^ 7t Ireitag dcn t3. Znni 1879. XVIII. Jahrgang Die „Marburger Zettung" erscheint jeden Srinntag, Mittlvoch und Freiing. Preise >- für Marburg ganzjährig S fl., halbjährig 3 fi., vierteljährig 1 fl. Kl) ?r.; für Zustellung » ins HanS monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zeile. Vom Spaziergange nach Novi-Da^ar. Msrburg, 12. Jllni. Die „militärischell Spaziergänge" haben seit 1866, 1870 und 1878 ein wenig von ihrem Ruhme verloren und dürste es mit dem Zuge unserer Fünftausend nach Novi Bazar sich kaum ander» verholte»,, als mit den zwei Kompagien des Grafen Andrassy in Bosnien-Herzegowina. Der Wind, in welchen die Okkupationspartei alle Warnungen geschlagen, ist bereits zum Sturm geworden. In Novi-Bazar haben türkische Truppen einander mit Kugeln begrübt. Im Süden Raseiens und in Albanien selbst wüthet der Bruderkrieg; denn die kleine Minderheit, welche die Waffen gegen unsere Truppen nicht ergreifen will, isi von der stammgenössi-schen Kriegspartei als Landesverräther gebrand« markt und hingemetzelt worden. Die Ausdeh^ nung unserer Besetzungslinie, die Unwirthlich« keit der Gegend, Mangel an Weg und Steg, die Wildheit der Bevölkerung, die treffliche Bewaffnung und die Wehrfähigkeit derselben lassen nicht bl?s sür unsere Fünftallsend, welche den Vormarsch anzutreten bestimmt sind, blutigen Widerstand befürchten, sondern auch für die zehnfache Truppenmacht. Andrassy hat allerdings die Türkei aufgefordert, die Albanier zu entwaffnen und ist dieselbe scheinbar auch geneigt, den Versuch zu wagen. Angenommen, jedoch nicht zugegeben, der Sultan habe den ernsten Willen, diese Maßregel durchzuführen: besitzt er auch die Miitel? Und wenn die Entwaffnung nicht gelingt! wird Andrassy auf deti Einmarsch ver-zichten? Oder wenn die Entwaffnung zu lange dauert: wird die Okkupationspartei an der Grenze Nasciens „Gewehr beim Fud" stehen? wird Andrafly keine Rücksicht nehmen auf die „Ehre" der Großmacht Oesterreich-Ungarn und wird, ja muß der leite»^de Mitnster dieser Grob- macht nicht erklären: mit unserer Würde ist es nicht vereinbar, daß die kleine und schwache Türkei allein für die Vollziehung des gemeinsamen Vertrages kämpft. Dem eisernen Mub der „Großmacht^Stel-lung" gehorsam, wird Andrasiy nicht wanken und nicht weichen und wenn nach der Schlacht bei Djakova Albanien zu seinen Füßen liegt, so isi die Bahn frei bis an das Aegäische Meer. Der Krieg mit den Albaniern wird uns gerade so viel Menschen, Geld und Geldeswerth mehr kosten, als dieser Stamm noch zahlreicher, noch fanatischer und waffentüchtiger ist, denn die Mahomedaner in Bosnien-Herzegowina. Eine Niederlage den Albaniern gegenüber be-forgen wir nicht, wohl sind wir fest überzeugt, daß dieses Blatt unserer Geschichte die Aus« schrift tragen muh: „Wehe den Siegern!" Franz Wiesthaler. Zur Geschichte des Tages. Die Fehde, in welcher die halbamt-licheil Blätter gegetl die Fort-schrittspa rtei liegen, verträgt sich mit dem Nechtsstaate nicht. Wir rügen nicht blos die Art, wie gutmeineinende, ehrlich vorwärts strebende Männer angeriffen werden; wir bedauern auch die Steuerpflichtigen, die mit ihrem Gelde diese Angriffe unterstützen müssen, laut hoher Bewilligung des Reichsrathes. Die innere Lage Deutschlands ist eine tiefe Demüthigung für Volk und Negierung. Die Partei des Vatikans gibt im Reichstage den