Nr. 104 Samstag, 8. Mai 1913. 134. Jahrgang. Mbacher Zeitung P»ü„»«er»tt«»«p«l«. Mtt Poftl»ll!enbuug: ganzjihrih »o «. lialbjähiig tü li. Imftontoi: ganzjährig l« lv, halbjähiig 1l K. Für dir i^ftüllli»,, iu« Hau« «anzjübrig ^ »,. - I»s»r<»»»»»«,bühe: Mr Neine Inserate bl» zu vier geilen »0 d, größere per Zeile 12 k; bn »flerrn Wiederholungen per Zeile 8 b. Die »Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit «usnalime drr Lon» und Feiertage. Die AvUlintstra«»»« befindet fich Vlilloöiöftraße Nr. IS: die »«dnktlon Milloöiistraße Nr. i«, Sprechstunden der Uedaltlll» u°!> « bi« l0 Ilhr vurniittag«. Unjranllerlr Briefe werden nicht angrnummen, Vlanullriple nicht zurückgestellt. Telephon-Ue. der Uednktion 52. Amtlicher Geil. Seme k. und k. Apostolische Majestät haben Seine k. und k. Hoheit den durchlauchtigsten! Herrn Major Erzherzog Heinrich Ferdinand zum Oberstleutnant allergnädigst zu ernennen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten aller-ßnädigst das nachstehende Allerhöchste Handschreiben zu erlassen: Lieber Admiral Haus! In neuerlicher Anerkennung Ihres verdienstvollen, Meine brave Kriegsmarine in ihrem tatenfreudigen Geiste fördernden Wirkens verleihe Ich Ihnen das Mi-litärverdienstkreuz erster Klasse mit der Kriegsdekoration. Wien, am 3. Mai 1915. Franz Joseph in. p. Den 6. Mai 1915 wurdc in der Hof- und Staatsdruckerei °as I.. Stück deS Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe aus« yegeben und versendet, HlichtcrmtNcher Geil. Eine französische Stimme über die deutschen Stickbomben. Die „Politische Korrespondenz" schreibt: Gustav Herbs wendet sich in seiner „Guerre Sociale" gegen die heuchlerische Entrüstung der französischen Presse über die Verwendung der Stickbmubeu durch die Teutschen. Mit Bomben und Granaten zu schießen, die Tausende junger Menschenleben vernichten, ist erla-ubt, Kriegsschiffe mittels Unterseebooten in die Luft sprengen, Bomben von Aeroplanen °der Ballons herabwerfcu. alles das ist gestattet, nur das "Usräuchcrn ist barbarisch, von der „Gefühlsduselei" der ^uager Konferenz verboten. Die Heuchelei der Entrüstung ^ um so flagranter, als man im August, da die Deutschen ^ Paris losmarschierten, nicht genug von der neuen Er-^nbilllg Turpins zu erzählen wußte, durch die bereits ^.(M Teutsche auf einen Schlag erstickt worden wären, beider hatte dic Erfindung Turpins den großen Fehler, daß sie nicht existierte. Dann fährt Hervs fort: „Statt den Deutschen die Verwendung von Stickbomben vorzuwerfen, sollten wir uns selbst den Vorwurf machen, datz wir uns in diesem Kriege wieder einmal von dem erfinderischen und organisatorischen Genie unserer Feinde überflügeln ließen. Hier, wie in allen anderen Dingen liefern sie Be-toeise von Initiative, indes wir uns in allen Routinen fortschleppen. Sie haben die Verwendung der schweren Feldartillcric erdacht und wir mußten diese erst an der Arbeit sehcn. um es ihnen nachzumachen, indes wir ziemlich viele große Kanonen in unseren Arsenalen hatten. Sie hatten die Idee, sich der Flugzeuge für die Regelung des Zielens auf lange Distanzen zu bedienen. Von selbst hätten wir das gar nicht gefunden. Wir mutzten erst ihre Schützengräben schcn, um uus dazu zu entschlicßeu, auch solche bei uus herzustellen, und dabei sind ihre Schützen-graben viel bequemer und viel klüger eingerichtet und bedient, als die unsrigen. Hinsichtlich der Auto-Maschinengewehre, der Auto-Kanonen, der Bomben schleuderer, der Lufttorpedos waren wir nur die Nachahmer. Was die Stickgase anbelangt, so mußten die Deutschen uns ihre vernünftige Verwendung zeigen, damit auch wir daran denken. Wir täten wahrlich besser daran, etwas weniger von unseren Eigenschaften der Initiative und von unseren schöpferischen Fähigkeiten zu sprechen und sie dafür etwas mchr im Kriege wie in Friedenszcitcn zu zeigen. Tllgeslicmglcitcn. — (Granntenblindheit.) Mit einer der merkwürdigsten in diesem Kriege zutage getretenen Verletzungen, mit der durch die Explosion einer Granate hervorgerufenen vorübergehenden Blindheit, beschäftigt sich ein Mitarbeiter der englischen medizinischen Zeitschrift „Lancet". Verschiedene Leute des englischen Heeres sind nach großen Anstrengungen durch die Explosion einer Granate in ihrer unmittelbaren Nähe geradezu gelähmt worden. Diese Erscheinung wurdc nicht durch die von der Granate hervorgerufene Erschütterung bedingt. Das Bewußtsein wird für einige Zeit dabei verloren, aber oft nicht in dem Maße, daß automatische Bewegungen ausgeschlossen sind, so datz die Soldaten im betäubten Zustande zu einer Ta-nitätswache taumeln. Dabei ist das geistige Gleichgewicht start gestört, dic Erinnerung an die eben erlebten Vorgänge geschwunden. Das Merkwürdigste aber ist, daß diese Kranken plötzlich erblindet zu sein scheinen, ein Vorgang, der bisweilen mit Taubheit und dem Verlust von Geruch und Geschmack verbunden ist. Die Augen tränen sehr nnd die Lider sind fest geschlossen gehalten. Nach Verlauf einer Woche oder z!vci lassen sich die Lider leichter öffnen und es wird dann sehr oft festgestellt, daß die Augen ganz normal sind. In dieser Zeit ist auch schon wieder ein Teil des Gesichtssinnes zurückgekehrt, und Licht kann von Dunkelheit unterschieden werden. Tcr Kranke tastet sich weiter und scheint merkwürdigerweise nicht über Dinge zu stolpern, die ihm im Wege liegen. Doch ist sein Gesichtsfeld noch schr beschränkt. Nicht selten erfolgt dann langsam eine vollständige Wiederherstellung. Am schwersten ist das rechte Auge zu heilen, das man zum Schießen braucht, und einige Patienten erklärten, daß sie sich in einem „blauen Rauch" zu befinden glauben. Der Mit« arbeiter des „Lancet" ist der Ansicht, daß diese zeitweilige Blindheit wie überhaupt dcr ganze Zustand von Gci-stcsabwesenheit auf eine „Verletzung des Bewußtseins" zurückzufahren ist, so daß dieses plötzlich aussetzt und das „Unterbewußtsein überwiegt". Das Problem ist ein psychologisches nnd verlangt noch genauere Untersuchung. — (Herlustc a» Menschenleben in Krien und Frieden.) Uns, dic wir diesen Weltkrieg miterleben, erscheinen die Verluste mi Menschenleben, dic hier gefordert werden, außerordentlich groß und in gar keinem Vergleich zu setzen mit den Verlusten, die die Gesamtbevölterung in friedlichen Zeiten erleidet. Dennoch ist der Unterschied gar nicht so ungeheuer, wie wir wohl glauben. Der Tod ist im Frieden ein nicht viel seltenerer Gast als im Kriege; nur hinterläßt sein Erscheinen bei uns eine andere seelische Wirkung, hat viel des Gewaltsamen nnd Furchtbaren verloren. Dies betont Tr. Hermann Fricdmann in einem Aufsatz der Zeitschrift „über Land und Meer". Selbst die gewaltigen Opfcr dieses Weltkrieges ändern, auf eine längere Reihe von Jahren verteilt, an der Sterblichkeit der europäischen Völker nicht viel. Das deutsche Volk wird nach dem Kriege zahlreicher sein als vor ihm, denn sein Geburtenüberschuß genügt, um die Lücken auszufüllen. Die Sterblichkeit des russischen Volke? vergrößert sich für die Dauer des Krieges um schätzungslveise 18 Prozent, Feuilleton. Die Unseren halten stand.