kMn-' »'ßfllchi . . l'SV ZOlHssgODHy c., (mtt ^u»n»Nm« ll«f f«t»st»g«>. L»vNkittt«itung (Im »I' 26,o, Vsf^-Iwng u. Su<;»,6kuekvr«i (r«I. dir. Z0S4» ^«rldo». »tuetlisv» uile« ^ nlvkit ^ <1nf,»W,n k^vikpoew b«ttGg«n. 2«v 1 In»«,»t»n- u. ^donnsmsfiw-^NOkm« m KH>fido»: ^riiS«v» ut. 4 »alwng>. ö»»ug»ps»i»«: /n»ti. 23 0k,. ßLe moimtttvk SS 0ii». l SV un6 2 vi«». Unerbittliche Kausalität OO In Zagreb ist «eine Bombe in den Mlauf des Alltags gefallen: einige Mitglieder ber Gesellschastscreme haben sich zu^m-meng<^funden. um aus der Gegebenheit enies unmöglichen Dauerzustandes auf kriminelle Alt und Weise Geld zu schlagen, indem si^ sich aus dcn Handel mit einem weniger gk» fragten, dafür aber Ulnso mehr zum Angebot czebrcichten Artikel griffen: zum Tpait' b u ch. Ter Trick ist in den Zeitungen sa!.!-sanl breitgetreten woMin. Man schalt<'te in der '^agreber Tagec-Prefse verlockende Hein? Anzusäen ein, in denen den Sparern iiic locl.'nde Verheisjunci zuteil wnrd<'. ihre spov-bücher n. iminizbilisierten (Geldinstituten -vnn Vestkuts von 80. v. H. an den Mann örin-gen zu können. Tnrch sehr geschickte „Anö'^'n-'en", fnu^ierte Tclephon^cspräche, 5ich?rh.''t d.'.? ^l'.ntiv'tenö der Aktenre usw. gelang :n 7nt. «''Nl' nnn ^varern ;u ttinl^.nnen. die troh aller Porsicht in solch.'n DtNiien hereinfielen, um so geprellt zu wer-d.'ii uul 'Ä^träge, die zwisch.'n und i?0 ^'iuar Neininale lagen. Die Bcschnl-dici'.'?n si!;ett hinter Schlos; nnd N'egel. d'..' ,^)liiircl'<'r Presse vergast kein Detail der ^u' enrlif'nen nnd io j^ibt e? in !)er '.lv.'i.' u .>>anptst''dt des ^'and?s fast kein a.?-di'rcz (^!<'prächotlicn,a als di'.''en -parbücher-slandal, dc'n eini^n unter nlAgll:l>eru^ls.! noch ri''! n noch li.-rr nirlit ankged rllen. ?o ecku die Cntrstsiuug d'r Zagrcber ter üb^'r die'en tt-.'selss^luiftoikl^üd.il auch snn lücig. sie m'rc^asscn alle nl't'anluull c»::« ci^ienllich'n !l,-si'.her des ^uinNna'f:ill.'(> an^ I'iis'. nlöglich wnr. 5p.N'^".'N un'er bestimmten Vorspiefl^lnugeil nnd un» tcr dein Pevsprech^n. run^d v. H de^^ e:,,-l^cle.iten ^pir'uinnll'n. die Ä''!.l!er al'iu-tnöp'cn, Ulli sl.' dl'N» zu unter dt«' Trekulanten ^',n bringen, ist el)en onf Tntia ch «.' 'iliürlzllfl'iljren, das; kiie ^vage Mobiln«qf"un!i lliiiere..^ (^'eldinarfie.^ ».'it ?a''ren nicht gUöst wurde »»d Nl.-ch nu-luev wie ein Tainolles'chto l't jUier »'^n >>äupt!'rn der ZtaatSbing'r liängt. „'.ic'ii-lt '^i!r Morder, der C-rnlordete ilt ichnldiji", sliq! ein alblinischc'^? Sprichwort. ^^'»äu.'n die dasiir verantwortlichen v'n — incbe'ondere nnter den 'rül'eri.'n i^-nlcs — r^'^-s-lzeiti,^ eine -efund.";. so lväre dk's.' Assurc nleiiial.^ (^^<^geustalld eines l^k'richtsverfahrcns! geworden. Man lzicit die nnmögliche i?a>^e der l^ldinstitute ^nm l^^rc»sueil mitverschiild^t lind dann nicht.- ql'^ tan nill menigslens dcu Sparern. Irä-a rn deo aktiven VoltovermosienS' unter die Schultern zu greifen. (5.? vergingen Monate liin Monate. Iahi'e wgar. aber es fanb siai nl.'mand, der» eine^ ivenn auch schlechte. sung der tnenn.'nden Ivr^iii.' der ^-lottw'.'r' dinli^ unserer s^^eldinstitnte in dieser odn-senl'r ^ornl antoritativ durMeiü!)/! l)ätl.'. ?-') '.rnrdi' cinklii^ forlc^ewnrslelt. der S^'arer l'ulmlügte sich viclftich Nesiqnation. '.'^:chk einnial der Antrag, die Sparbüclxr der zelnen (^^eldiunitute zum ivgelmi^ttigen '?t0-tiernnlic^verkesr ans den Bi'rseu zuzulassen, n'urde b^riläsichtil^t. .«^^iitte niau >venlgsiens t'ie l'ffizielle 'It'otierung der Trarl'l^chet- nus deu Pörsen ciugefi'ihrt. so wär^'n viele Spa« rer vor manch-r 'Aegainw^ung verschont ge-blieb.'n. d^i es ihnen ermi^glicht geiveien lväre. alls dieseni den ivalir.'n Aert il,« rer ^''inlnqeii zn erkeilnen. ^ast in feiner 'lZ^eziNiniii^ rächte nch daö Dr. BeneZ zum StaatSprSjldenten gewählt Aamvfavfttmimmv vniiitede« / Der Vtttfideitt t» erfir« MMa««« m« 34o von 446 «Nmmen oewadlt / Dr. strofta übernimmt Sa< AußenmMifterwm Prag, 18. Dezeinber. Um la^o Uhr deDW« hWtt »oncktial im Worische« dee Prsßtr V«rg die ßS^l des z»eitm Staattpröfide«. ten der Tschechoflowakischen ««PUblt?. «ersammelt waren zu Beginn der Gitzmiß 4l!V Vertreter des Senats und des Abgeordneten Hauses, denen aus «rund der Verfassung die Wahl des Staatsoberhauptes in gemeinsamer Sitzung obliegt. Der ssierliche Akt »»»de durch eine um 10.ZK Uhr beginnende Rede de« Präsideuten des Abgeordnetenhauses und der Rationalversammlung Dr. Jan Malqpetr eingeleitet, der der Rationalversammlung die Mitteilung machte, daft der erste Präsident der Republik von seinem Recht, vor Ablaus der PrSsidentschastSzeit zurückzutreten, Gebrauch gemacht habe. Dr. Malypetr verlas sodann die Abdankungsurkunde Masarqks und »Sibigte eiußehmbft die >ethiE»It« da» Staut. Vchtza»« schritt d>ie Rationalversammluuß zur ßl^hl. Abgeßeteu «mrdm insgejumt 446 Stimme«, so daß die vorgeschriebene Drei-sünstelmehrheit 278 Stimmen betragen hätte. Bald nach 11 Uhr teilte Dr. Malypetr das «rgebuis der Nahl mit. Für Dr. Be -nez wurde« Z4V Stimmen abgegeben, so das» der bisherige Ausftu«i«ist-r im ersten Vahlga«g als ßemDhlt erschien. 24 Stimmen wurden sttr den Universitätsprosessor Dr. Bohumil Remee abgegeben. Die Ratio, nalversammlung «ahm das Ergebnis der Priisidentemvahl mit Veisall und Händeklatschen -nt^gen. Ss wurde ewe Pause eingeleitet, woraus der neue Präsident der Republik feierlich eingeholt wurde. Dr. Venei, der mit Ovationen empfangen wurde, be- >ut sich aus die PrDdialeftrade und legte m»r der Rationaloersammlung den Eid avs die Versaffung ab. Sodann empsing er die Huldigung der Regierung und des diplomatischen Rorps. Vor der Vurg schritt der ncuc Präsident die Vhrenkompagnie ab und begab sich in die Repräsentationsräume der Vurg, wo er »eitere Huldigungen entgegennahm. Seine erste AnSsahrt wird Präsident Dr. BeneS nach Sana machen, um dem Alt-prSsidenten Dr. Masaryk seinen Besuch abzustatten. Das zurückgetretene Kabinett Dr. Hodia wurde von Dr. Benes traditionsgemäß mit der Fortsührung der R-giernngs-geschäste betraut. Wie verlautet, wird Dr. Kamil ttrosta als Rachsolger des neuen Staatspräsidenten die Leitung des Außenministeriums in d?r neugebildeten oder umgebildeten Regierung iibernehmen. Neue RlederZage ber ÄtaUener Am Takaze-Fluk »viirden vie JNiNener 20 Kilometer weit in vie Flucht sttschlastcn / Uuiksammerunqeversuche der Abessinirr ÄdvtS Abeba bereuet sicli aiii lanl^en Krtc'? bis Herbst 1WK vor o n d o n. ltt. Dl^zeulber. Die Ageiitur '^ienter bc'richt.'t: An der srvl t ist tc:n n'rfen^Ililses Mei?'rnt in den Ozrrat^cnen zu verzeichnen. Woh^ rb-r »;?-!an'^ es an wr Nordfront zwei tbessinisiiteu Abteilunxl'n in einer Vek^miftärke ve., j? "ttlZlZ Msnn die ^t,,l^ener 'n einc s?hr m ß- l'rl r jiuce zu klingen. D!? i^ine t r bc d n Abteilungen üb rs^tztc an einer T'clle d n Tckc^?'?^lvft vnd sr!sj die ersten itc'l'en'.ch'u Linien in is^rsn nicht imbebcutenh'^n s?''f'''t' s»unsen an. Die Itnlien r b?antnzor ^:^n b^n friss im ersten ?lvg?n?^lick m!t firn?el:rscn?r. erpr-sfen abcr dann nn^er 'c?»n Slnsturn' tes abcssin'.s.se« Ancrisics nrtig die «Flucht im?z ivurdeii von den Abei-sinilrn etwa N K'iometer weit versorgt, w0' bei sie noch starke Verlnfte erlitten und pi»! KriezSml^tcli^l .^uriicklicszen. Eine .«n:eite '.'»b teilunf) d'k A^sslnier grisf die Italiener »-.nu dcrt Kilometer n^^estlich von Alsum an. um dem rechten Alllstl der itrtlienischen R^rd-st'.e'tk?5ste ?n die Z^lanke zn kemn^en. entfpt'nn sich s^n m?rdet'.^ch?s N?fe6i^, de> ü Ausgang zur Stunde noch nicht betannt ist. A ddl Z A b e b a, Ist. Dezember. In hirsigen Kreisen, die den: kaiserlichen c^of und der Regierung nahe stehen, hat man nnter dem Gesichtspunkt der Beurtei, lttng des Pariser Vorschlages zur Einigung im Konflikt mit Italien die ^^nung ver» lor?i^, de« Streitjall sriedlich beilegen zu lSnnen. Der Pariser Vorschlag kßnne, wi? immer man ihn ^trachte, sür Abessinien niemcls eine Perl^ndlungssrundlage bll »Ltt. Im V^egeuteil! Ablssinien bereitet sich cvs einen s-hr langen Krieg vor, da nun« n'ehr nur die Wissen sprei^n miissen. Die Siegierung hat bircits aUe erforderlichen ??!ahnahmen zur energischen ^Fortsetzung deS BesreiungSkrieges getrosskn, dessen Ziel die Tiiuberung abesi;nis?k,en Bodens vom L^in« dringling ist. In abessinischen militärischen lc^ri'isen hosst man, den Italienern noch vor dem Eintritt der Regenperiode eine entschei-:?nd? Nicd^rkage bereiten zu können, ^r ^lri g wlirde aber damit nicht beendigt sein, n'an miisse damit rechnen, daß er vor Herbst nicht seinen Abschlusl finden werde. ?toNenNche Bemängelung des Norkler Vlanes Die „sieben MänsU" dv's „Lavoro Aaseistu". «urz, aber vielsagend! R o ln, Dezelnber. Der „Lavoro ^ascista" findet am Pariicv '^'orschlag .'^'^oarc-^-'anal die nachstehendcii iie-lx'n Mängel: l. Das F^^hlen dcr territorialen Berbill» dung ^nnsch^n Ertithräa llnd So-nmliland. ?. Das ^hlen der (5i!enbahnuerbill>)'tiig zwischen den beiden Uoloilieli. ^ubilligull^i einc.> abeksllii>6>en '^lorri-dor? und Mtretillr;i voii Assad, w.i.? Mn Vertrags vein 7. ,uii' nk'r voll ?^rankr^'!ch '.Ul^billigt ii'>irt> . dieses deli ,^i'gaiig ^^ur Meerelil'e von el M-tUldtch erhielte. Bcrlnst der P.'trole>iinvorkol.inien 'n der t^c'gcnd von Anssn lind narrar, 'n d?n englich-anierikanischen 'len^essioiieii v'.'r l». ^ehleil der P'si'.i- nnd g.iralitiell ill der sec^cl^innl.'n'^ioloiii'aii.li--^^one, so dasz Leb^Nl llnd (^'ig?nttli>i ^er liischen K'olonii'tcii nngeschiitzt blieben. 7. UilUleiil'chk^it d^r d v vdlteruii^en. die sicl) srt.iivili'ji ünievwo. ^'n l'.ibeii. lllltcr die al'essiiiiiche Sklaverei .'N> Tyranllei. Börse Z ü r i ch> 1'''. De^enllxr. DrviskN: V!.'o-grad ^'ari'5 ^'enden ')lcwl)ork Mailand «(ü'l'ariu^, Prafl Wieii Berliil X Z^omptnsationsfes-t-ijst Missie?. chenland und Polen. Diesel.- n»urü' tt'ontinentat»Vertrag zwischen Glie l.enlan) und Polen verlängert. Polen tailft ill äeilland Tabak uild Dörrol>>l. ivofi'n' si^li (^.riechenl«nd rx'rpflichlet, seiiierscit^ Tonnen ^iohle lewie verschiedelie ilnd Manufaktur«aren aus Polen zu iilip.