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Der stmische Lande«fchulraih hat den Revolver» lehrer G o st i n i a r rehabilitiert, indem er erklärte, das« Gvsuncar die StandeSehre nicht ver- > letzt habe. Da« „Grazer Tagblatt- wurde bei Erörterung diese« haarsträudenden Falle« eiligst beschlagnahm», und da wir überzeugt sind, das« auch die bewährte Cillier Staatsanwaltschaft nicht wird zurückbleiben > — können, bringen wir vor Allem den Wortlaut der Interpellation, welche am Freitag vom Abg. Dr. P o m m e r in dieser Angelegenheit einge-bracht wurde. Anfrag« der Abg. Pommer, Hofmann v. Wellenhos und Genossen an den UnterrichtSminister in Angelegenheit fer Begnadigung de« der schweren Körperverlegung eine« friedlichen Bürger« über» wiesenen windischrn Lehrer« und Agitator« Gostincar in Sachser.feld bei Cilli: «Bei dem Einfalle, den die Tschechen und die Krämer Slooenen im Jahre 13VV in die deutsche Stadt Eilli machten. betheiligte sich auch der al« fanatischer windischer Hetzer berüchtigte Sachsenselder Lehrer Gostincar. Er kam, mit emem Mevoloer bewaffnet, in die Stadt und Z»as vertauschte Kind. Eine eiigenthümliche. in tiefste« Dunkel gehüllte Angelegenheni beschäftigt seit mehreren Tage» die Polizeibehörden ia Osen-Pest und München. ES hamdelt sich um die Ausforschung einer FrauenSperjson. die ein aller Wahrscheinlichkeit nach illegitime« .'Kind einer reichSdeutschen Gräfin vor füns Jadrem entführt hatte. Ueber den mysteriösen Fall liegen folgende Einzeln heilem vor: .Vor jivhn Jahren im November 1391 erschien in ein'm O'fen-Pester Blatte eine Anzeige, wonach eine alleinsttthende vornehme Dame ihr Kind in Ammenschafft geben möcht«. Unter den sich meldenden Bewerberinnen be-fand sich auuch die Echuldirec,or«.Witwe Frau Do-«mit Horvoath. Etwa zzweiWohen später bliebvor demHäu«chen derselben einne elegante Kutsche stehen, der eine auf» fallend hüddsche, junge Dame enistieg. Bald war auch der Handel geschlossen. Frau Horvath erhielt acht Tage später ein au« ÄugSbuurg dauerte« Schreiben, worin ihr auf-getragen wtvurde, in Begleitung einer gefunden Amme nach Münchch.n in da« Hotel .Zu den vier Jahre«, zeiten". Nr.r. Ib. zu kommen. Dem Briefe lagen 200 Mark I bei. In MMncheu wurde Frau Horvath von der »ämUchen ZTame. die bei ihr in Osen-Peil vorge-sprochen haiaite. ein Wickelkind mit dem Bemerken übergeben, t das« diese« Friedrich heiße. Die jujunge Dame, die sich al« Mutter de« Knäblein« au«gab. händigte der Pflegemutter 500 Mark k ein mit dem Hinzufügen, das» monatlich 200 Mark;l an sie abgehen und sie. die Mutter, von 3« it zu zu Zeit nach dem Kinde sehen werde. In dever That erhielt Frau Horvath pünktlich da« Pfiegeg egeld und kostbare Geschenke für sich, da« Kind und d die Amme. E« vn»rstrichen Monate, da kam die angebliche schos« mit diesem einen wehrlosen Deutschen aui der Straße nieder, ohne von ihm berührt, ja auch nur bedroht worden zu fein. Gostincar befand sich hiebei keine«weg« im Falle der Nothwehr, wie die stattgefundene Gerichtsverhandlung klar bewie«. Dabei wurde der Lehrer Gostincar zu einer Frei-heitSstrafe von einem Monat veruriheilt — ein Unheil, da« wegen feiner auffallenden Milde Be-fremden erregte. Gegen den Revolverhelden wurde die Dilciplinaruntersuchung eingeleitet, und man hielt eS sür selbstverständlich, das« ein Mann von fo zügellosem Fanatismus wie Gostincar, ein Mann, der bewaffnet ein Provocation«sest mitgemacht hat, und ohne angegriffen, ja selbst ohne bedroht worden zu sein, wüthend von einer zu dieser Feier nutge-brachten Waffe Gebrauch gemacht, einen Wehrlosen lebensgefährlich verletzt ha», nicht mehr da« Amt eine« Lehrer« bekleiden kann, dem die Erziehung der Jugend zur Menschenliebe uno Bildung oblieg»; Doch wider alle« Erwarten entschied der sttier-märkische Lande«schulrath über Vorschlag eine« windischen BezirkSschulratbe« »ach dem Antrage de« al« deuischseindlich bekannten Hofraihe« Tauber v. Taubenberg mit allerding« ziemlich knapper Mehrheit, das« die Diiciplmarumersuchuno gegen den Leyrer Gostmkar einzustellen und er au« dem Lehrdienste nicht zu entlassen fei, da eine Verletzung der StandeSpflichten und der StandeSehre nicht vorliege!?? Der LandeSschulrath hat nur auf eine strafweise Versetzung auf einen anderen Dienstposten erkannt. Mutier de« Knaben. Nach kurzem Ausenthalie ent-fernte st« sich. So waren drei Jahre vergangen. Die 300 Mark waren stet« pünktlich eingegangen, allein die Dame hat Frau Horvath seither nicht gesehen. Wer beschreibt nun ihr Erstaunen, al« sie nach drei Jahren, den kleinen Friedrich an der Hand führend, in einer belebten Promenade, die bekannte Unbekannte, mit einem etwa vierjährigen Mädchen und einem achtzehn- bi« neunzehnjährigen jungen Manne einherwandeln fah. Al« die Unbekannte Frau Horvath bemerkte, erschrack sie hestig, fasste sich aber rasch und setzte ihren Weg fort. . Ftau Horvath hatte bald ausfindig gemacht, dass die junge Dame Marie Holm heiße und Er-zieherin in einem gräfllichen Hause sei, wohin sie auf Empfehlung einer preußischen Gräsin, der Gattin eine« hochangeftellten Marineofficier«. gekommen war. Im nächsten Frühjahre stellte sich Marie Holm bei der Pflegemutter de« nunmehr fünf Jahre alten Friedrich ein. Sie war so verändert, dass Frau Horvath ia den kränklichen, fast gealterten Zügen die elegante Dame kaum mehr erkannte. Marie Holm trng am Arme ein Mädchen, ebenfalls ein Wickelkind, das« sie Louise nannte. Sie eröffnete der Horvath, das« sie den Knaben nunmedr zu sitz nehme unv statt otffeu iyr da« Mädchen in Pfleg« g«". Die 300 Mark trafen nach wie vor pünktlich ein. Auch die Geschenke blieoen nicht au«. Diese waren aber alle sür einen Knaben bestimm«. Säbel, Soldaten und ähnliche« Spielzeug sowie Knaben-anzüge waren imm,r der Inhalt der au« Augsburg kommenden Pakeie. < Frau Horvath überkam eS wie «ine Ahnung, das« hier etwa« Außerordentliche« geschehen sei. Sie begab sich daher in da« Palai« de« Aristokraten, wo die Holm seinerzeit angestellt war. Hier erfuhr st« vom Portier, das« diese schon vor Monaten da« Hau« plötzlich verlaffen mus«te. Die Unterzeichneten stellen au« diesem Anlaffe an den Herrn Minister sür Cultu« und Unterricht folgende dringende Anfragen: 1. Ist dem Herrn Minister der vorliegende Fall bekannt? Wenn nicht, ist er bereit, sich über die.en Gegenstand mit aller Beschleunigung au« verlässlicher, objectiver Quelle Bericht erstatten zu lassen? 2. Hält der Herr Minister die oben geschil-derien muthwilligen Angriffe eine« Lehrer« aus da« Leben und die Gesundheit »ine« friedlichen Mit-bürger« mit der Pflicht und der Stande«ehre eine« Lehrers für vereinbar? 3. Gedenkt der Herr Minister den wegen seiner deutschfeindlichen parteiischen Haltung in ganz Steiermark berüchtigten und mit Recht gehafSlen Hofrath Tauber v. Taubenberg von seinem Posten al« Mitglied und Referenten de« steirischen Lande«, schulrathe« zu entfernen? Den klaren Ausführungen dieser Interpellation ist allerding« wenig beizufügen. Der Eachoerhalt, welcher der vom „Grazer Tagblaite" in danken«-werter und schneidigster W genossen und der Welt gegeben? So wie zur de« „Kulturkämpfe«" in Deutschland der BW Krementz die der Staat«idee unoerträgliche Ecklämh ab^ab, e* sei Pflicht de« Geistlichen, nach den L» schritten de« «irchengesetze« zu handeln, n>ra zwischen diesen und den LandeSgesetzen «ia Wid» spruch besteh«, so gab auch «in« groß« Zahl in» reichischer Bischöfe zu erkennen, das« sie uich, ß«Jt seien, von ihren Vorrechten etwa« zu opfer» M sich den Gesetzen de« Staate» unterzuordnen, n manche forderten direkt den Kleru» und die Mtja de« Volke« zu Ungehorfam und Widerstand swa die Gesetze und die Siaai«gewalt aus. So btjttgui da» „verdammte* Ehegesetz, das« eine Eheschließn, durch die welllichen Behörden vorgenommen wnia kann, falls der Seelsorger die Vollziehung Mb Handlung verweigert und kein im allgemeinst»» gerlichen Gesevbuche bezeichnete« Ehehinderni« cw Handen ist. Kardinal Rauscher bezeichnete nunti der .Pastoralinstruktion" alle jene, welche «s solche Art die Ehe schließen, al« »öffentliche Sünda' und ordnete an. daf« bei der Eintragung c« Kindern, die aus solchen Ehen stammen, im T«j> buche die Rubrik „ehelich" oder „unehelich" um* gefüllt bleibe, das« den in Zivilehe lebenden Her-sonen die Lo«sprechung ertheilt werden düife, wer, sie bereit s«i«n, sich von dem „traurigen Verhall» nisse" loszumachen oder e« in echte Ehe uaizii-wandeln. Auch bei schweren Erkrankungen, auch auf dem Todlenbette dürfte die Lossprechung nicht erfolgen. Eine ähnliche Erklärung gab u. a. da Bischof von St. Pölten ab. Einer der heftigsten Gegner der neuen Se-setze, besonders jenes über die interkonfessionelle, Cigarrenvertäuier sangen nun dueiuno: .Ti» tift verrückt, mein Kind!" Peter zählte unverdrossen weiter: „Sechzeh» Hundertels — fechzehnhundertzwölf—sechzehnhundat' drtizthn—" Ein dicker Polizist nahte sich nun mit eiliga Amtsschritten. „WaS ist hier loS?" fragte er barsch. „WeShalb dieser Zufammenlauf, diese oa> dächtige Zusammenrottung?" „Herr Criminal," sagte der Schusterjunge »it seiner gewöhnlichen Dreistigkeit, die nur seiner ge» strengen Frau Meisterin gegenüber zuweilen nicht Stich hielt, „der Mann da ist aus 'm Tollhaii» au« gerissen!" Großer Choru«: „Ja. ja, er ist verrückt. & mus» ganz toll sein!" Peter zählte: SechzehnhundertfünfundzwaiPj — fechzehnhunderlsech»undzwanzig—sechjehnhuadm> siebenundzwanzig—" „So zählt er immer fort und kein Mensch weiß, wa« er zählt," bemerkt« der Mann mit de» Theerquast. „Hm, hm!" brummt« der dick« Polizist, „der Mann scheint allerdings nicht recht bei Eiaia zu sein „Sechzehnhunbertvierundvierzig—sechzehnhundert» fünfundvierzig—" „Lieber Mann, Ihr müf«t zur Beobachtui'i Eure« Geisteszustände« in« Hospital geschafft werde». So kommt denn nur mit mir!" „Weg da!" schrie Peter — „sechzehnhundert-siebenundsünfzig—" In diesem Augenblick kam seine Frau herbei. «Um Gölte« Willen, Peter, wa« ist geschche»?" ries sie besorgt. „E« scheint ja beinahe, d>« hohe Polizei will dich hier arretieren!" „Gute Frau," fragte der dick« Polizist, .ist dieser Unglückieliae Euer Ehemann?" „Ja, da« ist er." übumß. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „Pnltschn, Wacht« i« ßtlN. Mr. 21 „Dit Eadmart" erscheint jede» Sonntag al» unentgeltliche Beilage sür die Leser der „Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht (&«ft>ch. 1901 Greise Wächte. Vor, K. A l b t s y. — Deutsch von Q. v. Madara«z. Vtmittu rt frtboUa. Mit eintönigem Geknister und Geprassel zehrt die lodernde Flamme des KaminseuerS an dem alt?n Holz-block. Das Feuer wirft seinen Schein in das Halb-dunkel der stillen Schlafstube, und die koketten Feuer-zungen hüpsen über den verblichenen Teppich des Fuß-bodens, sie tanzen aus den polierten Lehnen der Rohr-sessel und beleuchten die vor den Betten stehenden, alten Pantoffeln und den dreibeinigen Toilettentisch, von dem die Schleifen einer weißen Spitzenbaube herunterhängen. Mit verdrießlichem Blick sieht diesem Hexentanz des Feuers von dem einen Bett aus ein zorniges, von ergrauten, struppigen Brauen befchattetes Augenpaar zu. Ein schlecht unterdrücktes Brummen, nervöses Herum-drehen und Aechzen mischt sich in daS Gemurmel des Holzblockes. Und wie der Wind da draußen noch immer stärker heult, und der Schlaf die vom Wachen schmerzenden Augen noch immer meidet, da lässt sich von dem einen drei Stock hoch aufgehäuften Daunenbett plötzlich eine tiefe, verdrießliche Stimme vernehmen: „Du. Amalie!" „Was fehlt dir?" fragt erschrocken eine weiche, sanfte Stimme. Eine Stimme, wie sie nur einem weiß-haarigen Mütterchen mit seinen, zarten Gesichtszügen und gütigen, blauen Augen eigen sein kann. .Schläfst du?" „Wie sollte ich, Schatz! Wer könnte auch bei diesem Heideiiwetler schlafen? Hörst du wie der Sturm braust?" „Eh, es ist nicht das Welter, was mich ärgert. Wie oft habe ich eS mir schon vorgenommen, des Abends nicht zu lesen, die ganze Nacht hindurch wirbeln mir Buchstaben im Kopfe herum. Aber Euch ist es ja egal, wenn ich mir gleich eine ganze Bibliothek vornehme. Ihr nehmt auf meine Gesundheit gar keine Rücksicht. Und dann auch unsere Abendmahlzeiten, Amalie! Auch heute dieses fette Rippenfleisch. Als ob in der Speise-kammer schon weiter nichts vorzufinden wäre als lauter Rippenspeer und geräucherte Wurst. Du solltest es wissen, dass eS lauter schwer verdauliche Speisen sind, nicht geeignet für den Magen eines allen Mannes." „Aber Schatz, du selbst bist es doch, der du deine Mahlzeiten bestimmst! Ich rathe dir auch vcrgebl'ch etwas anderes. Hast du es nicht erst heute gesagt, wie du eS kaum erwarten kannst, um ein wenig ge-räuchertes Fleisch zu essen?" .Na ja, ich habe es gesagt. Aber du solltest mehr Verstand haben. Nun bin ich von der Schlaflosigkeit ganz erhitzt. Die unverschämte Uhr tickt auch so laut, dass ich nicht geringe Lust verspüre, sie von der Wand herunterznwerfen. Vielleicht solltest du die Uhr zum Stehen bringen, Amalie I So recht. Nun werden wir vielleicht einschlafen können. Aber ich bitte dich, reiche mir noch meine Tabakspfeife. In der Nacht schmeckt es einein besonders wohl, ein paar Züge zu thun. Ach, Amalie, al« ich noch Beamter im Salzmagazin gewesen, waS sür ein guter Schläfer war ich da! Du weißt es ja. Es war egel, ob Winter, Sommer. Nachmittag oder am späten Abend — wir schlössen die Augen, eine angenehme Wärme durchrieselte u-.feren Körper, und im anderen Augenblick hatten wir die ganze Welt vergessen, und sieben — acht Stunden waren wie nichts ver-flogen. Aber diese dumme Pensionierung. Und bei solchen schlaflosen Nächten grüble ich immer darüber nach, warum ich dir eigentlich nachgegeben habe. Ich könnte noch immer auf dem Posten sein. Sechsund-sechzig Jahre! Was thut daS bei einem Manne, der arbeitSkräftig ist? Ich wette dass ich guten Schlaf haben würde, und ich könnte essen, was ich will." „Aber Schatz, du weißt doch, wie deine Augen schwach geworden waren, und wie erschöpft du zu der Zeit gewesen bist! Du bist unter der vielen Arbeit sast zusammengebrochen. Es ist ganz recht, dass du nach so viel Mühe ein paar Jahre der Ruhe genießen solltest." »Papperlapapp! In «in — zwei Monaten wäre ich die ganze Komödie los geworden. Ich habe mich in den siebziger Jahren, wo ich das meiste zu thun gehabt, am wohlsten gefühlt. Jetzt kann ich weder essen noch schlafen, welch ein Teufel könnte sich noch über so ein Leben freuen?" „Murren wir nicht, Schatz, versuchen wir ein wenig zu schlafen! Die Uhr zeigte schon über zwölf, als ich sie zum Stehen brachte. Wir wollen In Ge-danken die Unpaarzahlen nachzählen, vielleicht ereilt unS so der Schlaf. - „Ein für Weiberköpfe geeigneter Blödsinn!" knurrte es zornig hinter der ausblitzenden Tabakspfeife hervor. Die alte Frau vergrub sich nun auch in ihre Daunenberge.