MbacherG Zeitung. Nr. l22. h«lbj.^<» ti. «il der P»ftg IV haldj. fi. ?.»0. Donütlstag, 2tt. Mai 1873. Amtlicher Theil. 3e. l. und l. Apostolische MajsM haben dem Sec. "»"«rathe im MimstcrralhspraWium Karl St ran sly ^ötillron in Anerkennung seiner ausgezeichneten "lenfl!eistll„a h^, ^)^^ der «lsermn Krone driller Klafsl b'l Nachsicht der Tarcn allergnüdigst zu verleihen geruht. Der Minister des Innern hat den Vezirlscommissilr '"ft,d Ritter ,. Erol l ol« n^a zum Vezillshaupl. llXltin zweiter Klasse in Sleieimarl ernannt. »Agioznschlag l" den Fahr- nnd ssrachtgcbühren auf den österreichischen Eisenbahnen. Vom I. Juni Ift7A ab wird der Ngiozuschlag ^ dtn hieoon belroffenen Gebühren jener Vahnanstallen. «elcht ^^ Einhebuni eine« Agio^uschlagcs berechtigt sind ""b von diesem Rechte Gebrauch machen, mit 7'/, und ?"> t»er l. l. pliv. gallischen ssall.Vudwig V^yn mit 5> pZt. schnei. Die zugunsten dc« Pudlicums bestehenden AuS->,« " lil>" ber EinHebung eines AgiozuschlagcS bleiben ""^ünderl. Außerdem wurden vom Agiozuschlage befreit: . Dle Gebühren des Speriallarifes vom l5,. April l»?3 ^^ Vau». Werk. und Schnittholz von Stationen "^ t. l. priv. Südbahnaeslllschafl nach Stationen der lloßwardeiN'lsseger Strecke der alsold.fiumaner Gähn. Die Gebühren des Speciallallfes vom 15. April ^7.^ für Faßdauben und Werkholz von Stationen der ttohwardein.esseaer Strecke der alsölb.fiumaner nach der vüdbllhnstation Trieft. Der Tarif vom 1. Mal 1873 für Braunkohlen 'nd Eoles von Stationen der l. l. prio. aussig.teplitzer ^hn nach Stationen t>er l, k, prio. Kaiser - stranz, «ltph.Oahn. die seit l. Mai 187-j zu den strachtaebüh. ^ der l. l. priv. füdnorddeulschen Verbindungsbahn ^ l«l «inhebung gelangenden Zuschlüge. ,. In dem directm Tarife vom l5. Mai 1873 zwl. ,^N der l. l. pri». Kronprinz'Nubolf.Vahn und der ' ^ Prlo. leoben'vordernverger Vahn die Transports« !>"^ VlanipulalionsgebNhren für Güter der Klassen ^, !j l.' und N. dann der ßperialtarife .^, 4; für die Utn (>' nnd V nnd die Specialtarife 3. 4 jedoch nur «Ane. al« die für dieselben fixierten ssrachtsühe und U^jene der Klasse I Anwendung finden, ferner die ^Merungsprllmien. die Nachnahmeprovifionen und dl« "' Und «blegegebNyrm. ^ Dle seit N. Mai 1873 zur NuSaabe gelangenden »k,^igten Tour- und Nrtourbillel« von der Station ^" der l. l. priv. vsterr. Gtaalseisenbahn.Gesellschaft ^ Galionen der wien'neuszönier Vinie. 1 . ^luf der l. l. priv. Kaifcrin Elisabeth.Vahn die mit .'Mni i^! ln Wirlsamltlt tretenden neuen Taxen ,1^'lguter und Frachtgüter der I., II. und III. Va. "Nässt. ^^U!en. am 24. Mai 1«73. Nichtamtlicher Theil. 3ur Grundftcucrregulicrung in Main. ^ l^tto Freiherr v. Upsallrern wühl!« in der am l ' °- stattztslmdenen 4l». Versammlung des consli» tz''°nelltn Vereines in Uaibsch den Stand der «ly.« ^"".Regulitlungsarbelten in Krain zum Thema ^/hbehfl wichtigen und interessanten Uortrages. Der zj^l dieses Porlragcs wird sicher auch außer den 'ulü ° ^" «lnannlen Vereines mit großem Interesse ^,'»enomwen werden, weshalb wir denselben wörtlich " '",en lassen: iltllt?'^' ^"^ beachtet vom groften Pudlicum voll-bttttl. ^" '^ Elelcilhanien cinc Arbeit von nichl zu flyt^lnder Tragweite, von schwer zu ermesscndcm ^m» slt^' °us das künftige Gedcil)cn und «lichen be? wichlig ^ ''actors unserer ^lationall'lonomic, der Bodenlullur. zhk?lArbeit, welche den Zweck hat. den Ertrag der i,n ^tun^n landwirlhschastlichen Bodenlullur benühbarcn tt^,.°^chen z„ ermitteln, damit sohin au^ (^rund dcs ^lbtn " Reinertrages und nach dcm Pcrhälluissc des blluvls " "" Neyc dcs MsejzeS festgejetzle ^rundstcucr-^^'"lnlue auf die einzelnen Bänder. Stcuergemem« ""o Grundstücke gleichmäßig vertheilt werde, i^'wenu j^ ^^ erlaube, angeregt hiezu durch die Ktz v^lenoe Aufforderung emes hervorragenden Milglit' " hochgeehrten Vereines, die im Zuge befindliche Grundsteuerregulicrung hier zu besprechen, so geschieht d«e durchaus nicht in der anmaßcndcn ^dcc, als sei ich hiezu besser befähigt, als jeder andere, dcr sich die Mühe nimmt, da« bezügliche Gesetz, welches heute seinen 5». Oe? burtetag feiert, aufmcrlsam zu lesen uxd den (i^anq dcr Grundstcncrarbeitrn ein wenig zu beobachten, sondern lediglich oeöhalli, weil ich es für nöthig erachte, daß irgend jemand anrege, daß der Durchführung dieses (Aejctzcs im grohen Publicum mehr Nufmerlsamleit zugewendet werde, als ich bis nun wahrzunehmen in der ^age war, weil sie diese Ausmerlsamleil wegen di' ' betonten Wich' ligleil im allgemeine»! und auo l,cr inil allem Grunde bcllagtcn Steuerübcrbürdung itrains hierzulande insbesondere verdient, und weil diese Nufmerlsamleil ver-möge des dcm Gesetze