IVz VI Sonntag den 18. Juni l«75. XIV. Jahrgavg. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Areitog. Preise - fiir Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. bv kr; sür Zustellung 'ins Hans monatlich 10 ?r. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnserttonSgebühr 8 kr. pr. Zeile. /«lilrrljav, Viehzucht «ad Vrnudjtcutr. Zl,.. ll. Die^ Umwandlung der Weiden in Grasäcker erforderte mehr Arbeit, mehr Arbeitsvieh, mehr Acteriverkzeuge, auch Vorauslagen, was Alles dem trägen Landmanne, der aus seiner gewohnten Lebens- und Wirthschaftsweise herausgerissen und zur größeren Thätigkeit angeregt werden sollte, nicht recht zusagte; er ackerte zwar einen Theil der Huthweide nach und nach auf, weil es angeordnet war, bebaute chn auch notdürftig, wurde aber bald überdrtissig ^ unb^^berliey den Acker seinem Schicksale; für seinen Viehstand hatte er sodann nicht mehr Weide und auch kein. Stallfutter, und so begann er. von semem. Fette zu zehren, nämlich von dem Ertrage, respektive Verkaufe seiner Viehheer^e, welche in kürzer Zeit zum größten Theile verschwunden war; er gerieth dadurch in drückende Noth, die seine Lehrmeisterin geworden ist. ^ Nunmehr richtete er sein Augenmerk auf das reduzirte Melk- und Arbeitsvieh, für wel-ches er' nicht hinlängliche Weide mehr hatte, sich mit Brach- und Stoppelweide nothdürstia behelfen mußte, und als weder von diefer noch von einer anderen Seite Hilfe kam, auch die Abgaben ihren Druck auszutoben anfingen, da griff er wieder seinen Neuriß an, er umging aber das Gesetz, und man ließ es umgehen, er bentttzte den Neuriß nicht als Grasacker, sondern bebaute ihn mit Getreide, das sehr wohl gerathen mußte, und so sah er sich einiger-maßell für den Verlust seines Viehertrages entschädigt. Seine Fechsung und Ausbeute an Ge- treide wurde auf diese Art größer als sein Bedarf, und er kam in die Lage, den Ueber-schuß verkaufen zu könllen, was ihm endlich msagte. Er kam öfter nach der Stadt, wo sr seine Produkte absetzte, er schaffte nüt der Zeit auch die Ochsen ab und schaffte wegei: zu leistenden Fuhrwerks Pferde an, mit welchen er, wenn sich Gelegenheit darbot, des Erwerbes wegen Verdienst betrieb. Auf diese Weise wurde der Landmann nach und nach zur Thätigkeit und besseren Kultur seiner Aecker wohl angeregt, mlS detn einfachen Viehhälter und Viehzüchter, wenn nmn ihn so nennen darf, wurde ein Ackerbauer, der sein Terrain aber nur für den Getreidebau imnier zu erweitern bestrebt war, wohingegen die Viehzucht ins arge Abnehmen gerieth und vernachlässigt wurde. Auf diesem falschen Wege wurde den Anforderungen nach Brotfrüchten wohl entsprochen, aber daneben der steigende Fleischmangel immer fühlbarer, was endlich den Eintrieb ausländischen Schlachtviehes, einen förmlichell Handel damit veranlaßte, der alsbald sich schon soweit organisirte, daß nicht nur das zur Deckung des größer gewordenen Fleischkonsums nothwendige Schlachtvieh fast zur Gänze, sondern auch das von der La»ldwirthschaft zum Zuge nöthige Hornvieh importirt wird. Dieser Eintrieb fremden Viehes hatte uns auch gleichzeitig einen gefährlichen Gast, nämlich die Rinderpest, ins Land geführt, welcher unsere westlichen Rindviehheerden schon seit hundert Jahreil zil verringern nicht ailfhört, und von welchem Uebel wir uns nicht befreien können, weil man an maßgebenden Stellen nicht den Willen oder auch nicht die Kraft hat, fagen zu können: „Wir wollen keine Einfuhr von lebendem Hornvieh, gestatten aber dagegen den Import des Fleisches." Bei der soeben geschilderten Betriebsweise wurde man. auch gewahr, daß die Aecker an ihrer ursprünglichen natürlichen Produktionö-kraft verlieren und niedrige Erträge ^zeben; man griff weitere Neurisse an, oder wo es nicht mehr möglich war, da hat man sich durch das Ruhenlassen (Brachen) der Aecker beholfen, und wo auch diefes ohne Erfolg blieb, da griff man imn»er nothgedrungenerweise zu den Düngungen, man machte auch je nach Zeit, Oert-lichkeit und Individualität durch bessere Ackerbausysteme, durch Wechselwirthschast zc. An-strengullgen, den Viehstand wieder zu heben aber inllner wurde der Rückfall des letzteren durch allerhand Umstände veranlaßt. Das Jahr 1848 kam, die neue Utnwäl-zungS-Aera entlastete zur Gänze allen Grund und Boden, die Vertheilung und Freimachung der letzten Reservate, nämlich der letzten Reste des gemeinschaftlichen Urbodens, wurde gesetzlich durchgeführt, und dem bisher befolgten Ausbeutungssystem waren nunmehr Thür und Thor geöffnet. Statt konservativ vorzugehen, haben die Landwirthe die letzten Huthweiden und Wiesen umgebrochen und in Ackerkultllr genommeil, die daraus geschöpften, natürlich bedelltenden Fechsungen wurden vom Auslände, durch neue Dampfstraßen begünstigt, lohnend abgenommen, und die Statistik hat eine zunehmende Produktion weit über den eigenen Bedarf nachgewiesen; nur Ausfuhr, nur Export Aeuitleton. Io den AasrmaNtn Magdebargs. Von Lewin Schücking. (Fortse^ung.) Er sah, wie dort in der Straße die Menschen, erschrocken über den Tumult, zusammenliefen, und zu gleicher Zeit, wie die Straße herunter ein Haufe Soldaten von der Besatzung unter Anführung eines Offiziers herbeigeeilt kam. Im ersten Augenblick dachte er, daß dieselben kämen, um der Besatzung der Sternschanze zu Hilfe zu eilen, und lacherld rief er aus: „Vortrefflich, sie kommen, um uns ihre Gewehre zll bringen —" Dann aber durchblitzte ihn der Gedanke, daß sie beabsichtigen könnten, das alte Stadtthor zu schließen. In diesem Falle war Frohn mit einem großen Zeitverlust bedroht — wenn er nämlich genöthigt war, das Thor zu forciren. Augenblicklich gesaßt, sprang er deshalb an das noch geladene Vataillonsgeschtltz, faßte den Schwanz der Lafette, warf ihn mit feiner Riefetl-kraft herum, so daß es gerade in die Straße hilleingerichtet stand, dem drüben herbeistürzen- den Haufen entgegen; dann griff er nach der noch brennden Lunte, visirte noch einmal . . . drüben leuchtete etwas wie ein weißes, hochgeschwungenes Tuch vor seinem Auge auf — aber nur einen Moment; als er von dem Geschützrohr aufsah, erblickteer nur die jetzt dem Thore ganz nahe gekommenen Feinde, während der Haufen der Bürger erfchrocken zur Seite stob. Frohn legte den Zünder an, und eine Kartä-tfchenladung schlug in den Trupp ein, der augenblicklich auseinander floh. Zu gleicher Zeit kainen die noch im Pulverhaus Zurückgebliebenen mit ihrer gemachten Beute herangestürzt. Frohn rief sie uln sich: „Alle, die Musketen haben, in die ersten Glieder hinter nur!" rief er ihnen zu. „Die Artilleristen laden die Geschütze wieder; sobald das geschehen, solgen sie dalnit. Vorwärts!" Er schritt voran, durch das alte Sudenburger Stadtthor, dessen schwache Besatzung, statt an Widerstand zu denkeil, bei dent Heranftrömeil von mehreren hulldert Leuten zu kapituliren verlangte und gegetl