8f. Jahrgang Erscheint wöchcntllch sechst: (mit Ausnahme der Fcicrta}»^' &hriltlcitun(;, Verwaltung und Buchdruckerci Tel. 25-67, 25-68. 25-69, Maribor, KopoliSka ul. 6 ■Mr, mUlm DiääD Nr. S8 Montag, den 10. März 1941 iiisrruten- und Abonncmenls-Annahnic in der Verwaltung, BczuKspicis: \bholcn oder durch die Post monatlicli Din 26.—, bei Zustellunp Din 27.—, (ür das Ausland monatlich Din 40.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retoumiert Bei Anfragen Rückporto bcileßcn. PoStnina nla^Ana t gotovini. Preis Din 1*50 ÜRnnliDttr »Stitttiin Drohender ZusammenstoB zwisdien eng-lisdien und franzSsisdien Kriegssdiiffen afranlrei«^ Ift enttCOlofftn, leDen Qlngrlff auf teine Kolonien unft auf leine «ebenflin«tel»ufu0ren mit aDoffenaetoalt a6m- toei^ren - SransöfifcDe S)ro5ung an Die QlOreffe rrn(Dili(& NACH ITALIENISCHEN BERICHTEN STEHT GENERAL WAVELL VOR DER GE FAHR DER UMZINGELUNG Rom, 10. März. (Associated Press of America.) Wie der italienische Rundfunk gestern meldete, ist das Vorhaben Englands, die italienischen Streitkräfte in Afrika vollständig auszuschalten, als mißlungen zu betrachten. Der Armee des Generals Sir .Archibald \V a v e 11 in Libyen droht die Gefah^ der Umzingelung. Der italienische Rundfunk stellte weiter fest, daß die militärische Lage Italiens nunmehr bedeutend günstiger sei. In einem Kommuniquee der italienischen Heeresleitung werden die Mannschaftsverluste der Italiener im Feber mit 2668 Toten, 5576 Verwundeten und 18.293 Vermißten ange geben. Ungarn fOr öen Srieöen im 60&often Budapest, 10. März. ,Avala—MTI) In einer N'orsaninilung der Hci^jicruiiifs-liartei erklärle rnlerriclilsiniiiisU'r Hornau in seiiiei* Hede, l ii<,'arii imis-se in en, daß die Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Siani und Franzö-sisch-lndochina das Prestige Japans erhöhen müsse. Angesichts der bevorstehenden TJnlerzeichnung des Friedensvertrages macht sich in hiesigen britischen Kreisen eine Unzurriedeii-heil l)enierkhar. Die Kngländer siiul wegen der festen Ilallung .lapans besorgt, insbesondere nach den neueslen Erklärungen des japanischen Holscliaf-lers in Berlin, der die Hntschiedenheit und (Icschicklichkeit der Slantslenker seines Landes, jede (n-sle der Verei-niglcMi Slaalen in hVrnitsI zu boaiitwor-teUj liervorliol). .MtiRihsoicr ZeiULDg<'j Nuiraner 56 2 Montag, den 10. März 1941 Folgenschwerer Luflangrili an! London 3n öer bon 0am0tag auf @onntan erleöfe öle engiitifie ^auptfta&t einen öer Icötof'lJ'' '1 Ifö^n itoel ORonaten t !7teue fcötoere 6(Dipberlufte (SnslanOd / 3tDel 3erflörer un6 saöIrelcDe öonöeWf(ölffe öerlenitt / 3)er britifcDe Q9orniarf((> auf OiOM« 3I6e()a dauert fort / iAitoeränöerte £age auf Den Übrigen ftrlegetcOaupia^en Berlin, 10. März. (Avala-DNB). Der ^roßc Erfolg, den die deutsche Schnell bootwaffc in der Nacht zum Samstag erzielte, hat sich noch als wesentlich größer herausgestellt, als im Wehrmachts-berichf vom S. März gemeldet wurde. Trotz ungünstiger Wetterlage und stärkster Gegenwehr wurden durch Schnellboote aus stark gesicherten Geleitzügcn zwei Zerstörer von je 1090 Tonnen und insgesamt zehn Dampfer mit zusammen 45.6000 brt. feindlichen Handelsschiffsraumes, darunter zwei Tanker, versenkt. Sämtliche Schnellboote sind unter Mitnahme von Gefangenen unbeschädigt in ihre Stützpunkte eingelaufen. Der Samstag-Hericht des Oberkoninian dos der Wehrmacht, der die erste Meldung idicr den kühnen Vorstoß der deutschen Schnellboote brachte, hat folgenden Wortlaut: »Bei günstiger Witterung vollziehea sich auch weiterhin die Bewegungen der in Bulgarien einrückenden deutschen Truppen befehlsgemäß Ein U-Boot meldet die Versenkung von fünf bewaffneten feindlichen Handelsschiffen mit zusammen 33.000 brt. aus einem stark gesicherten Geleitzug. Bei einem Vorstoß gegen die englische Süd-ostküste griffen Schnellboote stark gesicherte Oclcifzüge an und vernichteten trotz heftiger Gegenwehr zwei britische Zerstörer und- sechs bewaffnete Tlandels-schiffe mit insgesamt 28.400 brt,, darunter zwei große Tanker. Dcutsclic Kampf- und Slurzkaiiipfflic-gervcrbände griffen auch gestern wiederholt militärische Anlagen auf der Insel Malta erfolgreich an. Durch VolHreffor schweren Kalibers entstand in einem Tor pedolager ein starker Brand. Deutsche Jäger brachten Uber lieni Angriffsraum ein feindliches Jagd- und ein Bombenflugzeug zum Absturz und schössen im Tiefangriff ein Flugboot vom Muster Su:i deriand ab. Die Luftwaffe versenkte bei bewaffneter Aufklärung über der Nordsee ein Handelsschiff von etwa 12f)0 brt. upd beschädigtec drei weitere Schiffe schwer. Angriffe einzelner deutscher Kampfflugzeuge richteten sich gestern qcgen Flugplätze in S ii d- und Mitte l'e n g-land. In Hallen und IJnterki'mften entstanden starke Zerstörungen. Bei kühnen Tiefangriffen auf ein wichtiges Riistungs werk bei N c w a r k wurden mehrere Volltreffer in den Werksanlagen erzielt. Ein weiteres Rüstungswerk in der Nähe von Bristol erhielt Bombentreffer in Werkshallcn imd Anlagen, Feindliche Flugzeuge flogen weder bei Tag noch bei Nacht in das Reichsgebiet ein. — Bei den Angriffen auf dn^ Rüstungswerk bei Newark zeichnete sich d. Besatzung von zwei Kampflugzeußcn: FÜrsfens Oberleutnant Kiiaufh, Oberfeldwebel Schümm, Oberfeldwebel Hell, Obc'' fddwebe! Möller und Unteroffizier Ber- ger, und zweitens Leutnant Raudolph, Leutnant Metzmacher, Unteroffizier Grö-per und Unteroffizier Hahn besonders aus.« Berlin, 10. März. (Avala-DNB) Das überkonunando der deutschen Wehrmacht berichtete mit Datum vom 9. d. M.: Ein deutsches Tauchboot hat 18,000 Ton nen feindlichen I landelsschiffsraunies ver senkt. In der Nacht zuvor haben deutsche Kampfflugzeuge einen heftigen Aiigriff auf die Hafenanlafjen in L o n d o n unternommen, Zahlreiche größere und klei- Schadcn durdi schwere Explosivlxjni-hcn ungcrlclitel. Die Brandbomben konnten rasch beseiligl werden, wodurch die Zahl der Brande vermiii-derl werden konnle. Die Mehrzahl, der Brände konnic noch vor Beendigung (k\s Luftangriffes gelöscht werden. Andere Brünfte wurden in den ersten Morgenstunden gelöscht. Die felndli-clien Flugzeuge honihardierten auch andere Punkte der Süd-, Ost- niid Süd-küste I^nglands. In einigen Slärilen wurde eine geringe Anzahl Menschen- ^ '51-"-' n m m fafc, :0rltii(!)c ^äftenarüHeiie auf 30lanb r* o r t s-belegt. nere Brände und Explosionen waren das Ergebnis. Außerdem wurden auch Flugplätze nördlich von London und die schottische Ostküste erfolgreich bombardiert. Auch tlie 0 r k n e y-lnseln waren das Ziel deutscher Angriffe. Dureli d-c Bomben wurden Hallen und Hüfsbauten zerstört. Die Hafenanlagen von mouth wurden mit Bomben Beim Luftangriff auf den St, Geor^sk.inal wurde ein englisches Handelsschiff (10.000 Tonnen) versenkt. Bei einem deutschen Luftangriff auf einen Sehiffs-gcleitzug südüstlich der englischen Küste wurden zwei große Handelsschiffe mit Bomben getroffen. Kleine Gruppen feindlicher Flieger über flogen (las besel/.te Gebiet, Der durch tl Bomben angerichtete Schaden ist nicht groß. L'oiidon; 10. März. (Beuler^ Luflfälivlminislorinni berielUcL; In Abendstunden d. Sainslag wurde 1! (Ion von feindliehen b'Ingzeugen gegriffen. Die Angriffe waren von zu Zeil sehr lebhaft und eudiplen n.ieh Millernarld. Die Zabl der Menschen-o])fer ist ^elwas gröl.UM' als aiil;il.'dicb der letzten Angriffe auf f.ondon. In mehreren Stadtteilen wurde grö!.