zu Grunde liegenden Prinzipes dcr Selbstbcsteucrung cinc heilige, nicht zu übersehende Pflicht eines jeden Staatsbürgers ist, der es redlich mit dcm Wohlc dcS Vaterlandes meint. ^ch sagte eben. das Gcsctz vo« 2l. Mai 15^l) beruhe auf dem Prinzipe der Scbslbeftcucrung. ^S wäre möglich, daß sich in dcr verehrten Versammlung einzelne befinden, denen es nicht ganz llar ist. waS dcnn damit gemeint sei und inwiefern dieser dem Gesetze durch die gesetzgebenden Factoren aufgedrückte Stempel in demselben seine Rechtfertigung finde? Möge es mir gestaltet sein, diese zwci fragen lurz zu beantworten. Abgesehen von der vcrsllssungömäßiqcn Genesis ocS GcsctzcS, welcher zufolge mit Recht gesagt werden lann, die Volksvertretung selbst habe dic Prinzipien normiert, nach denen die Regelung der Grundsteuer und deren künftige Vemcssung zu geschehen hat, wahrt das Gesetz durch die Zusammenstellung der durchführenden Organe sowohl, als auch durch ein eingehendes Reclamationsoerfahren in den zwci wichtigsten Durchführungsstadicn den maßgebenden Einfluß der Grundsteuerträger in einer Weise, daß man mit allem Grunde sagen lann, die Steuerträger selbst normieren dic Vasis dcr Besteuerung, nämlich den Rein« ertrag, und bekennen sich somit selbst zu jenem Ertrage des Grund und Boden«, der li.'stighin besteuert werden soll. Der üinfluß, welchen das Gesetz den Steuerträgern im früher angedeuteten Sinne einräumt, ist aber auch bis zu einer gewissen Grenze genügend, damit sie ihr naturgemäßes Recht, nur im gleichen Maße zur Tragung der Kosten dcs Staatshaushaltes herangezogen zu werden, wahren und schützen können. In der Möglichkeit, in der durch das Gesetz gebotenen Erleichterung, dies zu thun, liegt sein Werth, dcr aber nur durch eigene Thu-tigleit und Rührigkeit, an dcr Durchführung selbst mitzuwirken, geschaffen, zur Geltung gebracht, realisiert werden lann. ,.Vjjfi1^t.idu^ .jlira!" gilt nirgends mit mehr Berechtigung als hier. Wirk: nicht jeder Grund' steucrträgcr für scincn Theil, jcdcr aus ihnen, sei es durch Wahl, sei es durch Ernennung zur Durchführung speciell berufene in dem Wirkungskreise, welcher ihm übertragen wurde, mit aufopfernder Thätigkeit und Gc> wissenhastiglcil mit; legen die Steuerträger und ihre Ver» lretcr statt dessen dic Händc bequem in den Schoß, alles nur von der Güte der Regierung und der Thätigkeit ihrer Organe erwartend, läuft nicht mit dieser in gleicher Geschwindigkeit parallel jcnc dcr Grundsleucrlrägcr, so wird auch dieses trotz mannigfacher Mangel an sich gut angelegte Gesetz da« Schicksal so vieler anderer Gesetze in Ultöstcrrcich theilen, es wird cben ein gutes Gesetz sein. aber nur auf dcm Papiere! Wenn die agricole Bevölkerung ihre Mitwirkung vc.ulisäulnl. die Steuer. reaulicrungSarbeileu nichl unaui gclcgcuhcil nichl der blinde Zufall walte, ist cs unerläßlich, daß die Sclbsllhäliglcit dcr Slcucrlrägcr dic zur Durchführung dcr Sleuerregelung berufenen Organe unter« stutze und daß beiderseits mit Loyalität vorgegangen wcrde. — Die Mittel hiczu bietet das Gesetz durch die in die Hand dcr Stcucrlrägcr gelegte Wahl von Milgliedcrn der Regulierungscommissionen, durch Gestaltung persönlicher InlciMnlion bei einigen Ardcilcn der Bezirks-Schätzung«, commissioncn, als dasind, Aufstellung der Mustergründe, Einschätzung dcr cinzelncn Grundstücke, endlich gewährt das ReclamalionSvcrfahren selbst den in die Eommissio-ncn berufenen Vertretern der Steuerträger Sitz und Stiminc in dcn Berathungen und das wichtige Amt der Einschätzung. Machen die Steuerträger und ihre Vertreter von diesen ihren Rechten allerwürls und jederzeit, wo und wann es nolhig ist, Gebrauch, wohl und gul, so wird auch das Gesetz seinerzelt seine Schuldigkeit ge» than haben. Es wird vielleicht an mich die Frage gerichtet: worin dcnn die Gefahr liege, gegen welche sich der Steuerträger oci Durchführung des Gesetzes schützen soll? Dieselbe liegt zunächst in einer unrichtigen, der Wirklichkeit nicht entsprechenden Ermittelung des Reinertrages von Grund und Boden überhaupt, von jedem Grundstücke insbesondere. Dcn thatsächlichen Ertrag der lullnrfühigen Vodcnfläche zu ermitteln ist vor allem die Aufgabe der Bezirks-Schatzungscommissionen, die für ihre Bezirke ElllssificalionS'Tarife aufstellen und beschließen, die sie dcr StcuerregulicrungS ^andrsrommission vorlegen, welche lchlcrc sie prüft, allenfalls modificiert und richtig/ stellt, und wenn dies geschehen, zu publicieren hat, uttd zwar dies zu dcm Zweck, damit die Interessenten dagegen ihre Einwendungen machen können, worüber die ^anbes^ commission zu entscheiden hat. Als zu Einwendungen berufene Interessenten erscheinen nach dem Gesetze die Gemeinden, diejenigen Grundbesitzer, die wenigstens den sechsten Theil der Grundsteuer in der Gemeinde entrichten, und die Vezirls'Schützungscommissionen selbft. (Schluß solßt.» Ueber die Lage in Oesterreich finden wir in dem neuesten Hefte der „Preußischen Jahr» bücher" einen von warmen, nachbarlich freundschnslllchen Gefühlen durchglühten Artikel, dessen bedeutsamere Stellen wir hltl nachfolgend reproducleien wollen' . ^ ang kaum berührt wurde, nlunm hrule an ihr >. , .