Nr. 145. Dienstag, 28. Juni 1904. ^23. IahMiiss. Zeitung. Asnumeratlonsvrels: Mit Postuerlc,!d!inc,: „aiiziähril, W ti, halbjähvin '5 l<, I>» Kontor: aanz- "Wg -^ ^ l,a,bial,rig ,1 ll. sfür dir Züstl-ll»»!, i»ö v>'us aa»ziHl,lig ll li, - Insertioni>gcl»iihr: Für lk-mc Injtlatc ui« zu 4 Zeilen üu li, «rühcrc per Zeile 12 l»; bei üsleic» Wiedrrl)uIl»M» per Zcüe « k. Vic »Lnibacher Heilung» erscheint t^nlich, mi! Rxsnaliine der Sonn- und sseiertiM. Die Abministratlu» befindet sich Nongreflpllll! Nr, ll, die Ntdattion T«ln»uinnnlse Nr, 3, Sprechslnnben der Nedalüon Ucn « diö l<> Nyr uormiüngü, Unsranlierle Äriese werden nicht augenmnmen. Äianilftriple nicht znruclgestellt. ^^ Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer Donnerstag, den 30. Juni. Mit 1. Juli beginnt ein neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Die PlänumerationS'Bedingungen bleiben ""verändert und betragen: mil postutlfendung: siir Lailmch: ßanzjähiig ..»«K— I, ganzjährig . . 22 l( — k yalbjähiig . . »ll » — . halbjährig . . 'I , — » "'erteljiihrig . 7 . »ft » vierteljährig . 5 . »0 » lnonatlich. . . 2 . »ft > monatlich. . . l . 85 » H. FiirdieZustellullg insHaus s ll r hiesige "vonnenten per Jahr 2 Kronen. „_ _M>^ Die Pränumrralion» - Betrage inoNen portofrei zugesendet werden. ^ Jg. V. ßleilllllayr ^ Fed. Kamberg. Amtlicher Teil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Merhüchster Entschließung vom I.'j. Inni d. I. dem lewclligen Rektor dcr Hochschurc für Bodcu-Ulltur allerguädigst das Recht zu verleihen geruht, wahrend seiner Fnnttionsdancr den Titel Magni-Nzenz zn führen. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Inni d. I. den Mos an der Universitäts-Äibliothck in Graz, laiser-Ml Rat Dr. Anton Schlossar znm Univcrsitäts- ^ ^ldliothckar daselbst allergnädigst zn ernennen geruht. ! Hartcl in. p. Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juni d. I. deu Skriptor der Bibliothek der technischen Hochschnle in Graz Dr. Emil Ertl l^ä poi-gon^m znm Knstos bei ber Bibliothek der genannten Hochschnle allergnädigst ^ ernennen geruht. Hartel m. i>. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Inni d. I. den Scktionsrat im Finanzministerium Johann Iaggi zum Hofrato und Vorstände dcr Direktion der Staatsschuld uud den Finanzrat der Direktion der Staatsschuld Karl Vader zum Oberfinnnzrate dieser Behörde allcrgnädigst zn ernennen gernht. Böhm m. i,. Den 25. Juni 1904 wurde in der l. k. Hof- uud Staats-druckerei das XXXll. Stilck des Ncichsgeschblattes in deutscher Ausgabe cmsgegebeu uud versendet. Nach dem Amtsblatts zur «Wiener Zeitung» vom 25. und 26. Iuui 1904 (Nr. 144 uud 14ü) wurde die Weiterverbreitung folgender Vreßerzengnisse verboten: Nr. 1^45 «II I'n^cilu, vom 17. Juni 1904. Has Ministerium des Inner» hat unterm 23. Juni 1904, Z. 4312/>l. I,, der in Nom erscheinenden Zeitschrist «I/äninu» auf wrund des 8 ^^ .?"^n ans und verabschiedete!, uns mit einem glichen Händedrucke. l,^. *^r Eäsar von Ziethen» las ich. «Hm! Ich ^tte mir sowohl den Eäsar als auch den Zicthen den 9?^ ^"" Zicthcn kam und fand Gnade vor ^lun , ^k" meiner Frau. Sie nimmt gern einige /^"lchkeiten nüt in den Kauf, wcun sie eiueu 'an? «>" ^"det, uud da ihr Herr von Ziethen als '' ^m..^ ^"'lch Gelegenheit gab, ihn ein wenig zu ' ""ltern, su war ihr tieferes Interesse bald erweckt. Ich ließ eine Flasche Wein kommen, aber er wehrte mit allen Zeichen des Entsetzens ab. «Alkohol! Was denken Sie, bester Freund! Wollen Sie mich vergiften?» «Dann trinken Sie also auch kein Bier. Aber eine Tasse Tee oder Kaffee?» «Danke, meine Gnädigste. Nicht einen Tropfen von dcm Absud solcher Giftgewächse. Abcr mit ciuem Glase Wasser würden Sie mich sehr erfreuen.» Indem Hen- von Zicthen das Glas Leitungs-wasscr schlürfte und mit Behageu die angeboteue Zigarre rauchte, erzählte cr meiner Fran uoch einmal die Geschichte seiuer Krankheit. Ich beobachtete ihn mit innigem Mitgefühle. Der arme Mensch war noch viel, viel düuucr, als cr mir damals im Kaisermantcl vorkam. Wcuu er fortfuhr, so abzuuchmeu, so müßte cr bald dic höchste Staffel der Tugendhaftigkeit erreicht habcn, da an ihm kaum uoch etwas war, was süudigcu tonutc. «Wisseu Sie, was Ihueu fehlt, Herr Doktor?» sagte meiuc Frau voll mütterlicher Sorge, «eiu gutes, veruünftiges Wcib, das Sie hegt nnd pflegt und Ihucu die, Grillen vertreibt. Sie sind Privatgclchrter uud machen sich selbst zum Gcgcnstandc ihrer Studieu. Das ist uicht gut.» Der Doktor war uuaugcuchm berührt. «Sie köunen mir vielleicht gar schon solches Weib-Ideal empfehlen, gnädige Fran», cutgegnete cr pikiert, «Ganz uud gar uicht, Herr Doktor. Eiu Mäd-chcu, das Sic heiratet, muß Sie sehr, sehr lieb habcu, weil es eine schwere Aufgabe übernimmt. Da hilft keine Empfehlung. Das muß einmal kommen wie Ziethcn aus dem Busch.' «Sie siud schr osfeu, meinc Gnädigste.» «Und Sie nehmen mir meinc Offenheit hoffent- lich nicht übel.» Sie sah ihn mit ihren guten Angen freundlich an, und anf seinem gelblichen Gesicht lench-tete es matt auf. «Ich will Offcuhcit mit Offenheit vergelten», sagte er nach kurzcm Schweigeu. Uud nun erzählte cr von seiner Ingendlicbc, der einzigen, dic cr je empfunden. Eincr chrsamcn, wcnn anch nicht begüterten Acamtcnfamilie entsprossen, war sie ein Ideal an Schönheit und Güte. Ein Mißverständnis, von neidischen Frenndinnen ansgcnntzt, hatte die Liebenden getrennt, abcr sic warcu beide lcdig geblieben, uud geru hörten sie noch voneinander dnrch dritte Pcrsoncn. «Ist dcr Riß nicht mehr zu hcilcu?» fragte mcine Frau. Er schüttelte traurig dcn Kopf. «Ich glaube nicht, gnädige Frau. Es gibt dabei so vicl zu be-dcnkcn.» — An einem Wiutertage, dcr zehn Grad minns zcigte, erwiderte ich den Besuch dcs sonderbaren Menschen. Seinc Wirtin nötigte mich in scin Zimmer, in dem aber nicmaud zu crblicken war. Endlich, nach längerem Warten, wurde cs draußen auf dem Balkon lebendig. Einc graue Gestalt erhub sich, die Tür ging auf, uud wie der dem Grabe cnt-stiegene Lazarns, in ein großes wcißwollcnes Tnch gcwickelt, mit nacktcn Armen nnd Füßen, stand der Unglücksmensch vor mir. «Ich habe Luft gekucipt,» sagte er mit blanen Lippcn. «Es ist einc Wouuc da draußcu in dieser Umhüllung. Uuscrc modcrue Klciduug ist Unnatur, sie schließt den Körper zu sehr von der LiP ad. Sehcn Sie, dieser poröse Wollenstoff nm dcn bloßcn Körper gelegt, das wäre Natur!» (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 145. 1308 28. Juni 1904. sich nicht klar zu sein scheinen, welcher zwischen der Straflosigkeit des angetrunkenen Offiziers, der in das Haus des Todorouic eindrang nnd blindlings auf ihn nnd seine Familie Nevulvcrschüssc abgab, und der ans politischer Rachsucht erfolgten Verurteilung des wie durch ein Wuuder Geretteten besteht. D Politische Uebersicht. » Laibach, 27. Juni. ^ Die «Deutschn. Korr.» meldet ans Iuusbruck, daß die deutschen Parteieu entschlossen sind, auf der Forderung der völligen Anfhebnng der italienischen Kurse in Innsbruck zu beharren und sich in dieser Forderung durch kein Provisorium beirren zn lassen. In einem Artikel über den «neuesten Baltau-bnnd» drückt das «Nenc Wiener Tagblatt» die Ansicht aus, daß die Klammer, welche die llciueu Balkanstaaten zusammenhalte, der gemeiusame Haß gegen uuserc Monarchic, die gcmeiufame Furcht vor Österreich-Ungarn sei. Es sei taum ersichtlich, welchen wirtlichen Erfolg jeder der Baltanstaaten für sich aus eiuem Bündnisse erhoffen könnte, das schon deshalb dcr realeu Grundlage entbehrt, weil es durch keiuerlei positive Interessengemeinschaft geschaffen sein kann. Nnd