Deutsche Macht (Krüöer „Hissier Zeitung"). I — i - --i r i - I ft1»rtal Itlt« Xaurrtai lü (i»lq ■«ffol »«» last« fit Um »>l jattflang >»« H«»» aiinntllA fl. — .»&, »itrtdlijrtj ft. 1.50, haldMnz ». L-, taailitmg st. 6—. Wil ®ast»ctft«t«ii| «tttfljUrtf II I M, st. MC, «Mitlitt« st. ».40. Bit einzelne Rvnout 7 ft. I»ser,I, « Xarif; bet »ftma Bhctcrfcolaiij,« e»ti»teche»»et Rabatt. ■■•»itt« »edMtii 3«(rt«t« sie «nist 8Utt all! »fbrotciH« I»B»»ee»ek»e»>i»ile» M9>nl >,«»»»«« an. R r e ch e n S !' Wir wollen gegen eine derartig«, oie Disciplin an unserem Gymnasium immer mehr lo-ckernde und die Schüler zur Renitenz gegen ihre Vorgesetzten in tückischer, hinterlistiger Weise aufstächet, den Schreibweift der „S. P." weder Seine Excellenz den Herrn St tthalter, noch auch den hochverehrten Herrn SlaatSanwalt zu Hilfe rufen, obwohl das genannte Blatt dies uns gegenüber in — ritterlicher Weis« gethan hat. Also auch hier drückt die Herren Pervalen d«r Schuh. Es wird zu wenig — confijcirt auf der — deutschen Seite! Schlagt sie moralisch todt, die deutschen Schreier! Knebelt ihre Presse! Das ist das neueste Feldgeschrei jener namenlosen, wackeren Helden von der „Z. P.", welche sich nun auch schon vermessen, den Statthalter und den Staatsan>valt ihren Zwe-cken dienstbar machen zu wollen. Und da win» ken sie gleich mit dem Zaunpfahl, indem sie mit nicht mißzuverstehenber Absicht ausrufen: „Da ist man bei Beurtheilung der „S. P." in Marburg schon rigoroser." Oder soll dadurch etwa die Achtung vor der Autorität der Staatsbehörden gesteigert werden, wenn ein Blatt, wie es die „S. P." in ihrer letzten Nummer gethan, den zur Ueber-wachung der Presse im Lande berufenen Staats- gebildet, auf meine Genauigkeit und mein stren-ges Pflichtbewußlseiii durste ich ohne Selbst-überhebuug stolz sein; aber was nützten all' diese Vorzüge, wenn ich meine zwei Cardinal-fehler nicht ablegen konnte: »ch war zu fleißig und — zu furchtsam. Eigentlich entwickelte einer dieser Fehler sich aus dem andern. So untergeordnet nämlich auch die Stellung war, die ich einnahm, schoben meine nächsten Vorgesetzten mir doch ganze Actenbündel zn und ich meint« in meiner Ver-blendung, mir ein umso größeres Verdienst zu erwerben, je rascher ich dieselben erledigte. Ader was war die Folg«? Durch meinen Riesenfleiß geriet.» die ganze Gebahrung in die denkbar größte Unordnung. Ich liefert« die Arbeiten stoßweise ab und die höheren Instanzen, Sie in süßer Behaglichkeit ihr Tagewerk vollenden, sahen sich aus einmal von einer Sturmfluth be-droht, der sie nicht gewachsen waren. Der Zorn dieser Herren war unbeschreiblich. Und mit Recht! Wie wollte ein solcher Geldschnabel vo» Beam-lr» die ganze, durch althergebrachte Gewöhn-heit gehiiligie Arbeitsordnung so kühn umsto-ßen und gleich einem Revolutionär mit seinem unreifen Verstände küh >e Reformen einführen ! Ich hatte mir die Suppe gründlich versalzen. Ich war bald der bestgehaßt« Mensch und mußte bitter büßen. Meine Vorgesetzten schickten jedes 2 vrciauen den Vorwurf zuschleude«, daß sie nickt ganz und voll ihre Pflicht thun ? — Wenn sich nur nicht da« alte Sprichwort wieder bewährt : „Wer Andern eine Grube gräbt . . und die „S. P." am Ende noch vor unS „selbst hineinsälli!" Oder ist dieses Blatt außer dem Herrn StaaiSanwalt wohl sonst Niemandem >u gänglich, so baß sein Inhalt weder dei der Gymnasialjugend noch sonst irgend wo „ver-verblich" zu wirken vermag P Wir könnten über die „S. V.", wenn wir wollten, manche billige Witze reißen, auch ihren im Hinterhalte sich verkriechende» Redacteuren leicht eins am Zeuge flicken: wir verschmähen jedoch solche Kampfes» weise, weil wir für jedes Won, das wir schreibe» mit »»seren« Rainen als Pudlicist und mit unserer Person eintreten. ES gehört wohl nicht viel persönlicher Mut»i dazu, unter der Firma irgend eme« Heili-gen und unter der maieriellen Verantwortlich-keil eines sogenannten „Strohmannes", in den bequemen Mantel der Annonymität gehüllt, den publicistischen Kampf zu führen. Wir wollen auch aerne zugeben, daß es nicht immer rath-sam ist. sich zu exponiren und sür seine Ueber-zeugung persönlich einzutreten, wenn namentlich die große Magenfrage dabei ins Spiel komm», daS heißt, wenn ei» solcher Held. l>er mit seiner Feder seinem Gegner auf den Leib rückt, im offenen politischen Kampfe leicht s ine materielle Existenz erschüttern könnte. Allein das können und müssen wir von jedem »»serer politischen Gegner, auch von den mit der Tarnkappe kämpfenden, fordern, daß sie sich des von uns geführten Kampfes würdiger Was-se» bedienen und unS mit jener Achuing entgegenkommen, oie selbst be' Feind dem Feinde zollen muß; dem nur mit einem uns würdigen Gegner, den wir auch achten, ist uns ein Kamps überhaupt möglich. Und ganz besonders der politische ©mit kann dieser Voraussetzungen nicht entbehren, soll er nicht ausarten in eine ekelerregende, widerliche Katzbalgerei, an der nur der Abhub des Volkes sein Wohlge-sollen haben kann. Und nun wenden wir uns der Beantwor» tung jener Frage zu, welche die „S. P." in Nr. 99 an uns richtet. „W e r sind dienationalenHetzer, wer die gewisse nlosenJugendver-führ er?" Mit diesen Worten sordeu uns das genannte Blatt zu einer Erwiderung her» aus, bei welcher uns der Zauberlehrling in Erinnerung kommt, der bekanntlich Geist r rief, die er nicht mehr banne» konnte. Die natioi'alen Hetzer, mein lieber „süd-steirischer Zauberlehrling", sind vor Allem jene Personen, welche wir in unserem letzten Leit-artikel genau bezeichnet haben, und die dei ihrem Wirken sich der thatkräftigsten Unter-stützung der geehrten „S. P." und anderer der- von mir erledigte Actenstück zurück und ich hatte das Vergnügen, die bereits vollendete Arom vom Neuen zu beginnen, obgleich ich davon überzeugt war, daß ich sie nicht besser machen könne. So wurde ich bald verschüchtert und verlor die Zuversicht und das Vertrauen in die eigene Kraft. Meine arme Marie, die ich bei meinem Eintritt ins Amt kennen und lieben gelernt hatte und die mein Schutzengel geblieben ist bis auf den heutigen Tag. sagte mir zuvor: „So gehe doch, nimm' Audienz beim Kanzler und be-schwere Dich, Du wirst sicher Abhilfe finden!" Aber ich hielt eine» solchen Schrill sür eine Felonie gegen meine Vorgesetzten, für eine De» nunciation und konnte mich dazu unter keiner Bedingung verstehen. Hätte mein Onkel, der Domherr, noch gelebt, dann wäre vielleicht rasche Abhilfe möglich gewesen, aber der fromme Mann war gestorben u»d halte mir im Ganzen einige hundert Gulden ConventionSmünze hm« terlaffen. Da kam der große, große Augenblick. Mit Sturmesbrause» nahte das Jahr 1848. Ich war feit drei Jahren im Amte und hatte noch nicht die geringste Aussicht auf Avancement. Die Eliern meiner Braut sahen mich bei jedem Besuche mit fragendem Blick an, als ob es in ..Deutsche Wacht." artiger Blätter erfreuen. Aber Sie wünschen ja Namen, bestimmte Namen zu hören. An-deutungen genüge» Ihnen nicht, sagten Sie, verehrter „Zauderlehrling!" Ja Namen! Wol-len Sie uns vor Allein die Namen des Re-dacteurS, nämlich des wirklichen Redacteurs, d inn die der Mitarbeiter der „S. P." und der übrigen slovenischen Blätter bekannt geben; wollen Sie sich serner ein genaues Nauiens-oerzeichniß sämmtlicher slooeuischer Streber und Capläne besorgen und unS dasselbe g-fälligst voilegen. dann werden auch wir keinen Augenblick säumen und Ihnen die Namen jener nationa» len Hetzer mittheilen, die Sie selbst wohl besser kennen, als wir. Auch wünschen Sie, daß wir seststellen, „in wie weit gewisse Herren Professoren bei diesen Artikeln (nämlich den Leitartikeln der „D. W.") mithelfen." Warum nennen denn S i e keine Namen und sprechen nur von „ge-wissen" Herren Professoren?" Wollen Sie doch erst selbst „den Weg der Andeutungen" verlass » und uns sagen, welche Herren Prosessoren den» sie unter den „gewissen" meine»! Nichts-destoweniger wollen wir aber Ihre berechtigte Neugierde sogleich befriedigen. Vor Allem: glauben Sie wirklich, lieber Zauberlehrling, aß unsere Gymnasial.Prosessoren so viel übrige Ze t haben, um für unser Blatt die mitunter seh' umsangreichen Leita>tikel zu schreibe»? Wir glaube» eS nicht! Oder liefert etwa Ihnen ein Mitglied Dieses geehrten Lehrkörpers diesbezügliche Artikel? Wir hoffen es nicht! Unsere Leitartikel muß schon der das Blatt zeichnende Redacteur, der keiu Strohmann, son-der» ein wirklicher, leibhaftigter Redacteur ist, selbst schreiben. Es h Ist ihm dabei auch Nie-uiand mit; das heißt nur über passive Miiar-beiter verfügt er und La können Sie wohl recht haben, daß in letzter Zeit wohl nicht „Gewisse," sonoern ein „Gewisser" passiv mitgewirkt hat. Die „S. P.' glaubt wohl selbst nicht an die von ihr erfundene Fabel von der Mitarbei-terschast der Gymiiasialprosessore» an unserem Blatte. Das war nur so eine ganz kleine Ver-dächtigung. so ein kleiner Hieb, wie eS hall schon so die Kampsesweise ter „S. P." mit sich bringt, denn — ,calumniare audacter, aliquid haeret !