PoStnlna plafana v gotovlnl. Deutsch eituna Organ für die deutsäie Minderheit im Dravabanat ?chrlftl«ltunq und Verwaltung: Preiernaoo ulica 5, Telephon Nr. 21 (Interurban) 1 S » j u g t p r « i {* für ba» Inland : vierteljährig *0 Xln, haldjShr^z SO ®in. ganz» «nfftnfttgangen werden in der Verwaltung zu billigsten Gebühren entgegengenommen f (Ihrig 160 tin. Für da» Hutlnnb entsprechend, Erhöhung. «tnjeiRummrt Xln 1'50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Tonntag Nummer 90 Celje, Sonntag, den 8. November 1936 61. Jahrgang Der „Slovenec" und Deutschland Zuweilen bringt auch der Ljubljanaer „Slovenec" als halbamtliches Blatt des Innenministers Dr. Ko-roscc einige objektive erfreuliche Berichte über Deutschland. So konnte man in jüngster Zeit gleich drei Schilderungen von Erlebnissen eines maßgebenden Ljubljanaer Journalisten lesen, der jetzt durch Deutsch-land reist. Aus Berlin sandte er dem „Slovenec" einen begeisterten Bericht über das, was er dort und besonders in den Siemens-Werken sah und erlebte. Der zweite Bericht behandelte die Arbeitsüberlastung der deutschen Eisenindustrie, und daß sich deshalb Deutschland keine 40 Stundenwoche leisten kann. Es wird darin aber auch unumwunden zugegeben, daß das ganze Deutschland hinter Hillec steht, dah er vom ganzen deutschen Volk geliebt und ver-ehrt wird, weil er dem Volke wieder Brot und Arbeit gibt, und dah die Arbeit vom Volk für» Volk, für die Allgemeinheit heute im Reiche eine Ehre ist, der jedermann nachstrebt. „Dieser allgemei. nen Ueberzeugung kann sich auch der neutrale Beobachter nicht erwehren, ist doch Dlut'chland in je-dem Augenblick innig mit Hitler verbunden. Es hilft kein ctopfschütteln und kein Geringschätzigmachen, der Nationalsozialismus hat dem Deutschen Reiche neues Blut in die Adern getrieben." Davon kann sich im Reiche jedermann täglich und allerorts über- zeugen —--„0o und ahn ich lauten die ein- zelnen Bericht!abschnitte, die ein Mann, der Bericht-erstatter, meldet, der noch vor kurzem ganz anders über Deutschland xeurteiit hat. Er spricht von den gigantischen Arbeitsunternehmungen im Reich, von den „großen Stratzenbavten. wie von den Bauten der Kanäle, Bahnhöfe. Bahnstrecken. Stadions, Wohnhäuser Kolonien, Bäder, Schulen, Amt-gebäude, Verkehrsparkc usw. usw. Gleichzeitig werden aber auch neue Baupläne geschaffen." „Der deutsche Arbeiter ist heute ein mitschaffendes Glied der großen deutschen Arbeit". „Heute arbeitet der deutsche Ar-beiter für sich und zum Wohle des deutschen Volks-genossen, des Mitmenschen." „Kommunisten gibt es in Deutschland keine mehr — oder nur noch ganz wenige in jüdischen Rester». Glücklich der Staat, der sich rechtzeitig vor einem jüdische bolschewistischen Umsturz vorgesorgt hat und vor dem Menschenjchlachten, wie es heute in Spanien herrscht." Diese und ähnliche objektive Berichte erfreuen jeden, der die Verhältnisse Deutschlands kennt. Und im dritten Artikel berichtet der Mann aus dem Ruhr-gebiete von den 40.000 Slowenen, die dort glück-lich leben. Es wird erfreulich bestätigt, bafc auch die arbeitslosen Slowenen, deren es nur noch we» nige gibt, dieselben Unterstützungen geniefzen, wie die Deutschen. „Unsere Arbeitslosen", so heitzt es im Bericht, „erhalten dieselben staatlichen Arbeit»-lofenunteistützungen wie die Deutschen; ebenso wird ihnen dieselbe alljährliche Winterhilfe zuteil, die aus freiwilligen Beiträgen gesammelt wird." Der Bericht-erstatter schreibt auch, dah „die Mehrzahl der Slo-wenen in den verschiedenen Unterstrtzungs', religiös-nationalen und nationalen Vereinen zusammen-halten. So gibt es in 80 geschlossenen Siedlungen 62 männliche und 29 weibliche örtliche Organisationen, zusammen also 91. mit 2 Zentralverbänden." Wir hoffen, daß diesen objektiven Berichten, bald andere solche folgen werden, und daß auch die übrigen Blätter bald zur Einsicht kommen mögen, daß ob-jektive Berichterstattung besser ist als noch so fett aufgetragene Lügenmeldungen. Harte Kämpfe um Madrid Der Befehlshaber der nationalistischen Truppen erklärte am Mittwoch, nach der Einnahme des mar-zistischen Madrider Flughafens, daß er zu Wochen-ende in die Hauptstadt einmarschieren werde. Und tatsächlich find seither die Anstrengungen der Ratio-nalisten verdoppelt worden. Mit eigenen und er-beuteten russischen Tank» rücken sie immer näher an die Hauptstadt heran. Seit einigen Tagen sind sie schon so nahe, dah sie die Stadt schon mit ihrer Artillerie beschietzen können. Die Stadt wird auher-dem noch dauernd durch nationalistische Flugzeuge bombardiert Ebenso hartnäckig verteidigen sich aber auch die Kommunisten, die täglich mit neuem russischem Kriegs- und Menschenmaterial versorgt werden. Sie versuchen an mehreren Stellen sogar mit star-ken Gegenoffensiven die bedrohtesten Kampfstellen zu entlasten. Räch neuesten Meldungen sind die vordersten nationalen Kampsabteilungen schon Freitag in die Stadt eingedrungen, wo es zu erbitterten Straßenkämpfen gekommen ist. Mithin ist die end-gültige Einnahme besiegelt. Im Zentrum Madrids haben die kommunistischen Horden mit den Plünderungen schon begonnen. Man befürchtet, daß sie noch vor dem Einmarsch der Rationalisten Tausende von Geiseln ermorden werden. Der Kaiser von Abessinien und König von Italien kommt nach Budapest Entgegen den vorherigen Meldungen, wonach den Besuch Horthys in Rom der italienische Krön-prinz in Budapest erwidern soll, steht nun fest, daß der Kaiser von Aethiopien und König von Italien Emanuel II. selbst nach Budapest kommen wird. Generalstabsbesprechungen der Balkan-Entente in Bukarest Prag, 4. November. Die offiziöse „Prager Presse" meidet aus Bukarest unter dem 3. d. M: Heute, Dienstag, traf in Bukarest aus Anlah der Konferenz der Generalstäbe der Balkan-Entente der türkische Marschall Fevzi Tschamak ein. Der Mar-schall ist von zwei hohen türkischen Generalstabs-offizieren begleitet. Ferner trafen in Bukarest der jugoslawische Generalstabschef Milutin Redic sowie der griechische Generalstabschef Alexander Papagos ein. Beide Generale sind von ihren Perfonaladju-tonten und Referenten begleitet. Italien aus dem Völkerbund ausgetreten! Rom. Grosse Sensation rief in den hiesigen diplomatischen Kreisen die Meldung hervor, die am 3. November der Direktor des „Giornale d'Ztalia" Virginia Gajda veröffentlichte und die folgenden Wortlaut hat: „Italien ist aus dem Völkerbund ausgetreten, wie auch Japan und dos Deutsche Reich und andere Staaten ausgetreten sind. Der Austritt Italiens au» dem Völkerbund ist deshalb erfolgt, weil der Völkerbund weder das Verständnis für die Notwendigkeiten Italiens, noch für den Weltfrieden aufgebracht hat. Italien gedenkt nicht mehr in den Völkerbund zurückzukehren." Angelsächsische Demokratie Der jetzt mit überwältigender Mehrheit für vier Jahre wiedergewählte Präsident Roosevelt hat noch in seinen Wahlreden grotzen Wert darauf gelegt, einen scharfen Trennungsstrich zwischen der Demo-kratie. deren Vorkämpfer in der Welt die Vereinigten Staaten seien, und anderen Regierungsfarmen zu ziehen. Dennoch kann man in der triumphalen Rück-kehr des Mannes, der die gewih umstrittene und sehr autoritäre Politik des New Deal unternommen hat. eine Auswirkung des modernen Führerproblems sehen, die gerade in Deutschland mit Interesse beo> dachtet wird. Offenbar haben die Bürger der Ver-einigten Staaten trotz der scharfen kritischen Ausfälle des Republikaners Landon gegen Roofevelts wirtschaft»- und sozialpolitische „Tyrannei" es doch vor-gezogen, das grotze Experiment weiterzuführen, statt durch einen Bruch in der allgemeinen Linie dem großen Unbekannten Tür und Tor zu öffnen. Den Staatsrechtlern ist im übrigen die Tatsache nichts Neues, dah die Stellung des Präsidenten in USA der eines Führers der Station sehr viel näher kommt, als dies für die Staatsspitze in der parla-mentarischen Republik Frankreich, ja auch in der konstitutionellen Monarchie des Westens praktisch gilt. Freilich wissen die Staatsrechtler auch — und Herr