^tr. 204._________ Freitag, 9. September 1910. 129. Jahrgang. Aibllcher Zeitung ,^/ANUlneration«prris: Mlt Post Versen dung: ganzjährig 30 li, halbjährig 15 ü. Im Kontur: ganzjährig « «,, halbjährig li X. Für die Zustellung ins Haus ganzjährig li li,. - Insertlonsgebülzr: Für lleine Inserate bis zu 4 Zeilen H0 d, größere per Zelle 12 k; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8 d. Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn-und Feiertage. Die Administration befindet sich Milloölc-strahc Nr. 20; dir Nrdalliion Milluöiüstiahe Nr. 2«. Sprechstunden der Medallion uuu « bis 10 Uhr vormittags. Unsranlierte Briefe werben nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der Redaltion 52. AnrMcher Geil. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom 2. September d. I. der Schriftstellerin Dr. Phil. li. «. Marie Freiin ^ bner von Eschenbach den Elisabelh-Orden erster blasse allergnädigst zn verleihen geruht. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung> uoui 6. September i^w ^ir. ^03) wurde die Weiieruerbreitung folgende ^reßerzeugnisfe verboten: Photographie und eine Reproduktion derselben in Form mier AnsiaMarte, beide mit Nr. ^79«, der Ortsbezeichnung «Äloos im Sexteiltale» und der Firmaoezeichnung «Verlag Stengel re>vcipr»,<:0vuilc» vom 31. August Nr. 1 » uom 27. August 1910. Nr. 70 'keitmenyer Wochenblatt» vom 31. August 1910, Nr. 1^)3 «Aovä, ciul)»,» uom 29. August IU10. Neue Auftage «Auvü äol»».» uom iil^. August 1910. Nr. n2 «^ll^g« Ot>r«,u2,» vom 30. August 1910. Plalat: Oslitu^icini ^ililuv^ll/cil ürom uuui vutmp äovolou». Nr. 70 vom ^«.August 1910. Nr. 6? «Oliliraviiill» vom 30. August 1910. MchtamMcher Heil. Bulgarien und die Türkei. . Nie nlan ans Sofia meldet, hat eine leitende Per» lonlichteit in einer Unterredung über die bulgarisch-^ürtisäM Beziehnngen erklärt, daß die in der Frage ^' lnazedunis6)ell Flüchtlinge noch immer bestehenden '^chluierigteiten auf die lorrelle uno friedliebende Haling der bulgarifchen Regierung gegenüber der Pforte lemerlei nachteilige Rückwirknllg ausüben werden. Das ^usianer Kabinett läßt sich hiebei von den Grundsätzen, ble es in den zwifchen dein Köiligreich ulid der Türkei auftauchenden Fragen seit langem befolgt, sowie von ^r Rücksicht auf die Politik der Großmächte leiten, welche, die Enlwicllnng der sich regenerierenden Türkei mit Wohlivullen und vertrauen begleiten. Die bnl» garischc'Regierung ist entschlossen, alles zn vermeiden, was als ein Zug von Feindseligkeit gegen das Nach» darreich betrachtet werden und ihr den Vorwnrf zu» ziehen könnte, daß sie in das Fortschreiten der erwähn-len Entlvicklung störend eingreife. Man nährt hiebei in Sofia die Hoffnung, daß dieses Verhalten Bulgariens in Konstantinopcl entsprechende Würoignng finden und daß die türtische Regierung in Erkenntnis der Nut» wendigleil friedlicher und feindschaftlicher Beziehungen zwischen den beiden Staaten darans bedacht sein weroc, weitere Erregungen der Gemüter in Mazedonien zn verhüten und aus die Beseitigung der Zwietracht her» vorrufenden Momente ill diesem Gebiete hinzuarbeiten. Die türkisch-griechischen Beziehungen. Das Nachlassen der Erregung, die in der Türlei gegen Griechenland durch die Wahl von Kretern in die griechische Nationalversammlung hervorgerufen wnrde, lritt nach einem Berichte ans Konslaniinopel insbefon» dere in einem Artikel des „Tanin" zulage. In den Aus» führnngen dieses Blattes, das früher die kriegerischeste Sprache gegcn Griechenland geführt hat, heißt es: Man hätte in Griechenland unsere Haltnng in der kretischen Frage schon lange begreifen und einsehen solleil, daß wir Kreta nicht ausgeben werden. Wir würden in die» sem Falle viel wohlwollender gegenüber Kreta gewesen sein und hätten nicht notwendig gehabt, die Kreter wie eine Räuberbande zn behandeln. Griechenland hätte wirtschaftlich und Polilifch Nutzen daraus gezogen und unsere Begehungen zu ihm wären anjrichliger und besser gewesen als zu den anderen Ballanstaaten. Heute ist Griechenland der Verlustträger und wir betlagen es nicht, weil es die Sitnation selbst heraufbeschworen hat, durch die es wirtschaftlich ruiniert wird. Die lürtijch. griechischen Beziehungen sind seil eineinhalb Jahren nie» malS gnte gewesen. Manche behaupten, daß in den letz. ten Tagen eine sehr beunrnhigende Wendnng eingetre» ten sei, und erörtern die Möglichteil eines Krieges zwischen den beiden Bändern. Wir können an eine solche Eventnalilät nicht glauben. Veniselos wurde in die griechische Nationalversammlung gewählt, einige andere Kreter werden gleichfalls ill diefelbe eintreten. Das ist aber nicht voll großer Vedculung. Sie werden in diese Versammlung nicht als kretische Depntierle eintreten, noch sind sie von der kretischen Bevölkerung gewählt. In diesem Falle stehen wir nicht vor einer Frage, die unsere vitalen Interessen betrifft. Die Griechen lönneil ihre Deputierten nnler Leuten wählen, die wir ausweisen. Wir können aber diese Haltung der Grie-chen nur als eine Herausforderung, als Feindseligkeit betrachten. Wie kann man sich da über oen Boykott beklagen? Obwohl diese Akte der Feindseligteil sich in offiziöser Form ill den Beziehungen zwischen den beiden Ländern fühlbar machell, ift man doch weit von einem Bruch der offiziellen Beziehungen entfernt. Erst wenn die Griechen noch Weiler gehen und Vcnifclos zum Ministerpräsidenten ernannt werden sollte, wird die Lage zwischen den beiden Ländern einen beunruhigenden Ernst annehmen. Wenn die Griechen infolge unserer Warnungen davon abstehen, Veniselos an die Spitze der Regiernng zn stellen, so würde dies zeigen, daß sie emen sehr ernsten Ansgang der Sache besorgen. Diese Besorgnis wäre der Ansang der Weisheit und wir dür» fen an die Wahrscheinlichkeit glauben, daß sich die Griechen in Zukunft von Vorsicht leiten lassen werden. Dann werden auch die Kricgsgerüchte jede Bedeutung verlieren. Politische Uebersicht. Laib ach, 7. September. Die „Bohemia" meldet: Aus Regierungstreisen wird berichtet: Das seit Februar verwaiste deutsche Llludsmaunministerium wird anch in der Herbsltagung nicht zur Besetzung gelangen. Wie bestimmt verlautet, ift bei den Konferenzen zwifchcn den ezcchifchen und den deutschen Parteiführern mit der Regierung die Frage der Besetznng des Landsmannminislerpustens nicht aufgerolll wurden. Das Kabinett dürste aus ab» fehbare Zeit ohne Landsmannminislerium weiter im Amte bleiben. Die „Reichspost" bringt über die Zusammen« tunft in Salzburg eine römische Zuschrift von befun-derer Seite, in wclcher es heißt, die hohe Anszeich-nung San Giulianus durch den Kaiser, die sympathische Kritik der österreichischen Presse haben die Pessimisten so sehr widerlegt, daß man von einem starken und gün» SeuMewn. Die Menagerie der Bühne. ^ n^ Tierwelt spielt ans dem Theater eine größere Stulle, als es bei oberflächlicher Bedeutung den Anschein A Goethe bringt im ersten Teil seines „Faust" emen ^udel auf die Bühne, dessen komplizierte Aktion von ^aujt und Wagner beim Spaziergange genau beschrieben n/ s>'^ ^"^ ^ ^ heute lein Dresfenr, der einem lNllchen Pudel diefe Rolle beigebracht halte, und fo ^Ujl man fich anf allen Theatern damit, besagten Köter ^U'lach zu stachen. ^ nm Mcserschcn Schwant „Het> di ^.^ lN" Angehöriger des Hnndegeschlechtes sogar ^. ^ltelrolle. Da er aber in einem Körbchen eingepackt ^ I d,e Szene tummt, würde er nur dann störend wir-Ai^ ^"" " seinem Pensum entgegen heraushüpfte. noers llegt die Sache ill Meyerbeers Oper „Dinorah". d^^ b'k ^"lie der lebenden Ziege von einschneiden-"n Bedeutung. als! n?>!"^ s'"^ l^"" seit langem auf den Theatern 2 Mitwirkende in Tätigkeit. Schiller läßt Geßlcr im b en Akt des „TeU" auf einein Gank angeritten ko,n. lnm ' '"^ ^"j), oder mein Roß geht über dich ) nweg!" ruft der Landvugl der Bäuerin Armgart zn. u' Meisten Bühnen schellten sich aber das Pferd. Man wea" ^"" ^" Satz in „Mein Fuß geht über dich hin- der <^ " 5°" »m allgemeinen Pferde womöglich von Ess f^"^ ^""' ^'" lel'ÜM'n zn wollen, daß es den !