echktstteitn«: Kit|al| »«ttaai Mt bintafl fr«. < V»ft »q» >5»! KUüdjittTt» . AüHüfrrtji . •«aijitn« . . 9»rt« . . . . K «•-»«„jichrig . i . . K ir- Siu* XatUlk rrtj dsrB 'li Ml illStgkbAtzn,»»»»« ! *<onan. Würden uns«re Vorfahren, die vor hundert Jahren in unsere« »aiserreiche Otsterreich gelebt Hai»««, wieder auferstehen und in ihr alte» Bater» land zurückkehren, so möchten sie autrufen: Rein, hier wollen wir nicht mehr sein, hier ist e« höchst ungemütlich geworden, diese Zustände sind unerträglich! Sie würden aber auch fragen: Ja, wa« Hai man denn au« unserem alten Kaiserreiche, da« einen einheitlichen Staat aus deutscher Grundlage bildete, geschaffen? Tie Antwort würde lauten: Eine Länder-Gruppierung mit mehreren Namen und vielen Sprachen, die die Bewohner der Mo» narchie gegenseitig nicht verstehen, traurig aber wahr! So haben sich die Verhältnisse in Oesterreich in Hunden Jahren geändert. Bon der einstigen drutfchen Staatssprache ist keine Spur mehr, dafür ist aber im ganzen Reiche ein Chao« von Sprachen vertreten und ihr Bertehr hemmt die Entwicklung der staatlichen Kultur. Da« allge-m ine Bolk«bilvungtwesen i» Oesterreich würde heute auf einer ganz anderen Stufe stehen, wenn man an dem deutschen Schulunterrichte festgehalten hätte, wie selber vor hundert Jahren an samt» lichen Schulen de« Reiche« eiagesührt war. Heute xäbe e« keinen Rationalitätenstrei». Haß und Zwie-tracht unter den Bolk«stämmen, sondern Einheit«-si»n und Begeisterung für da« Große und Ganze. Mnßte da« olle« so kommen? Bei un« sind schon Fehler gemacht worden, die sich gar nicht ver» zeihen lassen; jetzt werden Au«wege gesucht, die sich «der auf gutem Wege nicht mehr finden lassen und nur mit Gewalt wird die Bahn zur Siaat«ein» bei» wieder freigemacht werden können, ob früher oder später. Mer Monate unter den Wevotn-tionären in Livland. Selbsterlebniffe von Btkior von Rautenseld. Wa« diese losen, kurzen Skizzen bringen, ist faß ausschließlich persönlich Erlebte«. Bon Mitte Juli bi« zum halbe» November war ich de« Nigaschen Krei«chef al« ehrena«tlicher Gehilfe «<«»chiert. Den letzten Monat halte ich «ich de« Selbstschutz zur Bersüg«na gestellt. AI« ich a« 15. Dezember von der Wiche kon,«end meine »vhnnng zu betreien i» Begriff war, wurde mir »»» einer Delegation deS Revolution«kv«>tte« ein Schreiben überreicht, inhall« dessen ich wegen «einer A«tierung zu« Tode verurteilt und «ir eme Frist von drei Tagen zur Ordnung meiner Angelegenheiten gewährt wölben, bei dem Hinwei«, fct) von 12 Uhr m.tiag« daS Exekutiokomiiee mit der Bollstrickanz beanstragt worden sei. Biele Mvchen lang habe ich täglich, während der Aie-stzeit aus de« Lande, an Zäunen, Häusern, »u Teiephor Pfosten und Bäumen da« vom Reoo» lutio»«komitee unterzeichnete Plakat zu lesen be-kommen: „Der Srei«ches«gedilse Rauienseld ist abzuschlachten!" Gin Leite, i« Kirchenbuche als evangelischer Ghrip verzeichnet — Familienvater —, hält während der Kirchenzeit i« Kruge einen SpvltgotteS- Dieser Zankapfel ist aus die Dauer nicht halt» bar. denn sonst würde Oesterreich von seinen vielen Sprachen ausgezehrt werden und in der Gährung der Bolttftä««e untergehen, da der Ka«ps unter den Rationalitäten immer bitterer wird. Da« sind die Früchte einer langjährigen Versöhnung«» und Gleichberechtigung«politik. Gehen wir nun zur eigentlichen Sache über. Bor hundert Jahren war Oesterreich ein einheit» liche« Kaiserreich, da« seine Machisphäre von der Adria zur Nordsee au«dehnie und da« die größte Macht in Mitteleuropa bildete; damal« hatte unsere Monarchie am Donaustrande den Einheit«» namen Kaisertum Oesterreich, alle staatlichen Aemter und Militärbehörden führten den schönen Namen Kaiserlich-österreichisch, in sämtlichen staat-lichen Einrichtungen, sowie Schulen war die deut-sche Sprache die Verkehr«» und Unterrichtssprache, die ihre Kultur bi« in die entlegensten Hütten de« Reiche« trug, unter den Volk«ftämmen unserer Monarchie herrschte Friede, Eintracht, Patrioti«mu« und Begeisterung für den großen Kaiserstaat, über» all war Verbrüderung, Handel und Wandel in bester Blüte. E« sollte nun ander« werden; einigen ge« wissenlosen Agitatoren und Sonderstrebern ist e« gelungen, eine Spaltung in unserem allen Oester» reich herbeizuführen, in Wien ließ «an sich beein» flussen und gab diesen Hetzern nach und so ge« schah »«, dank der Kurzsichtigkeit unserer damaligen Staatsmänner, daß den Ungarn im Jahre 1835 «in eigene« Ministerium gegeben wurde. Da« war der Anfang der Förderalisation Oisterreich«, zur zur Schwächung der Monarchie, zur Teilung de« Reiche« und zum heutigen Nationalitätenstreite; durch die Schaffung und Staffelierung eine« ungarischen Ministerium« wurde die deutsche «>Utur-arbeit, die bereit« über da« ganz« Reich au«ge» dienst ad und bete», aus dem Schanktisch knieend, mit gefalteten Händen, häßliche Grimassen schnei-dend und den Tonfall d-« Prediger« beim litur» eufchen Gottesdienst nachäffend, ein scheußlich per-silierende« Vaterunser, da« überdies schwere Majestäisbeleidigungen enthält. Die umstehende Menge jubelt ihm Beifall zu. — Nach vielen Wochen vergeblichen Suchen« gelmqt e« mir ihn zu arretieren. Etwa eine Woche nach seiner Ein-lieferung b.jinbei er sich aus freiem Fuß. Nach Verlaus von zwei Monaten halte ich iizm da« inzwischen ersolate Urteil zu publizieren. Es lautete für schwere MajestätSbeleibigung und jede« Mjß übersteigende GottiSlästrrung aus — 40 Mark Geldstrast. E« iit Sonnabend; der Tag der Sammlung und Vorbereitung für den morgigen So!te«dlenst, auch für den evangelischen Prediger Schilling in Mitau. Während er mit der Ausarbeitung seiner Predigt in seinem Studierzimmer bestästig» ist, wird ihm ein Mann gemeldet, der ihn amtlich zu sprechen wünscht. Der Prediger tritt herau« und «mpsängt ein Schreiben. Kaum daß er mit dem Lesen begonnen — da zieht der Mordbube den Revolver au« der Tasche — ein S-tuß und laut» lo« bricht der Gotte«mann zusammen. Da« Go»te«hau«, in dem er jahrelang gewirkt, steht noch heute verwaist. breitet war, tiefgeschädigt und eingedäm-n». Die Aufstellung einer eigenen ungarischen Regierung reijte das Nationalgesühl der Madjaren, welche« seine Rückwirkung auf die anderen slavischen Bolksstämme in der Monarchie zur Folge hatte. Die deutsche Welt» und Kultursprache wurde in Ungarn, sowie in anderen Provinzen des Reiche« au« der Schule und au« den A-mlern immer mehr unv mehr zurückgedrängt und durch da« Magyariiche, Kroatische. Tschechische und Polnische ersetzt. In Wien sah «an diesem Treiben ruhi», zu. in oem Glauben, daß durch die Einführung der Volk«-sprachen im staatlichen Be:kehre die Grundlagen de« Reiche« nur befestigt werden, aber welche Eul» täuschung? Durch die Au«schaltung be« deutschen Schul-unterrichte« an lausenden Schulen in der Mo» narchie und durch die Einführung madjar isch» slavischer Schulen wurde das Nationalgefühl der ungarisch-slavischen Volksstämme großgezogen und Haß in die Jugend gesät, wa« die 1848er Wirren zur Folge haue. Unier den deutschen Bundesländern rief die Madjarisierung und Slavisierung Oesterreich» Un-Zufriedenheit hervor und man wurde gegen W,en mißtrauisch. Bi«marck, der damalige Ministe, prä» sibent des Königreiche« Preußen, verfolgte mit scharfem. Auge die ungarisch-slavische Strömung in Oesterreich und suchte darau« Kapital zu schlagen. BiSmarck wußte genau, daß schon be, einem eoentuellen Konflikte mit Oesterreich, wenn schon nicht Siege, so doch Vorteile für Pnuven herau«fchauen, er wartete nur die richtige Zeit ab, um sein« Pläne durchführen zu können. Erst wurde d«r 64er Krieg eingeleitet, welcher da« Bor-spiel zu 1866 gab. BiSmarck« Pläne gegen Oester» reich waren umso leichter durchführbar, da e« Bi«marck verstanden hatte, den Rückgang de« Der zur Gemeinde Taurup gehörioe Bauern» hos Saulgoiz« tonnte schon zu« Muster di neu. Stattliche Gebäuve, 6 Pferde, eine Herbe von fast 30 Hau^t wohlgenährter Kuhe, guie« Acker» gerät, zufriedene Menschen. Bolle dreißig Jahre Arbeit und Mühe, eiserner Fleiß und größte Spar» sa«keil ha'ten solche« zu Wege gebracht. Nur noch wenige Jahre — aus viel längere Zeit konnte der im weit vorgerückten Alter stehende Wirt kaum rechnen — und der letzte Groschen des Kaufichilliug« war adgetrog«», den gir er» zogev'n Kiavkrn konnt« «in schuldenfreies Erbe hinterlassen werden. Auch für diese« Jahr halte Gölte« Segen auf der Arbeit geruht. Da« reich-lich gewachsene Futter an Klee, Heu und Wicken war allts rechtzeitig geborgen und damit der Viehbestand für d«n Wintrr grstchert. Am Ruhe-tage, während d«r sorgsame Hau«oaier die Arbeit für die Woche überschlägt, erscheint unerwaueier Besuch. Zwei städtisch gekleidete Leute, Delegierte de« RevolutionSkomitee«, fordern ihn auf, sich der Bewegung anzuschließen. Im Gespräche verlaute» viel von Kommuni«mu«. Demokrat. Eozialist. Re-volution u. v. a. m., Worte, die er biSher nie vernommen und über deren Sinn nachzudenken er bei seiner Feldarbeit und der Pflege seiner Tiere nie Zeit gesunden hat. Auch sür die Aufforderung, keine Steuern zu entrichten und den Kaufschilling«-rest nicht zu zahlen, hat er bei der Gewohnheit, gpitf 2 _____ Deutschtums in Oesterreich unter den deutschen » Bundesländern populär zu machen. So ließ z. B. BiSmarck drei Tage vor Aulbruch de« Kriege» 1866 im Notenwechsel nach Wien sagen: »Die madjarisch-slavisch» Bewegung in Oesterreich ge» winnl immer mehr und mehr an Ausdehnung. Wien kann niemal« die Hauptstadt der deutschen Länder werden. Um die deutschen Länder zu einigen, ist ein Konflikt mit Oesterreich früher oder spärer unausbleiblich.