Schriftteituug: N«thhau»gasseNr.5 iHummcr'ich«? Ha»»). G^rrtdflmdt! Tilzlich kmit •xtjiabsne in Csrn-1. ftrut. tagt) ctn t-3 aöt nachm. Hoxdlchrtfle» i»ri>!n niSl I»u4fl{jc6ca; rnmcnlo't iitii-serd-igen ni4t drrii «sichtig». «BtBBtijU »ge» ttmat tie Vcrnalhtifl zrgr» •ettdimnii dir billig« kft-adtrQtm «Z^ührni cntacgen. — 8ri ©itbftbolanjcn P«,». n«ch>»I». He „Icul'ckic Bucht'* ftfiViat rl» Stimmung des slovenischen Volkes hinzudeuten brauchen, um dessen WoNsührer als bloße Hetzn und Komödianten entlarven zu können. Sie werde» genug Material besitzen, um Actionen der Regierung, die angeblichen berechtigten „Forderungen' der Slovenen gerecht werden sollen, berichtigend zurück-zuweisen. 0- A. Während des Essens besprachen wir unser Lor-haben mit flüsternder Stimme, damit nicht da» Mädchen etwas merke und sich um den Vcuer ängstige. Katharine aber blickte unS an, als ob 'ie eine Ahnung habe, dass ihre Hände zitterten und dass sie eine Schüssel zu Boden fallen ließ. Miltot bemerkte es. denn es ist das Geschäft eines Hea-darmen, Alles zu beobachten. Ich sagte zu Milio«: .Willst Du das Mädchen nicht schlafen schicken? Wozu haben wir sie noch nöthig?' " ..Ei ist wahr", sagte er. „geh, Katharine. und lege Dich nieder!" Katharine neigte daS Haupt, sagte gute Nachi und begab sich in die Seitenkammer, wobei sie Die Thür hinter sich verschloß. Ich war in großer Unruhe und rauchte er« Zigarette nach der andern. Milto«, der großen Ruhe bewahrte als ich. lag ausgestreckt auf Boden und schlief. Endlich zeigte meine Uhr aas zehn ein halb. II „Die Stunde ist da", sagte ich zu Milto«. Er nahm fein Feuersteingewehr vom Aa^el und betrachtete die Zündpfanne ara_ Lichte. Er hatte auch eine Pistole in den Wassengünel ge« steckt. Ich nahm meinen einläufigen Karabiner mit und ließ die Lanze zurück, damit sie kein Geräusch mache und sich nicht im Gebüsch verfange. Hunai im Hosenbund hatte ich immer eine ziveiläickze Pistole, die mir einmal ein reisender Engländer ge« schenkt hatte — ein ausgezeichnetes Ding! Bis an die Köpf« in unsere Pelzmantel ge» hüllt, giengen wir ganz leise in die Finken»« hinaus. Es regnete in einem fort? nicht« andere« 1896 „tJcutsdje wacht" Lin drntsches Fell in Gottschee. Am 5. und ii. deS HerbstmondS feierte die t-techn. Ferialverbindung „Carniola" in lad) ihr XII. Stiftungsfest in Gottschee. Tiefes > bewies von neuem, dass die genannte Der-dnz zur Vereinigung des Teutfchthums im PN Lande Krain unermüdlich wirkt, und dass Kiadt Gottschee ihren alten Ruf als kerndeutsche »gastfreundliche Stadt glänzend zu wahren weiß. Am 5. Vormittag fand der festliche Empfang Ankommenden am Bahnhose statt. Herr Bürger-ister Loy begrüßte namens der Stadtgemeinde-wunfl auf das herzlichste die erschienenen Gäste I der Sprecher der Verbindung meä. Josef Poes ikie namens der Verbindung für die freundliche lladung und den liebenswürdigen Empfang. I« den Klängen der Gotisch«? S,adtmusik zog iauf der Zug in die reich beflaggte Stadt, wo ! Anweisung der Quartiere stattfand, worauf sich d Alles in dem festlich geschmückten Braune'schen ildchen zu dem von den Frauen und Mädchen lllicheeS gespendeten Frühschoppen zusammenfand, i reicher Kranz schöner Frauen und liebreizender idchen bewirtete die Gäste mit so ausopfernder lfreundschaf», dass jeder das Gehen vergaß und 5 Uhr Nachmittag als ein Lichtbild auf-«imen wurde, noch AlleS in fröhlichster Laune 'innen war. Während deS Frühschoppens sprach A. H. Dr. ömand Eger einen Trinkspruch aus die Frauen Mädchen Gottschee's A. H. Tr. Emil Burger die Schutzsrau Frau Bürgermeister Loy, A. H. Alfred Mahr auf den Hausherrn Herrn Robert aune und A. H. Josef Haussen aus die strammste Äturschwester Frau Ninka Luckmann-Galle. Um 6 Uhr Nachmittag fand in Mooswald mi«ne Festeonvent statt, der bis 8 Uhr dauerte d um 9 Uhr Abend begann der FestcommerS d»n reich decorirten und mit den Farben, dem Ppen der Verbindung und deren Banner ge «ulkten Saale de» Hotels „Stadt Trieft". Unter den begrüßten Gästen sind besonders aorzuheben: Herr BezirkShauptmann v. Thoman, in vürgermeister Loy, die Vertreter der Ver-düngen „Germania" (Graz), „Rhätogermania" aj) und .Vandalia" (Wien), deS Laibacher und «jcheer deutschen Turnvereines, der Ortsgruppen »ach und Gottschee deS Vereines Südmark und deutschen Schulvereines, der Ortsgruppe Laibach BöhmerwaldbundeS, des Laibacher Bicycle M. die grüne Insel au« Laibach, sowie zahl che Honoratioren der Stadt Gottschee, der größte heil der Bürgerschaft und die aus Laibach er-imenen Gäste. Tie Festrede hielt Herr stud. Alois König, in begeisterten Worten die erziehlichen Aufgaben Verbindung für das Nationalbewusstsein ihrer Glieder schilderte, wobei er vor allem auf das ypen der Verbindung mit dem einsamen Fellen ikauSl von wüthender Brandung als Sinnbild Verbindung hinwies. Stürmischer Beifall dankte , Redner für feinen gediegenen Vortrag, dem weihevollen Klänge deS der Verbindung von ihrem A. H. Dr. Franz Goltfch gewidmeten Weihe« liebes eine würdige Fortsetzung gaben. Sohin sprach A. H. Dr. Edwin Ambrosm'ch auf die gastfreundliche Stadt Gottschee, A. H. Dr. Emil Bürger begrüßte namens der Stadtvertretung von Gottschee auf das herzlichste die Verbindung, die Herren weä. Gustav Slekowetz (Germania, Graz). iur. Treo (Rhätogermania, Graz), vet. Wenzl (Vandalia, Wien). AloiS DzimSki (Laibacher deutscher Turnverein) und Hans Arko (Laibacher Bicycle-Club) dankten für die Einladung zum Feste und versprachen treue Kampfgenossenschaft im nationalen Streite. Herr iur. Franz Handler hielt die Rede auf die A. H. A. H. der Verbindung und A. H. Dr. Adolf Haussen, UniversiiälS-Professor in Prag dankte namens der A. H. 31. H., indem er zugleich mit zündenden Worten die nationalen Verhältnisse feit der Gründung der Verbindung besprach, auf die Unterschiede unserer Verbindung mit anderen hinwies und die Activen mahnte, vor allem stets den nationalen Standpunkt festzuhalten, iur. Gustav Kaiser sprach aus die erschienenen Frauen und Mädchen, woraus unter den ernsten Klängen deS Weiheliedes der Landesvater gestochen wurde. Telegramm; und Begrüßungsschreiben hatten unter anderem geschickt: die Burschenschaften Styria (Graz) und Silesia (Wien), die Lesehalle Germania (Wien), die Ferialverbindung Germania (Troppau), die Rabensteiner (Wien) und zahlreiche Vereine sowie am Erscheinen verhinderte A. H. der Ver-binbung. Spät bis in die Nacht saßen die Theilnehmer diese» glänzenden Commerse«, dem sich eine heitere, Hospiykneipe anschloss, beisammen. Am nächsten Vormittage vereinte sich Alles beim Frühschoppen und obwohl der Himmel, der am vorigen Tage seine heiterste Miene gezeigt hatte, start bewölkt war und es mit kleinen Unter-brechungen regnete, fand die beabsichtigte Spritz-fahrt nach Mösel dennoch statt und der boshafte Regengott erntete nichts als fröhlichen Spott. Herrliche Triumpfpforten und festliche Be-flaggung, sowie der herzliche Empfang durch die Gemeindevertretung von Mösel zeigten, wie sehr die Bevölkerung dieses freundlichen Orte« sich auf den Besuch der .Carniolen" gefreut hatte und wie dankbar sie ihnen hiefür war. AbendS fanden sich sämmtliche Theilnehmer abermals im Hotel Stadt Trieft ein und da die Witterung den Tanz in Mösel unmöglich gemacht hatte, wurde hier der edlen Muse bis nach Mitter-nacht mit begreiflichen Eifer gehuldigt. Nach Mitternacht fand sich ein großer Theil noch zu einer sehr fröhlichen Exkneipe zusammen, die unter der Mitwirkung einiger strammer Couleur« srauen zu viel Scherz und Lachen Gelegenheit gab, so dass das schöne Fest einen allseitig befriedigenden Verlauf nahm und für die Theilnehmer nur zu früh endigte. Die dankbarste Erinnerung sämmtlicher Theil-nehmer bleibt den wackeren Gottscheern sicher Heil ihnen! L. »i zu vernehmen als der Regen, der platschend die Ziegel und die Pflastersteine niederfiel. Üci gieng vorwärts, ich folgte. So erreichten : Mi Gehölz. MiltoS blieb stehen. ,'Dir sind angekommen", jagte er. .Hier hinter > großen Felsblöcken in der Wolfshöhle liegt er «ft. Wir wollen gebückt vorwärts gehen. Einer ! neben dem Andern, mik gespanntem Gewehr, ja der Kerl Lunte riecht und zuerst schießt, wollen i beide aus den Schein losgehen." Zch spannte den Hahn des Gewehres, indem t gleich den Drücker zog, damit er nicht Geräusch che, und mit dem Gewehre aufs Ziel folgte ich MiltoS. Er gieng an meiner Rechten in st«, unterbrochenen Schritten. Plötzlich knackte t er hatte aus einen dürren Ast getreten. Ehe | dazu kam, dem MiltoS zu sagen, daß sich aus i Geräusch etwa? in der Finsternis bewegt habe .puff, höre ich neben mir sein Gewehr, puff. r&< auch ich sogleich nach vorn. Sobald MiltoS sein Gewehr abgeschossen hatte, ciizie er mit gezücktem Dolche vorwärts und ich 1 jte ihm. Ich trat dabei mit dem Fuße aus Körper, der, in einen Pelzmantel gewickelt, j Sodeu lag. Miltos stach blindlings mit dem loldje darauf tos: ich stieß daran und der Köroer :Du wie ein gefüllter Weinschlauch. „Mache Dein 'sier nicht unnöthig rostig", sagt« ich zu ihm. . ist inauseiodt!" MiltoS hatte in seinem Waffengürtel eine Pech-tel mitgenommen. Unter seinem Pelzmantel schlug er Feuer und zündete die Fackel an. Ich wartete unterdessen, den Fuß aus den Körper gesetzt und die darauf gerichtete zweiläufige Pistole in der Hand. Bei der ersten Bewegung wollte ich den Gefallenen mit zwei Kugeln begrüßen. MiltoS beugte sich, näherte die Fackel der Leiche und hob den Pelzmantel in die Höhe. Aller-heiligste Mutter Gottes! Die Leiche vor unS war nicht EngelhanS, sie war — Katharine. die Tochter deS Milto?! Der unglückliche Vater stürzte brüllend wie ein verwundetes Kalb auf den leblosen und blutigen Körper und die Fackel erlosch aus dem regennassen Boden. Ich aber wusste nicht mehr, wo ich mich be-fand; mein Geist fing a» zu wanken. Festgewurzelt wie eine Säule stand ich zuerst da, als ich das Jammergeschrei des Miltos hörte. Plötzlich aber statt mit ihm zu sprechen, statt irgend etwas Ver-ständiges zu thun, was mir hätte in den Sinn kommen können, stürzte ich wie toll davon. Ein ziemliches Stück war ich mitten durch das strup-pige Geröll geeilt, ohne zu wissen, wohin ich gieng. Später fing ich an, wieder zur Besinnung zu kommen. Ich beschloß, in das Dorf zu gehen, um Nachricht zu geben, aber ehe ich den richtigen Weg fand, machte ich in der Finsternis große Um- und Abwege. Endlich, endlich sah ich die Häuser am Abhänge des Berges leuchten und unten das Wasser des AfpropotamoS glänzen. Da verdoppelte ich meine Schritte, ich komme athemlos an. Ich bleibe stehen, um Luft zu schöpfen, sobald ich in vil. Hauptversammlung des Vereines „Südmark' in DMach Unter zahlreicher Betheiligung aus Nah und Fern hat am 8. d. M. der Verein ..Südmark" in Villach seine VII. Hauptversammlung abgehalten. Die schmucke Draustadt hatte aus diesem Anlasse natürlich Gala angelegt. Eingeleitet wurde die festlich- Veranstaltung schon am Montag mit einem BegrüßungSabend. Den Abend eröffnete Dr. Hans Hock mit einer Zweck und Ausgaben des Vereines beleuchtenden Ansprache, worauf Abg. Ghon den Verein namens der Stadt Villach mit herzlichen nationalen Worten begrüßte. Für diesen Gruß dankte der VereinSobmann Tr. Hoffmann von Wellenhof. Die Mehrzahl der Theilnehmer langte erst am eigentlichen Festtage an. der mit einem Weckruf und Frühconcert am Hauptplatze eingeleitet wurde. Um 9 Uhr vormittags fand im Casinosaale, der geschmackvoll decoriert war (an der vorderen Wand erhoben sich auS dunklem Blattgrün die Broncebüsten des KaiserpaareS) die Hauptver-sammlung statt, die gut besucht war und auch einen sehr anregenden Verlauf nahm. Derselben wohnten u. A. die ReichSrathSabgeordneten Ghon, Dr. Stein-wender und Dobernig bei. Vereinsobmann und ReichsrathSabgeordneter Dr. Hosmann von Wellenhof hob in seiner Eröffnungsrede hervor, dass der Verein gerne nach Kärnten gekommen sei, dessen Bevölkerung wegen ihre« treu-deutschen Wesens und ihrer Gastsreundschaft allenthalben gerühmt werde und mit Steiermark durch zahlreiche freund-nachbarliche Bande enge verknüpft sei. Im weiteren Verlause seiner ost von Zustimmungsrufe,i unterbrochenen Rede dankte der Vorsitzende allen För-derern des Vereines, dann den Ortsgruppen-leitungen und gedachte weiters zweier verdienstvoller Mitstreiter, die der Tod au« den Reihen der Süd-mark gerissen hat. des Herrn Emerich Teutschmann (Pettau), der der Südmark ein namhaftes Legat zuwendete und des Landtagsabgeordneten Dr. Wokaun. welcher der Besten einer gewesen, in selbstloser Arbeit sich große, unvergessliche Verdienste erworben habe und viel zu früh der nationalen Sache ent-rissen wurde. Die Versammlung möge das Andenken der beiden wackeren Männer durch Erheben von den Sitzen ehren. (Geschieht.) Mit dem Wunsche, dass die einzelnen Ortsgruppen sich mehr und mehr selbstständig bethätigen sollen, so z. B. durch Ver-anstallung von wissenschaftlichen Vorträgen, Wander-Versammlungen und die Feier nationaler Gedenk-tage, schloss Abg. Dr. Hofmann von Wellenhof unter stürmischem Beisalle seine ausgezeichnete An-spräche. In Vertretung der Stadtgemeinde Villach be-grüßte Gemeinderath Dr. Clementschitsch, namens deS Gemeinderathes von Klagenfurt Dr. Mefsiner in national begeisterten Worten den Verein, wofür der Vorsitzende herzlichst dankte und in Bezug aus Klagensurt der festen Zuversicht Ausdruck gab, dass alle Versuche der Gegner, diese kerndeutsche Stadt zu schädigen, an der Stammestreue und Consequenz den Ort kam, gebe ich zwei Pistolenschüsse i.i die Luft ab und fange an zu schreien: „Zu Hilfe, zu Hilfe!" Alles sprang aus die Füße, die Hunde be-gannen zu bellen. Ich bemühte mich, den Leuten klar zu machen, was vorgefallen sei. Zwanzig bis dreißig Personen ergriffen die Waffen und liefen nach der Wolfshöhle. Ich hatte nicht die Kraft, mit ihnen zu gehen. Als die Frau Miltos die Schreckenskunde von der Tödtung ihrer Tochter ver-nahm, fiel sie ohnmächtig zu Boden. Der Steuereinnehmer und die Dorfbewohner, im Kreise um mich versammelt, redeten und schrieen. Keiner konnte eS begreifen, wie an Stelle des Engelhans vielmehr des Miltos Tochter Katharine gesunden worden. Schon dämmerte beinahe der Morgen, als zuerst einer von den Burschen zurückkam, die in die Höhle gegangen waren. Er brachte drei Nach-richten mit: Katharina sei getödtet worden durch eine ins Herz