Laibacher^eitunH. . »^ K» Montag am « März «8»4 ^------1^-------?7 I ,^ !... „>li Ä'»i.nil„»c dcr Sulm- >md Fricrtaqc, täqlich, und ^strt sammt dm Beilagen im ^.omptuil qa^jählig 11 fi.. halbjährig 5 fl 3<> lr., mit D.c .^aü'achcr Zntn^ "^ ^. m t ^ >ahu e d.^ ^>m > n ^> ^ ^, ^ ^.^^ ^ Haus sind halbjährig 3ft lr. nuhr ^u e.ttr.chtm. M.t der Post Port.-Kreuzband m. ^mptmr ' "" ^'<)l ss /" ^//^l ^./'ss ha, l'iähriq 7 st. :,< kr - I»sc rational'i.hr fi>r eine Spalt.nzlile ^cr dcn Raum dir.clbcn, i«r nn-frci ganzjährlg unter Krcu;ba»d und g druck ^" ^ ?''l^ M ^ftrate bis 12 Z ilm kosi n 1 si- ,ur !l Mal. .'U lr. für 2 M.l und 40 kr. fur l Mal cmzuschallcn Z^T^'N^ ^ua/^pH^ G^ Iuscratiousstämpcl" n.ch <« kr.^.nc jedesmalig Umschaltung l.inzn zu rcchmn........^ ^ ^ Amllicher Theil. ^e. k. k. apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 28. Februar d. I. den Zoglmg der k. k. Theresianlschen Academic. Paul o. Bezeredy. zllm k. k. Edelknaben aUergnüdigst zu ernennen geruht. Das Handelsminlsterinm hat die von der Han-d,ls» und Gewerbekammer in Troppau für dao Jahr ^854 vorgenommene Wiedererwählung des Großhändlers Wilhelm Wiedenfeld zu ihrem Präsidenten, und des Fabrikobesiyers und Kaufmanns Joseph Pohl zu ihrem Vicepräsidenten genehmigt. Das k. k. Finanzministerium hat dem Concipi-N«>, der k. k. österreichischen Fmanz-Landes-Direction Carl Dau blebsky Freiherrn u, S t e r n e ck eine Ca,neral-Co,minss.irSsteUe zweiter Classe in dem Be^ laiche de> k. k. stoirischillyrischeu Finanz-LandeS-Di-reclion in GraN provisorisch verliehen. K. k. Finanz^aodes-Directio» für Sceiermark, Karnten nnd Kraii,. Gray. 2^. Februar 18>^4. Veränderungen in der k. k. Armee. Erue » nunge n. Se. k. Hoheit der Herr Erzherzog Ludwig Victor zum überzähligen Unterlientenam im 3ceu. den Allerhöchsten Namen Sr. Majestät führenden Dragoner'Negimente. Se. Majesty Ferdinand ll., König beider Sicilien, zum Obersten-Inhaber des neu zu errichtenden 12t,n Uhlanen-Regiments und Se. kaiserl. Hoheit der Herr Erzherzog Ferdinand. Erbgroßberzoq vo>, Toscana. Oberstlieutenant im Isten, den Allerhöchsten Xiamen Sr. Majesty fnhrel,deii ^nrassier-.NegimeiUe, ;um Obersten-Inhaber des neu zu errichtenden ttte« Dragoner-Regiments, ferner der FeldmarschaU-Lieuteuciüt August Freiherr v. ^eder er zum zweiten Inhaber deS erstgenannte» 12cen Uhlanen- nod der FelommschaU Füist Alfred Wilidischgrü p zum zweiten Inhaber des leNeren 8ten Dragoner-Negiments; der FeldmarschaU-^ieutelianc Carl Freiherr von Leder er zum zweiten Inhaber des Husaren - Negi-Wenlo Kö»ig rou Preußen Nr. Ill nud der Felc>m Armee-EorpS-^-^'nmandant Friedrich Fmst Liechtenstein zum vllchaber deft Uhlanen-Regimentö Erzherzog Carl Nr. 3. Dcr Oberst Castle de Mol incur, Com, wandant des Dragoner-NeqimenlS Großherzog von Toocaua ^tr. ^, znm Commandanten des Dragoner-^«N>nnnto Erzherzog Ferdinand, Erb-Großherzog von Toscana Nr. 8; und den Olx'lstlieutena»! Ferdinand Wussin des ^ten, den Allerhöchst,, Flamen Sr. Majestät führenden Uhlaoen-RegimentS, zum Commandauten deS Uhlanen - Regiments König Ferdinand beider Sic,-lien Nr. 12. P < n s i o n i r u li g. Der Oberstlieutenant Paul G y u r i c, Commandant des 10. Geusd'armerie-Neg«mems. Der Major Carl Baron M e l) g e r des äteu GenSd'armer.e^eg.ments. Aichtmlltlicher Theil. Die Gemeindevertrctuug. * Dn llnstwollgen Foribesta»o ter gegexmlncigen Gemeilidevecllelungen hac Aiclunx' gen und Besorgnisse elregl, die wlr als unbeglündec zu bezeichnen ln der Lage fu,d. D»!.' 5emml>gtn Gememdevelcletllngen waren »ach dem Gemondegesepe vom 17. März 1849 auf drei Jahre gewählt worocli. Dasselbe geschah in den meisten Städte», die besondere Gemeluoestacucen er-halcen haccen. Diese dreijährige Periode ist in dem großien Theile der Gemeinden abgelaufen, und es hätte daher zu einer neuen Wahl geschritten werde» müssen. Nachdem aber dao allerhöchste Cabinecsschreibeu vom AI. December 18kl. wodurch die orgamschen Gruudsä>>' über die staailicheu Einrichtungen deö Kaiserreiche festgestellt N'N.oen. o.e Al.Sarbe.tm.g ..cncr Ordnungen snr cie ^lN,dgeme!»den m>t> fnr die Städte anbefohlen u»o snr diese ^»o.i'deitilng. die „»bestric ten zu den wichtigsten und schwierigsten legielalioen Angelegenheileu gehört, enuge Caldinalgrnudsaye vor^ gezeichuec hatte, so kounte eS nicht aogemessen erachtet werden, die Erneuerung der bisherigen Gemeinde» Vertretungen durch neue Wahlen nach dem Gemcii,-begesche vom Jahr« 1849 eintreten zu lassen, zumal Idie nunmehr ehestens bevorstehende Actwirung del neuen politischen n"o gerichtliche!! Orga»lsatiou demnächst die Mittel bielen^wird, auch die durch die erwähnten alle>höchsten Erlässe vom 31. December lk.'»1 äz zen entsprechenden Weise zum befriedigenden Abschlüsse zu bringen. Uucer diesen Verhältnissen mußte daher, sollte nicht der Gang der Gemeindeuerwaltnng gai>z g^ hemmt und die hieran unzertreunbar gebnude»en Interessen der össeutlicheu Verwaltung bloßgestelll ble«. ben, zu eiuer vorübergehenden Verfügnng geichütten werden. Diese Vorsehung ist nun durch die Verordnung vom 23. Februar d. I. dahin getroffen