* Stlbstoerständlich blieb der Text de« No>»nw»chs»lS zwischen Wien und Berlin den deutschen Bund»Sfürst»n nicht unbekannt und so geschah es auch, daß die deutschen Bundes-staaten nicht mit voller Macht in den Krieg ein-griffen, bloß Sachsen stellte 4060 Mann unter der Bedingung, daß während bei Krieges kein Schuß auf sächsischem Boden fallen darf und daß sich der ganze Feldzug aus österreichischem Gebiet» ab-wickeln muß. Italiens volle Mitwirkung zugunsten Preußen« hatte sich BiSmarck frühzeitig durch einen Allianzoertrag zugesichert und so unternahm Bi«» marck den waghalsigen Krieg gegen O-sterreich, der Europa in Staunen versetzt halte und der mit dem Siege Preußen« endigte, indem Oesterreich au« dem deutschen Bunde herausgedrängt wurde. Mit de« 66er Kriege hatt« BiSmarck die Vorarbeiten für das zu gründende deutsche Kaiser« reich fertiggestellt, die Karte von Europa bekam ein neue« Bild. Berlin ist durch di, verfehlte Po-kitik Wien« groß geworden. Der 66er Krieg hat Oesterreich bei weitem nicht so weh getan, wie die Zweiteilung der Monarchie im Jahre 1867. Hier wurde von unseren Staatsmännern der größte Fehler gemacht, seiidem Oesterreich existiert. Diese Teilung deS Reiches schwächte Oesterreich nach innen und nach außen und förderte den Nationa» litätenkampf. Wien bekam einen Schlag, den e« heute noch spürt. Die madjarijchen Fanatiker setzten eS dank der Nachgiebigkeit der Wiener Regierung durch, daß mehrere Zentralämter zerstückelt und nach Pest verlegt wurden, sie setzten e« aber auch durch, daß die Monarchie nach außen und nach innen zweierlei Namen erhielt. Der schöne Re-präfentation«titel Kaisertum Oesterreich wurde nichtig gemacht und durch den Namen O.'sterreich-Ungarn ersetzt. Durch die maßlosen Konzessionen, die die Wiener Regierung den Madjaren zugestanden hatte, wurde da« National-gesühl der österreichischen Slaven in hohem Grade gereizt, e« wurde die Etablierung deS Königreiche« Kroatien durchgeführt, die Polonisinung Galizien«. und Böhmen stand an der Schwelle, da« ischechi» seinen Verpflichiungen pünktlich nachzukommen, nur ein bedenkliches Kopfschütteln. So lehn? er denn alle Vorschläge ob und bittet, al« ihn Drohungen bewezen sollen, anderen Sinne« zu werden, höflich aber bestimmt, den Besuch abzukürzen. Zwei Tage darnach kommt der Mann zu mir. Die wenigen Worte, die er mir zu sagen hat, werden erstickt von den hellen Tränen, welche ihm über den grauen Bari rinnen: »Herr, erbarmen Sie sich; sie haben mir sämtliche Scheuern in der vergan» genen Nacht niedergebrannt. Mir ist nicht ein Halm Futter gebliebene Wie bringe ich Vieh unv Pferde durch den Winter?!" — So machten die Führer Propaganda für da«, wa« sie Freiheit nannten. — • O - * Der Gemeindeschullehrer Decker iu Holmhof hat einen mehrstündigen Gang vor. um wegen de« in allernächster Zeit wieder beginnenden Schul-unterricht« sich mit den maßgebenden' Persönlich» keiten zu besprechen. Seinen 13 Jahre alten Knaben hat er mit, da« siebenjährige Töchterchen ist bei der Mutier zurückgeblieben. Häufig 'an ihn ergangene Aufforderungen von feiten der sich So-zialdemokraten nennenden Personen, sich ihnen an-zuschließen, ihre Versammlungen zu besuchen und der guten Eiche der Freiheit zu dienen. wieS er kategorisch zurück, mit dem Bedeuten, daß er mit solchen Dingen nicht« zu schaffen habe, sein Denken und Wirken drehe sich um die ihm anvertrauten ! W«cht-_ sche Staatsrecht zu erhalte», was durch die Jnter-venierung BiSmarck« verhindert wurde. BiSmarck «achte in Wikn geltend, daß Deutschland einen zweiten slavischen Staat an seinen Grenzen nicht dulden kann und somit wurde das Reskript vom 21. September 18-71 in Kraft gesetzt. Außerdem waren zweieinhalb Millionen Deutsche aus Böhmen Gegner dieses Plane«. Demnach ging die Tschechisierung Böhmen« flott von statten. Ueberall in deutschen Städten und Orten wurden tschechische Volk«- und Mittel-schulen errichtet, Aemter eingesetzt und so manche deutsche Stadt ging in tschechische Hände über. In Wien hatte man nach dem 1366er Feld« zuge jede national« Politik ausgeg«b«n und durch die Au«lies«rung ein«« Teile« der Monarchie an di« Ungarn wurde e« unmöglich gemacht, daß sich Oestereich gleich anderrn Staaten zu einer Kolonial-Macht emporgeschwungen hätte. Die Ungarn verlangten die Teilung der Flott« und waren stets Gegner eines überseeischen Unier« nehmen«, wenn e« mit Ungarn nicht geteilt wird, dafür sollte Oesterreich allein den Kost»npr«i« tragen. Der ungarische Einfluß in Wi«n würd« immer größer, aber nur dadurch, daß man mit de« sogenannten Au«gleich den Ungarn i«m«r nachgegeben hat, und heute stehen wir schon vor der Schwelle, einen Teil der Armee, da« einzige Machtmittel de« Reiche«, an die Ungarn abzu-treten. Sollte diese« gewissenlose Begehren der Madjaren in Wien berücksichtigt werben, dann werden wir eine« schöne« Tage« Zustände erleben, wie anno 1848. Es war schon ein großer Fehler, ungarische, sowie kroatische Landwehr-Regimenter mit nationalem Kommando aufstellen zu lassen; fo wird z. B. heute die österreichische Landwehr in drei Sprachen kommandiert. Durch die Madja-risieruag und Slavisierung Oesterreichs wird die Kenntnis der deutschen Armeesprache immer man-gelhafter unter den Truppen, und in Bosnien, wo gemischte Korp» vertreten waren, ist es oft vorgekommen, daß eine Patrouille die andere nicht verstanden hat; freilich, wenn man« in der Schule nicht lernt, kann man e« beim Militär nicht können. Wie notwendig eine einheitliche Armee» spräche ist, hat un« der russisch.jopanische Krieg gelehrt; die besten Waffen und Au«bildung der Mannschaften nützen nichts, wenn sich die Soldaten nicht rasch verständigen können; eine rasche Ver» ständigunz erwirkt eine schnelle Handlung, und schnelle Handlungen entscheiden große Schlachten. Um Oesterreich au« de« gegenwärtigen Kinderseelen und die Köpfe der Kleinen. Während der Abwesenheit de« Lehrer« erscheinen zwei junge Leute bei der grau, welche den Mann zu sprechen wünschen. Sie bittet. Platz zu nehmen, mit de» Hinweise, daß die Rückkehr de« Manne« jeden Augenblick zu erwarten sei. Nach halbstündigem, vergeblichen Warten verabschieden sich die Gäste, um wiederzukommen. Schon in der Tür kehrt der eine um — e« wäre schade, den Gang unnötiger» weise getan zu haben — und schieß«, in Gegen-«an de« Kinde«, da er den Mann nicht ange-troffen, wenigsten« die ahnung«lose Frau über den Haufei. — So dienen die lettischen Sozialdemokraten der guten Sache. * * * Während der ersten drei Wochen meiner Amtierunq war mir da« Rittergut Taurup al« Wohnsitz angewiesen worden. Wenige Tage vor meinem Eintreffen daselbst hatte die Familie de« Besitzer« — Lanvral voi Trausehe-Roseneck — den Hof unter Eskorte von 7 Herren vom Selbst-schütz, zu denen auch ich mich gesellte, verlassen und war nach Riga geflüchtet. In Taurup wurde mir allerseits ein gewisser H. K. al« einer der größten Wühler, Hetzer und Agitatoren bezeichnet. Als dann während der Unterhandlungen mit den streikenden Knechten wegen Wiederaufnahme der Arbeit einer von ihnen, der mir von kompetenter Seite al« zuverlässig bezeichnet wurde, unter vier __ ^ Nmmaer 21 Sumpf heranzuziehen, muß zuerst da« Verhältrit mit Ungarn über den Haufen geworfen werd'« und Ungarn, gleich den anderen Erbläadern, «I« Provinz de« Reiche« behandelt werden. Dann kann sich Oesterreich wieder zu einer großen Macht entwickeln, wie sie vor hundert Jahren bestanden hat; al« Grundbedingung «uß aber die vollständige Etablierung der deutschen Armee-, Staat«- und Schnlsprache vorangehen. Hätte «an in Oesterreich an sä«tlichen Schulen den deutschen Schulunterricht sortgesetzt, wie er am Anfang de« IS. Jahrhundert« bestand»» hat, so wäre u«ier der mabjarisch-slaoischen Bevölkerung eine andere Kultur zu finden, al« wie da« heute der Fall .st Die mangelhaste Literatur der kleinen Volt«-stamme gestatte« auch nicht, ihnen einen selbstdn-digen Schulunterricht in ihrer Muttersprache zu-kommen zu lassen, da hiezu die Lehrbücher fehlen, und so können selbe auch nicht mit der wkstni'v-päischen Kultur auf gleiche Höhe gebracht werden; freilich die «adjarifch-slavischen VolkSaufhetzer wollen diese Tatsache nicht anerkennen, und lan-zieren immer in ihrem Volke die Idee, in Mittel-europa ganz selbständige madjarische und slavische Königreiche auszustellen, vergessen ab.>r dabei, daß sie kleinen Volktstämmen angehören, die sich selbständig nicht halten können, da Oesterreich v»n großen Nationalstaaten umschlossen ist, die im günstigen Falle leicht so ein kleine« Königreich verschlingen könnten. wenn e« isoliert dastünde. In Deutschland hat man sich immer vor-spiegeln lassen, daß in Oesterreich ein» Staat«» spräche »«möglich ist. da die Monarchie viele Bolk«stämme hat, deren Sprachen berücksichtig» »erden müssen. Man nehme sich doch ein Beispiel un anderen Staaten. England hat sich durch sein, nationale Grundlage und einheitliche Staat«sprache zur ersten Macht der Erde »mporgtschwunzen. und ganz unzivilisierte Volktstämme mußten die englische Staat«sprache erlernen, al« sie an da« englische Reich angeschlossen wurden. Nicht anbei« ist e« in Amerika, wo doch viel mehr Sprachen vertreten sind, al» in Oesterreich. Auch dort hat man »ine Staat«sprach» geschaffen, aber nicht vielleicht vonseite der Urbewohner der Indianer oder den Negern, sondern vonseite der vielsprachig einqe-wanderten Nationalitäten wurde da« Englische al« Staat«fprache proklamiert, weil e« eine Leben«-und Existenzfrage sür den ganzen Erdteil biltet» und w»il man sich keinen babylonischen Turm gründen wollte. Ohne einer Siaat«fprache wäre Amerika niemal« ,u feiner bnuigkn Größe und Augen die Aeußerung machte, da« Gro« der würde sicher an die Arbeit gehen, wenn st? die Furcht vor A. K. nicht zurückhielt», entschloß ich mich kurzrr Hand und ließ ihn orr»ti»r»n. Tag« daraus nahm die ganz» Gesellschaft, bi« auf »inen Sialljungen, der .sofort nach seiner Ablohnung vom Hofe gejagt würd», die Arbeit auf. Der Arrestant »msprang in d«r nächsten Nacht au« oem Gefängnis. Wenige Tage darauf ping »ine Scheuer mit 100 Fud»r H/u in Flamm»« aus. Dem Hause stand noch ein furchtbar»« H»rz»le:d b»oor. • » • Der älteste Sohn, welch»? »in» Stellung in Torpat bekleidete, war in« Elternhau« geeilt, um