?tr. 2Ü7. Martbor. Blenstag, 30. Oktobtr !ty2S „Gns ZePtlill" lllls lltM Der Luftriese ist deute früft zum Nasflug nach Deutschland gestartet Än Erwartung günstigen Wetters TN. L a k e h u r st, 29. Oktober. DaS Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute um 1 Nhr 58 (7.58 mitteleurop. Zeit) zum Rück- fll:g nach Deutschland gestartet. » TN. Newyork, 29. Oktober. Bor dem Start d?s „l^raf Zeppelin" herrschte ein lölchtcre Wind, verbunden mit kilhlem Wetter. dem Atlantik liegt ein Hochdrucks g^iet, welches glinstige FlugverhSltnisse verspr!6)t. Die Führung des Luftschiffes beabsichtigt die Route der Ozeandampfer einzuschlagen. In den späten Abendstunden wurde es in der Niesenhalle immer geschästiger. Offiziere eilten dienstbeflissen umher, um die letzten Anweisungen fiir den Start des Lustriesen zu erteilen. Die Passagiere begannen in den Kabinen Platz zu nehmen und fich für die Fahrt einzurichten. Lady Drum-mond Hay fährt dieslnal nicht mit, wohl aber eine andere Dame, Frau Adam-mund und der bekannte Journalist In« grath. Man begann um 5.39 mittel» europüischer Zeit mit dem Aufwärmen der Motoren. Um 7 l^hr begaben sich die letzten Passagiere, deren 23 an der Zahl, an Bord. Sodann ergrissen die Marinesoldaten die Geile, um das Lnstschiff aus der Halle zu ziehen. In den Reservoirs befinden sich 27 Tausend Kubikmeter amerikanisches Blaugas und 12 Tonnen Benzin. Im Postraum find 48 Postsücke u. Pakete im Gesamtqwichr von 141 Psnttd verstaut worden. Die Radiostation Arlington wird dem „Graf Zeppelin" heute bis 1K lihr mitteleuropäischer Zeit drei Wetterberichte geben. Gemeinbewahltn in Bosnien ÜM. Sarajevo, 29. Oktober. Genaue amtliche Ziffern über das gestrige Resultat der Gemeindewahlen in Bosnien und der Herzegowina liegen noch nicht vor, man kann jedoch auf Grund der bisher bekann« ten Ziffern von einem Zurückgehen der Regierungsparteien sprechen. Die Bäuerlich-demokratisl^ Koalition konnte ihre Chan-een um Prozent verbessern, verhAtniS-mätzig günstige Resultate erzi^te« auch die bosnischen Moslims, und zwar auf Kosten der Radikalen, Demokraten und Agrarier. Rachstehend einige Resultat«: Sarajevo: Mösl. 11 (Mandate), jüdi' sche Arbeiter 2^ felbständige Demokraten 1, Gpaho-Diflidenten 2, mosl. Dissidenten 2, Juden 3, GrZkiä-Radikale k, Kroatische Ban ernpartei 7, Bürgerblock 1. Tuzla: Mosl. 841 (Stimmen), Dissidenten 894, Radikale 851. Banja Luka: AD Koalition 5, Mosl. 7, mosl. Dissidenten 3, Radikale 3. Travnik: BD-Koalition ß, Mosl. 8, Radikale 3. Mostar, Kroat. Banernpartei 4. Blir-gerblock 2, Radikale 6, Mosl. 2 Mandate. Kurze Nachrichten TU. Budapest, 29. Oktober. Minister-^äfident Graf Bethlen ist mts^e? gesundheitlich hergestellt und konnte an der gestrigen Sitzung des Mnisterrates teilnehmen. I die Luft abfeuerten, gleich darauf aber in die Camelots, bei welcher (Gelegenheit ein jühriger C^nelot getötet und mp^rere Poli» Kisten vnwundet wurden. Es wurden 15 Verhaftungen vorgenommen. TU. Newyork, 29. Oktober. Nach der Uebersliel^ung NcwyorlS wurde der „Gras Zeppelin" um 19 lU)r 15 mitteleuropäischer Zeit von Long Island ans gesichtet. Das Lustschiss nahm nordöstlichen KurS ein. Tr. (5 ckener wurde bis zum letzten Moment von vielen Amerikanern bestiirmt, die die Rückfahrt nach Deutschland mitmachen woll ten, er lehnte dies aber mit der Begründung ab, daß das Lustschiss diesmal vielmehr beschwert sei als beim Amerikaflug. » TU. Newyork,?!). Oktober. Der „(Nraf Zeppelin" wurde um 11 Uhr 52 in Egar-stown aus der Insel Martas Weingarten .';9 Kilometer von llap (5oot gesichtet. (5r entwickelte eiue Stundengeschwindigkeit von 119 Kilometern. Börsenberichte Zürich, 29. Oktober. Devisen: Beograd 9.1275, Paris 20.30, London 25 20, Newyork 519.70, Mailand 27.45, Prag 15.40, Wien 73.10, Budapest 00.60, Berlin 123.85. Zagreb, 29. Oktober. Devisen: Wien 801.07, Budapest 993, Berlin 1357.25, Mailand 298.30, London 276.18, Newyork 50, Prag Is'>8.77, Zürich 1095.lD. — Ess?kten: KriegsentichSdigungZ-rente 4.32. Holzmarkt: Tendenz fc^st. Abschluß 10 Waq gons Fichtenklötze, 5 ?^ggons Balken, 5 Waggon? Bretter, 10 Waggvns Brennholz und 4 Waggons BuchenklShe. Landw. Produkte: Tendenz für Getreide unverändert. Mschlnß 4 Waggons u. 1 Waggon Weizen, 1 Waggcn Mehl und 2 Waggon? Mais. Vjubljaua, 29. Oktober. Devisen: Amsterdam 2283.25, Berlin 1357.25, Budapest Ausammenftoßzwttthen?tevu> VManem mid RovoUIKn M. Par « S, ZV. ONober. AnllßUch d«r feierlichen Einwoiknmg des Denkm.iles iür lde'n verstorbenen Minister E 0 m b e S in Pont, wo Minister H e r r i 0 t die Denk, m'alsrede hielt, kam es zu schweren Aus« 'Leitungen zwischen der republikanischen! Darde und den Camelots du Roi Als die Menge den Platz verließ, erschien plötzlich ' ^ Tamelot mit einem großen Htumner und > zertrümmerte blitzschnell die Nafe und daS Mnn id'er Büste. Es entstand im Nu cin j Hlmdgomenge zwischen den CamelotS und I ^völinUcdvw l.edertr>». »vntivrn L«. den Sie lda«^ <1it« in »Uen k'SUen. vo 61» l)«rre!ekune von l-odertr»n nvtie l»t. »«Ted«« veräen k»nn. Lfd-tltlied in allen ^potdeken unä Oroxe rteu m UMeu.mul «ipsseu Scdaciitelli. W »In « SO SchrtMeitnig. V>r«»U«W Vuchdrvckerel, tNaridor, Juriitevo utlca 4 lelevhao 2t> Ve,ug»pr«ll« r ttddoien. monaUich . . VlN Zustellen . .... 2»-» vurch Pos» . ... 20'.. Ausland, monaMch . . , ZO. einzelnummei V,n d»» 2»« vei lZeslelking der ZeVvng ist de» ttdonnemenlsdetrag kür Slovenie» lür mindesten» elnen Monat, auher» halt» lllr mindelten» drei Monate ein» zusenden. Zu deanl«oNende ONet» ohne Marlis »erden nlchl derückllch« tlgt. tnleratenannahme in Maridoe bei der ttdmlnislratlon der Zeitung, sovle del allen gröberen ttnooncea-(»pedltlonen des tn-Ausland«». SS. Sadrg. Der dieslsdrige Nobelpreis-träger sür Medizin ist Professor Charles Nicolle, Direktor des Pasteurinstituts in Tunis, dem für seine bahnbrechende Arbeit über das Fleckfieber diese Hobe Auszeichnung zuerkannt wurde. 