* Wolitische Mm»schau, Inland. sAusdemLaibacher-Gemeinde-r a t h e.) Der löbliche Gemeinderath von Lai-dach hat eine nationale Großthat vollzogen, von der noch späte Geschlechter WunderS er-zählen werden. Besagter Gemeinderath hat näm-lich den Beschluß gefaßt, den obligatorischen deutschen Sprachunteriicht in den hoh-n Classen meiner Macht gelegen wäre, eine höhere Staffel in der Beamtenhierarchie zu erklimmen. Die Mutter meinte, Marie werde mit jedem Tage älter, ich beruhigte sie damit, daß sie mit jedem Tage schöner werde. Aber tief in der Seele schmerzte es mich doch, daß man mich in einer Art stillen Mitleids und Bedauerns ansah. Denn — heute darf ich es ja offen gestehen — in meinen Jugendträumen erschien ich mir an Ende meiner Carriüre als stolze Excellenz, vor der die ganze Beamtenschaar sich mit gekrümm-ten Rücken verbeugt. O, nun ahnt eS nicht, welch' kühne Träume selbst in der unscheinbar-sten Menschenseele Raum haben! Und wer weiß, ob ich nicht, trotz deS wenig „ufmun-ternden Anfanges, das hohe Ziel doch erreicht hätte, wenn nur nicht meine Furchtsamkeit da-zwifchengetreten wäre. Wie gesag', das Jahr Achtundvierzig war herangebrochen. Selbst bis in meine stille Amtsstube drang der Freiheit»-hauch und — ich war ja noch jung — schwellte auch mir die Brust. Meine Vorgesetzten ahnten gar nicht, welch' gefährlichen Brennstoff sie für den in mich glimmenden Freiheitsznnder um mich häuften. Ich war nämlich in der letzten Zeit, da sich in der Eenfurfection der Stoff in ungeahnter Weise ansammelte, in diese Abthei-lung als Allshilfsarbeiter versetzt worden und 1885 der von der Stadt unterhaltencn Volksschule» aufzuheben. Ist nun schon da» Vorgehen be« Laibacher Gemeinderaths an sich ein — gelinde gesagt — Curiosum, so qualificirt sich der de> regte Beschluß als eine Ungeheuerlichkeit, uemi man erwäg», auS welchen Motiven er gefaßt wurde. Ohne schamroth zu werden, verkünden slavisch nationale Organever Laibacher Ge-meinderath habe den deuischen Sprachunterricht nur darum eingeschränkt, weil der krainijche Landesschulrata den deutschen Schulen Lai-bachs den slovenischen Sprachunterricht nicht zwangsweise auferlegen wollte. Ein Gegenstück zu dem bekannten Sprüchlein: Schlägst du meinet Juden, schlag ich deinen Juden. I» Laibach heißt eS: Lernst du meine Sprache nicht, lern' ich deine Sprache auch nicht. — Wenn sich nur Goethe ni ljt darüber im Grabe umdreht! Cilli, 16. Decemb. sC i l l i e r G y m n ü« f i u ut.J Wie verlautet, oeabsichtigen dir flooe-nischen Abgeordneten, die Zustände am Cillier Gynt lafium im Lanotage zur Sprache zu brin-gen. Der in Graz weilende Uulerrichtsminister Dr. v. Gautfch ließ sich durch den Statthalter und den Landes-Schulinspector über die in Folgt der fortwährenden nationalen Reibungen unleid-lich gewordenen Verhältnisse an der genannte» Lehranstalt insormiren. s Reichsrath «wähl in Krain. j Bei der Wahl eines ReichSrathsabgeordneten für die unterkrai'iische» Städte siegte Pros. S ch u k l j e mit 343 Stimmen über de» Grasen M arg her i, welcher 241 Stimm«» erhielt. Ausland. England. sD i e Wähle n.j Als Siegerin aus den englischen Parlaments-Wahlen ist die irische Ratio,lalltga hervorgegangen ?om serbisch vukgarischen Kriegsschauplätze. Trotz der W a f s e n st i l l s, a n o s-V e r-m i i t l u n g werden die Kriegsvorbe-r e i i u n g e n sür alle Eventualitäten in glei-chem Maße betrieben wie bisher. I» den Grenz, städten werden große Prooianlvorräthe aa Rauchfleisch, Speck und Mehl aufgestapelt. M a V j i t> Pascha ist in Begleitung des Generals Chsktr Pascha, welcher mit dem militärischen Theile der s«rbi>ch-dulgarijchen Friedensunterh^iidlungen betraut wurde, nach Sofia abgereist. Steiermärkischer Landtag. In der am 14. d.M. abgehaltenen Sitzung wurde eine lange Reihe von Berichte» des La»-oesausschusscs aufgelegt. Abg. E » d r e s inter-pellirt betreffs die Erlassung von Verordnun-gen berzüglich der Errichtung vo» Ueberfuhren a» Flüssen. Unter den eingelangten Petitionen befindet bekam da Flugschriften in die Hand, die mir das Blut zu Kopfe trieben, mich in eine Art: von unablässigem geistigen Rausch versetzten. Das war gerade die rechte Stimmung sür' den Brief, den ich eines Tages aus meiner un» garischen Vaterstadt enthielt. Die erste» Hon-vöddataillone wurden eben gebildet nnd meine •Jugendfreunde forderten mich auf. der alte» Hostanzlei den Rücken zu kehren und in ihre Reihen zu treten. Es waren Stunde» deS hei» ß sten Seelenkampses. Eine irnere Stimme rieß mir zu. solge der Aufforderung Deiner Freunde» eS wird Dein Heil dort erblühen. Acer meine Zaghaftigkeit und Unentschlossenhett ließen diese Ermahnung deS Herzen» nicht zu Worte kom-nun. Doch nein ! Warum soll ich denn nicht die volle Wahrheit gestehen? Mich hielt eine lächerliche Eifersucht zurück. Meine Braut, der ich den Brief gezeigt und erklärt hatte, riettz mir, dem Rufe der Freunde zu folgen; dort im freien Felde werd« ich meinen Iugendmuth. meine Hoffnungssreudigkeit, meinte sie, wied«r» finde». Wie himmlische Verheißung klangen mir diese Worte, aber 'iald flüsterte mir ein böser Dämon zu. meine Braut wolle mich nur ent-fernen, mich loS haben. Ich glaubte nämlich bemerkt zu habe», daß mein Amtsches an ihr Gefallen gefunden und daß sie seine Schmei- 1885 „Putsche ZV-cht. 3 sich ein Ansuchen der Eoncessionär« der Local-bahn GleiSdorf-Weiz um Betheiligung de» Lan-de» mit dem Betrage von 100.000 fl. (überreich, durch Abg. Dr. Äusserer.) Dkn Bericht d«» SonderauSschusie» für Gemeindeangelegenheiten über den Entwurf einer neuen Feuerlöschordnuag für das Her-zogtkum Steiermark erstattet Abg. Dr. Ritter v. Vestei.eck. Der Entwurf wird mit einigen beantragten Zusätzen angenommen. Die Petitionen der Gemeinde Lugitsch um Abtrennung der Ortschaften R »disch und Aug von der Steuergemeindc Lugitsch und der Eteuergemeinde Gonobitz und Preloge um Ab> trennung vom Markte Gonobitz werden dem Lande»au»schusse zugewiesen. Der Bericht deS UnterrichtSauSschusfeS be-treffend die Sqstemisirung einer Lehrstelle fiit Religion in Verbindung mit slovenische? Sprache am LandeSuntergymnasium in Pettau, erstattet vom Abg. Baron MoScon, rüst eine lebhafte Debatte h-rvor, in deren Verlaus dem Abg. Raic (eigentlich Reich) von den Abg. Dr. Ausser « r. Dr. v. Schr «in «r, Dr. H«ils-b e r g. Baron Hack «lb « rg und dem Refe-renten gehörig heimgeleuchtet wird. Der Aus-schußantrag auf Systemisiruug der in Rede stehenden Stelle wird zum Beschlusse erhoben. Korrespondenzen. Pkttait. 13. December. (O.-C.)sDie G e-m «i n d «w a h l« n.j Die besondere Heftigkeit, mit welcher die deutschgeschrieden« slovenische Presse seit einiger Zeit über alle», was deut-scher Geist und Fleiß geschaffen, gegen unsere Gemeindevertretung und Sparkasse, gegen die ehrenwerthesten Persönlichkeiten in unserer Sladt zu Felde zieht, ha» ihren speciellen Grund. Die Gemeindewahlen stehen vor der Thüre. Man versucht durch Verläumdungen, Verdächtigung'«, durch daS Hervorziehen rein persönlicher In-teressen Mißtrauen. Mißmuth und Animosität zu erzeugen, und so eine Zerfahrenheit, eine Stimmenzersplitterung in die Reihen der deut-schen Wähler zu bringen, um sür die slovenische Sache, namentlich im dritten Wahlkörper, »inen Sieg zu erringen. Umsomehr tritt daher an die deutschen Wähler die dringende Nothwendigkeit heran, einig zu sein in den Tagen der Gesahr, und sich von den» einmal festgestellten Programme durch kein wie immer geartetes Parteimanöver abwendig machen zu lassen. ES ist nicht genug, daß man deutsch druckt und spricht, man muß auch deutsch Handel» und an der Parteioisciplin festhalten. Serajtwo. 