^ und schaffen!) ihren tüchtigen Unthnl, und h«m« oulsen wir woal unbefangen zugeben, daß manche heilere uud anmuthl^e Blülhc, manche saftige frucht ln dem üppigen Bodcu O-'slcrrelchs gedeiht, welche eine kargere Naiuc unserm mühevollern Arbeiten oeisagt. .." Die Ereiguisse iu Frantreich nehmen die Nuiiilclljamleil des groZcn Publlcums und der öffentlichen Presse gänzlich in Anspruch. Der Rück« ttltt Thiers' uno olü ^ahl, Malschall Mac«Mahons zum Präsidenten der sranzösijcheu Rcpublil stehen an der Tagesordnung. Wir woUcn einige der Katastrophe vorausgegangen« »ichtige Momente vorführen: Äm ^2. d. brachte der »Vie» public" folgende Notiz: „Ocr MlUliucralh hat einstimmig entschieden, daß die Interpellation der 1W einen durchaus gegen die Re« gierung selbst gerichteten Charakter habe und daß sie nicht nur das neue Cabinet, sondern auch da» Ober« ,Haupt der Regierung, den Präsidenten der Republik selbst treffe. Dicfcr Charakter der Interpellation wird übrigens auch von keinem ihci Unterzeichner bestritlen. Niemand kann sich daher auch über die Folgen täuschen, welche dieser Antrag nach sich ziehen mühte, wenn er auf ein Tadelootum gcgen die Regierung hinausliefe. Der Tadel müßte die ganze Regierung treffen, die für die letzten Veränderungen solidarisch ist, und den Rücktritt sämmtlicher Mitglieder der Regierung ohne Ausnahme nach sich ziehen. Wir wiedelholen, niemand durfte sich hierüber täuschen, und darf niemand, der den Antrag unterzeichnet« und für denselben stimmt, im Zweifel dar-über sein, was seine Unterschrift und sein Votum bedeuten werden." Desgleichen erklärt ein anderes officiöse« Blatt, der „Soir", oaß in der am 23. d. eröffneten Debatte nicht blos das Cabinet, sondern die Regierung selbst auf dem Spiele stehe. „Die ^inle konnte über ihre Haltung zu keinem einmülhigen Beschlusse kommen. Die Bureaux ihrer drei Gruppen (linkes Centrum, ^inke und äußerste Linke) traten am 22. d. zn einer Berathung zusammen, um sich über ihr Verhalten in der ssreltagsdcbatte zu verständigen. Das linke Centrum und die gemäßigte ^inle hätten gerne ein Vertrauensvotum für die Regierung durchgefeyt. Die äußerste ^mle erklärte aber, daß fie so weit nicht gehe und der feindlichen Interpellation gegenüber nur für die einfache Tagesordnung stimmen könnte. Man beschloß dahcr, dem A»,trage der Rechten auch nur eine einfache Tagesordnung entgegenzuhalten. Die B:deutung dieser ersten Sitzung war übrigens wesentlich durch die Spannung abgeschwächt worden, mit welcher man der Rcoe enlgcgen>c,h, die Thiers am Samstag halten sollte." Der bereits erwähnte „Vien Public" erzählt auch, daß die Führer der Rechten bei vielen hohen Militär-, uno Clvllvcamlen nachgefragt hallen, ob man, falls Thiers gestürzt würde, auf sie rechnen könne. Die Anträge wurden theils, wie beispielsweise von Chanzy, zurückgewiesen, theils, namentlich von dem in Bourges den Oberbefehl führenden Oucrot, angenommen. Der» fclbe hat nach einer Mittheilung der ..Köln. Ztg." er« klärt, er sei bereit, auf dcn ersten Befehl nach Paris aufzubrechen, und er begab sich am 21. in das unter seinen Befehlen stehende ^ager von Avon, um eine Rcvue abzuhalten und alle leichteren strafen zn erlassen, welche über die Soldaten verhängt worden waren. E»n Theil der Präfect:n foll sich auch bcrett «klart haben, für die neue Regierung einzutreten. Der größte Theil derselben berichtete aber sofort an Thiers über die Schritte, welche bei ihnen gethan worden waren. In Paris war selbstverständlich die Stimmung während der letzten Tage sehr erregt und am ^ d. M. trotz des stailcn RcgenweltcrS der Zudrang nach Versailles ganz außerordentlich. Man wußte, daß die Rechte einiger denn jc zuvor sei und die Bonapartisten f:sl zu den Royaliftcn hielten, seitdem man ihnen versprochen, daß der Herzog von Aumale nicht Präsident der Re< publll werden und sie in der neuen Rcgierung vertreten sein solllen. Um sie noch mehr zu beruhigen, brachte der ,Honstllutionnel" folgende Nole: „Unsere Nachrichten gestalten uns zu bekräftigen, daß Graf von Chambord seinen Freunden das Verbleiben auf dem Pact von Bordeaux angerathcn und sie aufgefordert hat, nicht für die Republik, noch wmiger aver für den Herzog von Anmale zu stimmen." Aus der Rede. die Präsident Thier« am 24. d-in der Sitzung der Nationaloerlammlung hlell. biingln wir folgende Stellen: „Die Nationalversammlung »ird sich nicht n>un< dern. mich auf dieser Tribüne erscheinen zu sehen. 