N«««er 10. petta ». den 11. Mtr? 1900. XI. Aahr,ang. Erscheint jeden Sonntag. «rei» fflr ««ttou mit Zustellung in» Hau»: Monatlich 80 h, vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.80, ganUShri- K 9.—, mit Post»erse»d»»g im Inland«: Monatlich 8S d. vierteljährig l! 2 60, halbjährig K 6.—, ganzjährig K 9 60. — «inzetne Nummern 2t> h. Bmvaitng ml vert»». 19. Btylw», Ha»ytpi«tz Nr 8. H»»dschriften werden nicht juri>«kgestellt, «ukündigungen billigst berechnet. — Veitröze find erwünscht und wollen lSugften« bi« Kreil-ig jeder «och» eingesandt werden. Ministerlrldrn. Prinz Krast von HohenloheIugelfin^en schreibt in seinem Wich«: „Au» meinem Leben" über den vielqeläfterte» Bftemichiichrn Finanz-minister Dr. Brück da» Folgende: I« dieser Zeit wurde in Oesterreich der Baron von Brück Finanzministn. Die Finanzen Oesterreich» befanden sich in einer solchen Unordnung. das« ma» nicht mehr ein noch au« wusste. Mit großem Pomp war ein freiwillige« .'icizioimlanitheli von fünshundnt Millionen SUlden »»«geschrieben »oorden. Da sollte der ganzen l««?igen Lage der Fina»«n abgehslfen werben; denn e« «nrde « der offiziellen Presse bewiese», das« W tmm R«zio»olanlehen da« Geld i« Lande blieb«, also eigentlich durch die-st« «»lehn, gar kein Geld antgcgffoi «erde. Die ttoMfenmg sich die« licht ein,' obgleich man sagte, mrm wall, n«t ri» Razionolailiehen. damit tritt «n«Mtfcr an bm großen Vortheilen theichabe. die <« den Patrwen gnvlchre. 9% war laifkp vachucken. das« bc» «»lebn, nicht Ä 'Ä??^ Ä'Ä den Patw«nw« anz««an, Da» geschah in durchschlagender Weise. Man schützte jeden Besitzenden, wieviel er zum Rayvnalanledcn bei» steuern könne, Npvang dann tne Zeichnung mit Dnchungen. in den weniger zivilifirten Senden mit dem Stocke in der Hand und trieb die raten« weisen Einzahlungen mit Exekution «in. da» ver-stand «an w Oesterreich unter freiwillig. Da« Sstftiimuste. w?» man «hat, war aber dabei, das« DaS Meisterwerk. Der Maler Balissoir hatte endlich da» richtige Feld fite seine Begabung gefunden und sich der Landschaft zugewendet. Er hatte sich vo-rher in ollen Genre« versuch», hatte Interieur» und historische Bilder gemalt — eine Benu«. ei,»e Tänzerin, ein zerbrochener Krug, eine Judith, eine Diana verdankn ihm ihre Ensteheung — endlich hatt, er sich gesagt: .Wenden wir un» der Natur zu' und war Landschafter g,worden. Mit unermüdlicher Geduld versuchte er e« immer von Reun», sich einen Platz i« Salon zu erobern. Er war gar nicht zu entmnthige». Jahr sür Jahr schickte er seiue Landschaften ein, die im unverzSglich zurückgestellt wurde». Dann strich er nachdenklich mit der Hand über seineu Spitzbart — diesen hielt er für einen Maler un-klüglich — und snhr fort, Sonnenunter- und MondaufgÜnge. Morgengrauen und Abenddäm-merung zu malen. ,ur aus süns» hundert Milliouenen begründet ivar. E« war die» ein großartiger Betrug von hundert und elf Millionen Gulden. Bei alledein war man immer iu Geldverlegenheit. Es ward ein Budget veröffentlicht. Sein, Veröffentlichungen wqreu aber nicht ge-eignet. Antrauen zu enpeckn» Denn e» erschiene» dabei die Einzahlungen zum Roziouolan-lehen und die Einzahlungen iur Grundentlastung al« ordinäre Einnahmen. Män sprach vom Ber-kause der Staat«eise,ibab»a>. nur nm Geld zu erhalten und d«u jährlichen Gebranch zu decken. Wohin gieng da« Geltz? Die Armee ver« schlang alle« und nicht etwa durch die reqel-müßign, Kosten, sondern durch die heillose Mis»-winjchaft,' die Unterfchleise und unkonttolirte Regellosigkeit, denn die »88.000 »Spfc kosteten dvch nur S0.S40.000 Gulden monatlich, also nicht ganz 350 Millionen Mrlich^ bei einem «tat von nicht ganz hundert Millionen im tiefen Frieden musÄeu die «ehesten der Armee «FN» de» Wderen Stanoe« wenig über huudert n»d dullicuni is feitOAttt und man begreift daher nicht, wenn man den Maßstab einer aeregetten Finanzverwaltung darau Ä' t, wie «in Anlehen von sech«hundert und elf illionen nicht ««reichen konnte, um diesen AuSsall zu decken. In diese» Wirrwarr sollte Brück Ordnung schaffen. Er verlangte zunächst, man sollte da« Krieg»ministerinm unter da« Finanzministerium stellen. Daraus konnte der Kaiser nicht eingehen einen etwa» kästgen Eindruck. Im Frühjahre kam dann der Flieder an die Reihe und buntblühend« Wiesen, auf denen edle Weiblichkeit sich ergieng und da« Blumenorakel befragte. Der Sommer brachte ihm Erntescenen, Heuwagen. Schnitter, die mit Schnitterinnen schäkerten, hie uud da verstreut ein kleiner .Heuschober mit goldigen Glanz^ichtern. die an frisch geschlagene Butter ge-mahnten. E» war sehr viel guter Wille in all diesen Erzeugnissen, aber sein Eiser war vergeblich, er konnte die Jury nicht sür sich gewinnen. Die Jahre kamen und giengen. aber der Erfolg blieb au» und indessen war Schmalhan« Küchenmeister. Run stand der Maler wieder eine« Tage« in seinem dürftige» Atelier und machte die letzten Pinselstriche an seinem für den Salon bestimmten Bild — ..Motiv an der Marne' war e« benannt. Er arbeitete eifrig. Friedlich floß die Marne zwischen Weidengebüsch dahin, ein Fischer saß am User und im Hintergrund zeichneten sich die Flügel einer Windmühle. Ein gewitterschwerer Himmel wölbte sich über dem Ganze». Balissoir hielt von Zeit zu Zeit inne, trat zurück, legte die Hand beschattend über die Augen und betrachtete sei» Werk. E» schien ihn zu befriedigen. ,Die«mal werden sie mir wohl ein Plätzchen einräumen müssen," murmelte er. Wenn sie die»-mal etwa» auszusehen finden, ist'« nur au« Ge- und Brück wollte da» Finanzportefeuille ableh neu. Sowie man davon an der Börse sprach, fiel der Kredit Oesterreich« so bedenklich, das« der Kaiser ihm vorstellte, wie er Oesterreich durch seine Ablehnung zugrunde richte. Auch appel-lierte der K»iser an da« DankbarkeitSgefühl Brück«, dem er die Schulde» bezahlt hatte; denn Brück hatte al« Jnternuntiu» in Konstan-tinopel zu viel Geld gebraucht. Er ließ sich überreden, der Unglückliche und rannte in sein Berber den. Zunächst wollte er eine Übersicht über die Einnahmen haben. Da verlangte er unter anderem von der Staat»direction der Südbahn einen Etat. Man rechnete dort zum Schein vierzehn Tage und brache schließlich die Antwort, ein Etat sei unmbglich. Mit den anderen Bahne» gieng e» ebenso. Daher entschlos» sich jetzt auch Brück zum Verkaufe der Staat»bahnen. Damals fragte ich ihn einmal auf einer Soiree bei Gras Buel wa» ihm sstr die österreichische» Finanzen »ehr helfen würde, hundert Millionen preukuch« Thaler oder hundert preußisch« Beamte (Brock selbst war ein geborener Prenße). Er gab den letztere» den Vorzug. Auch von der Armee konnte er nicht muner eii»en Voranschlag erhalten und so trank er b«i einem Diner mit »ielm Militär« einst anf da» Wohl der Armee mit den Worten: Gott erhalte die kaiserlich österreichische Armee, denn ich kanu e« nicht mehr. Indessen bestand Brück auf dem Aufgebe» der bithengen Politik, die durch Demonstrier«,» mit großen Armeen etwa« zu erreichen suchte. Wenn man wirklich Krieg sühreu müsse, wollte häfiigkeit und Brotneid. Ja daran geht srrilich oft der größte Künstler zugrunde.' . Knapp vor dem Firiiißtage war .Motiv a» der Marne" vollendet. Balissoir schickte nach dem Dienstmann an der Straßenecke, der a«h sogleich erschien. .Sie melde» die« Bild »ach dem Salon tragen," sagte der Künstler. .Ja, Herr," erwiderte der Dienstmann und machte sich sogleich über das Bild her, da» er nach allen Seiten drehte. .Achtung, e« ist »och nicht trocken!" .Thut nicht«. Herr, um de» Anzug ist nicht mehr schade." .Zum Teufel mit Ihrem Anzug." schrie der Maler, „um den handelt es sich nicht." Aber der Dienstman ließ sich nicht au« der Fassuilg bringe». Beifällig betrachtete er da« Bild. .Schön ist e»". sagte er dann. .Mein Schwager ist Gastwirt, der hat auch ei» schöne» Schild, aber so schön doch nicht, wie die« hier." „Tölpel!" murmelte der Künstler. Endlich hatte der Dienstmann da» Bild richtig ausgeladen, Balissoir schärfte ihm noch die größte Vorsicht ein und schob ih» zur Thür hiuau». Zwei Stunden später waren Mann und Bild wieder da. Balissoir erschrak. .Warum habe» Sie <« nicht dort gelassen?" er da» öilb dazu beschaffen, ober diesen Zwischen-stand zwischen Krieg und Frieden könne leine inanzvenvaltung aushalten. Dies? dringenden orsiellungen tos neuen Finanzminister» mögen wohl die bfftaitit* Umkehr Oesterreich« zu einer friedlichen Politik hauptsächlich veranlaßt habe«. Wie bie österreichische Regierung hierbei wieber «ach keiner Seile hin den eingegangene? Ver-pstichtungen nachkam und sich alle Rachbarn ent-fremdete. ,oerbeii mir in ber Folge sehen. Zunächst will ich. in ber Zeit vorgreifend, daS tragische Schicksal be» FinanzministerS be» rühren. Er stellte als Bedingung einer geordneten Finanzverwaltung fest, dass man an dem Voran-schlage der Sinnahmeu u»b Ausgaben festhalte und dass, namentlich wo keine dringenden Ber-anlassungen stattfänden, nicht großaitige Mehrausgabe» ober Verminderungen der Einnahmen herbeigeführt würben, ohne dass er feine Zu-stimmnng gegeben hätte. Da hierzu auch alle un» controlierten Ausgabe» für bie Armee gerechnet wurden, so machte sich Brück damit eine große Partei unter den einflußreichsten Militärs und alle die VerwaltuugSbeamten zu Feinden. Im Sommer machte der Kaiser eine Reise durch Ungarn. Sein erster Empfang war ei» außerordentlich fühlet. Da die Reise einen wesentlich militärischen Ehorafter trug, so hatte der Kaiser sich nicht vom Finanzmuiister begleiten lassen. Als sich der Kaiser zn seiner Umgebung über den kalten Empfang verwundert äußerte, bezeich' neten ihm bie Gegner Brucks ans seiner Umge-bung einige Steuer», bie besonders drückend feien und der Kaiser unterzeichnete eine Bersüqung. wonach diese Steuern auf ein Jahr in Ungarn erlassen wurden. Der Jubel in Ungar» war groß. Die weitere Reise beS Kaisers glich einem Tei-umphzuge. Als er sehr befriedigt nach Wien zu-rückkehrte, wies ihm Brück »ach. bas« burch jene« .