Nr. 181. Mittwoch, 10. August 1904. 123. Jahrgang. OMcher Zeitung. Kh!,"'""»tl,»,p«l»: Mi! Post v fr, fn dun,,: «anzjähri« 30 l(. halbjähri» ,5 li. Im »on tor: ganz- ^'» " «. halb,«yri« l, X. A,i dir Zustellung in« Hans g°»zjährlg » li. - Ynstrt«°nS«ebüYr: Fur llclüt >1>>!rr<,tt h<« zu 4 Zeilen bu b, grOßsic per Zeilr l« n; bei öfteren Wi,b,rhol,m<,fn per Z„Ie » d. Die «Laibacher tzeltung» erscheint täglich, mit «ulnahme der Lonn» und Feiertage. Dir Adminlftlotlon besinbel sich Kongrekplah «tr. lt, die «edaltlo» Dalmatiugasle üir. 3. Sprechstunden der Redaktion oon « bi« ld Uhr vormittag«. Unfranlierte Vliese werben nicht angenommen. Manuskripte nicht zurückgestellt. Nichtamtlicher Teil. Die slavischen Parallelklassen an den schle« fischen Lehrerbildungsanstalten. y, . .Über die samstägige Beratung des Vollzugs-^sthllsses der deutscheu Parteien der Liliken und '"rr das Erscheinen einer Abordnung des Voll Ms-Audschnsses bei Sr. Exzellenz dein Herrn Mi-Mrpräsidcntcn wird folgende Darstellung ver« ,,, Der Vollzugs-Ausschuß hat l>eschlossen, die geordneten Dr. von Derschatta und Dr. ^oß zu Sr. Exzellenz dem Herrn Ministerprä-'°Mtm Dr. von Koerber zu entsenden, um M über den Gang der Verhandlungen die nach-'"Anden Mitteilungen zu machen: ^. "Die bisherige Stellung der deutschen Par-y/" 3ur Legierung sei bedingt gewesen durch eine ^""^en^neutrale Haltung der Regierung in na-don c^" ^^'"Nen und insbesondere dadurch, daß ^ n ^^^ der Negiernng keine einseitige Änderung B^ Nationalen Besitzstandes durchgeführt werde, derlrl - ^'" "^ seit der Vertagung des Neichsrates ^MNedene Tatsachen gesetzt worden, die mit die-bch' ^mg ^^ Negielling nicht in Einklang zu de,- ^ ^^'"- ^c> seien die italienischen Knrse an ,^s/"nsbructcr Universität, trotz der gegebenen ^Wo der Regierung, bisher nicht aus Innsbruck M' l^.'^N"!de" H'tze zum Trotz stieg er schon >dc ^"gen blinden "" kleidsamen irraxelgo >>">, l,^" ""f der Postkarte bezeichneten Berg I^rMj^ war eine Leistung. Aber man hat m gar was ein flotter Offizier vom ersten Wege ging's ste.l anfwärts. , lNscha i " '""ckblicke auf die grünen Ha den un >N ^o ü '""en lohnend, aber er nahm s,ch ^d^" dazu. Nach dreistündigen! Steigen hatte ^spauF ^ "seicht, kaum ermüdet, doch rasend ' was ihm der Gipfel erzählen wurde. Er ließ sich einen Labctrunk kommen, eine Kammer anweisen und das Fremdenbuch vor-legen. 2. August. Eine Unmenge Touristen! Da — ein vornehmer Name aus der Berliner Gelehrten weit: von Fresenius mit Frau nnd Tochter. Hier muhte die Gesuchte zu finden seinl Mit der scheinbaren Unabsichtlichkeit, die ihn feimzeichnete, fragte der Rittmeister den Wirt, wann die Herrschaft", w,cder abgestiegen seien. O — die sau alleweil no da, Weil's dein Fräulein gar so gilt heroben g'fallt. Grad lom-mcn's vom Sallettl, - fchauen's . . ." Ihm schwindelte vor soviel Glück. Wenn sein Ahnungsvernwgen ihn '"diesem Namen nicht trog, dann brauchte er mcht Berg und Tal nach dem lieben „Fratzen" abzusuchen. Er trat vor die Türe der Hütte. Die Abendsonne vergoldete die drei Zacken des Bergricfeu, von dessen einem Gipfel sooben etwas Schlankes, Biegsames, Sportgewohnteö herablletterte - ihn: fast m die Arme laufend. Walirbaftia! Es war d,e falsche Braut.' Nitt-mch.Än!du bist om «'i,z! Als Melanie ihn erimmte, der sehr reserviert .-..-."Me stand sie wie auf Kommando still und sagte ^udigM'errascht, aber sohr vorlegen: ,Mie bin ich Ihnen dankbar, Herr Rittmeister, daß Sie zwischen den Ieilen zu lesen verstanden und her-anfgekommen sind . . ." Er zwang seinen schönen Zügen, die die Freude über dieses Wiedersehen schlecht verhehlen loniüen, ein spöttisches Zucken ab. „Zufall, gnädiges Fräulein, nur Zufall, den Ihre Laune vielleicht dazu benntzt, wieder eine Puppe aus mir zu machen." Unter heftigem Erröten lächelte sie ihn abbit» tend an. „Eie haben recht, mich zu schelten, aber die Gelegenheit zu einem reizenden Erlebnis war ill München zu günstig! Um meine Strafe zu mil« dern, bin ich geständig: Ich heiße Melanie von Frcsenms, ledig, wohnhaft zn Berlin, bisher unbescholten und bin wegen einer Hochzeit in Nürn-bcrg ohne meine Eltern gewesen, t>ic unterdessen hier Quartier gemacht haben. Zweck des Aufent. Halts in München: Mystifikation. Erkennungszeichen: Bräutlicher Anstand." . 6 Sie war fo reizend, wie sie da m naturluher Anmut an dcr rissigen Felswand lehnte, daß Herr von Nndolph zu reden vergaß. „Und nun, Herr Nittmelster, fungieren Eis als Nemesis, Auge um Auge, Zahn um Zahn..." „O, fo bescheiden bin ich nicht, ich verlange viel, viel mehr", fiel cr ihr lebhaft ins Wort und sl.^' m" ?er cdclgcformton Hand som Wvarzes Bartchcn hoch. " . Ihre Blicke ruhten prüfend und zündend in. einander, die Hände berührten sich mit v<-r-YechuuftsdoUem Drucke und über dem jungen Glücke ging, freundlich niederblin^elnd. der Abend-stern auf. Laibacher Zeitung Nr. 181. 1624 10. August 1904. Wie mm, aus London meldet, wird König E d n a r d auf seiner Reise nach Marien bad nnr von drei Herren seiner unmittelbaren Umgebung begleitet sein. Während der Abwesenheit des k. nnd k. Botschafters Grafen von Mcnsdorff-Pouilly, der nach Wien abgereist ist, um sich von dort zur Ankunft des >lönigö nach Marienbad zu begeben, wird Prinz Schönburg die Geschäfte der Botschaft übernehmen. In Frankreich wurden Sonntag die Stich lv ahlc n für die G eneralräte vollzogen- das Ergebnis war die Wahl von l)7 Ministeriellen, Itt Antiministcriellen und K konservativen. Die Ä)iinisteriellen gewannen diesmal 17 Mandate und verloren deren acht. Rechnet man ihren (Gewinn bei den Hauptwahlen dazu, so ci> gibt sich eine Zunahme ihrer Sitze in den General raten um 92. Zur die Antiministericllen ist die Einbuße, die sie diesmal erlitten haben, um so enrp-findlicher, als einer ihrer Führer, der ehemalige >triegsminister Eavaignac, einem ministeriellen Kandidaten unterlegen ist. Wie mau aus Rom schreibt, stehen jüngsten amtlichen Ausweisen zufolge unter den Agenten des 5t ongostaates der Zahl nach die Italiener mit N)7 Funktionären an zweiter Stelle. Tie erste Stelle nehmen naturgemäß die belgischen Agenten ein, deren Zahl K98 beträgt. Der Schweiz gehören 8l) Agenten an, deutsche Staatsbürger sind 81, Österreicher 8. In den nut den Zuständen im >!ongostaate vertrauten italienischen Kreisen äußert man sich zustimmend zu der im letzten Vc-richtc des Generalsekretärs des genannten Staates enthaltenen Ausführung, welche die Fruchtbarkeit der von diesen Agenten entwickelten Tätigkeit auf allen Gebieten und ihr schützendes Wohlwollen für die Eingeborenen hervorgeht. In den erwähn-ten.