MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES ftlcht rflrkgaMDdt Bei •AmtUcben Anfragen Ist dai ROrkporto b«liuleq«iL Pottirh»ckkonto Wien Nr 54 SM Bvf ? k h t i'Ll»'«rung Im Strsifbaad luiOgllch Portoi bei Abholen In dnr Ce*rhafti«tall« ^^Nn^l95j--^4. Jahrgang Marbnrg-Dran, Donnerstag, 13. Jnli 1944 Einzelpreis 10 Rpl Die Evakuierung Londons Ein Transport von 41000 Frauen und Kindern — Klagen Ober Mietwucher — Kopfkissen als Kopfbedeckung tc Stockholm. IX Juli Die Beschießung Londons mit fliegenden Bomben wurde auch am Dienstag nachmittag fortgesetzt, meldet die amt-lldhe britische Nachrichtenagentur In der Nacht zum Mittwoch. Am Dienstag, so lautet der Bericht weiter, verließ der bisherige größte Evakuierungstransport London. Er be-ttaod au» 41 000 Müttern und Kindern. Angeeichta de« Mangels an Unterkunits-gelegenhelten für di* Evakuierten, hab« dl« britlach-a Regierung be«chIoe«en, die bisher für da« Betreten durch dl© Zivilbevölkerung gesperrten Gebiete In Südwestengland nunmehr für die Evakuierten freizugeben. Wie gemeldet wird, begann dann sofort ein großer Ansturm auf die bisher leer etehenden Hotels und Pensionen durch die Londoner. Auf den in den englischen Evakul^ ningsgebieton herrschenden Preiswucher geht ein »Daily Heraldn-Korrespondent näher ein. — Heule, so meint er, gebe ei gewissenlose Menschen, die am dem Elend und den Nöteji der Frauen und Kinder reich zu werden suchten, die London auf der Flucht vor »V 1« verließen. Ungeheure Preise würden von Ihnen für Unterkflnite verlangt: während der Staat nur einen wöchentlichen Zuschuß von fünf Schilling für einen Erwachsenen und drei Schilling für ein Kind gewährt. Der Korrespondent habe Städte und Dörfer, die weit von London entfernt lÄgen, während de« vergangenen Wo-chendea darauihln boreist. In einigen OrtHchaften sei die Lage tatsÄchlich derart •rmst, daß Frauen und Kinder tagelang Oberhaupt obdachlos leiben. Es seien die Armen, die so hohe Mietspreise wie 35 bl» 45 Schilling in der Woche für ein Finhlafzlmmer ohne jegliche Verpflegung fl'chl rahlen können. Die wohlhabenderen überböten allerdings auch noch die außerordentlich hohen Mieten und seien bereit, für ein Zimmer ohne Verköstigung 100 bis 120 Schilling die Woche zu zahlen. In einer Lesemischrlft an die »Times« wurde die Verkürzung der Sirenenwarnung von 60 Sekunden aui die Hälfte dnb Berlin, 12. Juli In der Mitte der Ostfront lind die Bewegungen der Bolschewisten unter der Wirkung deutscher Gegenmaßnahmen spürbar langsamer geworden. Nördlich dei Prlpjot kommen trotz anhaltend starken Druckes nur schrittweise vorwärts. Unsere Truppen bildeten westlich Szczara bis hinauf zur Nje-men-Schlelfe bei Ollta eine Reibe von Spcrrllnien, an denen feindliche Angriffe scheiterten. Die westlich Slonlm und westlich Llda vorgehenden Bolschewi-sten hatten durch den hartnäckigen Widerstand unserer Jäger und Grenadiere wieder hohe Verluste, und weiter nördlich schlugen unsere Panzerdivisionen in erfolgreichen Gegenangriffen den südlich Wiina gegen den Njemen vorgehenden Feind ab. Schlachtflieger unterstützten den Abwehrkampf und vernichteten hier mehrere Panzer und Ober 100 Kraftfahrzeuge. Aus dem Raum von Wllna rückten die Sowjets nach Norden und Westen. Die Vorstöße nach Norden scheiterten an einer guer durch den Neris-Bogen gelegenen Sehnenstolhmg, und westlich Wilna wurde der Feind östlich Ziczma-fiai an Sperrlinlen aufgebalten Sein weiterer Ansturm auf Wilna selbst schei- Das Eichenlaub zum Ritterkreuz . dnb Berlin, 12. Juli Der Führer verlieh das Elchenlaub zum Ritterkreuz an Korvettenkapitän Heinrich Hoffraan, Chef einer Torpedobootsflottille ,al8 524. Soldaten der deutschen Wehrmacht, Kovettenkapitän Hoflmdim, der erst am 7. Juni tür seine hervorragenden Vordienste bei der Bekämpfung der Invasionsflotte mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet wurde, hat mit seiner Flottille auch weiterhin außergewöhnliche Lelfttungen vollbracht. Der Führer verlieh ferner das Eichenlaub an Kürvettenkapitün d. R. Karl Ptilmgreen, al« 523. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Korvettenkapitän Palmgreen, der eine Sperrbrecherllollille führte, hdtto als Chef dieser Flottille wichtige Einsätze selbst geleitet und wertvolle Geleite mehrlach trotz stärkster Felndgegenwirkung durch dlo Ka-nalenge gebracht, AI« Chef des Stahes beim Italienischen Kü€lenbefehlsh«l)er Neapel erwarb er sich wesentliche Verdienste um den Nachschub nach Tunis, den er persönlich leitet». gefordert. »Wir alt« kennen diesen Laut jetzt gut genug«, so heißt es in einem Brief. Jetzt aber liegen Klagen von allen Seiten vor, daß die Warnung viel zu lange dauert und uns auf die Nerven geht. Außerdem übertönt das Sirenengeheul sehr oft das Geräusch der herun-nahenden Bombe. Iniolga der Massenevakuierunq der Londoner Kinder körmen die Examen In den Schulen, sed e« für dl« Aufnahme, »ei e« für den Abschluß, nicht ordnungsgemäß gehalten werden. Die Examen sollen in den Evakuierungsgebieten nachgeholt werden, wobei, wie die englische Prpsse mitteilt, »weitestgehende Rücksicht auf die geistige Verfassung der Kinder genommen wirxl.a Trotz der fliegenden Bomben, so heißt es in der »Daily Mail«, ist die lange Reihe der Gerichtsverhandlungen über Scheidungsklagen nicht abgerissen. Allerdings haben dietie Verhandlungen schon seit 14 Tagen in den Unterkunftsräumen In den Kellern der Gerichlsge-bäude stattgefunden. Dabei wurden 400 Scheidungsfäüe abgeurteilt, neben zahlreichen anderen Berufungsverfahren und Zivilprozessen. tc Lissabon, 12, Juli General Eitienhower äußerte zu einem Korrespondenten der nordamerikani-scben Zeltunqsaqentur United PreiV daß »V 1« bei weiterer Entwicklung ein Faktor von äußerster militärischer Wichtigkeit werden könne. Er drückte sich offenbar so voralchtlg aus, um nicht klipp und klar eingestehen zu müssen, daß die erste Vergeltungswaffe bereits jetzt erhebliche militärische Bedeutung hat Bemerkenswert ist auch eine weitere Äußerung Eisenhqwers, in der er sich al« Oberbefehlshaber der Invasionsstreit-kröfte in scharfen Worten zu dem Reuter-Korrespondenten seines Hauptquartier«, terte am Widerstand der tapferen Verteidiger, die Im Laufe der letzten drei Tage über 60 Panzer vernichteten. Weitere 14 Panzer, mehrere Salvengeschütze, Feldhaubitzen, Granatwerter und Dutzende von Kraftfahrzeugen wurden dort von unseren In den Erdkampf eingreifenden Schlachtfliegern zeptört. Die zahlreichen Angriffe, mit denen die Sowjet» ihren Stoß nordöstlich Wllna Im Raum von Utena vorwärtstreiben wollten, brachten ihnen ebenfalls keine Erfolge. Südlich der Düna verbreiterten unsere Truppen ihre Riegelstellung nach Westen. Sie liegt in einem großen, etwa von Pieduja an der Düna bis Utena an der SiraPe Dünaburg—Kauen reichenden Bogen nun auch schützend vor Dünaburg, Zahlreiche an diesem Abschnitt angesetzte sowjetische Angriffe blieben vergeblich. Gegen Dünaburg setzte der Feind von Süden her fünf Divisionen und eine Panzerbrigade ein. Unsere hier seit Tagen in hartem Abwohrkampf stehenden Grenadiere schlugen diq Angreifer in erbit- dnb Stockholm, 12, Juli In einem Leitartikel nlmVilt »Aftonpo-sten« Stellung zur Lage und schreibt: Finnland wählte an der Seile Deutschlands Sicherheit und Selbständigkeit. Es hat niemals eine größere Aufgabe gehabt und sein Einsatz für die Zukunft des ganzen Europa ist niemals so bedeutungsvoll gewesen wie heule, Finnland kämpft um sein D.iseinsrecht damit zugleich aber auch als Bastion für die Verteidigung Skandinaviens und der ganzen abendländischen Kultur. Finnlands heutige Lage sei, so führt das Blatt fort, weder auf blinden Zufall, geschweige denn auf Intrigen rücksichtsloser Politiker zurückzuführen. Wie richtig der Weg Finnlands gewesen sei beweise allein die Tatsache, daß e« heute der einzige der nach dem letzten Weltkrieg selbständig gewordene Staat sei, der noch als sellMHandiger militärischer und politischer Faktor existiert. Wenn Finnland dem Druck nachgegeben haben *würde, so würde sein Untergang wahrscheinlich schon vollendet sein. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Finnland habe nun vor der letzten bartea Piob« «tiue Form (Cogejaonunen, Die Londoner, »o heißt es In einem Reuterbericht, seien dazu übergegangen, statt der Autobusse die Untergrundbahn zu benützen und weniger ais bisher im Freien herumzustehen. Die Kopfkiesen, auf denen man in'normalen Zeiten schlief, würden neuerdings als Schutz gegen Glassplitter auf den Kopfe getragen, so wild auch das aussehe. Die Londoner beginnen adch darauf «iDfustel-len, daß ei« wieder in die Schlachtzon« eingerückt t«i«n, und die gegenwärtig« Kampfsituation als «ine normale Lebenslage betrachten müßten. Unter den Dienstag abend In Neuyork vorliegenden Berichten über die Auswirkungen des »V 1 «-Bombardements von London und Südengland fällt besonders eine Meldung auf, wonach in den Auf-fangsgebieten keine Neigung bestehe. Londoner Knaben aufzunehmen. Angesichts der Verwilderung der Londoner Jugend befürchte man Erziehungsschwierigkeiten. Einer der verantwortlichen Evakuierungsoffiziere habe sich bereits zu der Erklärung veranlaßt gesehen, daß die Regieiung erforderlichenfalls Maßnahmen treffen müsse, um die Aufnahme der männlichen Jugend zu erzwingen. Stanley Burch gegen unbegründeten Optimismus wandte. Es wäre seiner Meinung nach die Aufgabe der verantwortlichen Männer, aolchen Tendenzen «nt-gegenzutrelen. Der Kampf um Caen habe fürchterliche Opfer gefordert. Die Weat-mächte müßten darauf vorbereitet »ein, daß der Kampf noch lange hart und bitter weitergehe, an Stärke zunehmen und schwere Opfer kosten werde. An einen inneren Zusammenbruch Deutschlands glaube er angesichts der Führung des Landes nicht. Es würde seiner Ansicht nach falsch sein, wenn man Irgendwelche Hoffnungen auf einen solchen Zusammenbruch setzen wollt«. terten Kämpfen ab und schlössen eine vorübergehend entstanden« Frontlück«, Durch In Massen abgeworfene klelnka' llbrige Splitterbomben hatten hier die vorgehenden bolschewistischen Infanteriekolonnen erhebliche Verluste. Nördlich Polozk führten die Bolsch«-wisten von Osten her unter Einsatz von drei Divisionen massierte, von Pansern unterstützte Angriffe. Sie wurden ebenso wie die südlich Noworoschew angesetzten Infanterie- und PanzerkrSfte unter Abschuß zahlreicher Kampfwagen blutig abgewiesen. In einer tieferen Einbruchsstelle sind die schweren Kämpfe noch im Gange. • Im Laufe der Nacht zum Mittwoch richteten unsere Kampf- und Schlacht-fllegerverbände heftige Angriffe gegen die rückwärtigen Verbindungen der Sowjet» In den Räumen von Tlraspol, Ba-ranowlci«, Dünaburg und Polozk. Die bei guter Sicht abgeworfenen Bomben verursachten in den von Jagdfliegern freigekämpften Zielräumen verheerende Brände. die alle erforderlichen Maßnahmen der Kriegführung erfülle, um da« Ziel zu erreichen j gegen die Gefahr au« dem Osten gesichert zu sein- Protest jje^en den Sovjetterror dnb Krakau, 12. Juli Generdlgouverneiir Reichsminister Dr. Frank hat auf einer Regierungssitzung in Krakau, an der neben den Mitgliedern der Regierung die Gouverneure der Distrikte, der stellvertretende