Nr. 213. Samstag, 18. September 1880. 105. Jahrgang. Mtmcher Zeitung. ^n,^«»°''^"": Mit Pofivciscndunq: gan,<«hr!g fi, l5. halbjährig fl. 7,»o. (,m Eomvtoir-llc n/^«, ' '''<,?"'bjähfiss 5,5«, Hllr di,- Zustellung i,i« hnu« ssanzj^hrig fl. 1. — Instrtlo»e«bür: ffin ^ "»« v,n,eratc b!« zu 4 ><,'ilen 21» lr., nloijeic Pr ilb°l»nn»'n pr. .qeile 3 lr. D!e „paibacher Zeitung" «scheint täglich m!t Vlu«nahm« bcr Son^ und Feiertage. Vi« «>«<««fts«lenrn!Men unt> Mamiscriste niö staatlicheu Interesses; es gilt dies na> Bel^.? '" wirtschaftlichen Fragen von principieller qen ?s^' ^" Aeurtheilnng staatswirtschaftlichcr Fra-liche» c> ^ ""r das eine Kriterium. jenes der staat-der . l'^^"' ""^ bk""' die GesammbIntcrrssen tw>>, " '" Vetracht kommenden wirtschaftlichen Fac-Not, ^'^"M sind. Eine solche Frage ist durch die lulln ""^""^f"! worden, welche die ungarische Regie-N" .",Angelegenheit der Zolltarifsourlage an das lvortn ^' ^^lnet gerichtet hat uud deren Neant-kann ^l,^'^ ^" ^er Uutersuchung gefunden werden doin 'c^ ^^ Forderungen nnd Vorschläge Ungarns chisch^"'opunkte ^^ Orsamlnt-Interesscn des österrei- 3 «"^ aceeptiert werden können oder nicht, lass,.,, "utwort hieranf liegt bereits in den Aus-Pub ?» ijstcrreichischen. namentlich der Wiener Einilp - ^^ "'^ ^e lautet nahezu ausnahmslos im "hol,? ""^ entschiedenen Abwehr der uugarischerseitÄ ui^s!s, . ll.usznbenten, blind gemacht wird gegen die besAus l ' " I'Ucressen, welche bei der Ernenclnug pl'likt - ^ ^ auf den« Spiele stehen und deren Schwer« si,,^," der Revision des Zolltarifs zu suchen ist. Wir VMuirr ^"l in Verlegenheit, ob wir die Begriffs-losial?i^'^ betlagen oder nn; iiber die «Vorurthcils-^"' verwundern sollen, mit welcher die «Neue i freie Presse» iu ihrer Freude über die Complication, j welche iu der Zolltarifsfrage durch die Note der ungarischen Regierung eingetreten, das Verständnis jener Momente abhanden gekommen ist, welche doch einzig und allein für die richtige Stellunguahme zu deu uu-!garischm Forderungen mahgebend sein müssen. Oder sollen wir unserem Erstaunen Ausdruck geben über oie ! auffallende Gedächtnisschwäche der «Neuen freien Presse». ^ welche noch vor einigen Mouaten blutige Thränen ver-^ goss über das traurige Schicksal der hmnischcn Pclruleum-Indnstric. welche die Nothwendigkeit. derselben einen ansgiebigcn Schutz augedeihen zu lassen, iu entschiedenster Weise betonte nnd welche heute kcineu Ausland nimmt, die Forderungen Uugarns erklärlich zu finden und die wichtigste» Iudnstrien, die kräftigsten Steuerträger unseres Vaterlandes ihren politischen Strcbungen zu opfern? Die «Neue freie Presse, spielt wissentlich oder n»wis-^ sentlich deu Vogel Slrauß. Sie st.ckt den Kopf in den Sand !nnd verschließt sich dem großen Unterschiede, der zwischen dem Alltrage des Abgeordneten Sucß und dem Vor-' schlage der ungarischen Regierung besteht. Tie von nu-^garischrr Seite vorgeschlagene Lösung der P>troleum-! zollfrage hat von dem Antrage Such nur die Schatten, 'seiten übrtnommen, welche darin bestehen, dass dieses i Princip den Anreiz bietet zur Verheimlichung der Ausbeute Wn reinem Lenchtöl. dass es die Vcrmengung ,von reinem Leuchtöl mit schwerem Ocl außerhalb ^ des Ueberwachnngsrayons ermöglicht, dass es einen ungeheuren Anfwaud von Zeit nnd Geld für eine nicht einmal genügend wirksame Controle der Raffiniernng von inländischem nnd ausländischem Rohöl erfordert. Der Vorschlag der ungarische» Regierung gipfelt darin, dass ausländisches Mineralöl (gleichgiltig,' ob naiilrli-!ches Rohöl oder sogenanntes Kuustöl) zollfrei in die Raffinerien eintrete, wogegen das hieraus erzeugte ! Lcuchtöl mit 2 fl. 50 kr. ö. W. per IM Kilogramm ! verzollt, beziehungsweise mit einer Verbrauchsabgabe 'vou 7 fl. (statt wie bisher von 6 sl. 50 kr.) belegt nnd der Einfuhrzoll für ausländisches Raffinatöl von ^ 10 fl. Gold, d, i. 12 fl. 50 lr. ö. W.. auf 13 fl. ö. W. 5 erhöht werde. Vergleicht man dicfc Ziffern mit den «Beschlüssen des österreichischen Abgeordnetenhauses, so ! ergibt sich folgendes Resultat: Nach den erwähnten ! Beschlüssen soll für 100 Kilogramm schweres Mmeral-! öl. welches bestenfalls «5 pEt guten Leuchtöls enthält, ein Zoll von 2 fl. Gold. d. i. 2 fl. 50 kr. ö. W., tun- gegen für leichtes Ocl 2 fl. 40 kr. Gold, d. i. 3 fl. ö. W.. ringehoben werden. Es bedcntet das eine Zollast von 2,94 kr., respective 3.26 kr. per ein Kilogramm gegenüber einer solchen von 2,5 kr. ö. W. nach dem ungarischen Vorschlage. Der Zollschuh, wie derselbe durch die ungarischen Propositionen der heimischen Roh-ölproductiou geboten wird, würde daher hinter dem Schutze, den die Beschlüsse des österreichischen Abgeordnetenhauses gewähren, für fchweres Oel um 30 lr., für leichtes Öel aber um 56 kr. Gold per 100 Kilogramm zurückbleiben. Um was handelt es sich überhaupt bei der Ab-äuderuug der inbctrcff der Petroleum-Verzollung gegenwärtig geltenden Bestimmungen? Um nichts anderes, als um die wirksame Verhütung der gesetzwidrigen Ausbeutung und Umgehnng der gegenwärtigen Zollbestim« mungrn, also um das «ethische Moment», um die «Zoll-moral», welche von den Vertretern des Sueß'schen Antrages als das gewichtigste Argument geltend gemacht wurden. Die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses, welche dem Schutze der heimischen Nuhöl-Prodnction bis zu eiuer Auebeute vou 90 pCt. reiuen Leuchtöls Rechuung tragen, macheu dir Unterscheidung zwischen natürlichem Rohöl uud sogenanntem «Kunslöl» gegenstandslos, sie gestatten die Eiufuhr von ausländischem Oel, ohue dass das Zollgcfälle bcuachtheiligl, ohue dass die heimische Production in ihrer Existenz bedroht würde. Sie berücksichtigen somit ebenso das Interesse der Raffineure (auch jcues der ungarischen), sowie sie andererseits die Ge-fährdnng der inländische!! Rohöl-Producenten hintanhal-ten. Der Vorschlag der ungarischen Regierung, bezieh-uugsweise das Princip, dass demselben zugrunde liegt, wäre nnr in dem Falle discutierbar, wenn ausschließlich natürliches Rohöl mit 65 Procent Ausbeute eingeführt würde. Wenn die Dinge aber so stehen, dass reines Destillat nur dunkel gefärbt zn werden brancht, um als Rohöl Eingang zn finden, welchen Zweck hätte es, mit einem enormen Aufwaude au Kosten und Zeil dasjenige erheben zu wollen, was ohuchiu mit nahezu wissenschaftlicher Gewissheit feststeht? Die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses hätten der ungarischen Raffinier-In-dustrir keinen Nachtheil zugefügt, denu sie hätten die Eiufuhr von Kuustöl weder direct noch indirect inhibiert; der Vorschlag der ungarischen Regierung würde aber den ungarischen Raffiueuren einen weiteren einseitigen nnd daher ungerechtfertigten Gewinn zuwenden, der Feuilleton. ! NachdcnFerieu. ! srlbc^^lben und Studenten suchen beiläufig zur dieZ l^f ^ Wiulcrqiiartiere auf, und beide thuu ^ wenn Ia " Muthes. Die goldene Ferienzeit! Als! "i'cht /fs "lcht auch Talmigold gäbe! Und dann ist! ^lvötms'^ ^' ""6 glänzt, nur bemerkt man dies, ^M bpI ew hinterher. Die Aussicht, die sich in j ^r k,. c " ""b sengenden Licht der Iulisonne von Ferie„?'"' Schnlstnbe aus auf die naheliegende und „^ lch ';,, '" das Erquickung verheißende Bild erzeugt fröhlich^ A. ^schauer der ersteren eine muthigere, """ VatV». nü"'"""6' D'ch aber wird ihm nicht allein "och zur c^ .""", Schwestern nnd allem, was sonst ^n diele,, "'^ "^ll' von Herzen gegönnt, sondern ^ Sch „ z ^ "blich getheilt. nnd' so gestaltet sich '^chlilzeua.iss ^"ljahres überall, wo nicht etwa '"""Mlae! ^'s.