vkatdauSgass« Skr 5 t»leptz»n Kr. 11, intuatta». e rech»»«»«: Z-glich (mit XnlnaQrae »er ®onn- a. Akter. Uj«) M* »»—»Uhr term. H»nttchre»d-n lurtbfn nicht urllSgegede», nsmtnl«!« «1n> minngoi nicht tntiOT4tijt Hntlinbignngtn nimmt die v«r>»«l>a»g |Htt Breechnunz der btUtj)! lest, gepelten »rdUhrci entgegen. — (M w>e»crhol»nj«i> ♦ttil- R»chl«t. tu .Xe«tt4< Ba4t" erscheint («(<* StUJaoch ant Camllag •kni«. toflRMtsoffca-ftont« so.««. Ar. I«. AM, Wttwo«, '23 Aevruar 1910. Srrtoaltnno: RathauSgaff» Nr. 6 Iflrti»» *r. II, intrrnrb««- ?t)ugsdkdi»gllilAr» Durch Mc Vo? i-,»zen: »tertrtlijrtg ...«»« H«l»jÄirt, . . . . K «4» »amj.tnj . . . . K irw »ll» «tltl »>' SttAtllM in« $»«• -»ionotlH . . . . K 1-1» Mcrtcflifrit . , , R I'— H-ldi-d'', BonudWg . . . . K U -RUi« SttlUn» er»«*« fUt Ite dnng».«ed>t»r,n. Mngeletlete R»«n>e»c-'t« «ellen d>« >ur »»destrllnng 35. Jahrgang. Wählervrrsnmmlung. SamStag abends fand im Speisesaale des Deutschen Hauses eine von über 400 Wählern be-suchte Versammlung statt, in welcher Herr Reichs-ratSabgeordneter Richard Marckhl, sowie unsere Landtagsabgeordneten Herr LandeSanSfchußbeisitzer Moriz S t a l l n e r und Herr Dr. Eugen N e g r i über die schwebenden politischen Fragen eingehend Bericht erstatteten. Zum Porsitzenden der Bersamm« lung wurde der Obmann des Deutschen Vereines Herr Stadtamisvorstand Dr. OttoAmbroschitsch gewählt, welcher außer den genannten Abgeordnete» noch Herrn Bürgermeister Dr. Heinrich v. Iabornegg. Herrn Altbürgermeister Julius R a k u s ch und Herrn Bürgermeisterstellverlreter Max R a n s ch e r begrüßte. Herr Dr. Eugen Negri schilderte in großzügiger überaus fesselnder Rede die Entwicklung der slowenischen Obstruktion im steirischen Landtage. Die letzte Tagung dieser Körperschaft stand in der ersten Zeit im Zeiche» ruhiger Tätigkeit. Nach 6 Wochen kamen die Slowenen mit ihren ersten Vorstoßen. Dr. Knko-vec brachte den Antrag ein. wonach slowenisch sprechende Kinder von dem Besuche deutscher Schulen ausgeschlossen werden sollen, welcher Antrag eine Einschränkung der persönlichen Freiheit der Erzieher in Hinsicht aus die Erziehung der ihrer Obhut an-vertrauten Kinder bedeutet. Wie sehr dieser Antrag auch den Wünschen der vernünftigen slowenische» Bevölkerung zuwiderläuft, konnte man bei deu letzten «Nemeindewahlen in Schönslein wahrnehmen, wo ein schlichter slowenischer Schuhmachermeister einem deut-ich?» Agitator, der ihn zur Wahlbeteiligung zu ge-winnen suchte, erklärte, er yehe deshalb nicht zur Wahl, weil man seine Kinder in die beut« schc Schule nicht aufgenommen habe. Der Antrag des Dr. Knkovec wurde vom Anfang an abgelehnt. Dasselbe sei bezüglich des Antrages des gleichen Abgeordneten auf Teilung des steier-märkischen Landesschnlrates in eine deutsche und eine slowenische Sektion der Fall gewesen. Als jedoch 8 Tage später der klerikale Abgeordnete Dr. Ver- Lethe. Von Frieda Kordon. Jüngst hatt' ich eine» tiefen Traum: Ich war gestorben nnd als körperloses Wesen Zog ich durch einen riesengroßen Raum, Den grauer Dämmernng Schauerschatten füllten; Bis plötzlich eines toten Wassers Flut. Durchglänzt von rätselhafter Purperglut, Den Weg mir wehrte und ich stille stand. Und während ich noch zweifelnd überlegte. Erblickte ich im pnst'ren Nebel eine Hand, Die eines Bechers Rand enthüllte, Sich abwärts senkte und den Kelch im Strome jsüllte. Indessen eine süße Stimme klang Und schmeichelnd in die müde Seele drang: „Willst dn, von deines Lebens Last Besreiter, Hinüberzieh'n inS Reich der Seligkeit, Dann mußt du aus dem Lethestrome trinke», Dann mußt du trinken die Vergessenheit. Und was dein Erbenlos dir auch beschieden, Dir wird ein großer Gottessrieden. Denn in Vergessenheit sinkt Leid und Not Und alle Oual, die dir das Leben bot, Und alle? das, was du einst Glück genannt, Vom kargen Schicksal winzig zugemessen, Das matte Glänzen längst verglühter Wonn . . . . Trink' rasch und werde wahrhaft glücklich im Vergessen stovsek den inhaltlich ganz gleiche» Antrag stellte, wurde dieser mit Hilfe der Stimmen der „ver-fasiungstreuen" Großgrundbesitzer tatsächlich zur Ausschußberatung zugelassen. Was die liberalen Großgrundbesitzer dazu veranlaßt hat, als „Ver-sassungstrene" diesem Attentat auf die Landeseinheit zuzustimmen, ist eigentlich unerfindlich. Man könnte nur annehmen, daß ein Wind, der über den Semmering gekommen sei. sie dazu veranlaßt habe. Am l. Februar bei der Verhandlung des Vor-anschlageS setzte plötzlich die Obstruktion ein, deren Ursachen ans Prag hindeuten. Hat sich ja doch Dr. Benkovii zu dem lächerliche» Ausspruche ver-stiegen, daß die Slowenen in Graz doch mindestens die gleiche Bedent»»g haben mit den Deutschen in Prag! Als Gründe sür die Obstruktion der Slowenen wurde bekanntlich angeführt: l. der Antrag WaftianS ans Abänderung des SchnlaufsichtsgesetzeS, 2. der Antrag des Landesausschusses ans Einverleibung der Maximilian-Gründe usw. in das Gebiet der Stadt Cilli nnd 3. die GeschästSordnnnzSreform. Man ist in, Landtage allgemein der Ueberzeugung, daß diese Gründe nichts als ein Schwindel sind. Denn der Antrag WaftianS sei ja bereits am 30. Septeml'er 1909 also vor 5 Monaten einge-bracht worden, ohne daß die Slowenen darüber ein Wort verloren hätten. Anderseits hat noch am 3. Februar ein Abgeordneter wie RvSkar, der doch eines der bedeutenderen Mitglieder des slowenischen KlnbS ist, keine Ahnung davon gehabt, aus welchem Grnnde die Obstruktion inszeniert wurde. ES handelt sich osfenbar mit dieser Obstruktion nicht nm eine Frage, welche die Existenz des slo-wenischen Volkes betrifft, sondern um Gründe, die von auswärts hereingetragen wurden. Der steirische Landtag hat auch in der letzten Zeit den Slowene» gegenüber eine Toleranz gezeigt, wie wir 'sie von unserem Standpunkte nicht wünschen können. Der Antrag Wastians bezweckt eine Vermehrung der Vertreter des Landtages und der Stadt Graz im LandeSschulrate und zwgr in der ganz richtigen Erwägung, daß dem Lande, welches ja die ganzen Pas gute Mittel. Humoreske von Prof. Dr. Gustav Appelt. Die Jnngbäneriu vom Leilenhof kommt am Sonntag vor dem Hochamt zum Herrn Pfarrer und klagt ihm ihr Leid. .Da Sepp, ihr Mann, is' halt gar so viel streiti nnd sogar Schläg' kriagt's dann nnd wann von eam. Ob er denn gar »et helf'n nnd mit'u Sepp amol red'u könnt." Der Pfarrer schüttelt ein wenig den grauen Kopf. Er hat den Sepp schon gekannt, als dieser noch als kleiner Bub in Schnellfenerhöschen *) umherlief, hat ihn aufwachfeu, groß und stark werden sehen. Ein bißchen hitzig ist er wohl, der Sepp, und auf der Kir'weih, wann'» ums Raufen geht, nicht gerade der letzte. Aber sonst tut er still seine Arbeit, ist verträglich und gutmütig. Wie kommt der Sepp dazu, eine so hübsche, stattliche Frau, die er »och dazu aus HerzenSneignng genommen hat, zu prügeln ? Der Bäuerin bleibt die Antwort schon zu lange a«S. „Recht schön bitt'n tat' i'," nimmt sie wieder das Wort, „ob da Herr Pfarrer den» gar ka Mittel wußt', daß wieder a Fried nnd a Ruah wird im HauS. I' tat mi' vielmals bedank'» und 'n heilig'» Josef zu Ehren a Kerz'n stift'n." „Vielleicht," meint der Pfarrer mit einem eigentümlichen Blick, „red'ft dn ihm zu viel. Es gibt Männer, die das viele Reden nicht vertragen." *) Kniehosen, rückwärts zum Knöpfen. Schnllasten zu tragen hat, auch bei der Schulver-wslitung ein größerer Einslnß eingeräumt werden müsse. Dieser Antrag kann auch deshalb von den Slowenen nicht als eine Vergewaltigung erklärt werden, weil ja die slowenische Mehrheit in Kram den wörtlich gleichlautenden Antrag angenommen hat. Die Abtrennung des Dreieckes zwischen dem Dornbache, der Reichsstraße und der StaatSbahn-linie Cilli—Unterdranburg vou der Gemeinde Um-gebung Eilli und Einverleibung in das Gebiet der Stadt Cilli liegt in rein wirtschastlichem Interesse beider Gemeinden und es wird auch seitens der Regierung aus diesem Grunde dagegen kein Anstand erhoben. Die Reform der Ge-schästSordnung ist unbedingt erforderlich. Die gegen« wärtige gänzlich veraltete Geschäftsordnung ist nicht mehr zeitgemäß. Bei der Reform der GefchäftSord-nuilg hat niemand daran gedacht, die Rechte der Minderheit in irgend einer Weise zu verkürzen. Neben den offiziellen Gründen der Obstruktion wurden in dem Aufrufe an daS slowenische Volk vom slowenischen Klub noch andere Gründe geltend gemacht, die aber ebenso hinfällig und jefnitifch sind wie die offiziellen. Es wird gesagt, daß Anträge wegen Hagel-schaden Unterstützungen zurückgewiesen wurden. DieS ist richtig. ES geschah deshalb, weil die An-träge in slowenischer Sprache, welcher die weitaus überwiegende Mehrheit des Landtages nicht mächtig ist, gestellt und begründet wurden, so daß die Mehr-heit die Gründe eben nicht würdigen konnte. Es wird behanptet, daß die Anträge aus Er-bauung von Eisenbahnen von Heilenstein nach Stein nnd von Ritzdorf nach Oberburg abgelehnt worden feien. Auch dies ist richtig. Es wurden aber auch Eisenbahnanträge abgelehnt, die von Seite der Deutschen gestellt wurden, wie die Marburger— Wieserbahn, und zwar abgelehnt ans dem Grunde, weil dem Lande die Mittel fehlen, alle diese Bahnen zu bauen. Es ist aber den Deutschen hiebei noch viel schlechter gegangen als den Slowenen. „Ah, gar ka Spur," fällt ihm die Bäuerin ins Wort, ,,i' red' eh manchmal zwa Tag nix af eam, oba nocha