Nr. 7l. Freitag, 2«. März 1890. 1tt9. Jahrgang. LMcher Zeitung. «°NM?,A c. "spltls: Mlt Postver < e » dl! n 0 : nanzjHhi!,, st. Ib. halbjährig sl, 75!), Im Lompl ° il : lie!» n,^. "' t>a>bjührig si, ü l><>. /für dir ^ustsNiiüi, i»« Hau» «anzjllhrln fl, 1. - Inscrtiunslllbür: Fiil ^ "" »!»!?la,s di« zu 4 Zeilsi, «5 lr,. «röhrre per ijrile ü lr,: bci oftorci, W>!>d!>r!ic>,»l,l,ci, pcr Zr,,!» » lr. Die «Lnibachn Zeitung» erscheint »Hglich mit «lusnahms del Tonn, und Feiertags, l>!e Ndminlftratlon befindet sich Lo»arel«p!llh 8, die Uieboctlon Gahnhofgnile Ü4. Lvrechstunden der siedaetion «lglich vo» 1» bi« 1ü Uhr vormittag», — UnfruiilieNe «riefe werde» »ich« nngeiwinme» und Mniniscripie »ich! zurückgestellt. Umtlichei Hheil, Nn ^' ^ ""b k. Apostolische Majestät haben mit ""«höchster Entschließung vom 20. März d. I. dem dn«? und Pfarrer in Kältern Anton Mayrhofer ,,, , "V'tterlreuz des Franz.Ioseph.Ordens allergnädigst " kriechen geruht._________ M_A. k. und k. Apostolische Majestät haben mit höchster Entschließllng vom 20. März d. I. dem tz.MM und Pfarrer in Pirano. Erkiester Felix G, ?» das Ritterkreuz des Franz - Joseph - Ordens gnädigst zu verleihen geruht. W^/' ""d l. Apostolische Majestät haben mit SuUMer Entschließung vom 20. März d. I. dem G^ .""ndenteN'Stellvertleter der Wiener evangelischen Urti"'"endenz A. C, Pfarrer Josef Win kl er in allermx^ Ritterkreuz des Franz ° Joseph - Oldens «"udlgst zu verleihen geruht. hijchs^'l- lind k. Apostolische Majestät haben mit Aller-chit ^"s^ießling vom 11. März d. I. dem pensio-ttlknn,,^"^euereinnehmer Johann Wurja in Au-^iensl'3 '""" vieljährigen und sehr ersprießlichen alle^nx?- ?U ^lfrei den Titel eines kaiserlichen Rathes folgst zu verleihen geruht. Zvieri m ^ 2andespräsident in Krain hat den ab« 'h v°l?t "kchlshörer Karl Ekel zur Conceptspraxis ^^"lsch'administrativen Dienste zugelassen. Nichtamtlicher Hheil Resorm der Perjoncntarife. qch ^ Mittheilungen, welche Handelsminister Mar-NetenV^hem im Budget. Ausschüsse des Nbgeord-öster^!^ Über die Reform der Personentarife der Uli«^Z''^w Staatsbahnen gemacht hat. für deren sorgt w°? ""^ "ber die Privatbahnen übrigens ge-stkli Krpis ' ^^' werden nicht verfehlen, in den weite-b°rzurus! ^ Publicums lebhafte Befriedigung her« Holle»,'«?' Unsere ^'! l'ebt die Beweglichleit. wir lein. Dev «! ,""^ an eine bestimmte Olgcnd gebannt ^Maer/m " ^"^ lelbst in entfernten Orten nach Heit h^ "^be,tsgel«genheiten. wer nur etwas freie Renten',^weP llerne in die Ferne, und Scharen von sind bestrebt, das Geschäft zu — — erweitern; fremde Städte und Länder gesehen zu haben, gilt schon als ein Erfordernis der Bildung, jedenfalls als das eines höheren Lebensgenusfes. Alle Schichten der Bevölkerung sind daher am Personentransportwesen bethciligt. ihnen allen wird somit die Kunde von der so wesentlich erleichterten Benützbarkeit derselben eine frohe Botschaft sein. die dem einen eine Unterstützung seines Erwerbes, dem andern eine Förderung seiner Bildungsbestrebungen. seiner Zerstreuung, seines Ve-nusscs verheißt. Sie alle, nur die wenigen, sehr wenigen ausgenommen, denen die materiellen Mittel so reichlich zugemessen sind. dass dieser Punkt keine weitere Rolle für sie spielt, werden mit aufrichtiger Genugthuung und Befriedigung vernehmen, dass das wichtigste Hindernis, welches bisher den Ortsveräi'de-rungcn des Menschen, nach dem Worte des großen Schotten der am schwersten transportablen Ware, ent' gegenstand. eine so wesentliche Verminderung erfahren soll. Man kann es getrost sagen, dass die noch immer vorhandene unleugbare Theuerung in den Eisenbahn-fahrpreisen die am meisten in Betracht kommende Schranke gewesen ist, dass unsere Schienenwege nicht weit mehr benutzt werden, als es thatsächlich der Fall ist. An Bequemlichkeit fehlt es dem Reisenden schließlich nicht, wenn wir mit den jetzigen Zilständen die früheren in Parallele stellen, an Raschheit gewiss auch nicht; aber die ökonomische Schranke macht sich nur für zu viele empfindlich geltend. Die Regierung erwirbt sich ein großes Verdienst damit, dass sie rüstig Hand anlegt an die Zurückdrängung dieser Schranke, und der Name des Handels- und Eisenbahnministers Marquis Bacquehem wird mit einem Schlage beträchtlich an Popularität gewinnen. Die Principien, auf denen die angebahnte Per-sonentarif - Reform beruht, sind einfach und originell. Das Personenporto, wie sich daiselbe die Anhänger einer extremen Tarifreform vorstellen, gelangt allerdings nicht zur Einführung; was aber geboten wird. ist nicht nur eine höchst wesentliche Herabsehung der Fahrpreise, sondern auch eine sehr einfache, die Be» rechnung und die Manipulation bedeutend erleichternde Gestaltung derselben. Die Fahrtaxen bauen sich nämlich lilometrisch auf. und zwar zonenmähig von eins bis fünf Myriametern abgestuft, so dass innerhalb einer Zone ein gleicher Satz zur EinHebung gelangt. Die Taxe selbst ist sehr niedrig angesetzt, indem sie pro Kilometer für Personenzüge einen Kreuzer bei der dritten, zwei Kreuzer bei der zweiten, drei Kreuzer bei der ersten beträgt; für Schnellzüge tritt dann noch ein fünfzigprocentiger Zuschlag hinzu. Diese Tarifirungsprincipien beruhen augenschein« lich auf dem Gedanken, besonders den minder bemittelten Reisenden Erleichterungen zuzuführen. Einerseits wird nämlich der Unterschied der Fahrpreise bei Be» nühung der dritten und bei Benützung einer andern Classe ein wesentlicherer als jetzt, wo nur das Anderthalbfache, beziehungsweise das Doppelte eingeführt gilt; anderseits findet sich auch der Zuschlag bei Benützung von Schnellzügen gegen heute erhöht, was wiederum vor allem die Luxusreisenden trifft, oder mit andern Worten, da die Belastung auf der einen Seite die Möglichkeit der Entlastung auf der andern schafft, dm ärmeren Reisenden zugute kommt, die selbst bei größeren Entfernungen noch der Wohlfeilheit halber die Personenzüge besteigen. Dass Zeit Geld ist. wird also einen noch schärferen Ausdruck, als es bisher der Fall war, in den Tarifen der österreichischen Staatsbahnen finden. Da ferner in jenen Fällen, wo das Reiseziel nicht mit dem Ende einer Zone zusammenfällt, gleichwohl eine Gebür zu entrichten ist, als würde man die betreffende Zone ganz durchfahren, so ist also gewissermaßen nebst dem Preise für die durchsahrene Strecke auch der Preis für die nicht durchfahrene. ebm bis zum Ende der letzten Zone reichende, zu entrichten; bei dem Umstände, als dieser Zuschlag aber erst bei den größeren, vom Ausgangspunkte entfernter liegenden Zonen von 50 Kilometern von einer beachtenswerten Höhe sein kann, tritt eine Begünstigung der Nahreisen ein. die allen Verkehrscentren gleichmäßig zugute kommt. Eine schr wichtige Seite der Reform ist endlich noch die. dass die bisherigen Retourkarten, Abonnements» karten. Saisonlaiten in Fortfall kommen; die Jahres« permanenzkarlen sowie die Rundreisebillets bleiben jedoch besthen. Auch damit wird eine wesentliche Ver-einfachllng für Dienst und Publicum bewirkt, und so dankenswert jene Karlenspecilllitäten bei dem Bestehen höherer Tarife sind. so war doch damit oft eine un« gleichmäßige und daher unbillige Behandlung der ein» zelnen Reisenden hervorgerufen, da eben unter gewissen Umständen von den Fahrpreisermäßigungen Gebrauch gemacht werden konnte, unter andern vielleicht an sich gerade so berücksichtigenswerten nicht. Auch hierbei ge» stattet die Neumdnung der Tarife, die Gleichmäßigkeit in der Behandlung der Fahrenden zu verwirklichen, ohne den Verkehr durch zu hohe Ansprüche zu unter« binden. Ts finden eben keine besonderen Preisnachlässe statt, sondern alle kaufen sozusagen gleichmäßig wohl» feil ein. Die Ermäßigungen stellen sich nach dem oben Gesagten verschieden je nach Classe und der zu- Feuilleton. Neu »>- ^°""^ ""b Luftbad. ^""en. ^n!^n ?"^" immer mehr Mediciner für das n "ehtnen « - ' d ""' ""b immer neue Euranstal. MpAen V« ^.'b"n Curplan auf. Gleichwie das ^' eine n,^.^p"s mit Wasser, also das Wasser-fetzen ^« se Wirkung ausübt, so mag auch das "Luft«R unverhüllten Körpers der Sonne und » . Ner , l"""""gen hervorbringen. !> "icht w-lr "stenmale von einem Sonnenbade hört ^ kein« "^"'e die Ausführung desselben erfolgt. «.. "oen. m) N"gung versM^ «in der Sonne 3". oal8^°"^r wird es komisch, ja sogar thöricht d^ Kühln,,^" '" ^ißen Sommer nicht nur nicht ? der Eon?,. H"' ^dern sogar noch seinen Kör. Hund im 5°!IktM sou. W^llm aber sucht z. B. F? Wählt s ^ch'vmmer nicht den Schatten auf, fon- N^lchlumm«? ?^ "ci l°r""'^ Planchen für seinen n,?. t>et, ys, """ / Es ,st eben etwas andere», ob wir ',. ""behi,,^ senugendc Abdunstung, oder entkleidet. werden. " Ausdünstung von der Sonne beschie- ^^m!z1!