Ausschlag bei der Beschaffung jener Geldmittel, welche Bismarck und die Hohenzoller brauchen — entscheidet übec die Bedingungen, an welche die Bewilligung geknüpft werden soll. Der Generalgouverneur von O st-N utneli en scheint der Pforte bereits unbequem zu werden. Das Bewubtseiu der bulgarisch-griechischen Al^stammung wird bei diesem Statthalter des Sultans immer lebendiger. Auswahl von Bulgaren für wichtige Staatsämter und gewisse Aeuberlichkeiten, auf die dieser Stamm grober Gewicht legt, machen den Verdacht rege, Bogorides beabsichtige, sich auf den Fürsten von Ost-Rumelien hinauszuspielen. Veriiuschte Nichrichteii. (Nu bland. Auswanderung.) In Nub-land wandern häufig ganze Familien, ja sämml. liche Bewohner einer Ortschaft in andere, ost weitentsernte Gegenden des Reiches aus und zwar in der Richtung nach Osten. (Die Springprozession von Echternach.) Rheinische Blätter berichten aus Echternach, 3. Juni: Das widerliche Schau« spiel, welches sich alljährlich am Pfingstdienstag hier unter dem Namen „Springprozession" wiederholt, war heute durchaus nicht vom Wetter begünstigt. Trotzdem blieb die Betheiligung an der Prozession, sowie der Zuflllb auswärtiger Zuschauer uicht hinter den Vorjahren zurück. Unter strömendem Regen sprangen sich 7000 bis 800V Menschen in den Schweiß hinein, um sich dann auf den nassen Nasen hinzulegen und ihr mitgebrachtes Mahl zu verzehren oder sich auf den Karouffels und an den Ausschreiern der zahlreichen Verkaufsbuden zu er-giitzen. Man versteht eben, zu Ehren des heiligen Willibrord das Angenehme mit dem Verrückten zu verbinden. Die Geistlichen, die sonst die Prozession in Stärke von 30 bis 40 Mann, aber wohlweislich iin gewöhnlichen Schritt zu begleiten pslegen, hatten heute bei dem Negen vorgezogen, zu Hause zu bleiben. Nur in der Kirche, dem Endpunkt der Prozeffioit, waren einige anwesend. (Erziehung. Für Kindergärtnerinnen.) An der Staatsanstalt für Bildung von Lehrerinnen bei St. Anna in Wien wird ein Bil-dungskurs für Kindergärtnerinnen errichtet, A e u i i c e t o n. Michel. Von JolianneS Scherr. ltzortsej^ung.) „Mein Traum ist, fürchte ich, ausgeträumt . . . Aber Isolde hat mich Fassung und Resignation gelehrt, so fremd Ihnen auch diefe Worte in meinem Munde vorkommen mögen. O, sie ist reiti, schuldlos und idealisch gestitnmt wie ein Kind und doch klar und verständig wie ein Weiser. Nochmals, ich wünsche Ihnen von ganzer Seele Glück. Doch das müssen Sie mir versprechen, über der geliebten Isolde die Freundin Julie nicht zu vergeffen." „Wie könnt' ich das, Fräulein ^Nennen Sie, ich bitte . . . nennen Sie mich schlechtweg Julie, wie ich Sie Michel nennen will. Ich bin meine Kapricen r-.och nicht ganz los und habe die Koprice, die traulichere Anrede für eine Garantie Ihrer Freundschaft anzusehen." Wir hatten nicht beachtet, dab die auf den Korridor hinausgehende Thüre geöffnet worden war. Mibmuthig über die unwillkommene Störung wandte ich mich um. In der Thüröffnung stand der alte Hausmeister, in den mumienhasten Zügen ein Leben jähen Entsetzens, welches zu der Possir« ltchkeit seiner Nokokotoilette einen grellen sezirt (der Städte und Märkte, der Landgemeinden, der Handelskammern) berechtigt ist, einen Delegirten oder Vertreter zu entsenden. Das also gebildete Landes-Wahlkomite kann sich jedoch im Falle der Nothwendigkeit