^ >S4 Areltatt den 7. HlovemSer 1879. XVlII. Jahrging. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — fiir Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 5V kr.; fi!r Zustellung in» Haus monatlich 10 ?r. — mit Posiversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 kl., vierteljährig 2 fl. ZnsertionSgebühr 8 kr. per Zeile. Die Nrisrfltutr. Marburg, 6. November. Wer künftig nach Bewilligung der Reise-fleuer auf Eisenbahnen oder Dampsbooten fährt, kann und wird auch dieser Auflage gedenken. Der Berlcckung, eine Rede aus dem Stegreif zu halten, ist kau»n zu widerstehen, wenn jeder Bahnwagen, jede Kajüte zum Hörsaal geworden. Zehn vom Hundert des Fahrpreises und der Gebühr für dos Gtpäck ist eine ungerechte Belastung. Der Pflichtige zahlt dem Staate nicht nach seinem Vermögen (im weitesten Sinne des Wortes), wie er von Rechtswegen soll — er leistet nach Mabgabe der Kosten für Fahrt und Frachten, welche zu seiner allgemeinen Steuersähigkeit nichl selten in schreiendstem Widerspruche stehen. Es wird nicht das Vergnügen allein vertheuert — wozu Ülirigens der Staat auch kein Recht hat — sondern vielmehr noch das Geschäft, das Werben um Arbeit. Eine Belastung dieser Art müssen wir nach den Grundsätzen der Stenerpolltik üder-haupt verwerfen, am entschiedensten jedoch wohl in so trüber Zeit. Der Staat, welcher jede Gelegenheit seiner Bürger, Arbeit zu verrichten, Arbeit zu finden, möglichst begünstigen soll, erschwert durch die Forderung der sragli^en Abgabe das eine Mle das Andere und werden auch die ärmeren Klassen ain härtesten getroffen, welche ohnedem schon durch die wirthjchastliche Drangsal tiif gelieugt, durch die Steuer aus Lebensmittel Übergenug t)elastet sind. Wer vornehm thun will iln Staate und mit Hilse desselben, hat keine Berechtigung zur Klage, dab die Regierung alte Steuern erhöht und neue beantragt — daß sie insdesonders Geld aus Eisenbahnen und Dampfschiffen sucht. Die Regierulig thut nur, wozu das System sie zwingt; sie geht dlos weiter aus dem Geleise, welches andere vor ihr gcl?gt und festgefahren. Und wenn Taaffe stürzt oder zurücktritt, so werden Andere dieses Werk fortsetzen, werden es fortsetzen müssen Alle, die zur sogenannten lSroßmacht'Partei gehören und wenn die Reise-^euer sällt, so wird an ihre Stelle eine andere nicht minder drückende und ungerechte bean-ragt und bewilligt. Der Politik entspricht auch die Volksbe-astung und muß Größe wieder Großes zeugen nach dem unerbittlichem Gesetze der Staats» natur. Franz Wiesthaler. Theile, da selbst iin Falle der zwangsweisen Feilbietung gepfändeter Fahrhabe auf günstigen Erlös nicht gerechnet werden kann. Zur geschichte des Tages. Die Negierung soll nun endlich von Seiten der Rechten ergänzt werden und wäre Graf Hohenwart zum Minister des Innern bestimmt. Leistet der Führer der Rechten dieser Berufung Folge, dann muß er seinen Entschluß geändert haben, denn von ihm liegt die Erklärung vor, daß er nur in ein Ministerium Hohenwart eintrete. llngarn will die Fristen zur Tilgung seiner GrundentlastungS-Obligationen und der Obligationen, betreffend die Ablösung des Weinzehnten verlängern, weil die Schuld sich vergrößert habe. Schlecht muß es wohl stehen mit den Finanzen, wenn die Negierung einen solchen Ausweg empsichlt. Will Ungarn die Rechte seiner Gläubiger nicht verkürzen, dann muß es zur Jnnehaltung der bedungenen Fristen die Tilgungsbeträge verhältnißmäßig ertjöhen. 3m Hochsommer dieses Jahres hat die Landesregierung von Bosnien-Herzegowina den bisherigen Zehnten der Pächter in eine Baarleistung umgewandelt. Nun zahlen die Pflichtigen nicht; Geldeswerth anzunel)men sind die Behörden nicht erinächtigt und können sie nun zur Eintreibung der Rückstände schreiten, welche fast zwei Millionen t'etragen. Wo al)er kein Grund und Boden ist, da wird auch die Landesregierung ihr Recht verlieren — wenn nicht ganz, so doch gewiß zu einetn großen Vermischte Ziachrichten. (Erforschung des Nordpols. Nor-denskjöld.) Aus Stockholm wird geschrieben: „Von den Mitgliedern der Nordenskjöld'schen Eismeer-Expedition sind nunmehr ausführliche Berichte eingetroffen und dürfte unter diesen der des Professors Nordenskjöld das größte Interesse verdienen. Der Chrf des Dampfers, Lieutenant Palander sandte einen kürzern Bericht an das Marineministerium, aus welchem folgende Daten zu elUnehmen find: „Der Tag der Befreiung aus dem eisigen Winterquartier war der 18. Juli; das Eis hatte während des Monats Juli täglich 1 bis 2 Zoll an Stärke abgenommen. Zwischen dem Land und dem Schiff waren einige große e^ssreie Stellen und vor uns lange offene Rinne». Am 18. Juli seytö sich das Eis bei starkem Landwinde in Bewegung, ich lieb heizen und um halb 4 Uhr Nachmittags dampften wir ab. Bald waren wir iln o^enen Wofser und konnten unter vollen Dampf gehen. Alles vollzog sich so ruhig und so sicher, als wenn man gewöhnliche Docks verläßt. Nach 294 Tagen waren wir endlich frei." — Aus einem andern hierher gelangten Privalbritf geben wir noch folgenden Auszug; „Den Winter haben wir im Eise, nordwestlich von BehringSfund, nur 4000^ voin Strande und l'.ur 20 Meilen von Behringssuild zugebracht. Es war natürlich sehr unangenehm, daß wir diese kleine Entfernung nicht im vorigen Herlist zurücklegen konnten, aber