MbacherGZeitung. Nr. 53. Prln»««»«»<»ll»plll«: H« Tomploir »»Nlj. fi. ,1, holbj.fi. 5 50. Nil! bit Zufitllunt, <»« H«u» »albj. 50 k. M lib l», «röh«lt pt. Zeik « lr.; bet »ft««« Wiednholungnl pl. Zeil» « n 1875. Ämtlicher Theil. . 3e. l. und l. Apostolische Majestät haben mit ""erhöchster Entschließung vom 21. Februar d. I. dem WMucrclnnehnicr Anton Ialoftig in Görz an« Mlch ^z,^^ Versetzung in den bleibenden Ruhestand in ,'ellennung seiner vieljährigen treuen und ausgezeich» '"en Dienstleistung das goldene Vcrdiensttrcuz mit der "lone allergnädigst zu verleihen geruht. dl»i ^!" ^ ^lll^ 1875 wurbtli «n der l. t. Hof- und Slaal«-tulbV? " ^'"' '" l>" italienischen, bilhmischen, polnischen. ^.?^'lchel>, slovenischen, lroatischeu und romanischen Au«g»be de« h" M«»e« 1874 de« Reichsgcschblcllte« da« Titelblatt und ein tu« n Nepertorium ausgegeben und vtlsendet. Hievon enthält b e t ^ '^ chronologische« und da« zweite ein alpha-1874 ^ °" Nerzeichni« der in den l.ll StU H.dtr Energie Tisza's, solange sich dieselben der stin ^" ^" anbequemen, weiter Spielraum geöffnet '^..'vird. Die Dealpartei kann fich rühmen, in dem n?^ des Zerfallen« die gesammte politisch in Rech. ^ W ziehende staat«rnhtllche Opposition bearaben zu g^H und wenn sie bei diesem Triumphe ihrer Idee ^lün individuell tragisch untergeht, so sind noch die zuru^'" ihrer persönlichen Existenz, die sie im Cabinet lvt^'ahl. den Genossen, die Herr v. Tiöza mitbringt, H? "Zerlegen. Sowohl Baron Simonyi, der neue t6 zu designieren. Die Verantwortlichkeit Hnflub l" "fter Linie ihre Partei treffen und der ^lfle ll. ^" ^"^ "' ^^^a im Cabinet erringen wird, Her d/ ^ Verantwortung auferlegen, welche ihn s«lle>. »lassen wird, unfähige College« seiner Partei ll»s x.'" lass", al« sie künstlich zu halten. Was für fleulick l "^" °" ber neuen Parteibilbung da« Er, Nllsaw« ^' b" ist die Wahrnehmung, daß eben die Utiinbel ^" Homogenität ganz besonderer Art be-welche merkwürdigerweise den einzelnen Theilen gefehlt hat. Sämmtliche Mitglieder der neuen Regierung sind liberal und die neue Regierungspartei entspricht in ihrer besonnenen fortjchrtttllchen Richtung ganz der herrschenden Partei unseres Reicherathe« mit dem einzelnen Unterschiede, daß die letztere fich so oft dagegen sträubt, Regierungspartei zu sein. Wir haben in hiesigen Journalen Stimmen gehört, welche die Regierung warnen, einem Ministerium Tlsza gegenüber in der Wahrung österreichischen Interesse« mistraulsch und bei allen Transactionen auf der Hut zu sein. Wir unsererseit« hegen dieses Mistrauen gegen Herrn v. Tisza nicht. Unsere Interessen bei TranSactio» nen können ebenso wenig bedroht sein, wie die der Ungarn, weil sie im letzten Ziele denn doch vollkommen übereln« stimmen. Sollte aber ein Widerstreit denkbar sein, so kann die ungarische Regierung unmöglich ein Uebergewicht dadurch üben, well in ihren Reihen Mitglieder der ehe. maligen Veschlußparlei sitzen, höchstens dadurch, daß ihre Partei durch größere Cohasion und Adhäsion schwerer in die Wagfchale fallen könnte, al« die des österreichischen Cabinets." ! „Ellenür": „Heute hat da« linke Centrum al« Partei seine letzte Conferenz abgehalten und diese hatte einen höchst würdigen Verlauf. Der Äeschluß, den die Partei faßte und demgemäß da« linke Centrum einstim. mig die neue Regierung und deren Programm unter» stützt und in die vereinigte liberale Partei rückhaltslos eintritt, gab den besten Vcwei« hiefür. Die Elemente einer starten einheitlichen Majorität ftnd demnach vor« Handen, nur möge in der Deatpartei derselbe aufrichtige Geist herrschen; jedenfalls ist da« Factum mit Freuden zu begrüßen, daß die conservative« Elemente ausscheiden, eine oppositionelle Partei bilden und hieburch die eigent« lich parlamentarische, gesunde Parteiconstellation ermög. lichen. „Hon" ist voller Zuversicht und meint, das neue , Programm sei ein so vorzügliche«, daß es unmöglich sei, dasselbe nicht zu acceptleren, nur sei eine starke, große, einheitliche Partei zur Durchführung desselben nothwen. dig. Diese Partei, .die vereinigte liberale Partei", wird aus Mitgliedern bestehen, welche Prinzipien vereinigt haben und den Vortheil bietet, daß die Elemente auf der äußersten Rechten ausscheiden. Daß man die Mim-ner der neuen Regierung für zu schwach bezeichnet, ist ein Glück, denn viel besser, wenn man dieselben unter, schätzt, als wenn sie überschätzt werden und dann den Erwartungen nicht entsprechen können, und schließlich ist auch schon ein Lieutenant ein siegreichcr General gewor-den, wenn nur die Armee eine schlagfertige ist. „Köz6rdel" begrüßt das Vorgehen Sennyey's als ein völlig correctes und auf der Höhe oer Si. tuation stehendes, welches endlich eine gesunde Partei, constellation ermögliche; auf diese Weise hätte er schon früher vorgehen müssen, dann wären die Verhältnisse heute andere. Neichsrach. 