^ln. Doimcrstllg, 23. Mai 1901. IllhiMg 120. kaibacher Leitung. !>^""^— '^lll. i?^!"?t Mit Pofiverlendung: ganzjährig 5U lc, halbjährig li «. Im «omptolr: ganz. . "»Ittüt« i/,'"» li x, Für ble Zustellung ln, Hau« «aiujährig « K, - I»se»»tv»«»e»»rl Für Neine ^^^^"' zu « ^,ilen 5» l», glißt« p»f ZeUt »» l»: bel «fteren Wiebnholungen p» Zelle « d. V<» «Lalbachfr geltung» erscheint tllglich, mit «u»»ahme der Gönn« und Yeiertn«. Tie Ub«l»<ßl»ti«« befindet fich «ongrellplah Nr. », ble «ebartto» »almntill.Galse Nr.«. Sprechttunden der «ebactwn von 8 bl» »0 Uh« vonnitta»». UuflontieNe Viilfe weiden nicht angenommen, Vlanuscrlpte nicht zurückgestellt. ^ Amtlicher Theil. ^e /. ^^'rhöchste Anordnung wird für weiland Nei,f"Mchc ^^^..^ ^„is^ Prinzen von ^ ^ '.' ^ Hoftrauer von Mittwoch, den 22. Mai '""g ^ ^^ngen dnrch sechs Tage ohne Abwechs-"nschließlich 27. Mai getragen. ^«W ^' "ud k. Apostolische Majestät haben mit l'!Her'k»n ^ ^ anlässlich der von ihm erbetenen '"llli,,' i" d"i dauernden Ruhestand in An ^stlew '^'" vieljährigen und vorzüglichell ^'°'l5ck^ ^"^ ^^^ '"^ Charakter eines ^ss nllergnädigst Zu verleihen geruht. Koerber m. p. !^)2 k' ""d k. Apostolische Majestät haben mit ^'lttittl ^"^^llchung vonl 20. Mai d. I. den / Vc^'^^retär im Ministerium des Innern ,,^ Bect?"' ^'""' R eguer von B leyI e b e n '^'^ ^''«the oxtl'u «tatum in diesem Mi-""^rgnndigst zu ernennen geruht. Koerber m. p. ^tH k. und k. Apostolische Majestät haben mit !?^tor > ^"lschließlmg vom 10. Mai d. I. den I -^ ^^^' ^ostsparcassei,an',tes Vincenz Lau-Je t)^ ^ Dberinspcctor in der sechsten Rangs-^»hl ^tacN5veamten allergnädigst zu ernennen ^______ Call in. p. ^°ch,t^ /"^ ^ Apostolische Majestät haben mit ^'lsteri^ ^'"^'chllesmng vom 20. Mai d. I. den lf ^i!^""^l"l iin Ministerium des Innern ^'" ^, ^u von Wink l er, Robert Kreutz-w'^l x. Uienfels und Franz Kalten-^ Mit 'v "^ ""^ Charakter ^ines Sections^ brüllt ^^^ ^" T"xe allergnädigst zu ver-^^ ______ Ko e». b er m. p. !'iH^ daz ^ai 1901 wurde in der l. l. Hof- und Staats. '^ " Vlusa.s 6 b" bühnlijchen uud das Xlll. StUck der uave des Reichsgesehblattes ausgegeben und ver< I Nach dem AmtSblatte zur «Wiener Zeitung» vom 21. Mai 1901 (Nr. 116) wurde die Weiterverbreit«ng folgender Press» erzeugnisse verboten: Nr. 19 «Deutsches Wochenblatt» vom 10. Mai 1901. Nr. 15 »Oesterreichischer Bauernfreund» vom 11. Mai 1901. Nr. 36 «Leilmeriher Wochenblatt» vom 11. Mai 1901. Nr. 1!l «Teplitz-Schdnauer Anzeiger» vom 30. Jänner 1901. Nr. 10 «I)>!iot.. Nichtamtlicher Theil. Tas französische Vereinsgesetz. Wie man aus Paris meldet, wird der Senat Dounerstag die Wahl der Commission für das Vereinsgesetz vornehmen, die wahrscheinlich aus 18 Mit-g.'^'oern zujammengesekt sein wird. Es gilt als sicher, dass die Mehrheit derselben der Vorlage günstig sein wild. Man rechnet daraus, dass die öffentliche Ver Handlung am 15. Juni wird beginnen können, und hält es nicht für unmöglich, dass sie in vierzehn Tagen beendet sein werde. Die Negierung beabsichtigt, den von der klammer angeiwmmeneu Entwurf nahezu in allen Pnntten vor dem Senat aufrecht zu erhalten. Einige Veränderungen feien allerdings zu gewärtigen, namentlich in Beziehung anf Vermögens-bcstandtheile, die den Eougregationen gehörten und nicht in der vom Gesetze festgesetzten Frist zurück» gefordert werden sollten. Die Negierung legt Wert darauf, dass das Gesetz noch vor den üblichen Parlamentsferien, das ist vor dem 15. Juli, angenommen werde. Vezüglich der Rückwirkung, die das Vereins gesetz auf das Verhältnis zwischen Frankreich und dem Vatican ausüben könnte, sei auf die kürzlich vom Ministerpräsidenten Waldeck ° Rousseau wiederholte Erklärung hinzuweisen, dass dieses Gesetz nach den Absichten der Negierung geeignet sei, den religiösen Frieden zn fördern. Dies berechtige zu der Ueberzeugung, dafs der Ministerpräsident für eine maßvolle Durchführung des Gesetzes Sorge tragen werde. Es scheint ferner, dass der heilige Slnhl von den guten Beziehungen, die der Nuutius Lorenzelli mit den Mitgliedern der franzöfifchen Negierung zu pflegen nicht aufgehört hat, Milderungen in der Anwendung des Gefctzes erhofft. Schwedisches Heerwesen. Man fchreibt aus Stockholm, 17. Mai: Die zweite Kammer hat nunmehr die Verhandlungen über die Militärvorlage der Regierung abgeschlossen und dieselbe mit 119 Stimmen gegen l0N verworfen, während der aus dem Schoße der Kammer eingebrachte Vorschlag, welcher eine Aus^ bildungszeit von uur acht Monaten befürwortet, an-genommen wurde. In der Vorlage der Negierung wurde bekanntlich eine einjährige Ausbildungszeit der Wehrpflichtigen gefordert. Mehrere Mitglieder des Eabinettes haben mit Bestimmtheit erklärt, die Regierung werde sich jedem Eompromissantrage gegenüber — es lagen Vorschläge verschiedener Frac< tiom'n vor, nach welchen die Ausbildungszeit auf acht, beziehungsweife zehn Monate befchränkt werden sollte — ablehnend verhalten, und der Ministerpräsident deutete die Möglichkeit der Reichstagsauflösung für deu Fall der Verwerfung der Militärvorlage an. Im Verlaufe der Verhandlungen hat jedoch der Kriegs« minister die Ertlä'ruug abgegeben, dass er sich eventuell auch mit einer kürzeren Ausbildungszeit der Recruten zufrieden gebe, jedoch nur unter der Be« dingnng, dass der Reichstag das Project schon wäh-rcnd der gegenwärtigen Session annimmt. Der Kriegsminister berechnete die jährlichen Kosten für das Heer nach Durchführung des Negierungs-Vorschlages anf rund 70 Millionen Kronen, was nn-gefähr 13 Kronen per Kopf der Bevölkerung gleich« kommt. Mit der Ablehnung der Regierungsvorlage durch die zweite Kammer erscheint jedoch die An-» gelegenheit noch lange nicht als erledigt. Man wird vielmehr demnächst den Versuch machen, eine Ei° nignng beider Kammern über ein Compromise zu erzielen, welchem die Regierung ihre Zustimmung geben könnte. Der Premierminister Freiherr von Otter hat bereits die Erklärung abgegeben, die Re» gicrnng wäre in der Lage, einen Vorschlag an« zunehmen, welcher eine Uebungszeit von acht Monaten fiir die Infanterie, eine solche von zwölf Monaten für die Speciallvaffen feftfetzt. Innerhalb der ersten Kammer, welche den Regierungsvorschlag, allerdings mit einigen Modifikationen, angenommen hat, sind die Meinuugen darüber sehr geiheilt, welche Stellung gegenüber der Entscheidung der zweiten Feuilleton. Ein Pistolenschuss. ^ Hc,5 Nach dem Französischen. ^3^ o!-?"s '" ""s""u alten Paris noch für ^,^'ar"- " lcum, davon macht ihr euch gar ^>5do " T' absolut keinen Begriff! sagte der ^?^»ld '^. ^Nllielles und unterbrach damit sehr Mü. "e Stille, die im Ncmchsalon des Clubs ^^ d/!,'!"le" Ach, erzähle doch! rief der junge ^l'U'r d/ "^' 2Nr werden darüber vielleicht l/rl)a>i„, UM'"', das heute keineswegs über jede v"gr 'Nl>' ^ ^"' meinetwegen, erwidette der ^ kv ^isoiw?^ ^' ""deren Freunde rafch die, Zei-X°'ll euch >M'" »md ihn mit Fragen bestürmten. "V lk''n. ^'schichte zum besten geben: sie ist ^V' wy,,'- ""d ^' wäre vielleicht ein Unrecht - ^'- W.?!>' "ls Geheimnis in meiner Brust 'V°lrw '"hört: ! ,^ ^ d'^.' . a"l schlendere ich, ohne bestimmtes ^ ^ ^ ^ vorzukommen pflegt, durch die ^ ^llÄ"N'ps Elys6es. Es war ein wunder-!°^' ^Nd nl . ^."' "ste schöne Frühlingstag der X ^a^,^"'"""' Naturfreund fog ich mit ^ U,^ "" d^ zugige Luft der knospenden X^ ni..; "chmden Fliedersträuche ein. Plötz. "hs ^rsllw- Aufnierksanikeit von einer inter-! ^" B?"'