Pränumeration» - Prrisr: Für Laibach Ganzjährig . . . ü ft. — tr. Halbjährig . . . L „ — . Vierteljährig. . . t „ SV , Monatlich . . - — » 50 , Laibacher Mit der Post: Sauzjährig . . . 9 st. Halbjährig . . . 4 „ Vierteljährig. . . 2 , — tr. Sv . Für Zustellung in» Hau» vierteljährig SS kr., monatlich 9 kr. Tin,eine Nummern S kr. Nr. 169. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Donnerstag, 28. Juli. — Morgen: Martha I. Redaktion Sahnhoigafle Nr. 1SL LrvrLitioii und Zvlkralrn ünrkan: Kongreßplatz Nr »KBuchhandluns vonI. v. Klemmavr L F.Lamberg/ Zvscrtioosprktse: Für die einspaltige Petitzeile bei zweimaliger Einschaltung L dreimal L 7 kr. InsertionSstemvel jede«mal so kr. Sei gröheren Inleraten und öfterer Sinlchaltung entlprechender Rabatt 1870. Der Krieg. Unzweifelhaft war Napoleon, als er den kühnen Gedanken faßte, daß Deutschland unter allen Umständen mit Krieg überzogen werden müsse, schlecht berathen in zweifacher Richtung. EineStheils scheint Napoleon nämlich über die Schlagfertigkeit seiner Armee falsche Begriffe gehabt zu haben, wie könnte er sonst nach erfolgter Kriegserklärung so viele kostbare Tage verstreichen und dem Feinde Zeit lassen, sich vollständig zu sammeln; wäre die französische Armee so vollständig kampfbereit gewesen, wie Napoleon geglaubt haben Mochte, so hätte derselbe unmittelbar nach der Kriegserklärung in die Offensive übergehen und die Grenze Überschreiten müssen. In diesem Falle wäre Deutschland überrumpelt und den Franzosen ihr blutiges Handwerk sehr erleichtert worden. . Anderntheils hat sich aber Napoleon auch vollständig verrechnet in Bezug auf das deutsche Natio-Egesühl und besonders in Betreff der süddeutschen Staaten. Er hatte, wenn er auch nicht auf eine offene Allianz der süddeutschen Staaten mit Frankreich, auf eine zweite Auflage des Rheinbundes gehofft hatte, den die klerikale franzosenfreundliche Partei so sehr herbeiwünschte, doch sicher darauf gerechnet, daß die Süddeutschen sich neutral verhalten werden. Daß auch in Deutschland das Nationalgefühl w seiner vollen Kraft erwachen könne, darauf hat ^capoleon nicht gedacht, er hat nicht bedacht, daß er Krieg in Baiern, Würtemberg und Baden ebenso w'e im deutschen Norden den Charakter eines volkstümlichen Nationalkampfes gewinnen werde, trotz der Anlipathie gegen Preußen, gegen die Person de« gegenwärtigen Kanzlers und dessen illiberales Re-^erungssistem. Dieses scheinbare Paradoxon erklärt wie unlängst die „Presse" bemerkte, damit, daß "s Nationalgefühl in Deutschlaud, sobald es sich um die Abwehr des „Erbfeindes" handelt, stärker ist, als die Stammesabneigungen gegen den Norden. Die Deutschen draußen im Reich, und vorab gerade die Süddeutschen mit ihrem beweglicheren Blute und leichten Naturell, sind nationale Fanatiker, dieser nationale Fanatismus tritt allerdings in einer ändern Form auf als bei den Franzosen und Italienern; er ist aber nichtsdestoweniger intensiv. Der Deutsche ist vom Hause aus vermöge seiner geschichtlichen Erinnerungen, vermöge seiner ganzen Schulbildung ein Franzosensresser; nur die oberen Zehntausend der seiner gebildeten Klassen haben sich hievon etwas freizumachen gewußt. Wer durch die Thäler des Schwarzwaldes, durch die Hochebenen und Alpengelände von Baiern, durch die Flußgelände von Franken wandert und den Kleinbürger und Landmann zum Sprechen bringt, der findet bald, daß er nur zwei historische Erinnerungen tief in Gemüth und Herz eingegraben hat, den Schwedenkrieg und die Franzofennoth. Und dieses deutsche Nationalgesühl ist erwacht, wie noch nie seit dem Jahre 1813, cs gibt im gegenwärtigen Augenblicke nur eine deutsche Frage, Deutschland ist in Gefahr, daher gibt es in Deutsch-land nur noch Deutsche, keine Nord- und Süddeutschen, es gibt keine abgegrenzten Länder mehr, nur noch eine Nation. Allerorts hat die Begeisterung eine fieberhafte Höhe erreicht, auch in Baiern, wo von klerikaler Seite Partikulausmus und Preußenhaß auf alle mögliche Weise rege gehalten wurde, während jetzt selbst diese Partei mit fortgerissen wird, so daß dieser Tage in der baierischen Kammer ein sonst durch seine ost merkwürdigen Schrullen bekannter Führer der Ultramontanen in die Worte ausbrach: Der furchtbare Appell, das Gottesurtheil wird her-ausgerufen und der Kriegsmuth erwacht auch in unserer Jugend. Kriege mögen aufgeschoben werden, aufgehoben werden sie nicht, und wenn wir auch jetzt noch ein Jahr lang in einem elenden, faulen Frieden leben, so ist das eine fortgesetzte Agonie, ein