^ SR MUlwoch den S1. JuN 1878. !VN. Jahrgang Die „vtarburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Areitag. Preise -- für Marburg ganzjährig L fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. by kr; für Zustellung ins Hau» monatlich IV kr. mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. geile. Kkr Aosras des Vtnerals Philippovich an die Aosairr und Aerztgowintr. Marburg, 30. Juli. Zur Stunde mag' die schwarzgelbe Fahne bereits aus türkischem lÄebiete wehen — on jener Stelle, wo vor zweihundert Jahren „Prinz Eugenins, der edle Ritter" als Siegesbanner sie geschwungen. Dem lStnmarsche hat Feld-Zeugmeister Philippovich einen Aufruf „an die Bosnier und Herzegowiner^^ vorausgesandt, welcher die Bestiminung hat, beruhigend und gelvulnend ans die dortige Bevölkerung zu wirken. Die Erklärung, daß Oesterreich-Ungarn, wie es im Rathe der Völker einhellig deschlosien worden, Bosnien und die Herzegowina in Schutz und Verwaltung nimmt, ist offenbar eine Ne-gierungshandlung und zwar eine sehr wichtige, folgenschwere — nichl aUeii» wegen der Ver-fassungssrage, sondern auch wegen der Geld-opser und Blutsteuer. Jede Negierungshandlung erfordert zu ihrer Giltigkeit, daß der Herrscher die betreffende Urkunde unterschreibt, daß die verantwortlichen Minister dieselbe gegenzeichnen. Warum ist dies Alles hier unterblieben? Die Erklärung, deren Wesen lvir kurz angedeutet, beiäbe in den Augen der Bosnier und Herzegowiner einen ai^deren Werth, als der blohe Ausruf eines <ÄeneralS — ein Auf-rus, der nach dieser Elklärung und aus Grundlage derselben hätte erjolgei: sollen. Mlt dem Eintnarsche unserer Truppen ili Bosnien-Herzegowina hat die österreichisch-un-garische Militärherrschaft ln diesetn „Lchutz-laiche" begonnen wann ivird sie enden? Dte Bevölkerung des beschirmenden Reiches feiert den geschichtlich tuerkwürdigeit Tag, an welchem unsere Fahne über die Grenze getragen wird, nicht als einen Freudentag. Das bestehende VersaffungSlecht harrt noch vergebens seiner Beachtnng, welche zugleich die nothtvendige Fortentwicklnng desselben verbitrgt. Franz Wiesthaler. Pit Volkswirthschast in drr Schult. Friedrich Pasiy zn Paris, welchem die Volkswirthlchast seines Vaterlandes so manche wiffenschaftliche Förderung vervantt, hat dem französischen Nnternchtsminister eine Denkschrift überretcht, welche beiu voltswirthschastlichen Unterricht in der Volksschule gewidmet ist. Fachblätter t heilen diese Denkschr.ist mit und hoffen, dab dieselbe zu entsprechenden Beschlüssen der Negierung nnd der Volksvertretung slthren werde. Der Lehrer hätte nach dem Vorschlage des VersasserS vor Allem seinen jungen Zuhörern einen allgemeinen Begriff von der Wiffenschaft der Volkswirthschast beizubringen, soll ihre Aus-merksamkslt aus die Arbeit hinlenken, deren Nothwendigkeit zur Exij'tenz und zur Ver-schönernng uud Verbesserung der letzteren er» klären. Es soll gezeigt werden, wie der Mensch, gedrängt von. den Bedtirsnissen, die er »ücht befriedigen konnte, ohne stch gewiffe Gegenstände zu schaffe», sich zuerst veleinzelt nm bereit Er-Untgung bemlllite. später aber mit seinesgleichen sich verband, um vereint zu lvirken. Hievurch ersatU der Lehrer die Produktion bei ihretn Ursprünge, die dem Menschen allein eigen, denti er ist eS allein, der die Hilfsquellen, welche die Natitr bietet, nicht blos durch den Verbrauch verwerthet, sonderil au^y durch ver-ständnibvoUe Thätigkeit für deren Erneuerung und Vermel)rung sorgt. Die logische Versolgung dieser Richtung lätzt nltS zum Tausche gelangen, der zu jeder Stunde in tausend Forinen die Einen den Andern zu Dienern macht und in der Theilung der Arbeit die Hilslosigkeit des Eiilzelnen und die Macht Aller uns vor Augen sül)rt. A e I» i l l e t o n. Ein türkischkl Heiland. Von I. Scherr. I. Der Insel Chios gegenüber springt das kleinasiatische Festland in eine bizarr gestaltete Landznnge aus, welche sich südwärt« und nordwärts gabelt. Der nördliche Zinken, wie ein kolossales Ei gesorntt. bildet nnt seinem Ostrande die westliche Einsaffung des Äolses von Stnyrna und treibt gus der Mitte seiner Maffe den Karabnrun empor, den schwarzen Berg, lvie die Türken ihi^ nennen, oder den Styla^ rios, ivie die Griechen des 15. Jahrhunderts das selszackige, schlnchtenreiche Waldgebirge ihrerseits nannten. Diese