992.8S, Brüssel 791.45, Zürich 1095.60, Wien 801.07, London 276.18, Newyork 50.955, Paris 222.50, Prag 1S8.77, Triest 293.30. Llngarischer Dlvlomatenfchub TU. Budapest, 29. Oktober. ..A Reggel" berichtet von einem bevorstehenden Schub in der ungarischen Diplomatie. Wie dnZ Blatt zu wissm vorgibt, sollen in erster Linie der Berliner Gesandte Koloman v. K a n y a und der Wiener Gesandte Graf A m b r 0 s i in den Ruhestand versetzt werden. Die genannten Diplomaten gehörten noch der alten österreich-ungarischen Ball-Hausplatzschule an. Als Nachfolger werden genannt: dcr Legationsrat in Bukarest Baron W e st, der Berliner Legations^ekretär Baron N e p ir e i n und der Aagreber Kon« sul Georg von ^ z a b e. v ... I »> I « I! , ilt auf der «^'se^x'Ier-Jnsei bei Budap-'st fer« li.^g... 'ttl uu.' !rch den unga,.ijc1'en Reichs-' verweier H 0 rtbv oeöituct wo den. Qetterv adeni^ deir» un6 deute - vos ttlr UN cl velcke >fa6lg1celt un6 lekt nelvne lcd elne o!»». «ll« 5^,f vsfolKel'. Die „Glavnjaca" als System BMvenbe DechäNnifse in Mazedonien und Montenegro Furchtbare Schandtaten der Stcherbettsorgane Verbrochen vl?:u ^nini w^ir der KuUlliilatiottoputtll der terroristischen >-Ä.'.ndtalen, die dao Reginie in dies-'n zehn ^uibren verübte. In unseren Gec^enden sind nicl't all^ in M.v^edonien und Montene^iro verübten '^'erdrecheu l'ek^'.nnt, tvir brinc^en d^'oh^^Ib nur einige ^-iisle (nach dem Buch Bevtirader Necht^^cinwalteö I c> v a n o« v i ^ „Tie Gl(n'ni.:e^: al-^ 5nste:n'', .v-l deni Miroslav » rl e / a da-? '^i^irwDrt schrieb): Änt Jänner sand in ^^tip der Prozesi 'le.'tn ''!^'.l^rft7.?ki, '^i.iradinov, Petr^^v und ^^^ejnov st^nt, die nnsieNnat waren, da.^ At« tent.n cie^^en den (^-enernl ^ o v a iZ e v i ^ v.'riibt 5N fiaben. T^ie'e Verurteilten lvur-den v?n beuten qentartert, die vvin ^^ericht in '''ele>^' nvaen liem!?iner ^^^erlnechen zuni verurteilt irilrden. In Ma'.ed^'nien ist d'? >?t,sren^ d.'r politischen ^lloide einqe-fülirt. ^n der '^^^rvschnre Iovanovi«'-' ist der ^ ?ll Mik-e i b a i l o v vermerkt, der ?r^?I,7end der l^'^kertierunq lietotet worden i'f. In ^^leclotin wurde ein iiewisser l^eor^i a d o -i e v von unbekannten TiUern er-mc'rd.'t. C'in'n vorber verflocht er sich in eil'-'n streit mit dein l)'endar'nerle??'> i'era!, d"r ikin' -uries: ..?!l wil-it unch nier-k.'n!" In ^vurde t^er Bauer Ko'ta in der c n d a r IN e r i e k a» ^ ? r n e ^'u'ch 'nel^rer.' s>)leiserstich.' schwer v.'rlevt '.:n> in den >>0^ seine^? sie- ""r'cn In wurd.' am l'i. ^-.>'er der '.'"'ctt''ker '?)^i!-:n ('?enov c:'k^'e.''''en. r7- 'r'.irde ver'vnn! vie^ l''-'"'.''- 'ind d-' ^'s'-'k''i^tnisse in Monteneciro. Sc» wurde ein «gewisser Peter Z v i c e r in ^'uca durch fort>ivährende Ver« dächtiqunqen c^e.zn'un^en, im Walde j^u le. l'en. In seinein Hause blieben nur: die tOd-jähri^ie Gro^niutter (^)eor^ine, die Wjähri« ^e Mutter '.'Indisa, seine 2.'^sähri>ic Frau ^a« iiorka, die 20jährilie Schwester Plane und der !4lährige Bruder Vidak. In der ??achr voiu 2^. zuin 25). ?lpril erschienenen sechs ('>endarnien im >>ause und erdolchten mit Messern die t^ali.ie Familie mit Ausnahme der alten s^reszluutter, die das schauerliche Draiua ansehen ttlus;ti'. Codann wurde das .'('»au? nlit den irischen Leichen ein koriert und rückte im Avancenrent vor. Nach einer Behauptung S. ZtedimlijaS, der olle diese Verbrechen in einem Vuche avfzc'gte, wurden von Sicherheitsorganen i.i Mcnt> negro bisher 59W .^'>äuser ein^.'Zschelt und eine Neihe von scheußlichsten Verbrechen vcri'lbt. M i'q u/.c/ I/Z«'.) ,7l0c/ic?,7, N L'tZ u^o//sn/ a isza/iz- !t'e5/sn v?i,/L/'s 5/s t/e/' „O/e i//u- ^//7c/ t^k's /tan/l/un'am.'V.z/», A/k'q/?s c/az /ros/en/i^s/ -> L/e v-erc/en c/oi^an //!5S /la^s/z u-^sz?» Sssnei,i^c/7s'^z/c/«?,^^a',/zs// öo/Z^e/cn. Japan gegen da< Frauenfttmmrecht Iiu (i^'st-.'nsa!.^ zu den Vereinigten Staaten niit iyrer lleberscl^ätzu.ng des F'^mininen ist iin beutii'.en Iavan das männliche ^>rin' zip durchaus vorherrsch5 ganz unverantwortlich sein würde, den Fraue'i des Landes das allgeineine Wihl-re^l't zu gewähren. 5^eut<' ist jeder Japaner nar'^' ''^ollendnnc^ des!^5. Leb^inssahrcs Wahl« ll'r'chiiat, U'ähllbur, falls er das Zd. ?ebens< j^?.':r crrl'lcht hat und unbescholten ist. Da<^ s.istia^' Nii'ei:' dei- Ia"ancrni steht ini allge nieinen beträchtlich unter dein des Japaner'?. und die Ausübung der Negit.'rung?.s^e-schäfte »vie der parlamsnt'arischen In.nktio-nen :st überdies eine ansgosprochen männli-ct^e ''li^gelegenheit." Das Shkscheibungs-Touper In gewissen sashionablen Kreisen der au-slrallschen Gesellschaft gilt es al'L schick, den Ta^ der Ehescheidung durch ein geuieinsa-nle'5 festliches Nachtinahl zu begehen. Dieses Ehcscheidunassouver hat diesel^ Beziehung .^uul Hochzeitssrühslück, wie der Leicheuschmaus zur Taufe. Sobald die Zcheidunq ausgesprochen ist. laden der ttläger und die Aek.agte die Zeugen, die Anwälte und den !»iichtcr zum Ehescheidnngs-Souper ein. Die Exbraut wird von ihren Mädchen begleitet, in der Negel denselben, die vor Gericht beschworen haben, daß ihre Herrin in der Abwesenheit des Gatten keine Besuche euipfan» gen habe. Der Exgeniahl hat seine Dienerschaft utu sich, gewöhnlich auch den Kutscher, der seilten Herrn nach der „kleinen Villa" brachte. Auf der Festtafel steht der Eheschei-duugstuchen, in den ein zerbrochener Trauring eingebacken ist. Die Tafel ist mit den gepres^ten und getrockneten Blumenschähen geschulüctt, die das Vrautp«iar während der Vcrlobungszeit sorgsam aufbewahrt hatte. finden sich Pantoffeln, um sie den uneinig Gewordenen, wenn sie nach dem Nacht-niahl in lierschiedenen Wagen wegfahren, nachzuwers"'?, dieselben Pantoffeln, die die junge im ersten Jahr der Ehe dem Herrn Geinabl sorgsam ge)värmt hat. Anf der Tafel fehlt auch der Champagner nicht. Sehr traurig Pflegt die Stinlmuilg während des Ehefrs'eidi'nas-Sonpers nicht zu sein, nnd U'ettt, die Gesellschaft anseinandergeht, trennen sich die Ehegatten nnt eineni letzten, zärtlichen ^^uf«,. ^ So unrd allen Ernstes in einer Revue er.