>r-tieren. tvpilche »lnia vreinenu« so goNerbärlulich, wie in der ?l-rage linserer (<)<^!dwirt'ck'ast^ Wäre der Staat und vor allein die il?attoiinl' batik detl l^ieldinstitulen rechli-eitifl zu geeilt, so wäre die ur'priingliche und «lvch rechtzeitig zu überwindende Ü^rise des vriva-ten jsapitalmarkte'? tii^'mals oins^etreten. las starre ?>^stbalten all den doflationistischtn Tlierncn nlnszle schliesslich zum Fcstfrier^'n der Wirtiehafl sivlireil. fi'lr die die Mobill'^i! der (Geldinstitute eine Pl>ranssekunq ^!?rcs Lebells ist. Wa? niitzt es. n>enn die nati.'uu!-ökonoinischen Auglltvn alle erdenkliclien Me' diziuctl anpreisen, die llnserer l^eldwirtich",^! nelu's ^^eben eiiislös^en sollen, wenn ba-Z 'Zögern der Berufenen — schlrchten Willen tann man natiirgeinäs; wcht annchinen kein Ende nimmt. Celbst die schlechteste ^d-snng lväre noch imnl^'r b^'sser alo der t^uigl' nucrträgliche ^'jnstand. Besser eine Nos^kur al'? das langsame Versirgeit der Kriifte. Das eine aber kann heute n>olil gesogt werden: dic T h e s a ll r i e r lt n g des (^ldes wird von l^^ldinstitntett 'olange ersv'bg-Io'? l>ekänrpft lv<'rden. bis der Ttaat dnrch die verantnvorlliche Regierung gemeinsain mit d 'r ')!>aticmal>banr eingegriffen hat. Die juyo, slan>isclen ^p'arer hätten sich nach dein ei'sben Stnrlnfabr t^r Krise anc^ ulit einer entsvre. chendeit Schröpfllng abaesnnden, ivenn Opfer dazu benötig: worden ivöre, d.'i, Motor der G e t d iv i r t s ch o s l auf die crlte Toureiizahl znrnrfzndriti« gen. Mon l>at ilmen nicht einmal l iei' t^'hnttee geget>eil, t'ie d'haiice ein^'.^ kleinei? Berlusts u>n dec^ lienen Vorteils der (^esalNt wirtsÄ^ft ivillen. ?>er ?^ll ii^ '^aoreb i,at gezeigt, daß die eingangs erivi:i f^uftoften. am ivenipsten m d<^ 'Volkswirtschaft. »MnOorer Numuxr Z8V. Donnerstag, den 19. Dezember IM». Bertraumswndgebung fär Lavai Die Pariser Kaamer bejahte die Bertrauensftage mit 304 gegen 252 Stimmen / LavalS Exposee über die Abeffiaien- Politik der Regierung Pari s, 17. Dezember. Kmmner hatte heute wieder einmal ihr«« großen Tag. Bor den dicht besehten Mnken des Palais Bourbon hielt Laval sein großes Exposee über die von ihm mit !>em englischen Außenminiswr Hoare aaS-qearbeiteten Pariser Borschläge. Die Sitzung ivar stellenweise außerordentlich stürmisch, ja sogar wrbulent. Bor seiner Abreise nach Genf hielt es Laval für angnneffen, seine Politik vor den Anfeindungen der LinkSop-Position zu verterdigen, die wir immer «in demagogische Taktik betrieb. Es herrschte Grabesstille, uls Laval zu den nachstohen>den Ausführungen daS Wort ergriff: Z^antrcich und Engla^zd s^eu im Parier Abkonlmen zu den äußersten Grenzen des Zugeständnisses gekommen. Die Fassung des Borschlages sei den Regierungen in Addis Abeba und Rom, später aber auch den iibrigen Regierungen der Mtgliedstaaten des Bölterbundes mitgeteilt worden. Die tviden Regierungen Englands und Frankreichs seien berechtigt gewesen, in diesem Sinne zu handeln. „Ich betone", sagte Laval, „daß wir uns in einenl Augenblick befinden, in dem noch schärfere Maßnahmen zu erwarten sind. Ich spreche hier im Ra-men eines Staates, der gewohnt ist, seine Berpflichtuugvn zu erfüllen, der aber auf Grund d«.'r im Punkt 3 des Ar<. Ili enthaltenen Verpflichtungen jiä) alich in einen ^rieg verwickeln könnte. Unter diesen Um^ ständen werden sie es verstehen, dcsj ich Umfang und Charakter cn Abgeordneten mit stürmischem Applaus lntgegengi?nc>mmett. „Man behauptet" fuhr Laval sort, „ ivir hätten in unserem Ariedensvorschlag deni ^tn'greifer ^'ine Prämie zugebilligt. Ich erkläre „Der Panser Entwurf ist weder nicht« elastisch noch unabänderlich. Wir l)aben einfach die Mission erfüllt, die uns der Völker-l»und auferlegt, die Entscheidung iiber alles lmdnv liegt sttzt bcinl Völkerbund selbst. llbrigen mus; mait den Pariser Borschlag vonl 8. Dezember mit dem Entwurf des ^ünferausschusses vergleichen, um zu sehen, das; beide Pläne von den gleichen Leitmotiven Aesührt werden. Ich möchte die Opposi-:il)n, die meine AußenpoUtik inrmerfort kri-lijiert, fragen, lvaH sie im Hinblick auf den Abeisin'!eu-K^''nslikt an meiner Stelle getan Iiätte und was sie nn meiner TteNe seht ^lvch tun würde. (Zwischenruf rechtS: ..Krieg!", Aeichzeitig vhrenbetöubend^'r in den Bänkcn der Sozialisten und l'ei eineln Teil der Radikalsozialisten). Als sich der Sturm gelegt hatte, fuhr Laval rort: „Wollt ihr denn wirklich den Art. W dt'^ Völkerbundes unbedingt und bis zum ^^nde ausniltzen i' Wollt ihr euch denn wirklich vl>n der Gcnfer Entscheidung entfernen, in der Tat nur ntit Sanktionen ökon»mi--Charakters gerechnet l)atte. Ich habe noch reinen Delegierten irgendeinen Staatevernvinnlen^ der darüber hinausgehen N'vllte. Unl das Rvstko einer Avirfliktweiter-!lng zn vermeiden, stellte ich Bovschläge, die .Ui <'irler ehrenvollen und gerechten Äsung Üchr'.'n fönnten, falls sie angenommen würden. Was ich spreche uild tue, sieschieht einzig und allein iiil Interesse des Friedens, ^it denl Weltkriege haben mehrere Stallen ihr lntieres Regime abgeändert. Wir ha lien unser Regime und unsere Einrichtun-l^cn zu likivahren vermocht. Aber jeder ist v>err im eig^'nen Hause, sedes Boll ist der Herr seines eigene?! Schicksals. Gill starkes uwd sriedlik'ben^' Bolk kam» ntit seder-lnann und inlmer hinsichtlich der Erhaltuirg deH ^ril^dens verhandeln. ^ diesein Geiste lnn ich ;unl Iahresbegiml nacki Rom gefahren und sjxiter nach Moskau. Ich will nicht, ^ic '^bnlte i'lber dieses beunruhigende Problem, nx^l^^i-ec' in Mnf auf der TageS-'^rdnunq jtel)t, nnl inncrpolitischen oder 'iullans ns zur Friedenskrise soll nach Ansicht lnsor-inierter englischer politischer Kreise ciu großer ^Mnidel eingetreten sein. Der Prenn r-miniister werde in der Unterhaussitzulig nn Donnerstag alle Karten aufleg^'n und dcn Nachweis erbringen, daß die britische Regierung keinen «anderen Auswe^^ als ''»eil der Annahme der Pariser Borschläg.' ges't'.i^'en habe. Baldwin werde sich auch !»:r Pc«!'-tit Frantreichz aufhalten und u,it der likr-klärung schlief;«.'«, daß er seine Polit k '>eul Bölkerlnlnd gegenüber revid'eren inüss.'. Man ettvartet demldach, dasz Valdwin se.ne l»ekannte Erklärung zurückziehen werde, i'sr-zufolge d zugezogm lverden. Automatisierung des Telefondienstes Bedeutsamer Versuch mit eiuer automati-schen Gruppen-Telephsuzeutrale in Vleb. Dos Postministerium sammelt Daten zur Ausarbeitung eines «eneralpiaues fiir bie Automatisierung des interurbanen Telephon Verkehrs. Postmillister Dr. Branko K a l u d j e r-v i 6 «'gab der Presse eine lkrklärung über verschiedeile wichtige Fragen au^ seinem Res sort, vor allein ü^r die Frage der Auto-inatisierung des jugoslawischen Telcphon-dienstes. Ueber die wichtige Frage der Legung eines Telephonkabels von der österreichischen Gren ze über Zagreb bis Beograd erMrte der Minister, er hoffe, darüber in Kürze neue Mitteilungen machen zu können. Die Rundfunkfrage werde derzeit an zuständiger Stelle geprüft. Alle darüber hinausgehenden Nachrichten seien falsch. In dieser Frage »verde ltur eine solcj^ Entscheidung gefällt werden, durch die alle Jnterefsen unseres Landes sichergestellt und die vielseitigen Be-dürfmsse im RnndfnnVwefen vollauf befriedigt iverden. Im weiteren äußerte sich der Minister ilber die Automatisierung deS Telephondienstes. Fiir Bled, Iesenice, Bohinsska Bistrica, LeSce und Radovljica in Oberkrain. die bekannten .^inrorte und Wintersportstativuen, automatische Telephonzentrale Der Armenpavst wird heilig gesprochen Ein Lebeu uach bem Vorbild Franz v. «ssissi. Die kanonischen Nachforschungen, die be» einer geplante,! .Heiligsprechung vorgesehen sind, wurden für Papst X. abgeschlossen, s"-daß er voraussichtlich am N. August heilig gesprochen werden wilt». Meist haickelt eS sich bei der Heilig'pre. chung der katholischen Kirche um Männer i»er Frauen, deren irdisches LebenSn«lllen bereits längere Zeit zurückliegt. Der ?all, daß jemand heilig gesprochen wird, von dessen Leben noch zahlreiche Augenzeugen wr-Händen sind, ist außerordentlich selten und allein slhon durch diese Seltenheit bedru» tnngsvoll. Wie jetzt aus Rom gemeldet nur de, hat der Postulator auf Grund der adae-sMossenen kanonislZien Nachforschungen nen Bericht über Papst Pius X.. der v»fl 1335 bis 1914 lebte und seit 1903 aus dem Swhle Petri saß, dem jetzigen Papst unterbreitet, sodaß im August des nähten res die .Heiligs^rschunq in seie»'^ich»»r ?^'rr!l vor sich gehen kann, ch Da erst 21 Jahre seil dem Tode die'e-^ Papstes verflossen sind, Ovaren die NaÄ>fvr-schungeil durch die Aussagen noch Lebender außerordentlich vereinfacht. Als Pius X- w! Konklave der Papstwahler als der geignetste Nachfolger d-es verstorbenen Papstes Leo dx"? Aceizehnteil angesehen wurde, bat er weinenu uifd händeringend die Äardiiläle. von s?itter Wahl abzusein. Wie ivenig er damit geregt hatte. golvä!hlt zu lverde,n. zlimal cr auch selber gar keinen Anspruch erhwb, zeigt die Anekdote, die damals dur^, die gan.^e Welt ging. Er hatte nämlich llichts weit>?r bei sich als ei?le Rückfahrtkarte ii. Masse zwisauptlast der ^r-nährung und Bekleidung der zehn .^kinder. die sich im L«uf der Iahrv in der I^am'lte des Briefträgers eingestellt hatt<'n^ ans ^onttorStaq, Ven lv, Dezember IVSü. Maribovev der '.»^(utler. Dennoct). »nachte sie es möglich, daß der kleine Guisoppe daS (Gymnasium in dastelfranco li^'sucht«'. Dazu mu^ er aber tiiqlich barfuß 14 km lal^^ und sich mtt t'incnl Ltück Brot als Mittagessen b«gWgen. T k^'se s^nveren ^indhcitseindrÜcke haben das i^anze Leben Sartvs beeinfwßt. Sowie er Lk-iplan k^ewordon und ihm damit dl« Möglichkeit gegeben iWr. WoyltMgkett zu ütm, begann er sein LiebeSnvrk. Er selbst lebte in qrös^ter Beiiürfnislosigke^t, lvas er an (^i^öld oder in Natuvalieg cvhielt, gab er den Armen ttnd Bchlirstigen.. Ms in Italien eine grosse Cholera-Epiden,ie wütete^ Mg er furchtlos zu di. .'llj Dnmherr in.Treviso. Bischof vvn Mantua lln-d Patriaich vnn Venedig kiqndelte er nicht anders und als cr vollends Papst M»örden wap. hat er auch als Pius X. und als Oberhaupt der katliolischen lShriitenl)eit soziale Uebelstäyde gelindert und belämpft und elit Leben geführt ganz im Geist des heiligen ^ranziskl^s von Assissi. Als Pius X. in den ersten Pagen des Weltkrieges starb, war die Welt zu erregt, um seine grokei» Aerdlsiiste richtig zu würdigen. Heute ist sie dazu eher imstande, sodast seine Heiligsprechung überall. wo katliolische Christen tpohnvn, ^r un-bedwgten .Zustimmung gewiß sein wird. V«Z v»rm«Uruna«n u. UukIvOich»»Itui» >virk4 ?iciioii ein sik.