1^ ^ imZBLftEISt weekMtagt tO Bpl snatbura^r 8ntung Amtliches Organ des VoflM mi SckrMdtHiiiff: Marburg t.d Dran, B»diaMe Nr. d fMtirvi: 25-11 IMI^ Ü-ft. Ah IIJO Ulir tet (HC Schriftleitini mir mt Pammt Nr. 28-67 Jrreteiitar. « Uaverlaarte Zoscbrihea werden aicht rttckgeiaadt. — Bd ^äfratM tat Aas Rfckoorta btitolegeiL — Poalacheckkoala Wlan Nr. BIMM Stelrischen Helmatbundes erscheint werktfltticb ah Morgpnzetlttng. Beeugapreis (im voraus aahlkar) mo-nitlicb RM 2.10 einseht. 19.8 Rpi PostzeltungSKebähr; bei Lieferung im Streif* band sttzflgl. Porto; bei Abholen in der Oeschfiftsstelle RM 2. -. Aitreiclt durch Poat moaitl. RM 2,10 ainichl. 19.8 Rpf. PostzeitungsfebQhr o. Rpf. Zustellsfhiihr 9(r.3 !3nor&urg-2>rau, INM^tog, 5. ;3kinuar 1943 83. ^abroong Roosevehs Attentat auf den USA-Kongress D«r ftHaidMil dt VarahiifilM Staataa versucht sich In «InMi Wdttbuch »Kri«g und Fri«dMi« von dar Schuld M Kil*g« ralniuwMchm — Ein DokumMt dM tchi«cht«n GtwiMMW Berlia, 4. Jamar Dtr USA-PrieMtat Fraaklia Kt<»tavalt und sein AulMmbristM' Hull, die ier Welt •gttMai bekanat slad ala die tatiicliUGhea und forntllaa Anatllter zu dleaen grolen Krlsftb kalkaa 4eai USA-Volk ala ■acbträgilcke Neulahrsgabe ein sogeaanatea »Waift« bacli« adt da« Navaa »Krk»c und FrMea« beackert, dai sich Mit der Frage beaekäf-tigt wer daran aekuld bt« dal die USA Indlesen Krieg geraten aKid. . Maa komait einer Sacke nm besten auf die Spnr« wenaN maa nach Ihrem Zweck Iraft Was lat der Zweck dtoses WelBbuches, daa die Ustorlscli bM'elts entsckledene fMiäe tefcandelt? Dleee Prnge neck der SchaU aa dieaeai Kriege bt bereits n»It ua-wUeffaiMen Daknnienlea eatachledea! AHe Walt well, dal Koetevelt dleeen Krieg karkaHikrte. eriaaktn^ dies liarke Japan stüftdig lu pro-voEieren and i* B. vea seiner Zertrümoierung kl M Tagen an ackreiben? 2. Wean Rooaevelt aus den Berichten seines BotackaJtera «uftte. dal Japan mllitfl-risck 80 stark war, warum kat er dana durch diese seine Pelltik der Provozierung., de; wirtsckaftHckan Crdrosselnng Japans und dar alÜMaUven aolltiscken und militttrleche« rordemagen zu der einzigen Antwort ge-trieben, die elaem Volk von Ettre bliebe, almllck aur mllUMriackea Gesenwelir zu sckrelten? Wacksende KHtUc und gestetfertes MIBiratten Es besteht kein Zweifel, da0 diese Cut-hUllunfea des ekemaliicen USA-Bot!)chafters in Tokio die schon seit geraumer Zelt stän« dig wacksende Kritik an Roosevelt und das Miltrauen des ÜSA-Volkes an seinem Präsidenten betr^htlick verstärkt haben. Die-' ses wachsende Miltrauen und der Unglanbe des aaierikAni«chen Volkes an seine fubrung, Wcicfctui Zweck 90II des WelMiieli dleo^o? HaN eaiuim la seiner Crkl&mng tu dem WfilbaGh dea aktuellen Zweck, ia dem er H$U 4*'^ U^A-Regifrnag die Hoiftiuut kabg. dal diese Darlegung bei den USA-Bliiera au» Verständnis der Probleme aad Anlgnbea ftihren aiöchte, die der USA-Rogiemag gesteilt wurden und ge< alalll werden. Dxel Tage vor dem Zusain-OMalritt das Kengresses. in dem nach den Itigtea Wakiaa bekaantiick eine ReilM von aetrgisckea Kritikern der Roosevalt'scltcn AaleapoiiMk aiageiogen siad. vea denen Roaeevait »einen Recheaachaltsberickt über Äki mügllckta «rate Jahr der amerikanischen Kriagsketelligaag ablegen mnS, versucht der Priaidaat Sick von der Schuld am Kriege, dar kiaker njebta anderes als schwere Niederlagen für ihn gebracht hat reinauwa-sokaa. Drei Inge vor der Botschaft, die Roo-aavaU wie IMiok dem Koagrel Obermitteln wir4 in der er vom aaierikaniscken Volk waUera Opfer an Steaerlaatea wird fordere loAwea, varMealiioht er seiae Dokumeate. die seiae Uascknid beweiaetf- seilea aad die darlegen eallaa, dal er keiae Verantwor-taag fkr den Krieg ^Iberkauat nad damit für du sek waren Nigeria gen nad die Khwe-raa Opfer Irigt Der Zweek dieses soge-naantaa Wailkaakas iet alte une klar lol-laader: er igt eariat: I. Wal Raasavelt Aaeü kat aad niekt wa|^ am i. Jaanar kiasnMea nad sefawere Ofler, z. B, die Claelekuag von weiteren Mlllleaaa Seldatea, die seakuag des Lekens-alaednrlee darek Lakeneaiittelverrlngemag aal äm Crkikaac der laeanieUea Stener-laalen uad damit die aatroaomlsche erhSbung der USA-StaateaekaM kakaaat an geken. wall ar die kevacaiehende KrINk des Seaata Mrektet 3. wal ar deai UtA-Va« gegeattef eki acklaektes Qewtseea kat aad weil, dal Nim dieaea Volk nIekt mekr flanbt, das Hm nur prewIMt hmi a«f Orimd eine« Ver<^nre>p' ee alekt la da« Krieg m führen nnd kekie MA-Bays ki Iraiaide Erde nnterpllfliea sra laneea. 4. wal ar nnr adNtlrteeke Niederlagen, ela sakleekt faakHenlereadea KNstnncepre-graavn nad ehie kataetrepkale Wlrtechafta-Inga mit dem Oeepenet der Iniade« kekaant- Die EatWHimcafi des ehamaligtii USA-Betflckafttn In Tekk) Var elalgen Wochen erhielt das Auswlr-tlge Amt einen Bericht Iber die Wirkung des Buchen des ebemalifen USA-Botschafters in Tokio. Qrew »Reports Trom Tokio«. Danach hat dieses Buch seine Cnthonungen im aaierlj^anlsehen Velk eine anlerordent-llcbe Erregung hervorgerufen and vielen Amerikaoern die Gewilheit geieben. dal Roosevelt das amerikaaisthe Volk hinsichtlich der japani'ch-amerikanischen Politik hinters Licht geführt hat und den Kriegsausbruch mit Japan und damit mit den Drei-erpaktmächten durch seine Politik direkt verschuldet hat. Das amerikanische Volk stellt nach den rnthüllunjren des Botschafters Grew die Frage 1. Wenn Japaa mliitärlscb und gobtlg %o stark ist. wie der l'SA-Botsckaftor In lel-nem Buche schreibt und wio er olienbar Wik-rend seiner dortigen Titlgkolt an Mine Ro-gleriiHK berichtet, so Ist es unvorstellbar, wnrutn d'esp Berichte dem aMerikaalschon Voll« vorenthn'tea wurdoa. und warum Roosevelt anpcs'clitH dieser Tatsachen soinoii Politikern, Admlräioo u. a. Senator Popper Marburg, 4. Januar Uborraorgvn tritt in Washinglon der neu-g«wähite Senat zusammen, in dem die re-publikaniache Opposition gegen Roosevelt beträchtlich verstirkt Eio:iiig hält. In der tlblicken RegieruAgebotichait soll der Pra-sidoBt der USA den Soaitoren aun «inen kackenacbaftakericbt Ober das altflelauiene erste Kri«g«)ahr gebe«. Wai kann er berichten? Den Verlust der Philippinen, der Stütz-punktinteln Guam uad Wake, dal »ich die Japaner auf den südlichen Aieuten festge-letat haben, daß alle Schlachton zu Land und zur See, aa denen im westlichen und mitt* laren Stillen Ozean amerikanische Streitkräfte überhaupt beteiligt waren, verloren gegangen lind, uad dazu die versenkte Pa-zifikflütte und eine unendliche Zahl verlorener Tanker, Frachter und Handelsschiffe... Eine verdammt schlecht« Jahresbilanz, in der — wenn man von der schon vor Amerikas Kriegseictritt erfolgton Besetzung Grön* iandi und Islands und dem im Zuge befindliche« Diebstahl britisrher Kolonien absieht den unneheuran Passiven als einziges sehr fregllchos „Aktivura" der räuberische Überfall auf Pranzösisch-Nordafrika gegenübersteht. Auch er erkommaiia<> der WehrmAcht noch mit; roAcke Waffe« aowio mifangreiohe orätUndo Gegen 11.30 TJhr wurde ein ven See kom-«■ M«altUn a«4 ai«etUaii Vereorgnneegti- mender etarxer britischer Bomberverband in t«ni «rboHtot. Höhe zwiachsn 4000 und 6000 m gesichtet. Die sKhen 5rt]idi«n Kiünpfe aildOntlich des Sperre fliegende und im Alai matart aufge-Ilmen-Seas halten an. stiegena Focke-Wulf-Jäger stellten den ViM" der FWcherhalMnael versenkten feindlichen Verband, der die aUdbretonische seknelle dautsehe Kan'ipfflufxeuge ein Han- KUate anflog uno aeine:. starken Jagdschutz delaachlff ven MOO brt, ein iweiteo wurde Uber der Selnemtlndung verlaasen hatte, zum schwor beaehidlgt. Kampf. In MM*iine«len eoUagon deutaok-ienllenl- Von allen Seiten grlftan unaore Flugaeuge an und schössen b<«reita in den ersten Augenblicken dea Zusammanatofies einem der schweren Bomber die rechte Tragfllohe mit wenigen Treffern in Brand, so daß daa Flugzeug trudelnd in die See atürate. Die sechs aohe Tnii»fMH fnuMtelsiie Kräfte nneli Wo-atwn anreok. Die Laftwnffe griff mtt at«rifer Wirkvng Mm TrMM|>«rtT«rliekr dtao Fsisiiea auf e«fcniaw «nd MraAen an. la elaew feind-Hohe« FlDgotOtniHinkt entalanden Brttnde 4«reli Bombe«feOereffer. B«gMt«nde JXgor Mann starke Baaatzung konnte sich mit eciheeoen ftlnf felndtlrhe Fhigzenge ak. Bin Fallachlrmen retten. Zwei Minuten später doataolMa TJnteiaeeboet veraenkte «erdbotgpk i>r«n tmm okmm «tnrk gaofnkerton OeloJiBug eine« '/>«ni|ifer von Bsevclt möchte jetzt In «fttnem Weißbuch der Welt glauben machen, Amerika habe, bevor es in dejt Krieg eintrat, eine »Politik der guten Nachbarschaftc getrieben, Die oben zitierten Tatsachen zeigen, wie diese >gute Nachbarschaft« beschaffen Das Allerunverschämteste an dem Weißbuch aber ist das offene Eingeständnis der Haltung Nordamerikas gegenüber Frankreich. Roosevelt gibt da selbst «i, er seine Aufgabe darin gesehen hat, in Frankreich die Gegnerschaft gegen Deutochland wachzuhalten, die »freiwillige uod unfreiwU-li^e Zusammenarbeit«: der beiden benachba^ tcn Völker za behindern und atif Frankreich In entsprechendem Sirme EMnfluß zu rxehmep. So ist das ganze Weißbuch in Wirklichkeit ein elattes Kriegsschuldeingestäntois ^velts Was der gegenwärtige USA-Ää-Birlent an Lügen in diesem Dokument seiner moralischen und geistigen Minderwertigkrit zusammengetragen hat, ist nicht nur über ftUe Maßen unverschämt, sondern auch bodenlos dumm. Fiin Großmaul, da« in seiner Angst vor dem Konunenden nicht mehr weifi was es tut. Und nun stammelt er, >Ich habe' alles geUn, was ich tun konnte; Ich habe mitten Im Frieden auf die Deutschen Bchiehen lassen, aber seht her: diese Deut-uchen haben zurückgeschossen! Sie aind daher schuld ajn Kriej^elc Foltsetgang von Seite 1 Roose velts Attentat auf den US A-Kongress sowie die von dem bevorstehenden KonereB zu erwartende Kritik, sind der taktische Gmnd für das sogenannte »Weißbuch«. Mit der schlechten VeröffentlichunÄ soll eine .schlechte Sache verteidigt werden. Es erübrigt sich, an eine sachliche Widerlegung der einzelnen Feststellungen dieses Weißbuches heranzugehen. Die willkürliche Zusammenstellung von fragwürdigen Dokumenten urfd Argumenten von 10 Jahren nimmt der Veröffentlichung von vornherein den Wert eines dokumentarisclTcn Beweises. Die angezogenen Ouellen können in keiner Weise die Dokumente widerlegen, die die Kriegsschuld Roosevelts beweisen. Der Handelsattache an der Berliner USA-Botschaft, Miller, der ans in seinem Charakter nnd in seinem menschlichen nnd politischen Format zur Genüge bekannt ist, ist mit seinen fragwürdigen Feuilletons, auf die Roosevelt sich beruft nnd aus denen er seine politische Erkenntnis schöpft, nicht in der Lage, jene klaren Feststellungen ans der Welt zn schaffen, die der polnische Botschafter in Washington, Potocki, in seinem Bericht vom 16. Januar 1939 an seinen Außenminister über seine Unterredung mit dem Botschafter Bullit mitteilt Unerschütterlicher Beweis für Roosevelts Kriegsschuld Das deutsche Weißbuch des Answärtlgen Amtes vom Jahre 1940 gibt diesen Bericht Wieden in dem e« heißt: »Def Inhalt dieser Direktive (die BiiHU vo« Roosevelt mH nach Pari« bekamlf die mir Bulllt In Laufe einer halbsttiadlfen Ui-terredung anführte, Ist wie folgt: 1. Eine Belebung der Außenpolitik unter Führung de« Prisldenten Roosevelt. der scharf imd onrw^entlg die totalitären Staaten verurteilt ^ . 2. Die Kriegsvorberdtaaie« der Verewigten Staaten rar See, za Lande «nd In der Luft die In beschleunigtem Tempo durchgeführt werden und die kolossale Summe von 125iOWWO Dollar ▼ertcWng^ 3 Die entschledeae Anaieht des Präsidenten,' daß Frankreich nnd Cngtand leder Kom-promlß-PolUlk mit den TolalaU^a ein Ende machen müssea. Sie aotleu auf telne Der brilisclK Aismkiri virt pedeU ._________VAlAnlaIhMitxea Dtt Sri Vor dem endgültigen Verlust de« Kolonialbeatocs Di® Schleicherpläne des USA-Präsidemen Institution«! sind Ja mr Ä"??* Präzedenzfall wt daa kariblaolie Belap^ Wenlea »ich nordamerlkanlacheVeArater te Berlin, 4. Januar Gaaa allmählich glaubt Roosevelt das bri> tische Empire in dem Staataverband der USA aufgehen laasen m kfinnen. Erwerb von milltärisohen Stützimnktea und EHnfU-temng in britischen Dominien und Interea-sengebieten bildeten d«i Anfang. Nun aber wird «la Plan benannt, der geradem ala OnmdrIB fihr die ei^dgUlüge Liquidation den Omplrea und die Hinüberleitung seiner Bestandteile In den Herrschaftsbereich des Dollar darstellt. Nach Informationen de« «pM>-matisehen Mitarbeiter» der »Sunday Tlmeoc finden gegenwärtig xswtscben der Londoner und der Washingtoner Rogisrung Vcrhand-Inngen über die britische Kolonlalpolltft statt. Wie bekannt, hat Roosefvelt die Mißstände im britischen Kolonialreloh aim Vorwand gwuHnmen, um durch Entsendung von Beauftragten (wie erst kürzlich In Indien) ennäetiat einmal Biiilmß ni gewinnen. Puteh diese Blnmlschting in rein englische Angelegenheiten ist Roosevelt aber seinem 2Slel näher gekonunen. Bs soll bereit« «ine »Übereinstinimungc erzitit sein, und der englische Kolonialminlster soU schon eine klärung über die den UBA-Wtlnschen entsprechende KoionialpoUti* attaarbeiten, >Sunday Times« wliti sie einige höch»t aufschlußreiche Funkte enthalte»!. So sotten >regionaIe KolOiilalräte« gebildet werden, »die für die Verteidigung sein würden und beratend bei der Entwltat-lung 6et Wirtschaft und Verwaltung wirken »Ilen«. Hinsichtlich der Verteidigung rtelle die Verpachtung der westindischen Stüta-imnkte an die USA einen Präzedenzfall dar. Der PlÄn läftt an Deutlichkeit nichts zu wüiuKhen übrig. Erglwid, dis nach den Bekundungen der Tankees unÄhlg ist, riesigen Kolonialbesitz zu »verwalten, eriialt die »Unterstützung« der USA. Im Regional-rat, dem >ein großer TeU der Autorität« Ubertragen wird sitzen deren Vertreter, na-tlWich mit dem Titel »Berater« — solche WOKXpBii ■■■ einem j?"2I!5LX gen, wenn «ie gleieh«J^ |y[acht repräsentieren T Efaie Frage, die müa-«ig ist, denn da« bedeutat dock die Regelung gemäß dem karibischen Pränedenztnn. über-bU im britische» Empire aellen dte wtehy iten mnitärlsdheo «nd marlttaieii BtOt». punkte tn USA-Boärtta «bergeheit Ja auch der Sinn Jener küralicheii AaSemag de« Marinemlnlstef« Ktoosc, der rtm. amerikanleehen Herraflhaft eher die liiere apraeli. ^ Roosevtft hat alao--dteamal «af d« ^ weg über ein engllschei Blatt — die gaw aus dem Sack gelassen und andeutungwejae dargelegt, wie er »Ich die Auaaaugim^ ^ englischen Kolonialbeeltiea denkt Daa gwBe Erbe de« Empire anautreten, l«t «em wlrtal-Ghes KriegsaieL Mit uneiuätOicher Raflirler atrebt der JudenhÖrige Prialdent nach heanr Ausweltuhg. de« nordamerlkanwot« Machtbereiezember und 2. Januar von den feindlichen Flugzeugen, welche Rabaul angriffen, 50 abgeschossen wurden. Im ganzen waren etwa 70 Fhigaeuge an dem Angriff betvillgt. Eine MflSott Einwohner verWcßen Kalkutta Stockholm, 4, Januar Mehr als die Hälfte der Einwohner Kalkuttas hat die Stadt infolge der wiederhol^ Luftangriffe der Japaner veriasaen. KMto Delhi meldet, daß die Bevölkerung Kalkuttas jetrt rund eine Million beträgt, während bei der letzten Zählung 1041 mehr als zwei MjI-Uonen Menechaa ^rt wohnton. 