-- Jedoch auch sie kann nicht schlafen. Ihre Phan» taste trägt sie vielmehr in einen zauberischen, von Blumen« duft getränkten Ballsaal, wo jetzt ihr einziger Sohn Georg, der sesche Jurist im schneidigen Frack, mit einer weißen Nelke Im Aknopfloch. mit lächelnden. In weis,, roth oder blauen Tüll gehüllten, fernhalten Mädchen im Arme auf dem glatten Parkett deS SaaleS herum fliegt. 0, es ist ganz sicher, dass er einer jeden jungen Dame ein willkommener Tänzer ist. Georg ist ein äußerst braver Junge, ein ernster Charakter, vor ihm sieht die schönste Zukunft. DaS Bureau deS Herrn Raths, bei dem er jetzt schon Anstellung gesunden hat. ist selbst eine fertige Carriere. Und glänzende goldene Fäden spinnen sich vor den Augen der schon halb ein-geschlummerten Mutter. In die zauberische Bilderreihe mischt sich wie freundlich zuredend daS Geprassel des alten HolzblockeS. Da ertönt unerbittlich wieder daS bekannte Wort: „Amalie!" „WaS hast du wieder, Schatz?" fragt aufgeschreckt um sich greifend und die tausend Zaubcrsäden zcrrcßeind, die blauäugige, alte Frau. .Amalie, weißt du eS nicht, wie der Thierarzt geheißen hat, der anno zweiundsiebzig daS Bein der armen Fee curiert hat! Weißt du, der Dicke mit dem Backenbart?" „Ja, ja, ich weiß schon, aber was willst du jetzt mit dem?" „Ach, dass ihn der Teufel geholt hätte I Seine ganze Seele ist eS nicht wert. waS ich mich seinetwegen herumquäle. Irgendwie ist mir der Name der Fee ein-gefallen, weil sie damals die einzige im Comitate gewesen. Ah. Amalie! Kannst du dich noch erinnern, waS für einen Zweispänner ich damals gehabt habe, was für ein HauS wir damals geführt haben? Wie viele Gästel Wie gesund wir zu der Zeit gewesen, wie konnten wir schlafen und essen! Aber Ihr habt mich getödtet, Ihr habt mich getödtet I Jetzt bin ich so weit, dass mich selbst ein Thierarzt zum Tode quälen könnte." .Aber Schatz, warum quälst tu dich denn mit ihm?" .Verstehst du eS denn nicht, dass ich ganz durch-geschwitzt bin, und konnte seinen Namen doch nicht auS-findig machen. Amalie. errathe ihn, oder es packt mich auf der Stelle das kalte Fieber!" „Ich erinnert mich, dass es ein gewisser Szabo war." „So viel weiß ich auch, aber das ist nicht genug. Es ist sein Vorname, der mich quält. Ich habe eS schon mit allen anständigen Männernamen versucht, aber keiner will passen." Und der alte Mann und die alte Frau sangen an, nachzudenken. Unterm Schwitzen deS Rückgrates, mit angestrengtem, fieberndem Gehirn vergraben sie den forschenden Blick in daS Halbdunkel des ZimmerS. — Szabo — Szabo, aber was sür ein Szabo? Und er ist doch da, er treibt mit ihnen seine Possen, nur dass er gerade auS dem alten Kram der Erinnerung nicht herausplatzt. Sie sehen ihn sogar. Es ist ein Mann von mitt-lerer Größe mit braunem Vollbart. Er macht vor ihnen Verbeugungen. Er lächelt. Es scheint, als ob er unterthänig den Hut zieht und ihnen frohlockend zuruft: Ja, ja, ich bin es, der F. Szabo, diplomierter Thierarzt! .Ich kann nicht darauf kommen," sagt die blau-äugige, alte Frau, nachdem sie sich eine Viertelstunde vergeblich grquüll. Lassen wir eS auch, eS Ist schon genug, dass «vir seinen Zunamen wissen. Vielleicht vergessen wir daS, wenn wir uns im Stillen ein Ge-dicht vorsagen." „Lass' mich mit solchen Albernheiten in Ruh'I Bin ich denn ein Kind? Mache lieber Licht und bringe mir den Kalender, vielleicht finden wir in dem, den verstuchten Namen! Es macht mich schon so nervös, das« ich fast auS dem Bett springe. Ist da oben etwas Borowis'chka? ES ist mir schon im Magen ganz übel. Dir kann ein Schluck auch nicht schaden, Amalie I" Ihrem Manne zu Liebe nimmt dann die alte Frau auch einen Schluck zu sich, jedoch im selben Augen-blick rollt ihr auch die Thräne aus dem Auge, und sie schüttelt sich zusammen. Beide fangen an zu lachxu. „Na ja, daS ist eben kein Zuckerwasser, aber ein wahres Magenkraut! Nun reiche mir jetzt den Kalender, ich habe nicht eine Minute Ruhe wegen des verteufelten NamenS!" sagt, wieder nach seiner Pfeife greifend, der alte Mann. Die alt« Frau sucht nun das Buch. Sir durch-stöbert deshalb sämmtliche Tische. Schränke, Schubladen und allen erdenklichen Stellen — aber dtr Kalender ist nirgends zu finden. „Sicher hat in der Georg in der Hand gehabt," sagt ärgerlich der alte Man«. „AlleS geht zu Grunde, WaS er in die Hand nimmt. Seitdem er zu Hause ist, kann ich mir nicht genug Federn, Tinte und Papier anschaffen. Mein Lineal hat er mir auch mit allem erdenklichen Blödsinn vollgekritzelt. Auch mein Taschen-messer verlegt er immer und spitzt sich jeden Augenblick einen neuen Bleistift an. Mit einem Worte, er ist ein unordentlicher, verschwenderisch veranlagter, junger Mann. Jetzt könnte er auch schon zu Hause sein. Wann wird er sich ausschlafen? Er könnte eS wissen, dass die ver-säumte Nachtruhe mit nichtS einzubringen ist. Wie spät ist cS auf meiner Taschenuhr?" „Halb drei!" „Hm. hm! Und er hat sich wenigstens warm an-gekleidet?" „Ja, wenn er es gethan hätte I Aber daS ist es eben, waS mich bei diesem schrecklichen Gewitter peinigt. Und ich habe ihm alle warmen Sachen, den Shawl, den Muff und Wadenwärmer zurechtgelegt, aber alleS ver-gebens. Er hat sogar den Tricot zu Hause gelassen." „Dein Sohn I Deine Erziehung! Halsstarrig, dickköpfig. Die anständigen Kleider genieren ihn schon. Ja, in unserer Zeit war das anders. Je mehr Kleider, desto größer daS Ansehen. Wir knöpften den dicken Schafpelz aus der Brust zusammen, wickelten den dicken Braschoer Shawl um den HalS, warfen die Mütze aus den Kopf und klopften so an bei den Mädchen. Aber diesem kannst du das alleS lange vorreden. Ach, wenn er nur schon nach Hause käme! Um drei Uhr des NachlS gehört ein jeder anständige Mensch ins Bett." .In deiner Jugend hast du es auch nicht anders gemacht, Schatz. Die jungen Leute haben auch noch ein anderes Vergnügen, als den Schlaf. ES wäre eiue Schande, wenn unser Georg ein bis zwei Nächte schon fühlen sollte." „Ich wusste eS ja im voraus. Du musst immer seine Partei ergreifen." „Ja, weil du gar zu streng mit ihm verfährst." „Aergere mich nicht mit dieser Weiberklage. Wie viel mal habe ich ihm schon den Kops eingeschlagen? ÜÖal hab« Ich Ihm je veNvclgtN? Herrscht er nicht über unS, wir ein morgenländischer Disl'ot? Heute hat er unS auch die Nacht verdorben. Er trägt die Schuld daran, dass mir dieser verhasSte Name nicht einfällt, — und da sollte ich noch zu strenge mit ihm sein? Die Jugend »usS kurz gehalten werden, da reißt sie noch immer genug aus. Wie lange bleibt er auch jetzt! Morgen wird er natürlich auch aussehen, wie ein weißes Löschpapier, und Augen wird er machen, wie ein Kaninchen.' „Und ich möchte darum wetten, dass er seine Amtspflichten trotz allem nicht versäumen wird. Nie kam noch eine Klage über eine Nachlässigkeit vor." „Schon gut. Meinetwegen kannst du dein Söhn-chen zusammenküssen, nur gib wir etwas zu essen, denn ich verspüre einen Wolfshunger. Haft du nicht etwas Schlackwurst oder Pogatscherln 1" „DaS nicht aber ich habe vergessen, dir zu be-richten, dass unsere Enkel da waren. Ich habe ihnen Eierkuchen gebacken, vielleicht sind von denen noch ein paar übrig geblieben. Mir werden etliche Bissen auch wohl bekommen." Die alte Frau holt die Schüssel und setzt sich mit ihr ror daS Bett ihres Gatten. Der Mann greift mit aufleuchtenden Augen nach den mit seinem Apri-kosemus gefüllten Eierkuchen. „So. also die Kinder sind dagewesen?" »Ja. Zum Fressen sind die Bälger — aber ich bin sehr böse auf ihre Mutter. Als ob diese Marischka gar nicht meine Tochter wäre, sie lehrt den Kindern gar keine Ordnung. Die Kleinen stürzen mit be-schmutzten Stiefeln herein und können nicht einmal an» ständig grüßen, sie durchstöbern alleS, was ihnen unter die Hände kommt. Ich muss unbedingt mit Marischka sprechen, so kann daS nicht weiter gehen." „Lass' die Arme.in Ruhe, Amalie! Bedenke, wie jung sie gewesen, als sie sich verheiratet hat! Welche junge Mutter könnte auch ein Diplom der Weisheit ausweisen?" Bier Kinder auf dem Rücken einer sechs-undzwauzigjährigen Frau! Es ist kein Wunder, wenn sie in dem Trub l den Kopf verliert. Und dann sind unsere Enkelkinder gar nicht so schlecht, wie du sie machst. Eher bist du ein ungeduldiges, griesgrämiges Mütterchen geworden, die alles durch eine schwarze Brille ansieht. Doch still — eS scheint, als ob Georg eben nach Hause käme!' Bon draußen hört man das Klappern deS HauS-thoreS, bald darauf pasfi-ren leise, behutsame Schritte die Thüre des SchlasgemacheS. Dann wird eine andere, auf den Corridor führende Thür geöffnet, worauf die blauäugige, alte Frau plötzlich das Licht auslöscht und ihrem Gatten leise und zärtlich zuflüstert: „Lieber Schatz, hören wir jetzt auf zu sprechen, damit sich der Junge ein wenig ausschlafen kann! Lassen wir ihn heute mit dem dummen Kalender, lieber will ich mir noch darüber den Kops zerbrechen! Und wie wäre es, wenn wir auch selbst ein Stündchen schlafen würden?" Der alt« Mann drehte sich murrend zur Wand. Im Hause herrscht jetzt eine tiefe Stille, aber die alten Leute können noch immer nicht schlafen. Sie fühlen sich wohl matt, aber es thun ihnen alle Glieder weh, ob sie sich recht? oder links umdrehen. Und vor ihren Augen schweben Bilder von den schönen, alten Zeiten. I wo sie noch beide jung, glücklich »nd gesund gewesen. I ©oi» dem anderen Zimmer tSnen trotz aller Vorsicht die leise gepfiffenen Töne eine» WalzerS, man rückt an einem Stuhl, man zieht den Wecker auf. und dann — »ach kaum fünf Minuten hört man durch die dünne GlaSthür ganz deutlich die gleichmäßigen Athemzüge einet jungen, gefunden Lunge. „Ich sage e» ja — kaum dass er die Augen zU-macht, so schläft er auch schon. Und, Amalie, ich kann den Namen noch immer nicht finden!" brummte der alte Mann neidisch. „Nur still, Schatz, ich glaube, ich werde ihn sofort haben." Und jetzt, im letzten Augenblick, wo eS schon zu dämmern anfängt, und das Mädch-n im Kamin frisches Feuer angelegt hat, da werden die alten Leute vom Schlaf doch überwältigt. Aber eS währt kaum eine Stunde, da hört man schon von draußen die hochbeladenen Lastwagen mit schwerem Geräusch vorbeifahren, man hört die Soldaten unter Trommelschlag vorüberziehen. Aus dem Neben« gemach ertönt der Wecker. Unter den ergrauten Augen-brauen platzt wie der Blitz das noch immer zornige Augenpaar auf. „Du. Amalie, zerbrich dir nicht weiter den Kopf, ich hab« ihn!" „Was hast du, Schatz?" fragt sie noch halb im Schlase. „Was sonst, als den Namen des Thierarztes! Er hieß Friedrich. Friedrich Szabo hat er geheißen, dass ihn der Kukuk hole!" In diesem Augenblick tritt Georg ein, den Geisha-marsch auf den Lippen. Sein ganzes Wesen trägt den Ausdruck von angenehmen und liebliien Erinnerungen. „Küsse Euch die.Hände. Schmeckt er Euch denn gar fo sehr der Schlaf? Es ist bald acht Uhr und Ihr seid noch immer in den federn . . ." „Wie hast du dich amtiert, mein Junge? Bist du nicht heiser? Hast du dich nicht erkältet? Wie ich mich deinetwegen geängstigt habe!" sagt mit einem glücklichen und stolzen Blick auf ihren feschen, strammen Sohn die Mutter. «Oh, ihr dummes Weibervolk! Da kommt dir dein Sohn nach Hause und schläft sich aus, wie ein Murmelthier, und da fragt sie noch, ob er sich nicht erkältet hat! Da ist es in unserer Zeit anders gewesen. Bis zum hellichten Tage haben wir den Ezardas ge-tanzt, dann aber setzten wir uns auf eine» Schlitten und tranken den Eierpunsch in einem der Nachbmdörfer bei einer Gutsbesitzersfamilie. Andere Zeiten, andere Menschen. Haft du dich wenigstens gut amüsiert, du Lump, du?" „Ich danke, vorzüglich Mittags will ich alles haarklein erzählen. Nun muss ich aber fort und bitte um meinen Kaffee, denn ich verspüre einen Wolfs-Hunger. Die Cotillonorden will ich nachher unter die Kinder selbst austheilen. Es war eine famose Unter-Haltung.' „Als ob ihr euch auf die Unterhalturg ver-ständet! So beeile dich doch mit dem Kaffee, Amalie! Und koche dann für mich eine „Bummlerfuppe", du brauchst ihr aber die Wurst nicht vorzuenthalten, Gott sei Lob es gibt ihrer noch genug in unserer Speise« kammer!" Belehrendes, Unterhaltendes, Veiteres etc. 