M 2N. Donllersla^ llln 23. MtMr l862 Die „kaibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der «6««^j» Anserlionsgebühr ftlr eine Garmond - SpaltenzeNe Sonn- nnd Feiertage, täglich, und lostet sammt dcn ^^ß»?HüW^F "d" den Raum derselben, ist für Imcmge Einschal- «eilagen im Comptoir ganzjährig li fl., halb- «^T^W^ ii^^W? "'"^ ^ ^" ^^ ^malige 8 tr., filr Zmaligc 10 lr. n. s. w. Mrig 5 st. 50 kr., mit Hreuzlmnd im Comptoir «WMMWM^'M^ Zu diesen Gebilhrm ist noch der Insertions<>. Ischl 4. Oktober d, I zuu, Kanonikus am Domkapitel zli Parcuzo dcn dor< tigru crsteu Eboroikär und Pfarrkooperalor Nazarius Wcl'cr allergnädigst zu ernennen gernhl. Uichtllmtlichcr Theil. «ail'llch, 22. Oktober. Was der jüngste Miuisterwechsel in Frankreich zu bedeuten hat, dürfte Jedem klar sein nnd wein er es noch nicht »var, den belehrt das Schreibeu des ncnen Ministers an die Vertreter Frankreichs im Aus< lande. Er wird leine Aenderung in der französischen Politik veranlassen; er wird den Staat Frankreich in keine andcie Stellung zu Italien, zu Deutschland, I'u>-; zn den europäische» Mächten dringen. denn — l'»ll,l ei sich dN' dciin fllnktioniren lassen dürfen. Nationalitätcnpriuzip. Nichtiuterventiousprinzip. Voiksstinimc — lauter schöne Dinge, mit denen die französische Politik im Auslande vortrefflich zn wirthschafte!, versteht, wen» sic seinen Machtinleressen förderlich sind; sind sie es aber nicht, nu». so lcunt n,an sie nicht, man bekämpft sie, Fraxkrcich fnwet. daß ein mit Roin als Hauptstadt foüsolioivls^ Italien nicht lauge snncm l'essimmenden 0-i,,si»ü »nterwon'en l'leiben werde, es fürchtet all» ül'emll an se,nen Orenzen die Vilduug grober Ein^ yeilc>staaten, e^ ist der Meinung, daß der Papst, von ihm sell'st in Rom beschirmt und beivacht. ilnn bessere Dienste leistet, al^ wenn die Italiener dieseu Schuy l'ssorgeu. Darum verlängert eö abermals deu 5 «ine allf unbeslinnnte Zeit, Ueber die deulscheu Angelegenheiten wird jeht iin Allgeineii'en viel gelogen. Die sranzöslscher Vläller namentlich leistl'ii bieiin das Unglaublichste. So läßt sich dic Korrespondenz Havaö angeblich auö Frank, fürt von Unterhandlungen zwischeu den dentschen Fürsten, sich uöihigenfalls mil Gewalt jedem Versuch der demo» kralischen Partei zum Umsturz des Vuudes und zur Einfühlung einer parlamentarischen Gewalt zn wider, setzen, berichten. Von mslnereu Gesandten werde beim Vnxdc vorgeschlagen werde», in jedem Slaate eiue Militärmacht mobil zn machen, welche die Befehle des Vundeöpräsidenten zur Erbauung der durch Volsü< Versammlungen gestörten Ordnung zu vollziehen habe. da durch diese auf Veranlassung ibrer Fübrer die 3iub,l in deu meiste» deutschen Staaten oft gestört werde Die preußischen Vlätter triumphireu über de» auf dem Münchener >>indelstage errungenen Sieg der Handelsvertrags-Parlei. Indesse» meldet die »V. Z.", daß sich neue Schwierigkeiten ergeben. Eö soll namentlich die sächsisch? Negierung, welche bisbcr Preußeu so treu iu Bezug auf dcn französischen Han» delsvcrtrag zur Seite gestände», jettt schwaülend ge> worden sein uud sich deu Würzblilger Bestrebungen zuneigen, und zwar so. daß erklärt'wordcu ist. nur unter der Bedingung der Erbaltuug des Zolwereing werde Sachsen dem Handelsverirage mit'Frankreich znstimmeu. Nach dem Mainzer Journal bat auch die hessische Regierung deu Beitritt zum denlsch.fr.iuzösi-schcn Handelsverträge abgelehnt, uud ist die belref. sende Erklärung zn Anfang voriger Woche nach Berlin abgegangen. Wie dem „H. E," aus Kopenbageu tele.irapbisch getneldet wird, bat Lord John Russell hier eine Note überreichen lassen, in welchei, übereinstimmend mit den Forderungen der deulscheu Mächte, die Aufhe« buug der Oesammtvcrfassung empfobleu ivird. Eii'c ablehnende Antwort ist sch^u vou Kopenhagen nach London abgegangen. Oesterreich. Mien, 22. Oktober. Sc. k. k. Apostolische Majestät baben an den lönigl, ungarischen Hofkanz< ler das nachfolgende Allerhöchste Handschreiben zu erlassen geruht: Lieber Graf F 0 r g:'» ch. lZs ist zu Meiner Keuut< niß gelaugt, daß das. durch die Fürsorge Wcilaud Mcincö Großoheims. Erzherzogs Joseph, Palatins vou Uugarn. ins Leben gerufene National-Museum, sowie das ungarische National-Theater iu Pest. ungeachtet der Subvention, welche diese beiden Instimtc von Seite des Landes erhalte,,, sich in einem Zustande besiudcu, in welchem sie den au sie zu stclieudeu Anforderungen keineswegs entspreche!,. In der Absicht, dil-scu l'ci>eu Instilutci, auch bis dahiu. wo es möglich sei» wird, im Wege der Gesetzgebung das Nöthige vorzukehren, eine Unterstützung zuzuwenden. fiudc Ich Sie zu beauftragen, Mir über den Zustand derselben und de» Umfang der ihucn zn gewährenden Hufe cineu um> fassenden Vorttag schleunigst zu erstalten. Ischl, am 14. Okiober !