Roosevelt hat es in den ersten vier Jahren feiner Amtszeit am eigenen Leib erfahren müssen —, datz das Führerprinzip in USA auf Schritt und Tritt durchkreuzt wird von politischen, ja sogar juristi»ch«n Sonderrechten, die sich aus der Struktur dieses riesigen Bundesstaates und aus seiner eigentümlichen, gegen zentrale Autorität besonders miß-trauischen Tradition ergeben. In Europa und be-sonders in Deutschland wünscht man. unbeschadet der schmerzlichen Rückwirkungen der Rooseveltschen Handelspolitik, unbeschadet auch mancher einseitigen Stellungnahme de» Präsidenten in europäischen Fragen, dak Roosevelt mit dem Rückhalt seiner glänzenden Wiederwahl in den kommenden Jahren einen klaren, national und international segensreichen Kurs der amerikanischen Politik steuern möge. Während der erste Mann der Bereinigten Staaten in feinem Landsitz auf das Ergebnis des Wahlgangs der 80 Millionen wartete, fuhr in London König Eduard VIII. ins Haus der Lords, um zum ersten Rtal mit feierlicher Thronrede das Parlament zu eröffnen. Es liegt auf der Hand, wie grundverschieden die gekrönte Demokratie des Briti-schen Reiches von der amerikanischen ist, aber die Führerfrage unserer Zeit wird auch hier unoerwei-getlich gestellt. Die Krone al» das Zeichen des Be-Harrens im Wechsel der Zeit und des Ausgleichs über den Parteien ist jedem Engländer, auch dem fortschrittlichsten Sozialisten — die Kommunisten allerding» ausgenommen —, teuer. Richt zuletzt, weil darin zugleich die Einheit eines Weltreiches zum Ausdruck kommt, wie denn König Eduard auch bereits die traditionelle Indienreise unmittelbar nach der Krönung im nächsten Frühjahr angekün-digt hat. Wie aber verhält es sich mit der eigent-lichtn Führung der Staatsgeschäste und ihrer kon-treten Zielsetzung? Die Thronrede des Königs gab sehr ins einzelne gehende Festlegungen internatio-naler und nationaler Natur, angefangen mit dem Satz, dah die Politik der Königlich Britischen R e mWAM wM>a g/y 'Mm f f f.J Mi Weshalb, sagt Dir unser Prospekt! Brunnenverwaltung »K O S T R I V N I § K A S L A T I N A«, Post: Podplat Seile 2 Deutsche Zeitung Nummer 90 gierung nach wie vor auf der Mitgliedschaft im Völkerbund begründet bleib«. Unwillkürlich denkt man einen Augenblick auf die aufsehenerregende Kundgebung des Königs der Belgier, der, ein kon-stitutioneller Fürst nach englischem Muster und eben-falls ein Vertiefe? der jungen Generation, kürzlich die Außenpolitik seines Landes mit einem Schlag neu bestimmte. Doch alsbald spürt man den Unter-schied zwischen dem kontinentalen Klima und den Gewohnheiten des Britischen Jnselreiches, wenn man sieht, wie hinter dem Schirm der Thronrede alsbald der Streit der Parteien im Parlament neu auslebt. Herr Boldwin muh sich genau so mühsam gegen die Opposition wehren, als wenn die Linien der britischen Politik nur seiner eigenen und nicht auch der Meinung des Königs entsprächen. Außenminister Eden seinerseits hat nicht tie gerade leichte Aufgabe, allgemeine Grundsätze wie das Bekenntnis zum Völkerbund in Einklang pi bringen mit den unmißverständlichen Realitäten. In Deutschland hat man aus dem Verlauf der Unterhaus-vebatte über die Thronrede mit Genugtuung festgestellt, daß die Verständigungsbereitschaft des deutschen Volkes mit dem englischen jenseits des Kanals ausrichtig be-grüßt wird. Allerdings ist man in Berlin nicht in der Lage, das Entgegenkommen an England bis zur Verlegung der einfachsten deutschen Lebensrechte zu treiben, wie sie in der Rohstoff- und Kolonial-frage soeben erst von den Ministern Göring und Dr. Goebbels wieder unterstrichen worden sind. „Staatsverteidigungswache" in der Tschechoslowakei Mit einer Notverordnung hat die tschechv« slowakische Regierung eine „Staatsverleidigungs-wache" geschaffen, die als eine stets mobile Grenz-schutztruppe militärischen Charakters anzusehen ist. Nach der Verordnung ist es Aufgabe dieser Staats-verteidigungswache. Verletzungen der Staatsgrenzen zu verhindern und bei der Aufrechterhaltung der Ordnung, Ruhe und Sicherheit mitzuwirken. Sie kann aber auch zu anderen Aufgaben, z. B. zu solchen der Zollverwaltung herangezogen werden, ihre Gesamtstärke bestimmt das Innenministerium. Die Wache wird militärisch organisiert und aus-gebildet. Ihre Mitglieder unterstehen dem Militär-strafrecht. Mitglieder der Verteidigungswache werden, solange sie dieser angehören, nicht zum Militärdienst einberufen. Als Fachberater werden ihr Osfiziere und Beamte des Finanz-, Eisenbahn- und Post-Ministeriums zugeteilt. Die Londoner Reise Becks (A) London. Hava» meldet: Der polnische Außenminister Beck trifft mit seiner Gemahlin am 8. November zu offiziellem Besuch in London ein. Der Lordmajor von London veranstaltet am 10. d. M. um 21 Uhr zu Ehren Baron Becks ein Festbankett. In politischen Kreisen wird erklärt, daß dieser Be-such Beck Gelegenheit geben werde, mit Eden alle europäischen Probleme gründlich zu erörtern. Verbreitet die „Deutsche Zeitung" l Dr. Fritz Zangger: Prinzessin Pumphi's Glück und Ende Von Jugend auf bin ich ein Katzenfreund, und wenn mich einer fragt „wie ist das möglich?" so antworte ich: Well mir dieses anmutigste aller Haus-tiere immer nur Freude und Erholung geschenkt hat, — zum Unterschiede von den Zweifüßlern, die sich „Ebenbilder Gottes" nennen, ihren wichtigsten Daseinszweck aber darin finden, sich gegenseitig bis aufs Blut zu sekkieren, unter Umständen auch zu massakrieren. Wir brauchen gar nicht an die Massen-abschlachtungen in Spanien zu denken. Wozu denn in die Ferne schweifen? Vergeht doch in unserem eigenen Leoen fast kein Tag. an dem wir uns nicht über diesen oder jenen Zeilgenossen grün und gelb ärgern müssen! Auf allen Gebieten unserer Lebens-betätigung umschwirren uns Lügen, Bosheiten, Ver-läumdungen und Gemeinheiten, und wir glauben manchmal, es nicht länger ertragen zu können. Wenn wir aber aus all dem Lärm und Dunst dieser Welt wieder in unsere vier Wände heimkehren, erwartet uns ein stilles, schönes, liebenswürdiges Tierchen. Wir sehen, aus einer Welt der Larven und Verkleidun-gen kommend, einem Stückchen unverfälschter un-schuldiger Natur ins Märchenauge. Das beruhigt und befreit uns. Und getröstet und gestärkt kehren wir wieder auf das Kampffeld des Lebens zurück. „Der sreie Bauer im freien Oesterreich!" Unter diesem Moto fanden am Sonntag, dem 23. Oktober d. I., in Oesterreich die Wahlen in die berufständische Organisation der Landwirtschaft statt. Radio und Zeitungen berichteten in großer Auf-machung, daß die offiziellen Listen mit über 80 "/o aller Wahlberechtigten gewählt worden sind und es wurde dieses Resultat als ein deutlicher Beweis für die vaterländische Gefinnnung des österreichischen Bauern und landwirtschaftlichen Arbeiters bzw. für die treue Gefolgschaft dieses Berufstandes zur öfter-reichischen Regierung nicht nur in der österreichischen Presse sondern sogar auch in einigen ausländischen Blättern hervorgehoben. Gänzlich unverständlich — im ersten Augenblick — war dieses Resultat für all jene, die Gelegenheit hatten, die tatsächliche Stimmung der österreichischen Landbevölkerung kennen zu lernen, für all jene, die wissen, daß der österreichische Bauer und landwirt-schaftliche Arbeiter an dem heute herrschenden Re> gime ebenso schwer trägt, wie jeder andere Beruf-stand mit Ausnahme der engsten Gefolgschaft der obersten Führer von Partei und Staat, unbegreiflich aber auch für jene, die Kenntnis haben von dem Elend, das dank der Politik der Regierung, ganz besonders den österreichischen Gebirg»- und Holz-dauern an den Rand des Abgrundes gebracht hat; und doch «ollen gerade auch in den Gebirgsgegenden die Wahlergebnisse überraschend günstig gewesen sein! Wie sieht es nun in Wirklichkeit aus? Geht man der Sache nach, so erfährt man, daß nur jene Bauern und jene landwirtschaftlichen Arbeiter wähl-berechtigt waren, die Mitglieder des sog. Bauern-bundes sind, einer von der Regierung geschaffenen und von ihr, bzw, dem Klerus kontrollierten, rein vaterländischen