4X einzige, der hier verantwortlich ist vor der Kammer un dem pande. der bin ich. Ich will Ihnen ganz g"»" die Polilik darlegen, welche ich seit zwei Jahren MM' habe. (Da der Redner schon hier unterbrochen wiro. macht Präsident Buffet da« Hau« aufmerksam. M. wenn der Präsident der Republik spricht, jede u«l«l brechung nicht blos gegen die Geschüftsordnuna. so«"^ auch gegen das neu« Gesetz verstoße.) Im Dreißigera" schuß habe ich dringend darauf bestanden, zu den «c Handlungen über Interpellationen zugelassen zu lverltN' die heutige Debatte beweist, wie sehr ich Recht w"' Sowohl das Gesetz, als die bloße Vernunjt berufen nl'« also zu Erklärungen. Bei Ministern mag man l« ° greifen, wenn sie in der Ueberzeugung, dem Lande 8» zu erweisen, die Gewalt nicht gerne aus den ('^ rede angenommen, aus bloßem Pflichtgefühl, ^^. weih es recht gut. Jetzt mögen Sie über mich !" ^ richt sitzen; Ihr Verdict soll jür mich Gesetz <<>" ^. achte die politische Gewissensfreiheit wie die rM >^ aber der Augenblit ist felelllch und ich muß nach^ Richtung offen sprechen. Nun d:nn, diese Polilil, ^ man eine zweidlutige genannt hat, ist von meinen . legen und mir nicht frei gewählt, sondern sit ^ ,^ durch die Umstände aufgezwungen worden. ^ ^^ daran lein anderes Verdienst, als daß wir die ^> lion richtig begriffen. Cs galt damals, ohne 3^°^ ohne Armee, den Fremdling aus dem Vandesvodcn inmitten des Parleitampfes, eine Regierung herzu"^ Betrachten Sie sich selbst und die Spaltungen in ^ Mitte, dann sagen Sie. ob es etwa leicht ist, V«^ regieren. Ich null Sie nicht blleidigen, aber las!^ ^ mich es offcn sagen: Die einen vor Ihnen w0"^ . Republik, die anderen die Monarchie. Beide UeM gungen sind ehrenwerlh. ^ Wer mochte die Anhänger der Monarchie "' ..' da diese durch Jahrhunderte die Größe F.anlreichs »^ gemacht hat? Andererseits dürfen die Anhangtl . Republik wieder sagen, daß in einer Zeil, da l>^,^< lralie in vollen Strömen sileßl, die Rcpublil dttl^ Ncglllungsjolin sei, welche Frankreich retten l^'.,l A^l»l jctzt allen Grund zu der Annahme, daß dil^^ll' recht gut die natürliche Regltlungssorm Franlll^^^ den lann. Wenn nicht dl« höheren Klassen, s^ ^l dll benfall« die Massen republikanisch. (Bcav°! , W«l äußersten Vmlen.) «ber die Zukunft der RlP^" ^l, nicht nur davon ab. daß ste da« ^and nlchl < > sondern im Gegentheil beruhige. «leMcllill. Pas vergrabene Tcjlamenl. Erzählung vvn Ed. Wagner. (F°Ns,ynnz.) Haftig und mit zitternden Händen nahm Sir Alchv, das Pergament und hielt es gegen das Licht. »Ich -^ lch lann es nicht sehen", sagte er. nach» dem er eine W.ile auj d« Schrift gestarrt. „Es ist ein Schleier vor meinen Augen. Komm. Rosamund«, hilf nnr lesen." Diese trat heran und sah ihm über die Schulter. Die Schrift lvar stellenweise fast unleserlich; d« Buch. statxn »aren «iseulhüüülch gcfolmt, wie man sie hun» dert Jahre vordem allerdings wohl gebraucht halte. »Cs ist beinahe unmöglich, es zu entziffern." sagte Rosamund«, intxm sie ihre Augen, welche von dem SHalfblickln angefllerßt waren, zusammenbog. „Ah!" seyle sie aber sogleich hinzu, ^und doch krieg' ich es am Hnde heraus." Sie ging die Allen nochmals durch, Wort für Wort buchstabierend, und las schlichlich trmmvdi^rld das ganze vor. Cs laulcte falgendetmahen: «Aon ^acy Rosam»nde Wllchester zu Wilchester Towers, Kent, an lli Ilam Wllchestel. Baronet, jetzt im Au^____ ^..,. ^.ncht wird über» ßtbu, «erden von Bettine Nillcroß, meiner anhing, lichen Dienerin und erqcdcncn Freundin, wücher ich den» selben »uoettrauen werde, sollte die Vorsehung mir eine tödlllch« Krankheit bringen, blvor mein Sohn zurück- gekehrt ist. Die Zeiten sind schwer. Schlechte Menschen machen Häuser und Straßen unsicher. Ich bin im Besitz von kostbaren Edelsteinen - «in Prioatytfchenl von meinlm ersten Mann —, welche ich bestimme, eimn Theil der Hrschafl meines Sohne« zu bilden, und oi« meine Nachkommen bis in die späteste Generation schmücken sollen. Ich habe Ursache zu glauben, daß ein Verwandter meine« ersten Mannes, welcher sich durch dessen Testament gekränkt fühlt, beabfichtigt, mir die Juwelen durch Gewalt und ^ist zn entreißen. Daher habe ich mit Hilfe n eines treuen Dieners, Nilliam Norcroß. diesen Nci^lumn vor allen schlech« len Menschen verborgen. Um den Schatz zn findt», m zu suchen bei der Doppcleiche, sieben Schritt südlich von dem Nordende der Bank urid dann drei Schritt öfllich; da grabe man tief nach dem Vermächtnis der Lady Rosa-munde. Dieses durch Vermittelung von Vettme Will« croß.