Bezugspreise jür Österreich-Ungarn ganzjährig K 4'-halbjährig K 2- — jür Amerika: ganzjährig D. 1 25 -jür das übrige Ausland ganzjährig K 5'20 Briefe ohne Unterschrift werden nichtberücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Verwaltung des Hottscheer ISoten in Gottschee, Hauptplatz Nr. 8<. Berichte find zu senden an die Schriftleitung des Hottscheer Woten in Gottschee. Anzeigen (Instrate) werden nach Tarif be-rechnet und von der Verwaltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott» scheer Voten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Verschleißstelle: Schul-gaffe Nr. 75. Sir. 4. Kottschee, am 19. Jebruar 1910. Jahrgang VII. Vom Landtage. (Schluß.) Abq. Piber beantragte einen Zusatz zum § 10 des im Jahre 1909 beschlossenen Gesetzes über die Verbesserung der Hut-öefm’tt, dann eine Novelle zum Gesetze über die Teilung gemem-schaf. sicher Grundstücke und die Regelung der hierauf bezüglichen gemeinschaftlichen Benützungs- und Verwaltungsrechte, ferner eine Abänderung des Gesetzes über die Zusammenlegung landwirtschaftlicher Grundstücke, endlich den Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Neuregulierung und Ablösung der regulierten Holz-, Weide-unb Forstprodukten-Bezugsrechte, sowie betreffend die Sicherung der Rechte der Eingeforsteten. — Angenommen. Eine Petition der Gemeinde Altenmarkt bei Pölland um Ausbau der projektierten Straßen im Pöllander Tale wurde an den Landesausschuß mit der Weisung abgetreten, zu den Kosten dieser dringend notwendigen Straßen einen möglichst hohen Staatsbeilrag zu erwirken. Der Petition der Lehrerin Mathilde Achatz, geb. Gorjanc, um Einrcchnung von 41/2 Jahren in die Dienstzeit wurde Folge gegeben. Die Petition der Gemeinde Ossilnitz um Subvention jum Saue zweier Gemeinüebrücken wurde, nachdem Abg. JakliL in einer besonderen Resolution die Erwirkung eines Staatsbeitrages in Antrag gebracht hatte, an den Landesausschuß zur Erledigung abgetreten. Abg Jaklic berichtete namens des Verwaltungsausschusses über den selbständigen Antrag des Abg. Dr. Lampe und Genossen, betreffend die Ausnützung der Wasserkräfte für Landesunterneh-mungen. Abg. Sch oll map er bemängelte, daß der die Enteignung behandelnde Paragraph dieses Gesetzentwurfes die durch das Wassergesetz vom Jahre 1872 dem Landtage gezogenen Kompetenzgrenzen überschreite und in einer Weise in Privatrechte eingreise, die heutzutage nicht mehr zulässig sei. Wenigstens die Expropriierung von Gebäuden, Hofräumen und Hausgärten hätte ausgeschlossen werden sollen Abq Dr. Novak wies darauf hin, daß nach dem Gesetzentwürfe das Land auch schon bestehende Anlagen enteignen könnte. Hiedurch würde jede weitere freie Entwicklung der Industrie gehemmt. Erworbene Rechte müßten respektiert werden. Abg. Dr. Krek trat von seinem sozialen Standpunkte dafür ein, daß Privatunternehmungen, die der Allgemeinheit gefährlich werden könnten, all-gemeines Eigentum würden. Daher sei es dringend notwendig, tu der Frage der Ausnützung der Wasserkräfte Vorkehrungen zu treffen, damit die Sache nicht durch Privatspekulationen und Privategoismus geschädigt würde. Abg. Dr. Eg er betonte, daß der Gesetzentwurf die Tendenz verfolgte, die Wasserkräfte für das Land Kram zu monopolisieren. Er hätte mit Freuden eine Resolution dev Inhaltes begrüßt, daß endlich im Reichsrate ein gegenständliches Reichsrahmengesetz eingebracht würde, da derartige einschneidende Be,tun- mungen eben nur im ganzen Reiche gleichmäßig geregelt werden könnten. Es sei nicht recht und billig, das Expropriationsrecht nur für Landesunternehmungen zu wahren. Man wolle Hand aus alle Wasserkräfte legen und benehme dadurch der Industrie die Möglichkeit, die Wasserkräfte auszunützen, auch dort, wo man sie nicht brauche. Wenigstens das sollte nicht gesperrt werden, was man nicht brauche. Abg. Dr. Lampe führt aus, der Begriff „Regieren beinhalte die Schaffung des Verhältnisses zwischen Individualismus und Sozialismus. Im Gesetzentwürfe trete die Frage des Personal« eigentums hinter dessen Effekte zurück. Es handle sich um die Frage, ob das Wasser Eigentum des Staates, des Landes oder des Privaten sei. Der Stärkere werde sich auf Jahrhunderte hinaus das Recht aneignen. Die Wasserrechte lägen überall in der Kompetenz des Landtages. Expropriationen würden nur dort erfolgen, wo es sich um ganz eminente Landesinteressen handelte. Da die Kompetenz, betreffend die Wasserkräfte, erst geschaffen werden foüe, fei es Pflicht, das Vorrecht des Landes zu betonen. Dadurch wurde die freie Entwicklung der Industrie nicht gehemmt. Abg. Dr. Lampe beantragte: Der Landesausschuß wird beauftragt, m der nächsten Session den Entwurf einer N!oveÜe zum Wnffergesetze vorzulegen, worin die Ausnützung der Wasserrechte unter Beachtung folgender Grundsätze in Erwägung gezogen wird: Die Wasserkräfte sind Eigentum des Landes; für deren Ausnützung stehen dem ~nnbe und den Gemeinden Vorzugsrechte gegenüber dem Staate und den Privaten zu. Dem Lande wird das Recht der Besteuerung der ausgenützten Wasserkräfte zugestanden. Bei Konzessionverteilungen hat die Regierung im Einvernehmen mit dem Landesausfchusse vorzugehen..