Organisation der Bauern und Land arbeiterschaft. Dieser Organisation gehört nun tatsächlich nur ein Neiner Bruchteil der österreichischen Bauern und Landarbeiterschaft an, so daß es ganze Wahlsprengel, denen mehrere Gemeinden zugehören, gibt, die bei vielen Hundert erbgesessenen Bauern und landwirtschaftlichen Arbeitern nur vereinzelte Wahlberechtigte hatten, eben nur jene, die Mitglieder dieses Bauernbundes sind. Es ist bei diesen beruf-ständischen Wahlen daher vorgekommen, daß von großen Dorfgemeinden nur vereinzelte Männer zur Urne kamen und trotzdem war die Wahlbeteiligung lW"/.,ig und die offizielle Liste war 100°/„tg gewählt ! In solchen Dörfern haben die Bauern viel-fach von der Wahl überhaupt kaum etwas gewußt, denn die Propaganda beschränkte sich ja ausschließ-lich auf die Wahlberechtigten, die Mitglieder des Bauernbundes! Bei dieser Sachlage begreift man nun auch, warum die Wahlbeteiligung ausschließlich in Pro-zenten, niemals aber in konkreten Zahlen bekannt gegeben wurde, denn diese Zahlen würden auch dem Uneingeweihten und der Weltöffentlichkeit zu deutlich zeigen, wie es um die „freien Wahlen des freien Bauern im freien Oesterreich" bestellt ist! Diese Wahlen waren eine der vielen Lügen, auf denen das heutige Regime aufgebaut ist! Müssen wir nicht schon aus Dankbarkett den kleinen Löwen lieben, der uns so tief beglückt? Der Katzenfreund braucht sich den Spott der Philister nicht zu Herzen nehmen. Befindet er sich doch in der denkbar besten Gesellschaft. Viele be-deutende Menschen wie z. B. Petrarca. Theodor Storm, Gottfried Keller, Friedrich Hebbel, I. B. Scheffel, Rainer Riaria Rilke, Ricarda Huch, Eh. Baudelaire, H. de Balzac und andere feine Geister haben die Katze so überschwänglich verherrlicht, wie es wohl keinem anderen Tier beschieden ward. So sagt z. B. Baudelaire von den Katzen: „Freunde des Wissens, der dunklen Leidenschaft, Suchen die Stille sie, der Finsternisse Schauer, Der Hades nähme sie zu Boten seiner Trauer, Gewährte solchem Dienst sie ihre stolze Kraft. Sie ähneln in den edlen Gebärden, wenn sie träumen, Den großen Sphinren, ausgestreckt an Wüstensäumen Die schlafend hält umhegt endlosen Traumes Reich. Aus ihren starken Lenden magische Funken sprüh'n Und kleine goldne Punkte, feinem Sande gleich In ihrem Augengrund wie bleiche Sterne glüh'n." Auf der anderen Sette aber stehen freilich Le-gionen von Katzenfeinden. Viele haben eine ange-borene Abneigung (Idiosynkrasie) gegen Katzen. Anderen ist schon in ihrer Jugend die alberne Fabel von der „Falschheit" der Katzen beigebracht worden. Wie unfinnig! Wisset ihr nicht, daß nur der Mensch falsch sein kann, niemals aber ein Tier!? Wenn Sprecher der Regierung haben eine Abstimmung des österreichischen Volkes zu einem der Regierung passend erscheinenden Zeitpunkte angesagt; welche Komödie man wohl bei dieser Gelegenheit der Welt vorzusetzen beabsichtigt? Geheime Wahlen Verkehrsminister Dr. Spaho hielt in einer Wäh-lerversammlung in (.'ajnii in Bosnien eine Rede, in der er unter anderem neue politische Gesetze, darunter auch ein neues geheimes Wahlgesetz an-kündigte. Wichtige Besprechungen Delbos-Dr. Puric (A) P a r i s, 4. November. Die Agentur Stcfani meldet: „Die diplomatischen Kreise messen der Zu-sammenkunst des französischen Außenministers Deldos und des jugoslawischen Ministers in Paris Dr. Puric besondere Bedeutung bei. Es wird betont, daß hiebei alle aktuellen Fragen des Miltelmeeres und Mitteleuropas besprochen worden seien." Kinoverbot für Geistliche Sarajevo, 3. Nooember. Der Erzbischof von Sarajevo hat sämtlichen Geistlichen seiner 'Diözese den Kinobesuch ohne seine ausdrückliche Genehmigung verboten. Die Bischofskonferenz wild in der Frage des Kinobesuchs von Geistlichen eine endgültige Entscheidung treffen. Kurs der deutschen Touristenmark (A) Beograd. Die Sektion für Tourismus beim Handelsministerium hat sämtliche interessierten touristischen Oigaiusationen verständigt, daß im Zu-sammenhang mit den vereinbarten Aenderungen im Toutislenablammen mit Deutschland für November der Kurs der deutschen Mark mit 14 25 Dinar fest-gesetzt worden sei. Kein deutscher Botschafter bei der Rompakt-Konferenz (A) Budapest, 4. November Von zuständiger Stelle wird erklärt, daß an der Konferenz der Rom-palt Mächte, die am 11. und 12. November in Wien stattfinden wird, kein deutscher Beobachter teilnehmen werde, wie ursprünglich gemeldet wor-den sei. (C) Budapest, 4. November. In hiesigen politischen Kreisen verlautet, daß Außenminister Kanya schon Sonntag nach Wien reisen werde, also wie Graf Ciano einige Tage vor dem Beginn der Rompakt-Konferenz. Graf Ciano trifft am 13. November in Buda-pest ein. Dr. Schmidt kommt Mitte dieses Monats nach Berlin. Schon spricht man auch von einer Zusammenkunst Edew Ciano. du die Katze in den Schweif zwickst, wird sie dich natürlich kragen. Daran ist aber nicht die „Falsch-heit" des Tieres schuld, sondern nur — deine eigene Dummheit. Schlecht auf die Katzen zu sprechen sind auch die Jäger, denn die Katzen haben es, vermöge eines durch viele Jahrtausende wirkenden Urtriebe» — es ist derselbe Trieb, der sie zu einem der nütz-lichsten Tiere macht — scharf auf alles, was da kreucht und fleucht; darunter sind aber auch manche Lebewesen, welchen — so glaubt der Jäger — nach dem Willen der Vorsehung nur er das Lebens-licht ausblasen darf. Zahllose, oft bestialische Grausamkeiten sind der Katzenfeindschaft entsprungen. Bekannt ist das Annageln der Katzen als Strafe für Diebereien. Wie viele Katzen erleiden durch Gift einen qual-vollen Tod. Der Tod im Wasser ist „menschlicher", ober auch nicht gut. Noch vor zwei Jahren wurde im Park von Schönbrunn ein sogenanntes Katzen-würgen veranstaltet, dem Tausende von Katzen zum Opfer fielen. Menschen und Hunde besorgten ge-meinsam das tolle Morden. Die Sache hatte ein gerichtliches Nachspiel, das aber schließlich mit einem Freisprach endete. Ein solches Urteil wäre in Deutsch-land unmöglich. Das erste Gesetz, das der Führer erlassen hat, ist ein strenges Tierschutzgesetz. Tier-quälereien aller Art werden nach diesem Gesetze mit Gefängnis bis zu zwei Jahren bestraft. Verboten ist insbesondere das Scharfmachen der Hunde auf Katzen, ebenso das Aussetzen eines Haustieres. Nummer 90 Deutsche Zeitung Seite s Leon Blum ..der Reaktionär" Paris, 2. November. Diese Woche verspricht von großem politischen Interesse ?u werden. Die Regierungsmitglieder werden am Äi.Uwoch zu einem Ministerrat zusammentreten. Die Regierung hat jetzt neue Sorgen durch den Vorstoß der Kommunistischen Partei erhalten. Der Abgeordnete Thorez hat nach dem Wortlaut seiner Rede vom Freitagabend, den die „Humanite" heute veröffentlicht, an die Adresse des Außeiiministers und des Ministerpräsidenten folgende Warnung gerichtet: „Wir glauben, das; Minister Delbos mit der Außenpolitik, die den Interessen Frankreichs, der Demokratie und des Friedens geradezu entgegen-gesetzt ist, eine große Verantwortung übernommen hat. Aber geben wir Cäsar, was des Cäsars ist! Es ist nämlich nicht nur der Minister des Aeußern, sondern Genosse Blum gewesen, der zu wiederholten Malen sür die Gesamtheit des Kabinetts die Ver-antwortung für sie übernommen hat. Es ist der Genosse Blum gewesen, der nach der Wieder-Herstellung des zweijährigen Dienstes in Deutschland den Empfangsfeierlichkeiten für Dr. Schacht seine Zustimmung gegeben hat, die wir mit der Sicherheit und Friedenspolitik Frankreichs nicht für vereinbar halten. Es ist der Genosse Blum gewesen, der die Verantwortung sür jene monströse Neutralitätspoliiik übernommen hat, die zu den Morden unserer Ge> nassen in Spanien beiträgt. Wir müssen feststellen, daß die reaktionären Führer der zweiten Internationale eine Haltung einnehmen, die gegen die Sowjetunion und gegen den Kommunismus gerichtet ist. Die Schwierigkeiten der Volksfront sind auf das Versagen, das ständige Zurückweichen, ihre Kapitulationen vor dem inneren und äußeren Faschismus zurückzuführen." In