Mtmchcr jV)« (,iti^ Pränumerationsprei«: Im Comptoir ganzj. ^l-l. ^^.1 N- "' ^"lbl. fi. 5 5». «ilr die Zustellung in» Hou« """"» halbj. 2l)lr. Mil bcr Post nnnzj.fi., 5>. haldj.?!>a. Montag, 6. Oktober. Inlert«i: Für Nein« Ins«»te b<« zu ^ l»^^ 4 Zeilen 25 li., große« per Zeile 6 lr.; del östnen » s» / ^> Wiedcrboliinsscn pcr Z, ilc !! li, «^' » V« Amtlicher Theil. Kundmachung. Nachdem es erwiesen ist, dass der Ausbruch der Niuderpest durch kroatisches Vieh. welches ans die am II». Scptcnlbcr in St. Veit bei Sittich, am 29. September ill Höuigstein, Bezirtshauptmannschaft Rudulfswert, und am 22. Septcml'er in Äncta. Be-zirkshauptmannfchaft Gurkfdd, abgehaltenen Märkte aufgetriebcn und verkauft wurde, eingeschleppt wurde, so finde ich folgendes zu verfugen: 1.) Die Ein- uud Durchfuhr vou Wiedcrtäueru und dereu Rohproducten, sowie aller in» lz 2 des Rindcr-Pestgesetzes vom Jahre 1K(i8 bezeichueteu Gegenstände aus Kroazicn ist uilbe dingt verboten; 2.) die politischen Behörden sind beauftragt, diese Grenzsperre mit aller Energie durchzuführen und Da-gegenhaudelude mit aller Strenge zu bestrafeu. Laibach am l>. Oktober 187!). K. k. Landesregierung für Krain. Ritter von Kallina m. p. Kundmachung. Nachdem die Rinderpest nunmehr auch in Videm, Gemeinde Themeniz. uud Butowiz, Aczirkshanpt-manuschaft Littai, uud in Reza, Aezirlshauptmanu-sKaft Gurtfeld, coustatiert wurde und eiu weiteres Fortschreiten der Seuche zu befürchten steht, ist bis auf weiteres die Abhaltuug von Viehmärkten in den Bezirlshauptlnanufchafteu Laibach,Littai,Gurk. feld uud Nudolfswert verboteu. Auch iu jenen Bezirken, in welchen die Viehmärtte nicht verboten sind, darf kroatisches Vieh auf keinem Markte zugelassen werden, uud habeu diesfalls die Bestimmuugeu der §8 16 und 17 des Rinderpestgesetzes in Kraft zu treten. Laibach am b. Oktober 1879. K. k. Landesregierung für Krain. Am 3. Oktober 1879 wurden in der l. k. Hof. und StaatS-druckerci iu Wien dic italienische, böhmische, ftuluischc, ruthcuische, slovcmschc, troatischo und romanische Ausgabe des am 2, August 187!) vorläusia. blos; iu ocr deutscheu Ausgabe rrschirueuen XXXVIII. Stückes des Neichsgcscl)blattcs ausge^cbeu und vcr. fcndet. ^,Wr. Ztg." Nr. 230 vom 8. Ottober 1379.) ! Nichtaintlicher Tbeil. Vor dem Zusammentritt des Ncichsrathes. Nur wenige Stunden trennen uns noch vom Zusammentritte der neu gewählten Reichsvcrtrctung. Schon morgen werden sich die Pforten beider Häuser uuseres Parlamentes öffnen, um deu Mandataren der Bevölkerung Gelegenheit zn bieten, über eine Reihe der wichtigsten Angelegenheiten des Reiches Berathungen zu pflegen und ,hr Votum abzugebeu. Angesichts der Ereignisse, die ,m Laufe der letzten Monate an nns vorubcrgrzogcu stud, ware es wohl überflüssig, die Be-dculuug des Momentes, in welchem sich diese Thatsache vollzieht, uoch besonders hervorznhcben. Wenn nichts weiter, so würde sch^ der bloße Umstand, dass das morgen zusammentretende, aus allgemeinen Neu» wahlcu Hervorgegangelle Abgeordnetenhaus zum erstenmale nach sechzehn Jahren wieder das Bild eines wahren Vollparlameutcs bieten, zum erstenmale seit dem Bestände des Dualismus die Repräsentanten aller Stamme und Parteien der westlichen RciäMälfle in seiner Mitte vereinigen wird, vollauf hinreichen, um das lebhafte Interesse zu rechtfertigen, welches der be-vorstehenden Eröffnung der Rei'chsrathssession von allen leiten entgegengebracht wird Nnl,5?!^!"'^' 'unter welchen das neugcwählte ^ ^9 Wue Verathungen aufnimmt, sind m viel. sacher Beziehung unverkennbar günstig. Die auswärtige Lage ist fnedlichcr, als ftit Jahren, uud die Stellung unserer Monarchie im Rathe Europa's so achtunggebietend, dass darübcr das Herz jedes wahren Hawoteu mit aufrichtiger ^nngthuung erfüllt scin '""Is- Ist es doch erst wenige Tage 'her, dass der Kanzler des mächtigen Nachbarrcichcs in uuserer Metropole weilte, um die Freundschaft Oesterreichs zn ä" befestigen. Im Oriente aber, wo derzeit der Schwerpunkt der europäischen Po-!'Uk "cht, hat Misere Monarchie ohne Schw ns H „. V s'^"° "Endweiche erstere Verwicklung eine neue Posttwn gewonneu, welche ihr volle Gcwäh dafür bietet, dass die Geschicke der Balkan - Halbinsel mcht ohne geschweige denn gegen Oesterreich sich voll-O"' werden. Anch die innere Lage bietet, trotz der Schroffheit mit welcher die verschiedenen Partcistand-k>"^ c.