— Angenommen. Abg Freiherr von Liechtenberg berichtete über den selbständigen Antrag des Abg. Galle, betreffend die Einführung von einjährigen Kursen zur Ausbildung von Hilsstierärzten. Er stellte den Antrag: Der Landesausschuß wird beauftragt, über die Frage Studien zu pflegen und in der nächsten Session geeignete Vorschläge zu erstatten. Abg. Dr. OraLen betonte, mit den Kurschm,eden seien üble Erfahrungen gemacht worden. An Fehlgeburten bei Tieren trugen zumeist die Viehzüchter selbst und die Kurschnuede die Schuld. Abg. Galle bemerkt degegen, die Anstellung von diplomierten Tierärzten in allen Gerichtsbezirken sei wegen der hohen Kosten und weil es an Bewerbern fehle, unmöglich. Daher habe er die Schaffung von Kursen für Hilfstierärzte beantragt, die als Geburtshelfer bei Rindern und Pferden, weiters bei Kastrationen zu fungieren hätten. Abg. Demšar befürwortete den Antrag des Abq. Galle unter Hinweis auf die Notwendigkeit der raschen Hilfe bei Geburten und bei Kolikansällen, sowie aus das neue Dierseuchen-gesetz. — Angenommen. Abg. Povše berichtete namens des Finanzausschusses über die Zusammenstellung des Programmes über Flußregulierungen und Wildbachverbauungeu in Krain, sowie Wasserleitungsbauten. — Zur Kenntnis genommen. — Die Jahresdotatiou für agrarische Operationen wurde von 50.000 K aus 75.000 K erhöht. Der Gesetzentwurf, betreffend die Einführung der Wahlpflicht für die Landtagswahlen wurde ohne Debatte genehmigt. Der Antrag des Abg. Dr. Lampe, betreffend die Standesvertretung der Bauern im Landeskulturrate, wurde an den Landesausschuß mit der Weisung abgetreten, bis zur nächsten Sitzung einen gegenständlichen Gesetzentwurf auszuarbeiten. Abg. Jaklič berichtete namens des Verwaltungsausschusses über den selbständigen Antrag des Abg. Bartol, betreffend mehrere Straßenbauten in den Bezirken Großlaschitz, Reifnitz und Gottschee. Er stellte den Antrag : Die Straßenausschüsse der genannten Bezirke sind durch den Landesausschuß aufzufordern, an diesen über die geplanten neuen Straßen sowie über beabsichtigte Straßenkorrekturen zu berichten. — Angenommen. In der Sitzung am 31. Jänner wurde das Gesetz zum Schutze der für die Bodenkultur nützlichen Vögel angenommen. Hierauf gelangte der Voranschlag des Landesfonds für das Jahr 1910 zur Verhandlung. Berichterstatter Abg. Dr. Krek wendete sich gegen den von der slowenisch-liberalen Partei erhobenen Vorwurf, daß der Voranschlag zu sehr agrarischen Charakter trage und infolgedessen die Städte zugunsten der Landgemeinden schädigen wolle. Abg. Dr. Triller brachte allerlei nationale Beschwerden auf dem Gebiete des Justizwesens vor. Abg. Graf Barbo begrüßte die Steigerung des Landesvoranschlages bezüglich der Aufwendungen für die Landwirtschaft, weil solche Aufwendungen fruchtbringend seien. Redner besprach sodann die Stellung der politischen Parteien im Landtag und ihr Verhältnis zueinander. Die deutsche Partei habe der gegenwärtigen Konstellation der politischen Parteien gegenüber eine vornehme Isolation, eine Politik der freien Hand angestrebt; sie sei aber keine kampflüsterne Partei. Sie halte an der bestehenden dualistischen Verfassung fest; sie perhorresziere jede andere Konstellation der Gesamtmonarchie, soweit das Land Kram hiebei in Frage kommt (Trialismus), und werde jedem Versuche, diese Konstellation zu ändern, entschiedenen Widerstand entgegensetzen. Sie sei aber stets bereit, das, was sie als nützlich anerkenne, kräftigst zu unterstützen, und werde daher auch für das Budget stimmen. Abg. Gang! beschäftigte sich mit der Frage der Regulierung der Lehrergehalte. Die Lehrerschaft verdiene eine Regelung ihrer Bezüge, denn sie halte sich strenge an die Bestimmung des Reichsvolksschulgesetzes. Die Erziehung sei sittlich-religiös (Rufe: Nicht immer!). Sünder gebe es überall. Abg. Mand elj erörterte ziffernmäßig den Voranschlag, der einen Abgang von 1,047.000 K aufweise. Der Abgang könnte wohl durch Erhöhung der Landesumlagen seine Bedeckung finden, indes wäre diese angesichts der hohen Straßenumlagen wohl die ultima ratio. Die Hilfe des Staates werde einmal kommen, aber vorläufig sei die Lage der Staatsfinanzen mißlich. Die Sanierung der Landesfinanzen durch den Staat sei von einem sparsamen Haushalte des letzteren abhängig,^ auch im Schulwesen. Zwei deutsche Staatsgymnasien in Krain seien z. B. nicht notwendig (!). Die Schaffung von Stipendien für die Gottscheer Studenten behufs Besuches des deutschen Gymnasiums in Laibach wäre bei weitem nicht so kostspielig. Man könnte allenfalls an die Besteuerung der Eigenjagden, weiters an die Einführung der Produktionssteuer denken. Abg. Dr. Eg er bedauerte, daß die Sprachenverordnungen via facti zu einem gegenüber ihrer ursprünglichen Tendenz ganz anderen Stand geführt worden seien; es gebe Richter in Krain, die mit deutschen Parteien slowenische Protokolle ausnehmen wollten. Der Grund der Tatsache, daß sich niemand zum Eintritt in den Justizdienst melde, liege im Mangel des Nachwuchses. Die slowenischen Hochschüler studierten eben gerade so wenig wie die deutschen. Er bemängelte weiter, daß in Straßenangelegenheiten auf den Bezirk Gottschee nicht die geringste Rücksicht genommen werde. (Abg. Dr. Lampe: Dafür ist schon ein ganzes Programm ausgearbeitet!) Um die Wasserbücher in Krain sei es kläglich bestellt; es sollte doch ein Beamter damit beauftragt werden, sie in Ordnung zu bringen. Abg. Dr. Lampe erklärte, aus der Justiz werde leider ein Politikum gemacht. Für das Straßenwesen im Gottscheer Bezirke liege ein ganzes Programm vor und dieser Bezirk werde im Laufe der Jahre ein ausgiebiges Straßennetz erhalten; alles aber lasse sich nicht auf einmal durchführen. In vielen anderen Kronländern lägen die Landesfinanzen noch ungünstiger als in Krain. Es sei Hoffnung vorhanden, daß es im Voranschläge für das Jahr 1911 gelingen werde, das Gleichgewicht im Landeshaushalte herzustellen. Abg. Dr. Šušteršič betonte, in der Justiz habe vor allem das Prinzip zu gelten, daß jeder Richter streng unparteiisch seines Amtes walte und daß der Gerichtssaal nicht die Stätte von nationalen und politischen Leidenschaften abzugeben habe. Die Slowenische Volkspartei sei bestrebt, ihr Programm ans der ganzen Linie durchzuführen. Dazu sei aber vor allem eine vernünftige südslawische Politik im Reichsrate erforderlich. Der Dualismus sei in Österreich der verhängnisvollste Fehler der Staatsknnst gewesen. (Widerspruch ^ bei den deutschen Abgeordneten.) Die Machtstellung der Monarchie sei im Föderalismus gelegen und darin fiele dem Südslawentum eine große Aufgabe zu. Der Dualismus führe unbedingt zum Verfalle, der Föderalismus hingegen kräftige das Staatswesen. Die Slowenische Volkspartei sei hinsichtlich jenes Prinzipes, das das ganze Leben des Volkes bedinge, noch heute konservativ. Dieses Prinzip gipfele in der tiefreligiösen Überzeugung. Auch in der Hinsicht sei die Slowenische Volkspartei konservativ, daß sie sich für den Bauernstand