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Die Losung lautet angeblich: Wieder-wbentsung deS ReichSratheS nach vorher gesicherter ickittsähigkeit desselben. Diese Losung hat für da« deutsche Volk eine ftr ernste Bedeutung. Denn wer hindert seit Aus-der Sprachenverordnungen einzig und allein fe Wiederaufnahme der regelmäßigen ReichSrathS-«teil? Die Tschechen. Wenn nun von Verhandln»^« mit den Führern der verschiedenen Parteien \k Rede ist. um die Arbeitsfähigkeit deS Reichs« tiW zu sichern, so ist da» nur eine den wahrm ktchverhalt verschleiernde Redewendung. ES kann Ity nur um Verhandlungen mit den tschechischen Kihrirn handeln, damit dieselben von der Obstruktion Müssen. Sind diese Verhandlungen erfolgreich — nb wir fürchten, sie sind insgeheim schon ab-Mlossen — so muss uns Deutschen die sorgen-Ichmnt Frage aufsteigen: Um welchen Preis? Tie Tschechen verlangten bekanntlich Genug-IhniTig für das „Verbrechen vom 17. Oktober v. I." Klch sofortige Wiedereinführung der inneren tfche-Wen Amissprache im Sinne der Badeni-Gautsch-fyrn Verordnungen. Die Regierung ließ wiederholt «sichern, diesen Preis nicht zahlen zu können noch Mi zu wollen, was in der Presse der unbewusSt «da bewusSt vertrauensseligen deutschen Parteien l-ditmalmit großer Genugthuung verzeichnet wurde, tu Regierung hat aber den Tschechen offenbar «il andern Preis angeboten. Denn wozu hat denn Crccllfnj Rezek so oftmal« daSReisebein geschwungen? dein andere Preis soll die Tschechen befriedigen, soll aber, wie versichert wird, nicht auf Kosten der Teutschen erfolgen. Ein« solche Versicherung muss ■rttaasisch mache», wenn auch sonst gar kein fa»t> zum MisStrauen vorhanden wäre. Nun Mt aber solcher Gründe in Hülle und Fülle. Un£ darum rufen wir: Deutsche, habt acht! Der Preis, der den Tschechen gezahlt werden soll imd mit dem man sie zum Aufgeben der Ob-dnltion zu bewegen hofft, soll, wie schon mitge-theilt tcutfcf. ans dem Gebiete deS Schulwesens Der arme Millionär. .Sie lassen sich also auch einmal blicken, mein s«blr Herr Schröder! Wie liebenswürdig von An«! Eeien Ei« mir herzlich willkommen!" Der hdtoifc drückte seinem Besucher herzlich die Hand nl wie« auf einen Sessel, der dem Sitze an stimm ßchniblische gegenüber stand. »Wie geht eS Ihnen denn, mein werter Herr iomerzienralh? Ich hoffe, dass Ihre liebe Falte wohl ist — auch Ihr« Frau Gtmahlin — dtwch — schon eine Ewigkeit — nicht — gesehen." Die letzten Worte hatte der Hofrath rtwaS f'iid ausgesprochen, denn eS war ihm aufge-t, dass der fönst so «untere Commerzienrath fein Wort sprach und eine ziemlich trübselige Wo« aufsetzte. Nun musterte er ihn auch etwas «Hin, «nb jetzt ward er mne. dass sein Freund Spröder zwar immer noch anständig, aber doch mit d«r an ihm gewohnten Eleganz gekleidet In seinem ganzen Wesen lag offenbar etwas M »Ich danke Ihnen. Herr Hofrath, ich danke >ni recht sehr", erwiderte Schröder, indem er seine Rechte hinstreckte, die aber nur flüchtig hrt wurde. „ES freu« mich, das« ich bei Ihnen alle Freundlichkeit wieder finde--, übrigens e» mir wohl, — auch meiner Familie, — die töne meiner Frau ist augenblicklich etwa« er als gewöhnlich, aber da« hat nichts zu sagen. Er murmelt« noch einiges in den Bart. Der alh kam aus einem innerlichen Staunen nicht liegen. E« war schon längst vermuthet worden und jetzt wird e» ziemlich deutlich zugegeben, dass der größte der den Tschechen zugedachten neuen „Brosamen" in der Errichtung einer tschechischen Uni-versität in Mähren bestehen soll». Mit Recht fragt der Prager „Deutsche B o l k S b o t «•: Geschehen solche Zugeständnisse wirklich nicht auf unsere Kosten? Wenn eine tschechische Hoch-, Mittel- oder Volksschule neu errichtet wird, so suchen die Tschechen seit jeher jede Btschwerde der Deutschen mit der Behauptung zurückzuwrism, un« sei ja nichts genommen worden, nur sie hätten eine neue Cultur-stätte bekommen. Ist das aber auch wahr? Nein, eS ist die reinste Spiegelfechterei. Abgesehen davon, das« jede neue tschechische Anstalt das Verhältnis deS Besitzstandes zu unserem Ungunsten verändert und eine Verstärkung der „Nix deu«sch"-Stimmung in der Beamtenschaft und anderen VolkSkreifen in Aussicht stellt, ist jede solche Schule auch durch den Ort, in dem sie rrrichttt wird, «in unmittelbarer Angriff auf daS deutsche Sprachgebiet. So war eS bei den später in die StaatSvtr-waltung übtrnommrntn Privatmittelschulen von BudweiS, Ung.-Hradisch, Troppau d«r Fall, die tschechische Technik in Brünn ist daS jüngst« Bei-spiel und dasselbe wird bezüglich der umfangreichsten Blüte deS allerneuesten Körber'jchen Vtrsöhnung«-sträußchrn« gellen: der tschechischen Universität, ob sie nun in Brünn oder in Olmütz errichtet werden soll. Wie all« die anderen tschechisch«n „Cultur-ftätttn* soll sie ein Zwinguri werden sür die be« treffende deutsche Stadt — denn nur in deutschen Gemeinwesen werden solche tschechische Anstalten merkwürdiger Weise stet« begründet. ES werden uns daher durch solche .Zugeständnisse" nicht allein Millionen, die derartige Scherze zu kosten pflegen, aus der Tasche genommen, nicht allein die Reihen der Gegner deS deutschen VerwaltungSsystemS ver-stärkt, sondern «S werden geradezu AngriffSwerke gegen unsere deutschen Städte gebaut, welche derrn Eroberung, Entdtulschung und Verflavung bezwecken. Und da« sollen keine Zugeständnisse auf unsere Kosten sein? Uebrigen« ist e« gar nicht wahr, das« da« Ministerium Körber die innere tschechische Amts-spracht nicht zugestehen wolle, diese innere tsche- herau«, er konnte sich da« verwandelte Wesen de« Commerzienrath« nicht erklären. Sonst konnt« «S kaum «in«» stolzeren Mann geben, und nun saß er so demüthig da, so wie — ja, er konnte keinen an-deren Vergleich finden — wit ein Bittsteller. Aber daS war er sicherlich nicht, der Hofrath musste üb«r diesen Gedanken lächeln. Commerzienrath Schröder war ja als einer der Reichsten der Stadt bekannt. Oder sollte ein plötzliche« Fallissement--? „ Werter H«rr Commerzienrath! Sie verzeihen tine Frag«, — ich la« in der Zeitung von dem großen Preissturz in der Zuckerindustrie, — ich hoff«, dass Sie von bei Krisis unberührt geblieben sind. Jetzt huschte ein kaum merkbares Lächeln über daS Gesicht de« Besuchers. »Ganz unberührt kann ich nicht sagen — aber nicht zu hart getroffen. Uebrigen« haben wir ja jetzt die Sauregurkenzeit, eine Period«, in der be-kanntlich überall Geschäftsflauheit herrscht: da pflegt dergleichen eben einzutreten," „Apropo«, Sauregurkenzeit^, unterbrach ihn der Hofrath; „wo haben Sie denn während der ganzen Badesaison gesteckt? Als ich mil meiner Familie nach Norderney reiste, saßen Sie noch fleißig hinter Ihrem Comptoirtische, und als wir zurückkehrten, fand man Sie noch immer bei der Arbeit. Wo also?" »Ich? Ich war zuhause!" „Sie waren zuhaust?" fragte der Hofrath und wich zurück, als ob er auf eine Schlange getreten wäre. „Sit haben doch eine Villa in —" chifchr Amtssprache wird ja in Böhme» vom Präger OberlandeSgerichte und den Gerichtsbehörden in ganz Tschechischböhmen thatsächlich gehandhab», als ob die Sprachenverordnungen Badeni-Gautsch'« niemals aufgehoben worden wären, und das Mini» sterium sieht, trotz aller deutsche» Beschwerden, ruhig zu, wie die Prager Ober- und UntergtrichtS-tschechen die kaiserliche Verordnung vom 17. Oktober v. I., die Graf Claiy als Vorsitzender im Minister-rathe gegengezeichnet hat, einfach als nicht bestehend behandeln. Die Tschechen besitzen also thatsächlich bereit« dasjenige, wa» sie als Preis für die Zu-laffung der sachlichen Arbeit de« ReichSrathe« fordern. Aber nun will man ihnen darüber hinau« noch einen weiteren Preis zahlen, der ebenso wie jene thatsächlich weiterbestehenden und weitergehand-habten Sprachenverorvnungen wiederum nur un« zur Last fallen, uns Nachtheile bereiten muss, mit einem Worte: nur auf unsere Kosten ausgezahlt werden kann. Und wenn wir damit auch nur die wirkliche Arbeitsfähigkeit deS ReichSralheS erkaufen könnten. Aber zur wirtschaftlichen Arbeit wird'S ja gar nicht kommen. Da werden zuerst die „StaatSnothwendig-keilen" darankommen, deren eS bekanntlich viel« — Millionen Kronen gibt; und nach diesen kommt daS Sprachengesetz daran. daS dann eine tschechischpolnisch-südslavische Mehrheit mit katholischer und christlich-social» „deutscher" Hilfe nach den Wünschen de« Slaventhum« zurechtschneiden wird. Der Ausflger Leyrertag. In der Regel jede« zweite Jahr hält der deutsch-österreichische Lehrerbund eine Hauptver-sammlung ab. Für jene verhältnismäßig wenigen Lehrer, welche die Mittel haben, einer solchen Tagung anwohnen zu können, müssen die in Ge-meinschast mit vielen Hunderten gleichgesinnten Amt«- und Berussgenossen verbrachten Stunden eine erhabene Festesfreude, eine Stärkung ihres Kampfes- und OpfermutheS bedeuten, die sie her-vorragend befähigt, ihren in diesen Tagen der Reaction doppelt schweren Pflichtrn gtgen Schule und Volk voll und ganz gerecht zu werden. „Nun ja. — die habe ich — aber ich wollte gern einmal daheim bleiben." „Du lieber Himmel", sagte der Hofrath, offen« bar bestürzt, „da» ist doch etwas so Ungewöhnliche«. Man bleibt dvch heutzutage nicht so ohne weiter«« zuhaust — namentlich ein Mann in Ihrer Ver» mögenSlage —" „Nun ja, aber tS können doch Fälle eintreten, kurz und gut, ich meine, eS ist doch einmal eine Abwechslung. Anstatt sich Sommer für Sommer im Bade herumzulreiben —" „Aber, ich bitte Sie, Herr Commerzienrath, da« ist doch nur eine Ausrede, wie sie von armen Schluckern gebraucht wird. Wen» ich mich nicht irre, waren wir früher darüber einer Meinung. Der Mensch muss einmal im Jahre ausruhen, wenn seine Nervenkraft nicht ganz und gar zerrüttet wer-den soll. Wer hielte eS denn au», ohne Rast zu arbeiten und — denn auch da» ist eine Anstrengung — sich zu amüsiere», was wir Großstädter tbtn „amüsieren" nennen." Der Commerzienrath hatte zerstreut vor sich hingeblickt; nun griff er da« letzte Wort auf. „Nicht wahr, Herr Hofrath, auf meinen Sou-per« haben wir uns nicht übel amüsiert, — Sie erinnern sich wohl noch, da» letztemal —" „Ja, ja, es war recht schön, sehr liebenswürdig von Ihnen gewesen, mich