Laibacher Ieituna. .M R»8. Freitag am H». August «8K« Die „Laibachcr Zeitunq" erschmtt »,it Ailzn.is,nn dcr Tonn- uno Fnertaqc taglich, und kostet sammt dcn Äcilagcn im Comvtoir qanzjährig II st., halbjährig 5 ss 3l) fr mit Kreuzband im Comvtoir aan,jährig 12,7.. l.al^ahrig <, 1 Mr die Zustellung iu's HauS sind halbjährig 30 fr. mchr zu entrichtn. Mit der Pu»i po'rto' frei gan,jährig unter Kreuibmio »nl> gedruckter Aorc,ie l^ft h al l',a yri g 7 sl. 3N fr. — In srrationsg ebn h r für eine Tralt.nzeile oder den Raun, derselbe», für «»-' malige Einschaltung >i fr, fnr iwc»u.,ige ^ kr für drein,al,ge ^. ^ E. M. ^n.erate b>s ,2 Zeilen fotten 1 ss. fiir 3 Mal, 50 kr. für 2 Mal und 4y fr. sür 1 Mal emluschaltm Zu di.sc,i Gll'ührm ist ,mä> deni^ pioviftnischen Ge,etze vom t,. '.'lovcnü'er l. ^. sur ^uicrtimi^ttänN'el" noch 10 fr. für eine jsdl5,naligc Cinschaltung hinzu zu rechinn Amtlicher Theil. NIeute wird das Xl.l. Stück, III. Jahrgang 1854, des Landesgesetz- und Regierungsblattes fur das Kronland Kram ausgegeben und versendet. Laibach, am 29, August 18li1. Vom k. k. Redactionsbureau des Landesgesetzblattes für Krain. , Das am 23. August 1861 ausgegebene I.I. Stück des allgemeinen Rcichsgesetz- und Regierungsblattes vom Jahre 18!; 1 enthält unter Nr. 188 nachstehenden Erlaß des Finanzministeriums vom 13. August 1851, in Betreff der Errichtung der Finanzprocuraturen, wirksam für alle Kronländer, mit Ausschluß des lombardisch - venetianischen Königreiches, Ungarns, Siebenbürgens, der serbischen Woiwodschaft und des Temescher, Banates, Croatiens und Slavoniens: Se. Majestät haben mit der allerhöchsten Entschließung vom 21. Derember 1861, für die Errichtung der Finanzprocuraturen folgende Bestimmungen festzusitzen geruhet: 1. Die bisher in den Kronländern unter den Oenennungen, Hofkammerprocuratur, Kammerprocu-ratur und Fiscalamt bestandenen Aentter sind in Finanzprocuraturen umzugestalten. 2. Die Bestimmung der Finanzprocuraturen ist: ll) Die Führung der Rechtsstreite und überhaupt die gerichtliche Vertretung, welche das Staatsoer-Mögen und die delnselben gleich gehaltenen Fonde betreffen, ohne Unterschied des Ministeriums oder der Behörde, welchen die Verwaltnng dieses Vermögens zugewiesen ist. d) Die Erstattung von Rechtsgutachten in allen Angelegenheiten, welche das Staatsvermögen und die demselben gleich gehaltenen Fonde betreffen, über Aufforderung der Staatsbehörden. «) Die Mitwirkung bei der Zustandebringnng von Rechtsgeschäften, wenn sie von den Staatsbehörden in Anspruch genommen wird. 3. Die dermaligeu Geschäfte der Kammerpro-curäturen nnd Fiscalämter haben an die Finanz-procnraturen überzngehen, und werden in dem Maße als es die Fortschritte der Gesetzgebung und die Entwickelung der neuen Verwaltungseinrichtungen zulassen, auf den oben in dem Absätze Zahl 2 vorgezeichneten Umfang zurückzuführen seyn. 4. An den Orten, wo sich der Eil) der Finanz-Landesdirettion befindet, hat eine Finanzprocnratur zu bestehen. Es hat folglich eine Finanzprocuratur zu bestehen-. für Oesterreich unter nnd ob der Enns mit Sülzbnrg. in Wien; für Tirol nnd Vorarlberg, in Innsbruck; für Steiermark, Kärnten und Kram, in Gray; für Istrien, Görz, Gradisca, die Stadt Triest mit ihrem Gehiete nnd für Dalmatien, in Triest; für Böhmen, in Prag; für Mähren uud Schlesien, in Brunn, und für Galizien, die Bukowina und Krakan, in Leinberg. Fnr die Geschäfte in Oesterreich ob der Enns und Salzburg werden zu Linz und Salzburg Abtheilungen der Finanzprocuratur in Wien; für jene in Kram und Kärnten zu Laibach und Klagenfurt Abtheilungen der Finanzprocnratnr in Gratz; sür jene '" Dalma.en wird in Zära eine Abtheilung der Triester Finanzprocuratur und für jene in Schlesien in Tropvan eine Abtheilung der Finanzprocuratur iu Brunn bestehen. An welchen Orten in dem Amtsbereiche der galizischen Finanz-Landesdirection Abtheilungen der Finanzprocuratur zu bestehen haben, wird abgesondert bestimmt werden. li. In Personal- und Disciplinar-Angelegenheiten untersteben die Finanzprocnraturen dem Finanzministerium und dem Präsidium der Finanz-Landcsdirection. 6. Die Erfordernisse zu Austelluugen bei den Finanzprocuraturen sind folgende : :>) Zur Aufnahme als Conceptspractikant, die durch das Geseft vom 30. Juli 1860 vorgeschriebene theoretische Staatsprüfung und eine Probepraris. l>> ?ur Erlangung der Stelle eines Finanz-procuraturs-Adjuucten, cines Finanzrathes, Oberfmanz-rathes nnd Finanzprocurators, die Adoocatursprüfung und eine besondere practische Prüfung, über dcren Beschaffenheit die nahern Bestimmungen folgen werden. Bei der ersten Besetzung und während der nächsten drei Jahre kann der Finanzminister vollkommen geeigneten, mit der juridischen Doctorswürde ver-> sehenen Bewerbern von diesen Erfordernissen die, Dispens ertheilen. l') Zum Eintritte uud zur Erlangung einer Anstellung