- -Kür LaidOL: 40 k. LakMrig • • 4 „ 20 „ SkSria . 2 » w » Rendtit* ... — « 70 « Laibacher Nrdactiou Bahnhofgaffe Nr. 132. Mit o er Poft '.rt, Ganzjährig . Halbjährig. vierteljährig _ Vi fl. ■ • 6 „ . . 3 J Wr Zustellung ins HauS oirrteti. 25 tr., monatl. 9 kr. einzelne Nummern « kr. * Anonyme Mitteilungen werden nicht berückfiLtigt; Manuftripte nicht zurückgesendet. Vicpedition- & Inserate n Bureau: Longreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von Jg. v. Mein« mayr & Fed. Bamberg.) Jnsertionsv^eL v Für die einspalligc.KKMj^ ä 4 fr., bei »Tclfe^wtf^Stet \ Wallung y -3 fr. k Anzeigen biö 5 Syjeu.äO tr.^ —■ De, größeren jtrerateh und öfterer ©mfdialtintg entfpre» Lender Rabatt. Für ccmi’licienvn Säx besondere Vergütung. Nr. 185. Montag, 16. August 1875. — Morgen: Bertram. 8. Jahrgang. Rußland und der Aufstand in der Herzegowina. ES ist bemerkenöwerth, daß alle aus Rußland kmmrnhcn Stimmen die Uebereinstimmung dieser St mit Oesterreich und Deutschland betonen und rine neutrale Haltung der drei Kmsermachte gegen» L Aufst°nd- in Aussicht stellen. Der „Berliner Post" wird aus Petersburg 'Ereignisse in der Herzegowina erregen umsomehr die Theilnahme unseres Publicum», als fit mit bet Anwesenheit des rumänischen ÄncgSrntn,. st-rs General Floreöko. Hierselbst in Zusammenhang gebracht «erden. Letzterer ist »> Beg ettung der Stften Cerkez unb Schina. des Oberstlieutenants D-bia und des Rittmeisters v. Blaramberg hier £. ßotef „Demuth" abgestiegen und tags darauf «aSantr von KraSnoje.Selo dem Kaiser vorgestellt worden. Man weiß, daß nicht allein die rumänische sondern auch serbische Armee vortrefflich gerüstet und ffi« U nur ben «toar.^ um das verhaßte Joch abzuwersen. Hat man auch k"' in Wien beiden Regierungen, der rumänischen L her serbischen, den freundschaftlichen Rath gege-hü b« S 4t zu brechen, so wird man dennoch nhÄe eine Erhebung beider Nationen nicht bindern können. Für Rußland hat eine Veränderung KS, Reiche nur eine secundäre Bedeutung. Die «Ae au den byzantinischen Thron, welche «JlfifOrft Wassylv Jwanowitsch im Jahre 1497 Ach seine Bermälnng mit der paliiologischen Prin. S-ovhic ererbt hatte, find langst aufgegeben SP M Snntvun »>« °»°>" Feuilleton. »tei«l«uf des Wassers in der Natur. Fortsetzung.) Jahrtausende hindurch waren unzählige Men-,, ^ 7, hWasscr in seinen drei Aggregat« ft ü"« reis tropfbare Flüssigkeit und Dampf) ! aemeftn und dennoch blieb. bis zu den E trennten des vergangenen Jahrhunderts, rtzten D"-n aüDer6reitetcn Körpers völlig kt nafft im Jahre 1783 der Eng. u? Lav-ndish die Bildung tropfbarflüssigen „ Leim Verbrennen von Sauerstoffgas be. wurde diese Thatsache in Lavoisiers vbachtet ha < J#c Erschließung der wahren Händen der S a(ö einK chemischen Verbindung 3lotut deS ©all. ^ Sauerstosfgas mit zwei »oa einem rl.«erftoffaa8. Damit war das Wasser »iaumth-il-n Körper erwiesen und für 5» ein der „Elemente" gestrichen irnmer^auS derJU h„ühren, ob das Wasser Krönungsthron Konstantins XIV., sowie die Wappen, der Doppeladler nnd ' der den Drachen erstechende Reiter übrig geblieben. Freilich „gab noch die große Katharina ihrem zweiten Enkel den Namen Konstantin und (ieß ihm die griechische Sprache bei« bringen, auch prägte' sie eine Medaille mit dem vom Blitze zerschmetterten Halbmonde. Jetzt ist von dem allen nicht mehr die Rede, und seinen Versprechungen getreu, trennt Rußland seine Politik im Oriente nicht mehr von der seiner Bundesgenosse«. Wird man vielleicht einer völligen Befreiung Rumäniens und Serbiens nicht hinderlich fein, fo dürsten andererseits diese Staaten auf einen thötiqen Beistand Rußlands schwerlich rechnen. Die Stellung der drei Kaiserreiche zu den etwa bevorstehenden Ereignissen dürste schwerlich anders als vollkommen neutral sein. Fast noch friedlicher lautet die Stimme des „Golos." Dieses sicherlich slavisch gesinnte Blatt schreibt. Die Herzegowina ist eine der unglücklichsten Provinzen der europäischen Türkei. Seit Jahrhunderten seufzt sie unter dem Drucke der türkischen Verwaltung und der mohammedanischen Grundbesitzer. Der Herzegowiner kennt auch kein anderes Mittel gegen dieses Uebel, als daß et von Zeit zu Zeit die Waffen ergreift. Die Verwaltung in der Herzegowina hält jede Gewalt für erlaubt, ja für eine sehr löbliche Sache. So wurden auch diesmal die Herze^ gowinaer durch den türkischen Druck zur Empörung getrieben. Bisher find manche Blätter bestrebt, dem Aufstande jede Bedeutung abzusprechen; darin zeichnen sich namentlich die wiener Blätter aus, und es scheint, daß dies nicht geschieht, ohne daß die wiener Regierung einen Einfluß darauf hätte. ES sind wol stets in dieser Form der chemischen Verbindung be stand, oder ob cS im Jugendalter unseres Planeten unter dem Einflüsse elektrischen Feuere aus jenen beiden Gasen zusammengeronnen ist, wenden wir einen Blick aus die gegenwärtige Menge diese« un° entbehrlichen ÄörpcrS. Nach genauen Berechnungen umfaßt die ($6c,ammtfläd)e aller Meere ein Areal von 6.800,801) Quadratmeilen Weniger genau find unsere Kenntnisse von den Tiefen-Berhältnissen der Oceane; wir wissen jedoch, daß sie sehr verschieden sind. Die 