* Von Aisi Mtingcr. (is war bei, einem glänzenden Feste, man bot den Gästen vom Besten das Neste. Ein Meer von Blumen; ein Glanz von Lichtern auf fröhlichen, weinerhitzten Gesichtern! Es war ein Schwea.cn in teuren Weinen, ein Blitzen von kostbaren Edelsteinen, ei" Plaudern, ein Scherzen, ein Flirten, ein Lachen, cin Überbieten in tausend Sachen! Vei einer Flasche mit dreifachem Stern !aß eine Gruppe vergnügter Herrn in tiefen Stühlen. Hie rauchten und tranken, vertieft in Gespräche oder Gedanken. Sie sprachen vom Krieg, von der schweren Lage und von den Siegen dcr letzten Tage, von der guten Stellung dcr Deutschen in Polen, und wic sich die Russen dort Hiebe holen. Da erhob sich ein Herr, die Zigarre im Munde, nnd sagte ironisch, leicht in die Nunde: „Tja! Dis Deutschen, das sind tapfere Streiter, nur die Ost'rcicher kommen nicht weiter!" Ein beifällig Nicken lohnte dies Wort, dann sprach man weiter von Krieg, von Sport. * Dieses Gedicht wurde zur Zeit des heftigsten russischen Anslurmes auf Galizien verfaßt. Ihr, die ihr schwelgt in lausend Genüssen, ihr, die ihr ncht auf seidenen Kissen, wagt es, zu tadeln, was jene tun, die auf der! frostlallen Erde ruh'n? Ja, es ist leicht, mit gefülltem Viagen zwischen zwei Zügen Sekt zu sagen so selbstzufrieden, so spöttisch und heiter: „Nm diese Ost'reicher kommen nicht weiter!" Fern in Galizien, ununterbrochen wüten die Kämpfe, Wochen auf Wochen. Blutgetränkt sind die düstern Wälder, blutgetränkt sind die öden Felder. Tag und Nacht hört man Schüsse knallen, Hunderttausende sind schon gefallen! Marschkolonnen auf grundlosen Wegen, müde, zerrissen, durchweicht vom Regen; Frost und Entbehrung, Hunger und Grauen ails den verflackerten Augen schauen. Aber tief drinnen, da glüht ein Funken ist trotz des Jammers noch nicht versunken. Und dieser brennende Funk? spricht: „Wir müssen siegen, wir weichen nicht!" Und immer weiter, trotz Not und Gefahren — „Wir müssen vor Feinden die Heimat bewahren!" Rings auf den Feldern in Blut und in Wunden liegen, die hier ihren Tod gefunden. Verglast die Augen, verkrampft die Hände, Hunderte, Tausende, ohne Ende. Jeder vielleicht von diesen Blassen hat Weib und Kind daheim gelassen. Alle haben ihr blühend Leben Naglos fürs Vaterland hingegeben. Und der Kadett dort, fast noch cin Knabe, trug seine Jugend jauchzend zu Grade. Und die gebrochenen Augen seh'n zum Himmel empor in stummem Flch'n! Das ist kein jubelndes Vorwärtsbringen, das ist cin blutiges, stummes Ringen um jeden Fus; breit, um jeden Schritt, und Tod und Entsetzen gehen, mit. Den» unermeßlich »vie Sand an, Mce« strömen heran die russischen Heere. Mann auf Mann und Reiter auf Reiter, endlose Züge, weiter und weiter. Und bricht einer im Feuer nieder, zehn erstchn für den einen wieder. Aber die Unseren halten, stand, schützen die Heimat, schützen das Land, lämftscn um Frieden und um die Ehre: Sie sind der Staudamm für Rnhlands Heere! Kämpfen seit Monaten und seit Wochen, trotzen der Übermacht ungebrochen. Sie silid dcs Reiches stutzende Pfosten, Helfen dem deutschen Bruder im Osten. Sie sind der Schild, an die Grenze gestellt, woran des Zaren Gewalt zerschellt.. Sie brechen eher, als daß sie biegen, sie gehen nicht weiter - aber sie siegen! Laibacher Zeitung Nr. 104_______________ ______796 8. Mai 1915 eine ungeheure Ziffer, wenn man bedenkt, das, sich im Nllssisch-japanischeil kriege die Sterblichkeit dcr, Nüssen nur um dreiviertel Prozent vermehrte. Trotzdem werden auch hier die Verluste wieder gedeckt. Nur Frankreich wird aus dem Kriege mit einer absolut verminderten Voltszahl hervorgehen, denn die Sterblichkeit des französischen Volkes wird durch den <,lriog um L0 bis 70 Prozent erhöhl und seine geringe Geburtsziffer reicht nicht aus, um die schon drohende Entvölkerung aufzuhalten. Auch im Frieden sterben in Europa durchschnittlich etwa zehn Millionen Menschen jährlich, nnd wenn dies der natürliche Verlauf isi, so ist doch auch die gelvaltigc Vernichtulla, von Menschenleben in Fricdenszeiten ziemlich groh. In Deutschland allein gehen jährlich durch Unfall im Beruf 1U.0UN Personen zugrunde, I4.W0 enden durch Selbstmord, mindestens 1000 durch Verbrechen; im ganzen sterben 85.000 jährlich eines gewaltsamen Todes, also fast dreieinhalb Prozent dcr ßksamtsterblichkeit. Ein Bergarbeiter ist in seinem Ärbeitsleben von tödlichen Ereignissen durchschnittlich ebenso stark bedroht, wie dcr Soldat während eines. Krieges. Europa zählt nach jedem Jahre nach niedrigster Schätzung 1 ^0.000 ^älle gewaltsamen Todes; da 7hre Zahl nicht abnimmt, wird sie im nächsten halben Jahrhundert mindestens acht Millionen betragen. 44.000 Menschen tötete das letzte Erdbeben in Mittclitalien, das vor dem Donnern des Weltkrieges fast ganz überhört wurde; nicht mehr Menschen fielen 1870 aus deutsäfcr, im mal«, dschurischen Krieg auf russischer Seite. Die Pest tötet in Englisch-Indien jährlich mindestens 700.000, und sie ist ein vermeidba'reß Übel. Lslal- und Prouinzial-Nachrichtctt. Welche Mittel und Wege stehen uns heuer zur Verfügung, nm die Nebenperonospora erfolgreich bekämpfen zu können? Von 33. Stalicky, l. k. Weinbauinspeltor für Krain in Kandia bei Rudolfsweit. Anfang April l. I. wurden die staatlichen Weinbau-fachorganc Österreichs, die Vertreter der staatlichen landwirtschaftlich-chemischen Versuchsstationen, der k. k. Pflanzenschutzstation und mehrere Landes-Weinbaufachorganc voni k. k. Ackcrbauministcrium zu eincr fachlichen Beratung nach Wien cinbcruscli, wobei die obige Frage gründlich erörtert wuroc. Tie Pcronosporakrankheit der Rebc, die auch falscher Mehltau genannt wird, ist bekannt'ich cincr der gefährlichsten Feinde dicser Kulturpflanze, da sie, wenn sic nicht gründlich nnd rechtzeitig bctämftft wird, nicht nur die Trauben, sondern auch den Rebstock selbst zu vernichten vermag. Die Krankheil wird von cinem Pilz verursacht, der alle grünen Teile dcr Nebe, vor allein aber die Blattet und Trauben befällt und zum Vertrocknen bringt. Zu Anfang der Vegetation der Nebe, in der Negel Endc Mai bis Anfang Juni, verbreitet sich der feine Sann dieses Pilzes, den man die Sporen nennt, in den Weingarten. Beim Vorhandensein von Wasser keimen die Sporen des Pilzes in den Regen-, Tau- oder Nebeltroftfen au? und das feine Würzelchcn (Mycelium genannt) dringt in das Innere des grünen Psianzcntüiles cm, wo cs die Zellen aussauat und sie so zum Absterben bringt. Auf den Blättern sieht man zri dieser Zeit auf der Oberseite gelbliche bis gelblichbraune Flecken, die immer größer werden. Auf der Unterseite dcs Blattes wächst inzwischen das Mycel aus den Spaltöffnungen heraus und verzweigt sich baumartig zu Sporenträgern, auf dcnen sich neuc Sporen, die Sommersporcn, c'itwic'cln. ?ie mit Sporen behangenen Sporenträger bilden auf dcr Kl'.tcrseitc der Blätter die für diese 3'cükrantheit so ^awiiciistischcn weißen, lockeren Pilzc^scn. Bci V'lllcifc lösen sich die Som!N,:rworn ab und vermögen die inzwischen herangewachsenen neuen, grünen Teile der Rcbc zn infizieren. Dieser Vorgang wiederhol,! sich den ganzcn Sommer hindurch, bis sich vor dem Winter die Vieh widerstandsfähigeren, Wintersporen entwickelt habcn, in welcher Form dcr Pilz überwintert. Die bcfallcnen Blätter trocknen schließlich cin uud fallen frühzeitig ab, weshalb diese Erscheinung auch, als die Blattfallkrankheit bezeichnet wird. Die Trauben werden inzwischen auch befallen, obwohl nicht immer gleich stark und nicht immer zu gleicher Zeit. Fällt die Krankheit die Trauben früh an, so stehen sie schon in der Blüte oder kurz darnach ganz in den grauweißen Pilzrasen eingehüllt da; die kleinen Beeren verdorren und fallen bald nach der Blütezeit ab. Tritt die Traubenlrantheit später auf, als die Traubenbeeren erbsengroß oder größer geworden sind, so sehen die Beeren wie verbrüht aus. Sie werden vom Stiel-chen herunter ledcrartig braun, bisweilen auch bläulich, schrumpfen immer mehr ein, vertrocknen schließlich und fallen ab. Wird die von dcr Krankheit befallene Beere durchschnitten, so ficht sie auch im Innern wte verbrüht aus. Dadurch unterscheidet sich diese Krankheit namentlich von der Traubcnschimmel-(Oidtum-l)Krank-hcit, bci dcr in diesem Stadium der Entwicklung das Innere der Beere noch gesund und nur die Haufttpartie tränt ist, weil das Myecl des Oidiumpilzcs nicht ins Innere der Beere eindringt, sondcrn nur auf deren Oberflächc wächst. Die vom Oidium befallenen Beeren springen auch auf, was bei den peronosporakranken nie dcr Fall