^vmbbiQet ber Staatskasse ein Ausfall von 80 Millionen erwachse. Er bat den Kaiser, solche Ausfälle ohne seine (Bnicks) Zustimmung nicht wieder zu veranlassen. Der Kaiser sagte da» zwar zu, aber al« er im Herbste »ach Italien giena unb in Trieft einen kühlen Empfang fand, ließ er sich doch wieder bereden, einen ähnlichen Steuererlaß für die Küstenländer und da« lom« bmbo-venezianische Königreich zu befehlen und ein neuer Ausfall von 60 Millionen warb ben Staatskassen zugefügt. Man erzählte sich, in Be-»ebig sei der Jubel sefjr groß gewesen und ber Kaiser habe besohlen. Selb unter ba« Bolk zn .Sie wollten e» dort nicht behalten." .Wirklich!" .Wie ich hingekommen bin, waren sogleich einige Herren da. bie mich anhielten. Sie sahe» das Schilb an, bann sagte einer: .Wer ist ber Patzer, der das verbrocheu hat?" Ich nannte sogleich Ihren Namen und Ihre Adresse .Tragen Sie e» nur schnell zurück", sagten die Herren und wiesen mir die Thüre. Unb ba bin ich nun." „Die Elenden!* knirschte Balissoir. „Was stellt e« denn eigentlich vor?" sagte der Dienstmann nun gönnerhaft, nahm das Bild und wischte, wahrscheinlich um eS deutlicher zu machen, mit dem Ärmel über die nassen Farben. Balissoir fuhr aus ihn los. .Was thun Sie," brüllte er. aber e» war schon zu spät, statt der friedlichen Marne wareu nur verwischte Farbe« zu sehen. „Schuft l" donnerte der Maler und schwang seine« Malstock. „Hinaus, oder ich stehe sÜr nichts I" „Erst mein Geld her", sagte der Mann. Balissoir warf e» ihm hin und dann ihn selbst zur Thüre hinaus. Zerschmettert, fassungslos stand der Künstler vor der Staffelei und betrachtete fein mißhandeltes Werk. Über die ganze Fläche war der Ärmel be« DienstmaniieS hingestrichen, man unterschied kaum mehr das Sujet, ein dichter Nebel schien über der Landschaft zu lagern. Balissoir durchfuhr e». „Wahrhastig!" rief er. werfe», woraus man ihm bemerkte, da« gienge heute nicht, »eil eS zu windig sei. (ES gab uur Papiergeld In be» Kasse» be« Kaiser«). So kostete« bie|e bribe» Reisen Mir 130 Millionen, auf die Brück nicht gerechnet hatte nud solch un-erwarteter Ausfall brachte alle Kassen in Unorb-nuiig. Die verlnnate Entlassung bewilligte ber Kaiser nicht und BruckS Gegner verhöhnten ihn und lachten über feine Verlegenheiten. So gieng eS noch eine Weile weiter und al» der Unglück-liehe Finanzminister endlich sich nicht mehr zu helfen wußte, öffnet« er sich die PulSadern und verblutete sich. (Dies ereignete sich, als ich Wie» schon verlassen hatte.) ES knüpften sich an diese Katastrophe viele Gerüchte, welch« die Ehrenhas-tigkeit Brucks al« ^veifelhaft hinstellten. Ich kann daran nicht glaubeii. dass Brück unehrlich ge-wesen sei; soweit ich ihn kennen gelernt, machte er eine» höchst würdigen, vertraneuerweckenben Eindruck. Darum ergriff mich sein Schicksal tief als das eine« Mannes, der sich aus Patuoti«» muS »iib au» Lieb« z» seinem Monarchen l» eine unmögliche Lage halte hineinlocke» lassen. Die-jenige» aber, bie am meiste» selbst gestohlen und durch Ränke sein Verhängnis herbeigeführt hatten, verunglimpften ihn am meisten als Betrüger. Gemeinderathssitzung. Am 7. d. M. erledigte der G«me>nderath der lf. Kammerstabt Pettau nachstehende Tagesordnung: 1. Verlesung de« letzten Protokolle«. 2. Mittheilungen. 3. Ansuchen der Marktgemeinde Polstrau um Abhaltung vo» Monat«schwri»emärkten an jebern ersten Montag. 4. Ansuchen de« beutjche« Stubenten-Kranken-veremeS in Gra, um Unterstützung pro 1900. 6. Ansuchen de« Brünne,'Meister« And. Kor-mann »m Übertragung der städtischen Brunnenarbeiten. 6. Ansuchen der Freiwill. Feuerwehr Pettau um Henehiuigmig der Haiiptmaiin«» und Zeugwart«wahl. 7. Ansuchen de« Fleischer» und Selchermeisier« Johann Luttenberger um Bewilli« guug be« Alleinverkäufe« von Selchwaren am Viehmarktplatze. 8. Ansuche» de« R. V e n d i t s ch um Überlassung des Theater« i» b«r zweiten Hälfte Mai l. I. für mehrere Opern-Aufführungen. Nochmals betrachtete er aufmerksam da« Bild. Ja. e« ließ sich nicht leugnen, e« machte einen großartigen Effect. .Das hätte ich nicht für möglich gehalten," sagte Balissoir. „So. wie eS ist, kann ich e« nach dem Salon zurückschicken, »nr der Name muß geä»-dert werden." Am nächsten Tage wurde ein Bild im Salon eingereicht: „Landschaft im Nebel." Die Jury gerieth davor i» Extase. „Großartig!" sagte ber Präse«. „Wunberbar", riefen Alle. „Da« ist unglaublich. Da« ist Natur! Eine solche Wirkung!" .Unb welch' eigenthümliche Technik!" „Es ist ei» Meisterwerk!" „Meine Herren." sagte ber Präse« feierlich, „ein Meister ist unter un« »staube»." DaS Bild wurde einstimmig angenommen. AI» Balliffoir eS hörte, tanzte er im Atelier herum. „Die Jury ist hereingefallen," frohlockteer. Dann machte er die Runde in allen kleinen Kneipen vo» Montmartre, um die Lollegen auf-zusnchen. „Ich stelle Heuer au«," sagte er ganz befcheibeii. „Nicht möglich!" riefen die Einen. .Wirklichangenommen?" fragten dieAndere». „Aber selbstverständlich!" „Wir gratulieren! Wir gratulierkni" rief 9. Vorlage der JahreSrechuungen der Gemeinde. des Blirgerspiwl- und de« Armensonde» 10. Allfälli^rs. vorfitzender: Herr Bürgermeister Jys,s Ornig. Anwesend die Herren Ge»einderäthe^ Wilh. Blanke, Joh. B r i g o l a, Josef K a-si «ir. Karl Kasper sen., Her». Kerschr. 3of. Koller, z. Karl Kratzer. Jak. Matz» „, Jgnaz Roßmann, Raim Sadnik, Adolf Sellinschegg, Johann S t e u b t e, Johann Strohmayer, Joses W r e ß n i g. Schriftführer sür ben Gemrinberuth: Amt», vorstand Herr A. Eberhartinge r. Erledigung: 1. Die Fassung der BerhanhluugS>chrisi über die GemeinberathSsitzung im Februar begegnet keinem Widersprüche. 2. Mit Erlaß des Lande«a»«schnsseS wirb der Stadtgemeindevertretung amtlich mitgetheilt, das« der Minister für Eultu« und Unterricht der sech«ten Elasse de« in Erweiterung befindlichen Franz Joses-GymnosiumS da» OeffentlichkeitSrecht bewilligt bat. 3. Mit Eingabe vom 13. Februar hat sich die Marktgemeinde Polstrau um die Zu-stimmung der Gemeindevertretung zur Einführung von Monot«viehmärkte» a» jedem ersten Montage im Monate beworben. Nachdem einerseits ber überraschende Auf-schwiing und die erfreuliche Entfaltung unserer starkb-suchte» Biehmärkte darauf schließen läßt, das« da« gesammte Pettauerfeld biese großen Märkte zu befahren vorzieht und da e« an beiseit« im Interesse der Käufer und mittelbar der austreibenden Landwirte liegt, das« durch einen großen Biehmarkt eine rasche umfasseiide Übersicht ermöglicht unb damit den beteiligten Hündinn eine günstige Gelegenheit zu größeren Ädichliisscn geboten wird, beantragt die Gewerbesectio» die Beantwortung der Anfrage im verneinenden Sinne. — Der Section«a»trag wird einstimmig angenommen. 4. Berichterstatter Gemeinderath Herr W. Blank» beantragt iu»e»« der Finanz-Sertiou, betn Ansuchen in der Höhe b<» bisher gewährten Betrage« vo» 20 K zu entsprechen. — Angenommen. 6. Da« Ansuchen be« genannten Brunnenmeister« wirb ohne weitere« einstimmig abgelehnt und dem Gesiichfteller au« Gründen, die in vertraulich erklärter Sitzung erörtert wurden, die Vergebung stäbtischer Arbeiten versagt. 