diesen Ausfallen auf den „reaktionären Genossen Leon Blum" wollen einige parlamentarische Kreise das Zeichen für eine Sprengung der Regierungskoalition sehen. Der Angriff Thorez' scheint den Sinn zu haben, eine Gegenwirkung gegen den Kongreß von Biarritz zu schaffen und Leon Blum rechtzeitig daran zu erinnern, daß die Bloß-stellung als „Reaktionär" für ihn, der sich wiederholt als Treuhänder des Proletariats bezeichnet hat, pein-lich werden kann. Polen verlangt Mitbestimmungsrecht bei einer neuen Locarnokonferenz Warschau. Der der Regierung nahestehende „Kurier Czerwony« beschäftigt sich in einem „Ohne Polen unmöglich" überschriebenen Artikel mit der Frage einer neuen Locarnokonferenz. Das Blatt be-tont, den vielen Problemen, die den Westen und Osten Europas beunruhigen, die gleiche Aufmerk-samkeit zu schenken. Die Zeiten des „Locarno Nr. 1", in denen man ein komfortabel eingerichtetes Sicherheit^ system um den Rhein geschaffen und gleichzeitig den Osten seinem Schicksal überlassen habe, gehörten der Vergangenheit an. Polen müsse an der Regelung aller Fragen, die mit der Neuorganisation Europas zusammenhingen, mitwirken. Eltern, die Tierquälereien ihrer Kinder dulden, machen sich strafbar. Jedermann hat, wenn er eine Tierquälerei wahrnimmt, das Recht, den Täter zur Rede zu stellen und, wenn dies nichts nützt, einen Wachmann oder Gendarmen zu holen, der verpflich-tet Ist, sofort Ordnung zu machen. Tiere, die vom Eigentümer mißhandelt werden, werden ihm weg-genommen und auf seine Kosten anderweitig unter-gebracht usw. usw. Der „Völkische Beobachter" hat erst vor wenigen Tagen berichtet, daß schon viele empfindliche Gefängnisstrafen auf Grund dieses Gesetzes verhängt wurden. In Ländern, wo es noch kein wirksames Tier-schutzgesetz gibt, sucht der Tierfreund vielfach durch List den Tieren zu helfen. So hält z. 23. der be-kannte Grazer Komiker Alois Stadlmay, ein großer Katzenfreund, den Bauern immer vor, daß eine schlechte Behandlung der Katzen Unglück, das Ge-genteil hingegen Glück bringe. Eine Begebenheit, die sich in der Umgebung unserer Stadt zugetragen hat, sieht nun wie eine unheimliche Bestätigung dieser Regel au«. Obgleich ich nun für meine Person nicht abergläubisch bin, möchte ich die Geschichte doch erzählen, weil ich, wenn auch nur ganz von ferne, hoffen darf, durch diese Mitteilung ein oder das andere Kätzchen vor Qua-len und Tod zu bewahren. (Schluß folgt) Leset die „Deutsche Zeitung"! Zur österreichischen Politik Wenige Tage vor Beginn der Außenminister-Besprechungen in Wien, die im Rahmen der so-genannten römischen Protokolle stattfinden werden, haben die Umbildung der Regierung Schuschnigg und die außenpolitischen Mitteilungen des Staats-jekretärs Dr. Schmidt vor der Presse die Aufmerk-samkeit im Reich auf die österreichische Entwicklung gelenkt. Hatte man schon seinerzeit das Ausscheiden des Fürsten Starhemberg und dann die Auflösung der Heimwehren als eine konsequente Politik des Bundeskanzlers angesehen, so wird deutscherseits der Wechsel einiger Ministerposten als ein Weiter-gehen auf der gleichen Linie betrachtet. Man Über-sieht dabei nicht, daß der chriftlich-soziale Zug In der Regierung sich weiter verstärkt hat. daß aber gleich-zeitig die Uebernahme des Innenministeriums durch Minister Glaise-Horstenau und die Person des neuen Handelsministers Prof. Taucher einen betont natio-nalen Kurs bestätigt. Staatssekretär Dr. Schmidt, der im Namen des Bundeskanzlers Vertretern der auswärtigen Presse in Wien über Oesterreichs Außenpolitik Auskunft erteilte, sprach u. a. von seinem Besuch in Berlin in der zweiten Hälfte des Monats. Die deutsche Presse unterstreicht die erfreuliche Tatsache dieser Reise be-sonders und gibt den übrigen Ausführungen Dr. Schmidts breiten Raum. Daß die belgische Neu-tralitätserklärung auch Oesterreich interessieren werde, war vorauszusehen, doch sieht dieser deutsche, mit Ungarn und Italien befreundete Staat seine Aufgabe nicht als Mitglied einer neuen Gruppe der ^Neutralen, sondern als wichtiges Stück einer dauerhaften Friedensordnung in Mitteleuropa. Das österreichisch'deutsche Abkommen, so betonte Dr. Schmidt, habe sich in jeder Richtung bewährt. Zwischen der politischen Revision, die Mussolini soeben für Un> garn wieder gefordert hat, und der Hoffnung auf wirtschaftliche Zusammenarbeit auch mit der Tschechoslowakei will Oesterreich offenbar einen mittleren Weg einschlagen, ohne daß die Wiener Skepsis über den Grad der Prager Verständigungsbereitschaft sich wesentlich geändert haben dürste. Dr. Krofta antwortet Mussolini Prag, 3. November. Außenminister Dr. Krofta kam heute im «ußenausschuß des Abgeordneten-Hauses auf die Mailänder Kundgebung Mussolini» zu sprechen. Er erklärte, daß sie in vielen Punkten im Widerspruch zur tschechoslowakischen Auffassung stehe, besonders soweit sie die Haltung zum Völker-bund, zur Abrüstungsfrage und zur kollektiven Sicherheit betreffe. Von der Kundgebung zugunsten des ungarischen Revisionismus sei die Tschechoslo, wakei sogar unmittelbar betroffen; sie werde aber in keiner Weise ihren ablehnenden Standpunkt än-dem. Die Auslegung jenes Teiles der Rede, der die Freundschaftsbeziehungen zu Jugoslawien behandelt, in dem Sinn, als ob die Revisionsforderung Ungarns sich nicht gegen Jugoslawien, sondern nur gegen Rumänien und die Tschechoslowakei richteten, sei, so jagte der Minister, seltsam, denn jeder der drei Staaten wisse, daß jede Revision auf Kosten des einen oder des andern Staate» mit der Zeit ihre Fortsetzung in einer Revision zu Ungunsten des dritten Staates finden müßte. Ein um Gebiete der Tschechoslowakei vergrößertes Ungarn würde sicherlich Nicht vor den Grenzen Rumäniens und Jugosta-roiens haltmachen und früher oder später auch diesen Staaten gegenüber seine Revisionsanjprüche geltend machen. Daß Mussolini in dem Mitteleuropa be-treffenden Teil seiner Rede nicht auch Rumänien und die Tschechoslowakei erwähnt habe, dürfe nicht so auegelegt werde >, als ob Italien abgeneigt wäre, mit diesen Staaten über die wirtschaftlichen Fragen Mitteleuropas zu verhandeln. Er glaube, erklärte Dr. Krofta, im Gegenteil annehmen zu können, daß Italien tatsächlich seinen Beitrag zum Wirtschafts-aufbau in Mitteleuropa zu leisten gedenke. Auf die von der polnischen Presse aufgestellte Behauptung von einer Unterdrückung der polnischen Minderheit in der Tschechoslowakei reagiere die Re-gierung besonders empfindlich, weil ihr daran liege, die Minderheitenjchutzverlräge peinlich genau einzuhalten. Die von sudetendeuischer Seile gemachten Einwände, daß die tschechoslowakische Außenpolitik ausschließlich Angelegenheit des tschechischen Volkes sei, wurde vom Außenminister mit dem Hinweis abgetan, daß dies in einem demokratischen Staat nicht möglich sei. Der amerikanische Seemannsstreik droht zur Katastrophe zu führen. Vielerorts herrscht schon be-trächUicher Ledensmittelmangel. Die Politik der Strahe — schädigt den Arbeiter! Sin» Folgt der Zrank«nabw»ttung Eine monistisch beeinflußte Regierung, wie e» die Regierung Blum in Frankreich ist, mag sich bei der Masse der Arbeiter durch Verbeugungen vor Politik der Straße vorübergehend beliebt machen und scheinbare „Erfolge" durch Erhöhung der Löhne und Verkürzung der Arbeitszeit auf 40 Stunden machen. Daß eine solche „Wirtschaftspolitik" aber keineswegs arbeiterfreundlich ist, fondern in Wirklich-keit den Ast absäqt, auf dem der Arbeiter sitzt, zeigt in besonders krasser Weise das Beispiel der Tutü-wirtschaft des Elsaß. Es ging ihr und noch mehr der Textilmaschinen-Industrie schon in letzter Zeit nicht gut, und viele Betriebe der Textilmaschinen' Industrie lebten nur von der Substanz. Durch die vorerwähnten sogenannten „arbeiterfreundlichen" Maßnahmen der Regierung Blum werden aber die Erzeugnisse der Textil- und der Textilmaschinen-In-dujtrie außerordentlich erhöht, weil die Gestehung»-kosten um 28 bis 40''/, gestiegen sind. Die letzte Hilfsquelle der elsässischen Textilindustrie war