik, griechische Sprache, deutsche Sprache.! Abg. Dr, BlciwciS bcgrüudct sciucu Autrag.! — Die Iutcrcssen, dic Rechte uuscrcs Bolkcs stehcu au dcr Tagcsorduuug. Dic Laudcsspiache sei cm Stück Glcichbcrc6)tiguug. Dcr Üaudtag werde durch ciuc gc-! dcihlichc ^ösuug dcr Frage uur dcu Iutcutioum der,' Regierung cntgcgeukolumcu. Daiuit die Schule dcm Laudc nützlich sei, müsse sie oeu Acdürsuisseu dcssclbcu cutsprcchcu. Es sei uicht zu verkennen, daß es mit der Volksschule gcgeuwäriig einigermaßen besser stehe. Allein sie erfülle uoch immer nicht ihren Acruf. Dic Bildnug dcs Voltes habe, auf dcr ualurlicheu Grliudlagc scincr cigeilen Sprachc stattzufinden. Es sei eiu Postulat der Vcruuust, daß iu dcu uuteru Klassen uur dic Mutter^ sprachc als Unterrichtssprache diene; iu dcn höhcru Klasseu. iu der drilteu uud vierten Klasse nämlich, sei cs gnt, daß die dcnlschc Sprache als Vchrgegeustaud vorgetragen werde, S^> viel zu dcn Punllcu l uud 2 des Gesetz^ autragcs. Dcm dritten Antrage sci dic Gleichberechtigung offen au die Stir» abschrieben. Znr Erlernung' einer Sprachc sci ciuc viclsälligc llud viclscitige Nebuug! uolhwendig, woralis sich ergebe, daß in den Mittelschulen! uicht blos G> auuuatik, soudcrn auch uoch audcrc Gegeu« ^ stäude slovenisch vorgetragen werden sollen. Dic Anrcihnng sci organisch, sowie die Anträge ciu ^ Ausfluß reiflicher Beraihlinge» vou Schnlluäilncru seicu. Man habe mit gerechtem Maße gemessen, denn uach dem Orgauisalionsplauc für Gymnasien könnte mehr gefordert wcrocu. Dic vorliegenden Anträge gehcu jedoch dahin, die Bedürfnisse dcs Maudes mit dcncu des Reiches iu Eiuklaug zu briugcu. Gruudsatz sci, daß dic slovcuische Iugcuo beim Austritte auö der Mittelschule so richtig deutsch als die Muttersprache zu sprecheu uud schreiben wissen solle. Einige Lehrbücher seien bereits fertig. Dic fchleuden wcrocu cs biuueu Kurzem. Auf das Vorhaudeuseiu der ^cln'Ulittcl uchulcu die Auträgc gleichfalls Rückficht. Er empfehle demuach dcn Gcgcn-ftaud der unparteiische» Erwäguug des Hauses. Es sei die Zeit da, zu zeigcu, daß mau dic Glcichbcrcchtiguug uicht blos im Muude führe. Zur Vorbcrnthuug des Gesctzcutwurfcs wäre eiu Ausschuß vou siebcu Mitglic-dcru zu bildeu. Dcr Gegenstand wird nnt Kl gegen 15 Stimmen nach dcm Antrage cincm Ausschnsse zugewiesen, iu welchen Dr. v. Wurzbach, Dr. Bleiweio, Sc. Erzelleuz Baron Schloißuigg, Svctce, Dr. Costa, Dr. Tomuu uud Baron Zoiö gewählt wcrdcu. letzter Berathliugsgcgeustaud siud dic Anträge dcs Ausschusses übcr dcu Rechenschaftsbericht dcö ^aude^ ausschnsscs. Abg. Svctcc vcrlicst als Berichterstatter dcn die Anträge dcsPrüfuugsausschllsscs euthaltcudcuBericht, über welcheil kciuc Gcucraldcbattc stattfiudct. Nach jcucmBerichte wcrdeu dic Gcschäftsgcgcustäudc dcs Rcchci,schaftsbcrichtcs iu drei Katcgoricu abgetheilt. In die crstc fallen jcuc Gcgcustäudc, über welche au dcu ^audtag bcsouocrc Bor-lagcu gclaugt siud odcr gclaugcu lvcrdcu. Dicsc Gcgcustäudc wcrocu im Ausschußbcrichtc übcrgaugcu. Die zweite Kalcgoric umfaßt jcuc Gcstioueu, wclchc die in dcr vorigcu Scssiou gcfaßtcu liud allerhöchst gcuchmigteu ^audtagsbeschlüssc bctrcffcu. Diesc uimmt ^das Hans zlir Kenntniß. Die dritte Kategorie endlich enthält Gegenstände, an wclchc das Komitcc bcsoudcre, uud zwar nachstchcudc Auträgc tuüft: 1. Dic im Rcchcuschaftsbcrichtc iu Betreff dcs vom Vaudtagc ausgcsprochcucu Wuuschcs wcgcn Einbringnng ciucs ucueu Hccrcscrgäuzuugsgcsctzcs cuthaltcucu Äiit-thciluugcu wcrdcu iu dcr Erwartung, daß die iu dieser Richtung zu Tagc getretenen gerechten uud durch gauz besondere Verhältnisse hervorgerufenen Wünsche dcr Bevölkerung bald zur Befriedigung gelangen wcrdcu, dcl> zcit lediglich zur Kenntniß genommen. Diescö geschieht. 