Leben zwischen Leben und Tod; wie die Würfel fallen mögen, seien wir entschlossen. Am mei- sten hat das mich verletzt, daß man es wagte, von Frankreich aus Briefe an uns zu schicken, in denen gesagt war, die Waffenbrüderschaft mit Frankreich verstehe sich ja für uns von selbst, die Zeit sei da, an Preußen Rache zu nehmen. Nein! auch wir sind Deutsche, keine Halbfranzosen; die Hochschulen Deutschsands haben redlich gewirkt, und seinerzeit vor allen Görres, daß die Simpathien für Frankreich bei unö erloschen sind. Seien wir stolz auf den AuSspruch des edelsten Fürsten, unseres Königs Ludwig II.: wir wollen Deutsche sein und Baiern bleiben. Wir können das KriegSbudget nicht mehr verweigern. Wir werden in den Krieg ein-treten mit aller Energie und aller Kraft; Gott gebe den deutschen Waffen Sieg! Die Deutschen haben sich in das Gedächtniß zurückgerufen, was feit dem Laufe der Jahrhunderte am Rheine diesseits und jenseits desselben geschehen ist, sie erinnern sich, daß immer und immer wieder alle Störungen deutschen Friedens, alle Abtrümmerungen deutschen Gebietes nur von Frankreich aus-gegangen sind, deswegen sind die verbissendsten Demokraten und Republikaner wie Venedy, Blind rc. und alle sonstigen Parteischattirungen einig in dem Rufe: Auf, Deutschland, zu einem Gange auf Leben und Tod gegen fränkischen Uebermuth! Dieser Gang der Dinge in Deutschland hat Napoleon unzweifelhaft einen argen Strich durch die Rechnung gemacht und ihn veranlaßt, seinen Operationsplan zu ändern. Wie dieser Plan aber auch beschaffen sein möge, die deutschen Heere haben mittlerweile Zeit gewonnen, sich zu sammeln, um den Gegner würdig empfangen zu können, und in wenigen Tagen vielleicht werden wir schon wissen, wie der erste Gruß lautet. Feuilleton. Die preußischen Heerführer. Die preußische Armee stand nicht in dem rnuse, während der langen Friedensepoche von 1815 dis 1848 tüchtige Generale erzogen zu haben. Dazu gehört Routine, die man sich nur auf empirischem Wege erwerben kann. Zur Erwerbung dieser Routine wurde den preußischen Heerführern erst in Neuerer Zeit, besonders 1864 und 1866 Gelegenheit geboten. König Wilhelm I. wird selbst nicht den Anspruch erheben, als Stratege oder Taktiker das entscheidende Wort zu sprechen. Er wird den Kriegs-rathssitzungen prästdiren und allerdings nominell °,en Oberbefehl führen; die Entwerfung und Ausführung der Operationspläne wird der 73jährige Monarch jedoch anderen Händen überlassen. Als Kommandant der ersten Armee im gegenwärtigen Krieg wird allgemein bezeichnet: Prinz Friedrich Karl von Preußen, derselbe (Neffe des Königs) ist schon seit jdem Jahre 1861 General der Kavallerie, er rangirt vor dem Kronprinzen (der erst im Jahre 1866 zum General der Infanterie ernannt wurde) und ist auch drei Jahre älter als dieser. Prinz Friedrich Karl ist 42 Jahre alt und focht 1849 in Baden, 1864 im deutsch-dänischen Kriege, sowie im Kriege von 1866. Der Prinz hat seit Jahren besonders aufmerksam die Eigenschaften der französischen Armee studirt und schon im Jahre 1860 eine als Manuskript gedruckte Schrift über die Kampfweise der Franzosen erscheinen lassen, welche heute noch in ihren Grundzügen Geltung hat. Kronprinz Friedrich Wilhelm, der designirte Oberkommandant der süddeutschen Bundesarmee, hat den deutsch-dänischen Krieg von 1864 mitgemacht und bekanntlich 1866 die zweite Armee kommandirt. Es bewies in diesem Feldzug große persönliche Bravour; als Stratege hat er sich nicht bekannt gemacht; doch ist das auch mehr Sache des Chefs des Generalstabs. Der Kronprinz stcht in seinem 39. Lebensjahre. Die nächsten Rathgeber des Königs, die Generale der Infanterie Freiherr v. Moltke und v. Roon, verdienen zunächst genannt zu werden. Beide ergänzen sich gewissermaßen; der erstgenannte, Chef des Generalstabs der Armee, ist der Hauptstra-tege, der die Operationspläne zu entwerfen hat, und General von Roon hat das lebende und todte Material zur Ausführung dieser Pläne bereitzustellen. Wir wollen uns hier auf keine spezielle Würdigung der Talente beider einlassen, sondern dieselben nur kurz charakterisiren. Der Moltke'sche Kriegsplan von 1866 ist von preußischer Seite ebenso sehr in den Himmel erhoben, als er von Ausländern — namentlich Franzosen - bekrittelt worden ist. Jene behaupten noch heute, der Gedanke, die beiden getrennten Armeen dicht vor der Front des Feindes zur gemeinschaftlichen Hauptaktion zu vereinigen, fei eine wahrhaft große strategische Idee; die Gegner führen aber aus, daß die