«02. Fran; Joseph m. >,. Wien, 2!. Oktober. D,e „Wr. Z," schreibt: Die heutige Morgenausgabe der «Presse" und der ..Konstitutiouellcu Oesterr, Ztg." l'ringeu eiu T'le» gramin aus Szamos'Ujvür iu Siebenbürgen, wonach der Gerichls-AssVssor Sipotariu, weil er das laiserl. Diplom vom 20. Oktober lttMi lind die Instrnttio« neu iu Dobola vertheidigt halte, im Diszipli< »arivcge von Dob.ka strafirrlse linverhosst verfetzt worden ist. Wir sind iu der Lage, diese Telegramme in ih. rer Begründung, warum dcr Gerichts. Assessor Si« potariu vou Doboka versetzt wuroc, für ll n r i ch t i g ;u erkläre». Gcrichls'Assefsor Sipotariu wurde nämlich uoch am 6. September l. I. aus Dicustcsrüelsichteu nach D<'lS versetzt; die Versammlung des Komitatsaus» schusseö des Dobokaer Kouiitates hiugegeu faud erst am 2i>. September d. I. uuo dcu darauf folgenden Tagen Stall. Sipotarin's Dienstesversetznng konnte dalier dnrch» aus iu keiuer Verbindung mit seinem loyalen Auf' treten iu der später abgehaltenen Ausschußversamm-lung des Dobokacr Komitateö stehen. TVien, ^0. Oktober. Dic Staatsuoranschläge für dcu Staatsrath uud dic Koutrolsbehöroeu pro 18 fl. uud für Vuchbiudcrarbcitcu mit 1000 fl.; dic vierte Nn- brit: „Pauschirlc Amtscrfordcruissc" mit 7400 fl. ; uud dic fünfte Rubrik: „Gcbäudccrhalluug" mit 20.279 fl. genehmigt. Der Antrag dcs Rcfcrcutcu, die. Rc-gicruug aufzufordern, bis zur uächstcu Scssiuu ciuc mit dciu Priuzipc dcr Ministcrvcrantwortlichtcit und dcr frcicn Cutwickluug dcs verfassungsmäßige»! Staats-lcdcus vereinbarte Rcorgauisiruug dcs Staatsrathrs in Vorlagc zu briugcu, wurdc dahin erledigt, daß cinciu friihcrcn Äcschlnssc gcmäß am Schlussc dcr Fiuauzanträgc dic Aufrechterhaltung sänuutlichcrWüuschc. die im Audgct pro 18l^2 angeführt sind, cmsgcspro-chcu wcrdcu solle. Zur Debatte ülicr dcu Staats' vorauschlag für dic Koutrolsbehördeu übergehend, wurdc die crstc Position: „Zcutrallcituug mit 100.M0 fl. augcnommcu uud weiter das Erfordernis; im Go sammtbctrage von 242.553 fl. bewilligt. Ferner wurde die zweite Position für die „Direktion der admini-strativeu Statistik" mit 48.443 fl.; die dritte Position: „Zentral Staatsbuchhaltuugcn" mit 1,417.04<.'» fl.; dic vierte Positiou: „Laudes Slaatsbuchhaltungen" mit 1,752,10l1 ft. und dic füuftc Positiuu: „Niilitar< ^Itcchuungsdcpartcmcnts mit 1,15)3.000 fl. gcuchmigt; weiter dcr Autrag, daß zwischcu dcu Abthciluugcu uud Uutcradthcilungcu init Ausnahme dcr Gehalte dcr in Dispouibilitnt gcsctztcn Äcamtcn, dcr Ncmu-ncrationeu uud Aushilfcu tciuc Ucbcrtraguugcu statt< siudcu dlirfeu. Am Schlussc dcr Sitzung ist Hcrr 0. Hopfeu für dic dcm FiuauzlUisschussc zur Bericht-clstaltuug zugewicscue ^^egieruugsvorlage iu Betreff der Tteuerhiihuug zum Berichterstatter ge>oählt worden. NZien. Ueber Ansuchen der l'iesigen Finanz« Landen Direktion wurden wegen vorgekommener Steuer» Verwsigenmgeu »ach Brück a, d. Leitba durch das diesige General'Kommando vou dem Infanterie'Regiments Prinz Holstein Truppcu entsendet, welche vorläufig auf lü Tagc zur Verfuguug gestellt worden sind — Am !s>. d M. starb iu Cech Graf Friedrich 0. Gallenberg. Oberst Orblandjägermlister in Kraiu nno ^litlmeister in der Armee im i!A Lebeu^hre — Iu Klassenfurt bat der Neallebree Herr Karl Kroner eiuen Stluogr,!pl)euvereiu für Kärulrn gegründet. — Der Konsum von Tabak im lstcn Halbjadr l^;cllg!ing wurden über 4ü!> Mill. Stuck gc« gen :i!)«'2 Mill. ,u deu ersten U Mouaten 1«01. also 40l2 Mill mebr. an Rauchtabak circa 24ii.000 Ztr, grgeu 2!j^ .°>l)0 Ztr. Nur au Schnupftabak nnd ausländischen Zigarren wurde weniger verbraucht. Vou ersterem 26,257 Ztr., von letzteren über füuf Mill Stück gegeu l>', Millioneu im ersten Halbjahre ltttil. Die Einnahmen betrugen 2!l.ll Mill, gegen 2^..'l MiUioueu oder i.l37.95« fi. mcbr. — Das letzte Jahrbuch der galizischeu Laud» wirtbschafts-Gesellschaft ist. nur uns aus Lemberg geschrieben wird, vou der dortigen Polizeibthördc kou« fiszilt worden, weil das Count« die Korrespondenz, die zwischen demselben „nd der Negicruug wegeu Suspeudirung der Geueral-Versammlungeu gepflogen wlirde. in dasselbe aufuahm. In dcr betreffendeu Zuschrift des Slatlhalterei.Präsidinms beii)t es. daß. so wenig auch die Regierung die Vcröffcutlichuug dieser Korrespondenz zu scheueu habe. dasselbe uichts» destoweniger die Enlscheidnng dcs Ministeriums vor« der einholcu müsse. — Die „Prager Ztg« schieibt: «In bobmischeu Blätleru wurde wiederholt darüber Klage gefüln't, daß Telegranune iu böhmischer Sprache zur Weilerl'eföl'' derung nicht augenounuen werden. Wie wir erfahl.n. bat die Regiernng oiese Angelegeubeit. sobald die Wüusche hierüber laut wui'drn. in Erivagung gezogen, ^em auteu Willen der Regierung haben sich aber we« ftutliche .s)i»dcruissc iu deu Weg gestellt. Der Be- 934 fördcrung böhmischer telcgraphischcr Depeschen stehen zunächst die vertragsmäßig vereinbarten Bestimmungen über dic Korrespondenz auf den Linien des mittclru« ropäischcn Telcgraphcnvercins entgegen, denen zufolge bloß die deutsche und französische Sprache als Bcr> lchrssprachc für alle Stationen dcö Vereins bcsliininl ist und nur noch in einigen besonders angeführten größeren