2. Dcr Landtag wollc mit Bezug auf seine iu dcr H?. Sitzuug dcr 55. Sessiou gcsaßteu und iu der 11. Siz-zuug dcr 3. Scssiou wiedcrholtcu Beschlüsse sciuc crucuertc Bitte au dic Rcgicruug aussprecheu: Dicsclbc gcruhc iu Bcrücksichtiguug dcr außcrordcutlichcn und auhaltcudcn Bcdräuguissc dcr Moutau- uud insbcsoudcrc dcr Eiscuiildu-stric dcs Vaudcs durch Abänderung dcs Gesetzes vom ^8tcn April 1<^)^ dic Ä^olltanrcincrtragsstcncr alls ciuc Äiaj,imal-grcuzc vou höchstcus 5 Pcrzcut zurückführen, fowic die Frcifchurfstcilcr uou 20 ft. gäuzlich aufhcbcu odcr doch auf «) fl. W kr. mit dcr wcitcrcu N^orm zu erniedrigen, daß die mit allerhöchster Entschließung vom 5. August 1^l')ü dcu Äergbaucu eiugcräuiute Begünstigling, wor nach bei besonders schwierigen Abbanverhältnissen dic Nachsicht dcr halbcu Masscugcbühr zugestaudcn wcrdcu kann, iu analoger Wcisc auch bci ählllichcu, uotorisch schwierigen Schnrfverhältnisscu für cillzcluc ^tcvierc odcr Gruppcu vou Freischürfcn ans dic allfälligc restriugirtc Freischllrfstcucr ausgedehut wcrdcu möge. Sc. Exzclleuz dcr Herr k. k. Statthaltcr ergreift das Wort zu einer Berichtigung bezüglich auf ciuc Stcllc im Rccheufchaftsbcrichte dcs Vaudesausfchusses llud zilirt die Mitthcillli,g dcs VNinistcriliinc! für Handel uud Volkswirtschaft vom ^>. August 1^04, Z. 47i)<^ von dcr auch dcr ^audcsausschuß Kcnutuiß erhielt, wornach es zur Zcit au gcuügcudcu Auhaltspuuktcu uud Erfah-ruugcu fehlt, um dic Aufhcbuug odcr Modifiziruug dcs Gcfctzcs vom ^. April 1602 inl vcrfassuugsuläßigcN Wcgc beautragcu zu töuucn, zumal, was iusbcsoudcrc dic Frcischurfgcbührcu betrifft, die nach dcrcn Einführllug ciugctrctclic Vcrmiudcruug dcr Frcischürfc uoch teiilcu uutrüglichcu Ätaßstab für Schädlichkeit dcr crstcrcu abgcbc, woruach fcrilcr dic Rcgicruug dcm Gc-gcustaude dcr Bcrgwcrlsbcstcucruug iusbcsoudcrc aulüßlich dcr Zolltarifsvcrhaudluugcu ihr augclcgcntlichcö Augenmerk zuwcudct. Dcm /reund beim Tode sciner Dräut. Ecck. Die S'ave-Nire. Historisch - lMcrläudischc ^iunrllc aus dcu, 13. Iahrhuudcl». Vou I. A. Vaduigg. El» illcdcl niyt aus srommcu alte» Sagen, Und W.,hlhcit glänzt dorl an dev Tvaumwclt Flor; Doch geht danniö manch' cdl« Sinn hcrvor. Louisc Ärachinann. Vom Martte Ratschach, rechts ain User dcr Save, führt riu beiläufig zwei Stuudrii l^ugcr Weg dm Wandcrcr nil ciue licfe Schlucht. Dichte Vuche»wälder uud hohe Fclscu umgcdcu uud schlicßcu sie ei». Der Weg durch diesc Schlucht wird immer stcilcr und slcikr, uud uichlö al« olicu das Himmcl^gcwoldc uud unlm die Fiustcrniß umgibt dicscn wildgclcgcueu und schauerlichcn Engpaß, Wcr wurde jcmalö gedacht habm, daß eS irgcud ciucm lucuschlichcu Wesen ciugcfallcu n'ärr, in diesem eiusamcu und ab-gclegeucu Erdwinlcl sciucn Wohnsitz aufzuschlagcu, außcr er wäre mit dcr Wclt so zclsallcn, daß cr alleu Umgang mit deu Meu-schcu aufgchobcil uud seiue Zuflucht iu diesem schauerlichen Orte zu nehmen gcniilhiget worden wäre. Uud dcuuoch ist cS so gc-wescu. Im 9. Jahrhundert war uustr Laud Kraiu durch dic Voller-Wanderung uud durch dic uiclfältigen Kriege, welche eü mit den Nachbarländern nnb mit dcn avarischm Horden hatte, beinahe ganz cnwöllcrt. De damaligen Landesherren waren daher a/uö-thigct, die grüßte Sorge zn tragen, um das ilppigc uud fruchtbare Land mit Vcwohnern wieder zu besetzen, nm cö uor dcn Eiufälleu dcr lüstcrneu Fcindc zu beschützcu uud erhalten zu touncn. Karl dcr Große hatte im Jahre 78« zn Ncgeubdnrg znm Schutze dcr baicrischeu Ostmari, Friaul uud Baieru mit Karautauieu in zwei große Statthalterschaften getheilt, uud uuscr Vatcrlaud, welches darunter begriffen war, dem Grafm Gciold alö Statthalter anucrlrant. Auf Veranlassung deö Laudc^herrn lamcn uuu viele Baicru und Frnuten in uuscr Laud, erhielten da zur Belohnung für geleistete Dienste die Bewilligung, sich Wohnsitze zu crbaucu und iu denselben als Eigenthümer und unumschränkte Herren zn verbleiben. Unter dicscn Eingewanderten befand sich auch Arnulf, allgemein dcr Frante gcnamtt, welcher sich dnrch seine Tapferkeit, Treue imd nucrfchrockencn Mnth daö Vertrauen des Lalideöherru derart zu erwerben wußte, daß er ihm gestattete, sich ciuc Vurg auf einem beliebigen Orte zu erbaue». Die gigantischen Berge scincr Hcima! schwebten dcm Begünstigte» bei dem Anblicke der oben geschilderten cmsamcn und wilden Gegend i» frischer Ori»ner»ug vor dcn Ange». Die hohe» zcuHgen ssclscnmasscu, die dichten, wildrcichcn Wälder uud der flcic, mächtige Savestrom, »vclcher am Fnßc derselben feine griiuen Wclleu endlos vorliciwälzte, alles Diefcö harml'uirle mit dcn Gefühlen des wilden Krieger« dergestalt, daß er beschloß, iu dieser Oeduiß cinc Burg zu crbancn, welche er Scharfcnbcrg benannte und fortan auch von dieser dcn Namcn zn führen bc-fchloß. Der giltigc LaudcShcrr willigte auch i» dieses