1 »»SS»SWSMI»llia«SSSSSSSSS»SSSS-^5I>S Frühling. Frau Mutter Erde ist schwer zu wecken, Bier Monde liegt sie im Federbett Und hüllt sich bequem in schneeige Decken, AIS wenn sie nichts zu besorgen hätt'. Da springt Fräulein Sonne, die treulich versthen Die ganze Wirtschaft, eifrig heran, Madam, ich bitte aufzustehen, Besuch ist da, der Frühling klopft an. Und Mütterchen gähnt mit schläfriger Miene: D weh! muss es denn wirklich sein! So bring' mir mein Kleid, du weiht schon, das grüne. Da» mit den Blumenstickerei'n. Kämm' aus dem Haar mir die welken Blüten, Und streu' mir Perlen ein von Thau. Und u« den Hals ein goldenes Kettchen, Und an den Gürtel Beilchen blau. Tann sah« den Gast inS feinste Zimmer Und knix' und sag« roll Höflichkeit: Ich bitt' schön, fetzen Sie sich immer, Die gnädige Frau sind gleich so weit. AuS den Papiere» einer allen Damr. In» Album. Ein edler M.nsch kann einem engen Kreis Nicht seine Bildung danken. Vaterland Und Welt muss auf ihn wirken. Ruhm und Tadel MufS er ertragen lernen. Sich und andere Wird er gezwungen, recht zu kennen. Ihn Wiegt nicht die Einsamkeit mehr schinei« chelnd ein. ES will der Feind, es darf der Freund nicht schonen: Dann übt der Jüngling streitend seine Kräfte, Fühlt wa» er ist, und fühlt sich bald ein Mann. Goethe (AuS Tasso) * Lerne deine Worte mäßigen! Aus einem einz'gen, unüberlegten Wort ersprieht oft eine ganze Drachensaat. Rau. » Wer hundertmal: „aus Ehre!" spricht, Denkt hundertmal an Ehte nicht! Ed. Brauer. Papieretiketten aus Zinn oder Slsen befestigt man mittels eine» Klebstoffe». bestehend au«: Roggenmehl 5 Thl., wässeriger Leimlösung so viel al» nöthig, venelianifchem Terpentin l Theil. Roqgen-mehl wird mit dem v.netianifchen Terpen-tin vermischt und die Mischung mit Leim-lösung zur rechten Consiflenz gebracht. Der Leim trocknet langsam. Snglische« Fl«ckwass«r. DiefeS Fleck-wasser zum Entfernen von Säure-, Harz-, Theer- und Fettflecken besteht auS einer Mischung von lOOTHl. »öpioc. Weingeist, 80 Thl. starkem Salmiakgeist und 4 Thl. Benzin. Ein anderes, sehr gute» Fleck-wasser wird, wie folgt, bereitet: 30 Thl. pulverisierter Borax und IS Thl. Kampher werden in 1000 Thl. Wasser aufgelöst und auf Flaschen gezogen. Es ist die» ein vielgerahmtes Mittel, um Fett- und Schmutzflecke aller Art au» Wollstoffen, namentlich auch hellfarbigen, zu entfernen. Harte« Gummi zu erw chen. Gummiringe, wie^man sie an Fruchtein-machgläfern'gebraucht, werden häufig hart und brüchig. Man kann sie ober wieder weich machen, wen» man sie in Ammoniak-wasser l > Thl. Ammonink zu 2 Thl. Wasser) legt. Manchmal .brauchen die Ringe in diesem Bade nicht länger al» 5 Minuten liegen zu bleiben. Meisten» ist aber eine halbe Stunde nöthig, um ihnen wieder die alte Elasticität zu verleihe». Um weiße Glacehandschuhe ohne Benzin reinigen zu können, löst man in heißer Milch seine Seifenspäne unter be. ständigem Umrühren auf und fetzt dann dieser Mischung ein zu Schaum geschlagenes Eidotter und 20 Tropfen Salmiakgeist zu. Nunmehr zieht man die Handschuh« über die Hand und reibt sie mittels eine» feinen, in die eben beschriebene Flüssigkeit getauchten Wolläppchen» ab. Hängt man dann die Handschuh« an einem schattigen Orte zum Trocknen auf. so werden sie wieder blendend weiß und behalten vollkommen ihre ursprüngliche Weile. Da« Herauswürgen von Schleim morgen« nach dem Aufstehen. Das H«raufwürgen von Schleim morgen» nach dem Aufitehen, daS bei so vielen, nament-lich männlichen Personen sich findet, rührt vornehmlich von chronischem Magen- und Rachenkatarrh her und ist häufig Folg« sortgefetzten reichlichen Spiritussen- und Tabak»genusseS. Daraus ergibt sich al» erste Forderung eine erhöht« Mäßigkeit bezüglich dieser Genussmittel. Außerdem empfiehlt sich als Mittel gegen den Magen-kalarrh und die damit verbundenen Er-scheinungen eine fortgesetzt« Eur von Karisbadersalz, von welchem jeden Morgen nüch:ern ein Kaffeelöffel in einem Bieriel-liter warmem Wasser zu nehmen ist. Renommage. „Herr Leutnant haben wohl schon manche Locke von st öner Hand bekommen?' - „Könnte mit W«ib«rlocken Sopha polstern lassen." Wohlwollend. Aller H«rr lim Wirt»-Hause): .Ei« gefallen mir, junger Mann. Besuchen Sie mich doch «inmal in meiner Häuslichkeit. Angst brauchen Sie nicht zu haben, meine Töchter sind alle brid« bereit» veiheiralel!" Ein Genügsamer. Kaufmann: „Ich würde Ihnen gern »ine Anstellung geben, aber ich habe leider zu wenig Beschäfti-gung sür Sie." — Eommis: „Ach, H«rr Eommercicnrath, ich bin mit wenig zu frieden." Moderne Dickterlock«. Sie: „Denke dir, Egon, diese Lock« hat mir der große Dichter gestern verehrt." — Er: „Locket DaS ist ja bloß ein Schüppel kurzer Borsten!" — Sie: „Ja. weißt du. Mann-chen, eS ist eben ein moderner Dichter!" Die Schwierigkeit. Examinator: „Also Sie wissen nicht einmal, wie viele Rippen der Mensch hat?" — Eandidat: «Ja. Herr Professor, aus solche leichie Fragen bin ich wirklich nicht vorbereitet!" Auch ein Jubiläum. Kohn: „Hast du gehört, der Meyersohn hat doch schon wieder gemacht Pleite." — Jtzig: „Ja, e» ist zu gesund seine zweiundzwanzigstel Nächstens wird er feiern fein« silb«rn« Pl«itr!" Patrnt. Borsitz«nder: „Wie kam e» denn, das» Sie einen so hohen Antheil von dem Einbruch abbekamen, wenn Sie selbst nicht mit dabei waien ?" —Gauner: „Herr Vorsitzender, ich liefere die besten Ideen dazu!" Wurst wider Wurst. Gatte: „Ich begreife nicht, wie man solche lächerlich große Aermel tragen kann, wenn man nicht» hat, sie zu füllen>' —Gattin: „Na, hasi du vielleicht etwa«, um deinen Cylinder zu füllen?' Nummer 42 .Deutsch- Macht» Seite 3 Verhältnisse der Staatsbürger, war der Erzbifchof von Olmütz, Landgraf Friedrich von Fürstenberg. Obwohl z. B. Artikel 12 de» genannten Gesetze« bestimmt: Keine ReligionSgemeinde kann der Leiche eine« ihr nicht Angehörigen die anständige Beerdigung ims ihrem Friedhofe verweigern wenn e« sich um die Bestattung in einem Familiengrabe handelt oder wenn im Orte, wo der Todfall eintrat, kein für die ReligionSgenoffenfchaft des Verstorbenen be« stimmt« Friedhof sich befindet, ordnete der Olmützer Erzbischos an, das« der Psarrer der Beerdigung «ine« Nichtkatholischen sich zu widersetzen, den Friedhof zu verschlüßen und die Schliesset an sich zu nehmen habe. Werde Gewalt angewendet und die FriedhofSpforte gesprengt, so solle der KleruS bi« zur erfolgten Wiedereinweihung vom Friedhose sich gänzlich fernhalten und bei inzwischen vvrkom-menden Beerdigen katholischer Personen t>ie| betreffende Leiche nur bi« zur FriebhosSpsorte begleiten dort aber sammt den Kirchendienern umkehren. Derselbe Trzbischos weigerte sich auch hartnäckig, die EhegerichtSakten herau«zugeben, obwohl da« Gesetz anordnete, das« diese Akten den Zivilgerichten zu überliefern seien. Er bezahlte erst 2000 fl., dann 5000 fl., dann 10.000 fl. Strafe. Al« die Behörden ihn aber mit einer Straft in der Höhe von 20.000 fl. bedrohten und die Domherren nicht damit einver-standen waren, das« zur Zahlung dieser Strafe die Mittel de« Domkapitel« in Anspruch genommen werden — da erst gab er der Forderung de« Ge-setze« nach. Der Hartnäckigste und Heißblütigste von allen war Bischos Rudigier von Linz. Der Inhalt eine« seiner Hirunbriefe nötigte die Staatsanwaltschaft, ihn wegen de« Verbrechen« der Ruhestörung, der Aufreizung gegen die Staat«regierung und die Ge-setze in Anklagezustand zu versetzen. Er wurde unter Anwendung außerordentlicher Milderung«- Stünde »wegen versuchter Störung der öffentlichen iuhe" zu vierzehntägigem Kerker verurtheilt. Der Verurtheilung folgte die Begnadigung auf dem Fuße. Eine Besserung de» unleidlichen Verhält-aisse« war dadurch nicht erzielt. Rudigier mißachtete vielmehr Staatsgewalt und Regierung auch fernerhin dermaßrn. das« «r z. B. dem neuernannten Religion«-lehrer an der Linzer Oberrealschule, Zielterger, die Ablegmng de« vtrsassungSmäßigrn Eide« auf die StaatNgrundgesetze untersagte, den Religion«-lehrer am Gymnasium zu Freistadt aber, Hanimayr von den geistlichen Funktionen suSpendirte, weil derselbe diiesen Eid leistete. Dagegen sah sich der oberösterreiichische Lande«schulrath veranlaßt, zwei Katecheten an der Pfarrschule bei St. Josef in Linz au« den Volksschulen zu entfernen, weil sie den Weisumgen ihre« Bischof« Folge leistend, die „Allem Anschein nach ist er plötzlich verrückt geworden." . »Ach,, du gerechter Himmel 1' „Habit Ihr früher fchon Spuren von Irrsinn an ihm beemerktj' „Niermal»!" .Vergeht Ihr'«, ihn zur Vernunft zu bringen?' „Jawvohl!' „Seckhzehnhundertdreiundn«unzig — sechzehn-hundertvierrundneunzig — sechzehnhundertsünfund-neunzig—'•* zählte Peter. „Gleieich hallst du deinen Rappelmund, oder du kriegst t einen Klapp« darauf!* schrie die Frau. „Sertchzehnhundertneunundneunzig--" Schwivapp!! „Au 1!" rief Peter. „So. nun ist'S gefehlt — du hast mnir'S in Unordnung gebracht, Marianne!' »WaaS haft du denn gezählt?' „Jchh hab' ja die Eimer draußen gezählt, die immer forirt auS dem Wasser herauskommen. ES mus« dochch mal ein End' nehm.n damit!' Ein i ungeheure« Gelächter erscholl ring« um ihn. „Eioivfältiger Bauer!" sagte der Polizist, „be-greift Jhchr'S denn gar nicht? Da« sind ja an der endlosen Kette immer dieselben Eimer, die voll Schlamm n herauskommen und leer wieder in« Waffer totauchen, so lange die Maschine arbeitet." „Sapapperment!" schrie Peter, .ist da« wirklich möglich „DaSai ist so." „Da>a hätt' ich ja noch lang zählen können! Wenn ichich da« gemusst hätt', dann hätt' ich gar nicht erstrst damit ang'sangen. So komm nur, Marianne nel Wir wollen weiter gehen. Ist doch curio«, n waS man in so einer Seestadt Neue« zu sehen bekoekomml I* „LaftasSt ihn durch, Leute!' gebot der dicke Polizist. . „Düser Bauer ist nicht vernickt; er ist nur ein bi bisSchen dämlich I' sie angehenden Vorschriften der Schulgesetze nicht beachteten. Natürlich folgte in vielen Theilen deS Reiche« der niedere Cleru« dem Beispiele, da« die Bischöfe gaben, und der Papst guthieß. Sosuhr der Dechant zu St. Johann in Innsbruck, Freiherr von Tramvery, fort, die Schulen in seinem Dekanate zu inspizieren, al« längst durch die Schulgesetze die geistliche Schulaussicht abgestellt worden war. Die „Allge-meine deutsche Lehrerzeitung" erzählt (1869). Dr. Ditte« sei von dem Amte eiue« Bezirk«schulinspektor« zurückgetreten, weil in seinem Bezirke «in Geistlicher sich herausnehme, trotz des neuen Schulgesetzes ebenfalls die Schulen zu inspiziren. Während hier — allerdings am unrechten Platze — die Geistlichkeit mit übergroßem Eifer ihre Kräfte der Schule widmet, trugen u. a. der Fürstbischof von Brixen und der Erzbifchof von Olmütz ihren Diözefanen auf, in den neuen OrtS-und BezirkSschulbehörden keine Stelle anzunehmen. Viele hier Gewählten, besonder« die Geistlichen, legten daher die Stelle zurück. Auch in manchen Bezirken Niederösterreich« (Zweit!, Horn), lehnte der Kleru« die Wahl in die Schulbehörden ab. Das« die Kanzel lebhaft zur Agitation wider die Schulgesetze benützt wurde, ist natürlich. Die „Allge-meine Chronik de« Volk«schulwesen«" berichtet z. B. (1872), das» den Schulkindern zu Meran durch die Statthaltern der Besuch der Pfarrkirche wegen der in derselben gehaltenen aufreizenden Predigten verboten worden sei. Am 9. des Maien 1869 mus»te der Regierungsvertreter, Graf Man-zano, eine in der Kirche zu Schlander» (Tirol) abgehaltene Katholikenversammlung au« Anlas« einer geradezu ausrührerischen Rede de« Dechant« über die Schulaussicht auflösen. Kaum hatte er die Auflösung ausgesprochen, al« er unter dem Rufe „Schlagt ihn todt!" zu Boden geworfen und durch Faustschläge mißhandelt wurde. Nur mit Mühe gelang eS ihm, sich au» den Händen der Wuttollen zu retten. Ueberhaupt nahm die Renitenz gegen die neue Schulverfaffung in Tirol unglaublich« Formen an. Auf d«n Kanzel« wurde verkündigt, man wolle die Kinder der Tiroler „lutherisch" machen. Die Bezirkschulinspektoren wurden mit Dreschflegeln und Mistgabeln zurückgewiesen, die neuen Schulbüher verbrannt. Die Gemeinden eines ganzen Bezirke« im Oberinnthale verbündeten sich dehuss Zurückweisung der Inspektoren. Die Ge-meinden Wälschnofen, Deutschnosen, Eggenihal, Peter«berg und Karrei« gaben dem „neu-ärarischen Schulinspektor" den Rath, die Schule,» dieser Ge-meinden nicht zu visitiren, da sie für mißfällige Folgen nicht die Verantwortung übernehmen könnten. Da« sind die wahren österreichischen Patrioten. Die Heweröenovelle Der Gewerbeau«schus« hat dem Abgeordneten-Hause seinen Bericht über den Gesetzentwurf, be« treffend die Abänderung und Ergänzung der §§ 59 und 60 der Gewerbeordnung vorgelegt. Diese beiden Paragraphe handeln bekanntlich von dem „Aussuchen von Bestellungen aus Waren durch Gewerbeinhaber und Handlung«reisendt" (K 59) und von dem .Feilbieten im Umherziehen" (§ 60). Der Gesetzentwurf geht, wie e« in de« Berichte heißt, von dem Gedanken au«, zwischen den JntereffeN'Gegensätzen der Großindustrie und de« Kleingewerbe«, de« Großhandel« und de« ses«> hasten Detailhandel« au«gleichend und ordnend einzugreisen. die Auswüchse des Agentenwesen« und die planlose Concurrenz gewisser Branchen der Großindustrie und de« Großhandel« zum Schutze von Tausenden von Angehörigen de« gewerblichen Mittelstände« zu beseitigen, schließlich die Nachtheile, die durch da« Ueberhandnehmen der Wanderbe« triebe mit sogenannten Artikeln de« täglichen Ver brauche« entstanden sind, unter Bedachtnahme auf die verschiedenen localen Bedürfniffe thunlichst zu beheben. An