200M Mm Vtflusie der USA-Kriegsmarine se« Peari Hafboia Nach der neue« Veilusfliste, die jetzt vom USA-Marineministeriu« herausgegeben w-de. betragen die Pertonalveriuste der USA-Kriegsmarine seit Pearl Harbour 20 307 Mann. Von diesen sollen 5009 getötet, 3441 verwun-det und 11 047 vermißt sein. WaUbrMe als neue Waffe auf Neuguinea Auf Neuguinea wurden wie ein Korreapon-dent der :Äew-York Times« meWet, in den letzten Tagen neue Kampfmethoden angewandt. Von japanischer und amerikanischer Seite wurden große Flächen der Grassteppen und de» Dschungels in Brand gesteckt, teils um im Schutz der Rauchentwicklung glsche Bewegungen vorzunehmen, und teile, lim das gegnerische Verbindungs- und Nachschubsystem absperren zu können* DUkusskM mit Urnen elnt«hen, dl« iriead-welch« Oehletsverladeruttcea bezwodiea. 4. Eine moralische Verslchernnf. daß dl« Vereinigten Staaten dl« rsollerungspolltlk verlasseu nnd bereit sind, im Fall« «Ines Krieges aktiv und aul Se^te« Englands «ad Trankrelchs ^nzui^elfen. Amerika l«( bertlt sei« ganzes Material an Finanzen und RoIh Stoffen zu Ihrer Verfügung zu stellen...« ^ensowenig kann Roosevelt tnit dem in den bisher vorliegenden Texten seines Weißbuches anonymen Generalkonsul und seinen obskuren Äußerungen über die psycho-pathologlschen Motive" der Außenpolitik des Reiches jene authentischen, polltisch klaren Tatsachen entkräften, die der polnische Botschafter potocki am 21. November 1938 auf Grund seiner Unterredung mit Bullit seinem Auflettminister berichtete. In dieser Unterredung gab Bullit dem polnischen Botschafter die Instruktion bekannt, die er von Roosevelt für Paris bekommen hatte. Potocki schreibt in seinem Berfcht: «... Aber Deutschland «nd den Kanzler Hitler Sutert« er sich oiK größter Vehemenz und mit starkem Haß. Er sprach davon, dafi n«f Gewalt sdilleMIcli «In Kr1«c der wahnsinnigen Expansion Deutschlands In Zukunft ein Ende machen kann. Aul meine Frage, wie «r sich ^eseu konnncnden Krieg vor-stelle, erwiderte er," daß vor allem die Ver-«Mglea Staaten, FraKkretcli nd Cniland iewnlllg Mlrüsten nüBtaa. «ai dar deetsdie« Maeirt dl« Stln Meten n klhnmi*..« Roosevelts Verteldi«ei»ic — ^kie Selbshuiklare Itiidkealos ließ« sich dai melAiodisch schlechte vnd in seiner Argumentation nn-dokumentarische höchstfragwürdige Vei^i-dignngsmachwerk Roosevelts Punkt für Punkt wlderiegan. Lfickanloa kann »an den Beweis ertringen, daß Roosevelt in wjner zehnjihrigen Außenpolitik nicht eine Politik der 10^ Na^barsehaft nicht eine Politik der Defriedigong, sondern eine Politik der I Eimnlaehmig, eine Politik des Krieges und der Aggression betrieben hat Wahr ist — was Herr Roosevelt In seinem Weißbuch eingestehen maß —t daß er den Isolationismus und die tradititMielle Neutralitätspolitik der USA. die ihre innere Berechtigung aus den Folgen des ersten Weltkrieges neu erhalt hatte, planmäßig bekämpfte und die USA-Öffentllohkcit mit seiner jüdischen Krtegsprooagsuida zum willenlose« OWekt seiner Aggressions- und Kriegspolitik machte. Keine Beschönigung kann diese Tatsache aus der Welt schaffen. In seinem Weilbuch hat Roo«evclt kein Argument gebracht daß diese Tatsache entschuldigen könnte. Sa wird diese scMechte Verteidlgnngs-schrilt eines acMechtea PolMk^rs nnd ^ner tcUedrteB Sache tm elaer neaen Anklage Kl«a dea Verlaaser. Die 06«oMolite hat ^« wela erbracht daß die Th««e Roosevelts, die DrelerpaktnUehte hlltten die Absicht die westlich« HenMiflre anxnpdlen. lalsch war. Dafür haben die gescMchtllchen Ereignisse in den letzten Wochen den Beweis erbracht. daß die These Deutschlands, M Roosevelt die Absicht habe, sich In die europäischen Dinge elnninilschen nnd Europa anzugrellen, richtig war. Roosevdts scMechtea Weißbuch vermag an dem Urteil nichts mehr zu ändern, das die Geschichte Über Ihn faVen wirdx Die Scinid am zweiten WelikrleK trus der USA-Präsident Franklin D. Roosevelt! IwMwil mttiif siA in niltB Stockholm. 4. Januar Selbst hl seinem eigenen Lande verlängt sich der Kriegsverbrecher Roosevelt in dem Lügengewebe, das er mit seh»em primitiven Weißbuch znr Ablenkung des USA-Kongre-ße» in die Welt gesetzt hat. So befaßten sich bereits am Sonntag mehrere Mitglieder des Kongreßes mit der Behauptung dieses Wciis-bucnes, daß die nordamerikanischc Regierung bereits am 27. Januar 1940 ein Jahr vorher — über die angeblichen ja-I panischen Mäne, einen ül>erra8chenden An-I griff auf Pearl Harbour vorzubereiten, unter-i richtet gewesen sei. U. a* erklärte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses Connally: »Wenn die Armee und die Manne wußten, was das Außenminieterium gewußt zu haben behauptet, dann ist die tragische Vernachlässigung unserer Sjcherheitsmaß-' nahmen ia Hawai nur umso bemerkenswerter.« Senator Brewster brachte die Ansichten mehrerer anderer Senatoren wm Ausdruck indem er erklärte, die Veröffentlichung des Weißbuches gestalte die Verantwortung nwh emster, !''on Bonaparte und Najwleon IH. Im Jahre 1800 inszenierte London den Anschlag; auf Napoleon Bonaparte, der den bri-lisrhcn Interessen zu gefährlich geworden war. Der franzöa'sche Emigrant George Ca-rloulal sollte den Mordauftrag erledigen. Ein engliflchea Schiff brachte die Spitzel nach Frankreich. Am 24. Dezember 1800 sollte der Anschlag in der Rue S&int-Nicaise su Paria ausgeführt werden. Die Höllenmaschine explodierte, allein Napoleon blieb unverletzt. Eine englische Zeitung schrieb damals, gleichsam zur Rechtfertigung des Attentats: Töten ist nicht morden! Das Attentat auf Napoleon HC. wurde gleichfalls In London ausgeheckt, um erneut eine Revolution in Frankreich zu entfachen. Der Anarchist Orsini war als Mörder gedtmgen worden. Allein auch dieser Anschlag mißglückte. Im Verlaufe des Prozesses aber gegen den Attentäter kam belastendes Material gegen den damaligen Premier Seiner Britischen Majeetät, Lord Palmerston, Eutage. Palmerston war an der Vorbereitung des Attentats maßgebend beteiligt gewesen! Die für England unangenehme Entdeckung wurde durch den Rücktritt Palmerstons verschleiert Franz Ferdinand und Kttnig Carol Die Kette der ruchlosen Verbrechen des Secret Service scheint endlos. Auch vor Aus* bruch des ersten Weltkrieges trieb der Secret Service sein blutiges Handwerk. Bei dem Mord von Sarajewo hat England seine Hand nachweislich im Spiel gehabt, was übrigeos von Engländern selbst oezeugt wird. König Carol von Rumänien, der sich den englischen Kriegsplänen nicht ohne weiteres fügen ^llte, wurde am 9. Oktober 1014 auf mysteriöse Weise beseitigt Der Chefagent des britischen Geheimdienstes, Lord Buxton, ließ sich an diesem Tage beim nimänischen König melden. Wenige Stunden nach dem Besuch Lord Buxtons fand man den König tot in seinem Bett. Als man in Bukarest ei?uhr, daß Lord Buxton der letzte Besucher des Königs war, ergriff Unruhe und Mißtrauen die Stadt. Lord Buxton jedoch berührten die Verdächtigungen nicht. Als der König unter der Anteilnahme von ^anz Bukarest beigesetzt wurde, schritt der Lford-Agent mit kalter Puritanermiene dicht V'. r-" ■ neben dem Sarg. Da fiel ein Schuß! Von einem Studenten aus Rache für den Tod des Königs auf Lord Buxton abgefeuert! Lord Buxton wurde verletzt. Nach seiner HeUung schickte er dem Studenten, der im Gefängnis saß, eine — Bibel! Englands heuchlerische F*uritanermoral konnte nicht zynischer dokumentiert werden. Churchill noacht ein gutes Geschäft So läßt sich die Blutspur des Secret Service überall nachweisen, wo Terror und Mord die Machtansprüche der britischen Plutokra-tie durchsetzen sollen. In Palästina und in Indien, in Ägypten und in Nordafrika, überall, wo noch britische Interessen auf dem Spiele stehen können, arbeiten die Agenten des Secret Service. Die Mordzentrale aber liegt in London, geleitet von jüdischen und judenhörigen Weltverschwörem, deren Namen wohlgehütete Geheinuiisse bleiben sollen. Churchill, der Handlanger des Judenkapitals und Totengräber des Empire, hat seinen Namen mehrmals mit der blutigen Geschichte des Secret Service verknüpft. Wir erinnern nur an das skrupellose Nachrichtenmanöver um die Skagerrakschlacht, an dem Churchill mit dem Juden Erncst Cassel maßgebend beteiligt waren. Churchill und Cassel machten mit den Männern des Secret Service aus dieser Niederlage Englands ein Geschäft, bei dem 60 Millionen Pfund Sterling heraussprangen. Judentum und britische Plutokratie arbeiteten Hand in Hand, um die Börse in Newyork durch gefälschte Telegramme in Panik zu bringen. Die London Citymagnaten hatten der Newyorker Finanz-ariatokratie einen schweren Schlag versetzt. Die Betrugsmanöver Churchills vom Jahre 1916 bestätigen die Worte des Lords Douglas über den Secret Service: »Bankiers und Geheimdienst! Krieg und Geschäft! MÜlionen aus dem Blut der Schlachten! Hier zeigt sich das Gesicht des Secret Service, dieser unheimlichsten Schutzorganisation des internationalen Kapitals.« Dr. Wilhelm Cuypers PK-Krieesberichter Kühn (Sch) loi Eilmarsch rollen Flak-Abteilungen zum Angriff vor Ein Sowjatdorf wird gestürmt Erfolgreiche Gegenangrilie unserer Truppea werfen den Feind am Don zurück PK ..., 4. Januar »Um 10.45 Uhr Angriff auf den Nordteil eines mehrere Kilometer langen Sowjetdor-fcs.« Das war der Befehl am zweiten Weihnachtstag. Und in hartem Gegenstoß ist dieser Ort bis zur Hälfte gegen eine überlegene Angriffskraft der Bolschewisten genommen worden. Die Trümmer zerstörter Panzer und Pak-Geschütze decken die Vormarschwege unserer Straße, zeigen die Härte des Kampfes, den hier unser Flak-Kampftrupp unter Führung von Hauptmann D. im Verbände mit den Panzergrenadieren durchgestanden hat. Tage sind seither vergangen. Und nun stehen an diesem Morgen die schweren Flakgeschütze wieder bereit, um den neuerlichen Sturm der Panzergrenadiere wirksam zu unterstützen. Seit Tagen haben die Sowjets größere Verstärkungen in den Nordteil des Dorfes gebracht. Sie müßen zerschlagen werden, bevor sie überhaupt zum Angriff antreten können. Hauptmann D. der auch diesmal wieder in engster Fühlung mit der Panzerdivision den Einsatz seines Kampftrupps bestimmt hat, gibt seinen letzten Befehl. Wenige Minuten vor Beginn des geplanten Angriffs gehen die schweren 8.8-cm-Geschütze unter der Feuerleitung von Hauptmann F. in Stellung. Unsere 2-cm-Flak auf Selbstfahrlafetten rattert los. Sturmgesclu'itzc sind voraus. Dann bricht die Hölle über die Rolschewisten herein. Verbissen setzen sie sich zur Wehr, Plötzlich verwandeln sich diese ärmlichen Dorf-l:a ten in zäheste Widerstandsnester, Panzerbüchsen und Pakgeschiitze der Sowjets versuchen, unsere Sturniffcschützc auf/.uhaltpn. Nfir ein-, zweimal kommen sie zum Schuß, dann reißt eine 8.8-cm-Granatc Bcdieniinff und Gescliütz des Feindes in Fetzen. Aus einer Häuserreihe in einiger Entfernung versuchen die Sowjets, ein Geschütz in Stellung zu bringen. Zu spät! In Sekundenschnelle ist das Rohr unseres Geschützes herausgeschwenkt. »Feuer frei!« schreit Leutnant M., und schon fetzen die 2-cm-Granaien in das erkannte Ziel. Keinen Schuß hat das feindliche Geschütz abgeben können. Über den Köpfen der wild fliehenden Sowjets krepieren die Granaten der schweren Flak. Jeder Schuß reißt gewaltige Lücken in die Massen der sowjetischen Artillerie, die nach Norden zu entkommen versucht. Wiir rattern weiter die Dorfstraße entlang, springen ab, liegen hinter unserer Lafette, feuern — und weiter geht es, den fliehenden Gegner nach. Verzweifelt versucht er sich zu wehren. Unsere Panzergrenadiere können nun aufräumen; sie finden kaum noch nennenswerten Widerstand. Die Dorfstraße, die Höhe rechts und der schilfgraue Sumpf links sind besät von gefallenen Sowjets. Wir jagen bis zum Nordausgang des Dorfes, körnten von h'er aus die Reste der fliehenden Bolschewiken unter Feuer nehmen. Plötzlich sehen wir rechts einen Panje-schlitten. Für einen Augenblick stutzten die Sowjets, die darauf sitzen, dann greifen sie zur Maschinenpistole. Um Haaresbreite hätten sie uns erwischt. Aber unsere Männer des Flak-Kampftrupps sind schneller. In Sekunden ist auch dieser Widerstand gehrochen. Nur zwei Stunden hat der Kampf um den Nordtei! des Dorfes gedauert. Wir fahren zurück an den Trümmern vernichteter Sowjetgeschütze, an brennenden Bauernhäusern und dem Durcheinander der vielen Ausrii-«tungsgegenstände vorbei, die von den Bol-schc\^'isten in fliehender Hast weggeworfen sind. Zwei sowietlsche Kompanien. Oeschiitze und Trosse sind in diesem zwcistiliidigen harten Kampfe vernichtet worden. Kriegsberichter Paul Hanfland PK-Aufnahme; Kriegsberichter Worner (Wh.) Transportgeschwader über Tunesien Tag für Tag führen sie für unsere Truppea Nachschub aller Art heran Winter in Tunesi«n Regen und Morast statt Schnee und Eis Die ersten Bilder, die wir der Heimat vom tunesischen Kriegsschauplatz schickten, zeigten Sonne über Palmen und Kakteen, Oliven und Kameldorn, Sonne über den flachen Küstenstreifen und über den kahlen Bergzügen, Sonne über vorwärtsrollenden Panzern und Soldaten, und feindwärtsjagenden Flugzeugen, Sonne über Zelten, Lehmhütten und weißen Moscheen eine Landschaft, die vom paradiesischen in die Einöde hinüberwechselt — deren kümmerlichster Streifen aber eine sonnige Wärme ausstrahlt, um die uns jeder Kamerad und jeder daheim beneiden möchte, der unter der Kälte des Winters