R—, Degotardifche "^^ü ^ ^ Mittwochs dl»n 24 April 1799. ^ ^ K.K. Veforderungen. — Kriegsvorsa3e in Deutschland.— AuMunq des Reichsfrie< dens-Conqreßes. —Lezte Note des k. k. Psenipotentiarii.— Seine Abreise. — Stand der »ranzösis. Armee.—Besetzung vonToskanadurch die Franzosen. «bläu« Cd^rlez n äs Ia Zloire silnz etre Llarieux. Bemerkung der französis.ReaensburgerZeltung^ercule univels«.-! Nro. 82. über die Scharlatanerie der Franzosen, mit der si« ih«e Niederlagen für Siege ausgeben. Der Kontrast. ein Held, wle KARL pflegt nicht sich zu rühmen, Der Ruhm folgt ihm von selbst zum Lohn; Der Franke wagt es Siegeslieder anzustimmen, Aioiß auch die ganze Welt das Gegentheil davon. Begebenheiten. Wien. Sonntags, den 14.d.M. war bei Hofe Cercle, wobei Sr. Kais. Hoheit dem Großfürsten Konstantin, die Kavaliers und Damen vorgestellt wurden. Abends warRedoute. Montags Nachmittags manövrirten einige Truppen der hiesigenGarnison aufdcr Esplanade,MGegenwartSr.Maj. des Kaisers und des Großfürsten Kaiserl. Hoheit. Se. K. K. Maj. haben dem in den letzthin in Italien vorgefallenen Ge- ! fechten so sehr ausgezeichneten F. M, L. Fröhlich, das vakante Wartensleben-sche Infanterie-Regiment allergnä-digst zn verleihen geruhet. Desgleichen haben Sc. Maj. den beide« Generalen Iellachich und^Lat-termann , wovon der eine im Vorarlberg, und der andere bej der Armee in Italien so rühmlich sich hervorgethan haben,das militärische Marien 3here-sien Ordens-Kreutz verliehen. Kriegs Vorfälle. Von dem Kommandanten zu Phi-lippSburg, F. M. L. Rheingrafen zu . ^ez. bezengfe Vergnügen in solchen rttlpfindungsvollen Ausdrücken darge-lege, und die unverzügliche Veschleu-"'aung^r weitereu Frkdcus - Unttr- handlungen so ftyerlich zugesscheet^ daß man nunmehr der schleunigsten Vollendung des Friedensgeschäffts mit Begierde entgegen sah; allein dis alles verwirrendePolitik des sranzösis« Direktoriums hatte dem deutschcnRei-chs ein anderes Schicksal zubereitet. Ganz gegen die öffentliche Meinung ward während" dieses Congresses der vortrefflichen Reichsdeputation in bitteren Ausdrücken der Vorwurf eines geftissentlichenVerzogcrung derNego-tiationrn gemacht« Hingegen entstand jetzt in Hinsicht ansdie gedachte Zuss-cherung wieder alle Erwartung ein gänzlicher Stillstand im Friedenswer-ke, bis Unterzeichnetem am 2. Iäner d. I. wieder eine Nöte von den bevoll-mächtigteuMtnisternderfranz.Republik zugestellt ward; aber ihr Inhalt betraf zur allgemeine« Verwunderung — anstatt eincr befriedigenden, schon lange mit bestenRechte erwartetcnEr-klärunL aufdie vielen dringenden Anträge dcrReicksdcplltatton^wegen endlicher Erledigung der langen und gro- ^ ßen Beschwerden auf dcm rechten Rheinuftr, insönderhctt wcgcu rcdli-cksr Erfüllung der klarcstenPfticßt des ! au dcr FestungEhrcubrcilsteinverletzten Völkerrechts, oder anstatt.irgend ein anderes zu den Friedens - Unterhandlungen gehöriges Objekt nur zu berühren — einen durchaus ncnen/ fremden und außer der Competenz der Reichsdrputation gelegenen Gegenstand, bekanntlich den befürchteten Einmarsch der russischen Truppen auf dasGevn'th des deutschenReiches; daher auch dirser Gegenstand lediglich 55 dev Erwägung des Unter seinem Oberhaupte vereinigten Reichs übergeben werden wußte. — „ Obgleich hjer nicht d^r Ort ist , den Hauptinhalt dieser Note vorzüglich von der Seite ihres völkerrechtlichen Werthes näher zu beleuchten, so darf doch nicht unbemerkt gelassen werden daß die Herrschbegierigkeit des französischen Gouvernements