Nr. 158. Samstag, 13. Juli 1912. 131. Jahrgang. Mlmcher Zeitmg «" 4 «c.le,l 50 l>. rohere ver Zeile 12^,; bei öfteren Wiederholungen per geileSk. Die »Laibacker Leitung» cr,'chci,'t läglill,. mit Ausnahme der Sonn- uud Feiertage, Dic Administration befinde» sich MiNoüiöstrahr Nr. li0z die Aedaklion Nlilluöi^strahe Nr. 20. «bprechstundcn der Redattio» von 8 Iiis lO UHr vurnnttasss- Unflanlierte Briefe werden mcht angenommen. ManustiiMe nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Mc-^2' ^' "'^ ^ Ap"!wlischc Majestät haben laut Än ^ ' ^'^WU'ens vom 5. Juli d. I. d^nl ""'""^cs ul. l. l. Ministerium sür Landesverteidi» wrs?^ tt ^'.u ter die Würde eines Geheimen Nates WMn allergnadigst Zu verleihe« geruht. All.^^ ^ "^ k- Apostolische Majestät haben mit ,, "bochstcr Entschließung vom 7. Inli d! I. dem Forst. ^,,I ^bui Sch. llmaye r taxfrei den Titel und Ie^,a s?"'^ ^berforstrates allergnädigst zu ver. ^"^niyt. Hcinold >n. p. N ^utt ,^^?^latte zur «Wiener Zeiwng. vom 9.. 10. und tuna s^Ä7 ( «' ^^' ^5 und 156) wurde die Weiterverdrei-»ung folgender Preß Zeugnisse verboten: 3' ^ 'Kladderadatsch». ^' ^ ^?" ^l"ler Waftl. vom 30. Juni 1912. Fr. 26 «Der Weckruf, vom 1. Juli 1912. V ^ «rauä« It^lili. ddto. Mailand, b. Mai 1912. «, 3^ ^ I^idertilrio» ddto. Spezia, 27. Juni 1912. ?>".' " .^' ^iwtoro. ddto. Bologna, 30. Juni 1912. Igiy" ">H^i' 'IluLtrovvau^ iiul)Lr eoci^ieuu)" vom 4. Juli Nr. ^1 «Noidböhmilche Volksstimme, vom 3. Juli 1912. Ar. ^? «Londbote. vom b. Juli 1912. Ar. ^) «Vollsrecht» vom 4. Juli 1912. Ar. 6?4 .Ilrvlltsll«. Nieö» vom 5. Juli 1912. -'ir. 677 «Der wahre Ialob» vom 29. Juni 1912. ^r. 188 und 189 «van» vom 7. und 8. Juli 1912. Ar. VI «rün» vom 6. Juli 1912. in «-^ Werlcheus: «Der Gardasec.. gedruckt im Jahre 1912 ^lefeld und Leipzig, Verlag von Velhagen und Mafing. M>> "u^'christ: «Ivlllikatur^ H.Ioi8o 'I'icd^do. ^sjunvsjzi M^«, """'^^ pluoi. cüßlo 96: ^eäuill «I^olm'. » »po! v ^ i^'^" " 2iillovo. liLksm Vouärutzll)', Spott lvcan^i^" Selbstverläge des Verfassers Ienlo Kr^l in Ro. lycan ^"1""' in der Druckerei des Ios. gkpotoöny in Ro- N? ^ i' "ichtperiodische Druckschrift: <^»rni vori«». ^ «/ 'Nl-älnvsllrHäoollö ro2Ul«ä>. vom b. Juli 1912. Das , ^ .n',"^ ^""^' v°"l 3. Juli 1912. "iche^en^'' '^"'?"'"'" brs Innern hat dem in Budapest helaus?/l.! ^ucherkatalog «Ofsertenblatt für Bücherfreunde», VIII M. c °°" ber Bibliographischen Anstalt in Budapest, °us Gr2'?/^"k 10, unterm 3. Juli 1912, Z. 6643/M. I., im Kz ^ ^ s 26 des Preßgesehes den Postdebit für die Wiiluna ". vertretenen Königreiche und Länder mit der nannten ^?"^"' ^"b diese Verfügung für alle von der ge° benen Bü^,°."^" ^""^ "nmer für einem Titel herausgeae. -vucherlataloge Geltung hat. Nichtamtlicher Geil. Neugliederung der englischen Flotte. Aus London wird geschrieben- Nach amtlichen An° gaben ist erst jetzt die Neugliederung der englischen Flotte als vorlcmfig abgeschlossen anzusehen. Es handelt sich bei weiteren Maßnahmen nur noch um eine Ver-vollständigung der zweiten und dritten Flotte durch Ans» siellung des sechsten, beziehungsweise achten Geschloa-dors, die nach Ansicht der Admiralitcit nicht driingl, sowie ferner noch nm die Überweisung der für das erste und zweite Geschniader bestimmten Schlachtschiffe. In Aussicht genommen sind hiefür die modernsten, teils noch in Van befindlichen Schiffe. Von den übrigen Gc> schwadern hat das drille acht Schlachtschiffe der 5»ting Edwdrdklasse, das vierte vier Schlachtschiffe der Dun° mntlasse, das fünfte acht Schlachtschiffe der London» klaffe, das siebente Geschlvader acht Schiffe der Maje-slicklasse erhalten. Auch die Vilonng der Krenzergeschwa» der ist beendet. Jedes Linienschiffsgeschwader erhält ein Krenzergeschivader, demgemäß gehören zur ersten Flotte vier Krenzcrgeschloader einschließlich dcs Mittel-meergeschlvadrrs, und znr Zweiten Flotte zwei Kreuzer-geschlvader. Nur bei der drillen Flolte ist außer dem siebenten und achten Krenzcrgesch>oader sür besondere Zwecke noch l'in nenntes, zchnles nnd elsles i>t'renzerge-schwader aufgestellt. Diese Geschwader sind von verschie-dener Stärke- dem ersten, zweiten, elften und dem Mittelmeerlreuzergeschwader sind je vier, dem dritten, fünften, nennten und zehnten Krenzergeschwader je fünf lind dem sechsten, siebenten nnd achten Geschwader je sechs Panzerkreuzer zugeteilt. Mit der Fertig, und Indienst-stcllung neuer Kreuzer sollen sämtliche KreuzergeschlM-der übereinstimmend auf dm Stand von sieben Panzer» lrcnzern gebracht werden. Anßer den Panzerkreuzern ist bei den vier Geschlvadern der ersten Flolte auch noch je eine Torpedubootsslottille eingeteilt. Die beiden an» deren Flotten haben keine bestimmten Torpedoboots» flottillcn. Es wird aber angenommen, daß die anßerdem noch vorhandenen Flottillen Nr. 5 und 6 je »lach Bedarf und Notwendigkeit der zweiten, beziehungslveise drit» ten Flotte, überwiesen werden. Die zur erstcn Flotle ge> hörigen Flottillen haben eine Stärke von je 16 Booten, die ichrigen vier Flottillen zählen 20 Boote. Neben den Flottillen Nr. 5 bis 8 unterstehen auch noch von oen in acht Scktionen eingeteilten Unterseebooten die Set» tioncn 3 bis 8 dem Admiral of Patrols. Die Unter-seebootsseltionen l und 2 sind dagegen den Hasenlom« Mandanten von Portsmonth unmittelbar unterstellt. Die Sektionen sind von verschiedener Stärke- die erste und zweite Sektion Hal je sechs Unterseeboote, die zweite, sünfto nnd sechste je sechs, die achte acht lind die vierte und siebente jc zehn. Nach dieser Einteilung ist die Ad-miralität von ihrer ursprünglichen Absicht, auch die Unterseeboote auf die drei großen Flotten ständig zu verteilen, zurückgekommen, ivas nicht ausschließt, daß zu Übungszwecken einzelne oder sämtliche Sektionen im Verbände der Hanplgesch>vader verwendel werdm. An den im Juli stattfindenden großen Flottenmanövern sol-lcn das erste bis fünfte nnd das fiebenlc Geschwader in der nenen Znsaminensetznng teilnehmen. Politische Uebersicht. Laibach, 12. Inli. Das Herrenhaus wird die Dienstpragmatit >m Herbste beraten. Wie verlautet, wird es die bestehenden Differenzen, die ein Sanktionshindernis darstellen, im Sinm' der Regierung abändern, so daß der Gesetzen!