Berglandschast war der Schauplatz, ans welchem ei,^e der denkwürdtgsien Episoden der türkischen Geschichte abspielte, — eine Episode, die. kultnrgeschichlllch angesehen, von weu größerer Bedeutnilg war als gar inaitche der berühmtesten Haupt- und Staatsaktionen in dem langen Äräuellpiel des Osmanenthums. Aus den dunklen Waldkuppen des ^^ara- burun schlug um das Jahr 1418 — die Zeitrechnung ist in jener Periode der Türkett-geschichte ziemlich utlsicher und verworren — eine Flamme auf. welche sür das Reich Ostnans zu einetn vernichtenden Brande zu werden drohte. Auf deln Stylarios nämlich erhob sich ein Prophet, ein Heiland, welcher, Worte der Liebe auf den Lippen nnv das Schwert in der Rechten, den kühnen Versuch lnachte, die Bekenner des alten und des neuen Testaments init denen des Koran zu versöhnen und zu verbünden und Mosleme, Juden und Christeit nnter detn Banner einer neuon Heilslehre zu sammeln, tvelche Glaubens- und Gülergemein-schast verkündigte. Die Zeit mußte solchetn Unternehmen günstig sein, denn sie war ja voll Trübsal. Ämurü entsetzliche Tatarenflut war über Asien hingerollt und halte in ihrem Gewoge anch den ..Blttz" Bajesid ausgelijscht (in der Schlacht aus der Ebene Tschibükabad unweit Angora im Juli 1402). Viele Jahre hindltrch l)atten dann Bajesids Söhne aus asiatischem und europäischem Boden in inörderischen Bruderkriegen uln deil Besitz des Osinanenthrons gernitgen, bis endlich Prinz Mohammed den letzten seiner Mitbewerber, seinen älteren Brnder Musa, atts der Ebene von Tschartninli besiegte und den Gefangenen inittels eiiter Bogensehne er- Hieran schließt sich der Begriff des Eigen-thntns, welches einerseits die Folge der Verarbeitung des Materials, anderseits die Entlohnung der Bemühung, mit welcher die Ver-arbeitnng verbundeil, darstellt. Es isl von Wichtigkeit, hier deutlich zu erörtern, daß die Verwendung des Rohstoffes durchaus nicht die lirsprüngliche Gütergemeinschaft beeinträchtigt, sondern daß sie vielmehr eine nothwendige ^^^edingung ist zur thätigen ttnd fruchtbringenden Verwerthung des todten Besitzes, durch tvelche sich imch und nach das geineinschastliche Erbe entwickelt, ohne welches diese Grundarbeit stets wieder von vorne begonnen werden tnüßte; durch das Erbe allein ist es dem Menschen gegönnt, sich selbst zu überleben, indein er die Früchte nnd Erfolge seiner Existenz auf die Anderer übertragen konn, hie-durch die Wohlhabenheit und den Fortschritt fördert, die Arbeit sich zur Kunst entwickelt» hilft, das allgemeiile Wohl vermehrt und den Kamps untS Dasein Einzellien erleichtert, ohne das Ganze zu beeinträchtigen. Die Elemente der Produktion smd tnannig-fallig. Es wird hier der Platz sein, diese zu erläutern : Die Materie, die der Mensch nicht ge» schaffen und die er in ihrem Wesen nicht ändern, die er aber tnil Anwendung der ihm zu Gebote stehenden Krast zu verschiedenen Formen gestalten kann ; ferner die Wlsstnschast, die uns die Eigenschasleil der Stoffe erforschen lä^t, uns die erhötile Nutzanwendung lehrt oder uns ntit bisher unbekaitnter Verwendbarkeit bekannt inacht; weiier die Werkzeuge, die ersten Erzeugniffe. die uns zur Erlangung anderer dienen, ohne welche der Mensch das unbeholfenste Wesen wäre; der Wille, welcher alles bisher Ausgezählte beherrscht, der Trieb alles Schaffens ist; schließlich die moralische Krast, die unerläßlichste Bedingung zunt tnoralischen lind materiellen Fortschritte. Der Wille ist srei, die Arbeit muß eS auch sein, und in dein Maße, als sie es ist, wird drosseln ließ, woraus der Sieger als Sultan und Padischah Mohantmed der Erste trium-p!)irend in Adrianopel einzog i,l4l3). Vierzig Jahre darnach hielt sein Enkel, Sultan Mo-hantnied der Zweite, nachdem der letzte Kaiser von Byzanz, Konstantin Dragosos. aus der Bresche beim Roinanosthor heldisch gefallen, seilten Triumpheinzug in die erstürmte Kvn-s'tantiuopolis und sah tnit gritnmigeni Lächeln, wie das große Kruzifix vont Hanpltütar der Aja Sofia herabgerisiett, mit einer JanUscha-renmütze bekrönt und unter dem Lpi)tljubel: „Seht, das ist der Gott der Christen !" u,übergetragen tvurde. Dann sprang er aus einen der Altäre, s'tiinlnte das Symbolutn des Islam an: „Au^er Allah kein Gott!" und schöpsle der Stadt, die jetzt seine Hauptstadt war, den Ratnen Jstmnbol (2!). Mat 1453.) Die