Abgabe der Gewehre freieil Abzug erhielt. Dantl eilte Frohll seinen Leuten vorauf in die Stadt hinein. Ein schwer Blessirter lag vor ihm; andre von dem Kartätschenschuß Verwundete hatten sich aufgerafft und schleppten sich den zersprengten Kanleraden nach. Frohn! bringen rief den erschrockenen, unter ihren Thüren stehenden oder zum Fenster hinausblickenden Bürgern zu, sie sollten Sorge für den armen Teufel tragen — im nächsten Augenblick wurde seine Aufmerksamkeit von einer Gruppe von Menschen in Allspruch genommen, die ein wie leblos in ihren Armen ruhendes Mädchen eben auf die Treppenstufen eines Hauses trugen und lliederlegten. Frohn eilte hinzu ulid stand wie vom Donner gerührt ... er erkannte Esther, über und über von Blut bedeckt, daß aus einer Brustwunde strömte, und das die Uinstehenden vergeblich zu stillen suchten. „Estherl Esther! Um Gotteswillen, was ist geschehen?" rief er elitsetzt aus, alle Andern bei Seite schiebelld, neben ihr ins Knie sillkend und ihr todtenbleiches Haupt mit seiller Rechten erhebeild. Sie schlug die geschlossenen Augen auf. Der Klallg dieser Stilnme hatte sie zunl Be-lvußtsein zurückgerufen. „Sie sillds?" sagte sie mühsam und verstäl^dlich. „Sie haben lnir den Tod gegeben!" „Ich? . . . o lnein Gott!" „Sahen Sie lnein weißes Tuch nicht? Ich lvinkte Ihnen — ich lvollte Jhnell die Schlüsiel war und ist noch jetzt der allseitige Nuf der Produktion. Die Erfindung und der geschicktere Gebrauch besserer Ackergeräthe, die wir von Auswärts für die exportirten Früchte erhalten, haben auch das Ihrige dazu geleistet und haben dort, wo das Ausbeutungssystem in die Länge und die Breite nicht mehr ausgiebig war, durch tieferes und besseres Pflügen in der Tiefe es ermöglicht. Mit diesen Zuständen haben sich aber auch die Folgen der unterlassellen oder milldestenS nicht im gleichen Verhältniffe gewordenen Nachhilfe dilrch Düngungen eingestellt, die Bodenerträge wurden gerii^ger und die Produktionskosten thelirer — erst jetzt, nachdem auch die Viehzucht in den östlichen Nachbarländern, von wo aus wir unser Schlacht-und auch Zugvieh erhalten haben, in Abnahlne aerieth und dadurch unsere Fleischpreise eine für die unterste Schichte der Bevölkerung un-erschwingliche Höhe erreicht haben, nachdem die landwirthschaftliche Hausse-Periode lnit ihrem Krach sich ebenfalls eingestellt hat, da schaut man sich nach unseren ausgiebig vorhanden gewesenen Viehheerden um und lernt fühlen, daß das Menschenleben nicht allein vom Brot-, sondern auch vom Fleischgenusie bedingt ist und daß unser sogenannter landwirthschastlicher Aufschwung denn doch noch gar wenig Fundament besitzt und zum größten Theile mehr auf einer Verschwendung des Bodenkapitals als in: Gewinne sicherer Zinsen beruht Zur.geschichte des Tages. Schutzzöllner und Freihändler in Oesterreich mögen sich ein Beispiel nehmen an dem Eifer der Engländer, welche sich bei unserenl Handelsminister persönlich bemühen, daß der Schutzzoll zu Gunsten der Wollwaaren nicht eingeführt werde. Die Gesll6)steller lassen sich nur durch ihr praktisches Interesse leiten, und wehren sich gegeil den Zoll, weil dieser ihren Vortheil schmälert. Wir haben nur zu prüfen, was ims nützt und nlüsseil uns dann für oder gegen den Schutzzoll entscheiden. Der hohe Werth des österreichischen Marktes ist uns durch Englands Deputation noch mehr zum Bewußtseiu gekommen. Die Fälschullg der öffentlichen Meinung mit Hilfe des PreßfoildeS soll auch iul deutschen Reiche fortdauern. Die Preßleitung im Auswärtigen Amte zu Berlin wird bleiben und haben sich die dienstbaren Geister küllstig nur vor Einem zu hüten — vor den: Verkehr Sie zog mit mühsamer Bewegung zwei schwere neue Schlüssel aus einer Tasche ihrer Schürze hervor. „Ich winkte Ihnen", suhr sie fort, „weil ich sah, was Sie zu thun iin Begriff standen. Aber der Schuß krachte — und ich..." „Herr Gott des Himmels", rief Frohn in surchtbarein Schmerze aus — „ich bin Dein Mörder geworden — Esther, das ist entsetzlich... Esther, Esther das bricht mir das Herz! " Er warf sich händeringend neben sie allf die Treppenstufen. „Grättlen Sie sich nicht. Lassen Sie mich sterben; ich konnte ja nicht leben für Sie . . . es war unmöglich! Nun sterbe ich sür Lie. . . Jehovah sei mit Ihnen ... der Gott meiner Väter — er hat es gefügt. Denken Sie an mich — und — an meinen Vater . . . armen Vater..." Die Anstrengung, womit Esther dies gesprochen, hatte das Bluten ihrer Brustwunde verstärk. Ihre letzten Worte fielen fast unhörbar von ihren Lippen. Sie schloß die leuchtend auf Frohn ruhenden Augen wieder. Ihr Antlitz wurde wachsbleich; sie fiel in völlige Ohinnacht zurück. ^Märtyrin . . . Heilige!" schrie Frohn in entsetzlichem Schmerze aus, und dann begann er laut schluchzend ihr Antlitz mit Küssen zu nlit dem Volke der llnkotltrolirbaren Schriftsteller utld Berichterstatter. Die sranzösische Nationalversammlung will auch den Diözesen gestatten, Hochschulen zil errichten. Die Wissenschast wäre also noch inehr als bisher zur gehorsamen Magd der Kirche herabgewürdigt und des Menschen allerbeste Krast würde noch mehr als bisher gebunden und mißbraucht!? Dieser Beschluß ist so bedenklich, daß selbst der Unterrichtsminister sich dagegen sträubt und ankündigt, gelegentlich der dritten Berathung dieser Vorlage denselben zu bekämpfen. Wie haben sich die offiziellen Kreise gesreut über die Tl)ronbesteil;ung Alsotiso Xll. Wie unangenehm berührt fühlen sich dieselben Kreise jetzt durch die NachMt, daß der Sturz des jüngsten Königs und Kindes der diplomatischen Laune in sicherer Aussicht stehe. Vermischte Nachrichten. ^AuS dem „himmlischen Reich der Mitte". — Folter.) In China wird noch gesoltert. Die „Bettstelle" konnnt zur Anwendung, wen!, es sich darum handelt, Geld zu erpresseil. Das Opfer wird auf ein hölzernes Neck gelegt — stach auf seinen Rücken — und sein Hals, seine Haildgelenke und Knöcheln werden durch Bretter gezogen, die für diesen Zweck genügende Oeffnung haben und mit diesen werden sie dann möglichst nach abwärts gedrängt llnd so festgebunden. Außerdem wird ein Balken so befestigt, daß er gegen das Kinn des Opfers drückt. Wer eine Nacht so zugebracht, kann seinen Peinigern kalnn mehr etwas mehr verweigern. Eine andere Folter nennt n,an „die heißeil Schlange»,." Dünne Zinnröhren in Schlangensornl werdeil um den nackten Leib des Gefangenen gewunden, und dann läßt nmn siedend heißes Wasser durch die Röhren fließen. Noch teuflischer wo möglich ist die Folter des Drahthemdes. Dem Opfer wird ein Henld von netzförlnig geflochtenen: Eisendraht auf den nackten Leib gelegt und so fest angezogen, daß Theile des Fleisches in den Drahtnetznlafcheil hervortreten. Dann fährt nlan nüt scharfen Messern außen- vber das Drahthemd, so daß die hervorgetretenen Fleisch-theile weggeschnitten werden. Die Folter der Hakenpeitsche