fciu Vor-habcn ein. Scit dicscr altersgraue» Zcit erblickt nun dcr Wanderer in einer znm Himmcl strebende Höhe am Ende dcr oberwähnk'N Schlncht die stattliche Bnrg, Scharfcnberg gcnannt, nnzugänglich jedem Feinde, uou einer schwindelnden Hohe hcrabschamud, welche zu crrcichcu sclbst dcr iu dcn Wäldern horstende, liihnc Aar w ciucm Fluge von der Save aufwärts, ohne einige Male anszu-rnhen, nicht vermochte Stolz und kühn war dcr Ban, Ein hoher viereckiger, jcdcr fcindlichcn Gcwalt trotzender Thnrm, vou welche»! jcdc Aunähernng dcs Feindes schon vou ferne wahrgenommen wcrdc» tonnte und um wclchcn sich eine dreifache Man"' mit vielfältigen Wohngcmächcru anschloß, blickte voll llcbernni'h »»d Trotz, Knechtschaft gebietend in daö Savethal hinab. Z» diesel'l führte »»r ei» einziger fchmalcr Weg, dcn im Nothfälle wenige Mensche» gegc» dcn eindringende» Fci»d vcrthcidigc» lo»» Sonst aber war dicscr Wohnsitz vu» dcr Nat»r so gebildet, daß er vo» allen Seite» fnr Icdcrmcmn n»z»gänglich war. Ein ticfcö, in dc» Felsen dcö Berges cmsgchancncs Verließ war 3"' Ansnahme der Fcindc bcstimmt, »nd ein Brnnnen, in dcn Fclfc» ansgchanc», mit ci»cr »»weit angelegte» Cisterne, versorgte dic Bewohner mit dem nöthige» Trintwasscr, da sonst anßcr ci»c»t dritten i» weiter Entfernung sich befindende» Br»»»c», bas 159 Zugleich bemerkt der Herr Statthalter, dasi cö von Interesse sein dürfte, in der fraglichen Be;iehuug eine stelle aus der Darstellung, die eben vom statistische!! Zcutralbnrecm nbcr den Bergwerköbelrieb in Oesterreich hcrabgclaugt sei, zn vcruehmeu, nin die Al!(5)2.10!» Q.-Klaftern nnd für 7 Tag uwsscnmit 15)4.^0 Q.-Klaftern, zusammen für 80 Berg-wcrtömasseil nnd 3 Ucberscharren niit 70<).l^9Q.-Klaftcrn mächcnmhalt die gesetzliche Aiasscngebühr im vollen Be-Nage cinznzahlcn ist." Abg. Dr. To man ist der Ansicht, dasz bei dcm Umstcmdc als die Erledignug der uu^ hohe k. l. Mini-mrimu gcnchiclcn Pctilion des Landtages rücksichllich der Mcis6Mfi „nd Montnnsteucr crst heute bekannt worden !^l, ^— dicsc Erledigung dcm Komitee zugewiesen werde, damit dasselbe die wcilcrcu Anträge stelle. Wird augcuommcu. 3. Der Landtag niollc beschließen, den Erben des 'V>crrn Johann ,ftoslcr werde für den dem Irrenhaus, lundc cdclmüthig gespendeten namhaften Betrag von '"-^) fl. der Dank deö Hauses ausgesprochen. — Au-ücnouimcn. 4. Die vom Landcsani«sch»sse der hiesigen Stadt-^Mciudc behufs Nefondiruug der aus dieselbe entfallenden, ^^M ständischen Foudc vurschusnveise bestriltcnrn Bau ^lotc snr die iul Jahre 18l',s) i,l der hiesigen Ncalschnle 'Uchgcführtcn Konservirnngsarbeiten gewährte Erleich-'U'uug, den gedachten Borschuf; iu 4 gleichen Iahrcs-^lcn vom Jahre 18i>7 au nuucrzinslich ruckzahlcu zu lüinicu, werde genehmigt. — Angenommen. l). Der Peusionöbezng des gcwcscncn Verwalters ^r hiesigen ^waugsarbcisanstalt, von Maiti, im jähr« ^'^cu Betrage von 1050 fl. ö. W. werde sowohl iu-s» ^'aotoviw als i»ro t'nturo ohne alle Bcmerlililg aus ^'m Laudcssondc flüssig gcinachl, ohne jedoch hiednrch lnc dcm Lande aus dcm i< ^5 L. O. zustchcudcu Rechte ^^jlidjzivcn zn wollen. — Augcnommcn. <^. Der Landcöausschuß werde angcwiescu nud er-'"ächtigt, die hiesige Zwaugsarl'citt«anftalt in die Vcr-!!^"ug dcS Landes mit vollständiger Osfeulassnng der Modalität der Ernennung des Verwallcrs zn nbernchm^n. Sc. Exzellenz der Herr k. k. Statthalter ersuchen, °'cseu Antrag mit dem «nd 7 in Verbiuduug zu bringen, "M über bcidc eine Aeußerung abzugeben. Es geschieht. ^. Der Laudlag wolle beschliejttu, derselbe hnlte ^ nn dem ihn, durch §. 25 L. O. cingcräu'ntc'i Rechte, ^ Ait der Ernennung uud D>s^'pli»arbchaudlung dcö ^crwallcrs der Zwaugi'llrbclti'auslalt zn beflünmcu, iu-°>M'gc fest, als der gedachte Paragraph im vcrfussungS "akigcn Wege nicht abgeändert wird; 1). der Landes, ""öschuh werde beauftragt, diesen Beschluß zur itcuutuisi er hohen Regierung zn bringen. Hieranf nehmen Seine Exzellenz der Herr k. l. Statthalter das Wort. Die Negiernng wünsche gleichfalls, das; die Schwicriglcitcn beglichen werden, die bis jcht der Ucbcrgabc der Zwaugsarbeitsanstalt an den Landcsanöschns; im Wege stehen, Dicfclbcu bcrnheu in der zweifelhaften Frage wegen der Ernennung des Verwalters jener Anstalt. Der Modus, wie er im Ko» mitccbcrichte