Stationen auch die niederländische, englische und italienische Sprache zur Korrespondenz bcnüht werden kann. Ferner ist nicht zu übersehen, daß der Tclcgraphcnbcamte der Sprache, in welcher tclcgra-phirt' wird. mächtlg sein muß, weil er sonst leicht in die ^'agc käme, Depeschen zn telegraphiren, dcrcn Wcitcrbcfördcrung nicht zulässig ist. Es müßte also im Falle der Einführung der bömischen Sprache bei der von den Tclcgrapbcu. beamten neben der Vertrautheit mit der deutsche», französischen, englischen, italienischen und nicdcrländi» schcn auch dic Kcnnlniß der böhmische» Sprache vcr< langt, somit in den meisten Fällen neben den bereits augeslcllten noch neue, dieser Sprache mächlige Be-mmc ernannt, und birdurch die Auslagen für den Tclcgrapbcnbeirieb uauihaft vermehrt werden. Ueber« dieß kommt zn erwägen, daß die Zahl der Sprachen im vielsprachigen Olstcrrcich keine geringe. Sollte nun jede derselben Anspruch erheben anf Bcrechli. gung zur Beinchung im telegraphischen Verkehre, so müssen die Tclcgra'phcnbcamten zu sehr umfassenden linguistischen Studien verhalten, oder die Zahl der Vcamlcn schr bedeutend vermehrt werden. Dieß bei« läusig sind die vornehmsten Schwierigkeiten, welche der Benützung dcr böhmischen Sprache beim telegra^ phischen Verkehr im Wege stehen. Die Verband» lungsn sind übrigens lwch nicht abgeschlo^cn; die Regierung aber hat gewiß den besten Vorsap, den Wünsche» drr Nationalitäten so weit nur immer mög-lich g> recht zll irerden," — Wie der „Pozor" meldet, hat die h. Banal« tafrl das in dem Prcßprozcsse des Hrn. EugenKva< ternik gefällte Urtheil (l Monat einfachen Arrestes mit Ltägigcr Einzelhaft) auf limonatlichcn schweren Kerker und Ausweisung aus Oesterreich verschärft. Graz, 2l. Oktober, Die „Tagespost" meldet: Daß der steierische Lanresmisschuß bereits Anfangs Oktober den Beschluß gefaßt habe, — unter seiner eigenen Verantwortung dem Landtage gegenüber — die Landcsanlagcn einstweilen in demselben Betrage wie im Vorjahre auszuschreiben, und daß er hicvon die h. k. Slatlhaltrrcl mit dlm Ersuchen in Kenntniß gcscht habe. dic untergeordneten Organe zur Einlio bung zu beauftragen. Vor einigen Tagen wurdc der TrN dcr Ausschreibung bcralbcn, genehmigt und dieselbe verfügt. Der steierische Landcsausschuß hat nicht, wie es die Landcsausschüssc anderer Kronländcr ge^ tban, ein Ansuchen in dieser Richtung gestellt, sondern unter eigener Verantwortung selbstständig einen ihm zustehenden Beschluß gefaßt. Graz. Tdcobald Zollikofcr. der um die natur» wisseuschafllichc Erforschung Stcicrmarks hochverdiente Forscher und Gelehrter ist Sonntag am U). Oktober Abends in unseren Mauern verschieden. Der Hintritl des mit großartiger Energie und grenzenloser Ans« daner arbeitenden jnngcn Gelehrten ist um so mehr zu bedauern, als dadurch eine drr wichtigsten Unter« nehmnngcn unserer Tage, tie Herausgabe der gcog» uostischcn Karte von Stciermark, für den Augenblick unvollendet bleibt. Trieft. In die erste Klasse des hiesigen k. k. Gymnasiums sino für das mit l. Oktober beginnende Schuljahr lil> Schüler aufgenommen worden. Davon haben sich "8 für die deutsche Abtheilung, >8 für die italienische Parallelklasse gemeldet. Auch die zweite Klasse zerfällt in zwci Adlhcilnngen, von welchen die deutsche 37, dte italienische >3 Schüler zählt. Im Ganzen bclänft sich die Schülcrzahl des Gymnasiums auf 270, während sie zn Ende des vorigen Jahres sich auf 262 belief. Dcr Bcsuch der Anstalt behauptet auch in dicscm Jahrgange, wie in den vorhergehenden, seine steigende Tendenz. Trieft, !8. Oktober, Unscr fieißige und patriotische Alterthums» und Geschichtsforscher Doktor Kandier h>tt ans ocm Staube des Munizipalarchivcc' ciu höchst interessantes Dokument zn Tage gefördert, welches auf dic segensreiche Rcgicrung dcr Kaiserin Maria Theresia uud die damalige klage von Tricst ein belehrendes Licht wirft. Es ist ein mehrere Bo< gcn langes Sendschreiben dcr Kaiserin an den Baron v, Wisscnhüttcn. Kommcrzial»Inlcnoantcn in Tricst vom Iabrc l74:^ in welchem vielfache Maßregeln angcwcndct werden, welche den Aufschwung dcs Han> dcls und dcr Blülhc Tricst's znm Zwcckc haben. — Diese Maßrcgcln gchcn in dic gcringstcn Dctails dcs Handels und Verkehrs cin und bcwciscn cbcn dadnrch. wie cürflig dicsc Mitlel damals »raren in, Vcrglcich z>l denen, die hellte nnscrcr Stadt zu Gebote stehcn, Wäre dic Dankbarkeit der Tricster in dem Grade gestiegen, in welchem dic Wohlthaten dcr Regierung zugcnommcn haben, so hätlcn wir wohl nic dao Aergerniß erlebt, welches das Exmliilizipilim der Bc> völkcrung Tricst's und dcr Monarchic grgcbcn hat Trieft, 2l. Oktober. Dcr Lloyd.Direktor. Herr Guberiiialrath )i)itt!uann. ist gestern nach (5orfu ab» gereist, wo er ans Gesundhcitsrücksichtcu dcu Winter zliznbringcn gedenkt, Venedig, 2l. Oktober. Hcute Morgcils sind , Ihrc l. Hoheit dic dlirchlauchtigstc Frau Erzherzogin Maria Aniiunciata mil dem Kriegsoampfer „Grcis^ in Vcnedig aiigelommcn. — Ein biol'cr noch