>elt in der „Stummen von Portici", „Glockchen des Eremiten", „Templer und Jüdin", „Rienzi" usw. cnt-schieden steigert, lvenn Masanicllo, Belamy, Bois> Gnilbert nnd Rienzi in den betreffenden Anftritten hoch zn Roß erscheinen. Aber das Gestampfe anf dem Holz. boden, dir häufige Ohnmacht des Reiters, den Gant nach Gefallen zu lenken, die ängstlichen Vewegnngen oder gar das Davonlaufen der Umstehenden — die tein Kontrakt zwingen kann, sich die Zehen abtreten zu las» sen — das alles wirkt doch unmöglich slimmnngssör» dernd. Ja, wenn Panl Vnlß im „Glöckchen" seinen eige» nen Gaul nach vorn slürmen ließ nnd dicht vor der Rampe mit glänzender Virtuosität parierte, so gab das allerdings ein frappantes Bild, aber wic dann, wenn - was zwar nicht Bulß, sondern einem anderen Sän» ger begegnete — das Tier sich bockend anf den Hinter» fußen erhob, der Reiter herabrulschte nnd das Roß ins Orchester sprang, Panken und Bässe zertrümmerte nnd, erschreckt dnrch den Lärm, zwifchen den Pulten herumtrampelte, so daß die Musiker schlennigsl über die Brüstung ins Parkett flüchten ninßlen. Im „Nienzi", und zwar am Hosthcater zu Kassel, geschah es, daß man nach gewohnter Sitte den Gaul vor dem Auftreten durch Zucker in gnle Stimmnng zu bringeil versncht hatte. Als nun die den Adriano singende Dame vor Rienzi lliederkniele nnd wiederholt flehend die rechte Hand nach ihm emporhob, streckte ihr der Gaul, vermeinend, es würde ihm wieder ein Stückchen Süßigkeit gereicht, regelmässig seine Schnanze in die Handfläche, was die Fcierlichleil der Situation nicht eben erhöhte. Fort also niit den Rossen, wenn sie nicht nndedingt zur Hand-lnng gehören! Nicht selten ist oas aber der Fall. Man denke nur an Grane. In der „Waltüre" kann man ja freilich seine Aktion noch hinter die Kulisseil verlegen. Anders aber in der „Götterdämmerung". Da mnß Grane schon im ersten Auszüge heran, denn Vrünhildc schenkt ihn Siegfried, der ihn mil fich nimmt. Später bringt Siegfried das Waltürenroß in seinem Schifflein, es hierauf der Obhut Hagens überlassend. Jeder Sän» ger ist froh, den selten ruhig stehenden, ewigeil Kopf» nicker baldmöglichst wieder losznwerden. Die schwerste Aufgabe jedoch stelll Wagner in der letzten Szene Brim» Hilden. Sie soll sich stürmisch alls Grane schwingen und ihn mit einem Satze in den Scheiterhaufen springen lassen. Die meisten Brünhilden — anch die Wiener — beschränken sich daranf, ihren Grane am Zügel zu fassen und mit ihm, ohne Brandwunden befürchten zu müfscn, hinler dem Scheiterhaufen in der Knlifse zu verschwinden. Wir lommen nnn zn jener Klasse der Bühnen-menagerie, deren Vertreter zwar nilentbehrlich sind, die aber nicht leibhaflig mitwirken. Unler die kaschierten zählen Hund nnd Katze in „Alpcnlönig nnd Menschen» scind", deren Naturlaute kundige Thebaner hinter der Szene nachahme», Frickas Widdergespann in der „Wal»' küre", der Schwan in „Lohengrill". Es gehört des weiteren zu dieser Kategorie die Schlange ill der „Zau-berflöle", die Tamino verfolgt nnd welcher von den drei Damen der Königin der Nacht das Lebenslicht ausgeblasen wird. Von den durch Menschen nachgeahm. ten Tieren mnß zuerst der Asfe czenanitt werden, für welchen man ui längst uel.qmi.ir»" Z"i gcni^ Swcke schrieb, als oer Afscodciisll-llci iilischnigg d.c> Halde Wcl< Laibacher Zeitung Nr. 204. 1856 9. September 1910. sligen Umschwung in solchen Kreiselt, die bisher apathisch oder mißlranisch dem Bunde mit Österreich» Ullgarn gegenüberstanden, sprechen kann. Die dirctle Berührung mil Osterreich Hal gezeigt, daß es doch etwas anderem ist, als landläufige tendenziöse Verzerrung es darzustellen liebt. Das Verhältnis zwischen den beiden Treibundmächlen verträgt stcherUch eine Vertie» sung, aber es ist nicht aussichlslos, daran zu arbeilen. Das „Neue Wiener Tagblau" bemerkt zu dein Besuche der Abordnung des Pariser Muuizipalrates in Wien: E5 war ein Besuch guler Freunde, den unsere Stadt diesenage erhielt und sie hinterlassen die Er» innerung an herzliches Beisammensein, an crsprieß. lichen Gedankenaustausch, au Sympathiebailde, die aufs neue befestigt wurdeu. Die herzlichen Worte, die der französische Botschafter Eruzier bei dem Empfang in feinem Palais un>erer Stadt widmete, Äußerungen oon einer wahrhaft erwärmenden Innigkeit, verstärkten noch diesen Eindruck. Aus Belgrad wird gemeldet: Infolge der in der letzten Zeit in jungraditaten Kreisen zutagelrelenden Mißstimmnng wegm der gegenwärtigen inneren Lage hat der jungradikale Parteiausschuß, der in der vergangenen Woche hier zusammengetreten ist, die Frage, ob die Koalition mit den Altraditalen weiter aufrechterhalten werden foll, ill Beratung gezogen. Sobald der Ausschuß zu einem Beschluß hierüber gelangt, wird an die Lösung der durch die Amlömndigkeit deS Ministers des Innern, Ljuba Iovanuvi^, herbeigeführten partiellen Krise geschritten werden. — Nach einer Meldung aus Belgrad wurde dem Prinzen Georg, dessen Urlaub am 2. d. M. abgelaufen war, auf sein Ansuchen eine zehntägige Urlaubsverläugerung für den Besuch der Brüsseler Weltausstellung gewährt. Der Prinz trifft daher erst am 14. d. M. in Belgrad ein, wo er einem Infanterieregimente zur Truppendicnstleistung zugeteilt werden wird. Aus dem in St. Paul abgehaltenen amerikanischen Kongresse zur Erhallung der Natnrkräfle hat Präfi» deut Taft über Roosevelt gesprochen. Er lobte die Be» strebungen seines Vorgängers znr Erhaltung der natürlichen Hilfsquellen des Landes uno gab seiner Freude Ausdruck, eiue solche Politik überkommen zu haben und zu ihrer Verwirklichung beilragen zu können. Anderseits bedauerte Taft, indem er deutlich auf den Nalio» nalismus als eine neue Idee, welche Roosevelt zu der seinigen mache, anspielte, daß das Bestrebeil, für alles nnd jedes auf die Bnndesregiernng zu rechnen, immer mehr zunehme. Die einzige sichere Politik sei, fich in den Grenzen der Verfasfung zu halten und die Befug» nisse der Einzelstaatcn zn achten. — Ob Roosevelt in zwei Jahren kandidiere» wird, fleht iiiuner noch nicht endgültig fest. Wenigstens hat mail ans feinen» Munde noch keine Bestätigung dieser Nachricht erhallen. Auch der alte demokratische Kandidat Bryan ist über Noose» Veits Wahlaussichten befragt worden, über Noosevelts Entschluß konnte er nichts sagen. Nur das betonte er von neuem, daß eine Kandidatur seiner Person vollkommen ausgeschlossen sei. — Nach einer Meldung aus Newyort weist übrigens Präsident Taft in einer öffent-liehen Erklärung alle Gerüchte, wonach er Roosevclts „neuen Nationalismus" abfällig kritisiert habe, scharf zurück. Er habe weder seinen Beifall noch sein Miß» fallen über die Worte seines Vorgängers zum Ausdruck gebracht, so daß alle Meldungen von einem er» neutcn Gegensatz zwischen ihm und Roosevelt erfnndcn seien. Tagesueuigteiten. — Mne grohe Gemeinheit.) In. einem Eisenbahnabteil spielte sich zwischen zwei Herren folgender erregter Dialug ab: „Und jetzt fagc ich Ihnen zum letzlenmale, schmeißen Sie Ihre Stintadores fort. Das ist ein Nichlrauchercoup^ und branche mir das nicht ge° fallen zn lafsen!" — „Und ich sage Ihnen znm über» letztenmale, das gehl Sie den Teufel all, ob ich rauche oder ilichl. Setzen Sie sich raus, wenn Ihnen meine Zigarre nicht paßt." Der Zng hält nnd der erste Herr ru>t den Zugsfuhrer: „La>sen Sie fich doch mal das Billelt die>es Menschen zeigen, er hat dritter und fährt zweiter!" Der Sachverhalt wird festgestellt und der Raucher-muß sechs Mark Strafe zahlen. Jenseits der Bahnsperre treffen sich die beiden wieder. Die Neu-gier drängt den Archer zurück uud der soeben Be° nrafle jragt den anderen: „Sagen Sie mir bloß, woher Sie das wußten, daß ich ill der falschen Klasse fahre?" — „Das ist sehr einfach: Sie hatten die Fahrkarte in der Billettasche Ihres Rockes, wo sie ein llein wenig heransgnclle. Und da sah ich, daß Ihr Billetl dieselbe Farbe halle wie meins!" — diese wichtige Frage haben die Astronomen bisher nicht geben können. — (Die Nusenfreuudin der Diva.) Der Tod der sranzöfifchen Schau>pielerin Eolumbier ruft die Er» innerung all eincn ^healerslandal wach, der mit ihrem uud dem Namen Sarah Bernhardts verknüpft ift. Marie Eolombier, die jetzt im Alter voll 66 Jahren jern der Bühne gestorben ist, war ihrerzeit weniger als Künstlerin als als Bufenfrenndin der großen Sarah bekannt. Diefe mtime Freundschaft schlug aber eines Tages in eine ebenso intune Feindichasl um nno die Eolombicr, die mit der Feder umzugehen wußte, setzte sich hill und schrieb eili unsagbar bissiges Pamphlet mit dem Titel „Sarah Barnum"! Das brachte ihr drei Monate Gefängnis uud 800 Kronen Geldstrafe ein, aber der Skandal war ill Paris dafür auch unermeßlich. Sarah Bernhardt sann anf Rache. Sie setzte sich gleichfalls hin nnd erließ gegeil die Feindin ebenfalls eill giftsprühelldeS Manifest, das aber immerhin, wie der „Daily Telegraph" berichtet, mehr Haltnng bewahrte. Die schmerzliche Anspielung im Titel der feindlichen Streitschrift erwiderte sie natürlich auch. Marie Eolombier heißt zu deutsch Marie Tauben schlag. Da aber, durch die tägliche Gewohnheit abgestumpft, tciil Mensch aus deu pikanten Doppelsinn gekommen wäre, den dieser Name birgt, su ersetzte sie den „Colum° bier" dnrch das Synonym „pigeonnier". — l können. Diesem Bedurjnis zum Schweigen ihrer Landsleule kommt jetzt die Great Northern Railway entgegen, indem fie aus einigen ihrer