«? nstÄrlieilv« .Frsn»»1ossk"- kittervasser kilellvr. lil! min. »oc. pol. nar. Ztlf. s. br. IS.lL5 u' das Aller von acht Jahren nlicr-fchritten - ! L jeder Matrose erhält zunl Weihnachtsfest vom englischen >staal einen Plnmpikdding oder eine Zucker« Pastete. Iiil ganzen werden'zu Weihnachten von den enl^lischen Militär- nnd Marinebehörden Tonnen Mihnqchtspuddings und rund eine Million Zuckerpasteten ausge^ geben. Fünf Tonnen sind bereits unternx'go nach Malta, nin die dort stationierten bri-lischell Streitkräfte zu erfrym'n, ein Teil der Ladung wird nach Gibraltar iveitergeleitet. Die restlichen l-"» Toinien werden in den englischen H^inlatgarilisouen zur Ausgabe gelangen. Die Plninpnddings hat lnan übrigens schon ein wenig früher nnf den Weg aebracht, die '^ilekerpcisteten folsien ein N'e» nig später. Das Oberhaus nicht mchr Veergertcht? Llmdmm KMr am Elifford-Prozeß / Die biisaeMch«, Gerichte find billiger Äor denl Londoner Obevliause hat lu diesen Tagen mlt'feierlichem Gepräge ein Pro-sogen Lord d'eElisford wegen Totschlages, verursacht durch einen Automo-bilMamnreitstoß, stattgefunden. Di« Gerichtsverhandlung stieß ans Krikiik ii, den ci-g^'nen Reili<'n d ^ Peers. chtuugttl von Pe^N's gegeil ihresglei-chen sind immeiM eine ^Angelegen, heit von Historischein IÄeres^. Sie fand^'il häufig bald nach der Nl>rmamtischen (5rob teilnahnlen. Sie wurden alle des Hochverrats bes6>uldigt und verurteilt, gichängt und gevierteilt zi» iverden. Dieses barbarische Urterl ivuvde ai-lechings nicht ivörtlich ausgeführt. Lie Lords Deviventivliter und jk a n m u r e ivurden im Toivcr eiGauptet. Lord N i l »i e dale gelailg es, in der Nacht vor- der au-gosej^ten Hinrichtung zu entfliehen, liiw »ue anderen drei wurden begnadigt. Im Jahre l7Ltt ivurde lSarl Aerrers von den Peers des Ober^hause^' weg«n k>'r Tötung einec' seiner Pächter zum Tode durch de,l Stmiig verurteilt. Äin niutiges Verhalten nnf d<'in Schafott geioan.n ih,n die Bcwunderuiig d<'r zu dein Schaiiispiel seiner .Hinrichtung Bersammelteu. Der Bericht besagt: ^ ,,Seiiie Lovdschaft fi^Me uach dem' .yenker, der zu ihtn kam lürd M nin bung bat. Seine Lordschaft sagte: „^ch ^'er-.^eihe dir gerii.^' (sr hatte dann di<' Absicht, dem .H<'ilker fünf Guiireas auszulzäildigen, aber irrttunliclieriveise legte er sie in d-e Hände eines der (^Hilfen des .s^en'kers. Das führte zn einenk recht unerquicklichen ^ank zwisclx'ii den beiden, bis der Sheriff schlies;-lich Ruhe gebot." In einer englischeu ^^jei-tung, die diesen zeitgenöss^ischen Bericht tiert, wird hinzugefügt, es sei -schliinnt geling, ivenn nmn dein falscheii Oberkellner ein Trinkgeld gebe. (5s müsse'aber noch viel ärgerlicher seiii, iveiUl der fälscht' Heirler di« ses Trinkgeld bekomme. Sord Byrons Großonkel als Mörder. Iin ^ahre 17ttü stand Lord B i> r o n, der Großonkel des Dichters, vor den« Ober-hau.so unter der Beschuldigung des Mordes. Cr hatte niit einer Z^reNudesgesellschast diniert uiid ini Airschluß an das Essen unter-hielt nian sich Über die Frage, ,vie das jagdbare Wild anl besteil zu hegen sei. Sein (^ntsnachbar Mr. C haw orth war der Meinung, inail köiine sich gegen unberechtig teil Abschuß voil Wild „ur durch Streilge nild Härte gegenüber der Landbevölkerung schützen. Lord Bvroii ivar für ein milderes Verfahren. Darüber entstand eiii Streit. Als Lord Bi)ron aufstaiid, liNi u>egzugehen, erwartete ihn Mr. Chaworth inl Gang. Md bat einen Kelliler, eine Kerze zu holen. Beide gingen dann ill eineii Nachbarranm, schlössen die Tür hiuter sich zii uild fochten mit ihren Schwerte,, ein Duell anS. Dab<'i ivurde Mr. Chaworth getötet. In der Gcrichtsverliandlung wurde Lord Bl)ron zunächst des Mord<'s beschuldigt, die Anklage ivurde dann aber auf Totschlag um geändert, iiird verlailgte daraushin das Vor recht, das ihm als Peer Englands in die-sein Fasle gebühre. Seiii Freisprach gründete sich aiif eiil voil Eduard des Ächsten erlafsenes Statut, iii dein ausgesprochen wird, daß „ein Peer, der eines entschillba-ren Verbrecheiis ül'ersührt ivird, das Recht hat, seinen.jo^rtigeil Freijpruch zu verlan- gen, ohne daß ihm die Haud verbrannt und ohne, da^ er ins Gefängnis geworfen wird". Ms „entschuldbares Verbrechen" find die meisten Äraftaten mit Auslmhme des Mor des zu verstehen, und unter der Gültigkeit des genannten Statuts konnte ein Peer all diese Vergehen und Verbrechen begehen, oh' ne sich dtümrch strafbar zu machen. »lötzsimiiGe He«tzLei-. Das letzte Oberhausgericht über ^»eir Peer wurde in« Jahre 1v0l abgehakt«». ^ mals ivar Earl Rüssel der Bigamie an geNagt. Er betonte in seiner Verteidigung^ daß er uoii seiner ersten Frau geschieden worden sei. Nachher wSre er uach AmerUi» gegangen und hätte dort in Nevada eine a» dere Frau geheiratet. Nach den Gesetzen dess Staates Nevada sei diese Ehe rechtsgültig getveseu, ,mch englischem Gesetz alkeMn^ uicht. Bei dein Pro^ waren ungefähr A)0 Lords in ihren StaatSkleidern anweisend, darunter der ErzKischof von Uork und der Bischof von WiiUhester. Die beiden Kirchen-füvften verließen übrigens den SitzungS-raum, ehe das Urteil gesprochen wurde. Auch viele Peersfrauen und andere Zuschauer wa reu anwesend. Earl Rüssel ivuv^' fiir schuldig befuitden und von den Lords Oberhauses zu Monaten-Gefängnis verurteilt. Er war höchst mißvergnügt über dieses Urteil. In seiner Selbstbiographie sagt er, daß er „von ei,»er .Handvoss plMitasieloser Dnininköpfe" ins Gefängnis geschickt worden sei. Zelin Jahre später ging er zu Mr Asqnitli, damals Preinierminister imd bat Nin Straflöschulrg. „Aus ^velchem <^uiidehen, in eiueiil äh,sliche>l Falle voil. eildepl.. der ordeiitlichen Gerichts-liöfe Engla,chs'abgenrteilt zu iverden, als niontttelang auf deii Spr,lch des. Oberhauses zu warten uird vvii .ttosten bedroht zu iverdeii, die die noriiialen f^erichtsgebühreii t'ei weiten, nberstiege>l. Ailch ai,dere Peers setzten sich für die '')lbschaffnng der alten Gerichtsbarkeit ein. «n Arzt far »Sume Vor vielon Jahren »vanderte John Davey, ein Gürtner ails Englmrd, nach Ohio aus. Da^V war ei,, großer Pflmr^ivliebhaber nnd l^'chäftigte sich besonders n^t der He,-lnirg erkrankter Bännie. Senv? Erfahrni^ge,: brachte ihn aus de» Gedmtken, seine Tätigkeit il, größeren Rahin'en ausznÄben. Er grüirdt'te die <ö>efellschast der Baum»Sach>»er-ständigeu, die sich in kur.zer Zeit zu einem Unternehlnen größten Stils entwittelte. ^u eiiier von Davet» iind s,'inem Sohne geleiteten Schule ,verde,, die Heilgehrlfen für Bäuude ausgebildet uird in allen HeUverfah-reu für evkranikte Wuine Uilterwiesen. D^e G«^sellschaft l^t ferner stets 7it in der B^nu,, lNtterfuchulig uild Bel^mdluilg erfahrene Reisende unterivegs, die die Bauiiibesitzer dariiber aufklären, daß Bäuine ebenso iv:e Me,sschen und Tiere deii Arzt iiicht. entbehren sönnen Uild svl'gsamer Pflege bediir-sen, wenn sie nicht zitgrnndeg^n sollen. Im Jahre I9SV erregte Davey bei «nem in Newvork in» einer ioissenAMlichen G^'sell« sclxvft gehalteiren Vortixige gro^s -AiiMien dirrch seine Behauptimg. lt^ß in dein berÜHm ten ?)ellowstone,Nat'iomlIPark. den, Stolz jedes Amerikaners, inkbt iveniger als der alte,, Bäunre ditrch Vernachlässigung er» krankt stiid. Die Regiernng wnrde anfn^rk-sa,n nnd übertrug Dlwey die fachmiinnische Behaiidlniig dieses Gediet>>. Tiirch seiii eli>'r» chivWÄjß« eH. DaM. dWA ,»N«t «eknakl LüftlMg der Wurzelii, Beschneidung i)<'r Baumkronen nird n'ichliche Zufuhr ^"n Dünger den lveitvus größten Ml der nlteii BäuiNe des ^jettoivstone-Parkes erhcl'üch verbessern nird vor den« Untergange zn :>e iva>hren. Diese Leistnibg steigelie die frage naä» Banm^häitdlungs-Sachverstin-^ digen derartig, daß sich lxute der Uinsai; dec-Unternohnie,?.^ auf viele Millioi,en Dollar '!>> ^^ah,>' beläil^'»^ i. Sarajevo erhült dos siinfte Tontino. Nach Nenjahr lvird das vierte nnd liald darauf das fünfte Tonkino in Sarajevo eröffnet iverdeil. i. Die Rot d-r studierenden Jugend. Die Saraievoer Polizei soll durch neiie Waeli^ leute ergänzt iverdeu. Wäi>?end für Warti-leute nur die Volksischule verlangt ivird, ineldeten sich über .'M) .'»tandidaten, unter denen aber die Mehrzalil u,it vorgeschrittener Mittelschulausbildung. Für den 'l'e-steil eines Revierinspektors der Sirlieriieilo wache beiuirbt sich ein diplomierter Inrisi. i. «in vertiertes Elternpaar. Das El)e paar Antoil nnd Viktor M o x i ii a in greb inißhandelte die vierjährige Z^ochter — ein unehelick^eS >ki„d d^'r Frau so snrrjn bar, daß die .^leinl. noel, erfolgter Einbrin^ gung iils >trantei,l,a,is verschied. Die beid<'il vertierten Mensche,, gaben dein Glinde anli> bis zn zwei Tage keii, Essen. Dao Eliepaar ivnrde dein Gerichte eingeliefert. i. Falsche Dukaten in Dubrovnit. In ?ii brovnik hat ein unbekannter Ausläiider ver^ schi«^ene Betrügereien verübt, il,deiil er sehr vortrefflich gefälschte .'lN oneii-Diitd > ten lösterreichisch-ungarische) in Unilails brachte und dann sviirlos v<'rsMN'a,r> l». Der neue Stadtrat. Mit kgl. Utas n'nr de d<'r Stadtrat von Ljilbljana anfga!>>,!. ZiMi i,euen B-ürgerineiste'- i,'nrde Recht.^.iii' ivalt Dr. Iuro ''A d l ei nnd zuin büvgerineister der bisherig^' Bürgerineister und golvl'sei«' Senator Dr. Vl<,dimir R.1 v-n i ha r ernannt. Infolge der Inro»p.'>r'e-rung der Nacht'al^ettleiiiden ist gleichzeit'g die Zahl! der Stadträte von aiii .'»i c. höht ivorden. Vou dei, bisheri^i^i, Stadträten sitzen inl lieiie,! (^ieiiieind<'p^irll,iilein nur vier. — Der neue Bürgernieiste,- Dr. A d-l e ^ i- ö sdamttlt aus Adle^i^^i bei t',-no:nelj in Uiiterk^n iind st^>t in, ül. L<'l^n>5jakir. Rechtsamoail't ist er se-it de,n Un,stnrz. gehört «schon länge,? Zeit de,,, Stadtrat „on Ljublsana an nnd n^^ir seiner^z<'it auch glied des K^eixitislschilssec^. lu. Wegen die Monopolisierung bcr Schn'- Wcher ivu,'de in Ljiibljana ein^ ii>> geleitet. Eine Deput^ilion, l»estetiend aus o,!,, Priiisett des ^iereines „Sule und .Htini", de,n' etieniatigen Unterricht^^ininisl^^'r ^''r. L o II a r, deni l^biiiaiiii ?