-äl'lt. Wieviel davon Wahrheit nnd wieviel Dichtung ist, ist bei der wei ten Entfernung ?snstralienS allerdings sehr schwer zu beurteilen. Der lIchechoslowaNtche Flnanzmlnifter . Dr. Engli5, hat seine Dentission ei^lgereicht, weil er zu der von der Regierung beschlossenen Snbventioniernng der tschechoslowakischen Zuckerindustrie seine Zusliurmuitg nicht geben wollte. dieser eine zweite Wohnung bes^^s;, nw man nicht nur grosseste Bestän^de von Morphium und.'i7okain, sc!'ndern aucii eilt großes La ger der gesührli6)sten Gifte fand. In einem sorgsiiltig abgeschlosseuelt Zimnter eiltdeckte Man eilt wohleiltgerichtele^', ulnsangreicheZ bakterioloigisches ^'aboratorium. In .Hunder-ten von Rcagel!zg!äsern fand lnan die gefährlichsten .^inltilrell, Pest', Eholera- und Typhu^^l<,s,.jfl^„ dergleichen, vor. Der Verhaftete weigerte sich iigen^v'elche ?lus-kümte über seilte ebenso merkwürdige wie gesälirliche Liebhaberei zu geben. Eine gesSZl'Uche Liebhaberei Eine merklvürdige Entdeckung machte die Pariser Polizei bei der Verhaftung eines Geschäst^agenten nantens Schirmen, der tragen einer kleinen Schwilidelei angeklagt war. Bei der Hausdurchsuchung in den Bureaus des Verhafteten stellte man fest, daß Wknn der Tornc^bo rast... Die Meldungen von der letzten Tornado-katastroptie in A,n!?rifa lasse?« den angeri6i-teten Schade.'! iminer ciri)sjer erscheinen. Eine bedeutende Anzal.'l vou Menschenleben und k^^unt schälzbare Werte sind vernichtet ivorden. Wie solch ein Torliado hereinbricht, schildert R. A. L^^illiains, der den surchtda-voil Or.ail miterlel)l h.,!, der vor zwei Iah« reu Florida verlvitsteie und den Luxu!?öade-ort Miami zerstiirle: „Von irgendwoher koulmt ein Arüllcui Regen nnd Sand werden durch das Fenster geiti^Ieudert. Zerbrochenes Glas fliegt s)erum. Liider krache.n zu Boden. Pli)tzlich ein olirenzerreisjendes Dröhnen und das Dach ist iveggerissen. Die schwersten Möbel werdell lvie Strohhaline s^rtgewirbelt und über dmn Li rächen der eilt-stürzenden Gebäude erbebt sich das Heulen des Sturiues, während pechschwarze Dunkelheit uns ulugibt. Jiuilter näl)er komiuit das Brausen der Wo gen, da das aufgewü>hlte Meer die 9.nste über flutet und auf Haus zustürmt. Die Erde Seegespenster Ein Roman von der Insel Tylt. Von AnnyWothe. Nmerikan. Copyright 1918 by Anvy Wothe- Mahn. Leipzig. 4^3 (Vichdrxck verboten.) Akke war still hinausgegaugeit, ltnd eben« so still brachte sie ein kleines, bretinendes Tannenbäuinchen in die Stube. Sie stellte es lautlos auf den Tisch, dann verschwand sie wieder. Estrid uierkte es ,licht. Sie kniete neben dem Wiegenkorb nlit den entzückenden ^nn« dersachen, so zart gewählt, wie es eigentlich nur eine ganz feine Franeichand konnte. Scheu und zärtlicy strich EstridS Hand dar über hin und ihre Finger hielten pliitzlich ein weißes Blatt. Sie blickte auf die Schriftzüge und danil darüber hin in die Stube. Dabei niurde sie gewahr, daß diese von Hellem Weihnachls-glänz erfüllt war. Und beim Glanz der Weihnachtskerzen lcks sie mit klopfendem Herzen: „Dem entgegenreifenden neuen Leben, das dein und inein ist, den ersten Wrih-nachtsgrnß. Peter." Da fielen Eftrids heiße Träneit auf all die zierlichen, kl<'inen Dinge, und ein Schltichzen erschütterte ihre Brust. Imlner wieder barg sie zärtlich ihr Gesicht hinein. Doch, wie sich besinnend, wurde ihr Blick finster, ihre Züge hart und starr. In unzählige kleine Fetzen zerriß sie den Julklapvgruß ihres Mannes. Sie klingelte nach Akke. „Bringe alles an seinelt Ort," sagte Estrid, auf die ^iindersachen deutend, „bis es gebraucht wird. Oben in der Kaininer wird Plah sein. Lösch die Lichter aus, der Schein tut nleinen Augen weh, und entferne auch die Blnmen, sie inachen niir Zlopfschmerz." Wortlos tat Akke nach ihrer .Herrin Ge« bot. Als sie das Bäulnchen hinaustrug, ntur-inelte sie: „Sie hat wirklich kein Herz. Sie verdient es nicht, daß der Herr so gut zu ihr ist, der drüben einsam iin Pesel siht und gewiß darauf nxirtet, daß sie ihn rnfen läßt." Aber kein Ruf Eftrids erging an Peter, der bei den abgebrannten Lichtern des Weih nachtsbanlnes iin Dnnkeln saß und iu die Winternacht hinausstarrte. Er wußte nicht, daß Estrid diese Weih-nachtsnacht in Aitgst nnd Tränen verbr.ich« te und die alten Seegespenster durch ihre Träulne huschten und sie verfolgten, so daß sie einmal laut nach ihin rief. Draußen kiel de? Schnee noch immer in »veichen. weiß-'n Flocken nnd Peter nieinte, das "-!"?erwe!^ webe ain Rocken ein Leiche ll tu ch. Der letzte Tag im Jahr, das dem Gotteskoog so viel Leid bescherte, kam herauf. In Glanz und Pracht brach er an. Rosenlicht verklärte die weiße Welt ringsuni, und Estrid dachte, als sie in den klaren Wintermorgen blickte: „Du müßtest iilit Peter reden." Sie tat es nicht. Nicht ein Wort hatte sie ihln über den „Iulklapp" gegönnt, der ihr Herz so erschüttert hatte. Sie konnte es nicht. Atn ersten Weihnachtsseiertag stellte sich auf Peters Einladung Mutter Wibke eili und überraschte sie mit allerhand guten Dingen, auch nlit einein reizenden Kinder-mützch^n von Sölve, das diese selbst gearbeitet hatte. Peter, der znsamlnen nlit der Mutter bei Estrid eintrat, ivar äußerlich ruhig und harlnlos gewesen, aber Estrid hatte etwas Feindseliges gegen sie aus st.inem Wesen herausgefühlt. „Willst du nicht heute im Pesel mit uns essen?" hatte er Estrid gefragt. „Die Mutter will, bevor es dunkelt, nach Keitum zurück. Du hättest sonst wenig von ihr." Estrid hatte kurz das blonde .