600 Fuß kaum überfteigenoen liefen unfern- heimischen Nordsee contrastieren wundersam mit den pelagischen Abgründen des atlantischen OceanS, auS denen 12—15,000 Fuß unter der Oberfläche durch das Schleppnetz jene seltsam einfachen Thier-geftoUen lebend heraufgeholt worden find, die auf dem Festlande, seit vielen Jahrtausenden bereits aue-gestorben, in gewissen Kreideschichten versteinert vor» kommen. Nimmt man die durchschnittliche Tiefe der Oceane zu 10,000 Fuß, oder rund gleich einer halben Meile an, fo ergibt sich die Gesammtmasse de« Wassers, welches diese Meeresbecken enthalten, zu 3.400,000 Kubikmeilen. Hiezu wären, um den unter den österreichischen Politikern Leute, welche eine Ausbreitung Oesterreichs auf der Balkan-Halbinse^ beabsichtigen. Diese Politiker sind gewohnt, Bosnien und die Herzegowina als eine zukünftige Provinz Oesterreichs anznsehcn; allein unter den gegenwärtigen Verhältnissen Oesterreichs ist nicht viel Hoffnung vorhanden, daß dieser Plan verwirklicht wird. Man kann daher mit .Recht annehmen, daß aus diesem Grunde die wiener Blätter bestrebt sind, den Aufstand in der Herzegowina als eine bedeutungslose Affaire zu schildern. Aber es treten immer mehr und mehr Symptome hervor, welche anzeigen, daß der Aufstand sehr ansehnliche Verhältnisse an-nimmt. Der wichtigste Umstand ist aber das Verhältnis Montenegros zum Aufstande. Bisher gab es in der Herzegowina keine Jnfurrection, in welcher die Montenegriner nicht zu Hilfe gekommen wären. Jetzt aber hat auch Montenegro einige Eigenschaften der europäischen Diplomatie angenommen. Die politische Information, welche der Fürst Nikitza von Wien aus erhalten hat, nöthigte ihn bisher, sich neutral zu verhalten; aber diese Politik ist für den Fürsten sehr gefährlich, denn er setzt durch dieselbe feine Popularität aufs Spiel. Das montenegrinische Volk kennt keine diplomatischen Rücksichten, es gehorcht lediglich der Stimme seines Herzens. Offenbar herrscht also in Montenegro eine große Spannung. Wenn dir Türken diese Spannung heraus-fordern, so fällt alle Verantwortung auf sie, wenn es zum Bruche kommt. Der derzeitige Stand der orientalischen Frage ist ein solcher, daß es nicht den Anschein hat. als wäre es ein Wunsch Europa'«, daß der Türkei ein ernstliches Unglück zustoße, Rußland wünscht den Fall des türkischen Reiches nicht zu gesammten Wassersdmy der Erde zu berechnen, noch die Wassermenqen zu zählen, welche im Erdinnern, in den Flüssen, als Dampf in bei Atmosphäre cit> culieren. Was die Gewässer im Erdinnern atibt» langt, so entzieht nch deren Menge jeder begründeten Schätzung; sie tanii aber keinesfalls, wie manche glauben, eine den oceanifchci: Wassermassen vergleichbare sein, weil schon in 7000 Fuß Tiefe die Erdwörme fo bedeutend ist, daß sie alles Wasser in Dampf verwandelt. Die Menge des Wassers aller Flüsse der Erde ist schwer zu schätzen; man Hot aber gute Gründe,, sie auf nicht mehr als etwa 70 Kubikmeilen jährlich zu veranschlagen. Manchem wird diese Quantität aus den ersten Blick gering erscheinen; daß sie sich aber trotzdem nicht weit von der Wahrheit entfernen dürfte, läßt sich zeigen. Nehmen wir beispielsweise den Miffiffippi, den „Vater der Gewässer," wie er bei den nordamerikanischen Indianern heißt, so berrägt die Wassermenge, wette tr jährlich dem mexikanischen Meerbusen zuführt, nach genauen Berechtiungen etwa zwei Kubikmeilen. Das ist ungefähr da« fämmtliche, in« Meer gelangende Fluß- beschleunigen, Deutschland und Oesterreich haben sich in der orientalischen Frage darüber geeinigt, daß man das weitere Schicksal der Türkei der natürlichen Entwicklung der Dinge überlassen solle, und daß die Diplomatie dieses Schicksal weder beschleunigeu noch aufhalten werde. Unter diesen Gesichtspunkten stellt sich der Aufstand in der Herzegowina in den Augen der Diplomatie als ein unzeitiger dar; es scheint, daß die Diplomatie das Eintreten dieses Ereignisses nicht vermuthet hat. So entsteht das begreifliche Bestreben, den Aufstand als einen bedeutungslosen Putsch, der sich aus einen möglichst kleinen Bezirk beschränkt, darzustellen. Deswegen werden Montenegro und Serbien verhindert, sich einzumischen. Die Diplomatie wünschc offenbar, daß die Türkei den Aufstand sobald als möglich ersticke. Die „Petersburger Zeitung" bespricht in einem Leitartikel „Oesterreich, Serbien und der Orient" die Reise des Fürsten Milan nach Wien. Auf einige Complimente an den jungen Regenten, der Recht gethan, bei der Wahl seiner Braut dem Zuge seines Herzens Gehör zu schenken, folgen nachstehende Be trachtungen über die politische Seite der Reise des Fürsten: „Es scheint, daß in Belgrad eigentümliche Vorstellungen über die Politik sich gebildet hatten, welche Oesterreich-Ungarn Willens sei der Pforte gegenüber und namentlich angesichts des Aufstandes in der Herzegowina neuerdings einzuschlagen. Die leicht erregbare Phantasie der südslavischen Völkerschaften hatte in seltsamen Jdeer^Associationen dir dalmatinische Kaiserreise Franz Josefs in eine Art von CaufalnexuS mit der aufständischen Bewegung gebracht, deren Schauplatz noch gegenwärtig das gebirgige Terrain der