>ec. Driid^re ve sitzMAwemes r o v.« ^ i- n u«d dein .KarW««r gett»»?" Nummer ZSV.. DmmerMg, d« lS. Dqemb« ISVk». maml der S-ktion Ljubljaiw d«s Verbandes der graMchen Arbeiter o s e m, ist nach Bcograd abAereist, um au den maßgökichen Ztellcn dil! Mckgät^igmachung der Entsch-l-dAirg. betresfeikd die Berelnheitlichung der Schulbücher, zu erwiv«nr. Ae Äm^chrift. die den Zentril«n-len sind!" — „Ganz gut so," brummt der Vater. „Vielleicht wirst du dir endlich doch tinnwl meri!eil, wo tlit ldeine Lachen hin-luit." Das Echnitzel. lKin Gast )ometete lange «»f sein Schnitzel. Schließlich l?nft er den Pittoilo: „Habe ich bei dir nicht ein Schnitzel bestellt?" — „Ja, mein Herr!" — „So! Ich hätte dich 5aum wiederei^inl. Du bist seitdem so gewachsen!" ZtitrichmtAg. Der WAßer rief die Zs«gi» dor die Sch«m?e: „Wie att stich Sie?" — „Ziebenundziwanzig Jahre einige Mo-aate!" antwortete die Z^in mit sü^em Lä chÄn. — „Hm", räusperte sich der ^Kichter «nid nxtvf ihr ^nen tozierenden BKck M, „wic viele Mvnnte sind es denn? Ne lyis. sen. Gi«. m»fien Jh« «iHoge beeiden!" Der KenNer. „Erstunnlich iist da«, Herr tVi'iller, Sie sind k>och gar kein Tllchmann und unss<'u lrostdein ü^r die Biehpreise, an-vvin <^!rflÄgel bis zum Ochsen, so Aciiau ^tiescheid. Wl-yer 'komini dn? wohl,^ ^ t»in TutojahML^'' Fordeningen unftm DniKrelen EWMmng einer städtischen Abgabe auf die eingeführten Drucksachen zwecks KonkurrenzfShtgteit der heimischen Betriebe Bon den Betrieben, die von der Wirtschaftskrise überaus schwer betroffen erscheinen, sind unbedingt an erster Stelle die Mphischm Anstalten zu nennen. Die Druk-kei^ ist sozusagen das Barometer für die Wirtschaftslage des Landes. Jede Aenderung in der WirtschastSkonjunktur äußert sich sofort in der Erteilung von Aufträge»», die die graphifchen Unternehmungen aus dem Gebiete der Drucksachenerzeugung durchzuführen haben. In der Zeit der Reduzierung der Regien auf das Mindestmaß sind die Drucker^en in sehr bescheidenem Masse mit Aufträgen versehen. Man führt die einlaufenden Bestellunge,» zu so niedrigen Sätzen durch, daß von einem Verdienst keine Red« mehr sein kann, lediglich, um das Personal tveiterhin soweit als mi>glich zu beschäftigen. Die graphische Industrie hat nicht nur mit den Auswirkungen der l)errschendcn Krise, fondern auch mit der Konkurrenz zu kämp fen, die die Berdienstmöglichkeit noch mehr beeinträchtigt. Zu dem gesellte sich vor etwa Jahresfrist eine weitere Schwierig^, die die Konkurrenzfähigkeit unserer Betriebs illusorisch macht. Die Stadtgemeinde Ljublja-na hatte nämlich eine Einfuhrsteuer auf Drucksachen eingeführt, »vodurch die Druckereien iu der Provinz von der Möglichkeit, Aufträge für Ljubljana durchzuführen, gänz lich ausgeschaltet wurden. De«»» die außerhalb Ljubljana erzeugten'Drucksorten verteuerten sich um mindestens l Dinar pro Kilo. Nun bestehen dort zahlreiche Behör- den, Aemter und Korporationen, di« auS Billigkeitsgründen ihren Bedarf an Drucksachen auch in der Provinz decken müssen, die aber seit, der Einführung der muen Abgabe die Betriebe außerhalb Ljubljana nicht mehr beschSstig^n können. Alle Vorstellungen bei der Stadtgemeinde Ljubljana, di« Einfuhrsteuer auf Drucksorten wieder abzuschaf fen, blieben erfolglos. Run blieb den heimischen Unternehmungen nichts anderes iibrig, als sich g«gen die auswärtige Konkurrenz in gleicht W«ise zu schützen. An die Stadtgemeinde Mari bor »vurde eine Eingabe gerichtet, die die Einführung einer Einfuhrabgabe auf Drucksorten in mindestens derselben Höhe wie in Lj»lblia»ia fordert. Die graphische,! Anstalten stehen auf dem Standpunkt, daß alle Abgaben auf ^uck-erzeugnisse abgeschafft werden sollen, da dieselben die Drucksat^n unnötigerweise ver teuer»» und dadurch die Beschäftigungsmöglichkeit der Betriebe vermindern. Bestehen aber derartige Abgaben in anderen Städten, dann »NUß die Forde»tung erhoben wer-den, daß dieselben auch für Maribor gelten, lediglich aus dem Grunde, um sich vor der Uebevschtvemmung mit auswärtigen Erzeugnissen zu schützen. Es darf hiebet nicht au-ßeracht gelassen werden, daß nach Maribor sogar ausländische Drucksachen eingeschmuggelt werden, wodurch den heimisthen Betrieben ein noch gtößerer Schaden ertväthst. SUtMvoch. d«a tS. Dezember tSZS auf Schien in den Bergen verbringen wol. len. brauchen umso mehr Schnee imd.«Alt< Wir hoffen — wtr hoffen .. . Auf den Straßen stehen die Aeihnachts-«ume. Und manchmal, »venn ^ Wintsr wieder einen kleinen Anlauf nimmt, sind ste von Schneekrislvllen wie überzuckert. Dann schlägt das Herz höher und »v»?^ träumen vom stillen WiNterwald. »wi» Schneelasten auf ^ef herabhängenden Zivei-gen und vom lautlosem Gleiten durch alle diese MSvchenherrlili^t. Mrd der Weih-na^Sbaum hinauSleuchten in die «rschmi-te Stadt? Ge^kenvoll schaut man aus dem Fenster. Und gerade be^nnt ein neuer, leichter Flockentan^l Ach, möchtet ihr doch liegenbleiben und die erste dichte Schneedock« bilden'. Und tvteder ein Derswetfiuao»-schrei... Es vergeht fast keine Woche, daß nicht in ei»«m der Pesigen Tagesiblätter bitterc Beschwerden über unausgesetzte Störunge» des Radim.'mpsanges in verschiedenen Stadtteilen geführt werden. Diesen wohl nur mit vollstem Recht geführten Klagen schließen sich nun auch die Radiohörer des ^user-blockes der Aleksandrova cesta von der Ko-pitarjeva bis zur TomSiLeva ulica an. In diesen Häusern ist jeglicher Empfang tagsüber kaum möglich, am Äbe»id aber größtenteils vollkommen ausgeschlossen. Abgesehen von zeit»veisen Störungen durch elektrische Bestrahlungsapparate, setzen be* so7rderS in den Abendstunden bis 2S Uhr nachts ununterbrochene Störungen ein, die jeder Beschreibui»g spotten; nur sofortiges Abstellen des Apparates kann den .^rer vor Wahnstnn schützen! Alle Versuche seitens der erbitterten Hörer, den Stöver zu er»nitteln, blieben erfolglos oder besser gesagt nur Ber mutungen. Dies »var ja auch vorauszusehen, denn ohne technische Behelfe u»ck amtliche Bollmachten ist doch jedes Suchen vergeblich. Beschwerden beim Radiohiwdler zeitigten de»l Rat, den Störer selbst zu suchen und dann der Postbehövde anzuzeigen; das ist natürlich leiö^er g^agt als getan! Mehrere schriftliche Besch»verden, einzelner wie auch aller betroffenen Hörer zusammen, an die Adresse der hiesigen Postver»»xllwng blie ben ebenfalls erfolglos. Was soll man nun «och unternehme», »tm endlich erhört zu »Verden? Daß der Besitz eines Radioapparates nicht m^r als Luxus betrachtet werden kann, son dern einfach jeden intelligenten Mensl!^n znm LebenSbe^rfniS geworden ist, ist wiederholt bestätigt »Vörden. Ebenso »verden auch in allen Staaten immer schärfero Borkehrungen getroffen, um den Hörern ungestörten Empfang zu sichern u,id deren Zahl mit Erfolg zu vergrößern. Die immerhin hohe Radiotaxe ist wochl für viele Hörer in den Heuligen schweren Zeiten und des allgemeinen Gehaltabbaues .low» aulzubringen, »uni» cher n^re e» an- zunehmen, daß MIN endlich auch bei unS ihren Beschwerden. Rechnung getragen und den un^hligen Störer»» energisch daS Hand »verk gelegt wird! Hoffnung auf Weihnachtswetter! Unzählige Menschffn schallen i« diesen Tagen vor Weilhnali^n prüfend izum Himmel und auf das Thermometer: werden wir richtiges WeihnachtSwetter bekommen? Rich, tig^ Weihn-Ahtswetter — darunter ver' stehen wir die weiße WiMerlmckschaft, Schnee auf den Dächern der Häuler und auf den Aesten der Bäume, leichten I^ost und klare Luft! Unverrückbar steht im Herzen jedes Wünschen das Bild des Weih-rutchtsaHends, die Stille der kleinen Stadt iln Schnee, gedämpfte Schritte auf weichen Wege»», ein klazer, sternenütersäber Winler-himmel und hinter allen Fe»rst«rn das stille Leilchten von tausend Kerzen . . . Run blicken wir noch ein wenig sehnsüchtig zu»n Himmel: wenn es doch schneien wollte! Manchmal scheint es so. al» ob . . . Dann kommen ein Paar winzige feine Tchneekristalle duvch die Luft getanzt. Ein freudiger Schr«ck durchfährt uns: eS schneit! Und wir passen auf, ob der Flockensall dichter wird. Manchmal haben wir Glück, ui'czu soll das eigene Gewissen d«n Antrieb geben. Diesen Entschluß mögen die glücklichen Paar« der Doppelverdiener jetzt, am Weihnachtsabend. fassen» im Anblick dos ktrablend. » Ehristbaum«S, des Symbols de» Nächstenliebe, wo Geschenkt und angenel)me Ueber^ raschungen Freude auNößen. Nur von ikuch selbst. Ihr Doppelver?^:»'. uer, läßt sich dieser ^o^ soziale Fehler wenigstens zum T«il gutmachen. Ihr müßt die. ses Unrecht erkennen und spüren, daß Euch das eigene ehrlich-s^iale GesÄKl anklagt, ^s kotnmen wie^r Weihnachten und bis dorr^ hin hoffen wir, daß sich die Zahl der pelverdiener verringert babe« wird zu»»» ^tzen eines oder anderen Arbeit?l.>!en m. TodeSfal. Im hohen Mer von 8t» Iah ren ist gestern die Schuldirektorswitwe Frau Josaphine Fersch geb. Fauland gestorben. Die Verblichene, eine mit feinsten Cbarak-terzügen ausgestattete Dame, war die Sch»ve ster des hier im Ruhestande lebenden Ober« sten Herr Leopold ^uland. Fri^e ihrer Asche! Der schwerge^osfenen Familie unser innigstes Beileid! m. Tro«»g. Bergangenen Sonntag sand in der Magdalenakirche die Trauung des Herrn Ernst P a P.e S, Schriftletzer. mit Frl. Antonia R y b a L e k, ^baktrasila»»-tm. statt. Dem neuvermählten Paare unie-. re herzlichsten Glückwüns«a LiS k«im VI>r«»vkOr u»ä ZIa«r-Z«v »>>A Lo»po»^» »l.A5 ^»te ^usiükruvx kei kiili^stev ?r«i»vn I» «»«U«» ?