10. December (C.<6.) [Aus dem Gemeinderath e. — Militär i« sche«. Pensionsnorm ale. Strafver-Handlung« n.j DaS Gemeindebudget weist cheleien nicht unfreundlich aufnehme. Thor, der ich war! So blieb ich denn in Wi n. ließ den gro ßen Freiheitsjubel mit gedrücktem Herzen an mir vorüberrauschen, wurde in den Fünfziger I ihren zur Statthalterei versetzt und zu,« Be ginn der constitutionellen Aera in'S Ministerium übernommen, wo ich bis zur Stunde in mei-ner subaltern«» Stellung blieb, die noch immer weit näher zum AuSganSpunkl« meiner Carriöre, als zum Ministerportefeuille ist. Aber all' die Bitternisse des bisherigen Leten» soll mir die Zukunft reichlich wettmachen. Welch' ein Göt-terdasein soll daS künstighin werden! Keinen Chef mehr zu haben, der Einem schon am frühen Morgen mit einem giftigen Blick die Freud« des ganzen Tages verderben kann, kei-nen Vorgesetzten, der naseweise und vorschnell «in Urthtil über meine gewissenhaften Arbeiten fällt, keinen einzigen bösen Geist, der keinen Sinn ha« für meine Empfindlichkeit und meinen bescheidenen Stolz. Niemanden über mir, als Gott und meine Marie. Der gütige Himmel hat uns den Kindersegen versag», gleichkam als hätte er sagen wollen, wer es in vollen vierzig Diestjahren nicht weiter bringt, könne seinen Kindern nur ein schlechtes Beispiel geben. Für uns Beide, dann für Caro und die zwei (5a-narienvögel wird die Pension doch langen. für 1886 ein Einkommen von 202.000 fl. auS, dem ein Ersorderniß von 201.000 fl. gegenüber-teht. In Brod wird zur Erinnerung an den taiserbesuch ein Denknial errichtet, zu welchem Zwecke der Gemeinderath von S«raj«no 100 fl. als Beitrag bewillig» hat. — Die Jns.-Bat. Nr. 2/3. 3/14 1/67. 2/9 l. da» 1. Tiroler Jägerreg. und daS 3. Feldjäger-Bataillon lind in der Z i» vom 7—11. d. M. in den dal-matinischen Häfen Neum und Gravosa zum Rücktransport in die Monarchie eingeschifft wor-!>en. Di« im OccopatioiiSgebiet zurückbehaltenen Irlavber werden in ver zweiten Hälfte diese» Monats in ihre CrgänzungSbezirke entlassen, u. zw. jene der 18. Jnf.-Truppen-Division per war«, jene der ersten Jnf.iedt, wie man diS-weilen durch ")ie Nase spricht, und nach sriner Theorie darf man also annehmen, daß sogenannte Vernunst-Ehen und Geldheiraten solche Ver-dindiingen sind, dei welcher der Nase Gewalt geschieht ober b?» denen sie sich wenigstens neu-tral verhält. E» heißt ja auch vom Gelde: ooa Hier in ver Hauptstadt werden wir freilich nicht bleiben können. E» hat ja hari« Mühe genug gekostet, mit der Quartierzulage die furchtbare Theuerung zu bestreiken, wie könnte man daran denken, ohne dieselbe auszukommen d Leichten Herzens werden wir Wien »>cht ver-lassen. Ist ja di'H ruptstadt wie unser «ig »Kind — man darf wohl denAuSdruckgebrauchen, ohneVatcr zu sein — das wir haben heranwachsen und sich ent-wickeln sehen, dessen Entsaltung wir mit innigster Herzensfreude begleiteten. In unserer Gass« der entl genen Vorstadt hat sich kreilich nicht viel verändert, aber wenn wir daS herrliche Wien in s«inen Palästen sehen, da erfüllt unS süßer Stolz ob all' der Schönheit, die da ausblühte. Da» Alle» werden wir verlassen müssen und nur von der Ferne au», von drr stillen Bedag-lichkeit «ine» kleinen Provinzstädichens aus werden wir uns zurücks«hn«n können nach dem Eldorado unier«» Das«in». Aber in dem b«« scheidenen Kreise, dem wir fortan angehören werden, dürfte so manche duftige Lebensfreude für unS altersgrau? Menschen erblühen, wenn wir so ganz ungestört, so ganz für un» werden die Idylle unseres Herbstes austräumen können. Des Morgen» mit den ersten Sonnenstrahlen zu erwachen und nicht an die ewigen Registra-turen denken zu müssen, sondern dem Sang der Vögel lauschen und unsere Kanarien in den Garten stellen zu dürfen — welch' «me Wonne! Dann die wohlgestopste Pfeife — den fchönen. braunen Meerschaumkops — anstecken und mit Behagen im Freien spazierend au»zu-rauchen, dann den dustigen, von Mari« so au», gezeichnet zubereiteten Kaffee mit weißem Milchbrod zu verzehren — schon der Gedanke an all' di« Herrlichkeit macht mein alte» Herz freudig pochen. Wer kann sie im Vorhinein auch nur ahnen die tausend Freuden, die ein unabhängige» Leben bietet, ich gewiß nicht, der volle vierzig Jahr« hindurch, wie der arn,e Gaul in der Tretmühle, mein Dasein verbrachte. An Beschäftigung soll's dabei nicht sehten. Ein Gärtchen wird sich wohl finden, da» sorgsam bestellt sein will, zu weiten Geschäftsgängen in Feld und Wald ist Marie stet» gern bereit, und sollte mich die Hand jucken, nach der Fe-der zu greisen, so will ich alle» das aufzeichnen, wa» mir im Leben Interessante» begegnet ist; e» wird wahrlich nicht wenig sein, oenn war ich auch nur ein kleine» Rädchen in der Staat»-Maschine, so sah ich doch auch die Maschinen-meister am Werke. So male ich mir die Zu-kunst au», wer deneidet mich nicht 1 «Ist. es richt „ich«. Im Ganzen führt der Fran-zose nur kuhner und gründlicher was Andere vor ihm angedeutet haben. Er analisirt die Liebe der Methode: jo und soviele Geruchsiheilchen schwärme« in der L s'. «reffen auf einen sym-patisirenden Riechnerv, und die Liebe entsteht. Äeilchendust weist auf treue Liede hin, Mo'chus-duft auf leidenschostliche, aber kurzlebige — ei, fo taun es sich eines Tag S geben, daß eine gewi« tzigle Jungfrau ihr,» Freier einfach fragt: „Lieben Sie Veilchen?" — „Moschus ist mir lieber, mein Fräulein!" — „Tann Gott befohlen, lie« der Herr; Galopin belehrt un». daß bei Mo» fchusjchwarmern keine wahre Liebe zu sin-den ist." [Ein o r i g i » e l l e s M i ß v e r st ä n d-niß.j Welche Consequenz n daraus entstehen tonnen, wenn di, in Riede»osterreich beschäftig-ten Arbeiter, deren Heimath Böhmen ist, der Sprache der österreichischen Monarchie, nämlich der deutschen Sprache, nicht genügend mächtig sind, ist wieder einmal durch einen nicht ohne humoristische» Auslug vorübergegangenen Fall illuftun worden. Ein bester des Wiener Siadtbaumeisiers Schuhmacher erhielt den Auf-trag, die Be>ia»dtheile eines eisernen Flaschen-zuges, circa 9t) Kilogramm im Gewichte, mit-lelst Schubkarrens vom Werkplatze auf den nahen Bahnhof in Meidling zu führen, woselbst sie durch einen schon vora iSgesandten Bedien-steten nach Baden zum CurhauSbau dirigirt werde» sollten. Der bohmijcht Arbeiter aber schien diesen Austrag mißverstanden zu haben und entnahm aus deni Geipräche nur, daß der Flaschenzug nach Baien zu einem großen Bau gehöre. Ohne Widerrede machte er sich, trotz des feuchten Wetters und der vom Rege» total er-weichten Straßen auf den Weg nach Baden, woselbst er nach 9stü»liger Fahrt, von Schlamm bedeckt, erschöpf« und schweißtriksend gegen 7 Uhr Abends ankam. Der beim Curhansbau deschäs'igie Polier war nicht wenig erstaunt über diese seltsame Art der Zusendung, und ließ den sich schwer verständlich machenden Ar-beiter, dem er für seine unnötigerweise ge-habt« Mühe ein reichliches Trinkgeld verab-folgte, durch einen seiner Leute bis zum Bahn-bof geletien und ihn wieder on seinen Arbeitsort zurückexpediren. In seiner Gewissenhaftigkeit wollte der Arbeiter auch noch den Schubkarren den er zurückbringen zu müsse» erklärt-, als „Handgepäck" mitnehme». [Eine Haupttrefsergeschichte.s Es war ein harter Gang —• so berichte» Wiener Blätter, — den neulich ein Währinger Kaufmann antrat. Er hatte sein Letzte» zusam-mengerasst. die Palhenpsenige seiner Kinder, Renten-Obligationen, Loospapiere, lauter Dinge, die bei friedlichen und fröhlichen Familenfesten in den Hausschatz gelang» waren, auf daß sie da Früchte tragen. Es kam ader anders, als man gehofft i die Zeiten sind immer schlechter geworden und Baargeld immer seltener; der Nothpfenig mußte heraus — die Noth war,a gekommen. Der Mann trug ja Alles dorthin, woher der größte Theil davon gebracht worden war, in die Singer'fche Wechselstube am Schot-»enring. und kehrte mit dem Gelde nachhause zurück, das er dafür eingetauscht. Mehrere Stun-den waren darüber vergangen, als plötzlich ein Fiaker vor dem Laden hielt — und ein junger Mann, ein Angestellter jener Wechselstube — sichtlich aufgeregt hereinstürzte und den Kaufmann bat. mit ihm zu kommen, da sein Ehes ihn dringend zu sprechen wünsche. Völlig bestürzt leistete unser Mann dem Ersuche» Folge. In der Wechselstube hört er. die Revision der von ihm verka sten Papiere habe ergeben, daß ein unter denselben befindlichesWald-stein-LooS im vorigen Jahre den Haupttreffer von 29.000 fl. gemacht habe — das thut nach Abzug der Gewinnsteuer eine Summe von 16.000 fl. Eonvent.