einsetze. Aber sie könne nicht für dessen Fortschritt mit alten Mitteln und nach alten Methoden wirken; die Methode müsse sich vielmehr den Zeitverhältnissen anpassen. Jede moderne Partei, die ihren Pflichten genügen wolle, müsse weiters die Durchführung von Sozialreformen, die Sozialisierung bis zu einer gewissen Grenze als ihre wichtigste Aufgabe ansehen. Den allgemeinen Vorteilen der menschlichen Gesellschaft müsse sich stets der Individualismus unterordnen. Berichterstatter Dr. Krek erklärte in seinem Schlußworte, die Debatte habe ihn überzeugt, daß man im krainischen Landtage zu geregelten Verhältnissen gelangen werde. Wer in die Volksseele gesehen, habe schon lange gewußt, daß man mit der sogenannten antiklerikalen Politik bei uns nicht weit werde kommen können. Wenn es stets weniger gebe, die an eine Regenerierung der national-fortschrittlichen (slowenisch-liberalen) Partei glaubten, trage daran die Slowenische Volkspartei keine Schuld. In der Sitzung am 1. Februar wurde zunächst ein von allen Parteien des Hauses eingebrachter Dringlichkeitsantrag angenommen, nach welchem der Landtag die Beschlüsse des Laibacher Eisenbahntages vom 24. Jänner 1910 mit Befriedigung zur Kenntnis nimmt und der Landesausschuß aufgefordert wird, alle Vorkehrungen zu treffen, damit die Beschlüsse des Eisenbahntages so rasch als möglich ausgeführt werden. Für die Trassierungskosten hat der Landesausschuß entsprechende Beiträge sowohl des Staates als auch der Lokalinteressenten zu erwirken und bewilligt selbst hiefür für das Jahr 1910 einen Kredit in der Höhe bis zu 50.000 K. Abg. Bišnikar brachte folgende Resolution ein: Die Regierung wird aufgefordert, für die politischen Bezirke Tschernembl und Gottschee, die eine Fläche von 170.400 Hektar umfassen, wovon über 56.000 Hektar, also ein Drittel, Waldbestände sind, behufs einer erfolgreichen Inspektion dieser Waldungen einen eigenen Bezirksforsttechniker anzustellen. Abg. Dr. Tavčar pflichtete dem vom Abg. Dr. Krek geäußerten Wunsche bei, daß die Verhandlungen auf ein höheres Niveau gerückt und zu diesem Zwecke alle Klatschgeschichten ausgeschaltet würden. Es sei dringend geboten, daß alle Behörden darauf hinwirkten, die tragischen Septembervorfälle des Jahres 1908 vergessen zu machen. Abg. Dr. Orače n bekrittelte die angeblich entnationalisierende Tätigkeit des Deutschen Schul-vereines, der in der jüngsten Zeit seine Aktion auf die Bezirke Tschernembl und Möttling erstreckt habe. (Es handelt sich dort, wie bekannt, gar nicht um die Eindeutschung slowenischer Ortschaften, sondern um deutsche Schulen für gottscheeische (deutsche) Dörfer. A. d. Schrift!.) Bei der Abstimmung wurde sohin das Gesamterfordernis des Voranschlages im Betrage von 4,885.786 K angenommen. Rur Beratung gelangte nunmehr der Abschnitt „Bedeckung". Abg. Gang! sprach sich gegen die Erhöhung der Biersteuer von 2 K auf 4 K pro Hektoliter aus. Schon infolge der im Vorfahre von den Brauereien durchgeführten Erhöhung der Bierpreise sei der Bierkonsum um 32 % gesunken. Würde nun die Landes-umlaae erhöht, so sänke er noch mehr und die Folge märe, daß die schwächer fundierten heimischen Brauereien von den auswärtigen erdrückt würden. Eine neuerliche Erhöhung der Steuer hätte den Ruin vieler kleiner Gastwirte, namentlich in Laibach, zur Folge und würde nur einer Steigerung des Brannt.veingennsses Vorschub leisten. Ava. Perhavec erklärte, als Vertreter der Weinbauern den aeaenteiUqen Standpunkt einnehmen zu müssen, erörterte weiters die schädliche Beeinflussung des heimischen Weinhandels durch die Einfuhr des ungarischen Kunstweines und beantragte eine Resolution, worin die österreichische Regierung aufgefordert wird, mit aller Ent nheit und eventuell unter Anwendung von Repressalien baten? zu dringen, daß in Ungarn das bereits zugesicherte Gesetz aeaen den Handel mit Kunstweinen erlassen werde. Bei der Abstimmung wurde die Erhöhung der Bierumlage vor ° K auf 4 K pro Hektoliter angenommen und die Bedeckung im Netrage von 1,413.576 K genehmigst Weiters stimmte das e-. folgenden Anträgen des, Finanzausschusses zu: Zur Teil» bedeckuna des Fehlbetrages von 3,472.210 K sind im ^ahre 1910 heben: 1.) Eine 40%ige Umlage auf die staatliche Verzehrungssteuer von Wein, Wein- und Obstmost sowie von Fleych; 2.) eine selbständige Landesbierumlage von 2 K per Hektoliter,^ bezw. von 4 K per Hektoliter, und zwar von jenem Tage angefangen, der von der k. k. Landesregierung im Einvernehmen mit dem Laudes-nnsschusse nach der allerhöchsten Sanktionierung dieses Beschlusses *u bestimmen ist; 3.) eine 40°/oige Umlage auf alle dwekten staatlichen Steuern mit Ausnahme der Personaleliikommensteuer und der Erwerbssteuer der Hausierer. , Abg. Piber beantragte: Der Landesausschuß wird ermächtigt, für die Errichtung und Reparatur von Stallungen, Weckers für die Anlage von Düngerstellen angemessene Unterstützungen (Prämien) zu verteilen oder sich zu verpflichten, für ein bestimmtes^ vom Bittsteller bei irgendeinem Geldinstitute aufgenommenes Kapital eine gewisse Reihe von Jahren an Stelle des Bittstellers alle oder einen Teil der jährlichen Interessen zu zahlen. — Angenommen. Weiters wurde der Landesausschuß aufgefordert, sich mit der Regierung in der Hinsicht ins Einvernehmen zu setzen daß die Bequartierungskosten der Gendarmerie vom Staate übernommen werden- serners wurde der Landesausschuß beauftragt, einen besonderen Viehzuchtinspektor anzustellen, den Entwurf für einen Viehzuchtbeirat zu verfassen, welcher Beirat namentlich rat Wege der Biehzuchtgenossenschaften und anderer erfahrener Vertrauensmänner ein informatives und beratendes Organ bei der Forderung der Viehzucht darzustellen hätte. Der Landesausschuß wurde ermächtigt, einen solchen Beirat provisorisch selbst zu errichten. ^ Der Landesausschuß wurde weiters beauftragt, einen besonderen Oüstzuchtinspektor anzustellen und der Zentralregierung unverzüglich Mitteilungen zu machen, daß sich die ganze Aktion zur Hebung der Viehzucht in seinen Händen befindet Er hat zu erwirken daß der vom Staate für