Schriltscitunfl.'f RatbliausgasseNr.» Hummei^ch«« e»rrchft«»»e: Iä«!<<4 (mit tufnodiK lcr So»»- 11. ftrio-Mg«) uil-l Uhr »«ch«. Ha»dkch>ikill> »xldni «i»>l : »mnroloie Sin-K»tu»gci» utckl d«, itckilchl^l. a»iü,H,»»go niair.t die Pki»-»achlaft. Tif „XfuHiSe J?a4t" rtfdltinl pde»T»»»>«» mit £oun*toj Vcrwattung: )ia»hhan»gassr)kr.» (^nuKtffe# H«us). Vtjugsdcdinkuilgkn füi «ttlii aiU Jtnlclaaf in'« (««: MpajflWB .... ff- —-■* ZM".: :fe E ^«■Matna .... 11. «.— 6 We *afl hw«: BUitrtfBuia ... "• L . . «. #.so •. . . n. MO fiiii'4 K»«lon» nhöh«» sich bie <*(;»gf.ielial)H»mn »i« ftiti««» S»HfV«tc«ifni.®»ltto Mli.900. Kr. 3. Eilli, Aonnerctag. 9. Zanuar 18SV. 21. Jahrgang. Aie Ereignisse in tzransvaat. Seit wenigen Wochen lauscht die Welt mit gespannter Aufmerksamkeit aus jede einzelne Nach--richt, welche der überseeische Draht von der je»-fettigen Hälfte unseres Erdballs, aus dem fernen Süden des dunklen WeluheüS der allen Welt übermittelt. Mächtiger noch, als zur Zeit des o'tasialischen Kampfes ist heute der Antheil Euro-pas an den Ereignissen in Transvaal, denn wäh-rend es sich in vem Kriege zwischen China und Japan in letzter Linie blos darum handeln konnie, welchem der beiden asiatischen Culturstaaten in Zu» tunst die führende Rolle im Osten zufallen sollte, find in Südafrika Dinge vorgefallen, welche daS Interesse der europäischen Großmächte unmittelbar berühren und die alt« gegenseitige Eifersucht der-selben wieder zu hellen Flammen entfachen müff.n. Ja. es ist nach dem äußerst kritischen Stande der Dinge nicht ausgeschlossen, dass sich in Südafrika ein Ereignis vollzieh», das nur in der Losreißung der nordamerikanischen Kolonien vom englischen Mutterlande ein weltgeschichtliches Sei»enstück besitzt. Die Vorgeschichte der Wirren in der Transvaal-republik ist hinlänglich bekannt. DaS ländergierige England hat längst ein Auge aus vie große und durch ihren Goldreichihum unschätzbar« Republik geworfen, die, von holländischen Auswanderern be-gründet, sich unier dem gegenwärtigen Präsidenten Paul Krüger einer glücklichen Unabhängigkeit und krSftigen Entwickelung erfreut. Da brachte zum Schluss« des «den verflossenen Jahres der Draht die unerhörte Kund«, dass der Leiter ver britisch-südafrikanischen Ehartered'Company Dr. Jamieson an der Spitze einer Freibeuterschar gegen alles Völkerrecht in die Transoaalrepublik eingefallen fei, Ieuitteton. üit stumme üönigstochtcr. Von Rudolf B a u m b a cfc. ES war einmal ein König, der hatte einen profen Garten. Die Wen« waren mit buntem Sand bestreut, in den Nische» der Taxuswände standen Bilder aus weißem Marmor, und fremde Blumen mit brennenden Farben umsäumten die Rasenflächen. In einer Grotte, di« aus Maritnglas und bunten Muscheln zusammengesetzt war, lag «in steinernes Ungeheuer, halb Löwin, halb Weib, und Männer mit Hörnern und Ziegensüßen schauten grinsend aus den Buchsbaumhecken hervor. In der Mitte des Gartens aber befand sich «in Wasserbecken, aus dessrn Mitte sich ein Knäuel von fifchschwänzigen Meergöttern erhob, die auf den wasferlpeienden Delphinen ritten und in Muschel-Hörner bliesen. Alle Welt pries den Garten als ein Wunder, nur eine fand an ihm keinen Gefallen, das war dl« bildschöne Königstochter. Die schamlosen Heidengötter flößten ihr Schrecken ein, und sie mied darum den großen Garien. Da berief der König, der seine Tochter über alles liebte, einen jungen Gärtner, der viele Länder durchwandert und des Herrlichen viel gesehen haue, und befahl ihm. einen neuen Garten zu schassen an der Stelle des alte». Den wollte er ver Prin-zefsin zum Geburtstage schenken. angeblich um seinen von der Boernregierung in Prätoria bedrückten englischen Landsleuten in Johannesburg Hilf« zu bringen. Wie »us einem Munde ertönte ob deS kecken Streiches in der Presse aller Staaten das Urtheil: Da hat wieder Eng-land seine Hand im Spiele. Ei» lebhafter Tepeschen-wechsel entspann sich zwischen den europäischen Eabineten, attcin noch eh« die von ollen Seiten des Völkerrechtsbruches beschuldigte englische Re-gierung die Schuld halbwegs von sich abwälzen und ein eigenmächtiges Lorgehen deS Dr. Jamieson glaubhaft machen konnte, hatten die tapferen Boercn bereits von ihrem Hausrechle Gebrauch gemacht und den englischen Einbrechern in dem Tressen von KrügerSdorp eine schwere Niederlage bereitet. Der Versuch Englands, im Trüben der angezettelten Wirren zu fische» und in der freien Bauernrepublik eine „Schutzherrfchasi" zu errichten, war kläglich gescheitert, der Bandenführer Dr. Jamieson kriegs-gefangen und der allmächtige Minister der britischen Eapeolonie, der ungekrönte König von Südafrika, Sir Cecil RhodeS, alS muthmaßlicher Anstifter des unerhörten Putsches vor aller Well bloßgestellt. Die englische Regierung und der Leiter ihrer auswärtige» Politik, Lord Ehamberlain, be-finden sich in der peinlichsten Lage. Die übrigen in ihren eoloni'len Machtimeressen gefährdeten euro-päischen Staate» verlangten entfchiedcn Aufklärung und Genugthuung, und der deutsche Kaiser, wie immer rasch und unter dem Eindrucke des äugen-blicklichen Empfindens handelnd, gab der Stimmung aller Deutschen beredten Ausdruck, indem er die südafrikanisch« Republik zu dem errungenen Siege in de» herzlichsten Worten beglückwünscht«. Die englische Presse, mit wenige» achtenswerten Aus-nahmen, tobt«, schimpfte und drohte: d«r britiich« D«r Gärtner that sei» Möglichstes, arud und schanzt«, hackte und pflanzte; Sonnenschein und Regen thaten auch daS Ihrige, und als -das F«st herangekommen war, stand der Gärtner an der Eingangspforte und überreichte d«r Königstochter auf einem Teller den goldenen Gart'nschlüssel. Gefolgt von der Hofmeisterin und ihren Ehren-fräulein, trat die Prinzessin den Rundgang an. Gewundene Bau»igänge waren an die Stelle der Taxusivänd« getreten, blühende Sträucher kletterten an den Stämmen empor, und ihr« Ranken hingen von oben herab und schwankten im Winde. Dann sühne der Weg durch Wiesengründe vorbei an Rosenhügeln und halb verit.ckien Mar-morbänken. über die sich blühende Hollundersträuche neigten. Der Königstochter hüpfte das Herz vor Freud«; si« verliess den