Mbacher Nr. u;n Pl»»n»«l»t<,n»pre!«: I« »omploll ,«n,j. si. ll, halb« si, 55s.. l»«l d!« .^«««llnn« «»« Hau, halb,, «« fl, «li< ber P,fi «,n,j, fi, lb. halb>. 7 50, Freitag, 23. Juli. Inltl»»on»,tb«t: ss«, Nein, Inserat» b<» ,n we durch Hagclschlag beschädigten "kwohner von Unterlrain. Tr ?^ ^ a' bach von den Herren: fl. ,r. Z««z «.^ :7'.....! ^ üblich drisch,ar " ' ' ^r^.!'^ 'ldvocat V . . .' 10 -^indeani! ^ Zirlniz^ ' ' ,?" ^iarramt Hulederschiz '''.''' 4I 3^'Z «a», ^ ^ ^ ^ >3l Ein 9. . .^rahovo........ 4 - "ndtagsabgeordneler......I0l> — ^lef^kel^," ? °<^ "'.' ^ "°" ben Herren: Ich c.I ' , l N — Kl. Kreisgcrichts-Präsidium Rudolfswert. Sammlungsergebnis der Herren Kreis- gerichlsbeamtcu......... 13 5,0 Sammlung unter den Mitgliedern desLehr- löipers des Gymnasiums in Rudolfswert lü li0 Stadlpfarramt Nudolsswert, Sammluugz-erglbnis mit Einjchluss der Äeiträge des hochwürdigcn Caftitelclerus .... 44 — Aus Treffen von den Herren: Johann Koöir, l. l. Vezirlsrichter ... 2 __ Josef Rosina, l. l. Äezirlsgerichtsadjuncl . I — Benedict Vinter. f. l. AezirlsgrlichtilanM 1 — Franz Sever, Diurnist ....... — 30 Anton Iarm. Diuruist.......__ 30 Jalob Plölur, k. k. slmlsdicuer .... — 30 Nikolaus Se^ar, l. l. Amtsdiener ... — 30 Dr. Ludwig Vac'i«'. Bezirkswundarzt . . 1 — Franz Sedlaf, l. l. Steuereinnehmer . . 1 — Adolf Pelsche. k. l. Steueramlsloiltrolor . 1 — Frau Maria Gressel, Glltsbesiherin ... 5. — (Schluss jolgt.) Zeitungsschan. Das Schützenfest, sein Verlauf uud seine Bedeutung beschäjtigen noch immer in hervor,agrnder Weise die Wiener Blätter wie auch die Provinzblätter. „Das Schützenfest — sagt das „Frrmdeudlatt" — gestaltet ftch zu einem österreichischen Nationalfeste, dessen Glanz durch d,e Theilnahme der Söhne aus fremden Ländern erhöht wird. welche alle Zeugen des Patriotismus unserer Slämme sind. und d,e allr den mächtigen, nie erkältenden Sprudel der Vaterlandsliebe bewundern können. Es kann leinen sprechenderen Äcleq für den Forlschritt in all' unseren inneren Verhältnissen geben, als die freudige Festgcmeinschaft zwischen den Schützen und der Armee. Keine Partei wird aus dem Feste Capital schlagen können — wohl aber das patriotische Bewusstsein, der Neichsgedanle mit Stolz auf dasselbe verweisen dürfen." Das „Extrablatt" ruft ..die Zeugenschaft der Völker" an und sagt: «Zwei Momente sind es, die sich von dem bunlbcwegten Festbildc mit besonders wohlthuendem Strahlenglanze abheben: die Innigkeit des Treubundcs zwischen Kaiser und Volk einerseits, bann die fleischgewordene Erkenntnis, dass Soldat und Bürger in Oesterreich nimmermehr gegensätzliche Elemente sind. Diese zwei Momente offfnbaren sich auf Schritt und Tritt, in den Festreden wie in allem und jedem. So wie diesmal, spontan, freudig und in stammender Begeisterung, ist dem „allgeliebten" Kaiser noch nicht zugejubelt worden! Aus den begeisterten Toasten spricht die Zeugcnschaft freier Völker für einen der besten, hochherzigsten Monarchen!" Das,.Tagblatt". die „Vorstadt.Zeitung" und die ..Morgenpost" haben an dem Verlauf des Schützen« festes mchrereö auszusetzen; besonders hätten sie in den Festreden gerne mehr PM,l, und zwar polemische Politik gehört, und halten sich für diesen Ausfall an das Festcomltc. Das erstgenannte Blatt schreibt unter andern»: „Es erscheint durchaus zeitgemäß, dass Oesterreich, dessen Dasein aufs engste mit der monarchischen Idee verknüpft ist, ein Fest begeht, welches Vorzugs» weise durch das dynastische Gefühl Inhalt und Weihe erlangt. Es war eine richtige Voraussetzung, dass ein solches Fsst gelingen muss. denn es gibt in Europa leinen Monarchen und leinen Regenten, der sich von Seiten seiner Völker einer größeren persönlichen Verehrung erfreuen würde, als der Kaiser von Oesterreich. In dieser Beziehung ist kein Lob zu groß. leine Anerkennung zu weit gegrifsrn. T ' digleit >des Kaisers ist von wahrer Vers, , l. So hat beispielsweise der Besuch des >tu,jnK m der Gewerbe-Ausstellung eineu unbeschreiblich günstigen Eiudruck gemach». Auch die schönen und glänzenden Momente des Schützenfestes haben sich zu einem großen persönlichen Erfolg für deu Kaiser gestaltet. I» dieser Bf^irhung lmm man sich vou dein Feste wohl be» friedigt fühlen. Auch das war eine richtige Voraus« setzung. dass in Wien der Geist der Versöhnlichlelt obwaltet, dass man von h,cr aus bereit ist, allen Nationalitäten die Hand zu dielen, um den Bund der Einiglcit zu stiften." Trotz allcdem mache das Fest leinen ganzen, vollen Eindruck, und Wien habe das merkwürdige Erlebnis zu verzeichnen, dass in seinel Mitte ein Schützenfest stattfindet, bei dem auch nicht eine bedeutende Persönlichkeit aus dem verfassungstreuen Lager die Rednerbühne besteigt. Daran sei aber nur das Fcstcomilc schuld. Andere Blätter, wie die Olmüker „Neue Zeit", geben dem Festcomltc ganz recht, dass es nur unzeit« gemäßen TacNosigleiten und Demonstrationen, deren man sich von gewisser Seite versehen lonnle, vor« gebeugt habe, ohne die Festfreude weiter zu stören. Neben dem Schützenfeste besprechen die Wiene, Blätter noch die bekannte Entscheidung des Reichs« Jeuillelon. Äus der Notunde. Wien. 2l. Juli. lun. ^"2 eigenthümliche. """ der Wiener Weltausstel. die V^llllircnde monumentale Bauwerk im Prater. Üel stt "0k' '? gegenwärtig wieder einmal Wander-, ^oll z "^ diejenigen, welche sich für die Arbeit des selbsj z!"tcrrssicren. Seit Samstag befindet sich da-lull« Industrie- und Gewerbe-Ausstel-seinf»' welche der Wiener Gcwerbeverein zur Feier Hllst "'"z'Mhrigen Bestandes veranstaltet hat. Dem ^"lllick """' b'^s Unternehmens stellten sich an-sich ^ große Schwieriglcilen in den Weg, es erhob cipi^''^vpposilionelle Agitation dagegen, und prin-^ecl . de"len wnrdcu als Argumente gegen die Mtm I'? Zc:tln5ßia.tvlt dieser Ausstellung ins Treffen die e^/i . U"v eine Anzahl mizMungsmüder Firmen, ^fabr , ?' "'Hl mitthun zu wollen.' uud es lag die lehnet?) b"ls die Ausstellung durch diese ab« !