ist. Wegcn der braunen Färbung der voll der Perono-spora befallenen Beeren wird die Pcronospora-Trauben-krankhcit auch die Lcderbeerenkranlheit genannt. Die Peronosftora befällt die Traubenbeeren von den Traubenstielchen aus, was bei deren Bekämpfung beachtet werden muß. Man muß nämlich die Trauben mit der Sftritzftüssigtoit gut durchnässen, damit sie bis zu den Traubcnstielchen gelangt. ^Fortsetzung folgt.) Der Landcshilfsverein für Lungenkranke in Krain hiclt vorgestern abends im Bibliotheksaale der k. f. Landesregierung scinc diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab. Der Vercinspräsidcnt, Herr Hofrat Graf (5 horin -sky, begrüßte die erschienenen« Mitglieder und warf in seiner Ansprache einen kurzen Rückblick auf die Vercins- tätigkeit im abgelaufenen Jahre. Es ist begreiflich, daß die Kriegsereignisse, die uns ^nun schon seit zehn Monci-ten in Atem halten, auch auf die Tätigkeit des Landen hilfsVereines für Krain nicht ohne Einfluß blieben. Vo. allem mußte die bereits begonnene Einsammlung dcr Mitglicdcrbeiträgc für das Jahr 1914 infolge Einberufung des Vereinsdieners zum Kriegsdienste unterbrochen werden. Sic konnte erst nach Neujahr 1915 fortgesetzt werden. Doch ist zu bcmerken, daß alle Mitglieder dic außerordentlichen Verhältnisse, welche diese Störung bedingten, würdigten und daß das Ergebnis der Sammlung ein normales und befriedigendes ist. Die Einsammlung dcr Milglicderbeiträgc für das Jahr 1915 werde im Laufe des Sommers erfolgen. Infolge Überbürdung der Ausschußmitglieder in ihren verschiedenen Bcrufssfthä-ren mußte die Anzahl der Sitzungen des engeren Hilfsstellenausschusses eingeschränkt werden. Die Erledigung dcr einzelnen Fälle und Eingaben mußte in kurzem Wcgc, beziehungsweise per cirulandum erfolgen. Empfindlicher war die Störung, die durch die Einberufung zweier ärztlicher Mitglieder des Ausschusses bedingt wurde. Der langjährige Vereinsarzt Herr Dr. August LeviMi,k, welcher zur Kricgsdienstleistung einberufen wurde, ist in Przemysl gestorben. Der Verein verliert in ihm ein äußerst tätiges Mitglied und einen gewissenhaften ärztlichen Berater. Zahlreich sind die Gänge, die er im Interesse des Vereines unternahm, zahlreich die Untersuchungen, die er an Kranken durchführte, und unermüdlich seinc Tätigkeit im Interesse der ärztlichen Hilfsstelle. Dcr Verein wird ihm stets ein dankbares Andenken bewahren. Die Versammlung ehrte das Andenken des Verstorbenen durchs Erheben von den Sitzen. Generalsekretär Herr Dr. Demcter Ritter von Nlei-w e is-Trsteni^ki berichtete über die Tätigkeit des Vereines im Jahre 1914. Beide ärztlichen Funktionäre des Vereines wurden zu militärischen Diensten einberufen. Währcnd der Generalsekretär im Hinterlandc tätig ist und wenigstens zeitweise seine Kraft dem Vereine widmen kann, wurde Vereinsarzt Dr. August Leoi ,»« in l.2ib20ll psvzos0N82880 lis. 5ll. "5° 95.000.000 Xrouou. Laibachcr Zeitung Nr. 104___________________________797____________________________________8. Mai 1915 mußten die Ordinationcn in der Hilfsstelle vom Monate August an eingestellt werden, weshalb auch für das vergangene Jahr keine ziffermäßigen Belege über die Tätigkeit der Hilfsstelle gegeben werden können. Auch sonst erfuhr dic geschäftliche Tätigkeit des Ausschusses so manche durch die Verhältnisse bedingte Einschränkung. Trotzdem konnte der Betrieb deZ Vereines fast in vollem Umfang aufrecht erhalten werden. Die vom, Jahre 1913 verbliebenen 38 Familien mit 150 Familienangehörigen blieben weiter in Obsorge des Vereines, wobei in Vertretung des Arztes die Vercinspflegerin eine velinehrte Tätigkeit entfalten mußte. Eine besondere Sorgfalt wurde dem im Jahre 1913 eröffneten Kinderheim zugewendet, dessen Stand auf 15 Kinder erhöht wurde. In das Sec-Hospiz Grado wurden auf Kosten des Vereines zehn Kinder entsendet, die dort trotz des inzwischen aufgebrochenen Krieges ihre zweieinhalbmonatliche Seebadekur beenden konnten. Nebstdcm wurden drei skrofulösen Kindern und einem mit ausgeheilter Knochentuberkulose behafteten Mädchen namhafte Unterstützungen zugewendet, damit sie in privater Pflege in Grado Unterkunft finden und dort die Seebäder benutzen konnten. Je zwei Kranken wurden auf Kosten des Vereines mchrmonatliche Kuren in der Tuberkulosenheilstätte Hörgas und im Seehospiz Valdoltra bel Trieft ermöglicht. Acht Kranken wurden Unterstützungen zur Durchführung klimatischer Kuren teils am Meere, teils im Gebirge gewährt und schließlich mehreren von Tuberkulose heimgesuchten Familien Aushilfen zwecks besserer Ernährung und Kräftigung, ^'czw. Isolierung der gesunden Familicnmitglieder bewilligt. Der Generalsekretär sprach schließlich allen, die die Bestrebungen des Vereines gefördert haben, den wärnrsten Dank aus; er gab gleichzeitig der Hoffnung und der Bitte Ausdruck, daß die maßgebenden Faktvren, in erster Linie der krainischc Landcsausschuß, der Ge-mcindcrat der Stadi Laibach und die Krainische Sparkasse dem Vereine auch in Hinknnft gewogen bleiben. Ihre Unterstützungen ermöglichen ihm ja in erster Ncihc die ausgebreitete Vereinstätigkeit, wie sie sich im Laufe der letzten Jahre entwickelt hat. — Dcv Bericht wnrde von der Vcrsammlmia, beifällig ausgenommen. Der Vermögcnsverwalter des Vereines, Herr Direktor Artur Mahr, berichtete über die Geldgcbarung, die für das Jahr 1914 7031 X 43 /i an Einnahmen und 10.621 /< 49 /l an Ausgaben ausweist. Di5, Oswald Stieger, Franz Primic, Karl Ukmar, Dr. jur. Richard Krisch, Wilhelm Kusternik, Rudolf Müller, Franz Svete; zu Lcutnanten die Fähnriche (Kadetten) Dr. jur. Ludwig IcluD und Gottfried Vi-drich, schließlich im landwehrärztlichen Offizierskorps zum Regimentsarzt im Verhältnis der Evidenz den Oberarzt im Verhältnis der Evidenz Dr. Johann Nobida. — (Bccidigunss der l. l. freiwilligen Schützen.) Morgen findet auf dem Kongreßplatz in Laibach die feierliche Beeidigung der k. k. freiwilligen Schützen der Kompanie Laibach 1 nach vorhergehender Messe in der Ursulinerinncnkirchc statt. Die heil. Messe zelebriert Herr Marinesuperior Kotolj, die .Kirchenmusik besorgt oie Militärkapelle des Infanterieregiments Nr. 97. Beginn der Messe um 10 Uhr vormittags. Bei Rennwetter sin-dot die Beeidigung nach dem Gottesdienst im großen Saale des „Mestni dom" statt. Alle angemeldeten l. l. freiwilligen Schützen werden zu diesem Behufe aufgefordert, sich morgen pünktlich um halb 8 Uhr früh im Hose der Alten Landwehrkaserne einzufindcn. ^ Die Oberleitung für die k. k. freiwilligen Schützen. (Gcbiilirenfreie Befördern,,» drr ^.'nndsturmpflich-tincn zur Musterung uud EinrUctuna) Mit zuind-machuna der politischen Behörden wurde die neuerliche Musterung der in den Jahren 18?