Nummer 37. |) et tau, den 12. September 1807. Vn bei PettauerZeitm Vn deutschen Frauen unb Glas! Brausende Heil-Nach längtrem Eollo-Mnsikvoriräge der unter g-.'fuatiiitrr feschen Gaste. Da-soffen und eS >»g dcS alten ^rästdenten. . vielfache zivtta», erscheint jeden Honnreig. P«i» für Pettau mit Zustellung in« Hau«: vierteljährig fl. 1.20, halbjährig fl. 2.40, ganzjährig fl. 4.80, mt« Postversendung im Inlande: Bierteljähiig fl l.4<>. halbjährig fl- 2.80, ganzjährig sl. *6.60. — Einzelne Rummern 10 tr. Schriftleiter: I-scf FetSuer, Ällerheiligengasse 14. — Benvattung und Lerlag! W. Blanke, Buchhandlung, Houptpla» Nr. ». Handschristen werden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beitrüge sind erwünscht und wollen längsten« bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. U:iU §n i I' Die Einberufung des Reichs-rathes. Nack) dem offiziösen Fremdenblatt vom t» d. M. svll der ReichSrath noch »u Laufe dieses MonateS und zwar am 23. September einberufen werden. Die parlameiitslose Zeit, vom Minister-Präsidenten dazu geschaffen, um den deutsche» Ab-geordneten der Opposition im Augenblicke der höchsten Erregung, in welcher bekanntlich niemand seine Worte auf die Wagschale legt, plötzlich die Immunität zu entziehen und sie zu verleiten, als Privatmänner über Dinge zu reden und Worte zu gebrauche», welche jeden, der nicht unter dem Schutze der Immunität steht, dem Straflichter ausliefern, diese Zeit der Mundsperre der Abgeordneten geht zu Ende. Wa» diese Zeit gräflich Badenischer StaatSkunst ausgereist hat, das ist filr die Regierung eine tschechisch-poluisch-clericale Majorität, welche die Dzieduzickische MajoritätS-Adresse an die Krone poch heute als ihr poli-tischt Programm festhält, nämlich die Erwei-terniig der Autonomie der Königreiche und Länder, das heißt mit anderen Worte« die Auflösung deS Bandes, nxlche« die Kronländer Eisleithanien« he»te »och als „Kaiserthum Österreich" zn-sammenhält. Für die Deutsche» hat diese pur-laiiieiitSlose Zeit Egel, Asch, Reichenberg, Pilsen und Cilli gebracht. Bitter wie Galle und sauer wie Essig schmeckten diese Früchte, welche die Deutschen eiuslweilei, hinabwürgen mußten, aber in der Wirkung des Genusses dieser Früchte auf deutsche Mägen hat sich Graf Badeni geirrt; die Delltsche» haben sie einstweilen hinabwürge» muffen- sie liege» ihnen im Magen, aber die üblen Folgen davon werden nicht die Deutsche», onderu wen» nicht alle Anzeichen trügen, werden ie zunächst einige Minister des Eabinets Badeni verspüren und iu absehbarer Zeit auch sehr wahrscheinlich die bunte Regierungs-Majorität, welche die Obstruktion zu „zerschmettern" gedenkt. „Zerschmettern", denn auf legalem Wege kann sie nicht au« der Welt geschafft werden. Nun der gute Wille dazu ist sicher vorhanden, aber vieles, vieles auf der Welt geht selbst mit dem .besten Willen" nicht und es gibt gerade iu der nenen RegierungSmajorität Leute, welche du-von überzeugt sind, wie der Abgeordnete Sokol, der zu bedenke» gab, dass, wenn die Geschäfts-vrdnuug deS HaujeS also umgestaltet werde» soll, dass eS ein Leichtes für den Präsidenten sei. jede Opposition sofort mnndtod zu machen, auch die Tscheche» mundtodt gemacht werden könnten, wen» sie einmal, — Herr Sokol rückte dieses „e»»»al" sogar in ziemliche Nähe, — wieder in Oppofi-tio» z« treten gezwungen lvlfr.ft. — Mit dem „Zerschmettern" hat eS also seine gute» Wege. Welche» Mittel wird also angewendet werden, um die Obstrnctio» zu brechen? — Nun Da« ist Sache der Regierung und ihrer neuen Mehrheit, die beide Zeit genug dazu hatten, darüber nach. eS stets vermieden habe. Fräulein Dolly überhaupt etwas davon merke» zu lassen, solange ich be-zahlter Lehrer in Ihrem Hanse war. Und iveun ich, nachdem ich die Freist hatte, wie jeder an-dere unabhäiigige Mann offen zu sprechen, von dieser Freiheit auch Gebranch machte, so waren Sie eS, der durch das Märchen von meiner Wer» lobung mit Fräulein Lippma»» mich zum Sprechen zwangen! Wen» ich es vermied. Ihnen als Be-trüger zu erscheinen, der seine Stellung als Lehrer in Ihrem Hanse dazu mißbrauchte. Ihre Tochter zu umgarne», so fühlte ich mich nicht verpflichtet Dolly zu belüge», als sie klipp und klar die Wahrheit wisse« wollte. Und erst als sie den Kampf um das Recht jedes Weibe«, fei es K»l>-magd oder Edelfränlein, das Recht des Herze»«, allein führen wollte, erst dann gab ich ein Ge-heimniS preis, das ich gewahrt habe» würde, bis ich das Wappenschild der Rohrbach'S vo» dem Blutflecken gereinigt hätte, mit dem die unselige That eines Verzweifelten es bespritzte, den Leute iu dcu Tod hetzte», die eine Handvoll Banknoten höher schätze» als ein Menschenleben!" — «Herr!" — rief der bisher stumm dagestandene Gutsbesitzer, jäh in die Höhe fahrend und hart an Rohrbach herantretend, — „rechnen Sie etwa mich zu diesen Schurken?" — — .Ich glaube nicht, dass ich Ihren Name» genannt habe .Hm von Ejchenbach!" — entgeg-nete der junge Man» mit eisiger Ruhe, während seine Blicke sich tief in jene deS Gutsherrn bohrten. — ..Dass ich aber mit diesen Herzlose» ebenfalls Abrechnung halte, »nn. nachdem ich mit meinem vollen Namen auch die Pflicht aus mich zudenken. Sache der deutschen Abgeordii.teu wird cS sein, de» Kamps wieder aufzunehmen uud rücksichtslos zu Ende zu führe», sich nicht durch Drohungen einschüchtern zu lassen, käme» dieselbe» vo» welcher Seite immer, denn so lange das deulsche Volk hinter seinen Vertreter» steht, haben diese nichts zu fürchten. Und das deutsche Volk Österreichs erst recht nicht, solange es wie heute einig ist. Denn heute sieht das Spiel so, dass Nichts zu verliere», dagegen Alles zu gewinnen ist. Zu verlieren nichts! gar nichts I denn schlechter als heute ka»n es nimmer werden. Österreich ist nicht Rnßland, wo man malconteiite Staatsbürger im administrativen Wege verschicken kann. Versprechungen? Die sind in Österreich so billig wie Haselnüsse geworden. Michl T»ut gibt nichts mehr daraus, weil er schon gar zu oft dabei bemogelt wurde. Gnaden braucht der Deutsche nicht, wenn er fein Recht und nicht mehr als sein Recht fordert. Und diese« werden unsere Ab-geordneten lvrdern und solange darum kämpfen, bis e» dein Bolke wird, welches diesen Staat gegründet, welches ihn groß gemacht, mehr als ein-mal vor dem Zerfalle bewahrt hat und ihn allein lieute noch zusammenhält. Neun Millionen Denlsche lassen sich nicht leicht in dem Hause zu Knechten machen, ivelch.s sie sich selbst gebaut liaben, Wochenschau. Einberufung des iieichsralhes. Nach einer Mittheilung des „Fremdcn-BlatteS" wird der genommen habe, daS Andenken meines Bater» vo» dein Verdachte zu reinigen» dass er als gemeiner Betrüger den Tod dem Zuchthause vorzog, werden weder Sie, noch Andere verhindern. Damit glaube ich. wäre» wir fertig!" — Ernst Rohrbach wandte sich ab und schritt ohne sich umzublicken, der Wörthschachbrücke zu. Ob der Dämon deS Jähzorne» dem Guts» Herrn die Buchse an die Wange drückte, ob «, wie er später betheuerte, in diesem Augenblicke nicht wußte was er that, ist niemals klar gestellt worden. Lies, de« Wegmacher« Tochter, welche sich gleich zu Beginn des Streite« der beiden Männer angstvoll i«S Haus geflüchtet hatte, erzählte später ihrem Vater, dass der Lehrer im Zorne wegge-gangen sei, dass er kaum die Brücke erreicht hatte, als ein Schuß krachte, dass im selben Augenblicke Martl der Eretin hinler dem Hause hervorgesprungen sei und dem Gutsherrn mit einem Prügel über den Arm schlug, dais dieser mit einem SchinerzeilSschrei die Flinte fallen ließ, dass sich Martl dann wie rasend ans Herrn von Eschenbach gestürzt, ihn vi Boden geworfen und sicher erwürgt habe» wiirde, wenn aus ihr Angst-gejchrei der Lehrer nicht umgekehrt, de» Guts-Herr» aus de» Händen des wüthenden EretinS befreit uud deuielbe» mit einem einzigen Zornes-worte in die Flucht gejagt hatte. Der Lehrer sei dann am diesseitigen Ufer der Wörtschach gee.e» daS Dorf hinab gegangen, während der Gutsherr ins HänSchen gekommen sei, Wasser verlangt habe und nachdem er ihr, der Lies, aufgetragen habe zu schweigen, gegen daS Schloß hinüber gegangen sei. — Mag nicht! vo» I. z«l>nrr. Der Gutsherr wurde bleich und wich ein paar Schritt« zurück. Vielleicht dämmerte ihm endlich der Gedanke auf, dass es nicht sehr edel war, einen Todten zu beschimpfen, der einst sein guter Kamerad gewesen und das was er