^" ^" ^ft nach Geltnng ringen, manchen Lichtblick. So ist es eine durch nichts hinwcgznleng. ueude Thatsache, dass die Stimmung der großen Mchr-!yelt der Bevölkerung eine versöhnliche, dem Bestreben nach einträchtigem Zusammenwirken aller Stämme des Reiches ungewöhnlich förderliche ist. Ebenso scheinen die wirtschaftlichen Verhältnisse eine Wendung zum Besseren nehmen zu wollen, wie der stetig steigende Curs unserer Staats- uud sonstigen soliden Anlage-Papiere, sowie der sich vorbereitende erfreuliche Um« schwung in unseren handelspolitischen Beziehungen zum deutschen Reiche deutlich beweisen. Solchen Verhältnissen gegeuübcr — schreibt das „Prg. Abdbl." — erscheint wohl die Hoffnung, be^ zichuugsweise der Wunsch gerechtfertigt, der neu zusammentretende Rcichsrath möge den Zeitpuntl, in welchem er seine Thätigkeit ausmmmt, richtig erfassen uud mit staatsmännlschcr Besonnenheit und Mähigung an die Lösung der großen Aufgaben fchrciten, die seiner harren. In dem Bestreben, dem öffentlichen Wühle zu dienen uud die Interessen der Bevölkerung zn wahren, siud deun doch alle nunmehr auf dem gemeinsamen Boden der Verfafsung stehcudcn Repräsentantei! der verschiedenen Stämme und Parteien uuseres Reiche» einig. Diese Einigkeit aber legt ihnen die moralische Verpflichtung auf, alles überflüssige staatsrechtliche Gezänke, mit welchem doch in keinem Falle ettoaS er« reicht, sondern höchstens nur neue Verbitterung wachgerufen werdeu kann, zu unterlassen und ihre ganze Aufmerksamkeit jene» Angelegenheiten zuzuwenden, deren schleunige Erledigung ebensosehr im Interesse des weiches wie nn Intelch'c der Bevölkerung gelegen ist. Abgesehen von den zahlreichen Fragen wirtschaftlicher Natur, welche dringrud ihicr Lü>ung harren, erheischen auch jcne Gegenstände, über lrulche der gemeinjame Ministerrach vor kurzem schlüssig geworden ist, eine schleunige und gewissenhafte Durchberathmig. Die Erneuerung des Wehrgcsetzcs, di«, Einbczichnng Bosniens und der Herzegovina in das gemeinsame Zollgebiet, die gesetzliche Regcluug der Verwaltung der occupicrtcn Länder, die Angelegenheit der serbischen Bahnanschlüsse, die Verwirklichung der handelspoliti. schen Annäherung an Deutschlaud — das allem sino Aufgabeu, welche nicht bloß viel Zeit, fouoeru auch oie ungrtheil.c Aufmerksamkeit und Kraft der RcichLver-tretuug beanfpruchcn. Wie soll da also noch Muße für hohle staatsrechtliche Declamatwnen und zweckloses Parteigczänkc erübrigen? Will man, dass, nachdem einmal der verfassuligs-mäßigc Rcch^sboden Gcmriugnt aller Stämme und Partien des Reiches geworbn ist, der parlamentarische Gedanke sich nun imimrinehr vert'efe und im Herzen des Voltes dauernde Wurzclu fchlage — uuo mau darf wohl dicfen Willen bei jedem gewissenhaften Feuilleton. Nämonen der Leidenschaft. Romau von Otto v. Ellendorf. (Furtschunss.) Der Diener klopfte an die Thür. des Hors" """2 es von drinnen aus dem Munde °d.^n^ M^Va7'^ "Was wollen Sie?" fragte er den Eintretenden, sprechen^nscht.^"'" ^"^', ^^ Sie dringend zu einzH..^^ ^^""" ^^ ^" ^'l")l, niemanden unk ä?^^?""^. '^ "N Landsmann von Ihnen und^behanptet, wichtige Nachrichten für Si7 zu rpn>. "^" c?^l"r?" fuhr Gratiano auf, wäh-hchVe??"^^' Blässe auf feiu Gesicht trat.' „Wie ^Ich habe nicht nach feinem Namen gefragt." auf und llieder.^^ "'"^ "'^' "'"'"^ "" Zimmer sem?"^'^^^" murmelte er. „Wer mag es Mann ^?'"^'°ch kr gefafst, „lassen Sie den und verfügen Sie sich in die unteren verlorm^ tta/m'^°" "?n dem kurzen Gespräche y"lie, trat mit emer leichten Verbeugung ein, worauf Wilhelm die Thür schloss, aber nicht das Vorzimmer verließ, sondern neugierig und gespannt scin Ohr an die Thür legte, um zu lauschen. „Wer siud Sie und was wollen Sie von mir? Ich kenne Sic nicht." . „Sie kennen mich nicht! Auch gut. Es sind bald vter Jahre her. als ich Sie in München kcnnen lernte, unter allerdings etwas von den heutigen verschiedenen "W."" nie in München!" fuhr Gratiano auf. wenia'Inbilf. ?"" ""^e '« Ihrem Gedächtnisse ein Mi^ "w'derte Andreas mit far- "ferner Ruhe. „Es war au "ls. die Münchener acaana^,. m ^. ''U nach einem m der vorher-Nr?ch^sl!chZ."°^ b"" Gefängnisse entsprungenen "Was geht das mich an?" Crimi"3^s' Sehr viel, denn ich brauche nur zur mack,^ ^" ^l «"I"' und meine Aussagen zn macron ^>g„or Iacobo —" ^^''^''lch.'" schrie wie vom Blitz getroffen der Mat 7. ^ ?^"'^ " totenbleich wnrde; dalln H,. ^/". li"Wrr Stimnle uild cmcr Geberde, leiser!" ^^" ^'^""' s"Ute. hinzu: ..Reden Sie Lri.,,."^ '^ ^^^ «ur es doch, dass ich Ihrer ^ ^ cm"' kleinen Stoß zu versetzen we,"e? ' ^ ^"' ^"drcas in seiner früheren Ruhe an mick"?" "^ ^^ ^" ^"^ ^"^ Mittheilungen "Nun, einfach der, dafs ich, wenn Sie blind genug sind, denselben kein Gewicht beizulegen, ich fofort — verstehen Sie — zu gewissen anderen Per-foncn gehen werde, die weniger rücksichtslos und undankbar sind." „Was verlangen Sie?" fragte lauernd der Arzt. „Zwcitaufend Mark auf der Stelle und weitere zweitausend am Tage Ihrer Hochzeit mit der Gräfin Elmenhorst." „Sind Sie von Sinnen?" ,.O nein, nicht im mindesten; ich bin sogar so bescheiden, für meiue Entdeckungen in einer der Nächte des vorigen Monates kein Honorar zn verlangen." Graliano's Gesicht wurde fast aschfarbig und feine Angen starrten voll Entsetzen auf den geheimnisvollen Fremden. „Sind Sie mit der Hölle im Bunde?" kam es von feinen Lippen. ..Sie können mein Schweigen erlaufen. Kurz nnd bündig: Wenn Sie meine Forderung bewilligen, fo follcn Sie vor mir Ruhe haben, — mein Wort darauf." Der Arzt schritt auf einen eisernen Geldschlank zu, öffnete ihn und entnahm ^?