Strecken in den Zügen „Abteile für Schweiger" einrichtet. Bisher gab eö ^undeablelle uud Abteile für Raucher, ihneu gesellt sich jetzt das Abteil für folche Reiseude zu, denen die Unterhaltung der anderen lästtg ist. Die neue Einrichtung soll übrigens großen Beifall gefunden haben, nnd die Wagen, an deren Fenstern ein Plakat „Schweigen!" hängt, follen geradezu gestürmt werden. — (Ein Urkunde über die Belagerung von Ieru> ialem.) Eine bcdculfamc archäologiscye Entdeckung ist nach elllenl Bericht der „Revue" m Oberägyplen ge» »nacht worden. Es Handell sich nm eme lateinische In-Ichrlfl auf einer Holzsullung, die 50 feilen umfaßt' ^ davon sind deinlich tesbar. Es ist, abgesehen von den ans Pompeji flammenden Täfelchen, das schönste Vei° >p>el lalelm>cher Schrift, das man bisher gesunden hat. ^ine blondere Wichtigkeit erhält der Text dadurch, daß er die Belagerung voll Jerusalem nnter der Regierung oes Titus erwähnt. Er stellt die erste authenti>a)e Ur» inndc über das Ereignis dar uud bestätigt in allem die Erzähluugeu des JosephuS und der anderen alten Historiker. — tellung von Philadelphia im Jahre 1676 ausgestellt, aber lein Men>ch unter den Tausenden von Besuchern hatte einen Blick für den Apparat übrig. Lange Wochen yilldlirch sah man den armen Erfinder lraurlg und ein-jam vur dem Tischchen sitzen, auf dem der Apparat fland. Selbst die Mitglieder der Jury gingen gleichgültig an ihm vorüber und wollten fich nichl für den Apparat interessieren, voll dem der Erfinder versicherte, daß er eine Unterhaltung zwischen zwei Menschen auf eiue Entfernung von Huuderten von Meilen ermög» durchreiste. In die Handlung eingreifende Faktoren sind serner die Löwen in der „Zauberflöle", der Wurm im „Rheingold", der Bär im „Siegfried". Alle diefe Geschöpfe haben nnr pantomimisch zu agieren, während Goethe seine Meertatzen im „Jaust" redend einführt. Als Sängerin figuriert Guldmarks „Heimchen am, Herd", als Sänger der Lindwurm Fasult in Wagners „Siegfried". Eine reizende Fliege sdcr verkleidete In» piter) singt in Osfcnbachs „Orpheus" ein grußes Duett mit Eurydiec, wogegen im „Summernachlstraum" dem Weber Zettel ein Eselstupf aufgezaubert wird. Schließlich sei uuch jener Gattung des Bühnen» geliers gemacht, die, ebenfalls lebend oder kaschiert, nur dekorativen Zwecken dient. Znr erstgenannten Klaffe ge» hört auch die am Schluffe des ersteu Aktes im „Tann» Häuser" beliebte Hundemeute, deren Gekläffe manchmal recht störend wirkt. Letzteres war auch an irgend einem Theater in dein Sludentenstllck „Alt-Heidelberg" der Fall, wo beim Kommers die Renummierlöter milmim» len. Ein Spaßvogel hatte einem davon heimlich eine Wurst spendiert, was die eifersüchtigen Kollegen zu so geräuschvoller Opposition veranlaßte, daß die ganze Szene geworfen wurde. Bei der zweiten Klaffe ist diese, Eigenschaft natürlich ausgeschlossen. Da haben wir z. B. die „Freischütz"°Eule mit den glühenden Augeu, welche, in der Wolsoschlucht ganz Präzise mit den Flü» geln schlägt; da sanft an gleicher Stelle pünktlich die Menge Gelier des wilden Jägers gespenstisch durch die Lüfte; da rennt aufs Stichwort die tolle San feucr. speiend über die Szene, und all dieser Zauber kaun nur dadurch eine Störung erleiden, daß die Theaterarbeiter nicht aufpassen. Auf ein anderes Blatt gehört dann natürlich „Chantecler" mit seinen zahlreichen Parodien. Die schöne Amerikanerin. Roman von Ovich Eben ft ein. (b. Fortsetzung.) («achdruck ucrblllri,.) „Punkt vier: Abends, als es schon dunkelte, kommt zu Frau Wendel ein elegant gekleideter Mann von etwa 30 bis 35 Jahren, blaß, mit kohlschwarzem Haar und ounllcu, unruhig flackernden Augen. Er fragt in gebrochenem Deutfch nach Witt und kommt in ungeheuere Aufregung, als er hört, daß der Maler nicht zu Hause sei. Er besteht darauf, ihn zu erwarten, uud laßt sich, Frau Weudels Vurstelluugen zum Trutz, un» geniert im Atelier uieder. Frau Weudel macht fich in der Wohnung Witt nebenan zu schassen. Sie hält den Mann für einen Italiener. Sein Wefen ist ihr un» heimlich, obwuhl er sich für einen ,Freund' ihres Mie» lers ausgibt. Nach einer Stunde lummt der erste Bote aus dem .Hause Florus, um zu fragen, ob Herr Witt nicht daheim sei. Der Fremde hört zu, wie Frau Wendel verneinende Auskunft gibt, und läßt fich nachher in Fragen über Witts Beziehungen zu dem Hause Flo» rilö ein. Als aber die Wendel ihre Vermutung aus-spricht, Wilt bewerbe sich um Fräulein Hermine, lacht er laut und höhnisch aus. ,Täuschung! Komödie!' murmelt er zwlscheu deu Zähnen. ,Aber ich weiß, wo er ist, lind — bei Gott — jetzt soll er mich ganz kennen lernen!' Damit nimmt er seinen Hut auf und stürzt ohne Gruß davon. Ulld das ist alles." Hempel nahm eine Prise und zählte dann an den Fingern ab: „Drei Personen. Ein alter Mann, ein schönes Weib nnd ein Narr. Nette Gesellschaft!" Plütz. lich heftet er seine stahlblauen Augen scharf auf Mahler. „Und warum kommen Sie zu mir? Wenn Sie in 24 Stunden fo viel herausgebracht haben, kann es bei Ihrem Scharssinn gar nichl zweifelhaft sein —" Mahler snhr sich nervös über die Stirn. „Vielleicht überschätzen Sie mich, Meister. Mein Scharfsinn ist nichts gegelt den Ihren. Außerdem.. -" „Unsinn!" „Uild wenn auch! Ich fühle mich elend. Wahrhaftig elend — es liegt auf mir wie eine kommende Krankheit. Nie im Leben habe ich mich so mullos und ohne Eller« gic gefühlt. Wenn ich nun trank würde und man die Sache an einen anderen übertrüge..." Er sah ver» legen zu Boden, blickte dann aber Hempel mutig und entschlossen an. „Ich will ganz offen fein, Hempcl. Dieses Mäd< chcn — Witts Braut — ist ein Prachtgeschöpf. Sie hat mir imponiert. Mehr noch: ihre klare, mntige Art und die Größe einer echten tiefen Liebe, die sich in ihrem Auftreten änßerte, haben mich überwältigt. Mißvl'i' stehen Sie mich »licht — su albern bin ich nicht, mich ill oas nächste beste schöne Gesicht zu verlieben, aber Sie wissen ja — wir spräche»» öfter darüber: je trocl> ner nllfer Berns ist, desto zäher hält mail an feinen Idealen fest." „Und Ihr Ideal, Mahler, ist —?" „Wahre Liebe und unverbildete Menschen. W" lluluer ich ihuen begegne, da packen sie mich, und ich möchte alles daran setzen, ihnen zu helfen. Su gelst ^ mir bei Fräulein Flurus. Was ich tuu kann, um ihr Gewißheit — volle Wahrheit über das Schicksal ihres Bräutigams zu verschaffen, das foil geschehen —" . Er fuhr zusammen. Draußen hatte es laut geklingelt. Mahler hüllte fich fester in seinen Überrock. Laibacher Zeitung Nr. 204 1857 ____________ 9. September 1M0. lichte. Graham Bell sah verzweifelt einen völligen Miß. z "folg voraus. Da erhielt die Ausstellung eines Tages kaiserlichen Besuch. Es war Doul Pedro, der Kaiser von Brasilien, in Begleitung seiner Gemahlin, der Kai-lerin Theresc. Der brasilianische .Herrscher lannte Gra-ham Bell bereits von früher, als der Erfinder an der brasilianischen Hochschule physikalische Vorlesungen hielt. Dom Pedru entsann sich der früheren Begegnungen sofort und ließ den Apparat mit allen Einzelheiten vorführen. Wahrend Bell den Geberapparat in die Hand nahm, bengte sich der Kaiser über oen Empfänger l>»d plötzlich, während die Begleitung sich gespannt still verhielt, hob der Kaiser erstaunt den Kopf: „Es fpricht, Ihr Instrument!" Nun war der Bann gebrochen, man beglückwünschte Graham Bell von allen Seiten, die Zei-lungen widmeten der neuen Einführung, der „bahnbrechenden" Erfindung, lange Artikel. Das Telephon trat seinen Siegeslauf an. — lDas reichste Vaby der Welt.) Mit dein Dampfer „Kronprinz Wilhelm" ist in Plymouth das reichste Baby der Welt, James Wilson-Walsh-Mac-Lane, ans Amerika angelangt. Das Vermögen des zehn Monate alten Baby wird vom „Newyorl World" aus 4W bis 600 Millioueu Mark geschätzt, das ihm von leinen beiden Großellern, dein Goldgrnbenbesitzer Walsh und dem Zcitungöbcsitzer Lane in Newyork, hinter-lassen wurde. In Begleitung dieses Baby-Millionärs sind auch seine Eltern, ein Leibarzt, sowie eine Schar von Dienern. Natürlich ist für ihu ciuc ganze Reihe von Kabinen reserviert. Sein Spielzeug ist zum Teil aus reinem Gold. Seine Windeln aus der feinsten Shan» ^ngseide. Der verstorbene König Leopold, einer seiner ^anfpatcu, hat ihm eine goldene Wiege geschenkt. Aus leinen Namen sind in Newyorl ein Palast, mehrere ^uhnhänser und einige VUlen eingetragen. Er pflegt lu Amerika in einem eigenen Eisenbahnwagen, der als «inderzimmer eingerichtet ist, Zu reisen. Weil die Eltern sürchtelen, daß das Kind geraubt werden könnte, hat man UM einen eisengepanzerlen Kinderwagen gebant. — (Der Kampf gegen die Hutnadel.) Kürzlich hat der Stadlhauptmann von Moslan eine Verfügung er-lassen, mit der sich alle vernünftigen Menschen, namenl-uch soweit fie dem stärkeren Geschlecht angehören, gewiß ^"verstanden erklären werden. In den Kreisen der Eleganten Damen von Moslan hat die Verfüguug des ^tadthauplmannes allerdings Entrüstungsstürme her» lwrgerufen. Sie lautet nämlich dahin, daß die Damen ui der Moskauer Straßenbahn nur dann die Hut» nadeln benutzen dürfen, wenn die herausrageude Spitze !" gesichert ist, daß dadurch niemand mehr gefährdet werden kann. In der Verordnung ift ausdrücklich aus ^ie außerordentliche Rücksichtslosigkeit des schönen Ge° Ichlechtes Bezng genommen und betont, daß bei der ge» lMgstcn Panik das Augenlicht der Milpassagiere gefähr» ^t würde. Alles Schimpfen nnd Protestieren half den Hainen von Moskau nichts, die Verordnung ist in "rast, und es wird von Schaffnern und Polizisten streng "l>f ihre Befolgung gesehen. — Eine ähnliche Verord° "uug, die sich allerdings nicht allein auf die Straßen-sahnen, sondern auf den öffentlichen Verkehr überhaupt .