trotzdem habe die Sache eine erfreuliche Seite. Weuu die Vemühnngen zur Herstellung eines Einverständnisses auch nur dazu führen, für die nächste Zeit die Gefahr eines Zufammeustoßes der Valkanstaaten untereinander zn beseitigen, dann können sie anch Österreich-Ungarn nnr erwünscht nnd seines vollen Beifalles sicher sein. Sind sie etwa daranf gerichtet, eine Barriere gegen den bekannten «Vormarsch gegen Salonichi» zn bilden, dann bemühen sich die Baltanpolitiker ganz vergebens, denn daran denkt uiemaud. Das «Fremdcnblatt» sieht in der Feier der Enthüllung des Goethe-Denkmals in Rom, welcher König Viktor Emannel, umgeben von den Repräsentanten der italienischen Rcgiernng, beiwohnte, ein neues Zeichen der Freundschaft und Seelcngcmeinschaft, welche das italienische nnd das dcntsche Volk verbindet. Die politische Geschichte Deutschlands und Italiens weise im letzten halben Jahrhunderte manche verwandte Schicksale auf. Das deutsche wie das italicuische Volt gelangten nach langen Kämpfen znr Einheit, und der Dreibuud verband die politischen Ziele der geeinten uud geistesverwandten Völker zu dauerudcr und engster Freundschaft. Die italienische Kammer dürfte bis zum 2. Juli verfammelt bleiben, um sämtliche auf der Tagesorduung befindlichen Vorlagen zu erledigen. Das zwifchcn Frankreich uud Spauicn bezüglich ihrer Interessen in Marokko abzuschließende Übereinkommen ist so weit gediehen, daß es nurmehr gilt, eine genaue Formel für das im Prinzipe bereits erzielte Einvernehmen zn finden. Es wurden bereits verfchiedene Fassuugen dieser Vereiubaruugen vorgeschlagen uud geprüft und mau glanbt, daß die Uu-terzeichnuug des bezüglichen Vertrages in kürzester Frist werde erfolgen können. Admiral Togo berichtet: Ich erhielt Donnerstag die Nachricht von dem Erscheinen der russischen Flotte in der Nähe der Einfahrt von Port Arthur, worauf ich mit der gauzcn Flotte vorging und die rnssische fand. Sie bestand aus ti Schlachtschiffen, 5 Krenzcrn nnd 15 Torpedobootzerstörern und plante augenscheinlich einen Vorstoß nach dem Süden. Die japanischen Torpedobootzerstörer griffen die feindlichen Schisse an uud brachte» ein Schlachtschiff von der Type des «Peresvjet» durch Torpedo zum Siuken. Ein anderes Schlachtschiff sowie ein Kreuzer wurden lampfuufähig gemacht. Der japanische Torpedobootzerstörer «Shira-tuua» wurde au der Kajüte beschädigt. Drei Mann wurden getötet, drei vcrwnndct. Drei andere japanische Torpedoboote wurden leicht beschädigt. Ein Nedalteur der «Wiener Allgemeinen Zeitung» hatte mit eiucr hervorragenden diplomatischen Persönlichkeit über die Möglichteit eincs Friedens « schlusscs zwischen Iapau und Rußland eine Unterredung, in welcher sich der Diplomat dahin äußerte, daß Iapau auch im Falle eines siegreichen Krieges nichts anderes verlange, als das, was es iu der letzten Note vou Rußland gefordert hat. Insbesondere strebe Japan in keiner Weise nach einer territorialen Erwerbung und, was speziell Port Arthur anbelangt, werde Japan keinen Anspruch auf dieses crhebeu, auch wenn diese Festnng im Verlaufe des Krieges iu die Häude der Japaner fallen sollte. Japan würde so weit gehen, die ökonomische Vormachtstellung, welche sich Rnhland dnrch die Erbaunng der mandschurischen Eisenbahn erworben hat, zu respektieren. Ferner denke Iapau nicht daran, allein, ohne Mithilfe der Mächte, an die Wiederanfrichtung und Eroberung Chinas zu fchreiten. Japan beansprnche vor allem, durch den Krieg in das Konzert der maßgebenden Mächte einzutreten uud in demselben eine würdige Stellung einzunehmen. Es wolle vereint mit dicseu großen Mächten die wichtigsten Fragen in Ostasien löseu. TagesnemMtetl. — (Ein Gemütsmensch.) Der Kaiser von Anam hat, wie ein französischer Reisender erzählt, 150 Frauen, und er hält besonders darauf, daß sie geschickte Schwimmerinnen sind. Wenn der Kaiser Wasserwild jagt, müssen seine grauen das getötete Wild sammeln. Dabei geschieht es öfter, daß sich die Frauen bei strengem Winter eiue Vrllstentzi'lndung zuziehen. Tarum kümmert sich der Herrscher aber nicht, und ebensowenig rührt es ihn, wenn eine seiner Kugeln statt des Wildes die Treiberinuen trifft. — (Ein astronomischer Roman) könnte ein Vuch genannt werden, das jüngst von einem be« gabten Franzosen namens Delaire veröffentlicht worden ist. Den Verfasser hat wahrscheinlich der Nnhm seines Landsmannes Jules Verne nicht schlafen lasfeu und ihu dazu gereizt, dessen Phantasie möglichst noch zn überbieten. Jedenfalls hat er einen guten Einfall gehabt, der auf empfängliche Gemüter feinen Eindruck nicht leicht verfehlen wird. Der Held der Gefchichte ist von der Entdeckung tief berührt worden, daß der Abstand der Erde von dem nächsten der Fixsterne so groß ist, daß selbst das Licht mit seiner Geschwindigkeit von 300.000 Kilometer iu der Sekunde mehr als drei Jahre dazu! braucht, um vou ihm ans in unser Auge zu gelangen. Daraus folgt, daß wir dieseu Stern nicht fo sehen, wie er jetzt ist, sondern wie er vor drei Jahren war. Bei den anderen Fixsternen, die um vieles weiter vou uns entfernt sind, wachsen diefe Zahlen in entsprechendem Grade. Wenn wir uns nun auf jenen Fixstern versetzen und von dort mit einem genügend scharfen Fernrohre auf die Erde blicken könnten, um die anf unserem Planeten sich abspielenden Ereignisse erkeuuen zu können, so würden wir die Vorgänge beobachten, die vor drei Jahren stattgefunden haben. Fliegen loir aber weiter im Weltranme bis zn einem der fernsten Fixsterne, fo würdeu wir auf der Erde, eiue hinreichende Bewaffnung unferes Auges vorausgesetzt, Szeneu sich abspieleil sehen, die vor Jahrhunderten geschehen sind. Der Held des Romanes von Delaire ist mm ein Zweifler an der Wahrheit des Eoangelinms, und deshalb begibt er sich auf einen anderen Stern, der fo weit vou der Erde entfernt ist, daß das Licht über 1900 Jahre hin und her znr Reise braucht. Mit eiuem Fernrohre, das millionenmal stärker ist als je eines anf der Erde gebaut wurde, beobachtet er dann die Gegend von Palästina auf dem Erdball nnd macht sich fo gleichsam zum Zeitgenossen der Ereignisse des Lebens Christi. Auf den fernen Stern gelangt er durch eiue Art von Luft" torpedo, in dem er auch das Fernrohr mit sich uimmt. — (Das Kriegsfchiff und die Ratten.) Mau meldet aus Toulou, 21. d. M.: Im Hafen sank plötzlich das alte hölzerne Kriegsschiff «Mars', das mit den gleichfalls veralteten Fregatten «Souverain», «Tarn» und lEylan» als Kaserne für die Kolonialtrnppen diente. Glücklicherweise erfolgte der Untergang am Tage, während die anf dem »Mars» untergebrachten Mannschaften zu Lande übten. Man vermutet, daß die iu den alten Holz> schiffen massenhaft wühlenden Ratten den «Mars» leck gemacht haben. Das gleiche Los hatte vor einigen Jahren die Fregatte «Belle-Poule», die 1840 die Leiche Napoleons von St. Hellena nach Frankreich brachte und nachher als Flaggschiff au der Einfahrt der hiesigen Alten Darse lag. — (Die doppelte Wahlurne.) Florensal, ein sonst friedliches französisches Städtchen, war in den letzten Tagen der Schauplatz erbitterter Straßeukämpfe, welche sich an die Gemeinderatswahleu knüpften. Die Ergebnisse dieser kamen den Wählern so überraschend vor, daß sie sie uicht akzeptieren wollten und die Behörde veranlaßten, ihre Wiederholung anzuordneu. Wiederum ergab das Skrutiuium ein unerwartetes Resultat. Ein hiednrch er» bitterter Wähler untersuchte mm deu Tisch, anf welchem die Wahlurne stand, uud machte eine überraschende Ent« deckuna.. Der Tisch war ungewöhnlich hoch. Sein Norder" teil war mit schwarzem Tuch verhängt. Als der neu» gierige Wähler