°^^' Einwirkung der Sonne auf den stritten u^ U" funden und kranken Tagen ist H?n^ Wir wissen z. A.. dass be- °!w! der E?ch auftretende Krankheiten au den ^ Tauen 5. bunden sind. dass Rheumatiker an " ' von ihren schmerzhaften Leiden vlel weniger gequält werden, wie bei trübem Himmel. Wie frisch und roth sind Wangen von Personen, die viel im Freien sich bewegen, im Gegensatz z» denen, die viel in geschlossenen Räumen sich aufhalten müssen. Ver-brecher hinter düsteren Kerkermauern bekommen ihr fahles Aussehen weniger durch die Ernährung als durch den Mangel an Licht. Das wacheartige Aussehen der Bergarbeiter ist gleichsalls nur die Folge des langen Aufenthaltes in Räumen, die des Sonnenlichtes entbehren. Bekannt ist auch als ein Beweis der Einwirkung der Sonne auf da« Auge diö Thatsache, dass Pferde, die ständig in einem Bergwerke thätig sind. durch die Entziehung des Sonnenlichtes der Blindheit verfallen. Wer weiß nicht, dass sonncndurchschienene Räume viel gesünder sind als Räume, die der Sonne entbehren, und in der letzten Zeit ist von Autoritäten soqar auch nachgewiesen worden, dass durch lebhaftere Oxydationsprocesse in sonni-gen Räumen das Wachsth im und die Fortpflanzung der Bakterien nnd Bacillen emc verminderte und herabgesetzte ist. Aber nicht nur der «Hierische Organismus, son-der>, auch die Lebensprocesse der Pflanzen werben durch das Sonnenlicht stark beeinflusst. Wir wissen, dass Pflanzen, mit Ausnahme einiger weniger, die des Lichtes nicht bedürfen, in dunklen Räumen weit wein-ger gedeihen, oft untergehen. Wir wissen, dass das Chlorophyll (Blattgrün) überhaupt nur unter dem Einflüsse des Sonnenlichtes ent« und bestehen kann. Ja, es ist sogar für ihre feinste Structur nicht glcichgiltig. von welcher Seite die Sonnenstrahlen auftreten, und es dürfte bekannt sein. dass die Geigenbauer das Holz von der Südseite der betreffenden Bäume vorziehen. Wir wissen ferner, dass sich viele Pflanzen der Sonne zuneigen, dass andere gegen Sonnenuntergang ihre Blüten und Blätter schließen und erst bei Sonnen» aufgang wieder öffnen. Verdanken endlich nicht die Früchte ihre Reife und Süßigkeit nur allein den Strahlen der Sonne? Zahlreich sind die Einwirkungen der Sonne auf das Zustandekommen chemischer Processe und mannigfaltig dieselben in Be^ug auf ihre Anwendung in der Industrie. Die Veränderungen, welche die Sonnenstrahlen auf das Chlorgas ausüben, sind dem Chemiker wohl bekannt; die Zersetzungen, welche sie bei den Jod-und Bromverbindungen bedingen, bilden das Wesen der heutigen Photographie; weder Chlor und Schwefel vermögen derartig zu blrichen, wie die Sonne. Aber, wie diese auf der einen Seite, wie wir es bei den Pflanzen gesehen haben. Färberdienste versieht, so ruft sie den Ingrimm mancher Hausfrau hervor, wenn der himmelblaue oder purpurrothe Ucberzug ihrer Möbel oder ihre Tapeten erblassen. Hinsichtlich der physikalischen Eigenschaften des Sonnenlichtes lehrt die Wissmschaft, dass in ihm zweierlei Arten von Strahlen enthalten sind: diejeni» gen, welche wir in die Farben des Spectrums ze,-legen können, die sogenannten physikalischen, und die« jenigen, welche jenseits des Spectrums liegen, die chemischen Strahlen. Beim Sonncnbade nun wiick di? Laibacher Zeitung Nr. 71. 558 28. März 1890. fälligm Stellung des Endpunktes im Zonensysleme, sind aber überall belangreich. Die Neuerung wird keinesfalls verfehlen, ungemein belebend auf Geschäftsund Vergnügungsreisen einzuwirken, wie auch die Er« fahrungen mit dem Zonentarif in Ungarn bewiesen haben, und, wie wir hoffen wollen, werden auch die Staatsftnanzen infolge dieses Umstandes ihre Rechnung dabei sinden. Die Leitung der österreichischen Staats» bahnen hat schon große Erfolge aufzuweisen, und die neue Maßnahme wird, wie man getrost voraussagen kann, zu neuen führen. Ob es bei der jetzigen Reform stehen bleiben wird? Diese Frage ist für die nähere Zukunft ebenso schwer, wie für die fernere leicht zu beantworten, ist es ja gewöhnlich die Eigenschaft wirklich fruchtbringender Reformen, zu weiteren Neuerungen Anlass zu geben und sich damit gleichsam selbst überholt zu machen. Dass das Bessere der Feind des Guten ist, ist eine Regel, deren Wahrheit sich an jedem Tage er« probt. Die Gegenwart wird aber vollauf zufrieden sein können mit dem, was ihr jetzt die Eisenbahnverwaltung bietet; aus offenbar höchst gründlichem Studium hervorgegangen, bietet der neue Tarif überaus wertvolle Erleichterungen und zweckmäßige Einrichtun-gen, die aufrichtigen Dank sinden werden. Oesterreich ist wahrlich kein Staat des Stillstandes mehr; auf allen Gebieten des staatlichen Schaffens herrscht jetzt rege Thätigkeit und emsiges Streben, den neuen Anforderungen gerecht zu werden, die eine neue Zeit stellt. Möge der ernsten Arbeit der verdiente Lohn nicht ausbleiben, möge er gereichen zum Wohle und zur För» derung unseres Vaterlandes. Verhandlungen des Reichsrathes. - Wien, 26, März. Heute ist dem Abgeordnetenhause der Vericht des Vudget-Ausschufses über die galizische Grundentlastungs» Angelegenheit unterbreitet worden. Auf 18 Druckseiten wird diese Frage in eingehender Weise besprochen und vom Referenten Zeithammer mit besonderem Nachdrucke hervorgehoben, dass die österreichische Regierung bereits mittels Erlasses vom 24. Juli 165? die Eventualität in Erwägung gezogen habe, «ob und inwiefern im Falle der gänzlichen Unvermögenheit des Landes der Antrag auf theilweise oder gänzliche Nachsicht dieser (Landes») Beiträge bei Sr. Majestät zu stellen wäre. Da diese Voraussehung actuell geworden, so stellt die Majorität des Ausschusses den Antrag, dem diesbezüglich vorgeleg-ten Gesetzentwürfe die Zustimmung zu ertheilen. Die Nusschussminorität hat hingegen ein Separatvotum angemeldet, welches dahin geht, in die Berathung der Vorlage gegenwärtig nicht einzugehen, sondern vorher die Entscheidung des Reichsgerichts über die Rechtsfrage der Verpflichtung Galiziens zur Rückerstattung der demselben gewährten unverzinslichen Beiträge und Vorschüsse herbeizuführen. Die Vorlage wird erst nach Ostern zur Verhandlung gelangen. Vor Uebergang zur Tagesordnung beantwortete Ministerpräsident Graf Taaffe die Interpellation der Abgeordneten Suttner und Genossen, betreffend die Anwendung von Mahregeln gegen die Lungenseuche beim Rindvieh. Der Minister erklärte vor allem, er beeile sich deshalb diese Interpellation zu beantworten, um dem Gindrucke, den dieselbe bei den Nachbarstaaten hervorgerufen hat, entgegenzutreten. Graf Taaffe konstatierte sodann, das« die Thierseuche nur in Böhmen, Mähren, Schlesien, Niederösterreich und Galizien vorhanden sei, während die übrigen Provinzen schon seit längerer Zeit von der Thierseuche frei sind. Aber auch in den fünf genannten Kronländern gebe die Seuche zu keinerlei Besorgnissen Anlass, da sie sich seit Beginn des Jahres 1890 nicht mehr verbreite Was die geforderten Maßregeln gegen die Cinschleppung der Viehseuche anlange, so bestehe ohnehin bereits die Grenzsperre gegen Russland und Rumänien, es könnte sich also nur um die Grenzsperre gegen Deutschland, die Schweiz und Italien handeln. Gegen die beiden letzteren Staaten ist die Sperre wegen der Thierseuchen Convention nicht möglich; dem deutschen Reiche gegenüber könnte mit einer solchen Maßnahme vorgegangen werben, wenn auf den bestehenden Viehexport aus Oesterreich-Ungarn verzichtet werden wollte, was gewiss den Intentionen der Reichsvertretung wie der Regierung nicht entspreche. Der Minister sprach sich für die obligatorische Keulung aus unter der Voraussetzung, dass dem Eigenthümer der Ersatz deS Schätzungswertes des Thieres gewährt werde. In Tirol und Vorarlberg bestehen zu diesem Zwecke Thierseuchenfonds; es wäre wünschenswert, wenn diese Institution auch in anderen Ländern Nachahmung finden würde. (Beifall.) Bei Uebergang zur Tagesordnung wurde das Gesetz, betreffend eine Abänderung der Reichsraths»Wahl-ordnung für Böhmen, unverändert genehmigt. Bei diesem Anlasse forderte Abgeordneter Herold die Regierung auf, eine Vorlage einzubringen, wornach die Präger Vororte Weinberge und Ziztov künftig in die Städtecurie einge° reiht werben. Das Haus setzte sodann die Specialdebatte über die Wiener Verzehrungssteuerreform fort. Tarifpost 1 lautet: a) Wein in Gebinden, ein Hektoliter 4 st., Wein in Flaschen ein Hektoliter 8 fl.; d) Weinmost und Weinmaische ein Hektoliter 3 st.; e) Weintrauben 100 Kilogramm 2 fl. Abgeordneter Friedrich Sueß betonte, dass der Weinhandel in einem geschlossenen Verzehrungs-steuergebiete nicht existieren könne. Redner hält es für nothwendig, dass den großen Weinhändlern Freilager unter Verschluss des Finanzärars gegeben werden, für die kleineren Weinhändler