besteht darin, daß das Opfer mit einer vieltheiligen Hanfpeitsche geschlagen wird, in die kleine scharfe Haken, wie Fischmlgeln, eingeflochten sind; von diesen saffen viele bei jedem Hiebe das Fleisch und danll wird die Peitfche gewaltsam zurückgerissez,. bedecken, verzweiseltld, daß er sie nicht erwecken konnte — er w^r safsullgslos wie ein Kind. „Herr von Frohn, Herr von Frohn! Kamerad Frohn!" rief es hinter ihm — zugleich erscholl in der Nähe ein doimernder Jubelruf aus mehr als tausend Kehlen. Die Gefangenen aus der großen Kasematte, die unten vor dem Sudenburger Stadtthore im Fürstenwalle lag, debouchirten eben, über tausend Mann stark, weiter oben in die Straße herein. Sie hatten auf die Signalschüsse Frohn's sofort ihr vorbereitetes Befreillngöwerk begönnest, ihre Kaseinatte forcirt, ihre Wachen entwaffnet und kamen jetzt, auf ihrem Wege alles aufgreifend, was ihnen als Waffe dienen konnte, um nach Frol)ns Weisung auf den Marktplatz zu mar-schiren. Ihr Jubel begrüßte die aus der Ster»l-schanze hervorgedrutlgenen Kaineraden. Von diesen letzteren umringten jetzt mehrere Frohn, um ihn zu inahnen, nicht zurückzubleiben; er wllrde angerufen, am Arm gefaßt, aus seinem Schmerz fortgerissen in die stürmischen Szenen, die seiner harrten. Er mußte sich losreißen voll dem Anblick des sterbenden Mädchens, der ihm das Herz brach; der Stronl, dessen Dänlme er selbst dtirch-broäien, erfaßte ihn und schleuderte ihn weiter. Die Offiziere, welche sich bei den befreiten Gefangenen befanden, kanten herbei und umringten (Pumpen hie und pumpen da. . . Der Sultan von Zanzibar.) Der Sultan von Zanzibar ist in England angekommen und offiziel empfangen worden. Seine schwarze Majestät hat einst den Engländern durch Ausnützung des Sklavenhandels schwere Roth verursacht, befindet sich aber seit dein großen Krach auf diesem Gebiete des Freihandels in solcher Noth, daß sie ihr Augenmerk hauptsächlich auf eine Anleihe richtet. (Unterstützung des Eisenbahn« Baues in Preußen.) Gelegentlich der Be-rathlmg über den Ankauf der pommerschen Zentralbahn stellte im preußischen Landtage der Abgeordnete Berger einen Antrag auf Unterstützung der heimischen Industrie durch den Eisenbahnbau. Der Handelsminister Dr. Achenbach erklärte hierauf, daß 1874 in Bestellung gegeben wurden: IV60 Lokomotiven, 1446 Per-fonenwagen und 15.044 Güterwagen im Ge-fammtwerthe von 42 Millionen Thalern; ferner ö V« Millionen Zentner Schienen und anderes Eisenmaterial im Werthe von 33'/, Millionen Thaler; im Ganzen habe also die Eisenindustrie 1371 für 75Va Millionen Thaler, gleich 123, Millionen Gulden, Bestellung erhalten. Hiebei habe sich der Staat mit V3, also 80 Millionen Aulden, betheiligt. Bis jetzt sind für 1875 bestellt: 540 Lokomotiven, 426 Personenwagen, 5260 Güterwagen im Werthe von 25 Millionen Gulden, und 2 Millionen Pfund Schienen im Werthe von 16 Millionen Gulden, also im ersten halben Jahre 1875 allein für 41 Millionen Gulden. Der Minister äußerte sich ferner: ..Ich fahre fort, in diesem Jahre namentlich Maschinenbestellungen zu machen; auch ist der Eisen-Oberbrückenbau in Aussicht genommen, um der Industrie neue Kräfte zuzuführen. (Heerwesen. Ehen der Landwehr-Männer.) Bezüglich dieser Frage ist Folgendes bestilnmt worden: die Ehen der Landwehr-Männer (Landwehr^Schützent theilen sich ebenso wie iln stehenden Heere hinsichtlich des Anspruches auf ärarische Gebühren für die Gattinnen und die noch in der väterlichen Obsorge stehendell ehelichen Kinder in zwei Klassen. In Ehen der ersten Klasse genießen die Familien besondere Begünstigungen und Vortheile — Ehen zweiter Klaffe begründet! aber solche Ansprüche nicht. Erstere stnd nur im aktiven Stande der Laitdwehr zulässig und dürfen von der Ma»in-' schast (eiilschließlich der Büchsenmacher) eines Lattdwehr- oder Schützenbataillonskadres, und des Kadres der Landesschützen zu Pferde in Tirol und Vorarlberg nicht mehr als zwei, von ihtt, fchüttelten seine Hände, bestttrlntetl ihn mit Fragen — er mußte seinen Platz an der Spitze wieder einnehmen, verhindern, daß die Leute nicht in die Häuser stürzten, um zu plündern» mußte Abtheilungen absettden um sich bestimtnter Punkte aus den Wällen, deren Lage er de»l Offizieren beschrieb, und der Festungsgeschütze, die dort aufgefahren waren, zu bemächtigen — wohl niemals ist es einem Menschen weitiger vergönnt gewesen, eittein persönlichen Schinerze nachzuhängen, als in dieseni Augenblicke unsrent armen Dragonerlieutenant Josef von Frohn. Man rückte vorwärts den breiten Weg hinunter. Unterdeß hatte die Kunde von dem Alarin sich durch die Stadt verbreitet. In der Ferne ertönte der Generalmarsch. Es töttten Hörnersignale. Die erschrockenen Einwohner rannten hin und her über die Gaffe vor der rasch weiterdringenden Kolonne, deretl erste Glieder, bestehend aus denen, welche Musketen erbeutet hattelt, Frohtl zu geschlossenen Zügen hatte antreten lassen. Es wurde rechts abgeschwenkt, üben den Dotnhos, dein Marktplatz zu. Schon hatte nlail diesen erreicht, als aus einer Seitengasse der Major 611 heraitge-sprengt kam. Er sah sich plötzlich von allen Seiten umringt und umdrängt. Frohn eilte auf ihn zu. der Mannschaft des Andres der berittenen Schützen in Dalmatien nicht mehr als einer verehelicht sein. Die Ehen der nichtaktiven Landniehrmannschaft gehören stets in die zweite Klasse. (Gegen die Feinde der Landwirth-schaft.) In Oesterreichisch-'Schlesien werden Heuer nach einem gemeinschaftlichen Beschluß der Landesregierung und des Landesausschusses für den Metzen eingelieferter Maikäfer l fl. 60 kr. (für ein„Mabel" 5 kr.) aus Landesmitteln gezahlt. (Gesundheitspflege. Ver gif tung durch Kleidungsstücke.) Die Gattin eines Buchdruckers in Prag hatte vor einem Spaziergange neue Handschuhe angezogen. Bald verspürte sie ein Jucken an den Händen, das inuner heftiger wurde; es stellte sich auch bald eine Geschwulst ein, die sich bis ill den Oberarnl fortpflanzte. Die letztere wurde so bedeutend, daß die Aermel des Kleides alifgeschlütten werden mußten. Der herbeigerufene Arzt gab als Ur fache der Ailschwellung Vergiftung an, welche durch die violett gefärbten Handschuhe hervorgerufen worden wer. Die Frau ist bereits genesen. — Schlimmer erging es einem Schuh-nlacher in Stettin. Derselbe kaufte am Tage vor Pflingsten einen Filzhut und trug ihn während des Festes. Alsbald stellte stch bei ihm, obgleich der Hut nicht iin mindesten drückte, Kopfschmerz ein, und auf der Stirn bildete sich unter Geschwulst ein Ausschlag, dessen einzelne kleine Geschwüre in Eiterung übergingen. Auch die Augen entzündetes! sich derart, daß sie fast zuschwollen und die Geschwulst sich mehr oder minder auch dei; übrige»; Theileil des Gesichtes mittheilte. Es lag nur zu nahe, daß diese Er-scheillung nur vom Tragen des Hutes herrührte; dieser wurde deshalb