KieSweg und sprang leichtfüßig über den Rasen, also, das» ihr die Hofdamen kaum folgen konnten. Mit gemessenen Schritten, aber den Kops zu-weilen schüttelnd, ging die Hofmeisterin hinter der ausgelassenen Jugend her. Ein schwebender Rosenzweig war ihr in das gepuderte Haar ge-konimen; sie sand den neuen Garten abscheulich. Jetzt nähert« sich die Prinzessin der Stelle, welche früher das Marmorbeckul eingenommen hatte. Dort lachte heut« ein kleiner grüner Weiher. Schilfgewächf« und bunte Schwertlilien um-säuinlen feinen Born, Flieder und Goldregen be-rührten mit ihren Blüthenirauben de» Spiegel des TeicheS, und auf d«m Wasser schwemme» weiße Heckenrosen mit grrßen, herzförmigen Blättern. Größenwahn halle einen allzu empfindlichen Dämpfer erfahren; aber der englischen Regierung blieb nichlS übrig als entweder die volle Ler« antwortung für den Rechtsbruch ihrer Vertrauens-männer zu übernehmen, oder die einmal ange-»ommene Unschuldsmiene beizubehalten und die Veranstalter deS Putsches fallen zu lassen. Dr. Jamieson halle sein Schicksal bereits erreicht, er war nicht blos kriegsgefangen und als Räuber dem Standrechte oder der Gnade der Sieger anheimgegeben, sondern auch von seinem Vater-lande, das nur Gnade für ihn erbat, im Stiche gelisien. Nun hat auch fein unmittelbarer Auf-traggeber dem am England von alle» Seiten aus-geüblem Drucke weichen müssen: Sir Eecil RhodeS ist von der Leitung der Eapeolonie zurückgetreten und der Gouverneur Sir Herkules Robinson einstweilen an sein« Stelle gerückt. Damit ist nun die TranSvaalsrag« keineswegs erledigt, es ist im Gegentheile mehr als wahr-scheinlich, dais die einmal so offenkundig zutage getretene uns gleichzeitig empfindlich bestrafte Hinterlist der englischen Diplomatie zu neuen Ver-Wicklungen sührt. die nur mit einer gänzlichen Verschiebung des afrikanischen Gleichgewichts und einer neuen Gruppierung der im Widerstande gegen England geeinigten europäischen Mächte - enden können. WaS die Verhältnisse in Südafrika anbe« langt, so muss man eS vorläufig noch als ein Gerücht bezeichnen, dass der ungemein ehrgeizige Eecil RhodeS. dessen sonstiger Thatkraft sein Vaterland viel zu danken hat, fein.,» allen Lieb» lingSplan verwirklichen werde, die Eapeolonie vom Mutter lande loszureißen und mit den übrigen vom Aufstande ergriffenen Republiken die .Vereinigten Staaten von Südafrika ' zu begründen beabsichtige. ..Ach, wie reizend!" rief die Prinzessin auS. Die Fräulein riefe» eS »ach. Da geschah etwas Entsetzliches. Ein dicker, grüner Frosch, der im Schilf aus Wasserjungfern birschle, hatte daS Rascheln und Rausche» der Seidengewänder vernommen, that einen gewaltigen Satz und plumpte i«S Wasser, dass die Tropfen aufspritzten. Alle schrieen Hellaus, und die Prinzessin sank erbleichend ans den Boden. Jetzt kam die Hofmeisterin mit beschleunigtem Schrilt herbei und sah bestürzt, waS vorgefallen war. Bisamäpfel und Riechsal; waren zum Glück bei der Hand. Die ohnmächtige Prinzessin kam bald wieder zu sich, aber sie hatte vor Schreck die Sprache verloren. Mit veistö'.ten Gesichtern und zitternd vor Angst führten die Ehrendamen sie in den Palast zurück. Die Bürger halten der Prinzessin zu Ehren ihre Häuser mit Laubgewinden und bunten Fahnen geschmücki. aber als die Mittagsglocke läulete, entfernten sie den Schmuck, denn eS ging daS Gerücht, die Königstochter sei plötzlich stuuiin geworden. Und daS war auch leiser kein müssiges Gerede. Die Prinzessin hatte sich wohl von ihrem Schrecken erholt, sie nahm Speise und Trank zu sich, aber über ihre Lippen kam kein Wort. Sie hatt« di« Sprache verloren. Die Aerzte kamen herbei, ließen sich den Fall erzählen, steckten die Köpfe zusammen und schrieben lange Recept«. Fügsam schluckt- die Kranke Tropfen, Pille.» und Latwergen; aber di« Sprache kam ihr nicht wied?r. 2 Man könnte e» übrigens der Verschlagenheit Eng-land» schon zutrauen, dass Cecil RhodeS unter dem Scheine eines Rebellen, für dessen Handlungen Eng-land kein Vorwurf treffen könnte, umso ungehinderter den allfälligen verabredeten Plan einer britischen Oberherrschaft über ganz Südafrika weiter verfolgt. Mittlerweile aber haben sich in Europa Dinge voll-zogen, die vollständig außerhalb der Berechnungen »er englischen Diplomatie liegen mussten und deren ganz« Staatskunst erfordern dürften, soll der Nieder» läge des englischen FreibeuierzugeS nicht eine dauernde Niederlage det englischen Wellpolitik aus dem Fuße folgen. Die rasche Stellungnahme deS deutschen Kaiser» zu Gunsten der Boerenrepublik, sein bereits ebenso herzlich erwiderter Glückwunsch an den Präsidenten Klüger, die ebenso rasch erwachte Sympathie des gesammten deutschen Volkes für ihre fernen Stammverwandte», in deren jungem Staate selbst ein gutes Stück deutscher Arbeit und deutschen Kapitals steckt, sind auf die übrigen Staaten nicht ohne mächtige Wirkung gebliebe». Und da hat sich Sellsames vollzogen. Frankreich, der alte Feind, der noch immer Rachegedanken hegt und sein ElsasS-Loihring^n nicht verschmerzen kann, Frankreich hat sich dem deutschen Reiche genähert und ist in einem Theile seiner Presse mit Sym-paihiekundgebungen für das entschiedene Auftreten des deutschen Kaiser» hervorgetreten. Allzuviel Gewicht braucht man dieser schwachen Stunde der leichibeweglichen Nation freilich nicht beizumessen, aber das Ein« zeigt die Thatsache immerhin, dass da» gewaltige Ansehen, das Fürst BiSmarck dem von ihm gegründeten Reiche in der Welt erworben, trotz der vielen Fehler seiner Nachfolger in der auswärtigen Politik nicht gesunken ist, ja dass das deutsche Reich gerade in der schwebenden Fcage berufen erscheint, in dem einmüthig«» Vorgehen der Mächte gegen die länger unerträgliche An-maßung und Wühlerpolitik Großbritannien» die Vermitller- und Führer rolle zu übernehmen. * * * Der »VereinderDeutsch nationale« in Oesterreich" hat an den Präsidenten der Transoaalrepublik, Paul Krüger, folgende» Schrei-ben gerichtet: „An den ehrenfesten Präsidenten der südafrikanischen Republik, Prä» toria, Transvaal, Südafrika. Unsere deutschen Herzen jauchzen vor Freude und Befriedigung über den glorreichen