Ausführung des Planes ein unverdientes Glück gehabt habe und das Scheitern desselben, welcher ganz den Regeln der Strategie zuwider entworfen worden, die beiden getrennten Armeen in die mißlichste Lage gebracht haben würde. Die Wahrheit dürfte in der Mitte liegen. Der Volksmund nennt Mollke den „Schweiger und den Macher." General v. Steinmetz gilt für einen be- Bom Kriege. Einem Wiener Blatte wird aus Berlin unterm 24. d. geschrieben: „Preußische Marine-Offiziere, die seit 10. Juli die französischen Rüstungen in Cherbourg, Brest und Toulon aufmerfsam verfolgten, meldeten übereinstimmend nach Berlin, daß Frankreich in diesem Feldzuge es nicht allein auf eine artilleristische Küsten-Dcinonstralion in der Nord-und Ostsee abgesehen habe, sondern daß cs in der Absicht des französischen Generalstabes liege, durch bedeutende Truppenlandungen an den Ems-, Weser-und Elbe-Mündungen, sowie an mehreren Punkten der Ostsee preußische Streitkräfte in Schach Hallen zu können. In erster Linie werden Emden und Lübeck als die Endpunkte eines Operations-Segmentbogens von Seite der französischen Flotte ins Auge gesaßl, um dadurch gleichzeitig Schleswig-Holstein gewissermaßen von dem preußischen Operations-Terrain trennen zu können. Es fand deshalb behufs Aenderung der Orärs äö biltLillö in Berlin ein Kriegsrath unter Borsitz des Königs statt, der nunmehr beschloß, die Norb-und Ostseegebiele unter keiner Bedingung preiozu-geben, weil einerseits der rechte Flügel, der Rhein-armee in der Flanke bedroht ist, und andererseits Berlin selbst eine Schutzmacht für alle Fälle be-nöthigt, da die Ostseeküste von dort in mehreren Gewaltmarschen nach einem siegreichen Landungskampfe feinülicherscits erreicht werden könnte. Der G^oßherzog von Mecklenburg, preußicher General der Infanterie, ist in Folge dessen zum Ober-Kom-mandanten der Provinzen Brandenburg nnd Pommern ernannt worden, und zwar unterstehen demselben das 1. Armeekorps (Manteuffel), das 5. Korps (Kirchbach) und 5 in Bildung begriffene Landwehr-Divisionen. Zum Generalstabs-Ches dieser Ostarmee ist General Sperling ernannt. Zur Bildung der Nordarmee unter dem Ober-Kommando des General Vogel v. Falkenstein ist das 10. Armeekorps unter Voigt-Rheetz bestimmt, zu dem noch drei Landwehr-Divisionen stoßen. General Falkenstein wurde in Schleswig deswegen bereits am 26. erwartet, obwohl er bas Hauptquartier nachher nach Hannover verlegen wird. Zur Sicherung der Ems- und Wesergebiete ist Herwarth v. Bittenfeld als Ober-Kommandant des 7. Korps (Zastrow) und dreier Landwehr-Divisionen ernannt. Herwarth schützt zugleich die rechte Flanke der Rheinarmee und bildet für Steinmetz den Reservekomman-danten für alle Eventualitäten. Die Rheinarmee besteht aus drei Armee-theilen, und zwar aus dem rechten Flügel unter Kommando von Steinmetz; dieser wird gebildet aus dem 9. Korps (Mannstein) und dem 21. Korps (Plonski), sowie aus 2 Divisionen Landwehr. Das Zentrum, unter persönlichem Kommando des Prinzen Friedrich Karl und, des GeneralstabS - Chefs Oberst Stichle, besteht ans dem Gardekorps (Prinz von Württemberg), 2. Korps (Fransecki), 3. Korps (Älvensleben II.), 4. Korps (Älvensleben I.), 8ten Korps (Göben), 12. Korps (Kronprinz von Sachsen). Der linke Flügel oder die Südarmee, unter Kommando des Kronprinzen von Preußen, wird gebildet aus dem Ü. Korps (Tümpling), aus dem 13. Korps (Hessen - darmstädtisches und badensischcö Kontingent), aus der wüttembergscheu Armee und zwei bäurischen Armeekorps. Gcneralstabs-Cess dieser Südarmee ist General Blumenthal. König Wilhelm, Bismark und Roon verbleiben stets in der Nähe des Geueralstabs-Ehefs Moltke, dem nunmehr die Vertheidigung von ganz Nord- und Süddeutschland in die Hände gelegt wurde und der als verantwortlicher Feldherr über alle Strcitkräfte in Bezug auf deren Vertheilung an die verschiedenen Ope-ralionsplätze disponiren kann. Ueber das telegrafisch gemeldete Gefecht bei Niederbronn bemerkt die „N. Fr. Pr.": General Pierre de Bernis, der Sieger, kommandirt eine auö zwei Regimentern bestehende Kavallerie-Brigade, höchstens 1400 Mann stark. Die rekog-noszirende baierische Abtheilnng bestand ohne Zweifel auch aus Kavallerie. Der ganze Zusammenstoß hat wohl kaum mehr Bedeutung als die eines Scharmützels. Desto größere Bedeutung hat die Nachricht an sich. Denn zunächst wird als Absender der Depesche General Leboeuf, der Chef des französischen Generalstabes, bezeichnet. Der große Generalstab mnß sich also schon an der Grenze befinden. Es ist danach