^zug, wurde vor längerer Zeit in Hannover erlassen. ^>u übrigen Deutschland dürfen oie Damen mit ihren !"lesl,'nhilluadelu aber nach wie vor ihren Mitmenschen 'u Gefahr bringen. ! Mal- und ProMzial-Nachrichten, i — Din neues Laudwchr-Gebirgsregiment.) Seine Majestät der Kaiser hat mit Allerhöchster Entschließung vom 5. Juli 1910 angeordnet, daß das Landwehr-Infanterieregiment Laibach Nr. 27 mit 1. März 1911 in ein Landlvehr-Gebirgsregimcnt umgewandelt uud daß das zweite Feldbataillon des Landwehrinfanterieregiments Klagensnrt Nr. 4 aus dem Verbände dieses Regiments ausgeschieden und dem Landwehrinfanterieregi» ment Laibach Nr. 27 angegliedert werde. — lDie administrative Absehung von Pfarrern.) Die „Acta aposlolicae fedis" veröffentlichen neben anderen Dekreten in ihrer letzten, vom 31. August datierten Nnmmer ein Dekret der K'onsistorialtongregation vom 20. August, betreffend die administrative Absetzung von Pfarrern, welches in gcwifser Weise eine völlige Nene-ruug aus dem Gebiete des kanonischen Rechtes darstellt. Das „Vaterland", dem wir den InHall dieses Dekretes entnehmen, schreibt: Bekanntlich waren die kanonisch eingeführten Pfarrer nach dem bisher geltenden Rechte inamovilxl nno konnten gegebenenfalls nnr auf ftreug gerichtlichem Wege nach einem kanonischen Prozesse ans ihrem Amte entfernt werden — was sowohl für die be° treffenden Gemeinden als auch für die Diözesanbischöfe freilich bisweilen allerhand Unzuträglichteiten und Un» becmemlichteiten im Gefolge hatte. Dagegen gab es zwar noch so etwas wie einen Disziplinarweg, der aber nicht bestimmt genug gesetzlich sundamenliert war. Das vorliegende Dekret, das sofort in Kraft tritt, regell nuu diese administrative Absetzung, welche, ohue dcr lom° plizierten Formalitäten eines Gerichtsurteils zu bedür» sen, nicht so sehr die Bestrafung eines Pfarrers als vielmehr den Nutzen der Gläubigen im Auge hat, bis in oie genauesten Einzelheiten. Neun Gründe werden ausgezählt, aus denen ein Bischof zur Entfernnug eines Pfarrers auf dem Verwaltungswege schreiten kann: ärzt. lich festgestellte Geistesstörung, Uuerfahrenheit und Un-wisfenhcit, körperliche Gebrechen und Krankheit, die den Pfarrer zur Ausübung der Scelsorge unfähig machen' Abneigung des Volkes, wenn auch ungerecht nnd nicht allgemein, doch so, daß sie das seelsorgerliche Wirken hindert; Verlnst des gnten Rufes bei den ernsten ehrbaren Leuteil; geheime Verschuldung, die aber zum Ärgernis des Voltes herauskommen kann; üble Verwal» tung des kirchlichen Vermögens,' Vernachlässigung der Pfarrgeschäfte, der Sakramentenspendung, des Uuter-richtes, der Residenz, trotz wiederholter Verwarnung, Ungehorsam gegen die Befehle des Bischofs in wichtigen Dingen. Das Abfetzungsverfahrcn wird im einzelnen genau augeorduel. Der Eutfcheidung auf Absetzung muß die Aufforderung ans Verzichtleisluug vorhergehen. Läßt sich der Pfarrer auf diese nicht ein, so ist das Versah» ren ans Entfernung aus dem Pfarramte einzuleiten. Dabei kann aber der Bischof nicht eigenmächtig und allein vorgchen, sondern muß zwei sogenannte Ezami» naloren aus dein Klerus zuziehen, die im Vereine mit ihm nach sorgfältiger Prüfung durch Stimmenmehrheit entscheiden. Gegen das Urteil kann der Pfarrer wieder bei seinem Bischof appellieren, der dann unter Zu» ziehuug zweier sogenannter Konsultorcn über die Nevi» sion entscheidet. Das sehr minntiös ausgearbeitete Ver° fahren dürfte geeiguet sein, einerseits bezüglichen Be-dürsnissen der Pfarreien prompt, also ohne daS langwierige Gerichtsverfahren, zu entsprechen, uud anderseits auch die Pfarrer gegeu Willtürlichkeileu zu schützen, zumal dem Bischöfe genau vorgeschrieben wird, wie er für den abgefetzten Pfarrer zu sorgen hat. Alle Bischöfe müssen sofort die betreffenden Examinatoren nnd Kon» ultoren für ihre Diözefe ernennen. — Das Dekret, welches, wie das „Vaterland" betont, wohl noch viel von sich reden machen wird, ist von der Kommission zur Kodifikation des tanonifchen Rechtes ausgearbeitet nnd von der Konsistorialtungregation revidiert und approbiert worden. Wegen der praktischen Wichtigkeit der Sache hat es der Papst aber jetzt schon vcrösfent. lichen und in Kraft treten lafsen. — ftluo der Diözese.) Fur die Pfarre Hl. Kreuz bei Littai wnrde Herr Lorenz Lah, Pfarrer in Gora oei Idria, präsentiert. (^. — l'Aus dem Frangiskanerorden.) In dem am 7. d. M. im Kloster zu Laibach uuter dem Vorsitze des Ordensgenerals Herrn Pater Dionysius S ch uler aus Rom abgehalteneu Kapitel dcr trainischen Provinz vom heil. Kreuze wurdeu folgende Funktionäre gewählt: Pater Angelus M lejnil, gewesener Guardian, Vize» direltor der theologischen Studien nnd Provinztustos in Stein, zum Provinzial. Pater Plaeidus Iabiani, bisheriger Provinzial, zum Kustos und Paler Gollhard Podgoräek, Guardian in Rudulsswert, Pater Äugustin ^ampa, Superior uud Pfarradmiuislralor in Waitsch, Pater Philipp Pere, Katechet in Mar« burg, und Pater Matthäus Vid mar, Guardian in Stem, zu Dcfiuitoren. tt. " (Aus der Prazis.j Schc n t u n gsgc b üh r. 1.) Die auch von dem Geschcnlgeber gefertigte Eingabe des Vermögensturalurs an die Pflegfchaflobehörde, in welcher er die vollzogene Schenkung all die Pflegebefoh» lene zur Anzeige bringt, ist als Beurkundung der Schenkung anzu>ehen. 2.) Die Zuslelluug eines Zah» lungsauftrages zu Handen eines Pflegebefohlenen be» gründet keinen wesentlichen Mangel des Verfahrens, wenn der gesetzliche Vertreter des Pflegebefohlenen gegen ocu Zahlungsauftrag rechtzeitig den Returs ergriffeu hat. — N ach la ß g e b ü h r e n. Die Versicherungs-summe aus einem zngunslen eines dritten abgeschlosse-nen Versicherungsverträge ist anch dann ill den Nachlaß einzubeziehen, wenn die drille Person von dem Ab» schluffe des Vertrages in Kenntnis gesetzt worden war, nach den Slalnlen der Versicherungsanstalt aber dem Begünstigten vor dem Tode des Versicherers nur in dem Falle ein Recht aus dem Vertrage erwächst, als der erstere die Begünstigung dnrch eine der Polizze bei» gefetzte, eigenhändig unterzeichnete Erklärung angenom» men hat. — G e b ä ud e fl e u e r b e f r e i u u g. 1.) Als Area des bestandenen Objektes im Sinne dcs 8 1 des Gesetzes vom 21. April 1903, R. G. Bl. Nr. 95, sind nur die früher verbauteil Flächeil »licht aber Hosräume, Garteugruud usw. anzusehen. 2.) Slehl ein Neubau, der mit einem geringen Teile die ganze früher verbaule Fläche des beslaudeueu Objektes bedeäle, zum größten Teile auf früher unverbaulem oder ^gelaustem Grunde, so kann von einer Abänderung der Area des bestan-denen Objektes nach 8 1 des Gesetzes vom 21. April 1903, R. G. Bl. Nr. 95, leine Rede sein. — Renten-slener. 1.) Die Bestimmung des 8 127, Absah 3 des Personalsteuergcsetzes findet auf alle Personen An-Wendung, welche nach Verlnst der österreichischen Staats» angehörigleit ihren Wohnsitz im Inlande nehmen, wenn sie auch inzwischen eine andere Staatsangehörigkeit er» würben haben. 