« wurf neuerlich an das Abgeordnetenhaus zurückgeeilet wird. Die Vorarbeiten sür den Staaisvoranschlag l!)1A befinden sich im Vergleiche zn den Vorbereituugcn in anderen Jahren noch im Rückstände. Es wurde durch die das ganze erste Drittel des Monales Juli in An. spruch nchmeude Session des Neichsrates, durch die dle Minister und Ressortbeamten in ganz ungewöhnlichem Maße für die Arbeiten im Parlament engagiert waren, verursacht. Die einzelnen Ministerien haben ihre Spe» zialbudgets dem Finanzministerium abgeliefert, dort werden fie geprüft und gekürzt werden, weil sich sonst ein Defizit von hundert Millionen Kronen ergaben würde. Mangels neuer Einnahmen wird große Spar» famkeit Platz greifen müssen, nm das Gleichgewicht im Staatshaushalte aufrecht zu erl^lten. Z» Beginn des Herbstes wird der Ministerrat an dem genieinsamen. Präliminare die Schlnßredallion vornehmen. Der „Popolo Romano" bemerkt zn den Meldungen über einen Mittclmeervertraq zwischen England, Frank. reich »nd Italien, daß die Interpretationen, die von mancher Seile den Hinweisungen auf eine mögliche Vcr» SenMeton. Das Familiengenie. «on Aarr Aastropp. A» (Nachdruck veitwlcn,) "len war "<,.!/! ^"^^' "icinand so recht, wie es gctom. war er . ein G "?.^" vielleicht er selbst — über Nacht Üben, büraerli<^' ^wurden. Er entstammte einer so« dilion >var daük ^"f"l""nsfamili<>, in der es Tra. t"ß jeder andere al??" ^"" ^""' folgte, auch darin, dig unsolid und -^ Kansmannsberuf als vollstän. Durch unermüdliä ^"^^"^b ""'worsen wurde. Höhe gebracht. "^h lMtcn sic's auch in die aber auch dem moderen ?'^ "laubten, wollten sie Die Familie brauchte ei», «?^ Konzessionen macheu, vorstechendes — ein Tal V '^' "^ ^""s Her. Und da mußte der <,u?. ^ ^" Genie! l'ch -" über Nacht - ?" "^ld hechalten. Plötz. ^rblüsftesten loar wohl e? sMs/'^^^" '7^'"' ^"! Energie besaß er nicht, un Nl^^'s "^'" ^ ^°lle ganz mtt - er .sa?. ^ ^ ^l^el chm dle neue Zer g^z^t'hold sollte^^ "" sia> ^'N^dend^ Rückgrat, lnolluskenhaft. Und so ließ er sich die Aus» nahmeslellnng so lange suggerieren, sich so lange für etwas „ganz Bedenlendcs" erklären, bis er selbst daran glaubte. Das Studium machte ihm eigentlich keine Freude und fiel ihm sicher nicht leicht, aber — er war doch das „Genie", er mußte studieren, das ,var er sei-nein Rufe schuldig. So quälte er sich also schlecht und recht durch lind wurde Doktor — der erste Doktor in der Familie Bornstein, die nur bedauerte, daß sie den schönen Titel jetzt nicht alle auf der Visilkarte haben konnten. Aber sie vergaßen nie, bei neuen Bekannt» schaften sofort zu erwähnen, daß „unser Sohn, Bruder, Neffe ^- der Doktor 'Ncrthold Bornstein — Sie ten» nen ihn doch? sei. Ja — aber Doktoren gibt es viele in der Welt, besonders in der Welt, die von nnscrmi guten Berthuld etwas Besonderes enuartete. Der Zufall kam ihm zu Hilfe. Er hatte einen Freund, der es sich zur Aufgabe machte, junge Talente zu protegieren. Und als ihm Acrthold, der hübsche Briefe schreiben konnte, gelegentlich einen Brief aus der Sommerfrische schickte, der ein paar nette Bosheiten über die Kurgäste, Woh. mmgsverhältnisse und dergleichen enthielt, brachte er deu Brief mit dem vollen Namen des Verfassers in ein vornehmes Tageblatt. Nun war's entschieden, Ver-thold war ein Genie, ein gottbegnaoetcr Dichter, einer, dem die Zukunft gehört! Die Familie jubelte! Der gute Freund ermunterte zu neuen Berichten, mehr noch, es gelang ihm endlich, Bcrthold in engere Beziehungen zu einer Redaktion zu bringen. Das »oar er doch einem sol° chcn Talente schuldig. Nerthold fand das Schreiben weder sonderlich amüsant, noch fiel es ihm übermäßig leicht, aber — Schriftsteller war er nun einmal nach der Meinung der Familie nnd deren Anhang, also mußte er doch schreiben! Und er schrieb. Ganz nette,, kleine Sächelchen, oberflächlich, plaudernd, wie sie ganz unverbrauchte Menschen mit ein wenig Talent schrei-ben können — so lange der Vorrat reicht. Ein an> spruchsloscr Dilettautismus — nicht mehr. Als sol-chcr wurde er abcr nicht genommen, sondern als die bedeutsamen Anfänge eines Genies. Berthold verkehrte nur noch in „Schriststellcrkreisen". Der junge, liebens» würdige Mann, der gerne hilfreich lvar, lvar gerne ge. litten, man hatte keinen Grund, feine Fähigkeiten zu kontrollieren, man war nachsichtig und lvartcte auf das Wlltcrfchiltternde, das er leisten würde. Das kam nun freilich nicht — aber ein Erfolg kam. Einer seiner Freunde, ein wirkliches Talent, sand heraus, daß Verthold das besaß, luas ihm abging, die gewisse ober» flächlichc Art, das Tändeln mit' Worten und leichten Apercus. Er bewog Berthold, mit ihm gemeinsam eine dramatische Arbeit zu vollenden. In Wahrheit schrieb der Freund das Stück und ließ Verlhold ein bißchen von seimr Art dazutun. Die Sache gefiel, es gab einen Erfolg, auch der klingende blieb nicht aus. Vertholds Name stand in allen Zeitungen — er lvar berühmt "-nun glaubte er selbst, daß er zu „Höhereu," berufen, er redete sich ein, daß der Erfolg in erster Lime NM zuzuschreiben sei, er sprach geringschätzend über die ^el-stung des anderen. Der andere, der besser als 1«»" an-dcre wühle, wie viel oder wie wenig der gute Bcrtyolo Lmoacher Zeitung Nr. 158. 1528 13. Juli 1912. ständigung ZN)ischen de» drei Mächtell, die au« Mittelmeer afrikanische Besitzungen innehaben, hat geben luollen, falsch feien, da cine solche evciltuellc Verständigung in jedem Falle nichts anderes sein könnte als eine naturgemäße Ergäuzuug jener, die das Übereinkommen behufs Festsetzung der Zuweisung der Besitzungen selbst ermöglichte. Die allgemeine europäische Politik hat da» mit nichts Zu schaffen, und es wäre ein Irrtum, es Zu vermuten. Eine Verständigung Zum Zwecke gegenseitiger Garantien, betreffend die Besitzungen selbst und ^behufs eines Zweckmäßigen Einvernehmens, nm jedem Besitzer die friedliche Entfaltung seiner kolonialen Tätigkeit Zu sichern, kann keine Beziehung Zu der sogenannten Mittelmeerpolitik haben, die so bleiben muß, wie sie ist, und kann vernünftigerweise keinen Einslnß auf die gegenwärtige.Konstellation oder auf die gegenwärtige Gruppierung der europäischen Großmächte aus» üben. In Besprechung des Rücktrittes des türkischen Kriegsministers bemerkt die „Zeit": Das Unglück habe das jnnglürlische Regime, dessen bedeutendster Vertreter Mahnind Scheslel Pascha war, von allem Anfang an nicht mehr verlassen. Gleich Zu Beginn wurde ihm Bosnien vor der Nase weg annektiert, Bulgarien riß sich los, in Albanien nnd in Arabien brache» Ansftände ans, bei deren Velämpfnng die ehrgeizige Armee keine Glorie einheimste nnd die Ziviwerlvallung ihre Unfähigkeit bewies. Den heftigsten Stoß versetzte aber der Krieg mit Italien dem Regime. Das Reich hatte leine Flotte. Die Peripherie erwies sich als militärisch ungeschützt. Weder in Tripolis noch auf den Ägäischen Inseln waren für deu Kriegsfall angemessene militärische Vorbereitungen getroffen. Der StolZ der Armee, die uutätig den italienischen Überfällen bald da, bald dort Zusehen mußle, wurde tief geknickt nnd der Unmnt der unznfriedenen Offiziere richtete sich in erster Linie gegen den ressortmäßig verantwortlichen Kriegsminister. Zweimal brachen im Offizierskorps