bei den Manipulations- und Schreibgcschäften müssen die Bewerber mit denselben Erfordernissen, wie zur Erlangung gleicher Stellen bei den Finanz-Landesdirectioneil versehen ftyn. 7. Die Beamten jeder Finanzprocuratur werden in den Personalstand der Finanz-^andesdirection und zwar: Die Oberfinanzräthe und Fiuauzräthe in den Stand dieser Räthe, die Procnraturs-Adjnncten in jenen der Secretäre der Finanz-Landesdirectionell, die . Vorsteher der Hilfsämter bei den Finanzprocuraturen in jenen der Adjnncten der Hilfoämter bei der Finanz-Landesdirection, endlich die Official, Assistenten und Kanzleidicner in den Stand der genannten Kategorien eingereiht und rücken in jeder einzclncn Kategorie nach Maßgabe der systemisirten Besoldungen und nach den in Ansehung der Vorrücknngen der bestehenden Vorschriften in die höheren Besoldungsstnfen vor. ! 8. Der Bezug der Fiscalquote ist aufgehoben. 9. Der Personal- und Besoldungsstand für die Finanzprocnratnren in Wien, Innsbruck, Gratz, Triest, Prag, Vrünn und Lemberg ist in der alls dcm Anschlnsse (in ter WienerZtg.) ersichtlichen Art festgesetzt. 10. Der Tag, von welchem an die Finanzprocuraturen in den genannten Kronländern als con-stituirt zu betrachten sind, wird durch die Kron-landszeitungen bekannt gemacht werden. PH. Krauß m. p. In Gemäßheit der allerhöchsten Entschließung vom 21. December 18II0 hat an die Stelle der k. k. Hof- nnd niederösterrelchischen Kammerprocuratnr, dann der ob der Enns'schen Kammerprocuratur zu Linz und des k. k. Fiscalamtes zu Salzburg eine Behörde mit der Benennung: „k. k. Finanzprocuratur für Oesterreich ob und nnter der Enns, dann Salzburg" mit dem Sitze zn Wien und mit erponirten Abtheilungen in Linz und Salzburg zu treten. Die Finanzprocnralur ist mit erstem September l. ). als solche constitmrt zu betrachten. Zum Vorsteher dieser Behörde und bei derselben zum Finanzprocnrator haben Se. Majestät mit allerhöchster Entschließung vom 10. Juli l. I., den Hof-kammerprocurator und Ministerialrath Dr. Joseph Linden mit dem mit dieser Dienstesstelle verbundenen Range und Charakter cines Ministerialrathes zu ernennen gernht. Mit derselben allerhöchsten Entschließung geruhten Se. Majestät dem bisherigen Vice-Hofprocnrator, Ministerialrathe Dr. Johann Edlen von Krem er die Dienstleistung eines ersten Ober-Finanzrathes bei der genannten Finanzprocnratur zu übertragen und den bisherigen ersten Hofkammer-procmaturs-Adjuncten und k. k. Rath, Dr. Joseph Qbermüllcr zum zweiten Ober - Finanzrathe bei eben dieser Finanzprocuratnr zn ernennen. Das k. k. Finanzministerinm hat zu Finanz-räthen dieser Finanzprocnratur den bisherigen Hof-kammerprocuraturs - Adjnncten Dr. Joseph von Lützenau und den Kammerprocnraturs-Adjuncten, k. k. Rath Dr. Franz Pridalek, Letzteren mit der Vestimmnng der Dienstleistung bei der Erpositur zu Salzburg, dann zum Finanzprocuraturs-Adjuncten Dr. Robert Rauschen mit der Dienstesbestimmung für die Erpositur zn Linz ernannt. Endlich hat das Finanzministerium den bisherigen Solicitator der Hof- lmd niederösterreichischen Kammer-procnratnr, Johann Riedel, den bisherigen Re-gistrator derselben Behörde, Adalbert P l a m i n-qer nild den Erpeditor eben dieser Behörde, Anton Marke, zu Vorstehern der Hilfsämter der genannten Finanzprocnratur ernannt. Nichtamtlicher Theil. In Sachen des öffentlichen Un terrichtes. II. l'. Unter jenen Regierungsmaßregeln, welche zunächst geeignet sind, auf die Wohlfahrr der Staatsbürger den nachhaltigsten Einfluß zu nehmen, sind unstreitig die Verfügungen in Sachen des öffentliche,, Unterrichtes in die vorderste Reihe zn stellen. Dahin gehört ein Erlaß des Unterrichtsministeriums, von welchem uns die „Reichszeitnng" vom 20. l. M., Z. ll).i, in die Kenntniß setzte, und welcher den acade-mischen Behörden der Universitäten, an denen die Lehr- und Lernfreih.it eingeführt ist, die leitenden Ansichten des Unterrichtsministeriums in Betreff des Stndiums an den Hochschulen bekannt gibt. Der Herr Unterrichtsminister sah sich dazu dadurch veranlaßt, daß demselben „von 'mehreren Seiten mündlich berichtet worden, daß an einigen rechts-uud staatswissenschaftlichen Facultäten die CoUegien von den dafür inscribirten Hörern nicht mit dem Fleiße besncht werden, welcher in wissenschaftlicher und insbesondere anch in disciplinary Hinsicht zu wünschen ist." Der Herr Unterrichtsminister empfiehlt daher den Docenten, diesifalls die zweckmäßigen Mittel zu ergreifen, und selbst durch Aufrufen der Namen die Schüler kennen zu lernen und sich von ihrer Anwesenheit zu überzeugen. Auch seyen Beisätze in den Frequcntationsbestatigungen, als: „mit besonderem Fleiße, mit ausgezeichneter Verwendung" :c. zulässig. Eraminatorien / Repetitoricn oder Conversatonen werden empfohlen, und dic Neichszeitnng meint, daß sich Repetitorien und Conversatoricn fnr, vom Colle-glenqelde