\erer Das h r :i n k f u r t e r Zeit u n g« schreibt, die europäischen Südoststaaten hätten sieh von der Vormundschaft Englands befreit. Das Bewußtsein dieser Völker ist von der Erkenntnis durchdrungen, daß wirtschaftlicher Wohlstand und nationale f-'.xistenz durch das mächtige Deutsche Reich in höherem Maße gesichert sind wie bisher. Der Erfolg der deutschen Diplomatie liege darin, daß die Völker des europäischen Südostens die Grundgedanken der europäischen Neuordnung begrei fen beginnen. Die britische Regierung habe der Dynamik der deutschen Politik nichts Gleichwertiges entgegenzustellen. Die »D e u t s c h e All g e m e i n e Z e i t u n g« sehreibt: Von den Intrigen Edens im östlichen Mittelmeer ist nur der F.indruck geblieben, daß England und die USA sich von künftigen Schlägen auf dem Atlantik änRstigen. Dies soll durch die Verhinderung der Frieden .Sicherung auf dem Balkan vereitelt werden. Es kann keinen Zweifel mehr darüber geben, daß das Mittelmeer heute kein englisches Meer ist, wie auch der Pazifik nur noch ein scheinbares Gebiet der angelsächsischen Provokationen ist. Der ZusaniTfien-bruch Englands zur See kann auch durch die Hilfe Roosevelts nicht mehr aufgehalten werden. „greut eutD, »uigarcn"! laue liezeicliiicndc Redl"» 6nfe-@e>eb irlit am Onuttooc^ in Äroft N c w y o r k, 10. März. (United Press.) Der amerikanische Senat hat nach 17tä-giger Beratung gestern endgültig das von Roosevelt geschaffene Englandhilfe g e s e t z mit 60 gegen 31 Stimmen angenommen. Vorher wurden sämtliche 12 von der Opposition eingebrachten Zusatzbzw* Abänderungsanträge verworfen. Nur zwei Abänderungsanträge wurden von der Mehrheit angenommen. Roosevelt ist damit zum Diktator der Vereinigten Staaten geworden. Er erhielt das Recht, Kriegsmaterial /u verkaufen und auszuleihen, wie es ihm zweckmäßig erscheint. Auf Grund dieser Bill dürfen amerikanische Kriegsschiffe englische Ma terialtranspofte begleiten. Die amerikanische Armee kann auch auf anderen Kontinenten kämpfen. England, China und Griechenland können auf Grund dieses Ge setzes an den Waffen_ und Kriegsmate-riallagern der *JSA teilnehmen. Eiiglischö Kriegs- und Handelsschiffe können in USA repariert werden. Der Präsident erhielt Jerner die Diktaturvollmacht der Kontrolle über die gesamte amerikanische Rüstungs Industrie. Präsident Roosevelt crldärtc nach der Annahme des Knglandiiilfcgcsctzcs folgen des: »Wir sind jetzt bereit, Hilfe zu erteilen, Unsere Lager sind voll, unsere Waffen sind erstklassig, unsere Befäliigung, Hilfe '/.[{ leisten, wächst in riesigen Ausmaßen. iJicsc Hilfe wird nicht früher versiegen his alle Üiktatulen in der Welt ihrem Zusaniinenbrueh zugeführt sind.« Neywork, 10. März. D"a der Senat zwei Abänderungsanträge iler Opposition angenommen hatc. wird die Roosevelt-Bill nunmehr dem Repräsentantenhaus zu rückgeleitet werden, damit die formelle Zustimmung durchgeführt wird, was etwa spätestens am 11. d. erfolgen dürfte. Mittwoch mittags wird Präsident F^oose-velt das von beiden Kammern genehmigte Gesetz unterzeichnen. Das Gesetz wird sofort in Kraft tre-ten. 3u0oflQtoien^ ^rirDen^politir unberänDert $alt(ofe ($era$te fl&er die internationale Sage ^ueotlatoientf . «rnarung öer Oflegierunßöceef« in öer Jugoiiaroiftötn örefle B 0 o g r a d, 10. März. Das führende Blatt Jugoslawiens, die Beograder »P o- / ®ad (S(f)o öer iüngften liti'ka«, deren gute Verbindungen mit maißgebenden Stellen bekannt sind, bringt in ilifcr heutigen Folge einen interessanten Leitauifsatz, In dem sie sich anläßlich der beruhigenden Erklärung der Regierungschefs mit d'jr gegenwärtigen außenpolitischen Lage Juigoslavviens und insbesondere auch mit den Beziehungen zwi sehen Deutschland und Jugoslawien befaßt. In dem Aufsatz heißt es u. a.: »Die Laige Jugoslawiens ist jener Bulgariens kcin'jsfalls gleich. Nach dem Beitritt Bulgariens zum Dreierpakt sind die angeblichen Pläne mit Jugoslawien, über die ein Teil der ausländischen Presse geschrieben hat und denenzufolge Jugoslawien in eine Bulgarien analoge Lage kom men sollte, gegenstandslos geworden. Unser Laind hat nach der Einbeziehung Bulgariens in den Interes«enkrcis der Achscn-mächt'j nicht die strategische Bedeutung, die es vor dem Einmarsch der deutschen Truppen in Bulgarien hatte, da nunmehr die Möglicliikeit eines britischen Druch-bruchs auf dem Balkan ausgesclilosisen erscheint. Die diplomatischen Beziehungen des Deutschen Rjiches mit Jugoslawien sind — wie dies auch der offizielle Vertreter der Wilheknsistraßc hervorhob — vorzüglich und diese Beziehungen lassen nicht zu wünschen übrig. Diese in diesem Aug-jnblick abgegebene Erklärung beweist allerdings, daß die alarmierenden Gerüchte, die in den letzten Tagen verbreitet wurden, unigerechifertigt sind. Die maßgebenden l'^i'ktoren haben di'e politische Lage genau eingeschätzt und haben demzufolge der Ocffcntlichkeit ihren Standpunkt mitgeteilt, den sie zu den Ereigniisisen einnehmen. Obwohl diese Erklärung nuT kurz ist, g^enügt sie doch als erster Hinweis auf die gegenwärtige La- Wir haben in den letzten Tagen in unseren Aufsätzen, in denen wir uns mit den Problemen unserer Außenpolitik befaßten, auf einiige Monrente aufmerksam gemacht, mit denen gerechnet werden muß. Nun, nach der Erklärung des Präsidenten Dr. MaCek und des Minis+erprU-sidenten Cvetkovic können wir nur das wiederholen, was wir bereits gesagt haben. An der Spitzt' Jugoslawiens befindet sich die Regierung der nationalen Verständigung. Ihre Stärke liegt vor allem in dem Gedanken der Verständigung selbst und sodann in dem fc?>tcn Willen aller drei Teile Jugoslawiens, ihre Unab-hängigkoit und die Integrität des Staates zu wp''ren. Diese Wahrung ist uns dank unserer nüchternen und durchdachten Politik bisher auch gelungen. Der kroatische Hinsatz in dieser Politik i'St ein bedeutender geworden. Die Kroaten siiul ein Volk, das seine höchsten Inter.jssen niemals aus dem Auge verlieren und diese Interessen durch seine Eintracht und Disziplin auch zu wahren und zu schützen vcrste'''. Wir hiiren gerne jedermanns \n sichten, iber unsere V-ntschoidimg erbringen wir nach eigener Ucberzeugung u. naeh eigener Einschätzung aller Umstände, die in Betracht ktiiiiiin. So war es bisher und so wird rtj auch künftighin sein. Die Tat^sache, daß^ie erwähnte Erklärung auch unscM* nati(^aler Führer ab-'gegeben hat, flößt uns volles Vertrauen ein und doshalb sehen wir der weiteren Entwicklung der Ereignisse ohne Aufregung entgegen. Diesen Ereignissen selvjn wir gemeinsam mit unseren nationalen Landes und seine Unabhä^igkeit, für den Stolz unseres Volkes und für die Unantastbarkeit seiner Grenzen Sorge tragen. Die Ruhe und Kaltblütigkeit sind heute nicht nur für unsere Staatsleitung, sondern auch für jeden Einzelnen notwendiger als je. Jugoslawien hat der Entfaltung seiner normalen Beziehungen zu Deutschland stets die größte Wichtigkeit beigemes- Führern, die auf die volle Unterstützung , sen. Dabei war es immer bemüht, durch des kroatischen Votkes rechnen können, I diese Beziehungen auf die Erhaltung seigefaßt und mit starken Nerven entgj-' gen«. Z a g.r e b, 10. März. Der »H r v a' t s k i D n e V n i k« bringt einen Leitaufsatz, der der kürzlich erfolgten Erklärung des Ministerpräsidenten Cvetkovic und des Vizepräsidenten des Ministerrates Doktor M a c e k gewidmet ist und in dem es u. a. heißt: Obwohl die Un stände in unserer Nach barschaft für die Durchführung einer allgemeinen Friedenspolitik des Balkans eine ungünstige Wendung genommen haben und die Politik unseres Staates in eine delikate Lage versetzt haben, müssen wir auf unserem bisherigen Wege ausharren und mit einer unverminderten Geduld mit der Verwirklichung ihres Gedankens fortsetzen. In diesen Augenblicken der Versucfmng dürfen wir deshalb keinen Gerüchten unterliegen, denen zufolge wir von unserer Richtung, die uns die Geschichte und die Tradition unseres Volkes und unseres Staates vorbczeichnet haben, abweichen sollen. Derartige Gerüchte, die oft böswillig sind und oft auch nur infolge der Unruhe und Ungeduld entstehen, müssen an einer festen Beharrlichkeit und einer realen Nüchternheit zersehellcn, die seit jeher die Haupttugenden unseres Volkes waren. Die Staatsleltung Jugoslawiens, der CS auch bisher gelungen ist, unser l.and unangetastet und ruhig durch schwerste Ereignisse durchzuführen, wer de auch weiter für die Unversertheit des ncs Friedens und die Wahnnig seiner Interessen einzuwirken. Mit Hinsieht darauf muß als bcsonder^ wichtig die Tatsache hervorgehoben werden, daß voi' zwei Tagen an maßgebender Stelle in Berlin erklärt wurde, daß »den vorzüglichen diplomatiscli^en Beziehungen zwischen dem Reiche und Beograd nichts hinzugefügt werden könnte«. Die gemeinsame Erklärung der Regierungschefs Dragisa Cvetkovic und des Vizepräsidenten der Regierung Dr. Ma-cek hat im richtigen Augenblick bestätigt, daß die zuständigen Stellen bei der Einschätzung der Ereignisse und bei der Stellungnahme zu ihnen »stets unsere höchsten nationalen und staatlichen Interessen: die Unabhängigkeit und das Staatsganze im Auge halten«, für dessen Erhaltung jedermann von uns und in jedem Augenblick die größten Opfer, die von ihnen gefordert wertlen sollten, darzubringen bereit sein müsse.