nnbekanntcr Mann begab sich am lii. um halb ll Uhr Nachmittags in Venedig in das Wcchslergewölbc dcs Hcrrn Johann Zängerle und ermordete dessen allein amuesenos» sechzelmjäh' rigen Sohn durch einen mu Halse angeln achten Äies« scrslich. Dcr Vcrunglüellc ivollte noch dem Mörder, der die Flucht ergriff und hicbsi auch von dcm steten Mcnschciigsdrängc in dcr Mcrccria begünstigt n'ur^c. nacheilen, gelaugte aber nur bis zur Gcwölblhüre. >l,'o cr als Lcichc zusaiumcnstürztc. Von Seite dcr Behörde wcrdcn rastlose Erlilbungcn gepfiogcn. (Ocsterr, Zlg) Deutsckl<"»d. Frankfurt a. M., l7. Oktober. Dic Anmcl-duügcn zu dcm großoeutschcn Vcrcinstagc baben dcn erfreulichsten Fortgang Von allcn Enocn Dcutsch. lands lanfcn Anfragen an das provisorische Lokal« Eonut«' cin. das jetzt sebon dic Vorarbcilen nicht nichr bclvälligcn kann. und sich noch hcntc dnrch linc An« zahl ucuer Mitglieder vm'tärkcn ivird, Koburss, 17. Oktober. So eben. Nachmittags 3 Uhr, hat Königin Viktoria ihrc Rückrcisc nach Eng« land über Würzburg angetreten. Stuttgart, 111. Oklober Dcr greise König von Württemberg. der kürzlich sein 82, Geburtstags« fest gefeiert hat. erlitt dieser Tage. während cr im Schloßpark allein spazieren ging. einen leichten Schlaganfall; cr wanktc, hiclt sich an einem Baum und wlirdc von zwci Damcn. dic in dcr Näbc waren, ge« stützt, bis die Leute ans dem Schlosse hcrbcigerufcn waren und dc» allen Hcrrn nach Hause brachten. Dcr Anfall soll bis jctzt kcinc wcitcrcn Folgen gc< habt babcn. Stuttgart, Ni. Oktober. Eine vor Kurzem vollzogene Hinrichtung (wegen Raubmords) soll einen Unschuldigen, wenigstens nicht einen Mörder, vom Leben zum Todc gebracht babcn. Dcr eigentliche Tbä'tcr soll erst in den lchtcn Tagen alls' dcm Sterbe« bette den Mord bekannt haben und sein Gcstäüdniß soll gerichtlich aufgenommen worden sein. Der Hin« gerichlctc hatte noch anf dcm Schaffot im Angesicht der Guillotine seine Unschnld bcbauptct. Italienische Staaten. Alls Turin wird der «Köln. Ztg." gcmcldct: Hcrr Nigra wurdc glcich am Tage srincr Ankunft in Paris vom Kaiser empfangen, cinc Tbatsachc. die man bis jcht verheimlicht bat, wcil ihr Ergcbniß kcin erfrcnlichcs war. Zwar zcigtc sich Napoleon lll. schr frcuüdlich gegen Hcrrn Nigra. aber er erklärte mit aller Bestimmtbeit. es könne in dcr römischen Frage bier jci)l gar nichts gsschebcn ' cin Mal sei dic Agi« talion in Italien uoch vic! zn stark, nno sodann kö,i»c Fiankrcich uichl dcn Schein auf sich ziehen, als folge cs eincr Pression Englands. So bat also, wie es schciitt. die lcylc Note Lord Russell's an i.'orp Eowley cincn Erfolg gcbabt, dcr dcm bcabsichtigtcn Zwecke cntgcgcngcscht ist. (Hrvßlnitanuiell. London, U». Oktober. Aus Virkcnhcad telc-grapbirt man von gcstcrn Abend lti Uhr: Die «Parliamentary Debating Society" versuchte heute Abends das u»!ängst untcrbrochcnc Garibal»irl;uslhcn. Wie inai, vlir.ilis^escbei, l,,atte. war cin großartiger Krawall dic Folge davon. Ungebcure Massen von Irländcrii irälztcn sich durch dic Slra< Ücn, die zu deni Schlllgcbäu5c führen, worin die Ver< sammlung stattfand. Alle Zligängc des Gebäudes warcn stark von Polizei bcwacht. Vicr« bis sechs« hundert Spczial-Konstabler u»tsrstül)tcn dic Polizei in ihren Anstrcngnngcn. den Pöl>el in« Zanm zn Hal« ten, abcr troydcm wnrdcn n>cbrcre Prrsoncn schwer verwundet. Viele dcr Irländcr waren mit Knütteln, alten Säbeln. Mcsscrn u. s. w. bcwaffnct, Sclbst Weiber wirktcn wülbenb mit. und eine Furie griff einen Polizcimann mit cincr Art an. Um dic Auf-mcrfsamkcit der Polizei abzulcnkcn und die ^,'uft zu Feuilleton. Aus Oottschee. V»>! P. v. Uiadics. ll. (Cchluß.) Dic nach Tschcrucmbl führcnde Straße bald außcrhalb Nesselthal verfassend fuhren wir durch Stocleudorf, Klctsch und N u ß b a ch nach Tschcrmoschuih, zuerst cinc nicht unbedeutende Höbe hinan, dann fort in einer breiten Thalebcnc dabin. Vein, Wirthe W ittiuc (mhd. bcipt witcnc in's Wcitr vcrsch,v»ndcn) angelangt, traf ich Bekannte aus Ncusladll; nach eingenommenem Mittagmahlc eilte ich. dcn Veteranen unscrcr Geistlichkeit, dcn als Viencnzüchtcr und SchriflstcUcr weit uud breit betaun« ten Pfarrer Ionke. cincn gebürtigen Goltschcwcr, aufzusuchcn, Dcr alle Herr empfing mich mit stincr bclanntcn Liebenswürdigkeit, und war mir das Gc< sprach niit ihm ein äußerst anregendes, wie cr denn auch die Güte haltc. mir für mcinc ferneren Arbcitcn scincn Beistand zuzusagen. Gern hätte ich seiner Einladnng. länger zu ver. wcilcn. Folgc gclcistct. bättc mich nicht mein für diesen Tag vorgcstccktcs Reiseziel und dcr drohende Ncgcn zur Eile gctricbcn, So fuhrcu wlr dcr „toplic" — dcm fürstlichen (nicht mchr im Gottschewer Boden gelcgcncn) Bade. orte Töpliy zu. Wir kamcn durch ^euberg. wo dic Gegend durch das uabe Anciuaudertrctcu dcr Ge« birge, dic in der Tiefc gclcgenen Mühlen und die hier schon beginncnocn Wcinbcrgc cincn cigcnthüm' lichcn Charakter erhält, und wo ich mir im Vorbei» fahren folgenden Hausspruch nolirte: Dicscs