Nr. 185. Mittwoch, 17. August 1910. _________129. Jahrgang. Mb acher Leitung »>» zu 4 Znlen bu li, grötzeie per Zeile 12 k; dei üsleien Wiederholungen per Zeile « k. ' Die «Lnidachl'r Zeitung» erlcheiüt täglich, mit Auönnlüne der 3onn> »nt> ^eicrtngs. Tie Vt>nnl»iNr^tic>n besinbet sich Milluäil':stfaf,e Nr, li0: die LirdiVl,tio« MiNoßi^straiie Nr, Ä>, Lvrsllistnüdl'!! drr RcdnMi»! ro» « l>i« ll, Uh vormittags. Unfrankierte Vrieje werden nicht angenomuien, Manustriptc »ich: zurüctgeslellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. An ?^ ^ "'^ ^ Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vo,n 10. August d. I. de'll ordentllchen Professor dcr Physic an der Universität in ^ . '"" ^- ""p"ld Pfaundler, anläßlich ü> s n bedm'tehenden Übertrittes in den bleibenden m^n " ^^lstand mit Nachsicht der Taxe aller-gnädigst zn verleihen gernht. ^si..^!' ^ .'"^ ^ Apostolische Majestät haben mit vom 9. A!> nst d. I. den n e r ,n! '^ ^"'"^sgerichtes in Graz Gnstav G st i r- n e r und Dr. Inlius S ch oberle ch n e r , ferner denl bei dem Landesgerichle in Lai» dach Guldo Schnedltz tar.frei den Titel und Cha» ^" "''es Hofratcs allcrgnädigst zu verleihen geruht. H ochenburgcr in. p. Seine f. und s. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließling vom 10. August d. I. den M'Nerordentlichen Professor Dr. .«Hans Venndorf Zum ordentlichen Professor der Physik an der Univer. sttät in Graz allergilädigsl zu erilennen geruht. Stürgkh ni. p. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mii Allerhöchster Entschließung vom 7. August d. I. dem Professur am Ersten Staatsgymnasinm in Laibach Anton Vartel anläßlich seines Übertrittes in den bleibenden Ruhestand tarsrci den Titel eines Schulrates allcrgnädigst zu verleihen geruht. Den 13. August 1910 wurde in der !. k. Hos» uud Staats, ^uckern das 1.11. Ttüct der italienischen uud das l.lll. « l .,,, . ltallemschcu uud kroatischen Ausgabe des Reichs» ge,eyviaites des Jahrganges 1010 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblattezur «Wiener Zeituua. vom 13 und 14 U^. "w (Nr. 184. und 18s..) wurde die Weiterverbreitung folgender Vreheczeugnisse uerdoten: ^'.^'^^läuder Wochenblatt. Nom 24. Juli 1910 ^cr. .^. «^roäni >><.vin)'. vom li. August 1U10. Die in Warnsdorf konfiszierten, uubekauut wauu erschienenen Ansichtolavten, welche auf der Rückseite die Aufschrift: . Nr. 181 .Aussiger Tagblatt» vom 10. August 1910. Nichtamtlicher Heil. Numliiiieu und die Türkei. Wie man auo Änlarest schreibt, wurde der iiberans freundliche Eiupfang, den 670 rumänische Lehrer bei einem ans Nonslanha nach Konslantinopel nnleriwmme» nen Aussllig gesunden haben, von der öffentlichen Mei» nnng Numänieus mit großer Befriediguug ausgenom» men. Mil Genngtuuug wurden die Änßernngen verzeichnet, die bei diesem Anlaß von hohen ottomanischen Würdenträgern gemacht worden sind. Der Großwcsir Halli Pascha hob beim Empfana. einer Abordnung der rumänischen Lehrer die große Bedentnng hervor, die c»ie Türken der Frenndschast der Nnmänen beilegen. Diese Frenndschaft werde anch in Zulunft sehr wertvolle Früchte zeiligeil. Der .Kriegsminister, General Sches» let Pascha, richtete an die rumänischen Gäsle eine längere Ansprache folgenden InHalls: Wir lieben das rnmänische Volt uud bringen ihm alle Achtung cut» gegen, weil es uns immer Zuneigung bewiesen uud uns in schweren Zeiten Hilse geleistet hat. Sie haben in jeder Beziehnng große Forlschritte gemacht und Ihr l^and erfreut sich einer blühenden Kultur. Vergessen Sie nicht, daß Sie oiese Fortschritte der liberalen Vcr» sassung und Ihrem großen König verdanken, lieben Sie diesen König wie einen Vater, denn das ist Ihuen !>lö'nig Carol während vierzig Jahren gewesen. Seil-dem wir eine Verfassung haben, hat für uns eine Ära der Freiheil und der nationalen Entwicklung begonnen und wir schreiten mit voller Zuversicht alls die Zuluosl der verfassungsmäßigen Türsei vorwärts. Als meine Genossen und ich die befreiende Revolution vorberei» leten, taten wir nichts als unfere Pflicht. Das größte Verdienst kommt aber nicht nns, sondern jenen anony» men Großen ans den Reihen der Armee und anderen zu, deren Namen der Nachwelt unbekannt bleiben wer» dcn. Ich bitte Sie, bei der Rückkehr nach Ihrcm Vaterlande Ihren Kumpatrioten meine herzlichen, auf» richtig srenndschaftlichen Grüße zu übermitteln und Ihrem gutcn Vater, dem König, meine ehrerbietigen Gefühle und meine hohe Bewnnderung zum Ausdruck zu briugcn. Die rumänischen Blätter erwidern diese Außerun- , gen mit Kundgebungen der Freundschaft für die Türkei und lebhafter Sympathien für die Regenerierung d,>> ses Reiches durch die Inngtürken. Politische Ueverftcht. Laib ach, 16. August. Aus Lemberg wird gemeldet: An den Vcrhand» limgen des Ministerpräsidenten mit den Führern des Polcnklul's über die Wasscrstraßcnsrassc am 20. d. wer» den auch Finanzminisler Ritter von Nilinsli und oer polnische Landömannmiuisler Dr. Ritter von Duleba teilnehmen. Den hauptsächlichsteu Gegenstand der Ve> ralungen werden die galizischen Wasserstraßenprojekte und namentlich der Kanal Weichsel'Dniester bilden. Wie verlautet, werdeil den Veratungen bezüglich dieser Projette mehrere Vorschläge vorliegen. Die Polen glauben, daß sich auf dem Wege der Verhandlungen ein Kompromiß wird sindeil lassen. Aus Cetinje, 14. August, wird berichtet: Der tür-tische Kreuzer „Hamidie" ist mit dem früheren Groß-Wesir Hilmi-Pascha an der Spitze der außerordeullichcn Mission an Äord hellte früh in Antivari eingetroffen und wurde mit 1^! Salutschüssen begrüßt. Der Gou» verneur von Antivari nnd der Slationskommandant be-gabeil sich an Vurd des Schisfes, um die Mission zn begrüßen. Ihm folgten Prinz Peter mit dem türkischen Gesandten und dem Personal der Gesandtschaft. In Feuilleton. Die Frauen und der Echnurrbart. (5ln,^7? ,'""" ^'^' "nc Umfrage bei den Iraueu ^ S^ >"" '"""' "^ sie nm lhre Meinung über w7rt^^, ^^^'^" ^5"be Mehrheil würde ant. bek 1. n ? 5?s Ver,chwmden des Schnnrrbarls tief zn d klagen ,,l. Ml dlese.n Urteil begmnt Mrs. Hnmpln, emcm engli,chen Vlalte eine uielancholische Vetrach. m^ dle nut ivehmütiger Enttäuschuug das Fortschrel- die viele Männer der Gege!lwart X/Wbrt hat, sich glatt rasiere.l zu lassen. Mu ge- ?^h.lmnlsvoller Charme, der nicht wegzuleugnen w'lgepflegten Schnurrbart aus. Er ''UM n, ^' ^ """' "lännlichen Altsdruck oder luirkt ^'2' "^" zun'l V,,t,i,^ und nicht mit^ wiesen ^s n'^ b" Ulerlwürdige Erscheinung hinqe°' wlc.en dal; alle dichtenden Frauen die Helden ihrer verbieten sich^'!7"art ^"ücken ""d ihnen streng sind die Ge iä - ' ^"" ^' ^sscn. In den Romanen aber der Ccl u ?l 5^ ^?' ""'"" «,'ch"rsgcschnitte.l", Man l,. ^"'"urrbart sehlt nie, und meist ist er seidig, chre di. ^"^ ^'7' ^""lität im Leben nur selten aber ^rm. ^ '^'' ^"klärung beweist die Vorliebe der Sinnes '^ ""^"liche Wahrzeichen männlichen ren l3^'.^ ^'"""^ ^bm den Cchnurrbarl. Mit bitte-iab^, ^ '^" ^ ^r'"l -Haarschmuck schwiuden. der lahrhundertelang herrschte- selbst die Männer, die ibres <^ ^ ""lh treu geblieben sind, sreueil sich ^ ^")nurrbartes und pslegen ihn mit fürsorglicher Liebe. Allerdings, so meint die Verteidigerin der Bart» tracht, eine, anerkannte Form des Schmuckes der Ober» lippe müßte eingeführt werden. Man sieht oft Schnurr» bärte, die bedauerlich schlecht auf den Gcsichtsschnilt nnd auf die Gcsichtszüge abgestimmt sind. Eine tleine Nase und ein großer Schnurrbart sind immerhin noch besser als eine. Niesennase, nnler der aus widerspenstiger Lippe riu paar kümmerliche Vüschcl Gemüse wachsen. Der Echnurrbarl soll den Eindruck von Krast, Geist und männlicher Energie machen. Ein spärlicher Vanwnchs bewirtl nur das Gegenteil und gewährt einen peinlichen Allblick. Aber wenn das Varthaar gesund und üppig sprießt, entsteht eine Zierde, und die Art, wie der Mann sie behandelt, ist sür sein ganzes Wesen und seinen Charakter bezeichnend. Der angrisssluslige Krieger dreht die Spihen so weit auswärts, als es nur geht, und die Art, wie er diese Schnurrbartenden mit verhaltener Unter» nehmnllgslnst zwirbelt, hat ihre anziehenden Seiten. Ein Sachverständiger hat einmal behauptet, daß die Schnnrrbartendcn von hinten nicht mehr geschen werden dürslen. Das ist vielleicht ein Dogma, dem man nicht zu folgen braucht. Sicherlich ist ein langer, kräftiger Schnrrbart eine Art Abwehrmittel, das dem Ve-sitzer oft znftalten kommt. Kleine Kinder werden ihn nie fragen, wieviel Uhr es ist, nnd hilflose Spaziergänger, die gern nach Straße und Richtnng