^'Nc mich Ihne» wieder uorzuslellci,," ^ K «rzsK si« dieLiPM ftst blutig, «I« °r "°'° R»»«"7'ln"dm »i. d°» Erfolg seine« Unter« nehme»«, Ich"» bmch d»« Vorzimmer und den C«l° 196N Volksvertreter ohne Unterschied der Parteistellung voraussetzen, — dann muss endlich mit allem Eifer dahin gestrebt werden, dass die sachliche Discussion an die Stelle der hohlen Phrase, die wirkliche, den Wohlstand fördernde Reform an die Stelle des ziellosen Anlaufes, und die Rücksicht auf das allgemeine Volksinteresse an die Stelle der einseitigen Parteirücksichten treten. Das Volk verlangt vor allem eine Besserung seiner materiellen Verhältnisse, welche nur durch die baldigste Wiederherstellung der Ordnung im Staatshaushalte ui,d die Neubelcbung von Handel, Industrie und Verkehr im Wege einer rationellen Gesetzgebung erreicht werden kann. Mögen also alle diejenia.cn, welchen das allgemeine Wohl höher steht, als das emseitige Par-tei^ denzustellen. Die neuesten Berichte aus Kabul lanten dahin, dass daselbst Unordnung, wenn nicht thatsäch' liche Anarchie herrsche. Die Thore werden, wie ^ heißt, geschlossen gehalten, augenscheinlich in dem "^ wujstsein, dajs die britische Armee im Anzüge sei." Dem „Daily Telegraph" wird aus Simla ve-richtet: „Von vielen Personen wird die Ankunft des Emirs als ein schlauer Schachzng betrachtet, de" Glauben einzuflößen, dass er an jedweder Bethe»" gung au der Ermordung des britischen Gesandten n^ schuldig ist. Andererseits drücken hochgestellte Beal», ihre zuversichtliche Ueberzeugung von seiner gänzlich" Unschuld aus." Das „Reuter'schc Bureau" erhält aus Sin""' 29. September, folgende Depesche: „General Robe/! hat cine Proclamation erlassen, welche das afghan'^ Volk in Kenntnis setzt, dass die britischen Trupps auf dem Vormärsche begriffen sind, um von ^a^ Besitz zn ergreifen, und die friedlichen Einwohner ! Stadt und jene, die sich nicht an dem Angri" ^ die britische Gesandtschaft bethciligten. warnt, sich ""H einem sicheren Orte zurückzuziehen. Personen, die " dem Erlass der Proclamation in Kabul und der. ^ rnnde in Waffen angetroffen werden follten, w^ als Feinde behandelt werden." .. j Tabir Khan, der Gouvcrnenr von Khelat-i-Oh"z ' hat ciil Schreiben an Major St. John gerichtet, w" er seiner Freude über die Annäherung der bi'l'W ^ Truppen Ausdruck gibt und Lebensmittcl Z"/^n verspricht. Die britische Eolunne, welche M <^ Kandahar aus in Bewegung gesetzt hat, wird ^a^ scheinlich auf Ghuzni vorrücken. Die Cholera W 9. Regiment iu der Avuahme begriffen. ^r Der „Daily Telegraph" meldet aus Simla: »^ Vormarsch der britischen Armee dauert fort, uno ^^ Emir begleitet die Truppen. Mau erwartet, "" ,. lonne würde vor Kabul am 1. Oktober ankomn Ein Widerstand gilt als unwahrscheinlich." ^s Der Vicctöniq von Indien telegraphiert an Indische Amt: „Die Eholera grassiert im "ll^mel nur iu der Gegend von Rawul Pindi bis DM""^^. einzelne Fülle traten in Ali Mnsjid auf, aber . ^ Platz und Llmdi sind ganz frei davon. In de"-" ^ wie die Truppen jenseits Dschumrud vorrucien, lieren sich die Eholcra-Einflüssc." ^__^--" Haaesueuiqkeiten. - (Richard Wagner.) In "ner ^M jn Edm. von Ha.M über Richard Wagner "ls sl y cr der zweiten Secne des „Nheillgolo" findet N") >'," die Passus: „Was das Erdinnere für die <^"W ^c„-Erdoberfläche für die Geographie, was der ^ ^ Himmel für die Astronomie, das ist Wag""' ^, K.mslwissensclM. Wagner hat das I'""^^ „ Planeten durchsichtig gemacht; im tiefen W"!'"' ^, das Gold, welches in dem Strome der McuM) ^ borgen ist. leuchten, er dringt in den A"",^ "^gt Erde. in deren Ooldgeschuicide-Schimedestatle. I9«1 die burggckrönten jHöhen und lässt uns bis in das Centrum der Himmclswcfcn, in Gottes Auge selbst, schauen. Sonnengleich thront Waguci. in der Götter urältestcm Nathe und behorcht die geheimste Saat der Dinge, umgeben von den Sternen an dem Wcltcnbaumc, welche ihm die Göttin der Schönheit, ambrosischen Früchten gleich, in goldenen Sphären zeigt." Gott schütze den Meister vor seinen Freunden! — (Die Pnlverexplofion bei Harburg.) Ueber die telegraphisch gemeldete Explosion eines Pulvcrfahrzeugcs bei Harburg werdeu nuumehr folgende Einzelheiten bekannt: Der Pulverewer des Pulvcr-schiffers Boothby ist in der Nacht zum 30. September, knrz vor 3 Uhr, im Köhlbrandc nnwcit der Harburger Landnngsbriicke vor Anker liegend, in die Lnft geflogen. Obgleich ein Theil der Ladung bereits gelöscht war, befanden sich doch noch circa 500 Centner Pnlvcr an Bord, so dass die Explosion eine ganz gewaltige war. Der an der Harbinger Landnngsbrückc liegende Dampfer „Courier" ist fast vollständig demoliert, doch sind die drei am Bord befindlich gewesenen Lente mit geringen Ver letzungcn davongekommen. Auch eine Anzahl anderer Schiffe, die im Hafen liegen, ist stark beschädigt. So erlitt das von Lagos mit einer Ladnng Palmkcrnc angekommene Schiff „Vcrtha" erheblichen Schaden. Am Lande sind in der Nähe der ExplosionssteUe. namentlich in