Haus ist mci» und auch nicht mcin Dcs Zweiten wird's auch nicht sein Dcr Dritlc mnß auch hinaus Frcuno! wem gebort dieses Halls, oann : Fürchtc Gott, ehre den Kaisc r. — Bleibe bei uns, deun es >virdAbend und der Tag hat sich geneigt. Lucas 24. Cap. V. I3-3Ü (am Hause dcs Mathias Schmuck). Nachdem wir iu Töpl'P übcruachtct und ich dic Erinncrung an die Kindcrzci't, wo ich hicr ill unge. zwungcncr Frcudc gcwcilt.! wieder aufgefrischt battr. !icß ich nach Schloß Ein öd, ebenfalls im Besipc Sr. Durchlaucht dcs Fürstcu Earlos Aucrspcrg, cin-lcukcn. Noch bictct sich dcr hcrrlichc Bau in dcrsclbcn Majcstät dcm Blicke dcs Anlommcndcn, wie cr bei Valvasor abgebildet ist, uud trcffcud sagt dcr Chro. nist: «Dieses Prachl.hcrrlichc Schloß wird mit Un> rccht Ainödt bclitclt: indcm cs ein solches Pracht-Gcbäu so gauz uud gar mit kcincr Ainödt nichts gc-mein. sondern wegcu scincs trcfflichcn Gcbäucs in ganz Krain für andern allcn prangen kann." (Val« vasor lll. Band. .XI. Blich, p- «)- Nachdcnl ich dic erst in den 6l)ger Iabrcn ncu hcrgcrichtctcn, im altdcutschcn Slyl gchallcucn fürst, l'chcn Zimmcr (im 2. Slockwcrkc) besichtigt, machte ich mich an die Kopirung einiger mir wichtigen Per« ganlrnt'Urkunden und dcr übcr dcm großcu Einfahrls« lhorc befindlichen Gedenktafel dcs flühcrcn Bcsiycrs: Georg Sigmuud Grafen von Gallcn- berg uud selncr Gcmalin Cathariua Elisa« betb gcb. „Gravin" von Schrotteubach. Das Notizbuch wurdc gcschlossen. dcr Wagcn bcsliegcu und von dcn frclii'dlichcn Hcrrcn Bcamteit nach knrzcm Znsanlmensci» Abschicd gcnommcn. Nun fübrlc dcr Wcg zurück übcr Mönnicbsdorf —> das seincn Namcn von dcu „Mönchcn" dcs cbcmali-gcn Eistcrcicnscr-Klostcrs Sittich ableitet — in den stcilanstcigendcn Horuwald. dcr mit scincn gewal« tigcn und zablrcichcn Buchcu die bcstc Kohle für das fürslüchc Güß,vcrk in Hof licfcrt. Langsam geht cs dic Fclscn hinauf; man fäbrt durchwegs im Waldc. uur hic und da bictct sich cin kleiucr Ausblick auf dic Gcgcud um Eiuöo und Töplil). bis man au cinc Stelle gelangt, von wo man bei hcitcrcm Wcttcr sogar Ncustattl scbcu kaun. und wo Kincm dic ganzc schön bcbaute Gcgcnd zu dcn Füßcn liegt, Dcr Nagen macht rinc Wcndung uiid vcr« schwnndcn ist das schönr Bild und die Waldcinsam« kcit hat dich aufgcnommcn, dcr du auf lauge nicht cntgeben magst. Felscn und Buchcnbäumc und Koh-lcrbüttcu uud dcr weilhmschallcnde Schlag dcs Holzfällens sind dic Erschcinllngcn. die hicr an unscrcu Sinncn vorübcrzl'chen. Am Wegc faild ich Brom-bccrcn und Schwarzbccrcn (mcrn) und «Maaslicb« chcn" (dic sbonnnitroashc). und hätte fast au leytercr mein Schicksal befragt, wenn uicht---------! Bald zeigte mir dcr „alte Iakhl" die hochragende Stcin-wand, von dcr dcr untcn licgcndc klcinc Ort seincli Namen trägt, und schon waren wir am Zielpunkte unserer Fahrt angelangt. Was ich hicr gc'schcn nnv crlauscht, wie ich nach dcr „Stadt" zurückgekchrt, ciu audcrcs Mal. 95H verfinstern, batten die Irla'nder ill den meisten Hall' sern ihres Viertels die Kamine in Viand gesteckt. Die Straßen füllten slch schnell mit dichtem Rauch, unter dessen Selinl) viele Gewaltthaten nnd Vcrbre« chtll gegen Personen nnd Eigentbliin begangen wnr« den. In zwei Väden wnrden die Scheiben eingeschla» gen nnd nil'' ^^aren anf die Straßen geworfen, Pci einigen dicstr Ej^csse waren Wcil'rr nnd Aiädchen tbätig. Drei Polizeibeamtc wnrdcn ill's Hospital gebracht Die Friedensrichter ballen Siynng nnd wenn die Nubestorung schlimmer werden sollte, wird das in Bereitschaft stehende Militär aufgeboteu ».'erden. Serbieu. Velssrnd, !4, Oktober, Die Answandernng der biesigen mobamedanischcn Familien bat begonnen. Es sind bereits liOli Iiuividliln nach Wlddin nnd 3l)0 nach Posnien befördert worden. Der eingelre» tcne niedere Waffersland l'at den Abgang des nocl' an 2.';<>!» Köpfe zäl'Il'nde» Restes verzögert. Die Uebcrsttdlnllg dcr türkischcil Vroölkernng ans U;ice iiael» Vosnicu ist in vollkommener Ordnung vor sich gegangen. Dcr Pforten-Kommissär 'Ali Vey hat sich nach Solo! begeben, lim die Ulbcrsicdllmg der lor^ ligeu Türken einznleiten, ivclche sich von jeher nn> rnl'ig erwiesen lind nugernc den serbischeii Boden verlassen, abcr immerhin weit entfernt sind. der Pforte den Gehorsam zn versagen. Die Vevölkernng der Festungen Seinendria nnd Lchnbal), welche hergestellt und nut Garnisonen regulärer Truppen versehen werden, erhält gleichfalls in Bosnien und Bulgarien nenc Wolmsipe und ein Tbeil derselben befindet sich bereits auf dem Wege nach der nenen Heimat. Hkllstlnnd. Von der polnischen (Grenze, l4. Oktober Das Königreich Polen bat dicßmal ein ^onlingeiü von lOttM) Mann zu stellen, die der dicN'älügen Verordnung znfolge vorzngsweise ans den zahlreichen llnbeschästigten jungen Männern in den Städten nnd dem niederen Adel — also ans der ungebeuere» Schaar dcr polnischen Vummler — genommen wer» den sollen. Da dieß aber zugleich die Rekruten der Agitationspartei sind, so erleidet diese dadnrch einen lödilichen Stoß, Die Landbewolmcr dagegen fahren diekmal sel'r gut dabei, indem alle Kescher von ^än-dereien. lind alle Diejenigen, welche mit Landarbeit beschäftigt sil'd, von der Aushebung gar nicht berührt werden sollen. Da vorausgesept werden darf, daß die Regicrnng im Vcsih vollständiger Verzeichnisse dcr Ruhestörer oder Verdächtigen ist. nnd die polülschrn, Rekruten nach Rußland l>i culfcüitc Rc^iülsülcr scn° den wlrd, so durftc dieso ucuc Ail^hcl'illig zur Ve« ruhigling des Bandes weseiltlich beitragen. Die exal-tirtc Partei ist im höchsten Grade erbittert, sieht sich abcr in allen ihren Bestrebungen gcl'emmt, da das l.'and dergestalt mit russischem Militär beseht ist. daß j.