^^^ selbst die nachsichtsvollsten Er-"lttsua^...^Uwhncn. die sofortige Vcrhängung strenger '^lieufesi ^I "^' "uthwendig machen, zu ciuem Fa-'^'l"keit'wähn "^ '"^"" ^"lie in ungetrübter !l^'«una'^^^^^ "'"de, mit Nachdruck nnd Be-- ?"' ins s,.. «"'^)'"eu ' dass endlich einmal wieder ist; die Schwestern finden ' u der Brüder köstlich und gehen willig selbst auf die gewagtesten ihrer Scherze ein; Papa ist von der Ueberzeugung durchdrungen, dass die Jugend sich austoben müsse, nnd mit einer Toleranz, welche untcr den jüngeren Mitgliedern der Familie eme jnbelselige Stimmung hervorruft, lässt er sie mildlächelnd gewähren . selbst wenn ihr Toben sich iu geräuschvollster Weise und auf Kosten seiner Bequemlichkeit vollzieht; dabei hat er Aufülle von Freigebigkeit, die seine Angehörigen iu freudiges Erstaunen versetzen und m wel-chcn er selbst für Anliegen, die er uutcr den Alltags Verhältnissen mit tiefer Eutrüstmig zurückweisen wnrde ein offenes Ohr und eine offene Haud hat; stnd Dienstboten vorhanden, so haben diese zum Zeichen ihrer Theilnahme an dem erfreulichen Familmierclgms Tag für Tag schon au, frühen M'lgcn ,hre vergnug-testcu Souutagsmieneu ausgesteckt nnd ftudeu mitten in, Drang ihrer Geschäfte immer noch Zelt, um die zahlreichen. manchmal selbst exorbitante» Wnnschc der jungen Bcueficiauteu thuulichst z" befriedigen. Diese aber befinden sich angesichts ihrer zwei Mouate Fmen beiläufig iu der nervös erregten Gcmülhsverfasstlng des armen Mannes, der durch eine unverhoffte Erbschaft ' oder einen Lotteriegewiuu über Nacht reich geworden ! ist. abfolut nicht weiß, was er mit sciuei, Schatzeu bc-' giuueu soll. nnd einstweilen imr den festen Vorsatz hat. ^ es sich möglichst gut geschehen zu lassen. ! In der Provinz, uamei.tlich m den klclucren ! Städten, ist der Schluss des Schuljahres häufig das Sigual zn einer «Heimkehr ans der Fremde., nnd dies verleiht dann den Familien-Festlichkeiten emen patriarchalischen, an die rührende Geschichte von der Heinikehr des Verlornen Sohnes gemahnenden Anstrich. Die Mütter sind schon einige Tage frilher sehr aufgeregt und zum Weinen disponiert; sie leiden unter der fixen Idee, dass ihre Söhne überaus schlecht aus-seheu müssen, da man sie in der Fremde trotz des hohen Kostgeldes fast verhungern und in unglaublich erbärmlichen Betten schlafen ließ, und sie treffen dieser Supposition entsprechend ihre Vorbereitungen; die Schwestern sind tagclaug bemüht, das Studentenzimmer in gebürendrn Stand zu sehe», wobei ihnen keine Fensterscheibe blank genug, kein Fenstervorhang weiß genug ist nnd sie an der gesammten Einrichtung im« mer wieder zu rücken haben, weil das Arrangement ihrem Ideal von Comfort und gutem Geschmack nie vollständig entfpreche» will; u»d die Väter geben sich frohgemuth der stolzen Erwartuug hin, mit ihren Jungen bei Verwandten und Bekannten große Ehre aufzuheben. Zum Empfange werden dann noch Pathen, Onkels und Tanten aufgeboten, und sind die span-mmgsvoll Erwartete,! endlich angelangt, so geht es ans Küssen und Umarmen, ans Sieben und Braten, nnd dabei hat man von beiden Seiten so viel zu fragen, dass man zum Antworten gar leine Zeit ftudet und dass beide Theile für geraume Weile mit interessanten! Gesprächsstoff reichlich versorgt sind. Bekanntlich ist aber nichts schwerer zu ertragen, als eine Reihe von schönen Tagen, besonders wenn diese beträchtlich länger als die Normaltage sind, und das ist bei den Frrialtagen der Fall. Die Schule nud was drum nnd dran hängt, verzehrten täglich mindestens ihre sechs, sieben Stunden; das gibt nun ein ganz hübsches Ersparnis, das sich aber nicht aufspeichern, nicht capitalisiercn lässt, sondern frischweg Laibacher Zeitung Nr. 213 1750 18 September 1«««. wohl darin seinen drastischen Ausdruck findet, dass der Abgeordnete Sueß in der Fixierung eines Einfuhrzolles von 9 st., eventuell 8 fl. 50 kr., eine genügende Raf-fimerungs-Prämie erblickte, während der ungarische Vorschlag einem Einfuhrzolle von 7 fl. 20 kr. entsprechen, dass somit die Prämie sich gegenüber jener nach dem Sueß'schen Antrage nm nahezu 2 fl. per 100 kß erhöhen würde. Hiebei ist nicht berücksichtigt, welche Umwälzung sich in dem Transporte von kaukasischem Oel in den letzten Monaten vollzog, die eine Verringerung der Transportkosten um mehr als 30 Procent im Gefolge hat. Womit soll aber die Bereitwilligkeit Ungarns, auf Vasis dieser, wie wir nachgewiesen haben, unannehmbaren Propositionen zu verhandeln, erkanft werden? Mit einer Reihe von Aenderungen am Zolltarife, von denen jede an sich schon deshalb schwer zu discntieren ist, weil dieselben mit dcm Petroleumzolle in keinem sachlichen Zusammenhange stehen, und deren Befürwortung in der Bevölkerung wie im Parlamente einen Sturm der Entrüstung hervorrufen würde. Schon der Erhöhung der Verbrauchssteuer beim Petroleum haftet das Odium an, dass sie nicht allein die Möglichkeit der Vertheuerung dieses so wichtigen Consumartikels eröffnet, sondern dass dieselbe eine einseitige und ungerechtfertigte Prämie für die Rafsineure darstellen würde. Die Erhöhling des Kaffezolles käme, abgesehen von der Vertheuerung dieses Artikels, vorwiegend Ungarn zu-statten, welchem, während es nur mit circa 20 pCt. an dem Consum participiert, eine Zolltangente von 31,4 pCt. zufällt. Was aber die weiteren Propositionen anbelangt, bei denen Ungarn theils eine Ermäßigung von Textilzöllen. theils die Einführung eines bedeutenden neuen Zolles — bei roher Wolle — fordert, so würde das Eingehen auf diese Forderung mit den vitalen Interessen unserer wichtigsten Industriezweige