Schristltitmig: ItaHmifloflc 9tr. 5. tifcMi» Wt. >1, t*irr«T*«m. «»,,»»,»»»- tajii«{«u ■ ghn>— t« «»»». » s«i«- ■W MI 11-11 n* D«a » >141 iwsnlafe «»-t*a**e» ms« ■ M tu PctMltiiu >e»e» *i»K5»niia brt (fft-Uftttn *rtli»trn D»r» »i« P,» tqiia : . . . K 9-M MMttäb ....Kr« •«luiattig. ... 11 u*w jüt « i 11 I ntl i*l H»»« 1 «»»«tlich 11» Mtttclinrii . .. U »'— («tWtri« ...«»— OstR^jd^ni . , . . K US— Hüll «»II»»» iiMn fU) tk •fiigtact Arten um tte tflytu 8akniu»a*-«Mi*l|icm. #U»elettert PtrniU leiten »t» ist KtMtOaaa 38. Jahrgang. Der Panstawismus. Der Ursprung der panslawistischen Bewegung liegt roth zurück und ist bereit« in den Zeiten, da Türken und Asiaten das südöstliche Europa mit ihrem Äusturm bedrohten, wahrnehmbar. Aber wie daS Slawentum da« Vordringen von Mongolen und Tataren nicht ausgehalten, so hat es auch die Begründung de« OSmanenreiches auf europäischem Boden nicht zu verhindern vermocht. Seit damals leidet es bis aus den heutigen Tag an der Unfähig-keil, alle slawischen Stämme zu einem geschlossenen Ganzen zusammenschmieden zu können. Denn die slawische Welt hat e» auch heute nicht zu einem Gesamtstaat, sondern nur zu einer Anzahl von Staaten, ohne politische und sprachliche Einheit, gebracht. Kein Wunder, daß die Führung der pan-ilawistischen Bewegung dem größten slawischen Staate, Rußland, schon srüh zugesallen ist Russischer Nationalismus und OrthodoxiSmu« sind seit« dem die AuSdruckSmittel dieser Bewegung, und man kaun heute ebenso wie vom Allslawentum, so auch iiotn Allrussentum sprechen, denn im Grunde decken sich diese Begriffe. Russisizierung und Werbung sür die orthodoxe Kirche gehen Hand in Hand. Selbst der russische Liberalismus erkennt in diesen beiden Faktoren die Hauptstützen der slawischen Einheit. In diesen Bestrebungen für eine geistige und ethische Uniformierung der slawischen Welt liegt — wie die „Ostdeutsche Rundschau" in einem Leitaus. satze tiefsend ausführt — aber der Mißerfolg be» gründet, dem der panflawistische Gedanke nnaus-bleiblich versallen ist. Ein Band, das, von Rußland ausgehend, Polen, Bulgaren, Serben, Montene-griner, Tschechen, Ruthenen, Kroaten, Dalmatiner umschließen soll, bedarf einer größeren ethisch-politischen Elastizität, vm dieses Konglomerat knl-tureller Berschiedenartigkeiten zu einem einheitlichen Ganzen zusammenzuschließen. Dazu reicht aber weder der russische StaatSgedanke noch das orthodoxe Glaubensdogma au«. In diesem Gewand ist die panflawistische Idee zukunstSlo», do« haben die ver-schiedenen Slawenkongresse der letzten Jahrzehnte, mögen sie nun in Moskau oder Prag oder sonstwo getagt haben, klar dargetan. Der Kamps des Slawentums gegen äußere Gegner ist im großen und ganzen in dreierlei Richtungen in die Erscheinung getreten: gegen das Asiatenti'm, gegen die Madjaren, die zwischen Süd-lawen und deren nördlichen StammcSgenossen einen teil bilden, und gegen das Deutschtum. Bon diesen »reieu erfreuen sich die Deutschen der größten Feind-chaft seitens des Slawentums, und der Haß gegen alles Deutsche ist eigentlich da« einzige „geistige" Band, das die slawischen Bölker von den Gestaden des nördlichen Eismeeres bis hinab zur Adria eint. So kommt e« denn, daß die „deutsche Gefahr" zum Losungswort des PanslawiSmuS geworden ist und eine Führer die großen Massen gegen den „Erb-seind" mit Ersolg mobil zu machen vermochten. Daß unter dieser .deutschen Gefahr" bei den »erschiede-nen slawischen Völkern recht verschiedenartige, zum Teil ganz unklare Begriffe vorherrschen, ändert wenig an der Tatsache. Im allgemeinen wird dar-unter der kulturelle Bormarsch des Deutschtums in östlicher Richtung verstanden, die angeblich drohende Germanisierung Osteuropa». Die letzten Phasen der europäischen Politik haben der panslawistischen Bewegung die einheitliche Richtung gegeben: den Kampf gegen das Deutsch- tum. Die österreichische Annexion Bosniens und der Herzegowina war daS erste Kapitel, der gegenwär-tige Krieg mit seinen slawische« Siegen das Zeichen zum Sturm gegen die vermeintlichen Gegner slawi-scher Weltmachtgelüste. Ob die pacslawistische Be-wegung bereits ihren Höhepunkt erreicht hat, muß billig bezweifelt werdrn. DaS große Problem in der südöstlichen Ecke Europas ist heute noch ungelöst und bietet dem Slawentum vielleicht noch so manche Ge-legenheit, seinen bisher an den Tag gelegten ParoxiSmuS um weitere Hitzegrade zu steigern. (Nachdruck wiboten.) KansZaKoö. Bon S. Halm. Han« Jakob wiegte den schweren Oberkörper bedächtig von links nach recht«. Sein breite« Gesicht hatte einen nachdenklich mißmutigen Ausdruck. Wie« derholt kratzten seine Finger in den lichtblonden Haaren, ehe er endlich den Mund zum Sprechen auftat. Und daS geschah nicht ohne ein Schnaufen, da« «»hl einen Seufzer vorstellen sollte. „Ja. Mutter, da« ist alles ganz schön. Bloß, meine ich, Mutter — Du meinst e« ja gut — und ich geb' ja zu, »aß wir 'n bischen Geld brauchen kinnen — ich mein' man bloß, die feine Modesta wird man fehr schlecht als Gutsfrau passen, Mutter. Die ist viel zu sein, um in den Stall zu gehen «nd selbst mit Hand anlegen. Und daS muß doch nun 'mal meine Krau, und sie denkt sick das Guts« frauspielen wohl ganz ander«, und dann, Mutter," — er graule sich verzweifelt den Kopf — „na, daß ich'« man rund heraus sag« — ich genier mich vor der feinen Dame, die sie doch mal ist." „Jung', es ist doch Deine Kusine!" Der „Jung- von 28 kniff die wasserblauen Augen klein zusammen, daß sie nur noch einen Spalt bildeten. .Schon wahr. Mutter, aber Du weißt schon, Tante Luise und Du Ihr habt Euch nie verstanden. Schon ein Mädchen Modesta zu nennen I Die Bauern würden sich ja totkreischen, wenn meine Frau Mo desto hieß I" Die äußere Politik. Aus deutschnationalen Abgeordnetenkreisen. Im Deutschen Nationalverband wird die Politik des Grafen Bcrchtold im allgemeinen günstiger be-urteilt, als dies in einem großen Teile der deutschen Presse der Fall ist. Die Angriffe, denen daS Mi-nisterium des Aeußeren wiederhol« ausgesetzt war. entspringen mehr dem Temperament und dem Gefühle als einer sachlichen ruhigen Beobachtung und Abwägung der tatsächlichen Verhältnisse und der zahllosen Schwierigkeiten, die sich einer wirksamen energischen Bertretuug der Interessen des öfter-reichischen Kaiserstaates in den Weg stellen. Wohl allgemein wird heute bedauert, daß der Sandschik anläßlich der AnnexionSerklärung von Oesterreich ausgegeben worden ist. Allein dieS ist nicht Schuld des Grafen Berchtold, dem es ja doch schließlich ge' lungen ist, «ine österreichische Hauptsorderung, die Schaffung eines selbständigen Fürstentum« Alba-nien, also eine« nichtslawischen Staates, an der Adria bei allen europäischen Mächten durchzusetzen. Die Zugehörigkeit SkutariS zu diesem Albanien ist gleichsallS eine österreichische Forderung, welche die europäischen Großmächte, wie die gegenwärtige „Du kannst sie ja doch ander« nennen, Han«> Jakob I- „Wenn sie sich'« man gefallen läßt, Mutter l Na, weißt Du. da« mit der Heirat schlag' Dir man aus dem Kops. Mutter. • „Aber ansehen könntest Du sie doch, Junge. Wo sie doch jetzt Waise ist — kann man sie doch ungeniert einladen. Dabei ist doch nichts." „Schön, Mutter, tue da«. Aber ich bitte Dich bloß „Schon gut — ich dräng' Dich ja nicht, mein Junge. Hauptsache: lernt Euch mal erst kennen." Han«>Jakob« Mutter hatte also ihren Willen durchgesetzt und ihre vewaifte Nichte, die jetzt Be-sitzerin eine« nicht unbeträchtlichen Vermögens war. zu sich eingeladen und Modesta hatte geantwortet, sie werde kommen und sei ihren Verwandten sehr dank-bar; denn sie erwarte vom Landaufenthalt Erholung ihrer Nerven. „Nerven hat sie auch schon?" meinte Han«> Jakob skeptisch. Aber seine Mutter hatte gleich eine Verteidigung bei der Hand. „Da« arme Ding! Nach all der Aufregung, die mal so ein Sterbefall mit sich bringt. Sie war aber gar nicht dabei, Mutter! Tante Luise ist doch in der Klinik gestorben." „Na, aber Junge, die Beerdigung, und schließ, lich, war'S doch d'e Mutler; wenn sie auch bet ihrer Großmutter lebte * Daraus schwieg Hans-Jakob. Nun war sie da; ein zarte«, seidenrauschendes, diskret parsümiertes Prinzeßchen mit einem feinen, etwas larmojanten «esichtchen. Sin ganzer Wage« voll Koffer und Schachteln war mit ihr gekommen. Han«-Jakob schaute nur immer auf die Dinge, die noch im Hausstur umherstanden, und über deren Inhalt er sich vrrgtdrn« den Kopf zerbrach. Auch feine Mutter war verblüfft gewesen. .Ja, Kind, wa« willst Du denn mit all dem Gepäck hier auf dem Lande?" „Ach, Tante, man braucht doch so viel, und ich muß alle« so bei der Hand haben, wie ich es zu Hause gewöhnt bin. Nicht wahr, Du tust die gräßlichen bunten Vorhänge in meinem Zimmer her« unier und steckst weiße dafür auf. Ich hatte immer weiße Mullvorhänge. Gott, wie Ihr überhaupt ein-fach lebt! Ich habe mir ein GutShauR ganz ander« gedacht!* Hans-Jakob stand dabei und grinste schaden, froh zur Mutter hinüber, die sich über Modesta sowohl wie auch über ihren Jungen ärgerte. Warum sprach er kein Wo« und stand da. ungelenk, steif, bockig?" „Gott, Kind, eS ist ein kleines Gut. und hier aus dem Lande hat LuxuS keinen Zweck." „Nein." mischte sich hier HanS-Jakob. ein, ..hier braucht man gesunde Arme — da. sieh mal," und er hielt der Kusine skine schwieligen ArbeitShände unter die Nase. „Horreur I" Modesta suhr ordentlich zurück. Du manikürst Deine Nägel wohl nie?" „Was ist daS?" fragte da der Vetter ehrlich erstaunt. „Ja ist denn das möglich? Ihr lebt ja wie die Bauern I' Teile 2 Keui,che Wacht Nummer 30 Flottendemonstratio» vor Artivari beweist, zu der ihrigen gemacht haben. Auch die Bereinigung de« Konfliktes zwischen Bulgarien und Rumänien, die zur Abtretung von Silistria an letztere« siihren wird, darf zu den Erfolgen der äußeren Politik Oester-reich« gerechnet werden. Die Hauptsache aber bleibt wohl, daß es dem Grasen Berchtold bisher gelun-gen ist. den Frieden für unser Baterlaud zu erhalten und damit auch einen europäischen Krieg zu verhüten. Daß eine allgemeine europäische Konflagrution nicht außerhalb de« Bereiche« der Möglichkeit lag, ist au« der Rede de« deutschen Reichskanzler« von Btthmann.Hollweg deutlich herauszulesen. Diese durchsichtig klare Rede, die sich nicht nur durch ihren sachliche» Ernst und ihre bedeutsame Offen« heil, sondern insbesondere auch durch eine starke und warmherzige nationale Empfindung auszeichnet, hat eine sichere Orientierung über die gegenwärtige europäische Politik ermöglicht. Wir wissen nun, daß Deutschland „sich mit den Zielen der englische» Politik eins weiß und entschlossen ist, auf das Energischeste mitzuwirken, die Londoner Beschlüsse schleunigst und mit Nachdruck durchzuführen." Herr vo.i Beihmann-Hollweg hat ferner, vielleicht al« der erste Staatsmann auf so verantwortlichem Posten, auf die Möglichkeit eines Zusammenschlusses zwischen Slawentum und Germanentum hingewiesen, aber anschließend auch beiont, daß zwischen Deutschland und Rußland Interessengegensätze nicht bestehen, er tat festgestellt, daß die panslawistischen Strömungen die eigentlichen gefährlichen Erreger der Unruhe in Europa sind und er hat in einer allen Zweifel «»«schließenden Weise erklärt, daß da« Teutsche :Ncich auch über die diplomatische Vermittlung hinaus dem österreichischen Bundesgenossen die BundeStreue gewähren werde. Am wenigsten zuversichtlich klan-gen feine AnSsührungen über Frankreich, wo der PanflawismnS in den Chauvinisten der Revanche-idee im Hasse gegen Deutschland gleichgesinnt« Ge-nossen gefunden hat. Die Rede Bethmann-Hollwegs ist sür unS in Oesterreich von außerordentlicher Wichtigkeit, und wenn anch unsere Verhältnisse, un° fere Hoffnungen und Forderungen an die Zukunft dc« Balkans viel unmittelbarer von den Ereignissen beeinflußt sind, wie die Ansprüche Deutschlands, so ergibt sich doch für uns die gleiche Richtung der Politik. Auch wir haben die BundeStreue zu hatten und unsere Regierung demzufolge auch zur Einsicht zu bringen, daß sie im Innern eine Politik ver« folgen muß, welche die volle Erfüllung der Bundes-pflicht jederzeit als eine Selbstverständlichkeit er« scheinen läßt. Eine Begünstigung tschechischer oder slowenischer Aspirationen steht ganz natürlich im Widerspruch zu den Verpflichtungen der aktiven und passiven BundeStreue. Auch den anderen BundeS-genossen im Süden werde» wir un« als ehrlichen Freund gewinnen müssen, da« Mißtrauen und die Voreingenommenheit, die mehr in Italien gegen uns, al« bei unserer Bevölkerung gegen Italien besteht, müssen endlich schwinden. „Sind wir auch!" Der Hüne reckte sich stolz und warf sich in die breite Brust. .Mehr wollen wir gar nicht fein, Kusine." — Da« Moden« wollte ih« absolut nicht über die Ungeschick!