es war rein unmöglich. Vom 28. Septemlier 1873 bis 18. ^^uli 1879, fomlt zehn Monate, lanen wir eingefroren. Wir hatten keinen andern Umgang als lnit Tichnktschen, ein lzaldwildes Volk, dessen Sprache wir fo allmälig zu lernen gezwungen waren. Dieselben waren sehr freund- K e u i l l e t o tt. Eiiir Pariftr Vtschichtr. Von Feodor Wehl. In der Nacht vom siebzehnten zum achtzehnten September 1619 hatte man in der Rue des troiS ftvres zn Paris, nahe dem in der Straße belegenen Hotel desselben NainenS ein so entsetzliches Jammergeschrei vernomtnen, daß die Einwvhner der umliegenden Gebäude davon ausgescheucht, im Nu in den abenteuerlichsten Nachldtkleioungen ihre Betten verließen, und an die Fenster oder auch gleich ous den Tijtjren helvorgeeilt kainen, um sich von der Ursache dessUden z,t überzeugen. Die ersten mit der Nachtpolizei ziemlich zugleich an Ort und Stelle gelangenden Neugierigen sanden einen in seinem Blute schwimmenden Mann, um den ein anderer in größter Angst und Verwirrung beschäjtigt war. Auf das von allen Seiten aus diesen eindrängende Forschen und Fragen gab er zuerst gar keine und nach nach nur eine sehr unklare und nicht eben allzu faßliche Auskunft. Er sei mit seinem Freunde Illsred Gautier, erzählte er in abgebrochenen Sätzen, von einem Festgelage nach Hause gehend, hier im Dunkel der Straße von einein vermtimmten Menschen angefallen, und jener in der Brust, wie es fchien, durch einen Dolchstich verwuirdet worden. Welchen Grund der Aitgreifer zu seiner Thal gehabt, sügte er bei, könne er nicht errathen, denn Alfred Gautier sei ein harmloser, guter Mensch, der Nietnanden etwas zu Leide gethan. Es innß hier ein nnglücksellger Jrrthum, ein nnerklär-lrcheS Mißverställdniß herrschen!" rief cr tnit weinender Stimme, inoein er dem l^erbeigehollen und eben anlangeltden'Ärzte seine flehend gehobenen Aime entgegenstreckend, jammernd bat: „O komtnen, retten Sie, »nein Herr, noch wird rö Zcit sein!" Der Arzt, der den von einigen mitleidigen Seelei» in vle Höhe gehaltenen blutenden Mann, der allerdings noch Spuren von Letten zeigte, aber das Bewußtsein und den Getirauch seiner Kräste lange verloren hatte, untersuchte und verband, schüttelle, als dies geschehen, und man den Verwui.döten auf die von der nächsten Wache requirirte Tragbahre legte, bedenklich den Kopf, ein bedauerliches: „Zu spät!" leise vor sich hintnurmelird. AIS die Bahre, um in das Hospital getragen zu werden, aufgehoben ward, und der Kalnerad des Uederfallenen Miene rnachte, sei-netn armeil Freunde zu folgen, trat plötzlich ein höherer Polizeibeamte auf ihn zu, tnit dem be- scheidenen aber ernst ausgesprochenen Ersuchen, ihln zur nächsten Wache behufs weiterer Aussagen und Erklärungen über deir räthselhaften Vorgang zu folgen. Der aus diese Weise Angeredete, der sich schon mehrfach unaufgefordert geuannl und mit dem Namen Graf von Luckner bezeichnet hatte, schien über dies Verlangen stutzig und im ersten Moment geneigt, dagegen Einwenvuligeu machen zu wollen. Allein nach kurzer lleberlegung mochte er doch wohl arideren Linnes geworden sein, derrn mit den Worten: „Ich ttehe zu ihren Diensten, mein -Z^err", schloß er sich dcm Polizisten an, der rinn rasch urld in E»le nur noch ernen seiner Untergebenen t?eordernd, bis zu Tagesanbruch und für den Zweck einer weiteren Untersuchung des ScharrplatzeS, auf welchtM die ruchlose That geschehen, an Ort mrd Stelle zir verbleiben, mit seinem Arrestanten davon-git'g. In der nächsien Wache gab derselbe das von uns bereits Gemeldete zu Protokoll, was denn natürlich nicht eben mehr Licht auf die schauderhafte That zu werfen, over den Schleier zu lüften vermochte, mit de»n ne bedeckt war. Nach einer Legitiination seiner Person gesragt, zeigte der rätylelhafte Fremde sich außer Stande, sie zu zeigen. Er hatte weder eine Visiten- n)ch Aufenthaltskarte, statt deren aber eine sehr t)e- lich und hilsrich. Die Tschuktschen sind mit Kleidern von Seehund- oder Rennthier-Fellen versehen, essen nichts Anderes als Walfisch, Walroß oder Seehunds-Speck (meist roh) und die Mehrzahl pflegt sich nicht zu waschen. Es isl ein eigenthümliches Volk, dessen Sitte und Sprache vorher wenig bekannt waren, die wir aber recht eingehend zu iludiren Gelegenheit hatten. Lieutenant Nordquist widmete sich be^ sonders dieser Aufgabe und er wird darüber später schreiben. Lieutenant Palander nahm ungefähr fänszig Photographien von Tschuk-lschen, von welchen dreißig untadelhaft sind. Die Bilder sind eine außerordentlich gute Acqui-sition, da man solche von Tschuktschen bis jetzt nicht besessen. Der Freistunden während des langen Winters waren viele, penn außer sechs Stunden Dienst jeden dritten Tag für meteorologische und magnetische Untersuchungen in einem aus Eisstitcken ausgesührten Observations-hauö hatte ich nichts zu thun, als zu ftudiren und zu schreiben." (Kaiserin Eugenie und diephry-gische M li tze.) In einer kleinen Gemeinde des mittleren Frankreich hat nian die Entdeckung gemacht, daß aus einer Biiste der Kaiserin Eugeitie jene der Republik geworden ist. Dieselbe befindet sich in einem Schulzimmer über dem Sitze des Lehrers. Mit Hilfe einiger übrigens sehr schlecht angebrachter Attribute ist diese Umwandlung bewerkstelligt worden. Noch ko-Mischer erscheint