an Stell» d»S kranken Vater« den Hof zu hüten und die Wirtschaft zu leiten. Gleich nach dem «rsttn Mal, da er mich aus eine« Pairouillenritt, den ich mit den mir von der Regierung zur Ver» sügung gestellten Dragonern unternahm, begleit»!?, ping ihm d>e Warnung zu. sich in keiner Weise mit der Polizei oder d»m Militär »inzulasstn. Ge-räume Zeit nachher begleitete er den Offizier auf »in»r Fahrt, dir dieser uniernahm. um nach einem Tnl seiner Mannschaft Erkundigungen einzuziehen. Diese Exkursion kostete ihm sein junpe«, blühende« Leben. Wenige Kilometer vom Hose entfernt, wurde er am hellen lichten Tage bei« Passieren ein»? Wäldchen« aus dem Hinterhalte erschossen. Die Herz»n d»r entfernten Elt»rn haN»n noch wei- Nammer 21 ^_-====-—= Bedeutung herangewachsen. Die Schaffung der ««erikanischen Slaattsprache hat nicht nur den Einheit«sin» und Patrioti«»u« der Bevölkerung Otsördert, sondern zugleich die staatlichen Grund-laqen beseitigt und Handel und Wandel in Blüte yebracht. Auch Rußland ha« viel «ehr Rationalität«» und Sprachen, alt Oesterreich, und dennoch ist da« Russische die ausschließliche Staat»- und Berkehr«sprach«. Trotzd«« da« Reich an Kultur gegen die Wtstmächt« Europa« um 200 Jahre zu« nickstth», hat e« sich durch seine einheitliche Sprache zu einer der größten europäischen Mächte ewpor geschwungen. St. ÜÄ—r. Die Iottage der Aeamtenanwärter. (Schluß.) Da« jetzige Praktikaatenelend. «eine Herren, ist ja sprichwörtlich. Sprichwörtlich und stadtbe-kannt leider ist aber auch die Tatsache, daß unser Beamtenstand tief verschuldet ist. (Zustimmung) und die Hauptursach« der erschreckenden Höhe dieser weitreichenden Verschuldung de« Beamtenstande« liegt einsach in de» herrschenden Zuständen, die den jungen Beamten und den Anwärter auf Beamten-stellen zwingen, Schulden za machen, um über-Haupt nur leben zu können. Jahrelang muß »in solcher Anwärter ohne jede« Emgeld arbeiten, später bekommt er dann vielleicht ein Adjutum, da« aber ganz und gar unzulänglich ist, „zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel", wie der Volk«-mund sagt. Wa« muß nun ein solcher Praktikant tun? Die Leute sind selten au« reichen Häusern. Sie müssen mit 20 und mehr Jahren noch ihren Eltern im Sacke liegen und sie müssen von ihren Eltern oder von anderen Verwandten, von Vor-mündern oder Freunden sich erhalten lassen, sie müssen sich durch da« Mitleid ihrer Angehörigen ihr Leben fristen oder sie sind gezwungen, Schulden zu machen. Die Art der Schulden bringt e« aber mit sich, daß sie dafür hohe Zinsen zu zahlen haben, weil sie begreiflicher Wtije keinen Realkredit, sondern nur Per^onalkredit in Anspruch nehmen können, der bekanntlich und naturgemäß teuer ist. Wenn sie dann endlich nach einer langen Zeit, nach vielen Jahren bange» Harren« und drückender Not zu Beamten ernannt werden, wa« erhalten sie? Kaum da« Existenzminimum 1 Und sofort tritt nun die Forderung an sie heran, ihre Schulden abzuzahlen. Schon die Rücksicht daraus, daß die abzuzahlenden Zinsen sehr hoch sind, zwingt sie, sich mit der Ad« statwng der Schulden zu beeilen. Wenn wir aber noch berücksichtigen, daß dieser geringe AnfangSgebalt durch den Abzug der keine«-weg« niedrig bemessenen Diensttoxen noch weiter herabgesetzt wird, so wird man begreife», daß den Beamten in diesem Stadium nicht« andere« übrig lere schwere Prüfungen zu bestehen. Die Leiche ihre« ermordeten Kinde« wurde nicht herau«ge-geben, sondern von den Schändern mit Petroleum übergössen und mit dem Hause in Branv gesteckt. — Einige Tage darnach geriet der zweite Sohn mit seiner jungen, au« Deutschland stammenden Gattin und mit noch einigen zwanzig Personen in die Gefangenschaft der Revolutionäre. * * * Fräulein v. Slasenapp war auf d«m Gut Prahlen, welche« ihr Bruder in Pacht hatte, au« «irtschaftlichen Gründen zurückgeblieben trog de« dringenden Abraten« de« Bevollmächtigten Herrn ». Woedtke, der sie vor seiner Abfahrt au» Prahlen im November auf da« äußerst Gefähr-liche der Situation ausmerksam gemacht und zum sofortigen Mitfahren halte bewege» wollen. Al« Frl. v. Glasenapp am Tage nach der Ermordung de» dei/tschen Aufseher« Schudde Prahlen ver» lassen hatte, erwie« sich die Flucht al» schon „zu spät", da die Eisenbahn soeben den Verkehr e,n-Gestellt hatte und die Dame bei dem Versuch, die Fahrt nach Riga auf dem Landwege von Stock-mannthof au« fortzusetzen, im Kokenhusenschen ausgehallen und zur Rückkehr gezwungen wurde. In den letzten Tagen de« Dezember-Monate« ist sie nun auf einer Fahrt von Pralen nach Modohn von den Revolutionären ermorde», nach alter Art au« dem Hinterhalt erschossen worden. .»e«tsck- W«cht- bleibt, al« wie der VolkSmund sagt, »um »in Loch zuzumachen, »in ander»« auszurrißrn". Und dab»i stellt sich wieder die Tatsache herau«, daß in der Regel di« Löcher, die man macht, um alt« au«zu-stopfen, größer werden, al« diejenigen, welch« »an dadurch b«s«itigt. (Zustimmung.) Von Anbkginn ist der B«amt« also. w«nn er in die Bkamttnlaufbahn «intritt, bereilS tief ver-schuldet und au« dieser unglückseligen Lage kommt er in der Reg«l sein ganze» Leben nicht herau«. (Sehr richtig.) Nehmen Sie nun an, daß der Mann heiratet, daß er auch Kinder bekommt und die Kinder genau, wie d«r Bauer, selbst erhalten muß. nur muß er jtden Schluck Milcb, jede« Ei teuer br-zahlen, während doch, Gott sei Dank, der Bauer da« wenigsten« seinen Kindern umsonst leisten kann, und seyen Sie nun auch vorau«, daß den Mann Schicksalsschläg» treffen, daß Krankheiten eintreten, so bekommen Sie ein Bild der ungeheuren Not. die sich dadurch notwendigerweise entwickeln muß und die e« begreiflich mach», daß die Leute nicht mehr ganz salonfähig auftreten, und wenn sie in der bescheidensten Weise ihre Wünsche jahrelang vergeblich vorgebracht haben, endlich den Notschrei der Verzweiflung au«stoßen. Da» ist Zwang und «.die Not kennt kein Gebot". Die einfachste Beseitigung dieser U«belstände läg« nun allerding» darin, wenn ein Antrag, den ich mir schon in der XII. Session im Jahr» 1397 zu stellen erlaubt habe, angenommen werde würde, nämlich der Antrag aus Abschaffung aller nicht adjutierten Praktikantenstellen. E« soll einfach nicht vorkommen, daß Leute Arbeit umsonst leisten. Jede Arbeit ist ihre» Lohne« wer», sagt ein alte« wahre« Wort. Und andrer-seit« ist e« de« Staate« unwürdig, sich Arbeit um-sonst leisten, sie sich schenke» zu lasst». Freilich wissen wir genau, daß wir da» nicht erreichen können, denn wir brauchen unser Geld ja sür andere Zwecke. Wir brauchen unser Geld — ich will nicht sagen, sür neue Kanonen, denn wir wissen, daß diese auch nötig sind — aber wir müssen mehr zahlen, weil die Ungarn zu wenig zahlen? wir brauchen unser Geld für die Anwärter von Pfarr-stellen, obwohl ein außerordentlich großer R.li-gion«sond« vorhanden ist, au» dem die Not dieser Leute ganz gut gedeckt werden könnte. Wir brauchen da» Geld noch sür viele andere Dinge, die durchau« überflüssig sind, wie tschechische und slowenische Mittelschulen und Universitäten und dergleichen Scherze. Ich verweise ferner aus die Petition de» ersten allgemeinen österreichischen Beamtenvereine», welche ich mir am 31. Jänner d. I. dem hohen Hause zu überreichen erlaubt habt und in welcher die be-rechtiglen Wünsche der Praktikanten zum Au»drucke gebracht «.nd auch Vorschläge zur Verbesserung de» vorliegenden Gesetzentwürfe» erstattet wurden. E» ist wahr und muß dankend anerkannt werden, daß der vorliegende Gesetzentwurf nach der Zurück-Weisung de» alten, wie er jetzt vom Justizau»« ichusse in da» Hau« gekommen ist, manche wert-volle Verbesserung ausweist. Mit Freuden muß man e» begrüße», daß die hartherzig« Bestimmung gestrichen wurde, nach welcher die Zeit, während welcher ein Auskultant, Prokuratur«konzipist, Eleve, Aspirant, Praktikant oder Assistent infolge von Krankheit, Urlaub oder militärischer Dienstleistung seinem Zivilstaai»dienst entzogen ist, soweit diese jährlich sech» Wochen übersteigt, in die Di»nstz»il nicht eingerechnet werden soll. Man höre doch, wa» «an sich vorzuschlagen erlaubte: Krankheit, unverschuldete Krankheit, Mi-litärdiensipflicht, «in» Pflicht, der d»r Mann nach-kommen muß, sollt» für ihn von Schad«» fein! E» ist also mit Freud«» zu begrüßen, daß diese hart» Bestimmung gestrichen wurde. E« ist weiter« mii Freud» zu b»grüß»n, daß wenigsten« in den Intentionen de« Gesetzentwürfe» so etwa« wie eine Moximaldienstzeit — »bi« zur Ernennung zum Beamien" — enthalten ist, aber immerhin beträgt die Wartezeit noch immer sech« Jahre. Bedenken sie doch, wa» so ein geistiger Arbeiter geleistet haben muß, bi« er überhaupt zur Anstellung kommen kann. Er muß seine i bi» 5 Jahre Volksschule absolviert haben, dann ko«m» er in die Mittelschule, da muß er m.ndesten» 7 oder 8 Jahre gesessen sein, wenn er dann noch Hochschulbildung anstrebt, muß »r 4 Jahre 3us machen, da muß er sehr fleißig sein, wenn er in einem Jahre seine P-üfungen ablegt, kurz, e» ver-gehen 17 bi« IS Jahre de« Studium«. Rechnen _Seite 3 Sie nun noch die 6 Jahre Wartezeit, so hoben Sie 23 Jahre; fast «in Menschcnalter v«rstr«icht, bi« der Mann Beamter wird mit eine« Sedalte, den man al« Existenzminimum bezeichne» «nß. Man berücksichtige nur, wa» da« kostet, welche» Kapital aufgewendet werden muß, um ein»» solchen jungen Mann zn erhalten, zu ernähren, standesgemäß zu kleiden u. dgl., und »an sage dann, ob sich diese« Kopital, wenn e« frucht-bringend ongeltgt worden wäre, nicht besser ver-zinsen würde, al« e« sich in dem jungen Beamten verzinst, der »inen wahren Jammeransang«',ehalt bekommt. Gut ist im Gesetzentwürfe, daß wenigste»'« die Adjuten nach drei», beziehung«weise fünfjähriger Dienstzeit höher angesetzt sind, al« die« bi«her der Fall war. bedauerlich aber allerdings, daß e« auch nach dem neuen Entwürfe der Regierung noch immer geststtet sein wird, di» Praktikanten während der erste» drei Dienstjahre ohne jede« Adjutum zu