^upt geneigt. Etwas in den Augen ihres Mannes zwang sie, nachzligeben. Wie hatte er gesagt: „Seine Güte hätte sie verlacht, nun wollte er ih r den Hervn zeigen?" Und er tat es. Er zwang sie gegen ihren Willen. Ill ohnmächtigeln Zorn rana Estrid die Hände ineinander, und doch hatte sie das Gefühl, nur er allein verniöchte sie zu schützen gegen Ingewart Ferks, von dein die Mutter ihr zugeflüstert, daß es besser mit ihin sei und daß er schon wieder auf der Insel herulltginge. Das Mittagslnahl ini Pesel war zielnlich frostig verlaufen. Peter hatte danach bestimmt, daß Estrid von seßt an stätldig an den Mahlzeiten teilznnshinen hätte, und Estrid hatte sich — sie stannte selbst darül>er — wortlos gefügt. Wenn es ihin Spaß inachte, ihr alle Tage stuinm gegenüberzusitzen, ihr konnte es ja recht sein. Sie würde nicht init ihin reden. Aber sie tat es trotzdein. Sie kottnte gar nicht cinders. Peter sprach, zumal n>enn Akke die Speisen auftrug, über Hanshaltsangelegenheiten und allerhand Nenigkeiten auS der Umgebung. Estrld sah dann wohl, wie Akke blitzschnell und neugierig von einein zum andern äitqte, und Estrid mußte antworten, wollte sie nicht Akke ein Scl)aiispiel geben, und daS mochte sie nicht. Eigentlich hatte Estrid Fnrcht vor der kleinen, einfachen Fran, die so treu zuui Gotteskoog nnd seinen Bewohnern hielt und in ihr die s^'indin n>itterte. Uud doch splirte sie täglich die Fürsorge der alten Akke, zuweilen wohl anch ihr Mitleid. Vortseduns folat^ Pen ,^l'ttunq* Nummer?udM bilanziert mit ö4üS Millionen Einnahmen und 5301 Mllionen Ausgaben. Das Verwaltungsbudget weist 2I48 Millionen Ciunahttlen und lS91 Mllionen Ausgaben auf. Die höchsten Einnahmeziffern hat das Fincrnzressort mit Ik^ Millionen, die hoch, sten Ausgabeziiffern das KriegSministerium lmit Millionen. Somit werden Über SO Prozent der Einnahmen de« Finanzmintste-^ms kür ^eereS^wecke verwendet. Eröffnung der griechMen Kamme? Die griechische Kammer wurde kürzlich durch den Ministerpräsidenten Benizelos er- t. Der Vater und die Knödel. Aus der Oberpfalz wird der „Südd. Sontagspost" geschrieben: Ein hochbeladener .^uwagen, von einem vierzchnsöhrigen Mrschchen geführt, kippt an einer scharsen „Reibe" um, grad vor dem Anwesen eines Kleinhäuslers. Dieser eilt mit seiner Frau aus dem >^us auf den Schauplatz des Unglücks und tröstet den heulenden kleinen Fuhrmann dadurch, daß er ihn einlädt, die Knödel mitzuessen, össnet, der auch bei dieser feierlichen Gelegen heit sein charakteristisches Mützchen trug. die zu Mittag gerade aufgetragen wurden. Nach dem Essen wollten sie alle tüchtig zu-sammenhelfen und den .hcuwligen schon wieder auf die Beine bringen. Der Bub haut tüchtig eiu, wird aber auf einmal sehr ungeduldig und drängt, sich des .?>euwagens an!.zunshmen. „Pressierts denn so?" meint der Häusler. „Mir täts ja grad Nl>t so Pres-sier'n", erwidert der Bub, „aber mei'm Vätern, weil der unterm Heu liegt!" Der ArbeitsmarN Vom 21. bis 27. Oktober suchten bei der Arbeitsbörse in Maribor 112 männliche u. 61 werbliche Personen Beschästi'.iuter Vortrag über „Brasilien einst und jetzt". Die Ausführungen werden von einem Pracht vollen und langen Film begleitet sein. Der Vortragende, ein aus Maribor gi'bürtiger Ingenieur, lebt bereits fünfzehn Jahre in Brasilien und ist auch Bürger dieses Staatenbundes. Der Volksunioersität gelang es, diesen Herrn vor dessen Tournee durch Oesterreich, Deutschland, die Schweiz usw. für zwei Vorträge zu gewinnen, die am Freitag um 17 und 20 Uhr im Apollo-.Kino abgehalten werden. m. Trauungen. In den letzten Tagen wur den in Marilbor folgende Paare getraut: Maribor, 29. Oktober Michael P 0 8 mit Frl. Marie Z e l e n k 0, Max Boschak mit Frl. Hedwig Berb-n j a k, Bürgerschuldirektor Josef H e r^ g 0 uth mit der Lehrerin Frl. Valerie B e-n i n i u. Ignaz P i r n a t mit Frl. Ste-sänke E 0 t i ö. m. Evangelisches. Mittwoch, den 31. d. um 7 Uhr abends wird in der Christuslirche ein Reformationsgottesdienst abgebalten. An schließend daran wird das hl. Abendmahl gespendet. Tie Festkollekte ist für die bedrängten Glaubensgenossen in Nuszland bestimmt. m. Verstorbene in Maribor. In der ver« gangenen Woche sind in Maribor gestorben: Anna P u m p e r g e r, Dis^onentensaat-tin, 80 Jahre alt; Martin S t r a k e l, Pfarrer in Zt. Peter bei Maribor, 78 I.: .<>?unigundo Senekoni<<, Besi!.^'rin, 8.'^ Jahre; Franz S t n r b e j, Handclöang> ^ stellter, 2L I'; Rudolf I u r k 0 v i ö, Student, 13 I.; Ferdinand Dobravec, B>'-i siker, 81 I.; Marie K r a u t, (5isenbabn-! oberrevidentensxiattin. ^^7 I.; Marie K 0-! k 0 l j. Eisenbahnerswinve, 80 I.: .aft'>gebäude in Lwmnica tGam sergrabenl ein Feuer aus, das rasch um sich griff. Neben der Kanmicaer Ortsfeuerwehr Erinnern vvii' uns slier im ^eltlineß^e ^eklillener von ^ur ilireZ ^nxeclenkens Wiirt äer ?!0>!^'eni8elie (Ze?;.',n?verejn „ö^sribor- am 21. I^ovemder 1923 ciss derüdmte ttEMUlvm von ^oisrt auf. waren alsbald auch die Umgebungsfeuer« wehren von PobreLje und Etudenci zur Stelle, welch letztere mit ihrer neueingest?ll-teu Motorspritze tatkräftigst eingriff und in genieinsamer Arbeit der Brand bald gelöscht werden konnte. Dem Feuer fielen zwei Halben Wein sowie die ganze Obst- u. Weinpresse, die sich im Wirtschaftsgebäude befanden, zum Opfer. Das Vieh konnte «gerettet werden. Nach Vornahme der nötigen Sicherungsarbeiten rückten die Wehren von ein. Das Feuer dürfte dem Vernehmen nach wahrscheinlich gelegt worden sein. Der Scha den, den der Besitzer erleidet, ist ziemlich groß. ui. Fremdenverkehr. Im Laufe des SamD tags und Tonntags sind 127 Fremde zugereist, davan 35 Ausländer. m. ttnsall. Gestern vormittaigS stürzte der 16jährige am Vodnikov trg wohnhaste Schusterlehrling August K. so unglücklich vom Rade, daß er sich größere Rißwunden an der .Hand zuzog und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mußte. m. Raushändel. Sonntag nachts kam eA in unserer Stadt zu zwei Raufereien, in deren Verlaufe der 30jährige in der Graj. ska ulica wohnhafte Tischler Alois T. Sc^itt wunden am Genick und der l7jährige HilfS. arbeiter Ivan O. aus St. Peter eine Hiebwunde an der Schädeldecke erhielt. Beide Verletzte mußten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. m. Fahrraddiebstahl. Aus dem .^ofe deZ Hauses Splavarska ul. 12 wurde gestern nachts dem Tischlermeister ein .Herrenfahrrad entwendet. Als Täter wurde der dort wohnhafte Arbeiter Franz G. eruiert und dem Kreisgerichte eingeliefert. m. Verhaftet wurde gestern der Handels, angestellte Anton V. wegen UnterschleifeS. V. schädigte seine Firma um ca. 10.000 Mn. m. Innige Bitte. Der kranke Invalide mit drei kleinen Kindern wendet sich an mildtätige Herzen mit der innigsten Litte, ihm kleinere Spenden und eventuell abgetragene Schuhe für ihn und sein 7jShrigeS Kind zukommen zu lasien m. Wetterbericht vom 29. Oktober, 8 Uhr: Lll'tdruck 728, Feuchtigkeitsmesser 0, Barometerstand 735. Temperatur 4- 15.5, Wn'^-richtung NW mit westöstlichen Wolkenzug, Bewölkung gan^, Niederschlag Regen. * Die Karo-Schuhe haben sich wegen der guten Qualität sowie ihrer formerhaltenden Eigenschaften den guten Ruf erworben. 