^reisen wird in Anknüpfung hieran versichert, daß keiner der Agenten der oben angeführten Nc^ tioualitäten Anlaß gefnnden hat, über das Verhak ten der >longoregicrung gegenüber den Eingeborenen irgendwelchen Tadel auszudrücken. Die englifche T i b e t - E r, v ed iti o n erreichte am verflossenen Mittwoch, wie bereits gemeldet, ohne weitere Kämpfe wohlbehalten Lhassa. Die Tibetaner hatten noch kurze Zeit vorher mehrfache Versuche unternommen, um den Obersten Aounglmsband zur Einstellung des Vormarsches zu bewegen. Wie aus Telegrammen der „Times" und der „Daily Mail" hervorgeht, schlu gen ihre Abgesaudten einen äußerst versöhnlichen Ton an. und der Dalai-Lama selbst ließ sich zu einem eigenhändigen versiegelten Schreiben voll Versprechungen bereitfinden, um den bezeichneten Zweck zu erreichen. Die Abgesandten erklärten, der Dalai-Lama, könnte in feinen religiösen Gefühlen so verletzt werden, daß es sein Tod wäre; ihnen selbst könnte es auch das Leben kosten, wenn sie die Engländer nicht von Lhassa fernhielten. Die Umgegend der Stadt sei zu arm, um die Engländer zu verpflegen. Der Dalai-Lama lebe in strenger Abgeschlossenheit und könne keinen Fremden empfangen. Alledem setzte man von britischer Seite mit bernhigenden Zusicherungen aller Art die Erklärung entgegen, der Vertrag müsse unbedingt in Lhassa unterzeichnet worden. Tagesneuigleiten. — (Phonographuhren.) Ein Schweizer Uhrmacher hat eine Taschenuhr erfunden, die ver-mittels eines winzigen Phonographen die Zeit aus-ruft. Eine sehr kleine Hartgummiplatte gibt die Schwingungen der menschlichen Stimme nach den auf der Walze eines Phonographen eingeritzten Zei cheu wieder. Tie wird durch ein besonderes Uhrwerk getrieben und zu einer bestimmten Zeit in Tätigkeit gesetzt, so daß sie die gerade fällige Stunde laut verkündet. Die Einrichtung ist kräftig genug, um sich auf sechs Meter Abstand bemerkbar zu machen. Tide (^ > sinduug könnte nuch Angenehmes mit dem Nützlichen uereiuigen, indem der glückliche Besitzer einer solchen Uhr, wenn er gleichzeitig etwa ein glücklich Liebender sein sollte, vielleicht seine Angebetete dazu veranlassen kann. seiner Uhr ihre Stimme zu leihen. Mancher gute Ehemann und zärtliche Vater nimmt vielleicht auch der Reihe nach die Stimmen seiner Frau und seiner Kinder abwechselnd heran, llbcr die Nützlichkeit könnte man vielleicht noch imIweifel sein, denn man kann es nicht gerade als wünschenswert bezeichnen, daß alle Menschen mit solchen Uhren ausgerüstet würden, die, wenn sie richtig gehen, auf ein« mal alle anfangen, durcheinander zu schreien. — (Der Zylinderh ut macht Leute.) Warum tragen die Männer Zylinderhüte? Diese interessante Frage wird augenblicklich in der Lon-doner Presse erörtert, und es scheint, als ob sich in der englischen Herreuwelt so etwas wie eine Revo-lntion gegen diese Kopfbedeckung, die bekanntlich bis jetzt in diesem Lande als Zeichen der Nespektabilität ein unumschränktes Regiment geführt hat, vorbereite. Ein Korrespondent schreibt einer vielgclcsenen Zei» tung über dieses Thema: „Der Zylinderhut ist der Mantel der Liebe für die Sünden und Mängel des Kopfes, Die Angströhre bedeckt alles. Wenn der Cha» rakter eines Mannes nicht mehr einwandfrei ist und seine Nebenmcnschcn ihn mit Mißtrauen zu betrach« ten anfangen, so laßt ihn nur einen Zylinder tränen, und das Mißtrauen wird sich zerstreuen wie der Nebel vor der Sonne. Wenn die Natur einem Men-schen die geistigen Gaben zu knapp bemessen hat, der Zylinder gleicht dies alles aus. Den größten Einfluß aber übt der Zylinder auf den Kredit des Mannes aus. Der Mann mit einem gewöhnlichen Filzhute muß bei allen seinen Käufen Kasse zahlen der Träger des Seidenhutes erhält Kredit. Man komme nur einmal mit einer Mütze auf dem Kopfe in ein Hotel, niemand wird sich beeilen, dem Fremdling entgegenzustürzen und nach seinen Wünschen zu sra« gen, dem Manne mit dem /hohen Hute' aber öffnen sich die Arme! Jawohl, es lohnt sich, einen Zylinder zu tragen! Wenn ein Mann erst groß und. was die Hauptsache ist, als hervorragend anerkannt G dann kann er tragen was er will; man verzeiht ihn» seine .Exzentrizitäten'. Aber so lange das nicht del ssall ist, muß jeder .anständige Mensch' einen AM' der tragen. Er kann ein Prahlhaus, ein Hochstapler ein Dummkopf oder gar eiu Betrüger sein ^ lange er nur einen Zylinder trägt, kommt es mal darauf nn." ... Die Kritik ist bitter, aber nicht M unberechtigt, denn tatsächlich ist die ZylinderinatM in London schon so weit gediehen, daß „einen Ali»' der tragen" fast gleichbedeutend geworden ist un „ein Gentleman sein". (Die vergeßliche Miß.) Aus Lonw wird berichtet: Vor etwa acht Tagen stieg in ein^ der ersten Londoner Hotels ein Amerikaner nüt p' ner 18 Jahre alten Tochter ab. Das Töchterlein W" sich eines unbeschränkten Taschengeldes zu erfreu^ denn es besuchte sämtliche fashionablen Läden ^ Westens, kaufte, was ihr gefiel, und zahlte, ohne Z« handeln, in guter Münze. Als sie eines Taaes vo" einem solchen Ausflug in die Läden der NegenW in das Hotel zurückkehrte, faud sie den schnell ei' schlossencn Vater, der plötzlich London langweilig f' funden hatte, mit Packen beschäftigt, und "MM Stunden darauf hatteu die beiden die Neisc "^ dem Kontinent angetreten. Man kann sich das Sta" neu des Zimmermädchens vorstellen, das die VM zimmer des Amerikaners aufzuräumen hatte, al^ in der säuberlich mit Seidenpapier ausgelegten ^ erstelle dieses Zimmers fünf Diamantringe, ein^ lnant» und Perlenhalsband, einen goldenen A stiftbehälter, einen Ning mit Türkisen, eine ^ mant°Tiara, eine mit Diamanten besetzte Uhr ^ eine Börse fand. die 120 Dollars und 50 Pfd. O>, englischen Banknoten enthielt. Das Töchtcrlein ^ Amerikaners hatte offenbar den Kamin zu i^. Schmuckkästchen gemacht. Der Wert der gesunde", Sachen betrug mehrere tausend Pfund. Ganz velö. lich waren die Amerikaner übrigens nicht, denn". einigen Stundeu lief ein Telegramm nachstehe" . Inhalts ein: „Wir haben in unserem Zimmer ^ vergessen. Es liegt im Kamin. Bitte verwahre" zu unserer Rückkehr!" « — (Der Blitz als Photograph.) A: New'Iersey (Vereinigte Staaten) wird ae^." j Ein iunncr Manu, namens Parker. Pro^"^ wurde vom Blitze getroffen und in das Mfouls'^ spital aufgenommen. Bei der ärztlichen Visite st" das Bild des Gekreuzigten zwischen den Sck"^, blättern wahrgenommen. Parker war niemals ^ towiert woi-den. Die Erklärung des PH"N^ dürfte die folgende sein: Die vom Blitze aetros'^, Stelle wirkte, dafür liegen angeblich frühere l5 y als NeNx>isc vor, wie eine photographische Platte ^, reproduzierte ein gegenüber dem Betenden beD ches Kruzifix.. ^, - lEin neues Mittel gegen dcn^ koholismus.) Aus London wird berichtet^ Wilde Hyogen. Roman von ßwald August Aönig. (122, Fortsetzung.) (Nachdruck verbot«,.) Mit ängstlich pochendem Herzen trat die Kellnerin in das Schenkzimmer; sic fand die Beiden ill eifriger Unterhaltung, Gäste waren nicht anwesend. Auf dein Tische, an dem sie saßen, standen eine Vranntweinflasche und ein volles Vierglas, außerdem lagen Schreibmaterialien darauf; Stein-tal hielt die ^eoer noch in