gedachten Gegenstand mit der Fortdauer desFriedens-Congresses in Verbindung gesetzt, und Friede oderKrieg da-pon durch die nachfolgende Erklärung abhängig gemacht f daß? wenn die Reichstags-Versammlung zuRegens-burg zu dem Einmärsche der russischen Truppen aufdasGebieth des deutschen Reiches ihre Einwilligung geben, oder sich demselben nicht nachdrücklich widersetzen werde, die Negotiationen zu Nastatt abgebrochen seyn, und die Republik und das Reich sich wieder auf dem nämlichenFuß befinden werde,auf welchem diese beideStaaten vorUnterzeichnung der Präliminarien und Ab-schließung des Waffenstillstandes gewesen seyn. Die Unterhandlungen blieben nun auch fernerhin unterbrochen, so daß noch durch eine besondere Note von den franz. Bevollmächtigten der vortrefstichenReichsdeputation am 31. Iän. selbst der völlige Stillstand a»sdrüklich erklärt ward; indem sieVe-fthl hatten,keineNote mehrüber irgend einen Punkt der Unterhandlung zu übergeben oder anzunehmen, bis auf Mchie ihr am jüngstverflossenen 2. Iän. zugestellte Note eine kathegorische nnd b/fciedigende Antwort erfolgt seyn würde, wodurch zugleich/ nachdem in- dessen auch dieFestungEhrenoreuMsk wider die durch gemeinschaftliche Gewährschaft aller Nationen besiegelten Grundsätze des Völkerrechts gefallen war, und die in den besetzt gehaltenen Reichs-?anden angesetzten Requisitionen und Contributioncn mit mehr Schärft als jemahls excquirt wurd.n, der Weg so sehr erschwert wurde, daß nun nicht einmahl eine weitere Vorstellung gegen so laut schreyendes Unrecht geschehen konnte. Inzwischc« vermehrte auch in der Zeit der Frie-» dens-Unterhandlungen die franz. Regierung die Macht der Republik durch erzwungene Schutz-und Trotz-Bündnisse, und die im Felde stehenden Armeen durch ein streugesKriegs-Aufgc-both von 2Oo,OOV Mann, und so kam mitten unter diesen bedrohenden Zurü-stungen nach einem nun beynahe drey-monathlichen Stillstande der Unterhandlungen die allmahligeEntwiklung der unglücksvollen Plane des vollziehenden Direktoriums mit jedem Tags ihrer politischen Reife näher, in wcl-cherHinsicht der i ste März, an in welchem die kriegerischeProklamation des gedachten Direktoriums gegen Se. Maj. den Kaiser, König von Ungarn und Böhmen, und die noch heftig re Adresse des Obergenerals Iourdan an die Armee Von den zu Nastatt bevollmächtigten Ministern der franz. Republik m Folge eines ausdrückliche^ Auftrags desDirektoriums mittelst einer besonderen Note zur Kenntniß der Reichsdeputation gebracht wurde, ^-" für die Zukunft einer der merkwürdigsten Tage in der neueren Zeitgeschichte ist. Dieser Note ward in Ansehung des deuts^nm?1cwsan^esoW?r?m Auftrage dieErklärung beygefügt, daß man in dem Marsche dieser Armee nur eine von den Umständen gebothene Vorsicht sehen dürfe; daß dasVerlan-gen nach Frieden von Seite der franz. Regierung stäts lebhaft und aufrichtig sey, und daß sie daraufbeharre, solchen nut dem Reiche, jedoch in der Voraus-ftyung zu Messen, daß das Reich sich gegen den Marsch der russischen Truppen erklären werde. Diese Erklärung und Versicherung ward sodann m der Note vom 9. März aufausdrücklichcn Vesehl des Vollziehungs-Direcktori-ums von den franz. Ministern erneuert. — Also lebhaftes und aufrichtiges Verlangen nach Frieden mit dem Rci-che, während die mit offenkundiger Verletzung der heiligsten Verträge ausgehungerte, in eigenmächtigen Ve-6tz genommene, und dem gesammten Reiche zurSchuywehre dienende Festung Ehrenbreitstein aufs Neue befestigt, und durch feindselige