Herzegowina bildet. Man wiegte sich dort in der Illusion, daß es Oesterreichs Interessen und Machtverhältnissen entsprechen könne, seinen dalmatinischen Besitzungen durch die Erwerbung der sogenannten „christlichen Hinterländer," Bosnien und der Herzegowina, erst rechten Werth zu verleihen. Man zog nicht in Rechnung, abgesehen von allen europäischen Konstellationen, welche rein staatliche Bedenken Oesterreich-Ungarn abhalten mußten, die Erwerbung solch neuer kulturbedürftiger Landstrecken und Völkerschaften auch nur in Gedanken ins Auge zu fassen. Man vergaß ganz und gar, daß die gegenwärtig im Kaiserstaate maßgebenden Nationalitäten, die Deutschen wie Magyaren, durchaus kein Interesse daran haben konnten, die slavischen Elemente des Reiches numerisch zu stärken, und man begnügte sich, um alle diese Unterstellungen für glaubwürdig halten zu können, mit dem Symptom, daß länger denn seit Jahresfrist daS Verhältnis zwischen dem wiener Cabinet und der hohen Pforte in mehr denn einer Beziehung als ein ziemlich kühl gewordenes bezeichnet werden durfte. Die Gründe für diese Erkältung zwischen Donau und Bosporus liegen auf der Hand, und um nur das Nächstliegende zu erwähnen, fei lediglich der Frage der rumänischen Zollconvention und der rumelischen Eisenbahnanschlüsse gedacht, in welchen beiden der Regierung des SuL laus es beliebte, eine den Interessen Oesterreichs Ungarns durchaus nicht freundschaftliche Haltung anzunehmen. Hierauf also baute man die chimärischen Hoffnungen, welche Oesterreich - Ungarn mit dem Plane einer theilweisen Zertrümmerung der Türkei schwanger gehen ließen. Allein selbst wenn die sla-vische Äctionspartei in diesem Staate mächtiger und einflußreicher gewesen wäre, als sic es in der That zur Stunde ist, hätte doch die österreichische Diplo matie von jedem derartigen Ansinnen zurückweichen müssen, weil auch in diesem Falle die Vereinbarungen der Drei Kaiser «Politik, an denen sie festhält, ihr jedes eigenmächtige Vorgehen untersagt haben würden. Wenn also Fürst Milan mit anderen Gedanken nt.ch Wien kam, als hier mit einer friedfertigen Politik Fühlung zu nehmen, so hat er große Ent täuschungen erleben müssen. Wie sehr auch die Pforte sich in manchen Dingen gegen Oesterreich vergangen haben mag — sie hat von ihm keinen hinterlistigen Neutralitätsbruch zu besorgen. Graf Andrassy, darüber muß der Serbenfürst nunmehr völlig im klaren sein, ist streng entschlossen, seine Absicht, loyale Neutralität zu wahren, nicht anzweifeln zu lassen und alle Rathschläge, welche von hier aus dem Repräsentanten des serbischen Volkes zutheil wurden, spitzen sich dahin zu — auch ihm eine ebensolche Neutralität auf das Dringendste zur Pflicht zu machen. Der gemeinsame Minister des Aeußern verkannte keineswegs, daß der Aufstand der christlichen Rajahs in der Herzegowina zum großen Theil hervorgerufen sei durch eine nicht zu vertheidigende MiSwirthschaft seitens des türkischen Gouvernements. Aber er war auch zugleich der Ueberzeugung, daß sich erst nach Niederwerfung der Jnsurrection, welche die Pforte in amtlichen Aktenstücken überdies als ganz nahe bevorstehend anzuzeigen sich beeilte, ein Schritt thun lassen werde, welcher die Behebung dieser Misbräuche und Bedrückungen mit allen Mitteln des moralischen Einflusses auf die benach barte Pfortenregierung anzustreben habe. Damit wurde denn auch allen südslavischen und großserbi schen Zukunftsträumereien für jetzt, soweit dieselben auf Oesterreichs Mitwirken basiert waren, jeder reale Boden entzogen." Diese Aeußerungen des officiösen Organs der russischen Regierung find im gegenwärtigen Mo mente gewiß beachtcnswerth.___________________________ Politische Rundschau. Laibach, 16. August. Jrrlavd. Ein Schmerzensschrei über die S ch u l nolh kommt aus Salzburg. Dieses kleine Krön land bringt neben Kärnten die schwersten Opfer wasser eines sehr wasserreichen Gebietes von 60,000 Ouadratmeilen Areal. Setzt man nun den durchschnittlichen Wasserreichthum der ganzen festen Erdoberfläche (2.450,000 Ouadratmeilen) demjenigen des Mississippigebietes gleich, was wol nicht bedeutend von der Wahrheit abweichen kann, so erhält man hiefür eine 40—41 mal größere Flußwassermenge, waS auf 80—84 Kubikmeilen führen würde. Die Menge de« Wassers, welches als Dampf in der Atmosphäre schwebt, läßt sich natürlich auch nicht genau berechnen. Zu einer annähernden Schätzung kann man jedoch durch folgende Betrachtungen gelangen. Es ist klar, daß der in der Luft schwebende Wasserdampf nur durch Verdunstung der freien Wasserflächen der Erdoberfläche dorthin gelungen kann. Wenn es daher möglich ist, die Größe der Verdunstung während einer gewissen Zeit für eine bestimmte Fläche zu ermitteln, so können wir uns wenigstens annähernd eine Vorstellung von der in der Luft enthaltenen Wassermenge machen. Die Beobachtungen haben nun gezeigt, daß die Verdampfung je nach der Luftwärme und der in der Atmosphäre schon enthaltenen Quantität von Wasserdampf sehr. verschieden ist. Zu Greenwich bei London verdampft im Laufe eines Jahres eine Wasserschicht von 28 Zoll Höhe. Betrachtet man dies als den durchschnittlichen Werth