^e,'Ä,i3 ""N lein vollständiges Bild der nieder-M biets ".. "'dustriellcn uud gewerblichen Thätig. m Hohn, Grade gelungen. "^ e,mge g,oßc Firmen »lcht vertreten sind so fällt das in Anbetracht der sonstigen reichhaltigen Beschickung nicht auf. das Arrangement zeigt für den Forlfchritt des Geschmackes, und am Tage der Eröffnung war alles fix und fertig, bis auf die beiden Gruppen „Unterricht" uud..Publicistil", welche in der Halle jstz» untergebracht werden, wo die Erossnuugs' seicrlichlcit stattfand. Sogar der Katalog war schon zu haben, was gar leinen üblen Eindruck machte. Die niede, österreichische Ausstellung ist, wenn man es recht nimmt, eigentlich nur eine Wiener Ausstellung, denn es sind gi ößtenlhcilK Wiener Industrielle, welche ausgestellt haben, da aber diese ihre Fnbrilen auch außerhalb der Grenzen Nicderösterreichs haben, so qualifiziert sich die Ausstellung auch als allgemein österreichische. Aus diesem Grunde werden Mittheiln»' gen über einzelne hervorragende Industrien auch auswärts Interesse errrgen. ^ Das Grliiet, welches die gegenwärtige Ausstelluug iu der Rotunde repräsentiert, ist zwar ein unendlich kleineres al« jenes, welches vor sieben Jahren vertreten war. aber dafür macht die Ausstellung einen freundlicheren Eindruck, man sieht nicht so viel internationalen Plunder, leine Echauslücke, die nur Be« wunderung erregen, aber den Wunsch, sie zu besitzen, uichl auflommen lassen, leine solche Masse, welche nur verwirrt und erdrückt. Die Ausstellung des Wiener Gewerbevereincs enthält fast lur gewöhnliche Erzeug» uisse, wie sie der Bedarf henorrufi. wie sie im Ver« lehr existieren, aber in schöner Anordnung und in vorzüglicher Qualität. Es snd wirklich Schätze der Arbeit, welche in der Rotunde und den angrenzenden Trantzsepten ausgestellt sind. Die Einthkilung des Raumes, der während der Ausstellung mit riesigen Kästen ausgefüllt war, ist viel angenehmer und pral-tifcher; die Mitte der Rotunde ist ganz frei gelassen, an Stelle des Monumentalbrunnens, der jetzt im Stadt» parke zu Graz steht, befindet sich ein Belonbassin mit Fontaine, rings um das Bassin sind Pslasterproben mit dem Material« ausgeführt, mit dem seit einigen Jahren in Wien experimentiert wird. An diese schließen sich reizende Gartenanlagen von Rasen und exotischen Gewächsen, garniert von Stichlieihen, die zum Ausruhen einladen, dann beginnen die Reihen der Ausstellungskästen, wobei aber darauf Rücksicht genommen worden ist, dass die einzelnen Gruppen nicht zer-rissen werden. So schließen sich an die glänzenden Erzeugnisse der Kunstindustrie immer die Producte der gleichen Großindustrie an, die jedoch in der Halb« gallerie untergebracht sind. In den Seitengallerien befinden sich die Colleclioaueslellungen, die Maschinen lc. Als ein Fortschritt im Ailsstellungsarrangement mus» serner auch bezeichnet werden, dasz viele Aussteller collectiv ausgestellt haben, wobmch sie eine elegantere Ausschmückung, ein harmonisch-rrs Bild erzielten, ohne dass die Qualität der Objecte dadurch ve» steckt worden wäre. Der Katalog weist über 15" >'" '"-ller und 26 EolleclivauKstellungen aus; die ai. vertretenen Gruppen sind: die T^.ül. "nd ^lttloun^sindustrie 2<>t, die Metallwaren 2<;<>. die ilurzwaien 120, Nah-rungs- und Genussmittel 1l2, graphische Künste l l0, Maschinen und Transportmittel wy. Absolut 139» Gerichtes in der Vrodyer Schulfrage, die Berufung »eutscher Beamten und Officiere in den türkischen dienst, das Iulifest in Paris und das belgische Un-lbhängigkeitsfest. Auch dem hochwürdigen Abt Hel-erstorfcr, Landmaischall von Niederösterreich, werden ,u seinem 70. Geburtstage Worte der Verehrung und llnerkennung gewidlnet. Am 20. d. M.. als am Jahrestage der Schlacht ici Lissa, feierte die „Wiener Allgem. Zeitung" das ?lndenken des österreichischen Seehelden Tegetthoff und ulaidiert hiebei für eine entsprechende Kräftigung der isterreichischen Marine, damit letztere sich der italienischen stets gewachsen erweise. Mit Genugthuung constatieren zahlreiche Journale, dass die Unterrichtscommission des galizischen öandtagcs demselben empfiehlt, dem Antrage der Regierung gemäß in die Erweiterung des deutschen Unter« Realgymnasiums zu Brody zu einem deutschen Ober-Gymnasium einzuwilligen und das Begehren der Arodyer Zommune hinsichtlich der deutschen Vortragssprache Us gerechtfertigt anzusehen. Die „Neue freie Presse" erörtert in ihrer Num-lner vom 20. d. M. die Finanzlage Oesterreichs. Die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse haben sich seit der Budgetdebatte so günstig gestaltet, dass eine weitere Tredltoperation für den Dienst des Jahres 1880 nicht erforderlich sein dürfte. Der erhöhte Ertrag der heurigen Ernte wird gewiss schon im Staatshaushalte des laufenden Jahres zum Ausdrucke kommen. Die volle Wirkung wlrd sich jedoch elst im Jahre 188l zeigen. Dies wird insbesondere bei dem so wichtigen Cipitel »Subventionen und Dotationen" der Fall sein. Die garantierten Bahnen — mit Ausnahme der Elisabeth-dahn, der ungarisch-galizischen Bahn und der ungarischen Westbahn — weisen für die ersten fünf Monate dieses Jahres beträchtliche Mehreinnahmen aus. Ob» wohl der Massenverkehr wesentlich schwächer war, als im vorigen Jahre, so ergab sich doch eine Mehr» einnähme von 11 Millionen Gulden. Dieser Summe steht allerdings eine Mindereinnahme der vier an» geführten Bahnen im Betrage von 1 23 Millionen Gulden gegenüber, wovon 1 18 Millionen Gulden auf die Elisabethbahn allein entfallen. Entwickelt sich der bevorstehende Getreide-Export in dem Umfange, wie allenthalben erwartet wird, dann durfte der Ausfall, den die Elisabethbahn im ersten Halbjahre erlitt, durch die Verlehrssteigeruug des zweiten Semesters wieder hereingebracht werden. Die Mehreinnahme von l 1 Mil» lioneu Gulden, welche die übrigen garantierten Bahnen bisher zu verzeichnen haben, wird unter derselben Vor» aussetzung gewiss um ein weiteres steigen. Hält man all' dies zusammen, dann ist es leine übertriebene An» nähme, wenn wir für die garantierten Bahnen ein Minder« erfordernis von 2 Millionen Gulden prognosticieren. Hiezu wird jedenfalls ein Mehrertrag von 2 7 Millionen Gulden kommen, welchen die Zuckersteucr liefert. Ferner entfällt mit der Durchführung der Grundsteuerregulierung die Ausgabe von 1 15) Millionen Gulden. Hienach würde das Deficit von 25 auf etwa 19 Millionen Gulden reduciert. Gambetta in Belleville. Die Pariser Journale beschäftigten sich fast aus» schließlich mit der Rede, welche Gambetta am 19. d. M. bei dem Musikfeste in Belleville gehalten hat. wobei insbefondere betont wird, dass seine deutliche Anspie« lung auf das Intransigententhum und auf die unläng in diesem Quartier erfolgte Wahl des Communards Trinquet sehr am Platze war. Es ist selbstverständlich, dass die ultra«radicalen Journale mit ihrem Un« muthe nicht zurückhalten. Die „Justice" bringt nur einen ganz kurzen und trockenen Bericht; das „Mot d'Ordre" pottet darüber, dass Gambelta sich einbilde, eine Ver« trauenskundgebung erhalten zu haben, und Nochefort erinnert im „Intransigeant" etwas unbesonnen an