einzuladen, aber ausrichtig, ich hake mich recht oft dadurch versäumt; Sie wissen ja, wie sehr ich in Anspruch genommen bin, und wenn man eine große Familie hat —" 2 „Ein freier Mann ist eine Macht!" Und wenn t» ihrer gegen 2000 sind, aul deren durchgeistigten Zügen echte, glühende FreiheitSliebe. entschiedene, frohe Kampsetlust und hohe Opserwilligteit für ihre gerechte Sache zu lesen ist. so mus» ein solche« Bild mit unwiderstehlicher Gewalt aus den Beob« achter wirken. Dem am 6., 7. und 3. August in Aussig stattgehabten Lehrertage war solche Gewalt auch thatsächlich im höchsten Maße eigen. Die in die Abgeordnetenversammlung Entsendeten haben 17.600 deutsche Lehrer vertreten. Schon die eine Thatsache, das» aus den Hauptversammlungen be« deutsch-österreichischen LehrerbundeS der wahre und unverfälschte Wille der weitau« überwiegenden Mehrheit der deutschen Lehrerschaft zum klaren und unzweideutigen Ausdrucke kommt, verleiht diesen Lehrertagen eine große Bedeutung, die auch allge« mein — namentlich von der TageSprefs« — aner-kannt wurde. E« wäre wohl der schönste Lohn sür die »reiflichen Männer, die da» Reich»oolt»schulgesetz geschaffen haben, wenn sie in einer dieser freien Lehrerversammlungen sehen könnten, was sür präch« tige, muthige und ganze Männer an die Stelle der alten, in Demuth ersterbenden, rückengekrümmten MesSner getreten sind. Die deutsche Lehrerschaft ist nicht nur eine verläßliche, sondern auch eine starke Truppe im Kampfe sür die Freiheit geworden; das ist eine nicht bestreitbare Wahrheit, die auch die Clericalen voll und ganz begreifen. Darum ihr Wuth- und Wehgeschrei, welche» sie angesichts de« so großartig verlaufenen Aussiger Lehrertage» geheult haben. Die deutsche Lehrerschaft Oesterreichs ist auf dem Wege zu ihrer Befreiung und in dem Kampfe um die volle Gleichberechtigung einen Schritt weiter gegangen, unbekümmert darum, das» sie hierbei die Vertreter der Psafferei aus die empfindlichsten Hühneraugen treten mus»te. Die Forderung nach einem zeitgemäßen DiSciplinar« gesetz, welche» nicht, wie die gegenwärtigen Dienst« Vorschriften die staattgrundgesetzlich gewährleisteten Rechte und Freiheiten sür die Lehrer einfach auf« hebt, ist nach jeder Richtung hin berechtigt, ja eigentlich selbstverständlich. Und wenn die clericalen Zeitungen jammern, das» die Lehrer nun gar da» Recht haben wollen, „schönerianisch oder social« demokratisch zu sein", so müssen wir sagen: ja, ja. e» ist wirklich so. Die Lehrer sind wirklich so uner« hört frech, zu verlangen, das» ihnen erlaubt werde, über verschiedene Dinge nachzudenken und diese Gedanken «»»zusprechen. Sie wollen wirklich, das» sie genau da» sagen dürfen, wa» sie denken, sie wollen nicht» weniger, al» das» man sie nicht durch Verfolgung und Maßregelung zur Heuchelei und Lüge zwinge. Die Lehrer wollen also nach clericalen Begriffen Unerhörte»: sie wollen wahre und freie Männer sein, srei auch in der Richtung, das» sie nicht von den Sorgen um das tägliche Brot gefangen gehalten werden. So ist e» begreif« lich, das» sich die deutsch-österreichische Lehrerschaft auch in Aussig wieder mit der Gehalt»srage be« schäftigte und die alte Forderung nach Gleichste!-lung mit den vier untersten Rang»clafsen der Staatsbeamten neuerding» kräftigst betonte. Waren in der Abgeordneten-Versammlung Da Commerzienrath Schröder nicht antwortete, fondern stumm und ein wenig verlegen vor sich hinblickte, kam der Hosrath gänzlich außer Fassung und that, was er sich sonst in seiner Wohlerzogen-heit einem Herrn der guten Gesellschaft gegenüber nicht erlaubt hätte: er sah ungeduldig nach der Uhr. Und nun geschah das Unerhörte, der Com-merzienrath erhob sich, athmete einigemal« tief auf und stammelte dann mit zu Boden geschlagenen Blicken: „Herr Hofrath, wollen Sie mir einen großen Gefallen thun? Borgen Sie mir 100 Mark." Der Hosrath starrte seinen Gast wie ein Ge-fpenst an. Also doch? seine trübsten Ahnungen schienen sich zu bestätigen. Einem ersten Antriebe folgend, griff er in die Tasche, zog sie aber wieder zurück. Gewiss, sein Herz war nicht verhärtet, er fühlte noch menschlich und wusste wohl, was er einem alten Freunde schuldig sei, der plötzlich in Armut gerathen war. Aber er musste sich vernünftiger« weise sagen, dass die» nur ein kleiner Anfang war, gewissermaßen ein Versuchsballon, und wenn er einmal daraus eingieng. so war eS «ine Art von Zugeständnis, das» der verarmte Großkaufmann sich auch weiterhin in seiner Verlegenheit an ihn wenden dürfe. Und er, der Hofrath, hatte es bei feiner großen Familie doch auch nicht allzusehr übrig. Zu alledem, was würde seine Frau sagen, der er erst neulich 20 Mark sür einen neuen Sommerhut ver-weigert hatte? »Nttttsch- Macht- gelegentlich der Wahlen in den Bunde«-Ausschuss infolge Einschlage» der verschiede«»» politischen Strömungen auch die Meinungen ziemlich hart an» einander gestoßen, so zeigte doch die Hauptversamm» lung da» erfreuliche Bild einer erhebenden Einig« keit. Ob die Wiener und Niederösterreicher der Mehrheit nach socialdemokratisch, ob die Deutsch« böhmen radicalnational sind: auf dem Wege, der zur Freiheit sührt und in dem Kampfe, der den Schulfeinden gilt, muffen sie sich immer wieder finden, und sie haben fich auch in Aussig gleich wiedergefunden. Daß war da» erfreuliche Bild, da» noch schönere aber ein andere»: die Haltung der Bevölkerung. Wen« da» in ganz Oesterreich nur annähernd so wäre, wie in Aussig, dann hätten die Lehrer wahrhaftig keinen Grund, sorgenschwer in die Zukunft zu blicken. Ganz Deutfchböhmen ist schul- und lehrersreundlich und die größeren Städte der Alpenländer sind es ja auch. Die H«rzlichk«it aber, di« in Aussig lrbt», kann nirgend« und nie übertroffen werden. Da« Volk und seine Lehrer waren ein«. Bürger und Arbeiter, Wähler und Gewählte. Schönerianer. Liberale und Socialdemo« kraten wetteiferten in dem Bestreben, die Vertreter der deutsch'österreichischen Lehrerschaft in würdigster Art zu ehren. Die Theilnehmer am Aussiger Lehrertag konnten namentlich an den großartig verlausen n VolkS-Versammlungen mit Genugthuung erkennen, dass di« in unserm Tagen mitunter arg« bedrohte Neuschule in dem politisch gebildeten Theile der Bevölkerung Tausende von überzeugten und entschiedenen Vertheidigern besitzt. DaS Gesühl, dass der Kampf für die Volksbildung eine ernste, heilige Sache ist, war so mächtig, dass nicht der geringste Mission die Festtag« störte, die zugleich Jubeltagt waren in deS WorieS wirklichster Be-deutung. Als die Festtheilnehmer auf zwei Dampfern den Elbestrom besuhren, da gab e» läng« der Ufer und von Haltestelle zu Haltestelle ein Grüßen, Tücherfchwenken und Heil-Rufen, wie e« nur durch eine herzliche und aufrichtige Begeisterung der ge-fammten Bevölkerung möglich ist. FreiheitSfrohe Männerchör« klangen über den Fluten hin, freudig bewegt wogtrn die Mtnschenmassen in der festlich beflaggten Stadt aus und nieder, und von den Höhen strahlten Freudenfeuer. Der Verlaus de» Aussiger Lehrertage» mag nicht blo» jene Glücklichen, die ihn miterlebt, son-dern alle deutscheu Lehrer und Lehrerinnen deS Reiches mit gerechter Freude und edlem Stolze er« erfüllen. An der Seite eines Volkes, das Schule und Lehrer so herrlich zu ehren weiß, kann den Bilden«« der Jugend nicht einen Augenblick bang« sein. Die Festtage in Aussig bedeuten aber auch die wichtige Lehre, dass die Lehrerschaft gut daran thut, wenn sie endlich davon abläsSt, an die Ver--nunst einer hochweisen Regierung zu glauben, dasür aber den Weg zum Herzen deS Volk-S sucht. Aber darum kann eS doch kein Abweichen von dem betretenen Wege geben, weil »in and«r«r nicht nur noch schw«r«r, sondern überhaupt nicht zum Ziele sührt. Bis nicht auch in Oberösterreich ein Volk lebt, das so wie jene» von Aussig für Schule und Lehrer einzustehen weiß, wird e» in .Bedauere unendlich, lieber Freund, ich bin augenblicklich gerade schlecht bei Casfe, — aber ich wette, wenn Sie zu unseren anderen Freunden gehen--* Da lächelte Schröder wie ein Faun, trat aus den Hofrath zu, versetzte ihm einen kräftigen Schlag auf die Schulter und rief: „Hosrath, Mensch, Freund, Sie alter Voca« tivu», ich habe mich nicht getäuscht, ich danke Ihnen." „Wie — was soll da»?" „Ich habe jetzt infolge einer Wette mit meinem Millionärs-College« Müller rund zehntausend Mark gewonnen. Ich wettete, das» ein Dutzend unserer gemeinschaftlichen Freunde mir aus meine Bitte nicht hundert Mark borgen würde. Bedingung war: an« ständige» Auftreten meinerseil» und Mittheilung, das» ich in meinen Verhältnissen nicht derangiert wäre. Sie sind der zwölfte der guten Freunde, welche mir da» Darlehen verweigert haben. Die gewonnene Wette werde ich heute durch ein glän-zende» Souper feiern —* »Hahaha. Sie haben Ihr« Rolle prächtig ge« spielt. — und ich die meine, nicht wahr? Ich komme heute Abend, verlassen Sie sich daraus —" „Bedauere unendlich! Nach unserem Ueberein-kommen sind die zwölf guten Freund« vom Souper ausgeschlossen. Leben Sie wohl, Hosräthchen, leben Sie wohl!" Ein verblüffte» Gesicht schaute dem davon-«il«nde« Millionär nach. im 1 erster Linie Sache der Lehrer selbst sei», mit alle Kraft und Ausdauer ihre gerecht« Sache im Balte' zu vertreten. Das» es nicht auch in unsere« Krim» lande Hunderte, ja Tausende freisinniger Bolktge-»offen gibt, die in Treuen an ihre Seite teeren, iü kaum zu bezweifeln. Die Lehrer für da» Volk: da» Volk für die Lehrer! Dieser in Aussig s« lchö, zur Anschauung gebrachte Gedanke mus» auch Wahrheit werde» l Kotitische Rundschau. j>es slavische Wie». Russische Blätter wisse» noch einige sehr uuereffante Details über da! j» Ehren der russischen Gymnasiasten (!) in Wie» vor kurzem stattgesundenen allslavische Bankett zi fe richten, von welchem auch wir seinerzeit «ach Wiemr Blättern erzählten: Nach der Begrüßung»«»« er» hoben sich fämmtliche versammelten slavische» Brüder — Tschechen, Russtn, Serben, ©lavake«, Croatrn :c. — und stimmten die russische Cara-Hymne an. Hieraus folgt eine Rede des Direcms Peter. Er sprach von der allslavischen 9etai»i| der russischen Sprache, von der slavische» Kirchen» spräche, von Huss, und die versammelten Llaixi unterbrachen seine begeisterungsvollen Ezanse oh mit den AuSrusen: ,Na zdar!