Regierungszeit Mohammeds des Ers'leit war von den Rachivehen der inongolischen In. vasion wie der inneren ^änrpse, zu welchen Ba-jesids Fall nnd Tod das Signal gegeben, schwer gedrückt und getrübt; die Stunmuikg nicht allein der uiiterjochtel» Slaveil uiid Se mite>l in Asien und Europa, sotidern anch die der herrscheltden Kaste, der Türkett. war vrel-sach eine verzweiselte. Materielle Roth nnd tnoralische Anarchie an allen Eckeit nnd Eltdeit. Die Alttorität des SultaiiS eine keineswegs auch ihre Fruchtbarkeit zunehmen. Ein flüchtiger Rückblick aus die Vergangenheit und auf das Elend der Länder, wo Sklaventhum und Leibeigenschaft bis vor Kurzem bestanden oder noch beiteht, serner aus die Euischränkungen und Hemmnisse aller Art zu jener Zeit, wo die Industrie und das Gewerbe durch das Zunftwesen gemaßregelt wurden, wird im Verfolge des bisher Gesagten hier seinen natürlichen Platz finden. Die Maschinen sind nichts Anderes als Werkzeuge, und wie immer auch ihre Beschas-senheit sei, die Bestimmung ist dieselbe, und zwar: besser machen, schneller wirken oder mit weniger Auslagen und geringerer Mühe schaffen. Sie sind also die besten Hilfswerkzeuge der Arbeit selbst, welche sie auf das Höchste zu entwickeln und zu vermehren streben. Beispiele, aus dem Alltagsleben entnommen, werden den Zögliilgen den wohlthätigen Einfluß leicht und sicher begreiflich machen, und werden den sich ost herandrängenden trügerischen Schein, als wäre die Vervollkommnung der Wertzeuge eine Gesahr für die Arbeit und somit für die Entlohnuilg, nachdrücklicher zerstreuen als die den jungen Geist ermüdenden allgemeinen Auseinandersetzungen. Dasselbe gilt vom Kapital, das erläutert werden soll in seinem Ursprünge und seiner Krastäuberung, von dem doppelten Gesichtspunkte Desjenigen, der es besitzt, und Des. jenigen, der sich keines erworben. Leicht wird hier gezeigt werden können, wie dieses Kapital, das man nur zu sehr gewöhnt ist, auf einzelne der vielen Formen, durch welche dasselbe wirklich repräsentirt wird, zu beschränken, überall vorhanden ist, wo sich eine Erwerbsquelle zum Gebrauch der Menschen findet. Zur Bildung desselben sind jedoch in erster Linie Arbeit, ii» zweiter Liitie Sparsamkeit unerläßliche Bedut-gungen. Bei dieser Gelegenheit soll der verschiedenen Sparanstalten Erwähiuing geschehen, die Wichtigkeit der geringsten Ersparnisse hervorgehoben und die Aufmerksamteit insbesondere auf die Schulspartassen gelenkt werden. Gleichzeitig soll der Lehrer varthun, wie das Kapital, einntul sormirt, zur Nährung der Arbeit und zur Sicherung der Gehalte dient; er wird, die Beispiele stets aus dein Lelien greiseiib, zeigen, wie jede Zerstörung des Kapitals, iii ivelcher Form sich diese auch vollziehe, unbedigt die Verringerung der Arbeit, die Abnahine der Produktion und somit das Fallen der Entlohnung nach sich zieht. Weder der Gehalt, der die Entlohiiung für geleistete Arbeit, noch die Zinsen, noch der Nutzen, die den Gewinn des Kapitals bildeii, sind dein Ziisalle anheiingegebe»»; sie werdeii i»n Gegentheile besliimlit ivie die Preise der Erzeugnisse selbst, durch Nachfrage und Angebot. vollställdig durchgesührte und gesicherte, iveil iiisbesondere sein unglücklicher Brnder Musa eineli starken Aiihang hiiUcr sich zurückgelassen hatte. In alleii Adern des Reichskörpers pul-sirte Uiiznsriedenheit, deii ganzen Staatsorganismus burchzuckteii redellischv Regungen. Wie in solchen Lagen allzeit lind überall zu geschehen pflegt, so gab sich auch dainals unter der Bevölkerung des Osmanenreiches das Gesül)l kuiid: Schlechter kaiili es »ücht inehr gehen, es inuß also besser iverden! Der uralte und ewigjunge Wiegensingsang, womit Menschen und Völker sich einlullen. Die grüne Hoffnungsseder, welche die Leute ausblasen in die Luft und der sie danit init kindischer Zuversicht nachlausen, bis sie unversehens iii ihre Gräber hinabtorkeln. Je wuchtiger aber der Druck der Wirklichkeit, uin so energischer der Gege»ldruck des HoffnungivahllS. Aus dein Extrein der Roth springt, so zu sagen, der Mensch mit gleicheii Füßen in das Extrein der Illusion hinüber und so geschah es auch dazumal auf dem Karaburun. Das Unterfangen war übrigens nicht so origitiell, wie es deiin ersten Anblick aussah. Auch in der islaiiiischen Welt trat von jeher der Orthodoxie die