vielleicht gefehlt haben mochte, schwer gebüßt hatte. Seine Stimme klang viel weniger ljerausfordernd, wie vorher, als er eiitgegnete: „Ich weiß nicht, wer Ihnen gesagt hat, waS ich mit meinem Neffe» über Oberst von Fischer gesprochen habe. Da es aber den Thatsachen entspricht, nehme ich nicht» zurück davon. Fühlen Sie sich dadurch beleidigt, Herr Rohrbach, so können Sie ja Genuqthuuug fordern! Natürlich vorausgesetzt, dass Sie ein Recht dazu haben." — — „Solange ich ihr Schuldner bin Herr von Eschenbach? — denn ich nehme die Ehren-schulde» meines Vaters selbstverständlich auf mich und werde sie bezahlen, dessen seien Sie versichert Herr von Eschenbach— sagte der junge Mai», mit kifiger Kälte, — „insolange habe ich kein Recht Satisfaktion zu verlangen. Sobald ich aber diese« Hindernis beseitigt habe, werde ich sie for» dern, darauf könne» Sie sich verlassen! Und noch Eines! Ich liebe Ihre Tochter und ich hätte wie ein ehrlicher Mann auch um ihre Hand angehalten. Nachdem das nun nicht mehr möglich ist, so will ich Ihnen blos ncch sagen, dass ich mit Fräulein von Eschenbach nie» Mals über meine Gefühle gesprochen, ja, dass ich Gesr Beehre mich, \ anzuzeigen, dass September 1897 finbe-C. Marinl:ovi6 j erworben habe ^Ub«ih. Bei der am »mencn Wahl eines Landtags-'StädteivahlbezirkeS Leibnitz an .arbeiten Morre. wurde Friedrich RolitanSky von 379 abgegebene» we>rer,l.nr^»ne„ ^it 280 Stimmen gewählt ^^Aegeucaiididaten Hrn. Franz Girstmayer denen» 89 Stimmen, auf de» klerikalen Ean» der teil Prof. Dr. Fr. Gutjahr 10 Stimmen. s* Pettaner Wochenbericht. (3iini Äusflugr der dildbahntr.) Wie wir bereits berichteten, ist von Seite der Südbahn» werkstätten-Atbeiter ein gemeinsamer Ausflug von Marburg »ach Pettau geplant. Die Leitung der Südbahn»Wcrksiattcn in Marburg hat nunmehr dem Stadtamte angezeigt, dass am Sonntag den 19. September die Arbeiterschast sammt Familien in einer Gesammtzahl von ca. 19 sei, Jeder die Psticht habe, seinen Posten in den Reihen auszusülleu und auch als einfacher Soldat zu kämpfen. Der deutschen Verbindung „Germania", den deutschen Söhnen des Unter-landeS bringe er sein Gla»! Laute Beifallsrufe lohnten den Redner. Sodann wurden die zahl-reich eingelangten Drahtgrüffe. darunter ein besonders lanniger de» Herrn Bürgermeisters Ornig verlesen. Nun erhielt Herr phil. Moriz Riipschl da» Wort zn einer Rede, in welcher er daS deutsche Weib feierte, daS sich schon in germa-nischer Vorzeit hoher Achtung und Verehrung er-freute, wie unter keinem aicheren Volke, dass sich aber auch diird) seine Tugenden diese hohe Achtung verdient habe. Er gedachte der Ausgabe der deutschen Mutter als Erzieherin, in deren .Händen dic Zukunst des Volke» ruhe. Dem deutsche» Weiß sie, daS Frau vo» Waldhansen abgereist ist?" — „Ich glaube ja. denn die gnädige Frau gab mir vor ihrer Abreise ein Billet an sie, da wird sie wohl davon envähnt haben." — Der Gutsherr Neidete sich rasch an und trat in den Salon, der die Zimmer, welche seine Schwägerin bewohnte, von denen seiner Tochter trennte. Die VerbindnngSthürr zu den letzteren stand Offen. Ein wenig zögernd durchschritt er daS erste Zimmer, an dieses stieß da» Schlafzimmer Dolly's. dessen Thüre ebenfalls nur angelehnt war. Er klopfte, da er aber keine Antwort erhielt, frckte er den Kopf durch die Öffnung und frug halblaut: „Kann ich eintreten Kind?" — wieder erhielt er keine Autwort auf seine Frage. Bettoffen trat er ein nnd sah uniher. Dolly war nicht im Zimmer. — „Dolly?" — rief er lant, aber sein Ruf blieb ebenfalls unbecntwortet. Da erfaßte er den Klingelzug und that einen heftigen Riß. Die Wirtschafterin kam gelaufen. — „Wo ist meine Tochter?" — schrie er ihr zu. — „Wo? — Soeben war sie »och im Bett gnädiger Herr!" — „Sie ist fort! Wo kann sie fein? Helfen Sie doch suchen!" kam eS von seinen angstbebenden Lippen. Die Wirtschafterin war schon fort. Piötz» lich hörte er einen gellenden Hilfeschrei a»S den Zimmer», welche seine Schwägerin inne hatte und als er mit schwankenden Schritten den Salon betrat, stand Fran Anna zwischen der Thüre unfähig zu sprechen. Er schob sie unsanft zur Seile und stieß einen SchreckenSruf au». Mitten im Zimmer lag sei» Kind ohne ei» Zeichen von Leben am Fnßboden. In der Hand hielt sie Weibe im allgemeinen, den deutschen Frauen und Mädchen bringe er sei» Glas! Brausende Heil» rufe diirchtöiiten den Saal. Nach längere», Collo-quium, ausgefüllt durch flotte Mnsikvonräge der Kapelle, stieg der „LandeSvater" unter g fpaiiuter Aufmerksamkeit der nicht studentiicheu Gäste. Da-mit war der offizielle Theil gesd)loffe» und es begann das Hospiz. Nach Ec»e»»n»g des alten Herrn Dr. Josef Possek zum Hoipizpräsidcnte». dankte dieser in lanniger Rede für die vielfache Ehrung der alten Herren durch die Activita», dankte den Pettauer deutscheu Bürgern sür dic herzliche Ausnahme und deren zahlreiches Er-scheine» nnd ernannte zum Contrapräsidenten Herrn med. Oskar Filaserro „Dort Saalek, hier die Rnd-lsburg" von Allnicr», „Alt Heidelberg du Feine" und das Lied des „Fahrenden Scholaren" von Scheffel würzte» das Hospiz, welches bis tief i» den Morgen währte. Der Frühschoppen am nächsten Tage im Stadtparke, von den deutschen Franc» und Mädchen gegeben und credenzt, dnrdi die heitersten Weisen der Musikanelle gewürzt und in der denkbar fröh-lichste» Stimmung eingenommen, war ein ganz prächtiges Studenteufest unter freien, Himmel.' Die Güte des Gebotenen, die Liebenswürdigkeit der credenzenden Franc» und Mädchen, der prächtige Tag dazu, alles hals zusammen, die gnte Laune und den frische» Humor zu steigern vo» Stunde zu Stunde. Prächtige Toaste stiegen und ernste und heitere Rede» wurde» gewechselt und erst, als eS schon sehr stark Zeit war, daran zn denk>n, dass im nachbarlichen Friedau die Exkneipe nicht vergessen »nd der Zng nicht ver» säumt werden dürfe, gieng auch der Frühschoppen, schon stark am Nachmittage, zu Ende. Und wie wir Eingangs sagten, wird der Commers der „Germania" in Pettau nicht sobald in Vergessen» heit gerathen und wenn die P. T. Verbindung der deutschen Hochschüler de» Unterlandes »nd ihre Gäste anch Pettau i» gutem Andenken be-halten wollen, sind wir ganz zufrieden. (Herr vr. Ernst TrciH) ist von der Waffen. Übung zurückgekehrt und ordinirt wie gewöhnlich, auch als Zahnarzt, täglich von 1t) bis 12 Uhr Vormittag und von 1 bis tt Uhr Nachmittag. <2»m Gastioirtr-Vcrbandstagr.) Es wird noch einmal anfincrksain gen,acht, dass jene Herren Mitglieder, welche am Festbankette theil- krampshast fest ein Papier. Ein Brief war eS, der die Adresse seiner Schwägerin trug. „Hole» Sie Wasser »nd das Fläschchen mit dem silbernen Stöpsel a»S meiner Hausapotheke. Ich bringe Dolly inS Bett. Rasch!" Es lag ein Ausdruck in seiner Stimme, eine Verzweiflung in seinem Tone, der die Wirtschafterin geradezu schaudern machte. Sie beeilte sich mit dem Wasser, that aber, als hätte sie den Auftrag wegen des FläschchenS nicht verstanden. „DaS Kind ist blos ohnmächtig, gnädiger Herr!" sagte sie entschieden. „Jedenfalls vor Schmerz! Legen wir sie hier auf de» Divan und ich will sie schon zu sich bringen." Der Gutsherr half Dolly auf den Divan betten und entfernte sich auf die Bemerkung der Wirtschaften», dass er sie mit Dolly allein laffe» möge. „Ich werde um den Arzt schicken!" sagte er und entfernte sich, nachdem er daS Schreiben an sich genommen hatte. Er kannte die Schriftzüge genau. ES waren die des Lehrer» Rohrbach und es überkam ihm wie die Ahnung von etwas Entsetzlichem als er in seinem Zimmer das Schreiben aus dem Umschlag zog uud eS entfaltete. DaS Schreib?» lautrte: Gnädige Frau! Al» wir gestern schieden, da ahnte ich nicht, dass Sie Zeugin werden sollten von einer durch nichts zu sühnenden Beleidigung, die Herr von Eschenbach meinem todten Vater zufügte. Ich habe seither den Haß. denn der gewesene Oberstlieute-»ant von Eschenbach dem Verstorbenen nachträgt, zmlehinen wünsche», dies bis längstens morgen Mittag beim Vorsteher der Gastwirte-Genossen» Ichast, Herr» Qafettcr Roßmann, anzeigen wolle», weil spätere Anzeige» nicht niehr berücksichtiget werd-» foulten. Nach den Anmeldungen zu schliefet'», wird der VerbandStag am 14 t>. M. zahlreich besucht sein und werden, wie wir höre», Herr Handelskammerrath Beifnß und Reichs-raihsabgeordiieter Girstmayr Vortrüge halten. Auch Herr Reichsrathsabgevrdiieter, Professor Dr. Hosma»» von Wellenhof, wurde eingeladen. Das anSgegebene Programm ist folgendes: Dienstag den 14. September 10 Ulir vormittags: Versammlung im Casinosaale in Pettau mit folgender Tagesordnung: 1. Verlesung des Thätig-keitsberichteS und Bericht der Cassa Revisoren. 