Befrein- und Stipendisten zu obligaten, für 83A die andern Studierenden zu freien Collegien gestalten werden. Die „Ostdeutsche Post" von demselben Datum, Nr. 192, klagt ihrerseits über die geringe Frequen-tation der Studierenden auf Hochschulen, nnd schreibt es dem Mangel an Liebe zur Wissenschaft von Seite der Jugend, wie anch dsm Umstände zu, daß manche Professoren die Liebe zum Studium nicht zn wecken wissen. Leitteren Änssprnch möge die „Ostdeutsche Post" den Professoren gegenüber vertreten, was aber die Liebe zur Wissenschaft anbelangt, so wird solche bei Jünglingen von 18—20 Jahren wohl nur ausnahmsweise zu suchen und zu finden seyn, nnd eben deßhalb ist die Lernfreiheit eine Klippe, an welcher dre Mebrzahl jener Studierenden scheuert, die bei einem zweckmäßigen Anhalten zum Studium, wenn auch nicht zn Gelehrten, so doch immerhin zn nich-licken Staatsbürgern gebildet werden könnten. Ferners sieht die „Ostdeutsche Post" im Strudel der Zerstreuungen einer Hauptstadt ein Haupthindernis; der Sammlnng des Geistes zu ernsten nnd steißigen Studien, was in Anwendung anf die Jugend allerdings seine Richtigkeit hat; allein die Verlegnug großer Universitäten in kleine Städte, so wie die Errichtung deren mehrerer an verschiedenen Orten, möchte mit großen Schwierigkeiten verbunden und kaum ausfichrbar seyn, und daher bleibt nichts übrig, als bei dem neuen, in der Ausführung jedoch noch nicht als zeitgemäß sich zeigenden Systeme zn verbleiben, oder zu dem früheren Systeme unter z w e ck-mäßigen Reformen zurückzukehren. In left-tt«r Beziebung wurde die Wiedergestattung des Privatstudiums im Augenblicke gewiß sehr angezeigt seyn, nnd der Lehr- und Lernfreibelt eigentlich die wabre Bedentuug geben; denn der Staat ist zwar allerdings berechtigt, von seinen Dienern gewisse Kenntnisse zn fordern, und sich von deren Besift durch strenge Prüfungen zn überzeugen; wo und wie ader die Kenntnisse sich angeeignet wnrden, das kann dem Scactte wahrlich gleichgiltig seyn. Dieß schließt ied»ch die Nothwendigkeit nicht ans, daß von Staato-ivegen die Gelegenheit geboten werde, sich in öffentlichen Unterrichtsanstalteu auszubilden, ohne jedoch verpflichtet zn ftyn, diese oder jene zu besuchen, was gleichwohl auch bei Gestaltung des Prlvatstudiums der Fall seyn würde. Die provisorische Verordnung über die Rechts-acädemien vom 29. September ttt.-iO gestattet das Privatstudium allen Studierenden, welche dnrch besondere Verhaltnisse gehindert sind, öffentliche Porlesungen zu besuchen; sie haben lediglich Sorge zu tragen, daß sie in den Hauptcatalog der betreffenden Academien nnd ill die Specialcataloge derjenigen Professoren, aus deren Fächern sie seiner Zeit ge-prüft werden wollen, eingetragen werden. Es ist Menwärtig wohl voller Grund vorhanden, diese Gestattung auch auf Universitäten auszudehnen, und es ist dieß oer, nicht nnr von besorgten Vätern, sondern auch von andern einsichtsvollen Männern oft und laut ausgesprochene Wunsch, weil es von guten Folgen wave, und namentlich auch die Znhl der Studierenden auf Hochschulen vermindern, sofort deren Ueberwachung und Leitung erleichtern würde. Den Professoren und Docenten könnten angemessene Prüfungstaren den Entgang der Collegien-gelder ersepen. Was endlich die Ansicht der „Reichszeitnng" anbelangt, daß Repetitorien nnd Convcrsatorien den, vom Vollegiengelde Befreiten nnd den Stipendisten zur Pflicht zu macheu, den übrigen, nämlich den bemittelten Studierenden aber frei zn stellen wären, so würde dieß unter den Studierenden eine gegenseitige Gehässigkeit hervorrufen, und für die Einen de-! müchigend, für die Andern aber eine geldaristokra-tische Vorgunst s«^, ^.^ ^ i„ ^„^ ^le gut zu heißen wäre. Grste öffentliche Verhandlung der dritten Schwurgerichts. Hiknna in L.nbach. " (Schluß,) Das Ergebniß der Hanptvechandlung war im Wesentlichen mit dem der Vrmzittrsuchnng überein- stimmend. Von Seite dn' Staalsdelwlde fungirte der Herr Staatsanwalt 1>>. v. Trauenste r n, als Vertheidiger Herr !>»-. Rndolf. Die an die Geschwornen gestellte Frage lantete: ,'Ist Joseph Omann, Sohn, insgemein Mar-kozhnik genannt, schuldig, daß derselbe am 23. März 185t gegen 10 Uhr Abends seinen Vater Joseph Omann, als dieser etwas berauscht nach Hause kam, nnd vor seinem ebenerdigen Wohnzimmer kurze Zeit verweilte, mittelst dessen am Halse gehabten schwarzseidenen Tuches uud mit dem Entschlüsse, ihn zn todten, dergestalt erdrosselt habe, daß er in Folge dessen nothwendig sterben mußte?" Nach einer halbstündigen Verathnng ergab sich der Wahrspruch der Geschwornen: „Ja, er ist schuldig," mit eilf Stimmen gegen Eine. In Folge dieses Wahrspruches wurde der Angeklagte von dem Schwnrgerichtshofe des Verbrechens des Mordes schnldig erkannt uud zum Tode mit dem Strange verurtheilt. Sowohl während der Verbandlnng als auch bel Eröffnung dieses Urtheiles zeigte