nicht unwahrscheinlich, daß auch Napoleon schon zur Armee abgegangen ist. Wenn der Kaiser nicht gleichzeitig mit Leboeuf Paris verlassen, so folgt er ihm doch sicher unmittelbar auf dem Fuße. Und darum scheint uns der Beginn großer Aktionen nahe. Andererseits hat das Gefecht auf französischem Boden stattgefunden; baierische Kavallerie ist in Frankreich eingedrungen. Auch auf deutscher Seite scheint man dem Losschlagen nahe zu sein. Berliner Nachrichten lassen wenigstens ver-muthen, daß die deutschen Armeen jetzt kampfbereit dastehen. Die Südarm ee hält den Schwarzwald besetzt, die Konzentrirung der baierischen Truppen unter dem Prinzen Luitpold ist vollendet und der Kronprinz von Prenßen ist gestern in München ein getroffen, um den Oberbefehl zu übernehmen, der Vormarsch soll beginnen. Die deutschen Truppen sollen noch in dieser Woche zum Angriff schreiten. Lie „Provinzial-Korrespondenz" spricht sogar die Hoffnung aus, daß der deutschen Erde die Gräuel des Krieges erspart bleiben werden. Die baierischen Trnppen sind bis auf einen geringen Theil in die Position eingeruckt, welche ihnen vom Oberkommando der deutschen Armee angewiesen wurde. Am 27. Juli sollten die baieri-schcn Bahnen den Frachtenverkehr wieder freigegeben. Wie der „N. Fr. Pr." aus Genf mitgetheilt wird, wurde am 21. d. ein preußisches Detachement, das mittelst Eisenbahn in Basel angelangt war, von schweizerischen Truppen entwaffnet und über die Grenze zurückgcwicfcn. Zahllose deutsche Holzschwemmer aus dem Schwarzwalde drohen mittelst Steinwürfen jeden Uebergangsverfuch der Franzosen vereiteln zu wollen. Große Holzpallien von Freiburg aufwärts geben den deutschen Truppen gute Deckung für Schnellfeuer gegen französische Pontons, die jedoch gedeckte Besatzung bis zu 40 Mann aufnehmen können, Förster und Schützen im Großherzogthum Baden stellen sich, wie die „N. Fr. Pr." meldet, freiw.llig den deutschen Rheintrnppen zur Disposition. Bei Rheinheim, einem Dorfe im badischen Oberrheinkreis, fand ein kleines Gefecht statt, bei dem die Franzosen zurückgedrängt wurden. Preußische Berichte bestätigen die von Paris aus gemeldete preußische Rekognoszirung in der Gegend von Hagenau. Die rekognoszirende Patrouille, vom württembergischen Generalstabschef Zeppelin geleitet, bestand aus 3 Offizieren und 4 Dragonern, welche nach erreichtem Zwecke bei Nieder-bronn von französischen Hußaren zersprengt wurde. Nur Zeppelin kehrte zurück. Der badische Staatsschatz wurde vorsichtshalber nach Berlin geschafft und in der dortigen Bank deponirt. Ein Korrespondent des „Bund" erfährt von neuen preußischen Geschützen, welche eine Art Shrap-nellSgeschütze repräsentiren, und daß Proben mit denselben eine außerordentliche Wirkung äußerten und mit sehr vieler Präzision auf eine gewisse Entfernung in der Lust platzend, 360 Flintenkugeln streuten. Diese Proben waren in Mainz vorgenommen worden. Ein einziger Schuß käme auf 17 fl. zu stehen. Außerdem überzeugte sich der Gewährsmann noch daselbst von der verheerenden Wirkung der Revolverkanone, mittelst welcher man in fast fortwährendem Feuer eine ganze Linie von einem Flügel nach dem ändern bestreichen könne. Es dürfte somit der bevorstehende Kneg sehr mörderische praktische Proben mit neuen Kriegswerkzeugen bieten. Die preußische Panzer-Division ist vor Kiel angelangt, und es dürften unter dem Schutze der Monstre-Strandbatterien die drei Panzerfregatten ersten Ranges zur Genüge Bürgschaft bieten, daß einzelne französische Kriegsschiffe es nicht wagen dürfen, die Ostsee zu besuchen, weil die französische Flolte mindestens acht bis zehn Panzerfregatten des Mainfeldzuges zuzuschreiben sind. Das Gefecht bei Dermbach hat General von Göben noch kürzlich iu einer ausführlichen Darstellung beschrieben und bei Zerniu in Darmsladt im Druck erscheinen lassen-Auch das Treffen bei Kissingen hat er ebendort herausgegeben und außerdem manchen kriegsgcsch^° lichen Beitrag der Darmstädter Militärze'tung übergeben. General von Göben war in Schleswig gleichfalls aktiv; er hat schon als Jüngling in den Karlistenkriegen in Spanien gefochten und überall sich ausgezeichnet. Um nicht weitschweifig zu werden, nennen wir nur noch folgende Generale: von Löwenfeld, v. B o fe, v. B l umcn thal, Freih. v. Wrangel. Der Erstgenannte führte die Avantgarde des 5. Armeekorps und erhielt während der schwierigsten ersten Stunden das Gefecht bei Nachod im Stehen; General v. Bose bestand mit Bravour das Nackst-gesecht bei Podol; General von Blumenthal war 