2. ErgS»zungS»vahlen in die VerbandSleltnug uud Waiil der Cassa-Revisoren. 3 Bestimmung des Ortes für den nächsten VerbandStag. 4. Prä» »liier»ng der Gehilfenschaft. 5. Vortrag über Hanstrafiken der Gastwirte mit ?lutrag. 6. Bor-tiag über Flaschenbier-Füllgenossenschafte» mit Beleuchtung deren Vortheile gegenüber dem Flaschenbierhandel. 7. Vortrag über deu Weinbau. 8. Antrag wegen der Ehrenspende zur Wiener Kochkunst-Ausstellung und Entseiiduug vo» Dele-gierten, ferner Antrag auf Subvention der Schule des Grazer KellnervereineS. 9. Vortrag Über die Lage des Gastgewerbes. 1t). Allgemeine Anträge. Nach der Versammlung findet zwangloses Mittag-essen in verschiedenen Gasthäusern statt. 3 Uhr nachmittags: Bestich vo» Weinkellern. 6 Uhr abends: Wcinkostprobe ini Volksgarten und hier» auf Festessen daselbst. Couvert per Person 1 fl. 50fr. sammt Getränk. Mittwoch den 15. September: Ausflüge in die Weingebirge. Die Herren Mit-glieder der Genossenschaft erhalte» keine speziellen Einladungen, da ihr Erscheinen beim Verbands-tage als selbstverständlich betrachtet wird. (1'on unserer Garnison) wurde neuerlich eine Compagnie zur Herstellung der durch das Hochwasser beschädigten AerkeyrSobjecte. Straßen. Brücke» :c. telegrafisch nach Äussre berufen und ist am 6. d, M. unter Commando des Herrn Hanplinanncs Karl Hlava zur Verstärkung der unter Commando deS H-'rr» HauptmanneS Rud. Sytor bereits seit Woche» mit HerstellungSar-bciii» in und >»» Aussee beschäftigte» 2. Compagnie des Bataillons abgegangen. (Uoni steirrmärkischk» Landcsschnlrathe.^ In der Sitzung vom 12. Anglist hat der steier» märkische LaudeSschulrath unter anderem auch be-schlösse»: der Kindergärtnerin Iosefine Höber i» Pettau daS Recht der selbständigen Leitung des an mir selber empfinden müssen. AlS ich heute Herrn vo» Eschenbach sagte, dass ich seine Tochter liebe, da hatte er keine andere Antwort, als — einen Gewehrschuß und wenn ich noch lebe, so istS nicht sein Verdienst! Indem ich meinen todten Bater gegen seine Beschuldigung vertheidigte, alS fei der Todte ein Betrüger gewesen, wußte er keine andere Antwort daraus als die, dass er mir eine Büchsenladung nachschickte! Mir, dem Wehrlosen. Damit ist natürlich jeder weitere Ver» lehr mit ihm und mit allen, die ihm nahe stehen, sür alle Zeiten abgeschnitten; den» eS ist ua» türlich, dass ich de» Man», der, anstatt mir stiebe zu stehen, meuchlings nach mir schoß, nie-malS als Vater derjenigen anerkenne» kann, dic meine Frau werde» soll! Ich weiß noch nicht, in welchem Verhältnisse Sie zu Dolly stehen, gnädige Frau! weu» Sie ihr aber verwandt sind, dann lagen Sie ihr, dass ich nicht imstande bin, »ach Art der Romanhelden zu verzeihe«, waS ein Mann, in dessen Adern warmeS Blut rinnt nnd der »och einen Funken Ehrgefühl besitzt, niemals verzeihen kanu! Im tSegentheile! Ich iverde, sobald ich die Ehrenschuld meines todten VaterS getilgt habe, »ich! ruhen, bis ich Herrn von Eichenbach dort habe, wo ich ihn haben will! Daun mag der Himmi-f 'wischen n»S beide» richten! H .n Sie damals, als Sie mir großmüthig Ihre Hilfe anboten, im Briefe auch ihre Adresse — 4 — städtischen öffentlichen Kindergartens in Pettau zuzuerkennen. Angestellt lvurden der des. Lehrer Herr Franz Zopf der hiesige» UmgebuugSschule als Oberlehrer uud die des. Unterlehrerin Frau Maria Zops als Unterlehrcr», an der Volks-schule i» Piistova Bez. St. Marein. (Controllversammlung.) Zur heurigen Con» trollsversamiiiluiig haben alle Landwehrmänner und Ersatzreserviste» der Landwehr mit ihren Laudwehr-Pässe» an den unteubezeichiieten Tagen »nd Orten zuverläßig und pünktlich zu erscheinen. Bei der Controllsversammlnug haben »icht zu erscheine»: jene La»dwehrmän»cr, welche Heuer in aktiver Dienstleistung in der militärischen Aus» bildung oder bei der Waffenübung gewesen, dann jene Leute, welche Heuer assentiert worden sind. Die Nacheontrolle findet am 20. November 1897 früh 9 Uhr i» Cilli statt. Bo» der ControllSoer» saminlung ungerechtfertigt Weggebliebene werde» nach Cilli einberufen und strenge bestraft. Jeder Controllspstichtige hat am bestimmten Tage um 8 Uhr früh zu erscheinen und wird jeder ver-spätet Erschienene abgewiesen. Die Coutrollver-sammlung findet statt: Am 17. Oktober für sämmtliche Gemeinden desGerichtsbezirkesRohitjch; am 18., 19. und 20 Oktober für lämmtliche Ge-meiuden des Gerichtsbezirkes Pettau; am 21. Okt. für sämmtlich« Gemeinden des GenchtsbezirkeS Friedau. Für die Stadt Pettau findet die Cou» trollSversammlung am 20. Oktober 1897 Früh 8 Uhr statt. (Du Leiche des Johann Mär) aufgefunöen.) Die Leiche des bei den Reparaturen a» der hölzernen Draubrücke verunglückten Zimnier» manneS Johann März wurde am 7. d. M. bei Sabofzeu angeschwemmt aufgefunden. Die Leiche ivar ohne Hund nnd die Tasche» der Hose, mit welcher sie bekleidet war, waren herausgezogen »nd n»'gelehrt. Da März bei der Arbeit verun» glückte, daher bekleidet war. so muß angenommen werde», dass die Leiche deS Hemdes beraubt wurde »ud dass die Hyäne, welche daS gethan, auch in den Tasche» des Todten nach Geld oder andere» Wertjache» suchte. Einfach scheußlich! (3n der Verpstegestalion gestorben.) Am 7. d. M. kam der reisende Schuhmachergehilfe Peter Paveu ans Nnßdorf. Bezirk Marburg, gegen halb 6 Uhr abends auf dic hiesige Natural-BerpflegS» statio» und bat um Aufnahme, die ihm auch gewährt wurde. Paveu kam von Maria>Neustift herüber und klagte, dass er magenleidend sei und am nächsten Tag Ausnahme im allgemeinen Krankenhause suchen wolle. Gegen halb 8 Uhr legte er sich zu Bette u»d starb kurze Zeit da- angegeben, ich hätte diese Hilfe unbedenklich au» genommen und wäre eS auch nur deshalb ge-wesen. um weiter studieren zu können und um. wenn ich dann erreicht hätte, waS ich erreichen wollte, eine Professur, Ihnen iu unbegrenzter Dankbarkeit die Summe zurückzuersetzen, die Sie mir anboten. So aber, konnte ich davon keinen Gebrauch machen und mußte froh fein, Lehrer zu werde», um leben zu sönnen. Trotzdem danke ich Ihnen noch heute auS vollem Herzen, weil Sie die Einzige waren, die mich nicht für den Fehler meines Vaters ver-antwortlich machte. Gott fegne Sie dafür! Ich werde heute abreisen und habe keine Hoffnung, Sie gnädige Frau wieder zu sehen. Sollte eS aber sein und unsere Wege sich noch einmal kreuzen, dann werde ich Ihnen auch sagen könne», weShalb der kurze Traum so jäh abbrach, der einst glückselig machte Ihren ergebenen Ernst Fischer von Rohrbach. Als der Vater DollyS zu Ende gelesen, fiel das Blatt auS seiner Hand und schwer sank sein Haupt aus die Tischkante. Was er verhindern wollte, war geschehe». Dolly wußte nun alles und wie sie daS Entsetzliche aufnahm, bewies ihm ihre Ohnmacht. tS4lu|< folgt.) rauf. Der vom Ableben deS Pflegling» sofort verständigte Stadtarzt Herr Dr. von Metzler ordnete die Übertragung der Leiche in die Todten» kammer des städtischen FriedhoseS an. Die an, 9. d. M. vorgenommene Obductio» der Leiche ergab, dass Paocu an Herzlähmung gestorben sei Im Besitze d»s Verstorbenen wurden außer verschiedenen LegitimativuSfavieren, 2 Taschen, uhreu sammt Kelten. 1 fl. 40 kr. Baargeld und daS Einlagebüchel der Marburger Sparkasse Nr. 80109 über eine Einlage von mehr als 300 fl. nebst verschiedenen Effecten von geringem Werte gesunde». Nachdem die Identität sicher-gestellt war, wurden seine Verwaiidten von seinem Ableben in Ke»nt«is gesetzt, die am 9. d. M. hieherkamen, um dem vom Stadtamte angrord» neteu einfachen Begräbnisse beizuwohnen. (Aindergarten-Eröffnnng.) Die Einschrei-bung der Kinder in den hiesige» Kindergarten erfolgt am 15. September 1897 vo» 9—12 Uhr Vormittag im AnstaltSgebäude. (Gewerbliche Fortdildnugsschnle.) Dic Ausnahme der Lehrlinge für daS Schuljahr 1897/8 findet am 3. Oktober l. I Vormittag von 9 bis 12 Uhr im Knabenschulgebäude statt. Neu-eintretende Lehrlinge habe» bei der Ausnahme das EntlassuiigSzeugnis einer Volksschule beizubringen und für die ganze Lehrzeit eine» Lernmittelbeitrag von 1 fl. zu entrichten. Laut Erlasses des hohen k. k. Ministeriums für Cultus nnd Unterricht vom 3. April 1897, Z. 1001 dauert der Schul-eurS 8 Monate, d. i. vom 7. Oktober 1897 bis 1. Juni 1898 bei wöchentlicher sechsstündiger Unterrichtszeit. Der Unterricht wird ertheilt: 1. A» Sonntagen von 9 bis 12 Uhr Vormittag. 