Leiter dos Arbeitsbereiches der NSDAP und zahlreiche Olfiziere der Wehrmacht teilnahmen, leidenschaftlichen Protest gegen den Terror der Sowjets erhoben. Was die Bevölkerung in den von den Sowjets besetzten Gebietsstreifen des Generalgouvernements an unmenschlichen Torturen zu erleiden habe, stelle ein besonderes Kapitel dar. Es sei Ihr Beitrag für den Sieg des europäischen Gedankens. Die Irische Regierung hat einen nordamerikanischen Film verboten, in dem das Leben in Irland und der Geist der irischen Bevölkeiung gefälscht uud ver-höimt werdon. Das Pferd, der Mitkämpfer und gut« Kamerad des wehrhatten Mannes, Ist aus der Geschichte des deutschen Heeren nicht fortzudenken, Einst, In den Zeiten der Ritter-Reiterheere, brach es aufsteigend mit hämmernden Hufen und mächtiger Brust In den Feindhaufen ein, stand wehrhaft Hengst gegen Hengst Im ritterlichen Hlnzelkampf. Der aufkommenden Feuerwaffe mußten dl« Eisenreiter welchen, die stetige Fortentwicklung der Feuerkraft der neuen Waffe verlegte den Schwerpunkt allen Kampfe». Noch blieben die Möglichkeiten zu mitreißenden Attacken, wenn auf langgestreckt dahln-jagenden Pferdeleibern hinter drohenden Lanzenspitzen, unter dem schwingenden Säbel geschlossene Reiterformationen den Feind niederritten. Roßbach, die große Schlachtentscheidung durch die Reiterei, Mara-la-Tour, der Todesritt der Kürassiere und Ulanen, »ie sind unvergänglich. Aber schon unter dem großen König begann Jene Entwicklung, die auch heute noch nicht nbge-»chiossen ist und der Reiterei neue Wege wies, andere Aufgaben stellte Die Dragoner, die auf das Pferd gesetzten Infanteristen sollten die Verelnlg\mg von Infanterie und Kavallerie darstellen, wie sie die Bedingtheiten der Zelt erforderten! »Innfälligster Ausdruck dieser Wandlung würde da» Grenadierregiment in Pferde Freiherr von Derffllnger, da» 2. neumärkische Dragonerregiment In Bromberg, lener Stadt, dl« In der preußischdeutschen Geschichte heute wie einst aufs engste mit der deutschen Reiterei verbunden ist. AI» Aufklärer, ru Streifen und Umgo-hungsrltten, Patrouillen, die oft weit In Feindesland vorstießen, standen Mann und Pferd welter vor dem Feinde, aber schon der 'erste Weltkrieg brachte das Ende von Dolman, Koller und Attila, Tschapka, Küraß und Lanze, Als Kaval-lerleschützen stiegen die Reiter von den Pferden und standen mit Maschinengewehr und Handgranate im Graben) es entstand nach dem Zusammenbruch das 100 000 Mann-Heer, in dem der Feind i der Reiterei einen unverhältnismäßig großen Anteil nur deswegen einräumte, well er von der minderen Bedeutung der Reiterwaffe im modernen Krieg überzeugt war. Mit der fortschreitenden Motorisierung, mit der immer mehr steigenden Feuerkraft der Maschinenwaffen schien das Pferd Immer mehr überflüssig zu werden. ,,Pferd oder Motor" wurde die große Streitfrage, sie wurde mit Pferd und Motor entschieden. Die alte Erkenntnis, daß das Pferd immer weniger entbehrlich würde, je weiter ein Krieg sirh im Osten Europas abspiele, fand ihre Bestätigung Im letzten Kriege, Von den Tagen des 100 000 Mann-Heeres bis zum Ausbruch des jetzigen Krieges aber wurde die Kavallerie immer mehr ihrer alten überlieferten Formen entkleiffet und eingeschaltet in das Hoergefiige der Jetzf7pit. Aus dem einstigen Mitkämpfer Pferd wurde der die Weite bezwingende, schnelle Träger seines Reiters. Seine Anspruchslosigkeit, seine Unabhängigkeit vom Nachschvib technischen Materials, von Betriebsstoff und anderen für motorbelriebene Transportmittel notwendigen Hilfen machten es als Reit-, vornehmlich aber als Zugpferd unentbehrlicher denn je Seine fleländenän-gigkeit hielt dem Schlamm und Morast der östlichen Landschaft stand, in besonderen Züchtungen kletterte es als Tragtier die schmalen Felssäunie im Kaukasus, die steinigen Pfade der Ralkanne-birge empor. Es bezwang die Weite des Ostens, durchschwamm dessen breite Ströme imd wurde als Pferd in der Ka-vallerlespltze wie als letzte», namenslo-MS Zugpferd In «tnor der onzähllgen Kolonnen wieder einmal zuverlässiger, hingebungsvoller und trevier Kamerad des Soldaten. Heeresltavallerle von heutel Mit Pferden, gewiß, aber keineswegs nur und auch keineswegs überwiegend mit Pferden. Da rollen geräuschlos die langen Kolonnen dar Radfahrer vorbei, die Kolonnen der Reiter auf dem Stahlroß. Da rattern Panzer, knattern Kradräder. Und die wirklich tu Pferde sitzenden Reiter tragen Maschinenpistolen und Maschinengewehr, sind Infanteristen Ihrer Kamp^ weise nach. Schwere Maschinengewehr«, Granatwerfer und Geschütze bilden dl« Unterstützung der leichten Waffe*n, Graue Stahlhelme mit gründurchsetzten Tarnnetzen, das kurze Seltengewehr, — durch nichts Ist der Reiter äußerlich od-terschieden von den Kameraden der anderen Waffen, es sei drnn durch dm goldene Gelb seiner Waffenfarbe, dl« noch ein wenig an die leuchtende Buntheit von einst erinnert. Und wl« sieht nun der Einsatz He»-reskavallerle von heute aus? östliche Wette. Eine Ebene, schwach durchsetzt mit einigen Baumgrupp«n. Gebüsch. Fem zeichnen sich die Umrlss« einiger niederer Hütten ab. Vorsichtig sichernd tauchen im Gelände einig« Reiter auf, Kleine Gruppen. Zwei, drei Mann, Sie reiten einen leichten Trab und sind nur Augen und Ohr. Leichtes Prusten der Pferde, der Sattel jankt, lels« schlägt Elsen gepen Elsen. Der Boden fängt den Schlag der Hufe dumpf auf, zuweilen stiebt ein Stein zur Seit«. Da, plötzlich, stehen für Bruchteile von Sekunden kleine, hell aufblitzende Feuerscheine vor dem dunklen Fleck de» feindlichen Dorfes. Ganz schwacher Mündungsknall, und dann spritzen Erd-fontänen urplötzlich aus ^em Boden auf. Der Feindl Die Pferde werfen die Köpfe rurürk, stellen die Ohren. Mit einem Ruck verharren die Reiter, stellen sich hoch In den Bügeln, spähen langhals voraus, I dann sehen sie, was als sichernd« Spitze zu erkunden Ihr Auftrag Ist: das Dorf Ist vom Feinde besetztl Schenkeldruck und langer Zügel. Die Pferde steigen unter der jähen Wendung leicht auf, dann jagen Roß und Reiter zurück. Wie weggefegt von der Erde sind die ersten Spitzen des Vormarsches. Die Leere des Gefechtsfeldes diktiert das folgende Geschehen, denn, wenn auch der Sicht des menschlichen Auges und den|scharfen Gläsern der feindlichen Beobachtungsmittel so gut wie entzogen, beginnt In dieser leere ein geheimnisvolles, verwirrendes Leben vorwärtszutreiben. Außer Sicht und Schußwelte des Feindes sind die Reiter abgesessen. Die den Spitzen folgenden Schwadronen, Reiter , und Radfahrer, fangen an, sich zu entwickeln, wahrend die Pferde und auch die Sldhlrosse zurückbleiben, arbeiten sich die kleinen Gruppen der Angreifenden vor. In ihrem Rücken fahren zu ihrer Unteistiitzung Granatwerfer und Kdvalleriegeschütze aul. Erste Feuer-schläpe setzen ein. Heulend bahnen sich die Cie* hosse ihren Weg über die Vor-wartskriechenden hinweg und schlagen drüben Im leiiidheset/ien Dorfe ein, Mauerbrocken, Balken Lehm und Erde wirbeln in die Luft. Immer besser sitzen die Schüsse, immer heftiger aber wird auch das Abwehrleuer des Feindes Unter Ausnutzung jeder Gclandefalte und jeder Deckung rlringen die Angreifer immer weiter vor. Nun hämmern auch schon ihre Maschinengewehre in kurzen Feuerstößen. Dann sind sie auf Sprungweite heran. Ihre Handgranaten fliegen in das Ziel, Ihnen auf dem Fuße folgen mit Hurra dl« Kavalleristen. Vor ihrem Schutzbogen vor Dünaburg Die Entwicklung der Kämpfe im Osten Bedeutung des finnischen Kampfes Sicherung gegen die Gefahr aus dem Osten „Militärisch äusserst wichtig Zwei bemerkenswerte Geständnisse Eisenhowers it HK-Autnahm«; KrlF'jaberlcbini Zwlmw (Wh) Zwei Jahre Ausbildung — und 20 Slunden Kampf Zwe4 Jahr« wurden sie in Amerika iiii die Invasion ausqebiitlet, 20 Stunden nur dauerte der Kampf, nun mcirschitren sie in« Gefancfenenlager. So hatten •ie sich die Invasion nicht vorgestellt. Sa^^el um«! ^eschüi Die Heereskavallerie von heute MARBURGHH ZIÜTONO Anttuim we.ili^n ilie PeUid« Da» Dorf Ut g«*numm^u Bi Ut ai .« Ri It^rgnUt d«r uniturb-li'h i« uad hi-i« in üciien Pornit n Im ■•t w». ■ ■ r GoleT ' ItX'i (i und s< der l'iii :• So V'-r . «1crw.i"i H -. r- -k sciüaiji^T- rt-i ■ u.j. n die vor irrhefi le An-1 V >f w -' (ir.in'jrjii dtT ab-c;r:*[• ii-n. 1 nd Ih.^arfi-eins tloni l'-.isrh ^on ttii. iliili wij (Ir niftls, ■ I fi t|i i -Ii nal 1 n Tuind, ■ u;) 1 n ' h r l. i.i'i i'i^n rn DiirriiliMi' h und h ■! ' kl'-n^ rrr Kr.iffc n n sirh (lip dl'oii Sil'we- ■ ■■■rio iiT'.'l Rf'itpr'M in d'ir ii /II s'. I . pin = .i'.'l)i»rr'ifor. Linheit Doch wjnn die Infant^ile Ic «o hohem Mafi« In da« Ge- luge der ln die Pferd« ihr« Reiter vor den tnar- srhier.'ndeii Kolonnen, und hier wie dort ziehen sie die schweifen Waffen, die W'nnen rifi Ko'onneri und de» liosses. IIcMTf'sk.ivallorio! F.infirfiiqt m den l'ithnmn di-s niodi^rne'i Hf'ores h'isfpl sie il^re Pflifht bis Ziim aufiprslen. Sie l>r'i(hte ihrer Vt-rwcnciiinf) zur Aii'kld-riinq entsprochend iinvrrh.dtr.isml;r hei Vorlw.te nur 3>ilerqot)ii c^se erxi* !! hitto'i, v<' suchten Ä'.e durch Vnislüfte au! dein bil-llchea Onie-Ufur die S'adt von ihren VerWnduiwjen naih Ostnn abziischniiren, damit sollte zugleich der Widerstimd unserfir Trnppon in dem wHtrnnmiqen IndurttHeqelcinde Im Südleij diT Stfidt ausqesrh'iHft tve'i1r>ri Ciegenstölle v,nr-fen flen fulornticlU'^s 7Un V; rs* irkurition im (ianqe. Die r^t Jen hilfii ihre'«' its siid\vst-Ucli liliv ei'vii n Mion, st.irki n AMorill nut bic.trr l'iont, uni fi.is von xins'TCu Trurin n iich dU-iu' Siiirk der St .'Rp Jiivitfiiy f" II zu np\viiin<'^n. Von zrihl-rei( brii Il.i'i ni-n 'jii^pr'Vlit/t, versuch-t«'n i; niit S''• wpti'vuiil'.t liei lloitot un-Wf Liiilen r sinidrückpn D'c f>Mi7,'qü Einl)rn< lissl-11 ■ wunle diiuh Gprr^^.i^tö'p berpiiiiiit. flu iiliriq -a br..f h drr An-filuriii s< b n V n Uiiseien Stellunrjen blul:rr zu niiiicn I .1 r; VW :1 u kl.iTpn Abvphrpifolq ertnii'j'>ri un^.f.'P Truppen Im Abschnitt fls'lich und ni,-du^.Mic h l.o. In der Eikeinini.. d iI' ihn» npfratiiMieM «-iidüch de^ Viir-r,.nif' '< i't-ilfi nicht zur Unifi'«»-iuiq y<>ii S!. Lo [„brrii würden, ent-«rhl.)"is-"'i s' h dl-' Niirddnierik nipr z.ir Wirdl l Ii i'iin'i vor pfwti zwf'i \Vo- ch. ri ■j ! -'! : r h ileiteil Finn- taliiv i l!.r- Trotz zw i'.if. clifr Wietler-holumi b':l ^ f's iit '^r wiederutri nur bei rwei TM Iii f.'.I'^rt ain)orini|nl;t-n i-(-M-rh i'^rianv und be' 'w ' lirri Vire und FVi-ttor-tIIIr 'ur ^liv m ■'■"•r We-Htkiistp d'T <'o-teiitiii-II ilh;ni=.e! di iiTiiMi iiiifi' rp Kainpf-flruupi'ii Ml c;''i(rn''l 'jf^eri -i m loil bis tiel Lli dt II ll;i' k= n des POMule« vor und ver-hinderle'i d 'urch qie lliirf L'rfolqo der mit si irknn Kr.jiNm anqieilcndun Noid-am'^rik.'fii^r. An pi.i'Tui S''^llen, fio bei La RospDe an der Strafle Carentan-Periers, Im Wald von Mont Castre und südwestlich La Haye du Pult«, wo die Nordamerikaner beim Vorstoß auf Anqoville erheblichö Verlust© hdtten, sind die Kampfe noch Im CI.i'ui'. Kenn."*irhn«»r)(' fü; din I n()e an dem FToniboijPn zvr!