^ "l Anspruch genommen: un« M ""''Uc vyr mir along pj,^ schlanto, blonde Dame. Nach dein elastischen Schritte zu schließen, musste sie auch jung sein. Das alles wäre ja nichts Besonderes gewesen: was mir an meiner Unbekannten auffiel, war, ich möchte sagen, das Exotische ihrer äußeren Erscheinung, obwohl diese von tadelloser Eleganz war und augenscheinlich die Dame der besten Gesellschaft erkennen ließ. Aber, wie gesagt, dic nicht gewöhnlichen, vielleicht zu lebhaften, aber keineswegs aufdringlichen Farben der Toilette, die Art der Bewegungen, kurz das ganze Gehaben mufste immerhin, wenigstens dein Kenner, auffallen und ver» fchaffte mir die Ueberzeugung, dafs ich es, wenn ich fo sagen darf, mit einer Fremden zu thun hatte. Ich folgte ihr, ohne eigentlich zu wiffen warum, vielleicht von dem Verlangen getrieben, noch länger den Anblick der reizenden, wirklich claffisch schönen Er-scheinung zu genieße,,. So mochten wir circa hundert Schritte zurückgelegt haben, als meine Unbekannte stehen blieb und sichtlich verlegn: die Aufschriften der Straßentafeln mit Hilfe ihres Lorgnons zu eutziffern suchte. Ohne lange zu überlegen, näherte ich mich. „Sie fuchen etwas, Madame? Darf ich Ihnen vielleicht meine Dienste anbieten? Als alter Pariser dürfte ich wohl in der Lage sein, mich Ihnen nützlich zu erweisen." Sie warf durch das Lorgnon einen Blick auf mich. Die Prüfung fchien zu meinen Gunsten ausgefallen zu sein, denn sie antwortete rasch: „Ich danke Ihnen, mein Herr. Wenn Sie so liebenswürdig sein wollen ... Es ist merkwürdig, ich kann die Nue Lincoln nicht finden. Ist si« ^chts oder liM von hier?" „Sie ist rechts, gleich in der Nähe der Rue Pierre Eharron. Wollen Sie mir gestatten, Madame, Sie dahin zn begleiten?" „Oh, mit größtem Vergnügen, mein Herr, umso« mehr, als ich ein wenig schlecht sehe. Das ist auch der Grund, warum ich den Doctor Beckler aufsuche." „Ah, den berühmten deutschen Augenarzt?" „Jawohl. Ich war schon einigcmale bei ihm, uird heute will er endlich eine Operation vornehmen, die mich wahrscheinlich tausend Francs, vielleicht noch mehr, kosten wird, denn sie ist, wie mir der Doctor sagte, sehr compliciert." Sie erzählte mir dies, während wir der ge» nannten Straße zuschritten. Die Sache begann mich zu interesfieren. In einein, wie ich glaubte, un° bewachten Momente betrachtete ich ihr Gesicht. Beim Inpiter! Meine Ahnung hatte mich nicht getäuscht, sie war reizend, mehr als das, sie war wirtlich schön! Aber was mich nach dem Gehörten am meisten wunderte: ich konnte an ihren Allgen keinerlei Anzeichen irgendeine^ Leidens entdecken. Meine Begleiterin hatte trotz meiner VoiMt meinen Blick aufgefangen und wohl auch meine Ge« danken errathen, denn sie bemerkte lächelnd: „Ah, das ficht man äußerlich nicht, und doch geniert es mich sehr — ich habe ein Pulvertörnchm in der Hornhaut." „Ein Pulverkorn! Darf ich fragen . . ." „Wie mir das passiert ist? Durch einen Pistolen« schuss, den ich gegen mich abgefeuert." Ich muss gestehen, dass ich bei diesen Worten zu» sammenzuckio. (?5 war kein Zweifel: ich stand an der Laibachei Mun« 3lr., 17. 980 ____________________________________ Kammer die richtige wäre. Der frühere Premierminister, Bostrom, welcher einen großen Anhang hat und das volle Vertranen des Königs genießt, hat sich yeäußert, dai> er bereit wäre, die Leitung der Ne» gierung wieder zu übernehmen, und überzeugt sei, den Regierungsuorschlag in vollem Umfange durch» sehen zu tonnen. Er würde nämlich beide Kammern auslösen und dem neugewählten Reichstag gleichzeitig mit der unveränderten Militärvorlage einen Vor» schlag bezüglich der Erweiterung des Wahlrechtes unterbreiten. Interesse erregt es, dass das neue Mi» litär - Organisationsgesetz, wie man versichert, unter allen Umständen eine Bestimmung enthalten werde, wonach Wehrpflichtige, welche aus Gewissensmotiven sich weigern, Waffen zu tragen, nicht gezwungen werden sollen, ihrem Gewissen zuwider zu handeln, sondern anderweitige Verwendung (als Militär« arbeiter, Krankenwärter usw.) finden sollen. Politische Uebersicht. Laibach, 22. Mai. Die „National»Zeitung" bespricht die Interpellation des Abgeordneten Schönerer wegen Herstellung eines bundesrechtlichen Verhältnisses und erklärt den Gedanken für undurch» fuhrbur, ebensosehr vom internationalen Gesichtspunkte Oesterreich - Ungarns wie vom Standpunkte des deutschen Neicheö. Die Interpellation müsse vom deutschen Standpunkte als eine, wenngleich un-gcwollte, Unterstützung aller antideutschen internationalen Bestrebungen zurückgewiesen werden. Die deutschfeindliche Auoland^presse enunciere ja stets angebliche Absichten Deutschlands auf die dentschen Theile Oesterreichs. Ein solches bundesrechtliches Verhältnis ist Chimäre. Im deutschen Reiche denkt niemand an ein solches Hundesverhältnis, es würde auch unmöglich sein. Der Artikel schließt: Unsere nationale Gemeinschaft mit den Deutschen Oesterreichs ist unauflöslich, und das feste internationale Bündnis Oesterreich Ungarns wird, so hoffen wir, ununterbrochen fortdauern; an ein staatsrechtliches bundesrechtliches Verhältnis denkt kein ernst zu nehmender Politiler in Dentschland. Wir halten es als zweifel-los, däfs die Aenderungen des Kaisers in der Bonner Rede, welche die bestimmte Umgrenzung des deutschen Reiches betonte, sich auch gegen Bestrebungen, wie die Schönerers und Genossen, richteten. Das „Iremdenblatt" hebt bei Besprechung des gemeinsamen Budgets hervor, dass die. Er« liöhung des Kriegsvoranschlages diesmal geradezu als eine verschwindend kleine erscheine, und zwar nicht bloß mit Rücksicht auf die Höhe der Ziffer allein, son« dern auch auf die Höhe der sonst im Budget vorkommenden Zahlen Selbst diese unbedeutende Erhöhung ergebe sich lediglich aus dem wohlbegründeten Mehr» erfordernisse für die Marine. Das Gesamnü°Mehr° erfordernis fiir Heer und Marine betrage nicht mehr als eine halbe Million Kronen. Während das Kriegs» Ministerium rüstig an der Ausgestaltung und Ver» vollkommnung der Armee arbeite, unterlasse es auch nicht, den materiellen Interessen der Officiere und Beamten die möglichste Förderung angedeihen zu lassen. Die Mehrforderungen für die Marine werden umsomehr gebilligt werden, als sie dringenden Bedürfnissen abzuhelfen berufen find. Man könne also die besten Hoffnungen über den Verlauf der Dele gationsverhandlungen hegen. In Washingto n sind in jüngster Zeit Nachrichten eingetroffen, die die Beendigung de>? Aufslandes auf den Philippinen als eine nahezu vollzogene Thatsache erklären. Aguinaldo, der weni' ger streng bewacht ist, hat sein Manifest an die Philip' piner, worin er sie zur Niederlegung der Waffen und Anerkennung der Oberhoheit der Vereinigten Staaten auffordert, in der Tagalen-Sprache verfasst und ins Spanische überfetzen lassen; er erklärt sich bereit, seinerseits alles Mögliche zur Herstellung des Fri> dens zu thun, und behauptet jetzt, dass die Mehrheit der Eingeborenen die amerikanische Oberhoheit der Unabhängigkeit vorziehe. Der Meldung, daft> die Philippinen-Junta in Spanien die ^ortsetzimg des Krieges bc'chlossen und Sendlinge nach den In^lu geschickt habe, wird in Washington nicht die geringste Bedeut', n,^ lcigeniessen. Eh die ^unta-Sendl.nge dort anlangen, werden sich die Banden der Aufständischen fast alle ergeben haben. Tagtäglich legen zahlreiche philippinische Gefangene den Treueid ab und werden gegen Einbringung von Waffen in Freiheit gesetzt. General Trias, der sich am 15. März in San Francisco de Malabou ergab, wirkt ebenfalls rastlos itn Interesse der Amerikaner. General Finio, einer der Anführer der Insurgenten, hat sich ebenfalls er» geben. Die ameritanischerseits gestellte Amnostiefrist lief am 1. Mai ab, da jedoch drei namhafte Eom-mandos der Aufständischen bis zu di^eu^ Ze'tpuntte ihre Unterwerfung noch nicht erklärt hatten, ver längerte der amerikanische Kriegsminister Root die Amnestiefrist bis zum 1. Juli. Bis dahin sollen sämmtliche Gefangenen in Freiheit gesetzt lind die Civilregierung durch die amerikanische Philippinen-Commission eingeführt sein. Der aus dem Norden nach Capstadt zurückgekehrte Specialcorrespondent des Neuter'schen Bu-reans fasst die militärische Lage in Südafrika »vie folgt zusammen: Durch den Vormarsch des Generals Blood im Norden Transvaals wurde die Mehrzahl der dortigen Buren uach Westen getrieben, doch steht noch eine geringe Anzahl nördlich von den Zoutpans-Bergen. Die meisten der zersprengten Streitkräfte sammelt Delarey um sich; Zu ihm stießen auch eine Anzahl Leute aus der Nachbarschaft von Ermeloo, die Botha verlassen hatten. Delarey organisiert eine geregelte Pferdebefchaffung aus der Oranjefluss-Eolonie. Zum Schutze der Eisenbahnen wurde ein neues Blockhaussystem eingeführt, wodurch über (AXX) Mann für Gefechlsoperationen frei werden. Westlich voll der Bahnlinie befinden fich einige kleinere umherziehende Abtheiluugen. Den letzten Marsch Dewets mit einer Begleitung von 40 Mann bezeichnet der Correspondent als eine wundervolle Leistnng. Tagesneuigleiten. ^ - (Der König und die Sch' lbw" ^z ^ romischen Zeitung „La Capitale" entnehmen l° ^ .M folgende Geschichtchen: Vor einigen Tagen mass) ^^l-stä't der König von Italien ohne Begleitung e>. „M gang duich die Gärten des Quirinal. Der ^,^ ^,>> einen schwarzen Civilanzug trug, näherte i'^^beM^ wache, welche stramm die vorschriftsmäßige ^I ^^ °'" leistete. Der König blieb stehen und sp"ch "> st5t " Kennst du mich?