es aber, dc.b mehrere solcher Basten derselben Art existiren. und es ist mehr als wahrscheinlich, daß ein Kaufmann, wUcher in stinem Magazine Büsten der Kaiserin Eugenie liegen hatte, dieses Mittel ausgedacht habe, um sich derselben zum Vortheile der Republik und noch mehr zu seinem eigenen zu entledigen. (Türkei. Der Nachfolger Abdul Ha-Nttd's.) Mehemed Neschad, welchen die Engländer angeblich zum Nachfolger Abdul Hamid's erkoren — der Bruder desselben und Murad, — ist der dritte Sohn Abdul Medschid's und wurde am 3. November 1844 in Konstantinopel geboren. Bei Lebzeiten seines Vaters erhielt er nebst seinen beiden altern Brüdern eine ziemlich freie Erziehung, doch nicht lange nach Abdul Aziz's Thronbesteigung wurden alle Drei in den sogenannten „Prinzenkäfig" sjelieckt, wo si«: von der Übrigen Welt abgeschlossen waren. Die UlemaS, und zwar solche von starren religiösen Grundsätzen, leiteten die fernere Erziehung Neschad Efeiid^'s, der auch als resormfeindlicher frommer Alttürke gilt. Abdul Hamid, der mehr seinen älter» als seinen jiZugern Bruder fürchtete, hielt Mehemed Reschad in milder Hast, doch unter steter Bewachung. Es heißt, daß er die Neigung desselben zu starken geistigen Getränken und zu den Freuden des Harems aus- deutende Summe Geld in englischen Banknoten und einen Paß in's Ausland bei sich, der auf den Namen Miadschinski gestellt, seltsamer Weise in der Personalbeschreibung zielnlich auf ihn selbst zu passen schien. Gefragt, was es mit diesen Dingen auf sich habe unl) wie er dazu gekommen, gab er an, daß Gautier fie ihm zur Verwahrung überantwortet und er im Uedrigen sonst keine AuS-kunst darl^ber zu geben vermöge. War nun dies schon im l^ohen Grade verdächtig, so wurde es nochmehr ein Dolch, den der auf der Bühne des Mordansallü zuriickgelassens Wächter beinr Morgengrauen des Tages gefunden und an die Untersuchungsrichter abgeliefert hatte. Diefer Dolch, der genau in die Wunde paßte, an der Alfred Gautier noch in demselben Nacht, in der er sie erhallen, gestorben war, trug nämlich nicht nur die Grafenkrone und das Wappen der Luckncr'schen Familie, sondern wurde auch förmlich von dem Grafen als der seinige anerkannt. Hatte man sich genöthigt gesehen, ihn schon wegen der ersten Indizien gesänglich eingezogen zu behalten, so blieb nun kein Zweisel, ihn alten Ernstes in strenge Untersuchungshast zu nehmen. So viel und so oft er auch feine Unschuld be-theuerte, der Anschein war doch gar zu sehr gegen ihn, als daß man ihn hätte freilassen fallend begünstigte, um ihn von der Politik fernzuhalten. Kein Wunder ist es daher, wenn die geistigen Fähigkeiten des ZukunstS-SultanS allgemein nicht hoch angeschlagen werden. Manche gehen sogar so weit, zu behaupten, daß er fast so geistesschwach sei als sein ältester Bruder Murad V. (Ueber Afrika. Holubs Vortrag.) Der Afrika-Neisende Dr. Holub, welcher bei seiner Ankunft in Wien auch dem tschechischen Studentenverein daselbst verfprochen, im Lokal desselben (Schnlerstraße Nr. 9) einen Vortrag über Afrika zu halten, erfüllte dies Versprechen am 30. Oktober. Behufs Erläuterung seines Vortrages hatte Dr. Holub seine Reisebücher, Karten und Handzeichnungen mitgebracht. Unter den Tagebüchern, deren Aussehen — wie Dr. Holnb selbst lachend bemerkte — dem archäologischer Reliquien vergleichbar ist, befindet sich auch eines, dessen hundert Blätter aus lauter schmalen Papierstre»fen zufammengeseßt sind, welch letztere Dr. Holub aus Mangel an Schreibmaterial von den unbedruckten Rändern der ihm zu Gebote stehenden Zeitungen geschnitten und mit Gummi der in Süd-Afrika vorfindlichen Mimosenbäume zusammengeklebt hat. Für 12 Bogen Papier und 30 Gran Chinin mußte er einetn englischen Händler den namhaften Betrag von mehr als 30 Gulden zahlen. Von dem an Naturschönheiten den Niagara weitaus übertreffenden Victoria-Wafser-falle, den bereits Livingstone u. A. beschrieben haben, hat Holub eine herrliche kartographische Skizze angelegt. Den interessantesten Theil seiner mit Humor und Witz gewürzten Vorlesung bildeten seine ethnographischen Auseinander-setzungen. So erfuhren denn die Zuhörer auch, daß die heutige „Halsgerichtsordnung" der Ma-kalahari an vas alte Blutgericht (Feuer- und Walserprobe) des Mittelalters mahnt. Ist der Verbrecher, nachdem er die ihm gereichte Gist-schale geleert, entseelt zusammengesunken, so war er schuldig; hat er jedoch das Gift erbrochen, unschuldig. Alte Männer und Weiber, welche erwerbsunfähig sind und keinen Erhalter aufweisen können, werden, nachdem man ihnen Arme und Beine gebunden, mit dem Kopfe fo lange unter Wasser gehalten, bis endlich keine Blasen im Wasser emporsteigen, und so ertränkt. Die Schilderung der dortitzen Musikkapellen, welche — nach Aussage Dr. Holub'a — mit den böhmischen Musikanten keinen Vergleich aushalten, erregte schattendes Gelächter, wozu die drolligen Handzeichnungen das Ihre i'ei-trngen. Der König Sepopo läßt sich die ganze Nacht von seiner zwölf Mann starken Kapelle seine National-Lieder spielen. Dr. Holub hat sich mit der Zeit an diese nächtliche, jeder Beschreibung spottende Musik so gewöhnt, daß er, zum Beispiel während einer Löwen- oder Ele- können. Er mußte sich dareinfinden, den Pro-zep gegen sich gemacht zu sehen. Zunächst waren ihm die Erkundigungen sehr ungünstig, die man über ihn einzog. Emil, Graf von Luckner, genoß eben nicht eines un-tadelhaften Rufes. Aus der Familie jenes unglücklichen Generals stammend, welcher in der ersten französifchen Revolution den Tod auf dem Schaffote fand, war er jung, der Aeltern durch eine verderbliche Krankheit frühzeitig beraubt, in ein ziemlich zügelloses und wüstes Leben eingeführt worden. Ec hatte mehrere Liaisons mit leichtfertigen Frauenzimmern, viele Duelle und ailderweilige Ehrenhändel, die ihm nicht immer ein gutes Ansehen gaben, geha'.