-Münze — 16.800 fl. österr. Währung. Die Freude des so plötzlich aller Roth Ettihobenen läßt sich natürlich nicht be-schreiben. IDerRetter in der N o t H.J Den Anstifter des großen Juvelen-DiebstahlS »m Granichstädten'schen Geschäft zu Wien hat, wie die „Presse" erzählt, die Gattin des Wiener „ZX«tfche Macht." Großindustriellen P. bereit» entdeckt. Madame hatte nähmlich ihr Auaenmerk aus ein gewisses mit Smaragden und Brillanten befetzes Collier gerichtet, welches in dem Schaufenster der be-stohlenen Firma ausgestellt war. Ralzdem der junge Gatte den mehrere Wacher lang in im-mer rapiderer Folge auslauchenden Andeutungen und Winken seiner Frau eine beklagenswerthe Schwerhörigkeit entgegengebracht hatte, entschloß sich Frau P. zu einem formidat'len Sturmangriff. Schon Sonnabend entwickelte sich ein leb-havteres Tirailleurfeuer, Sonntag Morgens ader wurde das Gefecht angenommen und mit Thränen. Schmollen u. f. w. fo energifcy geführt, daß sich der um seine Brieftasche verzwetselt kämpsende Gatte ins Kaffeehaus zurückziehen mußte. Soniitag Abends war der Kamps ent-schieden. Der schwächere Gegner mußte sich, um de» Hausfrieden intakt zu erhalten, unterwer-fen und das seierliche Versprechen abgeben, das Collier am nächsten Morgen im feindlichen La-ger abzuliefern. Beglückt schlief die Siegerin auf ihren Lorbeer» ein uud träumte von dem herlichen Collier, welches am nächsten Morgen endlich in ihren Besitz gelangen sollte. Der Montagsmorgen brach heran. Der junge Gatte rüstete sich zum ernsten Gange in den Jnwe» lierladen. Die junge Frau gab ihm zärtlich daS Gelaule bis auf die Treppe. „Komm'gl ich zu-rück, Alfred!" Alfred kam thalsä hlich gleich zurück. Mit unbeschreiblichem G.stchtsau-Zdruck stürzte er ins Gemach. „Run?" rief die junge Frau, „wo ist das Collier?" — „DaS weiß ich nicht!" stöhnte dec Gatte, indem «r »ch die Freudenthränen aus den Augen wifchle. Beim Juwelier ist eingebrochen worden . . ." — „Entsetzlich! ist mein Collier villeicht auch gestohlen? ..." — Der Mann nickte traurig, die junge Frau siel mit einem Schmerzensrufe in ihre Sophaecke. Doch plötzlich ri hlete sie sich aus und warf ihrem Gatten einen durchbohren-den Blick zu. „Elender!" zischte sie ihm zu, „das hat niemand Anderer arrangirt a's Du!" [B o S h a f t.J Der Herr Landrichter schießt auf euteit im Felde sitzende» Hasen und fehlt ihu. worouf jedoch der Hase sich noch nicht be-müßigt sindet, das Weite zu suchen. Der Herr Landrichter schießt nun das zweite Mal. und zwar mit demselben Ersolge, nun empfiehlt sich der Hase. Bauer: „Herr Landrichter, es ist wirklich ein Glück, daß Ihr Gewehr zwei Läufe hat. sonst hätten sie am Ende den Kerl gar nicht von der Stelle gebracht!" [Aus dem Officiers-Casino:) „Ich begreife nicht, daß der Haupimann X. (ine |o abschreckend häßliche Frau heirathen konnte." — „Mich wunderts gar nicht." — „Wieso?" — „Run der Hauptmann war ja immer muthig bis zur Todesverachtung!" [Ein dankbarer Advocat.s „Gnädige Frau, ich werde die Zeit, welche ich die Ehre halte, mit Ihnen zu verleben, in der an-genehmsten Erinnerung hatren, und wenn ich Ihnen irgendwo ei «mal gefällig sein — ich arbeite in Ehescheidungen — dann bitte ich, über mich zu verfügen." Locates und Arovinciates. Citli, 16. December [M ehr grob, als n a i v.j W r haben bereits einmal der „Südsteirischen Post" im Interesse des Geschmackes und deS jourualisti-schen Anstaudes nahe gelegt, in ihrer Polemik gegen uns sich eines würdigen Tones zu be-fleißen. Eine Zeit lang hatte sie unserem wohl-gemeinten Rathe auch wirklich in anerkennens-werther Weife Folge geleistet und wir freuten uns schon, daß die „S. P." sich gründlich gebessert habe. Doch unser Wahn war kurz. In ihrer letzten Rammer wurde die unverbesserliche „Südsteirische" schon wieder rückfällig. Die ge-g>n uns gerichtete Notiz „Mehr als naiv" nennt uns „erbärmlich" und wirft uns „platteste Ge-dankenlosigkeit uor." An diesem Ton tn der Polemik können wir nun einmal durchaus keinen Geschmack finden. Nun braucht sich die „S. P." allerdings ebenso wenig nach unser >m Geschmack zu richten wie wir nach ihrem, allein wenn sie 1885 künftighin mit uns polemisiren und dabei mehr grob als naiv fein wird, dann werden wir ihr einmal auf den Pelz gehen, aber in unserer Weise, weder grob, noch uaiv. Die P." ist allerding« viel zu gar, um naiv zu fein könne». Den Redaclionshausknecht sollte man denn doch nicht mit der Abfassung polemischer Notizen de-trauen. [Aus dem Laudtage.s Landtagsad-geordneter Vogel hat bekanntlich Herr» Micha Vosnjak bezüglich der flooemiche» Vorschußcassenwirthjchaft (Posojilnica«) scharf zugesetzt. Herr VoSnjak gab überhohe Verzinsung zu, wusch sich aber die Hände, indem er behauptete, die „Dividende", um die es sich ha»-delte nicht behoben zu ^ade». Behöbe» mag er si» freilich nicht haben : aber zur roste-reit Functisicirung hat er sie — wahrscheinlich gutschreiben lassen! [Die slovenifchenLandtags abgeordnete n) aus der Untersteiermark habe» vorgestern im Landtage für den SlooenismuS ihre Lanzen eingelegt. Herr Raic» rvetv Reich, dieser nationale Janitichare, stürmte wüthend vor, Herr Michael Vosnjak — der Renegat, ließ es sich ent „Lächeln" kost n, uud Herr Jermann, über dessen Nationalität kaum em Zweifel herrschen kaun, operirte — ä 1& buiera — er verlangte die Verstaatlichung der Lan-desm'ttelschule in Pellau. Abgeordneter Dr. Äusserer hat es übernommen der bewnnderungS-werthen Trias heimzuleuchten, wobei »hm die Herren Riiter von Schreiner und Dr. Hellsberg ausgezeichnet secundirte». Das deutsche Volk in Steiermark wird seinen wackeren Vertretern herzlichen Dank w i 11 e » ! [Die hiesige G y m n a s i a l- D i r e c-t i o ii| wendet sich mit dem Ersuchen an ua«, ihr die Schüler bekannt zu geben, welche die russische Voltshymne singen. Wir werden dadurch auf einen Druckfehler aufmerksam gemacht, der sich in d r betreffenden Randglosse eingeschlichen hat. Es soll da selbstverständlich nicht heißen „schon wiederholt eine besondere Vorliebe für die russische Volkshyuine ent wicke l u" sondern entwick eile», was sowohl hinsichtlich des Sprachgedrauch-s, als auch der That nach r,ch ig ist, zumal es sich da um ein, Zeit handelt, zu welcher die gegenwärtige Gym»asial-Direction noch nicht amtirte. [Personalnachricht. J 33er Südbahnbeamte Herr Stümpfl wurde von hier nach Brück a. M. versetzt. Diese Nachricht wird na-mentlich in hiesigen Handelskreisen mit größtem Bedauern aufgenommen werde», da der Schei-dende, ein ausgezeichneter, fleißiger Beamte, einen äußerst charmanten Verkehr mit den Parteien pflegte. [Todesfall.) In Graz starb der k. k. Bezirks-Comiffär Herr Julius Ritter voa Letl-» e r. Der Verstorbene war utehcere Jahre hin-durch bei der hiesigen k. k. Bezirks-Hauptmann-schaft thätig. [Ein neuer A d v o c a t.) Herr Dr. Victor Fleischer, Advocat in Lundendurg, verlegt seine» Wohnsitz als Advocat von Lun-denburg nach T ü f f e r. [Also d o ch!) Das Grazer und Laida-cher Amtsblatt dringen die Ausschreibung einer Diurnisten-Stelle mit tägl. 80 kr. jage achtzig Kreuzer bei der k. k. Bezirkshauptmann, schaft G u r k fe l d in K r a > u, doch müssen die Bewerber um diese Stelle beider Lande»-sprachen in Wort und Schrift mächtig sein. Sonach ist Krain denn doch kein rein slavisches Land, weil außer der slov.ni chen auch noch eine zweite,«, zw. die deutsche Sprach« als Landessprache bezeichnet wird; und trotzdem sind die nationalen Chauvinisten Gegner der deutschen Schule? [C a j i n o v e r e i it.] Aus dem Inseraten« theile ist ersichtlich, daß die