« S)ie ^türfpi ertuartel feine Oilfe tion 6otoielru&lan6 DIE TÜRKEN WERDEN ERST DANN ZU DEN WAFFEN GREIFEN, WENN SIE SELBST ANGEGRIFFEN WERDEN SOLLTEN. . A n k a r a, 10. März. Der Rundfunk gab folgende Meldamg durch: Ein hoher Politiker, dessen Name geheimgehalten wird, gab vor dem Mikrofon eine Darstellung der internationalen Lage, indem er folgendes erklärte: Die Türkei war bedroht, als der erste deutsche Soldat rumänischen Boden betrat. Die Türkei war noch mehr bedroht, als die Deutschen in Bulgarien einmarschierten. Wir werden aber am mci sten bedroht sein, wenn die Deutschen Griechenland angreifen werden. Wir werden indessen erst dann in den Kampf eintreten, wenn wir selbst angegriffen werden sollten. Wir sinWab ist los?« ffiigte ich ihn. Er deutete auf eine Lich-jLirtg und flüsterte; ^Kannst ilu sehen?« Zuerst erkannte ich nur eine niiiclitigc Eii. die, un^Mi-iaiir i:o Schritte voraus. Krst als ich .-•■"haritT lii!L>;ih, eMv.innte ich zwei liCi-taltLn, die aul einem der liichcjiaste iiockten. Der Trapper fragte: »Was sind das für Gestalten auf der Eiche?.: — Zwei Menschen,;^ antwortete ich. Der Tnipper schüttelty den Kopf und sagte; >>fjns ist ein Mensch, das andere ist ein Bar.«:: Der Trapper kicherte und meinte, noch nie in seinem Leben habe er einen Menschen und einen Bären so freunci- schafthch auf einem Ast sitzen sehen. _ >>\Vcif3t du, warum sie dort sitzen?« frag 'iC er mich. »Sieh dorthin!« ich folgte seiner ausgestreckten Hand und erblickte am f uß der Eiclie, in den Sclinec geduckt, ein Tier, und -in demselben Augenblick er kannte ich, da[5 es ein Tiger war, der gewaltige, fürchterliche mandschurische Tiger. Schon hatte der Trapper die Büch se hochgenommen und feuerte. Aufbrül-Icnd sprang das getroffene Tier mit einem mächtigen Satz empor, fiel auf den Boden zurück, brach krachend in das Unterholz ein und war im nächsten Augenblick im Walde verschwunden. Einen Augenblick später plumpste der Bär wie ein Kohlcn-sack vom Baum herunter und verschwand ebenfalls im Wald. Wir gingen an die Eiche heran und erkannten Blutflecke im Schnee. Der Chinese klammerte sich an seinen Baumast und war erst nach langem Zureden bereit, herunterzukommen. Sein ganzer Körper zitterte, und in seinen Augen war noch die Angst, die er ausgestanden hatte. Aus dem Gestammel des furchtgelähiii'tcn Menschen konnten wir erst nacli und nach den Zusammenhang herausbekommen. Dem Pfade folgend, war er plötzlich auf den Tiger gestofkMi lind mit affenartiger Geschwindigkeit auf den Baum geflüchtet. Erst als er oben war, bemcrkle er auf demselben Ast den Bären, der ans dem gleichen Grunde schon vor ihm ebenfalls da hinaufgeklettert war. Aus Stodt uiul ma :]'ltarit>or. CIRontag. ^en 10. TRärs 5tf ^orfsfute fdBttüeren Opiern &erei JAHRESTAGUNO DES HANDELSüREMIUMS FÜR MARIBOR - STADT. 2)06 ivar eine iCelTermfne Hier sieht man die Sprengung einer Tellermine an der Kanalküste, Man erkennt deutlich die ungeheure Wirkung, die auch in dieser Waffe Hegt — »K.G.« Aus nllSE Well In Montana, einem amerikanischen Staate, verlangt die Polizei, daß eine Tänzerin, die in einem Lokal auftritt, wo Alkohol vcrschänkt wird, ein Kleid trägt, das mindestens eineinhalb Kilo wiegt. Aus einem Kilogramm Stahl lassen sich 2H00 Rasierklingen herstellen! Eine Zypresse, die älter als 100 Jahre ist, steht bei Somma in der Lombardei. Im Altertum waren Apfel Symbole der Fruchtbarkeit. In Korea werden die Fraucnkleider nicht zusammengenäht, sondern zu>am-mengf'klebt. I:in sehr frühreifes Bürschchiin ist der kleine Abdul Sague in Neuyork. Vier Jahre \>\ er i'i;^t alt, gt ht bereits in der Riesinstadt allein spa/ii-nMi und bv uclit Ki-f und \'crf:i'ügun^ . ^''i' ti. Einni il bli:'!) L-r tlrv: und J'i'i is ^ weg. in ihrem Saaie in lier Jurdiceva ulica hielt gestern vrirniittags die Kaufleuteinnung für Maribor-Stadt, eben jener für Ljubljana die .«weitgrüßte (Vganisation des H^ndelstandes in Slowenien, ihre Iah reshauptversammlung ab. Dieses Handels Parlament, wie die Tagung des Handels-standes mit Rücksicht auf die Wichtig-seit der zur Verhandlung stehenden Wirt schaftsfragcn genannt wird, war ein Spiegelbild der ernsten Zeit, die gegenwärtig die gan/e Welt zu durchleben h it. Anwesend waren u. a. Gewcrbcrcferent Dr. S e n k o V i c, die Kaufleute P i n t 0 r und Macun für die neue Kammer für Handel und Industrie, der Sekretär des Verbandes der Kaufleuteinnung Dr. u-s t i s e k, l^ufmann W e i x 1 für don Kaufleuteverein, Ing. § I a j m e r für den Fremdenvcfkehrsverband usw. Der Präses der Innung, Großkaufmann Milos Ose t, erstattete einen eingehenden Bericht über die gegenwärtige Wirtschaftslage in Jugoslawien und insbesondere entlang der Staatsgrenze, die alles eher als rosig sei. Zu den Schwierigkeiten, die mehr otler weniger schon frühoi" auf den Schultern unseres Handelstandcs lasteten, kam jetzt noch die Sorge um das tägliche Brot im wahrsten Sinne des Wortes und um die Versorgung der Bevölkerung mit Waren hinzu. Der Staat mußte dirigierend eingreifen. Tis werden zur geregelten Verteilung de* notwendigsten Güter Bestimmungen getroffen, eine Verordnung jagt die andere. Da-. Ans-kcnnen in diesem Wust von neuen, oft sehr harten Vorschriften wird immer schwieriger. Die Teuerungswelle, die uns schon anderthalb Jahre plagt, nimmt immer weitere Ausmaße an und noch immer ist ihr Ende nicht abzuseilen, f^i-öffentlichen Abgaben steigen rasch. Der Staat muß in diesen verhängnisvollen Zeiten erhallen, was er 7u seiner Existenz unbedingt braucht. Jeder Stand trägt gegenwärtig seine Opfer, auch die Kaufleute werden nicht zurückstehen und werden, da dies imbedingt erforderlich ist, noch weitere Opfer aufbringen, um einer besseren Zukunft teilhaftig zu werden. Einen ausführlichen Bericht über dir T.i tigkeit der Innung im abr'o'aiifenen jain* '.erstattete der agile Sekretär S k a s a. Aus dem i-Jericht sind die Anstrengun'^'n ersichtlich, die die Organisation uncntv.'egt macht. Jetzt gilt es nicht mehr, mehr oder weniger nur die Interessen der Mit-glieiler zu wahren, nein, jetzt heißt es zu ringjn, damit die Bcvr)l'kerung a.;i Notwendigkeiten das erhalte, was sie zum Leben unbedingt braucht. Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht da und dort interveniert wird, um für Maribor so viel als möglich herauszuschlagen. I)er Erfolg ist nicht immer zufriedenstellend, aiber gegenwärtig kommt djr Allgemeinheit jede Kleinigkeit sehr zuslatten. Der Kaufmannschaft weis die Bemühungen jener einsichtigen Männer zu schätzen, die der Innung bei deren Bemühungen, für die Mitbürger wenigstens das Notwendigste zu erhalten, bereitwilligst entgegenkommen, weshalb ihnen auch clor Damk der Allgemeinheit gebührt. Der Innung gehörten Ende des Vorjahres 578 Mitglieder an, davon f>4 Ge-sellischaften, Genossenschaften und Anstalten. 