dieses Tuch aufhob und unter deu Tisch schlüpfte, faud er daselbst einen auf einem Stuhl sitzenden Mann, der auf feinen Knien eine Wahlurue hielt. Es zeigte sich, daß in der Tischfläche eine Öffnuug angebracht war, durch welche die auf dein Tische stehende Urne nach uuteu befördert uud durch eine andere ersetzt werden tonnte. Dies gefchah, so oft die Herren am Wahltische der Meinung waren, daß die Stimmzettel uicht das ihnen erwünschte Ergebnis liefern würden. Die Entdeckung dieses siuureichen Wahltricks rief eiue wahre Revolution hervor. Das Militär mnßte einschreiten, das Wahlhaus wurde Wilde Wogen. Roman von ßwald August Aönig. (86. Fortsetzung.) («achdnicl verboten.) «Der Instizrat hätte meinen Vater besser verteidigen können; er glaubte selbst au seine Schuld, von ihm haben wir leinen tatkräftigen Beistand zu erwarten.» «Verlieren Sie den Mut und die Hoffnung noch nicht», bat Friedrich, während er den Wagenschlag öffnete, «ich gehe sofort zum Iustizrate und bringe Ihnen heute abend noch Antwort.» Sie nickte ihm mit einem dankbaren Blicke zu und lehute sich dann in die Kissen zurück, worauf der Wagen von dannen rollte. Vor dem Iustizgebäude standen noch einige Menschengrnppen, die das Verdikt der Geschworenen und den Urtcilsspruch kritisierten. Ans einer dieser Gruppen trat Doktor Geier heraus, um sich mit raschen Schritten dem Bnchhal-ter zu nähern. «Wie steht es nun mit der Zahlung?» fragte er mit einem lauernden Blicke, während er hastig eine Prise nahm. «Sie denken doch wohl nicht mehr daran, die Forderuug meines Klienten bestreiten zu wollen?» «Nein, ich habe nie daran gedacht, obgleich die Forderung selbst immer noch zweifelhaft ist», erwiderte Friedrich. «Zweifelhaft in keiner Weise! Aber wenn Ihnen der Prozeß Bergungen macht —» «Durchaus uicht, zumal da ich weiß, daß ich Ihnen einen Gefallen damit tnu würde.» «Na, dann zahlen Sie!» «Sobald das Gericht mich dazn anffordert, wird es geschehen!» > «Wirklich?» sagte der Doktor ungläubig. »Es ist eine große Summe, Ihr Haus köuute darüber —» «Bitte, machen Sie sich keine Sorge um uuser Haus», unterbrach Friedrich ihn barsch, «Sie möchten es gerne ruinieren, aber das wird Ihnen nicht gelingen. Wenn mir der Urteilsspruch des Gerichtes zugestellt wird, werde ich die ganze Summe iu sicheren Wertpapieren oder in barem Gelde bei der Bank deponieren. Verfügen können Sie alsdann über die Snmme noch nicht, die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, daß sie in unsere Kasse zurückfließt.» Der Nechtskonfnlent lachte höhnisch. Friedrich wandte ihm mit einem Blicke voll uusagbarer Ver-achtuug den Nucken uud schritt von dannen. «Narr!» brummte der Doktor achselzuckend, während er die Tabaksdose aus der Tasche holte. «Der Dummkopf fcheiut sich uoch immer an die Hoffnung zn klammern, daß Martin Grimm noch leben könne.» Er trat zu der Gruppe zurück und gab dem Musiker, der bei derselben stand, einen Wink; sie schlugen gemeinsam den Weg zu seiucm Hause ein. «Die Sache ist in Ordnung», sagte er triumphierend, «das Geld wird gezahlt werden.» «Ich kauu es sofort in Empfang nehmen?» fragte Grimm, den die Gerichtsverhandlungen in große Aufreguug verfetzt hatten. «So rafch geht das nicht», erwiderte der Doktor, «wir muffen vorher ein gerichtliches Urteil er^ wirken, in dem Ihre Rechte auf den Nachlaß Martin Grimms anerkannt werden. Es versteht sich von selbst, daß ich die Angelegenheit beschleunige. Da uns das Urteil des Schwurgerichtes zur Seite steht, werden wir auf keiuc großen Schwierigkeiten stoßen.» «Und wenn ich dicfcs Urteil habe?» «Dann reifen Sie damit nach Newyorl, um auch dort Ihre Rechte geltend zu machen!» «Muß ich selbst hiu?» seufzte der Musiker. «Ich habe noch nie eine so weite Reise gemacht; in der fremden Stadt, dazn der englischen Sprache nicht kundig, werde ich verraten nnd vcrlanft sein. Mir wäre es lieber, wenn ein anderer in meinem Auftrage hiureisen wollte, oder wenn ich dort eine Person bevollmächtigen köunte.» «Hm, ich begreife das wohl, Sie zu betrügen, wäre eiu Kiuderspicl, Sie können sich glücklich schätzen, daß Ihre Angelegenheit sich in meinen Händen befindet. Ich würde Sie begleiten, wenn meine Geschäfte mich nicht zurückhielten.» «Wenn das möglich wäre —» «Es ist leider uicht möglich! Wir köunten allerdings eiuc andere Persou mit Ihrer Vertretnng beauftragen, aber ich mache Sie darauf aufmerksam, daß Ihueu dadurch große Kosten verursacht werden.» «Ich zahle sie gern», erwiderte Grimm rasch, «ich bin ja reich genng, wenn mir die Forderuug meines Vetters von Hugo Röder ausgezahlt wird.» «Na ja, Sie werden drüben miudestens noch das Zehnfache diefcr Summe erhalten, dann können Sie wie ein vornehmer Herr leben», scherzte der Doktor. «An einer reichen Heirat wird es dann auch uicht fehlen —» «Daran denke ich nicht!» «Ah, Sie wollen Junggeselle bleiben, um Ihre Freiheit zu bewahren? Ich taun Ihnen das nicht verdenken; die Fesseln der Ehe sind mitnuter drückend, mau ist iu keiner Beziehung mehr Herr seines freieil Willens.» (Fortsetzung folgt.) «aibachrr Zeitung Nr. 145. ____________________________l^09____________________________________________2«. I,mi 19l>l. i" Äelagernugszustaud versetzt nnd unter Bajonett«,'!, ^»g die Wahl zum drittcninal vor sich. Diesmal wurde die Urne uicht gewechselt. — ,Vogclpromcuaden in China.) Tie Ehineseu siud große Vogelfreuudc uud halten die zierliche» Tiere gerue iu Käfigen. Zu den maucherlei Ab-sonderlichteitcu der Bcwohuer dcs himiulischeu Reiches Nchött aber auch die Sitte, daß sie ihre gefiederten Pensionäre spazieren führen, will sagen tragen. Gegen Abend, erzählt die «Illustration», kann mau iu den Straßen der chinesischen Städte sehen, wie der eine oder der andere Zopfträgcr, mit dem .Käfig in der Hand, 'u dem ein Zeisig oder eine Lerche fitzt und der sorg' sültig mit eiucm dichten Tuche bedeckt ist, aus Ufer eines Flusses oder an den Mceresstraud waudclt und dort an einem ihm geeignet crscheiueudeu Ort das schützeude Tuch "oni Käfig uimmt. Der Vogel, der vou der plötzlich auf ll)lt einwirkenden Lichtfülle geblendet nud trnnken ist vor Freude über die frische Luft, schmettert alsdauu aus seiuem ^efäuguis heraus sein Lied in die freie Gottesuatur, während feiu Besitzer wie verzückt seiuem Gesänge lanscht. — (Auch ein Sammler.) Ein Postbeamter in Augsburg sammelt, wie von dort geschrieben wird, seit 20 Jahren Stanniol, nm sich für den Fall feines Ab' lebens — einen Metallfarg darans machen zu lassen. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Reformen im Tclegraphcnvcrkehr. Vom 1. Inli treten im Telcgraphenverkehrc zahl-reiche Reformen in Kraft. So können anßcr den bis' her eingeführten folgende konventionelle Zeichen benützt , werden: Telegramme mit dringender telegraphischer E'npfangsanzeige oder — I'0I1 —, bei Tag zu-stellen oder — ^ —, postlagernd oder — 6^ —, postlagernd rekommandiert oder — 6rii —. In dem w chiffrierter Sprache abgefaßten Texte der Telegramme dürfen uuumchr (außer den bisher fchon zngelaffeucn arabischen Zisfcru mit geheimer Bcdcutuug) auch ein zelue Buchstaben oder Gruppcu oder Serieu vou Buch^ stabcn mit geheimer Vcdcntnng verwendet werden; je-doch ist die Vermeugung von Ziffern nud Buchstaben nüt sscheimer Bedeutung im Texte eines und desselben Tl'legrammes nicht gestattet. Die Ziffern oder Vuch-stabengrnppen lverdeu für ebeusoviele Taxwörter gezählt, als sie je fünf Ziffern oder Buchstaben enthalten. Hiczu tommt ein Wort für den Überschuß. Ein ausschließlich aus einem oder mehreren Interpunktionszeichen gebil-detcr Text ist unzulässig. Iuterpuuktiouszeichcu werden im, "nopäischcn Verkehre mlr dauu, und zwar taxfrei über-'uittrlt. weuu der Absender des Telegrammes dies ausdrücklich vcrlaugt. Weuu Iuterpuukliouszeichen, statt ^'luzeln augelveudet zu werde», in unmittelbarer Nuf. eittandcrfolge wiederholt crfchcinen, so werden sie wie >'llsferugruppen taxiert. Die Beisctzuug ciucr Unterschrift ist bei Tele-rammen uicht obligatorisch. Das Datum (Tag uud Stuude) der Aufgabe ciues Telcgrauimes wird fortau auch im außcreuropäi-schen Verkehre mittelegraphiert werdcu. Bei Tclegrautmeu mit bezahlter Autwort ist die Anzahl der für die Antwort vorausbezahlten Taxwörtcr vom Absender auzugcbeu. Die Beschränkung auf höchstcus dreißig Taxwörter ist aufgehoben. Fortan ist auch bei nachzusendenden Telegrammen die Vorausbezahlung einer telegraphischen Antwort zulässig. Für die allfällige telegraphische Empfangsanzeige, das ist die Bekanntgabe des Tages uud der Stuude der erfolgten Bestellung eines Telegrammes, hat der Absender des letzteren eine Gebühr für eiu füufwortiges Telegramm dessselben Bestimmungsortes uud Beförderungsweges zu entrichten. Der Absender eines für ein auf der Seefahrt befindliches Schiff bestimmten Semaphortelegrammes kann dle Angabe der Tage festfctzeu, während welcher das Telegramm vom Semaphor zur Vestclluug au das Schiff ^reitzuhalteu ist; in diesem Falle hat er vor der Adresse die Angabe «x Tage» zu schrcibeu, indem er die Zahl lener Tage, einschließlich des Tages der Anfgabc, be-tmmi gibt. Alle jene Weisnngcn oder Auskünfte, welche der "bsrnder und der Adressat eines Telegrammes hin-I'chtlich des letzteren bisher telegraphisch erteilen oder nuholen konnte, können fortan, uud zwar ebenfalls burch Vermittluug des Aufgabe- oder Aukuufts-Tele-llraphenamtcs, auch mittelst Post gegeu Entrichtung der Mfür uormierteu Gebühren erteilt oder eingeholt werden. Das Recht, bezüglich eines Telegrammes Aus-laufte eiuzuholcn, Weisungen zn erteilen nnd Abschriften l>der die Einsichtnahme in die Originalniedcrschrift zu Erlangen, erlischt nach Ablauf des für die Aufbewahrung "er Telegramme festgesetzten Zeitraumes, das ist uach acht Monaten, von dem ans den Monat der Aufgabe ks Telegrammes folgenden Monat au gerechuct, Reklamationen lvegen Taxübcrfchreitungeu inüssen "'uuen snnf Monaten, vom Tage der Aufgabe des Telegrammes au gerechuet, ciugcbracht wcrdeu. Hinsichtlich der Rückerstattung vou im Telegrapheuverlehrc entrichteten Gebühren wird bemerkt, daß fortan unter anderem auch zurückerstattet werden: u) die volle Taxe ciues jedcu Telegrammes, welches dem Adressaten erst zugestellt wurde nach Ablauf von: 1.) zwölf Stunden, weuu es sich um ciu zwischeu zwei beuachbarteu oder durch direkte Liuicu verbuudeueu europäische» Läuderu gewechseltes Telegramm handelt; 2.) 24 Stundcu, weuu es sich um eiu zwischen zwei anderen Ländern Europas (mitinbegrisfen Algier, Tuuis, das kaukasische Nußlaud und die Asiatische Türkei) oder um eiu zwischeu zwei beuachbarteu oder durch direkte Linie verbuudcueu, außereuropäischen Ländern gewechseltes Telegramm handelt; 3.) dreimal 24 Stuudcu iu allen anderen Fällen. —ik. Ausstellung vou Lehrmitteln, schriftlichen Arbeiten der Schiller und vou weiblichen Handarvcitcn iu Gnrkfeld. Man schreibt uns aus Gurkfeld: Der 22. und 23. d. M.'waren Festtage sowohl für uuserc Schule als auch für die Schulen der Bezirke Gurkfeld uud Littai. Anläßlich der Bezirkslehrerkoufereuz wurde nämlich eiue Ausstelluug veranstaltet, die sehr viel des Iuteressauten bot uud sich auch eiues sehr guteu Besuches erfreute. Daß die Ausstelluug iu größerem Stile augelegt war, ersieht mau wohl daraus, daß hiezu uicht weuiger als zehu Zimmer gebraucht wurden und daß außerdem uoch die Gäuge iu Verwcuduug kamen, wobei anch für eiue fchöue Verteiluug uud Ausstattung Sorge getragen worden war. Allgemein wurde zugegcbcu, daß sich die Ausstelluug, welche eiu gläuzeudes Zeugnis für den großen Fortfchritt des Schulweseus abgab, iu jeder Bezichuug geluugeu repräsentierte. Man tonnte die Überzcuguug gewinnen, daß uusere Schule» überwiegend bereits in sehr schöucu Echulgcbäudeu untergebracht sind. Fand ja die Ausstellung in dem renovierten prächtigen Bürger» uud Volksschulgcbäude statt, während audcrc Schulgebäude durch Baupläne, größere oder kleinere Photographien uud Ansichtskarte» veranschaulicht waren. Von den Baupläueu fiele» jedem Beschauer am meisten die Baupläne der Volksschule in Töplitz-Sagor auf, die, von den Iugcuieureu Ferd. Schuller und Sbrizaj musterhaft entworfeu uud ausgeführt, bereits auf der hygicnischeu Ausstellung iu Nüruberg Aufseheu erregt hatteu. Das Schnlgebäude iu Töplitz eutspricht iuucu uud außeu allcu modcrucu hygienische» und pä» dagogischen Anforderuugeu, es besitzt eine Niederdrlick° dampfheiz« und Veutilatiousanlagc. Außer deiu Schul-gebäude sieht uian da eiueu größeren Schulgarten, weiters vor dem Gebändc einen schöuen Ziergarten nnd anßcrdem gibt es noch einen beträchtlichen Ranm als Spiel- uud Turnplatz für die Schüler. Wie fehr der Ortsschulrat vom Bewußtsein seiner Aufgabe durchdruugeu ist uud wie er dafür sorgt, tüchtige Lehrkräfte herauzuzieheu, ersieht mau schou ans deu geräumigeu uud schöuen Lehrer-wohnilngeu, ill welcheu alle Lehrkräfte an dieser Anstalt untergebracht find. Unter den Ausichtskarteu fiel die seitens des Herrn Bürgermeisters Richard Michel öiö in Töplitz ausgestellte, reichhaltige Sammluug vou Ausichtskarteu aus Töplitz-Sagor uud Umgebung auf, die sich zunächst durch künstlerische Ansführuug auszeichneten. Den Fortfchritt der Schuleu hiufichtlich der größereu Auzahl der schulbcsuchcudeu Schüler, der Vermehruug der Schüler» uud lokaleu Lchrcrbibliothekeu sowie der Lehrmittel der Schuleu im allgemeinen uud im besoudercu lernte mau aus besonderen Tabellen kennen. Anch den Fortschritt im Schnlbcsuche der Schüler kennzeichneten besondere geschickt gezeichnete graphische Tabellen. Gekanftc Lehrmittel waren nur vou der Bürgerund Volksschule in Gurkfeld ausgestellt wordcu. Daruuter iutercssicrte in erster Linie die ucue große Sammluug moderner Lehrmittel alls der Elektrik. Herr Bürgerschullehrer Dr. Thomas Romih hatte daher an beiden Tagen vollauf zu tun, um die Röntgenstrahlen, die drahtlose Telegraphic, die Erzeuguug des elektrischen Lichtes durch Dyuamomaschiuen :c. zu demoustriercu. Aufseheu erregte auch die schölle Sammluug moderner Lehrmittel für dcu Zcicheuuuterricht. Dabei muß bemerkt werdeu, daß iu dieser schöueu Sammluug vieles Eigentum des Herru Bürgerschullehrers Karl Humek ist. Der Zcicheusaal gefiel überhaupt allgemeiu uud mau tauu wohl behaupteu, daß wciligc ähulichc Austaltcu über eiueu fo fchöueu luld praktisch ciugerichtcteu Zcichcusaal versügcu. Die Zeicheu-lehrer weudcteu ganz besonders ihr Interesse der ueueu, vom Herr» Bürgcrschullehrcr Hum et erfuudeucu uud schöu ausgeführte» Tafel für deu Zeicheuuuterricht zu. Auf derselben wird anf die Leinwand gezeichnet, wodnrch das Zeichnen fchr erleichtert wird. Außerdem bietet die Tafel eiuc vierfache Zeicheufläche dadurch, daß die Lei», wand durch eine befoudere Vorrichtuug gerollt wird. Auch die praktische» ueueu Zeichelltische, die Ständer für die Lehrmittel beim Zeichnen uud noch viel anderes, vom Herrn Bürgerschullchrer Hnmet selbst Erzeugtes sah mau da. Bei der Aufzähluug der vou deu Lehreru selbst augefertigten Lehrmittel folgen wir deu eiuzelueu ^im. meru, worm die Lehrmittel ausgestellt wareu. Iu dem Lehrziiumer der III. Klasse iutercsstcrtc wohl iu erster Liuie die Allsstclluug der Volksschule iu Töp litz; sie war stets