6. Satzungsgemäß wird dem Gemeiuderathe s im Chor und die gvten Freunde platzten fast vor Neid. ° Und erst »ach Eröffnung de« Salon«! — Da» Bild machte Furore. Jeder war begeistert über diesen naturgetreuen Nebel. Die Maler er-klärten sich gegenseitig Wirkung und Technik. Ihr Lob war einstimmig. Über Nacht war Balissorr berühmt geworben. Die Kritik hob ihn in ben Himmel, er erhielt einen zweiten Preis. Ballisioir schwamm in Seligkeit. Er gab ben guten Freunden ein Diner in einem vor» nehmen Restaurant — undankbar, wie er war, vergaß er ben Dienstmann bazu zu laden. Bon bieser Zeit an malte Balissoir nur mehr Nebelbilder, aber ach! keine« wollte mehr gelingen. Immer hielt ihm die Kritik die« eine vor. E« gieng ihm, wie seinerzeit dem Eompo-nisten der „Manbolinata" und seither gar manchem Anberen. E« wurde sür ihn da« „einzige Werk", da« seinen Autor zur Verzweiflung bringt, weil er ihm kein ähnliches nachfolgen lasse» kann. .Wo ist bie Nebelwirkuiig von bamal«?" riefen bie Kritiker. „Wir «vollen sie wieber sehen!" Balissoir war tröst,o«. Wa« half e«, dass er iuieber unb wieder die Marne und andere Flüsse malte und mit dem Ärmel darkbersuhr — e« war nicht mehr bet Ärmel be« Dienstmannes, unb nur gräuliche Farbenklexe blieben zurück. ES gibt Meisterwerke, dir in ihrer Art einzig bleiben! Balissoir ist im Irrenhause gestorben. vo» der am |8. Februar vorgenommenen Wahl bd Herrn Joh. 611 u d t t zum W«hrhauptmanu und de» Herrn Johann Max zum Zeugvart. Meldung erstattet. Die Stadlgemeindkvertretu'ig hat kei»erl«i Anlaß, gegen diese Wahl eine» An-spruch ju erheben. 7. Berichterstatter Gemeinderath Herr Jos. Kollenz: Herr Fltischermeister Lutten-b e r g t x erbietet sich. 60 K für Zugesiehung des alleinigen Berkauftrechiea vo» Fleißh- und Selchwaren auf dem Viehmarkiplatze z» erlegen. Die Section beantragt. die« dem Gesuch-sleller gegen Erlag vo» g0 K zuzugestehen Herr Ge«eind«rath S «lli » schegg wirst die Frage aus, ob diese» Zngesttndni» al« ein lebe»«lä»gUch dauernde« oder ein zeitlich be-schränkte«. ». B für ein Jahr. gedacht ist. Herr Semeinderath Han« Strohmaver wünscht, man möge auch den andere« Selchern die Bewerbung frei lass.» unter Hinwei« auf da» vorliegend« Anbot de» Bewerber« Herr Semeinderath Roßmann ist dafür, bei den allbekannten Absatzverhällnisie» c« lieber einen, Fleischer uud Selcher zn ermögliche», sich sür »veiter gehend« Ansprüche einzurichten und da« Bublicum daran zu gewöhnen, das« e« solch« Wünsche bei einer Onelle befriedige» kann, an-statt 4—6 Fleischhaues zur Führung eine» leicht verderbliche» und riskanten Artikel« zu verleiten. Der Antrag. Herrn L u t t e n b t r g e r da« Allejvverkauftrecht aus dem gemeindlichen Vieh-marktplatze gegen (Entrichtung von 60 Kronen für heuer utzuschlagen, dagegen sür da« nächst« Jahr eine A»«schreibung in dieser Richtung zu veranlassen — wird angenommen. K. Der Sesuchsteller beabsichtigt, in der zweiten Hälfte de« Mai die Opern: „Don Juan", „>öarbier von Sevilla", .Figaro'» Hochzeit" auf-zuführen. E» wsrd beschlossen, vorerst den, Unter-nehiijer in Berlin die Anzahl und Art der Sitz« und bereu bisherige Preise mitzntheilefl. damit er mit bestimmten PreiSansätzen an da« Theater-conM herantrete» kann. Diesem ist e» dann isher-lassen, mit dem Unternehmer die Ubulafiun^ gebühr str den einzelnen Abend zu vereinbaren. Im besonderen wird der Sätigen Fürsorge in der Angelegenheit Alisdruck zu verleiht». Nachdem die für die Stadtgemeinde kostspielige Bauzeit im großen Ganze» vorüber ist, wagt e» Redner, auch mit dieser wichtigen Angelegenheit namsn« der Feuerwehr vorzutreten und um Förderung seine« sehnlichen Wunsche« purch G«-meindemittel zn bitten. Der Gemeinderath wolle «ine jährliche Leistung von 600 fl. — im Bel.ars«salle durch sech» Jahre — aussprechen. Der Antragsteller verwei»'. auf da» Beispiel von 2 i l l i, dessen Gemeindevertretung in einem Ruck für den genannten Zweck 2000 fl, bewilligt hat. Schließlich sei die Anschaffung doch eigentlich Eigenthum der Gemeinde, dere» Nutz und Frommen Zweck der Anschaffung. Der Antrag auf Zuwendung jährlicher fi00 fl. wird schließlich der Finanzsection zur Berathung und Antragstelluug zugewiesen. Ein Gemeinderath gibt seinem Befremden darüber Ausdruck, wie die Einnahme der Markt-gebühren vor sich geht Er vermiffe dje Ausgabe von Bestätigung«zeiteln. Der Vorsitzende verweist darauf, das» da» Stadtamt seit Jahre» sich mit dieser Frage be-schäftige. Schon damal». al« der Biehmarkt noch nicht jeutn so erfreulich lebhafte» Verkehr avfge-wiesen hat, war e» undurchführbar, die Eontrole Mittel« der Zahlung«bestätigungen durchzuführen. B«i dem gleichzeitigen Andränge war e« un-möglich. 1600—1800 Rinder in der kurzen Zeit zu beschreiben. So konnte au« diesem Grunde bei dieser Eontrole niemal» eine Übereinstimmung der ziffermäßige.i Aufzeichnungen erzielt werden. Dadurch, das» 3—8 städtisch« Organe an, getheilten Eingange die Marklgrbiihr eiiiheben, ist der Borgang vereinfacht und die Marktstatistik erleichtert. Er ersucht die Gemeinderathe sich Ein-blick in da« Markttreiben zu verschaffe» und allen-fall» später auf Grund der gewonnenen Beobach- tungen bestimmte Borschläge >u erstatten, vorder-Hand erwei»t sich da« eingeschlagene verfahre» al» da« einfachste und nicht miuder verläßliche. E« wurde vonseite eine« Gemeinderath«« die Beobacht»na gemach», das« die biedere» Vlehver-käuser absichtlich Stauungen Herbeiführe», damit et dem eine» oder andern geling«, ohne Sland-geld durchzurutschen D« Vutsitzsude glaubt solche Stauung«» der Biehpas«»achschau durch die zwei Gendarmen zu-schroben zu müsse», die beim besten Willen d«n riesigen Andra»g nicht so leichthin behandeln dürsen und können. Hieraus verlrauliche Sitzung. Pettaner Wochenbericht. tvs« lt. k. p«ji»«le.) Herr Fra»» G e r l, k. k P.'üaisistent. wurde über eigene« Ansuchen nach Graz übersetzt. Änrichlung. der Herren Dr. B r e«-» i g, Dr. M i ch e l i t s ch. Notar Rodoschegg, Franz W > b m e r. Carl S i m a und Michael Gaßner. wahrend von der alten Garde di« Herren W. P i «k, E. E ck l und K. Kasper srohgemuth bi« heute ihre« Amte« waltet.'»,. Wie gewissenhaft die Bcrei»«leitung '»»»erhalb diese» lange» Zeitraum?« vorg'eug, wird daran« deutlich, das« man bei einem Geschäft«»msatze v 33742910 fl. b«i diesem aus Personalcredit arbeitenden Unternehmen keinen Verlust zu beklagen und nur zwei Executionen zu führen hatte. Außerdem ist e« dem Vereine gelungen, sich ein großstädtische« Heim zu schaffen, dessen Baukosten von 69863 fl. bi« »um Jahre 1906 vollständig in» Reine gebracht sein werden. Der Einlagenstand per fl, 268665.24 Ende 1898 v«rmehrte sich im abgelaufenen Jahre durch Einlagen um fl, 96108.94 nebst den ca-pilalisierlen Zinsen aus fl. 364774.18, abzüglich der Behebungen im Betrage von fl. 70992.92 insgesammt um fl. 2611602.— D" Activsor-derunge» erhöhten sich von fl. 2S6292.60 auf 6 307774.44. da« ist um fl. I84bl.8-l Di-auschnld an die steiermärkische Sparkasse per fl. 16392 W hat sich um fl. 4607.49 gemindert, der Jahre«umsatz betrug fl. 1824696.30 ohne eine» Verlust. Innerhalb de« ganzen Zeu.^uuie« ergaben sich folgende Steigerung«»: Mitglieder-stand 660 (1875 : 227), Stammantheile 1071 (369), Betrag derselben fl. 60713.30 (8610). Spareinlage» fl, 277844.33 (17861.47), For-derunge» fl. 303774 44 (46292). Reservefond fl, 20784.28 (17-44 36). Steuer» fl. 480,40 <75,W), Betriebskosten fl. 2688,22 (318,92). Nach dem mitvollster Befriedigung ausgenommen«, Rechenschaftsberichte ergreist Herr B. Schul-sink daö Wort,: „Wir betrachten di« heutige Versammlung al« eiue Feier, und zwar al« «ine solche treuer, gewissenhafter AmlSgebahrung während tx« abgelaufenen ersten Bierteljahrhunderte» unsere« Vereine«. Wenn wir diese tpitt nicht mit rauschenden Vergnügungen und einem Fest» mahle begehen, empfinden wir de» Anlas« nicht minder ernst und freudig und hegen im Herzen Dauk und Anerkennung sür jene Männer, die nun seit 26 Jahren da« Schisflein mit Kenntni» und Umsicht durch die Woge» de» Verkehr«leben» gesteuert haben. Man halte aber glücklich einen Manu zum Führer geivä'lt, der an der Spitze treuer Mitarbeiter da« Steuerruder handhabte. Am Abschlüsse de« erste» Vierteljahrhundert^» erinnern wir BereinSmitglicder und heute mit Freude unserer besonderen Danke«pflicht gegen die bewährte Leitung. Der Berein hat geleistet, waS kein anderer geleistet hat. er hat 7000 fl. öffentlichen und WohlthätigkeilSzwecken gewidmet und mit der Erbauung feine« Hause» der Stadt «ine Zierde geschaffen. Im Rainen der Berein»-Mitglieder danke ich und spreche der Leitung die vollste Anerkennung an»." Die Versammlung er-hebt sich von den Sitzen. Nachdem Herr Bor. stand W. P i I f über Ersuchen den Borsitz an Herrn H u t t e r übergeben und sich entfernt hatte, veaimagt Hr. Schulfluk für den verdienstvollen Herrn Vorstand W. Pi»k die sichtbare Danke»-äußerung durch ein A»erke»»»ng«diplom. Die» sei