Sieg, Der ganze Hof war in Trauer. Der alte König aber — er war sonst so mild und gut — schäumte vor Wuth. Er befahl, alle Fröiche in seinem Reiche zu todten, und setzte aus den Kops eines jeden Frosches einen Preis von einem Heller. Den Gärtner aber ließ er in den Kerker werfen. Was Hals'S? Die Prinzessin blieb stumm. Tage, Wochen, Monate vergingen. Aus allen Weltgegenden kamen Aerzte herbei. Wa» der eine verordnet hatte, tadelte immer der andere, aber keiner konnte der Königstochter die verlorene Sprache wiedergeben. Auch weise Frauen und kluge Schäfer wurden berufen, ja sogar Meister Hämmerlein, der Scharf-richter, musste herbei. Sie wandten ihre seltsamen Geheimmittel an, aber keines wollte helfen. Unterdessen litt der arme Gärtner große Noth. Er hatte auf reichen Lohn gehofft, und nun lag er in Ketten und sah weder Sonne noch Mond. ES lebte ihm aber in der Heimat seine alte Mutter; das war eine kluge, vielerfahrene Frau. Als sie hörte, was ihren Sohn betroffen hatte, schnürte sie ihr Bündel und wanderte nach der KönigSstadt. Dort angelangt, begab sie sich nach dem Kerker und bat den Schließer mit be-wegenden Worten so lange, bis derselbe sie zu dem Gefangenen führte. Eine halbe Stunde blieben Mutter und Sohn allein, dann hinkt« die Alt« fort; der Gärtner aber schritt, als der Wächter ihm den Wasserkrug brachte, mit gehobenem Haupte in seinem Hast-gemache umher und pfiff ein Liebchen. Am nächsten Tage, verlangte er, vor den «Deutsche Wacht« welchen unsere Stammesbrüder im fernsten Süden Afrikas, Tausende von Meilen von uns entfernt, über eine Freibeulerschaar errungen haben, welche sie in ihre,» ruhigen Besitz- und angestammten Erbe stören wollte. Da hat sich deutsche Kraft wieder gezeigt in ihrer Tüchtigkeit und Unüber-windlichkeit. Wir. die wir selbst mit Slaven und anderen fremdartigen, culiurell minderwerthigen Stämmen in einem StaatSwefen leben und einen schweren Kampf um unser Dasein zu kämpfen haben, wir können die Freude verstehen, welche Sie und Ihre Volksgenossen erfüllt haben muss, als es Ihnen gelang, die frechen Eindringlinge zum Teufel zu jagen. Wir rufen Ihnen, verehrter Herr, und Ihren Volksgenossen ein donnerndes, alldeutsches Heil zu, und wünschen, dass bis zum Eintreffen dieses Schreibens der Sieg noch größer geworden ist, damit Ihr Staat vor jedwedem muthwilligen Angriffe für immer geschützt sei. Mit treudeuischem Gruße Der Vorstand deS ..Vereines der Deutschnationalen in Oesterreich" : K. H. W o l f. Obmann; Eduard Stransky, Edler von Greifenfels; Dr. Gustav B o d i r s k y; Eduard S ch u l tz e." * * » Ueber deutschfeindliche Kundgebungen wird aus London vom 7. Jänner gemeldet: In den London-Docks, im östlichen Theile der City, herrscht heute große Ausregung. Durch die Belästigung und Verhöhnung deutscher und holländischer Matrosen wurden stürmische Auftritte hervorgerufen; die Schaufenster der deutschen Kaufleute wurden z e r-t r ü ui m e r t. Einige deutsche Clubs im Ostend von London und auch der dortige holländische Club haben ihre Läden geschlossen. Straßenbau Sulzöach Logartyat. Unter dieser Spitzmarke ist in der Grazer „Tagespost' vom 4. d. M. eine längere Notiz ent-halten, welche mit folgenden Worten schließt: „Die Grazer können künftighin (nach der Herstellung der Straße Sulzbach-Logarthai) bei Abfahrt mit dem Eilzuge um 12 Uhr 50 Minuten mittags an dem-selben Abende die gastliche Stätte deS PiSkcrnik im Logarthale erreichen.' Dieses ist geradezu eine Unwahrheit, und wenn wir dieselbe richtigstellen, so geschieht eS nur deswegen, weil aus solche Art und Weise die Touristen einfach irregeführt werden. Der Schnell-zug, welcher Graz um 12 Uhr 50 Minuten verlässt, kommt in Cilli um 3 Uhr 26 Minuten an, hat hier Anschluss an den Wöllaner Zug, der Cilli um 3 Uhr 50 Minuten verlässt und in Ritzdorf an der Pack um 5 Uhr 33 Minuten eintrifft. Hat man hieher einen Wagen bestellt, so erreicht man König geführt zu werden; er besitze das Mittel, dir stummen Prinzessin die Sprache wieder zu geben, behauptete er. Die Königstochter hatte am selbigen Morgen schon viel ausstehen müssen. Erst war sie von einem fremden Doctor mit glühender Nadel ge-stochen worden. Da Halle sie wohl geächzt und gestöhnt, aber gesprochen hatte sie nicht. Darnach war der Kranken aus Anratheu einer alten Kräuter-srau Herz, Hirn und Zunge einer Elster eingegeben worden, uns da« hatte ebenso wenig geholfen. Nun lag die Prinzessin bleich und matt aus dem Ruhebett und hatte vor Erschöpfung die Augen geschlossen. Da brachten sie den Gärtner geführt. Seine Kette klirrte, aber er schritt ausrecht einher und war guten Muthes. „Versuche Deine Kunst," sprach der König, „und wenn Dir die Heilung geling», so sollst Du den grünen Krokodil-Orden bekommen und dazu so vi's er deshalb von der gesammten jüdischliberalen Presse aus das Unfläthigste beschimpft wurde, muss nun auch ein strammer liberaler Parieimann die Zucht-ruihe jüdischer Unduldsamkeit spüren. Der liberale Obmann des Deutschen Schulvereines Dr. Weit los hatte in seiner Eigenschaft als niederöfterreichischer Landesaus>chusS die von den Oberösterreichern be» absichtigte Errichtung einer medicinischen Fakultät in Linz unterstützt und dabei auf die feststehende Thatsache hingewiesen, dass „gewisse" Aerzte nun einmal in der Landbevölkerung kein Vertrauen genießen. Dieser Ausspruch eines Liberalen hat die jüdische Presse in eine gelinde Raserei versetzt, un» der Manu wird jetzt zum Danke für seine langjährige liberale Parteigesolgschaft als „Antisemit" beschimpft. ES wird noch all?n nichtjüdischen Liberalen so gehen. „Christliche" Arbeiterbewegung. Die Wiener christlich-sociale Partei hat den Kampf gegen das Judcnthum nicht bloß gegen dessen kapitalistische Herrschaft in» Bürgerstande, sondern auch gegen dessen socialistischen Einfluss in der Ardeiterschaft rührig ausgenommen und im Lause der Jahre eine Anzahl „christlicher Arbeitervereine" geschaffen, die nun am vergangenen Sonntag in Wien zu einem „1. Oesterreichischen Parteitag der christlichen Arbeiterschaft" zusammentraten. DaS von der Versammlung entwickelte Programm trennt vernünftigerweise die Arbeiterfrage nicht von der gesammten socialen Frage, es läsSt vielmehr, im Anschlüsse an das Programm der antisemitischen bürgerlichen Parteien, die Lösung der Arbeiterfrage selben eine ErziehungS-Anstalt für arme Kinder zu verbinden. Sein Plan fand bei vielen warm« herzigen Menschen Beifall. Mjt fünfzig Kindern konnte er im Jahre 1775 eine ErziehungS-Anstalt eröffnen. Trotzt».m in dieser Anstalt der Geist der Liebe das Szepter führte, sollte Pestalozzi auch hier nicht zur Ruhe kommen. Durch mancherlei Unge-gemach wurde die Anstalt so verschuldet, dass die-selbe nach fünf Jahren aufgelöst werden musste. Aber nun griff er. um auch fernerhin für das noth-leidende Volk wirken zu können, zur Feder. Er fordert in seinen Schriften eine sittliche Hebung des Volke«, eine weise Erziehung der Jugend, ein lieb.'