der Hand. „He, was wollen Tie noch hier?" rief er, al5 er aufblickend das Mädchen erkannte. „Ich warte auf den Voten, der meinen Koffer holen foll", antwortete sie mit gezwungener Ruhe. dann ließ sie sich an einem anderen Tische in der Nähe der Tür nieder. „Sie hätten den Mann mitbringen, sollen!" sagte Strick und fein schielender Vlick rnhtc dabei lauernd auf ihr. „Hoffen Sie vielleicht hier wieder in Gnaden aufgenommen zu werden?" „Ich hoffe es schon deshalb nicht, weil ich es nicht wünsche; übrigens habe ich auch schon eine andere Stelle." „Nu?" fragte Steintal ungläubig, kennen^'" '"^"' ^^"' '""'" ^ bo.6 Haus „Der Hausknecht wird gleich kommen und meinen Koffer holen, dann können Sie es ihm selbst sagen", entgegnete die Kellnerin achselzuk- tend. „Kann ich für mein Geld ein Glas Bier haben?" Steintal warf feinem Verbündeten einen ra-fchen fragenden Vlick zu, seine Stirn hatte sich schon in Falten gezogen, eine grobe Antwort schwebte ihm auf der Zunge. „Weshalb nicht?" erwiderte Strick, indem er fich erhob, „wir wi'mfchen nur, das; Sie uns fo bald wie möglich wieder von Ihrer Gegenwart befreien." „Sobald der Hausknecht cmtz dem Noten Ochsen kommt." Kaspar Strick stellte das Mas vor sie hin und nahm das Geld in Empfang, dann kehrte er. zu seinem Verbündeten zurück. „Wir müssen uns das gefallen lassen", flüsterte er. „das Mädchen hat ja nichts verbrochen, und unnützer Lärm würde nur die Nachbarn aufmerksam machen." „Sie will hier nnr spionieren", brummte Steintal, nach der Vranntweinflasche greifend, „gebt acht, gleich kommt auch der alte Spion. Aber dein werde ich heimleuchten!" „Unsinn! Er hat Euch bis jetzt nichts getan, zeigt Ihr ihm die Tür, so beweist Ihr damit nur, daß Ihr ihn fürchtet! Was geht's Euch weiter an? In einigen Stunden —" „Still, sie horcht wieder!" Sie hefteten beide ihre Blicke auf das Mädchen, das schweigfmn vor seinem Glase saß. „Der Hausknecht bleibt lange", sagte Steintal unwirsch. „Er kommt, sobald er Zeit hat", erwiderte sie. „Darüber könnte es Mitternacht werden!" „Das fürchte ich nicht, solange würde ich auch nicht warten." Steintal holte seine Uhr aus der Tasche "^ legte sie vor sich auf den Tisch. jß „Ich will Ihnen was sagen", versetzte " >,! seiner rohen Weise. „Nenn der Kerl nicht/"'^ einer Viertelstunde hier ist, werfe ich Sic I Ihren Lumpen zum Haufe hinaus." ^ „Das werden Sie nicht wagen", cmti^F das Mädchen. „Ich hab' schon einen M'oA gefunden, der meinen Prozeß gegen Sie ilve men will!" .,^.' „Teufel, das hat rasch gegangen!" ^F Strick. „In der knrzen Zeit schon "„en ' h.< Dienst gefunden und mit einem Nechtsu?^ beraten? Das ist denn doch nicht gut "^ hstl „Der Advokat war im Roten Ochss", Ao? mir Recht gegeben, ich darf die Entschädig""" dern." .^ Stcintal wollte von seinem Sitze attfspA^e Kaspar Strick legte die Hand mit fcstcw ^ auf seinen Arm und hielt ihn zurück. ^F' „Soll ich mir das in meinem eigene" '^>> gefallen lassen?" brauste der Wirt auf- H j^ mein Gesinde spioniert oder untreu ist, ^jg,l^ vor die Tür werfen. Dann ist von EnM" keine Rede »veiter." . ^' „Keine Unbesonnenheit!" sagte Stt^ ßz>> „laßt ihr doch das Vergnügen mit den: FH/ drohen, sie kann ia nicht einmal einen ^" , bezahlen." ^ Die Kellnerin konnte der inneren w"^ ^ Unruhe kaum noch gebieten. Die Stunde, ^o' Inspektor sich auöbedungen hatte, war bow / gelaufen, die Polizei ließ sich noch iw"" ,-blickeil. --'" l (Fortsetzung folgt.) l Laibacher Zeitung Nr. 181. 1625_______________________________________________10. August 1904. Chalmers Prentice, cm hervorragcuder Augenarzt u> Chicago, hielt iüugst einen Vortrag vor der Natio-"nlctt Konventioll der Optiker zu Milwaukee, worin " "lsfi'chrte, das; der Alkoholisulus durch zweckmä mn eingerichtete Augengläser geheilt werden köuue. ^ ^'- Prentice hat in einer langen Serie von Experi. 'NMrn festgestellt, das; Trnnlsüchtige gewöhnlich an MNMn Deviationen der Attommodntion und Kon-"iU'nz der Augen leiden. Er bemerkte in vielen """"'. daß Pincenez, welche diese Gesichtsfehler aus ^''n^n. auch den Erfolg hatte»,, den Appetit des Dienten nach Alkohol zu verringern. Dr. Prentice l'Ichneb rim,„ Fall, worin ein Trnnksiichtiger. von '"> nüt geeigneten Augengläsern verschen, allen 'lppoltt „ach alkoholhaltigen Getränken nach :!«) Ta° «"' verloren hat. b?s' ? lDic kleinste Eisenbahn der Welt) Mndet sich in Japan zwischen Odawara und Atauii, '»cm als Kurort sehr besuchten Fischerdorfe. Wer l„ s li"' "ü's"' winzigen, nnr mit einer Spnrweite ,"° W Zentimetern ausgerüsteten Vahn sieht, glanbt Ics^'3 ^'^'lz^uge gegenüberzustehen. Diese japani ^ ^ahn dient aber wirklich dein Verkehre uud hat .'!,'^ Länge vou 31 Kilometern. Für europäische '/^"uerhältnisse sind die Wagen nicht eingerichtet, "n »nan mns'. zn einem kleinen Hänfchen zusam Omanern, nm auf deu Bänken Platz zu finden. Ein ''"elgrow- Mann schaut über das Dach des Wa- "'5 huuveg. Das Merkwürdigste au dieser Nahn ist "" o,e Netriebskrast. Nirgends entdeckt man eine lomotwe. nirgends eine oberirdische oder nnteri> N)e Siromznfiihrnlig. noch Akkumulatoren; selbst ^ f oder andere Zngtiere siiid nicht zu erblicken. d,m "'" lediglich Menscheiimnterial zur Verweu- ^ "nd hinter iedem Wagen sieht man eine An G»s.s '^-'' ">^ mit grimmigen Piiffen das wackelige NM ,^' ^'"^ lich hertreiben. Solange es bergauf ,^' las'.t inan sich die Sache gefallen, denn dann hat stz/ >>'it, die an herrlichen Naturszenerien reiche err^ .^' l^'trachten, Wehe aber. U'eiin der Gipfel lcl,l ist. Da,,» ist jeder nur uoch auf seine eigene bn>? "l bedacht. Die Kulis spriugeu auf das Tritt er ^ ""^ ^"'^'" ^"' Wagen herabfausen, fo fchnell Ttoi x-"'"' l"'^'" ^'"' ''^'^' wackelige Briickeu. hohe !chr<3> """ '"^ ^"'^ ^'^' "'"sId schaut er augstvoll in tiese Schlnchteu ,,^,. ^ildbäch^. hinab. Man kann es daher wohl be ,r,/'"' «as; die „leisten Reisenden diese kleinste Ei- l'iy w. ^>r Wl>U nicht benutze», sondern den Weg ^^ui z„ ^ns; zuriicklegei,. VM- Utt^rovinzial-Nach^ichtcn. Das Erbkaisertum Österreich. 1804 bis 1W4. (Schluh.) ">'t d,"^ ^ beginnt die Nnmmer von, N. Oktober ^ -llcilteilnng der weiteren Festvorgänge, lm^ ^"'^ '^'»' Morgen des vorgestrigen Tages" ^'»i <^c ^ ^rtsetzllug - ..an welchem wir nebst qin^, '^'"lichsten Feste des Jahres auch das Be-^ichis^ ""^"enen ^p"che '" dcr Geschichte des ösler lich^'^ ^" Staatenvereiln's feierten, nur dem fest ^l-licl ^'"'Me ""b ^'"' lm'irdigen Ansdrilcke des l'chtrit "'^^"U'n Gesiihls der innigst,, Anhang ^'„d .^ ^'ust nnd Staat geweiht war, so war der ^'»llick'!'"?"' ö"" nllgeineiuen Freudeugcuusse in H .'"'