is' no ärger, da gift' er si' recht!" Der Pfarrer lächelt still vor sich hin und da es Zeit wird zur Predigt, so sagt er der Bäuerin nnr knrz, sie solle nach dem Hochamt in die Sakristei kommen, da werde er ihr ein Mittel gegen die Schläge geben. Die Bäuerin ist hochersreut und macht ihren schönsten Knix. „Küß d' Hand, Hochwürden Herr Pfarrer!" Dann geht sie in die Kirche' Während der Predigt kann sie zu gar keiner rechten Andacht kommen. Sie mnß immer an das rechte Mittel denken. „Was denn dös sein mag? Und ob's überhaupt so was gibt? Wird'S a g'wiß helf'n? Ja sreili, wanu's da Herr Pfarrer sagt, so is' a wahr! Ob sie da Sepp wirkli' wieder so gern hab'n wird wie enter,**) wo sie si' ganz guat va-trog'n hab'n?" So simuliert sie hin und her und hebt dazwischen wieder eifrig zu beten an. Endlich kommt der Segen, das Amt ist aus. Sie drängt sich mit den Leuten aus der Kirche und geht in die Sakristei. Dort übergibt ihr der Pfarrer eine große Flasche, sein säuberlich in Papier eingewickelt. „In der Flasche ist Weihwasser," spricht er mit erhobenem Zeigefinger, „aber kein gewöhnliches, sondern doppelt geweihtes. Wen» dir dein Mann etwas sagt, was dir nicht paßt, so nimmst du schnell einen »* ) früher. ScUe 2 S/e^ische Wacht Rummr 16 Da« gleiche gilt bei den F l u ß r e g u l i e r u n ge n, wobei ja doch die Wildbäche, die im Oberlande, so ungeheuren Ichaden anrichten, in erster Linie in Betracht zu kommen hätten. Wir Elllier warten auch schon geduldig Jahrzehnte lang auf die Sannreg«' lierung. Was insbesondere die Regulierung der Sottla anbelangt, so ist die« ein Fluß, welcher die Grenze von Steiermark und Kroatien bildet. Die Sottla «Regulierung kann nur dann durchgeführt werden, wenn sie auf beiden Usern in Angriff ge-nommen wird. Hiezn ist das Einvernehmen zwischen beiden Ländern erforderlich, welches bisher noch nicht erzielt werden konnte. Ferner wird behanptet, daß eine Abänderung de« Jagdgesetze« behufs Bekämpfung der Hafen und Fasane«, welche den slowenische» Bauer» die Fluren verwüsten, abgelehnt worden sei. Dies ist eine dreiste Lüge. Der bezügliche Antrag des Abge-ordneten Ro5kar wurde fast einstimmig angenommen. E« wird behauptet, daß die unverzinslichen Darlehen für Wein garte «besitze? um 200.000 Kronen verkürzt worden seien. Die« ist richtig. E« sind bisher au« diesem Titel schon über 4,000.000 Kronen an Weingartenbesitzer gegeben worden, zum Zwecke der Amerikanisierung der Wein- ?ärten. Man ist aber heute tatsächlich schon znr leberzeugung gekommen, daß bei uns im Lande eine Ueberproduktion an Wein besteht. Aus dem Grunde wurde auch im Einverständnisse mit de» Agrariern beschlossen, heuer die Darlehenssummen um den genannten Betrag zn verkürzen. E« wird behauptet, daß die Deutschen 26 Bürgerschulen haben und die Slowenen nicht eine nnd man noch beabsichtige, die Landesbürgerschule in Eilli in eine allgemeine Bürgerschule umzuwandeln und sie dadurch den Eilliern auszuliefern. Die Behauptung ist einfach lächerlich. Denn die allgemeine Mädchen-bürgerschule, welche auch den Cilliern anSgtliefert ist, wird ja in der ersten Klasse von 35 Prozent Schülern ans fremden Schnlsprengeln besucht, während an Schülern, welche statt in die Bürger-schule einzutreten das Ende der Schulpflicht in der Bolksschnle abwarten, kein Deutscher, svndern nur 12 Besucher der slowenischen Umgebungsvolksschule zu verzeichnen sind. ES wird behauptet, daß die Anträge ans Er-richtung einer baukerainischen Schule in Radkersbnrg und einer Fachschule sür Holzindustrie in Wölla» zurückgewiesen wurden. Die« ist richtig. Das gleiche Schicksal tras auch den Antrag des Abgeordneten Einspinner auf Errichtung einer baukeramischen Fachschule in Radkersburg. Nach den ungeheure» Opfern, welche die landwirt chastliche Schule in St. Georgen verschlungen hat, ist das Land eben außer Stande, neue derartige Schulen wo immer zu errichten. Da» ganze war ein ausgesprochenes Theater. Die Obstruktion der Slowenen war leider nicht niederzuringen. Die gegenwärtige Geschästsordnung bietet keine Handhabe dazu. Eine Obstruktiv» kann dann als äußerster Notbehelf vor der Kritik der Vernunft standhalten, wenn eS gilt zu verhindern. Schluck davon und behältst es so lange im Munde, bis es warm ist, dann wird dir die richtige Ant-wort einsallen. Wenn du aber siehst, daß der Sepp schon im Zorn ist, so nimmst dn zwei Schluck hintereinander. Und wenn er sich trotzdem noch einmal vergessen sollte nnd e« rutscht ihm die Hand aus — wa« aber gewiß nicht mehr geschehen wird —, dann mußt du drei Schluck nehmen. Sobald die Flasche leer ist, kannst du dir eine neue holen." Die Bäuerin sagt vielmals schönen Dank nnd drückt die kostbare Flasche srendestrahlend an sich, damit sie ihr ja nicht auskommt. Nach drei Wochen erscheint sie richtig wieder im Psarrhof und bringt die Flasche leer znrück. Ihr Gesicht glänzt vor Glück und Znsriedenheit. „Nun, hat das Mittel geholfen?" fragte der Pfarrer. „Freili' Hat'S g'hvlfen. Schwer i«' mir wohl a wen'g word'n, oba i' hab' net nachgeb'n. Bis af drei bin i' gar net afikeminen, net an oanzigen Schlag hab' i mehr kriagt." „Na, siehst du," sagt drauf der Pfarrer mit einem verschmitzten Lächeln, „jetzt brauchst du !|ar kein Weihwasser mehr, jetzt tut'« ein gewöhn« iches Wasser auch." Die Bäuerin schaut einen Augenblick ganz ver« dutzl, dann wird sie über und über rot, aber auf gar lauge verschlägt'« ihr die Rede nicht. „Da Herr Pfarrer i« a Feiner, jetz' vasteh i', wiar'S g'moant i«. Z ruckschnalz'n derf i' net, dö« vatrogt er uet, da Meiuig'. Ausred n muaß i' eam daß da« Volk an seinem Lebensnerv getroffen wird. Die« hat im Jahre 1898 da« deutsche Bolk zur Obstruktion gedrängt. Hier aber hat niemand die Gründe ahne» können. Der Redner schilderte in drastischer Weise, welchen blühenden Unsinn die windischen ObstrnktionSredner Stunden lang von sich gaben. Ein Deutscher würde sich in einem solchen Falle vor sich selber schämen. Die Mehrheit habe gegenüber der Obstruktion den Standpunkt ringe« nommen: „Laufen lassen". Und die Slowenen haben auch »ach einer Möglichkeit gelechzt, herauszukommen. Die Deutschen haben jede» BeschwichtiguugSvorschlag abgelehnt u»d es ist mit Befriedigung festzustellen, daß unsere Partei einig und fest dagestanden ist. Bon den anderen Parteien haben die vernünftigste Stellung die Sozialdemokraten eingenommen, welche erklärten: Wir verurteile» jede Obstruktiv«, daher auch diese. Wenn sie aber Früchte trage» sollte, so würde das für »ns ein Fingerzeig fein, es ebenso zu machen »nd wir würden die Slowenen bei dem Schachergeschäst ablösen. Die Großgrundbesitzer wäre» den Slovenen am liebsten um den Hals ge-fallen. Sie haben zwar de» Antrag Wastian mit« nnterfchrieben, allem es besteht immerhin die Möglichkeit. daß sie seinerzeit dagegen stimmen werden. Die schmählichste Rolle haben die Ehristlichsozialen gespielt, nämlich eine so verlogene »nd hinterhältige Atolle, wie sie beispiellos dasteht. Der Redner illn« strierte diese Behauptung mit mehreren krassen Bei« spielen. WaS die Folgen der Obstruktion anbelangt, so ist unserem Landesansschnfse kein Heller bewilligt. Er ist bis znm 30. Juni nur auf das Budgetpro-viforium angewiesen. Es wird also die größte Ein-schränkung eintreten müssen. So wird z. B. der Bahnbau Luttenberg—Frieda» uicht i» Angriff ge-»ommeu werden können. Die 200.000 Kronen Stammaktien sind vom La»de nicht gezeichnet, in-folge dessen erlischt auch die Verpflichtung anderer znr Zeichnung der Aktien. Den slowenischen Bauern wird schon das Licht ausgehe«, wer durch die Ob-struktion genasführt wurde. Es werden ja die Fluß-regulierungen eingestellt werde«. Unser Laudesaus-schuß wird in dieser Richtung unbeugsam und er muß e« sein, damit da« Defizit von 4,000.000 Kronen nicht zu sehr anwachse. Den großen Nach-teil der Einschränkung werden aber uicyt die Städter, sondern nur die Agrarier habe». Es ist nicht leicht zu sage», wie sich die Sachen weiter entwickeln iverdeu. Wenn ein Zusammenhang mit den Vorgängen im Prager Landtage besteht, ist wohl zn erwägen, daß die Slowenen nicht im Stande sein werden, diese Tatkraft und Selbstlosig-seit an den Tag zn legen, wie sie die Deutschböhmen besitzen. Denn im deutschen Volke in Böhmen ist heute der Verzicht aus jedeu wirtschaftlichen Borteil vom Lande aus schon tief eingewurzelt. Die Slo-wenen aber sind im Lande in einer geradezu trostlosen Verfassung. Die Regierung wird jedenfalls in der nächsten Zeit alles versuchen, nm die Slowenen zn versöhnen. Wir werde» darüber wachen, daß hiebei von Misere» Interessen nichts preisgegeben wird. lass'», nocha, wann da Zurn varancht is, und, sag'S eam ganz in da Rnah, is' all's gnat," Dann hat sie sich bei dem guten alten Herrn nochmals schön bedankt und ist gegangen. Mit dem Seppel hat der Pfarrer nachher noch eine kleine Unterredung gehabt: Halt ein bißchen nachgebe», auf beiden Seiten! Anf dem Hofe an der Leiten ist wohl dann und wann noch ei« kleine« Ehestandsgewiiter nieder-gegangen, aber eingeschlagen hat es nicht mehr. Sklavenhandel im heutigen Afrika. Vor kurzem w«rde mitgeteilt, daß in der Tür« sei durch einen neuen Erlaß a« das schon bestehende osfizielle Verbot des Sklavenhandels erinnert worden sei. Es wurde dort anch erwähnt, daß a»S Afrika noch immer mSgeheim Sklaven »nd Eunuchen ihren Weg