litt. Inzwischen ist unsere Freude über dieses frühsommerliche Dezemberklima jedoch in Eimergüssen strömenden Regens ertränkt worden, haben wir im tunesischen Winter einen rauhen Gesellen kennengelernt, dessen Bart zwar nicht in dicken Eiszapfen herabhängt, aber mit triefenden Wassermassen mindestens so unangenehm, wenn nicht noch unerfreulicher ist. Im Nu hat er den Grund, auf dem wir kämpfen, in lehmigen Morast verwandelt, uns bis auf die Haut durchnäßt, unsere Bunker und Erdlöcher tiberschwemmt. Als wir mit dem Abschnittskommandeur, der sich auch vom strömenden Regen nicht von seinem Rundgang durch die Stellungen abhalten läßt, auf lehmigen Pfaden bergauf und bergab rutschen, haben wir einen Gefechtsstand verlassen, in dem kein Faden trocken geblieben ist. Nachts ist plötzlich ein Sturzbach so blitzschnell unter die Schlafenden gefahren, daß sie, kaum aufgestanden, bis zu den Knien im Wasser wateten. Als darauf statt der erloschenen Kerze eine Taschenlampe durch das Dunkel des Bunkers tastete sbnd der Kommandeur, die Kartentasche über den Kopf haltend, trotzdem lachend neben seinem in Kniehohe schwimmenden Lager. Dicke Dunstwolken kriechen über die Berge, die wir auf glitschigen Pfaden erklimmen — an Essenträgern und Meldern vorbei — zu der vordersten Linie. Im Rhythmus der Sturmböen peitscht uns warmer Regen ins Gesicht. Vom Kopf rinnt es in den Kragen. Bis zum Gürtel sind wir von unten naß. In den lehmbatzenschweren Schuhen gluckert das Wasser. Aber wir sind noch gut dran — wir dürfen laufen und so den nassen Körper warm halten. Die Männer auf ihren Beobachtungsposten jedoch verharren regungslos in Regen und Matsch. Vielfach haben sie die Zeltbahn zum Schutz ihrer Waffe verwandt. Der deutsche Soldat ist jedoch der letzte, der sich tatenlos den wütenden Elementen ausliefern würde. Während die Führung große Zelte für die in völliger Deckung liegenden Hänge heranschaffen läßt, beginnen die Soldaten, die nicht wachen müssen, neue Bunker an Stellen zu graben, die sich als wasserdicht erwiesen haben. Die da schaufeln, kann man kaum von dem braungelben Boden unterscheiden. Sie sind über und über mit der Erde beschmiert, der sie einen neuen Unterschlupf abringen wollen. Eine neue Nacht kriecht mit schwarzen Wolken heran. Noch immer gießt es wie aus Eimern. Das heißt für die Nachtposten, wieder bis auf die Haut durchnäßt zu werden, schneller als gestern — denn die Sachen sind nur zum Teil trocken geworden. Morgen aber wissen sie nach der Abliisung einen regen-sicheren neuen Bunker mit einem Teuer darin, eine Feldflasche voll Tee mit Rum. Alan gewöhnt sich ja so schnell an die neuen Umstände. Zagen und Fluchen nützt da nichts. Ausharren und Anpacken! So stehen am Abend auch wieder die Stoßtrupps bereit, die zum Feind hinübergehen. Es wird ein Rutschen durch Schlamm und Wasser werden — aber unsere .Mhnner haben schon anderen Widerstanden getrotzt. Jetzt wissen wir, wie der Winter hier aussieht. Kriegsberichter Hans Georg Schnitzer, PK 8HV« 4 WfUifaJfyf Zdtrni^ 8. lafwif TMS Wummcf h Votlk und Jiiätuc Scbalft Heim nnen Die Frage der Heimatmuseen ist für die mittleren und kleineren Stidte, aber auch für die Bezirke in den Großstädten von entscheidender Bedeutung, für die Pflege hei-mallichen Brauchtums, für die Förderung allor Volkskunst. Im Verlauf der letzten Jahrzehnte ist gerade auf diesem Gebiet wertvolle Arbeit geleistet worden. Aus ansprechenden Gegenständen des Hauses, allerlei Hausrat, Trachten, besonderen Leistungen der Handwerkskunst wurden in mühevoller Kleinarbeit Sammlungen zusammengetragen, die durch «inen klaren musealen Aufbau schließlich die Eröffnung eines Heimatrau-seum^s ermöglichten. Die Hinzunahme von Erinnerungsstücken aus Familien- und Gemeindebesitz, schließlich auch die leihweise Überlassung von Zeugen aus falstorisc^MT Zeit aus den Beständen großer Museen und Samm-lujogen runden das Bild der Heimatgeschichte, die die Grundlage aller Volkskunde bildet, bestens ab. Durch die Errichtung der Heimatmuseen wird die Geschichte eines Landschaftsabschnittes wie seiner Kulturgeschichte auf artbewußter Grundlage ein alle Kreise ansprechender Rahmen geschaffen. Die Jugend hat mit der Schaffung der Heimatmuseen eine willkommene Möglichkeit, sich mit ihrer näheren Umgehung unter sachrer-stärdiger Anleitung auseinanderzusetzen, «nd so Freude an der Heimatkunde zu gewinnen, + Hebbels Wohnhmts la Gfxiiiden wird Museum. Die in diesem Jahr KOfründete Qc- Rcllschaft der Mebelfreunde von Oberdonau sieht im Rahtneit ihrer Aufgaben die Erwrr-biinj; des jjesienwärtls: noch In privatem Besitz befindlichen Wohnhauses Hebbels in Onnindcn vor, in dem ein Hebbelmuseiim ein-pcrichtet werden «oll. Wertvolle Nachlaß-und FrinnerunKsstücke aus dem Besitz der f;nkclin des Dichters wurden bereits erworben. Über die eigentliche Hebbel-Pflejre hinaus ist die Vereinicfuntr berufen, Sammel-minkt der RrforschnnK: der Uterari.scii-künst-Icrischen nedeutunjr des SakkammerKutes tibcrhaiipt zu sein. Ein tmndlejtcndes Werk über diese Rntwicklunj? besonders im 1^. Jahrhundert *0!! die Hrjcbnisse dieser Samm-lunirs- und FarschunEsarbctt zusammenfa» ticn. Gang durch das Wiener Uhrenmuseum Von den iltestcn Uhren — QJasklockcnspielc and allerlei Meisterwerke — Wm ist ein Brater? Die Stadt Wien beherbergt ein Museuin, I tenwenderj snd einer iltea «ofenannten das eine jfanu besondere ^henswördinkelt Waajuhr ccieift in sich jchließL Es ist das Uhrenmuseum, das vor 25 Jahren von der Stadt gegründet *Tirde. Den Grundstock der Sammlung bildet die mit jfroßer Fachkenntnis rusammen-cetragene ursprüngliche Privatsammlung von Professor Rudolf Kaftan, der heute diesem städtischen Museum vorsteht. Die Sammlung Ist in einem altertümlichen Haus in einem der ältesten Stadtteile der schönen Donaustadt untergebracht und gibt einen Iflcken-losen Überblick über die Entwicklung der Räderuhr von ihren Anfängen bis auf die heutige Zeit. Die Sammlung unterscheidet sich dadurch von vielen anderen, daß sie nicht etira nur einige alte ungenau gehende •chmucklose Zeitmesser zur Schau stellt, sondern daß sie ihrem Zweck entsprechend die ganze geschichtliche Entwicklung der Räderuhr von der mächtigen Turmuhr bis zur kleinsten Pendeluhr, vom Nürnberger Ei bis zur modernen Armhanduhr und vom gehäuselosen Räderwerk bis zur kostbar ausgestatteten Wand- und Taschenuhr verfolgt. Der leitende Gedanke des Museums ist die fortschreitende technische Entwicklung und die stetige VervoMkommming der Räderuhr von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung des Mechanismus und seiner außerordentlichen Mannigfaltigkeit Damit dient dieses Mnsetim vor iHem dem Unterricht der an diesem Fach Interessierten, vor allem also dem Uhrmacher und Mechaniker. Für Jedes Mitglied des Uhrmacher-handwerks ist die Sammlung von einzigartigem Wert, und der Fachmann findet auf dem Gebiet der Zeitmesser unter den Tausenden von Exemplaren das umfassendste Anschauungsmaterial, das ihm Anregung und zugleich Bereicherung seines Wissens bietet. Die Anordnung der vielen tausend Uhren geschah mit Rücksicht auf die Entwicklung der sogenannten »Hemmung«. Erst die Konstruktion der Hemmung nämlich schuf aus einem einfachen Räderwerk die U)ir. Im Museum wird dieser Unterschied sehr anschaulich durch die Oegenüberstellung eines alten Bra- Adam MUller-Guttenbrunn Zum 20. Tode«tag HenUt TOT rwnntlg Jahren starb in Wien der bekannt« Schriftsteller Adam Müller-Guttenbmnn im Alter von 71 Jahren. Ein gebürtiger Schwai)© aus dam Banat. war «r ein Abkömmlimg jener Kolonisten, die um 1720 in Urujarn tngesiffdelt wurden. Seine Heimat betrachtete er als eine urdeutsche Provinz in Ungarn, und Temesvar, wo er d** Gyninasium besuchte, sahen die B&nater Schwaben da.mal8 als ein kleines Wien an. Nachdem er einige Jahre als österreichischer Staatflheomter in Linz gelebt hatte, ließ er sich dauernd in Wien nieder, verlor aber nie die Fühlung mit der Heimat, kam immer wieder In da« Land seiner Kindheit, und fühlte sich zugleich auch in Wien heimisch. Vor 50 Jahren, 1893, gründete er, nachdem er Kulturschriftleiter an der „Deutschen Zeitung" in Wien gewesen war, das Rainwmd-Theater, legte aber bereits räch drol Jahren die Direktion infolge von allerlei gegen ihn gesponnenen Intrigen nieder, worüber er in dur Schrift Ralnrnnd-TheclaT. PtfMKn»- gnechlchte einer deutschen Volksbühne", berichtet«. 1898 pachtete er da« Kaiser-Jubi-tdumsthe«t«r, erlitt ab«r Mich damit Schilf-bruch- Entt&uscht, aber nicht gebrochen, ging «r DDit erneuter Arbeit«freudigk«ll uif Eroberung dichterischen Neulandes aus, wo ihm schöne Erfolge erblühen »ollten. Der Dichter d»s Banat« zu werden, wurde sein Ziel. Die Sprachinsel seiner Heimat war zugleich da« Gebiet für wichtige Kulturarbeit. Das Schaffen und Leben der Banaler Deutschen gaben ihm Stoffe zu den Werken, die seine Bedeutung ausmachen. AU der vollwertigste dieaer Roman« gilt „Glocken der Heimat". In „GötzendÄmmerung" zeichnete er am schärfsten die Nöte der Schwaben im Banat. Mehrere Auflagen erlebten auch der Roman „Frau Dornröschen", die Skizzen „Rund um den häuslichen Herd" und die „Deutschen Kulturbilder aus Ungarn". Paul Wittko Solch ein Bratenwender, auch Brater genannt. ist ein Räderwerk, das entweder durch ein Gewicht oder durch eine aufgezogene Stahlfeder betrieben wird und in Ermangelung einer Hemmung ziemlich schnell und dabei ziemlich ungleichmüOig abläuft. Die Maschine drehte einen SpieÜ, auf den man ein Stück Fleisch steckte, um es über offenem Herdfeuer drehend zu rösten. Der unregelmäßige Gang dieser primitiven Maschine war die Ursache, daß man früher schlechtgehende Uhren mit dem Spottnamen Brater belegte. Um aus einem bloßen Laufwerk eine Räderuhr zu erhalten, ist ein Hllfsmechpls-mus notwendig, durch welchen das Räderwerk gezwuns;en Ist, langsam und dabei möglichst gleichmäßig abzulauten. Dieser Mechanismus heißt die Hemmung. Der Erfinder der Hemmung und damit der ersten Räderuhr ist ebenso unbekannt wie der Ort und jBticü nach Südosten 0. Kinschränkungen In der slowaUfschen Presse. In der Slowakei trat am 31. Dezember 1942 eine Einschränkung des Zeitungs-und Zeitschriftenumfanges in Kraft. 109 Zeitschriften werden nicht mehr erscheinen. Wochenblätter dürfen nur noch einen Um'ang von 12 Seiten haben und müssen im sogenannten Berliner Format erscheinen. Für die Tageszeitungen wurde bestimmt, daß der »Slowak« und der »Grenzbote« als Haupt-zc;tungen der Slowakei wochentaRS acht und sonntags sechzehn Seiten haben dürfen, während die übrige slwakische Presse nur vier-bis sechsseitig erscheinen wird. Die Ma[5-nahme wird damit begründet, daß das im eigenen Land ersparte Papier ausgeführt und dafür andere wertvolle Waren eingetauscht werden könnten. 0. Tanz verbot In der Slowakei. Durch eine Verordnung dr^ innenfT'inistcrs wurde mit sofortiger Wirkung für die gesamte Slowakei eiu tanzvcn ot aus^»prochcr„ 0. Spende des Uroßmufti an Sarajevou. Du Großniufti von Jerusalem überwies auf dem denihr Ist ebenso unbekannt wie der Ort und der kroatischen Gesandtschaft in Ber die Zelt ihrer Entstehung. Einige Fachleute |j^ muselmanischen Wohltätigkeitsvereiti nehmen an, daß schon um das Jahr 1000 sol- ,Mcrhamet« in Sarajewo erneut eine Spende che Räderuhren In Betrieb waren. Sicher Ist 140000 Kuna, nachdem er tber, daß im 12. Jahrhundert schon Räder- gleichen Verein vor einigen Wochen Uhren mit einer Hemmung, die man Waag- |QQQQf) ^atte zukommen lassen, hemmung nennt, vorhanden waren. ^Ibst- verleeunff erdbebengefährdeter türkl- verständlich waren die alten Uhren dieses I i?!p türkische Reeierunc erwägt S,s.™s noch «cht ungenau Auch erlaub^ das für die Herstellung dieser Uhren ver- Dörfer. Diese Dörfer sind während der letzten heftigen Erdbeben völlig zerstört worden und waren auch bei früheren Erdbeben schon mehrfach schwer In Mitleidenschaft gezogen, zum Teil sogar wiederholt vernichtet worden. iiiiiiHiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinniininiiiitiiiiniiiiiiniiiiiiiiin -4- Eliroodo'ilor iler LjuidwlrlsohafIlleben llorliscUuIo Wioo slarb Im IW. !>■©-bMisJalir. In Heidcll)crß starb in dou Weili-nachtslagon im t(X). ly^KMisjahr dor ällcsto dcutschc Agrikuilurchcrnilcer, Professor Dr, Adolf Mayer» der noch ein Schüler der berühmten Chemiker und Physiker Ke^ kulc, Dunsen, Hclmhollz und Kirchhofr war. Prof. Dr. Mayer wurde 1808 an der da'mals noch bestellenden landwirlscliaft-lichen Abteilung der Universität Heidel-' berg Privaldozent und zugleich auch Leiter dieser Abteilung, Im Jalire 1870 nahm er, nachdem «r ein Jahr zuvor Profos.sor geworden war, einen Ruf nach Waflejiüjgcn in Holland an, wo er fast drei Jalip-zchnte lang als Lehrer der Versuchsanstalt der Lamlwirlschaftliclien Akademie wirkt^ Seine I>ehrbücher üljor Agrikulturchemio und Gärchemie wurden stark beachlet. Adolf Mayer, der seit längerer Zeil In Hcidell>erg im Riilwsland lebte iind In guter Rüsligkeit am 9. August 1912 seinen 99. Geburlslag feiern konnte, war Ehrendoktor der l.andwirlschaflllchen Hochschulen in Berlin, Wien luid Wagc.ningon, Vor zwei Jahren erluelt er die Adolf»-Hitler-Plakelte. 