2.) Wenn die Partei im Administrativ-verfahreil crllärt hat, daß fic mit der Annahme eines für die Stenerpflicht erheblichen Unistandes trotz man» gelnden Beweises einverstanden fei, >o kann dieser der «Wie nervös ich heute bin. Lächerlich. Also, um ^luß zu macheu, lieber Freund: Bleibt die Angelegen-hklt in meiner Hand, dann arbeiten wir zusammen — bull's has Unglück, daß ich erkranke, dann forschen Sie auf eigene Faust privatim nach. Wollen Sie mir das ^'sprechen?" Ehe Hempel antworten konnte, steckte seine alte ^rtschastrrin Kala den struppigen Kopf zur Tür her-^ll und brummte sehr unguädig in ihrem Kroatisch» futsch: „Ift cin Weibsbild mit junge Herr da. Hab lh gesagt, Herr sein schon bei Nachtessen, wollen aber "'M fürt zudringliche Leut'..." Damit warf sie zwei Karten auf den Tisch. Hem-prl blitzte sie zornig an. . ,.Du hast gar nichls zn sagen, Drache. Wie vft M ich __" .,Ise Kalbsbraten fertig. Wird verdorben, wenn ',">ß stehen und warten", gab Kata mit unerschülter. lcher Nuhe zurück und verschwand. »Gans", murmelte ihr Herr ärgerlich. Dauu warf ^ einen Blick auf die Karten, sprang überrascht auf, Mb Mu^ ewtm Stoß, daß er vom Sofa unter den "^Ich setzte und sagte: .Hermine Florns und Herbert Fernkorn. Was wollen denn die —" MalM- war hastig aufgestanden. „Aha", sagte er, bitter lächelnd, „sie haben kein "Mrauen zu mir ... das Monokel... Darf ich im ^beilzunmer warten, um zu hören, was man Ihnen lagen wird?" "Natürlich." Mahler verschwand im Nebenzimmer. Gleich dar» "Us öffnete Hempel die Tür des Wohnzimmers und bat !Mle späten Besucher einzutreten. Herbert stellte seine Cousine vor und Hermine machte nun den Detektiv mit dem Zweck ihres Kommens bekannt. Ihre klugen, klaren Augen hasteten dabei unverwandt auf dem schmächtigen Manne mit dem seiden» weichen Blondhaar und den blauen Augeu, deren Aus» druck merkwürdig wcchselud war. Bald saheil sie ausdruckslos, wie gelangweilt vor sich hin, bald wurdeu sie scharf und durchdringend, als wollten sie dem anderen bis auf dcn Grund der Seele blicken. Zuweilen blitzte jugendliches Feuer darin auf, daß der gauze Mann einem Jüngling glich, dann wnr» den sie wieder alt uud müde, wie die eines Greises. Hermine konnte nicht klug aus dem Maune wer° deu. Interessierte ihn die Sache, oder hörte er gar nicht, was sie sprach? IV. Als sie mit ihrem Berichte — er beschränkte sich nur auf die ihr bekannten Tatsachen, das Zusammen-lrefsen mil Mabel Henderson mit eingeschlossen — zu Ende war, spielte Silas Hempel mit seiner Schnupf» tabakdose. Man konnte nicht gleichgültiger aussehen als er, während er nuu fragte: „Und was wünschen die Herr» schaflen nun eigentlich von mir?" Hermine faltete etwas ungeduldig die Stiru. „Nun, daß Sie, Herr Hempcl, mir behilflich sein sollen, zu erfahren, was aus meiuem Bräutigam ge» wurdeu ist? Ich denke, Sie sind doch Privatdetektiv? Was die Kosten anbelangt, bitte ich Sie, sich keinerlei Sorgen zu..." Er machte eine abwehrende Handbewegung. „Geld spielt bei mir keine Nolle. Ich habe zu leben uild übe meinen Beruf nur aus Liebhaberei. Darum nehme ich nur Dinge an, die mich inter« essiereu." „Und darf ich hoffen, daß dies der Fall ist?" „Vielleicht. Jedenfalls müßten Sie mir gestatten, ehe ich mich entscheide, einige — vielleicht indiskret scheinende — Fragen zu stellen." „Bitte, fragen Sie." „Sagten Sie nicht, daß bereits ein Herr von der Polizei mit der Sache betraut sei?" „Allerdings. Aber er flößt mir kein Vertrauen ein. Ich brauche eine Persönlichkeit, die mir ihre ganze Kraft widmet." „Sie liebeu Herrn Witt also sehr uud halten die Version Ihrer Familie, daß er Sie einfach um einer anderen willen verlassen hat, für ausgeschlossen?" „Ja, für gänzlich ausgeschlossen. Herr Witt liebt mich ebenso wie ich ihn." „Was denken Sie dann über sein Verschwinden?" „Daß ihm ein Unglück widerfahren fein muh." „Hm — war er vielleicht eifersüchtig?" Herminc errötete. „Ja — leider sehr. Ich brauche wohl nicht zu ver. sichern: ohne jeden Grund." „Darf ich fragen, in welchem Verhältnis Herr Fernkurn hier zu Ihnen steht?" „Er ist mein Vetter. Wir wuchsen wie Geschwister zusammen auf." Ohue es zu wollen, errötete. Herminc noch tiefer bei diesen Worten. Hempel bemerkte es und lächelte leicht. „Sie müssen es mir wirklich verzeihen, wenn ich bei diesem delikaten Pnnlle noch verweile. Sie sind ein so schönes Mädchen, Fräulein Florus — hat auch Ihr Verwandter stets nur acschw, steil ich für ^-ic empfunden?" anlerie-regiment Laibach Nr. 27, der Hauplmann Alberl P o -körnt) des Infanteriereginlellts Nr. 97 als Lehrer zur Mililärobcrrcalschule in Mährisch»Weißlirchen und der Mililär-Banrechnnngsoffizial Johann Scitz voil der Militärbauabtcllung des 8. Korps zu jener des 13. ilorps. — Der Leutnant Viktor Vaugoin des Landwehrulanenregilnents Nr. 5 wird auf ein Jahr mit Wartegebühr beurlaubt lIrlaubsort Wien). — In oas Verhältnis „außer Dienst" wird versetzt der Leut-nant iil der Reserve Viktor F e i u b e r g des Dragoller-regiinellls 5, als zum Truppendienst im Heere uutaug-lich, zn Lokaldienslen geeignet. — In den Rnhesland vcrfetzl wird der Oberleutnant Josef Graf T h u u -Hohcnstei n des Dragonerreginleilts 3ir. 5, als zum Truppendienst im Heere untauglich, zu Lukaldiensten geeignet. " ^Zulassung eines Lehrbuches.) Seine Exzellenz der Minister für Cultus und Unterricht hat gestaltet, daß das zur Approbation vorgelegte Lehrbuch: Hluxi «1u«ii>, (^l.!uinoti'iM ^a II. ru^i-od ^rocii^ili ^ot. Lüibach 191(1. Xiit-uli^u l)u1 digungen: der Poslexpedient Jalub Traversa in Mcdea, dle Puslexpedienlin Aiuia Flelß die Expedienleilstelle ill Soöa. — Pellsioilierungen: Poslulei>ter Peter Urizio in Cittailuova und Johann Valenli ill Mnggia. —r. — ^Pensionsausbesscrung alter Bergarbeiter.) Dem Vernehmen llach soll bis z. I. 1907 provisionierten Verg-arbeilern Idrias von der dortigelt Bruderlade die Peli» sion um 40 ^ ausgebessert werden. Allerdillgs dürste die Ausbesserung das jetzige Pruvisionsnormal nicht überschreiten. Trotz des Entsalles des bisher uuenlgell-lich bezogenen Getreides oürsle das Mehreilltommen der Pensionisten 50 bis 100 X jährlich ausmachen. —?— — jDie Genossenschaft der Gastwirte in Laibach) teilt in betreff des im November und Dezember stall-findenden Gastwirte-Kuchturses mit, daß oas Pro° granlm folgeitdermaßcn festgesetzt wurde: Vor allem wird eil» einwöchenllicher oder nach Bedarf ein vierzehn, lägiger Knrs für die Gastwirte selbst abgehallen werden, worin die rationelle nnd regelrechle Kellerluirl-schafl, Weilers andere Voraussetzungen der regelrechten nnd modernen Gastwirtschaft, betreffend die Hygicne, Reinlichkeit und den Fremdenverkehr, überhaupt alles mit Ausnahme des Kochwesens zur Behandlung ge. langt. Weiters wird ein vierzehntägiger Servierlurs für die Laibacher Kellner und Kellnerinnen, schließlich eilt vier- bis sechswöchentlicher allgemeiner Gastwirte-lnrs für das Kochwesen, das Servieren, die Buchführung, die Kalkulation und die Hygiene mit Unterweisungen im Fremdenverkehre und in der praktischen Haus« hallnng abgehallen werden. Da bchuss des vollständigen Arrangemenles des Gesamtkurses vor allem oie Zahl der Frequeulanteu bekannt sein muß, ergehl auf diefem Wege an alle Gastwirte m Krain die Einladung, ill der kürzesten Zeit Vorkehrungen zu treffen, damit ihr Personale an diesem für die Gastwirtschaft so wich° ligen und ersprießlichen, völlig kostenlosen Unterrichte teilnehmen könnte. Aumeloungen werdeil von der Gast. wirtegenossenschafl in Laibach, Gradi^e 7, entgegen» genommen. — lrankenbeweg«ng im August.) Im Sauitäls- distriktsspitalc in Adelöberg verblieben mit Enoe Juli 24 Personen, und zwar 15 männliche und 9 weibliche in der Behandlnng. Im August wurden 75 Personen i39 männliche und 36 weibliche) aufgenommen; es standen somit 54 männliche nnd 45 weibliche Personell in der Behandlung. Entlassen wnrden 61 iM männliche und 25 .weibliche) Personen, gestorben sind 2 männliche Personen. Mit Ende August verblieben somit noch im Krankenstände 36 (16 männliche und 20 weibliche) Personen.. Die dnrchschnittliche Verpflegsdauer eines ttranlen betrug 8 bis 9 Tage. —r. — lVom Alihe getötet.) Frau Paula Koschier, k. k. Vczirksvorsteherswilwe, eine nähere Verwandte des gewesenen Landeshanptmannes von Krain, Herren-hausmilgliedes Edlen von Delela, weilte mit ihrer Tochter Panla ans Sommerfrische im Schlosse Tuf. stein bei Morüutsch, Bezirk Stein. Beide gcdachlen am 5. d. M. uach ihrem ständigen Wohnsitze Laibach ,',u übersiedeln. Am 4. d. M. abends ging nun über die Umgebung von Moräutsch eilt heftiges Ungewitter nieder, wobei Fränlein Paula Koschier vom Blitze getroffen wurde und anf der Stelle tot liegeil blieb. Das tragische Hinschelden ocr in Moräutsch nnd Umgebung allgemein bckannlen und geschätzten Dame rief das ausrichtigste Beileid hervor, das auch in dem am 7. d. M. erfolgten , Leichenbegängnis zum Ausdrucke gelangte. Darall be» I leiligle sich n. a. auch Herr Baron Minntillo, Vize» admiral i. R. samt Familie; den Sarg schmückten prächtige Kränze und Bnkells, die von den Familien Mi' »litillo, Kersnit, Dr. M. von Wurzbach, Tome, Pirnal usw. gespendet woroen waren. Wie man uns nachträglich berichtet, war Fräulein Koschier auf dem Heimwege voll Moräutsch, wo sie einen Vries abgegeben nno noch einige Besuche abgestattet halte, vom tödlichen Blitzstrahle getroffen worden. Um 7 Uhr abends wnrde sle ails der Straße anfgesnnden nno sohin in einem pro« uisurischen Sarge llach Schluß Tnfslcin gebracht. —^. — Mn