das Sprichwort von den saueren Trauben, indem er erklärt, dass er nicht entfernt daran denke, Gambetta in seinem Wahlbezirke den Rang ablaufen zu wollen. Was die reactionären Journale betrifft, fo können sie nicht umhin, zu gestehen, dass das Intransigententhum am letzten Sonntag eine Schlappe erlitten habe, und der „Figaro" wirft dm Bewohnern von Belleville vor, dass ihre radicalen Ueberzeugungen auf schwachen Füßen stehen. — Ueber den Verlauf des Festes und die Rede, die Gambetta hiebei gehalten hat, bringen die republikanischen Blätter folgenden Bericht: Um 6 Uhr zahlte man an 100.000 Personen auf dem Platze vor der Mairie, wo die Preisvertheilung stattfinden sollte und Gambetta erwartet wurde. Alle Fenster d^r Umgebung und sogar die Dächer waren mit Neugie« rigen besetzt, die den Vertreter des Arrondissements sehen wollten. Als er mit dem Glockenschlage noch nicht erschien, lief das Gerücht: „Er kommt nicht!" durch die Versammlung und Unzufriedenheit malte sich schon auf allen Gesichtern, als der Ruf ertönte: Da naht er! Wie man seiner aus der Ferne ansichtig wurde, erhob sich aus Tausenden von Kehlen der Ruf: Es lebe Gambetta! Den Kammerpräsidenten begleiteten sein Freund Paul Bert, der Maire Gerard und der Gemeinderath Sick. Auf der Tribüne nahm er den ihm angewiesenen Ehrenplatz ein, und während das Volt nicht müde wurde, ihn willkommen zu heißen, traten drei kleine Mädchen, von denen das eine blau, das andere weiß, das dritte roth gelleidet war, zu ihm heran und überreichten ihm einen Strauß Kornblumen und zwei mit diesem die Tricolor« bildende Nelkensträuße. Die kleine Blaue hatte einen Veglückwün» schungsspruch eingelernt, den sie mit anfangs zitternder Stimme hersagte: „Lassen Sie, Herr Piäsidenl", sprach das Kind, „die kleinen Republiken zu Ihnen kommen und Ihnen sagen, was ihr Herz denkt. Sie verehren den Namen eines Mannes, der, wie man ihnen täglich wiederholt, das Glück aller ausmacht u. s. w." Gambetta küsste die kleinen Republiken, worauf nun auch der Maire eine Ansprache an ihn richtete, die der Abgeordnete von Belleville in folgenden Ausdrücken beantwortete: „Liebe Mitbürger! Nicht eine Rede will ich an Euch richten, sondern nur den Ausdruck meines Dankes für die bewundernswerte Anordnung dieses Festes, welches in so würdiger Weise die Reihe der patriotischen Lustbarkeiten unseres unsterblichen Paris beschließt. Ihr habt begriffen, einmüthig begriffen, dass nach den Regierungsacten, denen die öffentlichen Gewalten ihr Siegel aufdrückten; Ihr habt begriffen, dass nach 91 Jahren heftiger Kämpfe endlich ein Tag für das Vaterland anbrechen musste, ein Tag. an dem in einem gemeinsamen Aufschwung alle Franzosen, die der Städte und die des flachen Landes, das Heer, das Volk, alle, sogar die den Kämpfen der Politik Abgeneigtesten, alle, hingerissen von der Liebe zu Frankreich, sich von einem Ende des Landes zum andern versammeln und vereinigt, unauflöslich, Frankreich und die Republik hochleben lassen würden. (Beifall.) Und hier, auf diesen Höhen, welche bei der Gleichgiltigleit und der Furcht unwissender Mitbürger so oft angeschwärzt wurden, musste das Schauspiel dieser ungeheuern Versammlung der Einwohnerschaft von Belleville gegeben werden, die sich inmitten der ungetrübtesten Ordnung lind Ruhe der Freude hingibt, welche alle Herzen erfüllt In Belleville in der That musste d,e glänzendste Widerlegung jener Diatriben, jener Bosheiten statt' finden, mit denen man uns seit zehn Jahren ilbe» häuft und die unabänderlich für das Ende der WM den Sturz Frankreichs und der Regierung, die lvll gegründet haben, ankündigen, einer Regierung, welche, nunmehr gestützt auf den Beitritt der gesammten fra«' zösischen Bevölkerung, ohne Zorn und sogar mit del z Verachtung, zu der die Stärke berechtigt ist, alle sl> j griffe, woher sie auch kommen mögen, herausfordelü! kann, denn sie sind alle ohnmächtig. Aber in diesen Tagen des Sieges und der allgemeinen Fröhlichll" müssen wir auch an die traurigen Stunden, an unsell Leiden und Verluste denken, wir müssen vor alleN> angesichts des Sinnbildes des Vaterlandes, der drel' farbigen Fahne, welche vor drei Tagen an ulW junge und glorreiche Armee vertheilt wurde, den ^ ablegen, immer in der Gesetzlichkeit zu bleiben, deN>l außerhalb derselben würden unser nur Gefahren, Abenteuer und ein unvermeidlicher Sturz harren-(Enthusiastischer Beifall.) Ich stelle daher Eure ^ strebungen, Eure Ziele und Eure Glückwünsche untel die Aegide des Gesetzes, unter die Negide der gesH,' lichen Republik. Und glaubt mir, dass, was wir UN» i hier sagen, nur der Ausdruck der Gesinnung der ^ geheuren Mehrheit des französischen Voltes ist. N überall, wo ein patriotisches Herz schlägt, da sclM das Herz eines Republikaners. Wohl wird man »M den Versuchen erschöpfter Generalstäbe beiwohnen, ^-eine Politik des Ingrimmes athmei«: aber glal"' meinen Worten — und die nächsten Wä'hlerversaiNN>' lungen werden es Euch bestätigen — Frankreich lv>" in seiner ungeheuern Einmüthigkeit, insbesondere ^ seiner Einheit, nur noch den Einen Ruf kennen A verstehen: „Die Republik für das Vaterland und st die Republikaner. Es lebe die Republik!" (Begeist^' Zurufe: Es lebe die Republik! Es lebe Gambetta! Nachdem der Sturm der froh bewegteu WNs sich gelegt hatte, wurde zur Preisverlheilung an ^ Musitoereine geschritten, die bis nach 8 Uhr daueA Dem Bankett, das folgte, wohnte der Kammcrprä" dent nicht bei. Die Bezeigungen der Sympalhie s^ gerten sich womöglich noch, als er sich verabschied^ Der Abend verstrich programmäßig unter Straps^ concerten, Illuminationen und öffentlichen Bällen, ^ ohne die geringste Störung verliefen und sich bis " den Morgen hinein ausdehnten. Zur Orientfrage. Im englischen Oberhause gelangte am 20. d. ^' die Berufung deutscher Finanzbeamten lB Konstantinopel zur Sprache. Earl of Granville s" nun darüber sehr befriedigende Aufklärungen. ^ Tenor im wohlthuenden Gegensatz zu der erreg'V Sprache steht, welche die Londoner Blätter über d"> Frage führen. Der englische Minister des Aeck^ machte dabei unter anderm die Mittheilung, dass ^ Ersuchen des Sultans um Ueberlassung deutscher Ä^ teu schon vor fünf Monaten gestellt worden sei,H er fügte hinzu, dass. was die Berufung deutscher ^ ciere betreffe, dieselben nicht als deutsche Soldaten "^ der Türlei giengen. Gegenwärtig seien jedoch, beM^ __________________. . Neues, Sensationelles, Epochemachendes bietet die Ausstellung nicht, man müsste den die Siemens'sche „Elektrische Eisenbahn" dazu zählen, die