1866 Chef des Generalstabs der zweiten An""; Freiherr v. Wrangel (Neffe des alten Feldmarschalls) focht mit Auszeichnung als Brigade-Kommandeur unter Göben bei Kissingen, Laufach, Tauberbischoi ' heim rc. sonders energischen tüchtigen General. Der gegenwärtige Kommandirende des 5. (posen'schen) Armeekorps, der heute in seinem 73. Lebensjahre steht, trat bereits als 16jähriger Jüngling in das preußische Heer und erkämpfte sich in den BesreiungS-kriegen das eiserne Kreuz, 1848 focht er mit Auszeichnung bei Schleswig, später wnrde er Chef des Kadetenkorps nnd kommandirte dann das 1., später das 5. Armeekorps. Im Feldzug 1866 cröffuete er mit Glück die siebentägige Kampagne; insbesondere war es das Einleitungsgefecht bei Nachod, dann die Treffen bei Skalitz und Schweinschädel, welche der „alte Löwe Steinmetz" sämmtlich mit Erfolg bestand. Der noch sehr kräftige General, dem der Rang eines Feldmarschalls zugedacht sein soll, besitzt eine zähe Energie, eine in der Kampagne oft unschätzbare Rücksichtslosigkeit, seltene Bravour und dabei große Kaltblütigkeit, — alles Eigenschaften, wie sie ein Feldherr haben mnß. Herwarth von Bittenfeld I., General der Infanterie und Kommandeur des 8. (rheinischen) Armeekorps, war bekanntlich 1866 Kommandeur der „Elbarmee." Auch dieser General hat die Befreiungskriege durchgekämpft (er steht in seinem 74, Lebensjahre) und hat sich besonders 1864 durch ^den mit Präzision und Sicherheit durchyesührtcn jUebergang aus Alsen ausgezeichnet. Die Elbarmee ithal 1866 ihre Schuldigkeit, hatte jedoch keine Gelegenheit, sich besonders vor den ändern Armeen i hervorzuthun. General von Herwarth ist ein eben so ! besonnener als unternehmender General, l Von Fransecky uud von Göben waren !die beiden hervorragendsten Divisionskommandeure im Feldzuge von 1866; beide sind von gleichem Dienstalter, der erstere ist jetzt zum Kommandeur des 2. (pommerschen) Armeekorps ernannt worden, der letztere soll, wie man sagt, das Kommando des 3. (brandenbnrgischen) Armeekorps erhalten. General von Fransecky hat den wesentlichsten Antheil an dem Gewinn der Schlacht von Königgrätz; er war es, der seine auf dem äußersten linken Flügel isolirt kämpfende Division trotz ihrer enormen Verluste zum todesmuthigen Ausharren immer und immer wieder anfeuerte. „Wir weichen nicht — hier sterben wir!" waren seine Worte. Der General ist ein wissenschaftlich gebildeter Militärfchriftsteller von Ruf. — General von Göben, die rechte Hand des Oberkommandirenden der „Mainarmce" von 1866, Generals Vogel von Falckenstein, ist bekannt als glücklicher Heerführer, dem die Haupterfolge stark sein müßte, um eine Landung ermöglichen zu können, und die preußischen Panzerschiffe qualitativ den besten französischen Thurmschiffen ebenbürtig sind. Ueberdies hat das preußische Marineministerium technische Maßregeln für den Küstenschutz in so mannigfacher Weise getroffen, daß den Deutschen an der Nord- und Ostsee nicht besonders bange sein darf. General Vogel von Falkenstein erließ einen Aufruf an die Bewohner der Nordsee- und Ostseeküsten. Längs der Küste werden Abtheilungen unter der Leitung verständiger Männer zur Küstenbewachung formirt,, welche schleunigst Mittheilungen an die nächste Militärbehörde zu machen haben. Die offizielle dänische Zeitung veröffentlicht eine Verordnung, betreffend das Verhalten der Kaufleute und Seefahrer bei einem Kriegsausbrüche zwischen fremden Seemächten nebst den Aenderungen in G mäßheit der Pariser Deklaration vom Jahre 1856. Die Schlußbestimmung sagt: Da Dänemark in dem jetzigen Kriege die Neutralität zu beobachten beabsichtigt, wird den Unterthanen verboten, bei den Kriegführenden irgendwie Dienste zu nehmen und bei den Kriegs-Trnasportschiffen derselben außerhalb der dänischen Gewässer Lootsen-dienste zu nehmen. Aus Paris wird unterm 26. d. M. tele-grafirt: Wahnwitzige Studentenhaufcu zertrümmerten die Fenster und Utensilien deö Dreherschen Bier-EtablissementS auf dem Boulevard St. Michel, weil sie die durch die Verkehrsstörung der Ostbahn Motivirte Nichtverabreichung des Wiener Biers als «nen Akt deutscher Gehässigkeit gegen die Fanzoscn "uffaßten. Politische Rundschau. Laibach, 28. Juli. Gras Bismarck hat Gelegenheit genommen, dem österreichischen Gesandten in Berlin cs als wünschenswert^ zu bezeichnen, wenn die österr. Regierung dem Exkönig von Hannover bedeuten würde, „sich betreffs seiner agitatorischen Thätigkeit jene Mäßigung aufzuerlegen, welche ihm das Gastrecht eines neutralen Staates