Stellt der De«organisation de« Ab-satze« soll eine vernünftige Regelung desselben im Interesse der Allgemeinheit angebahnt werden; hiedurch wird berechtigten wirtschaftlichen Existenzen nicht der Boden entzogen, der Concurrenzkamps wird nicht beseitigt, aber er soll in Bahnen gelenkt werden, die e« den betheiligten Parttim ermög lichen, thrlich d«n Kampf zu bestehen. Mit diesem Gesetzentwürfe wird endlich da« Agentieren entsprechend beschränkt und der stabile Handel geschützt. Der Gewerbeau«schus« hat schon im vorigen Jahre strenge Strasbestimmungen sür Uebertretungen d«r §§ 59 und 60 der Gewerbe-Ordnung sestgesetzt. Die Regierung wollte jedoch solche Uebertretungen der Ahndung nach § 131 bet Gewerbeordnung überlassen. Eine starke Minderheit des GewerbeauSschuffe« vertrat dem gegenüber die Anschauung, das« die neuen Bestimmungen bezüglich der Beseitigung des Agentenunwesen« und der Einschränkung der ambu-lanten Gewerb«betriebe nahezu wirkungslos wären, wenn nicht scharfe, wirksame Strafen gegen jene verhängt werden, welche diese Bestimmungen iider-treten: die im § 131 der Gewerbeordnung fest-gesetzte Straft de« „Verweise«' wurde mit Recht al« eine ganz und gar unzulängliche bezeichnet und anderseits darauf hingewiesen, dass eine der wirk-famsten und empfindlichsten Strafen, nämlich der „Verfall von Mustern und Waren" im bisherigen Strafsystem der Gewerbeordnung fehle. Dieser Anschauung der Minderheit trägt ein Antrag des Abgeordneten Dr. Pommer Rechnung, welcher die Aufnahme folgender Strasbestimmungen will: Uebertretungen der Bestimmungen dieses Ge-setze« werden bestraft: a) mit Geldstrafen von 10 bi« 800 Kronen; b) mit Arrest bi« zu drei Monaten; c) mit Verfall von Mustern und Waren; ä) mit Entziehung der GewerbSbefuflnisse, beziehungsweise Legitimationen aus bestimmte Zeit oder für immer. Im Falle deS Missbrauche» von Legitima-tionen, sowie bei Deckung unbefugten Gerwerbebe-«riebe» sind sowohl die Urheber, wie auch derjenige, welcher seine Gewerbebefugni» mißbrauchen lässt, zu bestrafen, und zwar ist der erstere uiit strenger Strafe zu belegen. Geldstrafen sind im Falle der Uneinbringlichkeit in Arreststrafen zu verwandeln, wobei sür je 10 Kronen Geldstrafe Arrest in der Dauer von 24 Stunden zu rechnen ist; die versallenen Waren und Muster sind zugunsten de« Ort«armensonde« zu veräußern. Dieser Antrag ist von Abgeordneten der ver-schiedensten Parteien unterzeichnet. Einen völlig gleichlautenden Antrag hat der christlichsociale Abg. Ernst Schneider eingebracht. Der gleiche Wortlaut dieser beiden MinderheitSanträge beweist, dass e« sich nicht um sachlichen Meinung«unterschied, sondern nur um eine gesondert« Part«iaction dt« Abg. Schneider handrlt. Da der Antrag de« Abg. Dr. Pommer überdie« auch der älter« ist. so ist wohl anzunehmen, das« bei der Abstimmung diese beiden Anträge zugleich vorgenommen werden. Da« Gewerbe zu schützen ist eine Pflicht aller volk«sreundlichen Parteien; agitatorische Zwecke müssen bei den Gewerbeactionen de« Abgeordneten-Hause« der Sache gegenüber zurücktreten. O * * Ueber di« christlichsociale Agitation in dieser gewerbegesetzlichen Angelegenheit muss aber noch einige« bemerkt werden. Die Christlichsocialen geben sich den Anschein, al« ob sie die einzige Partei wären, welche die Förderung de« Gewerbestande« ernst nimmt und sie benützen die in Rede stehende Aenderung der §§ 59 und 60 der G.-O. zu einer Agitation, deren Spitze sich namentlich gegen die deutsche Volkspartei kehrt. Anlässlich einer von d«n Christlichsocialen in Wien veranstaltettn gewerblichen Versammlung langten von gewerblich«» Körperschasten Zuschriften an Abgeordnete der deutschen VolkSpartei ein, deren gleicher Ursprung an dem sich deckenden Wortlaute zu erkennen ist. Insbesondere würd« der von den Christlichsociale» so gehasSte St. Pöltener Abg. Voelkl mit solchen Zuschristen bestürmt. ES sei daher festgestellt, das« gerade die Deutsche VolkSpartei eS gewesen ist, welche in der jetzigen Session durch den Abg. Dr. Pommer die Initiative in dieser gewerblichen Angelegenheit ergriffen hat. Aus Antrag de» Prof. Pommer vom 12. Februar ist der GeiverbeauS-schuf« gewählt worden. Der AuSschus« ist aus die Regierungsvorlage, betreffend die Abänderung der §§ 59 und 60 der G.-O. nicht eing«gangen, sondern hat die ganze Sache vom Neuen zu be-rathen angesangen. Endlich wurde vom Abg. Dr. Weißkirchner der Bericht erstattet. Di«s«r ist vom 15. Mai datikrt und am 20. Mai würd« «r im Haus« ausgtlegt. E« sei daran erinnert, das« der Gewerbeau«schusS im vorige» Jahre scharfe Strasbestimmungen sestgesetzt hat, um die geplante Reform nicht illusorisch zu machen. In diesem Jahre hat Dr. Weißkirchner diese Strasbestimmungen nicht mehr in den Antrag ausgenommen: dagegen hat Abg. Dr. Pommer dieselben wieder aufgegriffen und sie schließlich al» MinoritätSvotum angemeldet. Nachträglich fand sich auch ein gleichlautende» MinoritätSvotum de« Abg. Schneider in dem AuS-schussberichte, da« im GtwtrbeauSschufft gar nicht angekündigt worden war. Da« christlichsociale AgitationSrundschreiben spricht ebenfalls nur von Seite 4 Deutsche Macht Nummer 42 dem MinoritäXvolum Schneider'S, während dieses doch nur durch daS frühere Volum Pommer« hervorgerufen worden ist. Man hat e« also in diesem Falle nur mit einer Intrigue der Christlich-socialen zu thun, die daraus berechnet ist, die Ge-werdetreibenden irre zu führen und daS Verdienst der Deutschen VolkSpartei in dieser Sache zu schmälern. Ueber diese Art von Sewerbesreundlich-feit mag sich getrost jeder selbst daS Urtheil bilden. Die Äntheilfcheine der Südmärkischen Volksbank. Die nach der Eintragung in das Genossenschaft», register am 2. November 1900 eröffnete Süd märtische BolkSbank hat bis zu der Stunde, da wir diese Zeiten niederschreiben, an eingezahlten SeschäftSantheilen K 87.100 eingenommen. Da die mindeste Betheiligung K 20 für da» Mitglied beträgt, so entspricht die» einer Anzahl von 4355 übernommenen Geschäftz-antheiten. Von d«n Spareinlegern ist d«r VolkSbank bt« heute mehr al» da» Dreifach«*) anvertraut worden. Die« veranlasst un«, d«r Aufgabe der Südmärkisch«» VolkSbank die nachfolgenden Betrachtungen zu widmen. Die Bank soll nicht für Aktionäre und nicht für die Steuerbehördtn arbeiten, sondern für ihre Mitglieder. Da jene fernebleiben, müssen die Mitglieder sich ein» stellen. W«nn der creditbedürflige Genossenschafter billige» Geld braucht, so muss der vermögliche Ge-nossenschaster das billige Geld seiner Antheilsanlage zur Verfügung stellen. Wenn der minder bemittelte Genossenschafter nur einen Antheil zu 20 X nimmt, so muss der vermöglichere nach seinen größeren Mitteln gröbere AntheilSbeträge einzahlen. Wenn alle Deutschen zusammenstehen, für welche die VolkSbank gegründet wurde und für ttxlche sie schaffen soll, so fließen ihr große Summen zu. I« höher die Umsätze in der VolkSbank steigen, desto tiefer sinkt der Aufwand für die Verwaltung, desto günstiger stellt sich der Gewinnantheil, desto billiger wird der DarlehenSzinSfuß und desto höher schwillt die Summe de» Sonderfonds z» gemeinnützigen Zwecken. Die Spareinleger brauchen nicht Bankgenossen schofler zu sein. Jedermann kann Spareinlagen machen. Die Genossenschaft soll aber ihre Betriebsmittel in erster Linie durch die Genossenschafter aufbringen, welche dadurch da» Vertrauen zu der für sie geschaffenen Unter-nehmung zu beurkunden baben. Der Spareinleger, welcher am IahreSgewinne theilzunehmen nicht berech-tigt ist, verlangt eine bessere Verzinsung, wodurch er da« JahreSerträgni» oder den DarlehenSzinSfuß beeinflusst. Wenn die Spareinlagen von den AntheilSeinzablungen der Mitglieder verdrängt «xrden, so dass der Genossen» fchaft billiges Capital zur Verfügung steht, dann steigt da» JahreSerträgni? und sonach der Wert der Zinsen-anweisuntitn derjenigen, welche die Anteilscheine der Südmärkischen VolkSbank besitzen. Wenn die VolkSbank in ihren Absichten von Den-jenigen voll gewürdigt wird, für die sie errichtet wurde, so kann sie in der That Ersprießliche» leisten. Da die Alpenländer gegen 7 Millionen Einwohner zählen, so darf die VolkSbank rechnen, dass der Zehnttheil der Bevölkerung 70.000 Antheile zu 20 X zu nehmen, sonach zusammen K 1,400.000 bei ihr anzulegen vermag. Ein solches BeiriebScapital würde der Bank eine Be-«eglichkeit verleihen, die sich rasch steigern würd« und durch welche der Beweis erbracht wäre, das» die Ge-nosfenschaftSform reichen Segen zu gewähren und dass brüderliche» Zusammenstehen auch auf dem wirtschaft-lichen Gebiete beträchtlichen Nutzen zu stiften vermag Deutsche in den Alpenländern, bethelligt Euch an Eurer einzige» Deutschen Volksbank zu Eurem eigenen Besten. politische Rundschau. Abg. Z>r. Sommer in der Delegation. Im BudaetauSschusse der Delegation ergriff am Fr«i«ag Abg. Dr. Pommer da» Wort und erklärte gegenüber dem Del. Kramarsch, die von Anbeginn an allerdings national gewesen« Lo« von Rom-Bewegung sei weder von den officiellen Kreisen Deutschland«, noch von den officiellen Kreisen der evangelischen Kirche in Oesterreich unterstützt worden, ditse Kreise hätt«n sich vielmehr gegen die Bewegung ausgesprochen. Redner fragt den Minister, ob die Zeitungsmeldung richtig sei, wonach eine Erkaltung der Beziehungen Italien» zu Oesterreich, sowie eine Erschütterung de» Dreibünde» eingetreten sei? Da» *) Die eingeftossenen Gelder hat die Bank ver» wendet für Vorschuß« gegen Bürgschaft, sür vandpsand-und Hypolhekardarteh«n. für Wechsel und andere sichere ud ronleilhasle Anlogen, wie die lausenden Ausweise die rntssevllicht wilden. Bündnis mit Deutschland sei den Deutschnationalen selbstverständlich eine He:zen«sache. Redner wirft der Regierung Liebedienerei gegen England vor und fragt, ob da» Einvernehmen mit Russland in den Balkanangelegenheiten einen greifbaren Nutzen gegenüber der offenkundig feindseligen Haltung Montenegro», Serbiens und theilweise auch Bul-garienS gehabt habe? Sine völkische Entscheidungsschlacht wird am Pfingstsonntag in Wien geschlagen werden. Bei dem an diesen Tage stattfindenden Kreisturntage des 15. Kreise» (Deutsch-Oesterreich) der „Deutschen Turnerschaft" soll endlich auch grundgesetzlich offen und deutlich ausgesprochen und für immer festgelegt werden, dass die deutsche Turnerschast der Ostmark die fremden Helfer nicht brauche, dass unsere Turn-kunst eine rein deutsche ist und bleiben soll und das» sie im Dienste des reinen deutschen Hochge-dankens zu stehen hat. Noch nie wurde einem Turn« tage allseitig mit solcher Spannung entgegengesehen, wie dem am Psingstsonntage in Wien tagenden. Er bedeutet einen Markstein in der Geschichte de« deutschen Ostmark-Volke« und in der Geschichte der deutschen Turnerei. Obzwar zur Annahme de« deuischvölkischerseit» gestellten Antrages, das» fortan nur jene Turnvereine dem lä. Turnkreise angehören können, welche sich au« Deutschen arischer Abstammung ergänzen, die Zwei-drittel-Mehrheit nöthig ist, hofft man in den deutsch-bewusiien Turnertreiscn auf einen glänzenden Sieg. Der 15. Turnkrei» (DeUtsch-Oesterreich) zählte zu Beginn diese» Jahre» 540 Vereine mit 61.322 Vereiniangehörigen. Zum Krei«turn«aze wählen je 500 Turner einen Abgeordneten und sind außerdem die Gauoertreter und Gauturnwarte stimmberechtigt. Zusammen zählt der Krei«turntag 147 Vertreter, so das« die nöthige Zweidrittel-Mehrheit 98 beträgt. Möge unserer wackeren volk«bewus«ten Turnerschaft der Ostmark nach fast 14jährigem Kampfe der wohl verdiente Sieg werden. Gut Heil! £tn Erfolg des Aeamtenvereines. Am 21. Mai ha« die Regierung im Abgeordnetenhaus? einen Gesetzentwurs. betreffend die Pension«versiche-rung der in privaten Diensten und einiger in öffent-lichen Diensten Angestellten eingebracht, der bereit« ohne erste Lesung dem socialpolitischen Ausschüsse de« Hausls überwiesen worden ist. Mit dem Zu-standckommen diese« Gesetze« wird ein Werk von ganz besonderer Tragweite für da« große Heer der Privatbediensteten und ihrer Witwen und Waisen geschaffen sein. Der Erste allgemeine Beamtenverein der österreichisch-ungarischen Monarchie aber darf da« Verdienst für sich in Anspruch nehmen, bereit« im Jahre 1888 die hochwichtige Frage angeregt und seither durch seine unermüdlich thätige Privat-beamtengruppe unentwegt verfolgt zu hab;«. gin Anerkennungsschreiben Kr;her;ogs Iranz Kerdinaud — constsciert! Hoher geht'S wirklich nicht mehr! Da« Anerkennungsschreiben, da« der Protector de« Katholischen Schuloerein« dem oberösterreichischen clericalen Blättchen „Neue Warte am Irin" sandte. — auch wir haben s. Z. davon Notiz genommen, — verfiel dem Zensur-stifte de« Staai«anwalte« in Ried. Da« „Deutsche Wochenblatt* in Braunau brachte nämlich einen Artikel, der ein Citat au» der „Neuen Warte" und da« Anerkennungsschreiben de« Erzherzog« enthielt. Beide« — der vom Erzherzog belobte Artikel und da« Lob de« Erzherzog« — wurde beschlagnahmt wegen Verbrechen« der Beleidigung eine« Mitgliede« de« kaiserlichen Hause«, also in diesem Falle de« Erzherzog« Franz Ferdinand selbst! Nach dem Vor-gehen de« strebsamen StaatSanwalte« mus««e daher da« Dankschreiben de» Erzherzog« eine Beleidigung gegen diesen selbst enthalten. Thatsächlich darf nun nach § 24 unsere« famosen PresSgesetze« nach dieser Beschlagnahme daS Schreiben de« Erzherzog« nicht weiter verbreitet werden. Wer e« thäte, machte sich der Verbreitung beschlagnahmter Druckschriften schuldig und wäre mit einer Geldstrafe bis zu 1000 Kronen, unter Umständen auch mit Arrest bis zu einem Monate zu bestrafen. 