fragen, lassen ihn in Ruhe. Sie wenden sich lieber an den Vesiher eines Schnnrrbarts, dessen Enden in weicher Rundnng ab. wärls streben nnd nicht Hinansreichen über eine senk° rechte Linie, die man von den ä'nßeren Augenwinkeln abwärts zieht. Nei ihnen suchen die Auskunstsbedürs. tigen Hilfe, denn sie vcrmnten instinktiv ein beschau» liches oder künstlerisches Temperament; ja lieber wenden sie sich noch an den Vesij)er eineö lässig in wagrcchler Richtung fortstrebenden Schnnrrbarls, ehe sie jemand nahekommen, der mit kühnem Cchwnnge die Varlhaare emporgedreht trägt. Auf sie blickt der Fremde unwilltür. lich mii einer Art Respekt, die Zurückhaltung gebietet, und die Frauen streifen mit einem Nlick schener Ve> wunderung das Symbol des Eroberers. Noch in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bemühten sich die Männer voll Eifer um die Erlaubuis, eineil Schnurrbart tragen zu dürfen. Die Bank von England mußte ihren Angestellten den Schnnrrbarl so» gar ansdrücklich verbieten, und da man in die Person» liche Freiheit der Beamten nicht offiziell eingreifen wollte, verbot man das Tragen von Schnurrbärte!» während der Geschäftszeit. Hellte kann jedermann sein Narlhaar wachsen lassen und der Schnurrbart ist ost der lustbarste Vesitz des jungen Nertäufers. Und trotzdem ge-winnen die Glattrasierten Terrain. Warum? Ein glatt» rasierter Mann sieht jünger aus, aber dafür sind seine Gesichtszüge auch leichter zu deuten und man liebt es nicht, sich leicht erraten zn lassen. Die Natnr wüßte, was sie tat, als sie der Oberlippe den Bartwuchs schenkte. Der Schnurrbart schützt gegen Kälte und Staub nnd bewahrt die Lunge vor Unsanbcrkeiten der Luft. Und dann ist der Schnurrbart auch ein reizvolles Unter-stützungsmitlel der Uuterhaltung. Eiue witzige oder spöt» tische Bemerkuug, die vo» einer leichten, eleganten Lieb» kosnng des Schnnrrbarts begleitet ist, wirkt ganz an-dcrs, als wenn diese Geste unmöglich ist. Im Salon ist der Träger cmes Schnurrbarls der Überlegene. Aber vielleicht — wer kann es wissen — habeil die Glatt» rasierten ein Vertcidigüngsmittel in ihrer Hilflosigkeit, durch das sie den Nebenbuhler einholen. Laibacher Zeitung Nr. 185. 1630 17. August 1910. ihrer Gesellschaft begab sich Hilmi°Pafcha mil dc>r Mis-, sion nach dem Schlöffe Topalica, von wo i>l Automobilen die Fahrt nach Cetinje angetreten wurde. Dem Sofioter „Duevnik" Zufolge hat sich in Vo-dcna eine neue bulgarische revolutionäre Organisation gebildet, an deren Spitze eill Komilee fleht. Diese Hal eiu Zirkular herausgegeben, worin der Bevölkerung die Auslieferung der Waffen an die türlischeu Behörden verboten, im Falle von Tätlichkeiten der türkischen Be° Horden bewaffneter Widerstand anbefohlen nnd bei Nichleinhallnng dieser Gebote die strenge Bestrafung durch das Komitee augcdroht wird. Das „Fremdenblalt" unterzieht deu Schnl- und Kirchenflreil, der zwischen der Pforte und dem ökumc» «ischcn Patriarchat entstanden ift, einer Erörterung, die mit folgeilden Bemerkungen schließt: Der Umstand, daß weder Griechen noch Bulgaren sich von dem nenen Gesetz befriedigt zeigen, laffe die Annahme nicht nn> berechtigt erscheinen, daß die türkische Negierung in nn» parteiischem Siune in der so schwierigen Frage der mazedonischen Kirchen uud Schuleu entschieden hat. Bulgaren wie Griechen wird die Gelegenheit geboten, ihren religwseu wie kullurellcu Veslrcbuilge» nachznkomme». Die Pforte will eine Quelle ewiger Unruhe znm Versiegen briugeu, iudem sie dein Ausbruch lleuerlicher Streitigkeiten über deu Besitz der Kirchen und Schuleu in Mazedonien zwischen Griechen nud Bulgaren vor» beugt. Diese Absicht der türkischen Regierung ist gewiß nur zu billigen, denn jede Verminderung nationaler Zwistigkeiteu auf dem heißeu Buden Mazedoniens liegt im allgemeinen Interesse. Wie man aus Rom meldet, befindet sich gegen» wärtig die Note in Ausarbeitung, mit welcher die letzte Note der spanischen Reqicrung vom Vatikan beantwortet werden soll. In dieser Woche wird die Abteilung der Kongregation der anßerordentlichen kirchlichen Auge-, legcnheiten, die sich mit den Spanien betreffenden Fra° gen zu befassen hat, deu Entwnrf dieser Note. einer Prüsnng unterziehen, fo daß ihre Absenduug nach Ma-drid innerhalb vierzehn Tagen erwartet werden kann. Aus Buenos Aires wird berichtet: In einem Vortrage über das Thema: „Die Demokratie und der Krieg" erklärte sich Cl^mcnceau als Gegner der Lin» schränkn».«; der Rüstungen. Seiner Ansicht nach wäre dies das sicherste Mitlei, einen Krieg hervorzurufe». Denn es sei unmöglich, in deu Rüstuugen der verschiedenen Mächte eiu Gleichgewicht herzustelleil. Roosevelt habe doch auch in Paris gesagt, daß man, wenn man die Wahl habe zwischen Frieden und Gerechtigkeit, diese nicht zu opfern branche. Man müsse alles tnn, um den Krieg zu vermeideil, aber, fnhr Cl^meucean fort, wir würden toll sein, wenn wir in einem Augen» blicke abrüsten würden, da alles zn Wasser nnd zn Lande und in den Lüsten rüstet. Wir denken au keine Eroberung, wir wollen uiemaudem einen Schaden zufügen, wir müssen aber die Würde unseres Vater-landes wahren nnd bereit sein es zu verteidigeu. l Tllgcsucuigleitcu. — Warum sind die Frauen keine Komponistinuen?) Warum habcu die Frauen, die doch setzt in so vielen Iudustrieu uud so vielen Künsteil die erste Geige spielen, aus dem wirtlich musikalische» Gebiete, nud zwar vornehmlich als .^oinponistinnen, so wenig geleistet? Die „Musical Times", die hier ossenbar von einer Dame bedient werden, glauben auf diese Frage die Antwort geben zn können: die Frauen, meinen sie, haben wahrscheinlich deshalb als schöpferische musikalische Genies noch nichts geleistet, weil ihre Freiheil, ihre Emau» zipatiun von dem ihnen von den Männern auferlegten Joche noch nicht so vorgeschritten ist, als es das in der Bildung begriffene musikalische Genie zu seiuer freien, schrankenlosen Betäligung brauchte. Die Gewährsfrau der „Musical Times" weist mit gerechter Entrüstung darauf hin, daß vor fünfzig Jahren noch die Uuiver» siläl Oxford es lnrz nnd bündig ablehnte, einer Fran den musikalischen Doltortilel zn verleihen, und daß heule noch viele Verleger musikalischer Werke vou Frauen herrührende Kompositionen unter männliche» Pseudo-uymen zu veröffentlichen pflegen, weil es ihnen geradezu uugeheuerlich vorkäme, wenn sie auf eine Partitur den Namen einer Frau setzeil müßten. Um klar und deutlich zu seheu, ob die Fraueu musikalisches Genie habeil, müßte mau sie uuter deuselbeu Bedingungen arbeiten lassen, die für komponierende Männer Geltnng haben. — (Der „Auiojchnabcl".) Wie die Seefahrer vou allers her das Vorderteil ihrer Fahrzeuge mit einem prächtig verzierte», oft kunstvoll geschnitzten Schiffsschnabel schmückte», so verziert auch der moderne Automobilist die Spitze seines Wagens. Die Königinmntler von Italien, Königin Margherita, hat das Beispiel ge-geben, als ihr Anto mit einem prächtig gearbeiteten Bronzevogel versehen ließ, der mit ausgebreiteten Schwinge» vorwärts zu strebeil scheint. Die Mode hat sich dieser Anregung schnell bemächtigt. Am Vorderteile der prächligeu Luxnsantomobile der reichen Pariser sieht man jetzt allerlei Gestallen uud Figurinen, die als Schmuck dienen, oder symbolisch gedeutet werden mögen. Sie sind das Zeichen der Besitzer, gewissermaßen ihr Wnppe». Hier ist ein prächtiger Adler, dort eine Tanbe, dort die Gestalt eines Tisknswerfers. Aber anch der Humor kommt bei dieser Ausschmückuug des Autos zu seinem Rechte. Vor der Großen Oper in Paris sah man diesertage iumitleu der Armee von Autos einen Wagen, der am Vorderteil die lustige Gestalt eines Schutzmannes zeigte, der seinen Stock drohend erhoben hält. Der kleine buute, Wächter der Ordnung an der Spitze des Motors hatte beim Public kuiil einen ehrlichen Heilerkeilserfolg, uud er nahm sich vortrefflich ans gegen seineil lebendige», großen Kol-lege», der mit finsteren Blicke» unmittelbar vor dem Aiito auf der Straße seines Amtes waltete uud deu kleinen Bronzekollegen bisweilen mit einem mißbilligenden Blicke streifte. — lDcr Verlirauch vou AusirlMarten.) 