« Zunge. — „Fi donc l" DaS Prinzeßchen hielt daS Spitzen tuch gegen das Näschen. „Wie kann denn nur. Ihr seid doch die GutSherrschast! Hoffentlich ver kehrt Ihr nicht gar noch mit dem Bauernvolk?" „Ader freilich. Oho, Du, das sind schwere Kerl« hier, und 'n stolzer Schlag, daS sitzt fest auf der Scholle." Modesta schüttelte ihr Lockenköpfchen. „Entsetz lich. Aber Ihr müßt'S ja ertragen. Laßt nur mich mit diesen Bauern in Ruhe. Und jetzt darf ich mich «»hl ein bißchen zurückziehen." Da ging sie nun hin. Um ihr RippfigürchtN flatterten die Spitzen ihrer Bluse. Eilig klapper ten die hohen Absätze ihrer Schuhchen, die Holztreppt hinaus. Mutter und Sohn sahen sich lange an. „N — 0 —?" kam eS endlich von des Hüne» Lippen. „Gott, Junge — sie muß sich gewöhnen. Sie wird sich schon geben." „Die? — nie, Mutter! Schade um sie. Sie ist ganz nett — bloß zu dünn — und dann — so pikfein — Gott — nein, die und sich um die Wirt fchaft annehmen und die Nase in den Küchentop' stecken I Daß die da» lernt, glaubst Du doch woh selbst nicht, Mutter! ?" Ode» stand Modesta in dem ihr angewiesenen Stäbchen und musterte die Einrichtung Armselig wirklich i«rmselig! Bäuerlich alle«, auch HanS-JakobS Nicht« wäre wünschenswerter, nichts mit so aufrichtiger Freude zu begrüßen, als wenn das Deutschtum sein Verhältnis z« England zu einem reundlichen gestalten könnte, wozu, wie eS scheint, wenigstens gule Ansätze vorhanden sind. Die Rede Sir Edward Greys möchte fast hoffen lassen, daß ich] zwischen dem Dreibund und Großbritannien zute Fäden gesponnen haben, als sicher aber ist der« zeit anzunehmen, daß England keine Neigung hat, eine Abenteurerpolitik mitzu» achen, wie sie den Wün-chen deS Grafen BobrinSki in Petersburg entsprechen würde. DieS gibt auch Hoffnung, daß der Frieden trotz aller HalS^arrigkeiten und Herausforderungen, mit denen man in Eetinje und Belgrad großtut, nahe rückt. Ein rechtzeitiges Einlenken von Serbien und Montenegro hätte wahrscheinlich für diese beiden Staaten bei einer endgiltigen Regelung der ^politi-schen Neugestaltung deS Balkans eine bessere Situa-tion geschaffen, als ihr boshafter Widerstand, und man muß sich wohl schon jetzt die Frage vorlegen, ob eS der politischen Zweckmäßigkeit, von der Ge-rechtigkeit gar nicht zu reden, sronimen wird, wich-tige albanische Gebiete und Stävte in die Gewalt von Serbien und Montenegro zu geben? Auch die Frage ist nicht von der Hand zu weisen, ob der Sandschal im serbisch-montenegrinischen Besitz bleiben muß, oder ob er nicht, eventuell als neutrales Gebiet, zu Albanien zu kommen hätte? Der Weg nach Saloniki ist sür Oesterreich anch heute noch immer von Bedeutung und er darf nicht anS dem Kalkül gelassen werde», zumal unsere Politik gegen-über Griechenland, dem neuen Herrn von Saloniki, immer auf gute Beziehungen Wert legen wird. Die nächsten Wcche» dürfte» wohl die curo> päische Situation zu voller Klärung bringen. Wen» Rußland nicht der panflawistischen Hetze gegen Oesterreich unterliegt, einer Hetze, deren verlogene Gehässigkeit in der Versammlung im Petersburger Adelssaal überaus drastisch hervortrat, ist die Ge-fahr sür Europa beseitigt. Für Oesterreich-Uirgar», de» uninittelbare» Nachbarn deS Balkans, kann freilich noch immer die Möglichkeit erwachsen, daß eS als Mandatar der Großmächte den Beschlüssen über Albanien Geltung zu verschaffen haben wird. Das ftoinriitsd)r Schul-rossen und der Staut. Von geschätzter Seite wird uns geschrieben: „Die Slowenen pflegen die Hinneigung zu deu Serben mit der Ausrede zu beschönigen, daß sie von der österreichischen Regierung in ihren kulturellen Bedürfnissen vernachlässigt werden. Wie unbegründet diese Behauptung ist. beweist am besten der Um. stand, daß die slowenische Sprache, di« bis zum Konterfei, das ihr die Tante wohl nicht ohne Absicht vis-a-vis dein Bett aufgehängt. Lange stand sie vor dem Bild. — Schade — sie kannte Häßlichere als Hans-Jakob. Er hatte treue blaue Augen und feine Hünengestalt gefiel ihr nach dem Gesetz der Anziehung von Kontrasten. Sie fand große starke Männer immer interessant. Wenn er nur nicht so verbauert gewesen wäre! Sie seuszle, denn in ihr war eiwaS enttäuscht worden Im heim-lichste» Winkel ihreS HerzenS hatte sie sich schon alS stolze Gutsfrau gesehen. Statt des Gutes halte sie eine» Bauernhof vorgeiuusen. — Nein, dem schönen Traum hatte sie Valet gesagt. Ach, zurück in die Stadt, zur alte» Großmama, die nur noch hinvegetierte. war auch keine Freude! Sie kam sich recht bedauernswert vor, und zum Mahl erschien sie mit rotgeweinte» Augen. Das frappierte Han« Jakob. Warum halte die Kusine den» geweint? Er war doch nicht grob ge-wefen? Wenigstens war er sich'« nicht bewußt. Sie tat ihm unwillkürlich leid. Gewiß gefiel eS ihr nicht bei ihnen. Und er begann sich in feiner unbeholfenen Art zu entschuldigt». Nach Tisch bot er sich sogar an, Modtsta den Park zu zeigen und mit lhr au! den Teich zu rudern. Da lebte ihr trauriges Gesicht» chen wieder auf. Ganz ausgeräumt kamen die zwei von ihrem Ausflug wieder heim, fodaß Hans-Jakobs Mutter sich so ihre Gedanken machte. Am anderen Morgen besichtigte Modesta, mit hochgeschürzten» Kleid einherspazierend, mit dem Vetter die Ställe. Wohl rümpfte sie daS Näschen. Der Kuhstallgeruch fiel ihr auf die Nerven; da ihr Ha»S-Jakov aber jetzt viel besser gefiel und sie sah, wie stolz er aus Jahre 1848 ein mit deutschen und italienischen Bei' mengungen versehener Bauerndialekt war, überhaup erst von den österreichischen Regierungen entdeckt wurde, die eS sich außerordentlich angelegen sein ießen, sür deren Ausgestaltung zur Schriftsprach« Lorge zu tragen. Die staatlichen Behörden find ortwährend aus die Förderung der slowenischen In-teressen bedacht, indem sie alljährlich slowenischen Mittelschulprofesioren Urlaube und Stipendien ge-währen, damit sie deutsche Lehrbücher ins Slowe nifchc übersetzen und slowenische Wörterbücher ver> lassen. Für die Unterstützung slowenischer Hochschüler ist seit Jahren eine Post von 9000 K im Staat« Voranschlag enthalten, eine Begünstigung, die sonst keiner Nation zuteil wird, und auch zur Heranbil-»ung slowenisch«? Hochschuldozenten werden Stipen->ien und Urlaube erteilt. Der Staat hat ferner den Slowenen eine Anzahl Mittelschulen, die früher deutsch waren, ausgeliefert und «r »nt«rstützt in Trieft auch da» slowenische BolkSschulwesen in anSgieoiger Weis«. Um den Slowenen entgegenzukommen, wurde sogar kein Anstand genommen, gegen wichtige deutsche Interessen zu verstoßen, wa« insbesondere durch die Erbauung der Laibacher StaatSg«w«rbeschule ge-schehen ist. Trotz der schlechten finanziellen Lage wurde für diese Schule ein Betrag von fast einem-halb Millionen Kronen aufgewendet, so daß sie eine der größten Anstalten dieser Art ist. Die jährliche Erhaltung der Schule, an der »ach vollständiger Ausgestaltung 60 Lehrkräfte wirken sollen, erfordert einen Betrag von 300.000 K, so daß in Anbetracht der geringen Schülerzahl — kaum 2001 — jeder Schüler gegen 1500 K kostet. Daß die Schule über-Haupt und in dieser Größe errichtet wurde, verdanken die Slowenen den tschechischen Einflüssen aus da« ArbeitSministerium. Nicht umsonst wurde dem Minister Trnka gelegentlich seines Aufenthalte« in Veldc« im August de« vergangenen Jahres von einer Abordnung dcs Laibacher Gemeinderaies für die Förderung der Schule und die Bestellung der inneren Einrichtung der Dank auSgesprochtn. Der Ar beitSminifter hat bei diesem Anlasse die große Be-dtutung der Schul« sür Laibach und für den ganzen slawischen Süden offen hervorgehoben. Auch die Slowenen sind überzeugt nnd geben zu, daß die Laibacher StaatSgewerbeschule sür sie mehr wert sei als vier slowenisch« Gymnasien. Sie erklären schon heute, daß sie mit deren Hilfe den Gewerbestand und das technische Bahnpcrsonal nicht nur in Krai«, sondern auch in ganz Untersteiermark und Kärnten slawisiercn werdeu und der Abgeordnete Dr. Rivm« kar gab kürzlich den Deutschen recht, wenn sie dl« Schule al« ein südslawische« Bollwerk bezeichne«. AuS dem Angeführten geht also hervor, daß die Slowene» keinen Anlaß haben, über mangelnde Fürsorge für ihr Schulwesen zu klage», vielmehr müssen sich die Deutschen, die dem Staate in schwerer Zeit Opfxrmut und Anhänglichkeit bewiesen haben, dagegen wehren, daß ihr BolkStum durch Gründung daS schöne Vieh war. hörte sie geduldig zu, ging sogar mit in den Schweinestall, wo ihr fast übel geworden wäre. Da mtrkie HanS Jakob, daß er ihr doch^ zuviel zugemutet halle, und sie tat ihm wieder leid. Schließ lich konn e sie doch nicht dafür, daß sie fo sein war. — — Dann fuhren sie wieder auf den Teich und fütterten das Schwanenpaar, das Hans-Jakobs ei» zigen LuxuS bildete, und Modesta ward wieder lustig, ja übermütig. Auf einmal begann sie zu trällern unv zu singen; all ihre Trauer schieu verflogen, und Hans-Jakob meinte, noch nie ei» so süßeS Menschen-lind gesehen zu hoben. Ach. von der konnte man auch wohl nicht verlangen, daß sie sich plage und abrackere wie eine Bauerssrau, Unbewußt halte er sich schon der Kusine angepaßt. Und aus einmal schien eS ihm gar nicht so unmöglich, daß er allein alle Lasten seines Berufes weitertrug und doch eine fo seine, anfpruchsvolle Frau neben sich haben konnte. Modesta aber fah nicht mehr die ungepflegten Nägel, den billigen Kleiderschnitt deS Dorsschneider«. Der treuherzige Vetter erschien ihr jetzt in ganz anderem Lich». Und dann war er gewiß noch umzumodeln, zu erziehen. Die Mama hatte sich den Vater auch er zogen. Und aus dem Bauernhof war schließlich »it etwas gutem Willem und Geld schon ein Herrensitz zu machen. Geschmack hatte sie ja. Und plötzlich fing sie an, HanS-Jakob vorzu-stellen, waS alleS geändert werden könnte und müßte, und wie alles aussehen müßte, wenn sie hier etwas zu sagen hätte. Da ward er ganz still und lauschte nur ihren Phantasien, die auS diesem Mädchcnmund so natürlich auf ihn wirkten. Und plötzlich fand er. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Ko»»tagsöeilage »er „Deutsche« Macht" t» fttffL Nr. 1 .Die Südmarl" erscheint |rtwn Sonntaq al« unentaeltliche Beilage fflr die Lesn hex .Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht käuflich. 1913 (Nachdruck utrbattn.) Per Schlauberger. Novellette v»n A. Hinze. Mister John Dickson, Möbelsabrikant i» New-?)ork und angehender Millionär, stand vor einer geöffneten Kiste, die etliche Dutzend Flaschen Rhein-wein, direkt von der Quelle, enthielt, leckte sich im Borgenuß die Lippen und rieb sich vergnügt die Hände. Das hatte sein Junge, sein Jonny, gut ge-macht, sehr gut! Da« Geschenk war geradezu famo»! Lolch einen guten Tropsen konnte man hier in New-ßorf auch siir Gold nicht bekommen! Behutsam nahm der glückliche Empfänger eine Flasche um die andere hervor. Beliebäugelle die Etiketten und las mit Hochgenuß: Iteinberger — Gräsenberger — Rauenthaler — AßmannShäuser — Markobrunner —, Namen, die jedem Ehrsurcht einflößen. Ja — ja, es ist doch schön, wenn man einen liebevollen Sohn hat und dieser «ohn just im schönen Rheinland studiert! Jonny besuchte näm-lich die Bonner Universität. Er wollte Jurist wer-den. Well. Ein Pfiffikus und Schlauberger war der Junge ja immer schon gewesen! Der würde eS sicher zum Justizrat dringen! Na, und natürlich mußte Jonny dann eine Dollarprinzefsin heiraten! Die schössen ja hier in Amerika wie die Pilze aus der Erde hervor! Unter diesen angenehmen Betrachtungen hatte Mister Dicksvn wieder eine Flasche hervorgeholt. Als er jetzt „Marke Rüdesheimer" las, hielt er sich nicht länger, den Rüdesheimer, diesen duftigen Feuer-wein, mußte er auf der Stelle probieren! Zwei Minuten später funkelte der Goldwein im grünen Römer. Glückselig lächelnd, wie man es dem glattrasierten Aankee-master vf sact-Gesicht John Dicksons gar nicht zugetraut hätte, bewunderte dieser den Glanz und Dust de» herrlichen Gewächse«. Mit einem gemurmelten: „Auf Dein Wohl, mein Jonny. mein Kapitaljunge!" schlürfte er nun in langen Zügen den Wein. „Wunderbar — ein Kapitalweinchen..Damit setzte der Trinker da« leere Gla» nieder. Er streichelte sich den Magen und schnalzte mit der Zunge. Hielt die Flasche an« Licht und nun schenkte er sich da« Gla« von neuem voll. Diese« zweite Gla« ward entschieden schneller geleert als da« erste. Die Verführung war aber auch zu groß! „Ich wußte gar nicht, daß ich solch «in Wein-liebhaber bin," murmelte der Zecher diesmal. „Ja — ja. Gelegenheit macht Diebe, ha, haha!" Wie der Feuerwein durch die Adern kreiste! Wie es darin prickelte uud glühte, und doch wie leicht nnd wohlig ihm die Glieder wurden! Neue Jugendkraft schien ihn zu durchströmen. Ein närrisch-tolles Gefühl, lustig zu sein, wie er, der kühlden-kende Amerikaner, es nie gekannt. Ja, lustig! He, wa» mochte die Kiste denn noch weiter für Marken enthalten? Aber bevor er nachsah, mußte er sich doch noch einmal einschenken! Halt, halt, John Dicksvn, nicht zu übermütig, sonst bekommt John Dickson am Ende einen Dicktops! kicherte der fröhliche Zecher, während er da« dritte Gla« schlürfte. Plötzlich aber gab er sich einen Ruck, setzte da« Gla« halbgeleert nieder und begann die Kiste vollend« ihre« Inhalt» zu entleeren. Die Strohhüllen flogen nur so von den Flasche«, denn in Mister Dickson begannen die Geister de« Weine« zu rumoren. Wieder tauchten Berühmtheiten auf, die niemand vergißt: Geisenheimer — Johan-neSberger — Liebsrauenmilch. Jetzt stieß Dickson einen Ruf der Ueberraschuug au«. Die letzte Flasche, die er der Kiste entnahm, — eS war JohanncSberger Auslese — trnz am Halse ein Briefchen. Mist«r Dickson erkannte Jonn?« Handschrist. Sonst pflegte er von Jonny« Briefen nicht sehr erbaut zu sein. Der Schlingel schrieb nämlich nur, wenn er Geld brauchte. Da die« aber sehr oft war, so waren auch seine Briefe die». Mister Dickson» Antwort begann dann jedesmal mit de« Starte«: » Jonny, mein Junge, so geht e« nicht länger! Wirst du nicht ander«, so bringst du deinen Millionär, papa doch noch an den Bettelstab. Gehe in dich, sonst ziehe ich meine Hand von dir zurück. — Leider machte diese Drohung aus Jonny wenig Eindruck und bei jeder nenen Anleihe von John junior an John senior drohte der letztere mit Enterbung. — Heute aber, wo die Geister de« Weine« mit Dickson schäkerten und ihren Schabernack mit ihm trieben, heute nun weckte Jonny« Brief eine rühr-selige Stimmung in dem Alten. »Jonny, mein Junge, Du hast Deine Sache gut gemacht," lachte der glückliche Zecher in sich hinein. ,,Wa« Du Dir wünschest,* fuhr er mit schwer wer-dender Zunge fort, „soll Dir erfüllt werden. Ja — ja — e« soll — Dir — erfüllt — werden.* Er löste den Brief vom Flaschenhalse. „Jo-hannetberger-AuSlese — well, die muß »»«gezeichnet sein! Eh ich den Brief lese, muß ich doch einmal versuchen, wie da« Weinchen schmeckt." Damit aber der Rest Rüdesheimer im Glase nicht schal werde, leerte er zuvor diesen. Wieder knallte ein Propfen. Und nun wurde e« still, mäuschenstill. WaS Dickson senior jetzt die Kehle niedergleiten ließ, machte ihn dermaßen an-dächtig, daß er auS lauter Andacht sogar das Ge-räusch, daß seine Schluckmuskeln verursachten, abzuschwächen suchte. Nachdem der selige Zecher auch diesen Tropfen gründlich erprobt, behielt er knapp noch so viel Macht über sich, daß er Jonny« Brief erbrach und zu lesen begann. Letztere« war allerdings mit Schwierigkeiten verknüpft, denn die Buchstaben tanzten ihm vor den Augen. Die« war entschieden auch schuld daran, daß er au« dem Inhalt nicht klug werden konnte. WaS stand da? Mister Dickson rieb sich die Stirne und rieb sich die Augen. Dann laS er zum vierten Male die Stelle, die nach der Einleitung folgte: Lieber Bater, diesmal komme ich Dir nicht mit Geldpumpen. Dies-mal komme ich mit einer Bitte, von deren Erfüllung da« Glück meines Lebens abhängt. Lieber Bater, wenn man Student zu Bonn ist, und allerorts am Vater Rhein Wirtshäuser winken, in einem aber unterm Rebendach das schönste rhei-nisch Kind haust . . . Wenn dies entzückende Mädel noch dazu in einem Töchterpensionat den nötigen Drill bekommt, wenn man mit diesem Mädel im Winter Tanzstunde gehabt, im Sommer Tennis-Partien und Rheinsahrten bei Mondenschein gemacht hat, so müßte man schon ein Eisgletscher sein, wenn man da nicht Feuer singe? Lieber Vater, ich liebe Mirjam rasend und habe mich mit ihr verlobt. Ich ochse jetzt riesig, um schnell ans Ziel zu kommen. Sobald ich den Doktor gemacht, laß ich mich in New Hork als Advokat nieder und heirate meine Loreley. Sage Ja nnd Amen dazu, lieber Bater, denn sonst. — Bis hierher hatte Mister Dickson gelesen, als seine Faust auf den Tisch niedersauste. Sein Rausch war momentan verflogen und die Wirklichkeit grinste ihn hohnlächelnd an. Vergessen war, daß er gelobt, Jonny jeden Wunsch zu erfüllen. Blutrot vor Zorn schrie er: „Ja und Amen? Nie und nimmer. Eine WirtStochter — eine Prinzessin Habenichts?! So haben wir nicht gerechnet, Jonny, mein Junge! Eine Dollarprinzessi», oder keine, dabei bleibt'S! Sosort reise ich hin, ja, das tue ich! Ich wasche ihm den Kopf gehörig und bring' die Geschichte wieder auseinander!" Mister Dickson ward mit einem Male ganz elend; ein kleiner Kater hatte ihn gepackt. Wo war seine gute Laune und das scheinbare Zugendseuer geblieben? Elend, zum Sterben, war ihm. Und in diesem katzenjämmerlichen Zustande sollte er nnn die weite Reise antreten! Er war doch auch kein Jüng-ling mehr! Doch reisen mußte er, und zwar sofort, sollte die Sache noch rechtzeitig zurückgehen. Zuvor aber mußte er sich restaurieren, daS war geradezu Pflicht. — Guter Rheinwein erspart den Arzt, sagt da« Sprichwort. Weil nun Dickson senior sich in diesem Augenblick durchaus Patient sühlte, so befolgte er den guten Rat gründlich. Ganz mobil wieder trat er seine Reise an. Ja, seine L»une stieg gar während der Reise so schnell wie ein Zeppelinkreuzer, und sie ward geradezu glänzend, als er im lieben Rheinland anlangte. In solch glücklicher Versassung würde es natürlich schwer sein, den empörten Vater zu spielen. Bis er Jonny zu Gesicht bekam, würde er aber vielleicht wieder aus dem elenden Standpunkt sein, wie vor der Ab-reise, und dann sollte eS Blitze hageln auf das Haupt de« SünderS! Gut nur, daß er hier nicht zu darben brauchte nach dem Göttertropfen, den er daheim zurückge-lassen. Schon winkle ein Wirtshaus lieblich unter rebenumsponnenen Dach! Unbedenklich kehrte Mister Dickson hier ein, und schon der Duft, der ihn em-pfing, heimelt« ihn selig an. Hier ging'S lustig zu. Hier faßen Studenten bei Becherklang und KommerSliedern. Die Wirtin war eine fesche Frau, die mit lachendem «esicht den sremden Gast bewillkommte. „Mirjam,* rief sie jetzt mit Heller Stimme, „bring' doch mal geschwind eine Flasche Marko-brunner sür den Herrn Baron!" Den Herrn Baron! Dickson senior war zwar ein angehender Millionär, aber er war doch nur ein Emporkömmling und der BaronStitel schmeichelte ihm sehr. Hierüber hatte er gar nicht den Nomen beachtet, den die Wirtin gerufen. Als jetzt eine wohlklingende Mädchenstimme sagte: „Bitte schön, Herr Baron," fuhr er auS feinen Betrachtungen auf. Bekam aber gleichzeitig einen Ruck, denn vor ihm stand das schönste Mäd-chen, da« ihm je begegnet. Mit atemloser Bewunderung starrte er eS an. Dieses Loreleyhaar, diese Augen wie ein Flambeau! Wie bereits erwähnt, hatte Dickson seine glän-zende Laune wiederbekommen seit der letzten Wein-bresche daheim. Und damit auch daS Gefühl jugend-lichen Feuers. Al» er nun das schöne Mädchen sah, packte der Teusel ihn beim Schöpfe. — „Mein schöne» Kind, kredenzen Sie mir den Wein, ich bitt' sehr," bat er, und nach Jahren kam zum ersten Mal wieder ein liebedurstiger Blick in seine Aankeeaugen. Gleichzeitig versuchte er, seinen Arm um die Taille der schönen Hebe zu legen. — Allein im selben Augenblick kam von deren Lippen ein leiser Schrei. Und gerade solch ein Schrei entsuhr Dickson senior. Wie aus dem Erdboden ge-wachsen, stand nämlich im offenen Türrahmen Dick-son junior. Und nun konnte man dreist behaupten, das Blatt habe sich gewendet. Denn nun war Dickson Vater der zitternde Sünder und Dickson Sohn der Racheengel. Statt deS Schwertes, das sündige Men-schenpaar zu vertreiben, aber zog Johannes einen Reoolver hervor. Dickson senior begriff plötzlich, daß die Hebe mit dem Loreleyhaar seines JonnyS Loreley war, und daß jetzt ein dreifacher Mord folgen würde. Er machte daher einen Fluchtversuch. In diesem hochgespannten Augenblick gab eS einen entsetzlichen Knall. — Dickson senior erwachte. Verwirrt sah er aus die Batterie Flaschen, die er bei dem Fluchtversuch umgestoßen und die nun ihren köstlichen Inhalt über den Estrich ergoß. Er entdeckte, daß er noch daheim saß und die Geister des Weines ihm das Schreck-bild vorgegaukelt. Aber Jonny als Racheengel mit dem Revolver stand lebendig vor seiner Seele, und diese Erinne- mitmachte ihn nachdenklich . . . Schließlich setzte er sich und schrieb einen Brief an Jonny. Als der Schlauberger am Rhein den Bciej empfing, rieb er sich triumphierend die Hände. Sein Plan war geglückt — der Wein hatte bewirkt, daß Dickson senior Ja und Amen sagte. ?