. ^^'lustignngen gewidmet, ^'dnch ^"^s war Festvorstellung der eben in shaft ^ ""Niesenden beriihn'ten Knnstreitergesell '^>lie>^ " ' '" N'elcher sich Herr de Bach als „er ^ ,, ''"'",ger" Pserdedressierer, Denioiselle Hni^s '^ -'lll'rnnder Price mit Meisterstücken der >dis6w ^' '^""st bewährten; Abends lvurdc in, ^tritl 7^'ater ein allegorisches Aallet bei freiem >f ^, "Ngefiihrt, dasselbe zeichnete sich dnrch seine ^'r t>, "liabenen Gegenstand passende Ersindnng ^" ^>rs / ^" schöuen auf Kosten der Hrn. Stände "ldr d^l ^'" Dekoratioilen vorzüglich aus uud es ""t> v^''^^' anch in Nücksicht der ansdrncksvollel, '»it «I. ' ,"""l,chc'„ nliinischcn Darstellung der Tänzer !'"'N d,^ "''enVeifall anfgenommen: bei derErfche, >il>tt,.^ trächtig belenchteten k. k. Wappens, emer " "lln.'n'"'^ ^'s Porträts Sr. Majestät erschallte >' ''3lw!"''^ ^"sallllatschen und Vivatrufeu. 'cht , " t „under glänzend" so schließt der Be 7'r Lm'.'^'' ^'^ rlx'nsalls vou den Horrn Ständen ^» !^""st) veranstaltete inaskirte Freiball ,m ^ zc>l,i^"'tensaale. bei N'elchem das Vergnügen >nh,i ^"n Versan.nllnng dnrch die längere An-o^^clws. ^'^'llenz nnseres allge'in'i» geliebten ^bi«,.7" "trafen Trautmannsdorff) und semer ^»s° ,>,^'"' Gemahlin vorzüglich erhöht lvurde. 'N'^uteu dieselben nebst dein fo>»mandlren° dcu Geueral Grasen Gavasini die bürgerliche Schützengesellschaft mit ihrem hohen Vefuche iu dem neuerbauten Schießstattgebäude (die heutige der Krai-nischen Sparkasse gehörige sogenannte Alte Schieß statte), welches sich durch eine dem Patriotismus nnd zugleich dem Goschmacke der Herrn Schützen zur vorzüglichen Ehre gereichende prächtige Beleuchtung anSH/ichnete." In einer ..besonderen Beilage" zu Nr. 112! bringt die .Mibacher Zeilnng" die „belenchteten In-schriften", welche die Fassade des Schieszstätte-Gebän des schmückten. Zwischen diesen Inschriften prangte das beleuchtete Porträt S r. Majestät. Die eine Inschrift an einem Fenster znr Linken des Porträts hebt mit den Versen an: In allen seinen großen weiten Reichen Tönt jnbelno heut ein Frcudcnlicd empor; Auch >lrains Gesang soll keinem Inbel weichen Nnd ihm anch leihet huldvoll cr sein Ohr. Wir stellen nns mm in die lange Neihe Mit frohem Stolz zu unseru Brüdcru ein, Denn Größe gibt nur Biederkeit und Treue Und dann wohl nns! — dann sind auch wir nicht klein! An die Reproduktion der Inschriftverse schloß die Redaktion noch ein Weihegedicht „Österreichs Kai-sertnm" vom damals bestbekanuten tüchtigen zeitgenössischen Dichter und Schriftsteller snud Nedak teur der „Laibachcr Zeituug") Autou Suppan-tschitsch, das mit den Worten beginnt: „Der Barde stand im düstern Schweigen Dort ans des Triglaus heil'gen Höhe Erstaunt hört er vom bnnteu Reigen Im Thal' ein jubelndes Getön". nnd den Anlaß in warmempfundenem Sauge fei-ernd, ruft der Barde herab vou grauer Felfenwand ins tiefe jnbelvolle Land: „Reicht euch in dieser heil'gen Stunde die Hand in tranlichem Verein, Den, Fürsten huldigend, znm Bnnde Ihr Brüder in dein sels'gen Kram." Den Schlnß dieser Mitteilnngen bildet der Ab druck unseres herrlichen Volksliedes: „Gott erhalte den Kaiser" „auf die österreichische Kaiserwürde Pas send nachgeahmt." Die Nnmmer vom !». Oktober enthält aber den Bericht von der Doppel Kaiserfeier in Rndolfswert, damals noch Neustadtl genannt: Nachdem an, Vortage (>'.. Oktober) das Bürger lorps unter Anführung von < Vürgeroffiziren mit klingendem Spiele und fliegender Fahne vor dem Kreisamte anfgezogen war und dort die Ehn'iibezen gnng geleistet halte, bezog dasselbe die Hanptwache unter dem Rathause, wo auch die Fahne ausgehan gen wnrde. Beim Gebetliläuten wnrde die Vethstnnde geschlagen und „um 7 Uhr Abends verkündigten ^ Feldschlangen ans dem Mertlmme von anßerordent licher Größe, die wohl seit mehr als ÄX, Jahren kein Pnlver getragen hatten uud uur dermal in Eile von ihre», Roste gereinigt nnd mit frohen, Enthnsias »ms anf die nächste Anhöhe vor der Stadt anfge pflanzt wnrden, gleichsam als Sperrschüsse einer wei ten Gegend umher die Festlichkeit des folgenden Ta ges. worauf der Zapfenstreich geschlagen w„rde. Wie in der Hauptstadt Laibach war anch in Nenstadtl lRu° dolsswert) der Festtag selbst mit kirchlicher nnd Welt licher Feier begangen. Auf dem Rathanfe fand die Proklamation des Patentes statt in dentfcher Sprache dnrch den Kreisamtssecretnr Poderschcy in krainischer Sprache dnrch den Stadtstmdicns Franz Sebastian Ianeschih. nachdem znvor noch der erste Kreisamtsse cretär Ignaz Ritter von Neßtlmger eine passende Ansprache gehalten; das Hochamt las Eauonicus Senior Hofmann, das Bürgercorps nnd ein Detache lnent vom Regiment Rudolph unter Commando des Lentnants von Dichat leisteten die militärischen Ehrenbezeugnngen des auch m Rudolfswerth in pa^ triotischein Hochgefühl mit Ia>lte,tem Jubel bcgange nen öfterreichifchen Festtages! . * * Das Erbkaifertum Ost er reich, das weilaud Se. Majestät Kaiser Franz I. im Jahre 150l prallaiiiierte, es 1st in diesem seinem Iahrhnndert-Bestände in allen Zeitläuften den hohen Intentionen feines Begründers voll und ganz gerecht geworden und es genießt hente, dank der weisen Regie-rnna Sr Majestät des Kaisers F r a n z I o se. f 1., in aller Welt das höchsk' Ansehen. Wie bei jede." sick» bietenden Anlasse fremde Herrscher und Volkcr ei^ öchstde!"s.ll.'u ihre hohe Verehrnng beweise.. d hn digend darbringen, so blicken dahe.m alle Vö ke m ">!t." Österreich Ungarn vereint zu ihrenl a e ten Monarchen i.. altbeN'ährter L.ebe u,ld T?ne empor, in dieser ihrer Liebe und Trene eines Milkens und Fühlens in, edelsten Sillne Allerhöchst dessen erhabenen Wahlspruches: „Vj,'il»n« uniti^!" Belicht der k. k. Gewcrbeinspcktoren über ihre Amtstätigkeit im Jahre 1!)03. (Schluh.) Die Wohuungsverhältnisse der gewerblichen Hilfsarbeiter sind im allgemeineil als recht ungün» stig zu bezeichnen. Für die in den Städten wohnen« den Arbeiter stellen sich die Preise, der Wohnungen mit Rücksicht auf die Verdieustoerhältnifse zu hoch, die Wohnungen selbst entsprechen selten den beschei» densten hygienischen uud sanitären Anforderungen. Bessere Verhältnisse fanden fich in den von einer Papierfabrik den Arbeitern unentgeltlich zur Benützung überlassenen Wohnnngen, die außerordentlich rein gehalten waren, leider jedoch nicht den erwünschten Miiiimnllnftranm von zehn Knbikmetern pro Kopf auswiesen. In den Gegenden des neuen Eisenbahn-baues zwischen dem Karawankcn- und Wocheiner» tunnel machte sich der Mangel an Wohnuugcn für jene Arbeiter, die im Spätherbste bei den in Angriff genommenen Bahnbauteu Beschäftignng fanden, sehr empfindlich bemerkbar. Diefe Wohnungsnot wird nm so drückender werden, sobald die ganze Baustrecke vollständig mit Arbeitern besetzt sein wird, da die Unternehmer vorläufig durchaus nicht die Absicht zeigen, für die Bequartierung ihrer Arbeiter in ir-gendwelcher Weise vorzusorgen. Dieser Gelegenheit bemächtigte sich die Privatspeknlation, uud es ist ge> radezii unglaublich, welche hohe Miete für eine oft ganz menschenunwürdige Schlafstelle von den Aroei» tern gefordert wird. So verlangte z. B. der Besitzer