nach dem türkischen Asien und Europa fände«. In der Tat ist ja Asrika von jeher der große SNavenlieferant gewesen, in srüherer Zeit die Jahr« Hunderte hindurch, als man in Amerika das „schwarze Elfenbein" brauchte und später wenigsten« sür die Länder des Islam. Das Schlimmste war dabei nicht so sehr der Handel an sich, al« die voraus« gehenden Sklavenjagden, die ungleich mehr Opfer forderten al« die Zahl der wirklich fortgeführten Sklawu betrug. Nachdem in neuerer Zeit Asrika unter die Kolonialmächte ausgeteilt war, diese die Küsten be« herrschten und auch die Länder de« Innern immer Unsere Oberfteirer stehen uns hiebei treu zur Seite, und wenn dann dir Großgrundbesitzer sür den An« trag Wastian stimmen werden, so ist e« noch immer nicht sicher, daß der Antrag abgelehnt wird, zumal ja die Sozialdemokraten für den Antrag WastianS sind, von dem Gesichtspunkte ausgehend, daß sie für die Verstärkung des Einslusses der autonomen Körperschaft einzutreten habe». „Wenn die Ob-struktion den Slowenen abgekauft wer-de» sollte, dann werde ich mich der Ob-struktion der Sozialdemokraten an-schließen. Denn was haben wir von ein paar Monate dauernder Arbeitsfähigkeit des Landtages, wenn im nächste», Jahre die Obstruktion wieder auftaucht." Stürmischer, nicht endeuwollender Beifall lohnte die fesselnden Ansfnhrnngen des Redner«, welchem der Vorsitzende nnter lebhasten Heilrufen den Dank der Versammlung aussprach. Hieraus beleuchtete Herr LandesanSschußbei-sitzer Moritz S t a l l u e r die Frage vom Stand-pnnkte des LaudeSauSschusseS. Ganz mit Unrecht erklären die Slowenen, daß sie in kultureller und geistiger Beziehung vergewaltigt, in wirtschaftlicher Beziehung benachteiligt werden. Sie haben den Segen guter Schulen im Lande, allein die Gewalt-taten in Laibach, Rann, Pettan usw. habe» nicht bewiesen, daß sie die Segnungen der Kultur in sich ausgenommen haben und in wirtschaftlicher Be-ziehnng ist man im Lande den Wünschen der Slo-wenen stets in mehr als ausreichender Weise entgegengekommen. ES ist daher unerhört, daß Leute, welche die Vorgänge im Landtage und im Landes-ausschusse aus eigener Anschauung kennen (Zwischen-rns: Robir), die Stirne haben, die Behanptuug vou der Vergeivaltiguug und Benachteiligung aufzu-stelle». Die Ursache der slowenische» Obstruktion ivar der Prager Wind. Anf keinen Fall wird eine Ursache vorliegen können, um der slowenischen Obstruktion nachzugeben und um umznsallen. Der Redner hofft, daß auch die Großgrundbesitzer im steirischen Landtage znm großen Teile an unserer Seite stehen werden. Von den Ehristlichsozialen sei freilich nichts zn hoffen, den» die gehe» nur znr Zeit der Wahlen mit dem nationalen Mäntelchen herum, welches sie nach den Wahlen wieder ab-werfen. Dem LandeSanSschufse kommt eS nun zn, die Konsequenzen zu ziehen. Er ist gezwnn-gen, iuseinenAnSgabendie allergrößte Sparsamkeit walten zu lassen nnd Ab-striche vorzunehmen, wodurch sich hauptsächlich die Obstriiktionisten in« Fleisch schneiden werden. Haupt-sächlich werden Abstriche dort eintreten, wo ein Bedarf nicht vorhanden ist und wo der Vertreter des betreffenden Wahlbezirkes nicht wünscht, daß im Landtage gearbeitet werde. Wir deutsch-nationalen Abgeordneten werden starr bei unserem Standpunkte bleiben, nicht nachzugeben. DaS sind wir der Ehre de« Lande« schilldig «nd dem Ver-trauen der Wählerschaft. Die Worte des Herrn mehr uuter ihre Gewalt und Aussicht brachte», nahmen die Quellen, an« denen die schwarze Ware floß, an Ergiebigkeit ab. Ueberall wurde den Häuptlingen der Sklavenraub verboten und dem Verbote wurde auch in großem Umfange Geltung verschafft. Die afrikanische Sklaverei selbst hat man freilich nirgends beseitigen können, denn sie ist eine alle soziale »nd wirtschaftliche Institution de« dunklen Erdteiles, die die kolouisiereuden Völker vorläufig respektieren müssen, wenn sie sich nicht in« eigene Fleisch schneiden, auf den materiellen Vorteil — den Hanplzweck aller Kolonisation — verachten wollen. Diese Institution — die HauSsklaverei — ist aber verhältnismäßig harmlos, denn e« bedarf da meist keiner frischen Zufuhr vvn anßen: die HauSsklaveil ergänzen sich aus sich selber. Ganz sind Sklavenjagden und Sklavenhandel ans Afrika indessen noch nicht verschwunden. Es bilde» vor allem noch gewisse Teile de« Sudan« nnd auch Aequatorialafrika« den Schauplatz vvn Sklavrnjagden, dessen Ausbeute vornehmlich durch die Sahara einerseits nach Marokko, andererseits nach dem türkischen Nordafrika — Tripolitauien und Barka — ihren Weg nimmt. Berüchtigt waren bis in die allerjüngste Zeit die Raubzüge der Sul« taue von Wadai. Diese« gehörte zwar sormell seit dem englisch.franzöfischeu Vertrage vom 21. März 1899 zum französischen Kolonialreiche, blieb'aber in Wirklichkeit bi« zum vorigen Jahre völlig unab-hängig. Die Gebiete im Westen und Süden von Wadai wurden vo» Frankreich allmählich mit Militärposten besetzt, aber diese waren doch so Nummer 16 LandeSauSschußbeisitzers Sta11uer entsesselten einen Ikwaltigen BeisallSsturm. Hieraus erörterte Herr Reichsratsabgeordneter Marckhl eingehend unter ledigstem Anfalle die politische Lage und die Borgänge im Parlamente. Wir werden seine Rede in der nächsten Nummer ausführlich wiedergeben. Hieraus wurde über Antrag des Herrn Doktor Georg Skoberne einstimmig nachstehende Enr« schlietznng angenommen: „Die am 19. Februar im Deutschen Hause zu Cilli versammelten deutschen Wähler erklären in voller Uebereinstimmung mit den Ausführungen de« LandtagSabgeordneten Herrn Dr. Eugen Negri und des Herr« LandeSauSschußbeisitzers Moritz Ltallner, daß die von der slowenischen Minorität im steirischen Landtage in Szene ge-setzte Obstrnktion jeder sachlichen Berechtigung entbehrt und lediglich zu dem Zwecke eingeleitet wurde, in der irregeleiteten slowenischen Bevölkerung den »ampsrus ..Los vvn Graz" zu pro-pagieren und sie für eine Bewegung zu gewinnen, welche auf die Selbstverwaltung für das Unter« land, in letzter Linie jedoch ans die Abtrennung des Unterlandes vvn der geeinigten Steiermark abzielt. Die deutschen Wähler Cillis verurteilen diese landeSverräterische. panslawistischen End-zwecken dienende Bewegung aus das schärsste »nd sordern die deutschuationaleu Abgevrdueten des steirischen Landtages aus. unbeugsam i» der schärssten Belämpsung der slowenischen Obstrnk-tion auszuharren und sich ans keinerlei Unter-Handlungen einzulassen, durch welche den Slo» wenen die Obstruktion abgekauft werden soll. Der steirischc Landtag muß endgiltig von der Gesahr befreit iverden, durch jeden beliebigen Erpressung«-versuch der „slowenischen Delegation" sich die geordnete nnd pflichtgemäße Tätigkeit für die Interessen des ganzen Landes, sür das geistige nnd wirtschaftliche Wohl aller Steuerträger un möglich machen zu lassen. Die deutsche Wähler» schast Cillis steht in diesen Fragen einmütig hinter ihren Vertretern »in Landtage Herrn Landesausschußbeisitzer Stall net und Herrn Dr. Engen Negri, denen sie sür ihr Wirke» das vollste Vertrauen ausspricht. Die deutsche Wählerschaft Cillis dankt auch dem ReichsratS« abgeordneten Herrn Richard Marckhl sür seine unermüdliche Tätigkeit und versichert ihn ihres uneingeschränkten Vertrauens, indem sie ihn bittet, nach wie vor alles daran zn setzen, daß ein mög-lichst enger Zusammenschluß der dentschsreiheil-lichen Parteien herbeigesührt und jeder slawische Anschlag zurückgewiesen werde, wodurch die Schaffung eines siidslavischen Landsmannmini» steriumS oder die Berufung eines Vertreters der südslawischen Bestrebungen in das Kabinett her-beigesührt werden soll, nnd dieS nmsomehr, als in einem südslawischen Minister lediglich ein Vorbote des Trialismns und ein Geschäftsträger jener panslawistischen Propaganda erblickt werden Äentscke Wacht Seite 3 müßte, welche die Vernichtung des deutschen Besitzstandes und Einflusses im Süden der Monarchie als Hauptausgabe ansieht." Die Versammlung wurde vom Vorsitzende,, um 11 Uhr abends mit Worten herzlicher Befrie» digung über den glänzenden Verlans geschlossen. Der MwrnKongrch in Sofia. Der „Wiener Deutschen Korrespondenz" wird ans Petersburg ^geschrieben: Der weite Slawenkongreß wird also im Juli d. I. in Sofia stattfinden. Der Verlaus der Vor« bereituugen hiezn, die eben in Petersburg stattge-sunden haben, dürften den Erwartungen des Abge-ordneten Dr. Kramarz kaum entsprochen haben. Einerseits haben sich die Differenzen zwischen Polen und Russen derart verschärft, daß die Polen sich offiziell nicht an dem Kongresse in Sofia beteiligen werden, andererseits aber konnte Dr. Kramarz die Wahrnehmung machen, daß er hier nicht mehr jene Wertschätzung genießt, wie in den Maientagen des „Neoslawisinns", Man ist daraus gekommen, daß Dr. Kramarz die neoslawistische Bewegung Haupt-sächlich mitiuszeuierte, um angesichts des Nieder, ganges der von ihm geführten jungtschechischen Partei sich zum Führer der österreichischen Slawen auszuschwingen. Dr. Kramarz hatte noch im Früh-jähre die ihm nahestehenden Petersburger Kreise dahin informiert, daß die Slawische Union binnen kurzem die gegenwärtige österreichische Regierung, und zwar Freiherr» v. Bienerth und den Grasen Aehrental über de» Hansen renuen nnd Oesterreich-Ungarn zwingen werde, sich bedingungslos Ruhland znr Versüguug zn stellen. — Seitdem hat man sich hier davon