Ketzerei aus die Fersen. Nainentlich von der Zeit aii, wo der Jslain nach seinem Vordringen nach Iran und Hin- Der Lehrer wird sich bemühen, den Schülern eine klare Idee dieses Gesetzes beizubringen, das in der Wirthschaft der Völker die erste Stelle einnilnmt, Alles beherrscht und Alles re-gulirt. Man wird aber auch gleichzeitig die Zuhörer ausklären, wie in diesem scheinbaren Zwange Gerechtigkeit und da» allgeineine Wohl sich vereinigen. Nichts ist natllrlicher, als daß die dringendsten Bedürfe zuerst befriedigt, die am meisten gewünschten Dienste am besten ent» lohnt werden. Einige Worte über die Art und Weise der Genossenschast und der Betheiligung werden hier am richtigen Orte sein. Durch Beispiele inöge hier dargethan werden, wie die kleinen Kapitalien, indein sie sich vereinigen, wie zu-saininenfließende unscheinbare Bäche einen ansehnlichen Fluß bilden, so auch durch das Zu-sainmenwirken die Bedeutiing erlangen, die ihnen in ihrer Vereinzelung unbedingt sel)lt und wie sie aber, wenn sie sich ohne Vorsicht in übertriebene Unteriiehmungen einlassen, ihrein Ruine entgegensteuern. (Fortseßung folgt.) Zur Geschichte des Tages. Die RegierungSpresse in Ungarn ist bemüht, den Magyaren gegenüber die Besetzung und Verwaltulig des „Schutzlandes" zu rechtfertigen. Und zu diese»» Zwecke wird gesagt: Der Ber-lliier Vertrag ist eine Niederlage Rußlands — die sragliche Besetzung schiebt den Schwerpunkt der Moiiarchie aberinals mit einem krästigen Riicke ostwärts — der moralische Eindruck aus der Balkan-Halbinsel ist bedeutungsvoll. Licße sich an diesen giiten Dingen nicht auch die Thatsache anreihen, daß die „Schwaben" Gegner der Besetzungspolitik sind '^ — daß die Magyaren als geborne Staatsmänner doch iiicht einer Meinung sein werden init den Oesterreichern? Der Armeekorps Kommand0'Besehl, ivelchen Feldzeugineister Phtlippovich bei>n Einmärsche in Bosnien^Herzegowina an die Soldaten erlassen, zeichnet diesen ihre Aufgabe vor. Nicht zuin Siegeszug sttljre der General seine Truppen, sondern zu harter Arbeit im Dienste der Hu-iiiaiiität und der Civilisation. Nicht Eroberungslust sei es, ivelche die Grenzen des Reiches zu überschreiten gebiete, sondern die unabweisliche Sorge für die eigene Wohlfahrt! — Wir glauben, nach einer Reihe von Jahren dürften all' diese Beweggründe angegeben werden, uin die Nothweiidigkeit zu beiveiseil, daß Oesterreich-llngarn sein „Schntzland" bleibend angliedern lnüsse. Oesterreich-Ungarn traiit dein Frieden nicht — ungeachtet der Versicherung, welche das dostan iNit parsischen niid brahmaiiischen Anschauungen sich verqnickt hatte. Schon »in 2. Jahrhundert oer inohaininedanischen Zeitrechnung erhoben in Khoressan zwei Ketzer die Ausruhrsahne gegen das religiiise und soziale Dogma, Raivendi und Mokannaa. Jener „ver-nnreiliigte" den Jslain durch Einsührung der brahnianischen Seelenwaiiderungölehre, dieser (der „verschleierte Prophet") predigte und prak-tizirte eine ganz ivilltürlich aus dem Parsisinus gezogene zuchtlose Freigeisterei. Unlanqe nachher kam die Sekte der Churremije. d. i. der „Fröhlichen" auf, aestistet vrn einein persischen Jan Bockelsohn, ivelcher lehrte, die Bestimiilung des Meiischen sei, fröhlich zu zi» sein und zu geliießen, was das Leben Geiiießbares böte; die Erde mit allem, was darauf, die Weiber natürlich inbegriffen, sei gemeinsaines Gut der „Fröhlichen." Der türkische Heiland voin Stylarios saßte die Sache aber viel ernster und tiefer an, auch init etwas reineren Händen. Er hieß Böreklüdsche Mustasa, auch wohl nur kurzweg Böre und war von Stand ein einsacher Bauer. Eine auSerwählte Natur sicherlich, eine bedeii-tende Persönlichkeit, - ein Schwäriner, der au seine Schwärmerei ausrichtig glaubte bis zu seinem letzten Atheilizug, — welche Gläubigkeit uiid Uederzeugungstreue bekanntlich einer römische Kabinet betreffs der Werbungen er-theilt. Da ein Putschversuch von Westen her besorgt wird, so wurde die Schließung des Kleker-Hafens besohlen, „um jedetn Versuch einen regelrechten und ausgiebigen Riegel vorzuschieben." In den Gewässern von Albanien kreuzen österreichisch-ungarische »Kriegsschiffe, weil in Italien heimlich Freischärler znr Landung an dieser Küste geworben werden. Veriilischte Nachrichten. (Hostheater und Hungert y-pH US.) Das neue Hostheater in Dresden