130. Sitznng des Abgeordnetenhausez. Vie«, 3. Mirz. Präsident Dr. Rechbauer erdffnet n« II Uhr 25 «l». die Sitzung. A«f der Mtnlsterbank befinden ftch: Ve. Durch, lanch« der Herr Ministerpräsident Fürst Adolf »»er«, perg, Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Freih. o. Lasser, Dr. o. Etremayr, Dr. Olaser. Dr. Unger, Dr. Freih. o. Preti«, Oberst H,rft, Dr. Ziemlatlowskl. Das Hau« setzt die Generaldebatte über den Gesetzentwurf, betreffend die Gebäudesteuer, fort. Es sprechen die «bgg. Neuwirth, Auspitz, Fux, Dr. Uei gel. Wolfrum, Dr. Schanp und Friedrich Sueß. Parlamentarisches. Dle Regierungsvorlage über die Organlsie» rung der Aichümter enthebt die Gemeinden »on der Ausübung dieses wichtigen Theiles de« öffentliche« Dienfte« und überträgt dieselben wieder an die lan» des fürstlichen Organe. Der Gesrtzentw«! lautet: ..§ 1. Die Aichümter, welchen nach Art. 11 der Maß. und Oewichtsordnung vom 23. Juli 1871 (R. G. Vl. vom Jahre 1678, VI. Stück, Nr. 16) die Nlchung und Stnnpelung der im öffentlichen Verkehre angewen» deten Maße, Gewichte, Wagen unb sonstigen Meßwerl. zeuge obliegt, sind Staalsanstalten. Dieselben werden in der Regel am Sitze einer lan. desfürstlichen Behörde aufgestellt. Für einzelne Zweige des Alchgeschäftes, insbesondere die Faßalchung lönnen nach Maßgab« de« Vedürfnlsse« auch an anderen Orln, Aichslellen errichtet werden. s H. Jede« Aichamt besteht in der Regel au« Mxi Mitgliedern: einem Vorsteher, welchem die allgnoewe Leitung der Geschäfte zusteht, und einem Sachverständigen al« »ichmeister. Das Amt des Porstehers wird bet dem am Vitze der Aichlnspectoren (H 3) befindlichen Nichümten» Unmittelbar durch den Nichinspector versehen; an »«deren Orten ist dasselbe gegen Remuneration einem landes-fürftllchen Beamten »l« Nebenamt, und »o ein lolcher nicht zur Verfügung steht, einer anderen Verttauen«-person zu übertragen. Die Alchmeister werden, mit Ausnahme der an dem Sitze der Aichinspectoren befindlichen Nichiwlter, in der Regel mit Dienstoertrag bestellt; fte haben wührend ihrer Umtsführung den Charakter öffentlicher Functio-näre und unterliegen den für dieselben bestehenden Dienstvorschriften. FeuiVeton. latsch „Ggeria", in '"fX, 9,^°". dem kunstvoll schönen Gedichte des ?lünz in ^s " " astasius Grün, welches thau- °b ^ und Reinheit inmitten """hen " "N, p""°t. bi« z« den naiven steld. t"D!Me,,?İ "°ü b"" patsch, von dem Golde > Ott . A"""ngs bis zu'dem kleinen Liebes. >tll l" , s^"' es ist alles neu, frisch und " des edl.„ "^?? ""erländischen Vuch. Es ist so ii^"' e"^^^^^^^^^^ ^"m'. '°b man" einigermaßen T'bliter^gebübrt ia !.. ^ ?^"°" l°U. Jedem ^ wir fan.' ^,° s " l""" «rt nach. z^ ^" dem'w7ck" bei °nl«r«m verehrten ^°nde«b°rden 3°^'' ltar"^ "" ?on ^ '" ^°"' ^"" und Schrift-l «us fur ?" vvn yaueglrg, und setzen ihm d n ' 'ur sein herzbewegende« Gedicht „Mldias" welches daS Ende des griechischen Künstlers schildert. Mit echt dichterischem Instincte hat v. HauSgirg den Tod des antiken Meisters in eine Verzückung verwandelt, indem er dem Sterbenden, dessen herrlichste Schöpfung da« Vild der Göttin Athene war, diese erscheinen läßt. Scgnend deckt Athene den also verklärten Dulder mit ihrem Schilde und spricht: „trlusier Mtiner Sühne, gelegenheiten an die Aichämter ihres Bezirkes Weisungen zu erlassen. s 4. Solche Zweige des Aichgeschäftes, welche eine besondere Sachkunde und Geschicklichlcit erfordern, können ausschließlich einzelnen Aichämtern vorbehalten werden. § 5. Die Kosten der Errichtung und Erhaltung der Aichiimter trügt der Staat, welcher dagegen auch die bei denselben eingehenden Gebühren bezieht. 3 6. Die Geschäftsführung der Nichämter und die Dienstpflichten der Aichinspectoren so wie deren Verhält» niß zu den Behörden und zur Normalaichungscommission »erden durch besondere Vollzugsvorschriften geregelt. Z 7. Die gegenwärtig bestehenden Gemeindc-Aichämter haben die Äichgeschäfte innerhalb der ihnen zustehenden Befugnis bis zum 31. Dezember 1875 nach den bisher gültigen Vorschriften fortzuführen. Mit diese» Termine ist der Geschäftsbetrieb der Gemeinde Aichämter an die an deren Stelle tretenden Staatsaichämter zu übergeben. 3 8. Die den Geneinden obliegende Verpflichtung betreffend die Aufsicht auf Maß und Gewicht wird durch dieses Gesetz nicht berührt. 8 9. Mit dem Vollzüge dieses Gesetzes sind der Handelsminister, der Minister des Innern und der Finanzen beauftragt." Der zur Borberalhung des Antrages des Abg. Oiillerich und Genossen betreffend die Reform der politischen Verwaltung eingesetzte Ausschuß hat seinen Bericht erstattet und stellt folgenden Antrag: „Das hohe Haus wolle beschließen: In Erwägung, daß infolge der vielfach vermehrten Agenden der k. l. Bezirkshauptmannschaften deren Personalstand zur Bewältigung der ihnen jetzt schon nach der bestehenden Gesetzgebung obliegenden Geschäfte kaum mehr ausreicht; in Erwägung ferner, daß über die ungenügende Sorge für die Sicherheit d«r Person und des Eigenthumes und über die mangelhafte Handhabung der bestehenden Ge» sehe vielfach und mit Grund geklagt wird. daß aber die »ünschenswerthe Ingeren; der politischen Verwaltungsbehörden auf dieses Gebiet namentlich bei größeren, mehrere