« bis einschließlich 18W sowie der in den Jahren 1892 bis einschließlich 18i)4 geborenen ^andsturmpflichtigen augeordnet. Dicsc Personen werden bei der. Fahrt uon ihrem Aufenthaltsorte, ^un Musterungsort und zurück sowie, falls sie zum ^anosturm-dienste mit dcr Waffe geeignet befunden werden, auch uon ihrem Aufenthaltsort in den Einrückungsort auf «Hruno des Landsturm-Legitimütionslilattes — ausgenommen in Schnellzügen — gebührenfrei ucfürdert, jedoch nur dann, wenn sie das Landsturm-Legitimationsblatt vor Antritt jeder Fahrt beim Fahrkartenschalter abstempeln lassen. Bei Fehlen des Stempels werden dic vollen Zivil-preise eingchoben. — (Reisen von Wehrpflichtigen ins Ausland.) Nach der Minislcrialucrordnung vom 25. Juli 1914, R. G. VI. Nr. 160, ist den Wehrpflichtigen die Überschreitung der Grenze der Monarchie nach dem Auslande verboten. Ausnahmen lönncn in besonders rücksichtswürdigen Fällen von der politischen Landcsbchörde im Einvernehmen mit dem Militärterritoriallommando erteilt -oerden. Da dein? nach für die in Kram wohnhaften Parteien das Einvernehmen der k. k. Landesregierung in Laibach mit dem l. und k. Militärkommando in Graz vorgeschrieben ist, können die Parteien auf eine zeitgerechte Erledigung ihrer Ansuchen nur dann rechnen, wenn ^ie dämm wenige stens 14 Tage vor dem beabsichtigten Antritte der Reise bei der Bezirtshauptinannschaft ihres Wohnsitzes, im Po-lizeirayon Laibach bei der l. k. Polizeidirektion, unter Beibringung der erforderlichen Dokumente, insbesondere der Ausweise über ihr Militärverhältnis einschreiten. — (Ttcuerfreie 5V2^ige österreichische KricBan-lcihc uum Jahre 1915.) Wie aus dem Inserate an an--derer Stelle dieses Blattes ersichtlich ist, nimmt ab heute als dem offiziellen Beginne der Subskription, Anmeldungen mif diese Anleihe die Filiale der ii. K. priv. Österreichischen Crcdit-Anftalt für Hauiicl ,,nd Gewerbe in Lailiach (Pre^ernova ulica 50) entgegen uud ist zu allen gewünschten Austlärnngen bereit. — (ttriegsmetallsammlung des t. l. Ersten Ttaats-8ym»asmms.) Einen geradezu glänzenden Ersplg hat das hiesige k. k. Erste Staatsgymnasium mit der patriotischen Kriegsmaterialsammlung erreicht. Es wurden nicht weniger als 18 schwere, mit den verschiedenartigsten Me-tallspcnden vollgepfropfte Kisten gesammelt, worunter sich auch recht wertvolle Spenden befinden. Die an dieser patriotischen Aktion beteiligten Gymnasialschüler gingen mit anerkennenswerter Ausdauer und großem Eifer zu Werke nnd erzielten bei spezieller Betonung der- hoch-patriotischen Gesinnung und Opfcrwilligkeit aller Aevöl-kerungsllreise diese bewunderungswürdigen Resultate. Die Leute gaben her: Standuhren, Uhrvuständer, Weckeruhren, Kandelaber von Kunslwert, Pruutteller aus Zinn, Kupfer und Messing, Metallsignren, Metallstanetten, viele Kupferkessel, Mörser, Wagen, Bade- und Bettwürmer, Staniolkugeln, Kochkessel, Schöpflöffel (Messing, Kupfer, Zinn und Blei), Zinn- und Zintgefäße, viele Münzen (antite und beschädigte neue), Golduhren, Goldket-tcn, Armbänder, Glocken, Paradesäbel usw. usw. sowie viel Wertvolles, echte Kunstwerke aus Metall, wahre Ausstellungsstücke. Die Spenden dürften etwa 4000 Kilogramm wiegen. ko—. ^ (Vom Nuten Kreuzvercin in. Littai.) Im Nekon-valcszentenhcim des Zweigvereines vom Roten Kreuze in Littai wurden verabfolgt: im Oktober 1914 6776 Ganzportioncn und 170 Halbftortionen, im November 3172 Ganzportionen und 72 Halbftortionen, im Dezember 10.032 Ganzportioncn nnd 220 Halbftortionen, im Jänner 19^5 12.436 Ganzportioncn und 166 Halbpor-tionen, im Februar 11.886 Ganzportionen und 102 Halbftortionen, im März 9500 Ganzportionen und 84 Hcüb-portionen, bis Ende März 1915 somit 53.802 Ganz-und 814 Halbftortionen. — (Pllchmusik.) Heute von 5 bis 7 Uhr nachmittags findet auf dem Kongrcßftlatz eine Platzmusik statt. Der Raum wird abgeschlossen sein; zum Eintritt wird eine Gebühr zu wohltätigen Zwecken eingehobcn werden. — Programm: 1.) „Hoch Habsburg," Marsch von Kral. 2.) Ouvertüre Zur Operette „Leichte .Kavallerie" von Suftp6. 3.) „Traumideale", Walzer von Fn«ik. 4.) „Ofternkranz", Phantasie von Schlegel. 5.) „Kavalier-Walzer" aus der Operette „Polcnblut" von Nedbal. 6.) Pilgerchor aus der Oper „Tannhäuscr" von R. Wagner. 7.) „Tin Huys Gemüt", Potpourri von Komzak. 8.) „Mein Osterreich", Marsch. — (Eine Kellnerin beftohlen.) Samstag nachmittags wurde einer im Hotel Südbahn in St. Peter be-dienstcten Kellnerin, als sie sich auf 'kurze Zeit aus don Gastlokale entfernte, aus einer unvcrsfterrten Kasten-lade ein Geldbetrag von 110 /5 entwandet. — (Verloren) wurde am 6. d. M. in der Stadt der Betrag von 400 ^. Der ehrliche Finder wird ersucht, ihn gegen den gesetzlichen Finderlohn im Cast" .Kasino zn hinterlegen. Ein tüchtig Mädchen hilft sich selbst, ist der Titel der glänzenden Komödie in zwei Akten, welche von heute an im Kino Central im Landesthcater znr Vorführung gelangt. Es ist eine Komödie, die die Heldin in eine unangenehme Situation kommen läßt, nm sie beweisen zu lassen, daß mit Energie und Willen auch ein alleinstehendes Mädchen ihr Fortkommen finden kann, ohne unsiiltlichcn Lockungen unterliegen zu müssen. Als weitere Ergänzung der Spiclfolac ist noch zu cnvähnen das herrliche Lustspiel „Ilses Verlobung", das komische Bild „Julius und die Wahlweiber" und der österreichische Kriegswochcnbcricht. Überdies hat die Leitung des Kino Central eine originale Einführung gemacht, und zwar werden nach Schluß der letzten Vorstellung täglich die ncnesten amtlichen österreichischen nnd deutschen Telegramme über die Kriegslage projektiert. Somit lann jeder Besucher des Kino Central schon abends erfahren, was im Laufe des Tages Neues auf den Kriegsschauplätzen vorgefallen ist. Kino Ideal. Programm für Samstag, Sonntag nnd Montag: 1.) Kinematogravhischcr Wochenbericht vom nördlichen und südlichen KricgsschauvlItze; 2.) Ihr Tagebuch, Drama; 3.) Schon vergeben oder Ferdinands Ehekontrakt, Schlagcrlustspiel in vier Akten, welches in der Reihe der^ lustigen Filmbilder einer der größten Schlager der heurigen Saison ist. Die letzte.Vorstellung spielt bei günstigem Wetter im Garten.___________1 l '>0 Theater, Kunst und Literatur. — (Wohltiitinleitslonzert.) Die „Glasbena Matica" veranstaltet heute um halb 8 Uhr abends im großen Saale des „Narodni dom" ihr drittes Wohltätigkeitslon-zert zu Gunsten der in den Laibacher Spitälern untergebrachten Verwundeten und des Vercinsfonds. Leitung: Herr Musikdirektor Matthäus Hub ad; Mitwirkende: Herr Josef Kri^aj, Opernsänger aus Agram; Frän-lein Dana Kobler, .Konservatoristin in Prag; Fräulein Cenka Sever; .Herr Leopold Kova <"-; Herr Josef Vcdral, Lehrer der „Glasbena Matica", nnd der Gesangschor der „Glasbena Matica"; Programm: 1. -i) Dr/Gojmir Krek: Blagor jim; d) Dr. Anton Schwab: ,^e ena; c) Lndwig Kuba: ^eljcr ranjencga vojaka (Weißkrainer Volkslied); ."-) Emil Adami5: Mlad vojak Po vasi jezdi . . ., gemischte Chöre; 2.) R. Wagner: Da-lands Arie aus der Oper „Der fliegende Holländer", gesungen von Herrn Josef Kri^aj. 3. n) F. Chopin: Phantasie in F-Moll; l>) B. Smetana: Böhmisches Landfest; Klavicrvorträge des Fräuleins Dana Kobler. 4.) Tr. Anton Dvorak: n) Zaonja /elja; d) Na-inenjenc» je nama, Duette (Fräulein Cenka Sever und Herr Leopold Kovaii). 5. :>,) Anton Lajovic: No-manca; d) Dr. Benjamin Iftavic: l^'cz no5; c) Anton Lajovic: Poljub; 5) Franz Gcrbi^: Pojdem na prcjo; <1) !Dr. Gojmir Krek: V brezuftnosti, Liedcruorträge des Herrn Josef Kri^aj. 6.) Volkslieder für gemischten Chor: n) Iaz 'mam pa konj'^a belega; d) Gor ücz izaro, gor 5cz gmajnico, kärntnische Volkslieder, har-monisiert von M. Hnbad; c) Na GorenMem je flctno, harmonisiert Stanko Pirnat; c) ^e^i me, <"e5i! kroatisches Volkslied, harmonisiert von Anton Andel; cl) Vilko Novak: Cvetje iz narodnega urtca, kroatische Polkolicder für gemischten Chor mit Harmoniumb^leitung. — (Im Kleinen Tlieater) wnrd? vorgestern eine französisäie Kompanicarbeit gegeben, die in der ssovcni-schcn Übersetzung „Ha! Moja 5cna!" benamset wird. Die Hauptaufgabe in diesem Schwanke fällt einem verheirat tcten Rechtsanwaltc, writers dessen Geliebten zu, die sich. von ihrem Liebhaber betrogen, von seiner Ehcgesponsin als Stubenmädchen in der rachcschnaubondön Absicht anf-nehmen läßt, für alle künftigen Zeiten zu verhindern, daß der ehrenfeste Nechtsanwalt noch weitere Seitensprünge machte; sie will eben sein letztes Opfer sein und ihn an seine hausbackene Gattin fesseln, die übrigens von ihr dazu gebracht wird, moderne Frisuren, rauschende Sei-dcnröcke usw. zu tragen, ans daß sie ihrem Eheherrn in allem nnd jedem gefiele. Es gibt in dem Schwanke einige Szenen von gewandt herbeigeführter Situationskomik, so namentlich im zweiten) Akte, aber auch Szenen, wo der Witz völlig versagt uud clownartigc Sväßchcn an seine Stelle treten. Herr Danilo spielte den unternehmungslustigen Nechtsanwalt mit der Routine, die er sich seit langem in der Darstclluna von Üevensmänn^rtypen erworben; Frau Buk.