Erpressungen vonReichsunterthancn mit allen Erfordernissen versehen wird; während die Stadt Mannheim mit franz. Truppen besetzt, die dortige Vesa-tzungs-Mannschaft entwaffnet, dem Magistrate und allen öffentlichen Stellen nur provisorisch — zum Vorzeichen derErfüllung,der selbst in einer offiziellen Note vom 3. Okt. des v. I. ohne Scheu gemachten Drohung mit Einführung der Staatsumwälzenden franz. Grundsätze in Deutschland — die weitere Ausübung ihrer Amtsverrichtungen zugelassen; während an der Herstellung der Festungwerke dieser lvtadt mit möglichster Thätigkeit ge- arhettetTmw die Reichs^Festung lippsburg in einer auffallenden che ohne Beyspiel zurUcbcrgabe fordert wird; während die pcn mit sichtbarer Ueberschr^itung Waffcnstillstands-Linie und selbst nnt'« Hintansetzung der Aufkündigung desReichS-WaffcnstU-^> standeö in mehrerenNichtungen in Herz Deutschlands , besonders in deutschen Reichslandc des schen und schwäbischen mit fürchterlicher Macht gen, die drückendsten derungen und Contributionen schreiben, deutsche Unterthanen Geissel fortschleppen, ganze denausplündernMiUtarischeStellutt^W gen annehmen, u. s. w., wo mithin schlichte Menschenverstand in Handlungen, die alle Attribute des Kriegs-standes in sich vereinigen, nurKrieg erkennen kann, und wo, auch ehe noch die Antwort der allgemeinen Rcichs-versammlung aufdie zudringlicheFor-derung einerErklärung wegen dcsEi»-marsches dcr Russischen Truppen erfolgen konnte, selbst durch die That dcr Krieg wider Deutschland schon bestand. Se. kais. Maj. tragen durch die gesetzliche Wahl der Kurfürsten die Krone eines freyen und selbstständigen Reichs, und könnenIhrerSeits durch derley subtile Ideen, derer der franz. Revolutions-Gcist zumVcrdcrben der Völker schon mehrere erzeugt hat, und die mit dem moralischen und rechtlichen Begriffen anderer kultivirten Völker im öffentlichstenWiderspruche stehen, die natürliche Gutmüthigfett deS biedern deutschen Volkes nicht » länger mißhandeln, nicht längee M der Würde, Freiheit und Unab-M bängigkeit des deutschen Reichs Hohn M. sprechen lassen» Allerhöchstdieselbe wollen und können daher auch UNter-zeichnetem in Ihrer reichsoberhaupt-W lichen Eigenschaft nicht gestatten, noch M länger an Verhandlungen Antheil zu M «ehmen, wo unter stolzer Hinweisung M aufdie Rechte eines Siegers den dieß-M scits zu machenden Erklärungen bald M ^ eine peremtorische Frist von wenigen M Tagen geseyt,baldaufm?hrere Moua-M Oe die Geschäfftsthätigkeit des Con-» Hresses mit seltener diplomatischer M< Nillkührgehemewird, und die sich zu W ihrem Wirkungskreise mit Hintanse-W «ung der Würde des Reichs stäts neu-W Handlung und Herstellung eines biltt-W ßcn und dauerhaften Friedens nicht M mehr vorhanden ist; wo keme vollkom-W wene Beruhigungübcr die Sicherheit M der nöthigen Correspondenz Statt ha-M ben kann, und mitten unter dem Ge-W rausche Ver Waffen die Sicherheit des W Congreß-Ortes, auf welche ber allen W Z lsammcnkünften dieser Art jederzeit M ein vorzüglicher Bedacht genommen wird, nicht minder bedrohet ist; wo b?i un lblaßigemTrachten, dieStände unter sich und vondemRclchsoberhaupte zu trennen, eintretende gewaltsame Drohungen, eintretende Gefahren und Schrecken desKriegs für die Personen k nnd Lande der dep^tirtenReichsständs l selbst der ständischen Stimmen-Frei- ! heit wider das ,'hnm anvertrHitte Wohl des gesammmten Reichs gebiethen können, und demnach die gesetzliche Stimmenfreiheit aller Mitglieder des Congresses nichtwohl mehr denkist; wo sohin