953« Aus Selje VoMIlAe Bmatl»»»»»! C e l j e, 29. Oktober. In der vergangenen Nacht drückte ew unbekannter Täter eine dicke Fensterscheibe in der Mehlniederlage des.Herrn Simon G a-b e r c im Erdgeschoß des .Hotels „Union^ in der Razlaggasse ein und zündete einige in der Nähe des Fensters befindliche leere Mehtsäcke an. Herr Gaberc weilte noch gegen halb 20 Uhr in der Mehlniederlage, be-nierkte aber nichts Verdächtiges. Als er heute frük) das Lokal betrat, schlugen ihm dichte Rauchsch^vaden entgegen, '^em Feuer fielen -16 Mehlsäcke und teiln''eise eine Tür zum Op^er. Zum Glück herrschte im Keller kein Luftzug, sodaß das gan^e Mehllager außer den erwäbnten Meblsäcken unversehrt blieb. Interessant ist, daß sich diese? Lokal gerade unter dem grossen Zaale befindet, in dem Hestern nachmittags die große Versammlung der Bäuerlich-demokratischen Koalition crb-gebalten worden ist. Man vermutet deshalb, daß das Feuer aus politischer Rache gelegt wurde. c. Zur Frage elneS neuen BadeS in vel^e. Die i^tadtgeineinde Eelje hat sich im vergangenen Iabre zur Aufgabe gesetzt, den Bau eine? modernen hygienischen Bades zu ermöglichen. Die Stadtgemeinde ift zurzeit aus^erstande, alle Kosten für den Vau eii«? neuen Bade? allein zu bestreiten. Nun interessiert sich aber für diesen Pl^n^ auch da? Kreisarbeiterverücherungsamt in Ljubljana und ist auch l^reit, für das neue i!^d eine große Summe beizusteuern. Diese Fra^ wurde an einer Konferenz erörtert, die di^ ser Tage am Stadtamt stattfand u. an der Vertreter der 5tadti?emeinde Eelfe mit dem Bürgermeister Herrn Dr. Gorikan und Vertreter de? KreiSarbeiterversichenlngSamttS teilnabmen. Bei dieser Gelegenheit wurdm uoch keine konkreten Beschlüsie gefaßt. Nun ..??^arburl,tt ^^itung" ??um7ner loerdon noch beide ^Interessenten diese?ira« ge allein erörtern. Tie nächste .>lonserenz Wird im Laufe eines Monates stattfinden. Der Bau eines modernen Bades in Celje ist für die Ttadt von großer Wichtigkeit, weshalb die Verwirllichnnq dicseS Planes in je-'der Hinsicht zu begrüß^^n wäre. c. Ein zweites Gastspiel des Marburger Theaters in Celje. Das Marburger National theatn gastiert am ?^reitag, den November im Stadttheater in Celse mit Zolas Dra ma „Tl)ere^e Ratsuin" das bei der Erstaufführung in Maribor ein starken Erfolg er-lobte. diese Vorstellung gut besucht sein is^llte, wird am Mittwoch, den l t. ??ovember drittes (Gastspiel mit Jones' Operette )'^Geisha" folgen. Radio l^u«« 5« « «^«Nsvltnx^. >.s Xv. Vt«» d«rx4«8.'; m. 4 «'». »«i'Ui, «Z? m. 10 «Vnek«a 4^"' «Vi»«i,»ms> 5«^ m. ? Kv Vu6»p«»t 5^5 K m. I1N IN. 10 Kv. ?»r>» un^. — Prag. N7.45: Deutsche Sendung. — 18.!^^: Ein-Mrung ^zur Oper. — 19: Ucbertrogung auS Nätsel-Elke Kreuzworträtsel ..Der Äulukrleger ^ ^^sDie Wört-er bedeuten: Wagere«ht: 1. ^Stadt in Südtirol, 3. nordisches Weihnachts 5. Gewässer, 8. Gattungsbegriff, 9. Weld der spanisckM Sage, 1l). Ausruf de'> zGchmerzes, 11. Tonart, 13. Bergzug in sBnlmrschweig, 15. Schnieizer .Danton. 17. t,Fisch, 19. amerikanischer Männeruorname, j20. Zyluß in Aftir'a, ?1. ^lich in Oesterreich, ^2?. Stmirmutter, 23. Lebensgemeinschaft, ?M.. vulkanischer (biselsec. — Senkrecht: 1. ^Teil der Kirche, ?. Bcrbrennungsrüctstand, ^.^^.Sportart, t. Wild, 6. tierisches Prrdukt, ^7. Käfestat>t, 12. Zeitniesser, 1-1. biblische ^Fro-uengfstalt, 1Ä. l^esäs^, 16. Religion, 17. »öingvogel, 18. italienische Münze. Auflösung des SVlralen-Kreuzwortrgffelg D st '^... Ä tU: I e k. l« ! ü I '1-: K ->« !v' !ö st i Iii K1>. k^Ml "WM.», N ! l i^ .!. i O»! ! r> : 0 ä dom Theater. — 22.2N: Tanzmusik. — D a-V e n t r y, 20.4Ö: Milidärkonzert. — 23.40: Tanzmusik. — S t u t t g a r t, 20: Münk der en'tischen .^>ochtulturcn. — 21: Berliner Uebertragung. — 2?: Populärer Lpern-abend. — Frank >surt, 19.30: E?iglische Literatur. — 19..1Ö: Englisch. — 22: Stuttgarter-Sendung. — Brünn, 18.üd: Deut sck)e Sendung. — 29: „Sova-Abend". — 21: Populäres .^Konzert. — 2?.2(): Prager Sendung. — Langenberg, 19.15: ^an^ösische Untl'rhalwng. — Ä9: Abend-»nusik. — 21: Beethoven-Abend. — B e r-l i n, 29: Abend-Unterhaltung. — 29.45: Dialoge der Weltliteratur. —München, 19.39: .^amnnermufik. — 29.30: Hans-Rei-mann-Abenid. — 22.30: Tanzmusik. — Mai land, 20.50: Konzert. — 23: Jazz. — Bu dapest, 17: Siirsvnisches Konzert. — 20.äk: Konzert. — 22.30: ZigeunermHk. — Warschau, 18: Kammevmu^k. — 19.SV: Ue« bertragung aus dem Opernhause. — P a -r i s, A.A): Konzert. . " ^ ^ ^ xz ! ^ Spott Stand der Fußballmelsterschaft des Kreises Marlbor Nach der gestern durckigefiHrten Meister-schostsrunde und der erfolgten Absage des S. Ü?. Ptuj erhält die Ta!^lle folgendes Aussehen. 1. „Moaridor s-1 Punkte). 2. Z^elezniöar (4 Punkte). 3. Rapid (2 Punkte); 4. Evol>odii PuÄte): 5. Ptuj (oihne Punkt). Tie Kämpfe werden kmnmenden Sonntag weiter geführt. : Die Zogreber Meisterschaft weist nach der gestern durchgeführten Runde nachstehende Rangordnung auf: 1. „2elezniöar" sS Punkte). 2. ,..^'>a5k" (H). 3. „Mradjmiski" (l?). 4. „Comordia" (3). 5. „Viktoria" (3). li. „Eroatia" (2). 7. „Sp.irta". 87 „Derby". : Die Grazer Fuhballmeisterschaft hatte gestern ihre Sensation: „Swvin" mus^^te sich imMeisterschastskanlpf von ...Hakoah" mit2:0 geschlagen bekennen. Der „Sportklub" siegte gegen „Ostmark" 3:9.. : Deutschlands Boykott gegen Prosessio-nalmannschaften bleibt. Aus der gestrigen Tagung des D. F. B. in Weimar, wurde de? Antrag, den Bo!,kott gegen die Länder 'mit Profesiional-Fußballmmmschaften auszugeben, mit 48 gegen 42 Stimnien abgelehnt. Für die Frauenwelt Das Monogramm in der HandWukz-Stulpt ist sehr beliedt und findet immer mehr Verbreitung. In der Regel l)at der s'legairte .