Gerichtsdezirte umfassenden Verwaltungsbezirken nur d»rch eine entsprechende Vertheilung der politischen Verwaltungsorgane in den Bezirken, ohne Vermehrung derselben am Sitze der Bezirtshauptmannschaften er. reichbar erscheint; in Erwägung, daß durch eine solche Einrichtung zugleich die Landesvertretungen in die Lage versetzt würden, jene in ihrer gesetzlichen Competenz gelegenen slender-ungen der Gemeindeordnungen zu beantragen, welche unbeschadet der Gemeindeaulonomie den Bedürfnissen der einzelnen Länder in der Richtung entsprechen, daß die den Gemeinden näher gerückten staatlichen Organe lünf. tlg für die Sicherheit der Person und des Eigenthumes sorgen und in wirtsamer Weisc auf die Handhabung der bestehenden Gesetze durch die Gemeinden einwirken können und eine Aenderung der Competenz bei gewissen ortSpolizeilichcn Agenden so wie des Instanzenzuges bei diesen Angelegenheiten ermöglicht werde, wird die Regierung aufgefordert, entsprechende Vor» lagen zur Ergänzung des Gesetzes vom 19. Mai 1868 im Sinne der vorstehenden Erwägungen zur verfassungsmäßigen Behandlung zu bringen." Zur Verminderung der Feiertage. Der Bericht des confessionellen AuSschus-seS des Abgeordnetenhauses über die Petition der Han. dels» und Gewerbelammer in Salzburg um Vermwde-rung der Feiertage lautet: ..Die Handels, und Gcwerbelammer in Salzburg überreicht in der Petition ein Promcmoria mit der Bitte, das hohe Abgeordnetenhaus wolle dessen Inhalt einer ein. gehenden Prüfung unterziehen und dahin wirken, daß eine Verminderung der vielen Feiertage durch deren Verlegung auf die Sonntage bewerkstelligt werde. In dem Promemoria werden die oollswirthschaftli» chen Nachtheile hervorgehoben, welche durch das contemplative Nichtsthun der durch ihre Lebensverhältnisse zur Er-werbsarbeit angewiesenen Bevölkerung entstehen; dieser Uebelstand sei umso größer, als im Lande Salzburg nebst den 52 Sonntagen und 18 kirchlich gebotenen Feiertagen noch 32 usuelle, sogenannte Bauernfeier, tage bestehen und überdies auch noch andere Tage durch kirchliche Umzüge und Wallfahrten der Arbeit entzogen werden. Durch die Umzüye werde der Verkehr in den Straßen häufig stundenlang gestört, der einheimische Ge> schüftsmann sei bemüßigt, während des Umzuges sein Vertaufsgewülbe zu schließen und es seien diejenigen, welche an dem Umzüge nicht lheilnehmen, selbst Insulten von fanatischen Theilnehmern ausgesetzt, ja es ereigne sich nicht selten, daß FabritSarlieiter vonseite der feiernden Landbevölkerung zur Einstellung der Arbeit förmlich genöthigt werden, weshalb die Abschaffung der vielen bäuer-lichen Feiertage und die Verlegung der auf Wochen» tage fallenden kirchlich gebotenen Feiertage begehrt wird. Es ist nicht zu verkennen, daß die Arbeitsenthaltung an den neben den Sonntagen bestehenden Feierlagen von großem national-ökonomischen Nachtheile ist; allein dessenungeachtet ist es wohl kaum möglich, der gestellten Bitte direct zu entsprechen, denn was die sogenannten bäuerlichen Feiertage betrifft, so sind dieselben staat-lich ohnehin nicht anerkannt und die Verlegung der kirchlichem Feiertage durch eine staatliche Verfügung auf die Sonntage würde jenen Grundsätzen widerstreiten, auf welchen das Gesetz vom 7. Mai 1874 über die äuße» ren Rechtsverhältnisse der katholischen Kirche beruht; es erscheint daher in dieser Richtung wohl nur möglich, im Wege der Belehrung zu wirlen. welche Belehrung der Bevölkerung insbesondere bezüglich der sogenannten Bauernfeiertage höchst wünschenswerth ist. Soferne aber in dieser Petition angeführt wird, daß durch die Umzüge der Straßenverkehr häufig stundenlang gestört werde, und daß selbst jener Theil der Vevölle» rung, welcher au solchen kirchlichen Feierlichkeiten nicht theilnehmen will, hiezu durch fanatische Theilnehmer gezwungen und zur Enthaitung von der Arbeit genöthigt werde, so sind dies Behauptungen, welche, sofern« be« stimmte Thatsachen angeführt werden, ein direct«« Einschreiten der staatlichen Behörden erfordern würden, um die einzelnen Staatsbürger in den durch den Artikel 14 des St. G. G. vom 21. Dezember 18^7 Über die all« gemeinen Rechte der Staatsbürger und durch den Arti» el 13 Rechten zu schlitzen, nach welchen Gesetzen niemand zur Theilnahme an eincr kirchlichen Handlung oder zur Ent« Haltung von der Arbeit überhaupt gezwungen umw' kann; ebenso wäre ein Einschreiten der staatlichen Ve« Hürden gemäß § 17 deS Gesetzes vom 7. Mui 1874 über die äußeren Rechtsverhältnisse der katholischen Kirche gerechtfertigt, wenn an Arbeitstagen durch Umzüge dec Verkehr auf den Straßen gestört wird. Der Ausschuß stellt daher den Antrag: Das hohe Abgeordnetenhaus wolle beschließen: ..Die Petition deS Handels- und Gewerbclammer in Salzburg wird dem l. t. Ministerium zur eingehenden Würdigung abgetreten." ^ Politische Uebersicht. Laibach, 5. März. NuS dem „Pesti Naplo" entnehmen wir über die Plilne und Absichten der ungarischen Regierung na^ stehende Mittheilungen: „DaS Abgeordnetenhaus wir» sich auf 5 bis 6 Tage