Laucuuruch und den« nach der Elbe zu bclcgcncn Theil der Stadt Harburg viele Häuser abgedeckt, und die Zahl der zertrümmerten Scheiben zählt nach vielen Tausenden. Die bei der Landuugsbrüclc gelegene Gay-ser'sche Fabrik hat so erheblichen Schaden erlitten, dass ihr Betrieb eine Zeitlang unterbrochen sein wird. Das unweit der Landungvbrückc belcgcne Zallgebäudc ist gleichfalls sehr starl beschädigt. Selbst auf der hamburgischcu Seite der Elbe find dnrch den Luftdruck mehrfach Fenster go sprungcn, Thüren geöffnet oder zugeschlagen worden u. s. w. Die Zahl der im Augenblick der Explosion an Bord des Fahrzeugs befindlich gewesenen Personen hat noch nicht mit Bestimmtheit crmittrlt werden künncn, man schätzt dieselbe anf vier. da sich außer drei Mann der Besatzung auch eine Frauensperson während der Nacht an Bord des Pnlverewers befunden haben soll. Wenn dem so ist. so müssen sie sämmtlich umgekommen sein. Außerdem sind zwei iu der Nähe ihrem Berufe obliegende Fifchcr oder, einer anderen Angabe nach. zwei Leute an Bord eines gerade vorübcrfegeludcn Milchewers ein Opfer der Explosion geworden, von deneu der eiue sofort gelobtet wurde, während der andere, dem beide Beine weggerissen wurden, bald darauf verstarb. Die Zahl der mehr oder minder erheblich Verletzten ist noch nicht genau festgestellt. Ob es sich bei den« traurigeu Vorgänge um eiuen Unglücksfall oder. wie das Gerücht wissen will, nm ein Verbrechen handelt, muss die im Gange befindliche Untersnchuug hcranSstellcn. Einem Sohne Boothby's war tagsvorher von seinem Vater infolge eines Wortwechsels das Wicdcrbctrcten des Ewers verboten worden, und dürfte der jüngere Boothby diesem Umstände sein Leben verdanken. — (Ueber die Hinterlassenschaften der Präsidenten der Vereinigten Staaten) bringt die „Baltimore Gazette" folgende Notiz: „Washington hinterließ ein Vermögen von 800.000 Dollars, und auch John Adams befand sich in ziemlich guten Vcrmögensverhältnissen, als er das Zeitliche segnete. Jefferson lebte in so dürftigen Verhältnissen, dass er, wenn ihm der Congress nicht seine Bibliothek für 20.000 Dollars abgekanft hätte, noch kurz vor seinem Tode hätte Bankerott machen müssen. Madison erwarb sich durch Sparsamkeit ein ansehnliches Vermögen. Monroe starb in su armseligen Verhältnissen, dass er ans Kosten seiner Verwandten beerdigt werden musste. John Qninch Adams hinterließ etwa 50.000 Dollars und sein Sohn Charles Francis Adams erheiratete sich ein großes Vermögen. Iachon befand fich bei feinem Tode in ziemlich guten Verhältnissen, uud Van Burcns Nachlassenschaft repräsentierte eine Summe von etwa 300.000 Dollars. Von letzterem sagt man, dass er während seiner Admini. stration sein Salair habe anstehen lassen und bei Niedcr-legung seines Amtes die ganze Summe von 100,000 Dollars auf eiumal bezogen habe. Polt hinterließ etwa 150,000 Dollars und Tyler nngcfähr das gleiche Vermögen, das hauptsächlich aus der Heirat mit einer reichen Dame herrührte. Fillmore war sehr sparsam nnd heiratete reich. Pierce sparte etwa 50.000 Dollars, Buchanan hinterließ 200.000 Dollars, Lincoln circa 75,000 Dollars nnd Johnson etwa 50.000 Dollars." fokales. j Aus dem l. l. «andesschulrathe für Kral«. Auszug aus dem Protokolle über dic ordentliche Sitzung des k. k. Landesschnlrathcs für Krain in Laibach vom 25. September d. I., unter dem Vorsitze des Hcrru k. k. Landespräsidcnten Franz Kallina Ritter von Urbauow, in Anwesenheit von sieben Mitgliedern. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Henn Vorsitzenden trägt der Schriftführer dic scit der letzten Sitzung erledigten Geschäftsstücke vor, deren Erledignng zur Kenntnis genommen und worauf zuv Tagesordnung übergegangen wird. Auf Grnnd der Ergebnisse der Verhandlung, betreffend die Leistung nnd Abfuhr des Pachtschillings einer znr theilweisen Dotierung einer Volksschule bestimmten Realität wird der Landesausschnss ersucht, die Abschreibung dcr betreffenden Pachtschillinlisnutzung beim krainijchei, Nmmalschnlfonde zu veranlassen. Das Gesuch einer Schnlgcmeinde um Eitheilnng einer Subvention aus den, Landes-, beziehungsweise Normalschnlfonde behufs Bestreitung der auf dieselbe entfallenden Kosten für die Maptierung des betreffenden Gebäudes für die Schule, wird beim krainischen Landesansschussc dahin unterstützt, dass dcr bittstellendcn Gemeinde znr Ermöglichung der bezüglichen Zahlungen ein unverzinslicher und'm fünf Jahresraten rückzahlbarer Boischuss ails dem Nol'inalschnlfonde bewilligt werde. Einer Schnlgemcinde wird zum Schulhausbane die pro 1«79 bewilligte Unterstützungstangente per 800 fl. flüssig gemacht. Den Recursen zweier Volksschullchrer wider bo znksschulräthliche, die Zuerleunnng dcr zweiten Dicnst-altersznlagcn ablehnende Entscheidungen wird leine Folge gegeben. ! Ein Voltsschullehrer wird über sein Ansuchen nnt Ende September l. I. unter Zuertennnng der normalmaßlgen Pension in den bleibenden Ruhestand versetzt. ^ ' ^,, Ueber Bericht eines