der Angeklagte nicht die geringste Gemüthsbewegung, er wiederholte nur ganz kaltblütig, daß er schuldlos sey. — Die Verhandlung selbst war insbesondere bei den Vorträgen nach geschlossenem Beweisverfahren und bei Eröffnnug des Urtheiles sehr zahlreich besncht nnd mit gespannter Anfmerksamkeit verfolgt. ^ Oesterreich Trieft, 24. August. Der Dampfer aus Dal-matien brachte uns Nachrichten aus Scutari, denen zu Folge der Commandant von Antivari einige De-putirte nach Cettigne abgesendet haben soll, um mit dem Senate von Montenegro einen dauerhaften Frieden zwischen den angränzenden Montenegrinern und den Albanesen abzuschließen. In Scntari herrscht noch immer wenige persönlich? Sicherheit, trol) der strengen Maßregeln, die der dortige Pascha daselbst lel'thin ergriff. Tosum Pascha vou Priierend ist gesonnen, mit einer Abchellnng Truppen nach Iakowa nnd Ipek zn marschiren, um die dortige Bevölkernng wegen ihrer Morthaten und Rachesucht strenge zu bestrafen. Lei)chin hat sich ein Ungar, der sich in die Türkei geflüchtet hatte, freiwillig dein k. k. Konsulate in Scutari gestellt, um wieder unter die österreichische Fchne einzucreten. Derselbe erzäblte, daß die Ungarn, welche unter den türkischen Truppen eingereiht wurden, sehr viel leiden, und dasi jeder kleinste Versuch einer Flucht mit Stockstreichen und Ketten aufs Strengste geahndet wird. — Auch iu Scutari wurden dem k. k. b'onsnlate mehrere Beiträge für den Bau der RadeNkyfregatte le^thin übergeben. — Merkwürdig ist es, dasi, während alle auswärtige Blätter über einen Freihaftn vou Scutari sprecheu, iu Scutari selbst darüber nichts bekannt ist; jedenfalls wäle Scutari ein Freihaftn ohne Haftn, da die Mündung des Flusses einen sehr schweren Eintritt den Schiffen gestattet, uud da in den Um-gebuugen des Flusses ftlbst sehr schädliche Miasmen herrschen. Thatsachen, welche genugsam gegen diese illusorische, längst schon besprochene Idee eines Freihafens von Scutari sprechen. Wie«, 27. August. Nach eiuer Mittheilung des „(5. B. a. B." wäre die Verftftuug des Generals von Mayerhoffer, gewesenem Landeschef der Wojwodina, deßhalb erfolgt, weil er im Hinblicke auf manche Versprechungen, welche er im Dränge des Jahres 1848 den Serben gemacht hatte oder karte machen müssen, unhaltbar geworden war. Iu der lelMl Zeit seyen ferner zahlreiche Beschwerden gegen die Verwaltung aus der Nojwodiua eiugelau-fen, die freilich mehr die allgemeinen Verhältnisse uud Zustaude, als die Persönlichkeit des Generals betrafen. — Der Hofmarschall Sr. Majestät des Ka'l-ftrs von Nußland, Graf Bachmetjoff, wird in einigen Tagen hier erwartet. Man glaubt, es stehe, die Abseudung desselben mit der Hierherknnft des Kaisers von Rußland selbst in: Zusammenhange. — Wie wir hören ist eine amtliche Aufnahme alkr durch die Überschwemmungen verursachten Schaden eingeleitet worden. Den durch das Element Betroffenen dürfte die Steuernachstcht zu Theil werden. — Die erwartete neue Concnrsordnnng wird dem Vernehmen nach gleichzeitig mit dem revidirten Civ!lrechtsgesei)e erscheinen. — Der Abschlnß eines Donanschifffahrlvertra-ges zwischen Oesterreich und Baiern soll nahe bevorstehen, uud der Zweck desselben eine Regelung des Douauzolles und Regulirung des Stromes seyn. — - Die mährische Gesellschaft des heiligen (5y-rillus nud Methodus ist mit der croatlschen Gesellschaft für südslavische Geschichte in Verbindung getreten. — Die Gesellschaft für südslavische Geschichte hat das Ersuchen an den Ban gestellt, daß derselbe im amtlichen Wege die Mittel ausfindig machen möge, wie jene, für die südslavische Geschichte wichtigen Documents, die sich in den Archiven von Ve-nedig, auf den Inseln des illyrischen Meeres nnd in Dalmatien befinden, in die Hände der Gesellschaft gelangen könnten. — Ans Alllaß des starken Besuches der Märkte in Baiern von Seite österreichischer Handelsleute, hat das dortige Handelsministerium hierher eröffnet, dasi das Beziehen der öffentlichen Märkte von nun an nur solchen Individuen gestattet ist, welche sich über die ordentliche Erlernung der Handlung ausweisen können, und mit einer Handln ngsconcession versehen sind. — Nach Pesther Zeitnngen befinden sich im dortigen Neugebäude noch gegen 1"0 politische Gefangene in Untersuchung, unter denen der Graf von Turopolpa, der ehemalige Kronhüter und Unterstaats-secretär v. Bonis, der Depntlrte Murgo, die Vice-gespane Pnttnik nnd Szöllösy, der Gnerillamajor Geßner u. a. m. Von Frauen befindet sich noch die Gräfin Ostrowski daselbst. — In Folge der letzten Vereisungen der Festungen Ungarns durch den Adjutanten Sr. Maj. des Kaisers, GM. von Kellner, sind abermals durch die Gnade des Kaisers mehreren znr Schanzarbeit Vernrth^ilten die schweren Eisen abgenommen worden. Auch soll alis Sanitätsrücksichten ein Wechsel der Gefangenen in mehreren Festungen Statt finden. — In der Ortschaft