da» Wenigste, wa» der Bern» leisten könne. Über Antrag werden die Herren S ch u l s i n k, O t t und Kasimir mit der Durchführung dieser Ehrenangelegenheit de» Vereint» betraut. Herr M. Ott gedenkt der Verdienste, welche sich auch die Borstandsmitglieder Herr ®. E ck l und Herr St. Kasper scn. um die Haltung und Erfolge des Vereine» vollauf ei worden haben und beantragt auch sür diese Herren eine ver-diente Ehrung. Wird einstimmig angenommen. Herr V. Schulfink erinnert daran, das« e» allenthalben bei solchen Anlasse» üblich ist, der Kräfte und Mitarbeiter der Anstalt durch Ehren» gaben an dieselbe» zu gedenken. Sein Antrag, dem Berein»secretär Herrn B. P a l e s e die Vergütung für de,, Rechnungsabschluß von 100 auf 200 fl. zu erhöhen und dem BrreinSdiener 25 fl. al» Ehrengabe zukomme» zu lassen, wird angenommen. Namen« de« AnffichtSrathr» berichtet Herr Dr. Sixtu» R v. Fichtenau, das« auf Grund der vorgenommenen Rech-ungS-Prüfung die Entlastung auSgesprocheu wird. Der Aussichlsialh hatte die Absicht gaß stillt eine derartige Förderung fern erliegender Zwecke dem Borschußvereine nicht zu. Darüber müßte unter den früher bezeichneten Formalitäten eine Hauptversammlung entscheiden. Herr Joses Ornig: Dann wären auch die sonstige» Spenden unzulässia. denn auch von diesen steht nicht» in den Satzungen, übrigen» dürste eS dem Banverein einerlei sei», ob der Borschußverein Aktien nimmt oder den Betrag leiht oder schenkt. Herr Dr. R v. Fichteuau: Wenn wir Antheilscheine nehmen, werden wir Mitglieder. Da« kann heule nicht besprochen werden, den» e« steht nicht auf der Tagesordnung. Aber wir können Spendeu geben, wem und wieviel wir wollen. Herr S ch u l f i n k beantragt darauf folgende Zuwendung: Der Schule St. Beit 25 fi. zur Errichtung vo» Weltrrschj, Stationen durch die landwirtschaftliche Filiale 100 fl., dem Bau-vereine 200 fl. al« einmalige Jnbilcimnöipende. Herr Earl S i m a (Rann) hält eine Spende vv» lOO fl. für den Banoerein hinreichend. Der Antrag S ch u l s i n k wird in den vorgeschlagenen Ansätzen angenommen und um die Fürsorge für die Welterschießslationen die landw. Filiale ersucht. Die anwesenden BereinSobmänner. die Herren Matzun, Steudte, Roßman », Schul-fi n k und Ornig danken für die Zuwendungen. Punkt 5 wird nicht in öffentlicher Sitzung verhandelt und für diesmal ausgeschieden. Mit ehrender Geschlossenheit werde» gewählt: Zum Obmanne: Herr W. Pi«l (Bravorufe); zu dessen Stellvertreter: Herr Earl Kasper d. fi.; zum Eassier: Herr Simon Hutter; zum Ton-trolor: Herr Jot), Steudte. — In den Auf-fichtSrath: die Herren Rom. Locker, Jakob Matz» », Riid, S ch r ö f l. Max Ott. — In den Ausschuß: Die Herren Dr. R. v. F i ch-t e u a u, H, S t r o h m a i e r. Georg M u r s ch e tz, Jg. Behrbalk. (^erk-Moseum.) Seit dem letzte», am 1. Oktober 1899 in diesem Blatte erschienene» Spendenausweise hat das hiesige Museum im abgelauseuen Jahre in erfreulicher Weise »och fernere Vermehrung erfahren. E« spendeten: Herr Libor Andersch, Hufschmied in Rottenmann, ei» kleine« Hufeisen mit drei spitzen Stollen und zwei seitlichen Eilenlappen zum Binden über die Büste; ein breite» Hufeisen mit zwei Stolle», da« aus dem Dürrschöberl bei Rottenmaun in einer Seehöhe vo» ungefähr 1700 m gesunden wurde. Herr Dr. Alex, de C r i n i « in Ehren-hausen einen Atla» de» öfter?. Kaiser!huiu« vom Jahre 18l»5, Foliosormat und Adam Loniceru« „flmiterbnch", neu veröffentlicht von Dr. Petru« Uffenbach, Ulm 1653 Darin wird auch geban-delt von den sührnehmsten Gethieren der Erden, Vögeln, Fischen und Geivürm. Desgleichen von Metallen, Erze, Edelsteinen, Gummi und ge-standenen Säften. Da» schöne Werk hat gelbbraunen Pergamenteinband. Frau Aima vo» F l e s ch e n-berg Schieß! in Graz. Broncemedaille auf Herrn, v. Helmholz, geprägt vo» Josef Tauten, hayn 1894. serner 5 Bände vo» Meyer'» Uni-verf>«. Frau Earoline Felicettiv. Lieben-selb in Graz. eint» Giraffenkamm au« lichtem Bein, reichlich durchbrochen, au« dem Anfange de« XlX. Jahrhundert«; eine Lichtputzfcheere aus Stahl; einen nngar, Geldbeutel; eine kupferne, reichveraoldete Bindschnhschnalle; ein sehr zier-liche« Feuerzeug, an« Feuerstein und Stahl be-stehend, ein Stickmuster in mehrfärbiger Seide an« dem abgelaufenen Jahrhundert und ein Näh-zeug au» Gußeisen. Herr Mox Fifch? rauer. Wcinbauadjunct. 27 alte Kupfer- und 2 Silber-münze». Herr Achilles R. v. G r ö l l e r, f. u. f. Major i. R. in Graz; 18 Stück Abdrücke adeliger Siegel; eine kleine gebrochene Steinhaue, gesunden in seinem Weingarten in Kerschdach bei Rad-kersbura, endlich beide Theile de« Unterkiefer» eine» Riefenhirsche», der in den Sandschichten de» Pölitschberge» bei RadkerSburg auSgenraben wurde Aerr Joses Gspaltl in Pettau. eine alte eiserne Kaffeemühle, einen alten inethlleneis Leuchter und ein Tintrnfas». Herr Joses Holz er. Bürger-schnllehrer in Wten. eine Broneemedaille zur Er-inneruna an den Festzug von 80.000 Kindern, anläßlich de» Kaiserjubiläum» 1898 in Wien, Herr Franz Hauptmann, stud. tech. iii Graz. einen Degenstock mit Beingriff. Herr R. H l a v a, k. u. k. Pionnierhmiptmanu in Petta», eine un-garische (Kofiuth) Banknote vom Jahre 1848 und eine Zehnkreuzernote vom Jahre 1860 Frl. Ernestine Kießling in Bnrg Windisch. Feistntz, eine von ihr eigen» sür da« Pettaner Museum angefertigte herrlich« Stickerei. .Herr Joh. Rep. Kautzhammer, Kaufmann in Friedau, bisher einer der hervorragendsten, opferwilligsten Förderer de» Pettauer Museum«, eine 5 fl, Eonv-Münze. Reichs^Zchotzschein, Wien, am 1. Jänner 1851; 10 fl., österr Banknote. Wien, 1. Jänner 1858, Herr Prof. Emil M o s e r in Graz. gleichfall« seit Jahren ein hervorragender Förderer der Bestrebungen unsere« Museum«, ein Pergamentblatt an« einem Meßbuche de« Stifte« Admont mit einem großen Doppelinitial, Xl. Jahrhundert; eine größere Anzahl von Holz-schnitten al» Beitrag zur Länder- und Völker-künde, wie zu den vervielfältigenden Künsten; Deutsche» Stammbuch. Leipzig 1860; Teppich-muster au» dem XVI. Jahrhundert (Farbendruck) ; eine Sanduhr au» dem XVI. Jahrhundert, die Fassung dazu au« dem XVIII. Jahrhundert; Lewi» F. Day alte ttnd nette Alphabete, Leipzig 1900: eine von de« Spender« Bater. Herr» Ludwig M o s e r im Jahre 1814 verfaßte An-leitung über die Knpferstecherknnst, Manuskript, Quartformat. Herr Heinrich ° 9? o 8 k. k. Re-gieruugSrath in Graz. politische Verfassung der deutschen Schule in den k. k. deutschen Erbstaateu. 7. Auflage. 1833- serner eine größere Anzahl Wiffenschastlicher Werke, Geographie, Geschichte »nd deutsche Literaturgeschichte betreffend. Frau Jenny P o g a t s ch » i g. Gewerbe-Ober-Insper-tortgattin in Gra-,, Kreuzthaler vo» Kaiser Franz II. 1795; halben Thaler (Kreuzthaler) von Franz II., vom Jahre 1797; silberne An-gebiiideundaille. Vorderseite jugendlicher Ehristu«-köpf mit der Umschrift: .AI« Jesu« 12 Jahre alt war", Rückseite: .Jesu« sei dein Vorbild", innerhalb eine« Kranze« au« Rosen und Vergißmeinnicht. (Sehr schöne Prägung); blau b?5!ümte Kaffeekanne. Alt-Wiener Porzellan; ein auf Per-gament gemalte» und in einen Brettelholzrahmen eingelassene« Bild der hl. Anna mit Maria. Da« Bild ist vou Ornamenten in Relief umschlösse»; 3 Porträte. Kupferstich, Jgnatiu« Dienzenhoser, Architect 1752. Blatt vor der Schrift; Michael Seinr. Rentz, gegraben von seinem Schüler I. alzer, k. k. Privileg. Kupferstecher in Prag (Malerund Kupferstecher 1701—1758); Benig-nu« SichrowSky (Balzer »oulpmt Pragal), theolog. berühmter Schriftsteller im XVIll. Jahrhundert; Brvneefigur bei Pvlypli.n barftfs!f*b; bronzern« Küchenlampe der Rennaissonelzkit. Herr P o l! a f, Magister der Pharmacie in Pettau. ein gothische» Ormuneui ant gebranntem Thon unb einen glasierte» Thvickrug vom Jahre 1821^ Herr girtö. Rauschl. Oberlehrer in Frieda», zwei Steiu-Hämmer, gesunden in dir Umgebung von Frieda»; einen Lqudschirmbries an Frau Katharina Freyüi Gallenn. ausgestellt von dem f k. Landeithauptmanne Eignn Fukdr. Grafen von Trantmaoü»' dorf, vom Jahr« 1661. über eilten Weingtzrten in Lutteuberg; sehr schöne Pergame»turk»«de «it a»h«tzgenbem rothen Siegel de» Landedhaupt-man^e« in mittelgroßer, gedrechselter Holzlapsel; Kaufbrief, Pergament, ausgestellt vom I Grafen von Kö»ig«acker, bevollmächtigter Mandatariu« der Herrschaft und Stadt Friedau. an Johann Barthol. Salzburg??. bürgerl. Lebzelter in Graz. eine Waldung am Tresentinerberge betreffend, vom Jahre 174k; Kaufbrief. Pergament, au»-gestellt vo» Fran Katharina von Ragahnitz an Han« Fritz, Burgern und Gastgebern in Graz bei dem .goldenen Hafen", betreffend einen Wein-garten i» Luttenberg am Streißnig gelegen, vom