500 Millionen Ansichtspostkarten hat Dentschlcind allein in den erstcn fünf Monale» dieses Jahres exportiert. Das „Buchhäildlerbörseublatl" kann die Höhe der Ansfnhr geuau mil 14.871 Meterzentner angeben. Trotz dieser scheinbaren Höhe der Ausfuhr ist ein starler Rückgang in der Poslkarteuiuouslrie zn verzeichnen. In den Monaten Jänner bis Mai 190? wurdeu nämlich uoch 86.327 Meterzentner Ansichtskarten ausgeführt, u»d wenu mau diese Zahl iu Stück umrechnet, so ergibt siä> die Zahl von mehr als eiuer Milliarde Postkarte». I» den Jahren 1908 und 1909 sank die Ausfuhr dain' bedeutend, uud mau gibt als Gruud für den Ausfall an, daß die Vereinigten Staaten nicht mehr sovü'l Postkarten wie früher verbrauchen. — Mn Schildliiirgcrstillkchen eines ungarischen Bauern.) Ans Fünskirche» wird gemeldet: Zn del» Rechtsanwalt Dr. Johann Müller in Fü»slirche» law der Bauer Michael Sos, um eineil Teil seiner Expense»» schnld zu zahlen. Er erbat sich vou ihm die Expense»!' note, die auf dem Tische lag' als er sie erhielt, stürzte er aus dem Zimmer uud schluckte die Expensen»otc herunter in der Meinung, der Anwalt werde uicht mehr beweiseu können, was er ihm schuldig sei. Der arme Bauer wird natürlich zahlen müssen nnd hat noch den Spott zu tragen. — Mn Wettlauf zwischen Mensch und Rennpferd.) Dorando Pictri, der italienische Schnelläufer, der i» Sportkreisen von seiner Teilnahme am Maralhonlanfr der letzten olympischen Spiele bekannt ist, soll in Argentinien, wie der „Diario" in Buenos Aires berichtet, einen Weltlanf mit einem Rennpferoe siegreich auo» geführt haben. Es handelt fich nm einen Traber, mit dein Pietri zum Wettlauf über füuf Meileu antrat. Der Italiener foll den Traber um mehrere Ruude» geschlagen haben uud zu der ganzen Strecke 27 Minute» und 43 Seknnden gebraucht habeu. Am Schlüsse des Reunens war daS Pferd angeblich völlig erschöpft, wäh-lend Pietri noch frisch war. Diese Nachricht klingt völlig nnglaubhasl. Nach der angegebenen Zeit kaii» es sich nur um englische Meilen handeln, so daß dic ganze Nahn « Kilometer betrug. Über diese Strecke wird jeder mittelmäßige Traber auch deu schnellsten Schnelläufer schlagen, denn ein mäßiges Trabrcnupferd hat bei läugereu Strecken einen Kilometerrekord vo» l Miuute 40 Sekuudeu, während er bei sehr gnien Trabern bis aus 1 Minute 27 Sekunden sinken kann. Diese Geschwindigkeit kann aber ein Mensch nicht einmal auf die kürzeste Strecke crreicheu: 2 Minuten 2,5 Selnnden wäre für deu Menschen ein ausgezeichneter .^ilomelerrelord, wie ih» z. B. der Münchner Käufer Hans Arcinn, allerdings für die kürzere Strecke va» 400 Meter», hält. Das Trabrennpferd kann aber seine hohe Geschwindigkeit auf viel längere Streckeil bei» behalleu. — Muc aussterbcnde Sprache.) Im fernen Weste» von Nordamerika, im Staate Oregou, lebeu uur noch ganz wenige Mitglieder eines Indianerstammes, die eine sonst bereits völlig ansgestorbene Sprache bewahrt haben. Diese wird als Takelma-Sprache bezeichnet. Da die Gefahr besteht, daß von diesem sür die amerikanische Völkerkunde wichtigen Idiom überhaupt jede Kunde verlorc» gehe» löulile, hat das amerikanische Bnrcau sür Ethnologie angeordnet, jede heute uoch erreichbare Kenntnis der Sprache sowie mit ihr in Beziehung stehende Sagen und andere Überlieferungen zu sam» mein. Dir ersteil Ergebilisse dieser Forschungen haben die Wichtigkeit dieser Alisgabe durchaus bestätigt. — Mn amüsanter Stiertampf vor König Alfons.) Ans London, 12. o., wird gemeldet: Das' spanische Königspaar wurde iu Batou, wo es gegenwärtig weilt, durch einen köstlichen Scherz überrascht,'den der'Herzog von Westminster inszenierte. Während König Älfons Wer wird siegen? Roman vou Headon Hill. Autorisierte Übersetzung vou A. Vrauns. (74. Fortsetzung.) (Nachdruck vcrbolen.) Vom Fuß der Treppe bis an die Tür zum Ge> fängnishofe führte ein breiter Gang — jener Gang, den er manch schweren Tag auf seinem Hin» und Rück» Wege von den Steinbrüchen hatte durchwandern müssen. Ans diesei» Ga»ge dicht am Torwege, lag das Amts» zimmer des Oberwächters, dessen Fenster nnd Glaslür aus die Passage mündeten, vou wo der diensltnende Wächter — es war nicht immer der Oberwächler selbst — jeden Aus- uud Eingehenden dentlich sah. Magen hatte ihn darauf anfmerlsam gemacht, daß ihm a» diesem Punkte die größte Gefahr Zustoßen könnte. Er würde nnler der Lampe, in der vollen Beleuchtung stehen, da die Lampe gerade über dem Fenster angc-bracht war, wenn er hier Halt machte, die ihm nicht ver> trauten Turtelten loszumachen. Für diese Feuerprobe sich festigend nnd Magens martialischen Gang täuschend nachahmend, strebte er dem Ausgange zu, uicht einmal im Vorübergehen durch einen Seitenblick ins Amtszimmer Verdacht zu erwecken. Aber hinler dem Glassenster, im I»»ern des Raumes, befand fich eiu Einfluß, der zu mächtig für seine Willenskraft — jener Einfluß, der uus mague-tisiert und zwingt, menschliche Augen zn sucheu, deu niau fühlt und von dem beobachlel zn werden man sicher empfindet, und wie im Zauberbanne stehend und von diesem gezwuugen, sah er hinüber und begegnete zu seinem maßlosen Entsetzen Ralph Durkes dämonischem Blicke. Sein tyrannischer Tageswächlcr, den er daheim im Schoße seiner Familie wähnte, hielt den Nachtdienst in der Amtsstube des Oberwächlers. Zwei Seknnden trafen sich die Angen uud Hastelen ineinander und schiene» sich nicht lösen Zu können, dann senkte Durkc die Wimpern nnd gab sich das Ansehen, als wäre er iu seine Zeitung verliest. Daß er erkannt worden, daran zweifelte George nicht einen Moment, doch mit dem Mute der Verzweiflung schritt er nach der Tür zu lind führte Magens Anweis»»gen zum Öffnen derselben richtig ans, obschon jeden Augenblick erwartend, Durkes Haud auf seiuer Schuller zu fühlen und die Treppe, wieder hinauf zum Ausgeveitschlwerdcu ge» jagt zu werden. Es geschah aber uichts derartiges, die Tür glitt zurück lind er stand draußen im Hofe niller dem klaren Sterue»himmel. Am fernen Haupllore waren die Gestalten von zwei Zivilwachposteu etwas uudeutlich sichtbar, die mit ihren geschulterten Gewehrcu hin uud her Wanderlen, und George wnßte, daß hinter den vorspringenden Ecken der Kapelle der erste von dem Kordon der be» wasfneten Posten, die die Greuzmaucr bewachten, auf-gestellt war. Der Platz war abor gut gewählt Zum Entspringe», außerhalb des Gesichtskreises der uichl sichtbare» Wächter u»d fern von jenen am Tore, um seiue Verkleiduug durchschaue» nnd Unheil willern zu köuue». Mit inbrüustigem Flehen im HerZen schritt George kühn über den Hof lind schwenkte jäh um uach dem Winke! bei der Kapelle an der Gre»zmauer, dann hastete er uach dem Leinsack hin, den Magen dort hin» gelegt hatte. Und hinter dem schützenden Vorsprung der Kapelle hervor trat ein scharf Umschau haltender Manu in Uniform, mit dem Finger ans dem gespannten Hahn seines Gewehres. 2 2. K aPitc I. Gin Brief aus dem Grabe. Drei Herren saßen iu einem stilvoll eingerichteten Speisezimmer beim Nachtisch. Das schneeweiße Tischzeug, oas feine Porzellanserviee, die mit Rutweiu ge» füllten KriPallweiugläser, das blitzende Silbergerät, das ganze Air von Luxus und Reichtum ließ nicht ahnen, daß das Gemach innerhalb eines düsteren Zucht» hansbezirles lag nnd nur eiuen Steinwnrf weit ent> sernt von 1500 schlafenden Missetätern. Und doch verhielt es sich an dem, deun der militärische Gastgeber am obereil Ende der Tafel war der Oberst Vrowulow, Gouverneur von Portland, der zwei zufällig eingetrof-fene Vesnchsgäste bewirtete. Der Oberst war Junggeselle und hatte seinen alten Frcnnd Sir Graham Sinclair mit wahrer Begeisterung begrüßt uud willkommen geheißen und mit noch größerem Stolz desseu Gefährten, Sir Henry Selwood, dessen Bekanntschaft zn machen er hochentzückl war. „Sie verdieilen, daß es Ihnen hier ganz beson« ders heimisch gemacht wird, Sir Henry, da Sie doch einer der Schutzpatrone, der Stätte siud," scherzte der Gouverneur. „Wenn die juristischen Würdenträger uus nicht mil Bewohnern versorgten, wo sollten dann Per-sorgnngen herkommen für ansgedienle Krieger wie ich?" Selbstverständlich war nach der Begrüßung der Gäste bald die Einladuug zum Diner gefolgt. Die drei Herren wnrdcn bald befreundet und pflogen die angenehmste Unterhaltung. Während der Mahlzeit sah der Gouverneur der Faltlandinseln des östcren nach seiner Uhr nnd der Oberst Vrownlow neckte ihn, er habe es wohl sehr eilig mit dein Fortkommen. „Nein, das ist nicht der Fall, dazn ist Ihre Go fängnislosl zu gut und verlockend," lächelte Sir Gra» Hain. „Wenn Ihre Seele sich bis Punkt 9 Uhr iu Geduld fasseil will, dann habe ich volle Freiheit, Ihre, Neugicr zu befriedigen." Wahrend die Herren beim Kaffee saßen, entnahm Schlag 9 Uhr, ans die Miuute Präzis, Sir Graham Sinclair seiner Brusttasche einen versiegelten Brief, den er nebe» sich auf deu Tisch warf. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 185. 