7ensto«sverstchern«g der Frivat-Ange-stellten. Der im Abgeordnetenhaus« eingebrachte Gesetzentwurf, betreffend die Pension«oersicherung der Privatbeamten, unterwirft vom 18. Leben«-jähre angefangen, alle in Privaidiensten gegen Monat«- oder Jahre«gehaU Angestellten mit Jahre«-mindeftbezügen von 000 Kronen der Versicherung«-pflicht. Den Gegenstand der Versicherungspflicht bildet die Anwartschaft auf eine Rente im Falle von Erwerb«unfähiglei», eine Altersrente, Unter-ftützung bei Stellenlosigkeit und Witwenpension. Der Entwurf sieht 3 Claffen vor. und zwar: 1. Classe mit einem Jahresbezuge bi« zu l200 K., 2. Classe mit einem Jahresbezuge von 1200 bis 2400 K., 3. Cl.tss' mit einem Jahresbejuge soa über 2400 K. Die Versorgung ist folgend: Jader 1. Classe, bei einem Gehalte bi« 1200 K.. die Altersrente 900 K., die Witwenrente 300 K. Zi der 2. Classe, bei einem Gehalte von 1200 bis 2400 K.: die JnvaliditStSrente 900 K., die Alter»« rente 1350 K., die Witwenrente 400 K. In d« 3. Classe, bei einem Gehalte von über 2400 t die JnvaliditätSrente 1200 K.. 000 bis 1200 8.; die Jnvalidität«rente 000 K. Die SlellenlosißkeitS> Unterstützung wird bi« zur längsten Dauer vn 12 Monaten in der Höhe der Invalidität»««» gewährt. Die ErziehungSbeiträge betragen dm schnittlich sür das Kind 10 bi« 20 Proceat t* JnvaliditätSrente. An festen Prämien haben f» jeden GehaltSmonat zu entricht,«: in der 1. Geballt' Classe der Dienstgeber 4'/,. der Versicherte 3 H in der 2. Gehalt«classe der Dienstgeber 61/,, do Versicherte 0 K.; in der 3. GehaltSclasse der Diech geber 9, der Versicherte 9 K. Im einzelnen »in also der Beitrag eine« Angestellten der I. in) 2. Classe, mit 000 bi« 1200 K. Gehalt, bezieh»»!,»-weise 1200 bi« 2400 K. Gehalt, betragen: 36 iät» ziehungSweise 72 K., mindesten« 3 Proceat »ti höchstens 6 Procent de« Gehalte« der Beilrag Ski Angestellten der 3. Classe höchsten« 4'/, Proci«. Der Betrag deS ganzen Erfordernisse« wird ßtz für die Bedeckung der Pension auf ciica 13'/, Prkm de« GehalteS belaufen, von welchem 8,75 Pwa durch regelmäßige Beiträge, der Rest von 47! Procent durch Umlagen eingehoben werden soll, la Umlagen werden jeweilig durch den Diensigew allein auszubringen sein. Z»ie Amtstracht der Ztechtsa«»itte. Ei« Deputation von Adoocaten erschien am 23. d. & beim Justizminister und trug ihm die Bitte rn, der Minister möge sich neuerding« mit sämmtliche« Advocatenkammern wegen al«baldiger Einsührwtz der AmiSrobe in Verbindung setzen. Der Miaisi» erklärte, er Halle da« Begehren für vollloan»» begründe», und hob selbst hervor, das« in all«, europäischen Culturstaaten die Anwälte da» Am» kleid besitzen, und versicherte, er werde so schnell al» möglich die Einführung desselben in fo« wägung ziehen. Königin Vraga. Von einer Persönlichkeit, welche in der Lage »st. die Vorkommisse in Sertia nach den verlässlichste» Quellen zu beurtheilen, et» halten wir soldende Mittheilung: DaS schemdn tragikomische Ereignis am serbischen Hose, tat gegenwärtig die zeitung«lesende Welt einigemaßa in Spannung hält, bedeutet in Wahrheit wohl mehr al« die bloße Scandalisirung einer inier«» Familienangelegenheit. Andererseits thut dieSnisa« tionSlüsternheit gewisser Zeitungen und die gleiche Neigung bei deren Lesern so viele ganz uaiu^ gebliche Einzelheiten zu der für daS serbische Kocht-hau« gewis« recht unangenehmen Begebenheit hin», dass da« politische Moment in dem Ereignisse sa!t vollständig verwischt wird. Da« serbische Volk verhol sich gegenüber der der Königin Draga und ihr» Gemahl widerfahrenen Enttäuschung im Allgemein» burchau» gleichgittig. Aber die Politiker Serbin haben, sofern sie den Vorfall wohlunierichtet » Erwägung zu ziehen vermögen, eine ganz besondm Ansicht über den merkwürdigen Verlauf den ganze», so wenig erbaulichen Nachko»menschafi«geschch--Jn diesen Kreisen ist man der nicht unbegrüadelki Ansicht, das« sowohl die Eheschließung de« Könizt Alexander mit Frau Draga Maschin, al« auch alle weiteren damit im Zusammenhange stehende« 0» fchehnisse bi« aus die jüngst ausgespielten, dmlj die verschiedenen herbeigerufenen Aerzte Wissenschaft bestätigten Effecte, wohlüberlegte Vorder-iiungen i» einem entscheidenden Schlage gegen die (Sjijtai der Dynastie Obrenovic seien. Frau Draga mag in dieser sorgfältig angelegten Entthronungtaffmi nur ein unwissentlich mißbrauchte« Werkzeug sm. die Fäden der Intrigue treffen sich zweifellos alle unter der Deckung ihrer königlichen Würde und ihrer Eigenschaft al« erbenlose Frau de« u«» viele Jahre jüngeren König«. Alexander wird nichl König von Serbien bleiben, wenigsten« nicht «« Lebenszeit. Vielleicht ist er sich heute seiner sehr exponirten Stellung al« Regent eine« begehrt umworbenen Lande« noch gar nicht bewusSt: abn er dürste eine« Tage« die bittere Erfahrung mache» dass gerade Diejenigen, denen er zunächst fein 0lui und seine Zukunft anvertraute, feine skrupellos» Feinde sind. Die Enttäuschung, die König Aleraad« und Serbien jetzt durch die Königin Draga erfahre» haben sollen, ist kein Scandal im Sinne einer, aQt heiklen Hosgeschichten mit Begier ausgreisende» Klatschsucht, sondern lediglich eine mit Absicht z»» Scandale aufgebauschte Scene einer politisch» Tu- Nummer 42 Devtfch- Wacht- Seite gödie. die einstmal vielleicht den Titel »Da« Ende de« Hause« Obrenovic" führen dürste. Die Fortschritte der Kugkänder i» Südafrika sind wie bi«brr die gleichen. E« gibt kein Vorwärl«-kommen. Wenn man von einigen Seilen versucht, au« den englischen Berichten zu folgern, das« die Widerstand«fähiakeit der Buren allmählich erlahm« und an der Grenze der Leistungsfähigkeit angelangt ist, so mus« man bedenken, das« während de« Winter« in Südafrika ein Stillstand eintreten »us«le. Lord Kitchener wünscht nichl« sehnlicher, al« das« er seine Truppen ia die Winterquartiere senden könnte. Ader da« ist selbst unter den heuligen Verhältnissen eine Unmöglichkeit. Dagegen haben die Buren die« zu Wege gebracht. De Wet befindet sich mit seinen Commando« ia Wimerqartieren. Wo? sagt die Redaction der officiellen Berichte. Der fliegende Holländer soll eine« Tage« im Oranje-Freistaat. anderen Tage« in TranSvaal und bald darauf sogar in der Capcolonie sein. Wie er da« möglich mach», pflegen die Berichte nicht zu sagen. Da« einzige, wa« schließlich richtig ist, Dürfte da« sein, da»« Lord Kilchener selbst nicht weiß, wo sein Gegner sich befindet. Ebenso liegen Botha und Delareq gänzlich stll, nur ab und zu kommen kleine, unbedeutende Scharmützel vor. wenn e»e Sirei'pa rouille die Engländer sich allzu vor-witzig an sie heranwagt. Jedenfalls ist da« beste Winterquartier, da« sich die Burencommando« au«» gesucht haben, die Capcolonie. Dort haben sich kleinere Burencommando« häuslich niedergelassen. Odschon Äiichentr ansang» große Anstrengungen machte, um diese au» der Colonie zu treiben, sind sie heuie dort ganz unbehelligt. Einige Abtheilungen Engländer stehen ihnen gegenüber, aber nur. um den Buren, nicht allzu großen Spielraum zu lassen. Stoßen beide Parteien aufeinander, so läuft e» gewöhnlich mit einigen Verlusten der Engländer ab. So ist kürzlich MaraiSdurg in der Capcolonie der Schauplatz, zahlreicher Scharmützel gewesen, in denen die Engländer über ein Dutzend Leute ver« loren. Wer bei diesen Verhältnissen von einer nahen Beendigung de« Kriege« sprechen kann, kennt die Verhältnisse in Südafrika wenig. Soviel ist sicher, dass« die Bunn selbst mit ihren Ersolgen sehr zusn«:de» sind und auch zufrieden sein können. Wer von ihnen noch Schlachten erwartet, ist aus dem Holzmege. Sobald sich die Buren aus eine Schlacht einlassen wollten, würde der Krieg mit wenigen Schlägen beendet sein. In ungefähr acht Wochen iist die größte KäUe in Transvaal auch vorüber umd mit dem Einsetzen deS Reuen« im August umd September beginnt da« Gra« zu wachsen. Tamil dürfie auch der Guerillakrieg mit derselben «Energie wieder ausgenommen werden wie bisher. Hleöeer die gegenwärtige Kriegslast in Süd- afrita stethen uns solgende verläßliche Daten zur Verfügung;: Die Stimmung unter den kämpsenden Buren, diie jetzt aus mindesten« 18.000 Mann zu schätzen sinnd, ist bedeutend zuversichtlicher, al« die der Burernsreunde in Europa und zwar da ihr a»«gezeichlineltr Nachrichtendienst den Freiheit«» kämpfen» j fortwährend Beweise gibt, das« die eng» lisch« Armnee weder in den Republiken noch in der Eapcoloniae ihrer Ausgabe gewachsen ist. So er» fahren dieie Engländer außerhalb ihrer besetzten Plätze »»„ausgesetzt Mis«ersolge. Die in Europa Berwirrunnq stiftenden Reuler-Lügen-Depeschen über englische CSiege ve,fehlen also bei den Buren voll» kommen i ihre Wirkung. Die Thatsache, das« die Engländer! die häufige Fortnahme von Eisendahn-zügen mit» Proviant, Munition :c. nicht hindern können, istst der Grund, warum alle Buren-Eom» mando« b besser mii Nahrung»- und Kampfmitteln versorgt flisnid. al« bi« großen, englischen Garnisouea, die in Folglxe der systematischen Farmen-Verwüstungen fast ganz t aus die Versorgung durch die Eisenbahn» zufuhren a angewiesen sind. Die von den Europäern weit unterschätzte Härie de« südafrikanischen Klima« wirft außegecordentlich viele englische Soldaten auf da« Krankakenlager — Londoner Berichte sprechen von 36.00000 Mann, die augenblicklich darnieder-liegen — - während die unausgesetzte Jagd nach de» unsichichtbarea Feinde auch die kräsligsten Leute erschlafft, i Nach Angaben englischer Osficiere ist ein End« de« 4 Kriege« gar nicht abzusehen, liberal« «nglische P Politiker treten immer energischer dafür ein. das« I der Krieg auf Grund annehmbarer Be-dingungen 'N sür die Buren beendigt wird. Die Buren verlangen n mit Recht ihr« voll« Unabhängigkeit, da Abhängigkeit von England einer vollständigen Ver» drängung g gleichbedeutend ist. Da England vor» läusig nochoch nichl du Unabhängigkeit zugestehen will, wird ird der Krieg mindesten« noch einige Mo-aate daueruern, jedeofall« so lange, bi« da« Mini- sterium Cbamberlain entweder gestürzt ist oder die Unabhängigkeit in aller Form zugesteht. An ein Nachgeben der Buren ist jetzt weniger zu denken al« je. da sie außerhalb der Bahnlinien nicht allein im eigenen Lande, sondern auch in der Capcolonie bi« in den Bezirk Cradock die thatsächlichen Herren sind. In ßhina wird noch immer keine Ruhe. Feld-marschall Gras Waldersee machte Li-Hung-Tschang Mittheilung von einer regulären chinesischen Truppen durch die Boxer in der Gegend von Tschengtisu beigebrachten Niederlage und drohl», eine deutsche Truppenabtheilung an Ort und Sl«lle zu senden. In der Gegend von Wenan bildeten vier- bi« süns-hundert Chinesen eine Vereinigung, um die Christen zu verfolgen. Vor einer Woche griffen sie christliche Eingeborene an und verwundeten viele davon. Trotz allerem schickt Gras Waldersee die „unbrauchbar" gewordenen Truppen nach Hause, und die Mächte unterhandeln roch immer wegen der Ersatzforderungen. Diesen Ansprüchen hal sich nun auch der Valican angeschlossen, der in Unterhandlunqen m» der sran-zösischen Regierung behus« Feststellung einer Geld-enlschädiguna sür die durch die Chinawirren ge« schädigten Missionen trat. Aus Stadt und Fand. Z>ie Wahl des Kirchenconcurrenzausschulses fand am 24. d. M. unter dem Proteste der Ge-meindevertretung von Cilli statt, ist aber zweifellos ungiltig, da gegen die Note der Bezirkshaupt-mannschast. womit die Vornahme der Wahl ang«-ordnet wurde, der Recur« an die Stanhalierei er-griffen wurde, weil da« Wahlrecht allen Mitgliedern de« GemeindeauSschufse» von Großoireschitz zuge-sprachen wurde, wa« zweifellos der Such- und Rechtslage nicht entspricht. ES handelt sich hier lediglich um eine stadtfeindliche Machination de« Abte« Ograd >, welcher in der Zuziehung der Gemeinde Großpireschitz ein recht wirksames M ttel erblickt hat, um den Einfluss der Deutschen Cilli« aus die Pfarrgemeinde abschütteln unv nur seine Werkzeuge im ttirchenconcurrenzauSschusse um sich zu haben. Der Mann ruht eben nicht in seinem Haffe gegen die deutschen Psarrkinder, welchen sich mehr und mehr die Ueberzeugung aufdrängt, das« nur da« „Lo« von Rom!" ihnen eine nicht beschä-mende Stellung sichern kann. B«i der Wahl am Freilag wurden übrigen« außer z-rei Bauern und dem Notar Detiiek die Herren Bürgermeister S t i g e r und Gemeinderath Aloi« W a l l a n d gewählt. Glaubt etwa Abt O g r a d i, das« diese beiden Herren ihm auf den Leim gehen werden? ?arkfest des Flerschönerungsvereiues, Der große FestauSichus« zur Veranstaltung eine« Park-feste«, dessen Ertrag dem VerschönerungSoereine zu-fließen soll tritt am Mittwoch den 20. d. M. zu feiner constituierenden Sitzung zusammen, da« Inte-reffe für diese« Fest, de« am 4. August stallfinden wird, bewegt bereit« alle Gemüther und 18 ist daher dringend geboten, das« die erwähnte confti-tuierende Sitzung vollzählig besuch» werde. Sudmark. Freilag nachmittag« hielt die Frauenori«gruppe der Südmark im Gemeinderalh«-saale die diesjährige Hauptversammlung ab. welche ganz ungewöhnlich zahlreich besucht war. Nachdem die Vorsitzende Frau Emilie Stepischnegg die Erschienenen mit herzlicher Rede begrüßt hatte, er-stattete die Zahlmeistern Frau Rosa Wehrhan den Säckeldericht, welcher einstimmig genehmig! wurde. Die Zahl der Milglieder beträgt 130. Die Neuwahl de« Ausschüsse« Halle folgende« Ergebni«: Frau Emilie Stepischnegg. Vorsteherin; Frau Henrielt« Mathe«, deren Slelloerlreterin; Frau Julie Lindauer, Schrisisührerin; Fräulein