Revolten aus; die erste im Vorjahre, konnte Mahmud Echefket noch unter» drücken, die zweite in den letzten Wochen envies sich zn stark und Mahmud Schefkel mußte weichen. Das Regime, dessen Eckstein er war, ist baufällig geworden. Mahmud Schefket ist gegangen. Die Folgen der Fehler und Unglücksfälle des Regimes kann er aber nicht aus sich und nicht mit sich nehmen. An ihnen wird die jnng° türkische Partei weiter laborieren. Der Türke, den man nach der Revolution sür gesundet hielt, ist wieder krank geworden und Europa muß sich ans einen heißen politischen Valkansommer gefaßt machen- TMsucmglcitcn. — (Lache,, die Tiere?) Schopenhauer hat einmal ausgesprochen, zn den Unterschieden Zwischen Mensch und Tier gehöre auch der, daß die Tiere nicht lachen. Dieser Unterschied besteht jedoch nicht, wie Professor Rafael Dubois in Lyon jüngst nachgewiesen hat. Seine Unter» suchung über diesen Gegenstand enthält als Beilagen eine Neihe von Photographien, die lachende Tiere zeigen. Da sieht man z. B. einen jnngen Windhund, der ein fröhlich lachendes Gesicht macht, ferner einen anderen Hund, der beinahe „Tränen lacht", nnd schließlich ein Druschkenpferd, das stillvergnügt vor sich hinlächelt und dabei die Oberlippe so hoch Zieht, daß die Zähne sichtbar werden. Der Besitzer dieses Pferdes versichert übrigens, auch der Augenausdruck dieses Pferdes verändere sich beim Lachen. Wer selbst Hnnde- oder Pserdebesitzer ist, kann ja leicht nachprüfen, ob sein Hund oder Pferd lachen kann! — lDie Kalligraphie der Geliebten.) Anne Mane. Müller sitzt an ihrem Mahagonischreibtisch, uud ihr goldblondes Haar flimmert im Sonnenlicht. Sie schreibt ihre Antwort auf Artur Schutzes Werbung. Ihre Handschrist ist von jener Art, bei der oft drei Buchstaben das Amt von 26 versehen sollen. Zwölf Stunden i'päter bringt ein Eilbote Arlnrs Antwort. Es sind nnter einem Umschlage gleich drei Vriese. Der erste lautet: „Mein liebstes Mädchen — deine Antwort hat mich Znm glücl-lichsten Mann der Welt gemacht. Wie konnte ich hofftn, daß dn mich deiner für wert befinden würdest! Möge Gott mir die Kraft geben, deiner stets wert Zn sein, du mein Liebling, ich sehne mich danach, dich an mein H^'Z Zn Ziehen. Dein Artnr." Der zweite Brief lautete: „Mein verehrtes Fränlcin — Mittwoch abends reise ich ab, zu einer Fahrt um die Welt. Wenn vielleicht doch einmal eine Stunde kommt, in der Sie Ihren Sinn ändern, so wird ein Wort von Ihnen genügen, nm mich an Ihre Seite Zn rufen. Mein 5tlnb sendet mir die Brief» schaften nach. In trener Ergebenheit Ihr Artur Schulze." Der dritte Brief aber lag zn unterft: „Liebe Anne» Marie— Nach einer schlaflosen Nacht, während der ich mich nmsonst bemühte, deine Zeilen Zu entziffern, habe ich schließlich diese beiden Antworten geschrieben. Willst dn so freundlich sein und mir die nicht passende sofort Zurückgeben? Ich kann die, Ungewißheit nicht länger er» tragen. Dein nngednldiger Artur . . ." — ein noch ungeklärtes Geheimnis. — sDie Hjhe in Ncwyork.) Aus Newyork, 11. d„ wird telegraphiert: Die Hitze hat gestern nachmittag in der Stadt 37,8 Grad Eelsius erreicht. Es sind sech? weitere Todesfälle Zn verzeichnen. Schrecklich leiden anal die Tiere, be>oilders die Pferde, in den durchglühten Straßen. Die Stadtverwaltung hat 2000 Pferde mit Strohhüten Zum Schutze gegen die Sonnenglut versehen lassen. Tausende oon Menschen flüchten sich an die Flüsse/ Zu den Bädern, und in den Parks sind Bänke nnd Ra« sen allnächtlich mit Schläfern bedeckt. Viele bleiben untertags iu den Kellern nnd im Schatten der Brücken« Pfeiler am Waffer gibt es kein leeres Plätzchen. Trotz der großen elektrischen Ventilatoren herrscht in der Unier' grnndbahii eine so unheimlich drückende Hitze, daß e' kanm mehr einer nxigt, sie Zn benutzen. Wetterkundig^ Seeleute stehen an den Ufern und hallen Ausblick, ob sich nicht Zeichen eines herannahenden Sturmes zeigen-Vergeblich. Die Aussichten sind äußerst trüb. — jMusiterverdieiistc einst und jetzt.) Heutigentags sind die Vereinigten Staaten ein NXlhres Dorado sin' Musiker, und niemand hält es für ungewöhnlich, wenn ein berühmter Virtnofe in Newyork oder Ehicago für ein einZiges KonZcrt 20.000 Kronen einstreicht. Eine ameri' kanische Zeitschrift weist nnn daranf hin, wie gewaltig innerhalb der letzten vier Jahrzehnte die Einnahmen der Musiker in den Vereinigten Staaten angeivachseN sind. Paderewski z. V. bekommt gegenwärtig ill Ne>l> York, in Ehieago oder Boston 20.000 Kronen oder mehl für den Abend, und in kleineren Städten bleiben seine Einnahmen kaum hinter denen in den größten Znrücl. Kubelik oder Isaye können ebenfalls auf 2000 bis 4000 Dollar, alfo nur etlvas weniger, rechnen. Vor 40 Jahren machten Rubinstein und Wieuialvsli eine Konzertreise dnrch die Vereinigten Staaten und erhalten für 60 Kon' Zcrte durchschnittlich ellvas weniger als 1200 Dollar. In Städten wie Baltimore, Buffalo, Toronto, Mont' real, Detroit und Cleveland, die henle für einen Mnsikel vom Range Rnbinsleins oder Wienialvstis von vorn' herein mit 4000 Dollar allabendlich anzusetzen wären, betrng die Einnahme für die beiden Mnsiker Znsammen nicht mehr als 1000 Dollar. I», New-Orleans verdien« ten sie gar nur 480 Dollar, uud in Newyurk nahmen sie uur 1300 Dollar ein. Davon gingen aber noch erheb« liche Beträge für die Kosten des ^Unternehmens und fill den Impresario ab. Alles in allem erhielt Rubiustein bei dieser Konzertreise für jeden Abend nnr 800 Kronen und Wienialvski uur halb so viel. — lIonas im Walfisch.) In Newyorl ist gegen' wärtig das Madell eines großen Schwefelbauch-Wal' fisches ausgestellt, das geuau nach den Maßen eim's wirklichen Walfisches angefertigt ist, der die außero^ deutlich stattliche Länge von 26 Metern halle. Das antt' rikanische Blatt veröffentlicht eine Zeichnung dieses Wal« fischcs mit der eingezeichneten Wohnnng des Jonas. Sie besteht ans vier Räumen, einem Schlafzimmer, einem Speisezimmer, einer Küche und einem VadezilN' mer. Jedes dieser Gemächer hat Bodenflächen von drei' konnte, zog sich tiefverletzt zurück, mochte Berthold jetzt allein der Welt beweisen, lvas er schaffen konnte! Anfangs berührte dies Verthold »venig — er glanbte ja an sich nnd die Familie glaubte an ihn. Aber nun sollte er ernstlich zeigen, was er leisten könne! Die Welt wartete darauf! Seine Familie lancierte Notizen des Inhalts, daß der berühmte Dr. Bc/thold Vornstein an einem neuen Drama arbeite — denn natürlich durfte er jetzt uur dramatisch schasseil! Aber Berthold konnte nicht arbeiten! Erst lvartclc er auf „Stimmung" — wochenlang — sie wollte nicht kommen. Im Sommer lvar's zu heiß, im Winter zu kalt. Dann mußte man doch eine Idee haben — das ist nicht so einfach! Und