auf der Ostseite außerhalb der Rotunde zu sehen ist. Es ist da ein kleiner Schiellenstrang gelegt, auf dem sich eine Mi-niaturwcomotwe, von Elektricität getrieben, bewegt. Das Ding hat jetzt nur die Bedeutung eines Physikalischen Experiments, es ist aber außer allem Zweifel, dass die Elektricität dem Dampfe einmal Concurrenz machen wird. möglich ist sogar, dass sie ihn ganz verdrängt. Vorläufig aber fahren wir noch mit Dampf. Macht innerhalb der Rotunde das geschmackvolle Arrangement des Ganzen einen angenehmen Eindruck, so fesseln in den Quergallerien hauptsächlich die großen Einzelnausstellungen und die Collections. Man findet da die Maschinenabtheilung, die Möbelindustrie, die Seidenindustrie, die musikalischen Instrumente u. s. w. Die Abtheilung der letzteren ist fast nur von kleineren Fabrikanten beschickt, die größeren, Bösendorfer lc., haben sich nicht betheiligt. Auch in der Collectiv« au«stel!ung der Seidenindustriellen gibt es einige be« deutende Lücken, demungeachtet Präsentiert sich diese Gruppe auf das vortheilhafteste. Der Gesammteindruck, den die Wiener Möbelindustrie macht, ist ein sehr vorthcilhaster, auf diesem Gebiete der Arbeit sind wirkliche Fortschritte zu verzeichnen. Auf der großen Wiener Weltansstellung ernteten die Wiener Möbel-favntauten keinen Ruhm, sie tonnten sich neben den Parisern mcht behaupten, die offenbar mehr Geschmack entwickelten. Aber in den sieben Jahren, die noch dazu schwere Krisenjahre waren, ist viel gelernt worden, und zwar unverkennbar ist der Einfluss, den das österreichische Museum für Kunst und Gewerbe auf die Möbelmdustriellen genommen hat. Der Geschmack hat sich geläutert, es wird nicht mehr so viel gegen den Stil gesündigt, an die Stelle der Bizarrerie ist künstlerischer Schwung getreten, kurz die Möbelindustrie hat Fortschritte im Sinne des Besseren gemacht. Man muss aber dies nicht auch auf den Möbelhandel beziehen, der ist eben noch so unsolid, wie er gewesen, die Ausverkäufe dauern fort und das Publicüm wird betrogen, so viel es geht. Der Möbelhandel ist jetzt vollständig in den Händen der Juden, die ihre Ware vun armen Handwerkern beziehen, welche dabei kaum das trockene Brot verdienen und auf künstlerische Vollendung natürlich nicht Bedacht nehmen. Das System vollständig nach einem Stile eingerichteter Zimmer ist auch' hier zur Anwendung gekommen, und geht dabei Tischler und Decorateur Hand in Hand. indem letzterer die Decorationsstuffe liefert. Einzelne dieser Zimmer, mit allem nur denkbaren Comfort ausgestattet, sind außerordentlich reich und stilvoll, aber — die Preise! Das sind wirkliche Luxus» preise und eine solche Zi.nmereinrichtung kann sich nur ein Millionär vergönnen Dicht neben den möblierten Zimmern hat die Marufactur der Decorationsstoffe ihre Exposition, und brilliert da wie immer die Firma PH. Haas k Söhne. Ili ihrem Pavillon sind Wand« decorationen nach einen ganz neuen Tapetenstil zu sehen, welche zumtheil ais Seide. Sammt und Tuch bestehen, wobei einzelne Farbennüancen mit dem Pinsel aufgetragen scheinen. E« ist dies ein neues Ver-fahren, mit dem der grißte Effect erzielt wird, denn diese Malerei sieht aus wie gestickt. Und dabei loH der Wandschmuck viel billiger, als wenn er w'^'« gestickt wäre. Um sich diesen Luxus zu gönnen, U, man dessenungeachtet Inhaber vieler Gul'denzettel I y Collectiv haben die Wcinhändler. Brauer "c Bäcker ausgestellt, und diese Abtheilung für gute ^ und kühle Biere — die aber nur durch leere Fla'A» und leere Fässer markiert sind — macht insoferne ^z,, angenehmen Eindruck, als sie die Monotonie der ^".^ kästen unterbricht. Den Entwurf dazu hat ^j Stadlin geliefert, und die Ausführung erinnertH< an den merkwürdigen Stoff der Künstler, „O's^i-genannt, denn die strohgedeckten Dächer mit den "^ gestopften Tauben vor dem Taubenschlag sind. st^ genommen, G'schnas. Ja, gäb' es nur ein Glas ^ Dreher'sches oder eine Flasche Gumpoldslirchn^ man würde sich die gemalten und aus aufgcba"!^ Papier hergestellten Felsen schon gefallen lass"', ^, em Felsenteller. in dem man nichts kredenzt bell" hat seine Bestimmung verfehlt. ^ Dle Klage über den Mangel an AtzunM W< heit ist übrigens groß; man hat einen einz'g.e'' F staurateur zugelassen, und der — lässt sich ^ ^ zahlen. Es ist dies der berühmte — bald hätt''« gl' verschrieben — Sacher, und dcr Mann sagt "" ^ hundert Speisetarife. Herr Sacher hat die a"'^ Kii„stantinhügel eingeführten Preise auch in d" ^F' stelluug beibehalten, und wie hoch dieselben si"V, ^» ein Wiener Witz folgendermaßen au«: W"N H, auf den Konstantinhügel im Prater zu Sach" ist, braucht man einen „Führer", und wcnn man ",z. einen „Fünfer." Le">' 1309 er Weiler, d,e deutschen Offkiere im allgemeinen nicht .^neigt. m türkische Dienste zn treten. Die deutsche 2'?"'U'/"""b'lU s'e "ämlich nicht dazu. offenbar 2 . "A/ ""l sie die Eventualität ins Auge fasst, oa»s die Pforte die deutschen Militärs veranlassen ml' '^ behilflich zu sein. den Bestimmungen des /'"utter Vertrages nnd der Conferenz Widerstand zu N '^"^""'ch "ird sich die englische Presse mit ^ dlesen Erklärungen zufrieden geben. ! ^ s?" «,""" ^"'kel' welchen die „Köln. Zeitung" N3"'^'Wnhcit widmet, heißte«: ..Wenn das oemM Reich einen ausgedehnten Emflnss in der ^ttNei wünschte, sli hätte es denselben länqst haben "wen. ohne dass es erst der Entsendung deutscher d?5" ^"'^ lMe; Alexander Pascha Karatheo-I-.H,°" fähigste Minister des Auswärtigen, den die " rle, nn i<.^.„ Jahrzehnt besessen, hat sich unseres "'Ms mehrlnals darilber beklagt, dass der Türkei 2"uber das große deutsche Reich eine zu passive l, a- 'p"le. „Wie gern - äußerte einmal der Mi. ?., ^ "'^chlen wir mit Deutschland enqer zusam-' rngeyeu. möchten wir ans Deutschlands Rathschläge ^...4 « "'^ s"ucn Ideen anbequemen! Aber die ,, Me Regierung ist uns gegenüber lalt wie Eis >'° wnmmt uns jede Gelegenheit vertraulicher An. ,p.?^' 'l)re Aotschafter in klmistantinopcl beschrän-lm stch a»f strenge Erfüllung ihrer Pflichten, ohne sich 3 ""cr zu nähern. Und wie gern würde Se. Ma, r s^..^ l)üren! ..." - Diese Worte sprechen K?i, «!, " ""o bedürfen leiner weiteren Erläuterung. vuW- flacht hat sich von jeher in Konstantinopcl so Reick ^ "kMl"l lierhalten, wie gerade das deutsche die A^ vlelleicht zum Schaden der Türlei? Wären "aäi?"