Sziloa 6 ris; bei einer neuerlichen Ueberschwemmung das Gewässer das Schnl-hauo mit sich fort, indem sich der Schulmeister mit '!0 Schülern befanden, und Alle fanden in den Wetten den Tod. Von Gyalu bis Szamos-Ujvar wurde alles verwüstet, viele Menschen und Thiere sind dabei verunglückt. — Dem k. k. österr. Generalconsnl, Hrn. von Laurin in der Walachei, ist aus Krajowa eine von Unterschriften österreichischer Staatsbürger aus allen Ständen bedeckte Adresse zugegangen, in welcher die dankbare Auerkennnng für die Wohlthaten, deren sie durch die Wirksamkeit des neu errichteten General-consulates theilhaftig geworden, ausgesprochen wird. — In Brescia hat der Herr FML< Baron Susan alls Anlaß des Geburtstages Sr. Majestät die Fortführung der gegen 14 Individnen eingeleiteten Prozesse theils ganz anfgehoben, theils snspendirt. — Aus beinahe allen Gegenden Italiens lanfen jeyt Berichte ein über die nm sich greifende Reben-krankheit. Alle landwirtschaftlichen Gesellschaften stellen mit Eifer Untersuchungen über diese Krankheit an; doch hat man es darin noch nicht weiter gebracht, als der Krankheit einen Namen zu geben, und nennt sie l^!»,,,! l'llk« i i, nach dem Gärtner Tu-ker, welcher sie zuerst erkannte und beschrieb. Man fürchtet, däß sich dlese Krankheit wie die Kartossel-faule über den ganzen Continent verbreiten werde. ^ - Auf den Antrag der protestantischen Gesandtschaften in Turin wnrde vor Kurzem abftiten der Municipalität und des Miuisteriums der Bau einer protestantischen Kirche bewilligt. Dieselbe wird vor Porta nuora errichtet werden. — Wie die „Schles. Ztg." hört. »st Peter v. Vornelins auf den Wunsch des Grafen Thun einge^ gangen, daß die großartigen Cartons des gefeierten Künstlers zu den beabsichtigten Frescomalereien in den in Berlin zu bauenden Königsgrabern in Wien ausgestellt würden. Es dürfte deßhalb eine besondere Ausstellung dieser Cartons in Wien veranstaltet wer- 833 den, und nach der Anordnung des Künstlers die Einnahme dieser Ausstellung der Casse des Kolner Dombaues zufließen. — Im nächsten Frühjahr wird in London sine Conferenz von Bevollmächtigten der sämmtlichen eu^ ropäischen Seestaaten abgehalten werden, um einen einheitlichen Meridian und dessen Durchgangsort zu bestimmen. Die Verhandlungen über diesen für die Seeschifffahrt höchst wichtigen Gegenstand sind scho" seit längerer Zeit in der Schwebe, und veranlaßt durch die vorgekommenen vielen Unglücksfälle, welche die Meridian - Ungleichheit herbei führte. Salzburg, 22. August. Die hiesige Handelsund Gewerbekammer erhielt heute folgende officielle Mittheilung: Auf die im April d. I. an das Handelsministerium gerichtete Eiugabe wird der Handels > und Gewerbekammer eröffnet, daß zwischen der k. österreichischen und der k. baierischen Regierung über den Anschluß der beiderseitigen Eisenbahnen unterm 21. Inni d. I. ein Staatsvertrag abgeschlossen worden ist, dessen Ratifikationen bereits ausgewechselt sind und welcher demnächst zur allgemeinen Kenntniß gebracht werden wird. Wien, 1!!. August 4851. Vriinu, 22. August. Das „Kath. Bl. a. M." berichtet, daß das Doctoren - Collegium der Wiener theologischen Facultät in der Sitzung am 11. d. beschlossen habe: 1. Sr. päpstlichen Heiligkeit in einer unverweilt abzufassenden und vorzulegenden Denkschrift die bisherige geschichtliche und rechtliche Stellung der llniversität zur Kirche auseinander zu setzen, und 2. das theologische Doctoren-Collegium in Prag zu einem ähnlichen Schritte einzuladen. Deutsch!«, n d. — In Dresde n sollte am 2.'!. und 26. d. im Stadtverordnetensaale die Generalversammlung der „deutschen Vekleidungs-Acadcmie" Statt finden, zu welcher, wie es im Programm wortlich hieß, „die rrsten Kapacitäten Deutschlands und des Auslandes im Bekleirungsfache" angesagt waren. — In der Bundesversammlung vom 16. d. erstattete der betreffende Ausschuß Bericht über den bekannten Antrag Oesterreichs und Preußens bezüglich der Compete»; des Bundes in den innern Angelegenheiten der Buudesstaaten. Der Ausschuß hatte dem Antrag cine schärfere und bestimmtere Fassung gegeben, welche den Beifall der Antragsteller erhielt. Es kam jedoch zu keiner Abstimmung, sondern nur zu einer vertraulichen Besprechung darüber. Schweif. Die Bundesversammlung hat am 19. d. mit 47 gegen 36 Stimmen den Beschluß gefaßt, die Unterhandlungen mit dem Zollverein wieder aufzunehmen. H t a 1 i e «. Florenz, 21. August. Die „Vilancia" berichtet: Gestern hat die Polizei abermals eine protestantische Propagandisten - Gesellschaft entdeckt. Ein Engländer versammelte in seinem Hause eine Gesellschaft Florentiner, um ihnen die Bibel zn erklären. Sämmtliche Accolyten und der Vorleser, der vergebens als englischer Unterthan Protest einlegte, wurden verhaftet. Dem „Costituzionale" zu Folge ist er jedoch bereits wieder in Freiheit gesetzt. Sämmtliche politische