eines kleinen Magazins, das er an 18 Arbeiter oer» mietete, für ein Nachtlager auf Stroh 6 X pro Mo-nat uud Mann. Trostlofe Verhältuisse hinsichtlich der Schlaf» ränme fanden wir in den großen Ziegeleien. In mehreren dieser Betriebe schliefen die Arbeiter auf dem mit Rauchgase» uud Kohlenstaub erfüllten Ring« ofenplattformen. Verwahrlost, außerordentlich unrein und überfüllt waren die als Schlafstätten die» nenden Bodenräume der Ziegeltrockeuschuppen. In einem solchen zirka <19 Meter langen, direkt unter Dach gelegenen, weder belichteten noch irgendwie ventilierten Ranme war die freie Passage durch un-gefähr <><1 Zentimeter über dem Fußboden gelegene. Bundträme der Dachlonslruttion derart beHindert, daß siir den Fall eines, mit Rücksicht auf die als Schlasstätteu dieuendeu Strohnuterlagen nur zu leicht entstehenden Brandes ein rasches Verlassen dieses Ranmes unmöglich wäre. Die Errichtung von Speiselokalen wurde anläß» lich der Revision einer Zement und einer Erdfarben-fabril de» betreffenden Ilnternehmnngeu empfohlen, damit die Arbeiter ihre Mahlzeiten nicht in den stau» bigen Arbeitsräumen einnehmen müssen; die Durch» sührung dieser Anregnng wurde von der erstgenann» ten Firma bereitwilligst zugesichert. Die im hiesigeu Aufsichtsbezirse am häufigsten vorkommende Art der Arbeitsvermittluug ist in fa» briksmäßigen Betrieben die direkte Nachfrage an deu Betriebsstätten; bei den handwcrlsmäßigen Gewer» ben hingegen erfolgt die Zuweisung von Arbcits» Plätzen im Wege der Genossenschaften. Die Inau» sprnchnahme der in Laibach bestehenden städtischen ArbeitlwermittlungSanstalt seitens der gewerblichen Hilfsarbeiter ist bisher eine. sehr geringe, was wohl auf die Einhebuug eil,er, fowohl vom Arbeitsgeber als auch vom Arbeitsnehmer zn entrichtenden Ein» schreibegebühr zurückznführen sein dürste. Ein bei dem Bane einer Wasserleitnllg durch Lohndisserenzen hervorgerufener Streik dauerte uur eiuen Tag. Es war dies der einzige, während der Berichtsperiode in, Anfsichtsbezirke vorgekommene Arbeitskonflikt. (Das Erbkai sertnm Österreich.) Die IM. Wiederkehr des Tages, an dem sich Kaiser Franz I. den Titel „Kaiser von Österreich" beilegte, wird in der hiesigen Tomlirche am 15. o, M. i>„rch einen feierlich, Gottesdienst mit Tedemn begangen werden. ^ >. s ;.. (Verbot des Hausierhanöels >„ V e l d e 5 ) Wie uns aus Wie,, gemeldet w.rd, pul'l,° ziert die heutige .Wiener Zeitung" eine Verordnung des Handelsministeriums im Vnwernehmen mit dem Mnisterium des Innern und der Finanzen, betref. send das Verbot des Hausierhandels im Kurbezirko Veldes. Militärisches.) Der Major M'lcmdrr Vidulovn- des JR. i>7 wurde zum Konnnau» danten der Infanterie zladettenschule iu Karlstadt ernannt. Transferiert wurden die Oberärzte Doktor Franz Tkany vom Gmnisousspitale Nr. 7 in Graz zum „R. 17, Dr. Matthias Slabil vom Garm< sonsspüal Nr. K iu Laibach zum JR. 27 und Doktor Edmund Purschuer vom Garuisousspitale Nr. 1' iu Nieu zum Garuisousspita5e Nr, 8 iu Laibach. Laibacher Zeituna Nr. 181. 1626 10. August 1904. (Neuer Frühling.) Im Garten der ^.uu Maria Suoj in Uuter kiüta hat cin Apfel-bauul ileiu.rdi»gs alisgeschlageu nnd iin Laufe der letzteli Tage drei vollkommen ciitlvickelte Blüten angesetzt. - An einem il» Hofe der t. t. Lehrerbil-dnngsanstalt steho,iden Kastauiellbaulne kann man an 5< ,,nd dein Landesgerichte eingeliefert. »', (Das 25jährige F e u crwoh r j u bi-l (! li IN in Kraiuburg.) Bei beflaggter Stadt wnrde dem Programme gemäß Samstag den <>, d, um '/^>!> llhr abends die Netraite mit dem Fackelzuge abgehalten uud dein Herrn t. l. Bezirtshauptman» sonne d<'m Herrn Bürgermeister eine Serenade dar gebracht. Am darauffolgenden So»utag wurden die mit den Zügen angekommenen Gäste am Bahnhöfe empfangen: ebenso wurde den ans der Nmgebuug >lrainb»irgs mit Wagen angelaugten Fellerwehrver eine» ein herzlicher Empfang zuteil, worauf sich all«. Bereine zu eiuem gemeiusameu Frühslücke ins Ho tel znr „Alten Post" begaben. Uin ^>1 Uhr versam. nielten sich die Fenerwehrvereine nnd der Kraiubur ger Veteranenverein in der Sternallee und mar schierten »»it klingeudem Spiele in die Stadtpfarr lircke znr heil, Messe. Um '^12 llhr erfolgte ein Uni zng durch die Stadt, wobei den Festgäste» vou der Damenwelt Blnniensträußchen zugeworfen wurden. Nach erfolgter.Aufstellung vor dem Nathause wurdeu die Bereiue vom Bürgermeister, Herrn kais. Nate ^avuik, willkoinmen geheißen, lvosür Herr T u r k (Laibach) i>» Namen des Laibacher nnd aller sonstigen Bereine dankte. Im Namen des Verbandes wnrden sodann von« Herrn l^tricelj (Lai» bach) die dem jubilierenden Bereiue seit dessen Ae> stände angehörigen Mitglieder mit Diplomen beteilt. Es erhielten folgende Herren fchön ausgeführte Ur künden: Auto» Depoli, Franz Erien, Lorenz Gro ban, >larl Jäger, Karl Modrijan, Alois Pe^-nil, An-ton No5, Franz Znpanc uud Johann Zupauc. ^ -Hieraus defilierten alle Bereine vor dem Herrn Bürgermeister und dem Gemeiudcrate. Den Zug eröffneten berittene Feuerwehrmänner aus St. Georgen: weiters folgten: der Vctcraucnvcrcin aus ilrainburg und die Feuerwehrvercinc aus Altlack, Bischoflack, Eisnern, St. Georgen, Höflein, Ie/.icn, >irainbnrg, Laibach, Lanfen, Möfchnach, N^eumarttl, Nadmannsdorf, Selzach, Stein, Steinbüchel, Ttra-/i^'e, 5i5ka. Waitsch, Winklern nnd Zirklnch. Um l Uhr begann das Bankett im Nestauratiousgarteu des Herrn Peter Mayr, wobei die bürgerliche Musik kapeile konzertierte nuo später euch der Feuerwehr Gesangschor ans Steinbüchel mehrere Chöre zum Bortrage brachte. Das Bai,kett beehrteu u. a. die Herreu: Bezirkshanptmauu Pirc, Neichsratsabge-ordneter Dr. Ferjau 5 i«", Laudtagsabgeordueter P i r c, Bürgermeister kais. Rat .^ avuil solvie ei° ilige Gemeiudcräte mit ihrer Anwesenheit. Den ci> sten Trinkspruch brachte Herr kais. Nat Havnik alif Seine Majestät d<'u Baiser ans. Weiters toastierten: Herr Bereinssekretär Erxen anf die anwesenden Honoratioren, Herr Bezirtshauptmnnn P i r c anf die so überaus wohltätige Institution der Feuerwehrvereinc, Herr Landtagsabgeordneter P i rc auf die dem Vereine durch 25 Jahre angehö-rigen Mitglieder, wobei er insbesondere der außer-ord^ntlicheu Verdienste des ietzigeu Ieueriix'hrhaupt maunes Alois Pe^nit solvie des jetzigen Kassiers uud Dep^sitoriumsleiters >,arl Jäger gedachte: Herr ^u^ll^aibach) tranl anf das Wohl derBevölkeruug der -tadt ,wai»bnrg, deren Bürgeriueisters öavnik nnd der Genu'mdcvertrctung. Horr Faidiaa (Steiu) auf das Wohl der nationalen Damen Krai» burgs, deneu er snr die Blumengruß dankte' Her kaiserl. Nat l^avnik toastiertc auf Herrn Vezirts-haliptmann Pirc, Herr. ^tricelj aus d,c> Harren Abgeord»,eten Dr. Fcrjan?i5 und Pirc, Herr Doltor Ferjan<"i5 auf das fernere Gedeihen der Feuer-wehruereine, Herr P e <"- n i k (Kraiuburg) auf Herru Laudtagsabgeordueten Pirc nnd auf die Gemeiude-Vertretung, Herr K o « in e r l j (Eisnern) auf Herru Bezirtshauptlnann Pirc, uud Herr Sajovic auf Herru l^tricelj als Vertreter des Feuerwehrverbau-des, wobei er gleichzeitig auf die Verdienste des Ver-bands-Obmannes, Herrn Toberlet, als des Begrün ders der ganzen hierländischen Feuerivehrorganisa-tion hinwies. Herr ktricelj beantragte hierauf die Abseuduug eiucs Begrüßnngstelegrainines an den krankheitshalber abwesenden Herrn Doberlet, uud schließlich gedachte „och Herr Turk der Ei», führung des slovenischen.