-de Anftehnnng unmöglich wird. Die Agilalions-hänptcr solleil daher, wie versichert wird, »eil Plan haben, ihren Sip nach dem Großhcrzogthum Posen zn verlegen, weil von der toleranten preußischen Re. giernng extreme Maßnahmen nicht zu besorgen seien Griechenland. Ueber dic lehten Ereignisse in Griechenland be-sichtet man dem „Osservatore Triestino" ans Athen vom N.: Am verflossenen Sonntag versammelte sich in Nauplia nach Ankunft des Dampfers aus Athen am Molo eine große Menschenmenge, welche der Aufforderung dcr Behörden, anscinandcr zu gehcn. leine Fol^e leistete, weßhalb die bewaffnete Macht einschreiten »mißte, wobei einige Vcrwunduugcu vor« kamen. Unter den Verwundeten befindet sich ein Deputiltcr, ein Staalsauwalt und ein Richter, mithin Personen. welche der Regierung ergeben sind. — In ^aniia fanden tumulluarischc Demonstrationen an« läßlich deü bei der Bevölkerung nicht beliebte» Oberst« ^ienlcnanls Gcniserlis Statt. Dao Militär trat nicht hindernd dazwischen, weßhalb einige Offiziere ans ^auplia uild Atheil entfernt wnrden. — Ferner wurden Verschwörungen in Arcadia, Messeuir», Hydra und Spezia entdeckt Wieirohl nun im ganzen ^aude Unzufriedenheit herrscht, so glaubt der Korrespondent doch m'cht, daß es sich n,li einen Umsturz der gegen« wältigen Ordnung der Dinge handle. Tagesbericht. Wien, 22. Oktober. Ibrc Majestät die Kaiserin. Allerböchstwelchc sich wNwahrend des besten Noblseins erfreut, hat am "'coittag der Vorstellung im Treiimann-Tbeater bei-gewohnt, . >- Der f. ungarische Hofkanzlcr. Graf v. For-^''cb. bntte gestern ciuc längcre Audienz bei Sr. Mai. ^'" Baiser. — Das vc'M ni'derösterreichlschlll Gewerbeverein hcrallsgegebenc «Gedenkblich" an d,e londoner ^n> dlistric'All^stellnng ist bereits erschienen — D-e benrigc Weinlese in Glimpoldskirchen ist auf l)0.l)»i0 Eilucr verailschlagt. — Gestern ist die Weisnng ergangen, die Vor-lagen für dcil n. ö. Landtag, welcher im Dezember einberufen werden soll. vorznbricitcn nnd Sorge z>! trageil, damit die Vandtags Lokalitäten ohne Zeitauf> wand hergerichtet werden können. st a ch t r a ft. Rom, 10. Oktober. Heute Vormittags l) Uhr haben in> apostolischen Qnirinalpalastc die Feierliche leiten dcr ehelichen Verbindung zwischen Er, k. Hoh. dem durchlauchtigsten Herru Erzherzog Karl Ludwig nnd Ihrer k. Hoheit dcr Prinzessin Maria Annunciala Isabella von Bonrbon stattgefnnden. Der Trauuiigsall wurde nach dem Ritus dcr katln'lischcn Kirche von Sr. Eminenz dem kardinal Riario»Ssolza, Erzbischof von Neapel, in privater Form vorgenommen. Er hatte die Ermächtigung hierzu vo» Sr. Heiligkeit l'em Papst mitgebracht, Sc. Eniinenz zclebrirlc an einem eigens hiezu in der großen Aula delle Prospettivc aufgestellten und fnr die glückliche Vcranlassung geschmückten Altar, Den abwesenden durchlauchtigsten Bräutigam vertrat l><»' !'"'"«>':» Se. k. Hoheit der Graf von Trapani, der >nit dcr durchlauchtigsten Braut vor dcn Altar trat; nach der Verlesung des päpstlichen Brevc. wclches uon den Vcrwandtschaftsbindcrnisseu dispensirt. die zwischen dem durchlauchtigsten Brant« Paare bestehen, und »ach weitcnr Verllsnng der vor» erwähnten zwei Dokumente, vollzog Se, k. Hoheit die oom Ritus vorgcschricbcnll, Bcdingnngcn. Zcngcn des feierlichen Aktes waren: die hoch. würdigsten Herren Monfignor Ap»z;o. Erzbischof voil Sorrenl; Monsignor Ricciardi, Erzbischof von Reg< gioi Se. Erz. dcr l, k. österr. Botschal'lcr aln heil, Stuhle Freih. v. Bach und Se. Exzrll, der Graf v. Sz«'ch<'u^i, außerordentlicher Gesandte und bevoll« mächligtcr Minister Sr. Maj. des Kaisers von Oesterreich bei Sr. Maj. dem König von Neapel. Sc. Eminenz dcr Herr Kardinal Anlonelli, Plä° fckt dcr apostolischcn Paläste, wohnte der h, Zerc< monic bci. Ebenso waren anwesend: Se. Maj. Franz ll. König beider Sizilien; Ihre Majestät Marie Therese, Kömgl'n-Wilwe von Neapel, Mntler der dnrchlauch-tigsten Brallt- Se. Maj. König Ludwig von Baiern; ^ylc k, Hl'hcitl'n oil Plilizc,! r'oii Nllipel llü0 Ihrc l Hoh. dic Gläsi» v<.'n 'Trapalii. Fcrncr t><-r Vischos Monsiguor Marinclli, päpstlicher Sakristan, »no »neh< rcrc hervorragende Prälaten, endlich noch alle eigens aus Wien gekommenen k. k. Hofdamen lind dcr Hof« staat, sowie die Damen dcs k. ncapolit. Hofes und dcssen Hosstaat. Venedig, 21, Ollober. (Telegramm