«U»«KI»»A b«t xrAti« des Stabes des zweiten Armeekorps ernannt. Oberst Glißiv war bekanntlich seiner zeit Kommandant des Mariborrr >>auSrc-lliments. IN. ««s der veschöstswelt. Am Areitag, den 20. eröffnet die bekannte Flei schund Selchwaren sabrik Josef B enko (Mursta Sobota), die bekanntlich seit Jahren ihre Perkaufsstelle auf der Aleksandrova cesta 19 führt u»td die inzwischen das ÄÄuöie-Haus an der Ecke Gospo-ska ulica—Glavni trg käuflich erworben hat, ein ln dem genannten Hause auf das modernste adaptiertes, mit allen Kühlhaltungs« Einrichtungen ausgestattetes Dotailsgeschäft für den Verkauf von Frischfleisch, Wurst« u. Selchwaren. Die Ecke Gosposka ulica—Glav« ni trg hat aber auch durä) die äußere Rc-nonierung des Hauses, in deni neue Geschäft sich etabliert hat, ein i'ibeiauS ge« fälliges Aussehen gewonnen. m. Aus dem Baudienst. Der Obei^^dsunkt vor Bezirkshauptmannschaft Marib^r Jng. Vladimir Knez wurde zun, Baurat und der Adjunkt der Bczirkvhauptmannschaft in Celjt.' Jng. Anton K o in l zum Zekretär ernannt. nt. Daitt von allerhöchster Steke. Der Präses des Mariborer IaffdvereineS Herr Direktor B. P c> g a 6 n i k erhielt gestern ein Schreiben deS Hofministers AntiL der dem Jagdverein für die anläs;lich der Gründungsoersammlung an S. M. den Kön'.zi gerichtete Huldigungsdepesche über Aller« höchsten Auftrag den Dank ausspricht. m. Spenden. Anstatt eines Kranzes aus die ZchoNe ihres lieben, unvergeßlichen Freundes .Herrn J»sof Baumeister spent^te di? Familie A n d raschitz 20S Dinar für die Antituberkulosenliga. ^rner stiftete Herr Jakob K'ühn aus Maribor den Betrag von 50 Dinar kür den Asylfond der Antl->uberkulos?nliga. HcrzliÄMn Dank! (D^e Beträge sind in der Redaktion der „Mariborer ?^'itung" zu bebeben.) m. Ein großes ^m«lta«spiel wird SamZ :ag, den 21. d. abends im Gambrinussaal ausgetragen werden. Der junge Maribor?r Sc^>achspieler Ivo Le 8 n i t wird seine !ikrä?to au? dem Brett geqen die besten Spieler aus Mnribor, Slovenska Bistrica. Ru8c, Fram und Ptuj messen. Schachspieler, die am Simultanspiel teilzunehmen beabsichtigen und keinem Schachklub angehören, wol-lcn ihre Anmeldungen in den (5ascs „Asto-ria" oder „Central" vornebmen. m. Ein exotischer Gast wird Freitag abends in der Bolksuniversität ain Bar-traksstisch erscheinen. Es ist dies der javanische Slbriftsteller und Journalist HadZi R a-d e n M u st a p h a. der in deutscher Spra che über „Java und Bali" sprechen wird. Der Bortragendc befindet sich gegenwärtig auf einer Tournee durch Europa, wo er bereits gegen SlX) BorträM in deutscher, eng^ lisckier und holländischer Svracl^ sowie im Esperanto gehalten hat. Ä'artenvorverkauf bei Höser und BriSnik. m. Deutsches Konsulat in Zagreb. Wie wir von zustandiger Seite erfahren, ist die Frist auf AntragstMung zur Verleihung des Eh-rentreuzes des Weltkrieges im Ausland im Einvernehmen mit dem deutschen Reichs- u. Preus^ischen Minister des Innern erneut ver längert nnd zwar bis zum 3l. März 193K. Bordrücke für Anträge sind bei den deutschen Konsularbehörden kostenfrei erMtlich. m Mit dem „Putnik">A«toear nach Graz. Anläßlich der großen Me8troviL«Ausstellung veranstaltet das Reisebüro „Putnik" am S a Nl s t a g, den 21. sowie am S o n n-t a g. den 2?. d. zwei Sonderfahrten mit dem Autocar nach Graz. Abfahrt um halb 3 Uhr vom Hotel „Orel", Rückkehr von l^iraz um 23 Uhr. Fahrpreis 75 Dinar. Zu Weihnachten findet ein dreitägiger Ausflug nach Graz statt und zwar erfolgt die Abfahrt am 24. d. um lS Uhr und die Rückkehr am 26. d. um W Uhr. Fahrprxjs 8S Dinar. ln. «« «oldene» OM»ß»G, den 22. d. bleiben die Geschäfte im Sinne der bestehenden Bestlmmullgen i^l Maribor den ganzen Tag geöffnet. Die Kaufleutevcreinigung filr Maribor-Stadt. 13486 m. Die Ei»lad»«>in für den lö. Vlkade» mikerball wurden bereits versandt. Wer versehentlich keine Einlaidung erhalten hat, möge seinen Namen im Retlamationsbuch/ das bei der Firma Snx aufliegt, eintragen. * Hemden, Arawatteil, Pyjamas, Westen iul Spezialgeschäft K a r n i e n i k, Maoni trg. i:6408 Nl. Wetterbericht voni 13. Dezeinlier, 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser 6, Barometerstand 741, Temperatur 2, Windrichtung WO, Bewölkung ganz, Riederschlag Regen. * Kein WWßD ohne Bvavierung! Liebisch, Gll Gäste der Mariborer Lokale ltnd Gönner sind hieM l^rzlichst <'inl^elad(!n. W Apothekennachtdienft M i t t w l) ch: König und Albane/e. Donnerstag: Maver und Sirak. vis18 Ukr mögen üie kleinen ur?ü opoheki f^n^eicier^ Ml' Sie kom» menüe 2cznntclc?snumml?l' Sei' ..Mczribok'el' ^eitunq" in üen ^eru/altunq abgegeben ^er'üen. Qc> mit k^ücksiclit auf üle kommenden Ulel^naclitsfeiel^age ein gk'ohel' k^n» Ü7ana üer Inserenten eru^arten ist. KSnnen ei'st im l.aufe ües Zamstoo-^ormittacis einlangenüe 5?n2eigen' aufträte lelüei' nickt meki' berücksiclitigt u^erüen. l^ie ^eAckakter^nserenten^^^^ üie ^nzeioen für' Sie nücliste Znnntagsr'ummer' spüte» stens ^peitcicz abenüs ZS tS) Uki' obTucieben. VI« «t«? I«ituna". Gtispon fordert Ausholzung! Wenn es wo anders geht, warum nicht auch bei uns? / Jede sonstige Propaganda illusorisch Immer, wenu unser Bachern als einzifl-artiges Skidorado angepriesen wird, erhält das Loblied dadurch einen bitteren Beige-schnlack, dasi man surzwec; die Abfahrtsmöglichkeiten, d'e denl zeitgenössrschen Skisport zur größten Popularität verhelfen, verschweigt. Jeder winterliche Besucher des Bachern weiß, was er alles, wenn er frohlockend aus dem' überschwelg^'nden Schneereich des breiten Bachernzuges heimivärts wandert, beim Passieren der ausgefahrenen, vereisten und von Wildbächcn üt^rschwemm tcn Hohlwegen in Kauf nehmen muß. Daß bei einer solchen halsbrecherischen und geradezu lebensgefährlichen Naserei ins Tal der überivältigende Zauber, der absolvierten winterlichen Bachernwanderung restlos vernichtet wird, ist mehr als einleuchtend. Die Unfälle am letzten Sonntag bestätigen nur unsere Befürchtungen, daß solche Talfahrten durch abschüssige .?>ohlweFe die größte Gefak^r für unseren Skisport bedeuten. Der Skisport erfordert freies Terrain, das hinreichend Gewähr für eine k?eie Beweglichkeit bietet. Wo dies nicht besteht, müssen die in Frage kommenden Strecken ausgeholzt werden. Die SchwÄz, Oesterreich und Süd-dentschland sind heute dic; führenden Wintersportländer Europas und die Propagierung des Wintersports und damit des winterlichen Fremdenverkehrs in diesen Ländern müssen uns zum Borbild sein. Au Bc'ginn des heurigen Winters wurden in nächster Nähe der jugoslawischen Grenze — im Koralpengebiet — sowie in den angeschlossenen Bergerhijhungen vorbildliche Äbfahrtstra'-sen geschaffen. Vir nennen nur die sog. Lahn gangabfahrt in der Reichensteingruppe bei Admont, die Abfahrt von Scheiblingsten: rrach Mi^hlau und voii der. Brandl-Alm. Das auch von unseiem Freindenverkehrs-verband propagierte Mallnitz wird von einer Reilie zünftiger Abfahrten unischlossen, ^ie alle von den österreichischeti Fremdenverkehrsstellen ausgeschlägert wurden utid zwar Hänsleralm—Wiallnitz sTOl) Höhenme-ter), Iamnigalm—Mallnitz (600 .^henme-ter) Hochkilmbliä—Mallnitz fWV .Höhenm?-ter) und RoßloPsalm—Mall«tz (1A0 Hö- henmeter). In letzter .^ it wurde auch bekanntgegeben, daß NM Ausländer in unsere Skigebiete bringen will. l5s ist daher höchste' ^^eit, daß nun etwas unternommen wird, unr unseren Bachern den Fremden uls tatsächliches Dorado des Wintersports vorzustellen, ansonsten erscs)cint die ganze Prepaganda für den Bachern als Ainter^ sportplaß illusorisch. Maribor, das immer mehr als Fremdcnverkehrszentrum hervortritt. kann mit Rücksicht auf seine Lage in kürzester ^it ein bekannter Wintersport-platz werden^ nur scheint es fast, daß dieS von einigen lvl) Bäumen, dl<' wie zum Trot? das Dorado verschließen, abhängig gemacht wird. : Neue Wertung beim Skispringen. Der Schwedische Skiverband hat zwei Anträge hinsichtlich der Mrtung beim Skispringen ausgearkx'itet. die dem Internationalen Kongreß in Garnüsch-Partenkirchen zur An nahm? vorgelegt werden sollen. Danach soll bei «nternationalen Veranstaltungen das Kampfgericht aus fütlf, bei nationalen aus drei Personen bestehen, von denen jeweils dic Richter mit der besten bezw. schlechtesten Note sür die Gesamtwertung ausfallen sollen. Um mit Norwegen und Finnland in dieser Hinsicht in Uebereinstimmung zu kom men, wird vorher ein nordischer Skikongreß abgehalte?!, damit diesen Anträgen in Gar-misci?-Partenkirchen größerer Rachdruck verschafft werden kann. . Schweizer Gikisport. In der Schweiz san ^cn Sonntag die ersten ^irennen dieser Sai so? statt. In Airolo wurde ein EröffnungS-springen durchgeführt, in welchem der in Ztürich Aldierende Norweger Farup mit Note W und Sprüngen von 39, 42 und 4i> Meter Sieger blieb. Einen Salontlauf in Wengen gewaml A. Steuri (Grindelivald) in 1:5v.l; vor Glatthard sScheidegg^ in 1:58. Bei den Dainen siegte Osirnigg (St. Moritz) in 2:1tt vor N. Zogg (A'rosa) 2:M.S. Im gegenüberliegenden Mnrren holte sich von Almen den Slaloni-Lauf in Dcn zweiten Matz belegte Abegglen in 1:2KL. ,Marib»ver Aei^img* Nmirmer Mst Vie «ler Otev ttK«. So sekiitren m/t oisn A T'an/zsn jxexen LrIr»Kunx5icr»n1l1ie>ten (ier lN. Schadenfeuer, der Nacht zum Mt'n tag brach in der Wiw^ierei des Besitzers Jr»-hann .^acuter in Laznica oberhalb Lim buS ein Feuer aus, denl das Objekt in kürzte r Zeit zunl Opfer siel. Der Zchadon ^.'trägt W.dOl» Dinar. Die Brondur'ac^ .st noch unbekannt. IN. Das Wetter verursacht dcni B^rgsttiglr wiu' !den! Wintersportler wohl da.5 me'ne >>topfzerbrechett. ^wnn doch ein plötzlilie? Wetterumschbag den schönsten Plan durchkreuzen und zunichte lnach»-'n. Deshalb ift es iür Touristen doppelt wichtig, das', sie üü.'r die Wetterbildung einigermaßen informicrl sind. Heute, Mi ! t w 0 6), um 20 Uhr wi rü Universitätsdozent Dr. R e s ^ «inen ein schlägigen Bortrag halten und miöMge IMtspunkte geben. ch m. Die Staatspenfioniften lverden nocti-inals auf den heute, Mittwoch in der Ga'.n« brinushvlle stattfindenden Weihnachtsfan«'-lienabend «uftnerkisam geniacht. zu d^'Nt auch alle aktiven Beamten und Gäste tierzlichst eingeladen sind. Natlonaltdealer i« Martbor Aepertoiee: Mittwochs 18. Dezember: G-schlosser Donnerstag, !9. De.^'mber unr Ä) Uiu: „Meinbürger". Ab. Ä Freitag, i><». Dezember: Geschlossen. Samstag, 21. Deziinlber uni Ulu: „Gewissen". Premiere. Ab. B. Burg'Tonkino. Heute zuui letzten Ä.U l'.er beste Franziska ^al-i'^-ilur -Kleine ti". Die temperamentsvolle .