in unvereinbarlichem Widersprüche stehen. Die Einführung des Wollzolles würde eine ungemessene Erhöhung des Zolles für Garne und Gewebe zur nothwendigen Consequenz haben und schon mit Rücksicht hierauf ein Nonsens sein. Wir können nicht anders, als die Naivetät der «Neuen freien Presse» bewnndern, welche sich zur der Behauptung versteigt, dass die einstimmige Annahme des Sueß'schen Antrages eine andere Situation geschaffen hätte. Wir müssen dem in bedauerlicher Weise geschwächten Gedächtnisse des genannten Blattes zuHilfe kommen und ihm in Erinnerung bringen, dass die ungarische Regierung schon zu der Zeit, als über den Petroleumzoll im Ausschüsse des österreichischen Abgeordnetenhauses verhandelt wurde, für den Fall einer Aenderung der Regierungsvorlage Compensations-For-derungen in ganz präciser Form ankündigte und erklärte, «dass sie nur in dem Falle einer Abänderung des Zolles für Mineralöle, welche jedoch in keinem Falle den Sah von 2 st. auch nur annähernd erreichen könnte, die Zustimmung ertheilen würde, wenn andererseits gleichzeitig bei den Zollsätzen für Textil-waren, namentlich für Woll-, Baumwollwaren, Garne und Gewebe, namhafte Herabsetzungen, dagegen bei Roh-producten eine Erhöhung platzgreifen würde.» Und als der Antrag des Abg. Sueß im österreichischen Ab-geurdnetenhause eingebracht wurde, da überschüttete der «Pester Lloyd», das anerkannte Organ der ungarischen Regierung, unsere Linke mit den auserlesensten Com-plimenten nnd erklärte, «dass in Oesterreich kein politischer faux pa» begangen werden dürfe, ohne dass die Verfassungspartei die Musik dazu macht.» Wie hätten die schmeichelhaften Liebenswürdigkeiten erst gelautet, wenn der Antrag Sueß zur Annahme gelangt wäre! Wenn daher der Finanzminister im Namen der Gesammtregierung diesem Antrage entgegentrat, wenn er an dem Principe der Regierungsvorlage festhielt und demselben znm Siege verhalf. hat er oder die Anhänger des Sueß'schen Antrages ein großes Maß staats-männischer Einsicht und wirtschaftlicher Erkenntnis bewiesen ? Es ist gewiss eine beklagenswerte Erscheinung, dass die österreichische ReichslMfte in einer Frage, welche für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Monarchie von entscheidender Bedeutung ist, nicht bloß die Aspirationen Uugarns zu bekämpfen hat, sondern auch den Kampf aufnehmen soll mit den politischen Parteien und deren Organen, welche die gewichtigsten materiellen Interessen ihren politischen Strebungen und Gefühlen unterzuordnen nicht anstehen. Wir werden in diesem Kampfe nur die wirtschaftlichen Interessen vor Augen haben, nnr von diesen uns leiten lassen. Wir glanben auch von uugarischer Seite das gleiche erwarten und auf eine gedeihliche Austragung der obschwebendcn Differenzen hoffen zu dürfen. Politische Ueberficht. (Kaiserliches Handschreiben.) Seine Majestät der Kaiser geruhte folgendes Allerhöchste Handschreiben an den Statthalter von Galizien zu richten: «Lieber Ritter von Zalesti! In freudiger Erinnerung, welche Ich Meinem letzten hierländigen Aufenthalte bewahrte, haben Mir die diesjährigen Truppenübungen del« willkommenen Anlass geboten, Mein Königreich Galizien und Lodomerien wieder zu besuchen, und erneuert wurde Mir hier die Freude bereitet, überall und bei allen Classen der Bevölkerung zahlreichen Kundgebungen treuer Anhänglichkeit zu be^ gegnen. Ich kann diese vielen Beweise aufrichtiger Liebe und loyaler Gesinnungen nun, da Ich das Land wieder verlasse, nicht unerwidert lassen und beauftrage Sie daher, hiefür allen, die sich daran betheiligten, insbesondere aber den Bewohnern jener Gegenden, welche durch die militärischen Uebuugen näher berührt wurden, auch für die freundliche und opfervolle Bereitwilligkeit, die sie den Truppen allerorts entgegenbrachten, Meine volle Befriedigung und Meinen innigstgefühlten Dank bekanntzugeben. Sie wissen, wie sehr Mir das Wohl dieses Landes und seiner Bevölkerung am Herzen liegt. Mögen alle Wünsche, die Ich daran knüpfe, sich in reichstem Maße erfüllen. Bahnhof Krakau, 15. September. Franz Joseph m. p.. (Kaiserreise nach Tirol.) In Leoben wurde Se. Majestät der Kaiser vom Statthalter Baron Kübeck, dem Landeshauptmann Grafen Wurmbrand, dem Grazer Bürgermeister und einer großen Volksmenge begeistert empfangen. In Villach fand gleichfalls ein jubelnder Empfang statt. Auf der Reise durch da Pusterthal wurde der Kaiser auf allen Statwiien nm den herzlichste, Kundgebungen begrüßt. In BruiM fand ein Empfanq durch den Erzherzog Heinrich. °" Statthalter und die Corpscommandanten statt, won«, der Kaiser unter lebhaften Hochrufen einer aus o^ ganzen Umgebung herbeigeeilten Menschenmenge d"^ das Fackelspalier' der Vereine bis in das Hotel»'^' Alle Häuser sind decoriert; der Andrang der Vevo>' terung ist ungemein groß. , (Parlamentarisches.) Die Wiedereinbm« des Reichsrathes dürfte, wie in parlamentarischen K^ sen verlautet, in kürzester Frist zu gewärtigen sA . ungarische Reichstag nimmt bereits hente seine TY"« keit wieder auf. Bezüglich des Termines, wann lpu die Delegationen tagen werden, lauten die McldllNß der Blätter widersprechend. Die einen bezeichne» zweite Oktoberhälfte, die anderen erst Anfanq Novenm als Zeitpunkt für den Wiederbeginn der DllegatM» Session. Authentisches in dieser Richtung ist zur St""' nicht bekannt. ^> (Oesterreichisch, ungarischer LloY^ Einer der Hauptagenten des östcrreichisch-unMliai Lloyd bereist gegenwärtig die bedeutendstenltalielN'^ adriatischcn Häfen von Venedig bis Brindisi, um , Handel und Verkehr daselbst zu studieren mid da^ zugleich zu untersuchen, wie der Lloyd diese A'^ . den Kreis seiner Wirksamkeit ziehen könnte. Der "ov trägt sich mit der Absicht, seinen Wirkungskreis M "^ Adria bedeutend zu erweitern, nnd zwar bn^"1 n, Herstellung von neuen Schiffslinien zwischen der > und Westküste dieser See. ,^ (Deutscher Reichstag.) Der deutsche M^ tag wurde vorgestern im Namen des Kaisers durch .^ St'aatssecretär Bötticher mit einer Rede eröffn", , welcher er mittheilt, die Berufung des Reichstages erfolgt, um betreffs Verlängerung des spanischen V«^. fahrts- und Handelsvertrages, welcher am ^^/ ^, 1887 abläuft, der getroffenen Vereinbarung die ^ fassungsmäßige Zustimmung zn ertheilen, nachdw ^ betheil'igten Kreise Wert darauf legen, baldn»« jede Ungewissheit über die Fortdauer des Vertr u ausgeschlossen zu sehen. ^.) (Aus dem bulgarischen Sobra'U/ Das Sobranje votierte eine Adresse an den o ^ worin die Ueberzeugung ausgedrückt wird. der 9 werde wie bisher das bulgarische Volk und d"s "^, nale Werk in Schutz nehmen und die Einigkeit, ^^ ständigkeit und Unabhängigkeit Bulgariens >3lHen Eine Deputation übergab die Adresse dem rnjpl" Consul. ^, .