Zur Pflicht macht. Die Sprache ist deutlich und bedarf wohl keines Kommentars. Angesichts der zu befürchtenden Landung eines französischen Korps an der Küste der Nordsee, angesichts des neuerlich gemachten Versuches, eine Legion zu werben, angc-nchts endlich der energischer denn je in Szene geletzten Agitationen im ehemaligen Königreiche Han-°ver ist diese Aeußerung des Bundeskanzlers nur begreiflich und es läge sicherlich wohl nur im ^»teresse des neutralen Kaiserstaatss, wenn Gras an den Hietzinger Hof das Begehren stellte, in ^ Projekten befassen, die uns ^ °nflikte bringen können. Ein Staat, der neutral > en nM, ^nn und darf nicht dulden, daß inner-Mv seiner Grenzen Anschläge gegen eine der krieg-Parteien geschmiedet werden. -Während sich die französischen und preußischen ossizw>en Journale in einen erbitterten, aber völlig muffigen Streit über die Kandidatur des Hohen zollcrn um den spanischen Thron als Kriegsursache elngclassen und gegenseitig Preußen und Frankreich der Lüge zeihen, brachte jetzt die „Times" eine wahrscheinlich aus preußischer Quelle stammende Enthüllung von entschieden hoher Bedeutung, welche in England ungeheures und wohlbegründetes Aufsehen ^regte. Aus die gestellten Interpellationen verlesen die Minister bekanntlich aus die sicher zu erntenden Erklärungen seitens Preußens und Frank-e>chs. Diese sind nun bereits erfolgt Die „Correspondance de Berlin" veröffentlicht e» 5 Artikel umfassenden Vertragsentwurf, welcher ^°n Frankreich als Allianzgrundlage Preußen angc-°ten wurde. Der Vertragsentwurf, entsprechend den "Naben der „Times," befinde sich in Benedetti's Handschrift im äußern Amte des Nordbundes. ^ Dagegen wird französischcrseits behauptet, jener twurf sei das Resnmö von Besprechungen, die nach dem Prager Frieden zwischen Bismarck und Benedetti stattsanden. Der Kaiser habe niemals einen solchen Plan gebilligt«?). Wir müssen also weitere Enthüllungen abwar-ten, gelingt es dem Bundeskanzler, aus diesem Handel das entsprechende Kapital zu schlagen und einen nur halbwegs glaubwürdigen Beweis der Wahrheit anzutreten, so ist dem Tuilerien-Kabinete übel mitgespielt. Das ohnehin sehr rege Mißtrauen Englands wird dann vollends wach, und dessen Neutralität nimmt einen für Frankreich nicht günstigen Charakter an. Die Unabhängigkeit Belgiens ist eine der wenigen Fragen, für die sogar die Man-chesterschulc in den Harnisch geräth; zur Verteidigung Antwerpens würde auch ein Bright jede nö-thige Summe bewilligen. Zunächst würde cs sich freilich nicht darum handeln, sondern um eine feste Stellung Englands bei den nach der ersten Hauptschlacht von Neuem beginnenden Vermittlungsversuchen, welche im Plane der englischen Regierung liegen sollen. Das „Wr. Tagbl." hört, daß die zisleithani-schen Kirchenfürsten sich dahin verständiget haben, sich mit der Publikation des Dogma's über die Unfehlbarkeit des Papstes nicht zu übereilen. Die Verzögerung wird auf vertrauliche Weisungen der Kardinäle von Rauscher und Fürst Schwarzenberg zurückgeführt, welche die ihnen unterstehenden Bischöfe davon in Kenntniß gesetzt haben, daß die Regierung die Publikation des Dogma's mit der Aushebung des Konkordates zu erwidern die Absicht habe. Erst die Versicherung des Herrn Kardinals von Rauscher, daß man die betreffende Bulle des Papstes abwarten wolle, che das Dogma verkündet werde, bestimmte das Ministerium zu dem Beschlüsse, die Aushebung des Konkordates dem ReichSrathe zu überlassen. Angesichts der wahrscheinlichen Räumung Roms durch die Franzosen bleiben die Garibaldiner nicht müssig. Längs der Grenze des Kirchenstaates sammeln sich zahlreiche Freischaaren, um nach Rom zu ziehen. Ein großer Theil aber will sich Preußen anschließcn, um die verhaßten Franzosen zu bekämpfen, cs dürsten der italienischen Regierung also im Innern ernste Verlegenheiten erwachsen, wenn sie sich gänzlich auf französische Seite stellen wollte. Daß man auf erste Ereignisse gefaßt ist, beweist dic Armirung Alessandria's und die Gründung von Hilssvereinen für Verwundete und Kranke. Uebcr Dänemarks Haltung wird der „Ta-gespr." anS Kopenhagen von sehr gut unterrichteter Seile geschrieben: „Dic dänische Regierung war schon fest entschlossen, auf das von Frankreich dringend angebotene Schutz- nnd Trutz - Bündniß einzngehen, als von Seiten Englands und Rußlands außerordentliche Anstrengungen gemacht wurden, Dänemark zu vermögen, eine zusagende Antwort nach Paris wenigstens zu Verlagen. Die beiden genannten Mächte haben sich nun sogar