« Eine Tobtenftille folgte de« Lesen de« Schreiben« der Verstorbenen. Dann erhob fiH Vtttine und richtete ihre dünne, gebeugte Gestalt fast gerade auf. Ihre wellen Zilge verklärten sich und aus ihren Augen leuchtete ein jugendliches Feuer, indem sie sa^le: ..Dieses durch die Vermittelung vc>-, Vettin« Will« crotz l Ich habe den Bericht übermittt ' ,hr« nach« her; ich habe lhn in die Hände emes ^. « gegeben, wenngleich nicht an den, für welchen er bestimmt war. Der Auftrag meiner H rrin ist also erledigt." .Jetzt ist alllS klar gmug". sagte Sir »rcty. in dessen zitternder Hind da« Papier fiog; »aber eine Schwie« rigkeil ist noch vorhanden", fügte er besorgt hinzu. ..Wo ist die Doppeleiche? — n^ «? und auf der Bank, welche zwischen den ^'° ^ch ^ gebracht war. Nehmen sie nnch mil z"lU" ^ ^' Schloß. Iir «rchy, und ich n»,ll Ihn«« dl« ^ ^ gen. wo der Baum gestanden hat, und auch wo sie nach dem Schatz zu graben hadcn. ^ l>' ..Wir wollen zulnckgehln l" rief G!l ^^ ^ seine Aufregulia kaum beherrschen konnte. , ^» hinreichend ausgeruht hast — viellc'chl » ^^ ,-—. wollen wir un« ausmachen und nach ^'".Und das Pergament, Papal" .^ munde besorgt. ..E« ist wohl mcht »ut, °" ^ ^ ,» dir behältst — und doch. vernichten dulse «Miß Rosamunde mag <« ", "^.«nds!l" Rosamund« nahm das "" °"" ^en """ ihr Taschemuch und verbarg dies V« " ^ Kleidern an ihrem Bus«". , j^l t>a». „ll ..Papa." sa.t« si« d"H '^^^hr.nge"' > dir dt.ne Rutzc und de.n «luci ^ ^ Markus sein Erbe l""" ""^ " « e« nur aufgeben mit meinem "vtn l 871 Dil Unfähigen würden durch Gewaltthätigkeit die «tpublil nur verderben; darum müssen Männer dcr Drdnung am Staalsrnder slclien; eme Regierung ljl Nothwendln, die unerbittlich gegen die Ruhestörung in, «ne Parteiregicrung würde nur selber die öffentliche "Uhe in Gcfahr bringen. Freilich wäre es leichter siir uns, einer Parte« zu gchoichcn, statt allen die Wage zu hallen. Das ist bei mir teincSwcgS politischer Slcpli» clsmus, sondern nur die unparteiische Würdigung der ^age. Redner blickt noch einmal auf seine Leistungen Wahrend der lltzlen zwei Jahre zu,l>ck. Ich fürchte nicht, sagte er, das Urtheil der Beschichte. W»r haben der Eommune die Spitze geboten. Ms man mir damals vorstellte, daß ich mich doch vor Blutvergießen scheuen sollte, entgegnelc ich: Gleichviel, und wenn das Glut in Strömen fiiißcn soll, die Armee muß in Paris ein» bringen. Und sie ist m Paris eingedrungen, und wir haben diesen grüßen Aussland bcwälllgt und tue Ordnung hat lriumphielt. Darauf führten wir zwei Nnleihcn durch, welche in der Geschichte ohne Bcijpicl sind, und sicherten die definitive Befreiung des Bandes. Während ganz Europa Unter einer Geldkrise leidet, sctzcn wir die Well durch die Pünktlichkeit uuseler Zahlungen in Erstaul.cn. ^,cr Billiarden siild abgetragen, aus die füilste erfolgt dlc tlste Zahlung schon in acht Tagen und alle weiteren Zahlungen sind gesichert. Indem Frankreich eine solche l!t:t haben, mir gegenüber mit diesem Worte slaat, Machen. Sie sagten uns gestern, man schenke uns lei» Nen Glauben, wenn wir uns Eonservalioe nannten; lllsjcn Sie mich jetzt Ihnen sagen, daß, wenn sie er-ÜÜrcn, Oll wären t>lnc Munalchislen, Ihnen nilNla»t> Hlaubt; nein, man ßlaubt es Ihinn n,chl. (Bravo links ^»d auf >>en Tribünen. Eine Siimmc: Der Seine Prä ^cl hal Beifall gellalscht, hinaus mit ihm! Seme.Pru' l'N Calmon verbirgt sich auf einer Tribüne. Herzog " huolffret'Pasquier: Man lasse die Tribünen räumen, ^ftdtnl Buffet ermahnt alle Thcile zur Ruhe.) Hcrr Thiers sähtt fort: Ich habe leine meiner 'lbhcrn, «nsichlen verleugnet und lann beweisen, daß ich ^"lcroaliolr bin als alle, die rmch hier unterbrechen, ^enn ich mich des Beistandes der hinten erfreue, so ^lHltht dlcs, weil ich meinem Worte treu geblieben bin. ^in Philosoph darf in aller Muhe untersuchen, ob diese "" jcnt Regierungssorm die bessere ist. Wenn man ..Jetzt werde ich aber doch sehr müde", sprach die *"t Betllne. «Ich bedarf des SchlafcS. dam und meine Kinder dich segnen für diese Thal. für l Ueberlieferung des Berichts der Vady Rosamundc." ^ Dann küßte er noch scine Tochlcr. wünschte ,gute Uel^'" ""b öffnete leise die Thür. Saum war dice °t!'n "' ^ dilscllie plötzlich von außen heftig auf. ^"sstn wurde und die Hadds. Vater und Sohn. in ^sltiluna. der zwei Männer sich auf der Schnxlle «>> "^lh, ich dachte es mir!" rief der Administrator w^lnig. wahrend seine Augen unheimlich glühten beim ^°Ue Monarchie bei uns nicht möalick ist. Sie selbst ge» stehen das indirect ein. indem Sie sa^en. daß Sie nicht für die monarchische, sol,dcl„ sür die lonservlllivc Sache kämpfen. Es gibt nur einen Thron und dni haben auf demselben nicht Platz. (Unruhe rechts.) Wenn dic gegenwärtige Rcgi'rnn^ lichäubiq vcr» lanüt uud beschimpft wird. so Igcn und moralisieren; das Zrigen neun Prü» ^ fecten sind nach anderrn Depastements vlrfltzt »orden. .