Casino-Directiou die Bereinsmitglieder für Freitag, den l8. d. M., Abends 8 Uhr, zur Hauptversammlung einladet, zur Entgegennahme deS Jahresberichtes, zur Wahl der Direktion und der Censoren pro 1886 und der Einbringung allfilliger Anträge. Jeder-m.inn weiß, daß der Casinoverein eine unbe-dingte Nothwendigkeit sür das deutsche gesell- 1»K5 schaftliche Leben unserer Stadt ist; Jedermann weiß auch, daß die gegenwärtige Direktion, deren Mandat mit diesem Jahr« abläuft, den Verein in wirtbschastlicher Beziehung aus eine solide Höhe gebracht hat. Darum genießt der Cafinover-in nicht nur alle Sympaihien, sonder» das allseitige Interesse und wird dasselbe gewiß durch zahlreiche» Btsuch der Hausversammlung bethätiget und so der scheidenden Tirection der verdiente Dank sür ihre selbstlose Mühewaltung zu Theil werden. jT n r n e r i s ch e s.] Der Borstand des Cillier Turnvereines und zugl ich Ovmann des südösterreichischen Turngaues, Herr Dr. S t e« p > s ch n e g g. und der Kaulurnwart,Herr August Tisch, sind vom Turnvereine in Billach zu dessen Ehrenmitglieder» ernannt wor» den. Die künstlerisch ausgestalteten in eleganten Etuis verwahrten Diplome sind bereits ange-langt. sEis enw erk- Cart«ll«.] Die österreichische Eisenwerte sind im Begriff« ein Cartell zu schließen, »ach welchem di« Produktion der ein-zelnen Werke im bestimmten Verhältnisse herabgesetzt wird. sP e r m a n e n z - F a h r k a r t e n.j Die General-Direktion der k. k. StaatSbahnen hat soeben verlautbaren lassen, daß si Permanenz-karte» für ihre sämmtlichen Streck«» auch im künstige» Jahr« zu den Preisen von 300 fl. für Karten 1. 225 fl. für solche II. und 150 fl. für Karten III. Classe zur Ausgabe bringen läßt. Auch die Nordbahn wird Jahreskarten zu 400, 300, uud 200 fl. für ihre sämmtlichen Linien ausgaben. sEis«» bahn Fürst« nsel d-H a r t« b e r g.] Die Vertretungen des Bezirkes und der Stavtgemeinde Hartderg haben in ihren am I I. abgehaltenen Sitzungen sür die Eisenbahnlinie Fürnenfeld-Hartberg 85.000 fl., und zwar 05.000 fl. in Ltamm- und 20.000 fl. in Priori-läisaetien zu widme» und weiters die Beistel-lung des zum Bahnbaue im Bezirke Hirtb.rg bönethigten Gruides zu einen« billigen Local« Einheitspreise beschlossen. sD erKrug geht so lang zum Brünne», bis e r »richt.] Dies alt« Sprichwort hat sich wieder einmal glä»z«nd bewährt. Schon seit längerer Zeit wurden ver« schietene achtbare Bewohner unserer Stadt durch anonym« Schreiben, die über sie in Um-lauf gesetzt wurden, in peinliche Angst versetzt. Der geheime Briesschreiber verdächtigt« in seinen an Behörden, öffentliche Anstalten. Geschäfts-lerne und eioz«la« Persönlichkeiten gerichteten Echmähschriste» bald einen Beamten, einen Lehrer, eine» Geschäftsmann, bald auch wieder «ine Braut, einen Bräutigam oder Eheleute >n der gröblichsten Wnf« und offenbaren Absicht, die betreffend«» Personen an ihrer Ehre und ihrer Existenz zu schädigen. Doch, wie gesagt, der Krug geht w lange zum Brunnen, bis er bricht, und — er brach zur Freude aller an-ständigen uno rechtschaffenen M »scheu. ES gelang endlich in der Person einer gewissen Fanni Kran) jene «lende Person anssindig zu machen, «eiche eines der verabscheuungSwürdigsttn Laster des Mensche» cultivirte: die Verleumdung. Die anonyme Briesschreiberi», die schon so »ieles Unheil angestiftet, w-rde von der Nemesis er-reicht und zu einer Arrest-Strafe von einer Woche verurtheilt. Ob F a n n i Kranz sich bessern wird? Wir wollen «S hoffen. Jedenfalls aber wird ihr nun Niemand mehr glau-den, man wird ihr di« Thüre weisen und so da? gefährliche Handwerk gründlich legen. sZ w e i „lustige" Burschen.] Der Holzarbeiter Johann Modenscheg, ein übelbe-leumundeteS Individuum, kam in Gesellschaft deS GrundbesitzerSsohneS Johann Medvescheg zur Wohnung de« Franz JaSbetz inPiretschne-del, wo sie. nachdem sie die Zimmerthüre ein-l geschlagen hatten a» den Fenstern und Einrich-wiiftSstücken eine gräuliche Verwüstung anrichteten tind die ihrem brutalen Treiben Einhalt gebie» tenoen Bewohner, die Frau Anna Zekauschek und Marie JaSbetz derart mißhandelten, daß die bebanernSwerthen FraenSpersonnen blut iber-strömt zusammenslürtzten. Erst als es nichts mehr zum demoliren »ab und die beiden auuil .,,i)rotiajr jfPttwt." enspersonen niedergeschlagen waren, verließen di« beiden Burschen drn Schiuplatz ihr«r Unthat. sM u t h m a ß l i ch « Brandlegung.] Am Morgen des 9. December vrnnnte die R«° alitä» d«S Johann Bozik in St. Primon ob Hohenmauthen gänzlich ab »n wäre dabei vald «in weit gräßlicheres Unglück geschehen, indem bereits die Thüre einer Kammer brannte, worin 4 Menschen schliefen, welche sich nur mit größ-ter Anstrengung retten konnten. Auf gründliche Verdachtsmomente gestützt win der eigene Besitzer d«r Realität der Brandlegung beinzüchtigt und w'irde derselbe auch bereits in Haft ge-nommen. bei welcher Gelegenheit man in feinem Besitz« ein großes Stück Schwamm vorfand. sTrifail«r Kohlenwerks-G«» ftllschast.s Wir v«rz«ichneten in Nr. 9V unseres Blattes daS Gerücht, nach welchem diese Gesellschaft die in de» Besitz des Herr» D. Lapp übergtgangene» Kohlenlager bei Schön-stein zum Schutz« ihrer Interessen erworben habe. Dieses Gerücht bewahrheil«! sich nicht. d«nn Hrrr D. Lapp richtet« nachstehendes Schrei-ben an uns: „Ich ersuch« Sie höflichst, die in Ihrem geschätzten Blatt« Nr. 99 vom 10. d. M. enthaltene Notiz, betreffend meine Berg-baue dahin richtig zu stellen : „d a ß i ch w e d e r beabsichtigt habe noch beabsich-tige, dieseBergbaue zu verlausen, sondern, w i« Jedermann bekannt i st. an dem Aufschluß und der In-betriebsetzung derselben aufsEif-r i g st « a r b «i t«." sM i ß h a n d l u n g.] D«r b«i d«m Grund-besitzer Franz Görner in Oberroschutz«» bedien» stete K»echt Johann K o S k a r i c erbat sich beim Einlrilie der jetzt herrschenden kalten Wit-terung vo» seinem Herrn die versprochene war» mere Beschuhung. Anstatt derselben erhielt er von seinem Dienstgeber eine Tracht Prügel. Der arme Teufel braucht »un kein« Schuhe, denn er liegt in Folge der erlittenen Mißhandlungen schwer krank darnieder. sTodtschlag a u s E i f e r f u ch t.j Der Grundbesitzerssohn Josef Gello gerieth mit dem Johann Jablonach aus der Straße g«gen W<* zelüdorf in Streit, angeblich wegen Eifersucht, und erschlug seinen G:gner mit einem Zaun-Pfahl. FotttswirtyschaMiches. ^Handels - und BertehrSver-hältnisfe Wiens.] Man sollte glauben, daß unter normale» Verhältitisseu Arbeit und Verkehr in der Hauptstadt eines Landes am besten geborgen seien oder sich doch wenigsten» nicht über ein Mindermaß von Fürsorge an» dern Städten gegenüber zu beschweren hab«». Daß diese Annahm« nicht immer zutreffend ist, läßt sich dem soeben erschienenen Jahresbericht für 1884 der Handels- und Gewerdekammer Wiens entnehmen. Mit Muth und Offenheit wird dort auf die wunden Stellen des wirth-schaftlichen Orgaiiismus in Oesterreich hinge-wiesen, und mit gerechtem Bedauern der That-sache gedacht, daß sich eine Abnahme der Wie-ner LebenSthät gkeit mehr und mehr geltend macht. Schon feit Jahren wird in diesen Be-richten darüber geklagt, daß der Wiener Ge-treidehandel in Folge der durch die Vervoll-ständigung des österreichischen Eisenbahnnetzes sich verändernden Gestaltung der Exportlinien und vermöge der zu Ungunst«» de« Wiener Platzes lautenden Tarifverhältmss« im Gege >-satze zu der energisch poussirten ungarischen Con-currenz im Rückschreiten begriffen ist. Die Um-stände, welche auf eine Ablenkung de« Getrei» deverkehrS von Wien hinwirken, haben durch di« Eröffnung der Arlbergrout« und der Li lie Ofen—Neu-Szöny noch «in« Verschärfung er-fahren. Gleichwohl ist mit Ausnahme der sür eine Reihe von Jahren noch als unvollendet zu betrachtenden Regulierung der obere» Donau diessrits und j«ns«ilS der Leitha kein« »ennens-werthe Maßnahm« zum Schutze und zur Wie-dererstarkung des Wiener GetreidehandelS zu verzeichnen. Während demnach «in großer uud wichtiger Handelszweig, der sich ganz ans eigener 5 hat und einen beachtenswerlhen Fa:tor zur Belebung der Großstadt bildet, mangels entspre-chender Unterstützung im Kamp'« mit d«n ihm entgegenstehenden Schwierigkeiten sich