#M"lirxi Jt, Lö un<1 der WrtstkiU'« d»*? Coi'sntln ist, dflfl d'e NordiitierlkAnw ihr« auf eine Uinfissiinq von Perier« und Le««oy !iin-zielondcn Ojieration^pläne als qc^schei-teit 7.11 betrachten «cheinen und «ich jetzt auch hier zu verlustreichen Fron-tcilrtiiqrilfcn (feqen unsere tief qcstaffelte VertTidiqunoe/.one qezwungen sehen. Starke Jaqdflieqerverbtinde unterstützten den qiinzpn Tag über trotz wechselnder Wetterlaqe die Heeresverbände, Sie brachten dvm Gegner durch Tiefangriffe empfimlliche Malpriiilverluste bei und sch'>«!en nemnin-stim mit der leVj'hten Fiük eino Reiiie felndllchet Jagdboijiber ab. tc Stockholm, 11 JuU De Gaulle hat seinen Besuch in den Vereinigten Staaten abgeschlossen und ist am Dienstag nach Kanada weitergeflogen. Wie nicht anders zu erwarten war, ist sein Besuch in Wafihington ein völliger Fehls(hlag qeweeen. Roosevelt hdt erneut erklärt, daß die Vereinigten Städten das Algier-Komitee nicht als prfivisorlschü französische Regierung an-ei kennen und daß »diese Politik unverändert fortgesetzt« werde Als heschei-deut-a Pfkisterchen wurde de Gaulle die Anerkonniing des A!(Ucr-Komitees als de facto-Behörde in den »befreiten Gebieten Frankreichfi zuerkannt, das heißt er darf als »Zivilberaler« Eisenhowers fungieren. Eine dtesbazflglich» mordamrrikanlsche Verlautbarung wird tod der tchwedi-tchen Zeitung »Afton Tidnlngen« In einem Leitartikel behandelt. Schon der W'ortlaut dieser Mitteilung^ so schreibt das Blatt, müsee eine Enttäuschung für de Gaulle sein, da darin nur vom tran-zobischen Belreiungskomiteetf die Rede sei, wahrend de Gdulle selbst den sogenannten Befrelunqsdusschuß in »provisorische Regierung^ umgetauft habe. Noch ernster müsse es den Franzdsen vorkommen, daß Eisenhowcr bestimmen solle, wann die Franzosen sich eine Rn-rflerunq wählen dürften. Vom französischen Gesichlepunkt aus müsse dieses Kommunique höchst demütigend erscheinen. Ein gescheiterter Putsch Ein Slraßenbauingenicur rettete Columbiens Regierung Rom wird »gesäubert« tc Madrid, 12, Jufl Rom steht im Zeichcn der sogenannten »Säuiiorung-, berichtet das Madrider Rl .11 sArribfi'. Allein 1100 Personen aus dem Vcikehlsweseri seien bitiher ihrer l'otitt;n enthoben worden, in den vcr-schindeiuMi Ministerien qinqe nun eben-f-ills etreuq vor. ROH Prolessoren seien bereits dut; (km Universitäten verwiesen worden. Unk'i den 'Ifi Professoien, die Vüii den runiischen Lehrstühlen cnll(;rnt worrlen sind, belinden sich zahlreiche M iiiin-r, die sich einen Nrinieu in der Wissenschaft gemacht haben. Wt!r hinter diesen fcocjeruinnten »Säu-bertinqs -Aktionen steckt, ist nur allzu gut bekannt. Von jeher hat sich der Col-S' hcwismiis zuerst qegcn alle qewundt, deren qeistiqo Halliiiui ihm bei seinen /.eibelzendtn Planen iiu Weye bteht. tc Liesobon, 12. lull Wlft aus Bogota gemeldet wird, konnten Staatspräsident Dr. Alfotuo Lop«« und die mit ihm üun beim Manövar Im Mnrino-Distrikt in Südkolumbien von einer nufrührorisDhen Offizlersqrupp« verhafteten Minister von den Regie-rungstruppen befreit werden. ' Damit iftt ein Putsch gescheitert, der ' einige Tage hindurch Kulumbien In Aufregung hielt Die Revolte war von I dpm kolumbianischen Oberstleutnant Dioqenes Gll angezettelt worden. Die grolie Mehrzahl der Truppen der kolumbianischen Armee war der Reg-ierung treu geblieben und rückte unter dem Kommando von General Julio Gaitan konzentrisch gegen die Stadl Pasto iru Süden d<'S Landes am Fuße der Anden vor. In Pasto haben sich die Revolutionäre verschanzt. Der von ihnen gefangengenommene Präsident Lopez wni mit se-iner Begleitung im Hotel, in dera er abgestiegen war, unter Bewachung vcm revolutionären Truppen untergebracht. Die frühzeitige Unter^ichtung d«r Ito-luinbianischen Regierung über den Putsch ist nach Meldungen am Bngotn der Aufmerksamkeit eine« Straßenbau-ingenieuis zu verdanken. Der Ingenieur arbeitete mit etnpr Kolonne an einet Strafte, die zwisrh^Ti Pasto und Popiy.m gebaut wird. Als er die Festnahme des Präsidenten Lopez durch e^ne Gruppe von Olfizitren beobachteie, warf er sich sofort in ein Auto und fuhr zum Gou vemeur von Popayan, um ihn über din Vorgänge zu unterrichten. Der Gouverneur verständigte telephonisch den Innenminister, kurz bevor d'e Teleplion-ledtungen viij! den Aufständlfichen dqrch-•chuitten wurden. Dor Innenmini Blei setzte sich mit dem vom Präsidenten Lopez als Vizetainlsterprft»idtitnt bestritten Außenminlrtor Echandla io Veibtn-dung urwl ver«üib/irt« mit Shiu, (Wifl Echandla, der Vaifaasoj.g ent«pr»H»«u4. dfie Macht übemeiimen «oll Hctiai«l*.a eilte in da« Reqierungr-paiais and veröffentlichte von dort a'i« ein Dekret, daß er bis zur Wiederherstellung normaler Verhältnisse die Leitung der Regierung übernehme, Er verMmmelte so dann die Kabinettsmitglieder. Als «ich herausstellte, daß einige Minht«r nicht in Bogota w&ilten, ordnete Echandia an, daß die Staatssekretäre der betreffenden Ministerien einstweilen die Führung übernehmen, bis die auswärts wollenden Minister in die Hauptstadt zurückgekehrt ftein würden. JudenbUtt für die Normandie Paris, 12. Juli In Cherbourq hatten die ar.qlo-ame-rikanischen) Militärbehörden die Absetzung des Hauplschriftleitors der Zeitimg »La Ddpeche de Cherbourg« angeordnet. Daraufhin trat die ges.imte Belegschaft der Zeitung bis zur noteiifrau in Streik. Da sonst kcue Zeitung im besetzten Gebiet mehr betriebsfäliig ist, mußten die feindlichen Militärs nachgeben und den Hauptschfiftleiter auf seinem Posten belassen. Um dennoch eine Änderung herbeiführen zu können, wurde jetzt in London eine neue französische Zeituiig gegründet, mit welcher der besetzte Kri-stenstreifen der Normandie beliefert werden soll. Ihr Name Ist »La Rcmais-&ance«i und ihr Hauptschrlffleiter heim Louiis Lewy, Die meisten seiner Mil-aibeit«r sind Juden. Der deutsche Wehrmachtbericht E 'ibr'if h-' ti St Airl'P Ge{|enangri£f b,e|„Cften. gewinnt Boden Die Verteidiger von Wilna zerschlugen wiederholte Angriffe der Bolschewisten Kroatisch dcii' ^che Gesellschaft (i !) Aqr.irn, l'J lull Am Die.' . r;ti=>. .id wuido h er im Rnhm'.'ii e "i -. I' Si iklc ;, iL'm diu kroa-tis( ln' i^''1 Ull i mit M.iVisteit); JSid>'ni Dr. M.ni,!i!srh .m der Spitze, tl t tU: i\ •rhe (it-s.indti' Is.ische, d.u S;iil/p'i ihr kronliF.f lu'.i u:i(l rl--uiM-lu'ii M'üi irs, dei l'slds'-:,.» i.rid d. r NSU.AP, uti;1 s(iiislir;w Wiirdc'.li.iMi"- !)'M\v(ihntLii, dit: Kro)-tisrh-deut'^f iiu 11'f.tMlsch n'l gr )tiin li't, «n d- in qk .i !ir:i i "i ^, ,il,s( hl! Geseilsi halt ins Lelx'n (if: "'ml wikIi' Das Piusuliuni ubenudiiu iiirie:;minisi'.t Ll<9ltung Eyim naumyartiiet, Hnuplsf tiriftleituiig Anton Gorsrtinclc, heldR la Nftirhnrg a ri Drn». Radigns^e 6 (ur Zell tOi Anrptqen dl« Prntstlste Nr S oOltlft b; I -7" V J Phficl (OardgHanl Aut ff* ^ Id NJ'^P ÖU „ _ 'uni 1 ^ r I * J/infln //b Cndt ItMwtiiln f.r tp H:evr" rA Mfjwiii5?*£ Bla 6ayca (wwiis ] " ,v^ UHfueiwiiojl '*). i/'.-ifldiii;« n>/' 'V*. f,) i'BrrlUvii! Xlrhtunl i "i^llpiivr, ii'^ Torinnuvvn7Tr> JOuiK'V <'■ T - II X 4 '"A il Cfi'isy IJ Sdlli A, -'■:u..Ce"" ■ ... ■ ' Mo^nt * S'Oiit. t " J? ^ il A M w «iw'^4 u 1 Ä ■ ' I y,ii(wn f \/jt /r^liron /C 1 ? f >// ~^n I ,W, "ifev r ^ .«f—' { vV /'ülWn Cauni^ \ ^<^«»11^/ BoiirxjufbiiiX^ % (jmjj 1 (_, naVjIli lliii »■ _.jj i. II.■»»<* Aj-TSBEg'!' ' >1 ^ u f 9 ft'//' ( y jf*»- dCkM \\ liM ^ ®fuul..a"' ^ _ Auiay-iOdon J «„„.jrJ/ ff ^ ^ fHouvr»» ^ y cfvfimiX^ iX' '"'i' A to'""''"' ^ "»MW«!« itWtm.fl J".____^\-fr ^ • Tt»'-. tiT'-» ' far'tinrkPii/ * /'«"••'"'r-« ff 5:-ixt. If l .*• ,y Vphkm »ori / 'OPt^inrkPii/ * S«*i4 Hier werden die Kämpfe ge^eu diu luvasioustruppen ausgetragen Kartdi brüsitultir Ztiiluuf) MARBURGER ZEITUNO Domiertta|{^ 13. JuH 1944 « Vr. 195 « Seite 3 HemoHUkt iukästkou Volksgemeinschaft ? Em Wort zu den Wucherpreisen Es scheint, daU wii im HuiLlicK du( die Preisforderung auf einer PIdtttorm angelangt sind, von der aus man den wirklichen Wert einer Ware niciil mehr zu ermessen vermag, ganz abgesehen davon, daß wir un» von dem wahren Bo-rfrift der Voltisgcmeinschaft immer mehr entfernen. So kam es in letzter Zeil vor, daß zum Beispiel für einen Litei Kirschen — und diese gab es in diesem Jahr bei um reichlich — zwei Reichsmark und mehr trotz der fesigcsetz-ten Höchstpreise gefordert und auch gezahlt wurden Gleichfalls fordert man für viele andere Dinge des täglichen Lebens, und dies besonders für (Jebrauchs-gcgenstandc, Preise, die man mit dem Wort „liaarstraubfcnd" bezeichnen kann, daß di^se Wucherpreise getorc|eil werden, ist strafbar, genau so siraflich ist CS aber auch, derartige Preise zu bezahlen. Ware es hiei nicht angebracht, sich einnifil auf die Volksgemeinschaft zu besinnen und darüber nachzudenken, wie nun derjenige ein wenig Obsf oder Clemüse eistehen soll, der trotz seiner ■Arbeit vom fnihtn Morgen bis zum späten AbiMul diese Wucherpreise nicht aufzubringen veimag? Leider ist es so — und den Amtsstellen wird es vorbehalten bleiben, hier grundlegenden Wandel zu schaffen — daß eben viele unserer recht kurzsichtigen Milinen«;rhfcn gcneigi sirid. nicht nur jeden geforderton Pieis einer Ware zu zahlen, sondern ihr Geld wahllos hinauswerfen für Dinge, die bei Licht besehen allen Höchstpreisen zuwiderlaufen und oft nicht ^Inen Bruchteil de« Betraget rechtfertigen, der für sie angelegt wurde, t'nj diesem Hhel abzuhelfen, veran-«tnlfefe eine Stadt (zur Nachahmiing empfohlen) kürzlich eine Ausstellung von Gegenständen, die wegen Forderung von Überpreisen beschlagnahmt wurden. Einige Beispiele aus dem Bestand der Ausstellungsstücke lassen e'-kennen, wie der geschilderte Kaufleicht-sinn ausgenutzt werden kann von Leuten, die offenbar sehr wohl wissen, dal^ das Geld, besonders die deutsche Reichsmark, seinen Wert hat. Da gab es eihen primit'v aus Ilolznlättclien zusamnieTge-nagelten „Badeteppich", der für einen Preis feilgehalten würde, der das Vielfache des wirklichen Wertes ausmachte Zwei kümmerliche Besen aus wenigen mit einer Holzleiste verbundenen Reisern sollten 1.85 RM je Stück kosten. Air volkswirtsrhflftlich vollkommen unvertretbar waren ferner qebrandmarkt ein Tablett für 7 50 RM, das mit 2 P^^ noch überbezahlt gewesen wäre, gerahmte Bilder — gepreßte Pflanzen oder libermalte Postkarten —, die Kunstpreise prheischten, auf die «ie nicht den geringst,'» Anspruch hatten und nndere» nifthr Einkaufsnetze, aus minderwertiger Kordel schlecht und recht ziisammenge-knotet (1.95 RM), gehrechMrhe Aitsklop-fpr, Broschen aus Holz, Kunststoff, Metall hatten sich dem Preisgrößenwahn ausgeliefert. Ihni'u ebonl)iirtig zeigte sich eine Bruyerepfeife. die mit ?0 RM auigeboten wurde, wi Der F-Abschnitt der Reichsfetlkarten, (lei lüi besoiideic Zuteilungen verwendet wird ist beibehalten worden, erhält «her. • urn Verwerhslunqen mit dem ncuqe- Rchnitte über je 62,5 Gramm Käse bzw 12.') Gramm Quark sind in zwei Hälften von je 30 Gramm Käse und 60 Gramm Quark unterteilt, so daß sie auch -für die .Abgabe dieser ürzeugnisse in Gaststätten geeignet sind. Bei dem Umtausch in Reise- und Gast-stättenmarken wird in Zukunft ein Äu- hendst erübrigt. Die unveränderte Nähr-miltelration von 600 Gramm (hei Inhabern der blauen Nährmittelkdrlen SV/G und SV/'G Jgd. .300 g) geiting» in der 65. Zuteilungsperiode in Höhe von 1Ü0 g in Kartoffelstcirkeerzeiignissen auf die Alischnitte N 21 und N 