der Donall. Zeilnng), Ihre laiserl. Hoheit die Fran Erzbcrzogin Maria Ailnunziata ist hcntc um lU^ Uhr im besten Wohlsein hier eingetroffen, Se. kaiierl. Holn it der Herr Erzherzog Karl Ludwig war Höchstdcrselbcn «nit dem ^aglmcndampfer bis Malamocco cntgegengcfahrcn. Ihre kaiserl. Hoheiten Erzherzog Franz Karl m,o Erz» bcrzogin Sophie begaben sich an Bord des Greif. An der Palast treppe warteten Ihre kaiserl. Hoheiten die Erzherzoge Ludwig Viktor. Josef und Heilmch. Se. Hohcit der Prinz voll Hcsscn. der Patriarch, dcr Armeckommandant. der Statthalter, der Militär-Gouverneur und der Podesti». Ufer mw dandlings-plat) waren voil einer Anzahl Gondeln umgeben, aus welchen ein zablreiches Publikum die höchsten Herrschaften ehrfurchtsvoll begrüßte. Hermanustadt, 21. Oktober. (Bolsch) Nach einem ans Wien hier eingelangten Berichte wird der Antwort auf dic Repräsentation der sächsischen Na« tiononnl'versilät noch im ^'anfe dieses Monates entgegengesehen. Dieselbe soll entschieden günstig laulcn. Ucncjlc Nachrichten und Telegramme. Pariö, 21. Oktober. Der «Moniteur" schreibt: Gestern fand der Empfang dcs ottomanischen Bot« schaflcrs Statt. In seiner Antwort sagte dcr Kaiser, er habe immer mit lebhaftem Interesse die loyale nnd mnthige Hallnng des Sultans verfolgt und dic unlernommlnen Reformen be-fällig aufgenommen. Zllm Gesandten in Belgien ist Baron Malaret, uud zum Gesandten in Hannover Graf F«rrycrcs-Lcvaycr crnannt. Turin, 20. Oktober. Die bcutige „Opiniollt" schrcibl: Es schmerzt lins ankündigen zn müssen, daß die nenestel, Nachrichten über Garibaldi's Gesundheits' znstaud bennrllhigend sind. — Man versichert, daß im Ministerralbe beschlossen wurde, die Kammern in dcr ersten Hälft,: Novembers einzuberufen, vorher aber eine Ministermodifikation vorzunehmen. Vermischte Nachrichten. Ein Wiener, welcher längere Zeit in den Vcr< einigten Staaten von Nordamerika gelebt hat, und seit Kurzem zurückgekehrt ist, erzählt von cincr da« selbst herrschenden böchst charakteristischen Sitte, die auch hicr Nachahmnng finden dürfte, beabsichtigt ein jungcr Mann einc Gattin zn wäklcn. so trägt er ci> Nlll Ring am ersten Finger der linken Hand, ist ihm dlcß grllmgcn, wird dcr Ring an den drillen Dinger verseht, ist aber dcr vierte Finger mit einem Gold-Reif geziert, so gibt dieß die Absicht, niemals die Fesseln der Ehe zu tragen, kuud. — Bei dem Dorfe Ponte auf unserer Insel Vrglia im Qnarnero wurde vor einigen Tagen ein interessanter römischer Sarkophag allsgegraben. Der« selbe hat eine ^,'ä»ge von 2^ und eine Höhe von ll Fuß. Als man den Deckel öffnet?, fand man in einer weichen Maierie einige goldene Gegenstände voil sehr fein'r Arbeit, die in zwölf viereckigen Slücken besteben. ill dcrcn jedem ein ovalcr grancr Stein eingefaßt ist. ein goldenes Kcttchen mit einer Brc« logne. zwei Ringe :c ; außerdem sieben Münzen, eine Aurclianische. zwei Gordianischc nnd drei Pbilippisä'e, also aus dem dritten Iahrbnnden nach Christi Gcblnt. Der Sart'opbag lag nntcr einem Bogen von circa 2(1 Fuß Diameter, und war von drei Seiten uon eiiier soliden Mauer und auf dcr vierten von einer trockenen Mauer umgeben. Um den Sarkophag hernm wurden die nackten Skelette von mehreren Leichen ansgegraben, Bisher war es unmöglich, irgend eine Inschrift zn entdecken. Das Tl'.ll ist öde und war einst sehr bewaldet. In der Nähe desselben stand .einst ei» römisches Fort, welches hente den Namen lTt Maria di Eastiglionc oder Eassione führt. Theater. Das Langcr'sche Stück «Ein Wiener Freiwilliger" ist hicr oft genug gesehen worden. weßhalb es nur dalli,!, einc Anziehung übte. weil dir neue Vokal-sa'ngsl'ill darin zum ersten Male auftrat. Fräulein Zeidlcr ist eine kleine niedliche Erscheinung, mit einer frischcn. angenehmen, nicht gar starken Stimme, verräth aber im Vortrag noch sehr die Anfängerin. D^s Publikum, das bis jepl in Bezug auf Gesang vom Direktor sel>r diät gehalten wurde, empfing sic natürlich sympathisch nnd rief sie nach dem Vorlrag eines Licdes zwei Mal. Wir wollen scben ob es Fräulein Zeidler gelingen wird allen Anforderungen zu entsprechen und sich in der Gunst des Publikums ;n erhallen. Oetrcidc-Dnrchschnitts-Preise in Laibach am 22. Oktober 1862. Marllprch'c Magazillöpreise .4 in Vstevr. Wiihr. .. < Weizcn..... — — ü ! 23 Korn..... — — 3