^^andschuh bekanntlich eine vornehme Reu-tralfarbe, wie beige, smid oder grau, die sich fast zu jeder Schattierimg verwenden läßt. Tie umges6)lagene Stulpe hingegen ist in den >nicisten Fällen aibne^Mbar und auszu-weckMn, sodlch nian ein- unid deilselben schuh — vorausgeses^t, daß man mehrere 'c-tulM besitzt ^ sehr imt zu veischiedenen ^ÜeidungSstüclen und starben heranziehen kann. Die Stulpen selbst sind entiveder einfär« big od^'r aber beitiät, nicht selten auch — in neuartiger Technik — benmlt und — wie ftüher ernMnt — sehr häuttg nnt dem Mo-ndgrammc der Trägerin ge^ziert, so zwar, dai^ der eine l^andschiih den Biichstat'eu des Bornahnkens, der andere jenen des Zuna-onens trägt. Die Art der Ausführung der Stulpe wird imtürlich ganz davon abiMgig geimacht, ob der Handschuh für Trotteurzwecke odc^ für elegante Gelegenheiten herimge>jogen wird. R. H. Die arme Haussrau! Wenn nrQn beäxnkt, was so eine vielgeplagte .'>.>aussrau tagsüber leistet, dann fragt nian mit Reäit, warum lvird diese für den Sl^a>at so wi6)tigc Arbeit nicht als Berus anerkannt? .'iieine Begrenzung der Arbeitszeit, wie der Ächtstunden tag in anderen Berufen, keine Mittagspause, kein gesetzlicher Urlaub, keine Sozialversicherung oder sonstige Vorsorge für Krankheit, Alter und Invalidität, so sieht es mit den sozialen Errungenschaften für die Hausfrau aus. Dagegen wird der Haushalt in den meisten Belangen noch so geführt, wie ihn die Mutter und Großmutter geführt hat. Achtlos geht die Hausfrau an den Errungenschaften der modernen Technik vorüber und treibt den ärgsten Raubb^ mit ihrer Kra^t und Gesundheit. Moderne Arbeitsweise kann Befreiung der Hausfrau aus den Eklavenketten unmoder. ner Arbeitserledigung sein. Die Hauswirtschaft ist nun einmal so geartet, daß der Betrieb die Hausfrau von 6 Uhr morgens oft bis !v Uhr nachts arbeitSbtteit erfordert. Aber diese „Arbeii^bereitschaft" im Haushalt wird in Zukunft Gr die Hausfrau nicht mehr sech^nstündige Arbeit bedeuten. Wenn wir die el e k t r i s ch e n Wirt-schaftsbehel'fe betrachten, die heute zur Verfügung stehen, so entrollt sich vor unfe* ren Augen das Bild der Zukunftsarbeit der Hausfrau. .^eine Staub- und Rußentwicklung, kein Schjmutz, i^ine Explosionsgefahr, keine Vorbereitungen irgend welcher Art, schnell u. leicht AU pflegen und zu säubern, das sind die .^?auptvorteile alter elektrisch^i Geräte Ifür den Haushalt. Das Auftäumen wird mit dem „Protos"-Staubsauger und der „Pwtos"-Parkettbür-stil' mühelos und faßt zum Vergnügen. Kein Bürsten und klopfern der McÄel, Teppiche und Kleider wirbelt den Staub in die Lungen der im Haushalt tätigen Frauen. Ter Staubsauger und die Heißluftdusche als Helfer beiin Geschirrwaschen verwmldeln lästige, unsaubere Arbeit in eine Spielerei. Was e^ sür die.Hausfrau bedeutet, in dem Zauberschatz des Heißwasserspeichers Tag u. Nie Döple zum Was serkochen ans Feuer rücken und dann auf das „Kochen" des Wassers zur Arbeitserle-ldigung „warten" muß. Das Mittng- oder Abendessen zubereiten, ist ein „Kinderspiel'^. Der.K ü ch c n m o t o r mit 17 verschiedenen au/fsteckbaren Arbeitsmaschinen hackt Fleisch und <Äe.müse, reibt, »nchlt, schneidet, preßt, erzeugt Eis und pu^^t Messer. G'n-soche- und Doppelkochplatten kochen ohne Bedienung, ohne Aussicht, ohne Anbrennen, Ueberlaufen etz. Die ^^recken des Waschtages sind durch elektrische „Protos" Wasc^aschinen, Bügeleisen oder Bügelmaschinen ganz gebannt und mühelos sind die paar .^ilo Wäsche in ein bis zwei Stunden allwöchentlich gewaschen und gebügelt. Ein elektrischer .Kochtopf oder zumindest ein Tauchsieder hilft bei der Pslege der Kran ken, rasch heißes Wasser, Mil6>, Tee oder Suppe zu bereiten und ist besonders nachts ein wahrer S«gen. Elektrische Tee- und feemnschinen lassen die behagliche Cti,m>mung im .Heim so rocht ^^r Geltun!g koinm^en, weni^ diese entzückendei: ^^teizelnräninhen in der Stube rasch und mühelos und «qualitativ erstklassig Tee- und Kafsee bereiten iElektrische W ä r m e k i ss e n erübrigen die zeitraubende Arbeit des Aqrwärinens oder Füllens veralteter Termophore. Elektrische kleine Oefen dienen lder Platz-bcheizung und scimffen beim Schreibtisch, bemr KUivier, bei der Nähuiaschine, beim ^^^ett des Patienten behagliche?Aärnie, auch in jenem Zimnn'r, das limn mit dem Ofen nicht dauernd heizen will. Der bekannte Eieinens-'Schuckei:t»Elektro-.''Irnzern ist auch auf diesem Geb'ete «führend und hat unter dem Namen „Protos-Geräte eine stets Neuerungen bringende Reihe o-bi-ger Anzxlratc in erstklassiger Au.?führung und durch die Mattenherstellung zu sehr mäßigen Preisen herangebraöjt. rz11II II111VO cz O Der neue Fahrplan. GiNig ab 7. ONober ^nltankt ävr in Aarikor-!i!Iz!»k _ _ ?«it 1.15 3.10 4.01 6.Z8 7.31 7.38 7.42 8.14 9.19 9.37 U.b2 lt.S8 12 32 12.53 l3.ö3 14.40 IzLl 1502 1S.N 16.34 18.20 1g.L1 !8.41 20.31 21.00 2i.z4 21.47 22.00 ScdneU k'er50Nöu lremisedt l^ersoaen KelinslI ?erso»en SedQvU lZiivisedt personsl» oll«n ^iea 1'risst. k'mme l'riest. (!»!cc»vel: pol^'üiin» ?r«vAhs St. Iii ^Vien ^urslln Lodotki, 3»mn»«ri»x Xlsssenfort ?rax, Wie» l^urslra tsokots, Oimot ö«oxr»cj t'plit l'riegt, ?loms St. Iii 1'nv5t, 2»xrek Men Xotorids, ssalk^ 8t. Iis Xla^erifurt 'VVisa Xotarib». ^lurslcki I^jadl^ana, ^»xred üvr von IV!az'zI)vr»?ÄZ^^» 2vit n»ed ^ l I.4ö 8odw«II Iriest. ! 2.50 /^axrobz Su^sk. Lpllt 1 4.00 ^ien - b.S9 l.Md>i»n». >?sisrek ^ Uul-sk» !>odo!.a, Ko^^iids! 5.3."; 5.40 ^laxenturt j 625 ^Vien t K.40 (Zömisolit St. Iii i 8.24 ?ers«nsv !^llrsks^ Kobotn, lZuclspext j 8 55 j 9.20 7.gßröd, 10Z0 f'oi.-r : 10.40 slrmoZ, ^lurzlia 8ol>ot» i 13.10 ^ViöN 13 20 Xl.ixi'nlurt j 13 25 Iigtct.Ic ........ » 13.30 (?«mi«e1it i^t.IÜ 14 25 8elluvtt 'l'5i«!st, k'iume 14..?5 keoxritd. Lfllit 13.37 Wien, 1'i.tL tS 18 ?er«0nsn Robots, Ludiinvbt 17.10 17.20 I^iukljssa, ! 18..^i4 lti«ixeokul't 18.45 8ured8»Ier in I^nclein) b(.^^Ut/.cn. Iis iüt ct» im neuen „Llgtlnsl!! ciom' ein reellt angeneiimes einxiericiitet vor^Zen. ^imnier, Qezeiliclislts- unä Lpiel^lmmer mit Klävier. iiiilslä etc. unlt tlie kÄäer sinä slle in eiuem t^et'^'iäe. ^lie l^Zume «inci ^entrsl'l>utt1iei!ung »si<;eneti>n ciulcdvSrmt " l^>27i iIiu!l!!i!!!L «sül!! l!iö Sillie-llileiüilll!! Ken N1. -.,Mar?urq'er?