« - ,.Zu Befehl -- ^' ^^, ^ König!" antwortete ohne Verwirrung der "> ' Mt»," König lächelte und wollte seine Promenade !' ^ .^ der Mann vertrat ihm den Weg: „Majestät, w ^, ^ untersagt, zu lustwandeln." Diese Worte >ou> ^j^ scheibener Entschlossenheit gesprochen. Der " ^ichM es, dem Manne abzuwinken und die emgesGnu ^ beizubehalten, aber dieser weicht nicht vo" 4> „;B^ Befehl des diensthabenden Corporals laste m) ) ^ ^ passieren, nicht einmal Se. Majestät den "°"^ ^ M scher lächelte und sprach huldvoll: „Da tM " ^ ><" ,, daran, mein Sohn!" und lehrte um. Dn' ^ e^ abermals die Ehrenbezeigung. Am nächsten ' ^ ^ pfieng er aus den Händen seines Hauptma»" ^vie"^ Uhr mit dem töniglichen Wappen und der ^ ^i° „Dem pflichtgetreucn Soldaten." Der Mam> >' ^te °"' brien gebürtig und gehört dem 03. Infantes v^ ^, - (Zahnziehen mit Mus it.) < ch ^ Sitzung der Pariser ^onäem^ 6« Uoäee'^ " ^l>< fessor Laborbe über die originelle ^^fmdung ^',^ Zahnarztes, durch die das „schmerzlose" HalM ^, st,, einem ganz besonderen Genusse (!) werden '°!/M^' es daher wohl bald bedauern, dass man nur ^ ^ W Instrumente des Zahnarztes preisgeben tanm «^ ^i, > des Patienten soll entzückt werben, sla" da ^^M^ dem unbesiegbaren und sehr oft fürchterlichen ,^ ^. wcnu es auch noch so schnell vorübergeht. "U«gc H „^ Methode der musitalischen Zahnextractwnen " >,,^„ ° darin, den Patienten den anästhesierenden ^,, ° Sticlstoffoxydul auszusetzen und ihn äu 3 ' ^„^ deH einem Phonographen im Nebenzimmer zu veron ^M lustige Weisen vorspielt. Die große Arie ans °c ^ g des Eremiten": „Sprich nicht . . ." "«rve ^ ^, ^ gebracht erscheinen. Zu diesem eigenartigen ^ , ^ °, der Zahnarzt durch die einfache Beobachtung" ^ » seine Patienten in den ersten Momenten, """ Matt" ^ tauhungsmittel seine Wirkung that. von ' ^l' ängstigenden Visionen gequält wurden, d,e l' ^ laleidostopischen Reflex von Straßengerau "^^ ^j rollen oder anderen Gehöröeinbrücten dar, r ^fjt^ nun nahe, diese unangenehmen Geräusche °"l ^ »ge zu ersetzen, wie sie durch den Phonographen ven.^ Ph<^ lönnen. Die telephonische Verbindung '"" ^ del" . graphen wird genau in dem Momente he^e!" '^ube" Gesicht des Patienten mit der Mäste. 5«°' ^n "< '^ Dämpfe zuführt, bedeckt wirb. Man erwacht u ^ ^ ?. sten Träumen, um än enp^ zu rufen, u"v 1 ^^isdig' ^ den unglückseligen Zahn in den Händen d" ^ ^ch, > chelnden Chirurgen. Professor Laborbe IM Operc>^. unmöglich, die neue Methode auch bei i!"^' ^g mit Chloroform und Aether anzuwenden, « ^ bezügliche Versuche anstellen. «,kine"^ «F' - (DerweinenbeBau n>.) Der l°e'N ^f„5 '^ der canarischen Inseln ist eines der Wunder ^ hg Welt. Er gehört zur Familie der Lorbeerbaun ^.^ P ^ Eigenthümlichkeit, dass er durch «nzahnge ^b^ die sich am Nande der Vlätter befinden, l"'"^. lewundernswerte Geschöpf, das doch nur gefchaffen schien, um glücklich zu sein, hatte einen solchen Abscheu ror dem Leben bekommen, dass es sich znm Selbst» mord entschloss. Was »nusste dieses Mädchen gelitten haben, ehe es zu diesem Entschlüsse gekommen, welchen düsteren Roman mochte es früher durchlebt, wie viel keid und Ünmtner mochte es erduldet, welche Stürme mussten das arme Herz erschüttert haben! Unwill» türlich erfasste mich tiefes Mitleid mit meiner schönen Begleiterin, und in einem Tone, der diese meine Em> pfindung deutlich wiederspiegelte, sagte ich, das durch meine Reflexionen unterbrochene Gespräch wieder aufnehmend: „Sie haben wohl viel gelitten?" „Oh, gewiss, mein Herr," antwortete sie, „und ich fürchte, dass es noch nicht aus ist." „Armes Kind! . . .' Wollen Sie mir eine Vitte gewahren? Darf ich mich morgen bei Ihnen nach dem Erfolge der heutigen Operation erkundigen? Mein Name ist Marquis de Pnmelles." Wieder traf mich ein Vlick cms ihren Augen, aber diesmal ohne das Lorgnon. Sie war fichtlich um eine Antwort verlegen. Nach einigeln Zögern sagte sie endlich: „Es ist zwar vielleicht nicht ganz correct, je-mandem, dem man zufällig auf der Straße begegnet, seinen Namen und Adresse anzugeben. Aber da Sie ersteres schon gethan haben und ich auch fürchten müsste, durch eine Ablehnung die Pflicht der Dank-barkeit zu verletzen, die ich Ihnen immerhin schulde, s^ will ich es in Gottes Namen thun. Also, ich nenne mich Madame d'Erty und wohne Boulevard de Stras« l'ourg Nr. 25, erste Etage, die zwölf Fenster rechts. Aber da sind wir schon bei dem Hause meines Arzteö. Mso Adieu, mrin Herr, und vielleicht — auf Nieder, ^"'l" (Echlusz folgt,) Pas Oeheirnnis öev schwarzen Oräfin. Roman von vrmano» Ganbor. (24. Fortsetzung.) „Gerade solange habe auch ich meinen Aufenthalt hier noch bestimmt!" sagte Weipert, aufrichtig erfreut. „Das ist hübsch. Wenn es Ihnen nicht unangenehm ist, werde ich so srei sein, mich Ihnen noch öfters auf Spaziergängen anZuschließen." „Aber ich bitte Sie! Unangenehm!" rief die junge Frau. „Das können Sie selber nicht glauben. Ich bill hier ganz auf mich allein angewiesen. Unter meinen Mitpensionären im Hotel war bis jetzt niemand, dessen nähere Bekanntschaft zu machen mir wünschenswert erschien, deshalb hielt ich mich lieber reserviert, aber aus die Dauer wird das einsame Um-herstreifen doch langweilig. Man hat nur den halben Genuss von der schönen Natur, wenn mau sich nicht mit jemand darüber auosprechen kann. Auch ich möchte sagen, eine freundliche Waldnymphe hätte mich heute geführt. Ich war schon recht verstimmt und ärgerlich, dass ich den Weg verfehlt hatte und hier im Tanneludickicht nun weder ein noch alls wusste. Dass mir in dem herbeigesehnten Netter in der Noth zu» gleich ein lieber alter ^reuud erscheinen würde, das hatte ich mir allerdings nicht träumen lassen!" Sie streckte Weipcrt lächelnd die Hand hin, die dieser freundschaftlich drückte. Nach einer Weile traten beide den Heimweg an. Da die Ilfe selbst ihnen die Richtung geigte, war der rechte Weg bald gefunden. Dennoch hatten sie einen großen Umweg zu machen. Stundenlang zog der schmal«: Fußpfad sich durch den Wald hin und her, M MdtzMl, ' letzte,: zehn Jahren. Weipert hörte cn" ^ 5F ^ lungen der jungen Witwe deutlich "^ .. nN^ ^ Ehe nicht überaus glücklich gewesen n^'^^li ^ noch immer eine große Sympathie fur > ^ war er gern geneigt, die Schuld da ,, ihrem verstorbenen Gatten zu suchen- ^ j><^. Der Mond stand schon am Him"'!'/, ;„, ^. dem unmittelbar vor der Ortschaft, m" ^n^, gelegenen Restaurant „Prinzessin^, Au' ^, kamen. Weiperts Vorschlag, hier noä) " ^l?c zu verweilen und zur Nacht zu spe'l"' .,. ^rau Helene bereitwillig culgelwmme^^l"^ Es war eine märchenhaft schöne ^all-^z»' stunde, die sie in wechselseitigem Oe5"'^.Fia' ?i in dem stillen Garten der malerische" ^ A / sammen verbrachten. In einer Ecke FW «jL saßen ein paar junge "eute an en'" ^ ^' tranken eiue Bowle. ^>-.' nnillg herrschte in der ^el>:''N Nnnde.