worden, daß bis zur Erlassung der neuen Gemeindeordnungen die Wirksamkeit der bisherigen Gemeindevertretungen fortzudauern habe, wobei sich die Erwägung mit entscheidendem Gewichte iu die Wagschale legte, das; eo eben Mit Rücksicht auf die, bevorstehende durchgreifende Umstaltung der Gememdevelhältnisse, für die mannigsachen hierbei belheiligten Interessen nicht föl-dersam erschien, ein anderweitiges ueuerlicheo Prori-jorium zu schaffen, uud dadurch der allseicigcu nl,d desinitveu Regelung des Gemeindewesens beirrend vorzugreifen. Dieselbe» Gründe, welche gegen die Erneuerung der Gesammcvertretung durch ueue Wahlen spreche», mußten uolhwendig auch gegen die Vornahme von Wahlen zu den erforderlichen Ergänzungen das Wort führen, wobei wir übrigens bemerken, daß >olche Er-ganzungen wohl nur in den Städten mit eigenen Gemeiudeordnungen eintreten werden. Wir hatten uns überzeugt, daß diese Andeutungen genügen werden, um den tral'sitorischeu Charakter dcr besprochenen Verordnung in's Klare zu stellen, und kdmie» »ur beifügen, daß, wie N'ir ans zuver: läislqer Q^Ut eolnebl».». ci»' Re^elonq 0'!- G/m<>"^ eeoell'ältlüss»' uomilrelbas >iUch s«?l Doüi'slX'il »» t'>>« l»,uel, orlilischi'n llud q^ichillch^j O'aa'nnirn ,>ack Volsch,,fc de< all^il). Erlasse vom 3l. Dcbs. I8lil erfolgen werde. Orientalische Anstelegeuhciten. Wien, 2. März. D'e h/utigei, Berichle rom Kriegsschauplciye an der Donau wiederholen tie Mel» cung der früheren Tage von eingetretener Waffenruhe, wclche durch das überaus kalce Welter begünstigt ist. Aus Bukarest vom 29. Februar wird gemeloel, daß abermals zwei neue Militälspitäler «ingesichtet wer» den. Die Krankenanstalten haben überhaupt eine solche Anotehimng gewonnen, w>c sie nnr für einen großen und längeren Feldzug belechnet zu werden pstegen. Behufs der Verpfteguog d,r ruff. Truppen in den Donansürsteoldümeri! ist eine neue Lieferungs-uerhandlung ausgcschtieben ,rordeu. D>e Prrvianc-artikel müssen bis znm Juli beigestellt werden. An den Ufern des Schyl werden für die rnssische ^lxnce Schiffsbrücken gezimmert, über deren Bestimmung nichts Genaues verlaute«. Sie können eben so zur llebei-briickung des Schyl als fur< den allfäUigen Do-uauübergang benüpt werden. I Aus G al a cz d«,, 20. wird gemeldet, daß auf Befehl deS kaiserlich russische» Generals v. LüderS seit acht Tagen täglich große Recognoscirungsfahr« ten von Bcaila geg^n Matsch!» vorgenommen wer» den, die den Zweck haben, jeden Versuch der Tür« ken, Schanzen oder Batterien auszuwerfen, zu verei» teln. Diese Necognosciruugen falle» gewöhnlich sehr blutig aus, well die russ. Truppen regelmäßig landen müssen, um die Schanzen der Türken zu zerstören, da diese im Anfbau derselben nicht emulden. > Ein kanfmännisches Schreiben aus Sofia vom 20. Februar meldet, daß große Aufregung we« gen der Vorgänge in Albaiue» herrsche. Starke Ml-liiäiablheilungen. die nach Ianiua bestimmt sind, ziehe» täglich durch Sofia. Man glaubt aber, daß sie in Macedonien halten werden. da die Truppen ans Maccdonieu sich ebenfalls schon am Marsche l'efinden. Wahrscheinlich wird Alles, was von regulärer Miliz entbehrlich ist, aus den Gränzprovinzen gege» di« Insurgenten ziehen. > Aus Belgrad den 30. Februar wird gemeldet, daß daselbst vollkommene Ruhe herrsche. Dem Vernehmen nach soll das Lyceum anf einige Zeit geschlossen werden. Die Rädelsführer deö Scudenten-c,a>.'allö, der vor einigen Tage» stattfand, sll,d ver-bafcet. und seitdem verhalten sich die jungen Leute sehr ruhig. > Eli, Schreiben aus Odessa vom l8. Febr. meldet, daß die russische Flotte noch immer in Se« dastcpol ankert; nur von Zeit zu Zeit bei Iulaß dcr Witterung gehen Schiffe auo dem Hafen, mn an der russischen Küste zu kreuzen. Die Admirale habeu die schalfste Ordre, im Falle sie Schiffen der vereinigten Flotte» begegueu sollte», einen Zusammenstoß zu meiden, einen Angriff von Seile der fremden Schiffe aber mit Energie anfzunehmeu. ! Aus Corfu vom 26. Febr. wird gemeldet, daß die Festung Ana au diesem Tage l>ei Abgang der Post noch in den Händen der Tülken gewesen sel. j Die ministe.ielle Bc.l.n.-, „Zc.l" bringt an V«» der Spipe ihreS Blattes folgenden wichtigen Artikel: Welches Gewicht man in Paris und Louden auf daS Verhalten der beiden deutschen Großmächte bei eiuem Kriege zwischen dem Osten und Westen legt, das läßt sich am deutlichsten an dem Ton er« kennen, den die französische und englische offizielle und halbossizielle Presse schon seit Wochen angeschla-gen hat. Dieser Ton hat sich nach und nach gesteigert. Ma» begann damit, in polemischen Artikeln den deutschen Machten zu beweisen, daß ihle In» teressen nicht auf Rußland wiese» ; man erklärte sich darauf befriedigt von der Äuftichtigkeit der von Oesterreich u»dPreußen ausgesprochenen Neutralität; bald aber genügte dlese Neutralität nicht mehr; der „Moniteur" und die „Times" thematisirteu wiederholt die Nothwendigkeit eineS offenen und entschiede» neu Anschlusses an daS englisch-französische Büudniß, bis mau denn nun endlich, wenigstens in Beziehung auf Oesterreich, dabin gekommen ist, das Aufgeben der Neutralität