^eskttNk,'* Nlimmer?57.^ «aS ZciU»«/ Rgtißlilllthtlltn i» AMr S^e»erl»iret Montag, den 29. Oktober: Geschlossen. Dienstag, den 30. Oktober um 20 Uhr: „Herbstmanovcr". Ab. C. Gastspiel deS Frl. Lubej. Mittwoch, den Oktober um 20 Uhr: „Herbstnmnover". Ab. A. Gastspiel deS Frl. Lubej. Tonnerstag, l. Novcinbcr um 20 Uhr: ..Theresa Naquin". Freitag, 2. )^uomber: Goschlossen, ((^ast« ^piel in Cclje). Samstag, I. Nouenibcr um 20 Uhr: „Mein Aatcr hnt rc6)t gehabt". Ab. B. Kupone. » GtadNdeater tn Eelje Spielplan: Freitag, den 2. ?kovember um 20 Uhr: „The rcse ^liaqilin". (^stspiel des Marburger Nationaltheater^. StMidy: Nobert und Marianne I. Drei Akte cines Spiels, das Paul G e-r a I d t) in Form eines Feuilletons (sie Molnar, Heltai, Mohacsy) viel brauchbarer hätte verwenden können. Ein erotisch-senti-inentaleS Spiegelbild bourgeoiser Welt- u. Lebenc^ansck)auung? (^iibt es eine solche im doktrinären Linne? Diese Frage hat Geral-dy nicht beantnzortct. Ihm genügen Pluto« kratische Albernheiten zum Aufbau eines Schauspiels, die Analyse des Dial-ogs ist da« bei e6)t französisch: meisterliche l^onkon« versation, gemischt mit Esprit (nicht spiri-tus!) und dosiert mit einigen schiichtern-spärlichen Witzen. Es ist nicht viel heraus-gekominen. Es ist (^^'raldys grös^ter Neben« griff. Die Theaterleitung soll sich nächstens Derartiges ersparen. Es ist janlmerschade um die sauer eingetriebenen Steuergelder, die sich dann in Theatersubventionen verwandeln müssen. Wir haben keine Kammer-spiele, kein Intimes Theater . . . II. „Robert und Marianne" ist ein Werk, dessen Titel alles sagt; sodass sich denl Dichter die Zergliederung einer Fabel erübrigte. ?kur elu Nlindekiih-Spiel zweier materiell saturierter Menschen. Problemstellung: Eros und Materie. Problemstellung? Nein: nur Stellung ohne PrMematik. III. Kau spielte wie es ging. Skrbin8ek: ein Robert, der die Blasiertheit etivas zu stark zur Schau trug. Aber mit Sicherheit und anerkennenswerter Routine. Den Freund Carrier spielte R a k u S a. Ein vielversprechender Darsteller. Elvira Kralj : eine Madame Aufraye mit viel Charme. Dagegen die Kreation der Marianne (Emma Starc) verfehlt. Es fehlte das, ^vas Nllaussprechlich ist und kein Ltritiker adequat zu definieren wüßte. Ja, ja, ein Fehlgriff. Man spielte mit Tempo und die Darsteller fanden Beiifall. JgnotuS. Gassabo Zu seinem Konzertabend am 25. d. M. im Prunksaol der Brauerei „Union". Es gibt in der internationalen Künstler« weit — wobei wir selbstredend nur die sik als einen Zweig des Sammelnamens L'lunst in den nnseres Urtciles ziehen — wenige Erscheinllngen im Großforuiat cines E a s s a d o. Der Mann repräsentiert ohne Uebertreibung Izeute die höchste vir« tnose Poltendung, welche auf dem Violoncello bli-her erreicht wnrde. Selkist den Ver' sileich nnt den beriihmt^'sten Meistern des (.^esiosyiels hat Eassados technische Virtuosität und die (^)enialität seiner nnisikalischcn Auffassinii nicht zu scheilen. Seine ^iantile-neu umgibt eiue zauberische Wärme, sie sind von unsassbarer Schnnegsamkeit, -d. Dt?nannk seines Sviels kennt unendlich viele Abstn-funqen, die unzählbar gleich Morgentau-verlen zwiscken ihren Polen attsg?br.'itet lie sii'n. av»''.'!igiertcn Piecikitos üb?rtref« f^'u an Schvubcit deu Gesang der Aeolshar» fe. Den herrlichen Tontinibre der tiefen Sai ten seines unübettrefflichen Instrumentes weiß Cassado restlos auszuschöpfen. Die Kompositionen, welche Cassado zum Vortrag brachte, gab^ ihm reichliche Gelegenheit, seine Kunst nach allen R-ichtungen hw glänzen zu lassen. Mit Wonne konnte man sich der abgerundeten tonsatten Kanti-lenen erfreuen, welche Freseobaldi für seine „Foccata", Boccherini, welcher selbst ein berühmter Meister des Cello-s^els war, für seine „Adagio et Allegro" erdacht haben. Das musikalisch interessanteste Werk des Konzertes war die einzige Bioloncello-Sonate des großen Norwegers Eduard G r i e g. Sie gehört wohl mit dem Dreigesdirn seiner unsterblichen Biolinsona-ten zum Besten, was aus dem Gebiete der Kamlnermusik se geleistet ^vurde. Man mag es auch als Mangel empfinden, daß sich Griog in seinen Werken nicht der nmsikali-schen Weltsprache bedient hat, um in ihr Werte von dauernder, allgemeiner und umfassender Bedeutung zu schaffen, sondern daß er sich die Beschränkung nationaler Cha rakteristik auferlegte, so wird man doch zugeben müssen, daß es eben seine Werke waren, die das musikalische Nationalbewußtsein seines Vaterlandes in allgemein verständliche Formen faßte und es in die Welt trug. Beethovens Variationen eines Themas aus Mozarts „Zauberflöte" und Kompositionen von Grana.dos, Moszkowski und Dunkler bildeten den Abschluß des Pro-grammes. Frau Berta I a h n - B e e r war am Klavier in geradezit unübertrefflicher Form. Wo sie begleitete, w^r sie von einer liebevollen Mskretion, welche Eassados herrliches Spiel überaus plastisch hervorgehoben hat, »vo sie musikalisch mitzureden hatte, war sie als Künstlerin ihm ebenbürtig. Die Begeisterung des Publikums konnte kein Ende finden. Selbst zwei Zugaben (Chopins „Nocturne" und Poppers „Mazurka") wollten dem Publikum nicht genügen, sondern es wollte sich noch weitere erzwingen. Diesen wohlgemeinten und entschuldbaren Erpressungsversuchen wußte Meister Cassado dadurch erfolgreich zu begegnen, daß er mit Hut und ?l1kantel am Podium erschien und hiedurch zu verstehen gab, daß er seiner Meinung nack bereits genug gespielt habe. Dieser Abschied wirkte entschieden überraschend :md man könnte ihn als Unhöflicbkeit werten. Doch war e'ine solche nicht k^absichtigt, hievon wird seder überzeugt gewesen sein, der zu den begeisterten Zuhörern des Künstlers gebörte. Zu beklagen ist nur noch, daß der Saal, wenn auch gnt besucht, so doch nicht ausverkauft war. Ein Künstler vom Rang eine? Cassado hätte ein ausverkallftes .?