gedrungene Kugel und außerdem zeige ihr Leichnam fünf Dolchstiche? MiltoS habe seinen Verstand verloren; den EngelhanS habe man nahe der Stelle, wo Katharine erschossen worden sei. lebendig ergriffen. Nach kurzer Zeit kamen auch die Anderen. Sie brachten die unglückliche Katharine getragen und legten sie in der Mitte ihres Hause« nieder. Der geseffelte Bandit, bleich insolge be« Blutver-lustes durch seine Wunde, neigte das Haupt zu Boden und betrachtete den leblosen Körper. Er 4 deutscher Männer abprallen werden. (Stürmischer Beifall.) Professor Dr. Ferdinand Khull erstattete den an anderer Stelle abgedruckten Rechenschaftsbericht. Zahlmeister Johann Janotta erstattete den Cafsenbericht. Nach demselben beliefen sich die Ge-sammteinnahmen im Jahre 1895 aus 27.799 fl. 55 kr. Vom 1. Jänner bis 27. August d. I. sind in Summe 20.539 fl. 9 kr. eingegangen. Der Bericht wurde beifällig zur Kenntnis genommen und dem Zahlmeister über Antrag des Dr. med. Herrn Hock das Absolutorium ertheilt. Prof. Dr. Pommer (Innsbruck) überbrachte Grüße aus Tirol und knüpfte daran die Bitte, die Südmark möge ihre Thätigkeit auch auf Tirol ausdehnen, wo längs der italienischen Sprachgrenze viel deutscher Boden verloren gehe. Debatten knüpften sich an mehrere Anträge der Ortsgruppe Oberkrain, die vom Äergdirector Rieger vertreten wurden. Dieselben betrafen: a) Die Herausgabe eines Südmark-Kalenders und anderer billiger Volksschriften; b) die Zuwendung besonderer Ausmerksamkeit gegenüber der genossenschaftlichen Organisation und die Ausdehnung der Unterstützung auf alle Cassen, nicht nur jene nach dem System Raiffeisen; c) die Gründung einer Genossenschaft zur Erwerbung von größerem Grundbesitz in ge-mischtsprachigen Gegenden. Theilung desselben und Verkauf an Stammesgenossen. Director Rieger führte aus, dass gegnerische Vereine, so z. B. der HermagoraS- und der St. Josefsverein, viel leisten und gegen ein geringes Entgeld den Mitgliedern viele Bücher liefern. Die „Südmark" müsse in ähnlicher Weise für die Ver-breitung ihrer Ideen Sorge tragen. Das Genossen-schastswesen müsse unterstützt werden, dabei dürse kein engherziger Standpunkt platzgreifen. Der letzte Antrag sei anlässlich eines concreten Falles gestellt worden. In Krain wurde die Herrschaft Tressen um 100.000 fl. von Güterschlachtern gekaust und ausgetheilt. Heute haben dieselben aus dem Verkauf bereits 150.000 fl. Erlös gezogen und sind noch im Besitze werthvoller Waldbestände. In Vertretung der Hauptleitung sprachen die Herren Dr. Khull und Dr. Plenk. Dieselben er« klärten sich ad a und c im Principe mit den An-trägen einverstanden, meinten aber, dass die An» gelegenheit noch weiterer Erroägungen bedürfe. Mit der Grundankaufsfrage stehe z. B. die Besiedlung»-frage im Zusammenhange. Was die Förderung des Genossenschaftswesens anbelange, so sei der Verein dazu ohnedies statutenmäßig verpflichtet; er stehe auch in Bezug auf Förderung des Cassen-wesens auf dem Standpunkte der Ortsgruppe Ober-krainS und würde eine nach dieser Richtung hin irrthümlich erlassene Verfügung entsprechend ergänzt werden. Beschlossen wurde, die Hauptleitung zu beaus-tragen, im Vereine mit Director Rieger sür 1898 an die Herausgabe eines SüdmarkkalenderS zu schreiten und wegen Gründung einer GrundankausS-Genossenschaft Erhebungen zu pflegen und der nächsten Hauptversammlung Bericht zu erstatten. hatte Thränen in den Augen. Er hatte keinen Widerstand geleistet, als man ihn gesunden hatte, sondern seine Waffen auS dem Gürtel weggeworfen, die Hände gekreuzt und gesagt: „Tobtet mich!* Da keine andere Obrigkeit im Dorfe war, übergab man ihn dem Schulzen und mir. Ich fragte ihn: „Wie kommt eS, daß das Mädchen bei Dir gefunden wurde?" Seine Antwort war klar und bestimmt; .Als mich meine Kameraden verwundet zurückgelassen hatten, glaubte ich. daß ich wie ein Hund zwischen den Felsen sterben müßte. Einen Tag und eine Nacht brachte ich ohne Speise und Trank zu und erwartete, daß mich der Tod erlösen sollte. Zwei-oder dreimal setzte ich die Pistole an den Mund, aber jedesmal schreckte ich wieder zurück. Besser wäre eS gewesen, ich wäre nicht zurückgeschreckt. Da höre ich plötzlich am zweiten Morgen Schritte außerhalb der Höhle. Ich schreie, ruse. mag ge-schehen, was da woll«. Auf meinen kraftlosen Ruf antwortete mir die zitternde Stimme eines Mädchens. In dem Augenblick, da ich erwartete, daß der Tod mein Leben enden würde, erschien Katharine, um mir das Leben wiederzugeben. Anfänglich fürchtete sie sich, aber bald brachte sie Speise und Trank. Sie brachte Leinwand zum Verbinden der Wunde und ein wenig Salbe aus dem Dorfe. Jeden Tag kam sie, und sah mich, wenn sie nach dem Vieh-pserch ging. Die Unglückliche hatte in Wahrheit Mitleid mit mir. HeuN Nacht, als ich meine Augen geschlossen hatte, höre ich das verabredete Zeichen der Katharine; Hieraus folgten die Neuwahlen. In die Vereinsleitung wurden wiedergewählt die Herren: Frisch Franz. Bürgerschuldirektor in Marburg; Horneck Adolf, Adjunkt der Gemeinde-fparkasse in Graz; Kautschisch Arthur, Doktor, Rechtsanwalt in Lichienwald; Rakusch Julius. Kauf-mann und zweiter Bürgermeister in Cilli; Rieger Simon, Werksdirektor zu Neumarktl in Oberkrain; Scholz Friedrich. Bürgermeister in Villach; Schwarz Julius Anton, Maschineningenieur in Wiener-Neu-ftadt, und neugewählt Herr Seemann Richard, Rechnungsrevident der städtischen Buchhaltung in Graz. — Als Ersatzmänner sür den Vorstand wurden gewählt die Herren: Hirth Albert, Schrift-stell« in Graz; Neckermann Raimund, Doktor, RechtSanwalt in Graz. — In den AufsichtSrath wurden gewählt die Herren: Fürst Anton, Bürger-meister in Kindberg; Reicher Heinrich, Doktor, Mitglied des steiermärkischen LandeSauSschusseS in Graz; Walz Rudolf Anton, Gutsbesitzer und Bür-germeister zu Warlberg im Mürzthale; Steinwender Otto, Doktor, Reichsrathsabgeordneter in Wien; Stiger Gustav, Bürgermeister in Cilli. Mit der Aufforderung zu reger Thätigkeit im Dienste des Vereines schloß der Vorsitzende nach dreistündiger Dauer die Versammlung. Von prächtigem Wetter begünstigt wurde nach-mittags ein gemeinsamer Ausflug in das Warm-bad unternommen, wozu ein gelungen arrangirteS Parkiest die Gesellschaft bis zum Abende vereinte. In den Buschenschenken, Wein-, Delicatessen- und Zigarrenbuden machten liebenswürdige Frauen und anmuthige Fräuleins die HonneurS und bald entwickelte sich im schönen Parke deS CurhauseS ein heiteres Leben und Treiben. Die Musik besorgte die Marburger Südbahnwerkstätten-Capelle; in ihre Weisen hinein klangen flotte Burschenlieder, von den zachlreich, zumeist in Farben, erschienenen Stu-denten, die auf grünem Wiesenplan ein fröhlich Zechturnier veranstaltet halten, gesungen. Wie im Fluge verstrich der Nachmittag und viel zu rasch musste an den Aufbruch gedacht werden. Abends fand in« Casinosaale ein Festcommers statt, der einen würdigen Abschluss der ganzen festlichen Ver-anstaltung bildete. Musik- und GefangSvorträge, letztere seitens der braven St. Martiner Sänger-runde, wechselten mit zündenden Ansprachen und ein nationaler Hauch wehte durch die bis auf das letzte Plätzchen besetzten Räume. Den Höhepunkt deS Commerses bildeten der poetische Festgruß von Dr. Hans Hock, hübsch vorgetragen von Frl. Resi Zannier, und die Festrede des Dr. Ludwig Aichel-berg. Der Festgruß, eine Gelegenheitsdichtung von hohem nationalen Schwung, übte eine zündende Wirkung, desgleichen die Festrede, die in den Wunsch auSklang, dass die .Südmark," die ein Hort allen bedrängten Deutschen sei, daS ganze Volk zur Ab-wehr gegnerischer Anschläge vereinigen möge. Auf die deutschen Frauen und Mädchen, die auch daS jüngste Südmarkfest durch ihren Liebreiz verfchönten, sprach Notar I. Kollegger. Mit den Klängen der „Wacht am Rhein" schloss der officielle Theil, an den sich ein heiteres HoSpitiunr reihte. zwei Steine fallen, einer nach dem anderen, dreimal und wieder dreimal nieder. Ich merkte, daß sie zu solcher Stunde und bei solchem Wetter eine schlechte Botschaft brächte. „Bei Gott', sagte sie zu mir, „flieh, oder Du bist verloren! Mein Vater weiß, daß Du hier bist und wird diese Nacht mit einem Gendarmen kommen, Dir den Kopf ab-zuschneiden/ Ich sollte fliehen! Wie sollte ich fliehen, da ich den Fuß nicht bewegen konnte? Da hob sie mich mit ihren Händen auf und trug mich, soweit sie tonnte, weg von der Stelle, wo ich gewesen war. Sie ging in die Höhle zurück, um zu holen, was von meinen Sachen noch dort geblieben war. damit man es nicht als vcrrätherisches Zeichen finden könnte, aber die Unglückliche kam nicht wieder." — Während der verwundete Bandit mir dies mit zitternder Stimme erzählte, that sich die Stubenthür auf und Miltos trat ein. Niemals werde ich seinen Anblick vergessen: die Augen wild, die Haare emporgesträubt, Bart, Hände und Kleidung besudelt mit dem Blute seiner Tochter. Er brachte vier ganze Jahre im Wahnsinn zu. Später wurde es besser mit ihm; aber er blieb immer schwer-müthig, bis er nach zwei Jahren mit dem Namen seiner Tochter aus den Lippen starb. Mich hat Gott bewahrt vor der Last, die ich im Bewußtsein der Mitschuld ewig tragen würde. Meine Kugel hatte nur den Henkel deS Pelzmantels getroffen. Katharine war getödtet worden^ von der Hand ihres Vaters. __J.896 7. Jahresbericht der Qitung des Vereines SiidmaH erstattet in der Hauptversammlung zu Billach in fliroj am 8. September tSSS. .kein Volk der Erde", so sagt ein deutsh Denker unserer Tage, „ist dem deutschen gleich i Kraft und Können, und wo in den letzten Hunderten Großes geschehen, sei eS durch die M des Schwertes, sei es durch die des Gedankens! ist in den meisten Fällen germanisches Blm l> Kraftquell gewesen. Unser könnte die Welt sa und kein anderes Volk so gefürchtet und geehi wenn wir Deutsche nicht vergessen hätten, auch i dem Herzen deutsch zu bleiben, und es oft m nur dem Namen nach allein noch wären. Der W fehlt uns, die Stellung einzunehmen unter » Völkern der Erde, die uns gebührt; der Stol; uns aus unsere Abstammung, jener undciÄi, tapfere Stolz, der dazu nöthig wäre. Dieser an Stolz auf das Heimische, auf die Zugehö:igli zum deutschen Stamme ist die Ursache gern, weshalb so viele Millionen unserer teutschen Örii in fremden Völkern aufgiengen, ist fortlaufend i Ursache für das kindische Bewundern alles dch was fremd ist und nicht dem deutschen Land« a stammt. Wollen wir zu den unendlichen Verülii die unS diese klägliche Schwäche gebracht hat. ml fernere fügen? Wollen wir unS nicht endlich a sinnen unserer eigenen Bedeutung und Volkeslvi die unS in der Vertheilung der Welt an die at Stelle stellen könnte, während wir durch rühch, Völker und Völkchen fast auf die legre heu»? drückt sind?" Nein, werthe Vereinsgenossen, das wolle» ■ nicht! Und zum Zeichen dessen sind wir heute !n in der uralten deutschen Stadt Villach versamag um Ihnen Rechenschaft abzulegen über das, i» unser Schutzverein im vergangenen Jahre in » Vertheidigung deutschen Lebens an der Spri« grenze längs der Karawanken, der Trau und i Sann geleistet hat, und darüber zu berathen. ■ die Vertheidigung im nächsten Jahre weiterzuÄ» sein wird. Oberster Grundsatz waren biszer? uns, die Ihr Vertrauen in die Leitung deS irreal berufen hat, jene Gedanken, die unseres trefflit? LandSmanneS Jahne Gedicht aus die deun> Schutzvereine im letztverflossenen April so s^ ausgedrückt hat: .Ob euere Hand den Hammer führet, Ob sie de» Pflug betreut am Feld, Ob Wissenschaft die Stirne zieret, O bleibt euch alle zugestellt! Verschlingt zu einem Bund die Hände, LasSt alten Hader, alten Zwist, Und denkt, es findt nur der sein End«, Der muthloS auf sich selbst vergisst! Du deutsches Volk in Oestreichs Gauen, Tu fühlst in dir noch Heldenmark, Der Zukunft darfst du froh vertrauen, Sind deine Söhne treu und stark. Wie auch die SchicksatSwogen treiben, Du, Heimatland musst deutsch verbleib«». - „AlS die Slaven au» dem oberen TraMt weichen mussten, da vergruben sie Waffui tJ Heergeräth unter einen Hügel bei Sachsenburz, tr alten Berste OberkärntenS. Eines Tage« ab kommen si« wieder und holen hervor, was siiv» graben haben." So erzählt eine alte ivmW Volkssage. Heute ist eS nicht mehr an der Zeit, diese Worte zu spotten. TaS Slaventhum rückn den Ostalpen über die alten Grenzen vor. ol nicht mehr serne ist die Zeit, in der in jedem Äitf sprenge! ein slavischer Priester seines AmteS maiaa wird. Für unS eine sehr ernste Mahnung. !> behagliche Ruhe, womit bisher der deutsche PdllÄ stolz auf Besitz und Bildung daS emsige Thu» a Treidelt der Wenden zu betrachten pflegte, vA sich bitter rächen, sagt ein scharfer Beobach» unserer Zustände treffend. „Reichthum. Cultur uii Ueberlieferung vermochten im letzten MenscheiuÄ den Rückgang des Demschthums in (er Cün nirgends auszuhalten. Und längst sind die Zn» vorüber, in denen das Volksthum der besiytn!