der Verdunstung für die ganze Erde, so er gibt sich bei einer Gesammtoberfläche aller Wasserbecken von sieben Millionen Quadratmeilen, daß jährlich etwa 800 Kubikmeilen Wasser verdampfen Diese Wassermenge ist aber nie gleichzeitig in der L/rst vorhanden, weil ja durch den Regen fortwährnd Wasser daraus entfernt wird. Ohne hier genauer auf diese Verhältnisse rinzugehen, erkennt man doch so viel mit Gewißheit, daß weder die unterirdischen Wasser, noch diejenigen der Flüsse, noch endlich die als Dampf in der Atmosphäre schwebenden Wasser-mengen von besonderer Bedeutung sein können, neben den Wasserschätzen, welche die ungeheuren Mulden der Weltmeere bergen. Die letzteren sind daher die wahren Spender der Flüssigkeit für Land und Luft; von ihnen aus nimmt das Wasser seinen befruchtenden Kreislauf und zu ihnen kehrt es wieder zurück, gleichwie der organische Körper zum Schöße der Erde, von der er genommen ist. (Fortsetzung folgt.) für die Schule, welche dort einen Aufwand oon fast 59 Perzent des GesammtbedarfeS oder 28 Perzmt der Landesumlage erfordert, während der vom Reich« ab und zu bewilligte StaatSzuschuß ein sehr geriu» ger ist. Salzburg zählt 147 Volksschulen und nur eine Bürgerschule; ferner eine evangelische Schult und eilf von Nonnen geleitete Privatschulen. Schulen wären allenfalls genug, abrr das Verhältnis btt Lehrerzahl zu der Schülerzahl ist ein sehr ungünstiges; mindestens über fünfzig Lehrerstellen müßt« neu systemisiert werden, um den gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen. Also wie überall Lehrermangel, obwol die Lehrer ziemlich gut dotiert find, und nur Geld fehlt, um neue Stellen zu creieren. Am 13. d. ging Graf Zichy nach Kon« stantinopel ab. Man wird deshalb wol in den nächsten Tagen schon von der Action hören, die er dort im Einverständnis mit den Vertretern der übrigen Großmächte zu eröffnen haben wird. Daß die» ses Einverständnis speciell bezüglich der gemeinsamen Haltung dem Aufstande gegenüber zwischen den drei Kaiserstaaten ein vollständige- ist, wird nach besten Informationen versichert; ebenso gewiß ist eS obtt andererseits, daß niemand daran denkt, der Sou» veränetät der Pforte irgendwie zu nahe zu treten oder in irgend einer Weife sich in eine Einmischung in ihre inneren Verhältnisse einzulassen. Wenn da» von Rußland wie vom deutschen Reiche gilt, so ist es ebenso oonseite Oesterreich.Ungarns der Fall und alle neuerlich wieder auftauchenden Aeußerungm fowol von slavischer Seite wie von unberufenen Anwälten der Türkei über angebliche Annexion»« Intentionen Oesterreichs sind meisten- — nicht unbewußte — Lüge. Nach dem „Kelet Nepe" wird im ungarischen Finanzministerium folgende Er. sparung .geplant": Bei der Rechnungsabtheilung sollen massenhafte Entlassungen stattfinden. Beim Ministerium selbst werden die Stellen einer SfC' tionsratheS, eines Oberforstrathes, eines Oberst-meisters, dreier Ministerialsecreläre, von 24 W>n» ceptsadjuncten und drei Kanzleiofficialen dritter Klasse sistiert werden. Es bleibt abzuwarte», ob btt „geplanten" Maßregeln nicht abermals auf dem Papiere stehen bleiben. Bekanntlich ist K. Ghyczy nicht geneigt, dm Vorsitz im ungarischen Abgeordnetenhause wieder zu übernehmen. Entgegen den i\6* herigen Angaben jedoch, welche die Beschwerden de» AmteS als den Grund der Weigerung Ghyczh'S be» zeichnet halten, wird neuesten-, angeblich aas guter Quelle, mitgetheilt, daß Ghyczy das Präsidium einzig deshalb nicht übernehmen wolle, weil er besonderen Werth darauf legt, in die Regnicolar-Co»' Mission gewühlt zu werden, welche behufs AuSttt' gung der schwebenden Fragen mir Oesterreich «6« namentlich behufö erneuerter Feststellung der Quott im künftigen Jahre vom Reichstage jedenfalls wi» entsendet werden müssen, der Präsident de« Abge-geordnetenhauses aber in eine Commission nicht gewählt werden kann. Als muthmaßlichen Präsidenten des Abgeordnetenhauses nennt man nunmehr, da Justizminister Perczel sein Portefeuille behält, den gewesenen Ministerpräsidenten Bitto. ÄuSlaud. Vom Kriegsschauplätze in der He r. z e g o w i n a liegen bisher keine neuen Meldungen vor, weder eine Bestätigung der Niederlage der Türken bei Bilek, noch die vielfach erwartete Kunde von der Einnahme Trebinje's. Den „Times wird aus Konstantinopel, 10. August, telegraphiert-Pforte sandte gestern (9.) 2000 Mann In die Herzegowina und zwar via Klek, den abrmWr" Hafen. Die Unruhen haben beträchtliche Wortto« nen angenommen und eS wird über einige sch N Gefechte berichtet. Die Stadt Trebinje hat von ven Insurgenten sehr gelitten. Die Pforte ist wegen des Ausganges des Kampfes nicht besorgt und glaubt Nj «t zegowina interessiert ist, wenn es ut Ruhe erhalten will." Bezüglich Montenegro wird den „Hamb. N." au» Wien vom 10. telegraphiert: „Der Fürst von Montenegro wurde um eine Aeußerung ersucht, ob wirklich Montenegriner massenhaft in der Herzegowina mttkämpfen, eventuell ob Mittel vorhanden wären, eine weitere bewaffnete Einmischung hintanzuhalten. Die belgischen Liberalen machen ab und eine Anstrengung, sich aus der bisherigen Lethargie herauszureißen. ihre Schritte sind jedoch 22* als halbe