beautragt werde, sei jedoch nicht geeignet, jene Schwierigkeiten zn beheben. Denn es werde einerseits die Uebcrlraguug der Anstalt au den Landcsans-schuß nntcr Offenlassung der Frage wcgcn der Erucu-nung des Verwalters beantragt, andererseits aber mit Berufung anf H. 25 L. O. der Laudcsvcrtrctuug das nnbcschräulte Erneunnugsrccht vindizirt. Es fei dies eine feltsamc Losnug ciucr offenen Frage, welche im ersten Absätze als zweifelhaft hingestellt, im zweiten Absätze als zweifellos entschieden bezeichnet wird. Die Gründe, ans denen die Regierung das Er^ nenuungsrccht in Ansprnch nchme, seieil: Beim Zwangs arbeitshanse sei das wesentliche Moincnt der polizeiliche Zweck, die Korrcttionirung der Zwäuglinge. Diese sollen durch eine konsequente disziplinarische Eiuwirluug, durch Anhaltnng znr Arbeit, dnrch Religious nnd sonstigen Unterricht von ihren schlechten Gewohnheiten abgebracht uud möglichst gebessert werden. Handle es sich nnn darum, eine solche Anstalt iu andere Hände zu geben, so sei es das Recht nnd die Pslieht der Regierung, jene Vorbc^ halte zn machen, die zur sicheren Erfüllung des Polizei-lichen Zweckes nothwendig seien. Diese Vorbehalte seien die allgemeine polizeiliche nnd dis;iplinäre Überwachung der Anstalt, die ^udilatur bezüglich der Zuweisung der Zwängliuge, die Uebnng der Disziplinargewalt gegen die Zwänglingc, endlich der direkte Einfluß auf die El> neunung des Verwalters. Von diesem Vorbehalten werde der letztere augc stritten nnd er sei gerade derjenige, anf den die Regierung nicht verzichten tonne. Mau betrete die Zwangs' arbeitsanstalt. Alan werde dort bei 250 Personen ans verschiedenen Provinzen der Monachie beisammen finden. Das feieu nicht harmlose Vaganten, sondern größte»' theils Lentc gefährlichster Art, Menschen, die eben ihre Strafe wegen Verbrechen ausgestanden haben nnd die man in der Zwaugsarbeitsanstalt znrückbchalten müßte, damit sie sich nicht wieder feindlich anf die Gesellschaft stürzen. Mit solchen Leuten habe es der Verwalter zn thu», solche verwilderte Raturen habe er dnrch ernste Strenge zu zügeln und möglichst zu bessern. Das Schicksal der Austalt liege smmch sozusagen in den Häuden des Verwalters. Die Beurtheilung der Befähigung nnd die Ernennung desselben müsse daher vorwiegend uud cutschcidcnd iu den Händen der Regie rung liegen, wenn der polizeiliche Zweck der Anstalt sicher erreicht werden solle. Die Regierung habe mit aller Bereitwilligkeit das von ihr iu Ansprnch genommene Recht der Ernennung des Verwalters dahin ein geeugt, daß sie sich deu Ternavorschlag des Laudesaus schnsses gefallen lasseu wolle, sie habe jedoch geglaubt, den Vorbehalt zn machen, daß für den kanm vorauszu^ zusehenden Fall, daß im Teruavorschlage nicht anf vollkommen geeignete Persönlichkeiten vorgesehen werde, sie au deu Vorschlag nicht gebuuden sei, sondern die Erneuerung desselben verlangen könne. — Mau erblicke in diesem Vorgange die Gefahr, daß der Einflnß, weicher ixm Landesausschufse bei der Erucunung des Verwalters eingeräumt werde, illusorisch werde. Dagegen sei von der Regierung zu erwarteu, daß sie den Vorschlag des Landcsausschnsscs gauz ernsthaft nehmen werde, dnß sie sich nnr ans den trisftigstcu Gründen zur Ablchuuug bewogen finden könnte. Weilers fei noch der Umstand hervorzuheben. daß die gemachten Vorbehalte nicht weiter gehen, als dies die Nothwendigkeit gebiete, daß daher die Erncunnng der übrigen Beamten nnd Augcstclltcu der Anstalt, ihre Disziplinarbehaudluug, fcrucr die Verwaltung m,d Lei-tnng der Anstalt iu ökonomischer Bczichnng vollkommen in der Hand des Ansschnsscs bleibe, ja daß anch der Verwalter bezüglich seiner sonstigen Dicustesvcrftflichtungcn dcm Landcsansschnssc verantwortlich uud an dessen An< ordnnxgcn gcbuudcn sei. Es frage sich demnach, wie die Differenz zwifchcn Rcgicrnng nud Ausschuß zu schlichten wäre? Dicsfalls sei vor Allein zn erinnern, daß der Landtag iu der vorigen Session beschlossen habe, „das Recht der Ernennung des Verwalters der Zwaugsarbeitsanstalt steht iuucrhalb des Tcrnavorschlagcö dcS Landcs-anöschnsscs der Rcgicrnng zu." — Die einfache Erledigung wäre somit die, wenn dcr Landtag bei diesem Beschlusse beharren nnd nur die vorcrwähulc Reserve gelten ließe. Statt dessen werde aber beantragt, es möge nntcr Ofsenlassnng der Ernennnngsfragc die Anstalt dcr Lan-desvertretuug übergeben werden, dann: es möge mit Berufung auf i>. 