überzeugt, daß Dr. Kramarz geflunkert hat uud man ist darüber umso verstimmter, als man mutmaßt, daß der russische Minister deS Atnßcrn, ISwolsti. gestützt auf die falschen Jnsor-matiouen des Dr. itramarz, gegenüber Oesterreich« Ungar« jene Wege einschlug, aus denen ihnen bekanntlich keine Rosen blühten. Herr Jswolski ninßie seinen Kurs ändern nnd in dem Angeublick, wo man erkannt hatte, daß der Neoslawisinns in politischer Beziehung sich politisch nicht gegenüber Oesterreich-Ungar» verwerten lasse, verschwand auch hier die Begeisterung sür diese Schöpfung des Dr. Kramarz. Die konservativen Kreise hatte» sich ohne« hin niemals dasür interessiert; sie haben sich heute mehr denn je ans den rein russisch-nationale» Stand-pnnkt zurückgezogen uud eifern gegen eine Politik, die Rußland in den Dienst anderer kleinen slawi« schen Völkern stellt. Auch die liberalen Elemente sind jetzt in dieser Beziehung den Konservativen nähergerückt nnd daher auch die Verschlechterung der polnisch-russischen Beziehungen. Der Umschwung zu Ungunste» des Kramarz« schen Unternehmens trat hier ungefähr im November des vorigen Jahres ein, als es sich eben erwiesen hatte, daß Doktor Kramarz und die von ihm ge« sührte Slawische Union nicht imstande waren, im Reichsrate die Versprechungen einzulösen, dir Dr. Kramarz seiner Zeit den ihm nahestehenden russischen Kreisen hinsichtlich de« Umschwungs in Oesterreich gemacht hatte. — Politisch ist also der Neoslawis« mus zurzeit vollständig lahm gelegt und es bleibt nur abzuwarten, ob er in wirtschaftlicher Beziehung bessere Ersolge haben wird. Das Projekt einer all« slawische» Bank ist noch nicht sallen gelassen. Man wird sich in Sofia wielkr mit ihm beschäftigen, allein auch hier läßt sich nicht verkennen, daß die russischen und westslawischen Interessen stark kon« kurrieren, da das westslawische Kapital das Wirt« schaft«leben im Südosten unter seiner Kontrolle bringen will, während Rußland darin einen Einbruch in seine historischen Rechte erblickt. Die Demission des deutschen Landsmannministers. Am Mm,tag abend« wurde e« in Wien bekannt, daß der deutsche Landsmannminister Dr. Schreiner ans dem Ministerium scheidet. In deutschen Abge-ordueteukreisen herrscht darüber große Erregung. Reichsratsabgeordneter Marckhl äußerte sich zur Demission Schreiners folgendermaßen: Diese Nachricht kommt mir überraschend. Sollte man e« mit einer „Verabschiedung" zu tun habe«, so wäre dies eine fatale Geschichte; den» dann müßte sich den Deutschsreiheitlichen der Gedanke aufdränge», daß man mit dieser Maßnahme den Tschechen die Situation erleichtert habe und den Appetit der Südslawen nach einer Vertretung im Kronrate mit dieser BeruhigungS-pille abschwächen wollte, also ein BeruhiguugSversnch, der aber dort, wo er seine Wirkung änßern soll, versagen würde und ans der anderen Seite mehr als bloße Beunruhigung auszulösen geeignet wäre. Daß knrz vor der Demission eine Konferenz zwischen ,em Ministerpräsidenten nnd der christlichsozialen Parteileitung stattfand, läßt einen Zusammenhang zwischen den beiden Ereignisse» vermuten. Sollte i)a wieder jene Hand das Spiel dirigiert haben, die einerzeit schon beim Mischen der politischen Karten mit Packeln einen günstigen Talon zu erzielen ver-sucht hat, so wird mau mit einem Kontra der deutsch-freiheitlichen Parteien zu rechnen haben. Sollte das Ergebnis ein deutscher Landsmannminister von christ, lichsozialen Gnaden sein, dann ist die politische Wetterprognose: Sturm. Es wäre wohl das unge« schickteste, was man heute machen könnte. Die deutschradikalen Abgeordneten erklären heute schon, daß sie nnter allen Umständen in Opposition treten werden. Wie die „D e u t s ch u a t i o u a l e K o r r e s p o n-denz" meldet, faßt man in den Kreisen des deutsch- dünn besät, daß sie die Umgegend vor den Raub zügeu der Wadailente wenig schützen konnten Ja, eS ist vorgekommen, daß ein Wadaiheer bis vor die Tore des Militärpakten« Fort Archambault am oberen Schari — 400 Kilometer südlich von Wadai — vordrang nnd die Eingeborenen mit sich schleppte. Ein Teil der von Wadai fortwährend geraubten Zklaven blieb im Lande und wurde für die Feld« arbeit verwendet, der andere Teil, zumeist die Frauen nnd die Kinder, unift*,, nach dem türkische» Nordafrika ausgeführt. Der Sultan von Wadai hatte begriffen, daß durch die Franzosen seine Un« abhäugigkeit bedroht wurde, und suchte sich für den unvermeidlichen Kampf durch Beschaffung moderner europäischer Gewehre zu rüsten. Diese konnten nur ans Straßen bezogen werden, die noch nicht von Europäern beherrscht -wurden, das heißt aus Nord-asrika. So gingen denn von Wadai die geraubten Sklaven den ' langen Weg durch die Wüste und wurden im türkischen Gebiete durch die gewandte Vermittlung des einflußreichen Ordens der Snnssi gegen Schnellfeuergewehr« eingetauscht. AIS in den letzten Jahren französische Streifkorps in der Sahara nördlich von Wadai, in Borkn und^Ennedi, operierten, schnitten sie nicht selten solche Sklaven-kranSporte und dann auch wieder Wajfenkarawanen ab «nd deshalb erhob sich in den kolonialen Kreisen Frankreichs immer dringender die Forderung nach der Besetzung deS berüchtigten Snltanqts. Diese Besetzung ist im Juni 190? unter vielen Kämpfen endlich durchgeführt worden «irt> aus den Mauer» der Hauptstadt Abescher weht seitdem die srauzösische Flagge, während der Snltan Dndmurra nach Norden zn den Snnssi entflohen ist. Wie gut er sich im Lanse der Jahre zu bewaffnen verstanden hatte, beweist der Umstand, daß den Franzosen in Abescher 1550 Repetier« nnd 1270 PerknssionSgewehre mit reichlicher Munition in die Hände sielen oder ausgeliefert wurden. Uebrigeus fanden sich auch 150 Sklaven vor, die gerade nach Brnghasi in Barka hätte« abgehen sollen. Die Be-setzniig Wadais ist inzwischen ohne weitere Kämpfe vollständig durchgeführt worden und wird dauernd sein, und deshalb hat die SklavenanSjnhr und damit der Sklavenranb hier ansgehört, wenn wohl auch weiterhin auch hin und wieder diese traurige Ware geschmuggelt werde» dürfte. Nicht soviel ist i» dem Nachbarsultauate, in Darsur. erreicht. Nach dem Falle des Mahdireiches nahm dort mit Zustimmung der anglo-ägyptischen Regierung ein Mitglied der vertriebenen Sultaussamilie den Thron ein. sie stellte dem neuen Sultan einige Bedingungen, über, ließ ihn aber sich selber, mit dem Erfolge, daß er sich um seine Verpflichtungen nicht mehr kümmerte. Um nun gerüstet zu sein, wem, die Engländer ihn ein« mal mit Waffengewalt daran erinnern sollten, macht es der Snltan von Datsnr genau so, wie es bu her sein Kollege in Wadai machte: er raubt Sklaven in den südlichen Nachbarländern nnd verhandelt sie nach Nordasrika gegen Schuellfeuergewehre und Munition. Dieses Verhältnis wird sich vorläufig leider nicht ändern und die türkischen Erlässe wer-den nicht verhindern, daß Darfur seine Sklaven nach wie vor in Barka und Tripolitanien los wird, von wo sie dann auch weiter ihren Weg ms türkische Reich finden werden. Im Westen gibt es dann in Marokko Sklaveu-Märkte, die ganz offen abgehalten werden. Früher kam die Zufuhr aus dem Nigerbogen, wo der große Räuber Samorq die Ware besorgte. Heute allerdings ist dort sür Sklavenjagden kein Feld mehr und die Niger-Senegal-Linie ist durch Militär« Posten ziemlich wirksam gesperrt. Aber in großen Teilen Maurataniens sind noch Sklaven zu bekommen, durch die Vermittlung der herrschenden Maurenstämine oder durch südmarokkanische Stämme, die sie iu den Oasen rauben. Noch im letzten No» vember wurde eine südmarokkanische „Harka",^ die einen Raubzug nach Taodeni, der berühmten Salz« minenstadt an der Straße Timbutku—Marokko, unternommen hatte, von einem französischen KorpS bei Aschurat (halbwegs zwischen Niger »nd Algerien) gefaßt »nd vernichtet, wobei jenes den Tod seines Kommandeurs und von zehn Schützen zu beklagen hatte. ES handelt sich hier in der Sahara um so gewaltige Gebiete, daß die wenigen Stationen dir Sklaventransporte nicht immer hindern können; andererseits lockt das Geschäft trotz aller Gefahren, weil es einträglich ist, und so werden denn wohl noch Jahre vergehen, bis wir sagen dürfen: Sklavenraub und Sklavenhandel gehören in Asrika der Vergangenheit an. V" Seite 4 Deutsche Macht nationalen Verbandes das Borgehen des Minister-Präsidenten in Angelegenheit Dr. Schreiners, um kein schürsere« Wort zu gebrauche», als einen un-freundlichen Akt auf, der sich direkt gegen die deutsch-freiheitlichen Parteien richtet. Die „Ostdeutsche Rundschau* schreibt unter anderem: Nichts kann die innerpolitische Lage heute, zwei Tage vor dem Wiederzusammentritl des Parlament«, deutlicher und greller beleuchten, als dieser in aller Form der beabsichtigten Beleidigung erfolgte Schlag, den man den national gesinnten Deutschen versetzte. Die Erbitterung, in der der letzte spärliche Rest des Vertrauens zu dieser Regierung und diesem Ministerpräsidenten untergeht, wird noch start genug sein, um dieser neuen Koalition zu zeigen, daß der altbewährte Oppositionsgeist der Deutschen in Oester-reich aus dem Schlummer erwacht und noch mit anderen Herren sertig werden kann als mit einem Baron Bienerth »nd Genossen. Die christlichsoziale Partei zeigt sich äußerst befriedigt über die Aus-scheidung Dr. Schreiners. Politische Rundschau. Inland. Die Landesbiersteuer in Böhmen. Der Ministerrat