aufreibt, wurde einer zweiten, ansehnlichen HandeS-brauche des Wiener Platzes dem Viehhandel durch Erlaß emer im obersten Principe ver-fehlten Maiktordnung der Boden zu ihrer ge-deihlicheu Thätigkeit in einem Maße entzogen, daß sich im nahen Preßburg ein Concurrenz-malkt bilden konnte, der sich namentlich waS den Schafexport betrifft, auf Kosten der Haupt-stadt ausschwingt. Aber damit ist nach dem un« vorliegenden Jahresbericht di« Leidensgeschichte Wiens noch nicht erschöpft. D i« in d e n h e r r« schend en politischen Verhältnis-se» begründete Decentralisa-tions-Tendenz und die durch die-selbe» hervorgerufene nationale Bewegung rißen nicht nur manche ein-pfindlich« Lücke in die Bewohnerschaft der Haupt-stadt und zwar gerade im Kreise der bemit-telteren höhere» Stände, welche die Künste pflegen und di« Gewerbe beschäftigen können, sondern wirke» auch fühlbar auf den Verkehr mit den Provinzen zurück, da der Consum da-selbst auS Grü iden des stark entwickelte» Local-patriotiSmus es vielfach angezeigt findet, bei Deckung seines Bedarfes die Wiener Industrie zu übergehen. Zieht man in Betracht, daß die Hauptstadt im Absatz nach den Kronländern mehrseitig vor der erstarkenden Concurrenz der-selben zurückweiche» i»ußte uud daß sie im Per-kehr mit Ungarn gegenüber der unter ftaalli-chcr Protektion daselbst sich kräftig entwickeln-den Industrie ebenfalls an Terrain verloren Hit, und erwägt man, daß die fortgesetzte Ver-legung industrieller Betriebe aus der theur«n Großstadt in Gegenden mit dilligeren Produc-tionsbedingunge i gleichfalls fortwährend zahl-reich« El«me„t« entzieht, so läßt sich nicht laug-neu, daß salyame Gründe vorliegen, um, wenn auch nicht gerade vom Niedergänge, so doch von einer bedenklichen Stockung in der Weiler-entwickeluug Wien« sprechen zu können. Jeder etwaige Zweifel über daS dieser Behauptung zu Grunde li'gende Thatsächliche muß woht den officiellen VerzehrungSsteuer-AuSweisen ge-geuüber ausgegeben werden. Durch diese wird uichl bloS eine gewiffc Stetigkeit i» den Ein-suhren der wichtigiten Nahrungsmittel »ach Wien während der letzten Jahre constatirt, ion« dern auch eine Abnahme deS Rindfleisch-Con-sumS festgestellt, worauf sich aus die Erwerbs-und WohlstandSverhältniss« der Residenzstadt Wien gewiß keine günstigen Schlüffe ziehen lassen. „Sollen wir nicht. — schließt der Bericht, — „mit berechtigtem Neide auf Budapest blicke», welche? sich unter dem fürsorgliche» und energischen Einflüsse der ungarischen Regierung immer mächtiger und glanzvoller entfaltet und emporschwingt, so mög« unsern wohlgemeinten Anträgen maßgebenden Ortes rasch das Han-deln folge» !* Literarisches. l„A n der schönenblauen Dona u".] Am 15. Jänner erscheint in Wien die erste Nummer eines neuen illustrirten Familenblattes: „An der schönen blauen Donuu", herausgege-ben in halbmonatlichen Heften von Dr. F. Main-roth. Da« Blatt beabsichtigt der deutschen Fa-milie eine erlesene Lektüre zu bieten und ge-denkt d.r Pflege der Novelle seine besondere Aufmerkfamkeit zu widmn. „j>et junge Kikeriki -Aus reaktionärer Woge Er fchwimmt beherzt daher Und kostest vierteljährlich Zwei Gulden und nicht mehr! Dafür erscheint er treulich Zweimal in jeder Woch', Selbst dann, wenn er zur Straf« G«st«ctt wird ins Loch. So kommt, Ihr Freunde alle, Kommt durstig nur ins HauS.*) Wir trinken die reactiouäre, Die böse Wog' dann aus! ü——■■w "i.» 1 ..Z>e»tsche ZS«cht. ^ gestorben ist. Wegen Verbrechens de» KindeS-mordeS wurde ÄgneS Pep unak nach dem Wahr-spruche der Geschworenen zum schweren Kerker in der Dauer von 4 Jahren oerurtheilt. sMeinei d.] Die 56 Jahre alte Mar-goretha Kuvce, verwiltwete Grundbesitzen» zu LoZne, erschien vor den Geschwornen angeklagt wegen Verbrechens deS Betruges dadurch, daß sie in ihrer Rechtssache gegen Gertraud Grach puncto. ZuHaltung eines KaufSvertrageS s. A. vor dem k. k. städt. del. B.-G. Cilli «inen falschen Eid wegen Einigung über einen Kaut-preis von 880 fl. für eine G-meindehutweide von vier Joch abgelegt haben soll. Nach dem Wahrspruche der Geschwornen wurde Marga-retha Kooöe vom Verbrechen deS Betruges freigesprochen. Aus dem Amtsblatts. Erledigungen. An der LandeS-Obft-und Weinbau-Schule bei Marburg zwei ganze lanbsch. Stipendien. Termin 15. Jänner dei der AuftaltS^Direction. Steierm. LandeS-AuS-schuß. Licitationen. 3. exec. Feilbietung der Realitäten deS Lorenz und der Atoifu Mayer in Kutfchernig. Schätzn». 2149 fl. am 19. December. Bez.-Ger. Marburg l. D- U.— Der Ratalie VoSou in Cacendorf Schätzw. 4974 fl. 25 kr. am 18. December. B. G. Ro-Hitich. — Zweite exe ulive Feilbietung der Realität der Magdalena Wratschko in Mar-bürg. Sch.-W. 1519 fl. am 19. December BG. Marburg l. D. U. 1885 sich die Frequenz solcher Geschäfte lediglich m Folge Ausstellung solcher prächtig?r Werke ge-radezu verdoppelt, ja verdreifacht hat und die Anschaffungskosten — ZahlungSerleichterungeii werden bewilligt — in kurzer Zeit ausgeglichen wurden. WM" In Folge bedeutenden Rückganges der Rohmaterialpreise lewilligt die Firma auf ihre bisherigen Preise 20$ Rabatt, und zwar selbst bei dem kleinsten Auftrage. Dadurch ist nun auch dem weniger Bemittelten di« Mög-lichkeit geboten, in den Besitz einer Spieldose zu ge'angen. — Reichhaltige, illustrirte Preislisten nebst Plan werden auf Verlangen franko zugesandt. Wir rathen jedoch, jete Bestellung direkt an die Fabrik in Bern zu richten, da diefebe außer in Rizza, nirgends Niederlagen hält und vielfach fremde Fabrikate als echt Heller'fche angepriesen werden. Wohl zu beachten ist ferner, daß jedes Werk den Namen te» Fabrikanten (I. H. Heller) trägt, welch« auch Lieferant fast all«r Höfe und Hoheitne ist. ^our«e der «'vien^r i£k>m vom 16. December 18^5 Goldrente..........108.95 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 82.75 Märzrente 5'/, ........100.— Bankaktien........... 874.— Ereditactien.......... 294.75 London . nistn........125.80 Napoleond'or.......... 9.98 k. k. Müuzducaten........ 5 97 100 Reichsmark.........61.80 r> Herichtssaat.*) Proceß Pancic und Genossen. (Schluß.) Der Staats an walt richtete zu Be-ginn seiner zweistündigen Rede an die Herren Geschwornen die Aufforderung, durch den Wahr« spruch dem gefährlichen und verderblichen Scha-cher um Eibe und falsche Aussagen bezüglich dieser Angeklagte» ein Ende zn machen, damit auch diejenigen, welche mitunter aus jener Ge-gend in Rechtsangelegenheiien zu thun haben, geschützt werden. Hieran richteten sich an die Plaidoyers der Vertheidiger, welche den ganzen Nachmittag aus-füllten. Nach einer scharfen Replik seitens des Anklägers und Dupliken seitens der Vertheidi-ger, setzte d-r Vorsitzende die Ergebnisse der Verhandlung zusammen und ertheilte den Ge-schwor» n eine präcise und erschöpfende Rechts-bclehrung. Um 11 Uhr Nacht« zogen sich die Ge-schwornen zur Berathung zurück. Nach zwei-ständiger Berathung erschienen dieselben wieder im BerhandlungSfaale und verkündet ihr Ob-mann (Steier) den Wahrspruch, wornach die Frugen betreffend die Schuld der Angeklagten Georg Supanc und Anton Vrecko. und die Fragen betreffend das den Angeklagten Josef Pankit, Stefan Leber und Jakob Stanzer zur Last gelegten Verbrechens des Betrüge« durch Brandlegung an eigener Sache verneint, da-gegen die übrigen Fragen sämmtlich bejaht wurden. Sohin folgten noch die Anträge der Parteien bezüglich der anzuwendenden Strafe. Nach dem Urtheile, welche« am Montage, den 14. l. M. Abends um 6 Uhr verkündet wurde, wurden die Angeklagten Georg Supanc, Tatzen-berger und Franz Vrecko freigesprochen und wurde über die Angeklagten Josef Panoic die Strafe deS schweren Kerkers in der Dauer^von 2einhalb Jahren, Andreas Pancic 6 Monaten, Valentin Kolar 3 Monaten, Jakob Stanzer 4 Monaten. Anton Vrecko 5 Monaten. Franz Schutz 3 Monaten, Stefan Leber 8 Monaten, Josef Pusnik 15 Monaten, Anton Kristan 2 Jahren, Michl Pisanec 10 Monate», Lorenz Obreza 3 Monalen. Martin Suppanc 5 Mo-naten und Michl Medwed 2 Jahren, bei allen verschärft durch einen Fasttag alle 14 Tage verhängt. (Dieb stahl.] Der 35 Jahre alte Tag-löhner Pongraz Kanonik von Pank, dreimal wegen DiebstahleS schon abgestraft, der 17 Jahre alte Hirte Josef