^ (Montenegro.) Tie montenegrinische^^ rnng beschäftigt sich eifrig mit der Reorganisation ^ Neuausrüstung des Volksheeres. Die letzte ^^„b Senatspräsidenten Bozo Petrovtt-Njegus ins ^u , stand mit dieser letzteren in engstem Zusammcny ^ Der Obervojvode Petrovic wurde nämlich n" H^ Mission betraut, mehrere Batterien Kruvp'sch". ^, schütze. 30000 Hinterlader-Gewehre und «ine "" ^. liche Menge Munition für Montenegro anz""^ Nachdem die fürstliche Regierung in der ^-^M diese Ankäufe bar zu bezahlen, so konnten diei^ rasch effectuiert und in kürzester Frist von Han ^ nach Cattaro expediert werden. Mehrere consumiert werden will. Wie stellt man aber dies an? Ueber die erste Zeit kommt man zwar ganz gut hinaus; die eine Hälfte des Tages füllt man damit aus, dass man sich dehnt und streckt und dann Beobachtungen an sich anstellt, wie wohl dies einem thue; die andere Hälfte verwendet man zu geschäftig thuendem Müßiggang, wobei man sich einredet, dass man sich vortrefflich unterhalte. Das eine und das andere hat man sich jedoch bald satt genossen, nnd da stellt sich dann bei der überaus großen Anzahl jener, die innerhalb emcs engen Kreises mit bescheidenen Mitteln für ihr Ferialvergnügen selber zu sorgen haben, häufig ein böser Gast: die Langweile ein. Das Schlimmste an ihr ist, dass sie bettelarm an gesundem Witz ist und dass trotzdem, wer einmal in ihren Netzen zappelt, selbst ihre blödesten Einfälle für genial hält; so kommt es dann, dass man eines Tages die Hauskatze schwimmen lehren oder Papas funkelnagelneuen Cylmder uls Scheibe beim Nolzschiehen benutzen oder elner in der Nähe wohnenden Freundin Mamas eine heitere Ueberraschung dadurch bereiten will. dass man ihr m Mamas Galagewändern einen Besuch abstattet; ein andermal begeistert man sich für die Idee. vor seinen Angehörigen als Akrobat oder Athlet ersten Ranges zu gläuzen. und man führt in diesem ehrgeizigen Streben zum Entsetzen der Schwestern auf dem Clavier oder der Prachtgarnitur des Hauses die verwegensten turnerischen Evolutionen aus. oder man stellt Kraftproben an, die selbst die gesundesten Stuhl- nnd Tischbeine auf die Dauer nicht vertragen, und kneipt den sämmtlichen weiblichen Hausgenossen ohne jede Veranlassung die Arme blau und wnnd. Dabei braucht man zu allem, was man unter- nimmt, so viel Platz, dass für alle anderen keiner übrig bleibt; braucht man so viel fremde Beihilfe, dass die ganze Hausordnung außer Rand und Band geräth, und tritt man stets so kräftig und nngestüm auf. dass Mama eines Tages mit der Versicherung nach ihrem Kopf greift, sie werde bald nicht mehr wissen, wo ihr dieser stehe. Dies ist nun zwar noch nicht der Ausbruch eiues Gewitters, es ist jedoch ein Anzeichen, dass die Atmosphäre bedenklich mit Elektricität geladen ist. Auch beginnt sich der heitere Himmel des Familien-fricdms mehr und mehr zu trüben; namentlich nehmen die cordialen Beziehungen zwischen Brüdern und Schwestern einen gereizten, allmählich sogar feindseligen Charakter an; Steck- und Nähnadeln, Bindfaden n. dgl. kommen in unerklärlicher Weise abhanden; Laden werden hinter dem Rücken ihrer Besitzerinnen geöffnet und ihres kostbarsten Inhaltes beraubt, und wird dieser manchmal zn den frivolsten Zwecken verwendet: Bänder, die einen wesentlichen Bestandtheil des Sonntags» staatcs bilden, werden als Halsschlcifen für den Hund des Hauses benutzt; die prachtvollsten Garderobestücke, die man sorgfältig wie den eigenen Augapfel hütet, habeu in irgend einem improvisierten Theaterstück als Mantel zu dienen, in die sich grimmige Räuber hüllen, und so weiter; erheben dann die Schwestern gegen derartige Acte der Missachtung gemeingiltiger Eigenthumsbegriffe Einsprache, so wird diese mit verletzendem Hohngelächter aufgenommen. Zudem werden ihnen ihre Ersparnisse unter den nichtigsten Vorwänden herausgelockt ; ist doch das so leicht bestechliche Schwesterherz stets mit geringer Mühe für die Ansicht zn gewinnen, dass man dies und das unumgänglich benüthiae- er> folgt jedoch eine noch so leise Mahnung an die Rück« erstattung. so wird diese sehr ungnädig aufaenomH mall behilft sich, so lange es geht, mit Scherzen. U^ dann zu schalen Vertröstungen, und wenn ^" z^ mehr auslangen, erklärt man sich mit stlcichg ,.^i> Achselzucken 'als bankerott. In den Anse'na'^ sehungcn. zu welchen diese verschiedenen ^>w ^ führen, wird dann mit der Zeit ein so lauu ^, angeschlagen, dass Mnma sich zu der Ertlän'nu ^ stimmt sieht: sie müsse nun schon dringend nin ^, bitten, und sie glaube, dass ihr die Geduld da" gehen werde. ,.l indies Sind Gesindezimmer vorhanden, so droi)i' <^^ offene Meuterei auszubuchen; die Dienstlelite ^, kategorisch, ihr Tag habe nnr vierundzwanM ^ ^es und sie hätten nur zwei Hände und hätten G'H^eü zu thun, als den jungen Herren vom frühen ^,ch bis zum späten Abend zu Diensten zu stehe^ ^ kommt es manchmal zu recht ärgerlichen Scene - .^ benmädchen. die sich vergeblich bemühen, rajcy ^ll Jacke zu schlüpfen, weil eine tückische Ha«" ^„ Aermel vernäht hat. schwören hoch und tyeu^ ^ Thäter zu kennen, und machen ihrem -Uero ^ Ausdrücken Luft. welche denjenigen, auf "/" .^^S beziehen, vollauf berechtigen. wegen Ehrenve ^^, zn klagen; nnd energischeKöchinnen verwelgen ^h lich den jungen Herren den Zutritt 5". " Oid<^ setzen jedem Versuch, ihn zu erzwingen, kräfnge.^e stand entgegen. Dnrch derartige vehemente „ ^ findet sich manchmal Papa selbst zum E'nMr' ^ anlasst; mit einer Stimme, die an Donlierg" ^ mahnt, gibt er die Absicht kund, demnächst 9 ^ft,t Ordnung schaffen zu wollen, die 2eld"lcu"! ^ zll aber, mit der er über Leute, die mch« «' ^aibachcr Zeitung Nr. 213 1751 18. September 1886. 3 !^^^khteren Stadt abgereist, um den Trans-port der. Waffen nach Montenegro zu beforgen. talil^ Stellung Englands zur orien-l^ l.'- ! ^^age) wird im «Standard» ausführ-di?^''^^^ Das Blatt führt aus, England müsst P.iä, '?" Türkei zu vertheidigen, sowie alle Hoffnung. ' . "'l> von Coustantinopel 'fernzuhalten, nicht au'f-R,.lä' ^'glllnd könnte Constantinopel zerstören, fo dass m n s !. ^ "'^ haltcn könnte. Es sei jedoch höchst N'V^n ich. ob es mit der bloßen Hilfe der ei»" , Mand verhindern könnte, in Constantinopel W^ )'"""' Unter den obwaltenden Umständen km,, -s "" klügsten verfahren, geduldig zu sein und 3l,!!."'""en Schritte zu th»n. B.s jetzt sei nichts )"' wahrscheinlich auch nichts geändert worden. «St^ ^ ^^" Sudan.) Nach einer Meldung des lebt. s! «', '^ ^"'"^ '" der Nähe von S.iakim. der clem,., ^^^ b^ Aufständischen, am vorigen Freitag Ar^""' ^^"'- Die der Regierung freundlichen stäl,^'" ^" "'^ Demonstration, uud als die Aufsie i> ?"c> """f eiueu Ausfall uuternahmen. wurden liek?. l E?"