aber, denen man Freilager nicht geben könne, Transitokeller gegen Bezahlung von Lagerzins errichtet werden und den Besitzern von Weinlagern unter 600 Hektoliter ein Drittheil ihres Lagers freigegeben werde. Redner stellte schließlich folgenden Antrag: «Tarifpost 1 habe zu lauten: a) Wein in Gebinden 3 fl., in Flaschen 7 fl.; d) Weinmost und Weinmaische 2 fl. 50 kr.; c) Weintrauben 1 fl. 50 kr.» Abgeordneter Richter beantragte für ausländischen Wein den Tarifsatz von 8 fl. zu fixieren, hingegen hätte die Steuer für Weintrauben zu enfallen. Exner beantragte für den Fall der Ableh-nung des Antrages Sueß Wein in Gebinden mit 3 fl. zu normieren, Wein in Flaschen 3 fl. 50 kr., Weinmost 3 fl., Weinmaische 2 fl. 50 kr. Regierungsvertreter von Baumgarten verwahrte die Regierung gegen den Vorwurf, dass sie den Weinhandel schädigen wolle. Wenn die Verzehrungssteuer für Wein in den Vororten steige, so sinke sie dafür in Wien, was eine Compensation ergeben werbe. Cr erklärte sich sodann gegen alle Abänderungsanträge. Was den Tarif auf Weintrauben betreffe, so sei derselbe nothwendig, damit der Import derselben bloß zu dem Zwecke der Auspres-sung mittels Handpressen in Wien hintangehalten werde. Die specielle Besteuerung ausländischen Weines sei nicht praktisch, weil die Händler sich hüten werden, die Eli« ketten auf die Flaschen zu geben, ehe sie die Verzeh-rungssteuerlinie passiert haben. Im übrigen werde die Regierung bei der Cinhebung der Weinverzehrungssteuer alle zulässigen Erleichterungen für die Weinproducen " treffen, zu welchem Behufe sie eine Enquete eil'bem werde. Graf Fries sprach für die Ausschussanträge, M Kronawetter für die der Abgeordneten Sueh undiM^ Bei der Abstimmung wurde» sämmtliche Amendclnen, abgelehnt und Tarifftost 1 unverändert genehmigt- v Anmerkung 2 (innerhalb der Verzehrungssteuellime zeugter Wein wird mit 4 fl.. Most 3 fl. besteuerl) ^ antragte Dr. Herbst einen einheitlichen Steuersah 3 st, Exner Steuerfreiheit für Wein von einem 2U^ garten unter einem Hektar. Beide Antrüge wurden gelehnt und die Nusschusstarife genehmigt. N<^ ledigung der Anmerkung wurde die Verhandlung gebrochen, Der Handelsminister legte einen Gesetzentwurf "' bl'trfffend den Bau der Localbahn Fürstenfcld < b°ltv"b' und eilie Vorlage, betreffend eine Abänderung der P sonentarife auf den Staatsbahnen, Vor Schluss Sitzllxg interpellierten die Abgeordneten Kle^g Genossen d?n Ministerpräsidenten, ob jcn<>r Sta^ha!" Erlass, welcher den Wiener Gewerbetreibenden vtt ' ihre Desiderien in einer Immediat - Eingabe a" Stufen des Thrones niederzulegen, aus der eig^' Initiative der Statthalterei hervorgegangen sei »ber ^ folge Auftrages des Ministeriums. Sie fragen aM,^ die Regierung gesonnen ist. noch in dieser Sessio" ^ Reform des Gewerbegesetzes im Sinne der vorlief Anträge insbesondere mit Rücksicht auf die ErwM de« Wirkungskreises der Genossenschaften und des 3iec rechtes derselben zu veranlassen. Abgeordneter Dr. ^« und Genossen interpellierten den Grafen Taaffe ^ der Entscheidung der Prager Statthalterei, ba>s Magistrat von Prag mit dem Pfarramte der Augs°"« Confession deutsch zu correspondieren habe und zuhalten. ^» Politische Ueberficht. _ (Zum deutsch «czechischen Ausgl^ Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, wesv ^ im Jänner in Wien versammelt gewesenen M'lg ^ der deutsch, czechischen Ausgleichsconferenz nacy ^ Osteifeiertagen wieder in Wien zusammentrete» ^ die von der Regierung festgestellten Vorlagen, ^. dem böhmischen Landtage in seiner im Mal i ^ denden außerordentlichen Session unterbreitet w ^, einer Begutachtung zu unterziehen. Gleichzeitig' ^ß< wie die «Politik» meldet, die verfassungstreuen ^ Grundbesitzer auch ihre strict formulierten Antt«« ^ Ausgleichscommission bekanntgeben, in welchen 1^» Vermehrung der ihnen durch den Ausgleich s''!^«^ Mandate anstreben. Diese Anträge wurden l» i^ß. von den Mitgliedern des verfassungstreuen ^„i grundbesitzes unter Vorsitz des Grafen Oswalv berathen. . ,^z A' (Das Reichs«, es eh blatt)publiclelt0"hec seh, betreffend Gebüren - Befreiungen aus ""'^l Ablösung von der Gemeinde Spalato auf ve Solta zustehenden Grundrechten. ,l)^ (Landtagswahlen in Steiermal^l' Marburg wird gemeldet: Da Freiherr von ^l Lamwy und Landethallptmanli. Stellvertreter ^ Radej in dem Lai'da/meindenVezilk Marb"« ^ mehr für den Landtag candidieren Sonne sowohl durch ihre Wärme als auch durch die ihr innewohnende chemische Kraft. Der Raum für das Sonnenbad stellt in den Luranstalten, die es einführen, einen Pfahlbau aus Brettern vor, der ungefähr V, Meter über dem Erdboden errichtet ist und dessen Wände zwei Meter hoch aufgeführt sind; um es bildlich auszudrücken, man seht eine große, mit einer Thür versehene Kiste auf einige Pfähle auf. Der Badende legt sich entkleidet auf eine Matratze, und nur sein Gesicht wird durch einen Schirm oder durch eine banlartige Vorrichtung von der directen Einwirkung der Sonne geschützt. Darauf lässt der Badende je fünf Mmuten Brust, Rücken, rechte und linke Seite direct von den Sonnenstrahlen treffen. Diese Art von Sonnenbad nennt man das freie Sonnenbad. Erfordert es die Art des Leidens, stärkere Schweißabsonderungen zu erzielen, so wird der Patient noch in eine wollene Decke gehüllt; will man dagegen auch schwächlichen Patienten die Wohlthat des Sonnen« bades zutheil werden lassen, so wendet man das so« genannte Lakensonnenbad an, wobei der Patient in ein in 22 Grad Wasser eingetauchtes, auSgerungenes Tuch eingeschlagen wird, bevor er seinen Körper der Sonne ausseht. Einzelnen Patienten legt man, um Kopfschmerzen zu vermeiden, kühlende Compressen um die Stirn. Unmittelbar nach dem Sonnenbade kommt der Patient in ein von 26 Grad auf 24 Grab sinkendes Halb« bad. in welchem er zum Schlüsse desselben mit etwas kühlerem Wasser Übergossen wird, um den Körper zur NormaUemperatur zurückzuführen. Im Anschlüsse an das Sonnenbad wird meist das Luftbad genommen, welches fo ausgeführt wird, dass der Patient in entkleidetem oder nur wenig bedecktem Zustande direct von der Luft angefächelt wird — ebenfalls in einem erhöhten, nach oben offenen, breiten Zelte. Die Dauer des Luftbades ist abhängig von d«!r Individualität des Patienten und von der Außentemperatur. Je kräftiger die erstere und je milder die letztere, umso länger lässt sich dasselbe ausdehnen. Um den Patienten Zerstreuung und Anregung der Muskel-thätigleit zu verschaffen, verlegt man iu das Luftbad einige Turnapparate. Die Temperatur, welche im Hoch. sommer im Sonnenbade erreicht wird. beträgt oft bis zu 40 Grad, wird aber für die Athmung trotzdem nicht hinderlich, weil wir ja den weiten Luftraum über uns haben und durch einige Lücken an zwei gegenüberliegenden Wänden noch überdies für ständige Ventilation gesorgt ist. Es ist selbstverständlich, dass man da« Sonnenbad, wie jeden anderen Factor der Naturheiltunde, nicht schablonenmäßig anwenden darf. denn oft schwächt es, schadet also mehr als es nützt; oft wird es von Patienten mit zarter Haut gar nicht ertragen, i Die Anwendung der Sonnenbäder soll vor allem in Betracht zu ziehen sein bei Gicht, Rheumatismus, Neuralgien (Nervenschmerzen). Oedemen (wassersüchtige Anschwellungen) und bei einer großen Anzahl von constitutionellen Leiden, Bleichsucht „nd Zuckerkrank-heit. Scrophlllosis der Kinder, und soll oft überra-scheude Erfolge liefern. Dr. n. tt. Zie Dritte. ^ Aus den Memoiren eines Male Von Heinrich Tienliewiez. (21. Fortsetzung.) ^ "^ Ach! das ist ein Verdruss für Ewa! /" ^< jetzt Oslrzyniti triumphieren. Jedenfalls »"1» H gst"" thun. doch was? Wenn ich es wusste, mochte ein Reporter des «Drachen» werden. . , H^ Ich beschloss, mich mit Ewa zu beray"^^ spielt st-, also ich werde ins Theater eUe" . Z > ihr nach dem letzten Acte sprechen. ^ W tt^ Eine halbe Stunde später war ich der" Garderobe ^ ges<"° Ewa wird gleich ihre Rolle z" ^"" .1 haben, indessen betrachtete ich alles "nasn^ . M Unsere Theater zeichnen sich. wie b" ^B^ durch den Luxus in der Einrichtung aus, ^ hel"^ mit getünchten Wänden, zwei vom »s "^, P,^ Gasflammen, ein Spiegel, ein Waschla"e '.^chel"l Stühle, ein Lehnsessel in der Ecke. der '"^lde^, ihr Privateigentum war — bildeten 'y" 5^ Vor dem Spiegel lag eine Menge ^^^,1 Artikeln, eine Tasse schwarzen Kaffee, ^"^M"" 10, Schminken und Farben, etliche Handschuh ^ße, ^„ zwei Zöpfe; an einer Seitenwand h""^' ^ sta' l dunkle, leichte und schwere Kleider; am ^KZ'"^ zwei Körbe, voll von weiblichen Artikeln, ^hela" ss war mit Oriza« und Pudergeruch erfnu^ ^^ y es bunt, man sah die Eile, mit welcy" einander geworfen war. ^nibacher Heilung Nr. 71. 