Josfenitschnik von Dobrova und die 55 Jahre alte Inwohnerin Maria Josf-nitfchnik von TomaSdorf, haben, theils in Ge-meinfchaft, theil« allein, feit dem Jahre 1883 bei verschiedenen Besitzern in verschiedenen Ort-fchaften Diebstähle an Feldfrüchten. Victualien, Kleidungsstücken, Leinwand und andere Effecten, dann Geld im Gefammtwerthe von mehr als 300 fl. verübt und waren theilweise geständig, theilweis« gebrauchten sie nichtige Ausflüchte, wurden somit über Wahrspruch der Geschwor-nen wegen deS odbezeichneten Vergehens ver-urtheilt und zwar Pangraz Kanonik zu 6 Jahren schweren Kerker, Joses Josfenitschnik zu 3 Mo-naten schweren Kerker und Maria Josfenitschnik zu 4 Monalen schweren Kerker. sK i n d e s m o r d.] Die 31 Jahre alte, ledige Magd AgneS Pepeunak auS St. Tho-mas befand sich beim Grundbesitzer Martin Divjak in Gradifche im Dienste und entfernte sich am Morgen deS 27. Octobcr d. I. vom Haufe und kam erst am Abende zurück. Da diese lange Abwesenheit vom Hause bei dem Umstände als selbe schwanger gewesen Verdacht erregte, wurde sie von ihrer Dienstgeberin zur Rede gestellt, der sie gestand, im Walde ge-wefen zu fein, dort entbunden und das Kind unter Laub vergraben zu haben, überdi ß aus dessen Brust Holzstücke gelegt zu haben. Das Kind wurde auch von der Gendarmerie an der von ihr bezeichneten Stelle im Walde gefunden, war aber bereit« todt, da eö an Lungenlähmnng *) <&i find in unicrem letzten Berichte mehrere sinn-störende Trncksehler unterlaufen, die ihre Ertlärmtg in der Hast finde», mit welcher ein Journal oft fertiaiie- Heller'sche Spielwerke. Wir hatten schon öfter Gelegenheit, an dieser Stelle ein Wort des Lobes über die vor-züglichen Eigenschaften der Spielwerke auS der Fabrik des Herrn I. H. Heller in Bern (Ichwei,) zu sprechen. Richt der Grund allein, daß den Herrschen Spielwerken an fast allen Ausstellungen, wie zuletzt in Melbourne. Zmich, Nizza, KremS, Antwerpen erste AuSzeichnun-gen zuerlannt wurden, gibt unS erneut Veran-lassung, die Aufmerksamkeit unserer Leser auf die genannte Fabrik zu richten, sondern Haupt-sächlich die Ueberzeugung, daß sich auf da« bevorstehende W e i h n a ch t « - und Neu-jahrsfest kaum ein Gegenstand finden läßt, der als sinniges und passendstes Gesch.nk so zu empfehlen sein dürste, als «in Heller'sch s Spiel-werk, denn wo Weithgegenstände und Nutz-objecte oft die Empfindlichkeit verletzen, da eignet sich gerade das Spielwerk in vorzüglichster Weise. Ja es darf wohl mit Recht behauptet werden, daß es Niemanden gibt, dem ein solcher Gegenstand nicht die innigste Freude be-reitet! Kann eS eine bessere Trösterin in den schweren Stunden des Leben«, wo man sich vereinsamt oder verbittert fühlt, geten. al« die Musik? Gibt eS nicht leider so unendlich viele Menschen, die durch Krankheit an da« Zimmer gefesselt sind und die Univcrsalsprache aller Herzen entbehren müssen i Hiezu kommen noch alle diejenigen, welche nicht selbst ein Jnftru-ment spielen und durch ihren Beruf oder durch ?u große Entfernung von der Stadt verhindert sind, Concerte und Soireen zu besuchen und sich aus diesem Grund« de» so oft ersehnten Ge-nuß «iner guten Musik versagen müssen. — Allen diesen, sowie auch namentlich den Herren Geist-lich:», kann deßhalb nicht genug empfohlen werden, sich ein Heller'sches Spielwerk anzu-schaffen, umsomehr, al« der Fabrikant eS ver-steht, das Rep«itoir jede«, auch deS kleinsten Werke«, mit seltenem Geschmack zu arrang-ren und auf diese Weise feine Abnehmer stetS mit den neuesten Erscheinungen der Musikliteratur au« de» Gebieten der Oper, Operette und Tanzmusik, sowie Volkslieder der populärsten Tondichter bekannt mach«. Hierbei möchten wir schließlich nicht ver-gess.n zu bemerken, daß die große Zahl von Anerkennungsschreiben von Privat?», Hoteliers, Restaurateur« :c. gerade de» zuletzt Genannte» ein guter Wink fein sollte, mit der Aufstellung eines Heller'sche» Musikwerkes i» ihren Etablissements nicht länger zu zögern, denn die Erfah- Lehrling mit puten Schulieupnusen findet «ofortig« Aufnahme bei Georg Bohager , Gemischt waren . Handlung. Pöltichach. 858—1 JUL. JOHANNSEN, Kaatschok-Stampiglien-Erzengang t Grarier&nsUlt U r a z. Jungferngasse Nr. 2. Alle Xeaheiten. — Lieferzeit 1 bis 2 Tage. — Agentnr für Cilli: C. Alzaoslechjior. 427—öS 100 Schaf schöne, ausgesuchte Rosen- u. Marmut-Erdäpfel besonders zum Samen empfehlend, verkauft U. Gollitsch in Cilli. Durcl? 10 Jahre erprob •U sicher UN» r«Ich>»!r!«adt» HrUiallllt di> Gicht» Rheuma Xarvensrhraerira jkdcr an. «vzem. Hu»kelM-'hwärhe, Zittern. Steifheit der Glieder. Sebnicrxcn I» ver heilten Wnaden Läbmatgea ist Herbabny's Alpenpflanzen-Extnct: Atteste ten Civil- und MHitür-Spitalern. in»t< «*V-relebe I)ank«fbreibeu hcittt;» tu »olaSlutt öiitunj kiel» aU Klarelbnng dieaenden •thmerxtttllaadeu 't'rriü: 1 Flacon grü» rmbaliirt) 1 fl.; I Fla«oa flirtetet Sorte iroia ein bflllittli Micht.Rheuuii, i?«dmiini>eii I si. 2v kr, v<\ i'oft für l—3Flacon« 20 t» mehr f. Embal'a^ Nur echt mit nebenstehender SAu^murfe! C>islrsl-Vrr*f(itlunii Apotheke „zur Barierzitkeit" des Jnl. Eirtalij, Wien, VII. Kaiserstrasss 90. Depots lernet bei de» Herren Apothekern EiUi : 3. Kupferschmid, Baumdaib'S (f rben, Apotd. Deutsch-L?andSbcrg: H. Mall». bael,: I Jtinuv Gtnobiy: 3 Pospi'chil. Wra;: Simon Nedwed Leibni?: C. Rußheim Marburg: <3. Banealati Pettau: Ö. Behtbati H Slialch Radkctsburg: & Andrieu. TSolt'»-berg: A. Huth. 7!>7-I» 1885 Z. 3916 Kundmachung! Zur Bestreitung des unbedeckten ResteS deS Erfordernisses für den Gemeindehaushalt pro I88ö hat der Gemkinde-AuSfchuß in seinen Sitzungen vom 13. und 23. v. M. die EinHebung folgender Gemeinde-Umlagen im nächsten Ver-waliungsjadre beschlossen, al»: 32°/« von sämmtlichen directen l. f. Steuern; 15°/0 zur Verzehrsteuer vom Wein und Fleifch-verbrauche; 10#/o zur Verzehrsteuer von der Bier> und Brand- weinerzeugung im Stadtbezirke: 10*/o zur V rzehrstcuer von eingeführtem Bier — leluin mit 21 Kreuzer per Hektoliter, — dann eine Auflage von I Kreuzer pcr ä Liter von den eingeführ-ten gebranntcn geistigen Getränken und von I'/, Kreuzer pr. & Liter von dem eingeführten Spiritus, — endlich die Forterhebung von 2'/„ Zinskreuzer. Was in Gnnäßheit des § 60 des Gemeinde» Siaiutes zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Stadtamt Cilli, am 3. December 1885. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Kranz Jangger. Kundmachung. Zur Conferoirung der Bezirksstragen im Bezirke Cilli für das Jahr 1886 ist die Bei-stellung folgender Schotterquantitäten erforver-li l> und zwar: 1. Cilli-Windischgrajer-Bezirksstraße 917ÜW.3 2. Cilli-Rohitfcher- „ „ . . 865 „ 3. Tüfferer - BezirkSstraße . ... 100 . 4. Weitensteiner» „ „..... 300 „ 5. Neuhaufer- „ ...... 300 „ 6. Libojer- w ...... 500 „ 7. Greiser- „ „..... 400 „ 8. Trifailer- .......130 „ 9. Kappeldorfer- „ „.....60 „ 10. !l!euklosterer- „ ......50 „ 11. Maierberger- „ „..... 200 „ 12. Sallocher- „ „.....30 „ 13. NeuhauS-Wöllaner- ......50 „ 14. Tüchern-St.Pri nus ......140 H 15. Sella Gora , „.....120 „ 16. St. G.orgen-Sella ......100 „ 17. Arzlin-Reifenstein ......150 „ 18. Montpreifer- H m.....180 „ 19. Süfsenheimer- „ ......20 w 20. Lotjchitfch. . ......10 , 21. Kötling Luberfchna ...... 300 „ 22. St. Georgen-B lhnhoj.....50 „ Die Beistrllung dieser Schotterquantiiäten wird im Minuende-Licitationswege hintangegeben und die diesfällige Verhandlung aus Dienstag, den 29. Dezember 1885 Vormittag 9 Uhr in der BezirkS-Vertretungs-Kanzlei zu Cilli, „Bahn-Hofgasse Nr. 162" anberaumt, zu welcher Un-ternehmer eingeladen werden. Bezirks-AuSfchuß Cilli, am 15. Decb. 1885. Der Obmann: g,'~*3 Gustav Stiger. Kundmachung. Die licitationsweise Verpachtung der vormals Reiner scheu Weingart-Realität auf die Dauer von drei Jahren wird neuerlich auf Donnerstag, den 17. December, Bormittag 11 Uhr vor diesem Amte uuSge-schrieben. Der Pachtzins wird mit 100 fl. für ein Jahr ausgerufen. Die Licitationsbedingnisse liegen Hieramts zur Einsicht auf. Sladtamt Cilli. den 8. December 1385. Der Bürgermeister-Stellvertreter: Franz Zangger. „ZX«tfche Macht." Ein sjelirjiuige wird sofort im Man ufaetnrwaren-Geschäft der 6. > Co. in VUlt aufgenommen. 