^t, war durch Spiel und Wetten mehrfach ruinirt, von Schulden überhäust, bereits zum Oeftern nur durch die Gnade einer reichen Tante mütterlicher Seite von einem schmählichen Untergange gerettet worden, und befand sich, wie sich zeigte, auch jetzt wieder in sehr derangirten und mißbehaglichen Umständen. An sich, mußte man ihm sreilich lassen, hatte er etwas sehr Einnehmendes, Offenes, das Herz der Menschen Gewinnendes. Er war zu jener Zeit eben viernndzwanzig Jahre geworden und repräsentirte sich in diesem Alter als ein hoher, schlanker, elegant nnd distingnirt aussehender Lion, dem seine Manieren und ein phantenjagd gezwungen, im Walde zu übernachten, die Nacht schlaflos zubrachte, weil ihm die sonst allnächtliche Musik fehlte. Weitere ethnologische Studien an der Hand einer herrlich gearbeiteten Zeichnung, die verschiedenen Racen der Neger v^n Zambesi bis Transvaal darstellend, weckten lebhaftes Interesse. Den Schluß der zweistündigen spannenden Vorlesung bildete die Schilderung der wöchentlich ein- bis zweimal stattfindenden Krokodiljagd unter sachlicher Darstellund der Angel, die mit wahrhast frappirendem Scharfsinne konstruirt, das Thier setbst binnen 20 Minuten tödtet. Nach dem Vortrage sand ein Festbankett zu Ehren des Gastes statt, an dein mehrere hundert Studenten theilnahmen. (Erinnerung an Josef II.) Am 28. Oktober d. I. waren e» gerade hundert Jahre, daß Kaiser Josef den im neu erworbenen Jnn-viertel gelegenen Haunsberg behufs Besichtigung der Grenzen bestieg. Aus diesem Anlasse beantragte Dr. Heinrich Wallmann zur Erinnerung an diesen Besuch des Kaisers Josef im Jnn-viertel eine Gedenkfeier zu veranstalten, welche auch programmmäßig durchgeführt wurde. Bei 500 Personen stiegen unter Musik und Gesang und mit wehenden Fahnen von Obertrumm auf die zwei Stunden entfernte Haunsberghöhe zur Kaisersbuche und zum sinnig geschmückten Kaiser Josef-Denkmale, welches Dr. Heinrich Wallmann errichten ließ und das folgende Jnschrist trägt: ,,Hier stand der grobe Kaiser Josef II. am 23. Ät. 1779." Bei der Kaiserbuche, woselbst sich bekanntlich die schönste Aussicht im Salzburger Vorlande erschließt, angelangt, stimmten die Sänger den Ehor: „Auf die Höhen müfit ihr steigen, schön bist du, mein Vaterland-, an. Hieraus hielt Dr. Wallmann eine warm empfundene, patriotische und mit Begeisterung aufgenommene Festrede und wurde anläßlich dieser Gedenkfeier eine von dem Festredner verfaßte Festschrift mit dem Bildnisse des Kaiser» Josef unter die Festtheilnehmer vertheilt. Zllarburger Berichte. (Eichlers Tanzprüfung.) Nach einer Unterbrechung von drei Jahren hatte der di-plomirte akademische Lehrer der Tanzkunst in Graz, Herr Eouard Eichler, hier Ende September einen Kurs eröffnet, der zahlreich besucht wurde. Dienstag Abend» wurde im Saale ,,zur Stadt Wien" die „Schau-Tanzprüfung" abgehalten, zu welcher sich außer den Eltern der Schüler auch geladene Gäste eingefunden. Den musikalischen Theil besorgte das Streichorchester der Süobahn-Kapelle unter persönlicher Leitung des Kapellmeisters Herrn Joliann Handt» D'e Prüfung begann mit den „Lutrss-I^översuess a Ig. ?0l0nais6" mit Tableaux (verfaßt von aristokratisches Air überaus vortheilhaft ließen. Seine Hände und Füße waren ungemein zart und fein; sein Gesicht, obschon ein wenig bleich und verlebt, zeigte sich doch anziehend nnd kesselnd durch semen Anflug von Genialität,' den ein hochstreliender Geist und ein kühnes Ge-müthe felbst denjenigen Zügen noch auszudrücken pflegen, die sonst durch wilde Verschleuderuiig der Jugend, die zartere Schönheit und den milderen Reiz derselben eingebüßt haben. Wenn man Graf Luckner in die blaßblauen, großen, an den Rändern ein wenig ge-röthelen, meist müde und ütiernächtlich aussehenden, aber doch hellen, offenen und unschuldsvoll blickenden Augen sah, wenn man feine lässig und ein wenig hohlklingende, aber nichts destoweniger doch herzlich und warm tönende Stimme hörte, sein etwas heiseres, aber stets heiter herausplatzendes Lachen vernahm, seine freie, hohe, von blondwolligem Haar umrahmte Stirn, seinen graziösen, keckgeschnittenen Mund mit einem Zuge, der bald sorglos, bald verachtend, zumeist aber gutmüthig aussah, bemerkte, so sühlte man sich allerdings unwillkürlich zu dem Ausspruch bewogen: dieser Jüngling kann kein so schlechter Mörder und Räuber sein, als hier vom hohen Gerichtshof behauptet wird. Wenn man indeß wieder den Auseinandersetzungen und Folgerungen eben Herrn Sichler selbst) und wurden alle Nummern de» Programme» in gelungenster Weise durch-gesührt. Die Zuschauer gewannen die Ueber-zeugung, daß dieser systematische Tanzunterricht sich in Wahrheit zur körperlichen Ausbildung und ästhetischen Gymnastik erhebt. Der