^tünstlerin stehl in diesem Film im Mittelpunkt eines nwrrenen Geschehens, aus deni sie sich schließlich den Weg zuin El^glüct bahnt. Als nächste Novität konlmt der neueste Tar-zen-Film. In Porbereitung ,Mnigswai,^r'^ (Cafe Tomasoni) mit Willi Foist, Paul Hör biger, Hellt, Finkenzeller. Samstag niii 1l und Sonntag nnt 11 Uhr „Frankensteiu? Braut", eine grauenhafte ^krinlinalang^'l.'-genheit bei stark ermä^ßigten Preisen. Union-Tonkino. Nur bis einschliesilicl) Donnerstag der 2. Teil des großen ^ilni^ Werkes „Die Elenden" (Les Miserables». Ai> Freitag das humorvolle Lustspiel „Seine Hoheit der Dienstmann" (Di< beide,l Se ^ hm^e) mit denl besten Münchner Komiker Weiß Fcrdl. — Achtung! Unser Nachtsprogramm: der neueste und gr!^s^>e Weltschla^r-FUnl, eine ^Ill^eisterleistung Wil^ ly Forsts: „Mazurka" nnt Jngebovg The^j. Paul .Hartmann. Albvecht Schönlials un^'» der berühmten .Wnstlerin Pola Negri di.; zum erstenmal im deutlichen Tonfilm Ip>ell. b. Trgooski tovarijj. Die vorliegende Nuin-mer lveist einen belehrenden und zugleich interessanten Inhalt auf. In einigen guten Aufsötzell werden versäiiodene Wirtschasts-fragen behandelt. Besoni>ers wichtig für jeden .Eausmann sind auci- die ^i'urzbericht'^ und die anschaulich gehalten,' Uebersicht Über die allgemeiire Wirts^ftslage. Verlag m ^lublsaira, Gregoreieeva ulica. Inl Z^res-bstMZ Diu Äi.__ „Mvribvrer Nvmmer 2».. Donnerstag, den l9. Dezember 193«. Holzwlrtfchast und Sanktlomn Kritische Lage unserer Holzindustrie infolge SühnemaKnahmen gegen Italien / Zwei Drittel der Produktion ohne Abnehmer Wie schon berichtet, »vurb« die durch dt« Sanktlonsmas;nahmen gegen ItÄien für die jl'goslaw»sche Holzwirtsl^ft heraufbeschworene Lage in ider SamKtag in Martbor abgehaltenen Tagung der Holzhändler und -ilidustriellcn ausführlich behandelt. Es un-t<^rliegt keinem Zweifel, haß die jetzt unserer Hol^indttstrie altferlogtien Ähwierigkeiten unseren Holzexport gänzlich üahmqel^ ho-bcn, scdafi G.fahr besteht, «daß im Falle einer illn^ reil Dauer der Sanktionen die jugosls« Holzindustrie gänzlich still^legt lr>ird, für die gesamte BolZswirtschaft lier-IlinlgniÄ)oll iverden könnte. Unsere Holzindustrie macht zwar noch verzlveifel!e An. ^trenHunqen, U7N für den verlorengegangenen w^artt einen Ersatz tiu finden, wie schn'er das aber zu erreichiin sein wird, bekunden am b'shen folgende Ziffern. Schon Jahre hindurch befriedigt die jugo-slaivische Industrie durÄchnittlich «in Tritte! des Gcsamtbedarfs des i tali enische n Marktes, der jährlich rund 1.500.000 ltMk-nieler beträgt. Wir lieferten Italien jährl-ich durchschnittlich 500.000 Kubikmeter, was bei ei nein Jahresdurchschnitt von 700.000 bis ^sX)0(X) Kubikmeter zwei Drittel der Produktion des Landes ent'spricht. Um den Ausfall des größten Abnehmers wenlMens einigermaßen wett/^umachen. fchlu g?n unser« Industrie?«« Regierung ttor, 'chleulliA Ähritts Au unternehmen, daß unserem Hclz jene Märkte erschlossen »verden, dill? mir schon bisher. obwM in ;ierin^^r?m Vl'aße, belieferten: Spanl«?l, Frankreich, (snsslimd und die Levante. Spanien veribraucht jährlich ^.000 .^tubikmeter Weichho-lz mit 100.000 üdub^k-nieter >>arthollz. Mt Michholz wurde es hauptsächlich von Tchlveden und Finnland beliefert, während unser Anteil SO.OOl) Kubik meter verschwin-dend gering war. Qartholz hinAegen wurde vorwiegend vo« Jugoslawien geliefert (jährlich 60.000 bis 70.000 Kubikmeter). Nun meinen un>^er? Industriell len, daß es mit einigem gutem Willen möglich ^räre, auch unserem Weichhl>lz (Gllvwe« nien) den Mar^kt in Spanien iM enveit^-'rn. Dort bestehen z)var verschiedene Schwierig^' keiten, da nur die Hälfte der Lieferungen in Devis'm bezahlt wird, ivährcnd man für d'ik andere .^'».'isfte blockierte Pesos erhält, d-xh k'nrnte inan diese Beträge kompensieren, we»tn man aus Spanien soiche Artikel ein-sichren wiirde, ivel«!^ bisher aus IdÄlen !»«' zöge wurden, u. zw. Textilwaren, Orangen Zitronen, ReiS' astv. Was Frlankreich betrifft, erhielt Jugoslawien bisher vegelmS^ gewisse Tin-fuhrkontinffSnte für A l g i e r. doch tonnten sie diese Absatzmi^lichikeit nicht ausnützen, da auf die Einfuhr ein hoher Zoll, 400 Mnar je Kubikmeter, eingehoben wuroe, ivährend z. B. ölfterreichische Holzhändler dort nur SOO Mliar bezahlen müssen. Dc^r-um fordert man jetzt von der RegierunA Schritte, daß Jugoslawien bei der Änsilhr nach Frankreich Oesterreich zumindest gleichgestellt werde. Was den « n g l i s ch e n Markt betrifft, sind unsere Industriellen überzeug», daß daS britische Holzsyndilcrt, ivelcheS den M.irlt regelt, mit Le^g?eit das jugoslawische Äon tingent echöhen und damit eine erhi^hte Ein-fu^ nach ^gland und seim. Donrinions sicherstellen könnte. Trotzdem England belon, d«re Wünsch«, betreffend die Qualität und die Dimension der Ware hat, g^ubt umn doch, daß unsere Jndirstrie diesen Sonderbedingungen laicht entsprechen könnte. Was schließlich die Levante betriiffr. n't die Lage etwas schwieriger, da hier Runiä-lrien als sshr billiger und deShähnten Märkten. Es handelt sich hier nämlich nicht nur um eine voriiberiiehende Absatzmöglichkeit für »lnsere grösjte Indu-strie, sondern um den Zwang, neueDaucrkundenzu enverbei'. da man mit Recht envartet, daß der italienische Markt auch nach Aufhebung der Sanktionen für unsere Produkte verschlossen bleiben wir^, zumind<'st aber M'rd die «lZen-crir>:röung der alten ^vfer fordern. Aaufleute haben den Preis bii^its von 9 auf 10 und 11,Dinar je Mer erhöht. X D«r Ete«ri«gfta«tz mit jenen Staaten, gogenidber denen Jugoslawien aktiv :st: Deutschland 367 Millionen. Italien lS-j Millionen, Bulgarien 8A1.000 und Türkei 8Sb.000 Dinar. X Erzeugung von synthetischem Petrste»« i« Frankreich. Im Gebiete des BergrevierS !!!^tin in Frankreich wurde die erste frmlzö-s^sche Fabrik zur EnzLu^ng von syntheti-s:!^m Petroleum aus Klühle eröffnet. Die!e Fabri'k soll täglich etwa' bO Tonnen Ki>hle verarbe^itev. X Auch in England S«iservenbier. Die Versuche ameri^irischer Bierbrauerelen, Bier in Konserven zu verkaufen, iMben derartigen Erfolg gehabt, daß sich nun a«lch England zu dieser VerkaufSart entschlossen hat. Aus Slr^nsea »vird berichtet, daß .^«i»ei Bvaueveien iil Wales Maschinen zur Erzeugung von Bierkonserven aufstellen. X Anstieg des ffveiz«NPrEises aus dem internationalen Markt. Die argentinische Ate» gierung veröffentlichte einen Beschluß, wo-^ nach als Minimalpreis für Weizen 10 Pesss und für Leinsamen IS ^^sos fixiert 'verden. Auf Grund dieses BeWusses ^t auck die Börse in Liverpool den Weizenpreis, dcr früher mit 5.10 festgesetzt war, erhöht. Ans demselben Grllnde sind auch die Weizenpreise auf der Newyorker Börse ganz wesentlich gestiegen. ^ LeHe Vffrsenbei^chte Ljubljana, 17. Dezember. Devisen: L^erlin 175^tt.08—170V.95), Zürich 1421.01 —1128.08, London 21^.31^217.37, New-York Scheck ^.';44.7?—4371.0S, Paris 28t1.ü3 -200.0«, Prag 181.49—182.59; österr. Schilling (Privaltlcaring) 8.8.^^—8.05. Zagreb, den 17. Dez. S t a a t s w e r t e: 5trieggsch2, 7"/» StabilislZtionsanleihe 77—79, Agrar dank 239—^42; Äompensationsmark 14.15. Der HolzmarN Glowe««««« Infolg? der SanktionSannx'ndung Herrs6)t auf dein Ho^zmarkt in Slowenien völlige Stagnation. Die kleineren Betriebe haben die Arbeit bereits eingestellt; auch größere Indllstrien haben ihre Betriebe aus ein Minimum reduziert und tragen sich mit der Absicht, die Arbeit gäii^lich ein>zustcrlcn. Die in letzter Zeit ausgeschriebenen Limitationen blieben in den meisten Fällen erfolglos. Wao jedoch die Vinstelluirg so viele? Betriebe knapp vor dem Winter in sozialer .?>in-sicht be^deutet, ist leicht zu übersehen. Niemand weiß, wcinn die Exporteure ihr Geld fs'ir di? sri'lher nc?ch Italien gelieferte Ware erhalten werden. Liranotiernng wieder zngelasse«. An ider Zinirln'r und Londoiu'r Börse notiert ab Moulazz wieder die italientzjche Lira^ al' lerdings nicht als Devise, sondern nur als Cleariugskurs. Es ist zu erwarten, daß die Liranotierungen auch an den jugoslciwischen Börsen wieder aufgenommen lverden. X Pachtversteigerung. Am 3. Jänner wird bei der Staatsbahndirektion in Ljubljana das erste schristlicl)e BersteigerungSangebot für die dreijährige Pachtvergevung der Bahnhofrastauration in ö a k o v e c abgehalten. Interessenten wollen sich an die Handelskammer wenden. X Fusion im Werstwesen. Di? Narrow-Werste A. O. in Beograd bzw. K r a l j e-vica hält am 27. d. eine außerordentliche Generalversammlung ab, in der die Fnsion ntit der Adria-Werft A. G. ili S p l i t vollzogen werdeil foll. An der erstgenannten Unternehmung ist die englische Werft in Glasgow und an der letzteren die Werft in Nantes beteiligt. In Kralievica und Split sind gegenwärtig gegen 700 Arbeiter beschäftigt. X Der erste russische w-iz-n in Wie». ersten russische,, Meizentransporte sind at,f Dmliauschlepperu in Wien eingetroffen. ES handelt sich lim eine Schi.fsÄadung von 5000 Tonnen. Die übrigen Lieferungen stich bc-rerts aus dem Wege, und zivar über Tri^'st, von wo s»e iilittels c!^selchah,l nach Wien in-stradiert ^vcrdvli. X Olivenernte. Die Olivenerilte in Dal» inatien geht nutl zu Ende. Die diesjährigen Ertrüge bleiben hinter jenen des Borj.U)re.