1681 17. August 1910. wit semen Partnern eifrig dem Polospiel huldigte, auchte plutzlich ans den nahen Gehölz eine Gruppe lotrechter spanischer Stierkämpfer im Nationalkoslüm aul, einiqe zu Fuß, die anderen zu Pferde. Alsbald Ä ^" '" ^"' improvisierten Arena ein wildblickender . ^ der drohend die Dörner gegen die Kälnpfer "Ute. Und mit einem Male entwickelte sich ein span-uendcs Cuergefechl. Die „Picadores" reizten deil Stier ourcy vorgehaltene rote Tücher, bis er wütend auf sie ""I'M, ,u das; sie sich nnr durch geschickte Sprünge °ur ,l',nen Attacken retten sonnten. König Alfons uud ,cme ^vcmahlin amüsierten sich köstlich über das eigen-anige Schauspiel. Der Stier hielt seine Angreifer die ,,"Uc >')ctt ui Schach; dann aber stürzte er getroffen <)" "^en, ussnete scin gewaltiges Maul und gab einen ?.. ? 3>"" """ s'ch< der an eine Automobilhnppe W u^ war zn Ende; der Herzog von ^, lmmstcr schritt auf das erlegte Tier zu uud öffnete M um einem kräftigen Schnitt deu Leib. Da regte ^1 "was, und aus dem Innern des Tieres krochen »n? . ^"Ichwltzt — Lord Herbert uud Lord Stau- "i yervor, die lachend den wohlverdienten Neisall für chr. bravouröse Leistung entgegennahmen. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. ^^"^""ll b" Hnndertkroucn-Vanrnote der ",icrrclchisch-«u^rischcu Vauk uom Jahre 1^10. 1l)l> 3^ '^'" ^"' Österreichisch'Ungarischeu Bank zu Itt't mv?"^ ?"" "' Jänner 19^, ^^„ ^^ Format von 'ei^n ;". "" ^"'^' und 108 Millimetern Höhe uud e e ^.'^ ^'^ "^"' ^'" """^ ^"'^' d" Aildsläche er° nectt. ^ie rechte Schulter der Idealfigur und das von beiden Handen derselben gehaltene Blumengewinde sül-^" den uuteren Teil des Raumes aus. Zwischen dem «mmengcwiude 'st das eine viereckige Musteruna ^ei-gende Gewand sichtbar. Der Hintergrund, ebenso wie das stch von demselben abhebende Gewand der Figur und das Blumengewinde, sind in guillochctechnischer We,,c ausgeführt. Die obere. Seite des Nahmens besteht aus einer größeren Mittclrusette, welche von, zwei ovalen, die Ziffer „100" trageudeu Rosetten flankiert M, d,c gleichzeitig die beiden oberen Eckon des Nahmeus u'lden. Der untere, aus drei kleineren und zwei große» ^cn abwechselnd aneinandergereihten Nofetten besteheilde ^ ^^?Wens ist links nnd rechts durch je sieben buude? " "" ^''" ^"'"' ^'"' ^''l^ben der. Der linkseitige, etwas kleinere Teil des Nolen- Hundrrt Kronrn m gesetzlichem Metallgelde. Wien, 2. Jänner 1901 au, de, ungarische.i Seite mit dem Wortlaute: t>uaapL8ti toint^/Ltoiiwi ... . 822.2 Korona. ^ 0 p 0 v i« 8 und darunter die Strafbestimmung, lautend: " k Nachahmuug der Banknoten wird gesetzlich beziehungsweise: straft.", , . bünt6tt6tilc.», dcs ^enuw^7^'^ "'^rd.'u uoch die Vezeichnuug iu ack ^ ? k ^ ^ote, nämlich «Hundert Kronen", 'Mde Al d '"" """^ssp^ch"', und Hwar in sol° 810 X0NUN 810 X0N0f< - 810 l(N0N 81U XNUsi^ - LI0 K0?0N - LI0 l(PV«^ Zwischen der Firmazeichnung nnd der Slrasbestim» mung ist auf der deutscheu Seite die Serieubezeichniiug, auf der ungarischen Seite die NummernbeZeichnung in roter Farbe ausgedruckt. Der Unterdruck ist buutsarbig, stellt cincn in Neliefmanicr gravierten Fond dar uud besteht abwech» selnd aus einem kleinen rhombischen Ornament nnd der Ziffer „100". Eine Nazor-Tour mit Schucc und Hagel. Von Dr. Josef Tominzek. „Lojzka, grüß Gott und rafch eiiien Schmarrn aber einen besseren als letzthin!" Mit diesen Worten polterte ein junger sonnverbrannter Herr in die Voh° Hütte herein. Die (wir wollen höflich fein) nicht ganz junge nnd noch nicht ganz alte Hüttenwartin Lojzka schaute den lauten Herrn, hinler dem, noch zwei andere ein» traten, verdutzt au. „Kennen Sie mich denn nicht mehr?" fragte der Herr und versetzte der Douna einen derb-freundschaftlichen Schlag auf deu unbemlederten Nucken. Ein Erkennungszeichen! ..Jaffas, Se faii's, Landsmann! Was gibt's deun in Villach Neues?" Nuu giug's au eiu Ausfragen über Personen uud Verhältnisse, in deren Details nur ein Einheimischer einen Einblick haben konnte. „Halt, lassen Sie die Zunge einmal ruhen, bringen Sie uns Bier, bereiten Sie unseren Schmarrn nnd dann werden wir erzählen." So sprach der Herr, trieb die Lujzka zu dein fast kalt gewordenen Herd, legte den Nucksack ab uud setzte sich nut semen Kameraden zu uusereni Tische. Unsere engere Gesellschaft betrug fünf Mann,-den Stammlern bildeten wir vier in Laibach Domizilie» rende, zufällig Vertreter aller weltlichen Studien» brancheni ein Nechlsgelehrter lseiner Autorität beugten wir uns, wenn auch nicht stillschweigend), ein Medikus, ein Ingenieur und söhne die Brut kommt man nirgends aus!j ein Professorlein. So verschieden an Beruf und Charakter wir auch sindi sobald wir unter den Rucksäcken schwitzen oder einen Kamin erklettern oder aus steilem Felsgrat an einer Flusche unser Mütchen kühlen, da sind wir eines und einigen Sinnes wie die Mitglieder einer ^bisher uoch nicht nachgewiesenen wahrhaften) „Union" oder „Liga". Das sünste Mitglied, der Liebling aller, fehlte leider; wäre er da, dann hätten wir auch deu Theu« logen in unserer Mitte; indes steckte damals, es war uämlich am Samstag, den 6. d. M., der geistliche Herr vermutlich irgendwo in den Tiroler oder Schweizer Gletschern, in der Nergwelt jedenfalls. Doch: statt nnseres fünften Kollegen hatten wir in uuserer Gesellschaft als aktives Mitglied einen illustren Herrn ans Wien, der sich entschlossen halle, unsere Tour als Gast zu beehren. Da wir ihn als mutigen und ausdauernden Steiger kannten, war uus seino Teilnahme an unserer Expedition nicht bloß eine Ehre, sondern ein Vergnügen: denn mit jedem vollwertigen Genossen hat man in der Einsamkeit der Berghohen aufrichtige Freude. So saßen wir denn in der Vohhülte in traulichem Kreise in mannigfaltiger Beschäftigung. Die bestellten Rostbraten waren ihrer Neslimmnng schon zugeführt worden; das Preißelbeerkompott wurde versuchsweise mit dem Vier gepaart und vertrug sich damit ohne Widerspruch; der Schmarrn, der sür die Villacher Herren bereitet wurde, küudigle seine Geburtsstunde durch deutliche Auzeicheu schon an. Die Zeit verslog nns im traulichen Gespräche. Es drehte sich Haupt-sächlich lnn unsere Projekte und um die Lebensfrage der Touristik, das Wetter. Wir fünf hatten im strömen° den Regen die Fahrt bis Kronau gemacht; in Kronau hatte es düster ausgesehen: man sah nur Kronau selbst und ruud herum, tief iu die Täler herabhängend, Wolken oder deren nächsten Verwandten: den Nebel. Es war uns nichs anderes übrig geblieben, als abzuwarten, welchen Lauf die Dinge nehmen würdeu. Die Eutschei-duug fiel rafch: in einer Stunde lag das Pi^nicatal ganz frei da und die „Häupter unserer Lieben" ll>pik, l>krlaliea, Razor, Prisojnil) waren entschleiert. Wir waren aufgebrochen und antworteten auf die Frageil uach dem ,',Wohin" — „Auf del, Razor! In der Voß. Hütte wird überuachiet!" Wir schritten im Tale wacker aus und der Abend ließ sich immer schöner an. Als wir von der Krnica an den bekannten bequemen Waldweg auzusleigen begannen, beleuchtete die untergehende Sonne im herrlichsteu Nosa die im Hintcrgruude stehen« den zackigen Gipfel: Police, Lipniea, Ponica, ^lrlatica; die breite Masfe des Prisojnil stand im Schatten der Mojstruvka. — So halten wir, voll gnter Hoffnungen, die Voßhülle erreicht, als die Ersterschieneneu unsere Lagerstätte belegt und horchten nun auf die kühnen Neden tx-r Villacher Gesellschaft, die über die Moj. strovla hinweg den berüchtigten Ialovec zu besteigen gedachte.. Die Stunden entschwanden uns im Gespräch, iu stillem Gedanken und im Schmieden von Plänen; es war schou tiefe Nacht und die Sterne flimmerten uns um die Nette zu. Schon fiel die, Losung vom Schlafen» gehell, als still die Tür aufging und wiederum eine Gefeilschast, drei Mann hoch, hereunrat, mit alleu Au» zeichen einer längeren überstandenen Tour. Voran ein Bürschlein, stramm im Auflreteu, aber von über» raschend molligen Formeu; hinter ihm zwei normale Bergsteiger, struppig wie wir alle. Wie die gute Lojzla» die drei erblickte, ließ sie deu Kochlöffel fallen, sprang mit einem Iubelschrei zum molligen Touristen hin und hätte ihn säst umarmt, oder hatte sie ihu? Wir wußten es nicht; denn alles ging zu rasch. Unseren stummen Gesichtern sah mail wahrscheinlich die Negel von der „Alma — ka Süud" schon halb aufgeprägt au, da unter, brach Lojzka ihreu Jubel und entschloß sich zu dem endlich artikulierten Ausruf: „Grüß Sie Gott, Frau» lein! Wie ist es ihnen deuu gegangen?" Also ein Fräulein! Und da soll mail einer ab» geschundenen Lederhose und einem lecken verwaschenen Lodenhut noch was trauen? Was für Ungehörigkeitetr