2. An Montagen von 7 bis 9 Uhr abends. 3. A» DvuiierStagen von halb 8 bis halb 9 Uhr abends. Bäcker-, Miller- und Fleischerlehrlinge, die vom Zeichenunterrichte befreit sind, haben mir a» Sonntagen von 9 bis 12 Uhr Vormittag Unterricht. Die P. T. Herren Lehrmeister werde» höflich ersucht, um Störungen im Unterrichte zu vermeiden, ihre Lehrlinge pünktlich und inmnter-brache» in die Schule zu schicken »nd werden auf die 99 nnd 100 deS GewerbegesetzeS vom 23. Februar 1897. R. G.-Bl. Nr. 63 aufmerksam gemacht. Landes Unlergymnalinm in prllan.) Für das Schuljahr 1897/98 findet die weitere An» Meldung der Schüler für die erste Classe am 16. September von 10 bis 12 Uhr in der DirectionSkanzlei statt. Die Ausnahmsprüfung be-ginnt am selben Tage nm 2 Uhr. Die sich mel-denden Schüler haben sich in Begleitung der Eltern oder der Stellvertreter derselben einzufinden, den Geburtsschein als Beleg für das schon vol-lendete oder noch in diesem Kalenderjahr zu vol» lendende zehnte Lebensjahr und die eigen« für diesen Zweck (Aufnahme in eine Mittelschule) ah gefaßten Schulnachrichten mit je einer Note für Religion, deutsche Sprache und Rechnen oder ein Abgangszeugnis der Volksschule beizubringen, ferner eine AusnahmStaxe von 2 fl., einen BibliothekS-beitrag von 30 kr. u. ein Tintengeld von 30 kr. zu entrichten, welche Beträge im Falle deS Miß-UngenS der Anf nahmSprüfung zurückgegeben werden. Die Aufnahme der Schüler in die 2., 3. und 4. Elaffe wird am 17. September von 4 bis 6 Uhr vorgenommen. Der EröffnungSgotteSdienst ist am 18. September um 8 Uhr. Die Unter-richtSsprache an der Anstalt ist, abgesehen vom Slovenischen sür Sloveuen, deutsch und daS Frei-handzeichnen ist obligat. (Schule des pellaucr Mustkvereines.) DaS Schuljahr 1897/8 beginnt Donnerstag den 16. Sept. An diesem Tage Bormitt. von 10—12 Uhr findet in der Anstalt, Lehrzimmer 1, dic Ausnahme neuer Schüler statt. Befreiungsgesuchc sind, auch vo» solchen Schülern, welche im abgelaufenen Schul-jähre ganze oder halbe Befreiung genoffen habe», unter Beilage des letzten SchillzengnisseS bis längstens 16. September Mittag 12 Uhr einzureichen. Neneintretende Schüler können nur dann Befreiung erlange», wenn sie hinlängliche Bega-bung und Fleiß zeige»; für dieselben gilt eine 3 monatliche Probezeit. Nrurintrctende Schüler haben eine Gebühr von 2 fl. bei der Aufnahme erlegen. Alle jene Schiller, welche bereits die Anstalt besuchten und de» Unterricht fortsetze» wollen, habe» sich Donnerstag dcn 16 September Nachmittag von 4 bis 5 Uhr im Lchrzimmer 1 zu melden. Der Stundenplan sür da« Schuljahr 1897/98 wird SamStag den l8. September Nachmittag 5 Uhr bekannt gegeben und habe» sich zu dieser Stuude sämmtliche Schüler im Schulsaale einzufinde». Der Unterricht beginnt Montag den 20, September, Das Schulgeld für das Schuljahr 1897/98 beträgt: a)für Vereins« Mitglieder: Clavierspiel 33 fl.. Gesang oder sonstige Instrumente 22 fl. b) für Nichtmit« glieder: Clavierspiel 4« fl., Gesaug oder sonstige Instrumente 34 fl. c) für Jene, deren Eltern i„ Pettau nicht ansäßig sind, laut Tarif a). DaS Schulgeld wird in 1t) Monatsraten zu Beginn jeden Monates eiugehobeu. (Marktbericht.) Zu dein September Monat-Biehmarkte, welcher am verflossenen Mittwoch den 1. d. M. stattfand, sind im Ganzen 865 Thiere und zwar 5,4 Pferde, 245 Ochsen nnd Stiere, 290 Kühe. 123 Jungvieh heimischer Provenienz. weitcrS 153 Rinder kroatischer Herkunft zum Auftriebe gekommen. Der Verkehr ge-staltete sich recht lebhaft und wurde ein großer Theil der aufaetriebeueu schöneren Zugochse» nach Mähren, ein Theil «ach Tirol verladen und ab-geschickt. Der nächste Viehmarkt wird am Mitt-woch den 6. Oktober als Monatmarkt abgehalten. (Feurrbereitlchast der freiwilligen Feuerwehr) Für die laufende Woche hält der II. Zug und die II. Rotte Feuerbereitschaft. Zngssührer Bellan, Rottsührer Maizen und acht Mann. Feuermelduugeu sind auf der Centralstation in der SicherheitSwachstube im Rathhau« zu machen. (verloren) hat der Sohn des M. Mnrschak auf dem Wege vom Gasthaus? des Herrn Max Strajchill in Rann bis zum Hause bei Herrn Simon Hutter in Pettau eine» Betrag von 20 fl. und einen Viehpaß uud bittet den replicheu Fiuder um Rückstellung. (pfrrdeprämiining in prltan.) Die Pferde-prämiirung am Dienstag den 7. September fand bei kühlem, regnerischem Wetter am Viehmarktplatze statt und waren im Ganzen 136 Stnteu ver-schieden« Kathegorien vorgeführt worden. Das Preisgericht bildeten die Herren: k. u. k. Oberstlt. v. Muscenski als Vorsitzender, Herr Major Sla-ins als Vertreter der k. k. StaatS-.Hengsteii-DepoIS, Herr Puchner als Vertreter der steierm. Pferde» zuchtS-Gesellschaft, Herr Bürgermeister-Stellver-treter Franz Kaiser von Peltau und der Distnct-Vorstand, Herr k. k. BezirkS-THierarzt Josef Czak. Seitens der k. k. Bezirkshauptmauuschast Pettau, err Ober-Commissär Fr. v. Bouvard. Der lassifiz,erungsakt wurde sehr eingehend vorge-nommen und der Vorsitzende der Commission fand Gelegenheit, an die Besitzer, vor der Ver-theilung der Prämien, eine Ansprache zu halten, in welcher er alle wahrgenommenen Mängel deS vorgeführten PferdematerialeS sehr eingehend be-sprach und hauptiächlich die schlechte Pflege tadelte, welche inanche« vorgeführte Pferd sehr deutlich erkennen lies. Auch dic Thatsache, das leichte Stuten durch schwere.Hengste» gedeckt wurden und ei» minderwerthiaeS KreuzungSproduct die Folge sei, wurde von ihm bemängelt und dic Züchter strenge ermahnt, das beste Muttermaterial für die Zucht zu behalten. Am Schlüsse der Rede wurde ein dreifaches Hoch auf Sr. Majestät den Kaifer ausgebracht. Prämiirt wurden: A. Für Mutter-stuten mit Saugsohlen: 1. Kossi Math., Obresch, 1. Staatspreis 80 Kronen und silberne Medaille. 2. Dcsimair Othm.. Friedau. 2. StaatSpreiS 60 Kroneu und silberne Medaille. 3. Staniö M.. Hardegg, 3. StaatSpreiS 50 Kronen. 4. Tuuko» viö Fr.. Monsberg, 4. StaatSpreiS 30 Kronen. 5. Fürst Josef. Pettau. 5. StaatSpreiS 30 Kr. 6. Plavetz Thom., Zwetkofzen, 6. StaatSpreiS 30 Kronen. 7. Truuk Fr., Moschganzen, 7. SlaatS-preis 20. Kronen. 8. Rischner Franz, 8. Staats« preis 20 Kronen. 9. Prapotnik Jak., Zwetkofzen, — 5 — 9. StaatSpreiS 20 Kronen. 10. Kosoderz Anton, M. Neustist, 10. StaatSpreiS 20 Kronen. 11. Mahorko Michl., Bez. Marburg, 11. StaatSpreiS 20 Kronen. 12. Hermann Karl. Bez. Marburg. 12. StaatSpreiS 20 Kronen. B. Für junge Stuten von 3 bis 4 Jahren: 1. Bedo Alois, Polstrau, 1. StaatSpreiS 60 Kronen u. silberne Medaille. 2. Schivab Wilhelm. Pettau. 2. StaatSpreiS 50 Kroneu und silberne Medaille. 3. Ambrosck I., Gajoszeu. 3. StaatSpreiS 40 Kronen und silberne Medaille. 4. Stern Stephan, Kranichsfeld, 1. Landes« preis 30 Kronen. 5. Mlakcr A., Podova, 2. Landes-preis 30 Kronen. 6 Nemec Georg, Zwetkofzen. 1. Bezirkspreis 30 Kronen. 7. Kolenko Anton, Moichganzen. 2. BezirkSpreiS 20 Kronen. 8. Bau-manu Joh., 3. BezirkspreiS 20 Kronen. C. Für zweijährige Stuten: 1. Masten Franz, Puchdorf. 1. StaatSpreiS 50 Krouen und silberne Medaille, 2. Wilüuik Josef, Wurmberg, 2. StaatSpreiS 40 Kroueu uud silberne Metaille. 3. Schinko I. Puchdorf, Landespreis 30 Kronen. 4. Der nächste La.idespreis entfiel. 5. ZafoSnik St., Podova, Bezirkspreis 20 Kronen. 6. Wisiag G., Mosch-ganzen. BezirkspreiS 20 Krone». 7. Der Preis entfiel. 8. Novo^a» Alois, Predre», BezirkSpreiS 20 Kronen. 0. Für Einjährige: 1. MarLiö Fr., Polstrau. 1. StaatSpreiS 40 Krouen u. silberne Medaille. 2. Schwab Wilhelm. Pettau, 2. Staats-preis 30 Kronen uud silberne Medaille. 3. Lei-koschegg Franz, Rann. 1. LandeSpreis 30 Kr. u. 2 Dueaten. 4. Erbatiü Bl., Formin, 2. Landes-preis 30 Kronen, 5. Peklar V., Masau, 1. Be> zirkSpreiS 20 Kronen. 6. Juriü Johann, Unter-kölsch, 2. BezirkSpreiS 20 Kronen. 