-r HP». Von E. Kohl, Mitglied der „Freien Vereinigung zum Schutze des WeidwerkeS". Motto: „Mit heißt der König bor bunden Nacht? Tritt Auge leuchtet wie Flamme«, pracht, Seine Jtlau' ist scharf, sein Flug ist leis' - Er ruft in ben Wald in schauriger Weis'--------- --— — — — Uhu! Uhu! Nicht weit vom Gebirge, aus einsamer Höhe, inmitten einer wildromantische« Naturpracht, stand ich nächtlicherweile und lauschte den Stimmen der Natur. — Von fern herüber am Berghang, wild und zerklüftet, wo die Scheidewand gezogen zwischen Wildnis und Kultur, da vernimmt mein Ohr den langgezogenen, schaurigen Ton — den Ruf des uächt-lichen Räubers der Lüfte — Uhu! Uhu!-- Wie das klingt! — Ich hab' einmal eine alte Sage vernommen vom Nachtvogel mit dem Feuer-ange und vom Flurvogel, dem ewig Ziehenden. — Der Nachtvogel war ein Räuber, sein Sinnen war Mord, und klagend zog der Flurvogel von da nach dort und kündete die schaurige Mär.-- Uralte Zeilen! Wie schön muß eS gewesen sein, da die Menschen noch kindlich waren im Herz und Sinn und Tal und Berg, die Ebene und weite Höhen des unendlichen Waldes Heimstätte waren! — Wie schön im düstren Tann, im duftenden Buchenhain und stundenweitem Eichenforst. Wie glücklich möchte ich da sein — — wenn'S noch so wäre!! Meine Gedanken eilen rückwärts in grauer Vorzeit versunkene Sphären--Uhu! Ist das nicht wie ein Ruf aus alter Zeit, wo Steine noch draußen lagen im Wildbahn der unberührten Natur, noch ehe sie zusammengetragen wurden, prunkende Städte daraus zu bauen? Wo der Urhahn, dieser Ursaß des Waldes, noch die Melodie führte im Waldkonzert, wenn der Lanks einzog in alle Lande? — Ja, damals senkte sich die Sonne genau zur selben Stunde als Heu-tigen Tages, und Winter wurde es auch vor der eit des Julfestes. Die sinkende Nacht ward zum Osten, zum kündenden Herold, daß reich und ge-segnet deS TierlebenS Fülle pulsierte. Uhu! Uhu! --Wie selten tönt dieser Ruf in den Tagen der Hochkultur! Und wie weit muß daS „Ebenbild GotteS" wandern und wie glücklich ist der, der aus-erkoren ist und erlesen, ihn zu vernehmen! 4 Tempi passali! Ans gul deutsch: „E« war ein- mal!" — — > Jetzt Ijslb' ich! drei herzige Serie, drei ,unge Uhus — im Käfig, «der meine Freude sind sie, wenn ich zu ihnen komme in der Nacht, wenn ich heimkehre vom weiten Gang im Revier. — Wie sie dann rufen und singen mit bluderndcm Gefieder und wiegender Gebärde! Und sechs flammende Lichter sind auf mich gerichtet und fragen mich jedesmal: „Hast du uns was mitgebracht??" O ja! Krähe» hab' ich und Elstern, die ge-schwätzigen, die ihre Frechheit im Schrothagel ge« büßt! — Hnt! Da blitzt der Teufel aus den Flammen-äugen der drei Hungerschlünoe. und jeder schlägt feine Fänge in das Gefieder der dargereichten Beute. Ja, sir sind meine Freude, m.iue herzige „Familie", die ich zu „ernähren" hab'; das sind meine drei „Naturdenkmäler"!-- Ein sonderbares Wort das: „Naturdenkmal"! Vor 100 Jahre», glaub' ich, hat es noch gar nicht existiert, das vertrackte Wort: „Naturdenkmal"! — — Was doch die Menschen für sonderbare Käuze sind! Erst geh?» sie her und vernichten so Ver-fchiedeneS in Gottes herrlicher Natur, nnd dann be sinnen sie sich, daß es doch schade darum ist, und das sonderbare Wort: „Naturdenkmal" ward erfunden! -- Ja, gewiß, meine „Bubos" sind „Naturdenkmäler" — dieses herrliche Naiurerzeng-ins ist auf dem Aussterbeetat — wie fo manches andere! Gott sei es geklagt. Wohl, wohl, er ist ein gefährlicher Herr, der ausgewachsene Uhu, — das stimmt! Ein Räuber, der getrost mit dem Vetter Adler in Konkurrenz treten kann. — Kühn und verwegen, das schon! — Gevatter Löfselmann kann da eine ganze Menge grauslicher Geschichten er-zählen, und in „Lampes" Kinde»stube sind die drei Zoll langen Fänge des kühnen „Bndo" grad' so ein Schreckgespenst wie der Jtrampus im Ammenmärchen der kleinen Homo sapiens! Wird schon so sein, das gebe ich zu! — Aber ich weiß doch nicht, ob es nicht noch grauslichere „Betyaren" gibt, als wie den „König der dunklen Nacht". Und noch dazu solche, denen unser Herr-gott kein Federn« und Haarkleid mitgab, als er sie im Paradies unier de» „historischeu" Apfelbaum fehle. — Uhu! Uhu! — Ganz nahe ertönt der Ruf jetzt, und gleich darauf eräuge ich im fahlen Mondlicht die majestätische Gestalt des „9!acht> könig«", wie er heranschwebt, geräuschlos, ruhig, sicher, mit geisterhaftem Flügelschlag, woraus er aber meinen Blicken auch schon wieder entschwindet. — Alles wird ihm zur Beute, dem nächtlichen Räu-ber, der leisen FlugeS über, der Erde schwebt. — Er greist die Ma»S so sicher wie das ebe» gesetzte Rotwildkalb, und manche Missetat ist aus sei» »tonto zu setzen. Und dennoch könnte ich ihn nicht wissen, den stolzen Vogel mit den Flammcnaugen, und leid, unendlich leid tut es mir, wenn ich denke, daß sein Name bald zu den „Historien" zählen wird, daß das „Tempi passati" auch für dieses prächtige Ge-schöpf einmal zur Wahrheit wird. Soll es schon bald werden? Nein! Und tausendmal nein!! Man erhalle diese« Naturdenkmal unserer Tage, damit nicht »och eine nnersetzliche Lücke in den Kranz der herrlichen Gvttevgeschöpsc geschlagen werde. Sonst werden »nr einstmals trauern und einbekennen müssen, daß wir durch selbstverschuldeten Leichtsinn, mit frevelnder Hand, ein Juwel ums andere ans der Goldsafsung der erhabene» Schöpfung geschlagen haben. Vermischtes. E i s e » b a h n z u s a m m ensto ß. AuS Fiu »e, 7. d., wird berichtet: Heute srüh stieß in der Nähe von Ogulin zwischen den Stationen Tonnj und Jo-sipdol der von Ofenpest nach Finme fahrende Schnell-zng mit einem nach Agram unterwegs befindlichen Gütereilzuge zusammen. Beide Lokomotivführer, beide Heizer und der ZugSsührer des Güterzuge» wurde getötet. Auch von den Fahrgästen wurde» mehrere getötet oder verletzt. Selbst von den Fahrgästen deS SchlaswageiiS sind mehrere tot oder verletzt, da in-folge des Zusammenstoßes die Lokomotive des Güter-eilzugeS auf den Schlafwageu auffuhr. Ein Schön brunner Panther von einem Löwen aufgefressen. Seit einigen Tagen vermissen die Stammgäste der Schönbrunner Menagerie eine» jungen weiblichen Panther, dessen herrlich gesprenkelte» Fell die Bewunderung aller Besucher Schönbrunns erregt hatte. Bor einigen Wochen hatte ein junger Wiener Bildhauer, Karl Pollitzcr. der zu Studienzwecken in Indien weilt, aus Bombay der Schönbrunner Menagrrie als Ge-schenk einen drei Jahre alten Panther. namenS „Mizzi", geschickt, der so zahm war, daß er stets das Nachtlager Poll>tzcrs teilte. Die Verwaltung der Lchönbrunner Menagerie hatte das Geschenk nmso lieber angenommen, als das Tier ein ganz seltenes «lück seiner Art war. Aber durch einen Unglück' lichen Zufall war der Panther von einem jungen Löwen überfallen worden, der demselben an die Gurgel fuhr und ihn auszehrte. Gatten mord aus Eifersucht. Ein Gattenmord am hellen Tage in einer der belebtesten Straße» Brüssels verursachte SamStag mittags außerordentliches Aufsehen in der Rue Royale. Eine elegante, 30 jährige Dame, anscheinend in Beglei-tung eines Herrn, war auS dem HauSlor einer an der Ecke der Rue de Monileur befindlichen öffentlichen Badeanstalt getreten, als hinler dem nächsten Hansportal ein etwas älterer Herr hervortrat und in großer Erregung aus einem Revolver vier Schüfe in nächster Nähe in das Gesicht l>et Dame abfeuerte. Diese stürzte, ohne auch nur einen Schrei auszustoßen, bewußtlos zu Boden. In dem nahe-gelegenen Hospital konnte man nur noch ihren Tod feststellen, da sämtliche Kugeln in den Schädel ge-drungen waren. Der Mörder, ein 34 jähriger Kauf-mann namens Armand Nyns, gab bei seiner Ver-nehmung an, daß die Gelötete sein: Gattin war. Das junge Paar hatte sich nach kurzer Ehe vor einigen Wochen getrennt, weil der Gatte Grund zur Eifersucht zu haben glaubte. Nummer 30 Hieuische Wach. fette S von Schulen, wie die Laibacher Staatsgewerbeschule Schade» leide. Der Bestand dieser Anstalt könnte von den Deutschen überhaupt nur dann hingenommen »erden, wenn sie, was mit Rücksicht aus die indi-»idualisierende Lehrmethode möglich ist, mit doppel-sprachigem Unterrichte ausgestattet und wenn auch ein e»t sprechender Teil deutscher Lehrkräfte angestellt werden würde, denn nur dadurch könnte eS vermieden werden, daß die Schule, was die slowenischen Fithrer wollen und hoffen, zu einer südslawischen Festung sich entwickelt." politische Rundschau. Der slawische Drang zum Meere. Die Südslawen gehen ganz systematisch vor, um die adriatifche Küste, insbesondere die herrlichen Gestade JstiienS, mit einem immer enger sich schlie» ßenden Kranze slawischer Kurorte zu umsäumen. DaS Zentrum dieser vorwiegend wirtschaftlichen SlawisicrungSbestrebungen an deutschen und italieni« scheu Kulturstätten bildet schon seit Jahren Trieft, wo die Slowenen in jüngster Zeit die größten An-strengungcn mache», dieses österreichische Handels-emporinm national zu überfluten. Das Vordringen der Slowenen in Triest in der Arbeiterschaft, im Schulwesen, dem Beamtentum, bei den Behörden, ist erschreckend, und besonders ist es gegenwärtig die Slawisieruug der Gerichtsbarkeit, auf die sich die slowenischen und kroatische» Hetzadvokaten mit aller Wucht geworfen haben und die auch bereits zu einer — freilich beanständete» — Slawisieruug der Geschworenengerichte gejährt hat. Unter den wirtschaft-lichen Eroberungszügen befinden sich zahlreiche ge-sellschastliche Gründungen, so unter anderem auch die Hotelbau- und Betriebsgesellschaft „Grignano-Miramar", welche die aufstrebende Bucht von Grig-i ano mit dem Bade und dem Restaurant bereils angekauft hat. Die Früchte deutsche» Fleißes, der das kleine Bad allmählich emporgebracht hat, wollen nuumelir die Slowenen ernten. Jedenfalls ist Grig' nano für die deutsche Sache vollkommen verloren und die Slawen richten ihr Augenmerk schon aus Grado und Monfalcone, wie sie eS auch auf die Etadt Pirano, in der sich bereits scharse Zusammen-flöge mit den Italiener» abspielte», abgesehen haben. Lehr zustatten kommt dem Vordringen der Slowe» »en und Kroaten an der Adria das große Konti»-gent der tschechischen Kurgäste. Der Trialismus fia facti. Die Südslawen sind eisriz an der Arbeit, den TrialiSmuS praktisch einzuführen. So hat der flo-»enische Laibacher Gemeinderat kürzlich den Beschluß gesaßt, daß bei der Ausschreibung städtischer Be« amtenstellen die Kenntnis der deutschen spräche nicht verlangt und zum Nachweis der Qualifikation der Etellenwerber auch Zeugnisse von Lehranstalten Kroatiens und Bosniens zugelassen werden. Bon deutscher Seite ist gegen diesen Beschluß, der die daß er eigentlich bisher nur in den Tag hineingelebt und gar nicht gewußt habe, was schön, lebend- und begehrenswert gewesen sei. Und die Folge? Vier» zehn Tage darauf feierte HanS-Jakob Verlobung und zwei Monate später war er glücklicher Ehe-man». Glücklicher? Hans-Jakobs Mutler seufzte oft, heimlich ihren Anstoß zu dieser Ehe bedauernd Aber der gute HanS Jakob merkte es wohl gar nicht, daß er immer mehr nur der Geschobene, der Mann sei-»er Frau ward. Die kleinen wohlgepflegten Hand-chen der feinen Modesta gängelten den braven, großen Jungen, ohne daß es ihm viel zum Bewußtsei» ge-kommen wäre. Daß er selbst nur noch mehr zum Arbeitstier geworden. Denn schließlich lag jetzt auch »och die Sorge für eine kommende Generation aus Hans JakobS Schultern, freute den Hünen fast. Ein bischen Krastmeiertum steckte doch in ihm. Und nur zuweilen fand er etwaS lästig: Modesta» nichi immer erfolgreiche Versuche, auS ihm einen Großagrarier zu machen, wie sie sich einen solchen vorstellte: in füll dreß, in Frack und Claque Dann kam doch immer wieder die gesunde Bauernnatur hervor, und Frau Modesta hatte, wie sie meinte, dann