können sich daruuter bergen! — Übrigens gestanden wir bald, daß diesem Fränlein das Privilegium der Lederhose auslaudslos zuzuerkennen sei. Denn die drei Geschwister, das waren sie offenbar, hatten, wie wir nun erfuhreu, schou eine ganze Woche in der Voß« Hütte logiert uud jeden Tag den Aufstieg auf deu Ialo» dec versucht, warcu aber Tag für Tag durch widriges Welter oder andere Umstände verhindert worden, ihr hohes Ziel zu errcicheu. Gerade heute war ihnen der Plan geglückt; allerdings nur vuu der Treuta aus, über den Ozebnikweg, den einzelne Mitglieder nnferer Ge-scllschast auch fchou gemacht hallen. Alle Achtung vor dieser Ausdauer nnd diesen Leistnngen! Die neu angekommene Gesellschaft war erklärlicher, weise gehörig milde; sie zog sich denn auch rasch zurück, ohne daß sich das Nürschlein wieder zu einem weib» lichen Wesen verpuppt hätte. Da auch wir bald uach 3 Uhr auszustehen ge» dachten, so suchten wir unser Lager auf und lagen bald in den falten Betten, die uns das Zähneklappern wieder in die Eriuneruug zurückriefen; denn ein gar kühler Wind strich vom Ver5i<>sattel herab und das Thermometer drängte hartnäckig gegen die Null hinab. Toch als die Zentralheizung des Körpers zu sunktio» nieren anfing, wurde es anheimelnder unter den zolli-gen Decken lind Morpheus verlor das Frösteln. tar! Anersperg, versiigl, daß deu Gau» verbanosmilgliedern im Thermalbade Töplitz in der Zeit vom 1. Mai bis 15. Inni und iu der Zeit vom 10. August bis 1. Oktober alljährlich je zwei Freiplätze gewährt werden. Diese Begünstigung wnrde von den Verbandsmilgliedern auch schon mehrfach in Anspruch genommen. Der Rechenschaftsbericht wurde genehmigend zur Kenntnis genommen, woraus zur Nenwahl des Verbandsvorslandes geschritten wurde. Es wurden ix>r in's-lllnüi»,',!!<',i! wiedergewählt: Seine Dlirchlancht Fürst Hugo zu Windischgrätz zum Obmann, Die Herren Forstmeister i. R. Moritz H ladik nnd Forst» und Domänendirektor Heinrich Schollmayer-L i ch l e n b e r g zu ObmanN'Stellverlreler» nnd Herr Forstmeister Joses S ch a u l a zum Schrift» uud Säckel» wart. Der Sekretär des Zenlraluereines, Herr laifer» licher Nat Miller von E g g e r - M ö l l w a l d , rese° rierte schließlich in eingehender instrulliver Weise über die Nolivendigkeil eines festen Znsammenschlusses aller Güterbeainlen ohne Rücksicht auf nationale Unterschiede, da nur durch eiue feste Standesorganisalion oie Inter» essen der Gülerbeamlen entsprechend gewahrt werden tonnen. Er warnte vor einer Zersplitterung der Kräfte und beanlragle eine Resolution, die sich entschieden ge» gen jede Schwächung der Gesamwrgauisalion ansspricht. Die Resolution nmrde einstimmig angenommen. Riller von Eggcr besprach Weilers die Frage der Pensions» Versicherung nnd der rechtlichen Stellung der Güter» beamlen nnd machte die Mitteilung, daß das für die Pensionsversicherung geschossene Ersalnnstitut in erfreu» lichem Ausschwnnge begriffen sei und bereits über ein Vermögen von über 1,000.000 l< verfügt. Der Verein der Gülerbeamlen zählt derzeit nahezu 6<»oo Mitglieder. Die Ausführungen des Redners würden beifällig ausgenommen nnd sodann nach Erschöpfung der Tages-vrduuug die Jahresversammlung nach zweistündiger Dauer geschlossen. — sGcuehmiqie Slatutcnäudcrnnss.j Das Mini» slerium des Innern hat im Einvernehmen mit dein Handelsministerium die Zufolge der Beschlüsse der Generalversammlung der Aktionäre der Aklieugesell' schasl „Vereinigte Bierbrauereien Sachsenfeld nnd Markt Tüfser, Aktiengesellschaft in Laibach" vom 5. Dezember 1909 geänderten Stalulen dieser Gesellschaft genehmigl. Das Ministerium des Innern Hal weiter die von der Generalversammlung der Allionäre der Baumwollspinnerei uud Weberei in Laibach mit dem Sitze in Triesl am 29. April beschlossene Änderung der Gcscllschaflsslalnlen genehmigl. — Man schreibt uus aus Gottschee: Das Halls des' Advokaten Herrn Doktor F. Gols, worin sich gegenwärtig die Post befindet, wnrde vom >lansmann Herrn I. Macher erstandeil, der es so bald als möglich zn Magazinen zn verwenden gedenkt, »veil ihm seine bisherigeil gekündigt wurden. Die Uuterbriuguug der Post ist daher M einer brennenden Frage geworden. — jVi» Teil der Tlovenischcn Philharmonie) lon» zertierl heule vou halb 5 Uhr nachmittags au im Hotel „Tivoli"' Eintritt frei. — Der zweite'Teil spielt von 8 bis 12 Uhr abends im Garten des Hotels Tratnik; Eintritt 40 l>. — sHurliste.) In Krapina-Töplitz sind iu der Zeil vom 4. bis 8. d. M. 820 Personen zum Knrgebranche eingetroffen. — jähriger Bnrsche in der Nahnhofgasse eiuen aufsehenerregenden Erzeß. Der Bursche trank in einem Gasthause nnd snchi> solange Händel mit den Gästen, bis mail ihn anf die Straße setzte. Ein herbeigerufener Sicherheilswachmann, der den Burschen zn beruhigen suchte und ihn znr Zahlung der Zeche anfsorderte, wnrde von ihm beschimpft und überfallen. AIs ihn oer Sicher» heitswachmann für verhaftet erklärte, warf sich der Bursche zu Aodeu uud schlug mit Beinen und Armen nm sich, stand jedoch nach einer Weile ans nnd ging Weiler. Beim Hotel ^lrnkelj warf er sich nenerdingö zu Boden. Nun erschien Hilfe, worauf man ihn in den Arrest überführte. — Sonntag nachts wnrde am Petersdamm ein Knecht durch drei Laudwehrsoldaleu überfalle» uud ihm der Rock zerrisfe». Die Ursache dieses Überfalles lag dariu, daß sich der 5t»echt iu eine Arre» lierung eingemengt halte, die ein Unteroffizier in einem Gaslhanfe vornehmen wollte. — Anf dem Tabor übersielen zwei Soldaten des 27. Infanterieregiments einen Knecht und verletzten ihn mit dem Bajonett leicht am Kopse. — Montag uachls soll es im Gruberkaual zwischen Arbeitern in Elephansdorf zu einem blutigen Exzeß gekommen sein, wobei ein Arbeiter durch eiuen Nevolverschnß angeblich tödlich verletzt wurde. — Bei der Ansage der Polizeistunde in den nächst dem Grnberkana! befinolichcn Gasthäusern halte die Sicherheitswache viel zn tun. Nur dem taktvollen nnd energischen Einschreile,, der Sicherheilswache ist es zu verdanken, daß es »ichl zu argen Exzessen oder sogar zn öffentlichen Ge° watttäligleiten kam. " sillqicrtcr Geldverlnst.) AIs dieseriage vormittags eine Köchin einer ihrer Frenndinnen einen Be» snch abstattete, sandle sie oie 35jähr. Bedienerin Maria Lanegger ans Plelrovi^e i» Uittersleiermark mit einer Zehnlronennote einen Liter Wein holen. Da die Bedienerin bis nachmittags nicht zurückkehrte, machte man hievon die Anzeige, woranf die Bedienerin durch eiueu Sicherlicilswachman!! in ei»em Gasthanse am Domplatze angehalten »nd z»>» 'Amte geslelll würde. Bei der Ei»° vernähme erzählte fie, daß'sie die Zehnkronennote anf der Slraße verloren habe. In ihrem Besitze fand man nnr 68 !> vor. — <(5'iuo gestörte Tanzunterhaltunss.) Sonntag nachts fand iil einem Gasthause au der Unlerlrainer Slraße eine Tanznnlerhallnng statt, die durch einen bekannten Plallenbrnder, den 26jährigeu Eiseudreher P. N., wiederholt geslörl wurde. Da niemand auf seine Beschimpfungen reagierte, ging er auf einen Maschinen» sichrer los nnd warf ihm vor, er hätte ihm das Bier ausgeschüttet. Nuu trat der Gastwirt hiuzu und wollte die Streitenden beruhigen, aber er kam übel an, denn der Plaitenbrnder warf sich auf den Gastwirt und stieß ihn zn Boden. Jetzt schritt ein Sicherheitswachmann ein, der den rabialen Burschen verhaftete. Es mußte Snklurs kommen, damit der Exzedent in die Sicher» heilc'wachtslnbe a» oer Xarlslädter Straße gebracht werde» koinite. Mit Hilfe von drei Persollen, darunter eines Unteroffiziers, fchob mail deu »vie wahnsinnig sich gebärdenden Plattenbruder iu deu Zellenwagen. Hie-bei erwischte der Bnrsche einen Sicherheitswachmann an der linken Hand nnd verrenkte ihm den Zeigefinger lind den Daumen. Anch bei der Einlieferung in den Arrest schlug er mit Armeu uud Beinen nm sich. Gestern wurde der Verhaftete dem Laudesgerichte eingeliefert. - lTlischettdiebstnhl im Postzusse.j Alis der Fahrt voll Laibach bis Steiubrücl wnrde dem Schweinehändler Johann Perne aus Tersain, als er nachts in einem Wagenabteil dritter blasse schlief, aus der i»nere» Wesleillasche ei»e schwarzlederne Brieftasche mit einem Geldbetrage vou über 1000 X entwendet. Die Gendarmerie in Steinbrück nahm bei zwei im gleiche» Wagenabteil gefahrenen Passagieren cine Leibesdnrch-suchuug vor, die aber resultatlos verblieb. " iVerhaftunss eines diebischen Bettlers.) Der 46jährige, verehelichte Bettler Florian Posavee aus Sleinbüchel, Bezirk Nadnssmnsdorf, ist bereits zwüls-mal wege» verbrecherische» Tiebslahles abgestraft. Er isl ein Spezialist im