einem Gerichtschemiker zur Untersuchung übergeben, welcher fand, dqß das bralme Schweißleder des Hutes mit gifthaltiger Anilinfarbe gefärbt fei, wie dies leider jetzt häufiger vorkomme. Eine Vergiftung, beziehungsweise Entzündung sei unvermeidlich, wo dieser Färbestoff unmittelbar niit der menschlichen Haut in Berührung komnle, was namentlich beinl Hutfutter unausbleiblich sei. (Auffchwung im Schub w efen.) Im Jahre I87l mußten 6542 Schüblinge Wien verlassen; 1874 stieg diese Zahl auf und wenns 187c, fortgeht, wie bisher, so dürfte sich diefelbe auf rund 14.000 erhöhen. ZUarbulger Berichte. „Herr Oberstwachtnleister" schrie er ihm entgegen, „ich bitte unt Ihren Degen und Ihr Pferd!" Der Offizier starrte ihn an, als ob er vor Ueberraschung seine Sinne verloren habe — zwanzig kräftige Fäuste hatten ihm im nächsten Augenblick das Absteigen erleichtert und den Degen entwunden. Frohn fchwang sich in den leeraewordenen Sattel und ritt seinein Gewalt-Haufen vor. Auf dem Marktplatz wurde aus allen Kräften der Generalniarsch geschlagen. Soldaten der Besatzung liefen mit ihren Musketen herbei, der Hauptwache zu. Die Mannschaft war aufgestellt und lud eben die Gewcl)re. An den zu beiden Seiten aufgefahrenen Neginlents-gefchützen waren Kanoniere beschäftigt. Frohn rückte vor. Seine Truppe erfüllte bald die ganze eiiie Seite des Marktplatzes. „Herr Oberstwachtnleister", wandte er sich an den gefangeilen Offizier, „hier kann ich Äe als Parlamentair gebrauchen. Stellen Sie dem Offizier anf der Wache vor, daß er über kaum fünfzig Mann zu gebieten hat und ich über mehr als hundert, die nnt Musketen uild Munition versehen siild, und ein paar Taufend, die Knittel, Ltailgen, Wagenhölzer und andere Waffeil führen. Auch werde ich den Tanlbour niederschießen lassen, wenn er noch einen Schlag auf sein Kalbfell führt. Weni; die Leute die Waffen gestreckt haben, können sie sich zerstreuen und in ihre Quartiere oder in ihre Heimath begeben. Es wird ihnen nichts geschehen, bei meinem Wort!" (Forts, f.) (Gewerbe.) Im verflossenen Monat wurden bei der Bezirkshauptmannschaft Mar-)urg folgende Gewerbe angemeldet: Geschirr» Handel, St. Georgen in W. B., Mathias Boller — Ziegelbrennerei, Kartschowin, Karl Burg-Hardt — Krämerei, Pöltschach, Franz Ka»l-tschitsch — Krämerei Kirchberg, Joseph Bol-kowitsch — Hafnerei, Windisch-Feistritz, Josepk) Proßenak — Spezereihandlung, St. Jakob, Franz Weingerl. Gasthäuser wurden eröffnet: in Ober-Scheriafzen, Jgnaz Sparowitz — Maria-Nast, Anim Bock — Kartschowin, Theresia, Dlvorschak Kirchberg, Joseph Bolko-witsch — Hollern, Kaspar Krauler — Notten-berg, Franz Kowatsch. (Beitritt zur Laibacher Kranken-und Pensionskasse für junge Kaufte ute.) In der außerordentlichen Hauptver fammlung dieses Vereins, welche anl 6. Juni stattgehabt, wurde der leitende Ausschuß ermächtigt, auch aus den übrigen Theilen Krains, aus dem Küstenlande, Kärnten und denl stei-rischen Unterlande wirkliche Mitglieder aufnehmen zu dürfen. In Marburg haben sich, wie wir schon gemeldet, vierundvierzig Konnnis bereit erklärt, diesem Vereine beizutreten. Von den Pettauern und Cilliern ist der gleiche Entschluß zu erwarten. (Hagel.) Am 8. d. M. wurden fünszehn Genleinden in: Bezirke Gonobitz, darunter auch Vinarje, durch einen Hagelschlag verwüstet, wie ein so furchtbarer seit Menschengedenken nicht mehr stattgefunden In Gonobitz hat sich ein Hilfskomite gebildet und erläßt im Namen des selben Karl Fleischer, Vorsteher der landwirth schaftlichen Filiale, einen Aufruf zur Unterstützung der Beschädigten. (Aus denl Leben eines Se lb stnlö r derS.) Der Jagdaufsel)er K. Petschoink in Skoggen bei Rogeis, welcher sich vor dem Selbstmorde vierzehn Tage lang deul „stillen Suff" ergeben, hatte schon früher Versuche gemacht, eines gewaltsame»; Todes zu sterbeil. Zuerst wollte er sich ertränken u»id sprang bei MarbuHg in die Drau, wurde aber zu seiuein größten Leid herausgezogen. Später versuchte Petschonik. sich zu erhängen; auch dieser Ent-schlllß konnte »licht anögeführt werde»l, weil eiil ^^iachbar noch rechtzeitig den Strick abge-fchllitten. (Einbruch.) Beiin Grnlldbesitzer Joseph Gärtner in Fürst habeil „Unbeka»lnte" ei»lge-brochen uild Wäsche, Kleider, Geld iin Ge-sammtlverthe von 176 fl. gestohleil. (Die Nürnberger hängen keinen ... .) Ein Grundbesitzer in Ober-Puls-gau, welcher bei der GeilSdar»nerie gedieilt, fah letzten Montag ei»len Soldate»l voin Negielneilt Hartnllg im Dorfe. Aus die Frage: „Woher a»lt»vortete der J»lfantelist: „Von Marliurg; ich gehe voil der Waffenübuug nach Haufe ulld bin hillter Wi»ldisch Feistritz daheiin!" Diese Alltwort erregte Verdacht; der Soldat wtlrde sestgeilolnlnen und llach der Gemeiildekanzlei gebracht, wo der Ge»tteindedie»ler als Wache aufgestellt wurde »»lit der fchärfsteil Weisililg, auf den „Desertellr" wohl Acht zu geben, bis von Krmlichsfeld GenSdarnleil herbeigeholt »lior-den. Nach der Entferuullg des Grundbesi^ers erfchien die Gattiil des Genlei»ldevorstel)ers, llm den Gemeindediener einige Tüchlein ailschaueil zu lassen. Die Kanzleithüre »var hillter der Frau offen geblieben. Diese Gelegeilhcit benützte der „Deserteur" ; ulit eiilein Satze sprailg er hinaus, schlug die Thüre zil, sperrte ab und nahm den Scylüssel »nit. Die eingeschlosseilen »nachten Lärln u»ld wurde der Flüchtige rasch verfolgt. Die Leute aber, die »nan befragte, l)atten gesehe»», daß der „Deserteur" den» Walde zugelaufen l»nd die „Nacheile" »vurde »licht »veiter sortgesetzt! (Schuld bare Krida.) Ein .^a»lsina»l>l hatte's. Z. nlit 13,000 fl. ei»l Geschäft eröffilet Ulld war neun Moilate später scho»; genöthigt, Nlit 19,000 fl. Passiven die Zahlungunfähigkeit zu erkläreil. Vo»n Kreisgerichte Cilli wurde dieser Kallf»nann jetzt »vegeil fchnldbarer Krida zu ei»»fache»n Arrest auf die Dauer von nur zeh»l Tagen verurtheilt — unter Ailderenl auch in der Erwägung, „daß es ein nicht geringer Leichtsinn feiteilS der Gläubiger war, ei»lem unbekannte»» jtt»»gen Manne, der so eben erst sein Geschäft allfgethan, so freigebig zu reditiren u»ld ihn dllrch ein solches uilvorsich-iges E»ltgegenkommen gewissermaßen dazu zll conconragiren, fre»»ldes Verinögen altfs Spiel zu fetzen." (Sauerb rUNil.) In Sallerbrunn silld lisher 160 Parteieil »nit 242 Personen zu»n Kurgebrauche angekont»nen. (Evangelische Gemeind'e.) Heute ftirdet ill der hiesigen evangelischen Kirche keine Ai,dacht statt. Pfarrer Dr. Kolatschek hält eillen öffeiUlichen Gottesdienst in Pettall. (Freie Ve rs ainml »l »lg der Schuh-»»l a ch e r.) Heute Nachinittag 2 Uhr findet i»»l Gasthause „zum Anker" (Viktringhof-Gasse) eine freie Versaiilinlung der Schilhinacher statt; zltr Verhaiidlung koinmt die Grüildung eines „Genossenschaftsvereins", welcher bezweckt: die Ullterstützung krailker Mitglieder und Angehö» riger — die Unterstützung