dicht belagert. Mau sah da die Eut-wickluugsstadieu eiucr Flasche uud eiues Kelches sa>ul der Blasrohre uud des Modelles. Außerdem wurde die Glasbereituug durch audcre Auschauuugsmiltel sehr gut vcrauschalllicht. Nicht miuder iuteressaut war die Ver-auschaulichuug der Ziuk- uud Steiukohlcugcwiuuuug. Mau tauu die Volksschule in Töplitz zu dem Besitze so guter Lehrmittel uur beglückwüuschcu. Bemerkt muß wcrdeu, daß der Schulleiter bei der Zusammenstellung dieser Lehrmittel von der Trifailer Kohlenwerksgesellschaft, insbefonderc vom Herrn Direktor Ferd. Schütter, eifrigst unterstützt wnrde. Die Baupläne, viele schöne Photo^ graphien lind Ausichtskarten illustrierten diesen schul freuudlicheu Ort. — Im Auschlusse faud mau eiu Herbarium der giftigen uud ein Herbarium der nützlicheu Pflauzcu — beide schöne Sammlnngeu des Hcrru Lehrers Fortuuatus Luzar aus Islak. Außer mehrcreu Photographien uud Ansichtslartcn in drei fchöncu japanischen Kakimonosen befaudeu fich iu diefcul Zimmer iu ciuer schöucu Kassette Lava uud Schwefel vom Vesuv sowie iu ciuer Schachtel, bedeckt mit verschiedcueu frcmdeu Briefmarken, eine reiche Sammluug der jetzt gaugbareu Münze»; anßerdem waren i» diesem Zimmer die jetzt iu allcu Schuleu des Bezirkes ciugcführteu Lehrmittel «Die Marktpreise» nud die Darstellung der Linieu ausgestellt. In den aufgelcgcuen Karten der Schulbczirke Gurkfeld uud Littai wareu die Greuzeu der politische» Gemciudeu uud der Schulsprcugel graphisch verzeichnet. Ferucr bcfaudeu sich iu dicsei» Zimmer sehr gelungene Zeichnungen des Herrn Vürgerschullchrcrs Humck, und zwar Pläne der Schulzimmer, des Schulgcbäudcs, der Ulugebullg der Schule uud der Stadt Gurkfeld. Iu dein Lchrzimmer der IV. Klasse fand die hübfche Ausstellung der Volksschule in S t. N u p-recht allgemeine Aucrkeuuuug. Außer mehreren sehr gut gelungenen großen Photographic», die den muster-haft eiugerichtetcu Schulgarteu iu St. Ruprecht dar^ stellten, uud uebst eiuer schöueu Holzsanlmluug N'urdeu iusbesoudcrc die füllf tcchuologischcu Lehrillittel mit großem Iutcresse besichtigt, uämlich die Haufbcrcituug für Seile, die Verarbeituug des Flachses, der Bailm-wolle und der Wolle nnd die Gcwinuung und Bearbei-tuug der Seide. Bei dem Lehrmittel, betreffend die Be» arbeitnng des Flachses, sah mau in eiuem zierliche« Kartou außer der Pflauze roheu, geriffeltcu, geröstetcu, gedörrte», gebracktcn, geschwuugeueu, gchechelteu Flachs, dmm Hede, Leineugaru und Lciueilzwiru, Wergzwiru, Leiusaat, Leiuöl uud fertige Leillcugewcbe. Ähulich aus» fl'lhrlich, lind interessant wareil die Verarveituug uud die Gewiuuuug des Hauses, der Baumwolle, der Schafwolle imd der Seide verauschaulicht. Zu bemerken ist, daß, wo nur möglich, heimische Produkte zur Vcrweu-duug gelaugte». Durch die Zusammenstellung dieser höchst gelungenen Lehrmittel habeil sich Herr Oberlehrer Alexander Luuacck uud die Fräulein Lehrerinueu Anna Harbich und Johanna Simoucie hcrvorgctau. (Schluh folgt,) — (Erweiterung der den Arbeitern und Tag löhn ern österreichischer Bah live r w a l t u u g e u zugestaudeueu Fahrbcgüusti» g llug cu.) Bekauutlich hat dieStaatseiseubahuverlvaltllug gelcgcutlich der Aufstelllmg eillcs uclien Normales über die auf den Linien der österreichischen Staatsbahneu bcsteheudcu, außcrtarifmäßigeu Fahrbegüustigmlgcu das Ailsmaß der dcu Arbeitcru uild Taglöhlicrli auf dcu eigeueu Liuieu zll gcwähreudcil Fahrbegüustigungcu be^ deliteud erweitert. Es wurdeu uänllich alle Arbeiter, die miudcsteus durch zehll Jahre im Staatsbahudicuste uuuutcrbrocheu i,i Vcrwcudullg steheu, hiusichtlich der Erteiluug vou Fahrbegüilstiguugeu deu detretmäßig angestellten Aediellstetcn im wescutlicheu gleichgestellt, so daß sie für sich uud ihre Familienangehörigen uicht unr der jeueu Bcdicustetcu zutommeudcu weitgehelldeu Frei-fahrtbcgüustiguugeu teilhaftig wurden, sondern anch ill den Besitz der den letzteren zustehenden dauernde» Fahr-begi'mstiguugs'Legitimatioueu gelaugcu kouutcn. Des ferucreu wllrde deu Arbeitern mit miudestcus füufjäh--rigcr uuuuterbrocheuer Verweuduug iu Erweiterilug der ihueu bisher zugestaudeileu Vegüllstigiluge» auf dc» eigeuen Linien die fallweise Begünstigung der Freifahrt gewährt. Mit den fremden österreichischen Balmvcr-waltnngen ist nnnmehr ein Nbereinloinmen zllslande gekommen, nach welchem »lit Gültigkeit vom 1. Inli an nicht nnr das Ausmaß der den Eisenbahnarbcitcrn nach dem Übereiukommeu vom Jahre 18!)-! gcgcnscitig zu> gcstaudcucu Fahrbcgüustignngcu eine wescntlichc Er> wcitcruug crfuhr, sonderu anch die Familieuiuilglieder dieser Arbeiter fürderhiu iil deu Gcuuß von Falir» begünstigllugeu auf fremdeu Bahuell gelaugeu löuueu. Die Fahrbegüustiguugeu, welche die au den» ucucu Übcr- Laibacher Zeitung Nr, 145. 1810 28. Juni IW4. ei'ütommen beteiligten österreichische» Bahuverwaltuugcu den Eisenbahliarbeitern und ihren Familieuangehörigen gegenseitig zugestehen, sind nach der Dauer der von den Arbeitern bei einer dieser Bahnen nnnnterbrochcn geleisteten Dienste abgestnft, nnd zwar erhalten die Arbeiter nach dreijähriger Dienstzeit für ihre eigene Person eine 50°/^ige Ermäßigung des Fahrpreises, nach fünfjähriger Dienstzeit für sich die Begünstigung der Fahrt zum Personalftreise und für ihre Familien» augehörigen eine 50°/<,igc Ermäßigung des Fahrpreises. Die Arbeiter mit mindestens zehnjähriger Dienstleistung werdeu den definitiv angestellten Bediensteten gleich-gestellt nnd erhalten daher für ihre eigene Perfou die Begünstigung der fallweisen freien Fahrt. Überdies werden denselben für sich uud ihre Familienangehörigen zur Inanspruchnahme der reglemcntmäßigen Begünstigung der Personal-, beziehungsweise halber Karten, dauernde Fahrbegünstigungslegitimatiouen ausgefolgt. — ik. — (FnrdasVega»Denkmal inLaibach.) Seine l. n. f. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Franz Ferdinand von Östencich-Este hat dem Zentral»Aktionskomitce für die Errichtung eines Vega» Denkmales in Laibach den Betrag von 5U Kronen znkommen lassen. — (Kameradschaftsabend.) Anläßlich der Verleihung des silbernen Verdienstfreuzes au den Korporal Franz Afric des Landwehrinfanterieregimentes Laibach Nr. 27 für eine mit eigener Lebensgefahr be-wirtte Lebeusrettung veranstaltete das Unteroffiziers-lorps des genannten Regimentes in Mraks Restauration «Znm Löwen» am 25. d. M. als Nachfeier einen Unter» offiziersabend. Die zwanglose Zusammenkuuft beehrten der Kommandant des Regimentes, Herr Oberst Bruno von Schmidt, die Öbcrstleutuantc Busch nnd Walter, Major Pitschmauu, sämtliche Haupt-lcute fowie ciuc große Anzahl Subalternoffizicre mit ihrem Besuche. Die Musik besorgte in ausgezeichneter Weise eine Harmonie des Infanterieregiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27. Im Verlaufe der Feier wurde dem Korporal Afric als Ehrengabc der Unter« offiziere vom Verwalter des Untcroffizicrs-Rcpräsentatious-fonds, Feldwebel-Nechnungshilfsarbeitcr Pibernik eine prachtvolle silberne Uhr samt Kette überreicht. Der Abend verlief sehr animiert nnd das Unteroffizicrskorps kann anf das vom hehren Geiste der Kameradfchaft er-füllte Fest mit Stolz zurückblicken. — (Leichenbegängnis.) Gestern nachmittags halb 6 Uhr fand das Leichenbegängnis des Herrn Haus« und Realitätenbesitzers Armand Fröhlich nnter sehr zahlreicher Beteiligung aller Gesellschaftskreise statt. Den Zug eröffneten Träger prachtvoller Kränze, daranf folgten die Knaben und Mädchen der hiesigen Waisen» anstalten; wieder geführt von Kranzträgern, fchritten in längerem Zuge zahlreiche Bedienstete uud Arbeiter der in den weiten