hat den Schlußrechnungen zufolge 4.219,512 Mark gekostet, während der Bau nach dem Voranschlage nur 2.255,867 Mark erfordern follte. Das stattliche Gebäude spiegelt sich in der Elbe und schaltt aus die Höhen des sächsischen Voigt-landes hinaus, wo jetzt Leute ain Hungertyphus sterben. (V e r z e h r u n g s st e u e r.) Die Verzehrungssteuer in Oesterreich hat voriges Jahr 71.055,743 fl. ergeben — darunter 9,803,139 fl. ili Meli allein. (Die kommerzielle Fachschule des Direktors Karl Porges in Wien) tritt, wie wir aus dem uiiS zugehenden Programine ersehen, mit dein nächsten Jahre in das vierzehnte iyres Bestandes. Diese Lehranstalt kanii als Musteranstalt, sowohl in An-sehuiig ihrer Orgaiiisation als ihrer Leistungen gelten, denn abgeseheii davon, daß die Eilirich-tuiig der Schule den Anforderungen der Geschäftswelt »»ach allen Richlungen entspricht — es l)esteht nämlich ein zweijähriger Kursus sür jüngere Leute, eii» eiiijähriger und ein sechs-monatlicher Kursus, sowie ein Eisenbahn- und Telegraphenkurs sür Jene, welche der Schule schoit entrüctl sind, — so ist Direktor Porges durch seine ausgebreiteteii KoniltLionen auch in der Lage, seinei» Schülern passende Anstellungen zu verschaffen. Dieser Vortheil wird von den Firineii der Resideitz voUkoininen gewürdigt, da sie a»lS der Anstalt tüchtige junge Leute er halten ui>o die Eltern der Schüler der An stall könne,» mit Berithigilng der Zukunft ihrer Kinder eiitgegenseheii, wenn sie sie der bewährten Lel-tultg des Direktor Porges anvertrauen. Diese seit dreizehn Jahren an den Tag getretenei» TlMsachen beiveisen, daß inan es in diesem Falle Mit einer reellen Gebahrung zu thun hat, denn ivelchen Instituten, der Nationalbanl, Kreditanstalt, Anglobaitk, den Eisenbahnen und welchein größeren Gejchästshaiise man sich zil iveiidet, überall sind junge Leute angestellt, welche die in Rede stehende Mnsteranstalt al>-jolvirteii und deren Leistungen aus die praktisch^' AiiSbildung, welche sie iii der in Rede stehendeil Schule geiiossen haben, zurückznsühren sind. Schlvärinerei, die wirksam sei!» >l)ill, nie sehleil dars. Der Unsinn inuß schlechterdings an sich selber glanbeil, so er an Ai»deren Glaubei,^-ivunder wirken soll. Fassen ivir die danialigeii Znstäitde nild Stiininungen im Osmanenreiche und insbesondere iil Kleinasien zusaininen, so finden wir, dah neben dem Elend der Zeit ein Wirrsal v^'n islamisch-persiicher, judischer und christlicher Mystik deli Anstoß zu einem jedensalls denk-li)ürdigen re.igiösen und sozialen RevolutioiiS-versuch gegebeii habe. Böreklüdsche verkündigte den Bewohnein des Karaburuu dieses Evangeliuin: „Freiwillige Arniuth l Was inein, ist dein; was dein ist, inein. Alles ist geineinsameS Gut, »nit Aus-nahnie der Weider; geineinsani ist der Ertrag des Feldes, das Feld selbst, geineinsain siilv Kleider und Gerälhe. Dn betrachtest und brauchst lnein Haus als das deinige, ich bediene nilch deines Hauses als des lnei»»igen, iinnrer das Harein auSgenoiitmen." Neben diesein KommuniSinuS, welcher sich vor lykurgischen, platonischen und saint-sinionistischen durch Heilighaltung der Ehe sehr vortlieilhast auszeichnete, hatte die srohe Botschaft Böre's zu ihrein wesentlichen Inhalt auch noch eilte koSmopolitische.Toleraiiz, welche sicy nainentlich den Christen gegenüber sehr liachdrucksam aus- ZNarburiZer Rerichte. Sitzung des Gtmeinderathes vom 25. Juli. (Schl»».> Herr Oberst Kinnart hat an den Stadt-ratb folgendes Schreiben gerichtet: ^„Von der Gemeinde Marburg wurden dem Stadtrathe 1000^fl. zur Verfügung gestellt, zur Unterstützung hilfsbedürftiger Familien der in Folge der Mobilisirung eingerückten Reservemänner. Ich fühle mich als Vertreter jener Familienväter, deren harter Dirnst durch den Gedankeil erleichtert wird, daß der zurückgelassenen Familie hilfreich gedacht wird, oerpflichtet, den Äadtrath zu ersuchen, der Gemeinde hiesür meinen wärmsten Dank auszusprechen. In gleicher Weise bitte ich. den Dank für den der Mannschaft des Reserveregimentes gespendet^ Wein den Gemeindegliedern bekannt zu geben.)s^ Dieses Dankschreiben wird nach dem Antrage des Berichterfiatters Herrn Ludwig AlbenS-berg zur Kenntnib genommen. ^ Die Pachtzeit für die städtischen Gewölbe und Keller mit Ausnahme des großen Ver» kaussgewölbes im Rathhaufe, für die städtifche