lassen. Da« liegt heute wie früher in der Willkür der Regierung und den Zusagen, die un« nach dieser Richiuna gemacht worden sind, schenken wir, ich sage e« offen, keinen Glauben. E« ist ja wahr, der Praktikant muß ansang-lich lernen, ein Jahr lang vielleicht, aber bald ist er eingtsührt, und dann, wenn er eingeübt ist, ltisttt er doch wohl mehr oder «veniger wertvolle Arbeit, mindesten« eine Arbeit, die einen gewöhn» lichen Taglohn wert ist. Sagen Sie, ob irgendwo ein Hau«knech», der eintritt, ein Jahr lang ohne Salär bleib»» wird 'i Einen solchen Hau«knecht werden Si« nicht finden. (Abg. Dr. Heilinger: Oder «inen Minist», der ein Jahr lang nicht« stiegt! — Heiterkeit.) Der brauch» etwa nicht erst zu lernen, der kann schon Alle«? Wie stehen die jetzigen Verhältnisse? Mnue Herren I Wa« ich jetzt anführe, ist nach amtlichen Quellen zusammengestellt, und die werde» denn doch verläßlich sein, wenn da« amllich» Quellen immer sind — b«ispirl«w»is» sehen wir da« ja bei der Wahlr-form. Der Effektivstand an Praktikanten im weitksten Sinne de« Worte« war am 31. Juli 1901 folgen» der: Praktikanten mit akademischer Vorbildung gab e« im Ganzen 3018, Praktikanten ohne akademische Vorbildung 4779. Von der ersten Gruppe, mit akademischer Vorbildung, gab e« solche mit einer Dienstzeit über ein Jahr di« zwei Jahre 160, über zwei Jahre bi« drei Jahre 33, über drei Jahre, bi« 4 Jahre 9, über vier bi« zu fünf Jahren 1, über sün» bi« zu sech« Jahre» II, im ganzen 636 ohne jede« Adjutum, da« ist ein Vienel der Gesamtsumme. Von der zweiten Gruppe, den Praktikanten ohne akademisch» Vorbildung, hatten kein Adjutum: mit einer Dienstzeit unter einem Jahre 783, mit einer Dienstzeit über ein bis zwei Jahre 528, von zwei bi« drei Jahren 112, von drei bis vier Jahren 33, von vier bis fünf Jahren 3, von fünf di« sech« Jahren I, zusammen 1460, da« ist rund ein Drittel der ganzen Gruppe. Sie werde» sagen, da« ist weit zurückgegriffen, nämlich auf den I. Juli 1901, seit der Zeit wird sich da« wohl zum Besseren gewendet habe», da ja die Regierung angeblich fortgesetzt bestrebt ist. die Verhältnisse der Beamtenschaft zu bessern. Sie ist ja eine Beamtenregierung und da versteht r« sich doch von selbst, daß sie beamtenfreundlich ist und zunächst für die Beamte» sorgen wird. Nein. nein, so ist e« nicht. Die Verhältnisse sind seit dem 31. Juli de« Jahre« 1901 nicht nur nicht besser, sondern in mancher Beziehung schlechler geworden. Erlauben Sie mir, da« wieder m>t ein paar T at»a zu »rläuter». Die Regierung hat mit 1. Jänner 1904 ein» provisorisch» Regelung der Adjuten verfügt. Seither wurden ab«r die höh«r«n Adjuten von 800 K gegenüber den niedrig,n von 600 X au« Er-sparung«rücksichte» gegen früher wesentlich ver-ringtrt. F«rn«r ist srithrr di« Di«nstz«it der Prak-titanten länger geworden als früher. Am 31. Juli 1901 hat e« bloß 84 über fünf Jahre dienende Praktikaute» gegeben; jetzt gib» e« in dieser Gruppe deren »iehrere hundert und die Aussicht in die Zukunft ist sehr trübe. Wenn di» Regierung in diesem Geiste zu wirtschaften fort-fahren wird, mit Gesetz oder ohne Gesetz, so kann man voraussagen, daß drei Jahre nach dem Jahre 1906 nur sehr wenige Adjuten von 600, 800, be-ziehungSweise 1000 oder 1200 K verliehen sein werden. Ich sage, die unter drei Jahren dienenden Praktikanten dürfe» der Willkür der Regierung nicht ausgesetzt werbt», wie e« bisher der Fall Seite 4 war. und f< hat tatsächlich zu haarsträub«nd«n Zuständen geführt, daß sie dieser Willtür au»ge-setzt waren. Erlauben Sie «ir. Ihnen eine« der vielen Schreiben vorzulesen, da« von eine« dieser V«r» zweifelten an die Rediktion der „Beamtenzeitung" gelangt ist. E« heißt darin (liest): »Löbliche Redaltion! Der Anzweiflung und dem Verhungern nahe, erlaube ich mir, nochmal» die löbliche Redaktion zu belästigen «nd zu sragen, wo ich, ehe e« zu spät wird. Hilfe suchen könnte und fände. Mehr al» 50 Monate sind bereit» verstrichen, treu und ergeben diente ich während der ganzen Zeit dem Finanzärar, ohne noch im Genusse eine» Adjutum» zu sein. Da» Innerste bäumt sich auf bei dem Ge» danken, wie da» Ehrgefühl zu Boden getreten und gezerrt wird. Wa« ich während meiner Dienstzeit dem Aerar erspart Kabe. kommt der Zahre«gage eine» Beamten der VII. Rangtlass« gleich. Kann «an da noch von einer Arbeit«sreude, von einer Lust und Liebe zum Dienste sprechen, wenn einem der Revolver von Seite de« Aerar» förmlich in die Hand gedrückt wird? Muß denn immer erst einer fallen, bevor man aus da» schreckliche Elend aufmerksam wird? Wo in aller Welt kommt der-gleichen noch vor, daß Leute bei einer täglich acht» stündig«n Arbeitzeit durch mehr al» vier Jahre »«sonst, ja umsonst dienen müssen? Ich bin heute mit 24 Jahren ein seelisch gebrochener Mensch . . . Mit dem AuSüruck- vorzüglichster Hochachtung ergebener, aber tief unglücklicher N. N., f. f. Eteuera«t»praktikant. unbesoldet seit 1901.' Der Schreiber diese» Briefe» ist einer jener Unglücklichen, die sich verleiten ließen, von der gnädigen Erlaubni» Gebrauch zu machen, dem Staate unentgeltlich und freiwillig ihre Dienste zur Verfügung zu stellen. Da nun noch kein Jahr verstrichen ist. seit» dem dieser Mann Praktikant geworden ist, wird e» auch nach der Geltung de» vorliegenden Gesetz» entwürfe» möglich sein, daß er noch weitere zwei Jahre ohne irgend eine Besoldung wird au»» harren müssen, daß er also sech» bi» sieben Jahre ohne jede» Adjutum wird leben müssen. Wovon? Wohl von der Lust? Darau» folgt: Solche» müssen wir ver» hinber.1 und e» ist auch nur logisch! Wenn die höheren Adjuten nach drei, beziehungsweise fünf Dienst.ahnn dem Praktikanten gebühren, ihm ge» setzgemäß verliehen werden müssen, fall» der neue Entwurf Gesetz wird, so ist e» nur konsequent, zu sagen, daß nach mindesten« einem Jahre bereit» überhaupt ein Adjutum verliehen werden muß. Dann kann «an die Leute, die drei Jahre dienen, nicht ohne Entlohnung „in der Luft hängen" lassen. Die« sollte nach meiner Ueberzeugung im Ge» setze fixiert werden, daß nach Ablauf eine« Jahre« dem Praktikanten ein Adjutum verliehen werden muß, natürlich unter der selbstverständlichen Vor» auasetzung zufriedenstellender Dienstleistung. Ich hatte ursprünglich auch die Absicht, die»-bezüglich einen Antrag zu stellen. E« ist aber sehr bezeichnend, daß man mir mitgeteilt hat, die An» nah«e eine« solchen Antrage» werde dem ganzen Gesetz Gefahr bringen. Die hohe Regierung will sich also tatsächlich die Hand frei halten, die Leute drei Jahre lang ohne jede« Entgelt ausnützen zu dürfen. Ich muß «ich also bescheiden, sagende Resolution zu beantragen (liest): »Die hohe Regierung wird dringend aus-gefordert, alle« daran zu setzen, daß i« Sinne ihrer im Justizau«schusse abgegebenen Erklä-rungen die im Gesetz vom 15. April 1373, R. G.-Bl. Nr. 47, normierten Adjuten jährlicher 1000 und 11200 K, beziehungsweise jährlicher 600 und 800 K spätesten« nach Ablauf de« ersten für die Pension»b«m«ssung anrechenbare» Dienstjahre« verliehen werden.- Nach einer Aeußerung de« Herrn Finanz-«inister«, die er in der Sitzung de« Justizau»-schusse« vo« 7. Februar d. I. abgtgtbtn hat, sollen in Hinkunft sä«tliche Praktikanten de« österreichischen Staatsdienste«, die Auskultanten au«genommen, »etwa" nach sechs Jahren in die betreffende niederste Rangklaffe eingereiht werdrn. »Etwa" nach sech» Jahren I Ditst« .Etwa" spricht Bändt und ist ein echt österreichischer Zusatz, der mit der riatn Hand nimmt, wa« tr mit der andern gab. Den Leuten sollen die Augen au«gewischt werden mit schönen Worten! Tatsächlich wird da» „Etwa- angewendet werden, da» heißt sie kriegen nicht». Da« versteht sich von selbst l Hinter ditst« „Etwa" steckt «ine ReMnratio mentalis, an dit wir bei un» schon gewöhnt sind und gerade diese» „Etwa" beweist, wie notwendig e» wärt, hirr bec Willkür gesetzliche Schranken zu ziehen und eine Maximaldienstzeit festzustellen oder mindesten» fest» zusetzen, daß jene Zeit, welche ein Auskultant über» sieben Jahre, ein Praktikant der übrigen Zweige de» österreichischen Staat»dienste» über sech» Jahre in dieser Eigenschaft zugebrach» hat. für den An-fall der Quadriennien der betreffenden Rang»klasse anzurechnen sei. Ich erlaube mir de»halb folgenden Antrag zu stellen, der al» Artikel II nach dem Artikel I zu setzen wäre, wodurch sich dann natürlich die Zahlen der anderen Artikel entsprechend verändern würden. Die Bestimmung lautet (liest): „Jene für die Pension»be«effung anrechen» bare Dienstzeit, welche Au»kultanten über sieben Jahre derselben hinau» zurückgelegt haben, so» wie jene sür die Pension»be«essung anrechen» bare Dienstzeit, welche ProkuraturSkonzipienten, weiter» jene Eleven, Aspiranten, Praktikanten, und denselben gleichgestellte Affistenten, die eine höhere wissenschaftliche Vorbildung nachzu» weisen haben, sowie die übrigen über sech» Jahre hinau» vollstreckt haben, wird in die für den Anfall de» ersten Quadriennium» der betreffenden Rang»klasse erforderliche zurückzulegende Zeit angerechnet.