Jahre 1666. Frl. Hermiue Schindelka in Graz. Armband au» geflochtenem menschl. Haare mit Goldschließe; silberne Zucke »äuge. (Schöne Filigranarbeit). Herr Karl S ch u l l e r. k. k. lf. Rechnungtrath in Graz, Hollar'S Kupferstich, die Stadt Graz 1636 vorstellend; Hm Jgnaz Spritz ey in Pettan. eine Silbennil»» von Venedig. Herr Dr. Ludwig Stampfe! in Gr<^ eine groß« religiös« Medaille mit dem Brustbilhe de» Apostel» Jalobn» de» älltreu. Rückseite die Dünst Theisti im Jordan durch vrn hl. Johanne» den Täufer. Prägeort Rom. «rr Franz T e n^. st. l. Buchhalter in Graz. b in> Stahlstich ««»geführte und kolorierte Modebilder achi de» Jahren 1348 und 164V; ferner einen kleinen aeogtaph. Atla« au» dem XVII. Jahrhundert, in 19 Blättern bestehend, Herr Han« Wawerka (Schriftsteller Alben Bella»») in Graz. ein Spiel Spadikarten, er- «gt vo» Leopold Milchrom .in Franziigäim se", Graz. 3L Blätter; Steuerbßchet der Herr» ßhaft Hochenwana, Amt Gräsisch. Pfarre Lange«-KMiig; Kaufbrief «» Seb. .Pcuuholzer vom Jahr« ^639. Pergament mit zartem, in Holzkapj«! ver-wahrte« Siegel: Kaufbrief an Jak. H'den über ein Bergaut im Amte Plankenwart v. Jahre 1787; Kaufbrief aus Georg Summerauer lautend, 1732; Kaufbrief auf Johann Ragl, 1781, Pergament; Kurrende vom Jahre 1791 vom Gut Althofen, Papier; Patent, .den zwanzigsten Mann be-treffend". 1703; Bruchstück eine» Inventar« vom Amte Bayrdorff. 177«; G«währ«brief an Franz Wijler, 1828; unrichtiger Satz auf grundfalsche« Wahn (betreffend die Erbberechtigung de» Eur-flirften don Buier» Carl Albert in Oesterreich nach dem Tod« Karl VI.). durch eine ausrichtige Feder verfaßt im Jahre 1742. Herr Rudolf Widm er in Pettau. ein Bruchstück einer eisernen Kanone, gesunden in Hrastovec. Frau Bertha Wild, Oderst-AuditorSwilwe in Graz, eiue wunderbar schöne Käfersammlung, streng wissenschaftlich geordnet, bestehend au« 3570 Stück. (Specie») Herr F. B e l k i in Pettau. mehrere ölte geschrieen« Dokumente, Kupferstiche. Holz-schnitte ,c. All' d«n vorgenannte« opferwilligen Mitarbeitern an der allgemeinen Volksbildung spricht den wärmste» Dank au» die Borstehung de» Pettaner Museums. (vom Turnverein.) Samstag den 3 März d. I. fand in den Räumlichkeiten de» Gasthofe« Petovar eine gemüthliche FafchingSkneipe des Deutschen Turnvereine« Pettau statt, die außer-ordentlich g«t besucht war. Die Turncc i« ihrer bekannten Strammheit waren fast vollzählig er-schienen; außerdem fah man die junge Dame»-weit in stattlich«? Anzahl der Dinge harren, die da kommen sollten. Eingeleitet wurde die Kneip« durch Musikvorträge der städtische» Musikkapelle. Dann bestieg Turner H a ck e l die Bühne, — die nebenbei gesagt, vv» den Turner» selbst mit vieler Mühe und Anstrengung ausgerichtet worden — 5 — n*r — und gad eittitze »Wvrtttge i« steirlscher Mundart vo» Rosegger zum Beste», die ebenso wie der darauffolaeude Vortrag de» Sprechwartftell-»itreter« Kersche reichen Beifall erntete». Hierauf führte» Mitglieder de«Vereine» undzwar die Turner Freund, A r n n s ch d> ö . R a u s ch l. B n »« mann, Arnusch d f., Wolf nnd W a l l a«d „Die versunkene Glocke", eiu parodistische» Schey« spiel. 0»f. hei welcher Aufführung besonder« Herr Freund al« der schöne Heinrich, dann Arnusch b. ä. als Froschkönig. Aruusch d. j. al« Ra«. tendelein und Herr Raiischl al« Kobold, dnrch ihr sichere« Austreten Beifall ernteten. Vorzüglich «re» die Leistungen de« Turner« Le»koschegg n«d Mülleret. ersterer al» Affentreiber, letzterer al» Affe; e» spottet jeder Beschreibung^ wie urkomisch diese beiden ihre Aufgabe lösten. Znm Schluss« würd« di« KlabriaSpartie von K. Bergmami autgeführ». bei der di« Turner M a tz 1. die beiden A r n ufch. Wolf nnd Walland ihr Bestmöglichste» leisteten nnd die Zulchauer fortwährend zur Heiterkeit anregte». Das» der Tanz bei einer Turnerunterhaltung nicht fehle» kann nnd darf, ist selbstverständlich und so wurde denn gewalzt bi« da« Morgengrauen die Turner überraschte. Die Turniubr ichlug bereit« 4 Uhr. al» der letzte Turner sich zur Ruhe begab. Aus Wiederschauen im nächste» Fasching! Gut Heil! (Uusrre Äladlpfarrkirche.) Der Eeutral-Commission zur Erhaltung der historischen und Bandenkmale berichtete Herr Eonservator Uni-versitätSprosessor Dr. Arnold R. vo« Luschin-Ebengreuth über den unbefriedigende» Zustand der Haupts" cade der Pfarrkirche zu Pettau. welcher eiue mit Schonung de» ursprünglichen Bestände» vorzunehmende Restaurierung noth-wcadig macht. Er stellt «ine Besichtigung d«» Ob-jekte« und weitere Berichterstattung in Aussicht. (Gewrrhgailßiger Lettrl.) Im verlause dieser Woche wurde ein gewiffer Georg Ouar hier wegen vagabunde aufgegriffen, welcher sich nun da« neunjährige Mädchen eine» anderen Bettler« auSgelieheu hatte, um damit al» angeblicher Abbrändler mehr Stimmung zu mache» und mouatelai»g die Mittel- und Obersteiermark abznhansieren. Dir B«rech»uug auf die Mild-Herzigkeit gegen bei, Schwindlerhaste» trug gute Fruchte und da» begabt« Kind war ganz nett ausstaffiert worden. Selbstverständlich hat trotz de« angeblichen gesetzliche» Schulzwange« da» neunjährige Kind bisher keine Schule gesehen, dasür aber eine Reihe von Rachtbildern der menschliche» Gesellschaft frühzeitig kennen gelernt. E« gibt in Oesterreich ein JagdschuUgesetz. ein Erziehung»- und Kinderschutzgesttz erschien bisher überflüssig. (Dir Scnossenschast der •aftoirlr) hielt am abgelaufenen Sonntag ihre Hanptversainm-lung im Hotel .Stadt Wien" ab. Räch ben ein« leitende» Förmlichkeiten stellt der Vorstand Herr Jgnaz R o ß m a n n einen Eassenbestand von 118 fl. 25 kr. fest und wird entlastet. Trotz der Erklärung de» bitherige» Obmanne», «ine Wiederwahl ablehnen zu wolle», wird Herr Jgnaz Roßmann durch die einstimmige Wiederwahl zur Annahme de» Vertrauensposten» bewogen und Franz T s ch e ch zu seinem Stellvertreter be-stimmt. Weiter« wurden zu Ausschüssen gewählt die Herren: Max Straschill. Earl Koßär, Fra»z M a h o r i t s ch. Josef S l a v i »e c, Simon H u t t e r und Otto K n a n S. Zu deren Stellvertretern die Herren: Jasef Kasimir und Josef W e t t l. Weiter« al» Ausschüsse für den GerichtSbezirk die Herren: Fr. Gnilscheg in Sleindorf, Martin T s ch e ch in St. Marxen. Karl A d a m e tz in Wurmberg. Aug. S t a n i tz in Rann, Georg Sock in Moschganzen und Franz Fraß in Micheldorf; zu Ersatzmännern die Herren Franz R u l z in Rann und Franz Schwarzbach in Thurnisch. Der t.'planten Meisterkrankenkaffa sämmtlicher Gewerbetreibender werben au« den verfügbaren Eaffadestände» dieser Genossenschaft »ach und nach 300 Krone» zugewendet werde». Herr Franz Tschech bringt dem Obmanne ein Ansuchen in Erinnerung, der Gemeindcrath möge mit Gew.rbcverleihuugen recht zurückhaltend sein und Herr R 0 ß m a u u wolle al» Gemeinderath in solch.» Angelegen-hcitrn die Wünsche der Gcnossenschast wahr-nehmen und aui die seinerzeitige schriftliche Ein-gäbe der Genossenschaft i» dieser Angclegenh«it ei»« Antwort von Seite dc« Stadtarnte« hieraus betreiben. tSesnch »er hiefigr» SochSruckerri durch fallt«-schiiler.) Am Do»»er«tng de» 8. d. M. führte der Oberlehrer A. S t e r i » g einen Theil seiner Schüler in die Bnchdrutterei de» .Herrn Blanke. Alle mitzanehmeu war an« Gründen der ge-nügenden Überwachung nicht möglich. Die Schüler, welche am vorhergehenden Montag von der größten Erfindung, der der Bnchdrvckerknnst gehört habe», konnten nun die Geheimnisse der-lelben kennen lern««. Durch da« liebenswürdig« Entgegenkommen de» Personale» »v'trde den junge» Zuschauern zunächst der Gasmotor er-klärt, dieser wurde in Bewegung gesetzt, nun gieng e« zur grüßen Presse, wo die erstaunten Knaben sahen, wie schnell eiu unschnldigeS weiße« Papier mit der schwarzen Druckschrift bedeckt wird, ivie nett die Maschine die Blätter in einen Kasten legt. E» wnrde gerade da« Amtsblatt gedruckt uud einig? Schüler erhielten es warm van der Presse. Nun sahe» die Kinder die Setzerwerk-stätte an. Die gewandte Zusammenstellnng der Letter» erregte ihre Freude; e» wurde» hier auch mehrere Ansichten vo» Pettau gemacht u»d jeder Schüler bekam eine. Einzelne Glückliche käme» sogar in de» Besitz allerding» ungewöhnlich großer Besuchskarten. Nachdem auch die Hand-presse gründlich angesehen worden war. beiuchten die Knaben die Buchbinderei nnd sahen, wie sorgfältig man die Bogen heftet und manchem leuchtete «un ein. ivarum die Bücher oft gar so schwer zu zerreißen sind. Reich belehrt zog die Jugend dankend heim und auch der Schulleiter spricht dem Herrn Blanke den Dank an«, dos» «r sein« Werkstätte zur Belehrung der Jugend öffnen ließ. St. Theater. Da» Lustspiel „Mamsell« Tour-b i l l o n" vo» Kurt Kraatz und Heinrich