  • s0'N. ^ftttmpnalur ^z ^ Witterung bim,s» i>l Etm.d«. ""U Vcodachtunl, rsduzirt nach NtMim. " ill Pnl isn- ^iüi.-!! l.8. Oltobcr « Uhr Mrg. Z2L.18 -j10. 0Gr. ^»>V. schwach luwuttt 2 ,. Nchm. 325.4U ^^l4. 6 „ >V. ziemlich dltto chrilw. t). 0 > 10 „ Add. 325.17 -j 12. 1 „ ?>V. schwach dicht l>m>öllt Druck l,''d Vcrlag von Iguaz v. Kleiumayr sc Fedor Bamberg. — Verantwortlicher Redakteur: Ignaz ". «.«...«.«„.. Anhang zur Laibacher Zeitung. AäsllMllps'l^f Wien, '.'1. Olo'lr. sMittagS 1". Uhr.) (W^. Zt^ «bdbl) I» Pal»'t!lli d.i.' Ossch^ist schr still, dir Kinse i,n O>n>z>ll „,., „'n, sslsiiii^.it m.itte,'; >„ hinrcichliid ssi'lssiq. VeffentlicheSchuld. ^. dc, Itaalcs (siir ^00 st.) («,ld W^r, In ösltrr. Wühülnq . zu 5'/. 66 — ,t«v uhnc ?mcr-6l'iipol!s . „ 5°/, 8^i i!0 82 40 National-?l»lchtn üiil «pril^5,ul'o»S . . „5, 82 20 82.10 Metalles . . . . „ 5 „ 71.20 7l 30 detto mit Wiai-Eoup, „ 5 „ 7I.:l0 7150 d,tto.......4j„ «2.5)0 6275> mit Äerlosilüg v, Jahre l839 135.— 135 5.0 ' „ „ 1851 V025 W75> « « ^l600 j,l 500 f>, . 8!» 25, 8l» ^0 ., ,i>I00fl 9110 9130 .-OcN. und Saljb. z,l 5'/. 8i.- 85 Äölüiirn ..... ü„ 86— 8, u Slav. 5 . 70,50 70.75 ^alizisn..... 5 „ 71.25 71 75. Sicbcub, «, Änfl'w. . . 5 „ 69.— «!l»,75 Vcnctiauisches A»l. 1859 5 „ 95). ^ 95.5.0 Aktien (pr. Stück) Nalionalbaiif......785,— 736,— Krcdil'.'lnstalt ,u 200 fl, ö. W. 224.20 224 3<1 ?l.ö («.'cmn-Gcs. z. 500 fl. 5 W. »!20 — S»d,Nl'rdd.V.rt'.'Ä.200„ ., 125 25 125 50 S»d. Staats^, loiub, vs». n. (5l»!r. ital. (5is. 200 fl, cv W 5»'0 ^r n, 180 fl. (90"/<.) Ei„z«l,Iun^ 276 - 2?7.— Go!iz,,sta,l-z.'ndw -Val,ü z. 200sl. ^Ü'i, »,. 180 fl. l90".> (iinj, 2^7,— 227.50 Ols«, Tl'».-Da»N',sch-O.s, «.^ 412,— 413.— O.!'>cll,'>ch. Vloyd i» Tn.i'l Z" 226.— 230.— Wltüll D.nilpsm.-Äfl.-G.'s. ^.V 3«5>- 390,- Plllsr .N.ttt»l'rii^.» .... 398— 400 — >^l»»,. W.sll'a!»> ^>l 200 fl, . 18050 181 -5he>i!l'>il!!,-'<'IItll» 200 sl (> M. m. 140ft. (70°/,) ^iü;.i!!lil!,g. 14?.— 147.-Pfandbriefe (f,n 100 si.) !)la!,r»al, 6jäh.u. 1.1857z 5"/. 104,— 104.25 l'.n!l.nls 10., d.tlo 5 „ 100— 100,5»» (5 M, v.r!>.'X'alt 5 .. 89,— 85» 50 ^'atiimalb.aufö.W „lrlo>i!',5 „ 84 90 8510 Vosc (vcr Zlück.) ssr,d.:?lnüa!l,!,r H.ü!ds! » ^tw. ^u 100 fl, ü>. W. ... 129,40 12960 D^'n -Danw!,.^'. j« 100 fl, __________., 40fl.üst W, 37 - 37.50^ llalffy z»10fl. CM. . 35 5,0 36,-^ l^liry „ 40 ., .. . 3550 30 ^r.nisl« . , . 48 15 48 ^'0 <5ours t>cr Oeldsortcn. b>«lt> War, K. MllNj.Dilkatln 5fl. 83 sr. 5 ft 85 '.'llr. Nlon.» . . . , 16 .. 70 „ 16 „ 80 „ '.'icn'l)lll.'n6d'or . . 9 „ 74 „ 9 „ 76 . Rnss, I>»^>ill!< . 10.,— .. *I0 „ 5, ^ Vtrlinstlial,r . . 1 „ 81j„ 1 .. 821.. Zilber-Agio . . I2l ., .. ,. 12l „ ÜO .. Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Vörse in Wien Den 22. Ollobll 18«2. Effekten. , Wechsel. 5«/. Mltal!,P,l« 71,20 ^ Silber.....12125 ü'> Nnt -Änl. 82 20 Lond.n ... 12165 Nalllaslien . . . 785 ! ^.f.DulattN , . 5 81 .ssrlditasliln ..224 20_____^ ^ _____ jf r em den Ä «; e ig e. Dei, 21. Oslodtr l«62. Hr. u. LlilMlwico, k. l. Kaillmclcr, vo» Venedig -- Hr. Novak, k. k. Mlirilic' Vellvaltii»^ «lDfsi^l»'!, voll Pol.i. — Die Herren: Füist Pc!ll>ll^. — 5'llcl. — Mischsa. ll»o — I'i6l.,, Hl.nlNelile, 0li>l>l — HoNüi^^ . Aqcltt. vl)ii Wien.____________________ Z 20«.:.' (l) ^ Anzeige. I» Uülerschischk., an dcr H.„,pl. l all'« yfl, Weiükcllsr. 1 Gsmüs l.litr. l g.wöll'tc» M^g^zii' ilno Siali. l ^)l>sz. u,,D l Oemüse^llsii s^ninil 2 Ällksr» »«lie am HlNlss, nut 2 Mepsl, Gsllcidc-A»l>«nl. täglich zu veikliilsell oder z» ucip^chlcü. Dliö Näl^rc zu erfr.^?,, !» t»er Dclilsche» G^ss»' H»nlö-Nl. ^8^ l'lim HlNlseigelithilmcr. 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Das behördlich konzessionirte Comptoir für des Wassergasse Nr. 3. vi8-ä-vi8 Kailmch, bcfasit sich nlit allcn wie immcr Mrteten holllleten Geschäften, illsofeme dieselben mit Rücksicht der bestehenden Gesetze und Vorschriften von demselben angenommen werden können, insbesondere übernimmt es: «) Die Vermittlung des Absatzes von Waaren und industriellen Erzeugnissen jeder Art, Waren-Muster, und entsendet selbe nach allen Richtungen. 5) Die Vermittlung ganz reeller Geldgeschäfte, nämlich Placirung und Aufnahme von Kapitalien, Ablösung von Haus-sätzen und sonstiger Hessions - Geschäfte. , c) Die Vermittlung von Käufen und Verkäufen, Tausch und Pachtungen von Immobilien (als Landgüter, Hauser, (Hrundrealitä'ten), Gewerbe, Vrivilegien :c. :c., im Umfange der österreichischen Monarchie. 6) Die Vermittlung besorgt den Ein - und Verkauf aller Gattungen Staatspapiere Lotterie-Effekten, Prior. Obligationen, Vank-, Industrie- und Eisenbahn-Aktien, dann Privat-Obligationen und guter Wechsel. e) Die Besorgung aller wie immer Namen habenden Kommissionen, ertheilt Auskünfte sowohl für Laibach als nach den Provinzen. /) Die Besorgung der Jahres- und Monats-Wohnungömiethe-Angelegenheiten. ,/) Die Unterbringung aller des Handels und der Industrie beflissenen Individuen, so wie aller Privatbeamten, gegen äußerst billige Provision, unter Zusicherung der promptesten Ausführung desselben. Das Comptoir ist mit juridischen und merl'antilischcn Arbeitskräften ausgestattet- Daselbst ist auch die •^trHtŠt^ Haupt-Agentschaft für Kram der k. k. priv. <£«j«äfe Tfr'-1 j|Pk9 Biunionc Adriatica di Sicurta in Tricst ^SpHVI^ und empfiehlt sich zur Uebernahme von Nersichenmgeu: «) gegen Feuer-Schäden (wenn auch durch Blitz veranlaßt) an Gebäuden und beweglichen Gegenstanden aller Art; ü) auf das Leben der Menschen: Kapitalien und Pensionen, zahlbar bei Lebenszeiten oder nach Ableben des Versicherten. Sicherheits-Md dcr VMschast Zehn Millionen Gulden.