durch Option verstärken. Personen, welche bei den nächsten Neichs-rathS'Wahlen als Kandidaten auszutreten gedenken, können nicht Mitglieder eines Wahl-KomiteS sein, jedoch zu einzelnen Sitzungen mit berathender Stimme beigezogen werden. (Ftir patriotische Opferwil-ligkeit.) In Würdigung der „patriotischen OpferwiUigkeit bei Unterstützung und Pflege verwundeter und kranker Soldaten während der Okkupationskämpfe" wurde dem Bezirkshaupt-ntann in Cilll Herrn Ferdinand Haa», der Hausbesitzerin Frau Katharina Pachner in Marburg, d.'M Gutsbesitzer Herrn Ludwig Edlen von Natzesberg'Wartenburg, der Bürger-meisters-Gattin Frau Ida Reifer in Marburg, dem Wundarzte Herrn Josef Urbaczek in Marburg, dem Gutsbesitzer Eduard Freiherrn von Vay in Gonobitz, der Stadtgemeinde Marburg, dem patriotischen Frauenkomite in Marburg, der Stadtgemeinde Windisch-Feistritz die Allerhöchste Anerkennung ausgesprochen und wurden verliehen: das Ritterkreuz des Franz Josefa Ordens dem Bezirkshauptmann Herrn Julius Seeder in Marburg — da« goldene Verdienstkreuz mit der Krone dem Bezirksarzt Herrn Dr. Albert Leonhardt in Marburg — das goldene Lerdienstkreuz den Herren: Dr. Arthur Mally, Stadlarzt und Dr. Amand Atak. praktischer Arzt in Marburg — das silberne Verdienstkreuz mit der Krone den Herren: Jgnaz Linsler, Hausbesitzer in Rann und Vincenz Meditsch, Wundarzt in Lichtenwald. (Gewerbe.) Im verflossenen Monat wurden bei der hiesigen BezirkShauptmannschast folgende Gewerbe angemeldet: Mauthmühle in Kranichsfeld, Georg Machoritsch — Mauth-mühle in Ieschenzen, Blasius Lesiak — Mauth-mühle in Kcrfchbach, MathäuS Pachitsch, Franz Koroschetz — Mauthmühle in Gölsch, Joseph Zotter — Schuhmacherei in Maria-Rast, Franz Eigner — Bretterhandel und Ziegelbrennerei in Pöltschäch, Johann Hartner — Schmiede in Heudorf, Johann Forasin — Viehhandel in mein armer unglücklicher Bruder, Friede fei mit Dir l" Und van einem edlen Impulse getrieben, schlang sie die Arme um den Todten, küßte ihm Stirne und Mund und badete sein Antlitz mit ihren Zähren. Mit sanfter Gewalt machte ich sie von dem todten Bruder los und führte sie hinweg, während Julie dem Leichnam fromm die Augen zudrückte. Zu jener Stunde brach die in ihren Tiefen erfchütterte Seele Isoldes ein jahrelang qualvoll liewahrtes Schweigen und offenbarte mir ein schreckliches (Zeheimniß. Alier ich habe auch jetzt noch kein Recht, darüber zu verfügen. Mag es mit dem Todten in Frieden ruhen! .... Der Tod sühnt Alles. Neuntes Kapitel. Am Tage darauf bestatteten wir den Todten auf dem Friedhof bei der kleinen Dorfkirche im Hintergrunde des Thals. Ich konnte, als die Erdschollen aus den Sarg rollten, mir nur sagen, daß es eine gute Schickung gewesen, welche dieses verlorene Leben hinwegnahm. Der fo schwer Verirrte Sauerberg, Georg Lederer. Gasthäuser wurden eröffnet in: Maria-Rast, Peter Luschnik — Zierberg, Eustachius Mörth, Jgnaz Marto — Ziegelstadt, Anton Katz Pößnitzhofen, Georg Ferk — Pragerhof, Anton Wagner - Maria-Rast, Anna Colletti. (Privilegium.) Das österreichifche Handelsministerium und das ungarische Mini» sterim für Ackerbau, Handel und Industrie haben dem Herrn Karl Arledter, Ingenieur und Realitätenbesitzer in Marburg, auf eine eigenthümliche Heupresse ein ausschließendes Privilegiuni für die Dauer eines Jahres verliehen. (W a h l b e w e g u n g.) In