Flüchtlinge aus San Marino, die in Livorno waren, sind gegenwärtig in Picmont. Die toscanische Regieruug hatte nämlich, um sich ihrer zn entledigen, ein Schiff gemiethet, das sie nach Tunis führen sollte. Als sich das Schiff ans hoher See befand, veränderte der sowohl für Tunis als für Piemont mit Pässen versehene Capi-tän die Richtung und landete vor Scstri bei Genua. I r a n k r e i ch. Paris, 20. August. Die „Allg. Ztg." meldet: Das rücksichtslose Treiben der politischen Flüchtlinge in London so wie ihr demagogischer Verkehr mit dem Festlande, hat unser Cabinet neuerdings veranlaßt, sich an Lord Palmerston zu wenden und ihn darüber zn fragen, ob England noch ferner gewillt sey, der aufwieglerischen Propaganda das Gastrecht in dem Maße angedeihen zn lassen, wie das nun schon so lange der Fall ist, trotz wiederholter dringender Vorstellungen von Seite unseres Cabinets und der nor-cischen Mächte. Die Antwort des brittischen Ministeriums kennt man noch nicht. Lord John Nnssell schreibt man die Aeußerung zu: „Wir werden unsern Nachfolgern die Sorge überlassen diesen Conflict mit unsern Nachbarn zu schlichten." Paris, 22. Inni. Heute Mittags fand ein Ministerrath unter dem Vorsitz Louis Bonaparte's im EMe Statt. Wie verlantet, soll man über die Instructions, die Leon Faucher in Bezug auf die Haltung der Präfecten bei der bevorstehenden Session der Generalräthe an dieselben absckicken will, berathen haben. Dieselben sollen gebilligt worden seyn, und heute noch abgesandt werden. — Das Ueberwachungscomit»' der Montagne hat heute unter dem Vorsitze Victor Hugo's eine Sitzung gehalten. Die Unruhen in dem'Ardechede-partement bildeten den Hanptgegenstand der Debatten. Vieles wird über die Unterhandlungen des Comites nicht bekannt, da alle Mitglieder verpflichtet sind, das strengste Stillschweigen über das zn beobachten, was in den Sitzungen sich ereignet. — Drei Schriftstücke, von den drei großen Fractionen der Ordnungspartei — Orleanisten, Le-gitimisten, Bonapartisten — ausgehend, beschäftigten am 22. d. die politischen Cirkel in Pans. Der Prinz von Ioinville soll in einem Briefe — also keineswegs in einem Manifeste — erklärt haben, jede Candidatur anzunehmen, die ihm die Rückkehr nach Frankreich gestatten würde. Hv. Berryer soll ferner cine Art Proclamation erlassen haben, um den innern Spaltungen der legitimistischen Partei ein Ziel zn setzen. Hr. v. Fallour, heißt es, wird diese Proclamation nach Frohsdorf bringen, um sie vom Grafen Cham-bord unterzeichnen zu lassen. Endllck soll ein Artikel in der „Patrie", dem Organ des Elyss'e, erscheinen, warin klar ausgesprochen wird, daß der Präsident falls die Assembly nenerdings die Revision ablehnt', einen Aufruf an das Volk erlassen werde. — In mehreren Küstengebieten sollen Versuche gemacht werden, die Seeleute zu bestimmen, daß sie Adressen an den Prinzen von Ioinville richten, nm ihn anzueifern, dasi er als Candidat für die Präsidentschaft der Republik auftrete. — Die Regierung hat der Dampfschifffahrtgesellschaft, welche d,e Linie von Marseille nach Ale- ^andrien versieht, die Bewilligung ertheilt, die' in Marseille einlangenden Nachrichten aus Ostindien mittelst des Telegraphen nach Calais zu befördern. Diese Maßregel scheint berechnet, mit der Triester Linie zn concurriren. — Mehrere belgische Gelehrte haben in der Nähe von Paris metereologische Versuche angestellt. Sie ließen nämlich mehrere Apparate, die einem fliegenden Drachen ähnlich sahen und mit einer magne-tisirten Eisenspitzc versehen waren, in die Höhe steigen, wodurch aus den Wolken, bei einem sehr ruhigen Wetter, blitzähnliche Funken gezogen wurden. Die zahlreichen Zuschauer waren über dieses Schauspiel sehr verwundert. Großbritannien und Irland. London, 21. August. Aus den bisher über das große, am 19. in Dublin abgehaltene katholische Meeting eingelaufenen Nachrichten geht hervor, daß eine fanatische Partei, aufgestachelt von dem protestantischen Priester Trcsham Gregg, die gesetzlich wohlberechtigten Berathungen der Katholiken durch Auheftung aufreizender Placate :c. zu stören und einen Kampf zu provociren suchte. Als d,e Polizei sich z» wiederholten Malen ln's Mittel legte, um die Placate abzureißen und ein abermaliges Anheften durch Miethlinge Gregg's zu verhindern, wollte dieser eigenhändig ein Placat an die Straßenecken befestigen, was ihm jedoch gewehrt wurde. Eben so wurde ihm der Zulaß zu dein Meeting, den er unter verschiedenen Vorwänden begehrte nicht gestattet. Obwohl es nun in Folge dieser und ähnlicher Aufreizungen zu einigen Schlägereien gekom- men war, so hat sich doch bis jetzt noch teine ernste Collision ergeben, und man hofft, daß dieß auch weiterhin der Fall seyn wird. Das Meeting selbst wurde am 19. 