Sock, deren Stellvertreterin; Frau Rosa Wehrhan, Zahlmeisterin; Frau Leopold»»» Ra kusch, deren Stelloenreterin. Die Vertretung der Ortsgruppe bei der Hauptversammlung de« Gesammtvereine« wurde der Fcau Heleni N e a r i übertragen. Z>ie Liedertafel des Killier Männer Gesang-vercius erweckt allseitig größte« Interesse. Da« überau« eifrige Studium, welche« der geradezu concertmäßigen größtentheil« neuen Vonrag«» Ordnung gewidmet wurde, lässt die bestimmte Vor-hersage zu, das« der Verein die«rnal ebenso Voll-wertiges bitten werde, wie bei der heitern Lieder« tafel. — Nächste Probe am Diensiag. Pie vomoviua vor dem Hassatiousbofe. Freitag fand vor dem Casiationshofe die Verhandlung in der bekannten Ranner Sparcasseangelegenheit statt. Dr. V r e t ( o hatte nämlich al« Vertreter des Ante Beg, welcher bekanntlich wegen Beleidigung von Functionären der Ranner Sparcafse vom Eillier chw urger ichte zu dreimonatlichem Arreste verurtheilt worden war, die Nichtigkeitsbeschwerde eingebracht. Bei der am Freitag stattgefunden?» Verhandlung wurde daS erste Urtheil vollinhaltlich bestätigt. Aber auch der Vertheidiger Dr. V r e (l o ist nicht leer ausgegangen, denn der Cafsationshof dictierte ihm eine Muthwillensjtraf« von fünfzig Kronen. Hememdewahl i» Küchern. Wir bringen nochmals in Erinnerung, dass am Dienstag den 28. d. M. die Gemeindewahl in Tüchern stattfindet. Dieselbe beginnt um 3 Uhr morgens. Kein deutscher und freiheitlich gesinnter Wähler bleibe zu Haufe, da die Clericalen ganz verzweifelie Anstrengungen machen, um die Herrschaft in der Hand zu behalten. Sudmark Aolksvücherei. Am 1. März d. I. wurde die hiesige Südmark-Volk«bücherei, welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umsaf«t, eröffnet. Die Bücherei ist im Stadtamte (Casse) untergebracht. Die AuSleih-stund« ist vorläufig auf jeden Montag zwischen I und 2 Uhr nachmittag s«stgesetzt. Jed«r Entl«hn«r hal monatlich den Betrag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnt« Buch einen Bktrag von 2 Hellern zu bezahl«,>. Di« Bücher müssen innerhalb 14 Tagen zurückg«st«llt werden. Da« ausführlich« Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m Deutschen benützt werden. Infolge de« großin Zudrange« wird nun auch an jedem Freitag nach» mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine Au«leihstunde abgehalten. Kiu betrunkener sl<»e»ischer Gerichts-beamter. Am 22. d. M. halle sich v"r dem Straf-richler de« Eillier Bezirksgerichte«. Herrn Gericht«, fecrelär Grebenz, der hiesig« Kaufmann Peter K o st i ö und der AuScultant Ivan Benkovic wegen Äachebeleidigung. dezw. Einm«ngung in «in« Amis» Handlung zu v«raniwort«n. Der vom SlaalSanwall« substimlen Herrn Dr. Befchek vertreten«» Anklage lag folg«nv«r Sachverhalt zu Grunde: In der Nacht deS 13. Mai gegen 3 Uhr morgens zogen di« beiden Genannten jauchzend und singend durch die RathhauSgasse und wurden deshalb vom Wach-manne M e r k u f ch beanständet und zur Ruh« v«r-witsen. Kostic protestierte erregt gegen diese Auf» sorderung. Er gienq dem Wachmann«, wrlchtr nach dir Aufforderung, stille zu sein, sich entfernen wollte, nach, schrie ihn an. das» er ihm di« 30 fl. Lohn, di« er bezieh«, n«hm«n werd« und vtrhöhnl« ihn durch Wiederholung aller Wort«, di« der Wachmann an ihn richlel«. Da sich Kostic trotz aller Auffärbe» rungen nicht fügen wollte, sah sich der Wachmann gezwungen, den betrunkenen Schreier zu arretieren und führte ihn in di« Wachstub«. Nun «rat d«r k. k. AuScultant Benkovic in Aclion. Er folgte den beiden in die Wachstube nach, um zu Gunsten de« Kostiö zu int«rvenieren. Da der AuScultant nicht verhaftet worden war, hatte «r in der Wachstube nichts zu suchen und würbe zweimal au« derselben hinausgeschafft. Er kam jedoch noch ein dritte« Mal wieder und behauptete, das« er Zeuge sein wolle, das« Kostic urschuldig sei und das« er, wenn dieser eingesperrt werde, auch eingesperrt sein wolle. Da er trotz de« zweimaligen Hinausschaffen« und trotz Aufforderung mit Haftandrohung zum Verlassen der Wachstube nicht veranlagt werden konnte, wurde Benkovic vom Wachmanne Put scher eben» fall« verhaflkt und in den Arrest abgeführt, wa« infolge feiner heftigen Gegenwehr nur durch Mi«-Hilfe de« Wachführer« Zintauer gelang. Die beiden Excedenten wurden in zwei verschiedene Räumlichkeiten uniergebrach«. Hiebe, ries Kostik dem Wachmanne Merkusch noch die Worte ,pusrav» äuSa" zu. Dieser Sachverhalt wurde von den dre, genannten Wachleuten und dem ebensall« in der Wachstube anwesend gewesenen Wachmann Po«-nitsch bei der Verhandlung unter dem Diensteide vollinhaltlich und klar bestätigt. Die Verantwortung der Angeklagten war eine ärgerniserregende. Der k. k. AuScultant Benkovic, welcher durch zwei Monate al« staatSanwaltschaftlicher Funtionär thätig gewesen war, legte ein Benehmen an den Tag. welches ihm von Seil« des Verhandlungsrichter« eine energische Verwarnung eintrug. Während feiner Aussagen bearbeitete er den Verhandlungstisch mit den Fäusten und Füßen und rief dadurch ein ge-radezu donnerartiges Gelöst hervor. AIS der Wach-mann Mtrkusch mit fetner Aussage btgann. fiel ihm der k. k. AuScultant Benkooic in so unver-fchämter Weise in« Wort, das« ihn der Richter entschieden in die Schranken der Anklagebank zurück« weisen musste und erklärte, dass er e« absolut nicht dulden werde, das« Benkovi? den Zeugen in« Wort falle. Die anwesenden Zuhörer gewannen die Ueber» zeugung, das« von jener socialen Bildung noch gänzlich unbeleckt sei, welche bei einem Richter und Seite •> .Vsstf»- gJmbf Beamten unbedingt vorausgesetzt werden mus». Auch das« Benehmen de« kausmanne« Rofttf war u»ge» mein roh und dürste wohl zu weiterer strasgencht» licher Verfolgung Anlas« bieten. Kostic erklärte, dos» er gegen da« b r u t a l e (!) Benehmen (,bru-talno obnasanje') gegen die Rohheil und Brutalität (,«movost in drutalnosf) de« Wach» manne« Merkusch protestiert habe. Seine Vertheidi» gungSred« begann Kostic mit den Worten: „Dieser grobe, rabiate Mensch (Wachmann Merkusch) hm mich provociert'. Der Richter entzog dem Ange» flauten da« Wort, während von Seite de« Ver» treter« der Staatsanwaltschaft der Zwischenruf fiel: .Schon wieder ein - Uebertrelung'.' — Ein Lichtpunkt freundlichsten Humor« waren di» Erörterungen über den Grad de« Rausche«, den sich die beiden Excedenten zugelegt hatten. Kostic meinte ursprünglich, das« er etwa« betrunken war, Benkovic sagte, das« er ziemlich starr. Kostii aber total be-trunken gewesen sei — Zwischenruf: .Beide total!' Al« sie am Morgen de« 14. in Freiheit gesttzt wurden, machten noch beide Herren den Eindruck einer acuten Alkoholoergtstung und er-klärten, besinnungslos betrunken zu sein. Bei der Verhandlung erklärten sie anfangs, dass sie diese Besinnungslosigkeit nur — „vorgeschützt" haben und am Schluss« de« BeweiSnerfahren« wollte dec Herr k. k. AuScultant Benkovii durch zwei bereitgestandene Zeugen, die AuScultanten Mulaj uno Ekel, den Nachweis liefern, dass er an jenem Abend« „bi« zurUnzurechnungS» fähigk«it betrunken g«w«s«n- sei. Wa« war also vorgeschützt? Die Frage d«S Richter», ob der k. k. AuScultant Benkovic „i o z u « sagen wie ein Vieh" betrunken war, konnte zwar vom befragten Wachmanne nicht ganz be-stimmt beantwortet werden; nur so viel wurde fest, gestellt, das« di« beid«N Helden nicht unzurechnungS» fähig waren und der k. k. AuScultant B e n k o o i l „den gröber««" hatte. Kostii! wurde wegen Wachebkleidigung zur Strafe von 80 Kronen bezw. 8 Tagen Arrest. Benkovic zu 20 Kronen, bezw. 2 Tagen Arrest verurtheilt. Hin Weikerflück des steiermärkischen Landes-anslchulfes. Unsere Mittheilung, dass der slooentjch-clertcale Agitator und emeritierte BezirkSoertreiungS-secretär Georg Kusche tz vom LandeSauSschusf« zum W«inbauinstruc»or sür die Bezirkt Rohitjch und St. Marein ernannt worden ist. ist in deutschen Kreisen Unlersteiermarks vielfach mit Zweifel auf-genommen worden. Unsere Mittheilung beruht auf voller Wahrheit; da« Ernennung«decret trägt da« Datum vom 4. April d. I. und die Zahl 13769/13888. Wie man un« au« Rohitsch schreibt, hat dtrse Ernennung in beiden genannten Bezirken peinliche« Aufsehen und gerechte Mißbilligung erregt, zumal ja Kuichetz der eifrigste Agtator der flooenisch-clericalen Partei ist und al« solcher auch feiner Stelle al« Bezirk«secretär in St. Marein verlustig geworden wäre, wenn er e« nicht vor-gezogen hätte, noch zu rechter Zeit frtiwillig zurück» zutrtten. Einen Sturm der Entrüstung entfachte e« aber, al« bekannt wurde, das« Kuschetz nur üder besondere Fürsprache der Abgeordneten 2, i £ k a t und Dr. Ploj aus diesen etgen« für ihn ae» schaffen«« Posten vom Lande«au«schuffe berufen word«n ist. Wer übrigrn« d«n klein«» Weingarten de« Kuschetz in Erjawetz bei Sau«rbrunn besichtigt, der wird selbst zur Ueberzeugung kommen, das« Kuschetz von der Pflege einer „Musterwirtschaft' eine sehr dunkle Ahnung hat und sich zu« Wein» bauinstructor wohl nur vom slovenisch clerical«» Parttistandpunkt« au« eignet. „Sloven«ki Gospodar" und „Domovina" haben dem Lande«au«schusst für dies« Ernennung ihre vollste Anerkennung auSge-sprochen. worum er wahrlich zu beneiden ist. Zuerst 'Zlvio! dann Keil!" Die slovenische Presse macht den Versuch itch über unseren Leit» aussatz, betreffend die Slovenisierung der Eigen» namen durch die Geistlichkeit lustig zu machen. Die „Südsteirische' findet diese Slovenisierung „ganz natürlich, begründet in den Fsrischritten der deutschen (!) und der slovenischen Rechtschreibung.' Sie erblickt offenbar in dem Wandel au« Zimmer« mann in Eimirman einen „Fortschritt' der deutschen Rechtschreibung — oder vielleicht der flovenischen? Mit dem Namen unsere« Schrift» leiter« will da« Blatt einen Witz machen. E« schreibt: „Minder erklärlich ist unS die folgknd« Rück wärt« kr« bs«r«i. 1865: Ambrozik; 1875: Ambroschitz; 1885: Ambroschüy; 1895: Armbrustschütz. Zuerst Tioio! dann Heill' Unser Schriftleiter fühlt sich sehr geehrt, das« die „Süd-steirische' ihm da« Z«ugni» auSst«llt, er hab« schon drei Jahre vor seiner Geburt (1868) die slovenische Sprache in Wort („Heil!") und Schrift („Ambrozit") beherrscht. Wir beneiden Herrn Schegula nur um fsine „Vorwärts-krebse?« i'. Hin böser KSter. Donnerstag giettg der Volksschüler Fritz Z o k a n durch die Karolinengasse, als plötzlich der als bösartig bekannt« Hund des Ad-vocaten Dr. V r e f f o aus dem Vorgarten des Hauses, in welchem Dr. Vreiko wohnt, herausstürzte, den Zungen in daS rechte Bein biss, und ihm eine leichte Verletzung am Schenkel zufügte. Die Anzeige bei Gericht ist bereits erstattet. Arena Strohschneider. Die erste Vorstellung der Künstlergesellschaft Strohschneider und Weitzmann erfreute sich hier eines ungewöhnlich zahlreichen, man kann sagen massenhaften Besuches. Viele Hunderte schaulustiger Menschen versammeln sich, um die wirklich guten Leistungen der preisgekrönten Künstlerschar zu bewundern. Die Turner, die Trapezkünstler, der Kunstradfahrer, die Jongleure, die Parterre-Akrobaten, die Clowns, „August der Dumme" — alle sind tüchtig in ihrem Fache. Den Glanzpunkt bilden die tollkühnen Produktionen der Directrice Elise Wid» mann-Strohschneider auf dem Thurmseil — die Feuerkönigin und das Feuerwerk hoch oben geben wirklich ein wunderbares, pyrotechnisches Schauspiel — die Seilkünstlerin auf dem schwankenden Drahte, umsaust von einem dichten Feuerregen in allen Farben. DaS Motto der Truppe: „Elegantes Auftreten, exacte Auiführung, schöne Kostüme, Witz und Humor" bewahrheitet sich mit Recht. Die Acetylen-GaSbe-leuchtung ist auch gut. Die Preise der Plätze sind so gestellt, dass es jedem möglich ist, die Vorstellungen, welche sehenswert sind, zu besuchen. Harteneröffnng und Koncert. Der prächtige Garten ve» Hotel» Terschek wird heute, am Psingstsonntag eröffnet. Am Montag abend« findet durch di« Cilli«r MusikvereiiiScapell« da« erst« Gart«rconc«rt statt. Kine ßissier Schneiderrechnnng ans de» Aabre 1585. Em Freund der „Deutschen Wacht" stellt un» nachstehende Rechnung de« Eillier Schneidermeister« Lienhart S ch o t e n i k h zur Ver-fügung. Verzaichnuli, was ich Lienhart, Schneider, Dem Edlen und Ernuesten Herren Erasamb Thura- perger*) saligen gearbait und gemacht, ein theil noch In sein leben nnd das khlagkhleid und anders wie hernach volgt. Erstlichen der Jungfrauen Manisch ain neuen Roth Tauanten Rokh gemacht mit zweyen Samaten eingeschlagnen Pramb, und schnirn daneben gemacht, daruon zu Macherlohn.................. If30k Item mer gedachter Jungfrauen Marusch drey Schalken gemacht, und verprambt dauon.......... 1 530 k Item mer der Jungfrauen Manisch ein Miderle gemacht.......... — 7k Item mer gedachter Jungfrauen ein Clagrokh gemacht, daruon...... —24 k Item mer ein Clag wamafl gemacht — 7 k Item mer der Jungfrauen ein für» thuech gemacht.............. — 2 k 2 h. Hernach rolgt der Frauen: Erstlichen einem Schomblotten Rokh mit Atlasi und Schnirn geprambt, gmacht dauon................ 1 f . . Item mer der Frawen ein Schamblotes wamafl auch mit Atlas und Schnirn verprambt, davon................20 k Item mer der Frawen ein Khernthuechen Rokh mit zwen Pramben und 6 stöplen gemacht ....................... 34 ]c Item mer der Frawen ain MQedle gemacht, dauon................... 7 k Item mer der Frawen ainen Clagrokh gemacht, dauon zu Macherlohn .... 15 k Item ruer der Frawen ein Rskhl gemacht 12 k Item mer der Frauen ein furtuech gemacht ......................... Lk2h. Item merder JungkhfrawKn Rosina einen Clag Jankla rokh gemacht, dauon ..26k Item mer der Jungkfrauen Rosina einen Clag Unterrokh gemacht, daruon maherlohn...................... 