^ekova entwickelte insbesondere als Stubenmädchen in der Höhle des Löwen gewinnende Anmut und charakterisierte trefflich die einer Dienerin zukommende dienstfertige Bescheidenheit. In der Rolle der neuesten Flamme des Ncchtsanwaltes debütierte Fräulcin Novctuva; sie wird naturgemäß vieles von ihrem Anfängertum noch abzustreifen haben, um Vüh-nenwirtnngen zn erzielen, aber gar schwere Entgleisungen ließ sie sich bei ihrem ersten Auftreten nicht eben zu schulden kommen. Als Gast trat Herr Pa>tirc vom kroatischen dalmatinischen Theater in der Rolle eines Kongofarmers auf, ohne einen nennenswerten Eindruck zu üben, weil et trotz aller forcierten Beweglichkeit i.nt» großmächtigen Stimmentfaltung fehr wenig Komik zu entwickeln vermochte. Drei weitere Rollen waren bei Fräulein Vera Da nil ova, die die ahnnnaslose Ol'ttin des Rechtsanwaltes mit ungekünstelter Bescheidenheit gab, sowie bei den Herren Peöek und Aeleznil gut aufgehoben, - Der Theatersaal war sehr schwach besucht. — n — Laibachcr Zeitung Nr. 104__________________________798_____________________________________8. Mai 1915 Der Krteg. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Znreaus. Öfterreich-Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplätze. Wie«, 7. Mai. Amtlich wird verlaulbart: ?. Mal mittags. Unter fortdauernden Bcrsol„:>ng<?vollstes Artillcriefeuer zu-n.?ju>schlagc», 1WU Mann !c<ü Feindes gefangen, mch« rrrr Adieliungen durch flanliclcndcs Feuer nusgerickc»'. Auch .^n der Front in Tudosizul».;«'', scheiterten alle Versuche des Gegners, einzelne Sti'chpunltc zu erobern. — Am südlichen Kriegsschauplätze leine Ereignisse. Im (^eschüiltampfe uernichtetcn unsere Mörser durch Volltreffer französische Marinegeschütze bei Belgrad. Der Stellvertreter des Chefs des Generalst^bes: v. Höfer, FML. Erzherzog Leopold Salvator auf dem nördlichen Kriegsschauplätze. Wien, 7. Mai. Aus dein Kriegspressequartier, wird gemeldet: Erzherzog Leopold Salvador bei der Armeegruppe Pflanzer. Am 28. April l. I. traf Seine k. und k. Hoheit der durchlauchtigste Herr General-Artillerieinspek-tor FIM. Erzherzog Leopold Salvator in Begleitung seines Kammervorslehers Prinzen August Lobkoniitz und des ihm zugeteilten Obersten des Artillerieftabcs Reutter im Standorte des Kommandos der Armeegruppe General der Kavallerie Freihcrrn von Pflanzer-Baltin ein. Seine k. und k. Hoheit hatte vorher die Karpathenfront vom Uzsoker Pah bis Homonna besichtigt nnd in Ungvar in der Residenz des Bischofs gewohnt. Am 29. und 30. April wurde die Artillerie verschiedener Divisionen besichtigt und am Abend des letzten Tages die Fahrt nach Czcrnowitz angetreten, wo Seine I. und l. Hoheit im Gebäude der Landesregierung abstieg. A in 1. Mai sehte der Herr Erzherzog die Besichtigung fort nnd begab sich nachmittags vor Ialcszczyki, um die Wirkung der Artillerie gegen die russischen Befestigungen zu beolnchtcn. Tagsdarauf besuchte der Herr Erzherzog den deutschen Flugplatz, wo sich der Kommandant G. d. I. Graf Marschall zum Empfange cingcfundcu hatte. Am 3., 4. und 5. Mai wurde die Besichtigung der Artillerie fortgesetzt, wobei Seine k. u. l. Hoheit Teile des höchstseincn Namen führenden Regimentes besuchte, Dekorationen verteilte uud ein feldmäßig improvisiertes Mittagessen einnahm. Am 5. Mai abends wurde die Rückreise angetreten. Ter Sieg in Weftgalizien muß kategorisch dementiert werben! Wien, 7. Mai. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet! Im Verlaufe dieses Krieges hat die Berichterstattung der Entcntepresse in Verdrehung der Tatsachen schon so viel geleistet, daß wir uns gewöhnt haben, über die regelmäßigen üügenncrchrichten ohne Gegcnäußerung zur Tagesordnung überzugehen. Daß aber unsere Feinde nnn auch amtlich mit Mitteln arbeiten, die selbst in größter Not und Verzloeiflung verwerflich sind, fordert zu einer verdienten Abfuhr heraus. Die russischen Vertretungen im Auslande verlautbaren offiziell, daß sie den Auftrag haben, die ans Berlin und Wien lammenden Nachrichten über einen so großen Sieg der Österreicher, Ungarn und Deutschen in Westgalizien kategorisch zu dementieren. Die dort im Gange befindlichen Kämpfe erlaubten nicht einmal von Teilerfolgen der Österreicher, Ungarn und Deutschen zu sprechen. Es kann uicht angenommen wcr. den, daß seit der eiligen Flucht des Kommandanten der russischen dritten Armee, Radio Dimitriev, aus Iasiu jede telegraphische Verbindung nrit Petersburg zerrissen sei und dort infolgedessen völlige Unklarheit über die Ereignisse herrsche, die sich seit dem 2. Mai in Westgalizien abgespielt haben. Die Tatsache allein, daß am Duuajec und an der Biala kein streitbarer Russe mehr steht, daß auch der Abschnitt der Wisloka bereits in unseren Händen ist und daß der ganze Westflügel der Russen in den Beskiden in eiligem Rückzüge den bisher innegelfabten schmalen Streifen llngarnc' ramme, zeigt, wie schwer die russische Heercs-macht in den Kämpfen der letzten Tage getroffen wurde. Mag mnn sich in Petersburg auch unwissend stellen und in einem Kommunique vom 5. Mai noch immer von Kamp' sen am Dunajec sprechen, so kann es doch amtlichen Stellen nicht verborgen geblieben sein, daß sich diese Kämpfe, in welchen die russischen Truppen uach einem Geständnis dieses Kommuniques merklich erschüttert wurden, viel wei- Wien, 7. Mai. Eine morgen im Reichsgeschblatte und in dcr „Wiener Zeitung" erscheinende Verordnung des Ackerbauministcriums über die Sicherstellung der Futter- und Weideuutzung trifft eine wirksame Vorsorge dafür, daß das gesamte zur Nutzung geeignete landwirtschaftliche Grasland im Interesse der Volks ernährung voll verwertet werde. Als oberster Grundsatz dieser Verordnung ist ausgesprochen, daß im Kriegsjahrc jeder Grundeigentümer verpflichtet ist, seine sämtlichen Wesen, Weiden und Alpen der Futtergewinnung oder der Ae-weidung durch landwirtschaftliches Nutzvieh dienstbar zu machen. Wie bei dcu Äckern kann.es infolge Einberufung der Bewirtschafler und aus anderen Ursachen auch bei dm Futter- und Weideflächen „hilfs be dürftige" Grundstücke geben. Für diese hat die Erntckommisswn die geeignete Hilfeleistung vorzukehren. Damit nun der Weide-und Futterertrag der Grundstücke dcr Landwirtschaft nicht verloreu gehe, ist die Behörde berechtigt, für dcn Fall, als der Eigentümer nicht binnen einer bestimmten Frist für ihre Ausnützung sorgt, letztere unentgeltlich der Gemeinde zu überlassen. Die Nutzung selbst kann dann seitens dcr Gemeinde entweder unmittelbar oder durch Weitergabe an die Interessenten stattfinden. Je klarer sich jeder Grundbesitzer seiner Pflichten gegenüber der Allgemeinheit bis ins kleinste bewußt wird, je freudiger er die Forderung erfüllt, in diesen: großen Jahre keinen Grashalm, welcher der Erhaltung unseres Nutzviehes dienen kann, verkommen zu lassen, um so gewisser wird der Zweck der Verordnung erreicht werden: Die Slcher-stellunl! des Futter- und Weidebedarfes für unsere zur Landwirtschaft und Vottsernähruny unentbehrlichen Nutzticre. Neue Münzen. Wien, 7. Mai. Da sich die im Umkrufe befindlichen Nickelmünzen als unzureichend erweisen und insbesondere Laibacher Zeitung Nr. 104___________________________799_________________________^_________3. Mai 1915 in den Industriebczirten sich ein starter Bedarf an solchen Münzen gellend macht, Hal sich die Rcgicrling im Einvernehmen mit der königlich ungarischen Ncgiernng entschlossen, vorbehaltlich der nachträglichen, Vrwirtung der geschlichen Genehmigung dieser Maßnahme, die Ausprägung nnd Ausgabe der Münze zu 10 Heller, allenfalls auch zu 20 Heller, aus Neusilber (einer Mischling aus 5,0 Prozent Kupfer, w Prozent Zink und 10 Prozent Nit-tel) in Angriff zu