« und gebildeten Minderheit entscheidend war sür » Gesammtheit; die Slaven haben in den end«!» ländern wie in den Ostalpen vielerorten die i» häbigen. selbstzufriedenen deutschen Bürger «attix«. sie zu Fremdlingen in der Heimat gemacht." staluit« und billige Volksschristen, die wilden Teulschech athmen, werden unter den Slaven in Menge w breitet. An Geldmitteln fehlt es diesen nie, ma es die Förderung de» slavischen Volksthum?» ziti; die national-slavischen Schutzoereine zähle» ih> 1896 5 Mitglieder nach zehntaufenden, der HermagoraS-Berein allein besitzt 50.000 Mitglieder! Welch beschämendes Bild entrollt sich aber erst vor unseren Augen, wenn wir die Liste der Mitglieder dieses slavischen KampfvereineS durchblättern ! Darin findet sich ein sehr großer Theil unsere? Adels vertreten; da finden wir eine überraschend große Anzahl von Vorstehern und Leitern deutscher Gemeinden auS Steiermark und Kärnten, die für ihre« eigenen Volkes Wohl und Nutze« keinen Heller übrig zu haben behaupten. Wohl sinkt manchem, der solches sieht, oftmals der Muth zur Selbstvertheidigung, und er gibt die Sache unseres Volkes verloren. Aber trotzdem ist es nie an der Zeit, feige die Flinte ins Korn zu werfen: denn noch ist die Sache unseres Alpenvolkes nicht verloren, wenn wir unsere Pflicht thun. Wir dürfen freilich nicht mehr viel Zeit und Geld verschwenden bei Festgelagen und an Phrasen uns berauschen. Rastlose, zähe Kleinarbeit im Dienste unseres Volkes ist das wichtigste, wenn daS herrliche Alpenland unserer Gaue deutschem VolkSthum erhalten bleiben soll. Und diese rastlose Kleinarbeit, der wir un» umerziehen, hat nach den verschiedendsten Richtungen hin aufzugreifen; denn nur starkes VolkSbewufSjein bietet in unseren Tagen die Gewähr, den Kamps zu bestehen gegen Gefahren, die von allen Seiten drohen. Aber vor Gefahren, werthe VereinSgenossen, hat sich der wirklich Deutschsühlende nie gesürchtet. Die Gefahr erregt ja in stärkeren Gemüthern ebenso Muth wie die Feigheit Verachtung. Deshalb mehrt sich auch rasch die Zahl der Wackeren bei unserem Volke in den Ostalpen. Und es mindert sich, Gott sei Dank, in gleichem Grade die Gefahr, dass wir nochmals ähnliche Bilder erleben müssen wie im Frühling e dieses Jahre» im steirischen Landtage, der über unser Gesuch um eine Unterstützung nach sehr denkwürdigen Erörterungen einzelner seiner Mitglieder bekanntlich nichts zu beschließen be-schlössen hat. Dem steiermärkischen Landtage reihte sich leider auch der unseres lieben Kärnten in nachbarlicher Uebereinstimmung an und weiters, wie bisher immer, die bekannten großen deutschen Geldanstalten unserer Alpenländer. Diesen trüben Erfahrungen des verflossenen LereinSjahreS stehen aber auch erfreuliche gegen-über. So in erster Linie die Zunahme unserer Mit-gliederzahl in den einzelnen schon bestehenden OrtS-gruppen und die Gründung neuer Gruppen in Ober- und Niederösterreich. Salzburg, Kärnten und steiermark. Seit September vorigen JahreS sind neu entstanden: die Frauen» und MadchenortSgruppe Dranthal mit dem Sitze in Hohcnmauthen, die Ortsgruppen FohnSdorf, Judenburg, Pöllau, Schön-stein-Wöllan, Unzmarkt in Steiermark; Bleiburg, Jeldkirchen, Gmnnd, Görschitzthal mit dem Sitze in Eberstein. Hermagor, Paternion-Feistritz, Spital in Kärnten: Hallein in Salzburg; Steyr, Weyer in Oberösterreich; Neunkirchen in Niederösterreich. In der Bildung begriffen sind die Ortsgruppen Leopoldstadt-Wien, Penzing-Wien, Wieden-Wien, ZrauenortSgruppe Klagenfurt, Trieft. In einzelnen Ortsgruppen herrschte ein sehr reges BereinSleben und trefflicher Gemeinsinn, fo dass im großen ganzen dadurch mannigfacher Gewinn erwuchs. So muss besonders hervorgehoben werden die Thätigkeit der Ortsgruppen Anifel«, Drauthal, Feldbach, Ferlach, Gmünd, jtlas.enfutt, Knittelfeld, Korneuburg. Krems, Leoben, Marburg RadkerSburg, St. Veit a. d. Glem. Unz-markt. Billach (beide Gruppen). Wiener-Neustadt (beide Gruppen), die durch Festveranstaltungen verschiedener Art die Zwecke des Vereines in außerordentlicher Weise förderten. Außerordentliche Erträgnisse von Ortsgruppen-festen und Sammlungen haben die nachsolgenden Ortsgruppen abgeführt: Arnfel« 25 fl., Dranthal 09 fl., Feldbach 17 fl., Ferlach «4 fl., Gmünd 52 fl., Klagenfurt 790 fl., Knittelfeld 27 fl., Korneuburg 200 fl, Krems 72 fl., Leoben 22 fl., Marburg 16fl., RadkerSburg 45 fl., St. Veit 20 fl., Unzmarkt 25 fl., Villach 72 fl., die beiden Ortsgruppen Wiener-Reustadi 310 fl. Beiträge von Gemeinden flössen ein auS: Andritz 5 fl» Cilli 20 fl., Donawitz 20 fl., Eggen-berg st.. Eismerz 20 fl., Fehring 5 fl.. Fürsten-selb 6 fl.. Gleisdorf 10 fl.. Graz 200 fl.. Klagenfurt 25 fl., Leibnitz 5 fl.. (Jahresbeitrag). Leoben 25 fl» Mahrenberg 5 fl., Marburg a. d. D. 50 fl., Mureck 10 fl., Pettau 20 fl.. Rann 20 fl., Rottenmann 5 fl., Trosaiach 5 fl. (Jahresbeitrag), Uebelbach 5 fl., Villach 20 fl. (Jahresbeitrag), VoitS-berg 25 fl. Hier obliegt eS der Vereintleitung auch, eines 1 Irenen bfuit.-ti.-ii 'l'i iiv. | :u bar-aid*- mehr unter uns weilt und der in seinem letzten Willen Zeugnis von der hehren Liebe gab, mit der er sein deutsches Volk umkasste. Eine Reihe nationaler Wehrvereine wurde von ihm noch in letzter Stunde mit Liebesgaben bedacht, darunter auch die Südmark, der er ein Haus in Pettau im Schätzungswerte von 21.400 Gulden vermachte. Ehre dem Namen und Andenken Enterich TeutschmannS! Ein erfreuliches Bild bot auch der deutsche Gemeinsinn bei den beiden großen Sammlungen, an der sich unser Verein sowohl selbst durch größere Beiträge wie durch Vermittelung betheiligte; die für die Deutschen in Laibach, und jene zweite für daS Studentenheim in Cilli. Bei beiden war es uns möglich, ganz namhafte Summen ihrer Be-slimmung zuzuführen, und in beiden hat unS der Alldeutscher Verband kraftvoll unterstützt, dem auch an dieser Stelle unser herzlichster Dank auS-gesprochen fei. Die Thätigkeit der Vereinsleitung hat sich im abgelaufenen Vereinsjahre besonders auf folgende Punkte erstreckt. Zunächst wurde eine durch die Vermehrung der Mitglieder der Vereinsleitung unumgänglich nothwendig gewordene Geschäftsordnung von einem Unterausschüsse ausgearbeitet und im November von der Vereinsleitung angenommen. Weiter« stellte eS sich bei der immer wachsenden Zahl von Ein-läuft» aller Art als nothwendig heraus, ständige Berichterstatter für gewisse Gattungen der Einläuft zu bestellen. Deshalb wählt« die Vereinsleitung als Berichterstatter die Herren: Für die Unterstützung von Grundbesitzern: Josef Ackerl, (Stellvertreter: Jofef Otto), Unter-stützung von Gewerbetreibenden: Eduard Zinkl, (Stellvertreter: Hemrich Wastian), Stellen- und LehrlingSvermittelung: HanS Sau seng, (Stell-v«rtreter: Theodor Jarkrl), Volksbücherkien. Schul« und Zeilungsives-n: Dr.Ferdinand Khull, (Stell-Vertreter: Dr. Julius Kratter), Rechtsschutzange-legenheiten: Dr. Joses Plenk, (Stellvertreter: Dr. Josef Possek), WirtschaftS-Angelegenheiten: Avolf Horn eck und Theodor Jaekel, Stell-Vertreter: Richard Seewann und Theodor Gerl), Caffenwefen: Adolf H o r n e ck, (Stellvertreter; Richard Seemann). Ortsgruppen-Angelegenheiten: Heinrich Wastian, (Stellvetreter: Dr. Paul Hofsmann von Wellenhos). Viel Ueberlegung und zahlreiche Erkundigungen verursachten die schon im vorigen Jahre g«strrift«n Fragen in betreff der Herausgabe eines Kalenders und der Heranziehung verlässlicher Deutscher an sprachlich bedrängte Orte. Bezüglich der Herausgabe eines Südmarkkalenders legt Ihnen die Vereins-leitung selbstständige Anträgt der Ortsgruppen Oberkrain und Laibach vor. Di« Vereinsleitung hat von der Herausgabe eines Kalenders sür das nächste Jahr noch Abstand genommen, so sehr fit den Wert erkennt, den für sie und ihre Ziele ein gut geleiteter Kalender haben müsste, weil sie glaubt, dass es möglich sein wird, in Verbindung mit anderen deutschen Schutzoereinen die Sache in größerem Stile und mit größerer Sicherheit vor Verlusten durchzuführen. — WaS die Heranziehung verlässlicher Volksgenossen in sprachlich bedrängte Orte betrifft, ist «S unsere erste Sorge, akademisch Gebildete, besonders Aerzte und RechtSanwälte zu finden, die sich in gemischtsprachigem Gebiete nieder-lasten sollen. Leider ist der Mangel an solchen Männern außerordenlich groß. Hierin sind unS di« Slaven weit überlegen. Freilich durch unsere eigen« Schuld in «rster Linie; denn wir helfen ihnen sogar auch heutzutage noch mit Geld dazu, dass ihre Kinder jene Stellrngen erreichen, von denen aus sie unS dann mit wüthrndem Hasse verfolgen. Auch bezüglich der Heranziehung deutscher Bauern und Gewerbetreibenden sind unsere Bemühungen noch nicht von Erfolg gekrönt gewesen, da sie erst begonn«n wurden und wi« die Kalenderherausgabe im Vereine mit anderen deutschen Wehrvtreinen in nächster Zeit weitergeführt werden sollen. Unser Verein hat eS übernommen, für die nächste Zu-fammenkunft der Vertreter dieser Wehrvereine im November d. I. über die BesiedelungSsrage, die ja f«hr umsichtig und vorsichtig («handelt werden muss, eine Denkschrift vorzulegen. Vorderhand genügt eS, nochmals die Wichtigkeit dieser An-gelegenheit festzustellen und besonders die Studieren-den der Heilkunde und des Rechtes auf den un-berechenbaren Nutz?» hinzuweisen, den sie durch Eingehen in die Absichten unseres Ver«in«S der Sache unseres Volkes leisten können. Für nothleidende und der Hilfe würdige deutsche Grundbesitzer und Gewerbetreibende konnte in Folge eines keine allzu hohe Summe verwendet werden, und es mussten auch oft Abweisungen erfolgen in Fällen, in denen die Abweisung nur mit dem Mangel an Mitteln begründet werden konnte. Es wurden hinauSgegeben: 16 Darlehen im Gesammtbetrage von 0410 Gulden und Unter-stützungen im Gesammtbetrage von 2232 Gulden. Die Stellen- und Lehrlingsvermittelung des Vereines wurde im ganzen in nicht allzu vielen Fällen in Anspruch genommen. Sie ist in größerem Umfange nur in Verbindung mit einem Lehrlings-heim, wie ein solches der Bund der Deutschen Nordmähren» unterhält, durchzuführen. UebrigenS hat unser Zweigverein Marburg eine örtlich be-grenzte Dienstvermittelungstelle eingerichtet, die er thatkräftig und erfolgreich leitet. Auch diese An-gelegenheit soll bei dem nächsten Veriretertage der deutschen Wehrvereine besprochen werden, dem die Nordmark eine Denkschrift „über nationales Aus-kunfteiwesen" vorlegen wird. Was das Volksbücherei-, Schul- und ZeitungS-wesen betrifft, wurde die BereinSleiuing an de» bedrohtesten Punkten mehrfach zu Hilf« gerufen, wo in Folge des bedauerlichen Rückganges der Einnahmen deS deutschen Schulvereines eine Unterstützung durch diesen unmöglich war. Mit größeren Summen ist die VereinSltitung deshalb in Völkermarkt und Wöllan den Kindergärten zu Hilfe ge-eilt, um das htramvachsrndt Geschlecht dort vor der Verflavung zu retten. Dem Pettauer Musik-vereine, der eine nicht zu unterschätzende nationale Bedeutung sür Pettau hat, wurden 50 fl. für dies Jahr überwiesen, der Bücherei der deutschen Schule in Tüffer 20 fl., 200 fl. der Studentenküche in Marburg, die von der dortigen Ortsgruppe in musterhafter Weife geleitet wird; ebenso wurde die Studentenküche in Gottschee mit einer größeren Summe unterstützt; WeihnachtSbescheernngen für Schulkinder (im Werte bis zu 25 fl.) wurden nach Marburg, Meilenstein, Lichtenwald und Friedau gesandt, endlich wurden 2 Volksbüchereien in Steier-mark und 2 in Kärnten durch Spenden an Geld, Büchern und Zeitungen nach Kräften unterstützt. An die Vereins- und Volksgenossen tritt die Vereins-leitung auch diesmal mit der Bitte heran, ihr Bücher zu übergeben, damit sie dies« Volksbüchereien in den Stand setzen könne, ihrer wohlthätigen Ausgabe gerecht zu werden, und auch neue zu er-richten in der Lage sei. Mit dem steiermärkischen VolkSbildungSoereine zu Graz ist die Vereinsleitung in Verbindung getreten, und er hat sich in freund-licher Weise bereit erklärt, den Wünschen der Ver-einSleitung bezüglich der Ausstattung von Schul-büchereien, deren Leiter sich auch nicht selten an die Vereinsleitung wenden, nach Möglichkeit zu ent-sprechen. Weiter« ist di« Vereinsleitung an die Leitung verschiedener Tages- und Wochenzeitungen mit der Bitte um einen unentgeltlichen Abzug heran-getreten, um den Volksbüchereien auch Zeitungen zukommen lassen zu können. Folgende Schrift-leitungen haben der Bitte entsprochen: die All-deutschen Blätter in Berlin, die Deutsche Wacht in Cilli, die Marburger Zeitung, daS Grazer Wochenblatt, die Kärtner Nachrichten in Villach, daS Kärtner Wochenblatt in Klagenfurt, der Bote aus dem Wienerwalde in Baden, die Linzer Montag-post, das Deutsche Blatt in Brunn, der deutsche Volksbote in Prag, die Egerer Nachrichten und die Ascher Zeitung. Von Flugschriften hat die VereinSltitung in diesem VereinSjahre drei erscheine» lassen, nämlich: 4.„Wi« schützt man sich vor Ueberoortheilung beim Holzhandel?* — 5. .Anleitung zur Gründung von Spar- und DarlehenScasseiivereinen". — 6. „Ueber den Zweck, die Förderung und die bisherige Thätig-seit des Vereines Südmark." Besonders die erste von diesen fand allent-halben den größten Beifall, weshalb auch der steiermärkifche Volksbildung»oertin die V«r«inS-leitung um eine größere Zahl für seine Mitglieder ersuchte. Namentlich die auf dem Lande wohnenden VereinSmitglieder seien auf die genannten Flug-fchriften aufmerksam gemacht. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, dass der nächste Vertretertag der deutschen Schutzvereine sich mit dem Volks-büchereiwesen auf Grund zweier ihm vorzulegenden Denkschriften „über nationales Büchereiwesen' und „über Jugend- und Bilderbücher" zu beschäftigen haben wird. Ueber die unentgeltliche RechtSbelehrung und RechtSvertretung wurde in Sitzungen der Vereins-leitung vom October v. I., Jänner und Februar d. I. lebhafter Meinungsaustausch gepflegt. Da die Sache sehr schwierig und wegen der örtlichen Verhältnisse unseres WirkungSgebieteS verwickelt ist. 6 nächsten Vertretertage der deutschen Schutzvereine im Herbste vorzulegen. Von der Leitung der WirtschastSangelegenheiten und deS Kastenwesens ist in diesem übersichtlichen Berichte hervorzuheben, dass durch größere Sin-lagen, deren Höhe der Bericht über die Geld-gebarung ausweist, wesentlich unterstützt worden sind: der Credit« und Sparverein in Marburg und der in Lichtenwald, serner die Vorschusscasse in St. Egidi und dir Raiffeisencaste in St. Stesan an d. Gail. An die Ortsgruppen ist neuerlich ein Rundschreiben über Raisieijencasten und deren Wichtigkeit und Nützlichkeit versandt worden. Der Ankaus und besonders die Verwaltung eines Be-sitzeS in St. Egidi. den wir zu erwerben in die Nothwendigkeit versetz« waren, um das Deutfchthnm der Gemeinde zu ritten, hat viel Arbeit und Zeit beansprucht; St. Egidi ist nämlich einer der ge-sährdetsten deutschen Vorposten, den zu halten ein Schutzverein wie die Südmark ebenso verpfliHtet ist. wie Völkermarkt oder Pettau. Es ist unS auch gelungen, den Besitz, der sonst zerstückelt und in slavische Hände geliefert worden wäre, an einen Deutschen weiterzuverkaufen. WeherS hat die VereinSleilung ihr Augenmerk auf die Erschließung neuer Einnahmsquellen ge-richtet. So wurden Westentafchenzünder in Umlauf gebrach«, Ersaybriese nach dem Muster jener de» Bundes der Deutschen in Böhmen eingeführt, in-betreff neuer geschmackvoller Sammelbüchsen Unter-Handlungen geführt, die demnächst zu einem günstigen Abschlüsse kommen werden, und bezüglich der Post-sparkarten eine neue Einführung versucht, die Heuer in» Leben treten soll und bei einiger Theil-nähme der Ortsgruppen schöne Erfolge zeiligen kann. Ueber andere derartige Versuche hofft die Verein»leitung Ihnen im nächste» Jahre berichten zu können; vorläufig sind sie der Besprechung bei dem Vertretertage der deutschen Schutzvereine vor-behalten, weil sie bei allen gemeinsam