Ursache, sich ihrer Nerven und ihres doch eigentlich unver-dient harten Lose« bewußt zu werden. Am Ende «der wußte der gute Ha»s Jakob aber doch alle Lorgen seiner Mutter und allen Kummer seine« Weibchen zu beschwichtigen mit seinem tröstend-opti mistifchen: „Ei wird schon alleS werden I" Schaffung eines einheitlichen südslawischen Berwal-tungigebietes, also des TrialiSmuS, vorzubereiten sucht, der Rekurs an den Komischen Landesausschuß eingebracht worden, den dieser jedoch, wie zu erwarten war, abschlägig beschieden hat. Panflawistische Kundgebungen in Rutz-land. In Petersburg sand dieser Tage eine von fünf» tausend Personen aller Stände besuchte Bersamm-lung statt als Demonstration „gegen die Unter» drückung der Orthodoxie in Galizien und Ungarn". Hohe Kirchenfürsten, die Präsidenten slawischer Ver-einigungen, zahlreiche Dumaabgeordnete und Reichs-räte, viele Militärs und Studenten waren erschienen. Den stärksten Eindruck rief daS Erscheinen des Patriarchen von Antiochien, Gregorius IV., in Begleitung des Metropoliten von Tripolis, Alexander, hervor. Der Patriarch segnete die Versammlung. Präsident Graf BobrinSky begrüßte die Kirchen-fürsten und bat sie, überzeugt zu fein, der Segen würde auch von den galizifche» Brüdern verfpürt werden, welche für ihren Glauben in Gefängnissen schmachten. (!) Sowohl Graf Bobrinsky als Abge-ordneter Savelko sprachen nur von der furchtbaren Unterdrückung der Orthodoxie in Galizien und Un-garn, woraus stüimische Manisestationen iolgten. Die Kaiserhymne, sei bische Kriegslieder und eine russisch-galizische Hymne wurden gesungen. Den an-wesende» Offizieren wurden Ehrungen dargebracht. Sie wurden von Studenten emporgehoben und aus den Händen getragen. Unter den Rufen „Nieder mit Oesterreich!", „Es lebe die russische Armee! ' wurde einstimmig eine Entschließung beschlossen, den „unterdrückten, gequälten orthodoxen Kreuzträgern" die Teilnahme auszudrücken, den Heiligen Shnod zu bitten, in allen Kirchen Rußlands und Amerikas Bittgottesdienste für die friedliche TodeSruhe und die Erleichterung der in dunkeln Gefängniffen Schmach-tendrn anzuordnen und von der Regierung zu ver« langen, in der Erfüllung des historischen Vermacht-nisseS den »»menschliche» Quälereien der Orthodoxen Widerstand entgegenzusetze», über die Glaubensfrei-heit der Orihodoxie in Oesterreich-Ungarn ebenso eine Kontrolle auszuüben, wie Oesterreich-Ungarn eine Kontrolle über ven Katholizismus in den von Montenegro eroberten Ländern ausübe» will. Ein kalter Wasserstrahl nach Cetinje. DaS russische Ministerium des Arußern ver-lautbart durch die Petersburger Telegrafenagentur ein Kommunique. Bon allgemeinem Interesse ist der Passus desselben, in welchem von dem Borgehen und den Unternehmungen des König« Nitita die Rede ist. ES heißt nämlich: König Nikolaus hat gegen die übernommene Verpflichtung gehandelt, im Falle eines Krieges Rußland zu verständigen und seine Zustimmung zu erlange». Dessenungeachtet erwies sich der Kaiser al« großherzig. Al» die Frage von Skutari erklärt war, wurde der König freu»d> schaftlich verständigt unter dem Hinweise auf die schwere Verantwortung, die er im Falle eine« fort-geletzten Widerstände» auf sich nähme. Sodann er« hielt er den Rat, sich dem Vorwurfe der Verfolgung persönlicher Zwecke, um derentwillen die Montene» griner unnütz Blut vergießen, zu entziehen. ES ist klar geworden, daß er seine Berechnungen aus eine Einmischung Rußlands und der übrigen Mächte, sowie aus einen europäischen Krieg gründete. Die russische Regierung konnte daher nicht widerstreben, daß Maßnahmen getroffen wurden, die, nachdem König Nikolaus sich den Beschlüssen der Milchte nicht unterwars, notwendig geworden waren. ^US Sludl und Land. Trauung. Am Montag den 14. d. um halb 12 Uhr vormittag? findet in der Marienkirche zu Cilli die Trauung deS Herrn Paul Plautz, k. k. SteuerkontrollorS i» Weiz, mit der Lehrerin Fräu-lein Klementine Sadnik statt. Als Trauzeugen fun-gieren für den Bräutigam Herr Rudolf Plautz, Ge-neralrepräfentant der Wechselseitigen Versicherung?-gefellschaft „Konkordia" in Graz, für die Braut Herr Dr. Rudolf Sadnik, Zahnarzt in Cilli. Eine seltene Feier. Die weit und breit bekannte Firma Franz Woschnngg und Söhne, k. k. priv. Lederwerkt in Schönstein, feiert heuer daS seltene Fest de« 125jährigen Bestandes der Firma. Durch »ngemein großen Fleiß und ungewöhnliche Tüchtigkeit des Gründers un) dessen Nachfolger ge-lang eS, diese» Unternehmen zu einem der ersten dieser Branche zu machen. Es genießt heute einen Weltruf. Der derzeitige alleinige Inhaber ist Herr Franz Wofchnagg. vom Stadttheater. Nach der eigentlichen Saison sollen wir also noch einen besonderen Senuß sür unser Kunstempfinden erhalten. Am Sonntag werden die Gänge des Theaters wieder beleuchtet, der Bühnenzauber glänzt wieder aus. Zwei Künstler veranstalten mit ihrem Ensemble einen Theaterabend, der sür unsere Stadt von ganz besonderem Interesse ist. Die interessanteste Darbietung an diesem Abend dürste die Uraufführung eines feinen Einakters von Wolfgang Burghauser sein. Vom Verfasser ein-studiert, verspricht dieser Einakter volle künstlerische Wirkung auszuüben. Wir haben in Eilli Gelegen-heit, ein Bühnenwerk in der Uraufführung ans der Taufe zu heben. Uud gerade deshalb ist die Aus« führung des Burghaufer'schen Stückes sür uns hochinteressant, nmsomehr, als sich die beiden vorzüg-lichen Schauspieler Fräulein Willy Rivrel und Herr Willy Nördlingen in den Dienst der künstlerischen Tat stellen, die vom Versasser den Einakter anch schon sür eine künstlerische Tournee in Oesterreich und Deutschland gewonnen haben, und ihn in allen bedeutenderen Kunststädten aufzuführen gedenken. Der Einakter, „Rosen' betitelt, wird sicherlich große» Jntereffe hervorrufen. Angeschlossen wird dieser Auf-führung das reizende Spiel «Der goldene Schlüssel" von Max Bernstein, welches am Hofburgtheater in Wien lange Zeit das Repertoire beherrschte und zu den besteil Rollen Kainz' gehörte. Da Herr Nördlingen ein Schüler von Kainz ist, verspricht auch die Aufführung dieses Stückes von ganz eigen-artigem Reize zu werden. Als drittes wird die »der-mütige KarneoalHszene „Die G'schamige" ausgrsührt. ein frohes Spiel voll heiterster Laune. Mehr ist darüber zu sagen nicht nötig als daß diese Karne-valsszene über alle Bühnen ging und Hunderte von Aufführungen erlebte. Es wäre zu wünschen, daß dieser Abend, an dem wirklich viel Interessante» und FroheS geboten werden soll, recht gut besucht wird. Der Karteuvorverkauf, der schon in vollem Gange ist, verspricht das Beste. Und das werden die aufgeführten Stücke auch sicher hallen. Literarischer Abend im Stadttheater. Es ist seltsam bei literai ischen Abenden: das HauS ist schwach besucht, die Logen leer, das Parkett wie der „zahnluckete" Mund eines alten WeibcS. Nur im Stehparterre drängen sich Studenten, und die gut besetzte, oft so viel geschmähte Gallerie lauscht mäns-chenjtill und freut sich der Dichter, die da zum Wort komme», und freut sich der Schauspieler, die sich mit besonderem Eifer der Sache annahmen. Ein seltsames Bild. Aber nicht allein hier, sondern auch anbeiswo. Wem die literarisch« Kost, die u»S Fräulein Rivrel und der Kainzschüler Willi Nördlingen am vergangenen Mittwoch im Stadttheater eben nicht zu hoch war, der konnte seine herzliche Freude an den Dichtungen haben, die die beiden Künstler vortrugen. Fräulein Willi Rivrel suchte Stimmung und hatte schon nach dem ersten Gedichte die Zu» Hörer sür sich erobert. Mit sicherer Stimmführung und vorzüglicher Sprechtechnik belebte sie die Dich-tungen Richard DehmelS, Frank WedekindS, v. Schöppls und anderen. Der Beifall war warm und ehrlich. Die Wenigen genoffen die Gaben und konnten nicht genug bekommen. Willi Nördlingen, ein ge» wandler Sprecher und feelenvoller Vorleser, durch-wärmte das schwach besetzte HauS mit eigenartiger Vortragskunst, die Anklang fand und verdiente. Die alten Meister sind doch nicht so gekannt, wie sie es verdienten, und die jungen, wie sie auch heißen mögen, stehen noch im Kampfe. Und «S ist sicher eine schöne Tat der beiden VortragSkünstler, sür alte und junge Meister den schweren Kampf aufzu» nehmen und ideal n»d zukunftSfroh sich restlos in den Dienst einer guten Sache zu stellen, die da wo auf der Welt existieren soll, die oft bescheiden und oft froh ist, die aber alles in allem jeden innig und voll beglückt, dem sie sich zu eigen gegeben ha«: die wahre Kunst! Uraniaabende. Das unter Leitung deS Wander-lehrers Müller stehende wissenschaftliche Theater „Urania", welches vom 15. bis inklusive 18. d. einen Zyklus von Vortrügen veranstaltet, verwendet bei ihren Projektionsabenden nur Bilder von akade-mischen Künstlern und dasselbe ist daS einzige Unternehmen in Oesterreich, das gleichzeitig mit dem VolkSbildungSzweck auch die Pflege des Kunstsinnes verbindet. -Las Gemälde für den Südpol- und Nordpolvortrag schuf der Däne Fredmar Stilling, welcher die Motive den photographifchen Aufnahmen der einzelnen Forscher entnahm. Außer Julius R. v. Payer ist Stilliug der einzige Polarmaler, der das arktische Gebiet auS eigener Anschauung Stile 4 kennt, welcher ab«r auch mit der Expedition des Belgiers Gerlache auf dem Dankvlande im äußersten Süden weilte und daher auch daS antarktische Ge bitt ktnntn zu lernen Gelegenheit hatt«. W?nn auch die polaren Gebiete dem schafsenden Künstler nur wenig abwechslungsreiche Motive bieten, so ist die AuSbenie für die Wiedergab« der einzigartigen atmosphärischen Stimmungen eine um so größrrc. und von g«radezu unschätzbarem Werte für unS ist daher, daß sowohl das antarklifche als auch daS arktische Gebiet in feinen merkwürdigen und Herr-lichen Farbenstimmungen so vorgeführt wird, wie eS d?r Wirklichkeit entspricht; in diesen Gemälden liegt also keine Phantasie, sondern echte, treue Natur-Wahrheit. Die Gemälde für die Alpenbahnen schuf der Florentiner Emilio Bccchi, jene für BoSnien und Herzegowina der Mailänder Giovanni Moretti — zwei der bedeutendsten Landschaftsmaler Italiens — und gehören deren Arbeite» z» den herrlichen Schöpfungen, die je auf dem Gebiete deS Projek-tionSwksens vorgeführt morden sind. Mit dem Kar-tenverkauf wird am Montag zur gewohnten Stunde begonnen werden. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag vormittags um 10 Uhr wird in der evangeli» fchen Kirche der alljährliche Fiühliiigsgottesdienst ab-gehalten, in dem Herr Pfarrer May die Predigt halten wird. Auch die Kinder der Gemeinde werde» dei diesem Gottesdienst mi wirken. Im Anschlusse daran wird die neue Gemeindeschivestcr in ihr Amt einzeführt werden. Moniag adeudS siudet in einem Sonderzimmer bti Dirnberger eine Zusammenkunft von Mitgliedern und Freunden der Gemeinde statt. Der Fremdenverkehrsausschuh der deutschen Bolksräte für die Alpenländer hielt Dienstag de» 8. d. im Hotel Po>t in Billach eine Bollsitzung ab, an der Vertreter aus Klagen-surt, Billach, Laibach, Tricst, Eisenkappel und BelveS teilnahmen, während andere Mitglieder ihr Fern-bleiben durch triftige Gründe entschuldigten. Dem vom Obmanne Direktor Zahne vorgetragenen Geschäftsberichte war eine fleißig« Arbeit zu entneh-men, namenilich bezüglich der Ausgestaltung und Verbreitung des vielbtgehrtt» „Deutschen Gast-stättenverzeichnifseS für Südösterreich . Erfreulich ist, daß eine Reihe von Gastwirten im Arbeitsgebiete die Vermittlung des Ausschusses in geschäftlichen Angelegenhkiten in Anspruch nahmen, die meist zu ihren Gunsten erledigt wurden. Der Obmann er-stattete dann ein weitausgreisendes Referat über die Stellung deS Fremdenverkehre« im politischen Adria-Programme der Deutschen und den in diesem Sinne nötigen Ausbau de« Ausschusses, worüber eine ent-sprechend ausgearbeitete Veröffentlichung erfolgen wird. Professor Hille vom deutschen Landesverbände für Fremdenverkehr in Laibach berichtete über d-e in diesem Jahre neugeschaffenen deutschen Studenten-und Schülerherbergen. Ferner wurde die AuSgestal-tung dtr Stndentenherbergen deS Deutschen und Oesterreichischen AlpenvereineS erörtert. Der AuS-schuß beschloß, die Bewegung zur Schaffung deS Deutsche» Hau'eS in Trieft kräftig zu jörderu. Die Abfahlt der Züge erforderte gegen 11 Uhr den Ab-bruch der reichhaltigen Tagesordnung, von der einige wesenlliche Punkte dem engeren Ausschüsse über-wiesen wurde. Der Verlaus der Verhandlungen be-wie« die Wichtigkeit dieser Organisation, deren nächste Tagung vora^stchilich in Trust stattfinde» wird. Tanz und Körperbildungsunterricht für gebildete Kreise. Wir mache» nochmals aufmerksam, daß für die im kleinen Saale deS Deutschen Hause« beginnenden Kurse für Erwachsene, wie auch für den ästheiijch rhylhmischen Kinder-knrS, die Anmeldungen in der Buchhandlung des Herr» Georg Adler gemacht werden mögen. Die schon demnächst zu »öffnenden Kurse werde» von dem von seinem früheren Wirken hier ohnehin besten« bekannten Herrn Friedrich Eichler, Inhaber der größten Tanzlehranstalt von Graz und Vorstands-Mitglied deS Gremiums österreichischer Tanzlehrer (Wien), wie seiner assistierenden Tochter Fräulein Jda Sichler, einer hier edeniallS in bester Erinnerung stehenden vornehmen Fachlehrkraft, geleitet. Da in diesen Kursen viel NeneS geboten wird, wir ver-weisen besonders aus den neuesten Weltiundtanz „Two-step", so empfiehlt sich der Beitritt auch für solche, welche bereits einen KnrS absolviert haben (Repetenten) und deshalb Honorarermäßigung ge-nießen. Slowenifch-klerikale Hetze in Tüffer. ES war vorauszusehen, daß die Vorgänge bei der Vorschußkasse in Tüffer von der slowenisch-klerikalen Partei zu einer kräftigen Hetze ausgenützt werdtn würden. Am Sonntag fand in der Gastwirtschaft „Zum § 11" eine Versammlung statt, in welcher Deutsche Dr. Benkovic und ein slowenischer Kassenrevisor, so-wie ein Kaplan di« Leute gegen die Direktion der Borschußkasse auswiegelten, gegen jene Direktion, die, wie allgemein bekannt ist, nicht« unversucht läßt, um auch den allerkleinsten Schaden von den Einlegern fernzuhalten, welche gar keinen Anlaß haben, irgend-wie besorgt zu sein. Allerding» kann aber durch derartige Hetzmanöver die Sanierungsaktion verzögert und erschwer» werden und aus diesem Grunde muß man auch sein Befremden darüber aussprechen, daß die zuständige politische Behörde eine derartige Hetzläligkeit duldet. Unterschleise durch slowenische Par teigröhen. Beim Görzer Bezirksschulsond wurden große Unterschlagungen festgestellt; »ach einer Meldung belaufen sie sich auf 30.000, nach einer anderen aus 80.000 K. Der bei der Bezirkshauptmann-schüft Gorz angestellte Rechnungsbeantte Rozina, welcher den B^jirkSschulsond verwaltete, ergriff nach der Entdeckung die Flucht; sei» Vorgesetzter, der Be-zirkSschulinspektor und Professor an der slowenischen Lehrerbildungsanstalt in Görz, Franz Finzger, wurde verhaftet. Rozina und Finzger hatten führende Rol-len in der slowenisch liberalen Partei. Die Ortsgruppe CiUi des Reichs bundes der deutschen Postbeamten und Bediensteten Oesterreichs hielt am Mittwoch den 9. d. in, Gasthause Dirnbcrgrr ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Die Berichte der Aemter-Iuhrer wurden genehmigt »nd diesen aus Antrag deS Herrn OsfizialS Hübner sür ihre Mühewalluug der Dank ausgesprochen. Lei der Neuwahl wurde zum Obmanne Assistent Franz Tatsch.'k, zu Stcllver' treler» Offizianl Rudolf Piwonka und Uuterbeamter Franz Kudcr, Schriftführer Franz Fürbaß, Zahl-meister Adjunkt Anton Seraphin, Beiräten Orfizial Raimund Hübner, Offijiant Guido Goll und Unler-beamter Franz Groß, als Rechnungsprüfer Ofsizial Karl Schneid und Assistent Stefa» Wirth gewählt. Räch Durchberatung verschiedener wichtiger Ange-legenheiten, bei welcher die volle Einmütigkeit der gesamten hiesigen deutschen Postler zutage trat, ver-brachten die Versammelten noch einig« fiohe Stun den bei frohem Lied und gemütlichen Beisammensein. Richt unerwähnt seit das vom Herrn „Rudi" mit Gefühl vorgetragene Lied „Lieb mich und die Welt ist mein", sowie die übrigen hübschen Vortrüge. Frauenortsgruppe des Vereines Süd mark. Dir Hauplversammlnng findet «m 15. d. 5 Uhr nachmittags im Gemeinderalssaale statt. Da wichtige Besprechungen stattfinden und keine beson-deren Einladungen ergehen, werden hiemit sämtliche Mitglieder dringendst ersucht, zuverläßlich zu erscheine». BezirKsvertretungs Ergänzungswah len. Wi« seinerzeit berichtet wurde, find l8 Mit-glieder der neugcwähltcn BczirkSveriretung zurück-getreten. Die Statthallerei hat die ErgänzungSivah-len für diesen Bertrelungskörper. und zwar sür die Gruppe d«s Großgrundbesitzes auf den Ist. d., für die der Höchstbesteuerte!! des Handels und der In-dustrie auf den 18. d., für die Städte und Märkte, Wohlort Äonobitz Markt, auf den 18. d. und sür die Ärnppe der Landgemeinden auf den 22. d. angeordnet. Als Wahllokal wurde — außer der Ge-mcinde Markt Gonobitz — der Sitzungssaal der Bezirksvertretung in Gonobitz bestimmt. Hoftrauer in Eetinje. Der Hof in Mon-tenegro hat einen schweren Verlust erlitten, denn kürzlich ist, allgemein betrauert, der Hofbäck Thoma« Kopac, ein gebürtiger Sloivene, gestorben. Er soll ein tüchtiger Bäcker gewesen sein und genoß in feinen alten Tagen vom König Rikita eine Pension von moatlich 50 St, womit er in der Hauptstadt der schwarzen Berge ein fürstliches Dasein führte. Ein blaues Wunder. Wir erhalten nach-stehende Zuschrift: Zehr geehrte Schrislleitung! Wenn Sie noch nie ein blaues Wunder gesehen haben, so bemühen Sie sich in den Stadlpark, wo Sie mitten un herrlichen Frühlingsgrün eine dnnkelblane Hütte finden, die wohl das Geschmackloseste darstellt, was uns auf dem Gebiete der Stadtverschönernng jemals geboten worden war. Die Farbentomposilion ist in der Tat überwältigend. Böse Zungen behauplen, daß man daselbst ein „blaues Zimmer" habe errich-len wollen. Eine wichtige Verfügung für repro vierte Einjährig - Freiwilligen - Aspiran-ten. Das Kriegsministerium hat im Einvernehmen mit den beiden LandeSverteidigungSmin sterien und mit dem die boSnisch-herzegowinische Verwaltung lei-tenden Minister verfügt, daß Aspiranten aus die Be-günsti^ung deS einjährigen PräsenzdienstcS, denen die Wiederholungsprüfung nach den früheren Wehr-Vorschriften schon gestattet worden ist, an Stelle dieser Bcsähiguugsprüsung die ErgänzungSprüsnng Rmumcl 30 an einer Infanterielabettenfchule deS Heere« oder der Landwehr ablegen können. Diese Prüfung er-streckt sich auf alle Gegenstände, die nach den neuen Wehrvorfchriften (§ 86) gtfordert werden Bon der Beibringung deS für die Zulassung zu dieser Prüf-ung sonst vorgeschriebenen Nachweise«, daß der Prüfungskandidat mindtstens sechs Klaffen einer Mittelschule oder die entsprechenden Klaffen einer gleichgestellten Lehranstalt mit Erfolg absolviert hat, sind diese Aspiranten natürlich tnlhoben. Das Grab Benedecks. Unliebsame« Auf-fehen erregt in Graz die beispiellose Vernachlässigung deS Grabdenkmal» deS Helden von Königgrätz. FZM. Benedeck, dessen sterbliche U.berreste sich auf dem Grazer Leonhardfriedhof befinden. Ein Gra;«r Blatt brachte kürzlich eine Zuschrift, daß sich di« litzle Ruhestätte Benedecks in einem drsolaten Zustand de findet, der jeder Beschreibung spottet. DaS Grab ist gänzlich in Vergessenheit geraten, für die Erhaltung und Pflege desselben wurde nie etwas geian, und selbst am Allerseelentage blieb e« ungeschmückt. Seiten« einiger Gemeindträtc wirb nun im Gemeinderat der Antrag gestellt werben, das Grabdenkmal in die Pflege und Wartung der Stadtgemeinde Graz zu übernehmen. Lichtenwald. Evangelischer Gottesdienst findet morgen Sonntag um halb 5 Uhr nachmittags im Saale des Neuheim statt. Nach der Assentierung. Am 3. d. nachmittags ginge» mehrere Burschen, darunter auch der BesitzerSsohn Johann Jernejc aus Groß Pireschitz. von Eilli, wo sie bei der Assentierung waren, nach Hause. Unterwegs kehrten sie in mehrere Gasthäuser ein und kamen schließlich auch in daS Gasthaus dtr Iostsa Velenschek in Ostroschuo bei Eilli. Während sie dort zechten, kam in das erwähnte Gasthaus auch der Fabrikarbeiter Johann Mirnik aus Lopata, welcher von der Arbeit nach Haufe ging und sich unteiweg« etwas zum Effen lauste. Als er daS HauS verließ, wurde er von de» schon angeheiterten und rauflustigen Burschi» welche sich vor dem Hause versammelt hatten, ohne Grund angestänkert und mit Slöcken bedroht. Ohne ein Wort zu er-widern, ging Mirnik seine« Wege», die übrigen aber folgten ihm nach und forderten ihn immer wieder heraus, bis er schließt! tj die Flucht ergriff. Jernejc holte ihu jedoch ein und begann mit einem starken Prügel, den er unterwegs in einer Länge von zwei Meter zu sich genommen halte, derart auf Mirnik loszuschlagen, d,iß dieser mehrere Knochenbrüche, und zwar des rechten Schulterblattes und der beiden liilken Unlerarmknoche», erlitt. Erst auf daS Ein-greisen einer deS Weges kommenden Bäuerin, welche den ganzen Vorfall mitangesehen hatte, ließ Jernec von Mirnik ab. Gegen Jernejc, der sich mit Voll-lrunkenheit ausredet, wurde die Anzeigc erstattet. Mirnik mußte in« hiesige Allgemeine Krankenhaus gebracht werden. Hütet die Kleinen! Wie man aus Drachenburg schreibt, entfernten sich unlängst die Bt-sitzerSleute Auton und ApoUonia ZevSnik in Sladl-dorf auf kurze Zeit vom Haufe und ließen ihr drei-jähriges Sohnchen Rudolf ohne Aussicht allein i« Hause. Auf einem Neuste,brelt der Küche stand ein Flaschen mit Essigextrakl, das der Knabe erhäschte »nd auStrauk. &r eiliit schwere und lebensgefährliche Ae^wni'den. AlS die Elinrn, die in der Näh« sich befanden, auf daS Geschrei des Kinde« herbei-killen, fanden sie dasfelbe sich vor Schmerzen am Boden windend vor. Der schnell herbeigerufene Arzt ' verschafft« dem K»>d« Linderung der Schmerzen. Das letzte Fensterln. Der Trifailer Berg-arbeitet Franz Necimcr ging am 4. d. zum Hause des Martin Bidmar in Kail zu feiner dort wohnen« den Geliebten FrannSka Dolanc fensterln. Als er vor dem Fenster der Geliebten stand, kam der Lru der deS Besitzers, Thomas Vidmar, nach Hause. Dieser rief dem Necmer zu, sich zu packen. Nccimer befolg»? jedoch nicht diesen Wink. Daher versetzte ihm Vidmar zwei solche Fauftschläze ins Gtsicht, daß Necimer zu Boden stürzte. «IS er sich erheben wollte, stieß ihm Bidmar ein langes Messer rn die linke Schulterselle, wodurch Necimer, da auch die Lunge geiroffen wurde, lebensgesährlich verletzt wurde. Gegen Vidmar wurde bereits die Anzeige erstattet. Ein Früchterl. Mittwoch versuchte der 18jährige F. Roßmann aus Sl. Georgen bei Lilli in einem Geschäfte in Marburg ein Fahrrad zu verkaufen. Da er das Eigentumsrecht nicht nach» weifen konnte, wurde er von einem Wachmann an« gehalten. In feinem Besitze befand sich ein gefälsch-leS Lehrzeugni«, ebenso auch ein gefälschter