vertagen. Die neue Regierung acceptiert das Budget so, wie der Finanzausschuß da«' selbe reduciert hat und wird bestrebt sein, noch einigt Abstriche zu machen; hiebei wird Finanzminister SM die Regierung beträchtlich zu unterstützen vermögen, d» er jede Post deS PräliminarS kennt und die annoch durch' führbaren Reductionen bezeichnen kann, welche übrigens kaum von Belang sein werden. — Man hofft, daß d" Budgetdebatte nunmehr binnen wenigen Tagen zu E"^ gehen wird. Sodann wird die Regierung die SteuergM' entwürfe verhandeln lassen, welche der Steuerausschup bereits angenommen hat, wird die in Angelegenheit dt" Katastergcsetzel'lwurfeS obschwcbenden Differenzen ausgle'' chen, noch einige weniger belangreiche Gegenstände elle< digen lassen und dann sobald thunlich, den Reichstag "^ lösen. Die Dauer der jetzigen Sessionsperiode dürfte s^ auf etwa noch zwei Monate erstrecken; der neue Reichs tag wird wahrscheinlich für September einberufen lvel' den. Während der Wahlen wird die Regierung jene 2^ würfe ausarbeiten, deren Vorlage sie in ihren AeB' rungen und Erklärungen in den ParleiclubS versprochn hat. Mit Oesterreich sollen die Verhandlungen über"? schieden« obschwebende Angelegenheiten sofort eröffnet lvtl' den. Hieher gehören die sofortige Kündigung deS Z^ und Handelsbündnisses, sowie die Verhandlung der s»^ frage. Das Zoll» und Handelsbündnis betreffend ^ man, wie aus den Enunciationen in den Parteiclubs h^ vorgeht, hauptsächlich und zunächst bestrebt sein, den ^l die Verzehrungssteuer bezüglichen Punkt zu modificiele"' So skizziert man in gut unterrichteten Kreisen die lM Action der neuen Regierung. Der „Germania" wird aus Westphalen ber^ daß nunmehr auch der Bischof von Münster, ^ Briulmaml, am 27. Februar aufgefordert wurde, "" zur Verbüßung einer sechswüchentlichen GefüngnisM zu stellen, welche, nachdem die Beitreibung der über '>>" verhängten Geldstrafen uon zusammen 1200 Marl M Verletzung der Maigesetze vergeblich gewesen, über ^ ausgesprochen wurde. Da derselbe sich nicht freiniA stellen wird, so dürfte diesertage dessen ZwangSabi^ rung iu das KreiögefängniS zu Warendorf erfolgen. D>^ ist seit Jahresfrist der sechste Bischof, welcher in die p" abgeführt wird." Die Bildung des französischen EabinetS A.. zögert sich, weil Mac Mahon die Minister der s' noritüt entnehmen will. Buffet ist jedoch der s">^ daß eS unmöglich sei, Depu'ierte i„ das Minist^ . zu berufen, welche gegen die EonstltulionSgesetze vo" haben. ___________________________ Im Dichter Posrio erkennen wir den Menschen und Uchtverwandtes Wollen zaubert hier dem Leser ein leuchtendes Doppelbild vor: PoöriN'Marf. Und da wir uns nun so ganz auf Lichtesschwingen bewegen, so sei der „Xenien an Beethoven" von Karl Victor v. Hauögirg gedacht, die wie helle Tungeister im Reicht der Phantasie auf und niedergleitm und neben den Goldkörnern von hamerlings Sprüchen und Distichen stehen, von denen einer citiert sei: „Fromme, stille Blum«n siehm «»gefesselt an die Erde; Kröten. Schlangen, Tiger, Menschen, Wüthen frei herum . .." „Ein Märchen au« Franzensbad", eine lieblich humoristische Dichtung von Anastasiuö Grün, dürfte jeden Franzensbader erfreuen, sowie dcm Frcmdeu ein anmuthend heiteres Bild des Bades geben: „Da klingt Mundart der Donaulande, Rtdweis' v«im Elb> und Saalcfticmde, Nl« sei noch nicht zu Ende die Fabel, Gibt es hier ein NeineS deutsches Nabel." ..Meine Schatzkammer" ist ein echtes Poetenstücklein von Johanna Leitcnberger, ebenso ..Klänge", eine werth, volle Skizze aus einem fürstlichen Künftlersalon von auuo dazumal, und .Miramare", eine VerSperle, derselben zar-t«n Dichterseele entsprungen, schimmert zwischen den Blü. ten der „Egeria". Antoinette von Giorgi, die so wahr zu erzählen weiß. wie schnell Frauen Men, hat Kraft genug, um diese auch wieder aufheben zu sollen. Wozu braucht „Eine verlorene Seele" zu sterben? Wenn Liebe sie „ent< sündigt", soll sie geläutert, wiedergeboren leben, auferste< hen im Geiste! Fritz Mauthner bietet uns zw-i großartig angelegte Gedichte: ..Götterdämmerung" und ,.Die ewige Jüdin". Die franzensbader Nachtigall, Constanze Monter, hat eine noble Erzählung in Prosa gespendet, Alfred Meißner nebst einem Gedichte „Im Elsaß", ein kleines sehr wir-lungsvolleS Drama ..Die Gründung Karlsbads"; »Haide« röslein und Waldblume" bietet E. N. Landschau; Et-marsch ein markiges Vollsbild „Der Normann und sein Korn". Konrad zu Putlitz besingt „Durst und Wein', Popper „Einen czechischen Dichter", Schuster „Ein da» hingeschiedenes Kind", A. Klar ,Die All'Liebe" in einem schönen Hymnus. Robert Spiller und C. O. Teuber bringen nette Liedchen. Historische Gedichte von Schasser und Rosa o. Tannenwald (geborene Klo bus, eine Laibacherin) reihen sich würdig dem ganzen an. Atz» tere Dame bietet uns in dem Gedichte „DrusuS und Veleda" ein besonders schönes, allgermanisches Schlach-ttnbild. Die gefeierte Künstlerin Frau Anna Versing. Hauptmann bringt poetisch philosophische wiedergaben, Ad»m Wolf eine sehr wcrthvollc literatur-biographische