Sto-bitzer gie«g am Di«n»tag den 6. d. M. in Szene. Der erfteAkt ist sehr gut nnd wirklich im Lustspieltone gehalten, dagegen der zweite und dritte Alt etwa» poffenhaft. aber sehr lustig. Besonder» der letzte Akt bringt starke absichtliche Anklänge an den Dreyfuß-Pro^es«. D«e Titelrolle führte Frl. Gnsti Knirsch sehr brav zuende. Die Bene-fue-Rolle (Hölzer) war leider nur unbedeutend, eine größere Rolle wäre ihm zu gönn«» gewesen, war aber al« Unterofficier sehr gut. Auch Ander, an« Liebe zu Liane (Mamselle Tourbillon) zum eintägigen Rekrutenleben mit kalter Douche und andere» Unannehmlichkeiten »erurtheilt, gefiel au»-nahmSweise viel bester al« sonst. N a st o r al» Ehocolade-Fabrikaut und vermeintlicher Spion, S i st o l al» dessen Sah» — ausgezeichneter aloutrottel und Millionär«sohn — u»d bie Übrigen Darsteller hielten sich in gewohnter Weise recht gut. Der Besuch war leider schwach, trotz» dem die gute Aufführung ein volles Hai« verdient hätte. Eingesendet. Herr Professor V. ftohaut ersucht un» mitzutheilen, das» er nicht Eonservator, sondern Correspondeiit der k. k. Ceiitral-Eommission für Kunst- nnd historisch« Denkmale ist. Stampiglien aus Kautschuk oder Metall 'ieferf in Ausführung billigst die Buchdruckerei W. Blanke in Pettan. — 6 — Sine Milirabniaulhaabttttaafeab Flaschen ist der 9»«otb, «kI:Vj bie laabschastt. «»Hitsche, Slaerltage „In»*t- nt 6tfria-Ca*le* im abgelaufenen Jahre mit Stalj ausweisen könne» „(htftt eaqisiehlt sich am }«»#- gilt mit Siech l von bk|m aa«sfn Rlr^H'siartlnj'^ur, d»d» IlkW In Aettze U mcnMlUtrn willst siltWlrt»»»»» ?»»«fr (un, z»r gttknua« Sei ffiadHltum» b»t(H6*n, jut Ctlrtiin« M fiatrtetnl c. rtlanx mtMh, Bf Mitbert frri ^ttttii rinn Mlra, Mltijnt («iMljl un» »ntrttt Mm »«4 t»r»rm «rttauAt >°»°»> tra tMf>, tlt »»ch e»ttb»ttt !t«t4rtlch»ri •Uni un» BIWl un» VlMtrt MfWtfa Mt frtfcittift* (trennn M In M 2ß.. »Ichsiel frei* eine« Tiegel« 1 fi., 3 si-. 5 si ?»si»ers«»bt «glich bei Verein-senbti»g be« VttMit« »ber Mittel« P»si»,ch«»H«e »er guin «elt aa« ber Kabrit, »»hia a>» Anzeige »a rlchtea Anna Csillag, Wlw», I, IjfljWMW b. Das berühmte Oberstabsarzt u. Phy-sikus Dr. G. Schmidt'sche Oehör-Oel beseitigt temporare Taubheit, Ohren-Hass, Ohrensausen u. 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Die österreichischen Polizzen der „NEW-YORK" sfnd vom Momente der Ausstellung an frei von Jeder Beaohrttnlrttmrin RezuJr auf Beruf, Besch&ftlyungTReisen, Leoensge wohn -heiten und Duell; sie sind bereits nach Einem Jahre onanfeohtbar und in Füllen der Belbattödtunr in sollen Velraicherungs-Betrage zahlbar. sieneril-birectwn für Ortwreich: VIEI, I.. Graben 8 (im Palais 4« Gesellschaft.) Gen#nl-*g«ntMhaft für 3te«rmirk, Kirnten und Krain: GRAZ, lemnjasse Ä. Psarrgasse (aever Tbonethof.) W. BLANKE in PETTAU empfiehlt eigarmen-IMten in grösster Auswahl, zu billigsten Preisen. Neue, beliebte Sorte: „Ktac Kiaicr. M»a»t«csi »tt Korkfllmig. +. Zu uu| Dank! ju unserer größten Freude wurde meiue Frau von ihren, sie schon lange qnSlesiden Nerven-leide», wie Kopfschmerzen. Rücke»- u. Trust, schmerzen, starke» Ohrensausen u. Sckwindelcin-fallen vo» Hrn. C. B. F. Rosenthal, Spezial-dehandlung nervöser Leiden. München, Bavaria-ring 33. dem meine Frau das Leiden schriftlich mittheilte, in kurzer Zeit vollkommen befreit, weshalb wir jetzt, nachdem es schon 1 Jahr her ist. dass meine Frau von Hrn. Roie»thal brieflich behandelt wurde. ». Dieselbe sich seit dieser >Veha»dlung einer andauernden Gesundheit erfreut, un« verpflichtet sllhl»n. diese vorzügliche briefliche Heilmethode, bei welcher man nicht selbst zu Hrn. Rosenthal reisen muß. au» Dank-barkeit allen Leidenden dringend zu empfehle». + Mariahof, p»ß ttriMrkt (Gteiermark), 8. Oktober 1899.) M. Pirker und Frau. fkerSe Stall Staat Reakaaaer im Hause il»ßkrth«rz>ffe Ar. 6, ist vom 1. April ab zu vermiethen. Anzufragen bei: A. 11 a H tz e. Hauptplatz. IOP—800 Bälden monatlich können Personen jeden Standes la allaa Ort-takaflea, sicher und ehrlich ohne Cadilal und Risico verdienen, durch Verkauf geaculieh erlaubter Staatapapiere und Loaa. 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Nvvelle vo« Je««» P i o r k o w s k a. tAoriietzun» > rna» schöne, veilchenblaue Augen füllte» sich mit Thränen. »Mein armer Liebling!" tröstete James sie. indem er zärtlich ihre Hand in die seine nahm. .Er-trage e« nur noch eine Weile mutig, — nur noch eine kleine Weile. Ich bekomme vorläufig fünfzehn-hundert Mark: nächstes Jahr wird mein Gehalt er-iiöht; ich werde suchen, stir die Abende englische Stunden zu be-kommen, das bringt zuweilen sehr gut et»; wenn wir dann Dein kleine« vermögen zu Hilfe nehmen, werden wir bald heiraten könne«. Wird e« Dir aber nicht zn schwer werden, all diese Ele» ganz, die Du nun kennen lerntest, mit einem sehr bescheidenen Heim ,tu vertauschen?" .Mit Dir würde e« mir überall gefallen!" brach Erna leiden-'»astlich aus. Welche Mustk ihre Worte waren sür den einen, dein sie galten! .Ich will unablässig fleißig arbeiten, um Dir ein behagliches vritn bieten zu können," sagte er voller Inbrunst uud ihren Arm örtlich tn den seinigen schmiegend. verr von Salden hieß den jungen Man» aufs freundlichste willkommen: er litt auch nicht, daß derselbe in den Gasthof im ?orfe zurückkehrte. So verlebte Erna zwei glückliche, ach. »»end- lich glückliche Tage in seiner Gesellschaft. ck ch Monate vergingen und schon entfaltete sich das erste junge achdrücklichem Tone, .was das anbelangt, so gehen unsere An-sichten wett auseinander: doch meine Tochter sowohl, wie ich haben nicht übersehen, daß Sie selbst nn« sagten, Ihre Verhältnisse iwünaen Sie zu einer reichen Heirat. Aus diesem Grunde geben wir Ihnen Ihr Wort zurück. Bon diesem Augenblick an sind Sie irei. Wenn Sie hingegen glauben, daß nur eine Berbindung mit Relanie Sie glucklich machen kann, wie Sie ihr zuliebe zu Opfer» gewillt find, bin ich bereit, für Sie zu thun, wa« in meinen Kräf-lea steht, — da« heißt, ich gewähre Ihnen beiden eine nicht un-bedeutende JahreSrente und biete Ihnen freies Leben in meinem vause; meine Pferde, Wagen tc. sollen Jhue» stets zur Verfügung :ehen. Rein, nein, bitte, antworten Sie mir jetzt »icht. Ueber-legen Sie sich die Sache in voller Ruhe, uud lassen Sie mich mor-»en Ihren Entschluß imsien." Nölten gehorchte, etwas Unverständliches zwischen den Zähne» minnelnd. Wa« konnte er sagen, — Ruin in der einen Wag-chale, seine Ehre in der andere«. — während Erna, die reiche Mi», ihn mehr denn je lockte. Er schlug den längeren und einsameren Weg durch drii Park ein. Diese Stipe hier paßte besser zu seiner Stimmung, als die breite, freie Landstraße Und hier, fern vo» jedem menschliche» Blick, gab er sich ganz seinem Kummer hin. Tie Hand vor die schmerzende'Stir» gedrückt, lachte er laut über seine gransmm Lage, — ein bitteres, surchtbares Lachen. Und wie dieser To» verhallt war, Raschelte eS in dem hohe» Gestrüpp, uud in der nächste» Min»» stand sie, die Hände voll Beilchen, mit vor Schreck bleichen Zügen plötzlich vor ihm, — sie. Erna! „0, Baron Nölten, sind Sie es!" rief sie. erleichtert ausatmend: al« sie aber de» tief unglückliche» A»sdr»ck auf seinem Gesichte sah, stthr sie hastig fort: „Wa« — was ist Ihnen?" „Ich bin vou Sinnen. — bi» »amenlo« unglücklich!" rief er. ,O, Er»a, — beklage» Sie mich!" .So sagen Sie doch, was Ihnen ist? Haben Sie sich mit Melanie gezankt?"'fragte diese in mitleidigem Tone. „Mit Me'anie gezankt?" wiederholte er hestig. .Nein, o, nein! Sie weiß nicht, wie unrecht ich ihr gethan habe. Erna, hören Sie mich an. Ich habe eine anderc weit, weit lieber als sie. Erst seitdem ich diese andere sah, weiß ich. was Liebe heißt. Melanie ehre und achte ich. aber lieben kann ich sie nicht!" .O, wie schrecklich!" rief Erna voller Bestürzung. .Meine arme, arme Melauie!" .Sage» Sie,. Erna," fnhr jener fort, .darf ich Melanie zu der Meinigen machen, während mein ganzes Herz für eine andere schlägt?" .Nein, nein, das dürfen Sie nicht!" gab sie hestig zur Ant-wort. .Was aber hat Ihren Sinn so geändert? Wie konnten Sie um MelauieS Liebe werben, bevor Sie Ihrer eigenen Gefühle ganz sicher waren?" .Weil ich ein Thor. — ein Wahnsinniger war!" entgegnete er. .Aber »och ist es nicht zu spät. Erna." fuhr er in höchster Er-regimg fort, indem er leidenschaftlich ihre Hand ergriff. .Sie sind e«, Erna, Sie sind es, die ich liebe, die ich anbete. — die mein Herz von Melanie lockte! Um Ihretwillen will ich, wenn Sie mich wieder lieben, selbst meine Ehre opfern! O, reden Sie. Erna, reden Sie. meine einzig Heißgeliebte!" Das junge Mädchen konnte nur einen leisen SchreckenSrus au«, stoßen, lvobei