dieses Staates, zu Gunsten der Westmachte, zu behaupten. „Wie man glaubt — sagte gestern daS „Journal deS Debats" — war im Ministerrathe (in Wien) von eiuel activen Theil' liabme an den von den Seemächten beschlosseneii Maßseqeln und an den Acten, die ihren Erfolg sichern sollen, dle Rede." Es wird gerechtfertigt sein. iu derlei Bchauptnngen, wie sie namentlich die Pariser Presse jeyt täglich vorbringt, großes Mißtrauen zu sehen. Oesterreich wird allerdings von den kriegerischen Ereignissen näher und unmittelbarer berührt als bis jept Preußen. Es hat sich bereits genöthigt gesehen, zum Schuhe seiner südlicheu Gränzen und um allen Eveutualitäten gerüstet gegenüber zu stehen, eine ansehnliche Truppenmacht aufzustellen. Darin wird man jedoch am allerwenigsten ein Zeichen zu finden haben, das auf die Absicht einer thätigen Einmischung sich deuteu ließe. Audere Zeichen sind aber nicht bekannt. So viel wir wissen, besteht in diesem Augenblicke kein AuSeinandergehen der Ansichten zwischen Wieu und Berliu. Niemand ist u>l< terrichtet, ob und wie die beiden Cavinece durch zukünftige Ereignisse zu einem thätigen Eingreifen hingedrängt werden können. Vor der Hand aber ist dazu noch keine unausweichliche Nothwendigkeit vor: Handen. „Oesterreich und Preußen," erklärte Lord Clarendon dem englischen Parlamente am 24. Fe-lnuar, „haben ein Recht auf daS Vertrauen der englischen Regierung." Dieß beweist hinreichend, daß Oesterreichs und Preußens Stellung den Westmäch-! ten gegenüber klar ist. Eine active Thätigkeit au.f dem KriegStheater aber liegt für jcht uicht in der Absicht Preußens, mid wenn wir nicht irren, auch nicht in der Absicht Oesterreichs. Es ist darum auch nicht glaublich, daß andere Elklärungeu vou Wien aus nach Paris oder London erfolgt sein sollen. G e it e r r e l ch. Wien, 2. März. Nach dem heute ausgegebenen ärztlichen Bulletin hat in veistossener Nacht der Schwächezustand Ihrer Durchlaucht der Fran Fürstin Melanie von Melternich bedeutend zuge. nommen. — Gestern Nachmittag ist eine vollständige Feldbäckerei von hier nach Ungarn abgegangen, und wurde vor der Abfahrt im Nordbahuhofe durch Se. Ercel-lenz den Herrn F. M. L. und General-Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers, Grafen von Grüune, besichtigt. — Die k. k. lombardische Statthalterschaft hat verfügt, daß die vertragsmäßige Ausfuhr vou K000 Moggia Getreide nach Graubündten für das Jahr 18U4 keinem Anstaube unterliege, nur wird gewünscht, daß die fraglichen Getreidebezüge in kleineren Par-thien auf verschiedenen Marklpläyen und zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden möchten. — In der Lotterie, welche gelegenheitlich der zum Vortheile der Armen Wiens veranstalteten Fa-schmg-Diustag-Redoutt stattfand, haben gewonnen: Nr. 48966 das von Sr. M. dem Kaiser gespendete prachtvolle Theeservice, Nr. 4174« die Statuette mit 100 Stück Dllcaten und Nr. «23.'>2 uud 20971 jc-deS einen Christbaum mit 40 Silberthalern. — Der „Oesterr. Volksfreund" schreibt: Nach verläßlicher Mittheilung wird in Kürze ein frommer Wunsch verwirklicht, den viele Priester lange schon in sich trugen, nämlich: Die Einführung der Laza-risteu-Cougregatiou in Oesterreich. Am 21. Jänner d. I. ist solche zwischeu Sr. fürst!. Gnaden dem hochw. Herrn Erzbischofe von Wien und dem hochw. Herrn Vlsuator der besagten Congregation aus Paris nach vorhergegangeneu Verhandlungen definitiv beschlossen worden. In Wien wird das Noviziathaus errichtet und bereits habeu die Unterhandlungen bezüglich einer anzukaufenden Realität begonnen. Die ersten Priester, die sich als Candidate« der Congregation einfiliden werden, sollen jedoch in daS Stammhaus nach Paris gesendet werden, auf daß sie dort als Novizeu jeue Uebungen kennen lernen, die den Geist des Stifters, des h. Vincenz vou Paul, tragen und erhalten. Nach etwa sechs Monaten werden sie dann nach Wie,', zurückkehren, das neue Hans bezieheu und uucer Leitung deutscher Lazaristen aus Cöln ihr Noviziat vollenden. Aus allen Diöcesen d scharfblickende Aufmerksamklit Sr. M. des Kalseio nach allen Zweigeu der Staatsverwaltung theilt, ist in dem Vorfalle mit der Veroua-VreScia-Eisenbahnstrecke zu finden. Nachdem über diese Angelegenheit vielfach verhandelt wordeu war, ohne zu einem bestimmceu Sachverhalte zu kommen, erschien zu Anfang der vergangene» Woche gauz unerwartet der k. k. Genie-Oberst v. Mally in Verona, um im allerhöchsten Aufcrage die bezeichuete Bahnstrecke zu untersuchen. Wie mau vernimmt, dürfte die Strecke nach Vollendung einiger unerläßlichen Maurerarbeiten., die erst bei besserer Witterung m Angriff genommen werden können, in ihrer ganzen Ausdehnung von Verona bis Caccaglio im April eröffnet werden. — Der jüngste Bruder Sr. M- des Kaisers, Elzh. Ludwig Victor (geb. 1ü. Mai 1842) ist in k. k. Militärdienste getreten, und wurde als Unterlieu-tenant in das Kaiser Franz Josef Dragonerreglment Nr. 3 eingetheilt- — Se. M. der Kaiser hat die Errichtung vou 2 neueu Kavallerieregimentern, und zwar eines Uh-lauen- und eines Dragoner-Negimentes angeordnet-Dadurch wild die Zahl der