bisher der Handel nach Westafrika, der aber durch die vor-erwähnte Preiserhöhung nunmehr wahrscheinlich brachgelegt wird, weil die englische Textilindustrie dieses Marktgebiet billiger beliefern kann. Geburtenzunahme und Geburtenabnahme In dem neuen Heft von „Wirtschaft und Sta-tistil" veröffentlicht das Statistische Reichsamt einen vergleichenden Bericht über die „Bevölkerungsbewe-gung in den europäischen Ländern im Jahre 1935 und im 1. Vierteljahr 1936". Im Dermchen Reich wurden im Jahre 1935 abermals rund 63.000 oder 5 3 v. H. Geburten mehr gezählt al» im Jahre 1934, obwohl die Zahl der Lebendgeborenen in diesem Jahre schon 227.000 oder 23.4 v. H. ge-genüber 1933 gestiegen war. Im Ganzen wurden im Deutschen Reich in den zwei Jahren 1934 und 1935 517.000 Kinder mehr geboren, al» wenn die niedrige Geburtenhäufigkeit von 1933 angedauert hätte. Eine ähnliche starke Geburtenzunahme ist nur in der Freien Stadt Danzig festzustellen. Während Italien, der Irische Freistaat, Schweden, Dänemari, Portugal und zwei baltische Staaten im Jahre 1935 vorübergehend geringe Geburtenzunahme aufwiesen, setzte sich in allen übrigen Ländern d« Geburten-rückgang auch im Jahre 1935 in mehr oder weni-ger starkem Maße fort. Auffallend park war die Abnahme der Geburtenzahlen in Frankreich, Bei-gien, in der Tschechoslowakei, in Ungarn und in Oesterreich. Eine „Russische nationalsozialistische Bewegung" in Deutschland Unter Führung des ehemaligen russischen General-stc>b5 Hauptmanns Slobodjanski wurde in Essen eine „Russische nationalsozialistische Bewegung" in Deutsch-land gegründet, deren Symbol ebenfalls ein Haken-kreuz auf schwarzem Grund ist. Die „Emden" in Stambul Stambul. DNB meldet: Der deutsche Panzer-kreuzer „Emden" ist, vom Schwarzen Meer kommend, in Stambul eingetroffen, wo er acht Tage verbleibt. Bekanntlich kommt die „Emden" vom Besuch des bulgarischen Kriegshafen» Varna, wo König Bvri» von Bulgarien auf dem Schiff einen Besuch abstattete. In Bulgarien und der Türkei wurde der Kreuzer „Emden" stürmisch begrüßt. Deutscher Polizeibesuch in Polen (A) Warschau. Hier ist der deutsche Polizei-general Daluege in Begleitung einiger Polizeioffijlere eingetroffen. Am Bahnhof wurden sie von dem Oberkommandanten der polnischen Staatspolizei General Zamorski und anderen Persönlichkeiten begrüßt. Die internationale Anerkennung des italienischen „Jmpero" (A) London. „Daily Telegraph" meldet, in gut unterrichteten Londoner Kreisen erwarte man für die nächsten Tage die Anerkennung der italienischen Souveränität seitens noch einiger europäischer Staaten. Dr. Sucher wurde zum neuen Lande»hauptmann von Kärnten ernannt. * Die steirische Landesregierung kaufte da» Schloß St. Martin bei Graz auf. Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 3V Frankreich verlängert die Maginot-Linie längs der französisch-belgischen Grenze Paris, 31. Oktober. Der Minister für nationale Verteidigung, Daladier. und Generalstabschef Gamelin haben ihre Inspektionsreise an der Nord-grenze beendet. Daladier erklärte Journalisten, die außerordentlichen Kredite, über die das Kriegs-Ministerium verfüge, würden es gestatten, diese Be-festigungslinie im Norden schnell und gründlich nach dem Vorbild der an der Ostgrenze errichteten Werke zu vollenden, daß heißt, nach dem Vorbild der Maginot- Linie. Bekanntlich ist die Maginot-Linie, die urspiüng-lich bei Longuyon in Lothringen endete, in den letzten Jahren bereits ein großes Stück längs der belgischen Grenze (belgische Provinz Luxemburg) ausgebaut worden. Sie reicht zurzeit bis Givet, der Grenzstadt an der Maas, wo sie in die belgische Festungslinie an der Maas übergeht. Westlich von Givet bis zum Meer sind auf französischer Seite bisher eine Reihe von Stützpunkten ausgebaut, die sich um die alten Grenzfestungen gruppieren. sJlun soll auch dieses Grenzstück mit einer durchlaufenden Befestigungslinie versehen werden. Dr. Goebbels stiftet zwei Millionen für die Künstler Der Gedenktag der Gründung des Gaues Groß-berlin der NSDAP, dessen 10jährige Wiederkehr in ganz Berlin aufs festlichste begangen wurde, fiel dem Datum nach zusammen mit dem Geburtstag des Reichspropagandaministers Dr. Joseph Goebbels, der ja gleichzeitig auch der Gauleiter des Gaues Großberlin ist. In der Widmung seines Bildes, daß Adolf Hitler seinem alten Mitkämpfer bei dieser Gelegenheit überreichte, drückt der Führer ihm den Dank aus in Erinnerung an die Eroberung Berlins für den nationalsozialistischen Gedanken und „in Würdigung dieses gewaltigen Kampfes und all der damit verbundenen Opfer". Aus Anlaß seines Geburtstages nun hat Dr. Goebbels durch eine Spende in Höhe von 2 Mil-Itoncn Btark für notleidende Künstler von neuem den Beweis erbracht, wie ernst dem nationalsozia-listischen Staat es mit der Fürsorge für die Kunst ist. Die Spende trägt die Bezeichnung „Künstler-dank" und wird im Laufe eines Jahres verteilt werden. Treuhänder für die Verteilung der Spende find für die Bühnenkünstler Eugen Klopfer zusam-men mit Wilhelm Rode und Lothar Müchel, für die Filmschaffenden Carl Froelich zusammen mit Theodor Loos und Rudolf Klein-Rogge, für die Musikschaffenden Prof. Raabe zusammen mit Prof. Kittel und Hugo Rasch, für die bildenden Künstler Prof. Ziegler zusammen mit Prof. Gall und Hanns Schweizer. Ergänzt wird diese Spende durch eine Dr. Joseph Goebbels > Stiftung in Höhe von 200.000 RM, die die Schauspieler für alle, nicht mehr berufsfähige Schauspieler gesammelt haben und die Generalintendant Klopfer dem Reichs, minister bei dieser Gelegenheit überreichte. Hohe italienische Auszeichnung für Gesandten Hassel Rom, 28. Oktober. DNB berichtet: Außen-minister Gras Ciano überreichte anläßlich des italienischen Staatsfeiertage« dem deutschen Botschafter in Rom von Hasse! das Großkreuz des St. Mau-rittus- und Lazarus - Ordens, den der König von Italien dem Botschafter zum Zeichen der Anerken-nung für dessen Bemühungen um die Ausgestaltung der deutsch-italienischen Beziehungen verliehen hatte. Der verbotene Marsch „ins gelobte Land" Tausend Juden planten einen Marsch von Polen nach Palästina. Wie nun die polnische Presse mit-teilt, findet der Marsch „in das gelobte Land" nicht statt; da die Verwaltungsbehörden ihn aus Gründen der Sicherheit verboten haben. Die Sowjets wüten im Holzbestand Wir wissen, was der Wald im Haushalte unserer Natur bedeutet. Deutschland pflegt einen vor-bildlichen Waldschutz. Die Erkenntnis von dem Nutzen der Wälder für die Wirtschaft überhaupt als Feuchtigkeitsregler schien in den letzten Jahr-zehnten an manchen Stellen unseres Erdteils noch nicht ausgegangen zu sein. Es ist erfreulich festzu- stellen, daß in der jüngsten Zeit die Einsicht wächst. Vielleicht hat die amerikanische Katastrophe, die bestes Weizenland als Folge der Waldverwüstung in wirkliche Wüste verwandelt hat, noch rechtzeitig als Warnzeichen gedient. Heute hören wir aus den meisten europäischen Staaten von planvoller Forst-wirtschaft und Neuaufforstung. Südslawien versucht die zahlreichen kahlen Gebirge aufzuforsten. Ungarn setzt in die Theißebene neue Wälder. Estland ver-bietet Waldauktionen und hat Baumpflan;tage ein-geführt. Selbst Finnland, das waldreichste Land Europas, bereitet ein Waldverbesserungsgesetz vor. Und in England werden überall im Lande zur Krönung des jungen Königs „Königsforsten" aus Laubwald, in der Hauptsache Eichen und Buchen, angelegt. So bemühen sich die meisten europäischen Staaten um die Rettung und Vermehrung ihre« Baumbestandes. Es gibt freilich auch Ausnahmen: Rußlands Westen, ehedem eines der waldreichsten Gebiete Europas, ist heute schon weit über das letzt-erlaubte Maß hinaus entwaldet, und gleichwohl machen die Sowjetbehörde.i mit der Abforstung noch nicht Schluß. In Mitteleuropa muß die Tsche-choslowakei sich den Vorwurf gefallen lassen, in ihren magyarisch besiedelten Gebieten einen Wald-raub zu treiben, der sür die Landwirtschaft dieser Landesteile und darüber des benachbarten Ungarn eine ernste Gefahr