eingeführt werden sollen. Zum Schlüsse dieses Berichtes möge nochmals die erfreuliche THStigkeil einer Anzahl unserer OrtS-gruppen anerkennende Erwähnung finden und an alle Ortsgruppen die Bitte gerichtet fein, die Ver-einSleitung nach Kräften zu uuterstützen. Dank sei auch den Gemeindevertretungen, die unserem Vereine Unterstützungen zugewandt haben, und der Presse, die ihn vielfach wesentlich gefördert hat, verdientermaßen gespendet, zugleich mit der Bitte, der Südmark auch fernerhin ihre wertvolle Unter-stützung zu leihen. Der endliche Zusammenschlus» unserer Wehr-vereine, der im letzten Mai angebahnt worden ist, und daS kräftigere Eintreten unserer engsten Volk«-genossen in den Alpengauen für die Sache der Südmark, daS in den letzten drei VereinSjahren allenthalben zu verspüren war. gibt unS die Hoff-nung, dass wir Deutsche die schweren Gefahren, die den Bestand unseres VolkSthumS in den Ost-alpen bedrohen, wenigsten» tapfer abzuwehren endlich tntschlosten sind. Lassen wir unS, werthe Vereins-genossen, immer und überall von jener Gesinnung beseelt sein, die Uhland mit den schlichten Worten kennzeichnet: „An unsrer Väter Thaten Mit Liebe sich erbaun, Fortpflanzen ihr« Saaten, Dem alten Grund vertraun; In solchen Angedenken De» Landet Hell erneun, Um unsere Schmach sich kränken, Sich unsrer Ehre freun: Sein eignes Ich vergessen In aller Lust und Schmerz: Da« nennt man, wobl gemessen. Für unser Volk ein Herz." politische Wundfchau. Hinvernsung des Zieichsrathes. Wie die „Ostdeutsche Rundschau" mittheilt, soll der Reichs-rath endgiltig sür den I. Oktober einberufen werden. Z>ie Südbahnverstaatlichung. In der letzten Wählerversammlung in Graz berichtete Bürgermeister Dr. Portugall über die Frage der Verstaatlichung der Südbahn. Redner erzählte. eS fei ihm von berufener Seite mitgetheilt worden, daß gegenwärtig gar keine Aussicht auf die Verstaatlichung der Südbahn vorhanden sei. Dieselbe könnte vielleicht erst in zehn Jahren zur Durchführung gelangen. Bürgermeister Portugall bemerkte, daß an diesen Verhältnisten Ungarn Schuld trage, welches bei der Vorlage des VerstaatlichungS-ProjekteS der Südbahn eine Reihe von Zugeständnisten verlangt _«S-«tfch- W-cht" An Kärnten sind die Wahlmännerwahlen be-endigt. Beide Parteien sind mit dem AuSgange zufrieden, was beweist, daß große Aenderungen im Besitzstande der Landgemeinden-Mandate nicht be-vorstehen. Die Wahlbezirke Völkermarkt und Her-magor haben eine Mehrheit klerikaler und slove-nischer Wahlmänner auszuweisen; Villach, Spital, Klagensurt Umgebung und St. Veit wählten im Sinne der deutschen Volkspartei, der sich in Kärnten fast sämmtliche nichtklerikalen Candidaten angeschlossen haben. Das Resultat im Landgemeindenbezirke WolsSberg ist unentschieden. Die Entscheidung hängt dort von wenigen Stimmen ab. Die ersten diesjährigen ^anötagswahle», die Landgemeindewahleii in Schlesien haben mit einem Siege der Deutschnationalen geendet. ES gelang zwar nicht, den Tschechen im Tropauer Land-gemeindenbezirke, der eben zur größeren Hälfte tschechisch ist, ein Mandat zu entreißen, wie denn auch die aufgestellten Candidaten HerzmanSky und Meißner nur" als Zählcandidaten betrachtet werden konnten, die deutschen Landgemeindemandaten fielen aber den Deutschnationalen zu. In den Jägern-dorfer Landgemeinde» wurde der wackere Karl Türk trotz der angestrengtesten Wühlarbeit der Liberalen mit 40 von 04 Wahlmännerstimmen wieder ge-wählt, im Freudenthaler Bezirke, der bisher durch einen Liberalen vertreten war. wurde der Namen»-vetter des Vorgenannten, Dr. Eduard Türk, RechtS-anwalt und Anwalt deS schlesischen Raiffeisenkassen-verbandeS, einer der erprobtesten deutschnationalen Kämpen neu gewählt. Ans Stadt und Land. Zum AeuerweHrjuvekfeste. Unsere Stadt legt ihr Festkleid an, denn eS gilt eine Institution zu ehren, die durch ein Viertel-jahrhundert im schweren Dienste deS Gemeinwohles reiche Lorbeeren geerntet hat: unsere unermüdliche freiwillige Feuerwehr. Freudig haben die wackeren Männer die ver-antwortungSvolle Aufgabe erfüllt, die sie sich selbst gestellt haben. Mit heiligem Eifer sind sie zu jeder TageS- und Nachtzeit herbeigeeilt, wenn der Feuerruf grausig durch die Straßen hallte, der sie aufrief zur Hut und Wahrung von des Nächsten Gut. Und mit wahren» TodeSmuthe haben sie sich dein verheerenden Elemente immerdar entgegen-gestellt, unter kundiger Leitung, ersülll von ernstem Wollen, mit tüchtigen! Können. Unsere Feuerwehr-Männer haben überall geholfen, wo Menschenhand noch helfen konnte. Tiefinnige Dankbarkeit haben ihnen die Be-wohner der Stadt und ihrer Umgebung stets ge-zollt. Das Wirken der Feuerwehr bildet ein stolzes Blatt in der Geschichte unserer Heimatstadt. Und heute begeht sie ihr sünfundzwanzigsteS Wiegenfest. ES ist nicht nur ein Fest der Feuer-wehr, nein auch der ganzen Stadt Cilli, die durch ihre Gemeindevertretung die Feier mitbegeht. Und unsere Bürgersrauen, die mit Herz und Hand immerdar an der Spitze stehen, wenn e» gemein-nützige Veranstaltungen gibt, werden in sinniger Weise das Fest verschönen. Da» Bürgerthum Cillis aber wird an diesem seinem Feste mit sreudigem Herzen mitthun, eS wird durch den äußeren Schmuck der Häuser, durch die winkenden Fahnen, durch die grüßenden Guirlanden der FesteSsreude und der Dankbarkeil Ausdruck ver-leihen, auf dass die auswärtigen Gäste die Ueber-zeugung gewinnen, das» in Cilli gemeinsinnige Opferwillig?«« hochgeehrt und bedankt wird, dass in unserem deutschen Gemeinwesen deutsche Bürger-tugend hochgeschätzt, deutscher Bürgersinn stetS hoch-gehalten wird. Der wackeren freiwilligen Feuerwehr sei nun zu ihrem schönen Feste, besten glänzende» Gelingen unter den obwaltenden Umständen ja selbstverständ-lich ist. herzinniger Glückwunsch dargebracht und ein treudeutsches „Gut Heilt" zugerufen. Mögen sich immer Männer finden, die sich freudige» Herzen» den hehren Ausgaben der Feuerwehr unterziehen und möge unser Cilli immerdar wackere Bewohner hi« nlcii+i? f)nserfreudiakeit und dankbare 189« Anerkennung der Feuerwehr zollen, wie e» heut« geschieht. Gut Heil! Die Festordnung: Am 12. September: 8 Uhr abends: Zapfenstreich, hieraus gesellige Z». fammenkunft. Am 13. September. 6 Uhr früh l Weckruf. 7,10 Uhr vormittags: Empfang der Gäste am Bahnhofe. '/,H Uhr vormittags: Einzug in die Stadt durch die Bahnhofgaste, Hauptplatz. Herrrngasie, Kaiser Josefplatz zum Rathhause, dortfelbß Begrüßung der Gäste durch den Herrn Bürger« meister der Stadt Cilli und da» Frauencomit«; Verkeilung der Ehrengaben an die Jubilare; hieraus Abmorsch durch die RatHHauSgasse, Grazergaste, Ringstraße zum Hotel „Goldener Löwe." dort Auslösung des ZugeS. 12 Uhr mittagS: Zwangloses Mittagesten. 2 Uhr nachmittag»; Schul- und Schauübung der Cillier Feuerwehr; Zusammenkunft im Hof« de» Rathhauseö. '/,4 Uhr nachmittags; Sitzung de» Feuerwehr- Bezirkstages im Gemeinderathssaale. '/,4—Uhr nachmittag«: Platzmusik auf de« RathhauSplatze. 7,5—7 Uhr abend»; Besichtigung der Sladt un) der Sehenswürdigkeiten derselben. 7 Uhr abend«: Festkneipe unter Mitwirkung da Cillier MusikvereinScapelle und der Feuerwehr-Sängerriege im Casinosaale. Ernennung. DaS Oberlandesgericht ftr Steiermark. Kärnten und krain hat den Rechlt-Praktikanten Dr. Hermann W a c z u l i k beim »reib gerichte in Cilli zum Auskultanten für Steiermari ernannt. Aezirksvertretnng KM. Der Kaiser hat di-Wahl deS Dr. Josef Sernec zum Obmann irn) be« Dr. Johann Detfchko zum Obmann-sieil-Vertreter der Bezirksvertretung Cilli bestätigt. Kamiliennachricht. Montag, den 2l. -«?-tember vormittag findet in der Pfarrkirche zu FeK kirchen (nächst Puniigam) die Vermählung brt Herrn HanS Falke v. Lilienstein, k. k. Gericht adjuncle» in Cilli. mit Fräuleiu Bertha Mathei, Tochter deS BrauereidireciorS H^rrn Carl Mathet in Puutigam, statt. Silberne Kochzeit. Am 12. d. Mts. seien« der Buchhalter der städtischen Sparcaste in CM Herr Gustav Rostot und dessen Frau im engst» Familienkreise daS Fest der silbernen Hochzeit. Z>er slovenische Kandidat. Von Seite de slovensichen Partei wurde für den Städte- und Märktewahlbezirk Cilli — Dragotin Hribar ali Gegencandidat gegen Herrn Moritz Stalln er ausgestellt. Dia» sieht, das» die Slovenen die Sr-oberung diese» Mandate» nicht anstreben. Stadttheater. Die Leitung unserer städtische» Schaubühne wurde Herrn Director Oppenheim» vom Laibacher LandeStheater übertragen. Die Spul-zeit beginn« am 29. d. M. mit „Comtesse Gucknl' Dem werden wöchentlich zwei bis drei Vorstellung« folgen. Nach den unS zugekommenen Mittheilung» können wir sowohl dem Repertoire, wie der ^sllo» besetzung mit hochgespannten Erwartungen entg«» sehen. Die Logenlicitatien wird demnächst stattfinde». Hewerbegenotsevschafts-Kerbandstag. Moiuq abrndS fand un Hotel „Zum goldenen Ww«i' ji Ehren der Delegierten ein F,stconcert statt, zu de» sich eine sehr zahlreiche Gesellschaft, darunter a»4 Herr Bürgermeister Stiger nebst mehreren Sememde-rälhen, eingefunden hatte. Die Cillier Musik?» einScapell brachte uuter der Leitung ihres ßapefl-MkisterS, Herrn Dieß!, eine Reihe geivSM Musikstücke zum Vortrag und wurde für ifc« trefflichen Leistungen nach jeder Nummer M lebhafte» Beifall ausgezeichnet. Auch der Gesang verein „Liederkranz" trug durch den Vortrag mehre« Lieder zur Verschönerung deS Abend» bei >uS erntete ebenfalls reichen Applaus. Der Jeftalwnö gestaltete sich auch zu einem Ehrenfeste für e« Anzahl gewerblicher Hilfsarbeiter, indem vier S« Hilfen sür langjährige Dienstzeit bei eine» »»S demselben Meister prämiirt wurden. Au« dies» Anlaste richtete Herr HauSmann an die brave* Arbeiter herzliche Worte der Anerkennung 115: Aufmunterung und überreichte ihnen je 20 Krem in hübscher Einfassung. Herr Horwatitsch be-^ 1896 ..Deutsch- Wacht» 7 glückwünschte die Prämiirten namens des V..bandes uav brachte auf dieselben ein Hoch aus, das leb-ljjfun Wiederhat! fand. Dienstag wurden die Be-rathungen fortgesetzt und zu Ende geführt. Der Vorsitzende theilte die eingelaufenen BegrüßungS-lelegramme mit, und zwar der Kammerräthe Sander (Graz), und Ornig (Pettau), sowie ein Schreiben des Landtagswahlwerbers Herrn M. S t a l l»e r. Herr Pflug referierte über die Anträge der Ge° nossenschast der Maler, Anstreicher und Lackierer i» Graz, betreffend die Verlängerung der Anmelde-frift bei der Krankencaff«, Aufhebung der Dispens-ertheilung und Einschränkung des Handels, welche angenommen wurden. Ueber die Anträge der Grazer Gastwirthe-Genoffenschaft. betreffs Stellungnahme gegen die Biersteuer-Erhöhung und Regelung des FlaschenbierhandelS berichteten die He.cen Holz-maier und Sindhuber (Graz). Ersterer be-antragte eine Resolution, in welcher gegen die geplante Erhöhung der Biersteuer protestiert wird. Tie von Herrn Sindhuber in Antrag gebrachte Resolution geht dahin, dass der Handel mit Bier und Wein in Flaschen und das Abfüllen dieser Getränke nur den Gastwirthen gestattet und die Abgabe von Flaschenbier und Wein den Eonsum-vereinen gänzlich untersagt werden solle. Beide Resolutionen wurden zum Beschluss erhoben. Herr L. Horwatitsch berichtete sodann über die in der Angelegenheit der Altersversorgung der Ge-wcrbeireibenden vom Verbände eingeleitete Action und über den gegenwärtigen Stand der Dinge, wobei er mittheilte, dass der zum Zwecke der Er-richtung einer Altersversorgung beim Bürgermeister deponierte Fonds dem Verbände noch immer nicht ausgesolgt wurde. Der Referent machte auf ein rom Abgeordneten Herrn Morre in Anregung gebrachtes Project der Altersversorgung aufmerksam, welches die obligatorische Altersversicherung im Auge habe. Da die Durchführung dieses ProjecteS nur im Wege der Landesgesetzgebung möglich fei, so müsse vorläufig auf die Gründung eines Privat-initltuleS Bedacht genommen werden. Nach längerer Debatte wurde der Antrag, dass der Obmann deS bestandenen VoltSfest-ComitvS durch den Vorstand ersucht werde, demnächst eine Sitzung dieses Comites emzuberusen, um derselben die Schlussrechnung vor-zulegen und das Sparcassabuch zu übergeben, an-genommen. In Betreff des Hausierhandels beschloss die Versammlung, sich dem bezüglichen Beschlusse des Troppauer CongresseS anzuschließen. AlS Ort deS nächsten VerbandStageS wurde Voitsberg bestimmt. Damit war die Tagesordnung erschöpft. Der Vorsitzende sprach den Delegierten den Dauk für ihr Interesse und ihre Ausdauer, sowie den Wunsch auS, dass die Bestrebungen des Vereines ron Erfolg begleitet fein mögen. Herrn Hör» watitsch wurde der Dank für die umsichtige Leitung der Verhandlungen durch Erheben von den Sitzen ausgedrückt. Mit einem dreimaligen Hoch aus den Kaiser wurde hierauf der VerbandStag geschlossen. Zl»ser Studentenheim steht nun fix und fertig da. Wer die fchönen, großen, freundlichen Räume res Heims durchwandert, der fühlt sich so an-geheimelt, dass er die deutsche Jugend, für die das eim bestimm» ist. wahrlich beneiden möchte. Alle immer, die Schlafräume, der Studierfaal sind licht und hoch und frei von kafernenhafter Oede. Die teutschen Knaben werden sich da nicht in der Fremde fühlen, wozu wohl auch die Wahl des Leiter«, Herrn Pros. Duffek, die wir schon heute eine sehr glückliche nennen könne», ganz besonders bei-tragen wird. Wer das Studentenheim entstehen sah, der wirb beurtheilen können, welch ein Ueber-uiaß von Arbeit und Mühe seitens der betheiligten Persönlichkeiten und namentlich deS Leiters der Anstalt aufgeboten worden ist. Wir sehen Leistungen, wie sie nur bei hingebungsvoller Liebe zur guten Tache möglich sind. Die gewerblichen Arbeiten wurden von heimischen Gewerbetreibenden in einer für sie gewiss sehr schmeichelhaften Weise geliefert. In den ersten Tagen der nächsten Woche werden die Pfleglinge das traute Heim beziehen; sie sind von uns schon heute herzlich willkommen geheißen. MuMchnle des Mnlikvereines. Der regelmäßige Unterricht an der Musikschule beginnt am Mittwoch den 16. d. M. Einschreibungen und Schülerausnahmen finden Sonntag den 13., Mon-tag den 14. und Dienstag den 15. von 11 bis liUUu im kleinen Lehrzimmer, Musealgebäude l. Stock, statt. Daselbst werden alle erforderlichen Auskünfte gegeben. Wie im Vorjahre so wird sich auch heuer der Unierricht auf Klavier, Violine, Cello, Flöte, Chor- und Einzelngesang erstrecken; doch kann erforderlichenfalls auch in anderen Jnstrumen-ten Unterricht genossen