Skizze „Erinnerungen an Jean Paul' ; „Der Wildschütz" und »Verfallene Liebe" beschließen effektvoll das Album. Wir aber müssen noch der Eingangsgedichte erwähnen, welche zumeist EgerländischeS bringen und die verdienst' vollen Namen: Hesetiel, Drzwol, Mühlwenzl, Olanckartz und Annaschy tragen. Noch fallen uns zwei kleine Gedichte von den be< kannten Schriftstellern V. Heller u»d W. Cappilleri alch eine Skizze über die Ehe der großen Staut «ut edlen Rocca von Herma v. Ezigler-Veece, hübsches dichte von Karl E. Franzos, Goldschmilt und dew V > ausgeber des Albums selbst, letztere jugendlich übe?" „ lend, dann sehen wir noch die Namen Lohr, Ora»l ^ Solch unter verschiedenen Liedchen; hervor tritt d^ „ menschlich empfundene schöne Gedicht von Ka" «^, Ritter von Ebert ..Verschiedeies Leben und Ste^r . Auch mein Name steht in dem Album .M ^, und so klein meine Leistungen auch sind, ich blttt ^ freundlichen Leser, mein reines Wollen anzuerkennen, fühle tief Karl Egon EberlS Worte: „Nicht ein Denkmal au« Steinen und unbarmherzig mit Füßen gelrctcn worden sind und d'e Pflicht patriotischer Selbstwehr als ein Verbrechen uchandelt wurde. Ebensowenig liinnen Zeit und Nm. stände des projecliertcn Congresses als vielversprechend lur die Erfüllung der humanen Absichten des Kaisers «llefander angesehen werden. Der militärische Geist ist 'n Europa im Steigen begriffen, und irgend welche Ge->tht und Bestimmungen müßten sich nach dessen Charakter Wen, um die Hujlimmung der großen Militärmächte zu erlangen." — Das englische Unterhaus lehnte in heiter vesung mit U14 gegen 151 Stimmen die Bill Downer . Temple ab, wonach den Universitäten Schottlands gestattet werden sollte, Frauen die Doctors-bUroe zu ertheilen. Die Car listen haben dic Umgegend von Bilbao verlassen und sich in den Encartacioncs conccnlricrl. . Äuf dringende Empfehlung des Präsidenten Grant MMtntc der Senat nochmals über die Einlommenbill ab und nahm dieselbe an. — Das Repräsentantenhaus ge» '"Dingte mit 14'^ gegen 80 Stimmen eine Resolution UM» die Intervention der Bundesregierung in Ar-tansas. In Bnenoö'Ayres fanden anti.llericale Ma< 'usestationen statt. Hagesnemgkeiten. ^-(Kaiserliches Gcschenl,) Mit dem Eilpostzuge ^Utbe vorgestern abend« r,ue Stndung ltbrnder Husche, Gescheut ^lVlnjestät de« Kaifer« an den Vicelllnig von Tgyvten, °" Wien nach Tricst transportiert. ^ ( Sterbefull,) Die deutsch« Wifsenschast und die ilstcr. ''chllche Hochschule hat wieder eincn bebrütenden Verlust erlitten, ^"gestern starb in <3raz an einem Schlagflusse der derzeitige ^°t der dortigen l. l. technischen Hochschule und Professor der ^htlnil. Dr. Johann Gottlieb. - (Zur österreichischen Or denestalistil.) Die H°hl tm Ril,„ bt« goldene« «ließe« beträgt 72, der militärische ,^">°Theresieu-Orden zllhll «8 M'lglieoer (1 Großlreuz. ^°MMllndeul«, 59 Ritter), der St. Stesan-Orden 2b2 (155) lohlrcuze, 85 Commandeurs, 72 Ritter), der Leopold-Orden z.^ (i!7» Großlreuzc. 352 Lommandeurs. I0i>2 Ritter), der w'" bn eisernen Krone 4877 («07 Ritter der ersten Klasse, z> blt zweiten und 3305 der dritten Klasse), der Franz'Iosef, ^"l b Orden besitzen Ig, ^nis»,. Die Zahl der wirtlichen geheimcn Räthe beträgt bit '^'" ^" l. l. Kämmerer 1254. jene der l. l. Truchsesscn 62, iili? , ^" Pallastdllmcn Ihrer Majestät der Kaiserin beträgt bcit^ """er 51 Filrstinnen, 71 geheime Rathsfrauen. 25 ge- l ^llthSwitwen, 51 Kämmererfrauen, 29 Kammererwitwen. d. R^ ^ ° ubansall,) Die „Noria" berichtet, daß am 21ften »us ^ ^ ^lluunlernehlner der istriauer Nahn, Herr Frühlich, >«llfs ^ ^^ nach Manofaro unweit Diguono von sieben Ve< b^ ^"' augegriffen und unter Drohungen eines Geldbetrages sl> sowie anderer Werthgegenstände beraubt wurde. V°N S ^'" 2 rUsIicher Barfüszltr.) Friedrich Graf Heil , ^^.'ls'ng-Kerssenbro s, der bi« vor einiger chlcn au, 2. Fclilllur uo„ einem flllge ^"' "^ ^°" wenigen Europäern unternommenen Nus-^tltsael b» ^" ^"^"' ^"^ ^" Westen von Vgypten glUcllich dll,«tich,^°'° ""Nische« Urtheil.) Vor einem Frie. ^t'den,u,"s^"" "" ^^p°"^' '"" "°lh zehnjähriger Lhe sich "^ l° n„, "' "^""' ^" ^'"b" '<"' »ragte der Richter. -!>in M°"^"''' «W« viel?« - ,Drei; zwei Jungen ""««n M . "' "" d°° «st der Grund, weshalb wir zu Ihnen '^< S° . c" "'" ^'"" "">" "ehalte«, ich aber auch!" - > lUsned « . b" Richter, „sich b.ide mit meiner Entschei» ^°hl°n! ^"°"en> ^ ,.0m.««r,< riesm Veide-^""' d°'nn^ . .""' b"^' bi« noch ein vierte« Kind da sein "" ^ Kin. ° , " °°" 2l"'«' z>«« und lch werde bestimmen, w ""^ der N , °"".5 ""b"'l" sind." - Da« Ehepaar fuM > «l« "^^' "'«' "ich" wieder oon ihnen. Endlich, n°ch ^""^. 3 n ,°.«7'' "'^°"" " bem Gatten. -^ „^, ,.e., 7 ieht «och . 1^"««' H"r Richter, von der ireunuu ^^"en w^ ? b.e Red. sein.« _ ,.,toch nicht?" ^ ,.9lein '"' 'er N^ " sNnf«inder l« ^ ,Ms° warten Sie noch l« >' dab^ bi/ 7/ «anlauf.) Die .Norbd. «llg. Zlg « theilt ^^" i°e7,7"l'l^^ M Schaffung « ^ " '" r ^'" ^°"°°"" bei Gelegenheit d"r Organ!-^"'chl,,/7Achm ^ «ustrag geg.