*, ,21ivio!\ ,SIi*no!' u. s. w. Dann wurde daS ,^äs äomov maj' gesungen. Wergun sprach über „den slavischen Charta der Stadt Wien". In Wien lebe«, nach den Aas« sühruugen deS Redners, mehr als eine Halde Million (I) Slaven. «S gibt dort über achtzig flau sche Vereine, in denen die slavische Intelligenz jr-sammenkommt. Die Slaven arbeiten jetzt aas die Durchführung des allgemeinen Wahlrechte» hin. Sobald diefes Recht erstritten sein wird, werde» die Slaven im Wiener Rathhause ihren halten. Die Wiener Juden, au« Böhmen »d Galizien stammend, die jetzt auf Seite der Temicha stehen, werden, sobald sie die Macht der 8!»n ersehe» w»rd»n, sofort mit di»f»n gehen, und die halb» Stadt werd» al«dann in den Hände» der Slaven sei«. Die Slavtsierung Wien«, diese» den-sche» Keil« zwischen den nördlichen und südlich» Slaven, werde jetzt die letzte Seite im Vuche »er allslavischen Einigung sein. Nachdem W-rzu x» endigt, stimmte die Versammlung begeistert da« „Hej Slovane* an. Der russische Generalcmsill Kammerherr Kudrjawzew wohnte dem Feste !«i und wurde bei seiner Ankunft mit „Hurrahrusn' begrüßt. Z>ie Eroberung von Peking. „New-Axt Herald" meldet aus Peking vom 17. d. M.: Lie russischen Truppen rückten am 14. d. M. »orgeit vor und besetzten die erste Thüre des östlich!, ThoreS; eS gelang ihnen aber nicht, die zweit» Zhiia zu nehmen. An demselben Tage um 2 Uhr »och-mittags drangen die britischen und die amerikamii» Truppen in daS Thor ein, daS sich in der 9u$e der Gesandtschaften befindet, und stießen da« n« auf schwachen Widerstand. Die Japaner dagegen fanden an dem oberen Thore ernsteren Widerstand. Dort vertheidigten sich die Chinesen de« ganz» Tag. Um Mitternacht sprengten die Japaner Sa» Thor in die Lust und rückten in die Stadt rm. Viele Chinesen wurden dabei getödtet. Ter amerikanische Gesandt« Cong«r theilt» um, hfl di« Chinesen am Tag« vor der Ankunft der 8«-bündeten in Peking den Versuch machten, die Se-sandten und die anderen Ausländer zu vernicht». Prinz Tsching hab« zwar da« Wort gegeb«. ivl di« Osficier« unter Androhung d«r Todeistrase da Besehl »«heilt haben, da« Feuer gegen die 0»saih< schaslen einzustellen, doch würden die Gesandt» wahrscheinlich um da« Leben gekommen sei», rxhi nicht die Eotsatz'ruppen eingetroffen wäre». M« Conger weiter mittheilt, ist die gegen die Frmda gerichtete Bewegung von der chinesischen Sieffierilug «»«gegangen. Die Boxer habe man nur al» &«> wand benützt. Sie hatten nicht einmal Kanone». per Krieg in Südafrika. Die ü&eraai unangenehme Lage, in der sich die siegreichen &14« länder jetzt in Südafrika befinden, wird durch ntchi» so deutlich gekennzeichnet, al» durch die drakoai'cha Maßregeln, zu welchen Lord Robert» greift. L» haben da» völkerrechtswidrige, jeder me»schlich<» Gesittung hohnsprechende Vorgehen gege» wehr» lose Frauen und Kinder der Buren besprochen. Xi ihnen rächt sich der „ritterliche" Lord Robert», weil »» mit den Erfolgen nicht mehr weit« geht, ml er zum Rückzug blasen mus». Nun hat er wieder eine seiner berüchtigten Proclamationen, mit welche» da» Völkerrrcht aus den Kops g»st»llt wird, erlasse». W»r den Neutraliiät»eid bricht, soll mit de« Zik bestraft und wer den Eid nicht leistet, kriegtgefang» erklärt und fortgeschafft werden. Da» gilt 1900 Deutsche Zv.cht' 3 lim Suren, deren die Engländer habhaft werden fioten, von den Knaben wie von den ältesten fctijtn. Werden die Mächte, welche da« inter-«tioiale Völkerrecht anerkennen, auch zu dieser «estea Heldemhat der Engländer schweigen? Wa« ,«e geschehen, wenn z. B. die deutsche Heere«-Imag im Jahre 1870/71 alle Bewohner de« von in Deutschen besetzten französischen Gebiete«, also Arger und Bauern de« ganzen nordöstlichen und Glichen Frankreich«, einfach kriegSgefangeu erklärt »l> deren Fortschaffung verfügt hätte? Ein Schrei kr Entrüstung hätte sich erhoben, am lautesten in — England. Nun weiß man. wie e« die Eng-linder mit der praktischen Anwendung de« Völker-halten und wie e« ihnen gegenüber zur An-Mräung zu bringe» sein wird. Nützen werden diese talalkn Verfügungen und Proklamationen nicht«. lÄ konnte Lord Robert« bisher erfahren. Die ktillenmg wird nur genährt und die Thatkraft »er lämpfenden Buren gesteigert. Dewet« glän-i!i>de!»ßin. »Ich fürchte sehr . . .*, telegraphierte dei Roberts nach England. Das» er Ursache kflt, da« Entwischen DewetS zu fürchten, zeigte i4 bald. ES liegt bereit» die Meldung vor, das» M Engländer gefangen genommen wurden. Aus Stadt und Land. Heschwortuknanstosuug. Für die am 12. Sep> »i>» d. I. beginnende dritte die»jährige Tagung ki Cillier Geschworenengerichte» wurden folgende ßejtworeiit auSgelo»t: 1. Hauptgeschworene: Dr. Mmui Fohn, Gqmnasialprofeffor in Eilli; Felix tiftauer, Bäckermeister in Cilli; Anton Kapla, kavlemeifier in Eilli; Johann Michelitsch, WS'itsöhrer in Eilli: Dr. Johann Riebl, Arzt , iilli; Tr. Johann Stepifchnegg, Advocat » CiUi; Michael Bikofchek, Grundbesitzer in ^»tische; Annton Wengust, Gastwirt in Lu-icitf;no; Franz Kartin, Kaufmann in St. Ge-«zn; Martin Kasch, Sattlermeister inHochenegg; ^«»z Ridorfer, Mühlenbesitzer in Felberndorf; Baron Wittenbach, Schlossbesitzer in St. Hinonirni; Andreas Sutter, Gastwirt in fnobig; Han« Zottl, Kaufmann inHochenegg; lwi Wall and, ^Kaufmann in Oplotnitz; Franz isiroivetz, Grundbesitzer in Bresie; Georg P e-»liischkk. Grundbesitzer in Ober-Slemene; Josef fiaing, Großgrundbesitzer in Oberburg: Franz Julian, Grundbesitzer in Oberburg; Johann Gastwirt in Pras«berg; Heinrich Höfler, hWidler in Rann; Franz W i r a n t, Herrschaft«-knon in 9tanti; Franz Warletz, Kaufmann in Km»: Alfred Baron Mo « kon, Guisbesitzer in WH: Dr. Max Kiefewetter, Advocat in Laidijchgraz; Vincenz Viertl, Fabriksbesitzer in kli>ijchgraz: Johann (a«. Wirt in Strafche; ^««Fischer, Grundbesitzer in St. Martin tnWiibischgraz! Philipp Gande, Bäckermeister a Sdjön^ein; Josef Dellakorda. Kaufmann a Si. Johann; Matthäus Skasa, Kaufmann in Zl:<-Iich>s; Johann R ak, Hotelbesitzer in Wöllan; Mihul Tischler, Kaufmann in Wöllan; Hugo »«der, Schornsteinfeger in Rohitsch; Lorenz Po« t«>ich»ik, landschaftlicher Beamter in Sauer-tar.it. 2. Ergänzung«geschworene: Peter Konönik, Gtyilratl) in CiLi; Dr. Joses Kooatschitsch, V»cu in Cilli; Johann Liaßkounig, Gym-»Mhrosessor in Cilli; Samuel Payer, Selcher-»ckn in Cilli; Joses Krell, Stad>amt«be-«« mj Cilli; Franz (!epe, Grundbesitzer in iWdors; Johann Koschuh, Grundbesitzer in Wosdors; Karl Kostomaj, Gastwirt in Stor6; Im:u Fasarinz, Grundbesitzer in Ostrofchno. ?«m?olldicnlle. Den Post- und Telegraphen-Uwyulaminnen Fräulein Marie Ferlinz in Üi-ibiirg und Fräulein Johanna Karnitschnig in M\ wurde der gegenseitige Tausch de« Dienst» «et bewilligt. K«chc«rs für Schuhmacher i» ßM. Vor tMufig einem Jahre hat der Reich«rath«abge-pTÄtnt Herr Dr. Pommer in hiesigen Gewerbe-Mi die Idee angeregt, Fachcurse anzustreben, i» welchen Gewerbetreibende praktisch in der Er-tagug geschäftlicher Vortheile auf Grund ratio-«Itt Arbeit unterwiesen werden. Die rührige Imsiolschast sür Bekleidungsgewerbe in Cilli hat Mi Idee nun theilweise zur Ausführung gebracht, »tm sie die Veranlassung getroffen, dass durch fai Sewerbe-FörderungSdienst de« k. k. Handel«-mmstniurn« ein Fachcur« für Schuhmacher in tilli installier! wurde, an dem sich zwanzig Meister und zehn Gehilfen betheiligten. Der Fachcur«, der unter der Leitung de» tüchtigen Fachlehrers Herrn Hugo Lehmann stand, wurde am 16. Juli l. I. eröffnet und am 19. August mit einer Aus-stellung der während seiner Dauer von den Fre-auenlanten angefertigten Arbeiten geschloffen. Die Ausstellung wurde vom Herrn Bürgermeister G. Stiger eröffnet, der mit markigen Worten die Bedeutung und den Wert de» Fachcurse» be« leuchtete; desgleichen betonte in Vertretung der Handels- und Gewerbekammer in Graz kaiserl. Rath Herr Karl Traun den offenbaren Nutzen de» Unternehmen». Nach einer längeren Ansprache de» Herrn Fachlehrer« an die Frequentanten er-folgte die Besichtigung der Au»stellung»objecte. — Wenn über die Gediegenheit in der Ausführung der Arbeiten freilich nur Fachleute urtheilen konnten, so musste selbst der Laie zu dem Schluss« gelangen, das» die schönen Leistungen nur al» Producte emsigster, mit großer Geduld und Ausdauer voll-bracht« Arbeit zu gelten haben, die sowohl dem Lehrer al» auch den Schülern zur vollsten Ehre gereichen. Mit besonder» hervorragenden Arbeiten haben sich an der Ausstellung betheiligt die Herren: I. Berna, I. Potnik-Tantegel, I. Stor, I. P r e l o g, A. K o d e l l a und Sohn, M. M o r n und Sohn. M. Macek, Georg Suppanz, G. NarekS (besonder» in Leisten), L. Keber (in Beschuhung für abnormale Füße), F. Pufchnig auS Gaberje. Ferner betheiligten sich an der AvS-stellung die Herren Meister: 2W. Kolfcheg, I. Prewolfchak, F. Katfch, I. Cvelbar, I. Palko, F. Kotzian und I. Suppanz au« Unter-Kötting, M. Schmertz au« Tüchern und I. PirtovZek au« Hohenegg, außerdem die Herren Gehilfen: I. S ch a g a r, I. M a j z e n, F. Primanßek, I. Zolgar. V. Wrefchak. F. Suppanz. I. Morn und Heinrich Kostajnöek. Es fei noch erwähnt, das« der Fachcur« in be-trächtlicher Weise subventioniert wurde von der Stadtgemeinde Cilli. von der Handel«» und Ge-werbekammer in Graz und vom steiermärkischen Lande«au«schusse. E« wird un« ferner mitgetheilt, das« die Ausstellung auch von den Herren Schuh-machermeistern Kavelka und Kegla au« Graz eingehend besichtig« wurde, die wegen Gründung eine« Rohstoff-Vereine» in Eilli in unserer Stadt weilten. Hewcrbkicher Iamttienausssug. Im Sinne eine« seinerzeit vom Cillier Gewerbevunde gefas«len Beschlusses veranstaltet der AuSschusS dieie« Vereines am Sonntag den 26. August einen Familien-au«flug nach Sior6, wozu alle deutschen Gewerbe-treibenden und Freunde de« Gewerbestande« herz-lichst eingeladen werden. Die Theilnehmer treffen sich um 2 Uhr nachmittag» am BiSmarckplaye; e« bleibt aber selbstverständlich jedem unbenommen, sich dem gemeinsamen Abmärsche nicht anzuschließen und die Bahn zu benützen. ?uror tevtoincus. Der deutschnationale Fanatiker Johann Gabriel Seidl hat bekanntlich die von ihm gedichtete Volkshymne durch Ein-schiebung de» verdächtigen Worte» „Heil!