559 28. Miirz 1890. Mvemsch.nationale Partei den Ndvocaturs-Concipienten "^ Detto in Cilli und den Reichsraths Abgeordneten "r. Viegorec als Candidate» auf. viel ^?^N!khlung unserer Eavallerie.) Die '^erörterte Frage der dringend nothwendigen Ver-^yrung unserer Reiterei soll. wie die «Armee- und "lanne.Ztg.. hört, vorläufig durch die Ausstellung a"«z. neuen Reiter», und zwar Dragoner. Regiments, f. ^'werden, welches in den deutschen Kronländern "e Ergänzung und wahrscheinlich in Oberösterreich "«e Stationen erhalten soll. Dock, würde diese Neu« '"Mlerung erst im nächsten Jahre in «rast irrten. '.,„ ^."" Freiwald au) wird am Ostermontag " erste üsterreichisch.schlesische Katholikentag abgehal» "n werden. ^, (Sitzung des Herrenhauses.) Die nächste ^ung des Herrenhauses find t morgen statt. Auf der 5.« A"0""ng derselben steht auch das Gesetz, betreffend °en Grazer Universitätsbau. . (Oesterreichisch.uugarischeZoll.Eon. ^knz.) unl^ dem Vorsitze des Sectionschefs im die «e^lm ^s Aeußern. v. Szijgy?uy, trat vorgestern ^. österreichisch. ullgarische Zollcouferenz zu einer h'yuna. zum Behufe'der Prüfung der Berichte über der I.^?"9 der Handelsoertrags-Verhandlungeu mit Inst ' ' ""^ ^"^ Ertheilung etwaiger nöthiger zusammen. Die Verhandlun-" ourften wohl einige Tage in Anspruch nehmen. H .(.Hur Situation.) Die Aufnahme, welche die M,Wn des Fürsten Bismarck in südslaoischen Blut« H, gefunden hat. entspricht durchaus der Stellung. N^e dieselben zur Tripelallianz einzunehmen pfl'd di nn^^^"' ^bt werde nicht nur das Ausehen HM,?« 1«°^ dieser Allianz leiden, es werde auch der was U ?"sslands im Rathe der Großmächte steigen. 'ehnllchst zu wünschen sei. Cus/^er Curs bleibt der alte!.) «Der ^ mi? >! . ^ "lte! Und nun voll Dampf voran!» soehei . "'em Seemannsworte hat Kaiser Wilhelm II. ^Ntl'ss? """" ^°" ber «Weimarer Zeitung» ver-cher m Telegramm an eine Persönlichkeit, in wel» llaise.H Ü. ^^ ben Großherzog von Weimar, des t„„' ^ Großonkel, vermuthen darf. die künftige Rich-drin«, f,. bentschen Staatsschiffes angedeutet. Wieder HG ^"'^' wenn auch dlesmal nicht in osft-ieller leiben "" wenigen Tagell in dem Entlassung«. Wanzl?r w" ^'smarck. in diesen bewegten Tagen der deffe,lV.e "" ^"" des jungeu Kaisers in die Mr n l c' "^ches allenthalben als eine Bürgschaft drr v. "'?!'"'st werden wird. dass Wilhelm II. auf Htiedr,,« ^^kn Bismarck vorgezeichneten Bahn der "Lftolltit auch fernerhin zu verharren gewillt ist. buchet" u Boulangisten - Versammlung) ftenz ""'"M in Jersey abg halten werden. Wenig-ben Vi,?U. "" Schreiben Voulangers an Laifant. "?hnie 3'^"^n bes Natioualcomitis, zu dieser An« ^". de„ ^? ^r Versammlung wird ohne Zweifel Parish m^lachtplan lür die demnächst bevorstehenden ^ «ememdewahlen zu fixieren. ZwisHcn D^rou- lode, dem Präsidenten der Patriotenliga, und den Mit« gliedern des boulangistischen Comite's sollen Mifshellig. leiten platzgegriffen haben, da Diroulede für die Oe. meindewahlen fchon seinen eigenen Plan ausqeh^ckt hatte und überhaupt in letzter Zeit sich um das Comiti blutwenig kümmerte. (Serbien und Bulgarien.) Im Hinblicke auf die zusehends wachsende Spannung in den Bezie» hungen zwischen Belgrad und Sophia hat die serbische Regierung beschlossen, in den nächsten Tagen einige Punkte an der bulgarischen Grenze rasch befestigen zu lassen. Aber auch an der Drina, also an der bosni-schen Grenze, beabsichtigt die serbische Kriegsveiwaltung Befestigungsarbeiten ausführen zu lasse«. (In London) ist es in den letzten Tagen zwischen den Kohlenwerksbesihern und den Vertretern der Grubenarbeiter in der Lohnbestimmuuqbfrage zu einer Verständigung gekommen. Infolge dessen ist ge gründete Hoffnung auf Verhütung künftiger Kohlen» qrl'benllusstände. da die der getroffenen Vereinbarung beigetretenen Kohlenbezirke 400.000 Arbeiter aufweisen und mehr als die Hälfte der englischen Kohlenproduo tion darstellen. (Aus Kreta.) Infolge eines Protestes des Ai-schofs und der Eonsuln würde der Gendarmericchef des Bezirkes Zaro wegen der gesetzwidrigen Verhaftung eines Priesters der orthodoxen Kirche verhaftet. Schakir Pascha ordnete diesbezüglich eine Untersuchung an. Tagesneuigleiten. Se. Majestät derKaiser haben, wie die «Brünner Zeitung» meldet, der Gemeinde Chlum zum Schulbau 200 st. und der Gemeinde Vrselitto zur Anschaffung einer neucn Orgel für die Pfarrkirche in Ossel 100 ft. zu spenden geruht. — (Die Charwoche in ber Hofburg.) DicnStag wurde das Ceremonie!! ilber die öffentlichen Hofandachten und Feierlichkeiten während der Eharwoche und am Oslersonntag ausgegeben. Bei dem öffentlichen Kirchengange am Grünbonnerstage wird Se. Majestät der Kaiser wie gewöhnlich von dem Oberkämmerer Grafen Trauttmannsdorff, den Eardecapitänen und dem General-Adjutanten begleitet sein. Hierauf folgt die Ab-speisung der zwölf Greise und die Fuhwaschung im Rittersaal?. Am Charsreitag ist um 9 Uhr früh gewöhnlicher Kirchengang und Predigt, welcher die Grablegung folgt. Am Ostersonntag findet das Toisonamt statt. — (Vismarck und Schwenninger.) Wie Schwenninger Vismarcks Leibarzt geworden, darüber gibt folgende Reminiscenz, die jetzt anlässlich de« Rücktritte des Kanzlers wieder erzählt wird, Aufschluss: Einr g,oß» Plage war für dcn alternde» Kanzler das Zipperlem und Neroenreißen, das noch dadurch befördert wurde, dass er viel arbeitete, gut und viel ah und trank und sehr stark rauchte. Kein Arzt konnte ihm helfen, bis ber Vaier Dr. Schwenninger kam. Dieser fand ihn im elendsten, beinahe hoffnungslosen Zustande. Er fragte den Patienten, der fürchterlich stöhnte, nach seinem Vorleben aus. Diese Fragerei wurde Bismarck zu dumm und verbat sich das. «Dann,» erwiderte der Arzt, «müssen Sie sich schon einen Thierarzt kommen lassen, der braucht seine Pa» tienten nicht zu fragen.» Vismarck war über diese schlagende Grobheit zuerst ganz verdutzt, dann lachte er trotz der Schmerzen und behielt den groben Baier bis zum heutige» Tage. Schwenninger war der einzige Mann, der Gewalt über Bismarck hatte. schez zuA Ganze bildete ein eigenartiges, charakterifti auch i> . Uewgens konnte man alle diese Sachen war hi^ "U^d einem anderen Boudoir finden, doch ^Uck ei,.p« ' wodurch das Zimmer nicht den Ein. Tadels gewöhnlichen Boudoirs, sondern den eines Ueber dies i, ""d rinen unbeschreiblichen Reiz hatte. Hen diel^ ^rdnung. dem Wirwarr. der Eile. zwi-Nllnst. ' " Abgekratzten Wänden wehte der Hauch der ^llun^"^"lallssturm drang an mein Ohr. die Vor. ^ttr iH i^^u. Enoe. Durch die Waude hindurch . E^,^ N"fe: .Udami! Adami!-Hrie livch h "stunde war bereits verflossen und mau Eie^3..?"'"le Ewa als «Theodora» herein, '"alte U„^"e eme Krone auf dem Haupte, unter. Wüstes Z^ ""c? schminke auf deu Waugen. Ihr auf. 'vllls lind ^ 3°^ wie ein Sturm auf deu nackten ^"' so bnl, w e herab. Sie war erhitzt uud iu ^ .baren ^! ^"bc ermüdet, dass sie mit einer kaum il!^ "ahm ?' z" "ur sprach: «Wie geht es Wla-1^ lönwsil " blr Krone herunter u»d warf sich in ^ tonnte?" kleide "' den ltehustuhl. Augenschein-?? si« betr^. " Wort über die Lippen bringen, n "^ler No«.l "^ WH nur schweigend wie ein er-a> Hand? ,' Ich nahm neben ihr Platz, legte ^2. als /"!- H"n Kopf und dachte an nichts 'S "lösche!,? ^ermatten Augen sehe ich die noch k seh? I flamme der Ve'geisteruug. auf dieser ^ "nfach das Stigma der Kunst, ich sehe wie dieses Wlib auf dem Altare des Theatermolochs ihre Gesundheit, ihr Blut, ihr Leben opfert, wie es ihr in diesem Augenblicke förmlich an Luft mangelt, und es ergreift mich ein solches Mitleid, dass ich nicht weiß, waS ich thun soll. Wir saßen eine Weile schweigend, endlich zeigte Ewa mit der Hand auf die Nummer des «Drachen», die auf dem Toilettentische lag und flüsterte: «Welch ein Verdruss, welch ein Verdruss!» Plötzlich begann sie nervös zu weinen und wie Espenlaub zu zittern . . . Ich wusste, dass sie vor Ermüdung und nicht wegen des Artikels, der bereits morgen schon vergessen sein wird. weinte und dass der ganze Ostrzynski nicht eine Thräne Vwa's wert sei, dennoch war es mir desto mehr leid um sie. Ich ergriff ihre Hände. be. deckte sie mit Küssen, hätschelte sie und drückte sie an meine Brust. Mein Herz begann lauter zu schlagen, es war mir merkwürdig zumuthe. Ich kniete uubewusst vor Cwa nieder, sah nichts und umarmte sie plötzlich sinnlos. «Wladek, habe Erbarmen!» flüsterte Ewa. Doch ich presste sie an meine aufgeregte Brust, war sinulos und toll! Ich küsste ihre Stirne. Augen. Lipp n uud konnte nur ein Wort sprechen: «Ich liebe dich! Ich liebe l' ., Da beugte Ewa ihren Kopf rückwärts, chre Häude umschlangen meinen Hals und ich hörte ste flüstern: «Schon lange liebe ich dich! - ' (Fortsetzung folgt.) — (Großes Legat.) Man berichtet uns aus Wien: Der vorgestern verstorbene Hausbesitzer Herr W. Müllner hat sein gesammtes Vermögen von 150,000 st. ber Genossenschaft der Buchbinder., Leder-galanteriewaren» und Cartonagewaren'Arbeiter mit ber ausdrücklichen Bestimmung, zur Verleihung «ohne Unterschied der Confession und Nationalität» zugewendet. — (Hinrichtung) In Velovar in Kroatien hat letzten Freitag dir Hinrichtung eines gewissen Stefan Üulinovic weg/n Raubmordes stattgefunden. Die ganze Nacht vor der Hinrichtung gieng Lukinovic in seiner Zelle auf und ab und nahm morgens von seinem Weibe Abschied. Das Urtheil wurde Freitag morgens im Hofe des Gerichtsgebäudes durch den Scharfrichter Kozarel voll» zogen. Eine Compagnie des 16 Infanterie'Rsgiments bildete ein Carre", in welches etwa 200 Personen mit Kar« ten Cinlass erhielten. Aus den Dächern sowie auf den umstehenden Bäumen hatte sich außerdem ein zahlreiches, zumeist aus Frauen bestehendes Publicum eingefunden. Auf einer einzigen Linde waren 5 Weiber postiert. Der Vcrurtheilte starb ruhig und gefasst. — (Ein neuer Komet.) Ein neuer Komet wurde am 19. März von dem Amerikaner Brooks in Geneva, U. S., entdeckt. Er stand am 24. März um 4'/, Uhr morgens in 317" 29' Rectascension und ?" 