-volles Her; gegen die Nothleidenden und Gedrückten. Die Schriftsirllerei, welche PestalozziS Namen tn ganz Europa bekannt machte, brachte ihm viel Ehre, aber wenig Geld ein. und er durchlebte 13 Jzhre bitterster Noth. Da riß ihn die Revolution wiederum in die öffentliche Thätigkeit. Die Fran-zosen drangen im September 1798 in den Kanton Unterwalven und verbrannten Stanz. Eine große Anzahl vaier- und mutterloser Waisen irrte umher. Von der Regierung ausgefordert, sammelte er die verlassen»« Kinder um sich und suchte ihnen Vater und Mutter zu ersetzen. In einem alten Kloster fanden die Kinder Aufnahme. Es waren bald 80 an der Zahl. Fast unüberwindlich schien die Auf-gäbe, der sich Pestalozzi hier unterzog; denn die Kinder waren meistens sittlich verkommen, kränklich, unrein, keines an Arbeit, Zucht und Ordnung ge° wohnt. Doch die Liebe, di' Alle» vertrügt, alles glaubt, alles hoffet, alles duldet, sie machte eS dem Pestalozn möglich, auszuharren und die Herzen der Kinder zu erobern. Er fühlte sich trotz der über-große» Arbeit — er stand allein unter der Kinder-schaar, nur von einrr alten Haushälterin unterstützt, Deutsche Wacht" von durchgreifenden Reformen auf alle» Gebieten veS öffentlichen Lebens abhängig erscheine». Bei allen guten Eigenschaften dieses christlichen-social>n ArbeiterprogrammeS muss man die Möglichkeit, mit einer solch n Waffe die Socialdemokratie unter den Arbeitern wirksam zu bttämpsen. sehr bezweifeln. Das christliche Arbeiterprogramm ist resormerisch. antisemitisch — alles gut und löblich — aber es reicht an den von der Arbeiterschaft nun einmal mit Recht geforderten politischen Radikalismus der Socialisten in Frei Heils- und VersassungSsragen nicht entfernt hinan. Banffy. Rnntius und Rothschild. Der ungarische Ministerpräsident Baron Banffy hat für die Nase, mit der er kürzlich aus der Wiener Hofburg abriehen musSle, ein glänzendes Futteral erhalten. An» 4. d. Mts. hat der päpst« liche NumiuS Msgr. Agliardi, der bekanntlich der ungarischen Regierung in der Kirchensrage arge Verlegenheiten bereitete, bei Baron Bam'ly seine Besuchskarte abgegeben. Kann man di Michel — er thut bei dieser Verherrlichung jüdischer Nationalhclden wacker mit. Die Börfenftcuer im Deutschen R'iche hat im verflossenen Jahre überraschend gute Erträgnisse geliefert. Die Umsatzsteuer brachte im Octobcr 2,288.257 Mark, einen Betrag, der. so lange tie Börsensteuer besteht, auch nicht an-nähernd erreicht wurde. Im October vorigen JahreS Prediger des Volkes in Lient^ard und Gertrud, zu Stanz Vaier der Waisen, zu Burgvors und Münchenbuchsee Gründer der neuen Volksschule, in Jfferlen Erzieher der Menschheit. Mensch, Christ, Bürger, Alles für Andere, für sich nichts. Segen seinem Namen." Ja, Alle» für Andere, für sich nichts, das war seines Herzens Streben, so lange er lebte. ES war ihm nichts zu schwer, nichts zu theuer, AlleS gab er sür die Nothleidenden hin. Aber sein Leben ist nicht vergeblich gewesen. Un-sterblich ist sein Werk, unermesslich der Segen, der aus seinem Wirken hervorgegangen ist. Groß war PestalozziS Einfluss aus die Gestaltung deS VolkSschulweftnS; er ist der Vater deS erziehenden Unterrichts. Seine Liebes-Arbeit an der Jugend und dem Volke fand bei vielen edlen Menschen Nachahmung: die nach seinem Tode entstandenen Armen-Anstalten, Waisenhäuser und RettungSan-stalte» sind durch PestalozziS Einfluss ins Leben gerufen. Sein segensreiches Leben hat'S wahrlich ver-dient, seinen Namen der Mitwelt in Schrift und Bild zuu> bleibenden Gedächtnis vorzuführen und zur Nacheiferung feiner erbarmenden Liebe aufzu-fordern, und die Lehrerschaft fühlt sich berufen, feinen Namen allerorten zu feiern. Sie möchte gern alle Welt mit dem Streben dieses Mannes, wie er allezeit mit einem Herzen voll hingebender Liebe sür die Erziehung der Menschheil gewirkt, bekannt machen. Mögen die Pestalozzi-Tage Ströme der Liebe in unsere Herzen leiten ; möge auch in unserem Streben und Wirken die Liebe unserer Arbeit Anfan.z und Ende sein. I.. I'. A. 4 wurden 1,693.160 Mail eingenommen. Auch der Effectenstempel Hai einen hohen Ertrag geliefert, nämlich 1.603.100 Mark, g?gen 1.572.691 Mark im Oktober 1894. Vom 1. April bis Sude Oktober hat tie Börsensteuer 20,411.766 Mark eingebracht. daS sind 6.198.776 Mark mehr als in dergleichen Periode des Vorjahres. Angesichts dieser vorzüg-lichen Ergebnisse trägt man sich im Deutschen Reiche bereits mit dem Gedanken, die Börsensteuer noch um ein Kleines zu erhöhen, und man befürch-tet dabei gar nicht, „Handel, Verkehr und Unter. nehmungSgeist zu lahmen", welches Gespenst die Börsenpresse immer an die Wand malt, wenn ein-mal die Geldsäcke sich etwas mehr für'S Gemein-wohl austhun sollen. Bei uuS in Oesterreich werden nach wie vor diejenigen am meisten besteuert, die sich vor lauter Steuern ohnehin nicht mehr aus-kennen. Der Aufstand auf Kuba. Die jchön-gefärbten „Siegesnachrichien" des amtlichen spanischen Telegraphen vermögen nun nicht mehr zu täuschen. Die ungeheuere Truppenmach«. welche daS Mutterland seit Beginn des Ausstünde» nach und nach in die ausständische Provinz enisenvet hat. ver-mag gegen die »»gemein vorsichtige Taktik der Rebellenführer G o m e z und M a c e o nur wenig auszurichten, und heute steht die spanische Krone iu größerer Gefahr