arbeitsunfähiger Mitglieder — Deckuilg der Begräb»lißkosten. Es sollen auch Fachgenoffen aus der U»nge-bung Marbllrg Aufnahine fi»lden. (Ansstellnng der Nordpolbilder.) Jin hiesigen Kasii»osaale werdeil 12 Nordpol-bllder von A. Ober»nüllner nach Zeich-»lllngen Uild Beschreibungeil Pal)er's ausgestellt. Diese Bilder habeil in Wieil eine so außerordentliche Sensation erregt, daß das Künstlerhaus. seitdein es besteht, noch keinen solchen Me,lschenstro»n in seinen Sälen hat flutt)e»l sehen. Es silld keiile bloßeil Effektstücke für die Schaulust der kunstunverständigeil Menge berechnet, auch »licht dekorativ ge»»lalte Jllustratiolleil, foudern recht künstlerische u»ld dabei wahrhaft »laturtrelle Darstellungen großartiger Sceneil. Die Hunde uild Bären silld vo»l dein berühiilteil Voltz in Müncheii, die größereil »nenschliche»l Figureil von Beilsa ge-inalt. Die Veriveildinlg so besoilderer tüchtiger Kräfte spricht für die Gediegenheit des Uilter-»ieti»»lens. Es silld in» Ganzen 12, die Erlebnisse der Nordpol-Expedition vo»n 21. Angnst 1872 bis zlllll 21. Allgust 1874 lMlsassellde Bilder: 1. Die Trennung der beiden Schiffe Tegetthoff mld Jsbjöre. 2. Das ExpeditioilS-schiff ist in einein unübersehbarek Eisfelde bereits eingefroren. Z. Soilnenaufgang nach viermonatlicher Nacht. 4. Der „Tegetthoff" i»»l weit sich dehnellden Packeise; die mn grauen Hiin-»nel anfsteige»lden Wolken küildigen i»l der Ferne das offene Meer ail, bis an lvelches jedoch kein Pfad zu brechen »var. 5. Schneesturin lvähreild der Verfolgung eii»eö Bären. 6. Be-gräbniß des Maschillisteil Krisch iiil eiilsanlen Felsengrab. 7. Kroilpriilz Rudolfsland. 8. Rück' kehr der Schlittenreisrilden zuin Tegetthoff. 9. Ankuiift der Schlitte»ireise»»den aul äußersten Kap des Frailz Josesslands. 10. Verlassen des Schiffes. II. GesährlichesFortkonlillöll. 12. Ret-tllng dllrch russische Schiffer. Diese Bilder sind Elgenthunl der Ku»»sthalldlung Kapellen in Wieil llild verdailken ?vir die hiesige Ausstellung der Jilterlieiltion des steierinärkischen Kunstvereines. Das ailßerordeiltliche Jilteresse, lvelches die Nordpol-Expedition erregt, nild die künstlerische Volleildllng der Darstellung »verdeil wohl auch hier ei»,e»l massenhaften Besuch zur Folge haben. Da jedoch diese Bilder lner »lur wenige Tage (vo»n 13. bis 17. Jnni) ausgestellt bleibell köililen, und eiile Verlängeru»lg der Zeit nn keinem Falle stattsiilden kanil, iilachetl ivir iin Vorhilleiil allf diese»» Uinstaild anfluerksain. L-tzte Most. Razlag ifi zum Verwalter ver AttemS-schen Güter in Rann ernannt worden und soll beadstektigen, seine Stellen al'S Mitglied des Landtage« nnd deS Abgeordnetenhauses nteder?uleg«'n. Zt)er kroatiscke Landtag hat den Antrag der äußersten Linken, betreffend die A-reini-gnvg DalmatienS mit Kroatien und Slavo-nie« an eine Kommission gewiesen. Der franzi>siscke NntrrricbtSminifter (Wallon) soll wegen deS UnterrichtSgesetzeS feinen Rücktritt angezeigt haben. Eingesandt. Die im heutigen Blatte befindliche Gelvinnuiittheilung des Herrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten. Dieses Geschäft ist bekanntlich das älteste uud allerglucklichste ; im 3.1874 wnrde schon wieder das große LooS bei ihm gewonnen, und hat di^'eS Haus schon früher den bei im Betheili-z'en die größten Hauptgewinne von Rm. 360.000, 270.000, 246.000. 225.000. ^83.000, 1S0.V00. 156.000, ostnul» 152.000, 150.000, 90.000. sehr häufig 80.000, 60.000, 48.000, 40.000, S6.000 Rm. ic. ic. ausbezahlt, wodurch viele Leute zu reichen Kapitalisten geworden find. ES find nun wieder fiir einen Neinen Einsatz große Kapital en zu gewinnen bis zu ev. 375.000 Rm. Auch bezahlt d'eseS HauS durch seine weitverbreiteten Verbindungen die Gewinne in jedem Orte aus. Da eine große Betheilignng zu erwarten ist, möge man dem Gliicke die Hand biegen und sich Vertrauens, voll an die Firma Laz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewissenhaft und prompt bedient wird. Heute Sonntag dm 13. Juni findet im Gasthaus s-ZLia. Sss eine mfikilischt WerhallWg im Salon statt. Für schöne Backhendl a 60 kr., guten Hausschinken ze., frisch angezapsten neuen und alttn Sauntscher Wein und gutcS Gö^'sches Märzenbier ist bestens gesorgt. Um zahlreichen Besuch bittet achtungsvoll 647) Hussa, Gastgeber. Zwei schwarze Esel, sehr gute Laufer. sind zu verka-'fen. (641 Nähkres im Comptoir diescS BlatteS. Die Altsjkellung der 12 Yilder der Oesterreichifchett Aordpol Expedition, gezeichnet von gemalt von VkvrinUIIei', findet den IL., 14., 15., 16. und 17. Jllni im Casinosaale statt. Diese Bilder hallen in Wien eine außerordentliche Sensation hervorgerufen und sind von Tausenden und auer Tausenden bclvundert «Vörden, und gelviß werden at ck Marburgs Bewohner sich die Gelegenheit zu so seltenem geistigen Genuß nicht entgehen lassen. Eintrittspreis: Sonntag Nachmittag 20 kr.. Sonntag Bormittag und die anderen Tage 30 kr. ö. W. (651 _Der Arierm. Kukstorrtiii. IVa« V«»tl»»us „zur ZNehsgrube" ist mit 1. August 1875 oder nach Umständen auch früher unter günstigen Bedingnissen zu verpachten. ?!äheres darüber beim Eigenthümer C. Schraml._ IV. N«»ts-Liittmc susgestAtlet mit 5258 VreVerii. XieliuiiK QrrA 13. verlco.ui't!, 1 Ltüolc a 1U.AEV ö. Gutes Heu verkauft Kartin (Warthol). H (S4g HM' Weachtenswerty!'WD Eilt »ldizi»iIch-poP«llikt Erirteriog ter Htilkrisit «nt Wirkunge» tes aialiorthritischt» lutirheiimatischei» KIutreIn>Ka»e«»VI»«e turch thatiiichllchk Kewiist dirgeftellt. Nur die vielen Beweise von der eminenten Wirksam-keit obgenannten TheeS in gichtischen und rheumatischen Leiden, sowie die beifällige Aufnahme und Anwendung von vielen rationellen Aerzten, veranlaßten unS, hier diesem wichtig n AgenS da» Wort zu reden. Groß ist die Zahl derjenigen, die jährlich die Schwefelbäder besuchen, um daselbst Milderung oder Befreiung lhrer gichtischen oder rheumatischen Leiden zn finden, und wirklich wie neuge-schassen hetmkehren. Doppelt schmerzlich muß e» also den« jenigen sein, die entweder beschränkte Vermögensumstände oder Unmöglichkeit, fich von ihrem Berufe, von ihre» An» gehiirigeu zu trennen, davon ausschließen, an dieser Heil-k^raft der Mntter Natnr Theil zu nehmen: fie find zu immerwährenden Leiden verdammt. 