Lehr» bries und ein gefälschtes ArbeitSzengniS. Roßmann scheint trotz seine« jugendlichen Al'.erS ein Lielge» suchter zu sein. Rummer 30 Deutsche Macht «.eile 5 der Anzahl der Teilnehmer ab. Die Durchführung hat der „Oesterreichische Leichtathletikerverband" über-nommen. Religionsstörung? Der Monteur Kolb aus Bochum, ein reichsdeutscher Protestant, wurde von einem tschechischen Polizisten in Marienberg bei Mähr. Ostrau wegen Religionsstörung acht Tage in Untersuchungshaft gehalten. In der Hauptverhaad-lung beim Kreisgericht in Reutitfchein wurde merk-würdigerweise die Anklage wegen Religionsstörung fallen gelassen und die Anklage wegen Wachebeleidigung erhoben. Kolb wurde schließlich freigesprochen, und eS bleibt die Frage offen, in welcher Weife Monteur Kolb für die Untersuchungshaft, die fllr ihn einen nicht unerheblichen Schaden bedeutet, zu entschädigen ist. Der Oberste Gerichtshof hat vor nicht ganz zwei Dezennien eine Entscheidung ge-fällt, nach der ein Andersgläubiger nicht verhalten werden kann, vor katholischen Prozessionen und vor dem aus dem ..Verfehgange" begriffenen katholischen Priester den Hut zu ziehen. Ganz abgesehen davon, daß diese Entscheidung der Forderung deS Staats-grundgefetzes entspricht: „Niemand kann zu einer religiösen Handlung gezwungen werden": — ist eS gerade einem Protestanten ans innerlichen Gründen seiner Konsession geradezu unmöglich, in den ge-dachten Fällen durch Lüsten des Hutes die Ehren-bezeugung zu leisten. Es ist kein „AergerniS", daS er gibt, sondern vielmehr ein Bekenntnis, das er ablegt, wenn der Protestant in den gedachten Fällen den Hut aufbchält. Aber der Uebereifer des Polizisten ist bezeichnend, der gleich mit der — Verhaf-lung vorging! Eine Gewichtszunahme lässt sich beim Gebrauche von Scotts Emulsion bald feststellen, eine ganz besonders in der Genesungszeit, bei Abmagerung oder nach zehrenden Krankheiten wünschenswerte Wirkung. Er-Vtt&hwv wachsene jeden Alters tun daher gut, in solchen Zeiten den Körper durch den Gebrauch der leicht verdaulicnen, wohlschmeckenden Scotts Emulsion zur Erhöhung seiner Leistungsfähigkeit wieder aufzufrischen und zu kräftigen. Beim Einkauf veriame man autdrctcldich Scotts Emulsion. E» ist die Marke „Scott", »»lehr, mii rt!*r 35 Jahren rinürfaiirl. für die Gute und Vlrkunt hiirtt Preis der Orittaalflasche 2 K 50 h. — In alten Apotheken UnlUch Ein düsteres Familienbild. Die Buda pestcr Polizei verhastete am Sonntag die 48 jährige Gallin deS Metalldruckers Johann Jedlitschka und ihren ^5 jährigen Sohn, den Silberarbeiter Rudolf Jedlitschka, nnter der Anklage der Blutschande. Mutter »nd Sohn hatten seit Jahien ein Liebes-Verhältnis unterhalten, dem ein Kind entsprossen war, daS jedoch nach 16 Monaten bereits starb. Fran Jedlitschka wollte mit ihrem Sohn nach Amerika auswandern, und »m sich hierzu da« nötige Geld zu verschaffen, wollte sie ihre beiden Töchter dazu veranlassen, ihre HeiratSpolizzen der Mutter anszusolgen. Da sich die Mädchen weiger« ten, bedrohte sie ihr Bruder am Leben. Die Mäd» chen erstatteten die Anzeige wegen Erpressung und bei dieser Gelegenheit stellte sich daS fürchterliche Verhältnis zwischen Müller und Sohn herau«. Beide gestanden auch ihr Verbrechen ein. Johann Jedlitschka, der Gatte, wird als ein fleißiger Ar« beiter geschildert. Nu» cctl mit «ifcMrMarke — Die Rache des Knechtes. Der Knecht Josef Zuza des Besitzers Michael G»vedie in Schi)« ichitz bei St. Paul«Pragwald, rächte sich an seinem Herrn, der ihn zur Rede gestellt hatte, dadurch, daß er einem jungen Pferde die Mähne und den Schweif abschnitt und an einem Hinterfuß dem Tiere die Sehnen durchstach. Gegen den rohen Menschen wurde die Anzeige erstattet. Selbstmord aus Furcht vor der Strafe. Kürzlich kam der ttOjäbrige Bergarbeiter Markus Sulu in die Fleischbank deS Fleischhauer« Bozic in Trisail. Da sich niemand im Geschäfte be-fand, benützte Sulu die Gelegenheit, griff in die Geldlade, nahm eine Faust voll Silber- und Nickel-geld und wollte gerade die Flucht ergreifen, als ein anderer Arbeiter das Geschäft betrat. Dieser be-merkte den Diebstahl und teilte Bozic die Sache mit. Bozic hielt sofort Nachschau und stellte einen Abgang von 40 K sest Ans Furcht vor der Slrase sprang Sulu am ü. d in die Save und verschwand spurlo« in den Wellen. Die Leiche konnte bisher nicht geborgen werde». Sulu war verheiratet und Pater von sechs unversorgten Kindern. Einbruch in eine Villa. In die gegen« »artig unbewohnle Villa Eharaham in Römerbad, die Eigentum de« Rentner« Rudols Sturmvogel in Wien ist. wurde kürzlich eingebrochen. Die Diebe stahlkn ein Gewehr, eine Pistole, ein Opernglas und mehrere seidene Bettdecke». Einer der Täter wurde bereits verha'tet und dem Beziiksgerichte Tüffer ein-geliefert. Tätlicher Sturz vom Gerüste. Nach einer Mitteilung aus Ttifail waren dieser Tage die Arbeiter Franz Einzar und Barllmü Grebec, die beim dortigen Maurermeister Fianz Senekovic in Arbeit standen, mit dem Bohren eines neuen Gruben-loches beschäftig«. Plötzlich siel ein großer Stein aus das Gerüst, ans dem beide standen, wodurch ein Pfosten deS Gerüste» brach Beide Arbeiter stürzten in die bereits L.'> Meter liefe Grube, wo sie mit töilichen Verletzungen bewußtlos liegen blieben. Sie konnten erst »ach harter Arbeit geborgen werden, woraus sie in da« Werkspiial übersührt wurden. Verhängnisvolles Kinderspiel. Man meldet aus Rann: Am 3. d. brach beim Besitzer Anton Spiler in Pleterje ein Brand aus, der das Wirlschasi« und das Stallgebäude einäscherte. Sämt-l-che Fuhrwagen, Wirtfchafisgeiäte und Futtervor. rate sielen dem Feuer zum Opfer. DaS Vieh konnte gereliel werden Der Brand wurde durch den vier-jährigen Lohn de« Besitzers veiurjachl. der sich eine Schachtel mit Zündhölzchen aneignete, damit in das Wirtschaftsgebäude lief, ein Zündhölzchen nach dem anderen anzündete und dann brennend i» das Stioh warf. Mit Pferd und Wagen davon. Der 1^ jährige Maurerlehrling Bartlmä Komplet aus Trennenberg bei Cilli kam am 4. d. nach Eilli und bemerkte beim Gasthause zur Stadt Graz ein drm Besitzer Karl Kv«s aus Arzlin bei Eilli gehöriges Gespann. Es war ein sogenannter Pariserwagen mit zwei Pferden. AIs Komplet dieses Gefpann Herren-lo« den stehen sah, regte sich in ihm die Lust, eine Wagensahrt zu unter nehmen, und er fprang sofort auf dcn Wagen. Seinen eben herbeikommenden Onkel lud er auch ein, milzusahren. und inachle ihm glaub-hast, der Besitzer d»S Gespanns hätte ihm aufge-tilge». nach Haufe zu fahren. Der Onkel ließ sich d!tS nicht zweimal jagen und beide fuhren frohen Mm» im fortwährenden rasenden Galopp »ach Hause. Doch bald halle die schöne Fahrt ein Ende. >lS sie nach Lubetschno kamen, erkannten zwei Freunde deS KvaS da« Gespann alS dessen Eigen-tu«, sie hielten eS auf, nahmen es dcn beiden weg und stellte» es dem Eigentümer zurück, der einen be-nächtliche» Lchaden erleidet, da daS eine P'erd sich verkühlt haben und der Wagen beschädig! worden sein soll. Komplet wiid sich vor Gericht vcranl-worlen müssen. Feindliche Dörfer. Man schreibt aus Rann: £ie Bauerndnrichen vo» Tiergarten sind seit kurzer Zeit m't jenen von Uuter-Pohanca in arger Fetnd-fchasl. Am 4. d. k^men zehn Burschen auS Tier-garten in «in Gasthaus in Unter-Pohanca, wo sie wetzreit Burschen auS dieser Gemeinde trasen. So-fort begann Streit, wobei sich Jofes Vimpolfek mit einem Lchürhaken bewaffnete. Run zogen sämtliche Tiergartner ihre Messer, woraus sich ihre Gegner >» das Zimmer des Wirtes flüchteten und die Türe absperrten. Die Tiergartuer drangen durch die Küche zu dem Zimmer, dessen Iiii aber von innen zuge> hallen wurde. Die Angreifer zertrümmerten die Glas-scheide und flachen dann mil den Messern auf die Hände der die Türe zuhaltende» Burschen. In die-scr Va^er feuerte einer der Verteidign tAntvll Ho- vak) an« seinem Revolver drei Schüsse ab, die den Eelin, den Mariin Vacek und den Führer der An-greiser, Franz Pacek, lebensgefährlich verletzten. Nun ergriffen die andere» Angreifer die Flucht, zertrüm-werten im Gastzimmer sämtliche Gläser und Flaschen und schleuderten dann von außen große Steine durch die Fenster in das Gastzimmer, wobei die Einrich« lung arg mitgenommen wurde. Die Schuldigen wur« den verhaftet. SchrecklichePulverexploston bei einem kirchlichen Feste. Ein schreckliche» Unglück hat sich anläßlich des sestlichen Einzuges des neuen De. chantS in der Pfarre Oberlaibach ereignet. Bei der Festmesse, die der neue Dechant nach dem feierlichen Einzug zelebrierte, hatle der Schießwart den Auftrag, während der Wandlung die Salutschüsse ab-zuseuern. Zahlreiche Schulkinder, die ersahren hatten, daß aus der neuen Kanone während der Wandlung geschossen werden würde, hatten sich auf den Schieß« platz begeben und drängten sich .,uS Nengierde um die Kanone. Der Schießwart hatte vollauf zu tun. die Kinder abzuwehren »nd hiebet übersehe», die Pulverkiste zu schließe», sobald er einen Schuß ab, senerie. Eben erdröhnte der erste schnß, da flog ein Funke der brennend weggeschleuderleu Luute in die Pulverkiste »nd im nächsten Augenblick explodierte das in derselben befindliche Schießpulver. Eine mächtige Rauch- und Flammensäule stieg aus und mehrere in nächster Nähe befindliche Schulkinder wurde» durch die furchtbare Gewalt der Explosion in die Höhe gerissen Gellende Hilseruse ertönten. Die in der Kirche anwesenden Andächtigen lieseu panikartig ins Freie, wo sich ihn«» ei» entsetzlicher Anblick. Mehrere lebende» Fackeln gleichende Rinder liescn nnter entsetzlichem Wehklagen »nd Hilfege-fchrei umher. Die Leute liefe» zu de» unglücklichen Kindern und es gelang ihnen auch, die brennenden Kleider den Kindern vom Leibe zu reißen und die Flammen zu ersticken. Doch hatten bereits sechs Schulknaben im Alter bis zu 14 Jahren so schwere Verletzungen erlitten, daß zwei von ihnen den surcht-baren Brandwunde» erläge», ehe sie ins Spital gebracht werde» konnten. Vier Knabe» habe» Brand« wunde» erste» Grade« erlitten, so daß an ihrem Aufkomme» gezweifelt wird. Mehrere auderc Kinder kamen mit leichte» Verletzungen davon. Auch von den Personen, die sich an der Rettungsaktion betei« ligten, erlitten einige Brandwunden. Als die Mut-ter eines der vcrbrannten Knaben vom schreckliche» Unglück ihres Kindes Kenntnis erhalten hatte, wurde sie vom Wahnsinn befallen. Die Unglückliche begab sich ins Dachzimmer ihre« Hause« und steckte den Dachraum in Brand. Die Feuerwehr bemühte sich vergeben», die Wahnsinnige aus dem brennenden Dachraum zu holen Die Unglückliche konnte nur mehr als verkohlte Leiche geborgen werden. Vermischtes. Zportförderung an der Wiener Universität. Der akademische Senat hat in feiner Sitzung am 1. März d. I. zur Frage de» Ersatzes für den Union sitälS'portplatz im Augarten, der für das Kinderfpital verwendet werde» soll, Stellung ge« nommen. Der Univeisitäl foll »uiimrhr ein Platz im Praier zur Errichtung eines Sportplatzes überlasten werden. Die zu schaffende Sportanlange soll größer werden als der beschränkte Sportplatz im Augarien Durch diefe Anlage wird die Ausübung jener Zweige der köiperlichcn Ausbildung, die auch den minder-bemittelten Studenten zugänglich sind, wie Freilust-turneu und Ballipiele, gesichert. Alle akademischen Sportvereine werden eingeladen, Anträge und An-regungen in Angelegenheite» der körperl che» Ausbil« dünge» uumitlelbar dem SporiförderungSauSfchusse