die Idee wollte nicht kommen. Die Familie uxirtete, die Welt wartete, Verlhold wartete — es kam aber nichts. Jahr um Jahr verging. Eine Eigentümlichkeit der „gei-stig Arbeitenden" hatte er sich beigelegt: nervös nnd irritiert lvar er geworden. Die lvahre Ursache dieser Ver» ändernng ahnte sreilich niemand. Niemand wußte, daß Berthold eiu tief unglücklicher Mensch geworden lvar, dem die Erkenntnis seiner Unfähigkeit längst erschrek» kend klar geworden und der nun mit innerem Beben den Augenblick herankommen sah, daß über kurz oder lang auch den andereil die Erkenntnis aufgehen würde, der Welt, den Freunden, der Familie, die ihu dazu ver» urteilt, das zu fcheiuen, was er nie gewesen. Er wehrte sich dagegen, es trieb ihn rastlos, unstet umher. Die Frage: „Woran arbeiten Sie jetzt?" — die häufiger und häufiger an ihn gestellt wnrde, erregte ihn, schien ihm Hohn lind Spott zu enthalten. Er beneidete jeden Taglöhner! Er sehnte sich nach einer Spießbürgerexi» stenz. Aber auch das war nichts für ihn. Der „berühmte" Berthold dürfte doch nicht das erstbeste nette, liebe Mädel heirateil, das ihm gefiel! Auch feiner Frau würde doch einmal die Well zurufen: das hätte die Familie nie zugegeben. Aber auch er kountc sich im Ernste nicht entschließen. Ein tiefer Mißmut hatte sieh seiner be» mächligt, eine hoffnungslose Niedergeschlagenheit. Da lcnchtete es plötzlich noch einmal auf. Der Di» rektor einer hervorragenden Bühne lvar in den Bekann» tcnkreis Papas geraten und forderte Verthold anf, mit ihm für die nächste Saison ein Stück zu schreiben. Nun galt es! Vielleicht »var er doch das Genie! Verthold Zog sich von aller Welt zurück, er arbeitete, wocheulang fieberhaft, er mußte es zwingen, so schwer es ihm fiel.! Er mußte — mußte der Welt zeigen —! Endlich war er fertig; der Direktor machte Einwendungen, sprach von Änderungen, Umarbeitungen, der alle Praktiker hatte die Wahrheit bald erkannt, aber der juuge Mensch, der Sohn des einflußreichen Mannes, der fo blaß und hohl» äugig vor ihm stand, ihu fast anflehte, das Stück auf» zuführen, tat ihm leid. Mochte er durch Erfahrung klug werden! Und dann — vielleicht täuschte er sich. Das Stück wurde aufgeführt — uud erbarmungslos nieder» gezischt. Nach der Vorstelluug fand man den Autor mit dlirchschufsener Schläfe iu seinem Zimmer. N»n l)atte er doch dnrch einen wirkungsvollen Abgang sür die Sensation gesorgt, die sich „die Familie" so hoffnungsvoll gerade von ihm versprochen. Leben heißt kämpfen. Roman von A. Oourtb^MaMV'r. (2. Fortsetzung.) (Nachdruck «erbot«»,) „Bernhard ist auch noch nicht hier, lieber Fritz." „Schön, dann krieg' ich keine Schelte", sagte l'l lachend, Bettina umfassend nnd neben ihr ins ZimlN^ schreitend. Sie lachte auch. „Ach — darin hast du es gut, Fritz. Schelte be-kommst dll nie. Den Vorzug hast du Innggeselle, daß hu kommen und gehen kannst, wann du willst. Ä^ Ehemauu würde, wohl manches anders sein." Fritz sah seine Schwester mit gutmütigem Spoil' lächeln an. Er wußte, weshalb sie ihm bei jeder O<" legenhcit die Vorzüge seines Iunggesellentums in gü"' stiges Licht rückte. Er hatte sie trotzdem herzlich lie^ Noch mehr liebte er seinen Neffen, einen prächtige^ lcbensfrischen Primaner, den er wie seinen eigens Sohn hielt. Herbig besaß ausgeprägteu Familiensinn' und es lvar für ihn selbstverständlich, daß er für sein^ Neffen sorgte wie ein Vater. Daß er aber deshalb a"! die Gründnng einer eigenen Familie verzichten sollte das ging ihm doch etlvas zu weit. Obwohl er bis jci'! ledig geblieben war, wußte er doch, daß er eiues Tag<^ heiraten würde. Vorläufig war ihm nur uuch nicht ^ weibliche Wesen begegnet, welches er sür seine Ergcil'' Zung seines eigenen Ichs hätte halten können. Und " älter er wurde, desto wählerischer lvard sein Sinn. IM>' gens fühlte er sich in der Schwester Obhnt sehr wohl. Laibacher Zeitung Nr. 158. 1529 13. Juli 1912. ?mn. ! Me)"n und ist ebenso hoch; nur das Vade° n n7^^""' ''t>""s abgeschrägte Decke. Die Wohnnng ?eib"Z ein ^ " ^ ""'" ""'"l die Hälfte des Walfisch! Lokal- und Mlttciluugen der k. k. Zcutralkommissiou für Dcukmalpflcssc. bl l5l>ri^ betragenden Ko» vun 3600 X '"'"'^ ^"' Gemälde eiue Subvention Echuluachrichtcu. sium^^Ä"^'"'^ des f. k. Staatsgymna-talua d.» ?) r ° ^ ^' H c e veröffentlicht den Artikel „Ka-in Guttss, ^"^'bliuthet des k. k. Staatsgymnasinms land ^ ' ^'"" Teil, von Dr. Andreas Krau-im u.vs ss""' Schulnachrichten. Der Lehrkörper zählte Mcn n?ü"' Schuljahre 18 Lehrkräfte für die"obli-fäcber ^ ^^hrkräste für die nichtobligaten Lehr-alvr^ , " ffchulcrzahl betrug am Schlüsse des Schul-I ^ ^' ^ öffentliche Schüler nnd 2 Priwtistcn VII io .>^^^ ^- 21, IV. 20, V. 18, VI. 10, lvr ^ -" uu allgemeinen geeignet, 16>1 nicht geeignet; ^' einer Wlederhulungsvrnfung wurden 8 Schüler, zur ""cytragsprüsnng 1 Schüler zugelassen. Das Schulgeld ""nig ln beiden Semestern 2530 X. An Stipendien be. Mu 23 Schiller den Gesanltbctrag vun 3773 X 22 n. -"er untcrstiltznngsvercin hatte einen Gcsamtaktivstand v°n 4637 X 93 I,, die Gesamtausgaben beliefen sich auf Der Jahresbericht der k. k. S taa t s o b c r r ea l» y3!'l e in Idria bringt an leitender Stelle einen A"lel.über die Gedichte von Vodnik aus der Feder vb^'f lÄ"'s Omcrsas, dann einen Artikel über scbN-^^^^en von Prof. Julius Na rdi u nnd S^l^ ^Schulnachrichtcn. Der Lehrkörper bestand am a>,ä i^c. < Schuljahres mit Einschluß des' Direktors t>9ä ^^"""^en. Die Zahl der Schüler am Schlüsse 24 ^"hahres betrug 174>12 lVorbereitungsklassc die ^ >/. ' ^' VN- 25). Die Religioner bei allen dil> s,°"'l>ch'katholische, die Muttersprache bei 169-^11 böln i^"^^ ^'' 4^1 dic deutsche, bei 1 Schüler die 10 u ^'l^"''' Aufsteigen in die nächste Klasse loaren aeeim,... ^ "b ^"lgnct, 110 geeignet, 6 im allgemeinen Vewi >: 26 nicht geeignet; 22 Schüler erhielten die ^ u'guna 3i> »I..,.,. Wiederholungsprüfung. Das Schulgeld betrug in beiden Semestern 3290 X. Nenn Schüler standen im Gennssc von Stipendien im Gesainl-betrage von 1717 X 84 l>. Der Unterslützuugssonds hatte 1862 X 24 l> Einuahmcu und 1,856 X 55 k Ausgabe:,. — sKommandoübernahme.j Seine Exzellenz Herr FML. H. K u s m a n e k ist gestern nach Laibach zurück-gekehrt und hat das Stations» und Militärslationskom« mando wieder übernommen. — ^Autoverkehr auf Neichsstraftcn.) Das Kriegs» ntinisterium l)at folgendes verfügt: Im Interesse des Lastautomobilverkehres auf den Reichsstraßen sind die mit der 3teichsfiraßcnverlvaltung betrauten zuständigen politischen Landesstellen von den jeweils beabsichtigten Lastautomobilfahrten — insofern hiebei die betreffende Reichsstraßenstrccke zum ersteumal mit Kraftfahrzeugeil besahreil »uerden soll, deren Gewichte jenes der