««. ^e, in '"" Pferd, anzulaufen. Da, Vl.tl heb. die voll«. wirlhschaftlichen Vedlnlen einer solchen Mafsenansfuhr inländischer Pferde hervor und hofft vorbeugende Maßregel» der Regierung. — (Perlehr.) Da« der Adlrrlinie in Hamburg gehörende Postdampfschiss „Herder" «lapilän Seidel, trat am 25. Februar seine erste diesjährige Reise mit Possagieren, Post und Ladung von Hambmg direct ohne Zwischenhäfen anzulaufen nach New» yo',l an. Locales. Ans der Handels- und Gewerbelammer für Krain. (Schluß.) XIII. Der Vlcepräsidcnt Karl 8 uckmann begründet nachstehend dcn unttn folgenden, von der Kam-mcr angenonunenen Antrag: „Meine Herren! Als vor wenigc» Wochen die Entscheidung bezüglich dcr für unser Vand sehr wichtigen Ponlebabahn im hohen Hause dcr Abgeordneten bevorstand, tonnte die Kammer ihr Volum für dieses Project nicht abgeben, welches in dem Führer der Majorität, des Neichsrathsabgeordneten Er. Excellenz Herrn Dr. Herbst, einen warmen, eifrigen Nnwalt gesunden hat, so, daß die Entscheidung im Sinne dcr Wünsche unseres Landes trotz des entschiedenen Wider» strcbenS deS hohen Ministeriums ausgefallen ist. Der Bau dcr Pontebabahn, welche den Weg nach Italien und nach Frankreich um 20 Meilen abkürzt und speciell für Obcrlrain von sehr großen Vorthci« len fein wird, ist durch dicfe Entscheidung wohl gesichert und ich beantrage, daß Sr. Excellenz dem Herrn Dr. Herbst für sein warmes Eintreten für unsere Interessen der Danl der Kammer schriftlich bekanntgegeben werden möge, und daß fowohl Se. Excellenz der Herr Dr. Herbst, als auch unsere, traiuischcn Abgeordneten dringend gebeten werden mögen, bei sich darbietender Gelegenheit für die rasche Durchführung des Baues zu wirken." XIV. Kammerrath Iguaz Seemann begründet seinen Antrag betreffend die projecticrte Eisenbahnlinie Lact - Triest folgendermaßen: „Meine Herren l Alles deutet darauf hin, daß die schon durch mehrere Jahre ventilierte Frage, ob Predil, ob Lack endlich spruchreif werden wird, und daß sich die hohe Regierung für die eine oder die andere Anic in nächster Hcit entscheiden wird. Ich halte es demnach für eine eminente Aufgabe der neuconstituiertcn Handels- und Oewerbelammcr für Kram, daß dieselbe, sowie es die frühere Kammer von Krain bereits öfters gethan hat, zu dieser in das Verkehrswesen des Landes Krain so tief eingreifenden Frage Stellung nimmt und ihre Wünsche und Anschauungen zur Kenntnis dcr hohen Regierung bringt." Redner setzt auseinander, daß nach den Ncrechnun« gen von Fachmännern der Ausbau dcr Linie TarviS-Prcdil'Tricsl ohne Hafenbau bei einer Länge von 19 52 Meilen 33.075,31« fl. und dcr dcr Linie Lack-Präwald-Triest ohne Hafenbau bci einer Länge von 15 62 Mci» lcn 24.427,12U fl. losten würde, daß sohin zugunsten Lacks eine kürzere Entfernung von 3W Meilen und ein Kostenersparnis von 9.248,169 Gulden spricht. Betreffend die Distanzverhältnlsse von Laibach über Lack nach Trieft und von Laibach über Tarois'Predil nach Tricst bemerkt Redner: von Laibach nach Lack sind 2 00 Meilen und von Lack nach Trieft 15 62 Meilen, folglich von Laibach über Lack nach Trieft 18 22 Meilen, von Laibach nach Tarois sind 13 50 Meilen, von Tarvis über Prcdil nach Tricst 19 52 Meilen, folglich von Laibach über Prcdil nach Tricst 33 02 Meilen, demnach ist die Route Laib ach-Lack-Trieft um 14 80 Meilen kürzer als jene Laibach»Tarvis'Triest. Nachdem Redner noch hervorgehoben hatte, daß die Südbahn von Laibach bis Trieft 19'50 Meilen hat, daß demnach die Route Laibach'Prcdil.Triest um 13-52 Mei« len länger als die Südbahnlinie Laibach.Triest, und die Route Laibach-Lack-Tricst 128 Meile kürzer ist, als die dcr Südbahn, fährt er in seiner Rede nachstehend fort: „Die Eisenbahnlinie TaroiS-Predil-Triest wäre so-mit für alle ostlich gelegenen Länder, d. i. für Krain, Steiermarl, Kroatien, Slavonien, für das producten-rcichc südliche Ungarn, für alle unteren Donauländer als gar nlcht existierend anzusehen, weil sie vermüge ihrer 13 52 Meilen längeren Distanz die Eoncurrenz mit dcr Südbahn niemals aushalten könnte. . Vom vollswirlhschaftlichen Standpunkte sind beim Vau einer Eisenbahn nicht allein jene Momente ins Auge zu fassen, welche zum Nutzcn einer elnzclnen Stadt, sondern auch jcne, welche zum Wohlc dcS ganzen Hinterlandes dienen und die Steuerträger nicht zu viel belasten. Nun glaube ich auch, daß eS keinem Zweifel unterliegen kann, daß eine Bahn, die sich auf dem kürzesten Wege von Tricst aus mit dcn an Naturproductcn schr reichen östlichen Hinterländern in Verbindung setzt und in ihrer Fortsetzung von Lack über Launsdorf eventuell üla-gcnfurt auch die industriellen nördlichen und nordwcst^ lichen Länder auf dein kürzesten Wege mit dem Haupt» Hafen Oesterreichs, Tricst, verbindet, gewiß prospericrcn und zur Belebung dcS VertchrS, zur Hebung Triests, dcS österreichischen Handels und dcr Industrie sehr viel beitragen wird. In Erwägung, daß nur dcr Gau dcr Linie Lack-Tricst dem Lande Krain und allen Hinterländern von wesentlichem und eminentem Vortheile scin kann; in Erwägung, baß dic