tödlicher Sturz vom Fahrrade.) Als am 4. d. M. oer 27 Jahre alle Kaplan Herr Anton 5ifrar iu Senosetsch mit seinem Fahrrade anf der Straße dahinfuhr, fließ er an einen Wagen und zog fich so schwere Verletzungen zu, daß er ins Landesspilal nach laibach überführt werden mußte. Hier erlag er vor» gestern seinen Verletzungen. Die Leiche wird nach Seno° jelsch überführt werden. ^. — sFleischteucruug in Idria.) Mail schreibt uns aus Idria: Auch die hlesigen Fleischhauer folgten dem Beispiele ihrer auswärligeu Kollegen und erHöhlen die Fleischpreisc. Das Kilogramm Rindfleisch lostet nun durchschnittlich 1 X 36 li, das Kalbfleisch 1 1v 84 l> liltd das Schweinefleisch 1 l< 60 l>. —>— — Din empfehlenswerter Lehrling.) Der sechzehn Jahre alte Handlungslehrling Gabriel Omersa aus Nenmarttl hat seinem Lehrherrn, dem Gemischlwaren-Händler Anton Primo5i6 in Sairach, Gerlchlsbezirl Idria, aus der Lade wiederholt Geldbeträge vou über <0 I< entwendet. Am 5. o. M. machte Omersa An« stallen zur Flucht, wurde aber verhaftet und dem Bezirksgerichte in Idria eingeliefert. ^,. — Wem gehört die Wäsche?) Dieserlage wurde der Zigeuner Kaspar Bartol ans Laserbach verhaftet nnd dem Gerichte in Laibach eingeliefert. In seinem Besitze wurden 14 Hemden, 3 Unterhosen, 2 Decken und 2 Leintücher vorgefnnoen, die zweifelsohne von einem Diebslahle herrühren. 55. " l^pscrstockdiebstahl.) I,, der Nacht auf den 1. d. haben unbekannte Diebe im Kirchlein auf der Veldcfer Illfel zwei Opserslöcke erbrochen nnd ihreö Inhaltes bei 50 X beraubt. Ein dritter Opferslock, den dle Diebe in der Kirche nicht bemerkt haben dürfte», blieb un< berührt. A. " lTaschendicbstähle bei einer Tanzuuterhaltung.) Kürzlich fand in einem Gasthanse an der Unlerkrainer Straße eine Tanzunterhaltung stall, bei der es sehr leb» hast zuging. Gegen 9 Uhr abenos entstand zwischen den Gästen ein Tumult, weil sich zwei freche Taschen» diebslahle ereignet halten. Der die Tanznnterhaltung überwachende Sicherheitöwachmann verhattele als tat» verdächtig den 28jährigen kroatischen Arbeiter Markus Brulliü aus Vrhovina bei Gospi6 und nahm sofort bei ihm eine Leibesvifilation vor. Es wurde eiue silberne Tascheuuhr samt solcher Kelle ausgefuudeu, die kurz vor» her einem aus der Straße gehenden bezechlen Arbeiter gestohlen woroen war. Durch weilere Erhebungen wurde festgestellt, daß sich der Verhaftete scholl seil einem Monat in der Stadt aufgehallen, aber ill oieser Zeit nur weiligc Tage im Gruberkaual gearbeilet halte; sollst zog er mit ciuem Landsmann von Gasthaus zu Gasthaus und Kaffeehaus und huldigle dem Hazard» spiele. Beide Hazardspieler nahmen dnrch falsches Spie« len mehreren Arbeitern und anderen Personell größere Geldbeträge. Den zweiten Tag nach der Verhaftung des Aruili6 gclang es der SicherheilSwache, auch defsen Komplicen, den 22jährigen, nach Klanjae, Bezirk Pe» ruäiü, zuständigen Taglohner Markus Smol5-i6, nebst dessen Geliebten, der 24jährigen Franzisla Rntavina ans Licika in Kroatien, anzuhalteil und zn verhaften-Das Polizeidepartemeiit, das die Untersuchung mil be» sonderer Strenge führte, stellte sest, daß Smolüiü kurz llach dem im Gaslhanse verübten Taschendiebstahle im benachbarten Gaslhause eine größere Anzahl vou Bank' noten, Goldstücken und Kronen gezählt halle nnd sonach aus dem Gasllotal verschwunden war. Er fuhr noch in der gleichen Nacht nach Fiume, taufte sich dort einen neuen Anzug sowie neue Schuhe uno lehrte mit seiner Geliebten, dle sich dort aufgehalten hatte, zurück. End» lich forschte die Polizei auch die Geliebte des Bruniö aus und nahm sie ill Haft. Es ift dies die 18jährige, schuu wiederholt wegen Diebstahles abgestrafte, beschäf-llgungslose Magd Augela Verdir aus Nallas in Ober« lrain, die vom Bezirlsgerichle Stein wegen Diebstahles steckbrieflich verfolgt wird. Die verhafteten Kroaten, die fich, wie oie Polizei vcrmulet, falsche Namen bei« gclegt hallen, wnrden saml ihren Geliebten dem Landes' gerichte eingeliefert. — lPserdediebstahl.) Dem Besitzer Joses Dornn wurde vor kurzem aus dem Stalle ein auf 400 15 be» wertetes Pferd samt Geschirr entwendet. Das Pferd ist 8 Jahre all, braun, 14 Faust hoch, gut genährt, ni'l ans beiden Halsseilen herabhängender, langer Mähnc, langem, am Ende gestutztem Schweif und gesprungenen linken Hns. Vom Täter sehlt jede Spur. ^- " lM» falscher Polizeiagent.) Der 26jährige Privat» beamle Hans Gratz ans De'ntschlandsberg machte dieser» tage in einem Gaslhanse in der Bahnhofgafse eilte Zeche von 4 X 60 ll und wollle verschwinden. Als man ihn zur Begleichung der Zeche zwang, gab er sich für ciin'N Polizeiagenten aus. Es wurde ein Sicherheilsivachlnan» geruseu, der ihn verhaftete. Die Polizei lieferte den Verhafteten wegen Verbrechens des Betruges dein Landesgerichte ein. Laibacher Zeitung Nr. 204. 1859 9. September 1910. — frecher Dieustahlsversuch.) Wie man un^ aus Idria schreibt, v^vslichll,' aiil ocrflussencil Samstag gegen 11 Uhr abends ein jüngerer Vursche in die Wohn-läume des Kaufmannes D. ^i. einzudringen. Es gelang >hm tatsächlich in die Küche, be^w. ill die Speisekammer zu tmnmen, n,w er das elektrische !^ichl anfdrehle nnd lllit dem Ausräumen der basten dcgann. Von einem Knechte bei der Arbeit überrascht, ergriff er die Flucht, lehrte aber nach kurzer Zeit zurück, um die stehen-gelassene Beute abzuholen. Nun ereilte ihn sein Schick->al. Er wurde festgenommen lind ix'r Gendarmerie über° geben. " —?— — Konzert in Idria.j Die Gesellschaft der Musil-freunde „Slruna" veranstaltete am 7. d. At. in der ^urnhalle der Idrianer Staatsrealschule zugunsten der Ünterslütznngsoereine für slowenische Hochschiller in ^rag nnd Wien ein Konzert unter Milwirt'ung meh° rerer Kunseruatoristen. Ten Aussührnngen der einzelnen Vortragsnnmmern unter Leitung des Herril Ältirlo De^cla tauschte das Publikum mit gespannler Aufmerksamkeit und lohnte namentlich oie Solisten Trojl und De^ela mit stürmischem Beisalle. — beider begegnete das schöne Konzert bei der Idrianer Beuölte-ning nur einer geringen Teilnahme — die Halle war lcnun bis zur Halste gestillt. —^— — Messerstecherei.) Am 4. d. M. nachts zechten Mehrere Burschen in einem Gasthause in Möschnach. Aus dcm Heimwege entstand zwischen ihnen ans dci Straße ein, Streit, wobei mit Messern gestochen und »lit Stöcken dreingehauen wurde. Hiebei erlitten, der ^immermann Anton Garbi5 aus l-ilyea eine tiefe nnd lebensgefährliche Stichwunde und der Taglöhner Mal-lhias Oe^novar mehrere schwere Messerstiche. Beide mußten ins ^andcsspital »lach ^iaibach iiberführt werdeil, ^ier andere Burschen lourden mehr oder weniger er» heblich verletzt. 2. * Hun jeht eine ganz bedentende Allzahl Aussteller geinel-^t hat. Hiezu gehören die meisleil töniglichen Theater, "- a. Berlin, München, Slnttgart, Oldenburg, Kassel, erncr das Goethe-Museum und sehr viele Prwat» Buhnen. Die Ausstellung selbst zerfällt ill zwei Abtei° »ungen. Die erste ist fur die genannten Theater be-"Mint, die zweite wird dem praktischen Betriebe gewid» ^l- ^jn den AnSstellungsgegenslänoen dieser Abteilung gchuren die verschiedenartlgsteil Modelle auf dem Ge- letl! her Technil und alles das, was sür das Theater-Publikum von Interesse ist. Gleichzeitig wird in dieser .^ ellung ein Marionettentheater errichtet, in dem die Entwicklungsgeschichte des Theaters vom griechisch-. "Men ^ilalt^. his zum heutigen Tage vorgeführt Telegramme bes l. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bmeaus. Hochwasscr in Mähren. Ungarisch-Ärod, 8. September. Der Statthalter n Mähren ist gestern nachnlittags im Überschwem° ungsgebiete eingetroffen und hat sich zuerst in die > Mer getroffene Gemeinde Kunuvil) begeben, wo dem ^Mva, er zehn Meilschenlebell znul Oufer gefalleil sind. laus ^ ^ ^"' "ngeslürzten Yänser beläuft fich auf "lend und eine gleiche Anzahl ift dem Einstürze nahe. ^ " augcrichletc Schadeil in dieser Gemeinde allein be-0..^^"b"' eine Million Kronen. Hieranf begab sich das << "Ml"' »lach Ungarisch-Ostra ^orsladlj. Auch lie.