Rann haben die Nationalklerikalen den Landtags-Abgeord-neten Schniderschitsch, welcher bisher mit der Versasiungspartei gegangen, als Kandidaten sür die ReichsrathS'Wahlen gegen Foregger aufgestellt. (Aus unglücklicher Liebe.) In einem Stalle zu Unter-Kötsch hat sich der drei-undzwanzigjährige Bauernsohn Josef Hummer erhängt —- wie man fagt, aus unglücklicher Liebe. (Ein Dieb erschlagen.) In Nadelstein bei Bresje war die Bevölkerung wegen häufiger Einbrüche, namentlich in Keller, schon seit Langem erbittert und wurde kürzlich ein Dieb, welcher beim Weinstehlen ertappt worden, von den Leuten zu Tode geprügelt. (Konzert.) Gestern fand im Götz'schen Garten ein Konzert der I. Wiener Konzert-Gesellschaft fiatt, welche durch ihre vortrefflichen Leistungen den lebhaften Beifall des zahlreich erfchienen Publikum« erworben. Auf vielfeitige« Verlangen findet deßhalb heute Freitag da« zweite und letzte Konzert im selben Garten statt. Das interessant zusammengesetzte neue Programm verspricht abermals einen genußreichen Abend. Ferrnccio Beuvenuto Busoni. Samstag Abends wird Marburg Gelegenheit haben, eines der vielversprechendsten musikalischen Talente Europas kennen zu lernen. Busoni wild bei uns konzertiren, jener Wunderknabe, dessen ntttsikalisches Genie die strengen Wiener Kritiker so ezttwaffnete, daß sie nur einmüthig zu konstatiren vermochten, die Welt habe, wenn Gesundheit und Kraft den: jungen Künstler erhalten bleibt, nichts geringere« zu erwarten, als einen neuen Mozart. Noch nicht dem Knabenalter entwachsen, ist Busoni bereits ein Meister des Pianos; aber er ist noch mehr. Technische Vollendung konntrn auch Andere, wenn allch erst in: gereisten Alter, durch unsäglichen Fleiß und Mühe erringen, die Gabe geistvoller Nachempfindung, so hoch sie zu schätzen, bezeich- und, ach, so schwer Gebüßte hatte nun Ruhe, nachdem er sich selbig und Anderen nur noch zur Last gewesen. Gelioren und aufgewachsen llnter Verhältnissen, die ein langes, gutes, ihm selbst und Anderen zu Glück und Freude gereichendes Dasein verblirglen, war der Unglückliche vom Dämon der Genußsucht, diesem Fluche unserer Zelt, schon frühzeitig ergriffen und rasch zum Aeußersten fort, ja, darüber hinaus gerissen worden. Als das edlere Element in ihm endlich wieder erwachen wollte, war es zu spät. Eine schreckliche Erinnerung schwang ihre Furieugeibel ruhelos über ihm l»nd peitschte ihn dem Tod entgegen. Wir stiegen den Schloßhügel hinan, an deffen Fuß wir inzwischen angelangt waren. Droben war die Zugbrücke niedergelassen. Im Burghof stand ein gesatteltes Saunlpfero, von einem weiten Gange dampfend. Der alte Hausmeister unterhielt sich mit eiuem fremden Bergführer, welcher mit dem Pferde gekommen zu fein schien. (Fortsetzung svlgt.) net noch nicht da» ursprüngliche Genie. Die gütigen Götter haben Busoni den vollen Zauber der Kunst als Wiegengescheak verliehen. Ihm strömt schon jetzt ein reiner unerschöpflicher Quell der Erfindung, die schwierigsten Gesetze seiner Kunst, zu deren Erkenntniß sonst die ernste Arbeit eines Mannesalterü erforderlich ist, durchblickt er leichtlich mit seinem Künstlerauge; schon weiß er das unendliche Gefiihl des Menschen in Tönen auszudrücken, das Süßeste und das Herbste, der freundlichste Scherz und der tiefste Groll — nichts ist ihn: fremd. Die Zahl der Kompositionen Busoni's