^e^/ tölite ein herzhaftes Gelächter o.n dew ^ ^'^ zu dem einsamen Paare, dem c'mc "'^ic^ ft^ das Abendessen servierte, um es 5-'.'."' Ali^ zu lassen. Sonst waren um diese spat ^l Gäste mehr anwesend. sclh M^> Durch irgendeine GesprächswendnW^h^ sich vernnlasöt, von jvim'm SchWwak,' ^ ^^acherHilung Nr. 117.___________________________981_________________________________________23. Mai 1901. '^iglsa " ^""' ^^ ^ ^ Innern des Stammes ^,«!nmeü hat. Während des Tages, wenn die Hitze -l^''°mmt das Wasser in der Form von Dampf llid ub ,- Am Abend, wenn sich die Temperatur , !:in"2""l)lt hat. sammelt sich eine so große Menge >^2l^t Tro^ an den Blatträndern, dass sich !^< °pfln i ^^ ^"^ s"l Erde neigen. Hieburch lommen i'^tt ^ "^ Fließen und ergießen sich in einem wahren ?°!> I»,, ^^allthränen. Das Wasser selber sammelt ^ slii ^^ ^6 Baumes in einer tleinen Grube und °^ül. «elvohner ein ebenso erfrischendes wie klares ^lvill»'^ revidierte Marseillaise.) Aus ^!>w/ "^' AUg. Ztg." berichtet: Die Franzosen hM zu ^.."n starles Bedürfnis, ihre Staatsverfassung !^'ht< H^ ^" revidieren, sie halten auch sehr darauf, h, ^ «'wnalhymne auf der Höhe des Fortschrittes ^ "n t„is, ^ ^"^ s"gen wollen, handelt es sich dabei ^ s'l a/^chen um den Text. Seitdem der Russen-V" Hut ^ ^eoe von Kronstadt entblößten Hauptes ^ist sy' '"'^ bie temperamentvollen Strophen para-^>i!) 2,," befähig geworben. Nicht einmal die Me-!^,'Nlch^nffeu. Aber in ihrer Instrumentierung für FKi,^'" musste sich die stürmische Hymne im Laufe l??t «?,. ^"^ mehrmals dem musitalischen Tages-^'>!t ^""quemen. Die letzte Partitur rührte von sH H" "°s her. Seit gestern ist diese letztere jedoch i^bK^ ' «llegsminister lieh sich von der Kapelle der ^"Wck ^""^ "^ neue Version vorspielen, die so-,^l> Und /, "ehmigung erhielt und von allen Militär-^^ t,en ^^ Staatsceremonien adoptiert weiden '^^^ Instrumentierung wurde von den Herren V^°tium ^"' """ Duvernoy. Professor am Pariser V l>!u^^ ^lnfugung eines formibablen Trommler-^Ren ^ ^'"chtigen Hornfanfare zur Hervorhebung !^lCin :n. ^ dty, ^ldenes Hundegebiss.) Aus Lon- '^«>^s"^mps" berichtet: Im Jahre 1899 erfuhr ^h,<>«l^'^°nen Morgens, dass der berühmte Finanz-H^"tn i c ^ die bescheidene Summe von etwa ^, lebt» ^M ertlärt hatte. Seine Gläubiger ^"hbem ^'^ Procent zurückerhalten. Mr. Hooley ^^^s U'cht schlecht; als Agent seiner Frau. der ^ ^ ^^""-'nbruche ein enormes Einkommen über-^!^tl is. " jährlich nicht weniger als 375.000 Frc. ,i't ,-" """" ber berühmtesten Zahnärzte V, "tseh<„ ^"l vollständigen, auf Gold gearbeiteten 5«, l'Ntl ^"ben. Das arme Thier litt augenschein-'^ 3»st^""'^"l Magenverstimmung infolge des ^l '° hu ^'"" Kauwerkzeuge. Die Gläubiger '<' d«ls^ ."»er leiden, werben glücklich sein. wenn sie -^ tiefer Liebling sich völlig auf dem Wege der ^2 Äe/i° " ^ ° " d.) Der Stand der Wintersaaten ^ h^ "n gemeldet wird. in Deutschland ungünstig. >'^^^"""ersaaten günstig. ^ ^Ar Aranb.) In der Ortschaft Mandat '^! ^Ut>M"s° gemeldet wird. bei starkem Sturm- , V^b«!,a,s.' '"ll sun» Ausbruche, welcher 72 Häuser , ^ fttH . "uden zum Opfer fielen. Der angerichtete ^ .'"1^3'-"^ 200.000 X. '' >n ^ n e m Schulhefte.) In dem Aufsatze i !^,l Ä!^?^"schüleiin" über das Thema „Neschrei- P^^ru^'^^aft" fa"d sich folgere Stilblüte: v'^^ s»i V'^^ "" See. in dessen Fluten si.h die ^ V'^l?i^ ^m jenseitigen Ufer melken Sen-^ ^^Y^Im Wasser ist dies umgelehrt. ' ^l ^ ^"c Erfindungen. ^"»Nt'^'lung des Patentanwaltes I. Fischer i ^!!^ttt7^^lgendes: ^ ^>^' vc>i .^'schlampe von ganz besonderer Art ' einnn amerikanischen Fabrikanten unter Patentschutz gestellt worden. Der Erzeuger benützt die großen Nautilus-Muscheln, die in verticaler Stellung wie ein Rad auf zwei aufrechten Ständern montiert werben. Die weitgeöffnete Mündung der Muschel bildet den eigentlichen Lampenschirm, hinter welchem die elektrische Glühlampe mit ihrer Glasglocke montiert wird. Die Muschel mit der darin brennenden Lampe scheint mit einem zarten opalisierenden Lichte zu leuchten, und durch Drehen der Muschel und ihre Achse kann die Lampe so gestellt werben, dass sie ihr volles Licht durch die Oeffnung der Muschel auf ein Vuch ober sonstigen Gegenstand wirft, so dass sie auch als Arbeitslampe zu verwenden ist. Ein russischer Arzt macht seit einiger Zeit Versuche über den Einfluss der Kälte auf den Organismus. Er brachte beispielsweise einen Hund in einen Raum, dessen Temperatur durch Anwendung flüssiger Luft auf 100 Grad Fahrenheit unter Null gebracht worden war. Nach zehn Stunden wurde der Hund herausgenommen; er entwickelte dann einen enormen Appetit. Hierauf machte der Arzt den Versuch an sich selber. Nach zehnstündigem Verbleiben in einer trockenen, scharfen Kälte fühlte er seinen ganzen Organismus in höchstem Maße stimuliert. So viel Verbrennung war benöthigt worden um den Körper warm zu erhalten, dass die Esslust aufs höchste gesteigert war. Bei längerer Behandlung in derselben Weise wurden Hund und Mann in kurzer Zeit start und kräftig. Jetzt geht der Arzt daran, einen einfachen Apparat zu construieren, der eine bequeme Behandlung mittelst Kälte ermöglicht. « M. Mourelo. ein französischer Chemiker, hat vor einiger Zeit die interessante Entdeckung gemacht, dass die Sulphide des Strontiums, Bariums, Natriums und des Zinks, in einer besonderen Weise hergestellt, nach der Exponierung in zerstreutem Tageslichte eine bei weitem brillantere Phos-phorescenz zeigen, als wenn sie dein hellen Sonneillichte ausgesetzt werden, und dass periodische Exponierung in zerstreutem Tageslichte die phosphorescierende Kraft bedeutend erhöht. Nachdem der betreffende Körper in lichtempfindlichen Zustand gebracht wurde, wird ein phosphorescierender Theil fähig, Phosphorescenz in einen« andern, nicht phosphorescierenden Theile zu erzeugen, sowohl wenn beide Theile mit einander in Contact stehen, als auch wenn sie beide in Glasröhren enthalten sind. Diese Entdeckung dürfte für die Industrie noch von Wichtigkeit werden. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Erzherzog Josef Ferdinand in Oberlrain.) Nie schon lurz gemeldet, weilt Seine kaiserliche Hoheit Erzherzog Josef Ferdinand seit 14. Mai als Gast des Herrn Camillo Aetter auf dem herrlichen Plateau der wald- und wilbreichen Pollula. um dem edlen Waidwerle zu obliegen. In der Zeit vom 14. bis 20. d. M. wurden 25 Auer- und zwei Epielhähne, zum größtentheile von der treffsicheren Hand Seiner kaiserlichen Hoheit erlegt, ein Resultat, welches umso glänzender genannt zu werden verdient, als infolge des unglaublich reichen Wildstanocs an Aue'rhähnen der einzelne Hahn nicht Platz und Muße findet, seinen Aalzgelüsten ausgiebig und regelrecht zu fröhnen. Der durchlauchtigste Herr Erzherzog wirb noch einige Tage das wunderbar gelegene Erzherzog Josef Ferdinand-Jagdhaus und den gastlichenHerrn desselben mit höchst-Seiner Anwesenheit beehren, um mit voraussichtlich sehr schönem Erfolge auf Virlhähne zu jagen. — (Enthebung von der Waffen Übung in der l. l. Landwehr.) Das t. t. Ministerium für Lanbesvcitheibigung hat verfüg», dass in Fällen, in welchen die Standcsverhältnisse Enthebungen von der Waffenübung zulassen, bei gleich berücksichtigungswerten Gründen grundsätzlich diesfällige Gesuche der im 11. und 12. Dienstjahre stehenden WaffenübungsPflichtigen in erster Reihe zu berücksichtigen sind. . . ^ (Bau thätigle it ln L a l b a ch.) Die Aau-tl'ätigteit in Laibach beschränkt sich heuer zumeist auf die Fertigstellung der bereits im Vorjahre in Angriff genommenen Neubauten — des Iustizpalaftes, der landschaftlichen Vul'g. der städtische» Mädchen-Volksschule bei St. Jakob, des städtischen Armenhauses lc. Nur um das Iustizpalais dürften noch heuer einige Neubauten in Angriff genommen wlrden. Herr Franz Bahovec wirb