als je, ihr kostbarstes Juwel, die „Perle der Antillen" zu verlieren. Havanna. Die Hauptstadt deS Inselstaates, ist von den A u s st ä n d i s ch e n eingeschlossen und jetzt vielleicht schon erobert. Von dem spanischen Ober-feldherrn Marschall Martinez Cnmpos hört man nur, dass er sich an einem ganz anderen Orte be-findet. Er scheint durch eine Kriegslist getäuscht worden zu sein und ist jetzt von der drahtlichen Verbindung mit der Haupt,ladt und dadurch mit Spanien abgeschnitten, da die Ausständischen die Drahtleitung zwischen seiner Stellung bei Batabana und Havanna zerstört haben. Der Marschall soll übrigens bereits seinen Oberbefehl niedergelegt haben. Aus Stadt und <^and. Meteorologisch, Beobachtungen in Cilli im Monat« December 1895. Zahl der Tage mit Niederschlug 15, darunter mit SchneeS. Menge deS Niederschlage» 109-5 mm, größte Niederschlagsmenge 489 mm am 13. December; größte Schneehöhe 10 etn am 14. December; MonatSmittel der Temperatur -f-0.3°C.; höchste mittlere TageSlemperatur -f 10 30 C. am 6. December; niederste 6 9 am 29. December; höchste Temperatur überhaupt 11-1° C am 6. December; niederste 11-2 am 29. December. Cillier Militär - Veteranenverein. Der Eillier Arthur Graf Neusdorff-Pouilly-Militär-Veieranen-Verein hielt am Sonntage, den 5. d. MtS. feine vierzehnte Jahresversammlung uuler ganz außergewöhnlicher Betheiligung der Mitglieder ab. Die Versammlung bot das Bild eines kräftigen VereinSlebenS und zeigte die rege Antheilnahme aller Mitglieder an den Interessen und Geschicken des Vereines. In dieser Versamm-lung wurde u. A. eme Aenderung der VereinS-fatzungen beschlossen, und die Neuwahl der Ver-einSleitung vorgenommen, welche ein recht günsti-geS Resultat ergab. Der bisherige verdienstvolle Obmann Herr Franz Dienberger wurde ein-hellig wiedergewählt, zu seinem Stellvertreter wurde der Stadtökonom Herr Peter Derganz einhellig gewählt. Einen ausführlichen Bericht üben den Verlauf der Versammlung können wir wegen Mangels an Raum erst in der nächüen Nummer bringen. — Gestern, den 7. d. Mts. be-gab sich eine Abordnung deS hiesigen Militär-Veterancnvereins nach Wöllan, um den Verein»-protecior Herrn G.-M. Arthur Graf Mensöorff-Pouilly und die Fahnenpathin-Stellvertreterin Frau Gräfin Adamovich zu den, ani 8. Februar l. I. stattfindenden Kränzchen des Vereines einzuladen. Ter Besuch deS Kränzchens durch die Eingeladenen wurde in liebenswürdigster Weise in Aussicht ge- Freiwillige Feuerwehr Cilli. Ter Ausschuß der Freiwilligen Feuerwehr Hut im Hin-blicke aus den Umstand, als die AuSrückung der Feuerwehr im Falle von Bränden in der näheren und weiteren Umgebung der Stadt Auslagen ver-ursacht, welche in den seltensten Fällen vergütet werden und in Erwägung des UmstandeS, dass die Hilfsbereitschaft der Feuerwehr nur zu oft nicht das richtige Verständnis und Entgegenkommen findet, in Hinkunsi im Falle von Bränden außer-halb des Stadtgebietes, besondere Fälle natürlich ausgenommen, nur dann auszurücken, wen» die ..Deutsch? Hvacht" Bespannungen von den Betroffenen, be;«. Jnieres-senten unentgeltlich beigestellt werden. Nichisdesto-weniger wiro die F.-uerwehr in jedem Falle eines anSwärtigen Brandes allarmiert werden und im Feuetlöschreguisiten-Depot deS Rufes um Hilfe bezw. der Beistellung der Bespannungen gewärtig sein. Der Fachverein der VerkebrSbedien-steten Oesterreichs (Ortsgruppe Cilli) veran-stalte, Sonntag, den >2. d.M., im Gasthofe „Zur grünen Wie>e" eine Versammlung nach § 2. Beginn 4 Uhr ii ichmittags. Eine NeujahrSentKebungSkarte hat ferner noch gelöst Herr Dr. Riebl in Cilli. Die „Südmark' in Kärnten. Unser nationaler Schutzoerein entfalte» derzeit in Ober-kärnien eine rührige Thätigkeit. An den letzten beiden Feiertagen haben dort nicht weniger als dr.i gründende Versammlungen von neuen Ortsgruppen stattgefunden, und zwar Sonntag in Spital a. T. und Montag in Paiernion und G m ü n d. Wir wünschen den neue» Kamps-genossen im Nachbargau kräftiges Gedeihen. Tüffer. 7. Jänner. (Freiwillige Feuerwehr.) Die hiesige freiwillige Feuer-wehr veranstaltet Sanistag. den 25. d. M. ein Feuerwchrkränzchen. Ansang um 8 Uhr abends im Saale des Hotels Hor, ak. Musik von ver Capelle des k. u. k. Jnsanterie-RegimeniS Leopold II. Köni, der Belgier Nr. 27. Der Eintrittspreis beträgt I Krone. Das Reinerlrägnis fließt dem Feuerwehrfon» zu. Ueberzahlungen werden dankend entgegengenommen. Wiud -Landsberg (Fasching.) Sonntag, de» 12. d. M. findet in Herrn N. Staroveski's Gasthauslocalitäten ein Tanzkränzche» statt, dessen Reinertrag der Feuerwehr zugewendet wird. Die Mu>ik besorgt die Windisch-Landsberger Capelle. Diesem Kränzchen, wie nicht minder demjenigen, welches am Sonntag, den 19. d. M. ebenfalls in den Gasthausräunieti deS Herrn StaroveSki stattfindet, wünschen wir den besten Erfolg. Letzteres, von einigen Herren aus dem nahen Pristovar veranstaltet, dürste, den Vorbereitungen nach zu urtheilen, die glän-zendste der diesjährigen, in Wind.-Landsberg veranstalteten Tanzunierhaltungen werden, umsomehr als der AuSschusS eifrigst bestrebt ist. allen An-forderungen gerecht zu werden. Wir können schon heute verrathen, dass für prachtvolle Damenspenden, wie auch für Ueberras hungeu während der Ruhe-pause Vorsorge getroffen wurde. Die Musik wird von der Sauerbrunner Curcapelle besorgt, welche durch ihre Sommerconcerte sich bereits weit über die Grenzen unseres Landes einen ausgezeichneten Ruf erworben hat. Laidach» 7. Jänner. (Deutscher Turn-v e r e i it.). Der Laibacher Deutsche Turnverein, dessen Vereinsthätigkeit durch die Folgen der Erd-bebenkatasirophe bisher stark beeinträchtigt war, wird demnächst in der neueingerichielett und durch Zubauten erweiterten Turnhalle beim Realschul-gebäude den Turnbetrieb wieder aufnehmen. — Unter regster Betheiligung fand in der Casino-Glashalle, die bisher auch als Turnplatz benützt werden musste, die Sylvesterfeier des Vereines statt. Außer den Turngenossen und deren Angehörigen hatte sich auch eine stattliche Schar liebwerter Gäste eingesunden; u. a. konnte der Sprechwart der akad.