7. Franges G.. Uuter'PulSgau, 3. Bezirkspreis 20 Kronen. Zum Schlüsse wurden »achbenannte» Herren sür ihr langjährige« ersprießliches Wirken ausgezeichnet uud zwar: Dr. Josef Ploj als gewesener Di» strictS-Vorsteher mit der silbernen Medaille; k. k. BezirkS-Thierarzt Josef Czak. alS DistrictS-Vor-steher in Pettau; Johann Koüevar DistrictS-Vor« steher in Polstrau mit Diplomen ehrender Aner-kennung. Vermischte Nachrichten. (Leftelluna auf amerikanische Nebe» aus den vereinten 19 Staats- und CunÖte-hcbcn-anlagen in Sleiermark für die pftanzpcriode 1898.) Die Preise für Reben auS Staats- uud Landesanlagen sind wie folgt festgesetzt: Für Schnittreben 1000 Stück mit 3 fl., Wurzelreben 1000 Slück mit 7 fl. »nd für veredelte und be-wurzelte Reben init 80 fl. pro 1000 Stück. An« spmch auf diese Reben haben nur Weinbauer SteicrmarkS. welche die Reben zu. eigenem Gc-brauche verwende», wobei in erster Linie die deS bäuerlichen Standes berücksichtiget werden; die Rebenhändter sind von diesem Bezüge ganz auS-geschloffen. Die obigen Preise verstehen sich loco Anlage und sind eventuelle Verpackung«- uud Transportspesen von den Parteien zu tragen. Be-merkt wird, dass Wurzel« und veredelte Rebe» schon im Herbste 1897 übernommen werden können, damit die Weinbauer im Frühjahre schon gleich die Reben zur Hand habe». Unentgeltlich iverden Schnitt- und Wurzelreben an Corporationeu, welche öffentliche Anlagen ins Leben rusen und insoweit der Vorrath reicht, auch an nachgewiesen unbemittelte Landwirte auSgesolgt. Alle anderen Abnehmer müsse» dic Tarifpreise bar erlegen oder aber im Nachnahmswege vergüten. Die Anmel-düngen können erfolgen: 1. Direct beim steier« märkische» LandeS-AuSschufse; 2. bei den Ge» meinden, in welchen sich die Anlagen der Be-Werber vorfinden und schließlich 3. bei alle» Auf. seheru der 19 Staats- und LandeÄanlagen. Bei der Gemeinde gemachte Bestellungen werden vom Gcmeiudevorstelier Ende Oktober dem Bezirks-Ausschiisie zur weiteren Vorlage au den Landes-Ausschuß übermittelt werden. Bei jeder Bestellung ist genau der Name und Wohnort de« Bestellers, sowie die gewünschte Unterlagssorte und bei ver-edelten Reben auch die Edelsorte anzugeben. Schließlich wird besonders betont, dass Bestellungen auf Reben nur dann berücksichtigt werden, falls dieselben bis längstens Ende October 1897 ge-macht werden. (^albs wettervorhersagungen fiirdkn Monat September) lauten: 1. bis 5. September: Im Anschlüsse an daS Wetter der vorausgegangenen Tage dauern die Niederschlüge in de» ersten Tagen noch fort und erreiche» iu denselben eine ziemliche Hohe und Ausbreitung. Darauf wird eS auf kurze Zeit trocken uud schön. Die Tem-peratnren sind verhältnismäßig ties 6. bis 11. Sept.: Die Niederschläge beginnen auffallend zuzunehmen. Sie dürften um den 9. infolge zahlreicher Ge-witter sehr ausgebreitet und ergiebig eintreten. Windiges Wetter ist wahrscheinlich. Die Temperatur, die anfangs stark steigt, stuft bald darauf wieder und zwar ziemlich unter den Mittelwert. Der 11. ist ein kritischer Tag zweiter Ordnung. 12. bis 16. September: E« wird nun auffallend trocken uud kühl, so dass es stellenweise bis zur Reifbildung kommt. Erst in den letzten Tagen wird eS wieder wärmer. 17. bis 22. September: Es wird bei mildem Wetter allenthalben reg» nerisch. In den letzte» Tage., treten Gewitter mit lehr bedeutenden Niederschlage» ein, wodurch die Temperatur allenthalben herabgeht.23. b.27. Sept.: Mit den .Herannahe» des kritische» Termins erster Ordnung am 26. September, welcher der dritt-stärkste des ganzen Jahres ist, nehmen die Nieder» schlüge neuerdiugS zu und treten zunächst in Be-gleitnng von Gewittern, dann aber um den 26. oder 27. als Landregen auf, welche in den Hoch, qebirgen in Schneefälle übergehen. Das Wetter bleibt in dieser Gruppe andauernd kühl. 28. bis 30. September: Die Niederschläge nehmen etwas ab. Die Temperatur steigt. ES wird mild. (Verein SiidmarK) Nach de» bei der heu-rigen Hauptversammlung vorgenommenen Neu» wählen und nach der in der folgenden AuSschusS-sitzung beschlossenen Amtervertheilung ist die VereinSleitung dermalen folgendermaßen zusammen-gesetzt: Reichsrathsabgeordneter Prof. Dr. Paul Hosmaim v. Wellenhof. Obmann; Geuieiuderatb Heinrich Wastian. erster, Baudirektor Joses Ackerl, zweiter Obmann-Stellvertreter; Buch« druckereibesitzer Johann Janotta, erster. Spar-kassckasfier Adolf Horneck. zweiter Zahlmeister; Notariatskandidat Josef Plenk, erster. AdvocaturS-kandidat Dr. Edwin Ambrositsch, zweiter Schrift-sührer; Bergdirector Franz HilariuS Ascher. LandeSauSschusS Dr. JuliuS von Derschatta. Gemeinderath Theodor Gerl, RechtSanwalt Dr. Alfred Gödcl. Landesausschuß Dr. Gustav Koko» schinegg, Bürgermeister-Stellvertreter Alexander Koller. UuiversitätSprosessor Dr. Julius Kratter, AdvokaturSkandidat Dr. Josef Poffek, Fabrik»-buchhalter HanS Sanseng. städt. Rechnung«, revident Richard Seewann (alle iu Graz); Bürgerschuldirector Franz Frisch in Marburg. UnwersitätSprofessor Dr. Gustav Pommer in Innsbruck. Bürgermeister-Stellvertreier Julius Ra'usch in Cilli. Bergdirektor Simon Rieger zu Neumarktl in Oberkrain, Bürgermeister Friedrich Schulz in Villach. LandtagSabgeordneter JuliuS A. Schwarz in Wienerneustadt. Lberingenieur K. Walenta in Marburg als Ausschüsse; Ersatzmänner: Stadtbaumeister Gustav Gutmann, Schriststeller A'bert Hirth, Blumenhändler Theodor Jäckel, GlaSäher Karl Kara«. Rechtsanmalt Dr. Raim. Neckerman», Fabrikleiter Franz Pichler (alle in Graz); AuffichtSräthe: LandtagSabgeordneter A. Fürst in Kindberg. LandeSauSschuß Dr. Heinrich Reicher in Graz. ReichSrathSabgeordneler Prof. Dr. Otto Steinwender in Wien, Bürgermeister Gnstav Stigcr in Cilli, LandtagSabgeordneter Anton Nudolk Walz zu Wartberg im Mürzthale. «SbstfrUchte lind die beste Arjnei.) Es ist erstaunlich, einen wie großen Arzneiichatz die reifen Obstfrüchte bergen und die gemachte Be-obachtung der guten Wirkung hat wohl zu der landläufige» Redensart geführt, dass das Obst sehr gesund sei. Die Weintrauben und besonders die blauen Traube» sind sehr nahrhaft und blut» reinigend. Ihnen folgen nach dem Arzneiwerte die Pfirsiche, dic jedoch nicht übrreif sein dürfen und zeitlich morgen« ganz nüchtern am aesuiidestcn sind. Sin täalich nüchtern gegessener Pfirsich ist ein vorziiglichcS Mittel gegeu schlichte Berdaunng und heilt bei längerem Gebrauche gründlich Ge< kochte Äpfel sind für jüngere Kinder geradezu unentbehrlich und machen e» de» Müttern und Pflegerinnen möglich, ohne unan^niehme Pulver und dergleichen auszukommen. Der Saft der Tomaten (Paradiesäpfel, Liebesäpfel) ist ganz ausgezeichnet bei Leber- und Darmbefchwerden und der Saft der Wasser melon« ist bei Fieber uud Nierenleiden ganz unschätzbar. «linen «»rthril für jctea H«»Sh«lt) bin« die Wendung von cchtcm Mal'tafftt sowohl in gesundheitlicher als in ökonomischer Hinsicht. imacklich so vorzügliche» echten Kneipp-Kaffee einzuführen Doch f»; sie auch gewarnt, da vielsc-ch minderwetthige Nachahmungen in gewinnsüchtiger Absicht und in aus Täuschung berechneter Verpackung dem Käuser aufzudrängen versucht werden. Natürlich entsprechen diese dann dcn wariungen nicht, die mit Recht an dcn echte» Kathreiner-schen Sneipp-Malztaffee gestellt werden. Borsicht beim Ein-tauf ist daher im eigenen Interesse nothwendig. Man »er. lange ausdrücklich und nehme nur den echten, allein mit Bohnentaffeegeschniack versehenen Kathreiner'« Kneipp-Malz-taffee in Originalpaketen mit dein Bild« de« Pfarrer« Kneipp und dem Rainen Kathreiner. Jede andere Marke oder offen zugewogene Waare weise man entschiede» zurück. Bon bs«willig r Seite w'.d dic Nachricht z» verbreiten gesucht, das« se.t dem Tode Pfarrer Kneipp'« dieser Ma'z. kaffee nicht mehr erzeugt werde und an dessen Stelle ein andere« Fabrikat getrete.i fei. Niemand laffe sich durch diese völlig unwahre Nachricht täuschen, den» wie wir früher einmal mitgetheilt haben, hat die Firma Kathreiner sür ewige Zeilen vom hochscligen Herrn Prälaten Kneipp da.' Recht erworben, feinen Rainen und fein Bild al« Schutzmarke führen zu dürfen »nd wird der allein e^te «neipp-Kaffe« wie bi«h«r in gleich trefflicher Qualität in den Handel gebracht D a n k. Mit voller Befriedigung könne» Pettan'ö deutsche Frauen und Mädchen zurückblicken auf daS herrliche deutsche Fest der acad.