22 sowie N 23 St und N 24 St der rosd Karten bzw. N 9 und N 10 sowie N 11 St und N12St der blauen Karten) im übrigen In Getreide-nälirmiltcln zur Verteilung. Die Vei-braiicher haben die Bestellscheine 65 sofort bei den Verteilern abzugehen, sofern nicht die Ernähriingsamter die Abgabe auf bestimmte Tage dieser Woche hesrhrHnken. Für tapferes Verhalten vor dem Feind wurde mit dem Eisernen Kreuz II KLibse ausgezeichnet der Grenadier Anton Ku-kowitsrh, Cilli-Kötting Cirazerstraße 54 wohnhaft die gleiche Auszeichnung erhielt aus der Ortsriiuppe Kunigund, Kreit Mdrburg-Land der Gefreite josef Wei-f.'etz. Zwölf Millionen Losbriefe Von den zuständigen Stellen ist die ("■enehmiqunq ziu Vetanstdllunfj einer Losbrieflotterie für da« Gebiet de* Groß-leutschen Reiches zugun^ien des Krieg«-hilfswerke« des Deutschen Volke« 1944 erteilt worden. Das Spielkapitnl beträgt sechs Millionen Reu hsmark 7.iir Aus-ijabe gelannen zwölf Millionen Losbriefe ^11 je 0..')0 RM, eingeteilt in zwni Reihen mit je sechs Millionen l.osbriefen In jeder Reihe werden 885 000 Gewinne und 103 Prämien im Gesdiniwert von einer Million RM lUisriespieH Die Zie-hiinn dnt Prämien erfolgt nm 30 September HM4 in München. Finen Monat nach der Ziehiino verfallen die nicht er-hoi)enen Grwinne und Prämien zuijun--sten des Zweckes dei Lotlerie, Frischobst als Postpaket Vorsicht behn Versand Reim Versiind von Frischobtit durch die Post, der in diesem Jahr in gewissen G(!bielen einer GenehniKumg bedarf, ist besonders sorrjfaltig auf die Verpackung zu achten. Namentlich weiche Reerenfrüchte Erdheeren, Johannisheeren, Heidelbeeren usw., die schon Im massigen Druck aufplatzen und Flüssigkeit absetzen, müssen besonder« gut verpackt «©In Für diese Beerenfrüchte ist eine Verpackung In BlechgefäRen (Eimern usw.) '•rfdrderlich Ander»» Beeren mit dirker Schale müssen in Kisten oder in Körben, die mit einer geniinenden Menge a\if-sauooiider Stotle f)rier mit undurchlässigem Papier abgedichlet sind, verpackt sein. Gänzlich ungoeif(net sind Papier-kartons, die dem unveim»'idbaren Druck durch aiideifl Packete keinen genügenden Widerstand entgegensetzen. Wer Pappkarton oder ähnliche Behältnisse verwendet, schädigt sich und andere Volksgenossen .denn der aus Beerenobst bestehende Inhalt vnn Papp-kiiitoiis wird niehi oder weniger zerdrückt, so dtili er lür den menschlichen Genuß unbrauchbar wird; auch werden durch die .Absonderuno von Beerensaft andere Sendungen beschädigt. Die Postämter sind daher veipilichtet, Sendungen, deren Inhalt aus Beerenfrüchten und Reerenverpackung cuis Pappkartons oder ahnlichen unzulänglichen Rehältnissen besteht. \'on der Beloiderung auszuschließen. Dienst mit dem Spaten Ein neuer JahrjJan^ r" * zum Reichsarbeitsdienst In diesen Tagen herrschte in den nnterstCMiischen Kreisstädten wieder reges Leben, nahm doch ein neuer Jahrgang jungei Burschen von der Heimat Abschied. um im Reu hsm beitsdienst Diensj zu tun unri im Kameradenkiois Ausrichtung aul das koiiimeiule gröf^eie Ziel zu erhallen C^b reich. oIj arm. ob .Aibeitei Handwerkei, Landwirt oder höherer Schüler, alle linden si< h in dei grotten Gemeiiisc halt des ReichS'n h»'i»s dienstes in dem alle Schranken des StandesbewiilMseins /uS'immenbrechen Wie in M.irbuig und Pettau, so herrschte auch in dei Saiinsladl Cilli an fliesen Tagen fröhliches Leben Junge Burschen aus tlen Kreisen Trifaii. Rann und Cilli lievülkeilen d.i« Strafen dei Stadt. Mit Bhinieii gesrhmückt, mit troh-lirhem Gesang uml Harmonikaklängen 7«)gen sie zum Sammelplritz. um von dort die Fahrt an den Bestimmungsort onzu-liefen, wo sie nun ihrer Arbeitsdienst-pflicht nachkommen werden. Bis zum Abtransport wurilen die junyeii Unter- i steirer pfleglich betreut. Ihr gröt^te« I Interesse erweckte das Lichtspielliaus, I in dem sie der spannenden Handlung j des Filme »Reitet lüi Deutschland« ! folgten. I Im Hof dei Burgkuseine verabschiedete Kreisfühiei DorfiticislPr die zu-künll.igen Maniiei des Reichsiii lieits-dienstes mit liehiuv.menden Wollen auf jedem Plal/, wo sie hingestellt weiden. Iren ihre Plluht zu eitüilen Zahlreich hatten sich die .Aiigehöii-gen cuif dem Bahnholplat? eingelunden, wo ein hei?liches Al)S( hiednebinen begann, In das auch die Niadel mit eingeschlossen waren, die ihren Iu(iend-gespielen »Ade« sagten Leise klnng über den Worten der Treue d e man sich vorsp ach. die» Melodie »Wein dir . nicht die Augloin trüb, hast nicht viel verloren« Bald war der Zug bestiegen, I der die Burschen unter dem Klingen ' des Liedes »MuH Ich denn zum Städiele I hinaus« hinaustrug in die Ferne, hinaus in eine für sie neue, schone Welt. Sonderfilmschau in Marburg Von DUnklrchen bis zur Invasion Am Freitdg, 14. und Samstag, 15. Juli, mit Beginn um 15 Uhr, 17,30 Uhr und 19,45 Uhr sowie am Sonntag, den 16. Juli, um n Uhr und 11 Uhr wird im Marburger Lichtspieltheater Esplanade der Film »Von Dünkirchen bis zur Invasion« gezeigt. E« ist dies eine einzigartige Schau vom Kampl im Westen, vom Ät-lantikwall und von der Invasion, die kein Volksgenosse versäumen soll. Jufjend als Erntehelfer Aufruf des ReichsjuqendfUhrers Wie alljährlich stellt sich die deutsche Jugeml auch in diesem Jahr zur Einbringung der Ernte bereit. In Zusammenarbeit mit den Schulen .jfind die er-lorderlichen Maßnahmen für den örtlichen Ernteeinsatz getroffen. Dieser F-^n-tehllle kommt im Zeitpunkt des gewaltigen Ringens an allen Fronten eine besondere Bedeutung zu, der sich alle Jungen und Mädel voll bewußt sind. In einem Aufrvif an die Erntehelfer und -helferinnen brachte Reichsjugendfühier ■Artur Axmann ii. a. folgendes zum .Ausdruck: »Die vermehrte Last der Feldarbeit liegt auf den Schultern der deutschen Bäuerin und nur durch eine gute Ge-meinschaftshilfe kann die Einbringung der Ernte gesichert werden. Starft und l.ancl hier Hegt Eure .Aufgabe! Zeigt Fuch würdig Eures Volke», würdiq der Zelt, | Lelbnltz. Am 6 Juli fand im Lelbnlt-in der Ihr leben dürft! Zeigt durch Eure i zer KdF-Sanl der diesjährige Kreisappell Hilfe, daß Euch eine tiefe Liebe nnd Dankbarkeit zu Eurem Führer und seinen Soldaten beseelt! Helft mit, den reifen Segen des .Ackers z.u bergen! Auch dieser Ehrendienst sei ein Beitrao zum Sieg!« Jungmädel spielen fürs DRK »Prinzessin Tausendschön« in Pettau Schon Tage vorher hatten die Plakate der Jungmädel-Singschnr Pettau, die überall zu sehen waren, die Aufmerksamkeit erregt Nachmittags endlich fand die Kindervorstellung statt. Schon der Erzieheischitft ctatt. Nach kurzer BecpüHung diinh den Kieisriintsleiter Schulrat Friedl und einer (Jeldllenench-runq snrach Kroisleiter Tomaschitz über die Bedeutung der Schule für die politische Menschenführung. gab einen Überblick über die gegenwärtige Lage und dankte der Erzieherschaft für ihren Einsatz in der Schule und in der Partei. Schulrat Sföffelmaver hielt anschließend ein Referat über ^^Germanisches Lrbe im steilischen Riauchtiim«. wahrend Gau-amtsleiter Urragn üticr den politischen Auftrag der Schule und der Erzicher-schaft sprach .Als Gäste na'imen am lange vor Beginn wartete die kleine J Appell Eichenlaubträqer Oberst Nobis Schar aut den Einlaß. Am Abend begrüßte die Jungmädelbeauftragte des Bannes die Anwesenden, worauf die Jungmädel das Spiel von der »Prinzessin Tausendschön zeigten, wobei die selhslgearbeitelen Kleider allgemein gefielen. Mit Eiter unrl Hingabe spielten die Jungmädel und erritelen herzlichen Beifall. Als sich dann der Prinz, seine liebliche Prinzessin Tausendschon, der hohe Minister Scrillns und sogar die böse Waldhexe unter da« »Volk« mischten ,um für das Deutsche Rote Kreuz zu sammeln, füllten sich schnell die Büchsen. So waren nicht nur die Zu-schdiier, sondern auch die Künstler vom Deutsche Jungen, deutsche Mädel, Gewinn des Abends iibcraus befriedigt. und Frau, Bannführer Schumer und die Rannmädelführerin \Vindisch teil. Am gleichen Tnqe fand auch eine Schullei-tertagunq statt. Wildon. Am Ifl. Tiini fand in Wildon für die Gefallenen der SA eine C^e-lenk» feier statt, in der Hauptsturmtuhrer Rrtdb aus Graz die Gedenkied" hielt und die treue Kameradschaft der Gefallenen SA-Kameraden sowie den Kamnfeswil-len, den diese schon in de- Verbotszeit zeigten, hervorhob Für dir Oi^snrupoe ehrte Prop'igandaleiter Schwarz die ae-fallenen SA-Kameraden Anschiebend fand eine Kranzniedeileniuui am Fhien-mal statt, die Oitsgriippenl »iter Schulz vornahm Gut erholt für neue Arbeit Schaffende danken für glückliche Tage in St. Ruprecht an der Raab Irgöudwie hat jedei. dei nach harter, j Purkarthofer und anderen verantworfli-schwerer Arbeit, sei es in der . Grube, ] eben Männern des Reichsorholuiigswer- am Schraubstock oder sonstwo, einige Tage Erholung finden durfte, sein Herz an diesen schönen stillen Ort verloren. Oh es die sunnig hügelige Laiidsrhali an sich ist. die samtwellige Raab, an de-len Ufern es »ich so richtig rur.en läßt, oder doch die »Leutln« dieses kleinen Marktfleckchens sind, die es ohne viele Worte verstehen, schon in den ersten Tagen ein kamoradschaftliches Verhältnis zu den Urlaubern zu finden, das dicken die Erholungszeil zu Irohen Tagen gestalten hillt, isl «ihwei zu sagen Odei vse.eiho-liingsurlaujjes isl es uns ein Bedüifirs, der Deutschen Arbeilslronl lüi den ge-währten Urlaub den besten Dank auszusprechen. Durch gutes und reu hlialtige» Essen sowie das freinidiithe ünfgrgen-kommen unserer lieben Wirtin unci ihrer Gefolgschdlt ist uns der Aulenthalf hier uiivergeHlich gewoi den ... ■ isl uns allun fast untaiibar, daU in ei- ner Zeit, Wo iinsei Reich das hvleie'-se der ganzen Welt auf sich zieht und an allen Seilen des Kontinents um Sein oder Niclifseiii /.n kämpfen gezwungen ist, noch Zeit und Mittel findet oen fiiihrr so cjeniig cingeschatzten Arbeitet kostenlos einen besonders lur älteie Leute wirklich notwendigen Urlaub zu ermöglichen, das muß selbst ledem Spötter und Nörgler seine Achtung Ihr ein nationalsozialietisches Deutschland ab-(lewinnen, falls ei nicht ganz verblendet isl . . • Ich null) CS «I h"ii /um .Au^diuik bim-i|en, (laß uns* dies alles bei/li< h tienle denn wenn im tuniten Kriegs|dhi dem \r-bi iter soUhc I-reurschaft durch das Schlaf|er-P(>t-poiirri ,,Mu«ik liir Dich" von Vorm.inn iiml durch die (Int(>rm'ihmg des von der stinHiil)ec|(ihtf!i Siinqerin .lohanna t>elis v Lachmiiskel-snan-luMiden MiindiU l-(iedi( hl vorti tifie des Un- Besondere Krafllahrprüfiinq für Aus» ISntler. Nach 5 15 der Straßenvcrkehrs-zulrissiina-sordniing kann dem Inhaber einer nusläru!i'ir hen Fahrprifiuhni« die deii'sche Fcihrerituibnis erteilt werden, w enn er aiiMeic henrle Kenntnisse der deutschen Verkehifsvorschnlten in einer Prüfung nachweist und im übrigen keine Zweifel an «einwr Eiqnunn bestehen. In lunehm^nrlera MnUe werden aualindl-•rh« ArheitskrÄft« Im Großdeutschen Reich als KT,*ftfahrer «ingesetzf, bei de-nf^n nicht Immer die Kenntnis der Kraftfahrzeuge und die Pertlnkeit Im Fahren vnrausgefietzt werden können, wie «1e rti« wertvolle« Volksgut darstellenden Kriftfahrzeuoe, 1nsbe<*ondere die Nutz-fahrzeuge fordern. De» Reichsverkehr«-minlPter hat deshalb im F-invernehmen mit dem Re'chsfiihier und Chef der Dniitsrhen Polizei in einf^m Im Reichs-veikehr^blait ^u'friabe B Nr 16 viun 26 ■luni HM4 vpi öff*»ntlirhtPn Rundn'laß beslimm!, daß «ich die Pnifunq nach ^ l."