4- Reform der serbischen Rechtschreibung. Der serbische Unterrichtsminister hat eine Reform der serbischen Rechtschreibung verfügt, die am 1. Januar 1943 in allen Volks», Mittel- und Hochschulen eingeführt wurde. Es handelt sich dabei allerdings noch nicht um die geplante grundlegende Änderung der Rechtschreibung, sondern zumindest um die Bereinigung einzelner anderer strittiger Punkte. wendete Material — es war meist Eisen — keine sehr genaue Verarbeitung. Im Laufe der Zeit wurde durch Konstruktion anderer Hemmungen und feinerer Verarbeitung des Werkes bei Verwendung anderer Metalle ein Immer genauerer Gang erzielt Dies» ganze Entwicklung zeigt das Museum In sehr anschaulicher Weise. SelbstverstStidllch sind auch ganz moderne Uhren bis zur elektrischen Präzisionsuhr zu sehen. Auch die Entwicklung der Taschenuhr bis zum fabrikmäßig hergestellten Uhrwerk Ist dargestellt. Eine besondere Kostbarkeit des Museums ist die auch in bezug auf die Goldschmiedekunst hervorragende, berühmte Sammlung der Dichterin von Ebner-Eschenbach, die seinerzeit von dem Uhrenmuseum der Stadt übernommen wurde. Das Museum wird laufend durch Neuerwerbungen ergänzt, so daß es dem Fachmann immer neue Anregungen «ibt Es ist der besondere Vonug dieses Museums, daß es dem Meister des Uhrmacherhandwerks genau so wie dem Nachwuchs einen einzigartigen Überblick über sein interessantes Arbeitsgebiet gibt und jedem anderen Besucher Ehrfurcht vor dem handwerklichen Können in Verbindun« mit Technik und Wissenschaft einflößt + WKn« Ts« in KMn. Die hn Detember eingeleiteten »Wiener Tage in Köln« werden im Januar mit einem Vortrag von Prof. Dr. Josef Nadler Aber die Geschichte des Wiener iBurgtheaters, einem Konzert des Schnelder-han-Quartetts fortgesetzt. Am 10. Januar wird die Ausstellung »Das schöne Wiener Frauen-bUd« eröffnet. Es folgen dann drei Gastspiele des Wiener Burgtheaters, das Nestroys Posse »Das Mädel aus der Vorstadt« spielt. Am 12. Jamiar liest Staatsschauspieler Ewald Baiser vom Wiener Burgtheater über »Wiener Dichtung der Gegenwart«. Den Abschluß macht das Theater in der Josefstadt, das am 13. und 14, Januar »Kabale und Liebe« aufführt. Di« deutsche Sprache tot für das Grenzland nicht nur VerstÄndlgungsmlttel, sondern auch das eint0«nde Band, das «na mit d«m R«lch blndat! Lern Deutsch - sprich Deutscli! Wenn l?oiniii von P, A. CUOEN OEISIEÄ (aUm Urbeber-Rtchuckuu: Drt< OyelkD-VerUf, Malfsbrloli (8. Fortsetzung) „Vierzig Pfennig, bittel" Der Dicke kramt nervös in seiner Geldbörse, wirft eine kleine Mürwie auf den Tisch und läuft nach den Bahnsteigen. „Sie bekommen Geld zurückI" ruft Lilo erstickt. Der Kleine winkt ab und ver-«cbwirvdet Lm Gedränge. „Du siehst, Joachim, ,e« geht mir gut" sagt Lilo bitter, „man bekommt nicht nur seinen Lohn, wenn man Zeitungen verkauft, man bekommt srnjar Trinkgelder obendrein.' Sie wirft die Münze mit spitzen Fingern in Lader^asse. k>ro«t« »cliiebt dl« Rei»«mütz« gequAlt ans der Stirn. „Das Lebern ist hart, Lilo —««gt «r mit erzwungener Ruhe, aber, vielleicht entsinnst du dich — es war dein glühfltrder Wunsch, selbständig, una*-hdngig /u bleiben __ „Ich nicht von mir unterdrücken, tyranni'''eien zu lassen. Unser« Ehepläne y.prbra« hen dnran und manche« andere niit. Irh mtifl auch bedienen, während andere «n ged-^ckten Tischen sitren — und bekomme Trinkgelder — leb wohl, LHo." Er wendet sirh schroff ab und geht s^arr, mit zurückgeworfenem Kopf aus der hohen, Mrmerfl** ten Bahnhofshalle. E« ist ein Tag im Jtml mit strahlenfW-m, stahlblauem Himm-1, mit der süft^n Mattlg-koit 5omm'*rTrher Reife, als Joachim Droste und ziellos durch die Straften sei-H'^'mat schlendert Die Mädchen schr^'i-tei k'eschv«'*yt und haben helle, duftige Kleider, Manch prüfender Blick au« blanken Augen streift den großen, hageren, sonngebräunten Mann, der gedankenversunken durch das Straßengewühl der sommerlichen Großstadt schlendert Joachim Droste geht, und sein Herz schlägt unruhig, durch Straßen und über Plätze, steht am Elbufer, wo sich mächtig« Brückenpfeiler dem gurgelnden Strom entgegenstemmen, geht durch das stoJnem« Barockwunder des Zwingers, betrachtet, nachdenklich den Prachtbau Sempers, das Opernhaut, dessen künstlerische Strahlkraft bis üi fernste Länder wirkt, ja, das aJies — Joachim Droste fühlt es mit «tlUer Beglückung, gehört zu seiner Heimat Unfaftbar will e« ihm scheinen, daß «r das alles hinter sich warf, vergessen konnte. Er wandert weiter, steht plötzlich wieder vor dem mächtigen, grauen Steinbau de« Haupt4)ahnhf>fes, steht zögernd vor dem Hauptportal, nur noch wenige Schritte trennen Ihn von dem Zeitungsstand, wo eine Frau tat, die «x einmal sehr Hebte. Droste hat plötzlich «Inen bitteren Geschmack auf der Zunge, wendet sich schroff ab und p^-ht di« kastanienunuäumte Wiener Straße hinunter, wo hinter Parkgittem und gopflfglen Rasenflächen stille Villen trÄumen, wo Kin-derlach^n aus geöffneten Fenstern klingt, gepflegte Damen von ernst blicki-nden Herren in wartende, prächtige Limousinen geleitet werden, wo respektvolle Ch.iuffeure den Wagenxrhlao aufreihen. Je weiter Joachim Droste diese aus dem T.ärm der P ihnbofsgegend in die Stille und Vornehmheit des Dresdner Villenviertel führerde StrnPe eritlannschrcltpt, um so un-nihiger wird er. Nein, das ist nicht die Heimat, das ist nicht d»=>r herbe Atpm d^^r Welt, iTi der sich seine Kindheit «bnpspiolt bi». Hier hatte der kleine Volksfichfiier und soV tpT Kfi'nerlrhrlinfi Droste nirl.ts tu wicbpn, Der Sfewa^^d .Tn.'rb ni Drostf i«it b'nr in H'f-ser Gegend fehl am Platze. Seine Hcimdt ist ja drüben auf der Neustädter Seite dieser Stadt wo Brücken In hohem Bogen über den Strom führen, der gehetzte, ruhelos« Atem des Lebens der kleinen Leute Ut, wo die Sorgen und Nöte des Alltage« ihre Schatten über alle« werfen — dort, im Hechtviertel, wo der Klempn«rmelster Mollenthal seinen kleinen Laden mit Zinnbadewannen, »Lötkolben und Küchengerät hat wo der graue Rauch der Fabrikschlote des nahen Industrlegel&ndes über Giebel und Dächer weht, kleine Schrebergärten den Familien der Arbeiter und Handwerker bescheidene, aber beglückend empfundene Freuden spenden, dort, Joachim Droste, Ut deine Heimat, dort sind die Menschen, die es g^it mit dir gemeint haben, die nicht fragten, warum auf deinem Geburtsschein nur die unverehelichte Haustocher Marie-Anne Droste als Mutter des Knaben Karl Friedrich Joachim Droste verzeichnet steht ... nur die Mutter ... Joachim Droste streicht «Ich müd« über die Stirn. Dio Menschen dort drflben heben dich auch nicht als unehrlich; als Dieb gebrand-markt sie brachten dir Liebe. Vertrauen entgegen, sie nahmen dich als Glied ihrer Cem'»in*chaft auf, ohne Vorurteile, ohne tTn'T'rechtigkeiten. Die andern — Droste lächelt bitter und besrhieMnigt seinen Schritt. Da fühlt er sich sanft an der Schulter berührt er fährt be-trriffon herum. Fin langer schmSchtlger Mensch In dun-kelblnuem, etwas glänzendem Kammgnrn-anrug mit blanken Mpssinnknöpfpn strbf hrfangen Ifi^hclnd vor Droste, er ver7iebt spin^n breiten Mund, sein mit Snmm(?rsprr>s-fif»n übcrssips Gpsicbt ist dnnVelrot, was^er-heHfi, trpuherziqe Aiiaen blicken befang#*n In^ b^m Droste tritt fassungslos einnn ■^'V'^Ut 7iinW. „Schnuipel —I" »aat er. Es ißt als sei eiu Geist vor Ihm aus der Erde gestiegen und behaupte ein angezweifeltes Daseinsrecht Aber der junge, siebzehnjährige Mensch da vor Droste Ist kein Geist, er ist aus Fleisch und Blut, er lächelt tapfer und hält krampfhaft ein kleines, segeltuchbespanntes Kofferchen In der Hand. „Schnurpel — Lausbubl" spricht Droste und tritt einen Schritt näher, er faßt den Jungen beim Rockaijfschlag und zieht ihn zu sich heran Schnurpel durkt den Kopf etwas "n den Nacken in Erwartung des fälligen Donnerwetters» er.kennt die feine Falte über def Nasenwurzel In dem verschlossenen Gesicht. Er versucht, harmlos zu blinzeln, ^eine abstehenden Ohren beginnen zu *vQckoln, er weiß, daruQ «ieht er komisch aus, d,iß auch der ernst«, strenge Herr Joachim D'"oste, sein unmittelbarer Vorgesetzter an h. rd de^ „Beryll", ihm manches schmunzeln durcW gehen läßt Es zeigt sich, daß Srhni,rnel ei* Menschenkennner Ist. Joa 'htm Droste hat plötzlich ein gerührtes Lächeln um den schmalen Mund, gibt dem jungen sommersprossigen Menschen einen leichten Klnps auf die Backe und legt den Arm um sein« Schulter. „Bengel — verdnmmterl Da hast du sicher wieder wa« aus/iefres'^en, was andere Leute wieder in tagelame Aufregung versol^t. Los, let7t komm mit, hier können wir nicht stehenbleiben, wir sind hier n'rbt bei der chrisllichrn Snef.^hrt an Her VVate-knnt, wo die Leute starke Nerven haben, wir sind im Binnenlande, hier herrscht eine nn^'^re Ordnung vor dem Mr'st, verst^^nden? IT' d dnrrh-gebrannfe Fdhrensieute wordon nicht «Teklel-holt und mit einem hnndfp'jfrn Tan qc^trel-chplt, sondern ins srhwarre I.o'"b np«pprrtl T.au'bnb, nun los, belebte, warum du hier aiiftaiK-hst!" Schnurpp! geht tnn'er n^ben .lor.cb'n Dro- (»f b'^lf i'f.TTnnn-, ft coH Cpgcltuf'hküffer» chen und schluckt vcidäcJilifl. »Martnirgn Zeitung« 9. Jumai IMS SHta 9 Was die neoe Lebensmittelzuteilnng brlnst Soodenuitollaiif too RtUsenfrUchten und Bei« Dl« LebeMmlttelratlonezi der 44. Zutel-luncrsperlode g:«lten auch In der 4S. Zutel-lungaperiode vom 11. Januar bi» 7. Februar 1043. Em erhalten alw> all« Verbraucher die folgenden Erzeugnisse in der (flelchen Menp^e wie In der 44. Zuteilungsperiode: Brot, Mehl, Fleisch, Butter, Butterschmali, Mar^aTlne, Käse, Oetreldenahrmittel, Teigwaren, Kar-toffelatärkeerzeug-nlsBe, Kaffee-Ersati- und Zusatemlttel, Vollmilch, Zucker, Marmelade, Kunsthonig und Kakaopulver. Ferner erhalten alle Verbraucher, die nicht Selbstversorger mit Getreide sind, In der 45. ZuteilungfS-periode eine Sonderzuteilung von 250 g Hülsenfrüchten und 125 g Reia AU« Empfäni^er von Nährmlttelkartcn mit Ausnahme der SellMtYeraorger mit Getreide, die dl« blauen Nährmittelkarten SV/Q bekommen, erhalten In der 46. Zute'lungape-riode eine Sonderzuteilung von 250 g Hül-senfiUchten und von 125 g Reis Je Person, Die Abgabe der Hülsenfrüchte erfolgt axif den Doppelabschnitt N/29 N/SO, die Abgabe de« Reises auf den Abschnitt N/31 der Nähr-mittelkarten 45 für alle Altersstufen. Die Verbraucher haben die Bestellscheine einachließlich der Bestellscheine 45 der Reichseierkart«, der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) sowie der Be-zugsausweLse für entrahmte Frischm'lch und für Spe'seknrtoffel spätestens b's rum 16. Januar 1943 bei den Verteilern abzugeben. der Brfider Frsteiiini Zam bevoritchendeii Gastspiel In Wlndlsch-graz und Marburg Wl« bereits sagekündlgt, gelangt Samstag, den 9. JAnner, In Windlschgra« Im Rahmen des Steirischen Heimatbunrdes in einer Nachmittagsvorstellung ein großes Schau- und Unterhaltungsprogramm zur Durchführung. Im Mittelpunkt desselben stehen die neben Crock bekanntesten und beliebtesten Clowns Fratellini mit ihrer Künatlergruppe. Außerdem wirken noch mit: Julius Kienzle, der Komiker aus Bayerh, Berkey und Deen, Exzentriker Ben Behhee, arabische Springertrupp« und andere erfolgreiche Komiker und Artisten. Sonntag, den 10. 'Januar, wird dieses Unterhaltungsprogramm auch die Marburger Volksgenossen und Volksgenossinnen erfreuen. Die Vorstellungen finden Sonntag, den 10. Jänner, um 16 und 20 Uhr, Im Hel-matbundsaal, statt. Für die Nachmittagsvorstellung haben Kinder In Begleitung ihrer Eltern oder Erziehnugsberechtigter 60 v. H. Ermäßigung. Eintrittskarten im Vorverkauf in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbikking, TegetthoffstraA« 10 a. neatOTTortltllang für dla D«alBclie Jngend In Marburg. Am Donnerstag, deo 7. Januar kommt die im Monat Dezember verschobene Vorstellung für die Deutsche Jugend im Marburger Stadttheater zur Durchführung. Gegeben wird das Singspiel „Der Steirlsche Hammerherr" von J. Papesch. Die bereits im Dezember gelösten Karten hoben nunmehr Giltigkeit. m. Mit kochender S«pp« veitrüht Des klein« dreijährige Töchterchen Rosa der Hausbesorgerin Zelzer aus Lembach 124 bei Marburg machte sich am Herde zu schaffen und zog, unbeobachtet von der Mutter, den brodelnden Suppentopf von der heißen Herdplatte, wobei es sich mit der kochenden Suppe üoergofl und Verbrühungen am ganten Körper erhielt. — Belm Sturz von einem Bunker zog sich der 38 Jahr« alte Johann Kammer aus Zellnitz einen Wirbelsäulenbruch zu. — Der 19jährige Hilfsarbeiter Radomir Stankowitsch, wohnhaft im Siebenhlrtenlager In Wien, derzeit «uf Urlaub in Marburg, verletzte fleh die linke Hand. — Schnitt-wunütn erlitten der )4Jähfige Arbeltersjoln Stanislaus Messaritsch oui Trnowitz, Gemeintie Keischbach, an der linken Hand, und der 35jährlge Hi.S'.rbeiter Ru.-iolf Srhunko aus der Rosejgergasse 18 in Marburg an der rechten Hand. — Infolge Vereisung der Gehwege verunglückten durch Ao^vTieiten. r 18jähr{go Schlosserlehrling Max Gumsei aus Lapriach 41, der sich die linke Hand verletzte» die 231Shrige Köchln Wera Kosch« aus Pickerndorf 15 bei Marburg, die sich den linken Arm brach» Theaier in Bonobili Erstes Auftreten der Laienspielgemelnschaft Sonntag, den 3. Jänner, fand im Gonobitzer Gecneinschaftshaus des Steirischen Heimatbundes eine Vorstellxmg der Lalenspiel-gemeinschait Gonobitz statt, bei der die Einakter „Glück im Stnrppbius" und „Feldpost-packeri" vor ausverkauftem Haus« aufgeführt wurcen. Unter der Leitung von Pgn. Schuster , fi c - "o"" nncrt EmMle Peindl und Hedy PeniUch sowi« di« Kameraden Golner, Köhler, Krahl, Rappel und Waupot mit großen Erfolg mit. Die beiden Stücke fanden starken Anklang. Fröhliches Lachen und hernicher Beifall lohnte die Leistungen der jungen Gruppe. Die Musikgemeinschaft Gonobitz füllte mit ihren Darbeitungen die Pausen aus. Es ist zu hoffen, daß sich aus diesen vielversprechenden Anfängen eine lange Reihe ähnlicher Veranstaltxingen entwickeln wird. m. Gegen Afb^tsvertragbrndli md Ab-werbung. Die zweite Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung gegen Arbeitsvertrags-bruch und Abwerbung sowie das Fordern unverhältnismäßig hoher Arbeitsentgelte in der privaten Wirtschaft ist erschienen. Die Verordnung, die für die Hauswirtschaft nicht gilt, ist nm 5 Pfennig erhältlich. Bia IsteressaRtffr Wettbewerii In 6raz W« «rkeiinl Flugzeugbaumaiterl Um das Erkennen von eigenen und feindlichen Flugzeugbaumustem breitesten Kreisen möglich zu machen, veranstaltet die Standarte 115 (Steiermark) des NS.-Fliegerkorps in der Zeit vom 5. bis 16. Januar In einem Schaufenster der Firma Mauerhofer & Sohn in Graz eine Ausstellung von Flugzeugbaumustem. Diese Ausstellung ist mit einem Wettbewerb verbunden, der für richtiges Erkennen Preise vorsieht. Die Beteiligung ist für alle Volksgenossen mit Ausnahme der Angehörigen des NS.