Maßregeln. Ein Manifest des Fo-derativcomitvs in Brüssel fordert fämmtliche Libe. rate des Landes zu Geldbeiträgen auf: Der „übe. rale «ftmtia" soll der Partei dieselben Dienste leisten wie der Peterspfennig den Klerikalen. Geld ist nun KMch in den politischen Kämpfen ein unentbehrlich Dina Biel unentbehrlicher aber nach der fünf-jährigen Siesta ist für die Liberalen ein neueS Pro-Lmm welches das Parteibewußtsein neu belebt und die vereinzelten Kräfte zum Kampf gegen den Ulttamontanismus zusammensaßt. Dazu aber wollen fi* h{, ,-kübrer Frere Orban und Bara nicht ver-K nicht den Tendenzen der Jungliberalen Rechnung tragen zu müsien Sie scheinen zu glauben dak die bitteren Täuschungen schon vergessen find welche die liberale Regierung von 1857 bis 1870 dem Lande geboten hat. Man schreibt aus Rom an die „Perseve-ran,/ von Mailand: „Die von den Telegrammen gchraidre Nachricht eines Besuches des deutschen Ge-ZTln Italien, Herrn v.Keudell, beim Fürsten B in Barzin ist nicht ohne Bedeutung. Wenn der deutsche Reichskanzler in Barzin ist und im allge-meinen keim Besuche empfängt so kann man die, tzelcke dennoch diese Ehre erfahren, als seine inti-vw'Freunde betrachten, als die Personen denen er sein unbegrenztes Vertrauen schenkt. Diese That. Irtr enthält nicht nur eine entschiedene Widerlegung ?Äe» Geschwätzes einiger italieni,cher Blatter ^ Ursache der Reise de» Herrn v. Keudell nA sondern ste ist auch ein neuer Beweis von hn großen Bedeutung, welche der Fürstkanzler titrn Jrigen Verhältnis zwischen Deutschland und Italien beiltat «lS ein würdiger Vertreter die,er 5er deutschen Regierung uns gegenüber u”6 i" D»bU» nhtie MiShelligkeiten, aber doch ohne in ^ Nähe von Glasgow, daS sich einer zahlreichen IfÜ flrbeiterbevötlerung erfreut, zu ernstlichen Ä HCr‘ fQfart Dieselben brachen am Sams. ^estSrungengefuh - Festtheilnehmern 5 L iAluaen fl* irische Orangisten auf Seite ^M »i und es erfolgte ein blutiger Kampf bei PMzn u Verwundungen vorkam. Die Ärktt sich au6 Gl°sg°w und etwa 50 Mizti vorgenommen. Sonntag abends >"M ü"»™» °»d M. taSamö Wt« J“ io 6ttolffl4m H-h-, bofi Äflnm d e Truppen in den Kasernen constgniert Glasgow die unter Waffen gerufen wurden. ^ E Nachrichten zufolge dauert die Auf. m letzten ^ wurden im ganzen gegen 80 >n9 noch • j und Home ruler, verhaftet. W »7mänischeKammer bereits lüArS {ft bat die Opposition den Plan, die mit Geschloffene Handelsconvention zu ver. jS aufgegeben. „Romanul", ihr Haupt-m doch nic? ^gch haben wir mehrere Wochen J»n, faßt: .^reichische und das ungarische Par-W i Vertrag votiert haben, und diese Zeit ^ den ".nü6en, um dem Fürsten zu bewei-Hin wir ®ußanb diese Convention nicht will." C l8t R-rlad und Dorohoi sind Delegationen ' > 5naetroffen, um beim Fürsten Audienz und die Verwerfung der Convention zu Zur TageSgeschichtc. — Gemüthliches aus Untersteier. Wie man der „Gr. Tgpst." aus dilti schreibt, begab sich der Kaplan von St. Ruperti nach gehaltener Christenlehre unter das Gewühl der Bauernburschen. deren mehrere er mit Stößen und Faustschlägen bearbeitete und dabei seinen Begleitern zurief: „Haut nur drein, aber erschlagen dürft ihr sie nicht!" Die Wallfahrer nach Svetina verwunderten sich nicht wenig über diese Kraftäußerungen eines Geistlichen. — In St. Ruperti selbst soll der Pfarrer im Schulziunner den Lehrer geschlagen haben, welcher während dieser Execution vom kräftigen Meßner (eftgehalten wurde. Beide Fälle sind bereits dem Gerichte angezeigt worden. — ZurNaturforscher-Vcrfammlung. Die Section für öffentliche Gesundheitspflege wird gemäß der im vergangenen Jahre in Breslau gefaßten Beschlüsse auch bei der bevorstehenden Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Graz zufammentreten. Die zur Vorbereitung einer Tagesordnung in Breslau erwählte Commission hat für die Verhandlungen folgendes Programm vorgeschlagen: 1. Welche Anforderungen hat die öffentliche Gesundheitspflege an die Gesetzgebung betreffs Beschäftigung von Frauen und Kindern in Fabriken stellen? Referent: Dr. E. Lewy (Wien). 2. Welche Anforderungen hat die Hygiene im Interesse des Schutzes der Gesundheit der Schüler an die Schuleinrichtungen zu stellen y Referenten: Dr. Varren-trapp (Frankfurt am Main) und Dr. Moriz G a u st e r (Wien). 3. lieber die Abfuhr menschlicher Exkremente mit besonderer Rücksicht auf die in Graz gesammelten Erfahrungen sowie über die Resultate einer mit dem Inhalte englischer Schwemmkanäle ausgeführten Berieselung. Referenten : Professor Dr. Schauenstein (Graz) und Dr. Liffauer (Danzig). — Pferde von Bienen getübtet. In Gölnitz kam jüngst der seltene Fall vor, daß Pferde von Bienen angegriffen und getüitct wurden. Der „Pann." wird übet diesen interessanten Fall folgendes mitgetheilt: „In der Nähe des M.'scheu Bienenhauses war am 5. d. M. ein mit drei Pferden bespannter Wagen im Begriffe, Gerstenfrucht zu laden, als eben zufällig ein Bienenvolk schwärmte. Obgleich im nahen Umkreise sich Bäume und Gebüsche versanden, setzte sich doch der Schwarm auf die vorerwähnten Pferde, welche nach Möglichkeit die gefährliche» Zudringlinge abzuwehren bemüht waren. Eines derselben konnte