das Land Kram besonders bestimmte Betrag zur Förderung der Viehzucht fortan ihm zur Verwaltung und Verwendung ausgefolgt werde. Der Landesausschuß wurde serners beauftragt, a) VN den Voranschlag pro 1911 einen Betrag für drei Stipendien an Schüler deutscher Nationalität aus Kram an der Handelslehranstalt Mahr einmsiellen- b) sich mit der Regierung ins Einvernehmen zu setzen zu dem Behufe, daß drei Stipendien auf Rechnung des Staates m dem gedachten Zwecke erwirkt werden. t r c . Die Erledigung des Voranschlages des Landesfonds wurde von den Abgeordneten der Slowenischen Volkspartei mit Beifall und Händeklatschen ausgenommen. Abg. Freiherr von Schwege! begrüßte die Tendenz des Dringlichkeitsantrages, betreffend die Ausgestaltung des kraimschen Eisenbahnwesens (Berichterstatter Dr. Tavaar), dessen außerordentlichen Wert er darin erblicke, daß darnach alle El,enbahnpro;ekte gründlich vorbereitet und studiert werden sollen. Es feien wohl nicht alle in Anregung gebrachten Bahnlinien von gesamtstaatlicher Bedeutung, allein wenn man für die Durchführung aller dieser Projekte arbeite, wirke man nicht nur im Interesse des Landes, sondern auch im staatlichen Interesse. Wenn der Landtag mit solchen Projekten hervortrete, die im gesamtstaatlichen oder volkswirtschas -licken Interesse liegen, werde er dem Lande den größeren Nutzen, dem Staate entsprechende Vorteile bringen und der Entwicklung des Wirtschaftsverkehres in Kram und in der Monarchie einen großen Dienst leisten. (Beifall.) Der Dringlichkeitsantrag wurde sohin einhellig angenommen. Schließlich wurde die Angelegenheit der Errichtung einer elektrischen Landeszentrale ausführlich erörtert wobei Abg., Freiherr von Schwegel auf die Notwendigkeit der Anlage eines Katasters der im Lande vorhandenen, ausbauwürdigen Wasserkräfte hinwies. Abg. Dr. Lampe sagte, daß sich die Angelegenheit der elektrischen Landeszentrale infolge einer Zuschrift des Eisenba^nministerrams erheblich geändert habe. In dieser Zuschrift (11. Ranner 1910) spricht das Eisenbahnministerium seine Befriedigung darüber aus, daß die in Aussicht genommene Kooperation fischen der staats-eisenbahnverwaltung und dem Lande Krain hinsichtlich der Ausnützung der Wasserkräfte im Lande bestimmte Formen anzunehmen beginne. Das Eisenbahnministerium erhoffe hievon eme Belebung der heimatlichen Industrie und Landwirtschaft und dadurch die Beschleunigung der gesamten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes ebenso wie eine moderne-Ausgestaltung des Verkehrswesens in Kram. Der Antrag des Verwaltungsausschusses wurde sohin an- genommen. ^ Ritnik stellte eine Resolution, wornach der Landesausschuß beauftragt wird, in der nächsten Session für das kommende Triennium ein Programm vorzulegen, nach dem die Meliorationsarbeiten und die Straßenbauten systematisch zur Ausführung gelangen werden. — Angenommen. Sohin erklärte der Landespräsident Freiherr von schwarz den Landtag im allerhöchsten Aufträge für vertagt. Der Dauernstand und die Begünstigungen des Wehrgezetzes. (Wichtig für alle Eltern militärpflichtiger Söhne und für Bürgermeister.) Die Wehrpflicht, diese schwerste staatliche Pflicht, fällt zum weitaus größeren Teile dem Bauernstände zur Last. Ohne einen kräftigen Bauernstand keine kräftige Armee; wenn aber dieser Stand mit Freuden seine Söhne unter des Kaisers Fahne schickt, so muß doch auch Vorsorge getroffen werden, daß durch den dreijährigen Militärdienst der Bauernsöhne nicht der Rum vieler- bäuerlicher Familien vorbereitet oder herbeigeführt werde. Der § 34 des Wehr-qesetzes will tatsächlich den familienerhaltenden Sohn der Familie belassen und so den wirtschaftlichen Zusammenbruch derselben verhüten. Sehen wir zu, mit welchem Erfolge! Der Grundgedanke des genannten Paragraphen ist der, daß ein junger Mann dann seiner Familie nicht für längere Zeit entzogen werden soll wenn entweder überhaupt keine anderen männlichen Familienmitglieder vorhanden sind oder aber, wenn diese durch aktive Militärdtenstleistung durch Gebrechen oder jugendliches Alter (unter 18 Jahre) zur Erhaltung der Familie nichts beitragen können. Das find die drei Grunde, die einer Familie, die sonst wirtschaftlich zugrunde gehen muß e, den rechtlichen Anspruch auf die Erhaltung des Ernährers geben In allen übrigen Fällen, wo ein Affenckerter die einzige Stütze der Familie ist, sind die alimentationsberechtigten Verwandten ausschließlich der Gnade der Militärbehörde überlassen. Und diese ändern Fälle sind es, die gerade beim Bauernstands eme bedeutende Rolle spielen. Der Bauer heiratet im allgemeinen frühzeitig. Er begründet gewöhnlich, wenn er nicht der einzige Sohn des Hauses ist, mit dem Augenblickeseiner Verehelichung einen eigenen Hausstand. Er hat seine Frau, seine Kinder zu erhalten. Er muß fleißig schaffen und werken, um sein Feld ordentlich zu bestellen, um für seinen Hausstand das Ällernotwendigste zu beschaffen. Für das Elternhaus hat er, selbst wenn er zufällig im denselben Orte mit diesen lebt, keine Zeit und keine Kraft mehr übrig. Und wie verhält sich nun das Gesetz dazu, wenn jetzt der zweite Bruder auf drei Jahre einrücken soll? Wir haben es ja schon gehört; nur aktive Dienstleistung, Gebrechen und jugendliches Alter der anderen männlichen Familienangehörigen geben den rechtlichen Anspruch aus die Militärbefreiung des Assentierten. Und wie steht es nun mit der Gnade der Militärbehörden? Werden solche zweite Söhne doch nach erfolgter Ausbildung als aus „ganz besonders berücksichtigungswürdigen Familienverhältnissen" — wie es im Gesetz heißt — beurlaubt? (ß 60 Wehrvorschriften, 1. Teil.) Oder haben sie wenigstens Aussicht, nach ein- oder zweijähriger Dienstzeit in die Reserve übersetzt zu werden? (§ 8 Wehrvorschriften, 2. 