! der Sh>inenvprkr'h'S7iilassunqi=!otri-niing rieht nur aul die Kenntnis der deutschen \'t'rk"hrsvoischrif*en, Knuden auch auf die für d t« sichere Fahren eine«: Kirifttah^zeunes im Ve'kehr erlorrlorl irh"n tf>f hn i scher Kenntnisse und ihre n'^aktisrlm Anwendlinn zu erstrecken hitt. Mit der .Minahnie der PrlV fiing ist, wie m.t der Abnahme dei K-^nft-fahrnriitiinn allnemein, das NSKK betraut worden. tcrotfiziers Weiß und die urwüchsigtn und drolligen Volkslieder eines Gcsangs-gudrtetts. Als Solisten stellten sich eine Reihe musikbegabter Soldaten vor, unter denen ein meistertial t vorgetragenes Sdxophonsolo und die mit dem Schnel-ligkeitsrekord bedachten Xylophonsolis besonders hervorgehoben zu werden verdienen Nac h Schluß des Konzerts folgten die Clebirgsjager einer Einladung des Ortsgruppenfiihrers von Rann, Pg. Raposa, die Front und Heimat in fröhlicher Kameradschaft noch einige Stunden verband. Die Kameraden seines Musikzuges konnten aus Rann, der südlichsten Ecke des Reiches, den Ddiik und die Anerkennung für ihre vorbildlichen musikalischen Leistungen, aber auch die Erkenntnis mit auf ihre Weiterreise nehmen, daß die Heimut stulz auf ihre tdpfe- ren Sohne ist und sich mit der kampfenden Fr6nt in enger Schicksalsgemein-schaft verbunden lühlt. Humnig Hille dem Tüchtigen Kriegsmarine gewährt berufliche Förderung Mit fortschreitender Krieqszeit und dem ddmit verbundenen Bedart an guten Facharbeitern und brniichbaren Ingenieuren, Scbiffsführern, Seemaschinisten usw. kommt der beruflichen Förderung auch bei der Kriec|smarine nach wie vor eine große Bedeutung zu Die Förderung erstreckt sich auf besonders tüchtige uiid strebsame Gefolgschaftsmiiglieder, die sich nach dem Urteil ihrer Vorgesetzten in Leistungen und Haltung in jeder Beziehung aus den Reihen ihrer Arbeitskameraden hervorheben. Dabei sind Sieger im Reiclisberutswettkampf besonders zu berücksichtigen. Um solchen Gefolgschaflsmitglieclern, denen die für ein Studium,'einen Lehrgang usw. erforderlichen Mittel nicht zur Verfügung stehen ihre Weiterbildung zu ermöglichen, können Mittel aus dem Md-rinehaashait zur Verfügung gestellt werden. Es werden in der Regel Zuschüsse in einer Höhe gewährt, daß sowohl die Studien-, Kurs- usw. -Gelder wie auch die Kosten für den Lebensunterhalt des Gefolgschaftsmitgliedes in dem notwendigen Umfange gedeckt werden Die Auswahl der Bewerber geschieht grundsätzlich durch die Vorgesetzten. Heizer-, Schweißer- und MotorenlehrgÄnge usw. sowie Fern- und Abendkurse und ähnliche Aus- und Weiterbildung sind per-« sönliche selbstverständliche Angelegenheiten eines jeden einzelnen. Die Kosten hierfür müssen von strebsartien Gefolg-schaftsmitgliodern selbst getragen werden. Zu fördernde Ge(olg5Chaflsmitglie-der haben sich vorher zu verpflichten, nach Abschluß der Aushildiuig für eine bestimmte Zeit von etwa drei bis fünf Jahren im Bereich der Kriegsmarine tätig zu bleiben. Gemüse, Arbeit und Kritik Marburg, 12. Juli El lit durchaus verständlich, daß die Frage, wie täglich der Tisch gedeckt wurden kann, im Leben jeder Hausfrau eine bedeutende Rolle spielt Die Wirt-schaftsmaßnahrnen des deutschen Reiches sind Ja glücklicherweise so, daß den Hausfrauen die größeren Sorgen ab-getujininen sind. Brot, Fleiscfi, Mehl, Fell usw. erhält Jeder pünktlichst und genau! Die Leljensmiltelkdi ten sind das muß selbst der Schlechtcjesinnte zugeben, längst zu einem Wertpapier geworden, das bringt, was es verspricht. Leider gestattet es die Eigenart des Frischciemuses nicht, es ohne weiteres auch mit Karten zu bewirtschaltun. We-nigstons so lange als irgend möglich, soll das vermieden werden In Marburg ist es bestiinrnl nocli nicht nötig, wenn . . ja wenn das ,,Wenn" nicht wäre. Man kann, wenn man gut beobachtet und henimhört, sehr viel Interessantes in der Gemüsehage feststellen. Positives und Negatives. Um es gleich zu sagen: Wenn soviel gearbeitet und Einsii-ht geübt würde, wie geraunzt, gemeckert und kritisiert wird, wäre die Gemüsefrage hier schon zur Gänze gelost. Da koniint einmal eine Menge Salat oder Spinat auf den Markt. Jeder könnte davon genügend bekommen und daheim die gomüselüsternen Mägen fiilleii. Aber ein Gärtner brincjt eine kleine Menge vom ersten Karfiol und nun stürzen sich alle auf den Karliol. Salat und Spinat nimmt keiner mehr, auch dann nicht, wenn der Karfiol längst abgesetzt ist. Dann tind die, die dabei leer ausgegangen sind, beleidiqt und erklären, nun I auch den Salat und den Spinat nicht I mehr zu brauchen, und schimpfen und I kritisieren. Gar so groß kann also ihre j Ciemüsenot nicht sein, wenn sie ausge-I rechnet nur Karfiol wollenl j Andere wieder wohnen fn der Nähe I einer Großgärtnerei und hätten es so be-! quem, gleich an Ort und Stelle ihr Ge-j tnüse einzukaiilen. Da steht aber am Tor; ,,Hier linclet kein Ciemüseverkaul [ statt, sondern niii auf dem Markt' Del Markt ist allerdings dreivic^rlel Stunden weit weg. Selbstversländlich ist diese Regciliinq in den Augen des Betreifenden ein Unsinn und eine Schiknne, und darüber wird weidlich geschimpft Dali der Ciärtner in seiner eicienilichen Arbeit — der Gemüseer/eugunq — wesentlich gestört wird, wenn er den ganzen Tag über einzeln kommende Käufer bedienen n\uR: daß wieder ein eigener Apparat dalür aulcjeslellf werden müßte, der btstimmt und iiberprüft, wer direkt beim Gärtner einkaufen darf und wer nicht, und man- Von Oberbürgermeister Fritz Knant chea andere mehr, spielt bei den Erwl' gungen des Kiitikers nicht die geringste Rolle. Ein anderes Beispiel: Da gehen Einzelne in ihrer Freizeit zum Gärtner und möchten einen Gemüsegroßeinkauf tätigen. Sie machen sich sogar erbötig, dies oder jenes selbst zu pflücken und trotzdem den vollen Gemüsepreis zu zahlen, vielleicht sogar etwas darüber Ihren eigenen Bedarf hätten sie dann reichlich gedeckt. Ob aber auch andere, die diese Zeit oder Gelegenheit nicht haben, das notwendige Gemiise erlialten ist ihnen natürlich gleichgültig Bekommen sie trotz ihres ..grofilierzigen" Arbeitsangebotes das gewünschte Gemüse nicht, datin wird natürlich wieder geiaunzt, geschimpft und gemeckert. Besonders laut tun das die, die nicht einmal ernten helfen wollen, sondern nur im Sonntagsstaat mit Irisch polierten Fingernägeln und zierlichen Schuhen von Gärtnerei zvi Gärtnerei laufen und womöglich das seltenste und erste Gemüse im Garten einkaufen wollen. Wenn sich in Haustoren und Nebengassen Schwarzhändler oder andere Ge-müsehesitzer niederlassen, um zu unverschämten Preisen ihr oft sogar gestohlenes Gemiise abzusetzen, dann gii)t es immer wieder eine große Anzahl von Kauflustigen, die ohne weiteres die hohen Preise Ijezalilen und ihr Cieniiise nehmen Fünf Minuten spater schimnfen sie wie die Rohrspatzen darüber, daß flas Gemüse so sündtouer sei und daß die Be-' hörden gegen diese Preistreiberei nicht I einschreiten. Das einzig wirksame Gegenmittel, nicht zu kflufen und den Preis-' treiher der Polizei zu libernntworten, das fällt ihnen natürlich nicht ein. Dutzende von Beispielen, wies verkehrt gemacht wird, könnte man anführen Es genügen doch wohl die hier on-gefiihrten, um die ganze Frage genügend zu beleuchten. Tm großen und garfzen kann eines sicher gesagt werden: Für Marburg wurde derart viel fiemüse nrigebaut und unter den schwierigsten Verhältnissen geschaffen, daß nach vernünftigem Maß jeder geniiciend Gemüse haben kann. Schwierig allein ist noch dabei das Arbeits- und das Verteihinqsprohlem Di»se Probleme aber können nicht mit negativer Kritik und mit Schimpfen sondern allein durch r'ie Tat nelnst werden. Das Gemüse will eben nicht nur geerntet, sondern aiifh gesät, hearbeitet und gepflegt werden, und dazu fehlen, hauptsächlich beim Anlall von Massenqemüse, die Arbeitskräfte. Ich habe in der ver-nangenen Woche in der ..Marburcjer Zei- Schmer/crfülU geben wir die traurige Nachricht, daß uns unseie lieben Hltern, Grofl-,ML. " und Schwiegeieltern IMaltliäiis 1 iisehek * Oberlehrer 1. R. Jost'fine l'iiM'hck ^eb. Tondl in der Nac Iii vom Montag, den 11. au' Dienstag, den 12. Juli l't-M, durch einen unerwarlclen Tod plot/l'c h vei hissen haben. Das Bequibnis findet am Donnerstag, den 13, Juli, um 15 l hr, von der Totenhalle in Kölsch aus statt. W o c h d u, den 12. Juli ILI'14. In tiefster Trauer: Erwin und Matthäus, Söhnet Alolsle geb Fleischer, Schwiegertochter) Aloisie, Franziska und Richard, Enkelkinder, und scimlliche Verwandten. 4fv5 Tieferschüttert teilen wir allen Verwandten und Ppkaniiten niil, daß uns unsere innigstgelieble Mutler, GroUinullt-'r und Uigioßniuller, Fruu « rran/iska Kowatsrhilsch Besitzerin und GastwirUn nm 11. Juli 1044 im Alter von 87 Jahren nach längerem schwerem Leiden verlassen hat. Was an unserer teuren Verstorbenen irdisch war, weiden wir am Donnerstag, den 13. Juli 1944 um 9 Uhr vormittag« auf dem Örfsfriedhof in Kreuz-dorl bei Luttenberg zur letzten Ruhe betten. Kreuzdorf, Marburg, Lutfenherg und Stainztal, am 12. Juli 1944. ' 5435 Franz Kowatschllsch, Suhn Im Namen aller übrigen Verwandten. In tiefstem Schmerze gehen wir die traurige Nachricht, daß unser Inn'.gslgeliebler Vater, Stiefvater und Großvater, Herr Franz Jegowscliek nm II. Juli 1P144, nach langem, schwerem Leiden, Im 75 Lebensjahie uns für immer verlassen lidl. Die Beerdiguncj findet Donnerstag, den 13. Juli 1944 um 10 Uhr in Veilsdorf bei Grübel stall. Veilsdorf b. Giübel, den 12. Juli 1944, In tiefer Trauer; Franz und Josefine Jesowschek, Johann und There-sie Jesowschek, Ursula und Michael Gaischek, Maria und Vinzenz Ratel, Josef Jesowschek, Gend Hwm. dzt. in Frankreich und alle übrigen Verwandten und Bekannten. 3091 Danksagung tung" lur Mitarbeit und Selbsthilfe aufgerufen. Es gibt in Marburg eine Menge Leute, die gerne einen Gemüsegarten hätten, aber keinen bekommen konnten. Hätten sie einen, so müßten sie in ihm sehr viele Stunden Arbeit aufwenden, vom Beginn des Frühjahrs an bis spät in den Herbst hinein. Da sie dazu keinerlei Gelegenheit hdben, müssen sie viele Stunden auf dem Markt beim Anstellen oder bei den Wegen cuif der Suche nach Gemüse verbringen. Sie können, wenn sie wollen, diese Stunden weit wertvoller ausnützen. Jede Groligärtnerei in Marburg ist bereit, ein freiwilliges Arbeitsangebot dieser Menschen enlgegenzunt?hmen und ihnen dafür den Gegenwerl ihrer Arbeit in Frischgemüse abzugelten. Es soll das Ganze auch nicht in umständliche Formen gepreßt und es soll auch kein besonderer Zwang ausgeübt werden. Wer Gemüse will und wem das auf dem Mar.kt gebotene zu wenig oder nicht gut genug Ist, wem um die Stunden des Anstehen» und des Herumlaufens leid ist, der suche sich einen Gärtnereihetrieb und melde sich dort zur freiwilligen Arbeit. Er kann die Ar! der Arbeit selbst bestimmen, er kann selbst sagen, wann, wieviel und wielange er arbeiten will. Er muß nur das, wozu er sich nach eigener Wahl freiwillig verpflichtet, dann auch einhalten und gewissenhaft arbeilen. Der Gärtner wird dann diese Arbeit nach den üblichen Lohnsätzen werten und ihm den Gegenwerl, bemessen nach den Erzeugerhöchstpreisen, in Prischge-müie a\isfolgen. Der Betreffende kann selbst wählen, ob er das in jener Gärtnerei erzeugte Gemüse laufend beziehen oder auf einmal im Herbst zum Konservieren haben will. Ein Beispiel; Mann, Frau und awel größere Kinder bieten ihre Arbeit an. .Jedes ist in der Lage und will monatlich 20 Stunden arbeiten. Das sind dann im Monate HO Stunden, in vier Monaten 320 Stunden. Der Wert dieser Arbeit ist monatlich RM 32.