Ländhütte, Dampfmühle in Melling, Ländplätze, Thesenweide, Draufischerei und für den städtischen Teich in Kartschowin geht mit 31. Dez. d. I. zu Ende. Die Sektion beantragt durch Herrn Ludwig Albensberg, die Lizitation behufs weiterer Verpachtung (auf drei Jahre) auszuschreiben und wird dieser Antrag zum Beschlnh erhoben. — Herr Albensberg soll über die Erwirkung eines Landesgesetzes sür den Fortbezug der Zinskreuzer (2 Perz.) Bericht erstatten, beantragt aber, die Verhandlung zu vertagen. Herr Max Baron Rast dagegen hält diesen Gegenstal'd für dringlich. Die Zinskreuzer bilden eine bedeutende Einnahme und wenn der Beschluß nicht zu rechter Zeit dem Landesausschuß vorgelegt werde, so könne es geschehen, daß der Landtag, der vielleicht nur vierzehn Tage beisammen bleibt, die Sache gar nicht erledigt. Es sei also nothwendig, diesen Gegenstand in Berathung zu ziehen. Der Bürgermeister Herr Dr. M. Reiser meint, daß ja ein ganz einfacher Beschlutz genüge. Der Berichterstatter bringt zur Kenntniß, daß ein Mitglied die Erhöhung der Zinskreuzer aus 4 Perz. beantragen wolle. Herr Marco ist überzeugt, daß der Landtag eine solche Erhöhung nicht zugeben würde, namentlich, da die Gemeinde von der Sparkasse über 15,000 fl. beziehe. Der Redner stellt den Dringlichkeitsantrag, den Landtag um die sprach. Der Prophet orakelte: „Jeder Moslem, welcher sagt, die Christen seien keine rechten Gottesverehrer, der ist selber ein Gottloser" — und dieses Toleranzedikt hatte zur Folge, daß die Bekenner der frohen Botschaft vom Karaburun sich außerordentlich zuvorkommend gegen die Bekenner der Kreuzreligion benahmen. Wo sie — wird uns gesagt — einem Christen begegneten, umhals'ten sie ihn liebevoll und ehrten ihn wie einen Engel Gottes. Der neue Heiland suchte dieses Berhältniß für seine Pläne nutzbar zu machen, indem er darauf ausgiltg, zwischen den Moslems und den Christen Kleinasiens und des Archipels eine enge Verbindung zu stiften. Demzufolge ließ er insbesondere den Primaten und Prälaten der Insel Chios wiederholt entbieten, er sei sest überzeugt, das gemeinsame Heil beruhe aus einer sesten Glaubensbruderschaft zwischen den Anhängern Moliammeds und Christi. Es lebte damals im Kloster Turlotas aus ChioS ein aus Kreta gekonimener Anachoret, von welchem ein starker Geruch der Heiligkeit ausging. (Kortsej»ung folgt.) Fortbewilligung der jetzigen Zinssteuer (2 Perz.) zu ersuchen. Herr Max Baron Rast spricht sich gegen die Erhöhung dieser Steuer aus, welche gerade die ärmere Klasse am meisten treffe. Wie er die Stimmung des Landtages von früherher kenne, so sei gar keine Rede, daß eine Erhöhung der Zinskreuzer durchgesetzt werde. Herr Johann Girstmayr erklärt, daß er in der Sektion den Antrag gestellt habe, die Zinssteuer von 2 Perz. aus 4 Perz. zu erhöhen. Dies habe er gethan im Hinblicke auf Wien, welches 7 Perz. und im Hinblicke auf Graz, welches 5 Perz. einHebe. Durch die Erhöhung der Zinskreuzer ziehe man gewisse Klaffen wie z. B. die Beamten heran zur Zahlung von Geineindeumlagen und können wir die direkten Gemeindeumlagen um 5 Perz. herabsetzen, wenn die Zinskreuzer auf 4 Perz. erhöht werden. Die Grazer und die Wiener seien bei der Erhöhung mit der Ueberzeugung vorgegangen, daß sie auch Männer, welche einen hohen Gehalt haben und nichts zu den Gemeindelasten beitragen, zu einer Leistung heranziehen müssen. Wenn wir die Bewilligung Häven, die Zinskreuzer bis aus 4 Perz. erhöhen zu dürfen, so müssen wir ja nicht gleich so viel einHeben; wir können nach Thunlichkeit uns auch mit 2 oder 3 Perz. begnüaen. Bei den direkten Steuern sei es ja auch der Kali, oav lv»r weniger verlangen, als das Gesetz gestattet. Herr Anton Badl verweigert die Erhöhung. Der kleine Gewerbsmann würde gedrückt, da er an sein Verkaussgewöllie gebunden ist, während es dem Beamten gleich sei, wo er wohnt. Heutzutage sei Alles kleiner Geschäftsmann und zahle ein solcher seinen Gemeindezuschlag leichter, als die erhöhten Zinskreuzer. Man solle also diese nicht erhöhen und bei den liisherigen 2 Perz. bleiben. Herr Karl Flucher macht ausmerksam, daß jetzt schon Parteien von hier nach Graz über-siedeln. Erhöhe der Gemeinderath die Zins-kreuzer, so würden noch mehr fortziehen, denn, wenn Eitler die gleichen Lasten tragen müsse, so gehe er nach Graz. Viele Hausbesitzer