Uhlanen-Negimenter auf 12, der Dragoner-Regimenter auf 8 erhöht. Das Uhlaneu-Negiment wird den Namen König Ferdinand beider Slcilien Nr. 12, das Dragonerregiment den Namen Ferdinand Erb« Großherzog von ToS-cana Nr. 8, nach den bereitS ernannten Inhabern, führen. — In Folge höheren Auftrages wird in jedem Kroulande ein Cataster der Wälder, Auen und Forste angelegt, und ein Verzeichuiß verfaßt und rectificirt, in welchem alle mit der Vewirihschaftung der genannten Objecte betrauten Organe aufgenommen sind. — Um den HandelSssand vor jedem Nachtheile zu bewahren, siud die allgemeinen Cimentirungsvor-schriften republicirt worden. Diejenigen Gewerbo- und Handelsleute, welche sich nicht cimentirter Wa-geu, Gewichte und Messereieu bedienen, werden nach Verschiedenheit des Falles nebst der Confiscation deö Gegenstandes mit verhältnißmäßigen Geldstrafen belegt. Die Anfsichttbeamtcn sind angewiesen, die dießfälligen Untersuchungen zu pflegen, vorkommende Gebreche» zu e»heben, und fehlerhafte Wagen, Ge» wichte und Maße den Parteien sogleich abzunehmen. — ES geht uns so eben die betrübende Nach« richt zu, daß Ihre Durchlaucht die Frau Fürstin Melanie Metteruich nach Ittjälirlgem Leiden und 14tägiger schwerer Krankheit henle Früh halb 9 Uhr, im 49. Lebensjahre, verschieden sei. Wien. Das k. k. Unterrichtsministerium hat der evangelisch-reformirten Volksschule von Torotzko Szt. Gyorgy innerhalb eines halbe» Jahres den Be» trag von 490 st. zugewendet, die aus EhedispeuSta« ren zweier evangelisch - reformirter Brautpaare gessos< ftn sind. Trieft, 4. März. Dem Vernehmen nach sollen die drei in unserem Hafen ankernde» russischen Kriegs« schiffe von Privatpersonen angekauft woideu seiu. — Im Raume des dem Rheder Herrn A. Ralli gehörende» Dreimasters „Le due figlie", welcher , hauptsächlich mit Schmeck, Schwefel, Hanf, Wollc n. s. w. beladen, heute Nachmittag nach Liverpool unter Segel gehen sollte, entstand gegen 11 Uhr Vormittags ein Brand, welchen man trol) allcr schleunigen und thätigen Hilfe bis 1 Uhr vergebeuS zu ersticken suchte. Vom Dampfer des Herrn S-Gopcevich „Fürst Scirbey" ins Schlepptau genom» men, wurde er iu die Nähe von St. Vartolomeo gebracht, wo er, wahrscheinlich an den Slrand getrieben oder versenkt wird. — Beim Coinit«' zur Unterstützung der Nolli« leidenden sind bis Ende Februar von ungefähr 1200 Veitragenden 41.652 st. 1 kr.. 10'^ Star Erbse» und l'0 Star Mais eingegangen. Graz. Die steie, märkische Sparcasse hat >m verflossenen Jahre 12.000 ft. z„ Dienstboten'Prämieil gewidmet. Der durchlauchtigste Herr Erzherzog Johann kaiserl. Hoheit brachte in der 32steu allgemeinen Versammlung der steielmärkischen Landwirluschaftgesell» schaft diesen Gegenstand zur Sprache, und stellt« bell Antrag, es möge dem Ausschusse der Sparcasse der Dank der Gesellschaft in einer Adresse ausgedrückt werden, welcher Antrag mit allgemeiner freudiger Zustimmung angenommen wurde. V e u t sch l n n 5. Berlin, 27. Februar. Wir lesen in der „Pr-Corresp.": „In der Nähe von Ve.wberg, im Kreise Mühlheim nächst Culm, befindet sich eine Begrab' nißstätte österreichischer Krieger, dort allgemein unter dem Namen „kaiserlicher Kirchhof" bekannt. Die An» läge desselben schreibt sich vom Ende deS vorigen Jahrhunderts her, wo während del Jahre 1793 — 179!» in dem damals chnrpfalzischen Schlosse zu BenSperg ein österreichisches Hospital errichtet war-Die in dem Spital verstorbenen kaisell. Soldaten, deren Zahl ma» auf mehrere Hundert schaßt, wurden an jeuer Stelle im Walde beerdigt, welche noch jetzt durch ein etwa 7 Fuß hohes, mit Moos be-deckteö und mit der Jahreszahl 1794 versehenes Kreuz von Eichenholz bezeichnet wird. Se. Majestät der Kaiser vou Oesterreich, Allerhöchstrrelche von dem Daseiu dieses Denkmals vor einiger Zeit Kenntniß erhielten und zugleich in Erfahrung brachte», das dasselbe der Verwitterung entgegen gehe, haben deli Wunsch ausgesprochen, an derselben Stelle ein Denk» mal ans festeren Materialien aufrichten zu lassen, damit diese Stätte für längere Zeit der Erinnerung an die fecn vou der Heimach in ihrem Berufe ver« storbenen Krieger gewahrt bleibe. Da in den dortige« Vesitzverhältuissen keine erheblichen Hindernis vorliegen, so dürfte, bei den freundlichen Veziehnn' gen zwischen Preußen und Oesterreich, der Aussüb* rung jenes, den fromme» Sinn des Kaisers bekllN" dendeu Wunsches von der dießseitigen Negierung b" bereitwilligste Unceistüiznng zu Theil werden." Verlin, 28. Februar. Von mehreren katholl' scheu Abgeordneten ist dem Minister deS I"""« eine Beschwerde darüber ^ngeganqen, daß ron mev< reren preußischen Blättern eine Sprache gege« dl HI» katholische Kirche gefühlt werde, wie sich dieselbe bei ber paritätische Stellung der katholische» uud evangelische,, Kirche il> Preußen nicht gezieme. Die Be« Ichwerdeführer führe» aus, wie Augriffe gegen die katholische Kirche nnt eben derselben Strenge verfolgt werden müßten, wie solche gegen die evangelische Kirche. München, 27. Februar. Heute Vormittag 11 Uhr hat die Aufstellung der eisernen Säulen an der ä»dustriehalle in Gegenwart sämmtlicher Mitglieder