^"' welche unsere Regierung augenblicklich oder > """tinopel entsendet hat. schon vor zwanzig e« b?,.» ^^' Jahren dorthin abgegangen, so stände tli^ ^)"rUeicht ^sser ">" die türkische Slaatsverwal^ cien d. heutzutage noch durchgreifende Verbefserun-^m^ Ä «wglich sind. ist zl,m nlindesten eine offene lm vn'lll> ^"^ ^"' steht fest: dass unsere Beamten nomn... ^'"s"'Ne bemüht sein werden, den über-nii u'^lichlen nach jeder Richtung hin zu ge-werk n » ^^' salls überhaupt noch etwas erreicht ""den kann. sie es erreichen werden." aen.'lk ^Michel, Blättern liegen zahlreiche Meldm,-"or ^,!" ""'humßliche oder wahrscheinliche Haltung nole eÄ/s^ ^l°rte gegenüber der Collectiv-"ird. So weit diese Mittheilungen stimmen fie doch dam, über-endaiX >" ^^'bt. die erste Antwort werde keine dar ?. leM'.^ z^ ^„„^ ^^ „Observer", nicht' lii,^ ^ ^"^"' dass die Pforte die Forderungen N?, ^ "'"dwrg abschlägt oder fich offen zu einer M. ^ ^ Wideistandcs bekennt. Es würde dies nicht "em den Traditionen der türkischen Diplomatie, son-fen . Durchführung gewisser. für die Türkei glei P l - l "^ """'er unerfüllter Verfügungen be-Mn m. n " ^/^^ Die Politik, welche in Konstannnopel den °,Vc/"kl""9 findet, zielt einfach daraus ab. das,?, ^e" Streit vom Gebiet? der Action auf einma k "' Debatte zu leiten. Wenn die Mächte sich hai'del., - ^^lehcl, mit der Pforte darüber zu ver-^ttdc, , ^"" ^urderunqen am besten gewährt velliw' . "'. ^ kann die Discussio» ins Endlose einstim,.. '""^"' bis derZufall derenropäischen Ueber-l'elen "^/welche dem Protest allein Gewicht ver- ^ '^ e,n Ende inacht. ^ln i«^^^^"s^"er der ..Daily News" meldet °b er l,i .'I l "Der Sultan schwankt noch immer. "khlNen i,n ^^"^""9 des Berliner Congresses an. Tage ei. «"?^ "'Hl' ""d hat während der letzten ^'tero.s ^^° "'" den anderen um Raty befragt. ^lvfs , ' ""den gewisse kriegerische Vorbereitungen '"he „s'z?"^ ErachtenS jedoch in geringerrm Um« ^MlH s. l ^ ^" <^^l sein würde, wenn Widerstand h'ch n, V'^tlgt wäre. In diesem Augenblicke er- 5" a6 l'r'"2 Geschwader den Befehl, sich zur Ab- >ri^.^""? ""d Thessalien berei.zuhallen. Der ^l)2^ ' " ^"^ Unterhändler damit beauftragt. l""ll ni^ !' ^K" ailsziltrciben. was ihn.n bis- erlaim ^ ^l""^'n 'st. da die B.siher bare« Gcld "eig^"'. H^bart P.scha hat sich entschieden ge< «." ^l' b ,?/^" °>e Griechen abzusendendes Geschwa- ^stantin^^'^ soeben gicugen Truppen von ?^s'nn>a d, '^. be.l Dardanellen ad. Die einzige >te don °'^'lkel beruht darauf, eine der Groß. ' ""' d«K ,i"Ä""' '^< '""'"". Sie wendet alles . ^'ts zu (f.,>^?, z'l überreden, dass die Einigkeit >en "rN'^ ln. Abeddin ließ es dnrch d. > ! s?' Ueberre.chung de?Eollec.iv. ^''"ell'n "/,?.' ^""'dl' verzögert worden sei. Die l? Plm^."^" bestätigte», dass Herr v. Nov-koff ^^>uwa d3"^^^abe. Rusiland wnusche leine Mere,, V gl.cchlschen Oreuze uud verbiete seinen k ""l^ilen zu betreten Belde Bchauptun- gen sind der Wahrheit entgegen. Die Pforte wünschte allerdings von Herru von Noviloff zu erfahren, ob Russland eine Bewegung für die Vereinigung Ost» rumeliens mit Bulgarien unterstützen werde. Man versichert mir. die Antwort habe dahin gelautet, dass Russland bloß den Wunsch habe. in Uebereinstimmung mit den Mächten zu handeln. Gleichzeitig habe Herr von Novitoff auf eine Autwort bezüglich der Hinrichtung Weli Melmneds gedrängt. Die vcrwickeltste Gefahr für die Pforte liegt in der Bewegung für die Vcr« emigung Ostrulnelicns mit Bulgarien. Die Furcht vor einer Vereinigung dieser beiden Provinzen ist ein wich« tiges Motiv zuguuste» des Friedens. Aus guter Quelle erfahre ich. dass die deutsche Regierung folgende Stel^ lung zur Türlei eingcnommeu hat. Wenn die Pforte wirklich erfahrene deutsche Beamte wünscht, so kann sie dieselben versuchsweise haben. Wenn man ihnen erlaubt, alles zu thun, so dürfen sie bleiben, wenn nicht, so können sie nach Deutschland zurücklchren, wo ihre Stellungen ihnen gesichert bleiben. Im ganzen sind die Anzeichen dahier zngunsten eiuer gewissen Annahme der von Europa empfohlenen Bedingungen seitens der Pforte, vorausgesetzt, dass der Entschwss knndgrthan wird, dieselben nölhigenfalls aufznzwiugeu. Sowohl Mr. Göschen als Mr. Tissot haben stch offen gegen den Sultau ausgesprochen." Eine weitere Konstanlinoprlrr Depesche der „Daily News" vom 17. d. M. meldet: „Man erwartet, die Antwort der Pforte auf die Colleclivnote werde dahin lauten, dass die Türlei die Entscheidung annehme, sich jedoch weigere, den Griechen zuliebe die Albanesen zn bekriegen. Die montenegrinische Frage soll gütlich beigelegt sein. Die Pforte sieht der Einwilligung der Mächte zu diesem Abkommen entgegen, woranf der Sultan einen Iradc unterzeichnen wird. Durch Lösung dieser Frage bezweckt die Pforte die Herbeiziehung der Albanesen von der montenegrinischen Grenze, um dieselben in Epirus gegen die Griechen zu verwenden. Mgesneuigkeiteil. — (SchllhhauZ an, Schneeberg.) Montag, den 19. d, empficng Se. l. l. Hoheit der Herr Erzherzog Earl Ludwig. Protector des üfterteichischen Touristen» clubs, die Herren E Graf, Vicevrasidcnt, und Dr. E, llllihber^. Obmann des Vaucolnites des österreichischen Tomislenclllbs. in Audienz. um die Einladung zur Schlussstcinlegungs« und Eröffnungsfeier des neuen Schnhhlmsrs am Schneeberge. welche am 8, August d. I, abgehalten wird, entgegenznnehmcn. Der Herr Erzherzog clllärte sich bereit, den Schlusssleiu z» legen und das nenc Schnhhmls zn eröffnen. Im Falle jedoch Se. lai» serliche Hoheit verhindert sein sullte, wird er sich dnrch seinen ältesten Sohn, den Herrn Erzherzog Franz Ferdinand vun 0estcrrrich.Este. Vertreten lassen. Aus AnlasS dieser Schlussstcinlcgungs- und EriisfnnngKfcier fährt Samstag, den 7. Angnst, abends ^m 10 Uhr ein Separat, zug nach Paycrbach. — (Militärmusil'Concurrenz.) Die Ka» pelle des österreichischen Infanterieregiments o. Iiemiecli Nr. 36 ist am 20. d, M, zum internationalen Musik» wettlmnpf von Prag nach Brüssel gereist. Per Concurs ist am ^5. d. M. An diesem Tage versammeln sich um halb 11 Uhr vormittags alle concurrierenden Musil« lapcllen aus dem neuen Gctreideplatzc, von wu sie sich alle unter Vorantragung ihrer Landesfahne zum Rath-haus begeben. Um N Uhr findet daselbst großer ofsi, ciellcr Empfang statt. Um 2 Uhr nachmittags beginnt aus dem „Grande Place" die Production, und zwar zu» nächst der SymphonieConcurs, an den, sich 33 in, und ausländische Musilcorpä belhciligen; diesem folgt jener der Militürnlnsiler unter Theilnahme von 11 in- und ausländischen Militärkapellen (darnntcr auch französische nud spanische). Unmittelbar an die Production schließt sich die Preisvertheilnng, Die Kapelle voll Zicmiccli'In-fantcric spielt außer in Brüssel, wo sie auch in Privat« conccrtcn sich produciert, auch noch in Ostende, Antwer« pen, Amsterdam, Rotterdam, Spaa, Liittich, Köln, Han« „over, Leipzig und Dresden, wahlscheinlich auch in PariS. Die Rückkunft der Kapelle erfolgt am b. August. — (Oin rumänisches Kriegsschiff in Trieft,) Das Kanonenboot, welches auf der Wersle des „Stabilimcnto tccnil-o" in Trieft für Rechnung der rumänischen Regierung erbaut wurde, ist nun fertig, Es hat den Namen ..Grivica" erhalten und wird dem» nächst nach seiner Bestimmung in der untern Donau in See stechen. Die «Grivica" ist ein Kanonenboot leichte' ster Gattung, aus Bessemer Stahl erbaut, von 3l 275, Meter Länge. 