Räumen des Fröhlichschcn Hauses etablier« ten Geschäflsfirmen und die Bediensteten der Familie, an die sich dann wieder Krauzträger schlössen. Dem gleichfalls mit prachtvollen Kränzen geschmückten Leichen-wagen folgten außer den leidtragenden nächsten Ange-hörigen in langer Reihe eine große Anzahl von Damen und Herren des ausgedehnten Freundes« nnd Bekannten» lrcifes des Dahingeschiedenen, nnter denen man zahlreiche Vertreter des höheren Beamten- nnd Militär-staudcs nnd der ersten Bürgerschaft der Stadt bemerkte. — (Reifeprüfung.) Fräulein Emilie Edle von Olim-Iannschowsky, Lehramtskandidatin an der Lehrerinncn-Bildungsanstalt des Ursulinew Konventes in Laibach, hat am 25. d. M. die Reifeprüfung für Volks» schulen mit deutscher Unterrichtssprache mit Auszeichnung abgelegt. — (Das Gartenfest» des Wohltätigteitsvereiues der Buchdrucker iu Kram im Oasthanfe «Souuwcndhof» mu Schloßberg mußte iufolge schlechter Witteruug auf morgen verlegt werden. Auch das Best-Kegelschicben gelangt erst an diesem Tage zum Abschlüsse. Beginn der Nuterhaltung nm 3 Uhr nachmittags. — (Ansflng der Laibacher Studenten, nnd Volksküche.) Wie schon seit längerer Zeit üblich, veranstaltete die Vorstehung auch heller eiueu gemeinschaftlichen Ausflug für die tätigen Dameu und die Ma-tnranten, der unter fehr zahlreicher Betcilignng Samstag, den 25. d.M., stattfand. Unter Führung des Herrn Obmannes, Fabrikanten Drelfe, nnd der .Mchrnvorsteherin, Fran I. Kos, sowie anderer Vorstandsmitglieder ucr» sammelten sich die Teilnehmer, etwa 40 an der Zahl, anf dem Untcrkrainer Bahnhöfe, um sich von dort aus per Omnibus uach Laverca zu begeben. Nach eingenom» mener Iaufe unterhielt sich die Gesellschaft mit Gesang, Mnsik nnd verschiedenen Spielen in« Garten aufs froh» lichste nnd konnte dann, trotz einer kleinen Störuug durch dcu plötzlich eiulretcnden Regen, in späterer Nachmittagsstunde doch noch einen sehr lohnenden Sftaziergang unternehmen. Hierauf folgte ein gemeinsames Abendessen im Nestaurationssalon der Gastwirtschaft zu Laverca, wobei Herr Drelfe eine Begrüßungsrede hielt, auf die ein Stndcnt dankend erwiderte. Eine Musikkapelle, die schon während der Hinfahrt und die ganze Zeit über- viel zum Gelingen des Ausfluges beigetragen, gab noch eine Reihe von Pieceu zum besten; überdies brachten mehrere Fräulein hübsche Lieder zum Vortrage. — (Im städtischen Volksbadc) wurden vom 21. Mai bis 20. Juni 3845 Bäder abgegeben nnd zwar für Männer 2615 (davon 2113 Dusche» und 702 Wannenbäder), für Frauen 1030 (davon 410 Dusche» nnd 620 Wannenbäder). — (Die Ortsgruppe Laibach des öster^ reich ischen Eisenbahnbeamten-Vereines) ver» anstaltet am 7. Angust mittelst Sonderznges einen Ausslug uach Lees-Vcldcs, wo eiu großes Konzert zugunsten des Kurfoudes gegebeu wird. Abfahrt des Separatzuges von Laibach gegen 1 Uhr nachniillags, Rückkehr noch nicht festgesetzt. Fahrpreis für Hin- uud Rückfahrt samt Eintritt znm Konzert für Nichtcifenbahuer II. Klasse X 3 50, III. Klasse X 2-20. Näheres demnächst. — (Für Am a te ur-P h oto g r ap h eu.> Die Amateur-Photographen-Sektion des sluvemschen Alpen-Vereines ladet ihre Mitglieder zur Beteilignng am siebenten Wettfthotographicren ein. Die Aufnahmen (Alpen» uud Landschaftsbilder, Aufnahmen in Schächten uud Gruben, Stereoskopaufnahmen von Alpengegenden, Reproduktionen fürs Skioptikon uud verschiedenartige Studien) wollen spätestens bis 30. Okiober eingesendet werden. * (Dieb stahl.) Dem Fischer Johann Eernc aus Unter-Kaselj wurde vorgestern nachmittags am Bahnhöfe aus der Tafche eine silberne Taschenuhr samt Kette ent« wendet. — (Leichenfund,) Gestern früh wurde in der Save nächst der Papierfabrik iu Verje (Zwischeuwässerm eiue mäunliche Leiche aufgefnudeu uud dann in die Toteulammcr nach Flödnig gebracht. Der Tote dürfte gegen einen Monat im Wafser gelegen sein uud ist bis zur Unkenntlichkeit verwest. Am ganzen Körper nnd namentlich am Kopfe sind bedeutende Verletzungen zu bemerken. — l. — (Tierärztliche Wa ndervorträge.) Im politischen Bezirke Krainburg wurden diese Vorträge für das heurige Jahr am 5. d. M. in Et. Auua, am 12. d. M. iu Podbliea, Gemeinde Selzach, nnd am 19. d.M. in Ulrichsberg bei Zirklach abgehalten. Behandelt wurden nachstehende Themen: 1,) Über rationelle Aufzucht, Pflege, Haltuug nnd Ernährung des Rindviehes mit Vorführung der dabei im dortigen Bezirke wahrgenommenen Fehler. 2.) Über die rationelle Schweinezucht, mit besonderer Berücksichtigung der diesbezüglichen Vorschriften vom Jahre 1901. 3.) Über die Nachteile des in den dortigen Gegenden üblicheu Ader-lasseus bei vielen, insbesondere bei Senchentrantheiten. 4.) Über die ersten Hilfeleistungen bei den aknt ver-lanfenden und meist bei deu Haustiereu auftretenden Krankheiten. Praktisch demonstriert wurden der Pausen» stich, das Eiuführcu des Echlundrohres uud das Ein-gebcu der Arzueimittel bei den verschiedenen Haustieren. — Zum Vortrage iu St. Anna waren an 150, iu Podblica 30 uud in Ulrichsberg an 50 Zuhörer erschienen. —o. — (Von den Schutzhütteu des slovenischen Alpen ver eines.) Das Aljaž-Heim im Vrata-Tale wird Sonntag, den 7. August, die Kadilnit-Hütte auf der Golica wahrscheinlich Ende August und die Hütte alls dem Steiner Sattel gegen Schluß des Sommers eröffuet wcrdeu. Die bereits bestehenden Hütten iu Krain, und zwar die auf der Kredarica, die Vodnik-Hütte auf Velo Poljc uud die Oro2en-Hntte anf der Ürna Prst gelangen am 1. Juli zur Eröffnnng. * (Tödlicher Stnrz vom Wagen.) Am 22. d. M. gegen 1 Uhr nachmittags fprang der etwas angeheiterte Besitzer Miko Simonic aus Drasic, gleiche Gemeinde, während der Heimfahrt in Untersuhor vom Wageu, um seiueu hinabgefallcneu Hut aufzuheben, Hiebei stürzte er derart unglücklich, daß er unter deu Wagen geriet, von diesem 30 Schritte weit geschleift nnd getötet wnrdc. —r. — (Furchtbares Verbrechen.) Aus Littai wird uns unter dem gestrigen berichtet: Am 24. d, M. abcuds zechte der Wagner Iohaun Ieriu aus Vrh, Ge< meiudc Kaudersche im Gerichtsbezirke Littai, der au diesem Tage seiu Nameusfest feierte, iu sciuem Wohuhausc mit seiucm Jugendfreunde, dem Arbeiter nnd Musikanten Simon Senmr aus Poljaue bei ('e^njiee, Gerichtsbezirk Egg; beiden leistete die Gattin des Erstgenannten, Aloisia Ierin, Gesellschaft. Gegen 12 Uhr nachts verließen die Männer das Wohnhans und wollten sich in das benach» barte Haus begeben. Da ihnen jedoch der Nachbar ihres berauschten Zustandes wegen das Haustor nicht ösfuen wollte, begab sich Senöar in das Hans des Ierin zurück und legte sich dort in das Bett des Genannten. Mittler» weile kehrte anch Ierin zurück und als er Senöar in feinem Bette liegen fah, geriet er in furchtbare Aufregung. Er lief ius Vorhans, ergriff dort eine Hacke nnd begab sich damit ins Zimmer mit der Absicht, den Teuöar zn erschlagen. Er wnrde jedoch hieran durch seine Ehegattin gehindert. Senoar verließ das Halls, nm nach Hause zu gehen. Als Ierin seinen Abgang bemerkte, stürzte er sich, mit der Hacke bewaffnet, auf seine Ehe-gattin und schlug sie mit einigen anf den Kopf geführte» Hieben zu Boden. Dann riß er von dem daneben stehenden Bette die Decke lind einen Kotzen, breitete beides auf den Boden ans und legte die schon bewußtlose Gattin darauf. Nun bearbeitete er sie mit der Hacke, bis sie beiderseits vollständig zerfleischt wurde nnd alls über 70 mit dem Beile versetzten Wunden blutete. Der ruch" losen Tat sollen drei kleine Kinder des Ierin beigewohnt haben. Als das größere Söhuchen deu Vater bat, von seiner Haudluug abzulassen, schwang er das Beil gegen den Knaben, so daß