15 k Item mer der Jungfrauen Rosina ain Clag fürtuech gemacht, dauon... . 2 k 2 h *) Erasmw Thamperberger, ein Edelmann im Cillier Viertel, war eine der Siulen de« Protestantismus, aas de&geii Grnnd ..Scharfenau* die evang. Kirche für CiUi (1582—1600) erbaut wurde. ========___Nummer 42 Item mer dem Franzlen Pueben einen Clagmantl gemacht, dauon........ 12 k Item mer ein Par handschuch gemacht, dauon ......................... 1 k 2 k Item dem Pueben Hanslen auch ein Cl»g Mantel gemacht, dauon....... 12 k. Item mer ein Bar Handschuh gemacht, "dauon.......................... 1 k 2 k Item mer der Khaterlen ein wamafi gemacht, dauon.................. 8 k Item der khlein Andlen ein wamafl gemacht, dauon................... ßk Item den Zenzi, khnecht ein rokh, hosen, Strimpf und handschuch gemacht, dauon..........................27 k Item ein Leich Tuch oder khreoz Ober des herren Säligen Truchen gemacht, darfon......................... ]2k Lienhart Schotenikh Summa thueth Schneider unc Burtrer zu CilS 8 fl. 9 kr. 2 heller. Aus Kifersncht. Am 15. d. M. um 12 UHe Nacht« hörte der in Pristowa bei Doberna woh» haste MesSner Aloi« Lastnak den Namen sein« Frau „Mica" vor dem Hause rose». Da Last«! öfter vom Hause abwesend sein mus«, schöpft«« sofort den Verdacht, das« seiner Frau ein Bcty) zugedacht sei. Er bewaffnete sich mit einem Pr^ trat au« der Keusche auf den Rufer zu und?n-fehle diesem 3 wuchtige Schläge. Hierauf begab er sich beruhigt wieder in seine Wohnung. Am rolwnt* Morgen fanden die Eltern de« Geprügelten, die BesiverSleute Fafarinz, ihren Sohn Blas Fasari^ in bewusttlosem Zustande vor der Keusche W Lastnak. Sie brachten den BrwusStlosen »ach wo er aber nach kurzer Zeit, ohne da« Bewusötsw erlangt zu haben, starb. Lastnak ist seiner 2fct vollkommen geständig und wurde dem KreiSgericht ringelt« fen. Z>ie fidele Dereiusgrüudnng in Krem» berg. Hiezu werden un« nachfolgende Einzelnhei,«, mitgetheilt: «m 12. Mai veranstaltete der in Trenntnberg ansässige Kaufmann Michael Im«, witsch im Gasthaul« de« Gemeindevorstehers Fsanz Swetelschek eine Besprechung behus« Gründung ei»«« LesevereiniS in T?«nnenb«rg. zu welcher auch der Jurist Johann Sabukoschek auS Ponigl stelle» worden war. Dieser ergriff um 3 Uhr nach-mias« daS Wort, sprach jedoch nicht üb«r di« Ler'i»«. gründung, sond«rn nannt« die Trrnnenbtrger „blök« Schlashauben", weil sie bei der l«tz,«n Reichtratd«. wähl in clericaleut Sinne gewählt halten. HierSbn entstand unler den Anwesenden eine lebhane Eit» rüstung. Bald daraus kam der BesitzerSsohn Johai» Rabitsch au« Ternowetz mit einigen G,nossi» ini Gastzimmer und ris« den aus einem Tische stch» den Redner Sabukoschtk zu Bob«n. Dieser iroQie sich flüchten, wa« ihm jedoch nicht g«lang. da « sogltich von Johann Rabitsch, Franz Z>ip«4 Franz. Georg und Johann Arsenschek. da«» po» föla« Jeffenik, Michael Karitschitschnik uns J^ts Smodi verfolgt und bei der Behausung Swetelschek eingeholt würd«, wo sie ihn mit Fäuste» und mit ieinem eigenen Stocke mlsShandelt-«. A gelan«, ober dem Juristen, sich aus den HSndei der Burschen zu bksreten unv sich in einem -Kl«iderkast«n im Exirazimmkr d«S Sw«l«lsch,k verbergen. Als er auch da entdeckt wurde, flüchim er durchS Fenster auf da« — Stalldach. Auch d, wurde er au«gesorscht und mit Steinen bo»b«. diert, wobei er am Kopse leicht beschädigt iviird«. Endlich gelang e« dem Kaufmanne Jarmowüsch den Sabukoschek in seine Wohnung zu briitga, au« welchtr sich der gebläut« VereinSgründer »h » einiger Zeit heimlich entfernte. Die gerichilicht Untersuchung ist im Zuge. Vichard Wagner-ßyclns in Kraz. B' Dir«c,ion d«r vtretnigten Bühnen in Sraz hat tat Enischlus« gefas«t. anläßlich de« 25jährig«n Ju!». läum« der Bayreuther Bühnkn-F«stspiel« «not Wagner-Eyclu« zu veranstalten, um auch de« groß» Publicum da« Schaffen eines der gtößlen, bah»-brechend«» Resormaior«n auf dem G«bi«te detttscter Tonkunst vor Augen zu führen. Bon dem Bestrei.» geleitet, eine Uebersicht üder die Entwicklung de« Meister« zu geben, ist eine chronologische R,ihnt> folg« der Abend« berücksichtigt und festgesetzt morde», wie folgt: Mittwoch, 29. Mai, Wagner-Cyclu« L .Rienzi" ; Freitag, 31. Mai, Wagner-Cyclu« II. »Der fliegende Holländer*; Montag, 3. Jmi, Wagntr-Eyclu« III. ,Tannl>äus«r'; Mittwoch, ü. Juni. Wagner-Eyclu« IV. „Lohengrin*; Moitl-k. 19. Juni, Wagner-Eyclu« Y. „Die Meistersin>!er von Nürnberg*; Freitag. 14. Juni. Wognn-Eyclu« VI. ^Tristan und Jsold«'; Moni^, 17. Juni, Wagner-Eyclu« VII. .Rheingold'i Rummer 42 3)ienltag, 18. Juni, Wagner-Eyclu« VIII. „Die Walküre"; Donner«tag. 20. Juni. Wagner-Cyclu« IX. „Siegfried"; Sam«tag. 22. Juni, Wagner-Eyclu« X. .Gölierdämmerung". Dirigent be« Wagner-Cyclu«. welcher am 29. Mai v. I. beginnt und am 22. Jum d. I. endet, ist Herr Kapellmeister Weißleder. Um die Theilnahme an de« Gefammt-Cyclu«. welcher an den Graz«r Bühnen in dieser W«l>« noch nichl orranstUtet wurS« und zehn Abend« umfassen wird, möglichst zu erleichtern, wurde ein eigene« Abonnement festgesetzt. Honobitz, den 23. Mai 1901. (Landwirtschaftliche Versammlung.) Am IS. Mai veranstaltete der .Landivirtschaftlich« Filialverein in Gonobiy" eine allgemein zugäng-ltch« Vollversammlung, welche von vielen Mit» gliedern und zahlreichen Gästen besucht war. In derselben wuroe» vorerst vier Di« Vortrage« wurde über Kellerwirtschaft gesprochen,. Dieselbe liegt leider hier zu Lande noch sehr im Alrgen. Der Bauer läs«t da« ganze Jahr ü0«r sein« Fässer in irgend einem Schupfen liegen, ohne sie «einer Beachtung zu würdigen. Die Presse weUt oft noch vor der Lese die Reste de« alten Pres«stockce« auf. Millionen von Schimmelpilzen haben stchh hier eingenistet und sind geeignet, den kommendem Rebensaft mit den ersten Krankheit«-keimen zuu verpesten. Peinliche Reinlichkeit also bti allen Geschirren und Gerathen, die bei der Wein-dtretlung in Verwendung kommen, ist bringend nöthig. !Aber auch dem Öfteren sorgfältigen Abziehen dee« Weine« in einem luftigen Keller bei schöner SWiiterung ist große Ausmerksamkeit zu schenken. Der Weinkeller soll auch nicht der Auf-bewahrunogSsrl für Sauernraut. Rüben. Kiriaffeln u. dgl., I sondern lediglich nur für den Wein be-stimmt feuin. Der in Bildung begriffene Wein ist imstande. . allerlei Gerüche in sich aufzunehmen, wodurch da« Product einen großen Schaden er-leidet. Nciachdem noch die verschiedenen Krankheiten der Weinme und deren Behebung desproben wurden, schlos« erer seine recht interessanten Ausführungen. — Nach ) Schluss der Versammlung wurde in Be-gleitung de« Weinbaucouimiffar« ein Rundgang durch die « hübschen Skalitzer und Hangenberger Wein-rieben unimernommen. wobei man Gelegenheit hatte, sich von , dem günstigen Stand der Culturen zu überzeuge:;««, aber auch wahrzunehmen, das« der ver-gang«n« S Winter so manchen alten Redstock ver« nichteie. : Im Weingarten de« Herrn Sutter wurde Halt gem «acht, und manch süßer Tropfen wurde den milden WWanderern von dem gastfreundlichen Be« sitzer cred,eden»t. — Au« Anlas« de« fünfzigjährigen Bestandet« der Filiale versammelten sich noch am Abende z zahlreiche Freunde der Landwirtschaft in Herrn EiEmur« Gasthau«, wo man bei heiterem Gedankenitaouilausche in fröhlichster Stimmung dem lieben GaÄa'ie au« Graz Gesellschaft leistete. Möge chl«vekannl Vertreter der Herrschaft Rann ist und vermutlich sogar den erwähnten Recur« verfasst hat. bethet-ligte er sich doch al« au«schus« Mitglied an der Abstimmung, welche« Vorgehen schon nach § 40 der Gerichtsordnung nichl zu rechtfertigen «st. Hleue ?ostavlage. In S, e r n >t e i n, Post Hochenegg ist eute Postablage mit Postwertzeichen-verscheiß und Briefkasten errichtet worden. Anfbcsseravg der Ziezüge der Nofimanipn-tantinne«. Jnsvlge meyrfaqer VorfttUung üoer di« unzulänglich« Entlohnung wird vom 1. Juni ab d«r Taglohn der provtsonschen Post« uno £el«-graphiN'Manipuluniintn nach Vollendung oes eilten DienstjahieS von 2 aus 2 K 2u h erhöht. Beim Eintruie in da« Defiiiltivum wird dl«>ei> Ange-stellten der Monat«lohn von 60 X aus 08 K «rhöht. Woßkthitigkeitsftst im Ijurggarlc« zu Hra; am 10, 11. nnd 12. Au«i. Der Statthalter für Stetermark Graf Elary uno Aldringen regt« mit Rücksicht aus die Verheerungen der Elementar-kaiastrophen in den letzten Jahren die Gründung eme« No>h>ta»d«so»o«S in Sieiermart an. Dieser Fond soll die Besltmmung haven, einerseits im Falle vo» Elementaielttguissen schnelle Htlse an die Hand zu geven, aiioei|tiu aver auch die sür derartige Calamuäten oersUgvaren Getomitlel 'zu vermehren. Cine feste Grunolag« für d»e>e» Fond zu schaffen, ist die Ausgabe de« Wohlthaiigltil«-feste« mit seinen zahlreichen Veranstaltungen. pie Generalversammlung des Hvitvanver» eines für Mittelsteiermark wird vom 1. Juni auf SamStag den 15. Juni L I. verschoben. Versammlung u m '/,8 Uhr avend« im Hotel „Goldener Engel" in Graz. Oomann bezw. Obmann-Stellvrrlrrter in LandwirtschastSaugelegen-heilen vom 31. Mai bi« 3. Juni nach Wien verrei«t. Die Mitglieder werden gebeten, recht zahlreich zu erscheinen. Obstdauverein sur Mittel-stetermark. Ktwas vomKaplanMnrsiö. Am 2l. d.M. fand vor dem t. t. KreiS- al» ErkenritniSgerichie Marburg in Verbindung mit anderen Strafsachen die Hauptverhandlung üder die vom bekannten Kaplan Muröic in et Benedikte» W.-B. gegen den Herausgeber der „Pettauer Zeitung" Herrn Friedrich von Kalchberg angestrengte Ehrenbeteidi-gungSklage statt. Die Anklage vertrat Dr. Brumeu, die Vertheidigung führte Dr. Amdrosusch, beide au« Petiau. Die Anklage stutzte sich darauf, das« Herr v. Kalchberg den Privatanklager in einer an da« Postamt in St. Benedikten gerichieien Eingabe fälschlich de« Diebfiahle« beschuldigt habe. Die bezügliche vom 4. Sepiember 1900 dauerte Eingabe hatte folgenden Wortlaut: „Löbliches Postamt! ES wurde mir von venrauenSwurdiger Seite mitaeiheilt, das« der Herr Kaplan die sür H«rrn Jesovnik uno Verdenjak gehörigen Nummern deS „Ltajerc" jedesmal wegnimmt, so das« bewus««e Abnehmer die Blätter nichl erhalten können. Ich schtcke nun abermal« Blätter an d,e genannten Aoreffen und fall« sie wieder „verschwinden" werde ich gegen den Kaplan die Strafanzeige wegen Diedstahl, gegen da« Postamt Bened,tl«n aber die Anzeige ve, der Postdirection erstatten. Die« zur Darnach* Achtung. Friedrich v. Kalchberg." — D«r Bi-fchuloigte berief sich daraus, das« ihm von einem Abnehmer de« „Ziajerc" thatsächlich die Mittheilung gemacht worden fei, das« der »aplan von St. Bene-dikten, den er nicht gekannt habe, dm Kindern den „stajerc" abnehme. Von den einvernommenen Zeugen gab Georg JtSoonik an, Kaplan MursiL habe von der Kanzel gepredigt und den Kindern in der Schule ausgetiagen. den »Liajerc' zu zerreißen, wenn sie ihn iii die Hänve bekommen, denn der „ätajerc" sei gegen den Glauben und müsse au» den Häusern geschafft werden. Anton Horvat und sein« beiden Töchter bestätigten, das« Kaplan Muisic den Kindern im B«>ch»unl«rricht aufgetragen habe, den „Stajerc" zu zerreißen, in den Ofen zu werfen und den Eltern zu sagen, das« sie ihn nicht gesehen hätten. — Sonderbare Psltcht-begriffe entwickelte auch der Postmeister Franz Kermek von St. Benevikien, der da« oberwähnte amtliche Schriststück des Beschuldigten sofort nach Erhalt dem Kaplan MurSiö ausfolgte, da«fetde jedoch in gar keiner Weise erledigte uno die« dahin Seite 7 ausklärte, er habe die Eingabe, da sie nicht von der Postdirection herrührte, al« einen Privatbrief behandelt. — In ber Begründung ber Anklage leistete sich Dr. Brumen den küdnen Satz, Kaplan Muriic sei berechtigt gewesen, in der Kirche gegen den „ötajerc' zu sprechen, da dieser kirchensetdlich sei. Der Vertheidiger. Dr. Ambrosistch, verwies auf die Verwerflichkeit der Mittel, mit denen g«g«n den „Liajerc" in Kirche und Schule gearbeitet werde, bei«ritt, das« in der an da« Postamt St. Benedikten gerichteten Eingabe ein strafbarer Thatbestand gelegen sei und stellte fest, das« diese Eingabe nur ein Act gerechter Nothwehr gegen die vielen Anfeindungen gegen den .Zlajrrc' gewesen sei. Der Gerichtsdos. der unier dem Vorsitze de» k. k. L.-G.-R. Vouöek stand, sprach de» Beschul-digten Friedrich v. Kalchberg frei und zählte ihn vom Kostenersatze lo«. Aahr- nnd WiehmärKle in SteiermarK. Am 31. Mai: Graz, Stechoiehmark nächst dem Schlacht-dause. — Riez. Bez. Oberburg. I. u. 8. — Am 1. Juni: Graz. Gel reibe-. Heu- und Strohmarkt am Gri«-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Lang. Bez. Leibnitz, V. — St. Leonhard, Bez. Windischgraz, V. - Rann, Schweinemarkt. — Am 2. Juni: Tlosaiach, Bez. Leoben. I. — Am з. Juni: Heiligen Dreisaltigkeit. W.