8' nördlicher Declination. Er geht demnach erst um 3 Uhr morgens auf. Seine tägliche Bewegung beträgt 3 Minuten in Rcctascension zunehmend und 25 Minuten nach Norden. Er ist teleslopisch und in Fernrohren von b Zoll Objectiv-Oeffnung bereits sichtbar. Sein Aussehen ist das einer Nebelmasse mit einem hellen Stern, ber einem Sterne eilfter Größe gleicht. — (Eine unglückliche Familie.) Aul» Szabadla wird gemeldet: Oberfiscal Kasimir Ianlo« vics, gegen welchen am 21. d.M. eine Disciplin«» strafe verhängt wurde, hat sich heute früh erschossen. Iankovics litt an einer Krankheit, welche nach Ansicht der Aerzte unheilbar war. In der Familie Ianlovics ist dies seit einigen Jahren der vierte Selbstmord. Der Vater des Ianlovics sprang in einen Brunnen, einer seiner Brüder fand den Tod in den Fluten der Theiß nächst Zenta und ein anderer Bruder erschoss sich in Zürich, wo derselbe Technil studierte. — (Ein bosnischesVataillon inWien.) Wie man mittheilt, soll im Herbst dieses Jahres ein bosnisches Bataillon nach Wien verlegt und in der Alserlaserne untergebracht werden. Mit Rücksicht daraus, dass die Mannschaft muhamedanifcher Konfession ist, wird für jede Compagnie ein «Vetzimmer» instand gesetzt werben. — (Stanley.) Der kühne Afrikareisende Henry Stanley wirb in Brüssel am 20. April erwartet und wird bis zum Ltl. April in Brüssel verweilen. Die Stadt wird ihren Ehrengast durch ein großartiges Festbankett im Rathhaussaal feiern. — (Aus dem Gerichtssaale.) Johanna Leiner, deren Gatte zum Nachtheile des Vierversilberers Fuchs in Wien 36.000 fl. veruntreut und nach Zurückstellung von 30.000 fl. sich erschossen hatte, wurde wegen Theilnahme an der Veruntreuung zu zweijährigem schweren Kerler, und die Köchin Marie Varabas, Schwester der Leiner, welche den Restbetrag im Keller versteckte, zu zehnmonatlichem Kerker verurtheilt. Das Geld wurde bis auf 1500 fl. aufgefunden. — (Vermisst) wirb in Graz seit 18. d. M die 21jährige Handarbeiterin Maria Kmetec aus Go-nobitz. Sie hatte, wie man aus Graz schreibt, in der letzten Zeit wiederholt geäußert, dass sie sich ein Leid anthun wolle. — (Ein Zug verbrannt.) Vei der Station Bjelogrod an der transkaukasischen Bahn ist ein Naphtha-zug in Brand gerathen. Achtunddreißig Waggons sind total niedergebrannt. Das ganze Zugspersonal ist in den Flammen umgekommen. — (Im Dienste der Wissenschaft ge» storben.) Der supplierende Assistent des Professors der gerichtlichen Medicin Hofrathes Ritler von Hosmann, Dr. Adam Handlir in Wien, ist infolge einer Infection mit Leichengift im Alter von 26 Jahren gestorben. — (Geographische Erinnerung.) «Sie waren in Italien? O, wie herrlich das gewesen sein muss! Sagen Sie mir doch, Herr Doctor, hat Italien auch den Eindruck eines Stiefels aus Sie gemacht?» Local- und Provülzial-Nachnchten. Krainische Sparcaffe. Der Verein der krainischen Sparcasse hielt gestern nachmittags unter dem Vorsitze des Vereinspräsidenten Herrn Josef Luckmann die diesjährige ordentliche Generalversammlung ab, in welcher der Vorsitzende zu« nächst den Vortrag über den Abschluss des 69. Geschäfts-jähre« erstattete, aus welchem wir über die Gebarung dieses Vereines im Jahre 1889 nachstehende Daten ent-nehmen, die den weiteren günstigen Ausschwung die^e» vaterländischen Geldinstitutes documentieren. Mit Schluss des Jahres 1889 belies sich das ye« sammte VetwaltunaMrmögen aus 28.038.113 ft. 76 lr.. Laibllcher Zeitung Nr. 71. 560 28. März 1890. hat sich somit gegen das Vorjahr um 2,368.440 fl. 78 lr. erhöht. In Ansehung der VestaMheile dieses Gesammtvermögens sei Folgendes erwähnt: Der Stand der Hypothekardarlehen belies sich Ende 1869 auf 15,932.544 fl. 3 lr., hat sich somit gegen das Vorjahr um 785.876 fl. 20 lr. erhöht, wovon auf Darlehen in Krain zu 4'/, pCt. 182,201 st. 3 kr. und zu 4 pCt. 30.852 st. 50 lr. entfallen. Im ganzen gelangten im Jahre 1889 neue Darlehen im Betrage von 1,181.153 Gulden 3 lr. zur Auszahlung, wovon auf Darlehen in Kram zu 4^/, M. 280,937 fl. 60 tr. und zu 4 M. 37.005 st. entfallen. Die Hypothelarforoerungen belaufen sich demnach auf nicht volle 52 pEt. der Interessenten« Einlagen, und leider gestaltet sich die Elocierung der Gelder auf Hypotheken immer schwieriger, ja infolge des Auftretens auswärtiger Concurrenz«Institute ist sogar eine Verminderung des Hypothekarstandes zu besorgen, da bereits bedeutende Capitalien zur Rückzahlung für das laufende Jahr gekündigt sind und vielleicht alle An« strengungen der Direction, den Hypolhelarstand wenig« stens auf der jetzigen Höhe zu erhalten, fruchtlos sein werden. Die Aenderung der Statuten machte es der Direction möglich, den Wünschen einiger Gemeinden zu entsprechen und ihnen Darlehen zu verabfolgen, welche sich Ende 1889 auf 27.500 st. beliefen. Sowohl das Lombard» als das Wechselgeschäft haben im abgelaufenen Jahre eine Abfchwächung erfahren, und ist in diesen Geschäftszweigen auch für die Zulunft lein Auffchwung zu erwarten. Der Stand der Werteffecten, welche in Staats« papieren, Grundentlastungs - Obligationen, lrainischen Landes» und Wiener Communal-Anlehen, Prioritäten, Nctien der vsterr.-ungar. Vanl uud verstaatlichter Eisenbahnen bestehen, hat sich gegen das Vorjahr um 1,030.544 fl. 92 tr. vermindert und belief sich Ende 1888 auf 8,950.443 fl. 90 kr. Der Grund diefes zeit« weiligen Rückganges, welcher seit Beginn dieses Jahres durch weitere Anläufe bereits ausgeglichen erscheint, liegt in der erfolgten Convertierung der ungarischen und siebenbürgischen Grundentlastungs'Obligationen, von denen die lraimsche Sparcasfe nahezu 4 Millionen besessen hatte, welchen Betrag die Direction nur allmählich zum Anlaufe anderer Effecten zu verwenden vermochte, da sie es nicht als zweckmäßig erachtete, die im Eonvertierungs» wege herausgegebenen neuen ungarischen Grundentlastungs^ Obligationen zu übernehmen. Aus demselben Grunde hatte sich die zur mittlerweiligen Fructisicieruug bei verschiedenen Geldinstituten erliegende Garschaft um 2.412.680 st. 1? lr. erhöht und betrug Ende 1889 3,975.235 fl. 14 lr., Welche aber durch die seit Beginn dieses Jahres erfolgten Effectenanläufe fchon beträchtlich vermindert ist. Die Einlagen der Interessenten betrugen Ende 1869 in 46.490 Posten 25,035.445 fl. 83 lr., haben sich somit gegen das Vorjahr um 1865 Posten und den Capitalsbetrag von 1,954.609 fl. 11 lr. erhöht, wovon auf neue Einlagen 1.030.313 fl. 47 lr. und auf capitalisierte Zinsen 924.295 fl. 64 lr. entfallen. Im Psandamte wurden im Jahre 1889 17.253 Pfänder für das Ge« sammtdarlehen pr. 88.345 fl. eingelegt und 18.050 Pfänder gegen Gesammtrückzahlung von 89.810 fl. aus« gefolgt. Wie alljährlich stellte sich auch im abgelaufenen Jahre ein Geschäftsverlust heraus, der sich mit 5761 fl. 66 lr. beziffert und aus den Erträgnissen des Sparcasse« Geschäftes gedeckt wurde. Der Ereditverein zählte Ende 1889: 195 Theilnehmer mit dem bewilligten Credite von 550.980 fl., kr Sicherstellungsfond beträgt 55.098 fl. und der Reservefond 30.115 fl. 38 kr. Im Jahre 1689 wurden 1080 Wechsel im Betrage von 1,374,615 fl. escomptiert und 1080 Wechsel im Gesammlbetrage pr. 1,362.590 fl. rückgezahlt. Der Geschäftsverkehr umfasste 2360 Parteien, und der Gcldverkehr belief sich auf 2,908.325 fl. 34 kr. Das reine Geschäftserträgnis der Sparcasse belief sich im Jahre 1889 auf 234.724 fl. 30 kr. Hievon wurden verwendet zur Deckung des Pfandamls-Verlustes 5761 fl. «6 lr., für wohlthätige und gemeinnützige Spenden nebst Nusfcheidung der Subvention per 20.000 Gulden für die Tonhalle der philharmonischen Gesellschaft und der ersten Rate per 20.000 st. für den bewilligten Beitrag zum Neubau des Civilspitales, 65,890 fl., zu Abschreibungen an den Kosten des Oberrealschul« und Sparcassegebäudes, dann an den Sparcafsemobilien 30.016 fl. 5 lr.. zusammen 101.66? fl. 71 lr., wornach noch 133.056 fl. 59 lr. verbleiben. Ueber Antrag der Direction wurde beschlossen, hievon zunächst 1.) den Be« trag von 60,000 fl. als besondere Specialreserve für allfällige Verluste beim Weiterverlaufe im Executionswege erstandener Realitäten auszuscheiden; 2.) zur eventuellen Fundierung der Kosten für die Erhaltung der vierclas» sigen Knabenvollsschule in Laibach mit deutscher Unterrichtssprache den Netrag von 30.000 st.; 3.) für gering oder ganz unverzinsliche Darlehen an in Krain sich bil« dende Raiffeisen'sche Spar« und Vorschussvereine den Betrag von 10.000 fl., zusammen also 100.000 fl. aus« zuscheiden, den Rest per 33.056 fl. 59 lr. hingegen dem Hauptreservesonde zuzuschlagen, wodurch sich dieser auf 2.006.121 st. 69 lr. erhöht. «Der Coursgewinn an den Wertesfecten der Spar« c°ss« beträgt 12S.»