Einschleichen. Seil zwei Jahren muß er sich wegen seines leidenden linken Beines einer Krücke und eines Stockes bedieneil, aber das hindert ihn uichl, auss Laud zu geheil, wo er vou Ort zu Ort bettelt und Gelegenheit sticht, einen Tiebstahl zu bc» gehen. AIs er noch gesunde Beine hatte, verüble Posavee zahlreiche Diebstähle. Er trat ganz uuverfroren als Bettler auf. Im Jahre, l903 drang er mit besonderer Frechheit ill das Hotel Lnisenbad in Veloes ein, stahl verschiedene Effekten nnd sliichtele sich über Würzen nach Kärnlen. Unterwegs schlich er sich ill ein Weg-ränmerhans an der Reichsslraße ein nnd stahl eine Zwanzigkronennote. Im Seplembcr 1905 hatte aber Posavee Pech, denn er wnrde in der Ortschaft Beuke bei Oberlaibach ill dein Augenblicke ertappt, als er ill einem Bailernhanse die Kleidliugoslilcke sortierte, die er nutzn» nehmen beabsichtigte. Er unternahm mit einem Ver-wandlen Slreifzüge bis nach Trieft, wo er wegen Ge-slügeloiebslähle angehalten uud dem Gerichte eingelie-fert wnroe. Wegen seines liederlichen Lebenswandels steckte man ihn uach Abbüßung der gerichtlichen Strafe in die Zwaiigsarbeitsanslalt. Nach l9 Monaten wnrdc er i» seine Heimat abgeschobe», kehrte jedoch sofort zn seiner in Laibach als Taglöhnerin beschästigle» Fran znrück. Der Mann, der von perverser Natnr ist, lebte mit seiner Frau iu stetem Unfrieden. Obwohl er sich nur mühsam vorwärts bewegte, blieb er oft tagelang vom Hanse abwesend. Am 12. d. M. erschien im „Elo-venski Narod" eine Notiz ans Nenmarkll, daß ein Bettler in einei» dortigen Gnsthanse 700 K entwendet habe. Das Polizeidepartement leitete, ohne einen offiziellen Bericht darüber zn erhalten, fofort die nötigen Erhebungen ein nnd ließ den Florian Posavee ans seiner Wohnung in der Kirchengasse znm Amle vorführen. Nach einem mehrslünoige» Verhör legte der Bettler das Geständnis ab, daß er znr kritischen Zeil in Neumarkll ge-weseu war, daß er aber feinen Tiebstahl verübt habe. Nun folgte eine Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen i» der Kirchengasse. Man fand mehrere ge» markte Leintücher, Kopspolsterüberzüge und Herren-Unterhosen, endlich in einem eisernen, mit Brei gefüll» ten Topfe einen großen Geldbetrag, über dessen Herkunft er sich nicht auszuweisen vermochte. Das Geld sowie die Wäschestücke wurden von dcr Polizei konfisziert. Dcr Bettler wnrde in Haft genommen lind oem Landesgerichte eingeliefert. Jetzt erhielt die Polizei vo» diesem Diebslahl eine amtliche Mitleilnng, worin be-kannlgemachl wird, daß am 9. d. M. zwischen 10 nnd 11 Uhr vormittags der beim Fleischhauer uud Gastwirt Frauz Perko in Nenmarkll bediensteten Kellnerin Ger-lrnd Äogataj ans einer versperrlen, in der Gaststube besiudlicheu Geldlade eine schwarzlederne Kellnerlasche mit Banknote», Kronen und Kleingeld im Gesamtbeträge von rund 700 X gestohlen worden war. Die Gen» darmerie leitete sofort die Verfolgung des talverdäch-ligen Bettlers ein, doch ging i» Olo5e die Spur des Diebes verlöre». — Wetterbericht.) Der Lustdruck ist über Ost- uud Westeuropa bedeuleild gestiege», in Mittel- und Nord-enropa gefallen. Von Westen ist hoher Drnck gegen Mitteleuropa vorgerückt, während ein kleines Minimum, das über Böhmen lag, sich nach Ungarn und nach dem Balkan verzogen hat. I» Österreich herrscht znm Teil wechselnd bewölktes, znm Teil vorwiegend trübes Welter. Die Stationen der westlichen Alpenländer melden geringe Niederschlage. An der südlichen Adria ist es wolkenlos. Die Temperaturen sind in den Alpen und in Böhmen etwas gestiegen, sonst etwas gefallen. In Laibach gestaltete sich gestern das Wetter scholl- gegen Abend trat Bewölkung ein. Die Tempe-ratnr betrug heule früh 18,3 Grad Eelsius. Die Be-obachlungsstalionen meldeten folgende Temperaturen von gestern früh: Laibach 13,4, Klagenfurt 13,8, Görz 19,(!, trieft 21,6, Pola 21,6, Abbazia 19,2, Agram !6,I, Sarajevo 11,1, Graz 13,8, Wien 13,4, Prag l 6,2, Berlin 17,3, Paris 14,1, Nizza 20,1; die Höhenstatio-nen: Obir 8,8, Cemmering l3,2 Grad Eelsins. — Wellerprognose der k. k. Zenlralanstatt für Meleuro» logie in Wie» für henle: Sleiermark, Kärnlen nnd Laibacher Zeitung Nr. 185. 1683 17. August 1910 n,^"^' Wechselnd bc'wülll, mäßiqe Winde, zuneh. ^/? "mpcratur, allmähliche Vc'fftrunq. Küstenland: Hues Netter, schwache Winde, warm uudchi.umt, li"rschend,r Vittern.upcharaltcr anhallend. . ^l^crstorbcnc in Laibach.j Gemeldet »nurden ful-^ oc ^,d(^alle: am 10. Auqusl: Aiaria Mudic, Ar-^tcr,qatt.n, 61 Jahre, RadeMtraße 11; Juan Ter-^r Hi? !k?''"'^"' " ^"hre, Zairer Straße 11; N,-' , '"'>aburanlrnssohn, 9 Monate, ^aloqer Straße ^ I,,' ''"!^'a Vrhuve, ^adritsarbeiterstochter, 4 Jahre, ^ '-^' '' I"sefine Marinst, Arbeiterin, 66 H^./ ö^?"" ^"e, Musilanl, 37 Jahre; IranZ V^> v VH'd"' "nd Gastwirt, 42 Ialsre/ Dmuiuik ^ onduu Ardett^, 77 Jahre - alle im^andesspitale; 55 ^. ""^' ^" A'vanz., qe.oesene 5A:ndeIösran ^aln- ^'V?.""^!'' "' ^"z Vidic, Arbeiter 82 ^i? «°'^^bly,traj;e I I; Äqneö Meniqni, Taqlbhne. N',.^Ä"'.U" ^andesspitale; au. 15. Anqust: Alois Nr .7^!''^'''i, 2 Monate, Triester Straße straß' i^ '"'"V^^^ ^"Nlöhner, 24 Jahre, Nadchly° är,ner ^' " lb August- Jalob Gruhar, Gemeinde-Val m^^n^^'^^'^blystraße II; Johann Trainer, ^a n,ch o,,r l N., 85 Jahre PeteMraße 83; Mat° T ^cc c7'^ ^i'""/ '? ^l;., m!d Kikto/ Korn, - ' "^^ ^"hre, beide ,m ^andesspilale. Telegramme es l. k. TelegraphenKorrespondenz-BureauZ. ^roatieu. zwrresp'Nln.^' "^'""^ Das Ungarische Telegraphen-'"?" ans 'Agram: Dr. Nen-qwrd u^e^r ^i.t'^' ^°"'u Slavoniens, der Ab-der süln-en^n m ^""' "^ D'- Anlou Vaner, einer q st.r. aä . n ^7'^^ ^'alitionslaqers, hallen sich cinaef.nd^ ^""^. beim Nanus zu e.m'r Konfer n d'r d i^iti^.^" "'"" Slnnden danerte uud in der n nen 1' '^ ^""' ""d besonders das Proqranun for , .?> " ^"'' u"w »tegiernnqsproqran,», Po iti or, l' ?"' ^"".ttags oon. Vanns empfanqenen Uu" n^"^' l"l' "."ch Abg.ord.u'ler Vabi^Gialsl.. E w ' "^ """'".I.ch Cyniptonce einer friedlichen Scha ^'I^'^l'Ich'n Verhältnisse Kroatiens durch ^rnn"opartei ^"""""' """ .inh.il.ichen Ne^ Das Jubiläum drs Fürsten Nikita. , (5cti„jc, IL. August. Aei den. qchriqcn Galadin^r fn w turk.sche G.sandtschast hi.lt ^nrst Nikolaus c n Toast, worin er fur d.e Glnckun.ische des Eultm.s a s Bcwc.s st'.uer gauz besonderen Sympathie, seines Woh° " ""1 "ud "^ Freundschaft dankte und ihn?cmer u NxianoeUlchen ^-reund,chafl, Vewundernng nnd .^och-ach ung ver,.cherle beseelt von den. festen Wnnsche d e ., und chc^l m. chm als wertvolles Pfand zu bewah-und ft'me"^ilc" '"' ^"' W")lergehe.i des Sultans side.tt^"' ^?' ^!'^'^' Tiesertage »uird sich der Prä- Verhaftete Anarchisten. verhafteten A.ia M ' ! "'n^ "> ^'" '" '^'" waron, stark ko.np^mittie ' ?^nen^ D ^ Offizier namens Äado Ä3ilov^^'"^ ''"ische'r gcfuhri Äde^ n!'iro ' "'^'^'^ '"" '" U'UersnHnng Eine englisch-deutsche Stiftung. "'eld^h^Sir l?"^!?^'' d"s .Berliner Tageblatt" Eduard. 7u,'^'U'st ?"»!, n.n das Andenken König deutschen >ta ,, "nd ,eine Verehrung gegenüber den. wclche enaliicl ^,..^?^^^"^'^ ^uu' Stiftung gemacht, d'e ^nlän ^4^ K" ^liarakler tragen soll unc> für c>" ^'i'surgelom.te "7!' ."^'^'»oorse,. sind. ^ soll mii.derbemiltelten^."''?''"' '""'^'"' ^ '""^,1 Weilen und dor Erni? "s 7'"' ^' '" Deutschland England, die sic, i^, , suchen, als auch Deutschen iu 'ue.l soll. Der Kbua v"^""' ^linde.l, zugute kon.^ und die Kön.giu- ^"' Ten l,Ia d n '""." ^"' ^ais"' l.ud die Kaiserin ^m,chland ,oll,n das Protektorat übernehmen. Der Vraud der Brüsseler Weltausstellung. Hai di7'^. '.'^' ^"'^ König Albert der Velgier ^eländ^^^.!" ^' 'bm der'große Brand auf den. u>n 4 M^" W'llansstellung mitgeteilt wurde, gestern N" foN d 7^!"'^ !" ^"blach «halten uud sofort 'lrosz m m^^'p'''^' beantwortet- „Ich erfahre mit > W'M ^dauern vo>. dem schrecklichen Unglück, das unsere herrliche Ausstellung getroffen hat. Ich bedanere unendlich mit Ihnen den großen Verlust so vieler Wunderwerke, die man der Knust, Wissenschaft nnd dc-r Industrie nicht nur uuserer guten Mitbürger, sondern anch der befreundeten Nationen verdankt. Ich drücke den Mitgliedern des Exekutivkomitees, den Gencral° direktoren der Ausstellung fowie den Ausstellern mein tiefstes Bedauern über das große Unglück aus, das über uusere Ausstellung hereingebrochen ist und einen Teil derselben zerstört hat. Tchiffsunglüct. London, 16. August. Nach einer Lloyomeldnng ans Gibraltar sließ der spanische Dampfer „Martos" im Nebel anf der See vou Tarifa .nil dem deutschen Dampfer „Elsa" zusammen und sank. Einige Passagiere und ein Teil der Äescchnng wurde von der Mannschaft der „Elsa" gerettet und in Gibraltar an das ^and gebracht. Sieben Matrosen und zweinnddreißig Passagiere des „Martos" ertranken. Grosto Ülicrschwcmmnugcn in Japan. Tokio, lü. August. Nach amtlichen ^eststcllnngen sind infolge der jüngsten Überschwemmnngen 1112 Per-sonen ums Leben gekommen oder werden vermißt. ! 