landesüblichen Lastfnhrwerkc wesentlich übersteigen — derart rechtzeitig in Kenntnis zu sehen, daß du' ällfällig crfor» derlichen' Iilstandsetznugen oder Verstärkungen der in der bezüglichen Neichsstraßcnstrecke gelegeneu Brücken angeordnet und durchgeführt werden können. — ftlbendturs für Verufsuuteroffiziere.j Mit Ab-lauf des Schuljahres 1911/12 fand auch der an der k. k. Staatsoberrealschule iu Laibach probeweise errichtete Abendkurs für Verussuuteroffiziere seinen Abschlnß. Die Oberleitung l)alte der Direktor der t. k. Slaatsober» realschnle, Herr Negiernngsrat Dr. Äi. Iunuwicz, geführt, während die nnmitttlbare Leitnng des Kur-ses Herr Vezirlsschnlinspettur Dr. Swoboda über-nommen hatte. Bekanntlich wurde dieser Kurs von der Militärbehörde im Einvernehmen mit der Uutcr» richlsbehörde ms Leben gernfen, um den Verufsunter» ofsizieren Gelegenheit zu bieten, sich die nötige Nil-dung zur Ablegnng der Prüfuug über die vier unterm Mittelschnlklaffeu anzueignen und deu immer höher gcstcllteu Anfordernngen beim Übertritte in den Zivil-slaatsdiensl gerecht zu werden. Die Ablegung der Prü-fung ist jedoch an leine bestimmte Zeit gebunden und hängt vorwiegend von der Vorbildung sowie vom Pri-vatstndium eines jeden einzelnen Teilnehmers in dessen dienstfreier Zeit ab, da die den Herren Professuren für ihre Vorträge zur Verfügung stehende Zeit zu kurz bc> messen ist. Wr die Vorträge in den einzelnen Gegen» ständen hatten sich folgende Herren zur Verfügung ge> stellt: Dr. G l i u s b'e rger, Pajk, Je ran, Dok-lur Ech e r, Freud, Vreznik nnd Dr. S ch wei . ger von der k. k. Slaatsobcrrealschnle, lveilers die Herren Dr. Bischof, Lob und Nizzi vom k. l. Staalsgymnasium mit deutscher Unterrichtssprache iu Laibach. Zn Beginn des Knrses waren 36 Frequentan-ten eingeschrieben, von welchen 14 während des Schuljahres teils auf eigcues Ansucheu vom Vefuche enthoben lvurdcn, teils infolge dienstlicher Verhältnisse »der lä'n-gerer Erkrankung austraten. Die Prüfung legte ein Frccmcntant ab sNechnungsfeldwebel I n st vom Infanterieregiment Nr. 27), während sich die übrigeu der Prüfuug zu einem späteren Zeitpunkte unterziehen werden. — Monographie von Sarajevo.) Die Herreu Gagisten des Ruhestandes, welche seit dem Jahre 1878 in Sarajevo oder dessen Umgebung längere Zeit ge> dient haben, werden ei^ucht, in eine beim hiesigen Platz-kummando erliegende Zuschrift des t. nnd k7 Militär» stationskommandos in Sarajevo Einsicht nehmen zu wollen. — lNesctzung mehrerer Nezirkstierarztesstellen.) Vel dcn politischen Behörden Dalmatiens gelangen e i n e Bczirksobertierarztesstelle der ueunteu' Naugs° tlasse, drei, eventuell vier Bezirkstierarztesstellen der zehnten Rangsllasse sulvie eine Veterinärassislenlen-stelle mit einem Ädjutum jährlicher 1200 K zur Wieder» besehung. Bewerber um eiue dieser Stellen haben ihre mit den vorgeschriebenen Dokumenten belegten Gesuche bis spätestens 25. d. M. im Wege ihrer vorgesetzten oder der politischen Vezirlsbehöroe beim k. k. dalmatinischen Statthalterei-Präsidinm in Zara einzubringen. — lTtimme aus dem Publikum.) Ans Leserkreisen erhalten wir folgende Zuschrift: Wie es so ost vorkommt, daß vor lauter Bäumen der Wald nicht gesehen wird, so ergeht es bei der Renovierung der Grnberslraße, indem lroh aller daranf verwendeten Sorgfalt dem dringend-slen Bedürfnis, der Einführung der Wasserleitung, allem Anscheine nach nicht Rechnung getragen wird. Tie Be» wohner nnscrer Straße müssen das Wasser anßer Hause holeu — ein Übelslaud, der suwuhl vom sanitären als anch vom pekuuiären Standvnnkte ans sehr zu beklagcu ist, da man sich einerseits in der Verwendnng von Was» ser sehr einschränkeil nnd es anderseits durch Zutragen gewissermaßen erst lansen ninß. Zudem ist die so drin° gend nötige Bespritzung einer der verkehrsreichsten Stra-ßen in Frage gestellt. — Nachdem ans die Instandset» znng der Straße soviel Sorgfalt verwendet wurde, »löge das weilige noch Fehlende nicht nmgangen werden. ~ ftluö Veldes) wird uns berichtet: Sonntag, den 14. d. M. abends wird im Hotel „Luisenbad" zum er-slenmal die Militärkapelle des aus Wien nach ?olmein transferierteil Regiments Nr. l9 konzertieren. Am selben Tage trifft Seine Exzellenz der Herr Minister für öffentliche Arbeiten Ottolar Trnka in Veldes zu längerem Ansentl)alte ein nnd wird in der Villa „Dali« bor" logieren. Anch heller dürste sich die Saison sehr lebl)ast gestalten- viele illnslre Gäste sind schun hier ein» getroffeu, so u. a.: Prinz und Prinzessin S ch ö n b u r g ""^'" '^rrn vorzüglich zubereitet uud jedes rube wliv^""" ^^'ch"'"ck ailgepaßt. Wäsche uud Garde-er p,ne;!sowiedi'Z^ I" ciues Streben, so gut uud s/lu7^'"' ""' 'cin cifrig^ bewuht. ' "^ lo tatkräftig uud zicl° sttaff und ließ ihn sich entfallen ohne kleinlichen Zwang. Schon frühzeitig weckte er in ihm das Be» wnßlsein der eigenen Verantwortlichkeit nnd stärkte so seine Willenskraft. Trotz des Altersuuterschiedes ver. kehrte er mit ihm wie ein Freund, lenkte ihn dabei aber mit weiser Vorsicht unmerklich dahin, daß er selbst im» nier den rechten Weg fand. Bettina hatte gewünscht, daß Berhard in die Fabrik des Oheims eintreten sollte. Der Sohn hatte aber kemc Lust, Kaufmann zu werden. Seiner Mutter lvagte er jedoch uicht zu widersprechen, die kam dann immer gleich mit Tränen nnd Vorwürfen. Und er merkte, daß ihr viel daran lag, ihren Wunsch durchzusetzen. „Ich weiß, Onkel Fritz envartct das als selbst, verständlich, Bernhard," hatte sie ihm gesagt. Daß sie in ihm schuil den küuftigeu Chef der Firma Herbig sah, verschwieg sie ihm wohlweislich, denn ihr Soyn hätte für ihre Wünsche uud Husfuungeu kein Verstäno-uis gehabt. Da er aber, wie gesagt, keine Lust hatte zum Kauf-mannsftande, soudern eiue starke Neigung für das Maschiuenbausach besaß, ging er eines Tages zu seiuem Oheim. Dieser lag uach Tisch immer ein halbes Stüud» chen lesend ans dem Sofa in seinem Zimmer. Und Bern» hard ging mit all seinen klemm nnd großen Anliegen stets um diese Zeit zu ihm. Er setzte sich dann neben ihn auf das Sofa uud wippte so lange ruhelos auf und ab, bis Onkel Fritz lacheud seine Zeitung weglegte. So auch an jenem Tage. Er sah seinen Neffen einen Augen» blick prüfend an. Dann sagte er lächelnd: „Na, Jung, uun schieß mal los. Was hast du auf dem Herzen?" Bernhard hörte auf zu wippen und sah mit seiueu osfeneu, klaren Angen in die des Onkels. „Wer hat dir gesagt, daß mir so viel daran liegt?" daß ich Kansmann werde?" „Wer hat dir gesagt, daß mir so viel daran lieg?" „Mama natürlich/Sie will, daß ich in deine Fabrik eintrete. Ist dir wirklich so viel daran gelegen?" Herbig lächelte. „Mir scheint, dn hast diesen Gedanken nicht gerade mit Entzücken