* verunstaltet. Zur Ehre de» Mannes muf» allerdings festgestellt werden, das» man erst vor wenigen Jahren den staat»gesährlichen Charakter deS Worte» „Heil!" entdeckt hat. Eine patentösterreichifche Correctur der Dichtung Seidl» ist aber immerhin eine „StaatSnothwendigkeit". So wurde denn auch beim Kaiser-Hochamte in der Stadtpfarrkirche der Irrthum Seidl'» corrigiert, indem statt des „preußischen" «Heil!" da» österreichischere „Hoch!« gesungen wurde. Endlich ein Lichtblick in düsteren Tagen! Kationattrauer. „Slovenec* schreibt in einem sonst recht hübschen Artikel über die Kaiserfeier in Cilli: »Der Narodni Dom war zwar zur Bezeich-nung der Nationaltrauer über da» in der letzten Zeit den Cillier Slovenen zugefügte Unrecht, aber doch angemessen beleuchtet." Wir halten diesen Satz ohne weiteren Commentar fest. Im Gegensatz zum „Slovenec" findet die „Trepalena" da» ganze Kaiserfest «eisig«. ?ueri, xueri puerill» tractant! Aindische Katzbalgereien. Wenn nicht bei den flovenischen Politikern mehr al» sonst wo der Satz gälte »Pack schlägt sich, Pack verträgt sich', so würden die vielen Katzbalgereien in den slooe-nischen Lagern un« mit einer gewisse» Befriedigung erfüllen können. Wir können un« aber darauf be-schränken, von ihnen alS recht unschuldigen Tragt-komödien Notiz zu nehmen. Man mus« doch lachen, wenn Strumpfwirker« .Trepalena* über den Verbot de« Sokolfeste« ihr Flügelkleid in Fetzen reißt und der flovenischen Nation den Untergang pro« phezeit, fall« sie sich nicht endlich dazu aufraffe, .Männer" in'« Parlament zu senden. Die also ihrer Männlichkeit entkleideten flovenischen Abge- ordneten führen in der That kindliche Katzbalgereien auf. deren Wirkung in einem normalen Staate nur die fein könnte, das« man über eine solche Politik zur Tagesordnung übergeht. Der Abgeord» nete susterSic, der in jungen Jahren mit warmer Begeisterung deutsche Lieder sang, war al» Slove-nisch-clericaler dazu «»«erkoren, am letzten Sonntag in Stein den liberalen Hofrath Schuklje abzu-todten. Schuklje war bekanntlich vor einigen Wochen in RudolsSwert mit der Anschauung hervorgetreten, das« die Lösung der Staat«krise mir durch eine Verfassungsänderung auf Grund de» § 14 möglich fei. ZusterSiö ist allerdings einer anderen Anschauung und diese zur Geltung zu bringen, muss er freilich vorerst den Hofrath Schuklje vernichten, er sagte: .Jeder Spatz aus dem Dache weiß, das« Schuklje der einflußloseste slovenische Abgeordnete ist. der die allergeringste Bedeutung hat.« Unter den 34 Abge-ordneten de« südslavischen Club« gebe eS nicht einen einzigen, der Schuklje« Worten Gehör schenke. Die Rede Schuklje« sei voll der traurigsten politischen Irrthümer und thatsächlichen Unrichtigkeiten; die» müsse ausgesprochen werden, damit niemand glaube, Schuklje habe im Namen des slovenischen Volke» gesprochen; für diese« sei da» allerbeste die Ein-führung de» allgemeinen, directen Wahlrechte», dann werde die Volksvertretung eine solche sein und nicht eine Vertretung privilegierten Stände, verschiedener Cliquen, diverser Tischgesellschaften. Natürlich werde dann auch für Hosräthe kein Platz in der Volk»-Vertretung fein.Zustersiö rief au»: „Zuerst sei dem Volke sein Recht gegeben, dann reden wir erst über Centrali»mu» und Autonomie". In ehrliches Deutsch übertragen lautet dieses flovenifch-clericale Glauben«-bekenntni«: „Wir wollen ein unumschränkte« Com-mando der Hetzgeistlichkeit. Herr Dr. Zustersiö mus« doch innerlich gelacht haben, al« er auSrief, auf Grund de« allgemeinen Wahlrechte« werde da« flo-venische Volk seine Bedürfniss« nach seinen eigenen Wünschen regeln. Nach dem allgemeinen Wahl-recht hat da« slovenische Volk bisher nur Geistliche in« Parlament geschickt und die clericale „Kärntner Zeitung' hat wohl Recht, wenn sie darüber klagt, das« die clericalen Bauern nur au« Furcht vor der Geistlichkeit sich an Wahlen betheiligen. Slooenisch-Clericale scheinen doch mit großer Unruhe auf die Wirksamkeit der liberalen Slovenen hinzublicken, sonst würden sie nicht so undurchführbaren Projecten nachlaufen, wie e« die Einführung de« gleichen und directen Wahlrechte« bei dem heutigen Culiurzustande de« slavischen Oesterreich ist. Ztnvorstchtiger Vadsaßrer. Der Heiligen. Bildhauer Ivan Cesar fuhr dieser Tage auf seinem Rade so unvorsichtig, das« er einen Sohn de« hier auf Sommerfrische weilenden Herrn k. k. Hauptmannt« Pramberger umrannte. Ivan Cesar wurde de«hald vom hiesigen Bezirksgerichte zu einer Geldstrafe von 30 Kronen und Zahlung de» Schmerzensgeldes im Betrage von 10 Kronen verurtheilt. Aus Hplotnitz wird un« geschrieben: Am 20. d. M. wurde in Anwesenheit de« Herrn Ober-commissär» Zoff die Gemeindewahl vorgenommen, welche dem Pfarrer Befenfchek und feinem Kaplan Janfekoviö eine große Blamage einbrachte. Schon feit 14 Tagen rannten diese Pächter deS christlichen Frieden« herum und hetzten gegen die deutschen Katholiken. Trotzdem sich der Pfarrer selber wählte, fiel er im dritten Wahlkörper ebenso glänzend durch, wie sein Versuch, im zweiten Wahlkörper durchzu-dringen, misslang. Auf den ersten Wahlkörper wartete er gar nicht mehr und fein Abzug nach Tschadram erfolgte unter freundlichen Pöllerfalven. Die deutsche Partei hat ihre Candidaten mit Zwei-dritt-lmehrheit durchgebracht, zumal auch der Pfarrer von Kunigund den Bacherer Bauern nicht den Kopf verdrehen konnte. Die Oplotnitzer waren auch dar-über sehr aufgebracht, das« der Pfarrer sich wei-gerte, am Geburtstage des Kaiser« ein Hochamt zu lesen. Die Kaisermesfe fand erst am Sonntag in Form einer stillen Schulmesse statt, die sich nur durch da« Absingen der VolkShymne urn einem Todtenamte unterschied. Der Pfarrer Befenfchek ordnete dieS alles so an, trotzdem Herr Oberlehrer Blenk um ein Hochamt ersucht hat. Z»ic Seier des 70. Heönrtstages des Kaisers Kran; Iofef I. in Honovitz. Gonobitz nimmt unter den lausenden von Orten, die patriotische Fest-tage stets in würdiger Weise zu feiern wissen, ge-wis« nicht die letzte Stelle ein. Die« hat e« uns diesmal wieder glänzend bewiesen. Schon am 17. August, als dem Vorabende des 70. Geburt«-tage de« Kaisers, zog e« sein Festgewand an. Die meisten Häuser prangten im Fahnen- und Flaggen-schmucke und zahllose Lichtlein erglänzten. Die frei-willige Feuerwehr und der Militär-Veteranenverein 4 „Deutsche Wacht 1900 veranstalteten gemeinschaftlich einen imposanten Fackelzug unter Vorantritt der Veteranenmusikkapelle und Hunderte dem Kaiser treu ergebene Leute durch« wogten den Markt. Am 18. August selbst wurde in der hiesigen Pfarrkirche vom Herrn Hauplpfarrer Barthlmä Voh ein feierliche« Hochamt mit Te Deum gelesen, zu welchem sich sämmtliche Beamte der hiesigen k. k. Behörden und Aemter, die Ge-«einderäthe mit dem Bürgermeister, die oben ge-nannten Bereine und die Jugend der beiden Schulen mit ihren Lehrern eingefunden hatten. Nach dem Festgotte«dienste begab sich Groß und Klein zur deutschen Schule, wo vom Lehrkörper derselben eine wahrhaft erhebende Fest««feier veranstaltet wurde. Herr Oberlehrer Aloi« S e i d l e r sprach eine gemüth-volle und ergreifende Festrede. Herr Lehrer Nt-chutny leitete den Gesang und die Lehrerin Frau K. Janowicz und Herr Lehrer Weixler die Vortrage der Kinder, bestehend in Festgedichten, die auf den seltenen Tag Bezug hatten. Mit dem Ab-fingen de« Kaiserliede» schloss das schöne Kaiser-fest. Al« Erinnerungszeichen an den 70. Geburtstag wurde jedem der anwesenden Kinder ein vom OrtS-schulrathe angtkausteS Kaiserbild eingehändigt. Hoch-befriedigt verließen die zahlreichen Festgäste da» einfach, aber würdevoll geschmückt« Schulhau«, und waren voll deS LobeS über den Verlauf de» Festes und die schönen Leistungen der Kinder. Sicherlich hat sich di« deutsche Schule hiedurch wieder neue Freunde gewonnen. Heil ihrem Bestehen und Ge-deihen! Mann. (Schul - und Kais erfest.) Am Sonntag den 26. d. M. findet im Eichenwäldchen bei Rann unter gefälliger Mitwirkung der Cillier Stadtkapelle ein Schul- und Kaisersest der hiesigen deutschen Volksschule und abends im Saale des »Deutschen Heime«' ein Concert statt, wozu Schul-freunde und Gesinnungsgenossen freundlichst geladen find. Beginn deS SchulsesteS 2 Uhr nachmittags, des Concertes 8 Uhr abend». Bei ungünstiger Witterung findet da« Fest im Rittersaale de» gräflich AttemS'schen Schlosse» statt. Kkektrische Straßenbahn in Lailiach. Mit dem Bau der Laibacher elektrischen Straßenbahn soll in den nächsten Tagen begonnen werden. Die mit der Bauleitung betrauten Ingenieure der Firma Siemens und HalSke sind bereit« eingetroffen. Die Bahn soll womöglich noch heuer dem Verkehr über-geben werden. Kerein Sudmark. Die heurige Hauptver-sammlung de« Vereine« Südmark wird Sonnabend (SamStag). den 8. de« Erntemonde« (September) um halb 10 Uhr vormittags in dem Bilderiaale des kaufmännischen VereinShauseS zu Linz tagen. An demselben Tage ist abend« ein FestcommerS in dem städtischen VolkSgartenfaale. am Vorabend« ein BegrüßungSabend in dem Garten des kauf-männischen VereinShauseS, am Sonntag um 10 Uhr vormittag« Frühschoppen im Gasthofe zum schwarzen Bären. Für die Nachmittage sind Au«flüge auf den Pöstlingberg und nach Gmunden und Ebensee geplant. Die Einladungen mit der Tagesordnung werden im Laufe dieser Woche versandt werden. Südmärkische KolKsbanK. Die Satzungen, welche die am 3. September d. I. um 5 Uhr abends im Rathhause, 2. Stock, Siadtrathsfaal. in Graz stattfindende gründende Versammlung der Süd-märkischen Volksbank beschließen wird, werden voraussichtlich recht bald, längstens bi« 1. October, handelsgerichtlich registriert sein. Bi« I. October dürste also die Südmärkifche VolkSbank ihre Thä-tigkeit beginnen können. Mit Montag, de» 20. August d. I. übernimmt der provisorische Direktor Herr Karl Berger in den Localitäten der Bank, I., Radetzkystraße Nr. 7, ebenerdig, den Dienst, um zunächst jede gewünschte Auskunft über die Satzungen und die Geschäftsordnung zu ertheilen, insbesondere über die Bedingungen sür die Einlagen jeder Art und für Darleihen im Rahmen des Personalcredit-und HypothekargeschästeS. deS Wechsel»E«compte-und BelehnungSgeschäste« sür Wertpapiere und andere bewegliche Güter u. f. w. Director Berger wird jedermann in zuvorkommmendster Weise Rede stehen. Auswärtigen Interessenten sei neuerdings erinnert, das« die Südmärkische VolkSbank alle Geschäfte der Banken, Sparkassen und Creditg?