hat die Sa»klion des Beschlusses des böhmisch,» Landtages betreffend die EinHebung der Landesbiersteuer abgelehnt. Die wahrscheinliche Einberufung des böhmischen Landtages nach Ostern bietet diesem übrigens die Gelegenheit, ein zur Sanktion geeignetes Gesetz zu votieren. Proklamierung der bosnischen ver-fafsung. Am 2». mitlagS wurde in Sarajewo im festlich geschmückten Prunksaale der Landesregierung vo.' den Spitzen der Zivil- und Militärbehörde», der Geistlichkeit, der Stadtvertrctung. den Repräsentanten der hiesigen Korporationen und Notabein aller Kon-sessione» die verliehene Verfassung sür Bosnien und die Herzogowina in seierlicher Weise proklamiert. Gleichzeitig wurden die Verfassungsgesetze in Mostar und im ganzen Lande durch die Kreis- und Bezirks-Vorsteher in seierlicher Weise proklamiert. Der Ministerrat. Der am Sonnabend abgehaltene Ministerrat fand unter dem Vorsitze deS Ministerpräsidenten Freiherrn v. Bienerth und in Anwesenheit aller KabinettSmitglieder statt. Er beschäftigte sich vor allem mit der politischen Lage. Es wurden eingehend die parlamentarische Situation und die mit ihr zusammenhängenden Fragen wie auch die Loge in Böhmen erörtert. Wie verlautet, isi an eine Rekon-struktion des Kabinetts in der nächste» Zeit nicht zu denken, dieselbe würde vielmehr erst dann ein-treten können, wen» die Verhandlungen zur Schaffung einer feste» Arbeitsmehrheit greifbare Erfolge zeitigen würden. Bezüglich der Wiederbefetzung der zwei tschechischen Ministerposten bleibt den Tschechen ihr Recht gewahrt, jederzeit in da» Kabinett eintrete» zu können. In Hinsicht auf die Finanznor in Böhmen soll die Aktion zur Floltmachung des böhmischen Landtages mit besonderem Nachdruck beirieben werden, dagegen sprach sich der Ministerrat einmütig gegen die Forteinhebung der LandeSbier-Umlage aus Grund bloß eines LandeSausschußbe> schlusfeS auS. Obmännerkonferenz. Für Mittwoch den 33. d. M. wurde eine Obmännerkonferenz anberaumt, in der das veröffentlichte Arbeitsprogramm erörtert werden wird. Die Richterernennungen in Böhmen. Die Ernennungen vo» richterliche» Beamten der VIII. Rangsklasse in Böhme», welche schon jetzt hätten erfolgen sollen, mußten aus Ende dieses Monats verschoben werden, da die bezüglichen Ver-Handlungen noch nicht abgeschlossen sind und eine Reihe von Erhebungen noch durchgeführt werden muß Deutschland. Reichstagsprästdent Graf Stolberg-Wernigerode gestorben. Zn Berlin ist Sonnabend der Präsident des deutschen Reichstages, Udo Graf zu Stolberg-Wernigerode, gestorben. Er stand im 70. Lebens» jähr und hatte als aktiver Offizier die Feldzüge von 1866 und 1870 mitgemacht. Dem deutschen Reichs-tage gehörte er seit 1877 an, wurde 1901 zum ersten Vizepräsidenten und 1907 zum Präsidenten gewählt. Die Wahl des neuen Präsidenten wird, wie aus Berlin gemeldet wird, voraussichtlich Ton-nerStag vorgenommen werden. Türkei. Ein besonderer Ministerrat beriet am 20. ds. über die Verstärkung der Marine gemäß den Vor-schlügen des HlotteuvereineS. Der „Sabah" zufolge nahm der Ministerrat den Kaufpreis der auf den deutichen Werften lieferungsfertig befindliche» vier Torpedobootzerstörer an, welche 410.V00 Pfund kosten. Dem „Jkdam" zufolge hängt dieser Beschluß mit den Ereignissen in Griechenland zusammen, deren mögliche Folgen auf das Gleichgewicht am Balkan der Ministerrat erörterte. — In Kairo wurde am 21. ds. der ägyptische Kabinettsche' Butros von dem mohammedanischen Apotheker Wardani angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Der Attentäter wurde verhaftet. Griechenland. Dem „Lokalanzeiger" wird aus Athen tele-graphiert: Die griechischen Blätter versuchen die Rückkehr des Kronprinzen und des Prinzen Nikolaus alS einen Privatbeiuch darzustellen. Da jedoch die Presse fortgesetzt unter dem Drucke der Militärliga steht, ist ihr Urteil belanglos uns irreführend. Tat-sache ist es. daß bei aller äußerlichen Ruhe außer-ordentliche Schritte und Enticheidungen sich vor-bereite». Frankreich. Der franzöfifch-morokkanische Konflikt. Wie einem Pariser Blatte aus Tanger gemeldet wird, hat sich der Sultan dem Großwenr gegenüber bereit erklärt, die mir Frankreich getroffenen Ab-machungen wegen der Anleihe zu unterzeichnen. Auo Stadt und Land. Oberstleutnant Ritter v. Geramb f. Am Sonntag vormittag entleibte sich im Stabtparke in der Näbe des WaldhanseS der mit Wartegebühr beurlaubteOberstlcutuantdeS32.Landwehr-Jnfa»terie-regimentcs, Herr Rudolf Ritter v. Geramb. mit einem Revolverschusse. Der Tod trat sofort ein. Ritter v. Geramb war ein Schwiegersohn des kais. Rates Herr» Traun »nd lebte in sehr guten Ver-mögenS- und Familienverhältnissen. Am Tatorte fand sich sosort eine militärische und zivilgerichtlicheSom-Mission ein, welche die Ueberführung der Leiche nach dem städtische» Friedhose veranlaßte. Man fand bei der Leiche einen Brief vor, in dem der Verblichene bat, vom militärischen Kondukt Abstand zu nehmen nnd, anstatt ihm Kranzspenden zu widmen, der Armen zu gedenken. WaS den bedauernswerten, allgemein beliebten, tüchtigen Offizier und musterhaften Fa-milienvater iu den Tod getrieben hat, steht nicht fest; es heißt, ein schweres Nervenleiden hätte ihn zn dem traurige» Schritte veranlaßt. Gestern fand am städtischen Friedhose das Leichenbegängnis unter außerordentlicher Beteiligung der Militär- uud Zivil-kreise statt. Wählerverfammlung in Rann a. d. Lave. Vorgestern erschiene» fast sämtliche deutschen Wähler Rannt im Deutschen Hause, um die Be-richte ihres ReichSralsabgeordneten Richard Marckhl uud ihres Landlagsabgeordneten Dr. Eugen Negri entgegenzunehmen. Zum Vorsitzenden ivurde Bürger-meister FaleSchini, zum Schriftführer Lehrer Rent> meister gewählt. Herr Dr. Negri dankte den Wählern für das seltene Beispiel einer einstimmigen Wahl, wie sie ihm zuteil wurde, und wie eine solche wohl nur im steirischen Unterlande möglich war Und nun besprach der Redner, oft von Beisall unterbrachen zunächst die Tätigkeit de? steirischen Landtages vor der Obstruktion der Slowenen Er beleuchtete auch, das Vorgehen der übrigen Parteien des Landtages besonders deS Großgrundbesitzers, der mit Ausnahme weniger Mitglieder sofort umschnappe, wenn über den Sewmering her ei» anderer Wind wehe und da» gleißrreriiche Verhallen der Ehristlichsozialen, die in einer Woche viermal die ,5ahne wechselten. sonders eingehend erörterte der Redner den Antrag auf Teilung deS Landesschulraies. die der erste Schritt zur Teilung der Steiermark wäre und die Gewaltpolitik der slowenischen Obstruktioniiten, wo bei er sich im wesentlichen im Rahmen seiner Aus-führunge» in der Cillier Versammlung hielt, über die da« „Grazer Tagblatt" auSsührlich berichtet hat. Dr. Negri fand auch warme Worte der Anerkennung für die wackeren obersteirifchen deutschfreiheitlichen Abgeordneten, die ja die Verhältnisse deS Unterlandes nicht auS eigener Anschauung kennen Zum Schlüsse betonte Dr. Negri, daß die Deutschen trotz aller Bemühungen der Regierung uicht nachgeben dürfen und nicht nachgeben werden. Biirgermeister-Stellver-irrer Schniderschiisch dankte dem Redner für seine treff-lichen Ausführungen und beantragte »achstehend« Entschließung, die einstimmig angenommen wurde: „Die am 20. Februar versammelten deutschen Wählers Ranns begrüßen auf das herzlichste ihnen neuge-wählte» Landtagsabgeordnete» Dr Eugen Negri und sprechen ihm sü sein bisheriges mannhaftes Eintreten sür die deutschen Interessen im Landtage den besten Dank aus. Gleichzeitig ersuchen sie ihn, sowie Herrn Landesausschußbeisitzer Moritz Siallner und alle anderen deutschen Abgeordneten, an der bisher ge-übten kraftvollen Abweisung der unberechtigten slowenischen Sonderwünsche festzuhalte» und nach wie vor lür die Einheit und Unteilbarkeit unserer Steiermark einzutreten." Dr. Zanesch bat Herrn Dr. Negri, kräftigst sür das Projekt deS Eisenbahn-auSschusses Rohitich — Rann — Rudolfs»«! einzutreten, waS dieser bereitwilligst zusagte. Von lebhaftem Beisalle begrüßt, erstattete sodann unser wackerer ReichsraiSabgeordneter Richard Marckhl seinen Bericht über die Vorgänge im Abgeordneten-Hause bis zu dessen Schließung. Er beleuchtete tiesflich das Vorgehen der slawischen Parteien u»d ihrer Führer, das nur den Zweck habe, Oesterreich slawisch zu machen und die Deutschen zu unter-drücke». Mit einem begeisterten Ruf an feine Wähler, heu und fest zusammeuzuhalten nnd zum angestammten Volke zu stehen, schloß Redner seine Aussührungen, die donnernden Beisall weckten. Dr. Janesch drückte dem Abgeordneten den Dank der Wähler sür sein volkstreues und mannhaftes Ver-halten aus, worauf mit den Klängen der .Wacht am Rhein' die Versammlung geschlossen wurde. Leichenbegängnis. Am Montag wurde der Hausbesitzer und Schlossermeister Herr Anton Eichberger unter überaus zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. Da der Verstorbene Gründer der freiwilligen Feuerwehr Cilli. langjähriger, ver-dienstvoller Hanptmann dieser Wehr und durch mehrere Jahre Bezirksobmann war, erwiesen ihm auch die Wehren des Feuerwehrbezirkes die letzte Ehre. Den Kondukt befehligte der Hauptman» und Bezirksobmann Herr Karl Ferjen. Der hiesigen Wehr folgten die Wehren vvn Tüffer, Heilenstein, Hrastnigg, Gouobitz, Neuhaus, We«te»ste-n, Hochen-egg und Schönstein. Neben dem Leichenwagen, den schöne Kränze deckten, marschierten