^ Dcr schn, eolschc Retchsla 8 wurde am 20. d. ssischlofscn. Die Thronrede anclkcnlil die lilrbeiten de« RcichSlag s, das Zuslandtkouimen des Dlssenlergesetzt«. der tüniscti'schwldijchcn Münzconoenlion, des Gesetze« über den Gau dcr noidländischcn Eisenbahn und hebt inbltrcss der «rmeeorganisation hervor, daß die Neich«, lagsdebatlcn über diesen Gegenstand eine veftiebillenbe i!0fung dieser Frage unter erlister Belheiliguniz de« Reich«, tage« hoss-n ließen. Eagesneuigkeilen. — (humane Spende.) Dcr hochw. Eizblschos von Kulocja Se. Exc. Ludwig Haynald hat die Grund« cnllaslungesumme, die er a!s ehemaligcl sicbenbUrgischer Blschcis für die Herrschaften birscs Vcsihthums nachlräglich erhielt, zu l.rchkchen und Schul zwecken der siebenburgischeu katholischen Diöccse gespendet. Die Spende beträgt sl/OOO ft. — (Grazer Neuigkeiten.) Auf der weil. ausgedehnten Area tes ebemal« Zs^ocl'schen Gclllens m Graz dinfle schon in nächst« ^5ll ein ganz nen« Stab», theil entstehen, dcr seiner aninulhlgen ^age «m Fuße be« sivscndlrgcS wegen bald zu den beliebtesten vou Hraz a/, hören wird. Der jetzige Besitzer der Grundfläche, der grazer ^ Bankverein, sc»ll insbesondere daran denken, den Bau von Wohnhäusern für Parteien be« Mittelstandes zu ermöglichen. — Die Vermählung dcs ^andeecommandlerenden HZM. Fteih. V. John mit dcr Komtesse «nna v. Aosenbelz fand am 24. d. in der Hoslupelle der Hof» und Domlirche statt. — (Ein prachtvolles M eteor) war am 2l. d. in Te,»eh Ma»v i!. Wad«»lillh'" »nd ift m Franklin, New Hampshire, geroren. 872 — (Das Flöt en spiel) ist bei den jungen Damen in England Mode geworden. Die schönsten Missis blasen Flöte, nehmen diese mit in Abendgesellschaften, und man findet, daß dos Instrument eine herrliche Gelegenheit gibt. um hlibsche Arme und anmulhige Bewegungen Zu zeigen. Locales. — (Aus dem Vereinsleben.) Die h. lrai-nische Landesregierung hat, wie uns die Vereinsleitung b«< richtet, die von der Generalversammlung am 6. April l. I. abgeänderten Statuten des lrainischen Aushilfsbeamten» Kraulen- und UnterstUtzungsvereines bestätiget. -^ (Der hiesigen freiwilligen Feuer« wehr) wurde zur Anschaffung von Requisiten durch da« Beftlegelscheiben im Gafthause ,zum weißen Lamm" an der trieft» Straße ein Reinertrag vor 118 fl. 96 tr. zugeführt. Die 6 Beste gewannen die Herren Eger mit 23, ttorn «it 21, Hohn nm 21, derselbe mit 21, Milauc mit 20 und Oder mit 20 Kegeln. — (Die Generalversammlung des Ar-beilerdlldungsvereins) am25. d. war von nahezu 60 Mitgliedern besucht. Der Vereinsobmann Herr Kunz theilte »it: daß der Verein, bereits der Auflösung nahe, derzeit wieder 107 Mitglieder zählt; daß die Vereins» bibliolhcl aus 12 größeren Werten wifsenscbafllichen und 69 Bünden belehrenden InHalles besteht; daß die Einnahmen des Vereines 265 ft. 33 lr. u,id die Ausgaben 252 st. 86 lr. betragen haben; daß die Rechnungen revidiert und richtig befunden wurden. — Bei der Neuwahl der Ver» einsrepräsentanz wurden gewählt die Herren Kun; zum Obmann, Germel zu dessen Stellvertreter, ^uleö^ und Miglii zu Schriftführern, Kinlel zum Rechnungsführer, ttallln zum Kassier und 9 Ausschusse; zu unterstützenden Mitgliedern wurden ernannt die Herren Linhart und Eppich. — In nächster Zeit soll ein Nrdetterfest stattfinden. — (Der dramatische Verein) hält am I ölen Juni eine Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung Men: 1. Ansprache des Odmannes. 2. Bericht des Se-cretärs. 3. Rechenschaftsbericht des Kassiers. 4. Wahl des Vtreiusvorstandes, Kassier« und der 10 Ausschußmitglieder, b. Verschiedene Anträge einzelner Mitglieder. — (Das Schul jest) dec ersten städtischen Voll«, schule fand am 26. d. in Oberrosenbach statt. Der flöh» l»ch« Zug bewegte sich um 6 Uhr morgen« vom Schulgebäude m d« Kirche zu Oberrosenbach. Dem Gottesdienste folgten em ftärlenoe« Frühstück, Vonräge, Declamation««, »unlere Spule, Turnübungen unter Leitung des Turnlehrers Herrn Schäfer und Gesänge. Dem Feste wohnten 225 Schul«, dle Herren Bürgermeister Deschmann, der Obmann des Ortsschulrathe« und Hindelslehranstalls'Di-rector Mahr, der Lehrkörper, Angehörige und Freunde der Schuljugend bei. Durch Unlerstuyungöbeiträge vonfeile edler Schulfreunde wurde 72 armen fleißigen Schulkindern die Theilnahme an dieslm heileren Feste