sich losreißen, und gelang es ihm auch, durch Herimnvälzen und schnelle Flucht sich zu retten. Schlechter erging es jedoch den ändern zwei Pferden, welche, von den inzwischen wüthend gewordenen Bienen durch zahllose Stiche verletzt, trotz der sogleich angewendeten besten Pflege binnen etlichen Stunden verendeten." — Die heurige Weinlese. Die große» liebet» schwcmmungen, von welchen das südwestliche Frankreich heim -gesucht wurde, haben die Weinberge daselbst im großen und ganzen nur im geringem Maßstabe beschädigt; allerdings haben die Distrikte von Varjac, Cerous, Preignac, Ardagat, Sirelabe unb die Palusdistricte stromaufwärts von Bordeaux gelitten, doch ist der angerichtete Schaden im Verhältnisse zu dem Totalertrage des Departements Bordeaux nur von geringer Bebeutnng. — Die kommende Lese repräsentiert sich bisher fast in ganz Frankreich unter ben günstigsten Au -fpicien und rechnet man baher auch bort auf einen guten Ertrag in qualitativer Hinsicht, wenn auch derselbe infolge bes slattge« hobteit Abfalles nach ber Blüte nicht fo bebeutenb fein wirb, wie man vor einigen Wochen zu hoffen berechtigt war. Nach dem gegenwärtigen Staub ber Weinberge zu urtheilm, bürste die Lese von Mkdoc gegen den 15. September ihren Anfang nehmen. Sehr zu beklagen ist bas Auftreten ber Ptjulloxera in beit weinbaueuben Distrikten Frankreichs, welche Krankheit burch beten machseitbe Ausbreitung bie ernstesten Besorgnisse für bie Zukunft einflößt. In einzelnen Departements, wie in Bancluse und Dtötne, bpt biese Krankheit fast fämmtliche Weinflücke zerstört, so daß dort die Wein-fultut gänzlich ausgehört hat. In den Difhicten von St. Emilion unb Entre beux Metü steht ebenfalls ein bebeuten-bet Ausfall in der kommenden Lese burch baS Auftreten ber genannten Krankheit, für beten Bekämpfung bereits viele Versuche gemacht würben, zu erwarten. Die Aussichten im Rheingau sinb zur Zeit höchst günstig- In den besten Wein-betgSlagcrn trifft man bereits reife Beeren an weißen Trauben, was eine Entwicklungsstufe andeutet, wie sie im Rhein- gan feit langem nicht beobachtet worden ist Auch am unteren Rhein stehen bie Weinberge prächtig; in einem 1873 neu angelegten Weinberge zu St. Goar wurden bereits Ende Juli die ersten reifen friihburgunber Trauben geschnitten, die von köstlicher Güte waren. Ans Italien wirb berichtet, daß dort die Weinstöcke nach wie vor eine außerordentliche Fülle von Trauben aufweisen, aber dottseldst, wo keine Schwefelung vorgenommen wurde, hat sich bet Mehl-thau zu entwickeln begonnen und droht bedenklich aufzutreten. Doch ist die Schwefelung im allgemeinen in Italien heuer nur jeht unvollkommen votgenommen worben, weil viele Oekonomen bei bem allseitig sehr günstigen Staub ber Weingärten und dem hienach prognosttcietten und theilweise auch bereits begonnenen Sinken ber Weinpreife bie mit der Schwefelung verbundenen großen Kosten scheuten. In ben Wcingegtnben Deutschlands rechnet man inbezug auf bie Quantität einen doppelten Ertrag, bie gute Qualität ist jetzt schon als einigermaßen gesichert unb hängt übrigens dieselbe noch von ber Herbstwitterung ab. — WaS Oesterreich betrifft, steht in den Weingegenben Böhmens unb Mährens eine reicht Lese in Aussicht und haben sich auch bie Hoffnungen auf eine vorzügliche Weinernte in Nieber-6fierreich erhalten. In Südtirol berechtigt ber Stanb ber Weinseider noch immer zur Hoffnung auf eine theils gute, theils sehr gute Ernte, doch zeigt sich dort nebst dem Trau-benpilze auch der Sonnenbrand und die Schwinddorke. — In Ungarn verspricht der Wein eine vorzügliche unb balbige Ernte, immer vorausgesetzt, baß keine ungünstigen Witte-rungsverhältnisse eintreten. — Aviso für Feinschmecker. DenGourmanbS in Europa steht eine neue Bereicherung ihrer Genüffe bevor. Bekanntlich sind Froschschenkel schon bei uns sehr beliebt; eine Delicatefse ersten Ranges soll aber der amerikanische Ochsenfrosch (Bullfrog) sein, dessen Geschrei dem Brüllen eines Ochsen ähnlich ist und von denen ein gewöhnliches Exemplar minbestens ein Psmtb wiegt. Bon Newyork gingen nun kürzlich mehrere hundert solcher Frösche, mit nassem Gras in Kisten verpackt, nach Englanb ab, unb soll bie Zucht solcher Frösche zu gunflen englischer und kontinentaler Feinschmecker in großem Maßstabe betrieben werben. Ein einzelner Schenkel von solchen Fröschen hat die Größe eines gewöhnlichen ÄalbScoteletteS unb das Fleisch soll an Feinheit des Geschmackes bas beste Huhn Übertreffen. — Zu ben in Bonn flattftnbenben Union scon-fe renzen ber Altkatholiken ftnb seitens bet englisch-amerikanischen Kirche über 30 hervorragende Priester hier angekommen, aus Amerika unter anderen die Doktoren Langdon, Nevin, Potter unb Path. Professor Döllinger eröffnete bie Konferenz mit einem einstüttbigen Bortrage über ben Zusammenhang ber bogmatischen Sontroverse zwischen ber griechischen und lateinischen Kirche mit der gesamm« ten kirchengeschichtlichen Entwicklung, worauf bie Behandlungen zwischen bett Altkatholiken unb ben Orientalen unter ber Leitung Döllingers ihren Fortgang nahmen. Die Diskussion verbreitete sich über ein von Döllinger entworfenes