nehmen. Die Ausgabe dieser Münze, mit welcher hinsichtlich der 10 Heller-Münze am 10. Mai dieses Jahres begonnen, werden wird, soll nur nach Maßgabe des unabweislichen Bedarfes, doch sofcrne die Bedürfnisse des Verkehres es erfordern, bis zur Erreichung des Höchstbetrages von 20 Millionen Kronen fortgesetzt werden, Die Münzen werden nach Größe uud Gewicht den Nictelmünzen volltommen gleich sein und sich von diesen nur durch die Metallfarbe und durch das Gepräge der 3teversscite unterscheiden. Der Stand der Obstlulturen. Wien, 7. Mai. Steinobst hat nahezu überall abgeblüht. Infolge der sonnigen Witterung nahm die Blüte einen so günstigen Verlauf, daß der Fruchtansah der Kirschen, Zwetschken, Aprikosen und Pfirsiche dermalen fast durchaus als ein sehr guter bezeichnet werden kann. Vom Kernobst stehen bisher lediglich die Birnen in voller Blüte, welche gleichfalls eine sehr reiche ist. Der Staird der im Süden heimischen Obstarten befriedigt vollständig. Speziell die dalmatinische Maraske hat überaus zahlreiche Blüten a-ngesctzt. Obstbaumschädlinge sind vorläufig nur in sehr beschränktem Umfange aufgetreten. Ter Stand der Weingärten. Wien, 7. Mai. Die Witterung war dem Wcinstoctc i^hr zuträglich. Der Austrieb erfolgte durchwegs aus den Hmiplaugcn, niar sehr kräftig und ging gleichmäßig vonstatten. I« txm wärmeren Lagen, des Südens sind be» reits die Gescheit sichtbar. Im Küsten- und Inselgcbicte Taluiatiens ist der Blütennnsatz zum Teile ein vorzüglicher, zu», Teile ein sehr guter. In den Weingärten sind die Kulturarbeiten durch den empfindlichen Arbeilcrman-gel und die namentlich im Süden übermäßige Bodenfeuchtigkeit verzögert worden. Deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätze». Berlin, 7. Mai. Das Wolff-Vurean meldet:, Großes Hauptquartier, den 7. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz: Bei Wrrn wurden alle Versuche der Engländer, uns die seit 17. April! rinen Brennpunkt des Kampfes bildende Höhe t)0 südöstlich von Zillebete zu entreißen, vereitelt. Wir gewannen dort weiter Gelände auf Hpern. Der Feind verlor bei diesen Kämpfen gefterns sieben Maschinengewehre, einen Minenwerfer nnd eine große Anzahl von Gewehren mit Munition. Bei Fortsetzung ihrer An» griffe erlitten hente früh die Engländer weitere große Verluste. Zwischen Maas und Mosel behaupteten und be» feftigien wir den auf den Maashöhen und südwestlich und südlich des Ailly'Waldcö errungeucn Gcländcgcwinn. Vei Flircy ist ein schmales Grabenstück unserer Stellung noch im Besitze der Franzosen, Sonst w,u-den dort alle Angriffe abgewiesen. Angriffsvcrsuche des Feindes nördlich von Sieunlbrüst im Fechtale wurden durch unser Feuer im Keime erstickt. — Ostlicher Kriegsschauplatz: Tie Kiilnpfe südlich von Szadow und östlich von Ros° sieny endeten mit einer ausgesprochenen Niederlage der Nüssen, die starte Verluste erlitten, 1500 Gefangene ver» luren und sich in, vollen ijiintzngc befinden. Südwestlich von Kalwarja, südlich von Augustuw und westlich von Przaönysz wurden russische Tcilangriffe von uns blutig nbgefchlageu. In diesen Kämpfen büßten die Russen zusammen 520 Gefangene ein. — Südöstlicher Kriegs-schaupl«tz:j Auch die Kämpfe auf dem rechten Ufer des unteren Dunajec endeten gestern mit einem vollen (5r fulge für die verbündeten Truppen. Der Feind ist dort »m schnellsten Rückzüge nach Osten. Nur an der Weichsel hielt noch eine Neine Abteilung von ihm stand. Weiter südlich drangen wir auf dem rechten Ufer dcq Wislula M der Richtung «„f ^n Wislol und über die Iasielta. por. Vielfach stießen Teile des rechten Flügels der Heeresgruppe des Generalobersten von Mackensen bereits mit den aus der Karpathenftout westlich des Luplower Pasfes vor den dichtauf folgenden Verbündeten im schleunigen Rückzüge befindlichen russischen Kolonnen zusammen. Mit jedem Schritt vorwärts steigert sich die Siegesbeute. Oberste Heeresleitung. Die Durchbruchsschlacht in Weslaalizien. Berlin, 7. Mai. Au3 dem Großen Hauptquartier wird dom Wolff-Burecm über die Durchbruchsschlacht in West- galizicn folgendes geschrieben: Bolltoinmen überraschend für den Feind hallen, sich Ende April größere deutsche Truppentransporte nach Westgalizicn vollzogen. Der Himmel bescherte unseren Truppen wundervollen Sonnenschein uud trockene Wege. So konnten die Flieger und die Artil^ lerie zu voller Tätigkeit gelangen und die Schwierigkeiten des (Geländes überwunden luerden. Unter größlcu Müh. salen mußtc an verschiedenen Stellen die Munition auf Tragtieren herangeschafft, starte Kolonnen und Batterien über Knüppelbäume vorwärtsgebracht werden. Alle für den Durchbruch nötigen Erkundungen und Vorbereitung gen vollzogen sich ohne Neibung in aller Stille. Am Isten Mai nachmittags begann die Artillerie sich gegen die rus fischen Stellungen einzuschießen. Diefe waren feit fünf Monaten nach allen Regeln der Kunst ausgebaut. Stock-wcrtartig loarcn ihre Stellungen auf steilen Bergtuppeu, deren Hänge mit Hindernissen wohl versehen wa'reu, au«-gelegt. Ail einzelne», den Russen besonders wichtigen Ge-ländepuntten bestanden bis zu sieben Schützengräbenreihen hintereinander. Die Anlagen waren sehr geschickt errichtet lind vermochten sich gegenseitig zu slautieren. Hn den Nächten, die dem Sturme vorangingen, halle sich die Iu-fanterie der verbündeten Truppen nahe an den Feind herangeschoben und Sturmstcllungen ausgebaut. In der Nacht vom 1. auf den 2. Mcn feuerte die, Artillerie im langsamen Tempo gegen die feindlichen Anlagen. Am 2ten Mai um t> Uhr früh sehte auf der ausgedehnten, viele Kilometer langen Durchbruchsfront ein überwältigendes Artilleriefeuer von Felotanoueu bis hinauf zu den schwersten Kalibern ein, das vier Stunden lang ununterbrochen fortgesetzt wurde. Uni 10 Uhr vormittags schwiegen plötzlich die Hunderte von Feuerschlünden und im gleichen Augenblicke stürzten sich die Schwn'rmlinien und Sturm-tolounen der Angreifer auf die feindlichen Stellungen. Der Feind war durch das schwere Artilleriefcucr derart erschüttert, das; an manchen Stellen sein Widerstand nur mehr ein geringer war. In kopfloser Flucht verlieh er, als die Infanterie der Verbündeten dicht vor seinen Gräben anlangte, seine Befest iguugeu, bewehre und Kochgeschirre fortwerfend, ungeheure Mengeil Iufanteriemuni-tion und zahlreiche Tote in den Gräben zurücklassend. An einer Stelle zerschnitt er selbst die Drahthindernisse, um sich den Deutschen zu ergeben. Vielfach leistete er in seiner zweiten und dritten Linie keinen nennenswerten Widerstand. Mehr dagegen wehrte sich der Feind an anderen Stellen der Durchbruchsfrunt verzweifelt, indem er erbitterten Widerstand versuchte. Am Abend oe3 2. Mai, als die heiße Frühlingssonne allmählich einer kühlen Nacht zu weichen begann, war die erste Hauptstellung ihrer ganzen Länge u. Tiefe nach in einer Ausdehnung von Ili Kilometern durchbrochen u. ein Geländegewinn von durchschnittlich 4 Kilometern erzielt. Mindestens 20.000 Gefangene, mehrere Dutzend Geschütze und etwa, 50 Maschinengewehre blieben in der Hand der verbündeten Truppen, die im Kampfe um die Siegespalme gewetteifert hatten. Außerdem wurde eiue noch unübersehbare Menge voll Kriegsmaterial crller Art erbeutet, darunter große Massen von Gewehren und Munition. Der deutsche Kaiser nach dem üalizischcn Kriegsschauplätze. Berlin, 7. Mai. Der Kaiser reist von hier nach kurzem Aufenthalte nach dem südöstlichen Kriegsschallplatze. „Der Fa« von Tarnow — ein absurdes Hiruaespinst". Äerliu, 7. Mai. Einer Genfer Depesche deS „Lokalanzeigers" zufolge erklärte gestern der russische Votschaf« ter Izvolstij bis zur neunsten Abendstunde den Fall von Tarnow für ein absurdes Hirngespinst. Als eine Stunde später eine Privatdepesche die der dritten russischen Armee drohende Katastrophe bestätigte, war Izvolstij nur noch für Delcassö zu sprechen. Eine empfindliche Rückwirkung des nach Leon Bourgeois' Worten furchtbarsten Schlages, der seit dem Falle Antwerpens den Dreiverband getroffen, auf Ribols geplante Finanzoperationen gilt als unvermeidlich. . Die verloaenc Taktik der französischen Presse. Verlin, 7. Mai. (Wolff-Vurcau.) Die französische Presse stellt die Operalioucai im Gebiete von Iftern als eine große Schlappe dar, wolchcl nur durch die Völkerrechts widrige Anwendung erstickender Gase einen augenblicklichen Vorteil hätten erringen, tonnen. Seither seien alle weiteren deutschen Angriffe zurückgeschlagen und daS verlorene Gelände ganz oder teilweise wieder gewonnen worden. Dieselbe Taktik befolgt die Presse hinsichtlich der Kampfe bei Eparges-Calonne. 