« nossenschastm zu betreiben gedenkt und das« sie ihren Theilhabern billige« Geld gegen satzungS-mäßige Sicherstellung zur Verfügung stellt. Die neue Anstalt hat ihre Aufgaben in der strengsten Wahrung des wirtschaftlichen Vortheile« der deutsch-völkischen Interessenten zu suchen, und sie erwartet, das« der wirtschaftlich Stärkere, der Verwendung suchende Besitzer von Ueberschüssen mit ihr sich verbinde, um dem wirtschaftlich Bedrängten, dem Betriebsmittel suchenden Geschäftsmanne — nicht bloß an den bedrohten Sprachgrenzen, sondern im ganzen Gebiete der Alpenländer — zu helfen nach dem Wahrspruche: »Der Deutsche soll dem Deutschen helfen, nützen. — Die Treue wird da« deutsche Volk beschützen!« Hvstaussttllung ;u ZSokfsverg. Für die Obst-auSstellung wurde die Zeit vom 13. bi« 16. October gewählt, da WolsSbrrg in Folge de« St. Koloman-Markte« viel von Fremden besucht ist. Der Herr Bürgermeister, der auch zugleich Vorstand de« Comites ist, war so liebenswürdig, den Turnsaal und einige anstoßende Räumlichkeiten diesem Zwecke zur Verfügung zu stellen. Um jedoch der Obstau«-stellung einen bleibenden Wert für da« Thal zu verleihen, wurde über Antrag de« Herrn Reich«-rath«- und LandtagSabgeordneten Johann Tschernigg beschlossen, nach einer Reihe von Jahren dieses Unternehmen zu wiederholen. Herr RegierungSrath Karl Murmayr stellte ferner seinen Einfluss in den Dienst dieser guten Sache und versprach maßgeben« den OrteS um Zuwendung von Medaillen vorstellig zu werden. Ferner erhofft man auch von anderen Körperschaften Preise zu erlangen, so dass der Ehrgeiz um das schönste und tadelloseste Obst auch seine Befriedigung finden wird. Lichte Zigarren Von der Finanz.LanbeS-direction ergeht folgende Mittheilung: „DaS Ver-langen deS cigarrenrauchenden PublicumS nach aus« schließlich lichter Ware ist ein derart allgemeine« geworden, dass damit wiederholt mit Beschwerden an die k. k. Generaldirection der Tabakregie heran« getreten wurde und auch in letzterer Zeit geradezu unerfüllbare Anforderungen an die Tabakregie ge» stellt wurden. Zur Aufklärung möge dienen, das« hinsichtlich der Cigarren de« allgemeinen Ver-schleiße« das Augenmerk der Generaldirection im Interesse möglichster Befriedigung der dieSfälligen Wünsche der Confumenten stetS darauf gerichtet ist, beim Ankaufe von Cigarrendeckstoffen eine thunlichst groß« Mtng« helleren Sortiments auch dann zu be-schaffen, wenn die Erreichung diese« Ziele« mit finanziellen Opfern verknüpft ist. Dem ist e« denn auch zu danken, das« bei den zur Verwendung ge-langenden Deckstoffen dunklere Marken im allge-meinen mit einem geringeren Antheile vertreten sind. Der Umstand jedoch, dass die letztjährigen Ernten ein qualitativ minderes Ergebnis an den hier in Frage kommenden ausländischen Tabaken lieferten und das« auch im Auslande die Nachfrage nach hellen Cigarren vorherrscht, hat die Schwierigkeiten in der Erwerbung lichter Marken, selbst bei Zuge-stehung hoher Preise, derart gesteigert, das« der ganzen Sachlage nach eine allgemeine Befriedigung de» Wunsche» der Cigarrenconsumenten nach au»-schließlich Heller Ware schlechterding« unmöglich ist. Noch schwieriger gestaltet sich die Position der Regie bei der Herstellung von Cigarren und ge-schnittenen feinen Rauchtabaksorten de« Speciali« tätentarise«, weil hier nebst den Anforderung»» in Bezug auf da« Farbenfortiment noch ganz beson-der« jene spezifischen Eigenschaften berikfsichtigt werden wollen, von deren Vorhandensein geradezu die Wahrung de« typischen Charakter« des be-treffenden SpecialfabrikatS bedingt ist. Wie oben angedeutet wurde, ergibt sich, wa» die Cigarren anbelangt, nur selten Gelegenheit, AuSländerdeck-stoffe, die alle gewünschten Eigenschaften. inSbe-sondere auch die helle Farbe besitzen, in genügender Menge und um annehmbare Preise auf dem Welt-markte zu erwerben. weShalb sich die Regie darauf beschränken muss, für die Erzeugung von Special« ciganen in erster Linie di« Auslese dessen, wa» an geeigneter Deckware überhaupt jeweils eben vor-Handen ist, heranzuziehen und dementsprechend zu verwenden. DaS Gleiche, nur noch im erhöhten Miße, gilt hinsichtlich der Erwerbung und AuS-wähl der Stoffe für die Herstellung der feinen Rauchtabaksorien deS SpecialoerschleißeS (nament-lich des feinen Kir, feinen Pursitschan und feinsten Herzegowina). Die Tabakregie ist daher auch hin-sichtlich solcher Rauchtabake nicht immer in der Lage, die Wünsche der Consumenten nach hell-färbiaem Tabak durchwegs zu befriedigen.« Mntersteirische Aider. In der LandeScur-anstatt Rohitfch-Sauerbrunn sind bis zum 13. Auaust 1592 Parteien mit 2426 Personen zum Curgebrauche eingetroffen. Aayr- und Piehmärkte in Steiermark. Am 23. August: Gleinalpe. Bez. Frohnleiten I. u. V. — Am 24. August: Graz, Etechvithmarkt nächst dem Schlacht» Hause. — Amsel«, I. u. B. — Birkfeld, I. u. V. — Gamö. Bez. Stainz, I. u. B. — Jrdning, V. und Pferdemarkt. — «aittelfeld, I. und bedeutender V. — Landl, Bez. St. Gillen, I. — St. Peter am Kummers» berg. Bez. Oberwölz, Pferde« und Schlachtviehmarkt. — Rohitsch, I. u. V. — Sinabelkirchen, Bez. GleiSdorf, I. u. B. — Tüffer. I. u. L. — Voittberg, I. «. V. — Windisch Feistritz, I. u. B. — Wöllan. Oq. Schönstem. I. u. B. — Mureck, I. u. 8. — Un 25. August: Graz, Getreide-, Heu- und SrwhmnS am Grie«-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Pntitz, Bez. Murau, Pferde- und Schlachtviehmarkr. — Ran, Schweinemarkt. — Leibnitz, MonalSviehmirtt. — I« Am 26. August: Fernitz, Bez. Umgebung Sraz, Z. — Witschein. Bez. Marburg, I. — Am 27. lupft: Laufen, Bez. Oberburg, I. u. B. — Am 28. Xapll: St. Anna am Aigen, Bez. Fehring, I. — Tech«:«-kirchen, Bez. Friedbirg, I. u. B. — Heilig«« Zufälligkeit, W.-B., Bez. St. Leonhard, B. — Filrft» feld, I. u. B. — Heimschuh. Bez. Leibnitz, 3». — Seckau, Bez. Knittelfeld, Kräm. — Stainz, 3. a. 8. — Am 29. August: Graz. Getreide-, He»- und sirch» markt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteta»liche. -St. Filipp bei Wnatsche, Bez. Drachenburz, Z. i 8. — Hohenmauthen, Bez. Mahrenberg, Z. u. I St. Peter am OttcrSbach. Bez. Mureck, I. u. $ — Pöltschach, Bez. Windisch-Feistriz. I. u. B. — film wald, Bez. Oberzeiring, V. — Et. Thoma« bei « 14. August 1900 wurden für geleistet« Lze-dei: Der Sparkasse in Jägerndorf, der Zparcasie « Skolfchau und der Stadtgemeinde Llmüy, fti» der Ortsgruppe in GleiSdorf für die VeraMlirq und den Ertrag deS SommerfesteS vom 15. M 1900, den beiden wackeren Ortsgruppen in Tnscha für den un« zur Verfügung gestellten Ertrag >ünt diesjährigen Sominerseste« per j« K 300, jiiüwina K 1600 der geziemende Dank abgestauet. Kir d» unS überkommene Spende eines ungexamU lern wollenden Ehepaares wurde der tiefstgefühlte £ «f auSg«fproch«n. Der Anfall «in«S Legates »ach Herr» Konrad Blaschka in Liebenau wurde danke«» z« Kenntnis genommen. Angelegenheiten der Lerenit-anstalten in Königsberg. Laibach, Nennoivitz «ab Windisch-Feistritz wurden in Erwägung geizen in» der Erledigung zugeführt, der technische Con^le« berichtet über den Stand der Bau^ngeleaeidnle, in Blisowa und Niedermühl. Herr Dr. Eckel Sder den Bau der Schule in Switschin. Der Zahl» meister Herr Schandl berichtet über den gende Frequenz au» und das Eurlebe l ftedr »ot m vollster Blüte. Nebst den von jeher in unserem for» j orte reichlich zugebote stehenden Zerstreuungen, bistehut in Reunionen, Concerten de« Curorchester« und betuticc Militärkapellen, Theater, Coriandoli-Corso ,-di. reichen sonstigen Vergnügungen, ist seit einer Zicide tm. 1900 ..Deutsch» Wacht" 5 ZHnn auch nach einer anderen Richtung hin daS lliterhaltungS^ebiet wesentlich erweitert worden, u. zw. iß et der Sport in seiner mannigfachen Gestalt, welcher hin einen sehr beachtenswerten Aufschwung genommen Zunächst ist es der Radsport, welcher sowohl den Anhängern desselben als auch dem übrigen Publikum ifleren bei großen Wettfahren vorgeführt wird. Der KKg« erste Radfahrerverein besitzt eine sehr ausgedehnte Nichtige Fahrbahn, auf wilcher derselbe von Zeit zu Kit die interessantesten Wettkämpfe veranstaltet, zu «lchen zahlreiche berühmte Rennfahrer erscheinen, um f4 sn dem Wettstreite zu betheiligen. Diese sportlichen HtwiKallungen sind immer von Tausenden von Zu-schnem besucht. In den letzten Jahren kam noch der kwD-teonig- und Fußball-Sport hinzu. Dank dem Gttxgenkommen der Stadtgemeinde, welche diese sport-lifci Veranstaltungen begünstigt, stehen für dieselben nlchtize Spielplätze zur Verfügung, die auch sehr au»-ptiz tenützt »erden, Kürzlich fand hier ein interessanter Mall Wettkamps statt und anfangs der abgelaufenen L»che wurde hier daS zweite dcutschböhmlsche Lawn-tllws-lurnier abgehalten, welche» viele Spieler von La»tn au» weiter Entfernung nach Teplitz-Schönau Ane. Selbstredend nahm an allen diesen Veranstal-tnzm da« Curpublieum auch al» Zuschauer lebhaften febril. Unter den zuletzt angekommenen Cnrgästen be-sich: Frau Lina von Jau», GeneralSwitwe au» de» Arthcil über englische Kriegführung. Die lief die Erbitterung in Südafrika bis in englische fmst hinein über die englische Kriegführung geht, zeigt %nitr anlästlich der völkerrechtswidrigen Proclamation R die Zreiitaatler geschriebene Brief au» Kapstadt: .Zur Hölle ist Südafrika, wo doch auch viele Tausende W Deutschen leben, jedem ehrlichen Mann geworden, «fc sur dem gewissenlosen Anbeter britischer Habgier c.'d zeitlicher MammonSerfolge bietet die« Land noch cüu Statte, wert, darin zu leben. Nicht wie e« der fr'.tjt herkömmlicher Lauf ist, liegt die» arme Land in 5«ih und grauenhaftem Elend, nein, eine einzig« Ache rauchender Trümmerhaufen, verwüstetfr Felder vh einst blühender Pflanzungen bezeichnet meilenweit im Umkreis jeden Weg de« BanditenheereS, daS auch Kl