13 Betriebe wurden einstweilen eingestellt und 12 aufgelassen, aber noch nicht im Register gelöscht. fi2 Gewerbe-rechte wurden erteilt und 52 gelöscht. Protokollierte Firmen gibt es gegenwärtig in Maribor 142. L>cr Stand der Bediensteten verschiedener Kategorien beläuft sich auf 721 und jener der Lehrlinge beiderlei Geschlechtes auf 123. Die Kaufmännische Fortbildungsschule wurde im abgelaufenen Schuljahr von 107 Lehrlin-/-'•n iiI) n-ni- r v-ird die Schul- von 10-^ ehrl 1-Lu b' : U'-'hl. Der V e r m ö g e 11 s s t a n d der Innung ist nach dem Berichte des Kassiers Z i -d a n 5 e k recht zufriedenstellend. Die Einnahmen bcliefen sich auf 203.930 Dinar. Der nach reichlichen Dotierungen der verschiedenen Fonds und sozialen Zwecke verbleiibende, nicht unansehnliche Ue(berschtd5 wird im laufenden Jahr entsprechende Verwendung finden. Günstig entwickelt sich auch der Hausfond, der Unterstützungsfond, der Lchrlings-fond, der Unterstützungsfond der Ver-schleißer und die Simon-Novak-Stiftung. Ein Teil der flüssigen Mittel wurde in einem Grundstück in Radv^inje angelegt. In der Aussprache gaben Kam-nierrat Pinter und Sekretär Dr. Pu-I stisck verschiedene Aufklärungen über einzelne aktuelle Fragen, besonders hinsichtlich der Warenversorgung. Gewerbe refercnt Dr. S e n k o v 1 c lobte das einträchtige Zusammenwirken der Kaufleute Organisation mit den Behörden, insbesondere mit der Stadtgemeindc, die gute Erfolge zeitige. Der Obmann des Gehilfenausschusses V r i s k dankte den Prinzipalen für ihr Entgegenkommen und ersuchte sie um fernere Einsicht für die Existenzfragen ihrer Mitarbeiter. Die übrigen Redner brachten verschiedene Anregungen vor, die die Innungsleitung in ihrer weiteren Betätigung beherzigen wird. Der Mitgliedsbeitrag bleibt für das lau fendc Jahr unverändert, ebenso auch die anderen Leistungen der Mitglieder. Die Tagung schloß mit dem Ersuchen des Vorsitzenden, kommenden Sonntag dem Konzert des Kaufmännischen Gesangvereines in Marenberg im möglichst großer Anzahl beizuwohnen. ®ip ^rieoöopfer für jf)rp!]ftr(l5te JAHRESTAGUNG DES MARIBORER BEZIRKSAUSSCHUSSES DER KRIEGSINVALIDEN- VEREINIGUNO. Im Saale der Zadruzna gospodarska bantka hielt gestern der Mariborer BeZi rksau'sschufi der Kriegsinvaliden-Verei-nigung seine Jahrestagung ab, der aiuch Vertreter des Kreisaiisschusses in Ljubljana, der Behörden und der Froivtkämpfer-organisationen beiwohnten. An Seine Majestät König Peter wurde eine Huldi-gungsdepeschc aibgosandt, während an den Miinisterpräsidenten C v e t k o v i c so w ie an ilie Minister Dr. B u d i s a v 1 j c-vic und General Pesic Begrüßungste-Icgranime gerichtet wurden. Aus den Berichten des Obmannes G e c, dtv Schriftführers r a'v'd i c, des Kassiers Tratnik und der übrigen Funktionäre ist ersichtlich, daß sicli nach der neuen V^erordnung vom Jahre 1038 die Lage der Kiegsopfer etwas gebes- sert hat, nur geht die Uebcrführung auf die erhöhten Bezüge 'etwas schilejppend vor sich. Die Mariborer Organisa'tion zählt 897 Mitglieder. Im Vorjahr wurden wi-eder bedeutendie Unter®tcr die Ablegung der staat-liciien Fachprüfung seitens der Beam-lenanwärler in Straf- xnid ähnlichen Anstalten, sowie die Verordnung des Biuuis iil>er die Erzeugung von Maisbrei. ni. Der lleklainuliuiisausschuß bei der Slcuorvcrwaltunjii begann heule mit seiner Arbeit. Zunächst werden die liinsprüciic der Industrie behandelt werden, dann folgen die Eingaben der Kaufleute und der Gewerbetreibenden. in. Kameradschaftsabend der »Etdehveiß ler«. Im großen Saal der Gambrinushalle hielten Samstag abends die »Edelweißler« ihren zweiten Kameradschaftsabeird ab, der glänzend verlaufen ist. Neben den fast volzählig erschienenen Mitgliedern und Ehrenmitgliedern des Vereines konnte der Vereinsobmann auch die Vertreter des Schwähisch-deutschen Kulturbundes, des Männergesangvereines, des i^rt-klubs »Rapid« und der »Liedertafel« begrüßen. Da das neugegründete »Edelweiß quartett« aus technischen Gründen nicht auftreten konnte, brachten die Mitglieder der »Liedertafel«, verstärkt durch einige Sänger des M. M. G. V., die »Steirer-buam<( zu Gehör, welches Lied mit grossem Jubel aufgenommen wurde. Als näch slen im Programm konnte man den bekannten heimischen Humoristen und ai- ____5____ Tßufeumtieröffnuna borauü-ficDtlicD in sloei Ollonaten JAHRESTAGÜNO DES MARIBORER GESCHICHTSFORSCHERVEREINES. Montag, den 10, März 1941 tcn Anj^ciiörjfrcn »Cde!weißler« Rai-miiiul P c r k ü als Gast begrüßen, der mit prickelndem Humor und erquicken-der Schlagfertigkeit allerlei Sachcn zum besten gab. Ganz hervorragend war das Lied »Der Almbua«, das größten Anklang fand. Das wechselvolle Programm des Abends wurde vom Zauberkünstler Abra Kadabra (Peppo BarloviC) mit einer Reihe verblüffender Experimente beendet, die gleichfalls viel Beifall ernteten. So gestaltete sich der zweite Kameradschaftsabend zu einem ganzen Erfolg und man darf hoffen, daß auch die erste Ausfahrt der Edelweißler im nächsten Monat dasselbe große Interesse erwecken wird. m. Aus der »Glasbena Matica«. Die nächste Probe des Orchesters findet am Dienstag, den 11. d. um 20 Uhr in den bisherigen Räumen sitatt. m. Fatale Venvcchslunß. In unserer letzten Sonnlagsnumnier brachten wir die Nacliricht vom Ableben der Frau Therese Ju^l, der SehwicfjcrmuUer des liiosigen IkcliLsanwalles Herrn Dr. Karl Kieser. Eiaie falale Verwedi-siung hatte es jedoch in luiliebsamer Weise zur Folge, daß die V('rsl()rl)ene in unserer Lokalnotiz als Müller des hiesigen Rcchtsanwaltcb und seines Bruders, des Pholographcn Ludwig Kieser, bezeicltiiet wurde. Der peinliche Irrtum dürfte aber fielen unseren Lesern schon am Samstag beim Lesen der Traueranzeige der Irauern-den Familien aufgefallen sein. m. TödHches Slraßcnun|{lück. In Po- lule bei Celje wurde auf der Straße eine ältere, ärmlich bekleidele Frau mit einer tödlichen KopIVerlelzung aufgefunden. Die Frau verschicd bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus, ohne das Bewußtsein erlangt zu haben. Sic dürfte von einem Kraftwagen überfahren worden sein. Die Identität der Verunglückten konnte bisher nicht festgestellt werden. m. Die neuen Marklkioskc in Ljub-Ijana wurden Samstag unter Dach gebracht und werden jetzt im Inneren ausgebaut werden. Man glaubt, daß sie schon im Sommer ihrer" Bestim-mimg übergeben werden können. Die Krbauimg der schmucken Pavillone anstelle der bisherigen hölzernen am Ljubljanica-Fluß wird die Gemehide mehrere Millionen Dinar kosten. m. Gründung eines Arbciterllieatcrs. Jm Rahmen des „Nationalen Gewerkschaftsverbandes" wurde ein Üilettan-ienlheater gegründet, in dem j^estcrn nachmittags die erste Vorstellung stattfand. Zur Aufführung gelangte Stan-dekers sozial tiefschürfendes Bühnenstück „Betrug", das einen vollen Erfolg erzielte. Die Regie führte der Autor selbst, während von den Darstellern Frl. Lolle Drozg am meisten hervorstach. Die Aufführung fand im .,Na-rodni dorn" slatt. m. Verkehrsunfall. Am Haui>tplatz wurtle gestern der Besitzerssohn Vin-ko Brodnjak, als er mit dem Fahrrad gegen die Heichsbrüeke einbiegen wollte, von einem Kraftwagen überrascht und zu Boden gcsclileudert. Wie durch einen Zufall blieb Brotüijak unversehrt, während das r^ihrrud vollkommen zcrirümmerl wurde. m. Tuubcndiebstatil. In den Tuuben-schlag des Tapeziererineisters Anlon Cerin drang ein unbekannter Täler ein umt ließ 11 Tauben mit sich gehen. m. Weterbericht vom 10. d., 9 Uhr; . Jiuperatur 6 Grad, Luftfeuchtigkeit 85% Luftdruck 732 mm, Westwind. Gestrige Maxinialtemperatur 12, heutige Minimal-temporatur 5 Grad, Niederschlag 9 mm. m, Spende. Für den armen und mittellosen Invaliden spendete »Ungenannt« 30 Dinar. Hcrzlichcn Dank! b. Prügressus. Erscheint beim VDI-Verlag in Berlin. Im Jahresbezug RM 8.