Be'irksschnlrathes wird die Abschrclbnng emrs Schulversanmnis-Strafbetrages aus Anlass des Todsallrs der Beschuldigten bewilligt. Dreien Gymnasial- und zweien Realschn'lvrofes-foren werden Qumquennalzulagen zuerkannt uno flüssig gemacht. Anf Grund des Ansuchens einer Gymnasialdircc-tion nm Erwutung einer Subvention für die gewerbliche Zeichcnschule wird an das l. k. Ministerium für Cultus uud Unterricht Bericht erstattet. Ucbcr Bericht eines Bezittsschulrathes iubetreff Cnlhebnng und Wlcdcranstellung jener provisorischen Lclmndivlducn, welche im Falle dcr Weltrrbelassnng auf Grund der bisherigen Anstcllungsdcerete den An-Iprnch auf Ergänznngsznlagen mverben würden, werden we bezüglichen Weisungen ertheilt ^, ^" ^"^'l^Mheit des Mthcilnngsunterrichtes an dc' i„abenvo ke,chulen wird eincm hieranf bezüglichen Gefnche der betreffenden Lehrkörper keine Folge g"gcbcn. Uclier die Gesuche zweier Lehramlscandidatinnen ü!^"??^""6 N" praktischen Schuldienste an emer Mädchenschule wird den, k. l. Ministerium für Cultus nnd Unterricht Bericht erstattet. Inbetrcsf des vom l. k. Ackerbanministenum für den llluowittschaftlichcu Fmtbildungsnnterricht pro !«?!> bewilligten Snbventiousbrtrciges wird der vom Landes. .mÄ^ Vettheilungsentwnrf vmb halt ch der Z» t.mmuiig des Centralansschnsses der t k. Landw.rtschaftsgescllschaft genehmigt. ^ '' Emer Schulgemeinde wird der zur Anlage eines Smartens pro 187« bewilligte Snbve.ition!bet!ag u ew^nd!'t " ^^" "'^ """' "'^"" Schulgcincilide Der Bericht eines Bezirksschnlrathes. betreffend das Abkommen von der Besetzung einer Lehrerstelle, wird genehmigend znr Kenntnis genommen. Ueber Anfrage eines Beziitsschlilrathes iubelrcff der Anwendnng dcr Schul- uud Unlerrichtsorduung anf Bürgerschulen wird all das k. k. Ministerium für Cultus nnd Unterricht Berichterstattung beschlossen. Drei Aollöschullehrer werden definitiv ernannt. Dem Gesuche eines Lehrers um Aclassnng anf seinem gegenwärtigen Schnloienstposteu wird Folge gegeben. Das Gchich eines Gymiiasialschülers nm ausnahmsweise Bewilligung dcr Wiederholung der Klasse wnd dem t. k. Ministerium für Cultus nud Unterricht vorgelegt. Rreursc in Schulvcrsäumnisfällen, dann mehrere led?"^""''" ""b Gcldailshilssgcsnchc werden er- Frei^^Ku^ Ansein« ««^ ""^" "r. 17.) E„,er diesmal allem «^ ""^ lw» gut unterrichteter Seite stamn.e.iden t^r^ lich uuse? vaterländisches Infan- Tr vve ^"/^5' "' K"h'l Nr. 17 unter denjenigen S^n^^ ^"^ ^^"^"' d" aiilässlich der beschlossenen ^ «, ^/""u^rnng dcr bosnischen Occnpationstruppen ^rst.n l ^/'"^ "Alt"-Oesterreich bestimmt sind. Wir W.?. ^!' . wahrscheinlich schm, in kürze die freudige ^ ^'^"t haben, wenigstens einen Theil der heim. kehrende Landcssöhne ""f heimatlichem Boden begrüßen zn lmmen, Ueber den Garnisunsort der dem Regimente angewiesen werden wird. ist hier znr Stunde zwar noch n.chts Bestimmtes bekannt, doch vermuthet man. dass °"?°7 "' "nc uns benachbarte Landeshauptstadt -wahrschc.nl.ch nach Magcnsnrt - kommen dürfte. Ein Bataillon ^s Regiments s,ll jedoch alle Aussicht haben, nach Laibach verlegt zu werden, da eine Verstärkung ocr y,e lgcn Garnison im wirtschaftlichen und socialen ^ntcrejsc nicht nur von der Laibachcr Gemeindevertretung hohenorts erbeten, sondern im Lause des letzten Jahres M Mzug des Infanterieregiments Erzherzog Leopold "r. ^>6 auch von der hiesigen Militärbehörde beim 1 Grazer Generalkommando unter Hinweis auf den Umstand wiederholt dringend beantragt wurde, dafs der geringe gegenwärtige Truppenstand eine allen Anforderungen entsprechende Besorgung des anstrengenden Garni-sonsdienstcs kaum mehr möglich macht. Dafür fpricht jedenfalls auch die erst dicscrtagc aus gleichem Anlasse nothwendig gewordene Dislocierung von zwei Com-pagnicn Hcss-Infanteric von Görz nach Laibach. — (Angekommener Transport aus Livno.) Ein aus 140 Maun bestehender Transport des Infanterieregiments Freiherr v. Kühn Nr. 17 nnter Führnng des Herrn Lieutenants Andrcjta ist gestern »m 5 Uhr morgens mit dem gemischten Zuge der 3üd-bahn über Trieft aus Livno in Laibach angekommen. Derselbe brachte auch die alte ausgemusterte Leibfahne des tapferen Regiments mit, welche bekanntlich durch eine ueu angeschaffte und im heurigen Frühjahre in Livno feierlich geweihte weiße Regimcntsfahne erfetzt wurde. Die alte Fahue, oder besser gesagt der Fahnen-stock, denn mehr als dieser ist von der ehrwürdigen Rcgimentsrcliqnic nicht vorhanden, da dieselbe dem wackeren Rcgimente dnrch mehr als 30 Jahre in allen Feldzngcn als wehendes Banner gedient hat, wird gelegentlich dcr nächsten, wahrscheinlich noch Ende dieses Monates ill Laibach stattfindenden Kirchenparade der hiesigen Pfarrkirche zu St. Peter zur Aufbewahrung übergeben werden. — (Neue Ninderpeftfälle in Krain.) Wie zu befürchten stand, ist der kürzlich in Stangen-Polane im Littaier Bezirke constatierte Ausbrnch der Rinderpest im Lande leider nicht vereinzelt geblieben nnd sind inzwifchen auch in den Ortschaften Vidcm