-FIiegerkorps offen. Die Lösung geschieht durch richtige Bezeichnung der Fhigreugbaumuster. Die Lösungen müssen auf einer Postkarte unter Angabe von Name, Anschrift iind Alter bis zum 16. Januar an das NS-Fliegerkorps, Standarte 115, Graz, Krefelderstraßo 31, eingereicht werden. m Tele^aphlsche Rückzahlnng von PostSpareinlagen. Um Sparern auch bei Beträgen von mehr als 100 RM die sofortige Vcr-fOrrung über ihr Sparguthaben zu ermöglichen, hat der Reichspostminister die tele-graphische Riickzpihlung von Postspirein-iaqen zugelassen. Die telegraphische Rückzahlung ist nur bei BetrÄgen von mehr als 100 RM möglich. Die telegraphisrhe Kündigung muß bei einer Aratsstelle des Poat-sparkfls^endienstes unter Vorlegung des Postsparbuches und eines Kfirdlgunni^'rheins beantragt werden. Daraufhin fertigt der Annahmebeamte ein Künd'nungstelegnmra aus. Vom Eingang des Rückzahlun jsf'le-gramtna beim Amt i«t der Snorer unvcrrüg-iich zu benachrichtigen, woSei darauf hm-zuweisen ist, daß der geViin'^iqte Reirng gegen Vorlage des Postsparbuches und der entsprechenden Ausweise zurückgp'^ahlt wird. Beträge, die der '^Da'-or durch Übersendung eines Kündigungascheins an das Pos^tsparkassenamt gekündigt hat, werden auf Antrag ebenfti!« lelegraphiich zur Rückzahlung angewi-sen. WER SCHLECHT ODER NICHT VERDUNKELT, IST EIN VOLKSVERRATERI Die Ontersteiermark baut den Lnftsctinlz au! Erster Appell der Beaultrtgten für den Kreis Marburg-Stadt Auf Omnd einer Vereinbarung mit dem zuständigen Luftgaukommando und dem Führer der Gruppe Donau-Alpenland des Reichsluftschutzbundes und nach Genehmigung durch den Chef der Zivilverwaltunpr wird zur Währung der einheitlichen Durchführung aller Maßnahmen auf dem Gebiete des Luft-schutz-Selbstschutzes Im Auftrage des Bundesführers der Luftschutz-Selbstschutz in der Untersteiermark aufgebaut. Die Vorarbeiten haben bereits in der Bundesebene sowie in allen Kreisen begonnen. Am 3. Januar fand Im Heimatbundsaal In Marburg der erste Appell der Beauftragten fflr den Luftschutz statt. LuftschutzfQhrcr Klepp konnte dem Kreisführer 600 Mann melden. Der KreisfOhrer begrößte eingangs den Führer der Bezirksgruppe Steiermark des Reichsluftschutzbundes, Obersturmbannführer Wolfram, der als Beauftragter für Luftschutzfragen dem Stab des Bundesführers angehört und sprach Aber den Aufbau der Luft-schutzorganisatiop innerhalb des Steirischen Heimatbundes. Er wies ferner auf die große Bedeutung des Luftschutzes, besonders in diesem Kriege, hin und rief alle Mitarbeiter zu restloser Mitarbeit und vollem Einsatz auf. Der Beauftragte för Luftschutzfragen in der Kreisführung Marburg-Stadt. Luftschutz- fflhrer Pg. Klepp, gab sodann Richtlinien und Arbeitsanweisungen an seine Mitarbeiter, worauf Luftschutzstabsffihrer Pg. Wolfram über Wesen und Aufgaben des Luftschut/xs sprach. Die Frage des Luftschutzes ist heute, im totalen Krieg, eine Selbstverständlichkeit Der Luftkrieg mit all seinen Schrecken tobt sich nicht nur an den Fronten aus, sondern wird weit hinein getragen in das Hinterland und sucht dort in erster Linie kriegswichtige Betriebe und Einrichtungen zu treffen und zu vernichten. Daß dabei unsere Feinde auch nicht vor der Zerstörung von Privateigentum und vor Angriffen auf die wehrlose Bevölkerung haltmachen. Ist zur Genüge bekannt. Die Untersteiermark steht genau sa vor der Möglichkeit von Fliegerangr'ffen, wie Irgend ein anderes Gebiet Deutschlands. Sie sollen uns aber hier nicht unvorbereitet finden 1 Es wurde eine Luftschutzorganisation gebildet und die Männer dieser freiwilligen Organisation sind eine sichere Gewähr dafür, daß für den Ernstfall alles vorgesehen Ist. Zum vollen Gelingen ihrer Arbeit sind aber verständnisvolles Einfühlen und Disziplin der Bevölkerung notwendig. Pg. Wolfram gab der Hoffnung Ausdruck, daß Marburg auch in dicker Frage vorbildlich sein Wird und verpflichtete die Männer auf ihre Arbeit. i Aas Stoib und £and Erster Opfeiionntag 194S Mit nüchternem, klarem Blick ist das deutsche Volk über die Schwelle de« neuen Kriegsjahres hinweggeschritten. Wir wissen, daß dieses Jahr einen harten Einsatz von uns fordert, und wir haben alle die Arbeit dieses neuen Jahres in Angriff genommen, in der Erkenntnis, daß die unermüdliche, tieue Opferbereltschaft und der eiserne Wille unseres ganzen Volkes, der die gewaltigen Erfolge dieses Krieges errang, auch die Gewähr des Sieges und damit'dar endgültigen Befriedung Europas IsL ^ Nun steht der erste Opf«rsonnt«g des Jahres 1943 vor der Tür. An ihm sollen erstmalig die eisernen Entschlüsse in die Tat umgesetzt werden, die wir alle am Beginn des neuen Jahres gefaßt haben. Wir wisesn alle, daß die innere Gesundheit unseres Volkes die erste und wichtigste Voraussetzung für die siegreiche Durchfechtung des großen deutschen Schlcksalskampfes ist. Neben den außenpolitischen Erfolgen, neben den siegreichen Kämpfen und den vorbildlichen Leistungen des deutschen Soldaten muß all unser Streben In der Heimat dahin gehen, vor allem die deutsche Mutter und die deutschen Kinder gesund zu erhalten, damit unser Volk in allem harten Ringen innerlich stark, gesund und lebensfähig ist. Denn alles, was der deutsche Soldat heute mit der Waffe in der Hand erkämpft, soll Ja einmal als Erbe und Vermächtnis in die Hände der nach uns Kommenden gelegt werden, damit sie das gewaltige Werk, das In unserer Zeit begonnen und aufgebaut wurde, weiter hüten und bewahren. Diesem Streben, schon heute die Grundlagen zu schaffen für ein starkes gesundes deutsches Volk von morgen, gilt alles, was wir für das Winterhilfswerk geben. Daß Deutschland über unsere Zelt hinaus das feste Bollwerk Mitteleuropas und zugleich der Garant der endgültigen Befriedung Europas sei — das unsere Kinder zu einem gesunden und starken Geschlecht heranwachsen, das seine Aufgaben in der Welt erfüllt — dafür bauen wir heute schon vor. Dafür sorgen wir auf dem Wege über die Mütter- und Kinrlerheime, über die gesamte Gesundheitspflege am deutschen Volk. Niemals wären die Spenden des deutschen Volkes von einem Opfersonntag z\mi andern so beharrlich angewachsen, wenn nicht Jeder von uns so genau wüßte, daß Jede Mark und Jeder Groschen unserem Volke wieder zugute kommt und Segen schafft. Daran denken wir auch in diesem neuen Jahr. Der erste Opfersonntag am 10. Jänner wird der Welt sagen, mit vfelcher unerschütterlichen Zuversicht und Entschlossenheit das deutsche Volk in das Jahr 1943 hineingegangen ist. m. Todesfälle. In der Welnbangs«B« « tn Marburg ist die 44jährige Fabriksarbeiterin Tschokl Maria aus der Hindenburgstraße 12 gestorben. — In der Herrengasse iß In Marburg verschied der Professor in Ruhe Mon-signor Johann Wresche, 80 Jahre alt. m. Volksbewegung in Marburg. In der letzten Hälfte des Monates Dezember wurden dem Standesamte in Marburg gemeldet: 96 Geburten (vorletzt 81), hievon 49 Knaben (vorletzt 39) und 47 Mädchen (vorletzt 42)j 51 Todesfälle (vorletzt 64), hievon 33 männliche (vorletzt 34) und 18 weibliche (vorletzt 30). m. An drei Tagen 50 Eheschließungen. Die Weihnaphtstage brachten In Marburg einen Rekord an Trauungen— insgesamt 60 an der Zahl (vorletzt nur 39), hievon 50 nur in den letzten drei Tagen vor dem Weihnachtstage. Lohho Ton Hans Watillk Vormals zur Urzeit im Steinbockwald. Die Berge voll Schnee. Grüne Gletscher rinnen gleißend nieder. Niedrig hängt die bleiche Sonne. Von ßchwarsigloeenden Weu»em tot das Gefels durchrissen, von der krummen Wul-daha, der gletscherentronnenen Ache. Ein Schwert schwimmt daher. Es achwimmt vorüber. Am Wasserfall spielt der Regenbogen. Die ersten Bienen schweben In der eüßen, s&fti* gen Esche. Die Riesln E3nza steht sm Ufer. (Sölden flimmert der zarte Flaum ihr am Arm. Sie schlichtet sich die langen Zöpfe. Das Runengezweig der goldgrUnen M'stel führt sie Im Haar. Ihr Hals leuchtet, geschmückt mit einer Kette, daran Sonne und Mond und ßteme silbern hangen. Sie weidet die euter-prallen KUhe, sie weidet den we'f^en Stier mit dem schwarzgeflammten Fell, Mit steinernem Zaun Ist die Alm umhegt Sie wäscht den Tieren am Waseer die Euter b^ank. Eine TiUre tönt sanft vom Ste'nwall Ubers braune Moor herüber. Die schöne Riesln lächelt. Sie keimt diesen Laut, Lohho. der Geliebte naht! P!öt7.1Ich aber fühlt sie. ein harter Blick st cht in ihren Nacken Sie wendet sich um. Auf einem Block lOmnnelt alch der Df^nne-rer, der rie.oentütrnfie Gott, Im SchoR den rost'gen Part, den steinernen Hammer in den Hnpfl n. D'e TiUre verstummt En7A frnpt; »Was Wllst du?f Er saf^'t: »Du erfuhrst es« »Wn.qt du mc'n Rergvieh fressen ?€ lauert sie. »Dein Plitz hat meinem Vater den Stall verbrannt. Er flucht dir.« »Würde ich nicht Feuer auf euch schmeißen, üir Riesen fülltet die Welt mit euerer Brut« »Dein Feuer frißt den Fraß samt den Trog, Wann wirst du satt? Ich sehe dich im-gem.< »Du ha«t Grund dazu<, höhnt er. »Aber auch du, Donnerer, wirst enden mit deiner WJsen Sippe, Die Menschen werden dich abtilgen c »Die Menschen ?€ sagt der Gott verächtlich. »Götter können nur von Göttern getötet w^crdlcii ^ »Der Mensch tot" gefährlich«, sagt sie. Seine breite, sottlge Stirn droht »Wer zwingt uns Götter Tt »Höher als euere Kraft steht das Verhäng-n'8.< »Wer sagt dir solche«, Riesln Tt »Lohho.« Ein Jäher Sturmstoß schleudert einen Adler in das krachende Gefiat der Esche. Der graue Wode springt vom Rof^. »Vom Zaun der Eschenburg habe Ich Uber die Erde bin geschaut«, sagt er. »Da habe Ich Lohho erspäht, den Hochwäbnen-den. Hier In den Felsen verbirgt er »Ich.« »Wir fangen Ihn«, ruft d^r Donnerer. »Er nagt an allem, der Falsche«, sagt der Wode. »Alles unterwühlt er, was Ich baue. Er hat mir Balder getötet, den hellen Sohn.« »Durch Höder hat er ihn gefällt, den Herrlichen durch den Häßlichen. Hinkenden. fTalbbllnden!« greint der Donnerer. Der Wode faßt Enza an der Schulter. Ripsenk'nd, wo Ist Lohho? Du weißt es.« >Doch sage Ich es n'cht«, erwidert sie. Der Wode legt den Ger Ins Gras, den eschenen, den Ulmenbogen. den L'ndenschlld. Ein Goldreif ist neunmal um se'nen Arm gewunden. Er bricht drei Ringe davon. »Borg riesln, du träfst nur we'ßes Silber, Gold abpr ist neimmal edler « Er wlU ihr die Ringe um den Arm legen. Sie wehrt ihm finster. »Mich kaufst du nicht« Da lacht der Wasserfall auf, der nahe braust. Auflauscht der Wode Sein Roß ist unruhig worden, die Zfthne knistern ihm Im Maul. Der Domerer hebt den Hammer, »Rede, Riesin! Oder versinkef« Aber nicht Lockung bewegt sie, nicht Drohung schreckt sie. Da schnellt ein La^'hs hoch aus dem Schaum der Wasserschlucht SMbem schimmert sein schuppiges, rotgeflecktes Gewand, »Laß uns den F'sch fangen, Donnerer«, sagt der Wode Itst'g »Gern esse ich sein rötliches Fleip-ih.« Sie holen aus des Riesen Gehöft hinter dem dllstem Hag das hänfene Netz. Der Wode weiß, wer sich In die Gestalt des Fisches RreflUchtet Wohl können s'ch d'e Götter In jedes Tier verwandeln, doch nimmer ändern sich ihre Augen. Der blaue Eisbllck de« Wode hat seine Wandlung längst durchschaut. Dreimal krümmt sich der I^elb des ichlan-ken Fisches z\im Ring, dreimal schnellt er wie ein Well hoch. Silberfunkelnd. D'esen Fischern entrinnt er nicht Zappelnd hängt er Im Netz, Er wtll e« zahnend durchbeißen, toll achlögt er um sich. Der Donnerer packt ihn tölpisch mit groben Fingern. Vergeblich ringt er w'der den Griff. Da wandelt s'ch der schMlpfrlge Fischleib mit gellem, dich selbst verhöhnendem Irschen In den Gott, Lohhos Schopf Ist re'nes. flak-kemdes Feuer, sein hämisch hageres Gesicht Ist bleich. Enza, die Riesln, schreit auf. »Du sollst nimmer sein!« grollt der Donnerer mit grauenvollem Blick den Gefangenen an Sie binden Ihn, den Erschöpften. Seine verworfenen Auefen sinken nicht »Einmal muß Jeder sterben. Stein, Baum. Tier, Mensch. Darum auch die Götter. Darum auch Ich«, keucht er, »Was würde es mir frommen, weinte ich JetÄt wie ein Weib? So ende Ich lachend « »Ich hasse dich«, sagt der Wode, »was du tust, was du lassest, alles Ist mir verleidet. Doch will ich nicht, daß du vergehst, Leben soilnt du in Qual.« Mit zauberhaften Bändern, gesegnet und verflucht, fesseln i^ie 'hn an den Fels, zwängen sie die Schlange Weltneid Uber Jin Ins wirre Geäst. Ihr Gift trieft rauchend nieder auf seine Bnist Er brüllt und rüttelt, daß d'e Felsen beben. Wolken rennen wie Wölfe der Sonne nach-Das Moor da^npft Der Doruierer tritt In den Dunst- Der Wode wirft sich auf sein Roß. Es schleudert die fahlen Hufe Ins Gewölk Unter dem Geifer des Wurmes zuckt der gebundene Gott Die Riesin hält d'« Hände Uber ihn wie eine Pchnle, den Geliebten zu schützen vor dem Gift Heulend flieht sie mit zerfresaenen Händen. Der todesnahe Schmerz hellt dem Gott den Geistesblick, tief dringt er in die Zukunft ein. Er scliaut dar empörte Riesfntum anrollen gegen die Burg der Ai^en. er pcbaut das Gezücht seines Haßes, Wolf und Wurm, Reif und Glut streiten. Feuer verschlingt alles, tTberwelt, Welt und Unterwelt Doch dann atößt «eine seheripche Kraft wie auf eine schwarze Mauer. Was ist dahinter? Er kann sie nicht durchstoßen. Ihm Ist, als singe es dahinter wie Früh-llngssturm. In Haß und Sehnmicht seufzt er auf. Und wieder ätzt der Pelm der Schlange Uber ihm sein Fleisch. Urvi er brUllt und rüttelt Seife 6 »Marbttrger Zeltmic« 5. Jaimar 1043 Niwmner 5 RIs die Rebiaus die Kilios zerstörei weilte... Ein alt«s .Gästebuch* erzählt — Der Stadtnchter Wibtner yon Marburg Eines Jahrei Im Monat Mal eilte ein Bote vom Postamt Sauritsch zu dem Landsitz der Faniilie Wibmer, das in Hrastowetz noch heute wie ein Schmuckkästchen auf der Höhe steht, zu seinen Füßen Weingarten neben Weingarten, und einen bezaubernden Ausblick auf die Hügelwelt der Kollos und die benachbarten kroatischen Berge gewährt. Der Bote von der Post mag den einstündigen Weg wohl in kürzerer Zeit als sonst zurückgelegt haben, denn er war sich der Dringlichkeit seiner Depesche, die er zu überbringen hatte, bewußt. Sie kam aus Kloaterneu-burg bei Wien, aus jener »Weinhochschulec, yon der die Erkenntnisse, Lehren und Erfahrungen über den Rebenbau in alle Länder der Welt hinausgingen. Daa Telegramm hatte nur kurzen Inhalt: >Reblaus unzweifelhaft festgestellt.. .