4.eil.) Keineswegs! Denn alle diese Gnadenbestimmungen stoßen aus ein fast unüberwindliches Hindernis: die Militärbehörde. Um die mißlichen Standesabgänge bei der Truppe zu verhindern, werden ine, in den Wehrvorschriften aufgezählten gnadenweisen Befreiungsgründe von dieser aufs engste und genaueste ausgelegt. § 60 der Wehrvorschriften, 1. Teil, der Erläuterungen zum § 34 des Wertgesetzes gibt, sagt zwar wörtlich: „Unter solchen besonders berücksichtigungswerten Familienverhältnissen sind unter anderem zu verstehen: . . ." Und nun werden einige neue Gründe aufgezählt, aus denen die Beurlaubung erfolgen „kann"; der Fall, daß ein älterer Sohn bereits seinem eigenen Hauswesen vorzustehen hat, ist allerdings nicht darunter. Doch was schadet das, sollte man meinen. Heißt es doch in der eben zitierten Gesetzesstelle: „sind unter anderem zu verstehen." Und berücksichtigungswürdig ist doch ein erwerbsunfähiger Bauer in gleicher Weife, ob er nun außer dem Assentierten einen 30 jährigen verheirateten Sohn, der ihm nicht helfen kann oder einen 17 jährigen Sohn besitzt. Doch nein! Im letzteren Falle geht der Assentierte frei, im ersteren mnß er drei Jahre dienen! Kein anderer Stand leidet derart unter diesen Verhältnissen wie eben der Bauernstand. Ein alter Handwerker zum Beispiel nimmt einen Gesellen oder er geht zum'älteren Sohne, zu einer verheirateten Tochter, eventuell in die Versorgung. Er hat ja kein Haus, keinen Grund und Boden, an dem er hängt, den er liebt und den er dem Sohne hinterlassen möchte, der auch nichts anderes gelernt hat als eben die Landwirtschaft. Und Dienstboten? Ja die sind gewöhnlich für eine kleine Wirtschaft nicht zu erschwingen! Verliert also der Bauer den Sohn, der die Wirtschaft ge ührt verliert er leicht auch die Wirtschaft selbst und der Bauernstand läuft die Gefahr, immer mehr zn verelenden. Man sieht, ein neues Wehrgesetz, das auf den Bauernstand mehr Rücksicht nimmt, täte drmgend not. Inzwischen muß man aber versuchen, dem Übel zu steuern, so gut es eben geht. Und dazu sollen nun einige Ratschlage erteilt werden. Vor allem heißt es: Die Gesuche um Militärbefreiung sind vor oder spätestens bei der Hauptstellnng einznbringen. Der Grund £)tefür ist leicht erklärlich. Werden viele Reklamationsgesuche erst zu dem späteren Zeitpunkte eingebracht, so entstehen, wenn ihnen nach ß 34 Wehrgesetz Folge gegeben werden muß, bedeutende Standesabgänge bei der Truppe. Und dann ist es eben der Militärbehörde nicht möglich, ohne die militärische Ausbildung zu gefährden, denen, die um gnadenweise Übersetzung ihrer Söhne in die Reserve (nach § 60 Wehrvorschriften, 1. Teil, oder § 8 Wehrvorschriften, 2. Teil) bittlich werden, zu willfahren. Vielfach ist, es anch üblich, daß das Reklamationsgesuch deshalb nicht rechtzeitig eingebracht wird, weil man hofft, der Sohn werde ohnedies nicht „behalten" werden. Eine solche Bequemlichkeit sollte sich niemand zuschulden kommen lassen! Grundbesitzbogen, Grund- buchsauszug, Familienauskunftsbogen und Unentbehrlichkeitszeugnis sind doch rasch, beschafft; der Bürgermeister und die politische Behörde werden jedem Reklamanten gerne an die Hand gehen. Alle Eingaben und Rekurse sind dazu noch stempeltet 1 Und die Anerkennung der Begünstigung als Familienerhalter hat für die Familie selbst dann einen Zweck, wenn der Bursche sonst als „mindertauglich" ohnedies in die Ersatzreserve gekommen wäre. Das neue Gesetz vom 21. Jänner 1908, Reichsgesetzblatt Nr. 141, durch das die Leistung von staatlichen Unterhaltsbeiträgen an die Familien jener bestimmt wurde, die zu Waffeuübungen einrücken, enthält auch genau dieselbe Bestimmung für die Familien der zur achtwöchentlichen Ausbildung Eingedickter,, bi» als Familienerhalter (§ 34 Wehrgesetz) in die Ersatzreserve übersetzt wurden. Ist aber der Sohn nur als „minder-tauglicher" in die Ersatzreserve gekommen, obwohl er auch den Anspruch auf die Zuerkennenng der Begünstigung hätte geltend machen können, aber nicht geltend gemacht hat, bekommt feine Familie während der Dauer der achtwochentlichen Ausbildung nichts, gar nichts. Darum nochmals! Bauern, die ihr einen Anspruch aw die Militärbegünstigung eurer Söhne als Familienerhalter zu haben glaubt, in wenig Wochen ist die Hanptstelluug und es ist höchste Zeit, für die Einbringung der Befreiungsgesuchei Ist nun Das Gesuch um Übersetzung des Familienerhalters in die Ersatzreserve eingebracht,_ aber mangels der gesetzlichen Voraussetzungen des § 43 Wehrgesetz abgewiesen worden, so wird ein Rekurs an die Oberbehörde fast ausnahmslos wertlos fein. Das Gesetz kennt, wie oben gesagt, nur ganz bestimmte Befreinngsgründe, lind dagegen kann durch alle Instanzen rekurriert werden, gegen das Gesetz kann keine Behörde entscheiden. Viele glauben auch der Herr Abgeordnete des Bezirkes müsse helfen, und überlaufen diese Herren und sind am Ende noch aufgebracht, wenn auch das nichts nützt. Die Militärbehörden kennen eben nur das Gesetz und beugen sich auch vor dem einflußreichsten Abgeordneten nicht! Ganz anders steht die Sache im Falle der „gnadenweisen Beurlaubung" des Familienerhalters durch die Militärbehörde. Hier hat ein Rekurs an die Oberbehörde immer die Aussicht daß sich vielleicht doch die Möglichkeit ergibt, den Burschen vorzeitig zu beurlauben und da kann eventuell auch ein Fürsprecher gute Dienste tun. Schließlich soll auch noch auf den Fall des § 33 des Wehrgesetzes aufmerksam gemacht werden, wonach ein Assentierter auch deshalb in die Ersatzreserve übersetzt werden kann, weil er eine Landwirtschaft ererbt hat. Es wird sich daher immer empfehlen wenn in Testamenten nicht der andere Ehegatte allein, sondern auch ein jüngerer Sohn als Erbe der Landwirtschaft eingesetzt wird. Stirbt dann der eine Ehegatte und sind ältere Söhne außer dem Hause vorhanden, schadet das nichts, sondern der zum Erben eingesetzte Sohn hat den rechtlichen Anspnch, in die Ersatzreserve übersetzt zu werden, und bleibt so der Familie erhalten. (Der Banernbündler.) Aus Stabt und Land. , ’• (Ernennung.) Herr Bezirksrichter Joses Pelle-griui in Laas wurde zum Landesgerichtsrate und Gerichtsvorsteher unter Belassung an seinem Dienstorte ernannt. — (Vom Justizdienste.) Der Justizminister hat dem Richter Herrn Franz Händler in Bleiburg zum Bezirksrichter für Klagenfmt ernannt. — (Universitätsnachricht.) Seine Majestät der Kaiser hat dem außerordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur, an der deutschen Universität in Prag Dr. Adolf Hauffen den Titel und Charakter eines ordentlichen Universitätsprosessors verliehen. (Trauung.) Am 7. d. M. wurden in der hiesigen Stadtpfarrkirche Herr Professor Gustav Naser und Fräulein Henriette Seite 29. Scheschark, Tochter des Oberlehrers Herrn Franz Scheschark, getraut. Biel Glück! — (Geschworenenauslosung.) Für die erste Schwurgerichtssitzung beim k. k. Kreisgerichte in Rudolfswert wurden als Hauptqeschworene it. a. ausgelost die Herren: Joses Jonke, Kaufmann in Obermösel; Andreas Lackner, Besitzer und Hotelier in Tschernembl; Johann S amide, Besitzer und Gastwirt in Altlag. — (Fürstbischof Dr. Jeglia gegen die Auswanderung.) Fürstbischof Dr. Jeg lic hat an seine Gläubigen einen Hirtenbrief gerichtet, der sich mit der Auswanderung der Slowenen befaßt. Es war ein mit statistischen Daten belegtes Bild der Aus-wanderungsbewegung gegeben und deren Schaden und Gefahr geschildert. Im Gegensätze hiezu werden die Schönheiten der Heimat aendesen und der heimischen Scholle Lob gesungen. Der Hirten-t,r:.: ist ein Loblied auf die Vaterlandsliebe. — (Der Konsumverein,) genannt „Landwirtschaftlicher @n, und Verkaufsverein für den politischen Bezirk Gottschee", gedenkt nach langem Zaudern Ende dieses Monates seine Tätigkeit v: ich zu beginnen und es sollen nun die bereits gezeichneten Anteil-sch ne (Anteil 20 K, Mitgliedsbeitrag 2 K) eingezahlt werden. Ein bdchs Omen für das genossenschaftliche Konsumgeschäft ist es, daß cd' gleich von Anfang an bei der Einzahlung der Geschäftsanteile Anteilsscheine bedenklich zu hapern scheint. So haben ftch z. B. „Ne lene Nesseltaler, die früher solche Anteilsscheine gezeichnethatten nunmehr geweigert, dieselben auch tatsächlich einzuzahlen Man ist eben in Nesseltal und auch anderwärts mit Recht nachdenklich geben und beginnt an der Existenzfähigkeit des Konsumvereines zu ■ *h ifcT.it. Auch will man nicht, daß von neuem wieder Stoff zu Zwistigkeiten und neiderfüllten Streitigkeiten tn die Bevölkerung getragen Mrde. ^^tscheer Nachrichten") sandten an ihre Abnehmer kürzlich folgenden Jammerbrief: „Euer Wohlgeboren! Da noch zwei Drittel der Abnehmer der „Gottfcheer Nachrichten mit der Bezahlung der Bezugsgebühr für 1910 im Rückstand smch viele sogar noch das Abonnement für 1909, 1908 und 1907 schulden (von 142 Abnehmern in Amerika schulden uns 122 noch 1387 K, bezahlt haben nur 20), sehen wir uns derzeit ganz außerstande, für Berichte aus Gottschee eine besondere Seite zu drucken, da der von den guten Abnehmern gezahlte Betrag noch nicht einmal zur Be-ümtmtq der besonderen Druckkosten (18 K) und einer kleinen Entschädigung für den Schriftleiter hinreicht, wir aber infolge der eigenen schwierigen Lage der Deutschen Agrarpartei in Steiermark nicht mehr in der Lage ftrib, die Gottfcheer Nachrichten", wie es bisher der Fall war, gratis und franko zu versenden (Inserate gingen aus der Gottschee nahezu gar keine ein— Es scheint also wirklich schon Matthäi am letzten zu sein mit den „Nachrichten"! Es sind das dieselben „Nachrichten die srüb-r immer so gerne vom „Abonnentenschwund des „Boten ' fett Und nun der Krach mit dem eigenen Blatte! _ _ (Öffentliche Vorträge.) Der vierte am 5. Februar fibqehaltene Vortragsabend am hiesigen Staatsgymnastum bot den zahlreich erschienenen Zuhörern einen seltenen litemu)chen Genuß. Frau Professor Berner trug mit tiefer Empfindung und unter feinster Abtönung der in grellen Kontrasten sich ablöfenbenjeelffchen Stimmungen einen Zyklus lyrischer Gedichte von Arno Holz vor, der von vielen zu den besten deutschen Lyrikern der Gegenwart gezählt wird. Der schärfste, schneidendste Gegensatz zwischen Erden-aiück und Weltenelend kommt in diesen Dichtungen zu ergreifendem Ausdruck; es spricht zu uns der herzzerreißende, vom Dichter selbst erlebte „Realismus" des Elendes, der allerdings mehr aufrerzt als befriedigt, weil ihm der versöhnende Ausklang fehlt. Em heimischer guter Kenner der modernen Dichtkunst schreibt in der , Lmbacher Zeitung": „Man darf Frau Prof. Berner dankbar em daß sie. die Bekanntschaft mit diesem Dichter vermittelte aber obste ihm Freund erwarb, ist eine andere Frage. Von der Trübsal des Lebens hatte man nachgerade genug; ,tausend Freuden beut die Welt, nicht nur tausend Plagen'. Es geht ein anderer Zug durch die Zelt, das häßliche Gekrächze literarischer Nachtvögel die auf Kosten der Schönheit und des guten Geschmackes alles über den Haufen werfen, um nur ,neu‘ zu sein, findet so wenig Anklang mehr als me Ausschreitungen und Lächerlichkeiten der modernen Musik und Malerei. Was schließlich A. Holz als ,Bohemien' erlitt, hat Murger in seinem .Zigeunerleben' gemütlicher und anziehender geschildert " Wer Freude am poetischen Pessimismus hat, dem mag dieses Urteil vielleicht hart erscheinen; Frau Professor Berner gebührt sedenfalls da» Be dienst, durch ihren eindrucksvollen Bortrag die hiesigen Kreise mit einem „modernen" Dichter bekannt gemacht zu haben der als Repräsentant seiner Gattung das Interesse von Freunden und Gegnern in Anspruch nehmen darf. Frau Professor Berner erntett hiefür sowie für den ausgezeichneten Vortrag die „Wallfahrt nach Kevlaar" von H. Heine reichen Beifall. — Man kann ftch kaum einen größeren Gegensatz denken als die moderne Elendslyn, e der einem recht schwül zu Mute wird, und bte Muse Roseggers, die, volkstümlichem, lebenskräftigem Boden enifprossen, uns mit ihrer köstlichen Frische und witzesfrohen Natürlichkeit gefangen nimmt. Herr Prof Naser, der den steirischen Dialekt glanzend beherrscht, verstand es, durch den geradezu meisterhaften Vortrag mehrerer humoristischer Sachen P. K. Roseggers, die von überwältigender, durch die dramatische Lebendigkeit der Wiedergabe zu voller Wirkung gelangender Komik waren, wahre Beifallsstürme zu entfesseln. Auch die weiteren kleinen Zugaben wurden mit dankbarem, großem Beifalle quittiert. - Mittwoch den 9. Februar hielt Herr. Proleffor Fezzi in seiner bekannten gediegenen Art einen