* Ferner erlaube ich mir folgende Resolu-tionen zu beantragen (liest): „1. Die hohe k. k. Regierung wird ausge-fordert, mit größter Beschleunigung Erhebungen über da» Zeitavancement behuf» Einführung de»felben sür die Staat»angestellten zu pflegen und nach Abschluß der Erhebungen dem Abge» ordnetenhause Bericht zu erstatten." „2. Die hohe k. k. Regierung wird ausge» fordert, sämtlichen Praktikanten vo« Tage der Ernennung bi» zur Adjutierung entsprechende Taggelder zu bewilligen und dem Abgeordneten« Haufe hierüber Bericht zu erstatten." Damit schließe ich. (Beifall.) Geschichte des Turnvereines HiM. Von Turnlehrer F. Porsche. (Schluß.) Am 12. August d. I. wurde eine Eingabe an die Gemeindevertretung abgefaßt, in welcher die Gründe gegen eine Einquartierung in der Turnhalle bekanntgebt» werden. Der Turnrat spricht sich gegen eine Einquartierung au», weil die «eräte Schaden leiden könnten, weil der Unterricht eine Störung erfahren würde, weil Miet»parteien und Vereinen derlei Lasten nicht aufgebürdet werden fallen und weil die Turnhalle zu wenig luftig sei. Ein ungenannt sein wollender Turnfreund machte dem Vereine eine Spende von 100 Gulden. Der Turnrat vo« Jahre 1867 setzte sich au» folgende» Herren zusammen: Sprechwart Dr. I. Sajovic, Turnwart Dr. I. Stepifchnegg, Zeugwart Franz Schmidt jun', Säckelwart Gust. W a r n e ck e. Schriftwart Franz Zangger, Er» fatzmänner Gust. Gollitfch und A. Kirchner. Am 21. August 1867 gaben sich die Turn» vereine Laidach und Eilli ein Stelldichein im Markt Tüffer. In der außerordentlichen Haupt» Versammlung am 16. November 1867 erklärt sich der Berein einstimmig bereit, eine« zu gründen» den Gauverbande der Turnvereine Steiermark» bei» zutreten. I« genannten Jahre wurden 7 Turnrat»» sitzungen abgehalten. Am 15. Mai 1868 beschloß der Turnverein bei« Empfange de« Krazer Männer«e» sangvereine« zu Pfingsten mitzuwirken. Im Eichenwäldchen würd« ein Waffen» retgen zur Aufführung gkdracht. Zu dikfem Zwecke wurde eine weiß-grüne Fahne mit dem Turnerwappen und drei gelben Sternen im blauen Felde um 20 Gulden angtschafft. Dit« war di« erste Verein»sahne. Nummer 21 Die stramm« turnerische Tätigkeit de» damaligen Turn warte» Dr. I. Sie-pischnegg muß besonder» hervorgehoben werden. Eine von ihm au»gearbeite Geschäftsordnung wurde am I. November 1866 vollinhaltlich ange-nomwen. Auch fand in diesem Verei»»jahre eine Turn» Prüfung der Turnzöglinge statt, zu welche« Zwecke den Zöglingen fiir die besten turnerischen Leistungen Prämien in Form von literarischen Werten im Betrage von 13 Gulden 20 Kreuzer gespendet wurden. Ueber Anregung de» Turn-warte» wurden auch die Geräte Pferd, Bock und Barren im Betrag« von 117 Gulden 22 Kreuzer angeschafft. Den Bemühungen de» Turn warte» Dr. I. Stepifchnegg ist e» ferner zu verdanken, daß der Verein eine Adresse wegen Einführung de» Turnen» al» obligaten Lehrgegenstand in den Normal- und Mittelschulen an den Reich»rat richtete. Die Abfassung dieser Adresse wurde den Herren Dr. Sajovitz, Dr. Stepifchnegg und Dr. Lederer übertragen. Da» Jahr 1869 brachte einschneidende Ver-änderungen in de« Verein»leben. Da» Grafeigebäude ging durch Kauf in den Besitz der Stadtgemeinde über. Aus diese Weise war der Turnverein der Sorgen um die Turnhalle enthoben. Auch der Turnplatz vor der Halle, der srüher mit einer ruinenartig«, Mauer umgeben war, blieb bestehen, wenn andh die Mauer durch ein« hölz«rne Einzäunung ersetzt wurde. Die Herstellung diese» Freiturnplatze» kostete dem Vereine 184 fl. 8S tr. Die Miete für denselben belies sich auf 48 fl. jährlich. Der Turnverein zählte damal» 19 au»üb?nd« und 48 unterstützende Mitglieder. Der Mitglieder-Wechsel war ein sehr starker. Turnlehrer Tisch wurde in diese« Jahre zu« Lehrer an der hiesigen Volk» fchule ernannt und ihm die Oberaufsicht über den Turnunterricht übertragen. Gleichzeitig wurde sein Bruder Joses Tisch al» Assistent angestellt. Heil! politische Ziundsch-u. Keine slavische Hieichsratsmehrheit. Die „Deutjchnationale Korrespondenz" hat bereit» am 27. Februar d. I. den Vorschlag eine» Vorstand»» «itgliede» der Deutschen Volk«partei veröffentlicht, durch eine Vermehrung der Gesamtzahl der Man-date de« allgemeinen Wahlrecht«« um 14 bi« 16 «in bessere» nationale» Gleichgewicht herzustellen und die Unebenheiten der Wahlkrei»ein«eiluag auszugleichen. Dieser Vorschlag ist nun in der Tat zur Grundlage von Verhandlungen geworden, welche die Regierung mit den Parteien führt. Die Regierung ist der MandatSvermehrung nicht ad-geneigt und unter den Parteien wird sich über die Austeilung der Mandate wahrscheinlich eine Verein-barung erzielen lassen. In parlamentarischen stallen nimmt «an an, daß von den neuen Mandaten etwa zwei der Stadt Wien, zwei den niederster-reichischen Städten, drei den Deutsche» in Böh«en, je eine» den Deutschen in Mähren und Schlesien, eine» der Stadt Linz, eine» den Deutschen in Krain zugewiesen werden könnten. Da» wären i« Ganzen els deutsche Mandate. Außerdem würden die Polen fünf, die Tschechen und Italiener je ein neue» Mandat erhalten; die Gesamtvermehrung würde 18 Mandate betragen und die Abgeordnetenzahl würde ^»us 473 st«ig«n. Die Deutschen hätten 216 Mandate, da» Verhältni» zwischen Nichtslaven und Slaven stünde 237:236. Doch steht di« Anzahl der neuen Mandat« bi»h«r ebensowenig wi« ihre Vertretung fest, die Frage befindet sich noch im Stadium drr Verhandlungen und ihre günstige Lösung sür die Deutschen hängt wesentlich von der Stellung der Christlichsozialen ab. Kine ^Saßsreifitsrcform in deutsche« Sinne In dem „Wiener deutschen Tagdlatte"»lesen wir die solgende, der Feder de» hiesigen Bürgerschul-lehrer» Herrn A. Aistrich entstammende Abhank-lung. „Dir Vertreter der Deutschen sollen durch die Wahlrecht»vorlage zur dauerndtn Minderheit im N«ich»ra>e werden, va» will die Regierung. Zum Selbstmord sind aber die Deutschen glücklicherweise doch nicht zu haben. E» fragt sich ab«r doch, ob die deutschen Abgeordneten nicht auch Schuld daran tragen, daß wir in der Wahlr«cht»srage in so eine unangenehme Stellung geraten sind. Diese Frage muß leider bejaht w«rd«n. Alle deutsch«« Fort- Nummer 21 fchrittsparteien entbehrte» eine« Wahlrechtspro-gramme« und mußten programmlo« in die Wahl-rech»«erörttrung eintreten, wobei zu« Gaudium unserer Gegner die höchst« Zerfahrenheit zutqge «rat. Dir Tschechen, obwohl auch untereinander in Parteien gespalten, wußten sofort, auf welche Arqu«e»te sie sich zu stützen haben. Die Kopfzahl idreS Volke« wurde sofort für die Bestimmung der Zahl ihrer Mandate beansprucht und, wie bekannt, «oa der Regierung zur Ganze bewilligt. Es begann ein feilschen um die Mandate. Die deutschen Ab« georsnetin machten e«, trotz des Sprichwortes: Wenn zwei Gleiche« tun, so ist e« doch nicht da« Gleiche! sofort den Tschechen nach und feilschten auch; mit welchem Erfolge, ist bekannt. — Diese« Kopieren der tschechischen Politik war für un« wie schon so oft «in verhängnisvoller Fehler, zumal wir un« ja gar nicht auf da« Prinzip der Kopf» zahl einlassen wollen und können. Unser Hort, nnfere unüb«rwindlich« Position ist und bleibt die Steucrlristung. Ich stelle nur eine Frage: Wa« würden die Tschechen oder Polen tun, wenn sie eine Steuerleistung nachweisen könnten, wie die Deutsche»? Würden sie sich dann auch nur «inen Augenblick auf die Kopszahl stützen? Würden sie nicht sofort verlangen, daß ihre Sttu«rguld«n nur durch ihr« Abgrordnettn und nicht durch andrre v«rtret«n fein müßt«» ? Wir D«utsch« sollen »« aber tulden, daß über unsere MehrheitSleistung an Steuern volkssremde Abgeordnete verfügten? Räch amtlichen Quellen, angenommen, daß sie richtig sind, zahlen die Deutschen 56.78 Prozent der direkten Steuern. Sie hätten daher von den 455 in Aussicht genommenen Reich«rat«mandaten gut 253 für sich zu beanspruchen. Jeder Wahltrei« »üßie die gleiche Sieuersumme ausweisen: nach de» amtlichen Daten einen Betrag von 855.656 K. Die Wahlkreise wären streng nach Nationalitäten getrennt zu bilden, wobei in gemischtsprachigen 'Gemeinden der eine Teil *. B. zu «in«m deutschen, o«r ander« Teil der Wählte zu einem tschechischen Wahlkreise gehören könnte. Kein« Wahlstimme ping« solcherart eint« Volksstamme verloren! Inn.rhalb eine« solchen Wahlkreise« käme dann da« allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht zur Geltung. Die Wahl selbst könnte, um Zeit und Aufregung zu sparen, um jeden Verdienstentgang zu verhüten und jeden Tttrori«mu« abzuhalten, , brieflich — gegen Empfangsbestätigung — auSg«» übt werden. Ein auf solcher Grundlage aufgebaute« Wahlrecht würde der Leistungssähigteit und der kulturellen Bedeutung de« deutschen Volke« in Otsterrnch cntsprechrn. Alle übrigen Völker hätten ihre Vertreterzahl, die sie nach Fleiß und Bildung und Zteuerkrast beanspruchen können, streng perecht zugemessen und «S stünde ihnen gar nicht« im W«g«, durch Fortschritt und «hrlich« Arbeit mehr zu erlangen. Die Deutschen wären aber endlich davon befreit, von Abgeordneten im Reich«rate überstimmt zu werden, für deren Ursprungsländer der deutsche Eteuergulden herhalten muß. Möge ein günstige« Geschick unsere Vertreter leiten, daß sie bei Behandlung der WahlrechtSfrage nicht fremden Beispielen folgend, die Interessen unsere» Volke« preisgeben, sondern lediglich die Steuer« teistung al« Basis betrachten, auf der diese Frage entschieden werden darf, zum Wohle unsere« Volke« und aus Gründen der Gerechtigkeit!' „pie vereinigten Staaten Hroß-Hester-reich". Unter vorstehendem Titel hat der rumä-Nische Politiker Aurel C. Popooici, der im Memo» randum-Prozeß der neunziger Jahre von den Klausenburger Geschworenen wegen Hochverrate« zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, foeben ein umfangreiche«, zweibändige« Werk (Leipzig. Verlag von B. Elischer» Nachf.) herau«« gegeben, in welchem er Ideen über einen föderativen Ausbau der österr.