€ Diese wenigen Worte waren aber von ungeheurer Bedeutung für das ganze Kolloser Weingebiet. Wäre das Vorhandensein des tückischesten und gefährlichsten Feindes des Rebstockes, der Reblaus, damals nicht festgestellt worden, so wäre der Kolloser Wein für Jahre so gut wie vernichtet worden. Die Depesche erhielt Rudolf Franz Wibmer, ein hervorragender Weinfachmann, der in Hrastowetz seine Weingärten, Wirtschaft und Herren- und Winzerhaus besaß. Unermüdlich forschte und arbeitete er an der Aufzucht der untersteirischen, besonders der Kolloser Rebe und er sandte eine Erdprobe nach Klostcmeuburg. Seine Ahnung betrog ihn nicht: Die telegraphische Schreckenabotschaft traf bald darauf aus Klostemeuburg ein. Aber heute stehen die Rebstöcke in der Kollos stark und gesund da, und wieder reift ein köstlicher, edler Wein in allen Kellern heran. Dies ist nicht ein letzter Verdienst von Rudolf Franz Wibmer, dessen Besitz in der Kollos noch heute Eigentum seiner Familie ist. Wibmer war in jeder Hinsicht ein Pionier Im untersteirischen Weinbau: In Pettau, Wo der Stadtsitz der Familie war, betrieb er eine Rebschule, er war der erste, der den Rebenbau auf amerikanischer Grundlage einführte. Er brachte die ersten veredelten ■■ . i 'V ^ j - Der große Weinbaufachmann Audolf Franz Wibmer Reben aus Frankreich in die Kollos und seine Rebschule belieferte weit über die Grenzen des Heimatgauea die Weingüter — seine Reben gingen von Pettau bis nach Spanien! In vielen einschlägigen Lehrbüchern wird die Rebschule in Pettau als Musterbeispiel hingestellt. Wir besuchen das Wibmer-Haua In der Kollos. Das Weingut wird jetzt von der Witwe Wibmers und Ihrem Sohn Hans geführt, von denen wir die Geschichte der Familie kennenlernen. Es ist vor allem auch die Geschichte einer deutschen Familie Im Unterland. Das gepflegte, ungemein stilvoll eingerichtete Haus atmet die Tradition aller seiner Weinherren aus. Eine anmutige Bie- dermelerschrlft auf einer Marmortafel über dem Tor des Hauses kündet an, daß et ein Herr Schickelgruber erbaut hatte — eine Schickelgruberin heiratete dann einen Wibmer. Überall im Hause treffen wir Erinnerungen an die reiche Arbeit an, die Im Dienste des Weinbaues geleistet wurde. Schöne Ölbilder, von Meisterhand gemalt, zeigen die Ahnen des Hauses, ein alter Plan bringt die seltene Skizze eines iWejnzerls«, die wir auch im BUd bringen. Die Flaschenetiketten mit der schwungvollen Aufschrift »Weingut Schickelgruber« sind noch vorhanden und in einem Gästebuch, das Im Jahre 1865 angelegt wurde, können wir blättern, beinahe ein Jahrhundert zurUckschauen und feststellen, daß seit jeher hier nur deutsche Frauen und Männer weilten. Natürlich ist viel vom Wein in Wort und Bild, in sinnigen Verslein und rasch hingeworfenen Zeichnungen in diesem Buch die Rede. Darin finden wir auch das Telegramm über die Reblaus. Versunken blättern wir In den vergilbten rrr-: PI» bis 1800 Stadtrichter und Werwalter in der Stadt an der Drau. Die Ahnenforschung von heute hat die Geschichte dieses Stadtrichters ans Tageslicht gebracht. 1777 zum Stadtrichter bestellt, hat er sich das Vertrauen und die Achtung aller erworben. Unter Ihm wurde das Gerichtijschwert erneuert und In seine Stadtnchterschaft fällt ein bedeutender Wendepunkt für das Werden der Stadt: Die Auflassung der Befestigungen. Damit war dl© Entwicklung zur offenen Stadt frei, und ungekannte Aufgaben traten nun an »Richter und Rat« heran. In einer alten Urkunde heißt es, der ytadtrlchter Wibmer habe »seinen Adel mit dem Wirken und Leben des Bürgerstandea vertauscht«. Auch die Anlage des Josefinischen Katasters hat der Stadtrichter Wibmer durchgeführt, ein gewissenhafter Pflichtmenjsch, Stammvater einer blühenden FamUiel Frau Wibmer xeigt uns auch daa große Original des Wibmerschsn Waffenbriefes, der eine Wand in einem Zinruner dert. Viel er- *■ Vvtf .vT-.': " '..t;. • v. •.v.w.4 ^ rtf - •: +!;•. >1 'iV' V iTfTffif: fi-i --riti-------nn- -■ .............f....i........... Eine telegraphiscbe Schreckensbotschaft Blättern Jahrzehnt um Jahrzehnt zurück, lesen von guten und auch von schlechten Weinjahren — Rudolf Franz Wibmer hat auch getreu Monat für Monat seine Rechenschaftsberichte in das Gästebuch eingezeichnet Die Sonne sinkt hinter den Kolloser Weingebirgen und malt mit ihrem letzten Leuchten den Wein in unseren Gläsern noch giol-diger als er ist. Wir aber hören noch immer den Erzählungen Frau Wibmers zu — es iat faat wie eine kleine Feierstunde, in der wir von dem segensreichen Wirken deutscher Menschen in der Untersteiermark hören. Weit eurück mit der Geschichte des Landes ist der Name Wibmer verbunden. Viele Marburger werden sicfc wchl noch des »Wibmer-turmes« in ihrer Stadt erinnern, der nach einem Vorfahren Wibmers benannt wurde. Dieser Wibnner — dessen Gemälde sich auch im Marburger Museum befindet — war 1777 zfthlt sie UM noch aus der Ahnensett Von jenen 'Wibmers auch, die in Pettau eine Leb-lEelterel Inne hAtten, von der die leckeren Kuchen bis nach Frankrei«^ gingen und nach Wien mit Pferdegeapann gebracht wurden. Und auch yiel von Land und Leuten, von bösen und von lichten Zelten, von A!>-sonderliehkeiten dieeer Landschaft and von einem Winter, der einmal ao mild war, daß sich die Wirte da« Bis aus Obersteiermark bringen lassen mußten! Bereichert mit dem WisMn um das Oe-schick der Menschen dieses Landes und um ihre Arbelt für Ihre Heimat verlaasen wir das Haus in der Kolloe. Unser Auge gleitet noch einmal zum Abschied über die gesegneten Weingefilde, die einst die Reblaus zerstören wollte. Und wir wissen, daB «ie treu gehütet sind — und weiter treu g^Utet werden! Hans Auer Die ganze Kraft für eine sciiöne Zuicunft Jahresrttckschau !■ Kisls Pettau Anläßlich der letzten Stahsbesprechung in Pettau gab der Kreisführer und Landrat, Pg. Fritz Bauer, seiner hefr.ejijurij über die erzielten Aufbauerfolge Ausdruck und sprach zugloich allen Mitarbeitern seine Anerkennung über die vollbr^ch!e Leistung aus. Wenn man sich vor Augen hält, dafi alles bisher Erreichte nur e'.n bescheidener Anfang ist, so zeigt doch eine Rückschau auf die zurückgelegte Wegstrecke, daß die eingeschlagene Richtung schnurgerade hinführt zur Höhe des gesteckten Zieles. War gerade der Kreis Pettau von den Folgen der unglückseligen Grenzziehung von 1918 und dem diT(.*i nie b-jUngten ^br'iöeo aller m Jahr- .U'.kw»' mi jVtff i |fetKriuir< siifj' ^ 'h ■ - ilVnujxrt'r« ' ' * ' f. IM >■> *y Aufnahmen; Steffen-Lichtbild, Graz . > -'"f' i . 4—j ■ v -t, .....«f .*y ■». ■v Seltene sLua stiisi wW-eiazarU hundexten organisch gewordenen und bestens bewährten Bindungen mit dem Heimatgau besonders hart getroffeo worden, so muüte das Wiederanknüpfen dieser Fideu ch der Hof.'clung hier auch besonders sinnfälligen Auadruck finden. Die ersten Aus-%'rkungen r'Mgten sici auf wirtschaftiichem Gebiet. Not und Hunger unserer Weingebiete waren • od In den ersten Monaten gebrochen, drückende Arbeitslosigkeit allerorts beseitigt, der Fleiß von Bauer und Arbeiter wurde gerecht entlohnt und allen Volksgenossen eine wündige Lebenshaitiuig ermöglicht. So wichtig auch die materielle Seite für den Einzelnen und die Gesamtheit sein mag, vor allem auch als notwendige Voraussetzung für jede ersprießliche politische Auf-bnunroeit, uns interessieren hier die Erfolge der Tom Steirischan Helmatbund gestellten Fübrungsaufgaba. Sie sind meist nicht so augenrällig wie die staatlichen Maßnahratn, aber deshalb nicht weniger durchgreifend Die Aufgabe ist klar und eindeutig gestellt: Auch im Kreis Pettau soll der Führer-auitiag rasch und durchgreifend ertüllt, das Leind und die Menschen in ihm wieder deutsch gemacht werden. Waren nun die ersten Monate mehr der Verschönerung des äußeren Bildes unserer Städte, Märkte und Dörfer gewidmet, so galt das Streben des vergangenen Jahres in verstärktem Maße der Wandlung der Seelen. Eine Autgabe von emmaliger Größe, wie sie nur in großen Zeiten des Umbruchs gestellt wird und mit notwendiger Folgerichtigkeit gerade die Besten anziehen muß. So hatten die verantwortlichen Männer bald den geeigneten Stab von Volksgenossen um sich versammelt, deren begeisterte Einsatzfreude umso-mehr durch rasches Gelingen belohnt werden mußte, als die Bereitschaft zum Aufgehen im deutschen Wesen gerade im Kreis Pettau immer sehr stark war und nur neoi i^rewackt zn wardsn bcauchta Wibmer, der Marburger Stadtrichter, ein Vorfahre des bekannten Welnbanfachmannei Dia Jugendart>eit steht unbestritten an erster Stelle. Einen Ausschnitt aus dem hier Erreichten boten dl« Bännsportkämpfe des Sommers, als aus den strahlenden Blauaugen der Buben und Mädel so recht das ganze Glück der l>efreiten Heimat leuchtete. Eine neue deutsche Jugend wächst uns da heran, liebevoll betreut und ausgerichtet in der Idee der Treue zu Volk ui)d Heimat, gleich fest und hart, wie nur irgendwo im großen Deutschen Reich. Für die Werkarbeitsaktion zu Weihnachten bastelten sie 12 000 SpielsaohCT. In der Bannführerschule, die erst in Großsonntag und nun endgültig, im Schloß Ebens-feld ihr Heim hat, wird ihnen die nötige Ausrichtung gegeben. Jugendsprachkurse sorgen in allen Ortsgruppen für Auffüllung noch vorhandener Spraohlücken. Daß wir im Schloß Oberpettan die erste Jugendherberge der Unterstelermaili besitzen, sei noch am Rande erwähnt. Mit nicht minderer Sorgfalt nimmt man sich der BrwaAsenen an. Gegenwärtig laufen 575 Sprachkurs« mit über 23 000 Teilnehmern, «m die Schönheit d^ deutschen Wortes auch in di« letzte Hütte zu tragen. Musikgemeinschaften in Stadt und Lahd er-fieuen Ansähen de und Zuhörer, daa sportliche Leben erhielt durdi die zahlreich errichtete Sportplätze und Spielwiesen neuen Auftrieb nnd die VoUcsblldun^stätte der Krelftstadt bringt in bunter Folge Unterhaltung nnd Wlasen fSr alle Kreise. Wer wüßte nicht um die »egensvolle Tätigkeit des Amtes Volkswohlfahrt? In den 24 mustergültigen Daq6rkipdergärten werden schon die Kleinen dem deutschen Wesen erschlossen und der Keim gelegt für ihre spätere Sstwidclung zum vollwertigen Deutschen. In seinen verschiedenen übrigen Einrichtungen sorgt es in einem Maße für Wohl und Gesundheit von jung und alt, wie es früher ganz unvorstellbar war. Es erübrigt sich wohl Jedes Kommentar angesichts der stolzen Erfolgsmeldimg, daß es den 39 Hilfs-und Beratungsstellen und 5 Säuglingsschwestern im Verein mit Geiiimdheitsamt und Mütterberatung, gelang, die Säuglingssterb-lichlceit in nur einem Jahr um 40 v. H. zu senken! Als völlige Neuerung in der Untersteiermark wurde in der Ortsgruppe Lichtenegg eine, NS-Gemeindeschwester eingesetzt, di« sich schon hundertfältig als Beraterin und Helferin bewähren konnte, Die Menschen selbst aber beweisen ihre Dankbarkeit für all diese Betreuung durch freudige Aufgeschlossenheit der Herzen, die in dem gegenüber dem Vorjahre um mehr als die Hälfte gesteigertem Aufkonunen bei den WHW-Sammlungen den beredtesten Ausdruck fand. Aber nicht nur Betreuung, auch politische Aufklärung ist nötig, um auch noch die letzten Reste der durch die zwei Jahrzehnte Fremdherrschaft angerichteten Verwirrung der Geister zu beseitigen. So waren bei der letzten Versammlungswelle 7 Bundes- und 11 Kreisredner mit Erfolg In IDl Versammlungen vor insgesamt 20 000 Zuhörern eingesetzt. Daß hei so verantwortungsbewußter Mensrhenführung auch der Bauer voll seine Pflicht tut, ist ja selbstverständlich und zeigt sich an dem von den maßgebenden Stellen als vorbildlich bezeichneten Ablieferungsergebnis. Da« schönste Bekenntnis ihrer bedingungslosen Treue aber legten unsere Männer wohl bei ihrem Einsatz im Wehrmannschaftsdienst ab, der besondere Anerkennung aller vorgesetzten Dienststellen fand. Schließlich wäre das Bild nicht vollständig, wollte man nicht dankbarst der stillen, nimmermüden Arbeit unserer Frauen gedenken, die neben all ihrer vielseitigen Beanspruchung In Heim und Familie nie das Gemeinwohl vergessen. Sie sind immer zur Stele, wenn sie gehraucht werden, sei es für eine Sammelaktion, sei es für Nachbarschaftshilfe, für Aufklärung oder sprachliche Nachhilfe. Der Geist schöner Kameradschaft, der alle Dienststellen der Kreisfühning beherrscht, fand seinen würdigen Ausdruck In der letzten Weihnachtafeir. So sieht man im Kreis Pettaii alle Voraus8et7unqpn für eine qlürk-hafte Weiterentwicklung, für eine schönere Heimat im wohlgefügten Bau Großdeutschlands geschaffen. K (I ■ I r Hümmer 5 >Mai1wrgeT Zeitung« 5. Januar 1943 SeHe 7 VeruRtrsoHig «iakassktrltr Behler Der wegen Eigentumsdelikte schon mehr» mals vorbestrafte Leopold Semlitscb aus Lichtenwald stand erneut unter der Anklage der Veruntreuung einkassierter Gelder vor dem Strafgericht Graz. Er hatte von einem Umsiedler den Auftrag erhalten, bei einem Weinh&ndler den Betrag von 1500 Reichs* mark einruheben, den dieser dem Umsiedler schuldete. 200 Reichsmark sollte Semlltsch aJs Spesenvergütung erhalten, er behielt Jedoch den ganzen Betrag für sich 'und behauptete, er hätte das Geld verloren. Darauf trafen beide die Abmachung, daß Semlltsch den Betrag ratenweise abzahlen sollte. Er zahlte jedoch nur drei Raten und ließ dann nicht» mehr von sich hören. Hierauf wurde die Anzeige gegen ihn erstattet. Das Urteil lautete auf fünf Jahre Zuchthaus. m. Seinen Kopf verspielt. Der 33 Jahre alle Rudolf Bräuner aus Töppeln bei Mannheim hat seit 12 Jahren fait nur von Betrügereien gelebt Den Ertrag seiner Beutezüge auf die Gutgläubigkeit anderer h it er vorwiegend zur Befriedigung seiner Spielleidenschaft vergeudet. Weder mehrere schwere Zuchthausstrafen noch die Ankündigung der Sicherungsverwahrung konnten Ihn zur Umkehr bewegen. Obwohl man ihm den Weg _ zu redlicher und auskömmlicher Arbeit freigemacht hatte, nahm er zwei fahre nach Verbüßung seiner letzten Strafe im Frühjahr 1942 seine Gaunereien Im größten Stile wieder auf. fn wenigen Moniten schädigte er zahlreiche Per3v>Tien um rund 25 000 RM und vertat das Geld in privaten Spielzirkeln und auf einer Spielbank. Das Son-dergpricht kam zu der Uberzeugung, daß für diesen vom Spielteufel besessenen Betrüger kein Platz mehr in der Volksgemelnächatt ist, und verurteilte ihn als Gewohnheitsverbrecher und Volksschädling zum Todo. ni. Tödliclier Unfall beim Schllftui. !n Hit* zendorf veruntrlückte der Schüler der Kepp-ler-Schule In Graz frich Stickler beim Sclii-fahreti. Pr wurde sofort in das Oaukranken-baus nach Qra?; ccbracht, wo er iedocli am Sofiiitajr seinen i^chweren Verletzungen er-laR. Der .lunge war gegen einen Baum ge-falircn und liattc sich dabei einen Oberscheii-kclbruch und Innere Verletzungen zugezo-Kcn. m. Eine Schaufel Kohle weniger! Naheru In jeftom Gel»i luch'iiiut ist Ko:i'? in irgendeiner Verwendung enth^lt'^n, wenn auch nicht als Rohstoff, so zumindest als Brennstoff oder Energiequelle. So brauciit man zur Herstellung von 10 Liter Bier 1,8 kg Kohle, 10 Stück Ziegel 2,5 kg Kohle, 1 kg iZeitungspapier 1 kg Kohle, 1 qm Tuch 4,5 kg Kohle, I kg Garn 2,5 kg Kohle, I kg Zuckef 1 kg Kohle, 1 kg Stickstoff 3,5 kg Kohle. Weil jeder Kohle braucht, müssen alle sparen! Weun jedet Haushalt in Deutschland je Woche nur eine Sch i'ifel K'>h'3 weniger verbraucht, dann ergibt das 2Vj Millionen Tonnen! So viel Kohle ist notwendig, um 20 Schlachtschiff«; oder 58 000 schwere Panzer oder 20 000 Bomber herzustellen. Kohle Ist der Schlüssel zum SiogT Auch Witwe Boltd gibt euch Knade, VergeAl nicht dl# Verdunklnngsshinde. Verdank!