Prüfung folgte ein Tanztränzchen, welche» bis fünf Uhr Morgens währte. Möge der glänzende Erfolg dieser Prüfung, welche hier die achte des Herrn Eichler gewesen, den ausgezeichneten und be» liebten Meister seines Faches bestimmen, den Unterricht im nächsten Herbst wieder fortzusetzen. (Eisenbahn. Cilli-Unter-Drauburg.) In der letzten Sitzung des Cltlier Gemeinderathes wurde vom Bürgermeister darauf hingewiesen, daß die jetzige Neichsraths-Periode der Errichtung von Nebenbahnen sehr günstig sei. Die Strecke Unter»Drauburg -Wolssderg fei eine Sackbahn und habe keine Bedeutung, wenn derselben nicht eine Verbindung in Unter-Drau-bürg geschaffen werde. Der Gcmeinderath beschlob daher, dem Abgeordnetenhause durch Dr. Foregger eine Petition Überreichen zu lassen mit der Bitte, um Erbauung der schon einmal vorgelegten Linie Cilli-Unter»Drauburg. Ein Sonderausschub voil vier Mitgliedern wird für die Unterzeichnung dieser Petition sorgen. (Städtisches Gefälle in Marburg.) Im verflossenen Monat belief sich das Platz-sammlungs- und Abmabgesälle der Stadtge-meinde Marburg auf 127S fl. 34 kr. Die Äe-sammteinnahme seit l. Jänner beträgt 10,546 fl. 64 kr. — um 30 fl. 7 kr. mehr, als in der gleichen Zeit des Vorjahres. (Wegen eines Liebhabers der Magd.) In Podbresche, Gerichtsbezirk Oberburg, suchten um Mitternacht mehrere betrunkene Burschen, die mit Stöcken und offenem Licht versehen waren, auf dem Dachboden des Grundbesitzers Anton Petrin den Liebhaber der Hausmagd, um denselben zu erschlagen. Ein Gensdarm, welcher in Begleitung des Gemeindevorstehers erschienen, wurde mit Steinen beworfen und mit einer Holzplatte auf den Kops geschlagen; ein bereits verhafteter Bursche wurde gewaltsam besreit. Der Geusdarm schob, ohne zu treffen und zog sich, von den Gegnern lebensgefährlich bedroht und vom Gemeindevor» steher verlassen, abwehrend zurück. Am nächsten Morgen wurden sämmliche Thäter verhaftet. (Rinderpest.) In den Bezirken Rann und Marburg sind keine Fälle mehr vorge-kommen. Neue Ausbrüche werden gemeldet aus: Destinzen bei Pettau, Seibersdorf, Mureck und Wagendorf. Freigegeben werden u. A.: die Gerichtsbezirke Ccki. Franz. Oberburg, Gonobitz, Windisch'Feijiritz und Arnsels, die Städte Marburg und Cilli. Für diese werden nun alle Beschränkungen des Gesetzes ausgehoben mit Ausnahme des Verbotes der Viehmärkte, des dieses hohen Gerichtshofes Gehör und Eingang gab, so mubte einem wieder die Schuld des Graf Luckner so erwiesen, so unbestreitbar scheinen, daß man nicht umhin konnte, gerade nur in ihm den Urheber und Aussührer des schauderhaften Verbrechens zu sehen. Aisred Gautier, der so räthselliaft Ermordete, war allen Zeugnissen und eiitgeyollen Nachforschungen zufolge ein durchaus braver, tüchtiger und ehrenhafter Mensch gewesen, der, wenn man es so nehmen will, nur die eine Schwäche hotte, Graf Emil von Luckner aus eine beinahe abgöttische Welse zu lieben. Er hatte denselben vor einigen Jahren in Nizza kennen gelernt und seittem uberall und jeder Zeit ols seinen besten und intimsten Freund behandelt, ihm mehrfach Geld geliehen und andere dergleichen Dienste erwiesen, alles Dinge, die der Angeklagte auf das Bereitwilligste einräumt? und wofür derselbe sich noch stets vom aufrichtigsten Danke beseelt zeigte. Er war der natürliche Sohn eines kleinen Handwerkers, den dieler mit einer Wäscherin zeugte, die kurz nach der Entbindung starb. Der Vater, der das Kind zuerst nicht als das Seine erkennen wollte, nahm sich nach dem Dahinscherden der Mutter desselben denn doch noch an, ließ eS kümmerlich erziehen und in eine Handlung treten, in wel» cher der junge Mensch später sich von solchem gemeinschaftlichen Weldgange« und der gemeinschaftlichen Tränke, sowie mit Ausnahme . der Anzeigepflicht bei innerlichen Erkrankungen der Rinder. (Veruntreuung^) Das Kreisgericht Cilli hat den Advokaten Herrn Dr. Jug in St. Leonhardt wegen Veruntreuung im Betrage von 3000 fl. zu anderthalbjährigem schweren Kerker verurtheilt. (Neue T elegraphenstati on.) Die Grazer Handelskammmer hat die Anfrage der Telegraphendirektion, ol) zu Trifail eine Telegraphenstation in Verbindung mit der Post errichtet werden soll, am 3. November zustimmend begutachtet. (Bezirksvert r etun g.) Bei der Neuwahl dsr Marburger Bezirksvertretung und zwar aus der Gruppe der Grob-Grundbesitzer (3. November) wurden gewählt die Herren: Michael K ^rnitschnik in Maria - Nast, Martin Lorber in Wachsenberg, Josef Weingerl in St. Jakob, Laval Graf Nugent in Hausambacher, Michael Mohorko in Nußdorf, Joses Kodella in Leitersberg, Dr. Franz Raday in Marburg, Franz Michelitfch in St. Lorenzer?, Josef Kormann in Wurmath, Alois Bratschko in St. Margarethen. (Spende.) Der Kaiser hat dem katholischen Aushilssveceine in Cllli eine Unterstützung von 250 fl. aus seiner Privatkasse bewilligt. (Verzehrungssteuer.) Am 8. d. M. wird bei der hiesigen Finanzbezirks«Direktion auch die Verzehrungssteuer von Wein, Most und Fleisch in nachfolgenden Stationen ver^ pachtet: Pobersch im Gruppenverbande mit den Sektionen Kötsch und Schleinitz, AusrusSpreis 3150 fl. — St. Peter am Ottersbach im Gruppenverbande mit der Sektion Straden, AuSrufspreis 1646 fl. (Evangelische Gemeinde.) Sonntag den 9. November wird um 10 Uhr Vormittag das