-ung. Monarchie entwickelt. Der erste Teil legt dar. daß weder die«seit« noch jen« feit« der Leitha die Nationalitätenfrage im Rahmen de« heutigen Dualismus gelöst werden könne und daß die heutige Gestaltung der Verhältnisse »ine 'stete Gefahr für den Bestand der Monarchie fei, da sie die namentlich in Ungar» unterdrückten Nationen zu Feinden deS Staate« mach«. Im zwkiien Teil «niwickelt Pvpovici sein Programm eine« föderativen Groß Oesterreich«. Da« „Bunde«» gebiet" würde au» folgenden l5 Staaten bestehen: Deutschösterreich. umfassend die deutschen Alpen» länSer, die angrenzenden deutschen Teile Ungarns, Södböhmen und Südmähren: Deutschböhmen; Deuljchmähren; Böhmen, umsassmd die tschechischen Teile Böhmen«, Mähren« und Schlesien«: West-galizitn; Ostgalizien; Siebenbürgen mit allen . »Kitschs rumänischen Teilen Ungarn« und der Bukowina: Kroatien, einschließlich Dalmatien« und Fiume: Krain, umfassend alle« slovenische Gebiet; Slowaken-land; Woiwodina, da« srrbisch« Südungarn; Ungarn, da« heißt die magyarischen Gebiete; Szeklerland, die magyarischen Komitate Sieben« bürgen«; Trento; Trieft. Dies« vereinigten Staaten hätten ein gemeinsame« Zentralparlament, analog de« deutschen Reich«»ag. ein Herrenhaus sowie ein« Rrich«r«gierung, bestehend au« 42 Delepierten der Nationalstaaten. An der Spitze dieser Regi«» rung stände «in Reichskanzler. Auch i« Dttail schließt sich die Verfassung an da« deutsche Muster an. Die international« Sprach« diese« Bunde«» staate« wäre die deutsch«. Der Verfasser sucht nach-zuweisen, daß ein solches Groß-Oefterreich keinen slavischen Charakter hätte, denn e« stünden 20 Millionen Slaven 23 Millionen Nichtslaven gegen« über. Die Schrift ist weniger wegen ihrer uto-pistischen Stellen interessant, al« wegen de« Ein» blick«, den sie in die Wünsche und Gesinnungen der Rumänen tun läßt. Wie au« Ofenpest berichtet wird, ist da« Popovicische Buch dort beschlagnahmt worden, da die Staatsanwaltschaft in dem Inhalte die Delikte der Aufreizung zum Verbrechen und der Majestätsbeltidipung erblickt. Da« Ministerium de« Innern hat di« Durchführung dies«« Beschlusses im ganzen Land« verfügt. Aerkauf des Königreichs ?okea au — ?renken! Wenn eine sensationelle Nachricht über Preußen oder Deutschland in die Welt gesetzt wird, so trägt sie den HerkunstSstempel London oder Paris. Dieser ditnt ihr aber schon lange nicht mehr zur Brglaubigung. Auch die dem „Elvvv PvlSkie" aus Paris übermittelte Nachricht vom beabsichtigten Verkaufe eine* Teiles deS Königreichs Polen seitens Rußlands an Preußen wird sich trotz d«r ange-führten Nebenumständ«, welche die Meldung plau-sibel erscheinen lassen sollen, als eine fette Ente erweisen. Preußen hat an seinen Polen schon so genug, daß «S die russischen nicht geschenkt nehmen, viel weniger sie sich für schwere« Geld kaufen sollt«. Äus Stadt und Land. ßillier Hemeiuderat. Am Freitag den 16. d. M. um 5 Uhr nach« mittag« findet eine ordentliche öffentliche G e-«eindeau«schu ß-S itzung, mit folgender Tage«ordnung statt: Nach Mitteilung der Einläuft: Berichte de« Recht«au«schusse« über einen AmtSbericht in Angelegenheit de« Verbole« der Erbauung 3 Stock hoher Häuser in der Stadt Eilli und «ine Eingabt dts Johann Schautztr um Zutrkennung des HeimatSrechteS in der Stadt Eilli. Bericht de« Finanzau«schusse« über eine Eingabe de« Vereine« zur Unterstützung der deutschen Volksschule in Hochenegg um Bewilligung eine« Beitrage«. Bericht de« Gewerbeau«schusse« über eine Eingabe de« Karl Lebitsch in Angeltginhrit dtr Rtalitätenverkehr«»Vermittlung« - Konzession. Antrag de« Theaterschusse» aus Ver« gebung des Stadttheaters für die Spielzeit 1906/07. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche S itzung. ßvaugelischer Kamilienabend. Heute Don« nerStag den 15. d. M. um '/,9 Uhr abends findet wieder in TerfchekS Hotel ein öffentlicher «vangtlisch«r Famili«nabend statt, an dem Herr Pfarrrr May einen zw«it«n Vortrag üb«r sein« letzte Kolleklenreise im Deutschen Reiche halten wird. Alle Freunde sind herzlich eingeladen. Be« sondere Einladungen werden nicht auSgefandt. Z>e«tsch»Mischer Hehilfenvervaud. Sam«-tag den 10. d. M. fand im Verband«heime Gast« hvf „Stern' eine gesellige Zusammenkunft de« Deutschvölkiichen Gehilfenoerbande« statt. Außer den Mitgliedern de« Verbände« waren sehr viel« Mitglieder der Turnvereine« und de« Deutsch-nationalen Handel«angektellten-Vtrbande«, sowie zahlreiche Freunde der deutschen Arbeiterbewegung erschienen. Bürgerschullehrer Herr Aistrich hielt »inen fesselnden, lebrreichen Vortrag über die gegenwärtige politisch? Lag« und ernt«t« damit stürmischen Bttfall. Zugleich würd« btfchlosstn, im V«r«in« mit dem Turn vereint, dem Deutsch-nationalen HandelSangestellten-Verbande und unter Mitwirkung der vollständigen Eillier Mufikverein«-kapelle am 31. März eine „BiSmarckseier^ zu ver- Seite 6 aastalten. bei welcher Herr Franko Heu die Fest-rede halten wird. Aeuertir« Sonntag nachmittag um '/,4 Uhr wurde die freiwillige Feuerwehr allarmiert. Der Feuerwächter am Nikolaiberge siqaalisierte ein Großseuer in der Richtung gegen Ostroschno. Die Sprachrohrmeldung war wegen de« heftigen Winde« ziemlich undeutlich und bei dieser Gelegen« heit zeigte e« sich recht deutlich, daß der langge» hegte Wunsch nach einer telefonischen Verbindung der Feuermeldestelle am Nikolaiberge mit der Stadt nur vollkommen berechtigt ist. Die«mal war e« ein Waldbrand in Dobrova. der deu Feuer» Wächter veranlaßte, den Allarmschuß abzugeben. Die Feuerwehr war trotz de« schönen, warmen Sonntag«nachmittag«, der alle« in'« Freie lockte, fofort versammelt und in wenigen Minuten rückte ein Löschzug unter dem Kommando de« Haupt-mannstellvertreter« Herrn Peter Derganz au«. Der Brand war. al« die Feuerwehr kam. bereit« von der zahlreich herbeigeeilt«» Landbevölkerung lokalisiert worden, wa« um so leichter geschah, da da« brennende Waldstück zu« größten Teile durch na-türliche Gräben und Wiesen von de» anderen Walddeständen getrennt war; die Feuerwehr konnte daher wieder abrücken. Der Wald gehörte dem Grundbesitzer Planinschtk. E« verbrannten ungefähr 1000 m* Zungwald. Entwichener Sträfling. Im Gefangenbaufe de« Krei«gerichtes Eilli hatte der im Jahre 1870 geborene Bergknappe Josef Sprohar eine acht» monatige Kerkerhaft abzubüßen. Am 10. d. gelang es ihn bei der Außenarbeit die Wachsamkeit de« Gefangenaufseher« zu täuschen und zu entweiche». Er wendete sich pege» die kroatische Grenze, wurde aber schon am 12. d. in Windifch-LandSberg von der Gendarmerie aufgegriffen und am 13. d. de« KreiSgerichte Eilli zurück überstellt. SteSnnie». I« Bereiche de« Ergänzung«-bezirke« de« 87. Jnft.-Reg. finde» die Stellungen wie folft statt: Eilli (Stadt) 29. März, Eilli (Umgebung) 24. bis 28. März. Tüffer 30. und 31. März, Lichtenwald 2. und 3. April. Rann 4. bi« 6. April, RohitfH Ä2. und 33, M»/ St. Macein 20. Und zl. März, Drachenburg 9. bi« 11. April. Franz 17. und 18. April. Praß» berg 20. und 21. April, Schönstein 23. und 24. April. Windijch.Graz 25. und 26. April. Mahrenberg 28. und 30. April, Pettau (Umge» bung) 15. bi« 17. März. Aür die pentschAatten Vom HilfSauS-schuffe sür die notleidenden Deutschen Rußland« geht un« da« nachfolgende Schreiben zu: „Löbl. Redaktion! Wie ihnen bekannt sein wird, hat sich vor Monaten hier in Berlin ein HilfSauSschuß ge» bildet, der e« sich zur Aufgabe gestillt ha», den» jenigen unserer deutschen Volksgenossen ohne Rücksicht auf die SiaatSangehörigkeit hilfreich beizu-stehen, welche durch die revolutionären Vorgänge im russischen Reiche zum Teil in ihrer Existenz geschädigt, zum nicht geringen Teil aber auch gänz« lich mittellos geworden sind. Unser Apell an die Mildtätigkeit unserer Volksgenossen von Nah und Fern hat einen freudigen Wiederhall in den deutschen Herzen gefunden und bi« heute sind bereit« über 400.000 Mk. eingegangen, wovon freilich schon der größere Teil zu feiner eigentlichen Bestimmung verwendet worden ist. Viele Tränen haben wir dadurch trocknen, zahlreiche schwankende ^istenzen unterstützen und aufrechterhalten können. Wir haben Hunderte von Hungrigen gespeist. Obdachlosen Unterkommen gewährt, Arbeit«losen Beschäftigung verschafft. Tausende haben um Hilfe gebeten, und Niemand ist zurückgewiesen worden. Aber immer noch, und jetzt noch mehr al« vor Monaten, dringt der Ruf von Hilfsbedürftigen zu un», und lange noch — bis zur völligen, in weitem Felde stehen-den Festigung der russischen Verhältnisse werden wir zu trösten, zu unterstützen, zu helfen haben. Dazu bedürfen wir aber selber der Beihilfe aller unferer deutschen Volksgenossen, auch der außer» halb der Grenzen deS Deutschen Reiche« wohnenden. Und darum wenden wir un« auch an Sie, verehrte Redaktion, mit der Bitte, unsere Hils«arbeit da-durch zu unterstützen, daß Sie die Spalte» Ihre« geschätzten Blatte» den Mitteilungen de« unter-zeichneten.AuSschuss.« gütigst öffnen und — nach dem Vorgange von vielen hundert Zeitung,» im Deutscht» Rtiche — eine Sammelst,lle bei Ihrem geschätzttn Blatt« einrichten. Wir würden Ihnen ausrichtig dankbar sein, von Ihnen bald Näheres zu vernehmen und zeichnen mit vorzüglicher Hoch-achtung ganz ergebenst der Hilf»au«schuß zu Berlin gez. Dr. v. Veh, Vorsitzendtr.' Wir habtn bereit« Seite 6 .Pentfche W«cht" Shimtner 21 . tL'Trcrrv.in « I r r - - 5 ^ fc ■ i JCerbabnys Ustcrphosphongsanrcr Dinrr Kit SA Jahren etafrfdhrt*, .ll» ...» benlidiklt und rntpfoblene Brustsirup wirkt schleimlösend ■nd hustenetlllend. Darch den Gehalt sn fllttermrtteln wirkt er 3{alk-£isen-Sirup vo* vielen Aentrn bestens I Form enthalen; such ist er durch seinen OehaM an Malichen ) M)Il Pbosphor-Kalkäalxen bei schwkhlkfcea Kbnirrn besonders " ----itdMMUn anrtfefld aal den Appetit oad die Verdauung. und - — - * sul die Crnlkninf. Des für die Blutblldung so somit Preis: I ttr die Ka Hasche „ - >-----—.----------- .. , . «richtige Flsen M tat diesen Slrap in leicht aaalmlllerbarer | —mm Depots er»y«^"dAs. jCcttmaans Apotheke „zur Barmherzigkeit, Cnochaaalldung sehr aBWkh. Herbabnjrs Kaik-Els— Slrap K 2.50, 40 Heller mahr Hr Pactanf. i in den meisten Apatheken. VI1/1. NrtÄ-1 U75. Depot bei den Herren Apothekern : in Ollil M. Kanseher, 0. Sehwar« < sie,: Deatseb-Landsberg:O.Dsghofer;Feldhaeh: .T.KHaig ßoaohlta! J. Posplachll Erben ; Orsx: apa-thsks der Barmherzigen Bridrr, B. Fleiat-her, F. Vrantse, R. Paul: Kiadberg: O. Kosshel. Laibach: IL Mardetsekisjrr. J. May.