« von 18—6 Uhr jpinscöap Europa arbeitet für Deutschlands Sieg Der AniUndereinsatz wird 1043 weiter verstärkt Der Einsatz von Millionen ausländischer Arbeitskräfte an den Aufgaben der deutschen Rüstungsindustrie und in der Landwirtschaft ist für uns eine gewohnte Tatsache geworden. Es gibt im Reich wohl kaum eine deutsche Stadt, in deren Weichbild sich nicht die sauberen und gepflegten Barackenlager erheben, die die Angehörigen der verschiedensten Nationen beherbergen. Ein wesentlicher Teil der Ausdehnimg unserer Rüstungskapazität ist auf den Einsatz dieser Männer und Frauen zurückzuführen. Gewiß war es für Betriebe und Verwaltungen nicht immer einfach, diese Millionenzahl fremder Menschen, die mit deutschen Sitten und Gebräuchen nicht vertraut waren, zu verdauen. Es hat sich aber herausgestellt, daß das deutsche Volk durchaus die Fähigkeit hat — was uns gerade von englischer Seite immer wieder bestritten wurde —, trotz der schwierigsten Kriegsverhältnisse eine europäische Führernation zu sein. Vom deutschen Vorarbeiter angefangen, der eine Arbeitsgruppe von 20 und mehr Ausländern zu leiten hat, bis zum Betriebsarzt, der die Nöte und sanitären Bedürfnisse von Tausenden betreuen muß, und bis zum Lagerführer, der für das körperliche und wohnliche Wohlbefinden zu sorgen hat, haben sie alle ihre Aufgabe gemeistert. Dies kommt am besten in den Leistungszahlen der ausländischen Arbeiter zum Ausdruck, die Im Durchschnitt zwischen 70 und 100 v. H. der entsprechenden deutschen Leistung liegen und die meist das heimatliche Letstunqsniveau der Länder, aus denen der ausländische Arbeitereinsatz stammt, übersteigen. Auch die sonstigen mit dem Hereinitrömen solcher Massen verbundenen Gefahren wurden gemeistert. Der Krankenstand in den Lagern der Ausländer beträgt kaum 2 v. H. und die von der ausländischen Propaganda mit Warnendem Zeigefinger heraufbeschworene Ausbreitung von Seuchen und Krankheiten ist nicht elnqetre-ten. Deutsche Gründlichkeit und deutsche Hygiene haben jeden Fall von Fleckfieber oder Typhu* sofort isoliert Wenn man dazu bedenkt, daß mit Ausnahme der uns verbündeten Italiener, Ungarn, Slowaken und Bulgaren die allermeisten dieser Ausländer aus früher feindlichen Staaten kamen und in ihrer Geisteshaltung und ihren Anschauungen jahrzehntelang von jüdischer und britischer Hetze beeinflußt waren, so ist das ein bewunderswertes Ergebnis. Die Sprache der Tatsachen, die korrekte, gleichmäßige und anständige Be handlung in Deutschland hat diese ursprünglich zweifelnden und mißtrauischen Menschen zu einem nicht zu imterschätzenden Faktor der Aufklärung über deutsches Wesen gemacht. Selbstverständlich bildet diese Tatsache einen dauernden Stein des Anstoßes für die Feindagitation. Von vier in Deutschland arbeitenden Ausläftdern kommen drei aus ehemals feindlichem Gebiet. Es ist dies ein geschichtlich einmaliger Vorgang, Da der totale Krieg eine fortlaufende Verstärkung des Rüstungs- und Emährungs-sektors verlangt, wird sich die Zahl der Ausländer im kommenden Jahr weiter vergrößern. Mit verschiedenen Staaten sind be- iMkbky - (Ii Mnm mM Zum SS. Todestage des Feldmarschalls tlin bleibendes nrasikalisches Denkmal bat der ältere Jr>hann Straufi mit seinem weit-bekannten Radetzky-Marsch dem ül^eraus volkstämlichen Feldherrn des alten Oster« reich creftetzt, dessen uns m errlnnern die waffentragende Gegenwart anläßlich seines Todestages, des 5. Januar, erneut einladet Ein Armeeführer von hohen Graden, ein staatsmännisch geschulter Soldat und ein treuer Vater seiner Truppen ging vor 85 Jahren mit dem Orafen Joseph Radetzky von Radetz, dem Sproß eines seit Jahrhunderten iji Böhmen lebenden Geschlechtes, zur großen Armee ein; 72 Jahre hatte der vielbewährte Mann für sein Vaterland unter den Waffen gestanden, als er im Alter von fast 92 Jahren an den Folgen eines Unfalles verschied. Und die Tatsache, daß sein Bild in der Regensharger Walhalla steht, verdeutlicht die Bedeutung, die dieser Mann für das gesamtdeutsche Werden gehabt hat. Als Soldat und Feklberr gilt sein Wert umso h(>her. als er — auch hier folgte er einer dnrch die Jahrtausende erkennbaren Erscheinung — die meisten seiner zahlreichen Siege gegen feindliche Übermacht erstritt In ruhigen Zeiten widmete er sich angestrengten militärischen» historischeu, mathematischen und topographischen Stadien. Damit machte er aus sich einen soldatischen Führer, der befähigt war, das ihm frflzeltig anvertraute KÜrassierreglment, auf solche Stufe zu heben, daß man es in ganz Österreich das »Lehrregiment der Armee- nannte und Immer wieder Junge Offiziere dorthin abkommandierte, um den dort herrschenden guten Geist aufzunehmen und In Ihr Stamm-reglment zu verpflanzen Vorherrschend aber zeigte Qraf Radetzicy seine eigenen überragei^en Eigenschaften auf dem Schlachtfelde. Im Türkenkriege 1788 hatte er die Feuertaufe erhalten; Im Folgejahre machte er als Ordonnanzoffizier an Laudons Seite den siegreichen Sturm auf Belgrad mit; bald wieder focht er in Belgien, am Rhein und »n Italien. An der Trebbla entschied 1799 eine kühne Umfassung, die er mit seinen Kürassieren durchführte, deti Sieg; IBOO acicbnele er aicb bei Hohenlinden aus. Bei der Erhebung gegen Napoleon anno 1809 führte Radetzky die Spitze des Heeres unter dem Oberbefehl des ruhmgekrönten Erzherzogs Karl; wegen seiner tüchtigen Leistungen bei Wagram wurde er zum Feld-marschalleutnant ernannt Nach dem dennoch folgenden Zusammenbruch wurde Radetzky Chef des GenerÄlquartiermeistersta-bes und bemühte sich als solcher um die Reorganisation der Armee. Ehe diese voll durchgeführt waren, trat Österreich auf die Seite des sich gegen Napoleon 1813 erhebenden deutschen Volkes, und es war günstig, daß Qraf Radetzky Stabschef des verdienstvollen, aber bei der Kriegführung gegen den Korsen allzu ajurückhaltendcn Fürsten Schwarzenberg Tiiirde; vor allem trat er immer wieder energisch für den Einmarsch der Verbündeten In Frankreich ein, auf den Blücher und Öneisenau mit gutem Grunde drangen. Die Bedeutung dieser führenden Männer der Befreiung erkannte er voll, wie dieser Brief an sie vom 28. März 1814 zeigt: »Geben Sie mir nur ehiige Schlagworte Ihrer Ansicht damit wir hier nichts untcrnelnnen, was gegen Ihre Ansicht wäre!« Nach der erfochtenen Befreiung folgten zum ersten Male längere Friedenszeiten für den wackeren Feldherm dessen Truppen ihn wegen seiner redlichen Art vergöttet"ten. Aber auch diese Zelt Ijrauchte Männer vom Schlage Radetzkys. Feldmarschall geworden, bildete er die Armee nach neuzeitlichen Grundsätzen aus, und als Obprkommandie-render in der Lombardei tind Vcnetien zeichnete er sich 1830 sowie 1848 im Kampfe erneut aus; mit seinen Siegen bei Cnstozza. Mortara and Novara festigte Radetzky noch einmal die schon wankende Herrschaft Österreichs in jenen Landen, jen^jcits der Alpen. Und der glänzendste Sieg Radetzkys hatte zur Folge, daß man ihn — ohne daß er nffliiell Jenen Titel getragen hätte — im Volke »den Herzog von Custozza« nannte. Nach einer Reihe ruhiger Gouvernements-fahre. die Zeugnisse seines Gerechtigkeits-4'nnes bleiben werden, starb »Vater Radetzky« hochbetagt. Auf dem »Heldenhcrgc zu Wetzdorf ruht der unvergessene Held. W. L. reits Verträge in dieser Richtung abgeschlossen und das Netz der Anwerbestellen, die der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsalz, Gauleiter Sauckel, in ganz Europa aufgebaut hat, wird weiter ausgebaut Täglich konunen neue Züge mit Arbeitskräften aus den besetzten Gebieten der Sowjetunion.. Kein Wunder also, daß man auf der Feindseite, wo die Arbeitskräfte ein noch schwe-teres Problem als bei uns bilden, vor Wut schäumt und durch immer neue Greuelmärchen, die auf Flugblättern und über Rund-funkwellen in den besetzten Gebieten verbreitet werden, uns die schrecklichsten Dinge andichtet. Damit wollen sie den Erfolg der weiteren Anwerbung treffen haben aber nicht mit den Briefen und Erzählungen der bereits in Deutschland arbeitenden Ausländer gerechnet. Die Deutsche Arbeitsfront hat sich insbesondere der ' Lager angenommen und Sorgt von den Köchen, die landesübliche Gerichte kochen, bis zum Unierhaltungsabend mit nationalen Darbietungen und bis zur fremdsprachigen Zeitung für ihr Wohlhefinden. Die alte »Teile- und Herrscher-Politik Großbrilanniens gegenüber Europa ist auf dem Gebiet des Arbeitseinsatzes gänzlich vom Kontinent vertrieben. Aua den Feat-landsdegen. die uns niederhalten und schwachen sollten, hat die kluge deutfche Wirt-achaftspolit'k FäuMe und Hämmer gemacht, die für den Sieg Deutschland» und seiner Verbündeten arbeiten. Europa« Arbeitskraft steht im deutschen- Lager. Der ktlnftige Groß Wirtschaf tsraum hat «ich im Arbeitseinsatz bereits deutlich abgezeichnet. Die Massenarbeitslosigkeit, die bei Kriegsausbruch in Europa (ohne Eng^land) 3,5 Millionen umfaßte, ist beseitigt Was damals den meisten Staaten auf Grund der jahrzehntelangen Dauer als unabwendbares Schicksal gaJt, ist heute nur noch eine historische Erinnerung. Mit der weiteren Verstärkung des Auslän-dereiniatzes wächst unsere Rüstungskapazi-tät und unsere Kampfkraft, wachsen aber auch die Ansprüche, die an jedermanns Hai-i:ung und Einsatz in der Heimat gestellt werden. Die Augen von 25 Nationen sehen uns und 'insere Lebensführung* nicht mehr von weither aus Büchern, Bildern und Zeitungen, sondern sie beobachten uns aus nächster Nähe bei unserer täglichen Arbeit Wir können stolz darauf sein, daß und wie es bisher gelungen ist, diese Millionen von Ausländem für unsere Kriegführung einzusetzen. Es ist die erste Probe, die der frühere kleine Habenichts Deutschland als weltpolitische Fiihrungsnation heute bestehen muß. Der FührungsansTf mich, den die Wehrmacht militärisch und räumlich erkämpft hat, wird durch die Arbelt und die Haltung der Heimat untermauert und fundamentiert Das Jahr 1943 wird tm.« mit wachsenden Zahlen wachsende Erfolge bringen. Edgar Bistinger Sport und Turnen Mff 0« oominr^ ! «MMr fSr DIdi -I bester für ollel I Osroin - D • lompen geben I denk der Osram-Doppel- I wendet ein Höchstmaß an I licht für den verbrauditen » §trom, Sie sorgen für I wirttdialNIch« I Stromausnutzung. Strom wird melit mit Kohle erzeugt, mit der spar-som umgegangen werden muf^.Verlangen Sit darum, wennGfuhlampen ousge-wechselt werden müssen, stet« Osfom-O-lampon! OSRAM-LAMPEN ^tAM-t4AMN MIT D« Aus aüet TOeti Zaooiitflik bei Hannover In der Nacht ^um 4. Januar fuhr in den frühen Morgenstunden zwischen Hannover und Wunstorf ein Schnellzug auf einen anderen vor einem Blocksignal haltenden Schnellzug auf. Durch den Aufprall wurden Wagen beider Schnellzüge zertrümmert bzw. schwer beschädigt. Bis jetzt sind 20 Tote i nd , 'JO Schwerverletzte zu beklagen. Die Verletzten wurden dem Reservelazarett Hannover iind dem Krankenhaus Nordstadt in lldiiiiovci zugeführt. a. Der wunderbare Aufbau der menisclili-chen flaut. Die menschliche Haut ist ein ül>t;r-raschend reich gegliedertes Oebildc. So enthält jedes Onadrat/entiint'ter Haut im ("»urcli-sclinitt 5 Haare. 2 Wärinepunkte. IJ Kältc-punkte. l.S Tulgdriiscn. DruckpuiikiL*, ino SchA^'eindrüsen. jori SchTncr;!rpiiiiKtiV Meter Adern, 4 Meter N'er\'cnf:isern. .ViOti Sinneskörper und etwa 6 Millionen Zellen. Wenn man danach die für die Gesamtolier-fläche der Haut geltenden Zalilen errechnen will, so muß man — selbst bei Beriicksicliti-guiig der unKleicliniiitUticn Vertciliiii,ü: -diese Ziffern mit rund 20f»(')n vervicifäUi^en und kommt dann zu den folj^enden. beijuili'j phantastisch antnutenden Werten: Die He-.laii Der ajntUche Lehrplan »Neuzeitlicher Skilauf« ist in vollfltändig umgearbeiteter Auflage erschienen. Der Grundsatz, in der Grundschule des Skiläufen^ so einfach wie nur möglich bu unterrichten und nur wirklich Brauchbares zu lehren, hat zu erheblichen Änderungen des bisherigen Aufbaues geführt. Der neue Lehrplan teilt sich in drei Hauptabschnitte: Erstens die g^rundlegende Einführung in die Skibewegung dtnrch das Gehen und Laufen, zweitens die Schulung der Standsicherheit im Gelände tmd drittens die Erlernung der Richtungsändenmgen in der Abfahrt. Eis gibt keine Haltung, in der man vom Gipfel eines Berges bis ins Tal fahren kajm, ee gibt nur die ständige Bereitschaft, den Förderungen von Gelände und Schnee entsprechend zu handeln; es gibt etn ständiges Spiel der Muskeln, um den Gleichgewichtszustand zu erhalten. Die alleinseligmachende Abfahrtshaltung tmd dem bezeichnenderweise J-Idlotenwiese« genannten Übungshang wird damit der Kampf angesagt. Der Schüler lernt zuerst das Gleiten, das Geben und Laufen auf den Skiern. Dann folgt die Arbeit im Gelände. Es wird klar herausgestellt, welche Arbeji in den verschiedenen Bodenformen tmd Schnecarten zu leisten ist Schließlich behandelt das dritte und letzte Kapitel die Richtungsänderungen in der Abfahrt. Dies war wohl der Haupt-lnha.lt der bisherigen Skikurae in den Wintersportorten, Man lernte den Stemmbogen tmd in der Fortgeschrittenenklasse den noch begehrenswerteren Stemm-Krlstiania, im wechselnden Gelände aber und im wechselnden Schnee versagte man. Hundert Bögen, hundert Schwünge, sie fallen im Gelände hundertmal verschieden aus. Sie sind immer richtig, wenn sie flüssig und ohne zu Stocken die Richtung geändert haben. Ihre äußere Ausführungsform ist nicht mafige-bend, wohl aber der richtige und gefahrlose Bewegungsablauf. Der neue Lehiplan gibt zwei Möj:Hchkei-ten die Richtung zu beeinflussen: Ablenkmig der Skier durch Gegenstemmen und Ablenkung der Skier durch Körperschwung. Das erste Ist für den Anfänger das Geeignetere, zweifellos aber ist die schwunghafte Rloh-tungsändening das Endz'el. Den nlleinsellg madienden Stemmbogen und Stenun-Kri- der Skiläufer stiania in einer gajtz best.immten und alleingültigen Ausführungsform lehnt der neue Lehrplan ab. Aus der dogmatuschen Form der alten Lehrweise ist das Lernen für die Praxis geworden. Wer die Grundbedingungen der neuen Skischule beherr.srht, wird sich auf der Skitur und im Gelände bewähren. : Güter Start der Klageafurter. Dir neue Ki-sIiockeynieiMerschaft des Kla.:enfuitcT AC hat eine Vlllacher Mannschaft zu Gast und siegte mit 14:1 stark überlesen. : Siegreiche Wiener. Am ersten Januur-sonntag trat die Wiener PO auf Ihrer Wett-kanipfreise itu Generaifjouvernetnent /,uni dritten Male an. Diesmal war der TV Kr.j-kau in seinem Standort der Gegner, der nnt ; Demetz spielte in Kitzbühel. Hie besten Skiläufer der Polizei-HochgcblrEsschuk Kit/-bühe! trafen sich am Sonntas: in einem in-Kilometer-Langlanf, den der Natioimlo metz in 3.