5)^0 Meter Breite bei einer Ranmtiefc von 2 775> Meter. Die Maschine von 30 nominellen Pscrdrlräften ist nach dem neuesten Hoch« und Nieder-dlnclsystemc und stark genug, dem schlanken Schiffs» lörper eine Schnelligkeit von zehn Seemeilen in einer Stunde mitznthellen. Der Echranbendampfrr ist mit zwei Kruppschen Ncun,Csnt!mcter-Kcmc>nen bewehrt nnd wird cinc Bemannung von 3(1 Matrosen und 3 Offi» cieren erhalten, die bereits in Trieft sind. — (Selbstmord in, Photographen-Atelier.) Ueber einen sonderbaren Vorfall wird der „Wr. ANg, Itg." aus Pest. 21. d. M, telegraphiert: ..Das Atelier des Photographen Dicderhofer war heute Vor- mittags hall» 11 Uhr der Schauplcch eines tragischen Ereignisses. Der Czegediner Grundbesitzer Paul Fobor, ein Mann im kräftigsten Mannesalter, kam um die an^ gegebene Zeit. von einem Hurdar geführt, in das erwähnte Atelier und wünschte photographiert zu werden, wobei er bemerkte, dass er die Vilder nicht werbe persönlich abholen können, man möge dieselben nur an den Szegediner Stadlhanptmann senden, der ein Verwandter von ihm sei. Der Photograph machte seinen Apparat znrccht und Fodor stellte sich in die gehörige Positur. „Warten Sie noch einen Augenblick", sagte Fodor, „ich branche einen Kranz, ich will mit einem Kranze photographiert werden." Man siftierte die Auf« nahmc und schickte um einen Kranz. Als derselbe kam, begann die Ausnahme von neuem, da plötzlich zog Fodor einen Revolver hervor, sehte die Mündung an die Vrust und sagte: „So will ich photographiert werden," Der bestürzte Photograph sprang eilig vom Apparat weg. In demselben Augenblicke hatte Fobor abgedrückt und sich in die Vrust geschossen. Er war augenblicklich eine Leiche." — (Der Titel) für die Charge des Corporals in der Iägertruppe hat diesertage die Veranlassung zu schwerer Kränkung eines Mutterherzens gegeben. „Liebe Mutter!" schrieb ein bei den Jäger» stehender Sohn nach Hause, „ich bin Unterjäger geworden." — Daraus schrieb die Gaueisfrau einen kläglichen Vries an ihren Sohn zurück, worin sie denselben beschwor, ihr zu ge« stehen, wegen welcher Schandthat er vom Jäger zum Unterjager degradiert worden sei. Locales. — (Laibachei Gemeinderath) ^enie um 5 Uhr nachmittags findet im städtischen Nathssaale eine öffentliche Sitzung des Laibacher Gemeinderathes statt. Auf der Tagesordnung derselben stehen folgende Gegenstände: I. Bericht der Personalsectwn über die vorzunehmende Wahl von zwei Gemcinderiithen in die Com« mission zur Gestimmung der Militärtaxe. II Gerichte der Finanzsection: 1.) iiber die vorzunehmende Veräußerung eines zum städtischen Gute Unterthurn gehörigen Grundterrains; 2.) über eine den durch Hagel» schlag Beschädigten in Unterlrain zu gewährende Unterstützung ; 3) über das Gesuch des Studentenunterftilhung». Vereins an der Wiener Universität uin einen Beitrag, III, Belicht der Schnlseclion über den günstigen Elfolg des von der l l Uebnnaslehrerm Frl. Marie Fröhlich auch im Schuljahre 1tt7!i/60 unentgeltlich ertheilten Unterrichtes in weiblichen Handarbeiten an der städtischen ltxcnrrendoschule auf dem (larolinengrunde. IV. Gerichte der Gausection: I.) über einen Recurs wider die mnyi. stratllchc Wrgschaffung einer Vcrlaussbndc i stattgasse; 2.) über die Ueberbriiclnng deö Kanals an der Ausmündung der Schiehstattgasse. V. Bericht der Polizeisection über die Syslcmisierung eines städtischen Sanitätsdieners. VI. Selbständiger Antrag des Herrn Gemeinderathl" ^ ' ' Iiegali auf Erbauung einer neuen Kaserne. — ^ ,luss der öffentlichen folgt noch eine vertrauliche Sitzung zur Erledigung zahl» reicher Persmialangelegenhrilen. — (Aus dem ärztlichen Vereine.) Die am 14. d. M. abgehaltene Sitzung des Vereins der Aerzte in Krain wnrde vom Obmanne Dr. Schisier nach Vrrlesung und Geürhmiciung des letzten E "lo- lolleß mit der Nachricht vom Tode der be,! >ns- »nilgliedcr Pirc und Schcibl eröffnet, woraus die Versammelten durch Aufstehen von ihren Sitzen ihre Theilnahme kundgab»'». Weiters brachte der Vorsitzende die Allerhöchsten Auszeichnungen cm die beiden Mitglieder lllis. i)iath T>r. EiSl nnd Gezirlewu^darzt Lulan zur Kenntnis, Nachdem noch die Dcinlekvotierung für das Geschenk des Herrn Virgierungsrathes Dr. Stöckl vlm circa 3(X) Bänden für die Vereinsbibliothel ausgesprochen worden war, wurde zur Tagesordnung geschritten und die Wahl des Delegierten und dessen Stellvertreters beim vierten österreichischen Uerztevereinstag vorgenommen und znm Delegierten Dr. Joses Kapler und zu dessen Stellvertreter Dr. Friedrich Keesbacher gewühlt. Hierauf stellte Secundararzt Dr. Znpanz drei von ihm mit bestem Erfolge operierte Augenlranle vor. Vri zweien ward die Slaaroperation, und zwar bei einem an beiden Augen, glücklich vollführt und an dem dritten Patienten wnrde wegen vollständigen Vcrschlnsses der Pupillen beiderseits mit Erfolg die Iridektomie au9gefüh:t. Schließlich demonstrierte Professor Dr. Valrnta einen kolossal vergrößerten, sarlomatös (krebst, i entarteten Eierstock, we!' dringendes Verlangen der nur in einer Oper: mögliche Lebensretlung ersehenden Krnnlen mühevoll nnd regelrecht entfernt worden war; leider erlag die Operierte drei Stunden nach der Operation trotz aller angewendeten Mittel dem Shol. — (Selbstmord eines Poftenscimman^ dan ten.) Der Gkndarmelikführer und ^ 'au- bant in Zmischenwässern, Johann Ialm. vor. gestern nachmittags in einem Walde nää "wassein scll'st entleibt, indem er sich mit seim.,. ^>^,,chen 3te-petiergewehre einen Schnss in die rechte Vrnst,eite beibrachte. Als mail ihn anfand, war er bereits eine Leiche, Der unglückliche, allein Vlnschline nach das Opfer jeines hochentwickelten Ehrgefühls gewordene Gendarm, I4NN dessen Selbstmord offenbar mit der jüngsten bedauerlichen Affaire von Iwischenwäfsern in Zusammenhang steht, hatte seit dem Jahre 1869 im activen Militärverbande gestanden und darunter die letzten sechs Jahre tadellos in