Frauen und Kinder, ja der Kranken und sterbenden Ärche nicht schont, um den letzten Rest de» Vertrauen», illch ein drei Geschlechter hindurch von Briten ver» &»lei Siels noch in die Menschlichkeit deS Briten hatte, zu vernichten. Gibt e» denn kein Gewissen mehr bei den Völkern gegen diese grotesk ungesetzlich«, infam un-gerecht« („grotesquely illegal and infamously unjust') Handlungsweise de» Lord Robert«? so ruft ein englische» Blatt, die „S. A. RewS", auS in Be-sprechung jener Rebellen-Proclamation gegen die Frei-staatler." Per Kampf um die deutsche Sprache. Ein Elsässer schreibt: Wenn unser« Brüd«r in Oesterreich sich für die Sprache Schiller» und Göthe» und für di« deutschen Bücherschätze — di« reichsten und schönsten der Welt — mehren, so haben sie noch mehr Recht, al» wir Elsässer in ähnlichem Eprachenkampfe. Ihnen muthet man zu, ihr Erstgeburtsrecht für ein Linsen-gericht zu verkaufen. Un« hat man doch nicht zuge-muthet, baSkisch, bretonisch, provenzalisch oder korsika-nisch zu lernen. Un» bot man im Tausch« «ine ge-achtete Weltsprache, «ine an klassischen, wissenschaftlichen und unterhaltenden Werken reiche Literatur an. Wir aber sagten: „Die deutsch« Sprache ist noch reichtr und brauchbarer, der deutsche Bücherschatz noch edler und schöner. Den Schlüssel zu dieser Schatzkammer wollen wir nicht verlieren." Unsere Dichter schwärmten für deutsche Vorbilder, Psesscl für Gellert, Ehrenfricd Stöber für Hebel, Adolf Stöber für Schiller, August Stöber für Uhland, Eduard Spach für Gerok. Sie waren zweisprachig gebildet, konnten aber mit der ärmeren, französischen Kunstsprache nicht» ausrichten. Die evan-gelischen Pfarrer sagten: „Wir können die klassisch-volkSthümlichen Kirchenlieder, unsere meisterhafte, an Sprachfchönheilen besonder» reiche Bibelübersetzung, die gemüthlichen Tröster de» Volkes und die trefflichen Volksbücher und Volkslieder nicht entbehren und nicht in ärmere Sprachen übertragen." Schlichte Hand-werker- und Meistersänge?, wie Daniel Hirtz und Christian Hackenschmidt, erklärten ebenfalls in ihren Gedichten und Kalendern, sie könnten den Schatz d:r deutschen Sprache und Literatur nicht hergeben. Sie sagten in strvßbnrjcrditfchcr Mundart: „So lang noch unser Münster steht — Un die» isch kerngesund — Au d' Viuttersproch' nit untergeht; — Denn vi«l gäng' dann zu Grund." Reichthum der deutschen Sprache. Der elsäs-fische Dichter Spach in Lichtenberg beweist durch Kraft-stücke in 12- oder 24fachem Reimsplele den Reichthum und die Brauchbarkeit dcr deutschen Sprache. Wir legen folgende« Probestück vor: Vor und nach. Stiegen sind steil. Auch im Dichten gilt Votsicht, gib Acht, Ziegen hat Vorwitz hernach oft zu Falle gebracht. Kriegen Soldaten im Herbst, nach d«m Kampfspiel der Schlacht Liegen sie friedlich umS Feuer und halten die W a ch t. Wiegrn wir Kindlein, fpielmüde, in Schlummer der Nacht, Schmiegen schlaftrunken sie gleich i» die Kissen sich sacht. Fliegen Goldsalter um Blumen, wenn Sonnenschein lacht, Kriegen sie endlich denn satt nicht de» Maientag» Pracht? Siegen im Reimspiel, wer hat nicht die Müh» be-dacht? B i e g«n die Worte wie Rückert, wer nach «S ihm macht? Noch beweiskräftiger sind die deutschen Uebersetzungen. Man sehe die metrischen Ueberfetzngen der altgriechischen und römischen Dichter, im Bibliographischen Institut von Meyer in Leipzig und die gereimten Uebersetzungen der französischen, italienischen und englischen Dichter in der Universal-Bibliothek von Philipp Reclam in Leipzig. Da erst, bei doppelten Schwierigkeiten, zeigt sich die Biegsamkeit und Brauchbarkeit der deutschen Sprache. Hrmordete Staatsoverhäupter. In den letzten hundert Jahren sind siebzehn Staatsoberhäupter und eine Kaiserin ermordet worden: Zar Paul 1. Russland wurde in der Nacht zum 23. März 1801 durch Verschwörer, deren Haupt der Graf Peter von der Pahlen war, im Michailowfchen Palast zu Petersburg mit seiner eigenen Schärpe erdrosselt. Den Sultan Semlin 111. ließ Mustapha IV., nachdem er zur Regierung berufen worden war, in Haft nehmen und im Mai 1803 er-drosseln. Graf Capodistria», Präsident des griechischen Staate», wurde nach dreijähriger Präsidentschaft, am 9. October 1331, zu Nauplic beim Eintritt« in di« Kirche St. Spridion von Konstantin und Georg Mauro-michale» durch vier Dolchstiche in die Brust getödtet. Herzog Carl von Parma wurde im Juni 1354 er-stechen. Der erste Fürst von Montenegro, Danilo I., siel nach achtjähriger Regierung»zcit im Jahre 1860 der Blutrache zum Opfer. Der sechzehnte Präsident der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Abraham Lin» coln, wurde ein Opfer de» Schauspieler» Wilke« Booth, der ihn am 14. April während der Vorstellung im Fords-Theater zu Washington von dcr Bühne aus er- schoß. Drei Jahr« später, 1868, fiel der Fürst von Serbien, Michael Obrenvwltsch, durch Mörderhand im Wildpark Topschider bei Belgrad. Im Jahre 1870 wurde d«r Präsident von Haiti. Salnavez, erschossen. Da« Jahr 1875 brachte die Ermordung des Präsidenten von Ecuador. Doktor Sarcia Moreno. Der 32. Saltan dcr O«manen, Abdul-Aziz-Chan, wurde am 30. Mai 1876 während d«r Nacht in feiner Kerkerzelle ermordet. Garfield, der 20. Präsident der Vereinigten Staaten, erhielt am 2. Juli 1884 in Washington von einem Fanatiker, Namens Guiteau, einen NevolverschusS in die Brust, der zwar nicht sofort tödtlich war, den Präsidenten aber zu langsamen Siechthum verurtheilte, wovon ihm am 18. September desselben JahreS der Tod erlöste. Zar Alexander II. von Russland wurde am 13. März 1881 auf dcr Rückkehr von einer Parade da« Opser eine» Anschlages; Oxsini-Bomben wurden unter seinen Schlitten geworfen, die beim Platzen ihn so verwundeten, das» er in wenigen Augen-blicken verblutete. Am 7. Juli 1870 wurde dcr Prä-sident Mcrendez der Republick San Salvador ermordet. Am 24. Juli 1394 tödtele in Lion Cesario den fran-zöstschen Präsidenten Carnot. Lucchenl erstach am 10. September 1898 zu Genf die Kaiserin Elisabeth, als sie eine Dampferfahrt unternehmen wollte. Kort mit dem Kopfsprung! Wer einmal in der Schwimmanstalt von einem andern unvermuthet au» einiger Höhe in« Wasser gestoßen wurde und dabei mit der Breitseite de» Körper» auf die Wasserfläche aufschlug, wird mit erheblichen Schmerzen erfahren haben, dass der Wasserspiegel dem Durchbrechen ziemlich starken Widerstand entgegensetzt; beim Fallen auf den Unterleib kann sogar Bewusslosigkeit mit schweren Folgen eintreten. Daher ist c«, so führt Dr. Otto Gotthilf in der „Leipziger Volkszeitung" aus, nur ganz natürlich, das« auch der sogenannte Kopfsprung gefährlich für Ge» fnndheit und Leben werden kann. Viele bekommen dadurch Kopfschmerzen, die allerdings nach einiger Zeit vergeSen. Doch sollte ihnen dcr deutliche Wink von der Natur genüge», um jene gymnastische Uebung ein-für allemal zu unterlassen. Besonders häufig veran» lasst der Kopfsprung Ohrenerkrankungen, namentlich Verletzungen oder sogar Zerreißungen deS Trommelfell». Die Ursache besteht wahrscheinlich in der plötzlichen und mächtigen Kompression der Luft im äußeren Gehörgang. Kürzlich hat hierüber der Generaloberarzt Dr. Villaret ewe Statistik au» den kriegSministerielleu Berichten der ganzen deutschen Armee zusammengestellt. Danach kamen von 1873 bi« 1896 im ganzen 83.333 Ohrener-krankungen vor, wovon allein rund 22.000 auf die beiden Monate Juni und Tuli entfielen. Aer Monat August kann beim Militär nicht mehr al» Bademonat gerechnet werdcn, weil die Mannschaft sich während dieser Zeit im Manöver befindet. Seit dem Jahr« 1392 sind in den militärärztlichen Berichten die Krank-heilen de» Tromelfelle« besonder» angeführt, und da findet sich denn die warnende, bedeutsame Thatsach«, das« beinahe die Hälfte aller Trommelfellverletzungen allein auf die Bademonate Juni und Juli entfallen. Wiederholt berichten der Militärärzte in jenen Rappor-ten von Zerreißung deS Trommelfelle« unmittelbar nach einem Kopfsprung; auch für andere Erkrankungen des äußeren Gehörgang«» und des Trommelfells wird häufig Kopfsprung al» einzige, unmittelbare Ursache angegeben. Also fort mit dem Kopfsprung! Hege« die Maturitätsprüfung. Die Wiener Wocheoschrift „Die Wage" bringt einen Artikel über die „Reformbedürftigkeit des Gymnasium»" von dem Gymnasialdirector i. R. Anton Fichten, in welchem eS u. a. hdißt: Die Maturitätsprüfungen, die in der» amtlichen Erlässen und Verordnungen mit mehr Wärme al» Scharfsinn und Stichhältigkeit vertheidigt werden und bis heute al» Schreckbild für Schüler und Eltern eine große Rolle spielen, zeigen sich bei näherem Zusehe» keineswegs von jenem Werte, den „man" ihnen gern beilegen möchte. Acht, sage acht Jahre lang, haben die Lehrer de» Gymnasium» den Schüler für reif erklärt, die einzelnen Stufen der Erkenntnis hinanzusteigen, um ihn schließlich im Laufe einer Stunde (so viel kommt «n der Regel auf daS Gefammtexamen eine« Abiturienten) für unreif zu erklären, die Hallen d«r Hochschule zu betreten. Welcher Widersinn! Ja, welche — sagen wir e» nur heraus — GeivissenSlostgkeit! Findet man denn wirklich in acht Jahren die Mittel nicht herau«, die unreif«» Köpfe von der Etudienbah» auf andere Wege zu weisen? Sollt« gewissenhafte Er» wägung, ob der Schüler Jahr sür Jahr da» Lehrziel auch thatsächlich erreicht hat, nicht ein« Prüfung üb«r» flüssig erscheinen lassen, die durch den dabei — wie oft l — waltenden Zufall gauz überaschende Unbillig» feiten — um nicht zu sagen Ungerechtigkeiten — z>» Tage fördert? E» geht nicht an ztt sagen: Zufall ist bei der Prüfung, wie ein Vorsitzender sich auszudrücken beliebte, um eine gewisse Härte von sich selbst zu recht-fertigen. Wa» so? der Zufall bei dcr Prüfung eines Schüler», dessen Lehrer durch acht Jahre Zeit genug 6 haben, zu einem gründliche» Urtheile über dir geistige Reife desselben zu gelangen? Zufall wird dort niemals ouSgeschloffen sein, wo, wie bei den Prüfungen der UnirersilätShorcr. der Examinator den Kandidator vielleicht nie gesehen bat, jedenfalls aber keinerlei genaue Kenntnis von dem Wissen desselben haben kann. Soll aber ein bewusSter und gewusSter Zufall über da» LebenSglück eine» jungen Manne» entscheiden