?s st. n k., wodurch sich der Special. reservefonb für Eoursverluste Ende 1689 auf 544.339 fl. 22 lr. erhöhte. Mit Hinzurechnung des Hauptreservefondes belaufen sich somit die Reserven auf 2,550.460 fl. 91 lr., daher etwas über 10 Procent des Einlagenstandes. Im Sftarcassevl'rlehre wurden Einlagen von 24.433 Parteien, darunter auf 8731 neue Nüchel im Betrage pr. 6,595.886 fl. und Rückzahlung an 24.569 Parteien, von denen 6666 ihre Büchel gänzlich realisierte!,, mit 5,565.572 fl. 53 lr. geleistet. Im Pfandamte wurden 35.303 Parteien mit 178.155 fl. entfertigt. Die vom Sparcasseveleine m den General'Versammlungen vom 28. März und 9. Juli l689 beschlossene Alterssparcasse konnte nach erlangter Statuten« genehmigung wegen der erforderlichen Vorarbeiten erst mit 1. Jänner d. I. activiert werden; felbe erfreut sich eines lebhaften Zuspruches, und es sind in den beiden Monaten Jänner und Februar 87 Theilnehmer mit dem Einlagecapitale pr. 24.363 fl. 29 kr. demselben beigetreten. Es lasst sich erwarten, dass diese im Interesse der arbeitenden Bevölkerung i» das Leben gerufene Institution sich einer immer steigenden Entwicklung erfreuen werde.» Der Vorsitzende beklagte die schweren Verluste, welche der Sparcasseverein durch den Tod mehrerer Mitglieder erlitten, indem außer Herrn Karl Deschmann, über dessen Hinscheiden der Verein bereits in der General-Versamm» lung vom 28. März v. I. seiner Trauer Ausdruck ver» liehen hat, auch Herr Primus Hudovernig, eines der ältesten Vereinsmitglieder, Herr Johann Ritter von Re« sori, der sich insbesondere beim Baue des Sparcasse« gebäudes große Verdienste erworben hatte, und Herr Dr. Cmil Bock sowie Herr Dr. Franz Suppantschitsch, der durch viele Jahre als Rechtsconsulent des Institute« fungierte und dem die Anstalt dafür zum großen Danke verpflichtet ist, weiters der Buchhalter Herr Raimund Wascher — aus diesem Leben abberufen wurden. Die Verfammlung gab ihrer tiefen Trauer über diese Ver« luste durch Erheben von den Sitzen Ausdruck. Zum Schlüsse seines Vortrages sprach der Vereinspräsident namens der Direction den Vereinsmitgliedern für die ge« währte vertrauensvolle Unterstützung den Dank au«, des« gleichen dem Herrn Amtsdirector für seine hingebungs» volle und umsichtige Leitung des Institutes sowie allen Beamten für die treue und aufopfernde Pflichterfüllung. Sodann wurde das Präliminare für das Jahr 1890 vorgetragen und zur Kenntnis genommen. — Auf Grund des vorgetragenen günstigen Geschäftsergebnisses wurden über Antrag der Direction zur Förderung wohlthätiger und gemeinnütziger Zwecke nachstehende Beiträge votiert: si. Für das hiesige Armen-Institut........ 2500 Für Unterstützung bedürftiger Schüler: des Gymnasiums in Laibach........ 200 » » » Krainburg....... 50 , » » Oottschee........ 100 » , ' Rudolfswert....... 100 der Realschule in Laibach......... 200 » Lehrerbilbungsschule in Laibach...... 100 » ersten städtischen Volksschule in Laibach ... 150 » zweiten » » » » ... 250 Für Anschaffung der Lehrmittel an den Volksschulen Krams i a) dem «Schulpfennig».......... 200 b) der «NaroänH Zola>.......... 200 Für Vetheilung von Schulrequisiten an arme Mädchen: der Ursulinnenschule in Laibach.......200 » » Bischoflack......100 Für die evangelische Schule in Laibach......350 Für Unterstützung armer Schuljugend: an der Kiiabenvolksschule in Rudolfswert .... 100 » » Mädchenschule in Rudolfswert..... 50 Für Unterstützung dürftiger Schüler der hiesigen Huf« beschlagsanstalt............. 50 Für Unterstützung armer Schülerinnen an der hiesigen städtischen Mädchenschule..........100 Für Unterstützung dürftiger Canbidatinnen und Schü- lerinnen an der Lehrerinnen.Bildunasanstcilt ... 100 Für Unterstützung der Schülerinnen an der Mädchenschule in Gottschee.............. 50 Für Unterstützung der die obern Classen der Bürgerschule in Gurlfeld besuchenden lrainischen Schüler ... 50 Für Unterstützung der die Schule am Moorgrunde besu< chenden Schüler............ 50 Für Unterstützung armer Schüler an der deutschen Knaben« Volksschule des deutschen Schulvereines.....100 Für Unterstützung armer Schüler an der deutschen städti« schen Knabcnvollsschule.......... 50 Für Unterstützung armer Schülerinnen an der deutschen städtischen Mädcbenvollsschule........100 Der Ortsgruppe Laibach des deutschen Schulvereines als Unterstützung für den deutschen Kindergarten ... 150 Für Unterstützung der die gewerbliche Vorbereitungsschule an der ersten und zweiten städtischen Knabcn»Vollsschule besuchenden Lehrjungen zur Anschaffung der Schreib' und Zeichenrequisiten (für jede Schule 50 st.) zusammen 100 Für Unterstützung der Musikschule der philh. Gesellschaft 600 Für Unterstützung des Vereines ,6l2»bena malie»»: 2) als gewöhnliche Subvention.......200 !,) zur Anschaffung von Instrumenten .... 200 Für Erhaltung der hiesigen Kleinkinder-Bewahranstalt . 200 Dem hiesigen Kranlen'Untcrstützungs- und VersorgungS- Vereine...............200 Der hiesigen freiw. Feuerwehr als Beitrag zum Vereinsfonbc 500 Für die Erhaltung des hiesigen Elisabeth-Kinderspitales 400 Für die Unterstützung bedürftiger, aus dem Civilspitale entlassener Rcconvalcscenten.........^00 Der Armenhaus«Inspection Laibach als Beitrag zur An« schaffung von Leibes- und Bettwäsche.....100 Für den Grazer Freitisch mit Hinweis auf ärmere Uni. versitäts-Studierende aus Kram.......100 Für die Arbeiter-Kranken- und Invaliden-Casse ... 100 Dem Unterstützungs-Vereine der Buchdrucker, Steiudrucker und Lithographen in Kram......... 50 Dem katholischen Gesellen-Vereine in Laibach .... 200 _____________________________________________.------------------ Der Vorstehung des Iosef'Spitales für Unterstützung des Siechenhauses.............^ Dem Vincenz'Vereine für Unterstützung desKnaben-Asys ^"" Dem Vinccnz-Vereine für Unterstützung des Knaben- ^ Waisenhauses............- Av> Für Unterstützung des hiesigen Mädchen-Waisenhauses - ^ Für Unterstützung der Vincenz-Conferenz zum hl. Jakob ^ ssür Unterstützung der Vinccnz Conferenz zum hl. Molaus Dem Vereine der Aerzte in Kram als Beitrag zur Lösch- ^ ner'schen Stiftung für Witwen und Waisen von Aerzte» ^"" Dein patriotischen Frauen-Hilfsvercine für Krain zur Unterstützung der Invaliden, Militär>Witwen und «Waisen, eventuell für die zu treffenden Vorbereitun- .^ gen und Vorkehrungen im Kriegsfalle . . . . > Dem patriotischen Landes - Hilfsvereine für Krain zur Unterstützung der Invaliden, Militär-Witwe» und -Waisen, eventuell für die zu treffenden Vorbereitungen ^ und Vorkehrungen im Kriegsfalle......,- Dem Zweigvereinc Laibach der Gesellschaft des österrel» ^ chischen weißen Kreuzes als Subvention..... Beitrag zum Neserocfonde des hiesigen Spar- und Vorschussvereines (registrierte Genossenschaft mit keschränt' ^ ter Haftung)............- Als Subvention der Fachschule für Holzindustrie Ni ^ Gottschee..............- Für Unterstützung des trainischen Fischerei-Vereines: ^ a) als gewöhnliche Subvention..... > !)) Beitrag für die Betheiligung an der diesjährigen ^ land» und forstwirtschaftlichen Ausstellung - > Denl Vereine der Damen der christlichen Liebe vom hei-ligen Vincenz von Paula: a) als Beitrag zur Unterstützung armer Familien 200 st. - !>) zur Erhaltung des Mädchenasyls 200 ft.- l!) der Arbeitsschule für arme, der Schule entwachsene Mädchen 200 si.; 6) f»tr ^ Erhaltung des Dienstbotenasyls 5)0 fl.; zusammen - ^ Dem Laibllcher Handels-Kranten- uud Pensionsvereine - Deni Vollslüchenvereine als Beitrag zur Studentenver- ^ pstegmig.............