-lochn. Verbindung deutscher Hochschitter „Germania/' Als Obfrau des von Den Frauen und Mädchen veranstalteten Frühschoppens, fühle ich mich angenehm verpflichtet, allen deutschen Frauen und Mädchen, welche, sei eS durch Liebesgaben, sei es durch persönliche Mitwirkuuq zum Gelingen deS-selben so wesentlich beitrugen, ans daS herzlichste zu danken. Hei!! Antonie Schulfink. Baustellenverkauf. In Pettau, i Untersleiermark), unweit Marburg, nn iler Haupt-Bahnlinie Pragerhof-Hudapest, einer Stadt, besondern freundlich und gesund »/«legen, voraussichtlich rasch emporblühend, die jedoch an sehr fühlbarem Mangel ancomfor-•alilen Wohnungen leidet, sind theils in un-iniilelliarer Nilhe des Bahnhofes, theils zwischen dem Bahnhose und der demselben ganz nahen Studi, sehr günstig situirte, ausgedehnte Bau-gifiiide im (irossen oder auch parcellirt zu verkaufen. 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In spätestens drei Tagen denke ich wieder zurück zu sei» — bis dahin also be> wahre das Geld auf. Und nun mach Dich fertig, Lieb, und begleite mich zum Bahnhof!" Martha that, wie ihr geheißen. Sie verschloß die Kassenscheine i» ihrem Ichreibtisch und wenige Minuten später war sie zum Wehn, bereit. .Stephan schläft noch/ sagte sie, als sie an WaltherS Seite die Treppe hinabschritt. „Der arme Mensch muß recht schwach sein!" Allein Martha irrte sich, denn Stephan schlief schon längst nicht »icbr. Bei Walthers Kommen bereits war er erwacht u»d das ganze Gespräch hatte er belauscht. Uud kaum hatte sich die Thür hinter den beiden geschlossen. da stand er auch schon vor dem -chreibtisch, in dem Martha die Banknoten verschlossen hatte. Er lauschte, bis die Tritte der Davongehenden verhallt waren, dann l»i suchte er den Hoken vorsichtig im Schloß herumzudrehen, und als dic« nicht gelang, wandte er Gewalt an. Ein dumpfer Knall folgte — das Schloß war aufgesprengt. Hastig zog Stephan den Masten hervor. Da — rechts in der Ecke lagen die Banknoten. Ei» ganzer Stoß war'». Einen Augenblick ließ er seine funkeln-den Augen darauf ruhen — er weidete sich an dem seltenen An-blick — dann erfaßte er sie mit zitternden Lände» und führte sie au seine Lippen. .Ihr könnt mir die Gesundheit, könnt mir daS Leben wieder geben," flüsterte er, wie berauscht vor Freude über dc» Besitz. „Nichts hindert mich jetzt mehr, nach dem Süden zu aehen, wo ich gesunden werde, verzeih mir, Martha. daß ich Dein vertrauen mißbraucht, aber — das Leben ist zu schön; es zu er-halten, »ahm ich das Geld, sonst hätte ich wahrhastig nicht da-»ach gefragt. Verzeih mir, Martha!" Als Mattha vom Bahnhof heimkehrte, war sie nicht wenig er-staunt, ihre Wohnung leer zu finden. Sie machte sich Borwürfe, daß sie bei ihrem zweiten Weggehen für Stephan keine Nachricht hinterlassen, wann er sie zurückerwarten könnte, doch tröstete sie sich mit dem Gedanken, daß er sie jedenfalls im EirkuS aufsuche» werde. Allein weder dorthin kam Stephan, noch auch ließ er sich an den nächsten Tagen in MarthaS Wohnung sehen. Da — es war am dritten Tag, nachdem Walther die Stadt verlassen — da sollte Martha über Stephans geheimnisvolles Ber-schwinden Aufklärung erhalten. Ein Brief des Geliebten war ein-iirtroflen, in dem sie gebeten wurde, das Geld, das Walther ihr zur Ausbewahrung übergeben, sür ihn bei einem Bankinstitut ein-zuzahlen. Walther schrieb ihr überglücklich, daß seine Reise von <>nem »»geahnte» Erfolg gekrönt sei. da sein Freund ihn gegen mir Einlage in der Höhe der vom Bater erhaltenen Summe als icilhaber in sei» Geschält ausnehme. Dic glückliche Stimmung, in dcr der Brief geschrieben war. übertrug sich auch aus Martha. Ein lustiges Liedchen trällernd, trat sie znm Schreibtisch, nm die Banknoten an sich zu nehme». Sie wollte ausschließen, zog aber verwundert den Schlüsse! zurück, da er sich im Schloß nicht herumdrehen ließ. Sollte sie eine» falschen Schlüssel benutzt haben? Sie besah ihn genau, doch e» war der richtige. Noch einmal führte sie ihn in» Schloß — ein Herumdrehen war aber unmöglich. Hatte sie etwa vergessen, den Kasten zu verschließen? Sie versuchte ihn aufzuziehen — und wirk-lich, eS gelang. Wie unvorsichtig sie gewesen! Plötzlich stieß Martha einen markerschütternden Schrei aus. Starren Auges blickte sie auf die Stelle, wo sie die Banknoten niedergelegt hatte — das Geld war verschwunden. „Stephan! StephanI Warum hast Du mir daS gethan?" Herzzerreißend kam es über ihre Lippen. Dann brach sie mit einem dumpfen Schrei zusammen. O » „Nun, Frauchen, wie geht'S mit unsrer lieben Kranken?" Es war ein Herr in den mittleren Jahren, der diese Frage an eine junge Frau stellte, der in diesem Augenblick daS Zimmer betrat. „Besser als wir hoffen durften." lautete die tröstliche Antwort. „Sie ist mit Erlaubnis des Arztes ausgestanden und hat schon mehrmals nach Dir gefragt." „Dann will ich sogleich zu ihr gehen!" Der Herr erhob sich, verließ das Zimmer und stieg die Treppe hinan. Bor einer Thiir machte er Halt und klopfte leise. Auf das mit schwacher Stimme gerufene „Herein!" betrat er ein freund-lich ausgestattetes Gemach. Am Fenster saß ein jnnges Mädchen, das ihm bei seinem Eintritt ihr abgezehttes, bleiches Gesicht zuwandte — es war Martha. Mit freundlichem Lächeln trat der Herr zu ihr und reichte ihr die Hand. „Der erste Schritt zum Leben wäre gemacht," sagte er. ihr liebevoll in die tiefliegenden Augen blickend. „Nun recht vor-sichtig, kleine Patientin, daß kein Rückfall eintritt!" Bei diesen Worten rückte er sich einen Stuhl heran und »ahm Martha gegenüber Platz. „Sie haben nach mir gefragt," hub er nach einer Weile wieder an. „Ich will nicht hoffen, daß Sie sich über irgend etwa» zu beklagen haben." „Wie sollte ich!" entgegnete Martha mit einem vorwurfsvollen Blick „Ich könnte e» ja nirgends besser haben als hier. Rein, danken wollt' ich Jhneu--" Der Herr wehrte ihr sanst. „Lassen Sie da», ich bitte Sie darum!" „Nun gut, aus später dann. Doch — können Sie mir nun heute endlich erzählen? Ich verspreche Ihnen auch, mich gar nicht aufzuregen!" Der Gefragte blickte eine Weile nachdenklich vor sich hin. Dann sagte er langsam: „Gut denn — so fragen Sie!" „Ich danke Ihnen. Zunächst also — wie bin ich hierher ge-kommen?" „Ich sah Sie vom Fenster aus auf der Straße ohnmächtig zn-sammenbrechen. Mit Hilfe eines alten Herrn, der zufällig vorüber-ging, brachte ich Sie hierher. Bier Wochen haben Sie dann unter fortwährendem hohem Fieber hier zugebracht, bis dann endlich — heute sind'S gerade acht Tage — Ihre zähe Lebenskraft die tückische Krankheit besiegte. WaS vorher mit Ihnen vorgegangen, kann ich natürlich nicht wissen." .Kenne» Sie mich denn?" fragte Martha. .Ich muß gestehen — nein!" „Und doch haben Sie sich meiner so liebevoll angenommen?" fragte Martha ungläubig. „Muß »lau immer wisse», wem ma» Gutes thut?" lautete die ausweichende Autwort. Bernhard v. Biilow, ctnnHi«frftAi öe! KutwArtiarn «mir«. Martha reichte ihm die Sand. „Ihre »»elgeiliiützige Giite ver-dient volles Vertrauen," sagte sie gerührt. .So will ich Ihnen denn erzählen, wem Sie Gntes erweisen, und wie ich vermutlich in Ihr Hans gekommen bin." Ter Herr stützte das Kinn in seine Hand nnd lauschte gespannt MarthaS Worten. Jetzt endlich sollte er erfahre», was er um eines andern willen schon längst gern gewußt Hub seine Patientin machte es ihm >er-hältnismäßig leicht: sie erzählte a»>> freien Stücken, ohne da» er, wie er befürchtet, mit einem besonderen Aufwand geistiger 5l,irke Fragen zu stellen brauchte, um ihr das zu entlocken, was zn erfahren er sich vorgenommen hatte. „Ich bin Martha Wolfram, dic Kunst-reiterin," hub Martha au. „Mau hatte mir Geld anvertraut; als ich das zurück geben wollte, war es mir vo» einem Nichts würdigen, der mein Vertraue» schändlich mißbraucht. gestohle». Was seit dieser furcht bare» Entdeckung mit mir vorgegangen, weiß ich »icht. Vermutlich habe ich mich aus-gemocht, den Schurken zu suche» und bin bei dem ziellose» Umherirren znsammengebro cheii — zum Glück gerade vor Ihrem Hauö. Man wird mich natürlich im Verdacht ha-be», das Geld »nterschlage» zn haben — mag mau daS immerhin. An dem Nrteil der Welt liegt mir nichts, nur vor dem einen möchte ich mich rechtfertigen können, der mir fei» ganzes Hab uud Gut anvertraute, vor dem einen, deni Guten, dem Edlen, der um meinetwillen den Vater opferte, nnd der mich nun verachten mnß, so lnnge er i» dei» Glattbe» lebt, daß ich im stände gewesen sei, sei» Vertraue» »nd sei»e Liebe z» tänschen!" — Martha schwieg »»d blickte de» Herrn an, als erwarte sie eine tröstende Antwort vo» ihm. Tieier »ickte hi» »»d wieder znfriede» mit dem Kopfe und dann sagte er. mehr für sich als zu Martha gewendet: .Ich konute mir denke», daß Sie nn-schuldig waren." Martha blickte ihn rrstaiiut an. „Wie meinen Sie Sas?" Der Gefragte fchl»g venvirrt dir A»ge» »ieder. .Ich meine — es war — es bedttrfte Ihrer Erzählnng nicht; mau wird wegen des verschwundenen Geldes keinen Ver-dacht gegen Sie hegen." stot-terte er verlegen. Und da»» fuhr er. ihr die Hand reichend, fort: .Was in meinen Kräften steht. werde ich thun, nm Ihnen Gelegenheit zu geben, sich anch vordem einen rechtfertigen zn können. Doch — Sie be-dürfen der Ruhe; ich will Sie letzt allein lassen." Martha ergriff die darge-reichte Rechte mit einem dank-bare» Lächeln. .Vollende» Sie. was Sie begonnen," sagte sie. ihm die Hand leise drückend. „Die Ge» snndheit haben Sie mir wieder-gegeben, nnn sehlt mir »och die innere Zufriedenheit — meine Rechtfertig»»» vor ih»i!" Als der Herr fei» Zimmer wieder betrat, fand er Walther Vogel dort vor. .Nun. wie geht'S?" fragte dieser ihn stürmisch. .Gut — in jeder Beziehung gut!" antwortete jener. .Was meinst Dn damit?" .Ich habe Deine Vermutung bestätigt gesunde«: man hat dem armen Mädchen das Geld gestohlen. Sie sprach vo» einem, der ihr Vertrauen mißbraucht — vermutlich meint sie damit den Zi-ijcuner, den Du im Verdacht hast." Ntknerallirutcnant ». D. v. PodbülSti, Zlaatsstkrciiir des RtichSp»st»mtrS. (Mit T«l».