dieser weinend ans dem Hanse flüchten mußte. Als der Uumenfch von der Gendarmerie verhaftet wurde, verlegte er sich anfs Leugnen und schob die unselige Tat seinem Freunde Scuear zu. Dieser wurde anch ucryaftet, doch dürfte sich seine Unschuld bald herausstellen. Heute begab sich die Gerichtstommission von Littai bereits zum zwcitenmale au den Ort der Tat, wohin auch Ierin nnd Senöar nntcr Eskorte gefesselt gebracht wurden. — Die furchtbare Tat erregt in der Be- ^ volkerung des genannten Ortes die größte Erbitterung, l umsomehr, als sich die ermordete Ierin des besten Rnfes « erfreute nnd die Wirtschaft mit Umsicht führte, während ' sich ihr Ehegatte öfters dem Vrauntweingenusse hingab. —ik. — (Einstellung der Floß fahrt.) Am 30. d. M. wird der Bau der eisernen Brücke zwischen Trifail und dem gegenüberliegenden Ufer wieder in Angriff genommen werdeu. Aus diesem Grunde wird die Floßfahrt uach Hrastuigg saveabwärts ill der Zeit vom 30. Inui bis 0. Juli nicht möglich sein. —ill. — (Schulbau.) Bei der am 25. d. M, vom k. k. Bezirksschulrate iu Gnrkfcld angeordneten Kominission in Ratfchach bei Steiubrück wurde seitens der Iuteresseute» einhellig beschlossen, daß iu Ratschach ein ueues Schul-gebäude erbaut werde. Das ueue Schulgebäude wird sechs Lehrzimmcr nebst der kompeteuzmäßigeu Wohnung des Oberlehrers enthalten. Der Preis für den Ankauf des Schulbauplatzes, der von der Herrschaft Ratschach abgetreten wird, wurde mit 3000 X vereinbart, währeud die Baukosten auf 44.000 I( veranschlagt wurden. DaS Schulgebäude muß im nächsten Jahre im Rohbau aufgeführt llud bis zum Herbst 190!» vollständig fertig-gestellt sein. —Z— ' — (Sanitäres.) Iu der Ortschaft Mladetm, Gemeinde Trzisee, politischer Bezirk Gurkfeld, mit 169 Einwohnern, sind 13 Personell an Abdominaltyphus erkrankt. Hievou sind 4 bereits geuesen, während sich 9 noch in ärztlicher Behandlung befinden. Die Her-kunft dicfer Epidemie konnte nicht ermittelt werdeu, doch wurde erhobeu, daß im Herbste 1902 iu der Ortschasl mehrere typhnsuerdächtige Erkrankungen vorfielen, ohne angezeigt worden zu sein. — ä-- — (Der Turnverein Sokol in Idria) vcraustaltet am 26. d. M. um halb 9 Uhr abends in der Turnhalle der städtischeil Realschule ein öffentliches Turnen. Programm: 1.) Freie Übuugen, ansgeführt von der Fraueuabteilnng; 2,) Stabübuugcu, ansgeführt vom Nachwuchs; 3.) Turuübungen der Frauenabteilung am Neck; 4.) Freie Mustcrübungen der Mitglieder; 5.) Übungen mit Gerätschaften; 6.) Frauenübuugen mit Kculeu; 7.) Mustcrturncn am Reck. Eintrittsgebühr 1 K. 60 Ii, 40 Ii uud 30 b. k. — (Ein Vater mit seiueu beiden Söhneu verunglückt.) Wie die «Klagcufurter Zeitung» meldet, i wurdeu am 24. d. M. im Feislriherbache der zu Rovna ! im Küstenlande gebürtige, 58jährigc Matthias Ursic, ! fowie dessen Söhne, der 31jährige Johann und der ! 18jährige Franz Ursic, alle drei als Holzknechte in ! Feistritz i. N. bcdienstet, mit Bein- nnd Schädelbrüchen ? tot aufgefunden. Der Vater uud fciue Söhue waren am 23. d. M. nachmittags mit dem Ausbessern eines ins Värental führende» Privatweges beschäftigt, als . gegen 6 Uhr ein fchweres Gewitter niederging. Sie > dürften sich unter eine dort befindliche Brücke geflüchtet > haben und vou deu vom Gebirge herabstürzenden Wasser- > masseu samt der seither fehlenden Brücke mit fortgerissen l worden sein. Die von Holz nnd Schotter verschüttete» Leichen konnten von der Gendarmerie erst nach langer mühevoller Arbeit geborgen werden. * (Arbeiterbewegung.) Gestern siud ? Kramer nach Amerika allsgewandert, 9 Kroaten sind aus Amerika angekommcu. 20 Kroateu siud aus Birnbaum eingetroffen, während 10 Kroaten dahin abgefahren siud. Nach Westfalen sind 90 Kroaten ab-gegangen. * (Gefunden) wurde gestern eine Knabenhose. * (Verloren) wurde gestern eine goldene Dame»' Tascheuuhr mit einer blauemaillierten Blume am Deckel. — (Das amerikanische Geschwader) trifft am 12. Juli iu Trieft ein. ^ Theater, Kunst und Literatur. — (Von dcr «Tlavischen Romanbiblio- ^ thck.,) Verlag I. Otto in Prag, ist soeben das , 13. Heft erschienen, das den Schluß des Romans vo" Laibacher Zeitung Nr. 145.__________________________________1211____________________________________________28. Juni 1904. In!. Zeyers «Amis und Amil> bringt. Der ganze Roman liegt jetzt vollständig vor, elegant ausgestattet, 400 Seiten 8« umfassend und kostet 4 X 80 1i. — Das 1. Heft schickt die Verlagshandluug jedem, der darum ersucht, zur Ansicht. — (Carmen Sylva und das Wunderkind.) Das neueste musikalische Wunderkind, das jetzt iu Eugland angestauut wird, ist der zwölfjährige Florizel v. Reuter, der Komftouist, Violinist und Dirigcut ist; er ist, wie die Londoner Blätter erzählen, ein Schützling von Carmen Sylva, der Königin von Rumänien, bei der er diesen Sommer in Neuwied am Rhein verleben wird, nm nut ihr znsammen eine Oper zn schreiben, die das Leben der Inngfran von Orleans znm Gegenstande hat. In einem Vriefe, den die Königin vor einigen Tagen an ihn schrieb, redete sie ihn an U8en-8eIlle . LlIl(selli.-ll.N35 p. Met. franko u. schon verzollt ins Haus. nach der Schweiz. Muster umgehend. — Doppeltes Briefporto (1t!) 7-5 Seiden-Fabrikt. Henneberg, Zürich. Reuigkeiten vom Büchermärkte. Tiedemann, Dr. Alfred, Das gesetzliche Konkurrenz-Verbot und die Koukurrenzllausel des Handlungsgehilfen, X 2 40. — Steiuhagen H. C., Nicht Christentum, sondern Menschentum oder die ethische Selbständiglcit der Menschen, X—'48. — Arend, Die Partciqualität der offenen Handels^ gesellschast, K 1 44. — Hettner Frz., Das Wahlrecht in Sachsen, K 1 20, — Vrehmer Otto, Ethnographie der germanischen Stänune, K 7-20. — Oppenheimer, Dr. E. H., Theorie uud Praxis der Augengläser, K 6. — Herm. Graß» manns gesammelte mathematische uud physikalische Werle, 2. Bd., 1. Teil, k 19-20. — O. z. E., Von Asdod nach Ni» nive im Jahre 711 v. Chr., 1., k 3. — Eiue Stimme aus der Russischen Armee (Russisch), k 2-40. - Schwalbe V., Grund, rih der Astronomie. X 8 40. — Schödlers Vuch der Natur, 3./1. geb, K8 40. — Dölger, Dr. R,, Die Mittelohreite-ruugen, K3-K0. — Crämer, Dr. F-riedr,, Maaeuerwei» teruug, l^3 60, — Prausnitz, Dr. W., Physiologische uud sozial.hygiemsche Studie» über Säuglings-Ernährung uud Säuglings-Sterblichteit, K3 30. — Freyberg K., Was muß man von dem Angelsport wissen? ii 1'20. - Freyberg K., WaS nluh man vom Ruder- und Segelsport wissen/ Kl 20. - Liman, Dr. P., ssürst Bismarck uach semer Eutlassuug, 6 3 60. — Gob ine au Graf, D:e Nenaissauce, X6, - Schröter «. und Schröter, Dr. C., Tascheubuch des Alpeuwanderers, K 7 - ?0. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H5 Fed. Bamberg in Laibach, Kongreßplatz 2.______________ Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. Am 27. Juni. Waguer, Charlebach, Kflte.; Schulsty, Pazmaun, s. Frau, Salzburg. — Pohler, Zipper, Kflte., Nüru» berg. — Windeis, Regleitner, Kflte., Frankfurt a. 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Johann Burmac, Iufauterist, 23 I., Luugeneutzündullg. Lottoziehung vom 25. Juni 1904. Trieft: 30 51 52 29 21 Linz: 35 23 33 48 61 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. <)7 li U.N. 735-4 18 9 SU. schwach bewölkt -^' 9 » Ab. 7357 143 NO. mähig Regen 28.> 7 U. F. j 737-4 ^ 13 3> NO. schwach j halb bewölkt > 17-2 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 15 8°, Nor« male: 18-9«. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. S&e»jQtteiatur- Wan vattange Katalog OTTOHENDEL-HAllE^s. Vorrätig bei 3g. v. Xleinmayr S fei). Bamberg I^ a i fc> o, c 11. Photogvaphische Upparate für Dilettanten. Wir empfehlen alleu, die für Photographie, diesen anregendsten und von jedermann leicht zu erlernenden Sport, Interesse haben, das seit 1854 bestehende SpezialHaus photographischer Bedarfs» artikel der Firma A. Moll, l. u. k. Hoflieferant, Wien, 1., Tuchlaubeu 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die auf Muusch unberechuet verschickt wird. 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Müller) Wien, I., Graben 31, in eigener Fabrik konstruiert, Kameras, welche sicli bereits in Tausenden von Exemplaren bewährt haben und nachgerade zur Berühmtheit geworden sind. Lechners neue Taschen-Kamera, LechnerB neue Taschen-Stereoskop-, Reflex- und Reflex - Stereoskop - Kamera sind bekannt vorzügliche Apparate, zu welchen sich neuester Zeit noch dio billige und dabei erstklassige Lechnorsche Hand-kainora gesellt, hat. Für Freunde von Stativ-Kameras sind die Werner- und David-Kamera besonders empfehlenswert. Speziell ssn bemerken ist noch, daß alle Lechnerschen Apparate keine Masseneraougnisse, sondern Präzisionsarbeiten sind. Der Minister für Kultus und Unterricht Exzellenz Rittor von Hartol, welcher orst vor kurzem dio LechnorHche Fabrik durch seinen Besuch auszeichnete , äußerte sich in besonders anerkennender Weise über das Gesehene. Auch auf dem Gebiete der Fachliteratur ist die Firma Lochner bestbekannt. In «Lochners Mitteilungen photographischon Inhalts», dor von der Firma herausgegebenen reich illustrierten Zeitschrift, deren Abonnementspreis pro Jahr nur drei Kronen beträgt, linden alle Neuheiten in dor Photographie fachmännische Besprechung und wird über die Vorkommnisse im Auslande in Originalbriefen monatlieh berichtet. In einem Briefkasten finden technische Anfragen Erledigung. Probonummern der Zeitschrift sowie ausführliche Preislisten versendet die Firma Lechner auf Wunsch gratis und franko. [ (2571a) Bad Roncegno I (Stilt, dor Valhii^ana-lUliu) 1 535 M. ü. d. M. Mineral- uml ullo modernen Bäder- und Kttr- hclielt«. Grand IfAtel deN IluiiiN, orutklattHig, 200 Zimmer uud Salons, mit allom Komfort. Sehattigor groHüur l'ark. WOrzige, staubfrßio Luft. K«nuu«ik. AU Soinmor.sports. SomHiertoiniiotutur durchschnittlich 18-22°. 7735 PT li.-ulo-Suson -21). Mai liis 15. OktuW. *H PrugpnHo durch ilio Uiulci-Diroktion Ronoogno, SfMtirol. Laibacher Zeitung Nr. 145. 1312 28. Juni 1904. Kurse an der Wiener Börse vom 27. Juni 1904. ^ dem °ffiMe.. KurM^ Dic notierte» Kurse verstehen sich in Kronenwährnng. Die Notierung sämtlicher Allien imd der «Diversen Lose» versteht sich per Tliick. Allgemeine Staatsschuld. Geld Wnrc Eiichcill, Rente i» Noten Mal-November p, K. 4-2"/„. . . 99'2U 9940 inSilb.Iän.-Iulipr. K.4'2"/» 99-05 99 25 ,,Not. ssebr,-A»g,pr.K,4'2"/„ 99-80 100 — ,, ,, April,/l"/„ 9075 9095 VlsenbahN'LtaatSschnld. verschrcibunaen. lilisauethbah» in G,, steuerfrei, zil liU.000 Kronen . . 4"/„ 117-05 118-65 Franz Josef-Bahn in Silber (div. St.) .... 5>///l> 1276« 138-50 Rudolfsbah» in Kronenwähr. striiersrei (biv. St.). . 4"/„ 99-60 10060 Vorarlbergbahn in Kronenwähr. stenerfr., 400 Kronen . 4"/„ 99-50 100-5« ^u StaatSschllldverschrelbuN' nen nbgestemp.Vlscnb.'Altien. Elisabelhbahn ^00 st, KM. .V/Z/» von 200 fl.......512— 514 — dto. Li»z-A»dw. 200 fl. ö. W. S. b>///<,........471-—473'— bto, Lalzb.^Tir, 200 sl. ll. W. S. 5"/„.........444'— 445'— 5. Karl 4"/„ dto. Rente in Kroncnwähr., steuerfrei, per Kasse . . , 9715 97-35 4"/,, dto. bto. d!u. per Ultimo . 971b 9735 Ung. St.Eis. ?lnl. Oold 100 fl. —— —-- dto. bto. Silber 100 fl. , , , —-— —-— dto. Staals Oblig, (Un«. Ostb, v. I. 1876....... —— —'— dtu. Schaniregal-Ablüs.Obli^. —— —-— dlll. PraNl.°?l, tl 100 fl, — 200 X 20!^5» 2U8-5,' dto. oi». il 50fl, —10U X 20U 5» ÜU8-50 Theis, Reg.-Lose 4'V„ .... 16« — 1k>2 2» 4"/„ »»gar. Grnndentl.'Oblia. ü? 50 98^5» 4"/n lroat. »nd slavon. deltu 9»'— 99 — Andere üssentl. Anleheu. 5"/nDona»-Reg. Anleihe 1878 . 1W 90 10790 Nnlehen der Stadt Görz , . —-— —-— Anlehen der Sladt Wien . . . 103— 104- dtu. dlu. (SUber od, Gold) 122-75 i2:< 50 dto. dto. (1894). . . . 9»-—! 9!»-- dtll. btll. (1N98). . . . 99-60 100-/ijähr. uerl. 4°/„......... 1U0 >!0 10! — dto. dto. LNjllhr. Verl. 4°/„ 100-30 101-30 Sparlasse, I, üst., «0I., verl.4°/u 10060 101'5U Eisenbahll'prioritätS' Gbligationen. Ferdinaüds-Noldbah» Cm. 1886 100-20 101-20 Oestrrr. Nurdwestbahn . . , 107-70 108-70 Staatsbahn....... 4!475^41L-75 Südbahn a 3"/« verz. Iänn.-Iuli 2NC.-70 2»!< 70 dto. K5"/„...... 123-45124-45 Ung.'galiz. Nahn..... 11025 111^25 ä"/» Untcrlrainer Bahnen . . —-— — — Diverse Lose (per Stucl). Berzwsllche '. ose. 3°/„ Vudenlrebit Lose Em. 1880 29t!-— 3N6 — 3"/n ,, >, Em. 1889 290 — 298 — 4«,/« Donau-Dampfsch. 100 fl. . 275 — 27980 5«/u Donali-Rcg»I.°Luse ... —— — — Unverzinsliche Lose. A»dap,'Vasilil-a (Dombau) 5 fl.' 21— 22 — Kreditlose 100 sl...... 4U2-- 473 — Claru-Lose 40 fl. KM, , . . 1!!»-— 170 — Ofener Lose 40 fl..... INI — 171- Palssl, Loie 40 fl. KM, . . . 161 — 171— Rote» Kreuz, Oest. Ges., u. IN fl. K3-6N 556« ,, ,, nng. ,. ,, 5fl, 29 - 30 — Rudolf Lose 10 fl...... 67— 72'— Tal!» Lo,V 4» fl...... 224— 233— St, Ol'iwiZ Lose 40 fl. ... —-- —-— Wiener liomm.-Losc v. I. 1874 510'— 51950 Oewinstsch. d. 3"/„ Pr.-2ch»!bv. d. Vudenlreditaüst,, Em, 1889 96-— 102— Laibacher Lose...... —— —— Geld Ware Ultien. Zransport-zlnler-nehmungen. Aussig-Teftl. Eiseub, 500 fl. . . 219S- L21U-Bin, ». VeiriebsGes. für städt. Etraßenb, i» Wie» lit. ^, . —— —— dto. dtu, dto. lit, U . -— —-— Aühm. Nordbahn 150 fl, , . 346- - 350 — Änschtiehrader Eis. 5l«> sl, KM. 2630- 2Ü45' dto, dto. (lit, L) 200 fl. 1012- 1018' Donau Dampsschiffahrts» Gesell. Uesterr., 500 fl. KM. . . . 844 — 850 — D»x Vodeulmcher E.-A. 400 II 490 —496 — sserdinanbs Nurdb.iNUN fl. KM. 5600' 5624-Lrmb.-Czernow, Iassn-Eisenb,- Gesellschast ^0" fl, S. . , . 575-80 578-— Llul,d, Oest., Trieft, 50« fl. KM. 67b— 685'— Oestrrr, Nordwestbahn 200 sl, S, 414 — 415 50 dto, dto. (M. ll) 200 sl. S. 422'- 423— Prag DnxerEisenb. 100 fl.abgst. 203 50,204-25 Etaatseiscnbahn 200 fl. T. . . 683 — 634 — Siiobalm 200 ,l, S..... ?8'50 7950 Endnordd. lUerb-B. 200 fl. KM. 400— 403— Tramwal)-Ges,, NeneWr,, Priori tätö All ien 100 fl. . . . 17— 19— Ung.-galiz. Cisenb. 200fl. Silber 404-— 405 — Ung.Westb,(Raad Graz)20Nsl.S. 406-50 —-— Wiener Lolalbahncn-Alt.Oes. . 120 — 130— Kanken. Anglo-Oest. Vanl 120 sl. . . 279 — 280— Baniuerein. Wiener, 200 fl, . 51190 5l2-9» Vodlr.-Aust,. Oest,, 200 fl.S. . 933 — 935 — Krdt.Must, f, Hand. ». G, 100 fl, - — - — d«o, dto. per Ultimo . . Präger Eise» Iud.-Ges. 20U fl, 2115' 213>j- Salgo-Tarj, Steinkohlen 100 fl. 532 — K35— ,,ScklöglmnhI'<. Papierf, 200 fl. 251'— 255 — ,,Steyrerm.", Papiers, u, V.-G. 397^0 398-- Trifailer ilohlenw. Gesell, 7», fl. 304'—»08 — Wasfenf. G.,Oest,inWien,i«wsl. 473—47?-— Waggon-Leihanst., «lllg. in Pest, 400 X........ 610 — 620 — Wiener Naugesellschaft 100 sl. . 150 65 158-65 Wienerbrrgcr giegel-Altien Ges. 774 — 777 — Devisen. Knrze Sichten, Amsterdam....... 198-10 198 30 Deutsche Platze...... 11735 117-55 London........ 239 40 239-55 Paris......... 9502 95 15 St, Petersburg ...<.. —- - —- — Valuten. Dulaten........ 11 »1 11-35 20ssranle!!.Nt!!clr..... 1903 19-U5 Deutsche Reichsbanlnole» . . 11732 117-52 Italienische Vanlnoteu . . . 9495 95-,5 ülnbel-Nole»...... 2 5ü! 253 331x5.- vlxxcL "V©rlcefu.f vom Kcnlcu, IM'i»ii«ll»rl«>iVti, 1'rlorlliiK'ii, Aktien, LiOH«n etv., l>cviniu'li, SpituleasHe. Privat-Depots (Safe - Deposits) ¦u.M.t«x eigenem VerachlMsa der Paitel. Verzinsung von Bnr-Einlagen im Konfo-Korrent- und auf Giro-Konto.