< um etn« 45^ zurück. Die l^sauiternt« wird auf et!NXl 400 Waggons Oel gegenüb^'r 1,00 Aaggvil ein ^veiiever Oelj^roisanstieg erlvartet u»dd einige Dortrag Aran» Nesi Au seinem Vortrag a« tl. Dezencher in Selj«. Dies vor allem: Man darf nicht glauben, dasi nur dort, wo man erschüttert und g^'-richrt wird, große jkunst verborgen ist. Neiu, auch dort, wo man lacht. Nur ist es dann schwerer, sie auch zu erkennen. Echte Tragik ist eine grohe Kunst, echte Komik nicht minder Unter dein Mantel echter Uomik aber auch noch echt tragisch wirken zu können"^ meint Peter von Preradoviö, „ist vielleicht sogar noch etwäs mehr." » Es war ein Abend zuni „Ausspani^n". t^ranz R e s l, der lachende. Herr mit dem Bottlnondgesicht, dieser Meister deutschen Hu mors, stellt keine geistigen Anforderungen, verlangt keiin: -Einstellung", nur Lachbereit-schast, deren geringste Ansätze er gleich beini Auftreten geschickt hervorkitzelt uich zu fröhlichster Laune steigert, die er den ganzen ^ Abend lustig festzuhalten persteht. Sein Einblick ginvährt schon das, lvas so selten und so ^angenehn, ist: seine strahlende Mien-e ver-I rät einen Zufriedenen. Sein Lächeln ist das Lächeln eines Hulnoristen, der deni Leben troß aller Bitternisse soine besten Seiten abzugewinnen versteht. „D','r Dumme läßt sich unterkriegen, — Mut! und Humor, die helfen siegen!" Ich habe ^ranz Resl schon dreimal gehört — und doch: er wirkt immer neu. Am besten ist er, wenn er sein« kurM, aus sichere Wirkung klug zugespitzten Anekdoten erzählt. Da wirkt er unmittelbar, wie ein Stegreif-Spaß ulacher in einer Hsurigengesellschaft (d!e auch was anderes trinken tany). Als Borleser von heiteren Feuilletons und Beobachtungsskizzen ist er nicht immer so zwingend komisch. Seine Komik verzichtet auf jedes lau te Mittel, auf jede groteske Ueberraschung, er spielt überhaupt nicht komische Menschen, sondern er zeigt^ wie komisch die Menschen meistens wirken, wenn ste traurig stnd, und wie nahe der Tragik alles inenschliche Lachen ist. Und man empfindet unwillkürlich: die Stunde ist nicht verloren, sie umgibt uns irgendwie zeitlos und immer. Vortrefflich wählt Resl an VortragSstük-ken das, was seinefil Wesen am besten entspricht, so die heitere psychognalytische Studie: „Mein besseres Ich", in der er das „Jn-nerelen-l^raminopolion" Mn zartes Gewissen) belauscht. Resl als Palatschinkenkoch, das ivar ein b<'sonders schmerz- unli lustrei-cher Monolog, der aus dem Publikum einen inachte. In den „l^edichten von Eulalia" setzte er ^char/ den Dichterlin- gen zu, die neckisch le^chl rcundare lein, Herzlein und Böglein ins E>td^ .'t ' BerSzeilen streuen. Mit einer .'oankibeuv-gung, einem beiläufigen Blick entlarln er allerhand kleine Eitelkeiten und Lacher! ketten des MetiierS und weiß dabe? sein'^ul Spott alle Schürfe zu nehmen, ibn von aller Bosheit zu entgiften. Ueberaschend ist die vollendete Meisterschaft, mit der Resl seine Geschichten akstufi. Spannungeil auslöst, Mundarten meistert. Mr würde stch nicht krank lach.'n iiber den vorivitzigen Schnlanfsatz eines kleinen Bu' ben „Äe Kai>e"? (Er beginnt etiva so: Die Katze ist ein Säugetier, was schleicht, wenn ankmmnt. Hinten ist der Schwanz ang:wach sen, aber man darf leider nicht daran ziehen, weil sonst ganz wild wird. Manchmal in der Nacht kommt aus den Katzen ein schmerzlicher (besang und die - aufgewachte Bevölkerung gießt Wasser darauf.) Wer würde das Gesichi des alten Weiberls in Nu dolf Stürzers „Die Tanbe und' der Engel" vergefsen, da^ Resl so glänzend nachznai?-men versteht, All: er) in Linz erschienen sind, und freut sich, wie lustig und gut beobachtet Herr Resl Dorfleute und Kleinstädter karikiert, von bösen und guten Ehefrauen allerhand harm-losi! Schivächen kennt, und wenn von seinen Geschichteln und Marterlsprüchen auch manche schon sehr altbekannt stnd (wie zum Beispiel die Geschichte von der Fahrkarte im Bahnabteil, die man meist sächsisch als Reisebillett kennt), so bringt er sie doch immer wieder zu neuer Wirkung und lautem Lachersolg. Resl ist der Witz in Person und Figur. Er schüttelt sich, und das Lachen fäll^ ihn? aus den.Rockärmeln. Persönlichkeit des Bortragenden und Art und Inhalt seiner Stücklein d'cken sich bei Franz iliesl so vollkommen, daß die einheitliche, stclrke .^iterkeitSwirkung auf diese E'n heit einvr stark heiteren Erscheinung zurück-zusühr'.'n ist: daS letzte Geheimnis seder vollen Wirkung. Und deshalb lachte alles bebreit und.dankbar. Der Bi^ikall schien die Wände sprengen zu ivollen Das Publiku'n ertrotzte sich mehrere Zugaben. Der Ab-^nd war sehr gut besucht: es kann aber denen die noch Plat^ gebunden hätten, wirklich leid darum sein. Um die BeranstalK tung hat sick> der Obmann des Schwäbischdeutschen ^Kulturbundes in Eelie. ^^^'err Werner Stiger, verdient gemacht. Es möge nun di? .Hoffnung erstellen, in Kürze Fran^ wieder bei nns zu sehen. Helfric>d P. Scharsena». c. Evangelische Weihnachtsfeier. Jetzt qlänu Sirius in der Nacht lierrlich am '^^Nnunl und ist wie der Stern von Bethlehem. L^er Christbclum steht noch still im verschne'ien Wald. Bald ist die Zeit er^llt. Wie ein stral, lendes Licht scknnimert Weihnachten ''urch diese Adventtage. Am kommenden Goldenen Sonntag werden wir den ersten strahll'ut>cn Lichlterbaum zu sehen bekommen. An dleicni Tage (22. Dezember) findet in der Evangeli. schen Vhristustirche nachmittags um 5 Uhr die 'übliche MnderiveihnachtSfeler statt. Sie kann Heuer leider nur in vel'einsachter dargeboten tverden. da diirch allerlei Ärank-heitsfäll« und andere Schwierig'ketten '^ie ^it der Borbereitulig allf eiu Mindestinas^ hevabgedrückt. wurde. Doch sicher werden, wie alljährlich, nneder alle kommen, um die holde Weihnachtsbotschaft ans Kindermund ins .Herz singen und sagen zu lassen. e. Die Kaukasussahrt 1935. Seit der Eni länder Freshfield vor über fünfzig ^'^ah^en die ersten alpinistischen Erfolge im ^laukapis errang, lockt dieses Grenzgebirge zwischvl (?uropa und Asien in niachsenden? Maße d'e Bergsteiger aller Nationen an. Uel>i'r die' jüngste Kaukasnssahrt österreichischerer Abl-lungen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins konnte man Donnerstag in ei. neni gcnuszrelchen Vortragslil'end des -'ewe nischen?ll^nvereins viel Aufschlusjrenhes u. Donnerstag, den Unterh-b a t h aus Billach, ein bekannter und erprobter Bergsteiger, berichtete in deutscher Sprache über diese Foihrt, die ex im vergangenen Zlnnmer w ^gleitung von acht Oe-sterrcichern und vier Münchnern unternommen hatte. Der Vortrag feffelte vor allem durch die Reichhaltigkeit seiner Darstellung. Diese dreizehn Männer haben Hervorragen des geleistet. Der unbeugsam« Tatendrang Mrte sie zun, Erfolg. Naö zielbvwutzte. fluge und energische Führung, opferwlllige Kameradschaft und harter SSmpsergeist verström zugeflossen. Dtt einheitlii^ Wille zur Tat sog sich davaus die Kraft zum erfolg« reichen Sturm «uf die ersehnten HSHen. Der Vertrag, der im Zeiichensaal der jtnabenbür. gcrschule stattfand, war ausverlaust, die Aufnahme her/^ich DmmerStaß, 19. D«t«mber. Ljubljana 13.1ö Verschiedene Chlore. 18 Fvanzösiische Mustk. 19.30 Mtionale Stunde. M Französische Musiik. ?I.A) Lieder 22.1Ü Jazz. — Beograd 16.40 «vlrs. tveisen. 18 Ja^z. A) Volkstümlicher Abe:lt>. ?2.20 Konzert. — W i e n 14 Visder. 1S.05 Das liebe alte Lied. 17.2k Konzer^tunde. 10.20 SchallPlattenSrettl. 30.W Luftsp'el. 22.25 Tins Stunde Uvweanerisch. — Bero m ü n st e r 17 ZeitHenössSsche Musik. 19.50 5konzert. — Budapest 1L.4S Biotinkonzert. 19.40 Gitarrenobend. — Deutsch' landsenderlS Unterhaltungsmusik. 17..'z0 Harfe und Geige. — L e i p z i g 17 Konzert. 22.40 Kammermuskk. — Mailand 20.20 Konzert. — München S0.:0 Wagner-Äbend. — PosteParisien 21.20 Bunter Abend. — Prag 19.50 Kom Positionen von K^liSka. ^ R o m 10 G.^sangs und Jnstrumentalkonvrt. 20.50 ldonzert. — Strasburg 19.30 Aus Operetten. — S tu t t g a r t 19 Bnntez Operettenknr-.^r — T o u l o u s e 20 Konzert. '.Z1.!»0 .,Der Bajazzo". — Warschau 18 Lieder. 20 Operetten von Lebar. 21.AZ; Lieder. b. pMnvurop«. Vesvmderkett 19Z5. 6em Indslt: I?. dl. ^näenkove-KalerLi: Vonsueuropa. Vor I^assenmvtkvZ. ^nt->vordsn suk 6ie I?un«liraLo: >Vo Hext ckle 08t«ren?v Europas. Vr. petsr Xursnäs: ^ilsn NlxISs. Nofrst lnx. ^uropäi5cke Liektn^itätsvirtsekait. I>r. Lnist Venväikt: Nn erover LuropAer. »WnK8 am Luropa«. Vuekdesvrectiun-xvu. Verls? w >Vien I., tsoidurx. Lin^l. nummvf 1.20. L«rvpU>»el»v KGVUA. VW LukopAizede I^evue de5edllettt «ten Xl. mtt «iner 8smm!une von ^dksnäluneen. 6Ie teil8 in 8V5tomatiseker. teik in unmittel-dsr praktisek dsroiener Setrsedtmix <1km pudli?i8ti8ckem ttaupttk-ema ckes .Iskre8 «eviämet 5invi88en ^usxsne entee8en8elien mse er virä äie vorliesenäe Lammlun« in 6em >vaelien kewulttsein äer manxeln-äen (Zrunälsxen äer in äen Verträgen von 1919 veranlcerten »Siekerkeit« ?ur «Änä nekmen. Me »LuropSlseke I?evue« versuckt mit il^rem Sonäerliekt Uder äie pr<>bleme äer Lick^rlieit einen K-sitrae xur internstionslen Oi8lcu88i0l» eine» l'kemas ?u iielern, äa88 äurek äie Lnt-viekluast äe8 . itslienlscii - abessinisclien Konflilcte8 im I^ittslpunkt äes Interesse» «teilt, vie besonnene Lrörterun? virä im 5ol«enäen lakrxsne korteeiiikrt. veutscke Verlsxsar.stslt, 8tutt?srt: im laliresberu? 15.—. d HVWssn unä fortsekritt. Populäre 5äonat88ekrjft iiir >Vi«senscksft unä 1'eeknik. Verlsx vrönner, franlcwrt. — kmzvlnummer ^lk. 1.—. Vs8 ve^ember-iiekt äer vol?<8ttimlieli «esckriedenen teeli nlseken unä ^issensedastlicl^en ^eit-sedriit »VVissen unä I^ortsel^ritt« brinxt Slelek8sm al8 ^b8ckluü äes 9. .lal^rsa-n-ees IN einer knülle vorziULlici, i11u8trjerter ^uf8AtZe eine ^rt lZuersetinitt äurcli äen Le8te1lten umtanereieken ^ukesdenlirei«. Die deiäen Pole. Z!wi8eken äenen sieti äiese ?eit8ekrift kev^ext. sinä auf äer einen Seite äie Probleme äe8 >Velton-raume8 unä suk äer anäeren Leite äer lcleine prJl(ti8cde l?st8e1il2x kür äs8 tä-«licke lieben, unä äiese Spanne ist aus- Lvtüllt äureil eine «ar.>:Le Ztuwnleiter alctueN interessanter öeiträee aus allen tkeoretiseiien unä praktisciien Qed eten äer 1'eellnjk unä t^sturvi88en8ol,akt. — Diese ?eit8ci»rikt muL auf ieäen kort- sckrittlieil äenicenävn ^ensetlen erünäie wiricen. Beziehbar: Nuchhai^ng «. Hk«s, Ma. ribor. ll3S4 ^ Sw«a» vo« «ok» «iw ls Wenn er stch zurückhält, wett er «ö versprochen hat, muß dann ni^cht eine Annäherung, die Anregung zu einer Aus» spräche von ihr auSge^? Ach. sie ist io müde, sl> trostlos traurig geworden, daß eS ihr schon als unausdenkliches Glück erscheint, den geliebten Mann nur noch ein einziges Mal sehen und sprechen zu dürfen. Als die Stunde zu Ende ist. vembschiedet Helge Borden seine HSrer. Heute rst mcht wie sonst in der letzten Zeit die Rede von einem längeren intimen Zusammenbleiben. Gudrun zöqert bis zuleht. Dann steht s«e vor den» Künstler, der ernster als sonst erscheint. Sein Blick ruht mitleidig auf ihrem blassen Gesichtchen, auf den grohen verweinten Augen. Sie must sich entsetzlich überwinden, um die Frage zu tun. die ihr in der Seele brennt, und wagt sie schtie^ch stammelnd ilnd errötend: „Ihr Freund kommt heut» nicht. Hierr Borden?" „Ndelode? Der ist heute früh abgevÄst." „Abgereist?" Sie ist so erschüttert, so hilf-lof^, so aufi-r sich, das; Hel^ Borden begreift: Auch setzt, nachd^ sie Udelode ver-loren ist. kann er diejies Mädchen nicÄ fllr sich gewinnen. „Wohin?" fragt der gitternde Mund. „Zuerst nach München, wo er geschäftlich zu tun hat. und von dort nach JimZbruck, imch Bozen und Meran." „Und — loie lainge bleibt Herr Ud«ll?de fort?" „Das wußte er selbst nicht, FrSulew Gudrun." „Er hat 5^nen nichts für mich aufgetragen. .'