11 Uhr Vormittags in der Rotunda eröffnet. Der hochwürdigste Primas von Irland präsidirte, und setzte in einer treffliche Rede die Ursachen und Zwecke der Znsammenkunft auseinander, welche letztere hauptsächlich darin bestimmen sollen, die legitime Repräsentation der katholischen Kirche im Parlamente zu wahren, und den Einfluß der Presse zn ihrer Vertheidigung und Ausbreitung zu sichern. Se. Em. Cardinal Wiseman sagte schriftlich seine wärmste Mitwir-knllg zu allen Bestrebungen der inländischen Katholiken zu. Ein Vorschlag des hochw. Bischofs, Dr. Stattery, die Titelbill als Verletzung der Emanici-pationsbill und des großen Princips der Religionsfreiheit zu erklären, wurde angenommen. Eben so ein Vorschlag des hochw. Erzbischofs, Dr. Hale, daß die gegenwärtigen Minister die Sache der bürgerlichen und religiösen Freiheit verrathen, und mithin das Vertrauen der Katholiken verwirkt hätten. Noch 12 Vorschlage, betreffend die Organisation der neuen Association behufs der Vertheidigung der katholischen Religion, wurden angenommen. Sämmtliche katholische Arbeiter feierten an diesem Tage. Vsmanischcs Neich. ' Constantinopcl, 16. August. Der „euer-nannte Scherif von Mekka geht erst heute nach Ale-randrien ab, wohin ihn 3 türkische Fregatten geleiten. Auf einer befindet sich der neuernannte Sherif von Mekka nebst seinem Gefolge, auf den übrigen zweien wird das Regiment, welches ihn bis dorthin convoyirt, eingeschifft werden. Gleichzeitig gehen mehrere Pfortenbeamte nach Aleiandrien ab, um dem Vicekönlge Abbas Pascha die endliche Willensmeinung des Divans, bezüglich der Regelung der ägyp-tisch-türkische'n Streitfrage zu überbringen, und die Modalität wie Aegypten künftig regiert werden soll, im Wege gegenseitigen Einvernehmens definitiv festzustellen. — Zur Aufbesserung des zerütteten Zustandes der türkischen Finanzen ist eine Verordnung ergangen, wodurch alle mit dem Nizamorden betheilten Beamten die ans Gold und Diamanten bestehenden Decorationen zurückzustellen und dafür ein Ehrenzei-zeichen aus Bronze zu erhalten haben. Nur die Minister behalten die Ordenszeichen, welche sie sodann ihren Nachfolgern übergeben müssen. Die Minister sollen überdies? auf ein Drittheil ihrer Besoldung verzichten, und einen Monatsgehalt gänzlich dem Staatsschätze zur Disposition stellen. Neues ,md Neuestes. ' Wien, 27. August. Das Finanzministerium hat znr Anfmunterung der Tabakpflanzer in Ungarn mit Erlaß vom 13. August 18-N gestattet, daß die Eingaben um Bewilligung zum Tabakbau für den eigenen Gebrauch auf die Dauer von drei Jahren, gerechnet von der Einführung des Tabakmonopols in Ungarn, stampelfrei behandelt werden. " Im Oedenbnrger Regierungsdistricte ist von der Urbanal-Liqnidirungs-Commission im Monate Juli l. I. an Entschädigungs-Vorschüssen die Summe von........89.307 fl. 40-/^ kr. bewilligt worden, was mit den bis Ende Ium l. I. liquidirten Vorschüssen pr......841.737 „ 33'/ die Gesammtsumme von 931.045 st. 14 kr" beträgt. Telegraphische Depesche. - Genua, 22. August. Wegen Ausbruch des gelben Fiebers in der Havannah werden die Prorenlenzen von Cuba einer Contumaz unterzogen. — Payerbacb, 26. August. Gestern hat die Locomotive aus der Günther'schen Fabrik zu Wiener-Neustadt ihre Probefahrt begonnen. Es wurden damit zwei Fahrten von Payerbach bis zum Eichberge gemacht; die Bruttclast war 2755 Ctr; die mittlere Fahrgeschwindigkeit 1°« Meilen. Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedor Bambcrg. , ^"antwortlicher Herausgeber: Ig«. AloiS v. Kleinmayr. Telegraphischer Eours- Bericht der Staatbpapiere vom 28. August I85l St'iatsschuldverschreibungen zu 5 pCl. (iu CM.) 9»l i)/ltt detto „ ^ l/^l » .. 841/4 Bank - Actie», vr. Stück 123!» m C. M. ylctien der Kaiser FerdiiiaudS-ylordbahn zu1W0fl. E. M...... 1520 fl. m<5. M. ?l>u 24 !/i fl. Fuß, Guld.) 119 1/2 2 Mmiat. Hamburg, für 100 Thaler Va»co, 3ltl,I. ,77 2 M>,'i!at, Livorno, für 30» Toscamschl Vire, Güld. > 1? G. 2 Mmiat. k>,'udo», si>r l Psimd Stcrlinq. Gulc>.'» «1 > 4!» 3 Mexai. Mailand, für W0 Ocfterrcich. Lire, Guld. «20 Nf. 2 Mm,at. üiiarseille, für :^0U Franfs», . O»ld. 141 1/it L Mmnit. Varis, für »W Frai!!.» . . Guld. «411/2 2 Monat. Gcld- und Silber-Cours»' vom 27. August 1851. Vrm. Geld. Kaif. Mün;-D»^t»u Agio.....— 27,1/4 dttw Naud - dto „.....— 241/4 Napolconod'or.......— !).:w Hru'.'crainsd^'r „.....— 1li.2'» Nuß. Imperial „.....— ».42 Prcuß. T'r>rs .......— 9.52 <5uql. Sovcrainqs ., .....— ll.49 Sil>craqil,' ".........— 20 K. K. Lotto.nchungcu. In Trie st am 27. August !85I: ill. 34. iw. 22. 31. Die nächste Ziehung wird am 6. Scpt ^.'»1 m Trieft gehalten ncrleli. Z. ^«3. ^ (1) Nl. 319!). Licitcltionö-Kundmachung. Vom gefertigten Magistrate wird bekannt gemacht, daß die Verschüttung, dreier an dem Wege hinter dcn Gärten der 2t. Peters-Vor Nadt befindlichen M'stq^uden von A'mtswegen rorgcnommen werde, für welche Avdeit sammt Wegraumlmg des allenfalls daselbst befindlichem Mistes, die Mimiendo-Licltation am !2. S p' tember 1l<»l, Vormittags um !