Lim« Lack-Triest wegen der kürzeren Meilendistanz, wegen des leichteren, schnelle« ren und weniger kostspieligen Ausbaues der Linie Tarvis-Prcdil-Triest vorzuziehen ist und dem Lande Krain sowie dcn Hinterländern die kürzeste und billigste Verbindung mit dem Meere sichert; in Erwägung, daß die Prcoillmic insbesondere dem Landc Krain gar leine Vortheile bieten würde, weil sie vi» Laibach-Tarvis-Triest eine um 13'52 Meilen längere Fahrzeit brauchen würde, als dic gegenwärtige Südbahnlinie Laibach-Triest, beantrage ich: „I. Die geehrte Kammer wolle beim hohen l. l. Handelsministerium dahin wirken, daß die projccticrtc Linie Lack-Tricst vor der Predilbahn den Vorzug erhalte; 2. diese Petition wäre zur Kenntnis der beiden Häuser des hohen Reichsrathes, mit der Bitte um Unterstützung derselben bci dcr hohen Regierung, zu bringen." Der Viccpräsident Karl Luckmann unterstützt dle Antrüge des Vorredners, beantragt jedoch diesen Gegenstand der 3. Section zur Ausarbeitung der Petition und sohinigem Vortrage in dcr nächsten Sitzung zuzuweisen. Nachdem sich Kammerrath Seemann mit diesem Antrage einverstanden erklärte, wird derselbe angenommen und die Sitzung geschlossen. — (Fur die Vrundung der städtischen Mnsil-lapelle) haben beigesteuert: Herr Varon Anton goi« 10 fi., Herr Witlhalm 5 si., Herr Zahnarzt Paichel li fl. — Ferner habe» bic Herren «orn, Rüßmann, Vrenz und Tberl die nilthige Nnjahl Lampions, und zwar: erft^. die Spengler«beit, zweiter oie Glaserarbeit, dritter die Glänzen: und vierter die Anstreicher« arbeiten gespendet. — (Die slovcnische Bühne) bringt heute eine neue Operette „Die Mondfllchtige" von I. v. Zajc, nebst dieser die ein» actige Posse „Der persische Shawl" von A. Duma« (I. Knlan) und da« einaclige Lustspiel «Lme Schale Thee" von Thiboust (N. Susnil) zur Aufführung. — (Aus dem Vereln»leben.) Der Ansfchuß der Thierschuhl>erein«filiale Krain halt heute abend« in dem gewühn-lichcn Berfammlungslolale lTasdegg« Vierhalle in der Peter«oor» stadt) eine Sitzung ab. — Die Hitalnic» in Stein arrang,ert morgen eine Reseda. Da« Programm meldet: Vesang«piecen, ein elnactige« Lustspiel, Zilhe^piel und Tombola. — ( Personalnachrichl. j Am 3. d. ist Herr Victor von Ofenheim mit seinen beiden lüchtern hier durchpassiert. Ofenheim begibt sich vorläufig nach Neapel. — (r. Ciäl.......... 5 „ „ $atbenftetner......... 5 „ „ . So^anneö SDWÜet....... 5 „ „ 39"fli ®a&begg........ '6 „ (JüJirb fortgtje^t.) Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib. Zeitung.) Wien, 5. März. Das „Neue Fremdenblatt" meldet: Der Kaiser tritt mit dem Kronprinzen Rudolf die Reise nach Dalmatien unmittelbar nach Ostern an, trifft am 31. März in Trieft ein und mit dem König von Italien in Brindisi zusammen. — Das „Neue Wiener Tagblatt" meldet: Dr. Neuoa wurde wegen Verhaltens gegen den Handelsmmister von der Advocatenkammer in Disciplinaruntersuchung gezogen. Vndapeft, 5. März. Ghyczy wurde mit 297 von 317 Stimmen zum Unterhaus-Präsidenten erwählt. — Die Polytechniker und die Universitätshörer brachten der neuen Regierung und der liberalen Partei einen imposanten Fackelzug. London, 5. März. Smyth brachte im Unterhanse eine Bill betreffs Aufhebung der Union zwischen England und Irland ein. __________ Budapest, 4. März. Wie „Pesti Naplo" meldet, soll der Minister deS Innern, Kolomann Tisza, gesonnen fein, seinen Staatssecretür den Reihen der Deatisten zu entnehmen. DaS Blatt meint, dies würde nur die seit gestern in der Deat'Partei umgeschlagene günstige Stimmung der Regierung gegenüber fördern. Die Animo» sität schwinde, eine freundliche Stimmung greife Platz und es sei immer mehr Aussicht, daß die neue Partei die Garantie einer ersprießlichen Entwicklung bieten werde. Montevideo, 3. März. Bei den Kundgebungen gegen den Clerus in Vuenos-tyrcs wurden die Missions' Häuser der Jesuiten verbrannt. Washington, 4. März. Das Repräsentanten. hauS hat die Bill angenommen, wodurch das Territorium Colorado als Staat zu dem Kongresse zugelassen wird. Der Eintritt des Territoriums Neu-Mezcico wurde abgelehnt. ______ Telegraphischer Wechsetturs oom 5, März. Papier - Rent? 7150 — silber - Rente 75 90 - I8»^)ei Staals-Anlthen lN25. — «ant-Nctien 961. «iredil'Actiel! 218-25. London ,11-40.- Silber 105 20, Kl Münz-Du-catm 524',,. — Napole«n«d',r 890. — 100 «eichSmarl —. Wieu. 5. M»rz. 2 Uln, Schlußcurse.- Hreo,t 21«25, Nnglo 130 ll), Nnmn 96'—, Fraucolmut 49 l/1, Handclsdl» 58 50, «ercinslian? 24'75, Hypothclarrrnlendunl ---, allysineine «uugescllschajl 13'—, Wiener Auubant 33 -. Uulc.:l)!Ulbaul 22 25, WrchS^rv,l',baul10--', Brigitlenultl 4 —, StautSblchli 2!il25», l!