aufgefaßt, hm?" Bernhard wippte wieder. „Erst sollst dn meine Frage beantworten, ich hab' zncrst gefragt. ^ Herbig lachte herzlich. „Du — dann sitz erst mal still, wenn du so weiter tnrnst, krieg' ich die Seekrankheit. So! Nun also meine Antwort: Meinetwegen werde Schuster, Schneider oder Handschuhmacher, werde, was du willst — aber »verdc-es ganz. Wähle deinen Berns so, daß du ihn als ganzer Mann ausfüllen kannst nnd Lust und Liebe dazil mit> bringst - dann wählst du recht und nach meinem Wnnsch." Bernhard Uxir ausgesprnngen nud hatte sich mit ernster Miene vor den Oheim hingepflanzt. „Ich möchte Maschinen baue», Iugeuicur werden. Weißt du, ill solchem ruhigen Eisenwerke möcht' ich arbeiten. Neulich hab' ich auf dem Bahnhof eine ne»« Lokomotive gesehen — ach Onkel Fritz, du glaubst nlcht, wie herrlich die aussah! Wie die einzelnen Teile M >o leicht nnd glatt bewegten und ineinander fügien -- lcy war ganz hin uud konnte nicht sortsehe». S>ehs! du ^ eNuas möcht ich bauen, aber noch schöner, noch ucM. Kannst dn mich verstehen?" «.Fortsetzung folgt.j _______________ Laibacher Zenung Nr. 158. 1530 13. Juli 1912. — (Ciu Vertreterlag der alpeuläudischen Fischerei- vereine) wird an, 20. uild 21. d. M. in Klagenfnrt stattfinden. Hiezn leiben 20 fischereiliche Korporaliouen aus den geladeneu Proviuzeu die Entsendung vou Vertretern zugesagt. Die Tagesordnung wird folgellde Punkte um° fassen s Samstag,' den 20. Juli vormittags: 1.) Fischwege in Stauanlagen' Referent Herr Dr. Thomas A i g n e r (Graz). 2.) Einfluß von Strom», Fluß- und Nachverbannngen; Referent Herr Dr. O. Spechten» hanser (Wels). 3.) Stauanlagen nnd deren Beziehungen ,',ur Fischerei uud zur Velvirtscl), Äinsiterhonorare 17.025 X 72 li. Der Voranfchlag für die konnueude Saison weist einen Abgang von 4000 bis 5000 K aus. Die kommende Saison steht somit durchaus nicht nuter so trisieu finanziellen Auspizien, lvie man gemeinhiu annimmt. Sohiu dankte der Vorsitzeilde, Herr Oberst-lenlilant Mi lave e, dem berichtersiattendeu Herru Gemeinderate für seine Mühelvaltuug und sprach dem zurücktretenden Obmannslellvertreter, Herrn Posldirek-tor^ Anton Kode r, dem Thcaterkassier, Herrn Magi» Htratsadjuuktcn Dlinilo saplja, dem mehrjährigeil znriicltrelenden Theaterdireltor Herru Ma gist rats lom-missär Franz Govekar sowie Herrn Schriftsteller Etbin Tristan, der als Inteuixinzmitglied zeilweise die Leitnng der Dircktionsgeschäste versehen l^tte, den ivävmflen Dank aus. Herr Prof. R eisu e r würdigte daranf die verdienstliche Tätigkeit des Herru Vereinsob-maxnes uud sprach ihm uuter Beifall allläßlich seiiles Rücktrittes Dank uud Anerkennung aus. Die darauf ),<>,- !,<'<'l!,iniiii<„!<^r> erfulgteil Wahk'n iu dcu Vereins« ausschuß hatteu folgcudes Ergebnis.- Obmann Herr Prof. R e, is n e r, Obmauustellvertreter Kuuzertdirektor M. Hu bad, Schriftführer Herr Auskultaut Dr. Cyrill Pavlin, Kassier Herr Oberstleutnant M i la v e e, Ansfchußlnitglieder .die Herren Prof. Ver e e uud Prof. 5t o b a l, Schriftsteller Etbin Krift a n, Vürgermeister Dr. Tav<^a r uud Schriftsteller Otto 7. u pan 5-i 5. Die Theaterintendanz sehte, sich sodann folgendermaßen zusammen: Vertreter des „Dram. Vereines" die Her» ren M. H ll ba d. Fr. K o b a l uud Otto Nupau <: i 6, Vertreter der Stadlgcmeiude Herr Prof. Reisuer. Der Vertreter des Landesausschusses ist bisher uoch nicht nominiert worden. — Theaterintendant Prof. Kobal machte die Mitteilung, er habe beim Herrn Landes» hanptmann Dr. 5,usser^i<: als dem Hausherrn vor» gesprochen und von der gehabten Besprechung deu uu. zweifelhaften Eindrnck davongetragen, das sloveuische Theater dürfe vom kraiuischcu Landcsausschufse hiu» sichtlich der Modernisierung der Thealerbühne eine ent» schiedene Fördernng gelvärligen. Desgleichen sei er zur Überzeugung gelaugt, daß der Landesausschuß die Re° Pertoirezcusur nnr deshalb beanspruche, um Anslößig-keiteu welcher Art innuer vorzubeugen, daß er jedoch in rein künstlerischer Hinsicht volle Freiheit Uxihren wolle. Temzusolge seieu alle iu Umlauf gesetzten Ge° rilchte über eiue engherzige Zensur als gegenstalldslos Zu bezeichnen. Die Presse sei zu ersuchen, mit voreiligen Urteilen über die Übergaugsepoche 1912/13 zurückzuhalten. —«. — sDramatlscher Produktionöabend.) Gestern abends fand in der Arena des Laibacher „Narodni dom" die zweite Produktion der Privatzöglinge des Mitgliedes des Laibacher slovenischen Theaters Herrn Milan'S l r° bin 5 ek statt, wobei drei Einakter zur Aufführung ge-langten. Von Interesse !var die Origiualuovität „Zu Mitteruacht", eiu Stiuiluuugsbild in ciuem Akte vou R. Zarnik, hinter welchem Decknamen sich ein junger slovenischcr Autor verbirgt, der sich heuer bereits einmal auf der sloveuischen Thcäterbühue gleichfalls mit eiuem Einakter uiit ziemlicheul Erfolge versuchte. Das Stück ist nicht übel eingerichtel, doch verrät die Art der Be-Handlung den jugendliche!«, wiewohl uicht unbegabten modernistischen Ansänger. Der Autor trat im Stücke persönlich als Akteur auf. Das Stück wurde beifällig aufgenommen. Das Publikum, das die geräumige Arena bis aufs letzte Plätzchen besetzt hielt, dautte deu darstellenden Liebl^beru, die sicl/stellenweise ganz bcrnfs-schauspielermäßig gaben, mit reichlichem Beifall und nahm auch die Schwächen der beiden übrigen Stücke wie der Anfführung mit Wohlwollen entgegen. —«. — lFootliallmatsch Mageusurt-kllibach.j Morgen nachmittags um 4 Uhr fiudet aus dem Sportplätze nebeu der Laltermannsallee das Revanche-Mal seh zwischen den ersten Mannschaften des Ersten Klagenfurier Fußball-lind AthleliksporMubs uud der Laibacher „Ilirija" stall. Wie dem Sportpublitum uoch iil der Erinilerung sein dürfte, uxir das erste Wettspiel zwischen den beiden Mannschaften im Mai ein hochinteressantes sportliches Ereignis, bei welchem die Lalbacher Mannschaft mit dem Eudresultate 2:1 eiueu knappen Sieg davontrug. Da insbesondere die Magenfnrter Mannschaft iilzwifchen dlirch neue Kräfte verstärkt lvurde uud auch die Laibacher Mauuscha^t au Spielroutiue geloauu, »uird d<^s morgige Weltspiel in riuer Form gelieferl lverdeu, au die mau in Laibach nicht gewohnt ist. Das Wettspiel beginnt um 4 Uhr nachmittags. Numerierte Plätze zu 2 X, gewühu-liche Plätze zu 1 X und Stehplätze zu 40 K sind ab halb 4 Uhr bei den Kassen am Sportplatze erhältlich. — („Älntica Tlovcnska".j Montag, den 15. d. M., um 6 Uhr abends fiudel eine Ausschußsitzuug statt. — Konzerte.) Die „Sloveuska Filharmouija" lon» zertierl heute iui Garteil des Hotels „Zlata kaplja" lü. Traluil), Petersslraße Nr. 27. Aufaug mu 8 Uhr abends, EiiltritlSgebühr 40 li. — Sonillag findet eiu Konzert im Hotel „Südbahnhof" lMugust uud Leopoldiue Slelzer), Bahnhosgasse Nr. 43, stall. Ansang um 8 Uhr abends, Eiulrill frei. — Mahmusit.j Programm fiir morgen '/i>12 Uhr vormittags l^Slernallee): !.) Slolz: „Krieger-Marsch". 