^'swtter. ist thatsächlich für den Augcublick befried?' '^ berichte vom oberen Nil lauten ebenfalls Tagesnemgleiten. 'Nrü?n' Gestüt der Kaiser haben, wie die für ^ ? Z^tung. meldet, der Gemeinde Ücskowch zn sp^,"ch Hagch'chlag geschädigten Injassen 000 fl. '^"0(n geruht. den ^I.^^^stone in Oesterreich.) Aus Gmun-angekonn ll""^det. dass dort ExMiuistcr Gladstone AM»» s "'^ "" ^^^ Bcllevuc. abgestiegen ist. der ln-^^ ^t die letzten vierzehn Tage iu Tegcruscc in sto„e. w sl""^ freundes Lord Actuu zugebracht, Glad-pagn'e s s ^^ ^"" ben Strapazen seiner jüngsten Cam-rasch 's^ "schupft war, hat sich iu Tcgernsec auffallend fliige u.? s ^ "'"ch^ '" den jüugstcu Tagen viele Aus-dilrch >,. 1?^^^ Bergpartien. Bei sciueu Tpazicrgäugcn Malier!!)^ bildeten Sommerfrischler uud Äaucru lauge Die Nm ^"' ""' ^" berühmten Staatsmann zu sehcu. in sei>,^'?'. '"^chl^ davon gehört hatten, dass Gladstone fälle ss,». ^ ö»r Förderung seiucr Gesundheit Bäume den A?s" "'' "ls sie ihn als einfachen Touristen sahen, gar H "".^ '»einten vcrwlludcrt: «Er hat ja das Veil naivem?s ?'' Gladstone lachte herzlich, wenn ihm diese licher ^ "^rungen zu Gehör kamen. Er ist ein uuermüd-"'"cht d s " anregender Plauderer. Seine Stimme sie i^H " Eindruck der Müdigkeit, im Affect aber klingt ftone nc.d nack,^"^res; zwar'uicht uach dem Unterricht Anilin, " Harren Professoren, wohl aber nach dem «ainerao,.,' "' ^'" ^ so lnstig hergeht, nach den A"ss vr^ " b"M' sich strts irgend ein köstlicher h< die m« " l6sst. uud nach der goldeuen Frei-?.°"'ebt ^ auf dem Wege zu und von der Schnlc ^n Uuwtt, 5 "" Papa den Aenßernngm mütter-?"öqc üb ^ k"" "och die Bemerkung hinzn. er "dlos lan.H'^ nicht zu begreifen, wem mit den 3 Llix.iK'V'5"'e" gedient sein solle, nnd diese seien s^sson-n . .«"c^ 5" N"tz und Frommen der Herren '"" «lls'i ia ä^!"^" '""be, so findet selbst diese Au- Diese rV '^nmung. ?">en wird°U">' ^'"""9 von dem Zwecke der " ^nnlw' » ?<""^ ""Whall, der nächstintercssicr- nl^" Krei /?^"'^u Kreis,,, ^elh.ilt. und auch d^2 "nt l bb.s^'^?er Wicderl.eq.nn des Schul "^stmi 2s"''.^"an"!,cn anfgeno.umeu. Mit ""° nh"l,chen Blumen, die in unseren Gärten das Herannahen der Herbstsaison verkünden, taucht in den Zeitungen eine eigene Species von In» seraten anf; wie jene erscheinen sie zuerst in einzelnen Exemplaren, dann aber iu immer größeren Mengen. Die einen machen die freundlichen Leser in submisstm Tone darauf aufmerksam, dass mau sich alle erdcuklicheu Sprachru. Künste uud Wissenschaften um emeu wahreu Spottpreis uud im Handumdnheu aneigucu tönue, wenn man fich vertrauensvoll au den Iusercuteu wen. den wolle. Diese Avisos, die sich in möglichst wenig Worteu an die lernbegierige Jugend oder an deren irdische Vorsehnng wenden.' gehen zumeist von ,euer bewnnderns- und bedauernswerten Classe Mgeduldiger Stiefkinder des Glückes aus. die das merkwürdige Kunststück zuwrge briugen, alljährlich durch volle zwölf Mouate zu leben, während sie in, besten MU "nr durch zehn Mouate. und auch danu uur in sehr bescheidenem Maße. verdienen. Eine zweite Kategorie vou Annoncen, die schon viel zuuersichtlichrr auftritt gibt jedermann kund und zu wissen. dass diese uud ie»c Fachschule, die sich schon seit sonudsovielen Jahren des besten Renommees erfreut, ihren soundsovielten Cnrs am Soundsovielteu eröffnet, und dass man von seiner Heit nnd seinem Geld einen sehr verständigen Gebrauch macht, wenn man beide zum Besuche dieser nchxle ver-weudet. Alls eiuer dritleu Gattung von Inseraten ton-„en besorgte Eltern die Beruhiguna, schöpfen, da^s ihre Söhne vortrefflich anfgeholie» siud. w"M stc dort »nd dort «in Pension» gegeben werden, wo ihrer die liebevollste Nehandlnng nnd die strengste Ueberwachuug harrt. Uud iii dem e'igeutlicheu Studentenmertel macht sich allmälilich au deu Hausthoreu eine schwindelnde Dimensionen annehmende Ueberproduction an Anschlagzetteln bemerkbar; ans jedem derselben können wohnungs- bedürftige Stndenteu. deren Exterieur nicht geradezu entschiedene Zweifel an ihrer Solidität erweckt, entnehmen, dass für sie in diesem Hause, Stiege, Stock uud Nummer soundsoviel, ein lichtes, freundliches Cabinet zu haben und dass dasselbe sofort zn beziehen ist. Und wie seclenfroh werden alle diese Angler und Vogelsteller, wenu Köder und Leimspiudel ihre Schuldigkeit gethan haben. Der Haus-, Musik- oder Sprachlehrer in 5,'6 wirft sich sofort nach Empfang eines Auifos in seinen schönsten Staat und gibt sich alle Mühe, bei seiner Vorstellnng die heitere Miene des Mannes zur Schau zu tragen, der endlich auch warten kann. Mama, die stets mit etlichen Zweifeln zu kämpfen hat. gibt er mit befcheidenem Lächeln zu verstehe», dass er iu dem Besitze des berühmten Nürnberger Trichters sei; mit seiucm künftigen Schüler tauscht er einen cordialen Händedruck ans, wobei sich beide Herren freundlichst angriusen; sodann setzt er jenem mit nachdrncksuollem Eriiste auseinander, dass er mit großer Strenqe vorzugehen pfleg', unter Umständen aber auch Nachsicht zu üben wisse; übrigens erwart? er nach dem Eindrucke, den er soeben empfangen, dass alles recht gut geheu werde; an ihm. so schließt er mit einer leichten Verueignng gegen Mama, werde es sicherlich nicht fehlen. Eltern aus der Proviuz. die aus Grund des Fingerzeiges, dei» ihnen ein Inserat gegeben, Unterkunft für ihre Inngen snchen, werden in einer Wohnung, in welcher eine fast peinliche Reinlichkeits- und Ordm ugs-liebe zn herrschen scheint, mit offenen Armen wie liebe alte Bekauute aufgenommen; häufig werden sie von einem gemüthlich lächelnden Herrn und einer mütterlich wohlwollend blickenden Dame empfangen, die miteinander auf dem Fuße herzlichster Vertraulichkeit verkehren Laibacher Fettuna Nr. 213 1752 18 September 1888. auf, die Anzeichen des Herbstes. Wenn uns also auch noch eine Reihe angenehmer Tage beschert sein sollte, die Mahnung ist dennoch ergangen, es klopft mit dürrem Finger ans Thor und heischt Einlass — es herbstelt. — (Parlamentarisches.) Die slovenischen Reichsraths-Abgeordneten sowie die in Laibach domi-cilierenden Abgeordneten des krainischen Landtages hielten vorgestern im Saale der hiesigen Citalnica eine Confereuz ab. Wie ein Communique besagt, wurden in der Conferenz die allgemeine