^:(i4 ülH'.rk'Kcn sogen .lammli ßc-wann. Toni Seelos wurde in .^Q:19 Elfter. : Livorno einen Punkt vor Juventus. Nncli der 3:4-Niederiage des italienischen Spit^ien-reiters Livorno in Florenz am letzten Pc-zenibersotmtag hatte der Tabellcnfiüircr ui der 14. Mcisterschaftsrunde in dejn Schlul^ licht Vicenza einen leicliten Gegner. Trotzdem reichte es nur zu einem 2:0. womit die Führung bei zwanzig Punkten erhalten blich. \^on den beiden Verfnlgem ^^•ar Juventus über Florenz ntit 5:2 erfolgreich und erlangte damit 19 Punkte und auch der FC Turin brachte es durch einen ?:I-Sieg auf T' F^unkte. Der italienische Meister AS Rom.i kam gegen Genua zu einem boachtl'ciirn 2:0-Sieg. üeRt aber mit zwölf Punkten nur Im .Mittelfeld. : Petra schlug Oestremnu. Im Pinzelend-spiel des altüberlieferten Pariser-WeilinaclitN-tennisturniers schlug Petra Destremau int 6:3. 6:4, Il:l.^, fi:2. In der Vorscliinrirundc gewann Destremau über Cochet niit ?:fi, 6:1, 6:2, 6:0. Petra hatte Bonssus 6:-4, 6:1. 6:4 das Nachsehen gegeben. 1.1:0 erneut überlegen geschlagen Mnirdc. : Fußhallnihc In Ungarn. Hie nnc.in«ic'ir'i Fußballverciiie werden im Monat .TaTui.T" keine grelleren Spiele aiistraj:en. Im I'ebruitr gibt es 7uerst Pokalbegcgnuneen und cegcü Fnde des Monats die ersten Rückspiele im Meistcrscliafts Wettbewerb. Seite 8 »Markurfer Zeitunf« 5. Januaf 1§43 NumiMr 5 Siailltliealer Marburg a. d.uratt Dienstag, 5. Januar Preise 2 SCHWARZER PETER Cjiie Oper in sechs Bildern für kleine und gri>be Leute von N. Scbultze und W. Lieck ^ Uhr. Ende: Uhr Kleiner Anzeiger >*det Won ko«t«i M' Stetttarovche C RH 4aa teitgedruclcte Wort 26 (?Df far Qeid- RealKft-teoverkehi Briefwechsel uikI Heirat 13 Rpl da> letuear^ciH \fcon » Rpl ttr «lle lbrtf«B Woriaw«i«a 10 Rirl <1" ftttfedrHCktt Wort k) Riit Der Worterei« fUt Mt hi 12 ivchstelMn I« Wort KennworfiebOhr bei Abholune der Aiutebote 39 Rol bei Zusen-dunf durch Po«« ode» Boten Ji> Ri»l AusJiunllitebtthr ftr AnMllM mji dem Vertnerlc: »Auskunft lo der Verw«ltunR oder OejcMttiitelie« Aeielf» Aneehmeiclilufi' Abi Tm« v« Cricbeinca «m Ii Wht KUio« Anleiten werden nur Kegen Voreiosendunn dei Betraeei ftecB (ürtlRe Br1ftm«rken) ■utsenommea MindesnebPhr ftr elee Kleine Angette > Sieirischer Heirtiatbund — Arbeitspolitisches Amt Arbcit.sjjebiet Technik — AbtIg. für teclm. Wissenscfiafteti Bekanntmachung über Veranlassiiny des Gauhauptanites für Technik, Abteilung für technischt WissenÄcIiaften, hat da» Reiclispatent-atnt ab 1. Januar 11)43 die Auflegung der Patentschriften und der Patentklassen, die für die Untersteiermark in Frage kommen, angeordnet. Üie Patentschriftenauslegestelle befindet »ich im Amt Technik der Bundesführung Marburg, Tauriskerstraße 12, Zimmer 12, und ist von Dienstag bis Freitag in der Zelt von s bis 12 Uhr und von 1?) b\n 17 Uhr zur allgettieinen Benützung geiiffnet. 33 Arbeitspolitisches Amt. — Arbeitsgebiet Technik. Qez. Ing. Schertbon. Es werden 4-5 möhlierle Zimmer für Angestellte in Cilli gesucht. Angebot« unter »Januar 1943« an die Geschäftsstelle der Marhurger Zeitung in Cilli. 35 ZUCHTTIERE & Mrttüliffk Uamenkleiderpuppe um 30 RM zu verkaufen. Ürauwei-ler, Esmarchgasw; 23. 6-3 kartoffdverteilung laufend nur jtden Dienstag bei Man» (jöttllch, Marburg, Kärntner- Straße. 8-3 Erstklassiger, langer Herren-pelz sowie kurzer Herrenpelz, brauner Fuchs, großer Kragen verkäuflich. Unter »Selten schöne Edelfelle« an die Verwaltung. Ö-3 Köchin und SchanMiMiiiriii für sofort. Ein tritt fwucht. Gastwirtschaft Tschetigi in Marburg, Adolf-Hitler^latz. 33-fl Verkaufe la zuchterprobte Silberfuchsfähen, 80®/# silbrig, zum Preise je 400 RM,. Die Tiere können auf Wunsch auch nach derRanz. geliefert werden. 4 EiUngebote an: Jarosch Walter, Marburg-Drau, Gaußgasse 12. Amtliche Bekanntmachungen Der Oberbürgermeisicr der Stadt Marburg-Drau Städtsches Steueramt AUFRUF! Alle Arbeitgeber werden aufmerksam gemacht, daß die Hürgersteuer für das Jahr 1942 vom Lohn bzw. Oehalt ihrer (jefolgschaft bis zum 15. Januar 1943 bezahlt sein muß. Besonders die Haushaltimgsvorstände, welche bürgersteuer-pfliclitige Hausgehilfinnen beschäftigen, werden aufgefordert, die noch nicht bezahlte Hürgersteuer bis spätestens 15. Januar 1943 zu bezahlen, um sich unnotwendige Spesen zu ersparen. Ab 1. Januar 1Ü43 wird die Bürgersteuer nicht mehr gesondert erhoben, sondern tritt mit diesem Tage die neue Lohnsteuer in Kraft. 29 Im Auftrage; Tomaschütz e. h., Stadt-Oberinapektor. OBERSCHULE FÜR JUNGEN, PETTAU SCHULBEGINN Montaif, den 11. Januar 1943. Heimzöglinge inüSB« bis längstens Sonntag, den 10. Januar 1943, eintreffen. 30 Dr. Schneider. Herrenaruibanduhr, 17 Steine. mit Stopper, in Edelstahlgehäuse; moderne Peqdel-uhr, Junjhans, Vi- und Stundenschlag, 8-Ta2e-Werk; moderne Küchenuhr, Junghans, 8-Tage-Werk. Kleinwecker Junghans. Alles neue Oualitätsuhren, gebe für neue Schreibmaschine. Konrad Rom, Rann/Sawe. 13844-3 iu fUtitlU Halben-Fftsser kauft Marie Penersdorfer, Qaußgasse 26, Marburg. *0-4 Würde Haushalt führen für Wohnung und Verpflefung. Zuschriften unter >Sehr verläßlich« an die Verw. 32-5 Familie (3 Personen) suchen Hausmelsterposteii. Anfragen in der Verwaltung. 11-5 Kinüeriögres" Ehepaar sucht Hausmeisterposten. Anschrift in der Verwaltung. 12-5 In Pettau sucht Großhandlung Kutscher gesetzteren Alters. 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Johanna Planinti, Marburg, Prinz-Eugen-Straße 40. 20-7 2ii Miitaii Kleines, leeres Zimmer mit Küche oder Sparherdzimmer wird dringend gesucht. An« Schrift in der Verw. 33-8 Atterer Herr, in Marburg tätig. sucht drinitend aettes Zlnaer. Zuschriften unter »Alterer Herr« an die Verw. 13969-8 4-Zimmerwohnung mit Bad, Gas, Elektr,, bestens ausgestattet, gegen 3- oder 4-Zimmerwohnung im Hutter-block zu tauseben gesucht. Anträge erbeten unt. »Stadtmitte 56« an die Verw. 21-9 Var Ehieteilaiif Arbeit»-krifie« aiaB die ZMetiBioaBii MeliDdiaea Arbcileuii'* •iBKchoit «rerdca. Erstklassige Kaozleikraf^ versiert in alten einschlägigen Büroarbeiten und Karteiwesen, für größeres Industrieunternehmen in Marburg gesucht. Anbote unter »Tüch- tig« an die Verw. 16-6 H ifsaufseherlnnen zum sofortigen Eintritt gesucht. Nähere Auskunft erteilt der Vorstand der Straianstalt Marburg-Drau, Poberscherstraße Nr. 20. Persönliche Vorstellung erwünscht. 2 Der Chof der Zivilverwaltung In der ünterstelennark Der Ueauftraxte für die Zjvilrech!s>)(lcli;e - Dienststelle Marburc/Orau T 118/42/6 Einleitung des Verfahrens iimi Beweito des Todes Horwath Johann, geboren am 23. Juni 1876 in Staneti- jiCtz-Ungarn, ehelicher Sohn des Georg Horwath und der Anna jambrowitsch, nach Kaisersberg bei Friedau zuständig, laut Heiratsurkunde des Standesamtes Polstrau seit 25. Juli IIXW mit Aloisia Koroschetz verheiratet, Sattlergehilfe, zuletzt wohnhaft m ürabcndorf Nr 41 bei Friedau, am 28. Juli 1914 zum Landwchrinfantericregiment Nr. 312 nach Groß-kanisclia euigerückt, im August 1914 auf den russischen Kriegsschauplatz abgegangen, letzte Nachricht vom 26. Juli 191 b unter Feldpost 253, worin er mitteilt, daß er erkrankt sei, soll entw\.dcr gefallen oder an einer Krankheit gestorben sein, wird scitlier vermißt. Da hienach anzunehmen ist. daß die gesetzliciia Vermutung des Todes im Sinne des § 4 des (jebazes vom 4 Juli 1939, RGBL. I, Seite 1186. eintreten wild, wird auf Anbuclicn der Gattin des Vermißten Aloisia Horwath geb. Korosclietz, aus Ubrisch Nr. 113a, Post Polstrau, das Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet und die Aufforderung erlassen, der i^ enststelle über den Vermißten Nachricht zu geben. Johann Horwath wird aufgefordert, vor der geferligtcii Dienststelle zu erscheinen, oder auf andere Weise von Rieh Nachricht zu geben N ich dem 15. Juli 1943 wird die Dienststelle auf neuerliches Ansuchen der Aloisia Horwath über die Todeserklärung entscheiden. Marburg-I.Vau, am 31. Dezember 1942. _ Männliche Hilfskraft als Stütze des Wirtschaftsleiters zur fachgemäßen Einlagerung der Lebensmittel und Wartung derselben gesucht. In Betracht kommen nur gesunde, kräftige Personen. Persönliche Vorstellung erwünscht in der Lehrerbildungsanstalt in Marburg-Drau, Landwehrka-serne, Eingang Landwehrstraße, Heimgebäude, Verwaltung, I9-Ö Küchenmädchen werden sofort aufgenommen. Dauerstellung, Lohn nach Heimta-rif. Verpflegung und Unterkunft frei. Persönliche Vorstellung erwünscht in der Lehrerbildungsanstalt Graz in Marburg-Drau, Landwehrka-serne, Eingang Landwehr-. n tÄ •! Straße. Ileimgehäude, Vei- Leset und verbreilet die lüarburfier ZeiluBfl! 'waltung. lÄ-6 Nettes Mädchen, das schön aufräumen und bügeln kann, sowie kleinere Haus- u, Gartenarbeit verrichtet, wird für VUlenhaushalt aufgenommen. Anschrift in der Verw. 17-6 Wäscherin für zwei Tage im Monat wird aufgenommen. Anschrift in der Verw. 18-6 ^^e Kellnerin sucht für sofortigen Eintritt Gasthof Kaiser, Unterdrauburg. 13801-6 Nachhilfestunden für Mathematik, 3. Kl. Oberschule per sofort gesucht. Anträgt uat. »Mathematik« aa die Verw. 22-10 hiiidä s IfSßÄUSti Drepp-WollwMte in der Sil-v^emacht vom Park bis Au-gasec verioren. Ehrlicher Finder wird gebeten, gegen Belohnung von 40 RM beim Fundamt oder Teicllgasse 12, abzugeben. 25-13 Goldener Ehering am 4. Jan. um 11.45 Uhr vormittags vor der Haustür, Tegetttioffstraße 11, verloren. Bitte gegen gute Belohnung beim rundamt in Marburg abzugeben. 36-13 Friseurgehilfe und Lehrjunge werden aufgenommen. Ernst Golob, Marburg, Perkostraße Nr^l5.___1^6 Verläßliche Sitckaeslerln per sofort gesucht. Cilli, Caf6 Schloßberg, 13-6 Braune Ledertasche mit blauem Woll- und braunem Samtkleid im Personenzug von Graz am 4. 1., 14 Uhr, Marbur'» llauptbahnhof, vergessen. Gegen sehr gut« Belohnung abzugeben, j. Lau-rentschitsch Ehrenhausen. 38-13 Jene Person, die mich am 1. Januar 1943 um halb 4 Uhr vom Adoif-Hitler-Platz bis Oerichtshofgasse begleitet hat, wurde von meinem zweiten Begleiter erkannt und soll die angeführten Sachen Benno Waupotitsch, Augasse 5, abgeben, da sonst die Anzeige erfolgt. 26-13 Verloren wurden am 1. Jan. 1943 auf dem Weg von Rotwein nach Marburg um 22.30 Uhr iolgende Gegenstände: ein Paar Damen-Halbschuhe, Geldtasche mit 25 RM, gold. Halskette und Legitimation d. Steirischen Heimatbundes auf den Namen Maria Perko-witsch, Trieftterstraße 47. Der ehrliche Finder wird gebeten, die gefundenen Gegenstände in der Triesteratraße 47 in Marburg abzugeben. 24-13 BURG-L'CHTSPIFLE lUutc 16, 18..-», 21 Uhr Femnif Kl® Stimme des Hertens Für Jugendliche nicht zugelassen! ESPLAMADB Heute 16. 18 Uh "emrut 25-20 wny Font', . \ O RERBT r E Für Jugendliche nicht zu gelassen 1 Metropol -Uchtspief CiHl Bis 7. Januar 1943 Ein Leben .ann Für JugendHche nicht zugdassen. T OM-LICHTSPIELE PETTAU Bis einschließlich Donnerstag 32 1 „F. fiu ein — Frau" mit Jenny Jugo und Faul Hörbiger. Für Jugendliclie idcht zugetaatco.^_ HANS PREATZ. Marburg. Adelt Hiaer*n.1l ket ^ WEOEN WARENBESTANDSAUFNAHMI Ton 6. bb 9. Jannar 1943 yetchloiaen MöliUerte Zimmer auch Leenimmer, suchea wir stladig fttr umw ■'ÜlSäU? und weiblichen Angeatciltea. Besoaders la gehobww FHttifiu Etwaige Kosten für Adaptierung einschhcöfich sanitlrw Anlic gen werden übernommen. Auch Räume, bei denen kldne nau-fiche Veränderungen erforderlich sind, kommen in petracnt. Qit Kosten werden hierfür ebenfalls übernommen. Angebot« erbitten wir unter »Industrie« an die Verwaltung. Geldbörse mit Oeldbetragj wurde im Geschäft Buresch, Uhrmacher, Marburg, Vfk--tringhofgasee vergessen. Besitzerin möge sich melden. • 37-1 Vnithffdtftts Wamungl Warne vor Ankauf eines schweren, neuen Crom-bi-VVintermantels (dunkelbl.), graue Rehlederhandschuhe u. einer runden Nickelarmband-uhr mit braunen Riemen. WaupoHtsch, Marburg, Au-gasf« 5. 30-14 AhnenpaiB • Auafertiguiigeti Familienforschungs • Institut, Oraz, OrieskaiöO, Ruf 6795. 12836-14 Taeacha komplette Ski für Schlitten. Anfragen Marburg, Hindcnb'-jrfatnifii 10. 26-14 GmrmM gKttm ArMnei'FrAparmta lausche Fernglas M. 0. für un SchiflerstraOe 23, Rundfunkem Auch Barzahlun neuen npfänger. Gisela Kra- meritsch, Marburg. 29-14 8997 m Uiteriand r ohne MAMUROIR ZeiTUNO* DANKSAOUNO Fflr die Qt>erau8 vielen Beweise aufrichtiger Aa- teilnähme, die uns anläßlich des Todes unserer Mutter, bezw. Großmutter, zuginge« sowie für die ehrende Beteiligung am Leichenbegängnis sage ich im Namen der ganzen Sippe auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 31 Pettau, Graz, am 4. Jaauar 1943. Johannes Weif, Hauptmann i. Kes. Lauet die KliidleiD ze mir koianei Md weliret Ihnen nicht. Unser lieber Sohn und Bruder Heinz IdVowitsch ist uns am 2. Januar 1943, im 11. Lebensjahr, nach kurzem, schwerem Leiden entrisser worden. Das Begräbnis findet Mittwoch, den 6. Januar 1943, um 15 Uhr, am Städt. Friedhot , statt. ^ Cilli, am 4. Januar 1943. Olga, Fritz JakowKsch (derzeit im Felde), Eltern, Ede.traud, Ingrid und Edda, Schwestern,' und alle übrigen Verwandten.