3» diesem ist es nun, wo dieser Thee als Heilbringer sich be»vährt und deßhald von hochzuschä^endem Werthe ist. Dieser Thee Hot eine specifische Wirknng ans den Urin, den Schweiß und da» Mut de» Kranken, welche Beobachtung wir durch chemische Untersuchung, sowohl de» Urin», als auch de» Schweiße» machten und kann jeder an Gicht und Rheumati»mu» Leideyde, der diesen Thee gebraucht, die auffallende Per-ättderung, zumal im Nriiie ^welcher sich schon nach wenigen Tagen immer mehr und mehr triibt u,id endlich einen Bi)dcnsaß zeigt, in welchem die anomale» aitSgefithriel» reizenden Stoffe enthalten sind), selbst beobachten, woliei er zugleich die Freude erleben wird, sein Leiden sich täglich verinittdcrn und endlich gaiiz verschwinden zu set)en. Ebe.iso bringt dieser Thee (vor dem dem Schlafen-genossen) ein Prickeln auf der Haut und eine sehr inäßige Tr'^nöspiratiou der Haut hervor, welche den Leidenden stets eine grohe Erleichterung verschafft. Der Genuß dieses TheeS ist ke»nestvegs unangenehm, er belästigt nicht die Verdauung und besördert sogar bei manchen Individuen die LeibeSöffnung. Wir haben daher alle Mlache, diesen Thee al» e»ne ichüt»en»tverthe Berei-cherung der Heilmittel gegen Gicht und RheumatiSmnS uiid Blutreinigung zu bezeichnen. OcsfcnNichtr Dank dem Herrn Franz Wilhelm, Apotheker iil Neunkir-che«, Erfinder de» antiarthritischen antirheumatische» Blut-reinigungS'TheeS. Blutreinigend gegen Gicht und Rheu-matismus. Wenn ich hier in die Oeffeiltiichke.t trete, so ist e» deß-halb, »veil ich eS zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilheln', Apotheker ln Neiinkirchen, meinen innigsten Dank ailSznjprechen siir die Dienste, die inir dessen BlutreinigungS-Thee ln meinen schmerzlichen rl)eumatischen Leiden leistete und sodann, uin auch andere, die diesem gräßlichen llebei anheimfallen, aiif diesen trefflichen Thee aufmerksam z»» machen. Ich bin nicht im Stande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 3 Jahre bei jeder Witternngsoer-äude.nng ui meinen Gliedern litt, zn schildern, und von denen Mich weder Heilinittel, noch der Gebrauch der Schiiieselbäder tn Baden bei Wien befreien ko.inten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, nieiu Appetit schmälerte fich znsehenS, mein Aussehen trübte sich nnd meine Äörperkraft nahm ab. Nach 4 Wochen langem Get»ranche obgenannten Thees ivurde ich von meiilen ^chinerzen Nicht nur ganz befreit, und bin es noch jept. nachdem ich schvn ö Wichen kelnen Tt)ee mehr trinke, auch mcln ganzer körperlicher Zustaud hat sich gebessert. Ich bin fest ube^zengt, daß jeder, der tu ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Thre nlinint, auch den Erfinder dessen. Herru Fruiiz Wrihel,», so »vie ich, segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin B n ds ch i n - S tre i tf el d, ObersliieutenantS'Gattlli, 97) Wieii, Währinger Hauptstrahe. Vor Vcrsülschung uad Täilschuiig ivird gkvarut. Der echte Wilhelm'» antiarthritische antirheumatische Blutrelnigttngs.Thee ist nur zu beziehen aas der ersten iiiternati^nalen Wilhelm'» antiarti^rltischen antirheama-kischen Blulreinigungs-Ti/ee-govrikatlon »n Nenn lirchen bei Wien, ooer in ineinen in den Zeitnngen angeführten Niederlagen. Ein Packet, in 8 Gaben getheilt, nach Vorschrift deS Arztes bereitet, sammt lAebraitchs-Anivetsung in diversen Sprachen 1 fl., separat fnr Stempel und Packung kr. Znr Bequeinlichkeil des P. T. Piitilikums »st der echte Wilhe lrn's a nt i.lrthr iti sche ali l»r he nm ati sch e Bl u lr e in i g n n gS-T h ee auch zu haben: Marburg: Cilli: Banmbach'sche Apoth. Pettan: Girod, Apotheker. „ Carl Krisper. Praßberg: Tribuc, „ Rauscher. WuraSdiu: Dr. A. Halter, Ap. D..LalidSberg:L.Mi'llIer Ap.W..Fcistrij»: Joh. Janos, Ap. Laibach: Peter Lahnik. Wind.-Graz: 2. «alligaritsch. in Vtardnrs ^ Z 3, S3 I S: ^ Is-S?S«ZS ^ 2. ^ » «3 S 2. 2 Ts " ^ sZiV ssssZ sSZs? »c«Z ^ -?!» ' 'k°s Li ^ ' Z " A d0 «o oo M. »»>M »» s v' 00 soss osss OSSS « o o o -3 Z. » - z Z.- ^ ^ 318 s i-k-S ^ ^ ^ s s s r-<» V » ^ x. 2.'^ ^ V ^ s Sd sf ^ » LS??' ' ^ r'' 2 2.? 2 ^ " s s » ^ »- ^ ^^ny?is^ 5 ^ ? s ^ ^ ^S-?3 ? AD» 1 ^ Z o ^ «-t L -i' ^ ^ «o A. x, s ^ v «'s« so Vi Sd i» «»v. « 1 s » ts: s -I s » Z » 2 « ?i,o Z v » »--As ^ 2.Ü.« s -- «» ^ Q5 s » !? » 2 S s 3 ^ r». s " S-'L 2.' Z A ^ VFWZ s- 8 " L ? ' " ^»53 3 - s e », Z. ? A» ^ Z'G «Ss v ^ ^ A », xr 2 ^ ^ s 2.^3^? k- . s ' r»-'» e»! e ^ ^ s Z ^ 0' ^3 ^ Z'G ^ A », xr 2 ^ ^ s 2.^3^? k- t-s ^ «x> SSV ^ ^ ? oszo« ZZZs- ^ ^ ? Z s « ? 9> SS« ' AS ««>>»» Q0 r 8lm-m«rn, Nücht «. Spti« mit 1. Aug. 1870. efunden wurde Dienstas^ den 8. Juni in der Tegetlhoffstraße t'ne silb'rne Uhr Der Eigenthnmer wolle frlbe im Eomptoir diestS Blattes nbholen. 630 G ewpüslilt (öl 3 Sonntag den 13. Juni 1376 in Vams bei Marburg. 6 Uhr Frich: Tagreveille. '/g9 Uhr Vormittag: Versammlung der Veteraneir auf dem Platze vor dem Schulhaufe und Wahl eine» Anführers. 9 Uhr: Feldmesse und Fahnenweihe. 3 Uhr Nachmitt.: UebungSmarfch gegen Roßbach. 4 Uhr: Rückmarsch, dann Soiree der Jaringer Musikkapelle im Gasthausgarten des Herrn Josef Rattey. 9 Uhr Abends: Zapfenstreich, dann gemüthliche Abendunterhaltung Beitrittskarte, ohne der Großmuth Schranken zu setzen: 50 Kreuzer. Das Reinerträqniß wird zur Anschaffung von Kleidungsstücken für arme Schulkinder der Volksschule Gams verwendet. (640 vlis kest-komite Da morgen Sonntag den 13. Juni hier ein Veteranenfest abgehalten wird, so erlaube ich mir, zum Besuche meines Gasthauses und neu hergerichteten Sitzgartens höflichst einzuladen. Die Ao1r6v beginnt nach 4 Uhr Nachmittag. Fiir guten Naturwein auS der Gamser Gegend, darunter auch der beliebte Müskatellkr, für Märzenbier. Sauerbrunn und Kracheil, sowie für gute Küche (warm und kalt) ist brst'^nS geiorgt. Bei ungünstiger Witterung acht Tin8el', I49) Marl-urg, Burgplatz. i^ck Z. 224 <1ö 1876. St. Sch. R. (602 Unterlehrerstelle. An der 4klafsigen Volksschttle in der St. Aiagdalena-Vorstadt zu Marburg ist eine Unterlehrerstelle, ttlit welcher ein Jahresgehalt von 560 fl. ö. W. verbunden ist, zu besetzen. Bewerber wollen ihre diesfälligen belegten Gesuche bis längstens 10. Juli d. I. beim Stadtschnlrathe Marburg (im Wege der vorgesetzten Bezirksschlllbehörde) einreichen. Stadtschlllrath Marburg, 31. Mai 1865. Der Vorsitzende: Dr. M. Reiser. Nr. 2141. Lizitations-Edikt. (638 Vom k. k. Bezirksgerichte Wind. FeistriK wird hiemit bekannt gemacht; Es sei über Ein-schreiten deS Herrn Dr. Detitscheg als Konkurs» Masseverwalter äo prass. 2. Juni 1875 Nr. 2141 in die öffentliche Versteigerung des zur Konkursmasse deSKaufmanu J.F.Konyary zu W. Feistrip aehörigen WaarenlagerS, der HauSgeräthe nud sonstigen Fahrnisse gewilligt und hieM die Feil-bietnngs^Tagsatzung auf den Juni und nach Ersorderniß auch auf den SB. Zuni 1875 jedesmal Vormittag 9 Uhr im Hause Nr. 48 zu Wind. Feistritz mit dem Anhange angeordnet, daß die Waaren und Fahrilisse auch unter dem Sch^werthe gegen sogleiche bare Bezahlung an die Meislbutenden hintangegeben werden. K. k. Bezirksgericht Wind. Fcistritz am 6. Juni 1875. G«l>tii vl» I-iistr«» bei (672 Kelieikl. 3. 