wissenschaftlichen Vortrag über Tesla-Versuche. Der Physiker Nikola Tesla, ein geborener Kroate, studierte seinerzeit Jngemeurswissenschaft m Graz. Da seine Erfindungen in Österreich nicht die richtige Würdigung fanden, ging er zuerst nach Paris, dann (1882) nach Amerika, wo er zuerst bei Edison arbeitete und später tn New-York ein Laboratorium für elektrische Untersuchungen gründete. Er entdeckte 1888 das magnetische Drehfeld und die Kraftübertragung durch Drehstrom, 1892 die bei Wechselströmen austretenden elektrifchen Wellenphano-mene. Im Jahre 1895 stellte er durch einen Funkenindnktor in Verbindung mit größeren Leidenerflaschen äußerst rasch oszillierende Entladungen der letzteren her. Wird die Funkenstrecke m den primären Kreis eines Hochspannungstransformators gelegt, so erhalt man in der sekundären Spule desselben Jnbuktionsstrome von außerordentlich hoher Spannung und Stromwechselzahl Die tn mehrfacher Hinsicht überraschenden Wirkungen dieser Vochfreyaenz-ströme führte Herr Prof. Fezzi in allgemein verständlicher Weise durch bestens vorbereitete Versuche vor Augen. Man hatte Gelegenheit, die durch die Teslaströme hervorgerufenenganz merkwürdigen Lichteffekte zu bewundern (verästelte bläuliche Lichtbuschel, gleich einem Netzwerk glänzende Lichterscheinungen bläuliche Sicht* bünder, leuchtender Kegelstumpf, leuchtende Geißlersche Rohren rc.). Schließlich wurde durch zwei mit den Polen verbundene und einander qeqenübergestellte Metallplatten, in deren Zwischenraum so starke elektrische Kräfte herrschten, daß Geißlersche Rohren, frei in dieses elektrische Feld gebracht, hell aufleuchteten, das Prinzip und Wesen der Teslabeleuchtung in sehr faßlicher Weise gezeigt. Gelingt es dieser Erfindung allgemeine praktische Verwendbarkeit zu geben — und das hofft Tesla in Bälde zu erreichen —, so ist das ideale Licht der Zukunft erreicht. Als willkommene Zugabe wurde noch der verblüffende Versuch mit der „singenden" Bogenlampe geboten und eine Erklärung der drahtlosen Telephome. Die Zuhörer spendeten reichen Beifall. Herrn Prof. Fezzi gebührt das Verdienst, die gebildeten Kreise unserer L-tadt in alle bte hochinteressanten neuen und neusten Erfindungen auf dem Gebiete der Elektrizität einqeführt zu haben, wofür wir ihm wiederholt den besten Dank aussprechen. Erfreulich ist es, daß die öffentlichen Vorträge am Staatsgymnastum auch dem Gymnasial-Unterstützungsvereine eine ansehnliche Einnahme zuführten. — Am 16. Februar begann sodann die erste Vortragsreihe des Fortbildungskurses mit einem Vortrage des Herrn Prof. Dr. Andreas Krauland über Sprachleben und Sprachentwicklung, der am 19. Februar seine Fortsetzung findet. — (Genossenschaftlicher Buchhaltungskurs.) Der Genossenschastsverband in Laibach veranstaltete in Gottschee einen Buchhaltungskurs für Funktionäre von Raiffeisenkassen, der vom 14. bis 17. d. M. dauerte. An demselben nahmen 18 Vorstandsmitglieder teil, und zwar von dem Raiffeisenkasstuvereiue in Gottschee die Herren Dechant Ferd. Erker, Schulrat Joses Ob erg soll, Gemeindevorsteher Anton Kresse und Besitzer Joses Fink; von Mitterdors die Herren geistlicher Rat und Pfarrer Josef Eppich, Oberlehrer Georg Erker, Gastwirt G. Petsche und BesitzerI. Schober; von Altlag die Herren Pfarrer Anton Kr einer, Kaplan I. Ja klitsch und Kaufmann Georg Eppich; von Ebental die Herren Pfarrer Franz Zaje und Gemeindevorsteher Georg Högl er; von Mosel Herr Pfarrer Josef Erker; von Nesseltal die Herren Psarrer A. Schauer und Gastwirt Alois Ag nits ch; von der Kasse in Rieg Herr Pfarrer Jos. Gliebe; von Unterlag HerrJoh. Ruppe, Besitzer und Handelsmann. Verbandsdirektor Herr Traven eröffnete den Kurs mit einer Ansprache, in der er die Wichtigkeit des gesamten ländlichen Genossenschaftswesens für die Bevölkerung hervorhob und dem Kurse bestes Gedeihen wünschte. Verbandsanwalt Herr Landtagsabgeordneter und Landesausschußbeisitzer Dr. Pegan hatte eiu^Begrüßungstelegramm gesendet. Verbandsrevisor V. Kramar-Šič machte mit den Kursteilnehmern den ganzen Geschäftsgang von zwei aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren einer Raiffeifenkaffe durch und wußte durch seinen klaren, leicht verständlichen Vortrag selbst ||j die Buchung schwieriger Geschäftsvorfälle und insbesondere die für Anfänger nicht gerade leichte Aufstellung der Jahresrechnungen und ilti Bilanzen zum allgemeinen Verständnisse zu bringen. Am Schlüsse des Kurses sprach Herr Dechant Ferd. Erker dem Kursleiter Herrn KramaiZic für seine verdienstvollen und erfolgreichen Bemühungen namens der Kursteilnehmer den wärmsten Dank aus. Alle Herreu, die den Buchhaltungskurs mitmachten, waren von dem Verlaufe desselben sehr befriedigt und schieden mit dem Wunsche, daß der Genossenschaftsverband in den nächsten Jahren neuerlich einen ähnlichen Kurs veranstalten möge. — (Kleingewerbliche Kreditaktion.) Im Interesse der erfolgreichen Durchführung der kleiugewerblicheu Kreditaktion ist das Ministerium für öffentliche Arbeiten darauf bedacht, in den einzelnen Ländergebieten mit den interessierten Lokalfaktoren unmittelbar m Fühlung zu treten, um einvernehmlich mit diesen das besondere Aktionsprogramm sestznstellen. Die hierauf abzielenden Schritte, die bereits in verschiedenen Kronländern unternommen worden sind, sollen nunmehr auch in Krain eingeleitet werden. Die Handelsund Gewerbekammer für Krain wurde vom k. k. Ministerium für öffentliche Arbeiten ersucht, zu diesem Behufe Vertreter der an der Förderung des gewerblichen Kreditwesens interessierten Kreise und der in Betracht kommenden öffentlichen wirtschaftlichen Faktoren Krains zu einer Konferenz einzuberufen, in der ein Delegierter des §; Arbeitsministeriums den staatlichen Aktionsplan zu entwickeln hätte. IjJ Diese Konferenz fand gestern in Laibach statt. /■ _ — (Assentierung.) Die Hauptstellung der Wehrpflichtigen lüf findet Heuer statt: Am 30., 31. März und 1. April in Rudolfs wert lür deu Gerichtsbezirk Rudolfswert; am 2. April in Seifenberg für den Gerichtsbezirk Seifenberg; am 7. April in Möttling für den Gerichtsbezirk