werden. Liedertafel. Der Cillier Männergesangs-verein gibt die bereit» angekündigte Liedertafel, welche wegen der Sänqersahrt und der in der letzten Zeit sich häufenden festlichen Veranstaltungen (Militärconcerte u. dgl.), sowie wegen der heutigen Wählerversammlung verschoben werden musste, am nächsten SamSiag den 19. September und zwar je nach Maßgabe der Witterung im Gartensaal« des Hotels „Goldener Löwe" oder im Casinosaale. Die einzelnen Nummern der reichhaltigen VortragS-Ordnung werden in der nächsten Nummmer bekannt gegeben werden. HehilfenKranKencallc. Sonntag, den 20. Sep-tember. Nachmittag um 2 Uhr, findet im Hotel „Strauß' die diesjährige Generalversammlung der GenossenschastS-Gehilfen-Krankencasfe der Schuh-und Kleidermacher statt. Dieselbe ist bei jeder Anzahl von Mitgliedern beschlussfähig. Krnppsnconccntricrnng. Zu den unter dieser Ueberschrift in der letzten Nummer gebrachten Mit-«Heilungen wird unS noch berichtet, dass die städtische Sicherherheitswache für die in Privathäusern be-quartierten 200 bezw. 400 Herren Offiziere und jene Mannschaften, die nicht in öffentlichen Ge-bäuden untergebracht waren, die Quartiere besorgthat. Hlotkswirtschafttiches. Kopfe«. Der „N. Fr. Pr." wird auS Nürn-berg geschrieben: Wir müssen auch unsern dies-wöchentlichen Bericht mit dem Wetter beginnen. DaS Interesse dreht sich um die jeweilige Witterung, und diese war auch während des ganzen Berichts-abschnittes nichts weniger als günstig. Die Ernte-Arbeiten werden ins Ungebührliche hinausgezogen, ein großer Theil des ProducieS ist ganz verloren, ein anderer qualitativ schwer beschädigt worden. Die Producenten haben ihre liebe Mühe mit dem Trocknen, und was an den Markt kommt, ist theils schon erwärmt, theils so feucht, daß Umleerung sofort vorgenommen werden muß. D^>ß sich unter den geschilderten Umständen ein reger Handel nicht entfallen kann, liegt auf der Hand, da eS vor Allem an Material fehlt und das Angeborene wenig ent-spricht. Tie Suche nach gut getrockneten, glatt-färbigen Hopsen hat eine Preisbesserung sür solche Oualitäten im Gefolge, die cirka 10 Mark per Centner beträgt. Auch in Böhmen leidet die Ernte unter Ungunst der Witterung, auch dort ist Prima-waare rar, und im Saazer Bezirke ist der Preis von 50 fl. auf 60 fl. getrieben worden. Die eng-lische Emteschätzung ist von 9 Cwt. per Acre auf 8 Cwt. zurückgegangen; die letzten Nachrichten melden, dass Pflanzer die schlechten Aecker gar nicht pflücken wollen, wodurch die Erntemenge wesentlich reducirt würde. ES wird also, so viel steht fest, bedeutend weniger Hopfen geben, als man vor vier Wochen zu glauben berechtigt war. eS wird Noth haben, um reine, tadellose Waare zu erhalten, und diese wird, weil AlleS darnach greifen muß, denn doch nicht gar so billig verkauft werden, wie Viele heute noch glauben oder glauben machen wollen. ES wird an Ueberraschungen und Enttäuschungen auch im Jahre 1896 nicht fehlen. Heutige Notirungen: Nürnberg Spalter 80 bis 85 Mark, Holledau 55 bis 65 Mark, Landhopfen 35 bis 46 Mark, Ge-birgshopfen 45 bis 52 Mark, Saazer Stadt und Bezirk 55 bis 65 fl., Kreis 40 bis 50 fl., Auschaer roth 22 bis 35 fl., grün 15 bis 23 fl. Alles per 50 Kilo erste Kosten. vermischtes. Interessantes vom Katholikentage. In der Section für Sociales kam eS zu einem Zwischenfall welchen wir bereits in unserem letzten Leitaufsatze erwähnten. Nunmehr gelangen Einzelheiten über diesen Zwischenfall zur Veröffentlichung, welche auch Fernerstehenden recht deutlich zeigen, zu welch' drastischem Mittel dieser Katholikentag griff, um eine „einheitliche" Beschlussfassung zu erzielen und die divergierende Meinung eines bis zu dieser Ver-gewaltigung allgemein geachteten, nunmehr aber, trotzdem er das Kirchengesetz hinter sich hat, geäch-teien katholischen Schriftstellers zu unterdrücken. Zu einer Resolution über die Arbeitersrage, zu welcher eS heißt, dass der Kapitalismus zu beschränken sei, er-griff der Herausgeber der „Politischen Fragmente" Beruth das Wort und wies darauf hin. dass ein derartiger Passus ganz überflüssig sei. Man möge sich einfach an die Kirchengesetze halten, welche das Zinsnehmen verbieten. Der gewesene Ackerbauminister Graf Falkenhayn erhob nun laute Schlußrufe, wo-bei ihm die Mehrheit der SectionSmitglieder so lebhaft secundirte, dass der Redner seine Aus- sührungen abbrechen mußte. Der Vorsitzende Graf Kuesstein nahm noch Anlass, zu constatiren, dass entgegen der in der Versammlung herrschenden An-ficht, die Auffassung Becuths über das Zinsnehmen richtig sei, und daS kanonische Gesetz noch zu Recht bestehe, welches das Verbot deS ZinSnehmens aus-spricht. In einer nun entstandenen Kontrovers« hob der Vorarlberger Jesuitenpater Biederlak hervor, dass der heilig« Vater selbst gezwungen sei, ZinS zu nehmen. Dadurch sei daS im kanonischen Gesetze ausgesprochene Verbot aufgehoben. Unter lebhafter Bewegung wurde hierauf die Sitzung geschloffen. Als nun bei Fortsetzung der Sectionsberathungen Beruth wieder erschien, erklärte Landeshauptmann Rhomberg: Aus den Ausführungen BeruthS gehe hervor, „dass er nicht mehr aus dem Standpuncte der katholischen Kirche (?) stehe, sondern das Christen-thum zur socialistischen Propaganda mißbrauchen wolle." (!) Er stelle deshalb den Antrag: „Beruth aus der Section auszuschließen." Eine beabsichtigte Erwiderung Beruths ließ der Vorsitzende nicht zu. Beruth verlangte, dass über den AuSschließungs-antrag abgestimmt werde. Diesem Verlangen wurde entsprochen und sodann einhellig die Ausschließung BeruthS beschlossen. Es fiel auf. dass trotz der Einstimmigkeit des Votums dem sich nun Entfernen-den eine Anzahl junger Geistlicher nachfolgte, welche ihn beglückwünschten. Die Generalversammlung billigte die Ausschließung BeruthS. Zwei Mnlleranzeigen enthält wieder einmal der berüchtigte Heirathsmarkt der „Voss. Ztg." In Nr. 415 dieses Blattes las man u. A.: .Junger Journalist, Mensch mit tieferem differenzierteren Seelenleben, fucht Heirath mit verständnisvollem vermögenden jungen Mädchen. Postlagernd D. A. 101. Beuthstraße." — Uebertroffen wird dieser differenzierte Jüngling von einem hoffnungsvollen Knäbchen, das sein würdiger Vater also sprechen läßt: „Zur neuen Mama alS Ersatz für sein todtes Mütterchen sucht ein hübscher, intelligenter, sechs-jähriger Knabe mit einem guten, noch jungen Papa in angesehener gesellschaftlicher Stellung eine un-abhängige, sympathische, freisinnige Dame, die nicht unvermögend sein darf, damit der Verdacht einer Vereinigung auS Interesse ihrerseits fortfällt. Schriftliche Annäheruugen unter Z. 0. 263 an die Exped. dieser Zeitung." — Leider läßt diese zweite Anzeige das Gefühl reiner Heiterkeit nicht auf-kommen, die Herbeizerrung des „todten Mütterchens" in diesen Zusammenhang ist denn doch geradezu widerlich! Ob sich wohl die Dame findet, die durch Hingabe ihres Vermögens einen sympathischen Frei-sinn beweist? Z>as döse Iahrrad. Woher stammt der Nieder-gang deS Handels in den Vereinigten Staaten ? Ein Herr Bishob weiß es, das Fahrrad hat ihn verschuldet. Ein Barbier aus New-Iork erklärte ihm. sein Geschäft sei ruiniert, all« Männer sahren auf dem Zweirad und kümmern sich nicht darum, ob sie rasiert sind, oder nicht. In den Wirths-Häusern wird viel weniger getrunken, denn die jungen Leute sind immer unterwegs. Die Schuh-macher leiden, denn die Bewegung auf dem Rade schadet dem Schuhleder nicht. Die Schneider be-klagen sich, denn die Zweiradanzüge sind billig und einfach und Niemand will ein Gigerl sein. Di« Hntmacher sind toll geworden, denn die Fahrrad-tracht gestattet nur eine Mütze. Die Theater sind spärlich besuch», denn an Sommerabenden ist Jeder-mann auf dem Rade. Besonders klagen die Tabak-Händler. Das Radfahren ist mit dem Rauchen un» vereinbar, deshalb ist der Zigarrenverbrauch um eine Million täglich zurückgegangen. Daß das Pferdegefchäft leidet, ist selbstverständlich, die Sattler arbeiten nur noch Fahrradsättel und die Reit-schulen haben sich in Fahrradschulen verwandelt. Das beliebteste Geschenk ist nicht mehr ein Clavier oder eine Uhr — eS ist ein Zweirad. Die Jungen und Mädchen sparen ihr Taschengeld, nicht um Bücher und Luxusfacken zu kaufen, sondern ein Zweirad zu bekommen. In den Zügen der New-?)orker Stadtbahn las man früher die Ankündigung: .Sie benutzen ihr Clavier nur selten. Warum ver-tauschen Sie es nicht gegen ein Schlafsofa f Jetzt liest man in den Zeitungen: .Will Schlaffofa gegen Damenfahrrad vertauschen." Kor Gericht. Vor dem Amtsgerichte München I, Abtheilung A für Civilsachen, erschien ein Be-klagter in Begleitung seiner Frau. Vom Herrn Amtsrichter befragt, was Letztere wolle, da sie doch nicht verklagt fei. erwiderte die Frau schlagfertig: .Für mein' Mann red'n, der hat kein' Schneid net. mit dem könnt' ma anfanga, was ma möcht!" Der Frau wurde bedeutet, daß dies nicht angehe, weil der Beklagte selbst anwesend sei. Letzterer erklärte nun, daß er sich unwohl suhle und seiner 8 ..Deutsche Wacht 1896 Frau VertretungSvollmacht ertheile. Auf einen viel« sagenden Blick der Gemahlin verliev der Mann das Zimmer. Mit großer Beredtsamkeit vertrat die Frau di« Sache ihres Mannes und erwirkte richtig ein obsiegendes Urtheil. Stolz erhobenen Hauptes verließ sie den Saal. Aodcnschacher in Hatijie«. Im radikalen „Posten" liest man: Es berührt schmerzlich, wenn man in den Blättern lieSt. wie galizischer Grund und Boden auS unseren Händen verschwinden. Die Gräfin Theophila KomorowSka kaufte den ganzen Complex der Besitzungen von MolSzlyn, verkaufte die besten Theile an die Juden, verwüstete die Wälder, ruinierte die Gebäude und verkaufte einige Häuser in Zakliczin an Juden. Die schönen Höfe Borawa und Zdonia erbten zahlreiche Verwandte des letzten Besitzers Benoö, einstigen Präsidenten deS Polenclubs. Da sie sich nicht einigen konnten, verkauften sie ihre Forderungen an den Krakauer UniversilätSprosessor StraSzewSki, der in die Juden-compagnie eintrat und ihnen dann feine Rechte überließ. Schöne Gebäude, Musterwirthschaften, Wälder, alles wird von Juden ruiniert. Sie pressen das ganze Gut gleich einer Citrone aus und parzellieren es dann mit entsprechendem Nutzen. Man muss hinzufügen, dass Professor Straszewski schon das dritte Gut in Judenhände lieferte. Aus Tar-nopol wird weiter geschrieben: Von zehn land-täflichen Gütern im Sozwadower Gerichtsbezirke befinden sich nunmehr drei in Christenhänden, und von diesen übergeht das Gut ZaleSzani, Eigenthum des Baron Konopka. soeben in jüdischen Besitz. Das Gut kaufte zwar der Notar von Tarnobrzeg, Hitzinger, aber nicht für sich, sondern für den jüdischen Bovenfpeculanten Salomon Korn. Baron Kanopka wollte sein Gut an Juden nicht verkaufen, deshalb haben diese auf eine solche Weise „geholfen". Im ganzen Bezirk bilden christlichen Besitz nur mehr die beiden Güter Rozwadow und Zhrtnow! ?ach drei IaHren. Drei Jahre sind Nansen und seine Begleiter aus dem „Fram" fern von der Heimat gewesen und abgeschnitten von allen Nach-richten über die Local- und Weltgeschichte. Ein Humorist fingiert nun, wie der „Hamb. Corresp." mittheilt, folgende Unterhaltung mit den „Fram"-Leuten: N. N., Mitglied der .,Fram"-Expedition: „Welches Gedränge in den Straßen bei der An-kunst!" — Ein Korrespondent: „Ja, man konnte sich am Chodinskafelde zu Moskau bei der Krönung glauben!" — N. 32.: „Die Krönung?" — Cor-respondent: »Ja. Tu weißt ja — ach nein, das ist ja wahr! Alexander III. starb im November 1894, und sein Nachfolger wurde Nikolaus II. Bei besten Krönung wurden einige tausend Menschen im Gedränge getödtet." — N. N.: Dann |auu melten wohl die Franzosen mit Carnot an der Spitze Geld für die Verunglückten?" — Correspondent: „Carnot? Faure meinst Du?" — N. N>: „Faure? Hat denn Carnot abgedankt? ' — Cor-respondent: „Nein, er wurde im Juni oder Juli 1894 in Lyon ermordet." — N. N.: „Ermordet! Und so folgte also ein Herr Faure?" — Correspondent: „Nein, dann folgte Casimir Pörier, aber der demissionierte schon im Januar 1895." — N. N.: »Wie ist eS mit den Unionsverhältnissen? — Korrespondent: „Nun. mit genauer Noth schwimmt die Krücke. Hoffentlich ordnet eS der UnionsauSschusS." — N. N.. „Die Krücke schwimmt? Der UnionS-auSschusS?" — Correspondent: „Ja, es ist ein Citat auS „klein Eyolf." — N. N.: „Klein Eyolf? — Correspondent: „Nein, Du bist ja unmöglich! Ich wollte. Du könntest meine Gedanken mit Röntgen-Strahlen sehen." — N. N.: .Röntgen-Strahlen?!?" — Correspondent: „Ja, fragst Tu jetzt weiter, so haue ich Dich, wie die Japaner die Chinesen hauten oder die Cubaner Martinez Compos." — 91. N.: „Die Chinesen Prügel von Japan? Tie Cubaner? Nein, nein — ich srage nicht mehr.' Kin Eldorado für das weibliche Geschlecht ifl Sibirien, namentlich in seinen östlichen Provinzen, wo eS so arni an Frauen ist, dass die wenigen vorhandenen mehr als irgendwo anders umworben sind. Sie führen also ein so glückliches Dasein in jenen fernen Gegenden, das» sie nur höchst ungern wieder von dort fortfahren, wenn daS Schicksal sie nur einmal dahin verschlagen. Man kann mit Bestimmtheit sagen, dass im fernen Osten kein junges Mädchen unverheiratet bleibt. In vielen Gegenden ist dort die Polyandrie eine ziemlich häufige Erscheinung, an der in unteren Volksschichten gar kein Anstoss genommen wird. Sehr charakter-istisch ist nachstehende Erzählung deS sibirischen Blattes „Wladiwostok": „Jedesmal, wenn von der Amur-Mündung ein Dampfer mit ausgedienten Soldaten, die in die Reserve treten, in daS europäische Rußland abgefertigt wird, wiederholt sich eine im fernen Osten ganz üblich gewordene Erscheinung: es verschwinden nämlich einige Tage vor dem Ab-gang des Dampfers viele Frauen der ausgedienten Soldaten, die mit ihnen nach Wladiwostok kamen, und sind nirgends zu finden. Die armen Männer suchen ihre ungetreuen Gattinen vergebens, bis das letzte Glockensignal ertönt und der Dampfer sie für immer in die Heimat entführt? die Frauen ziehen eS aber vor, in Sibirien zu bleiben, und kommen gleich nach Abgang deS Dampfer» ganz vergnügt auS ihren Verstecken heraus. AlS der Dampfer der Freiwilligen-Flotte „Orel" in diesem Jahre seine Fahrt auS Wladiwostok nach Odessa machte, erging eS einer ganzen Reihe von verheirateten Soldat.n wieder so: eilf Frauen gingen ihren Männern im letzten Augenblick durch und waren nirgends aus-zufinden." Hin Schwarzbuch der Kandelstre ßende». Tie „Lesterreichische kaufmännisch« Rundschau", daS Publi-catationSorzan deS .Zentralverbandes österreichischer Handesireibender", «rSffentlicht im officiellen Theile der letzten Nummer eine Ankündigung, dass nun „in Ge-mäßhcit de« § 3, Zahl 1 der Verbandsstatuten da» schwarze Buch angelegt wird." In dasselbe werden ein-gettagen: 1. Solch« Kunden, die bet Geschäftsleuten (ohne Unterschied der Branche) Schulden machen und nicht bezahlen. 