Schema, worüber bie SpecialbiScussion ben fortznsetzenben Conferenzen Vorbehalten ist. Local- und Provinzial-Angelegenheiteu. — (Fürstbischof Pogakar) hat am 12. l. M. die definitive Bestätigung feiner Ernennung aus Rom erhalten unb wirb am 5. September 1. I. vom Erzbischof Dr. Anbreas Go 11 mayer von Götz in bet hiesigen Domkirchc feierlich geweiht und installiert werben. — (WohlthätigkeitSact.) Der k. k. LanbeS-präsident Herr Bohuslav Ritter v. Widmann hat anläßlich deS bevorstehenden Geburtsfestes Sr. Majestät des Kaisers dem Bürgermeister bas bedeutende Geschenk von Zweihundert Gulden zugunsten der taibacher Armen zugehen lassen. — (Grundsteuer-Regulierung.) Die k. k. BezirkS-Schittzuiigseommisstou T f ch e r n e m t ( wird am 20. August l. I. zum Vollzüge der Amtshandlungen nach § 7 ber Eiufchätzuugsanleitung eine Plenarsitzung abhalten. — (Die städtische Musikkapelle) concer-tierte am Samstag im gut besuchten PetleS'schen Bräu. Hausgatten mit bestem Erfolge, Besonderen Beifall fanden außer ben slavischen «alionalmetobien auch die (iavatina aus Donizettis Oper „Lucrezia Borgia," Fragmente ans Pe-tretlaS „Belagerung von Saida," in welchen letzteren 2 Stücken besonders Herr Kapellmeister Mickl als retibt tüchtiger Baß-flügelhornist milwirkte. — Die Speisen und Getränke wie auch die Bediennng waren sehr zufriedenstellend. — (Befehlshaber der Artillerie!) Vor vierzehn Tagen ungefähr verließ bekanntlich Herr Miroslav Hubmayer, Schriftsetzer der f. .Aeinmayr'sLen Druckerei, Laibach, um zu den Insurgenten in der Herzegowina zu stoßen und ihnen seine militärischen Fachkenmniffe zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig verbreitete sich in Laibach das Gerücht, er habe mehr als fünfzig kampfesmuthige junge Slovenen Frau Muttern entführt, was sick> bekanntlich als falsch herausstellte. Seither blieb unser Hubmayer verschollen um endlich in der „Schlesischen Zeitung" wieder auszutau-chen. Das kam so: Die „Schlesische Zeitung" bat einen Correspondenten i!t Ragusa etabliert, der, wie da« bres-Cauer Blatt selbst bemerkt, seine Nachrichten aus den Lagern der Aufständischen schöpft. Dieser Correspondent, der nebenbei gesagt, ungeachtet er die Dinge vom slavischen Standpunkte aus beurtheilt, die Lage der Jnsnrrection keineswegs als rosig ansieht, theilt in einem Briefe aus Ragusa vom 8. August die „Ordre de Bataille* der Aufständischen mit, welche lautet: „Im ganzen stehen vier herzegowinische Corps unter den Waffen; das erste unter dem Befehle von Staschic führte jene Gefechte an der Narenta, Begava und Knipa, von denen ich bereits berichtete; nur nachzutragen habe ick noch, daß die Türken beim Rückzüge die Dörfer Draschevo, Gorica, Doljane, Ejnekosche, Sjilischte, Svitavn und Bajovce anzündeten und sonst allerhand Greuel verübten. Dieses herzegowinische Corps, verstärkt durch die Aufständischen aus Popovopolje und Krivoscie, zog sich vom lten bis 5. August in seiner Hauptmacht an der Trebirschajatza entlang und lagert vor Trebinje, welche Stadt gänzlich eingeschlossen ist. Die türkische Besatzung beträgt 4000 Mann, während die Insurgenten 8000 Personen in dieser Gegend uuter den Waffen haben. Zu diesem Corps stößt als Befehlshaber der Artillerie der Schriftsetzer Miroslav Hubmayer aus Laibach (ehemals österreichischer Artillerie-Unterofficier), welcher nach einer abenteuerlichen Reise mit 20 dalmatinischen Freiwilligen über die Grenze ging. Ein zweites Corps fleht an der montenegrinischen Grenze bei Gatschko; bei diesen befinden sich die meisten Eernagorzen unter den Befehlshabern Zimvnic, Alexic und Petrooic. Das Hauptquartier befindet sich in einem Kloster. Das dritte Corps steht noch immer bei Nevesinje unter Commando des schon aus dem 1868er Aufstande bekannten Ljubobratic (welcher bisher in Serbien lebte.) Das vierte Corps steht um Ljubuschka, Kruschevic und Stolatz und hält letzteren Ort cerniert, da derselbe noch nicht eingenommen wurde. Gleichzeitig beherrscht dieses Corps die hier schiffbare Narenta. Alle vier Corps sollen nun zu einem Gesammtheere vereinigt werden, not einett Hauptschlag auszuführen, welchem aber die Einnahme von Trebinje vorhergeben muß. Die Bewaffnung der Auf-ständischen ist seht verschieden; vom alten Feuersteingewehr bis zum Hinterlader neuester Construction sind alle Gewehre vertreten, doch wird darauf gesehen, daß in jedem Gefecht den Türken nach Möglichkeit neue Waffen angenommen werden, um die alten unbrauchbaren auszumerzen. An Artillerie besitzen die Insurgenten vor Trebinje einige Ge» birgsgeschütze und sechs den Türken abgenommene Krupp'sche Hinterlader; im übrigen sind auch Geschütze angekaust und bereits aus dem Wege nach der Herzegowina." — Das hiesige klericale Blatt „Slovenec" erhielt ein aus Ragusa vom 8. l M datiertes Schreiben Hubniayers, worin der „flüchtige Patriot" seinen Freunden und Bekannten Nachricht gibt und sie ersucht, sie möchten die er-schreckten Laibacher nur beruhigen, er fei allein davon-gegatlgcn. ganz allein an die Grenze geeilt, den armen Zur Charakteristik der Herzlichkeit und Gemüthstiese des zur Trauer seiner vielen Freunde und Verehrer