25 Laudesorduung der Landesvcrtrctnng das unbeschränkte Erucunnngsrecht anerkannt werde. Dieser Antrag würde zn keiner Erledigung führen. Denn anf die Uebergabc dcr Anstalt könne die Regierung nicht anders eingehen, als nach crfolgtcr Einiguug bezüglich dcr Vcrwaltcrserneummg, zn welcher der Anßschußcmtraa. nicht führe. Zn bemerken komme, daß §. 25 L. O. hier nicht maßgebend sei. Dcnn derselbe habe offenbar nur eigentliche Landes austalt cu zum Gegenstände. Dic Zwangöarbcitsaustalt sei jedoch ciuc Staatsau-stalt, die nnr darum, weil sie aus Landcsmittclu dotirt werde, an die Lcmdcsvcrtrctnng übcrgehcn werde. Es handle sich dahcr um ciuc Anstalt, bei wclchcr crst dic Bcdiuguugeu vereinbart wcrdcu müssen, nntcr dcnm überhaupt eine Ucbcrgabc stattfinden könne. Auf eine solche Anstalt könne der H. 25 dcr L. O. nicht strikte Auwcnduug fiudcu. Auch auf ciu richtiges Präzcdcnz müsse aufmerksam gemacht werden, daß anch dcr Direktor dcr Wohlthätigteitöanstalteu über Ternavorschlag des Lan-desansschnsscs von Sr. Majestät ernannt werde. Gerade aber die Wohlthätigtcitsanslaltcu seien eigentliche Lan-dcsanstaltcn, anf die §. 25 L. O. Bczng habe. Sc. Exzellenz schließen mit dem Antrage, dcr Landtag möge bei seinem in der vorigen Session gefaßten Beschlusse verbleiben nnd den Zusatz beschließen: „wobei es selbstverständlich ist, daß dcr Rcgicruug nur vollkommen gcciguctc Kaudidatcn gegenwärtig gehalten wcrdcu." Abg. Dr. To man halt cs für angezeigt, den Schlnß der Sitzung zu beantragen, damit der soeben vernommene Antrag mit nencu Kräften bcfprochen werde. Hierüber erfolgt Schluß dcr Eitzuug um 2'/, Uhr. Rächstc Sitzung Montag. Tagesordnung: Fortsetzung dcr heutigen Debatte; Bericht des Landesansschusses über den Tnxtarif für Augenscheins Vornahmen anläßlich Banlichkcitcn im Pomevio der Stadt Laibach; Bericht des Komitee's über dcu Autrag des Dr. Toman, betreffend die Eisenbahn-Verbindungen Laibach ^ Villach nnd Et. Peter - Finme. Oesterreich. Wien, 20. Jänner (G.-E.) Die Augabcu, welche ans dcr „Renen Frankfurter Zcitnng" nud anderen auswärtigen Ionrnalen iu Wicucr Blätter, namentlich auch ° dbri!»!,lcm (/<^>vi «!.,.!.!!,.,.,) ssmmint, lein lnideveo trintbarcö ^°'W' sich auf dicsev Höhe befand. So war die Vm-g Echarfmlx'va, zn schcn. Sie ward cin 'l'idcr dcr damaligm Zcit ssenaiml, rm MristersMck roher m-'""lt'gcr Va»sm,st. In dirsm Geinäucrn hanötc nnn durch mehr nli« -100 Jahre ^ wa'chtin.c O^schlccht der Scharfc»l'ersse, derühm! m Tlirliirm '"ittevspirlsu, in Schlachten und in den Gcmächern dl>r ssürslcn, ;>!"? ^^ Miißlcn Chrrn nnd brlkidete die anfthnlichftrn Stsllrn " ^"de Krnin. h , ^.'^ zahlreiche, nnd biedern Nachkommen erlangten im Lause die y ^ ^"^" <^raf^ltitl1, nnd cincr dnsell'cn nU'aid sich s^ar mm z!°'^ ^'"' ^"lc,arien. Kein Nnndcr. daß dilsci« Ochhü'chl li>^ ."' ^""^ Zulrilt zn den grtruiitm Häuptern biö znm Jahre ^'" s'ch cnva»b. dlesr^z»^'" ^"^" '""^ Wilhelm Gras Von SckMiMera, Äesitzrr ^°st O? ""^ ^^"»hiimcr der Schlösser Ostnbcrg, 5'audeS-detz K^c '^"'^ "' "' '"' ^>u '».Khisslr Kämpfer filr dic Sache ^Nedc I ^c ""^ ''^ H"'^^, foN'ic drü Vatcrlaudri«. Der schöne Wonncn" ^' '"' ^"^' ^"^ ^'"l lcl>te mit sciucr Gcinalin ^"ndc >,°'^^' '" ^'"'"' ^^1""sung, war ciu Schreck.» seiner "' s'ch d ^" ''^""U^ Vater seincr Untcrgcdenen. 5 st widmete l"l)»lc diel' ^"^""""^"st. Das zahllose Wild seiner Wälder "i'ge Liede, >!"'" ^'"^' "'^ '" ^" dächten Nangen anmn-^"»ncs,.,» -" ""lcheiides Vechcrssclline anö den hell crlenchtctc» ^1"" "> daö Eavelhal herab. lUll verh^,''^ ^"^'' bic Hnletteit des Burgherrn und zehrte ^fahrlicw M> ?'' ^'"'"" ^^''"' ^'^"' Schmerz war um so ^schlicszen m s/'"^ ^'lundheit, als rr ihn ticf in scincr Vrnst, '""' dadlnck, ' ^ '"" "'^t scinc Ocmali», die sein zweites Lcben' ") Nl Betrübniß zn stl^cü. Geiuc Ehe war tinderloö. Wallfahrten halle er vorgenommen, fromme Sliflmigm ;nv Erreichung dieses Zweckes reichlich errichtet, Aber der gütige Himmel hat es anders beschlossen, denn cr blub taul, silr sein Flehen, ver^ schlössen nnd nnrrbittlich für seinen sehnlichsten Wnnsch. Frenden nnd Lcidcu wcrdcn dcm armeil