-. ' ^^ pwtzlich eingetretene Huchlvasser große Ver-"Niugen angerichtet. Fiinfzig Hänser silld bereits ein-^'"ä "l'd eiile »wch unbestimmte ^ahl dem sicheren "oerben preisgegeben. Zwei Personen sind ertrunken, ^auli b,^b sich der Statthalter nach Ungarisch-Nrod u ^uhalichowlh, vuu wo gleichfalls katastrophale Über- > lMeimnumM geineldet iuorden luaren. In der Nacht Ne,,l '" Ungarisch-Hradisch hundert Pioniere aus Kor- uurg eingetroffen, oie heule früh mit den Netlungs-""Men begunneil habell. Die Cholera. Wien, 8. September. Das Sanitätsdepartemenl des Ministeriums des Innern veröffentlicht folgendes ,^ommuniquü: Die am 8. September früh abgeschlossenen bakleriologischcn Untersnchnngen habeil festgestellt, daß iil Wien drei Erkrantnngen an asiatischer Eholera ausgetreten sind. Es handelt sich um die Mitglieder ^iner Familie, die das einzeln gelegeile Hans im zwölften Bezirk, Slachegasse Nr. ^0U, allein bewohnte. Der ^jährige Blnmengärlner Josef Gasselhubcr ist in der Nacht vom 5. ans den 6. September ertrankt uno am 6. September nachmittags gestorben. Bei der 28jährigeil Fran Anna des Gärtners traten am (i. September vormittags, beim I^jährigen Kinde Anna in der gleichen Nacht wie beim Vater die ersten Ertrantungserschei-nnngen ans. Beide befinden sich seil dem 6. September nachmittags vollkommen isoliert im Kaiser Franz Ioses-Spllal. Dle Herlnnst der Insektion blieb lroh der gepflogenen Erhebnngen unaufgeklärt. Die notwendigen Maßnahmen wurden am 6. September, als sich der Verdacht aus Eholera ergab, getroffen. Rom, 8. September. In den letzen viernndzwanzig Slunoen silld in Apulien 1t Nenerkrantungen an Eho> kra und 8 Todesfälle vorgekommen. Äonstantinopel, 8. September. Ein Ko>nmu>lic>u6 der Sladlpräsellnr stellt sesl, die batleriologische Unlcr-jllchnng der am 30. August gemeldeten zwei cholera» oerdächligen Fälle habe ein negatives Resultat ergeben. Salollichi, 8. September. Ein türkischer Kaffee» fieder im Stadtviertel Kassimie ist unter choteraverdäch-ligen Erscheinungen ertrankt. Sellens der Behörde wurden die nötigen Vurlehrnngen getroffen. Der Kranke wurde isoliert nnd um das ^>aus wurde ein Kordon gezogen. DaS Ergebnis der endgültigen Untersuchung steht noch aus. Luftschiffahrt. Wiencr-Mustadt, 8. September. Beim heutigen Prcisfliegen stieg Adolf Warchalowsti mit Erzherzog Leopold Salvalor gleichzeitig mit Karl Warchalowskl aus. Das Gestell des ersteren streifte die Seitenfläche des Apparates des letzteren. Der Motor wurde herausgeschleudert ulld der Apparat zertrümmert. Karl War» cyalowsli erlitt einen Oberschenlelbruch. Issy lcö Moulineauz, 8. September. Der Aviatiker Ehavez hat mit seinem Eindecker eine Höhe von 2680 Metern erreicht und damit den Höhenweltrclord ge° schlagen. Gegen den Modernismus. Nom, 8. September. Heute wird ein Motu pro° prio unter dem Titel „Saerurnm mantistitum" ver-ufseilllichl werden, worin der Papfl Maßnahmen gegen das Wachfen der modernistifcheil Kampagne trifft. Das päpstliche Dokument ruft alle bisher gegen den Modernismus erlassenen Vorschriften in Erinnernng nnd fügt nene Versüguugen hinzu. Im Dokument wird auch eine Abschrift der Eneyclica pasecndi gebracht und die Bischöfe und Vorgesetzten weroen eindringlich aufgesor» dert, die Ansbildnng uild Organisation des jnngen Kle» rus stets zu überwachen, wobei niller anderen Ermah' iiungen auch die ailalogcn Instruktionen Leo XIII. in Erinnernng gebracht werden. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Neuigkeiten am Büchermärkte. V ras ch o w an o ff Dr. G., Richard Wagner und die Antile, 1(4-80. — Luutowsli A., Menschen. 1(7-20. — Günther Dr, K,, Der Naturschutz, Iv 3 W. — Dieckhoff Prüf. H. und Vuchholz Jug. H-, Berechnen und Entwerfen der Schiffstessel unter besonderer Berücksichtigung der Feuer» rühr Schiffstessel, gbd. X 14'40. — Walther Dr. Fr., Lehr-und Üdungsliuch der Geometrie, X 2'N4. — Klein schrob Dr., Die Erhaltung der Ledenslraft, eine ncne Lehre vum Leben, X4'«0. ^ Moedebccl W. L.. Fliegende Menschen. li 3 (i0. — Mallmus Prof, Dr. B., Mmische Diagnostik der inneren ttrantheitm der Hanstiere, gbd I< 6 7^. — Major G., Unser Sorgenkind, gbd. X ^60. — Vie big Ct., Dilettanten des Lebens, gbd. Iv 130. ^ Omptcda G, u.. Maria de Caza. gbd. !< 1-20. — St ratz N, Arme Thea, gbd. X 120. — Tovote H., Fran Agna, gbd. K 120. — Zobeltitz F. v.. Das Gasthaus zur Ehe, gbd. k 1-20. - Höcker P.O., Die Sonne von St. Moritz, gbd. X 120. — Prcvost M., Ophelia in der Provinz. K 3'—. — Prcvost M., Pierre und Therelc, X 4-80. - Hoya H., Chaine anglaise. X 2—. — Kretzcr M.. Drei Weiber. X 3 U0. — AllramI., Die Strecke, Geschichten eines Jägers, X 1-20. — Chernel L. v., Weidmannsheil, Geschichten ans dem Iägerlcben, 1(120. — SchermannI,, Murks und Schnapper, Heitere Schilderungen ans dem Geschäftslebcn, X 1'20. Vorrätig in der Buch», Kunst- und Musikalienhandlung Jg. v. illeiumaiir ^ Fed. Bamlierg in Laibach. Kongreßplatz 2 Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 6. September. Sporn, Pfarrer, Keutschach. — Galovic, Priu,; Sensen, t. u. l. Hauptmann; Sostarii, Magister, Agram. — Haufttmanil, Pfarrer, Altcnmarlt. — Sagofchel. Lederhäiidler, Ferlach. — Domicelj, Kfm., Sagor. — Lolar, Priv,, Haidenschaft. — Vohs, Mayer. Goldberger, Kflte.; Mandic. Beamter; Dr. Bessemer, Fabrikant, Wien, — Solc, Kfm.. Iilemnice. — Slolar, Inspektor; Krans, Rsd., Prag. — Omtilus. Kfm., Knin. — Pollak, Schlesinger, Priv., Trieft. — Notl), Gastwirt; Grußmayer, Beamter, Klagenfnrt. — Dr. Glavik, Nl^icrunM-at, Tiuihov. — Vodopivcc, Assistent, Haidenschaft, — Kustous, Veauiter, Sofia, Hotel Elefani. Am 6. September. Holzt, Fabrikant, samt Frau; Dr. v. Frimmcl, Schriftsteller; Ritter v. Schöppl, Eocrarts, Priv., s. Frau; Eder, Kfm.; Spatz, Schwarz. Hamlisch, Wagner. Prüger, Rsdc., Wirn. — Preatoni, Rjd.; Dobrauz. Grossist. Graz. — »^majncr, Direktor, s. Frau; Gramopulo, Direttions» blamter. s. Frau; Kupla, Gendarmerie-Rechnmigswachtmeistcr, s. Frau; Rosenberg, Machniel, Rsde.. Trieft. — Lips, Rsd., Königliche Weinberge. — Wildner, Rsd., Teplitz in Böhmen. — Lebitsch, Beamter, Domschale. — Löucnstein, Kfm., Zalaegerszcg. — Pentet. Vertreter, Wien. — Sever, t. k. Gym» nasialprofessor; Schützlhofer, Priu., Pola. — Stantouit. Priv., Warasdin. — Katalmic, Besitzer, s. Sohn, Zadar. — Iclovset, Besitzer, Oberlaibach, — Grrhard, Rechtsprattitant, Ansbach. — Llchtensteiger. Student, Bern, Schweiz. — Drcxler, Student, Mosel. — Dr. Gröbl. Professor, Goltschee. — Fleitzner, Adjunkt, Pribram. — Deutsch. Kfm., Agram. — Grandesco, Pitano, Eccon, Bellon, Prauisani, Kftte.; Cepse, Priv., Udine. Ani 7. September. Kuppelwiescr jun., Priu., Insel Vrioni. — Kuppclwiescr, Priv., s. Chauffenr; Mcueta, Franz, Priv.; Santncr, Franlenbusch, Kflte.; Pröckl, Dietrich, Wohlmann, Fischer, Rsde.; Blau, Billardmonteur; Müller, atade« mischer Bildhauer, Wien. — Pleschc, Beamter; Mamula, t. u. l. Oberst i. N., Agram. — Stroß, Priv,. s. Frau, Alexandrien. — Köstner, Ingenieur; Mayer, Rjd., Klagenfurt. — Endriß, Nsd., Klosterneuburg. ^ Stone, Rsd., Leipzig. — Löventhal, Rsd., Brunn. — Silberstern. Nsd.; Dr. Ulbert, Advokaturslonzipient, Prag. — Bloch, Vcamtcr, Pilsen. — Granzner, kaiserlicher Rat, s. Frau; Ialusch, Maschinenober« tommisjär, Linz. — Dr. Eckrr, l. t. Professor, s. Frau, Bozen. — Mayerle, Kfm.. f. Frau, Susat. — Lapejne. Kfm.. f. Frau, Idria. — Finze, Kfm., Trieft. — B,'lovnik, t. k, Notar, Mottling. — Hardinger, Restaurateur, Iosefslhal. — v. Schiuiz» hoffen, Iacobi. Priu., Görz. — Adranit, Priu., Lepoglav. Am 8. September. Baronin u. Ncchbach, k n. t. Ge-neralmajorsvattm, Kralau. — Filla, l. n. t. Marine»Ober» ingenieur, Pola. — Honvitz, Iockl, Priv.; Fleischer. Lever, Kstte.; Herling, s. Fran; Työni, Haupt. Weiß, Levingcr, Rsde., Wien. — Günther, Siegt. Rsde., Graz. — Schmida, Dukes, Rsde., Brunn. - Löwy, Rsd.. Trieft. — Ast, Bau-oberkommissär, Rudolfswert. - Krauast, Sekretär, Dresden. — Dr. Kaiser, Arzt, s. Frau, St. Gilgen. — Lcbitsch, Beamter, Domschale. — Kriz, Priv., s. Töchter, Prezid. — U. Keßlitz, Priv., Portorose, — Andrianich, Priv., Görz. — Sloza, Iezovnik, Priv,, Velenje, — Zadnel, Besitzer, Senosii. — Goldjchmid. Ksm,, Wien. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhc 3U«2 m, Mittl. Luftdruck 7Z60 mm. 5 K Zk^ ZH Z"^^ k zz 5N M Wind ^V!.«VI „ 2 U. N. ?3b 3 20 1 S, schwach teilw. bew. ^ 9 U. Ab. 7W-2 13-2 windstill heiter 7 U. F. 736 7 67 NO. schwach Nebel , 8. 2U. N. 735 0 20 8 windstill teilw. bew. 0'0 9 U. Ab. 735 7 12 6 S. schwach heiter 9.l 7 U. F. ! 736-5, 8 4! » , Nebel ! 00 Das Tagesmittel der Temperatur vom Mittwoch beträgt lll 5", Normale 1«0". vom Donnerstag 14 0°, Normale 15-9°. Seismische Berichte und Beobachtungen der Lniliachcr Erdbebenwarte (Negnilit»'! limi der Nlnioischr» Tparlassl' 1«!»?.) (Ort: Gcbnnde der l. k, Staats'Oberrealschnle.) ^!age: Nördl. Breite 4li°03'; Östl. Länge von Greenwich 14"31'. Beginn ^ u « Her!). K,3. .-D^ Zss 3«Z ^iZ ^ Z distanz ^Z zZ «§ M« 2A D 3- "ä^ ^^ 3Z ^^ ^2 Z km IlM8 llM8llM« NM8 llM ^ Aaibach-6. 9000 2117 3b 2126 00 2152 36 2210 35 24 00 L Varmstadt-Ingenheinr: 6. - 21 20 30----------------------------------------->V A a nr b u r g: 6. — 21 21--------------21 53----------------------->V Bodenunruhe: Schwach. - lis bcdeülct! k -- drrisachro Hurizontalpi'üdl'l von Ncbcur-ElMt Professoi- (3268) 2-1 Dr. flU von Valenta zurückgekehrt. Ordiniert 2—4 Franziskanergasse 12. Herrenrad preiswert zu verkaufen. Wo? nagt dio Administration dioHor Zeitung. t3280) 1 Laibacher Zeitung Nr. 204. I860 9. September 1910. Mrje un der Wiener Mrjc » Nruneüwährun!,. Die Älotierung iümlliche, Ältien lml, der ,,?