bedeutet. Währungsabwertung und Ausfuhr-Märkte Ministerialrat Dr. Schlotterer, der im Reichs-wirtschaflsministerium arbeitet und wiederholt die deutsche Stellungnahme zur Weltwirtschaft in der Oeffentlichkeit umrissen hat, veröffentlichte vor wenigen Tagen im „Angriff" einen Aufsatz über „Reue Märkte für Deutschland". Darin setzt er sich grundsätzlich mit den Fragen auseinander, ob für Deutschland eine Abwertung der Mark in Frage kommt, oder ob es anderen Maßnahmen zur Be-lebung des Welthandels den Vorzug gibt. Er er-klärt, da^ seit einigen Jahren die von Deutschland verfolgte Handelspolitik für viele ausländische Kreise als klassisches Beispiel dafür gilt, wie man es nicht machen soll. Wahrscheinlich wird nach seiner Ansicht die deutsche Handelspolitik demnächst noch die Ehre haben, in einem Lehrbuch für junge National-Ökonomen als schwarze Magie oder Quacksalberei angeprangert und - verdammt zu werden. Die Ge-lehrten seien sich lediglich noch nicht darüber einig, ob es bloße Gemeinheit oder ausgesprochene Dummheit sei, die Deutschland an den Grundsätzen seiner Handelspolitik nunmehr seit einigen Jahren festhalten lasse. Die neuesten Währungsabwertungen hätten diesen Kreisen wieder einmal Anlaß gegeben, sich mit der deutschen Außenhandelsbewirtschaftung zu befassen und das strahlende Licht, das mit der Entfettung der französischen Währung im Westen aufgegangen sei, werde der immer noch bei Deutsch-land herrschenden hoffnungslosen Finsternis gegen-übergestellt. Dr. Schlotterer schreibt weiter, daß die unzähligen Bannbullen, die in den letzten Wochen von ausländischen Wirtschaftspäpsten gegen Deutschland geschleudert worden seien, da» Reich nicht daran zu hindern brauchten, seine Stellungnahme zur Währungsfrage in aller Ruhe und Sachlichkeit noch einmal darzulegen. Heute bereits könne gesagt werden, daß die Ab-wettungen entgegen den Ankündigungen ihrer Schöpfer nicht jene Sicherheit und jenes Vertrauen geschaffen hätten, nach denen die internationale tauschende Wittschaft nun seit langer Zeit rufe. Trotz des Gentlemen-Agreements zwischen England, den Vereinigten Staaten und Frankreich sehe die kaufmännische Welt noch nicht die endgültige Zukunft der großen Währungen. Wenn die Frankenabwertung von ausländischen Kreisen so dargestellt werde, daß damit Frankreich der Welt ein Opfer gebracht und ihr ein stabile« System der Hauptwährungen verschafft habe, so könne man heute schon sagen, daß diese» Opfer vergeblich gebracht worden sei. „Kann man e» Deutschlaud verdenken", schreibt Dr. Schlotterer weiter, „wenn es schon au» diesem Grunde ablehnt, mit seiner Mark nun den gleichen Sprung in die Finsternis zu tun?" Dem Welthandel sei weder ein Auftrieb noch eine feste Arbeitsgrundlage gegeben worden. Abwertungen seien nicht da» große Wunder-mittel, mit dem man durch einen schlag, den Welt-Handel zur Gesundung bringen könne. Als Voraussetzung für einen Wiederaufbau von Wittschaft und Handel in der Welt sei zunächst einmal die Her-stellung eine» richtigen Kauf- und Produktions-gleichgewicht» zwischen den einzelnen Volkswirtschaften und Wirtschaftsgebieten erforderlich. Da, mo u Deutschland gelungen sei. seine Ausfuhr auszudehnen und damit seine Einfuhrmöglichkeilen für Leben»-Mittel und Rohstoffe zu vergrößern, habe e» oft den Neid und den Widerstand anderer Länder auf den Plan gerufen. Anstatt anzuerkennen, daß Deutschland Stellungen auf dem Markt ausbaue und in den Welthandel stärker einzugehen, greife man e» an und mache ihm im gleichen Atemzug den Vorwurf, es sei für Autarkie und wolle vom Welthandel nichts mehr wissen. Die Frage, die heute zur Debatte stehe, sei nicht Währungsangleichung, sondern Bereit-stellung neuer Ausfuhrmärkte und damit neuer Rohstoffoersorgungsgebitte für Deutschland. Anstatt theoretische Diskussionen über die Währungsfrage zu führen, wäre es zweckmäßiger, wenn sich die großen Staaten mit Deutschland an einen Tisch setzen würden, um über die Bereitwilligkeit konkreter zu-sätzlicher Märkte für deutsche Jnduftttewaren zu verhandeln. „In einem einzelnen Vettrag, der Deutschland einen neuen Markt, neue Absatzmöglichketten (oder Produktionsmöglichkeiten in eigener Regie durch Zuweisungen von Territorien) verschafft, ist eine größere Tat für die Normalisierung de» Welthandel» zu erblicken als in soundsoviel Währungsabwettungen. Angesicht« eine« Weltmarktes, der durch Zölle, Kontingente, Einfuhrverbote aufgeteilt ist, und in dem kleine und große Nationen sich vor der übttgen Welt abgesperrt haben, ist die Währungsangleichung an sich kein Mittel, um eine nennenswerte zusätzliche Ausfuhr für Deutschland zu erreichen." Mattaroni au» Japan „Schottischer" Whisky. „Pilsner" Bier, „Solinger" Stahl werden bekanntlich schon lange in Japan hergestellt. Hierzu sind neuerdings — Alakkaroni getreten. Die erste Sendung der natürlich sehr billiqcn japanischen Makkaroni ist dieser Tag« in — Italien eingetroffen. Kurze Nachrichten Die Neuesten Meldungen au» USA lauten, daß Roosevelt 25,350 000 und sein Gegenkandidat, der Republikaner Landvn 15,800.000 Stimmen erhalten haben. Die Stadt Washington berettet dem wieder-gewählten Präsidenten einen triumphalen Empfang vor. * Die Wohl Roosevelt» bedeutet energische Fortsetzung der bisherigen Politik und Bemühungen um die Belebung de« Welthandel». Die englische Regierung plant, Httler und Mussolini zu gemeinsamen Verhandlungen einzuladen. In Frankreich erfolgte in ganz kurzer Zett schon die fünfte Brotpreiserhöhung. Der Geralinspektor der polnischen Armee wurde zum Generalfeldmarschall ernannt. + Kommt die Schweiz zur Besinnung? Der Schweizer Bundesrat beschloß ein Gesetz gegen die staatsfeindliche kommunistische Agitation zu erlassen. » Die Juden sind einem Lande so nütz al» die Mäuse dem Getreideboden und die Motten einem Kleid. (Sutor.) Aus Stadt und Land Verbesserungen im slowenischen Bahnverkehr Maribor, 4. November. Wie alljährlich fand dieser Tage auch heuer eine Verkehrskonferenz statt, in der die Fahrordnung der Züge für das nächste Jahr ausgearbeittt wurde. An der Konferenz nahmen Vertreter der Fremdenoerkehrsserbänd,, der Wittschaftskreise und de» öffentlichen Lebens teil. Den Mattborer Fremdenverkehrsoerdand vertrat Direktor Loo». Im allgemeinen weist die nächst-jährige Fahrordnung nur geringe Aenderungen auf. Die Sommerschnellzüge Prag—Wien—Maribor— Split und Jesenice—Ljubljana—Zagreb—Beograd werden wieder verkehren, die Fahrzetten werden jedoch etwa» geändert, um bessere Anschlüsse herzu-stellen. Die «chnellzüge Wien—Trieft werden nach der heuttgen Fahrordnung verkehren, da die vom Ausland ausgesprochenen Wünsche nach Erhöhung Nummer 90 Deutsche Zeitung Seite 3 VltiUt fcüU yettüq. Ucuxnst du w lecnenl r wäscht / Nimm zum Waschen immer Rodion, denn nur Rodion enthält die gute Schicht-Seife. Deshalb ist Radion so mild und ausgiebig. Das Waschen mit Radion ist leicht und mühelos: Weisswäsche wird 15 Minuten gekocht, Wolle und Seide werden kalt gewaschen. ENTHALT SCHICHT-SEIFE Das Organ des Eidgenössischen Bundes „Eidgenoß" (Luzern) be-richtet über die „AnlibolschewisliiHt Weltbewegung". Das Blatt schreibt u. a.: „Wir haben nur einen Feind, den Judobolschewismu». und nur ein Ziel: ihn unschädlich zu machen. Diese Aufgabe wollen wir wirklichkeitsgemäß, planvoll und folgerichtig erfüllen". In Genf hat sich eine „Verein!» Sung der Freunde de» republikani-hcn Spaniens" gebildet. In einem Aufruf wird das Schweizeroolk auf-gefordert, in allen Kantonen und Städten solche Vereinigungen zu gründen. Selbstverständlich ist diese Vereinigung eine neue Hilsstruppe des Moskauer jüdischen Bolsche-wismu». Ob der schweizerische Bundesrat die Tätigkeit dieser neuen bolschewistischen Organisation du!