-techn. Ferialoerbindung »Carniola" und der Laibacher Bicycle-Club, der jüngst dem Turnverein als Mitglied beitrat. willkommen heißen. Zur Er-höhung der frohgefelligen Stimmung trugen die Weisen unserer braven RegimentScapelle, sowie die Vorträge der Turner-Sängerrunde unter der be-währten Leitung ihres Chormeisters Herrn Ranth wacker das Ihre bei. Die Sänger begannen mit Schmölzer's kraftvollem Chor« „Der deutsche Sang" ihre Darbietungen und ließen darauf da» innige Lied ,Schön Aennchen" von DeboiS und Mair's Basseinzelgesang (Herr Metzky) mit Chor „Der b.ste Kuss" folgen. Jensen'S „Margareth am Thore" und Reifsiger'S „Blücher am Rhein', das an den Rheinübe.gang der deuifchen Heere in der Neujahrsnacht 1613/14 erinnerte, bildeten die zweite Abtheilung der Lieoerardnung. Die dritte wurde durch die köstliche Scene „Eine fidele Gerichts-fitzung' (gesungen von den Herren: Arko, Metzky und Moro) eingeleitet. Daran schloss sich die Kremser'sche Polka „LiebeSglück" und Weinzierl-Baumbach's lustiges raernento vivere „Heute ist heut!" — Unterdessen war die leyie Stunde deS Jahres 1895 herangekommen. An daS schwere Unheil, das dieses Jahr über unser Laidach gebracht, erinnerte der Sprechwart Herr Arthur Mahr in seinem Neujahrsspruch und gedachte der brüderlichen Hilfe, die uns von so vielen Seiten zutheil gewor- 1896 den, indem er besonders das „goldene" Herz der deutschen Wiener pries und dem Alldeutschen Verbände sowie der wackeren S ü d m a r k warme Dankesworte widmete. Sein Neujahrs wünsch mit seiner kräftigen Betonung des DeutfchthumS fand begeisterte» Widerhall und leitete ein herz-licheS Glückwunsch,auschen bei Gläserklang ein, wie es der alle schöne Brauch in so bedeutsamer Stunde mit sich bringt. Dann endlich kam auch die tanz-lustige Jugend zu ivrem Rechte und ließ eS sich durch die ersten Stunden des neuen JahreS nicht verkürzen. — Die große Betheiligung an dem so glücklich verlaufenen Festabend gab wieder Zeug-niS von der Belieb,heil, ?eren sich der Deuische Turnverein, der Sammelpunkt der Deuischnalionalen Laibachs, in weilen Kreisen erfreut. Won unserer Schaubühne. — Der vergangene Sonntag bot unserem gut besuchtem Hause die Erstausführung der als „sen-saiionell- Noviläl" angekündigten Posse „Der Schnüffler" von Ludwig Held, Musik von Leo Held. Die sensationelle „Novität" dürste binnen Kurzem nicht nur für uns. sondern auch für andere Bühnen, die sich durch die von Wien ausgegangene Reclame für den Quark täuschen ließen, eine A ii t i-q u i t ä l geworden sei». Von ehrwürdigstem Alter waren wenigstens schon die Späfse, die der Ver-sasser in eine Anzahl von Rollen pfropfte; von diesen selbst ist nur eine einzige, di« des Schnüfflers, hal wegs originell munden und gut durchgeführt, und gerade diefe Idee ist — nicht vom „Verfasser". Der Privatier Gepp (Herr T h a l m a n n) ist in der glücklichen Lage, seine Zeit zu nichts Anderem verwenden zu können, als überall herum-zufchnüsseln und Zwietracht zu säen. Er gefährdet hiedurch das Glück eines Liebespaares, Schanzl (Herr B ö h m) und Fanny (Frl. G ö r w i tz). die sich natürlich nach allerlei äußerst „glaubhaften" Mißverständnissen zum Schlüsse doch .kriegen". Die übrige» Figuren hatten, wie gesagt, kaum eine andere Aufgabe als durch Hunderlfache Wieder-holungen zu erproben, wie stark das GedächiniS und die Geduld der Zuhörer de» ältesten Bühnen-fpäffen gegenüber fein kann. ES darf niemanden wundern, wenn solche „Rollen" nichlS weniger als befeuernd auf die Spiellust der Darsteller wirken, und darum haben wir diesmal für du vielen Mängel und Verstöße derselbe» ein weites Maß von Nachsicht, die blos Herr T h a I m a n n als Schnüffler nicht zu beanspruchen brauch». Er spielte seine Rolle mi» der feinen, unaufdringlichen Komik, die wahrhaft erheitert und nur denkenden Schauspielern eigen ist. Herr Arthur »bat unS diesmal leid, seine komische Gabe an eine Figur verschwenden zu sehen, die in dem Stücke so gut wie gar nichts zu suchen ha». Eine wirklich witzige Geißelung von Uebertreibungen in der Sprach-reinigung. welche diesen Bestrebungen nur förderlich fein könnte, bringt der Verfasser wahrscheinlich nicht zusammen, darum klebt er um einiger Lach-erfolge willen die sich selbst verzerrende Figur eine» Sprachreinigers mitten in ein anderes Bild. Die übrigen Darsteller gaben sich Mühe, nicht vor Un-lust über ähnliche Zumulhungen aus ihrer Rolle zu fahren. — Was eine wirkliche Posse wert ist, konnle man gleich am nächsten Tage (Feiertag) beobachten, an dem „Die Radfahrer von PurzelS-Hausen" zum zweilenmale (leider schon vor ge-lichielem Hause) über die Bretter radelten. Der echte Humor dieses ScherzeS gab nahezu allen Dar-stellern Lust und Gelegenheit, sich auszuzeichnen, und die Damen Helson, Görwitz, Nastor und Knirsch (Gustl). sowie die Herren Thalmann, Rödl, Arthur Rainer und Nastor habe» den ihnen gespendete» Beisall ehrlich verdient. Der sonst verständnisvollen Regie möchten wir bei dieser Gelegenheit rathen, das Zusammenwirken von Bühne und Orchester etwas sorgfältiger vorzubereiten, sonst gibt'S immer wieder unangenehme Störungen. — Der Dienstag-Abend bot abermals NeueS: das dreiaktige Preis - Lustspiel „Der Herr Senator" aus der bekannten Lustspielsabrit S ch ö n t h a n und Kadelburg. Wie alle Er-zeugnisse dieser Firma, die keine Ansprüche auf Classi^itat und profiilosen Nachruhm echebl. dafür aber fleißig, geschickt mehr oder minder dauerhaft und — billig arbeitet, ist auch „Der Herr Senator" ein nicht übel angelegier uud Mit dem flotten Conversationstalcnte der Autoren geschickt zur obligaten Massenoerlobung geführter Lustspiel-stoff. In dem Herrn S» ;cht den zaghaften Freund zum Empörer ge^en die schwie^eroäterliche Tyrannei. lehrt dessen Frau ihren Gatte», eine Spielart d.s Sie > andlS, lieben, er überwindet die Abneigung deS ..Herrn SenawrS" f.egen die Verbindung stineS Sohnes Osk^r mit der Gouvernante Eofie Petzoldt. wird von der zweilen Tochler, einem eer-liedien Backfisch, sozusagen „mit Kotzen" gesanzen und macht auS demunnahbaren„HerrnSenator"einen»»-träglichen Familienvater. Tie Auffuhrung. die zum Benesice deS Frl. Therese Holler stat-fand, war gut