Resormationsfest und h. Abendmahl gefeiert werden. (Feuerwehr. Probe mit der Damps-fpritze.) Am Sonntag 3 Uhr Nachmittag findet hier auf der Lände die Probe mit der Dampfspritze statt und zwar im Beisein des Herrn Wilhelm Knaust, dessen Fabrik diese Spritze geliefert. Auswärtige Feuerwehren sind zur Theilnahme eingeladen. (Vertagte Weinlizitation.) Die Weinliz tation, welche am 6. November auf dem Schlosse in Grob-Sonntag statthaben sollte, ist zur Vermeidung eines größeren Zusammen-flubes von Menschen in diesem als Leuchengebiet erklärten Bezirke auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Nutzen und glücklicher Verwendbarkeit zeigte, dab er nach einer zel)njührigen Milbetheil'grrng und zeitweisen Leitung des Geschäfts sich zum Kompagnon erhoben und dadurch zu emem so vermögenden Manne gemacht sah, daß er im Stande war, seinem Vater auf seine alten Tage und der ganzen Familie, die dieser in einer zweiten, späteren Ehe erzeugt hatte, eine bedeutende Rente auszusetzen. Daß ein Mann dieser Art, als er von einem so schnellen und gehelmnlbvoUen Tode ereilt wurde, nun doppelt und dreisach die Theilnahme und das Bedauern der groben Menge zuertheilt erhielt, was sonst in dergleichen Fällen den Manen d.!S in Schaden Gekommenen anheimfällt, versteht sich von seltist, und um fo mehr, wenn wir hier noch anführen, daß sich bei der Besichtigung der Leiche ein Umstand, oder genauer gesagt, eine Sache zu Tage legte, welche Über ihn und sein Ende ein noch seltsameres und eigenthümlicheres Mysterium breitete, als es an und für sich schon sein Tod darbot. Man fand närnlich auf der Brust des Todten an einer seinen, goldenen Kette die Hälste eines Ringes, der offenbar eine Bedeutung hatte, die man indeb nicht zu erforschen im Stande war, da der Vater nichts davon wußte, und Graf Luckner sich nur erinnern wollte, von dem Verblichenen gehört zu haben, Theater. (—A.) Dienstag den 4. und Mittwoch den 5. November wurden Reprisen des Ausstattungsstücke« ^Die Kinder des Kapitän Grant" gegeben. Die Direktion, welche es auf ein zugkräftiges Kassenstack abgesehen hatte, und der man bei ihrem Streben, fort Abwechslung zu bieten, finanzielle Ersolge gönnen kann, wurde leider in ihrer Erwartung getäuscht, denn nur der erste Abend mit erhöhten Preisen hatte einen günstigen Erfolg auszuweisen, während die darauffolgenden selbst bei gewijhnlichen Preisen ungünstige Resultate lieferten, welche die Direktion veranlabten, von einer weiteren Aufführung des Stückes abzusehen. Die erste Ausführung krankte an zu grober Ueberstürzung und Unsicherheit, wozu noch die Ermüdung des Schauspieler- und des Maschinistenpersonale» der vielen Proben wegen in Rechnung gebrocht werden muß und so darf es uns nicht wundern, daß es bunt durcheinander zuging und flatt vieler erwarteter Ueberraschungen manche Enttäuschungen geboten wurden. Die Direktion hätte sich unbedingt mehr Zeit lassen sollen und dann wäre ihr dieses Fiasko mit seinen Folgen gewiß erspart geblieben. Allerdings beeinträchtigt auch wesentlich den Erfolg die äußerst dürstige, matte und zusammenhanglose Handlung des Stückes, welche eigentlich nichts weiter als eine sein sollende Erklärung der vorkommeuden Bilder ist. Den zweiten Abend wickelte sich die Aufführung etwas srischer ab und es waren auch einige ve.unglückte Bilder des ersten Abends besser gelungen. Viele Dekorationen sind geschmackvoll und gelungen und geben ein schönes Zeugniß von der Tüchtigkeit des Dekorationsmalers Herrn Herinenegild Schuberth. Unter den Bildern gefielen ain besten: die Bambushütte mit der Aussicht nach dem Meere, die Urwalddekoration bei Nacht, aus Deck des Schiffes „Dunkan" und die Eisdekoration mit Treibeis. Herr Nedelko, welcher mit der Insze-nirung ein saures und hartes Stück Arbeit zu verrichten hatte, gab den Geographen Paganel, der die Hauptperson des Stückes ist, mit an-erkennenswerther Charakteristik. Die Prager Universität wird in eine tschechische und deutsche getheilt. Der ruthenische Parteitag wird am 26. November in Lemberg stattfinden. Im ungarischen Abgeordnetenhaus« ist die Negierung iuterpellirt worden, weil sie bei Aufnahme der AnlehenSgelver die gesetzliche Vollmacht überschritten. Ueber die Verhandlungen Bismarcks in Wien soll nichts veröffentlicht werden, da beide Theile sich die Geheimhaltung zur Pflicht ge-inacht. daß dieser Reif, voii dessen Mutter stammend, ihm von einer Freundin derselben la»>ge räch ihrein TodL mitsammt einem Zettel übergeben worden sei, welcher ihn einst zu einer wichtigen Eittbeckung sühren könne. Da aber weder der Zettel noch die Freundin der Multer zu erinitteln gewesen waren, so blieb denn natürlich die ganze Sache im Dunkeln, und Gras Emil Luckner nach wie vor der Mordthat allein und ausschließlich verdächtig. Zu den Zeugenaussagen »wurden unter anderen Personen natürlich auch die Äeiwohner jenes Festlnahles gezogen, von dem nach HauS gehend Alfred Gautier an der Seile dcs jungen Grasen seinen Tod gesunden. Alle, und besonders ein Italiener, ein Fürst von Benevent, waren von der Unschuld des Angeklagten überzeugt und thaten, was sie konnten, den Verdacht von ihin abzulenken. Sie lobten sein gutes Herz, seinen chevalereSken Charakter, seine Un-eigennützigkeit und hoben dazwischen hauptsächlich seine