2. Lieferanten, die nicht ordnungsmäßig liefern oder die getroffenen Vereinbarungen nicht er-füllen oder deren Agenten Versprechungen machen, die von dem Lieferanten nicht anerkannt »erden oder sonn auf eine Weise sich gegen die Gesetze der Handelsmoral vergehen. 3. Solche Firmen, die an Consumvereine, L«ben»miltelmagazine, LehrerhauSoereine und ähnliche den Handels- und Gewerbestand schädigende Vereine liefern. 4. Solche, die mit Hausierern arbeiten. 5. Firmen, die durch Schmuy- oder Schleuderconcuireaz die Ccneurrenz verderben. 6. Firmen, die sich in AuZ-Übung ihres Geschäfte» schwindelhafter Reklame «. bedienen." VA A A AA A A A A A A A A A A A. A A A. A A A A AAAAAA AA A A AA A A>^ «5 < < < 4 m) •) •> j; 5 'iiiiitmiiwiiiiniiimiiiiiiiiiiiiiMiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiimiiiniiiiiiiiiiiiiiii»niiiiinmiiiwiiiiniiiiiiHiiiiHiiiimiiiiiMiiiimiiiiiMiiiiiiniiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiH»ii Vereins -Buchdruckerei >> Qeleja (( 5 Rathhausgasse £llll Rathhausgasse 5 eingerichtet auf Motorenbetrieb mit Jen neuesten Maschinen und modernsten Lettern empfiehlt sich zur Uebernahme aller Buchdruck-Arbeiten, als: Geschäftsbriefe, Rechnn t en , Quitttmen, Facturen, Tabellen, Circulare, Prospecte, Preis-Cour ante, Adresskarten, Brief köpf e, Ein ladunskarten, Liedertexte, Proramme, Visitkarten, Tanzordnungen, Statuten, Speisen- und Getränke-Tarife, Verlobungs- und Vermählungskarten, Placate, Sterbeparte, JJahresberichte etc. Uebernahme von Broschüren und Werken. Heransgabe und Verwaltung der ,,Deutschen Wacht. Eigene Buchbinderei. - —■— Durch die bedeutende Erweiterung unserer Buchdruckern-Einrichtung sind wir in der Lagt auch die grössten Druckaufträge in kurzes/er Frist Jertig zu stellen. Billigt Preise bei prompter Lieferung aller Aufträge. ' Geehrte Aufträge bitten wir direct an unsere Druckerei, Rathhausgasse S. (Hummer sehe s Haus) zu {richten, und nicht wie bisher in der zur gewesenen Druckerei J. Rakusch gehörigen Buchhandlung abzugebend- . 22_ _._& *t* *t" "W"'s'^ "V V* 's* "V "ff "t' V" *$" V" V" V" "t" *9" UM.....................................................................................................................................................Ä f > > > » <• > V. : : * t ft anerkannt unentbehrliches Z a h ii p u t k in i 11 e 1 viele ?EsLI>10XE3s male erpropt und bewährt, zahnärztlich empfohlen als bestes Erhaltungsmittel gesunder und schöner Zähne "ofcorail z-o. 'K 900—8<> „Deutscher Michel' Erstes deutsch-ii ationales Witzblatt. Hcranügebcr: Richanl Notdliauücu. Wöchentlich eine reich illn-trcrte Xttintuer. Preis 1.50 Nk. viertel;sthrlith. Mau itbuuöirt bei allen Po&tansitlten, Bnchhaniiliinpen und boi der Geschäftsstelle <]. deuUch. .Mlchei> Berlin W57. G^benstrame 0. Allustrirte Gkwo Hefte LAND UND MEER. gitlstüijÖt, bilderreichst deutsche illustrivtr Monatsschrift mit $Mtkfit«|ti ii ritlfitlii» H«l>sch»itl nt ffritiUitritinn ia ZqitrMrick. HCt 4 ITcditn »rschewt ein H»n. s Preis pro Hett nur 1 Mark, a* JlßonnMWttis i* alle» VaA&aiMmjra ». f oUonfUIte». OV ffrftett Itrttrn d:« «iftr H,«> a»f Sans* Jtm |ai Aüiicht inl (JJUS "W | Urahtanlagen! welche das Beste und Praktischeste für Hopfenbau sind, werden gut and billig hergestellt von der Firma Carl <*rluim & C'Ie. io Oberklee bei Saaz (Böhmen'. Man wolle sieb gefälligst brieflich au die Firma wenden, welche die genauesten Auskaufte und Preiscourant mit Abbildung gratis und franco einsendet. 803-72 Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sür Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „Z>entschen Wacht" in Killi. Vr. 37 „Tie Südmark" «scheint jeden Sonntag als unentgeltlich« Beilage für die Leser dn .Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sadmart" nicht käuflich. 189fl (£)fi et *2Sort ßttCf ? l>», Fo«!r«»ng! Novelle von M- Friedrichftein, Kopfschüttelnd willfahrt« der Kastellan auch diesem Begehren und siehe, als er die Thür öffnete, fanden sie auf der Schwelle die zusammengesunkene, bewußtlose Gestalt der Erzieherin. „Wahrhaftig! Da ist sie!« rief der alte Pförtner, und mit einem unartikulierten Schrei d«S Entsetzens hob Herr von Sassen die Ohnmächtige empor und trug sie bis zum Denkmal von Ludwig Rudolf. Dort setzte er sich auf die Stufen desselben und nahm die Be-wußtlose wie ein Kind auf den Schoß. .Bitte, holen Sie ein Glas Wasser!• bat er. .Wenn wir ihr die Schläfen mit Wasser besprengen, wird Sie erwachen!" AlS der Kastellan sich eilig entfernte, um da» Gewünschte zu holen, nahm der Retter hurtig das Reise» Hütchen von dem zierlichen Kopf der Ohnmächtigen und blickte angstvoll in die feinen, blaffen Züge des jungen Mädchen». Und in dieser Stunde ward eS ihm zur unumstößlichen Gewißheit, dass er das Wesen, welches er auf seinen Knien hielt, über alle Maßen liebte! Und alle Herrschast über sich veilor er angesichts dieser Gewißheit, und sich zärtlich über sie beugend, küßte er sie auf die süßen nun geschlossenen Augen. „Sabine,' flüsterte er dabei mit bebender Stimme, „armes, geängstigteS Kind, wache auf! Oeffne mir deine geliebten blauen Augensterne!" Da kehrte der Kastellan mit einem Glase Wasser zurück, und kaum das« der Bewußtlosen Schläfen und Stirn damit benetzt waren, schlug sie die Augen auf und blickt« erstaunt umher. „Wo bin ich?" fragte sie matt. .Wohlgeborgen und befreit aus der gräßlichen Umgebung!" tröstete Herr von Sassen sie. „Aber, liebes, bestes Fräulein," rief der Kastellan und faltete die mageren Hände, „wie war eS denn nur möglich, dafS Sie in diese fatale Lage kommen konnten? Hätte der Herr hier Sie nicht sogleich vermißt, wer weiß, wie lange Sie dann in der unheimlichen Gruft hätten bleiben können!" Bei diesem Ausspruch des alten Herrn, wurde Sabine völlig wach und sich bewußt, dass Herr von Sassen sie auf seinen Knien hielt. Mit tiefem Erröthen richtete sie sich jählings in di« Höhe und versuchte, sich auf die eigenen Füße zu stellen. Aber sie wankte und mußte es dulden, dass er sie sorgfältig stützend bis zu einem Chorstuhl führte, auf den er sie niedersinken ließ, damit sie sich völlig erhole. Die gespannt Lauschenden erfuhren dann aus ihrem Munde, wie eS gekommen war, dass man sie in der Gruft eingeschlossen hatte. Der Kastellan ergieng sich in tausend Entschul-digungen, welche sie, sich selbst beschuldigend, indes nicht gelten ließ. Als sie sich soweit erholt hatte, dass sie den Heim-weg antreten konnte, legte Herr von Sassen ohne weiteres ihren Arm in den seinen, um die, durch die ausge-standene Angst noch sehr Ergriffene zu stützen. Fräulein Adelheid stand am Fenster und sah daS Paar daherkommen: sie sah, wie ihr Schwager mit fast mütterlicher Besorgnis die auffallend bleichen Züge des jungen Mädchens beobachtete. Und über diesen Anblick empört, biß sie zornig die Lippen zusammen und murmelte: „Sie muß fort! Es ist die höchste Zeit! Wenn ich noch warte, könnte «s zu spät werden. Zu spät! — Ah. sie soll sich hüten! Wenn ich eS will, so schleudere ich sie auS meinem Wege wie einen Stein, der mir lästig ist! Und ich will eS! Ich will mein Recht, und sie soll mich zu allerletzt daran hindern! Ich will mein RechtI Sein Wort, vaS er der sterbenden Gattin gegeben ha», er soll eS halten, — er soll eS mir halten! Ich fordere eS!" * * t In beschleunigter Reiseroute war die Familie Sassen heimgekehrt. Sobald Sabine'S Zeit es ihr nach der Ankunft erlaubte, eilte sie zu RöSchen Blum, zu der jede Faser ihreS Herzen» sie hintrieb. sieben bei hatte sie dem guten alten Fräulein da» Versprechen gegeben, derselben ihre Reiseerlebnisse sofort nach der Rückkehr brühwarm mit-theilen zu wollen. „Ei ei, schon wieder da?" rief da» alte Fräulein hocherfreut und streckte ihrem Liebling beide Hände ent-gegen. „DaS ist ja rascher gegangen, al» ich hoffen durfte!" Und indem sie die Heimgekehrt« näher zum Licht zog, blickte sie ihr prüfend in» Antlitz und fragt«: „Aber Herzenskind, wie schaust du drein? Kommt man fo von einer Vergnügungsreise zurück? So bleich, so ernst?" „Tantchen," entgegnete Sabine, indem sie in der Erinnerung an da» gehabte Abenteuer noch erschauerte, „eS ist mir am Schluß der Reise etwas Furchtbares passiert, und alle schönen Eindrücke sind mir dadurch fast völlig verdunkelt worden." „Du erschreckst mich, Kind!" antwortete das alte Fräulein. „Das mußt du mir unverzüglich erzählen!" Und Fräulein Blum nöthigte ihren Gast nieder auf einen Sessel in der Fensternische und setzte sich, die Hand desselben umfaßt haltend, neben das junge Mädchen. Mit Spannung und Kopfschütteln folgte sie Sabine'S Schilderung von den Vorgängen im Dom zu Braunschweig. „Armes Kind!" rief sie, al» jene geendet hatte. „Da warst du ja in einer fürchterlichen Lage! Wie gut war e», daß Herr von Sassen dich sobald daraus befreite!" „Ja.' entgegnete Sabine träumerisch, „er war sehr besorgt und aufmerksam gegen mich." „Siehst du wohl, Kind, daß deine erste Meinung über seine Person eine irrige war." Triumphierte das alte Fräulein. „Ich habe ihn stet» nur als einen rit« terlichen, liebenswürdigen Herrn gekannt!" „Ich glaube,' sagte Sabine schüchtern, „es ist Fräulein Adelheid angenehmer, wenn Herr von Sassen schroff und rücksichtslos gegen mich ist; denn bei seinen kleinen gesellschaftlichen Aufmerksamkeien ge-gen mich trifft mich zuweilen ein Blick aus ihren Augen, vor welchem ich erschrecke!" Das alte Fräulein wurde sehr ernst. Plötzlich legt« sie der Mittheilsamen die Hand unterS Kinn, wo-durch sie sie zwang, d-S Antlitz emporzurichten, und blickte besorgt in Sabine'» schöne, blaue Augen. „LiebeS Herz," sagte sie ablenkend, „das sind Schrullen, welche du dir unnöthig in den Kopf fetzt. Um eins aber bitte ich dich: Sollte irgend etwas vor-fallen, was deine Stellung im Hause unhaltbar macht, so weißt du, wo du dir Rath zu holen hast. Versprich mir da»!" ..Gewiß, Tätlichen!" erwiderte Sabine und um-schlang die treue Nachgeben». „Wie danke ich dem Schicksal, daß eS dich mir gegeben hat! Leb« wohll" „Willst du fo schnell wieder gehen?' „Ich muß! Ich hab« noch mit Lilly «inen spa-ziergang zu machen!" AlS die Thür sich hinter der Enteilenden geschlossen hatte, blieb Fräulein Blum noch lange sinnend aus derselben Stelle mitten im Zimmer stehen; sie sah sehr sorgenvoll aus. „Wäre es möglich," murmelte sie, „daß sich über dem Hause Sassen eine Wetterwolke zusammen« zieht? ES ist am End« gerathen, die« junge Wesen zu rechter Zeit vor dem herniederfahrenden Blitz zu bewahren!"---- Eeit dieser Zusammenkunft der an Jahren fo un-gleichen Freundinen waren einige Wochen in un-getrübtem Verkehr vorübergegangen, und Fräulein Blum klagte sich vor sich selber heimlicher Schwarzseherei an. Ihr Liebling Sabine erblühte, wie die Rose unter dem Kuß der Sonne. Das Wesen deS jungen Mäd-chens hatte sich merklich verändert. E» war hoheitS-voller geworden und erschien wie von innerer Ver-klärung überhaucht. Die bisherige Herbheit war einer anmuthenden Weichheit gewichen, welche zugleich den Stempel ergebungsooller Resignation trug: Und diese Wandlung konnte nur die Liebe hervorgerufen haben, eine Liebe, deren Erkenntnis sie mit heftigem Schreck er-füllte und gegen deren Macht sie doch vergeblich an-gekämpft haben würde. — Der Sommer mußte trüben Herbsttagen weichen, an denen man sich nur ungern dem Zwange des Lampenlicht» ergiebt und die anheimelnden Dämmer-stunden zu stillen Träumereien verlocken. In einer solchen Dämmerstunde saß Sabine von Lettwitz am Flügel und sang ein schwermüthigeS, alle» Volkslied. Sie war allem im Hause. Alle übrigen waren ausgegangen. Selbst Lilly befand sich in einer Kindergesellschaft. Von Sehnsucht nach dem Elternhause erfüllt und von einer unnennbaren Schwermuth — wie die Herbst-tage sie zuweilen in uns besonderes hervorrufen — übermannt, gliech ihr Gesang fast einem unterdrückten Schluchzen. Da plötzlich fühlte sie sich von zwei kräftigen Annen umschlungen und die Stimme Herrn von Sassen's flüsterte ihr bittend zu: .Sabine! Wollen Sie denn nicht erkennen, wie ich unter ihrer Traurigkeit leide?" Jäh sprang die Ueberraschte empor, entzog sich stolz den sie umschlingenden Armen und rief entrüstet: »Herr von Sassen, was gibt Ihnen da» Recht, sich mir in dieser Weise zu nähern?" Er blieb ganz ruhig bei ihrem Zorn, nahm ihre Hand und erwiderte einfach: „Die Liebe! Wie habe ich die Stunde herbei-gesehn», in welcher ich meine Seele von diesem Ge-ständni« entlasten konnte und — nun soll es geschehen! Ja, Sabine, ich liebe Sie. habe Sie so fest in mein Herz geschloffen, daß Ihr Bild bis zu seinem letzten Schlag unaustilgbar darin bleiben wird!" »Herr von Sassen!- rief Sabine angstvoll. .Ich bitte Sie, halten Sie ein mit solchen Worten! Denn eS ist unehrenhaft, sie mir zu sagen, mit dem Bewußtsein anderer Verpflichtungen!