l>«r köuigl. Ausstelluugscommission so wie jener der Subcommissioueu begonnen. Mit großer Naschheif ^oben sich die beiden schweren Säuleu >n die ^nfi Und mit nicht geringerer Schnelligkeit waren diesel-ben auf ihren Sockeln befestigt. Nachdem diese Aufstellung vollendet war, sammelten sich die anwesen-be» Heilen um oeu Vorstand der königl. Auöstel-ll'ngscommission Staatsrath von Fischer, welcher in tiner kurzen Ansprache die hohe Bedeutung des Mo-Wentes auseiuanderseßte und die Hoffnung äußerte, ^ß unter den Auspizien Sr. Majestät deS Königs d>e ersprießlichsten Folgen ans demselben für Deuclll)-land hervorgehen würde». Mll einem dreifachen Hoch ""f Se. Viajestät den Konig, welches von der zahl-eichen Versammlung mit Begeisterung erwiedert ^Nde, schloß der Herr Redner. Es steht sonach zu "^«l,, daß in Bälde die zahlreichen Säulen auf ^len Sockeln werden aufgestellt sein. Italien. Die Thaler Umbciens, zwischen Assisi, Perugia U"d Foliguo sind in der leftten Zeit der Schauplatz vieles Elends »mo Unglücks, welches ein heftiges Erdbeben über jene Landstriche gebracht hat (das Erdbeben fand znelst in der stacht vom 11. Februar Stan), Ge^en hundert in der Campagoa zerstreute Meierhofe. N Kirche», ^: Klöster l,„d fast die ga>M. »700 Eiilwohner zahlende Ortschaft Bastia bei Fo-i ligno sind Schnlthanfeu. Diese Katastrophe war in Perugia lüid i» der Umgegend von Volksnnruhen begleitet; die allgemeine Hfoch war hauptsächlich Ver-a»l>issn»g da;n. I r a ll k r c i ch. Paris, 24. Febrnar. Der Jahrestag der Februar-Nevolncio» ist zwar nicht ohne Versuche von K»»dqeb»uge». jedenfalls aber ohne alle wirkliche» Ercesse vorübergegangen, ^n der Bastille sammelte» lM) zwar, namentlich Nachmittags, zahlreiche Arbei-tergruppen, und ^^^„ s)^^eilegnng von Kränzr». so wie wegen NichlauSeinandergehens anf die erste Anffordernnss erfolgte» ein>a 100 Verhaftungen; nirgends aber zeigte sich Widerstand, nnd »ira.e»co l>ernadm man ordnnngswidriqe Rllfe. Am Morgen ware» i„ ^^ Werkstätten und Hänser Zettel gewor« i, welche zuiu Feiern aufforderte». Die Zahl der in den leyte» Ta^en verhafteten Persone» becrägt ^- bis tt00. Es befinden sich dar- ""trr besondere viele Mechaniker. Alle Werkführer " große,, Ateliers waren zum Polizei-Präfeclen be- '"Neden worden, wo man ihnen mittheilte, daß das ^chichal der Verhafteten von d^r Haltung der Ar- "ter c»m gestrige» Taqe abhängig sein würde. Das Znchlpolizeigeticlil zn Periguer hat eilf der . n>^" ^" ^''l'^en Thener»"gü-U>nuhe» angeklagte» ^'sl"len. mid larnocer 2 Frauen, mit Gefängniß-'^f'" belegt. Paris, 27. Februar. Marschall Salnt-Aruaut dae französische ErpeditionscorpS im Orieni °w>naüdlre» nnd daS Interim des Krleqsministe- «um tem Marschall Baillant oder dem General- "elttenant Rando» übergeben werden. r,'^ ^""^"" "'"' F'brnar. Die v.icn»^ der KriegS-^Unn^» >,, ^andc ist jeyc dem Herzog von New- ^"""l^lit, da der Colcnialsecretär vermöge sei-^ ^lmles jedesmal das Arrangement für Truppen. «"perhalb des MutlerlanDes oerwendet werde», i Uderuehmen haf. Der Kriegüftcrelar leitet blos; " ^nz.elle» Theil der Erpedicio». N)^'" ^^livich werden mit der Anderson'schei! ^ch'"e täglich W Ctr. Kngcln für d.e Min..- für die Gardcn eingeschifft worden, und 6.000.000 Pacronen liegen zur Verschiffung für die nächste» 14 Tage bereit. In Southampton hat sich gestern die 11. Compagnie Pioniüere zugleich mit 2 Compagnie» der SchülMbrigade anf dem „Himalaya" eingeschifft, der vorerst noch in Plymouth anlegen wird. Das 2te Bataillon der Schüpenbrigade ging gestern i» Portsmouth an Bord- London, 27. Februar. Die „Times" bringt folgende Depesche aus Constantinopel, lA. Februar: Ein Vertrag lst zwischen der Pforte, Frankreich nnd England in Bezug auf künftige Untelhandlungen mil Nußland abgeschlossen worden. Es ist eine l>appost vom 21. December einge: laufen. Sie bringt nichts MitthellenswerlheS. Im Kaffernlande hrrrschte Ruhe; der Gouverneur war mit der Granzbestimmiillg der Tiogus und Tam-bockies beschäftigt. S p a n i e n. Madv d, 22. Februar. In Saragossa ist am 20. Mittag eine Insnirecoon ausgebrochen, das In-sanlerle; Negimenc Cordova und dessen Chef, d^n Brigadier d. Juan Ios<> de Höre an seiner Spipe, gaben das Signal daz»; el» Kampf entspann sich; Höre fiel bei den erste» Schüsse», die Grenatmre griffen mit dem Bajo»»ete an und die Ixsurgencen wurden bis zum Ebro zurückgedrängt. Ma» schapl die Zahl der Todten und Verwundete» vo» beide«, Seiten auf über 200; der Kamvfvlal) war mlc Lei« chen bedeckt; d« Bevölkerung der Scadt zeigie sich ruhig uud lrlu. Ein Kriegsgericht wurde »n Saragossa niedergeseyt n»d das ganze i,'and in Belage-rnugsstaud erklärt. In Madrid siud zahlreiche Verhaftungen vor-genommen worse», unter andern wurden Genera! Manzano, Gonzalez Biaoo. Alexander Castro, Rai,cl', Redacce», deü Blattes „^'ESpa^nol," verhaftet- Coello, Director d,r „Eooca". »nd R'.ia, Düecior der ,/)ta-ce neue Ueber--emkunsc enthält ausdrücklich: Abschaffnug des litera» '»scheu Flachdrucks; aber sie weist dem belgische» Buchhandel eine Siellnng an, welche chm die Em-sührnng aller vo» französischen uud ander» Aniore» regelmäßig in Belgien herausgegebenen Werke nach Frankreich möglich macht. Ein Differential - Tarif zu Gunsten belgischer Kohle» und Eise» ist aufrecht er-halteu; eben so die Begünstigung für Gar» nnd 5!