^»err Bor^? Keinen Gruh — Seine Botschaft?" Er möchte sie streicheln, sie liebkose», in seine Arme n«hmen und küssen und !ie 'hr Weh velzgessen machen. Aber er s^, daß er hier nichts mehr zu hoffe« hat. Grenzen-lo^ Mitleid ist in ihm und Uneben Zorn auf den Freund, der das alles anger chtet, der die leichten und spielerischen Bande, die ihn mit diesem sü^n Ges^pf vor lldelo-des Rückkehr verbunden hai^, mtt seinem Ernst und der Stärke seims Gefühls für immer zerrissen hat. Er wendet fich von deil anklagenden gro^n Augen ab. „New. Fräulein Gudrun." Sie geht wie «ine Nachtavandlerin nach HMse. Nun weiß sie ja, daß Lein Z«chcn, kein Wort, daß nichts, nichts je wiever von Arnulf Udelode zu ihr dringen Wied. Er ist gegangen. Aus ihrem Leben gegangen. sich aus ihren Tagen geli^scht. Wll, daß sie ihn vergesst soll. Mll er das wirklich? Oder hst er nur au^ ZwaiHg so gchomdelt? Wartet auf ein Wort, ein Zei-qen, daß du anders über das alles denkst als die Eltern." Und Mtn hcckt die sechzehnjährige «»inen Plan aus. In München lebt «ine Z^undin Gudruns, die Kwei ^ahre älter ist. Eine iun-ge Malerin. Die Bekanntschaft wurde im Lettehaus in Berlin geschlossen. Ilse ist schon einmal als Gast bei Mautcns gewesen. Sie soll Gudrun dringend für die Osterse-rien, die äbermorgen beginnen, einlade». Zu ihr soll Gudrun reiq'en und von München aus weiterfahren, dort, wo lldelode ist. ,,Seinen Aufenthalt werde»» ^vir schon ljer auslbekommen", erklärt tie Kleine mit glü-henden Amig^i und stmhlenden Augen. „Du kannst dich auf mich verlassen. Enw^eder ich erfahre seine Anschrift durch sein Biiro oder durch Helge Borden. Laß mich .rur machen." Einen Augenblick schreckt Gugrun vor der Heimlichkeit zurück. Sie ist ein wahrhastiger Mensch, dem Lüge,» und Heucheln ichr^Uch ist. „Dann mußt du oben auf Ar»mlf verjich-hetzt Gerda in gaTiz bewußter Klugheit. Das entscheidet. Der Bi^ef an Me »vird geschrieben. Mm Glück weiden — mit Metas. des Müdk^nS Hilfe — noch so viel Marten zusammengebracht, um i^ durch Eilboten befördern zu lassen. Dann schleicht Gudrun sich heimlich aus dem HllwS, um ihn in den Kasten zu Wersen. Und 1MN verläuft alles Programmgemäß. Mo antwortet sofort. Ihre Vnladung !st dringend. Frau Sockhie.)! Bedenken. Gudrun zu dieser allein »vohnenden jungen Aiinstleein reisen zu lassen, zerstreut d^ Bater. „Ich bin froh, daß das Mäidcl <'im' spännung baüen und für movere Ao.hen ln M^?!e Umgebung liomweu soll. Mr dürfen ^Sk auch nicht zu cmgstlich und kleinlich sein, Zv-sthlie. S«^ietzlich ist Gudrun einund^vvanz»q. Lassen wir sie reisen. Ich kann ihr trauriges Gesicht, ihrv verweinten Augen nicht m^hr fthen. Wenn nichts siik sie geschieht, fkrch^ ich eine NervenkMe." »>rau Sophie widerspricht mctn längev. Denn sie hat die »größte Angst vor ^aivk« heiten ink eigenen Haus. Der Bater ist sehr gutig zu Gudnm. (^r gibt ihr ihr SPurkassenbuch. ..Hol dir. Ivos du brairchst, iittnd. Du wirst ja außer -cm Reisegeld noch allerlei kleine Wünsche Und deine Freundin ist auch nicht auf Rosen g^ettet, du darfst ihre Gastfreundschaft nichi so einfach in Anspruch nehmen. Du mußt sc« Heu. wie du das am besten mit ihr reg>.'lst." Gudrun ist tief beschämt. Sie umaruit dnl Bater und b^'l^innt zu weine,». S,e leitet unter ihrem Betrug. Er streichet un^ bc-ruhigt sie. „Nur nicht hysterisch »verdeil und b<'l denl Anloß heulet», Mädel", sagt er derl»cr, at. Die letzte Stunde bei Helge Borden versäumt sie. ^^'äßt sich durch Ger^ entschuldigen. Die K^leiue ist es auch, die sie darauf aufniertsant macht, daß sie Paß und Papiere brauchen wird, um Udelode vielleich nachreisen M können. „Mies ist furchtbar schick, »merhört romon tisch", lüchelt sie. Gudrun fällt die »deur viel schwerer. Gerda übernimmt sie fiir dic Sch^vester. Bei Tisch fängt sie ganz harmlos an: „Du solltest dir eigetttlich eine»» Paß utitnehmcn. Gudrun. Wenn du schon in der Nähe b?it. fährst du init Il^'e vielleicht ein ^>aar T^v^?« ms Italienische. M Gudrun ll)r!^t Mtz heraus." MrrVvver Iettung^' Nummer 2Sv. DmmerSßag, den IV. Dißemver 1SSt> veni»««»« vi« HViIinicbt». Uesekvak« »ws: Vkitlere,. Velä-T^aseken, 1'»d»ttl«re. Nanä-. Leliu!-. Xlttva» un6 I?ei5eta8ckeo. »ovie »uel» keisekotterg w «rüKtor ^us-xvakl bei Ivan Xravo». rikni-. >^IeIc5anärova IZ. l3A75 ?vle«rAM«! Nouto eingetroffen: (Zroniro. LeaM' pi. IZarbonI. Lsmplero, 'I'jlitenfisck u. Saräellon vor-lieli abenck8 im (isstdau» »lio-tnvZ« serviert. IZ479 (Zrammopdonv unÄ dlükm»-«clülien verr. MlllMillsaiM als fv»t«v»olivak! Kvmsne ö. VVoltliteratur: !.»> riscli. Llissbotli 99 Din. (von v-stt-rr. Kalserm). Niexsl. t)e.'^iree (von ^er dels. Künl» ein) lZ. «r. l^iebe 95. t^onvav» lc!i «ollte Xaikierin veräen. 1l>5: tüler«, /iauderor. »cliön. VVcrk, .^eistreicll. 11V; Urlia-nitxkv. Karin IZt). Helm^colir IW. Ursula unVaIu. LWo fruclit, in ö Spraclien übersetzt: OalsworlUv. LksreU Oluciliili. pracltt>verk. 170; i^clwne Damvnromsao von Lpurtlis iVlkkIer. dieiäeloroke kiv. lZlrkner, lintenkIeclcZ 42: IZerL. I^.iebe5!eLiclien 4^. llain, KülZ miLti 20; liotkberk. ??e» na!i Lile 20; Kuev. 1'renlcer. 45; .läserbiteiler. Lei IZostel» llin« Z Oln. Porto Xusedla«. l^uLlitianlllunl! SLiieilldaeli. ^arik^ (Zo8p08ka 28. 13490 viNileo ^»tttti»elit»««vkenite kaufeil Sie de!m luveUvr u. (ittläarbeiter ^u»«»t ^sda» Stvini» ul. Z. I^msrdeitun«en sowie Keparsturen «Ilsr ^rt rllseil un6 billikrst. 1340! ^dlRU« von ki,«,, Atet»N. QuLvl»«a «vi« «U« ^e»«a k^ssekwen ksutt uaä vvrwmtt m l'siSVoreli« loä« ^«a«o 1u»tla OustlaM, ö^rtdo^ ?»ttead»eliova ul. 14 «7l0 anckk?»«« mit trlseken oä. Kmistdiumen voa S0 via. »ui vSrts. Sediviie samt Qolä-äruelc vln. SV; ^K«erkrün»e v«>n vln. 40 sutvSrts. «nli«>t»ll»ul! vrMiatdoutoa. Zkarat.. iu> osnrain. seküno Ltelue. diUIe zeu Kaden, ^uveller Xujlust .kslin. Stolns ul. 2. 15473 ecuFtt NvUjlm^vr Aililcddrot. Mekerei liodaus tlaokt., Xo-roSka eesta. 1At74 I«t»i» vo 6«r VV!nt«r kommt unä Sie !l»re k'AllrrSÄer nivkt meiir Ledraueke» künavn. die tvt Siek Iknen Oelessenkeit. dieselben erünälicl, reinlsen. emaillieren, vernickeln uncl alle l^ueellaeer »cl^lelfon «u lassen, »o rlall llieselden dis ^um früliialir repariert sind unä vio neu aussehen, ^utde valiruneslaeer tilr lVlotor- u. I?a>lrrääer Uder den Winter. pllnlctlicUe veälenunL. tZarsn tiert solitle /Arbeit. Konkur-ren:elo»o preise L» empkielilt Sick llie meclianiscke >Verk. ztSttv Justin Vu»twLle. i^ari-lior. lattendaekova ulica 14. Kart« svntiet, 6as kaä >vlrli vom Hause seliolt. 130Z0 vis neu« Kapi»«i.KI«I»»vkrvII» musekIno l8t lias 8ellüN8tv «. v/ertvc>1lste >Veilinae1lts?v» sLlienk. (Garantie un6 ?all-lulikserleieltterun«. Verkauts-stellen: H. Nvier. IVIaribor, vlica 10. olctodra 2 — Valerien Lpruselilna. ptuj. 13453 (Zrammopdvno, uucll mit elek trisekem Xntrleb. liilli« ad»u» ?eden. Höfer, Ulica 10. «'Klo» I)rs. _ 1^78 I psvoli». Kart. 1 Xlviäerlca-sten. 1 «rolle Xltekenkrväsn». 1 Wasektlsek. ^nrutr. bei ä. Hausmelstsrin Xlelrsi^nckr iva eesta 55. 13448 I?»Mo«pi»«r»t »e»v««. 3 kül^» ren unä ein olektriseli. ^len blllie ZU vorkauten, ^nruir. 13—14 unä 16—18 Vl»r I^u^ka eesta 2. XonfekeiZa periln. I34<9 s'sUz^l.e cttOcol./^o ci^ y»n7NS»«»i irf Gz ? alte mo»tenv«r1nl»ede t«» (Lilder), ?viü'l'riväor unä ?1 vtnä« »Oesterr.-unsari-sck« Ailonarekl« in >Vort unä öilä« Lu verkaukeo. Xär. in äer Verv. Z34S6 2 v«tt»«,t«U«, mit i^a. tr»«»«, dlUi» « v«rk»uLen. ^»tr. (Zospowa 7.l. 1'ilr 3. 134« Loi»«e»r dilll« ru v«rkaufen. >Va«ller. Vetriajsk» 30. 134«r«. i?aäo. 18 Monate alt. sekr ^ekSn. erst-klassi«. Ltam'^d^um. 7U ver. kauten. Ailav v«> Nuvkar, LckloV 1'urntS. k^st ptuf. IZISS tieksten Zekmvr? xekv ieli »Iis» Ven«f»ack«n» V !?reunäen un6 Vvksnntea aia tro»tlo»v l(un6«» 6»ü miok meine l»er-ea»sutv» treukosor^tv» unvvrsseLlivke 8ek,«fs»tor, ^rRu lvM kmili. R ki»l»I am Divnstux» 6en 17. Deiemder im 80. l^obvn»j»rl>e n»et» Icuneem l^eiäon x»nz! uaerv»ltet kür immer verlasHvn t»»t. Da> po. va ul. 2l. Part. ?. IZ471 äen zcltünsten liei l'. k^ovak. (Zosposka ul. S. 13461 K««l»trier pultk»»»«^ avo..«. Liolie. kleine Vuekblnäor-Üett masclilne dillj«st ad»u>redea. Lopova ul. 21. Part. r. IZ^/^ Klnäerkordvl«!« prosvvrt -u vsrkaulon. i^^at»trt,v» 3. liir 8. 1347S 0oi»i»»lb«ttil«ok«» verseiiieäe. no Vesken in Hknäkilet !»ll lixst adzlueeden. ^traiion tke ick vormittags .'^aistrov:» 13. ol>ene?äl» llak«. 1S4'I6 8eU»I»lmm«r. llartkol:^ owar. /immeriessol. bLettvn. XlelIi»«vdt»««»ek««k1 piek SXS unä eroves (Irmn-mookon mit ZV I?l»ttea. dei-äes neu. preisvsrt ru vor» Kaukon. I'ratik. vurx. 1Z2S7 ^«IlmeodteolUrmIou! Lckt l^villner - porrellan - Service. 177 Stilck. dillle a1»u«ebea. ><är. Verv. 1ZI1V ^ Zi MNlele» ^ I^ilr 14 X»r»tiol«I eakle per iAwaivr. öaädenllt^unx. erst-(Zrsmm vin. 28.^. vrillanteu. klassiee Vsäiemme. tUr nur Oolä- unä 8llbermUn»ea. voraelimen Nvrrn. ^är. 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Vv-ember »» 6«r Lek« vGipoik» »ll« - Ll»v»l t»x mom 6vn moctvknsten Xakor6erul^on 6vr Kükl» un6 ?n»okk»Itun? soHNv «t»pl«el»«n6v» DvtmlxvsekÄt iür k1ei8ck-, ^urst- ua6 Lvlek,v>rvl» beiter LA« «öttav. vis ei»s«r>ekt»tow a^eitliekvn ^ük!-«»I»8va MrNntwrva einH^«»6kr«ie»ts 2ukn«>eommvn in zxv»talwnx Hnr mv'm stvtvs Ärvd«» »sm. ZV5IP VLDßltV» Ii» »«dv»» V«rk»utsst«ll«i» i» U» ibor. K«K« S0»V0»IU» Ul. ^ Sl»V»I W» u«I MI«IU»I>«IrVV» ««t» HS 134«^» v.s,r«6>k,«.r ».6 IN» M« »«4»ke»o» lU» — 0n»«k 6«» .»«.»»»«»k» 1.K»»»«« k ». M» «— «>»>»>,»»»» «6 ck— 0—«k M»Wnss — »»«ä» " »!>»>» t» »«-tl»