verbindlich gemacht, beim Fricdcnsschluß für das dänische Interesse mit Entschiedenheit einzntreten. Zur Tagesgeschichte. — Ueber das Verhältniß des Zündnadel-ge wehres zum Chassepot wird folgendes Urtheil eines Fachmannes zitirt: Die Zündkammer, d. H. der Raum, in welchen die Patronen hineingeschoben werden, läßt sich beim Zündnadelgewehr ganz leicht, mitten im Gefechte durch eine einfache Handbeweguug öffnen, so daß dieselbe bequem von den in ihr zurückgebliebenen kleinen Papierstückchen der Patronenhülsen gereinigt werden kann. Anders beim Chassepot. Hier kann der Raum, in den die Patronen gesteckt, nur durch Lösung mehrerer Schrauben blosgelegt werden. Da nun immer kleine Papierstückchen Zurückbleiben, also das Innere schmutzig wird, beginnt nach abgegebenen vier, fünf Schüssen der Laus sich bereits zu erhitzen und verliert so das Gewehr nach und nach jede Sicherheit. — Dem Briefe eines der in der Normandie weilenden Welfenlegionäre entnimmt der „Han- noversche Courier," daß sämmtliche Legionäre den Deutschen von ganzem Herzen den Sieg wünschen, und daß es niemandem von ihnen in den Sinn kommen würde, in die Reihen der Franzosen zu treten und ihre Hand gegen Deutschland zu erheben. — Man erzählt in Paris, der Kaiser Napoleon sei nie mit seiner Zivilliste ausgekommen nnd schulde dem Staatsschatz über hundert Millionen Fran» ken. Der Krieg werde zum Theil unternommen, nm im allgemeinen Wirrwar die Rechnungen ausgehen zu lassen. Wenn man bedenkt, daß im Dezember 1851 Louis Napoleon auch nur die Wahl zwischen dem Staatsstreiche oder dem Schuldgesängniß hatte, so ist diese Behauptung nicht ohne ein Körnchen Wahrheit. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chrom!. — (In dem Streite zwischen der Stadt Laibach und dem Landtage von Krain) hat der Reichsgerichtshof auf die Beschwerde der Stadt Laibach erkannt: Dem Begehren der Sladt Laibach kann nicht Folge geleistet werden und muß die Gemeinde Laibach mit ihrer Be>chwerde zurückgewiesen werden. — (Die S o m e r liedertas el der silh. Gesellschaft am kommenden Samstage) im Bahnhofgarten dürfte nach allem, was wir darüber hören, diesem beliebten Sommervergnügen vorhergegangener Jahre auch Heuer nicht nachstehen. Das Programm ist ein durchweg anziehendes und interessantes. Dasselbe enthält folgende Nummern: 1. I. Dürrer, „Sturmbeschwörung;" 2. A. Klessel, „Volkslied;" 3. I. Wöckl, „Frühlingslied," sünstimmiger Chor; 4. H. Esser, „Trinklied;" 5. T. Abt, „Abendstille," Chor mit Baritonsolo, letzteres gesungen von Herrn I. Schulz; 6. „Auf der Alm" Tiroler Volkslied, Chor mit Jodler; 7. H- Esser, „Abschied vom Walde;" 8. C. Eckert, „Schifferlied." Die Regimentskapelle von Graf Huyn Inf. wird nach besonderem Programme Mitwirken. Die Liedertafel beginnt um 7'/z Uhr Abends. Der Zutritt ist nur Mitgliedern der Gesellschaft gestattet. Der Garten wird dekorirt und brillant beleuchtet werden. So steht uns ein schönes Sommerfest in nächster Aussicht. — (Klerikale Rache.) Mehrere Pfarrer des Gottfcheer Bezirkes üben gegen die Stadt Gottschee wegen der dem Herrrn Lukas Svetec dargebrachten Katzenmusik damit eine Repressalie aus, daß sie in ihren Pfarrhöfen den Rauchfangkehrer aus Gottschee nicht mehr kehren lassen wollen. Ihre Parole lautet: Für unsern slovenischen Ruß müssen wir einen slove-nischen Rauchfangkehrer haben. Wie man heraus ersehen kann, hat die Theorie der hiesigen klerikalen Wahlpiraten in den Gottscheer'schen Pfarrhöfen einen fruchtbaren Boden gefunden. Eingrsendet. Die delikate Heilnahrung liövalöseic'rtz äu Lurr^ heilt alle Krankheiten, die der Medizin widerstehen, nämlich Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Fieber, Schwindel, Blnt-anfsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin getrotzt, worunter ein Zeug-niß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Pluskow, der Marquise de Bröhan a. A. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die lisvulssoisrö bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis im Mediziniren. Castle Nous. Alexandria Egipten, 10. März 1869. Dic delikate Revalesoivre Du Barrh's hat mich von einer chronischen LeibeSverstopfung der hartnäckigsten Art, worunter ich nenn Jahre lang anfs schrecklichste gelitten und die aller ärztlichen Behandlung widerstanden, völlig geheilt, und ich sende Ihnen hiemit meinen tiefgefühlten Dank als Entdecker dieser köstlichen Gabe d. r Natur Mögen diejenigen, die da leiden, sich freuen : was alle Medizin nicht vermag, leistet Du Barry's RevLleseiörs, deren Gewicht, wenn in Gold bezahlt, nicht zn theuer sein würde. Mil aller Hochachtung C. Spadaro. In Blechbüchsen von '/, Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — RöViüeseiörs 6dooo1g.t66 in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgaffe 8 ; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur; in Pest Török; in Prag I. Fiirst; in Preßburg PiSztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz-meyer,Grablowitz; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausen-burg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Wüterung. Laibach, 28. Juli. Vormittags abwechselnd Regen. Mittags finsteres Ge^ wölke aus S. Gewitter mit Platzregen. Wärme: Morgens 6 Uhr -l-13.6°, Nachmittags 2 Uhr -s- 14.7° (1869 -j- 21.8; 1868 -s- 21.4") Barometer 324.88'". Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 15.2°, um 0.5° uuter dem Normale. Angekommene Fremde. Am 27. Juli. Malle, Besitzer, Fiume. — Hille,Haupt' mann, Schönau. — Perz, Handelsmann, Graz. — Gabriel, Bahnbeamte, Wien. — Zwanut, Triest. — Dr. Jakopic, Görz. — Prohaska, Fiume. — Rizzi, Rnscud., Smyrna. — Wretjchko, Schuliuspektor, Graz. -- Größel, Gutsbesitzerin, Treffen. Dr Coeu, Triest. — Most, Kaufm, Wien. — Prodnik, Ratschach. — Moser, Wippach. Rasche, Handelsmann, Linz. — setinc, Handelsmann, Landstraß. Braune, Apotheker, Gottschee. — Radetic, Novo, — Dr. Burdics, Professor, Martinsberg. — Prokop, Görz. — Putzker, k. k. Oberlieutenant Görz. Verstorbene. Den 26. Juli. Agnes Grablovc, Taglöhnerin, alt 65 Jahre, in der Gradischavorstadt Nr. 35 am Durchsalle. — Anna Sorz, Jnwohnerswitwe, alt 51 Jahre, im Zivilspital an der Wassersucht. Wiener Börse vom 27. Juli. Geld Ware bperc. österr. Wäbr. . dto. Rente, öst.PaP. 50.— 50.25 dto. dto. öst.in Silv. 54.— 59.25 Lose von 1854 . . . 74.- 75 - Lose von 1860, ganze 86.25 86.75 Lose von 1860, Fünft. 95.— 96.- Prämiensch. v. 1864 . 93.50 94.— SruLä«Lt1.-0d1. Steiermark zu5pLt. Kärnten, Kram u. Küstenland 5 ^ —.— Ungarn. . zu5 „ Kroat. u. Slav. 5 „ 70.- 71.- Siebenbürg. „ 5 „ 66.25 66.75 ^otlSL. Nationalbank . . . 642.— 644.- Lreditanstalt . . . 207.— 207.5(1 St. ö. EScompte-Ges. 710.- 720.— Lnalo-österr. Bank . 164.— 165.— Oest. Bodencred.-A. . 2>0.— Oest. Hvpoth.-Bank. Steier. EScompt.-Bk. 59.- 60.- Kais. Ferd.-Nordb. . 1850 1855 Südbahn-Gesellsch. . 173.5< 174.— Kais. Elisabetb-Bahn. 178.— 173 — Larl-Ludwig-Bahn 195.— 195.50 Siebenb. Ersenbabn . Kais. Franz-IosesSb.. 162.— 163.— Fünsk.-Barcser E.-B. «lföld-Finm. Bahn . 149.— 150.- 145.— 1^6.— I'kLLLdrlof«. Nation. ö.W. verloSb. 86.— 87.— llng. Bod.-Creditanst. Üllg.öst.Bod.-Eredit. 104.- 104.50 dto. in 33I.rückz. . 84.50 85.— ^ Geld War« Oest. Hyvolh.-Ban! Südb.-Ge!.juS0»Fr.>i«z.— i,!«.— dto. BonSOpCt.! —-N-rdb. kl»» fl- CM.)! Sieb.-B.(S00fl.ö.W.) 80.— 81. RudolsSb.(300st.ö.W.) 80.20 81.— Franz-Jos. (Lvofl.S.)l 87.SV 88.— I-oss. Sredit Ivo fl. ö. W. .!iss.—137.-Don.-Dampssch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . —^ Triester loofl. EM. .' — dlo. so fl. ö.W. Osener .40 fl. ö.W.! Salm . , 10 » i Palfsy . , 40 „ ! Elary . „ 40 „ St.Gen°iS„ 40 Mndischgrätz L0 Waldstein . ra Keglevich .10 Rudolssstist. loö.w. ^Vsodssl tS Mo».) ^ «ugSb. Ivo fl. südd.W. 114.—j i lk irankk. 100 fl. „ » ,iis.— .londo» 10 Ps. Sterl.'i3l.S» Paris Iva Francs . 51.15 IVNorsa. 117.— 1SS.S0 5L.- »ais.Mün»-Ducaten.! S.20 ro-Francsstück. . . d. M. werden Vormitags vou 9 bis 12 Uhr, Nachmittags vou 3 bis 6 Uhr, im Hause Nr. 210 Herreugasse, 1. Stock, sehr gut erhaltene Einrichtungsstücke und Küchengeräthe an den Meistbietenden verkauft. ' (291) Ein noch ganz gut erhaltenes Geschichtswerk VLlvLsor, die Ehre des Herzogthums Kram ist in der Bäckerei des Herrn Joses Lorenzi neben der Post zu verkaufen. (294—1) Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-123) heilt brieflich der Spezialarzt siir Epilepsie Doktor «». ILIIII««»» in Berlin, jetzt: Louiseustraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. 1^. L. in Laibach beehrt sich anzuzeigen, daß er mit heutigem Tage, unter Fortführung seiner bisherigen Geschäfte, eine Spezerei-, Material- und Mlmiaarcn-Handlung im eigenen Hanse Wienerstraße 9dr S4 eröffnet hat, und empfiehlt das neue, gut svrtirte Lager von Spezerei, Material- und Farbwaaren in Bonteillen, OkLiLxLZkör von Kost L. LkLiläon bester Qualitäten Laibach, am 27. Juli 1870. (289 -2) Verleger und für vie A'daktion verantwortlich: Otto mar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg in Laibach-