* .Andere Verpflichtungen?" fragte er und trat «inen Schritt zurück. „Gegen wen?" Fest begegnete sie seinem Blick. »Gegen Fräulein Adelheid!" „Haben auch Sie von dem unglückseligen wort-losen Versprechen gehört?" Sie nickte stumm. „Nun gut! So sollen Sie entscheiden!" rief er mit bebender Stimme. .Hören Sie denn! Al« meine verstorbene Frau mir Lilly'« wegen mit den letzten Atemzügen da« Versprechen abrang, späterhin meine Schwägerin zu heiraten, wußte ich, von Mitleid und Theilnahme für die Sterbende erfüllt, kaum, was ich «hat. Die« können Sie darau« ermessen, daß meine Schwägerin mir von jeher eine unsympatische Per-sönlichkeit gewesen ist. Und vor allen Dingen habe ich kein Wort der Zustimmung lam werden lassen!" „Aber Ihre Frau Gemahlin ist doch in dem Wahn hingeschieden, daß Sie ihr dereinst diesen heißen Wunsch erfüllen würden?" entgegnete Sabine leise. „Sabine!" rief er außer sich. „Bei meiner Liebe beschwöre ich Sie. sagen Sie mir rhrlich: Muß ich diesem Wahn mein ganze« Leben«glück opfern? Ist eS menschlich gerecht, aufgezwungene« Mitleid zu einer Pflicht zu stempelnd Hochaufgerichtet stand Sabine vor ihm. Der Mond durchbrach die tiefe Dämmerung, welche inzwischen eingetreten war, und überstrahlte ihre schönen, bleichen Züge; sie preßte b«ide Hände gegen die Brust, als wolle sie den Schmerz darin gewaltsam unterdrücken, und langsam und fast feierlich antwortete sie: „Die Pflicht steht höher al» die Liebe! Wollten Sie sie hintenansetzen, so würde der Schatten einer enttäuschten Seele all Ihr künftiges Glück verdunkeln!" .Du liebst mich nicht!" entbebte e« ihm dumpf. Plötzlich ergriff er ihre beiden Hände und fragte rauh: „Regt sich denn kein Funken Mitleid in dir bei den Worten, die mein ganzes Lebensglück untergraben? Soll kein Blick mir verrathen, daß ich mich nicht getäuscht habe, wenn ich hoffte, daß meine Liebe Widerhall in deiner Seele fände? Gage, o. sage mir nur da« eine: liebst du mich?» Da war e« vorbei mit ihrer mühsam ausrecht erhaltenen Fassung. Ein Beben ging durch ihre Glieder und leises, unterdrücktes Schluchzen erschütterte ihre ganze Gestalt. Dennoch aber sagte sie fest: „Ja, ich liebe dich, geliebter Mann! Und wenn diese Lieb« auch mein ganzes Sein erfüllt, und wenn mein Lebensweg auch von nun an einer »rostlosen Ein-öde gleich», so bleibe ich dennoch bei meinem Ausspruch: Vor der Pflicht muß die Liebe weichen! Leb« wohl!" «Sabine! Geliebt«!" rief er flehend. „Verlasse mich nicht! Ich kann dich nicht verlieren!" Er umschlang sie und für einen kurzen, seligen Augenblick lehnte sie ihr Haupt an seine Brust. , „Und dennoch giebt e« keine Wahl! Wir müssen scheiden." hauchte sie leise. Ja demselben Augenblick wurde der fast dunkle Raum durch einen grellen Schein erhellt. Auf derSchwelle zu Herrn von Sassen'S Zimmer stand, die Lampe in der hocherhobenen Rechten, einem bösen Geiste gleich, Adelheid. Unbemerkt von den Leid versunkenen, hatte die Schwester der verstorbenen ersten Frau des Staats-anwaltS dessen Zimmer durchschritten und hatte diesen und Sabine überascht. Indem Sie die Lampe jetzt auf den Flügel setzte, sah sie die Bestürzten spöttisch an und lachte hohnvoll auf. „Dachte ich mir'« doch/ stieß sie kurz aus. „weS-halb der Herr Schwager fo eilig nach Hause zurück-kehren und seinen Besuch abkürzen mußte! Nun sind wir ja endlich im Klaren!" „Ja, das sind wir!" erwiderte Herr von Sassen völlig ruhig. .Spare dir alle deine malitiösen Be-merkungen!' Diese Ruhe ließ die Erbitterte sich mit ver» doppelter Wuth an Sabine wenden, um die Schale ihres Zornes über dieselbe auszuschütten. Ihre raub« thierartigen Vnrderzähne kamen unschön zum Vorschein und ihre Augen schillerten so unheimlich, daß ihrem Antlitz der letzte Rest von Anziehungskraft genommen wurde; geradezu schneidend aber klang ihre Stimme, als sie sagte: „Fräulein von Lettwitz. wir beide sind wohl mit-einander fertig; denn nach der Szene, in welcher ich Sie soeben überraschte, kann ich Ihnen Lilly unmöglich länger anvertrauen!" Sabine neigte zustimmend und in demuthsvoller Haltung daS schöne Haupt. (3#itfe&unfl folgt.) BagmiasBBBWvir»Hmi^affii»gggj'5S5i^avii^eai zustreichen. Beim ansteckenden Durchfall verlaust man die Kälber am besten an den Fleischer, sobald die ersten Symptome de» Durchfalles zu bemerken sind. Nansen. Der soeben von seiner Nordpol-Expedition zu»ückgtk«hrl« berühmt« Norwege Nansen, hat bei einem in Tromsö stattgehabten Interview u. a. sich auch über die Lebensweise an Bord deS „Fram" ausgesprochen und dabei erwähnt, dass eS während der vierjährigen «Zxpeditien meistens nur Suppen gab, hergestellt aus Knorr's Iulienn« (grtrecknete Wurzel-lrüuter), weil solche belebend aus die Magenverven wirkt und die Verdauung»-organe im allgemeinen günstig beeinflußt. BeachtenSwerth ist, daß dies« Julienne (Suppenkräuter) sich volle vier Jahre in Qualität tadellos gehalten hat, wa» ein Beweis für di« sorgfältige Präservierung der Gemüse d«r Knorr'fchen Fabrik ist, welche in unserer Monarchie hauptsächlich durch ihre sei« Jahren mi« großem Erfolge eingeführten Haferpräparate, besonder» Hasermehl, als beste» Kindernährmittel, Suppenmehl«, Suppenkafeln und Eierteig« Waaren einen bekannten Namen ha«. Wir halten den gegenwärtigen Zeitpunkt, wo frisch« Gemüse allmählig nur schwer und theuer zu beschaffen sind, für besonder» geeignet, die verehrlichen Hausfrauen auf Knorr'» Julienne, diese leibet bei uns noch zu wenig bekannten und beachteten Suppenkräuter, nachdrücklichst hinzuweisen: ein Versuch damit wird st« gewiß de-sriedigen und mit dieser vorzüglichen, aro-malischen Kräutersuppe dauernd befreunden. Reicht nicht. „Ach. liebes Männchen, ich bin recht unglücklich! — Seitdem du mir off«nbart«ft, daj» du Schulden hast, kann ich mich des Gedankens nicht er-wehren, das» Tu mich nicht auS Liebe, sondern de» Geldes wegen geheirathe« hast." — Mann: „Aber, liebe» Kind, wie kannst Du meine Schulden so unler-schätzen?" Gemüthlich. Somm«rsrischler: Wenn eS eine Rauferei gibt, dann wird bei Euch woh> gleich mit dem Messer zugestochen?" — Bauer: „Tos gibt'S bei un» ne«! Wenn man mit an' Streit kriagt, nachda hau« ma' eahm halt a' Tachtl aufi, oder a' Watschen abi, oder a Maulschell'n ein«, oder an' Steck'n umi — und nacha i»s sertiI" Boshaft. Student (zum Bekannten, einem jungen Arzte, der sich eben selbst-ständig gemacht hat): „Wie sieh!'» mit der Praxis aus?" — „Es fängt an; vergangene Woche hab« ich den ersten Pa-tienten bekommen I" — „Lrbt «r noch?" Rache. Junge Dame: „Ihr letzter Roman gefällt mir sehr gut: nur hätte ich gewünscht, das» di« Heldin ihren Oskar g«kri«gt hätte!" — Schriftstellerin (ver-bitten): „Ach wa», mein Bräutigam ist mir auch untreu geworden!" Entsetzlich. „Warum so nieder-geschlagen, Baron?" — „Ach. denken Sie nur da» Pech! Durchlaucht geruhten an der Tafel einen Witz zu machen — Alle» will eben ein homerisches Gelächter an-stimmen, da tritt mir ein servierender Diener aus den Fuß und ich kreisch« «in „Au!", dass sich di« ganz« Gesellschast nach mir wende« . . Was muß Durch-lauch« von mir denken!?" Zarte» Spiel. Klavierlehrer: Aber, mein Fräulein, Ei« spielen da» Notturno noch viel zu stark! Sie müssen diese Stelle so hinhauchen — das» die Fensterscheiben anlaufen!" Die Hauptsache. Si«: „Hast Du g«s«h«n, Männch«n, wie gut e» gestern dem Herrn Rath geschmeckt hat — von Allem hat er genomm«n!" — Er: „Nur von unseren Mädeln kein»!" 1896 .Deutsch- Wacht' Deutscher Schulverei«. In der Ausschusssitzung »m 3. September wurde der Ortsgruppe Chodau für du Schul vereinSfest und dem GefangSvereine in Boden-tafet für eine Spende der geziemende Dank ausgesprochen rnd Dr. Beno Jmcndörffer al» cooptirte» Mitglied der vereinSleitung begrüßt. Hierauf wurde der Bericht de« Zahlmeister» über die Ueberprüfuug der Bereinscafse m I. September und deren ordnungsgemäßen Befund, sowie der Bericht deS Referenten Dr. Reisch über die Eröffnung der mit Unterstützung der Nordbahn in Wchalkowitz errichteten einclasfigen BereinSfchute, bei vtlcher infolge deS unenvartet großen Andränge» sofort tie Eröffnung einer zweiten Classe nothwendig wurde, |in Kennt»!» genommen und insbesondere mit Be-friedigung vernommen, das« die Errichtung dieser Schule in allen Theilen der dortigen Bevölkerung den lebhaftesten Dank und freudige Anerkennung hervorrief, die Haupt-sächlich in einem überaus gelungenen Waldfeste, da» sich an die Eröffnungsfeierlichkeiten «»schloss, beredten Ii>?druck fand. Nach Berathung der SubventionSan-ßelegcnbeit der Schule in Oderberg, Bewilligung von Unterstützungen an die Schulen in Berlau und Blisowa ßelangten Angelegenheiten der PereinSschulen in Eifen-btr^. Freiterg, Lichtenwald, Lipnik, St. Egidi und ${[:cn zur Berathung und Erledigung. Für die im Uedergabsstadium an einen Privaierhalter befindliche CchulvereinSfchule in jköuiggrätz wurde in Anbetracht Kr zahlreichen an dem Fortbestande dieser Schule in-tmlsierien Kreise darunter auch der dortigen Garnison eine Erböbung der bereit» bewilligten Subvention au»-^»rochen. — An Spenden sind dem Vereine zuge-kemmln: H. ÄrauS in Breitenbach, Sammlung fl. 2.— Ortsgruppe Königsberg in Schlesien, Sammlung bei «wem Concert fl. 5.50; Ortsgruppe Judenburg fl. 8.95; Ortsgruppe Frankenmarkt fl. 1.36; M. Hayek in Pastau, GtiellschaftSspielerlrag fl. 2 — und Ortsgruppe Semit f. 8.03. g Gedenket des „Teutschen schnl-^ Vereines" und mseres LchntzvereineS „Südmarl" bei Spielen im!, Wetten, bei Festlichkeiten u. Testamenten, sowie bei unverhofften Gewinnstell! Briefiasten der Verwaltung. Herr« Dr. Anton Schwab, St. Paul. Wir be» ftätigen Ihnen mit Vergnügen, das» Sie un« den Aussatz »der die Gemeindewitthschast in St. Paul nicht eingesendet habe». Die Rotiz stammte überhaupt nicht au» St. Paul. Ketegrapöischer Schiffsöcricht der „Ked Klar Li«t" Antwerpen. Der Postdampfer „Fric«l->nd' der .Red Star Line" in Anttverpen ist laut Tele» gramm am 31. August wohlbehalten in New-Aork angekommen. Schriftthum. Eine finden sich hier Recepte aller Art, Neu-Erfindungen, Er« sahrunqen auf dem Gebiete der Hauswirthschaft, der Ge-sundheitsvflege. der Hausthierzuchl vom Kanarienvogel und Goldfisch bis zum Pferde, der Toilette, der Frauenarbeit u. f. f., denen sich prallische Anleitungen zum Sparen im Haushalt anschließen. In d«r Illustration leistet die Zeitschrift daS Vollendetste. AuS der Fülle der Darbietungen i eben wir nur .Zrauenlieb und Leid" von P. Barthel hervor, ein glänzend ausgestattetes Blatt, daS eingerahmt einen Wandschmuck von künstlerischem Wette giebt. Al« besondere Gratisbeilage bringt der Verlag, wie alljährlich, so auch diesmal wieder die „Illustrierte Kla>sit«r-bibliothek", welche die Familienbibliothek um Shakespeare« berühmiec Drama „Romeo und Julia" bereichert u damit dieser ersten Familienzeilschrist Teutschland« abermals neue Freunde zuführen wird icht erfüllt die weitverbreitete illu silierte Zamilienzcitschrist „Zur Guten Stunde" in dem ersten Heste des jetzt beginnenden X. Jahrgange«, indem sie in einem Auiiaye au« der Feder Heinrich Vollrat Schuhmacher« aus den Geh San .Rath Dr. Kreusler, den Dichter de« berühmten Soldatenliedes „König Wilhelm saß Imj heiter" ausm-rtsam macht, dessen während der 25jcthr. rinnerungSseier an den großen Krieg taum gedacht wurde Artilet macht den Leser mit der originellen EnistehungS art des Liede«, mit dem Leben de» nunmehr säst «0jährigen Dichter«, mit seinem sonstigen poetischen Schaffen bekannt md bringt Proden de« letzteren voll »östlichen, echt putschen fimior« jum Abdruck. Auch ist ihm ein große«, doppelseitige« Bild beigegeben, da« unserm jetzigen Kaiser zeigt, me er al« Prinz ,einem Großvater das Gedicht vortrug, ei» Borgang, der auf authentischen Mittheilungen beruht, z« Uebrigen ist diese» Heil wiederum ein Beleg dafür, taj» „Zur Guten S.unde" in dem Wettlampke unserer «odernen Journallitttratur um die erste Stelle unbedingt die Palme zumerkennen ist. Wa« da« Blatt alle« für den erstaunlich billigen Preis von <0 Pf. pro Heft bietet, ist wshrhast erstaunlich. Zwei neue Autoren. Gustav Frenssen und Hanna Brandensel«. sührt sie in zwei großen Romanen-.Die Sandgräfin" und „Ein Meteor" »n die Litteratur * ' eint, mit besonderem Glück; denn rbeiten hat in uns den Wunfch ein um.ügliche« Zeichen zum wir e« mit interesjanten nnd zu thun haben. Ihnen schließen j!ch eine Humoreske au« den bayrischen Serien, sowie whlreiche populänoissenschastliche Artikel an, z. Ä. „Einfluß der Ernährung aus Gicht und Rheumatismus", auch findet «ifere Frauenwelt besondere Berücksichtigung. So kündigt d« Redaction eine gar nicht genug hervorjuy«bende Artikel serie an: „BerusS- und ErwerbSjweige der Frau", in welcher über BerusSwahI, ErwerbSmöglichleiten usw. prak Üsche und werllwolle Winke gegeben werden. Gleich der aste Aufsatz „Der Lette-Verein zu Berlin" auö der Feder eine« rveil'Iichen Dr. pbil. schildert das Wirken diese» segenS' reich«n Vereins, der eine Hochschule moderner Frauenarbeit paannt werden darf. Dazu kommt die starke E.weiterunq, »eiche „Zur Guten Stunde" ihrer Abtheilung. „Für unsere Frauen" angedeihen ließ. In illustrierten knappen Artikeln rar, und zwar, wie e» si bereits der Ansang der »och Fortsetzung erweckt Mindesten dasär, dass ummenden Handlungen FRITZ RASCH. CILLI. äder- & Wotekadrelieu. pj||j Hotel goldener Löwe", Hin*»tr«««, in Willi. Bäcbkter Kib'» da« Bahnhof«», !'<>»»- und Telegrafeen tatet. 8ch6n»r 6p»i»e»aal, »uhalti*..r Garten. Auucliaak tob GonobiUar »elMen nnd rutkeB Bigeabeuwein. Faiifg«laf«Bhoite-im Haute. 408 Pj||j „Hotel weleeer Och«" (Wrugg). - nutet OHM. rrt.,a inngo.. — out» Küche. — Beqtie»« Hatten.J — Anerknar.l be«»e Wein« zu »»»ix«» I'reUen. — lR»df»br»r-0«u-▼orbaod»>0iuthof. Gottschee. DeiiUcb* apraehiatel, knapp «Bier dem ___________ Prledrichat*in-a*blr(*, mit aaagodeknten Xadelbalawaldunstn, iBtereaaaatea Eishüliies tiad Tropfsteinsrettea, eaapfeklea wir Hotel POit ta idwnaler giinatifer Lage, ar üben tob »chattigea Alleea aad Anlagen, *eloke mm eigenen £aait* K8" hären. — ComfortaVel eiBg«clshtela Zimmer. — Billige Praia«. Oute P.aeMuraUoB, Bommorgarton. — K. k. Po»t- o. T«l«g'apber-amt in Hau«« Anten Hauff. BigeoibOmar. Dnil Rorloin Berilhmter Natron-Lithion-SäucTliBg, b«-CaU stuUCIII. aoBdera fiir Giebt, Xag«B- aad Harn-krankbeitea. — Billiger Aufenthalt. — Alle» Häher« X» den BranB»a«hrifWa. *** Schönstein. Fr&nx Peuohnlffg'a Hotel „nr Krone". Rele«Bd*n «. 8om-mcrfri.s lilrrn b»ttei» «o«pfobli'a. Freandhcb« OttllobliUien »ad if br n»Uv Knuudcnzimmor. foriä^hche Kücii«. gut« m«rks*ae BcdlenuDvr. 7W-T Joief Heuberger'* Naohf. Ednurd Folkmumi — Handagist. ckimre^h^r InatruBimUnmacher —— Hauptplatz 14 GRAZ Hauptplatz 14. U4 Eingesendet. Henneberg-Seide — am «chl, bku feitttt ad meint« ftabriten brjojtn, — Ml»an. »eik im» fertig. Ma ü kr bi4 s>. 14.« ». Meier — glatt, jtfttrift. carriert, ormtisttTt, Damaste ><. (ca. *4« cettdj. OuoL nn» KKx) «»Ich. tc.j, »Ort»* na» steunlrti tu» Ha»«. SSnittt Tovprltc» »tlitf»«!» «adi #<* S»ioeti. II—»9 Seidrn - Fabriken G. Htiincbcrg <'.».«.»»« > Zürich. Feincr Weist, ftiuer Wnumen, ist ein alt« Er-sahrunaSsatz. In der That sind geistvolle Leute an und für sich mehr oder weniger Gourmands. Bit sind deshalb über-zeugt, un» den Dank von manchem Freunde einer guten Küche zu erwerben, wenn wir ihn aus die vorzügliche Suppen-würze von Maggi ansmerkiam machen. Nur wenige Tropsen davon genügen, um auch der sadeften Suppe Wohlgeschmack und .