> „Der Schurke!" zischte Wallher zwischen de» Zähne» hervor. Und da»», z» dem Herr» gewendet, fragte er: .Darf ich jetzt zu ihr gehen?" .Ich glaube, wir kLnneu'S wagen. Meiner Mei»»»g »ach ka»n ei» vollftättdiges AuSfprechen ihr eher nützen als schaden, den» sie sürchtet, in Deinen Augen als treulos dazustehen." Eine» Augenblick später stand Walther hochklopfenden Herzens vor Marthas Zi>» nier. Lhne anzupochen öffnete er leise die Thür. Martha saß, die abgezehrte», weiße» Hiiude ii» Schoß gefaltet, noch immer a»> Fenster uud blickte zu dem wolkenlose» Hin, mel empor. Eiue Weile blieb Walther in dem Anblick der Geliebten vers»»ke» stehen, dann rief er, die Arme ausbreitend, leise ihren Name». Enchreckt wandte sich nnn Martha nm „Aalther!" Und laut schluchzend schlug ue die Hättde vor das Gesicht. Walther aber kniete vor der Geliebte» nieder, nmsiug sie mit bebenden Armen unv barg fei» Antlitz in ihrem Schoß. „Endlich! eudlich!" stammelte er. .Walther — ich bi» »»sch»ldig — ich schwöre es Dir!" schluchzte Martha. „Ich weiß es, Lieb, »ud habe nie daran gezweifelt! Doch — denke nicht mehr daran — das ist verschmerzt, ich habe Dich ja wieder! Und leidenschaftlich preßte er sie «AN, an sich. „Woher wußtest Dn. daß ich hier bin?" fragte Martha, nachdem sie sich sanft aus der stürmische» Um armttng losgemacht hatte. „Da ich ohne jegliche Nachricht blieb, kehrte ich hierher «ach L. z«rück, denn ich fürchtete, daß Dir ein Unglückzugestoßen sei I» Deiner Wohnung traf ich Dich nicht an. cbcnsowe»ig Wttßte man im ilirkuS etwas über Dei neu Verbleib, uud erst durch meine» Vater erfuhr ich. daß Du hier feiest. — Meiu Vater * läßt Dich übrigens grüßen nnd Dir recht baldige Genesung wünschen!" .Dein Vater? Ich verstehe Dich nicht!" rief Martha mit unverhohlenem Staune». .Glanb'S wohl — und doch ist'S so," entgegiiete Walther ernst. .Er hat die Trenn»»» von mir »icht überwinde» tön »en; kanm eine Woche hat er's allein ansgehalteu, da»» rief er »lich zurück." .Aber woher wußte Dei» Vater —" „Daß D» hier bist?" Martha »ickte mit dem Kopf. „Er hat Dich selbst in dao Hau> trage» helfe» — er uud »»ei» Frennt», in dessen Pflege Du bis jetzt gewesen." „Kannte »lich Dein Vater?" „Nein, aber als er mir er zählte, daß er an jenem Tage, an dem D» meine» Brief er halte» habe» mußtest, ei» jn» geS Mädchen vh»iuächtig nur der Straße gefunden, da sagte mir eine innere Stimme, daß Du das gewesen sein müßtest. Dn, dic ich damals «och ver zweiflnngsvoll suchte, und keine andre. Ich ließ mir daS Haus beschreibe», begab »«ich hierbei und sa»d Dich — allerdings in einem bedauernswerten Zustand. Als ich dauu meinem Vater mitteilte, daß Du jene Unglückliche gewesen, war er nicht wenig überrascht, dann aber lächelte er eigentümlich vor sich hin —" „Nnn — nnd?" „Und meinte, er könne eS mir »icht verdenkeil, daß ich a» Dich mein Herz verloren." 1 , er «mitm das?" .lther neigte feine Lippen zu ihrem Lhr »nd flüsterte ihr ^ „Weil Tu so schön bist! Der Vater meinte. Du hättest ; ichlunimernde» Engel geglichen!" ic leichte Röte färbte Martha« Wangen, „llnd wenn ich w gelte» lieft/* lächelte sie, „so bliebe doch initiier noch — ist reiterin." :-j mein Voter Dich sah, warst ?» »icht die nefeierte Minist it. sonder« ein arme«, hilfsbedürftiges Geschöpf — al« folgst Dn sein Herz gewonnen. Und als ich ihm nnn vollends :e. da» ich Dich in einer ähnliche» hilfsbedürftigen Lage > »nd lieben gelernt, nicht aber erst im Flitterglanz des . »kleide«, da legte er mir die Hand ans die Schulter und sagte: ti' mir Deine Martha, sie soll mir als Tochter willkommen Nun, Martha, willst Du meinem Vater eine liebende ^ irer werden?" I „ES find wieder ungünstige Nachrichten vom Kriegsschauplätze eingetroffen; der König von Prens>eu. noch siegestruuken vo» der Eroberung der Festung Schweidnitz, setzt Olmiitz hart zu, aber ich bin von meinem General-Marschall überzeugt, daß er seine» Platz ni« Manu von Ehre tapser verteidigen wird. UeberHanpt irrt sich mein Gegner, wenn er glaubt, mich leichten Kanscs ans meinen Ländern zu verdränge», ich werde mich bi« ans den letzte» Blutstropfen wehre» nnd zwar von Stadt zu Stadt, vou Dorf zu Don, uud sollte ich bis auf den letzten Ort der ungarisch-türkischen Grenze kommen. Nnn, meine Herren Gesandten, werden Sie mir bis dahin folgen?" Da antwortete der Herzog: .Gnädigste Fran, waö meine Per-so» betrifft, so werde ich »icht einen Augenblick in den Tagen der Gefahr vo» Ihrer Seite weichen und meine Dienste stehen Ihrer Majestät bi« zu», äussersten zn Gebot, — aber," setzte er achsel-zuckend hinzu, .ich glaube kaum, da» mein König so weit mitgehen G»tze» in T» Martha antwortete ihm »icht. Sie »ahm seinen Kopf zwischen c beide» Hände nnd drückte ihm eine» heiße» Muss auf die Lip-i' ii. „Da." sagte sie, glückselig lächelnd, „iiberbring' da« unserm I ni Vater al« Gruß »ud Dank seiner zukünftige» Tochter, der ihemalige» Kunstreiterin!" nirci Kaiserinnen, beseelt mit dem!Nute eines ZNannes. Aberzog von Choisenl Amboife. der »achmal« so berühmt gewor-s dene Premierminister Ludwig X V., befand sich während des .'„jährigen Krieges al« Gesandter am kaiserlichen Hose in Wien. . Frühling des Jahres 1758, als Friedrich II. weit in Mähren r 'iqedriingen war und Olmütz belagerte, sagte die Kaiserin Maria i ?cresia eine« Tage» int Kreise mehrerer Diplomaten zn dem Herzog: . «Mit Xett.) würde, nnd was bliebe wohl Jhrv Majestät noch zn thnn übrig, weuu Sie e« so weit kommen lasten?" Hier erhob sich Maria Theresia stolz empor an« ihrem Sesjel nnd mit stammenden Augen jagte sie: .Meine Herren, ich würde an den Grenzen meine« Reichs stehen bleiben nnd dem Könige schreiben,. daß er mir einen oder den anderen Ort bestimme, wo er mich mit' Pistolen, kugeln »nd Blei erwarte» könne, »m unsere Sache perfö» lich abziiiuache» »nd den Kamps ans ritterliche Weise z» beenden." .Wir sahen imd," erzählte der Herzog, .verwundert an, aber keiner von im« hegte einen Zweifel darin, daß die Kaiserin Wort halten würde, denn wir hatten an« dem Munde dieser rechtschaffe-»eu Fran niemals eine Unwahrheit gehört." Wahrlich, ein herrliches Zeugnis, aber anch das, welches ihr Friedrich der Grobe gab, war nicht minder ehrenvoll; er sagte, al» er ihren Tod erfuhr: .In drei Kriegen habe ich ihr feindlich gegenüber gestanden, aber dennoch habe ich den seltene» Tugenden 148 und dem feste» (sharakter dieser Kaiser!« stets meine Bewunde-rung «nd aufrichtige Verehrung gezollt." A« den Marquis d'Argent schrieb der große König unter dem 20. November 1780: „Sehr bedaure ich de» Tod der Kaiserin-Kiittigin, ich habe den Krieg mit ihr geführt, ohne ihr Feind ge-»lese» zu sei».