bey gänzlich veränderten Umständen und Verhältnissen, nmer welchen der Congreß sich vereinigte, und bei jetziger Gestalt der Sachen ein längeres gcduldsamesAilsharren in al-lerHinsicht als fruchtlos anzusehen ist« Unterzeichneter hat von Sr. kais.Maj, den bestimmten'Auftrag erhalten, diese allerhöchste Entschließung der vortrefflichen Reichs-Deputation durch gegenwärtiges Commissions -Iekret zu eröffnen, und dabey' in kaisi Nahmen weiter zu-erklären, daßIhro kaift Mvj. sich zugleich nothgedrungen sähe« Ihrer Seitö allen während des htesi-! gen Congreffes an die l^rvollmuchtigten Mmister der franz. Republik gemach-> teNf und nach den allgemein anerkannten völkerrechtlichen Grundsätzen ohnehin nur lalvg i^tili^tione lügs l'ari > et lmpern verbindlichen Zuss-chcrnngen die bisher bestandene Reichskraft wieder zu entziehen; da diese nnr einzig zin der sicheren Hoff^ nung und VorausselMng eines billigen , annehmlichen und dauerhafte« Friedens geschehen sind, mtthin bey gänzlich geänderter Lage der Sachen zu einer bloß bedingt übernommenen Verbindlichtejt kein fortwirkcndcr rechtlicher Grund mehr vorhanden ist, so, daß in eben dieser Hinsicht Aller-höchstdieselbc den Staats- und völkerrechtlichen Zustand drrDinge zwischen Deutschland und Frankreich wieder ai)fden Fuß hergestM erachten miis sen,aufwelchem derselbe vor demFrie- ^ dens-Congresse zuRastatt gewesen ist. l Se. kaiserl. Mai', erachtendieseErklä- ^ rung dcr Erfüllung allerhöchst Ihrer t reichsoberhauptlichcn Pflichten eben so sehr., als der Natur derSache vollkommen gemäß. Es verbleibt übrigens die kaiserl. höchstausehnliche Commission den sämmtlichen vortrefflichen Herren Snbdelegirten zu gegenwärtiger Rcichssriedens - Deputation mit freundlichem und geneigtem Willen st/its zugethan. — Franz Georg Kqrl, Reichsgraf von Metternich-THinneburg - Veilstein. „ Rastatt, den 8. April. Folgende — Note dss Hern Grafen von Met-ternichExcellenz an die bevollmächtigten Minister der sranzöfis. Republik, Rastatt, den 8. April 1799 — ist heute übergeben worden. „ Da aller Von dem franz. Gouvernement geschc-hcnVetheurungen des lebhaftesten u„d aufrichtigsten Verlangens nach Frieden mit demReiche ungeachtct,und mit Hintansetzung der vertragsmäßigen Aufkündigung des Rclchswaffen-Stillstandes der Krieg wider Deutsch-schland durch dic That selbst schon besteht, auch keine vollkommeneVeruhi-gnng über die Sicherheit der nöthigen Korrespondenz Statt haben kann, und da selbst dieSicherheit desCongreßvr-tes, aufweiche bei allen Zusammenkünften dieser Art jederzeit ein vorzüglicher Bedacht genommen ward, mittenunter dem Geräusche der Waffen "lcht minder bedroht ist; so hat Unter-Alchneter von Sr. kaiserl. Maj./ in ^llerhtzchstihver Eigenschaft als "eichsoberhaupt, den bestimmten Be- fehl erhalten, bey so gänzlich ge3n-derten Umstanden und Verhältnissen, unter welchen lderCongresz sich vereinigt hat, an den bisherigen Friedensunterhand5tna.cn keinen weitern Antheil zu nehmen, sofort den Congreßort zu verlassen, und den Inhalt dieses Allerhöchsten Auftrags Sr. kais. Mai. den bevollmächtigten Ministern der franz.Repuplik zulcröff-nen. Indem Er nun durch gegenwär-tigeErklärung diestsAuftrags sich entlediget, versichert Er übrigens die be-vollmächtigtenMinister der franz.Republik seiner ausgezeichnetesten Hochachtung. „ Franz Georg Karl, Neichsgraf von Metternich - Winnie-burg - Veilstein. *) Graf Mctternich wollte am i». April Rastatt verlassen. Am 7. wußte man dort noch nicht, waS die übrigen