siq versuchte, sich von ihm loszumachen, denn für den Augenblick glaubte sie in der That nicht anders, al« daß er von Sinnen fei. . .Nein, nein, Sie sollen nicht von mir gehen!" rief er, seinen Arm nm ihre Taille schlingend. .Sie müssen mich anhören! Erna, von der Stnnde an, in welcher Ihre Erscheinung mein trübes Leben wie ein Sonnenstrahl erhellte, von der Stunde an. in wel-cher Sie in meinem Hans, an meinem Tisch saßen, fühlte ich. daß Sie und Sie allein die Herrin meine» Herzen» und meines Hauses sein dürsten. Zu spät erst lernte ich Sie kennen, aber Erna, wenn Sie mich lieben können, - wie ich bisweilen zu hoffen wagte. — dann will ich Melanie offen alles sagen. Melanie ist gnt, ist groß-herzig; sie wird sich mit uns unsere« Glückes freue». Erna, — Geliebte, —o, reden Sie! Wollen Sie, — wollen Sie die Meine, meine Gattin werden?" Da« Entsetzen hatte das junge Mädchen gelähmt: jetzt wich e«; gewaltsam riß sie sich von ihm lo«, und ihn mit stammenden Auge» anschauend, brach eS sich voller Entrüstung über ihre Lip-pen: .Verräter! So — so wagen Sie zu Melanie« greuudin zu reden? Sie wagen es, ein ehrliches Mädchen mit falschen Liebes-beteuernnge» zn beleidigen? Gehen Sie! Nie wieder werde ich zu Ihnen reden, noch Sie überhaupt sehen!" Hastig wandte sie sich zum Gehen, und als Nölten ihr nach-stürzte, um sie zurückzuhalten, stoh sie eilend« aus dem nächste» ■" rr».. ^^;qjjgifir :trB> -?z» *.- v:::. - ; schmalen Seitenpfad davon; er aber, halb von Sinnen, verfolgte sie. Mit jeder Sekunde kam er ihr näher; schon konnte er ihre schnelle» Atemzüge hören, al« ein mächtiger Baumstumpf am Wege ihn daran erinnerte, daß wenige Schritte vor Erna, durch dichtes Gebüsch verdeckt, der große Teich lag, in dem er als Knabe so oft gefischt hatte, und mit lauter Stimme rief er ihr zu: „Halt, halt, Erna! Dicht vor Ihnen ist ein Teich!' Sie aber achtete in ihrer Angst feines Zurufs nicht; weiter rennend, stolperte sie über ein paar Baumwurzeln, nnd — ein schriller Schrei, ein Aus-vlätscheru im Teiche, und die Wasser schloffen sich über der armen, wilden Rose. Nölten blieb wie angewur« zelt stehen, als der furchtbare Ton an fein Ohr schlug. Der Schreck hatte ihn förmlich be-täubt. Der Teich war sehr tief; schwimmen konnte er nicht; be° vor er Silfe herbeigeholt hatte, war sie verloren, tot! Ein kalter Schauder durchlief bei diesem Gedanken seine Glieder. Mit einem Gefühl seltsamen Widerstreben» wagte er selbst nicht, sich dem Rande des Teiches zu nähern. Er fürchtete, das liebliche Gesicht könnte wie» der auftauchen und ihn mit gebrochenem Blick auschaucn, — ihn, der sie getötet hatte. Doch nein. Er liebte sie ja leidenschaftlich; er hatte sie nicht getötet, nur ein Zufall hatte das Unglück herbeigeführt. Ein Zufall! Wie eine böse Ver-suchung fuhr diesem Mann, der vollständig ein Sklave seiner Leiden« schasten war, ein Gedanke durch de» Kops, und fast gleichzeitig stürzte er auch schon auf dem gekommenen Weg zurück, — ein Kain, den seine Schuld in die Flucht treibt. In sei» Schloß zurück' gekehrt, be-gabersichso-gleich in sein Zimmer, von einer Angst und Oual ge-trieben, wel-che Worte nichtbeschrei-ben. Ihmb' lässig schwebte ihm das bleiche,schöne Antlitz vor, das er so sehr geliebt hatte, schwebte es ihm vor, wie dasselbe ihn mit vor-wurfsvollem Blick aus den dunklen Waffern an-blickte. Es v ergin-ge» Stun-den; endlich war sein Ent-schluß gefaßt. Er schrieb au Melanie. Mit schein-barer Offen- heit gestand er ihr, daß es ihm eine große Enttäuschung sei, sein väterliches Erbe nicht, wie eS sein Wunsch gewesen war, von den darauf lastenden Verpflichtungen frei machen zu können, aber er liebe Melanie und lege ihr deshalb sein Herz zu Füßen. Er hoffe, sie durch feine Treue für die Entbehrungen zu belohnen, die ihrer als der Frau eines verhältnismäßig armen Mannes warteten. Dafür würde ihnen beiden das befriedigende Gefühl zu teil werden, der Ehre, Gerechtigkeit und Liebe alles zum Opfer gebracht z» haben. Diimautensorlierel I» Kimberlry. «Mit lejt.) Xiamonlmgnibt: Der Jufjert Wall mit den Slpel« zu« Heranziehe» der diamanttzaltiqe« (krde. (MI« Text.) Diesen Brief sandte er noch am Abend deS traurig verhäng»! vollen Tages nach Elgenhof. Und dann faß er, auf jeden Ton von außen her lauschend, i-seinem Gemach, völlig unfähig, nur noch einen klaren Gedanl, zu faffen, sich eine» Willens bewußt zu werden. Und stiller wa> es im Sause und ganz still, und eS kam niemand. Niemand, — es kam niemand! Der Schweiß trat ihm eisigkalt vor die Stirn. Warum ka- niemand? Was war geschehn. Satte man sie — ihn sch„. derte vor dem Wort! — Ijar man sie gesucht, gefunden, odl war noch nichts, nichts ei: deckt worden? • • Serr von Salden hatte Er-in sein Zimmer bitten laii> aber sie war im ganzen San nicht zu finden. Der alte ?i ner meinte, sie wäre mit eirn Körbchen in der Sand fort; gangen und hätte gesagt. wolle in den Wald gehen ir > Beilchen suchen, und danach > sie noch nicht zurückgekehrt Und als die Zeit verstn,!, und Erna noch immer nicht .zu rückkam, fing Melanie an. »„ ruhig zu werden. Besorgt tret sie an das geilster und schau r hinaus; von Erna war keine Spur zu sehen. Nach einiger Zeit kam ber Diener ins Zimmer. .Ist Fräulein von Sorli» denn noch immer nicht da?' fragte Melanie. „Gerade soeben ist daS gnädige Fräulein zurückgekehrt. Sie in durch die kleine Seitenthür gekommen und hat sich sofort in ilir Zimmer begebe». Da» gnädige Fräulein hat das Unglück gehal>:, in den großen Teich zu fallen, wie die Köchin mir sagte.' »In den Teich!" riet Melanie, in dem sie ei fchrockenaus-sprang. »Tu mein Gut«, welcher 0c fahr ist sie da entgangen!" Und eilend lief sie die Treppe hin auf »ach Er naS Zimmer. Auf ihr ttU' pfeu antwortete eine zu ternde Stirn me: „hercii;* und wie sie eintrat, stand Erna mitte» im Zimmer, triefend vi l, Kops bis : Fuß,währ i die Jung' r ihr behilf! » war. sich d.e nassen Kl der zu ei ledigen. .Wa< rief Melanie. „Du bist in t Dir geschehen, liebste Erna?' großen Teich gefallen?' .Und wäre ertrunken, wenn ich nicht zufällig schwimmen könnti erwiderte diese mit trübem Lächeln. .Welches Glück!' sprach Melanie. »Der Teich ist so tief i der Fluß.' Und eilends half sie Erna anSkleiden, damit dieselbe schnell i Bett kam, nnd dann ging sie und brachte ihre eine hcijze Limo". -+ 39 — tot in dem großen Teiche lag. Nur mit Mühe unterdrückte sie einen AuSruf des Entsetzens. Der ganze Borfall verwirrte sie namenlos. Was sollte das alles heiße»? Am liebsten hätte sie sich mit Melanie anSgesprochen. wie sie aber in deren glück-strahleudeS Gesicht sah. Preßte sie die Lippe» auseinander. Nein, nur das nicht! .Ich sreue mich, daß Dn so glücklich bist/ sagte sie etwas zögernd, indem sie Melanie de» Brief zurückgab. »Bist Du müde?" fragte diese, betroffen vo» dem plötzlich veränderten Ton des jungen Mäd-cheiis. „Ja, ich bin müde," entgegnete Erna erschöpft. »Gehe und beantworte Deinen Brief. Ich will versuchen, zu schlafen. Gute Nacht, meine teure Melanie!" Diese drückte einen herzhaften Knß auf Eri.aS bleiche Wange, dann begab sie sich leichten Serzenö die Treppe hinab zu ihrem Bater, um auch dem-selben die frohe Kunde zu bringen, welche sie in einen Himmel voller Glück erhob. Welch trüge« rischeS Glück! ch ch Als Melanie am nächsten Morgen in Ernaö Zimmer trat, m» z» sehe», wie es ihr nach dem gestrigen Unfall erging, fand sie das Zimmer leer. Si'd'r«aschn.