'über den Vorstoß der öfter rcichisch-ungarischcn und deutschen Truppen über den Dll-najec und die Viala schweigt sich die Presse aus und begnügt sich damit, stark gefärbte Berichte aus der Londoner Presse abzudrucken. Die, deutschen und die österreichisch-ungarischen Tagesberichte, die früher zumeist abgedruckt wurden, werden jetzt -überlMipt nicht mehr oder in stark abweichender Fassung veröffentlicht. Die Presse deu- tet bereits an, daß die russische, Front in Westgalizien wenig strategischen Wert besitze und daß die Umgruppierung der russischen Armeen cuentnell eine Verbesserung der Lage bedeuten könne. Der Austausch der Schwerverwundeten. Berlin, 0. Mai. (WolfsMircau.) Die ausländische Drahtmcldung vom 27. April über den Beginn der Auswechslung von schwer verwundeten Gefangenen zwischen Deutschland und Nußland über Schweden ist verfrüht. Die Verhandlungen imt Nußland wegen Auswechslung dienstuntauglicher Kriegsgefangener sind noch nicht abgeschlossen. Italien. Das Parlament bis zum 20. Mai vertagt. Rom, 7. Mai. (Agenzia Stefani.) Durch königliches Delret vom Heutigen wurde die gegenwärtige Session des Senates und der Kammer bis zum 20. Mai vertagt. Bekanntlich sollte die Kammer am 12. Mai zusammentreten. Her Seekrieg. Die „Lusitania" torpediert und gesunken. Quernstown, 7. Mai. (Reuter-Meldung.) Der Cu-narddanlpfcr „Lusilania" wurde torpediert und ist ge» fnntcn. Hilfe wurde geschickt. Die Tätigkeit der deutschen Unterseeboote. London, 0. Mai. Das Neuter-Vureau meldet aus M)itby:. (Zin deutsches Unterseeboot versmtte in dor Nordsee den Fischdanlpfcr „Merry Islington". Die Ac-satzung wurde in Hiihitby gelandet. London, ti. Mai. (Reuter-Bureau.) Der Drcimasl' schöner „(Karl of Latham", der 132 Tonnen fahle, ist gestern bei Quccnsdalc von einein deutschen Unterseeboote durch Kanonenschüsse in den Grund gebohrt worden. „ ,'^^'^, Aufgeschobene Abfahrt amerikanischer Dalnpfer. Paris, 0. Mai. „^'Information" meldet cms New-yort: Dle Ausfahrt des Danlpfers „MagnLfic" nach England wurde aus unbekannten Gründen aufgeschoben. Vor Samstag verläßt tein Dampfer Newuort nach Hng land, England Die Kämpfe in Flandern. Lundo«, K. Mai. Zu den letzten Kämpfen in Flm^ dern schreibt die „Westminster Gazette": Wir müssen, den Verlust von Stellungen betlagen, die wir monatelang inne lallen, aber der große Vorsprung der Front loar eine stets gleich bleibende diefahr für uuö. 2ie neue Stellung brachte uus bedeutenden militärischen Vorteil. Die Operationen an den Dardanellell. London, (l. Mai. (Unterhaus.) In einer kurzen Besprechung der Operationen an den Daroanellen erwähnte '.,'lsauill) die erfolgreiche Landung der Alliierten all >echs ucr>chleuencil Puntten und betonte insbesondere den Fortschritt der bei Sedilbahr gelandeten Hwlsion, die sich jetzt auf einer Streclc von zwei Seemeilen nach der .v>alb-inicl zu festgesetzt! habe. Die Operationm wurden unter sehr bcfricdlgcndcn Bedingungen fortgesetzt. AusfulMerbute. Lundun, 7. Mai. Taö „Board of Trade" gibt be« taunt, datz vom 13. Mai an die Ausfuhr von kohlen uud iwts nach allen. Häfen mit Ausnahme der von ^ngUnid besetzten und der unter seinem Protektorate stehenden sowie der Häfen der Alliierten durch Negierungöbcschlufz verboten ist. Nottcroam, ?. Mai. Der „Nieuwc Rotterdamsche Courant" meldet nach der „Exchange Telegraf-Company" aus London, dab unter den iwhlengrubenbesitzcrn wegen des Beschlusses der Negierung, uum 1^. Mai ab die 5rohlen-auöfuhr nach neutralen Bändern zu verbieten, Erregung herrsche. Die „Exchange Telegraf-Company" fagt, der Beschluß würdc die Echlieszuug von. Hunderten von Kohlengruben Hur Folge habeu. Man erwartet, das; ein starter Druct auf die Regierung ansgcübt werden wird, um die Genehmigung der Ausfuhr »lach Skandinavien, den Niederlanden und Italien zu erhalten. „Star" erblickt in dem Berichte den Beginn einer Bewegung unter den Berg-werlsbesitzern gegen die Ausfuhrbeschränkungen und hofft, dah sich die Londoner Mitglieder des Parlamentes diese,» Druck widersetzen werden. Das Vorgehen der Negierung ist auf den Rat der Untersuchungslommission zurückzuführen, da England während des ersten Quartals 5 Mill. 873.948 Tonnen Steinkohlen nach neutralen Ländern aus« führte. Laibacher Zeitung Nr. 104 800 8. Mai 1915 Verbot der Einführung der belgischen Vaukuoteu. London, 0. Mai. (Ncutermeldung.) Die Einführung der belgischen Banknoten nach England ist verboten. Zuckcrnmngel iu Australien. Sidney, 7. Mai. (Reutermeldnng.) Die Colonial Sngar-Company teilte dem Premierminister von Ncu-Süd-Wales mit, daß die Znckcrvorrätc in Sidney und Melbourne wahrscheinlich Ende Juli erschöpft sein werden, so daß sich die Notwendigkeit ergibt, Zucker auch aus Java einzuführen. Der Zuckeimangel sei der Trockenheit znznschreiben. Rußland. Umlic»«»m»ng deutscher Ortschaften in Rußland. Paris, 6. Mai. Tcr „Tcmfts" meldct aus Petersburg: Iul Nezirte Odessa wurden Z0 Orlschnftcu, die deutsche Namen getragcu haben, von 'oen Vchördell um-geianft, i»l Vezirte Chersou 20, iu don l>eu.ichbartcn Vc-zirkeil 22 Ortschaften. Die Türkei. steine Meinunüsverfchiebenlieitett zwischen der Partei für (kinhcit und Fortschritt «ud der »iegierunzi. ilunftantinopel, 0. Mai. Die „Agence tsl. Milli" tritt den iin Auslande verbreiteten Meldungen über Meinnn^s-Verschiedenheiten zwischen der Partei für Einheit und Fortschritt und den Mitgliedern des türkischen KavinettZ entgegen und erklärt, wiewohl solche Vehauptnngen cine Widerlegung nicht verdienen, sind wir dennoch angesichts der Wichtigkeit der Tatsaäjc, ermächtigt, diese Äieldnng kategorisch zu dementieren. Nir fügen hinzu, daß zwischen den Mitgliedern der Pa-rtei nud der Negiernng, die einander sti'chen, uin de»l schliessiichen Triulnph unserer Eache und die Wiedcrerhebung des Vaterlandes zu erreiche,,, v'olle übereinstiniinnng in den Anschauungen herrscht. Die von dein russischen .Konsul in Tcdeaga^ stammende nnd im Pariser „Malin" veröffentlichte Nachricht, wollach Vizegeneralissimns (5nver Pascha und Minister de,s Innern Talaat Bei die Klubs der Partei für Einheit und Forlschritt infolge Ävfallcs von Mitgliedern geschlossen hätten, sei eines jener PlMttasiegebilde, die eim' Besolidcrhc.it des „Matin" ist. Im Gegenteil, sind alle >llnl>s der Partei geöffnet nnd die Mitglieder entfalten eine lebhafte Täligteit, nm der Negiernng in ihrer edlen Aufgabe Beistand zu leisten. Japan und China. Cine englische Siiunnr über die japanische» Fordernna.cn. London, 7. Mai. „Daily News" behandeln im Leitartikel die chmestsch^japauischc Krise uud machen sich üvcr die Aehauvtnng der jaftauischc» (^csnudlschaft lustig, daß (5hiua unverträglich nnd unfreundlich sei. Die Hor-dernugcn Japans scicu härter als die Österreich-Ungarns au Scrbicu, derentwegen der gegenwärtige Krieg ausgc-bruchen sei. Die letzte uud lranrigstc Tragödie des Krieges weide sein, wie ein nicht aggressives Voll, dessen Üuabhäugigkcit uud Integrität gcmäs; der von» Unter-slantsselretä'r Prinuose.iin Unierhanse am >1. März abgegebenen Grtläruug durch das cugliscl, jaftauischc Aünd-nis verbürgt werde, vou einem der beiden Uuterzeichuer des Vertrages beraubt werde. Das japanische Ultimatum. Petersburg, 7. Mai. Die Petersburger Tele-Nravhenagentnr meldet aus Peliug vom Heutigen: Um 3 Uhr nachmittags hat Japan China ein Ultimatum überreicht, das am !). d. M. um 6 Uhr abends ab-länft. — '(Verlustliste dcö LIN 27.) In der Verlustliste Nr. 17l) sind wcitcrs ausgewiesen: Inf. Faganelj Alois, 5). K., kricgöges.; Ins. Figel Peter, 1. K., kriegsgef.; Inf. Filcj Josef, 5. K., kricgsgef.; Ins. Fleis Josef, 1. K., verw.; Iuf. Fou Anton, li. K., vcrw.; Inf. For-nazari Frauz, 3. K., verw.; Ins. Fortuna Matthäus, .