ermöglicht. — (Zu» slanfexcesse bei Lack.) Tin Bauern« bursch« ist am 25. d. nach Hrhalt von drei tödtlichen Stich-und Schnittwunden sogleich gestorben; ein Bruder desselben liegt jchwer oelwundet darnieder, und wird »n dessen Auf» lommen gezweifelt; auch die übrigen am Eicesse belheiligten Burschen haben Verletzungen erhallen. Tie gerichtliche Untersuchung ist dem Vernehmen nach bereit« im Zuge. — (Eine W ahlre f ormfeier) wird in den Pfingstfeienagen auch in Ourlfeld stattfinden, und sollen an derselben auch Verfassnngsfreunde aus Lalbach und andern StHdten Unlerlrains lhellnehmen. — (Vei der slovtnischenWählerversamM' lung inOilli) haben, wie der Berichterstatter der »Trieft. Ilg." meldet, die anwesend gcwescncn Klericalen die Ver« sammlung sehr resigniert verlassen, denn sie hatten eine totale Niederlage erlitten. Die Hallung der Slovenen Unlerfteier« »arls wird in kirchlichen und Schulfragen eine liberale sein. — (Die Leder« und Le de r warenerzeu-guug in Krain) erfreut sich eines bedeutende« Auf. schwunge«. Die in Neumarlll befindlichen Ledeifabrilen verarbeiten im Durchschnitte jährlich 15.000 Ochsen«, 20.000 Kuh-, 4000 Schwein, und 100 Pserdehäule; 600 Kalb«, 150.000 Schafe und 600 giegenfelle und erzeugen hieraus 15.000 Stück Sohlen», 20.000 Stück Kuh-Ober- und 600 Stück Kalbleder. Die Product« repräsentieren einen Geldwerth von «ehr al« 1'/, Millionen Gulden. — (Für Turner.) Am 14., 15. und 16. Juni findet in Leoben das erste Gaulurnfest des Gauverbandes der deutschen Turnvereine von Steiermarl, Kärnten, Krain und dem Klistenlande statt. — (Aus dem Amtsblatt e.) Ausschreibungen 1. vom Zöglingsplähen in Militciranstalten, 2. von Oberförster, und Förfterstellen. Neueste Post. (Qriginal-Telettramm der „Laibacher Zeitung.") Berlin, H». Mai. Der ..Pruvinzial (5»,r. respondent zufulsse wird d»e deutsche Regierung, weit entfernt, sich in die innere Politik eines Nachbarstaates einzumengen, ihr Verhältnis ;ur französischen )leg»erung nach deren H>al tung namentlich bezüglich der (Erfüllung ihrer VertragSverpftlchtungen einrichten. (?S sei anzunehmen, daß die neue Negierung dieSbezüg« lich lediglich die Politik ihrer Vorgängerin fortsetzt. Die (Korrespondenz bezweifelt, daft confessionelle (Gesichtspunkte irgendwie erfolg« reich bezüglich Frankreichs Stellung in fragen der auswärtigen Politik zur (Geltung gelangen sollten Wien. 2.^. Mai. Oie ,N. fr. Pr." meldet: Hine aus Vertretern der <äreditm>lilule und Vanlier« befte-hend« Conferenz beim Finanzminlsttr erklärte die bisherigen Regierungsmaßregeln für zweckentsprechend; bezüglich der seitens der Haute Finance vorzunehmenden Schritte fan» dec P>al, am meisten Anklang, daß cm mit ^ b:s ^ Millionen zu bildender Credlloer^in Wechsel escomptleie und Papiere laufe. Die Geldmittel Hütte die Nallonalbanl auf Grund von Wechseln des Cleoitvireinls zu beschaffen. Pest, 27. Mal. Da« Finanzministerium wird nächstens folgende bereits fertige GcschtlUwürse dlM Reichstage vorlegen: das Lal^efetz. das Pcnfions^esch, da« gmanz-Slraigchtz. e«n Zuclergefltz und ein Splil» tusgeletz. Pari«, 27. Mai. Heute nolificicrte der Herzog von Oroglie den Gesanojchaflen die Ellräh ini^ dcs Marschalls Mac-Mahon zum Pcüsidenlen der Nepublll so wie selne elgene Ernennung zum Minister de« Aeuhern. Pari«, 2tt. Mal. Der ,Monlleur" erachtet die Auflassung der von Thiers abgeschlossenen Handelsverträge als wahrscheinlich. Der Posten de« franzosi-schen Bolschajttl« in Petersburg soll dem Herzoge Decazes angeboten fem. «om, 27. Mai. Die Kammer hat den ganzen Gcfttzenlwuif betreff« der religiösen Körperschaften mit 1^6 gegen 46 stlmmen angenommen. Rom, 27. Mal. Der Papst befindet sich in einem Zustand völliger Erschöpfung, infolge dessen es ,hm nicht möglich war, die Kaiserin von Rußland zu empfangen. Telegraphischer tvechselcuis vom 2«, Mal. Papier-Rente N6 75. — Silber stente 71 l5 - l«60er Staat«-«»lehcn 99—. - Vanl-Ä^tien 95',. - tredil-HctiN, 277. — London Nl 25. — sllber Il0^. — X. l MUn,. Ducaten. — '/iapoleon«'or 8-8'.) Handel und Golkswirthschastliches. «aibalt», 2«. Mai. Auf dem heutige» Viarlte find er» schienen: « Wagen Ml« Oetr„de. 4 Wagen mit Heu und Slro« (heu 35 Zenluer. ölroh 23 Zentner) und 26 Wagen m,t Ho«. ______________Durch I ch nills-Preise.______________» Mll.^M«',.. «n» Mi.,' fi. k. fl. li. st- »». Vutter pr. Pfund 42—^ Korn .. 4 10 4 36 Eler pr. Stuck — 1l----- Herst, « 3 20 8 35 Milch pr. Maß —10 Hafer » 190 2 8 Rmdfteischpr Pfd, 2«-' Halbfruch, „ -------5 50 Kalbfleisch .. -27------ Heide» „ 3 0l) 3 98 Schweinefleisch,, 81—^ Hirse „ 3 20 3 5 kUminerne« pr. „ — 22----- Klllnrutz ^ 3 30' 8 65 (äh idel pr. StUck — 45------ Erdäpfel » /80------- Tauken , ^ 2<» - - Linsen ^ 5 i>0------- Heu pr. Zentner I 25------ Erbsen „ 5 60— Stroh „ __ 9l1 - - Fisolen „ b----------- Holz,h»rt.,pr«lft. ... - 6 50 Nlndsschmal, Pfd. — 52------— weiche«. 