politische Lage und die Bestrebungen des slovenischen Volkes zur Sprache gebracht. Netreffs des Vorgehens der slovenischen Reichsraths-Abgeordneteu soll vollständige Uebereinstimmung erzielt worden sein. — (Die Cholera in Krain.) Am 13., 14ten und 15. d. Mts. sind in der Gemeinde Laser bach keine Erkrankungen an Cholera vorgekommen. Von den früher Erkrankten find gestorben: am 13. zwei Perfonen, am 14. eine Person. Am 16. kamen zwei neue Erkrankungi-fälle in der Ortschaft Hrib vor. — In Oberlaibach hat die am 14. d. Mts. erfolgte plötzliche Erkrankung des dortigen Ziegelarbeiters Anton Lesnjak und die angeblich über Veranlassung seines Dienstgebers bewirkte Ueberführung desfelben in feine Heimatsgemeinde Horjul, wo er am 15. d. Mts. starb, Veranlassung zu beunruhigenden Gerüchten gegeben. Die vom Bezirksarzte Dr. Kapler vorgenommene sanitätsftolizeiliche Obduction des Leichnams ergab jedoch, dass der Verstorbene an Magen- und Gedärmkatarrh mit Einstülpung des Dünndarms gelitten habe und dass der Tod infolge hiedurch bedingter Gedärmlähmung eingetreten, dass also jeder Choleraverdacht in diesem Falle ausgeschlossen sei. Betreffend die Unterlassung der Anzeige diefes Erkrankungsfalles und inbetreff der eigenmächtigen Uebcrführung des Erkrankten von Oberlaibach nach Horjul wurde die behördliche Untersuchung eingeleitet. — (Promenade-Concert.) Morgen von halb 12 Uhr an findet in der Sternallee ein Promenade-Concert mit folgendem Programm statt: 1.) Ouvertüre zur Oper «Norma» von Bellini; 2.) «Geschichten aus dem Wiener Wald» von Strauß; 3.) Phantasie aus der Oper «Tannhäuser» von Richard Wagner; 4.) «Kornblume», Polka fran^aise von Ziehrer; 5.) «Die Wal-purgis-Nacht» aus der Oper «Faust» von Gounod; 6.) Marsch. — (Unter College n.) Der Taglöhner Ferdinand Turk ist seit seinen Kindesjahren her ein großer Freund des landesüblichen Glücksspiels «Fucanje». Kein Wunder also, dass er seiner Passion auch am Psingst-sonntag nicht entsagen mochte. Mit drei Collegen begab er sich auf den Golovecberg, um dort ein Spielchen zu arrangieren. Allen Traditionen entgegen hatte er jedoch an diesem Tage entschiedenes Pech. Da seine Moneten bald dem mitspielenden Franz Erjavec zum Opfer gefallen waren, fuchte er sich behufs Fortsetzung des Spiels dadurch Geld zu verschaffen, dass er dem genannten Glückspilz die erspielte Barschaft im Betrage von 1 fl. 80 kr. gewaltsam abnahm und ihm den Empfang mit einer kräftigen Ohrfeige quittierte. Dieses wenig collegiate Benehmen brachte Turk in nähere Berührung mit dem hiesigen Landes- als Strafgerichte, vor welchem der passionierte Spieler sich wegen Verbrechens des Raubes zu verantworten hatte. Der Angeklagte leugnete hartnäckig, das ihm zur Last gelegte Verbrechen verübt zu haben, gestand aber, dass er sich von Erjavec auf eine allerund das Geständnis nicht zurückhalten können, dafs sie passionierte Kinderfreunde sind; die Dame findet den Knaben erstaunlich entwickelt und kann durchaus nicht glauben, dass er erst so und so alt ist; der Herr tätschelt ihn auf die Wange, tituliert ihn : kleiner Mann oder junger Freund, und reguliert ih» mit ein paar Anekdoten, die ihn in die heiterste Stimmung versetzen; die Dame versichert mit strenger Miene, dass sie trotz ihrer Liebe zu Kindern nicht die geringste Unart dulde und unerbittlich auf Ordnung und Reinlichkeit sehe, und die Verpflegung? Mein Gott! Gut bürgerliche Hausmannskost; eine andere würde schon der Herr. der sehr anspruchsvoll sei, nicht duldeu. So zeigt sich alles in schönster Ordnung, und uur die Geldfrage ruft leise Bedenken hervor. Wozu eutschließt man sich aber uicht endlich, wenn mau hiefür die Ueberzeugung erkauft, der >3unge werde wie das Kind im Haufe gehalten seiu! Zu diesen vielen Zufriedengestellten gesellt sich dann noch eine stattliche Anzahl' von Schustern uud Schueldern, d.e slch vor zwei Monaten iu schopeuhauerisch trubsmmgeu Betrachtuugen über die Schlechtigkeit der Welt eraiengen und nun freudvoll die Erfahrung machen dass es selbst Michen Creditgebern und säumigen ?^"3"s."^ "" W'ederseheu gibt. Dabei nimmt das Geschäft m Schulbüchern uud Schultaschen, in Schreibheften. Federn. Radiergummi u. s. w. einen riesi-geu Aufschwung, und so ist bis etwa auf die Väter die heidenmäßig vlcl Geld in ihreu Beutel thun müsse« alles vergnügt uud guter Diuge. die Freude aber. mit welcher mau die Ferien scheiden sieht, mindestens so groß. auf jeden Fall aber viel allgemeiner als jeue. mit der sie bei ihrem Kommen begrüßt wurdeu. dings etwas unzarte Weise den oben genannten Betrag «ausgeborgt» habe. Nachdem die Geschwornen die auf das Verbrechen des Raubes lautende Frage verneint, dagegen die zweite auf Uebertretung des Diebstahls lautende Frage bejaht hatten, wurde Turk zu sechs Wochen Arrest verurtheilt. — (Für das Radetzky - Monument) sind beim hiesigen Stadtmagistrat noch eingegangen: Vom Herrn Dr. Narthelmä Suppanz 5 fl., vom Herrn k. k. Hauptmann i. R. Franz Urbas 5 fl. mit dem Motto: «Ehre, dem Ehre gebürt!», vom Herrn Lieutenant in der Reserve Franz Mally 1(1 fl,, vom Herrn Oberlieutenant i. R. Johann Velkavrh 1« fl. und vom Privatier Herrn Johann Kraischet ein Kreuzer mit dem Motto: Ein Kreuzer ist zwar wenig, Doch macht cr einen Gulden ganz. Gebe mehr, wer geben laim, Für den verstorbenen berühmten Mann! — (Der Nordpolfahrcr Orel,)Schlossverwalter in Miramar, hat einen schweren Verlust erlitten. Vorgestern ist sein Töchterchen Elise, welches vor einigen Tagen an Cholera erkrankte, dem Anfalle erlegen. Die junge Gattin des Herrn Orel, welche ebenfalls von diefer Krankheit ergriffen wurde, befindet sich in einein Zustande, der leider nur wenig Hoffnung auf die Wiederherstellung der Patientin aufkommen lässt. — (Ein Hoteldieb.) Vor einem Erkenntuissenate des hiesigen Landesgerichtes hatte sich gestern August Manke, Äliag Franz Höller, resp. Johann Stol-berger, 46 Jahre alt, Geschäftsreisender, wegen Verbrechens des Diebstahls zu verantworten. Dem Schauspieler Josef Jarno, welcher während der vorigen Theatersaison im «Hotel zur Stadt Wien» logierte, wurde aus seiner Brieftasche ein Betrag von 20 fl. entwendet. In demselben Gasthofe wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. März l. I. dem Fabrikanten Max Hirsch ein Geldbetrag per 160 fl. gestohlen. Ferner im «Hotel Südbahnhof» in der Nacht vom 16. auf den 17. Mai dem Han-delsakademiter Rudolf Bahr eine Uhr, eine Tabaksdose und ein Paar Stiefletten im Gesammtwerte vou 21 fl. 50 kr., endlich in der Nacht vom 12. auf den 13. April im «Hotel