und Butowiz des Littaicr und Reza des Gurtsclder Bezirkes neue Ausbruchsfälle der Rinderpest vorgekommen. Da somit die Weiterverbrcitnng dieser gefährlichen Seuche zu befürchten steht, fo wurde bis auf weiteres die Abhaltung von Vichmärktcn im ganzen Bereiche der vier politischen Bezirke Laibach. Littai, Gurtfeld und Rudolfswert verboten. Anch in den übrigen Bezirken, in welchen die Abhaltung dcr Vichmarkte nicht untersagt ist. darf Vieh kroatifchcr Hertnuft auf keinen Fall zugelassen werden. Zur Absperrung der verseuchten Ortschaft Stangen-Polane ist diescrtagc bereits ein aus 18 Mann bestehender Mllitär«Seuchcncordon von Laibach nach Littai abgegangen. — Wie erhoben wurde, ist die Rinderpest diesmal durch kroatisches Vieh eingeschleppt worden, welches auf den am 15.. 22. und 29. v, M. in St. Veit bei Sittich im Littaier. Hönigstcin im Rndolfswerlcr und Butschta im Gurtfelder Bezirke abgehaltenen Viehmärkten auf-gctrieben und verkauft wurde. Infolge dessen hat der Herr Landespräsidcnt die Ein« und Durchfuhr von Wiederkäuern nnd deren Ruhproducten, fuwie aller im H 2 des Rinderpcstgesetzcs vom Jahre 1WK bezeichneten Gegenstände aus Kruazien unbedingt verboten und die politischen Behörden angewiesen, die Grenzsperre gegen Kroazien mit aller Energie durchzusühreu und gegen die Dawiderhandelndcn mit voller Strenge vorzugehen. — (Sta atsprü fnng.) Die nächste Prüfung aus der Staats - Verrcchnnngswissenschaft wird am ^!I. Oktober d I. in Graz abgehalten werden. Gesuche nm Znlassnng zu derselben sind bis 25. Oktober an den Präses der Prüfungscommission, Herrn Oberfinanzrath Anton Burger, zu richten. —ä. (Theater) Die erste Theaterwoche ist vorüber, Allgeniach beginnen sich die Ansichten des Publieums zu klären und die nur zu oft trügerischen Eindrücke dcr Neuheit verlieren ihre Macht. Die indi-vidnellc» Eigenheiten dcr Darsteller lösen sich von den künstlerischen Leistungen ab und treten in den Vordergrund. Das, was nns an diesem oder jenem jüngst noch als feine Eharakternuauce erschien, hat sich jetzt als natürlicher Fehler oder üble Gewohnheit entpuppt, und nmgckchrt schwächt sich die Empfänglichkeit dcr Sinne auch für manches Schroffe und Abstoßende durch die Gewöhnung ab. Das auf wiederholter Beobachtung beruhende Urtheil wird berechtigt nnd verläßlich, denn es vermag die Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Schauspielers zur arithmetischen Gröfte zu erheben, welche nnr geringen Schwankungen durch die von Tag zu Tag ungleichen Factorcn der persönlichen Anstrcilgmla. und Disposition ausgesetzt ist. Die Summe dieser arithmetischen Glößen, zu welchen cmch der ante Wille und die Fähigkeit des Regisseurs und der Dirigenten gehören, ergeben approximativ das Facit der zu erwartenden Theatrrgenüssc. Wer sich also der Mühe unterziehen will. die Wahrscheinlichkeitsbilanz für heuer schon jetzt zn ziehen, wird gleich uns zu einem überwiegend befriedigenden Resultate gelangen. Das Pcrsouale ist im allgemeinen besser als in dcr abgelaufenen Saison, und die Besetzung einzelner »r vorzüglich. Zu wünschen wäre nur noch die Äeq.'is'tio.. rmes DarMerS fur Väter- nnd üderhanpt ältere 3icpräscntantenwllen d n eines ersten GesangSkomilcrs. - und s""'t "«'" ^ bei der Besprechung der o.raestr.gen „Fat.n.ha Erfolge begleitet und über- wie war """ "> weitaus die vorjährigen Sre- traf ,.n ga'^u ^ 7^ t . Hiefür gebürt die vollste dem Kapellmeister Herrn Andreae «cine Stockung, kein falscher oder verspäteter Einsatz wurde wahrnehmbar. Solisten. Chöre und Orche- 19ll? ster vereinigten sich unter der sorgfältigen und sicheren Leitung des Dirigenten zu einem harmonischen Ganzen von vortrefflicher Wirkung. Unter den aufgetretenen Kräften verdient zunächst Fräulein Wiedemann genannt zu werden. Ein klangvolles, angenehmes und gut geschultes Organ, verbunden mit deutlicher Aussprache und lebendigem Vortrage, ein munteres, ausdrucksvolles Spiel und eine gewinnende Erscheinung sind die ausgezeichneten Eigenschaften, die sie als „Wladimir" entwickelte. Stürmischer Applaus versicherte sie der sofort gewonnenen Sympathie des Publicums. Auch von Frl. Heißig als „Lydia" können wir nur das Beste sagen, und wollen wir an ihrer durchaus gelungeneu, einnehmenden Leistung namentlich die schön vorgetragene Glockcnarie zu Anfang des dritten Actes hervorheben. Von zündender Wirkung war das Liebesduett im zweiten und selbstverständlich das populäre Terzett im dritten Acte, welches dreimal gesungen werden musste. An letztere!» betheiligte sich Herr Endtresser, welcher als „Golz" recht zufriedenstellend wirkte und nebst den beiden vorhergenannten Damen sowie dem insgesammt guten, durch das Schauspiclpersonale auf das vortheilhafteste ergänzten Ensemble den Erfolg der Vorstellung bewirkte, während die unbegreifliche Besehung des „Izzcd Pascha" und „Kantschukoff" ihre Achillesferse bildete. Schon Herr Weiß war als „Izzed Pascha" nicht ganz am Platze. Seine hübsche Stimme eignet sich mehr