2.) Strauße „Prinz Methusalem"°Ouvertü're. 3.) Ertl: „Großstadllinder", Walzer. 4.) cajkovskij: Toubilder aus der Oper „Pianedame". 5.) Etrobl: „Die Forelle", Polka. 6.) Grelsch: „Operettellpotpourri". — jD«i6 Laibacher deutsche Salonorchesterj verau» staltet Mittwoch, deu 17. d. M. auf der ueueu Schieß, statte iu Unterrosenbach eiu gemütliches Garteufest. Ein reichbeschickler Glückshafen, Inxposl, feenhafte Garten-beleuchlullg, Feuerwert uud Tanz werden die reichhaltigen Orchestervortiäge verschönern. Beginn lim 8 Uhr abends. Der Reingewinn fließt völkischen Zweckeu zu, weshalb das Publikum ersuchl wird, sich am Feste recht zahlreich zu beteiligen. — Bei nngünsligem Weller findet der gemütliche'Abend in der'Kasinoglashalle statt. — sDer Veteraln'llverenl in i>trainburgj veranstaltet am 14. d. M. im Gaslhufgarleu des Herru Peter Kobal „Pri Kroni" eiue Uuterhaltuug nlit Glückshafeu, Iuxposl und Musikproduttioueu der Kapelle des Feuer» wehrvereiues. Vegiun um 3 Uhr uachmittags. Eintritts» gebühr 40 l>, Familienlarte 1 X. Ulliformierle Vereins» Mitglieder hciben sreieu Zutritt. —8'. — da uud wurde bereits von seiner Inhaberin bezogen (Vanmeisler Au-gelu Molinaro). Der Besitzer, Gastwirt und Brannl-weinfabrilanl Frai,z Benedil ließ in seiucm Hause in Puugrt zwei neue moderue Aborte a>,Iegen uud eiueu modern eingerichteteil Eiskeller fertigstellen (Baumeister Bidovee). In der Lederwarenuiederlage des Fabrilauten Iohanll Rakuvc am Hauptplatze wurde eiu nenes Aus° lagefellster uiit Rollsperrung hergestellt. Vor dein Hause des Handelsmanncs Johann 5avnik am Hauplplatze wurde ein entsprechendes Trottoir aus Zement herge» stellt. Die Tollöfenfabrik des Johann Tomelj, in der Kailkervorsla,dt ist, luas die Maurerarbeiten betrifft, fertiggestellt und unters Dach gebracht. Das einstöckige Wohnhans des Banmeifters Josef Fuso iu der Kaule'r-Vorstadt steht in den Maurerarbeileu fertig da. —g. — lDie Bautätigkeit iu Nubolfslucrt) befchränkt sich heuer auf die Vollendung der im Vorjahre begonnc. ueil Bauten. Der Ban des nenen Staatsgymuasiums >vird bis auf eiuige unbedeutende Flickarbeiten Ende dieses Monates vollkommen fertiggestellt seiu uud mn Vegiun des Schuljahres 1912/13 seiuer Bestimmung zugefühit werden. Die Villa des Richters Hcrru Zwii» ter, auf der Anhöhe hinter dem Gebäude der k. k. Vc» zirkohaupiiuannschaft gelegeu, von wo sich eine prächtige Aussicht aus das Stadtpanorama nnd die Umgebung bis auf deu Gorjaneberg bietet, wird auch in Kürze bezugs» fertig. Der Umbau des Hauses des Herrn Kastelie aus Laibach neben der Propflei, woriu drei Wohuungen zm Vergebung gelangen, ist bereits vollendet. Die Viel» braucrei e.bauic an der Bezirksstraße gegen Lo^ua <'>» lleues Haus uild einen Eiskeller für eiu Vierdepot. Herr Malavtt' verstand es, sein umgebautes Haus auch uach außeu so geschmackvoll auszustalteu, daß es wirklich eiuen zierlichen Bau darstellt. Der Kafseehausbefitzer Herr Schweiger I)!. Laibachcr Gcmcinderat. (Schluß.) ! l^5^ s^t ' ^ "^"^''U'chen Malers Richard ^a-^'ll durch '^ ^'^^^"f's stines KunftpavUlons in ^ nä lftÄ 9i"s ftadtgemeinde. Der Mustier stelln' ^ 'b'u der Gruud, der ihni w den wa/^ ^ 'k ^"""' ^"Moeise überlaf en h m l,M.N 'U'.'unehr käuflich abgetreten werde, wel° sp hen v r ! '") die Stadtgemeinde nicht gu ent-msüw ein ^' ^ '" es Zweifelhaft, ob ein Geld^ di Stad ^^^ ^""^"chcn ^"""breu wollte; daß 5bw a 3 " "" unverzinsliches Tarlehen auf das ^4 00 ^ ^"' ^" 's gegen eine Entschädigung von ersch u m''^.^"// ^'"^ltuug übernehmen lön.lte, A ^ d?V°^".- Der Referent stellte daher den w"^' doß das Ossert als nnannehmbar abgelehnt daß eknickt'^". ^''''" u gab der Ansicht Ausdruck, Malerei n.^^^ ^'li um die Entwicklung der ^.i ^ ''^^cuen "beugbar große Verdienste u"d es müw ein A ."'^' "^"''^ ^pfer gebracht Vera.istM , "" «"^^g gefunden werden, um die Gemäldeausstellungen anch für die w "l ^ """" ^"leinderat Reis n er bemerkte AnH ^'^!' des V, „.^ ^„,^ ^^ ^^ allerd.^ ^topx-,chcn Proposition in dieser Form ^nft^n^^'"">" Unmöglichkeit sei, daß sich der el ander '3s 7"' ""ärt ^be, dem Gemeinderate laae in ^ '^'b?u nnlerbreiten, ans dessen Grund-werd.. ," "ansaktwn vermutlich »oerde durchgeführt noja m r7"?^ D" Antrag des Referenten Miloh» i wurde ,odann elnstimmig angenommen. ^ i >n '"p"k, der Schulsektion berichtete Gcmeinderat de.,. l '^ ^ "' ^"' Zuschrift des k. l. Stadtschnlrateö, ww ? ^ ^"ichlung ,iner Vürgerschnle in Laibach ,owie ubcr das Gesuch der Vürgerschullehrcr uiu Gcwäh° Anträ"''^ ^"'"""lZulage. Der Nescrenl stellte folgende n>M ^ ^' ^ Landesregierung wird ersncht, mit» "^!^"^' ^sonderen Ncgiernngsvorlage im trainischen von 1?^"" Änderuug des Artikels'iX des Gesetzes ^ü, ' ^e,'>ember 1874, niornach sämtliche Kosten für 7 "ger,chulcn vun den Schulbegirten zu bestreiten sind, Bü^"'- ""^ einzubringen, daß auch die Kosten für' "ger,chulen auf den Normalschulfonds übernommen n ^?I' ^ ^^ prujetticrte Gebändc für die Tritte ^°u,che KnabenvoMchnlc sei derart ansznführen, d"^ '^'^ des dritten Pnnktes rinc Abäudcruug ^ula 'I!""^ ^'""trageil zu müssen, daß eine Personal-tMer. ">. Lehrkräften bewilligt »oerde, die in den 'chulen 11 "^en der bestehe>,dcn städtischen Volks. Nntra, "'^erricht erleilcn. Die ersten zwei Pnnkte des schul,.' s^"^'" '"dann ohne Liinoendnng zum Bc° nun' d-s m '' während der dritte Punkt über Anord» und n.. Bürgermeisters an die Schnlsekiion rückgclcitet Nam- d ^Ä"'" "" dem bezügliche,! selbständigen An-^'n w° d' 77'e,ndc'rates Iegliö in Verhandlung gezo-kuzar lV - ^" ^^ des Gemeinderates Li-au der Z> !^'"'d die Eröffnnng einer Tagesheimstätte Prin'm,'^ '" ^"dtischen KnabenvolkZschnle, wnrdc im nöliacn 9, genommen nnd der Stadtmagistrat mit den Nam"? 'leu betraut. ^ tcmb ^»^ -^ Vausektion berichtete Gcmeinderat Den Anw, Ü ' eu'e ^tt'ihe von Nauangelcgenheitcu. Tr. Joses C'"^en des Advokaten und Hausbesitzers ^tes betreff" ^»n" ' ^ ^egcu den Beschluß des Ge,uei>ide- des Vansystcms für die chel betreffs N s Hausbesitzerin Hcrmine Pai- Vanparzcllen »n, ^'"'"""^ des Vausystems auf ihren Parzellierung ",e^teilweise Nechnnng getragen. Die Karlstädler Vors/L^' '^slerschen Bangründe in der der Besitzer A D - ""^ ^^ Parzellierung der Gründe Poljanastraße'nach d<" " " ""^ Dr. Ga l la t ia an der Eimoendung gencbn " "^'gelegten Plänen wurde ohne senschaft für Errichtn' ^''" ^iisnchen der Vangenus. bahner um Abänderm? ^'^ ^unlieiihäusern für Eisen° Parzellen an drr Straf? ' ^""sysleins auf ihren Van-geben. In Angelegenheit ^^"'e"tal wurde Folge ge° Gemcindcratcs 8 t es e s,.