3359 Häuser wurden von den ^Inlen fortgerissen. Tausende von Menschen sind obdachlos und auf öffent» liche Wohltätigkeit angewiesen. Verantwortlicher Redakteur: Antun F.intel. KURAN5TALTBILIN] SAUER BRUNN ] (hei Teplitz i. Böhm.) inmitten herrlicher Parkanlagen. Näheres durch die BRUNNEN-DIREKTION BILIN. Erhältlich bei Miohael Kastner, Lalbaoh. (27H3) 52-5 A Ausweis iibcr den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom «. August bis 13. August 1910. Es herrscht: die Räude bei Pferden im Arzirlc Laibach Umgebung iu drr Gemeinde Dulii.'mije s4 Geh.): der Rotlauf der Schweine im Bezirke Gottschee in deu Gemeinden Altlag l.'t Geh.). Ilirjuwij) (1 Geh.), Neif.iih (^ l^el).); im Bezirke Littai in der Gciliciude Oberssuil (1 Geh.); im Vezirle Loitsch in der Geineinde Untcr»Idrill (1 Geh.)- im VeMe Stein in der Gemeinde Aich (1 Och.); im Vezirke Tscherncmbl in deu Gemeinden MMlina (1 Geh.). Suchor (3Geh.); die Schweinepest iiu Bezirke Adelsbcrg in den «emeiudeu Eeljc (1 Geh.). Dornega. (1 Geh.); im Bezirke Gottschee in den Gemeinden Aurrspcrg (1 Geh.), Dane (4 Geh.), Mosel (2 Geh.». Niederdorf (11 Gel,.), Reifi.ch (1 Geh.). Tiefen-dach (1 Geh); im Bezirke Gurkfcld iu der Gemeinde Hl. Kreuz (6 Geh.); im Bezirke Kraiudurg in den Gemeinden Altlac, (1 Geh.). Flödichli (1 Geh.), St. Georc,cil (1 Geh.); im Bezirke Laiuäch Umfiebunc, in der Gemeinde St. Martin (2 Geh.); im Bezirke Littai iu den Gemeindm Kreuzdorf (1 Geh.), Obergurl (A Geh.); im Bezirke Rnoolf^lvert in den Gemeinden '.'Imbrus (1 Geh.), Vöberuik (1 Geh.), Sagraz (8 Geh.); im Bezirke Tscherncmbl in den Gemeinden Sc-mitsch (1 Geh.), Tschcruembl (1 Geh). Weiuitz (2 Geh.); die Wuitranlheit im Bezirke Nudnlfvwert in der Stadt Nu» dolfswert (I Geh.). Erloschen ist: der Rotlauf der Schweine im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Torncgg (1 Geh.); im Bezirke Guttschee in den Gemeinden Mittcrdorf (5 Geh,). Nicderdorf (3 Geh.), Selc (1 Geh.), Soderschitz (1 Geh,); im Bezirke Gnrkfeld in den Gemeinden Catcz <1 Geh.), Scivcustem (I Geh.); im Bezirke Laibach Umsscbm.^ in der Gemeinde Obcrlaibach (4 Geh.); die Schweinepest üu Bezirke Litwi iu den Geuiemden Ober» gurk (1 Geh.), St. Veit (1 Geh.). A. k. Acl«dc»regierung siw Arain. «aibach, am 13. Aussusi NNl). _________ Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. A m 12. A n n n ft. Mayer, Beamter; Schidlof, Tüftler, Wte.; Gottwald. Direktor; Block, In«.; Kaiser, Schwarz, Einerlc, Nsdc.. Wicn. — Dr. Krause, Profesfur, Berliu. — ^ndwig. Schulinspektor, Ostrum.y. — Sower, Staatsauwalt. fudstitnt. Kssl, Weinbersse. ^ Ossorevc, Bürficrmeistcr, Nudolfs» wert. — Scmbratouich, Nizantously, Direktoren. Struj. -Trapc, Kfm.. Boslouice. — Fur., Kfm.: Gustin, Postmeister; Dr. Weiol, Arzt, Mottlinfi. — Vurdelja, Kfm.; Drzie, Besitzer, Ostulin. — Dr. Liceu, Professor, Görz, — Neuhauser, Ii.ss., Triest. — Nebolj, Student, Gurlfeld. — Nialint, Bahnvorstand; Deanoire, Priu., Assram. — Gerhardmczer, Kfm., Liuz, — Krenncsel, Nfm.; Porcia, Nsd.; Mehnicr, Priu. Fiume. --Ploner, Priu., Iosefstal. — Demsar, Kaplan, Moräutsch. — Poche, Kfm., Alep, — Plahck, Geniciudeuorsteyer, La.msdorf. — Weuto, Rsd., Cilli. — Novowy, R,d., Graz. — Nosenthal, Nsd,. Frankfurt. — Popper, Schmied, Rsdc., Prass. Hotel Elefant. Am I!!. August. Dr. Pluj, Hofrat; Michor. Ing.; Nedl, Priu., m, Tochter; Obeuau^, Bcamtensgattin; u. Schoeppl, Bcamtenössattiü, m. Tochter; Gerber, Gelbart, Baar, Kslte; Karpcl. Kaufnianlls^attiu, m. Tochter; Schubert, ^Itsd., Wicn. - Frank. Rsd., Graz. — uon Schullmayer'Lichtcubcra,, Domäucndiroltor uud Gutsbesitzer; Nowak, Forstcicumcter, Schucebcrg, — Noiuak. Oberförster, Mauusbur^. — Noualovic, Vizepräsident, s. Frau, Zara. — Piset, Direttor, s. Fiau, Larpano. — Nicmetz, Mil. Vpflegs. Oberoffizial. Naqusa. — Zavrsuik, Notar, Ziilnch, — Gabersek, Professor, Görz. — u. Lauger, Priv.; Dr. Schegula, Advokat, s. Tochter, Rudolfs« wert. — u. Langer, Lehrerin, Feldlirchen. — Gigante, Hof» juwelier, Fiume. — Miuar, Juwelier, Kromeriz (Mähren). — Fischer. Priu., u. Söhne, Linz. — Mert, Absseordueter u. Bürgcru.cister, Neuhaus (Böhmen). — Bnvoselli, Bizebürsser« meister, s. Frau, Prag. — Polaruä. Direltorsgattin, Tmichov. — Ncruer, Falhlehrer, s. Frau, Lünnh. — Zaterta, Cihlas. Priu, Swiaduou (Mähren). — Krcmar, Lehrer. Trydlaub lMähren). — Vuriea, Lehrer, Mistel. — Topiuka, Studeut; Hanus, Wodihly. Veuda, Faltua. Lcsner, Chadraba, Zelinka, Vojacel, Nouotny, Marvan. Maudelk, Ncnmau, Mnzal, Nc» pcvny, Nenbaurr, Fischer, Kostal, Uhlic, Skala, m, Frau, Da» vid, s, Frau, Priu., Prag. Am 14. Ana,ust. Varonin v.Rechbach, l. u. k. Generalmajors Gattin, Krakmi. -Ritter v. Gutmaunsthal, Guts« befiher, Schloß Weixelstcin. — Tifchiua, l. n, t. Oberstleutnant, s. Frau, Klagensurt. — Exzellenz Duornil, Erzbischof; Iaa.ic. Sekretär, Fiume. — Hall, Priu,; Deutscher, Kauzlcidieuer, m. Frau; Wiudsteig. Kanzleidicucr, s. ssrau, Wicn. — Dürr, Baumeister. Wimsbach. — PcjeU, Publizist, Sofia. — Nizhi. Meister; Ducouich, Ing., Triest. — Stipctic, Ing., Pola. — Dr. Bruckar, Professor, Turuou (Böhmen). — Dr. Borsal, Professor, s. Frau; Rabach. Schlosfcriueistcr, s. Frau; Coratti, Buchhalter; Kanatjak, Priu., A^ram. — Durjaua. Prio., Dortmund. — Gabcrfchcli, Priv., Spalato. — Kocurel, Priv,, Iudcnburg. — Micr, Priv., Ncmschcid. — Paientim, Rsd,, Temcsuar. — Dr. Cwillicer, Arzt, Dobromil (Galizien). — NoUh, Fachlehrer, Prag. — Merkcr, Ag. Sekretär, Kobleuz a. R. — Her.uann, Bizjak, Vcsiyerstöchtcr; Kummer, Kfm.. Stein. — Brilar, m. Frau, Zombor, — Kuhu.ichl, Horbovn, Dill« kreis, — Mrsel, Primer. Wieari, Kflte.; Wieari, Priu., Hlu» bola. Lottozichultgen am l:l. August 1i)10. Triest: 74 15 3 81 73 Linz: 69 68 74 6 57 Meteorologische Beobachtungen iu Laibach. Sechöhc 30« 2 in. Mittl, Luftdruck 7.^'0 mm. -2 H^? ^.2 3^^ ^ .^R Z2ll ^.Z ,«,, , Ansicht K3Ü.I ^ ^3 !^«> L<2> W'üd dcs Himmel« Z «Z ,« li u. N. > 737 :-N 24' 7 "SW. mählg tessw'. heiter " 9 U. Ab. 736-4 I 18-2 SW. schwach heiter 7 11. F. 785) 5 16-2 S. schwach tcilw. heiter 14. 2U.N. 73b'1 Lcl-0 O mäßig Halb dew. U0 Ä U. Ab. ! 736-7 18-3 windstill bewültt j 7 11. F. 7W-5 16 8 NO. mäßig teilw. heiter 15. 2U. N. 738-4 22-« SO. schwach halb belu. 10 9U. Ab. ?!i8'5 17 3 windstill ! heiter 1l;,> 7 Ü. F. j 38-7s'i3-4i' S. schwach < Nebel ^^"Ü^ Das Tagcsmittcl der Temperatur von Samstag beträgt 1« 3«. Normale 19 0«, vou Sounwg 19 2«, Normale 19-0° von Montag 18'8°, Normale 18'<>>°. Erkläret nur, Graf Oerindur XXV dieseu Zwiespalt der Natur: Hochsommer; herrliches 5>O Wetter; und biu doch erkältet wir im tiefsten Winter. XX. Was tut man da? — Einfach czcung? Sommer» XXXX tatarrhe fiud doch qar nichts Selteues. Hat man sie i3x> "^^- ^""" tauft mau sich einfach eine Schachtel Fays )>5x kchte Sodeuer Mineral-Pastillen und iacit damit den XXX> Katarrh zum Kuckuck. Fays echte Sodeucr wirken 5^^Hs sicher uud aua/uehm, sie »nacheu Schwihlureu uud )(/<^ andere Nnbcqnemlichkeiteu umMin., uud dabei siud XXXX sie billia, : Kronen 1.25' die Schachtel, die mau iu i^x^2 lrbcr Apotheke, Drosseric oder Miucrnlwasserhaudlung XX uetomlnt. (4385) 2—2 Geucralrepräseutcmz für Österreich-Uuc>arn: W. Th, Guntzert, t. n. l, Hoflieferant, Wieu, 1V/I, Große Ncussasse 17. ggq»lft Die bewährteste uud uon den erstcu Autoritäten n. Tauseudcu uou praktischen Ärzten des In- und Auslandes empfohlene Nahrung fnr a.csuudc und maMidarmlranle Kinder und Er« wllchscuc; sie besitzt hohen Nährwert, fördert die Knochen- und Muskel» bilduuc,. regelt die Verdauung uud ist im Gebrauche billig. (982)4-2 Damenrad vorzüglich erhalten, zu verkaufen. — Anzufragen beim Klubdionor des Laibachor (2990) Bicycle-Kluh im Koliaeum. 3-1 Elektroradiograph Jdeal" (im Hotel „Stadt ieo") ZFrogararcinn. (26H7) von Mittwooh den 17.bis Freitag den 19. August: 1.) Geister auf dem Lande (komisch). — 2.) Die Radfahrortruppe dor belgischen Armee (nach der Natur). — 3.) Erhörtes (lebet (Drama). — 4.) In Sud-Tunis (Naturaufnahme). —- 5.) Das Zigeunormädchen (Farbenkinematographie von Patin: Freres). — 6.) Der hypnotisierte Husar (komisch). Die letzte Vorstellung findet bei sohöner Witterung Im Garten statt. Bei den letzten zwei Vorstellungen um 7 und '/,9 Uhr außerdem noch: 7.) Das Knde der Welt (komisch). — 8.1 Im Naeht-restaurant (komisch). — 9.) Liebe und Küse (komisch). Jeden Dienstag: und Freitag: von G bfs 10 Uhr wirkt dio slovonisolie PliilJiarniouie inst. Laibacher Zeitung Nr. 185. 