ist schon jetzt eine außerordentlich große, aber bei aller Leichtigkeit seines Schaffens wird er nie trivial. Der strenge Theoretiker mag hie und da etwas zu verbessern finden, aber jeder mußte noch zll-geben, er stehe vor einer überlegenen ursprünglichen Kraft, deren Grenzen vorläufig nicht zu bestimmen sind. — Möge der junge Künstler ein glückliches Geschick finden, welches ihm er-laubt sein Genie zur vollen Reise zu bringen und der Welt eine reiche Reihe von so werthvollen Werken zu spenden, als sie uns der Beginn seiner Laufbahn erwarten läßt. — Wir zweifeln nicht daran, daß Jeder, der nur einiges Interesse für die Kunst zeigt, nicht versäumen wird, das smnstagige Konzert zu besuchen. Letzte Vost. Graf Andrassy soll zurücktreten und durch Baron Haymerle, Botschafter in Rom, ersetzt werden. Oefterreich'Ungarn hat die nothwendigen Schritte eingeleitet, um »«gen des Einmarsches in Novi-La»ar mit der Pforte die militärischtechnischen Vereinbarungen zu treffen. Der Auemarsch der Irregulären in Novi-Bazar nach Mazedonien hat begonnen. Das Ministerium für Elsaß-Lothringen erfordert an geheimen Ausgaben im Interesse der Polizei 44,000 Mark. Der Ausstand in Algier hat sich bereits aus drei Stämme ausgedehnt. Nr. 4617. ^ Kundmachung. Vom Stadtrathe Marburg wird mit Be-zug auf die Wahlausschreibimg des Herrn k. k. Statthalters vom 25. Mai 1879 Z. 1737 pr. hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die nach dem Gesetze vom 2. April ^873 und vom 18. Jänner 1867 angefertigte Wählerliste der Stadtgemeinde Marburg am Heutigen in der Stadtamtskanzlei am Nathhause Haltptplatz Nr. 96 zu Jedermans Einsicht aufgelegt wurde, und daß Reklamationen wegen Aufnahlne von Nichtwahlberechtigten oder Weglassung von Wahlberechtigten bis zum 18. Juni I87S bei dem gefertigten Bürgermeister eingebracht werden können. Marburg am 9. Juni 1879. _Der Blirgermeister: Dr. M. Reiser. 8am8tAg livn 14. ^uni lkj79: lieg ?örniccioZsiivsiiiito Lusovi SU8 Lmpoli bei ssloren^ in losoana. Ls Anüvi nur v!» Lksselsi!?: l tl. v 50 kr. KsIIvi-ie ZV kl-. ö III»r Karton kiir Zincl doi Herrin .su.NS0l)it2 2U Allen jenen Damen und Herren, welche bei dem am 8. Äuni 1879 im Stadttheater statt-gefundenen WohlthätigkeitS-Concert in gefälliger Weise mitwilkten, sowie Jenen, welche bei der Kassa Ueberzahlungen leisteten, sei hiemit der kieste D^nk gebracht. <^687 Samstag den 14. Juni 187S I. kastvorstollllox der aus 8 Orplwulll in unter der Direklion kraus Xrivdaum. Unter Mitwirkung der ersten Knnfikräfte dcS Jtt- und Auslandes (IS Künstler). Das reichhaltige Programm enthalt nur streng llnständigt Vortriigr, nebst hervorragenden Leistungen im Gebiete der Oz'mnastilc, und ^loelivu-s^ouvert. Näheres das Abend-Programm. Ansang 8 Uhr. Entrse 30 kr. Sonntag den 15. Juni Abschieds-Vorstellung-672_Ernst Acgro, technischer Leiter. Eröffnung der l>. Ii. MilitSr-Kchwimmschnle am 14. Juni 686) Bade stunden: Vormittags: Nachmittags: Von 5—8 Uhr für Herren. 12—2 Uhr für Herren. „ 3—11 „ ^ Damen. 2—6 „ Schwimmunterricht „ 11—12 „ „ Herren. des ?. k. Militär. ' 6—6 Uhr für Herren. Eintrittspreise an Ort und Stelle ersichtlich. _S. k. Somlnando der Frau) Jasef-Kllstrue. Weinkeller gesucht außer Linie Marburg, nahe der Stadt. Anträge mit Preis unter Chiffre Ii 10(1 xost-s i'SZtantö Villach. (688 Sommerwohnung in Pößnitz mit 5 Zimmern, Kilche und Begehung schöner Anlagen. (685 Gras an der Wurzel zu verkaufen. Anfrage im Comptoir d. Bl. bewährtester Konstruktion mit auf Kirchthürme, Hänser zc. werden bei mir billigst erzeugt und von mir selbst aufgestellt. Ferner erlaube mir dem geehrten ?. 