^ 'elbständigen Antrages des Schwarzdorfer Straße'mit ?"^ ^"e Verbindung der Lukalaugeuschcin angeordnet w ^'egclstraße, wird eiu .. Gemeinderat Likozar,^ ^mensektion. Die Gesuche d r M!?"^' """'ens der Wassermehrverbranch abgeschrieben ^ieferent Gemeinde-rat Reisn er). Schließlich wurden die eingebrachten selbständigen Anträge den Sektionen zur Vorbcratuug zugewiesen, uud zwar der Autrag des Gemeinderale?; IegIiä betreffs einer Personalznlage für das städtische Lehrpcrsonale der Schnlsettiun; der Antrag des Gemcinderates Novak betreffs Errichtung eines öffentlichen Abortes bei der Tabakfabrik und Pflasternng der Triesler Straße der Bausektiun und der Antrag des Gemeinderales 5tefe betreffs Errichtung von Orien-lierungsanlagcn anf dem Laibacher Schloßberge der Stadtverschönernngssektion. Nachdem Vizcbürgermeisler Dr. Triller aber-inals den Vorsitz übernommen, brachte Bürgermeister Dr. Tav^ar zwei Dringlichkeitsanträge ein, die er in ausführlicher Weise begründete. Der erste Antrag betrifft die bekannte Angelegenheit der Krautverkäufer Karl Ka5ar nnd Urfula Marenlo, welchen wegen Streitigkeiten anf dem Lebensmittelmarkte vom städtischen Marktinspektorate andere Verkaufsplätze angewiesen wurden. Da dem vom Stadtmagistrate wider die bezügliche Entscheidung des krainischen Landesausschusses ein» gebrachteil Relnrse an den Vcrluallungsgerichtshof ausschiebende Wirluug uicht Zuerkaunl und die meriwrische Erledigung der eingebrachten Rekurse verlangt wurde, stellte der Bürgermeister den Antrag, daß die von Ka^ar und Marenko eingebrachte Beschwerde gegen die Ent» scheidung des Marktinspektorates als nngerechtfertigt abgewiesen werde. Angenommen. Der zweite Dringlichteitsantrag des Bürgermeisters betrifft die Entscheidung des krainischen Landesausschusses, woruach die Wahl der gemeiuderätlicheu Dis-zipünarkommissiou nnter Anwendung des sogenannten Schliissels zu erfolgen habe. Der Antragsteller habe nichts dagegen einzuwenden, daß in der Disziplinarlommission womöglich alle Parteien vertreten seien; es handle sich jedoch um die prinzipielle Frage, ob der Landcsansschnß berechtigt sei. eine solche Entscheidung zu treffen. Es sei daher der Rekurs an dcu Venvaltuugsgerichlshof einzubringen, nm die Angelegenheit einer endgültigen Lösnng znznführen. Der Antrag des Bürgermeisters wnrde angenommen. Gemeindcral Brandt brachte einen selbständigen Antrag ein, daß die neue Straße hinter dem Iubilänms-cheaier, wo ehemals ein römisches Fornm gewesen, Kaiser Auguslussiraße benannl werde. Geme'inderat R o ° jina brachte einen Antrag, betreffend eine Ergänzung der Teuerungszulage für die städtische Polizcnoache, Ge° mcinderat 3 tefe einen Antrag betreffs Einführung der Wafferleitnng in Hradetzkydorf ein. Da Gemeinderat Dr. Zajee sein Mandat als Mitglied des Magistratsgreminms niedergelegt hat, ordnete der Vorsitzende die Vornahme der Ersatzlvahl an. Gewählt wurde Gemeinderat Ivan Kregar. Nach Erledigung der Tagesordnung wurde lim M Uhr abends die öffentliche Sitzung geschlossen. In der hieraus abgehaltenen vertraulichen Sitznng wurden mehrere Persunalangelegenheiten der Erlcdiguug zugeführt. In Abänderung des Titels wurde der erste städtische Kommissär Albin Semen znm Stadloberkommissär ernannt. Montenr Franz K o d elja N'nrde in die zehnte Rangsllasse befördert nnd die Offiziantin Anna Zu° p a n c an ihrem Posten definitiv bestätigt. Znm Lehrer der französischen Sprache am städtischen Mädchenlyzeunl wnrde Dr. Ianko Pretnar, bisher Professor in Görz, ernannt. Der Lehrerin am städtischen Mädchen-lyzenm Fränlein Maria W e ß n e r wnrde ein einjähri-ger Urlaub bewilligt. Wegen der Sommerferien findet die nächste Ple. narsitznng des Laibacher Gemeinderates erst im September statt. Schnelle Küche ermöglichen (2941) + MAGGI Rindsuppe- Würfel ä 5 h ^^Hpi denn nur mit kochendem üMAGGll iffl ^a88er übergössen, ergibt i Ä» ü ieder Würfel augenblicklich ll' üiiiiii | W I Teller allerfeinste, fertige ----------^ Rindsuppe. --------- Nur echt mit dem Namen MAGGI und der Schutzmarke Kreuzstern. Angekommene Fremde- Grand Hotel „Union". Am 11. Juli. Watrüi, Priv., Mel^. — Mamecla, Pnv.. Warfchau. — Wraiko, k. t, Polizeiinspektor; Waldncr, Rsd.. Trieft. - Erhärt, Fabrilsdircktor; Schloß, Kfm.; Hahn, 'Baptist, Sepcrizze, Hendl, Kämmerer, Ornstcm. Grün, Nsde.; Czeczowiczka, Vaurat; Dr. Ttubl, k. t. Ve^irksiusftcktor. s. Gemahlin ; Tomazic, k, u. k, Militär-Tierarzt; ^asll). l. u. t. Militär-Obertierarzt, Mim, - Weith, Kfm.; Vogler. Militärbeamter, Graz, — Krügencr, Vauführer; ^Icbcrsola, Ingenieur. Han« nover. — Hirsch. Nsd., Budapest. — Raszoffy. Raner. Priv., Zlatar. — Duorak. Priv., Leitomifchl. — Zalovce, Priu., De-dice. - Hörner. Nsd., Gablonz. — Ferjan, Priu,. Laibach. — Vrbaucic', Priv,, Villichgraz. ^ Thich-lder, Kfm.; Doktor Nadl, Prag. — Lcfebore, Ingenieur, Venezia. — Süßtind, Nsd., Köln a. Nheiu. — Frommer, Nsd,. Fiume. — Nichtenlier, Priu., f. Gemahlin, Lann. — Hendl. Ingenieur, Innsbruck. — Ritter u. Rossi; Dr. Treu, Private, Gürz. — Sajovic, Professor, Krainburg. Hotel „Elefant". Am 10. Juli. v, Alverti, Oberiuneuieur; Karpfen, Weiugartner, Kohn. Loidclsbacher, Rübner, Weber, Nsde., Wien. — Vlau. Njd,, Nagytauizsa. ^ Klauit, Rsd.. Troppau. — Nasch, Rsd., Olmütz. — Arlt, Äsen, Rsde.; Zoruig, Schneider, meister; Hölzer, Kfm,, Graz. — Aier, mus. f, u. l. Oberleutn.. Marburg. -- Ulm. oberster Ingenieur;, Oliva, Private, s, Sohu. Görz. — Hollering, Privat, Pola. — Venw, Privat, Padua. . - - T-----r-----^- ~ --r-r ^-rw ¦mT'9 «•«•« *^V «V* «V* »1^ ¦ W • *^> **^1 China-Wein mit Eisen Hyslanlsohe Auutollnns "Wien 1006: Staatspreis und Ehrendiplom zur golden« Medaille. Appeifit&nregendef, nerren-st&rketid»8 imd blatrerbee- serad&8 Mittel für Rekonvaleszenten == * * irtw'A: und Blutarme von äritliohen Autoritäten bestenu empfohlen. VorzQgllcher Geschmack. V/eff*c* prämiiert. ^ Ober 6000 ärztliche Öutaohten. J. SERRAVALLO, k.u.k. 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Aber auch diese Schwierigkeit ist durch die Sorgfall, welche vertrauenswürdige große Häuser der Vranche alls die Zusammeustclluug ihrer Listen verwen-den, so gnt als beseitigte So l)at die k. n. k. Hos»Manu» faktur für Photographie, N. Lcchner Wilh. Müller), Wien I., Graben 30 und 31, neuestens in ihrem soebm erschienenen Katalog ausführliche Fragebogeil bei.qefimt, welche an Reflektanten fur Kameras usw/über W"Njcy gratis gefandt lverden uud die es ailbermdeiitl'ch c.r» leichtern, d<^s; jeder Nefk'ktant anch beslin'mi ^'' fven-ltneller Anschaffung zu der für seinen ^ll bestgce gnc-l ten Ansriistnng kommt. Der Katalog nurd '^' ^ntere,-fenten gratis abgegeben. l^vudz)