^iounuaudos bei den Fener wehreu, worauf er nochmals Herrn Jäger seine Anerkennung aussprach. Um l Uhr nachmittags faud ein Xouzert statt, das sich eines geradezu uiassenhaf ten Besnches erfrente und wobei der s'italnica Ge sangschor unter Leitung des Herrn Willibald N n s sowie die bürgerliche Mnsillapelle uuter Leitung des .Kapellmeisters Herrn Wlassal ihr Bestes leisteten uud stürmische Anerkennung fanden. ); «.) uachmittags mu '/.!'. Uhr Versammluug auf dem Hauptplatze, Abmarsch in die Grotte uud Besichtigung derselbe», «Eintritts preise: Fiir »uiformierte Mitglieder 50 !>, für audere I I<>: abcuds Feuerwerk. Die Mitwirlullg der Militärkapelle des l. uud k. Infanterieregiments Nr. 87 ist beim Grottcufeste uud bei», 5tonzerte im Hotel „Ungarische 5lrone" gesichert. Die Verteilnng der Mannschaften für den Mittagstisch in Adelsberg wird den betreffenden .^on,n,anden mittelst Legiti »Nationen bekanntgemacht werde»,. Iu, übrigen ist der Ausschuß mit Verguügeu bereit, allfällige An-fragen sofort zn beantworten. Die Fahrkarten fiir den Sonderzng nach Adelsberg werden den Teilneh mern vom Verbaudsschriftführer Tro 5 t am Bahnhofe vor Abgang des Zuges ausgefolgt werdeu. Ais heute siud etwa tauseud Teilnehmer augemeldet. (Die Tilettanteu iu Littai) verau stalteten am 7. d. M. abeuds im Gasthaussaale des Herru Georg Oblal iu Üittai eiue Theatervorstel lu»,g, die sich eines vorzügliche», Besuches zu erfreue»» hatte. Gegebeu nmrde die lustige Posse vou Nestroi „Lumpacij Vagabuud". Die brave» Dilettante», entledigten sich ihrer Aufgabe in der denkbar beste», Weise und die Vorstelluug fand beim Publikum, das trotz der tropische», Hitze dem Spiele mit Aufmerksamkeit folgte, volle Anerkennung. - Die Posse soll demnächst wiederholt werde». —ik. ^ (Eii, großer Ä r a n d i n H e r », ago r.) Vorgestern nachmittags brach in Hermagor ein Feuer aus, dem gegeu hlindert Objekte, oaruuter die Kirche, die Aezirlshnuptmannschaft soN'ie die Post, znm Opfer sielen. Fast alle Feuerwehreu des Gitsch uud Gailtales, »veiters das Offizierskorps uud die Mann fchaften des 17. Infanterieregiments, das anläßlich der Manöver dort weilte, beteiligten sich an den Net tungsarbeiten. Im Laufe der gestrigen Nacht gelang es endlich, den verheerenden Brand zn lokalisieren. Der Schaden ist, da fast die gesamte Fcchsung sowie viel Vieh verbrannte, sehr groß nnd wird anf mehr als >M).l)M l< beziffert. Das Fener soll im Post-gebäudc gelegt worden seiu. - Die Zahl der Braud-katastropheu, die das Gailtal seit etwa zwei Iahreu verfolge»», hat sich um den traurigen Fall von Hermagor vergrößert. Vor zwei Jahren brannte Köt-schach, im vorigen Jahre Mauthcn, heuer Saal und nlin Hermagor ab. (Besitzer und Pächter von Fische r e i - Ne v i e re u) können ihren eventuelle»» Bedarf au embryo»,ierte»» Eiern nnd Brut von Forellen für die uächfte Laichperiode (1'>l»l/wl)5) beim Fischerei Nevier Ausschusse fiir jiraiu iu Laibach bis Eude d. M. anmelden mit Angabe der Zahl und Gat-tuug, ob Forelle»» (Bach, Negenbogensorellen oder Bachsaibliuge). (Aus der Diözese.) Die Pfarre Hot> derschitz nmrdc aus dem Dekanate Oberlaibach aus geschieden und dem Dekanate Idria einverleibt, wo- hingegen die Pfarre Vrh (Hl. Drei Könige) aus den> Dekauate Idria ausgeschiedeu und den» Delano« Oberlaibach einverleibt wnrde. Die Pfarre Student die bisher dem Dekanate Zirknitz angehörte, w»'^ dem Dekanate Adelsberg nnd die bisher in, D'la nate Adelsbcrg befindliche Pfarre Vreme dc,n D^< nate Dor»»egg einverleibt. Als Kaplan in Ober laibach lvnrde Herr Josef Lnvtar ailgestcllt. (Engllete iiber die Futternot,) Unter dem Vorsitze Seiner Erzelleuz des b?rrn Ackcrbnnministers Aarou Giovanelli und "" Veiseiu vo» Vertreter», der beteiligte,, Zei»tralstclle» fand au, tt, d. M. im Ackerbaliministerinni nie mehrstündige Besprechung von Delegierten der llM' N'irtschaftlichen Hanptkorporationen statt, lvelche ui i»»folge der «»»haltende», Trockenheit zu befürchtc'N^ Futternot und die diesbezüglich iu Betracht tonlNU'N' de» Maßnahme», znm Gegenstande hatte. Tu' ^ n,ese»de» ErM'teii älißerten sich zunächst i» oinW' ender Weise über die Ergebuisse der Ernte und de" Stand der Kulturen iu den vou ihneu repräsent'^ tei» Bezirke»», Nach deu gegebeuen Darstelln»^" ist in einem großen Teile der Monarchie ei» »'^ oder weniger bedentender Aussall au Futtermitm' zu verzeichueu. Hierauf lvurde vo>» de» Delegiern eiue Neihe von Maßuahu»eu iu Vorschlag aedl^ »velche >,ach ihrem Dafürhalten gee'lgnet lvären, " ausgedehnte Gebiete bedrohende Fntternot zn ""' dern, Wie das ..Freu»denblatt" meldet, sieht """ i» ulilerrichteten Kreise» schon für die alleruäcM Tage einen« entscheidenden Beschlusse über die ^ beide» Negieruuge» gegeu die Fulternot z»> l'r^ sende»» Maßnahinei» entgegen, woruuter nwhl ^ der Erlaß eines Ausfuhrverbotes für Futters!^ aller Art iu Betracht gezogeu werden uud s»> »ächste,» Tage zu erwarte» sei» dürste. «Huudswut,» An, l. d. M, N'llrdl^ einem den» Besitzer Joses Pucelj iu Vrhpe«'' ln'i ^ uigsteiil gehörige», Huude die W»,tlra»kheit lo^ tiert uud infolgedesseu über die Gemeinde H^ stein die Hundeto», ^ verhäugt. '" ^ (Zur V ol ksbelveg n n g iu >lra>". In der Stadt Laibach <.'ltt.il«» Eiuwohuer) '". deu iu, ll, Quartale l. I. lll Eheschließungen^ Die Zahl der Geboreueu belief sich auf ^ Persol,en N'nuden, !l ertrunken, l durch Sturz aus dein ^ fter, > durch Sturz vom Bicycle, l bei», Eisc"b^, betriebe, 1 durch ein Stichverletzung). ES l''"^ sich ein Selbstmord sowie ein Mord. verübt d einen Irrsinnige»,. '^. ' (Entwichen.) Gestern abeuds ist ^l'^ sauterist Auto»» Gastrann, dei» ei», ZugssülN'^ ,,i 17. Infanterieregiuients zn einem Verhöre ^„ Garnisonsgerichte nach Trieft vorführen soll^ ^,, der Bahuhofgasse eutwichen. Gasiraun »var s^'^i vorige» Jahre einmal desertiert und hatte s^> ^ seiner Verhastung in der Nosengasse iu der ,. nllug seiner Mutter mittelst eines Nevolvers zu leiben versucht. ,,^ ' (Gewitter.) Bei den, gestern »mcl''"'.^ über unsere Stadt uiedergegaugeneu ^^'^',L-schlug der Blitz i» das Magaziu des Kaui!»" ^' Marabou auf der Sallocherstraße ei», u»»d stll'"r MotorN'age»» »vnrde leicht beschul' ^,' ' (Mit dem Rettungswagen ^jl"' Arbeiter Jakob Lelx'n beiu» Tnnnelbaue "'^ ^ bau»» fiel gesterii ei» Steiu auf deu linle» '>. ßlcl ganz zerschmettert wurde. Der lebeusgesal)^ ^ letzte la», »lit dein heutigen Perso»enzug>' '"^ ^ an nnd N'nrde »nittelst Nettuna.Swaa.ens "'" Laibacher Zeituna Nr. 181. 