neben feinem bereits bestehenden Hause ein neues zweistöckiges Wohnhaus an d« Gerichtsgasse aufführen lassen. Mit dem Baue soll demnächst begonnen werden. An der Ecke der Gerichtsgasse und der Milloöiöstraße, gegenüber dem Bahovec'schen Haufe wird der hiesige Abvocat Dr. Kr isper ein zweistöckiges Wohnhaus erbauen lassen. Die bezüglichen Pläne haben bereits die behördliche Genehmigung erhalten. Schneider« meister Preslar lässt an der Arühl ein einstöckiges Wohnhaus sammt Wirtschaftsgebäude aufführen. — (Barnum H: V a i l e y.) Eine große Tages« zeitung berichtet über die Erfolge von Varnum H Valleys Schaustellung Folgendes: „Von Mittag an, sobald die Thüren geöffnet waren, strömten die Menschen, die Feiertag machten, unaufhörlich in die Schaustellung und alle entdeckten eine Fülle von Dingen, die ihr Interesse erweckten und ihre Neugierde befriedigten. Die prächtigen, stattlichen Thiere sind allein einen Nesuch und eine sorgfältige Ne< sichtigung wert; die sonderbaren Exemplare von menschlichen Abnormitäten, „Freals" genannt, sehen ganz gesund, zufrieden und glücklich aus. Im großen Zelte gieng eine mannigfache Vorstellung in Scene. Zunächst eine Aufführung von Champion - Ioley - Reittünstlern auf ungesattelien Pferden, und dann folgten geschickte Kunststücke und schwierige Evolutionen einer Herde großer und kleiner Elefanten. Die Lenlsamteit und Exactheit. welche diese Thiere in allen Bewegungen zeigten, waren gute Aeweife von der Geduld und Sorgsamleit derer, welche sie abgerichtet hatten. Akrobatische Vorstellungen, Geschicklichleits- und Kraftproben auf dem doppelten fliegenden Trapez, nebst anderen ähnlichen Specialitäten, wurden in Hülle und Fülle ausgeführt. Vei einer Vorführung am Trapez waren 16 und zu einer anderen Zeit sogar ^0 Künstler, bei waghalsigen zlunststücken auf einmal thätig. Die nächste Nummer b«s Programmes zeigte ein außerordentlich interessantes und allgemein bewundertes Pferde.Schaustück. 70 dressierte Pferde traten zu gleicher Zeit in der Manöge auf und reihten sich in concentrischen Kreisen an einander; das Ganze bildet eineschöne, von keinem Circus übertroffene Scene." — Die gefammte Schaustellung wird hier 12 riesenhafte Zeltc Pavillons errichten. Die 67 Eisenbahnwagen je 20 Meter lang, welche erforderlich sind, um das Material der Schaustellung zu transportieren, würden, wenn sie aneinander gereiht wären, mehrere Kilometer Länge in Anspruch nehmen. — (Aus der Sitzung des t. t. Bezirk«« schul rathes L i t t a i.) In der am 15. d. M. abgehaltenen Sitzung wurden inbetreff der definitiven Ve< setzung der Lehrstellen an der dreiclassigen Voltsschule in Weixelburg und an der zweiclassi^n Volksschule in, Ob»?-gurl die bezüglichen Vorschläge erstattet. In einer Di-sciplinarangelegenheit gegen eine provisorische Lehrkraft wurde der gestellte Antrag zum Beschlusse erhoben. In Angelegenheit einer zweiclassigen Volksschule wurde be« schlössen, an Ort und Stelle Erhebungen einzuleiten und über das Ergebnis in der nächsten Sitzung zu berathen. Das Gesuch der prov. Lehrerin Hedwig Schwickerl an der einclassigen Volksschule zu St. Lambrecht wird dem l. t. Landesschulrathe vorgelegt und die Lehrstelle daselbst zur, definitiven Besetzung ausgeschrieben. Das Gesuch eines Lehrers um Gewährung einerGelbaushilfe aus Anlass seiner Erkrankung wurde dem l. l. Landesschulrathe mit dem Antrage auf Berücksichtigung vorgelegt. Schließlich wurde die Abhaltung der diesjährigen Vczirlslehrerconferenz am 3.Iuli in Littai genehmigt und sodann die Sitzung geschlossen. — (Voltszählungsergebnis im politischen Bezirke Littai.) Die fertiggestellte Uebersicht der Volkszählung im politischen Bezirke Littai liefert nach« stehendes Ergebnis: Hauptsumme der anwesenden Ne« völlerung A5.968 Personen; hievon entfallen auf den Ge-richtsbezirt Littai 28.156 und auf jenen von Weixelburg '^^-_____________________^.^ pl^vrech ^ smlderbare Weife kennen gelernt I^I ^lnal"' '^"" Helene hörte scheinbar mit ^V°h T?'" ä" "nd ^rsMich — sobald s" »^l>°rt '" l"mme, was, da ihre Tante l V"lich " ^'hrerin zu ertnndigen und sie. l ^ t>^ 6" besuche. Weipert war über dieseö «^ ^.. """ sehr erfreut. !^ >! b«5 , "en in der That sehr dankbar, l ^!,? ^ ^llten, gnädige Frau," sagteer. !"' 9, ^'Nl!7 "! die Hand nehme, so führe r^^ s^""3 durch und bleibe nicht gern auf V^ t„^i - ^" ich aber in Newark bin, s^i '^'" drr !"turlich darauf beschränken, nur l^, ^ loiüe ^- Bildung aufzukommen, persön-ff^Ii^rr c/"'^ung mit dein jungen Mädchen !'V"ar"W'l Berthold, der bis jcht alles l^^^'lshz., ^erte, ist auch von seinem Vernfe !'V ,^chü< s.U"""nnen, "ls dass er sich viel ß^^^W s s ^ tummern könnte. Ta wäre ! ^ tv ^cn t ^"'llwll, wenn Sie jich, sofern A,H "llteii« "uueli, der Kleinen ein wenig an- l '''^l d^3 '"erde Ihnen getreulich Vericht « ^lr^ ^arhen Ihres Schützlings," ae» Eilf Uhr war schon vorbei, als Weipert in der Nähe des Hotels „Iu den rothen Forellen" von seiner wiedergefundenen Freundin Abschied nahm. Am nächsten Tage wollten sie wieder zusammenkommen. Weipert erinnerte sich seit langer Heit keines so angenehm verlebten Abends als dieses letzten, welchen er in Gesellschaft der jungen Witwe zugebracht hatte. Noch lange saß er in der dunklen, weinumrankten Veranda seines Hotels, ranchte seine Cigarre und blickte sinnend zu dem nachtblauen Himmel empor, von dem das große, klare Auge des Vollmondes her° niederbliclte und mit seinem weihen Nichte die Knvpen der tannenbestandenen Verge versilberte. ^n dieser feierlichen, friedevollen Nachtstille tamen ihm allerhand wunderliche Gedanken und sehn-süchtige Empfindungen. Fran Helene war Witwe, er elber noch frei: konnte der einstige Tranm sich mcht schließlich dennoch erfüllen? ...... Eine Weile erwog er den auftauchenden Gedanken ohne Leidenschaft, mit einer gewissen behag-licken. sachlichen Ruhe, die ihm das engenehme Ae-»mitsein ohne Uebereilung mit sorglicher Ueber-leanng zu handeln, gab. So etwas war nicht von beute auf morgen zu entscheiden. Verliebt war er ja beute nicht mehr, aber das war umso besser; so brauchte er auch keine Trübung feines Urtheiles zu befürchten; Verliebte sehen bekanntlich alles durch ome ve>st'nrc>tl)e PrM. „Wir werden sehen!" schloss er seine Aetrachtuu» gen. „Wenn es eine Fügung der Vorsehung war, die sie mir heute in den Weg führte, fo wird fich auch das weitere von selber ergeben. Ich glaube au Vestnn-mungen. Lassen wir die Tache ihren Lauf nehmen." Am nächsten Morgen trafen sich Welpert und Frau von Langfeld ihrer Verabredung gemäh auf einein Spaziergange, und nachmittags holte Woipert 'eilie Freundin wieder ab. Am folgenden Tage machten fie eme genieinfame Wagenfahrt auf den Brocken: überhaupt waren sie während der folgenden ^eit unzertrennliche Gefährten auf Partien und Fuß. touren, und von Tag zu Tag fühlte der Doctor sich mehr von der Anmuth und dein Liebreiz der schönen Frau umstrickt, während Frau Helene zu ihrem Heini-lichen Triumph Schritt für Schritt dem fich gesteckten Ziele näher kam. Vielleicht hätte die Sache wirklich schon bald eine entscheidende, beide Theile befriedi-gende Wendung genommen, wenn Nolf Welpert nicht eineo Morgens telegraphisch an das 51'rankenlagor Nathaniel van der Huttenö, dessen Zustand sich plö> lich verschlimmert zu haben schien, zurückgerufen worden wäre. Ohne Besinnen entschloss er sich natür. lich sofort, den, Rufe zu folgen. Ihm blieb noch gerade Zeit zu einem flüchtigen, aber nichtsdestoweniger herzlichen Abschiede von Frau Helene; dann musste er fort, da der Jug lvenige Minuten später abfuhr, Laibacher Zeitung Nr. 117._____________________________________982_____________________________________________23 VW ^ (fiüher Sittich) 12.812 Einwohner. Im Entgegenhalte zur Voltszählung aus dem Jahre 1890 ergibt sich eine Verminderung von 883 Personen, welcher Ausfall sich auf den