Europa» dem t. t. Finanzwache-Respicicnten Georg Pfei.ser eine Uhr sammt Kette und Bargeld im Gesammtwerte von 41 st. entwendet. Alle diese Diebstähle wurden auf gleiche Weise verübt, indem nämlich der Dieb sich in der Nacht in das nicht versperrte Zimmer einschlich, und während die Passagiere schliefen, ihueu die bezüglichen Sachen entwendete. In der Nacht zum IMen April wachte der Hausknecht Alois Blagne im Stalle «zur neuen Welt» auf uud ertappte den Angeklagten, der ihn eben bestehlen wollte, fasste ihn und übergab ihn der Polizei. Welcher Name des Angeklagten der richtige sei, konnte bisher nicht constatiert werden. Die Diebstähle zum Nachtheile des Rudolf Bahr und Georg Pfeifer gesteht der Angeklagte zu, da er im Besitze der gestohlenen Effecten betroffen wurde. Auch in Klagenfurt suchte der Angeklagte den Hotelier zum «Kaiser von Oesterreich» um 47 fl. zu prellen, indem er, als ihm die Rechnung zugesandt wurde, verschwand und seine Geliebte Kunigunde Kratner die Rechnung bezahlen musste, daher August Manke auch des Verbrechens des Betruges angeklagt ist. Der Gerichtshof sprach Manke schuldig und verurtheilte ihn zu vier Jahren schweren Kerkers mit einem Fasttage in jedem Monate. — (Der Ochs auf den Schienen.) Am Donnerstag sprang auf der Kärntner Bahn nächst Unter-drauburg ein scheu gewordener Ochs über die schon geschlossenen Bahnschranken und wurde von dem daherkommenden Lastenzuge in zwei Theile zerrissen. — (Unbestellbare Briefe.) Seit 13. September erliegen beim hiesigen t. l. Postamte nachstehende unanbringliche Briefpostsendungen, über welche die Aufgeber verfügen wollen, und zwar: Kalan Franz in Kronau, Puzl Agnefe in Trieft, Smolnitar I. E. in Klagenfurt, Starman Franz in Hrusevica, Sicco Giuseppe in Wien, A. N. 1682 in Laibach, Nercina Polona in Loka, Cebular Iella in Zlatar, v. Focsär Ilona in Wien, Flis Josef in Töftliz (Unterlrain), Gorce Mathias in Hotederfchiz, Gerscak Stefan in Gofpic, Ljubljana 4500 in Laibach, Persin Ierni in Fiume, Aula Iosefa in Tomacovca, Terdina Jakob in Trieft, Vetoraz Nta-nazi in Nassenfuß, Vidic Johann in Sv. Kriz, Novha Iofefa in Graz, Massiah Elena in Gainfahrn bei Vöslau, Munari Picardo in Rovigno, Oblak Josef in Laibach, Gorse Peter in Wien, Kocmur Johann in Trieft, Kucler Jakob in Marburg und Rath Patritz in Marburg. Neueste Post^ Origiual-Telegramme der Laib. Zeitung. Bruneck, 17. September. Der Kaiser besuchte nacl> mittags die Klosterkirche und die Schule der Urfuliueriuneu und bestieg sodanu iu Begleitung des Statthalters die über tausend Meter hohe Kaiserwarte, allenthalben vou der Bevölkerung stürmisch begrüßt. Trieft, 17. September. In den letzten 24 Stunden kamen hier uud in den Vororte» 11 Ertraukuugeu uud 2 Todesfälle an Cholera vor. Im Territorium wurde kein Eholerafall constatiert. Budapest, 17. September. Cardinal Haynald rM ein Rundschreiben an die Lehrer, in welchem er uo gewaltsamer Maqyarisieruug warnt. . Budapest, 17. September. Iu den letzten 24 SwnM sind in sämmtlichen zehn Bezirken der Stadt an ^ lerme zwei, au sükowra nontras zwei und an ^"' vier Personen erkrankt. Von diesen ist eine und M den früher Erkrankten sind zwei Personen gestorben. Straßlmra., 17. September. Der Kaiser verbl^ bis Sonntag hier und begibt sich sodann nach Aaoe> Vaden. , Paris, 17. September. Der Herzog von De«M ist heute nachts auf dem Schlosse Grave in der M"«" gestorben. Bukarest, 17. September. Der Wirt Stojca ME dresco aus Rymuik-serat schoss auf den Minister?" deuten Bratiano auf der Straße mit eiuem Revolve, als Vratiano den Ministerrath verließ. Bratiano M unverletzt, der ihu begleitende Deputierte Robesco nm lclcht verwundet Es ist unbekannt, ob der ergnsse» Thäter Complicen hat. ^ ,<., Bukarest, 17. September. Eine zahlreiche Von-meuge brachte Vratiano vormitttags lebhafte ^v"'" und begienq sodann vor den Bureaux der oppA„:. uelleu Presse des gestrige» Mentales halber A"sM tuugeu. zertrümmerte die Fenster uud griff M^ M ualisteu thätlich au. Mehrere Verhaftungen sa"° statt. Vratiauo wurde abends neuerlich acclanuerl. Sofia, 17. September. Die Sobrauje-äonun'!!^ nahm nut Acclamation die Antwortsadresse an. lv sie den Staatsstreich vom 21. August als Verbre« stempelt, die exemplarische Bestrafunq der Urheber > dert, den beispiellosen Patriotismus des Fürsten Alk! ,^ der bewundert, der zur Sicherung der UnabhänB des Landes uud der Ermöglichung'der Herstellung g"^ Beziehungen zwischen Russland und Bulgarien ">! müthig dem Throne eutsagte, das bulgarische V"l h fordert, die Regierung zu uuterstühen, damit das unuerfehrt aus der Krisis hervorgehe, uud der W wattigen Regierung volles Vertrauen ausdrückt. ^ Sofia, 17. September. Das Sobranje ber»^. Vorlage wegen Ankaufes des unbeweglichen Vernw^) des Primen'Alexander. Dasfelbe erscheint mit 250" s ssrancs bewertet. worauf der Fürst der Nation"" 840 000 Francs schuldet. Verstorbene. „. Z., Den 16. September. Iosefa Neck, Elevin, " Kuhthal 1l, Lungcntnbcrculose. ' ^.«lieb-l^ Den 17. September. Iosesa Sever, WaaM'^f Tochter, 3 I., Petcrsstraßc 19, Lungentuberkulose. "^ Anzelj. Arbeiter, 76 I., Castellgasse 12. Marasmus. -^ z. cmna Aerdir. Inwohnerin, 66 I., Domvlah 16, Varas^.— Lottozichung vom 15 September. Prag: W ft7 73 19 29^^. Meteorologische , ff M ^ H z ZI W ^I ««Nd ^NU... z^ ""?n, W M.W > "11.4 ' Johann Uep. SupaM W Haus« und Realitäteubcsiher ^ welcher nach langen und schweren Leiden, ^^hr ^ mit den heil. Tterbesacramenten. heute um '. ^ W nachmittags in seinem 80. Lebensjahre selig »m -V W entschlafen ist. <« d 9"" ^ T>as Begräbnis findet Sonntag, den ^' ",,Ml W W um 4 Uhr nachmittags vom Trauerhause ^" » M Lände Nr. 8 aus statt. . ,„ > W Die heil. Seelenmessen werden in versch" W W Kirchen gelesen werden. , W W Anna SUM » W Gattin- > ^ Laibach, 17. September 1886. Mahstab 1 .75000. Preis per Vlatt 50 lr., '" ^"' aus Leinwand gespannt NO lr. ^c,^«M^» 3g. u. Memmayr H Fell. ilamliergs MM"» in Aaibach. ^bacher Zeitung Nr. 213 1753 1«. September 1886. Course an der Wiener Börse vom 17. September 1886. N««dm, 0^^ Vou^batte ^'!ln»e'n,c.......^^l> «« s'l> >«es,.', K°/" ^ '««'«lose ,5.0 fi. ,8»--132 ?5, '^'- l.»/" ».j'^ ö00 « 140 50141-!^^'°°t«!o,e . . ,^ I!!!.-,N!,'5(> ^"»"«^^«"e steuerfrei . 1,8 «5 118 80 z/° böhmisch^ . z/° «»'izijchc '.....log------------ l°°"'ahnlchc.......,0475 ,05,- °^° Fröste, IV° ' ' - '«»-li°-^^^^ "^.....K,4 !»0,N5-s,c,' Geld Ware 5i°/» Temesn Vanat . . . . I04»o,05 30 b»o unnanlche......104-90 iob 50 Andere öffentl. Nnlehen. Donal!'Nea.,?osc L«/« 10« fl. . 