23Sl. Edikt (SK7 zur Einberufung drr BerlaffenschastS-glLuliiger. Von dem k. k. Bezirksgerichte ArnfclS werden Diejenigen, welche als Gläubil^er an die Verlas-senschaft dtS am 10. April 1875 ohne Testament verslorbtNfN Johlinn Pomprein vulgo TrobaS. Grundbrsitzer in Glanz, eine Forderung zu stellen haben, austjesordert, bei diesem Gerichte zur Anmeldung und Darthuung ihrer Ansprüche den S. Juli 1875 Vormittag 10 Ulir zu crscheinen oder bis duhin ihr Gesuch schriftlich zu überreichen. lvldrigenS denselben an die Verlassenschast, tvenn sie durch Bezahlung der angemeldeten Forderungen erschöpft würde, kein weiterer Anspruch zustände, als insoferne ihnen ein Pfandrecht gebührt. ArnfelS am 30. Mai 1875. Gtngefandt Zur Mwehr! Zn Marburg bildet jetzt ein seltener Fall der Rohheit den Gegenstand deS Tagesgespräches. Da jedoch auch sehr viel gelogen oder mindestens als unwahr weiterverbreitet tvird, so fühle« sich die Unterzeichneten genöihigt, alS Te-schSflSgenofsen deS ThäterS im Allgemeinen und insbesondere als zum Theile selbst fälschlich Beschuldigte, zum Theile aber als Freunde des letzteren sich an das geehrte Publikum zu wenden. Den irrigerweise Betroffenen, ihren Kunden und Bekannten darf eS wohl nicht gleichailtig sein, was an öffentlichen Orten über sie gefragt und gesagt wirl). Wir sind leider gesetzlich noch nicht berechtiat, den Namen des Schuldigen zu nennen oder diesen leicht erkennbar zu bezeichnen; wenn aber einmal die Schlußverhandlung in Ctlli stattfindet, dann wird daS geehrte Publikum mit aller Genauigkeit erfahren, wer seinen Knecht schwer mißhandelt und sogar mit einem Messer gestochen hat und vor wem sich auch andere Menschen zu fiirchten haben. Wir ersuchen also mit Rücklicht auf unsere Ehre, bis dahin sich wohl zu erkundigen, wer der Strafbare ist und ersuchen auch, nicht Unschuldige mit diesem Falle in unangenehme Verbindung zu bringen. (650 Marburg. 12. Juni 1875. Die unbetheiligten Fleischhauer-Meister. Ei« mililittc« Zi««tr. gassenseltig, 1. Stock, in der Kämtnervorstadt Haus Nr. 16, ist täglich zu vergeben. Anfrage dortselbst. (61!) Eisenmöbelsabrik von 102S iu III. 17, ompüslilt »iol» lusrwit. »»»ati» ««x! /na»«». Für nur fl. s ö. W. bekommt man eine gute Hausfrau- eN'Wirttjschaft, bestehend aus Folgendem: 1 Garnitur der modernstemPafiser Chemisetts n. Krügen. 12 Spulen echt engl. Zwirn, schwarz u. weiß in allen Nrn 1 Pfund Pottendorfer Strirkivolle. dto. 1 eleganten Schleier (RoveautcS Paris). (2VlZ 100 St. feinste Nähnadeln, sortirt, in Llui, genslgend für 1 1 Brief engl. Stricknadeln, sortirt, u. endlich (Jal)r. 1 elegantes ^omplete» ?iül!zcng in Neugold.Etui. Dies Alles kostet nnr 3 Gnlden österr. Währ. lürsles >^iei>er Iüxp»rtIi.iU8, Wien, II. Ferdinandestraße 2. Auch wird per Nachnahme versendet. Berstorbeiie in Marburg. Am 4. Juni: BreSkvar Maria, Schuhmach«r»tochter, L Wochen, Kärntnervorstadt, Fraisen. — b.: Kautet Franz, Monatdieneeinsohn, 1v Wochen, Kärntnervorstadt, Fraisen. — K.: Wolfgang Sofie, Wirthttochter. 13 3., Biktringhofgafse, Lungentuberkulose.— 7.: Polegeg Jo« Hann, Private, 6l I., Drangasse, Altersschwäche. — Üel-ler Jakob, Trundpächter, 27 I., St. Oswald, Ertränken. — Jordan Josef, Maaazineur, 67 Z., Mellmg, Herz, beutelwassersucht. — 9.: Steiger Vinzenz. Bahnschmied», söhn, 15 Wochen, Neue Kolonie, Darmtatarrh. — 10.: Schenk Franz, Schuhmachertsohn, 6 M.. Magdalena» Vorstadt, HalSdrüsenentzündnng. — 11.: Mercher Aloista, MaschinfnhrerStochter, 5 Wochen, Josefistraße, Fraisen. Im öffentl. Krankenhause: Am 7.: Aajic Wenzel, Schnhmacher, 84 3., Tuberkulose.— 6.: Rebernak Jg., Inwohner. LI 3., Wassersucht. Wtardurq, 12. Juni. (Wochen marktSber» cht.) Weizen st. 4.20, Korn fl. S.70. Gerste st. 8.40, Hafer si. 2.10, KukurnA N. ».10. Hirse fl.».20, Hirsedrein jl.ü.40, Heiden fl.2.60, «rdäpsel f!.1.40, Bohnen fl.4.30 pr.vteß. Weizengrieß st. 13.—, Mnndmehl fl. 11.—, Semmelmehl 8.—, Weißpohlmehl st. 7.—, Schwarzpohlmeht ft. ö.—. Kukurnßmehl fl. 7.— pr. Ctnr. Heu fl. 1.00, 0.—, Stroh Lager K.1.40. Futter A. 1.—. Streu st. 0.90 pr. Ctnr. Rtndfleisch 2ö'/,, Kalbste»sch 26, Schweinfleisch jung 28, Lammfleisch 21. Speck frisch Lö, Rindschmalz ü6, Schwein« schmalz 48, Schr.»eer86, Butter S2, Topfentäse 14, Ülvie-bet 10, Knoblauch 20, Kren 10, Kümmel 48 kr. pr. Pf. Eier 1 St. 2 lr. Milch frische 14 kr. pr. Maß. Holz 18" hart fl. 5.4^, welch fl. 4.40 pr. Klafter. Holzkohlen hart 60, weich 40 kr. pr. Mest. Pettau, 11. Juni. (Wochenmarktsbericht) Weizen fl. 8.b0, Korn fl. 2.80, Versle 0.—, Hafer fl. 1 95, Kutnrnh fl. 2.80, Hlrse fl.0.—, Heiden fl. 2.80, Lrdäpfel fl.1.50 pr. Mej». Rmdschmal» 56, Schweinschmalz 48, Speck frisch —, geräuchert 45, Butter 40, Rindfleisch 26, Kalbfleisch 26, Schweuisletsch 28 pr. Psd. E»er 6 Stijck 10 kr. Milch frische 12 kr. pr. Maß. Holz 86- hart fl. 11.—, weich fl.7.bv pr. Klafter. Holzkohlen hart —, weich — kr. pr. Metz. Heu fl. 2.—, Lagerstroh fl. 1.45 Streustroh fl. 0.80 pr.Ctn. Für Omnibus-Lizenz-Jnhaber u. Hotel-Besitzerl Die gefertigte Gesellschaft hat in ihrer Maschinen- und Waggon-Fabrik, lUvr«»!», Ilaiiptslrassv 124 eine Spezialwsrkstätte zum Baue von Oiuntbufe«, Sellwageu, Equipage« und Straßenfuhrwerken eingerichtet. Die Herren OmnibuS-Lizenz-Jnhaber und Hotelbesitzer, welche gut und leicht koustruirte, solid und elegaut ausgeführte Wagen brauche», finden dort stets billige und gute Wagen vorräthig, oder können solche auf Bestellung binnen 3—4 Wochen in jedem beliebigen Qnantnm haben. Für Aichsen nnd Räder wird besonders garantirt. — Reparaturen, auch die kle nsten, iverden prompt und billigst ausgeführt. (690 Hnniilstr Vagioi-Fiidrilu-Akliti-Vtstlschlifl. vurxplAt» Zchaswoll-MderftliAt, S»«!»»««»«»' ?«rIc»U einlÄrbix viler ßemuslort, lOrvt«!» tlirkiseli (siii' Selilakröeke), ui»Ä Ktptt»««- Ktopl»»- BiiiÄ ^wM-M LM-LMckr. MWk.Mii. LMHilVillkii-M 8l:IiW!l ^ nedst vielen anilereo LetxenstZiiiövn »I»zezedea im 27 Kr. Dr. Zfotpeschnigg, Hlaröurg. Jalicylflure-Fahnplllver. Dieses Pulver wird täglich eillulql oder zweimal gebraucht und hat neven der Steinigung der Zähne noch eine gründliche ilild angenehme Desinfektion des ganzen Mundes zur Folge. Es zerstört sofort alle faulenden undHäulniß erregenden Substanzen, ist somit ein Schutzmittel gegen Caries. — Die weiche, nasse Bürste wird darin eingetaucht, die Zähne von allen Seiten damit gebürstet und danil wird erst mit reinem Wasser ausgespült und ! nachgeputzt. Die Schachtel ist jedeSlnal zu schließen und vor Feuchtigkeit zu schützen. ?rot» 1 Schachtel 1 fl. ö. W. Echt )ll beziehen (544 vur bei Herr» riioke? (Herrengasse) und in mtintm Atelier (Grazervorkadt). Edikt <625 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg linkes Drauufer alS AbhandlungSbehörde nach Anton Kaufmann wird bekannt gemacht: Es ist über Ansuchen der Anton Kaufmann-schen Erben die freiwillige öffentliche Versteigerung der zum Verlasse nach Anton Kaufmann gehörigen in der Steuergemeinde Roßbach bei Marburg fischen der Langenthaler Bezirksstraße und dem PöhniKbache gelegenen Wiesen-Realität l!lrb. Nr. aä SpitalSgült Windenau, bestehend aus 3 Joch 1404 Qkl. sammt hängender Fechsung bewilligt und auf den RV. Ju«i 1875 Vor» mittag von 10—12 Uhr an Ort und Stelle der Wiese in Roßbach angeordnet worden. Der AuSrufSpreiS ist der SchäKwerth per 1200 fl.; bei der Lizitation ist ein 10Vo Vadium und mit Einschluß desselben ein Drittel deS Meistbotes zu erlegen. Katasterbogen und LizitationSbeding-Nisse können täglich in der hiesigen Gerichtskanzlei oder bei dem GerichtSkommissar Dr. Franz Radey, k. t. Notar in Marburg eingesehen werden. Marburg am 7. Juni 1875. Eisenbahn-Fahrordnung Marburg. Mittlere Ortszeit. Personenzüge. Von Wien nach Trieft: Ankunft 3 U. 51 M. Früh und 9 U. b4 M. Abends Abfahrt 9 U. b M. Krüh und 10 U. 6 M. Abends' Die Liiedäriicl:öi'öi imä I.itIioZr2.xIiiö V0Q postgssss Hl-. 