> Uhr, l'ei diesem Magistrate vorgenommen Wirt'. Licitattt'nslustig/ wilden cillgel^dei,, zur Ll-c'tation zu crsckeinen. Magistrat Laibach am 2l. Juli »85». Z. 1072. (I) Licitations-Nachricht. Im Hause Nr. 2c»5, am Schulplatz, werden am i. September d. I versckie 0e,ie Meubles, ^ücheneinriättung, Bettzeug, Wasche, Kleidungsstücke, Bückcr un0 verschiedene andere Geralhfchaften öffentlich reräußert werden. Auch ist eben da eine Wohnung, bestehend aus orel Zimmern, Küche, Speis, Keller, Hol> lege und Dachkammer, zu Michaeli c». I. zu vergeberi. Z. »07^. (!) Eln Practikant, welcher sich mil entsprechenden Schulzeugmssm auszuweisen vermag, wird m eine Apotheke qegen sehr annehmbare Be dinqnlsse aufgenommen. Das Nähere nu Zeltungs- Comptoir. Kost-Mädchen, die hier in Lalbach erzogen zu werden wünschen, werden von einer sol wen Famllie lli die ganze Vervfteguna gegen billige Bedingn,ffe genommen. Die Familie ist in der angenehmen Lage zu versichern, vcn Mädchen eine honette uno siltllche Aufführung ertheilen und aneignen zu können. Nähere Auskünfte dlerüber ertheilt der Hausei'genthümer Anton Schreiner, hier «n der deutschen Gaste Nr, ,ttn. La,dach am 23. August itt5'. 3- 815. (3) 311 Itsnaz Alois v.liieiiimayr- «fc Fedor ltlz»HllOi'z»'» Bttchha>'dll!»g il^ Laibach, da»» lxi 8ißl-»»u«»'c und ^»ollllNiVl i„ Tiicst zl> haben: Die radicale Heilung des miinmlicf&en U n v e r m ö g e n s. durch eine ncu e u. eil^ fache (^ u r m e th ode, so da>; slch Icdcr lcichc hc.lfeu Ulld dllich die Wi ed e r-heistelllll, g eitdtl' g e su «, den E i» ^ h r » n g , dic Abmagerullss, Abzehrung, dic Selbstbefleckuug verhüte», ui:d die ^olle Hi a » « » cs kr a f t durch ein-sache Mitiel lvieder erlangen ka»». — Zur Belehrung herausgegeben von l)>'. L. O. M ü l le r. Dritte verbesserte Alifiage. ^0 kr. ,3. 98h. (2) Bei Walliöha user, Buchhäxdlcr und Buch- drucker in Wien, erschien so eben: und ist in ^aidach bei Ig n a z v. Kle in M al) r <.'l Fedor B a m ber g vorräthig: Aurjgcfafitc il.chrc überi?,c Verhältnisse "Landmannes Und ^l'>' Landwltthschaft. In Fragcn »"d Antworten zu», Gebrauch filr den La»d «naiii,. vo,l F. W. H off»! a „ ii < ^^!r!!)!chaflör.uh, Gu-teradm,, Mitglied mehr. lc>üdw. GcsclNchaftcn :c. gr. 8. ^el). i fi. 24 kr C M. Sr,ll!"iar. Inhalt: Blhordin. A inter. Gemcindewefen, Nlklindcn. Gtl?« liild Hopoihekenb^iiken. Wclicidc-Bor-räihe slir Noihj hre. Wassl't^eqlil>run >. W^tcrling. Fener-V''rücherl!,!^!! :c. V^l)kr>i!ikliett. " elich^,!. Uii^rliüt. Gift. pfl^„ze>,. Wi'tli'chaftsk^ufe und Verkauf,. Pachtverträge, ^l.iste »»o Gewichte. Dinic,er. Nichzücht, H^uZwi, tl schaft. ^eucr^u^ :c. :c Dlser Van^ d ll'et i>e>, Schluß des Werkes, dessen ,. »>> d 2. Theil: H?i>>zgef.ii;'e ^rhie der Landn'rchschcist." Mit 7. Tafcl» < /jlj kr,, lind Elnze!nc ^!vei.!e derL>,!!dwN'thsch>ift." Mit 8. Tafel» . 48 kr,, kurz zuvor oicdisnei. (,!ss ,st ^Iso hiemit ein'^erk bee„del. da^ l'i c volÜ'l^üdi^e lninöi e >?!v rlh'ch ,fl !iut allen N'I.'cnzw,'!aen ^ nd Vtshältiüsse^ üüN'aßt — und delonders lv^qe,, seioel-rciü p^actischen lichte» Adfassiliiq fü, jede» Landinan» und ^ugcheild, n La»i>>vi>tl) dcil cilt'chiev^ »sie' Nntzen siciv.idr'U n,»ß. lH düch lvir^ diese letzte ^'!bt!>eilu»q ti»ch jcü'ei» ^ccoxomeu ein s>hl ,v llko!uiue»es Naä)schla.,ebuch sey!i, da cr, h,»r alleo 'Aichügc »!»d Neue der Ge!^!nnn>a»dwirihsch^fl gc^räugl z»s<)!U!Us»^e>'lcNt findet! Die ueue Zeitschrift der östeir. ^!a»dw Gesellschaft, Wienerzeituüg, Ostdeutsche Post u, c>. sprachen sich schon auf das Gli»s>i^fte darübcl- aus, ^ 87,. "(2^. ' — ^ci Trewendt ^f Granier in Vreslan ist s> >l?e;> e.sch'encl; und in der Isttt, >.' Kleillmayr- «^FedovBantberft'schen Buchyaidlung >!i i^ioaä zl» haden- UeberWaagenundWagen. 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(2) Bei I. v Kleiumayr ^ ,^edur Vamberss, Buchhändler in Laibach, ist zu haben: Nosco s und Frickels Wunder über Wunder, oder die enthüllten Geheimnisse aller Zauberer, Magier und Hexenmeister, wie man eine Meng? überraschender, leicht auszusül>l runder, meistens ganz unbekannter Kunststücke produ-ciren kann. Aus dem Nachlasse der berühmtesten Künstler herallsge-geben von H i l. Pfifficn?. Dritte Aufl. 40 kr. Die Kunst, Arac, Rum u. Cognac aus Kartoffeln und Zucker aus Runkelrüben sowie auch eiueu von dem c> ch t e n nicht ^u unterscheidenden kü östliche,! Chan, pagner sicher und nlir ,ve„!g Kost^» l)^!^nstellel!. Nach den neuesten Er? fahrungen von B. Mir us, O. ?lllttmal>n. Dritte Auflage. 40 kr. Hahn-Hahn, Ioa Gräfin, Von Babylon »,ach Jerusalem. Mainz «85«. 2 si. 20 kr. Oldofredi Hager, Julie Grafin, Gelbe Blatter. Nem'ste oernnschte Gedichte. Wien «85 l. l. fl. 40 kr. Heckt, P. Laurenz, Httli^, heilig, heilig ist d^r Herr O.'tt s'a^aoth! 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