1'. Publikum anzuzeigen, daß ich mittelst eines klitZiableitungZ k'i'obii'-Appai'ates auf Verlangen der geelirten Kunden Blit^alileltcr untersuche und jede Mangelhaftigkeit säuernd und billigst beseitige, sowie die Spitze derselben echt Für gute, solide Artzeit garantirt 667 in Warö nrg. Loilalverällderungs - Anzeige. Das Dicilsimonit-Ziiflitu ls- und Ägenturs-Comploir des I. Radlik btfindet sich von nun an (680 im Baron Sanleezue schen Hause, Bnrggasse Nr. ÄT, cbenert)ig rechts. Em Pferd, Braun Wallach, über 15 Faust groß,, 5 Jahre alt, ist tvegen Raummangel billig zil. verkaufen. Auskunft im Comptoir d. Bl. (lZ77 Nr. 7113. Exekutive (660 /alirnijsell-versteigertUlg. Vom k. k. Bezirksgerichte A!lirburg l. D. U. tvird litkannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Herrn G. H. Ogriseg die rzekutive Feilbietung der dem seither verstorbenen Josef BergleS gehörig gewesenen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten und auf 9680 fl. 37 kr. geschätzten Fahruisse, bestehend aus einem Waarenjager von Damenkonsektions-Artikeln, Tuch- und Schnitt-,Haaren n. dgl. bewilligt und hiezu zwei Feil-bietungs-Tagsatzungen. die tlste auf den RS. Iutti und die folgenden Tage, die zweite auf den Stt. Juni l. I. und die folgenden Tage, jedesmal Von 9 bis 12 Uhr Vor- und von 2 vis 6 Uhr Nachmittags in dem ehemaligen Ber-kausslokale, Hauptplatz, mit dem Beisatze angeordnet lvorden, daß die Pfandstücke bei der ersten Feilbictung nur utn oder über den Schätzwerth, bei der zweiten Feilbietung alier auch unter demselben gegen sogleiche Bezahlung im Baaren oder EinlagSbücheln der Marburger Sparkasse und Wegschaffung hintangegeben werden. K. k. BeziikSgericht Marburg l. D. U. am 15. Mai 1879. Geld auf Wechsel und PensionSbögen. für Nealitätcn-befitzer und gegen andere Hypothek wird ausgeliehen bei Frau Lorenzo n t, Modistin, Herren-gafse Nr. 6, Quandest'scheö HanS. (669 Eilt Geulöll! in dir Herringass- Nr> 11 ist zu vermiethen. Aukrunfl bki Ioh. Erhart. Ztt Verkaufend Ein Windspiel, Männchen, rehfärbig, sehr fromm; wegen Raummangel zu verkaufen i. d. Magdalenavorstadt Nr. 5, part. bei I. R. (679 ^195 llvillrivk in «arliurs, 8tir!il'8 ksttvnsalliä empfiehlt feine titjotographischcll ^irbeiten. Krste k. k. prw. Aonau-AampfschiMhrts-Hesellschaft. Auszog aus der Fahrordnung der Pafsagierfchiffe vom l. Juni 1879. (649 Von Pa8sau nc^ch täglich 3 Uhr Nachm. „ !.in2 nach Viion, täglich 7^« Uhr Früh. „ Wvn nach k^i'vSLdui'g, tästlich (mittelst Lokalschiff) NM 5 Uhr Nachm. „ Vliikn nach vuliapost, lügl. 7 Uhr Früh. „ VliikN nach kilok^es, täglich 7 Uhr Früh. „ VlfiöN nach Lvmlin, täglich (Mitlwoch auS-genommen) um 7 Uhr Früti. Von Wien nach Orgova unö äsu Ltationon äsf untvrZtsn öonau, Sonntag, Dienstag und Freitag 7 Uhr Früh. Ankunft: in vi'80VS, Dienstag, Donnerstag, Sonntag Früh, in Kiurgvvo, Mittwoch, Freitag und Montaq. in Kalati, Donnerstag, Samstag und Dienste,g. Von l.m2 nach Pa8sau, täglich 6 Uhr Früh, ^ivn nach >.in2, täglich 6'/« Uhr Früh. pi'vSLdul'g nach ^isn, täglich (mlttelst Lokalschiff) um 