11875 11» «5 den»«nl. t-. Erdigem, Wien l»«i 50 1i!5!»« Pfandbriefe (slll 100 fl.) Notencr. allg. ösle«, 4'/,"/« Gold. 125 — >«5 25 dlo. ln 5« „ « 4'/, °/« 'O0<0W1 - dlo. in ^) n » 4°/,, . »7 — »7'4U dlr. Prämicn-kchuldvelschl,»»/« 101 —ioi'l'0 Qcsl.Hypolhelcnbanl !0i.5>/,°/<> i«i-«s, 101 7l< Qc1!,.»„g. Bliot verl, ü°/„ . . 10»5NI00?!> tlo. „ 4'/,°/° - l0II5 10140 dte. ,. <>"„ 98 z., u^ßy Ung. a!,st. ll'cdenc>^,bit»^cl>cl!ges. », ^cs, ii, (!.1<^U vl,l. 5'/,"/<> ^'--------^ Prioriläie'Obligülionen (fü> 100 si,) iil!lalcth° wcsibahti 1, «imisfion — — — — ^e»d>^!0»dl'al,'n ln «liilber 88 70 88- ^rauz.^l^I^ai'».....—---------— (!>'ll>>z,j!><- ^«diria,« Vahn „. 1K«I A0l» s>, ^. Geld Wa« Staat«bahn l. «mission . . »03 —»04- Elidbahn k 3°/„.....160 8<>l«i's>c< „ l^ 5°/„.....l»i 50132 - Unn.«galiz. Nahn.....lvi 40101 »0 Diverse Lose (P« Glllll). Eledillost lN0 st..... 177'— 177-25 «llarv'tose «oft.., . 44 — 4b— 4»/« Donau-Dampfsch, 100 s,, , ll»?5>19 2l> VllilachelPrllmlen.Änlch.zofi, »0 50 »'^ Ojcncr i,'o«e 4« fl..... «ho 4«-— Palfty i!°!c Ca!n!.i!ole 40 0 57 — walbstciN't'ose «n fl. . . , »3bo ''4-5>u Windlschgläh^'ofe z>o sl, , . 44 - 44 5» Banl'Actien «nglol, t'anl 200 fl. . 111—lii'iv VanlUtltin, Wien«, 100 fl. . io«5»i0l 75 Bdl>cl.°Ä»ft.,Ocst.^!00fI.S.4 5N !irdl..Ans>. f. Hand. u. O. ,U0 ll. »77<»0 »78-30 il>>!>,l, ÄUg. !i0U i»2 — I»4— !i«clU!plc-Otf.,N!e^cil!j>..',uufl, i —— —— Hyprihclcnb., öst. 2uu ji,5!5"/<>tz. ! K5'--------"^ ^'»ndeil'., ösl, .o«jl, l5>.5><,"/<, !t. !z,h —>I5'40 Ocf!c,l, U«g. Daol . . . . 882—8«5— Unirlib.,»: «u« ,1.....«l>»zz«u850 ^>,!^>,<>d>n!l, ÄIlg, 14« sl. , Ib4-!I54'50 Velb Ware Ncticn von Transport» ^ Nnternehmungen. (per Stlick). lllbrecht.Vahn »00 fl. Silber . —---------— »lföIb°ssttim..Vllhn L0U fl. Silb. 191-50 IS» — «usslg'Tcpl. !e>l«nl>. »oosl.LVt.---------------- Vöhm. Norbbah» ,50 fl. . . 1«»50IS9K0 « Weftbahn X00 sl, . . . — —------- Vufchtlehradei Eisb. 500 fl. «M.---------------- „ ^Ilt.«) l0U fl. .197 50198 50 Donau . DampfschiNahil» » Ges. Oeficrrl.oo fl. 2M. . . . 885—387 — DlaU'Lis. (Val.,Db..>j.)ü00fl.S. —— —-— Duf-Vodendacher E-'B, ^0«fl,S. —>------------ Llilabeth.iUohn »00 fl. zb.Nolbl!. 1000 »!! 2l!!»5> stla,i^«i?!e!.^llhn «00 sl, Silbci «Li!ku,2» — ssilnfllrchcn°^Hrcsei!t!. Elfcnb. itvo fl. s, I50>51^0 50 Veinbelg.ü^eliiowih'Iajly Eifln« bahii'Gciclljchall 2ü'U jl. ö. W. xz4-?5»2z-«5 Lloyd.üft. ulig., Trieft5»nufl., Silb« . l«8'75li8» — Pl»g°Duxci lilftnb, I5li jl. Oilb. ^— —^— Mubolf-iOyn »00 sl, O>U>« , i»«-75193-— SiebenbUla:! «tlfeob, ^oo fl. . —-—^ ->-. Slna!0t,,c>!l.li,,» .'»^ n 0. ^U, . z!ll8e0^l8-U0 > «Kelt, Wllie Südbabn »00 fl, Gilbn . . . 103 «<» 104 — VUb.Nordd.««b,."»U0fl.«Vt. 1«5 ,5 1«5 b0 Iheiß»V<»hn »l»0 »« ?n«voit«Velellschaft 100 fl. . — - — — Ung.,galiz. «kisenb. z>00 sl. Silber 17« — >?6 50 Ung, Nortwftbahn «»0 sl. S'lbcl 175, »^. >?5 ?5 Un8.Weftb.s«aab>.<»lll,)«00fl.S.1?1 75 i?ll»b Indnftrie.Actie« (pel Stllck). Egybi und Kinbbcrß, Visen» unb S,»hl-?nd, in Wien ic»0 ll. . —-— — — Hijciibahilw'^eihg. I. »U fl,4U"/, — — —-„Hlbemühl", Papi«s. ll. «.-------— Devisen Deutsche Plähe......«1 70 «l «e liondon.........il«uz>2»35 liali« .........4» 77. 48 8l ^«tersbulg .......—— — — Valuten. Duc«len........ 5 »7 5 »8 »0>Kranc«'Slii"gen meines W l^'/O&MvJ B Scliwagcrs JoH«f von W^^wl/X^fl/ Lz<'k" in «uns, Un- X^^IW/^VaV garn, cultivicrt wurdon. \V> '.?/ I>«f Cui-AiiHtolt liinde- ,»„ -" brancht «lipHj-n \V«>in Hi?"1 '" der P™' llln "'«'HondeiH hIk „tnr- ll1ut. sE ' be' 'M«K«'"'<'1cIcmi, Blut-'•'wac.hf.7.t,Ht«nd(M1, Mai-rlio« etc A Alleiniges Depot für Krain ÄhekeTrnköczy Llne IlathhaiiRe In Luibaili. Kin°*e Bouteillo 80 kr., TlBick,r v B°uteillen 7 fl. (moid i *^fcn p« Post ain4«t«n8 C Flitthen. «^ '"Nen. l,cfc,t da« Wc.l ^' I H Nl«^" !'" ''^ srci zuband! von >!-F.P°pps ^olillinil w Heide ! 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U/'^V sämmtliclie Magenleiden und deren Folgen, als: übel- I jßt* llfwSL w!3 riechender Athem, Appetitlosigkeit, Schwäche de» I CT^- JJjgfcJyM 3 Mh^ciih, Blähungen, saures Aufstossen, Kolik, Magen- I gÜT ERKMlpjt^3 katarrh, Sodbrennen, Bildung von Sand und GrieH, I S3"' tÜÄII« ^3 u"M'rrn^HH'K(' Schleimbildung, Gelbsncht, Ekel und I LJb.l 1MllH ^MM K»*»rechen, goldene Ader, Kopfschmerz, fall» er vom I ^H^&UHh^^^I Magen herrührt, Magenkrarnpf, llartleibigkeit oder I ^^mHJ3w§B^ILM VetHtopiung, Ueberladung <1ch Magen» mit SpeiHen I HKOj^fH^H und Getränken. Milz- und Leberleiden etc. etc. I VsflHföSlI&IHlill 1 Flasohe 20 kr., 1 Dutzend Flasohen 2 fl., I JlinTiW^Mf^^ m 5 Dutzend Flasohen nur 8 fl. I Apotheke Trnkoczy I neben dem Rathhause in Laibach. (HBio) i I jjj/f TX7"irca. t&g-liclx per I'ost versendet. "^B____I :xxxxkxxkxxxx cxxxxxxxxxxxx; > An der j [ Handels-Lehranstalt i \ in Laibach 0675) 3-2 ' y beginnen die Vorlesungen mit 1. Oktober. i t Ferdinand Mahr, k. k. Rath, Director. 1 | Peter Thomann I Bau- u. Kunst-Steinmetzgeschäft I in Lail>ach 3634 3 | ^7ienerstraSSe vis-a-vis dem „Baierißchen Hofe" 1 empfiehlt sich zur Anfertigung von Grabmonumenten und | ai]en Arten von Steinmetzarbeiten bei billigsten Preisen. = ................iiiniiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiini iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii '(-j630-3) Nr. 6346. Zweite mc. Feilbictung. ^ Vom k. k. Üandcsnerichte wird hiemit bekannt gemacht, dass wcqell Erfolglosigkeit des ersten Termines in der Execu-tionssnchc der k. k. Finanzproeuratur in Laibach qegcn Anton Ielucnik von Laibach no««. 1230 fl. 88 kr. s. A. am 4. Oktober 1886, vormittags 10 Uhr im Gerichtsgrbäude, Sitticher'hof. am Alten Markte, zur zweiten execiitiven Feilbietung der in der kraini-schcn Landtafel ^>,^Einlage Nr.43 und 75 der Catastralgemeinde Gradischavor> stadt vorkommenden Realitäten mit dem Anhange des Edictes der 'Laibacher Zeitung- vom 28. Angust 1886, Nr. 196, geschritten werden wird. Laibach am 31 Angnst 1866. (3210—3) St. 3807. Oklic. C. kr. okrajno Bodiöce v Velikih Laši('.ab uaznaoja: Na prošnjo Jarneja Vodic'arja iz Zdenske Vasi kot ceBijonar Jameja Hoèevarja iz Koleuca se zavoljo ne-izpolnitve dražbenih pogojev odloèi zopetua dražba Janez Mavsarjeve^H, v vlogi st. 57 katastralne obèine Pod-f^ora vpisauega, na izvršilni dražbi od Lize Mavsar iz Podgore kupljenega zemljišèa na dan 1. oktobra 1886 predpoludnem od 10. do 12. ure pri tem sodišèi z dOHtavkorn, da se bo io zem-IjiSfe pri tej dražbi za vsako ponudbo oddalo 0. kr. okrajno sodiSèe v Velikih Laöiöah dne 16. juJija 1886.