1627______________________________ 10. August 1904. '^'f"l"-t. Mit demfelben Z„ge tau, auch der Ar- "u'l- Geramo Velii,ger au5 Virudaum iu fchtt'er lMchtcm Zustande iu Laiblich au. Er hatte bei einem ^'"sl,m>serzesse ,nehrere Messerstiche in die linte ^'ltcr crhattcu. Theater, Kunst und K'itcratur. . ^ („Der Steiu dor Weiseu.") Das zu-l^t erschienene u>. Heft (des 17. Jahrganges) ent-^lt: M. ^ Schleiden uud Äler. v. Huuüwldt von 7^^ "dolf z^hnt (»lit Porträt Schleideus», l^nxu "l'wtul- «Petrefatten mit l! Adhilduugeu). Eier, "° Kartoffel. Die Albauefeu uud ihr Laud <12 Ad j w°!"'Ncu). Vntladungserfcheiuuugeu iu Gafeu <^ "vudliuncl!), Perfuche über die Wirllichleit der auf "' Fm'3 geseheueu Kanäle, Die indiretten Metho ;, ',^>r dmhtlosen Telegraphic uud Telephonie (. August. (Offiziell,) (5in ,^ W'mi»!, des Admiral Alerejev a» Kaiser Niko ^^uo,» 7, ^, besagt: General Stössi meldet vou, >^"I,i H^,^, ^,„ . ^^. ^...h ^.^sf,^.^. ^,^. ^l'iud, t'l»,/'"' "' ">>t starten ^'lrtilleriestreitträfleu vor^e "U'»U? ^"'' ^"'' ^"'"' '" b"' N"u.;e>! ^roul, '.'.'a l,^ '"' wm- der ^»nrifs ^eac» deu ?j!ip!la,v!»"mel ^'» !>!^' ^'^'^ ^lm « Uhr lvar der ssl'iud mit euor ^^"l.»s<"! ül'crall ,;nrlick^eschlaliru. Wir hielte», ^tp. ^'."""' 'U'ei Taqe lana !^'!^'" die uiu vi^'ll'S ll'l, ^'U'mdliäie '.'lrme^'. '.»lm .^>>, l M,r friili eröffne ^' >>apln,el- in der Ttärle von etN'a süns Tivi sionen die Offensive a>'A'u unsere Posirioueu auf, dem Wolssbera. Ä»Gesichts der enoriu überlegenen feindlichen Ttreittriifw uud der Schwäche uuserer Position erhielten die Truppen deu Vefehl, sich ohue .^iamps auf die beuachbarteu Positioueu zurückzuziehen. Der Mickzuli umrde iu voller Ordnuua, uuter dem Tchutze der Artillerie vollzofieu, welche durch präzises Heuer auf kurze Distauz deu Vormarsch der Iapauer vollstäudis, aufzuhalten vermochte. Unsere Verluste siud noch nicht festgestellt, aber nicht gros;, diejenigen der Japaner sehr beträchtlich. Der sseiud verfügte iu deu iiämpfeu am -'s!, und ^7. Juli über annäherud 7<1.0lX1 Manu und eiue bedeutende An-zahl 'von Velageruuysgeschützen. Der ^eist unserer Truppeu ist ein ausgezeichneter, der Gesuudheitszu- Loudou, !». August. Wie „Daily Telegraph" ans Tschifu meldet, wird iu der letzten dort auS Port Artnr eiugetroffeueu Zeituug eiue Votschaft des Baisers Nikolaus veröffentlicht, in welcher es heißt: „Ich hoffe, daß meiu Volt, würdig der heiligsten Nberlieferuugeu des russischeu Stammes. Port Artur mit Tapferkeit, Entschiedenheit und Treue verteidi gen wird. Ich rechue darauf, daß die Offiziere die Maunschafk'n ermähnen werdcu. auf diesem kleiueu Teile Nußlauds, der jetzt vom Mutterlaude getrennt ist, die russische ^ahue hochzuhalten. Zu mi'iueu, Volke habe ich das Vertraueu, daß es die Soldaten unterstützen wird." Die Votschaft wurde deu Solda teu vorgelefeu und vou diesen mit lebhaftem Veifalle aufgeuouimen, Ebenso beifällig wurde eiu Tele gramm ^lnropattiuS ausgenommen, das die Vevöl lerung auffordert, sich gut zu halten, da er vor Au gust uichl Hilse bieten töuue. London, !», August. Der „Staudard" meldet aus Schanghai, die Japaner hätten in ^iutschwang eine Protlamation erlassen, des Inhaltes, das; sie den Xrieg führen, um das Volt' von der russischeu Dirauuei zu retten uud die Mandschurei für die hei matliche Dynastie wieder frei zu machen. Die Pro tlamation schließt mit der Aufforderung zum l^ie lwrsam gegen die japanischen besetze London. i>. August. Aus Tschif» w,rd gemel det! Reisende, die in einer Dschuute au, s!. d. Port Artur verließen, erklären, es sei am 0. d. leiue Schlacht iu, (Uauge gelvesen, »nr hätten die rusfischeu und japauischeu Vatterieu abU'echselud geschossen. Seit dem 2^l, Juli hätte», auch die russischeu .Kriegs-schisse „Pobjeda", „Newisau", „Poltava" uud „Pe reovjet" gelegentlich gefeuert. Eiu Jugeuienr, der die Verhältnisse von Port Artnr genau kenut, er-klärte, die Japaner würoeu vier Wocheu uötig habeu, um die geuommeueu Auhöheu zu befestigen und für die Ausstellung vou Belageruugsgeschützen herzurich-ten. Dies würde jedoch »nr unter deu, Feuer der russischeu Geschütze ausgeführt werdeu können. Tfchifu, l). August. (Meldung des Bureau Neuter.) Aus Port Artur eiugetroffeue rufsische und chiuestsche i^lüchtliuge ergähleu: Auf dem Wolfshügel stiinden jetzt . Angust. Die russische Tele grapheuageutur meldet aus Mukdeu: Die dumpfe vom Ä'>. bis ^. Juli fa>,den mindestens zehn Werst von der Hestuug Port Artur eutferut statt, Verliu, ^». August. Das Wolsf Vureau meldet aus 5tonstantinopel: Die Pforte bewilligte die Durch fahrt für die Schiffe der russischen ^reiwilligenflottc durch die Meerenge, nachdem in Petersburg durch Grafeu Lambsdorff uud iu ,Uoustantiuopel durch deu Votschafter Sinovjev die Zusicheruug bezüglich oer Veibeballung der Handelsflagge abgegeben ,oord!,l,!i,l, 'V'ri'N vormittags l<» lll,r 2^! Minuten erfolgte hier ein heftiges Eidbeben, wie es seit vielen Jahren nicht verspürt worden war. Mehrere öffentliche Gebäude wurden arg beschädigt. Viele Privatfirmen uud ssa-milie» erlitten große Verluste. Meuscheuleben sollen nicht in Mitleidenschast gezogen worden sein. Die ErderW'üternng wurde sowohl aus der Nord- wie Südiusel wahrgenommen. Foulard-Seide«... l,is fl -i 70 per Meter — sowir strls das N.'iiest^ in schwar^r. wr h r und gf> .Henneberg . «eide" Uon il<» jtrcuz, bis fl. N 35 per Vi.'!er - glat!, c,estteijt. ^rnrr!' zelllAAM^""^ '' vo» »5 !tt«ui. - ll. 118ll »3» 8eille von KU ! ,«on vcrzollt i»s HnlS. Mnst.r umsskhend. - Doppeltes Vr.eiporto nach dr. Schweif ^ ___ . «... . . ^"^ ^-t> Seiden-Fabrikt. Henneoerg, /.anen. Angekommene Fremde. Holcl Stadt Wicu. >>. ^^l'lgust. Dr. Schobeln. WeliäMat. Klauseu-«''N8s^,.""h>iin. Zimulermeister. Pettau. - Iassodiz, Rech-^«"dol « '^'' ic> ^"' Nnunlfeld, z». P's'!"-3^"' Ev ^' ^«vinnano. - l»oh„. .«lenlsier. Druslov'ch, ^strö^ti. kflte. ^l..n.s. - Haidei. «sm. Aschach, ^^^nnemeur. Stockhol,». __________ 3> A«, , verstorbene 3?llras;/','l»nust. ssranz Cudnil. Post"M"'<. /" ^ '«'Uriuli ' ""''l,kn<>>be,l.,lo,e. ^ ssrauz.sla Roma, a H'allee 5 "u.ausl. Anna Lah. Vezirlsrichtersw.tw^ ? I. 'i^M,^' . "<".!., lm.'..ln, ..«.n - ?lnlon Verübn. / ' ^"N«'! '^' SchieWä.tnasse 15. Schalwch, ">,.'."" ^/':,^'.7N"^<^^ar. .eder^hi.^ ^'>"'ch ?>"^^l. Darn.la>arrli. - ?"1"'"« .7"? ' ^"stocht.'^ ,^ M. Wieuecsttaszc N>. Darmlalaril). Im Zivilsp'tale: ?lm 4. August. Franz Pavlin, Arbeiter, 4! I.. Luna.en- " " A°m 5 August. Franz Nakerst, Illwol,uer. 81 I,. Ma» rasmus. - Johann Iapel, Kruschlerösohn. 'l I., l.'om>.»«ti... Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe ^Xi ii .