*, 8. Pieeoli, V. t. Trnkfrciy; Liesen : O.Oetas-*ang; Marbnrg: T. Eobsn. W. Kttn.gs «ehe» F. Prall, K. l'aooraki; Mnrrck F.. Beiehe; PrMaai J. Behrhalk, H. Molltor: Radkorsburg. M. l.eyrer; Katin: H. S'hnideraeliilci, VIndisch Feistritz: Fr. Petzolt; Wladiseh-irrajc: K. Rehul: Wolfsberg: A Hath: zu irifbfrtjoltfnmalfn aus die Notlage unserer bedrängten Brüder i« Reiche de« Zaren Hinge-wiesen und zu milden Spenden aufgesordert und es kamen un« bisher auch zwei allerdings geringe Spenden im Gesamtbeträge von 3 Kronen zu. Wir sprechen nun die Erwartung au«, daß der besondere Aufruf, dea der Berliner Hilf«au«schuß an die Uuterfleirer ergehen läßt, nicht unerhört verschallen wird und daß sich unter un« Männer finden werden, die mit ihrer Spende den bedrängten Volksgenossen hoch oben im Norden zu erkennen geben werden, daß auch im Süden de« Donau-staate« warmfühlende deutsche Herzen schlagen. Spenden nimm: die Schriftleitung unsere« Blatte« entgegen. ?er»«kische Niedertracht. Der Slov. Narod ist in die Fußtopfen der Doaiooina getreten und mit gleicher Niedeitracht richtet er seine Be-schimpfungen aeyen die deutschen Frauen und Mädchen von Eilli. So lesen wir in einer witzig sein wollenden, jedoch unsäglich ordinären Notiz de« Blatte«: .Wir raten den Cillier deutschtüm-lerischen „Frajlic" im Stajerc zu inserieren und wenn sie einen Rausbold. G-iun-r oder Dieb zum Manne kriegen, wird e« idur» wahrscheinlich nur angenehm sein uud wen» nicht ihnen, so doch ihren Brüdern und Vätern'. Und an solcher Nie» dertracht weidet sich die slovenische Intelligenz! Eine neue Jenerwehr in der ZlmgeSang fiffis mit deutschem Kommando. Sei» einigen Jahren wird davon gesprochen, daß von perva-kifcher Seite eine Freiwillige Feuerwehr sür die Umgebung Eilli« gegründet wird. Die slovenischen Blätter brachten schon vor «ehr al« Jahresfrist Berichte über »ine gründende Versammlung dieser Feuerwehr, bei welcher bereit« Beschlüsse über die Uniformierung (der Sokoluniform ziemlich ange-paßt), sowie über die Vervollkommnung der slove« nischen Kommandosprache gefaßt wurden, aber die Feuerwehr kam nicht zustande. Mittlerweile haben sich in Bischofdorf wackere deutschfreundliche Männer zusammengefunden und haben in aller Siille, ohne Lärm zu schlagen, eine Feuerwehr gegründet. Borige Woche sind die Satzungen dieser Feuerwehr genehmigt worden, welch» sich „Freiwillige Feuer« wehr Bischosdors bei Eilli" nennen wird. Am Sonntag fand ein» Vollveisammlung der neuen Feuerwehr statt, bei welcher folgende Herren in die Verein«leitung gewählt wurden: Flor. Wretschko, Bauunternehmer, Wehrhouptmann; Fr. Tsche« ve l. Großfinindbesitzer, SieUoerlreier; Jof. Pil« (ich, Grundbesitzer, Säckelwart; Franz Koziper, Äendarmeriewachimeister i. R , Schrislsührer; Fr. Werstofchek und Franz Hafner, Spritzen» zug«führ»r; Franz Okorn jun., Steigerzug«' führer; Matthia« Pukl, Echmiedemeister, Requi-filenmeister. Ausschüsse: Ioh. Adam Koschuch, Martin P r e« s ch a k, Franz Okorn sen., Aloi« Winzl und Aloi« Tschepel. D»e Feuerwehr ist sehr stark und man bringt ihr in der Bevölkerung da« größie Interesse eiligeren. Sie wird deutsche« Kommando t»hm uno dem Lande«seuerwehrver» bände beitrelen. W>r begiüfen diese neugegründete Feuerwehr und wunichen ,h: da« beste Blühen und Gedeihen. Gut Heil! Aremdenverkehr-Ansschnß in Ltlli. Da die Zeit der Vermieiung von Sommerwohnungen all» mälig herannaht und die Anfragen vvi! au«wän« febr stark einlaufen, ergeht hiemit an olle Par« leien, die bereit« Som«erwvhnungen zu vergeben gedenken, da« Ersuchen, sie bei den unten angegebenen Au«kunft«stellen, wo entsprechende Druck-sorten aufliegen, unverzüglich zur Anmeldung zu bringen. Auch jene Parteien, die überhaupt die Absicht baden, im Laus» des Sommers Räumlich« teilen an Fremde zu vermieten, wenlr auch der Vermieterter«in im Juni und Juli erst erfolgen kann, werden ersucht, ihre Anmeldungen schon jetzt zu machen, da sich die «eisten Fremden schon lanne vor ihrem Einireffen turch Britswechsel passende Wohnungen sichern. Die Wohnung«ver-«ittlung geschieht kostenlos, nur ersucht der Fcemdenverkehr«'Au«schuß jene Parteien, die eine bereit« angemeldete Wohnung vergeben oder an» derweitige Verfügungen getroffen haben, dies« sofort bei der Anmeldungsstelle abzumelden, um dem Ausschüsse in rücksichi«ooller Weise seine Aus-gäbe zu erleichtern. Au«kuoslSstellrn 'find: Fritz Raich, Buchhandlung; Kaffeehau« Merkur und Josef Krell, Stadta«!. Küster. Die Freiwillige Feuerwehr hielt am 4. d. unter dem Vorsitz» des Wehrhaupt-manneS Herrn Benedek ihre 37. Hauptversammlung ab. Der Wehrhauptmann erstattete d»n Tätigkeit«« bericht, dem wir u. a. entnehmen, daß der Verein zu Bränden zweimal auSrückle. Durch den Tod verlor der Verein vier Mitglieder. Am S. Juli v. I. beteiligt» sich die Wehr durch Delegierte am Bezirk«seuerwehrlage in Gonobitz und um 15 und 16. Cftobn am Lande«feuerwehrtage in Graz. Am 1. Februar 1S05 veranstaltete der Berein «in Kränzch«« zugunsten de« F»u»rw»drfondS. De« V«r«in« spendet«» die Herren Eduard Geisel 50 K, Gustav kotnauer 100 K, dir Erben And. ElS« bach«r 100 X. die Tüfferer BezirkSvertreiung sub-ventivnierte den Verein mit 300 X, der Spar- und Vorschußkosse-Verein in Tüffer für Uebung«zwecke 100 L. Der Verein zählte 47 ausübende. 48 unterstützende und zwei Ehren-Alitglieder. 15 Mit« nlieder werden sür die dem Vereine durch volle 25 Jahre gewidmete Täligkeit mit der vo« Kaiser verliehenen Medaille dtkoriert werden. Die Ein« nahmen betrugen 334 Kronen, die Au«gaben 236 Kronen 72 Heller. Aus Grund der Verdienste um den Verein wurde einstimmig beschlossen, da« Mitglied Herrn Otto Witdalm, Gewerke und Fabrikant in Tüffer, zum Ehrenmitgliede zu er-nennen. Windisch Keistritz. Vom Bahnhof« bi« zur Stadt soll «in« normalipurige Eifenbahnstrecke ge« baut werden. Wegen der großen Entfernung wär« di»« sehr wünschenswert. Di» B»zirk«vertre>ung faßte drn Entschluß, «ine BezirkSstraße am Süd> abhanae des Bachergebirges nach Oplotnitz bauen zu lassen, wenn die Bezirk«verlretung von Gonobitz >n ihrem Bezirke die Verbindung «it Oplotnitz herzustellen bereit sein wird. 3Mt«a. (Stellung.) Da« Ergebni« der Stellung in der Stadt Pettan war: Bon 18 Zu« ständigen und 7 Fremden wurden 4 Zuständige und 3 Fremde sür tauglich befunden. A«m Krankenhause i« Nanu. Herr Erwin Kankow«ky, Verwalter de« Krankenhause» in | Rann, hat aus sein« Stelle verzichtet und über« siedelte nach Marburg. Vorläufig leitet ein Be« amter der Lande«buchhaltung die Geschäfte. An» ?öttschach schreibt «an: In der letzten Ort«schulral«sitzung wurden zu« Ort«schulrat«>Ob> mann Herr Karl Machoritsch, Hotelier und Gemeindevorsteher von Hölldorf, und zum Ob« mannstelloenreter Herr Josef Svetlin, Ober-lehrer und Schulleiter hier, einstimmig ge« wählt. Die Kassierstelle übernahm Herr Anton Grundner, Großgrundbesitzer und OrXschul« »aiSaussehcr. Schaubühne. Da« Glück im Winkel. Von Hermann Sudermann. Herr Weißmüller, einer von d«r alten bewährten Garde, hat sich da« bekannt» Sudermann'sche Stück »Da« Glück im Winkel" sür seinen Ehrenabend au«gesucht. Man bedachte ihn mit einem vollbesetzten Hause und Beifall«be-zeugungen, doch hätten wir e« Herrn Weißmüller vergönnt und er hätte eS al« tüchtiger Spielleiter und Schauspieler auch redlich verdient, wem, dieser Beifall noch kräftiger und freundlicher au«gefallen wäre. In feinem Rektor Wiedemann goß er ein Stück feiner Seele und schöpfte alle Gedanken de« Verfasser«, auch jene, die nur leise angedeutet sind, au«. Da« Leben bot sich dem Rektor Wiede«ann eben nicht von der besten Seite, e« faßte ihn rauh an und zermürbie frühzeitig feinen ausrechten ManneSwillen. Au« dieser Mühle des Leben« geht der verschüchterte Pädagoge, v«r vor Respekt«« Personen bangt und stei« die dunkle Sorge um sein Glück im Winkel über dem Haupte schiveden fühlt, hervor. Ader auch den Mann d»r Herze»«-püte, der Seelengröße, der sich nicht zum strenge» Richter über ein irrende« Menschenkind aufwirft, fondern Verzeihung schenke, b vor die Bilt5 qe-wagt wurde und der darum zu« Siege über die Stürm« der Leidenschast g«lange, ward von Herr« Wrißuiüller mit innignn Verständnisse geschildert. Mit ein«r einzig schönen Leistung bat un« Herr Kammaus al« v. Röcknitz beglückt. Diese herrische Siegernatur, in der etwa« vom Raubtier« lauer« und di« sich die Züge vo« Uebtr«ensch«ntume Nietzsches geliehen hat. «ußte so und nicht ander« gegeben werden. Dieser Röcknitz verkörpert d,e «aßlose Selbstsucht. d>e vor alle« ihr Leden au«-leben will und müßte sie b^bei auch über da« Glück de« Nächsten erbarmung«lo« hinwegschrei!«n. Eine sehr sympathisch« Helene bot sich un« in Frl. Walde dar. Frl. Osten (Elisabeth) hat sich n«ch immer nicht zu den Gebärden einer groß«n Leiden« schafk, die auch überzeugend aus un« wirken, durch« gerungen, obwohl ihr Spiel besser war al« fo»ft. Die „matte Seele' Bellina gad Frl. Onh. v« da« Gelingen «achten sich auch noch Frl. Stei« und Herr Kühne verdient. Herichtssaat. chine ?reßtlage gegen die „ventlche Wachte Die Herren Dr. Sern«c sen., Notar 9««, Dr. Vreiko und Dr. Hrasovec hatten sich durch «ine Noliz der „Deutschen Wacht", in der von Preßbestien die Rede war. beleidigt er« ach:et und gegen den verantwortlichen Schriftleiter deS Blatte« Daniel Walter die Preßklag» angestrengt. Dieselbe kam am Mittwoch vor de« Einzelrichter Herrn Dr. v. Ducar zur Verhana-lung. Der Angeklagte erklärte in seiner Vera»t» woriung, daß sich der Artikel in Nummer 14 vo» 18. Feder 1906 „Da« sind ja recht schöne Sachen" nur aus eine Notiz de« .Slovenec" be« zogen habe und mit dem im Artikel gebrauchten Ausdruck« „Preßb«fti«n' die Herren Privat« ankläger nicht gemeint waren und auch nicht ze« troffen werden sollten. Daraufhin zvHen die Privatankläger die Klage zurück. unömachung. Nachdem die Funktionsperiode de» Gemeindeausschußes der Stadtgemeinde Cilli mit Ende April l. I. ablauft, sind die Neuwahlen vorzunehmen. Gemäß § 16 der Gemeinde-Wahl-orduuug für die Stadt Cilli liegen die Wählerlisten für die Gemeindeausschuß-wähl vom 15. März angefangen im Stadtamte während der gewöhnlichen Amtsstunden zu Jedermanns Einsicht auf. Hievon geschieht die Verlautbarung mit dem Beifügen, daß allsällige Ei»-Wendungen gegen die Listen innerhalb 8 Tagen vom IS. März angefange« bei dem gefertigten Stadtamte einge-bracht werden