°ll-v»iden 131 75. Llimmunalluse —. Vesscr. Verstorbene. Den 26. Februar. Maria Magdalena Kaiser, bllrgl. Gllchsenmachermeisters'Witwe, 72 I., Kapuzinervorfiadt Nr. 38, Wassersucht. — Apollonia Marinla. Faßbinoers-Kind, 3 Wochen, ltralauvorftadt Nr. 23, Fraisen. — Nosalia i?aboda, Arbeiters» ssind, 6 Monate, Fraisen infolge von Keuchhusten. — Johann Ienit, Schneiders-Kind, 1 Jahr 10 Monate, Kralauvorstadt Nr. 32, Nronchitis. — Michael Mateitit, Bettler, 26 I>, 2iml< spital, chronische l!ungentubeiculole. — ssranz Schantel, Handels-mann und Hausbesitzer, 71 I., Stadt Nr. 238, Entlräftung Den 27. Februar. Isabella Äeya Edle v. Casielletto, l. t, pens. Hauptmanns-Kind. 14 Monate und 5 Tage, Kapu-zinervorstadt Nr. 30. häutige Bräune. — Maria Macel, Heizers« Tochter, 7 I. und b Mon., St. Peterövorstadt Nr. 166, und Georg Voltauzer, Friseurs-Kind, 4 I., Stadt Nr. 142, beide alt Vtachenbräune. — Matthäus Prester, Schuhmacher. 46 I., Livil< spital. Entlräftung. — Anton Varaga, Musikant, 44 I., Livilspital, chronische l!ungentuberculose. Den li8. Februar. Helena »zman, Scdmieds'Vattin, 36 I., Civilspital, Kreböoislrasie. — Viudolf Victor «anovec, Honducteurg'Kmd, 3 Wochen, Hllhneidorf Nr. 45, Fraisen. Den 1. März. Maria «elloverh, HalbhMers < Kin», 9 Tage, Morast Nr. 47. Kinnbackenliampf. - Johann Mlalal. Uildhauers'Kilid, 2'/, I., Tiruauvoistadt Nr. 12, Uachenbräune. — Ialob Matian, Väclerö» und Hauöbesitzerö.Kind, 6 Tage, Stadt Nr. 197, Fralsen. — Josef Ulber, jub. l. l. Steuereilmehlntt, 68 I., Stadt Nr. 44. i!ungenlähmung. — Nloisia Cejull, Institutsarme, 75 I., Peisorgungshaus Nr. 5, Lungencntzllndling Den 2. März. St. Petersvorstlldt Nr. 84. acuter Gehirnhöhlen-Wasscrlucht. ^ Frau Anna Armit, Privatbeamtens Gattin, 66 I., Kapuzinervor« stadt Nr. 72. Zehrfieber. — Anna Ianezii, Inwohners-Witwe, 70 I.. Livilspital, sterbend ilberbracht. — Maria Susterii, CoN' ducteurs-Kind, 2 I., 3 M., Stadt Nr. 206, Viachenbräune. 7" Frau Anna Schaffcr, geb. Noder, Realitätenbesitzerin, 72 3-, «apuzinervorstadt Nr. 2, Herzlähmung. Den 3. März. Maria »iosmanil. Spinnfabrilsmeifiers-Kind, 9 Stunden, St. Petersvorstadt Nr. 65, Schwäche infolge Frühgeburt. - Wilhelm Petsch, l l. «erpflegswerlmeister in PeN< sion, 61 I., Stadt Nr. 58, Norbu» Ij^tii. — Josef Hub«' binnigg, t. l. pens, Oberamtslassier, 78 I, Stadt Nr. 48, Herz' lähmung. - Johann Cerne, Zwängling. 38 I., gwangsarbeitsh»"" Nr. 47, Lungentuberculose. Den 4. März. Katharina Marinie, StationsdienersWinve, 57 I., St. Petersvorstadt Nr. 149, Lungenblutsturz. ., Tootenstatiftil. Im Monate Februar 1875 sind !,"' Pcrsoncn gestorben, davon waten 57 männlichen und 50 we«»' licht» Geschlechts. K. l. Garnisonsspital vom 13. bis inclusive 20. Februar 1875. Johann Schwigl, Jäger des 19. Iägei>Vataillons, slesel"' compagnie, i.'ungeutuberculose. Augekommene Fremde. Am b. März. Hotel Etadt Wien. Hillinger, Ingenieur. Wien. - DoM' Frl. Pulschlüg. «rainburg. - Ahl. Brauchbar. Reisende, M" — Mllller, Reis., Prag. - Schrautzer, Prioaller, Planin«." «idle v. Weber, Klagensurt. Hotel Elefant. Dr. Vaupetii, Stein. - Kraschic, Marbur«-^ »och, Kramburg. — Hoieoar, «ldelsberg. — Spieler, St. P""' Mohren. i.'eon, Trieft. — Gerasii. Stubenmädchen, MaM' — Eunder, Iesca. Kaiser von Oesterreich. Dragofiin, Tirol. ^^. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^. 5 nk ß. 2. ^ « ^ M Z: ° -° tz 6U.M«. 735,4 — 8.« O schwach heiter 5. 2 „ N. 737 ,b > tt.< WNW.schw. heiter <>" 10 „ Ab 740.«» — 6.» , wmdst.ll sternenhell .. In der Nacht Aufheiterung; sonniger, schöner Ta«! ,^ Alpen llar. Abend« sternenhell. Das Tagesmitttl der TtMp^ - 5 0", um 7 5' unter dem Normale. ^ Verantwortlicher Nedacte^ir: OttomarVamberi^. Danksagung. Fllr die vielen Veweise aufrichtiger Theilnahm« während der Krankheit u»d aus Nulaß de« Hinsche'^ den« unsere« innlgft geliebten Pater« spreche» >"ll hiemit unsern wärmsten Danl au». «arl Hudabinniaa. Ioscfine Hudabluni«a, A«"" vcrwllnieie <5rusic «eb. Hud«blNNigg. >N^vs/>«k^vi^^ Wien, 4. Milr,. Die «iirse war auf allen Verlehlsgebiettn ziemlich fest. ohne daß jedoch der thatsächliche Verlaus den anfangs gehegten und im Curse vieler 2fscc war« «lreditaustalt........218 25 21850 Creditanfiall. ungar.....206 — 2l6-b0 Depositenbanl.......129 - IU0' - E«comp1 7b Il»2 — Rudolss^Bahn....... I44-- 14450 Staalsbahn........ 291 — 291 f»<) Slldbahn......... 132 - 13225 Thelh-Vahn........ 188 50 1K9-- Ungarische Nordostbahn . . . Nb 25 115 75 Ungarische Osttmhu..... 54 — 54-50 Tramway-GeseUlch...... N7-— NV — Vaugesellschaften. Nllg. östcrr. Vaugescllschaft . . 11-50 11 75 Wiener Vaugesellschaft..... 32 50 32 75 Pfandbriefe. Vllg. bften. Vodtnciedit . . . 96 8b 96 60 dlo. in 33 Jahren 87— 8750 Nationalbaul il. W..... 9570 9580 Ung. Vobmcredit...... 86'80 87-— Prioritiiten. Elisabeth.-«. 1. «z«,..... 92 50 93'- sserd.-N°ibb.-S....... 105— 10550 Franz-Ioseph-V....... 9?-— 9725 Gal. K°il-l,'udwig-V.. 1. «m. . 102 50 10» — Oefterr. «oldweftv..... 9570 VblX) Siebenbllrger.......77 40 ^ Staalsbahn........143'^ U^ Sildbahn ^3'/,......lw«« l^ 5«/ . 95?" " .^ Sübbahu. Von« .'^ ^ ^ 224'i7 ^ Ung. Ostbahn.......67 7t» Prlvotlose. ,ßaö0 Rudolfs-l'.........l3?o Wechsel. .„ 9Z<^ hranlsur..........^4'0 ^K London ........- ^5.15 ^ Pari« ........."" Geldsorten. ^,,re „. Gelb . tt.ilb Ducatm .... 5fi.24'/.lr- 5 ' l»0 " Napoleu«d'°r . . 8 „ 89 " ? ^ ^ " «rainische OrlMdentlastung«^^ ^'^