Wehrmänner mit brennenden Fackeln. Im endlosen Trauerzuge, der sich vom Sterbehause (Neugasse) durch die Stadt bewegte, bemerkten wir unter anveren den Bürger-meister Dr. Heinrich von Jabornegg, Altbürger-meister Julius Rakusch. Bürgermeisterstellvertreter Max Rauscher, die Mitglieder des Gemeinderates, Abordnungen des Veterauenvereines, der Gendar-merie und viele andere. Vom Sladtamte wehte die schwarze Fahne. Nach dem Leichenbegängnisse ver-sammelten sich die Wehren im Deutschen Hause beim „Trauersalamander", bei dem Herr Wehr-hauptmann Herr Karl Ferjen dem Verstorbenen einen ergreisenden Nachruf widmete. Die heimische Erde sei ihm leicht! Deutsches Studentenheim. Dienstag nachmittag sand im BeratungSzimmer des Eillier Gemeinde»ateS die diesjährige Hauptversammlung deS Vereines Deutsches Studentenheim statt. Der Obmann Herr ObeilaiideSgerichtSral Adaldert Kotzian erstattete den Bericht über die Vereins-täiigkeit und sprach hiebei de» Spendern, welche dem Deutschen Studentenheim wiederum namhafte Zu-Wendungen gemacht hatte», de» verbindlichsten Dank, insbesondere dem steirischen Landtage, dem Vereine Südmark, d.m Deutschur Schulvereine, der Spar-lasse der Stadlgemeinde Eilli, dem Wiener Gemein-deraie und der allzeit getreuen Stadt Kottbu». Die Ermäßigungen, welche den 79 Zöglingen des Stu-dentenheimS im abgelausenen Schuljahre zuieil wurden, machen den stalllichen Betrag von 9500 X aus. Die Zahl der Vorzugsschüler hat diesmal die größte bisherige Höhe erreicht nämlich 17. Die Er folge im slowenischen Sprachkurse, welcher von Herrn Oberlehrer Zmereschek geleitet wird sind über-auS zufriedenstellende. Die gesundheitlichen Verhält-nisse in der Anstalt sind sehr günstige. Der Haus-arzt Herr SanilätSrat Dr. I e f t n k o nimmt regelmäßig ärztliche Untersuchungen vor, wie auch Herr Dr. S a d n i k regelmäßige zahnärztliche Unter-suchungen vornimmt. Dem Direktor der Anstalt Herrn Professor D u s s e k wird für die mustergiltige Leitung und ieiner Gemahlin für die ausgezeichnete Wirtschaftsführung der Dank ausgesprochen. Der Nummer 16 Deutsche Wacht Seite 5» Bericht deS Zahlmeisters Herrn Viktor Schwab wurde mit großer Befriedigung zur Kenntnis ge-nommen und ihm mit dem Ausdrucke des Dankes für seine Mühewaliung die Entlastung erteilt. Auch der Bericht des AnstalisdirektorS Herrn Professor Karl Dussel bot ein überaus günstiges Bild. lie UnterrichtSerfolge im abgelaufenen Zahre waren geradezu glänzende, indem von 79 Zöglingen nur 7 daS Lehrziel nicht erreichie». Das erste Semester des gegenwärtigen LchuljahreS hat sür unsere Eillier Gymnasialjugend eine förmliche Massenniederlage gebracht. Von 239 Schülern find ll-j dnrchgesallen. Von diesen 113 entfallen jedoch nur 15 auf daä Studentenheim und es ist wohl vorauszusehen, daß diese Ziffer im zweiten Semester bedeutend zurück-gehen wird, zumal unter den Zöglingen der Anstalt ein immer wachsender Lerneifer zu beobachten ist. ll Zöglinge des Studentenheims haben Vorzugs-zeugnisse erhalten. Der zweite KammermufiKabend, wel-cher vom Cillier Musikverein am Montag den 21. Februar veranstaltet wurde, nahm einen glä». zenden Verlaus. Die überaus zahlreich erschienene Zuhörerschaft dankte den vorzüglichen Darbietungen der auswärtigen Gäste nnd einheimischen Künstler durch reichen begeisterten Beisall. Wir werden über diese» für die Musikpslege in Eilli hochbcdrutsame Ereignis in der nächste» Nummer ausführlich be-richte«. Andreas Hofer-Feier. Eine erhebrude patriotische Feier veranstaltete der Eillier Militär-Veterauenvcrei» am Sonntag den 29. d. M. an-läßlich des hundertsten Todestages des Tiroler Frei» heitshelden Andreas Hafer. Um 10 Uhr vormittag wurde in der deutschen Kirche eine Messe gelesen, zu welcher der Verein mit Musik und Fahne aus-rückte. Der Messe wohnten auch Abordnungen der Garnison, deS Offizierskorps, der Gendarmerie nnd ein zahlreiches Publikum bei. Nach Beendigung der Messe marschierte der Verein unter klingendem Spiel durch die Stadt in das BereinSheiin, „Hotel Post", zurück, wo eine schlichte Gedenkseier stattsand. Der Vorstand des Vereines Herr Peter Der ganz schilderte in längerer i)lcbc mit beredten Worten den Freiheitskamps der Tiroler gegen die fremden Unterdrücker, das mutige Kämpfen, Ausharren nnd Sterben des Führers in diesem Kampse, des Sand-wineS in Pajseier, des schlichten Helden ans dem Volke, der als erster daS Korsen - Joch mit seinen Getreue« brach. Hierauf spielte die Musikkapelle das Lied „Zu Mantua in Banden", welches die Au-wesenden stehend anhörten. Mit einem dreifachen Kaiserhoch schloß die würdige Feier. Hauptversammlung. Die Ortsgruppe Cilli des Reichsverbandes „Anker" hielt am Donnestag den 17. d. M. im Turmzimmer des Deutschen Hauses ihre diesjährige Hauptversamm-lung ab. Der Obmann Herr Franz Scharlach be-grüßte die anwesenden Kollegen aus das herzlichste und eröffnete sodann die Versammlung. Nach Ver« lesung des Protokolls der letzten Hauptversammlung unv der verschiedenen Einläuse berichtete das Ver-bandsmitglied Herr Nenwirth über die Tätigkeit der Ortsgruppe, besonders über die am 2. Dezem-der 1909 veranstaltete Julfeier und bemerkte hiezn, daß auch in diesem Jahre eine derartige Feier ver-an staltet werden wird. Herr Perz erstattete sodann den Kassabericht, welcher von zwei Rechnungsprüfern geprüft und für richtig befunden wurde. Bevor zur Neuwahl geschritten wurde, meldete sich Herr Vin-zenz Lex znm Worte und dankte im Namen aller Mitglieder dem bisherigen Ausschüsse sür seine stramme und musterhaste Führung der Ortsgruppe. Nun wurde die Neuwahl des Ausschusses vorge-nommen, welche folgendes Ergebnis hatte: Obmann Franz Scharlach. Obmannstellvertreter I. Schitanz, Schriftführer Stesan Neuwirth, Zahlmeister A. Perz. Beiräte Binzenz Lex und Gnstav Spitzko. Zu Rechnungsprüfern wurden die Herren Friedrich und Polednigg gewählt. Beim Punkt „AllfälligeS" erörterte Kollege Schitanz einige völkische und wirt-schastliche Standessragen. Obmann Scharlach schloß dann mit DankeSworlen an die Verbandsmitglieder für ihr strammes, vollzähliges Erscheinen die Vrc< fammlung. Wissenschaftliche Vortrage. Die Vor-trage über neuere Literatur beginnen Samstag den 26. Februar, um 4 Uhr nachmittags, im Natur-kundesaal der Mädchenbürgerschule. „Iagaball". Wenige Tage trennen uns noch von deni am 5. März stattfindenden Jagaball des Eillier Männergesangvereines. Die Einladungen an die Gönner und Freunde des Vereines erfolgen schon in den nächsten Tagen. Bei der großen An-zahl derselben kann e« möglich sein, daß durch ein Uebersehen eines Jagdsreundes nicht gedacht wurde. Wenn dies geschehen sollte, so bittet man, da« Be-gehren einem Sangesbrnder mitzuteilen, der dann das weitere veranlassen wird, dcnn jeder Deutsche ist herzlichst willkommen? Groß ist die Arbeit, die der Männergesangverein in dieser kurzen Zeit ge-leistet hat. Ist es doch sein Wunsch, etwas zu biete«, was die Veranstaltungen der vergangenen Jahre weit übertrifft. Deshalb ist man auch be-müht, durch Ueberrafchnngen den Abend äußerst schön zu gestalte«. Leine kostbaren Kostüme nnd Salontoiletten. sondern einsache Trachten, in den Rahmen eines Jagaballes passend, sollen an diesem Abende zu sehen sein. Ungezwungene Heiterkeit soll jeder soviel mitbringen, als er nur kann. Gilt eS doch, sich recht angenehm und lustig zn unterhalte» und zu bewundern, was Sängergemütlichkeit zu-schaffen vermag. Eine eingehende Schilderung erfolgt in der nächsten Blattsolge. Sollten Jagdliebhaber, die nicht dem Verein als ausübende Mitglieder an-gehören, etwas besonderes auch noch bieten wollen, so wäre die VereinSleitnng zu Dank verbunden. Männerortsgruppe Cilli des deutschen Schulvereines. Am 28. Februar hält die MännerortSgruppe deS Deutschen Schnlvereines in Eilli im kleinen Saale des Deutschen Hauses abends um 8 Uhr die Hauptversammlung ab. Es ergeht an alle Mitglieder die srenndliche Bitte, sich recht zahlreich an der wichtigen Versammlung zn beteiligen. Gegen die windische Obstruktion im Landtage. Am 26. d. M>, abends 8 Uhr, sindet in Leutschach im Gasthose Knily. am 27. d. M., nachmittags 2 Uhr, im Gasthose Ortner in Arn-sels nnd abends 6 Uhr, in Eibiswald je eine Wählerverfammlung statt, mit solgender Tagesord« nung: l. Die windische Obstruktion im steirischen Landtage. Redner: Laudtagsabgeordneter Feßler. 2. Stemsche Eisenbahnsragen. Redner: Landtags-abgeordneter Dr. Negri. 3. Die politische Lage. 'Redner: ReichSratSabgeordneter Malis. In Anbetracht der Vorstöße der Slowenen im Landtage herrscht im 10. Wahlkreise allgemeine Entrüstung und ist daher ei» Massenbesuch der Wähler zu erwarten. Gastwirtschaft am Annenfitz. Die Gast-wirtschast am Annensitz, diesem beliebten Ausflugs-orte mit der herrlichen Aussicht, ist sosort zu verpachten. Die Hauptstellung wnrde für folgende Tage festgesetzt: Gonobiy 5., 7. und 8. März-, Pettau (Umgebung) ll., 12. 