« j. bei* Dia«antgr„b,n von ftimterfctz. Mit lejt.) ^°Noch°sa^si? mit chrem Frißstcf nnd wartete voll Unruhe auf Ernas Rückkehr, als der Die«er eintrat uud Herr» vo» Halde» etueu Brief reichte. Dieser öffnete das Schreiben. »Mein teurer, väterlicher Freund!" lauteten die Zeilen. .Ich vermag es nicht über mich, Melanie ihres Besitztums zu berauben. Als sie dabei gewahrte, daß Erna heftig erregt und dennoch sichtlich angegriffen war. wollte sie sie eine Weile allein lasse». »ber Erna bat sie inständig, zu bleiben nnd mit ihr zn plaudern, ..damit sie den Gedanken an den schrecklichen Teich loswerde," wie »e schaudernd sagte. Da meiute Melanie, eS mcrbr Erna angenehm zerstreuen, wenn sie ihr vo» Herrn von Korti« Testament und dem Wechsel erzählte, welchen dasselbe in ihr Leben bringen würde. Mit größter Borsicht und seinem Takt sagte sie Erna. daß Slgenhos und ein großes Ber-»lögen ihr gehöre, und daß sie. und nicht Me-l»»ie, die reiche Erbin fei. »Mir, mir soll dies alles gehören?" rief lirna in höchstem Erstannen. .Und dies wis-send, — wissend, daß ich Dich um alles das beraube, behandeltest Du mich wie eine Schwester? C, Melanie, Du irrst, wenn Du meinst, ich würde dies Lpfer annehmen!" .Das mußt Du, Kind!" versetzte Melanie. »Es ist Dein volle« Recht. .Im übrigen bin ich deshalb lange noch nicht arm." .Weiß Baron Nölten davon?" fragte Erna nach knrzem Schweigen. Melanie nickte. »So heiratet er Dich nicht um Deines Reich-tums willeu?" fuhr Erna fort. .Das hoffe ich!" erwiderte Melanie, indem eS ihr einen leisen Stich durch« Herz gab; noch wußte sie ja nicht, ob er seinem Worte treu bleiben würde. Eben schlug eS neun Uhr, als die Jungfer eintrat und Melanie einen Brief »vom Herrn Baron" einhändigte. ES entging Erna nicht, daß MelanieS Hand zitterte» als sie dieselbe nach dem Brief aus-streckte. Sie trat an bie Lanipe, um ihn zu lesen. Als sie wieder an Ernas Bett trat, strahlte ihr Antlitz vor Glück und Freude. .Erna," hob sie an, ,Dii »ragtest mich vorhin, ob Nölten mich auch ohne mein großes Bermögen heiraten würde. Ich habe die Ant-wort daraus in meiner Hand. Du sollst sie lese», damit Du davon überzeugt bist, daß ich jetzt viel glücklicher bin, als wenn seine Treue nie auf die Probe gestellt worden wäre." Erna nahm den Brief und las ihn. Derselbe war, wie Nölten oben neben dem Datum bemerkt hatte, kurz vor nenn Uhr geschrieben, — zu einer Stunde, in der er zweifellos ge-glaubt haben mußte, daß sie. Erna. — die er AoS Rand nnd Sind. Nach dem vo« 6. Hlrschf,ld«r. (»it *«rt.) so grauset.! iljict» Schicksal Überlassen hatte, Vh«togr»ph>i unt »»» g. yanistongi in suit^cn. 40 i Sie werde» mich niemals wiedersehe», doch werde ich stet« in Liebe Ihrer gedenken Erna voii VortiS." .Gerechter Gott!' rief Herr von Halden. „Wn* hat das thörichte Kind im Zinn? Friedrich, wer brachte den Brief?" wandte er sich zu seinem Diener. .Ein kleiner Junge." lautete die Antwort, »er ist «och «»te» in der Küche." .So führen Sie ihn herauf zu mir, ich muß ihn ausfrage»." I» wettige» Minute» war der A»f-trag ausgeführt. .Ko gab Dir die Dame diese» Brief?" fragte Mela»ikS Bater de» Knabe». .Auf dem Bahnhof," war die Antwort. .Weißt Du vielleicht, wohin sie fuhr?" .Ja. sie reiste nach L..ich stand ans dem Perron. alS der Zug abging." Das genügte, Herrn von Halde» einen Anhalt zu gebe«, in welche Richtung Erna sich begebe» hatte, und ohne langes Ueber« legen beschloß er. ihr nachzureisen «Schluß folg,.) Vexierbild. N5£R£BIL -»—5 Die Tia»l-nigruben in Kimberleq. Der Le- ben»««rv der südafrikanisch«« Staaten, von denen heut« Iiantvaal im Vord«rgm«d de« Interesse« steht, Ist der Bergbau. Etwa die Hälft« der Ei«. »ahmen dieser Länb«r Nieten an» dem Bergwerk«-betrieb«, der sich hauptsächlich »m Gold »nd Dia-mante», in neuester Zeit erst um Sohlen dreht. Seit der Entdeckung der großen Diamantfelder von Limberley und ganz eigenartiger «olblag«r-stätte« am Wit»ol«r»ranb ist ei» solcher Zufluß von «ulroanderer» au» aller Herren Länder er-foltt, dak di« eingeborenen Buren all« Mühe haben, sich gegen die Ueber«achr der Au»lä«ber zu schützen. In Südafrika findet man de» Diama»t in dem sog. „dluo ervuuä". einem blaugrauen Thon. b«r mit Bruchsticken a»-derer Mineralien durchsetzt Ist und sich i» trtchtersdrmlgen Bodenvertiefungen. bie jebenfall» vulkanischen Ursprung«, fl«b, angesammelt hat. RbrdUch der «aal sind«! man Ihn meist in de« Ablagerungen der Flüsse (Rifen Diggi»G»>. wahrend er aus Dutoitstva» und Umgegend tki«b«rleh) t» sog. Drh Diggi»,» «trockenen «rüden» gewonnen wird, »imberleh liegt nah« der »««,» de« 0ra»j«-gr«i. staate« in W«st-«riqnolanb Dies« «ewinnnnglort I« Ki«berl«h stelle« unser« Bild«r dar. D«< «igentümliche Anblick, den die Otruben gewähren, beruht aus der «rt ber »ewinnung der Eb«lft»in«. Die Bob«ns«nkn«g. in der die «rnde angelegt wird, ist von einem Erbwall »«gebe», hinter welchem sich die Wäsche, rcien und sonstige Anlagen zur »ewinnu.ig der Diamanten beiiicheu. — Die ZerNüftnng be« «runde, erklärt sich daran», daß bi» I8V2 die Bearbeitung der «ruben -richt nach einheitliche« Plane betrieben wurde, sonder» jeder Inhaber eine« sog Claim» (eine« F«lb«» von 10 Meter Länge und »d««s»vi«l «reite» bearbeitete seine« Teil zunächst mit «chausel und Spitzhacke selbstänblg, grub sich tiefer u»b tiefer, bU zu 30 »nb 100 Meter liefe, «o» j«b«m «t». zelnen der Lbcher sührt »un «ine Reihe vo» «eist eise«»«» Säbeln nach be« Ranb der «rube. die nebeneinander gelegen, ei» Gewirr von Drähten ergeb«», wie e» u»sere Abbildung zeigt. A»s Rollen laufe«, «it Kuhhautrieme« ge-zöge» «entweder durch Haspel» von Menschenhand oder durch »dp«! «it Pfer-den>, lederne Eimer die Kabel aus unb ab. Die aussteige»b«» EI«er, welche «it der diamanthaltige» Erde belab«n sind, werden in Karren «nlleert, die nun die Erd« zu de« Wäschereien führe», wo si» gewaschen und genau unter-sucht wird. B«i grbßere« Betried bedient man sich zur Wäscherei «aschineller Einrichtungen. «,» den gereinigten M«-sen ersolgt dann da» Au»lesen der Diamanten. Die desten Dta«anten kommen aber gewbhnlich nicht aus biese« gesetzmäßigen Wege in den Berkehr Die Pächter der «ruben lass«« zwar bi« Arbeit«« «meist Schwarze» vollständig nackt in die Dies« steigen und unterziehen sie beim Emporsteige» einer «»freist sorgfältigen Untnsuchung, die sich bi» a»s die Rasenlächer. die Zehen, Me Ohrmuscheln x. erstreckt. Die Arbeiter aber sinb so raiftniert, daß e, ihn«« gelingt, in Hautfältchen, im Haare k. «inen «roßen Teil der von ihnen beim Graben gesunbene» Steine beiseit« zu bringen. Dir veruntreuten Diamanten werben nun zunächst an Land»leute und vo» diesen an Makler verkauft, die si« ihrerseit» dem Großhändler zugehe» lassen. AuS ißiaud und Ce»>. Heute läßt er sich wieder gar «icht d«r»hige». der kleine Rudi, der Stammhalter der Familie Hutz«Imey«r, und weint unb schreit, daß e« bie Nachbarschaft in der ganzen Runde hbrt. Die Mutter wendet alle erdenklichen Bernhigunglmittel an, die jedoch di«»mal ihre Wir-tnng total versagen. Selbst da, Milchsiäschchen weist heut» der ki-Ue Schrei-Hai» mit Entrüstung zurück, und di« Kaffeemühle, die ans«»N«n st«t» Ihr« Schuldigkeit that und «In wohlg«fällige» Lächeln de« kleinen Erdenbürger »»tlockt, wird keine, Blicke, gewürdigt. Aus einmal kommt der Mutter ein leuchtender «»dank». Rudi wird heran,g»no«m»n uud s«i» Bettchen »I«»r grü«dlich»n Inspicierung unterzogen. Nun wird der MnNer alleri>i«g» klar. »oe,hald ihr Sohn solche, Unbehagen äußerte. Der arme Rudi lag di« ganze Zeit aus de, Vater» Stiefelknechl: wie dieser sich I« ba» Kinb.'rbett verirrte, bleibt ein »ngeliiste« Rätsel. Nachdem der arge Ruhestbrer beseitigt Ist, zeigt Rudi wieder ri» vergnügte« Besicht, und ein wohlthätiger Schlummer bringt dem Hause Hutzelmeyer di« «rjehnie Ruhe wieder - vr"l n.rt 'fZilfMf&Jk In der Apothek«. .«eben Sie mir für zehn Pfennig Kamiilenlhee, aber recht wenig! — .ga. warum denn?» — ,W«ii er sür mich ist!» Da» Freie« in B»S»i««. I» »ine« Teile vo« Bo,ni«n dürfen die jungen Rädchen vo» m»ham«danisch»m Glauben bei Dage mit unverschleiertem «»licht aus b»r Straß« herumgehen. Der Mann nun am Ort», d»r Lust zu beiraten ha», und »* gefällt Ihm ri«» von di»s»n Rädchtn, di» er vor-übergehen sieh», wirst ihr ein gestickte, lasche», tuch aus den Kopf oder den Hai,. Hat er lein Daschintuch. so v»rrich>»t j»d«r D»il seine« «n. zug», di« St«ll« ebensogut Da, Mädchen gehl darauf sogleich noch Hause, betrachtet sich al, seine Braut uud erscheint nie mehr öffentlich. Zi. K«i»« Schmeichelei. Herr A. «zu feiner «a». tin): .Ich habe schon so oft bie Bemerkung ge-bdrt, daß Ehegatten sich nach längerer Ehe immer ähnlicher werden sollen.' — Fran A «seufzend» ,.Ach ja. schdnee werde» wir Frauen mit den Jahre« leider nicht.' Si« schlagserliger Junge. Junge: .Papa, der neue Lehrer hui mich gleich gehauen " -Papa: .Run ja, mein Junge, Du wirst e, wohl verdient hab««, «r soll Dich boch erziehe« ?' — Junge: .Aber «a» fängt die Erziehung doch nicht von hinten an. Papa!" ^jrmrinntltzlgee nt»r»ib. « « i ». Sin geistige» Getränk. «»II«. Ehrentitel jild. «eieglehrer 7(117 7 1. «er. Hol. waterlamlile. »«14. Sine Haldinsel Siiropa». Die «nfa»g,dnchftad»n ergeben l—». «usldsung solgt In nächster Sinmmer. Rätsel. M bin fürwahr die ganze «eil: jedoch ein « an» itno" aestelll. Macht mich zn einem ftliik, Nicht weit vom «achdar Nuff noch zu» Schluß ein r du zu, iu der «eser ich die Ruh'. Problem Rr. 2i I. Don «. «hlte. Schwarz. ««fliifu.g. N A .S | E L I A 1 T Tj 0 0 | M L | D I | F, 1 M D | K X i L K j I | N | K I) K F Weiß «»» In 1 Mltaen Anflosunge« au« vorig«« 9Iu«««r: Der BerM«nktuna(aii|,«b(: wllna. vehr. Thron, Orden, Lab», greudenlärm. ylolow, Martha. — De» Logogriph«! Orden. Starte*. >1« ««»le »oedehalte». Urroniwviilich« Rkdaktion von Ernst «felsfer. aedruckl und herau^eaed«» von «reiner k Afeifser in «tu«#»«-