6 Uhr Frich. öullapv8t nach VVion, täglich 6 Uhr AbdS. >jloka03 nach Wvn, tägl. 1'/« Uhr Nachm., außerdem taglich (Montag ausgenommen) 2Vs Uhr Früh. Lvmlin nach Vkivn, täglich (Sonntag ausgenommen) 6 Uhr Früh. l)f30va nach VVivn, Dienstag, Donnerstag, Sonntag Früh. Kiurgvvo nach ^ivn, Sonntag, Dienstag und Freitag Nachm. kalatZ! nach Viivn, Montag, Donnelstag, Samstag 9 Uhr Vorm. -visvIieQ IVivQ, vrsova., uvä ttwoch und Samstag Vormitt. in Varna, Mittwoch und Sanlstag Aliends, in Lon8tant'mopvl, Donnerstag u. Sonntag Mitt. Wien, am 30. Mai 1879. Von Lonstantinopvl, Dienstag und Freitag 3 Uhr Nachmitt. „ Varna, Mittwoch und Samstag Früh. „ ku8t?uk, Mittwoch und Samstag Nachm. ,, l)l'8ova, Dienstag und Sonntag, per Bah», in Wen, Freitag und Montag Nachmitt. IZlS Ißvtrivlb» Die Erhaltung der Gesundheit beruht zum größten Theile in der Reinigung und Reinhaltung der Säfte und deS BluteS und in der Beförderung einer guten Verdauung. Dies zu erreichen ist daS beste und wirksamste Mittel: Vr. Ro8a'8 vr. R osa'S LebenSbalsam entspricht allen diesen Forderungen auf daS Vollständigstes derselbe belebt^ ^ ? die gesammte Thätigkeit der Verdauung, erzeugt ein gesundes uud reiueS Blut, und dem Körper wird seine ^ Hfrühere Kraft und Gesundheit wieder gegeben. (309 L Derselbe ist fiir alle Verdauungöbeschwerdeu, uamentlich )^ppetlt!s/mlieit, I^ttUrcS ^ ^iZlähnngrn, Erbrechen, Magenkrampf, Verschlcimnng, Hämoirrhoiden, Uelierladnng des H^ Magens mit Speisen ^c. ein sicheres und bewährtes Hausmittel, welches sich iu kürzester Zeit wegen ^ seiner nuSgezeichueteu Wirksamkeit eiue allgemeine Verbreitung verschafft hat. ß Z Eine große Flasche 1 si., eine halbe Flasche 50 kr. ^ Hunderte von Anerkennungsschreiben liegen zur Ansicht bereit. Derselbe wird auf frankirte Zuschriften gegen Nachnahme des Betrages nach allen Richtungen verschickt. Herrn B. Fragner in Prag! Ich litt seit mehreren Jahren an einem Magenleideu, welches mir allen Appetit raubte uud mir viele Schmerzen verursachte. Ich entschloß mich daher zum Gebrauche Ihres Dr. Rosa'S LebenSbalsamS, welchen ich von Wieu bezogen habe. Dessen Wirkuug hat sich bei mir so vortrefflich bewährt, daß ich mich ^^uttn wohl befinde, gut esse und kein Magenleidender mehr bin, wofiir ich Ihnen meinen Dank sage. Zu-gleich ersuche, mir fiir beifolgende 10 Gulden große Alaschen des Dr. Rosa'S LebenSbalsam zu seudeu. Mit Achtung Chaim Rosenberg, lSalatz (Rumänien), den 7. Mai 1878. Kleiderhändler. Um unliebsamen Mißverstäudnisseu vorzubeugen, ersuche die ?. 1'. Herreu Abnehmer überall^ ausdrlicklich au» v. Draxuer « in zu verlangen, denn ich habe die Wahrnehmung gemacht, daß Abnehmern an manchen Orten, wenn selbe einfach LebenSbalsam, und uicht ausdrücklich Or. Roja'S LebenSbalsam verlangten, eine belie-^^bige nichts wirkende Mischung verabreicht wurde. s l Echt ist llf. kosa's l.vbvnsdal8am ,» beji.h.» T ^ nur im Hanpt-Depot des Erzeugers ». > ? Apotheke „zuin schwarzen Adler" in Prag, Eck der Spornergasse Nr. 205—3. In Marburg: D.I. Bamalari, Apotheker, W.A. 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Nachm. Abfahrt 2 l!. 13 M. Nachm. Xriest-W ien. Ankunft 2 U. 30 M. Nachm Abfahrt 2 U. 83M. Rachnl Kärntnerzüge. Nach Franzens feste: 9 u. 20 M. Vorm. Nach Villach: 2 U. 50 M. Nachmitt. Ankunft: 12 u. 24 M. Mttt. nud 6 n 83 M. Nachm. öRStG