«. Mitll. Luftdrucl 7^« 0 mm. ^ s, Ä 73« 3 24 ii, SZ0. «"ihiss bewollt ^ 9 . Ab ?W?! 18 4i NW. mähia, Re<,en 10 7 U F 735 7 , 18 'i iliO. schwach , brwüllt j34 5> Das Tagesmittcl d« gestrincu Temprrat»r ii, 1". »lor» male: lii 3'. ^ . . («estern nachmittags schweles l«ewMer m.t wssel und sinr».ischc>>n Nordwcst; abends n»d nachts abernm,^ («ew.tter. Verantwortlicher Nedatteur: Anton Funtel. """'^'mmm Sport. Interesse haben. "dš^bocki Zahvala. Za mnogobrojne doka^e soentja ob bolezni in oh Binrli predrage niatere, oziroma tafièe in stnro inatcre, gospe Ane Lah-ove izrekanio vsoni sorodnikom, prijaloljein in znancem najprisrènej&o /.alivalo. Posebej «e ]>a še »alivalju-jemo 7.a siastn»» HpreinHtvd drag« pokojnicü k veè-noiiiu potfitkii in za ]K)(larjcn(i krawno venec. V \jj ii b I j .'in i, dne 9. av^usta 1904. CU98) Obitelj E. Lahova. Danlsagullg gerin, der Fian Anna Schwingsl)l,k! gev. Dransderyer Hallsbesi»elin sowie siic die zahlreiche Bctrilignng an dem Leichen-bessä'nnnisse der teuren Verblichenen zu ihler letzten ^»hsslättr und für die schönen Kranzspenden sprechen wir allen den herzlichsten und wärmsten T>anl ans. Laibach am 9. August 1W4. Dic ticstraucrndcn Familien SchwmMnkl, Oroszy und Sikoschessss. Laibücher Zeitung Nr. 181. 1628 10. August 1904. Kurse an der Wiener Börse vom 9. August l904. ^ ^m °ffiMen 5«,^« Tie notierten Kurse verstehe» sich In Kronenwährung. Die ^lotierung sämtlicher Altirn u»b der «Diuerse» Lose» versteht sich per Stttcl. HUgemeine Ztaatsschuld. «el» Ware Vinheill, Rcnll" in Noten Mai' November p. ». 4-2"/„. . . 98-25 9« 45 !n2iIb,Iän, Juli pr, «,4-2"/« 99-25, 93 45 ,,Rut. ssrbr.Anss pr,K,4-2«/„ 10«, 15 l.Xi »5 ,, „ April, Olt,pr,k. 4-2"^ !00 >5 10« :<5 1 «54er Staat«!ose 250 sl. 3-2"/, -'— — - i«U0er „ 500 st. 4'Vu 153 i« 15410 IW0er „ 100 fl. 4"/„ 1H3 75, 185 75 1« (div. St.) .... 5>/4"/„ 127 60 128 60 ss>udulsöbahli in kronenwähr. j steuerfrei (div. St,). . 4«/« 98 40 100 40 Norarldergbahn in Nroncnwähr. ^ steuevfr,, 4,»o Kronen . 4°/» 89 50 100-50 Z» Etnatsschuldvelschreiliun» gen al,gestcmp.Eisc>lb.'Altlen. Elis.N'l'II,!)!,!)!! 200 st, UM, 5'/<"/n uuu 20« fl.......5I1'25 512LÜ d»°. liiiiz «udw. 200 fl, ö. W, S. 5'///«........471'-^473'— dto. Oalzb,-Tir, 200 sl. ». 38. S. j 5" „.........444 50 44« 50 5. «arl Llidw. Ä. 2UU fl, KVi. 5' /„ von 200 sl......—'— —'— Geld Ware Vo« Staate zu» Zahlung übernommene lkisenb.'Prlor. Dbligatlonen. Eülabethbahn u. 3NNN M. 4" „ ab U>"/„...... N5 8« 1ie-»0 ElisnOrlhbahn, 4W ,l, 2000 M. 4"/«......... II» ssranz Josef,'»,, » Galizische Karl Ludwig ^ Bahn ! (div. St,) Silb. 4"/« . . . 9N-N5 lnaeü Porarlbcrger Bahn. «m, 1»»4 j (div, St.) Silb. 4"/„ . . . »8 7» U!0'7« Zlllllteschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ uu«. Goldrenle per Nasse . 1l9 !5 119 2f> dto. dto. per Ultimo .... 1190511925 4"/„ dlo. Renie in Kroneüwähr,, steuerfrei, per Kasse . , . 97 lU 9? »<> 4"/« dto. dto, dlo, per Ultimo . 87 — 9? liN Ung, Nt.°Eis,^lnl, «old im> fl. —-— —'— dto. dto. Tiluer 10« fl. . . . — — — — dto. Staats Odlig, (Ung. Oitb. v, I, 1«7S....... —'— — — dto, Lck>anlrca.al-Mlös.> Oblia. —-— —'- dto. Präm.A, k 100 fl. — 200 ll 20«'—,808'- dto. dto. ll 5Nfl, — I00li 20«-—208 — Theis, «ess.-i!use 4"/u . . . . 161 5" IN.'i s.o 4"/„ ungar. Grunbentl.-Oblig. «7 «5^ l,« 05 4"/n lroat, und slavon. dcttu g« 5<» — — Andere öffentl. Anlehen. 5"/„L°na!i'Reg.-Anleihe 187« . lO« 90 107'90 ?l»Ichen der Stadt Görz , . ——^ —-— Aulche» der Sladt Wien . . . I0ü 25 I»)4 25> d!o. dto, dlo. dlo. (1»'.»4). . . . 98-j 99-— d!0. dto. (1«U8). . . . ?9b0 100-50 Vörseliau-Aülehen, oerlosb. 5°/« W--! !>9-7ähr. veil. 4"/«......... 100 50 «0l 5>s> dto. dto. KOjähr. Verl. 4"/n 100-5,0 101.',« Sparlasse, l.üst.,UUI., verl,4"/« «00 5« lOl'5,0 GisenbaliN'PriorilälL' Gbliglltillnen. sserbiuandz-Nordblll,» «A. IN«« INl'25 102 2,. Oesterr. Ätordwestliahn . . , 108 — !<»»'«(» Slaalsuahn....... 4 7 — 419- Liidbal,,! il »«/„ verz. IHnn.'Inli »02 <>5 304 «5 dto. K5"/,....... 124 75 125?!, Ung,-galiz, Bahn..... 110 25 111 25 4"/« Unterlrainer Bahne» . . — — — — Diverse Los, (per Stuck). -Verzinsliche > use. 3"/„ Bodenlredit Lose «km. 1««» «01—3ll-5>0 »"/„ ,, ., lt>», I»»9 !i<<2 — »0li - 4'Vü DllNllU-Dampfsch, 100 fl. . 274 — 278'50 5°/» Donau-Negul.-Lose . . . —— — — Unverzinsliche liose. Vudap.-Vasillca (Dombau) 5 fl. 20-9» 2>90 Kreditlose 100 fl......460—47! 50 Elary-Lose 4« fl. KM. . . . n,8 — ic;«-— Oscner Lose 40 fl..... 159 — ie><- Palsfli-Lose 40 fl, KM, ,. . i«1 — 172- Roten Kreuz, Oest. Ml-, v. 10 sl. 53 5« 55-5« ,, „ nng, „ „ 5 fl, 29- 30- Nndlllf-Lo!e IN fl..... «?-— 71'- Salm Lose 4» fl...... «18 — 22« — St,-Genoi« Lofe 40 fl. . . . —--! —-- Wiener Comm.-Lusc v. I. 1874 507—^1? — Gewinstsch. d. 3"/u Pr.'SchnlbU, > d. «obenlrcditanst,, lim. 1b«9 »9 — 103 — Laibacher Lose...... — —i —'— Geld Ware «lltien. «tranllportunter» nehmunyen. Aussig Irpl, . 5.00 sl, . . 2145. 2!.'.5. Bau n. Betrieb« wes. für städl. Ttrahenb, in Wie» !it, X . — — —'— d<«. dto. dto. lit. U . "-— — - Böhm. Nordbahn !50 fl. , . «.".«- ^ 3l2 - Bnschliehrader 0sl, KM. 2740 27N0- dto. dto. ,lit, ll) 200 sl. I<>40 ,04l> Donau Lampsichiffahrl«' Oesell. Oesterr., 500 s! «M. . . . «45.-^ »<52- D»r Budeubacher Ferdinands ylordb, !0O0fl. KM. 5430- 54L0 Lemb.^Lzernow.Iaslü'ltiscnb.- Gesellschaft 200 fl, E, . , . 577-— 577-50 Lwyd. Ocsl,, Trieft, 5oo sl. «Vl. ««> — «8l - vesterr. Norbweslliahu 20» fl. S, 4,3 50 415 - dto. dto. (lit. «) 20« fl. S. 419 — 42t - Praa-Inzer ltiienb. 100 fl. abgst, 204 — 2»5 — Llaatöeisenbahn 2«0 fl. 2. . . «33 - «34'— Eiidbahn 2W fl, T..... »5-^5 8>! 25 Siidi.ordd. Aerb °B 200 fl. KM. 40« — 4 Depositenbank, Ms,., 200 sl, . 432'— 432-50 Eslumplc-Ges,. Ml'üst,, 400 li 511—5I<-5'! Giro-», Kas>rnv., Wiener 200 fl. 42«-— 434- Htivothelb.. 0est.,2UUfl.20"/ult. 2»5'— 255 — l^l^M" Länderbanl, Oest.. 200 fl. . . «l'^ ^ vesterr.-ungar, Baul. N00 fl. . «»>>' ,'« . Unionbanl 200 fl..... 5lk^-"' Äerlehribanl. Nll«. l40 fl. . ^5< "" Indullll,.Zlnler< nehlnungen. ! Banges,, «Ng, öst„ ,00 II, . . l4'! "'^"^ Egudier Lisen- nnd Stahl I»d, .< in Wie« l<>0 fl..... -"'" „.,< «tisenbahnw Leih« ,Erste, 1"„fl. :«l> ' ^,., ..Elbemühl", Papiers. ». «, ch, <«" "',^,« Lieslnger Brauerei 10« fl, , . «"'^T,!?! Montan Geselllch,, Oest. alpine. -»"'^ '"^ Präger (tisen Ind. Oes, 20» fl. ll«»«^ ,^ Sals>o Tarj Sleinlohle» 100 sl. >«' ^«««^ ..Scliloglmnhl". Papierf. 200 fl. «''"'""^ ..Steurerm,", Papierf, u. « °G. <^"">M- Trüaller Kohlenw. «elrN. 70 fl. »0U ",^»^ Waffenf.'O,,cesl,i„Wiei!.i00fl. 47»-, Waggon-Leihanst , «llg. in Pest. !.,c< 400 li........ «"""1,««z° Wiener Ballgesellschaft 100 fl. . 'l>«^>". Wlenerb,rgerjj!egel«l»len Ves. ?"l" < yevisen. Kurze Tichten. «msterdam....... '"«"'A,"''" ,,,<< Deutsche Neichsbaulnol.'» . . t>7^> „ Italienische Baulnuten . . . !'-'' '^»H Rubel Nuten...... ! «^^. 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