14., 15. und l6. März; Pettau (Stadt) 17. März; Lt. Marein 18. nnd 21. März; Rohitsch 22. nnd 23. März; Cilli «Um« gebuug) 29., 30. und 31. März, 1. April; Tüsser 2., 5. und 6. April; Lichtenwald 7. »nd 8. April; Rann 9., ll. nnd 12. April; Drachenburg 14., 15. und 16. April; Eilli (Stadt) 18 April; Franz 19. und 20. April; Praßberg 21. uud 22. April; Schönstem 23. nnd 25. April: Windischgraz 26. nnd 27. April. Die Herrschast Pragwald wurde, wie wir bereits mitteilten, vom Grafen Fünfkirchen dem Cillier Fleischermeifter Herrn Johann« Grenka um de« Preis von 340.000 Kronen verkauft. Ans dem Sanntale wird darüber noch geschrieben: Die Herrschast Pragwald war bis zum Jahre 1848 der Sitz der dortigen Gerichtsbarkeit, mit der die damaligen Hoheiten nnd Gerechtsame verbunden waren. Die Herrschast mit dem imposanten Schlosse, dem schönen Park nnd Teich, den ausgedehnten Be« sitzungen, womit bis znm hentigen Tage das Eigen-jagdrecht verbunden ist, gehörte bis in die Sechziger-jähre dem Inhaber Oblak, der ein tragisches Enve genommen hat. Seine Erben verlausten die Herrschaft dem Freiherr» Rndolf Hackelberg, dem lang» jäbrigen Vertreter des steiermärkische» Großgrundbesitzes im Landtage nnd im Abgeordnetenhaus?, der den ausgedehnten Besitz im Vereine mit seiner Gemahlin lange Jahre bindnrch in ansgezeichneter und verständnisvoller Weise bewirtschaftete. Nach feinem Ableben führte seine Witwe, Baronin Pan-iiiic Hackelberg, geborene Gräfin Priecido, als um-sichtige Landwirtin die WirtfäMt bis zu ihrem Ab-leben vor zwei Jahren. Dann erbte den schönen Besitz ein minderjähriger Sohn des Neffen der ver-ftorbeneu freiherrlicheu Familie, Graf Fünfkirchen. Ein Festtag in Graz. Der älteste und größte deutiche Schutzverein begeht in einigen Wochen das Fest seines dreißigjährigen Bestandes. Mit rund 140.000 Mitgliedern, 18.000 Ortsgruppen und nahezu einer Million jäbrlicher Einnahmen stellt der Deutsche Schulverein die größte nationale Ver-einigung dar, aus welchem die Deutsche» mit gutem Recht stolz sind. Mit der diesjährigen Hauptversammlung. die. wie jedes Jahr, zu Pfingsten statt- wird diesmal auch das Jubelsest begangen werden, zu welchem die „Dreißig Jahre Schutzarbeit des Deutschen Schulvereines" berechtigten Anlaß lieten. Der Schauplatz dieser nationalen Festtage wird die einzig schöne Hauptstadt der grünen Steier-mark, wird Graz sein. Das Fest wird seine be> ondere Weihe erhalten durch die in Anwesenheit RoseggerS zur Verkündigung kommende Mitteilung, daß die deutscht Schutzftistuug den Betrag von 2 Millionen erreicht hat. So viel sich schon jetzt lagen läßt, wird dieses Ziel Mitte Mai sicher er-reicht sein. Daß ein Sturm vou Begeisterung die Festräume durchbrause» wird, ist gewiß, hat doch jeder gute Deutsche seine Frende daran, daß des Dichters Ausruf zur opferwilligen Tat so herrlichen Wiederhall gesunden und so erfreulichen Erfolg ge-t hat. Deutscher Schulverein. In der Zeit vom 3. bis zum 9. d. M. sind als Spenden 18.948 K 18 li eingegangen. Hievon haben geschickt: Steiermark 435 K 87 H. Kärnten 83 K 50 H. die übrigen Alpenländer 46 K 26 H, Wien 98 K 88 H. Niederösterreich 282 K 33 H. Böhmen 2812 K 38 H, Mähren 14.711 K 34 H (hievon die Erben nach Otto Braß d. Ae. >2.000 K), Schlesien 460 K; aus dem Deutschen Reiche sind >7 K 62 H gekommen. — In derselben Zeit sind 6482 K 82 H sür Unterstützungen bewilliget worden (nach Steier-mark sür den Kindergarten in Rohitsch). Ein zurückgewiesenes windischnatio-nales Experiment. Vorgestern sand beim Ver-waltnngSgerlchtShos die Verhandlung über die Be-schwerde des SanitätsdistriktsanSschnsseS Umgebung Bann »nd des Dr. Krasek gegen die Entscheidung ves LandeSausschusseS mit der der Beschluß der Bezirksvertrctu»g Rann vom 9. März 1903 wegen unkündbarer Anstellung eines Gemeindearztes in der Person des Dr. Krasek angehoben wurde, statt. Bei der Verhandlung waren die Beschwerdesührer durch de» Landtags- nnd ReichsratSabgeordneten Dr. Benkovic ans Cilli und der LandeSanSschuß durch sein Mitglied Advokaten Dr. Leopold Link vertreten. Die Beschwerde wnrde als unbegründet abgewiesen. Eine schwere Messerstecherei. Aus Frau-heim wird berichtet: In der Nacht vom 15. d. M. zechten mehrere Burschen aus der Umgebung im Gasthanse Gtampfl. In einem Nebenzimmer saß der GrundbesitzerSfahn Franz Hoinik ans Rantscha, der dem Wein stark zusprach. Er hänselte die Gäste so lange, bis er von einigen mit Güte aus dem Hause geleitet wurde. Die Gehänselten waren aber bereits sehr ausgebracht. Der hiesige Winzerssohn Ludwig Kugl eilte ihm nach uud versetzte ihm mit dem Messer einen Stich. Die Klinge des starken Federmessers drang dem Hoinik zwischen der ersten und zweiten linke» Rippe bis ans Hest in die Brust, Nnn entstand erst ei» rechtes Durcheinander, weil sich auch mehrere der übrigen Bnrsche» vor dem Hause in der Finsternis zu balgen begannen. Kngl erhielt hiebe« ebensalls drei Messerstiche. Der Vater des schwerverwuiideten Hoinik schickte sosort um den DistriktSarzt Herrn Dr. Hermann Zangger nach OberpnISgan, der um den RettuugSwageu nach Marburg drahtete. Dieser «ahm den Schwerverletzten mit und brachte ihn ins Marburger Krankenhaus. An dem Auskommen Hoiniks wird gezweifelt. Iweiundzwanzig Opfer eines frommen Wüstlings. Aus Birkfeld wirb dem .Ar-beiterwillen" geschrieben: Am 14. d. wurde der 70jährige Karl Haslgraber, welcher Mesner in St. Kathrein a. H. war, wegen Sittlichkeitsverbrechens au 22 Schulmädchen im Alter von 7 bis 14 Jahren vom Gendarmerieposten Rettenegg in das k. k. Bezirksgericht Birkseld eingeliefert. Brand. In der Nacht vom Montag auf DienStag brannte in Pettau das der Steiermär-fischen Sparkasse gehörige HauS aus dem Weingute Johannisberg vollständig nieder. Das Feuer war so hell, daß es von der Stadt auS sichtbar war. St. Leonhard. (Pervakische Ber-sammlungshetzerei.) Unkraut gleich zeigen sich die Folgen der Obstruktion der P:rvaken im Landhause auch bei uns. Am 14. und 15. Februar sanden im windischen Gasthause Arnusch Versamm-iuiigen, und zwar JünglingSversammInngen statt, bei welchen windische Oberhetzer im schwarzen Kleid ihre Kampfparolen ausgaben. Sämtliche Teil-nehmer wurden gratis verpflegt und soviel man von einigen schlechtverpflegten „Jünglingen" erfahren konnte, war das Hauptgewicht der Verhetzungen der Boykottierung der Deutschen zugedacht, auch werden diese katholischen Jünglinge in Wahlmachinationen und Sprengungen von deutschen und freiheitliche» Versammlungen unterrichtet. Uud wie eilig hatten e« an diesen Tagen uuser Psarrer und sein Kaplan. Sitte 6 Die fliegenden Rockschöße waren von früh morgens bi» spät abends auf dem Wege vom Pfarrhof zum Versammlungslokal. Zur Bekräftigung der Lügen und Verhetzungen — einem Siegel am Akte gleich — wurde vom Psarrhofe in Begleitung zweier Hochwürdiger — wohl nur in schwarzer Kleidung — der Herr k. k. LandesgerichlSrat Dr. Josef Kronvogel zur Versammlung geschleift; ob er ge-sprocheii oder sich irgendwie beteiligt hat, ist nicht bekannt. Es scheint, als ob es bei den windischen Hetzversammlungen am Lande überhaupt keine Anf-sicht der politischen Behörde gäbe. Allerdings wer-den diese Versammlungen schlauerweise im Rahmen „nichtpolitischer" Vereine abgehalten — und die politische Behörde ist daher vollständig beruhigt. .. Diesen Vorzug genießen eben nur die pervakisch« klerikalen Boykotthetzer . . . Pettau. LehrlingShort.) Sonntag wnrde in Pettan der Lehrlingshort eröffnet. Ihn besuchen derzeit 3l) Lehrjungen. Die Leitung desHmteS über-nahm Herr Jurist Vedenjak. Eine eigenartige Fünfkronenspende. Echt deutschcr Sinn muß in jener Jnnsbrncker Familie zu Hause sein. auS deren Kinderstube der Südmark dieser Tage eine gar seltsame Gabe zn-gemittelt wnrde. Fünf Kinder sandten ihr Monats-tascheugeld. Ueber den Beweggrund hiesiir läßt sich ihr Wortführer, wohl ei» sieben- oder achtjähriger Junge, der aber wie weiland Klein Roland schon von kühnen deutschen Taten träumt, also drollig' treuherzig vernehmen : Lieber Herr Südmarkobmann I Papa hat erzählt, daß die Deutschen beim unteren steirischen Tore in einem harten Kampf gegen Slo-vene» gesiegt habe». Zum Kämpfen braucht man aber Waffen, zum Waffen kaufen aber Geld, so denke ich, mein Bruder und Schwester und Fritz nnd Heinz: Mama gibt u»s jeden 1 Krone im Monat für Orangen. Als deutsche Buben essen wir keine, denn sie kommen aus dem Welschland. Wir wollen unser Taschengeld lieber dem Herrn Ob-mann schicken, um Waffen zu kaufen. Wenn wir groß sind, kommen wir auch in de» Kamps. Fritz, Heinz, Knnz, Wemi, Dosi. Deutschnationaler Handlungsgehilfen-Verband. Sitz Wien. Stellen liste vom 12. Februar 1910. Vereinsmitglieder oder Mitglieder deutscher Schutzvercine (und zwar letztere, wenn sie sich ver-pflichten, bei erreichtem Arbeitsnachweis durch uns, dem D. H. V. beizntreten) können, wenn sie sich für. den einen oder anderen Posten geeignet halten, einen vollständigen Bewerbnugsbrief ohn? irgend eine Bezugnahme abfassen nnd den frankierten Briefumschlag zur Weiterbeförderung an uns ein-senden. — Der Briefumschlag zur Weiterbeförderung an die Firma hat die ausgeschriebene Stellennum-mcr und eine 20-Hellcr-Marke auszuweisen. 1. K on t or posten: 3282 — Kontorist, Böhmen, jüngere Kraft, tschechisch, Anträge sofort, Gehalt nach Abrede. S286 — Kontorist, Schlesien, Eisenwerke, möglich tschechisch, über 24 Jahre, Kurzschrift, Gel)alt 120.— Kr., Anträge bald. 3287 — Saldo-KonUst, Schlesien, Eisenwerke, unbedingt tschechisch, über *4 Jahre, Kurzschrist, Gehalt 130.— Kr., Anträge bald. 3288 — Kontorist, Hamburg, Dampffchleiferei. tschechisch, 20— 22 Jahre, Anträge I. April, 150.— Kronen. 8303 — Tüchtige Kontorkrast, Wien, Fabrikant, Knrz- und Maschinschrift perfekt, Gehalt 140.— bis 200.