- — A» den Kabinettsminister, Graf Finkenstein, schrieb er: .Maria Theresia hat das Zeitliche gesegnet und es wird »»» eine neue Ordnung der Dinge beginne». Was der Kaiser, der Sohn dieser großen Frau, beginnen wird, weiß ich, er scheint mir zu aufgekllirt, um sich kopfüber in diese Maßnahme» zu stürzen, ich achte ihn, aber ich fürchte ihn nicht." • • » Auf der berühmte» Reise in die Krim sagte die Kaiserin Ka-tharina II. zu den in ihre»! Wage» sitzende» österreichischen und französischen Gesandten, den Grafen von llobenzl und Segur: .Eines Tages hatte ich mir fest vorgenommen, etwas sehr Großes »nd Wichtiges zu vollbriuge», e« war die Ausführung eine» Unter-nehmens, welches meine Minister, ja alle meine Umgebung für »»möglich hielten, und siehe da, es gelang mir, die Sache vollständig durchzusetzen, und" setzte sie bedeutungsvoll hinzu, .wäre sie miß-lungen, so würde ich kurze» Prozeß mit mir selbst gemacht haben." „Aber, mein Gott, was hätte» Ew. Majestät in jenem schlim-wen Falle gegen sich selbst unternehme» könne»?' fragte der fran-zösischc Gesandte. .Was aildereS Herr Graf, als mir eine Kugel vor den Kopf zu geben!" antwortete Katharina. Ei» andernial sagte sie zu de» sie begleitenden Ministern: .Was glauben Sie wohl, was aus mir geworden wäre, wenn ich, statt als Mädchen, als K»abe zur Welt gekomuie» wäre?" Da sagte Graf llobenzl: .Ich denke,"-ganz gewiß ein »msich-tiger, berühmter Staatsmann." Der französische Gesandte, Gras Segur. meinte: .Nein, nein, Sie würden zeitig einen Degen ergriffen haben und ein großer Feldherr geworden fein!" Da erwiderte die Kaiserin lächelnd: .Graf Segur, Sie sind der Sache am nächsten gekommen, ich würde allerdings Soldat gewor-den, aber schon im ersten Treffen erschaffen worden sein!" Als die Gesandten einige Tage später dem Fürsten de Ligne diese Aeußerungen der Kaiserin mitteilten, sagte er: .Katharina und Ma-ria Theresia sind zwei Frauen, beseelt mit dem Mute eines Mannes!" ANIM Bernhard ». »stlot», der Nachfolger d«, Freiherrn Marschall von Lieber-stein. Ist am S. Mai 18«» geboren. «r studierte Recht», und Staattwissen-schallen, trat 1874 in« Auswärtige Amt ein und fungierte al» Staat»sekr«t»r I« Rom. Peter,bürg und Wien Wahrend de« russtsch.türkischen »riege» von 1877 und 1878 war er ÄeschaftltrSger in Athen, wurde dann dem S«kr«tortat de« Berliner «ongrefle» beigegeben und war 1879—1884 zuerst »weiter, dann erster ?otschast«sekret»r I» Pari». Dann wurde er »um votfchafttrat in Peter», bürg und 188« zum «esandten in Bukarest ernannt. Wahrend s«i««r dortigen Amtlthitigkeit erfolgte der Abschluß de» deutsch-rumänischen Han»el»vertrage». Im Dezember 1898 wurde ihm der Botschaft«rpost«n -am rdmischen Hofe Oder» »ragen, den er b!» jetzt inne hatt«. Ge»erallie«tena«t z. D. Biktir ». Pobbieltzki. der neu ernannte Staat», sekretlr de» R«Ich«poftamt», Ist am 26. F«bruar 1844 zu Frankfurt o. O. al» einziger Sohn de» bekannten «eneralquartlermellter» gtboren. hat seine vor-bildung im «adettenhau» genossen. Im Jahre 1882 trat er al» «ekondelleute-nant bei bem Ulanenregiment Rr. 11 eln, wurde 1887 Premlerlieutenant. war Im Felbzug 1870/71 unter «aprivi «eueralstob,ossizl«r beim 10. Armeekorp». wurde 1871 Hauptmann. 1878 Major, 1886 Kommandeur de» Husarenregiment» Rr. 3, »in Jahr spater 0b«rstli«utrnant, 1888 Oberst, am IS. Mai 1891 «eneral-major, zwei Monate darauf zur Di»p»sltl°n gestellt, am 12. Juli 1896 «eneral. lieutenant z. D. «l» Reich«lag»abgeordneter der Westprignitz beteiligt« er sich auch seil 1893 an den Debatten über militärische und handellpolltisch» Fragen. Götze» in T,ti,. Tokio, oder .Oestlich» Hauptstadt" genannt, liegt im vste» der Insel Nippon an der Bai von yeddo. da wo der Sumtda. der »anda und andere kleine Flüsse sich in da« Meer ergießen, und Ist von Yokohama au» in etwa Istündiger «tisenbahnfahrt zu erreichen. Ihre «inwohnerzahl betrug im Jahre 1890 rund 1,313,000 »dpse und die Zahl ihrer HSuser stellte sich rund ff»f 310,000. — Die Lage lokio» ist von uad«stritt«ner Schdnheit. Inmitten der Stadt erfreut un» der A»blick großer Parkanlagen mit prächtigen Büumen und ««»gedehnten Rosenplatzen, sowie schSner Dempelgllrt'n mil herrlichen lkrhp. togamen und lkoniferen in reichster Mannigfaltigkeit. An verschiedenen Punkten sind Rachbildungen Buddha». teil« von Stein, teil» von Bronze sichtbar, alle in jener nachdenkenden, sinnenden Stellung, mit dem milden, fast weiblichen und träumerischen «»sich,»au,druck. der die Buddha.Bilder in der großen oft. asiatischen »ultur von Bombay au» bi» nach Siam, Java, Shina und Japan gleichmäßig charakterisier«. •"lefter!• — Reicher Onkel: .Ach, teilen Sie da» meinem armen Reffen doch recht schonend mit.' Dr. Grase UN» Schleiermacher. Der berühmte Iheolos« Schleiermachil hatte sich einst in einer 5rankh«!t von dem ebenfall» berühmten Ninigliche» Leibärzte Oe. Grüfe — Vater de» unvergeßlichen Augenärzte» — behaadel» lass»». Räch feiner w»n»sung lchiikt» Schleiermacher dem Arzte ein höfliche Dankschreiben und legte demselben vier LouWor bei, indem «r bat, biese Slc> nigkeit al» vewei» seiner «rkenntlichk»it für bi« g«habt«n Bemühungen an,u n«hm«n. Am nächst»» Doge erhielt er die «oldstück» zurück, begleitet vv» folgenden lakonischen Z«U»» be» «eneralslab»arjte»: .Arme kuriere ich um sonst^ Wohlhabende zahlen nach der Medicinoltaxe; Reiche honorieren mich nach Belieben.» — Darauf erteilte drr «eistliche di» noch lakonisch»»» Antwori »Die vi»r Loui»b'«r »rhitlt mit Dank zurück — b»r arm» Schleiermacher.' I2i. (sin Geschäftsmann. Bat«r (der Braut): . Einstweilen kriegt mein, Dochter zehntausend Mark mit: genügt Ihnen da»?" — Bewerber: .©rtbfi verstandlich. ich b»wllllg» Ihnen gerne Ratenzahlungen!" Eitelkeit. Ludwig XV. aß di» Sirschtn nur, wenn sie geschalt und in Zucker gerollt war«n. — Sin« «esellschastldame der Marauile von Pomr > dour, bie «raftn d'«»parbi» verrichtete diese» Am», weil st« di« .schdnsl.» weißen HAnd« von b«r Welt hatte." Dieselbe ließ sich oft zur Ader, um dieser Art von Schlinheit nicht verlustig zu geh««. St. Modern. Frau (zum Di«»stm»dch«->: .Ranni, morgen früh holen Sie m»in neue» Seidenkleid von d«r Modistin und tragen meinem Mann s«iui Kravatt« zum Putzen, wir gehen zum Ball!" emnnnuhiges De» Eierlegen »er Hühner z» befördern. Durch Fütterung mit etwa, schwarzem »ümmei. drr unter da» Hühnersutter gemengt wird, wird da» Sier legen ausfüllig befördert. Versuche ergaben, daß jene Hühner, unter deren Futter kein Sümmel g»mlscht würd», t«i w«it«m nicht so fl«ißig l»gt»n. al» di« mit Lümmel g»fütterten. De» schwarze» Kornwur« von der Frucht fernzuhalten, gelingt, wen» man die Fruchtbdden und SeitenwSnb« mit Salzwaffer, dem gebSrrte» «nd g»ri«b«n»» Rußlaub b»ig»mischt ist, »lischt. Ueber »e« «Shrwert de« Bienenhonig«. Alle «Inder, ganz besvnder» aber die rasch wachsen, blaß «nd schwächlich a»«sehe», zeigen «in anffalleudr» B«rlang«n nach Süßigkeit«». Dt«s«I B«rlang«n b«ruht — sogt «in Arzt — anf d«m Bedürfnisse, dem Sbrper Stoffe zuzuführen, welch« ohne laugen «n. da»ung»prozeß «nmitteibar in» Blnt gelangen. Auckerstoff bildet sozusagen ba» Heizmaterial für den lürper. — Run bietet u«i die Ratur «inen reinkn Süßstoff, der durch s«iu«n hohen Gehalt an Traubenzucker und fast ginzlicheu Mangel an Stickstoff am leichteste« in» Blut ütergefniin wird — den Biene». Honig. Man geb« dah«r den Ki«dern oft «nd au»giebig Honig Wanne, mit Honig versüßte Milch und gut«» Han»brat bilden da» beste Frühstück für ftiu. der. Wührend Brot «nd Milch de« lki>rp«r nähren, «rwürmt der Honig de» »drper »nd dle Atm«ng»organ« und b«s»rd«rt Brrdauung und Btoffwechl» Honig und Ha«»brot fSrdern die velundheit der Sinlxr mehr al» gan,e Schachteln Bilquit». Ctttakte und anderer Kunstprodukt«. Hühnernugrn vertreibt ma» durch Aufl«g»n von geschabter Seif« ode, «in«! Blatt«» d«r weichen Han»wurz«l, nachdem vorher ln einem erweichenden F-ßbade »er obere l«il de» Hühnerauge» abgeschabt worb«n war. U«agr»»«. »91« singt im .greischttz' di« »»ath«. Zu raten sei die» euch gefc»t, nehmt, ihr Sei», «ur gerade Den Aula»» de« Geionae« jetzt. Bodon» bad' Ich 'neu Ovsenamen. 1 fr ist in Bayer» ga»a und »&?. »UN milch die Worte I« »»lammen. Und »eid« i»ein<>nder titV, Tatz eine ldrankhei» drau» entsteh', <» ähnlich, wie da» fallend weh. I. «>«der»»ockel,r. Aultdl»»» folgt in niichster Nummer. Problem Nr. IM. von »arl »aiser in Gtittgart. Schwarz. P»flis»»g »es Bil»erritsel» i» voriger R»««er: Zwischen Weltuntergang und «insamkeit liegt die wahr« weUhrit in der Mille. Schachlisnngen: Mr. l«i. t> !-« t. Th f 7—f S. D 6 4—d 4 8 c 1—(i 4 I 8 d I— b « f «to. Ar. IM. 8 t «—« 5 T « « » » : I. 6 4—« 3 f K d 4—e I L 0 3—d 4 f K e »—d 4 ! D h «—d I »»rtltid« «edatti»» von arnii «leifler. gedruckt und berautiieoeden von «reiner k «feillet in Stuttgart.