-den wird, wissen wir noch nicht, aber e» ist zu erwarten, daß auch die Umgehung bundesrätlicher Ver-fügungen in dieser Form geahn-bet wird. der Fahrgeschwindigkeit vorläufig nicht berücksichtigt werden tonnen (wegen des schwachen Unterbaues). Es ist zu hoffen, daß die Schnellzüge auch weiter in Videm Krsko und Rajhenburg halten. In Eelje werden die Schnellzüge zwei Minuten halten. Der Bahnhof in Grobelno wird etwas erweitert und verschönert. Zwischen Prag und Bled wird im Sommer ein Zugspaar verkehren, das gute Verbindungen mit anderen Zügen erhalten wird. Der Vormittagszug nach Ljubljana wird um 23 Minuten früher abfahren, der Vormittagszug Ljub-Ijana—Maribor 40 Minuten später, damit für Rei-fende nach dem Prekmurje die Wartezeit in Pra-gersko abgekürzt wird. Der Mittagszug von Velenje wird in Celje gute Verbindung gegen Süden erhalten. In Zidani most wer-den die Personenzüge einige Minuten länger halten, damit die Reisenden in Ruhe essen können. Die vorgebrachten Wünsche bezüglich der Verbesserung des Verkehrs im Drautal konnten nicht berücksichtigt werden, da die Kredite nicht genügen. Celje Konzert des Dresdner Streichquartettes Neuerlich machen wir unsere Kunstgemeinde darauf aufmerksam, daß Mittwoch, den 11. No-vember d. I., um 8 Uhr abends, das berühmte Dresdner Streichquartett im Saale des „Narodni dom" konzertiert. Dieses Quartett ist vielleicht die erstklassigste Vereinigung dieser Art in ganz Deutsch-land, und es wird wohl keinen Kunstfreund geben, der sich dieses einzigartige Erlebnis entgehen lasten wird. Die Erfahrungen haben gezeigt, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen die Möglichkeit solcher Veranstaltungen nur unter dem Patronat der staatlichen Glasbena Matica gegeben ist. Es kann daher mit Zuversicht erwartet werden, daß das Konzert auch von unserer Kunstgemeinde besucht werden wird. Auch die Wahl des Konzertraumes ist als glücklich zu bezeichnen, da gerade in „Na-rodni dom" so viele Veranstaltungen stattgefunden haben, die von allen Kreisen der Bevölkerung be> sutt waren. Da».Programm besteht au» folgenden Stücken: L M. ökorjanc: Adagio und Presto. Dies«'» Slücke folgt da» Streichquartett in E»-Dur, op. 127 von Beethoven. Diele» Quartett gehört bekani.ttiu, zu den letzten Schöpfungen des Meisters und wurde in unserer Stadt noch nie zur Auffüh-rung gebracht. Die Besucher des letzten Konzertes des Dresdner Streichquartettes erinnern sich, daß gerade Beethoven die stärkste Seite dieser Verein!-gung »st. Wir können uns ruhig auf ein großes unvergeßliches Erlebnis gefaßt machen. Den Schluß bildet S m e t a n a s einzigartiges Quartett in E-Moll „Aus meinem Leben". Dieses Quartett wurde in unserer ^tadt schon vom Zika-Quartett (jetzt Prager Qua, teil) gespielt. Trotzdem ist unsere Freude groß, da» Quartett auch von den Dresdnern zu hören. Nicht nur. daß diese Schöpfung zu den großartig-sten u»o eindruckvollsten Quartetten gehört, ist es auch m'cressant, diese Musik von einer deutschen Vereinigung zu hören. Das Auftreten einer so be-rühmte» Kunstlergruppe ist bei uns, besonders in dieser Zeit, eine große Seltenheit. Kommet daher in Massen! Der Kartenooroerkauf findet in der Buch-Handlung Goriiar statt. Die Preise sind mäßig, so daß sich jedermann diesen Genuß leisten kann. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 8. Nooember, findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr, der Kindergottesdienst bereits vorher um 9 Uhr in der Ehristuskirche statt. Feuersbrunst. Freitag, den 6. d. M. nachmittag brach gegen zwei Uhr im Wohngebäude des Besitzers Alais Rak in Zgornja Hudinja 193 ein Feuer aus, welches das zumeist aus Holz ge-baute Haus zur Gänze einäscherte. Die mit je einem Löschzug ausgerückten Feuerwehren von Celje und Gaberje lokalisierten da» Feuer auf dieses Objekt und konnten nach drei Uhr wieder ein-rücken. — Der Schaden ist teilweise durch Ver-sicherung gedeckt. Erplosionsunglück. In der Vuikanisierwerk-stätte des Herrn Jezernik ist wegen Unzuläng-lichkeit der Abzugsmöglichkeiten von Dampf und Rauch der Vulkanisierapparat explodiert. Die Erplo-sion war weithin vernehmbar! mit der Maschine gingen alle Fensterscheiben der Werkstätte in Trüm-mer. Der Sachschaden ist bedeutend. Menschenleben kamen dabei nicht zu Schaden. Kundmachung! Da» Innenministerium läßt folgendes veröffentlichen. Da sich in letzter Zeit die Fälle häufen, daß Hirtenjungen und andere Jugend an Bahngeleijen Steine aufstellen oder das Vieh auch an solchen Stellen über da» Bahngeleise füh-ren, wo keine Uebergänge erlaubt sind und dadurch der normale Verkehr gestört wird und große Ge-fahren entstehen, ersucht das Verkehrsministerium, die Gemeinden, sie mögen die Bevölkerung aufmerk-sam machen, diese Verkehrsstörungen zu unterlassen, da andernfalls die Behörden die verantwortlichen Personen streng bestrafen werden. Gestorbene im Oktober 1SZ6. In der Stadt: Mastnak Elisabeth, 71 I., Eisenbahn?»-gattin; Terbuc Konrad, 27 I., Schneidermeister: Jelen Ursula, 82 I, Stadtarme! Anderlic Felii, 30 I, Bergarbeiter: Hupanc Martin, 62 I., Besitzer; Veroega Franziska, 59 I, Auszüglerin; Beim Aloisia, 72 I., Stadtarme; Homschak Marie, 87 I., Private; Kregau August, 65 I., Kaufmann. Im Krankenhaus: Jenko Aloisia. 49 I., Be-dienerin aus Dol pri Hrastniku; Stet Anna, 66 I , Auszüglerin aus Mestinje; Passero Gottfried, 47 I., Malergehilfe aus Celje i Miinaric Georg. 73 I., Schneider aus Sonarje; Rojc Michael, 82 I., Gemeindearmer aus Petrovce; Belak Anton, 30 I., Schuhmacher aus ökofja vas; Slapnik Franz. 64 I, Private aus So. Jeronim ob Taboru; Zibret Thomas, 73 I., Auszügler aus Jurkloster; Holobar Anna, 29 I., Modistin aus Gotovlje; Glusic Angela, 26 I, Taglöhnerin aus Velenje; Ofentavsek Julie, 56 I , Taglöhnerin aus Spitaiic; Zamuda Agnes, 73 I.. Taglöhnerin aus Cclje; Ltabu» Amalia. 44 I., Besitzersgattin aus Rogatec; Stmad Luzia, 39 I., Taglöhnerin aus sostanj: Solazik Jakob, 1 I., Taglöhnerssohn au» So. Jurij okolica; Hribar Anton, 50 I, Bergarbeiter aus Trbovlje; Kucis Branko. 8 I., Arbeiterssohn au» Hum na Sutli; Kroflic Karl, 80 I.. Besitzer aus So. Lovrenc (Teharje); Ropan Josef, 52 I.» Bäckermeister au» öostanj: Vidrih Karoline, 17 I. Private aus Sranje; Weitz Franz, 64 I . Gericht»-obercffizial i. R. aus Celje? Slamnikar Johann, Schuhmachergehilfe aus Trbovlje. Kino Union. Samstag und Sonntag: „Da» Mädchen in Weiß", ein Film au» der Zeit des kaiserlichen Rußland. Montag, Dienstag und Mitt-woch: Ein Kulturfilm und die große Operette „Abenteuer im Süderpreß". KINO „METROPOL" CELJE Besinn an Wochentagen um iriJ, und So-30, an Sona- und Feiertagen um IS. I8'15 und M SO Uhr. Matinee: Freitag, Sam»-üg um t«, Sunntag um 10 30 und M Uhr. Frmä.t»igte Preia* Samstap, Sonntag und Montag1 Der Bettelstudent °am./°7op'rİ Ton Dienstag und Mittwoch PRINZESSIN MARIETTA Freiwillige Feuerwehr und deren Sket-tungsabteilung Celje. Den Wochendienst über-nimmt der 1. Zug: Kommandant: Kaschier Adelmar. Inspektion: Hauptmann Kaschier Fr. M a r i b o r Kammerwahlen. Soviel bisher bekannt ist, werden in Maribor folgende Kandidaten aufgestellt: Handelssektion: Kaufmann Ferda Pinter, Direktor Ing. Milan Kiepach (Stellvertreter Drago Roglic): Gewerbesektion: Ivan Sojc und Franja Kumrec (Stellvertreter I. Kovac und Ivan Jemec); Gast-gewerbesektion: Cafetier Lerec. Die Kandidaten der Sonderliste der Jugoslawischen Gewerbetreibenden find noch nicht bekannt. Die Einnahmen des Mariborer Haupt-Zollamtes betrugen im Oktober für eingeführt« Waren 6,120.554.25, für ausgeführte Waren 11.990, zusammen also 6,132.544.25 Dinar. 