der Gendarmerie gedient. Sein Leichenbegängnis findet heute nachmittags in Zwischenwässern statt. — (Bedauerlicher Unfall.) Der unter diesem Titel in unserem gestrigen Blatte erzähle Vorfall von der Verunglückung eines Fahrlanoniers durch ein paar scheuende Pferde wurde infolge einer uns irrig zugegangenen Straßenbezeichnung irrthümlicherweise auf einen unrichtigen Schauplatz verlegt. Der in allen übrigen Details ganz richtig geschilderte Vorfall hat sich nämlich nicht in der Franz.Iosefs'Straße bei den neuen Häufern der Baugesellschaft, sondern in der Römerstraße unmittelbar vor der dortigen Landwehrlaserne abgespielt. — (Folgen des strenge n Win ters.) Nach einem vom Stadtingenieur Pierl in der vorgestrigen Sitzung des Klagenfurter Gemeinderathes erstatteten Berichte sind infolge der abnorm strengen Kälte im heurigen Winter in Klagenfurt nicht weniger als 935 Stück Alleedäume ganz zugrunde gegangen. Im Hinblick auf diese traurige Entdeckung würde es sich vielleicht auch in Laibach empfehlen, unsere schönen Alleen — den Stolz und die Zierde unserer Stadt — einer fachmännischen Untersuchung zu unterziehen, um allenfalls auch hier verursachte Frostschäden, die bei größeren Bäumen bekanntlich nicht immer sogleich zutage treten, feststellen und für rechtzeitigen Ersatz sorgen zu können. — (Neue Telegraphen station.) In Raibl wurde eine neue Staats-Telegrapheustation mit beschränk» tem Tagdienste errichtet. — (Literarisches.) Soeben ist die „Geschichte der Stadt Wien" von Heinrich Penn (Verlag von Franz Karafiat in Brunn) ihrem Abschlüsse zugeführt worden. Wir begrüßen in dieser Arbeit ein echt vaterländisches Wert. welches die Bestimmung hat, dem Wiener in po< vnlärer Form eine Geschichte seiner Vaterstadt von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1880 zu bieten. Aber auch für jeden anderen Oesterreicher ist das Buch wert« voll, da es zugleich die Geschichte Oesterreichs enthält, dessen Geschicke ja untrennbar mit jenen der Reichs-hauptstadt an der Donau verknüpft sind. Was in diesem Buche Penns noch besonders hervorgehoben zu werden verdient, das ist der Umstand, dass auch der Schilderung des Voltsthums in jedem Zeitabschnitte, der örtlichen Entwicklung der Stadt, der Sitten, Gebräuche und Ein« richtungen gedacht wird und das Buch daher auch von großem cultuihistorischen Interesse ist. Eine Reihe von Sagen und Schilderungen merkwürdiger Begebenheiten sind überdies jeder Abtheilung beigefügt. Der letzte Band enthält eine interessante Geschichte der Wiener Journalistik. Diese schätzenswerte Arbeit des fleißigen Verfassers ist durch mehr als 300 gelungene Holzschmte illustriert und überhaupt von der Verlagshandlung sehr schdn ausgestattet. Neueste Post. Original«Telegramme der„Laib.Zeitung." Wien. 22. Juli. Der Gesammtausschuss des SchützenbundeS beschloss, der Beitritt Ungarns sammt Nebenländern solle erfolgen, wenn die ungarischen Vereine einheitlich organisiert sind. Als provisorischer Hauptschießstand Böhmens wurde Elbogen gewählt, da Prag noch nicht dem Schützenbunde veigetreten ist. Als Festort des Bundesschiehens von 1883 wnrde bedingungsweise Linz gewählt. Der Kaiser bleibt bis zum 20. August in Ischl. Die Kaiserrelse nach Schlesien soll ausgegeben, der projcctierte Aufenthalt der griechischen Majestäten in Wlen fraglich geworden sein. Der Bukowinaer Landtag wurde heute geschlossen. Der galizische Landtag nahm eine Resolution an, wo» nach für den jüdischen Religionsunterricht in polnischer Sprache vorzusorgen ist. Rom, 22. Juli. Die Nachricht von der Entsen« dung einer italienischen Escadre ins Ionische Meer wird dementiert. Konstantinopel, 22. Juli. Der Fürst von Montenegro hat den Vorschlag der Pforte auf Ernennung einer Eliquötecommission wegen des albanesi« schen Angriffes abgelehnt. Der Fürst beauftragte seinen hiesigen Geschäftsträger, Konstantinopel zu verlassen, und wird letzterer wahrscheinlich morgen von hier abreisen. Athen, 22. Juli. Das Decret, welches anordnet, dass die griechische Armee auf den Kriegsfuß versetzt wird, erscheint wahrscheinlich in acht Tagen. Eine eng-liche Schiffsdivision wird in Corfu, eine italienische im Ionischen Meere erwartet. Klagenfurt, 21. Juli. Zur festlichen Be. gehung des Geburtstages des Kaisers hat sich hier heute ein Centralcomitc, aus den Vereinsvoiständen und Vertretern der Presse bestehend, conflituiert. Nach dem vorläufigen Programme findet am 17. August eine Serenade mit Fackelzug und am 22. August ein Volks« fest am Kreuzbcrgl statt. Berlin, 21. Juli. Die Finanzminister der deutschen Staaten treten demnächst in Koburg zur Vespre« chung der Finanz« und Steuerreform, namentlich auch des Tabakmonopols, zusammen. Finanzminister Bitter besuchte zu gleichem Zweck den Reichskanzler am Montag in Friedrichsruhe. Berlin. 22. Juli. (Wr. Allg. Ztg.) In den diplomatischen Kreisen von Konstantinopel wird. wie von dort gemeldet wird, neuerdings die Eventualität eines Mimsterwechsels lebhaft besprochen. Man be« zeichnet mit ziemlicher Bestimmtheit Safvet Pascha als Premier und Karatheodory Pascha als Minister des Aeuhern. Aus mit der hiesigen türkischen Botschaft in Verbindung stehenden Kreisen verlautet, dass der Sultan dem Kaiser Wilhelm nach dessen Rückkehr von der Aadecur durch einen Svecialdelegierten ein eigen« händiges Schreiben überreichen zu lassen gedenkt, in welchem er dem Kaiser für die Entsendung der deut« schen Commission dankt und ihn seiner wärmsten Sympathien versichert. Mailand, 22. Juli. (N. fr. Pr.) General Boot wurde von der gegen ihn erhobenen Anklage, dem Don Carlos das Goldene Vließ gestohlen zu haben, vom Schwurgerichte freigesprochen. Paris, 21. Juli. Leon Say und Gambetta wer« den wahrscheinlich den Präsidenten Grcuy nach Eher< bourg begleiten. — Die „Armee fran^aise" bestätigt, dass General Thomassin mit einer aus Officieren aller Waffengattungen bestehenden Mission nach Griechen« land entsendet wird. Paris, 21. Iul,. Nach dem „National" geben sich die spanischen Emigranten große Mühe, Don Carlos zum Abdanken zu bewegen. Paris, 21. Juli. Auf der Insel Manilla dauerte das ausgebrochene Erdbeben gestern noch heftiger fort. Die Kasernen und die Kathedrale sind eingestürzt. Alle Vulcaue der Insel sind in Thätigkeit. Der Boden ist an zahlreichen Stellen offen. Aus den Erdspalten dringen Asche und siedendes Wasser. Brüssel. 