Gleichgültigkeit gegen das Geld hervor. (Kortsehung folgt.) vis Vlltsrssicllllstell ^sbev disrmit allen Il'rouvävu uv6 Lsicaulltev 6l0 detrüdsll6s l^aok» riokt vov äem Livsokoiäsv ikrsr illvisstxslisb-tov loodtor, 0»ttio, Lodwsstsr un6 I^uttor, äsr k'rau k'l'an^itik» 8lisla, xvd. voloks »m b. I^ovsmdsr 1879 um 8 lidr ^bsväs im 42. I^sbvlls^adrs sauft, im llerru sutgedliyk. Die Lülls 6sr tksusrev, Isi6sr vis! eu krü!» Vakivxvsokieäsllsn virä dsuts um 3 vkr voll äor ki'rav^-.Iosok-Iiassrvs aus auk ävw vtäüt. ^risäkoks sur letetsQ kuds böstattot. A^arburx am 7. I^ovvmbsr 1379. (1273 VlI^Dorta HttiKlsiFAaiir»» als ^uttsr. Slz^ala» als Oatts. ^Iai?Ka xsd. Uv»l^m»on, als Loliwöstor. I^ar'l» ^ar'ts, unä «kosst KIr.»Ia, als Xinäsr. II. »toierm. I^stdtvoaukdkdruvxg- uuä v«vrSissvn^s-^ast»It. Vsk I«sdr^ör?vr äsr st^ät. Lvadsv-Volks-»edulo xibt 6is ^'rauvrlrulläs von äöm Liv-solioiäen ssiuös xvebrtov Lollsxso, 6ss I^vlirers Lvrru IVien an 729 4-28 743 I^aodm. ^dvuÄs krük ^bvvä» 1274) >Vien im ^ovomdsr 1879. VI« Istriansr Ltaats-Iüssii^Aliiiöll. ^m IV. lkovvu»l)or 1. »s. vsirä äis bisdsr nur iur äen?ersonen-, RsissAspäelc- unci Liißutäisnst einAsriedtets LtatiSQ ?iQevvQto auk äen von äsr ßsksrtiZtsn (Fsssllsedast in Lstrisb übernommenen Istriansr Ttaan-Lisvnbaknvn aueb tt^r äen allgsweinen l^ravkten-unä ^dßabsvsrlcokr eroÜnet v^eräen. Die bestedenäsn k'raebten-Iarii's, so^ie äis öestimmunxen äes östrisds-KvkIvmönts unä jsns üdsr I^isterüisten treten vom dssaxtsn la^s an auoli disr in ^Virtcsamlcsit. ^ien im November 1879. K. l(. priv. 8ül!l»alln Kvssllsvliaft 1273) als dvtrlvdMfvnäs Verwaltung äsr Istrianor Vaknvn. WDGDMMGUGWGGUWWWGWMMMUGDUGG D gründliche Hilfe für ZIlagen- und Anterleibsleidende! Die Gehaltuttg der Gesundheit beruht zum größten Theile in der Reinigung und Reinhaltung der Säfte und de» Blutes und in der Beförderung einer guten Verdauung. Dies zu erreichen ist daS beste und wirtsamste Mittel: Vr. li^osa's I^edviisbalsam. Vr. R osa's Lebensbalsam entspricht allen diesen Forderungen auf daS Vollständigste; derselbe belebt^ die gesammte Thätigkeit der Verdauung, erzeugt ein gesundes und reines Blut, und dtm Körper wird seines frühere Kraft und Gesundheit wieder segeben. (34sW Derselbe ist für alle Verdauungsbeschwerden, namentlich ^ppetlt!osta!itlt, sSUttS ^UsAaßtNÄ f, verschleimnng, Hämoirrhoiden, Ueberladung des^ ^ Slähnngtn, Erbrechen, Magenkrampf, ^Magens mit Speisen tt. ei» sicheres und bewährtes Hausmittel, welches sich in kürzester Zeit wegen^ 5V seiner ausgezeichneten Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft hat. N Sine große Flasche 1 st., eine halbe Flasche SV kr. Hunderte von Anerkennungsschreiben liegen zur Ansicht bereit. Derselbe wird auf frankirte Zuschriften gegen Nachnahme des Betrages nach allen Richtungen verschickt. Herrn B. Fragner in Prag! « Ich litt seit mehreren Jahren an einem Magenleiden, welches mir allen Appetit raubte und mir^ viele Schmerzen verursachte. Ich entschloß mich daher zum Gebrauche Ihres Dr. Rosa'S LebenSbalsamS,!? welchen ich von Wien bezogen habe. Dessen Wirkung hat sich bei mir so vortrefflich bewährt, daß ich mich^ ^^nuu wohl befinde, gut effe und kein Magenleidender mehr bin, wosilr ich Ihnen meinen Dank sage. Zn-^ ^gleich ersuche, mir für beifolgende 10 Guldeu große Flaschen deS Dr. Rosa'S LedenSbalsam zu senden. N Mit Achtung Shaim Rosenberg, ^ Gala(Rumänien), den 7. Mai 1876. Kleiderhäudler. ^ Z llm unliebsamen Mißverständnissen vorznbeugen, ersuche die ?. 1'. Herren Abnehmer überall^ ausdrücklich Di?. I^olsa's aus v. I^^raxnvr » ^potl»ekv in^ zu verlangen, denn ich habe die Wahrnehmung gemacht, daß Abnehmern an manchen Orten, wen»'^ selbe einfach LebenSbalsam, und nicht ausdrücklich ör. Roja'S LebenSbalsam verlangten, eine belie-^ bige nichts wirkende Mischung verabreicht wurde. , Echt ist lZf. kasa'8 l.vbvn8dal8am «» b°zi.h.» nnr im Hanpt-Vepot des Erzeugers «. Apotheke „zum schwarzeu Adler- in Prag, l!ck der Spornergasse Nr. 205—3. In Marburg: D.I. Bancalari, Apotheker, W.A. König, Apotheker, dann in Apotheken zu Graz. Cilli, Leibnitz, Mü^zzuschafl, Rottenmann.> Sämmtliche Apotheken in Orsterreich, sowie die meisten Matcrial-Handlunge»! haben Depots dieses Lebensbalsams. ^ Prager Universal-HauSsalbe, ^ ein sicheres und erprobtes Mittel zur Heilung aller Eutzündnngen, Wunden und Geschwüre a 25 und^ 30 kr. ö. W. ^ ?DaS erprobteste und durch viele ärztliche Versuche als daS verläßlichste Mittel bekannt zur Heilung der Slhwerhörilzkeit und zur Trlanguug des gänzlich verlorenen Gehöres. — l Flaschchen 1 fl. ö. W. GGOGDGUGVUGWGGOUGWWWWGGVDM. riRvevArapI» (195 lloiorlvll Ilr»pi»«k ill »arburg, iZlielil's miliß^»tioQvO, uuä /l^vlst^svsloose. l'. Ki?. Wir danken hierdurch für daS uuS seither ge jchenkte Äertf.au» n und indem wir bei Beginn der neuen Vrrloosnn g zur BetljeUigung einladen, wer den wir uns ou ch fernerhin bestreben, durch stets prompte und ree lle Bedicnuug die volle Zus^edeu heit unserer geey rtei» Juteresjenten zu erlangen. AI» tlktzVRTirld l^.ut erhiUlen, ist zu verkaufen. (l26v Auskunft n Com^'toir d. BI. 