lie. finden sich jetzt schon in der Lage, die Zins-lreuzer. selbst zahlen zu müssen, um nur den ewigen Klagen auszuweichen. Herr Marco betont, die Genesis der Zinskreuzer sei eine so außerordentliche, das^ nicht einmal das Aerar daraus verfallen sei. Diese Steuer sei entstallden wegeil des außerordentlichen Aufwant'eö, welchen die Gemeinden in der neuen Aera gemacht haben. Diese Steuer sei als solche verwerflich und wäre dieselbe sür die Sladtgemeinde nicht unl^edingt »»othwendig, so wiirde er die Aufhebung beantragen. Die Beamten seien durch Zahlung der iildirekten Steuern hoch belastet. Der Gewerbsmanll kämpfe jetzt um die Existenz. Dlirch die Erhöhung der Zinskreuzer aus 4 Perz. würden wir nur Unzufriedenheit in der Bevölkerung erregen und sei auch keine Idee» daß der Landtag und die Regierung einen solchen Beschluß genehmigen. Dem Antrage des Herrn Marco w»rd beigestimmt. (Spende.) Der Kaiser hat jenen Gemeinden des Bezirkes Pettau, welche durch H«gel geschädigt worden, eine Unterstützung von 1000 fl. aus seiner Privatkasse bewilligt. (Landw. N o r s ch n ß k a s s e - V e r« ein zu St. L e o i» li a r d t.) Dieser neue Verein ist eine regtstrirte Geiwssenschast mit unbeschränkter Haftung und bezweckt, sich mit seinem Gesellschastskredite Geldmittel zu verschaffen, Kredit zu gewähren und Spareinlagen gegen Verzinsuug aufzunehmen. Die Geschäfts-antheile betragen je 50 fl. Kein Mitglied dars mehr als vier solche Antheile besißen. Die Ge-schäftsantheile werden baar auf einmal oder in zwei Raten zu 25 fl. eingezahlt. Mitglieder des Vorstandes sind die Herren: Michael Magdich, Eduard Triegler, Franz Sormann, Angust Aubl, Vincenz Kurnigg. Dei» Aufsichtsralh bilden die Herren: Dr. Josef Jug, Heinrich Sarnitz, Johann Raunig, Johaim Kraulitsch, Josef Joras, Johann Diemath; Ersatzmänner sind die Herren: Jakob Papst und Martin Kramberger. (Nachlässige Tabakraucher.) Ju Zwetkoszen, Gerichtsbezirk Friedau, haben tabakrauchende Drescher durch ihre Nachlässigkeit beim Grundbesitzer Iergetz einen Brand verursacht. Der Schaden belauft sich aus I50ö fl. und wird nur bis zur Höhe von 600 fl. durch die Versicherung gedeckt. (S Leier m. Weinausstellung in Paris.) Neulich berichteten wir, daß von l8 Steiermärkern, welche die Pariser Weltausstellung mit Weinen beschickt, 17 Auszeichnungen erhalten. Wir verdankten diese Mittheilung eiirem hiesigen Kaufmann, der soeben von Paris zurückgekehrt und meinten, dieselbe unseren wißbegierigen Lesern nicht vorenthalten zu dürsen. Nun aber wird uns folgende Berichtigung ge-salidt: „Geehrter Herr Redakteur! In Betreff der in Nr. 90 der Marb. Ztg. enthaltenen Nachricht über die angeblich an steirische Wein-AuSsteller auf der Parifer Weltausstellung zuerkannten Auszeichnungen habe ich die Ehre Ihnen mitzutheilen, daß der Arbeiten des Preisgerichtes für die Klasse 75 noch nicht beendet sind, daß somit weder die Gruppenjury noch der Rath der Präsidenten, welchen die endgiltige Zuerkennung der Auszeichnungen zusteht, bisher in die Lage gekommen ist, Auszeichnungen sür ausgestellte Weine zuzuerkennen. Es entbehrt somit die obige Nachricht jeder po-sitiven Grundlage und ist jedenfalls verfrüht. Indem ich Sle um die Ausnahme dieser Berichtigung in die nächste Nummer Ihres Blattes bitte, zeichne ich mich mit Hochachtung Euer Wohlgeborn ergebener Dr. Mulle. Marburg, 29. Juli 1678.- (W o h l t h ät i g k ei t s-K o n z e rt.) Der Marburger Männergesangverein veranstaltet für Sonntag den 4. August 1878, zum Besten der Fainilien eingerückter armer Reservisten ein Konzert im Götz'fchen Brauhausgarten. Die Südbahn-Kapelle hat zu dieseiu Zwecke die unentgeltliche Mitwirkung zugesagt. Ei» erhöhtes Interesse dürste aber die Mitwirkung des k. k. Hofopernsängers Herrn Waldner bieten, welcher mehrere Solovorträge zu Gehör bringen wird. Herr Professor Kalinann l^a! in sreundlichster Weise den Klavierpart übernoininen. Der Re-stauratenr des Götz'fchen Gartens, Herr Bern reiler. ivill ein brillantes Feuerwerk abbrennen. Letzte ^^ost. Die österreichisch ungarischen Truppe» haben vie türkische Grenze bei Brod ohne Störung überschritten. Die Moham-daner Bosniens und der Herzegowina sollen sich zu bewaffnetem Wi derstanv rüsten. Die serbische LandeSversammlnng hat ven Abschluß eincS Handelsvertrages mit