dahingeschiedenen tüchtigen Juristen und DichterS von nicht gewöhnlicher Begabung laffen wir sein letztes in den von Raimund Schrey hcrausgegebenen „Bausteinen" (Graz, 1872, Verlag Levlam-Josefsthal) enthaltenes Gedicht: „Halte Wacht!" hier folgen: Schön wölbt sich der blaue Himmel Um der Sotme klares Licht, Schöner nocb ist eines Kindes Glücklich lächelndes Gesicht. Milde glänzt das Aug' der Sterne, Sinnig blickt der Mondenschein, Doch ein frohes Kinderauge Strahlt bis tief ins Herz hinein. Fröhlich klingt das Lied der Lerche, Lieblich schlägt die Nachtigall, Fröhlicher tönt Kinderstimme In des Herzens Wiekerball. Uebet all' der Kindheit Schätzen Hält ein Engel treue Wacht; Mutterliebe ist der Engel; Sei behutsam, habe Acht: Daß das ruhelose Leben Nicht des Kindes Herz verstimmt, Und dem Kinderangesichte Einst das liebe Lächeln nimmt. Daß nicht Leidenschaft das Auge Deines Kindes trüb umringt, Daß im Schmerz die Kinderstimme Unharmonisch dann verklingt. Was genommen, kehrt nicht wieder Deinem Kinde, Habe Acht I Mutterlieb Halt an der Seele Deines Kindes sorgsam Wackt. Witterung. Laibach, 16. August. Anhaltend heiter, schwacher SW. Wärme: morgens 6 Uhr -s- 14 6", naLmitttags 2 Uhr + 264" C. (1874 + 20-5°; 1873 -f- 25 4° C.) Barometer im Steigen 742'53 Mm Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme + 2r9°, das gestrige + 23 3“; beziehungsweise um 2 5° und 4 0" über dem Normale. Augekommeue Fremde Hotel Stadt Wie«. Beck, Paris. — Camnß, Frankreich. — Klug, Reis.; Weiner, Ksm., Wien. — Lernak, Lehrer, Czaslau. — Claudi, Prag. — Globomik, Gewerksbes., EiSnern. Ditri», Privat, Wippach. — Hudavernig, k. k. Oberlieutenanl, Pest. — Schmied!, Reis., Bregenz. Schrott, Staatsanwalt, Triest. Hotel vlefallt. Zajc, ÜtudolfSwerth. — Fuchs, Teisenberg. — Tomazin, Kiimberg. — Jellouscheg und Paßer, Jll. Feistritz. — v. .fieDer, k. k. Hofrath, Wien. — Trinker, Berg- und Hüttenadjunct, Zaget. — Sprin, Bahnbeamter, Tarvis. — Ulle. — Zwillinger, Graz. — Dr. Dykveufurth und v. Maller, Triest. Hotel Eurolia. Schnapp, Ingenieur und PolanSky, Bäcker-meister, Warasdin. — Baron Dulow, Werkaffistent, Äiabresina. — Redreitz sainmt Frau, Triest. — Sprenger, Laibach. Baierischer Hos ttmbau, Voditz. — Blajon. Beamter, Nabresina. Ttcrnwarte. Wölstnger, k. k. Lieutenant sammt Gattin, Marburg. Mohren. Fran Kugelbacher, Wien. — Muley, Graz. — Sumi und Kaftim, Agram. Smole mit Familie, Zagor. Jvankiö, Oberkrain. _____________________ Berstvrbeue. Den 14 K ii g u st Theresia Zapotiük, Arbeiterin, 68 I, Eibilspital, Magenkrebs. Emil Tvmsik, k. k Ge richtsadjunctens Kind, 8 Monate, Stadt Nr. 14«, Fraisen. Den 15 August. Joses Badfcheg, «chmidssobn, 11 I, Kinderspilat 'Jh 67. Zehrfieber. Gedenktafel über die am l 8. Äuqust 1875 ftattfinbenben Vici tationtit. »"Mndischen Hilfe j« gingen oder mit ihnen zu fallen, I " und daß er noch »inner diesen sehnsuchtsvollen Wunsch hege, j Möitling. - 3. Feilb, Butara sche Real., Ziikle. BG. Gurk-»„geachtet gar manche bittere Erfahrung seitdem sein Herz seid. 3. Feilb, Anton Berne'sche Real., Nnßdoif, BG betrübt hat. — (Hyacinth v. Schulheim t-) Wie man aus KlagenfuU meldet, ist dort am 12. d.M. der Landesgerichts. Präsident Hyacintb v. S ck u I h e i »i plötzlich an einem Schlag-anfall gestorben. Der Verewigte, ein geborner Steiermärker, in weiten Kreisen geliebt und geachtet, hat sich in seiner Jugend durch Herausgabe eines Bandes Von Gedichten einen flute n Rauten gemacht Lange Jahre hindurch Leiter deö grazer Bezirksgerichtes, ist er vor nicht langer Zeit zum tärntnertschkn Landesgerichts ^Präsidenten ernannt worden. Adelsberg. ö Feilb, Gorjanc'sche «cal., Nußbcrf, «to. AdelSberg. - 3. ,>eilb , Gril'.'fche Real., Ritßvorf, BG. Adel«-teig. 3. Feilb , LukaS Bcaie'sche Real., 'Jiujjiorf, «G. Adels-derg. 3. Feilb., Lenko'sche Rai., Verbljenje. BG. Laibach. — 3. Feilb., Kauiii’fche Real., Zwischenwässern, BG Laibach. — 1. Feilt)., Okorn'sche Real., Möitling, BG. Mölt ling — 3. Feilb, Derganc'sche Real. Möitling, BG. tWüttling. — iHeltc. Tekavc'scher Real., Niedetborf, «G. Reifniz. Lottoziehung vom 14. August. Triest: 84 59 57 9 27. Danksagung. Der Gefertigte spricht in seinem und aller Familienmitglieder' Namen den tiefgefühltesten Dank aus für das so zahlreiche, tiöchst ehrende nnd freundliche Geleite zum Grabe der irdischen Hülle seiner Mutter, rekpective Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, der Fran Anno Leiiimiitler. Rudolfswerth, 14. August 1875. Joses Leinmüller, k. k. Oberingenieur. Ein Professor schiedenen Gegenständen, insbesondere in der ttelteniW* Sprache (529) 3—1 Dampfkessel zu verkaufen. Ein gegenwärtig noch im Betriebe befindlicher, gm erhaltener Dampfkessel, auf 4 Atmosphären geprüft, ist billig zv verkaufen bei Ang. Tschinkel Löhne Cichorien fabrik in Laibach Eine Theaterloge im zweiten Stock ist um einen annehmbaren Preis zu vergeben. Näberes ic Zeitnngs-Comptoir. (511) 3—8 Pariser Novitäten, reizend schön! ta S5;;r" Reio* und andere in größtmöglicher Auswahl. Preise sehr billiz. 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Für die Mdaction verantwortlich: Franz ®P*taltr‘