— Kr., Anträge bald. a;$04 — Kalkulator und Buchhalter, Ober-Oesterreich, Lederfett, 20—30 Jahre, Anträge 1. April oder früher, Gehalt 3000.— bis 3500 — Kronen. 3305 — Buchhalter. Mähren Fabriksbetrieb, 22—30 Jahre, Antritt bald, Gelmlt 150.— Kr. 33 8 Buchhalter. Mähren, Agentur, 30 Jahre, Anträge bald, Gehalt 16 J.— bis 200.— Kr. 2. Verkäuferposten (Manufaktur) 329:4 — Verkäufer und Dekrt., Vöhmen. Galanterie und Luxus, ca. 25 Jahre. Anträge sofort, Gehalt 150.— Kr. 3294 — Verkäufer, Wien, Modistenzugehör, 24 Jahre, Anträge bald, Gehalt nach Abrede. 3302 — Verkäuser, Salzburg, Kleider und Schuhbranche, 22—.6 Jahre, Anträge bald, Ge-halt 120.— bis 150.— Kr. 3;}06 — Verkäufer, Böhmen, Manufaktur und Mode, 20—24 Jahre, Anträge 1. März, 36.— Kr. bei freier Station. Deutsche Wacht Spezerei und Eisen. (Verkäufer) 3293 — Expedient. Tirol, Drogen, 24 Jahre. Anträge 15. März. Gehalt nach Abrede. 3297 — Verkäuser, Nieder-Oesterreich, Spezerei, 22 Jahre, Anträge bald, Gehalt nach Abrede. A3301 — Verkäuser, Troppau, Eisenhandlnng. tschechisch, 22—26 Jahre, Anträge bald, Gehalt nach Abrede. 330y — Verkäufer, Nieder-Oesterreich, Papiergeschäft, 2 t Jahre, Anträge bald, Gehalt nach Abrede. 3299 — Reisender, Tirol, Papierwaren, älter, Anträge bald, Gehalt nach Abrede. Deuischnaiionaler HnndloiigSq hillcn-Lerdaud Abteilung sür Stellenvermittlung Wien, VII., Bnrggasse Nr. 36. Schaubühne. Großstadtluft. schwank in 4 Akten vvn Blnmcnthal und Kadelburg. „Großstadtluft" ist ein echter Schwant. Lustig nnd heiter, voll fideler Episode» und kleiner Verwicklungen, die das Stück wirkungsvoll machen. Wir wollen knrz den Inhalt skizzieren. Ein reicher Fabrikant in der Provinz verbeiratet seine reizende Tochter an einen Groß-städter, der nun auch seinen Aufenthalt in der ungewohnten Athmosphäre der Provinz nimmt. Der jnnge Mann, der sein Leben lang au das geräusch-volle Treiben und übersprudelnde Lebe» der Groß» stadt gewöhnt war, fühlt sich durch die kleinliche» Verhältnisse, durch die Klatschsucht der Kleinstädter, durch ihre» Klassengcist und ihre perverse Moraliiäts-dnselei fürchterlich beengt. Uud als er gar mit dem alten Dr. CrusiuS, und dem plötzlich herbeigeschueiten Freund Gempe auf kurze Zeit Kleinstadt, Kleinstadt sein läßt, um im intimen Kreise w'eder Großstädter zn sein, da hält erS dann nicht mehr ans. Die alten Großstadterinneruugcu ziehen so mächtig, daß er sich ilnall nnd Fall entschließt, »ach Berlin zu-rückznkehre». ES kommt zum Krach zwischen ihm und seinem Schwiegervater. Leine kleine Frau, die durch Klatschschwestern eisersüchtig gemacht geworden, gehl nicht mit ihm. Er uud Dr. Enisius quartieren sich in Berlin gemütlich ein und warten nnd warten, Fritz Flemming ans seine Sabine, Dr. CrusiuS auf das Verschwinden seines moralische» Katzenjammers. Sabine hälts zu Hause allein nicht aus und kommt mit Frau ErufiuS nach Berlin. Große allgemeine Versöhnung, alles löst sich in Wohlgefallen aus. Gespielt wurde fehr flott. Herr Olbat ivar ein guter Provinzler. Nur stützte er sich einigemale stark an den Eonfleur, so daß eine gewisse Unb^holsenheit nicht zn überseheil war. Einen guten Großstädter gab Herr Mahr. Wir waren mit ihm diesmal sehr zufrieden. Eine ausgezeichnete Figur stellte Herr Richter als Dr. Erusins ans die Buhne. Wir waren überrascht. Reizend war Frl. Hoppe, gut Frl. Bellan, Den Geuipc gab das neue Mitglied, Herr Beraun. Wir können nnS nach dein einen Anftreten noch kein sixcS Urteil bilde». Diesmal war Herr Beraun gut. Nummer 16 Vorzüglich in Maske und Spiel waren die beiden Damen Frl. Saldern und Frl. Konradi. Frl. Ne-wald hatte ebenfalls eine Patent-Maske gewählt. Das Stück war gut besucht. Das Publikum dankbar. Die Geisha. Operette in zwei Auszügen. Text von Owen Hall. Musik von «ydney Jones. Es ist kein geringes Unterfangen, „Die Geisha" auf einer kleinen Provinzbühne, der doch nur be-schränkte Mittel zur Aufführung eines solchen AuS-stattniigSstückes zur Versügiing stehen, auszuführen. Und doch ist eS nnserer eifrige» Direktion gelungen, etwas wirklich gutes zu bieten. Abgesehen von kleinen Mängeln, hauptsächlich im Chor, klappte alles ganz tadellos. Die Hauptrollen waren vor-züglich beseht. In erster Linie müssen wir Fräulein Newald erwähnen, deren reizendes Spiel den stür-mischen Beifall des ausverkauften Hanfes auslöste. Temperament, durchbrechende Lebenslust «nd ein volles Sichhineinleben in ihre Rolle, sind die Eigen-schiften der jungen Künstlerin, die auch über die »öligen angenehme« Stimmittel verfügt. Ihre Molly war wirklich g«t und wir können der Kunst-leri» nur gratulieren. Die Mimosa des Frl. Petko war gesanglich sehr gut, darstellerisch etwas schwer-sällig. Vo» den Herren erwähnen wir vor allem Herrn Völker, der >» vorzüglicher Maske den Wun-Hsi well» auch etwas übertriebe», so doch tadellos brachte. Den Reginald gab Herr Spiegel. Wir möchte» ihm etwas mehr Echneidigkeit anraten. Gut war anch Herr Olbat als Marqnis Jmari. Auch alle anderen Darsteller bemühte.: sich sichtlich u»i das Gelinge» der Vorstellung. Das Publikum unterhielt sich prächtig uud dankte mit stürmischem Beifall. _ Tagesneuigkeiten. (DaS Be finden Dr. Lneger».) DaS Befinden des Bürgermeisters Dr. Lueger ist andauernd ernst. Es fanden erhöhte Zucker- und EiweißauS-fcheidungen statt und traten auch wieder Wund-schmerzen ein. Gestern mußte sich Dr. Lueger zwei-mal einer Operation unterziehen. Der Patient äußerte die schwersten Todesahnungen und sagte, „zu Ostern werden sie mich begraben". In der Nacht hatte er heftige Schmerzen, trotz der Ein-spritzungen. Die Aerzte bezeichnen die Lage des Kranken als äußerst ernst. Eingesendet. Na also, da baden wir die Bestens! nn Nun habt ihr euch in dem leichten Flitterkra» Jrjr erkältet, keine kann ein Wort sprechen und ihr Vv duftet zum Erbarmen. Schnell. Liese, holen Sie mal OO drei Schachteln Sodiner Mineral-Pastillen aus der Jr* Apotheke oder Drogerie — ober ?ayZ ächte. Die OO werden euch schon wieder aufhellen. Aber wenn ihr OO mied« zum Ball gehl, sttckl ihr mir so ein paar VV Pastillen für den Heimwea ein. damit ihr euch nicht Qy noch einmal erkältet. (Preis fl, 1.25 die Schachtel.) Generalrepräsenlanj für Oesterreich Unqarn: W TH. Kuntzert. t. u. t. Hoflieferant, Wien, H/l. Grobe Neugaffe 17. A u S w e i S über die im städt. Schlachthause in der Woche vom 14. bis 20. Feber 1910 vorgenommene» Schlachtungen, sowie die Menge und Sattung des eingesühnen Fleisches. Name des Fleischers Schlich nra«rn h-». rin irfiibrl«» Fleisch itt aalten 6»fldfii eingeführtes Fleisch in Kilogramm 2 ä> e £ u C3 flalbinnen £ ÖS c 'C | •e U) a •e g I B Z Q 3 oi s 1 ö X "a X «1 i s 1 e Ä Butfchet Jakob .... > i _l Hrenta Johann .... — 4 — - 4 5 — — — - . — — — — — — Janfchet Martin . . . s 6 «neS....... — 2 .. 1 — — _ - - — - Koffär Ludwiq .... — 1 — 2 2 — — - - - — — 33 — — — Lestoichet Jatob.... — 2 — - 2 - — — — — ' - — - — — — Payer Samuel .... — — o - — & — — — — — — Planinz Fran» .... — — t — 2 1 l — - — - — — — — — - — Rebeuichegg Josef . . . 6 18 4 — — — - - — — — 50 — — - t — 6 t — — — — ! — — - - Stehe r........ — 1 — - l 3 — — - — — — - — — — &uppan ....... — 2 — - B 2 — — — — — — — — 1 <— — 2 1 — 1 Lollgruber Franz . . . — 1 — 7 2 — — — - 2 - — — -f. — — — — 2 5 — — — — — — — — — — — « — — — — — — — — — — >44 — — — — 2 - ' , " 1, Nummer 16 •S'ritisdte Seite 7 % W ...# »JfpifW vor,ügii»:in Qualität, billig im Gebraut'. Vorteilhafteste »o-ium «orte I» K 5 und K. 6 per '/, Kilo, I«« Kramm-Packctt» von R 1 ob ;u bahnt bei «tilgn HoSevar, «nstav Ttiger „nd Fran, Zangger S/IM! sagt der bekannte un.'. angesehen* Chemiker der Scifenindustrie, Herr D'. C. DEITF, ia Berlin da»» es sehr grosse Waschkraft bfsilzt. grösser al« Seife oder Seife und Soda., ohne dabei die Wäsche mehr anzugreifen. Minlos,scliesWaschpqlver ist daher das Beste, was zum Waschen Ton Wäsche verwendet werden kann; es schont das Leinen in «lenkbarster Weise, ist billig und gibt blendend« Weisse nnd yBUige GsruchletiBkelt. Das'L Kilo-Piket kostet nur 30 Heller. m Kngros bei L. MI1ILOS, WlEMy I» Mölkcrbastej 3. 65571055» » SSM 0S?I CBSTü «•"* ÄS"* 5 f Wan abonniert jederzeit auf das £ schönste und billigste ö "FamiUen-lCi^blatt „ S ' **f | Neggendorfer-Blätter ■ H Mündien & <3> Zeitschrift für Humor und Kunst. J SUierteljähriidi 13 Nummern nur K 3.60, bei direkter fl <2> Zusendung wodicnilidi vom Uerlag K 4.— <£> ■ fi 8 5 i e Rbonnmmt bei allrn Budibahdlungen und PoftanstaUen. Orrlanam Sie eine Grahs-Probe-uumrr.cr vom Verlag, Mündun, thratinerstr. 41 Kein Besucher der Stadt München S 2 S sollt« es \HTsiumen, die in den Riumen der Redaktion, thfatinerftralje 4ti" befindliche, Äußerst interessante Rus- n (teliung von Originalietdinungen der Neggendorfer Slitter *1 iu de sichtigen. " jjgT tagliih geöffnet. Eintritt für jedermann frei? Sf »a»»!a> *aK^SäKS9WJSatt^SS>9LSS9JSS>tSS>KjBS> s TVueksorten veremslmchdrnckmi u,mm Cilli uiUMico opwiaigcüvuttH iu _____ KAYSER Grösstes Spezialgeschäft in Nähmaschinen nnd Fahrräder. Vollkommenste k«!W der Gegenwart! Vnvca™ Bogenschiff JjLfll T (Sehwinflschiff vor- V U. rüekwiirts nS ion l) Kayser Rings« Kayser Central Bobbin sind anoh Kunststickerei sehr geeignet- für die s ' Singer Nähmaschinen schon von 70 K aufwärts. 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