22 22 postgasso sic/t 2!?^ ^eeis?' 2?^ öWZfs/STt /'/'eisen. VSrlsK v«i» VruvIllUvrtSi» kür ./^6v0lcs.tsu, I^otars, ?karrämtsr, Osmsiuäedeliöräeii, ?riv«.ten eto. vte. l.sgvi' von allen Lorten ki'ief-, Kanilei-, l!onvept papivf unä Louvsrton M »KZ ^ M. MW »»S l-««» von N. Mar? mit der Devise: iilkek mö Se^e» bei Voka! laut amtlicher Gewinnliste, wie schon so oft, abermal<< dl 10.000. g4m°l 6000, Smal 4S00, 40mal 4000. 3mal 3600. 203ma> ?400, Kwai ISoO, imal löOO. 412mal 1200,! S12mal S00, 12mal 360, b97mal 300, 4mal i240. 19300 mal 131, 21330 mal 120, KO 48, 24, 18, 12 und S Rm. ^ Die Gewinn-Ziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf dt» 16. «nd 17. Juni d. I. festgestellt, zu welcher das ganze Original-LooS nur 3 fl. ö.W. das halbe Original-LooS „ „ > das viertel Original-Loos „ 7S kr. rostet. Diese mit Staatswappen versehenen^ ^Original'Loose sende ich gegen Sinsendung de» Betrage« -'der gegen Postvorschiiß selbst nach den entferntesten Gegenden sofort zu und empfehle ich ^außer einer großen Anzahl von sonstigen Glücknum-, 22844 i 2922 588 K5b < Oeffentttcher Dank. Der löbl. freiwilligen Feuerwehr, welche so rasch zur Berhillung jeorS ernstern Unglückes bei meinem Kaminbrande am Plahe ivar. wie auch allen Jenen, die sich anschickten thätige Hilfe zu leisten, spreche ich hiemit auS vollem Herzen meinen besten Dank auS. 646) »sa. Die Vllkem llmeilkltkili VZÄ 9t? ^7'. ö. ^629 68992 21224 22515 18839 nern folgende: 4030 3öS1 11611 19662 17883 442 17888 6900 57744 46144 1977S 2777 ^und bitte geehrte Auftrüge mir recht bald zukommen^ zu laffen. Die amtliche Gewinnliste und die Ve-, iwinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der< »bei mirBetheiligten pron^t und verschwiegen. Durchs ^melne «»»gebreiteten Verbindungen überall kann man^ mch jeden Gewinn in seinem Wohnort au» ^^z^lt erhalten. Jede Bestellung auf diese Original Loose kann man auch einfach auf eine Post einzahlung»karte machen. in Hamburg, Hanpt.Eomptoir, Bankier undWechselgeschäst. Sogleich zu vemiethen ist eine neue Werkstätte, groß und licht, für jeden Professionislen geeignet. Näheres in der Kärntnergaffe Nr. 212 beim HauSmeister, erste Stiege, Thür lilitö. 632 Die rationelle VILSIvoS? bedingt vor allem Anderen iivn dvstvn Ks LUNlikvltgiustanÄ unter den HauSthieren,! denn ohne diesen kann Weder l» dtl KüchtUllg «och in der Mast eil» gSllstigtS NeMat erjitlt «erden. Des Oekonomen Aufmerksamkeit muh daher sorgsam über alle etwaigen Krankheitsäußerungen seiner Hausthiere wachm, und dort, wo es nöthig wird, schnell helfend ein-areifen, vor Allem aber schon überhaupt d Da die beiden Partien Kälber die ganz gleiche Weide hatten und den ganz gleichen Einflüs« sen ausgesetzt waren, so ist eS offenbar, daß da» bei der ersten P^Zrtie erreichte überraschend gün-stige Resultat einzig und allein der Ver-abreichnng de» Korneuburger Biehpulver» zuzuschreiben ist. Da diese Ahatsache hier unter den vielen Besitzern großer Heerde» bekannt ist nnd begreiflicherweise gerechte Sensation erregt, so ist e» außer Zweifel, daß stch Ihr Viehpulver hier in Bra-fillen die Bahn geöffnet hat und bald allgemein an« gewendet werden wird. 553 kio 6s «kkllviro (Brasilien). (?. Otto Hklkolä. Herrn 5od. in Korneuburg. nüt^Iiok Itir üorneulzurxvr Vivdpulvor bei k'tsräell nnd angewandt »st, wurde oft genn j bewiesen, uitd ivd sslbst. Iiads äavvQ msbr-kavds Ilstierzisuxuox; nun überzeugte ich mich aber auch, daß da» llornsuburAsr Vislipulvsi' mit süsser-c>r6vnt1iok6m Vortksils bei A-l«st«ot»veilleu ange« wendet wird, indem eS äis k'rssslust ordölit und üis Zilsst l>osLdIöumxt. Belieben mir Sie daher Junten notirteS Quantum Korneuburger Viehpulver zu senden. ^kooäor?»uv0vits, Katince. _ Postmeister. Kwizda'» VeterinÜr-Erzeugnisse sind echt zu beziehen in: 'Marburg: Bancalc^ri'S Apotheke. M. Morie. Cilli: Baambttch'SApolh.C.Krlsper, A.Ferjen. LtibUltz: SeredittSty. Pettau: F. C. Schtvab. ^»rnunx. Zur VerltUtuux von?ttu»edun wird erlncht, daraus zu achten, daß auf ötlqavttv Itor»vul»urxt?r Vi?ItpuIver»I mein IV«in«»»»UK in rother Farbe angebracht ist und halte lch eS für meine Pflicht, bekannt zit geben,' daß tzalfifikate vorkommen, welche au» ganz Wirkung», losen und sogar schädlichen Bcstandthcilen zusammengesetzt find, vor deren Ankauf ich ganz besonder» warne.! Wer mir einen Fälscher meiner geschützten Marke derart nachweist, daß ich denselben der gericht«! glichen Bestrafllttg unterziehen kann, empfängt eine Reeompense bi» zu 50l) fl. ^oll. Itvilllg. /um ^iiMNvn ilvlilei' /ülln« übt es kein wirksamere» und bessere» Mittel al» die kal»ll»pl»mdv von dem k. k. Hos-Zahnarzt Dr. l»putvvr. ?» reinigt die Zähne derart, daß durch dessen täglichen Gebrauch nicht nur der gewöhnlich so lästige Zahnstein entfernt wird, sondern auch die Glasur der Zähne an Weiße und Zartheit immer zunimmt. Depot» in: ^»rdurß^ m ü»Q0»l»ri'» ^potdvko, dvi üvii'» >V. üövi^, ^potl»vlcv »u bei llvrri» AI. S>lor»ü anä iv ?'»uodm»oi»» ltau»tk»r»Älu»^; »ovi« in «Rioilltliol»«» ?»rLuvi»«r»ou u. v»I»otoriov»UrvQk»väwvFvv Mtoiormarlrv._ Abzulösen: Ein Mehl- und LandeSprodttkteu-gefchiist nm hirsi^en Platze lvegen Familienverhältnissen unter sehr günstigen Bcdingniffen. Näheres in der Administration d. iV. (589 l^iöHör LtMlosö lbieten durch die Garantie der Stadtgemeinde Wien ^größteSicherheit und bedeutende Gewinustchaneen daher empfehlenswerth al» btstts und ficherstts Lo5papirr. vier Asdu»««», ^d. i. am 1. Illli, K. I I«uue»r und I. ^prll; Haupttreffer ^6Z4 «««.««« a.! Ve»ammtk«tr«U «ler veHVlnn» l.6S>,00V Kulllvn. IKleinste Treffer jetzt schon si. 13V. steigen jbis fi. 20l), wodurch jedes Los eitie circa 5perc. Kapitalsverzinsung bietet. ivriginal Lose "VÄ stet» genau nach dem und Izn dem Vorzug»preise von nur S4 ^ l S d. i ILO tt. Iwodurch Jedermanu die Erwerbunt^ dieser vortheil Ihaften Lose zu dem ^rtrt nveli billigen Preis er möglicht wird. IDieAdmini- W«,n,Woll ratio" d.'S^lVKr^kR^^RT , 18. stlk. Geneigte Ordre» unter Beijchluß de» Beitrage» werden baldigst erbeten, da die zu erwartende Curssteigeruug eiue Preisänderung herbeiführen dürfte.