— Aufsätze über Wärme- und Wasserkraft-anlagen, Roheisencrzeugun, Armaturen für die chemisclie Industrie, über die Verbesserung der Laufruhe einer Maschine, Schinalspur-DampHokomotiven mit OeL feuerungen, Einachsschlcppcr für die motorisierte Bodenbearbeitung und Bandfeil maschinen. Außerdeni ein reichhaltiger Inseratenteil, welcher jeden Interessenten über den Stand der modernen Technik un terriclitet. In den RäU'men der Studienbibliothek vereinigten sich gestern vormittags die Mari'borer Geschicht'sforscher zur Jahrestagung ihrer Organisation, die in der Reihe der Kuituirinistitutioncn der Drau-stadt eine hervorragende Rolle spielt und auf deim Gebiete der Erforschung der Vergangenheit des Gebietes 'entlanig der Staatsgrenze bahnibrechend wirkt. Anwesend waren auch Direktor Dr. Ostcrc in Vertretung des Fürstbiisehofs und Ma-gistratsdlrektor R o d o 5 e k für die Stadtgemeinde. Der überaus agile Präs'es Archivar Prof. Bas berichtete eingehend über die Ergebnisse der Geschichtsforschung im verflossenen Geschäftsjahr und gedachte insbesondere der Gönner des Vereines, in erster Linie der Banatsvei-waltung und' der S+"('''Tcmcinde, die durch ihre Beiträge in der einen oder anderen Form zu den erzielten Erfolgen nicht wenig bei- c. Heute kein Kulturbundvortrag. Auf mehrere Anfragen teilen wir mit, daß heute (Montag) kein Kulturbund Vortrag stattfindet, da ein soloher ja erst vor acht Taigen gehalten wurde. Der nächste Vortragsabend im Kulturbund findet also wieder am 17. März statt. Wir werden in unserem Blatte noch rechtzeitig darauf hlniweisen. c. Personalnachricht. Die l^ehrer der zweiten staatlichen Knabenvolksschulc in Celje Ivo P e t r a k und Martin S t a n t e wurden in den dauernden Ruhestand über nommen. c. V^orlrugsabeiid. Leber die Kunst des Sannlales spricht heule (Monlag) im Rahmen der Volkshochschule im, Zcichcnsaal der Knabenbürgerscliulc Herr Universilätsprüfessor Dr. Franz Mescsnel aus Ljubljana, Zahlreichlii Lichtbilder werden den Vortrag unterstützen. Beginnn 8 Uhr abends, c. Schachmeisterschaft. Wie gemeldet, beginnt am 14. März im Gartensaal des Hotels »Europa« das Turnier und die Schachmeistorschaft der Stadt Celje. Turnierleiter ist Herr Prof. G r a s e r, das Schiedsgericht besteht aus den Herren Ti-ne K 0 c m u r, Bozo P 1 e t e r sik i und Andreas Regner. Das Tümmler beginnt um 20 Uhr und wird an jedem fo-lgenden Mittwoch und Freitag zwischen 20 und 24 Uhr fortgesetzt werden. Es werden vierzehn Spieler daran teilnehmen dürfen. Anmeldungen überniimmt noch bis zum 12. Feber der Schachklub Celje im Cafe »Europa«. Es sind sechs Geldpreise a-us geschrieben. c. Schadenfeuer. In der Nacht zum Sonnabend stand plötzlich das Wirtschaftsgebäude des Besitzers .lakob Stor in Tremerje bei Celje in Flammen, Das Vieh konnte gerottet werilen, doch brannten das gesamte Wirtschaftsgebäude, Presse, Stallungen sowie die ganze Fechsung des Jahres nieder, wodiuT.h der Besitzer einen Schaden von annähernd loü.üüo Dinar trugen. Die außerordentlichen Zelten, die uns gegenwärtig beschert worden sind, beeinträchtigen nicht wenig den glatten Verlauf der Arbeiten, immerhin sind diese 'Ircdeutend vorgeschritten. Die Einrichtung der Räumllchikeiten in der Burg, des neuen kulturellen Bollwerks der Draustadt, geht flott vor 'Sich. Es ist damit zu rechnen, daß das gesamte Museum in der Burg im Mai d. J. wird allgemein zugänglich gemacht werden können. Wie der Schriftführer Prof. K o c a r Iberichtete, war die Tätigkeit des Vereines im Vorjahr mannigfach. Vor allem ist die Zeitschrift für Geschichte u. Volksikun-de zu erwähnen, die eine bedeutende Bereicherung der hoimischen Geschichtsfor-ischung darstellt. Die Archivalien konnten wieder bedeutend vermehrt werden, Ue-ber den Vermngcnsstand b'orichteten Direktor V r a b 1 und über die Bibliothek Direktor Glaser. erleidet, dem eine Versicherungssumme von angeblich nur 20.Ü(X) Dinar ge-genüberslcht. Die stark bedrohten Nachbar;mwesen konnten durch die Feuerwehren von Celje, (lal)erje und I^asko vor dem Feuer bewahrt werden. Man vermutet Brandstiftung. c. Die Durchsicht und Ueberprüfung von Kraftfahrzeugen auis den Bereichen der hiesigen Stadtpolizei und Bezirkshauptmannschaft wird am 17. März vor der Stadtgarage In Sp. Lanovz durchgü-führt. Die Kraftfahrer aus Celjc-Stadt haben um 8 Uhr morgens gestellt zu sein, die Kraftfahrer des Bezirks Celje aber erst mn 11 Uhr vormittags. Mitzubringen sind das Verkehrslbüchel, der Führerschein und eine lOO-Dinar-Stempelmar-ke. I c, Todessturz im Steinbrucli. Im aufgelassenen Steinbruch der Fabrik Chemischer Produkte in Brnica bei Hrastnik stürzte der 30 Jahre alte Fabriksarbeiter Fritz Karner aus etwa 25 Meter Höhe ab und blieb mit einem Schädelbruch und inneren Verletzungen tot liegen. Er wurde im Friedhof von Dol beerdigt. c, Alkoholvcrt)Ot, Der Ausschank von alkoholischen Getränken an Reservisten, die zu Waffenübungen einberufen wurden, ist im Bereich der Stadtpolizei strenge verboten. Zuwiderhandelnde werden emp findlich bestraft. c. Fremdenbesuch in Laäko. Das Radio thermalbad Lasko wurde im abgelaufenen Monat von 89 Kurgästen besucht. Da von waren 87 In- und zwei Ausländer. Vo<^ den Inländern waren 59 Mitglieder der Krankenkasse. c. Ein Bubenstreich. Es scheint für man che Menschen ein Vergnügen zu sein, andere Volksgenossen an Leib und Seele zu schädigen. Sonst könnte es nicht vorkom men, daß von Zelt zu Zeit Fallen auf Straßen und Wegen gelegt werden. So wurde am Samstag abends mutwilliger-weise in Crct bei Celje ein Baumstamm »Marib'orer Zeitung« Nummer 58 MaHbofce Ihcutce Montai;, 10. März: (^ciilos&en. Dienslai^, 11. März um 20 Uhr: „Ruinen des Lebens". Ab. C. ^Bolf^uniöerfität Montail, 10. März: Prof. Dr. Cvetko (Ljubljana) spricht über Tschaikow-sky. Ion-Kino Burg-Tonkino. Bis einschl. Dienstag der französische Spitzenfilm »Ich erwarte Dich« mit Corinne Luchaire und Jean Pierre Aumont. Ein erschütterndes Drama aus dem Weltkrieg, ein Hohelied auf die Pflichterfüllung! — Ab Mittwoch Willy Forst's »Operette«. Wie die unvergeßliche »Maskerade« ist auch Willy Forsts neues Werk »Operette« ein vielgestaltiges Zeitbild — diesmal ein Zeitbild aus dem Wien der großen Operettenkom-ponisten Strauß, Suppee und Millöcker. Willy Foirts verkörpert den größten The-atermann dür damaligen Zeiten — Franz Jauner. In den übrigen Rollen Paul Hör-biger, Leo SIezaik, Mairia Holst, Dora Ko-mar und Trude Marlen. Esplanade - Tonkino. Das herrliche Bergdrama »Söhne der Berge« mit Atila Hönbiger und Gerda Maurus in den Hauptrollen. Ein mitreisend gestalteter deutscher Großfilm, der in packender Weise und im Rahmen prachtvoller Naturaufnahmen von großer Liebe, Tapferkeit und Kajueradschaft der Grenzer in den Alpen erzählt. Union-Tonkino. Der beste Lustspielschlager des berühmten Komikerpaares Stan Laurel und Oliver Hardy »Fra Diavolo«. Eine köstliche Parodie auf das klassische Geschehen, in dem die beiden Humoristen das Beste aus ihrem Können auspacken. Ein Film, der jedermann in seinen Bann zwingen und zwei Stunden glückseliger Entspannung bringen wird! Slpoti^efrnna^tDfenft Bis M. März versehen die Mohren-Apotheke (Mr. Ph. Mavcr) in der Go-sposka ulica 12, Tel. 28-12, und die Schutzengol-Apolhckc (Mr. Ph. Vaupot) in der Aleksandrova c. 33. Tel. 22-13, den NaclitdicnsL 2)a0 QDetter Wettervorhersage für Dienstag: Bewölkt, windig, örtl. Niederschläge quer über den Weg gelegt. Ein Schuhmachermeister ging am Abend mit seiner Frau diesen Weg und passierte um e^wa 22 Uhr diese Stelle. Seine vor ihm gehende Frau sah das Hindernis nicht — und stürzte. Zum Glück geschah ihr nichts. c. Kino Union. Nur noch Montag und Dienstag läuft der deutsche Terra-Film »Männ'er müssen so sein«, ein Zirkusfilm, aber einer, der vor allem das Leben außerhalb der Manege, das Variete hinter den Kulissen schildert. Der Film hat Tempo und wieder Tempo! Oft huschen nur blitzartige Sz'enen vorbei, aber nie klafft in der Handlung eine Lücke. Herta F r e i-1 e r als »La belle Beatrice« ist eine interessante Darstellerin, oft von stiller Schlichtheit, deshalb um so lebenswahrer. Auch Hans Sö h n k e r spielt einen berühmten Dompteur ohne Starallüren und mit einem starken Schuß von Humor. — Paul H ö r b i g e r ist nur auf der Bühne ein lachender Bajazzo, sonst aber ein vom Schicksal hart geprüfter .Artist. Wer sich unterhalten will, der so'll nioht versäumen, das Unlonkino zu besuchen. Zu den