können. Madtamt Cilli, am 8. März 1906. Der Bürgermeister ^ ii69« Jul. Stakufch. stammet 21 M#«ctrifcr W«ch»' Seite 7 Schicht' iwte i3$»* I tprxiaUtii für Woll« and S*W«. £ fiiMi'n h«iiwcHdp«tBWei»wfcachc Wermifchtes. Pas Schlachte» der Knnstlere. Um da« schlachten in den Haushaltungen nicht zur Tier» Quälerei au«arten zu lassen, ist notwendig, daß Messer, Hackenesser, Beil scharf geschlissen und gut imstande sind. Wo immer tunlich, soll man dem Tiere vor dem Töten durch einen kräftigen Schlag auf den Kopf Bemüh sein und Empfindung nehmen. Teslügel findet am leichtesten de» Tod, wenn man mit einem Messer oder Beil den Kepk vom Kampfe trennt und den abgeschlagenen Kopf auf» richtet, damit da« Blut rasch auSfließen kann. So-lange Blut im Gehirn ist, lebt und fühlt das Tier. Hängt der Kopf herunter, so stirb» da« Tier schwer. Soll der Kopf (wie bei den Gänsen) am Rumpfe bleiben, so durchsticht man den eisten Haltwirbel hinter dem Kopse mit einem spitzen Messer nach vorangegangenem wuchiigcn Be-laubungSschlag. Da« Hineinstechen in da« Innere de« Schnabel« bereitet dem Tier wegen de« häufigen Verfehlen« der passenden Stelle einen lang-samen Tod, zumal wenn der Kops herunterhängt.. Fische, gleichviel od groß oder klein, werden zu-erst durch einen kräftigen Schlag aus da« Gehirn betäubt. Dann schneidet man den Kopf ab, wa« den Fi ch sofort tötet. Und nun erst wird er gr-schuppt und au«geweidet. Achtet «»f die Pferdegeschirre! Wenn der Besitzer beim Anpassen de« Geschirres für sein Pserd sich nur halb so viel Mühe gäbe, al« er sich tonn Aussuche» eine« ihm passenden Rocke« gibt, so würde e« viel weniger Geschwürt, wunde U«d kohl gescheuerte Havtstellen am Pserdekö per geben. Oft wir da« Geschirr au^ Hut Glück gekauft, wenn tf auf einet Auktion billig erworben werden kann; Tbttf t» wird in einem Laden erstanden, wo die Autwahl nicht groß ist. Daher fon mt e«, daß da« Tier, klein oder lang oder kurz, jit ein Geschirr gezwängt wird, da« an einer Stelle kneift und on einer andern schlottert. Auf diese Weise »erden die eifrig und treu arbeitenden Tiere miß-vaudelt. Jedoch selbst bei den a sanglich passenden Geschirren können allmählich Veränderungen eintreten, die um so mehr zur Qual werden, »eon da« Geschirr nicht sauber und biegsam er« halten wird, sondern hart und rauh wie Gußeisen i't. Jeder kennt die Qualen, welche durch „Hühner-äugen' oder zu enge« Schuhwerk entstehen; jeder weiß, daß entzündete oder wunde Stellen seine« Ksrper« äußerst empfindlich sind und keinen Druck »ertragen. Aber bet den Zugtieren nimmt man aus solche Dinge sehr selten Rücksicht. Mögen unter dem Lederzeug wunde oder eiternde Stellen oder schmerzhafte Hautverdickungen fein, — ganz einerlei, gefühllose Menschen legen aus diese Stellen, gegen welche dann die ganze Last beim Ziehen »irkt, immer wieder die Geschirre auf. Da« dürfte entschieden nicht geduldet werden. „Le Griffon" bestes säuisches Zigarettenpapier. - Ueberall zu haben. — 9293 (»©Iorio*—Einlaß — Masse) ist be-'»»der« geeignet zum Neueinlassen harter Fußböden, >» dieseL Einlaßmittel außerordentlich billig ist und die Anwendung desselben wenig Mühe verursacht. Dosen ä 35 kr. und 65 kr. sind bei Hukao Stiger und bei Aictor Wogg in Eilli erhältlich. « Biebe de»»««»??» ns6 glicht» »nt»ritätro d«,eichum Käthe-Haarwasser und Haarpomade »i« da» (in-«ia« »sicherst» Mittel tut Ccianciag ein. kiUlize» »ilt H«r- out UMtaan 3s , tmjn Zeit -t«. ,»sche»»er tiMf.ipreil »et Fl-sche •dn Tieiel X I«—, . ?r»teftiilchchrn K i «0. SetfonH gege» fUA-iMse nut durch Kr» »«Ide «ie». XTIII. Sch»i«»ise S d. Ein Kaus »it 1000 ßinwohnern Die größie Miet«laserne in Groß-Berlin wird vom 1. April an ein Hau« sein, welche« der Beamten-Wohnung«oerein Berlin« in Eharloiienburg er-richtet. ES enthält im ganzen 180 Familien-Wohnungen und eine Anzahl Wohnungen von zwei Zimmern sür Junggesellen. DaS Hau« bedeckt sast 7000 Quadratmeter. 10 Portale und 10 Treppen-Häuser find angeordnet. Vollbesetzt wird da« Hautz für sich allein über 1000 Einwohner zählen. 280 000 Kronen Spielnerluste. Osenpcster Blätter melden au« Klauiendurg: Abgeordneter Gras Nikolaus Banffy verlor in einer Nacht im Hazardspiel an den armenischen Kaufmann Azdej 230.000 Kronen. Azbej erhielt nach Uebreinkommen 100.000 Kronen bar. ein Gut für 40.000 Kronen und eine lebenslängliche Rente von 1000 Kronnen monatlich. SndmirKische Nokksvank in Hr«z. Stand am 28. Februar 1906: Anteil«vermögen von 3694 Mitgliedern 803.800 X, Spareinlagen von 2413 Parteien zu 4 v. H. 3 922.567 X, Konto» Korrent: Kreditoren 243 957 X, Debitoren 502.901 X. Darleihen 1.567.822 K. Wechsel uns Devisen 1.219.577 X. eigene Einlagen 683.350 X. Wertpapiere 350 247 X, Bankaebäude 262.500 X, Reservefond« 30.075 K, Geldv?rkehr im Februar 2,303 514 X. Ausweis über die im städt. Schlachthause in der Woche vom 5 März bi« 11. März 1906 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung de« eingeführten Fleische«. Name Schlachtung« einaesiihNes ^lnicd w qou,en Stücken eingeführte« Fleisch in Kilogramm . des c e £ r 1 i i 1 c Fleischer« s •e £ c A £ B ■0 "o' ■& e e •£ & i i c w i B ! T =s g 2 n «D "3 B •e "a ■e t 5 2 u « « « w! VJ «5 35 u> u ÖS öS K WJ CO CO ; Baumann -j -1 Bukschek Jakob — — I - 2 l — — — — — — 44) 71 — — — —! Gojschek Amon 1 Grenka Johann — — Habian — 3 — "1 12 — — — — — 1 — 122 98 — — — — — Janzek Mariin — — 1 - 2 — — — — — — — — — — — Karlosche! Martin Kossär Ludwig — 1 1 LtSlosch^k Jakob Payer Samuel Planinz Franz — — 1 1 5 ö - Pleftfchak PlelerSky Anton - Rebeuschek Joses — — 1 '.5 B Im- — 3 — — — — — — ' — — — Sellak Franz — — — 1 3 — — — — r- — — - — Seutschnig Anton — •2 — — ü s _ | — i- — — — — — - 4 Skoberne Georg — 3 1 - * _ — _ — — — — 36 MV 255 ^ f . Steuer — — — S 1 7 2 L 1 U«fk Rudolf Bollgruber Franz Woj«k Gastwirte Private Beobachtungen an der meteorologischen Station Cilli Nr. 51. Monat Iebruar 1906. E 9 »i |££ Temperatur nach Celsius Sl 3 e, c .t: £ e. Windrichtung und Stärke K 1 Bemerkungen J3-« -1 S E - x> a <3 iz 9ts ÄE •SE 'S E 11111 11« «».Ej S "U B S. c &&< 7 Uhr früh l Ubr S Uhr mittag abends !B K ' 1 752-6 o*o 8t» —6-2 -14 e —8 410 Ng. - - Abend? Nebel 2 746"0 —9-8 16 —4-8 -43 75 -12 400 4-3 —* 8 7340 —50 2-6 -22 -1-5 7 —7 400 4-6 — 4 733 6 -18 16 —16 04 3 —2-5 41-0 100 N. —. 05 Schneesall 5 739 6 r-i-2 2-0 08 0-5 3 —3 41-0 10-0 -« N. N. 2 0 6 745 0 —0-2 26 0-8 106 5 —1 40-0 10-0 - 7 , 736 0 8 J74I 0 10 28 2.8 22 4 0-0 400 10 0 NÄ. -^ 80 K 2-0 4*8' —3 2 1-2 8 -* 40.0 1-6 W. — 9 733 0 -110—1-2 —8.0 -6 7 2 -12 37 0 8.6 -# —i — Früh Nebel 10 788-3 -78 3 6 —6-0 -84 8 -10 86-0 0 -# —J —# — i il 7380 -15-0 —2.0 —18 -6 2 1 -16 37,0 6-6 - —# ■ — 12 7360 —1*8: 3.8 1-0 1-0 9 -3 ::«-0 5-3 mrnm -# —# — 13 7390 10 2-0 16 15 5 oo 88 t) 8-6 S, -# 40 Schneesall 14 7340 16 42 08 2-2 5 10 40-0 10-0 -^ 20 15 741-3 1-0 16 18 1-46 3 o-o 400 10-0 —# 3*5 „ abends Nebet 16 7430 0-4 24 16 112 4 00 40-0 10 0 -# —*• o-a Schnee u. Regen, frtlh Nebel 17 746 3 1-2 4-C 24 2 7 6 10 400 100 — Früh Nebel 18 747-0 —14 88 —2.4 0-0 10 —3 410 8 3 — I» # 19 745 6 —2*2 4-2 14 11 6 —5 40-0 4-3 —# mm —* — 20 746-0 -04 50 1-6 2-06 7 —I 410 " 26 — — — — 21 747 0 1-4 3 6 24 2-46 5 1-0 41-0 9 3 6, s. 05 Schnee und Regen 22 745-5 1-6 30 10 1-« 4 o-o 41-0 93 —4 öl n n 23 740-3 —18 2-4 —06 00 4 —3 41.0 5-8 —* _ 24 786-3 —5-4 0-0 -0 4 -1-9 1 —6 400 76 —# ™"4 5*5 Schneejall, abend» Nebel 25 7430 —2-4 6-6 —0-6 0-8 8 —4 400 33 — — i 26 741-8 2-0 9-6 8 0 6-5 15 —3 40-0 3-6 W, s/ — 27 739.3 8-6 11-0 ®"4 9-6 12 r> 41-0 8 S. s G. — 28 1 7850 5.8 10-8 52 7-2 14 5 450 8-8 1 I s. i« Regen u. Schnee, stünuisch S A«rl Putfeft, k. f. Professor. Seite 8 ,9rntr«c Macht" Rummer £1 Köchin nicht zu jung, welche alle ihre Kflehen-arbeiten verrichtet, wird neben Stuben-■ädchen gesucht. Lohn 20 Kronen. Therese Prym, Heilenstein bei Cilli. 11679 Strümpfe u. 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Seit langer Zeit litt ich an Rheuroa-isirnR und allgemeiner Nervenschwäche. Die Schmerzen hatten ihren Anfang im Rücken und zogen ins Bein» sodass ich ganz lahm gehen musste. Schmerzen und Stechen im ganzen Körper, Schlaflosigkeit etc. schwächten mich immer mehr u. mehr. Da alle Anwendungen umsonst waren, hatte ich grosse Sorge. Auf Empfehlung einer hier io ^ Oberhennersdorf geheilten Frau wandte ich mich schriftlich an Herrn A. Pfiater in Dresden, Ostraallse 2. Bei einfachsten Anordnungen fand ich schon in der ersteu Wocbe grosse Linderung der Schmerzen, konnte schon mit Stock gehen u. allmählich schwanden alle Beschwerden, wofflr ich nun meinen herzlichsten Dank ausspreche. 11690 Engelbert Laurioh, Oberheii n ersdorf Nr. 210 bei Rumhurg. + Dank Meine Frau litt Ober 3 Jahre an heftigen Kopfschmerzen und heftigem Erbrechen (Migräne). Da ärztliche Hilfe erfolglos blieb, wandte ich mich an die Nervenspe-zialbchandlung des Herrn F. M. Schneider in Meissen i. Sachsen, Nikolaisteg Nr. 8. Durch einfache sechswöchentliche briefl. Behandlung wurde meine Frau wieder hergestellt. Empfehle ähnlich Leidi-nden dieses ausgezeichnete einfache Verfahren. Josef Beraatschke in Neadorf-Herrlich bei Dax in Böhmen. ist sehr billig zu verkanten. um» Gefl. Anfragen sind zu richten an die Verwaltung d. Blattes. w i» 1 Sonderangebot, verbindlich bis 30. Mär/: Dien- a. die kommende Wocbe akbea noch zum Verkauf mehrere Tausend feine, gerippte Glasschalen gefüllt mit fri*cin>as Waldmaoa und dieses bepflanzt mit Maiblumenstauden ; die Maiblumen treiben nach und nach aus dem Moos hervor, und bald knospen sie uud blähen — das gsnze Frühjahr hindurch einen entzückenden Fensterschmuck bildend " M IN Glasschair, gefüllt mit Waldmoos und bepflanzt mit Mai» M blumenstanden I KJ '2 solcher komplett gefällter Glasschalen Mk. l.Si 4 StQck Mk. 3.—, 7 Stück Mk. 5.— Die Glasschale hat einen Umfang von nahezu '/« Meter. Unter zwei StQck weri-rv nicht versandt. 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