22" . - 4 ?0 Schweineschmalz ^ — 3»------- Wein, rolh.,Eim« . 15 - Speck, frisch, „ - 32------------ weißer . ^ ^ 13 ^ — geräuchert , — 42------- j Angekommene Hremde. «m 27. Mlli. »»«»>> «:>^s»n«. bandler, ^'edcrl)ändler, («ottschsf, - Scb" ter, Moräutsch. !l'umberg. Pfarrer. ssrau von ^bereign^, Schncrblrg. Frau Tolenc, i,'aas. Wernrr, Commit Äamor, Pfarrer, Piöece. — Knaht Kfm., Wien. »«»««» KG»^n. Miller, Kfm.. Wien. lllarici, Priranss' Wien. Pinner, Hfm., Cilli. i'uh, Kfm., W„n. ^ lV nizer, Hfm,, Brl?d an der Kulpa. - ^upaniic, ^jassorje.^ Lindner, Ingenieur, Wien. — Miinzel sammt Tocl'tcr. i^bel' ingslNl'Ur^^atNn, Hllassenfnit, — Pesjal, «gent, K!ac,s»f"^' »nt^l ««^«pn. HoUdinger. i'eobcn, - Pibernil, Pj^rttl, ^'asribacl), - Paron lHagein. Wien, ?>«>>>'«?»>. jiaiicny, Htfm., Kaposuar, Meteorologische Neobachtullgen in Qliüalb^ l 6U.Mg. 7.i3.l? z 10.4 windstill Hühennebel, 4 5 .'8. 2 ^ N. 73l 5i 4-1«., O schwach trüb« ^"l li0„«b. 732.7 ^ 10... TO. lchwach^ Regen In aller ^lllh Nebel, gegen 6 Uhr n,ilchwmdmd, Tag«^ trllüt. abwechselnd Regen. Da« tagesmillel der Wärme ^ >3' > um 3 2 nnlci dem Normale. Verantwortlicher ck-oacleur: Fanal «». ^ ^ Ioscfine Tcrrasch sssborne Edle von Uarzarslli > ^ thnrnlal, klnlsnle e vnn Garza» oli!b »arl «idl^r oo» ttar,«roUi-!hurnlal. l l « ^> Hul!plma»n, geben die vclüllienbr ^achlicl,! uoil 0c»< W Hinschsldcn ,hre« geliebleil Brudel«, de« Helrn M > HndreasEdleru.Garlarolli'R > Thurnlak, > W Oulsbtfiher uud Vesiher de« goldenen «erdienfiirea^ > mit dcr Krone, M W welcher am 26. Mai 2 Uhr nachmittag« nach l>^ W ^ ger,m beiden, versehen mit den Ttüfluna/n der hlU- M Religion, im 74. Lebensjahre selig >m Helrl« lN> M W schlafen ift. W ^ Die irdische Hlllle de« theuren Verblichenen «"'" « ^ am 2X. Mai um 6 Uhr nachmittag« im hitroltige" ^ M Friedhofe beigesetzt. W ^ Die seelenmesstn werden in der hierortigen Pl""' >M ^W tirche gelesen. , . W ^ Der Veistorbeue wnd dem frommen Nndenle« se'" M , ^W Verwaudlen und freunde empfohlen. W ^ Ädel«berg, am 2»i. Mai I^?lj, ^^^^^W "__, _^.___ .--------- - . . „----------------------------------------..... _ .^_____________________________., »^^—^Elt^ ^^»'tä'l^i'^i^t' 2U"», 27, Mai. Es wllttcn heute mehren Ursach?n zusammen, die Värse gilnsligsr ,n gestalisn D,s auswärtigen Cin' ' ' .1 nicht s^l^shsNl'l' ""l' ^?Vlfl.vczz^)l. cutionsnevläiife wurden nicht fortgesstzt. die Nachricht ticr ^oilinale. daß mehrere ^ilst'lute sich enljchlossn haben, dn« ls, wi-der <>"'z>' ^ heg""' l>,, ' ' g der Bochlammer !-......." ^ die Neorgümsalion des Nrrangcmtn!« ' '....... ^ ^ ^^Ü s'ch «n einigen Werthen wilder e>u Houlifstl'^'U^ l ^,. s,n,>!si n benann; "^? ^rdeN. ° li' 'as Nu«gebot noch ü ,d doch t><« elften Sl>mplome cliul ^uen« zn constalieren gewesen und lann al» eine erfreuliche Ihatjache begrüßt tllii.,. ^.,. .u befonder« start in 2^.^,^.,,chaft gszogene Werthe uicht unbedeuleubl .,..»,..,. ..,,....». K. AUg«m,i»e «ta«t«schnl> fur 100 fl. G«ld «Lare «Whevliche Staatsschuld ,n b p«t.: W««tnl««r,n,«l.««-Diovemb«r 67— 67 20 ... ßebruar.kwguft K6>0 67. » GH» „ IilnnnIul, . 71.10 7125 . » . »pill-Otlober. 71.10 71.25 «nlehen V.1K39......2?«— 280.- . . lW4(4p«».),n«50ll. 95... 97.— , . 1««0 ,» 500 fl. . . 99.— 100..- , . Il^io pl 100 st. . . 114 - 115 — . ^ 1VK4 P» 100 fl . . 140.- 14«.— Etaal«-H>c««Nfn-Pfanl>britf, z« 120 ft. «». « w «ilb« . . 116. ,17 »« «Or»»de»tl«stu»g4-V»»lift«ti»«"tn fur 10») st. «A«ltz Wa« Vöhwtn . . »» b p«t. 34— 9b- GaNzien ... » 5 , 75,50 76 50 «»«deriifterrnch . , ü , s4.__ 9h. ^ c>hn»fterrt,ch . . . b . ^H<) ,1.. «ubtubllrgel. . » b , ?!j.-. 73.— Stnennalt ... , b , 90— 91.- U»«arn.....» , 77 . ?«.- «^. «ludere »ffentliclie «»lehn,. »«ld War« D,«»«znlun«,,^<,s«z»bptt. 96. - 98 — U««. «!feu!>«lM<,i,ltl»,n p, 120 st. «.» Süber,, 5 p«l.p,. «t»< 9«.- 99 Ung. Pr«m'nu>n —.— —.— «. Pfandbriefe (snr 100 fl.) »eltz ««r, >llgem österr V«dencred «z. Vrloritstsobliaat»»»«». Geld V«l «lis Wefib in S. oerz. 5r,.'.s«- °g^ 1^' «Udb..«. 3'/. 5500 Fr. Pl. Stuck 1^ S«db..<». t 2"0 st. ,u 57. s°l gz,.. l»3.^ 1s)0 st.......' , ^ . S«dl». - von« 6 ". (1870-74 > ^ ^. zjs. k 500 Fr. pr. «l«ck - 7, ^ >^ u»., 0«b.^r^H ^ ,,«^ ^. ««dilanllall fül H«"d«l ».«'"- ,7^. lS0'^ «udols-St.,un^«,st., ^^^^ 95.5,l) -?^5, 5 » 25, tl. 0 ^' ^ij - ». Vlunzbuc»»" . 1" 87 , ^" ßßi - 1iap°le°n«d'or - - , ß7z ^ ' " f>0 ? Preuß. K°fs",chtMt ' " ^»'„0 , "" Silber - ' " ' . ^l,,l«arl°''"'