- ' Der Section «Krain» des deutsch-österreichischen Alpe»' ^ Vereines für locale Zwecke....... - - A Dem lrainisch-lüstenländischen Forstuereine als Subvention ^ Dem lrainischen Lehrervereine in Laibach als Unterstützung ^ Dem technischen Vereine für ittain als Subvention . - go Denl hiesigen Arbeiter-Bildungsuereine .... - Dem Schulansschusse der gewerblichen Fortbildungsschule in Gottschee als Beitrag zur Beschaffung der Lehr- ^ und Lcrnmittel .......... ' Deni Schulausschnsse in Krainburg als Beitrag zur Ve- ^, schaffuug der Lehr- und Lernmittel .... - Dem Schulausschusse in Stein als Beitrag zur Beschaffung ^ der Lehr und Lernmittcl.......- Deni Schulausschusse in Radmannsdorf als Beitrag zur ^ Beschaffung der Lehr- und Lermnittel ^ ' Denl Schulausschusse in Bisclioflack als Beitrag zur M- ^ schaffung der Lehr» und Lernmittel - - «, ' Dem Schulausschusse in Ncumarktl als Beitrag zur «e- ^ schaffung der Lehr« und Lernmittel ....-' Zur Anschaffung der Utensilien für die Schulwerlstätte an ^ der Volksschule zu Littai......- - / Zur Anschaffung der Utrnsilien für die Korbflechtereisch"" D) in Wippach............ ' Als Subvention zur Errichtung einer Schule für TMN- A klöppelet in Unterloitsch.......' ' Dem Asylvereine der Wiener Universität als Beitrag i" hO Ausführung des Baues des Asylhauses . . - - ' Dem katholischen Gesellenvcreine in Rudolfswert: A a) für Vcreinszwccke........ - ' O k) als Beitrag zum Baue des Vereinshauses - - ' Dem Deutschen Schulvereine als Subvention für die ltl Haltung der deutschen Knaben-Vollsschule in Laibaw ^ den Hüchstbetrag pr.........- ' ' . Fiir Unterstützung des deutschen Kindergartens: bu in Oottschee...........- ' ' A in Neumarltl..........- ' ' A in Sagor...........> ' ' ^ Dem deutschen Universitätsstiftungsfonde in Graz .^ Zur Förderung der hiesigen gewerblichen Fachschule 1" Holzindustrie in Laibach: , ^, 2) Beitrag für die laufenden Auslagen an "Y^ 2^ mitteln..........- ' n E d) zur Beistellung der erforderlichen Näumlichle"" M< e) Beitrag für Schüler-Stipendien . . - '^ Zur Förderung der hiesigen gewerblichen Fachschule 1 Spitzcnnähcrei und Kunststickerei- ^ ») für Beistellung der Schullocalitätcn . - ./^,' ^ b) für Nachschasfung der Schuleinrichtung und "»1 A Mittel........... . - ' 4"" c) für Schülerinnen-Stipendien . . , . - /..^ Für Unterstützung der Volksschule an der Freiin v. L'chl" thurn'schen Waisenmäbchen - Anstalt zur AnsclM""" »" von Schulrequisiten :........- ' ' H, ,^> Der Musealleitung Rubolftnum für antiquarische -"" ^ ^ grabungen..........' ' Naue ^ Dem Vincenz-Vereine in Laibach als Veitrag zu" "" 4^ des Knabenwaisenhauses......^^^— Mbs" Summe ' ' ^ Die nachträgliche Genehmigung wird beMH, ^ v stehenden, im Jahre 1889 von der Direction ben» trägen einzuholen sein. ^Ml- Für den dem Damen.Comite' zur Bekleidung ""'" 1?7 K, .g linder in der Citalnica verabfolgten Unterstütz"'" - betrag pr...........> /,.^ach Für den dem Vorstande der Frauen-Ortsgruppe ^" ^r des Deutscheu Schulvereines verabfolgten,V"^ heut" yß0 die Errichtung der Christbeschcrung für die den schen Kindergarteu besuchenden Kinder . -. ' .^n' ^ Für den der Kleinlinbcr.Pewahranstalt für die " . staltete Weihnachtsfeier verabfolgten Vetrag U «üng Für den der Schulgemeinde in Unlerloitsch zur wN") " ^ M der Werkzeuge für den Hanbferlia.teits.Curs ben"" " . Betrag per..........'< -n 5^ In Ansehung der den nachstehenden Feuerweyre'. gg Anschaffung der Löschgeräthe bewilligten Bett"«" , ^ ») der Feuerwehr in Billichgraz - ' . ^ k) » » . Vischostack . - ' .^Hi> c) . . . Ratschach . - - ^^"7^ Total-Summe - ' j ___wacher Zeitung Nr. 71. _________ 561 28. M»rz l8»0. Zu den weiteren Gegenständen der Tagesordnung^ «vergehend, wurden auf Grund der diesfälligen, vom Amts» uector Herrn Dr. Suppan erstatteten Anträge Beschlüsse Wsst über Gewährung eines SustenlalionSbeitrages, emer Pension und der Fortbelassung eines Erziehung«« «ltrages. Ferner wurde die Aenderung des 8 26 Alinea 2 °er Statuten des Creditveremes beschlossen, wornach die ^"Versammlung beschlussfähig sein solle, wenn wenig-3"° ein Sechstel der Credittheilnehmer anwesend ist. ^liehlich wurde der eingebrachte Antrag auf Ueber» °yme „on Stammaktien der Untertrainer Eisenbahn im "ommalbetrage von 200.000 st. »I p.lri zum Beschlusse eryoven. N l^"°"^ ""^ zur Besetzung der durch den Tod Aschers freigewordenen Vuchhaltersstelle geschritten, welche °er Antrag der Direction dem bisherigen ersten Ad' luncten Herrn Karl Tschurn verliehen wurde. Ferner s"^ die Stelle eines Kanzleisecretärs creicrl und die> und >.'" kW"'a.en Controlor Herrn Raimund Schischtar o die hiedurch freigewordene Controlurstelle dem bis» ^lgen Abjuncten Herrn Gustav Didal verliehen, mäh-. die durch diese Ernennungen freigewmdenen ilbri« ^n Stellen durch graduelle lLorrllckung zur Besetzung bangten. Nett» ?°^" hiermit die Tagesordnung erschöpft war, > Ule das Vereinsmitglied Herr l. t. Regierungsralh Anton "ter von Laschan den Antrag: Die Generaloersamn«. ""« wolle beschließen, es werde dem Präsidium und der lection für deren ersprießliche Gebarung der Danl der ^'"""lung und der Beamtenschaft für ihre pflichttreue eintt . ^ Anerkennung ausgedrückt - welcher Antrag sik« !"""6 angenommen wurde. Sodann schloss der Vor« '«ende die Generalversammlung. PrilN^ (Personal nach richt.) Der Herr Landes-dun k ^"°" Waller wurde gestern vormittags ^>r. Majestät dem Kaiser in Audienz empfangen, dal« ^ (Erdbeben.) Ein Triester Telegramm meldet, ein b Altern abends um « Uhr 20 Minuten in Trieft °uch n ." Abstoß erfolgt ist. Diese Erderschütterung ist aus Ä-°!l " be" Alpen verspürt worden. So wird dleselb a ^ '"' Pusterthale gemeldet, dass daselbst um Nickt..« "" '^ '" ^"est ein starler Erdstoß in der einia« L ^°" ^"b nach Süd beobachtet wurde, der Urnt^?"^" anhielt. Ebenso wird aus Düllach in 30 V> ""'Act, dass vorgestern abends um 9 Uhr ^rt ?"?" eine wellenförmige Erderschütlerung ver. ^ben s n ^^ ^"^^ "^ ^"' Secunden angehalten ^oKen <^ ""^ ^" ^'"^" Schaden anrichtete, aber "us N schrecken unter der Bevölkerung verbreitete. Auch tern«« ^"b"ls und Ober-Drauburg werden Erderschüt. "ukn gemeldet. blatt»"" (?kue Decorationen.) Das «Arm«' neuer ""'^"t seine Nachrichten über die Stiftung ^ffici,^' '^" Decorationen insoserne. dass das wilclc,/s?^"^" "^" Nasse nach wie vor nach den soy U"" 2b. nicht 20. Dienstjahre verliehen wer« sterns (6ur Vauthätigkeit in Laibach) Ge« philba^ - krainische Vaugesellschaft. welcher von der Nach ^"n.schen Gesellschaft der Bau der «Tonhalle. ll°gen w ^""ürfen des Herrn Wilhelm Treo über-und is< s ' "" der Aufstellung der Gerüste begonnen, blickt w "^ "^ ^" ersehnte Augenblick heran« schwinde» Nuinen des abgebrannten Theaters ver. Ac»h , " ""den. Möge nun auch bald der geeignete ^ Erbauung des neuen Theaters gefunden werben! ^ge zn^ ?/°l"ischer Gewerbeverein.) In« Vlnton Kl ^^ bisherigen Vereinspräsidenten Herrn 6 Uhr i« ^" s^"bet Samstag, den 29. b. M., abends ""aider nn,, """ ^"rhalle eine außerordentliche Ge-^sleuw^?!."^ "^ folgender Tagesordnung statt: ^>°«yl des Verwaltungsrathes; 2.) allgemeine An- träge. — Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Ver. sammlung wäre eine rege Theilnahme erwünscht. — (Eine Gift mi scher in.) Aus Cilli wird uns berichtet: Agnes Korosec, die erst im letzten Herbst aus dem Kerker entlassen worden ist, wo sie wegen versuchten Giftmordes mehrere Jahre zugebracht hatte, steht jetzt in dem Verdachte, neuerlich einen Gift. mord begangen zu haben, und zwar an ihrem eigenen Gatten, dem Grundbesitzer Korosec in Arzlin bei Hochen» egg, der vor einiger geit unter auffallenden Umständen ge« storben ist. Um den Thatbestand festzustellen, findet nächstertage die Txhumierung und gerichtsärztliche Unter» suchung der Leiche des Verstorbenen statt. — (Der neue Abt von Cilli.) Se. Majestät der Kaiser hat den Domherrn des Lavanter fürstbischös» lichtn Kathcdral - Capitels Herrn Franz Ogradi zum Abte und Stadlpfarrer in Cilli ernannt. — (Reform der Personen ta r ife) In der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde das vom Handelsminister im Vudgetausschusse angekündigte Gesetz eingebracht, betreffend die Maximaltarife auf den Privateisenbahnen. Das Gesetz hat den Zweck, die sub« uenlionierlen Bahnen sowie jene, deren Concessionsbedin» gungen den Staat zur Normierung ihrer Tarife berech« tigen, zur Einführung des für die Staatsbahnen gelten-den neuen Tarifs zu verhalten. Wie verlautet, gedenken die meisten Prioatbahnen durch Einführung eines niedri» geren Tarifs der staatlichen Intervention zuvorzukommen. — ( Frühlingswehen.) Ein Ausflügler schreibt uns: Der gestrige schöne Lenzestag trieb mich