dürfen, der den Anforderungen feiner Lehrer durch acht Jahre «ntsprochen hat? z>as kalte Mittagessen ist in den heißen Sommerlagen in manchen Gegenden nur zum Vortheil für da» Wohlbefinden Sitte. Heiße» Essen heizt von innen ein und die Sonnenwärme von außen. Heiße Speisen erzeugen somit einen Zustand der Unbehaglich« kett. Dazu kommt, das» die heißen, fetten, gebratenen und gekochten Speisen da» VerdanungSsieber erhöhen und Müdigkeit zur unpassenden Zeit, da» ist am Tage, erzeugen. Der Tage»schlaf raubt dann manchen in den warmen Nächten und Betten den schönen Nachtschlaf, abgesehen davon, dass die TageSmüdigkeit Unlust zur Arbeit mit sich verbindet und TageSschlaf schöne Arbeit«-zeit vergeudet. Kalte« Mittagbrot in Form eine« zweiten Frühstück», wie in England allgemein üblich, macht in den heißen Tagen viel weniger träge, schläfrig und arbeitSunlustig. E« ist viel praktischer, zur heißen Jahreszeit die schwer' verdauliche warme Mahlzeit auf den kühlen Spätnachmittag oder Abend zu verlegen. ES kommt dabei nur auf die Gewohnheit an. Weiter ist rortheilhaft, außer viel Früchten möglichst trocken zu essen, d. h. wenig Flüssigkeiten zu genießen, und zwar gleich vom frühen Morgen au, hier z. B. den Kaffee wegzulassen. Di- Erfahrung lehrt, dass trockene Speisen, deren Wert besonder» auch Kneipp anerkennt, den wenigsten Turst erzeugen. Da» Beste dürfte früh nach englischer Art fein: Brot, Butter, Käse, Eier, kalte» Fleisch, wenig gesalzen, da» Allerbeste: Brrd bloß mit Käse. Viel Turst erzeugt auch alle» scharfe Gewürz namentlich Salz und Pfeffer. Man vermeide also hierin ein Uebermaß. Hin Kaffern Märchen wird in einem Londoner Blatte wieder erzählt. E» führt den Titel „Demant und Demanza' und ist ein hübsche» Beispiel für die Art. wie die südafrikanischen Kaffern fabulieren: Demane und Temanza sind Mann und Frau und leben zusammen in einer Höhle. Demane geht eines Tages zur Jagd au», sagt aber vorher seiner Frau, sie solle während seiner Abwesenheit auf keinen Fall Essen kochen, weil dann die Kannibalen, von dem Garuch deS Essen» an-gelockt, die Höhle finden, sie fortschleppen und fressen würden. Sobald ihr Gehieter gegangen ist, bereitet sich Demanza aber doch ein Mahl, mit dem Erfolge, dass ein Kannibale an die Thüre der Höhle klopft und um EinlasS bittet, den sie ihm jedoch verweigert. So geht den» der Kannibale fort, hält Rath mit seinen StammeSzenvssen, und sie brennen ihm die Kehle, wo-durch seine Stimme weich wie die eines Mädchen» wird. Er kehrt zur Höhle zurück und erhält nunmehr EinlasS. Der Kannibale bindet Demanza sogleich in «inen Sack, den er mitgebracht hat, und nimmt sie in feine eigene Wohnung. Als Demane mit eine« Bienen-schwarm, den er unterwegs gefunden hat, nach Hause kommt, entdeckt er die Entführung seines Weibe». Er sindet auch die Spuren zum Lager de» Kannibalen. Dieser hat Demanza in dem zugebundene Sack gelassen, während er einige Verwandte holt, die mit ihm an dem Schmau», der nun folgen wird, theilnehmen sollen. Demane befreit sein Weib und steckt die Bienen in den Sack, und Mann und Weib ziehen sich schleunigst zurück. Die Festtheilnehmer erscheinen, und der Kannibale sagt einem von ihnen, er solle etwa» gute» au» dem Sack nehmen. Dieser versucht e«, wird aber gestochen und schimpft auf den Wirt, der nun selbst zu dem Sack geht. AI» er ihn aber öffnet, schwärmen alle Bienen au» und stechen ihn so, das» er au» der Höhle rennt und in einen Teich springt, in dessen Schlamm er er-stickt. So stirbt er, und Demane und Temanza eignen sich all feinen Reichthum an, und leben fortan herrlich und in Freuden. Wie man „tugendhaft' Walzer tanzt. Bei der kürzlich in London statigefundenen Conferenz britischer und amerikanischer Tanzmeister behaup-teten die Herren, das» di« Art. in der sich die tanzenden Paare beim Walzer und anderen Rund-tänzen umschlungen halten, wenig grac-ö» und oft geradezu unschicklich sei. Man protestierte allgemein gegen da« wilde Hopsen und Rasen, dem man sich heuie in den Ballsälen hingibt und daS kaum noch die Bezeichnung „Tanz' verdiene. Der von Amerika herübergekommenen „Washington Post" wird allseitig zur Last gelegt, dass sie Unheil angerichtet habe, indcm sie Tänzer und Tänzerinnen, denen früher ein langsamer Walzer über alles gieng, zu den tollsten Sprüngen verleite. Die Tanzlehrer find nun darin übereingekommen, das» für die nächste Winter-saison eine neue Methode in Bezug auf die Post» „Deutsche Wacht" tion der Paare einzuführen ist. Dadurch dürste ein „Ansichdrückeo" in Zukunft nicht mehr möglich sein. Die Regeln sür diese Haltung beim Tanze sind folgende: Der Herr reicht der Dame die linke Hände, sie legt ihre Rechte hinein, und der Herr umschließt ihre Finger mit festem Griff. Dann biegt die Partnerin ihren linken Arm und legt die Hand aus feinen ebenfalls gebogenen rechten Unter-arm. dessen Hand ihre Taille im Rücken berühren soll, aber nicht umspannen darf. Die linke Hand der Dame wird also nicht mehr wie früher auf die Schulter oder gar um den Hal» (?) de» Partner» gelegt. Da» ist von nun an „rnauvais genre!* Anteressante Annonce. Die amerikanische Zeitung „Horper'S Weekly" enthielt ver kurzem folgendes Ja-ferst: „Ich suche einen Mann, welcher eS übernehmen will, mit meiner Frau durchzugehen. Derselbe muss sehr viel Muth besitzen, Kräfte wie ein Stier haben, von ausgezeichneter Gesundheit sein und ohne langen und regelmäßigen Schlaf existieren können. Meine Frau erfreut sich einer sehr robusten Gesundheit und besitzt manche gute Eigenschaften, welche allen jenen zu statten kommen würden, welche Liebhaber davon sind. Die Zungengeläuffgkeit meiner Frau lässt nicht» zu wünschen übrig, da» Pfeifen einer Locomotive, da» Gekreisch eine» Nebelhorn» sind Flötengesäusel ihr gegenüber, wenn sie so recht im Zuge ist. Auch al» Compagnon in einer Essigfabrik wäre sie von großem Vortheil, da sie durch ihre unerschöpfliche Säure ven Prozess des Destillats beschleunigen könnte. Sollte sich jemand finden, dcr das Wagnis unternehmen und mit ihr durchbrennen wollte, so zahle ich ihm bar 500 Dollars. Meinen Segen geb« ich, falls er gewünscht wird, gratis.' Folgt Name und Adresse. Neuordnung der Hräver deutscher Kaiser. Am 16. d. M. wurden im altehrwürdigen Tome zu Speyer aus Befehl und mit Erlaubnis des Prinzregenten Luitpold von Baiern die Gräber der deutschen Kaiser geöffnet und pietätvoll neu geordnet, nachdem dieselben anno 1689 von den Franzosen unter Mölac und Turenne verwüstet und entweiht wurden. Die Nachricht wird besonder» in Oesterreich interessieren, da sich neben den salischen Kaisern Heinrich Hl. (der Schwarze), Heinrich IV. und V. und neben Beatrix, Gemalin Friedrich d<» Rothbart», auch die Gebeine Rudolf'S von HabSburg, der In dem Dome zu Speyer entschlief, in der Gruft befinden. Die Leitung hat der Gymnasial-lehrer Praua in Speyer unter Aufsicht de» Regierung»-Präsidenten der Pfalz und steht zu hoffen, das» man hinsichtlich der Feststellung und würdigen Grablegung daS Entsprechendste verfügt werden wird. Sie glauben alles! Ein kluger Mann mit ahnungsvollem Gemüt, schreibt daS „Wr. Fr.", ist in der Lage, folgende Unterredung zwischen Herrn Auanschikai, Gouverneur von Ehavtung und Herrn Scheng, Taotai und Telegraphendireetor in Shanghai, mitzutheilen: Duanschikai: „Du hast doch alles begriffen?' — Scheng: „Glaubst du denn, Herr, das» du einen jener schwachköpsigen weißen Teufel vor dir hast, die der Sohn de» Himmel» zerstückeln möge?"— Manschikai: „Fern sei e» von mir, dich, die Blume des wandernden Drahtes, zu beleidigen. Wa» hast du den Fremden gestern gesagt?" — Scheng: »Sie mögen sich ganz auf dich verlassen, Herr. Und in Peking ist alle» frisch und gesund." — Auanschikai: „Sie haben e» dir doch geglaubt?" — Scheng: „Sie glauben alle», Herr; wenn du ihnen sagst, sie selbst seien niedergemetzelt worden, so werden sie die» sofort nach Europa, da» der Erdboden verschlingen möge, telegraphieren." — Auanschikai: „Morgen wirst du ihnen sagen, das» kein Mann mehr in Peking lebt." — Scheng: „Sie werden sehr bestürzt sein." — Auanschiküi: „Uebermergen aber wirst du ihnen sagen, ganz Peking sei zerstört, nur die Gesandtschaften stehen noch." -- Scheng: „Wie du be-siehlst, o Herr, Sie werden sehr große Freude empfinden und alle» telegraphieren." Wie man in ßhina Wannscripte znrück-erhält. Alle diejenigen, welche die gedruckten Formulare der europäischen Herausgeber und Verleger kennen! „Wir bedauern, von Ihrer Einsendung keinen Gebrauch machen zu können (wegen Platzmangel», Ueberhäufung von Ein-fendungen :c. :c.)", werden ihre chinesischen Schicksals-genossen beneiden. Eine amerikanische Zeitschrift bringt einen chinesischen RückweisungSbrief: „Berühmter Bruder der Sonne und de» MondeSl Sieh auf Deinen Sclaven, der sich zu Deinen Füßen wälzt, den Boden von Dir küsst und von Deiner Barmherzigkeit die Gnade zu leben und zu sprechen erfleht. Wir haben Dein Manuscript mit Entzücken gelesen. Bei den Gebeinen unserer Ahnen schwören wir, das« wir niemals solch ein Meisterwerk gelesen haben. Würden wir eS drucken, so würd« Seine Majestät d«r Kaiser uns befehlen, un» für alle Zukunft nach ihm zu richten und niemals wieder etwa» zu drucken, wa» Deinem Werke nicht gleich käme. Und da müssten wir am Ende 10.000 Jahre auf eine Wiederholung 1900 warten. Siehe meine Hand zu meinen Füßen, un» ich, bin Dein Sclave." Aus dem Ariefkalleu des „Aladderadratfch'. Der „Heidelberger Anzeiger" sagt in dem Bericht« iider eine Schlägerri: „Drr V«rl«tzt« würd« in da« akadeixtM Krankenhaus verbracht so das« an seinem A»fkoma» gezweifelt werden muss." Steht da« akademische Kraalen» hau« wirklich in einen» so schlechten Ruf? — tm „Jserloner Tageblatt' wild au» dem englischen Lq«r in Südafrika berichtet: „Unter den Maulthieren -ab Ochsen ist di« Sterblichkeit groß, da» Befind«» der anderen Generale ist befriedigend." Da» klingt für die anderen Generale nicht sehr schmeichelhaft. — Tie „Pfälzische Rundschau' schreibt: „Heute abend« ta» brannte sich ein hiesiger Schneidermeister derartig ta Unterleib, das» er noch gestern abend» mit de» 6raio sacramenten versehen wurde." — Die »Deutsche floh» sahrer-Zeitung' theilt mit: „Ein neue» Metall, «t dem auch Daimler seine Motoren baut, heißt Wagm-lium. 100 Kilogramm Magnalium haben etwa d* selbe Gewicht, wie 103 Kilogramm Aluminium/ tu Magnalium mus« ein ganz eigenartige« Metall sei». — Im „Sommerfelder Wochenblatt' wird bckeiut gemacht: Alle diejenige», welch« noch Zahlung» -» mich zu leisten haben, fordere ich auf, binnen I4!aM zu bezahle», widrigenfalls ich klagbar werd«, llie» SchicßhauS.' Man sollte nicht glaub«», das« ei» litei SchießhauS so ungemülhlich werden kann. Schrifttöum. Von der Wiener Wochenschrift „Die Leit' (Herausgeber Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max Bunfkit, Dr. Heinrich Kenner, Prof. Dr. Richard Mulher) ig ta» 307. Heft erschienen. Abonnements auf diese Doch«» fchrift, viertelj. 