—, in vier Monaten RM 128—, der Diirch-srhniftsgegenwert etwa in einem Monat 7.'i und in vier Monaten 300 kg Gemüse. Das ist doch sicherlich 'eine reichliche Menge, die in vielen Fällen sogar eine zusätzliche sein kann. Wäre das nicht ein gangbarer Weg, seine Gemüsever-sorgung zu sichern, und wäre diese Methode nicht einfacher, hesser und sicherer als hamstern, schimpfen und kritisieren? Wer seihst nicht zu einem solchen Gärtnereibetriob findet, der kann sich der Vermittlung des S'eirischen Heimatbundes oder der Stadtverwaltung bedie- StK^ri und lunien Handball in Marburg Steirlscher Gaumeister : Untersteirlsche Auswahlmannschaft Bei den Leichtathletik-Gaumeister-schdilen am Sonntag, den 16. Juli, über deren Programmfolge wir bereits berichteten, kommt auf dem Rapid-Sportplatz auch ein spannendes Handballwettepiel zur Austragung, wobei dem steirischen Gaumeister eine untersteirlsche Aus-Wdhlmannschdft gegenübersteht. Für die Untersteiermark ziehen zu Felde: Von Rapid Marburg die Spieler: Sturm, Götsch Hdlbleib, Köhler, Schmidt, Hammer Ma chatanz, Michelilsch. Vcn» BSG Westen Cilli, die Spieler; Tschatter, Tschoch Ing. Westen, Lammer, Nataschill. Der Endstand in der Gruppe A Nach aufregenden Ereignissen wurden die Punktespiele nun auch in der Gruppe A der steirischen Gauklasse zum Abschluß gebracht. Der Endstand lautet nunmehr: 1.Reichsb. SG Graz 14 7 5 l 43:13 21:7 2. SC Kapfenberg 14 9 3 2 46;17 21:7 3. Grazei AK 14 9 2 3 ,33:12 20:8 4. Sturm Graz 14 7 4 3 33:22 18:10 5. BSG Donawitz 14 7 — 7 33:29 14:14 6. RSG Mürzruschl. 14 3 1 10 22:49 7:21 7. LSV Zeltwfcg 14 2 3 9 29 42 7:21 8. BSG Puch Graz 14 1 2 11 19:74 4:24 * General Ringel erschießt sich das Gau-melsterschUtzendbzeichea. Beim ?. Lan-desscliießen, das von der ersten Stunde an im Zeichen starker Beteiligung stand, beteiligte sich auch Gauleiter und Reichssldllhtiller Hofer mit «einen Gästen drn Schießstand, von denen Eichen-laublräger General der Gebirgstruppen Ringel das Gaumeisterschüt/.endhzeichen herausschoß. Schon am ersten Tag erwarben 33 Schützen das Zeichen »Drei Jahre Gaumeisterschülze« und 40 .Schulzen die Spange für viermaligen Erwerb de« Gdumeisterschülzenzeichens. Ritterkreuz für Olympiasieger. Oberst Lippert hat als Kommandeur,eines Pan-zerregimenls das Ritterkreuz zum Eifier-nen Kreuz erhalten. Oberst Lippert geholte 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin der deutschen Mannschaft in der • Vielseitigkeitsprüfung an, die sich die Goldmedaille holte. In Wien unterlagen die Leobner Boxer im Rückkampf gegen Reichsbahn Wien nur knapp mit 4:6 Punkten. . Binder und Iluber, die bekannten Wiener Fußballspieler sind gegenwärtig für die DTSG Reichsdorf läiig und werden am Sonntag in Krakau das Pokalspiel gegen LSV Möldere bestreiten. Neuer Weltrei&ord im Gehen. Bai «inem Stundengehen auf der Bahn In Prag stellte Baltam mit eln*r ]>l«Uing von 13 730,25 m einen neuen Waltrekord auf und verbesserte damit die alte Beatleistung des Schweden Källson von 13 555 m. nen. Jeder Ortsgruppenführer, jede Be-zirksdlenststelle und die Stadtbetrlebe, Marburg, Kernstockgasse 2/1. links, nehmen die Meldungen Arbeitsbereitei entgegen und vermitteln dann tinen entsprechenden Arbeitsplatz. (»emüse ist in den verschiedenen Gärtnereien reichlich vorhanden, es muß nur bearbeitet und abgeerntet werdeni der Gemfisebedarf ist angeblich ebenfalls großi die Möglichkeil auf die angedeutete Art zu Gemüse zu kommen, ist auch da. Es handelt sich nunmehr nur darum, »daß die, die Gemüse haben wollen, von der gebotenen Möglichkeit auch Gehrauch machen. Tun sie es, so hdben sie Gemüse tun sie es nicht, dann sollen sie zufrieden sein und das Meckern, Schimpfen und Kritisieren unterlassen. Achtung! Haushalte! Bierllaschen sind unveräusserliches Eigentum der Brauerei. VERWENDET sie NICHT zu Hause. GEBT sie SOGLEICH an die Bierniederlagen und Gastwirte ZURÜCK I Der FlaschenbiermansJei ist deshalb so empfindlich, weil Bierflaschen dem Verkehr entzogen werden. Brauerei Tüffer 3711 Der 'iiiineiinzBlgBP der »MarburjieT Zeilunil* ist ein« Fundfjrube (tflnttitfcr An-(tebote aller \rtl Es fehlt loch Ihre \nzeiijt'l ' Fflr (tie vielen Beweise aufrichtiger Antellnshme an dem schweren Verluste meine« lieben Leliens-gefährlen, unseres Vaters, Schwiegervaters, Grußvaters und Bruders, des Herrn DOMINIK BOLANAZ, Werkmeisters, sprechen wir allen Freunden und Bekannlen, besonders den Kameraden des Bplriebs-werke«, sämtlichen Hausbewohnern, sowie allen Kranz- und Blumenspendern unseren herzlichsten Dank aus. Maiburg/Drau, Graz, den 11. Juli 1944. LEOPOLDINE RONIAK und FAMILIEN BOLANAZ. Svndvi den ^oldaltn di9 'Marbut gtr Ztilung* in dip Frnnt' Friseurgeselle für Ilerrenbedlenung wird sofort aufgenommen. Melden bei Johann Jllg, Windischteistritz. Ruf Nr, 5 5448 Danksaf2;iing Für die überaus herzliche Anteilnahme am Verluste meiner unvergeßlichen, lieben Tochter, danken wir den vielen Kranz- und Blumenspendern, sowie auch allen Fieunden und Bekannten, welche am Begräbnisse teilnahmen. 5416 Marburg-Dr., den 11. Juli 1944 Familie KOKL. icder DelrieDs- iOhrcr joll das Vipordnuiigii-lind Amtsbluti les Chels dei 'ivilverwaltunv n dei Unter uplermark e.scn Uezufis- irets monatlich iM \:j\ He- rellun^en sind in die Ge* ichilttsstellt les Verord-lun^s- und Amtsblattes Marburj>/l)rau Uid^insse f> 2u richten. MARBTJRGFK 7ETTUN0 WW g«b«« bakannt, (üaA am Sonntnq, dra 25. Juni unfi«r erstes Kind, ffisela Tur Welt gekommen ist. Dr. Gottfried Grill und Dr. Martha Grill Marburg Dr., Hurst-Wcb^elstrrißü 7 Donnerstu«, 13. Juli (»14, 19 Viir Isn Sfd4ii|)«i] ii 'V tmmwtBaBrr Jes Stfadtfi^^aeaier^drcisesicrs :i iif) LagerFäüiüe auch trockene Kellerräume, in Marburg Sfadf oder UmJebunj' uringcEifS gesuc^! Angebote an Marburg-Drau Postamt Brunndorf, V^ost-schliessfach 18 3(H>7 UNTERSTEIRISCIIE LICHTSPiTLTHEATl'R Mf-nte IS 17 lO. II» 4S Uhr ESPI.ANA! F So 15, 17.JO, 19 1j Uht W' tft 17 II). H 45 UM Burg-Liichtspie).c CÜii Tonlichtspielc Deutsches Haus P e t I a u Lichtspicle RAST MARBURG-DH AU 1 BURG-LICHTSPIELK ELFIB MAYCRHOFIiR, Johannci Rlemaun, Puul K"mp, THEO LINLiEN und Will Uulim lu uiiiur Koiiiutlie vud Hermann bdhr Das Lied der Nachtigall Ftlr Jugendliche tufteldiiSL'Dt Dounviittiig, 13. Juli Der Etappenhase Fflr Jugendlltlia untei U JaUten ulLhl iu(|elAi.>ea I Lichtspiele Btunndo-rf Ounnetsliig, 13. Juli — tiiquth um l.lii Hilde Krdlil, Miilhlus Wiiiiuanii, Li Ich l'onlü iiiiJ IldraUl l'nulsrn in dorn huinorvollon Doppelluljun «Ina« Junges M:i(lchens: Das andere Ich FDt Jnqendllclia nirtil tuyrlduieul Djnntrslrtg, 13. Juli - tüqllch um 17 Uhi Ein liistiqer Ka.ip(>rrilrn TR\ TKA rbAI.ALA POr Jugendliche lugeUsicDl Srit Splel*,«>ilen: Wochentdgi um 18 und 20 30 Uhr, Sonn-um) pPit-ilans um IS <0 IR \iilil IS "hr Uooneritidu, 13. Juli . . . reitet für Deutschland Willy Birgel, Girlruü rysoldl GiThlld Weher und Vdul Dahlkfl. — Für Ji)giBi ii ci ni FQt Jagendllclie unicr U Jahren nlchl lugi l.istenl Achliuuji Dilb il';inlcu l: i .U'I [«lullli » W.ill- tcnd doi '•■ilnivnrfülitiinii ist vorbolnn. Leonhard i. d. Biihcin_ Donnuritiifl, 13. Juli, um 20 Uhr Die Landstreicher nnth der Operette von Zl(?hrrr — mit Lude IU«^U«rh, (•retl Theimpr, P>iul II(lrlit;]rr und Lrlkd Drusuwithih. Für Jugi'ndlicitu ulrhl zui|i<1übsuiiI Frallug, 14, um 19.45 Uhr, Samsliig, 15. um 17.30 und 10.i5 Uhr, Sonntag, IS. Juli um 15, 17.30, 1iil Donnerstag. 13. JuH. um 19 Uhr Prinzessin Sissy In diesem herrlichen Pilin PjuI Uftrhim-r, Starrk und Knnti'tk iN H.iuptilurblullfr ilir Kunncn, | FUr Jugendllrlie tugviuhgcnl I Jiiqendiirhn hnhen S.unst^u] und Stinntitq nur zu der | erHten Vorttelluni) Zutritt. f ^ t Lichtspieltheater Triiail Dnaner»tog, 13. Juli Der Mann von dem man spracht mit llclni KUhniann, Theo I Ingen und lldui Mu.ter. FUr Jugenctilrhe nicht tiiqeliinsfnI Filmthe59t.eT Tüft«?r SplelzBlti Wn I7.:<0. 19 4.^ tthi. So IS, 17 30, IH «S Uhi Donnerilag, 13. Jiill .■>000 Mnck Relnhnunßl FVr JageuUlliho iilcLI (ugoldiseiil Amtliche © Bekanntmachungen Che! der Zivllverwaltunq In der Unterütelermark. Der Beduttraqte für Ernährunq und LandwlrtsciMft. Sonderziiteiliinji von Zucker In dRr Zeit vom 2H. Juni bi« 20 Anqust 1944 (64—65 Zu-teiUinnsperiodej erhalten allp Verbraucher (Versorgunq«be-rerhliqte, Selbstveisorqer. Gemeinsrhaflsverpfleqle) je Kopf pino Sonderzuteilunq von 500 q Zucker zu ^Einmachzwerken.* Die Abqabe erfoiqt auf den Abschnitt N *29 der rosa und blauen Nahrmittelkarten 64, der auch noch in d^r 65. Zutei-hinq^periodf) :|ilt. Die Verteiler haben die Abschnitte N 29 bei der Warenabqabe abzutrennen und qemäfl den Anordnun-qcn der ErnährunqsÖmter nach Ablauf der 65. Zuteilunqa-periode qetiennt von den übriqen Abschnitten der Nährmit-tolkarten bei den Erncihrunqsämtern zur Ausetellunq von Emp-fann''bP5'.cheiniqiinnf^n einzureichen. Zweck^, ausreichender Bevorratung der Klei^verteiler haben dir» Ernährunqsämter diesen bi« zum 15. Juli 1944 Vor-«;rhunb(v.uqscheine In Höbe der Hälfte der nach Ab«chnilt II les Frlnsspfi des He^n Reich.'ministers für Ernährunq und T.andvHrtfichaft vom ^ März 1944 — II B 1 — 1224 — erteilten Zuckerbe/uqschoine auszustellen Verbraucher, die als Selbstverfiorfier in Nährmllteln Aber MdhrTuittelkarfpn nicht veTfü:4en. erhalten Berechtigungsscheine über je 500 q Zucker. Tür anstaltsm.^f^iq untergebrachte und In Gemein- ßchfillsverpfleqimq befindliche Versorqunqsberechtlqte, die kelnp Nährmitlelkarfcn besitzen, haben die HrnährunqsSmter den Anstalten, LaqerleitunqeTi usw Bezuqfichf'ine B über Zuk-ker entsprechend der Zahl der Versorqunqsberechtiqten zu erteürn. Die Wehrmaclit, die außerhalb der Wehrmacht «itchondm Srhutzqliederunqen und der Reichsarbeitudienst erhalten dlf* SonderzutriJunq nicht, da ihre Vereorqunq anderen Vorsrh''1f*^-i unterlient. Versorgungsberechtiqten, die tnnerhalh der 84.—ÖS. Zii-teilnnasperiode au« einer vor dem 26. Juli 1944 begonnenen FJammelverpflequnrT nusßcheiden, haben die ErnährungsÄmter bei ihrer Wiederaufnahme in die allgemeine Lebensmitteiver-sorqunq Berecht'qunqsRrheine übter 1e 500 q Zucker zu eitel-Irn. VerBorqunqiihererhtiqte, die erst nach Ablauf der 65 Zu-tenlunqsperiode Nährmtttelkarten erhalten oder wiedererhalten, können bei der Sonderzuteilung nicht berückeichtlgt werden. Zuckerkranlte, die Krankenrulagen beziehen, erhalten auf Antran als Ausqleich für die Sonderz.uleilung 125 q Butter, 27(1 q Käse und .50 q Fleisch. Diese Zulagen sind In Form von 7wei 1 nbensrnlttplmarken über Butter, neun Uel«e- und Gast-ßtStto^nmarken über Käse und eine über Fleisch ?u g/Bwfihren Auslflnder, d'e nicht Im Besitze der NShrmlttelkarten sind erhalten d'e Zuckerfonderzutellimq nicht, da diese Verbrau-rherrrriippen in der Regel kein Obst einkochen. Strafqefanqprie und Juden ilnd von der Zuckereooderzu-tellunn nufinesrhlns^en. Graz, 10. 