«rast zu verleihen. Maggi's Suppenwürze sollte deshalb in keinem Haushalte fehlen. Sie kommt m zwei Sorten in den Handel, mit und ohne «räutergeschmack — „tinea herb««* und „pururn* — und ist in allen Droguerien, Spezereien und Telikatest waren-Geschäften zu billigem Preise erhältlich. _ MATO2 smbmT kl« llvilqudle st'il Hnnderten tob Jahren iwwährt iu allen Krankheiten der Atlimunge- und Ver-deanngeorgane, bei Giebt, Magen- u. Blasen-katarrh. Vorrnglich für KLndvr, Rcconvalescpnton und wahrend der Gravidität. 9 Beetes diätetisches und Ersi-iscltungs-fictränk. (I.) Heinrich Mattoni in (iiessliDl)! Sauerümün. Prämiirt bei allen Weltausstellungen. MÖBEL in jeder Stylaii, solid und billig. H Aug. Knobloch s Naohfolger || !; «Hrn. VII. Br«lletaiae lO—12 Fxejje-Coia.ra-n.te Erratls Maa.dL franco.' | Ente Ptiisi »Her »i der Firu buckiektei AtaUilirtt. Glaviere, Pianiflos, Harwiis »itufaitnt drfter #onttt»fttait, «I-,aBier Hul'l.ittunn IIBd »0* f-Jidutm, flcfan jeeue» Ion liefest AI. Hio Lbota iu'SöiiiggräV, Böhmen gllialc: WIEN in.. Ealeiiarerzais« Hr. St. Vtrilllltt« jrotll an» frtaTo. Bittaul auch ««> Haltn, tfjport ««ch allen tändrr«. »41—7_ J. Karecker'8 Uhrenfabrik, Linz ver'cn'tct per romutaot eebt Sllbcr-CyliBdcr-BcBoulotr ro« »«. Anker mit rwel oder itrei Sllberdeckel von 7 «eb«rerale TaU, tob IS fl- und floldubrea Ton 1» II. anfwRrta. Wecker, Pendel-nhr«B und Ulirketteu etc billiger wie überall. — Auch neuen»» and best« ftortu Kahrrkder tu 100 o. — Uni KUtero« Tcriaiifte Jedermann dc Preia-Courant. u-? fyÜrWfTj Ist al« Zuaat« (um Bohnenkaffee das einzig f/extmrir KaffcegetrUn /. UeberaU zu haben. >1» Ko. a kf. Vorsichtf Der werthlosen Naehahroungen wegen achtc man aul die Origina!r»ketc mit dem Namen Kathreiner _ ^~i 22 St. k. priv. abaolnt feuerfeste, gegen Einbruch sichere CASSEN anerkannt vorzüglichster Coustrnction ofteriert billigst die altrenommirte Fabrit M. Adlersflügel, Wien. L, Fran» JosesS Quai Rr 13 Lieferanten der fUiffeisen-S|»ar- und Dariehenscassen-Vereine 409-36 Christliche Firma. PRÄGER HAIISSALBE — A ^ ..tl> otr a ilna aus der Apotheke des B. FRAGNER in PRAG ist ein altes zuerst in Prag au«eweudi?t«s Hausmittel, welche« die Wundem in Reinlichkeit erh&H und schütU, die Entzündung und Schmerzen lindert und kohlend wirkt. i»w«»zö kr. i. !b b. Per Putü kr. «ehr. Pnittniiit Uglitk. Alle Theile der Emballage tragen die nebeniitohende gesetzlich deponiert« Schutzmarke. Hauptdepftt: B. FRiSÜER, Ipatheke .iom schwarzen Mler", Png. KlelDnelte. Eeke der 8porncnca*»e 20». : 10 .Deutfche W«cht" 1896 EUTl SPMSMMl KÜCHE Maggi'S Suppenwür,r ist ein,ig in ihrer Art. um jede Suppe und jede schwache I Ebenso zu empfehlen sind Maggi'« Bouillon-Kapseln zu I» und zu 10 h zur äugen. Fleischbrühe augenblicklich qu» und krästig »u machen, — wenige Tropsen genügen. I blicklichen Herstellung einer vorzüglichen, feriigen Fleischdrühe. >'!2 _Zu haben in Cilli bei: Victor Wogg, „zum goldenen Rnler": Ferb. Pell»; Josef Matic; Traun & Sttger; Milan Hocevar; AloiS WaUand. 2A-S2 Liandschastlicher Rohitscher Sauerbrunn empfohlen durch die hervorragendsten mediz. Autoritäten. Die Tempelquelle al» beste« Krfrwchuogs- und Tafel - Getränk. Die NtyrlNquelle als bewährtes Heilmittel der kranken Verdau u ugs -Organc. Versandt durch die landsch. Brunnen-Verwaltung Kolilturli-Nniierbriinii. BC" M*% f'illi MPepot bei Ti'/imm «f- Stieprr. "9Q and allen Specerei- und Materinlwarenhandlnngen. DAUERHAFT, GER UCHLOS SOFORT TROCKNE NP Gmctillch geschützt Zniin.tr sulort in li^nütz-n. Man verlange nur det > ebten Christoph Laok #««vai*|lwtt k». „nimmer |u ftreichea, »bnc trrfflbea nujrr «rttatiiii ja |e»ra, da Nr uiiaoi;«»»!»»» »erttch langsame fitbrlje Jtoifaett, kl der Crlfurtx un» dem C»ilnn verlieren. — DU» unterscheid,: Keskrbten FnMboden-Glanxlaek, gelbbraun und mahagonibraun, de: wie Oeljartf deck» und aleichzeiiiz Blan, «idl, daher anwendbar »»> allen »?er nenen ^nhbödrn. XII? Fl»rken. früheren Anstrich etc deckt derselbe vollkommen: und reinen GlaiuUelt (ungefärbt) für neue Dielen and Parketten, der an ffllatu gibt. Nam-nlliai für Partttlen aad schon mit Oelfsrde «estrich'ne aan» neue Dielen e»r al« IIli labreu bestehende Fabrikat Vielfach naehjxeahwt an» verfälscht, entsprechend schlechter aad hiinfig gut nicht dem Zweck entlveechend in d-n Handel ,«bracht wird. Depot in CI111 l>ol .Times JVIntiä. Franz Christoph, Erfinder n. alleiniger Fabrikant d. echten Fassboden-Glanzlack Pros Karolinen thal. Zürich Industrie-Quartier. Berlin NW. Mittclatrasse. Zur Obstverwerthung. Zur Weingewinnung. DIILWl^V für Obst-Most I IllilÄlÄljIl für Trauben-Wein mit continnirlich wirkendem Doppeldruckwerk n.Druck» kraffiegulirung .Hercules*, garantiren hiiehate Leistungsfähigkeit big zu 20 Procent grösser al* bei allen anderen Pressen. "MÜHLEN Trauben-Rebler (Abbeer-Maschinen) Complete Mosterei-Anlagen, stabil und fahrbar Saftpressen, Beerenmühlen zur Bereitung von Fruchtsäften Dörr-Apparate für Obst nnd Gemüse Obst-Schäl- und Schneidmaschinen neueste selbstthätige Patent-Beben- u. Pflanzenspritzen.Jiyphonl«" sabriciren und liefern unter Garantie als Specialität in neuester, vorzüglichster, be- __wäbrtesU'r, anerkannt besser Construction Iv£a,3rfsirtlD- dz, Co. kaiserl. königl. ansschl. priv. Fabriken landwirthsch. Maschinen, Eisengiesserei und Dampfhammcrwerk "Wien II, Taborstrasse Nr. 76. Preisgekrönt mit über 390 goldenen, silbernen und broneenen Medaillen. Aullkrlichc C«Ul*f e nd uhlreieh« Aierku>ugMchr«ibeB gratis. — T trtrtler id 4 YFUitn eri&ifer errii&cbt lir bei ü Zeug-, Bau-, Maschinen- und Kunstschlosser in Cilli wird die Nachaichnng von Waagen und Gewichten besorgt. — Ferner werden Waagen nnd Gewichte erzeugt und fehlerhafte schnellstens reparirt. Auch werden Reparaturen an Maschinen jeder Art (Dresch-, Häcksel-, Nähmaschinen etc.) ausgeführt. — Defectc Nähmaschinen weiden go/en renovierte umgetauscht oder angekauft. Auch sind renovierte NKhmaschinen «u den billigsten Preisen am Lager. Weiters empfiehlt sich d Echte Brumm Stoffe für Herbst u. Winter, »in .»oupon Mtr. s.,0 lang, I Z-kompletrn Herren »Aninter-R»ckst<>«fe, ?«ariflenloden. f«»sie Kami-jarat ic. IC. »erfindet ,a KadtifSpterfen »ie al» teell aad soll» deKdefaaate Z»chfadrik».?tit»c,la«e Siegel'Jmhos in Brunn. Muster gratis und franko. Mnstergetreue Lieferung garantirt. «essnder, «ontzeile, Ktoffe direkt b«i ad«»et stittna air itabiifltrt« tu bestelle»: »rede *«»• •twil. »nmer striche laicht irrleOene) Waare! fise, drligfli Hatrif»pteife, aaf»etts»iafte »»«'atzraiiD »ach ffetaer ivfle&uaoea tc. ic. TST-a« derselbe znr Anfertigung nnd Hepnratur von Urunnen-Pnmpen und Wasser- leitungs-Anlagen und übernimmt alle in daa Bau- und Kunstschlosser-Fach einschlagende Arbeiten, als: Keachliige zu Neubauten, Ornamente, Grab-, Altar und Einfriedung*gitter und Gitterthore etc. Blitzableitungs-Anlagen, sowie Aus-g.(, probierungen alter Blitzableiter werden bestens ausgeführt. 381—-84 CHINA-WEIN SERRAVALLO mit EISEHV von medizinischen Autoritäten, wie Hofrath Pros, Dr. Braun, HofratI> Pmf. I>r. Draxth*. I'rof. Dr. Hofratb Freiherrn Ton KrafTt-Ebiug, Prot Dr. Montl, l'ro. Dr Uittcr von Mosetig-Moorhuf, I'rof. Dr. Nensser, Prof. Dr. Schauta, Prof. Dr. Weinlecbner, vielfach verwendet nnd bestens empfohlen. (Für Schwächliche nnd He( onvalescenten.) --252—25 SilbffHr Tlfflnillett r XL Medizinischer Congress Rom 1894. IV. Congress für Pharmacie und Chemie Hiapil 1894. ntflrnf TletiaWen i Ausstellungen Venedig 1894. Kiel 1894, Amsterdam 1894. B«rUa 1895, Paris 1895. ERUV1LL0 T« Ueber 500 AerzÜiche Gutachten. -— Dieses ausgezeichnet« wiederherstellende Mittel wird seines vortrefflichen Geschmacke» wegen besonde « von Kindern und Frauen sehr gern genommen. Es wird in Flaschen zn '/, Liter k fl. 1.20 u. I Liter it fl. 2.20 In allen Apotheken verkauft. Apotheke Serrav&Uo, Triest Engros-Versandthau» von Medizinalwaaran. —— Gegründet 1848. -- 61-7 Waschlisch und Thüren streicht man nur Schnell und gut mit „Weiber Glasur". Sie klebt nicht, trocknet sofort, und dann Glänzt sie wie weihes Porzellan. Um so Heller laust man fi« In jeder großen Droguene. Vorritbif In Clllt bei Traan 4 Stl(er and Victor Wojrz. Kundmachung. An bfti städtischen Lehranstalten ^Knabenschule, Mädchenschule, Mädchen-Fortbildnngscurö und Kindergärten) finden die Einschreibungen für daS Schuljahr 1896/97 am 14. und 15. jedesmal von 8—12 Uhr vormittags, statt. Nen Eintretende haben den Tauf- beziehungsweise Geburtsschein und, wenn sie schon die Schule besucht haben, auch die letzte Schul» Nachricht beizubringen und sind der betreffenden Schul» oder Kindergarten-leitung von den Eltern oder deren Stellvertretern vorzustellen. In dem öffentlichen Kindergarten kommen die ursprünglichen Lehr-und Spielstunden wieder zur Geltung, und zwar für die Zahlenden von 9—12 Uhr vormittags, für die Nichtzahlenden von 1—4 Uhr nachmittags; ersteren bleibt es jedoch unbenommen, auch die nachmittägigen Stunden zu besuchen. Stadtschulrath Cilli, am 4. September 1896. Der Vorsitzende: ^ Stiger. 1896 .Deutsche Macht' 11 Beste iinliriiiig! F.Giacomelli'3 Erstes ff iejerKiaderairaelil Zu haben bei Matli. Ilofniann, Apotheker in Grar. I Preis: 1 kleine Dose 45 kr., 1 grosse Dose 80 kr.I Alt« k. k. Feld-Apotheke, Wien, Stef&napl&tz 8. _T&gsllcfc. ama.1 ^esfversa.ja.d.t._ rx 1 Prämiiert Cilli 1SKS Bau- und Möbel-Tischlerei, Prä ml'ert CIUI jKS8. Rathhausgasse Nr. 17, GILLI, Rathhausgasse Nr. 17 740-7 Gegründet im Jahre 1870. übernimmt alle Art von den kleinsten bis zu den grössten Bauten. Anfertigung von Fenst ern, Thüren, Parquett- und Eichenbrettelbüden. Vertreter der berühmten Parketten-Fabrik .on Salcano bei Gürz. Alle Art Parkett- und Brettelmaster stehen bei mir am Lager. Ferner liefere ich für sämmtliche Bauten fertige beschlagene Fenster und Thüren, nachdem ich einzig und allein hier zum Anschlagen berechtigt bin und speciell für Anschlagen das Gewerbe habe. Fertijurc Doppel- und Kreuzlhiiren u. verschiedene Fenster complet bcschlaifou stehen ant Lager» Grosse Möbelniederlage, altdeutsche Schlafzimmer-Garnituren aus Nussholz, Nr sämmtliche Ausstattungen alle Gattungen politierte und matte Möbel. Für Speise-, Salon- m ä Schlafzimmer tapezierte Garnituren. Ferner Matratzen, Einsätze und grosse Divans. sämmtliche tapezierte Möbel werden nach Mass und jeder Zeichnung billig und schnellstens ausgeftt';. t. Grosse Niederlage von fertigen Särgen ^ nach der neuesten Ausführung gekehlt, in der feinsten Facon, kein Unterschied von Metall-sfirgen, von der kleinsten bis zur grössten Ausführung. Sowie auch Metallsärge stets alles am Lager AW" staunend billig. m F. Schriebl, Geflügel - Handlung, riiii - StraussVher Meierhof ^ offeriert deoP.T.Herr-* »chasten, Gastwirthen etc. gemästetes Geflügel. 709—82 Wohnung Ganzer 2ter Stock, bestehend au 4 Zimmern, Küche, Speise, grossem Vorsaal etc. ist sofort zu vermietheu. Auskunft Rath-hausgasse 19. 447-a Saure Pressäpfel kauft jedes Quantum zu den höchsten Preisen. Carl Teppei, Holzhändler in Cilli. Die Lieferungen beginnen am 25. September und dauern bis EnaeOctober. 775-78 Haus - Verkauf 1 ii 7Iurkt Taster. Haus Nr. 18 am Hauptplatze, mit schönem, grossen Gemüsegarten, Veranda, 1 Stock hoch, bestehend aus 2 Parterre-Wohnungen, günstig für Geschäftsleute, 5 Zimmern und grosser Küche im 1. Stocke, besonders geeignet als Sommerwohnung, 3 Kellern, sofort billig zu verkaufen. Auskünfte bei der Hauseigenthümerin daselbst. 614-? i >55855S559559ÖÖ«5@555855$ Nebenverdienst 150—200 fl monatlich für Personen i aller BerusSelaffen, die sich mit dem! Verlause von gesetzlich gestatteten Losen I besassen wollen- Offerte an die Haupt-< städtische Wechselstuben-Gesellschaft Adler j jj.v Gomp. Budapest. Gegründet l«T4. Hopfen! Kairo Erkrrt * Co. Hopsen - Commissions - Geschäft Saaz (Rühmen) empfehlen ihre Dienste behufs commissions-vreisen Verkauf'-« von steirischem Hopfen Mter Zusiclierang solidester und raschester Bedienung. 792-79 ist zu verkaufen. Kaufanträge sind bis 1. October d. J. zu richten an die 817 Sparc&sse d. Stadtgemeinde Cilli. Füttern Sie die hatten u. Mäuse nur mit dem sicher todtlich wirkenden Heleolin von Kolik Unschädlich für Menschen und Hausthiere. In Dosen a 50 kr> und 90 tr., erhältlich im Hailvtdepoi bei Ioh. Grolich in Briinn. 011: Äiscblawn. Tr oguerift. 438-74 Ein wahrer Schatz 3r alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berthmte Werk Dr.Retau's Selbstbewahrung 81. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 2 fl. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung — Zn beziehen durch das Ttrlipngizii ii Uipiie, Keuirlt Nr. 21, sowie durch jede Buchhandlung. 228 Die liuUvernaltung Her- bernders verkauft ab Bahnstation Wlldon. Steiermark, gegen Nachnahme Apfelwein von vorzüglichem Geschmack, goldgelb, s;i:rgelklar pro hl. 11. «, fl. lO und fl. lt. lS»5er Antlene fl 25. 369-a Tüchtige 470_104 GOMMIS • Buchhalter, OomptoirUten aller Branchen placiert unentgeltlich die Stellenvermittlung de» Vereine»' Oesterr. Handelsangestellter. Offerte mit Photographie sind zu richten an die Ortsgruppe Cillt oder Marburg. 100 bis 300 Gulden monatlicü können Personen jeden Standes in allen Ortschaften sicher und ehrlich ohne Capital und Risico verdienen, durch Verkauf gesetzlich erlaubter Staatspapiere nnd Lose. Anträge sub »leichter Verdienst* an Rudolf Mosae, Wien. 752-86 Dank ifl AhdIIhi. Der Endesgefertigte sagt auf diesem Wege dem Herrn Gemeindearzte Fr. Wlattfftrer in Htlhlau bei Innsbruck «einen izm.Igrsten HJarLls: für seine gründliche Heilung von Fallsucht, welche genanntem Arzte in kürzester Zeit gelungen ist. 434 74 Allen an Epilepsie Leidenden kann ich die Behandlung des Herrn Dr. Plangper nicht genug anempfehlen. .1. II im bet'ff er in II im. RoCllpht 1,0,1 Herren UCoUOMl für angenehme u. lohnende Beschäftigung zu Hause, entweder dauernd oder in freier Zeit. Details überall hin franco. Gert. Off. unter Z. 1023 an Helur. Eialer, Annonc.-Eiped., Frankfurt a. M. 810-74 Sic glauben »ich! welchen wohtthatige« und »erschinerndkn Einfluß aus die Hau! das tägliche Waschen mit: Berguiaun'S Lilienmilch«Seife v. Bergmaun &kanfte daselbst. ^^774-76 II Agenturen! «extm 0 ßn Staute ftu»nt ®ortli