Gesanten thun würden. Die Franzosen hatten bis dahin von Va-sel bis 43traßburg (Kehl ausgenommen) den Rhein passirt, auf der Flucht viele Menschen verloren, waren zu Offenburg m dcr Nacht vom 6. aus den 7. dieseö von den Roth-mäntlcrn und Giulayern überfalle» worden, und hatten 479 Gemeine und 19 Offiziers Gefangene verloren. Die Ocstrcicher standen am 6. scho» zu Nagold. Erzherzog Karls Fronte steht gegen die Schweif zu, un> das Hauptquartier zu PfMendorf. Vernadotte hat von dem Frankfurter Magistrat die Entfernung des Ocstrcichischen und Russischen Gesandten verlangt; sie erfolgte am ?. April durch den k. k. Gesandten Grasen von Zchlick, und den Ruffische» GeschäMrügsr Vnkassovich. Das Hauptquartier der französis. Donauarmee war am 6. d. zu Straßburg, «nd dann zu Schiltigheim; 10,090 Mann standen zu Kehl. Iourdau, Vrank, und Rudler waren noch da. Hautpoult General war nach Paris gereiset, und Ernsuf kommandirte einstweilen. Italien. Einnahme von Toskana durch die franz. Armee. Livorno,den 25.April. Die Franzosen sind nun in das Groß-herzogthum Toskana eingerückt. Zu-Vor ergieng folgende Proklamation: „Der Obergeneral der Armes in Italien an das Volk von ToSkana. Völker von Toskana! Die Feinde eurer Ruhe und der franz. Republik gedachten, sich eurrrHäftn zu versichern, und durch Livorno das Kriegsftuev nach Italien zu bringen. Die franz. Republik erwartete, daß der Großherzog von Toskana schickliche Maßregeln ergreifen würde, um scine Unterjochung unter die neue Coalition abzuwenden, welche gegen die franz. Republik und gegen ihre Bundesgenossen? die Republiken mItalien,allgezettelt wurde. Aber eureNegiernng handelte aufein-mabl ihren Verträgen, und ihren so tvie eurem Intresse entgegen, und rief den Krieg herbei, theils durch geheime Zurüstungen theils durch eine stillschweigende Einwilligung die fremden Truppen einzunehmen, welche sich anschickten, nach Llvorno einzurücken. Schon waren dort Neapolitanische Truppen zuvor, und ohne Schwierigkeit aufgenommen worden, in einem Augenblicke, da die Feinde der franz, Republik stch naher Vortheile schmeichelten, und diesem Schritte noch andere, eben so wenig zweydeutige Merkmale der Gesinnungen des Großherzogs zu Gunsten der Coalition beifügten. In dieser Lage der Sacken hat es die franz. Negierung sowohl für ihre Würde, als fär die Sicherheit des Staatö «nd ihrer Miirten, dev Republiken in Italien, zuträglich gehalten, sich des Landes Toskana zu versichern. Der Odergen. der franz. Arme? in Italien, welcher denAuftrag hat, ihre Absichten zn vollziehen, giebt, indem er in dieses Land einrückt, euch die Versicherung , daß allen ruhigen Einwohnern, Schutz/ Friede, Gerechtigkeit und Sicherheit zu Theile werden soll; daß ep die freie ! Ausübung der Religlvn und oaöPri-^ vat-Eigenthutn respektive«,und die öf' fentlicheOrdnung ohneUntcrschjed der Personen erhalten wird. Eiuwohner von 3oskana,bleibt ruhig; verlaßt euch mit Zutrauen auf die Verfüguugett, welche man treffen wird, damit ihr der Ruhe und dl.'rWohtthatcn einer gerecht tenRegicrung gcmesset. Die franz.Republik läßt d«e Geisel des Krieges nur über ihreFeinde kommen. Indem sie Toskana besetzen läßt, hat sie keine a^ dereAbsicht,als jcncsUnglück abMwctt-den,und sich dcrVertheidigung und der Unabhängigkeit ihrerAlliirten in Italien zu versichern. „ Scherer. Die Obscrvations-Armee, u"^ den Befehlen des Generals Vertta-dotto,istaufgehoben,unddersogenan^ ten Donau-Armee (dieaber an "^ Donau nicht gekommen ist) einverltt bet worden,