6 K, nehmen die Post, alle Bachhmd-lunge» und die Administration, Wien, IX/3, eiitzex». Einzelnummern 60 h. Probenummer gratis und stak» Da» in München erscheinende, auf udiutauua» nalem Boden stehende Kampfblatt „Hdiu" bringt n seiner 33. Nummer folgenden Inhalt: Leitspruch. — Pfeiler de» englischen Könighause». — Bestechlichkeit. — Die Zionisten. — Saure Gurken. — Nuidetug des „Bunde» der Deutschen in Böhmen" zu — Au» dem Kampfe. — Allerlei. — Anzeige». — Beilage: Deutschland über See. — Probe»»»«» sind jederzeit durch die Geschäftsstelle, München 19, ftMNN straße 9, zu beziehen. Der JahreSbezugSprei« kettigl fl. 2° 50 bei freier Zusendung. Die Nr. 24, von Ailliugers Peise- nid Zkremdenzeitvng vom 20. August 1900 hat schaden Inhalt: Mitterstll. Von I. F. Kaiser. iNrt Jllustr.) — Graf Zeppelin über sein lenkbare« 2r> schiff. — Welche Erdgebiete dürfen noch al« unbe.'omt gelten? — Deutsch-LandSberg. Von Hermann (Mit Jllustr.) — Amrum, die Perle der Rsrd»ee. — AuS der Jugend deS RheinS. Von Ed. Müllertcch. (Mit Jllustr.) — Der Felsen EaShel. (Mit IUißr.j — Die Tabakspfeife in der Völkerkunde. — £&» thum. — Touristisches. — Verkehrswesen. — Set» mischteS. — Theater und Musik. — Mittheilung«» t(S Nah u.id Fern. — Literatur. Siegfriedskarte. Im Verlage de» barfc* Jugendbunde» in Brünn ist eine prachtvolle, in ztfc» Farben ausgeführte Künstlerkarte erschiene». Diese s stellt den Recken Siegfried im Kampf« mit dem Drich» (Fafner) dar. D«r Drache ist eben im Begriffe, ei« von mächtigen FelSgerölle umgebene Höhle zu «erlistn. Siegfried steht da, die Augen auf das Ungeheuer ge» richlet, daS Schwert hoch in der Luft schwingen«, et eS im nächsten Augenblicke auf da« feuerspeiend« Hmt de« hinterlistigen Unthiere« niederfausen zu lasse», — ein echter germanischer Recke. Wie schon oben tnjöJU, ist diese Karte prachtvoll ausgeführt und dürste del unseren Volksgenossen vollsten Beifall find«». Tiefe Karte kann auch von del' deutschen Vereinen zur K9 I einSkarte gemacht werden, indem fie rechts odn mit dem Namen des betreffenden Vereine» versehe» »itd. Die Karte wird zu folgenden Preisen abg-g-dm: 10 Stück — 1 K, 100 Stück — 8 X, 500 6tiLf= 30 K, 1000 Stück = 50 K. ZahlungSbedniimgu: Bi« zu 500 Stück gegen Nachnahme oder VoreÄe»! dung, bei einer Abnahme von 1000 Slück die Allste I de» Betrages Nachnahme, den Rest binnen 30 Tqa. Der durch den Verkauf dieser Karte erzielte JWtgtwni I wird der Erhaltung d«S Deutschen Jugendheim-« fei Brünn gewidmet, und empfehlen wir daher die linaj* I dieser K«rte allen unsern VolkSgenosie» h Jugendbunde« in Brünn, Adlergasse 18, aiffl» I genommen. FRITZ RASCH, BuctiMig, CILLI.: 1900 JBttttribc iiindji* Zur NiiInod. Alois Wallaiid, Cilli Rathhausgaase empfiehlt srlnxt pM»teurlaler»»»». ans Kreuz, Croatien. Herr Radimo P. Lon-IM, (.'tipitfin. a. Belgrad. Herren Ludwig Neumann ol Leren?« Hart inu/ri. Kaufleute, au« Trieat. Herr Jm( Pollak. l'rivat, aus Trieat. Herr Franz r. Colom-Mi«, k. k. Ober-Ingenieur der Seebehürde, m. (iemalin Ifcic t. (Mombichio, au» Trieat. Frau Fanny Berg-jßm, Med.-l)octor»-Gattin, mit Tochter, aus Sachsen-Ud. Herr Robert Ritter Ton IlaKsenmllller, k. u. k. ieutenant, au» Wien. Herr Carl von Elsen- Biuiäk, Gutsbesitzer, a. Wieu. Frfiulein Marie Üfenbrfer. Private, au» Wien. Herr F. Cavadia, 'lk Fnu, aus Griechenland. Herr Mathlas Fitz, Kauf-pH, u>> Graz. Fr jiu Fanny Jereuseliek. Kaufmnnns-(arfin.mit Frfiulein Tochter Melanie, aus Mürzzuschlag. pMcta WUhelmine Lesnika, Lehrerin, au» St. Anna & L bei Mureck. Frau Miml Starke], Apotheken-totaer<-Gatün, au« Gottschee. Frau Stanka Major, Mrain, au, Doberlin, Bosnien. Herr Emile Glbara, Dtfasor, au« Fiume. Frau Karoline Mayer u. Gisela '•Mrtufeld, Fabrikantensgattinnen, au« Agram. Frau Btt GeenricuK Private, au- Wien. Herr Oskar Liquidator der croati&chen Commercial-Baiik, m. ^RBII 4 U- . - MM. m l. .. ■ . 1 .. mm. X 1 11 1* ikn i, A nk lc €% f UM fJl«, S Kiodern u. Kiudum&dchen, au« Agram. Baronin üiWele Lfderer-Traltnern geb. GrHIin SerfBjl, mit MMtcleiterin Frfiulein M. Dautner, au« Brürni. Ma-4aeHlaadr Fehr-Senart. Private, m. Kammerjungfer, l Gau. Fesn Hedwlg IIober, Oberlandesgerichtsrath»-ftnafo,«. Triest, mit Tochter Frau Engenie Edle v. Tms, OberlieutenanUgattin, aus Göiz. Frau Elens Bmfeid, Private, a. Trieat. Frau Emilie Schleslnser, JM.d)oetore-Witwc, mit Bedienung Frfiulein M. Tlant-r,»u. Wien. Herr Ludwig Baumirartuer. Handels. . mit Frau, aus Wien. Herr Josef Thnnhofer, mit Frau, aus Wien. Frau Marie Kieaer, IihJuiul«-Gattin, au« Wien. Excellenz Baronin iÄHjtea, m. Kammerjungfer, a. Görz. Frau Mathilde . Fsdröezy geb. Edle y. Tassy-Monostory, Guts-•ria und Trocbseas-Gartin, mit Tochter, au* Gut Croatien. Herr Splridlone Sicuro-Desslla, Isdhatia, au« Trieat. Frau Hermine Braunstein, for-hgiuieun-GaUin, mit Hohn Karl und Tochter Iin, aas Wien. Frau Marie Weindl, Private, aus Ungarn. Herr Arkadija Varadjanln, Schul-m Gemalin n. Tochter, aus Neusatz, Ungarn. Emil Jembart. k. u. k. Lieutenant, au« Kronstadt. GrXfin Olga Coronlal-Cronberg, Private, mit 2 Kindern und Bonne, aus Schloss Cronbcrg. Herr Erwin Ralsp Edler van < allga. k. u. k. Linienschiffs-Lieutenant, aus Pola. Herr Karl Mnndy, k. k. Iteehnuugs-Orficial. m. Gemalin, a. Graz. Frau Hermine Stopper geb. v. Pölzl, mit Herrn k. u. k. Hauptmann Gustav ». Pölzl, au« Gra*. Herr Jesef Ritter Wels t. Ost born, k. k. Oberrtnanzrath, n>. (iemalin a. Graz. Herr Dr. Prokop Lothar Baron v. Hokitanfcky, k. k. Universititaprofesaor, mit Gemalin uad KammerjungtVr, au« Innsbruck. Herr Sigmund Schulz. Kaufmann, aus Graz. Hochwfirden Georg Badovinac, Grossprobst und Domherr, aus Kriüevac. Herr bpiaz Welsert, BAnkln-amte, mit Gattin Emilie Welsert, aus Pancsova, Ungarn. Herr Ilatzl, li<berb«amte, mit Frau, aus Budapest. Frau Theres« Heacke, Private, aus Pultachacii. Herr Anton Donelals, Kaufmann, aus Feistritz. Frau Loulse Jnrkiny, Doctorsgattin, m. Töchterchen, aus Budapest. Herr Anion Voith, Schulleiter, mit Gattin Ellse und Frau Agnes Grügl, Private, aus Mahrenberg. Herr Johann Jakab, Disponent der Innstftdter Commercial-biutk,mit Frau, aus Budapest. Frau Helene Maiditsch, Private. a.Vßlkennarkt. Herr Eduard Piek, Ingenieur, aus Budapest. Frau Anna Wagner, Verwaltersgattin, aus Peggau bei Graz. Frau Bett, Strohschneider, Renlitittenbesitzerin, mit StubenmSdchen, a. Graz. Frau Julie Sehimeezek, k. k. Beamteuagattin. mit Schwester, Tochter und Enkelin, aus Graz. Frau Fanny Btf)rerl, aus Mannheim. Cur- und Fremdenliste von Römerbad in Steiermark- Vom 1. August bis 10. August: Herr Ludwig von Steinherr, k. u. k. General, mit Fränlein Tochter, au« Graz. Madame Eveline de Pitner, mit Fräulein Tochter, a. Sulinhof bei I.eibnitr. Herr Ferdinand MUller, Privatier, mit Gemalin, geb. Baronin Reehbaeh, aus Triest. Herr Josef Matnis, Oberlieutenant u. Ökonom des Alle- Krankenhauses, m. Gemalin, aus Graz. Frau Marie Weber, Grundbesitzer», gattin, aus Lukowitz. Frau Marie Mal lisch, Private, aus Laibach. Frau Auguste von Barata, Oberst-lieutenanta-Gemalin, aus Pilsen. Frau A. Spieler, Private, aus Graz. Frfiulein L. Wettendorfer, au« Graz. Herr Arthur Freiherr von Borowiczka, aus Trieat. Frau Baronin Borowlezka, au« Trieat. Herr Pino Graf von Ezdorf, aus Linz a. D. Herr Franz von Makszla, Statthaltereirath a. D., aus Graz. Herr Siegfried Singer, Revident der k. k dsterr. Staatsbahnen, aus Wien. Herr P. Rosieh, aus Fiume. Frau Mathilde Molses, Kaufmanns-Witwe, aus Laibach. Herr Isidor Reis, Privat, au» Triest. Frau Fanny C'umbo, mit Tochterchen, aus Alexandrien. Herr Fritz Ritter r. Dormus. Chef der Locomotiv-WerkstWten der Nordbahn, a. Wien. Herr Koloman v. Termatslto, kgl. uug. Tabak-Falwiksdirector, m. Gemalin. aus Fiume. Frau Maria Banliehl, mit richte Frfiulein Markt Fabro, aus Fiume. Frau Irma von Keresztes, Private, aus Wien. Herr Dr. Julius Spieler, Advocat, aus Graz. Herr Josef Watzek, k. k. Rezirks-Secretiir. ans Weiz. Frau A. Romanin, Med.-Doctors-Gattin, mit Herrn Sohn Guido Romanin, a. Triest. Frau Adele Preeioso, Private, aus Triest. Herr Baron Sehleehta, aus Wien. Herr Franz Plitzka, k. k. Beamte, mit Gattin aus Wien. Frau Emilie Rieckh, mit Frfiulein Tochter und Herrn Sohn Franz, Handelsakademiker, aus Graz. Frau Rosali« Bokk, k. k. Oberlandesgerichtsraths-Witwe, mit FrftuL Tochter, a. Graz. Herr Antoa Virtor Benusftl, Kaufmann. mit Gemalin, aus Triest. Frau Ronalie Wolf, Private, aus Lugos, Ungarn. Frau Friederike Lueea, Privatifere. ans Wien. Herr A. Hoerde, Fabrikant, mit Gemalin, au» Wien. Frau Fanny Stipperger, Private, aus Graz. Herr Quirino Fabro, Cadet, aus Pola. Frau ('arollae Schwert, Private, aus Graz. Frau Carolinei liupnlek, Consulsgattin, mit Tochter, aas Triest. Herr Stanislaa* Ritter von Thullil, Director der Import-Gesellschaft, m. Gemalin, a. I^mberg. Frfiulein Mlkleta FbkkI, Lehrerin, aus Graz. Herr Paul Jurendörser, Kaufmann, au« Stuttgart. Herr Dr. Aloi» Meyer, prakt Arzt, mit 2 Töchter, aus Graz. Herr Emil F. Mletlike, aus Magdeburg. Herr Dr. Loew, Arzt, aus Agram. Frau Caroline Weiss, aus Agram. Herr Hans Dorner, Kauf-manu, mit Gattin, aus Wien. Herr Dr. Carl Yracuu, Advocat, mit Gemalin, aus Waraadin. Herr F. Baulich!* Mediciner, aus Fiiine. 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