für das getragene Lied und konnte durch die ihm auf-gegebeuen Couplets, deren Wirkung vornehmlich im Texte beruht, wenig zur Geltung kommen, Noch unglücklicher war die Besetzung des „Kantschukoff" durch Herrn Mondheim, welcher vermöge seiner ganzen Individualität für die Darstellung des „Izzed Pascha" prädestiniert nnd infolge seines schwachen und weichen Organes der Partie des „Kantschukoff" keineswegs gewachsen ist. Ein diesbezüglicher Nollcntausch zwischen den Herren MonoHeim und Weitz ist daher für eine Wiederholung der beliebten Operette unbedingt geboten, soferne es die Direction im Widersprüche mit uus überhaupt für möglich erachtet, mit einem einzigen Komiker das Auslangen zu finden. Schließlich müssen wir Herrn Moudhcim seine übertrieben possenhafte Darstellungsmanier und die vielen, zumeist wenig geistreichen Extempores ernstlich ausstellen. Das hiesige TheaterpubUcum besteht iu der Mehrzahl aus ganz anderen Elementen, als sie Herr Mundheim vor sich zu haben meint, und findet das ewige Herumfuchteln mit Kopf und Händen sowie seine ungehörigen, die Handlung störenden Einfälle nichts weniger als komifch. Bei der Stelle: „Fatinitza, was hast du alles durchgemacht!" fürchteten wir wirklich für den Violaspieler, denn Herr Mondheim machte allen Ernstes Anstalten, in das Orchester hinabznspringen, erzielte jedoch troh alledem nicht die gewünschte Wirkung, denn Grimassen ersetzen nicht den Mangel an Stimme. — (Aufgefundene Kindcsleiche.) Nächst Förtschach im Steiner Bezirke wurde am 15. v. M. auf einer Sandbank im Savestusse die gänzlich unbekleidete Leiche eines neugebornen Kindes weiblichen Gcfchlechtes aufgefunden. Der Leichnam, obschon anscheinend kaum 1 bis 2 Tage im Wasser gelegen, zeigte mehrere Verletzungen am Kopfe sowie auch den Verlust einer Ohrmuschel. Der Verdacht eines heimlich verübten Kinde» mordes liegt daher umso näher, als das verunglückte Kind unbekannt und in den dem Fundorte benachbarten Ortschaften kein Kind abgängig ist. Zur Eruicrung der verbrecherischen Mutter wurde die strafgcrichtliche Untersuchung eingeleitet. Reueste Post. Prag, 4. Oktober. Der Handelskammertag ac-ceptierte einstimmig die Compromiss - Resolution, wo« nach der Abschluss eines Handelsvertrages mit Deutschland nur danu als räthlich erklärt werden soll, wenn dadurch eine unseren commerciellen, industriellen und landwirtschaftlichen Interessen entsprechende Modification des deutschen Zolltarifs erreichbar ist. Zur Vorbereitung! der Grundlagen für den Antrag und zur Revision des Zolltarifes, der angesichts der deutschen Tariferhöhungen im allgemeinen als Minimaltarif gelten foll, fei eine Confercnz von Fachmännern aus Oesterreich und Ungarn einzuberufen. Das Appreturverfahren wird, fowcit es über das ordentliche Bedürfnis der Grenzbewohner hinausgeht, als schädlich erklärt, nnd sei dessen Aufhebung durchzuführen. Per Antrag inbetreff der Verstaatlichung der Eisenbahnen wurde wegen Kürze der Zeit auf die Tagesordnung des nächsten Kammertages übertragen, zu dessen Vorort Brunn gewählt wurde. Der Präsident schloss die Versammlung mit einem dreimaligen, mit Begeisterung aufgenommenen Hoch auf den Vater der österreichischen Völker, unseren Kaiser. Budapest, 4. Oktober. Die liberale Partei candidierte als Vizepräsidenten Paul Szontagh und Baron Johann Kemeny; als Schriftführer: Gabriel Baroß. Julius Alttal, Stephan Markus, Algernon Bcöthy, Rudolph Zichy; als Quästor: Ladislaus Kouach. Anch wurden sämmtliche Ausschüsse candidicit. Pest, 4. Oktober. Das Ehrengericht, welches über die Affaire Zichy das Verdict fällen foll, wurde bereits aus Abgeordneten gebildet. Paris, 4. Oktober. Der Botschafter in Wien, Teifferenc, verfchob seine Abreise bis zur Installation Haymerle's, ebenso Beust bis 8. d. Paris, 4. Oktober. Die Kaiserin von Rußland wird erst am 9. d. M. in Cannes erwartet; sie wird auf der Reife dahin Velfort berühren. London, 4. Oktober. Der Cabinetsrath wurde auf Montag einberufen. London, 3. Oktober. „Reuters Osiice" meldet aus Simla: Gestern griffen mehrere nnal'häiigige Stämme das britische Lager am Shuwrgardmi an. Dieselben wnrden zurückgeworfen nnd verloren 20 Todte; die Engländer hatten 6 Verwundete. Der Emir ricth dem General Roberts, den Vormarsch auf Kabul aufzuschieben, weil er befürchtet, dass bei dem Vorschieben der Engländer afghanische Truppen Vallahissar Plündern könnten. General Roberts ist jedoch nicht gewillt, darauf einzugehen. General Gough ist in Varanral angekommen. Der Gouverneur von Icllalabad versprach England beizustehen. Athen, 4. Oktober. Der König gab seine Reise durch Europa auf. Capstadt, 16 September. Cetewayo ist am 15. d. M. hier eingetroffen und wurde unter Escorte in das Schloss gebracht. Tclcssraphischcr Wechsclcnrs. vom 4, Oktober. Papier«Rente 67 90. — Silber' Rente 69 05. — Gold» Nclltc80 85. - 1860er Staats»Anlehen 126 50. — VanlActien 838, — Credit. Actien 267 20. — London 116 80. — Silber —'—. K. t. Münz. Ducaten 