früher 228 deutschen Heilbädern sind durch Anglicderung des Sudetenlandes und Österreichs 40 neue Heilbäder (darunter Weltbäder, wie Karlsbad, Marienbad, Badgastein und Baden bei Wien) hinzugekommen. In Ancy-sur-Moselle bei Metz feierte vor einiger Zeit eine »Witwe Michel« ihr 100. Geburtsfest, (Und dabei war ihr vor 80 Jahren vom Arzt der baldige Tod infolge Tuberkulose in Aussicht gestellt worden.) ?tuii6funHon}(rt für 5if iuao-flatDifcl)e 2)el)rina(fit in £iubliana L j u b 1 j a 11 a, 10. März. Im luesi-gen Opcrnlhcatcr fand gestern ein von allen,jugoslawischen Rundfunksendern (Ljubljana, Zagreb, Beograd, Skopljc) übertragenes Konzert für die jugoslawische Wehrmachl stall. An der patriotischen Veranstaltung lx>leiliglen sich zahlreiche Honoratioren, darunter Minister Dr. Kulovec, Banus Dr. N a 11 a C e n, Divisionskorpskom-mandanl Lj. Sllefunovid als Vertreter des Kriegsministers und zahlreiche Vertreter der zivilen und militärischen Behörden. Während des Ab- laufes des auserlesenen Programmes erhol)en sich General filefanovie und Banus Dr. Nallacen, um in ihren begeistert aufgenonunenen Heden die moralischen und sonstigen (}uiililäten der jugoslawischen Wehrmacht zu würdigen. Die einzelnen Darbietungen er Held de? 'l'ages war wiederum Karl Fanedl (Maribor), der mit einem großen Vorsprung von mehr als fünf Minuten Sieg tnid A'leisterschaPt an sich riß, Fanedl gewann nun fünfmal hintereinander die l'ntcrverbandsmeister ?chaft, eine Leistung, die wolil öffentliche Anerkennung verdient. Ijn Kampfe um den zweiten Platz lieferten sich Krajn-cre (J^elezniiJar) und Legwar l (Maribor) den Mauptkanipf. Legvart hatte ver-wachselt. darüber hinaus mußte er noch WINTERSFORT - UNTERVER-VRH als Lrster auf die weiche Bahn. KrajnCiC lief ausgezeichnet und holte auch die zweitbeste Zeit heraus. Sehr gut setzte sich auch K r a m a r § i c (/?eleznicar) durcii, der nur tun wenige Minuten zurückblieb, sowie S i ni C i c (Maribor), der insbesontiere in den Steigungen imponier te. Hren (Maribor), einer der Besten der jüngeren Generation, gab wegen des schlechten Wachses auf. Die Resultate waren: 1. Karl Fanedl (Maribor) 52.50 2. Krajncit? Leopokl (:2el.) 58.01 3. Leovart Vlado (Maribor) 1:0.03 4. Kraniarsiö Franz (/^el.) 1:02.55 5. Skncic Albin (Maribor) 1:05.03 f>, i:)o!insek Adolf (Marathon) 1:05.13 7. Fers Franz (Maribor) 1:10.13 Den Kämpfen wohnte auch der unermüdliche Präses des Mariborer Winter-sport-Untcrverbandes L. Z o r z u t bei, der die Verteilung der schönen Preise vor nahm. Die klaglose technische Durchführung des Rennens lag m den Händen des technischen Referenten V. Purkcljc. Das gestrige Rennen zeigte ganz eindeutig, daß der Skisport gerade im Langlauf seine idealsten Wettkämpfer besitzL Deutschen das Resultat verbessern konnten. Mit 4:2 (1:1) l^ehlelt schlleßlldi die deutsche Mannschaft die Oberhand. Den Kampf leitete der Italiener Scorzoni. Stadtverbot für Marinko. Im Zusammenhang mit dem Uebertrirt Marinkos, des früheren Staatsnieisters im Tischtennis, gab der Slow. Tischtennisvjr band die Erklärung ab, daß er untrr keinen Umetändcn eine diesbezügliche Sniel-erlfrbnls gewähren werde. Marinkt) hätte bekanntlich an der großen Ausland-tournee des HASK teilnehmen solltn. // »CONCORDIA« iOaiCur an örr 6pifte MIT 2:5 GESCHLAGEN. 1:1-REMIS DES BEOORADER DERBYS 3orfieg aegrn 3aore& DIE BOXERSTAFFEL DES SSK. MARIBOR RINGT MIT 4:3 DIE ZAGREBER POLIZISTEN NIEDER Im großen Saal des Sokolheimcs fand gestern eine recht anspruchsvolle Box-vcranstaltung statt, die ein zahlreiches Publikum heranlockte. Die Boxer des ISSK. M a r i b o r absolvierten einen Klub kanipl gegen die Vertreter des Zagreber P ü I z e i - S p o r t k 1 u b s, die sich im üesamtresultat mit 4<:3 eine fatale Nieder läge gefallen lassen mußten. Um es gleich vorwegzunelinieii, sei besonders hervorgehoben, daß diesmal die heimischen Faustkämpfer überaus imponierten und alle Voraussetzungen besitzen, eine führende Rolle im jugoslawischen Boxsport zu übernehmen. I p a v e c, S t r u-kelj, Svajgcr und Ccrin und wie sie alle heißen, sind schon heute Boxer von besonderem Format. Die einzelnen Kämpfe brachten folgende Entscheidungen: Fliegengewicht: Boris C e r i n trat mit J e z d i k zusanmien, den er sofort hart anging und in die Defensive zwang. Nach drei Runden siegte Cerin nach Punk ten. Im Bantam behielt überraschend der Zagreber P 0 v i 0 über Dusan Cerin die überhand. Auch das Federgewicht, wo K a s a b a s i c und M e g l i c aufeinandertrafen, fiel an die Zagreber. Im Leichtgewicht mußte (jojiiik (Ma ribor) wegen Tiefschlags disqualifiziert werden, so daß der Sieg an den Zagreber R o z i c fiel. Dann folgten drei Mariborer Siege. — v a j g c r machte im Wcitergcwicht T i C i c nach zeitweise dramatischen lir-oignissen den Garaus. Im Halbschwergewicht feierte S t r u-kelj mit technischem k. o. einen ein- drucksvollen Sieg über C v c k, der schon in der ersten Kunde am Fnde sein. Kräfte war. Finen recht spannenden Kampf lieferten sich I p a v e c und K o v a ö im Schwergewicht, in dem Ipavec klar den Sieg an sich riß. . 13ie Kämpfe Ititeten D r o z g (Maribor) und Rcselic (/Zagreb) zur vollsten Zufriedenheit des Publikums, das an den mitreißenden Geschehnissen im Ring lebhaften Anteil nahm. Der Revanchekampf wird im April in Zagreb zur Austragung gebracht. Zuvor werden in Maribor noch die Boxer der Zagreber ^^Croa tia« zu sehen sein. In der KroatischenFußballlga vollzo;g sich gestern ein wichtiger Füh-Tungswechsel. »H a j d u k« besiegte in Split den Herbstmeister »Concor-d i a« mit 5:2 (2:0) und übernahm nun selbst die Führung in der Tabelle. »Haj-duk« kam schon in den ersten Minuten durch AlujeviC- und Batinid in Führung, worauf nach Seitenwechsel Sobotka und kurz darauf noch Alujcvii auf 4:0 erhöhten. Erst jetzt glückte den übrigens recht verbissen kämpfenden Zagrebern, durch Muradori und Beda zu zwei Treffern zu gelangen. Die Dalmatiner übernahmen so-' fort wieder die Initiative, jedoch brachte ihnen erst ein Elfmeter, den Mato5iö verwandelte, einen weiteren Erfolg. Mit 5:2 geschlagen, mußte »Concordla« den Si'^g d'cn Dalmatinern ül>erlassen. In Zagreb trafen gestern H A S K und »2 e I j e z n i C a r« a-ufeinarrder. Die Akademiker feierten mit 5:0 (1:0) einen überlegenen Sieg. Mit 7:0 (3:0) fertigte in Subotica »G r a d j a n s k i« die »B a C-k a« ab. In Sarajevo besicf;te S A § K den SK. Split mit 3:2 (0:1) und in Va-razdin gewann die dortige »Slavija« das Matcli gegen die Osijeker x-S 1 a v i -j a« mit 2:0 (1:0). In der Serbischen Liga konzentrierte sich gestern das Hauiptinteresse auf das D'drbytreffen zwischen dem B S K und der Beograder ?>J u g o s l a v I j a«, deren Kampf über 8000 Zuschauer heranlooktc. v jugoslavija« erzielte in der 31. Minute durch Aca Pctrovi^ die Führung, doch zog Rajüc schon in der 2. Minute der zweiten Halbzeit wieder gleich. Der Endstand lautete somit 1:1 (0:1). In PanCevo blieb die »J u g o s 1 a v i j a« au^ Jabuka gegen »S 1 a v i j a« (Sarajevo) mit 2:1 (0:0) siegreich, in Skoplje gewann die »V o j-V o d i n a« das Punktespiel gegen »Grad janski« mit 4:1 (3:0), in Borovo machte »B a t a« mit dem 2 A K mü 5:1 (0:0) kurzen Prozeß und in Beograd spielten »Jedinstvo« und BASK 2:0 (1:0). Tliefrnflalom om <9olte Auf der Hochalm Gölte wurde gestern ein Riesenslalom um den Pokal des Sportmäzens M e § t r 0 V aus Celje absolviert Sieger wurde S a v i n c a n (SPD Celje) vor Franzi C o p (SPD Maribor) und Dvorak (SPD Celje). lOrlO-Sieg der »Ljut>1jana«. In Ljmbljana absolvierte gestern der SK. Ljubfjana zum Auftakt der Fußballsaison elin Match gegen die »Viktoria« aus Karlovac, de er mit 10:1 (3:1) fertigte. ab- Italienische Fußballmeisterschaft. In der italienischen Fußballmeisterschaft liegt Bologna an der Spitze, gefolgt von Ambrosiana, Juventuf?, Florentitia usw. Gestern spielten: Ambrosiana—Genova 4:0, Roma—Fiorentina 1:1, Milano—To-rino 4:0, Venezia—Bologna 1:0, Novara—■ Napoli 1:0, Livorno—Juventus 1:0, Trij-stina—Lazio 0:0, Atalanta—Bari 4:0. gnglanDd ^rlegd^rlr li>on einem cameritaner Dargeftellt 12 Funkle der ciigliseheii KriPfiszIelc — Sowjelruniaiid biele vrrlierpn üoll fbontalls (ic- )Sra2ef toieOrr fftarelcl) Auf der Ro5ca oberhalb Jesenice ging gestern ein Riesenslalom vor sich, bei dem durchwcgs bekannte alpine Läufer an den Start gingen. Der Sieg tiel diesmal an den Olympiakämpfer P r a c5 e k, der die über zwei Kilometer lange Strecke in 4:38 durchraste. Ihm folgten Lukanc (Trzic) in 4:30.2, Kobler (Skala) in 5:01.2, Rav-nikar (Gorenjec) in 5:08.4 und Mrak (Skala) in 5:20. 