besucht, und verdiente int Großen und Ganzen den namentlich der Beneficiantin gefpen-deten Beifall vollauf. Dies« gab in ihrer wenig dankbaren Rolle die stufe Kälte der Patrizietiochur ginz glücklich. Dieftlbe Aufgabe gelang Herrn G a l d e r n. der den Senator etwas zu jovial fein ließ, nicht ganz, dessen Gattin (Zrau S a l d e r u) «in bischen zu gut. Frl. Helson schuf in dem Bach-fisch Stefanie »nie nahezu tadelsfreie. ganz aller-liebste Naive und Frl. tt ö n t g eutledigte sich ihrer nicht fehr großen Aufgabe mit sicherer Eleganz. Der entfesselte Siemandl des Herrn Böhm war stellenweise vorzüglich und nur Herr Arthur konnte leider die dankbare, wenn auch umfangreiche Rolle des Dr. Gering nicht auf die seinem Talente ent-sprechende Höhe b»ingen. Diesmal fchwamm et nicht nur. dass cs eine Art halte, manchmal lag «r sogar ganz auf trockenem Sande und zappelte zum Erbarmen. ES war sein Glück, dass er sich immer bald wieder durch eine gelungene Wen-düng in das gewohnte Elemem zurückschnellen konnte, aber um diesen Tr. Gering war doch schade. Der Beneficianiin wurden zu Beainn der Vor-stellung drei schöne Blumensträuße überreicht. Die übrigen Mitwirkenden machten fich um das Gelingen des Stückes, dessen Zugkraft wohl noch eine Weile anhalten wird, recht verdient. Vermischtes. ßikki in München. Am 10. d. M. ver «mstaltet der „Verein zur Erhaltung des Deutsch tdumS im Auslande" im WitielSbacher Garten zu München eine Versammlung, in welcher Herr Hein-rich Wastian auS Graz (Heini v. Steter) einen Dortrag über die gegenwärtige Lage des Deutsch-thums in Oesterreich mit besonderer Berührung der Cillier Frage halten wird. ES wäre zu wünschen, wenn die Deutschen von Cilli die Ge-legenheit benutzten, um durch Grüße an die bairischen Stammesbrüder deren Theilnahme für unseren Kampf an der Sprachgrenze zu erhöben. Pier Kinder erstickt. Am 2. d. M. musste in Marburg ein« Mutter ihre Nach lässigkeit mit d«m schrtcklichen Tode ihrer vier Kinder büßen. Die Gattin eines Bahnwächlers hatte die oft gerügte Unvorsichtigkeit begangen, die Klappe des mit Kohlen geheizten Zimmerofens vor dem gänzlichen Verbrennen der Kohle zu schließen und hatte dann ihre vier Kinder im Alter von drei bis zu sechs Jahren allein in der Wohnung zurückgelassen. Als sie zurückkehrte fand sie in dem mit Kohlengasen dicht gesüllten Zimmer ihre Kinder erstickt vor. Die kleinen Leichen zeigten Spuren eines deftiaen Todeskampfes, die Kinder hatten sich in ihrer Verzweiflung Kratz- und Bisswunden beige bracht. Schonzeit für Wild, Sische und Krevse. Im Monate Jänner stehen folgende Wildarten in Schonung: Hirsche. Gemswild, Auer- und Birk-Kähne, Rehgaife. Wildkälber. Gent»- und Rehkitze, Auer- und Bitkdennen. — Weiteres stehen in diesem Monote folgende Fisch- und Krebsgattunütn in Schonung: Aasrutien (Rüttelt), Fluss- und Stein krebse. Z>ie kritischen Tage des AaHres 1896. Professor Rudolf Falb hat auch sür daS Jahr 1396 eine ganze Reihe von kritischen Tagen in seinem Kalender aufgenommen, die wir ihrer Stärke nach hier wiedergeben; hienach fallen kritische Tage erster Ordnung auf den 30. Jänner, 28. Fevruar, 29. März, 27. April, 9. August, 7. September. 0. Oaober i-nd 5. November. Kritische Tage tweiier Ordnung sind: 13. Februar, 14. März. 13.. April. 20. M*i, 10. Juli. 23. August. 22. September und 4. Dec.mber; schliesslich dritter Ordnung: 14. Jänner, 12. Mai, I l. und 25. Juni, 24. Juli, 21. Oktober, 20. November und 20. December. Eine kaum gkankkitLe Entdeckung soll dem Vrofcssor Röntgen in Wvrzburg nach vielen Versuchen gelu> gen sein. Er bat gefunden, dass tie Lichtstrahlen einer sast luftleeren Glasröhre, durch die ein elektrischer Strom geht, die Eigen-schait besitzen, undurchsichtige Körp.r, mit alleiniger Ausnahme von Metallen unv Knochen zu durch-dringen, so dass eS ihm möglich war, das Knochen» gerüsi einer lebenden Menschenhand und die Ge-wichte einer Wägec^sfetle zu photographieren, ohne die Casfetie z» öffnen. Wie auf den ersten Blick ersichtlich, wäre diese Entdeckung, von ungeheurer Tragweite, doch bleibt eine Bestätigung der auf-fehenerregei'den Di ldung noch abzuwarten. Hpfer von ZÄonle Karko Während der letzten Tage waren in Monte Carlo, wie aus Nizza telegraphisch gemeldet wird, drei Selbstmorde in-fvlge von Spielverlnsten zu verzeichnen, ein Herr »nd zwei Damen. Unter den Letzteren befindet sich eine Wienerin Berthu B. — die Blätter nennen nur ihren AitfangSbuchstaden — die ein Fläfchchen Chlorosor.ü austiank und sofort toM zusammensank. Die andere Dame stürzte sich in's Meer, der Herr, ein Stammgast der Spielbank, hat sich durch einen Revolverschuß entleivt. Philipp Verkam -f. Wie aus Leipzig gemeldet wird, ist dort der bekannte Verlagsbuch-Händler Philipp Reclam. der Gründer und Her-auSgebec der weitverbreiteten Univerfalbibliothek, 82 Jahre alt. olötzliäi gestorben. Wie das kleine Kessen seine Lehrer bezahlt'. Das hessiiche Ministerim hat ven Stänven und der zürnten Kammer einen Gesetzentwurf zukommen lassen, nach welchem ein definitioer Lehrer nach dreijähriger Dienstzeit 110u Mark also 650 Gulden. Gehalt erhalten soll, nach weiieren drei Dienst« jähren steigt der Gehalt um 100 Mark, so dass ein Lehrer nach 27jähriger Dienstzeit 2000 Mark Gehalt bezieht. Anßerdem hat jeder Lehrer Anspruch auf eine angemessene Wohnung, womöglich mit Garten, oder Anspruch aus entsprechende MielhS-entschädigung. Dieselben Gehälier beziehen auch die definitiven Lehrerinnen, doch steigt bei diesen der Gehaltnur bis auf 1600 Mark. DaS kleine Hessen kann also solche fchöne Gehalte bezahlen, während daS große, steuet kräftige Oesterreich seinen definitiven Unterlehrern 350 bis 400 fi. Gehalt zahlt und es dem Wohlwollen der Gemeinde überlässt, ihm allenfalls ein Loch als Wohnung anzuweisen. 