Sterblichen mit der Zeit a,lcichc,ilsscn ost erheitert. Daher lommt es, daß so manchcr Gesaudtcr sich um dic Freundschaft dicfes Vlauncs bcwirbl. Auch iltußland fncht jetzt feinen Beistand nnd in der That soll ^iszt sich der Sache angenommen halicn. Graf Sar ligcs wurde cdenfalls als Vermittler bcigczogcn. Ferner wird in dicstin Schreiben mitgetheilt, daß General Kal» l'crmatten, dcr Bruder dcs jiingst in Trieft verstorbenen Generals, das Kommando dcr päpstlichen Truppen nbc» nehme» soll. ! Uusl'and. , Verlil», 2l>. Jänner. Der „SlaatSanzeigcr" meldet die Verleihung dcs Schwarzen Adler > Ordens an den I. belgischen Staatsminister nnd Scnatspräsidcntcn Fürsten v. Vigne ll»d dcn päpstlichen Staatssekretär Kardinal Antonclli. — Heule fand cinc Kommissionssitznng nbcr Virchows Antrag bezüglich Vancnburgs slatt. Es, waren alle NouunissionSmitglicder anwesend. Ein Vcr«' trcter der Regierung ist uicht erschienen. Twestcn em<^ psiehlt, dcn Inhalt dcS Virchow'schcu Antrages auf Grand dcr Artikel 55) und 48 der Verfassnng in folgender Welse zn fassen: „Die Vereinigung ^ancnbnrgs! mit dcr iironc Preußens ist rcchtSnngillig, so lange nicht die verfassungsmäßige Znstimmnng beider Hänscr dcS Landtages erfolgt." Virchow stimmt mil Twesten über-ein, wünscht jedoch die Beibehaltung dcs Wortlautes seines Antrages. Dcr Kommissionsuorsitzendc fpricht sich für Twestcn ans und bemcrtt, auch ohnc dcn Art. 5)5 erheische dcr Begriff dcs modernen Konslitnlionalis-mnö die Znstimmnng dcö VandtagcS zn einer Pcrsonal-und Realnniou. Die Negicrnng habe dies bei dem Anfall dcr hohcnzollcrnschcu ^audc ancrlallnt. Hierauf wird die Dcballc gcschlosfcu. Dic Abstimmung hierüber erfolgt uach nochmaliger Einladung dcr Regierung zur Theiluahmc. Ueber Schulzc's Anlrag wiid beschlossen, bei der Regierung anzufragen, woher die Abfindnngö-summe für Oesterreich geflossen sei. (QvmNcposi.) Die Mitglieder der Eholcra-koufcrcnz, welche iu Ko u sta u t i n o p c l abgchal« ten werden soll, sind mm beinahe alle ernannt und die erste Sitznng wird wahrscheinlich Anfangs Februar stattfinde». A»ch P.rsien schickt zwei Abgeordnete, Mallem Khan und Dr. Sawas Bey. Ucdrigcns scheint es, daß dic Konferenz mchr ciucu diplomatischen als ärztlichen Eha-ratter tragen und einen gewissen Druck auf d>c Pforte übcn wird. Ueber die telegraphisch turz erwähnten U n« ruhen im Libanon wild gemeldet, daß Daond Pascha, in Folge von 'Nachrichten übcr ein in: Wert befindliches Komplot, dcn Schwager Joseph KaramS und einen 'Notabcln von Djunc ciulcikcrn ließ. Joseph Karam schickte hicranf cine Deputation an dcn Pascha, um ihm dic Schuldlosigkcit dcr Gefangenen zu versichern und deren Frcilassnng zu erbitten. Ein Flintenschuß, der, man wcii) nicht ob absichtlich oder zufällig, auf die Deputation abgcscucrt wnrdc, gad dic Losung zu einem Kampfe, dcr mehrere Stuudcu daucttc. Dic Anhänger > Karams zerstörten die Tclcgraphcnlcitnng und vcrhin« dcrtcn so eine Zeitlang die Vcrbindnng mit Peyrut und dcr Hauptstadt. Als dieselbe hergestellt war, schickte die Pforte sogleich 2 Bataillone Jäger sammt einer Batterie „ach Bcyrut, und seitdem wnrdc berichtet, daß die Nuhc hergestellt worden. — Aus Tiflis schreibt man, Großfürst Michael habe die defiuitivc Konzession j dcr Poti-TifliS'AalN'Eiscubahn an ciuc russisch-curo-Päischc Gesellschaft mit dem Bcifügcu angekündigt, dieselbe werde im Frühjahre 1868 eröffuct werden. — Aus Dschcddah, 2Z. Dezember, wird gemeldet, die ärztliche Kommission, welche vom Vizctönig beauftragt war, einen Bericht über dcn Gcsnndhcitsznstand dcr Häfen am rothen Meere abzustatten, sei an jenem Tage von dort abgereist. Vorläufig hat sie dem Sanitäts-agculcu iu Dschcddah befohlen, alle von Judicn, Mas-cat und anderen Häs'cn tommeude Fahrzeuge zn unter» fnchcn uud, wenn Eholcrafällc an Bord vorgekommen, dieselben einer strengen Quarantäne zu uuterfcn. — In Teheran (21. Dezember) fand ein fo starler Schnee-! fall statt, wie cr seit Mcufchcngcdcnten nicht vorgckom inen. Dcr Schah hat sich mit 100 Pf. St. au die Spitze einer Subskription gestellt, um dcn protcstauti schcn Nesloriauern dci Urumiah, die vou dcn Katholiten von ihrer Kirche verdrängt worden, ein ncncs Gottes^ haus zu liaucu. fokales. In dcr gestern stattgehabten Generalversammlung