5 58'/,, - 20'Franken-Stücle 9 30'/,. — 10<).Rcichsm»rk 57 60, Äuftckommene Fremde. Am 4, Oktober. Hotel Stadt Wien. Saxingcr, Kfm., Linz. — E M. Sirall, s, Tochter, Vndapest. — Rosenberg, Kfm., Sisset, — Meisel, Wien. Hotel Europa. Verncda, Finmc. — Prusenovstl), Lieutenant, Livuo A. Salmi' und Theresia Salmii, Adclsbcig. — Dr. Rcitlingcr. Univcisitätsprofcssor, Wien. — I, Rmnpret, F. Rmnprct nnd Pongraz, Gurtfeld. Hotel Elephant. Raicouich, Finmc, — Dr, Tanzer, Zahnarzt, nnd Popouic, Obcrlicutl'naut, Gniz. — Jauch, Kfm,, Trieft, — Ulrich, l. t, Hmiptmann, Nlagcnfurt, - D. Groch s. Frau. — Corazza, Prmat, Villach. — Santarusa. Codroipo (Italien). Salchcr, Kfm., Innsbruck — Wodic, ssfm,, Pola. — Iontc, «fm,. Gottfchcc. — Eislcr, Kfm., Gros;-Kanischa. — Devctal, Tolmcin. Naierischer Hof. Vatovcc, Matcrija. — Ursic', Oberlehrer, Istrien, — Oblat, Ksm., Rudolfswcrt. — Vcnigar s. Familie, Trieft.___________________________________________ Lottozichungeu vom 4. Oktober: Trieft: 40 0 30 74 34. Linz: 32 65 29 70 36. Handel nnö Laibach, 4, Ottober. Auf dem hentigcu Markte sind el' schienen: 12 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Hm «no Stroh, 2!'. Wagen und 4 Schiffe mit Holz (36 Cubilmeter). Durchschnittspreise. ------------------------- spiel in :-j Acten von I. Rosen. Meteorologische Beobachtungen ill Laibach. Z 'k W eß « :^ W ^ ""^ LZ^ «« A - ,k ^^ ____«^«^Z° «'-> ^,3 7 U.M«, 742 80 , ^-13 5 W. schwach bewölkt ,gl) 4, 2 „ N. 74214 ^-16 7 O. schwach bewölkt «ieat" ___9^, ^lb^741 94^.^,2 4 O. schwach___brwölk^^^ 7U^Mg. 74190 ->l0 6 W. schwach bewölkt ^ 5. 2 „ N. 741«4 ^-162 windstill bewölkt 0^ 9 „ Ab, 742 4«) -j-14 2 windstill bewölkt Den 4, tliibe. Abendroth, nm l> Uhr abends gering Regen, nicht lanae anhaltend, Den 5. luechselndc VcwölllM' Das vorgestrige Tagesmittcl der Wärme -^ 14 2', das acstw -l- 1!i 7', beziehungsweise um 11° und 0 7" über dem Norin^ Verantwortlicher Redacteur: Otto,nar Vambcrg W Gott dem Allmächtigen hat es in seinem un- ^ W crsorschlichcn Rathschlusse gefallen, unsern innigst gc- W « liebten Sohn, bcziehnngswcisc Vrndcr, Schwager M >W uud Neffen, den Herrn W ^ nach kurzem Leiden und nach Empfang der heiligt W ^ Sterbesakramente am 5, Oktober d, I, früh in scii«^ l> « 27. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abzuberuss", W >W Die irdische hülle des theuern verblichenen wi^ M ^ Dienstag den ?. Ottober, vormittags um !1 Uhr, "" M ^ cigcneil Grabe auf dem Frtcdhuse zu MauusblN'g M ^ bcigcscht. W ^ Die heil. Seelenmessen werben in verschiedene" « Kirchen gelesen werden. W W Man us burg am 5. Oktober 187». > M ^l»rlo «wrö, als Mutter, kr»»/ ^'nll, als Onke^ > >> .Illliu» llituri", als Bruder. Murlo .l«u,e»oll, als ^ ^ Schwester. Hlttl'lv^wrögeblKurm, als Schwä'gcrM. ^ .Ittimun ^uu«»«ll, als Schluagcr. W _____Vendigungsanftalt des Franz Dobcrlct, ^l^'san^^vi.'i^ ^V""' ^ Oktober rlll.'c»!^N. Haltung der hiesigen Spccnlation, doch kann der Gcsammtcharattcr des Verkehrs als ein immerhin günstiger bezeichnet werden. «elb Ware Papierrente........ 6795 6805 Zilberrente........ 69 10 69 20 Goldrente......... 80 80 80 90 Lose. 1854........ 121 75 12225 . I860........ 126 50 126 75 . I860 (zu 100 fi.) - - 123 50 129 ' 1864........ 157 75 158 - .In«. Prämien-AnI..... 103 - 103 25 Credit'L.......... 168 - 168 50 Rudolfs-L......... l650 17- Prämienanl. der Stadt Wien 113 75 114 -Donau-Rcgulieruugs-Lofc . . 10925 10!) 50 Domänen-Pfaildbriefe . . . 144 10 144 25 Ocsterr. Schal,schci»e 1881 rückzahlbar . ...... 1"1- - 101 50 vesterr. Schahscheine 1882 rück« zahlbar....... 101 - 10150 Ungarische Goldrentc .... 95 35 95 4.. Ungarische EisenbahN'Anleihe . 112 75 113 — Ungari chc Eisenbahn-Anleihe, Cumulativstückc ..... 11220 11230 Uugarischc Schatzanw. vom I. 1874.......... - - "-'" Anlehen der Stadtgemeinde Wien i» V. V...... U9'80 100 20 « Vöhmen......... 102 75 103 75 Niedcrösterreich...... 104 75 10525 Galizien......... 94 25 95— Giebenbürgen....... 8650 87-. Temeser Banat...... 83— 88-25 Ungarn.......... 89 50 90 25 slctien vsu Vanlen «seid wir,' Nnglo.österr. Äanl.....135 60 135?,» Kreditanstalt .......26790 26«— Depositenbank.......— Kreditanstalt, unqar.....25650 25675 Oestcrreichisch-ungarische Bank 840 - 842 Unionbant . ... 9380 94 - Vcrlchrsbcmk......N8— 118 50 Wiener Bnntuercin.....140 50 141'- «ctleu van TrnnKportUnterneh-muugen. ^. «Velb Ware Alsöld-Nahn .......13725 137 50 Donau-Dampfschiff.Gesellschaft 538 - 590 Elisabeth-Westbahn . . . . 175 175 25 ! «eld Wo!-.: I Fcrdinands-Nordbahn. . . .2252-2257 — ssranz.Iosevh'Vahn .... 14775 14825 (Yalizische (5arl »Ludwig - Bahn 241— 241 25 Kaschau-Oderberger Bahn . . 113 50 113 75 Lemberg.Czernowiher Vahn . 137 25 !37 50 Lloyd > Gesellschaft.....580— 581 — Oesterr. Nordwestbahn . . . . 130 75 13l- Rudolfs0!'75 110 — Ungarische Nordostliahn . . 128 50 129 — Wiener Tramwa^-Gesellschast 202 75 203 Pfandbriefe. Mg.öst.Nodel,creditanst.(i.Gd.) 116- 116 50 ^ „ .