12.000 Kilogramm Attisch vertilgt. In Folge der anhaltend abnormen Witterung langen in Wien die FleifchtranSporte täglich in äußerst schlechtem Zustande an. Die längst projektierten Kühlanlagen für die Großmirkthalte sind noch immer nicht in Angriff genommen, so dass auch auf dem Wiener Markte viel Fleisch verdirbt. Die Organe des Wiener Marktamtes haben sich infolge dessen veranlaßt gesehen, in den letzten Tagen nicht weniger als 12.000 Kilogramm Fleisch zu konfiscieren und durch den städtischen Wasenmeister vertilgen zu lassen. Hin Sittenbild liii (lc siecle entrollt folgende Notiz der „Dortmunder Zeitung": „Der erst zehn Jahre alte Knabe Leo Benke von hier musste in die Erziehungsanstalt Hans Hall abgeführt werden. Es klingt fast wie ein Mär-chen und doch ist e« Thatsache, dass der Junge fast hundert Taschendiebstähle ausgeführt hat. Zu feinen Helfershelfern gehörten etwa ein halbes Dutzend gleichalterige Knaben. Die Taschendieb-stähle wurden meist auf den Jahrmärkten ausge-führt, über die der geriebene Knabe einen de-sonderen Kalender führte." Eine eigenthümliche Ahr. Wohl die felt-famste und vielleicht geschmackloseste Uhr, die jemals construiert wurde, soll sich in dem Besitz eineS indischen Fürsten befinden. Diese Uhr zentt iolgende merkwürdige Einzelheiten: Nahe dem Zifferblatte einer vom gewöhnlichen nicht abweichenden Uhr befindet sich ein auf Meiallstäben ausgestellter Gong, unter dem sich eine Anzahl durcheinander gewor-fener menschlicher Gebeine dem Auge darbietet. ES find Knochen und Schädel für zwölf vollkom-mene Skelette vorhanden. Wenn der Zeiger die erste Siunde zeigt, schnappen die zur Bildung eine» Skelettes nothwendigen Knochen zusammen; das Skelett, duich ingeniöse mechanische Vorrichtungen bethätigt, springt auf. ergreift einen Hammer und schlägt mit demselben einmal auf den Gong. Wenn dies geschehe» ist, schreitet es zur Schädeldecke zurück und fällt auseinander. Um 2 Uhr erheben sich zwei Skelette un) schlagen an den Gong, während um 12 Uhr die gesammten Gebeine sich zu zwölf Skeletten zusammeii'ügen und mit ihren Hämmern an den Gong schlagen, um nachher wieder soson auseinanderzusallen. Mord an der geliebten. Vergangenen Sonntag hat der in Wien wohnhafte, aus Lai-dach gebürtige Schmi.dgehilfe Carl Cerhak seilte Geliebte Caroline ttomarek tut» einem Streite durch Schläge mit einem Bügeleisen >övl° lich verletzt und ihr dann mit einem Fleischer-messer die Kehle durchschnitten. Der Mörder liess sich widerstandslos verhasten. — Am 6. dieses Monats ereignete sich in Wien unier ähnlichen Umständen eine zweite Blutthat. Der 35jährige verheiratete Branntweinschänker Heinrich N a t h a n mi?tete um 4 Uhr früh mit seiner Ge-liebten Irma Braun ein Zimmer in einem Gast» Hofe beim Tandclmarkt. Wenige Stunden später fand man Nathan in dem Zimmer durch einen ReviloerschusS getödtet, feine Geliebte tödtlich ver-letzt auf. Die Ursache der That, die Nathan mit Einwilligung des Mädchens begangen haben dür'te, war die Schwierigkeit für Nathan, sich vo i feiner Frau scheiden zu lassen. Ski - Wettlaufen in ?Sien. Bon Graz und Mürz;ufchlag auS hat sich der norwegische Schneeschuh nun auch die Reichshauptstadt, deren Umgebung ein dankbires Fels für diese Art deS Winterspotts bildet, erobert. Vergangenen Sonntag Hai bei PötzleinSdorf, dem Uebungsplatze der Wiener Schneefch ihläufer, zum ersten Male ein großes Wettlautkii stattgefunden, an dem auch norwegische Gäste theilnahmen. Trotzdem diese, wie begreiflich, die ersten Preise ohne Schwierigkeit an sich rissen, boten doch auch die Wiener Skiläufec ganz anet» kennenSwerte Leistungen im Dauer- und Schnelllauf, fo-oie im Sprung. In Wien wird übrigens der Schneeschuh wohl immer ein Sportgeräth bleiben müssen, wie dagegen Beispiele aus Obersteier. Tirol und Kärnten beweisen, macht feine Verwendung in den Alpen nicht blos für Touristen, sondern auch im Verkehre stete Fortschritte. Hrokes Eisenbahn - Unglück. Wie aus London gemeldet wird, ist der Postzug der süd» afrikanischen Natai-Eifenbahn bei einer scharfen Biegung entgleist und umgestürzt. 32 Personen, darunter 17 Angehörige einer Familie, wurden ge-tödtet, 50 Personen schwer verletzt. ßin Mschiedsvrief, Die Angehörigen des in Wien wohnhaften Gärtners Felix Z a w a d i l waren am 2. d. Ml», in nicht geringe Be-stürzung geriethen. als sie von diesem einen Brief erhielten, in welchem Ziwadil erklärte, sich umbringen zu wollen. Die Trauer wich bald der Freude. Schon Samstag ist der „Selbstmörder" frisch uud gesund zu seiner Familie zurückgekehrt; er hatte den Abschiedsbrief in dem Elend feines Sylvesterkaters geschrieben. Hingesendet. Seiden-Damaste 65 kr. di» <1. n.«r. p. Hrl. — sowie schwärzt, mrific II nt farbige Henneberg-3fit>c t>08 SS tx. ii« I. u.SJ ». Mtl. — jlott, gcBtetft, ctrrittl, gemustert, X«ma»c IC. (ca. ti0 v-r-t. Quai. »»» 1000 nerfch. garbm. IC.), netto- unk Neuerm! i*f $€>«. M»»«c umzkdcnd Xongelle« »ach tcc «chwci,. *6—100 Seiden-Fabriken G. Henneberg e»#) Zürich. Der Coniiicteur. e mit intaDdiiH'hrn Pahrplanen. Prei« 80 kr., per Pont 85 kr.) YtUhtia'i Ausgibt des •fficiellta Cttnbietet, Janner-Februar, mit ilrn ncam Falir-planen rl-Fa-bnke», Thouröhrenfibriftn, Cement» f«»ri!tn, («misfolirifrn liefen als lang-lählige Specialität I jOui« Jäfifer, Ziegelei-Maschinenfabrik IZS1». - T"h "enfeld.. Filiale in Prag:: Königl. Weinberge Zizka-itrass? Nr. 838. PreiScomanle und Kostenvoranfchlage yrali». — Feinste Referenzen. AuSge-litdrle Anlagen lännen im Betriebe besichtigt werden. 8»i—2 »ooooooooooooooooooooo 3. Pfcrfiofcr's 830—12 ApatheKe „Zum golD. Ikidjstipfrl" Wien, I. Tingerstra^e Nr. 15. I PserhoferS *21bflthr:^tttUr ti 00,m?lä Vl»tr»i«i»»»g«-Pille» genannt, altbekanntes, leicht 1»,M» "» abführendes Hausmittel. Von diese» Pillen koste«! 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Wliiilltrli-arruz: L ll»tt>. tl ollxlirrc: A. Huth. I.lrzen: Gu»tav UröKswang. I.niltarli: W.Mayr, >. v. TrukAcJj, Q. Piccoli, M. Miirdctschläg.r. 5—35 Kameelhaar-Havelock fL S, mit ganzem Kragen fl. 13, Wettermantel ans Kamee 1° haar fl. 7 ei-*ln$t toii W Itr. Aufwärts, nur bei S. L. Schwarz, Graz, Jakomlniplal« IS, „zum hitlifg'oii Mnuu", MuaterTcnuiiti (iffllch irrati» i franco. »»«»»«« Eint Kassierin kann sofort eintreten im Cafö Schneid in Cilli. 88 iwvoi Verleger und Hei ausgebe»: Bercinsbuchdrucketei „Seleja" in Cilli. — Verantwortlicher Redacteur l?arl Aichlnger. — Buchdruckcrei I. Na?»,'». Cilli