Genchtsbezirl Littai mit 568 und auf den Gerichtsbezirl Neixelburg mit 315 Einwohner vertheilt. Dieser Rückgang im Vergleiche zu den Ergebnissen der Volkszählung im Jahre 1900 ist hauptsächlich auf die missliche wirtschaftliche Lage der Nevo'llerunll. des Vezirles, sowie auf die von Jahr zu Jahr fich wiederholenden Missjahre zurückzuführen, welch beide Factoren den Grund zu einer continuierlichen und in letzter Zeit progressiv sich gestaltenden Auswanderung namentlich der männlichen, in den besten Jahren sich befindlichen Arbeitskräfte theils nach Amerika theils in die Kohlen-werlc nach Westfalen bilden, woselbst ein großer Theil derselben sich eine neue Heimat gründet und so für den Vezirl verloren geht. — Die konfessionellen Verhältnisse haben nur eine unbedeutende Verschiebung erfahren; es wurden außer den Katholiken 36 Andersgläubige und ein Confefsionsloser gezählt (gegen 23 Andersgläubige im Jahre 1890). Nach dem Bildungsgrade sind 18.909 Personen somit 52 5 A> des Lesens und Schreibens kundig; bloß Lesen können 3483 Personen somit 9 7 A. während es 13.576. demnach 34-8 A> Analfabeten gibt. Im Verhältnisse zu den Ergebnissen der Volkszählung aus dem Jahre 1890 zeigt sich hierin ein erfreulicher Fortschritt, welcher der Verbesserung und Pflege des Schulwesens und der stetig fortschreitenden Ueberzeugung von den wohlthätigen Wirlungen des Volls-schulunterrichtes zu zuschreiben ist. — Nach der Umgangssprache haben sich bei der Volkszählung 426 Personen zur deutschen und 8 zu anderen Umgangssprachen (gegen 517 und 19 im Jahre 1890) einbelannt, während die übrige Bewohnerschaft die flovenische Sprache als Umgangssprache angegeben hat. — Der Pferdestand hat sich allerdings seit dem Jahre 1890 bei einer Anzahl von 996 gegenüber der heurigen Zählung per 1062 um 166 vermehrt. Diese Vermehrung ist jedoch nur eine natürliche Progression. Der Stand des Rindviehes ist seit dem Jahre 1890 bei einer Anzahl von 19.342 Rinder um 2357 gestiegen. Der Grund dieser Zunahme liegt vor allem darin, dass seit dem Jahre 1891 nur licencierte Stiere zur Zucht zugelassen werden, dass welters die Bevölkerung selbst zur Einsicht gelangt ist, es sei nur vollwertiges Material zur Zucht zu verwenden, endlich, dass die Preise der Rinder durch die Heranziehung fremder Kaufleute bedeutend gestiegen sind, wodurch die Bevölkerung zur rationellen Viehzucht mehr und mehr angeeifert wird. — Der Stand der Ziegen ist von 870 auf 833 gefallen. Die Anzahl der Schweine hat bei einem Stande von 5738 Stück im Jahre 1890 eine Vermehrung um 590, erfahren, welche Vermehrung auch darin ihren Grund haben dürfte, dass die Schweinezucht im letzten Decennium wesentlich rationeller betrieben worden ist. Leider hat aber eine beträchtliche Abnahme der Bienenstöcke (im Jahre 1890 5569 gegenüber 3847 im Jahre 1900) stattgefunden. Der Grund hiefür dürfte theils in den diversen Krankheiten, denen die lrainische Biene unterworfen ist, noch mehr aber in den Frühjahrsfrösten und Missjahren gelegen sein, wodurch eine successiv stetige Abnahme der Bienen bedingt erscheint und die meisten Bienenzüchter zur Auflösung dieses vor nicht allzulanger Zeit auch in Unterlrain und speciell im Bezirke Littai schwunghaft betriebenen Erwerbszweiges bewogen wurden. —ik. — (E h r u n g.) Der l. l. Landespräsident im Herzog-thume Krain hat deni pensionierten Gerichtsdiener Georg Klemeni>ii> in Stein die mit Allerhöchstem Handschreiben vom 18. August 1898 gestiftete Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienste zuerkannt. — (Gehaltserhöhung der Post- und Teltgraphen-Manipulantinne n.) Wir lesen in der „Neuen Freien Presse": Neuerdings hat sich das Handelsministerium veranlasst gesehen, das Gehaltsschema der Post' und Telegraphen-Manipulantinnen abzuändern. Die letzte Gehaltserhöhung erfolgte im October vorigen Jahres, wobei der monatliche Maximallohn don 100 X auf 150 lv erhöht und gleichzeitig an Stelle der Quinquennien Quadriennien eingeführt wurden. Der neueste Ministerial-Erlass bestimmt den Taglohn der provisorischen weiblichen Arbeitskräfte mit 2 X 20 k statt 2 X. und fixiert den Anfangsgehalt der definitiven Manipulantinnen mit 68 X monatlich. Auch ist für eine entsprechende Altersversorgung durch den obligatorischen Veitritt zum Pensionsverein der Landpostbedienstetcn gesorgt. — (Das Schadenfeuer in Gorenjavas.) Wie bereits kurz gemeldet, brach am 20. d. M.. und zwar gegen 2 Uhr nachmittags in der Ortschaft Gorenjavas im Pöllander Thale, Gerichtsbezirk Vifchoflact, ein großes Schabenfeuer aus. Die alles verzehrende Flamme hatte ihren Ursprung im Stalle des Besitzers Paul Oblal, vulgo Hrovat. Letzterem verbrannten sämmtliche Rinder, 13 an der Zahl, stchs Schweine und 15 Klafter Holz. In wenigen Augen^ blicken stand das ganze Dorf in Flammen. Auch das Haus, in welchem die t. t. Gendarmerie untergebracht war, gieng in der Flammen auf. Im ganzen verbrannten 30 Häuser und 15 Wirtschaftsgebäude, somit zusammen 45 Objecte, außerdem eine große Anzahl von Hausthieren. Mehrere Dorfbewohner erlitten auch leichtere Brandwunden. Ein Menschenleben ist nicht zu beklagen. — Der Brand soll durch 'Unvorsichtigkeit eines kleinen Knaben, welcher im Hause des Horvat mit Zündhölzchen gespielt hatte, entstanden sein. Laut telegraphischer Aufforderung begaben sich die freiwilligen Feuerwehren aus Vischoflact und Altlact sofort auf die Unglüctsstättc, woselbst sie im Vereine mit der Pöllander. der heimischen und der Sairacher freiwilligen Feuerwehr die ganze Nacht hindurch angestrengt arbeiteten. Leider blieb nicht viel zu retten übrig, denn das Feuer verbreitete sich mit unheimlicher Schnelligkeit. Warmer Dank gebürt dem Haus-r.nd Renlitätenbesitzer in SestranZlavas, Herrn Franz Dtmkar. welch« alle Feuerwehrmann^ nach der schweren U,b^ aus t^«nc koskn kwkwe. T>n Schad«, htziffnt sich, soviel man gegenwärtig annimmt, auf etwa 120.000 X, dürfte aber noch größer sein. Die Bewohner waren zusammen auf rund 34.000 X versichert. — Es ist wirtlich ein trauriger Anblick auf den Ort, woselbst noch vor drei Tagen ein schönes und blühendes Dorf gestanden; nur kahle, verbrannte Mauern bezeichnen die Statte des großen Nnglüäc». Im ganzen konnten sechs Häuser gerettet werden. —3— "(Schadenfeuer.) Am 14. d. M. nachts entstand in der Dampfziegelei von Karl Kotnil in Werd bei Oberlaibach durch Unvorsichtigkeit des Heizers ein Brand, der emen Schaden von beiläufig 2000 X verursachte. Karl Kotnil war auf die Ziegelei versichert. —r. " (Ueberfahre n.) Gestern früh wurde in der Komenslygasse der vier Jahre alte Sohn Raimund des Gemeinberathes Josef Turk von einem Radfahrer zu Boden geworfen und überfahren. Der Knabe erlitt am linken Arme mehrere Hautabschürfungen. " (Dieb st a hl.) Dem Besitzer Jakob Sodja aus Wocheiner-Vellach wurde heute nachts, während er auf einer Bank in der Maria Theresien-Straße eingeschlafen war, aus der Rocktasche eine Brieftasche mit 300 Kronen gestohlen. Der Dieb ist unbekannt. — (Stimmen auS dem Publicum.) Eln Leser unseres Blattes schreibt uns: Am 21. d. M. nach-mittags fuhr ich mit meinem Einspänner vom Unter-lrainerbahnhof nach Unterschischla. An der Untertrainer-ftraße stand ein Lastwagen, welcher zum Aufladen von Schotter bestimmt war, doch war mit dem Aufladen noch nicht begonnen worden. Weil ich Eile hatte, ersuchte ich den Pferdelenker, nur ein wenig Platz zu machen, damit ich den an der Straße stehenden Kastanienbaum nicht beschäbige. Darauf erhielt ich die grobe Antwort: «Warten Sie, bis wir aufgeladen haben werden.» Die umstehenden Arbeiter brachen in ein wieherndes Gelächter aus. Da ich keine Lust verspürte, über eine Viertelstunde aus der Straße stehen zu bleiben, so stieg ich vom Wagen und lenkte die Pferde des Lastwagens vom Kastanienbaume ab; hiebei erhob ein Arbeiter des elektrischen Eisenbahnbaues seine Schaufel und