der philharmonischen Gesellschaft wnr-don dic uom Vorstande gestellten Antrüge auf Erhöhung der Mitgliedcvdcitragr, dann Aeschtäutuxg der Fami-lientarten auf cinc bestimmte Anzahl von Familicncmgchön.' gcn nach längerer Debatte abgelehnt, fo sehr wenigstens dcr letztere dri dcr Äcschräntthcit des dcr Gesellschaft zu Gebote stehenden Lokales nnd dcr mehrfach vernommenen Klagen dcr Mitglicdcr nbcr Mangel an Sitzplätzen bci Gcscllschaftsproduktioncn sich als zweckentsprechend darftrlltc. Hingegen bewies der Verein durch dcn einstimmig augciwnv mcncn Alitrag dcö Herrn Albert Samassa cuif Veranstaltung eines Wo hl th ät ig tcits tonz crt cs zum Ä c-ft c n dcr N o th l e id c n d c n in Uiittrlram , wie cr dort niemals zurüctdlcide, wo cs sich um Fordcnmg eines wohl' thätigen Zwcclcs oder gemeinnützigen Untcrnchmens handle. Aei der darauf folgenden Neuwahl der Direttion wurden die bisherigen Funlliona're und an Stelle dcs durch ein Jahr unbesetzt gewesenen Postens cmc-o Iilstrumciltenmspct-tors Hcrr Wilhelm Dolhosf gewählt. — In der Ausstellung dcs steierischen Klinstucrcmc- ist cmch iirain durch ul^crn Landsman» Herrn Ka ring er wiNdiq ucrtrctcn. Nach dcm Ausdrucke des Nesereiltcn dcr Grazer „Tagespost" zeichnet sich sein „Vrata"-Thal (im Referate steht aus Mißverständnis; Orate-Thal) mit dcm Triglau durch sein hochinteressantes Motiv und gewandte Ausführung aus. Auch die „Partie dei Veldcs" ist ei» gefälliges Bild. — Ein Herr Militärarzt hatte das Unglück, auf offener Straße wcgrn Glatteis und weil die Vorschrift des Äestreueiis vor dcn .Häusern nicht beobachtet wird, zn fallen und sich den Aim zu brechen. — Professor Reiner ans Klagensnrt hat im verflossenen Jahre eine Neife durch Odcrtcirnten und Obertram gemacht und von diesem Ausfluge die gelungensten Photographien dcr reizendsten Partien mitgebracht, die deiden Seen, den Wocheiner nnd Vcldcscr, dcn malerisch schönen Rotwein» wasjcrjall, den Savicafall, welchen gut aufzunehmen noch leimn Photographen djs jetzt gelingen wollte. Bcsonders schön unter dcn Bildern aus Oberlrain ist Nenmaittl, das freilich auch durch feine Lage einer vhotograpln'schen Aufnahme fehr günstig ist. Professor Neiner beabsichtigt, dic ganze Kollektion landschaftlicher Photographien znr Ausstellung nach Paris zn fenden. Vielleicht werden dadurch Tonrislcn angeregt, anch unser herrliches Overtrain zu besuchen. 5 — Am 27. Jänner d. I. ist in Klagcnsurt der hierorts wohl bekannte pensionirte l. t. Staatsbuchhaltungs-' Nechnungsratl) Herr Franz Lactncr nach lurzcr Krank-, hck gestorben. ) — Man schreibt uns aus Oberlrain 27. d. M. ^ über die wunderbaren Witlerungsucrhältnissc dcs Jahres: (5s liegt bereits kein Lchnce mehr, die Tage sind heiter und sonnig, dabei warm, als ob dcr Frühling bereits im An-zugc wäre. Aus den Landtagen. «inz, 25). Jänner. Anläßlich dcs Vcrichlcs dcS Vcrfassungsausschusscs bezüglich dcr Branntweinsteuer ^ entsteht cinc lauge Debatte. Bezüglich ans Paragraph L. O. 1 lit. ^. wurde dcr Antrag des Komitee augo nommcri: Der Landtag wollc beschließen, es sei dcm Finanzministerium, mit Aczng auf die besondere Rück« wirlung der mit der Verordnung vom 18. Oktober v. I. bezüglich dcr Branntweinsteuer getroffenen Einrichtung anf das Wohl dcs Landes Oder.Oesterreich durch Go fährdung dcr Branntwciniudustric, Brauereien, Laild- ! wirthschaft und Preßhcfencrzcngung, die Vorstellung zu machen, im Laudt Obcr-Ocstcrreich dic Branntwcmbo stcucruug fortan nach Maß dcs Gesetzes vom litcu Juni 1^62 emheben zu lassen. ! Graz, 25. Jänner, ^iuigc Kapitel dcS Landes-Voranschlages werden erledigt. — Dcr Landcsausschuß wird beauftragt, dic zur Erörterung dcr Frage, ob ulid in wie fcru durch dic Sann-Negnlirnng ein Landes-intercsse berührt werde, erforderlichen Erhebungen zu pflegen und in der nächsten Session Bericht zu erstatten. — Ein Gcmeindcstatnt für Marburg wird angenommell. Nächste Sitzung Freitag. Neueste Nachrichten nnd Telegramm. Pest, 27. Jänner. Dcr Pester Vürgcrausschnß hat lichufs ciucs würdigen Empfanges Ihrer Majestäten cincn begeisterten Aufruf au die Bevölkerung erlassen. Pcst, 27. Jänner. „Lloyd" ist dcr Ansicht, daß dic Adrcßlommission aus 1l» Mitgliedern dcr Partei Deak, aus 2 Mitglicdcru dcr Rechten >.md in Folge dcs