^erse» Lose" versteh» sich P,^ «tü-! Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: t"/« konvcr. steuerfre!, ltronei, (Mai-^iov.) per Naise . , z,ll 8l> 94-detto > UV« ö. W, Silber (April Oll.! per Kasse......,,? nc, «7 8K l8«0cr StautLlos 500 fi. 4"/,, !ß9 <;, >73 «0 i860er ,. 100 ft. 4"/„ ^.^8 50 734 t>l> l6S4er „ loa fi.. . «s»-?s> 330 5» l8«4er ,, HU fl. . . 2^3/5 »»'>)-: 0 Üom.-Äisanbbr. ü 120 fl. d",,^z,8 ?i»5 ' «taatsschuld d. i. Reichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. Osterr. Goldrentc steuersr., Gold per Kaue .... 16 t?> Osterr. Rente i» Nroneuw. ftfr.^ per Nasse.....4"/„ z,« «„ 94». öetto per Ultimo . . , ^",<, gz s,y 34» Investiliuns-Rente, stjr., »r. per «üsse . . «>/,»/, «8 ?„ 93 «0 pftnl>«h,i'3tll»l»ichu!i>. «llchllibnngen. tllsaoeth-Bahn i. O., stciiersr.. zu 10.UU0 si.....4"/„ —>— ,..<- ssranz Iosepli-lUahn in Silber (div. S>.) . . . . !>>/<°/<, I,??«, ,18 70 öaliz. narl iiudwig-Bahn (did, öliiüe) Nroneu . . , 4 /< 94 25, >5 ^5> Xudolf-Vahil in Nrunruwalü, steuerfr. (div. Gt.) . . 4"/, 94 Ob i«5 Ub tiorarlbrrger Äahn. stfr,, 400 und 200« ttroncn . . 4",, »,4 <0 i<5 lv ju 3luat»schnldotlschretllnnyl!^ ,lb8tft«mpelle KistubahN'^kliru ^lisaveth-V, 2»w sl. «W. 5'.<"„ von 400 Nr......44^75 45175 d'ttu ^inz-Vudweis 200 i>, o. W. S. »'/<"/« .... 419 - «21 -oetlo Sal^bxrg-Tirol 200 fl. ö. W. i-. ü"/„ . , .4^ - i,8 -Kromstal Vadn 8<>» u ^000 lNr. l»»/, , , ......i«N l«i^ lio« 3>aatl zlll Zahlung öl,«» „Aw«»»» flltnbllhu -PriulUäl» filiation««. ^ühm. Westbahn, Em. 18Sd, 4, 8000 ll. to.uou Kr. 4"/u 24 b!' ul>'50 Elisabetli-Nal'ü üuo u. !jc>on ^.'i. ! al> ic>"/........lib vo 116 <)n Elislllirth.^ahn 400 u, suoo M, 4"/«........ii4 4,)!lb 40 .^erdwllubz-Nordbal,,! Cm. lUUli 38 ^l^ «9 4« detto Cm, 1304 W!ib »/ ^!l! ^raiiz Ioseph-Bab» l^n 1884 (diu. Sl.) Silli. 4"/<>. . 84 uc» u5 t!0 ^alizische «arl Ludwig > Aal» i. 50U0jlr. »'/,»/« 86- 8?^-«orarlbergrr Bahn Em. 1884 (div. El.) Silb. 4»/» - - 0< !« ^b l^» Ttaatsfchuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung. Gl'ldreule per Nassc , li2ü0!l2 4<> ^/„ dell« per Ultimo iiü !i> l,ü ^!" ^'/° linssar. Rente in Kr»».'«- währ. stfr. >ier «afse . , »!»Ob ->2 ?ü PVn dcttu pcr Ultiü!^ 82 0ü u^! !il> 3'/,"/<> detto per Kasse l - <-»1 -drlto k 50 >l iüi^ - .»»I - T^cif>-Reg.-Lu!c 4>>,, . . . . ib0 il>'> »62 !.^ t"/„ üiigar. Grundnttl.'ObUg. u^Ni> ^u 0l, »V,, troat. u. slav. Grdentl.-Olil. «4 - >.,» - Andere öffentliche Anlehen. !?-», Lands^Inl. (div.) 4>/„ <>1 L>, 8i! «f> <>ÄN, l)>>lecli 2:seiw. -^a»dcö Alüehcn ^vl0.) 4>/,"/„ . . »»!'ii« >ou 20 > ., Tonün-Reg.-Anleihe 18?« , u-.i ?>(,, «4 i>0 l»»ie!ie: Herlelirs-Aul. , , 4'v„ «4 li> t»t, >, oetto 1i> eb ' ?b xi 7o i>cllo (H, odel >^,> l8/4 ,^«. 21 - oett« <18»4).....z»2 6 u» e oetto (Inu.-U,)u.I,i!Xi8 W »u »/ O 6t>rsedll!l'l?l»Iehri! verlusb. 4^/n 5,4 35, ^»^ 31" »tussijllie Staats»»!, v. ,l. 13«« s. 1(W Nr. p. it. . . b"/« io!» 4d U3 !)l, oetto per Ultinio . . 5"/„ ...,. — iiulg. 5taal«>Hypothekar?lnl. l«9t!......«"/« 120'------i'^l Weid Wa^ i'ul«. EtaatS - Oolbanleihc 1l,07 f. 100 Nr.. . 4>///„ 98 "b 94 75 Pfandbriefe usw. ^odcl,ll.,allg,öft. i.5l>I.vI.4>V<, 94«^ ük-eo Äöhm. Hypulhelcnb. verl. 4"/l, zg». »ß80 Zcntral.Vvb.-Nrcd.-U:., osterr., 45 I. verl.....4>„>',l> ^0,-50 _... dettu ,.- Diähr. Hupuüiülenli. Verl. 4"/„ g^... ^ij,. ')>,'.'üsterr,^ai!deö-Hl,p.-Anst. 4"/e gg.^s, z)7-üo del.'u lull. 2"/o Pr. verl. »'/2"° 8» - N9'- oeito N.'EchuIdlch. Verl. ü'/l"/» y?-^ 8»'3» detto verl......4°/° »s— Z?-,. ^sterr.-uugar. Baiil 50 Jahre verl. 4°/„ ü. W.....ft7-95 9^-9si detto 4>/<> Nr......>,ß 95 . l> ük ^llirl.. Lrstc üst.. ««I. vcrl. 4>v« „»-«b 100-^ Eifenbahn-Prioritnts» Obligationen. Oslerr. Nordwestl'. ^00 sl. S. . ,0« 4ü Iv4-4t, «laatsbahn 50U ^r..... 255 4-. ^U»liche Lose. ^"/,, Äudenlredit-Lose Em. ik«o 39g eo 304 60 uet:c> En>. I8«i> ^8l' ü»7 - >>'/o Do!iau-gieuiil,-^ojr 100 >l 29« 50 »0 :b<' ^>erli. ^«m.-il' ,^1 75 »,!)> 75 ölary-^ose 4l> fl. N!«Ui. . . . ui«-— )>^0' ^jen« ^ose 4(1 sl......—>. -- palfl^-^oje 40 sl. «M. . . . l<4!i- «2 )lu:e,i «reuz, oft. Ges. v. 10 fl. iN-kk ß? l^< ^olei! Nr^!!,,, niig. l>>.-l5s. v. l» s!, A« 4<1 42 4> ^iwult-Lujc 1« jl......78>- 79' ^lm^ose ^0 fl. NW, . . . 285 »(w iiirl. E.-B.-?l!ll, Präin.-jDdlig, 400 Kr. per «osjc . , . —>— -- »elto per Medio , . . it>8— 259 — wiener ldomm.-Lose u. I. 1874 H34 544 Zew.-Vch. d. 2»/,, Prünl,-Schuld d. Aobe.i^.-Anst, Gm, I8»u i«o ?>o »04 ho Aktien. Äüssig-Tepliyer Eisexb. »UN fl. 19S0- I9?li>.. Voliulische '»lurboahl! 150 sl. . «uschtiehrad« Eisb, 5,00 fl. .NM, 2470 ^4!>n d.'tto (lit. K» 200 sl. per Ult. »83 - 99!» 50 Donau - Tauivsschisfahrti - Ges., I., l. l. priv., 500 ll, KM, N27— !u C14 hl» /scrdi'mndZ-^ordu. 1000 s!. NM, 5310- K34U «aschali - Oderuerner Eiseübahn 20«sl. S....... 853 Übü5« ^emb.-Czerii.-Illsly-lzilinbal!!,- Gesellschaft, 200 sl, ^, , .55^ 55?» lul,d, iisi., Trieft. 5»0 ft.. KM. 572' 575 !,« Öslcrr, Nordlnestliahn 200 sl. S. — - —- dctlo(Iit,. U) 20u jl, S. p. Ult. — - —-- ^rass-DutevEiseno, icofl.abast, 287'— sö«>^ ^laalöeisenl,, 20« fl. S. per Ult. 748 - ?f>o - Äidbayll 200 fl, Silber per Ult. 180 90 12! bU ^üdüorddeutsche Nerbindungsd, 20«fl. NM...... — .. --- ^»an^Purt-Oes,, intern,, A.-G. 200 .w-........ 105- 11«.- lingar. ^estbahii (Naav-Graz) 200 sl. L....... 403 bu 405'- Wr. Lolalb.-slltieil-Ges. 200 sl, 250 2H6' Vanlen. Ailglo-Öslerr. «anl, 120 fi. . ,15 75 »ie?l< ^llütverei», Wiener per Nasse - - —- detto per Ultimo 552'75 5^>» 75 ^i'oenlr.'Anst. öst., 300 Nr. , ,»^n ,3üli «aioacher Nrebitlian! 400 Nr. 44»-- 447 ^e»i>, Huo.-Nredvt. ös!,, 200 sl. b?L 580-^reditllnstal! sill Handel nnd Oewerdc, 320 Nr., per Kasse — - -' dettu per Ultimo s«« s>0 «67 50 iN-editoanl, ung. aüg., 200 fl. 801 ?5 8L2 75 Qcpusiteiluant, all«., liU0 fl. . 49>i - 492-<>-olo!npte - Gesellschaft, nieder- österr., 400 Nr..... ?4» - 7l>2 - Hire- l>. nasjenuerein, Wiener, 20» sl........ 4<',5'— 4l!9 , Hypotheteubnnl, üst. 200 Nl. ö°/<, »37 - 339-Länderbanl, iistrrr., 200 fl., per Nasse....... 52?-- 52«'^ detto per Ultimo 52775 t>2« 75 „Merlur", Wechselstub.-Altien- „ GeseUschaft, 200 fl. . . . n»»-.. «40 -- Ostecr.'uugar. Bant 1400 Kc 1850— 8«l>>- Ge'k Nare Unlonbanl 200 fl...... gzz ^ „28 2s. llnionliant. böhmische 10» sl. . 28t< 5» 2«n.i5 ^rlehröbaul. °ll„.„ 140 s!,, . ,«« 25 ,ü, 2z znduftlil'zluttrntl,»ullg«n, !tjanl>esell,ch., all«, üst.. 100 sl. 33, .. «,. .« !ljnlxerzlohlrnl,ergb..Ges, lONsl. 7.? "^, " löiscnhahnverlehrü.Anstalt, öst., "" " 100,1........ 4„a„ ...... E!seilbahnw,Leihg., erst«, 100 fl, .^ „°7. „Elbcmuhl", Papiers, u. U,-O. " ^"° 1W sl........ 208, „"- Eleltr.Gcs,, allg, üsterr,, 200 sl. 4.» ^. ?..7 .<, Eieltr.-Oesellsch., intern. 200 sl. ". ^" ^cltr.-Geselljch,, Wr. in «iqu, _,..____ Hinenberger Patr... Mndh. u. '" Met,.ifabril 4U0 Nr. . . ,«0. .i°g_ ^iesinger Aranerei 10« sl. . . 23°l v^ ^a Muman-Ocs,. öst. alpine 100 fl. 7^.^ "^5 „Poldi-Hiitte", Tiegelgußstalil- 3.-Ä.-G. 200 fl..... .-,7,^ .»« _ Prager^iscu.Indnstrle-Gclellsch. ^ ,üima- Äluranl! - Salgo-Tarjanec Eiw'w. I00sl . uß77z ^..75 ^algo-Tarj. Slcinlohlen 100 sl. G^g _ U4» — ,,öchiüglmühl", Papiers., 200 sl. _._ ^,__ ,,Lchobnica", A.-G, s. Petrol.- Industrie, 500 nr. . . . 540-— 543 — ,,i?tcl>iern>ühl",Papiers.n,!U,G, 480— 4.84'— Trifailer Kohlenw,-G, 70 fl. . 2Us — 270 — Tml. Tabalregie-Ges, 200 Fr, per Nasse..... ^, . ^..^. detto per Ultimo . , . g«,.— »««,. Äjaffenf,.Oes,, llsterr.. 100 fl. , 797^ 7°»,^ Hr. Äaul>eselljchaft, 100 fl. . , 2,0— 8>i-b0 i8icneruer»e Ziegels..Mt..«eI. g^.., ^.^ Devisen. Kürzt Kichlen nu» Kchlck,. Amsterdam....... 199'22» 199-5» Deutsche Aanlplähe , . . . it?-45 117 05 Italienische Aanlplähe . . S4b'5 Pari-j......... 95 5 9530 Ät. Petersburg...... 254 Li 2,i^'k> Zürich uud Uajel..... 95 D5 !>5 20 Valuten. Dukaten . ..... 11-3? 1140 20-^ranlell-Ttülle..... 19 0? 19,<, 2»-!UWrl-Ztucle...... 23-4« 2:1 5^ deutsche Neichöbaulnote!! , . ll? 4'^ n? l^ Italienische Vaulnoten . , . 94 U5> ».»4-85 !nlll>el-Nuten....... 2'54»» 25h ¦¦¦¦¦HMHtHMHUSHMinnnmHnidBNHHHBIBDHHBMBHnMOUMMMWMi I EJn- und Verkauf [ von Renton, Pfandbriefen» Prioritäten, I Aktlan. Losen etc.. Devisen und Valuten. I ____Los-VräTcherung._____ JT. C Mayer 1 JBLa.nl«- uncl Wrechsler,peisch&ft H, Privat-Depots (Safe-Deposits) I u»ter eigenem Verschluß der Parte*. I VtrzlRtHRg ri» BircInlafiB Im Kjntn-Kerreni iitd auf 8lr»-«*it«, I