mitzuteilen, der sich vorbhält, die Antragsteller als Sachverständige zu vernehmni. Mittelschülerwettkämpfe. Das „öfter» reichische olympische Komitee" veranstaltet Ende Mai auf dem Trabrennplaye oder in der Rotunde in Wien eine» Wettkampi der Mittelfchüler von Nie-derösterreich, der zehn UebungSailen in sich schließt: Laufen über 100 Meter, Eilbotentauf (10 Bote» zu 100 Meter), Dauerlaus über 3500 Meter, Weit-springe» vom Stand, Hochspringe» vom Stand, Weitspringen mit Anlaus, Siabhochsprittgen, Diskus-wersen, Speerwersen und Kugelstoßen. Jene Schule, welche die meisten Punkte erhält, siegt. Der erste Sieger in jeder Uebungsart bekommt 5 Punkte, der zweite vier Punkte, der dritte 3 Punkte, der vierte 3 Punkte und der fünfte 1 Punkt. Die Zahl der Teilnehmer einer Schule ist unbeschränkt. Der Sieg banal alio nickt von d«- tMtkML ilUkn —»> S irolin^B W "Röche" ? Am Mich empfohlen bei allen Erkrankungen der Atmungsorgane. Lungenkrankheiten, 1 Bronchialkatarrhen, M k Keuchhusten, wLy Skrofulöse der Kinder. Crh+tthch tn Seite 6 Deutsche Wacht iRummec SO Ein Brief an den Gott. »An meinen lieben Gott im Himmel I" Diese etwa» ungewöhnliche Ausschrist, von einer Kinderhand geschrieben, trug ein Brief, der jüngst in einer kleinen russischen Stadt im Gouvernement Kowno aufgegeben war. Die Adresse war in deutscher Sprache geschrieben und die russische PostVerwaltung schickte ihn deshalb «n das deutsche Grenzpostamt in Tilsit. Diese» schickte aber den Buef mit folgendem Vermerk nach dem Aufgabeort zurück: „Zurücksenden! Gott. der Adressat, befindet sich im Himmel, mit welchem Deutschland nicht in Verbindung steht!" Zerstörung eines2000jährig»n Na> turdenkmalS. Die sogenannte „dicke Eiche" bei Treiibach in Oberhessen, als Nationalheiligtum in Oberhessen geschätzt, ist zerstört worden. Der Baum war nach Urteil von fachmännischer Seite 2000 Zahre und wahrscheinlich eine der dickste» und stärk-sten Eichen in ganz Deutschland. Unsinnige Personen haben an dem Stamm der Eiche, der 14 Meter Umfang hatte. Feuer angelegt, so daß nur noch ein kurzer Stumpf von ihm übrig geblieben ist. . Praktische Winke für Frühjahr«, kuren. — Die ungesundeste Lebensweise, so lesen wir in der „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens", führt man im Winter, die geeignetste RegenerationSzeit ist das Frühjahr. An Stelle der winterlichen Festschmäuse und der allzu einseitigen Ernährung mit Fleisch, scharfgewürzten Speisen usw. muß jetzt eine Ergänzungsdiät treten, die dem Kör-per namentlich die zum Gedeihen so notwendigen Gemüse (gedämpft, aber nicht in Wasser ausgekocht) »nd grünen Salate zusührt. Lopfsalat. Garten-und Brunnenkresse, Rapunzel, Löwenzahn müssen abwechselnd bei jeder Mahlzeit vertreten sei». Mit Petersilie und Schnittlauch werde nirgends gespart. Der LeibeSofen muß tüchtig „Zug" bekommen durch vermehrte Zufuhr von Sauerstoff. Recht tiefes Atmen jagt das Blut schnell bis in die äußerste» Aederchen, so daß kalte Hände und Füße rasch schwinden. Das sonst wie in einem Graben träge dahinfließende Blut wird jetzt zum reißenden Bache und schwemmt alle abgelagerten Sloffwechselprodukte rein weg. Befördert wird Zie Blutbewegung und der ganze Stoffwechsel noch durch reichliche körperliche Bewegung. Weg mit der winterlichen Trägheit! Wandern, tapfer marschieren, im Garten arbeite», bei offenem Fenster hanteln — das alles verschafft jugendliche Lebendigkeit! Wöchentlich zwei recht warme Bäder mit folgender kalter Dusche regen die Haut-tätigkeit an, beleben die Nerven, öffnen die Poren, diese wichtigen AusscheidungSgänge für schädliche Gase und Stoffe. Wer diese Friihjahr«k»r drei bis vier Wochen genau einliält, wird über dcn Erfolg ebenso verwundert wie entzückt sein. Schlafzimmer in einem Bulkan zu vermieten! Vergnügungsreisen»?, die eine Neigung zu unheimlichen Abenteuern oder zumindest zu unheimlichen Gesühlserlebnisse» habe», werden binnen kurzem aus Sizilien die seltene Sensation genießen können, in einem Schlafzimmer zu nach-tigen, daS im Krater eines VnlkanS liegt. Der Vulkan ist zwar erloschen, aber man weiß, wie diese Vulkane sind, manchmal wachen sie auch wieder auf. Jedenfalls aber hat die Phantasie freien Spiel-räum und man darf auf angenehme Träume rech-nen. Diese seltsamen Genüsse aber werden die Rei-senden dem Unternehmungsgeist eines amerikanischen Hoteliers verdanken, der bereit» den Gipsel jenes VulkanS gekauft hat und dort ein Hotel erbau'. Die Kraterhöhlung wird durch eine ASbestwand geschloffen und aus ihr werden die Schlafzimmer ruhen, fo daß man daheim wird erzählen können, daß man im Krater eines Vulkans geschlafen hat. Das Geständnis eines Mörders auf dem Sterbebette. Aus Salzburg wird mitgeteilt: Am 5. September 1899 wurde auf dem Wege nach der Iudenbergalpe der Fabrikant Dr. Albert Waldmann schwer verletzt und beraubt auf-gefunden. Die Untersuchung ergab Schußvcrletzun-gen. Der Verwundete ist bald darauf gestorben. Bon Gewissensbissen geplagt, hat nun letzter Tage einer der Mörder auf dem Sterbebette seinem Beicht-vater eingestanden, daß er an dem Raubmord an Dr. Waldmann beteiligt war. Dr. Waldmann hatte 80.000 Kronen bei sich, von denen nur noch 200 K ausgesunden wurden. Der geständige Mörder hat auch seine Komplizen angegeben; es sind wohl-habende Leute, von denen einige mehrfache HauS-besitzer sind. ES wird ihnen jetzt auch ein Lustmord an einem dreizehnjährigen Mädchen zugeschrieben, ebenso ein vor Jahren in einer hiesigen Kirche be-gangener Juwelenraub. Diätbehandlung bei Gicht. Aus Berlin, 29. März, wird mitgeteilt: Heute ging hier der internationale Aerztekongreß für Physiotherapie zu Ende. Die Vorträge waren sehr zahlreich, in mehreren Abteilungen wurde stetS gleichzeitig ge« sprachen. Besonder« heute, am Schluß, waren die Verhandlungen noch recht interessant. In der einen Abteilung wurde das Thema der Diätbehandlung bei Gicht erörtert Professor Dr. Minkowiki-BreSlau besprach ausführlich die theoretische Grundlage, die für die Ernährungsbehandlung in Betracht kommt, und gab die allgemeinen Richtlinien für die Gestal-tung der Kost. Es handelt sich im wesentlichen darum, die sogenannten Purinstofse in der Ernährung zu beschränken, um die Bildung der schädlichen Harn-säure im Blut nach Möglichkeit zu verhüten. KalbS-milz, Leber um Niere sind als Nahrungsmittel am besten zu vermeiden. Milch, Butter, Eier, Obst und Vegetabilien, mit Ausnahme der Hulsensruchte, sind statthast, »nd die Fleischmengen sind je nach Bedarf zu bemessen. Gekochtes Fleisch sollte den Vorzug haben vor gebratenem, dagegen ist der Unterschied zwischen weißem und dunklem Fleisch nicht sehr er-heblich. Kleine Fische, wie Sardellen und Sprotten, enthalten sogar mehr Reizstoffe als Rind- und Schweinefleisch und sind deshalb weniger z« empfehlen. iM bestes Mundwasser Räch dem heutigen Stande der Wiffeu fchaft ist Odo! nachweislich das beste Mittel zur Pflege der Zähne und des Mundes. «rei»: «ratze St. 2.—. !Wn< Flasche K. 1J30 Die Zähne a l« Steckbrief. Ein Amerikaner, Dr. Richard Grady, Militärarzt an der Marineakademie zu Annapolis, befürwortet eif-rig, das Bertillonsche System durch ein Messen der Zähne zu erweitern Seit Jahren schon hat er ge-naue Zahnmaßt der Seekadetten von Annapolis an-gefertigt, die besonders im . riege bei der Rekogno»-zierung von unkenntlich gewordenen Leichen von größter Wichtigkeit sein können. Als praktische« Bei« spiel führt Dr. Grady den Fall des unglücklichen Prinzen Luln an, der in Südafrika den ZuluS zum Opfer fiel. Bekanntlich ward die Kolonne des Prinzen von den ZuluS massakriert, und zwar gin-gen die Kannibalen hierbei so gründlich zu Werke, baß die Leichname sämtlich nnkeuntlich waren. Der Leichnam deS Prinzen Luln wurde dadurch erkannt, daß seine Zähne bestimmte Kennzeichen besaßen. Ein Pariser Zahnarzt hatte nämlich dem Prinzen einst drei Zähne gefüllt, sowie mehrere Vorder-zähne, die infolge eines Unfalles beschädigt waren, ausgebessert. Ein Vergleich der Gebisse der Getö-teten ließ dann den Leichnam de« Prinzen Lulu erkennen. Die New Aorker Polizei hat das System des Dr. Grady auch schon mit gutem Erfolge an Verbrechern ausgeprobt. LAME. EMAILLEN. FARBEN, FIRNISSE "ARKE„0REB0N" sind die be«tan. Fabrik M&hr.-Schönberg. Vatermord aus Eifersucht. Ein Fa miliendrama hat sich am Sonnlag in dem Orte Hemptenrode in Braunschweig abgespielt. Dort er schoß der Landwirt Hermann Schröder seinen Vater und verwundete sich dann schwer durch einen Schuß in die Schläft. Auf dtm Wege zum Krankenhaufe ei lag er seinen Verletzungen. Das Motiv der Tat soll Eifersucht sein, da der Vater SchraderS dessen junger Frau nachstellte. Unechte Schokolade. Man röstet in einer irdenen Kasserolle große Gerstengraupen unter fort-gefetztem Umrühren braun, läßt sie auskühlen, stößt sie im Mörser und vermischt sie mit etwas ge-stoßenem Zimmt, Kardamom und Nelken. Dann setzt man Milch zum Feuer, rührt auf jede Tafle einen halben Eßlöffel voll von der Masse hinzii, versüßt daS Getränk nach Beliebe» und zi»ht e« mit einigen Eidottern ab. Eingesendet. Ein verblüffendes Experiment ist für die meisten Hausfrauen der erstmalige Gebrauch des selbsttätigen WaschmittelS Persil! WaS früher nur durch Reiben, Bürsten und Verwendung ätzender Stoffe wie Ehlor usw, wodurch die Wäsche sehr mitgenommen wurde, zu erzielen war, erreicht «an jetzt durch nur einmaliges zirka '/♦—'/, stündiges Kochen in Persillauge. Wieviel Zeit, Arbeit und Aerger, die regelmäßigen Begleiterscheinungen der alten Waschmethode, wäre den Haussrauen erspart geblieben, wenn sie sich schon früher zu einem Versuch mit diesem e'nzigen Waschmittel entschlossen hätten. „Persil" wirkt nicht allein selbsttätig, sondern eS macht die Wäsche viel weißer und reiner, wie je zuvor, ohne sie auch nur im geringsten anzugreisen. Dabei ist es höchst einfach und billig im Gebrauch und verbürgt unschädlich. „Persil" wird deshalb überall als das idealste Waschmittel bezeichnet. daS schon nach einmaligem Versuch nicht mehr entbehrt werden kann. OiMtSC Tempel KaUMkdtirtreicLete« «ItltUtchM Ttdlgatrlnk. Verdauung «md Bloffweckanl fordernd. . «»«>»>»»>,«,>>» , InJUmrt: okraa. Magenkatarrh, 8'ohl- Ventopsang, Bright»ch« Nkere, L«ber!elden. Oelb-•acht, 8toSw»c>i»el-Kiuk-k*i»,». Katarrh* der •rgan*. Donati ü tjMlU. CetiiltrelehiU H«lh »•II* llirar *rt Haupt-1 kationen: Chroll- Djrm kaurrh, QaUaaatein«, Petv •ickt,Ui«kt. Zack»rkarnr»kr. Verlrotniig für St-iennark n. Hauptdepot: Liidwic Appel, Gnu, Landhaus. 6/erravalloj China-Wein in Eisen. Ujglen. ImuUni Wien 190« : SuaiepreU «al > Bhrendlploa itir goldenen Medaille. KrKfticoDK»mittel für Schwächliche. Blutarm« und Rekonvalescenten — Appetitanregendes, nervenstärkende«, blutTerbefworndes Mittel. VoriBgUoher Stukuck. Oebar 1000 irall. üiilKJiltt. J. Sermallo, k.n.k. 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Für die uns allseits entgegengebrachten tröstenden Beweise herzlicher Anteilnahme au dem unersetzlichen Verluste, der uns durch den viel zu frühen Heimgang unseres unver-gesslichen, herzensguten Gatten, beziehnngweise Vaters, des Herrn Wilhelm Oechs so schwer betroffen hat, ebenso für die vielen prachtvollen Blumenspenden und das zahlreiche ehrende Geleite zur letzten Ruhestitte, sagen wir hiemit den innigsten und tiefstgefühlten Dank. Cilli, am 10. April 1913. Karoline Oechs und Sophie Laun. Für die £