8-45—3 Heller'sches Spielwerk, 6 Stücke spielend, ganz neu i»t billig zu verknusen. Ausk. i. d. Exp. Kln datier ixt billig zu verkapfen. Au»k i. d. Eip._8.V»—2 Setir süßer schöner Iropsbonig per Xilo 3 Gtjristöaumkerzchen weloh« «ehr sparsam brennen per Kilo fl. 2.30 oder per Stück I, 2 und 3 kr. empfiehlt bestens 844 -2 Ernest Faninger. JL t Der Unterzeichnete gibt namens der Firma Josef Steinauer in Weitenstein allen Geschäfts, freunden nnd Bekannten schmerzbewegt die Nachricht von dem heute erfolgten Hinscheiden des Herrn Anton Jakopin Oekonomen, gew. Buchhalters und Werksverwesers welcher nach Cljahriger treuester und thätigster Dienstleistung im 82. Lebensjahie nach liogerem schmerzlichen Leiden in ein besseres Jenseits abberufen wurde. Das Leichenbegängnis findet Dienstag den 15. d. M . Nachmittag 3 Uhr, statt. Der Verblichene wird dem frommen Andenkeu empfohlen. Weiten stein, 13. December 1885. 848—1 Kduard Mulley. Ilreslaner Universum das wirksamste und bewährteste Mittel znr Krftnclllr lien Reinigung des Blutcx nnd der SHftemasse, hellt langwierige, veraltete, tief eingewurzelte Krankheiten aller Art arhuell und Nlther. OeflTentlicher Hank. Seit acht Jahren litt ich an heftigen Gichtschmerzen, so das» ich mich oft wochenlang nicht rühren konnte und bettlägerig war und, kaum vom Bette aufgestanden, abermals von hefttgen Schmerzen befallen wurde und meinem Berufe nicht nachgehen konnte. Als letzten Versuch probirte ich endlich das Breslauer Universum des Herrn Oscar Silberstein nnd gebrauchte es unter gewissenhafter Befolgung der dem Flitscbchen heigegebenen Anweisung. — Zu meiner unaussprechlichen Freude tratt hiedurch, wa» ich nimmer zu hoffen wagte, eine merkliche Besserung ein, nach Gebrauch von 2 Fläschehen sind die heftigen Schmerlen fast ganz verschwunden, und seit drei Jahren schon war ich nicht mehr bettl&gerig. — Ich ftlhle mich daher gedringt, dem Herrn Silberstein in Itreslau meinen innigsten, herzlichsten Dank hiemit Öffentlich auszudrücken, da ich durch sein treuliches Mittel so wunderbar von langwierigen Leiden befreit wurde. Also nochmals heisscn Dank aus freudig bewegtem Herzen! Aloiw £bnt>r 16M Unterhändler im Lazareth-Spitale in Steyr §9* Die veröffentlichten zahlreichen I>!iuKr>ii^iHi(;< I Das ilrenlattet' ist per Flasche zu 2 11. zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, nebst Gebrauchs-Anweisung echt zu haben : In CUlt bei J. KupftTM'llinld, Apotheker, i in Denisch-Landsberg bei H. Müller, Apoth. ,. Felübacli bei Job. Kiinig, Ap. ,. Krlesath bei A. Rnppert, Ap. ,. Frohnleiten bei V. Blmnauer, „ Fiirstenfeld bei A. Schröckenfnx Ap. „ Gonobitz bei J. Pospisehil, Ap. „ Graz bei II. Stiililinger. Ap. .. Klugenfurt hei W. Thurmvald, Ap. iuLeibnitz bei Othmar Russhelm, Ap. ,. Mnrburg a. Drau bei W. A, König, Ap. „ NeumarktI i. Steierm. bei Otto Mal?, Ap. „ Pettan bei Hugo Eliasch, Ap. „ Kottenmaiin bei Franz Moro, Ap. „ Tarvi« bei Joh. Siegel. Ap. „ Villach bei Friedrieb Scholz. Ap. „ Weis bei C. Mal), Ap. G Zu haben bei Johann Kakiisch in Cilli. G Im Verlage von ?. <»«>> in Cirnr. ist soeben erschienen! Deutsch - nationaler Kalender kür Oesterreich auf das Jahr 1886. Geleitet von Carl W. Gawalowski. Mit Beitrügen von: H. Beheimer, F. Dahn, E. Feit. W. Fischer, A. Hagen, R. Hamerling. Dr. Harpf. F. v. Hausegger. F. Xel«. A. R. Naaff, A. Ohorn. W. Ressel, H. Swoboda Reich illustrirt. Stärke 10 Boxen. Gross-Oetav. l'reiü UO Ur. — Gegen Ein>enJung von 41 kr. nach Auswftvts portofrei. # Xu haben bei Johann Itakiiscli in Cilli. G n >000000000 V-»tsche Wmßt 1SÖ5 C'asino-V eretn. Haupt - Versammlung Freitag den 18. d. M., Abends 7 Uhr. Vc i b • n d 1 «l ti f #• O e g « n ■ 11 n d e: 1. Bericht der Directiou pro 1885. 2. Wahl der Direction und der Censoren pro 1886. a. Allfällige Anträge. sollte «Uwe erste Haupt-Versammlung nicht be-schlnssßhig MW, so findet eine zweit« mit der gleichen TaiKsordnum» am gleichen Tage Abends 8 Uhr statt und i>t bei derselben jede Zahl anwesender ständiger Mitglieder beschlußfähig. 852—1 Die Casino-Direction. Der Credit- ». VorschüsseVerein der Stadtgemeinde Cilli Ml NW auf Auskünfte werden täglich im Amtaloeale der städr. Sparcassa ertheilt. (Dienstag und Freitag ausgenommen.) Milch. Regelmässige Abnehmer vom 1. Jänner ab gesucht vom Gut Beiigrad. Anträge befördert die Exp. 848—I t Wichtig für Kausljattungen! Um dem P. T. Publikum den Bezug eine« guten und billigen Brennstoffe« zu ermöglichen, haben wir den Preis unserer Kohle in Säcken zu 50 Kilo vorgewogen auf 30 kr. tör Jen Zoll-Ctr. Stick-1 WirfBlkoble franco Cilli ermäßigt. Aufträge übernehmen unsere Werksleitung in Liboje die Herren Wogg & Radakovits in Cilli. Für prompte Lieferung und gutes Gewicht wird garantirt. Tl'ifaik'I" 855—3 Kohleuwerks - Gesellschaft. Ein aeit 20 Jahren praktischer LandwirtU sucht per Februar 1886 eine Pachtung von ca. 100—100 Joch zu übernehmen, tiefl. Offerten an die Adm. sub Chiffre ..A. »0-. _~± aller Stünde werden »um Verkaufe gesetz-lich erlaubter österr. - un«ar. »taata-Lose und Renten gegen Theilzahlungen von einem altrenommirten Pester Bankhau*e zu sehr cAnatlKen BrJlBBiinffii ae-eeptirt. — Offerte mit Angabe der gegenwärtigen Beschäftigung sind zu richten un die Administration der „F o r * ■■ »» a", Hiiila|ie»i, DralicaMsr 5. _s2u':t Stadt-Theater in Cilli. Jene Logenbesitxer, welche ihre Logenthüren luftdicht verschlossen wünschen, mögen ihre Schlüssel beim Theatermeister oder tu der Papierhandlung des Johann Rukuseh längstens bis Freitag abgeben. 95i_i Die Intendantur. Pferd zu verkaufen. Selbes ist baut, im» 200 Ü. Zu sehen im Hotel Koscher. ö'/jährig. circa l.r> Faust hoch, kräftig ge- Zug und Laufen geeignet, fehlerlos, kostet 856—1 Zwei Koststudenten werden bei einer anständigen Familie sofort auf-genommen. Nähere« in der Exp. 853—5 «J * wird in der Papierhandlung des Johann Raknsch in Cilli aufgenommen. Derselbe muss sich mit guten Zeugnissen ausweisen können und beider Landeasprachen mächtig »ein. Zweiirerein Landbezirk Cilli des natnotisclieii Landes- und Fraoen-Hilfsvcreines fOr SteiermarK. EINLADUNG zur V. ordentlichen General -Versammlung in Sachsenfeld am 21. December 1885, Nachmittag 21/* Uhr im Gasthause ,znr Krone*. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Wahl zweier Bechnuugs-Bevisoren pro 1883. 8. Berichterstattung und Bechnungsvorlage. 4. Beschlussfassung stber die Verwendung der Jahreseinnahmshälfte. 5. Antrag der Bechnungs-Bevisoren über den Befund der Jahresrechnung. Sollte sich um die obige Stunde die statutenmäßig erforderliche Anzahl von 15 Vereinsmitgliedern nicht eintinden, so wird hiermit unter Beibehalt des Ortes, des Tages und der Tagesordnung auf 3 Uhr Nachmittags die VI. General-Versammlung ausgeschrieben, bei welcher laut Statuten eine jede Anzahl anwesender Mitglieder beschlussfähig ist. Gleichzeitig werden die Anmeldungen Jener entgegengenommen, die für das Jahr 1S86 sich im Kriegsfalle bereit erklären: zur Krankenpflege im Feld oder in den Vereinsspitälern, sowie Derjenigen, welche leicht blessirtc oder reconvalescente Officiero oder Mannschaften in Privatpflege zu sieh nehmen wollen. Auch wird die Subscription auf das Jahrbuch des rothen Kreuzes für 1886. welches sehr reichhaltig ist, gegen Erlag von 70 kr. besorgt. Alle geehrten Vereinsmitglieder die noch mit ihren Jahres-beitragen im Rückstände sind, worden dringend ersucht, dieselben vor dem 20. d. M. an die Frau Vereins-Vice-Präsidentin Baronin Hackelberg in Pragwald bei St. Paul einzusenden. Spenden jeder Art für die Blessirten in Serbien und Bulgarien werden von dem Unterzeichneten, sowie von der Irau Baronin Hackel-berg zur Expedition an das Präsidium in Wien bereitwillig gegen Empfangsbestätigung übernommen. N e u - C i! 1 i, 2. December 1885. 2 Nähmaschinen SL'tLÄS Apparaten nnd Enterricht billig zu verkaufen. Mechaniker, Hauptplatz 109, 1. Stock. 854 empfehle ich: sehr elegante Oolmans; bevor ich dieselben retour gehen lasse, verkaufe ich sie um den Fabrikspreis. Ferner empfehle elegante Damen-u. Kinderhüte. 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