1684 17. August 1910. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen ßursblatte) vom 16. August M0. Die notierten Korse verstehen sich !n Krouenioähruna. Die Notierung sämtlicher «llrien und der „Dlrersen «oje" versteht ftch per cktstll. Geld <»i b »«/n ü. W. Noten (Febr.-Tlug.) per Kasse......9? 60 9780 »-»»/« °. W. Silber (Äpril-Olt.) per «asse......s? 45 97 bb ,»«0er Ttaatllos 5»0 st. 4°/^?U40l?4 4l! l860er „ 1"" fl. 4°/« >.»<-- 233 .- i8S489 - Staatsschuld d. i. «eichs- rate vertretenen König» reiche und Länder. lbfterr. Guldrenle steuerfr., Gold per Kasse .... 4"/^ lie 1b lie « Österr. Rente in Kronenw, stfr., per Nasse.....4"/„ 9» bd 03 ?.'> detto per Ultimo . . . 4°/„ 9» 5l> 92 ?b Oft. Investition«-Rente, stfr.. Kr. per Kasse . . »'/,<>/„ 8» Sü 88 8!> Giftnblll,N'3tll!,«,schnll!» Ullschltlbungln. ElisavethUahn i. «., steuerfr., zu 10.000 fl. . . , . 4>/s, -^'^ —'--Franz Iuscph.«ah» i» Eilbcr (div. Et.) . . . . 5'/."/, lie ^ü 17-40 «aliz. Karl Ludwig Bahn (div. Ctücle) Kronen . . . 4"/s 94 2« »020 «udolf-Äahn in ttruuemvähr, steuerfr. (div. St.) . . 4°/^, 93 8l> 94 8ü Vorarlbergcr Äahn, stfr., 4N0 und 2000 Kronen . . 4°/„ 9» 85 94 7« )u zilaal»schuldntlsch«!bnugln »liglsttmpeltt GilenbahU'Aklltn Cllladeth-U. 200 fl. KM. 5'.^"/, 0on 40« Kr.....449 7b4b175> ottto i'inz-Uudweis 200 sl. ö. W. S. 5>///„ .... ^20- 423 20 derto Talzuurg-Ilrol 200 f>, 0. L3. S. b°/„ ... . 4lS L0 4I8 bl, Kremstal-Vahn »00 u. 2000 Kr. /».........180 - 191- ! Veld Ware fo« Mate zu» Höhlung üb«» no»»«« GllenbllhN'Vllorltäl» ^bligatwutn. «jöhm, westl'ahn, Vm, !89d, 40U,^UW u. 10.00U Kr. 4°/o 94'b!,> 9d b« Elisabcth-Äahn «00 u. 3000 M. 4 ab 10°/n......Hb w NL iw Elifabrth-Vahn 400 u. 2N00 M, 4°/„........t14 90 ><5 80 ^crbinauds-Noibbllhn Vm. 188L 9615 97,^ dctto Lm. 1904 35^u g/ Ll> Franz Ioseph-Vahn Vm 1»»4 (diu. Et.) Lilb. 4°/n. . . 3k»'- «« -Klllizische llarl Lndwia. - Äah„ (div. Et,) Eilb. 4"/<> . . . U4 «l, 9b 6t, Ung.-aaliz. «ahn 20« fl. S. 5°/„ l03- ,04>- d!>üu 400 u. 5000 K^.«'/,°/c «b — ue ' «orarlbergcr Vahn E,u. 1884 (div. öt.) Eilb. 4«/n . . 0» «0 »4-«0 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ ung. Golbrente per Kasse ,12 ix li2'80 4°/„ dettu per Ultimo iiu'to i'li Z',. 4"/, ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . «1 «o »2 -4°/<> bellu per Ultimo »1 «0 «u-- z>/,°/c> detto per Kasse «,^5 8l'4b llnnar. Prämien.Nnl. ^, 100 fl. 223 - ^s -beltu il 50 sl, 223 - ü29'- Iheiß-«ea.-Lo!e 4"/„ . . . . tk>5 - ts,l -4°/„ ungar. Vrnndentl.-Oblin. 92 Lö 9»Äs> 4"/„ lruat. u. flav. Ordentl.-Odl. ,4- «2- Nndere öffentliche Unlrhrn. Äosn. i!a»be«-Anl. (div,) 4°/„ 92'Lk, «2 2e !Üosn,-b,erccg. ^ifenb. -Lanbcü- Hinlehen (div.) 4'/,"/» . . 99'40 <<>0'4<> .^/„ Lonax-Nca.-Anleihe l87» t08?!»<08 75 Wiener Verlchrs-Änl. . . 4"/^, 94-,0 9H-10 detto lU00 4°/l> 94 10 «5 ,0 Aüleyrn der Etadt Nie» . . l0l-25 lcL i!ü delto (E. oder «.) l8<4 120- >2i - dett, (!8U4).....9225 98 2s, drtto (Gas) V. I. 1«»5 . W-Il, 9L ib detlo (Elcltr.) v. I. i!)on «^?e, 9l"?n detto lI,lv.-N.)v,I,iu02 »ü <»! 96 l»o Gürfebau-Nnlehen vcrloüli. 4"/„ 94 7.^ 8!> 75 Nufsische Staaieanl. U. I. 1306 f. l00 Kl. p. tt, . . ü°/„ 102 l i°/„ «3 50 94 l.°> Pfandbriefe usw. Äode>!lr.,llllz,öst, i.5!»I.vI.4°/„ «4-7^ 957« Äöhm, Huputhelenb, ucrl. 4°/^ z? — 37-10 tteunal-Aub.-Kreo.-Äl., iisterr., «I. vcrl.....4'/,°/« 10,-zu i «rrd. Inst., iisterr., f.l8erl.-N»t, ». iistentl. Ard. Nllt. ^. 4"l, »3 ,l> V4.,b UaiibeLb, d. ttüii. Walizie» und i/l/bu,», 57>/, I. rültz. 4°/„ 94>- 9^»— Mähr. Hüpolhelenli. ucrl. 4°/„ ,^>.. ,g,. N.-ost'ir, Lll!ide?HUP,-«ll,st.4«/« «L'b0 9?-s>0 dello inll. 2"/<> Pr. uerl. »'/2°/° 88'— 89-— detto K.-Sch»!b!ch, verl. 3'/,°/° 8?'9<> 88'90 detlo ver!......4°/» ,g— ,7.— Osterr.'Unnar. Van! bU Jahre verl. 4°/„ ö. W.....98— 99-— detto 4"/„ Kr......98-!,.', »9 9b Zparl.. ltrste öst., 60I.V«rl.4°/, ^.^,5 100^5 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Öfterr. Nordwestb. 200 fl. S. . io.>!-4k> l ^tüatelillhü b»0 Fr..... 2L5 45, ^««45 ^iibvalm ll 3°/<> Jänner-Juli 50« Fr. (per El.) . . . 2S4-5" ?l>e-f,0 südbahn tl .^/y^oo fl. E. 0. G, ilt>-9N ilü".w Diverse Lose. 8lezin,!ich« Jos». 3«/^ Vodentredit-Lofc Em, I«80 L>.,8-8l,llz04-8<' detto Em. 1889 ü7>!-7?, ^!«5 ?°> 5°/n Donau-Mcaul-Losc l00 sl, 301-- 307'- 2erb. Präm.-llnl.p 100Fr.»«/— ---— Palffy-Luse 40 fl. KM. . . . 255-- i!?.''.-^ Notm Kreuz, öst. Ges. v. I« fl. «3"7b «??.'» !)iuteü Kreuz, ung. °s. v. b fl, »8-25 42'2si Rüdulf-Lvic 10 fl......?3>- 79'. LalM'Lose 4« fl. KM- . , . 285- 30lig. 400ssr. per Kosie . . . 2K2-- 2.^5. - detto per Medio . . . 254-?b 2l>o'7l> Geld Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 b»<<'- l>4i»--Vew.-Elt,. d. !°/o Plllm.-Echulb d. Vodt!ltl.-«nst. , per Mt. 964'- 8«?-— Do»au - TamvlschisfnlirtS-Gcf., I., l. l. priv., 500 fl, KM, 1124 — 1,30- Duz-Äodenbacher G,-B, 400 Nr, f,i2>^. 614K0 sferbinands-Norbb. loon fl, KM, 552U'- 5»zo -Nasckan - vderberger Eisenbahn 20U sl. S....... 556- »57- LtUlb.' Czern,- Illssy-Gisenbah». Gesellschaft, 20« fl. O, . . 55?'^ 5«n- ^loyb, öst.. Trieft, 500 fl., HM. 5«, kl» L64 50 Österr, Nordwestbahn 2N0 sl. V. —— —>- det!o(lit, !N20U fl, S. P. Ult, —- —-- ^raa-Vnxer Eisenb, iWfl.abgst, «29 50 L30- ötaatleisenb, 200 fl. E, per Ult. 743 8» ?<4 «a Züftbahü 200 fl, Silber per Ult. ,11— 1,2 — Eüdnorddeutsche Verbiudmigeb, 200fi. KM...... -.-- —-_ iiansport'Ges,, inter»,, N.-G. 200 ltr........ wb - 110 — Ungar. Westbahn (Maab-Vraz) 2l«1 sl. S....... 402 Ü0 4,1,',-- Wr. Lolalb. Allien-Vel. «<>o fl. 2b8 - 264 - Vanle». '.Inglo-Öfterr. Vanl, l20sl. . z,l-^ 3ti>i0 Vanlverein, Wiener per Kasse - - —»-^ detto per Ultimo b467b L4? 7ü ^obeillr.-Ansi. »st.. 300 Kr. . ,3,1 - 1320-- «aibacher Kreditbank 400 Kr. 444.— 445 — ^enlc^od.-Kredbl. üst,, 200 fl. bl<4'— b80'-Nrlditanstalt sür Handel nnd Vewcrbc, »20 Kr., per Kasse —-— —»^ detto per Ultimo ««5-. <>eo-— Kreditbank, una. allg., 200 fl. «°>7-s,0 85«'b<> Depositenbanl, alla., 200 fl. . 494 5N 495 50 ^slomptc - Gesellschaft, nieder- üsterr., 400 Kr..... 75»'— 7i!i'-. Giro- u. Kassenverein, Wiener, 200 sl........ 457'— 470- Hypothelcubanl, öst. 20« Kr. 5°/,. ,35--. zz«... Lauderdaul. österr,, 200 sl., per Kasse....... 499 7H 50I'7b detto per Ultimo btl'9« bi2 90 ,,Merlnr", «zechlelstub.-Mtien- «eseNfchafl, 20» fl. . . . N40-— 842-- Osterr.-ungar. «an! 1400 «kr, 18S3-— 1875-- <»< 2l> Hjeriehrsbanl, alln.. 140 ll,. . »6!> — «66 — znl>»Nrit'An!tNllh«unl»n. ÄaugeseNsch., alla. öst., ,0« fl. ,35-- 3,6 — Äriiler Kohleüberab.-Ves. ino fl. ?4l — 745—-Eisenbahiwerlehr«. «uslall, üst., 100 sl........ 4Ü2— 4««— Eisenbahnw,-Lrihg., erst«, 100 fl. 203- 8»4-— „ltlbemütil", Papierf, u. V.-G. 100 fl........ 19? - <98 — E>el«r,-Ocf,, allss. österr., 200 fl. 4,<— 41S" Eleltr.-Gescllfch., intern. 200 fl. —>- —— Vlcltr.-Gefellsch., Wr. in iiiqu. —-— —.— Hlrtenbergcr Patr.-, Zündh. u. Met.-ifabril 400 Kr. . , ,125- ll27 ^ Liestnger Vranerei 100 fl. . . 236— 3<0 -» Montnn-Oes., üst. alpine 10o sl. 744 Hb 74H-25 „Poldi-Hütte", liegclgußstahl- F.-Ä.-O. 200 fl..... b?^— 585 — Prancritilen-Induslrle-Ol'sellsch. 200 sl........ !e77z- 2?>8— Rima- Muranu. - Nalgo larianer Eifeilw. 100 fl..... u»Tarj. S«cinl,hlen 100 ll. «43 — 647 — ..Schlölllmühl", Papiers,,200sl, _.^ ..._ „Echoduica", Ä.-G. f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. . . . «i-—1b4l,'— ,,Etevrer»lüt>I",Papierf.u,V.G. 430 -l 490 — Trifailer ttohlenw-O, 70 fl. . ^6«—! 267'— iinl. la'oalregii'.Oef. 20» Fr. per Kasse..... —-.. — — deltu per Ultimo . . . 28« - 387-50 Waffenf.-Ges.. öftcrr.. loo fl. . u»8 - 702— Wr. Bauaescllfchaft, 100 fl. . . 20«.. 211 — Wienerbergt Ziegelf.-««.-Ges. 808— 8l0— Devisen. lulZt 327^ Pari«......... «5 20 95'35 Zl. Peterlbui-g...... 253 75 2?>4-75 Wrich »nd Acisel..... 3d 12» 9h-2?l- Valuten. Dulaten . ..... 1136 ll-33 204>ra»len-Etül!t..... 19 06 19-03 2".Mllrl-Ntü5 34-85 Rubel-Nulen....... ,-l>Ä »t>4 BBBBSSBBBSSBBSBBSMUHuUiflHHiBflHM»afHMUKflSSBBBSBBSBHSBHBHfl PEin- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. ________ Lob» Versic hefung._________ Bank- und WechslergeschÄft —i Privat-Depots (Safe-Deposits) Unter eigenem Verschluß der Parte.. Itrctwit Ml ltfel»U|in In ImH-Ktfftiit tni »f Bln-Xsit«.