21. Juli. Die feierliche Enthüllung des Denkmals des Königs Leopold I. fand heute nachmittags 3 Uhr in Lacken statt. Die gesummte königliche Familie, Kronprinz Erzherzog Rudolf von Oesterreich, die hohen Würdenträger und das diplo« malische Corps wohnten der Feierlichkeit bei. London, 21. Juli. «Mr. Allg. Ztg.) Vorgestern war es Dodson, der seinen Sitz im UMerhause ver« loren hat. heute ist zu melden, dass Laren, General-advocat für Schottland, nicht imstande war, bei der Wahl in Berwick on Tweed sich Geltunq zu ver- chaffen. Bei der vorgestrigen Wahl erlangte Capita« Milore Home die Majorität. Freilich wurde die Majorität nur durch zwei Stimmen erlangt, aber es ist ein unglückliches Zusammentreffen von Umständen, dass nun zum drittenmale Mitglieder des Cabinets durch conservative Wahlen unterliegen. London. 21. Juli. Die „Times" erklären, es sei Grund zur Annahme vorhanden, Calice sei angewiesen, die Pforte zu benachrichtigen, dass Oesterreich-Ungarn auf der vollständigen Ausführung der Vorschläge der Berliner Conferenz und der Stipulationen des Vertrages betreffs Montenegros bestehen werde. Die Vertragsbestimmungen müssen beiderseitig unerläss-lich erfüllt weiden. Oesterreich würde betrrffendenorts auf die Sicherstelluug der im türkischen Interesse ertheilten Zusagen dringen. Das englische Blatt fügt hinzu, dass in dieser Politik Deutschland vollständig »n't Oesterreich übereinstimme, und dieses Einverständnis taage nicht zur Schwächung, fondern zur Kräftigung des europäischen Concertes bei. Cetiuje, 20. Juli. (Frdbl.) Die montenegrinische Negierung erachtet das neue, von der Pforte vorgeschlagene Arrangement zur Beilegung der alba-uesischen Differenz für unannehmbar. Sie verlangt, nachdem die Pforte das Dnlcigno - Compromiss abgelehnt hat, entweder die Allsführung der Aprilconvention oder das Zmückgreifen auf die ursprünglichen Bestimmungen des Berliner Vertrages. Syra, 20. Juli. (Frdbl.) Die hiesige Bevölkerung veranstaltete großartige Freudendemonstrationen über den Verlauf der Conferenz. Den Consuln der Mächte wurden begeisterte Ovationen gebracht; vor dem österreichisch-ungarischen Consulate spielte man die österreichische Voltshymne. Capetown, 21. Juli. Die loyalen Basuto, welche die Waffcn den Engländern auslieferten, wul/ den von den anderen Eingeborenen angegriffen. D>< Residenz des englischen Vertreters ist bedroht. TruP" pen wurden zum Schutze abgeseudet. Angekommene Fremde. Am 22. Juli. Hotel Stadt Wien. Plcschc. Kansm,. Praa. — Wclzenstei«, Salzbura.. — ttalcher, l. f. Strasanstalts-Controlor, sapo' disttia. — Dutsch. Generalconsul. Niederlande. Hotel Elephant. Knaflil, Geschäftsm., Littai. — Venvenutt» sammt Familie, Trieft. — Endler, Reisender, Gablonz ^ Selinaer und Zodet, Kaufleute, Wien. — Dr. Lorber, Ab' vocat, Marburg. Hotel lkuropa. Stanzet Vilma, Private: Padovan, Kauf"- und Vrill. Trieft. Mohren. Kühler sammt Frau, Uaibach. — Dr. Vlncr. eul)8MH »orte Hsooilii, Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ . _l W n . :- -«! "^71^Mg^^5 «5^^20^^7schwa^ "bewöllt ^, 22. 2 « N. 735 2» ^224 O. schwach bcwöllt l)<)" S . Ab. 733 38 -l-202 O. schwach bewällt Abnahme der Temperatur, bcwöllt. Das Tagesmittel ^ Wärme -^ 20 l>«. um 13" Über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vamberg-^ H^M s^i'Nl'^t Ü^"' '^ ^"" li Uhr.) Bei trägem Pettehre hielten sich die Curse mit wenigen Ausnahmen annähernd auf gestrigem Niveau. Die Stimmulm war nicht ung""^' <^ »sl vv».!Vt/l» die «Vpeculatlon gleichwohl ohne Ammo. » , » Gelb Va« Paplerrente........7310 7325 SUberrente........73 90 74 05 Voidrente . «'.......8820 8335 Lose. 1854........127 75 128- , I860........13275 13325 . I860 (zu 100 st.) ... 13525 135 75 . 1864........17375 17425 Ung. Prämien«««!.....118 50 114 - «retit.L.........17725 17775 Theih-Regulierungs« und Sze- gcdincr Uose.......10935 109 50 Viuooll>U.........lg _ 1850 Prämlenanl. der Stadl Wien 118- 118 50 Donau.ReguIlkrungs.Lose . . 112 - 112 25 Domänen «Pfandbriefe . . .144— 14450 Oesterr. Schahscheme 1831 ruck« zahlbar.........10125 10175 Vesterr. Schahscheine 1882 rück» zahlbar.........101 75 102 25 Ungarische Goldrente . . . .10945 10965 Ungarische Eisenbabn-Nnleihe . 127— 127 25 Ungarisch« EisenbahN'Anleihe, sumulativstucke......126 50 12« 75 Anlthen d« Etadtgemeinde Wien in «. V......10275 103- »«lb «lla« «ru«zentl«ftnn,«.Vell,atl«»en. VSHmen.........lu4üo _.^ Niedlrösterreich......io5f,0 lO« - Galizien.........9775 9825 Glebenbiiraen.......9375 9425 lnneser Vanat......94 25 9475 Ungarn..........95 10 »5 50 Actleu PO« v«ul,» » Vor. «nglo.österr. Vanl..... 134 10 134 30 Treditanstalt ....... 28l-. 28120 Depositenbank....... 210- 2ll- Creditanstalt, ungar..... 264 50 265 — Oesterreichisch« ungarische Nanl 834 ^ 835 — Unionbanl ........ Ill 30 1l2-. Verlehrsbanc....... 13050 181- . Viener Vanlverein..... 139 - 139 50 «ctlen »«« transxrt Nnterneh. «nnbahn. . . .2460-2465 — »,ld »«« Franz.Ioseph.Vahn .... 17125 17175 Vallzische (Iarl.Uuowia.Vah,! . 279 5.0 280 — Kaschnu.Oderberger Nahn . . 131 50 132 -Lemberg-Lzcrnowiher Nahn . 168 25 163 75 Lloyd . «esellschaft.....667- 669 - vesterr. Norbwestbahn. . . . 172 25 172 75 lit. L. . 184 50 185 - «udolf-Vihn.......l64 ?5 165 - Etaatsbahn........283 7.°. 284 25 Giibbabn.........8130 «22^ Theih.Vahn........246 — 246 50 Ungar..galiz. Verbindung»bahn 144 50 14'.— Ungarische Nordostbahn ... 149 - 14950 Ungarische Westbahn .... 15050 151' -Wiener Tramway-Gesellschaft . 246— 247- Plaudbrlefe. Nllg.öst.Vobencreditanst.si.Vb.) 110 50 116 90 . . . li.V.-V.) 10175 102 25 Ocsterrcichisch - ungarische Vant 104 20 104 40 Ung. Nobencredit-Inst. (V.-V.) 102 - 102 50 Vrlsrltiite vbllgatisnen. «lisabeth.B. 1. Gm.....9880 9ft 10 Ferd.-Nordb. in Silber . . . 105 50 l0tt — ----------------------------------------------—----- , Franz.Iosefth.Vahn .... 10150^ Gal, Carl-Uudwig.V.. 1. (km. 105 - l»^ Oesterr. Nordwest-Nahn . . 10140 lA.A Ziebenbiirger Nahn .... 84 - " - Btaatsbahn 1. «m..... I765<1 ^zi) Bübbahn ^3«/....... 122 - l"^ . i 5°/....... 111- Ü» De»l,e«. gg «uf deutsche Plätze..... 57 15 ,^sb London, lurze Ächt . . . . 117 55 «K«, London, lange Ticht ... 11755 >> ,^) Pari« .... ..... 4640 4« «e»f«rte». »«id ««" ft> Ducaten .... 5 fl. 53 kr 5 st- A/,, Napoleonsdor . » , 32', . s - "' Deutsche «eich«. 7^ ^ Noten .... 57 . 65 . b? - ^. » Tilbergulden . . -— , ^- . ^ ' llrainlsche Vrundentlastungs-obligatl"^ «Neld 101 -. Aar, 102 ^- ^ hi< Credit 281 25 bl» 281 50. «nglo '" .« ,^ ^?« ,'1? ^°V^ ?^^ Minuten notierten: Papierrent« 7310 bi« 73 25 Silberrente 73 8» bis 74- «oldrente 8315 bi« 88 3" 134 3^. Uondon 117bh bl» 117 9b «apoleon« 9 32'/, b<« 933'/,