-B., Bez. St. L onhard, V. — St. Georgen. Bez. Cilli, I. u. V. — Groß-St. Florian. Bez. Deu>sch-Land«derg. I. u. V. — Schlavming V. — Frofaiach, Bez. Leoben, I., Pferde- und Schlachtviehmarkt. — Marburg. V. — Am 4. Juni: Radker«durg. I. и. V. — Windisch-Fetstritz. I. u. V. — Am 5. Juni: Graz. Pferde- und Hornviehmarkt nächst dem Schlachthaus«, Getreide-, Heu- und Stromarkt am Grie«-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Lemberg, Bez. St. Marresn, B — Leuischoch. Bez. Arnfel«. Kleinoiehmarkt. — Rann. Bez. Pettau. Schweinemarkt. ?erso«aluachricht. Au« diesmal allerding« nicht ganz verla ß.icher Quelle erfahren w^r, daf< Herr Johann Z i m n i a t, welcher die Wege an der Eisenbahnstrecke in Tschret so fchars überwacht, von der Südbahn zum Ehren-Weichenwächler ernannt worden ist. Die Mittheilung der »Südsteiiischen" beruht auf einem Missverständnisse. Eingesendet. Deutschvölkische Arbeiter! Aokisgenossen aller Stände! Herausgegeben vom alldeutschen ReichSrath«-und LandtagSabgeordneten Franz Stein, ei» scheint Ende Erniing« ^August) l. I., in Ausstattung wie Inhalt gleich gut, wiederum da« Jahrbuch der dentschvölkischru Arbeiterschaft 1902 in Taschensormat. Außer mehreren Lichtdruckbildern und sehr ge» biegenen Aussätzen au« der Feder hervorragender Parteigenossen wird da« Jahrbuch eine Fülle von Itützlichem, Wissenswertem und Belehrendem in sich bergen. E« wird Sorge getragen, nach Thunlichkeit allen Ansprüchen unserer Parteigenossen gerecht zu werden. Um nach jeder Richtung hin zu entsprechen, wolle man allfällige Wünsche ehesten« bekanntgeben. Mit der Bestellung soll nicht gezögert werden, und insbesondere werden die ehrenfesten deulfchvölkifchen Gehilfen- und Arveiterv«r«ine, iowi« Verbände de« Bund«« deutscher Arbeiter »Germania" ersucht, ihren Bedarf rechtzeitig anzumelden. Der Pr«i« d«« ganz in Leinen gebundenen, über 17 Bogen stark«» Jahrbuche« beträgt nur K I 10. Mit alldeutschem Gruße die Nerwaltnug des Iahrb«ch«5 der deutschvöltischen Arbeiterschaft, Kger, Schiflgaffe 1/11. Sriefkasten. Herrn R. Sie haben recht; da« Lümmeln vor den Gewölbethüren, so das« vorübergehende Damen vom Bürgersteige aus di« Fahrbahn tr«ten müssen, ist ein« Unart, die «inrr g«wiss«n Rasse h«rvorrag«nd eigen ist. Ein polizeiliche« Einschreiten dagegen wird wohl nicht gut möglich fein. Deutscher Schulverein. In der Sitzung de« engtren Ausschusses vom 15. Mai 1901 wurden für geleistete Spenoen: der Sparkasse in Lamb, Herrn Bergingenieur Wilhelm Hutter in Groß WalterSdors, Herrn Dr. E. H in W., der Firma Grüuberger & Seid«! in ZittuU, Seite 8 JftnU&t lU**«* 42 der .Neuen Freien Presse- in Wien sür die Ueber-«littlunn eine« Artikelhonorar«. ferner der Ortsgruppe in Engeltberg für den Ertrag einet Verein«« aveno« «it «usikalischer Unterhaltung, dem Männer« gesang. erein in Jabloney a. I. für den Reinertrag »mer Liedertafel, der Ortsgruppe de« zweiten Be-zirke« -n Wien für den bei dem Feste de« 2vjähr. Bestand,« eingegangenen Betrag, der Frauenori«« g'Uppe de« XIX. Bezirkt« in Wien für den Rein-ertrag de« Feflaiend« vom 12. März 1901, der Ortsgruppe Freiheit sür den Ertrag de« Militär« concotc« vom 10. Februar 1901 und de« Reinerträge« der Unterhaliung vom 24. März 1901, der Ortsgruppe in Jadlonetz für den Ertrag der Jahresversammlung vom 28. April 1901, der Ortsgruppe Arnau für den Theilertrag eine« Theater-abend« und für den Erlös aus der Bolloersamm« lung ver geziemende Dank abgestattet. Der Anfall eine« Legate« nach Herrn Karl Bo^el in Dauba wurde dankend zur Kenntnis ge« tiommen. Der Schule in Benetzko wurde für die Ab« wälzung ein außerordentlicher Credit bewilligt, den Echulbauten in Jaberlich und Jlfau wurden Sud-ventionen überwiesen. Angelegenheiten der Unter-ucht«a>istalten in Gereui, Laimgrube, Lipnik und St. E^ydi wurden berathen und der Erledigung zugeführt. Herr Dr. Wolffhardt erstattet eingehenden Bericht über die am 5. Mai l. I. stattgehabte Tagung de« fielermärkifchen Gauverbande«, welche stark besucht und einen allgemein befriedigenden, die Zwecke de« Verein« fordernde« Verlauf nahm. Der Wanderlehrer Nowotny erstattete Bericht über seine letzte Reise und die Besuche in Michal-kowitz, Zabred, Klein-Kuntichitz, Oftrau, Przivo«. Witkowitz, Feredek, Mist.k, Neutttjchein» Leipnik und Mähr-Weißkirchen uno die gemachten Wahr» nehmunqln. Herr Nowoiny wird nunmebr Nieder» Österreich und Südböhmeu bereisen um die dortigen Ortsgruppe» kennen zu lernen und wird feiten« der BeremSle'tung gegebenenfalls freundlichst um dessen Unterstützung e> sucht. vermischtes. patentierte »etterfefle IayadefarSe« zum Eebüuoeanstrich liefert die altrenonimierte erste k. k. ausschließlich prio. Fasadefarbenfabrik Karl Kcon-steiner, Wien III., Hauptstraße 120, auf welche alle Jnterefsenien aufmerksam zu machen, wir uns verpflichtet füvlen. 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Da« hübsch auSgestatteie Blatt bringt neben fachwissenfchaftlichen Artikeln eine Fülle unterhaltenden Stoffs in Form von spannenden Erzählungen und Hu-moreSkea, Räthsel «, ferner Concertberichte und Pro» gramme. welche über die Thätigkeit in Kreisen von Zitherspielern orientieren. Jede Nummer enthält vier-seitige Musikbeilagen in Wiener Stimmung, deren Wert allein schon den wirklich billigen Preis von K. 8.— pro ganzes Jahr übersteigt. Probenummern stnd durch die Verwaltung in Wien VI, 2, Webgasse 9, gebüren» frei erhälilich. Von der Wiener Wochenschrift „Die Z r i t" (Herausgeber Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max Burckhard, Dr. Heinrich Kenner, Prof. Dr. Richard Mulher) ist da« 346. Heft erschienen jlboniiement» aus diese Woch»n> schrift, viertelj. 0 1\, nehmen die Post, alle Buchhan » lungen und die Administration, Wien, IX/3, entgegen. — Einzelnummern 60 b. — Picbenummer grati» und franko. „Der österreichische Protestant." Eine Monatsschrift für die evangelische Kirche Oester-reich«. 26. Jahrgang. Herausgegeben von Robert Johne, evang Pfarrer in Klagensurt und Martin Modl, evang. Pfarrer in Bielitz. Preis jährlich 4 Kronen. Beth von I. & R Berlfchinger in Klagenkurt. FRITZ RASCH, Buchhandlung, CILLI.1 Eingesendet. «Keil'S Strodhutlack) eignet tich not» züglich zum Modernisieren von Damenftrohdütei. — Keil'S blauer, schwarzer, rother und arüner Strodhutlack ist bei Traun & Stiget in Cili erdältlich. — 59 . 5AU£RBRUNjy^ CfHp ^ \nLTB£fr^HMTES « Erfrischungs-QetrSnk Unübtrtroffaims Mknastr. Haupt Vertretung: j. Trojan, JGraz, Uiüm l>lier»ll zu habrii. unentbehrliche Zahn-Cröme, erhält die Zähne rein, weis • und gesund. lirocate, Damaste and glatte Waren in r«icl»er Auswahl. Verkauf direct ab Fabrik an Printe Bieter- and robenweUe in Orieinal-Fabnkspreii«, Muster franco. Sei den Warenfabrik (.rhrsidrr Mrlilrl. Wien, VII., Zollerlasse Nr. 19, Liidta-gassR Nr. 38. M" Schutzmarke: Anker • LIHIMENT. 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Die Originalhrfefc haben zum Theil den Behörden zur PrOfanir vorgelegen und kann jeder Interessent Eiuaicht in dieselben Man verlang* gratis Broclifire mit Hunderten von Dankschreiben vom 'jrUngeo. midrn«trlnrr Curanatalt. Hauptgebäude. Lungen leiden. Tlerr P. R. ia 8. theilt «m nach ftLnfwockent-lieber Beheadlung ».ein*» Lungnnleidena all; „Ich theile Ihnen mit. dass Ich durch Ihm Cup hergestellt bin u. 5. w. Institut „Spiro-Spero", Kötzschenbroda-Drosden Meissnerstrasse 216 nnd 26a. ■iiiiiiiiKriiiiiuiiiiittiiiiiiiiiiiiiiiiiifliiBuiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiuiiiiKiiiiiiiiiiiiiriiiiuniiBiniiiiiiiiiiiiiiiiimiiitriiiiiriifliiiuiiiitriiiiHiiiaiiiium Ich litt achon lange an heftigen Aalhmaaafällen, immerwährendem Katarrh und liuiitB. Di« Athrmnotki atieg ao hoch, daaa |nb oft nur mit Müh* gehen konnt« nnd nach nur wenigen Schritten schon Heben bleiben, ausruhea und Athem holen maule. Auch halte ich »hell» •«blechten, theiln gar keinen Schlaf, In der Brust hörte maa immer pfeifende und kiemeade Oeriuache. Die AafiUe traten dra Anend» no heftig ans, daaa Ich mich firchtete au Bett i« legen. Durch daa angestrengte Athcmholen und immerwihrende Bunten war leb ao matt geworden, da*« mir Jed* Bewegung schwer wurde. Ich hatte achon riete Aerzte an ltathe gezogen, aber vergebens. Da wurde ich durch die vielen Dankeckreiben der Fatientea aas fite aufmerksam und bat, aach mir die nöthigen Terordnaagen zugehen aa lassen. Schon nach Htiglgem Gebrauch der Our verspürte ich Linderung, die seblianallch la volle Hellung ftbergieag. Für die groeac Hübe, welche Sie aich aur Bekämpfung meinea Leidens gegeben habea. spreche ich meinen verbladlichaten Dank aaa und kann daher die Cur aur bestens empfehlen. Frits Crbsn, Invalidee-Ueterofflcler. Neben »lebende Unterschrift besebeiaift: Frledrlrhsgrund, den f. Sept. 1900. Der Oemeindevorstaad. Habelacher. Grafachaft Glati. Magenkatarrh. Asthma, Rachenkatarrh. Herr O. H. In v.. welcher das Institut persönlich anfauchte, wobei obig* I>iagnu»e festgestellt werde, theilte, nachdem Patient mehrere Mal über den Verlauf der Cur berichtet hat, Nachstehenden mit: ,Zs meiner gröaatea Freude theile ich thaea ergebennt mit, dasa aich mein Leiden innerhalb der letzten 9 Woche« (aeH meinem letzten Bericht} in ao erfreulicher Welae durch Ihre Cur gebeaaart hat, daaa Iah Jetzt völlig getuud bin u. a w. «tt: .«Ihre gesund:** Vor 9 Jahren erkrankte ich zum zweiten Mal an »ehwrer doppel-aeitlger Lungeneatalinduag, mein Leben hing nach Aussprache unseres langjährigen lluusarztea an einem Zwirnfaden. Dur« h grosse Pflege und mit Gelten Hilfe überstand Ich die Krankheit. Doch schon nach * Meaaten bekam ich nach Anasage des Arztes einen Lungenlappoekatarrh. Obwohl leh nach Bad.......gieng und trotz der vielen Mediaia, die Ich monatelang nahm, hustete ioh. hatte tftflicbea Kopfschmerz aad magerte ab, wa» meinea Kliern grossen Kummer verursachte. Da bekam meiae Mutter ein Zeltaagablatt über Ihre Cur la die Hand. Kura entschlossen klagte Sie Ihnen ihre Noth und sofort he-aatworteten Sie in liebevollster Welae und nahmen mich in schritt-liehe Behandlung Schoa aach kurzer Zeit fühlt« ich Besserung und diee bestärkte mich aad meine Mutter, die Cur energisch fortzusetzen. Sieben Monate habe ich Ihre Vorschriftea sträng befolgt, da war dar Hasten verschwanden, ich fühlte mich se krafü*. ick tr'th von unserm Arst uaternuchen lleaa und dieaer ganz erstaunt aas Lungen sind ganz ausgeheilt, loh gratuliere, 8!u sind L Nebst öntt dank* leh Ihnen, daaa ich «In geaunrfer Meanch bin, der nieb aaln Brod verdienen kann. Daaa Sie für die gringslen Kosten meine Behandlung leiteten, werde ich aie vergesaea und dankbaren Herzen» Jedem Ähnlich leidenden Mitmenschen Ihre Car dringend empfehlen. Her »aaa Schneider. Wirtachafte-Aasistcal. Gut Gleinig p. Guhrau, Bez Brealau, den 4. Sepl. ltOO. Stempel. Beglaubigt: Der Amtavorataher. Schaalder. LUNGENBLUTEN Herr W, R. in K. theilte Vachatebeadee über aeine Krankheit mit: «Schleimiger, eitriger, oft blutiger Auswurf, verbunden mit Herzklopfen und heftigen Rückeaachmerve", manchmal Schwindel-anfalle uad in der Regel kalte Ffta*e u. e. er. Der 8ch1ussberfchl lautete folgendermassen t »Mit 1* reuden benachrichtige ich Sie wieder, daaa meiae B jsaen aahftlt und ich mich wieder vol'stäadig geaund fühle* a. a w. Mageklei den Der Bergarbeiter K. R. la H. Bebildert »ein Leiden folgendemsaa*; wLeide aelt > -—8 Jalirea aa Megenleid*n, bin immer mager, nahe dann und waaa Angstgefühl, nichl viel Appetit zum Csa*n; habe iah gegessen, ao ist der Leih sehr feat, äbelriecheader Athem «aurau Aufstossea, Blutarmuth, harter StahL Erbrechen. Herzklopfen. Kopfschmerzen. Kriftevarlaat, zeitweiliger Luftmangel. Ma^cnarhaurL Schwindelgefühl und Sodbreaaea*« Der letzte Brief lautete: «Ich will Ihnen mit Freadaa mittheilen, dasa ich wieder gaaa ge* auad bia. Ich habe wieder Lust zur Arbeit, was früher nickt dar Fall war, dasa Esnea schmeckt mix wieder a. a. w. ASTHMA Hll rm4a« kun ich Ui.ii ■llA.il«, du. Ick durch Ihr. Cm voUotiadir («hallt bin. ! Jahr, litt leh .» A,thm^ v.IrbM alak d.rck RuaaLn und Pfeif.n aur d.r Bru.l txaiKkbw tuohia. M4 darauf trat Atb.an.tk »ia, daaa iek glaubte cr.tlek.n ia miam. »acku Baute ick I* H.tt» lltaea uad konnt, aieht aekiafea. nli« ■lr da. I.«b.» .ia. Folt.r war. Di. T.raehl.daaataa Mjtt.l «ana ohn. Krfolf Da wandt, ioh mich aa gia aad war nack « M.aaua TolUtkadig r.h.Ut und kann dah.r khniiek L.M.ad.a ihr. Car aa» Beat, emjifahlan, lad.M Ick Ihnen beataoa danke. Iwdtjr, Ick di« durch rnalae Unterschrift. Coarad Heffaar Zar 8«claubi(aa( der Cataraotirin. Altdorf, 4. Sepl. 1*00. Stempel. StadiMclatral. ^ ^ —. wevtaaa Die Cur ist auch brieflich und ohne jede Berufsstörung durchführbar. C. M. Walia. 6028 Nummer 42 ^pevtfch- svach»'' Seite 13 Kühl Küchen Kochen ■!Gas 6020 MWWMMMWMWMWMWMffZMZMUUM Die Genossenschaft der Gastwirte von Cilli beehrt sieh dem geschätzten Publikum zur gefälligen Kenntnis zu bringen, dass sämmtliche Gastwirte, Hoteliers und Restaurateure von Cilli vom heutigen Tage an den Yerschleiss von Flaschenbier übernommen haben, und ist tiiffllcla srlftctl |fe-fiillU's l'lttM'liciihicr über die Oum« per Liter 15 kr., '/» Liter 8 kr. in sämmtlichen Gastwirtschaften Cil!.» erhältlich. Mit der Bitte um recht zahlreiche Abnahme, zeichnet Hochachtungsvoll Die Gennnscbaft der Gastwirte von Oilli. Cilli, den 30. September 1900. ffiSi M5J—7# M.»ivnknMv- ytttiltffst rkstnlio Grazerstrasse 15. Anlässlich der Plin^stfeierta^e Steinfelder Bairisch-Bier nach Miiii(;hner Art. 6039 Pittss - Stanfer - Kitt In Taben nnd Gl&s«rn mehrfach mitGold-und Silbermedaillen prämiiert, unübertroffen zum Kitton zerbrochener Gegenstände bei: H. Prrtt-nrr, .Ylorl* Haurh. Glashdlg. 5814 •••• ...1 tv. > L- 3cbe Daustrau und /Iftutter ist zu beglucfcwunscben, ofe mit iRücftstcbt auf Gesund bett, Ersparnis, TRclnbclt und Woblgescbmack ftatbreiners H^ncipp-Zlvalzkallee (ccbt nur ln den bekannten Grtgtnal Vaketen) verwendet. V' jÜfc r'' ' • * ■ * fc.-'V- V 4* Y&jLÜl «aa WMWDM ♦:«; 5wf%V: 5629 Haus- ^ -<# «*- Verkauf! 3n einem Curortc stNarktgetneinde), sehr stark bevölkert, ist ein Kaufmanns, haus zu verkaufen, eventuell zu verpachten. 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