244 539.60 Dinar wurden beim Hauptzollamt hinterlegt. Capablanca nach Maribor. Der ehema- lige Weltschachmeister Capablanca wird auf seiner JugosiawieN'Reise auch Maribor besuchen und hier mehrere Simultanspiele absolvieren. Wahrscheinlich trifft Capablanca zwischen dem 6. und dem 11. d. M. in Maribor ein. Ljubljana Neuer österreichischer Generalkonsul in Ljubljana. Am 3. d. M. übernahm Herr General-konsul Dr. Herbert Schmidt die Leitung des öfter-reichlichen Konsulates in Ljubljana aus den Händen des bisherigen Gerenten, Herrn Amtssekretärs Franz Zügler. Brotpreiserhöhung. Am 1. November wurden in Ljubljana die Preise für alle Brotsorten erhöht. Die Bäckermeister begründen die Preiserhöh-ung mit dem Steigen der Mehlpreise. Gegenwärtig sind die Brotpreise in Ljubljana folgende: Weiß-brat 4.50, Halbweißesbrot 4, Schwarzbrot 3.50 Di-nar je kg. Seite 6 Deutsche Zeitung Nummer 90 Koöevje Nachrichten aus ttoc«vje. Der Bürger-meister von Mojelj Mosel Herr JohannSchemitsch ist in Anerkennung seiner Verdienste um den Fort-schritt der Gemeinde zum Ehrenbürger gewählt wor-den. — Schon lange Zeit gab es in ttvcevje nicht soviel Bilche (Siebenschläfer) wie heuer. In den letzten Wochen waren sie sehr fett geworden, da ihr Lieblingsfutter, die Bucheln, reichlich vorhanden waren. Die Bilchfänger, mancher hat mehrere hun-dert Stück erbeutet, wünschen nur. dos} die Felle einen entsprechenden Preis hätten. — Wie seinerzeit gemeldet, ist bei Koceoje eine doppellöpfige Schlange gefunden worden. Nun wird bekannt, daß der Fund in Smuka> Langenton gemacht wurde; es handelt sich um eine Schlingnatter. Prof. Ursic in Koceoje nahm sie in Pflege, doch ist sie bald eingegangen. Nun ist das seltene Tier für die Sammlungen konserviert worden. Zagreb Liedertafel des Deutschen Männer-gesangvereines, Celje. Heute, Samstag, den 7. November, um 20.30 Uhr veranstaltet der Män-nergesangverein aus Celje im „Kolo" Saale (!. Stock) einen Liederabend unter Leitung seines Ehrenchor-meisters Dr. Fritz Zangger. Zum Vortrage gelangt ein reichhaltiges Programm von Chören, Liedern und Solodarbietungen. Für die Veranstaltung herrscht in allen Kreisen lebhaftes Interesse. Wirtschaft Reingewinn der „Trepca", (englisches Bleibergwert in Serbien). Für das mit 30. September 1936 beendete Geschäftsjahr 1935/36 wird ein Reingewinn von 74.3 Millionen Dinar ausgewiesen. Der Ueberschutz der Passiven gegenüber den Aktiven beträgt 160.1 Millionen Dinar. Hier sind die Verluste der ersten Schurfperioden bei den drei Gesellschaften „Nooo Brdo", „Zletooo" und „Ko-paonik". Wir auehon 380 Bezirksvertreter Monatliche Zahlung Din 1200.—. ,S » r p o i", Beograd, Gospo'lara Vuiica 90. — Antwortbriefmarko beilegen. Billige Reifen nach Deutschland Die Reichsbahnzentrale für den deutschen Reise-verkehr hat zur Hebung des Fremdenverkehrs die bi« Ende Oktober gültige 60'/,iae Fahrpreisermätzi- Jung für Ausländer bei mindestens siebentägigem lufenthalt in Deutschland bis Ende 1937 oerlän-gert. Die Fahrscheinhefte sür deutsche Strecken haben eine Gültigkeit von drei Monalen, müssen jedoch vor der Abreise im offiziellen jugoslawischen Reise-büro „Putnik" für die Hin- und Rückfahrt gelöst werden. Dortselbst können auch billige Kliringmark bezogen werden. Auf diese Weise stellt Deutschland heute eines der billigsten Reiseländer der Welt dar. Alle Auskünfte und Prospekte, auch für die Herr-lichen Winterfahrten der Hamburg—Amerika Linie, sind durch das Büro „Putnik" in Maribor und Celje erhältlich. Buchbesprechung Die Teufelsfuge Altösierreichische LiebeSgeschichltn von Rudolf von Eich-that. Buchschmuck unv Eindandenlwurs von Karl Alexander Wüte. Oktav, 362 Seilen. In Ganzlemenband -HVi 5.50, S 10.—. Ltykam-Verlag, Graz, Wien, Leipzig. Rudolf von Eichtal, der erst vor wenig Jahren mit den historischen Romanen „Kreuzberg" und „Burg Durana" al» eine Art österreichischer Hauff begann, dann mit den prachloollcn Soldatennooellen der Bücher „Miczike" und „Gloria Viktoria!" den Ehrentitel eines „Zweiten Torresani" errang, über-rajcht in diesem Buche mit einer ganz neuen Seite seines schillerndes Könnens: mit einem Zyklus wundervoller historischer Liebesgeschichkn. Wie in einer musikalischen Fuge die einzelnen Stimmen nacheinander mit dem gleichen Thema ein-setzen, um sich alsbald kontrapunktierend ineinander zu verflechten, wobei das Thema immer wieder in neuer Gestalt auftaucht, so tritt auch in jeder der Geschichten dieses Buches das gemeinsame Haupt-thema — die Liebe — auf den Plan, um sich in sechsfacher Durchführung fugenartig zu einem Reigen von sechs an Form, Inhalt, Schauplatz und Zeit grundverschiedenen, stets aber abwechslungs- und spannungsreichen Prachinooellen zu verschlingen. Es ist ein eigenartiges, von österreichischer Land schast, österreichischen Menschen und österreichischer Musik erfüllte» Buch, da» jeder Freund wertvoller Erzählungskunst mit atemloser Spannung in einem Zug lesen und befriedigt aus der Hand legen wird. Wovon sprach man 1870, 1885, 1900, 1914? In den Salons, auf der Strotze, in Akademien und Redaktions« stuben, in Ballsälen und Hörsälen? „die neue linie" gibt darauf in ihrem November-Heft ebenso kurzweilige wie nachdenkliche, erheiternde wie aufschlußreiche Antworten auf 8 Seiten und mehr al» 150 Bildern, aus denen deutlich wird, dah auch dieses so oft verkannte riusgehende 19. Jahrhundert seinen eigenen Lebensstil besah. — „Traumgestalten", nennt Paul Fechter d?e Gestatten der Bühne, und wer die 4 Fardseiten mit Figurinenentwürfen be» beulender Bühnenbildner anschaut, wird in ihrem traumhaft zarten Reiz und in ihrer leuchtenden Farbenpracht die Bestätigung dieser Ansicht finden. — Das wunderliche Abenteuer eines oberschlesischen Dorfjungen berichtet August Scholti» in seiner Er-zählung „Das Spielzeug der Comtesse". — „Wohn-melcdie in Moll" zeigt ein bestechendes Beispiel weiblicher Innenarchiltkiur, zahlreiche Motelle der Winlermode — das alles und vieles dazu bildet den Inhalt dieses ungewöhnlich gehaltvollen Heftes der „neuen linie" (Verlag Otto Bcyer, Leipzig), da» für 1 Mark überall erhältlich ist. Für die Frau Frisurenmode für den Winter 1936 37 In Weimar wurde anläglich der Reichsfachoer-anstallung des Reichsinnungsverbandes des Flijeur» Handwerks 3. bis 5. Oktober 1936, durch den Fach-beirat bekanntgegeben: Die gesamte Frisur zeigt eine ruhige Linie. Die Stirnmitle ist wenig bedeckl, die Ohrenpartie zurück-gewelli. Einige Locken können oberhalb der Ohren angebracht odcr über den Kopf von Schläfe zu Schläfe gelegl werden. Diese Form ist für das Ge-ficht recht kleidsam. Auch der Hinlerkopf kann mit mittelgroßen Locken von Ohr zu Oi»r frisiert werden. Bei der H ut fris ur werden die Locken an der Seit«, an der der Hut hochgeschlagen ist, etwa» höher frisiert. Die Friiur erfordirt ein etwas län« gere- Haar, als es bisher im allgemeinen getragen wurde. Bei kurzem Haarschnitt ist ein Lockendiadem aus 5 bis 6 mittelgroßen Locken im Nacken zu empfehlen. Die Frisur kann, wenn kleidsam, mit Haarschmuck versehen werden. Alle» in allem soll die Winterfrisur 1936/37 einen ruhigen Eindruck machen. KAROL FL0RJANC1C ELEKTRO-RADIO Elektromotors CELJE, CANKARJEVA CESTA 2 UA?smpe!^ Luster = Gesamtes Elektro- Grosse Auswahl! Ermäßigte Preise! Material 317 Gasthof „Lisce" (Petritschek) Hausschlachtung am 7. und 8. November d. J. Ein kleines Geschäftslokal ist «ofort zu vermieten. Adresse erliegt in der Verwaltung de« Blatte«. 328 Tulpenzwiebeln, Hyazinthen Narcissen und Krokus ans Holland eingelangt — Zu haben bei Zelenko jun., Gärtnerei, Krekova cesta. 383 Ein neuer guter 238 Damen Wintermantel für schlanke Gestalt wird billig verkauft Adresse erliegt in der Verwaltung d. BI. Schöne«, »onnige« möbl. Zimmer für ein oder zwei Personen mit oder ohne Kost wird »ofort vermietet. Adresse erliegt in der Verwaltung des Blatte«. 303 Solide« Fräulein sucht verträgliehe Zimmerkollegin für ein zweibettlge» Zimmer. Adreese in der Verwaltung des Blatte«. 307 Schöne Dreizimmerwohnung ist ab 1. Dezember zu vergeben. Anzufragen Aikertava ulica 3/1. Stock, link«. Schwäbisch-deutsches Mädchen vier Jahre bei reichsdeutscher Familie (mit drei Kindern) tätig gewesen, guteKSchin, fleißig, gewisaaiihaft, sucht Posten. — An-fragvu und Zuschriften sind zu richten an die Verw. d. BI. unter „Gewissenhaft 320". Altes kurzes Klavier (Firma tBösendorfer*) wird um l.800 Din verkauft. Adresse in der Verwaltung des Blatte«. 329 Guter Kostplatz bei besserer Familie wird an oinen Studenten oder Studentin (I.— IV. Oymnaaialklaase^ vergeben. BadetimmorbonQuung. Klavier, deutsche Konversation, Nachhilfe beim Studium. Adrease in der Verw.