Möttling; am 9. April in Tscheniembl für den Gerichtsbezirk Tschemembl; am 11. und 12. April in Gottschee für den Gerichtsbezirk Gottschee; am 14. und 15. April in Reifnitz für den Gerichtsbezirk Reifnitz; am 16. April in Großlaschitsch finden Gerichtsbezirk Großlaschitsch. — (Das Schicksal kroatischer Auswanderer in Amerika.) Der in Chicago lebende Dr. Biaukini veröffentlicht im „Agramer Tagblatt" einen Artikel Über die Auswandererfrage, der ein grelles Streiflicht auf die in Amerika wohnenden Kroaten wirft. Nach den Angaben des Artikelschreibers verliert das kroatische Volk jährlich 60.000 Arbeitskräfte. Dieselben müssen in Amerika die schwierigste und lebensgefährlichste Arbeit verrichten. „Westamerika verliert jährlich an dreißigtausend Tote und zwei Millionen Verwundete, die alle in verschiedenen Fabriken verunglücken; die größte Unfallsziffer weisen die Eisenbahnen, Kohlen- und Erzbergwerke und Schmelzereien auf. An diesen Hekatomben sind auch die Kroaten stark beteiligt, da sie gerade bei den gefährlichsten Unternehmungen ihrem Erwerb nachgehen." Das ärgere Übel erblickt aber Dr. Biankini in dem Anwachsen des Alkoholismus. „Abgestumpft von der Arbeit, ohne Familie, ohne Kenntnis der Sprache und ohne nach einer höheren Ausbildung zu streben, verbringt er seine freie Zeit in der Kneipe mit Kartenspielen, Streitereien und Trinken; hier existiert keine Kirche, keine Schule, noch Lesehalle, die ihn wieder aus den rechten Weg bringen könnte. Der Alkoholismus ist in den Vereinigten Staaten im Wachsen begriffen, er beträgt jetzt 80 Prozent; die Verbrechen sind ans 50 Prozent und die Scheidungen von 1 bis 5 Prozent gestiegen." Angesichts dieser schrecklichen Lage, in welcher sich die Auswanderer befinden, wäre es hoch an der Zeit, die Auswanderer durch wirtschaftliche Maßnahmen an die Scholle zu fesseln.. Mtterdorf. (Sterbefall.) Wie anher berichtet winde, ist der aus Obrem Nr. 7 gebürtige Handelsmann Matthias Schober in Warschau gestorben; er war 81 Jahre alt. — (Elternabend.) Um Schule und Haus einander näher zu bringen und die erzieherische Tätigkeit der Schule erfolgreicher zu gestalten, hat man in neuerer Zeit mit der Einführung von sogenannten Elternabenden begonnen. Die bei solchen Gelegenheiten gegebene Belehrung und gepflogene Aussprache mit den Eltern ist besonders dort von Bedeutung, wo der Lehrer die Eltern des Kindes sonst fast nie zu Gesichte bekommt. Am letzten Sonntag fand an unserer Schule zum erstenmale ein solcher Elternabend statt, wobei Herr Oberlehrer Georg Erker „über die Vorbereitung des Kindes für den Eintritt in die Schule" und über die Art, ' wie größere Kinder zum nutzbringenden Lesen angeleitet werden sollen, Vortrag hielt. Die gute Beteiligung — es waren 60 Personen erschienen — und die Aufmerksamkeit, die dem Vortrage entgegengebracht wurde, lassen die öftere Wiederholung solcher Veranstaltungen erwünscht erscheinen. Wenn dies alle Vierteljahre geschehen sollte, wäre am bleibenden Interesse hiefür kaum zu zweifeln. — (Trauung.) In- der Allerheiligenkirche in Brooklyn wurden Josef Perfche aus Hinterberg und Maria Snpantschitsch aus Windischdors Nr. 24 getraut. — (Von der Gemeinde.) Bei der Ansschußsitznng vom 10. Feber gelangte zuerst ein Schreiben des Fürsten Auersperg und Grasen Barbo zur Verlesung. Bezüglich der Schulhans-erweiteruug einigte man sich dahin, vorerst einen diessälligeu Beschluß des Gemeindeausschusses Mal gern abzuwarten. Dem Aufträge des Landesausschuffes hinsichtlich der Anschaffung einer eisernen Kasse, Anlegung von Jnventarien u. bergt, soll entsprochen werden. Die Gemeinde verzichtet auf das Vorrecht der Aufstellung einer Gemeindewage. Das Gesuch des Besitzers Franz Ski ber aus Koflern Nr. 13 um Gasthauskonzession wird befürwortet 11 Dem Inwohner Johann Eppich aus Obrem wird eine Unterstützung in Naturalien bewilligt. Amtstage bei der Gemeinde sollen weiterhin nur der Montag und Donnerstag von 2—6 Uhr sein. Ausschußsitzungen sollen nur an Samstagen stattfinden. Endlich willigt die Gemeinde ein, 150 K für die Roseggerstiftung zu zeichnen, 'wenn auch die übrigen Gottscheer Gemeinden sich hiezu bereit erklären. — (Verunglückt.) Erst jetzt ist ans Datteln in Preußen die amtliche Mitteilung anher gelant, daß der ledige, 38 jährige Johann Erker aus Kerndorf Nr. 20 am 21. Mai 1908 durch Sturz in einen Schacht tödlich verunglückt ist. Wösek. (Von der Schule.) Dem Herrn Oberlehrer M. Kranland ist der Krankheitsurlaub, der am 7. Februar ablies, bis Ende des Schuljahres verlängert worden. „ (Sterbefall.) Am 5. d. M. starb hier die verwitwete Auszüglerin Ursula Weiß geb. Hegler, welche wegen ihres Fleißes und ihrer Wirtschaftlichkeit sehr geschätzt war. Hrafenfeld. (Trauung.) Johann Ruppe von Nr. 11 hat in der Allerheiligenkirche in Brooklyn am 22. Jänner 1910 die Maria Deutsch mann aus Suchen geheiratet. Mestettak. (Ehreumedaille.) Der Herr Landespräsident hat dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr in Nesseltal, Herrn Josef L ackn er, die mit der allerhöchsten Entschließung vom 24. November 1905 gestiftete Ehrenmedaille für 25 jährige verdienstliche Tätigkeit auf dem Gebiete des Feuerwehr- und Rettungswesens zuerkannt. Briefkasten. John F., Cleveland. Wir bestätigen dankend den Empfang der Doll. 27-70. „Die Geschichte" werden wir Ihnen besorgen. Die Bauernbundkalender sind schon an Ihre Adresse abgeschickt worden. Bitte für die „gute heimische, katholische Presse" zu agitieren. Sei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Meindruckzeile oder deren Raum so? heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 heller. Sei Einschaltungen durch ein halbes -Zah, wird eine zehnprozentige, bei solchen durch das ganze )ahr eine zwanzigprozentige Ermätzigung gewährt. Anzeigen. Nie Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Ein-schaltung zu erlegen. — Ls wird höflichst ersucht, bei Beste!. langen von den in unseren, Blatte angezeigten Firmen sich stets auf de» „Gottscheer Boten" zu beziehen. 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