Oesterreich-Ungarn genehmigt. Die serbische Landesversmnmlttng sordert, daß die Bevölkerung Bosniens iind der Herze-goivilia über den Anschluß aii Oesterreich-Ungarn abstimme. Die Regierung Italiens hat besohlen, die Flüchtlinge aus Wälsch-Tirol und Jstrien, die sich grölztentheils in Veiredig aitflialten, strenge zu überwachen. Kom Nüchertisch. „Neue Jllustrirte Zeituiig" 44. Illustrationen : Karl Freiherr von Rokitansky -j-. — Räch dem Gewitter. Original-Zeichnung von I. R. Wehle. — Die Moiitenegrmerin. dciu Geinälde von I. Oerinal. — Bilder aus BoSiiien. Nach Origiiial-Skizzeii von Tl)eodoi. Geiger: Stadt Baiijaluka ani Vrbas. Bosinsche Typen. — Die Einschiffuiig österreichischer Truppen und Pferde in Trieft. — Sir Garnel Josef Wolseley, der Gouverneur von Cypern. — Texte: Späte Vergeltung. Roman voii Hieroni)mus Lorin. (Fortsetzung.) — Im Hoch-gebirg. Gedicht von Carl Böttcher. — Karl Freiherr von Rotilaiisky -j-. — Sir ^^^irnel Josef Wolseley. — Kleine Reisegeschichlen init j Moral. I. Von A. — Die gewerbliche Bewe-! gnng '!i Salzburg. — Bilder aus Bosnien. 1U. Von S. L. — Einschiffung von Trtlppen und Pferden in Tuest. — Die Montenegrinerin. — Ein Frauenliebling. Roman von E. v. Schwarz. (Fortsetzung.) — Kleine Chroni?. — Schach. — Blitz-Kryptogramm. — Rösselsprung. — Silbenräthsel. — Wochenkalender. Ii'ür V!l?snckevIc«!N (klscden)^ kelleinIsM»^ «ivl- tc. lr. pr. t'adrik — von lil. Llg.'Ngvi' Ai. 8öknv W in '^Vivn, ^6udau, ^oller^agstz 2, W tje» ><. unli lc. Krieesministeriums, Lr. lVlsi. t^rie^sniai-ine. vieler liumanit^i-zgn^itsltcn etc. etc. Frische schVM Weichsel werden gekanft: Graz, Annenstraße 22. 846) V. Grablowitz. Tcittpevatttr: Wasser 1d", Luft 17' Kalles Unscklitt IivIlIiUÄt'^>m»)I?(>rt'i,ivt>r7.>.-n-u. Kpifoniir/.vnxung,. ^ I^lVAvr V. XüiilIwa!lrou,kvIon«.'titauxA-u. i^ottstotssa, ^ UlASönkurt. SosvMks-Lrölknw«. Iliemit ieli mir clio I^Iirs, <1om Aeölii'tLn 1^. 1'. I?iil)1i!!Uln 2ur gekälligeu Konntniss iiu lil'iugeu, äa8L icli au5 l)i(Z8ig6m »M Ii.s.tlll»a.uss «.»» LLaupt- platLS sin Lpv»vroK- uuü I.aQÜvsproüuI^tv»xv»oI»äkt unter clor ?uma: erütinet lmliv. ,^ . i - .u u <. luäem ieli (1a3 gevlirtL ?.l.?ud1il!um um sein Vertrauen NMiodst l)ittl), ^voräo icll äussvllio ^oäor^eit äureli eins reelle llauäluugsv^eiss 2U reentiertigeu suclieu. lloeliaeliwuLövoll erZedeust ^ ^ . , f. ?. Nolasvk. Ein preiSwnrdigeS Haus in Marburg, in eitlem beliebten Stadttheile, mit leicht vor-theilhaft vermiethbaren 6 schönen Zimmern, geräntniger, bequeiner Küche, 1 Gemiise-, 1 schönen Weinkeller und sonstigen Bestandtheilen, dann einem als Garten oder zur Hauöver-größerung tauglichen Ramne, ist, da zirka der halbe Katlsschilling gegen billige Verzinsllng dauernd liegen bleiben kann, unter sehr giin-stigen Zahlungsbedingiiissen sogleich aus freier Hand )u verkaufen. ' (345 Näheres aus Gefälligkeit im Gasthofe ,^zuw Sandwirth." 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(122 Preis l fl.ö.W.pr.Flasche s.GebrauchsanuitisunA. Z^larliurZ: Noriö S: Vo., Lauo»1aiL, ./Vxotli. un^ XöuiA. Ich mache die ergebenste Anzeige, daß sich mein Kindergarten Von Montag den 2O. Juli 1378 ab im Nagli'schen Hause, Casiuogasse Nr. 8 befinden wird ui^d daß daselbst die Aufnahme der Kinder täglich von 9—12 Uhr Vormittags und von 2—5 Uhr Nachmittags stattfinden kann. ^Das monatliche Honorar per Kind beträgt wie bisher 2 fl.; bei Geschwistern nach Vereinbarung.) Marburg am 27. Juli 1378. üjlsfiv Xosöi', 84Z) g'b- Skribe. MalvträvderMg. Mit höflichste». Danke für das ehrende Zutranen, welches nur ivährend der aanzen Zeit meines Geschäftsbetrielies hier in so reichlichem Maße zu Theil gewur-den, verbinde ich ergebenst die Anzeige, daß meine Wohnnng und die Werkstatt sich nun ln ttleiiiem eigenen ue>lgcbauten Hause nniveit der evangelischeu Kirche nud »eben dem Hause des Herrn Ma; Baron Rast liefiuden. Das Vertansslokal bleibt in» Hause des Herrn David Hartmann in der Kärntnergajse, woselbst Reparaturen und Reubestellmigen überiwittiueu werdeu. Wie bisher, so wird es auch künftig mein eifrigstes Bestreben sein, das Per-traueu des geehrten Publikums durch gediegeneArbeit, billigen Preis und prompte Bedienung zu rechtfertigen. Hoch^)tllng^voll Marburg. (801) Spengler. !^-ia»I»°r«ich- !<>-»« u..d B«>°« i>°n «duard Ianschi» in Ma.o«'». S«ei».