«ineugewtbe. Ferner sind Begünstigungen für den Handel in Spiegelgläsern getroffen, frei zu liefern und für vermischte belgische Gewebe, besonders Hosenstoffe. D>e von dem vorigen Miiusterinm sur den Hopsen verlangten Concessioncu werden aufrecht erhallen, die anonymen Gesellschaften :c. Frankreiche anch in Belgien anclkamic. Die belgische Regierung hat das Verlangen Frankreichs bezüglich einer gegenseitigen Uebcremkuuft zur Unterdrückung des Schmng» gelha»dels bcseiiigt. Der Vertrag wird i» eluigeü Tagen den Kamme:» vorgelegt werdeu. Vriisscl, 26. Febrnar. Die lepceu Schlvie-rlgkeiteil, welche de» Abschluß eines neuen i^andele^ Vertrages zwischen Belgien und Frankreich verzögeri haben, si»d definitiv beseitigt- D li n c lu a r k. Zuvelläss'geu Plivacnachrichien zn Folge, berich tet „Dagbl-", >st die russische Flotte zur Zeit dam,c beschäftigt, sich aus dem Kronstädler Hafen zu eisen und wird binnen Kurzem i» offener See sein ko»-ue», möglicherweise noch flüher, als die englische Flotte de» S»»d passin Hai. N u ß l a ll d. St. Pcter^burg, 9. Februar. Der kaiserl. Ukas, welche dtN jüdischen Frau«-» in Polen das Trage» fremder Haartouren (Scheitel. Bänder, i'ocke» :<-.) untersagt, ist in neuester Zeit dmch den Zusal) verschärft worden, daß die jüdischen Weiber fortan (unter de» Haube» , Hüten :c) kein« sogenannten Untermüyen mehr nagen dürfen, wofern sie und ihre Ehemänner sich nicht schweren Geld« und Freiheitsstrafen aussehen wollen. Den Rabbinern ist durch einen, i» russischer wie iu jüdischer Schrift abgedruckte» Befehl wiederholt eingeschärft worden, keine jüdische Braut zu trauen, welcher vorher die Haarzöpfe abgeschnit-ce» worden, widrigenfalls den jungen Nabbl die sofortige Aushebung zum Militärdienste, den älteren dagegen die Verbannn»«, nach einer Sirafcolo»ie treffe» würde. M o n t e n e g r o. Aus Montenegro erhalte» wir mittelst des hente aus Dalmalleu emgetroffenen Dampfos die Nachricht, daß s.'>s dem leyceu Kämpft die Ruhe an der Gränze »ichs weiter gestört wurde- (Tr. Ztg.) H m e ri k a Aus )iatchez (im Staate Missisippi) wird eiue scheußliche Geschichte berichtet. Em Neger hatte elue» Weißen, ma» weiß »ichl, geschlagen oder erschlagen und ward sofort verhaftet. Der regelmäßige Gang der Instiz schien der Bevölkerung zu langsam; eh» ans der Scadr in's Freie, n»d faßte, nm ein Erempel zu ssalniren, den Enlschlnß, ih» lebendig z,l verbrennen. Währrnd der Vo>be>eitn»geu zn dem Alllodaft- erschienen d» aufgeschichtet. Der Verurllieille gab. sc< es aus heroischem Muthe, oder ans Stumpfsinn kein Zei» che» vo» Anftegnna. knnd. Als man ih» fragte, ob er vor seinem Tode noch tlwao zu sagen habe, warf er einen gleichgiliigen Blick auf die ihn umstehende Negerschäar und rielh de» Schrrarzen an, sich sein trauriges Ende als schreckliche ^ehre dienen zu lassen, bat, man möge für ihn beten, wandte sich dan» an einen der Henkersknechte, verlangte ein Glas Was' ser, leerte dasselbe in vollen Zügen uny sprach: > ,,Iel)l züudec daS Feuer an, ich bm bereit, in Frieden zu scheiden." Sofort flackerte die Flamm« in dem dürren Holze ans uud züngelte an dem Veruo urtheilten in die Höhe, den der Rauch den Bl,cken der Umstehenden enizog. Unter der furchtbaren Marter verlor der arme Schwarze plölUich seine» qanzen frühern Scoicismns. Er stieß ein fmchlbares Geheul aus, wand sich >» seinen Kette» nm einer solchen Geaalt, laß der Banm sich beugte, spreugie seiue Bande und durchbrach, einer brenNluden Fackel gleich, de» höllische» Kieis del Zuschauer. Sofort war die Münduiiq vo» 20 Reoolve,o anf ihn gerichtet, ei» lanter Knall, und er lag von mehreren Kngeln durchbohrt, todt am Bodeu. Die halbveibrannte deiche ward dann schleunigst wieder auf den Schei-lelhanfen geschleppt, um ganz vo» den Flammen oerzehrt zu werdcu. Locale s. kaibach, U. März- Da das hohe k. k- Umerrichioministerium den Zutritt zu dem so »üylichcu practischen Unterrichte i» der Botanik, insbesondere über die schädlichen, a.lftia/n und brauchbaren Gewächse, nicht allein für die Studierendeu, sondern auch für das Publicnm überhaupt, gestattet hat, so wird mit der Einladung ,u zahlreichem Besuche hiermit zur Kenntniß gebracht, daß unser bekannte Botaniker, Hr. Fleisch mau», den !V. Iahreecouro nächsten Mittwoch den 8. März Nachmittag nm l Uhr im Hdrsaale der Vli. Gym-»asialclasse eröffnen, dann jede» Mittwoch und ^am» stag vo» 1-2 Uhr. und später, sobald es die wärmte Jahreszeit z.läßt, .'" bocamschen Gartc» "M 6 Ul), Ab.'i'di- n'>ls'l'^' n',!'