7. 1944. Im AQftTa(|«i ffM. L«nir«Tshaii»efl. D«r Cbel der Zivilverwaltung In der LTntersteiennark Preise für inlüncliHche Speisefrühkartoffelu fUr die Zeit vom 13. bis 19. Juli 1944. Der Reichfikomrnissar für die Preisbildung in Berlin hat mit RunderlaJi Nr, 21/44 vom 22. Juni 1944 tur die Zeit vom 13, bis 19, Juli 1944 folgende Höchstpreiise für Speisefruh-kartoffüln der Ernto 1944 festgesetzt. Größenklasse 1 II fai Reichsmark ErTougerfsstpr«!« Ir«i V«rla oiA ;uten Zpuguiw>«in wird goaucht RastauraUoa Bur^kalt«! Mtr-burg-Drau V(>7-4 Zu mieten tfesucrt Frau such njrtbl Zimmer p«r «lofort Zuschr, an dt- M Z«, unter »Fiau 544(: ' i-lu 8 Friseur.n hiuh^ ruiih s p^r. mubl. Zii.iner, w.nu''.'ili ii im Siadtzenlrum Zasi hi unt, »16. Autjufit" an die ».M Z,«, '■.4. ' 8 . h"r Ä1- . i f IP . -/ ■ ■ h, S4 ,4 8 DER OBERDÜRGERMriSTER DER SIADT MARBURG'DRAU Kundmachung Auf Grund des Gesetzes vom 4. Februar 1925, RGBl, Nr. 68, ordne ich für den Stadtkreis Marburg a d. Drau eine allgemeine Hattriiiiekäniprun^Haklion zum Schutze von Nahrungsvorräten und zur Verhütung von Erkrankungen durch Ration an. Die R.ittcnbekämptimq findet in der Zeit vom 17. Juli bis Mitte August 1944 statt. Die Aktion steht unter der Aufsicht de« Gaubeauftragten der Reichsarbeitscjcmeinschaft Schaden-verhütunq und wird von der Firma August Urban, Marburg a. d. Drau, Auqasse 18, durchgeführt Sämtliche Eigentümer, Pächter, Alleinmieter oder »onatlgp Nutzungsberechtigte aller verbauten und unbebauten Grundstücke, landwirtschaltlicli qonutzter Flächen, von Schutt- und Abladeplätzen, Gärten, Parkarilcigen usw., Unterhaltung«pflich-tiqe von Dämmen und Ufern und Wegen innerhalb der Ge-meindegienze sind verpflichtet, die zur Vertilgung der Ratten erforderlichen Maßnahmen durchzuitihren und die Kosten hierfür zu tragen. Eine Auslegung von Hekarnpfungsmitteln hat auch In solchen Anwesen zu eriolrien, wo nach Meinung der Besitze) keine Ratten vorhanden sind, da erfahrungsgemäß Ratten dorthin wandern, wo ihren nicht nachgestellt wird. Die Atislegung der Küi'er erfolrit durch die Beauftraqten der Firma August Urb-in, Marburg a. d. Drau, Angassn 18, Die Besitzer sind vrrpflichlet, diesen Organen den Zutritt zu Ihren Gebäuden und Nebengebtiuden zu gestatten. Die Besitzer, Pächter und Hausverwalter von Häusern und Gehöften im ganzen Stadtgebiet sind verpflichtet, den Anweisungen der mit der R^ittenbekänipfung betrauten Personen Folge zu leisten. D.i sich die bei den früheren Aktionen durchgeführten Mittel als zu wenig wirkungsvoll gezeigt haben, wird diesmal ein Spezial-Phospliorpräparat »Josit« in Verwendung genommen, welches vor Zugriff von Kindern und Haustieren zu sichern ist. An Kosten sind RM 2.— pro Maus und PM 1.— je Nebengebäude dem mit der Köderauslegung Beauftragten und zwar nach erfolriter Auslegung gegr.i Empfangsbestätigung zu zahlen. Es worden für RM 1.— 4 dkg Phosphorköder und für, RM 2,— fl dkg Phosphorköder verabfolgt. Sollten von Haus-eiqentilmern, Landwirten, Rniiern oder anderen Beauftragten' von Behörden qröf^ere Giftmengen zur Auslequnq verlanqt werden, so erhöht sich der Anslegcpreis um die zu verlangenden Ködermengen. Audi dieser ei höhte Mehrpieis ist sofort gegen Empfangsbestätigung an den Beauftragten zu entrichten. Industrie und Bahnanlagen sowie Fluf^betten und Kanäle werden von den Beauftragten der Firmi nach vniheriger Besprechung mit den B sit/ern bzw. zuständigen Dienststellen in P-iusrhalrechnung vereinbait. F»; gelten hieifiir folgende Richtlinien, die von der Prei-sbildugq.-.slelle der Reichsstatt-halterei genehmigt sind; Fnbriksanlagen, Bau- und Schuttabladeplätze und Freigelände jo innn m* 4 rm. Bei Grundflächen mit mehr nls 5000 m* verbauter oder nicht verbauter Bv)dr'nfljche je 1000 m' 3 RM. Wird «i'itens eines Verpflichteten diese Anordnung nicht befolgt, so worden die Vertilguiuismiißnahnien nach 5 4, Absatz 2, dos Gesetzes vom 4. Februar 1925 zwangsweise durchgeführt. Die h^"fiir entstehenrlen Mehrkosten hat der Verpflichfofp selbst zu tragen. Zuwiderhandlungen werden laut Verordnung des Thefs der Zivilvervaltung in rfer l^ntersieieimark mit Gridstr.ifen bis z\j 1,50 R\1 nder mit einer Fnvhcitsstrafe oder mit beiden Strafen gephndet, außerdem w(irde im Falle der ^Veigerung. die Rrttenvertilgung durchfuhren zu lassen, diese zwangsweise veranlaßt werden, Mdiburg, den 12. Juli 1944 3083 I, A, gez. Dr. Badl Sclilafsti'lle suf ht e" terer und rubig. r P Franz Krrißnig b i Schuirhth l;e. Ehepaar sm ht niöl>l Z luu.t r auf 8 vum -2 biS 7. 1944. Zusihr u"l''r Eh- i-'-iar« an die M, 7. . '4 3 Flerr sucht Kestpldl/. 7 fhr. unt. »Sehr daiikb^nr« an d* ■ "M, Z.«^________________,'i-t'14-3 Frau sucht möbüc rUv -'jni-mer, auch ausv^orts, Bcittwa-bche vorhanden, Adressf in doi »M. Z.« ,5H3d-3 BetrIebsfUhrcr suc>!f (Mn-gendst ein mftbl. Zimmer nur ilfi Schlaffielegenheil, d. bei Tage außer Marburg Z ; hr. erbeten unter »Urin Nr tm die Sl Z «. .'l.T; . 3 Fräulein sucht dringend 1?pi>vi Zimmer im Zentrum ZubtLr. unter »Eigene Möbel« an »M. Z.«. 52:il 8 Wohr»«n4 Jahre alt, sucht per sofort Stelle. Zuschriften unt. »Wirt-schaf'ierm 54« an die »M, Z,«, 5429-5 Lederne Geldbrief'asche wii: a diu !l. Juli verloren, AI'./" |i i. gegen gute Belolinunii br .A'i-lon Mlaker, Penbior.is», i' t-12. 3 Schwarze lirieüasche n if Iti-halt von der G.hIdcm'I St ' ■ u-detl, Liss igiise, verl'.'ii :i F 11.^, abzugehen gc.ien IN Ii-'i'n!-; t: Gärtnetoi Sc-lmui' r .'-l .-lj Am Freitaq um 17,'U) ' Ii' .• n Zug zwisi hen Cilli u.ul I., r ist eine Münnerarmijani'ulir ;n Verlust geraten. P i . h i h-a Finder wird gebet^ d^S' ..® negen gii'o I^. lohnur.fi un -ben. S. PiaUbteinor, f'ia: ' •! CUli, _____________________ ' ' '■] Am Sanistaq wuide ain M iii-i-([er-Berg, bc im Luit; ■ hu . .m-I-1er eine rot-blau kri; - Jak-kc verloren. Der h - i .i- der \^■ird cp'bt trn, dic:,! ' c. fi." V e r w d I t B r, mit langjähriger Piaxis in allen Zweigen der Landwirtschaft, fachmännisch gebildet, mit guten Referenzen, sucht Posten auf grö-f^erein Gut Gefl. Anträge mit Gehalfsangabe an die »M. Z,«. unter »Verwalter«._ 5449-5 Bilnnzbuciihaller, in Steuersachen bewandert, sucht Neben-beschiiiliqung. Antrage unter Bilanzsicher 5390« an die «M. Z.-- 5390-5 gen qute B Icihnii-Tg r SchlachlhiihiriTioe L'U, 1'. •Ji lechts abzucj-b"'!!. 1. ! ■ 13 Gold"rie l hr ru.t 1 • .1, dunkelblau und . ' t .. ■» Andei-.ib.'n. •13 Brleittische K. S.j ; - 'L, welche meine 1) :-t: > t- 1 s. gefunden h.it, ni.. |e : 1 ( n und d.''Selbe aV' ;■ lu" I- w. .* ■ \- rücksenden. Als u..g kann die Ziiiürkl^ h. Hung .S GeldbetrtTge? erf ' ■ ' , l'i- Ta- sehe mit der Iviunku Ii'-', L.;l- bürgerungsurkund"-, K:ri . r- karte usw. bitte an mc.i'.e Aii- Schrift 7u senden. K r-rl ^ i viy, Firma Tavtschar, Sthungi ■'dt. I lerreng.isse 54^ :M3 Offene Stellen Die Elnstelhing von Arbeitskräften Ist an die Ziistimmunq des zuständigen Arbeitsamtes gebunden. Friseurgehilfe oder Henen- u, Danienlriseurin wird sofort auf-giMiomnien im Salon .'\nton W'^-selko, Richard-W agnei-Straße 10^ Marbtur>nr. 5417-0 Altere, alleinstehende Frau wird für einen Haushalt gebucht. A'V'ufr. aus Gefälliqkeit bei L. Uhler, Dolikalt^e • Tc- qetthoftstr. 17 ___ 5.387-t) riichliqer Winzer mit drei Ar-beitskrälten Nähe Marburgs gesucht. Zusrhr. unt. »WinTer-&a dia >M. Z.*, 5391-6 Verschiedenes Tausche tiefen K inderwacjen u Kindelkörbchen ni t MniiMf,« qegen qut erlialtcius Dauu'-.i-fahrrad. Adr. in der »^i. 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GlUhwUrmchen, die Sommernachllichler Wenn liip Sommerndchf. die dem heißen Täq folqt, ubet der trde lirnjt, der würzige Duft det.fytiK'ti SU ir.t'ii. dd-s r it'ikt'in von üijeffill ver-slifUK'ii DKtin-intfn, die im Stornensrhein blinken, ein NKiichejis|>ic!l eljcnhnfl win-zigar ieuchfeuder Sommerqpistür auf dein grünen Icppith dtr nj. htiii her. Mur. Die Lichtchon ellt/^^,d^^n sk h, erlos':hGn, blinken W ider, vt.Minkon, uiid so yeht du« Sp.fl iiiirriGr fori. Aber uifht nur duf drt Erdf? fbuinii'fn und tuiikein sin. auch durch die Luit t>( tiwc;hoii und tdii/on sin, blitzen ciut w t: f-vucj tunkt u, vpitjchwin-den wie von d; r Ncicht vcihchiuckt und eische.nf'n dcinn wieder ebenso rdlselhnf» wio s o vf)rhor erloscben. Wenn nion Od'h einem d tisei Lirhtch'.'n hdt-ciit, greift rn.in 'iiis Lejeri\ und so ea auch aid dei Crdf. wo ^ie, wtiin rridn il e iiriiid drumcii rtU'.iStHH kt, versrhwuiiilen sind w :> der unu ;ud.^che verborgene Scirnlz. den e'ii l-/iilietur|ier zu hcbiMi vinsuiht. ist uifht leicht, «oit h Lichtiein zu tdn-tjen, und wenn ff. endlich yclinf|t, so m?.nt nujn «ir h u( tdusrht 7ai hriben, denn was in der flnnd bei/t. ist ein kleines Tier, d.jfi p'nt=!f Assel oder Kuffrldrve ! Wende, (jleiclit, fiin unficlioinbareh VVeoen, dds den ihm von li.^n Cjelehiten qerjcbciieii prunkvollen N.iiiiGJi in kiMier We pütt boi diesem ilüyel-losL'n s( iiV, 11 ldili(| krietiieiidi.il Kdicr, der dds \Vi bchen des Joiidiitiitiwüiin-ch' ns if.! und ■.lußerlicii q.u nif hl^ Reiz-vulhis )iiit, denn er i«l 'iriiubuuiii bis duf die qelb!iiolit mein schon einen «srhwdchen Piios-phttis{hein. Wenn die den Weibchen ziemlich dlialichen Larven au« den Liern «feschlufdl siiid, ndhren sie sicii von lebnn.'li fen Schnecken, die sie bei rjrntlcr Gefr.li^iql.eit in kur/or Zeit verzehren. Zur !:'e^.e'tiqunq des Sihrieiken-Fthloims dei sie »?istii kpn würde, hdl)i>ii fcip einen orii)u-/(jrjen weub'n und den Schleim .lulsdu-OFii L)it Ldivin hdlten einen Winter-bchldf, hciuten suh, ve'puppeii sich nn alfi unseie Sonimerndch'lichti^r. al« unsere Snniinern.u.htlichle, AiiikM der Nortihud hn — infi Plcikativf> übertragen. THerin liegt viellecht das neheirpri« seiner Plakate uhd ihrer Wirkung überhaupt, so daf^ er. an rund 40 doutschrn und ausiän- i Sechs Preise innerhalb von zwei Jah- ren, wurden Professor Wagula beim nationalen Wettbewerb des Bundes deutscher Filmamateure zuteil und zwar erhielt der im Jahre 1938 gedrehte »Umbruchsfilm« den Wanderpreis der Reichs-propagandaleitung, der die Schönheiten der Barenfichützklamm ausbeutende Film »Der Wanderer*, den Wanderpreis des Bundes deutscher Filmamateure rJi der dritte, damals eingesandte Film wurde mit einem Preis bedacht, Die beiden erstgenannten Filme erhielten zusammen den Wanderpreis de« Präsidenten der Reichsfilmkammer als die beiden besten Filme de« gesamten Wettbewerbes. Auch beim Wettbeweib 1941 wurden drei Waguia-Füme preisge-•■önt. »Herbstinosaik« errang den in der Gruppe der Filme »Deutsche Landschaft« vom Reichspropagandaminifeterium, Abteilung Fremdenverkehr, gestifteten Preis. Der »Kleine See« erhielt den ersten Preis in'der Gruppe »Absolute Filme« und »Murfahrl« wurde m't dem zweiten Preis in ctfcr Gruppe »Sportfilme« bedacht. Wagula, der von der Musik ausgegangen ist, versteht es auch meisterhaft, zu seinen Filmen die ihnen kongeniale Begleitmusik auf Schallplatten zusammenzustellen. Und 6o schliefet sich gewissermaßen dieser Kreis von selbst, wenn wir eingangs behauptet haben, daß es gerade die Folgerichtigkeit m der künstlerischen Entw^icklung Hans Wagulas sei, die seinen Leistungen das bestimmende Merkmol verleihe. Zur Zeit ist Professor Wngula der Meislerscbule des deutschen Handwerks verpthchtet, wo er, solange seinem Wirken als Pidkatgestalter durch die kriegerischen Ereignisse Grenzen gezogen sind, seine wertvolle Kraft als Lehrer einsetzt. Auch hier aber ist dieser gex-rade in «einer Heimat noch immer zu wenig geschätzte Stei-rer voll und ganz auf seinem Platz. Und kein Wunder, wenn sich nun neuerdings auch der Maler wieder in Professor Wagula zu regen beginnt und seine inneren Erlebnisse nach Gestaltung im Kunstwerk drängen. Fünfzig Jahre sind kein Anlaß zum Verweilen, nur eine kurze Rückschau sollte es sein, die dem Künstler Ansporn zu neuen Leistungen werden möge. Zwischen .SO und 60 liegt wohl für Jeden schöfiferischen Künstler das eigentlich fruchtbarste Jahrzehnt. Möge e« «ich auch für Man« Wagula im reichsten Mdfie erfüllen! Kurf Hiklebrand Mnizak Dfr Reifi'>n<1p fängt sie, befost'gt sie an seinem Srhuh, auf cLili sie ihm den erleuchten und die Schlangen ali^chiek-ken. Doch v.'em f« tagt, set't er sie wieder du! eirien Str,mch zurück, dtnn, so s;iqt rin indianisches Wort, man kann die Feneitliene mi'nehmcn, muh sie aber wieder doitbin bringen, woher man sie genommen h.it. Bildenfile Künstler für das Kricgs-WHW .