3>eutf(f)lan{> - 4:2 In Stuttgart wurde gestern der Fußball kämpf zwischen Deutschland und der Schweiz zur Durchführung gebracht, dem 60.000 Zuschauer beiwohnten. In der ersten Spielhälftc hielten die Schweizer den .Attacken 'er deutschen Stürmer recht tap [er stand, doch mußten sie schließlich kapitulieren. Die lleutschen erzielten dann fast hintereinander drei Treffer, worauf ..... erst die Schweizer durch ein Ei^jentor derjneuert. San Francisco, 10. März. (Avala —-Slcfani) Der amerikanische .Tourna-lisl John Kawclls, tlcr Wendel Willkic auf dessen Kngland-Keise bcglcilel halle, vcrüffcnlliclite in der /fitung .,Min n€a p() Ii s S t a r" wahre Kn Ulli Hungen über die britischen Kriegszielc. Diese Ziele sind in nachstehenden Punkten zusammengefaßt: 1. Deutschland wird auf den Umfang vom Jahre 1038 gel)raehl und vollständig entwaffnet. Die Luftwaffe wird Deutschland abgenommen, Deutschlands Industrie wird mit Hilfe des europäischen Zollvereines zum Ersticken gebracht. 2. Böhmen und Oesterreich werden zu einer Monarchie mit einem Habsburger auf dem Throne vereinigL 3. Italien verliert alle seine Kolonien. Haile Selassie kehrt nach Abessinien zurück lind Italien wird ein Vasall Finglands. 4. Belgien. Holland, Norwegen und Polen werden als Vasallenstaaten Großbritanniens erneuert. r». l-'rankreich erhalt scheinbar die scinerzeitige Position zurück, jedoch )>ei gleichzeitigen militärischer Schwächung. (5. Spanien soll nach Möglichkeit eng-lisrher Vasallenstaat werden. 7. Jede FZntwicklung Japans wird verhindert. 8. In Lonoön. wird ein Direktorium für die Leitung de« wirtschaftlichen und politischen Lebens Europas, des Ostens u. Afrikas sowie des größten Teiles Asiens gebildet. Div britische Glanzzeit au« der Zeit d<'r Königin Victoria wird damit er- 9. Die allgemeine Militärpflicht in Englang bleibt aufrecht. England sichert sich neue Luft- und Seestützpunkte in Europa und Afrika in der Weise, daß es die erste Mllitäfmacht der Welt wird. 10. Sowjetrußland wird an der Bedrohung des britischen Imperiums verhindert. Es erhält im besten Falle den Besitz des BalHkums, Beßarabiens und der karelischen Meerenge zuerkannt. 11. Griechenland soll auf Kosten Albaniens und Bulgariens vergrößert Wehrden. Griechenland soll einer der führenden Hai kanstaaten werden. Durch einen besonderen Vertrag erhält England das Recht, In Griechenland Seestützpunkte auszubauen. 12. Wiederbelebung des Völkerbundes, in den auch die Vereinigten Staaten eintreten. Der Völkerbund wird zum internationalen Instrument der Hegemonie der angelsächsischen Staaten ausgebaut. Hcitccc Cck£ Die Erfalirung Icli ging mit meinem Verleger und seiner jungen I rau in ein Gartenrestaurant. Mein Verleger jsah sich erst dreimal vorsichtig um, bevor er sich setzte. »Fehlt Ihnen etwas?« fragte ich. »Nein. Warum?« »Weil Sie sich so vorsichtig niedersetzen.« »Das lue ich immer, wenn ich mit me». iier Frau ausgehe.« »Warum?« Er seufzte: »Ich muß aufpassen, daß sie mir nicht wieder schnell ihren alten Hut unter-schiebt, damit ich ihr einen neuen kaufen muß.« Montap, den If) März 1041 7 ,\V' iborc* "uninior T)! Ulirlsfhnftliihc Riindsihnii CROtfgänoigr ^urfr WOCHENBERICHT DER BEOQRADER BÖRSE Effckt^:n: Ini Laufe der ganzen vorigen Wochc war clic Tendenz für faei alle Staat^obliigaiiortcii ziemlich flau. Danik den Pa.pierköufen seitens der Staat). Hy-pothekenibank liatx'n aber die Kurse ihr Niveau nvehr oder weniger behaupten ikönn'Cn. Am stärkst'en iini Kurs gefallen sind die Dolianpapiere. Fiast a41ie Papiere sind im Vergleich zu den Ende der vorletzten Woche notierten Kursen im Kurse igefallcn. Nur die 4%igen Aigrafobligatio-nen sind im Kurse unverändert geblieben, im folg'onden geben wir einen verglei-chentdcn Ucberblick der zu EiKle dieser u. der vergangenen Woche notierten Kurse: Krieg-sbohaidcnrentc . , 7% Imvosti-tionsanleihe 4p/ü Agrarolbligationen 6% Begl^koibligationen 6% dalm. Agrar . . 6o/o Forstobli'gationen 7|% Blaiiranldh\i . , , Blairanlieihc , . . TVn Seligmananlei'he . Stabilisationsain.leihe 28. H. 1941 480.— 101.5() 57.— 86^5 81.25 81.— 105.50 110.50 107.— 100.— 7. III. 1941 477.50 101.— 57.— 85.— 80.— 80.— 101.— 108.— 103.— 99.50 f.oder— —2K. — —V/t —ly* —1 -4'A —2'/j Aktien: Die Aktien der National-Bank wurden zu Beginn der Woche zu 6825 gehandelt und sodann nur m Angebot zu 6850 notiert. Die Aktien der Agrar-banlk notierten zu Beginn der Woch'e im Abschluß zu 211. zu Emde der Nachfrage zu 212, der Woche in <8ine (Erläuterung iu (en 3>(bifeiiborf(brlften B-eograd, 10. März. Zur Vermeidung von Mißverständnissen bezüglich des Artikels 1 der Vorschriften zur Regelung des Devisenverkehrs gibt der Finanzminister auf Grund des Art. 21 der Devisenvorschriften folgende Erläuterung: »Unter Handel mit ausländischen Zahlungsmitteln sind im Sinne des Art. 1 Absatz 1 der erwähnten Vorschriften zu ver stehen: der Abschluß oder die Durchführung von Verträgen zum Kauf oder Verkauf, Wechsel, Leihen und Transfer von ausländischen Zahlungsmitteln. Unter Devisen sind im Sinne dieser Vor Schriften alle ausländischen Zahlungsmittel und Guthaben in ausländischer Valuta zu verstehen. Unter ausländischen ZahlungsmitK;In im Sinne der obigen Vorschriften sind zu verstehen: a) effektives ausländisches Geld (Hart geld, Papiergeld, Banknoten usw.), falls dasselbe nicht außer Kurs gesetzt worden ist. b) alle auf ausländische Währungen lautenden Zahlungsaufträge, Akkreditivt-, Kreditbriefe, Anweisungen, Schecks, Wechsel und Wertpapiere, falls dieselben im Ausland ausgegeben worden sind. Unter geprägtem Gold sind im Sinne der Vorschriften aus Art. l Absatz VU alle Goldmünzen zu verstehen, ohne Hiick sieht darauf, ob dieselben außer Kurs gesetzt oder durchgebohrt sind oder nicht. ■BoRff (Srfols 6fr SHpsioer SrAMol^rdmene Die ersten Berichte über den Verlauf der Leipziger Frühjahrsmesse lassen zwei erlei erkennen: 1. Der Besuch nicht nur aus Großdcutschland, sondern auch aus dem übrigen Europa beträgt etwa das Doppelte des Besuches der Frühjahrsmesse 1940. 2, Die Nachfrage und die Kauflust sind so groß, daß in zahlreichen f3ranchen die Abfertigung der Interessenten reguliert werden muÄe. Man rechnet in Leipzig mit UX).000 Besuchern aus Großdeutschiand und 9000 ausländischen Besuchern. Ueberall tritt das Bestreben zutage, sich von der Leistungsfähigkeit der bedeutendsten europäischen Industriewerkstatt — nämlich Deuitschland — ein genaues Bild zu verschaffen. Im einzelnen heißt es über das Messegeschäft, daß für Tc'xtilwaren, Be-kleidungsgegenstände und Spielwaren das Interesse besonder lebhaft war. Stark gefragt waren auch Bücher. Auf der Wer-beniesse erfreuten sich Schaufensiterdeko-rationen und Verpackungsmaterial beson derer Nachfrage. Lebhaft ging es auch auf dem Gebiet der Sportartikel zu, wo nicht nur die Einkäufer der Niederlande, Dänemarks und Schwedens, sondern auch Süd- und südosteuropäische Länder (Italien, Rumänien und Jugoslawien) lebhaftes Kaufinteresse bekundeten. Die Nachfrage in Haus- und Küchenartikeln, sowie auch in Eisen- und Stahlwaren überschritt bei weitem die Lieferkapazitä't der einschlägigen Erzeuger, und Handels firmen; etwas weniger stürmisch, aber auch recht gut war die Nachfrage nach Glas- und Steingu'twaren sowie nach Por