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Da wir die Commisfions-Lager in den Provinzen sämmtlich eingezogen, da eS häufig vorgekommen, daß unter dem Namen unserer Firma fremdes und geringeres Fabrikat verkauft wurde, so ersuchen wir unsere geehrten Kunden, fich von jetzt ab directe an unsere Fabrik in Wien wenden zu wollen. (764 Tolidest gearbeitete Wirbel für Talon, Zimmer und Gärten find NetS auf Laaer und verkaufen von nun an, da die Spesen für dic früher gehaltenen l^ommifsionS-Lager entfallen, zu Nachlaß vom PretStarif, welchen au Verlangen gratis und franco einsenden. KIiiIaßluttK au den Gewinn-Chancen der vom Staate KamVurg garantirten großen Geldlotterie, in welcher 8 »Iii!. i»4v,«tw vom 10. Dezember ^379 bis l4. Mal 1880 stcher gewonnen werden müssen. ^l14l) Der nene in 7 Klassen eingetheilte Spielplan enthält unter 94,000 Loosen Hewinne und zwar ev. speziell aber l Oevv.ü^l 250,000 1 „ 150,000 1 „ 100,000 1 „ aiVl 60,000 1 ^ 50,000 2 „ n.1^1 40,000 2 „ ü.^1 :^0,000 5 „ Ld 25,000 2 „ ttXl 20,000 12 „ 15,000 » „ »->1 12,000 24 .. 5 0e>v. i'l^l 8000 2 54 6 65 2l3 12 2 631 77.", 950 6000 5000 4000 3000 2000 1500! a^1 1200 !i^I 1000 a^l 500 a^1 300 138 10,000 26450 le. Gewinnziehnngen sind planmäßig amtlich ic. Die festgesetzt. Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen Geldverloosnng kostet: das ganze OuginallooS nur 6 Mark oder fl. 3'/, das halbe „ „ S „ „ „ 1'/« das viertel „ „ 1'/, ^ 90 kr. und werden diese vom Staate garantirten Hrigi-nairoose (keine verbotenen Proinesiei») gegen Einsendung des ZSetrages oder Einzahlung nach den entferntesten legenden von mir franko ver sandt. Kleine Beträge können auch in Postmarken ein gesandt werden. Das Kans Steindecker hat binnen kurzer Zeit grosse gewinne von Mark 125,VVV, 8V,VVV, so,WO, 2V,V00, mehrere tion 1V,WV0 n. s. w. an leine Interessenten ausbezahlt und dadurch viel zum Gliicke zalilreicher Familien beigetragen. D^e Einlagen sind im Verhältniß der großen Chancen sehr unbedeutend und kann ein Glückversuch nur empfohlen werten. Jeder Thetlnehmer erhält bei Bestellung den amt lichen Plan und nach der Ziehung dle offiziellen Ge winti listen. Die?luSzahlung oder Versendung der Gewinne erfolgt planmäßig und nach Wunsch der glücklichen Gewinner. Aufträge beliebe man umgehend und jedenfalls vor dem ZOten ds. Wts. vertrauensvoll zu richten an die bewäljrte atte Airma U. Sank- Sl. >iVveli8olgv8Lkäft, Mamburg. I'. Das Kans Steindecker — als überall solid und reell bekannt — hat besondereen Reklam nicht nötljig; eS unterbleiben solche daher, worauf oerehrl. Publikum aufmerksam gemacht wird. Beilage zu Nr. 134 der „Marburqer Zeitimg" (1879). Ii Hiermit waede iel» einem ?. ?. ?ud1ilcum äie ergebene Ii I seiß^e, «Zass ieli am 1. ^ovemlier a. e. 6as luer bestellende i s j8i»v««i^vZxxV»vI»»tt » von Herrn Ii'. Kiittsi' überiiowwen kade un6 kür meine KeolinuiiK iveitei'fütire. > lek ditte ein ?. I'. ?ulilikuw, äas 6em Oeselläfte dislier Kesebenkte Verti'Äuen nnf wiek ß^üti^st übertrA^en 2U sollen, unä vveräe iek stets bemükt sein, äurell billigste nnä Aute LeäienunA c^klsselde 2U erweitern suelien. Indem iell um AÜtiAe IInterstüts^unK meines Ilnternekmens ditte, > 2eie1ine bovkaektunß^svoll ^issß) 8. ku^iöka. ^ Im v»tt vrl sind folgende Zeitungen zu vergeben: Deutsche Zeitung, (1271 Neue freie Presse, Figaro, Floh. Prakir-Hund „Nero" mit Marke Nr. 739, Rücken und Kopf schwarz. Füße braun, Brust iveiß in Kreuzform, gehörte dM verstorbenen Hkrrn Dr. TschcSni;,. — ist seit 31. Oktober abwesend. Der Zustandcbringer erhält eine Belohnung im Havse Nr. 221 alt, Karntncrgassk. (1170 Eine Wohnung, bestehend aus 3 Zimmern und einer Küche, ist mit 1. Dez. d. 3. an zu vclmicthen. Anzufragen im Comptoir d. Bl. (1272 GlM»M tum « kl^dri^^vlLaen. ?aiiriIlSLe!cIton. I^. i» VT^is». Vis neusll ?rs!L-Lovl'S.vt.s xro 1373 sür V^isäsrvorkäuksr sind Krsekiouen. Lisvti« unä tlAnxs-'l^ÄMpsn UG- in Leüvr ^usst»ttu»A 211 äeu diUixstvn kadrilisproKSv». L 0 II » v n b r « il u 0 r AM' llbertritkt »II« bslcsnntvn kronnei' sn I.vuvlitld'sft. ^WU ^ TZ^A.'^NS.^ZZ-M.'G^S^ZAZ°MZ-G.SII-1S?SN-ZASZ? ZUN Vvrvvonäung mit kiasstvilvi' unä Zokirm oknv V^linävi'glas. (1245 Schöne süHe Rüben sind billig zu vcrkauscu. (1279 Anzufragen: Viktringhosgasse 17. zxriLZ^sss, weiße n. Vunte W'I««!«» vsi-llvn gskauN I>si 8vklv8inovl' 1148) vurxplktü. k'rau I^ouise I^uuvz^ empfiehlt sich ziml Einkaufe von Gold-, Silber- und Schmnckgegenständen. Färbergasie Nr. 3, parterre recht«. (1254 Au verkaufen: Eine schöner Schimmel. Wo, sl^gt die ELpcdltion d. Bl. (1280 Vviwvorkol 6c V«w» UM'golllKavIio-WI empiiel^lk in vor^iiZlietister lZualität: /August Laitisi', Kraz, Lsrl l.ull«ig-king, IS. (1244 ! I'ttlkrKltSit in 'KVi«i» unä : Viion, vuäapS8t, Prag, l.vmkvrg, >ßailanö. ^ünolikn, övriin unä iu 4VL'Vtt'pi'«»SvI>-TI>»N»>^« in ^ecleiu soUcleu Uesclilltd, ^velvlies k6!vuvktung8-/^rtil(vl am I-aZer tiitut. ! Veiliit; von UüilksvNe» siis Ii. Ii. ^enitei', Kemeiliile», Sekuleii, äilvokate«, Sloliirv W I'sei^enus.iiite M ?o8tki>rlen l'»rlexvUeI t'«eluit!ii MÄWMWMW I'svKrsnime E NeeluttiiiL«!» MÄIWT^W <^ «1» » ö>Z^ ^ t.lskuli»'« M kinliickinxen vmpiivkit Siek lur Uvbvrnakmv Ällsi' öuvkllruvk-^rdvitvn bei möglivti8t dilligei' kofvvknung. Spviseligrlen !i Vriekköpsv ^n8eI>I«A!elleI ^»nuiieen ' Lftuveile VKKRZM^ t'riielitlii^ieke ^ ^ Hieserseltein« Visitkgrlvli Volimiielilv». koriiiulare sür kl-izen ele. ."ivrlen