gegenseitigen Uclicreinkommcns aus l) Mitgliedern dcr Liuten bestehen wcrdc, ferner, daß dieselbe Komis" sion später anch mit dcr Berathung übcr die gemeinsa« mcu Angelegenheit dclraut werden wird. Verlin, 27. Jänner. Hente fand dic Schlußvcr-Handlung iu dem Prozesse gegen dcn Stadtverordneten Lüvinsmi statt; derselbe wnrdc freigesprochen, Dcr Gerichtshof führte auS: Dcr Angeklagte habe die Pflichte!» cincö Stadtverordneten gröblich vcrlcht, ciuc Vcrmi)-grnsbcschädignng in gewinnsüchtiger Absicht sei vorhan« dcn, doch fehle cm drittes Äctrngsrcqnisit, nämlich dic Irrthnmserrcgung. Vor dcm Gcrichtsgcbäudc war cinc große Menschenmenge versammelt; doch kam leine Rnhe^ störung vor. Florenz, 20. Jänner. Anf ciuc Interpellation Tecco's im Senate, betreffend die Verhandlungen mit Rom und dic Anerkennung von Scitc Spaniens, erwiedert Lamarmora, cr louuc dieser Iuterpellation kcinc Folge geben. Paris, 5>7. Jänner. (')i. Fr. Pr.) Dic auicrika^ uischcn'.liolcu in Aetrcsf MeM's sind im Gclbbuch nicht cnthaltcu. - An Montholon soll ciuc Depcschc abgegangen sein, wclchc, ähnlich wic in dcm Eonstitntimmcl' Artikel anscinaudcrgcsctzt worden, erklärt, die Absicht des iiaiscrs, cincn Termin für das Endc dcr Intervention in Mexiko, und zwar auf dcn Inui 1807 anzusctzcu, uiüssc in Folgc dcr hcrausfordcrudcu Haltung Nordamc ritas unausgeführt bleibcu. — Dcr Kaiser hattc mit dein Erzbischofe ciuc Unterredung übcr dic römifchc Fragc uud augeblich dcsscu Eiuvcrsläuduiß mit scincr Politik crziclt. — Prinz ^Icapolcon wird sich am l,0. Fcbrncir in Toulun einschiffen. Oeschästs-Zeitung. Die Grazer „Tagespost" crüffnct eine Ncihe lion Artitclll itucr dic Grazrr Indn st ricn n i< st ü l l >i u g i ,n Herbste 1d!^6. Das ans Vertretern drö Laude^nxi'schiiss^, der Stadt-czemeindc Graz, der Handeln- lind Oeil'erbetaininer, deö Gewerbe uereines und der !t!andn'nllischaft zusammengesetzte Komitee hat seit lt. April t«»!5» dcreiti« 11 Pteiousinnigen gehalten. DaS Aiiostellnn^lolllle ist durch die Ven'itwiUigtcit dcr Stadl^enieiudc nnd die Videralilät dc« t. t. KrinMiinistcrininS bereits gesichert, ci< ist die Fürlcr'sche Kaserne in der Drcihackcngasse und der große Hofranin der Paoilkmtasernc. Dic Handelötamincri!, Industrie nnd ^aiidwirthschas^vcreiiie uon itäriürn nnd Krain wurde» riiigrladen, an diesem UntenielMm sich zn bethe,ligen nnd z" diesein Zwecke eigene Komitees zu bilden. Dic genannten Ko^ puralioneii haben ihre Vereitwilliz,leit erklärt, nud'so steht zn erwarten, daß diese Anösleltinig bedeulendc Düneüsioncn aiinehnicü wird. Lin Ani«stellu!igi'I.uirean ist im Gebäude dcr Alademic f>U' Handel und Industrie (Vienthorplatz ^)tr. 5)) urgauisirt, ein Te« lrrtär und ein Kursor angestellt; die Kosten sind zum Theile bereits gesichert. Iu wenigen Tagen wird ein auMhrlicheS Program»! ucrüffeullicht werden. Uaibnch, 27. Jänner. Auf dem hcntigen Maritc sind erschienen : 7 Wagen mit Hcn und Stroh (Hni «9 Ztr 00 Pfd., Stroh 9 Ztr.), 22 Wagen und 4 Schiffe ft? Klafter) mit Hol;. Durchschnitts-Prcise. ______^_____ „^ Ml,.. M5 sl. lr. st. lr. ! si. lr. fl.^tt- Weizen ftr. Sicetzen-------4 7^ Butter ftr. Pfnnd -«45, -l^ Koru „ ——- 2 74 Eier pr, Stitsl —,2-"^ Gerste „ — - 2l!2 Milch pr. Maß -10 ^ Hafer „ -------17^' Rindfleisch Pr. Psd. -',«> — -^ Halbfrncht „ ------2 97 Kalbfleisch „ —18 —> Heiden „ - — 2 31 Schwciueflcisch „ .- 16 —^ Hirse „ — — 2 .'!2 Schüpseuflrisch „------— ^ Kulnrul) „ — — 2 5i« Hähudcl pr. StilÄ — 40 --^ Erdäpfel „ 140 -— Tauben „ ^ ^-^-^ Linsen „ 5----------- Hen Pr. Zentner 15<» - -^ Cllbsen . 4 50— Stroh „ 130-!^. Fisolen „ 5,---------- Holz,hart.,pr,Klst. -- 8,5^ Niudöschmal; Pfd. —50-------, ^ weiches, „ —>— 6^" Schweineschmalz „ —^40-------! Wein, rolhev, Pr. , Speck, frisch, „—^25-------> Linier — !-i3^ — geräuchert „ — 3«!------- — weißer „ —l— 1^ -" "^ 0U. Mg. 332,12 > 0.5. NÖ. s. schw. ganz bew. 27. 2 „ N. 33t.ca -z- 4.« ,NO. s. schw. heiter 0.oo 10 „ Ab. 33l.^ —^I.o jNO. s. schw. Hulicnucbel 6 U. Mg. 330.<;ö — 1 2 windstill Nebel 2«. 2 „ 9t. 32'.».7» ! - 0.2 windstill Nebel 0-o<> 10„ Ab. 329.3a >— 1.!i windstill Nebel Den 27. angenehmer, sonniger Nachmittag, Saufte« AbcN^ rolh. Dcn 28. dichter, nasser Nebel den ganzen Tag anhaltt'^ Vcraulworllicher Ncdaltcur: Iguaz U. 5tlcinmayr.