. ,«^«««,^« Druck und Verlag uon I. v^5Nciumayr'^ F. Vambrra in M'ach. — Vm^ntwoMichc K^^^ ". silrinmayr ^ ^, Ba»ul>crg. Anhanq zur RmImHevSeitmm. Börsenbericht aus dem Abendblatts der österr. kais. Wiener-Zeitung. Wien 3. März Mittags l Uhr. Der heutige Gang dcr Vürsc war den, gestrigen ziemlich j analog. Anfangs bcrrschtc staue Stimmung, die sich hauptsächlich auf schlechtere Course und Verraufsaufträgc von außcu qrüudctc. Die Eontrcmilic, welche gegenwärtig srhr thatig ist, suchte dir ihr günstige» Verhältnisse zu nützen, konnte sich jedoch nicht halte» Es traten grosie Häustr als Käufer Uim Effecten, und Ge-l'cr in Devisen auf, und die Course nahmen schnell wieder eine günstigere Wendung > 5'°/« Metall, hoben sich von 84'/.« auf 84 "/.,. Nordbahn-Acticn, die sich schon bis 21?'/, gedrückt hatten, erreichte» wieder 219. London bis l3.6 bezahlt, blieb mit l3 offcrirt. Amsterdam. — Augsburg 133 '/, Äricf. — Frauffurt lZ!^. — Hamburg j)9 '/, Brief. — Livorno. — London N Arief. — Mailand 110 Brief. — Paris ,5?'/. Brief. Staatsschllldverschreibungen zu 5°/« 84'/.^-8^'/. detto „ 8. ü. ., 5'/. 110-111 detto .. .. 4'/, 7« 74-?4 7. detto ., „ 4°/o «7-67 7. detto v.I.1850 m.Rückz. ^"/^ 86—87 detto 1852 ., 4 7« 84-84 7, detto verloste 4 °/, — — detto ,. 3 7» 52-53 detto „ 2 7, 7« 43 7,-43 7. detto „ 17«-------- dettozuäVuim^usl.veriinSl — — Grundentlast.-Oblig. N. Oester. zu 5 °/, 85 7,-85 7. drtto anderer Kroniändcr 83 7,—83 7. Lotteric-Anlehm vom Jahre 1^34 20N—21ft dctto betto 1839 116'/,—US'/. Vanco-Obligationen zu 2'/,°/^ 56-57 Obligat. deS L. V. V!nl. v. I. 185U zu 57. 96—96 '/. Vanf-^ctien init Bezug pr. Stück 1204-1206 dctto ohue Bezug l 015-1020 detto ncucr Einission 946—948 (5scmnptebank-?lctien 91 7,—«l '/. Kaiser Ferbinands-Nordbahu 218 '/.^2ltt Witu-Gloggnitzer — — Budweis-Liuz-Gmundner 225—230 Preßb. Tyrn. Eiscnb. «. Emiss, — - 2. „ mit Priorit.-------- Oldenbürg-Wiener-Neustädter 5-i 7,-54 Dampfschiff-Actien 562—566 ' dctto 11. Emission 558-560 detto 12. d«. 544—5,4« dctto dcS «loyd 555- -'»LU Nilncr-Dampsmichl-Aclicn 123-124 («omo Reiitschcinc 11 7,-12 Esterh^zy 40 N. Lose 7ll—77 Wiudischgräh-Lose 26—26 7, Waldstein'sche ., 27—2?'/, Kcglevich'sche „ 10—10 7. Kaiser! vollwichtige Ducaten-Agio 137 7.—138. Telegraphischer Eours»Vericht der Slaatspapiere vom 4. März 1854 Staatsschuldverschreibungen . zu 5 psst. ,iu CM,> 84 7/8 detto ...... ., 41/2 „ „ 73 «3/16 D,r,el,en ,»!t Vnlos,,»« ", I !«:!!). „ir ><10 N . . 11« 1/2 Wien. Stadt- Banco - Obl. zn 2 1/2 "/„ (in CM.) 58 Actien der Nicderösterr. l^scompte-Gel sellschast pr. Stück zu 500 il. . . . 451 1/4 ff. in (5. Vi. Ä,'.,^'^^,.», vr. Stilck >22> ,l, », C M. Actien der Kniser Ferdinands-viordl'.ilm <„ ,000 !i. «. Vi........2185 ii.inC M Actien der Vudweis - Linz-Gmundner Bahn zu 250 fi. (5. M........22? fl. i« ^. M. Accie» de.i östcrr. Lloyd in Trieit . ,u 5»«»l> fl. (5. M...... 550 ,1.i,i«. M. Wechsel.-Cours vom 4. März 1854 Amsterdam, für «<><> Holland. Guld., Nthl. 1 l2 Bf. 2 Monat, Augsburg, für 100 Gulden (lur,, Guld. 132 7/6 Uft. eins Wähl, >„> 24 l/'i,!, ^»si. <^!i!d, > !32 l/4 3 M^'n.it. Hainl'ülg. ,iu l<»0 Mark A.ni.u, Gülden 9« l/2 2 M^iiat. London, sür l PsuiU' Slnliüg, («n,t. Muland, für 3<><» Oclw'l.'!ch, ^>>v, Gnld, 129 2 Monat. Paris. f,',r M» Franlen . . Gnld 157 Vf. 2 Mmi^t. K K. uollw. Münz-Dncateu . . . 3? 3/4 pr. Cent. Agio. Gold- und Silber-Course vom 4. März 1854. Vricf. Geld. Kais. Mnuz-Ducaten Agio .... 38 >/4 3« detto Rand- dto „ . . . . 38 373/4 Kola 2! marou „ . . . . — 37 Navolconsd'or'S ...... — 10.22 Souverainsd'or's „ . . . . — 8.l0 3tuß. Imperial ...... — 10.40 Fnedrichsd'or's « . . . . - 1l 4 lüngl. SoveralngS „ . . . . — 13.2 Eilberagio ....... 323/4 321/2 K. K. Lottoziehungen. In Gratz am 4. März 1854: 8 W. «,. 54 9. Die nächste äiehung wird am 15. März 1854 in Gratz gehalten werden. In Wien am 4. März 1854: «1. 88. 46. 38. 35. Die nächste Ziehung wird am 15. März 1854 m Wien gehalten werden. Getre id - Durchschnitts - Preise in Lmdach am I. März l854. Marktpreise. ^ins. Ein Wiener Metzen ^'^ ____________________' fl. j kr. si. j kr. Weizen ... — — 7 il Kl^lNlch ... ___ _ 5 40 Ha!l)frlicht . . — — 5 50 Kori, .... ^. ... 5 40 Gerste .... ^_ — 4 — Hirse .... — — 4 45 Heiden ... — ^. 4 g Haser .... — —. 2 40 Z. 12U. :, (3) Nr. 938. K u n d m a ch u n g. Vom t. k. Landesgcrichte ^aibach, als provil sorischen Notariatskammer für Ktain, wird hie» mit bekannt gemacht: Das hohe Präsidium des k. k. kärntnerisch' klainischl'!, Oliellandesgerichtcs hade am 22. Februar >tt54 das BestaUungsdecret für den zum Notar für die ^crichtsbezirke Laidach l. und ll. Section und Umgebung Laibachs, mit einstweiliger Zuweisung der Notariatsbezirke Oberlaibach, Gt. Mattin bei Littai, Sittich, Treffen und Seisenbcrg und mit dem Wohnsitze in ^!aibach ernannte» Herrn l),-. Josef Olcl, ausgefeltlgt. Lalbach am 2«. Februar 1854. 5 284. (l) Nr. 886. Edict. Von dem k. k. Bezirksgerichte Wartenderg wird dem Lucaö Namiichlir, Äiicolaus Nemz, Caspar, Hclcna und Maria Raunichar, Ignaz Maierhold, und Mlnia Schünitz, evi»ncrt: Eö l).,dc Martin Nemz von Oberiavorschizl) Nr. 3, wider sie die Klage auf Verjährt, und Cr-loschenerklärung nachstehender, auf seiner, im Grund duchc Münkcndorf, Urd. Nr. lO0, Nectif. 