machte Miene, auf mich los» zuschlagen. — Es sei mir wohl die Frage gestaltet, ob denn nicht durch Wachleute ober sonstiges Aussichts» personale für einen genügenden Platz zum Ausweichen an öffentlichen Straßen gesorgt werden könnte? — (Ueberfuhr.) Dem Johann Kerjmanc in Vevke bei Oberlaibach wurde die Bewilligung zum Betriebe einer Kahnüberfuhr über die Laibach bei Bevle ertheilt. Ter Tarif ist folgender: für eine Person und eine einmalige Ueberfuhr 4 K, für eine Person mit einem Handwagen l» n. Andere Gegenstände werden dort nicht Überführt. —o. — (Unfall.) Am 17. d.M. früh wurde der 45jähr. Bergarbeiter Franz Venger aus Sagor in der Kohlengrube zu Kisovec durch ein großes Stück Kohle, das während der Arbeit alls ihn stürzte, schwer verletzt. Venger, welcher, wie die eingeleiteten Erhebungen sest-ftellten, an seinem Unfälle selbst schuld ist, wurde ins Werlsspital übersührt. Er dürfte trotz einer schweren Kopfverletzung mit dem Leben davonkommen. —ik. — (Tod durch Blitzschlag.) Man schreibt uns aus Gottschee: Drei Burschen aus Taubenbrunn (Gemeinde Nesselthal), welche am 20. d. M. den Weg im fürstlichen Revier zu Scherenbrunn herlichteten, wurden gegen 1 Uhr nachmittags von einem heftigen Gewitter überrascht und flüchteten unter eine hohe Buche. Kaum hatten sie sich darunter gestellt, so entlud sich eln Blitz in den Baum und tödtete den 24jährigen Johann Maußer und den 19jährigen Anton Michitsch, während der dritte mit dem Schrecken davon kam.______________________ Geschäftszeitung. — (Viehmarlt in Sittich) Der am 20. d.M. in Sittich abgehaltene Viehmarlt, einer der besten in dieser Jahreszeit, blieb sowohl hinsichtlich des Vlehauf. trlebes wie des Handels nicht hinter seinen Vorgängern zurück. Es wurden weit über 600 Stück Hornvieh ausgetrieben, und der Handel gestaltete sich, da fremde Viehhändler anwesend waren, recht lebhaft. Namentlich mit Mastochsen aus dem Themenitz-Thale wurde trotz der hohen Preise eln sehr guter Absatz erzielt. Auch der kleine Zwischenhandel ließ nichts zu wün'chen übrig. — »Ic. — (Schweinepest.) Die k. k. Vezirlshauptmann-schaft Tschernembl hat anlässlich des Bestandes der Schweinepest in drei Orten der Gemeinde Nekica des kroatischen Bezirkes Karlstadt die Einfuhr von Schweinen aus diesem Bezirke nach Krain im Straftenverlehre (Trieb- und Wagenverkehr) verboten. Telegramme des K.K. Megraphen-Eorresp.-Bureaus. Reichsrath. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 22. Mai. Nach Erledigung des Ein-laufes und Beantwortung einiger Interpellationen durch den Eiseubahnminister geht das Haus zur Tagesordnung über, das ist die Fortsetzung der Special-debatte der Investitionsvorlage. Das Abgeordnetenhaus nahm die Artikel 2 bis 7 der Investitionsvorlage an. Im Laufe der Debatte bekämpft Eljenbahnminister Wittel das von Ellenbogen verlrekne MinoMls' Votum, betreffend den Arbeiterschutz be'^^d'^ zunehmenden Eisenbahnbauten, und "M ^z >5 bezügliche Regierungsvorlage sowie A ° HM" ^ administrativen Wege vorgelehrten V "M^ M' Schutze der Arbeiter hin. Der Mimse " ^ Vi,' die im letzten Jahre eingeführte »"> ^M besserung der materiellen Lage der ^ bediensteten sowie die Einführung "' ^ b< Pragmatik. Die Staatsbahnverwaltung ^"" eitge^ besferung der Lage der Bediensteten das ' ^e °> geleistet. (Lebhafter Beifall.) Die S'tzu"» halb 8 Uhr unterbrochen. ^. Wien, 23. Mai. Das AbgeordnA'U^ handelte in der gestrigen Abendsitzung "" W'^ nmgsvorlage, betreffend die Ablürzung ,^ F zeit im Kohlenbergbau. Im Laufe dn " ^ W der Ackei bauminister Giovanclli, er n^die^. arbeite, n wohlwollend gegenüber; weroe > ^,^ ^ stundenfchicht bewähren, so unterliege "^^ stände, seinerzeit eine weitere Herabsetzu^^ ^, zeit beim Bergbau einzuführen. ^<^M^' um 12'/, Uhr nachts geschloffen. -^ "^, morgen vormittags 11 Uhr. Die Vorgänge in China- ^ ^ London, 22. Mai. Die Mall" ^ Shanghai vom gestrigen: NachnckM ' ^e^ sagen: Graf Walderfee habe die kaljew" ^ Behörden dahin verständigt, dass seme " ^ ^ nicht eher verlassen werden, als tns °" He^ zurückgelehrt und dem Grafen Waldes beim Kaiser bewilligt fei. Wien, 22. Mai. Se. MajeM de^z M heute dem Erzherzoge Rainer, das Zimmer hüten muss, einen halv!" ^ abgestattet. .«-mlsM^ "Wien. 22. Mai. Der M"'fI^ ungarischen Delegation nahm unvcranorl f^,i^ . Marinebudget an und fprach d?r M"' ^. die ersprießliche Thätigkeit Anerkennung "^ ^ aus. Im Laufe der Debatte elkla^^i^ commandant Freiherr von Spaun: oie lt z>H hatte niemals den Plan, die wickeln, dafs sie mit den Flotten anders ^ rivalisieren künne. Sie halte stch sl"s'^ ^ derlichen, unter allen Umständen w'^' „^« s schütz unter Verwertung der """ ^ ^B^ der Technil vor Augen. In der nach' ^^ außer den im Budget bereits ftg",^^ Schlachtschiffen nur der Van emes ^ fchiffes, mehrerer kleinerer Fahrzeug ^^i!!" Torpedobootes und eines zum Aufllaru' v . wendigen Fahrzeuges nöthig fem. ^ M/l Pofen. 22. Mai. Das «fH>^ meldet aus Neschen: Am vergangene« "^^,^ sich eine Anzahl Schüler, im Nel'glo ^ ^. ,5/> Lehrer in deutscher Sprache zu ""'" ^e^ sie bestraft wurden. Infolgedessen zo ^ K ^ Menge vor das Schulhaus, stu"N« .^ drang in den Corridor. Die P" ^liate" ..^^ Menge und verhaftete d!e meinderath von Reim« bewilligte »" .^ Errichtung einer Arbeilerbörfe. ^ del ^ Paris. 22. Mai. 3" Ä^.'^ tionisten brach gestern, als dle "" ^/ beiwohnten, ein Brand aus, welcye ^P vollständig einäscherte. Die Nonnen u'^^".^ konnten sich retten. Der Schaden ^ „tlich jü '^ Petersburg, ^ meldet: In den Obuchow'schen ^"'leg 3600 Arbeiter die Arbeit ein «nd " hMl ^c ^' Ein Wächter wurde von einem ^Zl^,,^ Messerstich verwundet. Der betresie ^^ < ^ > verhaftet. Ein Unteroffizier "urve h^gi" jl^' im Gesichte getroffen Die Äe^^e<^^ darmerie und Polizei, die an^'^elle^t'/^. welche mit Steinen warfen, z" "^lv^. p.^ folglos, worauf das Militär d«' ,M^/> Arbeiter wurde getödtet, neun v" ^l ^.F« Haftungen wurden vorgenommen- ^de^p > der Truppen, Oberst PalibM, ,^, l"" l Steinwurf verwundet, zwölf P"U hel^ « Ein vmvnndetkr Arbeiter ist gej'" Z ^chHete , "' ^" "" Lichul'g Tschang und Tsching ^ü,lts, !">^licher Erlas« verlange auf das be-^llchlu, schleunigen Abschluss der Friedens-^"lünn^' damit der Hof nach Peking zurück« Neuigkeiten vom Büchermarkte. ^?3^^5lfr., Künstler und Publicum, l^ 1-20.-^»er ^"'ch Schneiders praktisches Garlenbuch, li 1-80. ?^"e u^^'' Lehrbuch der Kinderlraulheiten, X 19-20. ?^«b Welt, III, 15. K —60. - «iittler, vr. 5.. ü ^VI,»« ^"^M^tiones <^ß prjm» plnlosopki», K 5'40. ^'ttA ^cv^' Unheimliche Geschichten. K 120. -^"ilhez'i. Obermann Eleltrotechniler. I., X 1-80. -! ^w^ederbuch, K i 44. - Erler O., Giganten, "M,k« Hei,, P. Mich. v.. Handbuch der systematischen ^"uzz ° ^- ^ Ltraäella, l.o musöe secret, K 4-20. ! > ^^ltß I * 6u, I^a Luprömk elreinte, li 4-20. — 5>"> ^n ^' ^kmoinelle ^nlo»'. K 4 20. — Zaussav 'l,^e ? '^ "'ec tn,cl^e, K 4 20. — I^ontil»uä, s.^Nt,', .^>r «zui äime lk cnair <;ui tue, X 4 20. i< .'> ll 4 3n "^"^ ^' ^'6 b^nclit, X 420. — Ignore ^., ^'.llj, ^ ^ -- Ernest Ia ^eunesse. äemi-voluple, ^°°lc>t> w H"' ^r- H-. Sprache der Buren, X 2-40. t?W«n°e ^. Iugendsturme. X 1 20. — Georgy E., Ber-i,I^ ^^' "I. li 1 20. - Perfall, A. v., Faiful, >V^tb «^°cobs W. W.. Seemannshumor, I. X 3, — i? > Neb ,/' "' Illustrierte Romane und Novellen, IlLer., il^^'«n^^' "- Mysina O., Passion der Liebe, ^>>ng ^ ^^'s'ng O.. Quer durch die Liebe. X 2 40. — !^"n^^ Bildungsmüden, l^ 2 40. — Schubin O,, >'"' Tien^'l 'n der FrühIingSnacht, X4 80. — Hillern, i,b,.3leu^'" WM). X 3 60. -Ebner-Eschen bach, Ht^h ' «ors. und Schlossgeschichten. X 2-40. — Ebner-^°«!i ?.' ^. v., Drei Novellen. X 3 «0. — Andreas-i!'^4Ä"' Ma, X 3. — Nrminius W., YorlS Osfi-tK'ndt «t,'" Voy Ed. I.. Um Helena. X 4 20. -^ ^ "d H^ lebende Bild und andere Geschichten, ,^, ^. «."Nzengruber L., Wollen und Suun'schein, , ^ ll).