^'lUiftlich dor 7. Reichsstraßensamm-liniq lür dns Kriegswintoihillswerk hatten die liildendeii Künutler des Gaues Tirol-Vorarlberg wertvolle, von ihnen gefichdtfeiie Kuii:>twerke zur Veriügunq gestellt. Hiervon wurden 13H Werke ner Ntjlerej und Plastik verkauft, wobei die Käufer die ange.selzlen Verkaufs-pieise virlfdch freiwillig überzahlten. So ergab «irh aus dem Erlös der Werke, der 7usan)men nach Beendigung der Abrechnung ungekürzt seinem Zweck zugefiihrt wurde, «in sehr rmsehnlicher Betrag, der e(> rchtfertigt, die vorbidl:che Speule-freudicjkrit der Kimsilerst halt des Gnies rü-khaltlos anzuerkennen. KULTURNACHRICHTEN Dae Stadtorcheister Wiener Symphoniker tritt auf tinlddiing des Gouverneuis von Warschau eine Konzertreiese in dds Generalgouvernement an. Eine »Ballade für Cello und Orchester« wurde von den Städtischen Bühnen zu Königsberg für die nächste Spielzeit zur Uraufführung angenommen. Haecker wurde als Dramatiker bekannt durch »Die Stadt«, die in Bochum gespielt vurde, und flurch '^ein Columbus-Drama von Ludwig Stiele wurde bei eitiein Sin- i »Segler gegen Westen«, das in Leipzig foriiekonzert des Slabsmusikkorps der in Berlin uraufgeführt. Den nach SOjähriger, verdienstvoller Tätigkeit aus seinem Amte scheidenden Obermus'kinspizientün des Heeres, Professor Adolf Berdien, ehrten die Mnsik-mcisterariwarter des Heeres mit einem Kon/ert im Thealersaal der Hochschule für Musik in Berlin. Die neue C)per »Lisu« von Alfred Habermehl entnimmt ihren Stoff einem Geschahen in den finnischen Wäldern. Das Weik ist zur Uraufführung im Bielefelder Stadttheater erworben worden. »Der grolJe Karneval« ,ein Michelangelo-Drama von Hans-Joachiin Haecker, uraulgelunif worden ist. Die Münchner Kammerspiele brachten »Geheimnisvolle Ehe«, eine neue Komödie von Hans Filz, zur erfolgreichen Uraufführung, Die Kurhtissischo Landesbühne brachte im Wildunger Kurtheater das Lustspiel von Friedrich Kalbfuß dem Bühnenbildner des Preußischen Staatstheaters Kassel, »Ein Hundeleben« zur Uraufführung. Das Schauspiel '>Der Indische Kaiser« von Ernst Bacmeister wurde zur alleinigen Uraufführung an den Württemtiergi-schen Staatstheatern angenommen. Die Uraufführung wird zu Ehren des 70, Geburtstages de« Dichter« in der kommenden Spielzeit stattfinden. Gottfried Keller. Der falsche Gassenbube In einer kleinen rhemisctien Stadt, in welcher btisonders ira Herbst xjroße Märkte stattfinden, waren die Gaseenbu-ben scharenweise dahinter her, auf diesen Märkten die häufig aut die Erde rollenden Apfel, Birnen, Pflaumen und andere Früchte, wenn sie umgeladen und ausgemessen wurden, zu erhaschen und solche auch vom Haufen wegzusti-bitzen Da lief dann immer ein Junge, mit, den keiner kannte, der aber immer zuvorderst und am behendesten von allen war, sich die Taschen füllte, verschwand und bald wieder erschien, um sie abermnl« zu füllen Auch wenn der neue Wein von den Bauern in die Stadl I geführt und vor den Bürgerhäusern abgezapft wurde und die Buben mit lan-' gen hohlen Schilfrohren unter die Wa-I gen hockten, die Röhrchen heimlich in ' die untergestellten Bütten und Kübel steckten, um den von deii Küfern beim I Abmessen einstweilen dorthin gegossenen überschüosigen Most aufzusaugen, war der unbekannte Junge bei der Hand, schluckte den Wein aber nicht hinunter, wie die anderen, sondern ließ das vollgesogene Rohr weislich in eine Flasche ablaufen, die er in seiner Jacke verborgen trug. Der Kerl war nicht größer, aber etwas stäiker als die anderen, halte ein sonderbares ältliches Gesicht, aber eine heile Kinderstimmo, und als sie ihn einmal drohend fragten, wie er eigentlich heiße, nannte er «Ich kurzweg Jochel Klein. Nun, dieser Joche! war ein künstlicher Gassenjunge, nämlich eine klein gewachsene arme Witwe aus der Vorstadt, die nichts zu beißen und zu brechen hatte und von der Not und ihrem Genie gedrungen die Kleider eines verstorbenen zwölfjährigen Sohnes anzog, den Zopf abschnitt und sich so zu gewissen Stunden auf die Straße wagte und sich unter die Buben mischte. Als sie ihre Kunst auf die Spitze trieb, wurde sie entdeckt. Auf dem Käsemarkt, wo die Käsehändler ihren Vorkehr hielten, hatte sie beobachtet, wie diese Männer mit hohlen Kässtechern au«, den großen Schweizerkäsen zum Behufe des Kostens ihrer Qualität runde Stäbchen oder Zäpfchen herausstachen, davon ein Endchen säuberlich vom abbiachen, kosteten, und da« Zäpfchen im übrigen wieder in das Loch steckten, daß dor Käse wieder ganz war. Also versah sie sich mit einem gewöhnlichen Nagel, strich um die Käse herum und erspähte die Stellen, wo eine zarte Kreislinie ein solches Stäbchen anzeigte. Dann steckte sie !m geeigneten Momente den Nagel hinein und zog es heraus, und oftmals trug sie wohl ein halbes Pfund trefflichen Käses nach Hause Endlich aber, da die Käsehändler überall auf ihren Vorteil erpichter und unduldsamer sind als andere Kaufherren, wurde sie erwischt und der Polizei übergeben und bei dieser Gelegenheit ihr wahrer Stand entdeckt. Man nannte sie aber den Jo-ch'el Klein, solang sie lebte. »Neue Graphik in Niederdonau« Das Stricker-Haus in Oggenburg beherbergt zur Zeit die Gauwander-Ausstel-liing ,,Neue Graphik in Niederdonau", veranstaltet von der Kameradschaft der Künstler und Kunstfreunde Im Verein mit dem Deutschen Volksblldungswerk Niederdonau. Etwa .50 Künstler sind es, die in Graphik und Aquarell ihr Schaffen zeigen. Die reirhhallig« Schau vermittelt einen wertvollen Tiberblick Aber die künstlerischen Kräfte, die in Niederdonau am VVerke sind. Märchcnthcater als Wanderbühne Das durch Bombenterror seinerzeit stillgelegte Münchener Märchenlheater hat die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« — Gauwaltung München-Ober-baycrn — zur Wanderbühne umgestaltet und zur Betreuung der umquartierten Kinder In den Landkreisen auf Tournee geschickt. Der Anfangserfolg war über Erwarten groß. Allein daran, daß das Märchenthealer für fünf Monate vorbestellt wurde, ist zu erkennen, wie seht durch diese Neueinrichtung den vorhandenen Bedürfnissen Rechnung getragen wurde. vükham; i runtkit! Roman von Die Steiani NichdrutkirL-chl. Knorr ^ iliiiL. K.-G.. Munctien 25. Fortsetzung Ts W:ir ein kralliger schwer'iebauter M-»iin. Sein Heriulkrtigen slflnd oflen und sein An/iiq war nhgetrrigen. Unter sei- | nen dicken, röllii hr-n Augenbrauen funkellen schlaue kleine .^ugen. ' Frog()y blieb eine' Weile hinter der go- ^ 5chlo<.senen Tur stehen und horihte auf , die sich entferneuden schw erlalligeii Schritte. T.r s-th s< hr besorgt aus, als er in Sellin Kammer zurürkging. Er (illiiete seinen Sehr- nk und wiihlle in der /.u- i Sdmmenyeleg'en Wd»( he. F.i klirrte me- i Idllisch, fils er aut rlen Hod-n stieß. | Dds Teleplifin kl.rirHdIe und Lnni oing ' vorn Kakle"nbrelt, wo sie mit Peler f|e- , standen lidtte, zum Appar.it und meldete si( h. >>Wds— schon d.i, Herr Asiiessor?« rief sie. Er war gerade in Berlin eingetroffen uml rief vom Landgeridit aus an, Er wußlo iiit-hls Neues von Rudolf Erlacher. Er l)dt Loni, sich mit ihm in der St.idt zu trelfen. "Zu r.iuriel« Sdgte Loni. ».Außerdem habe ich meine Kochin heute ins Krankenhaus geschii kt, das Mädchen hat Im ; Hdus zu tun und ic h muß rasch vor Ld- ) denschluü noch »mu pddr Besorgungen j mdcUeu, — Muil auch uuch aiü paat I Worte mit Dr. Schinitters reden — meinem C hef, dem neltoslen Mdnn dei Welt! — Aber Peler weide ich Ihnen schicken — v.'o soll der junfjc Mann hinkommen? >'Also —?" fragte Peler, als sie db- hänqte. »Der korrekte Vetter erwdrtet den gelehrten VeMer im Cale Kranzler, Unter den Linden!« Peler ging und Loni slürzle sich in dio Arbeit, um sich nicht v.'ieder einsam zu fiihlen. S e hatte ein längere s Telephongespräch mil ihrem Chef, der sie noch ein paar Tage beurlaubte. Dann gmg sie in die Küche und schließlich verließ sia das Haus. Gleich darauf siih Frogf-y vom Seilen feiister aus etwas, was ihn veran-hißte, beide Flügel zu offnen und sich, so weit es Hins, aus dem Fenster zu lehnen Denn als Loni aus dor Gnrlcn-tür Iwim, löste sich vom Stamme eines Biumios auf der anderen Straßenseite eine Gestalt, die in einiger Entfernung; hinter dem juntten Mädchen her^i^ing FiojiB." halte den Mann orkannt; es war der Arbeitslose. Loni war ßerade in eine kleine Sei-tenstriiüc abjjebogen, als es hinter ihr „Gritli Gott!" saßle. Sie bekam einen Schrerketi. Der Mann, d^r da aultauchte, sah nicht vertrauenerweckend aus. Die Gartenslraße lag Runz leer Sie drückte ängstlich Ihre Tasche an sich. „V/as wollen Sie?" „Hnrn S' nur kci' Angst Fräulein!" snßte der fremde Mann In breiter süd-deulsi'her Mundurt und grinste „Aber diesmal sin Sie's sehn selber, nel? — Gell. .. Sie bin Fraulein Lora Krla eher?" „Ja —" sagte Ivoni verdutzt und sah ihn noch immer ängstlich an. „Ich wart ja schon lang auf Sie!" Er sah sich rasch um. „Da hab' ich vor einer halben Stund' eine junge Dam'e aiiB'rcdet, weil die aus ihrem Haus raii.skomnien is. Es war aber die falsche! — Ich bin grad froh, daß loh Sie erwischt hab'!" Loni fing an schneller zu gehen. ,,Aber so warton S, doch!" rief der Mann eifrig. Kr hielt gleichen .Schritt mil ihr „Sie werden sich doch nel vor mir furcht<;n." Durc'k. dio Büsche eines Kckgnrleiis schimmerte ein größerer Platz und auf der Forlsetzung der Allee, nach dem Hoseneck zu, sah Loni einen Sipo, der sieh gemächlich entfernte Sie konnte ihn leicht einholen. Sie fint; an zu rennen. „Alsdann — auf Wiedersehen. Fräulein!" sagte es hinler ihr. „Soll ich Ihren Bruder grüßen?" Zuerst überhörte sie es in ihrer An^^'st Als ihr dor Sinn des Gehörten klar wurde, stockte ihr Fuß. Slile des dicht daneben gedrängten Tischchens „Hilfe" rufen wollten. „Was hast du?" schrie Peter erschrocken. Sein Blick folgte dem de« Assessors und erslarrte.