^i. K., verw.; Ins Fradcurcich Josef, 5. K., lriegsgcf.; Iuf. Fumis Auwu, 5. 5t., lriegsgef.; Iuf. Furlan Do-minik, 5. 5t., triegsgef.; Waffcnm. ^ Kl. Furlani Albert, MGA 2, verw.; Inf. Gavas Eugen, 1. K., triegsgef.; Inf. Galicr^el Ialod, 3. K., tot; Inf. Gaber^ek Josef, .5. K., triegsgcf.; Iuf. C6adi Peter, 5. K., triegsgcf.; Iuf. Gerbauec Iatob, 5. K., triegsgef.; Korft. Mao Matthias, :i. K., vcrw.; Inf. Golob Audreas, 1. K., kricgsgcf.; Iuf. Golob Iohauu, 3. K., uer:v.; Iilf. Go^ lob Martiu, 5. K., triegsgef.; Inf. Gorem Josef, 1. K., kricgsgcf.; Inf. Grabijau Nikolaus, 1. K., kriegsgcf.; Inf. Graton Anton, 5. K., kriegsgef.; Iuf. Gregors Alois, 5. K., kriegsgef.; Iuf. Gurelj Jakob, 1. K., lriegsgef.; Iuf. Habw Franz, 1. K., triegsgef.; Inf. Habjau Valentin, 1. K., triegsgcf.; Gesr. Hasler Franz, >5, K., gef.; Iuf. Hunmr Iof., '). K.. gcs.; Iuf. Isteuw Ios., 5. K>, ^iegsgef.; Korp. Ivalliiek Frauz, 5i. K., triegsgef.; Inf. Kotalj ^ristau, 1. K., triegsgcf.; Iuf. Koman Johann, 2. K., triegsgef.; Inf. Konclll Anton, 1. K., kriegsgcf.; Iuf. Koncnt ^lart, 5. K., lriegsgef.; Iuf. Kurcu Audreas, 5. K., kriegsgef.; Iuf. Korcu Josef, 5. K., kriegsgef.; Korp. Ko^ir Alois, 5. K., kriegsgcf.; Iuf. Koz,nrlj Frauz, 5. K., kriegsgef.; Inf. Krnje Rudolf, si. K., kriogsgcf.; Inf. Kramar Josef, t. K., tricgsgcf.; Inf. Kraäovce Eugen, 5. K., kricgs-gef.; Inf. Kru Glei. ilitz wurden vor einigen Tagen, zwei ausweislose Burschen verhaftet, die dort in> einem Stalle übernachteten. Es sind dies der IU Jahre alte Taglöhncr Matthäus Kis und dessen 15jähriger Bruder Iohauu Kis aus Zirlnitz. Beide sind sehr arbeitsscheu, streichen schon seit zwei Monaten arbeitslos herum und ernähren sich von Tievstählen. Matthäus Kis wird auch wegen Verbrechens des Nieb-stahles steckbrieflich verfolgt. Beide wurden dc,n ^'andcs-Arichte eingeliefert. — (Ein ertappter Dieb.) Am -1. d. At. wurde, auf dem Voouikplatze ein IMHriger Vurschc von einem Herrn vcobachtct, als cr voll mchrereu Verkanfsständeu vcrschicoeuo Wareu entwendete uud sich daun aus dcm Staube machen wollte. Eiu Wachmauu, auf den Aurschcu aufmerksam gemacht, verhaftete ihu uud fand bei ihm gestohlene Sachen im Werte vou über 3 ^< vor. — (Verstorbene in Laibach.) Maria Pohlin, Ne-sii^eriu, 86 Ialuc; Johanna Nozmau, ItUvohncriu, 54 Jahre; Maria Glavi5, Taglöhueriu, 50 Ichcc; Johmul ^cnnr6iö, Schlosscrgehilfe, 39 Jahre; Martin Nozman, Dienstmaun, 47 Jahre; Vrigitta Äiek^e, VaN!'hcrzic,e Schwester, 28 Jahre; Georg Kov, Siecher, «l Jahre. Verantwortlicher NedaNeur: Anton Funtet. RÖMERBAD das steirische Gastein. Saison April-Oktober, gegen (licht, Rheumatismus, (lr-lenksstoifigkeit etc. Militärpersoncn 50 Prozent Naclilass. Wirkung gleich Gastein, Ragaz, Teplitz. Auskünfte gratis durch die Badedirektion Römerbad in Steiermark. Meteorologische Beobachtungen in Laibach Neehöhe 306'2 m. Mittl. Lustdrucl 736 U mm 5 M ZV 33L ^- 9U. Äb. 37 6 15-^ SO. mäßig »____ 8. l 7 U. F. I 3? 7> 11 31 NO. mähig > wolleulos > l)'U Das Tagesmittel der gestrige» Temperatur beträgt 1b 6°, Normale 13 0«. Ab 8. Mai 1915, als Beginn der Subskription, übernimmt Anmeldungen auf die Ctemsmt 5^ 1« MmWe KMlMlche l>. Z. I3l5 die Filiale der K. K. <>n!>.3cstMtWt!! Mt-Uklt fw ßWlltl W>! Gclonlit in Lllibach, PießMlovll ulica 50. Laibacher Zeitung Nr. 104 _____ 801 ______ 8. Mai 1915 — (Sanitätö - Wochenbericht.) In der Zeit vom 25. April bis 2. Mai lamm in Laibach 25 Kinder zur Welt (26,00 pro Mille), darunter 1 Totgeburt; daaegen starben 29 Personen (30,16 pro Mille). Von den Verstorbenen waren 18 einheimische Personen; die Sterblichfeit der Einheimischen betrug somit 18,^2 pro Mille. Es starben an Tuberkulose 7 (unter ihnen 3 Ortsfremde), an verschiedenen Krankheiten 22 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 11 Ortsfremde (37,00 '/,,) und l7 Personen aus Anstalten ^58,60 ^). Infeltionser-frankmsten wurden gemeldet: Typhus 5 lall^ ortisrcmde Soldaten), Trachom 4 (alle ottsfrcmoe Soldaten). Unter der Zivilbevölkerung ereignete sich kein Fall einec infektiösen Erkrankung. — »Ein jugendlicher Dieb.) Ende v. M. wurde dem Besitzer Josef Dobravcc in ^rnuoc aus dem .mversfterrten Zimmer ein Geldbetrag von 42 X gestohlen. Als Täter wurde bald darauf ein elfjähriger Knaoe ausgeforscht, der auch schon früher kleinere Gelddicbstähle verübt hatte. Bei il,m wurden noch 30 /< vorgefunden; den fehlenden Bctrag hatte er schon für Näschereien ausgegeben. — (Fahrraddiebftahl.» Diesertage wurde aus dem Hofc cines Gasthauses an der Wiener Strahe ein gut erhaltenes Fahrrad, Marke Kiuta, schwarz lackiert, mit <^rcilallf,nach aufwärts gebogener Balance, weiß-gelben Griffen, einer Sternscheibc und roten Streifm an beiden Nädcrn entwendet. — iwewalttätigc Nachtschwärmer.) Ein Dutzmd betrunkener Nachtschwärmer durchzog unlängst nachts joh- l».U!) und schreiend die Ortschaft Tavü. Hiebei feuerten die Vurschen bei 15 Revolverschüsse ab, bombardierten aus Bosheit drei Bauernhä'user, zerschlugen mehrere Fensterscheiben und beschädigten mehrere Gartenzäune. /MATTON1S\ / EiNzia rffml iesTes \ / IN SEINER IIIHUaLTBEWÄBRTcA /ANALYTISCHEN gfSH »MIUEM- 1 BESCHAFPENHEIT.^^ä WTRÄHK. I Niederlage bei den Herren Miohael Kastner, Peter Lassnik und A. Sarabon in Lalbaoh. 79 40—14 EINLADUNG zu der Dienstag, den 18. Mai 1915, um 4 Uhr nachmittags im Sparkasse-Sitzungssaale statttindenden 40. satzuismässipi Mlmaiiliii der Kreditteilnehmer des KreditYüreines der Krainiscücu Sparkasse in Lallack, —->»<»— • Verhandlungs - Ordnung: 1.) Beriebt des Obmannes über die Geschä(tgergebniase des Jahres 1914. 2.) Bericht des Rochnuugs - Prüfungsausschusses über das Jahr 1914. 3.) Ergänzungswahl des Kreditteilnehmer-Ausschusses. 4.) Neuwahl des Hechnungs - Prüfungsausschusses für das Jahr 1915. 5.) Allfällige Anträge der Mitglieder (§ 28 der Satzungen). Laibaoh, im Mai 1915. Der Obmann des Kreditteilnehmer-Ausschusses: 1099 2-1 R. Ranzinger senior. Buchhaltungsbeamter mit Erfahrung im Außendienste für bosnische Holzexploitation (Nadelholz und Buche) bei sofortigem Antritt 1129 Erforderliche Sprachkenntnisse: deutsch und kroatisch oder slowenisch. 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ZeatIal9 ^ ^^l«a- - 0-e^rÖJa.d.ot 1864. - 33 ZE^ilieulerL. - uSUctiex^atpItal ^lxlA Beservea SS OOO OOO Kroaea Stand der Geldeinlagen gegen Sparbücher am 30. April 1915 K 88,192.085-—. Stand am 31. Dezember 1914 auf Bücher und im Kontokorrent K 202,841.494-—. ,,- öesorguug sämtlicher bankgeschäftlichen Transaktionen, wie: obernabme von öeldelnlagen gegen rentenßteuerfreie Sparbücher, Kontobücher und im honto-bonent mit täglicher, BtetB günstigster VerzinBung. Abhebungen könneu jeden Tag kündigungsfrei erfolgen. An- end Verkauf von Wertpapieren Btreug im Rahmen der amtlichen Kursnotizen r. Verwahrung und Verwaltung (DepötB) sowie Belehnung von Wertpapieren, ^olanteste Ausführung von B«r«enanfträgen auf allen in- u. ausländischen Börsen. 1603 Einlösung von KuponB und rerloBten Wertpapieren. An',UI}d Verkauf von fremden Geldsorten und Devißen. 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