^ "vobodasldalb.. Ideale Lebensziele. I. X? 80. >,^°Iin., ^ Waldmüller R., Das Amulet, X I'o0. ' "!N, Z" E.. ^ ^^ch^ Stück, X 150. - .^r F^'lger Geschichten, X 2-10. - Osterloh, ,,!^^Wnus. X 210. - Klinckowström, N. v., ^^'^ -^ l5 "' " Heiberg H., Zwischen engen Gassen, «»"'enpi "llld.Ramlo M,. Passionsblumen, X 1>50. ^ltlei ^'" «5,'/> Zollern-Nürnberg, X 2-10. - Pollo El.. U'll leuchten. X 2-10. — Perfall. «. v,, Schlichter. t,!l», ^17 Ost mann Ä., Schatten der Vergangenheit. H. ^, H^rharb Em., Aus FortunioS Erinnerungen, z,. y«tr^ ,"'b. C. v.. Vergiftete Pfeile. X 1 b0. <. ^««nl,. '" ber Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H >z^/-lg in Laibach, Congressplatz 2. Angekommene Fremde. , z. Hotel sslcsant. ^esitz^ Fiai. Gtttlmann, Ingenienr, Cilli. — Lon- ''l, db^,.!2elca. — Iohnas, Kapellmeister, Budapest. — , ,>,>l ^ ^'"lleuant. s. Frau. Weißenfels. - Gräfin Pace, h,,'>ti. j^"»ler, Pnester, Ralel. — v. Ceric, Infpector; ' ^ ^ 3 ^l trieft. — Schmidbauer, Beamter, s. Frau. >!«°, ^l. Rothschild, Advocat; Sonnenberg, Kfm., Groß- ^troi^ ^°lolar, Privat, Unterlrain. — Potlünet, '^ - «lagenfurt. — Kraus, Kolinsly, Swoboda, '^ ^5^ H"sf'»ann, Kfn,., Görlih. — Selinger, ltfm., ^inei^?°"'sl«, «sni.. Gmz. — Neumann. Kfm., Fiume. "Ner V'"N. Ns.t,., Kdl'igssrä'z. - Herzlopf. Kfm.. Ried. l ^>l.G,«c?' ^flte., Linz. —Hansen. Ingenieur; Görner. d,^' Tb..»!"' ^uldl, Pacher. Steinberg. Rossmann, Verger, >Etein^'lM'^ Cchlesinger, Metzner, Kunz, Nessel»). ^ ^' «site., Wien. Verstorbene. Am 21. Mai. Matthäus Pogacnit, Inwohner, 79 I., Komenslygasse 3, Kl»la8mu8 «onili». — Maria Orazem, Ulsulinerin, 30 I., Congressplatz 18, lulierculos. pulm. Volkswirtschaftliches. Laibach, 22. Mai. Die Durchschnittspreise stellten fich wie folgt: VlarN'lMgz«.- Marlt'lMgz«.. Pr«<« Prel« Weizen pr. q . .-------16 60 Butter pr. llß. .. 2----------- Korn » . .-------14 80 Eier pr. Stück . . —! 5------- Gerste » . .--------14 — Milch pr. Liter . . — ^20------- Hafer » . .--------15 40 Rindfleisch I»pr. kß 1,28 —!— Halbfrucht » . .-----------------Kalbfleisch » 1^24-------- Heiden » . .--------13 40 Schweinefleisch » 1 50-------- Hirse, weiß ...--------16 80 Schöpsenfleisch » -^80-------- Kuluruz ...--------12 80 Hähndel pr. Stück 1 40-------- Erdäpfel » . .--------4 60 Tauben » — 40------- Linsen pr. Liter . — 20--------Heu pr. ? . . . . 4 40------- Erbsen » . — 40--------Stroh » » . . . . 4------------ Fisolen » . — 24-------Holz.hart., pr.Cbm. 7 20------- «indsschmalzpr.llß 2,20-------— tveick., » 5,20-------- Schweineschmalz » 1 28-------Wem,roth., pr.Hltl.----------------- Speck, frisch » 120-------— Weiher, »----------------- — geräuchert » 1>50-------- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. EeelMe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. Z ZßZ , ZZ ! ZU>ß „<, ^.N. 739^5 19 b SO. mäßig heiter " 9 . Ab. 7393 144 NO. mäßig heiter 23l 7 U. M. j ^39 4 > 9 0, SO. schwach j heiter , 0'0 Das TageSmittel der gestrigen Temperatur 15-1° No»» male: 14 9°. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtek. Was gibt's für Wetter? Regeln, die in längstens 24 Stunden eintretende Witterung mit Sicherheit zu bestimmen. Nebst einem Anhange über den richtigen Oebrauoh des Thermometer«, Barometers und des Oompaue». Von ¦tud-olf MB»«.m9 königl. Revierförster. Broschiert 72 Holler, mit Postvorsandt 80 Heller. an einen oder zwei Herren \\„'tl , (1949) 3-1 "\!^ortselbst. itI"c*pita1Uslrieort zu vermieten. Kleines |b| eforderlich. Anzufragen bei Cjtevž Barle, ^^||^önwässern. 2-2 ! NenVdwn kleil»sten Plätzen, Jjl^f ^ge Personen fflr den i Jjtlk^!10«» gangbaren SpeoUl- JS s "h gesucht. Jedermann i *n !s 30 K,.®111 K»nkommen von I Sf^Is&^PfoTag schaffen, 1 Crl^un!beonbMohäftlgung 8 98 35> „ „ «prll Ott,pl,«4ll«/« »«,z »8«b »8»4«t Otaul«»!, X«) st. »'««/« l«l-- 183- l8S0,l „ 50» l. 4«/« l40'60 141 50 »8S0»l „ 100 st, 5»/» Dom..Pfan,br. k »20 st. b«/» . »9« — 2l>» - lt«al,schulb d«, im A,ich»' »alh» n»rtr»l»n»n König« »»ich« und länd»r. oesterr. «olbrenl«. ftsr., 100 II.. per «lafsa.....4°/» »17 85 118 05 dt«. «ente in Kronenwähr., stfr., per «lass».....4°/, « iy ^.»« dto. bto. bto. per Ultimo 4"/» 97 »o 9? 8»' 0efttrr.InvtfNt, steuerfrei, zu 24.000 «kronen . . 4'/° 115 50 »»« »0 Franz. Joses. V»hn in Silber tt>i«.Vt.).....b'/,°/° 1»0»0t«1»0 «ubolfsbahn in Kronenwähr. steuerfrei (bw. Ot^) . . 4»/» «.«i ««ü Vorailberzbahn in Kronenwühl. steuerst., 400 »r.. . . 4"/« »ü ,z »« »z Z« Gt»«t»lch«»»erlch«el»»«' ,«»»«e»e»>.»ile»»..»t«e«. «lljabethbalm »00 st, »««, b'///» von 200 st.......4VS - b0ü'— bt«. Ulnz-Vubw, »oo st.«. W. v. b>/<°/,........»5»'-4üb'.- dl,. Salzb..>T!l. »ou st.«, «u, O, »°/,.........45U-- 4LI'— »ol »f«rl. »«i b«/« v,n »00 st......4»»«<)4«S<) »,» «t»«»» z»r Z«hl««« »>««««»n»e »»s»»»..P»i»»^ 0bll»att«n»». «lilabelhbnhn «oa u. 8UO0 M. 4°,' ab ll>°/»...... l14 « 1lÜ-»H «lilabtthbahn, 400 u. »000 M. 4°/„......... »»»'- <18 b0 ssrau, Iojef.lv., »m. »884, (did. St!) V!lb., 4°/»..... SS 80 »? »l> »alizllche l»arl.bubn»la.»»hn, (blv. Lt.) Vilb. 4°/> ... »5 »0 9« »0 ««rarlberaer «ahn. »«. l»«4, (bl». Lt.) Gilb., 4°/, . . . 9«'— 9? - lt«l»schuld d« t«nd« ungarischen Als«. 4°/, un«. Goldrent« per «nsse . ll? 40 N7 s« dto. dto. »er Ultimo . . . . N7-40 »l? «0 4«/» dto. Rente in lrronenwHhr., steuerfrei, pei Vaffa . . . 9« W 93 1U 4°/o bto. bto. bto, per Ultimo. «90 93 lU Ung. Et..«b lhtlz.««g..«ose 4°/, .... 141'5l) 14»'»« 4°/, un««. Grundentl.«0bll». 9«ül> 9» bv 4°/, lro«t. »nb sl«v«l. bett, « «>0 94'SO ß»»d»l« lffnttl. AnUH»». »°/, Don»u««ea.'»nlelht «878 . l0«'50 t07 — «nleben der Stobt VOrz . . — — —>- «nlehen b. Stabt Wien . . . to» «0 l04 uo dto. bt«. (Gilt,« »d. «,lb) l^-bO -- dto. dt«. ll8»4, .... 94-»b 95 »^ dto, bto. (1898) .... 94 ?o 9576 «er!ebllu»«nlth en, verlo«b. »°/, »00 anbt»Hyp.««nft,4»/<, 9?'- 98 — 0eft..un«. «anl 40',^«l,r. v«l. 4«/«......... 99 - 100 — b«,. blo, !»j»l,r. v«I. 4°/« . 99 — iua - Vp»rcaN»,l.«st..»0I.,verl,4°,, 98« 99 «e, VftnbahN'PllVlUilt»' Gbllgatlon»». lZerdu.DllMpflch. »oa fl. . . »A,-—410 — d"/» DunaU'Negul'Lofe . . . »ÜS — 2S0-— NM»erzl»»N „ ,, UN,. „ „ eft. »L20 2««o Nudlllph.Lole 10 fl..... 58 — Si - blllM'Uule 40 sl...... «00'— »05-— Ot>Venv<»l,Uose 40 fl. . . . »34-— 2»»-— Waldftelu.llole 20 N..... »83-50 »Ll>-- »«»infttch. d. »«/» Pr..Ichulb». d. Vobencrebltanfl,,»«. »s«9 52>25 b» üb zz«lb«tztl 8,f»...... «l 7!i b9 50 »tlb «are «ett«. tzlan»port«Int»s« «hmnng»«. «ulfi^Iepl. »isenb, üoa fl. . »080- »100-Vuu. u, Utlr Ves. vesterr., 500 sl. (lW, . . 8»1— 8»» — DuiVodeiibacher 4 — 4«l> - dto. dt«. (Ut. U) 200 sl. V. i^>» — 505 ^ Prlla.Dl stallt»«lsenbahn 200 sl. B. . . 6??>- «78 — Bübbahn 200 sl. s..... 90 t»0 9l 59 Oüdnorbb. Verb..«. 200 sl. «M, »7950 »sl — Ir»»»ay«Gel,, ReueWr., Vr<». ritüt».»ctien »00 fl. . . . i»u — 141 — llng.—------ l«nknl. »««lo-oest. U»Nl »20 fl. . . i79-80 «80 50 «anrutltln, Wiener, 200 N. . 48l 50 48»öC Vodcr..Unft,, vest., 200 sl. E. 927 - »83 — »rbt.<«lnft. s. Hand. u. «. IW st. ^-- — — bto. bto, per Ultimo . . . av« — S93-. »rebitbanl, «lll». ung., »00 fl. . ««» - 700 — Depofttenbanl, «llg., 200 fl, . 4»8b0 «20 — «compte-Ges., Nbr»st., öOU N. »»«z- 1«75 Vil«»u.«af,,cr «rauers» 100 ,l- v, ,z<' ,^ « Montan'Vcs.lljch,. U-'K'» ' ^< «,^ s L»l«°.Iar . Sttinloh ei' »A , ^ >„> ^ „Schleglmüdl". P."" «., " " ^ ' Tteurer«/' Pap'er,. "^«. ^ tti" ^ ztrlfaller «^"'wH- Z«»!, ,'»^", Wr^^es.il^Nil.^S-^ Wlentlblizel H!„el.»ll!" »« Dttlft». »urz. S'cht.«. ^,.,^ Deutsche PlUe - - ' ' . «"^ ^ 2»nb,n.....' . - ^.7 ^ It. P«t«»bu«» .->''' ,»lnl»n. .,,,> zj Ducaten...... ' '. "F,,,- «n-ifranc«'Vtück, - - ' . ^ to ^,, Deutsche «e!ch»b»«t,l°ten - ^ ^. Italienilche Vanln°t «¦<¦ T«la««a. i.................................................................... *" PriT«t-Depot« {SmitD*:po»i»)rmti^ ffwdnMi im Iw-CMhm m Bull Iwrtrt- -* *^*L»***^*^