zellan. X Vor Handelsbesprechungen mit Un garn. Der bestehende Handelsvertrag mit Ungarn läuft bekanntlich am 31. d. M. ab Neue Handelsbesprechungen sollen am 17. d. in Beograd aufgenommen werden. Ungarischerseits liegt Interesse für eine Abänderung des bisherigen Handelsvertrages vor. Infolge der hohen Preise für die jugoslawischen Exportwaren stößt die Wareneinfuhr aus Jugoslawien nach Ungarn nämlich umsomehr auf große Schwierigkeiten, als in Ungarn ein allgemeiner Preisstopp zur Durchführung gelangt isft. Die zuständigen ungarischen amtlichen Stellen sind der Ansicht, daß das einzige Mittel zur Normalisierung des jugoslawisch-ungarischen Warenaustausches (Jugoslawien schuldet Ungarn im Clearing rund 100 Mill. Dinar) eine Erhöhung des Verrechnungskurses des Pen-gö im Verhältnis zum Dinar sei. Die neuen Besprechungen werden sich also auch mit dieser Frage zu befassen haben. ©oflQ - eine toei^ ©taW im @üöen Onoteriiftod (Suropa im allen Orient Je näher der Zug an die bulgarische Grenze heranrollt, desto bergiger wird" das Land. Mit dem Ueberfahren der Gren ze wachsen nackte und bewaldete Felsen in wilder Pracht und wechselndem Farbenspiel immer höher und gewaltiger zu beiden Seiten des Bahndammes empor. Das ist der — »Balkan«, das Gebirge, das sich quer durch Bulgarien hinzieht und von dem die ganze Balkanhalbinsel ihren Namen hat. Das Wort ist wahrscheinlich türkischen Ursprungs. Bulgarisch heißt das Balkangebirge »stara pla-nina« — der »alte Berg^<. Sonne liegt auf seinen Hoheui und flutet in die Täler und Ebenen; Sonne umgoldet die am Fuß der Berge zierlich nistenden Häuschen der Landbewohner; Sonne strahlt und blinkt und gleißt überall. Sonne ist das goldene Kleid Bulgariens. Sofia ist eine alte Stadt mit jungem Gesicht. Schon auf den Landkarten des ersten Jaluluiiulerts vor unserer Zeitrechnung ist sie als »Ulpia Serdica« verzeichnet. Damals war sie römisch, später griechisch und S09 zum erstenmal bulgarisch. Daraul \\echselte sie noch mehrmals zwischen Bulgaren und Griechen hin und her. L'ÜO niaclite der bulgarische Zar Schisch man sie an Stelle von Tirnowo vorübergehend zur Hauptstadt Bulgariens. 1380 wurde Sofia von den Türken durch Lis* er(^bert. nachdem sie damals eine star ke l-estung mit l7lX) Türmen und 70.(KHl Von Oleg Bertiag Zinnen — dem Feind vier Jahre lang Widerstand geleistet hatte. Der ursprüngliche bu^garische Name für Sofia war »Sre. detz«. Die Benennung Sofia wird von der im 12. Jahrhundert erbauten, später in eine Moschee verwandelten und 1931 wie der hergerichteten Kirche »Sveta Sofia« — »Heilige Sofie« — abgeleitet und findet sich zum erstenmal einwandfrei in einer bulgarischen Handschrift aus dem Jahre 1329. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts war Sofia eine winklige u. schmutzige türkische Kleinstadt mit 20.000 Einwohnern. Erst 1878 begmnt die Geschichte ihrer neuzeitlichen Gestaltung. Seither hat die bulgarische Hauptstadt eine fast amerikanisch anmutende Entwicklung mitgemacht. Aber die hoclige-türmte anierikajiische Schwere fehlt ihr ebenso wie die lichtlose Enge des Mittelalters. Hochstrebend, aber aufgetockert, leicht und fast zierlich breitet sich Sofia. Luft- und lichtdurchflutet sind auch die Straßen in den Vorortevierteln der Armen, die hier zum größten Teil nicht zu-sannncngepfercht in A\ietskasernen leben, sondern in Kleinhäusern mit Gärten oder wenigstens Gartenaiisätzen. Heute zählt die eigentliche Stadt Sofia — laut Statistik vom 31. Dezember 1940 — 342.619 Einwohner und das durch Eingliederung ler Vororte geschaffene Groß-Sofia — ^^8l).55v5 Einwohner. Sofia ist eine »helle« Stadt eine vweißc Stadt« im Süden, wie Helsinki im Norden. Freundliche, meist in Gelb gehaltene und manchmal auch ganz weiße Häuser, lange gerade Straßen, auch in einigen Geschäftsvierteln nrtt Bäumen bestanden, weite Plätze, breite »Boulevards; und Baumwe^ge, zahlreiche Parkanlagen, gartenreiche Villen- und Vorstadtviertel sind kennzeichnend für Sofia. Den Abschluß des Bildes im Süden bildet das über 2000 Meter hohe Witoschagebirge, das bald von bizarren Wolken- und Nebelgebilden umwoben ist, bald nur schattenhaft aufscheint aus nebligem Brodem, bald sich klar in mattfarbig gemusterter Schönheit in sichtiger Ferne abzeichnet. Und über allem — Sonne, viel Sonne. .Auch im Win ter kämpft hier die Sonne in beharrlicher Kraft gegesn Wolken und Nebel, und wenn es ihr nicht gelingt, sie ganz zu durchbrechen, zeigt sie sich doch wenigstens, bis auf seltene ganz trübdunkle Tage, als leuchtender Schein am Himmel . . . Das ist Sofia aus der Vogelschau.--- Das Gesicht der herrlichen Gestaltung und Anlage Sofias trägt in eigenartigem Gemisch die Züge einer mittleren deutschen Residenzstadt und einer größeren Gouvernementsstadt des alten Rußland, des Orients und des neuzeitlichen Europa. In einigen guten Wohngegenden erinnert Sofia stark an die deutsche Mittelstadt, und der residenzm.lßige Eindruck wird durch das Schloß des Königs unterstri- chen, das sich parkuiiirahmt, mit Schilü-wachen an beiden Ednfahrstoren, mitten in der Stadt erhebt. Das von Wiener Ar. chitekten erbaute Nationaltheatcr mit seiner gotischen Pfeilerfassade, einige im »Amtsstik des vorigen Jahrhunderts und der Jahrhundertwende errichtete staatliche und andere öffentliche Gebäude und ganze Häuserzeilen im Spätbarockstil wa ren auch in jeder deutschen Stadt am Platz. An solchen Stellen aber, wo russische Kennzeichen besonders ausgeprägt zu Ta ge treten, bekommt manchmal auch das ganz,e Umgebungsbild russische Züge. Auf dem Platz »Zar-Oswoboditel« (Zar-Befreier) ragt auf granitenem Sockel ein mächtiges bronzenes Reiterstandbild des russischen Zaren Alexander II. empor, der Bulgarien 1878 von der Türkenherrschaft befreite. (Den Beinamen »Befreier« erhielt dieser Zar allerdings von seinem eigenen Volk, weil er die Leibeigenschaft aufhob.) Dem Denkmal gegenüber befindet sich rechts das »Sobranje« — das Par lament, und links das Außenministerium, beide im Stil der Jahrhundertwende erbaut. Dazwischen wird in prächtigem Durchblick der gewaltige Bau der Alex-ander-Newsky-Kathedrale sichtbar, der größten orthodoxen Kirche Europas, die zugleich auch als Heldendenkmal für die gefallenen russischen Befreier BulgßP'iens errichtet wurde. Auf diesem Platz wähnt man sich vollkommen ins alte Rußland zu rückversetzt. Aehnliche Eind)rüjcke empfängt mam auch an anderen Stellen, vor allem in der Rakowski-Straße, einer der größten Wohn- und Geschäftsstraßen So fias, deren eigentümliches Gesamtbild, das hauptsächlich durch den Baustil und das Nebeneinander von hohen und niedrigen Häusern bestimmt ist, außerordentlich an die größeren russischen Gouverne mentsstädte von früher erinnert. Abgerun det wird dieser Eindruck durch die Namen vieler Straßen, die nach russischen militärischen und diplomatischen Persönlichkeiten benannt sind, die sich seinerzeit um die Befreiung Bulgariens verdient gemacht haben. Der Orient ersteht in der alten, heute in Sofia allein noch muselmanischen Glau benshandlungen dienenden Moschee »Ban ja-Baschi-Djami« auf dem vPlatz der Bäder«, in der ältesten Kirche Sofias — der St. Georgskirche, die zwischendurch in diie »Moschee der Roscnc verwandelt war und aus dem 12. Jahrhundert stammt, in der im selben Jahrhundert entstandenen Sofienkirche, in der »Svcta.Nedclja-Kathe drale« und in anderen Kirchen, und daneben manchmal recht ausgeprägt auch im Baustil einiger moderner Gebäude, des Nationalmuseumß, der Kunstaivademie, des städtischen Thermalbades usw. Ferner in typisch-orierhtalischen Formen des öffentlichen Handels, vor allem im Betrieb des unter freiem Himmel abgehaltenen Wochenmarktes — des »Bazars« in Menschentypen und Trachten, b den besseren Wohnvierteln tauchen orientalische Trachten allerdings nur noch ganz selten auf. Die in der ersten und älteren Zeit der Werdung Sofias zur Hauptstadt Bulgariens entstammende Dreigestaltigkeit des Stadtbi