aus meiner Arbeitsstube hinaus in die weitere Umgebung. Es ist erstaunlich, was die Natur in den wenigen schönen Tagen in Wald und auf der Flur hervorzauberte. Die Knospen sind geöffnet, die zarten hellgrünen Vlättchen recken und dehnen sich gewaltig und quellen üppig hervor, überall schießen die Triebe unserer Frühlingsflora zutage und in wenigen Tagen dürften schon einige an begun» stigten Orten stehende Obstbäume die — Blüten öffnen. — (Aus Rndolfswert.) Wie aus Rudolfs« wert gemeldet wird, ist der Professor des dortigen Gymnasiums Herr Valentin Ambrusch bedenklich erkrankt und hat einen längeren Urlaub angetreten. Als dessen Stellvertreter wurde der supplierende Lehrer Herr Franz Ieraj vom hiesigen Obergymnasium nach Rudolfswert entfendet. — (Entzündung von Grubengasen.) Wie aus Cilli geschrieben wird, hat der Häuer Josef Kosir bei dcr Gewerkschaft zu Trifail am 16. d. M. abends am Alt.Iosefi.Horizonte die Grubengase aus Bosheit zum brennen gebracht, wobei er sich starke Brandwunden an beiden Händen zuzog und 4b Mitarbeiter in Lebensgefahr brachte. Derselbe wurde verhaftet und dem k. l. Bezirks« gerichte in Tüffer eingeliefert. — (Die Manöver des Jahres 1890.) Unsere gestrige diesbezügliche Notiz ist wie folgt richtig, zustellen: In diesem Jahre werden Eorpsmanöoer mit Gegenseitigkeit nur beim 6. und ?. Cops (Kaschau und Temesvar) in der Gegend von Großwardein«Debreczin vom 13. bis 16. September stattfinden; das 3, Corps hält nur Uebungen in der Infanterie-Truppendivision bei Knitlelfeld-Iudenburg und Laibach. — (Oesterreichische Staatsbahne „.) Wie man uns mittheilt, wurde am 2b. März 1890 die Aus« gäbe von Wertmarlenheften und Zusahmartenheften für den Personenverkehr bei den t. k. österreichischen Staats-bahnen aufgehoben. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wirll, 27. März. Die Nudapester Nachrichten über die bevorstehende Demission des Kriegsministers und des Wiener Corftscommandanten entbehren jeglicher Be» grilndullg. — Im Abgeordnetenhaus wurde der Nn-trag des Abg. Zeithammer, alle dem Vudgetaiisschusse vorliegenden Anträge und Petitionen betreffs Herabsetzung der Tarife der Staatsrifenbahnen dem Elsen-bahnausschllsse zuzuweisen, angenommen. Der Vesch^nl« wurf. betreffend die Aenderung der Wiener Linie», ^er« zehrungssteuer, wurde in dritter Lesung angenommen. Hierauf folgte die Verhandlung über Petitionen. Das Haus genehmigte sodann das Uebereinkommen Oester. rnch-UnqarnK mit dem deutschen Reiche b lilfss der gegenseitigen Unterstützung hilfsbedürftiger Seeleute und begann die Berathung der Resolutionen zum Wiener Link'N-Verzchrungssteuer'Ecsetze. Die Wahl des Abg. Auspitz wurde mit 93 gegen 78 Stimmen annulliert. Sodann wurde das Abgeordnetenhaus bis zum 16ten April vertagt. Auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung steht das Budget für 1890. Kratllll. 27. März. Das Herrenhausmilglied Graf Arthur Potocli ist gestern in Krzeszowice gestorben. Berlin, 27. März. Caprivi theilte dem Bundes-rathe seine am 22. d. M. erfolgte Ernennung zum Reichskanzler sowie zum preußischen Eonseils.Präsi« denten mit und bemerkt, er habe an diesem Tage die Geschäfte übernommen. Gestern fand unter dem Vor« sitze Eaprivi'S ein Ministerrath statt, in welchem, wie verlautet, die Vereidigung des Minister - Präsidenten erfolgte. Paris. 27 März. In der heutigen Sitzung des Ministerrathes berichtete der Minister des Aeußern, Ribot, über den Stand der Arbeiten der Berliner Eonferenz. Da die Sitzungen voraussichtlich Samstag geschlossn würden, beabsichtigen die französischen Drl> gierten. Berlin am Montag zu verlassen. Madrid. 27. März. Die Kammer genehmigle das Gesch. betreffend die Einführung des allgemeinen Stimmrechtes. Aif-Lcs-Vains, 27. März. Königin Victoria ist heute hier eingetroffen und festlich empfangen worden. Canea, 2/. März. Amtlich wird gemeldet: Die Pforte hob die auf Gefängnis lautenden lriegsrecht« lichen Urtheile auf und wandelte dieselben in Glld-strafen um.____________________________________ Angekommene Fremde. Am L«. März. Hotel Elefant. Henkel, Kaufm., und Löw, Reisender, Wien. — Halm. Kllusm., Budapest. — Iaubi, Privatier. Eturje, - Krchrl, Kfm.. Bregenz. — Müller. Mubelhändler. München. - Hackl. Weipert. — Domlabis, Illyrisch.Feistritz. - Hölzer. Billach. — Freisler. Zwittau. — hein, Fabrikant. Schlesien. Habrrseld. Kfm,, Dombovar. -^ Schneider, Ksm.. Wien. Hotel Stadt Wien. Vurlhardt. Lahn, Wetzl, Kohn, Prrlo. Pla° ner und Kempner. Kaufleute, Wien. — Ierschan, Privatier, Ralel. — Schupfer, Kaufm,, Innsbruck. Hotel SUdbabnhof. von Kahnl, Vreslau. — »ecile, Kfm., Trieft. — Kühn, Bruneck.___________________________________ Verstorbene. T>en 26. März: Michael Kos. Inwohner, 73. I., Tir« nauer Lände Nr. 8, Marasmus. — Philipp Nb..«ln, /° t8- 8N20 ^«-w. .^ boss« A !»»-" ,8« «5 Vclb Ware Vruudentl.-TUilllltumcn (für loo fi. »«».). 5"/„ zall,,lche...... lN4 50 — — 5"/„ mül,l«lcl>e...... 109 50 llN — 5°/u «raw 1Mb NNstenland . . —-— —-— K"/„ l,ied!>reftrrrcich!jche , . . ,0S — ll0 — 5"/« steirMe...... —-... —-- b"/„ lloatilche und IIadu,!i!che . lab — — — k"/, stebcnbülllüche . , , . —>——--d"/„ lemeser «anal ,,.-... —-—^ b"/t, unnarische...... 8?'9U »8 5» Andere öfsentl. Aulehen. ! Dona,»«,«, Lok b"/n ' dlo, «ll'.Irihc l«7« , l«'N »!. 107 — «lnlehen bei Gtad! «ür» . . lin. — - Nnlehen d. Gtadlgemelnbc Wien i<»5 50 l<>« — PiÜm.Nnl, d, Olablliem, Wl«n ,4» 75 lbl» lüi VVr! »S — Pfandbriefe «ttr lW st.), Vo!>t!!cs, all«, «st. 4°/,. «5, , , ll? — ll» - bto, » 4'/,"/». , l0 dto, » 4°/» . . . 9«'l« W'«N bt°, PlHw'Vchulbuerschr. »°/„ !»» b« uw .- Oest. Hypvtyelenbanl lNj. 5<»°/o wl »5 <»« z»5 Qe«. ung. «ant verl, 4>/,"/„ . <«l »e, u.l 7b detto . 4°/„ , . lON ll) l00«» drlto üOjähl, . 4"/„ . , UW'lb llicveu Prioritilts-Obllglltionen (für lN<> fi,), ^rbmand« Noidb nliz ft, L, 4'/,°/, , «,'»« iou 4» eI0 Wäre Oesterr. iNordwestbadn . lN7 Ü0 l08 - «laatebahn ... ' . l« ^ - - küdbahn i» »»/« . .' ' . l«»i "« «b . k »"/. ' , ,l9S0l«0- Una.'»ali,. «ahn . ' , ' , lUl->»<>» «0 Divrrse Lose lps>' SlUlf, llrebillol, 10« st, ,»5 76 >»« »ö «lard-Lok 40 sl, ' , 5?'Ü» 5» »5 4"/» Vonail-Dampfsch, ,<>« ft. . 18» b<> <»» t»0 llalbacher Prüm, «»,ed, W fl, »» ?b «l »5 vlener Lo!e 4« fi. . „i 70 »» »<» Palfly-iill!, 4« st. . 5«'?» ö?-«5 «olhen Kri-uz, üst, «,,. v., ,0 st. !» »^ l9 7b «ubolph«L«Ie «o st. , , , . zn b» »> — ElllLl.Lofc 40 st. , , , ßl i!b 6l 75 Ol,.«cn«!«'Uole 40 st , «1 «5 «l 7k. «Lllldsteiii'Lole ÄN ft ' ' , 4« 7b 4l 7b wlnbllch'Vräh Lo,s u,'> st' . z« ü» b4 5« «ew, Gch, d,»'>/„Pril,n,.Klhulb' versch b, >t«odlncrld!tc»!N»lt l?' »«'— «ant. Äctlen U4« Vdiicr.lNnst, öst. »(»<> fi, V, 40°/« «<" " «'" ' ,„. 200 fi, . "7 - »47 5" Depositenbank, Mg. 2lXi fi, , 1»6bU l»? !>» el«nb..UN.l!0c>N. «5°/»«. ?o- 7» .-«znberbant, «ft. «ON fi. ». . . lt,9 — 9zs> — 0efterr..ulMi. Van» »U0 ft. . »8« — l»3b — Unlllüblllil »00 fi......«4? b Weslbllhn »0« ss.. . .3»4-«i — »««chtlthrader !t«. 500 ft. «Vl. «0bo lob». dto. (1,1. U) »00 st. . 414 - «6 — Donau' Dampfschlfflayrt»« - 854' . DroU'Ei!, <Ä..Db.°«,)L00st, V,-------—'— Dul'Vodenb. «!f. N. »0« fi, s, — — —-Feit>, Il»U0fl.«M. »»«'> »63k> Glll, «llrl.ilubw.Ä. 200 st. llM. '»^ »b l»^ 75 Lemb.»Ezernow,»Iassy - Eilen» bahn-Helrlllch, M»u fi. 3. . . 227 5» «»8 — l!l°Nd,i!«,'UNg,,lr, W.» l.0 2»l 50 dt°. (Ut. U.) »l»<> ft. K. . »lb »5 «l« 25 Prag.Duler Mlenb, l50fi.Tllb, 7<» — 70 »,0 Staat«ci!rnbahn 200 fi, Silber 218«ü»l87ü öubbllli,! ^'ljsrb,°«.80Ufi.llM. ,70 - 171-Ira»!w!,y'Gt!..Wr.,1?afl.«.W, »18 - »l» — > neu, Wr., Priolit»«' «lctlen 1U0 fl......9» — 8« b« i Ung.-gallz^enb.zaust.EUb« 1«4 - 1«Ü0 «elb War, Ung, Nordoftbahn »00 st, Vllber l«8 7ü l«ü »b Ung,Westb,(«»llb.<»rllz)»00st.N, lv, — l9« «» IndustrieActien (per Vtüll), «auges., «ll«. vest. «00 fi. . «z - »l 75 Vaybier »isen» und Vtahl'Inb. »W!en<00fi...... »3b,< 94-^0 «tlenbabnw.Lelhg, erste, »0 st. »l - !»» - ««lbemihl», Papierf. u. «..». b,'— z« - Uiestnaer »rauerei ,00 st. . . 94 50 «!. Montan»Vesell,, «fterr.»alpine »3 «0 94 «<» Vr»«er « st; 4<4 — 4"? Lalao»l»rj. Iteinlllhlen »0 st. 4i4 — 4b? — «Vchl«»I»ühl'. Papierf, »c», st. i»^« - ,<>» - «l5>e»,lermühl»,Papiel1,„.«.<». t»u — <»l . Irllail« »llhlenw,»»,!. 7" ff. . IZ', — l^lU- - Waffeiis, »..OestiilWle» «x» ft, 4ib — 4»u Nllggon'llelhllnst,. «ll,, W Pest »0 fi......... »l'— «» — Wr. !k»»u«e!elllchlltt l0<> st, , . 8»-»b «, «i. WIenerber,er Z!«l,el>«rrln,<«,I. »7» — l7« l>>, Devisen. Deutlchs Wllh,..... 58 «^ 08 ?«, Üondon........ l>9 40 ll9 »0 pari«........ 47-3« 4? !»,'. Valuten. Ducaten........ b »3 ksl» «U»Frllnc«°Ntülle..... »-4'> v ^»^ Deutscht Nelchsbllnliwitil , . K»k ^h?^ Papler.Uabel..... l«, ^!t«