^aiis verdient. Dr. E. B. Die Mundharmonlka — ein neues Orchesterinstrument Bor drei Wochen verzeichneteil wir die gewiß interessante Tatsache, daß sich die Mundharmonika, ein Musikinstrument, das gewöhnlich von den Kindern gespielt wird, auch zu musilalischen Vorträgen höheren Ranges eignet, falls sie entsprechend gebaut ist ulch von kundigen Personen ge-spielt wird. Damals brachten wir die Meldung, daß in emein Londoner Kineniatograph ein mehrere Tage andauernder Wettstreit der Mundharmonikaspieler abgehalten und der glückliche Sieger mit einein namchaften Preis bedacht wurde. Dalnit war das Eis durchbrochen und dc^ Mundharmonika der Weg in die musikalische Welt geöffnet. Nun koinmt ans Vürtteimberg eine nocl) überrascheudere Meldung, d«ß die bekannten jdoch-Harnwnrkawerke Trossingon die Mund-hiarmonika seht auch als chroinatischeS Or-chesteriustrument bauen und daß dainit gera dezu aufsehenerregende Erfolge erzielt wurden, wie ein unlängst abgehaltener Orche-ster-Wettstreit in einer württembergischen Stnt>t deutlich beweist. Unter den zahlreichen Musikkapellen, die an diesein Wettstreit teilnahnren, errang das nrit großer Spannung des Publikums erwartete Auftreten des Educator-Mundhar-inonika-Orchesters der Koch..?>armonikawer-ke in Trossingen die P<^lme. Das Mundhar-zuonilaorchester genxlnn mit seinen vorzüglich zu (v.ohör gebrachten Z^riationen über einen ziemlich schweren Passus in cineiu kkeumatisckeg keisseni 0s5kekzen i5t «lie k^olxevonLlutsncirsnx 8 osn'z l.iniment erneuei-t liie ^irku-lstion (te5 blutez. verteilt «jen d«>I Schönheitskonkurrenzen — weibliche natürlich nur — sind allen Anfeindunge,: zum Trotz noch iminier Trun^pr. Was Wuuder daher, wenn der Irische Freistaat dem Zeichner seiner neilen Banknoten den Auftrag gab, dasPapiergeld mit den» Idealbild eines irischen Mädchens zu schmücken. Ein Künstler kam dem Wunsch nach mid lieferte einen Mädchenkopf, der bei der entscheidmden Stel le vollen Anklang fand. Auch allen anderen Iren gefiel die Zeichnung bis zu dem Augenblick, dti in Erfahrung gebracht wurde, daß die junge Dame, die dem Künstler zu seiner „irischen" Schönen gesessen hatte, aus Chicago stanvnt. Hochzeltsgedenftage Es gibt noch Leute, die auf Tradition halten. In gewissen (^'genden Frankreichs legt man auf die von den Vorfahren ererbten Gewohnheiten und Sitten nach wie vor grossen Wert, besonders was das Feiern der Hochzeitstage angeht. Es gibt da eine statt-liche Liste der ein^^elnen Jahrestage, die recht kuriose Bezeichnungen enthält und folgende Anlässe zu Feierlichkeiten bietet: !. Jahrestag: Baumwollhoch^eit; 2. Jahrestag: Papierhochzeit: Iak?reotag: kupferne Hoch zeit: Jahrestag: hölzerne 7. Jahrestag: Leinenhocbzeit: lN. Iahreotag: zinnerne .s'^ochzeit; 12. Iiibre-^tag: seidene Hochzeit; lü. Iabre^?tag: kristallene ^^ordzeit! 20. Jahrestag' Perzellanhorlneit: 2'». restag: silbeine .'i0. Verlenhvchzelt: 40. Ialzre^-ta^^: Nublnlzcch zeit, woran sich dann die traditionelle, auch j anderwärts übliche goldene und diamantene Hochzeit schließen. Für Ehepaare, die es auf diesem Gebiete besonders weit bringen, gibt^ es sogar noch eine Radiumhochzeit, die am. 75. Jahrestag der Eheschließung zil feiern ist. Aber, um die Radiumhochzeit zu feiern,-nmß mcm sich schon Ku den Hundertjähr^en rechnen dürfen. ^ Einer, der mit dem Mars korrrspon« diert. Ueber die bereits gemeldete Radio- > botschaft des Londoner Spiritisten Prof. Manfield Robinson wird nun ergänPmd be-' richtet, daß Prof. Robinson das Scheitern' seines Versuches zugibt. Die Schuld schiebt er aber auf die Funkstatton Rugby, die seine Botschaft nicht wie gefordert um 4 Uhr mor' MMs, sondern um zwei Stunden früher ab-Ige^andt habe, außerdem auf Wellenlänge ^ 18.740 Meter, anstatt auf - Sendungsläng^' 30.000 Meter. Außerdem habe man ihm nick)t erlaubt, auf der Station Rugby die Antwort zu erwarten, während die Station, die er aufgesucht habe, nur schwer die Wel^i lenlänge 30.000 aufzunehmen verniöge Pros fessor Robinson wM den Staat auf Röckzah.' lung der Telsgrammspesen klagen. Seltere SSe Der Pelz. Der Sanitätsrat trifft Frau Pollak. „Gnädige Frau," sagt er, „ich bin vorhin. Jl)rem Herrn Gemahl begegnet, er gefällt mir nicht." »Warum gefällt er Ihnen nicht?" „Ich weiß nicht, ich glaube, er hat ein«^ Verletzung am Zkoerchsell." ,^Da3 ist unmöglich! Mein Mann trägt gar kein Aoerchfell, der Kragen auf seinem Mantel ist Biber." „Ach was, das mein ^ doch nicht. Ich'' meine das Zwerchfell iTmen!* „Stimmt auch nicht — innen hat er Opos sum!" a. S.». Da las ein Mann, ein Dichter, aus seinem' Werk vor. In Wimripeg war das. . saht ihr das sanfte FrMrot hn-' schen über den Mernden Horizont, golden, und rosa lächelten die MvrgeTNvölkc^, leise' erschauernd schlvankte der bleiche Mond durch die fühlen Gefilde des Himmels. Scrht ihr es Trkht? . . „Nein," sagte ein Mann in-der. zuzeiten Reihe trmrrig, „seit der verdammten' Trok-kenlePlng nicht inehrl^ Anspruch. Eine N^irse schiebt ^n Kinderivagen. Durch die Anic^gen. Schlendert ein Gent heran. „Was für ein reizendes Kinderl," guckt er' in den Wagen, „wie heißt denn der Kleine?" Quäkt der Z^veijährige: „l^hnse vom Fmster weg. Mann! Anna hat schon 'n 5'^rrn " I. H. R. Frauen. „Wenn ich mich verheirate, Vkutti, bekomme ich da genau so einen Mann wie Papa?" „Ja, mein Kind." „Und wenn ich nicht heirate, werde ich dZre!^ ianrnkert er. „Wirf sie nieg!" ^'jiU'rrfi'nV ?'> ü ''.'--Ij' 'n "ninl's? ^li^er ersekt »nir c.iln :-.'lnn uuine süni.ua Pfenniges '»Markurger Aettnng" Numimier 2V7.' « »ez»« ?>r.^leidc'uden. ??erv2sen, Schwächlinqen znm Abqewöh-ncn dee. schädlichen Nauch-'ns. 5ls'achtel 3y Din. tn all. Ap» thc^c'n und Trl>qer'icn. Post-s'k'rs.md: ^pothefe Blum. Su« botica. ^2819 Plptoapparate in allen For-nmt^'u, Optiken und Preisla-ftftt l^uf ?lb^ahlunq. Platten u. Pap'-re aller Weltmarken, in aUsn Formaten, immer frisch. Phoiomeyer, Gosvoska ulica. Vine Sensation sind die neuen Pi<7niiil>S in Ton, Ausführung und Preis bei M e y e r, l^o-fposka ulica 39. FabrikSlaqer, seder Zwisckienhandel Ml^e« schaltet. Tnl^^hl/linqen. 13312 Studentin ssibt Inltrukticmen s. Volksschülerin. Zuschr. an die lp-'rw. unter „?l>l?5schule''. 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