9ir. li0 vorkomnn'ildcn, z» Oberjaoorschizh Hauszahl 3 liegenden Ganzhude haftenden Posten, als-, ll) Der Schuldbrief vom ll., iiltali. I«. März l?97, zu Gunsten des Luras Naunichar, pr. 49 ft. 35 kr, li) der Schuldbrief vom 4., iüiali. !) Mai «797, zn Gunsten des Rico, laus Nemz, pr.......l38 „ 50 „ c) der Ucderqabsvcrgleich vom 22. Februar 1787, li'tuk. «0. Mal l7!)7, zu Gunsien des (Zajpar, der He. lena und Maria Raunichar, pr. . l48 ,» 45 „ ll) der Schuldbrief vom ll., im»K. l6. November l799, zu Gunsten des Ignaz Maierhold. pr. . . 50 „ — „ c;) endlich dcr Heiralhsconttact lll!«. lt>. April 1798, imak. l>. März 1800, zu Gunstm der Maria Schimitz, pr........250 „ — „ angebracht und um richterliche Hilfe gebeten. Da diesem Gerichte dcr Aufenthaltsort der Beklagten nicht bctannt ist, so hat man auf ihre Ge-fahr und Kosten den Johann Lauras, Nealitatenbe-sitzcr in Kraschze, als Kurator bestellt und die d,eß--fällige Vcrhandlungstaqsatzung auf den 27. Mai l. I.. um 9 Uhr Früh vor diesem k. k. Gerichte angeordnet. Dessen werden die Geklagten oder ihre allfä'I-ligcn Rechtsnachfolger zu dem Cnde erinnert, damit sie allenfalls rechtzeitig selbst erscheinen oder inzwischen dem bestellten Vertreter die erforderlichen Behelfe zukommen machen, oder einen andern Sachwalter bestellen, widrigcns mit dem bestellten Curator verhandelt werden würde und sie sich die aus dieser Vcr-absäumung entstehenden Folgen selbst zuzuschreiben haben werden. K. k. Bezirksgericht Wartenberg am l3. Februar !854. Der t. k. Uezirksrichter: P e e r z. Z. 324. (l) Nr. 1067. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Neisniz wird bekannt gemacht: Es sei mit Bescheid vom 20. Februar 1854, Zahl 1067, in die felicitation der, von Michael Pirnath erstandenen Johann Pogorelz'schrn Realität Urb. Fol. 954 ^V,, in Sodcrschitsch Nr. 72, bewilliget, und zur Vornahme die einzige Tagfahrt auf den 23. März l854, Früh um l0 Uhr im Ottc Soderschitsch mit dem Beisatze angeordnet, daß die Realität hiebei auch unter dem Schätzungswerthe pr. 1039 ft. 40 kr. wird hintangegebcn werden. Neisniz am 20. Februar «854. 3. 296. (I) Nr. 69l5. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Krainburg wird hieml't kundgemacht, daß über Anstichen der Agnes Stroi von Unterbirkendors zur Vornahme der ercculiven Fe^ biettma, der, dem Schllld,>cr Georg Suppan von Prä» daßl gehörigcn, im Grundduche dcr Herrschaft Egg »b Kraindurg zul) Rects. Nr. 193 ^ vorkommendes gerichtlich auf 13N2 fl. 25 kr. geschätzten halbe>> Hul'c , wegen schuldigen 28 ft. c. 5 c,, die dl" Tagsatzungen auf drn 23. März, 20. April lii^ 18. Mai 1854, jedesmal Fiüh vun 9 bis 12 lW hier im Amtssitze mit dem Anhange dcsiimmt wol' den sind, das) die feilgebotene Realität bei der l> und 2. Tagsatzung nur um odtr über den Schäz' zungswerrh, bei der dritten adcr anch unter dcmsel« ben hintangegcben weide; wovon t'ie Kauflustige!» mit dem Anhange vürständia/l werden, daß dtl Grnndblichscxtract, die Lch.ilMig uno die ^icita^ lionsbcdingnissc täglich hieramts lingcsthen werden können. K. k. Bezirksgericht Krainburg am 30. No» vember »853. 6. 335. (3) Nr. 725. Edict. Von dem k. k. BezirköMichle Nasse»fuß will» hicmit allgemein kund gemacht: Es sei über Ansuchen des Franz Schürze! vo" Plauze, die execnliuc Feilbietling des, dem AnloN Painizh von Mliste gehörigen, im Savenstcicl Grundbuchc .^uli B»rg - ^ir. ll? vorkommend«!' Weingartens, gerichllich ans ! W fl, geschätzt, »vc--gen seiner Forderung axs dcm U,theile lltlo. >5. November 1852, Zahl 4N58, pr. 220 fl. c. «. c. bewilliget, und zu deren Vornahme werden drei Fci!bietu!'gstag!>tzungen auf den >5. März, ls. April und l5. Mai d. I., und zwar jedesmal Vormittags u>n 9 Uhr in l>co der Realität mit dein Anhange angeordnet, daß die Realität nur bei der dritten Fcill'ictungstagslitzling auch unter dem Schaz' zungswcrthe hintangegeben werden wird. Der Grnndbuchscrtlact, d.'s Schätznngsp^^" (oll und die Licitalionsvcdingnissc können' tngUÜ) hicraints eingesehen werden. K. k. Bezirksge:icht Nassenfnß am 27. Jam ncr 1854. d. 343. (I) V v v i » o an alle vollkommen Erblindete, mil grauem Staar behaftete Patienten. Doctor Müller, zu Sachsenfcld bei C'lli, u«' tcrnimmt auch in diesen nächsten Fiühlings-Mo»a' ten die stets von ihm mit bestem Erfolge ausz"' führenden Slaaropcrationcn, und l'ielet dem zu Folgt Allen, die mit grauem Staar vollkommen erbll»^ sind, seine ciprobte operative Hilfe gegen ein bil' liges Honorar untcr dcr Vcrbürgung an, daß fül Jene, die ihr Augenlicht wieder zu erlangen wün' schen, dcr Aufenthalt für die Ausführung seiner HÜ^ von sehr kurzer Daucr zu S^chscnfcld, ohne kost' spieligc Geldaufopfcrung besorgt werde. Ueber die geeignete Aufnahme mögen Reflect rcnde, um die fragliche Rücksprache zu erhalten, si^ direct an Ns. Müller brieflich verwenden. ^.^345. (I) Casino-Nachricht. Den qcchrtea Mitgliedern d^ hiesigen Casino-Vereines wird zu/ Kenntniß gebracht, daß im Lauft der dießjährigen Fastcnzclt die üd^ chen Abcndunterhaltungen am "> und 22. März, dann am 5. Aprll Statt finden und jedesmal u^ halb acht Uhr beainnen werde"' Laibach am 4. März 1ÜZ4, Von der Direcnon des <^^ sino-. Vereines. ^^ 2. 340. (2) 3Utt fl. werden auf eine schuldenfreie LaN^ realltat sogleich aufzunehmen ge^" / Näh